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Dormagazin 01 2020

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Ausgabe März 2020

Das Stadt-Magazin

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Was ist Heimat? Wenn ich so über den Begriff Heimat nachdenke, fällt mir als erstes

ein, dass Heimat ein gutes Gefühl ist. Ich bin mir aber nicht sicher, warum. Ist Heimat

für mich mein Zuhause, die Familie, der Verein, die Gegend, in der ich lebe? Ist es ein

Duft, sind es Erinnerungen, ein leckeres Essen? Vermutlich bekommt Heimat erst

dann einen Stellenwert, wenn man sie verlassen muss oder verliert. Gibt es nur eine

Heimat oder zwei? Meine Tochter sagt: „Heimat ist kein Ort für mich, Heimat ist dort,

wo ihr seid.“ Heimat muss kein

Ort sein, es kann auch ein Gefühl

sein, ein Gefühl der Zuge-

hörigkeit; zu Hause ist dort,

wo das Herz sich rund-

um wohlfühlt. Heimat

scheint für viele ein

Ort zu sein, der eine

große Rolle im ei-

genen Leben spielt.

Und für jeden Ein-

zelnen bedeutet er

etwas Anderes. Im

Jahr 2017 war das

Wort einer der am

häufigsten benutzten

Begriffe. Und

bereits 2004 war

Heimat ganz vorne

dabei, als der Deutsche

Sprachrat das „schönste deutsche

Wort“ suchte. Aber Heimat hat eigentlich

schon immer Konjunktur.

Zum Beispiel im Fernsehprogramm

der 60er Jahre und

darüber hinaus. Bergkulissen,

trautes Familienglück in Dirndl und Lederhosen verbreiteten die heile Welt über die

Bildschirme. In Supermärkten locken Produkte schon seit langem mit Phrasen wie

„Ein gutes Stück Heimat“ und hoffen damit die Aufmerksamkeit der Verbraucher

zu erhaschen. In zahlreichen Volksliedern und Schlagern wird die Heimat besungen.

Und auch heute ist Heimat immer noch in. Vermutlich liegt es daran, dass die

Welt immer größer, globaler wird, das Internet sehr viel Raum im Leben einnimmt.

Da kann einem schon einmal die Verwurzelung verloren gehen. Heimat ist irgendwie

verlässlich in unsicheren Zeiten. In der Heimat kann man Dinge mitgestalten,

dort werde ich verstanden und bin willkommen. Heimat bedeutet aber nicht, dass

wir unter „uns“ bleiben sollten. Der Kabarettist Dieter Nuhr sagte einmal, dass das

Fremde nicht der Feind der Heimat ist, sondern die Bedingung dafür, dass es so

etwas wie Heimat geben kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit

unseren Geschichten zum Thema Heimat auf den Seiten 16 bis 25!

Ihre Andrea Lemke

Titelfoto: Das schöne Bild von Zons stellte dankenswerterweise der Hobbyfotograf Heiko Lissy zur Verfügung.

IMPRESSUM

Herausgeber:

Druck + Verlag Josef Wegener GmbH

Römerstraße 18, 41539 Dormagen, Tel. 02133/24 56 00

E-Mail:

redaktion@schaufenster-online.de

anzeigen@schaufenster-online.de

Verantwortlich für Anzeigen:

Hans-Ulrich Thiel, Geschäftsführer

Redaktion:

Oliver Baum (V.i.S.d.P.), Andrea Lemke (Objektleitung),

Amelie Vallbracht und Tamara Groß

Anzeigen:

Claudia Roi, Holger Pissowotzki

Satz:

SiMa Design, Solingen (Satz & Layout)

studio 93 GmbH, Neuss (Anzeigen)

Druck:

Rheinisch-Bergische Druckerei GmbH, Düsseldorf

Vertrieb:

Panorama Vertriebs GmbH, Düsseldorf

Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit vorheriger

Genehmigung des Verlages erlaubt. Alle Urheberrechte liegen

beim Verlag.

Inhalt

Hurra, der Frühling kommt............................................................................5

Felix Weiß – Trotz Sehbehinderung immer mittendrin.......................6

Tierheim Dormagen auf Zukunftskurs......................................................8

Weltklasse gegen Anfänger.........................................................................11

Markus Zorn kochte für Greta Thunberg beim WEF..........................14

Tausend Kilometer für ein bisschen Heimaterde.................................16

Mister Heimat: Auch im hohen Alter sehr aktiv....................................18

Was ist Heimat? Leserstimmen................................................................ 20

DormaGIN – von der Kreuzfahrtidee

zum „Crew-Mitglied“......................................................................................21

Kultur des Erinnerns......................................................................................22

Wandern in Dormagen – eine abwechslungsreiche

Mischung aus Natur und Kultur.................................................................24

Einfach ungerecht: Frauen zahlen drauf................................................26

Langeweile muss nicht sein........................................................................28

Fast wie das doppelte Lottchen: Marit und Gerlind...........................29

Aron King lässt Elvis in Dormagen wieder auferstehen................... 30

KABARETT

IN DER KULTURHALLE

DORMAGEN 2020

KATIE FREUDENSCHUSS 21. März

CHIN MEYER 3. April

FLORIAN SCHROEDER 30. August

JOCHEN MALMSHEIMER 18. September

KÖSTER & HOCKER 9. Oktober

CHRISTOPH SIEBER 4. Dezember

Karten: Einzelvorstellung 21 Euro oder

Abo (3 Abende nach Wahl) 54 Euro

Infos und Karten:

Kulturbüro Dormagen

Tel.: 02133 257 338

kulturbuero-dormagen.de

Wir alle sind Dormagen!

3


Das Stadt-Magazin

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Frühling kommt

In wenigen Wochen erwacht die Natur wieder zu neuem Leben. Es beginnt zu

grünen und zu blühen. „Hasch mich, ich bin der Frühling“: So geht es auch den

Tieren, deren Paarungszeit beginnt. Egal, ob Federvieh, Fellnasen oder Wild: Die

Tierwelt gerät mit Balzritualen, Tänzen oder Imponiergehabe in einen regelrechten

Taumel der Gefühle. Es geht um alles oder nichts. Die Männchen suchen eine

Partnerin für den Liebesakt. Aber auch wir genießen die ersten Sonnenstrahlen.

Ein schöner Frühling bessert erheblich die Laune. Genießen wir sie und werden

aktiv, denn es gibt einiges zu tun und keine Zeit eignet sich dazu besser, als der

Lenz.

–Andrea Lemke

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20 Dinge für einen tollen Frühling 2020:

Die Dormagzin-ToDo-Liste

藺 Einen Fremden anlächeln

藺 Ein Frühlingsfest mit Freunden organisieren

藺 Sommerreifen aufziehen

藺 Frühjahrsputz machen und ausmisten

藺 Barfuß über eine Wiese laufen

藺 Auf dem Wochenmarkt in Dormagen einkaufen

藺 Sich in den heimischen Wald begeben

藺 Bogenschießen lernen, zum Beispiel beim BSV Dormagen

藺 Das erste Eis des Jahres essen

藺 Mit dem Piwipper Böötchen nach Monheim übersetzen

藺 Die ersten Blumen bewundern

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1) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und

fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

藺 Sommersachen raussuchen

藺 Ostereier selber färben

藺 Einfach mal einen Tag blau machen

藺 Unterm Maibaum tanzen

藺 Spargel essen

藺 Mehr Fahrrad als Auto fahren

藺 Mit der Familie (samt Oma und Opa) picknicken

藺 Die Kirschblüte entlang der Kölner Straße bewundern

藺 Dem Nachwuchs im Tierpark Tannenbusch beim Toben zuschauen

4 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 5

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Felix Weiß – Trotz Sehbehinderung

immer mittendrin

abgesperrten Loch einer Baustelle.

Trotzdem ist in den vergangenen Jahren

schon viel passiert und verbessert

worden. „Am Heumarkt in Köln stehen

die Gleiszahlen in Blindenschrift unter

dem Geländer am jeweiligen Bahnaufgang.

Dort durfte ich sogar überprüfen,

ob die Zahlen richtig sind“, berichtet

Felix stolz.

Eins ist klar: Wer Felix kennt, der

Gardetanz ist gerade im Rheinland sehr verbreitet. Doch kann jeder tanzen? Felix Weiß ist der Beweis dafür, dass

Inklusion im Tanzverein funktionieren kann.

merkt schnell, was für ein selbstbewusster,

sozialer und starker Mensch

er ist. Leicht unterkriegen und einschränken

lässt er sich ganz bestimmt

Tanzen. Das ist die große Leidenschaft

von Felix Weiß aus Worringen.

Eigentlich nichts Ungewöhnliches

zen und konnte seitdem nicht mehr

aufhören“, erzählt Felix freudestrahlend.

Und diese Leidenschaft hat er

er seit einigen Jahren im Kirchenchor

der Pfarrgemeinde St. Michael in Dormagen.

Aber am liebsten singt er wohl

Doch auch in der Schule gilt für Felix:

Ich bin immer mittendrin. Zuvor hat er

eine Förderschule für Sehbehinderte

nicht. –Amelie Vallbracht

für einen elfjährigen Jungen. Doch Felix

ist ein besonderer Junge. Er ist von

Geburt an blind. Schuld daran ist ein

wirklich im Blut, womöglich von seinem

Papa Harry geerbt. Harry hat 20 Jahre

lang in Köln getanzt. Jetzt trainiert er

immer noch Karnevalslieder und durfte

sogar bei einer Kindersitzung vor großem

Publikum singen. Seit drei Jahren

besucht. Dort gab es insgesamt nur

vier Klassen und die waren alle mit

Schülern der ersten bis vierten Klasse

Mehr erfahren

seltener Gendefekt. Wer jetzt denkt

die MGV Teenies. Aber manchmal sei

spielt er auch Geige, ein Instrument

durchmischt. Ab und an macht er sich

„Oh Gott, der Arme. So ist er ja rich-

es für Felix auch etwas schwierig. Er

welches Felix total fasziniert.

auch auf den Weg nach Düren und

Aktuell tanzen beim MGV Teenies

tig eingeschränkt“, der hat sich defini-

konnte erst zwei Wochen vor dem Auf-

Doch auch die Schule macht ihm

nimmt an Workshops für Sehbehinder-

14 Mädels und ein Junge. Sie sind zwi-

tiv getäuscht. Felix lässt sich nicht so

tritt den neuen Tanz, dafür dann aber

Spaß. Seit etwas mehr als einem hal-

te teil. Dort lernt Felix beispielsweise,

schen zehn und 14 Jahren alt. Training ist

einfach ausbremsen, ist immer überall

richtig gut und mit vollem Elan. Wer mit

ben Jahr besucht er die fünfte Klasse

wie er Eier aufschlagen kann.

immer mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr im

mit dabei und das mit ganzem Körper-

Felix übers Tanzen spricht, der merkt

einer Gesamtschule in Longerich. Die

Wer ein wenig drüber nachdenkt,

Vereinshaus an der St.-Tönnis-Straße in

einsatz. So auch seit drei Jahren ge-

sofort, wie sehr er auch den Karneval

Klasse ist eine Inklusionsklasse, in der

der merkt schnell, dass winzige Details,

Worringen.Traniert werden die Teenies

meinsam mit seinen 15 Mädels bei den

Teenies des Männer-Gesangs-Vereins

(MGV) in Worringen. Zuvor komplettierte

er zwei Jahre lang die „MGV

Pänz“. „Ich habe angefangen zu tan-

liebt. „Am Rosenmontag laufe ich wieder

im Zug mit. Das wird bestimmt super“,

freut er sich.

Neben dem Tanzen hat Felix auch

die Musik für sich entdeckt. So singt

die Lehrer entsprechend ausgebildet

sind. Zusätzlich hat Felix noch einen

Begleiter an seiner Seite, der die Aufgaben

in Blindenschrift umwandelt

oder ihn zum nächsten Raum bringt.

die für uns im Alltag selbstverständlich

sind, für Sehbehinderte wie Felix eine

Herausforderung darstellen können.

Das fängt beim Hundehaufen auf dem

Gehweg an und endet bei dem nicht

von Harry Weiß und Christina Theimer.

Weitere Infos bei Harry Weiß unter

Tel. 0177/759 48 90.

Allein unter 15 Mädchen schwingt Felix bei den MGV Teenies wöchentlich das Tanzbein.

Foto: privat

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6 Wir alle sind Dormagen!

Das

Wir alle sind Dormagen! 7

Stadt-Magazin


Das Stadt-Magazin

Gute Nachbarn haben ein offenes Ohr.

Auch gerne den ganzen Tag.

Der CHEMPARK informiert umfassend, trotzdem kann es immer noch

offene Fragen geben. Dafür haben wir, nun ja, ein offenes Ohr, rund

um die Uhr. Unsere Nachbarschaftsbüros geben Ihnen immer gern

ein Feedback auf Ihre Fragen. Schauen Sie doch mal vorbei!

Tierheim

Dormagen

auf Zukunftskurs

Senioren für Senioren, Hundetagesstätte, Hundeschule

und Tierschutz. Auf diesen vier Säulen steht das

Tierheim Dormagen heute und hat somit die Weichen

für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

Es ist frühmorgens. Über dem Tierheim

in Hackenbroich liegt noch etwas

Nebel. Es ist kalt. Die ersten Hunde

sind schon wach, bellen, machen

auf sich aufmerksam. Denn gleich gibt

es Futter, da möchte man nicht übersehen

werden. Emsig wird im Tierheim

gearbeitet. Während draußen die Näpfe

gefüllt werden, warten drinnen die

Katzen, schmiegen sich um die Beine

der Mitarbeiter, freuen sich

über jede Streicheleinheit.

Zurzeit leben

an der Bergiusstraße

1 knapp

30 Hunde, fast

40 Katzen und

eine handvoll

Kaninchen.

Das Team um

die Vorsitzende

Babette Terveer

und die Leiterin

des

Tanja

Tierheims,

Kalkowski,

ist engagiert

und hoch motiviert.

Elke Balzer

komplettiert als Hundetrainerin das

Trio. Seit sie vor vier Jahren dazu kam,

gibt es keine auffälligen Problemhunde

mehr in den Zwingern. „Das haben wir

alles Elke zu verdanken. Sie trainiert mit

den Vierbeinern auf dem eigenen Hundeplatz,

coacht unsere Gassi-Gänger,

aber auch diejenigen, die einen Hund

Info

Zu vermitteln: Der kleine Lino wurde

am 20. Dezember 2017 geboren und

lebt seit November 2019 im Tierheim

Dormagen. Er ist sehr verschmust,

verspielt und gelehrig. Er versteht sich

mit anderen Hunden prima.

von uns aufnehmen“, erklärt Babette

Terveer und zeigt sich glücklich über

diesen Umstand. Diese Tatsache ist

auch ein Grund dafür, dass kein Hund

mehr länger als im Durchschnitt fünf

bis sechs Wochen im Tierheim leben

muss. An dieser Stelle macht die Vorsitzende

den Dormagenern ein großes

Kompliment: „Die Dormagener sind

wirklich tierlieb. Wir haben hier kaum

Abgabetiere. Davon können befreundete

Tierheime nur träumen.“

Anfang April wird auch

die neue Hundetagesstätte,

kurz Huta, in Betrieb

gehen. „Das ist vor allem

denen geschuldet,

die arbeiten müssen.

Heute ist es ja so, dass

Mann und Frau gleichermaßen

arbeiten gehen.

Der beste Freund

des Menschen ist dann

alleine. Wir kümmern

uns dann um den Hund

und beugen so einer

möglichen

Abgabe

vor“, erklärt die Vorsitzende,

die zugleich auch Vorsitzende

des Vereins „Notpfote Animal Rescue“

ist. Ein weiteres Projekt nennt sich

„Senioren für Senioren“. Gerade ältere

Menschen haben Angst sich noch

einmal einen neuen Hund zuzulegen,

aus Furcht, dass sie sich nicht richtig

um ihn kümmern können oder gar vor

Im Tierheim Dormagen, Bergiusstraße 1, Hackenbroich, Tel. 02133/97 65 50,

sorgen vier Festangestellte, zwei Azubis sowie zwei Umschüler für einen reibungslosen

Ablauf. Hinzu kommen etliche Ehrenamtler, ohne die Vieles nicht

möglich wäre. Wer sich auch gerne engagieren möchte, kann dies zum Beispiel

als Gassi-Gänger machen. Aber auch Zwingerpatenschaften sind gerne

gesehen, genau wie Spenden oder Fördermitglieder. Mehr Infos gibt es auf

www.tierheimdormagen.de. Das Tierheim hat auch eine Hundeschule. Wer dort

trainieren möchte, kann sich unter Tel. 0151/41671913 bei Elke Balzer melden.

Fotos: Andrea Lemke/privat

Das Team um die Vorsitzende Babette Terveer (Mitte) ist ständig im Einsatz für die Tiere, so auch die Leiterin des Tierheims,

Tanja Kalkowski (r.) und Hundetrainerin Elke Balzer (l.).

ihrem geliebten Vierbeiner sterben.

„Diese Menschen müssen nicht auf einen

tierischen Freund verzichten. Wir

finden den passenden Oldie, so dass

einem gemeinsamen Leben nichts im

Wege steht. Sprechen sie uns einfach

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an, wenn sie noch einmal einem älteren

Hund ein Zuhause geben möchten“,

lädt die Chefin ein. Seit Kurzem sind

die Mitarbeiter auch sogenannte Tierschutzlehrer.

„Wir möchten die Kinder

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oder Haustiere sensibilisieren.

Ziel ist es, ihnen einen bewussten Umgang

mit Tieren zu vermitteln“, erklärt

Terveer die Hintergründe. Grundschulen

und Kindergärten können die ausgebildeten

Tierschutzlehrer buchen.

Foto: DTI

Huta

Insgesamt können in der Hundetagesstätte,

kurz Huta, 20 Hunde

aufgenommen werden, wobei

schon zwei Drittel der Plätze voll

sind. Die Huta bietet auch zwei

sogenannte Resozialisierungsplätze

an sowie Sozialplätze. Letztere sind

nötig, wenn ein Tier zwischen die

Fronten gerät, zum Beispiel bei der

Trennung eines Paares.

Auch wenn es gerade sehr gut im

Tierheim Dormagen läuft, so ist immer

Hilfe nötig. Zurzeit werden talentierte

Hobbyhandwerker gesucht, die kräftig

mit anpacken können. So müssen

zum Beispiel Anstriche im Tierheim

dringend erledigt werden. Jede Hand

hilft. Einig ist sich das engagierte Trio

darüber, dass die Arbeit Spaß macht.

„Es ist so schön zu sehen, wie sich ein

Hund freut, wenn er ein neues Zuhause

gefunden hat. Dafür lohnt sich alle

Mühe“, sind sich Terveer, Kalkowski

und Balzer einig.

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Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen!

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Das Stadt-Magazin

In Dormagen PHYSIOTHERAPIE JAPA

Weltklasse gegen Anfänger

Wie lernt man eine Sportart am besten kennen, mit der man bisher nicht so richtig warm geworden ist, weil man

beim Zuschauen als Laie aufgrund der Schnelligkeit der Bewegungen kaum etwas erkennen kann? Richtig. Man

probiert es einmal selber aus. Das passt dann besonders gut, wenn man eine Einladung bekommt. Vom TSV Bayer

Dormagen. Schnuppertraining für Journalisten. Die Sportart: Säbelfechten.

Ich habe schon öfter die Finalgefechte

um den „Preis der Chemiestadt“ im

Sportcenter verfolgt. Bei dem großen

Dormagen abzusichern. Mir ist gerade

wichtiger, dass die Fechtasse weniger

in unsere Hallenhälfte herüberschauen.

Junioren-Weltcup in Dormagen verste-

Es könnte peinlich werden.

he ich in der Regel nicht nur, aber viel

„Wir haben schon vor Jahren begrif-

Bahnhof. Die Bewegungen mit dem Sä-

fen, dass wir Fechter nicht im Rampen-

bel sind so schnell in der Ausführung,

licht stehen. Meckern bringt uns nicht

dass es mir ein Rätsel ist, wie man ge-

weiter, aber wir können die Sache sel-

nau sehen kann, wer wie angegriffen

ber etwas in die Hand nehmen“, sagt

und wer wo getroffen hat. Das wurde

Hartung. Das Schnuppertraining für

Behandlungsschwerpunkte

etwas einfacher, als die deutsche Nationalmannschaft,

darunter drei Säbelfechter

des TSV, in einer der Düsseldor-

Journalisten als Teil einer Kommunikationsstrategie

in eigener Sache. Fechten

ist eben nur eine Randsportart.

Schwindel - Ödeme

fer Messe-Hallen im vergangenen Jahr

Europameister wurde. Übertragung im

Es geht ans Warmmachen. „Peter“

Wagner macht vor, wir machen nach.

Schwellungen

Wirbelsäule & Gelenke

und Schmerztherapie

ZDF mit einem Experten, der ein wichtiges

Hilfsmittel hatte: die Zeitlupe. Dort

sind die Bewegungen so langsam, dass

ich als Laie folgen kann und verstehe,

was der Experte gerade im Detail erklärt.

So weit, so gut.

Anders wird es wieder in der Selbst-

Ich stelle schnell fest: So schlecht stelle

ich mich gar nicht an. Denn es geht direkt

auch um die Koordination. Es sind

die gleichen Übungen, die Hartung &

Co. selber zum warm up praktizieren.

Schwieriger wird es für mich beim Dehnen.

Wann hatte ich die Beine zuletzt so

erfahrung. Olaf Kawald, Leiter des Bun-

weit auseinander stehen? Ich kann mich

desfechtstützpunktes Dormagen, hatte

kaum erinnern. Es folgen die Grund-

die Medienvertreter eingeladen. Gute

stellung und erste Schritte nach vorne

Idee, endlich mal die Innensicht. Den

und hinten. Hartung steht daneben und

Sportlichen Leiter Fechten des TSV

beobachtet uns. Ein echter Gentleman.

Bayer wies ich bei meiner Zusage di-

Kein Grinsen, keine spöttische Bemer-

rekt darauf hin, dass mein körperlicher

kung. Gut, es sind auch bedeutende

Zustand sicherlich nicht für eine 90-mi-

überregionale Zeitungen da. Da will

nütige Einheit reichen wird. Dabei sein

man es sich mit den schreibenden Kol-

ist Alles.

legen, die heute auch fotografieren

Max Hartung (30) und sein Team-

und teilweise filmen, nicht ver-

kollege Benedikt „Peter“ Wagner (29)

derben. Auch das gehört

begrüßen die Journalisten. Wir dür-

zur

Kommunikations-

fen zunächst sitzen. Theorie-Teil: Wie

strategie.

unterscheiden sich die Waffen Säbel,

Es geht ans

Degen und Florett? Warum sieht ein

Anlegen

der

Gefecht bei Jack Sparrow so spiele-

Fechtkleidung.

risch leicht aus? Wie wird der heutige

Aufgrund

mei-

Ablauf sein? Die Fechthalle am Hö-

ner Körpergröße

henberg sieht irgendwie etwas klein

und meines zu

aus. Die Elektronik zur Messung und

hohen Gewichts

Anzeige der Treffer wirkt so installiert,

wird es schwie-

als sei dies nachträglich geschehen.

rig. Selbst die

Öffnungszeiten: Mo. - Do. 7:30 - 18:00 Uhr | Fr. 7:30 - 16:00 Uhr | Sa. 10:00 - 14:00 Uhr

Termine auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Egal, Hartung und Wagner kennen es

nicht anders. Ihre Teamkollegen Matyas

Szabo (28) und Richard Hübers

„Klamotten“ von

Richard Hübers, der

Größte im Bunde der

(26) auch nicht. Szabo trainiert an

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diesem Mittwochmorgen in der zweiten

Hallenhälfte unter seinem Vater,

Bundestrainer Vilmos Szabo (54). Eine

Einheit des Olympiastützpunktes. Bald

soll es auf dem Campus Knechtsteden

nicht wirklich. Das gilt vor allem

für die Schutzweste am Oberkörper.

Hartung erklärt mir, dass es sonst bei

seitlichen Hieben ordentlich blaue Flecken

geben kann. Ich stelle fest: Fech-

Foto: privat

eine neue Halle geben, um die Zukunft

des Bundesstützpunktes am Standort

ten könnte also auch weh tun. Ich werde

zum Aussätzigen, denn ich bin der ein-

Sieht aufgrund der Farben nach Nationalmannschaft aus, ist aber nur

Redaktionsleiter Oliver Baum.

10 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 11


Das Stadt-Magazin

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Max Hartung (rechts) erklärt den Journalisten die Unterschiede zwischen Säbel, Degen

und Florett. Olaf Kawald (links) hatte eingeladen und begrüßte die Journalisten zuvor in

der Halle.

zige, der ohne Schutzweste klarkommen

muss. Hartung erweist sich erneut

als sehr nett und zuvorkommend: Der

vierfache Europameister, Mannschaftsweltmeister

und zweifache Olympiateilnehmer,

der Vorsitzender der Athletenkommission

des DOSB (Deutscher

Olympischer Sportbund) und Gründungspräsident

des Vereins „Athleten

Deutschland“ ist, bietet mir sofort an,

dass ich trotzdem richtig Fechten kann.

Mit ihm als Gegner. Er wird auf Angriffe

in Richtung Hüfte verzichten, als nur auf

meinen Kopf zielen. Echt toll, ich muss

also nicht die ganze Zeit danebenstehen

und zuschauen. Ich ziehe den Schutzhelm

auf und bin überrascht. Das Kinn

liegt auf, es wird dadurch recht eng.

Damit hatte ich so nicht gerechnet. Das

Schutzgitter vorne am Helm stört nicht;

das Licht ist nur etwas dunkler als vorher.

Die elektronischen Kontakte werden

angeschlossen. Ich kann das nicht mehr

selber machen. Mein Bewegungsradius

ist eingeschränkt. In eine andere Richtung

schauen geht nur noch mit entsprechender

Drehung des ganzen Körpers.

Alles ist fertig. Hartung stellt sich

auf, ich auch. Grundposition. Ich soll

angreifen. Die Pressesprecherin des

Deutschen Fechter-Bundes leitet das

Gefecht. Auf Französisch. Hatte ich in

der Schule nie. Egal. Die paar Begriffe

sind klar. Das war der Theorie-Teil II am

Anfang: Nur wer das Angriffsrecht hat,

kann auch einen Treffer erzielen. Angriff,

Abwehr, Konter. Der Obmann entscheidet.

Bei internationalen Turnieren

auch mit Hilfe des Videobeweises. Der

Fechter will den Kampfrichter beeinflussen.

Er zeigt mit Körpersprache und

Ausrufen, dass er am Drücker ist. Auch

dann, wenn das Angriffsrecht beim

Gegner war. Vor allem bei einem Doppeltreffer,

die rote und die grüne Lampe

leuchten auf, beginnt auf diese Weise

oftmals ein wahres Schauspiel. Einen

Schauspielkursus hat aber kein Fechter

besucht. Das gehört mit in das Paket an

Talenten, das man mitbringen muss, um

in dieser Sportart gut zu werden.

Ich brauche nicht zu schauspielern,

habe auch schon so genug zu beachten.

Ich greife an und merke, dass Hartung

zurückweicht bis ans Ende der

Bahn, ich hinterher. Ich stoße vor Richtung

Oberkörper, er lässt den Treffer

zu. Wie gesagt: sehr netter Kerl. So führe

ich 3:0, ehe Hartung ernst macht. Aus

dem Nichts heraus, zumindest für mich,

macht es Gong auf meinem Kopf. Also

auf dem Schutzhelm. Das Geräusch ist

unangenehm laut, tut fast schon weh

im Kopf. Beim 4:3 für Hartung erlaubt er

mir nach einem längeren (zehn Sekunden?)

hin und her den letzten Angriff.

Ich habe es am Ende gar nicht richtig

mitbekommen, aber die Obfrau spricht

überraschend mir den Treffer zu. 4:4.

Ich habe den Europameister am Rande

einer Niederlage – denke ich nicht.

Denn eins ist mir klar: Jetzt kommt wieder

der Gong und ich bin völlig chancenlos.

Ganz normal. Weltklasse gegen

Anfänger.

Das „Gefecht“ hat vermutlich keine

fünf Minuten gedauert, ich bin nass

geschwitzt und froh, dass ich aus dem

Schutzhelm und aus der etwas engen

Schutzkleidung wieder rauskomme.

Für mich ist der aktive Part heute beendet.

Dafür schaue ich mir den Materialraum

unserer Fechtelite an und stelle

fest: Wirkt wie eine Abstellkammer, in

der mehr Platz nötig wäre. Der Grundgeruch

entspricht dem, was hier gemacht

wird: Leistungssport, Schwitzen,

Sachen trocknen lassen – Helme, Kleidung.

Dazu Säbelberge. Sieht alles nach

harter Arbeit aus. Ich gehe Duschen.

Auch nicht gerade der modernste Bereich

am Höhenberg. An den Wänden

Fliesen in der gelben Modefarbe der

60er Jahre. Egal. Das Wasser ist warm.

Neben mir spricht Hartung Englisch. Mit

einem Athleten aus dem Stützpunkttraining.

„Wir haben hier immer wieder

Hospitanten. Es geht ja auch darum,

dass wir auf unserem Niveau andere

Trainingspartner bekommen und nicht

immer mit den gleichen fechten“, so

Hartung. Zum Krafttraining gehen sie

übrigens in den Kraftraum der Judoka

an der Sporthochschule in Köln. Sollte

sich ändern, wenn die neue Halle steht.

Yoga macht Hartung übrigens auch. Um

den Kopf frei zu bekommen.

Das Ziel ist die Qualifikation mit der

Mannschaft für die Olympischen Spiele

im Sommer in Tokio. Andere Nationen

haben dafür ganz andere, viel bessere

Bedingungen. Zum Beispiel die Südkoreaner.

Sport, Studium und Ehrenamt

– Hartung hat einen gut gefüllten

Kalender. Meiner ist das auch, aber auf

anderer Ebene. Ich bin Lokaljournalist

und werde garantiert nicht zum passionierten

Fechter. Auch wenn es eine

spannende, interessante Erfahrung

war. Vielen Dank dafür! –Oliver Baum

Mach mit

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Mitglied !

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12 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 13


Das Stadt-Magazin

Markus Zorn kochte für

Greta Thunberg beim WEF

Bundeskanzlerin Angela Merkel, der amerikanische Präsident Donald Trump, die

schwedische Aktivistin Greta Thunberg, EU-Chefin Ursula von der Leyen, Jane Goodall

oder Stella McCartney: Keine Frage, die Gästeliste des World Economic Forum, kurz

WEF (Weltwirtschaftsforum), im schweizerischen Davos war auch in diesem Jahr

hochkarätig. Und mitten drin der Koch Markus Zorn, ein echter Dormagener Jung.

Zum leckeren Essen gehört halt auch

immer eine Geschichte“, lacht der

Schweiz-Fan. Die Leute wollen nicht

nur essen, sie wollen etwas dabei erleben.

In Davos kein Problem.

Bei den Losungen zu Beginn des

WEF erfahren die Köche, wen sie verköstigen.

„In diesem Jahr durfte ich

tatsächlich unter anderem für Greta

Thunberg kochen, aber auch Donald

Trump.“ Das habe ihn vor eine große

Aufgabe gestellt, denn Thunberg sei,

wie er sagt, eine „Hardcore-Veganerin“.

Am Ende hat sie aufgegessen, ein

Kompliment. Für den amerikanischen

Präsidenten gab es Burger, ganz klassisch.

„Aber ohne Fleisch“, sagt Zorn

nicht ohne Ironie. „Wir wussten, dass

er immer Burger isst und wollten zeigen,

dass es auch ohne Fleisch geht.“

Das sei auch ein großes Thema beim

WEF gewesen, daher gäbe es auch

mittwochs immer einen fleischfreien

Tag für alle, damit die Ressource

Tier geschont werde. Am Ende ist er

schlagkaputt und froh, dass er wieder

im Zug Richtung Heimat sitzt. „Das

sind echt anstrengende Tage, wo wir

17 oder 18 Stunden auf dem Buckel haben.“

Jetzt hat er erst einmal ein paar

Tage Ruhe, bevor er ab März wieder

die Jury von „Deutschland sucht den

Superstar“ bekocht.


–Andrea Lemke

Fotos (2): privat

Markus Zorn in seinem Element, Kochen,

eine Herzensangelegenheit.

Schneebedeckte

Bergspitzen,

strahlend blauer Himmel und über

allem thront in sattem Gelb die Sonne.

Der kleine Bergort war wieder fünf

Tage lang im Ausnahmestand. Nicht

nur die Polizei hatte alle Hände voll zu

tun, um den kleinen Ort vor jeglicher

Art von Bedrohung zu beschützen.

Mindestens genauso schweißtreibende

Arbeit verrichteten die rund 250

Köche hinter den Kulissen. Ihr Job:

lecker kochen für die ganzen Delegationen

aus den verschiedensten Ländern

und natürlich die weltberühm-

ten Gäste. Eine Mammutaufgabe in

Sachen Logistik. Zorn, der direkt zu

Beginn seiner Karriere zum besten

Nachwuchskoch Deutschlands gekürt

wurde, ist seit drei Jahren dabei

und gehört mit vier weiteren Köche

mit zu den Hauptorganisatoren. „Das

sind Powertage, kaum Pausen, es

darf einfach nichts schiefgehen“, so

Zorn. Daher müssen die Köche einen

hohen Stresslevel aushalten können,

am besten noch verschiedene Sprachen

sprechen sowie genau auf den

Punkt hin arbeiten und „abliefern“, wie

es der gebürtige Zonser nennt. „Geld

spielt dabei keine Rolle. Es wird aus

dem Vollem geschöpft, aber in allen

Bereichen, nicht nur in den Küchen.

Solch eine Geldverschwendung habe

ich noch nie gesehen.“ Die Erfahrung,

die er dort sammele, könne ihm keiner

mehr nehmen. „Als Angela Merkel

zu mir gesagt, Herr Zorn, es war

lecker, war das ein Hammer oder als

Kofi Anan uns Tage später als Dankeschön

seinen Lieblingstee zukommen

ließ, war das ein berührender Moment“,

erinnert er sich.

Diesen tollen Teller richtete Markus Zorn für Greta Thunberg vor wenigen Wochen an.

Schon Monate im Vorfeld grübeln nen Kalbsrücken, der auf Stroh gegart

er und sein Team über die Speisefolge,

denn: „Diese Menschen kennen Käserei in Graubünden gefunden. Da-

wurde. Dieses Stroh habe ich in einer

die Hotspots dieser Welt. Wir haben rin lagerten die Laibe. Und genau dieses

Stroh wollte ich haben. Ich wuss-

daher speziell auf die regionale Küche

gesetzt. Es gab zum Beispiel ei- te, dass gibt einen tollen Geschmack.

WEF

Das Forum wurde 1971 von Klaus Schwab gegründet. Das Weltwirtschaftsforum

(World Economic Forum, kurz WEF) ist eine in Cologny

im Schweizer Kanton Genf ansässige Stiftung, die in erster Linie für das

von ihr veranstaltete Jahrestreffen gleichen Namens bekannt ist, das

alljährlich in Davos im Kanton Graubünden stattfindet. Hierbei kommen

international führende Wirtschaftsexperten, Politiker, Wissenschaftler,

gesellschaftliche Akteure und Journalisten zusammen, um über aktuelle

globale Fragen zu diskutieren. Neben Wirtschafts- und Sozialpolitik

umfassen sie Fragen der Gesundheits- und Umweltpolitik. Das 50. Jahrestreffen

in Davos fand vom 21. bis 24. Januar 2020 statt. Das Thema

lautet: Akteure für eine kohärente und nachhaltige Welt. Quelle: wikipedia

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14 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 15


Das Stadt-Magazin

Brigitte Lienemann-

Hilger füllt in

Schwarzau im

Garten ihres

ehemaligen

Elternhauses

Heimaterde ab.

sieht sie, wie aus einem weißen Kuvert

etwas in das offene Grab rieselt. Es ist

Heimaterde aus Schlesien, die sich die

Witwe zuvor hat schicken lassen. „Da

hatte ich die Idee nach Breslau zu fahren,

mit Hilfe eines Deutsch sprechenden Taxifahrers

meinen Geburtstort Schwarzau

zu finden, um Heimaterde zu holen und

diese auf das Grab meiner Mutter zu

streuen“, erzählt sie. Die Reaktion ihrer

Kinder erstaunt sie. Ihr Sohn Julius meint

lachend „das erinnert mich an den Film

,Fluch der Karibik‘“ (Ein Glas Erde soll helfen,

einen Fluch zu brechen; Anm.d.Red.),

Sohn Johannes protestiert und sagt

„Mama komm runter, deine Heimat ist

hier, die Heimaterde findest du in deinem

Garten“ und ihre Tochter Jennifer sagt

nur „Mama, mach Du nur!“. Sie macht es

auch.

Dieses Bild entstand noch vor der Flucht aus

Schlesien. Es ist Brigitte Lienemann-Hilger.

Fotos (2): privat

Foto: Andrea Lemke

Wie auf einen Augapfel passt Brigitte Lienemann-Hilger auf ihre Heimaterde auf.

Mit Hilfe ihres Großcousins Karl findet

sie das alte Haus. Insgesamt 1.000 Kilometer

hat Lienemann-Hilger da hinter

sich. Außer zwei alten Fotos vom Haus

hat sie selbst kaum Erinnerungen daran.

Sie nimmt das Haus zwar wahr, „aber es

war nicht mehr mein Zuhause, es war

nert sie, die Besitzer lächeln und lassen

sie in den Garten, um endlich die Erde in

einem mitgebrachten Frühstücksbeutel

abzufüllen. Ihre Mission ist fast erfüllt. „Bis

heute konnte ich mich nicht überwinden,

die Heimaterde auf der nicht mehr vor-

Tausend Kilometer

fühlt sie sich sehr wohl, liebt sogar die

„Sie hat bis zu ihrem Tod 1987 darauf

Vergangenheit.“ Sie fühlt sich nicht wohl,

fühlt sich als Eindringling und lehnt mit

handenen Grabstätte meiner Mutter zu

verstreuen, aber mein Enkel Connor, der

anfangs verhassten „dicken Bohnen“.

gehofft, in die alte Heimat zu kommen.“

Karl eine Einladung zum Tee der neuen

ist 13, sagt dazu nur ,Oma, wenn du willst,

Sie ist angekommen. Und dennoch ging

2017 wurde Brigitte Lienemann-Hilger

Hausbesitzer ab. „Und beinahe hätte ich

streue ich dir die Heimaterde ins Grab‘.“

für ein bisschen Heimaterde

ihr nie aus dem Kopf, dass sich der größte

Wunsch ihrer Mutter nicht erfüllt hat.

der Ausdruck „verlorene Heimat“ so richtig

bewusst. Während einer Beerdigung

auch meine Mission vergessen“, erzählt

sie. Die Heimaterde! Ihr Großcousin erin-

Das habe sie tief berührt.


–Andrea Lemke

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Auf einem Regal ganz oben im Arbeitszimmer von Brigitte Lienemann-Hilger steht ein Glas mit „Heimaterde“. Es

steht oben, damit die Enkel keinen Unfug damit machen. Für Lienemann-Hilger ist die Erde nämlich sehr wichtig: Sie

stammt aus der alten Heimat.

as Wort Heimat kannte ich schon

„Dals Vierjährige, sprach doch meine

Mutter immer von der verlorenen Hei-

te 78-Jährige. In jenem Sommer war

es außergewöhnlich heiß. Das und der

Fußmarsch sind ihr tief ins Gedächtnis

enemann-Hilger. In Dormagen sei der

Zug dann einfach stehen geblieben. Mit

sehr wenig Gepäck landete die Familie

uns sieben, aber wenigstens hatten wir

ein Dach über dem Kopf“, zeigt sie sich

auch heute noch dankbar. „Wir waren

mat“, erzählt Brigitte Lienemann-Hilger.

eingegraben. Aber auch der Umstand,

zunächst mit anderen Vertriebenen in

nicht willkommen“, erinnert sich die Oma

Sie und ihre fünf Geschwister mussten

dass die Vertriebenen in Viehwag-

einer Eisdiele und später in einer Land-

von heute fünf Enkeln. Sie glaubt, das

sich mit der Mutter auf die Flucht be-

gons rund eine Woche kreuz und quer

arbeiterwohnung auf dem ehemaligen

habe unter anderem auch daran gele-

geben. „Wir sind 1946 aus Schlesien

durch Deutschland gefahren wurden.

Bauernhof der Familie Meller in Zons.

gen, dass sie als Protestanten ins katho-

vertrieben worden“, berichtet die heu-

„Niemand wollte uns“, erinnert sich Li-

„Es gab gerade eineinhalb Zimmer für

lische Rheinland gekommen sind. Heute

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16 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 17


Das Stadt-Magazin

Mister Heimat:

Auch im hohen Alter sehr aktiv

Er ist Heimatforscher, Stadtführer und Nachtwächter. Er wurde in Hackenbroich geboren, ist in Zons aufgewachsen.

Er arbeitete viele Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung und hat die Stadtwerdung vor 51 Jahren miterlebt. Er hat

seine Wurzeln nicht nur in der Zollfeste, sondern auch im katholischen Glauben, war im Kirchenvorstand aktiv.

Geschichte hat ihn schon immer interessiert und tut es auch heute noch im Alter von 79 Jahren: Hermann Kienle.

Das Blindenstadtmodell von Zons wird am 20. März eingeweiht und der Öffentlichkeit

übergeben.

Foto: W. Dappen

Es überraschte nicht, dass der ehemalige

Leiter des Dormagener

Kulturamtes Ende September vergangenen

Jahres dabei war, als die Stadt

im Rahmen des Michaelismarktes das

Goldjubiläum der Stadtwerdung 1969

feierte. Mit einer Filmvorführung im

Ratssaal im Neuen Rathaus beleuchtete

Kienle gekonnt und vor voll besetzten

Reihen die Stadthistorie. Wenn es

um seine Heimat geht und um ihre bewegte

Geschichte, dann ist der Zonser,

der im Jahr 2004 in Pension ging, in

seinem Element.

Das Geschichtsinteresse weckte in

der Volksschule die Lehrerin Drost mit

dem Fach „Heimatkunde“. Auf der Realschule

war es der „ausgezeichnete

Geschichtslehrer Dr. Menzel“, so Kienle,

der sein Interesse an der Geschichte,

an der Heimatkunde verstärkte. „Im

Geschichtsunterricht flog mir immer

Alles zu“, berichtet der 79-Jährige, der

vor 16 Jahren der erste Nachtwächter

war, der in Zons wieder „seinen Dienst

aufnahm“ (Führung). Kienle fing in

jungen Jahren an viel Fachliteratur zu

lesen, vor allem, über die Geschichte

seiner Heimat. Hinzu kam sein Interesse

am Fotografieren. Beides legte

den Grundstein dafür, dass er schon

im Alter von 20 Jahren mit den ersten

Führungen durch Zons begann. In einer

Altenstube hielt er seinen ersten

heimatkundlichen Vortrag. Von den

Älteren in der Zollfeste holte er sich

die Anekdötchen, die einen Rundgang

einen Vortrag „garnieren“. Der gelernte

Maschinenschlosser (beim „Bayer“),

der als Quereinsteiger in den öffentlichen

Dienst kam und später über einen

Inspektorenlehrgang die Voraussetzung

für eine Verbeamtung schaffte,

hat den Geschichtsverein 1975 mitgegründet.

Das gilt auch für den Förderverein

Denkmalschutz Zons, der seit

zwölf Jahren existiert. Kienle ist natürlich

auch Mitglied bei den Kultur- und

Heimatfreunden, im Förderverein des

KreisMuseums sowie beim Heimat- und

Verkehrsverein Zons. Dieser rührige

Mann kann einfach nicht „rosten“, so

aktiv ist er auch heute noch an vielen

„Fronten“.

Beim Arbeitskreis für die Konzeptionierung

der Umgestaltung der Tou-

Foto: Stadt Dormagen

So sieht Hermann Kienle aus, wenn er als Nachtwächter im Einsatz ist.

rist-Info zum „Heimat.Haus.Zons“ war

Kienle natürlich dabei. Einmal pro Jahr

wird der Wallgraben besichtigt, um zu

schauen, ob neue Schäden entstanden

sind. Mit dabei: Kienle. Im Frühjahr

(20. März) wird das Blindenstadtmodell

auf dem Rheintorplatz aufgestellt.

Federführend in dem Projekt: Kienle.

Große Löcher am Zwinger vor der Freilichtbühne,

Teile der Mauer neben der

Eisdiele am Rheintor sind beschädigt

– Kienle kümmert sich. Vertragliche

Übernahme des Rheinturms durch die

Stadt Dormagen. Kienle verhandelt mit.

Dabei ist der Heimatkundler zielstrebig

in der Sache, freundlich und verbindlich

im Umgang. Kienle ist keiner, der

große oder gar laute Töne spuckt. Und

wenn es einmal offizielle, öffentliche

Termine gibt, dann ist einer garantiert

nur in der hintersten Reihe zu finden:

Hermann Kienle. Alleine dafür gebührt

diesem Ehrenamtler aus vollster Überzeugung

und Leidenschaft großer Respekt.

Den Titel „Mister Heimat“ möchte

er vermutlich gar nicht bekommen.

Aber: Ehre, wem Ehre gebührt.


–Oliver Baum

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18 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 19


Das Stadt-Magazin


Heimat ist für mich ein Ort, wo man

mich versteht, wo ich mich nicht

verstellen muss, wo Menschen sind,

die ich mag und die mich mögen,

wo ich mich auskenne, wo ich

von der Wiege bis zum Sarg

gerne lebe, wo meine Familie

und Freunde leben, wo ich

die Natur und das Dorfleben

liebe, wo ich mich gerne

ehrenamtlich engagiere und

Mitbewohner unterstütze, wo

ich einfach nur unbeschwert und

glücklich bin. Zons ist für mich nicht

nur Heimat, Zons ist ein echtes Gefühl!“

Marco Meuter

Was ist Heimat?


Heimat ist für mich da, wo ich mich

geborgen fühle. Ohne zu zögern

kann ich sagen, Dormagen schenkt mir

heimatliche Gefühle. Dormagen ist meine

Heimat. Vor 40 Jahren bin ich der

„Liebe" wegen nach Dormagen

gekommen, um zu heiraten.

Ein Frankfurter Hessen-

Mädchen lernte den

„Rheinischen" Frohsinn

kennen und lieben.

Neue Freundschaften

entstanden und bekamen

einen festen Platz in

meinem Herzen. Ich möchte

allen ,Danke‘ sagen, die daran

arbeiten, diese unsere Stadt zu

verschönern und lebenswert zu machen.

Denn hier bin ich Mensch, hier will ich sein.“

Monika Stephan


Heimat ist, wo man herkommt und weint,

wenn man hinkommt nach einer langen Zeit.“

Markus Nicolini


Ich bin Sizilianer

und dennoch

fühle ich mich hier

mehr zuhause als in

Italien. So gesehen

bin ich heimatlos.

Am wohlsten fühle

ich mich, wo meine

Familie ist und das ist

Dormagen.“

Enzo Zagarella

Leserstimmen


Heimat ist dort, wo meine Familie und

Freunde sind. Aber auch das Zonser

Schützenfest ist für mich ein Stück Heimat,

denn dort treffe ich die Menschen, mit denen

ich gemeinsam aufgewachsen bin.“ Franz H.


Seit zehn Jahre koche ich immer an Heiligabend

für Alleinstehende und Obdachlose ein Essen

in Dormagen. Ich bin ein Dormagener Junge und

mache das sehr gerne, denn so kann ich etwas für

die Menschen in meiner Heimat tun. Heimat sind

für mich auch meine Eltern. Sie leben in Zons und

das ist mein Zuhause. Früher habe ich immer in die

Töpfe meiner Mutter geschaut und probiert. Sie

hat quasi die Grundlage zu meinem Beruf gelegt.“

Markus Zorn

Heimat im Netz:

Allein auf Instagram gibt es mittlerweile

zwei Millionen Beiträge zum #Heimat und

zum #Heimatliebe 1,1 Millionen Posts. Das

heißt Menschen bekennen sich öffentlich in

einem Sozialen Medium zu einem Ort. Meist

werden dann schöne Fotos von Landschaften

gezeigt, aber auch tierischen Freunden oder

der Familie.

Heimat typisch Deutsch?

Versuchen Sie einmal das Wort „Heimat“

ins Italienische („Casa“) oder ins Französische

(„Maison“) zu übersetzen. Als Antwort

kommt dann „Haus“. Ist „Heimat“ also typisch

Deutsch? „In der Tat gibt es in der Bildung

des Wortes keine genaue Entsprechung in

anderen Sprachen“, sagte Caroline Baumann,

eine wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen

Seminar der Universität Siegen,

in einem Zeitungsbericht.

Heimatministerium

Die CSU unter Horst Seehofer hat dafür

gekämpft, dass das einstige Innenministerium

zum Heimatministerium wurde. Seit 2018 gibt

es nun das Ministerium für Heimat, Kommunales,

Bau und Gleichstellung. In Nordrhein-Westfalen

fördert es zum Beispiel, was

Menschen verbindet. „Heimat ist Lebensqualität

und schafft Verbundenheit in Zeiten, wo

uns Vieles zu trennen scheint“, steht auf der

Internetseite. Die Landesregierung fördert

daher Initiativen und Projekte, die lokale und

regionale Identität und Gemeinschaft und so

Heimat stärken. In Dormagen gibt es seit dem

vergangenen Jahr den Heimatpreis. Er würdigt

Menschen und Projekte, die sich um das

Thema Heimat kümmern, dem Wort Leben

einhauchen.

Foto: DormaGIN

DormaGIN – von der

Kreuzfahrtidee zum „Crew-Mitglied“

Irgendwo auf dem Meer zwischen der

Dominikanischen Republik und Kolumbien:

Die beiden Gin-Enthusiasten

Christian Schillings und Daniel Reuter

haben weder Muße, aufs Wasser zu

schauen, noch Zeit, kommende Ausflüge

zu planen. Sie sind auf einem Schiff

und erholen sich bei einer Kreuzfahrt

durch die Karibik. Eigentlich, denn zu

diesem Zeitpunkt sind ihre Augen,

Ohren und Geschmacksnerven nur

für eines offen: den Gin-Workshop an

Bord. Die beiden erfahren dort alles

Wissenswerte über diese Spirituose,

experimentieren mit klassischen Zutaten

und verschiedenen Botanicals.

Und am Ende der zwei Tage – inspiriert

durch das positive Feedback des

Workshop-Leiters – war da die Idee:

Diese Kreation bringen wir auf den

Markt. „Die Rezeptur, die auf dieser

Kreuzfahrt entstanden ist, haben wir

zu Hause verfeinert – zu einem ehrlichen

Gin mit edlen Botanicals. Überraschend

und anders. Wie unsere Reisen.

Aber auch eine Liebeserklärung

an unsere Heimatstadt“, heißt es auf

ihrer Internetseite. Nur knapp sechs

Monate später feiert der DormaGIN

seinen Launch und begeistert seitdem

alle, die ihn genießen. Inzwischen ist

ein Jahr vergangen und DormaGIN

wartet mit einer weiteren Erfolgsstory

auf: Nicht nur alle in und um Dormagen

oder Online-Entdecker dieser

Spirituose können den klassischen

London Dry Gin genießen, sondern

auch diejenigen, die mit einem der

sieben Kreuzfahrtschiffen der „Mein

Schiff“-Flotte auf Kreuzfahrt gehen,

denn dort zählt DormaGIN nun zu den

festen „Crew-Mitgliedern“.

Nun wird er genau dort ausgeschenkt

und vorgestellt, wo die Idee

und die Rezeptur entstanden sind –

nämlich in den Workshops. Für Schillings

und Reuter ist dieser Erfolg eine

riesige Ehre. Schließlich sind die beiden

Gründer der Marke nicht nur Gin-Erfinder

und -Verfeinerer, sondern reisen

auch für ihr Leben gern. „Reisen

ist Sehnsucht und Abenteuer, ist der

Wunsch, mehr und Meer zu entdecken,

Neues zu erleben. Der Rhein, an dem

wir beide groß geworden sind, verbindet

für uns Heimatgefühl und Fernweh

gleichermaßen. Dass unser handcrafted

Gin vom Rhein aus nun auch die Weltmeere

erobert, vereint für uns all das:

Heimat, Reiselust, Abenteuer und Genussmomente.

Und wer weiß: Vielleicht

können wir darüber hinaus mit unserer

Geschichte andere Gin-Liebhaber zu eigenen

außergewöhnlichen Kreationen

inspirieren – und dazu, Träume zu verwirklichen“,

erklärt Reuter.

–dor/ale

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20 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 21


Das Stadt-Magazin

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Kai Weber und René Schneider

Ihre

CDU Dormagen

Wir wünschen Ihnen

tolle Karnevalstage

und einen

schönen Frühling!

Fotos (2): Oliver Baum

Kultur des

Erinnerns

Raum für Geschichte

und Kultur des

Erinnerns – Pastor

Peter Stelten im

Römerkeller im

Römerhaus bei

St. Michael.

schließlich auf den Platz vor dem Historischen

Rathaus.

Menschen, Gebäude, Geschichte.

Dormagen sei eine Stadt mit recht wenigen

Denkmälern, die teilweise auch

noch etwas verstellt positioniert seien,

meint Stelten. Das gilt für den Römerkeller

im Römerhaus direkt neben der

Pfarrkirche St. Michael nur bedingt. Er

liegt zwar etwas versteckt, ist aber gut

ausgeschildert. Er wird vom Dormagener

Geschichtsverein betreut und derzeit

aufgewertet: Zwei lebensgroße Figuren

stehen dort nun mit zeitgemäßer

Kleidung aus der Zeit vor etwa 2.000

Jahren, als Dormagen noch das antike

„Durnomagus“ war. „Der Schutz,

die Sicherung, die Erhaltung und Dokumentation

von Zeugnissen der

Kunst, Kultur und Geschichte stehen

im Vordergrund unserer Arbeit“, ist in

der Broschüre des Geschichtsvereins

zum Römerkeller zu lesen. Für Stelten

hat genau diese Arbeit eine wichtige

Verbindung zu dem, was Heimat ausmacht.

Die Wurzeln. Die Geschichte.

Auf dem Ehrenfriedhof zeigt mir der

Pfarrer einige Grabsteine, die nicht nur

aufgrund des in Dormagen bekannten

Familiennamens interessante Details

aufweisen. Wie zum Beispiel die Gedenktafel

an alle Dormagener Bürgermeister,

die auf dem Friedhof an der

Nettergasse beerdigt sind. Oder die

beiden Gräber seiner Vorgänger, die

dort zu finden sind. Auch das ist für

Stelten ein Raum der Geschichte, ein

Bezug zur Heimat: Wie gedenke ich

derer, die einmal waren? In einigen Fällen

nicht mehr besonders wertschätzend.

Grabplatten, die auf den Boden

gelegt wurden, aber falsch herumliegen,

also kaum lesbar sind. Oder die

Risse haben, ganz kaputt zu gehen

drohen. Oder von denen das Moos Besitz

ergriffen hat.

Öffentliche Plätze sind wie Zimmer,

müssen drei Wände haben, damit sie

funktionieren. Diese These hat einmal

sinngemäß der ehemalige Kölner

Dombaumeister Arnold Wolff geprägt.

Wir kommen auf den Platz zwischen

dem Neuen und Alten Rathaus. Dort

fehlt zwar eine dritte „Wand“ (Gebäude),

der Zwischenraum zwischen den

beiden Rathäusern hat aber dennoch

Platzcharakter. Auf dem Weg zum Rathausvorplatz

kommen wir am Denkmal

für den Tag der deutschen Einheit (3.

Oktober) vorbei. „Warum steht die hier

so schräg am Wegesrand?“, fragt sich

Stelten. Warum steht wenige Meter

weiter auf der anderen Seite die Hinweistafel

auf die Stolpersteine, die in

Dormagen verlegt worden sind? Und

in einer Ecke links neben dem Eingang

Auf dieser Gedenktafel sind alle Bürgermeister Dormagens aufgeführt, die auf dem

heutigen Ehrenfriedhof an der Nettergasse beigesetzt wurden.

in das Historische Rathaus hängt unter

einem Blumenkasten, noch nicht einmal

mittig an der Wand, die Tafel im

Gedenken „Den Opfern Der Zeit Von

1933 bis 1945“. „Warum dort? Warum

dieser Text in dieser Form?“, fragt sich

der Pastor. Gerade in dieser Zeit, in

denen es immer weniger Zeitzeugen

der schrecklichen Gewaltherrschaft

der Nationalsozialisten gebe, sei es

wichtig, die Kultur des Erinnerns hochzuhalten.

Wir kommen zurück ins Pfarrhaus,

wo Stelten arbeitet und wohnt. Sein

Raum zum Pfarrersein. Auch seine Heimat.


–Oliver Baum

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Für viele Menschen hat Heimat etwas mit dem Ort zu

tun, an dem sie in ihrer Familie aufgewachsen sind.

Die örtliche Ebene verknüpft mit der menschlichen,

emotionalen Ebene. Zuhause bin ich da, wo die

Menschen sind, die mir am wichtigsten sind, die ich liebe.

Heimat hat unterschiedliche Facetten. Auch für Pastor

Peter Stelten, der aus dem Ruhrgebiet kommt und seit 13

Jahren in Dormagen wirkt. Seine berufliche Heimat oder

wie er es nennt: „Mein Raum zum Pfarrersein.“

Für Stelten gibt es auch eine geistliche

Heimat - durch seinen Glauben

an und durch sein Wirken für Gott. Und

persönlich kommt für ihn eine weitere

Ebene hinzu, wie er berichtet: Freundschaften.

„Da habe ich uralte aus meinen

Kindheits- und Jugendtagen, die

ich bis heute pflege“, so der Pastor.

Heimat hat für Stelten auch etwas mit

Deutschland zu tun. Er blickt auf die

Entwicklung seit der Wende vom 18.

zum 19. Jahrhundert und vor allem auf

die lange Zeitspanne seit Ende des

Zweiten Weltkriegs: Seit 1945 leben die

Menschen in Deutschland ohne Krieg.

Eine lange Zeit des Friedens. Auch ein

Stück Heimat.

Vom Ruhrgebiet hat es den Geistlichen,

der einen weltlichen Job hatte,

bevor er Priester wird, an den Rhein

gebracht. „Ich habe immer rechts

und links des Rheins gearbeitet“, ist

Stelten aufgefallen, als er sich auf

unseren Spaziergang unter dem Motto

„Vergessen, Erinnern, Kultur des

Erinners“ vorbereitet hat. Denn das

Oberhaupt der Kirchengemeinde

St. Michael ist immer schon ein sehr

geschichtsinteressierter Mensch gewesen.

Und Räume, die waren und

sind für ihn auch immer wichtig. Unser

Weg führt uns vom Pfarrhaus in

den Römerkeller, dann auf den Ehrenfriedhof

an der Nettergasse und

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22 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 23


Das Stadt-Magazin

Foto: Alexandra Russ

Fotos (2): Stadt Dormagen

Der Zuweg zum Fähranleger. Dort kann man mit der Fähre nach Düsseldorf-Urdenbach

übersetzen.

Im Tierpark Tannenbusch kommen besonders Familien auf ihre Kosten und das ganz kostenfrei.

Mehr Informationen

Zonser Windmühle

Wanderfreunde Dormagen 1982 e.V.

www.wanderfreunde.de

Haus der Natur - Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss e.V.

www.biostation-neuss.de

Wandern in Dormagen

– eine abwechslungsreiche

Mischung aus Natur und Kultur

DVV - Deutscher Volkssportverband e. V.

www.dvv-wandern.de

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Stadt, Land und Fluss – die Wanderregion Dormagen hat alles im Angebot. Die Kombination aus Rhein, Feldern,

Wiesen, Wäldern und historischer Stadt bietet Freizeitsportlern, Aktivurlaubern, Familien und geschichtlich

Interessierten optimale Voraussetzungen für Erkundungen, Erholung und Entspannung. Auf einer Wanderung

Foto: Kathrin Friedrich

Der Zonser Grind ist wunderschön, um die Seele einfach einmal baumeln zu lassen.

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Nissan-Spezialist!

entlang des Rheinufers durch die umliegenden Felder, Wiesen und vorbei an historischen Bauwerken lassen sich

Natur, Bewegung und Kultur bestens miteinander verbinden. Auch in den nahegelegenen Waldgebieten der Region

Sie führt vom Ausgangspunkt am Park-

Wer nicht auf eigene Faust loswan-

bieten sich viele Wanderwege an. Es gibt Routen für jeden Anspruch. Marschprofis kommen auf ihre Kosten, wer

nicht ganz so ambitioniert ist, findet als Spaziergänger schöne Wege.

platz des Tierparks Tannenbusch in einer

Schleife durch den Wildpark über die

Wege des benachbarten Geoparks. Die

dern möchte, kann sich beispielsweise

beim Verein „Wanderfreunde Dormagen“

Informationen holen. Sie bieten

Route eignet sich besonders für Familien

Touren auf sogenannten Permanenten

Eine mittelschwere Wanderroute

startet am Rheintor-Parkplatz in

Zons. Von dort aus geht es über den

Damm an den Rhein und flussabwärts

zur Fähre Zons. Weiter in Richtung

Norden erstreckt sich das Naturschutzgebiet

Zonser Grind, das von Zons bis

Stürzelberg im Norden von Dormagen

im Grind, die hauptsächlich aus Wiesen

und Schwarzpappeln besteht. Der

Rhein macht eine starke Schleife, sein

Ufer ist breit und sandig. Verschiedene

Weidenarten wachsen hier. Am

Ende der Runde durch den Grind erreicht

man Stürzelberg. Durch den Ort

in Richtung Süden gelangt man zu den

als Biotop Amphibien, Vögeln und heimischen

Fischarten Lebensraum bieten.

Die Heidelandschaft der Hannepützheide

soll erhalten bleiben, der Waldbereich

mehr Eichenarten als Kiefern

entwickeln. Die Stadt Zons mit zahlreichen

Sehenswürdigkeiten, Cafés und

Restaurants erreicht man von dort aus

te, entlang der Stadtmauer in Richtung

Süden befindet man sich mitten in der

Zonser Aue, die zum Teil unter Naturschutz

steht und als Grünland genutzt

wird, sodass dort verschiedene typische

Pflanzen zu finden sind. Die elf bis

zwölf Kilometer lange Tour dauert etwa

drei Stunden. Natürlich lohnt es sich an

mit Kindern, da hier viele verschiedene

Tiere in Freigehegen beobachtet und

teilweise gefüttert werden können. Auf

den geologischen Lehrpfaden des Geoparks

können kleine und große Wanderer

regionale Gesteinsarten kennenlernen.

Außerdem gibt es einen Spielplatz

und eine große Rasenfläche. Auch eine

Einkehr in das auf der Strecke liegende

Wanderwegen (PW) an. Permanente

Wanderwege sind Rundwege unterschiedlicher

Länge, die beschildert und

zu jeder Jahreszeit begehbar sind. Der

Ausgangspunkt einer Wanderung befindet

sich an einem Startlokal, in dem

Wanderer die nötigen Unterlagen wie

Karte und Wegskizze erhalten. Die

Wanderfreunde Dormagen haben die

• HU / AU

• Motor /Getriebeinstandsetzung

• Unfallinstandsetzung

• Autoglas-Service

• Achsvermessung

• Inspektionen aller Art

• Reifenservice

• Lackierung

• Klimaanlagenservice

• Ersatzfahrzeug

reicht und eine Halbinsel im Rhein bildet.

Vorbei geht’s am Campingplatz

und dem Fährhaus „Pitt Jupp“. Der

Weg ist gut begehbar und bietet einen

schönen Blick auf die Landschaft

Naturschutzgebieten Hannepützheide

und Martinsee mit Wald- und Heideflächen

am Wahler Berg. Der Martinsee

wird von der Biologischen Station des

Rhein-Kreises Neuss betreut und soll

über die Aldenhovenstraße. Nach einer

Runde durch die Altstadt lohnt sich

ein Abstecher in die Auenlandschaft

von Zons, bevor es zurück zum Ausgangspunkt

geht. Außerhalb der Fes-

mehreren Stellen Erholungs- und Essenspausen

einzulegen.

Eine kurze Route mit einer Dauer von

etwa einer Stunde ist im Westen Dormagens,

im Stadtteil Delhoven, zu finden.

Waldcafé-Restaurant ist möglich. Wem

der Rundweg zu kurz ist, kann seine

Wanderung zum nahe gelegenen Naturschutzgebiet

Balgheimer See nördlich

des Ausgangspunkts ausdehnen.

Permanenten Wanderwege „Feste

Zons“ mit fünf und elf Kilometern sowie

den „Klosterweg“ mit sechs und

zwölf Kilometern im Programm.


–Tamara Groß

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24 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 25


Das Stadt-Magazin

Fotos (2): Andrea Lemke

Einfach ungerecht:

Frauen zahlen drauf

Weiblich zu sein, ist schön, hat aber auch 2020 immer noch Nachteile. Frauen

verdienen nach wie vor weniger als Männer, leisten viel mehr soziale Arbeit, die

erst gar nicht bezahlt wird, und sind kaum in Führungspositionen zu finden. Und

am Ende zahlen sie sogar im Alltag drauf.

Es ist schon lange kein Geheimnis

mehr, dass es ohne uns Frauen

einfach nicht geht. Wer soll die ganze

Pflege in Krankenhäusern oder

Seniorenheimen übernehmen? Wie

stände der gesamte Einzelhandel da,

wenn morgen alle weiblichen Kräfte

kündigen würden? Und wer würde

das traute Heim putzen, wenn Mutti

es nicht mehr tut oder die Putzfrauen

meutern würden? Es sähe ganz

schön dreckig um uns aus. Frauen

rackern pro Tag durchschnittlich vier

Stunden für unbezahlte Arbeit, Männer

tun das zwar auch, aber nur gut

zwei Stunden. Man nennt das „unbezahlte

Sorgearbeit“. Kinder erziehen,

Angehörige pflegen, Hausarbeit,

Elterntaxi, ehrenamtliche Ämter in

„Warum müssen Frauen mehr für Rasierer bezahlen?“, fragt sich Redakteurin Andrea

Lemke. Liegt es etwa an der Farbe?

Schulen oder Kita übernehmen – alles

nach wie vor in Frauenhand. Ausnahmen

bestätigen eben nicht die

Regel. Männer bringen nach wie vor

das Geld nach Hause, Frauen entscheiden

sich oft für die Familie und

arbeiten Teilzeit. Am Ende schlägt

dann auch noch die Rentenfalle zu.

Heißt: Lässt man sich scheiden oder

ist gar alleinerziehend, droht am

Ende Altersarmut. Ist das gerecht?

Und wie sieht es im Alltag aus? Zahlen

Frauen auch da drauf? Leider ja

und nicht nur finanziell. Hier unsere

Beispiele:

Toiletten:

Für Frauen und Männer gibt es in

öffentlichen Gebäuden oftmals die

Gut zu wissen








1919

Im Januar dürfen Frauen erstmals ihr Frauenrecht ausüben.

gleiche Anzahl von Toiletten. So zum

Beispiel in der Rathaus-Galerie. Daher

sind Frauenschlangen vor Damentoiletten

ein bekanntes Bild. Und

am Ende brauchen wir auch länger,

weil wir eben nicht mal eben den

Reißverschluss öffnen und dann loslegen

können. Es besteht also eine

„Entsorgungslücke“.

Friseur:

Auch das ist kein Geheimnis. Frauen

mit kurzen Haaren zahlen drauf. Laut

der Antidiskriminierungsstelle des

Bundes müssen wir im Schnitt 12,50

Euro mehr bezahlen. Stimmt das?

Wir haben gleich mal zwei Preislisten

von Friseuren in der Innenstadt

1952

Frauen dürfen sechs Wochen vor und sechs Wochen nach der Geburt bei vollem

Gehalt Zuhause bleiben.

1958

Das Gesetz über die Gleichberechtigung von Frau und Mann tritt in Kraft.

1958

Frauen dürfen ihr eigenes Konto eröffnen und damit über ihr Geld entscheiden.

1977

Bis 1977 durfte eine Frau nur dann berufstätig sein, wenn das mit „ihren Pflichten in

Ehe und Familie“ vereinbar war.

1980

Frauen sollen das gleiche Gehalt für die gleiche Arbeit erhalten. In der Praxis sieht

es auch 40 Jahre nach Einführung des Gesetzes über die Gleichbehandlung von

Frau und Mann immer noch anders aus.

1997

Nachdem der Bundestag viele Jahrzehnte darüber gestritten hatte, wurde die

Vergewaltigung in der Ehe endlich mit dem Paragraphen 117 unter Strafe gestellt.

Vorher ging der Mann straffrei aus.

getestet. Für das Programm „Waschen,

Schneiden, Föhnen“ müssen

Frauen bei dem einen acht Euro

(Frauen 27 Euro/Männer 19 Euro)

tiefer in die Tasche greifen. Im zweiten

Geschäft war es nicht so leicht

ersichtlich, wer was zu zahlen hat.

Frauen mit kurzen Haaren zahlen für

Waschen, Schneiden, Föhnen 36,50

Euro. In der Preisangabe für Männer

stand nur Waschen und Schneiden.

Preis: 20 Euro. Das ließ uns natürlich

keine Ruhe, denn ist das so wirklich

vergleichbar? Also ab, rein ins

Geschäft und nachgehakt. Auf die

Frage hin, ob die Herren denn auch

geföhnt werden, erhalten wir die

Antwort: „Kein Mann muss hier mit

nassen Haaren rausgehen, dann föhnen

wir natürlich.“ Aufpreis? „Nein“.

Also muss eine Frau mit Kurzhaarschnitt

dort gleich 16 Euro mehr berappen.

Schwarze Socken:

In einem Geschäft schauten wir uns

genau um. Wir wählten den gleichen

Hersteller, schwarze Socken mit

demselben Produktnamen („family“)

und die identische Stoffzusammensetzung.

Fazit: Auch bei diesem Ar-

Wir machen Euch mobil!

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Auch für schwarze Socken müssen Frauen mehr bezahlen, wenn auch nicht ganz so viel

wie bei anderen Produkten.

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Rasierer und Klingen:

In einer Drogeriekette machen wir

den Preisvergleich. Auch dort versuchen

wir das identische Produkt

zu finden. Dabei fällt direkt auf, dass

die Hersteller pfiffige Ideen entwickeln,

damit es dem Endverbraucher

schwerfällt, die Preise zu vergleichen.

Während es für die männliche Behaarung

fast nur „5-Klingen-Systeme“

gibt, werden für Damen vorwiegend

„4-Klingen-Rasierer“ angeboten. Mit

viel Ausdauer finden wir schließlich

vergleichbare Produkte. Wieder wählen

wir den gleichen Hersteller aus

und bei beiden das System mit drei

Klingen. Sie ahnen es schon, oder?

Wieder ist es für das weibliche Geschlecht

teurer. Der Herrenrasierer

schlägt mit 2,45 Euro zu Buche, der

für uns mit 2,95 Euro. Und bei den

Klingen? Sieht es noch schlechter

aus. Frauen bekommen für ihren

Rasierer vier Klingen zu 2,95 Euro,

Männer für denselben Preis eine Klinge

mehr, also fünf Ersatzklingen für

2,95 Euro. –Andrea Lemke

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26 Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen! 27


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Langeweile

muss nicht sein

Wer Langeweile hat, ist selber schuld: „Geh doch in einen Verein“ ist bestimmt

ein Satz, den manch einer schön gehört hat. Das ist eine gute

Idee. In Dormagen gibt es nämlich gleich 233 Vereine, Initiativen und Hilfsorganisationen,

die sich bestimmt über Unterstützung freuen. Durch diese Gemeinschaften

hat unsere Stadt

eine herausragende Sport-,

Kultur- und Brauch- tumslandschaft. Wer

sich in seiner freien Zeit leidenschaftlich

einem Hobby widmet, findet

233

in Dormagen si- cherlich rasch

Anschluss unter

Gleichgesinnten.

Egal, ob

Brieftauben,

Rassegeflügel,

Fische, Billard,

Fußball, Sin- gen, Radfahren,

Theater, Jäger, Karneval,

Schützen- wesen, Bienen,

Vereine, Initiativen

und Hilfsorganisationen

Kaninchen, Rei- ten, Wandern,

Segeln, Filme, Heimat oder Geschichte,

es gibt fast

gibt. In der Dormagener

jeder rasch heimisch werden,

nichts was es nicht

Vereinslandschaft sollte

wenn er denn mag. Gerade für

Neubürger eine gute Gelegenheit schnell Anschluss zu bekommen. Eine Liste

aller Vereine gibt es im Internet auf www.dormagen.de/tourismus-freizeit/

vereine/. Wer seinen „Verein“ nicht auf der Liste findet, sollte sich per E-Mail

an Jutta Warstatt (jutta.warstatt@stadt-dormagen.de) wenden. Denn das

kann auch an einer fehlenden Zustimmung gemäß Datenschutzgrundverordnung

liegen.

–Andrea Lemke

Fast wie das doppelte

Lottchen: Marit und Gerlind

Sehe ich doppelt? Wer Gerlind Veltrup und Marit Dorsch auf der Straße sieht, könnte

meinen, es sei so, denn die beiden Frauen sind Zwillinge. Sie ähneln sich, wie ein

Ei dem anderen. Nur wer ganz genau hinschaut, erkennt den kleinen, aber feinen

Unterschied.

Wenn ich die beiden so anschaue,

versuche ich mir zu merken, wer

wer ist. Hat Marit eine Falte mehr? Oder

sind die Augen von Gerlind nicht ein klitzekleines

bisschen größer? Am Ende sind

es die Haare, die mich die beiden Geschwister

unterscheiden lassen. Bei Gerlind

fallen sie irgendwie weicher, aber bei

Wind ist das kein sicherer Hinweis. Beide

sind komplett gleich angezogen, tragen

sogar den selben Ring. Einziges eindeutiges

Indiz für mich ist der Ohrring, den

Marit trägt. Sie hat einen einzelnen Ohrring

mit einem Kreuz an, daran halte ich

mich. Blöd nur, wenn sich Gerlind den anzieht,

dann stehe ich wieder da und weiß

es nicht. So wie mir geht es vielen. Meist

lösen die beiden das Problem sofort auf,

denn sie sind mit den Verwechslungen

groß geworden. „Einmal habe sogar ich

uns auf einem Foto verwechselt“, gibt

Marit lachend zu. „Leider haben wir die

Leute zu wenig veräppelt mit unserem

fast identischen Erscheinungsbild“, bereut

Marit ein wenig.

Jeden Morgen wird miteinander telefoniert.

Manchmal sogar mehrmals am

Tag. Dann wird auch das Tagesoutfit abgesprochen,

besonders dann, wenn die

Zwei gemeinsam unterwegs sind und

das sind sie oft. Sport ist für die beiden

75-Jährigen ein Lebenselixier. Sie haben

viel und gut Tennis gespielt. Heute

gehen sie immer noch einmal die Woche

zur Gymnastik. Und sie treffen sich

gerne zu einem Café in der Dormagener

Innenstadt. Sonntags wird immer gemeinsam

gegessen, dann sind auch die

Ehemänner dabei, die es gewohnt sind,

ihre Frauen fast nur im Doppelpack zu

bekommen. Gibt es denn auch charakterliche

Unterschiede? „Marit ist etwas

dominanter als ich“, sagt Gerlind. Kein

Wunder, ist sie auch die Ältere. Marit

erblickt am 20. Juli 1944 fünf Minuten

früher das Licht der Erde als ihre Zwillingschwester

Gerlind. „Ich habe die Gerlind

immer mitgezogen, von klein auf“,

erklärt Marit. „Ich bin die kreativerer und

die modischere“, ergänzt Gerlind. Während

Gerlind für ihre Enkel dann zum

Beispiel Schultüten gebastelt hat, gerne

dekoriert, war Marit für die praktischen

Sachen zuständig, wie zum Beispiel den

Bohrer anzuschmeißen und den Dübel in

die Wand zu bringen. „Wir sind schon etwas

unterschiedlich, aber wir ergänzen

uns ganz gut“, sagen beide unisono. Bis

heute sind sie ganz dicke und manch einer

behauptet: „An die Zwillinge kommt

man nicht ran.“ Wie auch? Zwillinge und

besonders eineiige Zwillinge sind halt

keine normalen Geschwister.


–Andrea Lemke

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Wir alle sind Dormagen!

Wir alle sind Dormagen!

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Das Stadt-Magazin

Aron King lässt Elvis

in Dormagen wieder auferstehen

Er begeisterte die Menschen mit seiner

Stimme, brachte Fans zum Ausrasten:

Der King of Rock 'n' Roll. Am 8.

Januar 2020 wäre Elvis Presley 85 Jahre

alt geworden. Der Musiker bleibt bis

heute unsterblich, auch wenn er am 16.

August 1977 im Alter von nur 42 Jahren

von dieser Welt ging. Für seine Fans lebt

er nach wie vor weiter. Auch zahlreiche

Nachahmer huldigen den Ausnahmekünstler.

Einer davon ist Aron King, der

im wirklichen Leben Mario Müller heißt.

Bereits 25 Mal begeisterte er die

Gäste im Hotel/Restaurant „Em Höttche“

mit seiner Elvis-Dinner-Show

in Dormagen. Als Elvis-Tribute-Artist

feiern ihn viele Fans. Nicht selten

kommen die angezogen wie zu Elvis

Lebzeiten, sprich mit Petticoats und

karierten Hemden, ins „Höttche“. Müller,

der aus Witten kommt, ahmt Elvis

so gut nach, dass er bei einem bundesweiten

Contest in Recklinghausen zum

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„Elvis 2010“ gekürt wurde. In diesem

Jahr gelang Müller der Sprung unter

die TOP 15 bei einem europaweiten

Elvis-Imitator-Contest. Wer ihn einmal

in Dormagen live und in Farbe erleben

möchte, hat in diesem Jahr gleich viermal

die Gelegenheit im Hotel/Restaurant

„Höttche“ sowie im Internationalen

Phono+Radio Museum Dormagen

dazu. –Andrea Lemke

Aaron King zu Gast

Am 7. März, 4. April, 12. September und

17. Oktober ist Aron King mit der Elvis-

Dinner-Show wieder zu Gast im Hotel/Restaurant

„Em Höttche“, Krefelder Straße 14,

Innenstadt. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass

bereits um 18 Uhr. Am 5. April tritt der

Künstler im Internationalen Phono+Radiomuseum

an der Bahnhofstraße in

Dormagen auf.

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persönlich zur Seite:

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Ihre Immobilie hat nicht einen Wert – sondern Viele!

Wieviel ist eine Immobilie wert? Eine

Frage, die sich nicht bloß Eigentümer

beim Verkauf, oder Käufer

im Vorfeld einer Kaufentscheidung

stellen, sondern auch Banken, Versicherungen

oder das Finanzamt.

Die Antwort auf diese Frage lautet:

es kommt darauf an. Darauf

nämlich, wer den Wert aus welchem

Grund ermittelt haben möchte,

auf welche Informationen und

Verfahren sich dabei gestützt wird

und welche Immobilie bewertet

werden soll.

Verkehrswert

Bei nach ImmoWertV normierten

Verfahren folgt die Wertermitt-

tive

„Bauchgefühl“, wie es von

Käufern und Verkäufern gerne zur


ebenso ausgeschaltet werden, wie

besondere Verkaufsumstände (z.B.

Zwang, Liebhaberei).

Wird die Immobilie nicht verkauft

sondern der Wert im Zusammenhang

mit steuerlichen Verfahren,

Erbe oder Scheidung benötigt, ist

Laufenberg-Immobilien GmbH

info@laufenberg-immobilien.de

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die Basis.

Für selbstgenutzte Immobilien wird

hier überwiegend das Sachwertverfahren

angewandt. Der Bodenwert

wird aus den Erhebungen

der Gutachterausschüsse

ermittelt. Der Gebäudewert

wird anhand von

Ausstattungsmerkmalen,

Baukosten und Alter

bestimmt. Die Anpassung

an das Marktgeschehen

erfolgt modellkonform.

Immobiliengutachter, wie

Herr Dipl. Geograph Patrick

Kuhlmann von Laufenberg-Immobilien,

erstellen

diese Gutachten mit einem Umfang


Honorar.

Marktwert

Den potentiell erzielbaren Preis

bei optimaler Vermarktung einzuschätzen,

ist das Ziel der Marktwertermittlung.

Im Gegensatz zum

Verkehrswert werden hier gezielt

Kundensegmente betrachtet,

denen einzelne Eigenschaften der

Immobilie besonders viel wert

sind. Als Beispiel suchen einige

Käufer Häuser mit großem Grund-


lästig. Beim Verkehrswert wird

der Bodenwert neutral betrachtet.

Beim Marktwert beurteilt man

den Wert eines großen Gartens

aus Sicht der Kundenzielgruppe,

denen ein großer Garten besonders

wichtig ist. Natürlich haben

auch Vermarktungsstrategie und

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auf den erzielbaren Preis. Stehen


bietet Laufenberg-Immobilien eine

kostenfreie Marktwertermittlung

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Anliegen am geeignetsten ist – sei

es eine Marktwerteinschätzung oder

ein Verkehrswertgutachten nach §

194 BauGB – lässt sich am besten

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Über uns

Seit 1996 vermitteln wir Immobilien

zwischen Düsseldorf und Köln. Mitt-


Mitarbeitern an drei Standorten, die

im Interesse unserer Kunden und

nicht auf Provisionsbasis arbeiten.

Zuletzt wurden wir von dem Wirtschaftsmagazin

Capital als eines von


in Deutschland mit der Bestbewertung

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