NATURZYT – Das Schweizer Naturmagazin – Ausgabe März 2017

NATURZYT

Natur ERFAHREN und mehr über unsere Wildtiere und -pflanzen lernen. Natur ERLEBEN und die Artenvielfalt der Flora und Fauna entdecken. Natur BEWAHREN und rücksichtsvoller mit ihr umgehen. Das ist NATURZYT.
NATURZYT schreibt nicht nur über unsere Natur, wir unterstützen Sie auch mit einem Teil der Abo-Erlösen. Aus Liebe zur Natur. Jetzt abonnieren und unterstützten – 4 Ausgaben für nur CHF 29.50.

Aus Liebe zur Natur.

Nr. 16 | März Mai 17 | CHF 7.90

Natur erfahren

An den Storch

glauben

Natur bewahren

Steinlawine

im Garten

Natur erfahren

Frühlingsgefühle in

Südtirols Süden

Natur bewahren

Fruchtige

Frühlingsrezepte

Natur erleben

Kraftorte aus

energetischer Sicht

Natur erleben

Balanceakt über

dem Aargau


Winterspass.

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ZUSATZLEISTUNG

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EDITORIAL

Impressum

NATURZYT 5. Jahrgang

Knaus Marketing- & Verlagsservice

Sonnhalde 37

8602 Wangen

Redaktion

Telefon 043 542 72 91

redaktion@naturzyt.ch

Anzeigen

Michael Knaus

Telefon 043 542 72 91

michael.knaus@kmvs.ch

Freie und ständige Mitarbeiter

Virginia Knaus, Michael Knaus, Philippe

Elsener, Claudia Ebling, Daniel Fleuti,

Ernestine Astecker, Claudia Wartmann,

Tobias Ryser

Grafik & Produktion

Martina Roth

Bildbearbeitung

Heinz Weber

Frühling Zeit der Veränderungen

Titelbild

fotolia

Korrektorat

Christoph Meyer, Basel

Druck

Swissprinters AG, 4800 Zofingen

Abonnementspreise

4 Ausgaben CHF 29.50 (inkl. 2.5% MwSt.),

8 Ausgaben CHF 56.50 (inkl. 2.5% MwSt.).

Auslandabonnemente auf Anfrage.

Abonnementsdienst

Knaus Marketing & Verlagsservice

Sonnhalde 37, 8602 Wangen

Telefon 043 542 72 91, abo@NATURZYT.ch

www.NATURZYT.ch/abonnieren

ISSN-Nummer 2296-2859

© Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

aus drücklicher Genehmigung des Verlages.

Das Magazin wird in der Schweiz auf 100%

Recycling papier gedruckt.

Liebe Leserin, lieber Leser

So wie der Winter die Zeit der Reflexion

und der Besinnung ist, so ist der

Frühling die Zeit des Neuanfangs und

der Veränderungen! Die Natur erwacht

und macht sich auf, zu wachsen und

sich zu verändern. Es ist eine Zeit

des Neubeginns. Das Laub auf den

Bäumen fängt an zu spriessen, wird

dicht und grün, und Blumen blühen

bald überall. Sie verbreiten ihren Duft

und bringen Farbe ins Leben.

Die Tiere erwachen langsam

aus ihrer Winterruhe und verlassen

ihre Quartiere, auf der Suche nach

Nahrung und einem Partner.

Auch uns Menschen lässt der

Frühling nicht kalt. Die sogenannten

Frühjahres-Gefühle packen Jung

und Alt gleichermassen.

Die Tage werden wieder länger,

es wird wärmer, und alles wird

bunter. Wir spüren den Frühling, wie

man so schön sagt.

Die einen drängt es dann zum

berühmten Frühjahrsputz, die anderen

sind verliebt in die Liebe. Ganz egal,

was passiert, es ist eine Zeit des

Neuanfangs und der Veränderungen.

Die einen tun sich schwer damit,

den anderen fällt es leicht.

Nehmen wir uns ein Beispiel an

der Natur. Der Winter ist vorbei,

also gehen wir mit Mut, Zuversicht

und neuer Kraft vorwärts und

begrüssen die Herausforderungen

des neuen Jahres positiv und freudig

ganz so, wie die Vögel den neuen

Morgen fröhlich besingen.

In diesem Sinne wünschen wir

Ihnen einen wundervollen und bunten

Frühlingsanfang mit vielen freudigen

und positiven Veränderungen.

Herzlichst

Ihre Virginia Knaus

NATURZYT 3


Seite 24

Steinlawine

im Garten

Seite 30

Kraftorte aus

energetischer Sicht

Inhalt

3 Editorial/Impressum

4 Inhaltsverzeichnis

7 Wissenswertes

Spinnen die Zecken ein Netz? Und weshalb können

die Zecken für den Menschen gefährlich sein?

8 Entdeckt & Fair

Wie eine Bio-Limonade soziale Projekte unterstützt.

Edle Eri-Seide aus Indien fair und naturnah produziert.

46 Zu guter Letzt

Das meinen unsere Leser zur NATURZYT.

Wildbienen schützen jede Wildbiene zählt,

jedes Abo hilft!

Natur erfahren

10 An den Storch glauben

Die schwarz-weissen Schwingen ausgebreitet, im langen

roten Schnabel ein schreiendes Bündel so bringt der

Storch die Babys zu ihren Müttern. Jedenfalls wird dies

seit dem 18. Jahrhundert den Kindern so erzählt, um

die Kinderohren nicht mit den wahren Umständen von

Zeugung und Geburt belasten zu müssen.

16 Schafgarbe altes Wundheilkraut

Die Schafgarbe ist eine der bekanntesten Heilpflanzen.

Seit alten Zeiten wird ihre Fähigkeit, Wunden zu heilen,

gerühmt. Als «Bauchwehkraut» ist sie hochgeschätzt

bei Verdauungsproblemen. In der Frauen-Naturheilkunde

wird sie auf vielfältige Weise eingesetzt. In der Kräuterapotheke

sind vor allem der Schafgarbentee und der

Schafgarbenwickel bekannt.

4 NATURZYT


Seite 10

An den Storch

glauben

INHALT

Seite 34

Balanceakt über dem Aargau

Seite 42

Frühlingsgefühle in

Südtirols Süden

Natur bewahren

20 Tierisch gute Interviews

Jimmy Wusel liebt Grillen, fühlt sich wohl im

Schlaraffenland und gibt sich die Ehre im Gespräch

mit NATURZYT.

24 Claudias naturnaher Garten

Stellen Sie sich vor, es ist Frühling und keine Blumen

blühen. Ein Witz? Mitnichten, sondern, wenn dieser

Schotter-Split-Steinöden-Virus in den Gärten weiter

grassiert, leider bald Realität.

28 Fruchtige Frühlingsrezepte

NATURZYT präsentiert drei fruchtige Frühlingsrezepte:

einen leichten Frühlingswrap mit Äpfeln gut geeignet

zum Mitnehmen , Fusili mit Äpfeln und Kefen oder eine

feine Omelette mit Apfel-Hüttenkäse-Füllung. En Guete.

Natur erleben

30 Kraftorte aus energetischer Sicht

Seit einigen Jahren ist immer wieder von besonders

kraftvollen Orten und Plätzen die Rede. Diese fühlen

sich aber nicht immer gleich an, die Energie schwankt.

34 Balanceakt über dem Aargau

Vor Jahrmillionen haben die Alpen kräftig geschoben

und die Lägern geformt, den östlichen Juraausläufer.

38 Naturwärts Frühlingserwachen

Mit den ersten Frühblühern kündigt sich der Frühling an.

Alles erwacht was für ein sagenhaftes Schauspiel!

42 Frühlingsgefühle in Südtirols Süden

Der Frühling kommt im Süden Südtirols früher

und farbenfroher als anderswo und bleibt länger.

NATURZYT 5


ADVERTORIAL

Highlight sorgt sicher auch das Zürcher

Traditionsunternehmen Spross. Das Unternehmen

inszeniert die neue Natürlichkeit

auf rund 600 m 2 als Erlebnis für alle fünf

Sinne. Zahlreiche vielseitige Schaugärten

garantieren eine Fülle an Inspiration für den

eigenen Garten, Terrasse oder Balkon.

GIARDINA 2017 VORSCHAU

Vom 15. bis 19. März lädt die international

grösste Indoor­Gartenausstellung

zu einem einzigartigen Gartenereignis

ein. Die Giardina 2017 steht ganz im

Zeichen einer neuen naturnahen

Gestaltung von Garten, Terrassen und

Balkonen. Renommierte Gartenbauer

präsentieren in impo santen Schaugärten

ihre Ideen und Interpretationen

dieser neuen Natürlichkeit. Gleichzeitig

rückt die Giardina die Handwerkskunst

ins Rampenlicht und präsentiert

eine kuratierte Auswahl an hochwertigen

Unikaten und Objekten heimischer

Manufakturen, welche Besucher vor

Ort erwerben können.

Dauerschön, pflegeleicht und natürlich:

So wünscht sich heute die Mehrheit der

Schweizer Gartenbesitzer ihren Garten.

Die strenge Geometrie der vergangenen

(Foto: Giardina / Winkler Richard Naturgärten)

NEUE NATÜRLICHKEIT HÄLT

EINZUG IN SCHWEIZER GÄRTEN

Jahre weicht einer neuen Natürlichkeit,

die jedoch eine ebenso sorgfältige Planung

erfordert.

NEUE NATÜRLICHKEIT IM GARTEN

An der Giardina 2017 veranschaulichen

renommierte Gartenbauer wie die

Ostschweizer Egli Grün Sirnach oder

Winkler & Richard Naturgärten, wie sie

mit baulichen Massnahmen, sorgfältiger

Pfl anzenwahl und dem Einsatz ausgesuchter

Materialien eine neue Emotion in

Schweizer Gärten erzeugen. «Mit Pfl anzenkompositionen

aus einheimischen Wildstauden

und Gehölzen setzen wir bewusst

Kontrapunkte zum Klischee, dass man

im Naturgarten alles sich selber überlassen

kann. Auch ‹wildromantische› Naturgärten

sind gestaltete Gärten, denen ein

Konzept zugrunde liegt.» Peter Richard,

Winkler & Richard Naturgärten. Für ein

«In vielen Lebensbereichen geht heute der

Trend hin zu einer Natürlichkeit, die sich

ebenso an der Natur wie an zeitloser Ästhetik

inspiriert. Die Giardina 2017 fokussiert

auf diesen Trend und setzt ihn in einem

einzigartigen Gartenspektakel um», sagt

Sebastian Morlock, Exhibition Director

der Giardina.

KUNSTHANDWERKER

PRÄSENTIEREN UNIKATE

Ein weiterer Glanzpunkt an der diesjährigen

Giardina bilden hochwertige Unikate und

Objekte leidenschaftlicher Handwerkskunst.

Ob Stahl, Metall oder Holz, traditionsreiche

Schweizer Manufakturen sowie

Designer und Konstrukteure zeigen

handgeschmiedete Lampen, wunderschöne

Möbelstücke aus antikem Alpenholz

oder sagenhafte Skulpturen, welche

im Garten, auf der Terrasse oder dem

Balkon stimmungsvolle Akzente setzen.

Die Unikate und Produkte aus Kleinserien

können Besucher direkt vor Ort kaufen.

DIE HIGHLIGHTS DER GIARDINA 2017

• 30 000 m 2 geballte Inspiration und

eine aussergewöhnliche Auswahl

an Objekten und Produkten für das

Leben im Garten

• Rund 250 Aussteller aus 8 europäischen

Ländern

• Vielseitige Schaugärten von

bis zu 600 m 2 zum Gartentrend

«Neue Natürlichkeit»

• Neuheiten und aussergewöhnliche

Objekte für das Leben im Garten

nationaler und internationaler Brands

• Kunsthandwerker aus der ganzen

Schweiz präsentieren ihre Unikate

Giardina Europas hochwertigste Indoor­Veranstaltung für das Leben im Garten

Die einzigartige Ausstellung bildet jeweils zum Frühlingsbeginn einen fulminanten

Auftakt in die Saison: Die bedeutendsten Anbieter der Branche präsentieren auf

rund 30'000 m2 neue Produkte, kreative Lösungen und die kommenden Trends

in der Gartengestaltung. Inmitten spektakulärer Gartenbeispiele und kunstvoller

Installationen finden die Besucher eine Fülle an Inspiration und Anregungen für

ihre persönliche Blumen- und Pflanzenwelt im Garten, auf der Terrasse und dem

Balkon. 15. bis 19. März 2017 / Messe Zürich www.giardina.ch

6 NATURZYT

(Foto: Giardina / Lleshi ART)


WISSEN

Wissenswertes

SPINNEN DIE ZECKEN EIN NETZ?

Obwohl die Zecken zur Gattung der Spinnentiere

gehören, genau zur Unterfamilie der

Acarina (Milben), können diese kein Netz

spinnen. Von den weltweit über 850 Zeckenarten

kommt in der Schweiz der Gemeine

Holzblock am häufigsten vor. Laub- und Mischwälder

mit üppigem Unterholz, insbesondere

Waldränder, Lichtungen, aber auch Wiesen,

Gärten und Spielplätze sind bevorzugte Lebensräume.

Die Zecke durchläuft verschiedene

Lebensstadien. Von der Larve (mit sechs Beinen)

zur Nymphe (mit acht Beinen) bis zur adulten

Zecke (die erwachsenen Männchen und Weibchen).

Jeder Übergang erfordert eine Blutmahlzeit. Die

Nymphe mit einer Grösse von ca. 1,5 Millimetern

wird kaum wahrgenommen, ist aber genauso

gefährlich wie eine ausgewachsene Zecke von

durchschnittlich 4 Millimeter Grösse. Die Zecken

lassen sich nicht wie oft vermutet von den

Bäumen und Ästen fallen. Mit dem Haller’schen

Organ registriert die Zecke Erschütterungen,

Wärme, Feuchtigkeit und Atemluft. Sie lässt

sich vom Gebüsch abstreifen, klammert sich

mit den Krallen fest, sucht eine dünne, feuchte

Hautstelle und sticht dann mit ihrem Stechapparat

zu. Zecken werden während des ganzen

Jahres gefunden, kommen aber im Frühjahr

und Herbst am häufigsten vor.

WESHALB KÖNNEN ZECKEN FÜR DEN

MENSCHEN GEFÄHRLICH SEIN?

Beim Blutsaugen können Zecken verschiedene

Krankheitserreger übertragen. Die zwei wichtigsten

Krankheiten sind die Lyme-Borreliose und

die FSME (Zecken-Hirnhautentzündung). Durch

gezielte Prävention können Zeckenstiche und

gefähr liche Krankheiten verhindert werden.

Borreliose wird durch ein Bakterium ausgelöst

und kann unbehandelt zu Gelenkentzündungen,

Gefühls störungen bis zu Lähmungen führen.

Eine Impfmöglichkeit existiert nicht. FSME ist

eine durch das FSME-Virus übertragene Krankheit.

Diese kann durch eine Impfung verhindert werden.

Die Liga für Zeckenkranke Schweiz* empfiehlt,

stets auf den Wegen zu bleiben. Die Kleidung soll

die ganze Haut bedecken, die Hosenstösse sollten

in die Socken gesteckt werden. Gegebenenfalls

kann man sich auch mit einem zeckenabwehrenden

Spray schützen. Nach einem Aufenthalt im Freien

sollte man duschen und den Körper gut nach

Zecken absuchen. Hat man trotzdem eine Zecke

erwischt, gilt es, diese möglichst rasch zu entfernen.

Am besten mit einer Pinzette oder Zeckenentfernungskarte

durch leichtes Ziehen, nicht

aber durch Drehen der Zecke.

Danach Stichstelle desinfizieren

und über mehrere Tage auf

Borreliosesymptome wie eine

ringförmige Hautrötung hin

überwachen.

ZHAW­Präventions­App «Zecke»

Zeckenstich was tun? Wie schütze

ich mich effektiv vor Zecken? Antworten

liefert die App «Zecke», die

mit einer dynamischen Gefahrenpotenzialkarte

(Abbildung) Risikogebiete

kennzeichnet. Entwickelt wurde die

App an der Zürcher Hochschule

für Angewandte Wissen schaften

(ZHAW). Kostenloser Download für

iOS und Android über

www.zecke-tique-tick.ch.

Text Sandra Wehrt Fotos Fotolia, ZHAW

* Die Liga für Zeckenkranke Schweiz setzt sich

für Präventionsarbeit sowie für die Betroffenen

und Angehörigen ein. Mehr Infos unter

Liga für Zeckenkranke Schweiz, 3000 Bern.

www. zeckenliga.ch

NATURZYT 7


Entdeckt & Fair

Lemonaid die Bio-Limonade, welche

soziale Projekte unterstützt

Trinken hilft das ist

das Motto von

Lemonaid, einer

leckeren Bio-Limo

aus frischem Saft und Zutaten

aus fairem Handel. Die Rohwaren

sind biologisch angebaut

und stammen von zertifizierten

Kleinbauern-Kooperativen aus

nachhaltiger Landwirtschaft.

Mit jeder verkauften Flasche wird

der gemeinnützige Lemonaid &

ChariTea e.V. unterstützt. Seit der

Gründung im 2008 kamen bislang

1 200 000 Euro zusammen, die

der Verein vor Ort für verschiedene

Entwicklungshilfsprojekte einsetzt.

Durch eine faire Entlöhnung für

die Rohwaren wird so auch eine

gerechte, menschenwürdige Landwirtschaft

ermöglicht.

Mehr zu den Sozialprojekten unter

www.lemonaid-charitea-ev.org.

Die frischen Direktsäfte werden mit ein

wenig Rohrzucker

und Wasser

mit erfrischender

Limette, tropischer Maracuja

oder saftiger Blutorange hergestellt.

Sie sind erhältlich für CHF 2.30

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FREIHEIT AUSZEIT NATUR

2017


KONSUM

Eri-Seide aus Indien

Die edle Eri-Seide aus Indien

ist in ihren Eigenschaften

gleich wie herkömmliche

Seide, wird aber ganz

anders gewonnen. Der Eri-Seiden spinner

ernährt sich nicht von Maulbeerbäumen,

die in Plantagen nur für die Seidenproduktion

angepflanzt werden, sondern von

den Blättern des Rizinus baumes. Dieser

wird von Kleinbauern vor allem zur

Gewinnung von Öl angebaut. So ist die

Seide ein Nebenprodukt ihrer eigentlichen

Arbeit, das ihnen einen willkommenen

Zusatzverdienst ermöglicht. Viele dieser

Bauern gehören zu den armen ethnischen

Minderheiten im Nordosten Indiens.

Speziell ist auch, dass die Raupe beim

Auskochen der Seide nicht einfach entsorgt

wird, sondern für die Menschen

eine unverzichtbare Proteinquelle zur

Prävention von Mangel ernährung ist.

Die Seidenprodukte von Helvetas

stammen von der indischen Firma

Dibella. Dem Lieferanten ist wichtig,

dass bei der Produktion der Natur

Sorge getragen wird, indem keine

Pestizide und Herbizide zur Anwendung

kommen. Aber auch, dass

die Angestellten vom Anbau bis hin

zur Weberei fair entlöhnt werden.

Das Seidenkleid «Amidou» (links,

CHF 139) und die Seidenbluse «Kya»

(rechts, CHF 119) aus Eri-Seide sind

erhältlich im Helvetas Fairshop an

der Weinbergstrasse 24 in Zürich oder

über www.fairshop.helvetas.ch.

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NATURZYT 9


An den Storch

glauben

Sie sind Frühlingsboten wie etwa die

Schlüsselblümchen: Wenn die Weissstörche

aus Afrika in unser Land zurückkehren, ist der

Frühling nicht mehr weit. Auch nicht das Glück

und die Babys.

Die schwarz-weissen Schwingen

ausgebreitet, im langen

roten Schnabel ein schreiendes

Bündel so bringt

der Storch die Babys zu ihren Müttern.

Jedenfalls wird dies seit dem 18. Jahrhundert

erzählt, um Kinderohren

nicht mit den wahren Umständen von

Zeugung und Geburt belasten zu

müssen. Dass ausgerechnet der Storch

als Baby-Lieferant auserkoren wurde,

ergibt durchaus Sinn: Da der Storch

sich zur Nahrungssuche an Tümpeln

oder flachen Gewässern aufhält, wird er

in Verbindung zum Wasser gebracht.

Wasser aber galt als Ursprung für den

Beginn neuen Lebens, und schliesslich

ist das Baby auch im Mutterleib von

Wasser umgeben. Noch heute ist es

in einigen Gegenden Brauch, nach der

Geburt eines Kindes eine hölzerne

Storchenfigur im Garten der frischgebackenen

Eltern aufzustellen.

MIT DER PINZETTE AUF FUTTERSUCHE

Was aber treibt der Storch, wenn er

nicht gerade damit beschäftigt ist,

Babybündel an ihren Bestimmungsort

zu bringen? Wie für alle Tiere steht

auch für den Storch die Nahrungsbeschaffung

an erster Stelle. Mit seinen

langen Beinen schreitet er gemächlich,

ja beinahe zögerlich durch nasse

Wiesen oder sumpfige Gebiete und

hält nach Beute Ausschau. Hat er etwas

Fressbares entdeckt, stösst er mit

seinem Schnabel blitzschnell zu, packt

die Beute wie mit einer Pinzette und

verschluckt sie als Ganzes. Auf seinem

Speisezettel stehen bevorzugt Regenwürmer,

grössere Insekten, Frösche,

Mäuse, Ratten, kleine Fische, Eidechsen

oder auch Schlangen. Dieses Nahrungsangebot

ist in unseren Gefilden im

Winter deutlich reduziert, sodass

die Weissstörche in den Süden fliegen

müssen, um nicht zu verhungern.

10 NATURZYT


NATUR ERFAHREN

NATURZYT 11


Weissstörche bauen

ihren Horst gerne

auf Häusern, Bäumen

oder Strommasten.

MINIMALISTEN UNTER DEN

WESTSTÖRCHEN

Anders als die Waldrappe kennen die

jungen Störche den Weg nach Afrika.

Das Wissen darum ist genetisch fest -

gelegt, das heisst, Störche wissen bereits

beim Schlüpfen, wann sie wohin fliegen

müssen. Während Waldrappe die Zugroute

von erfahrenen Artgenossen

erst lernen müssen, machen sich junge

Störche noch vor ihren Eltern auf den

Weg in den Süden. Als Segelflieger

sind die Weissstörche für die weite

Strecke auf warme Aufwinde angewiesen.

Da aber über dem Wasser keine

Thermik entsteht, stellt das Mittelmeer

ein Hindernis dar. Ein Hindernis, das

allerdings nicht unüberwindlich ist, denn

die Störche haben zwei Wege entdeckt,

auf denen sie dem Mittelmeer ausweichen

können: Der eine Weg führt über

die Meerenge von Gibraltar nach Westafrika,

der andere über den Bosporus,

Israel und den Sinai ins Niltal und von

dort weiter nach Ostafrika. Während

die «Ostzieher» bis zu 10 000 Kilometer

zurücklegen, um in ihr Winterquartier

zu gelangen, entwickeln sich die «Westzieher»

zunehmend zu Minimalisten.

Immer häufiger schenken sie sich

nämlich den Flug über die Meerenge

von Gibraltar und verbringen stattdessen

den Winter im südlichen Spanien.

Nahrung finden sie dort in Reisfeldern,

wo sie sich von Sumpfkrebsen ernähren

und auf grossen offenen Mülldeponien,

wo sie nach Essensresten und Küchenabfällen

stochern. Laut EU-Richtlinien

muss der organische Anteil von offen

deponiertem Müll in den EU-Ländern

sukzessive reduziert werden. Wie weit

diese Richtlinien, die bis 2016 hätten

umgesetzt sein sollen, tatsächlich

umgesetzt werden und wie sich dies

auf die überwinternden Störche auswirkt,

ist noch völlig offen.

GEFÄHRLICHE REISE

Ob «Ostzieher» oder «Westzieher», ob

«Traditionalist» oder «Minimalist»

für alle Weissstörche ist die weite Reise

in den Süden und wieder zurück ins

Brutgebiet mit grossen Risiken verbunden.

Denn unterwegs lauern tödliche

Gefahren, zum Beispiel Stromleitungen,

schiesswütige Jäger oder Pestizide. Nur

jeder vierte Jungstorch schafft es im

Frühling wieder zurück nach Europa.

Doch auch hier herrscht nicht eitel

Wonne: Trockengelegte Feuchtgebiete,

begradigte Flüsse, eingedolte Bachläufe

sowie eine intensive Landwirtschaft mit

Monokulturen und chemischer Schädlingsbekämpfung

entziehen dem Storch

die Lebensgrundlage. Die Folgen sind

für die Art fatal: Mit der Intensivierung

der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert

verschwand der Storch aus unserer

Landschaft. 1950 brütete kein einziges

Storchenpaar mehr in der Schweiz.

12 NATURZYT


NATUR ERFAHREN

Mit Schnabelklappern

wird der Partner am Nest

begrüsst oder werden

Konkurrenten vertrieben.

STORCHENNEST ALTREU

Doch einer hat immer an den Storch

geglaubt: Max Bloesch, Turnlehrer und

Spitzenhandballer mit Olympiamedaille.

Aufgeschreckt durch den alarmierenden

Rückgang des Storchenbestandes, setzte

sich Max Bloesch zum Ziel, die ausgestorbene

Population wiederaufzubauen.

Kurzerhand errichtete er im solothurnischen

Altreu eine Storchenstation und

importierte Störche aus dem Elsass,

um sie zu züchten und anschliessend

auszuwildern. Doch die Elsässer Störche

wollten sich partout nicht paaren oder

Eier legen. Also holte Bloesch mit

Bewilligung des algerischen Gouverneurs

Jungstörche aus der damaligen

französischen Kolonie Algerien.

Dies wurde ihm später zum Vorwurf

gemacht seine Störche seien ja gar

nicht einheimisch, hätten die falschen

Gene und deshalb kein natürliches

Zugverhalten. Auch dass er die Störche

Keine Angst vor nassen Füssen:

Im seichten Wasser findet

der Storch Nahrung wie Fische,

Frösche oder Schlangen.

NATURZYT 13


fütterte, statt sie selbstständig nach

Nahrung suchen zu lassen, und die Küken

aufpäppelte, statt sie ihrem natürlichen

Schicksal zu überlassen, wurde kritisiert.

Doch in Bloeschs Storchenstation

kamen immer mehr Jungvögel zur

Welt. Trotzdem blieben Rückschläge

nicht aus. Denn die gefütterten Tiere

sahen keine Veranlassung, im Winter

nach Süden zu ziehen, sondern blieben

in Altreu. Doch dann begannen sie

immer häufiger, im Herbst mit «echt

wilden» Störchen wegzufliegen und im

Frühling wieder zurückzukehren.

DIE STÖRCHIN MAX

Einer von ihnen wurde mit einem Satellitensender

ausgestattet und zu Ehren

des «Storchenvaters» Max getauft. Erst

später stellte sich heraus, dass Max ein

Weibchen war. 13 Jahre lang versorgte

die Störchin Max die Wissenschaft mit

Daten über ihre Zugwege, die zurückgelegten

Strecken, ihr Verhalten während

des Zuges. Eindrückliche 60 000 Kilometer

legte die Storchendame in ihrem Leben

zurück, manchmal 300 Kilometer pro

Tag, mit Rückenwind sogar 500 Kilometer.

Überwinterte sie anfangs in Marokko,

verbrachte sie in späteren Jahren die

Winter in Spanien. 31 Jungstörche zog sie

an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen

Partnern auf Störche bleiben

meist ihrem Horst treu; kehrt jedoch der

Partner nicht rechtzeitig zurück, wird

das Brutgeschäft mit einem anderen Partner

in Angriff genommen. Im Dezember

2012 meldete der Sender keine Bewegungen

mehr die berühmteste Störchin

der Schweiz war gestorben.

In Altreu sind die Storchengehege

verschwunden, die Störche werden nicht

mehr gefüttert, die Jungen nicht mehr mit

Wärmelampen gewärmt. Die Vögel sind

nicht mehr abhängig vom Menschen und

können frei herumfliegen, nach Süden

ziehen und sich ihren Horst bauen,

wo immer es ihnen gefällt. Wie jener

«Schwarzstorch», der eigentlich ein Weissstorch

war, aber seinen Horst auf einem

qualmenden Kamin gebaut hatte ...

Arbeit gibt es aber immer noch genug:

Statt Störche aufzupäppeln, muss nun

vor allem ihr Lebensraum erhalten und

aufgewertet werden. Die gegenwärtigen

Bestrebungen zur Extensivierung der

Landwirtschaft dürften dem Weissstorch

(und unzähligen weiteren Tier- und

Pflanzenarten) entgegenkommen. Die

Störche jedenfalls danken es: Um die

400 Paare brüten heute wieder in der

Schweiz. Und sorgen so dafür, dass im

Frühling buchstäblich das Glück in unser

Land fliegt. «Adebar», wie der Storch in

Fabeln genannt wird, setzt sich nämlich

zusammen aus dem germanischen

«auda» (= Glück) und «bera» (= tragen,

gebären). Ein weiterer triftiger Grund,

unseren Störchen Sorge zu tragen.

Text Claudia Wartmann Fotos Fotolia

Mit seinen langen

Beinen bewegt sich der

Storch durch feuchte

Wiesen, um mit seinem

Schnabel blitzschnell

nach Beute zu greifen.

14 NATURZYT


Dies und das zum Storch

Störche lassen sich am besten

Afrika retour:

in ihren Brutgebieten ten. Diese befinden sich dort,

den Storch über

beobach-

Seine Flügel tragen

wo die Tiere eine Möglichkeit

weite Strecken.

zum Nestbau haben und genügend

Nahrung in der Nähe finden. Der Horst

wird bevorzugt auf hohen, freistehenden

Gebäuden, Masten oder Bäumen gebaut.

Für die Nahrungssuche eignen sich

Feuchtgebiete, Uferzonen von Flüssen

und Seen sowie nasse Wiesen. In der

Schweiz findet der Storch vor allem

im Mittelland passende Bedingungen

vor. Eine Karte zur Verbreitung des

Weissstorches in der Schweiz findet sich

auf www.vogelwarte.ch.

• Sogenannte «Storchenstützpunkte»

gibt es in Avenches VD, Altreu SO,

Grossaffoltern BE, Allschwil BL,

Oberwil BL, Basel BS (Zoo und

Tierpark Lange Erlen), Möhlin AG, Brittnau AG, Muri AG, Hünenberg ZG,

Oetwil am See ZH, Steinmaur ZH,

Hombrechtikon ZH, Zürich ZH

(Zoo), Warth ZH, Kreuzlingen TG,

Uznach SG, Kriessern SG und

Mörschwil SG.

Das Jahr 2016 war für die Störche

in der Schweiz ein schlechtes Jahr:

Die kühlen Temperaturen und

der anhaltende Regen haben den

Jung vögeln auf den exponierten

Horsten arg zugesetzt. Unzählige

Jungvögel fielen der Nässe und

Kälte zum Opfer.

• Die Störchin Max sendet keine Daten

mehr, doch andere Störche sind an

ihre Stelle getreten. Sie tragen Namen

wie Sämi, Segundo, Pepe, Carmen,

Sünni, Elvis, Flocke oder Malou.

Auf www.projekt-storchenzug.com

lassen sich die Flugrouten der besenderten

Störche verfolgen. Auffallend

die hohe Sterbensrate unter den Jungvögeln:

tot, tot, verschollen, tot, ver -

unglückt, verunglückt, tot, tot heisst

es da ein weiterer Hinweis auf das

gefährliche Leben der Weissstörche.

• Weitere Infos zum Weissstorch:

www.storch-schweiz.ch

Storchengeschichte für Kinder

Der junge Storch Adi

bricht zum ersten Mal

auf, um nach Afrika zu

fliegen. Was er auf

dieser abenteuerlichen Reise alles

erlebt, davon erzählt die spannende

Geschichte «De Adi flüügt uf Afrika».

Zu hören auf der CD «De Sardona

hilft am gwundrige Murmeli».

Die Tiergeschichten und Lieder

auf der CD begleiten die Kinder

durch die vier Jahreszeiten. Im Frühling

verliert ein Hirsch sein Geweih,

im Sommer rettet ein Wildbienli

einem Honigbienli das Leben,

im Herbst fliegt der Storch nach

Afrika und im Winter will ein

gwundriges Murmeli den Winter

erleben.

«De Sardona hilft am gwundrige

Murmeli», bezaubernde Tiergeschichten

von Claudia Wartmann,

mit Musik von Claudia Wyss,

schweizerdeutsch,

für Kinder von 4 bis 12 Jahren.

CHF 25.00, erhältlich im Buchhandel

oder direkt bei:

www.wartmann­natuerlich.ch

NATURZYT 15


Ernestines Kräuterapotheke

Schafgarbe

altes Wundheilkraut

Die Schafgarbe ist eine der bekanntesten Heilpflanzen. Seit alten Zeiten

wird ihre Fähigkeit, Wunden zu heilen, gerühmt. Als «Bauchwehkraut» ist

sie hochgeschätzt bei Verdauungsproblemen. In der Frauen-Naturheilkunde

wird sie auf vielfältige Weise eingesetzt.

16 NATURZYT


BEGEGNUNG IN DER NATUR

Aus einem flach wachsenden Wurzelstock

treibt im Frühling zuerst eine

niedrige Rosette mit krausgefiederten

schmalen Blättern. Danach wachsen

kräftige behaarte Stängel in die Höhe

mit zwei- bis dreifach fiederschnittigen

Blättern. Die Teilblättchen besitzen

schmale, spitz zulaufende Enden. Bei

genauer Betrachtung sieht man, dass

die grünen Blätter besonders schön, sehr

fein und filigran gestaltet sind. «Tausend -

blatt» wurde die Schafgarbe daher benannt.

Der botanische Artname «Millefolium»

ist lateinischen Ursprungs und bedeutet

«tausend» (=mille) und «Blatt» (=folium).

Im Sommer leuchten uns die weissen

oder rosa gefärbten Blüten der Schafgarbe

auf Wiesen, Weiden und Wegrändern

entgegen. Die Schafgarbe (botanischer

Name Achillea millefolium) gehört zur

Familie der Korbblütler (Compositae), ist

also eine Verwandte von Kamille, Ringelblume

und Gänseblümchen.

DIE SCHAFGARBE IM GARTEN

Die Schafgarbe liebt sonnige und trockene

Standorte und gedeiht auch auf mageren

Böden. Feuchte Standorte und zu starke

Düngung meidet sie. Sie lässt sich durch

Stockteilung oder durch Anzucht mit

Samen vermehren. Von April bis Mai

werden die Samen in Kistchen ausgesät

und nur leicht angedrückt (Lichtkeimer).

Später pikiert man sie und setzt die Jungpflanzen

im Abstand von 40cm ins Freie.

Wo sich die Schafgarbe im Garten

ansiedelt, kann sich der Gärtner freuen,

denn sie verleiht den umgebenden Pflanzen

eine grössere Widerstandskraft und

verstärkt ihren Duft. Aufgrund ihrer

enorm regenerierenden Kräfte zählt die

Schafgarbe zu den Bodenheilern.

Hautreizungen (Wiesendermatitis)

hervorrufen.

HOCHGESCHÄTZTES WUNDHEILMITTEL

BEI DEN ALTEN KRÄUTERKUNDIGEN

In der griechischen Mythologie wird

berichtet, dass der Held Achilleus, ein

Schüler des heilkundigen Zentauren

Chiron, mit der Schafgarbe seine

verletzte Achillesferse heilte. Und im

1. Jahrhundert n. Chr. soll der Arzt

Dioskurides die Schafgarbe bei vielen

Verletzten genutzt haben. Alte Volks namen

der Schafgarbe wie «Soldatenkraut»,

«Zimmermannskraut», «Blutstillkraut»,

«Heil aller Schäden» verweisen auf ihre

grosse Heilkraft und die Anwendung

bei Wunden und Verletzungen.

Auch Hildegard von Bingen (12. Jh.)

schätzte die Schafgarbe als Wundheilmittel:

«… und so nimmt sie der Wunde

das Eitern und Geschwür und heilt die

Wunde …».

EIN KRAFTPAKET AN WIRKSTOFFEN

In Untersuchungen wurden Bitterstoffe,

ätherisches Öl mit dem Blauöl, Gerbstoffe,

Cumarine, viele Mineralstoffe, Kieselsäure

gefunden. Auch die Kamille enthält

ein leuchtend blaues ätherisches Öl

mit dem Namen Chamazulen. Schafgarbe

wirkt entzündungshemmend, wundheilend,

desinfizierend, krampflösend,

harntreibend, zirkulationsfördernd,

blutstillend, blutreinigend, menstruations

regulierend.

SCHAFGARBE HILFT BEI

VERDAUUNGS BESCHWERDEN

Als «Bauchwehkraut» hilft die Schafgarbe

bei Magen- und Darmstörungen und

unterstützt bei Leber- und Galle-Beschwerden.

Sie wirkt entkrampfend bei

Blähungen. Durch ihre krampflösende

Wirkung ist Schafgarbe besonders

geeignet für Menschen mit empfindlicher

Magenschleimhaut.

WICHTIGES FRAUENKRAUT

«Frauenkraut» oder «Frauendank» wird

die Schafgarbe in manchen ländlichen

Gegenden genannt und war immer eine

Pflanze des Kräuterbüschels, das die

Frauen an Mariä Himmelfahrt weihen

liessen. Schafgarbe fördert eine zu geringe

Menstruation und hemmt eine zu starke

Blutung. Sie sorgt für eine gute Durchblutung

und Durchwärmung der Beckenorgane

und lindert schmerzhafte Menstruationskrämpfe.

Sie stärkt die Venen und

hilft bei Hämorrhoiden und Krampf adern.

Früher wurde die Schafgarbe begleitend

bei hohem Blutdruck eingesetzt.

Bewährt hat sie sich auch die Anwendung

von Schafgarbentee bei Blasenentzündung

und Blasenschwäche.

SCHAFGARBE IN DER TRADITIO­

NELLEN CHINESISCHEN MEDIZIN

Die der Schafgarbe zugeordneten Organe

sind Leber, Milz und Blase. Sie löst

Leberstagnation und tonisiert die Milz.

Die Milz ist in der Traditionellen

Chinesischen Medizin (TCM)

für das Umwandeln und

den Transport der Nahrung

zuständig. Die thermische

Wirkung der Schafgarbe

ist neutral.

NATUR ERFAHREN

ERNTE UND AUFBEWAHREN

Während der Blütezeit von Juni bis September

wird das ganze blühende Kraut

(ohne Wurzeln und ohne die harten

Stängel) am besten zur Mittagszeit geschnitten,

zum Trocknen in Sträussen

gebündelt und aufgehängt an einem

luftigen, schattigen Ort. Anschliessend

aroma- und lichtgeschützt aufbewahren.

Wer empfindliche Haut hat, sollte

beim Pflücken der Schafgarbe Handschuhe

tragen. In seltenen Fällen kann

sie in Verbindung mit Sonnenlicht

Kräuterkurse und Kräuterrundgänge mit Ernestine

Ernestine Astecker ist Apothekerin, Homöopathin und Innerwise ® Coach und

arbeitet in eigener Gesundheitspraxis in Jonen AG. In Kräuterkursen und

auf Kräuterrundgängen gibt sie gerne ihre Begeisterung und ihr Wissen über

Kräuter weiter. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in den Kursen

Heilkräuter, Wirkungen, Anwendungsmöglichkeiten kennen und stellen unter

fachlicher Anleitung selber Kräuterprodukte her. So wird das theoretische

Wissen gleich praktisch umgesetzt. Ein Kräuterrundgang im wunderschönen

Jonental findet am Samstag, 1. April 2017, statt. Nähere Informationen

zum Kursangebot und über weitere Termine unter

www.eastecker.ch, www.al-chemilla.ch oder Telefon 043 322 86 70.

NATURZYT 17


Sie transformiert Feuchtigkeit und bewegt

das Blut. Die TCM setzt Schafgarbe etwa

bei Verdauungsstörungen, Gastritis,

zum Stillen und Regulieren von Blutungen,

bei Hämorrhoiden, Migräne und

Kopfschmerzen ein.

SCHAFGARBENMEDIZIN FÜR TIERE

Schafgarbe hilft auch Tieren bei einer Vielzahl

von Magen-Darm-Beschwerden und

bei innerlichen und äusseren Blutungen.

Auch die Nieren werden unterstützt.

Aus der Beobachtung ist bekannt, dass

Schafe, wenn sie krank sind, dieses aromatische

Kraut fressen. Das althochdeutsche

Wort «Garwe» bedeutet «Gesundmacher»,

somit heisst «Schaf-Garwe» ein Gesundmacher

der Schafe.

DAS WESEN DER SCHAFGARBE

Aussehen, Form und Gestalt einer Pflanze

spiegeln ihre Wesensart. Die Schafgarbe

hat ein kompaktes und schweres Ausläuferund

Wurzelwerk. Der Stängel ist aufrecht,

sehr stabil und hart. Die Blüten zeigen

einen geordneten, doldenähnlichen

Blütenstand und befinden sich fast schwebend

auf dem harten Stängel. Die feingliedrigen,

federähnlichen grünen Blättchen

bilden einen starken Kontrast insbesondere

zum Stängel. In früheren Zeiten

erkannten natur verbundene Menschen

in der Schafgarbe ein Heilmittel,

welches Extreme ausgleichen kann.

SCHAFGARBE IN DER KÜCHE

Junge Schafgarbenblätter sind eine

aromatische Zugabe zu frischen Salaten

und ein Suppen- und Sossengewürz.

Die Blätter der Schafgarbe gehören als

vitalisierendes Bitterkraut in die

traditionelle Gründonnerstagssuppe

«Grüne Neune». Zusammen mit Brennnessel,

Giersch, Löwenzahn, Wegerich

und anderen Frühlingskräutern kochten

unsere Vorfahren daraus wohlschmeckende

und kräftigende, gesunde Suppen.

Text Ernestine Astecker, Apothekerin

und Homöopathin

Foto Fotolia, Ernestine Astecker

Quellen und weiterführende Literatur

C. Brendieck-Worm, F. Klarer, E. Stöger,

Heilende Kräuter für Tiere.

S. Fischer-Rizzi, Medizin der Erde.

H. Hatzfeld, Heilpflanzen als Weg-Begleiter.

S. Hirsch, F. Grünenberger,

Die Kräuter in meinem Garten.

M. Madejsky, Lexikon der Frauenkräuter.

G. Maciocia, Grund lagen der Chinesischen Medizin.

S. Zuther, Die Sprache der Pflanzenwelt.

«Alles,

was die Berge

uns geben ...

... kann man in

unserer Milch

auch schmecken.»

Judith, Pro Montagna Milchbäuerin

Seit Jahren produziert die Familie von Judith im Goms Bergmilch. Von Kühen, die ein vielseitiges Futter aus aromatischen Gräsern und Kräutern

erhalten. So entsteht ein typisches Pro Montagna Produkt. Damit dies so weitergeht, fliesst auch in Zukunft bei jedem Kauf ein Solidarbeitrag an die

Coop Patenschaft für Berggebiete. coop.ch/promontagna

Von den Bergen.

Von den Bauern.


Schafgarbe in der Kräuterapotheke

SCHAFGARBENWICKEL

Bei Leber-Galle-Beschwerden oder begleitend

zu Fasten- und Entgiftungskuren

kommt Schafgarbenwickel als feuchtheisse

Leberkompresse zum Einsatz. Die

feuchte Wärme verstärkt die krampflösenden

Eigenschaften der Schafgarbe.

Ausserdem wird die Entgiftungsfunktion

der Leber angeregt.

Es ist günstig, den Schafgarbenwickel

nach den Mahlzeiten anzuwenden.

Je nach Situation ist dies über einen

längeren Zeitraum sinnvoll.

Und so wird’s gemacht:

• 6 EL Schafgarbenkraut mit ½ l heissem

Wasser übergiessen und 7 Minuten

bedeckt ziehen lassen, abseihen

Das Innentuch auf Lebergrösse falten,

in das Auswringtuch packen und in

eine Schüssel geben

• Die Tuchrolle mit dem heissen

Schafgarbentee übergiessen, auswringen

(Haushaltshandschuhe als Hitzeschutz)

und das Auswringtuch entfernen

Das Innentuch so warm wie möglich

auf die Leber auflegen (Temperatur

auf Verträglichkeit prüfen!). Mit dem

Aussentuch den Wickel abdecken und

am Körper fixieren

Der feucht-heisse Leberwickel bleibt so

lange, wie er angenehm ist (10 bis 30 Minuten).

Anschliessend noch nachruhen.

Der Schafgarbenwickel soll nicht

angewendet werden bei einer Allergie auf

Schafgarbe oder andere Korbblütler. In

diesem Fall kann der Wickel mit heissem

Wasser durchgeführt werden.

SCHAFGARBENTEE

Aus den getrockneten Blättern, Blüten

und Stängeln wird mit kochendem Wasser

ein Teeaufguss zubereitet. 1 TL pro

Tasse mit heissem Wasser übergiessen,

7 Minuten bedeckt ziehen lassen, abseihen.

3-mal täglich 1 Tasse frisch zubereiteten

Tee warm zwischen den Mahlzeiten trinken.

Der Tee hilft bei Magen-Darm- und

Galle-Beschwerden. Auch bei krampfartigen

Menstruationsbeschwerden ist

er empfehlenswert.

SCHAFGARBENTEE ZUR

ÄUSSER LICHEN ANWENDUNG

Ein stärker zubereiteter Tee wird für

Kompressen, Auflagen und Teilbäder

(z.B. Sitzbad bei Unterleibsbeschwerden)

eingesetzt. Bei Nasenbluten steckt man

in starken Tee getränkte Wattebällchen

in die Nase.

Die Anwendung der angeführten Rezepturen

erfolgt auf eigene Verantwortung und

ersetzt keinen Arztbesuch. Eine Haftung

der Verfasserin bzw. der Redaktion ist

ausgeschlossen.

NATUR ERFAHREN

Naturzyt | deutsch | ProClima | Format 210 x 145 mm | DU: 04.11.2016 | Ersch.: 28.11.2016

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Tierisch gute Interviews

Interview mit

Jimmy Wusel

Wir sind nicht die einzigen Lebewesen auf diesem Planeten,

doch wir sehen die Dinge immer nur aus unserer Sicht.

Wie aber wäre es, wenn wir hören könnten, was unsere 4-, 8-

oder 111-beinigen Mitbewohner dieser Erde uns zu sagen haben?

Was würden sie wohl über uns Menschen denken, und wie

würden sie ihr Zusammenleben mit uns empfinden?

20 NATURZYT


Eine spannende Idee sähen wir das

ganze einmal aus ihrer Sicht und erführen,

was sie uns alles zu sagen

hätten. NATURZYT hat sich deshalb

entschlossen, neue Wege aus zuprobieren und

sich darüber Gedanken zu machen, was wäre,

wenn sie wie wir sprächen und wir sie einfach

fragen könnten.

Die einen halten sie für Schädlinge und ekeln

sich vor ihnen. Die anderen finden sie süss.

Katzen spielen mit ihnen, fressen sie aber nicht.

Sie sehen aus wie Mäuse, heissen wie Mäuse,

sind aber keine unsere Spitzmäuse.

Es war bitter kalt draussen, als ich das winzig

kleine Wesen in einem Salzeimer im Pferdestall

fand. Da hatte wohl jemand gedacht, die

Stallkatzen würden die Maus gerne fressen.

Weit gefehlt, Katzen fressen nämlich keine

Spitzmäuse. Ich konnte die Kleine nicht einfach

wieder raus setzen, denn das wäre mit Sicherheit

ihr Tod gewesen. Es waren Minusgrade

und der Boden hart gefroren, ausserdem bei

diesem Wetter auch keine Nahrung zu finden.

Also beschloss ich, sie erst mal mit in die

Redaktion zu nehmen und im Frühling wieder

rauszulassen. Zeit genug also, für eine nette

Unterhaltung.

Hallo, ich bin Jimmy Wusel und möchte mich

bei dir für meine Rettung bedanken.

DAS HABE ICH SEHR GERNE GEMACHT,

UND ES FREUT MICH SEHR, LIEBER JIMMY,

DICH KENNENZULERNEN. ICH HABE DIR

EIN PAAR PFERDELECKERLIS ZERBROCHEN,

DOCH DU HAST NICHTS DAVON GEGESSEN.

KANNST DU MIR SAGEN, WESHALB DU

DIE NICHT MAGST, MÄUSE MÖGEN DOCH

SONST KÖRNER ETC. GERNE? ODER HAST

DU KEINEN HUNGER?

Das war wirklich lieb gemeint von dir, ich

heisse zwar Spitzmaus, bin aber keine Maus,

sondern ein Insektenfresser, so ähnlich wie

ein Maulwurf.

ACH SO, DANN IST MIR JETZT VIELES KLARER.

WAS ISST DU DENN SO AM LIEBSTEN?

Oh ich mag gerne Regenwürmer, Grillen,

kleine Wirbeltiere etc., halt alles, was so kreucht

und fleucht …

DAS HEISST, DU WÜRDEST AUCH EINE

MAUS ESSEN?

Mh, ja das würde ich. Wenn ich sie erwische.

Weisst du, ich muss jeden Tag mindestens mein

eigenes Körpergewicht essen, sonst verhungere

ich. Wir Spitzmäuse haben eine wahnsinnig

hohe Stoffwechselrate und unser Herz schlägt

im Normalfall zwischen 800 und 1000 Mal pro

Minute.

DAS IST JA UNGLAUBLICH SCHNELL. DANN

BRAUCHST DU WIRKLICH VIEL NAHRUNG.

ABER SAG MIR, WIE KANNST DU DENN EINE

MAUS ÜBERWÄLTIGEN, DIE SIND DOCH

BESTIMMT SO GROSS WIE DU ODER SOGAR

NOCH GRÖSSER?

Ich beisse sie. In meiner Unterkieferspeicheldrüse

produziere ich ein Gift, ihr nennt es, glaube ich,

Blarina-Toxin, welches meine Beute lähmt oder

sogar tötet.

HOPPLA, DANN HABE ICH WOHL GLÜCK

GEHABT, DASS DU MICH NICHT GEBISSEN

HAST, ALS ICH DICH AUS DEM KESSEL

GEFISCHT HABE.

Keine Angst, für euch Menschen ist der Biss

zwar schmerzhaft, aber sonst passiert da nichts

weiter. Ihr wärt ja auch ein viel zu grosser

Happen für mich …

WESHALB BIST DU DENN ÜBERHAUPT

DRAUSSEN HERUMGEIRRT BEI DIESER

KÄLTE?

Na, weil ich Hunger hatte. Ich mache keinen

Winterschlaf und war halt auf Nahrungssuche,

als der Bauer mich gefunden hat. Es ist

immer ein ziemlicher Stress, so ums Überleben

zu kämpfen.

JA, DAS KANN ICH MIR VORSTELLEN. NUN

KOMMST DU JA ERST MAL MIT ZU MIR,

DANN BIST DU WENIGSTENS ÜBER DEN

WINTER VERSORGT. HAST DU VIELLEICHT

NOCH FAMILIE, DIE WIR MITNEHMEN

SOLLTEN? ODER LEBEN SPITZMÄUSE NICHT

IN GROSSEN VERBÄNDEN WIE NAGETIERE?

Nein, nein, ich bin ein Einzelgänger, wie alle

Spitzmäuse. Ich habe nur zur Paarungszeit Kontakt

zu anderen Spitzmäusen.

WO HAST DU DENN GELEBT?

HATTEST DU EINEN BAU ODER SO?

NATUR BEWAHREN

NATURZYT 21


Ich habe in einem Spalt nahe beim Keller

gelebt und mir ein kuscheliges Nest

mit Blättern und Heu, welches ich dem

Bauern stibitzt habe, gemacht.

DANN BUDDELT IHR EUCH ALSO KEINE

GÄNGE WIE MAULWÜRFE?

Doch, einige von uns tun das. Oder sie

übernehmen verlassene Bauten von anderen

Mäusen oder Ähnliches.

Im Gespräch mit NATURZYT

Jimmy Wusel hat noch ein Jahr bei uns in der Redaktion gelebt,

da er nicht mehr in die freie Wildbahn zurück wollte verständlich,

denn wer will schon das Schlaraffenland verlassen, in welchem

einem die Grillen zu Dutzenden um die Ohren hüpfen.

ICH HABE GEHÖRT, DASS SPITZMÄUSE

NICHT SEHR GUT SEHEN. STIMMT

DAS, UND WENN JA, FÄLLT DA DIE JAGD

NICHT FURCHTBAR SCHWER?

Ja, das stimmt schon, ich sehe nicht sehr

gut. Aber ich erwische immer jede Beute.

Weisst du, ich besitze so eine Art Sonar.

Ganz ähnlich wie die Fledermäuse,

welche so ganz nebenbei auch keine Mäuse

sind. Ich gebe dann ganz hohe Piepslaute

von mir, welche an meiner Umgebung

abprallen und zu mir zurückgeworfen

werden. So erkenne ich meine Umgebung

ganz genau.

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DAS IST WIRKLICH SEHR INTERESSANT.

WIE ALT BIST DU DENN JETZT, UND

WIE ALT KÖNNEN DENN SPITZMÄUSE

ÜBERHAUPT WERDEN?

Wir können 12 Jahre alt werden, immer

voraus gesetzt, wir finden genügend Futter.

Ich bin jetzt schon fast 1 Jahr alt.

TOLL, ICH WÜNSCHE MIR, DAS DU NOCH

EINE LANGE UND GLÜCKLICHE ZEIT

VOR DIR HAST, UND ICH HOFFE, DAS TER­

RARIUM, WELCHES ICH FÜR DICH BEREIT

GEMACHT HABE, IST FÜR DEINE BEDÜRF-

NISSE IN ORDNUNG.

Ja, das ist perfekt. Ich hatte noch nie ein sooo

weiches Bettchen und war auch noch nie

frei von Parasiten. Und genug zu essen ist

auch da. Du bist ein guter Mensch, und ich

danke dir von Herzen für diese tolle Unterkunft.

Du zeigst mir damit, dass Menschen

auch eine liebevolle Seite für alle Wesen haben.

HINSCHAUEN. GIBT ES NOCH ETWAS, WAS

DU UNS GERNE MIT AUF DEN WEG GEBEN

WÜRDEST?

Ja, bitte nehmt Rücksicht auf einander und auf

alle Lebewesen. Schätzt das, was ihr im Leben habt,

und geniesst es, jeden Tag aufzustehen und nicht

ums Überleben kämpfen zu müssen. Das Leben ist

schön, wenn ihr ein Dach über dem Kopf habt,

wo es schön warm und trocken ist, wenn ihr genug

zu essen und zu trinken habt, und ihr Menschen

an eurer Seite habt, die euch lieben und für euch

in jeder Situation da sind. Alles andere ist nicht

wichtig. Es gibt sehr viel schlimmere Dinge, als

wenn euer Handy kaputt ist.

LIEBER JIMMY WUSEL, ICH DANKE DIR FÜR

DIESES AUFSCHLUSSREICHE GESPRÄCH

UND HOFFE, WIR HABEN NOCH EINIGE VOR

UNS.

Es war mir eine Freude und bis bald.

NATUR BEWAHREN

DAS HABE ICH DOCH GERNE GEMACHT.

ICH FINDE, WIR KÖNNEN VIEL VON

EUCH LERNEN, WENN WIR GENAUER

Text Virginia Knaus

Illustration & Foto Virginia Knaus

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Claudias naturnaher Garten

Wenn eine Steinlawine

den Garten verwüstet

Liebe garten­ und naturbegeisterte Leserinnen und Leser, stellen Sie

sich vor, es ist Frühling und keine Blumen blühen! Ein Witz? Mitnichten,

denn wenn dieser Schotter-Split-Steinöden-Virus weiter in unseren Gärten

grassiert, dann wird das leider bald Realität.

24 NATURZYT


Laub legt sich auf die

Schottersteine und

sukzessive verwandelt

es sich in Humus.

Glücklich kann sich jemand

schätzen, der einen blühenden

Garten sein Eigen nennt.

Schalten und walten nach

Lust und Laune, bunt, bunter am buntes -

ten. Der Fantasie sind (leider) keine

Grenzen gesetzt. Obwohl, mit Fantasie

hat der neue Trend, der seit einigen Jahren

vor allem in Neubauquartieren um sich

greift, rein gar nichts mehr zu tun. Denn

was bitte schön ist fantasievoll an einem

Garten, der aussieht, als wäre eine Steinlawine

über ihn hinweggefegt?

Das Auffallende an solchen Schotterund

Splitablagerungen sind sparsamster

Umgang mit Pflanzenmaterial und

eine auffallend hohe Gestaltungsarmut.

Gartenkulturverarmung habe ich im

Internet gelesen. Dieses Wort gefällt

mir sehr.

Verirrt sich dennoch ein pflanzliches

Wesen in diese Einöde, dann sind

es meist blütenlose, immergrüne Bonsaikoniferen,

beinahe so fantasielos wie

ihr Untergrund. Die Einsamkeit dieser

Pflanzen ist beinahe spürbar.

MODERNE GERÖLLHALDE

Was ist denn nun aber die Idee, die

Absicht, die hinter solchen Gärten steht?

Modern und pflegeleicht soll er sein,

der Garten des 21. Jahrhunderts. Doch

mit der Pflegeleichtigkeit der Geröllhalde

dürfte es so seine Tücken haben. Denn

im Laufe der Jahre wird sich unweigerlich

zwischen den Steinen Pflanzen material

ansammeln, das zu Humus wird und

somit neuen Nährboden für Samen

bildet, die durch die Luft fliegen. Und

dies, obwohl unter der zentimeter dicken

Steinschicht der wertvolle Humus

wurde selbstverständlich abgetragen

und abgeführt ein Vlies liegt, das

den Unterboden abdichtet. Auch wenn

im Herbst die rund 90 Dezibel lauten

Laubbläser dafür sorgen, dass sich auch

ja kein Blatt zwischen die Steine verirrt,

bleibt dennoch stets pflanzliches Material

hängen. Und so wächst irgendwann

ein kleines Pflänzchen in dieser trostlosen

Umgebung, ein Lichtblick sozusagen,

den es aber sofort zu entsorgen gilt,

schliesslich ist es ja gerade die Monotonie,

auf die es bei einem solchen Garten

ankommt. Wenn sich die wilden Pflänzchen

dann vermehren, wird aus dem

pflegeleichten Steinhaufen schnell einmal

das mühsame Unterfangen, zwischen

all dem Schottermaterial die

Pflanzen auszureissen.

Und dann wäre da noch die Absicht,

modern zu sein. Modern ist gleichbedeutend

mit zeitgemäss, progressiv,

fortschrittlich, aussergewöhnlich,

modegerecht. Doch wie lässt sich ein

solcher Mangel an Individualität als

aussergewöhnlich, also über das

Gewöhnliche hinausgehend, erklären?

Zeit gemäss mag ja stimmen, doch

macht es mich nachdenklich, wenn ich

sehe, dass offenbar kein Bedürfnis

besteht, etwas Eigenes, etwas Kreatives,

Mich-einzigartig-Machendes zu

ent werfen. Wie eine Herde Schafe

rennen alle diesem Trend hinterher.

Und wenn Sie jetzt das Wort modern

anders betonen, nämlich auf dem «o»,

modern, dann sind Sie bei faulen,

schimmeln und sich zersetzen. Ich

hoffe sehr, dass der Schotter garten-

Trend in diese Richtung geht.

GRÜN VERSUS GRAU

Denn Grünflächen, das ist doch das,

was man unter einem Garten versteht,

sollen nicht nur für die Optik herhalten,

sie sollen auch einen Lebensraum für

Kleintiere anbieten. Wo keine blühenden

Pflanzen wachsen, haben Bienen und

Schmetterlinge nichts zu lachen. Veressen

wir nicht, dass 40 Prozent unserer

Nahrungsmittel durch Bestäubung

entstehen. Wo keine Pflanzen wachsen,

wird kein CO 2

gebunden. Im Sommer

ist es unter einem schattenspendenden

Baum rund 3 Grad kühler als unter

dem Sonnenschirm. In der Nähe dieser

Steinflächen aber ist aufgrund der Wärmespeicherung

der Steine die Umgebungstemperatur

höher. Und was die Optik

Claudias Veranstaltungstipp:

Im Wildbienenkurs lernen Sie den Lebensraum,

die Nistplätze und die Nahrung der

Wildbienen besser kennen. In diesem

zweiteiligen Kurs, welcher ab Mai 2017 am

Büelweg 6 in Villnachern stattfindet,

erfahren Sie viel Wissenswertes, nicht

nur über die Wildbienen. Mehr Infos unter:

www.natur­im­garten.ch

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NATUR BEWAHREN

NATURZYT 25


Leb­ und trostlos

Gestaltungsarme «Grünfläche»

anbelangt, wirkt sich die Farbe Grün

positiv auf unser Wohlbefinden aus und

schenken Blumen mit ihren Düften,

Farben und Formen uns die unterschiedlichsten

Sinneseindrücke. Steine hingegen

werden, wenn sie dominieren, als karg,

trostlos und lebensfeindlich wahrgenommen.

Steine sind oft Sinnbild

für Last und Mühe. Ist es das, was

der Garten diesen Leuten bedeutet?

Und zum Schluss erlaube ich mir

die Bemerkung, dass Sie genau auf

die Herkunft dieser Schottersteine achten

sollten. In vielen Fällen handelt es sich

nämlich nicht um eine lokale Gesteinsart,

sondern um Billigstein, abgebaut

in Indien oder China.

Meiner Meinung nach hat jede Person,

die einen Garten besitzt, eine Ver antwor

tung. In Deutschland beispielsweise

ist die Fläche aller Gärten so gross wie

die Fläche der Naturschutzgebiete. Nicht

nur anderen Mitmenschen gegenüber,

für die solch verunstaltete und trostlose

Gärten eine Beleidigung der Sinne sind,

sondern auch für unsere tierischen Mitlebewesen,

die ebenso Anrecht auf eine

lebenswerte Umgebung haben wie wir

auch. Und Gärten könnten ökologische

Trittsteine sein, die sich miteinander vernetzen

und es den Tieren erlauben, sich

von Trittstein zu Trittstein zu bewegen

auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf.

Es gibt zahlreiche Alternativen zu

diesen Steinöden, Steinwüsten, Schottergärten

und wie sie alle heissen, wobei doch

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26 NATURZYT

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alle gleich aussehen. Eine Variante wäre

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einheimischem Kies, Stein und Sand

angelegt wird, um Pflanzen aus Extremstandorten

wie Gebirge, Magerwiesen

oder Trockenböden gedeihen zu lassen.

Oder eine standortgerechte Bepflanzung

mit möglichst einheimischen Stauden,

Farnen und Bodendeckern, die wenig

Arbeit machen. Dazu braucht es Fachwissen

und Freude an der Natur und am

Zusammenspiel der Arten, die man bei

ausgebildeten Naturgartenfachkräften

findet. Schotter in einem Garten auszuleeren,

braucht weder Fachwissen noch

eine Ausbildung, das kann jeder.

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Text Claudia Ebling

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NATURZYT 27


Fruchtige Frühlingsrezepte

FRÜHLINGSWRAP MIT ÄPFELN

Zutaten (kleine Mahlzeit für 4 Personen)

Teig:

100 g Mehl

½ TL Salz

1,5 dl Milch

0,5 dl Mineralwasser

2 Eier

1 EL Rapsöl

Füllung:

150 g Magerquark

200 g Hüttenkäse

1 EL Senf

Salz, Pfeffer

300 g Äpfel

1 Bund Frühlingszwiebeln à 150 g

Mehl, Salz, Milch und Mineralwasser

mit einem Schwingbesen zusammen

verrühren. Eier verquirlen, mit dem

Rapsöl unter den Teig rühren,

30 Minuten ruhen lassen. In einer

grossen Bratpfanne nacheinander

4 Crêpes backen.

Quark, Hüttenkäse, Senf, Salz und

Pfeffer verrühren. Äpfel in sehr feine

Streifen schneiden oder auf einer

groben Raffel reiben. Frühlingszwiebeln

mit den grünen Stängeln in dünne

Ringe schneiden. Beides mit der

Quarkmischung vermengen.

Füllung auf den Crêpes verteilen,

dabei 23 cm Rand frei lassen.

Crêpesränder links und rechts etwa

2 cm über die Füllung klappen,

dann von unten her satt einrollen.

Leicht diagonal halbieren.

Gut geeignet zum Mitnehmen.

Rezepte und Fotos in Kooperation mit dem Schweizer Obst verband. Mehr fruchtige Rezepte auf www.swissfruit.ch

unikat

« Wenn es um eine

natürliche und

gesunde Ernährung

geht …»

28 NATURZYT


NATURZYT kocht

FUSILLI MIT ÄPFELN UND KEFEN

Zutaten (für 4 Personen)

200 g Vollkornteigwaren,

z. B. Fusilli oder Penne

Salz

400 g rotschalige Äpfel

1 EL Zitronensaft

250 g Kefen

400 g geschnetzeltes Schweinefleisch

1 EL Olivenöl

Pfeffer

1,5 dl Gemüsebouillon

1 dl Saucenhalbrahm

1 TL fein geriebene Zitronenschale

2 Zweige Majoran

Teigwaren in Salzwasser bissfest

kochen und in einem Sieb abtropfen

lassen. Äpfel halbieren, entkernen

und in Schnitze schneiden, mit

Zitronensaft vermischen. Kefen

schräg in Stücke schneiden. Fleisch

im heissen Öl anbraten, aus der

Pfanne nehmen, mit Salz und Pfeffer

würzen und warm stellen. Im Bratfond

Kefen und Äpfel anbraten. Bouillon

zugiessen und einige Minuten köcheln.

Saucenhalbrahm unterrühren und

aufkochen. Fleisch und Teigwaren mit

der Apfel-Kefen-Mischung vermengen.

Mit Zitronenschale, Salz und Pfeffer

abschmecken.

Majoranblättchen von den Stielen

zupfen und darüberstreuen.

OMELETTE MIT

APFEL­HÜTTENKÄSE­FÜLLUNG

Zutaten (für 4 Personen)

Omeletten:

2 dl Milch, teilentrahmt

100 g Mehl

4 Eier

1 Prise Salz

1 EL Butter

Füllung:

500 g Äpfel

1 dl Wasser

1½ EL (30 g) Birnendicksaft oder

½ TL flüssiger Süssstoff oder

10 Tropfen Stevia*

¼ TL Kardamom

1 TL Maizena

300 g Hüttenkäse

4 TL (12 g) gehackte Pistazien

Milch und Mehl zu einem glatten

Teig verrühren. Eier verquirlen, mit

dem Teig mischen. Eine Prise Salz

zufügen und 30 Minuten ruhen lassen.

Äpfel vierteln, entkernen und in dünne

Scheiben schneiden. Wasser mit

Birnendicksaft (Süssstoff oder Stevia)

und Kardamom aufkochen. Äpfel

beigeben, zugedeckt einige Minuten

köcheln, ohne dass die Äpfel zerfallen.

Äpfel mit einer Drahtkelle aus dem

Sud heben. Maizena mit etwas kaltem

Wasser anrühren, zum Sud geben,

unter Rühren aufkochen. Über die

Äpfel giessen und auskühlen lassen.

Hüttenkäse mit Pistazien und Äpfeln

vermischen.

Etwas Butter erwärmen und nacheinander

4 Omeletten backen. Füllung

in die Omeletten verteilen und diese

zusammenklappen oder aufrollen.

* Je nach Produkt kann die Menge differieren.

« … schneiden

Schweizer Äpfel

sehr gut ab »

NATURZYT 29


Schweizer Kraftorte

Kraftorte aus energe

Die junge Muotha

beim Sahli, Bisisthal.

Seit einigen Jahren ist immer wieder von besonders kraftvollen

Orten und Plätzen die Rede. Einige von diesen wurden in der

NATURZYT vorgestellt, begleitet von Hinweisen, wie Sie selber solche

Plätze finden können.

30 NATURZYT


tischer Sicht

Dabei lag der Fokus ganz und

gar bei den aufladenden und

Kraft spendenden Plätzen.

Seither ist einige Zeit ver gangen

und der Erfahrungen wurden mehr.

PLÄTZE MIT SPEZIELLEN QUALITÄTEN

Sicher haben Sie auch schon die Erfahrung

gemacht, dass sich ein Kraftplatz

nicht immer gleich anfühlt. Mal empfinden

wir diesen als kraftvoll … «wow, da geht

was ab!», ein andermal spüren wir gar

nichts, oder wir fühlen uns möglicherweise

sogar unwohl auf ihm. Woran das

bloss liegen mag, werden Sie sich vielleicht

fragen. Möglicherweise daran,

dass auch Kraftplätze ihre «Tage» haben,

oder liegt es gar an einem selber? Leben

und damit alles Beseelte sind dynamische

Systeme. Dies lässt sich allein schon daran

erkennen, dass die anzeigenden Werte

von einem Tag zum andern teilweise

erheblichen Schwankungen unterliegen.

Die energetische Beobachtung der

Kraftorte erfolgte über die Wahrnehmung

und mit Hilfe von Pendel, Tabellen und

Ruten. Bald schon zeigte sich, dass

sich die Orte anhand unterschiedlich

anzeigender Aspekte grob in Kraftplätze,

Heilplätze und Kultplätze unterscheiden

liessen, Letztere oftmals vom Menschen

geprägt.

Steht bei einem Kraftplatz das Aufladende

im Vordergrund, ist es beim

Heilplatz das Anregende, welches Prozesse

im Organismus zu beeinflussen vermag.

Kommt etwas in Bewegung, kann es sich

gut anfühlen oder auch nicht. So wie ein

guter Arzt mit seiner Kunst die Selbstheilung

des Organismus begleiten und

unterstützen wird, so können auch

Plätze mit Heilqualität dazu beitragen.

Doch wie das?

DIE EIGENE BALANCE WIEDERFINDEN

Als individueller Teil einer göttlichen

Schöpfung streben wir stets nach der

inneren Balance, so wie es die Chaostheorie

so treffend beschreibt. «Offene

selbstregulierende Systeme sind stets

damit beschäftigt ihre Balance zu finden

und zu erhalten. Leben ist der grösstmögliche

Ungleichgewichtszustand.»

Ständig sind wir Einflüssen ausgesetzt,

die uns sehr schnell aus unserer Balance

zu bringen vermögen. In der Welt der

Dualität ist das Trennende vorherrschend,

was sich unschwer daran erkennen lässt,

dass alles Grobstoffliche dabei ist, zu zer -

fallen und sich aufzulösen. Es gibt aber

auch jene Einflüsse, die uns zu unserer

Balance verhelfen können, jene mit

«Seelenqualität», wo eine Verbindung

zu den «höheren» feinstofflichen und

lichtvollen Ebenen möglich ist. An solchen

Plätzen treffen wir auf die Polarität

in der Einheit, kurz: auf heile, passende

und damit Heilung unterstützende

Verhältnisse. Genau das ist gemeint,

wenn von Naturspiritualtität die Rede

ist die Verbindung zu geistigen

Ebenen.

VERSCHÜTTETE ERINNERUNGEN

HERVORHOLEN

Hier kommen die qualitativ passenden

Plätze zum Zug. Jeder Mensch kennt

solche Plätze. Sie existieren oftmals in

unserer Erinnerung. Vielleicht lernten

wir sie auf einer Schulreise kennen,

beim Sonntagsausflug mit den Eltern,

auf einer Reise, oder wir haben bei

ihnen wundervolle Momente mit

einem geliebten Menschen verbracht,

möglicher weise sind sie uns im Traum

erschienen. Sie alle haben etwas

gemeinsam: Lassen wir sie in unseren

Gedanken aufsteigen, wird es uns

wohlig ums Herz. Herzqualität also?

So möchte ich Sie auf einige mir

liebe Plätze hinweisen, wo, wenn auch

kraft voll, anderes im Vordergrund

steht.

Ein solcher Platz ist die junge Muotha

zuhinterst im Bisisthal. Ein noch von

Frische und ursprünglicher Kraft

strotzender Bach, bevor sein energiereiches

Wasser durch die Turbinen

zerschlagen wird. Lasse ich die Bilder

vor meinem inneren Auge hochsteigen

und atme tief durch, kann ich die

naturenergetische Qualität des

Ortes geradezu spüren. Auf mentaler

Ebene kann ich mich mit diesem Platz

verbinden, mit ihm «arbeiten». Ich

übergebe dem quirligen und wirbelnden

Wasser all das, was nicht meines

ist; Gedanken, Gefühle, Sorgen und

mehr. Im einrollenden Wirbel reinigt

sich das Wasser selber. Alle fremden

Informationen, also auch diejenigen, die

wir ihm übergeben, werden aufgelöst.

Für rational denkende Menschen eine

unglaubliche Vorstellung. Verschiedene

Testungen mit unterschiedlichen Personen

weisen jedoch genau auf diesen Sachverhalt

hin.

NATUR ERLEBEN

NATURZYT 31


BEWUSSTSEIN IST DIE MÄCHTIGSTE

ENERGIE, DIE ES GIBT.

Jeder und jede von uns kennt solche Plätze.

Es gibt sie mal näher, mal weiter gelegen.

Machen wir sie uns bewusst, so können

wir uns jederzeit, so wir dafür offen

sind, mit diesen verbinden, sie wahrnehmen.

Dabei sind auch Bilder hilfreich.

Über sie lässt sich, analog einem Schwingquarz

in einem Funkgerät, die Verbindung

zum Ort aufbauen, ja mit ihm kommunizieren.

So zum Beispiel auch mit den

faszinierenden Gletschermühlen auf der

Alp Cavaglia an der Bernina-Bahnstrecke.

Oder mit dem Vorfeld des Morteratschgletschers

mit seiner fast bis zum Eis

reichenden vielfältigen alpinen Flora.

Auch die Erinnerung vom Gnipen und

Gletschermühlen bei

Cavaglia im Puschlav

der Sicht über den Bergsturz und den

Zugersee hinüber zur Rigi und hinaus

ins Mittelland lässt aus der Erinnerung

das Gefühl von Erhabenheit wieder aufsteigen.

Wir Menschen sind mentale

Wesen und dessen fähig, uns zu erinnern

und uns mit dem Platz mental bewusst

zu verbinden. Das sollten wir niemals

vergessen. So werden wir aus diesen

Erinnerungen, Bildern, Gefühlen genau

jene Qualitäten schöpfen, deren wir zum

inneren Ausgleich bedürfen.

ES MUSS ABER NICHT BEI DER

ERINNERUNG BLEIBEN

Tagtäglich unterwegs mit meinem Hund,

dem kleinen Herrn Ivan, komme ich

immer wieder an denselben Orten vorbei.

Das liegt nun mal in der Natur der Sache.

Da sollte man denken, nach ein paar

Jahren am selben Ort habe man schon

alles gesehen weit gefehlt. Mögen die

Dinge um uns herum unveränderlich

erscheinen, sie sind es nicht. Öffnen wir

unseren Geist, unseren Blick, unsere

Wahrnehmung, werden wir immer wieder

Neues entdecken und uns so gewahr

werden, dass alles im Fluss ist. Die Qualität

der Orte ist immer wieder eine andere,

neue. Dabei muss es sich noch nicht

einmal um spezielle Plätze handeln, es

reicht schon, dass da etwas ist, was

unsere Aufmerksamkeit erweckt. Mir

ging es kürzlich so, als ich dem Seeufer

entlang ging. Bei einer Bachmündung,

einige Möwen, im Schlamm watend und

nach Nahrung suchend. Sie veranstalteten

einen Heidenspektakel mit ihrem

Gekreische und dem Einander-das-Aufgepickte-streitig-Machend.

Auf einer

kleinen Brücke stehend, gab ich mich

der Szenerie hin, ganz kontemplativ,

ohne weitere Gedanken. Kontemplation,

im Hier und Jetzt, ohne Gefühl für die

Zeit. Ist dies nicht wahrer Luxus in

bewegter und hektischer Zeit?

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Diesen Luxus, liebe Leser und

Leserinnen, wünsche ich

auch Ihnen von ganzem Herzen

Ihr Philippe Elsener

Text / Foto Philippe Elsener

Gnipen mit Rigi und

Blick übers Mittelland

bis zum Jura

32 NATURZYT


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Die Natur im Frühling erleben

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NATURZYT 33


Ganz schön knifflig:

Wandern über den

Lägerngrat. Wenig

Platz für die Schuhe,

viel freie Sicht

über den Aargau.

Balanceakt

über dem Aargau

Vor Jahrmillionen haben die Alpen kräftig geschoben

und die Lägern geformt, den östlichsten Juraausläufer.

Heute führt der einzige Bergweg des Kantons Aargau über

den Rand der steil aufgerichteten Felsplatte.

34 NATURZYT


Frühlingserwachen in der Stadt:

In Baden blüht der Lerchensporn.

Frühlingserwachen auf dem Berg: Farbe kehrt ein am Lägerngrat.

Zugegeben: Der grosse Wanderwegweiser

am Bahnhof Baden macht ein wenig

stutzig. Rund dreissig Tourenziele schlägt

er vor Turgi, Koblenz, Zurzach, Würenlos,

Kloster Fahr oder das ferne Zürich und alle sind

auf einfachen Wanderungen zu erreichen. Typisch

für das Mittelland. Dielsdorf und die Lägern jedoch

sind als Bergweg ausgeschieden, die aus den Bergen

vertraute weiss-rot-weisse Markierung ist nicht zu

übersehen.

BALANCIEREN ÜBER DEN BAUMWIPFELN

Zwei Stunden später wissen wir, dass die Kennzeichnung

keineswegs übertrieben ist. Wir

balancieren wie auf Messers Schneide über dem

Aargauer Häuser- und Strassenmeer, die Lägern,

der schmale Höhenzug zwischen Baden und

dem zürcherischen Dielsdorf, entpuppen sich als

steil aufragende Platte, entlang deren Kante unser

Weg verläuft. Die Füsse suchen nach Halt auf

dem zerklüfteten Jurakalk, wo nötig helfen die

Hände beim Finden des Gleichgewichts. Viel Platz

steht dazu nicht zur Verfügung. Der Grat fällt

links und rechts ab in den Wald, der wegen seines

im April noch fehlenden Blätterdachs die Sicht

bis auf den Talboden freigibt. Am Horizont wären

der Schwarzwald und die Alpen zu sehen. Wären,

hätte sie der Frühlingsdunst nicht in Watte gepackt.

Dafür lacht uns ein Specht entgegen, der über den

Baumwipfeln seine Runden zieht.

Auf der Ferne betrachtet, erscheinen die Lägern

wie ein gewöhnlicher Hügelzug des Mittellands:

langgezogen, sanft geschwungen und stark bewaldet,

Dem Bärlauch gefällt es auf der Lägern, er wächst hier gleich felderweise.

darum herum ein Mosaik aus Feldern, Häusern und

Strassen. Das Geheimnis der Lägern offenbart sich,

wenn man auf ihrem Grat steht. Sie sind der östlichste

Ausläufer des Faltenjuras, entstanden vor neun bis

vier Millionen Jahren durch einen gewaltigen Druck

der Alpen Richtung Norden. Die Gesteinsplatten

wurden gefaltet und schräg aufgestellt, die Erosion

legte die Plattenränder frei. Auf diesen wandert

man nun, vom Schloss Schartenfels oberhalb Badens

zur Burgruine Alt-Lägern auf der Hochwacht. Gute

dreieinhalb Stunden. Jura total.

NATURZYT 35


Auf Lägern Burghorn hat man,

gute Sicht vorausgesetzt,

freien Blick auf Schwarzwald

und Alpen.

478 STUFEN BERGAUF

Das Schloss Schartenfels ist bereits am Bahnhof

Baden auszumachen. Es sitzt auf einem Felsen über

der Stadt, die Schweizerfahne auf dem Schlossturm

winkt uns entgegen. Der Wanderweg hingegen

führt erst einmal in die Tiefe, per Panoramalift

ans Ufer der Limmat. Ein Bummel durch Badens

Tipps & Infos

Anreise: Mit dem Zug nach Baden. Zurück ab Regensberg mit dem

Bus nach Dielsdorf, dann mit der S-Bahn nach Zürich.

Wanderung: Baden Bahnhof Schartenfels Lägernsattel

Burg horn Hochwacht Regensberg.

Die Tour kann bis Dielsdorf fortgesetzt werden.

Lägerngrat: Zwischen Schartenfels und Lägernsattel hat man

die Wahl zwischen dem schmalen und an einer Stelle sehr

ausgesetzten Gratweg und dem einfachen Waldweg über Chaltbrünnli.

Bei Nässe ist der Waldweg vorzuziehen.

Anforderungen: Lässt man zwischen Schartenfels und Lägernsattel

den Gratweg aus, stellt die Wanderung keine speziellen

technischen Herausforderungen. Gutes Schuhwerk empfiehlt sich

aber, der einzige Aargauer Bergweg ist zwischen Lägernsattel und

Hochwacht etwas ruppig. Wagt man sich bereits bei Schartenfels

an den Gratweg, sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Pflicht.

Die Wanderzeit beträgt ohne Pausen rund 4,5 Stunden.

Einkehr: Auf der Hochwacht, im Schloss Schartenfels und in

Baden und Regensberg.

Karten: Swisstopo-Wanderkarte 1:50 000 Blatt Baden (215T)

oder Swisstopo-Landeskarte 1:25 000 Blätter Baden (1070) und

Bülach (1071).

Literatur: «Jurawandern» von Philipp Bachmann, erschienen im

Rotpunktverlag.

Begleitete Wanderung: Der Tourenveranstalter Wildout Naturerlebnisse

bietet im Jura und in den Schweizer Alpen geführte

Wanderungen und Schneeschuhtouren an. Die Touren eignen sich

für jedermann, unterwegs sind wir in kleinen Gruppen.

Sämtliche Daten und Angebote sind ersichtlich unter www.wildout.ch.

Infos gibt es auch unter Telefon 052 366 11 84.

Altstadt und eine knarrende Holzbrücke mit

Baujahr 1810 bringen uns auf die andere Flussseite,

zur ersten der 478 Treppenstufen, die die Stadt

mit dem Schloss Schartenfels verbinden, einem

edlen Restaurant mit traumhafter Rundsicht.

Eine Warntafel verkündet hier das weitere

Programm. «Exponierter Weg. Trittsicherheit und

Schwindelfreiheit zwingend erforderlich». Wie

sich später herausstellt, sind auf dem Weg zum

Lägernsattel zum Glück nur einzelne Stellen wirklich

exponiert. Wem das nach zu viel Luft unter den

Füssen klingt, der wählt stattdessen den breiten Weg

über Chaltbrünnli. Dasselbe empfiehlt sich bei

Nässe, haben doch die vielen Wanderschuhe den

Gratweg speckig gemacht. Die Tour über die Lägern

ist nämlich beliebt, als Tageswanderung und als

Einstieg zur grossen Juradurchquerung auf dem

Jura-Höhenweg von Dielsdorf nach Genf.

DIE FEUERLILIE, EIN SELTENER GAST

Die Popularität liegt nicht nur am Weg. Auf der Lägern

gedeiht eine vielfältige Flora, etwa 800 Pflanzenarten

schätzen die kalkhaltigen Böden. Ein paar begegnen

uns am Wegrand, die Frühlings-Schlüsselblume, das

Veilchen und die Gänsekresse etwa. Ende Mai folgt

die Feuerlilie, eine Seltenheit im Jura. Eine Besonderheit

ist auch der dichte und chaotische wirkende

Wald. Er wird nicht mehr bewirtschaftet, sondern in

gewissen Teilen sich selbst überlassen, in anderen

gezielt ausgelichtet, um die Artenvielfalt zu erhöhen.

Auf dem Lägernsattel vereinen sich die beiden

Aufstiegsrouten, der Adrenalinspiegel sinkt. Die Tour

folgt bis zur Hochwacht weiterhin dem Grat, doch

der Weg ist nicht mehr exponiert, sondern stellenweise

nur noch ruppig. Das erlaubt, die Aufmerksam

keit auf etwas Neues zu lenken, auf den Bärlauch

zum Beispiel, der den lichten Buchenwald mit einem

grünen Teppich überzieht. Auf Lägern Burghorn,

dem mit 859 Metern höchsten Punkt des Tages, ist

die Fernsicht noch nicht besser. Dafür laden nostalgische

Sitzbänke zur Rast unter der wärmenden

Frühlingssonne.

ANSTOSSEN MIT REGENSBERGER

Sieben Kilometer lang ist der Gratweg über die Lägern;

auf der Hochwacht ist bei der 800 Jahre alten Burgruine

und dem Restaurant Schluss. Wer hier noch

nicht auf die Wanderung und das Leben anstösst, tut

dies eine knappe Stunde später im mittelalterlichen

Städtchen Regensberg. Das Schloss, der Rundturm

und die schiefen Riegelhäuser mit den herausgeputzten

Gärten bieten die perfekte Kulisse für ein Glas

Regensberger in einem Gartenrestaurant. Roten oder

Weissen.

Text / Foto Daniel Fleuti

36 NATURZYT


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erwachen

NATURZYT 39


Kirschblüte im

Schwarzbubenland

Mit den ersten Frühblühern kündigt sich der Frühling an.

Alles erwacht zu neuem Leben, und die Farben kehren

zurück. Die frühblühenden Leberblümchen gehören zu

den ersten Blütenpflanzen im Jahr. Die filigranen Waldbewohner

wachsen deshalb so früh, weil sie so genügend Licht für ihre

Vegetationsperiode zur Verfügung haben, bevor das dichte Blätterdach

der Bäume kaum Licht mehr auf den Waldboden hindurchlässt.

Mitte April blühen die Kirschbäume, gefolgt von der Apfel- und Birnen -

blüte. In dieser Zeit verwandeln sich viele Kulturlandschaften der

Nordwest-, Nordost- und Zentralschweiz in märchenhafte Landstriche.

Der mittelländische Wald erhält mit dem Austrieb des zartgrünen

Buchenlaubs seinen frühlingshaften Anstrich. Während weniger Tage

präsentiert sich der Wald nun von seiner allerschönsten Seite: Leuchtendes

Grün in unzähligen Farbnuancen. Was für ein sagenhaftes Schauspiel.

Ihr Tobias Ryser

Bärlauchwald

im Kanton Zürich

Text/Foto Tobias Ryser


NATUR ERLEBEN

Der Autor

Tobias Ryser arbeitet neben seiner Tätigkeit als Ranger in einem Auenschutzgebiet

von nationaler Bedeutung als selbstständiger Fotograf mit

Schwerpunkt Natur- und Landschaftsfotografie. Der begeisterte Alpinist

unternimmt mehrtägige Fototouren im Gebirge und übernachtet dabei

leidenschaftlich gern inmitten der wilden Bergwelt. Auf der Suche nach

dem perfekten Moment legt er grossen Wert auf eine ästhetische

Bildkomposition und atemberaubendes Licht.

Mehr Informationen unter: www.tobias-ryser.ch, www.naturwaerts.ch

Buchenwald im

Kanton Baselland


Natur erleben

Frühlingsgefühle

Der Frühling kommt im Süden Südtirols früher und farbenfroher als

anderswo das schätzen vor allem Wanderer und Biker, die sich zwischen

Etschtal und Unterland über die längste Saison der Alpen freuen können. Für

neuen Schwung nach den kalten Wintermonaten sorgen zudem jede Menge

eigens kreierter Angebote zum Entschleunigen und Krafttanken.

42 NATURZYT


Auf der Eppaner Drei­Burgen­Wanderung erlebt man nicht nur viel Natur.

(Foto: Eppan/Marion Lafogler)

Der Kalterer See und

seine Weinberge.

(Foto: Kaltern/Helmuth Rier)

Gegensätze ziehen sich an

bei Südtirol stimmt diese

Weisheit allemal. Denn

die nördlichste Provinz

Italiens steckt voller angenehmer

Kontraste. Und genau die machen sie

so attraktiv. Wo sonst liegen alpine

Bergwelt und mediterrane Lebensart,

urige Hüttenküche und elegante

Haute Cuisine so nah beisammen

wie hier? Der einmalige kulturelle

Schmelztiegel, in dem deutschund

italienischsprachige Bürger mitund

nebeneinander leben, sorgt für

weitere Würze. Und für Bewegung.

Auch in körperlicher Sicht. Vor allem

im Frühjahr tut sich da traditionell

besonders viel.

VON DER APFELBLÜTE BIS

ZUR WEINLESE

Schliesslich beginnt im Süden Südtirols

die Wander- und Bikesaison bereits

Mitte März und dauert bis in den

November hinein, für den Alpenraum

eine rekordverdächtig lange Zeitspanne.

Während man vielerorts noch oder

schon in die Ski- oder Schneeschuhe

steigt, schnüren Einheimische wie Gäste

rund um Bozen bereits die Wanderschuhe

oder schlüpfen in die Radlerhosen. Das

tun Bewegungsfreudige mit Drang zum

Hang im frühen Frühjahr besonders gern,

weil dann die Obstanlagen und das höher

gelegene Mittelgebirge mit seinen Mischwäldern

extraschöne Schauspiele bieten.

Da treibt es die Natur mitunter ganz

schön bunt! Etwa wenn im Etschtal die

Apfel- und andere Obstbäume blühen

und am Möltner Joch oberhalb von

Mölten die beeindruckende Krokusblüte

zu sehen ist. In puncto Apfelblüte gehört

indessen das Südtiroler Unterland

üblicherweise zu den ersten, die dieses

Farbspektakel vermelden. Noch früher

dran sind die Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblumen,

Primeln und Leberblümchen,

die bereits Ende Februar/Anfang

März das zwischen dem Kalterer See

und dem grossen Montiggler See gelegene

Frühlingstal in ein Blumenmeer verwandeln

ein Fest für winter- und dunkelheitsgeplagte

Wander- und Naturfreunde.

PALMEN, ZYPRESSEN UND BURGEN

Steigende Temperaturen und munter

spriessende Blüten sind das eine, das

andere die fotogene Kulisse, welche die

Region zwischen Terlan, Südtiroler Unter -

land und Jenesien generell bietet. Wohin

man blickt: sanfte Hügel, leuchtende

Wiesen, mitunter Palmen und Zypressen

und jede Menge Burgen und Ruinen.

Die bekannte Drei-Burgen-Wanderung

in Eppan etwa führt auf ihrem Weg gleich

an drei schmucken Bauten vorbei: die

Burgen Boymont und Hocheppan sowie

Schloss Korb. Der nagelneue, 15 Kilometer

lange «Bozner Burgenweg» verbindet sogar

fünf Burgen zwischen Bozen, Jenesien

und Terlan: Schloss Runkelstein sowie

die Ruinen Rafenstein, Greifenstein,

Helfenburg und Neuhaus. Wanderer,

die mehr über deren Geschichte wissen

wollen, können sich über die Schautafeln

am Wegesrand darüber informieren.

WEIN UND KRÄUTERDUFT

Terlan ist aber nicht nur für seine Burgen

bekannt, sondern auch für seinen Wein.

Ebenso wie das Südtiroler Unterland, das

an der Salurner Klause neben der Landesauch

die Sprachgrenze zum benachbarten

Trentino bildet was man an den Bauten,

den Dialekten und an den kulinarischen

Spezialitäten in Kurtatsch, Margreid und

Kurtinig deutlich erkennen kann. Eppan,

Kaltern und Tramin sind weitere Orte,

deren Namen Weinkennern ein Begriff

sind. Bei so viel geballter Qualität auf überschaubarem

Raum bietet sich eine Tour

von Weingut zu Weingut förmlich an.

Ideal geht das auf der Südtiroler Weinstrasse,

die allein zwischen Nals und

Salurn 42 Kilometer misst sei es per

Pedes, Auto, Rad oder Bus, wie bei der

«WineSafari». Hier können Vinophile

NATUR ERLEBEN

NATURZYT 43


Sehr idyllisch ist der Fennberg im Südtiroler Unterland.

(Foto: Südtirols Süden/Luca Guadagnini)

Frühlingstal die ersten Frühlingsboten blühen hier schon sehr früh.

(Foto: Eppan/Michael Peer)

jeden ersten Donnerstag im Monat einen

ebenso lehr- wie genussreichen Tag in

Kellern und Winkeln sowie zwischen

Hügeln und Hängen erleben. Tipp: Unbedingt

einen Blick in den Veranstaltungskalender

werfen, denn an der Weinstrasse

ist immer etwas los, nicht nur zur Weinlese.

Und nicht nur am ersten Donnerstag

im Monat!

Die Veranstaltungskalender der Orte

und Gemeinden im Süden Südtirols sehen

aber längst nicht nur weinaffine Angebote

vor. Einen guten Riecher besitzt zum

Beispiel Eppan mit seinem duften Parfüm-

Termin. Jeden Montag bekommen da

Gäste bei einem geführten Rundgang

durch den Erlebnis-Kräutergarten

ein Gespür für die Natur, indem sie

Pflanzen ertasten und erriechen. Und

ernten. Diese «Beute» wird dann wie

bei den alten Alchemisten durch Wasserdampfdestillation

zu einem Blumenoder

Kräuterduft in flüssiger Form

weiterverwandelt und in Fläschchen

gefüllt! Frühlingsgefühle to go!

Frühlingsgefühle in der Natur

Mehr Informationen über die vielfältigen

und längsten Frühlingsgefühle,

Flora und Fauna, Hotels und Angebote

und vieles mehr unter:

FERIENREGION SÜDTIROLS SÜDEN

Pillhofstrasse 1, I-39057 Frangart

T 0039 0471 633488 oder

info@suedtirols-sueden.info

www.suedtirols-sueden.info

Unter dem Motto «Südtirol Balance»

gibt es im Rahmen einer dreimonatigen,

südtirolweiten Initiative in mehr als

40 Orten aber noch viele weitere Angebote,

die Körper und Geist (insbesondere

nach den oft bewegungsärmeren Wintermonaten

wieder) in Schwung bringen:

Yoga im Freien, Pilgerwanderungen

zu lokalen Kirchen, Kneippkuren und

vieles mehr. So wird in Tramin jeden

Mittwoch zur Klangschalenmeditation

samt Abendspaziergang geladen, in

Margreid dienstags zu «wilden Genüssen

im Weingarten». Das Thema Kulinarik

spielt ebenfalls eine Rolle. So wird etwa

zwischen Terlan und Vilpian regelmässig

eine Wanderung zum Thema Spargel

angeboten und in Jenesien versprechen

die «kulinarischen Spezialitätenwochen»

im März/April viel Gutes aus der traditionellen

Bauernküche, zum Teil in

Kombination mit mediterranen Spezialitäten.

Insgesamt begleiten in den

Frühlingsmonaten von April bis Juni

fachkundige Südtiroler Experten beinahe

200 eigens entwickelte Erlebnisse zum

Entschleunigen und Krafttanken.

Kraft tanken, das geht natürlich auch

bei individuellen Touren. So ermöglicht

das reizvoll am Hochplateau des Salten

gelegene Jenesien einen wunderbaren

Blick auf Bozen und die Dolomiten. Zum

Niederknien schön ist auch das Panorama

am Gipfelplateau der Grossen Reisch im

Sarntal, wenn der Blick gen Westen bis

zum König Ortler schweift. Für zusätzliche

Mystik sorgen die «Stoanernen Mandln»

bei Mölten rund 100 jahrhundertealte,

aus Steinplatten aufgetürmte Figuren,

um die sich jede Menge Sagen und

Legenden ranken. Ein zauberhaftes Flair

umweht auch die Erdpyramiden auf

dem Ritten. Diese Erosionsphänomene,

die nirgends in Europa so hoch und

form schön sind wie hier über Bozen,

ragen spitz und neugierig bis zu 30 Meter

in die Luft und wirken wie eine surreale

Zauberlandschaft, in der Feen und Elfen

zu Hause sein könnten. Das gilt auch

für die sagenhaften Eislöcher zwischen

den Gemeinden Eppan und Kaltern und

die nicht weit davon entfernte Rastenbach -

klamm. Mit ihren Wasserfällen und

Wasserbecken, den efeubewachsenen

Bäumen und umgefallenen Stämmen

stellt sie ein beeindruckendes Naturdenkmal

dar. Erst recht nach den

jüngsten Sanierungsarbeiten, die

voraussichtlich Mitte März beendet

sein werden.

44 NATURZYT

Weitblick über Bozen

und seine Berge.

(Foto: Bozen / Sergio Buono)


in Bozen

geniessen

Bozen ist die Stadt in Südtirol mit dem

besonderen Flair am Schnittpunkt der

Kulturen. Mediterrane Atmosphäre und

Dolce-Vita-Lifestyle für einen genussvollen

Frühlingsurlaub im Zeichen des Wohlbefindens:

botanische Wanderungen, Yoga im

Weinberg, gastronomische Stadtführungen,

Vollmondwanderungen in Jenesien und viele

weitere Angebote für Körper, Geist und

Seele! bolzano-bozen.it

Bozen/Alex Filz

in Terlan

aufblühen

Das Tal rund um das Weindorf Terlan, Vilpian

und Siebeneich verwandelt sich in ein Farbenmeer,

wenn die Apfelbäume in zartem Weiss

und Rosa erblühen.

Eine Radtour, eine Wanderung oder eine

Führung mitten durch den Frühling lassen ein

Rundum-Wohlgefühl aufkommen. Dann ist

es Zeit zu geniessen: die Spargelzeit in Terlan

bringt den Frühling auf den Tisch.

terlan.info

Terlan/Georg Mayr

in Eppan

weit blicken

Wenn der Frühling früher als anderswo erwacht,

die Temperaturen steigen und sich

die Landschaft in saftigem Grün und reinem

Blütenweiss kleidet, heisst es in Eppan Wanderschuhe

schnüren.

Tipp: über den Eppaner Höhenweg zu den

Juwelen des Mittelalters im Eppaner Burgendreieck.

Burg Hocheppan, Boymont und

Korb locken mit herrlichen Ausblicken und

regional Schmackhaftem. eppan.com

Eppan/Helmuth Rier

in Kaltern

entdecken

Kaltern/Helmuth Rier

Beim Kalterer Weinwandertag am Sonntag,

23. April den Frühling und den Wein im

Weindorf Kaltern entdecken. Einen Tag

lang öffnen die Kalterer Weinproduzenten

ihre Tore und bieten Kellerbesichtigungen,

Weinverkostungen, kulinarische Leckerbissen

und ein musikalisches, sowie kunstvolles

Rahmenprogramm.

Erwandern auch Sie den Frühling und den

Wein in Kaltern am See! kaltern.com

im Südtiroler

Unterland...

durch blühende Obstgärten radeln. Blühende

Mandel- und Magnolienbäume im März,

mehr als 200 Sonnenstunden im April,

Weine verkosten bei einer Führung auf dem

Kurtatscher Weinlehrpfad, mit dem Velo durch

das Apfelblütenmeer oder zum Fennberger See

und eine köstliche Symbiose mediterraner und

alpiner Genüsse erwartet Sie im südlichsten

Teil Südtirols!

suedtiroler-unterland.it

Südtirols Süden/Gerhard Eisenschink

HIGHLIGHTS 2017 |

eppanBike | Days von 6. bis 13. April |

Führung über den Terlaner Weinweg

donnerstags im April, Mai und Juni |

Südtiroler WeinstrassenWochen Vino

in Festa von 22. April bis 10. Juni |

Bozner Blumenmarkt von 29. April

bis 1. Mai |

Wein & Rad am 9. Mai |

Hobby-Sommelier am 12. Mai |

Das Beste aus Kaltern Verkostung der

Kalterersee-Charta-Weine am 26. Mai |

Wein & Musik in Kurtatsch am 1. Juni |

Weitere Veranstaltungen auf

suedtirols-sueden.info

Mobil in Südtirol: Mit der Mobilcard

Südtirol (7, 3 oder 1 Tag) können alle

öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol

inklusive zahlreicher Wanderbusse und

Seilbahnen genutzt werden. Die Variante

museumobil Card (7 oder 3 Tage) vereint

Mobilcard mit der Museenlandschaft

Südtirol: jedes der über 80 teilnehmenden

Museen kann ein Mal besucht werden.

Mobilcard 7 Tage für € 28,-. mobilcard.info


Zu guter Letzt Leserumfrage

Wie gefällt Ihnen die

NATURZYT?

Ein kleiner Ausschnitt aus den Lesermeinungen

zur Umfrage in der Ausgabe Dezember 2016.

SCHÖNES GLEICHGEWICHT

Schönes Gleichgewicht zwischen den

Bildern und Texten. Wundervolle Fotos

im Magazin. Man lehrt unbekannte

Flecken in der Schweiz kennen.

Weiter so. Doris Neeser, Niederbipp BE

ABWECHSLUNGSREICH

Wunderschöne Fotos und abwechslungs -

reiche Themen. Schön wäre es bei

den Wanderungen, wenn eine Routenbeschreibung

dabei wäre.

Hanni Schweizer, Maur

SPANNEND

Die NATURZYT gefällt mir sehr gut.

Es ist toll, dass Ihr die Gegenden

in der Schweiz beschreibt. Ich sammle

alle Hefte, vor allem wegen der Rezeptn.

Renate Lühti, Anglikon

AUSGEZEICHNET

Ausgezeichnet. Vielfältig in der

Themenwahl. Gestaltung gut gegliedert

und lesefreundlich. Für Leser mit

Einschränkung der Sehkraft könnte

der Schriftschnitt eher etwas mager

sein.

Robert Bösch, Uster

GEWINNERIN LESERUMFRAGE DEZEMBER 2016

Herzlichen Glückwunsch der Gewinnerin

Verena Dubi, Studen / BE

GUTE MENÜS

Wunderbare Bilder, gute Menüs

und interessante und gute Themen.

Sehr gut, macht weiter so.

Lydia Oberholzer, Egnach

SEHR GUT

Sehr gut! Sehr schöne Fotos! Rezepte,

die zum Kochen animieren.

Kathrin Schlüchler, Diessbach

TIERISCH GUT

Das tierisch gute Interview mit Robin,

eine schöne Weihnachtsgeschichte.

Bitte machen Sie weiter so.

Heinrich Eduard, Unterägeri

FÜR JEDEN ETWAS

Die NATURZYT gefällt mir sehr gut.

Super Themen, für jeden etwas.

Urs Wolski, Zollbrück

INTERESSANT

Die NATURZYT gefällt mir sehr gut,

da auch Jahreszeiten angepasst.

Interessante Reportagen über Tiere

und Blumen, schöne Bilder.

Ursula Wyler, Aeschi BE

SCHREIBEN SIE UNS

Ob Zustimmung, Lob, Kritik oder

Anregung: Sagen Sie uns Ihre

Meinung zum einen oder anderen

Beitrag.

Redaktion NATURZYT

Vermerk Leserbriefe

Knaus Marketing & Verlagsservice

Sonnhalde 37, 8602 Wangen ZH

oder per E-Mail an:

redaktion@naturzyt.ch.

VIELFÄLTIG

Die NATURZYT gefällt mir sehr

gut. Sie ist vielfältig, sehr informativ

und mit vielen schönen Bildern

geschmückt. Ich freue mich jedes

Mal auf die nächste Ausgabe.

M. Attinger, Gockhausen

KURZWEILIG

Mir gefällt NATURZYT sehr gut, es

hat immer interessante Informationen,

kurzweilig dargestellt, ich denke da

unter anderem an die tierisch guten

Interviews. Speziell interessieren mich

die Wandervorschläge und Kraftorte.

NATURZYT beweist, dass man ohne

Hochglanz fesselnde Bilder zeigen kann.

Urban Felber, Goldau

zu den 6 Sommer-Tageskarten für das Aussichts- und Wanderparadies

Morschach-Stoos im Wert von CHF 240..

46 NATURZYT


Jedes Abo hilft …

NATURZYT abonnieren

und gleichzeitig

Wildbienen schützen:

4 Ausgaben für nur CHF 29.50

Den Talon finden Sie auf der

Rückseite der Zeitschrift.

Wildbienen schützen

jede Wildbiene zählt, jedes Abo hilft!

Wildbienen und weitere Wildbestäuber sind

von zentraler Bedeutung für unser Ökosystem und die

Nahrungsmittelsicherheit.

Der Verlag NATURZYT möchte ein Zeichen setzen und hat beschlossen sich für ein

speziell ausgewähltes Projekt zu engagieren. In der Vielzahl der möglichen Projekte hat

sich NATURZYT für den Schutz und Erhaltung von Wildbienen entschieden, und wird

darüber laufend berichten.

JEDE WILDBIENE ZÄHLT ...

NATURZYT unterstützt mit einem Teil der Aboerlöse die folgenden Mass nahmen des

Projektes «Wildbienen schützen»:

• Den Wildbienen-Garten von wildBee in Leutwil Lebensraum mit einer Fläche von

1500 m 2 (kann besucht werden)

• Förderung von vielen Arten von Wildbienen und weiteren Wild bestäubern durch gezielte

Strukturen im Wildbienengarten, die zum Nach ahmen inspirieren

• Öffentlichkeitsarbeit und Beratung

• Erlebnis-Besuche an Schulen und bei Kindergruppen

• Erlebnis-Tage mit Führungen im Wildbienen-Schaugarten

• Anleitungen und Infofi lme zur Förderung von wildbienenfreundlichen Lebens räumen

ÜBER WILDBEE.CH

wildBee.ch ist seit 2011

eine gemeinnützige

Organisasation und setzt sich

mit grossem Engagement, gut

vernetzt, ehrenamtlich und ohne

finanzielle Interessen für den

Schutz der Wildbienen und ihrer

Lebensräume ein.

Mehr Information unter:

www.wildbee.ch

facebook: wildBee.ch

Twitter: @wildBee.ch

NATURZYT 47


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Details zum Engagement finden Sie

auf Seite 47

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erfolgt durch Zahlung der Abo-Rechnung.

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