NATURZYT – Das Schweizer Naturmagazin – Ausgabe Dezember 2017

NATURZYT

Natur ERFAHREN und mehr über unsere Wildtiere und -pflanzen lernen. Natur ERLEBEN und die Artenvielfalt der Flora und Fauna entdecken. Natur BEWAHREN und rücksichtsvoller mit ihr umgehen. Das ist NATURZYT.
NATURZYT schreibt nicht nur über unsere Natur, wir unterstützen Sie auch mit einem Teil der Abo-Erlösen. Aus Liebe zur Natur. Jetzt abonnieren und unterstützten – 4 Ausgaben für nur CHF 29.50.

Aus Liebe zur Natur.

Nr. 19 | Dezember 17 Februar 18 | CHF 7.90

Natur erfahren

Im Schnee

zuhause

Natur erleben

Der Zauber einer

Winterlandschaft

Natur bewahren

Zukunftssterne

Natur erfahren

Thymian Hustenkraut

und Muntermacher

Natur bewahren

Herbstlaub wohin

mit den Blätterbergen?

Natur erleben

Im Land der Trolle

Norwegens Küsten


Jedes Abo hilft …

NATURZYT abonnieren

und gleichzeitig

Wildbienen schützen:

4 Ausgaben für nur CHF 29.50

Den Talon finden Sie auf der

Rückseite der Zeitschrift.

Wildbienen schützen

jede Wildbiene zählt, jedes Abo hilft!

Wildbienen und weitere Wildbestäuber sind

von zentraler Bedeutung für unser Ökosystem und die

Nahrungsmittelsicherheit.

Der Verlag NATURZYT möchte ein Zeichen setzen und hat beschlossen, sich für ein speziell

ausgewähltes Projekt zu engagieren. Aus der Vielzahl der möglichen Projekte hat sich NATURZYT

für den Schutz und die Erhaltung von Wildbienen entschieden.

JEDE WILDBIENE ZÄHLT ...

NATURZYT unterstützt mit einem Teil der Aboerlöse die folgenden Mass nahmen des Projektes

«Wildbienen schützen»:

• den Wildbienen-Garten von wildBee in Leutwil Lebensraum mit einer Fläche von 1500 m 2

(kann besucht werden)

• Förderung von vielen Arten von Wildbienen und weiteren Wild bestäubern durch gezielte Strukturen

im Wildbienengarten, die zum Nach ahmen inspirieren

• Öffentlichkeitsarbeit und Beratung

• Erlebnis-Besuche an Schulen und bei Kindergruppen

• Erlebnis-Tage mit Führungen im Wildbienen-Schaugarten

• Anleitungen und Infofi lme zur Förderung von wildbienenfreundlichen Lebens räumen

ÜBER WILDBEE.CH

wildBee.ch ist seit 2011

eine gemeinnützige

Organisation und setzt sich

mit grossem Engagement, gut

vernetzt, ehrenamtlich und ohne

finanzielle Interessen für den

Schutz der Wildbienen und ihrer

Lebensräume ein.

Mehr Information unter:

www.wildBee.ch

facebook: wildBee.ch

Twitter: @wildBee.ch

Möchten Sie die Arbeit von

Wildbee mit einer Spende

direkt unterstützen?

Spendenkonto PC 85-631032-5

IBAN CH27 0900 0000 8563 1032 5,

BIC/SWIFT: POFICHBEXXX

wildBee.ch, 5725 Leutwil


EDITORIAL

Impressum

NATURZYT 5. Jahrgang

Knaus Marketing- & Verlagsservice

Sonnhalde 37

8602 Wangen

Redaktion

Telefon 043 542 72 91

redaktion@naturzyt.ch

Anzeigen

Michael Knaus

Telefon 043 542 72 91

michael.knaus@kmvs.ch

Freie und ständige Mitarbeiter

Virginia Knaus, Michael Knaus,

Claudia Ebling, Daniel Fleuti,

Ernestine Astecker, Claudia Wartmann,

Tobias Ryser, Deborah Millet

Grafik & Produktion

Martina Roth

Bildbearbeitung

Heinz Weber

Titelbild

Verein ProLinn, www.linnerlinde.ch,

Michel Jaussi

Korrektorat

Christoph Meyer, Basel

Druck

Swissprinters AG, 4800 Zofingen

Abonnementspreise

4 Ausgaben CHF 29.50 (inkl. 2.5% MwSt.),

8 Ausgaben CHF 56.50 (inkl. 2.5% MwSt.).

Auslandabonnemente auf Anfrage.

Abonnementsdienst

Knaus Marketing & Verlagsservice

Sonnhalde 37, 8602 Wangen

Telefon 043 542 72 91, abo@NATURZYT.ch

www.NATURZYT.ch/abonnieren

ISSN-Nummer 2296-2859

© Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

aus drücklicher Genehmigung des Verlages.

Das Magazin wird in der Schweiz auf

100% Recycling papier gedruckt.

Veränderungen

Liebe Leserin, lieber Leser

Alles verändert sich laufend. So schaue ich

gerade aus dem Fenster und beobachte,

wie die letzten Blätter des schönen Obstbaumes

zu Boden fallen. Der Herbst neigt

sich dem Ende zu, der Winter steht vor

der Türe.

So wie sich die Natur mit den

Jahreszeiten verändert, so verändern

wir uns. Jahr für Jahr. Unsere Haare

werden immer weisser, oder sie beginnen

wie die Blätter langsam auszufallen.

Unsere Haut zeigt wie die Jahresringe der

Bäume, dass wir älter werden. Das ist

so, dagegen können wir, auch wenn

wir es manchmal gerne wollten, nichts

unternehmen. Das gehört zum Leben.

Aber auch das Umfeld in dem man

sich bewegt, verändert sich laufend. Gute

Freunde sind auf einmal nicht mehr

da, nicht weil sie verstorben sind, man

hat sich einfach aus den Augen verloren

und weiss eigentlich nicht, weshalb.

Haben sich die früheren gemeinsamen

Interessen verändert? Die Lebensumstände?

Auch das wirtschaftliche Umfeld

verändert sich. Die Rente ist nicht mehr

gesichert, deshalb sollen wir länger im

Berufsleben bleiben als bisher. Doch

aufgrund von Einsparungsmassnahmen

verlieren viele ihre Arbeitsstelle und

finden keine Anstellung mehr. Zu

alt, überqualifiziert oder zu teuer. Auch

ich durfte das erleben, und manchmal

entsteht aus einer aussichtslosen Situation

etwas Gutes. Und das halten Sie gerade

in den Händen unsere NATURZYT.

Veränderungen kommen, das ist

so sicher, wie sich die Jahreszeiten

ändern. Die einen sind sehr schwerwiegend

und schmerzhaft, andere dafür

erfreulich und schön. Einige können wir

direkt beeinflussen; andere kommen

und wir müssen sie akzeptieren und das

Beste daraus machen und das ist

nicht immer einfach. Das weiss ich aus

eigener Erfahrung.

Auch die Natur verändert sich jetzt,

sie geht in die Winterruhephase, damit

sie im Frühling voller Kraft und Blütenpracht

verändert erwacht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen

eine schöne Weihnachtszeit mit vielen

positiven und erfreulichen Veränderungen.

Herzlichst

Ihr Michael Knaus

NATURZYT 3


Seite 12

Im Schnee

zuhause

Seite 18

Thymian

Hustenkraut und

Muntermacher

Seite 32

Zukunftssterne

Inhalt

3 Editorial/Impressum

4 Inhaltsverzeichnis

7 Wissenswertes

Halten wildlebende Mäuse einen Winterschlaf?

Wie überlebt der Grasfrosch den Winter?

8 Bastel-Tipp

Pimp it up Bilderrahmen mit Tannzapfen verzieren.

10 Entdeckt & Fair

Kleider aus ausgedienter Bettwäsche, alten

Vorhängen, Leintüchern und Stoffresten

aus Winterthur. Seidenetui, -sterne und -herzen

helfen den Armen.

Natur erfahren

12 Im Schnee zuhause

Schnee, Wind und Kälte können es nicht wirklich

beeindrucken, denn dank einer perfekten Anpassung

an die unwirtlichen Bedingungen im Hochgebirge lebt

es als einzige Vogelart auch im Winter oberhalb der

Waldgrenze. Ein Stelldichein mit dem Schneehuhn.

18 Thymian Hustenkraut und Mutmacher

Thymian ist eine der bekanntesten Gewürzpflanzen

und durch seine intensivst keimhemmende

Wirkung eines der wichtigsten Heilkräuter bei fast

allen Atemwegsinfektionen.

21 Thymian in der Kräuterapotheke

Thymiantee, Thymianbad und Brustauflage

mit Thymianöl.

4 NATURZYT


INHALT

Seite 52

Der Zauber der

Winterlandschaft

Seite 56

Im Land der Trolle

Natur bewahren

22 Tierisch gute Interviews

Samuel Seal ist ein Botschafter der Meere. Während

eines Sonnenbades gab er uns ein kurzes Interview.

26 Claudias naturnaher Garten

Herbstlaub wohin nur mit den Blätterbergen? Ein paar

gute Ideen, die Blätterberge sinnvoll zu verwenden.

30 Fruchtige Desserts zu Weihnachten

Birnelcreme mit karamellisierten Äpfeln, Apfel-Tartelettes

und Gewürz-Fruchtsalat mit Tasmanischem Pfeffer.

32 Zukunftssterne

Ein Wildbienenjahr endet und die neue Saison wartet

bereits. In der Winterruhe bereiten sich die kommenden

Generationen auf das nächste Jahr vor.

Natur erleben

36 Eintauchen in die Stille

Kraftort, Wallfahrtsort, Ort der Stille, Naturparadies im

Nidwaldner Bergdorf Niederrickenbach wählt jeder selber.

40 Winter in den Bergen

Fünf Bergregionen laden ein, einen weissen und naturnahen

Winter zu erleben.

52 Der Zauber einer Winterlandschaft

Naturwärts mit unserem Fotografen Tobias Ryser.

56 Im Land der Trolle

Unterwegs an Norwegens Küsten.

60 Liebeserklärung an die Bäume

Tausendfach sprechen sie in beredtem Schweigen.

NATURZYT 5


Unkrautentfernung auf dem Naturaplan-Rüeblifeld

Natürlich.

Weil es natürlich ist, der

Umwelt und ihren Ressourcen

Sorge zu tragen. Hier

und überall auf der Welt.

Richtig.

Weil es richtig ist, respektvoll und

achtsam mit der Natur

und ihren Produkten umzugehen

und nachhaltig zu handeln.

Gut.

Weil es gut ist, sich selbst etwas

Gutes zu tun und das Beste

der Natur mit gutem Gewissen

zu geniessen.


Wissenswertes

WISSEN

WIE ÜBERLEBT DER GRASFROSCH DEN WINTER?

Im Winter wird es kalt, manchmal so kalt, dass Seen

und Flüsse zufrieren. Und doch über wintern viele

Tiere im See oder in Teichen, so auch der Grasfrosch.

Die Gewässer müssen aber zwei grundsätzliche

Bedingungen erfüllen. Erstens müssen sie mindestens

50 Zentimeter tief sein, denn sonst können sie bis

in die Tiefe durchfrieren. Und zweitens darf sich auf

dem Grund kein Faulschlamm bilden, weil dieser

dem Wasser Sauerstoff entzieht. Der Grasfrosch und

viele andere Wassertiere sind nicht frostresistent,

doch auf dem Grunde der Teiche und Seen ist die

Wassertemperatur recht konstant bei vier Grad, weil

das Wasser da seine grösste Dichte hat.

Im Sommer müssen Frösche regelmässig auftauchen,

um Sauerstoff zu tanken, denn nur etwa

20 Prozent der Sauerstoffaufnahme erfolgen direkt

über die Hautatmung. In der Winterruhe verlangsamt

der Frosch deshalb seinen Stoffwechsel, und auch

der Herzschlag wird reduziert. Deshalb reicht der

Sauerstoff, welcher in der Winterruhe durch die Haut

aufgenommen wird, aus. Der Grasfrosch muss erst

wieder auftauchen, wenn sein Stoffwechsel, bedingt

durch die Er wärmung des Wassers, wieder ansteigt.

Es gibt auch Frösche, die ausserhalb des Wassers

in Erdlöchern etc. überwintern. Der Nachteil ist, dass

diese meistens von Fressfeinden wie etwa Füchsen

oder Mardern aufgespürt und gefressen werden. Das

Abtauchen macht also durchaus Sinn.

HALTEN WILDLEBENDE MÄUSE EINEN

WINTERSCHLAF?

Das Murmeltier hält Winterschlaf und auch

viele andere Säugetiere. Aber wie ist das mit

der Maus? Die gezüchtete Farbmaus, das

wissen wir, ist das ganze Jahr über aktiv. Hat

es in ihrem Zuhause auch schön warm und

genügend zu fressen.

Aber was ist mit den wildlebenden Mäusen?

Ziehen diese sich zurück zum Winterschlaf?

Die Antwort ist nein. Aber sie können ihre

Körper funktionen so weit herunterfahren, dass

sie in einen Erstarrungszustand fallen. Damit

lässt sich Energie sparen, und das ist immer

dann nötig, wenn die Nahrung knapp wird. Um

dies zu ver hindern, zieht es die Mäuse, wenn

es kälter wird, ins Warme. Sie suchen dann in

hohlen Wänden, Böden, im Keller oder Estrich

Unterschlupf. Mäuse können durch ein 6 bis

7 Millimeter grosses Loch schlüpfen und

bis ca. 30 Zentimeter weit springen. Sie werden

in etwa 10 Zentimeter lang (ohne Schwanz)

und sind sehr schnell im Vermehren. Bei einem

Experiment mit 24 Mäusen (12 Männchen,

12 Weibchen) war der Stand nach 8 Monaten

bei über 2000 Mäusen.

Text Michael Knaus Fotos Fotolia

NATURZYT 7


Bastel-Tipp

«Pimp it up» Bilderrahmen

mit Tannzapfen verzieren

8 NATURZYT


So pimpen Sie Ihren Bilderrahmen mit Naturmaterialien auf

Die Natur schenkt uns so

vieles, womit wir tolle

Weihnachtsgeschenke

basteln können. Im Wald

finden wir viele verschiedene heruntergefallene

Zapfen. Und was gibt es

Schöneres, als Oma und Opa damit ein

tolles Weihnachtsgeschenk zu basteln?

Schliesslich freuen sie sich immer

über ein neues Bild vom Enkel oder

der Enkelin zu Weihnachten, und mit

einem tollen selbstgestalteten Rahmen

wirkt,s gleich nochmals so toll.

Achten Sie beim nächsten Spaziergang

zusammen mit Ihren Kindern

auf die Naturschätze. Verschiedene

kleine Zapfen, schöne Flusskiesel,

Muscheln vom Strand, Buchenhülsen

und vieles mehr können Sie unterwegs

sammeln und dann zuhause waschen

und trocknen. Und wenn das Wetter

keine Lust zum Hinausgehen macht,

basteln Sie mit Ihren Kinder Ihre

eigenen, ganz individuellen Weihnachtsgeschenke

für Gotti, Götti,

Oma und Opa .

Viel Spass beim «Pimp it up»!

Übrigens, auf unserer Homepage

unter www.naturzyt.ch/naturfilme

können Sie den NATURZYT­DIY­Tipp

auch anschauen.

Schritt für Schritt

MATERIALLISTE:

• Zapfen von verschiedenen Bäumen

(Sie können auch Flusskiesel oder

Muscheln aus Ihrem letzten Urlaub

verwenden)

• Altes Laken oder Zeitung als

Unterlage

• Schere

• Bilderrahmen aus Holz

(z. B. Albrunna von Ikea)

• Leimpistole

• Sprühkleber

• Glitter (z. B. irisierender) oder was

gefällt aus dem Bastelladen und

eventuell Perlen etc. zum Verzieren

Schritt 1:

Entfernen Sie den Inhalt (Glas etc.)

des Bilderrahmens.

Besprühen Sie den Rahmen aus

ca. 1015 cm Entfernung mit Sprühkleber,

danach bestreuen Sie ihn

mit Glitter (kleinen Perlen etc.)

Ihrer Wahl und lassen den Rahmen

trocknen. Wahlweise können Sie

auch die Zapfen anstelle des

Rahmens beglittern oder beides.

Ganz nach eigenem Geschmack.

BASTEL-TIPP

Ihr NATURZYT­DIY­Team

Virginia Knaus und Tim Wirz

Fotos Virginia Knaus Video Tim Wirz

Schritt 2:

Platzieren Sie die Zapfen, wo Sie

sie haben möchten, und legen

Sie sie dann griffbereit neben den

Rahmen. Dann kleben Sie Zapfen

für Zapfen mit einem Tupfen aus

der Heissleimpistole an ihren

Bestimmungsort.

Et voilà nur noch ein tolles Bild

einfassen und schon ist Ihr aufgepimpter

Rahmen das perfekte

Weihnachtsgeschenk.

Und nun lassen Sie Ihrer Kreativität

freien Lauf ob mit Zapfen, Steinen

oder Muscheln Hauptsache aus

der Natur.

NATURZYT 9


Entdeckt & Fair

Kleider aus Ausgedientem

Aus alter Bettwäsche, alten

Vorhängen, Leintüchern und

Stoffresten stellt die Winterthurerin

Ursina Gut unter

dem Label conversio neue und modische

Mode für Erwachsene und Kinder her.

Die Kleider leben von einem unverwechselbaren

Design der alten Stoffe und

zeichnen sich durch zeitlose Schnitte

aus. Jedes Jahr wird eine Sommer- und

eine Winterkollektion produziert, die

im eigenen Onlineshop verkauft werden.

Mit dem Recycling oder Upcycling aus

Ausgedientem werden neue Ressourcen

geschont und der Energieverbrauch, die

Luft- und Wasserverschmutzung sowie

Treibhausemissionen verringert. Die

Kleider werden im eigenen Atelier

in Winterthur unter fairen und guten

Arbeitsbedingungen mit Liebe zum

Detail hergestellt. Jedes Stück ist ein

Unikat von schlichter Eleganz und

lebt von der einzigartigen Ausstrahlung

der alten Stoffe. Durch die sorgfältige

Auswahl der Stoffe kann eine hohe

Qualität sichergestellt werden. Im

Onlineshop unter www.conversio.ch

sind handgemachte Kleider wie z. B.

Shirthemden bereits ab 85 Franken

erhältlich.

Winterwandern und Schneeschuh-Erlebnisse

Silvester im winterlichen Puschlav 26.12. bis 01.01.

Auf Schneeschuhen im Val Müstair 20.01. bis 25.01.

Auf Schneeschuhen im Puschlav 11.02. bis 17.02.

Winterwandern in der Surselva 21.01. bis 26.01.

Winterwandern im Appenzellerland 18.02. bis 23.02.

Auf Schneeschuhen im Schwarzwald 25.02. bis 01.03.

wandern weltweit

FREIHEIT AUSZEIT NATUR

Buchen Sie auf www.imbach.ch oder bestellen den

IMBACH-Katalog über Telefon 041 418 00 00

Imbach Reisen AG · Zürichstrasse 5 · 6000 Luzern · info@imbach.ch · www.imbach.ch

Winter 2017/2018

Winter_178x61.indd 1 02.11.17 14:39

Sonne tanken, besonnen handeln und

100% Sonnenstrom kaufen.

Sonnenklar!

Gewonnen durch Solar anlagen des Vereins Solarspar mit 21 000 Mitgliedern

Sonnenenergie gewinnen

Solarspar CH-4450 Sissach T +41 61 205 19 19 www.solarspar.ch


KONSUM

Seidenetui, -sterne und -herzen helfen den Armen

Indien ist ein farbenfrohes Land,

in welchem ein grosser Teil der

Seidenerzeugung stattfindet.

Auch bei der Verarbeitung spielen

Farben eine bedeutende Rolle. Wenn

nämlich mehrere Farben zusammen verwoben

werden, entsteht der sogenannte

Changeant­ Effekt, welcher den Stoff in

verschiedenen Tönen schimmern lässt.

Und genau aus solcher Seide nähen

Frauen und Männer von JayaHo diese

edlen Etuis, in welchen sich zum Beispiel

Stifte aufbewahren lassen, sowie Sterne

und Herzen, die für kreative Dekorationen

verwendet werden können.

Der Verein JayaHo setzt sich für

Menschen in verschiedenen Regionen

in Indien ein, um der weit verbreiteten

Armut etwas entgegenzuwirken. Im

Raum Delhi werden diese besonderen

Produkte in einem kleinen Nähatelier

hergestellt. Neben fairen Löhnen

wird auch auf weitere Sozialleistungen

geachtet, welche der ganzen Familie

zugutekommen.

Diese und weitere Seidenprodukte

sind in diversen Farben bei druViva

online (www.druviva.ch) oder im

Laden an der Witikonerstrasse 229

in Zürich-Witikon (Dienstag bis

Samstag) erhältlich.

FÜR DIE NATUR IST MERKER

IMMER IM SCHONGANG.

Merker schont Ihr Portemonnaie und die Umwelt.

www.merker.ch


Im Schnee

zuhause

Schnee, Wind und Kälte können das Schneehuhn

nicht wirklich beeindrucken: Dank einer

perfekten Anpassung an die unwirtlichen Bedingungen

im Hochgebirge lebt es als einzige Vogelart auch

im Winter oberhalb der Waldgrenze.

Der wissenschaftliche Name

will nicht so recht passen:

Lagopus muta, so lautet

der lateinische Name des

Alpen-Schneehuhns. «Lagopus» ist ein

altgriechisches Wort, zusammengesetzt

aus «Lagos» (Hase) und «Pous» (Fuss). Das

Schneehuhn wäre demnach ein «Hasenfuss».

Und erst noch ein stummer dazu,

denn das lateinische «mutus» bedeutet so

viel wie stumm, lautlos. Da die Ängstlichkeit

von Hasen geradezu sprichwörtlich

ist, hat sie sich auch sprachlich niedergeschlagen.

Ein Hasenfuss ist nämlich

jemand, dem Ängstlichkeit, ja sogar

Feigheit nachgesagt wird. Das Alpen­

Schneehuhn aber ist alles andere als ein

Hasenfuss. Wer den Winter bei grimmiger

Kälte und eisigen Winden oberhalb der

Waldgrenze überlebt, darf wohl kaum als

ängstlich oder feige bezeichnet werden.

Tatsächlich bezieht sich der wissenschaftliche

Name nicht auf eine Charaktereigen

schaft oder Verhaltensweise, sondern

auf eine äusserliche Ähnlichkeit, die allen

sogenannten Raufusshühnern eigen ist:

Die Läufe und Zehen des Vogels sind so

dicht befiedert, dass sie einem behaarten

Hasenfuss ähneln. Im Winter sind

die Federn an den Schneehuhn-Zehen

besonders dicht, sodass die vergrösserte

Oberfläche zu einem Schneeschuh­ Effekt

führt. Dies erleichtert die Fortbewegung

im Schnee enorm und reduziert dadurch

den Energieverbrauch.

GESCHÜTZT UND WARM IM IGLU

Wer im lebensfeindlichen Klima über der

Waldgrenze überleben will, muss mit

seiner Energie haushälterisch umgehen.

Dem Schneehuhn helfen dabei nicht

nur die «Schneeschuhe» an den Füssen,

sondern auch das dichte Wintergefieder.

Dank kleiner, daunenartiger Nebenfedern

entstehen zwischen den Federn Luftkammern,

die hervorragend isolieren und

so unnötigen Wärmeverlust verhindern.

Ja, das Gefieder gibt so warm, dass das

Schneehuhn an besonders milden Wintertagen

sogar an den Schatten flüchten

muss. Eine weitere Strategie gegen die

Kälte ist so widersprüchlich dies auch

12 NATURZYT


Im Winter sind die Federn an den

Schneehuhn-Zehen besonders dicht,

sodass die vergrösserte Oberfläche

zu einem Schneeschuh-Effekt führt.

NATUR ERFAHREN


Das Schneehuhn-Männchen

erkennt man gut an seinem

roten Augenstreifen.

Ein Schneehuhn-Männchen,

welches beginnt, sein Gefieder

für den Sommer anzupassen.

Schneehühner haben mit tiefen

Temperaturen kein Problem,

bei mehr als 15 Grad brauchen

sie aber bereits Abkühlung.

klingen mag der Schnee. Kommt der

grosse Schnee, lässt sich das Schneehuhn

einfach einschneien. Oder es gräbt sich

eine Schneehöhle, die Schutz bietet vor

Wind, Kälte und Raubfeinden. Dank der

isolierenden Wirkung des Schnees fallen

die Temperaturen im Innern des «Iglus»

kaum unter den Gefrierpunkt, selbst wenn

ausserhalb der Höhle Temperaturen im

zweistelligen Minusbereich herrschen. Die

Schneehöhlen befinden sich meist an

schattigen Nordhängen, wo der Schnee

tiefer und pulvriger ist. Hier gräbt sich

das Schneehuhn in kürzester Zeit einen

bis zu einem Meter langen Tunnel oder

eine 20 Zentimeter tiefe Mulde. Es gibt

sogar Beobachtungen von Schneehühnern,

die sich mit dem Kopf gegen den Wind

gerichtet in eine Senke legten, die durch

eine menschliche Fussspur entstanden

war. Gegen Tagesanbruch wird das «Iglu»

verlassen, um den Kropf mit Nahrung

zu füllen, die dann in der Schneehöhle

verdaut wird. Am Nachmittag wiederholt

sich der Vorgang.

EIN MÖRSER IM MAGEN

Möglichst wenig Energie zu verbrauchen,

ist das eine; die wenig energiereiche

Nahrung, die während des Winters zur

Verfügung steht, möglichst effektiv zu

nutzen, das andere. Im Sommer ist der

Tisch auch oberhalb der Waldgrenze

reich gedeckt. Die Schneehühner können

sich gütlich tun an saftigen jungen Trieben

von Zwergweiden, an Blättern, Blüten

oder Samen von Alpenkräutern. Die Blätter

von Alpenrosen schmecken den Schneehühnern

allerdings gar nicht sogar

Blütenknospen werden manchmal wieder

ausgespuckt. In früheren Zeiten wurde

der Speisezettel noch bereichert durch

Haferkörner, die aus dem Pferdemist

herausgepickt wurden, der auf den Passstrassen

zu finden war tempi passati. Im

Winter reduziert sich das Nahrungsangebot

drastisch, sodass die Schneehühner

sich mit einem rohfaserreichen und

energiearmen Menü begnügen müssen,

zum Beispiel mit Nadeln und Zweigen von

Besenheide und anderen Zwergsträuchern.

Wie seine Verwandten, das Haselhuhn, das

Birkhuhn und das Auerhuhn, besitzt auch

das Schneehuhn ein spezielles Verdauungssystem,

das ihm ermöglicht, die harte

Kost zu verdauen. Im muskulösen Kaumagen

wird die aufgenommene Nahrung

zuerst zerkleinert, und zwar mit Hilfe

kleiner Steinchen, die die Pflanzenteile

wie in einem Mörser zermahlen. Mikroorganismen

in zwei speziell langen Blinddarmfortsätzen

sorgen anschliessend

dafür, dass die schwer verdauliche Nahrung

aufgeschlossen wird, sodass ein

Maximum an Energie daraus gewonnen

werden kann.

14 NATURZYT


NATUR ERFAHREN

JAHRESZEITLICHER KLEIDERWECHSEL

Die Anpassung des Alpen­Schneehuhns

an seinen unwirtlichen Lebensraum

beschränkt sich aber nicht nur auf das

Gefieder und das Verdauungssystem.

Das Schneehuhn passt sich auch

äusserlich an seine Umgebung an: Es

wechselt dreimal im Jahr das Gefieder,

um sowohl im weissen Schnee als

auch im schneefreien Gelände optimal

getarnt zu sein. Im Sommer ist das

Brutkleid des Hahns graubraun

marmoriert, dasjenige der Henne gelbbraun

gesprenkelt. Im Herbst, nach

der Brutzeit, ist das Gefieder beider

Geschlechter gräulich und fein gemustert.

Im Spätherbst schliesslich wird

das Gefieder reinweiss, sodass die Vögel

auf einem Schneefeld kaum zu sehen

sind. Dank diesem Gefiederwechsel

ist das Schneehuhn zu jeder Jahreszeit

gut getarnt, was als Schutz vor

Feinden wie dem Steinadler überlebenswichtig

ist.

OPFER DER KLIMAERWÄRMUNG?

Das Schneehuhn ist also perfekt an die

unwirtlichen Bedingungen im Hochgebirge

angepasst und kann dort den

im Winter herrschenden eisigen Temperaturen

mühelos trotzen. Mit Wärme

hingegen kommt es weit weniger gut zurecht.

Bei Temperaturen über 15 Grad

wird es den Vögeln bereits zu warm sie

suchen schattige Mulden mit kühlerem

Mikroklima auf, legen sich in feuchten

Sand oder sogar in fliessendes Wasser

und geben durch Hecheln aktiv Wärme

ab. Während die Tiere sich normalerweise

auf einer Höhe zwischen 1800

und 2700 Metern aufhalten, steigen

sie im Sommer deutlich höher hinauf,

wo es kühler ist. Doch die Möglichkeiten,

höher zu steigen, um der Wärme zu

entrinnen, sind begrenzt irgendwann

ist der Gipfel erreicht und es geht nicht

mehr weiter. Die Aussichten für das

Alpen­Schneehuhn sind deshalb düster:

Modelle sagen voraus, dass sich in den

nächsten fünfzig Jahren die Durchschnittstemperatur

im Lebensraum

der Art während der Brutzeit um fast

vier Grad erhöhen könnte. Die Tiere

müssten sich demnach um bis zu

480 Meter in Richtung der Berggipfel

verschieben. Bereits heute stellen die

Beobachter fest, dass sich das Alpenschneehuhn

in Richtung der Berggipfel

verschiebt, in den Ost­ und Südalpen

um 6 bis 9 Meter pro Jahr, in den Nordalpen

um 2 bis 3 Meter pro Jahr. Die

höheren Temperaturen führen dazu, dass

auch die Waldgrenze höher hinaufsteigt,

was den Lebensraum des Schneehuhns

zwischen dem Wald und den vegetations

losen Flächen über 3000 Metern

NATURZYT 15


Das Schneehuhn im Sommerkleid,

damit ist es auch im

schneefreien Gelände optimal

getarnt.

Normalerweise leben die Tiere

zwischen 1800 und 2700 Meter

über Meer. Aber aufgrund

der Klimaerwärmung müssen

sie immer höher hinauf.

schrumpfen lässt. Auch die Menschen

drängen immer höher hinauf, um neue,

schneesichere Skigebiete zu erschliessen.

Als Folge dieser Entwicklungen könnte

das Alpen­Schneehuhn in der Schweiz

bis zu zwei Drittel seines Lebensraums

verlieren. Es ist deshalb davon auszugehen,

dass die Art abnehmen wird. In

einer detaillierten Untersuchung hat die

Vogelwarte Sempach festgestellt, dass

in den 18 Jahren zwischen 1995 und

2012 der Bestand um durchschnittlich

13 Prozent abgenommen hat, allerdings

mit grossen regionalen Unterschieden

(in den Walliser und Berner Alpen zum

Beispiel um 50 Prozent, in der Zentralschweiz

um 16 Prozent, in Graubünden

um 11 Prozent; einzig in den Nordostalpen

konnte eine leichte Zunahme

verzeichnet werden). Angesichts dieser

beunruhigenden Zahlen und düsteren

Prognosen wäre es wahrlich angebracht,

die Jagd auf Schneehühner zu überdenken.

Denn in den Kantonen Graubünden,

Wallis, Tessin und Uri werden die Vögel

bejagt und alljährlich zwischen 400 bis

500 Tiere getötet. Als ob sie nicht schon

genug zu kämpfen hätten gegen das

Wetter, das Klima und den Verlust des

Lebensraums!

Text Claudia Wartmann Fotos Fotolia

16 NATURZYT


Rücksicht und Respekt beim Wintersport

Wie alle Tiere, die den

Winter im Hochgebirge

verbringen, ist auch

das Alpen­Schneehuhn

darauf angewiesen, möglichst wenig

Energie zu verbrauchen. Wird es jedoch

zur Flucht gezwungen sei es durch

Variantenfahrer, Skitourenfahrer oder

Schneeschuhwanderer , verliert es

durch die Anstrengung, den Stress

und die Kälte sehr viel Energie. Wird

ein Tier regelmässig gestört, kann

es so geschwächt werden, dass es nicht

überlebt. Es ist deshalb nicht verwunderlich,

dass in Gebieten ohne Wintertourismus

die Bestände von Schneehühnern

dichter sind als in Gebieten

mit einer starken Belastung durch

Wintertourismus.

Um die Störungen für die Tiere möglichst

gering zu halten, sollten gewisse

Verhaltensregeln beachtet werden:

• Schneeschuhwanderer verursachen

am wenigsten Störungen, wenn sie

sich an die bestehenden Schnee ­

schuh­ und Skitourenrouten oder

an die Wege halten.

• Tourenskifahrer sollten den Aufstieg

auf einer bestehenden Route oder

einem Weg begehen und für die

Abfahrt nicht durch den Wald

fahren. Wildruhezonen sind tabu.

• Variantenfahrer und Freerider

können im felsigeren Gelände, im

Bereich aperer Stellen und am

Waldrand grosse Störungen verursachen.

Die Sportler halten sich

am besten an die Freeride­Zonen.

• Pistenskifahrer und Snowboarder,

die sich an die bestehenden Pisten

halten, stellen für Wildtiere kein

nennenswertes Störungspotenzial

dar. Allerdings bewirken

die Erschliessung und der

Unterhalt eines Skigebiets

bereits vor der eigentlichen

Sportausübung eine

erhebliche Belastung

für die Tier­ und

Pflanzenwelt. Skigebiete

werden daher für

störungsanfällige Tiere

weitgehend unbesiedelbar.

Weitere Infos:

www.respektiere­deine­grenzen.ch

Naturzyt | deutsch | ProClima | Format 210 x 145 mm | DU: 04.11.2016 | Ersch.: 28.11.2016

Ein kleiner Beitrag

von Ihnen,

eine grosse

Wirkung für alle.

«pro clima»-Versand. Klimafreundlich, wann immer Sie wollen.

Mit nur wenigen Rappen Zuschlag können Sie Ihre Pakete oder Güter klimaneutral versenden ganz einfach als freiwillige Zusatzleistung.

Erfahren Sie mehr: post.ch/klimaneutral


Ernestines Kräuterapotheke

Thymian

Hustenkraut und

Mutmacher

Thymian ist eine der bekanntesten

Gewürzpflanzen und durch seine intensivst

keimhemmende Wirkung eines der wichtigsten

Heilkräuter bei fast allen Atemwegsinfekten.


BEGEGNUNG IN DER NATUR

Der Echte Thymian (Thymus vulgaris)

stammt ursprünglich aus den Mittelmeerländern,

wo er auf den Felsenheiden

wächst. In unseren Breiten ist er selten

verwildert, lässt sich aber im Garten

kultivieren und wird auch Gartenoder

Gewürz­Thymian genannt. Bei

uns heimisch ist Feld­Thymian (Thymus

pulegioides), der auch Quendel heisst.

Wir finden den Quendel an steinigen,

sonnigen Plätzen, wo er ganze Teppiche

bildet, die im Sommer rosafarben blühen

und herbwürzig duften. An verschiedenen

Wuchsorten riechen die Pflanzen völlig

unterschiedlich, was aber nicht unbedingt

etwas mit dem Wirkstoffreichtum zu

tun hat.

THYMIAN IM GARTEN

Thymian liebt Sonne und braucht trockenen,

mageren Boden. Dann bildet er

sein volles Aroma aus. Er wächst strauchartig

und verholzt in den unteren Teilen.

Im Winter muss er vor Frost geschützt

werden. Thymian sollte im Frühjahr bis

ins alte Holz zurückgeschnitten werden,

damit er neu austreibt. Die Zweige sind

stark verästelt. Die schmalen, festen

Blättchen sind am Rand etwas eingerollt

und unterseits behaart. Sie bleiben auch

im Winter grün. Von Mai bis Herbst erscheinen

duftende rosafarbige Blüten.

Die Thymianblüten locken Scharen

von Bienen in den Garten. Der Garten­

Thymian wie auch der Quendel sind in

der Familie der Lippenblütler zuhause,

zu der auch Rosmarin, Minze, Lavendel

und Bohnenkraut gehören.

ERNTE UND AUFBEWAHREN

Für die Tee­Ernte und zum Trocknen

schneidet man das ganze blühende Kraut,

am besten zur Mittagszeit, da ist der

Gehalt an ätherischem Öl am höchsten.

An der Luft und im Halbschatten

trocknen. Blätter und Blüten von den

Stängeln abstreifen und gut verschlossen

aufbewahren.

WAS SAGEN DIE ALTEN KRÄUTER-

KUNDIGEN?

Die alten Ägypter brauchten Thymian zum

Einbalsamieren der Toten. Die antiken

Griechen schätzten ihn als Bienenpflanze

und würzten damit Käse und Getränke.

Dioscurides (griech. Arzt im 1. Jh.)

empfahl das Kraut als Arznei den Kranken

und als Gewürz den Gesunden. Hildegard

von Bingen (12. Jh.) schätzte den Quendel

sehr: «Wenn das Gehirn krank und leer

ist, vermische das Pulver mit den Speisen.

Ein Mensch, dessen Körperfleisch grindig

ausschlägt, wird innerlich gereinigt

und geheilt.» Eine Quendelsalbe soll bei

Ekzemen und Hauterkrankungen helfen.

Quendel und Echter Thymian werden bei

Hildegard gesondert beschrieben, wie es

seit der Antike üblich war. Leonhart Fuchs

(dt. Arzt und Botaniker im 16. Jh.) schrieb

in seinem Kräuterbuch: «Thymian mit

Honig gekocht und getrunken ist nützlich

denjenigen, die das Keuchen und das

schwere Atmen haben.»

EIN KRAFTPAKET AN WIRKSTOFFEN

Thymian entwickelt reichlich ätherische

Öle, die sich aus Thymol, Carvacrol,

Linalool, Geraniol, Borneol, Thujanol und

anderen zusammensetzen. Die Zusammen

setzung des ätherischen Öls variiert

sehr stark, sodass in der Aromatherapie

verschiedene Chemotypen angegeben

werden, die auch unterschiedlich wirken.

Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind ver dauungsfördernde

Bitterstoffe, entzündungshemmende

Gerbstoffe, Flavonoide und

schleimlösende Saponine.

Der heimische Feld­Thymian hat eine

ähnliche Wirkung wie der Garten­Thymian

und wird wie dieser angewendet.

THYMIAN STÄRKT ABWEHRKRÄFTE

«Die nächste Grippe kommt bestimmt,

doch nicht zu dem, der Thymian nimmt»,

weiss der Volksmund. Auf natürliche

Weise stärkt Thymian die körpereigenen

Abwehrkräfte und schützt vor Grippe. So

wurde er früher als «Antibiotikum der

armen Leute» bezeichnet.

THYMIAN HILFT BEI HUSTEN

Thymian ist eines der intensivsten keimwidrigen

und desinfizierenden Mittel

bei Atemwegsinfektionen. Die Wirkstoffe

des ätherischen Öls hemmen das Wachs ­

tum von Bakterien, Viren und Pilzen.

Daher hilft Thymian bei fast allen Entzündungen

der Atemwege und bei

Mandelentzündung. Thymian entspannt

verkrampfte Bronchien, wirkt schleimlösend

und auswurffördernd. Er wird

eingesetzt bei Reizhusten, Keuchhusten,

Asthma und krampfhafter Bronchitis.

THYMIAN BEI VERDAUUNGS-

BESCHWERDEN

Mit seinen krampflösenden Eigenschaften

kann Thymian auch bei Magen­ und

Bauchkrämpfen angewendet werden.

Die enthaltenen Bitterstoffe regen die

Verdauungssäfte an und fördern so die

Verdauung.

THYMIAN AUCH BEI KINDERN

Thymian ist eine hochwirksame Heilpflanze,

die bereits bei Kindern ab einem

Jahr eingesetzt werden kann. Die gute

Wirksamkeit, Verträglichkeit und Anwendbarkeit

bei Kindern ist eindeutig belegt.

THYMIAN IN DER TRADITIONELLEN

CHINESISCHEN MEDIZIN

Thymian wirkt wärmend, die zugeordneten

Organe sind Lunge, Magen, Milz,

Gedärme und Niere. Man setzt ihn bei

Infektanfälligkeit, Bronchitis, Keuchhusten,

Magenbeschwerden, Verdauungsschwäche,

Pilzerkrankungen sowie bei

Menstruationsbeschwerden ein.

ANWENDUNGSEINSCHRÄNKUNGEN

Thymian darf als Arzneimittel nicht

bei hitzigen Krankheiten, Schilddrüsenüberfunktion

oder in der Schwangerschaft

angewendet werden.

DAS WESEN DES THYMIAN

Thymian vermittelt eine intensive und

gleichmässige Wärme, die kräftigend

und stärkend auf der körperlichen wie

Kräuterkurse und Kräuterrundgänge

mit Ernestine

Ernestine Astecker ist Apothekerin,

Homöopathin und Innerwise ® Coach und

führt eine eigene Gesundheitspraxis.

In Kräuterkursen und auf Kräuterrundgängen

gibt sie gerne ihre Begeisterung

und ihr Wissen über Kräuter weiter.

Nähere Informationen zum Kursangebot

unter www.eastecker.ch.

NATUR ERFAHREN

NATURZYT 19


seelischen Ebene wirkt. Diese Wärme

erfüllt die Atmungsorgane und auch den

Magen. Nach R. Kalbermatten zeigt sich

in der Gestalt des Thymians mit seinen

schmalen, festen Blättern die Konzentration

der Kräfte, die dem Ausstrahlen von

Wärme vorangehen muss. Das griechische

Wort «thymos» bedeutet Lebenskraft,

Geist, Hauch, Kraft, Mut und Stärke. Das

Wort Thymos finden wir auch in der

Bezeichnung unserer Thymusdrüse, die

in unserem Körper hinter dem Brustbein

liegt. Die Thymusdrüse ist Teil des

Lymphsystems und spielt eine wichtige

Rolle bei der Immunabwehr.

THYMIAN IN DER KÜCHE

Thymian wird in kleinen Mengen zu

Salatsossen, Eintöpfen, Omeletts, Suppen,

Kräuterkäse, Fleisch oder Kartoffelgerichten

gegeben. Das würzige Kraut

macht schwere und fette Speisen leichter

verdaulich. Man kann Thymian auch

in Essig und Öl einlegen.

ERKÄLTUNGSVERTREIBER

Ein altes Hausrezept, das auch Kinder

gerne mögen: Ein kleines Stück Brot

mit Butter und Honig bestreichen

und viel frischen oder getrockneten

Thymian darüberstreuen. Mit dünnen

Knoblauchscheiben belegen und

dreimal am Tag geniessen. Es wirkt

und schmeckt!

Text Ernestine Astecker

Fotos Fotolia, Ernestine Astecker

Quellen und weiterführende Literatur:

U. v. Blarer Zalokar, P. v. Blarer,

Praxisbuch, Westliche Kräuter und

chinesische Medizin. U. Bühring,

Heilpflanzen für Kinder. H. Hatzfeld,

Heilpflanzen als Wegbegleiter.

R. Kalbermatten, Wesen und

Signatur der Heilpflanzen. S. Loncar,

S. Topolovec, M. Kocevar Fetah,

N. Bacac, Eine Prise Gesundheit

Halten Sie Ihre Gedanken fest...

Sie schreiben und gestalten

wir drucken und binden.

buchmanufaktur.ch


Thymian in der Kräuterapotheke

THYMIANTEE

1 TL Thymiankraut mit 1 Tasse kochendem

Wasser übergiessen, 10 Minuten

zugedeckt ziehen lassen, abgiessen. Als

Hustentee mit Honig süssen. Dreimal

täglich 1 Tasse warm trinken. Thymian

unterstützt andere Hustenpflanzen

und wird daher gern in Kombination

mit Schlüsselblumen, Spitzwegerich

oder Fenchel angewendet. Ungesüsster

Thymiantee lindert Krämpfe im Magen­

Darm­Bereich. Der Tee kann auch bei

Verschleimung und Schnupfen zum

Inhalieren verwendet werden. Thymiantee

als Kaffee­Ersatz: Thymian regt an

und fördert die Durchblutung, morgens

1 Tasse Thymiantee trinken als Muntermacher

probieren Sie es aus, es funktioniert!

Äusserlich kann Thymiantee zur

Pflege bei Akne (antiseptische Wirkung)

verwendet werden.

THYMIANBAD

Bei Erkältungen, Bronchitis und Asthma

wirkt ein Thymianbad sehr wohltuend.

100 g Thymian mit 2 l kochendem Wasser

übergiessen, 10 Minuten bedeckt ziehen

lassen und durch ein Sieb ins Badewasser

giessen. 10 bis 15 Minuten baden und

anschliessend Bettruhe halten. Dieses

Bad ist auch hilfreich bei Gicht und

Rheuma.

BRUSTAUFLAGE MIT THYMIANÖL

10 Tropfen ätherisches Thymianöl (für

Kinder 5 Tropfen) des Garten­Thymians

mit dem Chemotyp Linalool in 20 ml

Olivenöl geben. Das ätherische Thymian öl

vom Chemotyp Linalool ist wirksam, aber

mild, reizt die Haut nicht und ist daher

auch für Kinder geeignet. Ein Tuch von

ca. 10×10 cm mit 4050 Tropfen der

Ölmischung (Kinder 2025 Tropfen)

beträufeln und mit einem Zwischentuch

zwischen zwei Wärmeflaschen anwärmen.

Anschliessend das Ölläppchen mit

der öligen Seite direkt auf die Brust legen,

das angewärmte Zwischentuch darüberlegen

und den ganzen Brustkorb mit

einer Wolldecke einhüllen. Kalte Füsse

vorher mit einer Wärmeflasche anwärmen.

Brustauflage so lange belassen, wie es

angenehm ist. Einmal täglich anwenden.

Nach 5 Tagen pausieren. Thymianöl­

Brustauflage nicht anwenden bei

Schwangeren, Säuglingen und Kindern

unter 6 Jahren.

Die Anwendung der angeführten Rezepturen

erfolgt auf eigene Verantwortung und ersetzt

keinen Arztbesuch. Eine Haftung der Ver fas serin

bzw. der Redaktion ist ausgeschlossen.

NATUR ERFAHREN

Schneeschuh- und Skitourenkarten

Neu auf wasserfestem Papier

wohin

wissen

swisstopo

Foto: Vital Eggenberger, Maienfeld

Schweizerische Eidgenossenschaft

Confédération suisse

Confederazione Svizzera

Confederaziun svizra

Bundesamt für Landestopografie swisstopo

www.swisstopo.ch / ski

Schweizer Alpen-Club SAC

Club Alpin Suisse

Club Alpino Svizzero

Club Alpin Svizzer


Tierisch gute Interviews

Interview

mit Samuel Seal

Wir sind nicht die einzigen Lebewesen auf diesem Planeten, doch wir

sehen die Dinge immer nur aus unserer Sicht. Wie aber wäre es, wenn

wir hören könnten, was unsere 4-, 8- oder 111-beinigen Mitbewohner dieser

Erde uns zu sagen haben? Was würden sie wohl über uns Menschen denken,

und wie würden sie ihr Zusammenleben mit uns empfinden?

22 NATURZYT


Eine spannende Idee sähen wir das ganze

einmal aus ihrer Sicht und erführen, was

sie uns alles zu sagen hätten. Naturzyt

hat sich deshalb entschlossen, neue Wege

aus zuprobieren und sich darüber Gedanken zu

machen, was wäre, wenn sie wie wir sprächen und

wir sie einfach fragen könnten.

Ihres Pelzes wegen, zur Ölgewinnung und weil

wir sie als Nahrungskonkurrenten ansahen, wurden

sie einst von uns abgeschlachtet und im 19. und

20. Jahrhundert fast ausgerottet. Heute stehen sie

auf der roten Liste der bedrohten Arten und erholen

sich langsam, obwohl es immer noch viele Tötungen

verwandter Artgenossen gibt. Doch wer das Glück

hat, einem frei lebenden Exemplar in der Wildnis

sozusagen auf du und du zu begegnen und seinem

Gesang zuzuhören, kann spüren, wie mystisch und

wundervoll diese Wesen sind. Kein Wunder, sind

sie die Begleiter der Sirenen und Meerjungfrauen

unsere Seehunde.

Bei einem Kurzurlaub im schönen Northumberland

führte uns unser Weg nach Lindisfarne. Ein besonderes

Fleckchen Erde, welches einmal am Tag zu

einer Insel wird, nämlich immer bei Flut. Die Strasse

nach Lindisfarne führt deshalb sozusagen direkt

über den Meeresboden. Beim Hinweg sehen wir

plötzlich in der Nähe der Strasse einen Seal sitzen.

Ganz alleine neben einer verbliebenen Wassersenke.

Natürlich haben wir sofort eine der Ausweichbuchten

genutzt, um anzuhalten und auszusteigen.

Respektvoll näherten wir uns dem wunderschönen

Tier bis auf etwa 6 Meter, während es uns genau

im Auge behielt, aber keinerlei Anstalten machte

zu verschwinden. Es schien ganz so, als hätte

es auf uns gewartet. Das musste man ganz einfach

nutzen, und deshalb haben wir es um ein Interview

gebeten.

Hello, my dear, ich bin Samuel Seal. Es freut

mich, dass du mir Gehör schenkst.

LIEBER SAMUEL, ES IST GANZ WUNDERBAR,

DASS DU BEREIT BIST, MIR EIN INTERVIEW ZU

GEBEN.

Das mache ich sehr gerne. Was möchtest du denn

von mir wissen?

NAJA, GRUNDSÄTZLICH MÖCHTE ICH MAL

GANZ ALLGEMEIN WISSEN, ZU WAS

FÜR EINER ART DU GEHÖRST UND WO IHR

ÜBERALL SO LEBT.

Also, ich bin ein Seal, ein Seehund, welcher zu

den Robben oder auch Hundsrobben gehört,

genau wie die Kegelrobben. Wir kommen im

Atlantik und Pazifik vor. Und an der Nordseeküste

findet man uns häufiger; in der Ostsee sind wir

eher selten anzutreffen, da diese früher durch euch

Menschen sehr arg verschmutzt wurde.

DAS TUT MIR SCHRECKLICH LEID. MENSCHEN

TUN LEIDER OFT DINGE, OHNE DARÜBER

NACHZUDENKEN, WELCHE AUSWIRKUNGEN

UNSERE TATEN HABEN KÖNNTEN. HEUTE

IST DAS GOTT SEI DANK ETWAS BESSER ALS

FRÜHER. SEEHUNDE UND KEGELROBBEN

SEHEN SICH JA SEHR ÄHNLICH, WORAN

KANN MAN EUCH DENN UNTERSCHEIDEN?

Ganz einfach. Wir Seals haben einen hübschen

runden Kopf, während die Kegelrobben eher

längliche Köpfe haben. Ausserdem sind wir

mit 140170 Zentimeter Länge und 100150

Kilogramm Gewicht auch um einiges kleiner

als unsere Artverwandten.

STIMMT, DU HAST EIN PERFEKTES, HÜBSCHES,

RUNDES KÖPFCHEN. SEID IHR PFLANZEN-

FRESSER, ODER WOVON ERNÄHRT IHR

EUCH? UND GIBT ES ETWAS, DAS DU GANZ

BESONDERS MAGST?

Oh, my God, nein, wir sind Raubtiere und fressen

hauptsächlich Fische, aber auch kleinere Meerestiere

wie Krebse. Mit Pflanzen spielen wir höchstens

ab und zu. Ich mag Makrelen wahnsinnig gerne.

Und magst du auch Fisch?

NAJA ICH MAG FISCH AUCH SEHR GERNE,

ABER NOCH LIEBER ESSE ICH MUSCHELN.

Oh, Muscheln, viel zu viel Arbeit für zu wenig

Inhalt … Aber über Geschmack lässt sich ja

bekanntlich nicht streiten.

ES WUNDERT MICH, DASS DU HIER GANZ

ALLEINE LIEGST. MEISTENS SIEHT MAN EUCH

IN GROSSEN GRUPPEN AUF DEN SAND-

BÄNKEN LIEGEN UND SONNENBADEN. HAST

DU VIELLEICHT DEN ANSCHLUSS VERLOREN?

IHR SEID DOCH RUDELTIERE, ODER NICHT?

Ich habe weder den Anschluss verloren, noch

sind wir Rudeltiere. Eigentlich sind wir Einzelgänger,

vor allem im Wasser. Ich jage gerne alleine.

Ausserdem bin ich ein Topschwimmer, ich kann

bis zu 200 Meter tief tauchen und fast 30 Minuten

lang die Luft anhalten. An Land gibt‘s natürlich

weniger Platz, deshalb sieht das vielleicht so aus,

als würden wir im Rudel liegen. Aber wir achten

sehr darauf, mindestens einen Meter Abstand zum

Nachbarn zu halten, denn gerade zwischen uns

Männchen gibt’s sonst Raufereien und Beissereien,

die zu ganz bösen Verletzungen führen können.

Ausserdem mag ich es, wenn die Menschen mich

wahrnehmen.

NATUR BEWAHREN

NATURZYT 23


ACH SO, DAS HABE ICH NICHT GEWUSST.

ICH HABE JA SCHON SEALS BEOBACHTET,

WIE SIE IM WASSER MITEINANDER GESPIELT

HABEN. ZUMINDEST SAH DAS FÜR MICH

SO AUS.

Es gibt bei uns durchaus auch solche, die sich

ganz einfach gut leiden können und deshalb ab

und zu auch miteinander herumtollen mögen.

Das machen vor allem noch junge Tiere sehr

gerne.

wieder zurück zu ihren Kleinen, bis sie alt

genug zum Selberjagen sind. Leider gibt es aber

immer wieder Menschen, die aus lauter Mitleid

unsere kleinen Heulerchen trösten möchten

und sie deshalb streicheln. Das ist total schlimm,

denn dann nimmt der Kleine den Geruch des

Menschen an, und die Mutter verstösst ihn und

füttert ihn nicht mehr. Also, falls du mal auf

so einen Kleinen triffst, bitte nicht anfassen.

Seine Mama kommt schon wieder zu ihm.

OH, MEIN GOTT, SIEHST DU, WIR MACHEN

SOGAR AUS LAUTER GUTMEINEN MANCH-

MAL DAS FALSCHE.

Naja, liebevolle und achtsame Menschen sind

uns trotzdem lieber als andere. Mach dir

keinen Kopf deswegen. Man kann immer nur

seine eigene Welt verbessern, nicht die ganze.

DANKE, DAS TRÖSTET MICH JETZT WIRKLICH.

DU, SAG MAL, DAS WASSER HIER IST GANZ

SCHÖN KALT. FRIERT IHR EIGENTLICH NIE?

Nein, ganz und gar nicht. Unser Fell und unsere

Fettschicht schützen uns vor der Kälte. Das ist

fast so wie eure Neoprenanzüge.

Im Gespräch mit NATURZYT

Samuel Seal ist ein Botschafter der Meere. Er liebt es, im Meer

herumzutollen und danach auf einer Sandbank die Sonne zu

geniessen. Er jagt mit Vorliebe Heringe, Sardinen und Dorsche,

aber Makrelen mag er am allerliebsten.

DARF ICH DICH FRAGEN, WIE ALT DU BIST?

UND HAST DU AUCH SCHON NACHWUCHS

GEHABT?

Natürlich darfst du. Ich bin 6, und ja, ich habe

mich schon einmal gepaart. Meine Lady hat

nach gut 11 Monaten gleich zwei gesunde kleine

Heuler bekommen. Ich war mächtig stolz darauf.

Weisst du, wir werden erst so mit 4 bis 5 Jahren

geschlechtsreif, und es ist sehr selten, dass gleich

2 kleine Seehunde das Licht der Welt erblicken.

Meistens wird nur ein kleiner Heuler geboren.

SAG MAL, WIESO NENNT MAN EURE

JUNGTIERE EIGENTLICH HEULER?

Das ist, weil die Mutter sie nach dem ersten Säugen

nach der Geburt alleine lässt und jagen geht. Sie

bleiben alleine zurück, und deshalb schreien sie

nach ihrer Mama. Aber die Mama kommt immer

OH, DAS IST ABER TOLL. ICH FINDE, IHR

SEID GANZ WUNDERBARE UND FANTASTI-

SCHE WESEN. WENN MAN EUREN GESANG

HÖRT, HAT MAN DAS GEFÜHL, ETWAS

MA GISCHES PASSIERE. LEIDER HABEN WIR

ES GESCHAFFT, DASS IHR AUF DER ROTEN

LISTE DER GEFÄHRDETEN ARTEN PLATZIERT

WERDEN MUSSTET. WEIL WIR EUCH ALS

NAHRUNGSKONKURRENTEN ANSAHEN,

HABEN WIR EUCH IM 19. JAHRHUNDERT

FAST AUSGEROTTET. ABER GOTT SEI DANK

HAT SICH EUER BESTAND ETWAS ERHOLEN

KÖNNEN. GIBT ES NOCH IRGENDETWAS,

DAS WIR FÜR EUCH TUN KÖNNTEN? ODER

MÖCHTEST DU UNS NOCH ETWAS MIT AUF

DEN WEG GEBEN?

Oh, my dear, schlimme Dinge passieren immer

im Leben. Leider. Man hat uns für die Überfischung

verantwortlich gemacht. Aber eigentlich

wart ihr ganz alleine dafür verantwortlich. Ihr

seid so viele, und ihr nehmt mehr, als ihr braucht.

Ihr fischt mit Netzen, ohne darüber nachzudenken,

dass vieles in ihnen landet und stirbt,

das ihr gar nicht essen wollt. Aber es ist halt ja

so viel gewinnbringender, einfacher und schneller

so. Ihr verschmutzt die Meere mit Pestiziden,

Insektiziden, Fungiziden, Phosphaten, Plastikmüll

etc. Da wir am Ende der Nahrungskette

stehen, kumulieren sich alle diese Umweltverschmutzungen

bei uns. Es schwächt uns,

macht uns anfälliger gegenüber Krankheiten

24 NATURZYT


und Viren, welche mutieren und plötzlich

auch uns befallen. Bitte nehmt mehr Rücksicht

auf die Umwelt. Wir nehmen grossen Schaden

daran. Natürlich. Aber es betrifft am Ende

schliesslich nicht nur uns. Nein. Es betrifft am

Ende auch euch alle selbst. Der Mensch braucht

Wasser, um zu trinken. Wenn es vergiftet ist,

sterbt ihr. Ihr braucht Luft zum Atmen. Ist sie

vergiftet, erstickt ihr. Und ihr braucht die Erde,

sie gibt euch Nahrung. Wenn sie vergiftet ist,

ist euer Essen vergiftet, und dann verhungert ihr.

Vieles sieht nicht sehr schlimm aus, aber es ist

da, und es wird schlimmer. Und solange ihr

nicht wirklich umdenkt, werdet ihr euch und

uns in Raten töten. Bedenkt das. Wir alle sind

ein Teil dieser Welt, und wenn ihr uns und

unsere Meere schützt, macht ihr das nicht nur

für uns, sondern auch für euch.

WIR UNS BESINNEN WERDEN. ICH WÜNSCHE

DIR AUF JEDEN FALL EIN LANGES UND

GESEGNETES LEBEN, MEIN LIEBER SAMUEL.

Ich danke dir, my dear, auch ich wünsche mir,

dass wir alle in Frieden und Respekt glücklich

nebeneinander leben können. Es hat mich sehr

gefreut, mich mit dir zu unterhalten. Danke dafür.

ICH HABE ZU DANKEN, SAMUEL, DAS GE-

SPRÄCH MIT DIR WAR ETWAS BESONDERES.

ICH WERDE DICH NIE VERGESSEN.

Text, Foto, Illustration Virginia Knaus

NATUR BEWAHREN

JA, DU HAST MEHR ALS RECHT. ICH WERDE

DAS GERNE ALLEN ERZÄHLEN, DIE ES HÖREN

WOLLEN, UND AUCH DENEN, DIE ES NICHT

WOLLEN. ICH HOFFE FÜR UNS ALLE, DASS

Naturfaserkleider von Kopf bis Fuss

Erwecke deine natürlichen Stärken mit

temperatur - und - feuchtigkeitsregulierender Wolle!

Wolle - kühl im Sommer -warm im Winter

Fachhändler für Naturbettwaren

Massivholzbetten in über 60 Designs

fanello-Lattenrost und Naturlatexmatratzen

Schurwollduvets, -Kissen und Bettauflagen

Bettwäsche aus biologischer Baumwolle

atmungsaktiv

trocknet rasch

stinkt nicht

Wollunterwäsche

Wollsocken

Wollfleece-Jacken

Alpaka-Pullover

Icebreaker-Kleider

Swisswool-Jacken

Spycher-Handwerk

Huttwil

www.kamele.ch

062 962 11 52

In unserem Laden können Sie auf über 1‘000m2 Wolle entdecken!

Schaukarderei

Weg der Wolle

Betriebsführungen

Jurtenübernachtungen

Filz-, Spinn-, Webkurse

Naturfaserkleider


Claudias naturnaher Garten

Herbstlaub

wohin nur mit den Blät

Liebe garten- und naturbegeisterte Leserinnen und Leser, woran denken

Sie beim Thema Herbstlaub? An ohrenbetäubende Laubbläser, an den Rasen,

der unter all dem Laub zu ersticken droht oder an das Kinderlied «Bunt sind

schon die Wälder»? So oder so, die Menge Herbstlaub bleibt die gleiche und

die Frage nach dem «Wohin damit» ebenfalls. In diesem Artikel habe ich

ein paar gute Ideen, wie Sie ganz ohne Lärm und Ärger die Blätterberge

sinnvoll verwenden können.

26 NATURZYT


Kastanien oder Nüssen. Gepresst zwischen

Buchseiten bleiben sie schön flach, lassen

sich auffädeln und als Girlande aufhängen

oder als Tischdekoration verwenden.

Oder möchten Sie gerne wissen, zu

welchen Baumarten Ihre gesammelten

Blätter gehören? Dann kleben Sie die

Blätter auf und beschriften sie in Ihrem

persönlichen Blattherbarium.

Doch zurück in den Garten, wo noch

immer unzählige Blätter herumliegen.

Laub rechen an der frischen Luft ist gesund

und erfüllt einen mit Befriedigung, ist

das Resultat doch sofort sichtbar. Doch

gerecht wird nur auf Wegen, Plätzen und

auf Rasen. Und nur von Hand, denn Laubbläser

machen einen unzumutbaren

Lärm und wirbeln enorm viel Staub

auf. Laubsauger sind aus ökologischen

Gründen abzulehnen, da sie alle Kleintiere

einsaugen und vernichten. Bald

schon türmen sich Blätterberge.

NATUR BEWAHREN

terbergen?

Von den Bäumen fallende,

bunt gefärbte Blätter sind ein

untrügliches Zeichen dafür,

dass der Sommer vorbei

ist und der Winter vor der Tür steht.

Wir geniessen die letzten wärmenden

Sonnenstrahlen, die die Gelb­, Orangeund

Rottöne der Blätter so richtig zum

Leuchten bringen. Und wenn sie dann in

Massen am Boden liegen? Kein Problem.

Ist das Laub trocken, knistert es wunderbar.

Wann haben Sie zuletzt mit Ihren

Kindern und Enkeln eine Blätterschlacht

gemacht? Sie tut nicht weh, und unter

dem herabrieselnden Laubregen lässt sich

wunderbar tanzen oder Blätter jagen.

Oder auf einem Waldspaziergang durch

raschelndes Laub gehen und über die

Vielfalt der unterschiedlichsten Blätter

staunen. Vielleicht sticht Ihnen das

eine oder andere ins Auge und Sie

nehmen es mit nach Hause, für eine

herbstliche Dekoration oder zum

Basteln in Kombination mit Eicheln,

LAUB KOMPOSTIEREN

Das Laub der meisten Baumarten lässt

sich gut kompostieren (ausgenommen

Lorbeer, Walnuss und Eiche). Dazu eignet

sich ein Kompostgitter, aufgestellt direkt

auf den Gartenboden, um den Würmern

und anderen Kleintieren den Einstieg

zu erleichtern. Laub etwa 50 Zentimeter

hoch reinschütten, eine Schicht reifen

Kompost oder Kompoststarter dazugeben

und mit Wasser überbrausen, damit er gut

feucht ist. Sie können so mehrere Schichten

aufeinander geben, immer gut feucht

halten und als Abschluss eine Schicht Erde

verwenden. Um einen Bewuchs mit Beikräutern

zu verhindern, empfehle ich,

alles mit einem Unkrautvlies abzudecken.

In trockenen Phasen nicht vergessen zu

wässern. Im nächsten und übernächsten

Herbst entfernen Sie die Deckerde, schichten

das Laub um und decken es wieder

mit Erde und Vlies zu. Immer gut feucht

halten. Im dritten Jahr können Sie eine

wunderbare Gartenerde wenn nötig durch

ein Sieb filtern und im Garten verwenden.

Diese Erde ist locker und mässig

nährstoffreich.

LAUB LIEGEN LASSEN

Gründliches Aufräumen im Garten

ist nur noch etwas für «Ewiggestrige».

Lassen Sie das Laub in den Rabatten

und unter Bäumen liegen, Regenwürmer

und viele andere Kleintiere ernähren

NATURZYT 27


Hier fühlt sich der Igel

wohl, im selbstgebauten

Igelhaus unter dem

grossen Laubhaufen.

sich davon. Auch dient eine Laubschicht

den Tieren als Winterschutz, darunter

ist es für sie nämlich kuschelig warm

und sie sind erst noch halbwegs vor

Fressfeinden geschützt. Natürlich wissen

aber auch Amseln und Rotkehlchen

sowie Spitzmäuse, dass sich unter der

Laubdecke wahre Köstlichkeiten

verbergen, und nicht selten sieht man

sie im Winter in der Laubschicht

herumwühlen.

LAUB AUFSCHICHTEN

Der Klassiker unter den Massnahmen,

nämlich einen Laubhaufen für Igel aufschichten.

Dazu muss man aber wissen,

dass Igel gerne trocken überwintern

und ein Laubhaufen, egal wie gross er

ist, unweigerlich irgendwann feucht wird

und anfängt zu modern. Es empfiehlt

sich also, unter einem Laubhaufen zuerst

ein Igelhaus zu bauen. Dazu verwendet

man Holz oder Stein, Anleitungen dazu

gibt es im Internet genügend. Wichtig

ist, dass dieses Haus ein Dach hat und

von oben keine Feuchtigkeit eindringt.

Dieses Haus, übrigens unter einer

Hecke oder unter Sträuchern geschützt

aufgebaut, überdeckt man nun mit

Reisig, Ästen und ganz viel Laub. Zum

Schluss nochmals Äste darüberlegen,

damit beim ersten Herbststurm nicht

gleich alles Laub wegfliegt.

LAUB ENTFERNEN

Nicht überall ist Laub erwünscht. Wer

einen Rasen hat, sollte ihn vom Laub

befreien, damit er nicht erstickt und sich

im Frühling unschöne gelbe Flecken

zeigen. Auch in einem Gartenteich

hat Laub oder anderes abgestorbenes

Pflanzenmaterial nichts zu suchen, es

sinkt zu Boden, wird dort von Bakterien

zu Faulschlamm verarbeitet und reduziert

die Sauerstoffmenge im Wasser. Deshalb

regelmässig Laub von der Wasseroberfläche

abfischen.

ökoLüthi

CH-8253 Diessenhofen • Tel. 052 657 40 70 • www.wilder-garten.ch

verwirklicht Ihre grünen Lebens t räume

WildeGarte_Erstellung.indd 1 06.11.17 12:50

Planung, Gestaltung und Unterhalt von

NATUR-Gärten und -Landschaft

Moosweg 12, 3072 Ostermundigen

Tel. 031 934 36 38

www.oekoluethi.ch

oekoluethi@bluewin.ch

Unterschlupf für Fledermäuse

Der wartungsfreie Fledermauskasten (36 × 54 × 13 cm) mit

wasserfestem Blechdach und Querrillen für den einfachen

Einstieg bietet Fledermäusen optimalen Schutz.

Preis: 62. (inkl. Porto- und Versandkosten)

Bürgerspital Basel, Schreinerei,

Friedrich Miescher-Strasse 30, Postfach, 4002 Basel,

Telefon 061 326 73 05, Telefax 061 326 73 37,

schreinerei@buespi.ch, www.buespi.ch

Planung, Gestaltung und Unterhalt

von NATUR-Gärten

und -Landschaft

Moosweg 12

3072 Ostermundigen

Tel. 031 934 36 38

www.oekoluethi.ch

oekoluethi@bluewin.ch


Liegen gelassenes Laub ist

ein guter Wärmeschutz

für kleine Tiere im Winter.

Claudias Tipp

Ruhe kehrt ein in den kalten Wintertagen, draussen und auch in uns drin.

Vielleicht machen Sie es wie ich und lehnen ein bisschen zurück und machen

sich Gedanken über das nächste Gartenjahr. Was gibt es zu verbessern, was

zu verschönern, gibt es eventuell Möglichkeiten, den Garten naturnaher zu

gestalten? Ab Januar 2018 finden Sie auf meiner Homepage natur-im-garten.ch

auch die neuen Veranstaltungen rund um den naturnahen Garten. Schauen

Sie doch rein, es ist bestimmt auch etwas für Sie dabei.

natUrban

Naturnahe Gartengestaltung

Raumwahl

LAUB RICHTIG Pirmin Rohrer ENTSORGEN

Alte Kappelerstrasse 4

Krankes 8926 Laub, Uerzlikon also Blätter, die zum

Beispiel Tel. 044 von 72 Pilzsporen 99 333 wie Mehl­ oder

info@naturban.ch

Russtau www.naturban.ch sowie Rost befallen sind, sollte

nicht kompostiert oder liegen gelassen

werden. Dieses Laub wird mit dem

Kehricht entsorgt.

Wer keine der im Artikel erwähnten

Verwendungsmöglichkeiten im eigenen

Garten umsetzen will, der kann seine

Blätterberge mit der öffentlichen Grünabfuhr

entsorgen. Auf keinen Fall darf das

Laub im Wald deponiert oder im Garten

verbrannt werden. Dazu enthält es zu

viel Wasser und würde zu grosser Rauchentwicklung

führen.

Und ist das letzte Blatt vom Baum

gefallen und haben wir unsere Arbeit

getan, kann der Winter Einzug nehmen.

Gemütlich sitzen wir in der warmen

Stube, schauen dem fallenden Schnee

zu und wissen, dass dank der schützenden

Laubschicht in den Gartenbeeten

auch andere Lebewesen nicht frieren

müssen.

Herzlich

Claudia Ebling

www.natur­im­garten.ch

Text Claudia Ebling Fotos Claudia Ebling

NATUR BEWAHREN

Naturzyt

3/17

4.9.17

natUrban

Naturnahe Gartengestaltung

Pirmin Rohrer

Alte Kappelerstrasse 4

8926 Uerzlikon

Tel. 044 72 99 333

info@naturban.ch

www.naturban.ch

Raumdichte

Naturzyt

4/17

4.12.17

GARTEN UND HOLZ

naturnaher Gartenbau

www.gartenundholz.ch

Bleulerstrasse 11 8008 Zürich

Telefon 044 382 22 84 info@gartenundholz.ch

Naturnahe Pflege und Gestaltung

von Gärten ist unsere Kompetenz.

Obstbäume

Sehr viele alte, robuste

und und resistente Sorten

Sortenbroschüre verlangen

Gerne beraten wir wir Sie Sie

www.tonisuter.ch

Tel. Tel. 056 056 493 493 12 12 12 Fax: Fax: 056 056 493 493 16 16 12 12

Langacker 21 21 5405 5405 Baden-Dättwil

PLANUNG

PLANUNG

AUSFÜHRUNG

AUSFÜHRUNG

UNTERHALT

UNTERHALT

Gantrischweg Gantrischweg 4

4

| | | 3110 3110 Münsingen Münsingen

M 079 079 687 687 70 70 70 13

13

13 | | T | T 031 031 721 72154 54 5458

58 58

www.bolz-gartenbau.ch


Fruchtige Desserts zu Weih

BIRNELCREME MIT

KARAMELLISIERTEN ÄPFELN

Zutaten (für 4 Personen)

4 säuerliche Äpfel

1 Zitrone

50 g Zucker

2 EL Zitronensaft

250 g Mascarpone

250 g Naturejoghurt

50 g Birnel, Birnendicksaft

2 EL gehackte Pistazien

Äpfel schälen, vierteln, entkernen und

in Schnitze schneiden. Zitronenschale

fein abreiben, Saft auspressen. Äpfel

mit 2 Esslöffel Zitronensaft mischen.

Zucker in einer weiten Pfanne hellbraun

karamellisieren. Äpfel mit

Zitronensaft und 3 Esslöffel Wasser

zufügen. Zugedeckt bei schwacher

Hitze etwa 5 Minuten köcheln,

gelegentlich wenden. Erkalten

lassen.

Mascarpone, Joghurt, Birnel,

Zitronenschale und 2 Esslöffel

Zitronensaft mit dem Schwingbesen

gut verrühren. Creme

in Schälchen füllen. Äpfel darauf

verteilen, mit Pistazien bestreuen.

Rezepte und Fotos in Kooperation mit Schweizer Obst verband. Mehr fruchtige Rezepte auf www.swissfruit.ch

unikat

« Wenn es um eine

natürliche und

gesunde Ernährung

geht …»

30 NATURZYT


NATURZYT kocht

nachten / Neujahr

APFEL-TARTELETTES

Zutaten (für 6 Stück)

3 kleine Äpfel

2 EL Butter

80 g Zucker

2 EL Zitronensaft

2 EL gemahlene Mandeln

250 g Blätterteig

Äpfel schälen, Kerngehäuse ausstechen.

Äpfel quer halbieren.

Butter in einer Bratpfanne schmelzen.

Zucker und 2 Esslöffel Wasser

zugeben. Köcheln, bis die Masse

karamellisiert.

Äpfel und Zitronensaft zufügen

und ca. 5 Minuten köcheln. Äpfel

gelegentlich wenden.

Blätterteig auswallen. 6 Rondellen

von ca. 12 cm Durchmesser

ausstechen. Backblech mit

Backpapier belegen. Äpfel mit der

Schnittfläche nach unten darauf

verteilen. Mandeln mit dem restlichen

Karamell vermischen und in die

Äpfel füllen. Blätterteigrondelle über

die Äpfel legen, leicht andrücken.

Im 220 Grad heissen Ofen ca.

20 Minuten backen. Tartelettes

stürzen und auf einem Gitter

etwas abkühlen lassen.

Mit Vanilleglace oder geschlagenem

Rahm servieren.

GEWÜRZ-FRUCHTSALAT

MIT TASMANISCHEM PFEFFER

Zutaten (für 4 Personen)

500 g säuerliche Äpfel

1 daumengrosses Stück Ingwer

1 dl Apfelwein ohne Alkohol

1 EL Zitronensaft

1 Zimtstange

20 g Zucker oder ein paar

Tropfen flüssiger Süssstoff

1 Orange, geschält 200 g

2 Kiwi, geschält 150 g

½ Granatapfel, 100 g Kerne

etwas Tasmanischer Pfeffer,

frisch gemahlen

180 g Naturejoghurt

Äpfel schälen, entkernen und in

Schnitze schneiden. Ingwer schälen,

fein reiben. Äpfel, Ingwer, Apfelwein,

Zitronensaft, Zimtstange

und Zucker in eine Pfanne geben.

Zugedeckt ca. 10 Minuten dünsten,

auskühlen lassen.

Schale von der Orange mit einem

Messer bis aufs Fruchtfleisch wegschneiden,

in Schnitze schneiden.

Kiwi schälen, in Scheiben schneiden.

Granatapfelkerne herauslösen.

Orangen und Kiwi zu den Äpfeln

geben, auf Teller anrichten.

Granatapfelkerne darüberstreuen.

Mit Tasmanischem Pfeffer leicht

würzen und mit einem Klacks

Joghurt servieren.

« … schneiden

Schweizer Äpfel

sehr gut ab »

NATURZYT 31


Wildbienen schützen

Zukunftssterne

Ein Wildbienenjahr endet und die neue Saison wartet bereits.

In der Winterruhe sind die kommenden Generationen bereit und warten,

bis ihre Zeit gekommen ist. Wie durch ein Wunder werden sie 2018

wieder ausschlüpfen und begeistern …


Wildbienen-Projekt auf

www.NATURZYT.ch/

wildbienen-schützen

Sterne leuchten, strahlen, funkeln,

weisen den Weg. Auch in der

Natur finden sich ein wunderbares

Sternenmeer bei Blüten

und Blättern. Stars sind auch die Blütenbesucher:

die fleissigen Wildbienen,

reizenden Schwebfliegen, nektartrinkenden

Wespen, luftigen Schmetterlinge

oder charmanten Käfer.

FÜNF-STERNE-SERVICE

Wildbestäuber leisten einen unverzichtbaren

5­Sterne­Service bei der Bestäubung

von Wildpflanzen und Kulturen. Ihnen

verdanken wir vitaminreiche Nahrungsmittel,

Heilmittel bis hin zu farben frohen

Blüten. Auch im neuen Jahr, in dem sich

Pflan zen dank ihnen vermehren konnten.

Doch die Helden sind bedroht. Die

Erinnerung daran lässt nachdenklich

werden und stellt die Frage, was das

nächste Jahr insbesondere für Wildbienen

bringen wird. Die Diskussion

um das Insektensterben hat nun auch

die Schweiz erreicht und deutlich

gemacht, dass dringende Massnahmen

nicht weiter aufgeschoben werden dürfen.

So begleiten Wünsche und Hoffnungen

die kleinen Bestäuber zum Jahresende

und mit ihnen viele weitere Insektenarten,

die unglaubliche Leistungen

erbringen und die Natur im Gleichgewicht

halten.

STERNE SIND NICHT SCHNUPPE

Neben der enormen Bestäubungsleistung

sind sie auch als Biomasse

von grosser Bedeutung. Als Nahrung

für Insektenesser wie Igel, Fledermäuse,

Amphibien, Reptilien, viele

Vogelarten etc. Deshalb wäre es

höchste Zeit, auch Insekten zu preisen

für die enormen Leistungen, die sie

für uns erbringen.

Welchen Wert hat ein Insekt? Welche

Arten sind uns sympathisch und welche

nicht? Was sind die Gründe dafür und

welche Folgen hat es für die einzelnen

Arten? Mit einem enormen Angebot an

Insektenvernichtungsmitteln wird ein

Geschäft mit dieser Ambivalenz gemacht.

Was zu sterbenden Sternen führt.

FRÜHBLÜHER

Auf der Wildbienen­

Wunschliste

stehen folgende

Bienenweiden:

Christrose

Schneeglöckchen

Krokus

Schneeheide

Weiden

Huflattich

Lungenkraut

Taubnesseln

etc.

NATUR BEWAHREN

Füllhorn als Glückbringer: Hornklee

STERNE UND GLÖCKCHEN BLÜTEN UND WILDBIENEN

Weihnachtssymbole aus der Welt der Wildbienen

Sterne: Sandbiene an Doldenblütler

Schmalbiene in der Aster

Glöckchen: Maskenbiene im Zierlauch

Glockenblume: mit spezialisierter

Scherenbiene

Kelch: Gilbweiderich für seine

Spezialisten

Sternenmeer: Furchenbiene am

Kugellauch

NATURZYT 33


PORTRÄT EINER BEDROHTEN ART

UND WIE SIE HELFEN KÖNNEN

Grauschwarze Düstersandbiene

Andrena cineraria

Goldstück: Furchenbiene auf Rindsauge

Kreuz: Sandbiene am Steinkraut

Rote-Liste-Status: 3, gefährdet

Flugzeit: ab März bis Mai

Erkennungsmerkmal dieser Art:

Namensgebend überwiegend schwarz

behaart mit auffälligem grauem

Pelzkragen und schwarzem Buckel.

Gefährdung:

Durch Zersiedelung, Versiegelung und

Zerstörung von vegetationsarmen

Bodenflächen schwinden Nistplätze.

Hirtenstab: Zaunrübe

Festschmaus: Hummel an der Verbena

Fördermöglichkeit:

Unterstützen Sie offene Bodenstellen an

sonniger Lage wie Waldränder, Dämme,

Sandgruben, Gärten, Parks etc. und

pflanzen Sie für diese Art Doldenblütler,

Korbblütler, Hahnenfuss, Rosengewächse

und Weiden. Damit helfen Sie auch

ihren beiden Kuckucksbienen: der Feld­

Wespenbiene (Nomada goodeniana) und

der Rothaarigen Wespenbiene (Nomada

lathburiana, ebenfalls gefährdet, Stufe 3).

Frieden schliessen: Auch «Unkraut»

ist wertvoll

Reich beschenkt: nektar- und

pollenreicher Efeu

NEUES MERKBLATT

«ERDNISTENDE WILDBIENEN»

Das 56­seitige Merkblatt zeigt, wie

Nistplätze für die grosse Mehrheit der

Wildbienen geschaffen werden können,

darunter viele bedrohte Arten. Es ist als

kostenloses E­Book frei zugänglich unter

http://wildbee.ch/erdnister

oder kann als gedruckte Version bestellt

werden. Realisiert werden konnte es

unter anderem dank dem NATURZYT­

Projekt «Wildbienen schützen».

SICHTBARE STERNE

Wildbienen begeistern mit einem prächtigen

Feuerwerk an Grössen, Formen,

Farben, ihrer Vielfalt an Lebensweisen und

in der Wahl der Nistplätze und Lieblingspflanzen.

Doch sind viele so klein, dass

sie nicht immer so gut sichtbar sind, wie

sie es verdienen würden.

Anzünden möchten wir: Mit der

warmen Flamme der Begeisterung für

diese hochsensible Welt. Und auch 2018

wieder viele Momente bieten zum Staunen:

zum Naturerfahren, Naturbewahren

und Naturerleben damit Wildbienen

Zukunft haben.

Wie ein kleines Wunder schlüpft die

nächste Generation wieder ab März, und

monatlich werden wieder andere Arten

aktiv: Eine Lichterkette, welche alles miteinander

verbindet und bereichert.

Text Deborah Millett

Fotos wildBee

Summ,

summ,

summ,

Bienchen summ herum.

Ei, wir tun Dir nichts zu Leide,

flieg nur aus in Wald und Heide.

Summ, summ, summ,

Bienchen summ herum.

Kinderlied

34 NATURZYT


Mehr Naturerlebnisse auch

auf www.NATURZYT.ch

Die Natur im Winter erleben

VIELFÄLTIGES SCHNEE-ERLEBNIS

DIREKT VOR DER HAUSTÜR

Im Naturpark Diemtigtal, in kürzester

Zeit ab Thun und Bern erreichbar, kommen

junge und alte Schneefans auf ihre Kosten.

Die drei kleinen, aber feinen Wintersportgebiete

Wiriehorn, Grimmialp und

Springenboden bieten schneereiche

Wintererlebnisse für alle: 33 Pistenkilometer,

22 Kilometer Langlaufloipen,

rasanter Schlittelspass und geruhsame

Winterwanderwege. Und wer träumt

nicht von einer einsamen Schneeschuhoder

Skitour abseits der Pisten?

www.diemtigtal.ch

KULINARISCH UNTERWEGS

AUF DER KÖNIGIN DER BERGE

Zu Fuss die wunderschöne Natur der Rigi

zu erkunden, ist dank den geführten

Schneeschuhtouren durch die verschneite

Landschaft auch im Winter möglich. Bei der

kulinarischen Schneeschuhtour «3 Gänge

3 Gastgeber» geniessen die Teilnehmer

ein feines Menü in drei verschiedenen

Restaurants und erfahren vom ein hei mischen

Guide während der Wanderung

Spannendes rund um die Rigi. Eine sportliche

Schneeschuhwanderung gespickt

mit kulinarischen Leckerbissen.

Was will man mehr? www.rigi.ch

SCHNITZELJAGD UND

SCHOGGIFONDUE IN MAGGLINGEN

Der Parcours führt durch die Wälder

in Magglingen. Neben dem Wanderweg

befinden sich Posten mit verschiedenen

Fragen und Rätseln, die es zu lösen

gilt. Im Berggasthof Hohmatt erhalten

die Kinder ein kleines Geschenk, das

Schoggifondue erfreut die ganze Familie.

Mehr Infos www.biel­seeland.ch/

schoggifondue. Reservation erforderlich:

Berggasthof Hohmatt, T 032 322 21 11,

CHF 12. p. P., Angebot gültig Dezember

bis April, Route MagglingenHohmatt

Magglingen.

NATUR ERLEBEN

Natur- und Wanderferien

KLIMAHOTEL GITSCHBERG:

BERGWELLNESS UND WINTER PUR

Wenn Design und Natur miteinander

verschmelzen, entsteht ein gutes Gefühl.

Wie auf einem Logenplatz, 1400 Meter

über dem Alltag, fügt sich das «Gitschberg»

in die Ski­ und Almlandschaft von

Meransen ein. Mit seinem grandiosen

Dolomiten­Panorama, dem naturheilkundlich

inspirierten Fenilia Spa und

der kreativ­gesunden Bergküche ist

das Südtiroler KlimaHotel® ein Zuhause

für all jene, die das Einfache lieben und

das Besondere suchen.

www.gitschberg.it, T 0039 0472 520 170

EIN ORT ZUM WOHLFÜHLEN

UND BLEIBEN

In der alpinen Bergwelt des Ötztals, gleich

neben der Thermenwelt «Aqua Dome»,

liegt unser Naturhotel Waldklause mitten

im Wald und umgeben von einer einmaligen

Bergkulisse. Naturnahes Leben und

nachhaltiges Geniessen sind die Grundpfeiler

unserer Philosophie. Ein Haus,

das Geborgenheit und Wärme ausstrahlt.

Eine Urlaubsoase aus Holz, Glas und

Stein. Mehr Informationen und aktuelle

Angebote zu unserem Holzhotel finden

Sie unter

www.waldklause.at, T +43 5253 5455

ZU JEDER JAHRESZEIT EIN ERLEBNIS:

DER SCHAFFHAUSER RANDEN!

Entfliehen Sie dem Alltag und dem

Hochnebel. Auf 840 Metern über Meer,

liegt das Siblinger Randenhaus. Geniessen

Sie die Kreationen von Gilde­Koch

Claude Tappolet und seinem Team

mit regionalen Zutaten und Wild aus

100% hiesiger Jagd. Der Randen lädt zu

jeder Jahreszeit zu einem Besuch ein.

Auch im Winter können Sie die Ferienstimmung

auf dem Randen geniessen

mit Winterwanderwegen, Langlaufloipe

und Schlittelhang gleich nebenan.

www.randenhaus.ch

NATURZYT 35


Die Kraft der urtümlichen Bergwelt:

Zwischen Niederrickenbach und

Brisenhaus hat man sie ständig vor

Augen.

Eintauchen in

die Stille

Kraftort, Wallfahrtsort, Ort der Stille, Naturparadies

im Nidwaldner Bergdorf Niederrickenbach kann sich jeder

aussuchen, was er braucht. Stapft man mit Schneeschuhen

zum SAC-Brisenhaus, erlebt man von allem etwas.

36 NATURZYT


Eine warme Stube an

kalten Tagen:

Das Brisenhaus.

Im sanften Waldaufstieg

dem Brisenhaus

entgegen.

Die Berner sind schuld. 1528 entscheiden sie,

den alten Glauben durch Zwinglis reformatorische

Lehre zu ersetzten. Daraufhin geht

ein Bildersturm durchs Land, manch kirchliches

Kulturgut wird übel beschimpft und ins Feuer

geworfen. Zu jener Zeit hütet ein junger Hirt aus

Büren im Kanton Nidwalden Schafe in der Nähe von

Meiringen. Mit Schrecken sieht er, wie eine schöne

Marienstatue ein Raub der Flammen werden soll.

Er fasst sich ein Herz, reisst das Marienbild an sich

und flieht in seine Heimat.

BIS DIE KAPELLE GEBAUT

Von den Bernern will er nichts mehr wissen, im nächsten

Frühling zieht er mit seinen Schafen auf eine Alp

in Niederrickenbach hoch über dem Engelbergertal.

Seine Marienstatue stellt er in einen hohlen Ahornbaum,

jeden Morgen und Abend betet er treu den

Rosenkranz. Als er im Herbst die Maria wieder

ins Tal bringen will, hat diese anderes im Sinn: Sie

lässt sich nicht mehr aus dem Baum heben. Die

Legende besagt, die Madonna habe in der Ruhe und

Abgeschiedenheit der Berge ihren Frieden gefunden.

Erst als der Bau einer Kapelle beschlossen wird, lässt

sie sich zum Umzug bewegen und in einen neuen

Bildstock integrieren. Die Kapelle heisst, wie könnte

es anders sein, Heilige Maria im Ahorn. Aus Niederrickenbach

wird der Wallfahrtsort Maria­Rickenbach.

Die Pilger strömen in Scharen ins Dorf, Mitte des

19. Jahrhunderts zählt man 15 000 pro Jahr. Zudem

richten sich Benediktiner­Schwestern ein, 1864 öffnet

ihr Kloster samt Mädcheninstitut die Pforten. Mittlerweile

ist es ruhiger geworden in Maria­Rickenbach;

so ruhig, dass man mit der Stille um Gäste wirbt. Diese

hat ihren Grund: Das Dorf ist autofrei und nur per

Luftseilbahn oder zu Fuss zu erreichen. Der Trubel

bleibt im Talboden zurück.

ZWISCHEN SONNE UND FRONTEN

In solcher Ruhe und Abgeschiedenheit lässt es sich

wunderbar Schneeschuh laufen, das hat man beim

lokalen Tourismusbüro gemerkt. Gleich vier Trails

sind ausgeschildert, sie führen in die Wildnis des

Talkessels zwischen Niederrickenbach und der

imposanten Bergkette um den Brisen. Es lohnt sich

allerdings, sich nicht auf die Schneeschuhpfade

zu beschränken: Am Fuss besagter Bergkette sitzt

nämlich das SAC­Brisenhaus und lockt mit Speis,

Trank und einer warmen Stube. Ausser dienstags.

Und heute ist Dienstag.

Der Wetterbericht lässt alles offen. Er spricht von

einem sich verlagernden und auffüllenden Tief bei

Mittelitalien, von einem Sturmtief über Island, von

okkludierenden Frontensystemen und von Sonne am

Morgen über der Zentral­ und Ostschweiz. Letztes

haben wir verstanden, und so schweben wir bei Tagesanbruch

Maria­Rickenbach entgegen. Ein Blick aus

der Gondel bestätigt: Den Ort erreicht man am besten

auf dem Luftweg, unter uns gähnt der Abgrund. Umso

lieblicher ist die Terrasse, auf der das Bergdorf liegt.

Es bietet 34 Menschen eine Heimat, die 15 Benediktiner­

Schwestern inbegriffen. Ihren Laden mit dem selbst

gepflückten Tee, die Kapelle und das Pilgerhaus, das

einzige Gasthaus im Ort, heben wir für später auf

und stapfen los.

Alp Ahorn heisst die erste Station, unterwegs

tauschen wir den Blick auf Pilatus und Stanserhorn

gegen die Aussicht auf den Brisengipfel samt Entourage

ein. Ein stattlicher Bergahorn ziert die winterverlassene

Alp, vor dem mit dünnen Wolken überzogenen Himmel

NATURZYT 37


hebt er sich ab wie ein Scherenschnitt. Danach wird

es rau, steil und still. Der Weg führt ins Tobel des

Bueholzbachs; ein Platz, der strotzt vor Idylle. Die

Landschaft um Niederrickenbach sei ein Kraftort, heisst

es. Hier hinten kann man die Energie förmlich spüren.

EINER SPANNENDER ALS DER ANDERE

Sie ist von Nutzen, um den weiteren Aufstieg zu

meistern: 400 Höhenmeter trennen uns noch vom

Brisenhaus. Dafür hat das Auge viel zum Geniessen.

Von den Nachbarn des 2400 Meter hohen Brisen ist

einer spannender als der andere. Sie heissen Waldbrueder,

Zwelfer, Elfer und Schinberg und gleichen mit

ihren Felswänden und den breiten Rücken riesigen,

schräg gestellten Pultdächern.

Endlich, das Brisenhaus. Bei guten Verhältnissen

und ebensolcher Kondition könnte man weiter aufsteigen

zum Glattegrat. Das wären eineinhalb Stunden

zusätzlich. Man könnte es sich auch in der warmen

Stube der SAC­Hütte gemütlich machen, bei selbst

gebackenem Kuchen, Glühwein oder einem Brisenplättli.

Wäre nicht Dienstag, Ruhetag.

Am Himmel meldet sich das okkludierende Frontensystem,

vielleicht auch das isländische Sturmtief oder

das aufgefüllte Tief über Mittelitalien. Wolken verhüllen

die Gipfel, der Wind frischt auf, erste Flocken fallen.

Zurück im Tobel des Bueholzbachs setzen wir uns

unter die Tannen und holen die Mittagspause nach.

Mittlerweile schneit es ordentlich, die Welt wird in

Watte gehüllt. Wir fühlen uns wie im Weihnachtsmärchen.

Mitten im Februar.

Text/Fotos Daniel Fleuti

Tipps & Informationen

Route: Niederrickenbach Steinrüti Ahorn

Brändlisboden Morschfeldboden Brisenhaus.

Für den Rückweg stehen mehrere Varianten offen.

Varianten Rückweg: Von Brändlisboden entweder

über Hermisegg oder Bergplanggen zurück

zum Ahorn. Beide Routen sind als Schneeschuhtrail

markiert. Die Wanderzeit verlängert sich

um rund eine halbe Stunde.

Auf den Glattegrat: Gute Kondition und klare

Sicht vorausgesetzt, lohnt sich vom Brisenhaus

der Aufstieg auf den Glattegrat. Oben reicht

das Panorama vom Vierwaldstättersee bis zu

den Urner Alpen. Hin und zurück zusätzlich gut

1,5 Stunden.

Anforderungen: Die Schneeschuhtour zum

Brisenhaus ist technisch einfach, der steile

Anstieg zum Schluss geht aber in die Beine.

Hin und zurück ohne Pausen rund 4 Stunden.

Orientierung: Die Route ist einfach: Bis Brändlisboden

ist sie als Schneeschuhtrail ausgesteckt,

danach führen viele Spuren zum Brisenhaus.

Dasselbe gilt für den Aufstieg auf den Glattegrat.

Ausrüstung: Nebst Schneeschuhen und Stöcken

gehören eine Lawinenausrüstung und eine Karte

zur Ausrüstung für eine Schneeschuhtour. Das

Lawinenbulletin ist unter www.slf.ch abrufbar.

Einkehrmöglichkeiten: Im Pilgerhaus

Maria-Rickenbach und im Brisenhaus (Dienstag

Ruhetag).

Anreise: Mit dem Zug nach Niederrickenbach

Station, dann mit der Seilbahn nach Niederrickenbach.

Bei der Talstation ausreichend Parkplätze.

Karten: Swisstopo Landeskarte 1:25’000 Blatt

Beckenried (1171) oder Skitourenkarte 1:50’000

Blatt Stans (245S).

Begleitete Schneeschuhtour: Der Tourenveranstalter

Wildout Naturerlebnisse bietet in

der Schweiz geführte Schneeschuhtouren

und Wanderungen an. Die Touren eignen sich

für jedermann, unterwegs sind wir in kleinen

Gruppen.

Die Daten sowie weitere Angebote für Wanderungen

und Naturerlebnisse in der Schweiz

sind ersichtlich unter www.wildout.ch. Infos

gibt es auch unter Telefon 052 366 11 84.

38 NATURZYT


Wellness

* WINTERZAUBER * Genuss

im Verwöhnhotel Kristall**** S am Achensee

Alles NEU seit Sommer 2017!

Buchen Sie jetzt Ihr Wellness-Wunsch-Konzert mit 2 Lieblings-

Treatments nach Wahl, Aktivprogramm & ausgezeichnetem Kulinarium

Mehr auf www.kristall-pertisau.at

2 7

Nächte

ab € 311,

p. P.

LANGLAUFEN &

SCHNEESCHUHWANDERN

6 geführte Wochen-Wanderungen

Relaxen

zu zweit

auf 2100 m² SPA mit Wellness-Alm

Gourmet-

Kulinarik

für Feinschmecker und Weinliebhaber

Verwöhnhotel KRISTALL | Adi Rieser

6213 Pertisau am Achensee | Tirol | Österreich | info@kristall-pertisau.at

Gerne beraten wir Sie auch telefonisch: Tel. +43 (0)5243 5490 | www.kristall-pertisau.at


NATURZYT Ferien-Special

Winter in


Fünf Schweizer Bergregionen

laden ein, einen weissen und

naturnahen Winter zu erleben

und zu geniessen. Im Safiental ist

die Winterruhe wohltuend, authentisch

und erstaunlich vielseitig (S. 4243).

Im Glarnerland lässt es sich schnell

herunterfahren und in der Natur wieder

auftanken (S. 4445). In Interlaken ist es

völlig unlogisch und deshalb gerade

unbeschreiblich, eine Kajaktour mitten

im Winter auf dem Brienzersee zu

erleben (S. 4647). Einzigartige Naturphänomene

und romantischer Winterzauber

erlebt man im Lötschberger­ Land

(S. 4849). Oder in eine verschneite

Bergwelt eintauchen kann man in der

Region Savognin Bivio (S. 5051). Diese

Artikel wurden gemeinsam mit unseren

Partnern realisiert.

den Bergen

NATURZYT 41


WINTERRUHE IM SAFIENTAL WOHLTUEND

AUTHENTISCH UND ERSTAUNLICH VIELSEITIG

Wer ins Safiental im Naturpark Beverin reist, trifft auf

eine Landschaft, welche ihresgleichen sucht! Viel Natur pur

beschaulich und ruhig.

Die verstreuten Weiler und Höfe

setzen in der weissen Landschaft

kontrastreiche Punkte

und sind Zeitzeugen der Besiedelung

des Safientals durch die Walser.

Bereits um 1300 begannen deutschsprachige

Walser das Tal zu besiedeln

und errichteten ihre Häuser so, dass rund ­

herum jeder seinen Grund und Boden

zur Bewirtschaftung hatte. Daraus ergab

sich die für Walser Streusiedlungen typische

Distanz von einem zum anderen

Wohnhaus. Die Abgeschiedenheit des

Tales bedeutete damals aber auch, dass

der Kontakt zur Aussenwelt im Winter

bescheiden war. Und deshalb ging man

alles mit der Ruhe an. Diese Entschleunigung

ist im Safiental bis heute spürbar.

DER SOLARSKILIFT

INNOVATION IM BERGDORF

Im kleinen und familiären Bergdorf

Tenna findet man eine weltweit beachtete

Innovation den Solarskilift. Der 450

Meter lange Lift befördert Skigäste ökologisch

mit eigenem Solarstrom. Auf den

beiden Tragseilen über dem Lifttrassee

sind 82 Solarwings mit je 3 Panels montiert,

welche stets dem Sonnenstand folgend

Strom produzieren. Dabei wird sogar mehr

Strom generiert, als der Liftbetrieb selbst

verbraucht, und es kann überschüssige

Energie ins Netz der lokalen Elektrizitätsversorgung

eingespiesen werden. Drei

Pisten sorgen auf insgesamt 4,5 Kilometern

für abwechslungsreiche Abfahrten, und

auf dem Schneespielplatz können auch

die Kleinsten den Schnee und das

Skifahren entdecken.

PARADIES NICHT NUR

FÜR SKITOURENFAHRER

Hohe und teilweise schroffe Bergzüge

grenzen das Tal gegen Osten und Süden

ab und verleihen dem Safiental ein wildromantisches

Landschaftsbild. Diese

Landschaft zieht jeden Besucher und

jede Besucherin in den Bann leise und

ruhig, aber voller Kraft und Energie.

Die weiten nach Ost geneigten Hänge

im hinteren Safiental lassen sodann

jedes Skitourenfahrer­Herz höher

schlagen. Eine weisse Pracht, so weit

das Auge reicht. Dementsprechend

vielseitig sind die Skitouren­Ziele. Hänge

zwischen 1200 und 3000 Meter ü. M.

laden zu leichten bis ziemlich anspruchsvollen

Touren ein.

Ideale Ausgangspunkte für Skitourenerlebnisse

sind Safien Platz, Camana und

Thalkirch. Hier liegen dem Alpinisten

die schönsten Tourenziele sprichwörtlich

zu Füssen. Da und dort kreuzt man am

frühen Morgen Tierspuren, und mit

etwas Glück kann man Gämsen, Rehe,

Hirsche und Steinböcke beobachten.

Auch lohnt sich zwischendurch ein Blick

in die Lüfte, wo manchmal Adler am

Himmel ihre Kreise ziehen.

Das Safiental ruhig und beschaulich

bietet neben Natur und Erholung

auch ein vielfältiges Wintersportangebot.

42 NATURZYT


Blick ins Safiental

(Foto: Stefan Schlumpf)

Familienfreundlicher

Solarskilift in Tenna

(Foto Safiental Tourismus)

Winteridylle im Safiental

(Foto Barbara Steinmann)

Der Schneeschuh wanderer findet viele

attraktive Trails, und beim Schlitteln,

Langlaufen oder Winterwandern taucht

man ein in die unverfälschte Natur. Und

genau diese grandiose Kulisse macht

das Tal zu einem speziellen Flecken Erde.

Die Zeit wird relativ und im Vordergrund

stehen Genuss, Erholung und Muse, sich

dem Takt des wildroman tischen Tals

hinzugeben.

RELATIVE ABGESCHIEDENHEIT

Egal, wo man Halt macht, ob man aktiv ist

oder einfach die Ruhe geniesst, in der

Region SafientalRheinschlucht taucht

man ein in eine kleine Welt ohne Hektik

und Lärm. Und das Gute daran: Obwohl

man sagt, das Safiental sei abgelegen,

ist es nur einen Steinwurf entfernt von

Zürich, Chur oder Flims/Laax.

Text Safiental Tourismus

Paradies für Ski- und

Schneeschuhtouren

(Foto Safiental Tourismus)

Winterangebote und -erlebnisse

• Vollmond-Schlitteln mit Fondueplausch in Brün (Januar und März)

• Schneeschuhplausch (13. Januar)

• Kulinarische Sternguckertour mit Schneeschuhen (5. Januar/ 29. März)

• Wintervergnügen mit Iglubauen (jeden Samstag im Januar und Februar)

• Schneeschuhtour mit Kulinarikgenuss (9. und 16. Februar)

• Nachtskifahren am Solarskilift (jeden Mittwoch Ende Dezember bis Mitte März)

• Skitouren mit einheimischen Bergführern (Dezember bis März)

Daten und Detailinformationen finden Sie unter www.safiental.ch

NATURZYT 43


Verschneite

Winterlandschaft

am Talalpsee, Glarus

Nord / Kerenzerberg

SCHNELL HERUNTER-

FAHREN AUFTANKEN

IN DER GLARNER NATUR

Unberührte Schneelandschaften und Sonnenschein selbst in tiefen Lagen:

Die Glarner Natur lädt auf dem Weg durch die kalte Jahreszeit zu einem Schauspiel

der Extraklasse ein. Stark macht das kontrastreiche Glarnerland auch die schnelle

Erreichbarkeit seines gewaltigen Naturraums.

Die Glarner Gipfel ragen weit

über 3000 Meter ü. M. in die

Höhe. Vom quirligen Tal boden

auf 450 Metern ü. M. gehts

im Nullkommanichts in ein natürliches

Erholungsgebiet der besonderen Klasse.

Das Glarnerland ist zum Beispiel ab

Zürich HB mit der S25 in 60 bis 90 Minuten

erreichbar. Mit mehreren, verschieden ausgestalteten

«Winter­Quickies» lässt es

sich im Glarnerland schnell und einfach

herunterfahren. Es handelt sich dabei

um Kurzaufenthalte voller touristischer

Höhepunkte in den Erlebnis­ und Ferienregionen

Braunwald, Elm, Glarus Nord

und Glarus Stadt. Wer das Glarnerland

auf eigene Faust entdeckt, trifft auf vielfältige

Möglichkeiten, seine Depots mit

Erholung und Aktivität aufzutanken.

Schneeschuhtouren und Winterwandern

im Glarnerland führen mitten

in ein Wintermärchen. Hoch an die

Sonne in die Weissenberge oder den

Freiberg Kärpf, zum Ämpächli in Elm,

zum Grotzenbüel in Braunwald und

zum Habergschwänd auf dem Kerenzerberg

fahren Luftseil­ und Sesselbahnen

mitten in unberührte Winterlandschaften.

Wer seiner Tour noch mehr

Genuss verleihen will, findet auch mit

Kulinarik kombinierte Angebote.

Schlittelspass ist im Glarnerland

schier grenzenlos. Von der rasanten

Schlittelbahn über romantisches Nachtund

Vollmondschlitteln bis zum Schlitteltag

für die ganze Familie sorgen die

Glarner Schlittelbahnen vom Ämpächli

nach Elm, von den Weissenbergen

nach Matt, vom Habergschwänd nach

Filzbach und in Braunwald für jede

Menge Spass, Lach­ und Bauchmuskeltraining.

Dank bequemen Bergbahnfahrten

geniessen Schlittelfans eine Fahrt

nach der anderen, legen eine Pause

mitten in der verträumen Winterlandschaft

oder beim gemütlichen Fondue­

oder Racletteplausch ein und freuen

sich auf die letzte Abfahrt oder legen

gleich noch eine drauf.

Skifahren und Snowboarden stehen

in den Wintersportgebieten Braunwald

und Elm besonders hoch im Kurs. Mit

40 und 32 Pistenkilometern haben die

beiden familien­ und gruppenfreundlichen

Gebiete eine überschaubare Grösse.

Geheimtipp­Charakter hat der Skilift

Schilt in Glarus Nord mit zwei Anlagen,

sechs Pistenkilometern und atemberaubender

Aussicht. Auf Langlaufskis

lässt sich das Glarnerland auf den

Loipen «Töditritt», Matt/Engi, Elm

und Riedern erleben.

Eisgeschichten entstehen im

Glarnerland besonders in Lagen mit

wenig Wintersonne. Eiszeit herrscht

nicht selten ab Ende Januar mit «See ­

gfrörni» auf Gewässern wie dem Klöntalersee

bei Glarus, dem Oberblegisee

44 NATURZYT


Familienschlitteln

in Braunwald

Schneeschuh-Paradies

Weissenberge, Elm Ferienregion

bei Braunwald oder dem Talalpsee bei

Filzbach. Nach Freigabe der Behörden

ist auch Schlittschuhlaufen möglich. Im

Kantonshauptort ist ab diesem Winter

neu Schlittschuhlaufen auf dem überdachten

Kunsteisfeld angesagt. Besonders

nah zur Natur geht’s beim Eisfischen

auf dem Mettmensee im Freiberg Kärpf.

20 MAL GRATIS INS

GLARNERLAND REISEN

So beginnt die Ferienvorfreude schon bei

der Anreise: Buchen Sie eines von 20 Über ­

nachtungsangeboten und Ihr Gastgeber

schenkt Ihnen die An­ und Rückreise mit

dem öffentlichen Verkehr in Ihre Glarner

Ferienregion. Das Gratis­ÖV­Angebot

gilt für Aufenthalte ab zwei Übernachtungen

in den folgenden Betrieben.

Glarus Nord und Kerenzerberg:

Hotel Kerenzerberg, Seminarhotel Lihn,

linth­arena sgu, Seminar­ und Erlebnishotel

Römerturm

Glarus und Klöntal: Hotel Stadthof,

Hotel Rhodannenberg

Elm Ferienregion: B&B Speichenhoschet,

Berghotel Bischofalp, Berggasthaus

Edelwyss, Ferienhaus Gfell,

Gasthaus Segnes, Hotel Elmer

Tipp:

Bekannt ist das Glarnerland für seine Sonnenereignisse im Martinsloch bei Elm.

Kaum weniger faszinierend sind die Sonnenereignisse im Mürtschenloch

auf dem Kerenzerberg. In Obstalden ist das Phänomen vom 21. bis 24. Januar

und in Mühlehorn am 1./ 2. Februar zu beobachten.

Braunwald-Klausenpass: Adrenalin

Backpackers Hostel, Märchenhotel

Bellevue, Hotel Cristal, Chalet Führli,

Ortstockhaus, Chalet Träumli, Waldhaus

Braunwald.

Fotos Samuel Trümpy Photography,

Sportbahnen Kerenzerberg

So einfach geht’s:

Auf glarnerland.ch «ÖV-Anreise

geschenkt» die gewünschte Region

anklicken, Unterkunft aussuchen,

mit dem Buchungscode «ÖV geschenkt»

Ferien buchen und sicher

ankommen. Information und

Buchung: www.glarnerland.ch,

Telefon +41 55 610 21 25,

info@glarnerland.ch

NATURZYT 45


MAGISCH RUHIGE ORTE

NAH AM PULS VON INTERLAKEN

Es ist völlig unlogisch und gerade deshalb so unbeschreiblich schön:

eine Kajaktour mitten im Winter auf dem Brienzersee. Und hinter den Bergen,

ob Habkern und Beatenberg, warten Naturerlebnisse der Extraklasse.

Flaches Wasser mit einem einmaligen

türkisen Stich, frisch

verschneite Bergflanken bilden

die grossartige Kulisse. Die

Szenerie wird dominiert von Weiss­ und

Blautönen. Schier skurril und dennoch

keineswegs deplatziert wirken die gelben

Kajaks mittendrin. Dazu diese erstaunliche

Ruhe, nur die sanften Paddelschläge

lösen ein feines Plätschern aus.

Es hat etwas Mystisches an einem

Wintermorgen auf dem Brienzersee.

WINTERKAJAK DAS ABENTEUER

FÜR GENIESSER

Die Temperaturen sind tief, so tief, dass

schon der Gedanke, in einem Kajak

auf den Brienzersee hinauszufahren

beinahe frösteln lässt. Glücklicherweise

ist es nur der Gedanke. Die Kleidung

ist speziell für Wintertage auf oder am

Wasser entwickelt worden. Erprobte

Seeleute im hohen Norden zählen

auf sie. Sie ist angenehm, warm und

absolut wasserdicht. Man würde sogar

im Wasser kaum frieren, heisst es.

Doch so weit soll es nicht kommen. Zu

schön ist es, im Kajak mitten im Winter

auf dem Brienzersee dahingleiten zu

können. Zu überraschend ist das erstaunlich

sanfte Abenteuer. Zu spektakulär ist

die pittoreske Szenerie mit der zu dieser

Jahreszeit lieblich in den See fliessenden

Lütschine und dem Panorama vom

Interlakener Hausberg Harder über den

Brienzergrat bis zum Brienzer Rothorn

und auf der anderen Seeseite zurück

über Laucherhorn und Schynigen Platte.

Ein Naturerlebnis, das einen prächtigen

Kontrast zum pulsierenden

Touristenort Interlaken bietet. Und

das nur zwei Kilometer davon entfernt,

direkt bei der Bushaltestelle Bönigen­

See. Winterkajak auf dem Brienzersee:

Es hat etwas Meditatives, etwas

Unbeschreibliches, etwas hier nicht

Erwartetes.

SCHNEESCHUHLAUFEN

DER GEHEIMTIPP LOMBACHALP

Für viele eine Überraschung ist auch

die Lombachalp. Nur eine halbe Stunde

von Interlaken entfernt, liegt sie auf

1559 Metern ü. M. inmitten einer der

grössten zusammenhängenden Moorlandschaften

der Schweiz. Wenn der Schnee

diese unberührte Landschaft einhüllt,

46 NATURZYT


Leicht und leise. Im Winter sind

Kajakfahrer praktisch allein

auf dem Brienzersee unterwegs.

Eines der zahlreichen einzig artigen Alpenpanoramen in

der Region Interlaken: der Blick vom Niederhorn, dem

Hausberg von Beatenberg, auf Eiger, Mönch und Jungfrau.

Nur wenige Kilometer von Interlaken entfernt

beginnt eine unberührte Natur, die zum

Schneeschuhwandern und Lang laufen einlädt.

ist für das Gebiet zwischen Hohgant

und Augstmatthorn mit Fug und Recht

der Begriff Winterwunderland erlaubt.

Dieses ist insbesondere auf einer der

fünf markierten Schneeschuhrouten

ein echter Geheimtipp. Dabei müssen

Naturliebhaber nicht enorm weit gehen,

um echte landschaftliche Highlights

zu erleben.

Die «kleine Runde» dauert rund

1,5 Stunden, doch um so richtig in die

Winterlandschaft einzutauchen, reichen

wenige Schritte. Kurz hinter dem Ausgangspunkt

am Lägerstutz führt die

Schneeschuhroute durch ein kleines

Wäldchen. Unmittelbar dahinter öffnen

sich weite Lichtungen. Etwas weiter oben

ziert eine Alphütte, die sich quasi im

Winterschlaf befindet, das Landschaftsbild

am Wegrand Richtung Winter röscht.

Das ist das erste Ziel auf der Rundwanderung.

Dort oben öffnet sich ein

unbeschreiblicher Ausblick auf die

Lombachalp und ihre Moorlandschaft

Richtung Kemmeriboden zur einen

und Habkern und die Berner Oberländer

Bergwelt entlang des Thunersees

zur andern Seite. Noch immer ist dies

ein echter Geheimtipp.

NIEDERHORN DER ERLEBNISBERG

FÜR DIE GANZE FAMILIE

Wohl kein Geheimtipp mehr, aber deswegen

nicht minder schön ist das

Niederhorn oberhalb vom Beatenberg.

Dort oben dauern Winterwanderungen

eher etwas länger. Das Panorama mit

Eiger, Mönch und Jungfrau, umrahmt

von den Berner Oberländer Viertausendern

sowie unten im Tal Thuner­ und

Brienzersee, lässt alle Herzen von

Naturliebhabern höherschlagen. Auch

Kindern dürfte es kaum langweilig werden.

Schlittel­ und Skipisten stehen bereit.

Die Beatenberger Skilehrer helfen

mit wertvollen Tipps jenen, für die

das Skifahren noch mehr Krampf als

Fun ist. Schliesslich sollen auf dem

Niederhorn alle die eben beschriebene

berühmte und von hier aus besonders

imposante Bergwelt geniessen können,

auf welchen Pfaden, Pisten und Geräten

auch immer.

Text/Fotos Christoph Leibundgut,

Interlaken Tourismus

NATURZYT 47


EINZIGARTIGE NATURPHÄNOMENE UND

ROMANTISCHER WINTERZAUBER

Das Lötschberger-Land im Berner Oberland und Oberwallis beheimatet

wildromantische und ursprüngliche Landschaften. Mit dem RegioExpress

Lötschberger gelangt man bequem und schnell in die unberührte Natur.

Ob entspannt und genussvoll

oder actionreich und rasant,

im Lötschberger­Land findet

sich für jeden Geschmack

der passende Ausflugstipp. Im bodenständigen

Berner Oberland mit seinen

heimatverbundenen Bewohnern sowie

im urigen Oberwallis, wo gemäss den

Einheimischen jeden Tag die Sonne

scheint, kann man dabei aussergewöhnliche

Naturspektakel entdecken. Gerade

im Winter, wenn die Landschaft von einer

dicken Schneeschicht bedeckt ist, das Eis

im Sonnenlicht glitzert und die frische

Luft klirrend kühl ist, bietet die Natur

so manches sehenswerte Schauspiel. Da

lohnt es sich, sich warm anzuziehen, in

den Zug zu steigen und das Lötschberger­

Land zu entdecken.

ABSEITS DER MASSEN

Spass in unberührter Natur verspricht

ein Schlittelausflug nach Jaun. Hier

führt der längste Schlittelweg der Region

Freiburg auf insgesamt sechs Kilometern

durch eine idyllische Winterlandschaft

mit verschneiten Wäldern und bietet

rasante Abfahrten für die ganze Familie.

Zum Schlittelweg gelangt man bequem

mit dem Sessellift Gastlosenexpress, bei

dessen Talstation auch Davoser oder

Rodelschlitten gemietet werden können.

Kulisse für den Schneeplausch bietet die

markante Bergkette der Gastlosen. Wer

seinen Ausflug im Februar plant, kommt

mit etwas Glück in den Genuss eines

Naturspektakels. Inmitten der Gastlosen

befindet sich ein Felsentor, das sogenannte

Grossmutterloch. Jeweils um den 5. Februar

kann man bei richtigem Standort, guten

Witterungsverhältnissen und der richtigen

Tageszeit das Durchscheinen der Sonne

durch das Loch beobachten. Ein spektakuläres

und unvergessliches Naturphänomen!

Mehr unter: bls.ch/jaun

GEWALTIGE NATUR

Das UNESCO­Welterbe Swiss Alps

Jungfrau­Aletsch zeichnet sich aus

durch imposante Bergketten, urige Täler

und das grösste zusammenhängende

vergletscherte Gebiet der Alpen. Es

umfasst auf 824 Quadratkilometern

nahezu die gesamten Berner Hochalpen.

Rund 90 Prozent seiner Fläche sind

von Fels und Eis bedeckt. Zentrum

des Welterbes bilden Eiger, Mönch und

Jungfrau mit der Gletscherlandschaft

rund um den Grossen Aletschgletscher.

Die vielfältigen und unterschiedlichen

Landschaften und Ökosysteme zeichnen

diese einzigartige Region aus. Doch

die Alpen, ihre Wiesen und Weiden sowie

Bräuche, Dialekte und ihre Kultur sind

in Gefahr. Die Landwirtschaft in den

Berggebieten ist am Aussterben, und

durch den Klimawandel schmelzen

die Gletscher, was zwingend Veränderungen

und neue Herausforderungen

mit sich bringt. Genau mit diesen

Themen setzt sich die Ausstellung im

World Nature Forum in Naters auseinander.

Spannende Filme, interaktive

Erlebnisstationen, Infografiken und

Artefakte geben einen Einblick in das

48 NATURZYT


Das UNESCO-Welterbe

Swiss Alps Jungfrau-Aletsch

mit imposanten Bergketten

und urigen Tälern

Ein Ausflug an den

Blausee ist zu jeder Zeit

ein sinnliches Erlebnis.

Schlitteln vorbei an der

markanten Bergkette der

Gastlosen mit dem Felsentor,

dem Grossmutterloch.

UNESCO­ Welterbe Swiss Alps Jungfrau­

Aletsch. Das Besucher­ und Kongresszentrum

zeigt die Geschichte sowie

die einmalige Natur­ und Kulturlandschaft

dieser hochalpinen Region.

Highlight für die Besucher ist der

grosse Panorama raum, in dem auf einer

100 Quadratmeter grossen Leinwand

nie gesehene Filmszenen aus dem

UNESCO­ Welterbe gezeigt werden.

Mehr unter: bls.ch/wnf

ROMANTIK PUR

Eine märchenhafte Stimmung erlebt, wer

dem Blausee im Berner Oberland am

9. oder 10. Dezember 2017 einen Besuch

abstattet. Dann findet bereits zum fünften

Mal der beliebte Weihnachtsmarkt

«Winterzauber» statt. Rund 50 regionale

und überregionale Partner präsentieren

ihre Produkte an den Ständen in der

idyllischen Umgebung am See. Durch

den bewaldeten Naturpark schlängeln

sich romantische Wege, und der beleuchtete

See verwandelt die Landschaft in eine

winterliche Märchenwelt. Ein Ausflug an

den Blausee ist aber zu jeder Zeit ein sinnliches

Erlebnis. Die mystische Naturlandschaft

schafft eine ruhige und entspannte

Atmosphäre. Im kleinen Grandhotel

sorgt das Angebot «Spa & Dine»

für eine kurze Auszeit vom hektischen

Alltag. Dabei kann man, wahlweise

mittags oder abends, den Spa­Genuss

mit einem Apéro am Cheminée sowie

einem 3­Gang­Menü im Restaurant

verbinden.

Mehr unter: bls.ch/blausee

Text/Fotos BLS

BLS Mobil App

Die App der BLS ermöglicht Fahrplanabfragen

und Ticketkäufe in Form

eines Chats. Dabei muss einfach die

gesuchte Verbindung eingetippt

werden und man erhält umgehend

die gewünschte Infor mation. Witziges

Detail: Die App ist ausser auf Deutsch,

Französisch, Italienisch und Englisch

auch auf Berndeutsch verfügbar!

Exklusiv über die BLS Mobil App ist die Spar tages karte ab CHF 29.00

erhältlich. Je früher Sie buchen, desto günstiger reisen Sie.

Mehr unter: bls.ch/mobil.

NATURZYT 49


SAVOGNIN BIVIO

In eine verschneite Bergwelt eintauchen, den Tierspuren an der frischen

Bergluft folgen und das Glitzern des Schnees in der Sonne geniessen.

Winter in der Region

Savognin Bivio ist

ein Naturerlebnis der

besonderen Art. Es

gibt nicht nur Pisten zu entdecken oder

Winterlandschaften bei einer Schlittenfahrt

zu erleben. Ein naturnahes Erlebnis

für Gross und Klein ist die Skateline

Albula. Mit Schneeschuhen an den Füssen

lassen sich Hügel, Wälder und verschneite

Berge einmal ganz anders entdecken.

TIERISCH UNTERWEGS

Erlebe eine ganz spezielle und tierische

Winterwanderung zwischen Salouf

und Riom. Zusammen mit den Alpakas

Orix und Lolitha sowie drei Eseln

beginnt ein besonderes Abenteuer

für die ganze Familie. Zuerst werden

die Tiere gepflegt und gesattelt. Dann

beginnt der gemeinsame und gemütliche

Winter spaziergang in einer

verzauberten Berg welt. Bei einem

kleinen Zwischen halt stärkt man sich

mit einer haus gemachten heissen

Schoko lade und Süssigkeiten, bevor es

aufgewärmt zurück nach Riom geht.

WANDERN IM SCHNEE

Die Landschaft rund um das Hochplateau

Alp Flix bietet ein spezielles Erlebnis

mit tief verschneiten Ebenen und klaren

Sternennächten. Eine Winterwanderung

kombiniert mit einem Besuch in einem

der zwei urchigen Gasthäuser ist ein

kleiner Geheimtipp. Leichte und

aussichtsreiche Winterwanderwege

führen durch die Region und den

grössten Naturpark der Schweiz, den

Parc Ela. Dieser liegt in einer vielseitigen

Landschaft um die Alpenpässe

und bietet ursprüngliche Natur, intakte

Dörfer und gelebte Kultur in den drei

Kantonssprachen Romanisch, Italienisch

und Deutsch. Was gibt es Schöneres als

eine Winterwanderung durch verschneite

Bergwälder bei frischer Bergluft?

WILD IN FREIER NATUR

Wenn es langsam eindunkelt, beginnt

der gemütliche Spaziergang in Salouf

unter sachkundiger Führung von

Marcel Züger. Er weiss, wo sich um

diese Jahreszeit die Hirsche beobachten

lassen, und weiss auch vieles über diese

zu erzählen. Hier staunen nicht nur

Kinder, auch Erwachsene lernen viel

dazu. Mit etwas Glück begegnet man

auf dem ca. 1,5-stündigen Ausflug

Fuchs, Dachs oder Hase.

50 NATURZYT


ADVERTORIAL

Winter in der Ferienregion Savognin

Bivio ist für die ganze Familie ein Naturerlebnis.

Ab der ersten Übernachtung

hat man mit der Ela Card freien Eintritt

zu den Natur eisfeldern in Savognin

und Bivio sowie freie Fahrt mit dem

Postauto von Salouf bis zum Julierpass.

Mehr zur Gästekarte unter

www.savognin.ch/ela-card.

Text / Foto

Savognin Tourismus im Surses

Schneeschuhwandertage im Hotel Post, Bivio

Wandern Sie mit dem Schneeschuh-Wanderleiter Sep Antona Bergamin durch

die verschneite Landschaft rund um Bivio. Das Hotel Post bietet Ihnen Frühstück

zu jeder Morgenstunde an. In der Sauna oder im Dampfbad können Sie sich

nach der Tour entspannen und in der gemütlichen Arvenstube bei einem schmackhaften

4-Gang-Abendessen den Tag ausklingen lassen.

3 Übernachtungen im 3*-Hotel Post in Bivio inkl. Halbpension und

3 geführte Wanderungen mit einem Schneeschuh- Wanderleiter ab CHF 700.00

pro Person: 08.12 11.12.2017, 25.01 28.01.2018, 09.02 12.02.2018,

25.02 28.02.2018, 15.03 18.03.2018.

Buchbar unter www.savognin.ch/angebote

NATURZYT 51


Letztes Abendlicht im Sihlwald

Naturwärts auf den Spuren der Natur

Der Zauber einer

52 NATURZYT


Frostige

Abendstimmung

am Belchen

NATUR ERLEBEN

Winterlandschaft


Wintertraum

am Berninapass

Nachdem sich die letzten Herbstfarben aus der Landschaft

verabschiedet haben, steigt bei mir die Vorfreude

auf den bevorstehenden Winter. Dann hoffe

ich jeweils auf schneereiche, kalte Tage, um die winterliche

Landschaft von ihrer schönsten Seite abzulichten.

Das reduzierte winterliche Landschaftsbild bietet unzählige

grafische Motive und nimmt die warmen Farben des Morgen­ und

Abendlichts perfekt auf. Die Herausforderung besteht dann

darin, unberührte Szenen zu finden, welche oft nur für eine

kurze Zeit bestehen.

Winterbiwak

im Berner Oberland

Text / Fotos Tobias Ryser

54 NATURZYT


NATUR ERLEBEN

Zauberhafter Wintertag

im Gantrischgebiet

Der Autor

Tobias Ryser arbeitet neben seiner Tätigkeit

als Ranger in einem Auenschutzgebiet von

nationaler Bedeutung als selbstständiger

Fotograf mit Schwerpunkt Natur- und

Landschaftsfotografie. Auf der Suche nach

dem perfekten Moment legt er grossen

Wert auf eine ästhetische Bildkompo sition

und atemberaubendes Licht.

Mehr Informationen unter:

www.tobias-ryser.ch

www.naturwaerts.ch


Die imposanten Lofoten, eine

Gebirgskette, die bis 1000 Meter

aus dem Meer ragt. Ob sich hier

auch Trolle verstecken?

Norwegens Küsten

Im Land der Trolle

Wohl kaum ein anderes

Land Europas hat eine

so spannende und

abwechslungsreiche

Küste vorzuweisen wie Norwegen. Dabei

sind auf sage und schreibe 2650 Kilometern

Länge nahezu alle Landschaftsarten vertreten,

die man sich am Meer vorstellen

kann: Klippen, Schären, Sandstrände,

Dünen, Gezeitenstrände und Ebenen.

Die Natur wechselt ihr Aussehen teilweise

innerhalb weniger Kilometer. Ihr Charakter

reicht dabei von idyllisch bis schroff.

Zuweilen wähnt man sich aber auch

in die Unterwelt versetzt, wenn Nebelschwaden

raue Berge und Felsen umwallen.

Entlang der Küste gibt es jedoch nicht

nur tolle Landschaft, sondern gleichwohl

auch idyllische Orte. Überall trifft man

auf kleine, meist rote Holzhäuser, die

sich beharrlich gegen den Wind stemmen.

Die Reise beginnt in Bergen mit der

Hurtigruten, der «schnellen Route», auf

welcher seit 1898 Post­ und Frachtschiffe

unterwegs sind, und führt dann in den

Norden bis zu den letzten Aussenposten

der Zivilisation und zurück.

Die Königsstadt Trondheim wurde

997 vom Wikingerkönig Olav Tryggvason

gegründet und ist nach Olso und Bergen

die drittgrösste Stadt des Königreiches.

Wir gehen Richtung Nedre Elvehavn,

Mollen Berg und Bakk Landet. Diese Altstadtquartiere

sind zauberhaft, und wir

könnten dort stundenlang foto grafieren,

in den Cafés verweilen und dem ruhigen

Schlendern der Fussgänger zusehen. Die

ältesten Speicherhäuser stammen aus

dem 18. Jahrhundert. Sie lassen erahnen,

wie die Frontseite zum Fluss früher aussah.

Waren konnten direkt vom Wasser

aus in die Lagerhäuser (Bryggene) gebracht

werden. Die Gamle Brybo oder Old Town

Bridge führt über den Nidelva, welchem

der Dom einen Namen verdankt: «Nidarsdom».

Er ist als weltweit nördlichste

gotische Kathedrale bekannt. Im Jahr

1300 wurde der Dom in seiner vollen

56 NATURZYT


Lofoten: Blick von

der Sildpollnes Kapelle

gegen Süden.

NATUR ERLEBEN

Auf dem Weg zum Berg

Torghatten begegnen

wir dem Wasserfall

Sieben Schwestern.

Pracht fertiggestellt als Hommage an

König Olav, welcher das Christentum

in Norwegen einführte.

WILDROMANTISCH UND

MAJESTÄTISCH

Am kommenden Morgen überqueren wir

den Polarkreis. Dieser nördliche Breitenkreis,

ab welchem die Sonne in den

Tagen der Sonnenwende gerade nicht

mehr auf­ beziehungsweise untergeht.

Nach einem kurzen Besuch an Bord von

Neptun, dem Herrscher der sieben Meere,

zeichnen sich am Horizont bereits die

bis zu 1000 Meter hohen Gebirgsketten

der Lofoten ab welch ein erhabenes

Gefühl, diesen imposanten Schneebergen

entgegenzufahren. Der Charme der

Lofoten spiegelt sich in den malerischen

Fischerdörfchen mit wildromantischer

Atmosphäre, majestätischen Granitfelsen

und weissen Sandstränden wider.

Beim Andocken in Bodø nehmen wir

an einem Busausflug zum stärksten

Gezeitenstrom der Welt teil. Wir haben

Glück, der Mond hat die Tiden optimal

für uns eingerichtet, und wir sehen,

wie das Wasser mit einer Geschwindigkeit

von bis zu sagenhaften 40 km/h

durch den Saltstraumen schiesst. Durch

einen 2,5 Kilometer langen und etwa

150 Meter breiten Sund strömen im

Wechsel der Gezeiten fast 400 Millionen

Kubikmeter Wasser zwischen dem Yttre

(äusseren) Saltfjord und dem Skjerstadfjord

hin und her.

In der Nacht navigiert das Schiff

durch den engen Raftsund. Anschliessend

geht es via die grösste norwe gische

Insel Hinnøya über Finnsnes nach

Tromsø. Diese Stadt war das Tor zum

arktischen Meer und schon in der

Vergangenheit Ausgangspunkt zahlreicher

Polarexpeditionen.

AM ENDE DER WELT

Das Nordkap, welches bei 71° 10’ 21’’

nördlicher Breite aus dem Ozean ragt,

NATURZYT 57


Sonnenuntergang am

Nordkap ein ganz

aussergewöhnliches

Erlebnis.

erreichen wir bei einem Ausflug am

kommenden Tag. Von Honnigsvåg aus

steigen wir in den Bus und fahren 33 Kilometer

durch wunderbare schnee bedeckte

Landschaft. Die letzten 13 Kilometer fahren

alle, die zum Nordkap möchten, hinter

einem Schneepflug her. Somit wird sichergestellt,

dass der einspurige Weg ausreichend

befahrbar ist. Auf dem 307 Meter

hohen Plateau bekommt man das unbeschreibliche

Gefühl, am Ende der Welt zu

sein obwohl der geografische Nordpol

immer noch rund 2000 Kilometer entfernt

liegt. Das Kap wird mit einem

grossen Globus gekennzeichnet. Samen

besiedeln diesen Teil Norwegens, um die

Tradition der Rentierzucht zu erhalten,

welche nur von Lappen gezüchtet werden

dürfen. Wir haben bei unserem einstündigen

Aufenthalt alle vier Jahreszeiten

mit Schnee, Wind, Nebel und Sonne erlebt.

Am nächsten Tag kommen wir in

Kirkenes an, welches 30° östlicher Länge

liegt. Das ist östlicher als zum Beispiel

Istanbul oder St. Petersburg.

Mit dem Verlassen von Kirkenes

Richtung Vardø schlägt das Wetter

um. Jetzt sehen wir die Häfen, welche

nordwärts nachts angelaufen wurden,

auch bei Tag. Die zum Teil mit Nebel

behangenen Bergketten und Fjorde ergeben

Kulissen, wie sie in der beliebten

Fantasy­Staffel «Games of Thrones»

vorkommen. Wir erreichen Hammerfest,

wo eisige Winde den Schnee über

die Strassen treiben. Das Prädikat der

nördlichsten Stadt der Welt macht

diese nicht wirtlicher. Um den Handel

mit Russland zu optimieren, wurde sie

1789 gegründet. Die Reise durch den

Lyngenfjord entlang der gleich namigen

Alpen stellt den Mittelpunkt der Fahrt

Richtung Tromsø dar.

NAHE DEN TROLLEN

Heute stehen die zauberhaften Inselgruppen

Vesterålen und Lofoten auf dem Programm.

Die Fahrt führt zunächst durch

die ausgebaggerte Fahrrinne Risøyrenna,

welche einzig für die Hurtigruten angelegt

wurde, um die «Binnenfahrt» durch

die Inselgruppe zu ermöglichen. Nach

einem kurzen Halt in Stokmarknes gleiten

wir durch den engen Raftsund, die Wasserstrasse

zwischen Vesterålen und Lofoten,

und fahren vorsichtig in Richtung des

kleinen, zwei Kilometer langen Trollfjords

nach dem unser Schiff getauft

wurde. Der Trollfjord ist ein Seitenarm

des Raftsunds. Der Name leitet sich von

den Trollen, den Zauberwesen der nordischen

Mythologie, ab. Die Einmündung

des Trollfjords in den Raftsund ist nur

100 Meter breit. Im weiteren Verlauf dehnt

sich der Fjord bis auf eine maximale Breite

von 800 Metern aus. Die Südseite des

Trollfjords wird durch den 1084 Meter

hohen Trolltindan begrenzt, an der Nordseite

steigen der knapp 1000 Meter

hohe Blåfjell und der fast ebenso hohe

Litlkorsnestinden fast senkrecht aus

dem Wasser. Beeindruckend. Wieder

überqueren wir den Polarkreis entlang

den Sieben Schwestern und dem Berg

Torghatten, welcher ein grosses Loch von

35 Metern und 160 Meter Länge aufweist.

Anschliessend passieren wir das

Vega­Archipel, welches die UNESCO als

Weltkulturerbe erkoren hat.

Die bleibenden Erinnerungen, Fotos

und Sagen haben uns überzeugt, dass

diese Reise ohne Wenn und Aber zu den

«schönsten Seereisen der Welt» gehört.

Text und Fotos Daniel Jauslin, Fotolia

Ausfahrt aus dem

Trollfjord, einem Seitenarm

des Raftsunds.


Entdecken Sie den

wunderschönen Norden Europas

auf einer unserer beliebten

Gruppenreisen nach Skandinavien

© Hurtigruten

Winterzauber 28.01. 06.02.2018

im magischen Licht

Diese winterliche Hurtigruten-Reise beginnt in Bergen und

führt bis an die russische Grenze. Tagsüber taucht bläuliches

Licht die Landschaft in eine mystische Stimmung und

nachts tanzen über Ihrem Kopf die Nordlichter. Lassen Sie

sich vom Winter an der norwegischen Küste bezaubern.

ab CHF 2480.- in einer Doppelkabine, aussen

Die Glur-Vorteile:

• erfahrene Glur-

Reiseleiter/innen

ab/bis Schweiz

• von uns zusammengestellte

Route

• viele interessante

Besichtigungen

• Verpflegung und

Ausflüge gemäss

Programm

• kleine Gruppen

© Bård Løken

Sommerlichter 08.08. 19.08.2018

über dem Polarkreis

Während 24 Stunden geht die Sonne nicht

unter und taucht die Landschaft in ständig

wechselndes Licht. Geniessen Sie dieses

Schauspiel an Bord eines Hurtigruten-Schiffes.

Besonders ausgelassen feiert man den Sommer

in Tromsø. Hier ist jede Menge los und Sie

können sich aussuchen, wie womit Sie am

liebsten die taghelle Nacht verbringen denn

schlafen können werden Sie sowieso nicht.

ab CHF 4945.-* in einer Doppelkabine, aussen

*Frühbucherrabatt bereits abgezogen

Wale und Nordlicht 15.01. 23.01.2018

Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour in den hohen

Norden. Wir suchen Orcas, die den Heringsschwärmen

in die norwegischen Fjorde folgen und sich dort gut beobachten

lassen. Die Begegnung mit den majestätischen Tieren

und der Tanz der Nordlichter werden Sie tief berühren.

ab CHF 4580.- in einer Doppelkabine, aussen

Abenteuer Polarmeer 18.05. 30.05.2018

Auf den Spuren der Polarbären

Entdecken Sie die Krone des arktischen Norwegens: Spitzbergen.

Erkunden Sie das Nordkap und das einsame

Bjørnøya sowie die berühmten Inseln der Lofoten. Erleben

Sie ein einmaliges Abenteuer in der wunderbaren Welt der

Arktis und des ewigen Eises.

ab CHF 4650.- in einer Doppelkabine, aussen

© Michael Gurantz

© Dominic Barrington

Ruska 06.09. 16.09.2018

Indian Summer auf skandinavisch

Die herrliche Färbung des Herbstlaubs, von den

Finnen „ruska“ genannt, ist ein spektakuläres Phänomen,

das die nördlichen Landschaften in kräftige,

warme Farbtöne taucht. Erleben Sie mit uns

die prachtvollen Herbsttage, eine Art melancholischer

Abschiedsgruss an die langen Sommertage.

ab CHF 4470.-* in einer Doppelkabine, aussen

*Frühbucherrabatt bereits abgezogen

Naturwunder 15.09. 23.09.2018

Islands

Auf der klassischen Route entlang von Islands

Ringstrasse lernen Sie die sehenswertesten Landschaften

in kurzer Zeit kennen. Die Reise führt Sie

zu imposanten Wasserfällen, heissen Quellen und

Geysiren, der Gletscherlandschaft um den Vatnajökull

und ins Gebiet des Myvatn-See mit seiner

einzigartigen Flora und Fauna.

Ins Land der 12.06. 22.06.2018

Mitternachtssonne

Kommen Sie mit und geniessen Sie eine faszinierende Hurtigruten-Fahrt

in Kombination mit einer Reise durch Finnisch

Lappland. In der Weite der Tundra und im Licht der

Mitternachtssonne zeigt sich Finnland von seiner schönsten

Seite. Rauer, aber nicht weniger schön, präsentieren

sich die norwegischen Fjorde und Insellandschaften.

ab CHF 4845.-* in einer Doppelkabine, aussen

V O R A N K Ü N D I G U N G

Preis auf Anfrage

*Frühbucherrabatt bereits abgezogen

Erlebnis Südschweden 27.07. 08.08.2018

Begleitet durch Hans-Joerg Zumsteg und Herrn Zimmermann

Unsere Reise führt von der Universitäts- & Bischofsstadt Lund

durch die Wald- & Seenlandschaften Schonens und Blekinges

in die Hafenstadt Kalmar, auf die einzigartige Insel Gotland,

dann landeinwärts ins Gebiet des Siljansees in Dalarna, in die

alte Grubenstadt Falun, ins wikinger- & neuzeitliche Uppsala

und in die Hauptstadt Stockholm, wo wir im Schlosstheater

Drottningholm eine Opernaufführung erleben werden. Neben

den landeskundlichen Informationen werden auch Einblicke in

Musik & Literatur ihren Platz bekommen. Preis auf Anfrage

© Hurtigruten

Buchung & Informationen:

Spalenring 111

4009 Basel

groups@glur.ch

Tel. 061 205 94 94


Liebeserklärung an die

Sie sind uns so nah. Aufrecht stehen sie uns gegenüber.

Tausendfach sprechen sie in beredtem Schweigen. Und tausendfach

können wir ihnen begegnen, mit all unseren Sinnen. Unseren

Freunden aus dem Pflanzenreich: den Persönlichkeiten Apfelbaum,

Ginkgo, Esche oder Zitronenbaum.

60 NATURZYT


Bäume

Die Birke hat die seidigste

Stimme im Baumchor. Sie

tröstet traurige Seelen

mit ihrem lichten Gesang

und summt Melodien, die Mut machen.

Jeder kann den Birkengesang erkennen,

kein anderer Baum hat diese Seide in der

Stimme. Sie gilt als Baum der Jugend,

und so hell klingt auch ihre Stimme.

Auch der Espe oder Zitterpappel kann

ich stundenlang zuhören. Sie hat den

vielfältigsten Sprechgesang unter allen

Bäumen. Jeden Hauch des Windes blättert

sie in eine Flüster­, Wisper­ und Raschelsymphonie

aus. Das Zittern ihrer Blätter

ist keinesfalls ein Zeichen von Schwäche.

Es ist vielmehr ein Beweis für die allerfeinste

Wahrnehmung ihrer Umwelt.

Das Rauschen des Nussbaums tönt für

mich wie das Wehen eines königlichen

Mantels, wie der Atem eines edlen,

grossen Tieres. Freundlich durchaus.

Aber auch Respekt heischend. Trotz

seiner ausladenden Grösse ist sein

Gesang ein kompakter Chorklang. Jeder

Baum hat seine Stimme, seinen eigenen

Windgesang. Doch Bäume sprechen

auch durch das Ächzen und Knarren

von Zweigen und das Klopfen von

Früchten. Und wenn es ganz still ist,

wie in den bulgarischen Bergen, dann

ist mir, als höre ich ihre Baumherzen

schlagen, als höre ich ihre Persönlichkeit,

ihr wahres Wesen. Sie haben uns

so viel zu sagen.

Ich liebte es, mich in den Schatten

eines Baumes zu stellen, als ich klein war.

Ich stand gern an den Baum gelehnt

und lauschte, stellte mir seine Krone

vor. Das ging nur ansatzweise. Ich hätte

seine Krone gerne bestaunt, doch ich

wusste, dass ich ihn auch als blinde Verehrerin

erfassen konnte. Gern berührte

NATURZYT 61


ich die Rinde, die so kühl war. Sie ähnelte

einer Haut, schwitzte aber nicht. Doch

weinen konnten die Bäume. Die Lärchen

zum Beispiel mit ihrem Harz. Manchmal

griff ich hinein. Den Duft liebte ich, doch

meine Finger klebten zusammen. Mein

Vater rieb meine Finger sorgfältig mit

Sprit ab, ich brauchte sie als Augen.

DER DUFT DER BÄUME

Bäume duften. Sie parfümieren sich. Die

einen mit harzigen oder balsamischen

Noten, andere mit betörenden Blütendüften.

Einer der schönsten Baumblütendüfte

ist der Lindenduft. Im Herbst riecht

das Laub nach der erfüllten Reife, nach

Klugheit ohne Hochmut, nach Sinn und

Dank. Im Sommer stehen Dunstglocken

über Föhren­ und Eukalyptuswäldern, ihr

Duft ist wie ein Klang, der sich weithin

ausschwingt. Es gibt auch Holz, das duftet.

Das Holz des Feigenbaumes riecht nach

Vanille. Und der Zimtbaum hat in Rinde,

Holz und Blatt seinen unverwechselbaren,

aromatisch scharfsüssen Duft, der die

Lebensgeister weckt und uns gleichzeitig

heiter zufrieden stimmt. Im Herbst

und Winter schätzen wir den Duft der

Früchte besonders, den Duft nach

Zitrusfrüchten, Quitten, Äpfeln und

Zur Autorin

Birnen. Sie künden vom prallen Leben

mitten in der kalten Jahreszeit.

Die Bäume haben all unseren Sinnen

etwas zu sagen. Doch das ist noch längst

nicht alles. Die Bäume sind Persönlichkeiten,

wie wir Menschen es auch sind. Die

Linde zum Beispiel ist ein Frauenbaum,

die Eiche symbolisiert den Mann. Apfelbäume

sind Märchenerzähler, die gigantischen

Sequoias wie der Grossvater per se.

Der Ginkgo ist der resiliente Überlebenskünstler,

die Lärche hält Leichtes und

Schweres in der Balance, sie ist die Verkörperung

des Sternzeichens Waage. Die

Föhre ist der Feuerbaum, der sich aufrecht

und voller Zivilcourage in den Himmel

brennt. Natürlich kann jede und jeder den

Baum als diejenige Persönlichkeit wahrnehmen,

welche sich ihm erschliesst.

STARKE PERSÖNLICHKEITEN

Bäume treten auch deshalb als Persönlichkeiten

in Erscheinung, weil sie Kontakt

aufnehmen. Weil sie in Beziehung treten.

Sie leben in Symbiose und Partnerschaft

mit Pilzen, Moosen, Flechten und Epiphyten.

Sie bieten Vögeln, Insekten und

anderen wilden Tieren Unterschlupf und

Nahrung. Sie kommunizieren untereinander

mit Duftbotschaften. Bäume sind

Yvonn Scherrer, die seit frühester

Kindheit blind ist, studierte Theologie

und Journalistik. Sie arbeitet als

Redaktorin bei Radio SRF 1

und als Aromaberaterin in ihrem

Duftatelier.

Yvonn Scherrer ist Bernerin und

lebt in Zürich.

aber keine «Gutmenschen». Sie können

auch herrschsüchtig sein, andere verdrängen,

anderen Arten vor dem Licht stehen

oder das Wasser abgraben. Es gibt sogar

Bäume, die schmarotzen, die Schlimmste

ist die Würgefeige, die ihre feinen Triebe

von oben nach unten abseilt, in der

Erde verankert, ihre Triebe nähren und

anschwellen lässt und den Baumwirt

gnadenlos erwürgt.

Den Bäumen gelingt es auch, mit uns

Menschen zu kommunizieren. Als Kind

hatte ich auf dem Schulgelände einen

Baum, der mein Freund war. Ich nannte

ihn einfach «Baum», wusste nicht einmal,

was er für ein Baum war. Er war aber

definitiv männlich, und ich ging zu ihm,

wenn ich ihn Not war, wenn ich wütend

war, mich aber beherrscht zeigen wollte.

Auch wenn ich mich einsam fühlte. Ich

stand vor ihm, strich über seine Rinde,

manchmal lehnte ich mich an ihn. Gestärkt,

getröstet und entschlossen ging

ich nach wenigen Minuten in mein

Leben zurück, er hatte die schwere Last

abgenommen.

In einem Wald fühle ich mich niemals

einsam. In einem Land ohne Bäume hingegen

ist die Einsamkeit kaum zu ertragen.

Bäume sind Persönlichkeiten, jeder Baum

ein Mikrokosmos. Da das «Abfallprodukt»

ihres Stoffwechsels Sauerstoff ist, dienen

sie ganz besonders den Menschen in

Städten und sind deshalb unbedingt

schützenswert. Doch nicht nur, weil sie

nützlich sind, sondern weil ihre Schönheit

und ihre Vielfalt unser Leben unendlich

bereichern und verzaubern.

Text Yvonn Scherrer

Fotos Virginia Knaus

62 NATURZYT


Böimig Ein Lebensbuch

Bäume wachsen uns ans Herz.

Viele Menschen haben eine

persönliche Beziehung zu

ihrem Lieblingsbaum. Auf

geheimnisvolle Weise sind die stillen

Bäume, die sich nicht bewegen können,

mit uns mobilen Menschen verbunden.

Der Baum ist uns in vielem Beispiel und

Vorbild. So verwurzelt und aufrecht

wie ein Baum wären noch manche gern.

Yvonn Scherrers Buch ist eine Liebeserklärung

an die Bäume. An das einzigartige

Wesen von Linde, Apfelbaum,

Ginkgo und weiteren 37 Baumpersönlichkeiten.

Die blinde Autorin fasst das beredte

Schweigen der Bäume in Worte und gibt

diesen faszinierenden Pflanzen ein Gesicht.

Ihren inneren Bildern stehen Zeichnungen

des Ateliers Bundi gegenüber.

Yvonn Scherrer

Böimig

Ein Lebensbuch

96 Seiten

mit 40 Zeichnungen

CHF 29.00

Cosmos Verlag,

ISBN 979-3-305-00464-5

Weitere Infos:

www.yvonnscherrer.ch

GLACIER EXPRESS

ERLEBNISREISE ZERMATT DAVOS

LEISTUNGEN PRO PERSON

Anreise täglich: 10.12. 22.12.2017

Anreise So + Mo: 07. 19.01. | 28.01. 30.03.2018

⋅ 2 Übernachtungen im Sunstar Hotel Zermatt

⋅ 2 Übernachtungen im Sunstar Hotel Davos

⋅ Fahrt mit dem Glacier Express von Zermatt

nach Davos in der 2. Klasse

⋅ Sitzplatzreservation im Glacier Express

⋅ SBB-Bahnticket ab/bis CH-Wohnort/Grenze

ab CHF 699 mit ½-Tax

INFO & BUCHUNG | Sunstar Hotels Gratis-Tel. 0800 611 611 reservation@sunstar.ch www.sunstar.ch/glacier


JEDE WILDBIENE ZÄHLT!

JEDES ABONNEMENT HILFT!

20% des Abo-Preises fliessen direkt

ins Projekt «Wildbienen schützen» von

NATURZYT

abonnieren

und gleichzeitig

Wildbienen schützen:

4 Ausgaben für nur CHF 29.50

Details zum Engagement finden Sie

auf Seite 2

Sie unterstützen unsere Wildbienen.

Sie erhalten die NATURZYT direkt

nach Hause geliefert.

Keine Kündigungsfristen, Abo-Erneuerung

erfolgt durch Zahlung der Abo-Rechnung.

Jetzt abonnieren und Wildbienen unterstützen!

4/17

Ja, ich bestelle ein Jahresabo mit 4 Ausgaben für CHF 29.50* statt CHF 31.60 am Kiosk

Ja, ich bestelle ein 2-Jahres-Abo mit 8 Ausgaben für CHF 56.50* statt CHF 63.20 am Kiosk

* 20% fliessen direkt ins Projekt «Wildbienen schützen» von wildBee.ch

Vorname

Strasse/Nr.

Telefon

Name

PLZ/Ort

E-Mail

Bestellcoupon senden an:

Knaus Marketing- & Verlagsservice, NATURZYT, Sonnhalde 37, 8602 Wangen.

Oder per Telefon 043 542 72 91 oder unter www.NATURZYT.ch/abonnieren

NATURZYT MIT LIEBE UND VERSTÄNDNIS FÜR UNSERE NATUR GEMACHT.

Weitere Magazine dieses Users