FINAL_Carrossier_01_2020
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Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong><br />
offizielle Zeitschrift<br />
RWX_Titel_<strong>Carrossier</strong>_<strong>01</strong>-<strong>2020</strong>.qxp_Layout Regionalmeisterschaften 1 15.<strong>01</strong>.20 18:12 Greco Seite Carrosserie 1 + Autospritzwerk<br />
Das Sprungbrett für die Berufs-WM Jüngster Tesla-Hochvolttechniker<br />
Unter der Lupe<br />
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RWX_Titel_<strong>Carrossier</strong>_<strong>01</strong>-<strong>2020</strong>.qxp_Layout 1 15.<strong>01</strong>.20 18:12 Seite 1<br />
Inhalt<br />
Themen<br />
1/<strong>2020</strong><br />
Februar <strong>2020</strong><br />
49. Jahrgang<br />
Offizielle Zeitschrift von carrosserie suisse<br />
Organe officiel de carrosserie suisse<br />
Erscheint 8-mal jährlich<br />
Paraît 8 fois par an<br />
Druckauflage 2500 Ex.<br />
Tirage 2500 ex.<br />
Abonnemente /Abonnements:<br />
Jahresabonnement CHF 72.–<br />
Lehrlinge / Studenten CHF 36.–<br />
Ausland CHF 99.–<br />
Einzelnummer CHF 12.–<br />
Abonnement annuel CHF 72.–<br />
Apprentis / Étudiants CHF 36.–<br />
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le numéro CHF 12.–<br />
Bestellungen / Commandes:<br />
T 058 344 95 46<br />
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Herausgeber /Éditeur responsable:<br />
carrosserie suisse<br />
Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen<br />
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Redaktion / Rédaction:<br />
Galledia Fachmedien AG<br />
Buckhauserstrasse 24, 8048 Zürich<br />
Henrik Petro, Chefredaktor<br />
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Herstellung / Production:<br />
Galledia Print AG, 9230 Flawil<br />
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Anzeigenverwaltung und Verlag<br />
Régie des annonces et Édition<br />
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Uschi Imhof, Support<br />
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Redaktionsschluss<br />
Bouclage<br />
Nr. 2/<strong>2020</strong><br />
03. April <strong>2020</strong><br />
Inhalt<br />
Editorial<br />
5 Lasst uns eine Brücke bauen<br />
Bildung<br />
6 Start der Regionalmeisterschaften<br />
7 Vom Regional- zum Weltmeister<br />
8 Das ist der jüngste Hochvolttechniker<br />
11 Carrosseriereparateur/-in EFZ<br />
12 Ausschreibung Zertifikatsprüfung<br />
14 Kursübersicht <strong>2020</strong><br />
Verbandsnachrichten<br />
16 Neujahrsapéros mit Neuigkeiten<br />
17 <strong>Carrossier</strong> Connect Nordwestschweiz<br />
18 <strong>Carrossier</strong> Connect Tessin<br />
20 Kampagnenstart gelungen<br />
22 Fachkommission Reparatur<br />
23 Personalien aus der Geschäftsstelle<br />
Technik<br />
24 Audi e-tron 55 quattro<br />
Reportage<br />
30 Porträt Spies Hecker Schweiz<br />
32 Kundenreise mit Spies Hecker<br />
33 AXA Winterthur forciert Smart Repair<br />
34 15. Tag der Schweizer Garagisten<br />
36 Wie weiter nach dem Aus für Halle 7?<br />
Aktive Branche<br />
39 André Koch AG lebt Paint & Passion<br />
40 AkzoNobel: Grünes Licht von BMW<br />
41 Camper der Zukunft<br />
42 Von Ungeduld der Kunden profitieren<br />
Rechtshilfe<br />
43 Ferienanspruch bei Teilzeitarbeit<br />
Unter der Lupe<br />
48 Carrosserie Kaufmann AG, Biberist<br />
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carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>3
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Editorial<br />
Jahresvorschau<br />
Lasst uns eine tragfähige Brücke<br />
zwischen den Kulturen bauen<br />
Ueli Müller<br />
Liebe Leserinnen, liebe Leser<br />
Mit dem Jahreswechsel ist carrosserie<br />
suisse einmal mehr in ein ereignisreiches<br />
Jahr gestartet. Und grosse Ereignisse<br />
werfen bekanntlicherweise ihre Schatten<br />
voraus. Doch der Reihe nach.<br />
In der vorletzten Ausgabe begrüsste Thomas<br />
Rentsch an dieser Stelle unsere Kollegen<br />
aus der Romandie als neue Mitglieder<br />
bei carrosserie suisse. Dass nun die<br />
Westschweiz ebenfalls zur carrosseriesuisse-Famile<br />
dazugehören wird, ist eine<br />
grosse Freude und zweifellos eine Bereicherung,<br />
werden wir doch dadurch zu<br />
einem nationalen Branchenverband.<br />
Doch nach den Feierlichkeiten ist nun viel<br />
Arbeit angesagt. Wir wollen dieses Jahr<br />
die welschen Sektionen in unsere Verbandsstruktur<br />
integrieren, die Geschäftsstellen<br />
den neuen Verhältnissen anpassen<br />
und die Verbandsadministration<br />
koordinieren und, wo möglich, zusammenführen.<br />
Dies und vieles mehr sind<br />
anspruchsvolle Herausforderungen, gilt<br />
es doch, neben den rein sachlichen Geschäften<br />
auch eine tragfähige Brücke<br />
zwischen der Deutschschweizer und der<br />
welschen Kultur zu bauen und so einen<br />
starken nationalen Branchenverband zu<br />
formen.<br />
Eine zentrale Daseinsberechtigung eines<br />
Branchenverbands besteht darin, seine<br />
Mitglieder dabei zu unterstützen, fachlich<br />
auf der Höhe und unternehmerisch erfolgreich<br />
zu bleiben. Aus diesem Grund wird<br />
ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen<br />
Verbandsaktivtäten der Ausbau unseres<br />
Kursangebots darstellen. Dazu haben wir<br />
uns auf der Geschäftsstelle neu organisiert<br />
und attraktive Kursangebote geplant,<br />
die wir im Verlauf des Jahres vorstellen<br />
werden. Wir zählen auf rege Nutzung dieser<br />
Weiterbildungsangebote.<br />
Aber auch hinsichtlich unserer Marketingaktivitäten<br />
und der Nachwuchsförderung<br />
kann sich das Jahr <strong>2020</strong> durchaus sehen<br />
lassen. In einem eigentlichen Steigerungslauf<br />
werden die besten jungen Berufsleute<br />
in unseren drei Berufen ermittelt. Den<br />
Auftakt zu diesem Selektionsreigen machen<br />
die regionalen Meisterschaften, die<br />
in den kommenden Wochen in den vier<br />
Regionen durchgeführt werden. Die erfolgreichsten<br />
Fahrzeugschlosser kämpfen<br />
dann an den Schweizer Meisterschaften,<br />
die zum zweiten Mal an den SwissSkills in<br />
Bern durchgeführt werden, um Podestplätze.<br />
Die Carrosseriespengler und Carrosserielackierer<br />
ihrerseits müssen sich<br />
dann noch bis zum Branchenevent in Thun<br />
gedulden. Dort kämpfen sie dann nicht nur<br />
um den Schweizer-Meister-Titel, sondern<br />
auch um die Ehre, die Schweiz und unseren<br />
Verband an den 46. WorldSkills Competitions<br />
2021 in Schanghai zu vertreten<br />
und die hohe Ausbildungsqualität unserer<br />
Branche in die Welt hinauszutragen. Sie<br />
werden in Schanghai in einem hochkarätigen<br />
internationalen Wettbewerbsumfeld<br />
um Medaillen oder sogar um Weltmeistertitel<br />
kämpfen. Die Chancen stehen gut und<br />
die Grundlagen dafür werden in den kommenden<br />
Wettkampfmonaten gelegt.<br />
Ueli Müller<br />
Stv. Geschäftsführer<br />
Termine und Veranstaltungen<br />
25.06.<strong>2020</strong><br />
Delegiertenversammlung<br />
carrosserie suisse, Biel<br />
09. – 13.09.<strong>2020</strong><br />
SwissSkills, BERNEXPO<br />
16. – 17.10.<strong>2020</strong><br />
Branchenevent, Thun-Expo<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>5
Bildung<br />
Regionalmeisterschaften<br />
Berufswettbewerbe<br />
Lasst die Wettbewerbe beginnen!<br />
Schon bald ist es wieder so weit: Die Nachwuchstalente der Carrosseriebranche werden sich in ihrer<br />
jeweiligen Ausbildungsrichtung an den regionalen Meisterschaften messen. In Winterthur, Ebikon, Bern<br />
und Sion werden die Kandidatinnen und Kandidaten für die Schweizer Berufsmeisterschaft evaluiert.<br />
Wer als Fahrzeugschlosser an den Regionalmeisterschaften obenauf<br />
schwimmt, qualifiziert sich für die Schweizer Berufsmeisterschaft im<br />
September an den SwissSkills.<br />
Die Carrosserielackierer/-innen (Bild) und Carrosseriespengler/-innen<br />
treten im Oktober am Branchenevent in Thun an, um den oder die Beste<br />
in ihrem Beruf zu küren.<br />
Die Teilnehmer/-innen dürfen knifflige<br />
und anspruchsvolle Aufgaben erwarten.<br />
Und die Besten der jeweiligen Region<br />
werden später an den Schweizer Meisterschaften<br />
<strong>2020</strong> teilnehmen dürfen.<br />
Für die Fahrzeugschlosser werden diese<br />
an den SwissSkills (9.9. – 13.9.<strong>2020</strong>) in<br />
Bern ausgetragen. Die Bühne für die<br />
Schweizer Meisterschaften der Carrosserielackierer/-innen<br />
und Carrosseriespengler/-innen<br />
wird der Branchenevent<br />
(17.10 – 18.10.<strong>2020</strong>) in Thun sein.<br />
Die spannenden Ausscheidungswettkämpfe<br />
starten in den Regionen jeweils ab<br />
8.00 Uhr und dauern bis 17.00 Uhr. Der<br />
krönende Tagesabschluss wird jeweils<br />
um 19.00 Uhr die Rangverkündigung sein.<br />
carrosserie suisse, die organisierenden<br />
Sektionen und vor allem die jungen Teilnehmerinnen<br />
und Teilnehmer freuen<br />
sich auf ein zahlreiches Publikum. ●<br />
Text: Bettina Brändle<br />
Bilder: carrosserie suisse<br />
Fahrzeugschlosser:<br />
Region 4 (Ostschweiz, Graubünden und Zürich) 29.02.<strong>2020</strong> Schweizerische Technische Fachschule, Winterthur<br />
Region 3 (Zentralschweiz und Tessin) 12.03.<strong>2020</strong> Ausbildungszentrum carrosserie suisse, Ebikon<br />
Region 2 (Bern, Mittelland, Aargau, Nordwestschweiz) 21.03.<strong>2020</strong> carrosserie suisse Academy, Mobil City, Bern<br />
Carrosserielackierer/-innen und Carrosseriespengler/-innen:<br />
Region 4 (Ostschweiz, Graubünden und Zürich) 29.02.<strong>2020</strong> Schweizerische Technische Fachschule, Winterthur<br />
Region 2 (Bern, Mittelland, Aargau, Nordwestschweiz) 07.03.<strong>2020</strong> carrosserie suisse Academy, Mobil City, Bern<br />
Region 3 (Zentralschweiz und Tessin) 10.03.<strong>2020</strong> Ausbildungszentrum carrosserie suisse, Ebikon<br />
Region 1 (Romandie) 21.03.<strong>2020</strong> Centre de formation, Sion<br />
6 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Bildung<br />
Thema<br />
WorldSkills<br />
Berufswettbewerbe<br />
Der Weg von der Regionalzur<br />
Weltmeisterschaft<br />
Auch ein Weltmeister hat mal klein angefangen. Und zwar mit der Teilnahme an einer Regionalmeisterschaft.<br />
Selbst wer sich nicht vorstellen kann, an den WorldSkills 2021 in Schanghai anzutreten, sollte<br />
wissen: Eine Teilnahme lohnt sich in jedem Fall – und Überraschungen gibt es schliesslich immer wieder.<br />
Am Anfang stand die Regionalmeisterschaft:<br />
Aurélie Fawer und Sandro Sägesser nach<br />
ihrer Rückkehr von den WorldSkills in Kasan<br />
(2<strong>01</strong>9)<br />
Am 27. August 2<strong>01</strong>9 ging die 45. Berufsweltmeisterschaft<br />
im russischen Kasan<br />
zu Ende. 1300 Teilnehmer hatten sich<br />
während fünf Tagen in 56 Berufen gemessen.<br />
Die Schweizer im Alter zwischen<br />
17 und 22 Jahren holten insgesamt<br />
16 Medaillen – 5 davon in Gold – und<br />
13 Diplome. Unter ihnen Sandro Sägesser<br />
mit einer Bronzemedaille in der Kategorie<br />
Carrosseriespengler sowie Aurélie Fawer<br />
mit einem Diplom für den sechsten Rang<br />
bei den Carrosserielackierern. Sie bewiesen,<br />
dass die Schweizer Ausbildung der<br />
Carrosserieberufe zu den besten der<br />
Welt gehört.<br />
Trends zeigen sich regional<br />
Wir blicken zwei Jahre zurück. Am<br />
17. März 2<strong>01</strong>8 eröffnen die Carrosserielackierer/-innen<br />
der Region West in Bern<br />
den Reigen der Regionalmeisterschaften.<br />
Bereits beim ersten Wettbewerb zeigt<br />
sich die weibliche Dominanz in diesem<br />
Beruf. Rang 1 und 2 werden von Frauen<br />
belegt, die sich laut Reglement automatisch<br />
für die Schweizer Meisterschaft<br />
qualifizieren. Beim Wettbewerb der Region<br />
Mitte treten gar fünf Damen gegen<br />
zwei Herren an und belegen die ersten<br />
vier Ränge. Auch in der Region Ost steht<br />
am Ende eine Frau zuoberst auf dem Podest<br />
– wie auch in der Romandie. Die Siegerin<br />
hier heisst Aurélie Fawer und wird<br />
später die erste Frau, die den Schweizer<br />
Meister-Titel in die Westschweiz holt.<br />
An dieser Stelle ein Insidertipp: Bei den<br />
Carrosseriespenglern stehen die Chancen,<br />
einen Spitzenplatz zu erreichen,<br />
besser, denn es treten weniger zu den<br />
Regionalmeisterschaften an. So muss<br />
Sandro Sägässer lediglich zwei Mitbewerber<br />
«schlagen», als er am 7. April<br />
morgens um 7.00 Uhr zur Ausmarchung<br />
der Region West in Zofingen antritt.<br />
Vorbildlich engagiert<br />
Bei den Fahrzeugschlossern werden die<br />
Ranglisten wieder länger. Obschon es<br />
weniger Lehrstellen für diesen Beruf gibt,<br />
Siegertrio in Zofingen 2<strong>01</strong>8: Carrosseriespengler-Regionalmeister<br />
Sandro Sägesser<br />
(Bildmitte), der Drittplatzierte Glen Locher<br />
(links) und Silbergewinner Drilon Gergoc.<br />
zeigen sich die Lernenden besonders ehrgeizig<br />
und wollen es wissen. Und da ihr<br />
Beruf (noch) nicht Bestandteil der Berufs<br />
WM ist, muss man dieses Engagement<br />
erst recht löblich anerkennen. Am 14. April<br />
in Bern schweisst und schraubt sich<br />
Richard Matzinger an die Spitze der Region<br />
West, der spätere Schweizer Berufsmeister.<br />
Ob man gewinnt oder «nur» dabei ist –<br />
der Lerneffekt ist auf jeden Fall gross,<br />
wie verschiedene Teilnehmer bestätigen.<br />
So sagt Fahrzeugschlosser und<br />
Regional-Vizemeister der Region Mitte<br />
Louis Meier: «Vorbereitung und Wettbewerbstag<br />
waren streng, aber eine<br />
geniale Erfahrung.» Und der Drittplatzierte<br />
Nico Gut ergänzt: «Ich hatte eine<br />
bessere Platzierung erwartet, aber dafür<br />
ist die Meisterschaft ein hervorragendes<br />
Abschlusstraining für die Lehrabschlussprüfungen.»<br />
Dieses Fazit gilt<br />
ausnahmslos für alle Teilnehmer. Wer<br />
also bisher gezögert hat: Es ist noch<br />
nicht zu spät, um sich anzumelden! ●<br />
Text: Henrik Petro<br />
Bilder: Heinz Schneider<br />
Fahrzeugschlosser-Siegertrio in Bern 2<strong>01</strong>8:<br />
Regionalmeister Richard Matzinger (Bildmitte),<br />
Silbermedaillengewinner Daniel Wüthrich<br />
(r.) und der Drittplatzierte Matthias Baumann.<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>7
Bildung<br />
Lehrlingsförderung<br />
Francesco (l.) und Adriano Greco (r.) mit dem weltweit jüngsten Tesla-Hochvolt-Techniker Diego Cassol. (Foto: Wiler Nachrichten)<br />
Greco Carrosserie + Autospritzwerk AG<br />
Pionier in der Lehrlingsausbildung<br />
Diego Cassol, zarte 16 Jahre alt und im ersten Lehrjahr unterwegs zum Carrosseriespengler, ist der<br />
weltweit jüngste, offiziell von Tesla zertifizierte Hochvolt-Techniker – dies nicht nur als Folge seines<br />
Wissensdurstes, sondern auch dank der gezielten Förderung durch seinen Lehrbetrieb.<br />
Als vor einigen Jahren die klassischen<br />
Carrosserieaufträge zu stagnieren begannen,<br />
bereitete dies Francesco Greco einige<br />
Sorgen. Zusammen mit Bruder Adri ano<br />
führt er die 1980 gegründete Greco Carrosserie<br />
+ Autospritzwerk AG in Sirnach<br />
TG in zweiter Generation. Sie hatten<br />
eine nicht unbeträchtliche Summe in den<br />
2<strong>01</strong>6 eingeweihten Neubau gesteckt. Also<br />
machten sie sich auf die Suche nach einer<br />
Spezialisierung mit Wachstumspotenzial.<br />
Schon damals gehörten zum Dienstleistungsangebot<br />
Carrosserie arbeiten auch<br />
an Fahrzeugen aus Aluminium, und die<br />
Ersatzwagenflotte umfasste bereits Elektromobile,<br />
die an der hauseigenen Elektro-<br />
Schnelllade station aufgeladen werden<br />
konnten. «Franz», wie er von allen genannt<br />
wird, beschloss zusammen mit seinem<br />
Bruder, noch stärker auf die Reparatur<br />
von Elektrofahrzeugen zu setzen, die<br />
leichtbaubedingt auch einen hohen<br />
Aluanteil aufweisen. Mitte 2<strong>01</strong>7 war es<br />
dann so weit: Die Greco Carrosserie + Autospritzwerk<br />
AG durfte sich fortan offiziell<br />
«Tesla Approved Bodyshop» nennen, eine<br />
Auszeichnung, die in der Schweiz erst<br />
wenigen Betrieben vorbehalten ist, da sie<br />
neuste Aluminiumschweiss- und Klebetechnologien<br />
beherrschen müssen. «Viele<br />
Kritiker waren damals der Meinung,<br />
dass Elektromobilität nur ein Hype und<br />
das Risiko zu gross sei und sich die intensive<br />
Spezialausbildung mehrerer Mitarbeiter<br />
im Ausland sowie die sehr hohe<br />
Investi tion in die Infrastruktur nicht auszahlen<br />
würden», erinnert sich Francesco<br />
Greco. Doch das Gegenteil traf ein: Tesla<br />
führt mit dem Model 3 nicht nur die Verkaufshitparade<br />
der Elektromobile in der<br />
Schweiz an, sondern belegt mit 5028 Immatrikulationen<br />
2<strong>01</strong>9 mit ihm zugleich<br />
Rang 4 aller Autos, also hinter Škoda<br />
Octavia, VW Tiguan und VW Golf. Inzwischen<br />
ist die Greco Carrosserie + Auto-<br />
8 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Bildung<br />
Lehrlingsförderung<br />
Der Neubau in Sirnach wurde 2<strong>01</strong>6 eingeweiht.<br />
Diego Cassol kann, obwohl erst im ersten Lehrjahr, bereits an den modernsten Fahr zeugen der<br />
erst 2003 gegründeten Marke Tesla arbeiten.<br />
spritzwerk AG auch von BMW, Ford, Nissan<br />
und Renault zertifiziert, um deren<br />
Elektroautos reparieren zu dürfen. Und<br />
das Geschäft boomt.<br />
Talente gilt es zu fördern<br />
Allein die Tesla-Reparaturen machen heute<br />
deutlich mehr als die Hälfte der Aufträge<br />
aus. Auch die Investition in fünf Tesla als<br />
Ersatzwagen erwies sich als richtig: «Der<br />
Fahrer eines Elektroautos hat mit dem Verbrenner<br />
abgeschlossen, er erwartet, dass<br />
der Reparaturbetrieb ihm auch einen elektrisch<br />
angetriebenen Ersatzwagen zur<br />
Verfügung stellt», erklärt Greco. Auch<br />
leichte Nutzfahrzeuge werden hier repariert<br />
und dank der dafür eingerichteten<br />
Kabine lackiert. Im Hinblick auf die kommende<br />
Elektrifizierung von Transporterflotten,<br />
wie sie etwa die Schweizer Post<br />
anstrebt, dürfte der Betrieb bald aus allen<br />
Nähten platzen. Denn die Kombination aus<br />
Hochvoltspezialisierung plus Nutzfahrzeugkompetenz<br />
wird eine erhöhte Nachfrage<br />
erleben, die bislang nur wenige Betriebe<br />
abdecken können. Dies alles geht<br />
aber nur mit dem richtigen Personal, denn<br />
Tesla zertifiziert nicht nur den Betrieb, sondern<br />
auch Mitarbeiter. Mindestens zwei<br />
Spengler müssen dafür die spezifischen<br />
Prüfungen bestehen. «Ich nenne solche<br />
Mitarbeiter Carrosserietechniker, denn sie<br />
sind mehr als nur Spengler», so Greco.<br />
Einer dieser zertifizierten Mitarbeiter<br />
heisst Diego Cassol. Im Gegensatz zu allen<br />
anderen Hochvolttechnikern weist er<br />
aber noch keine Berufserfahrung auf,<br />
denn er ist Lernender im ersten Lehrjahr.<br />
«Diego war von Beginn an sehr engagiert,<br />
ja geradezu hungrig zu lernen. Wir waren<br />
der Ansicht, er könnte das schaffen», erklärt<br />
Greco. «Da es noch nie so einen Fall<br />
gegeben hatte, musste es zunächst von<br />
Tesla abgeklärt und bewilligt werden.<br />
Auch von den Eltern.» Coach Marko<br />
Grimm begleitete Diego die insgesamt<br />
fünf Tage nach Holland. Im dreitägigen<br />
Kurs ging es um Hochvolt am Tesla-Model<br />
3. «Englisch ist eigentlich kein Problem<br />
und wenn ich einen Begriff nicht<br />
wusste, hatte ich ja Marko dabei», so Cassol.<br />
Tatsächlich war jeder Teilnehmer mit<br />
seinem eigenen Dolmetscher angereist.<br />
«Alle waren mindestens 30 Jahre alt. Als<br />
ich beim Kursort ankam, fragte man mich<br />
am Empfang, ob ich mich verlaufen hätte»,<br />
lacht Diego. Die Kurse basieren immer<br />
auf den Online- Schulungen und wenn<br />
man die nicht besteht, kann man gar nicht<br />
erst ins Center. «Wir coachen ihn und versuchen<br />
ihn so zu trainieren, dass er das<br />
bekommt, was er für die Kurse und Prüfungen<br />
braucht», so Greco. Er und Grimm<br />
haben die Prüfungen ebenfalls absolviert<br />
und können bei Bedarf klären.<br />
Lehrbetrieb sorgfältig ausgewählt<br />
Dass Diego es sehr genau nimmt, wird<br />
klar, als er seinen Weg in den Beruf beschreibt.<br />
Vor einigen Jahren besucht er<br />
Die Anschaffungskosten sind zwar viel höher,<br />
doch die effizienten Infrarotstrahler in der<br />
Spritzkabine senken die Energiekosten massiv.<br />
Im Grunde sind Tesla-Autos wie andere auch.<br />
Auch hier gibt es Carrosserieteile und Felgen<br />
zu reparieren.<br />
Das Geschäft läuft, wie man anhand dieses<br />
Bildes erkennen kann, auf dem die Hälfte der<br />
Fahrzeuge Tesla sind.<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>9
Bildung<br />
Lehrlingsförderung<br />
Die sitzungskompatible Business Lounge im<br />
Obergeschoss mit WLAN steht jenen Kunden<br />
zur Verfügung, die während der Reparatur<br />
warten möchten.<br />
am Zukunftstag den Vater eines Kollegen,<br />
einen Carrosseriespengler, und ist<br />
vom Beruf begeistert. Trotzdem schnuppert<br />
er später in verschiedenen Berufen.<br />
Einblick in den Spenglerberuf erhält er<br />
in der Greco Carrosserie + Auto spritzwerk<br />
AG. «Ich habe viel Verantwortung<br />
Das Zertifikat von Diego Cassol, das seine<br />
Kursteilnahme bestätigt.<br />
erhalten, Leute kennengelernt, es war<br />
sehr toll.» Er sieht sich auch bei anderen<br />
Carrosseriebetrieben um, doch die Latte<br />
war bereits hoch angesetzt: «Ich war da<br />
oft sehr gelangweilt, da ich nichts<br />
machen durfte. So habe ich gemerkt,<br />
dass hier der beste Platz für mich ist.»<br />
Um wirklich ganz sicher zu sein, schnuppert<br />
er ganze drei Mal bei Greco, bis er –<br />
stark von anderen namhaften Carrosseriebetrieben<br />
umworben – sich für das<br />
Sirnacher Unternehmen entscheidet.<br />
«Weil es auf dem Markt kaum noch gute<br />
Leute gibt, versuchen wir natürlich, möglichst<br />
gute Lernende zu finden und sie<br />
dann zu behalten. Aber mit diesem Problem<br />
kämpfen alle», verrät Greco. «Unsere<br />
Spezialisierung auf Elektromobilität<br />
und dass Diego gesehen hat, dass wir auf<br />
dem neusten Stand sind, hat bestimmt<br />
auch zu seinem Entscheid beigetragen.<br />
Umgekehrt hat er Fragen gestellt, wie es<br />
noch kein anderer Lehrling getan hat. Ein<br />
weiterer Punkt, der uns von diesem jungen<br />
Mann überzeugt hat.»<br />
Und was empfiehlt Diego anderen Lernenden,<br />
die sich ebenfalls in diese Richtung<br />
entwickeln möchten? «Man soll nicht<br />
aufdringlich sein, aber leidenschaftlich<br />
und engagiert. Rede zuerst mit deinem<br />
Betreuer und erkläre ihm, dass du das<br />
gerne machen möchtest. Es ist dann seine<br />
Aufgabe, dich zu unterstützen.» ●<br />
Text und Bilder: Henrik Petro<br />
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10 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Bildung<br />
Carrosseriereparateur/-in EFZ<br />
Brancheninterne Vernehmlassung abgeschlossen<br />
Der neue Beruf findet grossen<br />
Anklang in der Branche!<br />
Vom 22. November 2<strong>01</strong>9 bis am 15. Dezember 2<strong>01</strong>9 fand die brancheninterne Vernehmlassung zur<br />
neuen Grundbildung Carrosseriereparateur/-in EFZ statt. Sämtliche Mitglieder, Fachlehrer, üK-Leiter und<br />
Interessierte wurden per Newsletter informiert und zur Teilnahme motiviert. Wir bedanken uns für die<br />
zahlreichen engagierten Teilnahmen und die konstruktiven Anregungen.<br />
Der Ausbildungsstart wurde aufgrund der<br />
Ergebnisse der Vernehmlassung um ein Jahr<br />
nach hinten geschoben.<br />
Das freut die künftigen Carrosseriereparateure/-innen EFZ: 85 Prozent der befragten Unternehmen<br />
möchten einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellen.<br />
Anfang Januar <strong>2020</strong> wurden die Stellungnahmen<br />
verarbeitet, ausgewertet<br />
und am 15. Januar <strong>2020</strong> der Steuergruppe<br />
präsentiert. Die konzipierten Ausbildungsinhalte<br />
zum/zur Carrosseriereparateur/-in<br />
EFZ finden bei sehr vielen<br />
Betrieben grossen Anklang. Erfreulich ist<br />
auch, dass 85 Prozent der Unternehmen,<br />
die an der Umfrage teilgenommen haben,<br />
einen Ausbildungsplatz zur Verfügung<br />
stellen möchten und ganze 80 Prozent<br />
einen ausgebildeten Carrosseriereparateur<br />
auch anstellen würden. Die Nachfrage<br />
nach der neuen Ausbildung scheint<br />
also klar gegeben.<br />
Entscheide gefällt<br />
Anhand der Resultate aus der Vernehmlassung<br />
wurde nun von der Steuergruppe<br />
Folgendes entschieden und an die drei<br />
Subgruppen (Betrieb, üK und Berufsfachschulen)<br />
zur Weiterbearbeitung abgegeben:<br />
Aufgrund der Äusserungen der Unternehmer<br />
soll die Berufskenntnisprüfung<br />
von zwei auf drei Stunden verlängert<br />
werden. Da die Kantone und die Unternehmer<br />
eine Kürzung der üK-Tage von<br />
48 auf 40 Tage wünschen, muss die<br />
üK-Gruppe in Absprache mit der Betriebsgruppe<br />
nun die Inhalte des üK zugunsten<br />
der Inhalte im Betrieb entsprechend<br />
kürzen.<br />
Der Ausbildungsstart im Jahr 2021 wurde<br />
von den Berufsfachschullehrern, üK-Leitern<br />
und auch den Unternehmern als sehr,<br />
respektive zu sportlich angesehen. Um genug<br />
Zeit für die zahlreichen Umsetzungsarbeiten<br />
zu gewinnen, hat sich die Steuergruppe<br />
für den Start im Jahr 2022 entschieden.<br />
In der gewonnenen Zeit werden die Lernorte<br />
optimal auf den neuen Beruf vorbereitet,<br />
Schullehrpläne geschrieben, üK-Feinprogramme<br />
ausgearbeitet und Materialien für<br />
das Berufsmarketing erstellt. So steht danach<br />
einem erfolgreichen Start nichts mehr<br />
im Weg! <br />
●<br />
Bettina Brändle<br />
Projektverantwortliche Grundbildung<br />
carrossier Nr. 1 / Februar 202<strong>01</strong>1
Zertifikatsprüfungen<br />
Carrosseriefachmann/-frau<br />
der Fachrichtungen Lackiererei,<br />
Spenglerei und Fahrzeugbau<br />
22. Juni – 24. Juni <strong>2020</strong><br />
Anmeldeverfahren<br />
Prüfungsorte<br />
Die Anmeldung erfolgt mittels Anmeldeformular, welches<br />
kostenlos beim Sekretariat von carrosserie suisse<br />
(Untenstehende Adresse) bezogen werden kann.<br />
Download: www.carrosseriesuisse.ch<br />
Schriftliche Prüfungen<br />
Alle Fachrichtungen<br />
22. Juni 2<strong>01</strong>9 in der Berufs- und Weiterbildung in Zofingen<br />
Praktische und mündliche Prüfungen<br />
Fachrichtungen Lackiererei<br />
24. Juni <strong>2020</strong> im MobilCity, Bern<br />
Fachrichtung Spenglerei<br />
24. Juni <strong>2020</strong> im MobilCity, Bern<br />
Fachrichtung Fahrzeugbau<br />
23. – 24. Juni <strong>2020</strong> in Ebikon<br />
Prüfungsgebühren alle Fachrichtungen<br />
(inkl. Materialkosten) CHF 2‘500.-<br />
Reise-, Unterkunfts-, Verpflegungs- und Versicherungskosten<br />
(Unfall und Krankheit) gehen zu Lasten der Kandidaten.<br />
Anmeldetermin<br />
Montag, 23. März <strong>2020</strong> (Poststempel)<br />
„Eingeschrieben“ an<br />
carrosserie suisse<br />
Abteilung Berufsbildung<br />
Forstackerstrasse 2B<br />
4800 Zofingen<br />
062 745 31 91 I berufsbildung@carrosseriesuisse.ch<br />
Wichtig! Später abgestempelte Anmeldungen werden durch die Prüfungskommission<br />
nicht mehr berücksichtigt!<br />
carrosserie suisse<br />
Für die Prüfungskommission<br />
Der Präsident, Martin Rusterholz, Wädenswil
Esami del certificato<br />
Carrozziere/carrozziera spezialista<br />
Specializzazione verniciatura, lattoneria<br />
et fabbricazione di veicoli<br />
22 giugno – 24 giugno <strong>2020</strong><br />
Procedura<br />
d‘iscrizione<br />
L‘iscrizione avviene tramite il formulario d‘iscrizione<br />
Download: www.carrosseriesuisse.ch (in tedesco)<br />
Svolgimento Esami scritti et calcolo<br />
e luoghi degli esami 22 giugno <strong>2020</strong><br />
nel Centro di Formazione BZZ a Zofingen<br />
Esami pratici e orali<br />
Specializzazione verniciatura<br />
24 giugno <strong>2020</strong> nel MobilCity, Berna<br />
Specializzazione lattoneria<br />
24 giugno <strong>2020</strong> nel MobilCity, Berna<br />
Specializzazione fabbricazione di veicoli<br />
23 - 24 giugno <strong>2020</strong> nel Ebikon<br />
Tassa d‘esame<br />
CHF 2‘500.-<br />
Costi di viaggio, alloggio, vitto e assicurazioni<br />
(infortunio e malattia) sono a carico dei candidati.<br />
Termine d‘iscrizione Lunedì 23 marzo <strong>2020</strong> (data del timbro postale)<br />
«Raccomandata» a<br />
carrosserie suisse<br />
Dipartimento formazione professionale<br />
Forstackerstarsse 2B<br />
4800 Zofingen<br />
062 745 31 91 I berufsbildung@carrosseriesuisse.ch<br />
Importante! Iscrizioni col timbro oltre il 23 marzo <strong>2020</strong> non possono più essere<br />
presi in considerazione dalla commissione d‘esame!<br />
carrosserie suisse<br />
Per la commissione d‘esame<br />
Il presidente, Martin Rusterholz, Wädenswil
Bildung<br />
Kursübersicht <strong>2020</strong><br />
Kursübersicht <strong>2020</strong><br />
Anmeldungen nehmen wir gerne über unsere Website www.carrosseriesuisse.ch entgegen.<br />
Die Kurse finden Sie stets aktualisiert unter www.carrosseriesuisse.ch > Kursangebote.<br />
Technik<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
Klimaanlage (Basis) – TPK 125 15.04.<strong>2020</strong> 22.04.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
Hochvolt-Techniker (Carrosserie / Lackierer) – TPK 816 23.04.<strong>2020</strong> 30.04.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
ABOL Modul I 24.04.<strong>2020</strong> 11.05.<strong>2020</strong> – 12.05.<strong>2020</strong> Wollerau SZ<br />
Klimaanlage (Basis) – TPK 125 08.09.<strong>2020</strong> 15.09.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
ABOL Modul II <strong>01</strong>.09.<strong>2020</strong> 17.09.<strong>2020</strong> Wollerau SZ<br />
Fahrassistenzsysteme – TPK 154 22.09.<strong>2020</strong> 29.09.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
Anwendung Diagnosegeräte / Carrosseriebereich – TPK 809 16.10.<strong>2020</strong> 23.10.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
Beleuchtungstechnik 20.10.<strong>2020</strong> 27.10.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
ABOL Abschlussprüfung 16.10.<strong>2020</strong> 05.11.<strong>2020</strong> Wollerau SZ<br />
Neuzeitliche Materialien und Verbindungstechniken – TPK 819 10.11.<strong>2020</strong> 17.11.<strong>2020</strong> Winterthur ZH<br />
Diese Kurse stehen auch Personen zur Verfügung, welche nicht die jeweilige Weiterbildung besuchen.<br />
Fachbewilligungen<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
Hochvolt-Sicherheit – TPK 500 10.03.<strong>2020</strong> 17.03.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
Hochvolt-Sicherheit – TPK 500 21.04.<strong>2020</strong> 28.04.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
Hochvolt-Sicherheit – TPK 500 09.06.<strong>2020</strong> 16.06.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
Hochvolt-Sicherheit – TPK 500 18.08.<strong>2020</strong> 25.08.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
Hochvolt-Sicherheit – TPK 500 27.10.<strong>2020</strong> 03.11.<strong>2020</strong> Hunzenschwil AG<br />
Top-Ausbildungsbetrieb<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
Die Selektion von Lernenden 26.02.<strong>2020</strong> 04.03.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
Stufe 2 – Entdeckendes Lernen 05.03.<strong>2020</strong> 12.03.<strong>2020</strong> – 23.04.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
Dialog im Zentrum 19.03.<strong>2020</strong> 26.03.<strong>2020</strong> Chur GR<br />
Stufe 2 – Entdeckendes Lernen 25.03.<strong>2020</strong> 02.04.<strong>2020</strong> – 23.04.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
Individuelles Ausbildungsprogramm 15.04.<strong>2020</strong> 22.04.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
Einstiegskurs Top-Ausbildungsbetrieb 21.04.<strong>2020</strong> 28.04.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
Dialog im Zentrum 06.05.<strong>2020</strong> 13.05.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
Individuelles Ausbildungsprogramm 09.09.<strong>2020</strong> 16.09.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
Einstiegskurs Top-Ausbildungsbetrieb 10.09.<strong>2020</strong> 17.09.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
BAZ-Kurse (Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Auto- und Zweiradgewerbe)<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
ERFA F – 27.02.<strong>2020</strong> Inwil LU<br />
ERFA G – 27.02.<strong>2020</strong> Inwil LU<br />
ERFA F – 04.03.<strong>2020</strong> St. Gallen<br />
ERFA G – 04.03.<strong>2020</strong> St. Gallen<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 19.03.<strong>2020</strong> Belp BE<br />
ERFA F – 31.03.<strong>2020</strong> Schlieren ZH<br />
ERFA G – 31.03.<strong>2020</strong> Schlieren ZH<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 16.04.<strong>2020</strong> St. Gallen<br />
Grundkurs für neue Kopas und Mitglieder – 06.05.<strong>2020</strong> Rothenburg LU<br />
ERFA F – 12.05.<strong>2020</strong> Egerkingen AG<br />
ERFA G – 12.05.<strong>2020</strong> Egerkingen AG<br />
Das komplette aktuelle BAZ-Kursprogramm finden Sie auf www.safetyweb.ch (Rubrik Kurse).<br />
Branchenspezifische Berufsbildnerkurse<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
BBK-carrosserie suisse <strong>2020</strong>-<strong>01</strong> 24.08.<strong>2020</strong> 31.08.<strong>2020</strong> – 08.09.<strong>2020</strong> Bern<br />
BBK-carrosserie suisse <strong>2020</strong>-02 29.09.<strong>2020</strong> 06.10.<strong>2020</strong> – 14.10.<strong>2020</strong> Zofingen AG<br />
BBK-carrosserie suisse <strong>2020</strong>-03 17.11.<strong>2020</strong> 24.11.<strong>2020</strong> – 09.12.<strong>2020</strong> Zürich<br />
Kompetenzkurse aus Zertifikatslehrgängen<br />
Kurs Anmeldeschluss Kursdaten Kursort<br />
Berufsbildner Plus 03.03.<strong>2020</strong> 10.03.<strong>2020</strong> – 16.06.<strong>2020</strong> Zürich<br />
14 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Publireportage<br />
Thema<br />
Dipl. Betriebsleiter/in Carrosserie<br />
Weiterbildung Zofingen<br />
Erste Weiterbildung zum dipl. Betriebsleiter/-in Carrosserie<br />
Carrosserieprofis aufgepasst: Am 12. September <strong>2020</strong> startet in der Weiterbildung Zofingen der erste<br />
Management-Bildungsgang in der Deutschschweiz zum dipl. Betriebsleiter/-in Carrosserie. Für diese und<br />
weitere neue Branchenweiterbildungen kann man sich jetzt anmelden.<br />
Der Management-Bildungsgang zum dipl. Betriebsleiter/-in<br />
Carrosserie ist die höchste Weiterbildung<br />
in der Branche und ersetzt die bisherige<br />
Ausbildung zum Carrosseriemeister.<br />
Betriebsleiter passen den Betrieb modernen<br />
Anforderungen an und entwickeln Strategien,<br />
Businesspläne, Strukturen und Inhalte des Finanzmanagements<br />
sowie Marketingmassnahmen.<br />
Sie gehen auf Trends in der Branche und<br />
neue technologische Entwicklungen ein und<br />
sind verantwortlich für die Finanzierung und<br />
für die Personalführung. Um den Bildungsgang<br />
absolvieren zu können, benötigt man die Berufsprüfung<br />
Carrosseriewerkstattleiter/-in.<br />
Nur in Zofingen: Das gesamte Angebot<br />
für Carrosserieprofis<br />
Die Weiterbildung Zofingen ist bereits seit<br />
Jahren die Adresse für Carrosserieprofis, die<br />
beruflich weiterkommen wollen. Hier können<br />
sie nach der Grundbildung optimale Vorbereitungskurse<br />
zu diversen Weiterbildungsabschlüssen<br />
absolvieren. Neu nun eben auch<br />
jene zum eidgenössischen Diplom als Betriebsleiter/-in<br />
Carrosserie. Damit bietet die<br />
Weiterbildung Zofingen als einzige Schule in<br />
der Deutschschweiz das gesamte Angebot in<br />
der höheren Berufsbildung für die Carrosseriebranche<br />
an. Im Sommer <strong>2020</strong> beginnen in<br />
Zofingen zudem die neuen Bildungsgänge<br />
Werkstattkoordinator/-in und Carrosseriefachleute<br />
in den Fachrichtungen Fahrzeugbau,<br />
Spenglerei und Lackiererei.<br />
Bildungsgang Zertifikat Werkstattkoordinator/-in<br />
Am 14. August <strong>2020</strong> startet in Zofingen eine<br />
der beiden Etappen auf dem Weg zur erfolgreichen<br />
Führung von Carrosseriebetrieben.<br />
Das Zertifikat Werkstattkoordinator/-in ist<br />
Voraussetzung für die Berufsprüfung zum<br />
Carrosserie-Werkstattleiter (mit eidg. Fachausweis).<br />
Im Zentrum stehen rechtliche Verantwortlichkeiten,<br />
Werkstattprozesse, Personalmanagement,<br />
Kundenkontakte und Fragen<br />
der Administration.<br />
Weitere Bildungsgänge für<br />
Carrosseriefachleute<br />
<strong>2020</strong> starten bei der Weiterbildung Zofingen<br />
drei weitere Bildungsgänge für Carrosserieprofis.<br />
Am 15. August fällt der Startschuss für<br />
die beiden Zertifikatsbildungsgänge der Fachrichtungen<br />
Spenglerei und Lackiererei. Beim<br />
ersten holen sich «Beulendoktoren» theoretisches<br />
Fachwissen, mit dem sie sich im Betrieb<br />
unentbehrlich machen. Dank dem neuen<br />
Know-how werden sie zur zentralen Figur in<br />
der Planung und Umsetzung einer Reparaturstrategie<br />
– unter Einbezug des Kunden. Die<br />
Fachleute in der Lackiererei von Fahrzeugoberflächen<br />
profitieren in ihrem Bildungsgang<br />
in praxisorientierter Form von wertvollem<br />
Theoriewissen für ihren Beruf. Die Lerninhalte<br />
reichen von auftragsbezogenen Kalkulationen<br />
bis zum Vorbereiten und Ausführen aller<br />
Lackierarbeiten.<br />
Am 29. August <strong>2020</strong> beginnt zudem der Zertifikatsbildungsgang<br />
der Fachrichtungen Fahrzeugbau.<br />
Im Zentrum stehen die Kompetenzbereiche<br />
auftragsbezogene Kalkulation, Projekte<br />
betreuen und er arbeiten sowie Komponenten<br />
herstellen, montieren, warten und reparieren.<br />
Die Lerninhalte umfassen einen Theorieteil mit<br />
Praxisbezug und viele Praktikkurse.<br />
Alle drei berufsbegleitenden Bildungsgänge dauern vier Semester. Wer mehr wissen will, hat<br />
beim Infoanlass vom 5. März im BZZ Gelegenheit dazu.<br />
Bring Your Own Device und Bundessubventionen<br />
Das Absolvieren eines Bildungsgangs an der<br />
Weiterbildung Zofingen lohnt sich jetzt besonders.<br />
Zum einen lassen sich dank Bring Your<br />
Own Device auch private digitale Geräte in den<br />
Unterricht einbinden. Zum anderen profitieren<br />
derzeit alle Absolventen von Bundessubventionen<br />
von bis zu 50 Prozent. Weitere Details<br />
dazu und zu den Kursinhalten gibt es am Infoanlass<br />
vom 5. März <strong>2020</strong> um 19 Uhr in Zofingen.<br />
<br />
●<br />
Mathias Richner<br />
Leiter Weiterbildung<br />
carrossier Nr. 1 / Februar 202<strong>01</strong>5
Verbandsnachrichten<br />
Neujahrsapéros<br />
Sektionen Bern Mittelland und Nordwestschweiz<br />
Neujahrsapéros mit Neuigkeiten<br />
Kaum ist das alte verabschiedet, begrüssten die Sektionsmitglieder von carrosserie suisse<br />
Nordwestschweiz und carrosserie suisse Bern Mittelland das neue Jahr mit je einem freundschaftlichen<br />
Get together im eigenen Kreis – in Basel bei der Amag und in Oberdiessbach bei Vogt.<br />
«Fondue isch guet und git e gueti Luune»: Vorne rechts Ralph<br />
Detterbeck, Leiter Carrosserie Amag Basel.<br />
Der Neujahrsapéro von carrosserie suisse<br />
Bern Mittelland ist beliebt und stets<br />
gut besucht. So auch in diesem Jahr: Gegen<br />
70 Gäste, Sektionsmitglieder, Partner,<br />
Genossenschafter, Sponsoren und<br />
Lehrmeister fanden am 13. Januar den<br />
Weg nach Oberdiessbach BE zur Firma<br />
Vogt, die sich als Gastgeberin anerboten<br />
hatte. Der 1916 von den Gebrüdern Vogt<br />
als mechanische Werkstätte gegründete<br />
Betrieb verschrieb sich schon in<br />
den 1930er-Jahren der Produktion von<br />
Feuer wehrmaterialien und ist heute einer<br />
der kompetentesten und anerkanntesten<br />
Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen.<br />
Mit Beginn des Jahres <strong>2020</strong> rückt auch<br />
der angekündigte Rücktritt von Hans<br />
Aeschbacher näher. Doch der scheidende<br />
Sektionspräsident hatte an diesem Abend<br />
gute Nachrichten zu verkünden: Als seine<br />
Nachfolger – die gewonnene Wahl vorausgesetzt<br />
– amten ab der GV am 27. April<br />
<strong>2020</strong> Rahel Howald (Vizepräsidentin)<br />
und Adrian Bringold (Präsident). Aeschbacher<br />
werde dem Vorstand noch ein Jahr<br />
lang in beratender Funktion erhalten bleiben.<br />
Und damit ihm nie langweilig wird, ist<br />
der Berner in seiner<br />
Freizeit aushilfsweise<br />
auch noch als «Dellendrücker»<br />
tätig und<br />
chauffiert nebenbei<br />
sowohl einen Postauto-<br />
als auch Schulbus.<br />
Zudem musiziert<br />
er an zahlreichen<br />
Anlässen als Drehorgelmann.<br />
Damit<br />
dürfte sich «Housi»<br />
definitiv an die Spitze<br />
der meistbeschäftigten<br />
Pensionäre gehievt<br />
haben.<br />
Vier neue Mitglieder<br />
in Basel<br />
Am selben Tag fand auch der Anlass statt,<br />
zu dem Erwin Leu, Präsident von carrosserie<br />
suisse Nordwestschweiz gegen<br />
45 Gäste begrüssen durfte. Und zwar in<br />
den Räumen der Amag Basel, die ihre<br />
Rolle als Gastgeberin unter der Regie von<br />
Ralph Detterbeck (Leiter Carrosserie)<br />
perfekt interpretierte.<br />
Geselligkeit, Networking und die Möglichkeit,<br />
den Puls der Mitglieder zu spüren<br />
– unter dieser Prämisse startete Leu<br />
Hans Aeschbacher, Präsident carrosserie<br />
suisse Bern (rechts), stellt seine Nachfolger<br />
Rahel Howald und Adrian Bringold vor.<br />
in den Abend. Und stellte dabei auch<br />
gleich vier neue Mitgliederbetriebe vor:<br />
die CA-BU Carrosserie AG aus Füllinsdorf<br />
BL, die Garage Settelen AG aus Basel<br />
sowie die Farchin Car AG und die Auto<br />
Stöcklin AG (beide aus Zwingen BL),<br />
welche den Betrieb von der Carrosserie<br />
Heiwa übernommen hat.<br />
Zudem informierte Leu über die personellen<br />
Veränderungen auf der Geschäftsstelle<br />
in Zofingen und lieferte die aktuellsten<br />
Informationen über den Stand<br />
der dreijährigen Ausbildung zum «Carrosseriereparateur/in<br />
EFZ». Das Vernehmlassungsverfahren<br />
ist abgeschlossen<br />
und die zuständige Kommission wird<br />
sich nun mit den Anregungen der Mitwirkenden<br />
auseinandersetzen.<br />
Anschliessend übernahm der Gastgeber<br />
in der Person von Walter Vogt den Lead.<br />
Er ist seit vierzig Jahren am Standort Basel<br />
tätig und berichtete aus erster Hand<br />
über die Entwicklung des einstigen Familienbetriebes.<br />
Bevor es dann zum gemütlichen<br />
Fondue-Essen (das es auch in<br />
Oberdiessbach gab) überging, führte<br />
Ralph Detterbeck seine Gäste durch alle<br />
Räumlichkeiten der Amag Basel. ●<br />
Text und Bilder: Heinz und<br />
Irene Schneider<br />
Sektionspräsident Erwin Leu freut sich über<br />
das zahlreiche Erscheinen der Nordwestschweizer<br />
<strong>Carrossier</strong>s.<br />
16 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Verbandsnachrichten<br />
<strong>Carrossier</strong> Connect<br />
<strong>Carrossier</strong> Connect Nordwestschweiz<br />
Ein Meeting mit Top-Themenmix<br />
Um es gleich vorwegzunehmen: Die Fahrt nach Pratteln BL hatte sich am 26. November 2<strong>01</strong>9 für jeden<br />
und jede gelohnt. Denn am «Feierabendgespräch» von carrosserie suisse Nordwestschweiz in<br />
den Räumlichkeiten der Axalta Coating Systems Switzerland GmbH gab es viel Neues zu erfahren.<br />
Spannende Themen: Am «Feierabendgespräch» von carrosserie suisse Nordwestschweiz<br />
nahmen 30 Personen teil.<br />
Zum Beispiel von Thomas Wyss (Geschäftsführer<br />
Axalta Coating Systems<br />
Switzerland/Spies Hecker), dessen Vortrag<br />
«Caravan-Reparatur – bandbeschichtete<br />
Bleche und Strukturherstellung»<br />
Wohnmobile und Wohnwagen ins<br />
Zentrum rückte. Die heute oftmals auch<br />
zweifarbig lackierten Rolling Homes werden<br />
hierzulande nämlich immer beliebter<br />
und bieten der Carrosseriebranche ein<br />
weiteres Betätigungsfeld. Das dafür nötige<br />
Know-how kann ab dem ersten Quartal<br />
<strong>2020</strong> in Kursen erlernt werden. Reto<br />
Dellenbach – seine Firma GCS GmbH in<br />
Therwil BL versteht sich als praxisorientierten<br />
IT- und EDV-Partner – bietet Carrosseriebetrieben<br />
die passenden Software-Tools.<br />
In seinem Vortrag «Bereit für<br />
Digitalisierung 4.0» äusserte er sich zum<br />
elektronischen Datenaustausch und zu<br />
strukturierten Daten und verriet, wer was<br />
damit machen kann.<br />
Heisses Thema der Branche<br />
Erwin Leu, Präsident von carrosserie<br />
suisse Nordwestschweiz, informierte<br />
über den Stand der aktuell hitzig geführten<br />
Debatte um die Verrechnungsmöglichkeiten<br />
für eine Dachrahmenlackierung.<br />
Dabei geht es darum, dass die<br />
internen Richtlinien einer Versicherungsgesellschaft<br />
nicht kompatibel sind mit der<br />
AZT-Lackkalkulation (Allianz-Zentrum<br />
Technik) und der dazu passenden Systembeschreibung<br />
vom 17. Juli 2<strong>01</strong>8.<br />
Bettina Brändle, Projektverantwortliche<br />
Grundbildung von carrosserie suisse, hatte<br />
an diesem Abend zwei Aufgaben zu erledigen.<br />
Einerseits brachte sie die 30 Anwesenden<br />
auf den aktuellsten Stand<br />
hinsichtlich Marketingmassnahmen rund<br />
um den Verband sowie der Berufsbildung.<br />
Andererseits stellte sie die dreijährige<br />
Ausbildung («65 Prozent der Jugendlichen<br />
wollen nur drei Jahre in die Lehre») zum<br />
«Carrosseriereparateur/-in EFZ» vor.<br />
Lehrbeginn soll im Sommer 2021 sein, was<br />
einige der Mitglieder an diesem Abend als<br />
«äusserst sportliches Ziel» werteten. ●<br />
Text und Bilder: Irene Schneider<br />
Bettina Brändle stellte die dreijährige Ausbildung<br />
zum «Carrosseriereparateur/-in EFZ» vor.<br />
Erwin Leu informierte über den Stand der<br />
Debatte um die Verrechnungsmöglichkeiten<br />
für eine Dachrahmenlackierung.<br />
Thomas Wyss rückte die Reparaturen an<br />
Wohnmobilen und Wohnwagen in den<br />
Mittelpunkt.<br />
Seine Firma GCS GmbH in Therwil<br />
versteht sich als praxisorientierten IT- und<br />
EDV- Partner: Reto Dellenbach.<br />
carrossier Nr. 1 / Februar 202<strong>01</strong>7
Verbandsnachrichten<br />
<strong>Carrossier</strong> Connect<br />
<strong>Carrossier</strong> Connect Ticino<br />
Grande successo per l’anteprima<br />
Una chiusura evento perfetta: l’ultima delle sei serate che quest’anno è andata in scena in anteprima<br />
all’insegna dello slogan «<strong>Carrossier</strong> Connect» si è svolta il 5 dicembre 2<strong>01</strong>9 sotto la direzione della<br />
sezione Ticino.<br />
Sede dell’incontro dei quasi venti membri<br />
è stato il Centro di formazione professionale<br />
carrosserie suisse a Giubiasco. Gli<br />
argomenti all’ordine del giorno erano numerosi.<br />
Leonardo Monzeglio, Presidente<br />
di carrosserie suisse Ticino, ha parlato ad<br />
esempio con molta pacatezza e competenza<br />
della collaborazione con le assicurazioni,<br />
che acquista sempre maggiore<br />
importanza con la liquidazione dei sinistri.<br />
In futuro quindi, a seguito di richieste di<br />
indennizzo, la documentazione per l’assicurazione<br />
con le diverse fasi di lavoro e<br />
le procedure seguite dovranno essere<br />
oggetto di maggiore controllo, rispetto a<br />
quanto fatto finora. Ai fini dell’informazione<br />
e della sensibilizzazione a questo<br />
proposito, carrosserie suisse Ticino offre<br />
diverse possibilità di aggiornamento a<br />
partire da gennaio <strong>2020</strong> e non esclusivamente<br />
per i membri dell’associazione,<br />
bensì anche per le aziende che non ne<br />
fanno parte. Le relative iscrizioni ai corsi<br />
sono disponibili sulla pagina web.<br />
Revisione delle innovazioni<br />
Dalla sede di carrosserie suisse a Zofingen<br />
AG, oltre a Bettina Brändle (Resp. di<br />
progetto per la formazione di base), è<br />
arrivata in Ticino anche Brigitte Deppeler<br />
(Segreteria centrale). Quest’ultima ha<br />
sottolineato l’importanza della nuova<br />
Corporate Identity di carrosserie suisse<br />
con la nuova denominazione e ha presentato<br />
nel dettaglio la brochure «Il fascino<br />
delle professioni nel settore della<br />
carrozzeria», a sostegno della promozione<br />
della professione tra i futuri tirocinanti.<br />
Successivamente Brigitte Deppeler<br />
ha illustrato la certificazione «Azienda<br />
Formatrice TOP», incoraggiando i presenti<br />
a confrontarsi con la tematica e, se<br />
necessario, a chiedere il supporto della<br />
segreteria dedicata all’iniziativa.<br />
Nella seconda parte dell’intervento gli<br />
ascoltatori hanno potuto apprezzare la<br />
descrizione della formazione triennale<br />
per diventare «Carrozziere/a riparatore/<br />
riparatrice AFC», ricca di numerosi e interessanti<br />
dettagli. Nel corso della spiegazione<br />
si è richiamata l’attenzione sulla<br />
procedura di consultazione interna: fino<br />
al 15 dicembre 2<strong>01</strong>9 quest’ultima è ancora<br />
aperta, anche in lingua italiana, al fine<br />
di formulare pareri e argomentazioni. La<br />
serata informativa si è conclusa con un<br />
simpatico «Apéro riche».<br />
●<br />
Testo e immagini: Irene Schneider<br />
Chiusura evento: l’ultima delle sei serate<br />
informative è stata organizzata sotto la<br />
direzione di carrosserie suisse Ticino<br />
a Giubiasco.<br />
Ha condotto il dibattito con molta pacatezza e competenza:<br />
Leonardo Monzeglio, Presidente di carrosserie suisse Ticino.<br />
Debattierte mit viel Ruhe und Kompetenz: Leonardo Monzeglio,<br />
Präsident von carrosserie suisse Ticino.<br />
È arrivata da Zofingen: Bettina Brändle della sede di carrosserie<br />
suisse.<br />
Reiste aus Zofingen an: Bettina Brändle von der carrosserie-suisse-<br />
Geschäftsstelle.<br />
18 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Verbandsnachrichten<br />
<strong>Carrossier</strong> Connect<br />
<strong>Carrossier</strong> Connect Tessin<br />
Gelungene Premiere im Süden<br />
Perfekte Schlussrunde: Das letzte von sechs Feierabendgesprächen, die im vergangenen Jahr als Premiere<br />
unter dem Motto «<strong>Carrossier</strong> Connect» über die Bühne gegangen sind, fand am 5. Dezember 2<strong>01</strong>9<br />
unter der Federführung der Sektion Ticino statt.<br />
Schlussrunde: Das letzte der sechs Feierabendgespräche<br />
fand unter der Federführung<br />
von carrosserie suisse Ticino in Giubiasco<br />
statt.<br />
Treffpunkt für die knapp zwanzig Mitglieder<br />
war das carrosserie-suisse-Bildungszentrum<br />
«Centro di formazione<br />
professionale» in Giubiasco. Zu erfahren<br />
gab es vieles. Leonardo Monzeglio, Präsident<br />
von carrosserie suisse Ticino, thematisierte<br />
zum Beispiel mit viel Ruhe und<br />
Kompetenz die Zusammenarbeit mit den<br />
Versicherungen, die mit der Schadenregulierung<br />
immer mehr an Bedeutung<br />
gewinnt. So sollen künftig – nach Schadenfällen<br />
– die Versicherungsdokumentationen<br />
mit den verschiedenen Arbeitsschritten<br />
und Vorgehensweisen besser<br />
im Auge behalten werden, als dies bislang<br />
der Fall war. Um diesbezüglich<br />
Aufklärungsarbeit zu leisten, bietet carrosserie<br />
suisse Ticino ab Januar <strong>2020</strong><br />
diverse Weiterbildungsmöglichkeiten an.<br />
Und zwar nicht ausschliesslich für Verbandsmitglieder,<br />
sondern auch für Nichtmitgliederbetriebe.<br />
Die entsprechenden<br />
Kursausschreibungen können auf der<br />
Webseite eingesehen werden.<br />
Rückblick über die Neuerungen<br />
Von der carrosserie-suisse-Geschäftsstelle<br />
in Zofingen AG reiste neben Bettina<br />
Brändle (Projektverantwortliche Grundbildung)<br />
auch Brigitte Deppeler (Zentralsekretariat)<br />
ins Tessin. Sie strich die<br />
Wichtigkeit der neuen Corporate Identity<br />
von carrosserie suisse mit der neuen Beschriftung<br />
heraus und präsentierte im<br />
Detail die Broschüre «Faszination Carrosserieberufe»,<br />
welche bei der Anwerbung<br />
von künftig Auszubildenden unterstützen<br />
soll. Ferner orientierte Deppeler über das<br />
Label «TOP-Ausbildungsbetrieb». Dabei<br />
motivierte sie die Anwesenden, sich mit<br />
dem Thema auseinanderzusetzen und,<br />
wenn nötig, Unterstützung vom Sekretariat<br />
von «TAB» anzufordern.<br />
Im zweiten Teil des Referates wurde den<br />
Zuhörerinnen und Zuhörern die dreijährige<br />
Lehre zum «Carrosseriereparateur/-in<br />
EFZ» mit vielen interessanten<br />
Einzelheiten nahegebracht. Dabei wurde<br />
auf die interne Vernehmlassung aufmerksam<br />
gemacht, die noch bis zum<br />
15. Dezember 2<strong>01</strong>9 auch in italienischer<br />
Sprache auf carrosseriesuisse.ch aufgeschaltet<br />
war und dazu diente, Sichtweisen<br />
und Argumente formulieren zu<br />
können. Den Abschluss des informativen<br />
Abends bildete ein gemütlicher «Apéro<br />
riche».<br />
●<br />
Text und Bilder: Irene Schneider<br />
Ha informato i presenti a Giubiasco su tutte le attuali attività<br />
dell’associazione: Brigitte Deppeler.<br />
Informiert die Anwesenden in Giubiasco über alle aktuellen<br />
Verbandsaktivitäten: Brigitte Deppeler.<br />
Il ricco buffet a conclusione della serata non ha deluso nessuno dei<br />
membri dell’associazione.<br />
Den Abschluss des Abends mit dem feinen Buffet liess kein Verbandsmitglied<br />
sausen.<br />
carrossier Nr. 1 / Februar 202<strong>01</strong>9
Verbandsnachrichten<br />
carrosserie suisse<br />
Werbekampagne «Direkt zum <strong>Carrossier</strong>»<br />
Kampagnenstart gelungen<br />
Von Mitte November bis Mitte Dezember 2<strong>01</strong>9 waren sie an gut 260 Stellen in der deutschen und italienischen<br />
Schweiz zu sehen: die Plakate mit den drei Sujets «Aus defekt wird perfekt», «Aus hässlich wird<br />
schön» und «Aus Pech wird Glück». Überarbeitet wurde auch die Webseite www.carrosserieberufe.ch.<br />
eingetroffen, welche diese anpassen<br />
wollen. Also auch hier scheint es, als ob<br />
die Kampagne ihre Wirkung nicht verfehlt<br />
hat. Aber eine Schwalbe macht<br />
noch keinen Frühling. Beziehungsweise<br />
mit einer einzigen Kampagne ist der neue<br />
Brand nicht zu positionieren. Dafür ist<br />
Konstanz gefragt. Auf jeden Fall ist aber<br />
ein guter Start gelungen, und es gilt nun,<br />
die Kampagne laufend zu optimieren und<br />
so einen möglichst nachhaltigen Effekt<br />
zu generieren. Die Sujets stehen natürlich<br />
auch den Mitgliedern von carrosserie<br />
suisse für eigene Kampagnen zur<br />
Verfügung. Und dank einer Partnerschaft<br />
mit Clear Channel profitieren Mitglieder<br />
bei einer lokalen Plakatkampagne<br />
von 40 Prozent Rabatt. Die Details zu<br />
dieser Partnerschaft sind im Mitgliederbereich<br />
der carrosserie suisse Web seite<br />
zu finden.<br />
Dank einer Partnerschaft mit Clear Channel profitieren Mitglieder bei einer lokalen Plakatkampagne<br />
von 40 Prozent Rabatt.<br />
Ergänzt wurde die Kampagne von carrosserie<br />
suisse mit Spots in 48 Kinos und<br />
mit Onlinewerbung. Ein weiteres Highlight<br />
des vergangenen Jahres war sicher<br />
auch die Lancierung des neuen Lehrlingsmarketings.<br />
Mit einer neuen Homepage<br />
wurde nun die letzte Massnahme<br />
umgesetzt. Ausgangspunkt der Kampagne<br />
war die Namensänderung des Verbandes<br />
zu carrosserie suisse und das<br />
damit verbundene Rebranding. So war<br />
auch ein Hauptziel der Kampagne, den<br />
Bekanntheitsgrad der neuen Marke in<br />
der Deutschschweiz und im Tessin zu<br />
steigern oder, besser gesagt, den Brand<br />
überhaupt bekannt zu machen. Ein weiteres<br />
wichtiges Ziel für den Verband war,<br />
dass sich die Betriebe mit dem neuen<br />
Namen identifizieren, sich dazu bekennen<br />
und aufgrund dessen die Umbeschriftung<br />
ihres Betriebes motivierter<br />
und rascher vornehmen als vielleicht<br />
geplant. Betrachtet man nun die Besucherzahlen<br />
auf der Webseite von carrosserie<br />
suisse, so fällt auf, dass die Seite in<br />
den Monaten November und Dezember<br />
fünfmal mehr Besucher verzeichnete als<br />
in den Vormonaten. Ein klares Zeichen<br />
dafür, dass die Kampagne gewirkt hat<br />
und das Hauptziel, den Brand carrosserie<br />
suisse bekannt zu machen, erreicht<br />
wurde. Was die Beschriftung der Betriebe<br />
betrifft, sind in den vergangenen Wochen<br />
einige Anfragen von Mitgliedern<br />
Profis am Start<br />
Unter diesem Titel wurde letztes Jahr<br />
auch der Auftritt für das Lehrlingsmarketing<br />
neu lanciert. Dabei lag der Fokus<br />
nicht nur auf der Gestaltung einer neuen<br />
Broschüre, sondern vielmehr auf der<br />
Entwicklung eines eigenen Corporate<br />
Designs für die Grundbildung. In der Zwischenzeit<br />
steht den Mitgliedern von carrosserie<br />
suisse ein Strauss an Werbemitteln<br />
zur Verfügung: von Broschüren und<br />
Flyer in deutscher, französischer und<br />
italienischer Sprache über kurze Videos<br />
und Banner für Onlinewerbung bis zu<br />
neuen Messeständen und Roll-ups. Das<br />
neuste Kind des Lehrlingsmarketings ist<br />
die Webseite www.carrosserieberufe.ch.<br />
Auf der dreisprachigen Seite kommt alles<br />
zusammen, was zusammengehört, und<br />
für junge Leute, welche sich für eine Ausbildung<br />
in der Carrosseriebranche interessieren,<br />
ist die Seite sicher ein guter<br />
Startpunkt für ihre weitere Karriere. ●<br />
Markus Schenk<br />
20 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Paint PerformAir<br />
Die Welt ist nicht gemacht für den Stillstand.<br />
Paint PerformAir<br />
bringt die Automatisierung<br />
in die Lackierkabine –<br />
mit und für den Lackierer!
Verbandsnachrichten<br />
Personalien<br />
Fachkommission Reparatur<br />
Führungswechsel<br />
Zum Jahresbeginn wurde der bisherige Präsident der FK Reparatur, Andi Stalder, vollumfänglich durch<br />
Roger Huber abgelöst. Vonseiten der Geschäftsstelle in Zofingen wird es in diesem Bereich auch mehr<br />
Support durch Sacha Walther geben.<br />
››<br />
Rezertifizierungen mit Audits im 5-Jahres-Turnus<br />
durch externen Auditor<br />
››<br />
Mithilfe bei der Ausarbeitung der Weiterbildung<br />
zum Fahrzeugrestaurator/-in<br />
mit eidg. Fachausweis (2<strong>01</strong>7<br />
gestartet)<br />
››<br />
Einführung swiss repair-pedia<br />
››<br />
Antrag an den Fachbereich Berufsbildung<br />
zur Bildung einer dreijährigen<br />
EFZ-Ausbildung<br />
Andi Stalder wird der Fachkommission<br />
Reparatur weiterhin beratend zur Seite<br />
stehen. Als zweiter Vizepräsident neben<br />
Marco Flückiger wird er neue Aufgaben<br />
innerhalb der Verbandsspitze übernehmen.<br />
carrosserie suisse dankt Andi Stalder<br />
für seinen geleisteten Einsatz und<br />
sein zukünftiges Engagement im Carrosserieverband.<br />
Roger Huber<br />
Roger Huber ist seit 2<strong>01</strong>2 in der Geschäftsleitung<br />
der Calag Carrosserie<br />
Langenthal AG und in dieser Funktion ist<br />
er für fünf Abteilungen mit über 80 Mit-<br />
arbeitenden verantwortlich. Er ist seit<br />
2<strong>01</strong>8 Mitglied der Fachkommission Reparatur.<br />
Im Sommer 2<strong>01</strong>9 übernahm Huber<br />
das Amt als Präsident der Fachkommission,<br />
begleitet durch Andi Stalder. Er ist<br />
motiviert, die hervorragende Arbeit seiner<br />
Vorgänger weiterzuführen und sich<br />
für die Anliegen der Verbandsmitglieder<br />
einzusetzen.<br />
Geschäftsstelle<br />
Wie in der letzten Ausgabe des «carrossiers»<br />
angekündigt, gibt es in der Geschäftsstelle<br />
Umstrukturierungen. Sacha<br />
Walther wird neu für sämtliche technische<br />
Belangen der Mitglieder als Ansprechperson<br />
fungieren. Ausserdem betreut er nun<br />
vollumfänglich die Fachkommission Reparatur,<br />
alle Themen rund um swiss repair-pedia<br />
sowie das Kurswesen.<br />
Bei technischen Fragen steht Sacha<br />
Walther unter 062 745 31 91 oder sacha.<br />
walther@carrosseriesuisse.ch gerne zur<br />
Verfügung.<br />
●<br />
Fachkommission Reparatur<br />
Seit Ende 2009 ständiges Mitglied der<br />
Fachkommission Reparatur: Andi Stalder.<br />
Andi Stalder<br />
Seit dem 8. Dezember 2009 war Andi<br />
Stalder, selbst <strong>Carrossier</strong> in Geuensee LU,<br />
ständiges Mitglied der Fachkommission<br />
Reparatur. Am 1. April 2<strong>01</strong>1 übernahm er<br />
den Vorsitz von Hans-Peter Schneider. In<br />
diesen zehn Jahren sind viele Vorstösse,<br />
Lösungen und Projekte aus der Fachkommission<br />
gekommen. Einige Meilensteine<br />
aus diesen Jahren:<br />
››<br />
Wiederkehrender Austausch mit den<br />
grossen Assekuranzen des Gewerbes<br />
››<br />
Fachtagungen im Rahmen der Branchenevents<br />
in Langenthal<br />
››<br />
Scheibenkonzept<br />
››<br />
Carromobile in mehreren Etappen und<br />
Modellen<br />
Seit Mitte 2<strong>01</strong>9 Präsident der Fachkommission Reparatur: Roger Huber.<br />
22 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Verbandsnachrichten<br />
Personalien<br />
Geschäftsstelle Zofingen<br />
Geschäftsleitung verstärkt<br />
Mit Ueli Müller und Markus Schenk begrüssen wir zwei neue Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle.<br />
Neue Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle in Zofingen: Markus Schenk (l.) und Ueli Müller.<br />
Auf Anfang Jahr wurde die Geschäftsleitung<br />
von carrosserie suisse verstärkt. Mit<br />
Ueli Müller (58) konnte eine erfahrene<br />
Führungspersönlichkeit mit breitem betriebswirtschaftlichem<br />
Hintergrund für<br />
unseren Verband gewonnen werden. Er<br />
kennt sich bestens aus im Verbands- und<br />
NPO-Geschäft sowie im Projekt- und<br />
Eventmanagement. Zuvor war er fast<br />
zwölf Jahre lang Generalsekretär der<br />
Stiftung SwissSkills und Geschäftsführer<br />
der Walker Management AG in Sursee.<br />
Ueli Müller ist verheiratet und wohnt in<br />
Buchrain bei Luzern.<br />
Markus Schenk (49) tritt die Nachfolge von<br />
Michel Birchmeier an. Er blickt auf langjährige<br />
Erfahrung im Bereich Marketing und<br />
Kommunikation zurück. Als Tourismusdirektor<br />
von Sedrun Disentis Tourismus,<br />
Stadtvermarkter von Aarau sowie Abteilungsleiter<br />
beim Schweizerischen Roten<br />
Kreuz ist ihm die lokale und nationale Verbandsarbeit<br />
nicht fremd. Trotzdem hat er<br />
noch viel zu lernen. Denn die Carrosseriebranche<br />
ist für ihn eine neue Welt. Bei<br />
carrosserie suisse kümmert er sich um das<br />
Marketing und die Kommunikation.<br />
Vom Verband zum Verbandsmitglied<br />
Nach über zwei Jahren als Projektverantwortlicher<br />
Marketing und Kommunikation<br />
verliess Michel Birchmeier carrosserie<br />
suisse per Ende Januar. In seiner Zeit beim<br />
Verband war er massgeblich verantwortlich<br />
für die Finalisierung und den Ausbau<br />
der neuen Webseite, den Aufbau und Ausbau<br />
der Social-Media-Aktivitäten und die<br />
Optimierung der internen sowie externen<br />
Kommunikation von carrosserie suisse. Er<br />
war federführend beim Branchenevent<br />
2<strong>01</strong>8, plante und koordinierte die Einführung<br />
des neuen CI/CD «carrosserie suisse»<br />
sowie des neuen CI/CD «Faszination<br />
Carrosserieberufe» und der daraus bis<br />
jetzt entstandenen Werbemittel. Quasi als<br />
Abschiedsarbeit konzipierte und realisierte<br />
er die im Jahr 2<strong>01</strong>9 gelaunchte Werbekampagne<br />
«Direkt zum <strong>Carrossier</strong>». Michel<br />
Birchmeier wird auch zukünftig der<br />
Branche treu bleiben. Denn der gebürtige<br />
Solothurner wird zukünftig als Projektleiter<br />
Marketing und Kommunikation beim<br />
Bellacher Traditionsunternehmen Carrosserie<br />
Hess AG tätig sein. ●<br />
Geschäftsstelle<br />
Michel Birchmeier wechselte nach zwei Jahren<br />
beim Verband zur Carrosserie Hess AG.<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>23
Technik<br />
Carrosseriereparatur<br />
Audi e-tron 55 quattro<br />
Vier Ringe auch rein elektrisch<br />
Der Schwerpunkt der Aachener Karosserietage 2<strong>01</strong>9 war die Elektromobilität. Ein besonderes<br />
Highlight zeigte die Audi AG: das Modell Audi e-tron 55 quattro. Der Ingolstädter Autobauer stellte den<br />
Carrosserie bau inklusive des Batteriepacks aus.<br />
Die Karosserietage in Aachen 2<strong>01</strong>9 gewährten einen detaillierten Einblick in den Carrosseriebau des Audi e-tron.<br />
Der Hersteller Audi präsentiert mit dem<br />
e-tron (interne Typenbezeichnung GE)<br />
sein erstes rein elektrisches Serienmodell.<br />
Das Oberklasse-SUV Audi E-tron 55<br />
quattro wird von zwei Elektromotoren mit<br />
zusammen 300 kW Leistung angetrieben,<br />
die für einen elektrischen Allradantrieb<br />
sorgen. Die Hochvoltbatterie mit 95 kWh<br />
Kapazität soll eine Reichweite von über<br />
430 Kilometer im WLTP-Fahrzyklus ermöglichen.<br />
Im Jahr 2<strong>01</strong>9 wurden in der<br />
Schweiz 683 Fahrzeuge dieses Modells<br />
zugelassen. Erstmals in der Statistik von<br />
auto-schweiz taucht er im März 2<strong>01</strong>9 auf.<br />
Im <strong>2020</strong> dürfte die Zahl also sogar deutlich<br />
höher ausfallen.<br />
Der Audi e-tron ist 49<strong>01</strong> Millimeter lang,<br />
1935 Millimeter breit und 1616 Millimeter<br />
hoch. Damit liegt er zwischen den Modellen<br />
Q5 und Q7. Sein Leergewicht beträgt<br />
2565 Kilogramm, und mit einem Radstand<br />
von 2928 Millimetern bietet er Platz für<br />
fünf Personen plus ein Ladevolumen von<br />
660 Litern. 60 Liter davon entfallen auf<br />
das zusätzliche Staufach unter der Frontklappe,<br />
wo u.a. das Bordwerkzeug und das<br />
mobile Ladekabel ihren Platz finden. Wer<br />
eine Anhängerkupplung bestellt, darf mit<br />
dem Elektro-SUV Lasten von 1800 Kilogramm<br />
ziehen.<br />
Das Batteriesystem befindet sich in Form<br />
eines flachen, breiten Blocks unter der<br />
Fahrgastzelle zwischen den Achsen. Damit<br />
liegt der Schwerpunkt des e-tron auf<br />
einem ähnlichen Niveau wie bei einer Limousine.<br />
Die Achslastverteilung konnte<br />
annähernd mit einem Verhältnis von 50:50<br />
austariert werden. Der Antrieb erfolgt über<br />
die in Vorder- und Hinterachse integrierten<br />
24 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Asynchronmaschinen mit einer Systemleistung<br />
von 300 kW (408 PS) und einem<br />
maximalem Drehmoment von 664 Nm im<br />
Boost-Modus. Die Höchstgeschwindigkeit<br />
ist elektronisch auf 200 km/h begrenzt.<br />
Carrosseriestruktur<br />
In diesem neuen, rein elektrisch angetriebenen<br />
Modell mussten die Entwicklungsingenieure<br />
die aktuellen Sicherheitsanforderungen<br />
ebenso umsetzen wie die<br />
Inte gration der Hochvoltbatterie sowie den<br />
Einbau der beiden Elektromotoren und derer<br />
Hochvolt-Komponenten. Das war quasi<br />
Neuland für die Konstruktionsabteilung.<br />
Auch das zusätzlich im Fahrzeug integrierte<br />
Batteriepack hat ein eigenes, umfangreiches<br />
Lastenheft: Sicherheitsdesign, Dichtigkeit,<br />
elektromagnetische Verträglichkeit<br />
(EMC) und Einbautoleranzen in den Carrosseriebau<br />
lauten hier die Herausforderungen.<br />
Den e-tron bauen die Ingolstädter<br />
auf der neuen PPE-Plattform (Premium<br />
Platform Electric) für elektrisch angetriebene<br />
Fahrzeuge, eine Weiterentwicklung<br />
der MLB-Plattform (= Modular Longitudinal<br />
Plattform). Der e-tron 55 quattro ist als<br />
SUV im C-Segment angesiedelt und hat im<br />
Euro-NCAP-Crashtest bereits eine 5-Sterne-Bewertung<br />
erhalten. Die Carrosserie<br />
des e-tron ist mit einem hohen Anteil an<br />
Aluminium- sowie ultrahochfesten Stahlbauteilen<br />
in der Fahrgastzelle ausgerüstet.<br />
Die Hochvoltbatterie schützen die Ingenieure<br />
durch eine Fachwerkstruktur mit starkem<br />
Aufprallschutz, einen umlaufenden<br />
Rahmen und die Bodenplatte. Der Carros-<br />
Der Blick unter den Audi e-tron, hier ohne Batteriepack, zeigt den flachen Aufbau. Die Vorderwagenstruktur<br />
wurde an den elektrischen Antrieb angepasst.<br />
Der Carrosseriebau, von innen betrachtet, verrät die warmumgeformten Blechteile (dunkel)<br />
sowie die Türen, die hintere Sitzfläche und den Boden hinten in Aluminium-Bauweise.<br />
Wie komplex der Aufbau des Batteriepacks im e-tron 55 quattro ist, war<br />
an der GIMS 2<strong>01</strong>9 zu sehen.<br />
Der Carrosseriebau des «elektrischen» Tanks vom Audi e-tron war an<br />
den Aachener Karosserietagen zu begutachten.<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>25
Technik<br />
Carrosseriereparatur<br />
Erst die Explosionszeichnung verrät, wie das Batteriepack in das Steifigkeitskonzept des Carrosseriebaus integriert wurde. (Quelle: Audi AG)<br />
seriebau besteht – Audi-typisch – aus einer<br />
Mischbauweise in Aluminium- und Stahlwerkstoffen.<br />
Mit dem Gehäuse der Hochvoltbatterie<br />
ergibt sich ein 40-prozentiger<br />
Anteil von Aluminium an der Carrosserie.<br />
Die übrigen 60 Prozent verteilen sich zu<br />
17 Prozent auf warmumgeformten und zu<br />
43 Prozent auf kaltumgeformten Stahl.<br />
Alle Anbauteile und das Bodenblech im<br />
Hinterwagen sind aus Aluminium gefertigt.<br />
Auch die Querstreben im Motorraum<br />
sowie die Querträger unter den Frontund<br />
Heckstossfängern stellt Audi aus<br />
Aluminiumprofilen her. Die vorderen Federbeindome<br />
bestehen aus Aluminiumdruckguss.<br />
Zentrale Komponenten aus<br />
warmumgeformtem Stahl befinden sind<br />
in der A- und B-Säule, den Dachholmen,<br />
dem Mitteltunnel, den Innenschwellern,<br />
dem Bodenquerträger und in den hinteren<br />
Längsträgern. Sie sind die Basis für<br />
die stabile Fahrgastzelle. Bei einem Frontalaufprall<br />
nehmen drei Lastebenen im<br />
Vorderwagen die Crashkräfte auf: oben<br />
die Kotflügelbank, mittig die Längsträger<br />
und unten der Hilfsrahmen. Zudem stabilisiert<br />
und versteift eine Querverstrebung<br />
an der Stirnwand die Carrosseriestruktur.<br />
Das Batteriepack ist als<br />
integraler Teil der Struktursteifigkeit der<br />
Carrosserie ausgelegt und verfügt über<br />
ein eigenes Crashmanagement.<br />
Materialien und Fügetechnik<br />
Der Materialeinsatz in der Carrosseriestruktur<br />
besteht zu 69 Prozent aus konventionellen<br />
und zu 27 Prozent aus<br />
warmumgeformten Stahlblechen. Der<br />
Aluminiumanteil liegt bei zwei Prozent,<br />
das sind die Blechteile im Boden des Hinterwagens<br />
und die Aluminium-Gussteile<br />
der Federbeindome. Zusätzlich setzt Audi<br />
Leichtbaukomponenten in Stahlbauweise<br />
in die Carrosseriestruktur ein: An der<br />
B-Säule, dem Stirnwandquerträger und<br />
der Verlängerung der vorderen Längsträger<br />
sind die Blechteile als «Tailor welded<br />
hot formed steel» ausgeführt. Die hinteren<br />
Längsträger, das Fersenblech und die<br />
Abstützung der Stirnwand am Boden Mitte<br />
sind als «Tailor rolled hot form steel»<br />
ausgeführt. Im Dachrahmen oberhalb der<br />
A-Säule verläuft eine mehrlagige Verstärkung,<br />
die als «Patched hot form steel»-<br />
Bauteil gefertigt wird. Die Anbauteile<br />
Klappe vorne und hinten, Türen, Kotflügel<br />
vorne und das Bodenblech im Hinterwagen<br />
sind aus Aluminiumblech.<br />
Zur Carrosseriestruktur werden alle<br />
Stahl- und Aluminiumteile mit zwölf<br />
Fügetechniken plus dem zusätzlichen<br />
Kleberauftrag. Je nach Materialkombination<br />
– Stahl/Stahl, Stahl/Alu oder<br />
warmumgeformter Stahl/Aluminium –<br />
werden die kalten Fügetechniken FDS-<br />
Schrauben, Stanznieten, Clinchen und<br />
Rollfalzen eingesetzt. Als warme Fügetechniken<br />
kommen bei Stahl zum Einsatz:<br />
MAG-Schweissen, Laserstrahlschweissen,<br />
Reibelementeschweissen,<br />
Laserlöten und Punktschweissen. Die<br />
Fügetechniken mit Aluminium-Bautei-<br />
26 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Technik<br />
Carrosseriereparatur<br />
Die Carrosseriestruktur ist als Multimaterialkonzept mit hohem Leichtbaufaktor ausgeführt. (Quelle: Audi AG)<br />
len sind das Laser-Remote-Schweissen<br />
und MIG-Schweissen. Die auf Stahl geschweissten<br />
Montagebolzen sind im<br />
Carrosseriebau keine reinen Verbindungen,<br />
sondern als Montagehilfsmittel anzusehen.<br />
Das Batteriepack<br />
Das Batteriesystem des e-tron ist 2280<br />
Millimeter lang, 1630 Millimeter breit sowie<br />
340 Millimeter hoch und unter der<br />
Fahrgastzelle angeordnet. Insgesamt<br />
enthält es 36 Zellmodule, die als quaderförmige<br />
Gehäuse gestaltet sind. Sie<br />
sind in zwei Ebenen, sogenannten Floors,<br />
angeordnet – als langer unterer und als<br />
kurzer oberer. Die Zellmodule des e-tron<br />
können über einen breiten Temperaturbereich<br />
und Ladezustand kontinuierlich<br />
und reproduzierbar Strom abgeben sowie<br />
aufnehmen. Zur Markteinführung des<br />
e-tron 55 quattro ist jedes Zellmodul mit<br />
zwölf Pouch-Zellen bestückt, die eine<br />
flexible Aussenhülle aus aluminiumbeschichtetem<br />
Kunststoff besitzen.<br />
Das Batteriepack wird aus Alublechen,<br />
Alustrangpressprofilen, Alugussteilen<br />
und Aluschmiedeteilen sowie konventionellen<br />
Stahlblechteilen gefertigt. Ein starker<br />
umlaufender Rahmen aus Aluminium-Gussknoten<br />
und -Strangpressprofilen<br />
sowie eine Aluminiumplatte von 3,5 Millimeter<br />
Stärke wirken Beschädigungen<br />
etwa durch Steinschlag entgegen. Inklusive<br />
des Gehäuses mit seinen Crashstrukturen<br />
wiegt das Batteriesystem rund 700<br />
Kilogramm. Das Gehäuse setzt sich aus<br />
47 Prozent Alustrangpressprofilen, 36<br />
Prozent Alublechen und 17 Prozent Aludruckgussteilen<br />
zusammen. Das Batteriepack<br />
wird an 35 Punkten mit der Carrosseriestruktur<br />
des e-tron verschraubt.<br />
Für einen dauerhaften Hochleistungsbetrieb<br />
der Lithium-Ionen-Batterie sorgt ein<br />
indirektes, vom Batteriezellraum getrenntes<br />
Kühlsystem. Es besteht aus flachen<br />
Aluminium-Strangpressprofilen, die<br />
einheitlich in kleine Kammern aufgeteilt<br />
sind. Der Wärmeaustausch zwischen den<br />
Zellen zu dem unterhalb angeordneten<br />
Kühlsystem erfolgt über ein wärmeleitfähiges<br />
Gel, das unter jedes Zellmodul<br />
gepresst wird. Insgesamt zirkulieren in<br />
den etwa 40 Meter langen Kühlwasserleitungen<br />
des e-tron 22 Liter Kühlmittel.<br />
Das Management der Batterie mit allen<br />
wichtigen Parametern wie dem Ladezustand,<br />
der Leistungsabgabe und dem<br />
Thermomanagement wird vom externen<br />
Battery Management Controller (BMC)<br />
durchgeführt. Der BMC kommuniziert sowohl<br />
mit den Steuergeräten der E-Motoren<br />
als auch mit den Zellmodul-Controllern<br />
(CMC), von denen jeder die Ströme,<br />
die Spannung und die Temperatur der<br />
Module überwacht. Die Battery Junction<br />
Box (BJB), die die Hochvolt-Relais und<br />
-Sicherungen integriert, bildet die elektrische<br />
Schnittstelle zum Auto. Der Datenaustausch<br />
zwischen dem BMC, den<br />
CMCs und der BJB erfolgt über ein eigenes<br />
Datenbus-System.<br />
Akustik<br />
Um den Fahrzeuginsassen eine entspannte<br />
Atmosphäre bereitstellen zu können,<br />
wurden am Audi e-tron die Aeroakustik und<br />
die Geräuschdämmung stark verbessert.<br />
Um Körper- und Luftschall effektiv zu reduzieren,<br />
kommen absorbierende und<br />
dämmende Materialien zum Einsatz und<br />
relevante Flächen werden mit einem speziellen<br />
Material beschichtet, sodass die<br />
Bleche weniger schwingen können. An der<br />
Stirnwand und am Hinterwagen dämmt ein<br />
komplexer Mehrschichtaufbau den Schalldurchtritt<br />
zum Innenraum. Zudem schliessen<br />
schallreduzierende Kapseln die E-Maschinen<br />
zusätzlich ein.<br />
●<br />
Text und Bilder: Jürgen Klasing<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>27
Verein zur Förderung der Carrosserieberufe<br />
Der Verein bezweckt die Förderung und die Wahrung der Berufsinteressen im Carrosseriegewerbe. Der VFCB<br />
unterstützt mit seinen Mitteln die Berufs- und Weiterbildung der Carrosserieberufe.<br />
Goldpartner<br />
Fahrzeugexpertisen und Wertschätzungen<br />
Zusammen sind wir stark<br />
André Koch AG
Silberpartner<br />
Bronzepartner<br />
GCS Schweiz AG<br />
Zusätzliche Marken<br />
carrosserie suisse und der VFCB dankt seinen Mitgliedern und Gönnern für die Unterstützung<br />
und ihren Einsatz zum Wohle der künftigen <strong>Carrossier</strong>s!
Reportage<br />
Firmenporträt<br />
Spies Hecker Schweiz<br />
Potenzial in allen Bereichen<br />
Die Premium-Lackmarke Spies Hecker blickt in der Schweiz auf ein erfolgreiches 2<strong>01</strong>9 zurück. Der<br />
«carrossier» unterhielt sich mit Geschäftsführer Thomas Wyss sowohl über die letztjährigen wie<br />
auch die diesjährigen Highlights sowie über die anstehenden Herausforderungen für Marke und Markt.<br />
Thomas Wyss, Geschäftsführer Spies Hecker<br />
Switzerland, hat für <strong>2020</strong> viel vor.<br />
<strong>Carrossier</strong>: Wie bleibt Ihnen 2<strong>01</strong>9 in<br />
Erinnerung?<br />
Thomas Wyss: Wir hatten ein erfolgreiches<br />
Jahr in Bezug auf Kundengewinnung<br />
und Kundenzufriedenheit. Neue<br />
Produkte zur Prozessoptimierung konnten<br />
eingeführt werden und den Wandel<br />
hin zu digitalen Prozessen haben wir mit<br />
neuen Tools fortgesetzt.<br />
Was waren die Highlights?<br />
Es gab viele: das Projekt mit Kyburz Switzerland,<br />
bei dem wir den eRod Fun für den<br />
2<strong>01</strong>9er-Automobilsalon mit unserer Farbe<br />
des Jahres «Sahara» lackieren durften,<br />
die Expansion von Daisy Wheel mit<br />
aktuell sechs Anlagen in Betrieb, die Kundenreise<br />
nach Italien oder die fortschreitende<br />
Umsetzung des Konzeptes «100<br />
Prozent digitale Farbtonfindung». Heute<br />
arbeiten schon fast 40 Prozent der Spies<br />
Hecker-Lackierbetriebe ohne Farbtonpaspeln.<br />
Auch die Einführung des Spies<br />
Hecker-Webshops und die Lancierung<br />
der Caravan-Reparatur-Seminare zählen<br />
dazu. Das übergeordnete Netzwerk ARN<br />
(Automotive Repair Network) befindet<br />
sich weiter im Aufbau und umfasst inzwischen<br />
über 190 zertifizierte Mitglieder.<br />
Wie möchte Spies Hecker im <strong>2020</strong><br />
durchstarten?<br />
Mit dem Ausbau der Caravan-Reparatur-<br />
Seminare, des Webshops und von ARN<br />
bei den Mitgliedern, Versicherern und<br />
Flotten, mit der Lancierung des CSM-<br />
Chrom-Lacksystems sowie neuen Produkten<br />
wie etwa dem in Kürze lancierten<br />
Klarlack 8810, der das Speed-TEC-Sortiment<br />
erweitert. Ausserdem wollen wir<br />
das Angebot des CUI Profi-Clubs erweitern.<br />
Und dann gibt es noch die «Axalta<br />
Color of the Year <strong>2020</strong>» – Sea Glass.<br />
Welche Trends können Sie erkennen?<br />
Ganz klar die Caravan-Reparatur. Wir<br />
sind die einzige Lackmarke, die dem Kunden<br />
ein komplettes System inklusive<br />
Marketingtools anbieten kann. In diesem<br />
Segment schlummert ein grosses Potenzial<br />
für spezialisierte Carrosserien. Mit<br />
diesem lukrativen zusätzlichen Standbein<br />
können sich unsere Kunden einen<br />
Wettbewerbsvorteil und bessere Auslastung<br />
sichern. Hierbei unterstützen wir sie<br />
mit unserer Erfahrung, die wir über Jahre<br />
in diesem Bereich gesammelt haben.<br />
Grosses Gewicht legen wir auch auf «Reparieren<br />
statt Ersetzen». Was für uns eine<br />
interessante Entwicklung ist, die Selcuk<br />
Özgül schon 2<strong>01</strong>1 vorhergesagt und im<br />
Bereich der Kleinschadenreparatur mit<br />
dem Konzept «car4Rep» aufgegleist hatte.<br />
Damals war der Markt allerdings noch<br />
nicht bereit dafür. Heute sind wir Lackpartner<br />
des clearcarrep-Konzepts und<br />
dürfen für Schweizer Carrosseriebetriebe<br />
Kleinschadenschulungen Lack anbieten.<br />
Wo sehen Sie die Herausforderungen für<br />
die Lackbranche und für Ihre Kunden?<br />
Mit dem CUI Profi-Club und ARN sind die<br />
Carrosserien Teil eines grossen Netzwerkes,<br />
das ihnen hilft, den Betrieb weiter<br />
sicherzustellen. Eine weitere Herausforderung<br />
wird die Digitalisierung der<br />
Branche sein, angefangen bei der Zusammenarbeit<br />
mit Versicherungen und<br />
Experten, der Bestellung von Ersatzteilen<br />
und Lackmaterial, über digitale Farbtonfindung<br />
bis hin zur elektronischen<br />
Fakturierung. Dann unterstützen wir die<br />
Betriebe, ihre betriebswirtschaftlichen<br />
Kennzahlen besser lesen zu können, um<br />
ihr Optimierungspotenzial zu erkennen.<br />
Der Kennzahlen-Kompass ist ein Tool<br />
zum Vergleichen seiner Kennzahlen mit<br />
dem Markt. Wir sehen in diesem Bereich<br />
für die Zukunft der Branche einen sehr<br />
hohen Handlungsbedarf. Und wir unterstützen<br />
die Betriebe im Bestreben, weiterhin<br />
gute Fachkräfte zu bekommen<br />
und zu halten, mit entsprechenden<br />
Schulungen.<br />
Wie läuft es mit Ihrem Schulungs- und<br />
Technologiecenter Campus 105?<br />
Wer glaubt, nach der Aus– oder Weiterbildung<br />
nie wieder eine Schulbank drücken<br />
zu müssen, der irrt. Denn im Handwerk<br />
Topleistung zu erbringen bedeutet,<br />
lebenslang dazuzulernen. Teure Technik<br />
und effiziente Produkte sind zwar eine<br />
gute Basis, aber nur wer die Werkstattausrüstung<br />
effizient einsetzt, wird die<br />
Der Axalta-Autolack des Jahres heisst «Sea<br />
Glass». Die Formel besitzt reflektierende<br />
Eigenschaften und kann daher besonders gut<br />
von Lidar-Systemen (Light Detection and<br />
Ranging) und dank dem hellen Perlmuttfarbton<br />
auch von Radarsystemen geortet werden.<br />
30 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Reportage<br />
Firmenporträt<br />
gewünschte Reparatur auch profitabel<br />
ausführen können. Wir bieten in unserem<br />
Trainingscenter Campus 105 alles, was<br />
ein Mitarbeiter für seine erfolgreiche<br />
Weiterbildung benötigt, und bringen dem<br />
Unternehmer bei, an welcher Stellschraube<br />
er drehen muss, um seinen Betrieb<br />
effizienter zu machen.<br />
Wo sehen Sie noch Handlungsbedarf?<br />
Potenzial ist in allen Bereichen vorhanden.<br />
Neu bieten wir z.B. ein Seminar «Lack<br />
für Kaufleute» an. Es schlägt die Brücke<br />
zwischen der organisatorischen Abteilung<br />
und dem praktischen Handwerk. So<br />
erhalten die kaufmännischen Mitarbeiter<br />
im Betrieb ein tieferes Verständnis für die<br />
Arbeit der Kollegen in der Lackiererei.<br />
Wie sieht Ihr Vertriebsnetz aus?<br />
30 Mitarbeiter im Innen- und Aussendienst<br />
sind bei Axalta Schweiz täglich für<br />
das Wohlbefinden der Kunden tätig. Neben<br />
den Kundenberatern sind unsere<br />
Techniker schweizweit verteilt. Das Ziel<br />
ist, dass wir laufend über neue Produkte,<br />
Anwendungen, Dienstleistungen, News<br />
aus dem Markt, Tipps und Tricks informieren<br />
und im Falle von Problemen innerhalb<br />
von 24 Stunden eine Lösung bieten.<br />
Das automatische Mischsystem Daisy<br />
Wheel steigert nachweislich die<br />
Effizienz. Warum steht nicht bereits in<br />
jedem Betrieb ein solches Gerät?<br />
Kunden, die heute schon mit solchen modernen<br />
Systemen arbeiten, haben den<br />
Vorteil dieses Systems verstanden. Zum<br />
einen begeistert sie die Präzision von<br />
Daisy Wheel in Kombination mit dem umfassenden<br />
Phoenix-Farbtonmanagement-System<br />
von Spies Hecker. Während<br />
Frau Daisy die richtigen Farben mischt,<br />
erledigen die kostenintensiven Mitarbeiter<br />
andere gewinnbringende Arbeiten.<br />
Zudem stellt Daisy Wheel exakt die Lackmenge<br />
her, die für die Reparatur benötigt<br />
wird. Es kommt somit zu weniger Abfall<br />
und die Materialkosten pro Auftrag können<br />
entsprechend reduziert werden. Es<br />
ist unsere Aufgabe, auch die Kunden ohne<br />
Daisy Wheel von der lukrativen Investition<br />
zu überzeugen und mit ihnen gemeinsam<br />
die Amortisation zu berechnen.<br />
Was bietet das Spies Hecker-Netzwerk<br />
Colors Unlimited International (CUI)?<br />
Netzwerken heisst sich austauschen und<br />
weiterkommen. Nebst den fachlichen<br />
Trainings sind auch betriebswirtschaftliche<br />
Seminare im Angebot, um die Partner<br />
auf die Zukunft einzustellen. Durch die<br />
CUI-Zertifizierung ist man Teil von ARN.<br />
Für ARN werden erweiterte Dienstleistungen,<br />
speziell für Versicherungen, Flotten<br />
und Leasingprovider, entwickelt und<br />
angeboten. Diese Dienstleistungen erleichtern<br />
die Abläufe aller Beteiligten in<br />
der Schadenabwicklung und erzeugen<br />
entsprechend Wettbewerbsvorteile. Aber<br />
Netzwerke sind nicht ausschliesslich nur<br />
für «Geschäftemachen» gedacht. Es entstehen<br />
Freundschaften und das geschaffene<br />
Vertrauen fördert den Austausch<br />
von Informationen und Dienstleistungen.<br />
Zudem ist natürlich auch die gemeinsame<br />
Teilnahme an Veranstaltungen immer<br />
eine Freude. Aktuell sind 25 vom Swiss<br />
Safety Center zertifizierte CUI-Mitgliederbetriebe<br />
im Netzwerk.<br />
Worauf freuen Sie sich im <strong>2020</strong>?<br />
Auf die Kundenreise nach Köln, den Branchenevent<br />
in Thun und das traditionelle<br />
SH-Open-Golfturnier für alle Freunde<br />
des Golfspiels innerhalb der Branche.<br />
Daisy Wheel<br />
Jetzt auch im Laufental im Einsatz<br />
Der 2<strong>01</strong>9 in Genf gezeigte strassenzugelassene<br />
eRod Fun von Kyburz in Mattsilber und im<br />
Axalta-Automotive-Farbton des Jahres<br />
«Sahara» ist Juni-Motiv des Spies Hecker-<br />
Kalenders <strong>2020</strong>. Auch für den Kalender 2021<br />
werden wieder aussergewöhnliche Lackierungen<br />
aus allen Bereichen gesucht. Bewerben<br />
kann man sich (auch aus der Schweiz) noch bis<br />
zum 28.2.<strong>2020</strong> unter www.spieshecker.ch/<br />
kalender2021.<br />
Man muss dafür übrigens nicht Kunde<br />
von Spies Hecker sein. Und dann freue ich<br />
mich darauf, viele weitere Kunden von<br />
unserem Service und unserer Qualität zu<br />
überzeugen.<br />
●<br />
Interview: Henrik Petro<br />
Seit Jahren ist das automatische Mischsystem bei Spies Hecker-Kunden in der Schweiz mit<br />
Erfolg im Einsatz. Im vergangenen Jahr wurde es auch bei der Carrosserie Imhof AG in<br />
Laufen, Kanton Basel-Landschaft, eingeführt.<br />
Die Carrosserie Imhof AG, 1975 gegründet, ist ein mittelständischer Betrieb in Familienbesitz,<br />
beschäftigt zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist Eurogarant-zertifiziert und bildet<br />
sowohl in der Carrosseriespenglerei als auch in der Lackiererei aus. Die Kunden kommen<br />
aus den Bezirken Laufental und Thierstein, aber auch aus dem gesamten Einzugsgebiet der<br />
Region Basel. Inhaber Andreas Imhof ist Vizepräsident der Sektion carrosserie suisse Nordwestschweiz<br />
und legt durch seine Nähe zum Verband grosses Augenmerk darauf, sein<br />
Unternehmen hinsichtlich Technik, Umweltschutz und Sicherheit immer auf dem neuesten<br />
Stand zu halten. Für ihn lag die Motivation,<br />
Daisy Wheel einzuführen, vor allem<br />
darin, dass er seinen Betrieb noch effizienter<br />
und die Prozesse in der Reparaturlackierung<br />
noch sicherer machen<br />
wollte. Die Effekte sind unverkennbar:<br />
«Meine Mitarbeiter sind total happy», so<br />
Imhof. «Zum einen begeistert sie die<br />
Präzision von Daisy Wheel in Kombination<br />
mit dem umfassenden Phoenix-<br />
Farbtonmanagement-System von Spies<br />
Hecker. Zum anderen können sie so<br />
stressfreier und effizienter arbeiten»,<br />
erläutert der Unternehmer. «Von Daisy<br />
Wheel profitieren auch unsere Kunden,<br />
da wir die Reparatur noch zügiger erledigen<br />
können», so Imhof weiter.<br />
Andreas Imhof (rechts) und Sohn Dominik Imhof von<br />
der Carrosserie Imhof AG können sich die Arbeit ohne<br />
Daisy Wheel nicht mehr vorstellen.<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>31
Reportage<br />
Firmenporträt<br />
Kundenreise mit Spies Hecker<br />
Speed, Lack e Dolce Vita!<br />
Unter diesem Motto unternahmen Kunden des Spies Hecker CUI Profi-Clubs in der Schweiz eine Reise<br />
nach Italien. Neben Fortbildung und Besichtigungen stand vor allem Netzwerken im Vordergrund.<br />
Mit einem luxuriösen Reisebus trat die<br />
Gruppe von 41 Personen unter der Leitung<br />
von Thomas Wyss, Geschäftsführer bei<br />
Spies Hecker Switzerland, und seiner Kollegin<br />
Maya Bitterli, Leiterin Marketing,<br />
Einkauf, Customer Service Industrie, voller<br />
Enthusiasmus die Reise nach Italien an.<br />
Gleich am ersten Tag besichtigte sie das<br />
Alfa-Romeo-Museum in Arese und besuchte<br />
dann die romantische Stadt Sirmione<br />
am Gardasee. Am zweiten Tag stand<br />
als Schulungs- und Seminarteil die Besichtigung<br />
bei Ronal in Tabina, dem Felgenhersteller<br />
von Speedline, auf dem<br />
Programm. Nach der Betriebsführung<br />
beantwortete der Sales Manager alle Fragen,<br />
insbesondere zu den verschiedenen<br />
Möglichkeiten der Felgenreparatur. In der<br />
Stadt der Liebe, Verona, stand eine Stadtführung<br />
auf den Spuren von Romeo und<br />
Julia auf dem Programm. Bei einer Weindegustation<br />
und einem gemeinsamen<br />
Abendessen in Peschiera konnte die<br />
Gruppe das Dolce Vita geniessen. Highlight<br />
am dritten Tag war die Besichtigung<br />
des Ferrari-Museums, gefolgt von einem<br />
Besuch der Azienda Agricola Leonardi mit<br />
Verkostung von edlem Balsamico-Essig<br />
und anderen Köstlichkeiten. Der letzte<br />
Abend wurde gemeinsam mit einem<br />
Galadinner im Hotel Acquaviva del Garda<br />
in Desenzano gefeiert. «Unsere Kundenreisen<br />
mit dem CUI Profi-Club bieten eine<br />
gelungene Mischung aus Weiterbildungselementen,<br />
Austausch mit Kollegen, einem<br />
unterhaltsamen Rahmenprogramm<br />
und Gelegenheit zum Netzwerken», so<br />
Thomas Wyss. «Wir setzen auf den persönlichen<br />
Austausch von Mensch zu<br />
Mensch, und dafür bietet eine solche Reise<br />
viele Gelegenheiten. Spies Hecker steht<br />
immer in engem Kontakt zu seinen Kunden<br />
und bietet ihnen 360-Grad-Lösungen<br />
mit massgeschneiderter Unterstützung<br />
an», ergänzt Maya Bitterli. ●<br />
Unvergesslich bleiben die Museumsbesuche bei Ferrari in Maranello<br />
(Bild) und Alfa Romeo in Arese.<br />
Die Balsamico-Produktion in der Azienda Agricola Leonardi ist ein<br />
komplexer, aber interessanter Prozess.<br />
Fast wie in der sixtinischen Kapelle, nur näher am Himmel.<br />
Besichtigung bei Ronal in Tabina.<br />
32 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Reportage<br />
AXA Winterthur<br />
Smart Repair<br />
Die smarteste aller Alternativen<br />
Umweltfreundliche Reparaturmethoden aktiv unterstützen – diesen Leitsatz hat sich die AXA<br />
Winter thur gross auf die Fahne geschrieben. Und empfiehlt deshalb ihren 150 Stützpunktpartnern<br />
ein neu gestaltetes Programm mit dem Namen «CO₂ reduzieren – darum reparieren».<br />
Um den <strong>Carrossier</strong>s alle strukturierten<br />
Methoden und Vorteile aufzuzeigen, welche<br />
die umweltfreundliche und erst noch<br />
kostengünstigere Fahrzeugreparatur bietet,<br />
startete AXA im November 2<strong>01</strong>8 ein<br />
Pilotprojekt mit 14 Betrieben. Und das hat<br />
den Verantwortlichen auf jeden Fall schon<br />
mal gezeigt, dass sie bei vielen Profis offene<br />
Türen einrennen mit ihrem Vorhaben.<br />
Das bestätigte auch der Mitte Januar<br />
durchgeführte regionale Kick-off an der<br />
Schweizerischen Technischen Fachschule<br />
Winterthur (STFW), der zahlreiche<br />
Carrosseriefachleute anlockte. Die Referenten:<br />
Fredy Egg (Chief Claims Officer)<br />
von AXA («Die Ersatzteilpreise steigen<br />
aktuell stark, das macht mir Sorgen»),<br />
Heinz Bachmann (Clear Car Rep), der unter<br />
anderem über Schulungsangebote<br />
informierte, und Philipp Roth, Partner-<br />
Manager Motor bei AXA. Seine Botschaft:<br />
«Grosse Schäden werden immer<br />
seltener, die Tendenz geht zu Kleinschäden<br />
und somit den Methoden Dellendrücken,<br />
Teillackieren und Spot-Repair.»<br />
Handwerk muss aktiv angeboten werden<br />
Ralph Kuhn (Partner-Manager Motor,<br />
AXA) hatte als nächster Referent «Next<br />
Steps» zum Thema und gab unter anderem<br />
Einblicke in die kommenden Kick-off-<br />
Tage und in die regionalen Meetings, bei<br />
denen der Gedankenaustausch im Vordergrund<br />
stehen wird. Richard Schöller<br />
(André Koch AG) wiederum wies auf die<br />
wegfallenden Transport- und Entsorgungskosten<br />
sowie auf die kürzeren<br />
Fahrzeugstandzeiten hin, wenn statt ersetzt<br />
eben repariert wird. Zudem ist er<br />
überzeugt davon, dass sich Kundinnen<br />
und Kunden vermehrt für Letzteres entscheiden,<br />
wenn sie im Detail darüber informiert<br />
werden, inwiefern sich diese<br />
kostengünstige Lösung für alle Beteiligten<br />
lohnt.<br />
Anschliessend bewies Dalibor Djuranovic<br />
(Carrosserie Nidau) anhand von Praxisbeispielen,<br />
warum der Teileaustausch<br />
keine gute Lösung für den <strong>Carrossier</strong> ist.<br />
Unter anderem zeigte er einen Mercedes<br />
A-Klasse mit rechts stark eingedrückter<br />
Seitenwand. Ein Ersatz war mit 5850<br />
Franken veranschlagt, mit der Reparatur<br />
wurden schliesslich 2510 Franken daraus.<br />
Ein anderer Fall ist ein VW Beetle<br />
mit gerissenem Stossfänger. Ein Neuteil<br />
hätte 1620 Franken gekostet, die Reparatur<br />
– für die der Carrosseriebetrieb Arbeitsstunden<br />
verrechnen konnte – kam<br />
auf 1400 Franken zu stehen. Dass sich die<br />
«Die Preise für Ersatzteile steigen, das macht<br />
mir Sorgen»: Fredy Egg (Chief Claims Officer)<br />
am Kick-off-Tag in Winterthur.<br />
<strong>Carrossier</strong>s unbedingt zu den alternativen<br />
Methoden bekennen sollten, ist für<br />
Felix Wyss ein Muss. «Kunsthandwerk<br />
und Instandstellungen sind unsere Kernkompetenzen.<br />
Und zwar schon seit der<br />
Grundbildung», sagte der Zentralpräsident<br />
von carrosserie suisse in seinem<br />
Referat. Und bat seine Berufskollegen<br />
eindringlich, dieses Kunsthandwerk auch<br />
wieder anzuwenden. «Dann bleibt am<br />
Schluss sogar noch etwas mehr in der<br />
Betriebskasse», sagte er mit einem Augenzwinkern.<br />
●<br />
Text und Bilder: Heinz Schneider<br />
Lockte zahlreiche Carrosseriefachleute nach<br />
Winterthur: der regionale Kick-off-Tag in der<br />
Technischen Fachschule.<br />
Setzt alles daran, um seine Berufskollegen für<br />
alternative Reparaturmethoden zu begeistern:<br />
Zentralpräsident carrosserie suisse Felix Wyss.<br />
Machte mit Praxisbeispielen klar, warum<br />
sich eine Reparatur für alle lohnt:<br />
Dalibor Djuranovic (Carrosserie Nidau).<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>33
Reportage<br />
AGVS Branchenevent<br />
15. Tag der Schweizer Garagisten<br />
Garagisten sind Teil der Lösung<br />
Die Schweizer Garagisten sehen sich in der aktuellen Klimadebatte als Teil der Lösung. So lautet eine der<br />
Kernbotschaften am 15. «Tag der Schweizer Garagisten» in Bern. Das Vertrauen, das ihnen dabei von den<br />
Automobilisten entgegengebracht wird, ist ungebrochen hoch. Das zeigt eine repräsentative Marktstudie.<br />
Der motorisierte Individualverkehr (MIV)<br />
hat wirtschaftlich wie gesellschaftlich<br />
heute einen grösseren Stellenwert denn<br />
je: Mit aktuell 4,7 Millionen Personenwagen<br />
sind so viele Fahrzeuge in der Schweiz<br />
eingelöst wie nie zuvor. Das Bedürfnis<br />
nach individueller Mobilität ist gross – und<br />
damit sind es auch die Herausforderungen<br />
im Ringen um eine Absenkung der<br />
CO₂-Emissionen. «Unseren 4000 Mitgliedern<br />
ist bewusst, dass die Ökologisierung<br />
des MIV an Bedeutung gewonnen hat und<br />
noch weiter zulegen wird», sagte Urs<br />
Wernli, Zentralpräsident des Auto Gewerbe<br />
Verband Schweiz (AGVS). Er signalisierte<br />
damit, dass das Autogewerbe die<br />
Zeichen der Zeit erkannt habe. Als Beleg<br />
dafür gilt auch die enge Zusammenarbeit<br />
mit dem Bundesamt für Energie (BFE) in<br />
verschiedenen Projekten, unter anderem<br />
dem AutoEnergieCheck. Energieeffiziente<br />
und klimaschonende Fahrzeuge seien<br />
dem Schweizer Autogewerbe sehr willkommen,<br />
so Wernli: «Sie nützen der Umwelt<br />
und sie verringern die Anzahl der<br />
Argumente gegen das Auto.»<br />
Dass knapp zwei Drittel der von den<br />
Schweizerinnen und Schweizern täglich<br />
Rekordnachfrage: Nachdem die 800 Plätze bereits Ende September «ausverkauft» waren,<br />
wurden zusätzliche Sitze bereitgestellt.<br />
zurückgelegten Distanz mit dem Auto erfolgen<br />
und 61 Prozent der gesamten<br />
Transportleistung im Güterverkehr auf die<br />
Strasse entfallen, zeigt das grosse Potenzial<br />
für die Schweizer Garagisten, zu einem<br />
ökologischeren Verkehr beizutragen.<br />
«Für die Automobilisten und Transportunternehmer<br />
sind unsere Mitglieder erste<br />
Ansprechpartner, was Kauf und Unterhalt<br />
betrifft», sagte Urs Wernli. Die<br />
Bedeutung des Unterhalts der bestehenden<br />
Fahrzeugflotte belegt der Umstand,<br />
dass ein Auto rund 15 bis 18 Jahre im Betrieb<br />
ist. Das heisst, dass auch 2040 noch<br />
mehr als die Hälfte des Wagenparks über<br />
einen Verbrennungsmotor verfügen wird.<br />
renommierte Institut Link durchführen<br />
liess: Über alle Generationen hinweg<br />
steht der Garagist an erster Stelle, wenn<br />
es um das Auto geht – bei Neuwagen und<br />
Occasionen genauso wie beim Unterhalt<br />
und der Wahl von Ersatzteilen und Reifen.<br />
Eine überwiegende Mehrheit der<br />
Schweizer Automobilisten verlässt sich<br />
bei Reparaturarbeiten vollständig auf den<br />
Für Felix Wyss, Zentralpräsident carrosserie<br />
suisse (l.) ist der Tag der Schweizer Garagisten<br />
ein Pflichttermin. Rechts neben ihm sind René<br />
Früh, Leiter Fahrzeugexperten & Unfallanalysen<br />
Motorfahrzeuge Zurich Schweiz, und<br />
Sascha Lüchinger, Leiter Schaden Motorfahrzeuge<br />
Zurich Schweiz.<br />
Vertrauen ist mit Verantwortung<br />
verbunden<br />
Dieses Vertrauen der Autobesitzer und<br />
der damit verbundene Einfluss wird dokumentiert<br />
durch die Resultate einer repräsentativen<br />
Marktforschung, die der<br />
AGVS im vergangenen Oktober durch das<br />
Philip Keil, der «bekannteste Pilot Deutschlands»,<br />
referierte über die Ursachen für<br />
menschliches Versagen bei Flugunfällen.<br />
34 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Reportage<br />
AGVS Branchenevent<br />
Michael Jost, Leiter Strategie bei Volkswagen,<br />
zeigte auf, mit welchen Konsequenzen der<br />
Wandel vom Hersteller zum Mobilitätsanbieter<br />
verbunden ist.<br />
Von links: Armin Haymoz, Zentralpräsident carrosserie suisse Romandie; Kurt Seiler, Geschäftsführer<br />
und Fahrzeugsachverständiger TDC; Reto Blaser und Thomas Villiger, beide VFFS<br />
(Verband Freiberuflicher Fahrzeugsachverständiger Schweiz).<br />
fachlichen Rat ihres Garagisten. Grundsätzlich<br />
stellen Schweizer Autobesitzer<br />
ihrem Garagisten und dessen Mitarbeitenden<br />
ein sehr gutes Zeugnis aus: Über<br />
alle Generationen liegt die durchschnittliche<br />
Zufriedenheit bei 83 Prozent. «Das<br />
ist ein sehr hoher Wert, der aber auch mit<br />
einer entsprechenden Verantwortung<br />
verbunden ist», konstatierte Urs Wernli.<br />
Gleichzeitig appellierte Wernli für weniger<br />
Polemik und Polarisierung in der Umweltdebatte.<br />
Der AGVS-Zentralpräsident stellte<br />
klar, dass das Autogewerbe nicht gegen<br />
Umweltschutz sei. Das grosse Vertrauen<br />
der Automobilisten sei für die Garagisten<br />
Verpflichtung, effiziente und möglichst<br />
umweltschonende Autos zu verkaufen.<br />
Allerdings sieht Wernli hier die Hersteller<br />
in der Pflicht: «Wir Garagisten können nur<br />
verkaufen, was produziert wird.»<br />
Moderator Röbi Koller (l.) im Gespräch mit<br />
Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts<br />
für Strassen (ASTRA).<br />
Rolle des Autos beginnt sich zu wandeln<br />
Politologe Claude Longchamp zeigte in seinem<br />
Referat auf, wie sich die Rolle des Autos<br />
zu wandeln beginnt – vom «alten» Auto<br />
als zunehmendes Problem hin zum «neuen»<br />
Auto als Teil der Lösung. Pascal Previdoli,<br />
der stellvertretende Direktor des Bundesamts<br />
für Energie (BFE), sprach die<br />
anwesenden Garagisten als Partner an,<br />
verwies auf die zahlreichen gemeinsamen<br />
Projekte und zeigte auf, was sich der Bund<br />
von den Garagisten künftig erhofft: ihre<br />
Rolle als Experten in Sachen Energieeffizienz<br />
und nachhaltig orientierte Mobilitätsdienstleister<br />
noch stärker wahrzunehmen.<br />
Diese Entwicklung war anschliessend auch<br />
Gegenstand der Diskussion zwischen Jürg<br />
Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für<br />
Strassen (ASTRA), dem Aargauer FDP-Ständerat<br />
Thierry Burkart und Christian Bach,<br />
Abteilungsleiter Fahrzeugantriebssysteme<br />
und Antriebsforscher bei der Empa.<br />
Von links: Thomas Nussbaum, Axalta Coating<br />
Systems / Cromax; Daniel Zollinger, PPG<br />
Switzerland; Urs Boss, Carrosserie G&G AG;<br />
Thomas Wyss, Axalta Coating Systems / Spies<br />
Hecker; Luciano Paludi, Leiter ARN, und Roger<br />
Steimann, CS R. Steimann AG.<br />
Von links: Kurt Späti, Calag; Roger Huber, Calag,<br />
und Präsident Fachkommission Reparatur,<br />
Massimo Di Giovanni, TDC; Alan Artico,<br />
Generali, und Sebastian Wyder, BASF Schweiz.<br />
Mit Spannung erwartet wurde auch der<br />
Auftritt von Michael Jost, Leiter Strategie<br />
bei Volkswagen. Er zeigte zum einen auf,<br />
wie der grösste PW-Hersteller der Welt<br />
die Entwicklung im Bereich Mobilität<br />
sieht, und auf der anderen Seite, mit welchen<br />
Konsequenzen der Wandel vom<br />
Hersteller zum Mobilitätsanbieter verbunden<br />
ist – auch und gerade für das<br />
Autogewerbe.<br />
Moderiert wurde der «Tag der Schweizer<br />
Garagisten» zweisprachig von Mélanie<br />
Freymond und neu von Röbi Koller («Happy<br />
Day»).<br />
Die ganzen Resultate der Marktforschung<br />
sind auf der Website des AGVS zu<br />
finden: www.agvs-upsa.ch ●<br />
Redaktion: Henrik Petro<br />
Bilder: AGVS, Mario Borri<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>35
Reportage<br />
GIMS <strong>2020</strong><br />
Nach Aus für Halle 7<br />
Was am Ende übrig bleibt ...<br />
Das Konzept mit der zeitlich verkürzten Branchenmesse in Halle 7 des Automobil-Salons Genf ist gescheitert.<br />
Statt Hebebühnen, Richtbänke und Pneumontiermaschinen werden nun 48 alternativ angetriebene<br />
Fahrzeuge auf einer Indoor-Piste zum Testen angeboten. Was aber machen die bisherigen Aussteller?<br />
Noch vor einem Jahr sah alles anders aus.<br />
In «carrossier» 1/2<strong>01</strong>9 engagierte sich<br />
Erhard Luginbühl, Präsident Swiss Automotive<br />
Aftermarket (SAA), für die Branchenmesse:<br />
«Seit eh und je ist die Halle 7<br />
Branchentreffpunkt des ganzen Automobil-Aftermarktes.<br />
Hier finden die Interessenten<br />
alles für die Garage und Carrosserie.<br />
Sie ist seit Jahrzehnten die einzige<br />
Ausstellung mit nationalem Anspruch.<br />
Alle anderen sind regional.» Und auch in<br />
«carrossier» 2/2<strong>01</strong>9 mit einem vierseitigen<br />
Rückblick über die Halle 7 schien die<br />
Welt noch in Ordnung, wie die positiven<br />
Rückmeldungen der von uns besuchten<br />
Lieferanten den Eindruck erweckten.<br />
Aus Halle 7 wird GIMS Discovery<br />
70 Aussteller hätten sich bis am 1. Juli<br />
2<strong>01</strong>9 für die Kurzmesse in Halle 7 anmelden<br />
sollen. Diese Vorgabe wurde<br />
nicht erreicht, und so verkündete der nur<br />
kurze Zeit amtierende Generaldirektor<br />
der GIMS, Olivier Rihs, bereits am 2. Juli<br />
2<strong>01</strong>9, dass es statt der traditionellen<br />
Aussteller eine Teststrecke in Halle 7<br />
geben wird. Auf dieser Indoor-Piste von<br />
456 Metern Länge können Besucher<br />
alternative Antriebsarten testen. Zur<br />
Auswahl stehen Autos mit Elektro-, Hybrid-,<br />
Wasserstoff- und Erdgasantrieb.<br />
Interessierte Besucher müssen dazu<br />
aber vorgängig auf der GIMS-App an der<br />
Verlosung für eine Fahrt teilnehmen.<br />
Ziel der GIMS Discovery ist, die Akzeptanz<br />
von Fahrzeugen mit alternativem<br />
Antrieb zu fördern. Für uns stellte sich<br />
die Frage: Was machen die bisherigen<br />
Aussteller aus Halle 7? Wir haben bei<br />
jenen, die wir letztes Jahr an der Messe<br />
besucht hatten, nachgehakt.<br />
Über die gesamte Dauer der GIMS stehen in Halle 7 rund 11 000 Discovery Drives zur Auswahl.<br />
Reservierungen für die Drives werden ausschliesslich über die GIMS Mobile App verlost.<br />
Voraussetzung ist ein gültiges Ticket für den gewünschten Tag.<br />
Schwerer Verlust für SAA<br />
Erhard Luginbühl war 2<strong>01</strong>9 nicht nur als<br />
SAA-Präsident am Salon, sondern auch<br />
als Inhaber der Luginbühl Fahrzeugtechnik<br />
AG: «Durch den Entscheid des Salons,<br />
die nächsten ein, zwei Jahre etwas anderes<br />
zu machen, haben alle Werkstatteinrichter<br />
des SAA Genf den Rücken gekehrt.<br />
Das ist für den Verband ein grosser<br />
Verlust. Der SAA ist grundsätzlich an<br />
verschiedenen Messen präsent, etwa an<br />
der transport-CH, der für uns grössten<br />
Messe der letzten Jahre, ein Teil stellt an<br />
Motorradmessen aus, ein Teil an der Autotechnika<br />
Zürich oder an der Baumaschinenmesse<br />
– es gibt nach wie vor ein<br />
breites Angebot. Wir als Luginbühl Fahrzeugtechnik<br />
haben uns noch nicht abschliessend<br />
für oder gegen einzelne<br />
Messen entschieden. Klar ist aber, dass<br />
der SAA keine eigene Branchenmesse<br />
auf die Beine stellen und nicht als Messeveranstalter<br />
auftreten wird. Für alles<br />
andere ist der Verband offen.»<br />
Happy End für ESA und MTS<br />
Nicht auf den Salon verzichten möchte<br />
die Einkaufsorganisation des Schweizer<br />
Auto- und Motorfahrzeuggewerbes ESA,<br />
die neu in Halle 1 zu finden sein wird.<br />
Dazu Matthias Krummen, Leiter Management<br />
Services/Kommunikation: «Dass<br />
andere Branchenverteter nicht mehr in<br />
Halle 7 zu finden sind, bedauern wir sehr<br />
und wir haben Verständnis, dass nicht<br />
jeder die ganze Zeit ausstellen wollte. Die<br />
ESA hat sich aber immer für Genf ausgesprochen,<br />
wir bekennen uns auch <strong>2020</strong><br />
ganz klar zum Salon, und das im gleichen<br />
Umfang und über die ganze Dauer. Mit<br />
36 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Reportage<br />
GIMS <strong>2020</strong><br />
der GIMS <strong>2020</strong> sehen wir absolute Chancen,<br />
wir treten mit einem neuen Konzept<br />
an einem neuen Standort in Halle 1 auf<br />
und begrüssen sämtliche 7000 Mitinhaber,<br />
Kunden und Partner vor Ort, wie bereits<br />
in den Vorjahren. Wir freuen uns auf<br />
Besuch und alle, die nicht kommen, verpassen<br />
etwas. Dass wir weiterhin an der<br />
wichtigsten nationalen Messe präsent<br />
sind, erachten wir als sehr wichtig. Auch<br />
am Carrosserie- Branchenevent in Thun<br />
ist ESA Partner, wir werden den Anlass<br />
wie in den Vorjahren unterstützen und<br />
sind vor Ort.»<br />
Ähnlich zufrieden zeigt sich MTS Meguiar’s.<br />
Geschäftsführer Beat Spillmann:<br />
«Für die MTS Meguiar’s sind die zehn<br />
Tage Genfer Automobil-Salon ein erstes<br />
wichtiges Highlight unseres Eventkalenders.<br />
Wir waren und sind darum weiterhin<br />
interessiert, während der ganzen Ausstellungsdauer<br />
ausstellen zu können. Am<br />
Automobil-Salon präsentiert die MTS<br />
schwergewichtig Publikumsprodukte, wir<br />
hoffen, dass uns unser diesjähriger<br />
Standort in der Halle 2 noch näher zu unseren<br />
Kunden bringt. Wir durften vor 20<br />
Jahren bereits einmal in der Halle 2 ausstellen<br />
und haben an diese Zeit sehr gute<br />
Erinnerungen, konnten wir damals doch<br />
eine Rekordzahl an Besuchern an unserem<br />
Stand willkommen heissen. Auch<br />
dieses Jahr können wir einige Neuheiten<br />
für den Privatanwender wie auch für den<br />
Profi präsentieren und hoffen auf zahlreiche<br />
Besucher! Die MTS-Produkte werden<br />
<strong>2020</strong> an diversen weiteren Ausstellungen<br />
zu sehen sein, darunter auch am<br />
Branchenevent mit unserem Partner<br />
Belfa AG, wo der Schwerpunkt auf den<br />
Profi-Produkten liegt. Ein Fazit über unseren<br />
Auftritt am Salon können natürlich<br />
auch wir erst am 15. März ziehen.»<br />
auto-i-DAT auf Roadshow<br />
Das Schweizer Unternehmen für Fahrzeugdaten<br />
informierte am 23. Januar in<br />
einem Newsletter über die Folgen des<br />
GIMS-Entscheids: «Dass wir nicht mehr<br />
am Salon Genf präsent sein werden, tun<br />
wir, wie die meisten anderen bisherigen<br />
Aussteller, nicht freiwillig, sondern beugen<br />
uns der Tatsache, dass es die Fachmesse<br />
für das Schweizer Autogewerbe in<br />
der Halle 7 nicht mehr gibt. Wir können<br />
unsere Kunden und Partner dort nicht<br />
mehr treffen, das bedauern wir sehr.<br />
Wenn die Kunden keine Gelegenheit haben,<br />
zu uns zu kommen, dann gehen wir<br />
zu ihnen. Und wir nutzen jede Gelegenheit,<br />
sie dort zu treffen, wo sich die Branche eh<br />
schon trifft. Eine erste Gelegenheit dafür<br />
war der ‹Tag der Schweizer Garagisten›.<br />
Ab April <strong>2020</strong> werden wir eine Roadshow<br />
bei Carrosserien durchführen. Hier wird<br />
vor allem die Präsentation unserer Produkte<br />
und – wo nötig – die Schulung im<br />
Vordergrund stehen. Natürlich werden<br />
wir bei all diesen Gelegenheiten auch unser<br />
Netzwerk pflegen. Parallel dazu fördern<br />
wir als Sponsor den Schweizerischen<br />
Carrosserieverband VFCB in der<br />
Ausbildung.»<br />
Ohne Partner kein Auftritt in Genf<br />
Auch die André Koch AG hat ihre Teilnahme<br />
am Salon Genf gestrichen. Warum,<br />
das erklärt uns CEO Enzo Santarsiero:<br />
«Von Anfang an war unser Konzept, gemeinsam<br />
mit der SAG (Swiss Automotive<br />
Group) am Autosalon auszustellen. Mit<br />
deren Entscheid, nicht mehr teilzunehmen,<br />
sehen wir für André Koch keinen<br />
Mehrwert, unsere Produkte und Dienstleistungen<br />
in Genf auszustellen. Wir sehen<br />
dies aber als Chance, um in neue<br />
Konzepte, Messen, aber auch Online-Angebote<br />
zu investieren. Wie schon letztes<br />
Jahr, planen wir, als Co-Aussteller an der<br />
SAG-Hausmesse vom 28./29. August<br />
<strong>2020</strong> teilzunehmen, jedoch mit stärkerem<br />
Fokus auf K&L und unsere Partner.» Auch<br />
dem Branchenevent hält Santarsiero die<br />
Treue: «Seit Beginn des Branchenevents<br />
war die André Koch AG ohne Wenn und<br />
Aber ein aktiver Teilnehmer und Sponsor.<br />
Wir glauben, dass wir so unsere Branche,<br />
den Verband carrosserie suisse und letztendlich<br />
uns selber weiterbringen. Dieses<br />
Jahr veranstalten wir sogar unseren Repanet-Suisse-Jahresevent<br />
unmittelbar<br />
davor auch in Thun, um unseren Partnern<br />
den Aufwand für den Besuch beider Veranstaltungen<br />
so effizient wie möglich zu<br />
gestalten. Wir freuen uns darauf.»<br />
Es geht auch ohne Messen, aber ...<br />
Roger Blum, Inhaber Blutech AG, verfolgt<br />
einen pragmatischen Ansatz: «Für mich<br />
ist der Wegfall von Halle 7 ein grosser<br />
Verlust. Es geht zwar auch ohne Messen,<br />
aber die Eventplattformen bieten unseren<br />
Kunden die Möglichkeit, sich vor Ort zu<br />
informieren. Kundennähe ist ein grosser<br />
Dieser Anblick von Halle 7 gehört bereits der<br />
Geschichte an.<br />
Für Erhard Luginbühl, Präsident Swiss<br />
Automotive Aftermarket (SAA), ist der Wegfall<br />
der Branchenmesse ein grosser Verlust.<br />
Erfolgsfaktor, und das wollen wir auch<br />
künftig aufrechterhalten. Ein wichtiger<br />
Punkt im <strong>2020</strong> ist der Branchenevent in<br />
Thun, welchen wir als Goldpartner unterstützen.<br />
Das zehnjährige Bestehen der<br />
Blutech AG bietet zudem einen weiteren<br />
Anlass, welchen wir gemeinsam mit unseren<br />
Kunden feiern.»<br />
Konsequent ist auch das Fazit von Glas<br />
Trösch, wie uns Alfons Schmid, Stv. Geschäftsführer<br />
und Projektleiter Salon<br />
Genf, erklärt: «Mit dem Wegfall der<br />
Halle 7 in Genf endet unser Auftritt leider<br />
nach 30 Jahren. Der Auto-Salon war für<br />
uns immer einer sehr gute Plattform und<br />
wir wären auch dieses Jahr wieder gerne<br />
dabei gewesen. Wir prüfen momentan<br />
Alternativen zur Halle 7 in Genf. Wir<br />
freuen uns auf die Teilnahme am Branchenevent<br />
in Thun. Wir sind selbstverständlich<br />
dabei.» <br />
●<br />
Henrik Petro<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>37
Vordach<br />
Unterstand<br />
Spezifikationen<br />
Hallenabtrennung<br />
Mobiles Lackierzelt von Bieri<br />
Ausziehbare Hallen und Tunnels für mobilen und flexiblen Raum<br />
Die zusammenschiebbaren Strukturen sind eine zuverlässige Alternative zu festen Bauten, um Werkstatteinrichtungen,<br />
Flächen oder Gerätschaften schützen. Sie sind für einen vorübergehenden sowohl auch einen dauerhaften Einsatz geeignet.<br />
Ohne benötigtes Fundament, sind die beweglichen Unterstände flexibel einsetzbar und können mit ein paar Handgriffen<br />
mittels arretierbarem Scherensystem verstellt werden. Sollte sich der Einsatzgrund ändern, können die ausziehbaren Hallen<br />
und Tunnels – dank vielseitigen Varianten – einfach umgenutzt werden.<br />
Das flexible System ist wartungsfrei. Die Schienen sind aus<br />
verzinktem Stahl, die Tragkonstruktionen sind aus Aluminium<br />
gefertigt und stehen für ihre Langlebigkeit.<br />
Die schwerentflammbaren Materialien können individuell an die<br />
jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Ob lichtdurchlässig<br />
oder mit transparenten Fenstereinsätzen für ein angenehmes<br />
Raumklima, aber auch Membranen für den optimalen Lichtschutz<br />
kommen zum Einsatz. Diese können nach Vorgaben bedruckt<br />
werden, für die interne Signalisation oder als zusätzlicher<br />
Werbenutzen.<br />
Die Anwendung findet auch seinen Platz um Lagermaterial, den<br />
Fuhr- oder den Maschinenpark zu schützen. Der Tunnel kann<br />
ganz einfach verschoben werden, so dass die Durchfahrt auf<br />
dem Areal jederzeit gewährleistet ist. Auch kann die ausziehbare<br />
Halle als Vordach oder Laderampe verwendet werden.<br />
Kontakt<br />
Adrian Wiederkehr<br />
Beratung und Verkauf<br />
Bieri Tenta AG<br />
Rothmatte 2<br />
6022 Grosswangen<br />
M +41 79 237 81 60<br />
adrian.wiederkehr@bieri.ch<br />
www.bieri.ch
Aktive Branche<br />
André Koch AG / PaintExpo<br />
André Koch AG<br />
Lack und Leidenschaft<br />
Die André Koch AG geht in der<br />
Öffentlichkeitsarbeit neue<br />
Wege: Das Unternehmen hat<br />
sein Print-Kundenmagazin<br />
relauncht und erweitert.<br />
Gleichzeitig wurde eine neue<br />
Web- Plattform eigerichtet.<br />
Der Name beider Publikationen:<br />
«Paint & Passion».<br />
«Wir fanden, dass es an der<br />
Zeit war, die André Koch AG<br />
als Marke stärker in den Fokus<br />
zu rücken», sagt Enzo<br />
Santarsiero, CEO der André<br />
Koch AG. «Darum haben wir<br />
uns entschlossen, unser bisheriges<br />
Kundenmagazin von<br />
Grund auf zu überarbeiten.<br />
Die Autolackiertechnik, mit<br />
der wir uns seit nunmehr über<br />
70 Jahren beschäftigen, ist<br />
für uns längst so etwas wie<br />
eine Passion geworden – und<br />
das soll ‹Paint & Passion›<br />
deutlich machen.»<br />
Die Erweiterung spiegelt auch<br />
die Mehrmarkenstrategie wider.<br />
Das Urdorfer Unternehmen<br />
vertreibt im Autoreparaturlackbereich<br />
neben der<br />
Marke Standox inzwischen<br />
auch Lesonal und DeBeer/<br />
Valspar. «Darüber hinaus entwickeln<br />
wir uns immer stärker<br />
vom Lacklieferanten zum breit<br />
aufgestellten Dienstleister,<br />
der K+L-Betriebe auf den verschiedensten<br />
Feldern unterstützt»,<br />
erklärt Santarsiero.<br />
Kein Relaunch, sondern eine<br />
komplette Neuentwicklung<br />
ist das Web-Portal «paintpassion.ch»,<br />
in dem die André<br />
Koch AG aktuelle News, Berichte<br />
über neue Produkte,<br />
Tools und Techniken, Kundenstorys<br />
sowie Hintergrundinformationen,<br />
Bildergalerien,<br />
Videos und vieles mehr veröffentlicht.<br />
●<br />
Der Umfang des neuen Print-Magazins hat im<br />
Vergleich zu seinem Vorgänger von 28 auf 44 Seiten<br />
kräftig zugelegt.<br />
8. Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik in Karlsruhe<br />
Lösungen für zukunftsfähige Lackierprozesse<br />
Digitalisierung, Individualisierung und Klimaschutz sind die Megatrends,<br />
die Lohnbeschichter und inhouse-lackierende Unternehmen<br />
vor Herausforderungen stellen. Die PaintExpo deckt als<br />
weltweit einzige Informations- und Beschaffungsplattform für<br />
industrielle Lackiertechnik ein breites Anwendungs- und Aufgabenspektrum<br />
ab. Dies bestätigt ein Blick auf die Ausstellerliste<br />
der Weltleitmesse, zu deren 8. Auflage vom 21. bis 24. April <strong>2020</strong><br />
Ende Dezember 2<strong>01</strong>9 bereits rund 500 Unternehmen aus 26 Ländern<br />
ihren Standplatz gebucht haben. Sie belegen mit rund<br />
16 000 Quadratmetern Nettoausstellungsfläche schon mehr als<br />
die Gesamtausstellungsfläche der Veranstaltung 2<strong>01</strong>8. Die Global<br />
Player der Branche sind dabei ebenso vertreten wie innovative<br />
mittelständische und kleinere Unternehmen.<br />
www.paintexpo.de<br />
Das Beste für<br />
Carrosserieprofis<br />
Jetzt reservieren: Die Top-Angebote <strong>2020</strong> vom<br />
Weiterbildungs-Spezialisten von der Lehre bis<br />
zum Meisterdiplom.<br />
Werkstattkoordinator/-in<br />
im Carrosseriegewerbe<br />
Beginn: 14. August <strong>2020</strong><br />
Carrosseriefachleute<br />
alle Fachrichtungen<br />
Beginn: August <strong>2020</strong><br />
Dipl. Betriebsleiter/-in Carrosserie<br />
Höhere Fachprüfung (HFP)<br />
Beginn: 12. September <strong>2020</strong><br />
www.weiterbildung-zofingen.ch<br />
Besuchen Sie unseren Infoanlass<br />
am 5. März <strong>2020</strong> um 19.00 Uhr<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>39
Aktive Branche<br />
AkzoNobel und BMW Group / AkzoNobel<br />
AkzoNobel und BMW Group<br />
AkzoNobel sichert sich Zuliefervertrag<br />
Die BMW Group entschied sich für AkzoNobel<br />
als vertrauenswürdigen Zulieferer für<br />
Produkte und Dienstleistungen im Bereich<br />
der Autoreparaturlackierung. Der auf den<br />
1. Februar <strong>2020</strong> geschlossene Vertrag gilt<br />
für einen Grossteil des weltweiten BMW-<br />
In 44 Ländern werden Lackierfachbetriebe für<br />
BMW und Mini die Autoreparaturlacksysteme von<br />
AkzoNobel verwenden.<br />
Vertriebsnetzes und deckt 44 Länder ab,<br />
darunter die Schweiz. Ab sofort sind die<br />
Premium-Marken Sikkens und Lesonal für<br />
Lackreparaturen von BMW- und Mini-Fahrzeugen<br />
bei Vertragshändlern, Reparaturwerkstätten,<br />
Importeuren und nationalen<br />
BMW- Group-Niederlassungen zugelassen.<br />
Der Vertrag wurde nach einer umfassenden<br />
Analyse der Produktpaletten und Dienstleistungen<br />
von Sikkens und Lesonal abgeschlossen.<br />
<br />
●<br />
AkzoNobel<br />
Acoat Selected<br />
Partner programm<br />
<strong>2020</strong><br />
Auch im Jahr <strong>2020</strong> wartet das<br />
Acoat-Selected-Partnerprogramm<br />
mit einer exklusiven Auswahl an<br />
Seminaren, Trainings und Veranstaltungen<br />
auf. «Ein grosser<br />
Erfolg war der Workshop ‹Bin<br />
ich betriebsblind?›», verrät Christian<br />
Sidler, Acoat Selected Business<br />
Consultant AkzoNobel VR<br />
Schweiz. «Dieses Seminar werden<br />
wir auch in diesem Jahr wieder<br />
anbieten. Patrick Balmer,<br />
Geschäftsführer der Carrosserie<br />
Spiez AG, hat das Seminar mitentwickelt<br />
und wird es auch wieder<br />
durchführen.» Weitere Highlights<br />
werden das Seminar «Carrosserie<br />
im digitalen Umfeld» und die<br />
Studienreise in das AkzoNobel<br />
Headquater in Amsterdam.<br />
DIE ZUKUNFT<br />
BEGINNT BEI SATA MIT EINEM<br />
Die revolutionäre<br />
SATAjet X 5500<br />
Das Dream-Team: In Pistole und Düsensatz neu konzipierte<br />
und perfekt synchronisierte Luftleitgeometrie für eine perfekte<br />
Materialverteilung, optimierte Zerstäubung und präzise<br />
Strahlform. Und all das mit Materialersparnis, butterweicher<br />
und geräuschreduzierter Applikation.<br />
Zwei Strahlgeometrien sind pro Düsengröße verfügbar und<br />
erlauben wahlweise mehr Kontrolle oder Geschwindigkeit,<br />
Anpassung des Düsensatzes an Temperatur und Luftfeuchtigkeit.<br />
SATAjet X 5500 Erklärvideo<br />
www.sata.com/x5500io<br />
STRAHLFORMEN<br />
Bisher: Beispiele Strahlformen<br />
1.1 1.2 W 1.3 1.4<br />
Neu mit SATAjet X 5500<br />
Strahlform I-Düse HVLP/RP<br />
1.1 I 1.2 I 1.3 I 1.4 I 1.5 I<br />
(nur HVLP)<br />
Strahlform O-Düse HVLP/RP<br />
1.1 O 1.2 O 1.3 O 1.4 O 1.5 O<br />
(nur HVLP)<br />
Vertrieb durch:<br />
Akzo Nobel Car Refinishes AG,<br />
8344 Bäretswil<br />
AMAG Import AG, 8107 Buchs ZH<br />
André Koch AG, 8902 Urdorf<br />
Axalta Coating Systems GmbH, Cromax © ,<br />
8424 Embrach<br />
Belfa AG, 8152 Glattbrugg<br />
Glas Trösch AG / Carbesa, 4702 Oensingen<br />
CH Coatings AG, 4133 Pratteln<br />
ESA-Einkaufsorganisation, 34<strong>01</strong> Burgdorf<br />
Hänni Autoteile GmbH, 3322 Schönbühl<br />
R-M Autoreparaturlacke, 8808 Pfäffikon SZ<br />
40 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong><br />
SATA Düsenfinder App<br />
www.sata.com/nozzlefinder<br />
JASA AG<br />
8957 Spreitenbach<br />
www.jasa-ag.ch
Aktive Branche<br />
Konzept-Reisemobil VisionVenture / André Koch AG<br />
Konzept-Reisemobil VisionVenture<br />
Der Camper der Zukunft<br />
Das von BASF und Hymer gemeinsam<br />
entwickelte Konzept-Fahrzeug<br />
VisionVenture<br />
ist ein seriennaher Ausblick<br />
auf die Zukunft des Reisemobils.<br />
Mithilfe der Entwicklungskompetenz<br />
des BASF<br />
Creation Center ist eine neue<br />
Fahrzeugklasse entstanden,<br />
die Massstäbe in Sachen<br />
Mehr als 20 Hochleistungskunststoffe ermöglichen Weltneuheiten wie ein<br />
aufblasbares Dachzelt oder leichtgewichtige Natursteinverkleidungen.<br />
Leichtbau, Autarkie, Reiseerlebnis<br />
und Design setzt. Mehr<br />
als 20 Hochleistungskunststoffe<br />
und eine neue Lacktechnologie<br />
von BASF finden<br />
in dem Konzept-Reisemobil<br />
Verwendung und punkten<br />
mit vielen unterschiedlichen<br />
Eigenschaften. So setzen<br />
BASF und Hymer im Interieur<br />
und Exterieur mehrere neuartige<br />
Leichtbaumaterialien<br />
und -verfahren ein, die mehr<br />
Komfort ermöglichen und das<br />
Fahrzeug gleichzeitig robuster<br />
machen.<br />
●<br />
Auch <strong>2020</strong> bietet die André<br />
Koch AG den Mitgliedern ihres<br />
Netzwerks für Carrosserie- und<br />
Fahrzeuglackierbetriebe Repanet<br />
Suisse ein breites Angebot an<br />
Dienstleistungen und Weiterbildungen.<br />
André Koch AG<br />
Repanet Suisse<br />
Programm <strong>2020</strong><br />
«Einer der Eckpfeiler unseres diesjährigen Repanet Suisse<br />
Partnerprogramms sind die in Zusammenarbeit mit Clearcarrep<br />
durchgeführten Kurse<br />
zum Konzept ‹Reparieren<br />
statt ersetzen›», so Patrizia<br />
Santarsiero, Leiterin Service-<br />
Center von Repanet Suisse.<br />
Ebenfalls ans Herz legen<br />
möchte Santarsiero allen<br />
Partnern den Kurs «Kennzahlen-Kompass»<br />
zur Unternehmensführung<br />
mit betriebswirtschaftlichen<br />
Kennzahlen.<br />
Damit kann sich ein Betrieb<br />
innert kürzester Zeit einen<br />
Überblick verschaffen über<br />
die Situation des Unternehmens<br />
im Markt. Auf vielfachen<br />
Wunsch hin bietet Repanet<br />
Suisse <strong>2020</strong> wieder ein reines<br />
Frauenseminar an, diesmal<br />
mit dem Titel «Visionen erschaffen<br />
— Visionen leben».<br />
Es findet am 27. und 28. März<br />
<strong>2020</strong> statt. ●<br />
Schule für Gestaltung Zürich<br />
Weiterbildung für<br />
Carrosserieberufe<br />
ab Sommer <strong>2020</strong><br />
Bald starten die nächsten Lehrgänge<br />
für den Abschluss Carrosseriewerkstattleiter/-in<br />
Lackiererei bzw. Spenglerei mit<br />
eidgenössischem Fachausweis<br />
Werkstattkoordinator/-in<br />
Berufsbegleitend<br />
von September <strong>2020</strong> bis Juli 2021<br />
Carrosseriefachmann/-frau<br />
Lackiererei oder Spenglerei<br />
Berufsbegleitend<br />
von September 2021 bis Juli 2023<br />
Ausführliche Informationen erhalten Sie<br />
unter : 044 446 97 73 oder www.sfgz.ch<br />
Informationsabende<br />
Montag, 23.3.<strong>2020</strong>, 18.30 Uhr<br />
Montag, 25.5.<strong>2020</strong>, 18.30 Uhr<br />
Schule für Gestaltung Zürich<br />
Ausstellungsstrasse 104, 8005 Zürich<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>41
Aktive Branche<br />
Axalta Coating Systems Switzerland<br />
Axalta Coating Systems Switzerland<br />
Von der Ungeduld der Kunden profitieren?<br />
Thomas Nussbaum, Cromax-Geschäftsführer Schweiz: «Der Schlüssel<br />
zum Erfolg liegt darin, die Kunden zu verstehen und ihre Ungeduld als<br />
Chance für mehr Rentabilität und Wachstum zu sehen.»<br />
Thomas Nussbaum, Cromax-<br />
Geschäftsführer Schweiz, erklärt:<br />
«In der heutigen Welt, in<br />
der vieles auf Abruf bereitsteht,<br />
glauben wir aufgrund<br />
des technischen Fortschritts,<br />
dass alles schnell erledigt<br />
werden kann. Googles Forschungsergebnisse<br />
zeigen,<br />
dass 40 Prozent der Kunden<br />
eine Webseite wieder verlassen,<br />
wenn diese länger als drei<br />
Sekunden zum Laden braucht.<br />
Dieses Beispiel zeigt, dass die<br />
Menschen ungeduldiger geworden<br />
sind und Unternehmen<br />
ihre Produkte und Dienstleistungen<br />
daher neu ausrichten<br />
müssen.» Auf den ersten Blick<br />
scheint die zunehmende Ungeduld<br />
der Kunden ein negativer<br />
Trend zu sein. Doch Nussbaum<br />
sieht das anders: «Lackierfachbetriebe<br />
können von der<br />
Ungeduld ihrer Kunden profitieren.<br />
Die aktuellen zeit-, material-<br />
und energiesparenden<br />
Tools und Systeme von Cromax<br />
– wie beispielsweise das<br />
hochentwickelte digitale Farbtonmanagementsystem<br />
ChromaConnect,<br />
das Lackierfachbetriebe<br />
dank der konnektiven<br />
Technologie effizienter macht<br />
– steigern die Produktivität in<br />
bisher nie gekanntem Masse.<br />
Also anstatt ungeduldige Kunden<br />
als Ärgernis zu sehen,<br />
sollten Lackierfachbetriebe<br />
ihre betrieblichen Abläufe genauer<br />
unter die Lupe nehmen.<br />
Identifiziert das Unternehmen<br />
Möglichkeiten zur Erhöhung<br />
des Durchsatzes, so führt dies<br />
zu einer Produktivitätssteigerung<br />
und erfüllt gleichzeitig<br />
die Kundenforderung nach<br />
Schnelligkeit.»<br />
●<br />
gibb | eine Institution des Kantons Bern<br />
Informationsanlässe Höhere Berufs bildung<br />
im Carrosserie gewerbe, mit Dozierenden und<br />
Vertretern des carrosserie suisse<br />
Dienstag, 3. März <strong>2020</strong>, 19.00–20.30 Uhr<br />
AGVS Berner Oberland, Stationsstrasse 6, 3711 Mülenen<br />
Dienstag, 10. März <strong>2020</strong>, 19.00–20.30 Uhr<br />
gibb Berufsfachschule Bern, Lorrainestrasse 1, 3000 Bern 22<br />
Anmeldung an: regula.saegesser@gibb.ch<br />
NEU<br />
STARTER SET RUPES<br />
MIT VIEL ZUBEHÖR<br />
ZUM ATTRAKTIVEN PREIS<br />
Die gibb führt folgende Weiterbildungen durch:<br />
Werkstattkoordinator/in Zertifikat im Carrosseriegewerbe<br />
Carrosseriewerkstattleiter/in BP<br />
Ab August <strong>2020</strong> starten wir mit unseren nächsten Kursen.<br />
Mehr Infos unter 031 335 91 45 oder<br />
www.gibb.ch/weiterbildung<br />
gibb Berufsfachschule Bern<br />
www.gibb.ch<br />
gyso.ch<br />
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ZUM<br />
ANGEBOT<br />
42 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Rechtshilfe<br />
Ferienanspruch von Teilzeitangestellten<br />
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Ferienanspruch bei Teilzeittätigkeit<br />
Ausgangslage<br />
Peter ist 33 Jahre alt und arbeitet seit<br />
fünf Jahren im Carosseriebetrieb von<br />
Bruno. Seine Arbeitswoche hatte bis<br />
anhin 41 Stunden. Peter ist mit seinem<br />
Beruf und auch mit seinem Arbeitgeber<br />
grundsätzlich nach wie vor sehr zufrieden.<br />
Da er jedoch plant, das vor Kurzem<br />
geerbte Elternhaus selber umzubauen,<br />
möchte er sein Arbeitspensum auf 60<br />
Prozent reduzieren. Aufgrund der Betriebsstruktur<br />
von Brunos Carosseriebetrieb<br />
kann dieser dem Wunsch von<br />
Peter nachkommen. Er macht ihn jedoch<br />
darauf aufmerksam, dass sich mit der<br />
Arbeitspensumreduktion auch sein Ferienanspruch<br />
reduzieren wird. Peter<br />
hingegen ist der Ansicht, dass er auch<br />
als Teilzeitangestellter Anspruch auf die<br />
ihm gem. Art. 27 des VSCI-GAV zustehenden<br />
20 Ferientage hat. Wie ist die<br />
Rechtslage?<br />
Expertenrat<br />
Zunächst gilt es Art. 329a Abs. 1 OR zu<br />
beachten. Dieser schreibt vor, dass der<br />
Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jedes<br />
Dienstjahr wenigstens vier Wochen bzw.<br />
dem Arbeitnehmer bis zum vollendeten<br />
20. Altersjahr wenigstens fünf Wochen<br />
Ferien zu gewähren hat. Diese Norm ist<br />
gem. Art. 362 OR relativ zwingend, wonach<br />
von ihr zuungunsten des Arbeitnehmers<br />
nicht abgewichen werden darf. Eine<br />
sich für den Arbeitnehmer ungünstiger<br />
auswirkende Abrede oder Vereinbarung<br />
als die nachfolgend beschriebene ist deshalb<br />
unzulässig.<br />
Auch ein Teilzeitangestellter hat den gleichen<br />
Ferienanspruch wie ein Vollzeitangestellter<br />
und nicht etwa nur Anspruch auf<br />
eine entsprechend verkürzte Periode. Auch<br />
der Ferienlohn ist während der gleich langen<br />
Dauer geschuldet wie bei Vollzeitern,<br />
allerdings beschränkt sich seine Höhe auf<br />
den während dieses Zeitraums für die jeweilige<br />
Teilzeittätigkeit zustehenden Lohn.<br />
Da die Arbeitswoche von Peter bei seinem<br />
60-Prozent-Pensum jedoch nur aus drei<br />
und nicht aus fünf Arbeitstagen besteht,<br />
wird die Anzahl der ihm zustehenden Ferientage<br />
entsprechend reduziert. Eine<br />
«Ferienwoche» von Peter besteht damit<br />
nur aus drei Arbeitstagen und zwei – aufgrund<br />
des Pensums – ohnehin arbeitsfreien<br />
Tagen. Insgesamt stehen Peter somit<br />
nach seiner Pensumreduktion zwölf Ferientage<br />
zu. <br />
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carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>47
Unter der Lupe<br />
Carrosserie Kaufmann AG<br />
Carrosserie Kaufmann AG<br />
«Ig ha müesse kämpfe!»<br />
Die einen gehen gerade Wege, andere machen Umwege. Meistens kommen beide ans Ziel. Dies ist<br />
die Geschichte von einem, der nicht auf der Autobahn unterwegs war, sondern seinen Weg abseits der<br />
ausgetretenen Pfade gesucht und gefunden hat.<br />
Die neu erstellte Lackiererei.<br />
«Wenn man als Mensch ein Ekel ist, dann<br />
nützt es auch nichts, mit den Angestellten<br />
in den Europapark zu gehen», meint Patrick<br />
Kaufmann, Geschäftsführer und Inhaber<br />
der Carrosserie Kaufmann AG. Man<br />
müsse seinen Angestellten auf Augenhöhe<br />
begegnen, ihnen zuhören, wenn sie<br />
ein Anliegen hätten, authentisch sein,<br />
Vertrauen aufbauen. So klingt einer, der<br />
ganz allein angefangen hat, heute einen<br />
Betrieb mit fünfzehn Mitarbeitern führt<br />
und sich neu erfinden musste.<br />
Wachstumsschmerzen<br />
Am Jurasüdfuss neben Solothurn liegt<br />
Biberist. Der Akzent hier ist sympathisch,<br />
eine Mischung aus Bern- und Solothurner<br />
Deutsch. Patrick Kaufmann strahlt<br />
Ruhe aus, Gemütlichkeit. Auch wenn seine<br />
Geschichte der letzten Jahre nicht<br />
wirklich gemütlich war. Seit Januar 2<strong>01</strong>8<br />
befindet sich die Carrosserie Kaufmann<br />
AG in zwei grossen Hallen à 800 m² und<br />
400 m². Ein starkes Wachstum liegt hinter<br />
der Firma, die gegenüber in der alten<br />
elterlichen Werkstatt ihren Ursprung hat.<br />
Man könnte sich über Wachstum freuen,<br />
wenn es nur nicht so heftig wäre, dass<br />
es schmerzt. Der Begriff «Wachstumsschmerzen»<br />
kommt von Kaufmann<br />
selbst. Er erinnert an Geburtsschmerzen.<br />
Mit dem Umzug habe er vieles ändern<br />
müssen, habe nicht mehr selbst<br />
seiner geliebten Spenglerarbeit nachgehen<br />
können. «Heute arbeite ich nicht<br />
mehr im Betrieb, sondern am Betrieb»,<br />
erklärt er. Und meint damit, dass es bei<br />
der jetzigen Grösse nicht mehr möglich<br />
sei, so zu arbeiten, wie sie es früher in<br />
der kleinen Werkstatt noch konnten.<br />
Eine lange Firmengeschichte<br />
mit Brüchen<br />
So neu das aktuelle Firmengelände auch<br />
aussehen mag, die Geschichte dahinter ist<br />
alt. Sie beginnt nämlich schon 1948 mit<br />
Kaufmanns Grossvater mütterlicherseits,<br />
Hermann Spirig, einem Geschäftsmann,<br />
der ins Lackiergeschäft einsteigt. 1954 erstellt<br />
er einen Neubau. Anfang der Sechzigerjahre<br />
trennen sich die Spirigs. Und so<br />
kommt es, dass Kaufmanns Grossmutter<br />
als Frau den Betrieb weiterführt. Für damalige<br />
Zeiten eine aussergewöhnliche<br />
Leistung. Als Werkstattchef bestimmt sie<br />
einen Italiener, der an der Front für sie<br />
führt. Das geht gut, bis dieser Anfang der<br />
Achtzigerjahre beschliesst, zurück in seine<br />
Heimat Reggio Emilia zu gehen. Wie<br />
weiter? Die Tochter, Kaufmanns Mutter,<br />
ist inzwischen verheiratet, und so beschliesst<br />
deren Ehemann, den Betrieb als<br />
Quereinsteiger zu übernehmen. Inzwischen<br />
hat der Lackierbetrieb auch eine<br />
Spenglerei. Das Geschäft brummt. Ein<br />
Werkstattchef wird eingestellt. Der junge<br />
Kaufmann besucht auf Drängen des Vaters<br />
das Wirtschaftsgymnasium in Solothurn,<br />
obwohl er als Bub immer gerne in<br />
der Werkstatt war und am liebsten etwas<br />
mit Autos gelernt hätte.<br />
Wenn Schicksalsschläge den<br />
Weg vorgeben<br />
Mit 41 Jahren stirbt Kaufmanns Vater und<br />
alles ist wieder offen. Zu diesem Zeitpunkt<br />
ist Patrick gerade mal 16 Jahre alt, hat zwei<br />
Brüder, der jüngste einjährig. Seine Mutter<br />
kann den Betrieb dem damaligen Vorarbeiter<br />
verkaufen und ihm die Werkstatt vermieten.<br />
Nach der Rekrutenschule beginnt<br />
Patrick Kaufmann trotzdem noch eine Lehre<br />
als Carrosseriespengler in Lengnau.<br />
Danach arbeitet er in Murten bei der Carrosserie<br />
Remund und später in Lyss bei<br />
Wegmüller. In der Zwischenzeit erwirbt der<br />
neue Besitzer seines «Familienbetriebs»<br />
ein Grundstück vis-à-vis, erstellt einen<br />
Neubau und kündigt den Mietvertrag mit<br />
Kaufmanns Mutter. Da kommt der junge<br />
Kaufmann auf die Idee, selbst etwas anzufangen.<br />
Und zwar im alten Betrieb seiner<br />
Familie. Das Gebäude, also die alte, jetzt<br />
leere Werkstatt, ist ja immer noch in Familienbesitz.<br />
Ein verwegenes Unterfangen?<br />
In der alten Werkstatt? Mit einem grossen<br />
Mitbewerber im Quartier? «Vo nüt chonnt<br />
nüt», meint Kaufmann lächelnd und stürzt<br />
sich ins Abenteuer, wie er hinzufügt.<br />
48 carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>
Unter der Lupe<br />
Carrosserie Kaufmann AG<br />
Die Spenglerei, gleich neben der Haupthalle.<br />
Daumen hoch! Patrick Kaufmann und Manuela Meister im Empfang.<br />
Blick in die Haupthalle mit der Vorbereitungszone.<br />
Viel Holz bestimmt die Optik, auch in der Spenglerei.<br />
Carrosserie Kaufmann AG<br />
Im Porträt<br />
Die Carrosserie Kaufmann AG in Biberist<br />
beschäftigt heute 15 Mitarbeiter, davon drei<br />
Lehrlinge: einen Spengler, eine Lackiererin<br />
und einen afghanischen Flüchtling, der den<br />
Lackierassistenten EBA macht. Zum Kundenstamm<br />
gehören viele Private, aber auch<br />
Garagisten. Als Diversifikation werden auch<br />
wöchentliche Lackieraufträge aus der Industrie<br />
ausgeführt. Die Firma ist seit 2009<br />
Mitglied von carrosserie suisse, Partner von<br />
verschiedenen Versicherungen und seit<br />
2<strong>01</strong>9 als Eurogarant-Fachbetrieb zertifiziert.<br />
Seit 2<strong>01</strong>8 befindet sich der Betrieb in einem<br />
Neubau von total 1200 m². Zur Philosophie<br />
des Unternehmens gehört es, Teile soweit<br />
Neuer Betrieb in einer alten Werkstatt<br />
2004 übernimmt er in Biel die Konkursmasse<br />
eines Carrosseriebetriebs und<br />
stattet mit dem noch Brauchbaren die alte<br />
Werkstatt seiner Familie aus. Das meiste<br />
macht er allein. Die ganzen Ersparnisse<br />
gehen dabei drauf. Dann stellt er einen<br />
Lackierer ein und legt los. Er liebt das<br />
Patrick Kaufmann, Geschäftsleiter und Inhaber.<br />
möglich zu reparieren, statt auszutauschen.<br />
Dies garantiert Beschäftigung und ist ein<br />
Beitrag zum Umweltschutz.<br />
Spenglern, aber vom Rest, Lackieren, Kalkulieren,<br />
hat er wenig Ahnung. Ein Jahr<br />
später lernt er seine jetzige Frau Christina<br />
kennen, die unter der Woche noch in Davos<br />
arbeitet. Das erlaubt es ihm, auch die<br />
Nacht zum Tag zu machen und das, was<br />
er tagsüber durch Fehler verliert, durch<br />
Fronarbeit zu kompensieren. Es geht aber<br />
relativ schnell aufwärts. Im Büro hilft seine<br />
Mutter Erika tatkräftig mit. Dafür und<br />
für all die andere Unterstützung ist er ihr<br />
noch heute sehr dankbar. Ein grosser Hagelzug<br />
bringt zusätzlich viele Aufträge.<br />
Bald kommt ein erster Lehrling hinzu. Damals<br />
habe er Tag und Nacht gearbeitet.<br />
«Ich musste kämpfen und über den Tellerrand<br />
hinausschauen. Als Neuankömmling<br />
muss man sich zuerst behaupten,<br />
lernen, beobachten, was andere gut machen.<br />
Gas geben und saubere Arbeit liefern,<br />
das ist das A und O», fasst Kaufmann<br />
seine damalige Haltung zusammen und<br />
ergänzt, dass viele das Gefühl gehabt hätten,<br />
dass dies ein Himmelfahrtskommando<br />
sei. Er habe aber überleben wollen im<br />
Wettbewerb und besser sein. «Besser zu<br />
sein bedeutet nicht nur, darüber zu sprechen,<br />
sondern tagtäglich dafür zu sorgen,<br />
dass das gewünschte Level eingehalten<br />
wird und man niemals nachlässig wird.»<br />
Expansion mit Neubau und<br />
Weiterentwicklung<br />
Das Wachstum bringt es mit sich, dass<br />
man 2<strong>01</strong>3 platzmässig am Anschlag ist.<br />
carrossier Nr. 1 / Februar <strong>2020</strong>49
Unter der Lupe<br />
Carrosserie Kaufmann AG<br />
Ein Leckerbissen: Carabinieri-Alfa vor den<br />
Spritzkabinen.<br />
Romeo Santo, einer, der fast von Anfang an<br />
dabei ist.<br />
Die Werkstatt sei eine richtige Höhle gewesen.<br />
Man habe darin geraucht und<br />
vieles sei improvisiert gewesen. Gegenüber<br />
ist ein Stück Land zu haben, das er<br />
mit anderen Gewerbetreibenden erwirbt.<br />
Es entstehen zwei Hallen. In der einen<br />
befindet sich die Malerei, in einem Teil der<br />
anderen die Spenglerei. Mit dem Neubau<br />
So was hat nicht jeder in seiner Garage<br />
stehen.<br />
In der Spritzkabine werden wöchentlich auch<br />
Industrieteile lackiert.<br />
kommen die Zertifizierungen und Partnerschaften.<br />
Die erste mit der Helvetia-<br />
Versicherung. Das Wachstum fängt jetzt<br />
an zu schmerzen. Kam er vorher noch mit<br />
sechs Kundenfahrzeugen aus, sind es<br />
plötzlich vierzehn. Zwei Flottenbetreiber<br />
kommen hinzu. All das muss man «managen».<br />
Das heisst: Regeln einführen, Prozesse,<br />
Strukturen, das ist es, was er mit<br />
arbeiten am und nicht im Betrieb meint.<br />
In der Zwischenzeit hat sich vieles beruhigt.<br />
Bereinigungen haben stattgefunden.<br />
Kaufmann hat «learning by doing»<br />
seinen Stil, seinen Weg als Chef gefunden.<br />
Er meint: «Ich versuche zu erkennen, wer<br />
was gut und demzufolge auch gern<br />
macht.» So habe er zum Beispiel erkannt,<br />
dass einer seiner Mitarbeiter einen inneren<br />
Buchhalter hat. Dem habe er die Materialbewirtschaftung<br />
übergeben. Und das mache<br />
der inzwischen mit Hingabe und Akkuratheit.<br />
So müsse er nicht gross führen.<br />
Jeder wisse, war er zu tun habe, und er<br />
könne fürs Ganze schauen. Dass er keine<br />
Zeit mehr zum Ausbeulen habe, sich dafür<br />
aber anderen Sachen widmen könne, das<br />
sei ein grosser Schritt gewesen.<br />
So hat er auch keine Werkstattleiter mehr,<br />
sondern Kompetenzträger. So wie Manuela<br />
Meister, die bei ihm eine Spenglerlehre<br />
absolvierte und jetzt den Kundendienst<br />
übernommen hat. Sie ist schon bald zehn<br />
Jahre dabei und sagt über ihren Chef, dass<br />
sie eine gute, kollegiale Zusammenarbeit<br />
pflegen. Er habe sie so ausgebildet, dass<br />
sie heute in seinem Sinn arbeiten könne,<br />
und dies, zusammen mit ihrer neuen Aufgabe,<br />
mache ihr grossen Spass. Über ihren<br />
Chef meint sie, dass er klar führe, gleichzeitig<br />
aber jedem im Betrieb auf Augenhöhe<br />
begegne. Verantwortungsbewusstsein<br />
und Ehrlichkeit seien Grundwerte.<br />
Kaufmann ergänzt: «Für mich das Wichtigste<br />
und Schönste ist, den Mitarbeitern<br />
zu vertrauen und dann zu sehen, wie sie<br />
an ihren Aufgaben wachsen.» ●<br />
Text und Bilder: Pino Stranieri<br />
Spengler Giuseppe Mignogna wechselt eine<br />
Scheibe aus.<br />
Manuela Meister liebt ihre neue Tätigkeit im<br />
Kundendienst.<br />
Christina Kaufmann kümmert sich um den<br />
täglichen Papierkram.<br />
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