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Georg 6-19

DER KLEINE GEORG ist eine Fachzeitschrift für den Pferdefreund, welche im Raum zwischen Harz und Heide sowie in der Umgebung und im westlichen Sachsen-Anhalt vertrieben wird. Hier wird über Pferdesport und Zucht in allen Facetten berichtet. Dabei macht die bunte Mischung aus überwiegend regionaler und überregionaler Berichterstattung sowie diversen Fachartikeln DER KLEINE GEORG so einzigartig.

DER KLEINE GEORG ist eine Fachzeitschrift für den Pferdefreund, welche im Raum zwischen Harz und Heide sowie in der Umgebung und im westlichen Sachsen-Anhalt vertrieben wird. Hier wird über Pferdesport und Zucht in allen Facetten berichtet. Dabei macht die bunte Mischung aus überwiegend regionaler und überregionaler Berichterstattung sowie diversen Fachartikeln DER KLEINE GEORG so einzigartig.

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DER KLEINE GEORG

Die Fachzeitschrift für den Pferdefreund

in Harz, Heide und Umgebung

6/2019

Ausgabe

Dez./Jan.

€ 3,00

Nachlese Harsumer Herbst Challenge

Nachlese Verdener Jugend Challenge

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In dieser Ausgabe:

Harsumer Herbstchallenge 4

1. Regionsmeisterschaften im PSV

Südniedersachsen ein voller Erfolg 6

Dressur im Schlosspark 8

Teamgeist sorgt für Höchstleistungen 9

24. Jugend-Challenge in Verden 11

Bundesnachwuchschampionat

der Ponydressurreiter 13

Pferdesportregionen Aller-Oker

und Harzvorland 15

Reit- und Fahrverein Hattorf e.V. 16

Galopprennbahn Neue Bult 16

Zu Gast bei Karen Kaczmarek 22

Reitsportmosaik 24

Rückblick auf die vergangene Turniersaison

- oder warum Feiern von Erfolgen so

wichtig ist 31

Sattelbedingte Sitzfehler 32

Tag der offenen Stalltür auf der

Reitsportanlage Klör 34

Highlight beim Handwerkertag in Celle 35

Helferfahrt BS Classico 2019 35

Betriebsnachfolge auf gutem Weg 37

Begeisterndes Seminar mit

Angelika Frömming, Dr. Ralf Pellmann

und Michael Rohrmann 39

Reitabzeichenprüfung im

Sportzentrum Löwen Classics 40

Reit- und Fahrverein Vorsfelde 41

Bundestrainertag 2019 42

Dietmar Koch zu Gast beim

RV BS-Lehndorf e.V. 44

Reise in das Sanssouci der Pferde

nach Neustadt-Dosse 46

‚Edwin II‘ und ‚Roosje van Ravensteyn’

siegten in der Kaltblutleistungsprüfung 47

Vollblut für die Vielseitigkeit 49

Hannoveraner Hengst des Jahres 50

Die Bücherecke 51

Neues von Krämer Pferdesport 52

Vorschau: 4 Tage Spitzensport und Show

- die VER-Dinale 2020 kündigt sich an 54

Vorschau: Braunschweig Classico 56

Termine 57

Vorschau/Impressum 58

Zum Titelfoto:

Die letzten Wildpferde leben

im Merfelder Bruch in der

Nähe von Dülmen

Foto: Katarina Blasig

Ich lese

DER KLEINE GEORG

weil ich mich oder meine Freunde

darin wiederfinde

Das Team von

DER KLEINE GEORG

wünscht allen Lesern

Frohe Weihnachten und

einen guten Rutsch ins neue Jahr

Mögen sich alle persönlichen Wünsche erfüllen

3

Georg 6-19.indd 3 02.12.19 11:14


Die Harsumer Herbst Challenge hat

sich längst im Turnierkalender etabliert

und ist in Reiterkreisen sehr beliebt. So

war es auch nicht verwunderlich, dass

sich das Team um Franz Bormann, der

gemeinsam mit Christiane Duvenkropp

und dem ersten Vorsitzenden Norbert

Schütze erneut die Turnierleitung inne

hatte, auch vom 19. - 22.09.2019 über

tollen Sport in den 28 Springprüfungen

freuen, in dessen Rahmen gleich 11

S-Springen ausgetragen wurden.

Und auch die 12. Auflage lockte

hochkarätige Reiter, wie die amtierende

Deutsche Meisterin Julie Mynou

Diederichsmeier und ihre Schwester

Mylene oder den ehemaligen

Deutschen Meister Andreas Kreuzer

nach Harsum, der die Möglichkeit

nutzte, seine jungen Pferde hier an den

Start zu bringen. „Da hat sich natürlich

die Ausschreibung hier auch bezahlt

gemacht, wo man auch mal ein M*

reiten kann.“

Dabei war das Starterfeld laut Franz

Bormann „von der Qualität her sehr,

sehr hoch aber in der Quantität etwas

geringer als im letzten Jahr.“ Und da

man „als Turnierveranstalter immer

sehr selbstkritisch sein muss“, wurde

das auch wahrgenommen. „Wir haben

gesagt, wir müssen das noch mal

wieder besser machen. Und wir sind

auch dabei einen Ebbe und Flut-Platz

Abreiteplatz zu bauen, der hoffentlich

Regionaler Turniersport

Harsumer Herbst Challenge

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fürs nächste Jahr fertig ist“, erklärt

Bormann.

Harsum I gewinnt

CDW Mannschaftschampionat

So bildete das Norddeutsche CDW

Vereins-Mannschaftschampionat, mit

dem sowohl Nachwuchsreiter als auch

der Vereinsgedanke gefördert werden

sollen, einen ersten Höhepunkt.

Dabei besteht eine Mannschaft aus

4 Reitern eines Vereins (einer muss

unter 16 Jahre sein), von denen je

einer ein L-, M*-, M**- und S*-

Springen absolvieren muss, das

schlechteste Ergebnis wird gestrichen.

„Das Mannschaftschampionat gibt

es schon 6 Jahre und es ist dafür

gedacht, dass die jungen Reiter mit den

erfahrenen Reitern zusammen reiten

und von der Erfahrung profitieren

können. Die Erwachsenen halten

auch mit den Kindern zusammen und

unterstützen sie. Sie gehen vorher mit

ihnen Parcours ab, unterstützen sie

draußen auf dem Abreiteplatz...“, sagt

Sabine Willig-Herold. Und da das

Mannschaftschampionat „wirklich

Ansporn für alle ist“ wird es auch im

nächsten Jahr wieder durchgeführt

werden. Allerdings wird der Modus

dann wahrscheinlich etwas abgeändert,

„weil es für viele Vereine sehr

schwierig ist, Reiter unter 16 zu finden,

die auf dem Niveau reiten. Das werden

wir wahrscheinlich auf 18 erhöhen,

dass es ein Junior und Junger Reiter

ist“, so Willig-Herold.

Hier war die Mannschaft Harsum

I nicht zu schlagen, die sich in der

Besetzung Louis Dammeyer/Avec

Coeur, Heinrich Bormann/Chins

Goldika, Joshua Herold/Penny Ponti

Pendi L und Lothar Grewe/I Like knapp

gegen die Teams der RSG Winsen

(Lucas Brandt/Cindy, Peter Rhodes/

Caprise, Wilma Marklund/Carlogero

und Thomas Brandt/Beneke) und

Harsum VI durchsetzten. Dabei lastete

auf Schlussreiter Lothar Grewe schon

ein besonderer Druck. „Der letzte Ritt

von uns war ja der Entscheidende, also

das war für mich schon ein bisschen

belastend. Aber es war toll, dass Louis

gestern schon im L so super vorgelegt

hat, von daher war es dann auch

‚einfach’ “, so Grewe. Und Heinrich

Bormann hat nach den tollen Ritten

seiner Kollegen sogar damit gerechnet,

am Ende ganz vorne zu stehen. „Jaaa,

das haben wir geplant“ erzählt er

lachend und fügt hinzu: „Letztes Jahr

war das so ein bisschen durcheinander

und dieses Jahr haben wir gesagt, wir

wollen mal eine Mannschaft haben, die

vorher auch gut war, in den Springen

hier vorweg. Das haben wir am

Donnerstag und Freitag so ein bisschen

aussortiert, das war Harsum I und es

hat sich ja doch bestätigt, dass das die

beste Mannschaft war.“

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4

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Regionaler Turniersport

Andrea Kreuzer und ‚Cascorrado’

Das Team Harsum I war dieses Jahr im

CDW Mannschaftschampionat, das vor 6 Jahren von

Christa und Dieter Willig ins Leben gerufen wurde, nicht

zu schlagen

Volker Lehrfeld sichert sich

den Großen Preis

Am Sonntagnachmittag fieberten alle

dem Großen Preis entgegen, bei dem

es erneut super Sport zu sehen gab.

Hier sorgte Michael Kölz, der sich an

diesem Wochenende bereits mehrfach

vorne platzieren konnte, mit ‚DSP

Anpowikapi’ für das Stechen, für das

sich letztlich nur 4 der insgesamt 35

Starter qualifizieren konnten. Und das

war genau nach dem Geschmack von

Franz Bormann. Ich bin ein riesen

Freund von einem kleinen Stechen,

weil dann jeder versucht zu gewinnen.

Ist das Stechen groß, hat jeder Angst,

dass er nicht platziert wird, reitet etwas

vorsichtiger. Bei 4 Startern versucht

jeder zu gewinnen, das macht es ja

auch für die Zuschauer aus und das

finde ich toll.

In der spannenden Entscheidung

unterlief Andrea Kreuzer und

‚Cascorrado’ ein Abwurf, so dass

Michael Kölz erneut die Führung

übernahm. Volker Lehrfeld zeigte im

Sattel von ‚Quaido’ als letzter Starter,

dass es noch schneller geht und freute

sich über seinen ersten Erfolg im Großen

Preis von Harsum. „Die anderen Jahre

sind wir viel hinterher geritten und

auch das ganze Wochenende sind wir

eigentlich hinterher

geritten. Also mit

so einem Abschluss

habe ich ganz und

gar nicht gerechnet.

Ich bin natürlich

überglücklich“,

erklärte Lehrfeld,

der nächstes Jahr

auf jeden Fall

wieder kommen

will. Denn „das

ist ein wunderschönes Turnier hier

auf der Anlage von Familie Bormann

oder dem RV Harsum. Das sind top

Bedingungen für Pferd und Reiter, die

man hier vorfindet. Also man fühlt sich

hier rundum wohl.“

Und auch Andreas Kreuzer, der „immer

schon Gutes von

dem Turnier gehört“

hat, zeigte sich

begeistert. „Es war

dieses Jahr einfach

so, dass es das erste

Mal terminlich

wirklich gut gepasst

hat und wir noch ein

paar Pferde hatten,

die gerne noch

einmal draußen

gehen konnten und

dann haben wir es

Michael Kölz und ‚DSP Anpowikapi’

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gewagt hier zu nennen und ich bin

sehr froh, dass wir es gemacht haben.

Das ist ein super schönes Turnier. Wir

haben noch ein super Stechen gehabt

im Großen Preis, unsere Pferde haben

sich alle gut gezeigt, deswegen hätte es

nicht viel besser laufen können und ich

hoffe, wir dürfen noch einmal wieder

kommen.“

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Regionaler Turniersport

Ein rundum gelungenes

Wochenende

Doch nicht nur die Reiter zeigten

sich begeistert von der diesjährigen

Harsumer Herbst Challenge. Auch

Franz Bormann war voll des Lobes:

„Also, besser geht es glaube ich nicht.

Tolles Wetter, tolles Starterfeld, tolles

Stechen. Als Veranstalter wünscht man

sich, dass der Letzte gewinnt, so war’s

in diesem Jahr, das war auch perfekt!“

Und diese Aussage kann auch

Norbert Schütze nur bestätigen. „Wir

sind super zufrieden. An beiden

Turnierwochenenden hat es richtig viel

Spaß gemacht. Wir haben tollen Sport

gehabt, viele Zuschauer, zufriedene

Reiter, alles prima.“

Text und Fotos: K. B.

6

Volker Lehrfeld freute sich über seinen ersten Sieg in Harsum mit ‚Quaido’

Erste Regionsmeisterschaften im PSV Südniedersachsen

„Voller Erfolg!“

Die Premiere ist geglückt: Die Spring-,

Dressur- und Vielseitigkeitsreiter

ritten zum 1. Mal nach der Fusion

der Kreisreiterverbände um die

Regionsmeisterschaft. Die Turnierveranstalter

boten top Bedingungen und

eine tolle Atmosphäre. Bereits jetzt

freuen sich alle Reiter und Organisatoren

auf das nächste Jahr.

Den Anfang der Regionsmeisterschaften

machten die Vielseitigkeitsreiter im

Juni auf dem Turnier in Holzerode.

Vom gastgebenden Verein siegte

Nadine Bayerlein mit ihrer Stute

‚Cordoba’. In den vergangenen Jahren

wurden in Holzerode im Rahmen des

Internationales Vielseitigkeitsturniers

immer wieder die Kreismeisterschaften

ausgetragen. Die Reiter schätzen vor

allem an dem Turnier von Veranstalter

Dr. Herbert Klengel die familiäre

Stimmung mit gleichzeitigem

internationalem Flair.

Kevin Rudoph holt mit dem

letzten Springen den Titel

Erstmalig fanden die Regionsmeisterschaften

der Springreiter auf

der Anlage von Gerhard Heise in

Kreiensen-Rittierode statt. „Wir haben

hier beste Voraussetzungen, was die

Springreiter zu schätzen wussten. In

jeder Prüfung hatten wir eine

Auslastung von 95 Prozent. Ein toller

Zuspruch für die Meisterschaften und

den Turnierveranstalter“, resümiert

Antje Koch, 1. Vorsitzende des PSV

Südniedersachsen.

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Bei den Prüfungen

blieb es spannend bis

zum Schluss. Gerade

bei den Springreitern

der Leistungsklassen

1 - 3 hielten

am Sonntagnachmittag

alle den Atem an. Kevin Rudolph

vom RV Hardenberg hatte in der ersten

Wertungsprüfung, einer Springprüfung

Kl. M*, mit seinem Pferd ‚Vip B’ 4

Strafpunkte und belegte damit Platz

8. Zu diesem Zeitpunkt lag Hilke

Wohlgemuth von der RG Bremke mit

‚Caillua H’ noch knapp vor ihm. In der

zweiten Wertungsprüfung blieben dann

beide Reiter-Pferd-Paare fehlerfrei.

Rudolph war jedoch 5 Sekunden

schneller und konnte am Ende den

Meistertitel vor Wohlgemuth mit nach

Hause nehmen. Bronze erhielt Michael

Heucke vom Göttinger Ponyclub.

Ähnlich spannend war es bei der

Leistungsklasse 5. Hier bekam Malin

Joelle Klaptroth vom Duderstädter

Reitclub 78 die goldene Schärpe

umgehängt. Auf Platz 2 und 3 folgten

Birte Emmig vom Kastanienhof

Schnedinghausen und Jasmin

Gundelach von der Reitgemeinschaft

Uslar.

Philip Schiweck von der RG Bremke

war der Titel nach seinen beiden

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Regionaler Turniersport

Die neuen Meister im Springen der LK 1 - 3

sehr guten Runden nicht mehr zu

nehmen. Mit Platz 4 und 2 in den

Wertungsprüfungen auf L-Niveau setze

er sich in der Leistungsklasse 4 deutlich

vor Hannah Nolte vom Duderstädter

Reitclub und Diana Steinmetzer-Dubiel

von der Reitgemeinschaft Kreiensen-

Rittierode. „Die Stimmung war super,

die Reiter zufrieden und Dank des

Teams vom Gerhard Heise verlief das

Turnier reibungslos, freute sich Pamela

Kellner, Geschäftsführerin des PSV,

über das gelungene Wochenende.

Tolle Atmosphäre in Holtensen

Die Meisterschaft der Dressurreiter

blieb auch nach 2018 erneut in

Holtensen. „Frank Drebing und sein

Team schaffen es jedes Jahr wieder, eine

tolle, entspannte Turnieratmosphäre zu

schaffen. Es macht einfach Spaß hier

zu reiten“, resümiert Maren Harloff, 2.

Vorsitzende des PSV Südniedersachsen.

Bereits am Freitagnachmittag lief die

erste Prüfung für die Leistungsklassen

1 - 3. In der Dressurprüfung Kl.

M* siegte Marion Loew mit ‚Fürst

Salomon’ vom RV Hof Bettenrode vor

Annika Bertram vom RC Harbarnsen

mit ‚Roberto R’ und Philipp Hess mit

‚Herzritter’, ebenfalls Hof Bettenrode.

Auf den 5. Platz kam Hannah Ursula

Schär vom Hof Bettenrode mit ‚What

a man’. Ein weitere gute Rangierung

in der zweiten Prüfung, einer M**,

bescherte ihr dann die golden Schärpe

bei den Regionsmeisterschaften. Silber

erhielt Elisa Wollentin mit ‚Quimera’

vom RFV Hunnesrück. Mit ihrem Sieg

in der M** Prüfungen sicherte sich

Helen Hachmeister mit ‚Dietrichson’

vom RV Hardenberg Bronze in der

Meisterschaft.

Am Samstag wurden beide Prüfungen

für die LK 4 und 5 ausgetragen.

An Pia-Marie Polten vom Ländl.

RFV Moringen gab es einfach kein

Vorbeikommen. Sie siegte in der

Dressurprüfung Kl. L auf Trense und

wurde 2. in der Kandaren L. In dieser

Prüfung erhielt nur Inka Rossek vom

RV Bovenden mit ‚Fionn McLaren’

mehr Punkte. 3. wurde Maren Harloff

vom RV Hainholzhof auf ‚Destina’. In

der Wertung bedeutete dies die goldene

Schärpe für Pia-Marie Polten. Silber

gab es für Anna-Vianne Gäbel vom RV

St. Georg Nesselröden

und Bronze

für Maren Harloff.

In der Leistungsklasse

5 siegte

Carla Jähn RV Hof

Bettenrode mit

‚Vicello’ in beiden

Wertungsprüfungen

und wurde damit

Regionsmeisterin

vor Aurelia Sophie

Weimann mit

‚Corlanda’ vom

Ländl. RV Moringen

und Pascal

Heddergott mit

‚Chardonnay L’ vom

RFV zum Lengder

Grund.

Die neuen Meister im Springen der LK 4

Finale Dürkop Cup und

Braunschweiger Amateur

Dressurchampionat

Holtensen war aber nicht nur Austragungsort

der Regionsmeisterschaften

sondern auch Finale für den Dürkop

Cup und das Braunschweiger

Dressurchampionat. Mit diesen

Prüfungen sollen die Amateur

Reiterinnen und Reiter aus dem

Pferdesportverband Südniedersachsen,

den Pferdesportregion Aller

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Regionaler Turniersport

Kreisreiterbundes Kassel im Dressursport

der Klasse L und M unterstützt

und gefördert werden. „Wir möchten

uns herzlich bei den Sponsoren Frank

Drebing und Familie Scheinhütte bedanken.

Es ist toll, dass die Amateurreiter

der Region diese Möglichkeit erhalten“,

sagt Antje Koch.

Auf mehreren Turnieren konnten sich

die Reiter für das Finale qualifizieren.

Beim Braunschweiger Dressurchampionat

siegte in der Dressurprüfung Kl.

M** Dr. Heike Hartwig mit ‚Redgold’

vom RFV Seesen vor Andrea Ehrhardt

8

Die neuen Meister in der Dressur der LK 1 - 3

„Dressur im Park“ lautete das Motto

des Turniers in Nörten-Hardenberg.

Bei Sonnenschein und einer herrlichen

Kulisse bot der Schlosspark ein tolles

Ambiente für Reiter und Zuschauer.

Zum 2. Mal nach 2018 fand am Fuße

der Burgruine das Dressurturnier bis

zur Schweren Klasse statt. Früher

mit ‚Rosebud’ vom RG Pegasus. In der

Altersklasse der Junioren und Junge

Reitern gewann Lea Arnold vom RV

Marstall Weimar vor Antonia Koperski

vom RV Hof Bettenrode.

Beim Dürkop Cup mussten die qualifizierten

Teilnehmer im Halbfinale zunächst

eine Dressurprüfung auf L**-

Niveau reiten. Nach dem Ritt freuten

sich die Reiter nicht nur über ein kühles

Getränk vom Veranstalter, sondern

auch über einen Kommentar von den

Richtern. Hendrik Gäbel fasste die

Höhepunkte zusammen und erklärte

kamen die Dressurreiter im Rahmen

des großen Springturniers, jetzt richten

sich alle Augen nur auf sie. Gerade die

Amateur-Reiter der Region freuen sich

über die einzigartige Möglichkeit hier

ihren Sport zu zeigen.

Die ersten Prüfungen begannen am

Freitag für die

Jungpferde.

Lisa Marie Scheider

vom PferdeSV

Hahausen siegte

mit ‚Frederike O’ in

der Dressurpferdeprüfung

Kl. L. Die

Dressurpferdeprüfung

Kl. M

konnte Julia Chirin

Die neuen Meister in der Dressurder LK 4

Dressur im Schlosspark

Verein zur Förderung des Reitsports richtet

2. Dressurturnier aus

Thomas Scholz

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auch, an welchen Stellen Verbesserungspotential

besteht. Alle 13 Halbfinalisten

durften dann im Finale eine

L**- Kür reiten und begeisterten das

Publikum mit toller Choreographie und

Musikauswahl.

Gewonnen hat das Finale Myriam von

Borstel vom RC Gaudeamus Equis mit

‚Lissaro`s Leo’ vor Merle Mercedes

Brandes vom Hof Bettenrode mit ‚Billy

Jeans MS’ und Jasmin Fuhrberg vom

RFV Vogtei-Ruthe mit ‚Donna Dorina’.

Maren Harloff

Hanke vom RFV Hämelschenburg

mit ‚Elisha’ für sich entscheiden.

Der Samstagmorgen begann mit

den L-Dressuren. Die L**-Dressur

richtet sich an Reiter auf dem Weg

zur Klasse M. Seitengänge müssen

hier schon geritten werden, nur die

Wechsel fehlen noch. Marie Bubanz

vom RFV Schönhagen konnte hier mit

ihrem Pferd ‚Petite etoile’ deutlich die

Richter überzeugen. Für die höheren

Dressurprüfungen reisten auch Reiter

mit einem längeren Weg an. Leonie

Bramall vom RFV Isernhagen musste

sich in der Dressurprüfung Kl. S* nur

knapp von Nicole Klatt-Cissee aus

Hahausen geschlagen geben.

Rund 300 Nennungen verteilten sich

auf 3 Tage. Alle Reiter spendeten im

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Vorfeld 2,00 Euro pro Start. Damit

unterstützt der Veranstalter das soziales

Projekt „Therapeutische Reiten der

Heinrich-Böll-Schule“. Die Schule ist

eine staatliche Schule für Kinder mit

Unterstützungsbedarf der körperlichen

und motorischen Entwicklung. Die

Reittherapie führt zur Verbesserung der

Beweglichkeit. Eine Unterstützung, die

sie im normalen Alltag nicht erfahren.

Regionaler Turniersport

Die höchste Prüfung des Turniers

Prüfung wurde von Carolin Miserre

vom RFV Springe mit ‚Serverino Hit’

gewonnen. Mit ‚Duzzfreund’ erreichte

Sie Platz 3. Nur Matthias Klatt

vom PferdeSV

Hahausen schob

sich mit ‚Fleur-

Royal’ dazwischen

auf Platz 2.

Maren Harloff

Foto: Katarina Blasig

Dank des schönes Wetters und der

tollen Organisation verfolgten viele

Zuschauer die Prüfungen am Rande

des Vierecks. Mit dem Verzehr der

angebotenen Speisen und Getränke

unterstützten sie ebenfalls das Projekt.

Im Rahmen der Dressurprüfung Kl.

S** am Sonntagnachmittag erfolgte die

Übergabe der Spende von 650,00 Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass Sie unser

Projekt fördern. Jede Reitstunde bringt

ein Lächeln ins Gesicht der Kinder“,

sagt Ursula Früchte.

Laufen, Schwimmen, Dressurund

Springreiten - bei den ersten

Regionsmeisterschaften im Dreiund

Vierkampf mussten sich die

Teilnehmer in mehreren Sportarten

beweisen. Zum ersten Mal richtete

der PSV Südniedersachsen diesen

besonderen Wettbewerb aus. Insgesamt

10 Mannschaften gingen Ende Oktober

an den Start. Eine Mannschaft bestand

aus 3 bis 4 Teilnehmern.

„Wir erhalten viel

positives Feedback

für diese Veranstaltung. Die

Reiter genießen es hier im

Schlosspark ihre Prüfungen zu

absolvieren. Wir freuen uns,

dies auch im nächsten Jahr

wieder zu ermöglichen“,

sagte Antje Koch, 2.

Vorsitzende vom Verein

zur Förderung

des Reitsports.

Carolin Miserre war mit ‚Serverino Hit’ erneut nicht zu schlagen

Teamgeist sorgt für Höchstleistungen

Erste Regionsmeisterschaften im Drei- und Vierkampf

ausgetragen

Nach den ersten Disziplinen konnte

Pamela Kellner, Vorstandsmitglied im

PSV, noch keine Prognose abgeben:

„Es ist alles offen. Das Reiten ist

entscheidend, denn die Wertung in der

Dressur zählt 3-fach und das Springen

2-fach. Es bleib also spannend.“

So war es dann auch am Sonntag.

Am Vormittag trafen sich alle auf

der Reitanlage von Gerd Heise in

Kreiensen-Rittierode. Zunächst

ritten die Dreikämpfer eine

Mannschaftsaufgabe der Klasse A

in der Dressur. Ihr Wettbewerb war

Am Samstag musste jeder Wettkämpfer

800 Meter laufen und 50 m schwimmen.

Hierfür stand das Sportgelände der

Universität Göttingen zur Verfügung.

„Wir waren alle höchst motiviert und

schneller als im Training“, berichtete

Hannah Krause nach dem ersten Tag.

„Besonders gefällt mir, dass sich alle

Mannschaften und ihre Begleiter

gegenseitig anfeuern. Ein richtiges

Teamevent für alle“, freute sich Barbara

Kraeter, die ihre Tochter Charlotte

begleitete, über den Zusammenhalt der

Teilnehmer.

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Regionaler Turniersport

Die _Regionsmeister_im Dreikampf (Einzelwertung)

Die _Regionsmeister_im Vierkampf

(Einzelwertung Junioren)

Die _Regionsmeister_im Vierkampf

(Mannschaftswertung)

danach zu Ende. Mannschaftswertung der Vierkämpfer

Nur die Vierkämpfer das Team vom RV Weser-Solling vor

mussten nach den Mannschaften aus Bettenrode,

der A-Dressur Nesselröden und Göttingen

noch einen Hainholzhof.

Springparcours der

Klasse E bewältigen. Antje Koch, Vorsitzende des PSV Südniedersachsen,

„Wir haben hier

bedankte sich bei allen

tolle, motivierte Teilnehmern, Begleitern und Helfern

Reiter gesehen für diese gelungene Veranstaltung. „So

und konnten ein toller Wettbewerb mit so viel Spaß

durchweg gute und Teamgeist müssen wir fortführen.

Noten verteilen“, Im nächsten Jahr soll der Drei- und

lobte Richterin Ann- Vierkampf bereits im Frühjahr stattfinden“,

sagte sie nach der Ehrung.

Kathrin Hillebrecht

die Leistungen der

Teilnehmer. Am

Maren Harloff

Ende siegte in der

Die _Regionsmeister_im Vierkampf

(Einzelwertung Senioren)

Die Regionsmeister 2019 im Überblick:

Mannschaft Vierkampf:

1. Platz: Team Weser-Solling II

Jasmin Gundelach

Alina Borchert

Olaf Risch

Lasse Michalke

2. Platz: Team die SchönHESSten

Hanna-Lena Thoms

Nele Witte

Merle Witte

Anya Kolleth

3. Platz: Team Nur vorn gibt‘s Geld

Vicky Friedrichs

Vianne Gäbel

Nadine Schulz

Donja Gotthardt

Einzel Vierkampf Senioren:

1. Platz: Julia Hildebrand

2. Platz: Jasmin Gundelach

3. Platz: Olaf Risch

Einzel Vierkampf Junioren:

1. Platz: Nadine Schulz

2. Platz: Antonia Koperski

3. Platz: Karoline Brauer

Einzel Vierkampf Mini:

1. Platz: Anya Kolleth

2. Platz: Merle Witte

3. Platz: Greta Bode

Einzel Dreikampf:

1. Platz: Corinna Engelke

2. Platz: Saskia-Rebecca Weiß

3. Platz: Lukas Busch

10

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Traditionell treffen sich die besten

Nachwuchsreiter Deutschlands der

Altersklassen Ponyreiter, Children,

Junge Reiter und Junioren im

November in Verden, um sich

zum Saison-Abschluss beim

Bundes- und Landestrainer für neue

Herausforderungen im kommenden

Turnierjahr zu empfehlen. Kein

Wunder also, dass vom 15. - 17.11.2019

erneut zahlreiche Bundeskader-

Reiter, die aktuelle Erfolge bei

Deutschen- und Europameisterschaften

vorweisen können, ihre Pferde in der

Hannoverschen Reit- und Fahrschule

(Dressur) und der Niedersachsenhalle

gesattelt hatten. Dabei bildeten

zwar die Prüfungen der Klasse S die

Höhepunkte, aber auch das Finale

im Bundesnachwuchschampionat der

Ponydressurreiter (siehe auch Bericht auf

Seite 13) sowie die Sichtungsprüfungen

zum -Bundesnachwuchschampionat

der -Ponyspringreiter und des HGW

Bundesnachwuchschampionats

standen wieder auf dem Programm.

Außerdem feierte das 8er-Team sein 4.

Finale.

Schleswig-Holstein siegt

im Mannschaftsspringen

Am Samstag fieberten alle dem

Mannschaftsspringen entgegen, bei dem

sich Teams aus 11 Landesverbänden in

die Startliste eingetragen hatten. Hier

war das Quartett aus Schleswig-Holstein

(Jonte Hansen/‚Capigadon VEC’, Paul

Moritz Ahlmann/‚Büttenwarder’,

Flemming Ripke/ ‚Coranos’ und Teike

Carstensen/‚Ella von Kielslück’,

8/315,46) nicht zu schlagen und

verwies das Team Westfalen (8/320,03)

sowie Voejahressieger Mecklenburg

Vorpommern (13/337,47) auf die

Plätze.

Regionaler Turniersport

24. Jugend-Challenge in Verden

Deutschlands beste Nachwuchsreiter zeigen

Bestleistungen in der Niedersachsenhalle

Das siegreiche Team aus Schleswig-Holstein

Sattel von ‚Chaccmo’ hinter Markus

Terhechte (Westfalen) mit ‚Eldorado

137’ in der Einzelwertung des S*-

Springens auf Platz 2.

Alia Knack und Marvin Jüngel

in den Finalprüfungen vorne

Am Sonntag ging es für die Besten der

Besten im Parcours dann um Siege und

Platzierungen in den Finalprüfungen

der Kleinen und Großen Tour. Dabei

wurde es zuerst für die 39 Teilnehmer

im Kleinen Finale ernst, von denen

sich 6 Paare für das Stechen qualifizieren

konnten. Hier war es Marvin Jüngel

vom Landesverband Sachsen der mit

‚Give it to me’ den von Marco Behrens

und Axel Kögler gebauten Parcours in

fehlerfreien 35,67 Sekunden am schnellsten

bewältigte. Am dichtestes dran

war Johannes Brodhecker aus Hessen.

Im Sattel von ‚Freezy Boy’ ritt er nach

36,43 Sekunden durch’s Ziel und verwies

Zoe Osterhoff (Westfalen) mit

‚Hawaii - S’ (0/39,65) auf Platz 3.

Großes Pech hatten die beiden

Mannschaften vom Landesverband

Hannover, die am Ende die Plätze 10

und 11 belegten. Allerdings sprang

Mylen Kruse vom RV Zeven im

Marvin Jüngel und ‚Give it to me’

11

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Regionaler Turniersport

Am Nachmittag wurde es dann

für die 29 Finalisten im Finale der

Großen Tour ernst. Hier wartete ein

anspruchsvolles S**-Springen auf die

Teilnehmer, das 7 Paare ohne Fehler

bewältigen konnten. In der spannenden

Entscheidung, in der nur Alia Knack

aus Baden-Württemberg mit ‚Campari

295’ sowie die beiden Hessen Andreas

Gutberlet auf ‚Chapeau 21’ und

Lucas Wenz im Sattel von Pokerface

BL erneut fehlerfrei blieben, legte

Wenz eine rasante Runde in 41,11

Sekunden vor. Doch bereits der nächste

Starter, Andreas Gutberlet, war einen

Wimpernschlag schneller. Und auch

die 40,17 Sekunden sollten nicht zum

Sieg reichen. Denn Alia Knack, die

bereits 2017 das Finale der Großen

Tour bei der Jugend-Challenge für

sich entscheiden konnte, war in 39,85

Sekunden zu Hause.

„Die weite Anreise nach Verden hat

sich wirklich gelohnt. Die Jungs vor mir

waren ziemlich schnell, aber ich weiß,

dass ‚Campari’ im Stechen alles gibt

und extrem schnell in den Wendungen

ist“, freute sich die strahlende Siegerin.

Beste hannoversche Reiterin war

Mylen Kruse mit ‚Chaccmo’ auf Platz

5.

Alia Knack und‚Campari 295’

Übrigens: Besonders

in der Dressur waren

die Nachwuchsreiter

aus dem PSV

erfolgreich

unterwegs. So

gewann Anna

Derlien mit ‚Holly

Golightly’ das Finale der Junioren

Dressurreiter Klasse M** und Lily

Bendig, die erst vor kurzem aus dem

LV Berlin-Brandenburg in den PSV

Hannover gewechselt ist, konnte mit

‚Boscolo’ das Finale der Jungen Reiter

für sich entscheiden.

Mylen Kruse und ‚Chaccmo’ waren erneut erfolgreich

12

Madlen Boy und ‚Charlet-Blue‘ auf dem Sprung zum Sieg

in der 2. Children-Wertungsprüfung.

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Doch nicht nur aufgrund der Erfolge

der hannoverschen Nachwuchsreiter

zog der stellvertretende Vorsitzende

des PSV Hannover Klaus Oetjen, der

gemeinsam mit Waltraud Böhmke,

Britta Grollimund und Erika Putensen

die Turnierleitung inne hatte, ein

durchweg positives Fazit. „Wir konnten

die Abläufe der Jugend-Challenge

2019 noch verbessern, zum Beispiel

durch Britta Grollimunds Whatsapp-

Einen besonderen Höhepunkt bei der

24. Jugend Challenge bildete auch 2019

das Bundesnachwuchschampionat

der Ponyreiter, das zu den

wichtigsten Prüfungen in Richtung

Leistungssport zählt. Hier ging es

dann für 20 Ponyreiter, die sich bei

einem 3-tätigen Auswahllehrgang

am DOKR- Bundesleistungszentrum

in Warendorf unter der Leitung von

Bundestrainerin Cornelia Endres

für den Start in Verden empfehlen

konnten, in 2 Wertungsprüfungen der

Klasse L um die begehrte Schärpe. Am

Ende war Julie Sofie Schmitz-Heinen

nicht zu schlagen. Dabei überzeugte

die 12-jährige Rheinländerin nach

dem Sieg in der 1. Wertungsprüfung

(8,2) die Richter besonders in der 2.

Wertungsprüfung, die sie mit Abstand

gewann (8,6)

Und auch Heike Kemmer, die am

Sonntag alle Prüfungen ausführlich

kommentierte und den jungen Reitern

viele motivierende Tipps mit auf den

weiteren sportlichen Weg gab, hatte

viel Positives zu sagen. „Du hast ein

sehr imposantes Pony, das viel her

macht. Uns hat deine Übersicht beim

Prüfungsreiten sehr gefallen. Bei der

Halsung deines Pferdes ist es gar nicht

so einfach, ihn korrekt mit der Nase

vor der Senkrechten zu reiten und

dabei mit dem Sitz nicht in Rücklage

zu geraten. Das hast du super gelöst

und eine sehr gute Galopptour gezeigt

mit akzentuiertem Mittelgalopp. Der

Sitz ist dabei immer im Lot.“ Eine

Aussage, die auch die Bundestrainerin

der Ponydressurreiter, Cornelia Endres,

bestätigen kann. Schließlich sieht sie für

die Siegerin eine sehr gute Perspektive

Regionaler Turniersport

Gruppe für die Mannschaftsführer

des Landesverbände, die blitzschnelle

Kommunikation von Änderungen ermöglichte.

Es gab außerdem eine mittigen

Abgrenzung durch Fangständer

in Vorbereitungshalle Springen, die ein

Queren an den Sprüngen verhinderte

und den Teilnehmern, die frisch aus der

Prüfung kamen die ganze Bahn zum

Abtraben frei machte. Dafür gab es viel

positives Feedback. Es war insgesamt

Bundesnachwuchschampionat der Ponydressurreiter

Julie Sofie Schmitz-Heinen holt den Titel

für das große Viereck: „Julie Sofie ist

ein tolles Talent. Sie sitzt nicht nur

unheimlich korrekt im Sattel, sondern

zeigt auch eine sehr schöne reiterliche

Einwirkung. ‚Carlos WE’ ist ein Pony,

das eben auch gut geritten werden

will.“

Dabei sitzt die frisch gekürte

Bundesnachwuchschampionesse erst

seit Anfang des Jahres im Sattel des

mütterlicherseits über Donnerhall

gezogenen Hengstes und zeigte sich

entsprechend überrascht. „In Ankum

hatten wir schon mal eine 8,8 in der

L-Dressur bekommen, aber mit diesem

Erfolg hier in Verden hätte ich wirklich

nicht gerechnet“, strahlte Julie Sofie, die

an ihrem Pony „einfach alles“ schätzt:

„Am tollsten ist sein Trab zu reiten, aber

auch sonst verstehen wir uns super. Er

ist sehr lieb, aber manchmal auch ein

richtiger Quatschkopf und stellt ab und

zu Unsinn im Stall an.“

Übrigens: Mit ihrem zweiten Pony

‚Design du Jade’ hat die Rheinländerin

noch ein weiteres Pony, mit dem sie

2020 sportlich zusätzlich durchstarten

kann.

Rang 2 ging an Mya Leni Finke

aus Westfalen, die mit ihrer

kleinen, eleganten Welsh B Stute

‚Moelview Charm’ auch in beiden

Wertungsprüfungen Platz 2 belegt hatte.

„Das war eine sehr

saubere Prüfung. Im

Mitteltrab hast du

alles gegeben und

auch sonst keine

Punkte liegen lassen.

Es war einfach eine

Vechelder Str. 44

eine sehr harmonische Jugend-Challenge

in diesem Jahr mit super Stimmung

rundherum und sportlich besten

Bedingungen.“

K.B.

Fotos: Tina Pantel

gelungene Prüfung mit feinfühliger

Hilfengebung. Den Sitz ist perfekt in

der Senkrechten“, kommentierte Heike

Kemmer Mya Lenis Leistung im Finale.

Und Cornelia Endres fügte hinzu: „Sie

sitzt wie gemalt auf dem Pony, reitet

sehr saubere Hufschlagfiguren und hat

hier einen tollen Job gemacht.“

Mit exakt den gleichen Noten (7,5

und 8,0) in beiden Wertungsprüfungen

ritten Nele Sophie Lindhorst mit

‚Grenzhoehes Olivier K WE’ aus

dem gastgebenden Landesverband

Hannover und Lilly Marie Collin mit

‚Orchid’s Syria’ gemeinsam auf den

Bronzerang. „Nele hat ein schickes

Pony, das sehr gut gestellt und gebogen

ist mit Höhepunkten im Mittelschritt.

Aber die beste Lektion war das Zügelaus-der-Hand-Kauen-Lassen

bei einem

sehr geschmeidigen und elastischen

Sitz“, lautete der Kommentar für

Nele Sophie Lindhorst. Und auch die

Bundestrainerin lobte: „Nele passt sehr

gut auf ihr Pony und hat mit ihrem

eleganten Sitz auf jeden Fall gute

Perspektiven.“

Doch das war nicht die einzige

Auszeichnung für die Reiterin vom

RV Hermannsburg-Bergen. Sie

wurde vom Jugend-Team aus dem

Pferdesportverband Hannover für gutes

Reiten auf dem Vorbereitungsplatz und

faires Verhalten auch mit dem Fairplay-

Preis ausgezeichnet.

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Regionaler Turniersport

Und auch für Lilly Marie Collins Ritt

gab es viel Lob: „Du hast hier schon

beim Einreiten eine super Visitenkarte

abgegeben. Der Sitz ist sehr gut

mitschwingend, und besonders gut

haben uns die einfachen Wechsel

gefallen“, fand Heike Kemmer. „Lilly

hat ein wirklich schönes Pony von

Johanna Kullmann übernommen und

ist in kürzester Zeit bereits toll mit

ihm zusammengewachsen“, so die

Bundestrainerin.

Foto: Tina Pantel

„Ich freue mich jedes Jahr auf dieses

Nachwuchschampionats-Finale und

die zahlreichen talentierten Reiter.

Viele von ihnen schaffen es ganz sicher

im nächsten Jahr bis zur Deutschen

Meisterschaft. Übrigens kommen

einige von unseren erfolgreichen

Europameisterschafts-Teilnehmern

aus diesem Nachwuchschampionat.

Deshalb ist das so eine wertvolle

Prüfung. Schön, dass dieses Jahr so

viele der jüngsten Teilnehmer in den

Medaillenrängen sind. Ganz besonders

danken möchte ich auch Heike Kemmer,

deren jugendliche Kommentare direkt

bei den Reitern, ihren Eltern und den

Heimtrainern ankommen. Heike hat

nicht nur die Prüfung kommentiert,

sondern sie hat auch gleich noch

kostenlosen Reitunterricht erteilt. Das

finde ich ganz super, weil es wertvolle

Tipps sind für die weitere Arbeit.“

K.B.

FN/ Tina Pantel

Bundestrainerin Cornelia Endres (li) und Heike Kemmer gratulieren

Julie Sofie Schmitz-Heinen zum Sieg im Finale des

Bundesnachwuchschampionats der Ponydressurreiter 2019

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Pferdesportregionen Aller-Oker und Harzvorland

Erste Regionsmeisterschaften im Vier- und Dreikampf

Am 19. und 20. Oktober

2019 veranstalteten die

Pferdesportregionen Aller-Oker

und Harzvorland in Kooperation

ihre ersten Regionsmeisterschaften

im Vier- und Dreikampf. Unter

der Federführung von Sabrina

Wiedemann und Denise Leuwer

konnte den Teilnehmern auch in 2019

eine gut organisierte Veranstaltung

mit besten Wettkampfbedingungen

geboten werden. Die Teilwertungen

im Schwimmen und Laufen fanden

am 19.10. in Vechelde im Hallenbad

und auf dem Sportplatz statt. Zum

Reiten hatte dann der Reit- und

Fahrverein Braunschweig am 20.10.

in den Madamenweg eingeladen, wo

die Wettkämpfer eine hervorragend

hergerichtete Anlage vorfanden. Unter

solch guten Bedingungen konnten

natürlich auch gute Leistungen erzielt

werden! Herzlichen Glück- wunsch

an die Sieger und Platzierten!

Die Ergebnisse auf einen Blick:

Vierkampf Einzelwertung Junioren

1. Sina Wendenburg RSG Asse

2. Lea Sophie Dopatka Peine I

3. Gesa Wendenburg RSG Asse

Vierkampf Mannschaftswertung Junioren

1. Peine I MF: Denise Leuwer

Lea Sophie Dopatka, Jette Thieleke,

Carlotta Siegel

2. Peine II MF: Denise Leuwer

Rebecca v. Schreiber, Johanna Schmale,

Alina Brandt

3. Wolfenbüttel III MF: Carolin Meyer

Ann-Cathrin Arndt, Sandra Klapper,

Emma Roß

Vierkampf Einzelwertung Junge Reiter

1. Tom Schulz Wolfenbüttel I

2. Alexandra Platon Wolfenbüttel II

3. Leon Hoffrichter RSG Asse

Vierkampf Einzelwertung Reiter

1. Katja Brammertz Cremlingen III

2. Justine Reuker Fantastic four

3. Maike Kleber Walkemeyer

Regionaler Turniersport

16 Mannschaften und insgesamt 57

Teilnehmer plus Mannschaftsführer

sind in den Wertungen an

den Start gegangen. „Diese

Regionsmeisterschaft war ein voller

Erfolg! Unter den Teilnehmern gab es

natürlich alte Bekannte, aber es ist toll,

dass es auch viele neue Wettkämpfer

gab!“, freut sich Denise Leuwer,

Mitglied des „Kompetenzteams Dreiund

Vierkampf“ der Pferdesportregion

Vierkampf Mannschaftswertung Junge Reiter und Reiter

1. RSG Asse MF: Katharina Steube

Sina Wendenburg, Gesa Wendenburg,

Leon Hoffrichter, Merle Helm

2. Wolfenbüttel I MF: Carolin Meyer

Carlotta Heine, Louisa Jördens,

Tom Schulz,

3. Walkemeyer MF: Cindy Künne

Maike Kleber, Anne Wendling,

Thalia Liersch, Merle Henke

Dreikampf Einzelwertung

1. Paula Hanson Volkmarode II

2. Friederike Zorn Volkmarode will rock it!

3. Amelie Sarah Klapprott Cremlingen I

Dreikampf Mannschaftswertung

Aller-Oker. „Die gesamte

Meisterschaftsveranstaltung hat den

Teilnehmern und Begleitern ganz viel

Spaß gemacht. Ganz großen Dank

an Vicky Pieper und den Reitverein

Cremlingen für die gegebenen

Siegerdecken in den Einzelwertungen!

Und natürlich bedanken wir uns beim

Reit- und Fahrverein Braunschweig,

wo wir so herzlich empfangen und

super verpflegt wurden.“

1. Volkmarode will rock it! MF: Vanessa Schnabel

Anne-Marie Schiller,

Friederike Zorn, Stephanie

Müller, Joyce Hogenboom

2. Volkmarode II MF: Merle Kellermann

Greta Diekmann, Paula

Hanson, Maike Gerz

3. PCH Dörnten II MF: Anke Pieper

Enna Seidel, Lena Gintraut,

Karena Müller, Hannah Schirok

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Reit und Fahrverein Hattorf e.V.

Eine Western-Show vom Feinsten!

Am 14. und 15. September 2019 stand

unter der Leitung von Klaus Hellmann

das 16. EWU-C-Turnier des Western

Reitens auf unserer Reitanlage Hattorf

an, das sich mit über 120 Nennungen

wieder als voller Erfolg erwies. So

zeigten Reiter und Pferd zum Beispiel

beim Ranch Riding und Western

Horsemanship Darbietungen, die von

beiden einiges an Training abverlangten

(alle Ergebnisse unter www.reitvereinhattorf.de).

Für das leibliche Wohl wurde mit

selbstgebackenen Kuchen sowie mit

Bereits gut 2 Wochen nach dem

„Hannover 96-Renntag“ hieß es dann

schon wieder Boxen auf zu spannenden

Galopprennen auf der Neuen Bult.

Denn am Freitag 17.05.2019 lockte

der After Work-Renntag, bei dem

die aktuell erfolgreichsten Jockeys in

den Sattel stiegen, 4.200 Zuschauer

auf das Gelände des Hannoverschen

Rennvereins, die für einen Umsatz von

144.795,26 Euro sorgten.

‚Baccara Rose’ siegt für die

Galoppgemeinschaft Bad Harzburg

Dabei kam es im Highlight des

Tages, einem Ausgleich 2, zu einer

Überraschung. Hier setzte sich die

von Sascha Smrczek in Düsseldorf

für die Galoppgemeinschaft Bad

Harzburg trainierte ‚Baccara Rose’

unter Bayarsaikhan Ganbat gegen die

beiden auf der Bult trainierten ‚Saxone’

(Martin Seidl/Hans-Jürgen Gröschel)

und ‚Wild Soldier’ (Dominik Moser/

Andrasch Starke) durch.

Regionaler Turniersport/Galoppsport

Grillgut und kühlen

Getränken gesorgt.

Bedanken möchten

wir uns bei unseren

fleißigen Spendern

und Vereinshelfern,

ohne die so

eine gelungene

Veranstaltung nicht

stattfinden würde.

Loana Kutzner

(Pressewart

RuF Hattorf e.V.)

Galopprennbahn Neue Bult

Saison 2019 bietet tollen Galopprennsport

und ein fulminantes Finale am Renntag der Gestüte

(Peter Schiergen) sowie ‚Itman’ mit

Adrie de Vries (Jens Hirschberger)

durchsetzen konnte.

Bei den Jockeys kamen der gebürtige

Kasache Bauyrzhan Murzabayef sowie

Bayarsaikhan Ganbat zu jeweils drei

Siegen.

Siege für ‚Shafran Mnm’ und ‚Eleni’

in den Listenrennen

Am Pfingstmontag öffnete sich

dann bereits um 11 Uhr erstmals die

Startmaschine. Denn die ersten 6 Rennen

wurden aufgrund der Kooperation mit

dem französischen Wettpartner PMU

live in 12.000 Wettannahmestellen

und 14 Millionen Privathaushalte in

Frankreich übertragen.

Dabei bildeten die beiden mit

25.000,00 Euro dotierten Listenrennen

für Stuten die sportlichen Höhepunkte.

Außerdem sorgte der von Dominik

Moser trainierte ‚Namos’ für einen

Heimsieg im 2. Rennen der Veranstaltung

als er sich unter Wladimir Panov gegen

‚Baron Mayson’ mit Andrasch Starke

Große Freude bei den Mitgliedern der Galoppgemeinschaft Bad Harzburg

über den Sieg von Baccara Rose

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Galoppsport

Hier erlebten die 16.200 Zuschauer

Zuschauer bereits im Großen Preis der

Genossenschaftlichen FinanzGruppe

über 1.400 Meter wie spannend

Galopprennen sein können.

Zuerst sicherte sich die von Werner

Haustein in Bremen für Besitzer aus

Aserbaidschan trainierte ‚Shafran Mnm’

(diese drei Buchstaben stehen für die

Vornamen der Besitzer) den Sieg vor

‚Joplin’ und ‚Adelante’. Dabei lag die

vom eigens eingeflogenen türkischen

Jockey Gökhan Kocakaya gerittene

Favoritin zwar stets in Führung, doch

dann kam ‚Joplin’ unter Cyrille Stefan

förmlich angeflogen und als es über

die Ziellinie ging, war unklar, wer

gewonnen hatte. So musste das Zielfoto

über Sieg und Platzierung entscheiden.

Im Großen Preis der Hannoverschen

Volksbank liefen 4-jährige und ältere

Pferdedamen über 2.000 Meter. Hier

sorgte die von Waldemar Hickst

trainierte und von Cyrille Stefan

gerittene Außenseiterin ‚Eleni’, die

kurzfristig für diese Prüfung genannt

worden war, für eine Überraschung. Sie

gewann vor ‚Edith’, der von Dominik

Moser auf der Neuen Bult vorbereiteten

‚Akua’rella’ und der klaren Favoritin

‚Serena’ aus dem Gröschel-Stall.

Außerdem sorgten die von Hans-Jürgen

Gröschel bzw. Bohumil Nedorostek

trainierten ‚Irida’ und ‚Chesnee’ für 2

Heimsiege.

‚Eleni‘ sorgte für eine Überraschung im GP der Hannoverschen Volksbank

‚Ashrun’ siegt im Großen Preis

der VGH Versicherungen

Bevor die Neue Bult für eine

2-monatige Sommerpause ihre Tore

schloss, stand am 23.06.2019 noch

einmal spannender Galopprennsport

auf dem Programm. Und da hier u.a.

die letzten Tickets für das IDEE 150.

Deutsche Derby vergeben wurden,

war es nicht verwunderlich, dass

sich Besitzer, Trainingsquartiere und

Jockeys von Rang und Namen ein

Stelldichein auf der Neuen Bult gaben.

Allerdings wartete beim Highlight

des 5. Renntages, einem mit 25.000

Euro dotierten Listenrennen über

2.200 Meter um den Großen Preis

der VGH Versicherungen, eine kleine

Überraschung auf die 6.900 Zuschauer.

Denn der Sieger ‚Ashrun’ lag lange

hinten im Feld und kam erst in der

Zielgeraden immer besser auf. Letztlich

gewann der von Andreas Wöhler

trainierte Hengst unter Jozef Bojko

leicht vor ‚Beam Me Up’ (Markus

Klug/Maxim Pecheur) und ‚Secret

Potion’ (Henk Grewe/Lukas Delozier),

die sich einen harten Kampf lieferten.

2. Höhepunkt der 9-Rennen-Karte

war der Preis der Landschaftlichen

Brandkasse Hannover. In diesem

Ausgleich 2 lag der von Dominik

Moser aufgebotene ‚Wild Soldier’

mit Maxim Pecheur im Sattel bereits

früh im Vordertreffen, schien in der

Zielgeraden aber kurz seinen Platz

verloren zu haben. Letztlich konnte er

sich aber knapp gegen den von Carlos

Das

Ohr

der

Region

DER

KLEINE

GEORG

‚Ashrun’ gewinnt vor Beam Me Up den GP der VGH Versicherungen

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Galoppsport

Henrique gerittenen ‚Lessing’(Stefan

Richter) und seinen Stallkollegen

‚Nordinsky’ unter Wladimir Panov

durchsetzen.

Übrigens: Neue-Bult-Trainer

Moser war bereits zuvor mit ‚Noelani’

(Wladimir Panov) siegreich. Und auch

Hans-Jürgen Gröschel kam zu einem

Heimsieg. Bauyrzhan Murzabayev

steuerte ‚Galahad’ im 3. Rennen des

Tages zum Erfolg.

Glamour-Renntag mit vielen

Überraschungen

Nach einer 2-monatigen Rennpause

hieß es dann am 18.08.2019 Boxen auf

zum Audi Ascot-Renntag. Und da dieser

Renntag auch als das gesellschaftliche

Highlight der Saison gilt, durften sich

die zahlreichen Zuschauer nicht nur

über zahlreiche Spitzenpferde, sondern

auch über viele Prominente aus Show-

Biz, Politik und Wirtschaft freuen.

Aus sportlicher Sicht handelte es sich -

gerade was die Highlights betraf - um

einen Tag der Überraschungen. Das

beste Beispiel war das Comeback des

Derbysiegers von 2018 ‚Weltstar’ im

Großen Preis der Deutschen Bank AG.

Nach mehr als 1 Jahr Pause wurde der

Favorit unter Maxim Pecheur in dem mit

25.000,00 Euro dotierten Listenrennen

hinter ‚Ladykiller’ (Andreas Wöhler/

Bauyrzhan Murzabayev) und ‚Edith’

(Roland Dzubasz/Jaromir Safar) nur 3.

Und auch im mit 52.000,00 Euro

dotierten Großen Preis des Audi Zentrum

Hannover gab es mit dem Niederländer

‚King’ einen klaren Favoriten. Doch

‚King’ blieb vollkommen ohne Chance.

Letztlich gewann der von Henk Grewe

trainierte ‚Say Good Buy’, der unter

Jockey Carlos Henrique seinem Namen

alle Ehre machte. Ddenn alle Starter

sind bei einer Auktion der BBAG durch

den Ring gegangen. Die Platzgeldränge

erreichten die Münchener Stute

‚Propolia’ (Werner Glanz/Maxim

Pecheur) und ‚König Platon’ (Jens

Hirschberger/Wladimir Panov).

Das 3. Highlight der Veranstaltung, die

Audi e-tron Trophy, gewann ‚Cassilero’

unter Neue-Bult-Jockey Wladimir

Panov. Es war der 18. Erfolg in der

Karriere des 8-jährigen Hengstes.

Und zwar als größter Außenseiter in

diesem Ausgleich 1. „Wenn er Lust hat,

gewinnt er so ein Rennen im Schlaf,

aber er hat eben nicht immer Lust. Er

will es vor allem nass, und das war es

heute ja zu Genüge“, erklärte Trainer

Karl Demme.

Und auch Bult-Trainer Bohumil

Nedorostek war mit ‚Power Jack’

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Vicky Leandros überreichte den Ehrenpreis im GP des Audi Zentrum Hannover

an Carlos Henrique

(Wladimir Panov) bzw. ‚Jin Jin’

( Maxim Pecheur) zweimal erfolgreich.

So durfte sich Rennbahnchef Gregor

Baum am Ende des Glamour-Renntag

über 6.200 Besucher freuen. „Trotz des

schlechten Wetters war die Stimmung

super. Bemerkenswert außerdem, wie

elegant und stilsicher sich die mehr als

70 Teilnehmerinnen am Lady Elegance-

Wettbewerb präsentierten.“

‚Firebird Song’ und ‚Dato’ gewinnen

die Hauptrennen beim Renntag der

Landwirtschaft

Der Landwirtschaftsrenntag stand

ganz im Zeichen von Niedersachsens

Wappentier, dem Pferd. So bevölkerten

am 15.09.2019 neben den schnellen

Vollblütern auch Friesen, Halbblüter,

Shetlandponies oder Westernpferde die

Neue Bult. Außerdem sorgten ein großer

Bauernmarkt sowie Vorführungen in

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Galoppsport

Oktoberfest-Renntag mit 5 Siegen

von Lokalmatadoren

Bereits 14 Tage später lockte der

Oktoberfest-Renntag trotz regnerischen

Wetters mit einem zünftig bayrischen

und sportlich hochwertigen Programm

5.600 Zuschauer auf die Neue Bult.

Siegerehrung zum GP der Metallbau Burckhardt Metall Glas GmbH mit Rainer

Burckhardt und Familie sowie Jockey Soufiane Saadi, der Stute Firebird

Song und Marie Riesenkampff vom Hannoverschen Rennverein (am Zügel)

der Stroharena und auf dem Geläuf für

ein abwechslungsreiches Programm

außerhalb der 10 spannenden

Galopprennen.

Im ersten Highlight der Veranstaltung,

einem von Stuten bestrittenen

Listenrennen um den Großen Preis

der Metallbau Burckhardt Metall Glas

GmbH, ging es für das internationale

Starterfeld um 25.000,00 Euro. Hier

gab es wenig überraschend den Sieg

eines Gastes. Nachdem sie zu Beginn

der Zielgerade ein bisschen Slalom

gelaufen war, setzte sich die Französin

‚Firebird Song’ aus dem Stall von

Henri-Alex Pantall mit Jockey

Soufiane Saadi sicher gegen ‚Best on

Stage’ aus dem Gestüt Brümmerhof des

Rennvereinspräsidenten Gregor Baum

unter Maxim Pecheur (Peter Schiergen)

und die lange führende ‚Nayala’ mit

Jozef Bojko (Andreas Wöhler) durch.

Die wertvollste Tagesprüfung, ein

mit 52.000,00 Euro dotiertes BBAG-

Auktionsrennen, über 2.000 Meter,

sicherte sich der schon mehrfach

als Talent aufgefallene ‚Dato’ aus

dem Stall von Sascha Smrczek.

Mit Bayarsaikhan Ganbat im Sattel

setzte er sich Start-Ziel gegen das mit

100.000,00 Euro teuerste Pferd ‚Enjoy

The Moon’ (Peter Schiergen/Andre

Best) sowie ‚La Pradera’ (Henk Grewe/

Marco Casamento) durch.

Und auch dieses Mal durften sich die

13.800 Zuschauer über einheimische

Siege freuen. Dabei gewann Bohumil

Nedorostek mit der von Maxim

Pecheur gerittenen ‚Jin Jin’, die bei

ihrem 2. Start zum 2. Mal das Geläuf

als Siegerin verlassen konnte, sowie

Dominik Moser mit ‚Let me know’

unter Wladimir Panov und ‚Luciani’

mit Maxim Pecheur im Sattel.

Dabei standen 2 mit jeweils 25.000,00

Euro dotierte Listenrennen für

Pferdedamen im Mittelpunkt. Im

Grossen Preis der BMW Niederlassung

Hannover sorgte die von Dominik

Moser trainierte ‚Anna Magnolia’ mit

dem Franzosen Julien Guillochon im

Sattel für ein sensationelles Ergebnis.

Die größte Außenseiterin kam erst auf

den letzten Metern an der von Werner

Haustein trainierten ‚Nathan Mnm’

vorbei. Und auch mit der auf den 3.

Platz gelaufenen ‚Amarone’ konnte

nicht gerechnet werden. Schließlich hat

sie in ihrer Karriere noch nie gewonnen.

„Für ‚Anna Magnolia’ hat heute alles

gepasst“, freute sich Dominik Moser.

„Den weichen Boden braucht sie,

wurde zudem gut geritten.“

Den Grossen Preis der

Wohnungswirtschaft über 1.400 Meter

gewann ‚Ghislaine’ aus dem Stall von

Andreas Wöhler, die zumindest zur

erweiterten Gruppe der Favoritinnen

gehörte. Sie setzte sich mit Eduardo

Pedroza im Sattel vergleichsweise

leicht gegen die französische Gaststute

‚Castle of May’ und ‚K Club’ aus dem

Stall von Jens Hirschberger durch.

Satte 5 Heimsiege gab es bei dieser

Veranstaltung: Den Anfang machte

‚Chesnee’ aus dem Quartier von

Bohumil Nedorostek. Nach ‚Anna

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Galoppsport

Magnolia’ im ersten Highlight

folgte direkt im Anschluss der Sieg

von der von Hans-Jürgen Gröschel

vorbereitete ‚Saxone’, bevor Dominik

Moser mit ‚Shamox’ zu seinem 2.

Treffer kam. Der 3. folgte in der

Abschlussprüfung durch ‚Luciani’. Im

Sattel saß jeweils Neue-Bult- Jockey

Wladimir Panov.

Turf-Feuerwerk

am „Renntag der Gestüte“

‚Anna Magnolia’ und Julien Guillochon

Den GP der Wohnungswirtschaft über 1.400 Meter gewann ‚Ghislaine’. Es

freuen sich (v.lks.) Jockey Eduardo Pedroza, Trainer Andreas Wöhler und Besitzer

Dr. Christoph Bergler

Mit dem Renntag der Gestüte endete

dann traditionell das Rennjahr

auf der Neuen Bult. Dabei wurde

am 27.10.2019 mit einem Gruppe

III-Rennen und 2 Internationalen

Listenrennen noch einmal ganz

großer Sport geboten.

Dabei bildete der Große Preis der

Mehl-Mülhens-Stiftung, ein mit

25.000,00 Euro dotiertes Listenrennen

für 2-jährige Stuten, den ersten

Höhepunkt des Tages. Und bereits

hier gab es die erste Überraschung.

Denn mit der offensiv gerittenen

‚Paloma Ohe’ aus dem Stall von Jan

Korpas hatten nur wenige gerechnet.

Allerdings saß mit Bauyrzhan

Murzabayev ein Jockey im Sattel,

dem derzeit fast alles gelingt. Für den

um das deutsche Jockeychampionat

kämpfenden Kasachen war es der 200.

Erfolg in Deutschland. Nach einem

spannenden Endkampf belegten

‚Democracy’ (Peter Schiergen/Lukas

Delozier) und ‚Lips Eagle’ (Andreas

Suborics/Filip Minarik) die Plätze 2

und 3.

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Satz: Katarina Blasig

Trainer Jan Korpas freut sich über

den Erfolg von ‚Paloma Ohe’

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Galoppsport

Im Hauptrennen des Tages, dem zur

Gruppe III zählenden, mit 55.000

Euro dotierten Großen Preis des

Gestüts Ammerland für 3-jährige und

ältere Stuten, erlebten die 5.200 dann

eine Sensation. Denn die von Eva

Fabianova aufgebotene ‚Lips Queen’

gewann mit Jozef Bojko zu der Quote

von 57,7 für einen Einsatz von 1 Euro!

Dabei setzte sich die 3-Jährige mit viel

Kampfgeist gegen die von Dominik

Moser vorbereitete ‚Anna Magnolia’

unter Julien Guillochon durch, die

ebenfalls hoch am Wettmarkt stand und

sicherte ihrer Hoppegartener Trainerin

den größten Erfolge ihrer Karriere. Das

3. Platzgeld holte sich ‚Atlanta’ (Dr.

Andreas Bolte) mit Rene Piechulek im

Sattel.

Im 2. Listenrennen, dem ebenfalls mit

25.000,00 Euro dotierten Großen Preis

des Gestüts Röttgen, versuchte sich ein

internationales Starterfeld mit 2 Gästen

aus Frankreich über 1.400 Meter. Hier

gab es einen erwartbaren Erfolg für

die in den weltberühmten Farben von

Godolphin laufende ‚Nashirah’, die

von Henri-Alex Pantall trainiert wird.

Julien Guillochon ritt die 3-Jährige

zu einem sicheren Sieg vor dem sich

beim ersten Versuch in dieser Klasse

bestens verkaufenden, von Andreas

Wöhler trainierten ‚Majestic Colt’

unter Jozef Bojko. 3. wurde ‚Cherry

Lady’, die dem Gestüt Brümmerhof

von Rennvereinspräsident Gregor

Baum gehört und von Peter Schiergen

trainiert wird. Im Sattel saß Lukas

Delozier.

Und auch zum Abschluss der

Rennsaison auf der Neuen Bult gab

es einige Heimsiege zu feiern. Dabei

gab es den ersten Erfolg im 4. Rennen

durch die von Dominik Moser trainierte

‚Akua’maria’. Es ritt Maxim Pecheur,

der 2. um das Jockeychampionat

kämpfende Reiter. Danach sorgten

die vor Ort trainierten Pferde sogar

für eine Dreierwette: ‚Galahad’

gewann mit Carlos Henrique für Hans-

Jürgen Gröschel vor ‚Nordinsky’

(Moser/Wladimir Panov) und ‚Irida’

(Gröschel/Lilli-Marie Engels). Die

Abschlussprüfung gewann Hans-

Jürgen Gröschel mit ‚Igneo’, der von

Filip Minarik geritten wurde.

K.B.

Fotos: Frank Sorge, galoppfoto.de, K.B.

Außenseiterin ‚Lips Queen’ (vorne links) setzte sich auf den letzten Metern

gegen ‚Anna Magnolia’ durch

‚Nashirah’ sicherte sich unter Julien Guillochon

den Sieg im GP des Gestüts Röttgen

Am 13.04.2020 (Ostermontag) heißt es wieder Boxen auf zur Rennsaison 2020

bei der voraussichtlich 10 Renntage auf dem Programm stehen

21

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Zu Besuch bei Karen Kaczmarek

Wer einmal mit dem Pferdevirus

infiziert ist, wird ihn nicht mehr los.

Das weiß auch Karen Kaczmarek, die

seit 1976 erfolgreiche Besitzertrainerin

von Galopprennpferden ist. Doch

angefangen hat alles ganz anders.

„Ich bin ja eigentlich aus dem

Vielseitigkeitssport und irgendwann

wurde das eigene Pferd verkauft und ich

habe mich ein bisschen umorientiert“,

erzählt sie. Und da sie auf der

Rennbahn in Bad Harzburg auch schon

mal ein Bauernrennen bestritten hat,

das sie auch gewinnen konnte, war die

Liebe zum Rennsport schnell entfacht.

„Das war dann praktisch der Supergau,

weil ich eben halt Blut geleckt habe.

Dann bin ich durch einen Bekannten

zu Trainer Busch nach Langelsheim

gekommen, der ja Profitrainer war. Der

suchte immer Leute, die die Pferde auch

im Training mit reiten und mit zum

Rennen fahren, sie führen... Da bin ich

so eingestiegen, dass ich dort auch in

der Arbeit mitgeritten bin, dann meine

Amateurrennreiterprüfung gemacht

habe und Amateurrennen geritten bin.“

Irgendwann wuchs in ihr dann der

Gedanke, das eigene Rennpferd auch

selber zu trainieren. Und da Kaczmareks

mit Wiesen und Stall in Bad

Harzburg „schon immer die Möglichkeiten

hatten“, nahm sie an einem Besitzertrainerlehrgang

teil und erwarb

die Lizenz, so dass sie ihr Pferd selber

für sich trainieren konnte. „Diese Lizenz

gilt ja nur für die eigenen Pferde

bzw. für die der Familie. So war das

natürlich wesentlich einfacher“, erzählt

sie.

Dabei hat alles zwar mit 1 Pferd

angefangen, doch über die Zeit hat

sich Karen Kaczmarek „immer so ein

bisschen vergrößert“ und später kam

auch die Zucht hinzu. „Ich hatte mal

eine Stute, die nicht mehr laufen konnte

und habe mit ihr gezüchtet. Aber alles

halt nur im Kleinen. So kam das Eine

zum Andern und da kommt man auch

nicht wieder von weg.“

Allerdings steht zur Zeit „nur“ die

3-jährige ‚Bella Sarah’ bei Karen

Kaczmarek im Training, die sich

aktuell aber in der Winterpause befindet

22

Galoppsport

Von Kindesbeinen an mit dem Pferdevirus infiziert

und erst im Frühjahr 2020 wieder mit

dem Renntraining startet. „Wir machen

das eigentlich so, dass wir nur in den

Sommermonaten laufen lassen. Im

Winter sind ja die Sandbahnrennen

und das ist jetzt nicht sooo unser

Ding. Es ist eben meistens kalt und

ungemütlich und die meiste Zeit waren

das PMÜ-Rennen, die nach Frankreich

übertragen werden und die erst abends

stattfinden. Darum macht es uns mehr

Spaß, im Sommer laufen zu lassen. Da

kann man die Pferde besser trainieren

und die ganzen Möglichkeiten sind

dann besser. Im Winter hat man halt

doch Schwierigkeiten sie auf den Stand

zu bringen, dass sie dann Rennen

laufen können. Jedenfalls mit unseren

Möglichkeiten.“

Doch Winterpause heißt nicht, dass

die Pferde nicht bewegt werden. Denn

„trainieren tut man das ganze Jahr über.

Aber das Letzte, was man braucht, um

bei Rennen zu starten, ist auch von der

Witterung abhängig, dass man auch

vernünftigen Boden hat und nicht Eis

und Schnee“, so die Trainerin. Und

falls das Wetter das Arbeiten draußen

nicht zulässt, steht zum Bewegen „oder

um die Pferde bei Laune zu halten“

auch eine Reithalle zur Verfügung. So

werden die Pferde

über den Winter

jeden morgen

geritten. Denn

alle Pferde von

Karen Kaczmarek

erhalten auch die

Grundausbildung

eines Reitpferdes.

„Ich denke, das ist

ein Vorteil wenn

man das macht,

weil die Pferde

dann auch besser

über den Rücken

geritten werden

und die ganze

Muskulatur des

Rückens wesentlich

besser gearbeitet

wird. Oftmals ist

es ja so, dass die

Pferde von Leuten

geritten werden, die

das ‚reiten’ nicht so bewerkstelligen

können und dadurch die Pferde

eben auch mit Kopf hoch und

durchgedrücktem Rücken gehen

und dann oft Schwierigkeiten

haben. Man liest das ja auch immer

wieder in den Rennberichten ‚...

hatte Rückenprobleme, ... hatte

Rückenprobleme’. So oft, wie man

das hört, muss doch etwas anderes

dahinterstecken und nicht nur, dass das

Pferd Rennen läuft, sondern auch die

Art, wie es trainiert wird.“

Dabei legt die Trainerin aber nicht nur

Wert auf eine solide Grundausbildung

ihrer Pferde, sondern auch auf viel

Abwechslung in der Arbeit. So werden

die Pferde im Winter auch über

Stangen geritten, damit sie einfach mal

etwas anderes machen. „Das die Pferde

hingucken, dass sie Aufmerksam sind,

sie die Füße hoch nehmen und die

Stangen auch mal einschätzen müssen.

Die werden dann in verschiedenen

Abständen gelegt. Außerdem ist das

vorwärts/abwärts über Stangen treten

auch für die Rückenmuskulatur gut, die

dadurch aufgebaut und gestärkt wird“,

erklärt Kaczmarek. Übrigens: Es gibt

einige Trainer, die ihre Pferde im

Training mal springen, obwohl es keine

‚Bella Sarah’ mit Maxim Pecheur

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Hindernispferde sind. „Das wird gerne

mal gemacht, damit die Pferde mal

was anderes sehen und ein bisschen

aufmerksamer werden.“

Doch was macht eigentlich den

Unterschied zwischen Besitzer- und

Profitrainer aus? Die Antwort ist laut

Detlev Kaczmarek ganz einfach. „Der

Profitrainer macht das beruflich, das ist

sein Alltag. Der Beitzertrainer hat nur

Galoppsport

wenige Pferde ‚mit Famileinschluss’

und kümmert sich ganz anders um die

Pferde, als in einem Rennstall. Das ist

bei einem Profitrainer, der ja auch viel

wirtschaftlicher denken muss, gar nicht

möglich. Da steht auch ein bisschen der

Druck der Besitzer dahinter, ein bisschen

Ertrag zu haben. Das ist eigentlich in

der Regel bei Besitzertrainern nicht der

Fall.“ Doch eines sollte allen bewusst

sein: Mit Rennpferden kann man kein

Geld verdienen. Aber sie bringen viel

Spaß!

Und auf diesen Spaß freuen sich auch

Karen und Detlev Kaczmarek, wenn

sie im Frühjahr 2020 wieder mit

dem Renntraining für ‚Bella Sarah’

anfangen.

Text und Fotos: K.B.

Karen Kaczmarek mit ‚Amazing Boy’ und ‚Bella Sarah’

Der Besitzertrainer - Galopprennpferde selbst trainieren

Um Galopprennpferde selbst zu

trainieren, muss man weder kuweitischer

Scheich noch britische Königin sein.

Denn jeder Rennpferde-Besitzer, der

genügend Horsemanship mitbringt,

kann eine Trainerlizenz erwerben.

„Jeder, der genügend Pferdeerfahrung

mitbringt und sich mit den Spielregeln

des Rennsportes vertraut gemacht

hat, kann Besitzertrainer werden“,

so passend formulierte es das 2014

verstorbene Ehrenmitglied des

Vereins Deutscher Besitzertrainer,

Hans-Heinrich Jörgensen. So kann

man eine Besitzertrainerlizenz

erhalten, wenn man dem Verein

Deutscher Besitzertrainer angehört

und mit Bestehen der Trainerprüfung

nachgewiesen hat, dass man nach

seinen fachlichen und allgemeinen

Kenntnissen, nach seinem praktischen

Geschick und dem gesamten Bild seiner

Persönlichkeit die Fähigkeit besitzt,

Pferde fachgerecht zu trainieren und

einen Trainingsbetrieb selbstständig

zu führen. Allerdings kann man mit

einer solchen

Besitzertrainer-

Lizenz nur die

Pferde der eigenen

Familie trainieren,

einschließlich denen

der Eltern, Kinder

und Geschwister.

Und auch das

Training von bis

zu 5 gepachteten

Pferden ist möglich,

denn nach der

Rennordnung gilt

der Pächter als

Besitzer.

Alle Informationen zum Thema

Besitzertrainer gibt es unter

www.verein-deutscher-besitzertrainer.de.

23

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Übrigens: Der Verein Deutscher

Besitzertrainer, dem ca. 400 Mitglieder

angehören, unterstützt Rennvereine

bei Ausrichten von Rennen und hat es

sich zum Ziel gesetzt, Besitzertrainer

die Chance zu geben, etwas Geld zu

verdienen. So fand in diesem Jahr

bereits zum 4. Mal der Besitzertrainer-

Cup statt. Hier konnten Besitzertrainer

an 6 Wertungsrenntagen Punkte

sammeln, die am Ende über Sieger

und Platzierte entscheiden. Ein toller

Anreiz, schließlich warteten 1.000,00

Euro, 500,00 Euro, 300,00 Euro bzw.

200,00 Euro auf die an 1. - 4. Stelle

Platzierten und auch die Besitzertrainer

auf den Plätzen 5 - 10 durften sich über

jeweils 100,00 Euro freuen.

Galoppsport

sowie Annick Gratz und Lucien W.

J. van der Meulen, die sich mit je 25

Punkten Rang 3 teilten.

K.B.

Foto: Detlev Kaczmarek

In diesem Jahr war der Sieg Anna

Schleusner-Fruhriep aus Mecklenburg-

Vorpommern nicht zu nehmen. Mit 48

Punkten sicherte sie sich die 4. Auflage

vor Matthias Schwinn (38 Zähler)

24

Anna Schleusner-Fruhriep (rechts) freut sich bei der Siegerehrung

im Besitzertrainer-Cup 2019 durch die 1. Vorsitzende des Vereins Deutscher

Besitzertrainer Karen Kaczmarek über den Gesamtsieg

WM Zweispänner in Drebkau

Bronze für Deutschland - Sandro Koalick wird Vize-

Weltmeister

Nach dem die Vierspännerfahrer

bereits im August in Donaueschingen

um Medaillen bei den

Europameisterschaften kämpften, war

Deutschland im September erneut

Austragungsort für ein internationales

Championat. Denn in Drebkau in der

Nähe von Cottbus fand erstmalig eine

Weltmeisterschaft der Zweispänner

statt. So trafen sich vom 12. - 15.09.2019

die besten Zweispännerfahrer aus

24 Nationen, von denen 16 eine

Mannschaft stellten, auf der Anlage des

Reit- und Fahrvereins „Am Schlosspark

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Raakow“, um ihre neuen Titelträger

zu küren. Klar, dass sich das Team

von Cheftrainer Karl-Heinz Geiger,

dass in Lipica 2017 Vize-Weltmeister

geworden war, Einiges vorgenommen

hatte. „Wir wollen natürlich eine

Medaille mit der Mannschaft und in der

Einzelwertung am besten auch“, so das

Ziel von Geiger. Und dieses Ziel wurde

erreicht. Dabei hatten Sandro Koalick,

Arndt Lörcher und Lars Schwitte

bereits nach der Dressur gut im Rennen

gelegen. „Wir haben die besten beiden

Dressurergebnis fürs Team, das ist

schon mal sehr gut gelaufen“, freute

sich Geiger und fügte hinzu „Mit

Platz zwei haben wir jetzt eine gute

Ausgangsposition.“

Und auch nach dem Gelände lag

die deutsche Mannschaft hinter

Titelverteidiger Ungarn und ganz knapp

vor den Niederländern auf Silberkurs.

Außerdem drehte Sandro Koalick nach

seiner starken Dressur auch eine tolle

Runde durch die aufwändig gestalteten

und teilweise recht spektakulären 8

Hindernisse. Hier belegte er Platz 7 und

lag auch in der Kombinierten Wertung

auf (Silber)Medaillenkurs.

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Arndt Lörcher

Nicht so rund lief es dagegen für

seinen Teamkollegen Arndt Lörcher

vom FahrSV Fümmelse e.V., der als

1. deutscher Fahrer am Morgen in die

Hindernisse gestartet war. Er hatte

Probleme mit seinen Pferd ‚Grimbo’

und Fehler in den Hindernissen 3 und

7. „Unser Plan, dass Arndt ein gutes

Geländeergebnis fürs Team liefert

ist leider nicht

aufgegangen“,

ärgerte sich

Bundestrainer

Geiger. „Und dass

Lars kein Top-

Geländeergebnis

fürs Team liefert

war vorher klar,

trotzdem hatten wir

jetzt doch noch ein

bisschen gehofft“,

erklärte er. Lars

Schwitte ist Dressur-

Spezialist und hatte

mit Platz 3 in der

Dressur für die

gute Ausgangslage

der deutschen

Mannschaft gesorgt.

Im abschließenden

Hindernisfahren wurde es dann noch

einmal richtig spannend. Allerdings kam

der erste deutsche Mannschaftsfahrer

Arndt Lörcher mit 10,62 Strafpunkten

ins Ziel. „Ich hätte von Anfang an mehr

Grundtempo fahren müssen, denn am

Ende konnte man die Zeit nicht mehr

wieder reinholen

und als dann auch

noch der zweite Ball fiel, fehlte mir

auch der Mut, auf noch mehr Risiko

zu fahren“, so Lörcher. Und da auch

Lars Schwitte keine fehlerfreie Runde

gelang, 2 Bälle fielen und Strafpunkte

für Zeitüberschreitung, bedeuteten 6,35

Punkte, die auch für die Mannschaft

zählten, rutschte das deutsche Team auf

den Bronzerang (312,55 Punkte) ab.

Denn die ganz dicht dahinter liegenden

Niederländer brachten einen Fahrer

fehlerfrei und einen mit 3 Strafpunkten

ins Ziel und kamen so am Ende

auf 310,32 Punkte. Neuer und alter

Weltmeister ist Ungarn.

Zusätzlich zur Mannschaftsbronzemedaille

sicherte sich Lokalmatador

Sandro Koalick in einem spannenden

Herzschlag-Finale noch die Silbermedaille

in der Einzelwertung. Dabei

führte Martin Hölle aus Ungarn, der

bereits sowohl die Dressur als auch

das Gelände gewonnen hatte, mit rund

15 Punkten Vorsprung. Doch nach

dem beim Titelverteidiger 3 Bälle am

Boden lagen und auch noch die Uhr

für die Zeitüberschreitung lief, rückte

der WM-Titel für Koalick doch noch

Reitsportmosaik

Martin Hölle war auch in Drebkau nicht zu schlagen

25

Georg 6-19.indd 25 02.12.19 11:15


Reitsportmosaik

in greifbare Nähe. Am Ende kam Hölle

mit 14,49 Punkten ins Ziel und sicherte

sich mit insgesamt 148,81 Punkten in

der Kombinierten Wertung erneut den

Weltmeistertitel vor Sandro Koalick

mit 149,49 Punkten.

„Sandro hat in allen drei Disziplinen

hier super Leistungen gebracht, am

Ende hat sogar nur noch eine Nuance

zum Weltmeister-Titel gefehlt“, lobte

Cheftrainer Karl-Heinz Geiger.

„Die Pferde waren super, zuhause zu

26

Sandro Koalick

Der Deutsche Vierspännersport

hat eine großartige Bilanz in

diesem Jahr vorzuweisen. Erstmals

wurde ein Team aus Deutschland

Mannschaftseuropameister. Um den

Vierspännersport als Aushängeschild

des Fahrsportes weiter zu fördern

und zu unterstützen, taten sich einige

fahrsportaffine Sponsoren zusammen

und hoben unter der Federführung

der Firma Tempoline Pferdesport

GmbH ein neues Vierspänner

Team aus der Taufe. Mit den

Firmen Schmidt Sporthandschuhe,

Fleck Peitschen, Haas Bürsten,

Ensinger Mineralbrunnen, Straub-

Verpackungen und der Firma

Tisoware ist schon jetzt zu Beginn

dieser Maßnahme ein sehr bekannter

und vielseitiger Firmenkreis in

diesem Sponsorenpool vertreten. Auf

weitere Beteiligungen wird von den

Organisatoren gehofft.

Mit den beiden Europameistern

Michael Brauchle und Georg von

fahren ist immer

schwieriger, aber

ich habe die

ganzen Zuschauer

hier versucht

auszublenden“,

sagte der neue

Vize-Weltmeister

Sandro Koalick.

Bronze geht an den

Niederländer Stan

van Eijk (155,33

Punkte).

„Bei einer WM mit

24 Nationen Bronze

zu gewinnen, ist

schon toll“, freute

sich Cheftrainer Karl-Heinz Geiger.

„Bei der Entscheidung, wer im

Team fährt, haben wir uns für Arndt

entschieden, weil er in der laufenden

Saison sichere Geländeleistungen

gebracht hat und wir ihn daher vor

allem als Geländefahrer mit in die

Mannschaft genommen haben. Aber

das war einfach nicht sein Wochenende,

aber im Nachhinein ist man leider

immer schlauer“, so Geiger.

Und auch der deutsche Equipechef

Fritz Otto-Erley lobte die WM: „Das

war eine ganz tolle Veranstaltung. Was

Torsten und Sandro Koalick hier mit

ihrem Team auf die Beine gestellt haben,

macht es nachfolgenden Veranstaltern

von Fahrsport-Championaten schwer,

dieses Level noch einmal zu erreichen.

Die sportlichen Bedingungen waren

top, toll gestaltete Hindernisse und

dann noch ein Rahmenprogramm

mit Mittelaltermarkt, Konzerten und

Oktoberfest, so dass die WM zu einem

großartigen Event für Fahrer und für

die ganze Region hier geworden ist.

Man hatte das Gefühl, der ganze Ort

ist auf den Beinen und außerdem war

es ein Familienfest des deutschen

Fahrsports, denn Fahrsport-Fans aus

ganz Deutschland waren hier“, so das

Fazit des Equipechefs.

K.B.

Fotos: Elke Schulze

Neues Vierspänner Team mit Markus Stottmeister gegründet

Stein sowie dem hoffnungsvollen

Nachwuchstalent Markus Stottmeister

ist es den Organisatoren gelungen hoch

motivierte Fahrteams von exzellenter

Qualität in diese Idee einzubinden.

Gerade Markus Stottmeister hat in

den letzten Jahren eine großartige

Entwicklung gemacht. Aus dem

Zweispännersport kommend hat er

innerhalb sehr kurzer Zeit sich in der

deutschen Elite der Vierspännerfahrer

etabliert. Er wurde vom Bundestrainer

bzw. vom Fahrausschuss des Deutschen

Olympiadekomitées schon vor einiger

Zeit in den Bundeskader berufen.

Höhepunkt für sein Team und ihn

persönlich natürlich die Nominierung

für die Europameisterschaften in

Donaueschingen in diesem Jahr. Hier

schlug er sich mehr als ehrenwert;

insbesondere in der Dressur und im

Gelände zeigte er topp Leistungen.

Man darf gespannt sein, wie sich

seine weitere sportliche Laufbahn

entwickelt. Großes Talent hat der

junge Mann aus Bösdorf zweifellos

und er wird bei seinem sportlichen

Werdegang von seiner ganzen Familie

großartig unterstützt.

Rudolf Temporini

Foto: Dr. Jürgen Schwarzl

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MUNICH INDOORS 2019

Mit internationalem Spitzensport und

magischer Show in die Adventszeit

Die MUNICH INDOORS zählen

laut Bundestrainer Otto Becker

zu den „Top-Turnieren mit Top-

Bedingungen“ und haben sich in ihrer

über 20-jährigen Geschichte zu einer

echten Leuchtturmveranstaltung in

Bayern entwickelt, die immer wieder

internationale Spitzenreiter in die

legendäre Olympiahalle zieht. Und

auch in diesem Jahr erklärte Turnierchef

Volker Wulff bereits im Vorfeld:

„Mit unseren stark verbesserten

Bedingungen, der Preisgelderhöhung

um knapp 50.000,00 Euro sowie der

Tatsache, dass lediglich Prag mit den

Play-Offs der Global Champions

League mit uns um die besten Reiter

buhlt, bin ich mir sicher, dass wir

ein sehr hochkarätiges Starterfeld

bekommen”. Er sollte Recht behalten.

Denn auch vom 21. - 24.11.2019

hatten wieder Olympiasieger, Europaund

Weltmeister ihre Pferde in der

bayerischen Landeshauptstadt gesattelt.

Unter ihnen auch der Niederländer

Jeroen Dubbeldam, der neben Hans

Günter Winkler der einzige Reiter

ist, der sowohl bei Olympia als auch

bei Welt- und Europameisterschaften

die Goldmedaille gewinnen konnte

und somit schon mitten in seiner

reiterlichen Karriere zu einer lebenden

Legende avanciert ist. Außerdem

waren sehr zur Freude von Otto Becker

„viele deutsche Topreiter am Start“,

so dass der Bundestrainer bei seinem

Besuch der MUNICH INDOORS

auch die Form seiner Schützlinge

überprüfen konnte. „Ich beobachte

natürlich auch die aktuelle Form.

Anfang der Woche werden die nächsten

Startgenehmigungen für Frankfurt

vergeben. Da kann sich auch noch

der eine oder andere empfehlen oder

natürlich auch noch raus reiten, wenn

die aktuelle Form nicht stimmt. Ich

nutzte hier die Gelegenheit, mal mit ein

paar Reitern zu reden, mir in Ruhe den

Sport anzugucken, mal ein paar junge

Pferde zu beobachten und auch einfach

verschiedene Springprüfungen, wie zum

Beispiel auch das Bayernchampionat.

Die Reiter, die dort starten, sehe ich ja

sonst nicht so oft. Außerdem bin ich

gerne hier, ich finde die Stadt toll, ich

finde das Turnier toll. Da kommen also

mehrere Dinge zusammen, warum ich

gerne hierher fahre“, erklärte Becker.

Dabei hatten die Veranstalter in diesem

Jahr einige Änderungen vorgenommen.

So wurde der Sport von 3*- auf

4*-Niveau angehoben und mit dem

Bayernchampionat kehrte ein absolutes

Regional-Highlight in die Olympiahalle

zurück. Und diese Änderungen kamen

bei den Teilnehmern richtig gut an.

„Wir haben drei Mal so viele Reiter aus

den besten 250 der Weltrangliste, als im

letzten Jahr“, freute sich Volker Wulff.

„Das bestätigt uns darin, dass wir

den richtigen Weg mit den MUNICH

INDOORS eingeschlagen haben!“

Wahl-Bayer Matthias Bouten

gewinnt den Grand Prix

Den Auftakt zu 4 Tagen Spitzensport

bildeten dann die Dressurreiter

mit einem glanzvollen Grand Prix

de Dressage, der gleichzeitig als

Wertungsprüfung für die Dressurserie

MEGGLE Champion of Honour und

als Qualifikation für die Kür galt.

Hier war der gebürtige Rheinländer

Matthias Bouten, der seit Mai 2018 im

Stall von Toni und Marina Meggle als

Bereiter tätig ist, nicht zu schlagen. Im

Sattel des schmucken dunkelbraunen

Hengst ‚Meggle’s Boston’ verwies

er den einstigen Championatsreiter

Christoph Koschel mit ‚Ballentines’

auf Platz 2. „Es ist schon richtig

weihnachtlich in der Halle, das Licht

ist unheimlich schön und es ist einfach

eine tolle Atmosphäre“, zeigte sich

Koschel begeistert vom Flair in der

Olympiahalle. 3. wurde Lisa Müller

mit ihrem Routinier ‚Birkhof’s Dave’:

„Er hat sich heute noch ein bisschen

versteckt, aber das wird übermorgen

sicher schon besser“, sagte sie mit

Blick auf die MEGGLE Grand Prix

Kür. Und für diese Prüfung hatte

Willkommen

in der modernen

Pferdezucht

Das Niedersächsische Landgestüt Celle

präsentiert

Hengstvorführungen

2020

Verden

Sonntag, 2. Februar, 17.00 Uhr

Verdener Niedersachsenhalle

Ankum

Donnerstag, 13. Februar, 19.00 Uhr

Reitanlage am See- und Sporthotel Ankum

Adelheidsdorf

Freitag, 21. Februar, 18.00 Uhr

Hengstprüfungsanstalt Adelheidsdorf

Luhmühlen

Donnerstag, 26. März, 19.00 Uhr

AAZ Luhmühlen

Dobrock

Samstag, 28. März, 14.00 Uhr

Reithalle auf dem Dobrock

Niedersächsisches Landgestüt Celle

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27

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Reitsportmosaik

sich auch Matthias Bouten noch eine

Steigerung vorgenommen: „Es gab

ein paar Kleinigkeiten im Grand Prix,

da hat mich ‚Boston’ ein bisschen

gerettet“, gab der 35-Jährige lachend

zu. „Am Samstag versuche ich diese

Fehler nicht mehr zu machen. Wir

freuen uns wirklich sehr darauf, denn

Samstagabend hier die Kür zu reiten ist

ein echtes Highlight.“

Frederic Wandres gewinnt

2. Grand Prix

Und auch am 2. Turniertag drehte

sich erst einmal alles um die Dressur.

Hier stand der 2. Grand Prix auf dem

Programm, den Frederic Wandres mit

dem 14-jährigen Oldenburger Wallach

‚Westminster’ für sich entscheiden

konnte. „Es war eine super Runde, ich

hatte ein super Gefühl“, kommentierte

der 32-jährige Bereiter auf Hof

Kasselmann, der nicht nur von seinem

Westminster schwärmte, sondern auch

von der Olympiahalle: „Die Halle sieht

hervorragend aus, ich bin das erste Mal

hier und muss ein großes Kompliment

an den Veranstalter machen! Die Halle

ist so schön dekoriert. Ich bin auf

vielen Turnieren und hier ist wirklich

eine sehr schöne Atmosphäre. Hier

kann man sich wirklich wohlfühlen -

als Reiter und als Pferd.“

Platz 2 ging an Nicolas Wagner (LUX)

mit ‚Quater Back Junior FRH’ vor der

britischen Championatsreiterin Emma

Hindle mit ‚Romy del Sol’.

Tobias Meyer fliegt zum Sieg

im Championat

Am Samstagnachmittag stand dann

mit dem Championat der Deutsche

Vermögensberatung AG - DVAG für

die Springreiter der erste Höhepunkt

Frederic Wandres und ‚Westminster’

auf dem Programm. Hier lieferten sich

15 der 56 Teilnehmer eine spannende

Entscheidung, die allemal 4* wert

war. Dabei legte Mario Stevens mit

‚Baloubet’ bereits als erster Starter

richtig gut vor und forderte die

Konkurrenz mächtig heraus. „Ich hatte

einen perfekten Umlauf und auch ein

perfektes Stechen. Es war genau mein

Plan, als erster Starter gut vorzulegen

und die anderen unter Druck zu

setzen“, erklärte Stevens. Und diese

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Tobias Meyer und seine Erfolgsstute ‚Queentina’

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Thomas Hellmann

Herausforderung nahm Tobias Meyer

als zweiter Starter gleich an. Im Sattel

seiner Erfolgsstute ‚Queentina’ sauste

er mit über eineinhalb Sekunden

Vorsprung ins Ziel. „Ich wusste, als

ich fertig war, dass die anderen sich

jetzt ganz schön beeilen mussten“,

schmunzelte der 31-Jährige und

schwärmte von seiner Sportpartnerin:

„Queentina ist nicht so einfach zu

reiten, aber ich habe einen guten Weg

mit ihr gefunden und schon viel mit ihr

gewonnen. Sie hatte verletzungsbedingt

4 Monate Pause und ist hier wieder

ihr erstes schweres Springen

gegangen. Sie ist sehr vorsichtig und

kämpferisch, das muss man schon

ein bisschen kanalisieren. Deswegen

geht sie auch ganz viel raus auf die

Weide, damit sie gelassen bleibt.“

Platz 3 holte sich Lucas Porter mit

‚C Hunter’. Dabei hatte der 22-jährige

Amerikaner vor dem Einritt ins Stechen

noch Tipps von Jeroen Dubbeldam

erhalten, mit dem sein 3 Jahre älterer

Bruder Wilton und er gemeinsam

trainieren. Denn der Multichampion

hatte seinem Schützling prophezeit:

„Das Stechen hat Tobi schon gewonnen,

also geh nicht das letzte Risiko. Reite

eine schöne, flüssige Runde und spar

die Kräfte lieber für Sonntag.“

Matthias Bouten gewinnt die Kür -

David Will schnappt sich Gold

Doch das Championat war nicht der

einzige Höhepunkt des Samstags. So

lieferte Weltstar Jean-François Pignon

mit seiner aktuellen Show „Black &

White“ wahrhaft magische Momente

bei der MUNICH INDOORS Horse

Gala, bevor für die besten Reiter

des Grand Prix am Donnerstag die

Kür auf dem Programm stand. Hier

war Matthias Bouten erneut nicht zu

schlagen. Dabei überzeugte ‚Meggle’s

Boston’ die Richter auf ganzer Linie

und sorgte dafür, dass sich Bouten

mit persönlicher Bestleistung an

die Spitze des Starterfeldes setzten

konnte. Ein Auftritt, den der Hengst

ganz offensichtlich genoss: „Er

ist kein Macho, aber er weiß, wie

schön er ist“, beschreibt ihn Bouten.

„Zuhause nennen wir ihn ‚den König‘.

Er weiß einfach, dass er der Chef

im Stall ist. Auf Turnieren wächst er

dann regelmäßig über sich hinaus, er

hat einfach eine tolle Einstellung!“

Platz 2 ging an Christoph Koschel

mit ‚Ballentines’ vor Lisa Müller und

‚Birkhof’s Dave’.

Außerdem durfte sich Christoph

Koschel über den Gesamtsieg in der

Serie MEGGLE Champion of Honour

freuen. „Darüber freue ich mich sehr

und kann der Familie Meggle nur ein

großes Lob aussprechen für die Idee

hinter der Serie und natürlich auch ein

ganz großes Dankeschön dafür, so eine

Serie zu unterstützen.“ 2. im Ranking

wurde Jill de Ridder, gefolgt von

Frederic Wandres.

Matthias Bouten und ‚Meggle’s Boston’

Christoph Koschel und ‚Ballentines’

Samstagabend ging es dann für

Starter im traditionsreichen MUNICH

INDOORS Gold Cup, um pures Gold.

Das sicherte sich mit hauchdünnem

Vorsprung David Will auf ‚Primus Vom

Neumühler Hof’ vor Jan Wernke mit

seiner bewährten ‚Queen Mary’ und

dem Schweizer Werner Muff im Sattel

von ‚Jolie v. Molenhof’.

Bevor mit dem Großen Preis der

Deutschen Kreditbank AG am

Sonntag der krönende Abschluss auf

dem Programm stand, bekamen die

zahlreichen Zuschauer allerdings erst

noch einmal glänzenden Dressursport

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Reitsportmosaik

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Reitsportmosaik

zu sehen. Hier war die britische

Championatsreiterin Emma Hindle

mit ‚Romy del Sol’ nicht zu schlagen.

Dabei verwies sie Frederic Wandres mit

‚Westminster’ sowie Nicolas Wagner

(LUX) mit ‚Quater Back Junior FRH’

auf die Plätze.

„Die Karten werden immer wieder neu

gemischt. Mit dem Ergebnis bin ich aber

sehr zufrieden, das passt alles. Emma

hatte eine tolle Runde“, fasste Wandres

den Special zusammen und kündigte

an, nächstes Jahr wiederkommen zu

wollen: „Das ist eine hervorragend

schöne, sehr schön geschmückte Halle

mit tollem Publikum. Das lädt zur

Wiederholung ein!“

Guido Klatte flasht sich selbst

in der Olympiahalle

Mit dem Sieg von Guido Klatte

und dem 12-jährigen Hannoveraner

‚Asagan M’ fanden die MUNICH

INDOORS dann einen fulminanten

und hochemotionalen Abschluss.

Dabei hatte der Franzose Edward

Lewy mit ‚Rebeca LS’ als 3. der 13

Stechteilnehmer mit seiner fehlerfreien

Runde in 36,04 Sekunden gut

vorgelegt und erst einmal die Führung

übernommen. Doch bereits kurz

darauf verdrängte ihn Kathrin Müller

im Sattel von ‚Felitia DH’ von der

Spitze. Und auch die 35,68 Sekunden

sollten „nur“ zu Platz 3. reichen.

Denn Guido Klatte blieb mit ‚Asagan

M’ nicht nur fehlerfrei, sondern war

auch über 1 Sekunde schneller. Dann

hatte es Lokalmatador Max Kühner,

der allerdings seit 2015 für Österreich

reitet, mit seinem selbstgezogenen

‚Cornet Kalua’ als letzter Starter in der

Hand gehabt sich den Sieg zu holen.

35,29 Sekunden bedeuteten allerdings

Rang 2.

„Ich hab es wirklich probiert im

Stechen, aber Guido war nicht zu holen

und ich bin auch so super zufrieden mit

dem 2. Platz“, freute sich Kühner.

„Ich kann es gar nicht glauben, damit

hab ich nicht gerechnet“, staunte der

24-Jährige Klatte über diesen bisher

größten Erfolg seiner Laufbahn.

„Eigentlich wollte ich gar nicht so

viel riskieren, aber das Pferd hat super

mitgemacht und dann haben wir es

einfach durchgezogen.“

Und auch Kathrin Müller war hin

und weg, ganz besonders von ihrer

14-jährigen Stute: „Ich habe erst am

Montag erfahren, dass ich hier starten

darf. Ich wusste aber, dass die Stute

super in Form ist und auch, dass

vielleicht hier etwas geht. Hier Platz

3 im Großen Preis zu erreichen ist

wirklich etwas ganz besonderes für

mich“, erklärte Müller, die sich in den

letzten Jahren mehr auf die Ausbildung

junger Pferde konzentriert hatte.

Erfolgreicher Neustart

für die MUNICH INDOORS

Zufrieden und viel mehr zeigte sich

auch Turnierchef Volker Wulff.

„Irgendwie herrschte dieses Jahr

ein anderer Spirit“, erklärte Wulff.

„Wir haben gegenüber den Vorjahren

einen Anstieg der Besucherzahlen zu

verzeichnen und auch einige Sponsoren

dazu gewinnen können, das gilt es nun

weiter auszubauen.“ Eine Aussage,

die auch die Reiter freut. „Ich finde es

stark, dass das Turnier erhalten bleibt.

Wir hatten eine tolle Ausschreibung

Guido Klatte und ‚Asagan M’

und es gab hier gute Preisgelder. Die

Atmosphäre in der Olympiahalle ist

toll und die Halle ist wunderschön

geschmückt“, sagte z.B. Janne

Friederike Meyer-Zimmermann und

erklärte weiter: „Wir brauchen so ein

Turnier wie die MUNICH INDOORS

und hier in der Olympiahalle hat

man doch eine Wahnsinnsplattform,

um sich zu präsentieren. Ich komme

auf jeden Fall sehr gerne wieder.“

2019 kamen rund 30.000 Menschen

in Münchens legendäre Olympiahalle

um hochklassigen Reitsport, aber auch

die Show des unvergleichlichen Jean-

François Pignon zu erleben.

Übrigens: Tickets für die nächsten

MUNICH INDOORS gibt es ab dem

Frühjahr 2020.

K.B.

Fotos: Stefan Lafrentz

30

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Das Jahr neigt sich langsam dem

Ende zu und die meisten Turniere sind

inzwischen bestritten. Jetzt sollte man

die ruhigeren Zeiten dafür nutzen,

ehrliches Resümee zu ziehen.

Fachartikel

Rückblick auf die vergangene Turniersaison -

oder warum Feiern von Erfolgen so wichtig ist!

Mit welchen Zielen bin ich in diese

Saison gestartet? Musste ich meine

Ziele anpassen? War eine Kurskorrektur

notwendig? Habe ich meine gesetzten

Ziele erreicht? Oder sogar übertroffen?

Zeichnete sich eine Steigerung der

Leistung im Laufe der Zeit ab? Bin ich

mit dem Verlauf der Saison zufrieden?

Was hat nicht geklappt? Welche Ziele

konnte ich nicht erreichen? Was

für Gründe gibt es dafür? Was für

Maßnahmen und Konsequenzen habe

ich aus dem Nichterreichen meiner

Ziele gezogen? Habe ich mich auf die

Suche nach Ursachen gemacht? Was

hat gefehlt?

Wie gut ist meine mentale Stärke?

Wie gehe ich mit Störungen um? Sehe

ich Fehler als Lernchancen? Gibt es

Glaubenssätze oder negative Erlebnisse,

die mich hindern, mein Ziel zu

erreichen? Gibt es Bewegungsabläufe,

die ich nicht verändert bekomme?

Obwohl alle Spitzensportler sehr

erfolgreich mit Mentaltrainern

zusammenarbeiten, findet das

Mentaltraining langsam Einzug in den

ambitionierten Amateursport. Viele

Reiter unterschätzen die Sensibilität

der Pferde, die nur bei einem mental

starken Reiter, der ihnen Sicherheit

und Führung bietet, volle Leistung

zeigen. Meist reichen schon kleine

Veränderungen und Tipps aus dem

Mentaltraining, seine Leistung deutlich

zu verbessern, so dass sich die Arbeit

mit einem Mentaltrainer schnell

auszahlt.

Nur wer sich ehrlich diese Fragen

beantwortet, kann aus der vergangenen

Saison lernen und dies als Grundlage

für die eigene Weiterentwicklung

nehmen.

Erfolge im Blick

MENTAL COACHING

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Expertin für Mentale Stärke

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Satz DER KLEINE GEORG

31

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Fachartikel

Häufig haben wir unseren Fokus nur

auf die negativen Dinge gerichtet.

Erfolgserlebnisse und Zielerreichung

nehmen wir als selbstverständlich

hin und diese geraten schnell in den

Hintergrund. Dies ist sehr schade,

denn wir können viel Kraft und

Selbstwirksamkeit nicht nur in der

aktuellen Situation, sondern auch im

weiteren Verlauf unser Arbeit daraus

ziehen. Wichtig ist auch, den Erfolg

gebührend zu feiern. Erst wenn man

einen „Lohn“ für seine Mühen und

Arbeit erhält, kann man sich auf Dauer

motivieren.

Ein hochwirksames Tool ist das Vision

Board. Dieses Board kann aus einzelnen

Fotos oder aus einer Pinnwand bzw.

Whiteboard bestehen. Das Vision Board

dient zur Visualisierung von Zielen,

Erfolgen und Zwischenschritten.

Gut sichtbar platziert dient es uns als

Motivation, Weg der Weiterentwicklung,

Respekt, Bestätigung und Quelle

für Selbstbewusstsein und

Selbstwirksamkeit.

Zufriedenheit und Dankbarkeit

Dankbarkeit ist das Gefühl des

Staunens, des Dankbar-Seins und

der Feier des Lebens“, so formuliert

es Robert Emmons (Handbook of

Positive Psychology 2002). Seine

Sattelbedingte Sitzfehler

1. Zu kleiner Sattel

Sitz und Sattel sind heiß diskutierte

Themen in der Reiterwelt. Um zu

verstehen, was ein guter Sattel leisten

soll, muss man sich zuerst der Frage

widmen, was das Werkzeug Sattel

leisten soll. Er soll dem Reiter „den

perfekten Sitz“ ermöglichen. Das Wort

‚ermöglichen‘ ist hier mit bedacht

gewählt. Sitzen muss der Reiter nämlich

noch selbst. Laut der Deutschen

Reiterlichen Vereinigung (FN) ist

„Der ausbalancierte und losgelassene

Sitz die Voraussetzung für korrekte

Hilfengebung und Einwirkung auf das

Pferd.“ Balance und Losgelassenheit

des Reiters werden hier also als

Grundbedingung genannt. Das ist

bemerkenswert, denn in der Praxis liegt

das Hauptaugenmerk oft auf dem Pferd.

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Untersuchungen haben gezeigt, dass

Menschen, die sich regelmäßig Zeit

für Dankbarkeit und Selbstreflexion

nahmen, mehr positive Gefühle

(Interesse, Begeisterung, Freude, Stolz)

empfanden und sich positive Effekte

auf die Gesundheit zeigten.

Die Übung „Wofür bin ich dankbar?“

lenkt den Blick auf die positiven

Aspekte des Seins. Dazu nimmt man

sich abends Zeit und reflektiert den

Tag. „Was war schön heute? Was habe

ich Schönes erlebt?“ Nachfolgend

sollte man sich die Frage stellen: „Wie

habe ich dazu beigetragen, dass ich das

als positiv erlebt habe?“ Diese Frage

fördert den Perspektivwechsel und

steigert das Selbstwirksamkeitsgefühl.

Mit etwas Abstand betrachtet, ist der

Fehler bei den fliegenden Wechseln

oder das Nicht-Erreichen der nächsten

Leistungsklasse nicht mehr ganz

so dramatisch. Freuen wir uns doch

einfach über ein gesundes und leistungsbereites

Pferd, das gerne mit uns

zusammenarbeitet.

Zufriedenheit stellt sich ein, wenn

unsere Ansprüche und Erwartungen

erfüllt sind. Diese werden maßgeblich

von unserem Denken und unser inneren

Haltung beeinflusst. Obwohl wir für

unsere persönliche Weiterentwicklung

ein gewisses Maß an Unzufriedenheit

Balanciert und losgelassen soll es sein.

Mangelt es daran, wird das Pferd mit

viel Aufwand und Mühe entsprechend

„gearbeitet“. Was aber, wenn sich die

Ursache für mangelnde Balance und

Losgelassenheit auf seinem Rücken

befindet?

Nicht selten ist es der Reiter, der

sein Pferd, unabsichtlich, in der

freien Bewegung hindert und es erst

in Dysbalance bringt, weil er selbst

durch den Sattel eingeschränkt wird.

Daraus folgt, dass ein optimaler Sattel

Bewegung und Balance zulässt. Um

Bewegung zuzulassen, brauchen

Reiter/innen ausreichend Platz im

Sattel. Vier Fingerbreit zwischen

Po und hinterem Sattelkranz sollen

reichen, so die gängige Lehrmeinung.

Die Form der Sitzschale bleibt dabei

besitzen müssen, sollte es immer wieder

Zeitpunkte in seinem Leben geben,

wo man innehält und im Rückblick

zufrieden auf die eigene Leistung

blicken sollte.

Positive Emotionen wie Freude, Stolz,

Zufriedenheit, Dankbarkeit machen

uns freier, offener, versöhnlicher und

zugänglicher. Wenn der Fokus nicht

auf den negativen Gefühlen liegt und

der Mensch nicht auf Kampf oder

Flucht ausgerichtet ist, gibt es Raum

für Neugierde, neue Erfahrungen und

neue Lösungsansätze. Stresssymptome

auf der körperlichen Ebene werden

gemildert, die Kreativität und die Lernbereitschaft

werden gesteigert. Positive

Effekte, die nicht nur förderliche

Auswirkungen auf die Arbeit mit

den Pferden, sondern auch auf die

persönliche Weiterentwicklung haben.

Fazit: Sich und seine Leistung

von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ist

die Voraussetzung für die eigene

Weiterentwicklung. Wer sich zudem

für eine positive und dankbare

Grundhaltung entscheidet und seine

Erfolge feiert, bleibt gelassener, findet

neue Lösungsansätze, ist auf Dauer

motivierter und kann viel Freude und

Selbstbewusstsein durch die Ausübung

seines Sportes erzielen.

Dr. Birgit Harenberg

unberücksichtigt. Moderne Sättel, vor

allem Dressursättel, bieten oft wenig

Fläche und klemmen den Reiter zu sehr

ein.

Die ebene Sitzfläche beträgt manchmal

nur wenige Zentimeter, um dann im

hinteren Bereich steil anzusteigen.

Diese für gutes Reiten manchmal

kontraproduktive Modeerscheinung

soll dem Reiter Sicherheit vermitteln.

Die Erwartung, dass ein guter Sattel

mich, ohne jede eigene Anstrengung

und sofort, in den „richtigen“

Dressursitz setzt, wird in diesem Fall

auf Kosten der Bewegungsfreiheit

von Mensch und Pferd erfüllt. Auch

die in vielen Köpfen fest verankerte

Idee vom „festen“ Sitz als Ideal, ist

kontraproduktiv.

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Fachartikel

Das vermeintliche Gefühlt von

Sicherheit, geht auf Kosten der eigenen

Beweglichkeit und damit dann auch der

Beweglichkeit des Pferdes.

Durch die steil ansteigende Sitzfläche

finden die Sitzbeinhöcker nicht

auf einer Ebene, sondern auf einer

Schrägen Kontakt zum Sattel. Damit

wird es schwierig, das Becken frei

aufrecht und zu allen Seiten beweglich,

zu positionieren. So Balance und

Losgelassenheit bei sich selbst

zu erreichen wird zumindest sehr

erschwert. Der Reiter kann nicht mehr

mitschwingen. Der Pferderücken

ist dadurch erhöhten Stoßkräften

ausgeliefert, die daraus resultierende

Verspannung hindert elastische

Bewegungen und Losgelassenheit.

Stattdessen wird im Extremfall das

Becken nach vorne gekippt. Richten

Reiter/innen den Oberkörper gegen

diesen Widerstand auf, kommen sie

ins Hohlkreuz. Die zu stark gebogene

Wirbelsäule, zusammen mit dem

gekippten Becken, machen den

Oberkörper starr. Reiter/in und Pferd

stoßen sich gegenseitig in den Rücken.

Verschärft wird das noch durch die nach

hinten rutschenden, verkrampfenden

Beine.

Zum Reiten notwendige (Tiefen-)

Muskulatur wird in solchen Sätteln

nicht entwickelt. Setzt man Reiter, die

Jahre in solchen Sätteln geritten sind, in

einen Flachsitzer mit wenig bis keiner

Pausche und ausreichend Fläche,

fühlen die sich nicht nur verloren. Sie

haben auch wortwörtlich keinen Halt

mehr. Fast verständlich, dass dann doch

lieber schnell wieder zum gewohnten

Tiefsitzer gegriffen wird.

Zum klassischen Tiefsitzer gehören

natürlich auch große Pauschen, die

die Bewegungsmöglichkeiten weiter

einschränken. Sind

die Pauschen zu

groß oder breit

drücken Sie das

Reiterbein nach

hinten. Die Folge

ist ein überstreckter

Sitz. Das Bein kann

nicht mehr federn.

Dr. Josef Kastner ist

Sportwissenschaftler

und Biologe mit

den Spezialgebieten

Bewegungslehre

und Biomechanik

für Pferd und Reiter.

Laut Dr. Kastner

ist „Sitzen“ kein

statischer, sondern

ein dynamischer

Vorgang. „Gut

sitzen“ heißt also

„richtig bewegen“.

Sitztraining sei ein Bewegungstraining.

Daraus folgt, dass Balance etwas ist, das

permanent, in jeder Bewegungsphase

neu gefunden werden muss. Dann

wird es eine fließende gemeinsame

Bewegung. Kastner nennt das treffend

ein „dynamisches pferdegerechtes

Gleichgewicht“. Und das geht nur mit

einem für Pferd UND Reiter passendem

Sattel.

Ulrike Schumacher

Gleichgewichtsverhältnisse lassen sich durch

Druckmessungen objektiv bildlich darstellen.

Die hier beschriebene Konstellation führt

zu vermehrtem Druck hinten.

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33

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4 Monate Planung liegen hinter uns.

Es sollte ein klein gehaltener Tag der

offenen Stalltür mit angrenzendem

Reithallenflohmarkt werden. Doch

schnell wurde klar, dass auf solch

großer Reitsportanlage kein kleines

Event möglich ist.

Zunächst glücklich über 4 Aussteller

Ende Juni rasselten die Anfragen nur

so hinein. Die Idee blieb, das Konzept

jedoch wurde vervielfältigt. Was

wollen wir ?

Familie Klör, stammend aus Winsen

an der Luhe übernahm die Reitanlage

Ende 2017, zusammen mit ihren 3

Kindern erschafften Sie nach und nach

ein kleines Pferdeparadies.

Viele Wochen Planung und

Vorbereitung liegen hinter uns, aber

es hat sich gelohnt, die Besucher

strömten in Scharen herbei. Angeboten

wurde vielschichtige Unterhaltung -

Pferde Gelassenheitstrainer Rainer

Kuboschek demonstrierte an 2 Pferden

sein Motto - Gelassen durch Vertrauen.

Er bietet regelmäßig Kurse auf der

Reitsportanlage an.

Ein Highlight auch für nicht Pferdefans

ist die Equusir Best Box. Tiere und

Menschen scannen, erkennen und

behandeln. Cornelia Höhn fährt die

Reitsportanlage nach Bedarf zur

Therapie an.

Passt der Sattel zu mir und meinem

Pferd? Wie ein Sattel liegen muss und

was zu beachten ist, erklärte Martina

Stöbe an ‚Storm’ und ‚Nina’.

Neben dem abwechslungsreichem

Therapieangebot für Pferde und Hunde

kamen auch die Kleinsten auf ihre

Aus den Vereinen / Personalien

Tag der offenen Stalltür auf der Reitsportanlage Klör

Kosten. Leos Eventschminkerei sorgte

für freche und hübsche Kindergesichter

während auf der Hüpfburg von Ingo

Meyer aus Ahnebeck um die Wette

gesprungen wurde.

Die Reithalle wurde mit Reiterflohmarktständen

und weiteren Ausstellern

wie Kerstin’s Hundekekse, Gut

Hanum, Seifenbrise, Thermomix und

dem Horsedentisten Torsten Bockler

bestückt .

Dank dem buntem

Angebot konnten

bereits einige

Geschenke für

Weihnachten

besorgt werden

. Traumfänger

aus Hufeisen &

Leseknochen

von Hufeisen-

Lesezeichen

( S a b r i n a

Ubben), leckere

hausgemachte

Marmelade der

Fruchtmanufaktur

Altmark oder

equipment vom

MagicTack Mobil.

Für das leibliche

Wohl wurde mit

hausgebackenem

Kuchen, Pizza &

Burger aus Parsau,

Grillgut der Jungen

Gesellschaft Ehra

und Schmalzkuchen

gesorgt .Der

Bio Hof Wegner

versorgte uns mit

Eiern , Eierlikör und

Nudeln.

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Rundum sind wir sehr zufrieden und

werden diese Veranstaltung mit hoher

Wahrscheinlichkeit 2020 wiederholen,

aber zunächst bereiten wir uns auf den

Weihnachtsmarkt auf der Reitsportanlage

vor.

Vielen Dank an den Veranstalter, dem

Organisationsteam und den Helfern vor

während und nach der Veranstaltung.

Text Sabrina Ubben

Fotos Selina Krumschmidt

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Einmal im Jahr veranstaltet der Verein

der Freunde und Mitarbeiter des

Landgestüts Celle den „ Tag des alten

Handwerks“. Ziel ist es, besonders

Kindern und Jugendlichen alte

Handwerkskunst und das Kulturgut

Pferd näher zu bringen. Oder einfacher

gesagt: Heimatkunde der besonderen

Art.

Von 2009 bis 2016 war der Verein auch

zuständig für den weit über Celles Grenzen

hinaus bekannten Weihnachtszaubers.

Seit 2017 hat das Landgestüt diese

Veranstaltung übernommen, denn

allein auf ehrenamtlicher Basis war

das alles nicht mehr zu stemmen.

Aus den Vereinen / Personalien

Highlight beim Handwerkertag in Celle:

Claus Luber und seine Blonden

Doch der Verein unterstützt auch

diesen „Advent im Landgestüt“.

Alle Erlöse des Handwerkermarktes

und der adventlichen Veranstaltung

die der Verein erwirtschaftet fließen

in karitative Projekte. In diesem

Jahr gingen die Erlöse an die

Sprachheilschule in Celle und an die

Handicap Sportgruppe ebenfalls in

Celle.

Doch wie kommt nun Claus Luber ins

Spiel? Bei seinem Auftritt im letzten

Jahr bei den Hengstparaden lernte

er Hauptsattelmeister Fred Müller

und Bettina Wedekind kennen, die

dem Verein vorstehen. Auch bei den

Cavallunareisen gab es immer mal

wieder einen kurzen Zwischenstopp in

Celle und so war es für Claus und Elke

Luber Ehrensache in diesem Jahr mit 4

Hengsten und dem Römerwagen zum

Tag des alten Handwerks anzureisen.

Für die Besucher ein absolutes

Highlight, denn wann kann man schon

einmal so hautnah mit den Akteuren

zusammenkommen?

‚Magic’ v. ‚Tannenberg von Meran’/

‚Amethist’, ‚Waldsee’ v. ‚Wintersturm’/

‚Aurel’, ‚Alonso’ v. ‚Aaron B’ /‚Santos’

und ‚Atego’ v. ‚Atomik’/‚Aaron

B’ ließen die Herzen eines jeden

Pferdefreundes höher schlagen und

waren eine absolute Werbung für die

Rasse Haflinger. Voller Power rasten

sie um die Aschenbahn, doch hatte

man zu keinem Augenblick das Gefühl,

dass Claus Luber nicht Herr der Lage

sei. Und auch ein heftiger Schauer

zwischendurch tat der Begeisterung

keinen Abbruch - gut gelaunt ging es in

die nächste Runde.

Und voll von der guten Sache überzeugt,

sind Claus und Elke Luber nun auch

in den Verein eingetreten und haben

versprochen, diesen beim Advent im

Landgestüt Celle zu unterstützen.

Helferfahrt Braunschweig CLASSICO 2019

Auch in diesem Jahr hat sich die

LC Agentur traditionell mit einer

Gemeinschaftsaktion bei den

vielen ehrenamtlichen Helfern

bedankt. Es ging in diesem Jahr zum

Wildpferdgehege im Merfelder Bruch,

Nordrhein-Westfalen.

Der Bus startete um 08:30 Uhr am

Samstag, d. 05.10.2019 vor der Volkswagenhalle

in Braunschweig. Nach einigen

Regentagen hatte Petrus ein Einsehen

mit uns und bescherte uns einen

Sonne-Wolken Mix bei herbstlichen

Temperaturen. Somit war die Stimmung

morgens schon gut.

Gewappnet mit „Lunch-Beuteln“ im

Braunschweig CLASSICO Design für

jeden Teilnehmer, traten wir unsere 3

stündige Busfahrt nach Westen an.

Nach unserer Ankunft haben wir in

dem 45.000 Seelen-Städtchen Dülmen

einen uns empfohlenen Spezialitäten

Markt besucht, der uns ehrlich gesagt

ein wenig belustigt hat mit seinen 10

Ständen, die sich aus den Ortsvereinen

und Gewerben des Städtchens Dülmen

zusammensetzte.

Das hat aber unsere sowieso schon

gute Laune noch weiter befeuert und

wir haben uns bei Sonnenschein durch

die Angebote vom Grünkohleintopf

Text und Foto: Marianne Schwöbel

bis zur Waffel geschlemmt bis uns

der Bus wieder aufgesammelt hat, um

nun endlich zu den Wildpferden im

Merfelder Bruch zu fahren.

Im Merfelder Bruch lebt eine Herde von

ca. 300 - 400 wilden Pferden. In dem

weitläufigen Gelände mit einer Größe

von ca. 400 ha westlich von Dülmen

hat sich das einzige Wildpferdegestüt

des europäischen Kontinents erhalten.

Die letzten wilden Pferde leben dort auf

Weide, Moor, Heide, Birkengestrüpp

und Eichenbeständen, teilweise mit

Urwaldcharakter.

Es war sehr interessant, diese Pferde

zu sehen. Überhaupt kein Vergleich

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mit den Pferden, die uns Reiter

täglich begleiten. Ohne Tierarzt,

Hufschmied und so manch anderer

Wellness-Einrichtung für Pferde,

trotzen diese kleinen Gesellen dem

Wind und Wetter aller Jahreszeiten.

Zugegeben, sie sehen etwas zottelig

aus, haben fast etwas „eseliges“ (sagt

der „Laie“) an sich, aber dank ihrer

widerstandsfähigen Natur erreichen

sie immerhin ein stolzes Lebensalter

von ca. 45 Jahren. Und das ohne etwas

zu tun – sie ziehen auf dem riesigen

Gelände im Schritt von Weide zu

Weide, fressen Gras und stehen zum

Verdauen.

Zwei Reiseleiter haben uns mit diesen

und noch weiteren Informationen

versorgt, während wir die Pferde

beobachten konnten.

Im Anschluss an die Führung ging es

zurück nach Braunschweig. Während

der Rückfahrt wurde klar, dass der

scheinbar unspektakuläre Besuch

der Wildpferde im Gegenteil sehr

spektakulär war. Er hat deutlich gezeigt,

dass ein konsequentes renaturieren

der Pferderassen in unserem

urbanen Europa, flächenmäßig nicht

Aus den Vereinen / Personalien

durchzusetzen wäre. In angeregten

Diskussionen kam immer mehr die

Erkenntnis, dass die Reiterschaft,

die auf vielen verschiedenen

Themenfeldern das Pferd einsetzt,

in erster Linie als Artenschützer eine

wichtige Rolle in der heutigen Zeit

des Pferdes in Europa einnimmt.

Ohne die Reiterschaft und die vielen

Pferdeleute auf verschiedenen

Betätigungsfeldern, würde das Pferd

in Europa verschwinden und nur noch

im Zoo zu bewundern sein.

Wir waren uns alle einig: Nicht der

allgemeine Pferdfreund hat dem

Pferd seinen natürlichen Lebensraum

genommen, sondern die gelebte

Urbanisierung unserer Gesellschaft

macht dieses nicht möglich. Deshalb

ist es wichtiger denn je geworden,

dem Pferd durch seine angepasste

Rolle innerhalb unserer Gesellschaft

in Sport, Zucht, Familie und Therapie,

weiterhin einen Auftrag zu geben. Ein

Pferd im Zoo wäre unerträglich.

Unser Tagesfazit war: Es war keine

Fahrt ins Blaue hinein, es war eine

gewollte Auseinandersetzung mit

unserer inneren Haltung.

Nach einem schönen, sehr

interessanten Tag teilten sich unsere

Wege wieder. Wir freuen uns, dass

uns auch einige Gäste der PSD-Bank,

unserem starken Sponsor-Partner

in der LC Sportförderung, begleitet

haben!

Nelly Onigkeit

Fotos: Katarina Blasig

36

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Fotos: Katarina Blasig

Betriebsnachfolge auf gutem Weg

Für jedes Unternehmen kommt

irgendwann der Tag, an dem Inhaber

sich fragen müssen wie es einmal

nach dem eigenen Ausscheiden aus

der Berufswelt als Selbstständiger

mit dem Lebenswerk in Zukunft

weitergehen wird. So stellte sich nicht

nur ein Tierarzt aus der nördlichen

Harzregion diese Frage - sondern

gleich drei Tierärzte. Herr Dr. Knorr

aus Hahndorf bei Goslar, Herr Meyer

aus Rhüden bei Seesen und Herr

Baxmann aus Langeln bei Wernigerode

waren unabhängig voneinander schon

seit längerem auf der Suche nach einer

guten Nachfolgeregelung für ihre

Tierarztpraxen. Wichtig war ihnen

dabei die tiermedizinische Betreuung

in motivierte und gut ausgebildete

Hände zu übergeben, so dass für

den Kundenstamm weiterhin eine

hohe Qualität in der Behandlung von

Patienten gewährleistet werden kann.

Im Frühjahr 2018 entschloss sich die

Tierärztin Frau Johanna Geng, nach

mehrjähriger Abwesenheit – teilweise

weit weg von ihrer Heimatregion, in

den Nordharz zurückzukehren und dort

die Betriebe von Herrn Meyer und Herrn

Baxmann zu übernehmen. Beiden

Frau Geng (2.v.r.) mit Herrn Meyer, Herrn Dr. Knorr

und Herrn Baxmann (v.l.n.r.)

Dr. med. vet. S. Drögemüller

Erich-Garben-Str. 3

30989 Gehrden/Ditterke

Tierärzten war Frau Geng durch verschiedenste

Praktika bereits vor ihrem

Studium bekannt. Nun sollte die lange

gereifte Idee der Betriebsübernahmen

in die Realität umgesetzt werden. Auf

der Suche nach einem geeigneten Standort

zwischen Rhüden und Wernigerode

wurde Frau Geng mit ihrem Ehemann,

Herrn Killer, irgendwann durch Frau

Christ von der Firma Vet-Consult auf

die Pferde- und Kleintierpraxis Dr.

Steffen Knorr in Hahndorf aufmerksam

gemacht. Nach einer ersten Besichtigung

der Räumlichkeiten im September

2019 war es auch Herrn Dr. Knorr,

nach 2 Jahren der Suche, endlich gelungen

eine geeignete Nachfolgerin für

seinen Praxisbetrieb zu finden. Wichtig

waren Herrn Dr. Knorr dabei die Übernahme

seiner Angestellten und der Erhalt

der Pferde- und Kleintierpraxis als

Ganzes. Das zusätzliche Arbeitsfeld

der Nutztiermedizin ist für Herrn Dr.

Knorr, nach eigener Aussage, eine gute

Ergänzung zum bisherigen Konzept der

Tierarztpraxis.

Für die Herausforderungen zum Führen

einer Gemischtpraxis, mit derzeit sieben

Angestellten, bringt Frau Geng das

nötige Rüstzeug durch ihre beruflichen

Erfahrungen mit.

Schon vor ihrer

Ausbildung zur

Tiermedizinischen

Fachangestellten

(TFA) stand für

Frau Geng fest, dass

sie den Berufsweg

der Tierärztin

einschlagen

möchte. Neben dem

Abschluss ihrer

Ausbildung in der

Kleintierpraxis

Dr. Michael Merkt

in Salzgitter und

der Gemischtpraxis

Simone Klatt in Hahausen sowie dem

Studium in Budapest und Leipzig, kann

Frau Geng von weiteren beruflichen

Stationen zehren. So konnte sie

praktische Erfahrungen sammeln

in der Pferdeklinik Niederlenz AG

in der Schweiz, der Pferdeklinik

Destedt bei BS-Cremlingen, dem

Valley Equine Hospital in Lambourn

(UK) und bei der Tierärztlichen

Gemeinschaftspraxis Dr. Hoffmeister,

Gehring und Partner in Marsberg im

nordöstlichen Hochsauerlandkreis mit

dem Schwerpunkt der Nutztiermedizin.

Seit Januar 2019 ist Frau Geng mit ihrem

Team für die Gesundheit ihrer Patienten

nun überregional unterwegs. Kleintiere

werden weiterhin von der Tierärztin

Frau Ina Keune in Hahndorf betreut.

Durch die Übernahme des bestehenden

Teams, war es möglich die Versorgung

ohne Unterbrechung für kleine

Vierbeiner aufrecht zu erhalten. Dabei

können sich Stammpatienten wie neue

Patienten auf die gewohnt zuverlässige

und einfühlsame Arbeitsweise von

Frau Keune verlassen. Sie ist mit ihrer

17-jährigen Betriebszugehörigkeit

für viele Patientenbesitzer ein

altbekanntes Gesicht und verfügt

über besonders viel Erfahrung im

Bereich der Weichteilchirurgie.

Neben den Kleintieren betreut Frau

Keune mit großer Leidenschaft auch

Pferdepatienten und legt zusätzlich

ein großes Augenmerk auf gesunde

Pferdezähne.

Um dem Trend der tiermedizinischen

Unterversorgung in der ländlichen

Region entgegenzuwirken, setzt

Frau Geng auf Erfahrungswerte aus

anderen Branchen. Neben dem Ziel

einer guten Behandlung von Patienten,

möchte die Tierärztin mit ihrer Praxis

ein attraktiver Arbeitgeber für junge

Berufskollegen sein. Ziel ist es ein

Adresse Erreichbarkeit Therapieschwerpunkte

Tel: 05108/3311

Fachtierärztin für Pferde

Fax: 05108/2255

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Therapie, Blutegeltherapie

37

Georg 6-19.indd 37 02.12.19 11:15


hochmotiviertes Team mit einer soliden

Aus- und Weiterbildung aufzustellen.

Durch ihre unternehmerischen Ideen

sahen sich bereits zwei weitere

Tierärztinnen dazu eingeladen in der

Tierarztpraxis Geng praktizieren zu

wollen. Seit Mitte September 2019

verstärkt Frau Dr. Yana Müller das

Team. Durch ihre Dissertation mit

dem Themenschwerpunkt „Effects

of substituting sodium chloride

and omitting antibiotics in stallion

semen diluents for prolonged storage

at elevated temperatures“ und ihre

bisherige berufliche Tätigkeit am

Niedersächsischen Landgestüt

Celle und in der Pferdeklinik der

Tierärztlichen Hochschule Hannover

ist sie die richtige Ansprechpartnerin

für Pferdebesitzer und -Züchter.

Dadurch ist sie in der Lage neue

Herangehensweisen und Erfahrungen

im Bereich der Pferdemedizin mit ins

Team und in die Praxis zu bringen. Mit

Frau Dr. Müller ist die Tierarztpraxis

Geng auch im Fachbereich der

Gynäkologie beim Pferd bestens

aufgestellt.

Ab Januar 2020 wird Frau Janine

Kolle das Team als erfahrene

Gemischtpraktikerin verstärken.

Nach einigen Jahren der praktischen

Tätigkeit in der Tierarztpraxis Dr. H.

Nagelfeld im Landkreis Cuxhaven,

zieht es Frau Kolle zurück in die

Heimat. Sie bringt sowohl in der

Pferde-, in der Nutztier- und auch

in der Kleintiermedizin wertvolle

Erfahrungen mit. Im Fachbereich der

Kleintiere konnte sie Kenntnisse in

der Osteosynthese erwerben, was für

die 30-jährige Betriebsgeschichte der

Aus den Vereinen / Personalien

Praxis Dr. Knorr eine Neuerung bei der

Behandlung von Frakturen darstellt.

Mit dem Beginn der praktischen

Tätigkeit von Frau Kolle in Hahndorf

soll der Kleintier-OP entsprechend

modernisiert werden.

Neben den gut ausgebildeten

Tierärztinnen sind für den Erfolg

einer Praxis Tiermedizinische

Fachangestellte nicht wegzudenken.

Auch hier setzt Frau Geng auf ein

hohes Ausbildungsniveau, so dass

sich die Patientenbesitzer vom ersten

Kontakt bis hin zur einfachen Beratung

gut aufgehoben fühlen. Dabei stellt

die Weiterbildung erfahrener TFA

zur Ausbilderin (ADA-Schein)

vermutlich ein Novum in der Welt

der Tierärzte dar. Eine Qualifikation,

ähnlich eines Meistertitels in anderen

Branchen, gibt es bisher nicht. Dabei

sind die Anforderungen an eine

Tiermedizinische Fachangestellte

nicht gering. Neben den medizinischen

und anatomischen Kenntnissen sind

Fähigkeiten in der Pharmakologie, der

Wartung und Pflege hochmoderner

Geräte und PC-Systeme, dem

operativen Praxisgeschäft und –

Management und der Kommunikation

mit Patientenbesitzern gefordert. Ein

durchaus sehr vielfältiges Berufsbild.

Zu der angemessenen medizinischen

Versorgung von Patienten liegt Frau

Geng ein weiterer Punkt am Herzen.

Ihrer Meinung nach ist das gute

Verhältnis zwischen Patientenbesitzern

und ihren liebgewonnenen Tieren

entscheidend für Freude an der

Gemeinschaft zwischen Mensch und

Tier. Dazu gehören neben richtigen

Futtermitteln und ausreichender

Bewegung auch das Verständnis für

die Bedürfnisse der unterschiedlichen

Tierarten. Um diese gewährleisten zu

können, möchte Frau Geng zeitnah die

Tierarztpraxis um einen Seminarraum

erweitern. Hier sollen dann irgendwann

Grundlagen sowie Fachwissen an

Patienten- und Tierbesitzer vermittelt

werden. Außer den selbst gestalteten

Inhalten, wie zum Beispiel Erste-Hilfe-

Kursen, werden auch hochkarätige

Tierspezialisten unterschiedlicher

Fachbereiche für Vorträge und

Weiterbildungen eingeladen. Der

zur Tierarztpraxis gehörige Reitplatz

bietet sogar die Möglichkeit vor Ort

praktische Inhalte an den Patienten- und

Tierbesitzer zu vermitteln. Ein Highlight

im Bereich der Vortragsveranstaltungen

ist bereits für das erste Quartal 2020

geplant. Die Firma Boehringer

Ingelheim hat sich dazu bereit erklärt

über den aktuellen Stand und die

Prophylaxe des West-Nil-Virus

beim Pferd zu informieren. Da diese

Veranstaltung nur bei entsprechender

Personenzahl stattfinden kann, müssen

hierfür ausreichend verbindliche

Anmeldungen abgegeben werden.

Weitere Informationen folgen zeitnah

auf der Homepage der Tierarztpraxis

Geng.

Das bisherige Behandlungsnagebot

der Praxis ist bereits jetzt schon

sehr vielfältig. Beginnend bei A wie

Ankaufsuntersuchung inklusive

Röntgen und Auswertung wird ein breites

Repertoire in den unterschiedlichen

Fachgebieten der Tiermedizin bis hin

zu Z wie Zuchthygiene angeboten.

Neben einem stationären und einem

38

Das Tierärzteteam der Praxis Geng

(v.l.n.r Frau Dr. Yana Müller, Frau Ina Keune,

Frau Johanna Geng und Frau Janine Kolle)

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Georg 6-19.indd 38 02.12.19 11:15


mobilen Röntgengerät, mehreren

Ultraschallgeräten und modernstem

Pferdezahnbesteck verfügt die Praxis

über einen Untersuchungsstand,

Pferdepatientenboxen und einen

Pferde-OP, in dem kleinere Operationen

wie zum Beispiel Hengstkastrationen

und Tumoroperationen auch vor

Ort unter besten Voraussetzung

durchgeführt werden können. Als

besonderes Angebot für Katzenbesitzer

„Sehen - Erkennen - Umsetzen“

waren die Stichworte für ein großes

Praxisseminar Ende September in

der wunderschönen Privatanlage

der Familie Jäger in Burgdorf-

Ehlershausen.

Aus den Vereinen / Personalien / Aus- und Fortbildung

wird jeden Mittwochnachmittag eine

reine Katzensprechstunde realisiert.

Ziel ist es diesen besonderen Patienten

einen weitestgehend stressarmen

Tierarztbesuch zu ermöglichen.

Zusammenfassend kann man sagen,

dass Frau Geng eine würdige Nachfolgerin

für die drei Tierärzte aus dem

nördlichen Harz ist. Mit ihrer Liebe

zum Beruf und zu den Tieren können

die Herren Dr. Knorr, Meyer und Baxmann

mit gutem Gewissen ihre Patienten

in die Obhut von Frau Geng und

ihrem Team übergeben. Gerne beantworten

Frau Geng und ihr Team ihre

Fragen rund um ihr liebgewonnenes

Tier.

TIERARZTPRAXIS GENG

Begeisterndes Seminar mit Angelika Frömming,

Dr. Ralf Pellmann und Michael Rohrmann in

Burgdorf-Ehlershausen

Dem Engagement der Familie ist

es zu verdanken, dass die Reiter

und Zuschauer umfangreich zu

dem Thema informiert wurden. Als

Referenten waren Frau Angelika

Frömming (international anerkannte

Ausbilderin und Referentin), Dr. Ralf

Pellmann (Tierarzt mit Schwerpunkt

Pferd) und Michael Rohrmann

(Pferdewirtschaftsmeister Reiten und

Bewegungstrainer EM) für 3 Tage vor

Ort.

Reiterinnen und Reiter aus ganz

Deutschland und Finnland waren

gekommen, um sich zu informieren

und Anregungen für die tägliche

gemeinsame Tätigkeit mit dem Pferd

mit nach Hause zu nehmen. Die

anwesenden Ausbilder konnten bei dem

Seminar, wie immer, Lehreinheiten

für die Lizenzverlängerung als

i-Tüpfelchen mit nach Hause nehmen.

Dem Ausschuss Ausbildung des

PSVHan vielen Dank dafür. Schön

war auch für die PM-Mitglieder der

FN, das diese wieder einen PM-Rabatt

erhielten.

Am Freitag nutze Michael Rohrmann

mit den Reitern auch direkt die

wunderschöne Außenanlage mit

Dressurplatz, Wellenbahn, Hügeln und

freien Flächen, um Anregungen für eine

Angelika Frömming

abwechslungsreiche Gymnastizierung

mit zu geben. So wurden am Hang

Übungen aus der Physiotherapie für

die Pferde mit eingebaut, Galopparbeit

für Herz Kreislauf von Reiter und

Pferd sowie das Selbstbewusstsein

der ReiterInnen und Pferde gesteigert.

Auch durfte eine Reiterin eine

Dressuraufgabe auf dem Hügel

reiten, so dass es eigentlich immer

bergauf- und bergab ging. Eine gute

Gleichgewichts- und Propriozeptoren

Übung für Reiter und Pferd.

Den Abschluss des Tages bildete

der Vortrag von Dr. Ralf Pellmann

mit dem Thema: „Symptome der

Halswirbelsäulenerkrankungen und

Auswirkungen auf das tägliche

Training“. Sein Vortrag war so

Michael Rohrmann

informativ und anschaubar, dass sich

ein positiver Austausch über das „was

bedeutet dies in der täglichen Schulung

für mich“ entwickelte.

Am Samstag erhielten die Reiter

parallel bei den Ausbildern Frömming

und Rohrmann ihren Praktischen

Unterricht. Da sich die Ausbilder

aufteilten und sowohl die wunderbare

Halle als auch das Außengelände,

zwischen den kurzen Regenschauern,

ausnutzen, bedeutete dies für die

aktiven Zuhörer „Wandern ist gut

für die Wissensaufnahme“. So wie

es schon die Alten Griechen an ihren

Universitäten nutzten.

Klassische Ausbildungsgrundlagen,

wie diese in den Richtlinien für Reiten

39

Georg 6-19.indd 39 02.12.19 11:15


Aus- und Fortbildung

aufgeführt sind, Bewegungslehre EM

(Eckart Meyners), Mentaltraining

und Arbeit an der Hand wurden durch

die beiden Ausbilder variabel und

ideenreich vermittelt. Kommentar

eines regelmäßigen Teilnehmers: „Ich

dachte ich würde wissen was kommt.

Nachdem im Frühjahr bereits ein

dezentraler Trainer C-Lehrgang unter

Leitung von Juliane Gaigalat sowie

ein Seminar mit Tom Büttner, dem

bekannten Sattelmeister aus Dresden

im Sportzentrum stattgefunden haben,

stand nun im Anschluss an die grüne

Turniersaison noch ein Abzeichen-

Lehrgang für die Nachwuchsreiter des

RC Braunschweig-Lehndorf e.V. auf

dem Programm.

Lehrgangsleiterin Sabine Börker-

Müller zeichnete neben der allgemeinen

40

Es kommt jedoch

jedes Mal etwas

Neues hinzu, was

ich dann in meinen

Unterricht einbauen

kann.“

Abschluss des

Tages bildete

dann auch hier ein

Hippologischer

Abend. Angelika

F r ö m m i n g

ging mit dem Thema „Sehen -

Erkennen - Umsetzen“ auf Dinge

in der täglichen Gymnastizierung

ein. Unterstützt durch Videos der

Deutschen Richtervereinigung wurden

den Teilnehmern Hinweise zum

Organisation vor allem für die Dressur,

die Bodenarbeit sowie die Theorie

verantwortlich. Sie war besonders stolz

auf ihre Schützlinge, war es doch ihr

erster Lehrgang, den sie als Trainerin C

selbst durchführte.

„Die Vorbereitung hat allen sehr

viel Spaß gemacht, was man an

den Reaktionen aller Beteiligten

merken konnte, aber auch an der

hohen Motivation der Teilnehmer“,

resümierte Andreas Müller, der für

die Springausbildung zuständig war.

Erkennen von Abweichungen in der

Ausführung und der Möglichkeiten zur

Verbesserung in der täglichen Schulung

geben.

Auf Grund dieser Ausführung und der

Einführung durch Michael Rohrmann

zum Thema „Lernen - Lehren -

Lernschritte“ entwickelte sich ein toller

Austausch zwischen allen Anwesenden.

Der Sonntag war wieder gespickt mit

Ideen und Anregungen durch Angelika

Frömming und Michael Rohrmann, so

dass die Anwesenden nur noch einen

Wunsch äußerten: „WIEDERHOLEN!“

Reitabzeichenprüfung im Sportzentrum LöwenClassics

Ich lese

DER KLEINE GEORG

weil die Zeitung

für uns gemacht ist

Und auch die Richterinnen Gundula

Fischer und Kirstin Konzag waren mit

dem Ausbildungsstand aller Prüflinge

zufrieden, so dass am Ende des

Prüfungstages allen Teilnehmern ihre

Urkunden und Abzeichen ausgehändigt

werden konnten (Basispass: Heidi

Mencke, Irma Blau; RA5: Mailin

Alteneder, Amelie Viercke, Amy

Pawlik, Heidi Mencke; RA4 Lina

Seidel, Max Jarecki, Lucrezia Linde).

Zum Abschluss gratulierte Kirstin

Konzag allen Teilnehmer und wies

DR. FELIX ADAMCZUK

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Agrarrecht

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Georg 6-19.indd 40 02.12.19 11:15


Aus- und Fortbildung

dabei nochmal auf die spezielle

Verantwortung hin, die jeder Reiter

für sein ihm anvertrautes Pferd hat

und das jedem von ihnen im Laufe

ihrer gesamten Reiterkarriere als erstes

immer das Wohlergehen der Pferde am

Herzen liegen sollte.

Ein besonderer Dank geht auch an

die Kassenwartin des Vereins, Kerstin

Seidel, die während des Lehrgangs

und am Prüfungstag mit Unterstützung

einiger Eltern für das leibliche Wohl der

Teilnehmer, Richter und Organisatoren

sorgte.

Andreas Müller

(RC BS-Lehndorf)

Reit-und Fahrverein Vorsfelde

Sitzschulung bei Christian Deharde

Anfang November hatten wir bereits

zum 2. Mal in diesem Jahr eine sehr

schöne und vor allem lehrreiche

Sitzschulung bei Christian Deharde.

An 2 Tagen war Herr Deharde bei uns

auf der Anlage, um 10 Reiterinnen und

Reitern dabei zu helfen, ihren Sitz im

Sattel zu verbessern.

Sein Motto: Nicht das qualitätsvollere

Pferd, sondern das besser gerittene

Pferd ist das Wertvollere.

Bei seiner Arbeit mit den Übungen

von Eckart Meyners erlebt er viele

Verbesserungen beim Reiter, aber

auch die Pferde gehen viel zufrieden

und losgelassener. Ein Unterricht ohne

Bewegungsübungen ist für ihn nicht

mehr vorstellbar. Vielmehr sind Pferd

und Reiter ganzheitlich zu betrachten

und bei jedem Paar gilt es individuelle

Lösungen zu finden.

Mit einer Stunde Theorieeinheit für alle

Teilnehmer startete am Samstag der

Lehrgang. Hier erklärte Herr Deharde

seine Arbeitsweise und analysierte

mit den Teilnehmern mögliche

Fehlerquellen, die zu Problemen beim

Reiten führen können. Anschließend

hatte jeder Teilnehmer 45 Minuten,

um die persönlichen Schwächen und

Probleme zu besprechen und Lösungen

für diese zu finden. Sowohl auf dem

Pferd als auch auf der Matte zeigte

Herr Deharde den Reitern Übungen,

die ihnen zum Beispiel dabei helfen

bestimmte Muskelpartien zu stärken,

bestimmte Bereiche während des

Reitens zu entspannen oder eine

größere Beweglichkeit zu erzielen.

Am Ende des Lehrgangs waren alle

Teilnehmer sehr zufrieden und konnten

auch sofort einen Effekt während des

Reitens feststellen. Carolin Nolte zieht

folgendes Fazit: „Es echt faszinierend

wie ich in so kurzer Zeit schon

Fortschritte sehen kann. Ich freue mich

schon auf den nächsten Lehrgang.“

Alle Teilnehmer bedankten sich

bei Christian Deharde für die

anstrengenden aber sehr schönen und

lehrreichen Tage!

Sabine Scharke-Krüger

(Pressesprecherin RFV Vorsfelde)

41

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#Bundestrainertag 2019

„Gutes Training ist auch an der Basis wichtig“

Einmal mit einem Bundestrainer

trainieren, welcher Reiter wünscht

sich das nicht. Für 18 der über 180

Vereine, die sich mit kreativen

und originellen Videobotschaften

für den #Bundestrainertag 2019,

präsentiert von der Stiftung Deutscher

Spitzenpferdesport, beworben haben,

wurde dieser Wunsch Wirklichkeit.

Denn am 09.11.2019 waren die

Bundestrainer aller Altersklassen

deutschlandweit unterwegs, um in

Vereinen Unterricht zu erteilen.

„Wir möchten mit dem

Bundestrainertag

den

ländlichen Turniersport und den

Spitzenpferdesport zusammenbringen.

Pferdesportler in ganz Deutschland

sollen von der Expertise und den

Erfahrungen aus dem Spitzensport

profitieren“, erklärt Dr. Dennis Peiler,

FN-Geschäftsführer für den Bereich

Sport.

So freute sich der RFV Wipshausen

über das Training mit U25-Dressur-

Bundestrainer Sebastian Heinze.

Und das kam bei den 12 Reiterinnen

richtig gut an. „Alle sind mit einem

Lächeln aus der Halle gekommen und

waren ganz glücklich und begeistert

von Sebastian Heinze“, stellte die

Pressesprecherin der FN, Julia

Basic, fest. „Ich bin mir sicher, der

Eine oder Andere hat heute ein paar

Erkenntnisse mitgenommen, die er

Aus- und Fortbildung

im Wintertraining bestimmt umsetzen

kann.“ Und diese Aussage konnten

die Teilnehmer nur bestätigen. „Das

hat super viel Spaß gemacht, wir

haben viel mitgenommen für die

Winterarbeit und eine ganze Menge

gelernt“, so der Tenor.

Doch nicht nur die Reiter zeigten

sich vom Unterricht des U25-

Dressur-Bundestrainer begeistert.

Auch Sebastian Heinze, der das

Bewerbungsvideo des Vereins „total

lustig und aufwändig gemacht“ fand,

war angetan von Pferden und Reitern

und hatte während des Unterrichts

eine „Menge Spaß.“

Übrigens: DER RFV Wipshausen

kann bereits jetzt auf ein erfolgreiches

Jahr 2019 zurückblicken. Denn nach

dem Gewinn der Klimke-Cavalettis

bei Radio FFN und der erfolgreichen

Bewerbung um einen Platz bei der

Aktion „Pack an - mach mit“ sowie

der Auszeichnung der Dokumentation

mit einem Sonderpreis, folgte jetzt der

Gewinn des Trainings mit Sebastian

Heinze.

Und da der Bundestrainertag laut

Dr. Dennis Peiler „ein voller Erfolg“

war ist auch eine Wiederholung nicht

ausgeschlossen. „Wir sind begeistert

vom Engagement der Gewinner und

haben auch von unseren Trainern

nur positives Feedback bekommen“,

erklärte Peiler und Nadine Pakenis,

Geschäftsführerin der Stiftung

Deutscher Spitzenpferdesport, fügte

hinzu: „Es war toll zu sehen, wie

gut die Vereine die Trainingstage

für sich genutzt haben und wie viel

die Teilnehmer für sich mitnehmen

konnten.“

42

Und auch die Bundestrainer selbst

zogen ein durchweg positives Fazit.

So schwärmte z.B. der Cheftrainer

Springen Otto Becker „Ich bin

begeistert vom Konzept und freue

Georg 6-19.indd 42 02.12.19 11:15


Aus- und Fortbildung

mich auf eine Wiederholung.“ Ähnlich

äußerte sich Hans Melzer, Cheftrainer

Vielseitigkeit. „Als Bundestrainer ist

man oft nur mit Spitzenreitern und

Profis zusammen. Mir hat es unheimlich

viel Spaß gemacht, mit Amateuren zu

arbeiten, die gerne Vielseitigkeit reiten.

Außerdem finde ich es gut, dass alle

Trainer dabei sind. Auch wenn wir alle

an unterschiedlichen Orten unterwegs

waren, haben wir gemeinsame Sache

gemacht und hoffentlich Menschen für

unsere jeweilige Disziplin begeistert.“

Text und Fotos K.B.

Shetlandpony ‚Popcorn’ war der Star des Bewerbungsvideos des

RV Wipshausen und sicherte dem Verein ein Training

mit U25-Dressur-Bundestrainer Sebastian Heinze

Sebastian Heinze mit einigen Schülerinnen und Heike Diederichs (1. Vorsitzende RFV Wipshausen),

Arne Krüger (Anlagenbetreiber) und Vorstandsmitglied Anne Dopatka v.l.n.r.

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43

Georg 6-19.indd 43 02.12.19 11:15


Dass der RC Braunschweig-Lehndorf

e.V. sportlich orientiert ist und Talente

fördert, ist weitreichend bekannt. Und

da zu dieser Förderung auch diverse

Lehrgänge gehören, sind immer wieder

externe Ausbilder in Lehndorf zu Gast,

die die Arbeit der Vereinstrainer ergänzen.

So stand vom 16. - 17.11.2019 ein

Springlehrgang mit Dietmar Koch, der

sich bereits als Ausbilder/Bereiter bei

Paul Schockemöhle und Lars Nieberg

einen Namen gemacht hat, auf dem

Programm. „Der hat sehr viel Zuspruch

gefunden, also wir konnten keine Teilnehmer

mehr annehmen und haben

jetzt schon Anfragen, wann der nächste

Lehrgang stattfindet“, erzählt der 1.

Vorsitzende Dr. Jörg Hilger nicht ohne

Stolz. Aus diesem Grunde ist auch für

Anfang nächsten Jahres bereits der

nächste Springlehrgang geplant. Außerdem

gibt es Gespräche, dass vielleicht

auch ein Dressurlehrgang stattfinden

soll. Übrigens: Von diesen Lehrgängen

sollen alle Reiter etwas haben, so dass

auch Schulpferde daran teilnehmen

können.

„Herr Koch wurde uns von Axel Milkau

wärmstens empfohlen“, erklärt der 1.

Vorsitzende Dr. Jörg Hilger. „Er war

selbst bis zur hohen Klasse erfolgreich

und sieht jetzt seine Passion darin,

Nachwuchsreiter oder auch routinierte

Reiter weiter auszubilden und zu perfektionieren.“

Und das macht er wirklich

„sehr, sehr gut.“ Schließlich stellt sich

der Trainer schnell auf die verschiedenen

Leistungsebenen ein und vermittelt

für die jeweilige Leistungsstärke das

passende Wissen. Da zeigte sich nicht

nur der 1. Vorsitzende begeistert: „In

der ersten Gruppe waren das S-Reiter

mit Christopher Sladowski und Silke

Kröckel, jetzt sind unsere Nachwuchskids

an der Reihe, die in E starten und

das ist für ihn kein Problem. Er überfordert

die jungen Reiter nicht und

weist auch ausdrücklich darauf hin,

‚wenn Euch etwas zu schwierig oder

unverständlich vorkommt, sofort sagen’.

Und das ist ganz, ganz wichtig.

Den Kleinen muss es Spaß machen, die

müssen hier mit Freude rausgehen und

sagen, ‚oh, ich hab’ was dazugelernt’.“

44

Aus- und Fortbildung

Dietmar Koch zu Gast beim RC Braunschweig-Lehndorf e.V.

„Das Pferd stellt den Anspruch an den Reiter“

Dieses Ziel wurde auf jeden Fall erreicht.

Denn nicht nur Franzi Dose kam

mit einem Strahlen aus der 1. Stunde.

„Es hat viel Spaß gemacht. Das war

wirklich toller Unterricht, man lernt

sehr, sehr viel. Ich finde die Art und

Weise, wie er Unterricht macht sehr

toll, weil er sehr ruhig unterrichtet, sehr

besonnen und man lernt sehr viel, das

ist einfach top.“ Auch die Zuschauer

zeigten sich begeistert: „Ich finde,

dass Herr Koch exzellenten Unterricht

macht, abwechslungsreichen Unterricht.

Er lässt die Kinder aus den

Wendungen springen, was ja nicht einfach

ist, er erklärt die Distanzen sehr

gut, er erklärt wie viel Galoppsprünge

sein müssen... Das bekommt man im

‚normalen’ Unterricht ja so aufgebaut

und dann wird das gesprungen. Da

fehlen dann natürlich die expliziten

Erklärungen. Ich finde, dass das ein

sehr lehrreicher Lehrgang ist, wir sind

sehr zufrieden“, schwärmt z.B. Simone

Hoffmann.

Und auch Dietmar Koch zeigte sich

begeistert: „Es ist schön, dass ich hier

auf so einer schönen Anlage einen

Lehrgang geben kann. Ich hab’ jetzt

die ersten 2 Gruppen gehabt und das

ging hervorragend.“ Dabei hätten die

Gruppen nicht unterschiedlicher sein

können. Denn während sich in der 1.

Gruppe die bereits in Springen bis zur

Klasse S erfahrenen

Christopher Sladowski

und Silke

Kröckel, Tipps für

die weitere Arbeit

mit ihren Pferden

holten, handelte

es sich danach um

Ponygruppe mit jungen

Kindern. „Ich

muss sagen, was

schon mal positiv

ist, die kamen hier

rein und alles war

ordentlich. Die Ponys

waren ordentlich

gesattelt, sehr schön

gepflegt, alles sauber,

die Stiefel geputzt.

Das finde ich

wichtig und das ist hier gegeben“, lobte

Koch und fügte hinzu: „Die Kinder haben

auch schon eine gute Grundausbildung,

weil sie die Dinge, die ich jetzt

abgefragt habe, gut umgesetzt haben,

sehr konzentriert waren. Das macht mir

natürlich Spaß. Und wenn man schon

merkt, dass die Reiter bei der Sache

sind und dass sie schon von Anfang an,

auch wenn sie noch so jung sind, eine

gute Vorausbildung haben, dann ist das

natürlich einfacher.“

So kam die Antwort auf die Frage was

ihm bei seinen Lehrgängen wichtig

ist, auch prompt. „Also, im Grunde

genommen kommt es mir jetzt darauf

an, die technischen Sachen so ein bisschen

abzufragen. So ein bisschen das

Grundwissen, was zum Springen dazu

gehört. D.h. kennen sich die Kinder

schon mit Distanzen aus, wissen sie

wie viele Galoppsprünge bei wie vielen

Metern geritten werden. Es ist wichtig,

dass sie die Wege einhalten, sauer von

Sprung zu Sprung reiten. Dass sie nicht

einfach die Pferde in die Bahn rennen

lassen, wie die Pferde das möchten,

sondern dass sie selbst den Weg bestimmen.

Dass sie in der Lage sind, am

Sprung passend mitzugehen, im richtigen

Moment auch schon erkennen

können, springt mein Pferd jetzt ab,

auch wenn’s ein bisschen größer ist?

Denn diese Dinge sind sehr wichtig,

Georg 6-19.indd 44 02.12.19 11:15


Aus- und Fortbildung

wenn man nachher höher springen

möchte, dass man seinem Pferd auch

die Möglichkeit gibt, das gut zu

schaffen.“ Dabei geht Dietmar Koch

auch immer auf das jeweilige Pferd

ein. Denn er weiß: „Das ist ja immer

pferdeabhängig. Habe ich ein sehr

geschicktes, ehrgeiziges Pferd, der

kann mit Sicherheit mehr machen, als

ein Pferd, das vielleicht vom Talent

her nicht so begünstigt ist. Das Pferd

stellt den Anspruch an den Reiter.“ So

sagt er seinen Schülern auch nicht „Du

musst das so und so machen’, weil ich

das gerne so sehe, sondern man muss

das für das entsprechende Pferd gut

machen. Dann hat man auch Erfolg

und die Pferde laufen auch freudiger

und länger. Man hört ja öfter, dass

die Reiter sagen, ‚ja, der hätte doch

noch...’, normalerweise muss man sagen

‚ich hätte noch besser reiten müssen

und dann wäre es wahrscheinlich

auch gegangen’. Also, erst einmal den

Fehler beim Reiter suchen. Außerdem

muss ich den Anspruch der Leistung

am Reiter und am Pferd festmachen

und nicht wenn man selbst sehr motiviert

ist, sagen ich möchte höher

und höher, obwohl das Pferd das nicht

kann. Ich muss als Reiter auch in der

Lage zu sagen, , gut, mehr geht leider

nicht, das ist das Optimum und dann

muss man es auch gut sein lassen. Das

gehört genauso dazu!“

Doch Koch betont auch, dass er als

Trainer nur Tipps und Hinweise geben

kann und auch darauf angewiesen ist,

dass alle mitmachen. „Dass die Eltern

das unterstützen und sagen ,wenn

der Mann das sagt, wäre es schlau,

wenn man das beherzigt’. Und ich als

Trainer möchte natürlich auch gerne

Schüler haben, die gut sind uns sich

nach oben weiter entwickeln, aber

es muss alles zusammen passen. Das

Pferd muss passen, der Reiter muss

passen und dann geht das!“

Text und Fotos: K.B.

Dietmar Koch mit Amelie Vierke, Margarita Hilger und Viktoria Hilger

45

Georg 6-19.indd 45 02.12.19 11:15


Viele Gründe gab es in diesem Jahr zur

Hengstparade nach Neustadt/ Dosse

ins Haupt- u. Landgestüt zu reisen.

Beginnen wir einfach mit der immer

wieder interessanten Generalprobe

am Donnerstag, zu der jeder, der Zeit

und Lust hat, vorbeikommen kann.

Da bekommt man schon einmal einen

Eindruck, welch ein Aufwand, welche

Arbeit dahintersteckt, bevor so ein

4-stündiges Programm über die Bühne

gehen kann. In diesem Jahr war es

besonders wichtig, die Pferde an die

Livemusik des Landespolizeiorchesters

Mecklenburg-Vorpommern zu

gewöhnen, die den Hengstparaden

noch ein I- Tüpfelchen an Stimmung

verliehen haben.

Freitag morgens ging es dann zur

Anlieferung etlicher Junghengste zu

einem 14-Tagetest. Gesundheitscheck,

vortraben und vorreiten und wenn

alles in Ordnung ist, zulassen. Dann

heißt es für die Besitzer hoffen, dass

Zucht

Reise ins Sanssouci der Pferde nach Neustadt/Dosse

ihr Youngster sich in diesen 14 Tagen

als Musterschüler präsentiert und mit

guten Noten abschließt.

Ein besonderes Highlight war das

kleine Konzert im alten Beschälerstall,

den ich vor vielen Jahren noch mit

Pferden erlebt habe. In diesem schönen

Ambiente spielte das Neuruppiner

Jugendorchester Stücke aus Mozarts

Zauberflöte. Übrigens kann man in

diesem wunderschön restaurierten

Ambiente auch heiraten.

Eine große Ausstellermeile, Gestütsführungen

und Kremserfahrten lockten

am Samstag ab 10 Uhr schon viele

Schaulustige zur Hengstparade. Auch

die Ställe konnten besichtigt werden

und der eine oder andere stattete seinem

Lieblingshengst einen Besuch ab.

Brandenburgs Landwirtschaftsminister

Jörg Vogelsänger ließ es sich nicht

nehmen der Buchpräsentation des

berührenden Fotobandes „Edle Pferde

an der Dosse“, der

in einer kleinen

Feierstunde vor der

ersten Hengstparade

vorgestellt wurde,

teilzunehmen. Die

Pferdemalerin

Jana Harder aus

Großderschau hat

den Jahresablauf

in den Neustädter

Gestüten in

eindrucksvollen

Bildern festgehalten

und der Verein der Freunde und Förderer

des Haupt- u. Landgestüts Neustadt/

Dosse e. V. hat das Projekt als Herausgeber

unterstützt. Ein Buch, das Pferdefreunde

unbedingt besitzen sollten!

Doch Punkt 13 Uhr eröffnete dann

der Fanfarenzug ein 4-stündiges

Hengstparadeprogramm vom Feinsten!

Ein bunter Wechsel aus Aktion,

Traditionsschaubildern oder

züchterischer Information. Da war

für jeden etwas dabei. GOW Michael

Düsedau mit seiner ungarischen Post

mit 5 Pferden, die Elitestuten mit einer

Fahrquadrille vom Einspänner bis zum

Vierspänner oder die spektakuläre

Springquadrille, bei der Neustadts

Hengste buchstäblich durchs Feuer

springen. Das Pferdestuntteam

Comanchen begeisterte mit

atembraubender Akrobatik zu Pferde,

fetzig ging es auch im Kegelparcours

der Shetlandponyvierspänner des

Krumker Reit u. Fahrvereins zu.

Aus der Uckermark war das Team

Kaufmann mit seinen beeindruckenden

Kaltblütern angereist. 42 Schüler der

Prinz von Homburgschule in einer

Quadrille, das muss man einfach mal

gesehen haben.

Für Züchter immer wieder interessant

die Vorstellung der Neustädter

Landbeschäler. Vom Youngster wie

dem ‚Quaterback’-Sohn ‚Quinoa’ oder

‚Vasco da Gama’ v. ‚Van Vivaldi’,

die Championatspferde ‚Destar’ v.

‚Descolari’, ‚Dantes Stern’ v. ‚Dante

Weltino’ oder ‚Damontez’ v. ‚Damon

Ungarische Post

46

Springquadrille

‚Quaterback’

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Zucht

Shetlandponyvierspänner des RFV Krumke

Hill’ und ‚Don Royal’ v. ‚Don Juan

de Hus’ - sie alle wussten zu gefallen.

Doch einer durfte natürlich nicht

fehlen! Aus der Passage an der

Hand, die überaus raumgreifenden

Bewegungen als spektakulärer

Aktionstraber entwickelt und von Jonas

Böhm super vorgestellt, kam er daher:

‚Quaterback’ v. ‚Quaterman’ - nach wie

vor unbestrittener Star der Neustädter

Gestüte.

21 Jahre jung und Vater zweier

Weltmeister (‚Asha P’, Vielseitigkeit

und ‚Alice’, Springen) auch der

Holsteiner ‚Askari’ v. ‚Acord II’ durfte

nicht fehlen und präsentierte sich, zwar

mit grauen Schläfen, doch immer noch

energisch unter dem Sattel. Er leitete

über zu einer Gruppe interessanter

Springhengste wie ‚Call Me Crazy’,

‚Cocobell’ oder ‚Cornetino’.

‚Edwin II’ und ‚Roosje van Ravensteyn’ siegten

in der Kaltblutleistungsprüfung

Erstmals fand in diesem Jahr die

Leistungsprüfung des Stammbuches

für Kaltblutpferde Niedersachsen e.

V. im Landgestüt Celle statt. Der erste

Vorsitzende Dr. Uwe Clar konnte

zahlreiche Zuschauer am Rand des

ehrwürdigen Paradeplatzes begrüßen.

Den Richtern Karla Ebert, Lemgo,

Eduard Laukotka, Handeloh und

Fremdfahrer Klaus-Dieter Gärtner,

Hansen, stellten sich 4 Hengste und 4

Stuten zur Beurteilung vor.

In drei Prüfungsteilen, dem

dressurmäßigen Fahren vor einem

Wagen, dem Ziehen eines 7 m

langen Baumstammes und vor dem

Zugschlitten mussten die Prüflinge

ihre Arbeitstauglichkeit unter Beweis

Freilaufende Stuten mit ihren Fohlen

sind immer wieder ein schönes Bild und

wenn die wunderschöne Schimmelstute

‚Philharmonie’, die Mutter des

‚Belantis’, vorneweg läuft, ist es noch

einmal ein besonderer Hingucker.

Nach der Pause wird er immer

mit Spannung erwartet: Neustadts

Mehrspänner, in diesem Jahr mit 12

Stuten, meisterlich präsentiert von

Obersattelmeister Rainer Stübing.

Ein wenig Wehmut kommt da schon

auf, denn im kommenden Jahr wird

Rainer Stübing in den wohlverdienten

Ruhestand wechseln und man kann

nur hoffen, dass es gelingt, einen

Nachfolger zu finden.

24 Hengste in vier Regimentern (Garde

du Corps, Ulanen, Ziethen Husaren

und Dragoner) unter Leitung von

Hengstprüfungsmeister Heiko Brehmer

stellen. Die ersten beiden Teile fanden

auf dem Paradeplatz statt, während

der Zugschlitten

um die Aschenbahn

gezogen werden

musste.

Platz 1 bei den

Hengsten mit

einer Endnote von

8,16 erreichte der

ausdrucksstarke

‚Erdinger Gold’-

Sohn ‚Edwin II’

aus der Zucht

der ZG Biegel

in Harsewinkel.

Sorgfältig hatte

Gestütsoberwärter

Rasante Römerwagen

auf ‚Cloud Number Nine’ marschieren

auf zur großen Dressurquadrille, bevor

tempogeladen mit rumpelnden Rädern

die Römerwagen das Publikum

verabschieden. Doch ganz so

schnell geht man bei dem herrlichen

Spätsommerwetter noch nicht heim,

flaniert noch ein wenig und genießt all

die kulinarischen Köstlichkeiten die

angeboten werden.

Mich zieht es zum Abschluss allerdings

zum sogenannten Trakehnerschuppen,

wo die Stammstute ‚Poesie’, heute 27

Jahre mit einer Stutenfreundin ihren

Altersitz bezogen hat. Weiter geht es

noch einmal zu den Jungpferdeweiden,

den Hengsten beim abendlichen Spiel

zuzuschauen und dabei die unendliche

Weite mit den Rufen der Kraniche im

Hintergrund zu genießen.

Text und Fotos: Marianne Schwöbel

Jan Bogun den 3-jährigen

Landbeschäler des niedersächsischen

‚Edwin II’

47

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Zucht

‚Valegro’

‚Roosje van Ravensteyn’

Landgestüts Celle vorbereitet. Klaus-

Dieter Gärtner als Fremdfahrer zeigte

sich sehr angetan und vergab für die

Fahranlage eine 8,5.

Mit der identischen Wertnote von

7,23 platzierten sich der süddeutsche

Kaltblüter ‚Valegro’ v. ‚Veron’ (B:

Familie Oltmanns, Moormerland) und

das Schwarzwälder

Kaltblut ‚Mentor’ v.

‚Moreno’ (B.: Ralf

u. Jonas Bartels, Katensen)

auf Rang 2.

Doch auch in

diesem Jahr hieß es

„Ladies first“, denn

die ersten 3 Stuten

erhielten alle eine

Endnote über 8,0!

Kerstin Berner,

Hohenaverbergen

hatte die 8-jährige

‚Roosje van Ravensteyn’ v. ‚Circle W

Maxamillion’ für Familie zum Berge

vorbereitet und sie sehr souverän vorgestellt.

Die imposante belgische Kaltblutstute

und ihre Ausbilderin wurden

für ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit einer 8,4 belohnt und Fremdfahrer

Gärtner unterstrich die gute Fahr-

‚Rubina’

eigenschaft noch mit einer weiteren 8,5.

‚Rubina’ v. ‚Don Olewo’, die

Nummer 2 musste sich mit einer

8,38 nur knapp geschlagen geben.

In allen Prüfungsteilen zeigte diese

Schwarzwälder Fuchsstute, von

Stefan Dingel, Winsen ausgebildet

und vorgestellt, die gleichmäßigste

Leistung in allen 3 Prüfungsteilen.

Wie die Mutter so die Tochter, könnte

man den 3. Platz überschreiben. Die

3-jährige ‚Rosalie’ v. ‚Exakt’ aus der

oben beschriebenen ‚Roosje’ erreichte

eine 8,1 als Endnote und erhielt die

höchste Interieurnote des Tages (8.93)

Jan zum Berge, Bad Fallingbostel

stellte diese Stute aus der Zucht der

Familie zum Berge vor.

Bei der Ergebnisbesprechung hieß es

„Jugend vor“ und so konnte Kilian

zum Berge stolz den Pokal für die beste

Stute entgegennehmen. Den Pokal für

den besten Hengst nahm Jan Bogun für

das Landgestüt Celle entgegen.

Richter Laukotka zeigte sich erfreut

die Pferde immer besser ausgerüstet zu

sehen. Er empfahl aber einigen, doch

für die Arbeit am Zugschlitten und

vor der Langholzstange am Geschirr

sogenannte Strangträger zu verwenden,

um ein Übertreten über die Stränge

zu verhindern. Karla Ebert lobte noch

einmal die hervorragende Vorbereitung

der Prüfung durch die Mitarbeiter des

Landgestüts. Gerade die Arbeit mit dem

Zugschlitten sei auf der Aschenbahn

aufgrund der Nähe deutlich besser zu

beurteilen. Und so ist festzustellen, dass

die Premiere im Landgestüt selbst als

gelungen bezeichnet werden konnte.

Text und Fotos: Marianne Schwöbel

48

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Vollblut für die Vielseitigkeit

Hannoveraner Stute des Jahres: ‚Havanna’

‚Havanna’, die Tochter des Vollblüters

‚Heraldik xx’, ist Hannoveraner Stute

des Jahres. Aus einer ‚Ramiro’-Mutter

zogen Sabine und Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff

die 2001 geborene

Schimmelstute. Ihr Sohn ‚fischer-

Chipmunk FRH’ ist mit Michael Jung

Mannschaftseuropameister und Vize-Europameister

in der Vielseitigkeit.

In der ausverkauften Niedersachsenhalle

wurde ‚Havannas’ Züchter geehrt.

Am 23. Februar 2001 kam ‚Havanna’

zur Welt. Bereits seit vielen Generationen

pflegt die Familie Meyer-Kulenkampff

den Stamm der ‚Farina’ in ihrem

Stall. Die ersten Ahnen dieses Stammes

kamen vor mehreren Jahrzehnten auf

den Hof. Mit dem Vollblüter ‚Heraldik

xx’ hat ‚Havanna’ einen Vielseitigkeitsvererber

par Excellence zum Vater.

Muttervater ‚Ramiro’ ist auch der Vater

der weltberühmten ‚Ratina Z’, die

mit Piet Raymakers und Ludger Beerbaum

die Championate dieser Welt eroberte.

Auf der Mutterseite findet sich

außerdem ‚First Gotthard’, der auf die

hannoversche Springpferdevererberlegende

‚Gotthard’ zurückgeht. 12 Fohlen

brachte ‚Havanna’ bislang zur Welt,

7 davon bei ihrem jetzigen Besitzer

Wolfgang Lutz in Völkersen.

Bildrechte ungeklärt, da nicht rekonstruierbar.

Zucht

Besonders die Anpaarung mit ‚Contendro’

hat sich bewährt. Alle 5 Fohlen

der ‚Havanna’, die bei dem Mediziner

in Behlmer zur Welt kamen, stammen

von dem schwarzbraunen Springpferdevererber

ab. Weitere 4 Mal wiederholte

Wolfgang Lutz diese Anpaarung.

3 weitere Fohlen haben die Hengste

‚Stakkato’, ‚Graf Top’ und ‚Buckingham’

zum Vater. Der 2008 geborene

‚Contendro’-Sohn ‚fischerChipmunk

FRH’ ist der wohl bekannteste Nachkomme

der ‚Havanna’. Seit Anfang

des Jahres startet er unter dem Sattel

von Michael Jung. Die Erfolge mit

dem Weltmeisters und Olympiasieger

brachten ihm die Auszeichnung als

weltweit bestes Vielseitigkeitspferd der

Saison 2018/19 im WBFSH-Ranking

ein. Ausgebildet wurde der 11-jährige

von Julia Krajewski. 4-jährig hatte

ihr der Züchter den Wallach zur Verfügung

gestellt. 2015 gewann das Paar

das Bundeschampionat der 5-jährigen

Vielseitigkeitspferde. 2018 feierten die

beiden ihre größten Triumphe. Mit dem

Sieg des CICO*** Aachen im Gepäck

reisten sie zur Weltmeisterschaft nach

Tryon/USA.

Ein weiterer championatserfahrener

‚Contendro’-Nachkomme der ‚Havanna’

ist ‚Campino’. Das erstgeborene

Fohlen der Schimmelstute placierte

sich 2014 bei den Deutschen Meisterschaften

der Jungen Reiter in der Vielseitigkeit

unter Rebecca Engel. Mit

dem 4-jährigen ‚ChinTonic’ hat Julia

Krajewski einen Vollbruder von ‚fischerChipmunk

FRH’ im Stall, auf den

sie große Hoffnungen für die Zukunft

setzt. Der 2015 bei Wolfgang Lutz geborene

Dunkelbraune wurde über die

Verdener Fohlenauktion an Burkhard

Wahler verkauft. Das erste Fohlen,

das in Völkersen geboren wurde, ist

Hann.Pr.St. ‚Spicy Girl’ v. ‚Stakkato’.

Sie war nicht nur hochplatziert beim

Freispringwettbewerb des Programms

Hannoveraner Springpferdezucht, sondern

wurde auch bei der Herwart von

der Decken-Schau prämiert.

Foto: Hannoveraner Verband

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Das Geheimnis ist gelüftet: Der

Celler Landbeschäler ‚Stolzenberg’ ist

Hannoveraner Hengst des Jahres. Im

Schauprogramm der Hengstkörung

hatte der Schwarzbraune seinen großen

Auftritt. In der Niedersachsenalle hatte

er bereits als Springsiegerhengst seiner

Körung und als Grande-Preisträger

den Beifall und die Anerkennung des

Publikums genossen.

Den Erfolg von ‚Stolzenberg’ konnte

sein Züchter Gerd Odlozinski nicht

mehr miterleben, er verstarb im

vergangenen Jahr. In der Karriere

des Celler Landbeschälers reiht sich

Erfolg an Erfolg. 2001 wurde der

‚Stakkato’/,Sandro’-Sohn aus dem

Stamm der ‚Nachbarin I’ bei Gerd

Odlozinski in Luttmersen geboren.

Bei seiner Körung wurde er als bester

Springhengst der Körung in Verden

gefeiert und zog als Reservesieger

in das Landgestüt Celle ein. Auch

bei seiner Hengstleistungsprüfung in

Adelheidsdorf führte er das Feld an

und kam auf einen imponierenden

Springindex von 141,88 Punkten. Als

einer der begehrtesten ‚Stakkato’-

Nachkommen kam der Dunkelbraune

in Celle in den Deckeinsatz und

wurde mit Hauptsattelmeister Joachim

Winter eines der erfolgreichsten

Parcourstalente seines Jahrganges. Die

beiden feierten insgesamt über 80 Siege

von A bis S in ihrer 8 Jahre langen

gemeinsamen Karriere. Vor 8 Jahren

stand ‚Stolzenberg’ schon einmal im

Rampenlicht der Niedersachsenhalle,

damals wurde er mit dem ‚Grande’-

Preis ausgezeichnet. Schon sein Vater

‚Stakkato’ war 2007 Hannoveraner

Hengst des Jahres.

Zucht

Hannoverener Hengst des Jahres

Immer wieder ‚Stolzenberg’

Die sportlichen

Ambitionen hat

‚Stolzenberg’ seinen

Nachkommen

mitgegeben. 469

Nachkommen

sorgen auf den

Turnierplätzen der

Welt für Ruhm

und Ehre. Auf

internationalem

Parkett mischen

die ehemaligen

V e r d e n e r

Auktionspferde

‚Hello Shelby’

mit Scott Brash

und ‚Salt’n Peppa’

mit Hall McAteer

oder ‚Gain Line’

mit Abdullah

Alsharbatly und

‚BSC Skipper’ mit

Holger Wulschner

ganz vorne mit

und haben ihren

Vater unter die

Top 50 der besten

Springvererber

weltweit im

WBFSH-Ranking

des vergangenen

Jahres katapultiert.

Für einen

überragenden

Zuchtwert im

Springen von

149 Indexpunkten sorgen seine

hochtalentierten Töchter, von denen

33 mit der Staatsprämie ausgezeichnet

wurden. 11 seiner Söhne sind in das

Hengstbuch I des Hannoveraner

Verbandes eingetragen.

Gemeinsam mit der R+V/Vereinigte Tierversicherung

zeichnet der Hannoveraner Verband seit 1992 einen

bedeutenden Hannoveraner Hengst aus. Neben einem

hochdotierten Scheck erhält der Züchter ein wertvolles

Ölgemälde aus dem Atelier von Manfred Busemann.

Die Züchter sind sich einig: Vermögen,

Härte und Leistungsbereitschaft sind

die Qualitäten, die der Hengst des

Jahres 2019, ‚Stolzenberg’, seinen

Nachkommen mitgibt.

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Die Bücherecke

Edle Pferde an der Dosse -

Das perfekte Weihnachtsgeschenk

für Pferdefreunde

Sind Sie auf der Suche nach einem

Weihnachtsgeschenk für Pferdefreunde,

so kann man nur den Fotobildband „

Edle Pferde an der Dosse“ empfehlen.

Er bietet liebevolle Einblicke in die

Pferdewelt des Haupt und Landgestütes

an der Dosse.

Die bekannte Pferdemalerin Jana

Harder hat hier einmal nicht zum Pinsel,

sondern zur Kamera gegriffen und den

Jahresablauf mit sehr anrührenden,

stimmungsvollen Bildern und

einfühlsamen Texten dokumentiert.

Ein Buch zum Genießen. Gerade zur

Weihnachtszeit, sich gemütlich an den

Kamin zu setzen und sich an all diesen

wunderschönen Bildern erfreuen.

Jana Harder nimmt uns mit in eine

traumhafte Landschaft, lässt uns

Einblick nehmen mit Bildern hinter den

Kulissen. Man erfährt einiges über den

Alltag und die besonderen Momente

zwischen Mensch und Tier.

Herausgegeben wird dieser 300 seitige

Bildband vom Verein der Freunde und

Förderer des Brandenburgischen Hauptund

Landgestüts Neustadt(Dosse).

Erhältlich ist das Buch unter

www.freunde-neustaedter-gestuete.de

oder im Buchhandel unter der ISBN

978-3-00-063232-7 zum Preis von

25,00 Euro.

Buch- und Kalendervorstellungen

Neues von wehorse

Die beliebten Ausbilder Dr. Britta

Schöffmann und Sybille Wiemer haben

zusammen mit wehorse wahre

Meisterwerke geschaffen.

„Wendungen um Vor- und Hinterhand“

und „Neue Wege der Sitzschulung“

sind praktische Ratgeber für jeden

Reiter oder Ausbilder und nicht zuletzt

perfekte Weihnachtsgeschenke!

Reiten gut erklärt, Teil 8:

Wendungen um Vor- und Hinterhand

mit Dr. Britta Schöffmann

Das Reiten der meisten Wendungen um

die Vor- und um die Hinterhand gehört

zur Ausbildung eines Dressurpferdes

ebenso dazu wie zu der eines

Freizeitpferdes. Während die meisten

dieser Übungen aus dem Halt oder dem

Schritt gerittene Richtungswechsel

sind, fallen die Galopp-Pirouetten

ein wenig aus dem Rahmen. Denn

sie erfordern bereits viel Können und

Erfahrung vom Reiter und eine gute

Versammlungsfähigkeit vom Pferd.

Nicht jeder wird diese schwerste aller

Wendungen schaffen - der Weg dorthin

über Vor- und Hinterhandwendung

sowie Kurzkehrt und Schrittpirouette

schult aber die Koordination von Pferd

und Reiter und bringt jede Menge Spaß.

Sprache: Deutsch

Preis: 34,90 EuroArtikel-Nr.: 300260

Neue Wege der Sitzschulung

mit Sibylle Wiemer

Ein geschmeidiger Sitz ist

ausschlaggebend für gutes Reiten.

Die üblichen Anweisungen wie „Bein

lang!“, „Hände aufrecht!“ oder „Sitz

gerade“ helfen häufig nicht. Eine

bessere Körperwahrnehmung und

ein feineres Gespür für die eigenen

Bewegungen sind der Schlüssel zu

einem guten, korrekten Reitersitz.

Wie Du zu diesem Körpergefühl

gelangst, vermittelt Sibylle Wiemer in

diesem Film. Sie stellt Dir die bunten

Bälle, Rollen, Schwämme und Bänder

aus der Franklin-Methode® vor und

erklärt, wie diese vielfach bewährten

Tools auf Deinen Körper wirken. Das

Beste ist: Diese Art der Sitzschulung

macht Spaß! Erfahre Freude an der

Bewegung und Spaß an einer Vielfalt

verschiedener Übungen. Fast von

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den Bewegungen deines Pferdes

geschmeidiger folgen und so deine

Einwirkungen verfeinern.

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Hinter den Kulissen laufen sie schon

länger - die Vorbereitungen für die 45.

VER-Dinale. Vom 30. Januar bis 2. Februar

2020 öffnen sich erneut die Tore

der Verdener Niedersachsenhalle für

das traditionelle Reitturnier, welches

in ehrenamtlicher Arbeit vom Rennverein

Verden e.V. und vom Reitverein

Graf von Schmettow e.V. organisiert

wird. Neu in diesem Jahr ist dabei die

Hengstpräsentation des Celler Landgestüts,

welche erstmalig am Sonntagnachmittag

den Abschluss des viertägigen

Turniers darstellen wird.

Spannung beim Showwettkampf

der Reitvereine am Freitag

Seit der Premiere im Jahr 2017 hat sich

der Showwettkampf der Reitvereine

auf der VER-Dinale schnell zum Publikumsliebling

entwickelt: Fast 2.500 Zuschauer

verfolgen Jahr für Jahr live in

Vorschau

4 Tage Spitzensport und Show: Die VER-Dinale 2020 kündigt sich an

Neu: Hengstpräsentation vom Landgestüt Celle

am Sonntag

Verden, welche Schaubilder anlässlich

dieses ganz besonderen Abends präsentiert

werden. Auch auf der VER-Dinale

2020 ist der Showwettkampf der

Reitvereine, für welchen sich Vereine

aus den Pferdesportverbänden Hannover,

Weser-Ems und Bremen anmelden

dürfen, deshalb ein fester Programmteil

am Freitagabend.

An diesem Abend gestalten die Reitvereine

ein pferdebezogenes Schaubild,

welches schlussendlich das Publikum

und eine Prominentenjury

begeistern soll. Auch für das Jahr 2020

können sich die Gäste der VER-Dinale

wieder auf einen bunten Abend freuen:

Obwohl die Anmeldefrist noch bis zum

16. Dezember 2019 läuft, sind bereits

in kürzester Zeit zahlreiche Anmeldungen

beim Veranstalter eingegangen.

Nach jedem Auftritt wird eine Prominentenjury

mit einer Skala von 0 bis

10 Punkten festlegen, welches Team

am Ende den Sieg mit nach Hause nehmen

darf. Auch das Publikum kann an

diesem Abend mitbestimmen: Über

eine Lautstärkemessung wird der Publikumssieger

gekürt. „Im Jahr 2019

haben die Vereine wieder einen tollen

Abend auf die Beine gestellt. Nahezu

alle Disziplinen des Reitsports wurden

in ruhigen wie auch schnellen, lauten

Auftritten gezeigt. Es ist jedes Jahr

wieder sehr beeindruckend, was die

teilnehmenden Reitvereine in stundenlanger

und ehrenamtlicher Arbeit vorbereiten.

Wir freuen uns bereits sehr

auf diesen Abend“, betont Turnierleiter

Kurt-Henning Meyer.

Hier erhältlich:

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Wittingen

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Pferdezucht und Pferdesport

an einem Ort

Seit vielen Jahren bietet die VER-Dinale

zudem der Pferdezucht im Rahmen

einer Hengstvorführung einen Schau-

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25365 Klein Offenseth-Sparrieshoop • Rosenstraße 9 • 04121 804-0 • Fax 04121 804-10 • www.salvana-pferde.de • info@salvana-pferde.de

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S:\Marketing\Bilder & Grafiken\Anzeigen\regional\Pferde\Anzeige_Der_Kleine_Georg\Getreidefrei\der-kleine-georg_191x138_getreidefrei • 13. November 2019, 3:24 nachm.

Georg 6-19.indd 54 02.12.19 11:15


Vorschau

platz. Dieser wird im Jahr 2020 noch

mehr in den Mittelpunkt des viertägigen

nationalen Reitturniers rücken und zur

„Prime-Time“ am Sonntagnachmittag,

den 2. Februar 2020, stattfinden. Präsentieren

werden sich die zahlreichen

Hengste des Landgestüts Celle sowie

der angeschlossenen Partnerstationen.

„Wir freuen uns sehr, unsere zuvor

langjährig geführte Kooperation mit

dem Landgestüt Celle pünktlich zum

45-jährigen Turnierjubiläum erneut ins

Leben zu rufen“, sagt Maximilian Geßner,

Vorstandsmitglied des Verdener

Rennvereins. Bereits vor Beginn der

Hengstvorführung können die Hengste

des Landgestüts in den Stallungen angeschaut

werden. Die Hengstpräsentation

des Celler Landgestüts bildet

damit den Abschluss des viertägigen

Reitturniers.

Sportliche Highlights

am Wochenende

in das Geschehen

der VER-Dinale

ein, also einen Tag

früher als noch im

Vorjahr. Zur Gewöhnung

der Pferde

an die Niedersachsenhalle

dürfen

die teilnehmenden

Springpferde am

Donnerstagnachmittag

bereits vor der

ersten Qualifikation

der Youngster Tour

im Rahmen eines

„Warming-Up’s“ in

der Prüfungshalle

trainiert werden.

Der Freitag auf der

VER-Dinale ist geprägt

durch Springprüfungen

der Klassen M** und S*

sowie den großen Showwettkampf der

Reitvereine am Abend.

Sara Karstens (‚Crazy Hardbreaker SP WE’) ist

Bundesnachwuchschampioness der Ponyreiter 2019

es beim Indoor-Speed-Derby am Samstagabend.

Diese Zeitspringprüfung der

Klasse S* geht durch zwei Reithallen

und über naturähnliche Hindernisse.

Bevor sich jedoch die Hengste des

Celler Landgestüts präsentieren, ist

die VER-Dinale der Schauplatz für

17 Dressur- und Springprüfungen bis

zur schweren Klasse. Den Anfang des

4-tägigen Reitturniers bilden am Donnerstag

Junioren und Junge Reiter in

Dressurprüfungen der Klasse M**

und S*. Auch die Springreiter greifen

im Jahr 2020 bereits am Donnerstag

Spitzensport in Dressur und Springen

wird am Wochenende der VER-Dinale

erwartet. Highlights sind dabei die

Grand Prix Kür am Samstagabend,

das Bundesnachwuchschampionat

der Ponyspringreiter am Sonntagmittag

sowie der große Preis der Verdener

Wirtschaft, eine Springprüfung

der Klasse S*** mit Siegerrunde, am

Sonntagnachmittag. Rasante Ritte gibt

Eintrittskarten sind ab sofort erwerbbar.

Weitere Informationen zur VER-Dinale

gibt es unter www.ver-dinale.de oder

auf der Facebook- und Instagram Seite

der VER-Dinale.

Sarah Tietjen

Fotos: Walburga Schmidt

Hendrik Sosath (hier auf ,Lady Cadora OLD’) war 2019

im Speed-Derby nicht zu schlagen

Niels Kersten und ‚Can win’ sicherten sich 2019 den Sieg

im Großen Preis

55

Georg 6-19.indd 55 02.12.19 11:15


Der Braunschweig CLASSICO zählt

seit 18 Jahren zu den attraktivsten

Hallenreitturnieren Deutschlands.

Dabei steht das internationale Turnier

seit Jahren für hochkarätigen Reitsport

in der VW Halle in Braunschweig.

Das Reitsportevent findet nächstes

Jahr vom 05. - 08.03.2020 statt

und nirgendwo sonst steht die

gesamte Springsportpalette bei

einem einzigen Turnier auf dem

Programm: Deutschlands beste

Nachwuchsreiter gehen im Finale

des Bundesnachwuchs-Championats,

initiiert von Hans Günter Winkler, an

den Start. Die besten U25-Springreiter

messen sich in Deutschlands U25-

Springpokal, der 2020 wieder zurück

in der Volkswagen Halle ist. Regionale

Größen kämpfen im Championat der

Landesmeister und in der Deutschen

Meisterschaft der Landesverbände um

Ehre und Titel. Die besten nationalen

und internationalen Athleten springen

in den 4 Weltranglisten-Springen

Achtung:

um Punkte und

Preisgelder. Und in

der finalen Prüfung

für die besten

internationalen

Nachwuchspferde

wurde das Preisgeld

auf 25.000,00 Euro

aufgestockt. Das ist

ein klares Zeichen:

die Youngster von

heute sind die

Weltmeister von morgen.

Das einzigartige sportliche Konzept

rund um den Spitzenreitsport begeistert

jedes Jahr zahlreiche Zuschauer.

In 2019 bejubelten

mehr als 25.000

Zuschauer die internationalen

Topreiter

und ihre Pferde.

Doch neben

Weltklasse-Sport

auf 3-Sterne

Niveau bietet das

Programm auch

abwechslungsreiche

Showauftritte und

eine einladende

Ausstellung,

abendliche

Partys und das

typische familiäre

CLASSICO-Flair

laden zum Shoppen

und Genießen ein.

DER KLEINE GEORG verlost

1 x 2 Karten für Freitag und 1 x 2 Karten für Sonntag.

Wer Braunschweig Classico live erleben möchte, schickt

den Antwortcoupon bis zum 27.02.2020 (Poststempel) an

DER KLEINE GEORG

Greifswaldstraße 55

38124 Braunschweig

Vorschau

Die gesamte Springsportpalette

präsentiert sich in der VW-Halle

Name:

Straße:

Plz., Ort:

Telefon:

Seien Sie dabei, wenn Tradition und

Emotionen aufeinandertreffen und im

Hexenkessel der Volkswagen Halle die

Reiterelite im Parcours ihr Können beweist.

Die Sieger im Großen Preis 2019:

Christian Kuckuk und ,Lacasino‘

Foto: ACP Andreas Pantel

Foto: Katarina Blasig

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass nur

der hier abgedruckte Antwortcoupon an der Verlosung

teilnimmt.

Kopien oder Postkarten werden nicht berücksichtigt.

Die Redaktion

Datum, Unterschrift:

56

Georg 6-19.indd 56 02.12.19 11:15


Foto: ACP Andreas Pantel

Foto: Katarina Blasig

Datum Kategorie Turnierort

18. - 19.01.2020 S bis S*, D bis M, Adelheidsdorf

U25 Bezirksnachwuchsturnier

01.02.2020 Late Entry Dressur bis S* Springe

02.02.2020 Late Entry Springen bis M Springe

Nationale und Internationale Turniere:

30.01. - 02.02.2020 CDN/CSN Niedersachsenhalle Verden,

Terminliste Landgestüt Celle:

- Hengstvorführungen 2020

Sonntag, 02.02.2020 Niedersachsenhalle Verden

Freitag, 21.02.2020 Hengstprüfungsanstalt Adelheidsdorf

Sonstiges:

Ausbilderfortbildungen

18. 12.2019 Schiefe Zähne, schiefes Pferd

- doch es geht auch umgekehrt

Ort: : Haag’s Hotel Niedersachsenhof,

Lindhooper Str. 97, 27283 Verden

Beginn: 18.00 Uhr Ende: ca. 21.30 Uhr

Kosten: 20,00 Euro, Anzahl TN: 40 LE: 3

Referent: Ulrike Albrecht u. Ralf Döringshoff

Inhalt: Wie Rittigkeitsprobleme und Zahnbefunde

beim Pferd zusammen hängen und sich

gegenseitig beeinflussen

12.01.2020 Grundlagen der Bodenarbeit - Teil I

Ort: RFV Soltau, Vereinslokal Rosinante,

Winsener Str. 84, 29614 Soltau

Beginn: 10.00 Uhr Ende: ca. 16.00 Uhr

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 20 LE: 5

Referent: Waltraud Böhmke

Inhalt: Theoretische u. praktische Grundlagen

der Bodenarbeit

18.01.2020 Grundlagen der Bodenarbeit - Teil II

- übertragen auf das Reiten“

Ort: Reitanlage RZFV Stadthagen,

Schachtstr.54, 31655 Stadthagen

Beginn: 10.00 Uhr Ende: ca. 16.30 Uhr

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 20 LE: 5

Referent: Waltraud Böhmke

Inhalt: Desensibilisierung bei Umweltreizen,

Sensibilisierung auf die Hilfengebung,

Erarbeiten von Seitwärtstreten, Rückwärtstreten

02.02.2020 Reitlehre - einmal ganz anders“

- Niveau der Kl. A und L

Ort: Haag’s Hotel Niedersachsenhof,

Lindhooper Str. 97, 27283 Verden

Beginn: 10.00 Uhr Ende: 16.00 Uhr

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 40 LE: 5

Referent: Gudrun Hofinga

Inhalt: Besprochen wird, wie Dressurlektionen

der Klasse A und L entwickelt und sinnvoll

aufeinander aufgebaut werden, um einen

möglichst hohen gymnastischen Wert zu

erzielen. Zudem wird analysiert, welcher

Trainingszustand für welche Lektionen

vorhanden sein muss und wie man die Ursachen

verschiedener aufkommender Problematiken

erkennt und möglichst stressfrei behebt

08.02.2020 Anwendung korrekter Hilfen

- stell doch mal durch, halte aussen gegen -

Ort: Deister RFV St. Georg Barsinghausen,

St.-.Georg-Str. 5, 30890 Barsinghausen

Beginn: 10.00 Uhr Ende: ca. 16.00 Uhr

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 20 LE: 5

Referent: Waltraud Böhmke

Inhalt: Was bedeutet Hilfengebung?, Welche

Hilfen werden in welcher Intensität gebraucht?,

Wie wirken sie wirklich zusammen?, Wie

können sie vom Pferd verstanden und umgesetzt

werden?, Wie verhalte ich mich, wenn Hilfen

nicht angenommen und umgesetzt werden?

12.02.2020 Ausrüstung im Reit-/Turniersport

Ort: Haag’s Hotel Niedersachsenhof,

Lindhooper Str. 97, 27283 Verden

Beginn: 18.00 Uhr Ende: ca. 21.00 Uhr

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 50 LE: 3

Referent: Christine Runge

Welche Ausrüstungsgegenstände sind, gem.

FN Ausrüstungskatalog, auf den Turnieren

erlaubt? Mit welchen Gebissen darf man in

welcher Klasse starten? Wie wirken sie? Wie

verhält es sich mit Beinschutz etc.?

15.02.2020 Working Equitation

Ort (Theorie): OKAL Café,

Ort (Praxis): Reitanlage Stephan Remmel,

Großer Lahweg 53, 31020 Salzhemmendorf

Beginn: 10.00 Uhr Ende: ca. 16.00 Uhr

Kosten: 20,00 Euro (TN ohne Selbsterfahrung)

Anzahl TN: 20 LE: 5

Kosten: 30,00 Euro (TN mit Selbsterfahrung)

Anzahl TN: max. 6

Referent: Waltraud Böhmke

Inhalt: Die neue Reitsportdisziplin! Grundlage

bildet die klassische, dressurmäßige Ausbildung

des Pferdes. Dazu kommt die Arbeit in

verschiedenen Trail Hindernissen, durch die

die Durchlässigkeit und Gymnastizierung

des Pferdes ebenso gefördert wird wie

die Gelassenheit und vertrauensvolle

Zusammenarbeit mit dem Pferd.

- Bitte unbedingt bei der Anmeldung angeben,

ob mit oder ohne Selbsterfahrung -

19.02.2020 Rittigkeitsprobleme im Zusammenhang

mit Huffehlstellungen“

Ort: Haag’s Hotel Niedersachsenhof,

Lindhooper Str. 97, 27283 Verden

Beginn: 18.00 Uhr Ende: ca. 21.00 Uhr

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 50 LE: 3

Referent: Ralf Döringshoff

Inhalt: Warum Rittigkeitsprobleme zu

Huffehlstellungen und umgekehrt führen und

wie Trainer, Hufschmied und Osteopath hier

sinnvoll zusammenarbeiten können

57

Termine

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In der nächsten Ausgabe von DER KLEINE GEORG lesen Sie u.a. Berichte

über:

- diverse Reitsportveranstaltungen, wie z.b. die Pferd & Jagd oder die

Neujahrsspringen

- verschiedene Lehrgänge und Fortbildungsveranstaltungen

- Fachthemen

Im Reitsportmosaik werden wir u.a. über

- die PARTNER PFERD in Leipzig

berichten.

58

Anmerkung der Redaktion

Die mit dem Namen des Verfassers gekennzeichneten Artikel stellen nicht

in jedem Fall die Meinung des Herausgebers und der Redaktion dar.

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, vorbehalten.

Jeder Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung und unter

Quellenangabe gestattet.

Eingesandte Manuskripte unterliegen der eventuellen redaktionellen

Bearbeitung.

Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für eingesandtes Material

Druckfehler

„Wenn Sie einen Druckfehler finden,

bitte bedenken Sie,

dass er beabsichtigt war.

Unser Blatt bringt für jeden etwas,

denn es gibt immer Leute,

die nach Fehlern suchen.“

Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen

kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.

(Henry Ford)

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Die Fachzeitschrift für den Pferdefreund

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Herausgeber

GEORG VERLAG GmbH

Greifswaldstr. 55

38124 Braunschweig

www.der-kleine-georg.de

Verlagsort

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Redaktionsleitung

Katarina Blasig

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Mail: katarina.blasig@der-kleine-georg.de

Verantwortlich für den Inhalt

Katarina Blasig

Telefon: 0531 / 69 08 64

Freie Mitarbeiter

Siegfried Glasow (S.G.)

Kerstin Isserstedt (K.I.)

Andreas u. Christine Pantel (ACP)

Marianne Schwöbel (M.S.)

Fachberichte

Ralf Döringshoff, Dr. Birgit Harenberg,

Rechtsanwältin C. Prediger

Anzeigen

Katarina Blasig

Telefon: 0531 / 69 08 64

Gestaltung

Die Redaktion

Mail: redaktion@der-kleine-georg.de

Fotos

Matthias Adamek

Katarina Blasig

Petra Beinecke

Anne Friesenborg

Walburga Schmidt

Marianne und Thorsten Schwöbel

Druck

Media-Print-Grunenberg

Mareike Grunenberg

Gr. Vahlberger Str. 2a

38170 Schöppenstedt

Telefon: 05332 / 96 89 14

E-Mail: shop@media-print-grunenberg.de

Erscheinungsweise

Jeweils am 15. Februar, April, Juni,

August, Oktober und Dezember

Bankverbindung

Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter eG,

BIC: GEN0DEF 1WF V,

IBAN. DE68 2709 2555 5012 2720 00

Redaktionsschluss

für die

nächste Ausgabe

10. Januar 2020

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