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Georg 6-19

DER KLEINE GEORG ist eine Fachzeitschrift für den Pferdefreund, welche im Raum zwischen Harz und Heide sowie in der Umgebung und im westlichen Sachsen-Anhalt vertrieben wird. Hier wird über Pferdesport und Zucht in allen Facetten berichtet. Dabei macht die bunte Mischung aus überwiegend regionaler und überregionaler Berichterstattung sowie diversen Fachartikeln DER KLEINE GEORG so einzigartig.

DER KLEINE GEORG ist eine Fachzeitschrift für den Pferdefreund, welche im Raum zwischen Harz und Heide sowie in der Umgebung und im westlichen Sachsen-Anhalt vertrieben wird. Hier wird über Pferdesport und Zucht in allen Facetten berichtet. Dabei macht die bunte Mischung aus überwiegend regionaler und überregionaler Berichterstattung sowie diversen Fachartikeln DER KLEINE GEORG so einzigartig.

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DER KLEINE GEORG<br />

Die Fachzeitschrift für den Pferdefreund<br />

in Harz, Heide und Umgebung<br />

6/20<strong>19</strong><br />

Ausgabe<br />

Dez./Jan.<br />

€ 3,00<br />

Nachlese Harsumer Herbst Challenge<br />

Nachlese Verdener Jugend Challenge<br />

Karten für den Braunschweig Classico zu gewinnen<br />

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30.01. - 02.02.2020<br />

in der Niedersachsenhalle Verden<br />

Foto (c): Ingo Waechter Images<br />

Showwettbewerb der Reitvereine<br />

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Veranstalter: Rennverein Verden e.V. & Reitverein Graf von Schmettow e.V.<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 2 02.12.<strong>19</strong> 11:14


In dieser Ausgabe:<br />

Harsumer Herbstchallenge 4<br />

1. Regionsmeisterschaften im PSV<br />

Südniedersachsen ein voller Erfolg 6<br />

Dressur im Schlosspark 8<br />

Teamgeist sorgt für Höchstleistungen 9<br />

24. Jugend-Challenge in Verden 11<br />

Bundesnachwuchschampionat<br />

der Ponydressurreiter 13<br />

Pferdesportregionen Aller-Oker<br />

und Harzvorland 15<br />

Reit- und Fahrverein Hattorf e.V. 16<br />

Galopprennbahn Neue Bult 16<br />

Zu Gast bei Karen Kaczmarek 22<br />

Reitsportmosaik 24<br />

Rückblick auf die vergangene Turniersaison<br />

- oder warum Feiern von Erfolgen so<br />

wichtig ist 31<br />

Sattelbedingte Sitzfehler 32<br />

Tag der offenen Stalltür auf der<br />

Reitsportanlage Klör 34<br />

Highlight beim Handwerkertag in Celle 35<br />

Helferfahrt BS Classico 20<strong>19</strong> 35<br />

Betriebsnachfolge auf gutem Weg 37<br />

Begeisterndes Seminar mit<br />

Angelika Frömming, Dr. Ralf Pellmann<br />

und Michael Rohrmann 39<br />

Reitabzeichenprüfung im<br />

Sportzentrum Löwen Classics 40<br />

Reit- und Fahrverein Vorsfelde 41<br />

Bundestrainertag 20<strong>19</strong> 42<br />

Dietmar Koch zu Gast beim<br />

RV BS-Lehndorf e.V. 44<br />

Reise in das Sanssouci der Pferde<br />

nach Neustadt-Dosse 46<br />

‚Edwin II‘ und ‚Roosje van Ravensteyn’<br />

siegten in der Kaltblutleistungsprüfung 47<br />

Vollblut für die Vielseitigkeit 49<br />

Hannoveraner Hengst des Jahres 50<br />

Die Bücherecke 51<br />

Neues von Krämer Pferdesport 52<br />

Vorschau: 4 Tage Spitzensport und Show<br />

- die VER-Dinale 2020 kündigt sich an 54<br />

Vorschau: Braunschweig Classico 56<br />

Termine 57<br />

Vorschau/Impressum 58<br />

Zum Titelfoto:<br />

Die letzten Wildpferde leben<br />

im Merfelder Bruch in der<br />

Nähe von Dülmen<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Ich lese<br />

DER KLEINE GEORG<br />

weil ich mich oder meine Freunde<br />

darin wiederfinde<br />

Das Team von<br />

DER KLEINE GEORG<br />

wünscht allen Lesern<br />

Frohe Weihnachten und<br />

einen guten Rutsch ins neue Jahr<br />

Mögen sich alle persönlichen Wünsche erfüllen<br />

3<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 3 02.12.<strong>19</strong> 11:14


Die Harsumer Herbst Challenge hat<br />

sich längst im Turnierkalender etabliert<br />

und ist in Reiterkreisen sehr beliebt. So<br />

war es auch nicht verwunderlich, dass<br />

sich das Team um Franz Bormann, der<br />

gemeinsam mit Christiane Duvenkropp<br />

und dem ersten Vorsitzenden Norbert<br />

Schütze erneut die Turnierleitung inne<br />

hatte, auch vom <strong>19</strong>. - 22.09.20<strong>19</strong> über<br />

tollen Sport in den 28 Springprüfungen<br />

freuen, in dessen Rahmen gleich 11<br />

S-Springen ausgetragen wurden.<br />

Und auch die 12. Auflage lockte<br />

hochkarätige Reiter, wie die amtierende<br />

Deutsche Meisterin Julie Mynou<br />

Diederichsmeier und ihre Schwester<br />

Mylene oder den ehemaligen<br />

Deutschen Meister Andreas Kreuzer<br />

nach Harsum, der die Möglichkeit<br />

nutzte, seine jungen Pferde hier an den<br />

Start zu bringen. „Da hat sich natürlich<br />

die Ausschreibung hier auch bezahlt<br />

gemacht, wo man auch mal ein M*<br />

reiten kann.“<br />

Dabei war das Starterfeld laut Franz<br />

Bormann „von der Qualität her sehr,<br />

sehr hoch aber in der Quantität etwas<br />

geringer als im letzten Jahr.“ Und da<br />

man „als Turnierveranstalter immer<br />

sehr selbstkritisch sein muss“, wurde<br />

das auch wahrgenommen. „Wir haben<br />

gesagt, wir müssen das noch mal<br />

wieder besser machen. Und wir sind<br />

auch dabei einen Ebbe und Flut-Platz<br />

Abreiteplatz zu bauen, der hoffentlich<br />

Regionaler Turniersport<br />

Harsumer Herbst Challenge<br />

Ein tolles Turnier mit tollem Sport<br />

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fürs nächste Jahr fertig ist“, erklärt<br />

Bormann.<br />

Harsum I gewinnt<br />

CDW Mannschaftschampionat<br />

So bildete das Norddeutsche CDW<br />

Vereins-Mannschaftschampionat, mit<br />

dem sowohl Nachwuchsreiter als auch<br />

der Vereinsgedanke gefördert werden<br />

sollen, einen ersten Höhepunkt.<br />

Dabei besteht eine Mannschaft aus<br />

4 Reitern eines Vereins (einer muss<br />

unter 16 Jahre sein), von denen je<br />

einer ein L-, M*-, M**- und S*-<br />

Springen absolvieren muss, das<br />

schlechteste Ergebnis wird gestrichen.<br />

„Das Mannschaftschampionat gibt<br />

es schon 6 Jahre und es ist dafür<br />

gedacht, dass die jungen Reiter mit den<br />

erfahrenen Reitern zusammen reiten<br />

und von der Erfahrung profitieren<br />

können. Die Erwachsenen halten<br />

auch mit den Kindern zusammen und<br />

unterstützen sie. Sie gehen vorher mit<br />

ihnen Parcours ab, unterstützen sie<br />

draußen auf dem Abreiteplatz...“, sagt<br />

Sabine Willig-Herold. Und da das<br />

Mannschaftschampionat „wirklich<br />

Ansporn für alle ist“ wird es auch im<br />

nächsten Jahr wieder durchgeführt<br />

werden. Allerdings wird der Modus<br />

dann wahrscheinlich etwas abgeändert,<br />

„weil es für viele Vereine sehr<br />

schwierig ist, Reiter unter 16 zu finden,<br />

die auf dem Niveau reiten. Das werden<br />

wir wahrscheinlich auf 18 erhöhen,<br />

dass es ein Junior und Junger Reiter<br />

ist“, so Willig-Herold.<br />

Hier war die Mannschaft Harsum<br />

I nicht zu schlagen, die sich in der<br />

Besetzung Louis Dammeyer/Avec<br />

Coeur, Heinrich Bormann/Chins<br />

Goldika, Joshua Herold/Penny Ponti<br />

Pendi L und Lothar Grewe/I Like knapp<br />

gegen die Teams der RSG Winsen<br />

(Lucas Brandt/Cindy, Peter Rhodes/<br />

Caprise, Wilma Marklund/Carlogero<br />

und Thomas Brandt/Beneke) und<br />

Harsum VI durchsetzten. Dabei lastete<br />

auf Schlussreiter Lothar Grewe schon<br />

ein besonderer Druck. „Der letzte Ritt<br />

von uns war ja der Entscheidende, also<br />

das war für mich schon ein bisschen<br />

belastend. Aber es war toll, dass Louis<br />

gestern schon im L so super vorgelegt<br />

hat, von daher war es dann auch<br />

‚einfach’ “, so Grewe. Und Heinrich<br />

Bormann hat nach den tollen Ritten<br />

seiner Kollegen sogar damit gerechnet,<br />

am Ende ganz vorne zu stehen. „Jaaa,<br />

das haben wir geplant“ erzählt er<br />

lachend und fügt hinzu: „Letztes Jahr<br />

war das so ein bisschen durcheinander<br />

und dieses Jahr haben wir gesagt, wir<br />

wollen mal eine Mannschaft haben, die<br />

vorher auch gut war, in den Springen<br />

hier vorweg. Das haben wir am<br />

Donnerstag und Freitag so ein bisschen<br />

aussortiert, das war Harsum I und es<br />

hat sich ja doch bestätigt, dass das die<br />

beste Mannschaft war.“<br />

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4<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 4 02.12.<strong>19</strong> 11:14


Regionaler Turniersport<br />

Andrea Kreuzer und ‚Cascorrado’<br />

Das Team Harsum I war dieses Jahr im<br />

CDW Mannschaftschampionat, das vor 6 Jahren von<br />

Christa und Dieter Willig ins Leben gerufen wurde, nicht<br />

zu schlagen<br />

Volker Lehrfeld sichert sich<br />

den Großen Preis<br />

Am Sonntagnachmittag fieberten alle<br />

dem Großen Preis entgegen, bei dem<br />

es erneut super Sport zu sehen gab.<br />

Hier sorgte Michael Kölz, der sich an<br />

diesem Wochenende bereits mehrfach<br />

vorne platzieren konnte, mit ‚DSP<br />

Anpowikapi’ für das Stechen, für das<br />

sich letztlich nur 4 der insgesamt 35<br />

Starter qualifizieren konnten. Und das<br />

war genau nach dem Geschmack von<br />

Franz Bormann. Ich bin ein riesen<br />

Freund von einem kleinen Stechen,<br />

weil dann jeder versucht zu gewinnen.<br />

Ist das Stechen groß, hat jeder Angst,<br />

dass er nicht platziert wird, reitet etwas<br />

vorsichtiger. Bei 4 Startern versucht<br />

jeder zu gewinnen, das macht es ja<br />

auch für die Zuschauer aus und das<br />

finde ich toll.<br />

In der spannenden Entscheidung<br />

unterlief Andrea Kreuzer und<br />

‚Cascorrado’ ein Abwurf, so dass<br />

Michael Kölz erneut die Führung<br />

übernahm. Volker Lehrfeld zeigte im<br />

Sattel von ‚Quaido’ als letzter Starter,<br />

dass es noch schneller geht und freute<br />

sich über seinen ersten Erfolg im Großen<br />

Preis von Harsum. „Die anderen Jahre<br />

sind wir viel hinterher geritten und<br />

auch das ganze Wochenende sind wir<br />

eigentlich hinterher<br />

geritten. Also mit<br />

so einem Abschluss<br />

habe ich ganz und<br />

gar nicht gerechnet.<br />

Ich bin natürlich<br />

überglücklich“,<br />

erklärte Lehrfeld,<br />

der nächstes Jahr<br />

auf jeden Fall<br />

wieder kommen<br />

will. Denn „das<br />

ist ein wunderschönes Turnier hier<br />

auf der Anlage von Familie Bormann<br />

oder dem RV Harsum. Das sind top<br />

Bedingungen für Pferd und Reiter, die<br />

man hier vorfindet. Also man fühlt sich<br />

hier rundum wohl.“<br />

Und auch Andreas Kreuzer, der „immer<br />

schon Gutes von<br />

dem Turnier gehört“<br />

hat, zeigte sich<br />

begeistert. „Es war<br />

dieses Jahr einfach<br />

so, dass es das erste<br />

Mal terminlich<br />

wirklich gut gepasst<br />

hat und wir noch ein<br />

paar Pferde hatten,<br />

die gerne noch<br />

einmal draußen<br />

gehen konnten und<br />

dann haben wir es<br />

Michael Kölz und ‚DSP Anpowikapi’<br />

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gewagt hier zu nennen und ich bin<br />

sehr froh, dass wir es gemacht haben.<br />

Das ist ein super schönes Turnier. Wir<br />

haben noch ein super Stechen gehabt<br />

im Großen Preis, unsere Pferde haben<br />

sich alle gut gezeigt, deswegen hätte es<br />

nicht viel besser laufen können und ich<br />

hoffe, wir dürfen noch einmal wieder<br />

kommen.“<br />

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<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 5 02.12.<strong>19</strong> 11:14


Regionaler Turniersport<br />

Ein rundum gelungenes<br />

Wochenende<br />

Doch nicht nur die Reiter zeigten<br />

sich begeistert von der diesjährigen<br />

Harsumer Herbst Challenge. Auch<br />

Franz Bormann war voll des Lobes:<br />

„Also, besser geht es glaube ich nicht.<br />

Tolles Wetter, tolles Starterfeld, tolles<br />

Stechen. Als Veranstalter wünscht man<br />

sich, dass der Letzte gewinnt, so war’s<br />

in diesem Jahr, das war auch perfekt!“<br />

Und diese Aussage kann auch<br />

Norbert Schütze nur bestätigen. „Wir<br />

sind super zufrieden. An beiden<br />

Turnierwochenenden hat es richtig viel<br />

Spaß gemacht. Wir haben tollen Sport<br />

gehabt, viele Zuschauer, zufriedene<br />

Reiter, alles prima.“<br />

Text und Fotos: K. B.<br />

6<br />

Volker Lehrfeld freute sich über seinen ersten Sieg in Harsum mit ‚Quaido’<br />

Erste Regionsmeisterschaften im PSV Südniedersachsen<br />

„Voller Erfolg!“<br />

Die Premiere ist geglückt: Die Spring-,<br />

Dressur- und Vielseitigkeitsreiter<br />

ritten zum 1. Mal nach der Fusion<br />

der Kreisreiterverbände um die<br />

Regionsmeisterschaft. Die Turnierveranstalter<br />

boten top Bedingungen und<br />

eine tolle Atmosphäre. Bereits jetzt<br />

freuen sich alle Reiter und Organisatoren<br />

auf das nächste Jahr.<br />

Den Anfang der Regionsmeisterschaften<br />

machten die Vielseitigkeitsreiter im<br />

Juni auf dem Turnier in Holzerode.<br />

Vom gastgebenden Verein siegte<br />

Nadine Bayerlein mit ihrer Stute<br />

‚Cordoba’. In den vergangenen Jahren<br />

wurden in Holzerode im Rahmen des<br />

Internationales Vielseitigkeitsturniers<br />

immer wieder die Kreismeisterschaften<br />

ausgetragen. Die Reiter schätzen vor<br />

allem an dem Turnier von Veranstalter<br />

Dr. Herbert Klengel die familiäre<br />

Stimmung mit gleichzeitigem<br />

internationalem Flair.<br />

Kevin Rudoph holt mit dem<br />

letzten Springen den Titel<br />

Erstmalig fanden die Regionsmeisterschaften<br />

der Springreiter auf<br />

der Anlage von Gerhard Heise in<br />

Kreiensen-Rittierode statt. „Wir haben<br />

hier beste Voraussetzungen, was die<br />

Springreiter zu schätzen wussten. In<br />

jeder Prüfung hatten wir eine<br />

Auslastung von 95 Prozent. Ein toller<br />

Zuspruch für die Meisterschaften und<br />

den Turnierveranstalter“, resümiert<br />

Antje Koch, 1. Vorsitzende des PSV<br />

Südniedersachsen.<br />

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Bei den Prüfungen<br />

blieb es spannend bis<br />

zum Schluss. Gerade<br />

bei den Springreitern<br />

der Leistungsklassen<br />

1 - 3 hielten<br />

am Sonntagnachmittag<br />

alle den Atem an. Kevin Rudolph<br />

vom RV Hardenberg hatte in der ersten<br />

Wertungsprüfung, einer Springprüfung<br />

Kl. M*, mit seinem Pferd ‚Vip B’ 4<br />

Strafpunkte und belegte damit Platz<br />

8. Zu diesem Zeitpunkt lag Hilke<br />

Wohlgemuth von der RG Bremke mit<br />

‚Caillua H’ noch knapp vor ihm. In der<br />

zweiten Wertungsprüfung blieben dann<br />

beide Reiter-Pferd-Paare fehlerfrei.<br />

Rudolph war jedoch 5 Sekunden<br />

schneller und konnte am Ende den<br />

Meistertitel vor Wohlgemuth mit nach<br />

Hause nehmen. Bronze erhielt Michael<br />

Heucke vom Göttinger Ponyclub.<br />

Ähnlich spannend war es bei der<br />

Leistungsklasse 5. Hier bekam Malin<br />

Joelle Klaptroth vom Duderstädter<br />

Reitclub 78 die goldene Schärpe<br />

umgehängt. Auf Platz 2 und 3 folgten<br />

Birte Emmig vom Kastanienhof<br />

Schnedinghausen und Jasmin<br />

Gundelach von der Reitgemeinschaft<br />

Uslar.<br />

Philip Schiweck von der RG Bremke<br />

war der Titel nach seinen beiden<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 6 02.12.<strong>19</strong> 11:14


Regionaler Turniersport<br />

Die neuen Meister im Springen der LK 1 - 3<br />

sehr guten Runden nicht mehr zu<br />

nehmen. Mit Platz 4 und 2 in den<br />

Wertungsprüfungen auf L-Niveau setze<br />

er sich in der Leistungsklasse 4 deutlich<br />

vor Hannah Nolte vom Duderstädter<br />

Reitclub und Diana Steinmetzer-Dubiel<br />

von der Reitgemeinschaft Kreiensen-<br />

Rittierode. „Die Stimmung war super,<br />

die Reiter zufrieden und Dank des<br />

Teams vom Gerhard Heise verlief das<br />

Turnier reibungslos, freute sich Pamela<br />

Kellner, Geschäftsführerin des PSV,<br />

über das gelungene Wochenende.<br />

Tolle Atmosphäre in Holtensen<br />

Die Meisterschaft der Dressurreiter<br />

blieb auch nach 2018 erneut in<br />

Holtensen. „Frank Drebing und sein<br />

Team schaffen es jedes Jahr wieder, eine<br />

tolle, entspannte Turnieratmosphäre zu<br />

schaffen. Es macht einfach Spaß hier<br />

zu reiten“, resümiert Maren Harloff, 2.<br />

Vorsitzende des PSV Südniedersachsen.<br />

Bereits am Freitagnachmittag lief die<br />

erste Prüfung für die Leistungsklassen<br />

1 - 3. In der Dressurprüfung Kl.<br />

M* siegte Marion Loew mit ‚Fürst<br />

Salomon’ vom RV Hof Bettenrode vor<br />

Annika Bertram vom RC Harbarnsen<br />

mit ‚Roberto R’ und Philipp Hess mit<br />

‚Herzritter’, ebenfalls Hof Bettenrode.<br />

Auf den 5. Platz kam Hannah Ursula<br />

Schär vom Hof Bettenrode mit ‚What<br />

a man’. Ein weitere gute Rangierung<br />

in der zweiten Prüfung, einer M**,<br />

bescherte ihr dann die golden Schärpe<br />

bei den Regionsmeisterschaften. Silber<br />

erhielt Elisa Wollentin mit ‚Quimera’<br />

vom RFV Hunnesrück. Mit ihrem Sieg<br />

in der M** Prüfungen sicherte sich<br />

Helen Hachmeister mit ‚Dietrichson’<br />

vom RV Hardenberg Bronze in der<br />

Meisterschaft.<br />

Am Samstag wurden beide Prüfungen<br />

für die LK 4 und 5 ausgetragen.<br />

An Pia-Marie Polten vom Ländl.<br />

RFV Moringen gab es einfach kein<br />

Vorbeikommen. Sie siegte in der<br />

Dressurprüfung Kl. L auf Trense und<br />

wurde 2. in der Kandaren L. In dieser<br />

Prüfung erhielt nur Inka Rossek vom<br />

RV Bovenden mit ‚Fionn McLaren’<br />

mehr Punkte. 3. wurde Maren Harloff<br />

vom RV Hainholzhof auf ‚Destina’. In<br />

der Wertung bedeutete dies die goldene<br />

Schärpe für Pia-Marie Polten. Silber<br />

gab es für Anna-Vianne Gäbel vom RV<br />

St. <strong>Georg</strong> Nesselröden<br />

und Bronze<br />

für Maren Harloff.<br />

In der Leistungsklasse<br />

5 siegte<br />

Carla Jähn RV Hof<br />

Bettenrode mit<br />

‚Vicello’ in beiden<br />

Wertungsprüfungen<br />

und wurde damit<br />

Regionsmeisterin<br />

vor Aurelia Sophie<br />

Weimann mit<br />

‚Corlanda’ vom<br />

Ländl. RV Moringen<br />

und Pascal<br />

Heddergott mit<br />

‚Chardonnay L’ vom<br />

RFV zum Lengder<br />

Grund.<br />

Die neuen Meister im Springen der LK 4<br />

Finale Dürkop Cup und<br />

Braunschweiger Amateur<br />

Dressurchampionat<br />

Holtensen war aber nicht nur Austragungsort<br />

der Regionsmeisterschaften<br />

sondern auch Finale für den Dürkop<br />

Cup und das Braunschweiger<br />

Dressurchampionat. Mit diesen<br />

Prüfungen sollen die Amateur<br />

Reiterinnen und Reiter aus dem<br />

Pferdesportverband Südniedersachsen,<br />

den Pferdesportregion Aller<br />

Oker und Harzvorland sowie des<br />

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Regionaler Turniersport<br />

Kreisreiterbundes Kassel im Dressursport<br />

der Klasse L und M unterstützt<br />

und gefördert werden. „Wir möchten<br />

uns herzlich bei den Sponsoren Frank<br />

Drebing und Familie Scheinhütte bedanken.<br />

Es ist toll, dass die Amateurreiter<br />

der Region diese Möglichkeit erhalten“,<br />

sagt Antje Koch.<br />

Auf mehreren Turnieren konnten sich<br />

die Reiter für das Finale qualifizieren.<br />

Beim Braunschweiger Dressurchampionat<br />

siegte in der Dressurprüfung Kl.<br />

M** Dr. Heike Hartwig mit ‚Redgold’<br />

vom RFV Seesen vor Andrea Ehrhardt<br />

8<br />

Die neuen Meister in der Dressur der LK 1 - 3<br />

„Dressur im Park“ lautete das Motto<br />

des Turniers in Nörten-Hardenberg.<br />

Bei Sonnenschein und einer herrlichen<br />

Kulisse bot der Schlosspark ein tolles<br />

Ambiente für Reiter und Zuschauer.<br />

Zum 2. Mal nach 2018 fand am Fuße<br />

der Burgruine das Dressurturnier bis<br />

zur Schweren Klasse statt. Früher<br />

mit ‚Rosebud’ vom RG Pegasus. In der<br />

Altersklasse der Junioren und Junge<br />

Reitern gewann Lea Arnold vom RV<br />

Marstall Weimar vor Antonia Koperski<br />

vom RV Hof Bettenrode.<br />

Beim Dürkop Cup mussten die qualifizierten<br />

Teilnehmer im Halbfinale zunächst<br />

eine Dressurprüfung auf L**-<br />

Niveau reiten. Nach dem Ritt freuten<br />

sich die Reiter nicht nur über ein kühles<br />

Getränk vom Veranstalter, sondern<br />

auch über einen Kommentar von den<br />

Richtern. Hendrik Gäbel fasste die<br />

Höhepunkte zusammen und erklärte<br />

kamen die Dressurreiter im Rahmen<br />

des großen Springturniers, jetzt richten<br />

sich alle Augen nur auf sie. Gerade die<br />

Amateur-Reiter der Region freuen sich<br />

über die einzigartige Möglichkeit hier<br />

ihren Sport zu zeigen.<br />

Die ersten Prüfungen begannen am<br />

Freitag für die<br />

Jungpferde.<br />

Lisa Marie Scheider<br />

vom PferdeSV<br />

Hahausen siegte<br />

mit ‚Frederike O’ in<br />

der Dressurpferdeprüfung<br />

Kl. L. Die<br />

Dressurpferdeprüfung<br />

Kl. M<br />

konnte Julia Chirin<br />

Die neuen Meister in der Dressurder LK 4<br />

Dressur im Schlosspark<br />

Verein zur Förderung des Reitsports richtet<br />

2. Dressurturnier aus<br />

Thomas Scholz<br />

Pferdewirtschaftsmeister FN<br />

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auch, an welchen Stellen Verbesserungspotential<br />

besteht. Alle 13 Halbfinalisten<br />

durften dann im Finale eine<br />

L**- Kür reiten und begeisterten das<br />

Publikum mit toller Choreographie und<br />

Musikauswahl.<br />

Gewonnen hat das Finale Myriam von<br />

Borstel vom RC Gaudeamus Equis mit<br />

‚Lissaro`s Leo’ vor Merle Mercedes<br />

Brandes vom Hof Bettenrode mit ‚Billy<br />

Jeans MS’ und Jasmin Fuhrberg vom<br />

RFV Vogtei-Ruthe mit ‚Donna Dorina’.<br />

Maren Harloff<br />

Hanke vom RFV Hämelschenburg<br />

mit ‚Elisha’ für sich entscheiden.<br />

Der Samstagmorgen begann mit<br />

den L-Dressuren. Die L**-Dressur<br />

richtet sich an Reiter auf dem Weg<br />

zur Klasse M. Seitengänge müssen<br />

hier schon geritten werden, nur die<br />

Wechsel fehlen noch. Marie Bubanz<br />

vom RFV Schönhagen konnte hier mit<br />

ihrem Pferd ‚Petite etoile’ deutlich die<br />

Richter überzeugen. Für die höheren<br />

Dressurprüfungen reisten auch Reiter<br />

mit einem längeren Weg an. Leonie<br />

Bramall vom RFV Isernhagen musste<br />

sich in der Dressurprüfung Kl. S* nur<br />

knapp von Nicole Klatt-Cissee aus<br />

Hahausen geschlagen geben.<br />

Rund 300 Nennungen verteilten sich<br />

auf 3 Tage. Alle Reiter spendeten im<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 8 02.12.<strong>19</strong> 11:14


Vorfeld 2,00 Euro pro Start. Damit<br />

unterstützt der Veranstalter das soziales<br />

Projekt „Therapeutische Reiten der<br />

Heinrich-Böll-Schule“. Die Schule ist<br />

eine staatliche Schule für Kinder mit<br />

Unterstützungsbedarf der körperlichen<br />

und motorischen Entwicklung. Die<br />

Reittherapie führt zur Verbesserung der<br />

Beweglichkeit. Eine Unterstützung, die<br />

sie im normalen Alltag nicht erfahren.<br />

Regionaler Turniersport<br />

Die höchste Prüfung des Turniers<br />

Prüfung wurde von Carolin Miserre<br />

vom RFV Springe mit ‚Serverino Hit’<br />

gewonnen. Mit ‚Duzzfreund’ erreichte<br />

Sie Platz 3. Nur Matthias Klatt<br />

vom PferdeSV<br />

Hahausen schob<br />

sich mit ‚Fleur-<br />

Royal’ dazwischen<br />

auf Platz 2.<br />

Maren Harloff<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Dank des schönes Wetters und der<br />

tollen Organisation verfolgten viele<br />

Zuschauer die Prüfungen am Rande<br />

des Vierecks. Mit dem Verzehr der<br />

angebotenen Speisen und Getränke<br />

unterstützten sie ebenfalls das Projekt.<br />

Im Rahmen der Dressurprüfung Kl.<br />

S** am Sonntagnachmittag erfolgte die<br />

Übergabe der Spende von 650,00 Euro.<br />

„Wir freuen uns sehr, dass Sie unser<br />

Projekt fördern. Jede Reitstunde bringt<br />

ein Lächeln ins Gesicht der Kinder“,<br />

sagt Ursula Früchte.<br />

Laufen, Schwimmen, Dressurund<br />

Springreiten - bei den ersten<br />

Regionsmeisterschaften im Dreiund<br />

Vierkampf mussten sich die<br />

Teilnehmer in mehreren Sportarten<br />

beweisen. Zum ersten Mal richtete<br />

der PSV Südniedersachsen diesen<br />

besonderen Wettbewerb aus. Insgesamt<br />

10 Mannschaften gingen Ende Oktober<br />

an den Start. Eine Mannschaft bestand<br />

aus 3 bis 4 Teilnehmern.<br />

„Wir erhalten viel<br />

positives Feedback<br />

für diese Veranstaltung. Die<br />

Reiter genießen es hier im<br />

Schlosspark ihre Prüfungen zu<br />

absolvieren. Wir freuen uns,<br />

dies auch im nächsten Jahr<br />

wieder zu ermöglichen“,<br />

sagte Antje Koch, 2.<br />

Vorsitzende vom Verein<br />

zur Förderung<br />

des Reitsports.<br />

Carolin Miserre war mit ‚Serverino Hit’ erneut nicht zu schlagen<br />

Teamgeist sorgt für Höchstleistungen<br />

Erste Regionsmeisterschaften im Drei- und Vierkampf<br />

ausgetragen<br />

Nach den ersten Disziplinen konnte<br />

Pamela Kellner, Vorstandsmitglied im<br />

PSV, noch keine Prognose abgeben:<br />

„Es ist alles offen. Das Reiten ist<br />

entscheidend, denn die Wertung in der<br />

Dressur zählt 3-fach und das Springen<br />

2-fach. Es bleib also spannend.“<br />

So war es dann auch am Sonntag.<br />

Am Vormittag trafen sich alle auf<br />

der Reitanlage von Gerd Heise in<br />

Kreiensen-Rittierode. Zunächst<br />

ritten die Dreikämpfer eine<br />

Mannschaftsaufgabe der Klasse A<br />

in der Dressur. Ihr Wettbewerb war<br />

Am Samstag musste jeder Wettkämpfer<br />

800 Meter laufen und 50 m schwimmen.<br />

Hierfür stand das Sportgelände der<br />

Universität Göttingen zur Verfügung.<br />

„Wir waren alle höchst motiviert und<br />

schneller als im Training“, berichtete<br />

Hannah Krause nach dem ersten Tag.<br />

„Besonders gefällt mir, dass sich alle<br />

Mannschaften und ihre Begleiter<br />

gegenseitig anfeuern. Ein richtiges<br />

Teamevent für alle“, freute sich Barbara<br />

Kraeter, die ihre Tochter Charlotte<br />

begleitete, über den Zusammenhalt der<br />

Teilnehmer.<br />

Bad Harzburg Seesen Osterode Helmstedt Blankenburg Wolfenbüttel 2 x in Braunschweig<br />

Anhänger Center „Seesen & Bad Harzburg“<br />

Böckmann-Anhänger<br />

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9<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 9 02.12.<strong>19</strong> 11:14


Regionaler Turniersport<br />

Die _Regionsmeister_im Dreikampf (Einzelwertung)<br />

Die _Regionsmeister_im Vierkampf<br />

(Einzelwertung Junioren)<br />

Die _Regionsmeister_im Vierkampf<br />

(Mannschaftswertung)<br />

danach zu Ende. Mannschaftswertung der Vierkämpfer<br />

Nur die Vierkämpfer das Team vom RV Weser-Solling vor<br />

mussten nach den Mannschaften aus Bettenrode,<br />

der A-Dressur Nesselröden und Göttingen<br />

noch einen Hainholzhof.<br />

Springparcours der<br />

Klasse E bewältigen. Antje Koch, Vorsitzende des PSV Südniedersachsen,<br />

„Wir haben hier<br />

bedankte sich bei allen<br />

tolle, motivierte Teilnehmern, Begleitern und Helfern<br />

Reiter gesehen für diese gelungene Veranstaltung. „So<br />

und konnten ein toller Wettbewerb mit so viel Spaß<br />

durchweg gute und Teamgeist müssen wir fortführen.<br />

Noten verteilen“, Im nächsten Jahr soll der Drei- und<br />

lobte Richterin Ann- Vierkampf bereits im Frühjahr stattfinden“,<br />

sagte sie nach der Ehrung.<br />

Kathrin Hillebrecht<br />

die Leistungen der<br />

Teilnehmer. Am<br />

Maren Harloff<br />

Ende siegte in der<br />

Die _Regionsmeister_im Vierkampf<br />

(Einzelwertung Senioren)<br />

Die Regionsmeister 20<strong>19</strong> im Überblick:<br />

Mannschaft Vierkampf:<br />

1. Platz: Team Weser-Solling II<br />

Jasmin Gundelach<br />

Alina Borchert<br />

Olaf Risch<br />

Lasse Michalke<br />

2. Platz: Team die SchönHESSten<br />

Hanna-Lena Thoms<br />

Nele Witte<br />

Merle Witte<br />

Anya Kolleth<br />

3. Platz: Team Nur vorn gibt‘s Geld<br />

Vicky Friedrichs<br />

Vianne Gäbel<br />

Nadine Schulz<br />

Donja Gotthardt<br />

Einzel Vierkampf Senioren:<br />

1. Platz: Julia Hildebrand<br />

2. Platz: Jasmin Gundelach<br />

3. Platz: Olaf Risch<br />

Einzel Vierkampf Junioren:<br />

1. Platz: Nadine Schulz<br />

2. Platz: Antonia Koperski<br />

3. Platz: Karoline Brauer<br />

Einzel Vierkampf Mini:<br />

1. Platz: Anya Kolleth<br />

2. Platz: Merle Witte<br />

3. Platz: Greta Bode<br />

Einzel Dreikampf:<br />

1. Platz: Corinna Engelke<br />

2. Platz: Saskia-Rebecca Weiß<br />

3. Platz: Lukas Busch<br />

10<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 10 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Traditionell treffen sich die besten<br />

Nachwuchsreiter Deutschlands der<br />

Altersklassen Ponyreiter, Children,<br />

Junge Reiter und Junioren im<br />

November in Verden, um sich<br />

zum Saison-Abschluss beim<br />

Bundes- und Landestrainer für neue<br />

Herausforderungen im kommenden<br />

Turnierjahr zu empfehlen. Kein<br />

Wunder also, dass vom 15. - 17.11.20<strong>19</strong><br />

erneut zahlreiche Bundeskader-<br />

Reiter, die aktuelle Erfolge bei<br />

Deutschen- und Europameisterschaften<br />

vorweisen können, ihre Pferde in der<br />

Hannoverschen Reit- und Fahrschule<br />

(Dressur) und der Niedersachsenhalle<br />

gesattelt hatten. Dabei bildeten<br />

zwar die Prüfungen der Klasse S die<br />

Höhepunkte, aber auch das Finale<br />

im Bundesnachwuchschampionat der<br />

Ponydressurreiter (siehe auch Bericht auf<br />

Seite 13) sowie die Sichtungsprüfungen<br />

zum -Bundesnachwuchschampionat<br />

der -Ponyspringreiter und des HGW<br />

Bundesnachwuchschampionats<br />

standen wieder auf dem Programm.<br />

Außerdem feierte das 8er-Team sein 4.<br />

Finale.<br />

Schleswig-Holstein siegt<br />

im Mannschaftsspringen<br />

Am Samstag fieberten alle dem<br />

Mannschaftsspringen entgegen, bei dem<br />

sich Teams aus 11 Landesverbänden in<br />

die Startliste eingetragen hatten. Hier<br />

war das Quartett aus Schleswig-Holstein<br />

(Jonte Hansen/‚Capigadon VEC’, Paul<br />

Moritz Ahlmann/‚Büttenwarder’,<br />

Flemming Ripke/ ‚Coranos’ und Teike<br />

Carstensen/‚Ella von Kielslück’,<br />

8/315,46) nicht zu schlagen und<br />

verwies das Team Westfalen (8/320,03)<br />

sowie Voejahressieger Mecklenburg<br />

Vorpommern (13/337,47) auf die<br />

Plätze.<br />

Regionaler Turniersport<br />

24. Jugend-Challenge in Verden<br />

Deutschlands beste Nachwuchsreiter zeigen<br />

Bestleistungen in der Niedersachsenhalle<br />

Das siegreiche Team aus Schleswig-Holstein<br />

Sattel von ‚Chaccmo’ hinter Markus<br />

Terhechte (Westfalen) mit ‚Eldorado<br />

137’ in der Einzelwertung des S*-<br />

Springens auf Platz 2.<br />

Alia Knack und Marvin Jüngel<br />

in den Finalprüfungen vorne<br />

Am Sonntag ging es für die Besten der<br />

Besten im Parcours dann um Siege und<br />

Platzierungen in den Finalprüfungen<br />

der Kleinen und Großen Tour. Dabei<br />

wurde es zuerst für die 39 Teilnehmer<br />

im Kleinen Finale ernst, von denen<br />

sich 6 Paare für das Stechen qualifizieren<br />

konnten. Hier war es Marvin Jüngel<br />

vom Landesverband Sachsen der mit<br />

‚Give it to me’ den von Marco Behrens<br />

und Axel Kögler gebauten Parcours in<br />

fehlerfreien 35,67 Sekunden am schnellsten<br />

bewältigte. Am dichtestes dran<br />

war Johannes Brodhecker aus Hessen.<br />

Im Sattel von ‚Freezy Boy’ ritt er nach<br />

36,43 Sekunden durch’s Ziel und verwies<br />

Zoe Osterhoff (Westfalen) mit<br />

‚Hawaii - S’ (0/39,65) auf Platz 3.<br />

Großes Pech hatten die beiden<br />

Mannschaften vom Landesverband<br />

Hannover, die am Ende die Plätze 10<br />

und 11 belegten. Allerdings sprang<br />

Mylen Kruse vom RV Zeven im<br />

Marvin Jüngel und ‚Give it to me’<br />

11<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 11 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Regionaler Turniersport<br />

Am Nachmittag wurde es dann<br />

für die 29 Finalisten im Finale der<br />

Großen Tour ernst. Hier wartete ein<br />

anspruchsvolles S**-Springen auf die<br />

Teilnehmer, das 7 Paare ohne Fehler<br />

bewältigen konnten. In der spannenden<br />

Entscheidung, in der nur Alia Knack<br />

aus Baden-Württemberg mit ‚Campari<br />

295’ sowie die beiden Hessen Andreas<br />

Gutberlet auf ‚Chapeau 21’ und<br />

Lucas Wenz im Sattel von Pokerface<br />

BL erneut fehlerfrei blieben, legte<br />

Wenz eine rasante Runde in 41,11<br />

Sekunden vor. Doch bereits der nächste<br />

Starter, Andreas Gutberlet, war einen<br />

Wimpernschlag schneller. Und auch<br />

die 40,17 Sekunden sollten nicht zum<br />

Sieg reichen. Denn Alia Knack, die<br />

bereits 2017 das Finale der Großen<br />

Tour bei der Jugend-Challenge für<br />

sich entscheiden konnte, war in 39,85<br />

Sekunden zu Hause.<br />

„Die weite Anreise nach Verden hat<br />

sich wirklich gelohnt. Die Jungs vor mir<br />

waren ziemlich schnell, aber ich weiß,<br />

dass ‚Campari’ im Stechen alles gibt<br />

und extrem schnell in den Wendungen<br />

ist“, freute sich die strahlende Siegerin.<br />

Beste hannoversche Reiterin war<br />

Mylen Kruse mit ‚Chaccmo’ auf Platz<br />

5.<br />

Alia Knack und‚Campari 295’<br />

Übrigens: Besonders<br />

in der Dressur waren<br />

die Nachwuchsreiter<br />

aus dem PSV<br />

erfolgreich<br />

unterwegs. So<br />

gewann Anna<br />

Derlien mit ‚Holly<br />

Golightly’ das Finale der Junioren<br />

Dressurreiter Klasse M** und Lily<br />

Bendig, die erst vor kurzem aus dem<br />

LV Berlin-Brandenburg in den PSV<br />

Hannover gewechselt ist, konnte mit<br />

‚Boscolo’ das Finale der Jungen Reiter<br />

für sich entscheiden.<br />

Mylen Kruse und ‚Chaccmo’ waren erneut erfolgreich<br />

12<br />

Madlen Boy und ‚Charlet-Blue‘ auf dem Sprung zum Sieg<br />

in der 2. Children-Wertungsprüfung.<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 12 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Doch nicht nur aufgrund der Erfolge<br />

der hannoverschen Nachwuchsreiter<br />

zog der stellvertretende Vorsitzende<br />

des PSV Hannover Klaus Oetjen, der<br />

gemeinsam mit Waltraud Böhmke,<br />

Britta Grollimund und Erika Putensen<br />

die Turnierleitung inne hatte, ein<br />

durchweg positives Fazit. „Wir konnten<br />

die Abläufe der Jugend-Challenge<br />

20<strong>19</strong> noch verbessern, zum Beispiel<br />

durch Britta Grollimunds Whatsapp-<br />

Einen besonderen Höhepunkt bei der<br />

24. Jugend Challenge bildete auch 20<strong>19</strong><br />

das Bundesnachwuchschampionat<br />

der Ponyreiter, das zu den<br />

wichtigsten Prüfungen in Richtung<br />

Leistungssport zählt. Hier ging es<br />

dann für 20 Ponyreiter, die sich bei<br />

einem 3-tätigen Auswahllehrgang<br />

am DOKR- Bundesleistungszentrum<br />

in Warendorf unter der Leitung von<br />

Bundestrainerin Cornelia Endres<br />

für den Start in Verden empfehlen<br />

konnten, in 2 Wertungsprüfungen der<br />

Klasse L um die begehrte Schärpe. Am<br />

Ende war Julie Sofie Schmitz-Heinen<br />

nicht zu schlagen. Dabei überzeugte<br />

die 12-jährige Rheinländerin nach<br />

dem Sieg in der 1. Wertungsprüfung<br />

(8,2) die Richter besonders in der 2.<br />

Wertungsprüfung, die sie mit Abstand<br />

gewann (8,6)<br />

Und auch Heike Kemmer, die am<br />

Sonntag alle Prüfungen ausführlich<br />

kommentierte und den jungen Reitern<br />

viele motivierende Tipps mit auf den<br />

weiteren sportlichen Weg gab, hatte<br />

viel Positives zu sagen. „Du hast ein<br />

sehr imposantes Pony, das viel her<br />

macht. Uns hat deine Übersicht beim<br />

Prüfungsreiten sehr gefallen. Bei der<br />

Halsung deines Pferdes ist es gar nicht<br />

so einfach, ihn korrekt mit der Nase<br />

vor der Senkrechten zu reiten und<br />

dabei mit dem Sitz nicht in Rücklage<br />

zu geraten. Das hast du super gelöst<br />

und eine sehr gute Galopptour gezeigt<br />

mit akzentuiertem Mittelgalopp. Der<br />

Sitz ist dabei immer im Lot.“ Eine<br />

Aussage, die auch die Bundestrainerin<br />

der Ponydressurreiter, Cornelia Endres,<br />

bestätigen kann. Schließlich sieht sie für<br />

die Siegerin eine sehr gute Perspektive<br />

Regionaler Turniersport<br />

Gruppe für die Mannschaftsführer<br />

des Landesverbände, die blitzschnelle<br />

Kommunikation von Änderungen ermöglichte.<br />

Es gab außerdem eine mittigen<br />

Abgrenzung durch Fangständer<br />

in Vorbereitungshalle Springen, die ein<br />

Queren an den Sprüngen verhinderte<br />

und den Teilnehmern, die frisch aus der<br />

Prüfung kamen die ganze Bahn zum<br />

Abtraben frei machte. Dafür gab es viel<br />

positives Feedback. Es war insgesamt<br />

Bundesnachwuchschampionat der Ponydressurreiter<br />

Julie Sofie Schmitz-Heinen holt den Titel<br />

für das große Viereck: „Julie Sofie ist<br />

ein tolles Talent. Sie sitzt nicht nur<br />

unheimlich korrekt im Sattel, sondern<br />

zeigt auch eine sehr schöne reiterliche<br />

Einwirkung. ‚Carlos WE’ ist ein Pony,<br />

das eben auch gut geritten werden<br />

will.“<br />

Dabei sitzt die frisch gekürte<br />

Bundesnachwuchschampionesse erst<br />

seit Anfang des Jahres im Sattel des<br />

mütterlicherseits über Donnerhall<br />

gezogenen Hengstes und zeigte sich<br />

entsprechend überrascht. „In Ankum<br />

hatten wir schon mal eine 8,8 in der<br />

L-Dressur bekommen, aber mit diesem<br />

Erfolg hier in Verden hätte ich wirklich<br />

nicht gerechnet“, strahlte Julie Sofie, die<br />

an ihrem Pony „einfach alles“ schätzt:<br />

„Am tollsten ist sein Trab zu reiten, aber<br />

auch sonst verstehen wir uns super. Er<br />

ist sehr lieb, aber manchmal auch ein<br />

richtiger Quatschkopf und stellt ab und<br />

zu Unsinn im Stall an.“<br />

Übrigens: Mit ihrem zweiten Pony<br />

‚Design du Jade’ hat die Rheinländerin<br />

noch ein weiteres Pony, mit dem sie<br />

2020 sportlich zusätzlich durchstarten<br />

kann.<br />

Rang 2 ging an Mya Leni Finke<br />

aus Westfalen, die mit ihrer<br />

kleinen, eleganten Welsh B Stute<br />

‚Moelview Charm’ auch in beiden<br />

Wertungsprüfungen Platz 2 belegt hatte.<br />

„Das war eine sehr<br />

saubere Prüfung. Im<br />

Mitteltrab hast du<br />

alles gegeben und<br />

auch sonst keine<br />

Punkte liegen lassen.<br />

Es war einfach eine<br />

Vechelder Str. 44<br />

eine sehr harmonische Jugend-Challenge<br />

in diesem Jahr mit super Stimmung<br />

rundherum und sportlich besten<br />

Bedingungen.“<br />

K.B.<br />

Fotos: Tina Pantel<br />

gelungene Prüfung mit feinfühliger<br />

Hilfengebung. Den Sitz ist perfekt in<br />

der Senkrechten“, kommentierte Heike<br />

Kemmer Mya Lenis Leistung im Finale.<br />

Und Cornelia Endres fügte hinzu: „Sie<br />

sitzt wie gemalt auf dem Pony, reitet<br />

sehr saubere Hufschlagfiguren und hat<br />

hier einen tollen Job gemacht.“<br />

Mit exakt den gleichen Noten (7,5<br />

und 8,0) in beiden Wertungsprüfungen<br />

ritten Nele Sophie Lindhorst mit<br />

‚Grenzhoehes Olivier K WE’ aus<br />

dem gastgebenden Landesverband<br />

Hannover und Lilly Marie Collin mit<br />

‚Orchid’s Syria’ gemeinsam auf den<br />

Bronzerang. „Nele hat ein schickes<br />

Pony, das sehr gut gestellt und gebogen<br />

ist mit Höhepunkten im Mittelschritt.<br />

Aber die beste Lektion war das Zügelaus-der-Hand-Kauen-Lassen<br />

bei einem<br />

sehr geschmeidigen und elastischen<br />

Sitz“, lautete der Kommentar für<br />

Nele Sophie Lindhorst. Und auch die<br />

Bundestrainerin lobte: „Nele passt sehr<br />

gut auf ihr Pony und hat mit ihrem<br />

eleganten Sitz auf jeden Fall gute<br />

Perspektiven.“<br />

Doch das war nicht die einzige<br />

Auszeichnung für die Reiterin vom<br />

RV Hermannsburg-Bergen. Sie<br />

wurde vom Jugend-Team aus dem<br />

Pferdesportverband Hannover für gutes<br />

Reiten auf dem Vorbereitungsplatz und<br />

faires Verhalten auch mit dem Fairplay-<br />

Preis ausgezeichnet.<br />

31224 Peine-Woltorf<br />

www.johannes-lieberg.de Tel. 0177 / 443 25 73<br />

13<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 13 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Regionaler Turniersport<br />

Und auch für Lilly Marie Collins Ritt<br />

gab es viel Lob: „Du hast hier schon<br />

beim Einreiten eine super Visitenkarte<br />

abgegeben. Der Sitz ist sehr gut<br />

mitschwingend, und besonders gut<br />

haben uns die einfachen Wechsel<br />

gefallen“, fand Heike Kemmer. „Lilly<br />

hat ein wirklich schönes Pony von<br />

Johanna Kullmann übernommen und<br />

ist in kürzester Zeit bereits toll mit<br />

ihm zusammengewachsen“, so die<br />

Bundestrainerin.<br />

Foto: Tina Pantel<br />

„Ich freue mich jedes Jahr auf dieses<br />

Nachwuchschampionats-Finale und<br />

die zahlreichen talentierten Reiter.<br />

Viele von ihnen schaffen es ganz sicher<br />

im nächsten Jahr bis zur Deutschen<br />

Meisterschaft. Übrigens kommen<br />

einige von unseren erfolgreichen<br />

Europameisterschafts-Teilnehmern<br />

aus diesem Nachwuchschampionat.<br />

Deshalb ist das so eine wertvolle<br />

Prüfung. Schön, dass dieses Jahr so<br />

viele der jüngsten Teilnehmer in den<br />

Medaillenrängen sind. Ganz besonders<br />

danken möchte ich auch Heike Kemmer,<br />

deren jugendliche Kommentare direkt<br />

bei den Reitern, ihren Eltern und den<br />

Heimtrainern ankommen. Heike hat<br />

nicht nur die Prüfung kommentiert,<br />

sondern sie hat auch gleich noch<br />

kostenlosen Reitunterricht erteilt. Das<br />

finde ich ganz super, weil es wertvolle<br />

Tipps sind für die weitere Arbeit.“<br />

K.B.<br />

FN/ Tina Pantel<br />

Bundestrainerin Cornelia Endres (li) und Heike Kemmer gratulieren<br />

Julie Sofie Schmitz-Heinen zum Sieg im Finale des<br />

Bundesnachwuchschampionats der Ponydressurreiter 20<strong>19</strong><br />

Ich lese<br />

DER KLEINE GEORG<br />

weil er informativ und sehr, sehr günstig ist!<br />

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14<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 14 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Pferdesportregionen Aller-Oker und Harzvorland<br />

Erste Regionsmeisterschaften im Vier- und Dreikampf<br />

Am <strong>19</strong>. und 20. Oktober<br />

20<strong>19</strong> veranstalteten die<br />

Pferdesportregionen Aller-Oker<br />

und Harzvorland in Kooperation<br />

ihre ersten Regionsmeisterschaften<br />

im Vier- und Dreikampf. Unter<br />

der Federführung von Sabrina<br />

Wiedemann und Denise Leuwer<br />

konnte den Teilnehmern auch in 20<strong>19</strong><br />

eine gut organisierte Veranstaltung<br />

mit besten Wettkampfbedingungen<br />

geboten werden. Die Teilwertungen<br />

im Schwimmen und Laufen fanden<br />

am <strong>19</strong>.10. in Vechelde im Hallenbad<br />

und auf dem Sportplatz statt. Zum<br />

Reiten hatte dann der Reit- und<br />

Fahrverein Braunschweig am 20.10.<br />

in den Madamenweg eingeladen, wo<br />

die Wettkämpfer eine hervorragend<br />

hergerichtete Anlage vorfanden. Unter<br />

solch guten Bedingungen konnten<br />

natürlich auch gute Leistungen erzielt<br />

werden! Herzlichen Glück- wunsch<br />

an die Sieger und Platzierten!<br />

Die Ergebnisse auf einen Blick:<br />

Vierkampf Einzelwertung Junioren<br />

1. Sina Wendenburg RSG Asse<br />

2. Lea Sophie Dopatka Peine I<br />

3. Gesa Wendenburg RSG Asse<br />

Vierkampf Mannschaftswertung Junioren<br />

1. Peine I MF: Denise Leuwer<br />

Lea Sophie Dopatka, Jette Thieleke,<br />

Carlotta Siegel<br />

2. Peine II MF: Denise Leuwer<br />

Rebecca v. Schreiber, Johanna Schmale,<br />

Alina Brandt<br />

3. Wolfenbüttel III MF: Carolin Meyer<br />

Ann-Cathrin Arndt, Sandra Klapper,<br />

Emma Roß<br />

Vierkampf Einzelwertung Junge Reiter<br />

1. Tom Schulz Wolfenbüttel I<br />

2. Alexandra Platon Wolfenbüttel II<br />

3. Leon Hoffrichter RSG Asse<br />

Vierkampf Einzelwertung Reiter<br />

1. Katja Brammertz Cremlingen III<br />

2. Justine Reuker Fantastic four<br />

3. Maike Kleber Walkemeyer<br />

Regionaler Turniersport<br />

16 Mannschaften und insgesamt 57<br />

Teilnehmer plus Mannschaftsführer<br />

sind in den Wertungen an<br />

den Start gegangen. „Diese<br />

Regionsmeisterschaft war ein voller<br />

Erfolg! Unter den Teilnehmern gab es<br />

natürlich alte Bekannte, aber es ist toll,<br />

dass es auch viele neue Wettkämpfer<br />

gab!“, freut sich Denise Leuwer,<br />

Mitglied des „Kompetenzteams Dreiund<br />

Vierkampf“ der Pferdesportregion<br />

Vierkampf Mannschaftswertung Junge Reiter und Reiter<br />

1. RSG Asse MF: Katharina Steube<br />

Sina Wendenburg, Gesa Wendenburg,<br />

Leon Hoffrichter, Merle Helm<br />

2. Wolfenbüttel I MF: Carolin Meyer<br />

Carlotta Heine, Louisa Jördens,<br />

Tom Schulz,<br />

3. Walkemeyer MF: Cindy Künne<br />

Maike Kleber, Anne Wendling,<br />

Thalia Liersch, Merle Henke<br />

Dreikampf Einzelwertung<br />

1. Paula Hanson Volkmarode II<br />

2. Friederike Zorn Volkmarode will rock it!<br />

3. Amelie Sarah Klapprott Cremlingen I<br />

Dreikampf Mannschaftswertung<br />

Aller-Oker. „Die gesamte<br />

Meisterschaftsveranstaltung hat den<br />

Teilnehmern und Begleitern ganz viel<br />

Spaß gemacht. Ganz großen Dank<br />

an Vicky Pieper und den Reitverein<br />

Cremlingen für die gegebenen<br />

Siegerdecken in den Einzelwertungen!<br />

Und natürlich bedanken wir uns beim<br />

Reit- und Fahrverein Braunschweig,<br />

wo wir so herzlich empfangen und<br />

super verpflegt wurden.“<br />

1. Volkmarode will rock it! MF: Vanessa Schnabel<br />

Anne-Marie Schiller,<br />

Friederike Zorn, Stephanie<br />

Müller, Joyce Hogenboom<br />

2. Volkmarode II MF: Merle Kellermann<br />

Greta Diekmann, Paula<br />

Hanson, Maike Gerz<br />

3. PCH Dörnten II MF: Anke Pieper<br />

Enna Seidel, Lena Gintraut,<br />

Karena Müller, Hannah Schirok<br />

15<br />

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Reit und Fahrverein Hattorf e.V.<br />

Eine Western-Show vom Feinsten!<br />

Am 14. und 15. September 20<strong>19</strong> stand<br />

unter der Leitung von Klaus Hellmann<br />

das 16. EWU-C-Turnier des Western<br />

Reitens auf unserer Reitanlage Hattorf<br />

an, das sich mit über 120 Nennungen<br />

wieder als voller Erfolg erwies. So<br />

zeigten Reiter und Pferd zum Beispiel<br />

beim Ranch Riding und Western<br />

Horsemanship Darbietungen, die von<br />

beiden einiges an Training abverlangten<br />

(alle Ergebnisse unter www.reitvereinhattorf.de).<br />

Für das leibliche Wohl wurde mit<br />

selbstgebackenen Kuchen sowie mit<br />

Bereits gut 2 Wochen nach dem<br />

„Hannover 96-Renntag“ hieß es dann<br />

schon wieder Boxen auf zu spannenden<br />

Galopprennen auf der Neuen Bult.<br />

Denn am Freitag 17.05.20<strong>19</strong> lockte<br />

der After Work-Renntag, bei dem<br />

die aktuell erfolgreichsten Jockeys in<br />

den Sattel stiegen, 4.200 Zuschauer<br />

auf das Gelände des Hannoverschen<br />

Rennvereins, die für einen Umsatz von<br />

144.795,26 Euro sorgten.<br />

‚Baccara Rose’ siegt für die<br />

Galoppgemeinschaft Bad Harzburg<br />

Dabei kam es im Highlight des<br />

Tages, einem Ausgleich 2, zu einer<br />

Überraschung. Hier setzte sich die<br />

von Sascha Smrczek in Düsseldorf<br />

für die Galoppgemeinschaft Bad<br />

Harzburg trainierte ‚Baccara Rose’<br />

unter Bayarsaikhan Ganbat gegen die<br />

beiden auf der Bult trainierten ‚Saxone’<br />

(Martin Seidl/Hans-Jürgen Gröschel)<br />

und ‚Wild Soldier’ (Dominik Moser/<br />

Andrasch Starke) durch.<br />

Regionaler Turniersport/Galoppsport<br />

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wir uns bei unseren<br />

fleißigen Spendern<br />

und Vereinshelfern,<br />

ohne die so<br />

eine gelungene<br />

Veranstaltung nicht<br />

stattfinden würde.<br />

Loana Kutzner<br />

(Pressewart<br />

RuF Hattorf e.V.)<br />

Galopprennbahn Neue Bult<br />

Saison 20<strong>19</strong> bietet tollen Galopprennsport<br />

und ein fulminantes Finale am Renntag der Gestüte<br />

(Peter Schiergen) sowie ‚Itman’ mit<br />

Adrie de Vries (Jens Hirschberger)<br />

durchsetzen konnte.<br />

Bei den Jockeys kamen der gebürtige<br />

Kasache Bauyrzhan Murzabayef sowie<br />

Bayarsaikhan Ganbat zu jeweils drei<br />

Siegen.<br />

Siege für ‚Shafran Mnm’ und ‚Eleni’<br />

in den Listenrennen<br />

Am Pfingstmontag öffnete sich<br />

dann bereits um 11 Uhr erstmals die<br />

Startmaschine. Denn die ersten 6 Rennen<br />

wurden aufgrund der Kooperation mit<br />

dem französischen Wettpartner PMU<br />

live in 12.000 Wettannahmestellen<br />

und 14 Millionen Privathaushalte in<br />

Frankreich übertragen.<br />

Dabei bildeten die beiden mit<br />

25.000,00 Euro dotierten Listenrennen<br />

für Stuten die sportlichen Höhepunkte.<br />

Außerdem sorgte der von Dominik<br />

Moser trainierte ‚Namos’ für einen<br />

Heimsieg im 2. Rennen der Veranstaltung<br />

als er sich unter Wladimir Panov gegen<br />

‚Baron Mayson’ mit Andrasch Starke<br />

Große Freude bei den Mitgliedern der Galoppgemeinschaft Bad Harzburg<br />

über den Sieg von Baccara Rose<br />

16<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 16 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Galoppsport<br />

Hier erlebten die 16.200 Zuschauer<br />

Zuschauer bereits im Großen Preis der<br />

Genossenschaftlichen FinanzGruppe<br />

über 1.400 Meter wie spannend<br />

Galopprennen sein können.<br />

Zuerst sicherte sich die von Werner<br />

Haustein in Bremen für Besitzer aus<br />

Aserbaidschan trainierte ‚Shafran Mnm’<br />

(diese drei Buchstaben stehen für die<br />

Vornamen der Besitzer) den Sieg vor<br />

‚Joplin’ und ‚Adelante’. Dabei lag die<br />

vom eigens eingeflogenen türkischen<br />

Jockey Gökhan Kocakaya gerittene<br />

Favoritin zwar stets in Führung, doch<br />

dann kam ‚Joplin’ unter Cyrille Stefan<br />

förmlich angeflogen und als es über<br />

die Ziellinie ging, war unklar, wer<br />

gewonnen hatte. So musste das Zielfoto<br />

über Sieg und Platzierung entscheiden.<br />

Im Großen Preis der Hannoverschen<br />

Volksbank liefen 4-jährige und ältere<br />

Pferdedamen über 2.000 Meter. Hier<br />

sorgte die von Waldemar Hickst<br />

trainierte und von Cyrille Stefan<br />

gerittene Außenseiterin ‚Eleni’, die<br />

kurzfristig für diese Prüfung genannt<br />

worden war, für eine Überraschung. Sie<br />

gewann vor ‚Edith’, der von Dominik<br />

Moser auf der Neuen Bult vorbereiteten<br />

‚Akua’rella’ und der klaren Favoritin<br />

‚Serena’ aus dem Gröschel-Stall.<br />

Außerdem sorgten die von Hans-Jürgen<br />

Gröschel bzw. Bohumil Nedorostek<br />

trainierten ‚Irida’ und ‚Chesnee’ für 2<br />

Heimsiege.<br />

‚Eleni‘ sorgte für eine Überraschung im GP der Hannoverschen Volksbank<br />

‚Ashrun’ siegt im Großen Preis<br />

der VGH Versicherungen<br />

Bevor die Neue Bult für eine<br />

2-monatige Sommerpause ihre Tore<br />

schloss, stand am 23.06.20<strong>19</strong> noch<br />

einmal spannender Galopprennsport<br />

auf dem Programm. Und da hier u.a.<br />

die letzten Tickets für das IDEE 150.<br />

Deutsche Derby vergeben wurden,<br />

war es nicht verwunderlich, dass<br />

sich Besitzer, Trainingsquartiere und<br />

Jockeys von Rang und Namen ein<br />

Stelldichein auf der Neuen Bult gaben.<br />

Allerdings wartete beim Highlight<br />

des 5. Renntages, einem mit 25.000<br />

Euro dotierten Listenrennen über<br />

2.200 Meter um den Großen Preis<br />

der VGH Versicherungen, eine kleine<br />

Überraschung auf die 6.900 Zuschauer.<br />

Denn der Sieger ‚Ashrun’ lag lange<br />

hinten im Feld und kam erst in der<br />

Zielgeraden immer besser auf. Letztlich<br />

gewann der von Andreas Wöhler<br />

trainierte Hengst unter Jozef Bojko<br />

leicht vor ‚Beam Me Up’ (Markus<br />

Klug/Maxim Pecheur) und ‚Secret<br />

Potion’ (Henk Grewe/Lukas Delozier),<br />

die sich einen harten Kampf lieferten.<br />

2. Höhepunkt der 9-Rennen-Karte<br />

war der Preis der Landschaftlichen<br />

Brandkasse Hannover. In diesem<br />

Ausgleich 2 lag der von Dominik<br />

Moser aufgebotene ‚Wild Soldier’<br />

mit Maxim Pecheur im Sattel bereits<br />

früh im Vordertreffen, schien in der<br />

Zielgeraden aber kurz seinen Platz<br />

verloren zu haben. Letztlich konnte er<br />

sich aber knapp gegen den von Carlos<br />

Das<br />

Ohr<br />

der<br />

Region<br />

DER<br />

KLEINE<br />

GEORG<br />

‚Ashrun’ gewinnt vor Beam Me Up den GP der VGH Versicherungen<br />

17<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 17 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Galoppsport<br />

Henrique gerittenen ‚Lessing’(Stefan<br />

Richter) und seinen Stallkollegen<br />

‚Nordinsky’ unter Wladimir Panov<br />

durchsetzen.<br />

Übrigens: Neue-Bult-Trainer<br />

Moser war bereits zuvor mit ‚Noelani’<br />

(Wladimir Panov) siegreich. Und auch<br />

Hans-Jürgen Gröschel kam zu einem<br />

Heimsieg. Bauyrzhan Murzabayev<br />

steuerte ‚Galahad’ im 3. Rennen des<br />

Tages zum Erfolg.<br />

Glamour-Renntag mit vielen<br />

Überraschungen<br />

Nach einer 2-monatigen Rennpause<br />

hieß es dann am 18.08.20<strong>19</strong> Boxen auf<br />

zum Audi Ascot-Renntag. Und da dieser<br />

Renntag auch als das gesellschaftliche<br />

Highlight der Saison gilt, durften sich<br />

die zahlreichen Zuschauer nicht nur<br />

über zahlreiche Spitzenpferde, sondern<br />

auch über viele Prominente aus Show-<br />

Biz, Politik und Wirtschaft freuen.<br />

Aus sportlicher Sicht handelte es sich -<br />

gerade was die Highlights betraf - um<br />

einen Tag der Überraschungen. Das<br />

beste Beispiel war das Comeback des<br />

Derbysiegers von 2018 ‚Weltstar’ im<br />

Großen Preis der Deutschen Bank AG.<br />

Nach mehr als 1 Jahr Pause wurde der<br />

Favorit unter Maxim Pecheur in dem mit<br />

25.000,00 Euro dotierten Listenrennen<br />

hinter ‚Ladykiller’ (Andreas Wöhler/<br />

Bauyrzhan Murzabayev) und ‚Edith’<br />

(Roland Dzubasz/Jaromir Safar) nur 3.<br />

Und auch im mit 52.000,00 Euro<br />

dotierten Großen Preis des Audi Zentrum<br />

Hannover gab es mit dem Niederländer<br />

‚King’ einen klaren Favoriten. Doch<br />

‚King’ blieb vollkommen ohne Chance.<br />

Letztlich gewann der von Henk Grewe<br />

trainierte ‚Say Good Buy’, der unter<br />

Jockey Carlos Henrique seinem Namen<br />

alle Ehre machte. Ddenn alle Starter<br />

sind bei einer Auktion der BBAG durch<br />

den Ring gegangen. Die Platzgeldränge<br />

erreichten die Münchener Stute<br />

‚Propolia’ (Werner Glanz/Maxim<br />

Pecheur) und ‚König Platon’ (Jens<br />

Hirschberger/Wladimir Panov).<br />

Das 3. Highlight der Veranstaltung, die<br />

Audi e-tron Trophy, gewann ‚Cassilero’<br />

unter Neue-Bult-Jockey Wladimir<br />

Panov. Es war der 18. Erfolg in der<br />

Karriere des 8-jährigen Hengstes.<br />

Und zwar als größter Außenseiter in<br />

diesem Ausgleich 1. „Wenn er Lust hat,<br />

gewinnt er so ein Rennen im Schlaf,<br />

aber er hat eben nicht immer Lust. Er<br />

will es vor allem nass, und das war es<br />

heute ja zu Genüge“, erklärte Trainer<br />

Karl Demme.<br />

Und auch Bult-Trainer Bohumil<br />

Nedorostek war mit ‚Power Jack’<br />

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Vicky Leandros überreichte den Ehrenpreis im GP des Audi Zentrum Hannover<br />

an Carlos Henrique<br />

(Wladimir Panov) bzw. ‚Jin Jin’<br />

( Maxim Pecheur) zweimal erfolgreich.<br />

So durfte sich Rennbahnchef Gregor<br />

Baum am Ende des Glamour-Renntag<br />

über 6.200 Besucher freuen. „Trotz des<br />

schlechten Wetters war die Stimmung<br />

super. Bemerkenswert außerdem, wie<br />

elegant und stilsicher sich die mehr als<br />

70 Teilnehmerinnen am Lady Elegance-<br />

Wettbewerb präsentierten.“<br />

‚Firebird Song’ und ‚Dato’ gewinnen<br />

die Hauptrennen beim Renntag der<br />

Landwirtschaft<br />

Der Landwirtschaftsrenntag stand<br />

ganz im Zeichen von Niedersachsens<br />

Wappentier, dem Pferd. So bevölkerten<br />

am 15.09.20<strong>19</strong> neben den schnellen<br />

Vollblütern auch Friesen, Halbblüter,<br />

Shetlandponies oder Westernpferde die<br />

Neue Bult. Außerdem sorgten ein großer<br />

Bauernmarkt sowie Vorführungen in<br />

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Galoppsport<br />

Oktoberfest-Renntag mit 5 Siegen<br />

von Lokalmatadoren<br />

Bereits 14 Tage später lockte der<br />

Oktoberfest-Renntag trotz regnerischen<br />

Wetters mit einem zünftig bayrischen<br />

und sportlich hochwertigen Programm<br />

5.600 Zuschauer auf die Neue Bult.<br />

Siegerehrung zum GP der Metallbau Burckhardt Metall Glas GmbH mit Rainer<br />

Burckhardt und Familie sowie Jockey Soufiane Saadi, der Stute Firebird<br />

Song und Marie Riesenkampff vom Hannoverschen Rennverein (am Zügel)<br />

der Stroharena und auf dem Geläuf für<br />

ein abwechslungsreiches Programm<br />

außerhalb der 10 spannenden<br />

Galopprennen.<br />

Im ersten Highlight der Veranstaltung,<br />

einem von Stuten bestrittenen<br />

Listenrennen um den Großen Preis<br />

der Metallbau Burckhardt Metall Glas<br />

GmbH, ging es für das internationale<br />

Starterfeld um 25.000,00 Euro. Hier<br />

gab es wenig überraschend den Sieg<br />

eines Gastes. Nachdem sie zu Beginn<br />

der Zielgerade ein bisschen Slalom<br />

gelaufen war, setzte sich die Französin<br />

‚Firebird Song’ aus dem Stall von<br />

Henri-Alex Pantall mit Jockey<br />

Soufiane Saadi sicher gegen ‚Best on<br />

Stage’ aus dem Gestüt Brümmerhof des<br />

Rennvereinspräsidenten Gregor Baum<br />

unter Maxim Pecheur (Peter Schiergen)<br />

und die lange führende ‚Nayala’ mit<br />

Jozef Bojko (Andreas Wöhler) durch.<br />

Die wertvollste Tagesprüfung, ein<br />

mit 52.000,00 Euro dotiertes BBAG-<br />

Auktionsrennen, über 2.000 Meter,<br />

sicherte sich der schon mehrfach<br />

als Talent aufgefallene ‚Dato’ aus<br />

dem Stall von Sascha Smrczek.<br />

Mit Bayarsaikhan Ganbat im Sattel<br />

setzte er sich Start-Ziel gegen das mit<br />

100.000,00 Euro teuerste Pferd ‚Enjoy<br />

The Moon’ (Peter Schiergen/Andre<br />

Best) sowie ‚La Pradera’ (Henk Grewe/<br />

Marco Casamento) durch.<br />

Und auch dieses Mal durften sich die<br />

13.800 Zuschauer über einheimische<br />

Siege freuen. Dabei gewann Bohumil<br />

Nedorostek mit der von Maxim<br />

Pecheur gerittenen ‚Jin Jin’, die bei<br />

ihrem 2. Start zum 2. Mal das Geläuf<br />

als Siegerin verlassen konnte, sowie<br />

Dominik Moser mit ‚Let me know’<br />

unter Wladimir Panov und ‚Luciani’<br />

mit Maxim Pecheur im Sattel.<br />

Dabei standen 2 mit jeweils 25.000,00<br />

Euro dotierte Listenrennen für<br />

Pferdedamen im Mittelpunkt. Im<br />

Grossen Preis der BMW Niederlassung<br />

Hannover sorgte die von Dominik<br />

Moser trainierte ‚Anna Magnolia’ mit<br />

dem Franzosen Julien Guillochon im<br />

Sattel für ein sensationelles Ergebnis.<br />

Die größte Außenseiterin kam erst auf<br />

den letzten Metern an der von Werner<br />

Haustein trainierten ‚Nathan Mnm’<br />

vorbei. Und auch mit der auf den 3.<br />

Platz gelaufenen ‚Amarone’ konnte<br />

nicht gerechnet werden. Schließlich hat<br />

sie in ihrer Karriere noch nie gewonnen.<br />

„Für ‚Anna Magnolia’ hat heute alles<br />

gepasst“, freute sich Dominik Moser.<br />

„Den weichen Boden braucht sie,<br />

wurde zudem gut geritten.“<br />

Den Grossen Preis der<br />

Wohnungswirtschaft über 1.400 Meter<br />

gewann ‚Ghislaine’ aus dem Stall von<br />

Andreas Wöhler, die zumindest zur<br />

erweiterten Gruppe der Favoritinnen<br />

gehörte. Sie setzte sich mit Eduardo<br />

Pedroza im Sattel vergleichsweise<br />

leicht gegen die französische Gaststute<br />

‚Castle of May’ und ‚K Club’ aus dem<br />

Stall von Jens Hirschberger durch.<br />

Satte 5 Heimsiege gab es bei dieser<br />

Veranstaltung: Den Anfang machte<br />

‚Chesnee’ aus dem Quartier von<br />

Bohumil Nedorostek. Nach ‚Anna<br />

<strong>19</strong><br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd <strong>19</strong> 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Galoppsport<br />

Magnolia’ im ersten Highlight<br />

folgte direkt im Anschluss der Sieg<br />

von der von Hans-Jürgen Gröschel<br />

vorbereitete ‚Saxone’, bevor Dominik<br />

Moser mit ‚Shamox’ zu seinem 2.<br />

Treffer kam. Der 3. folgte in der<br />

Abschlussprüfung durch ‚Luciani’. Im<br />

Sattel saß jeweils Neue-Bult- Jockey<br />

Wladimir Panov.<br />

Turf-Feuerwerk<br />

am „Renntag der Gestüte“<br />

‚Anna Magnolia’ und Julien Guillochon<br />

Den GP der Wohnungswirtschaft über 1.400 Meter gewann ‚Ghislaine’. Es<br />

freuen sich (v.lks.) Jockey Eduardo Pedroza, Trainer Andreas Wöhler und Besitzer<br />

Dr. Christoph Bergler<br />

Mit dem Renntag der Gestüte endete<br />

dann traditionell das Rennjahr<br />

auf der Neuen Bult. Dabei wurde<br />

am 27.10.20<strong>19</strong> mit einem Gruppe<br />

III-Rennen und 2 Internationalen<br />

Listenrennen noch einmal ganz<br />

großer Sport geboten.<br />

Dabei bildete der Große Preis der<br />

Mehl-Mülhens-Stiftung, ein mit<br />

25.000,00 Euro dotiertes Listenrennen<br />

für 2-jährige Stuten, den ersten<br />

Höhepunkt des Tages. Und bereits<br />

hier gab es die erste Überraschung.<br />

Denn mit der offensiv gerittenen<br />

‚Paloma Ohe’ aus dem Stall von Jan<br />

Korpas hatten nur wenige gerechnet.<br />

Allerdings saß mit Bauyrzhan<br />

Murzabayev ein Jockey im Sattel,<br />

dem derzeit fast alles gelingt. Für den<br />

um das deutsche Jockeychampionat<br />

kämpfenden Kasachen war es der 200.<br />

Erfolg in Deutschland. Nach einem<br />

spannenden Endkampf belegten<br />

‚Democracy’ (Peter Schiergen/Lukas<br />

Delozier) und ‚Lips Eagle’ (Andreas<br />

Suborics/Filip Minarik) die Plätze 2<br />

und 3.<br />

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Trainer Jan Korpas freut sich über<br />

den Erfolg von ‚Paloma Ohe’<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 20 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Galoppsport<br />

Im Hauptrennen des Tages, dem zur<br />

Gruppe III zählenden, mit 55.000<br />

Euro dotierten Großen Preis des<br />

Gestüts Ammerland für 3-jährige und<br />

ältere Stuten, erlebten die 5.200 dann<br />

eine Sensation. Denn die von Eva<br />

Fabianova aufgebotene ‚Lips Queen’<br />

gewann mit Jozef Bojko zu der Quote<br />

von 57,7 für einen Einsatz von 1 Euro!<br />

Dabei setzte sich die 3-Jährige mit viel<br />

Kampfgeist gegen die von Dominik<br />

Moser vorbereitete ‚Anna Magnolia’<br />

unter Julien Guillochon durch, die<br />

ebenfalls hoch am Wettmarkt stand und<br />

sicherte ihrer Hoppegartener Trainerin<br />

den größten Erfolge ihrer Karriere. Das<br />

3. Platzgeld holte sich ‚Atlanta’ (Dr.<br />

Andreas Bolte) mit Rene Piechulek im<br />

Sattel.<br />

Im 2. Listenrennen, dem ebenfalls mit<br />

25.000,00 Euro dotierten Großen Preis<br />

des Gestüts Röttgen, versuchte sich ein<br />

internationales Starterfeld mit 2 Gästen<br />

aus Frankreich über 1.400 Meter. Hier<br />

gab es einen erwartbaren Erfolg für<br />

die in den weltberühmten Farben von<br />

Godolphin laufende ‚Nashirah’, die<br />

von Henri-Alex Pantall trainiert wird.<br />

Julien Guillochon ritt die 3-Jährige<br />

zu einem sicheren Sieg vor dem sich<br />

beim ersten Versuch in dieser Klasse<br />

bestens verkaufenden, von Andreas<br />

Wöhler trainierten ‚Majestic Colt’<br />

unter Jozef Bojko. 3. wurde ‚Cherry<br />

Lady’, die dem Gestüt Brümmerhof<br />

von Rennvereinspräsident Gregor<br />

Baum gehört und von Peter Schiergen<br />

trainiert wird. Im Sattel saß Lukas<br />

Delozier.<br />

Und auch zum Abschluss der<br />

Rennsaison auf der Neuen Bult gab<br />

es einige Heimsiege zu feiern. Dabei<br />

gab es den ersten Erfolg im 4. Rennen<br />

durch die von Dominik Moser trainierte<br />

‚Akua’maria’. Es ritt Maxim Pecheur,<br />

der 2. um das Jockeychampionat<br />

kämpfende Reiter. Danach sorgten<br />

die vor Ort trainierten Pferde sogar<br />

für eine Dreierwette: ‚Galahad’<br />

gewann mit Carlos Henrique für Hans-<br />

Jürgen Gröschel vor ‚Nordinsky’<br />

(Moser/Wladimir Panov) und ‚Irida’<br />

(Gröschel/Lilli-Marie Engels). Die<br />

Abschlussprüfung gewann Hans-<br />

Jürgen Gröschel mit ‚Igneo’, der von<br />

Filip Minarik geritten wurde.<br />

K.B.<br />

Fotos: Frank Sorge, galoppfoto.de, K.B.<br />

Außenseiterin ‚Lips Queen’ (vorne links) setzte sich auf den letzten Metern<br />

gegen ‚Anna Magnolia’ durch<br />

‚Nashirah’ sicherte sich unter Julien Guillochon<br />

den Sieg im GP des Gestüts Röttgen<br />

Am 13.04.2020 (Ostermontag) heißt es wieder Boxen auf zur Rennsaison 2020<br />

bei der voraussichtlich 10 Renntage auf dem Programm stehen<br />

21<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 21 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Zu Besuch bei Karen Kaczmarek<br />

Wer einmal mit dem Pferdevirus<br />

infiziert ist, wird ihn nicht mehr los.<br />

Das weiß auch Karen Kaczmarek, die<br />

seit <strong>19</strong>76 erfolgreiche Besitzertrainerin<br />

von Galopprennpferden ist. Doch<br />

angefangen hat alles ganz anders.<br />

„Ich bin ja eigentlich aus dem<br />

Vielseitigkeitssport und irgendwann<br />

wurde das eigene Pferd verkauft und ich<br />

habe mich ein bisschen umorientiert“,<br />

erzählt sie. Und da sie auf der<br />

Rennbahn in Bad Harzburg auch schon<br />

mal ein Bauernrennen bestritten hat,<br />

das sie auch gewinnen konnte, war die<br />

Liebe zum Rennsport schnell entfacht.<br />

„Das war dann praktisch der Supergau,<br />

weil ich eben halt Blut geleckt habe.<br />

Dann bin ich durch einen Bekannten<br />

zu Trainer Busch nach Langelsheim<br />

gekommen, der ja Profitrainer war. Der<br />

suchte immer Leute, die die Pferde auch<br />

im Training mit reiten und mit zum<br />

Rennen fahren, sie führen... Da bin ich<br />

so eingestiegen, dass ich dort auch in<br />

der Arbeit mitgeritten bin, dann meine<br />

Amateurrennreiterprüfung gemacht<br />

habe und Amateurrennen geritten bin.“<br />

Irgendwann wuchs in ihr dann der<br />

Gedanke, das eigene Rennpferd auch<br />

selber zu trainieren. Und da Kaczmareks<br />

mit Wiesen und Stall in Bad<br />

Harzburg „schon immer die Möglichkeiten<br />

hatten“, nahm sie an einem Besitzertrainerlehrgang<br />

teil und erwarb<br />

die Lizenz, so dass sie ihr Pferd selber<br />

für sich trainieren konnte. „Diese Lizenz<br />

gilt ja nur für die eigenen Pferde<br />

bzw. für die der Familie. So war das<br />

natürlich wesentlich einfacher“, erzählt<br />

sie.<br />

Dabei hat alles zwar mit 1 Pferd<br />

angefangen, doch über die Zeit hat<br />

sich Karen Kaczmarek „immer so ein<br />

bisschen vergrößert“ und später kam<br />

auch die Zucht hinzu. „Ich hatte mal<br />

eine Stute, die nicht mehr laufen konnte<br />

und habe mit ihr gezüchtet. Aber alles<br />

halt nur im Kleinen. So kam das Eine<br />

zum Andern und da kommt man auch<br />

nicht wieder von weg.“<br />

Allerdings steht zur Zeit „nur“ die<br />

3-jährige ‚Bella Sarah’ bei Karen<br />

Kaczmarek im Training, die sich<br />

aktuell aber in der Winterpause befindet<br />

22<br />

Galoppsport<br />

Von Kindesbeinen an mit dem Pferdevirus infiziert<br />

und erst im Frühjahr 2020 wieder mit<br />

dem Renntraining startet. „Wir machen<br />

das eigentlich so, dass wir nur in den<br />

Sommermonaten laufen lassen. Im<br />

Winter sind ja die Sandbahnrennen<br />

und das ist jetzt nicht sooo unser<br />

Ding. Es ist eben meistens kalt und<br />

ungemütlich und die meiste Zeit waren<br />

das PMÜ-Rennen, die nach Frankreich<br />

übertragen werden und die erst abends<br />

stattfinden. Darum macht es uns mehr<br />

Spaß, im Sommer laufen zu lassen. Da<br />

kann man die Pferde besser trainieren<br />

und die ganzen Möglichkeiten sind<br />

dann besser. Im Winter hat man halt<br />

doch Schwierigkeiten sie auf den Stand<br />

zu bringen, dass sie dann Rennen<br />

laufen können. Jedenfalls mit unseren<br />

Möglichkeiten.“<br />

Doch Winterpause heißt nicht, dass<br />

die Pferde nicht bewegt werden. Denn<br />

„trainieren tut man das ganze Jahr über.<br />

Aber das Letzte, was man braucht, um<br />

bei Rennen zu starten, ist auch von der<br />

Witterung abhängig, dass man auch<br />

vernünftigen Boden hat und nicht Eis<br />

und Schnee“, so die Trainerin. Und<br />

falls das Wetter das Arbeiten draußen<br />

nicht zulässt, steht zum Bewegen „oder<br />

um die Pferde bei Laune zu halten“<br />

auch eine Reithalle zur Verfügung. So<br />

werden die Pferde<br />

über den Winter<br />

jeden morgen<br />

geritten. Denn<br />

alle Pferde von<br />

Karen Kaczmarek<br />

erhalten auch die<br />

Grundausbildung<br />

eines Reitpferdes.<br />

„Ich denke, das ist<br />

ein Vorteil wenn<br />

man das macht,<br />

weil die Pferde<br />

dann auch besser<br />

über den Rücken<br />

geritten werden<br />

und die ganze<br />

Muskulatur des<br />

Rückens wesentlich<br />

besser gearbeitet<br />

wird. Oftmals ist<br />

es ja so, dass die<br />

Pferde von Leuten<br />

geritten werden, die<br />

das ‚reiten’ nicht so bewerkstelligen<br />

können und dadurch die Pferde<br />

eben auch mit Kopf hoch und<br />

durchgedrücktem Rücken gehen<br />

und dann oft Schwierigkeiten<br />

haben. Man liest das ja auch immer<br />

wieder in den Rennberichten ‚...<br />

hatte Rückenprobleme, ... hatte<br />

Rückenprobleme’. So oft, wie man<br />

das hört, muss doch etwas anderes<br />

dahinterstecken und nicht nur, dass das<br />

Pferd Rennen läuft, sondern auch die<br />

Art, wie es trainiert wird.“<br />

Dabei legt die Trainerin aber nicht nur<br />

Wert auf eine solide Grundausbildung<br />

ihrer Pferde, sondern auch auf viel<br />

Abwechslung in der Arbeit. So werden<br />

die Pferde im Winter auch über<br />

Stangen geritten, damit sie einfach mal<br />

etwas anderes machen. „Das die Pferde<br />

hingucken, dass sie Aufmerksam sind,<br />

sie die Füße hoch nehmen und die<br />

Stangen auch mal einschätzen müssen.<br />

Die werden dann in verschiedenen<br />

Abständen gelegt. Außerdem ist das<br />

vorwärts/abwärts über Stangen treten<br />

auch für die Rückenmuskulatur gut, die<br />

dadurch aufgebaut und gestärkt wird“,<br />

erklärt Kaczmarek. Übrigens: Es gibt<br />

einige Trainer, die ihre Pferde im<br />

Training mal springen, obwohl es keine<br />

‚Bella Sarah’ mit Maxim Pecheur<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 22 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Hindernispferde sind. „Das wird gerne<br />

mal gemacht, damit die Pferde mal<br />

was anderes sehen und ein bisschen<br />

aufmerksamer werden.“<br />

Doch was macht eigentlich den<br />

Unterschied zwischen Besitzer- und<br />

Profitrainer aus? Die Antwort ist laut<br />

Detlev Kaczmarek ganz einfach. „Der<br />

Profitrainer macht das beruflich, das ist<br />

sein Alltag. Der Beitzertrainer hat nur<br />

Galoppsport<br />

wenige Pferde ‚mit Famileinschluss’<br />

und kümmert sich ganz anders um die<br />

Pferde, als in einem Rennstall. Das ist<br />

bei einem Profitrainer, der ja auch viel<br />

wirtschaftlicher denken muss, gar nicht<br />

möglich. Da steht auch ein bisschen der<br />

Druck der Besitzer dahinter, ein bisschen<br />

Ertrag zu haben. Das ist eigentlich in<br />

der Regel bei Besitzertrainern nicht der<br />

Fall.“ Doch eines sollte allen bewusst<br />

sein: Mit Rennpferden kann man kein<br />

Geld verdienen. Aber sie bringen viel<br />

Spaß!<br />

Und auf diesen Spaß freuen sich auch<br />

Karen und Detlev Kaczmarek, wenn<br />

sie im Frühjahr 2020 wieder mit<br />

dem Renntraining für ‚Bella Sarah’<br />

anfangen.<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

Karen Kaczmarek mit ‚Amazing Boy’ und ‚Bella Sarah’<br />

Der Besitzertrainer - Galopprennpferde selbst trainieren<br />

Um Galopprennpferde selbst zu<br />

trainieren, muss man weder kuweitischer<br />

Scheich noch britische Königin sein.<br />

Denn jeder Rennpferde-Besitzer, der<br />

genügend Horsemanship mitbringt,<br />

kann eine Trainerlizenz erwerben.<br />

„Jeder, der genügend Pferdeerfahrung<br />

mitbringt und sich mit den Spielregeln<br />

des Rennsportes vertraut gemacht<br />

hat, kann Besitzertrainer werden“,<br />

so passend formulierte es das 2014<br />

verstorbene Ehrenmitglied des<br />

Vereins Deutscher Besitzertrainer,<br />

Hans-Heinrich Jörgensen. So kann<br />

man eine Besitzertrainerlizenz<br />

erhalten, wenn man dem Verein<br />

Deutscher Besitzertrainer angehört<br />

und mit Bestehen der Trainerprüfung<br />

nachgewiesen hat, dass man nach<br />

seinen fachlichen und allgemeinen<br />

Kenntnissen, nach seinem praktischen<br />

Geschick und dem gesamten Bild seiner<br />

Persönlichkeit die Fähigkeit besitzt,<br />

Pferde fachgerecht zu trainieren und<br />

einen Trainingsbetrieb selbstständig<br />

zu führen. Allerdings kann man mit<br />

einer solchen<br />

Besitzertrainer-<br />

Lizenz nur die<br />

Pferde der eigenen<br />

Familie trainieren,<br />

einschließlich denen<br />

der Eltern, Kinder<br />

und Geschwister.<br />

Und auch das<br />

Training von bis<br />

zu 5 gepachteten<br />

Pferden ist möglich,<br />

denn nach der<br />

Rennordnung gilt<br />

der Pächter als<br />

Besitzer.<br />

Alle Informationen zum Thema<br />

Besitzertrainer gibt es unter<br />

www.verein-deutscher-besitzertrainer.de.<br />

23<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 23 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Übrigens: Der Verein Deutscher<br />

Besitzertrainer, dem ca. 400 Mitglieder<br />

angehören, unterstützt Rennvereine<br />

bei Ausrichten von Rennen und hat es<br />

sich zum Ziel gesetzt, Besitzertrainer<br />

die Chance zu geben, etwas Geld zu<br />

verdienen. So fand in diesem Jahr<br />

bereits zum 4. Mal der Besitzertrainer-<br />

Cup statt. Hier konnten Besitzertrainer<br />

an 6 Wertungsrenntagen Punkte<br />

sammeln, die am Ende über Sieger<br />

und Platzierte entscheiden. Ein toller<br />

Anreiz, schließlich warteten 1.000,00<br />

Euro, 500,00 Euro, 300,00 Euro bzw.<br />

200,00 Euro auf die an 1. - 4. Stelle<br />

Platzierten und auch die Besitzertrainer<br />

auf den Plätzen 5 - 10 durften sich über<br />

jeweils 100,00 Euro freuen.<br />

Galoppsport<br />

sowie Annick Gratz und Lucien W.<br />

J. van der Meulen, die sich mit je 25<br />

Punkten Rang 3 teilten.<br />

K.B.<br />

Foto: Detlev Kaczmarek<br />

In diesem Jahr war der Sieg Anna<br />

Schleusner-Fruhriep aus Mecklenburg-<br />

Vorpommern nicht zu nehmen. Mit 48<br />

Punkten sicherte sie sich die 4. Auflage<br />

vor Matthias Schwinn (38 Zähler)<br />

24<br />

Anna Schleusner-Fruhriep (rechts) freut sich bei der Siegerehrung<br />

im Besitzertrainer-Cup 20<strong>19</strong> durch die 1. Vorsitzende des Vereins Deutscher<br />

Besitzertrainer Karen Kaczmarek über den Gesamtsieg<br />

WM Zweispänner in Drebkau<br />

Bronze für Deutschland - Sandro Koalick wird Vize-<br />

Weltmeister<br />

Nach dem die Vierspännerfahrer<br />

bereits im August in Donaueschingen<br />

um Medaillen bei den<br />

Europameisterschaften kämpften, war<br />

Deutschland im September erneut<br />

Austragungsort für ein internationales<br />

Championat. Denn in Drebkau in der<br />

Nähe von Cottbus fand erstmalig eine<br />

Weltmeisterschaft der Zweispänner<br />

statt. So trafen sich vom 12. - 15.09.20<strong>19</strong><br />

die besten Zweispännerfahrer aus<br />

24 Nationen, von denen 16 eine<br />

Mannschaft stellten, auf der Anlage des<br />

Reit- und Fahrvereins „Am Schlosspark<br />

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Raakow“, um ihre neuen Titelträger<br />

zu küren. Klar, dass sich das Team<br />

von Cheftrainer Karl-Heinz Geiger,<br />

dass in Lipica 2017 Vize-Weltmeister<br />

geworden war, Einiges vorgenommen<br />

hatte. „Wir wollen natürlich eine<br />

Medaille mit der Mannschaft und in der<br />

Einzelwertung am besten auch“, so das<br />

Ziel von Geiger. Und dieses Ziel wurde<br />

erreicht. Dabei hatten Sandro Koalick,<br />

Arndt Lörcher und Lars Schwitte<br />

bereits nach der Dressur gut im Rennen<br />

gelegen. „Wir haben die besten beiden<br />

Dressurergebnis fürs Team, das ist<br />

schon mal sehr gut gelaufen“, freute<br />

sich Geiger und fügte hinzu „Mit<br />

Platz zwei haben wir jetzt eine gute<br />

Ausgangsposition.“<br />

Und auch nach dem Gelände lag<br />

die deutsche Mannschaft hinter<br />

Titelverteidiger Ungarn und ganz knapp<br />

vor den Niederländern auf Silberkurs.<br />

Außerdem drehte Sandro Koalick nach<br />

seiner starken Dressur auch eine tolle<br />

Runde durch die aufwändig gestalteten<br />

und teilweise recht spektakulären 8<br />

Hindernisse. Hier belegte er Platz 7 und<br />

lag auch in der Kombinierten Wertung<br />

auf (Silber)Medaillenkurs.<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 24 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Arndt Lörcher<br />

Nicht so rund lief es dagegen für<br />

seinen Teamkollegen Arndt Lörcher<br />

vom FahrSV Fümmelse e.V., der als<br />

1. deutscher Fahrer am Morgen in die<br />

Hindernisse gestartet war. Er hatte<br />

Probleme mit seinen Pferd ‚Grimbo’<br />

und Fehler in den Hindernissen 3 und<br />

7. „Unser Plan, dass Arndt ein gutes<br />

Geländeergebnis fürs Team liefert<br />

ist leider nicht<br />

aufgegangen“,<br />

ärgerte sich<br />

Bundestrainer<br />

Geiger. „Und dass<br />

Lars kein Top-<br />

Geländeergebnis<br />

fürs Team liefert<br />

war vorher klar,<br />

trotzdem hatten wir<br />

jetzt doch noch ein<br />

bisschen gehofft“,<br />

erklärte er. Lars<br />

Schwitte ist Dressur-<br />

Spezialist und hatte<br />

mit Platz 3 in der<br />

Dressur für die<br />

gute Ausgangslage<br />

der deutschen<br />

Mannschaft gesorgt.<br />

Im abschließenden<br />

Hindernisfahren wurde es dann noch<br />

einmal richtig spannend. Allerdings kam<br />

der erste deutsche Mannschaftsfahrer<br />

Arndt Lörcher mit 10,62 Strafpunkten<br />

ins Ziel. „Ich hätte von Anfang an mehr<br />

Grundtempo fahren müssen, denn am<br />

Ende konnte man die Zeit nicht mehr<br />

wieder reinholen<br />

und als dann auch<br />

noch der zweite Ball fiel, fehlte mir<br />

auch der Mut, auf noch mehr Risiko<br />

zu fahren“, so Lörcher. Und da auch<br />

Lars Schwitte keine fehlerfreie Runde<br />

gelang, 2 Bälle fielen und Strafpunkte<br />

für Zeitüberschreitung, bedeuteten 6,35<br />

Punkte, die auch für die Mannschaft<br />

zählten, rutschte das deutsche Team auf<br />

den Bronzerang (312,55 Punkte) ab.<br />

Denn die ganz dicht dahinter liegenden<br />

Niederländer brachten einen Fahrer<br />

fehlerfrei und einen mit 3 Strafpunkten<br />

ins Ziel und kamen so am Ende<br />

auf 310,32 Punkte. Neuer und alter<br />

Weltmeister ist Ungarn.<br />

Zusätzlich zur Mannschaftsbronzemedaille<br />

sicherte sich Lokalmatador<br />

Sandro Koalick in einem spannenden<br />

Herzschlag-Finale noch die Silbermedaille<br />

in der Einzelwertung. Dabei<br />

führte Martin Hölle aus Ungarn, der<br />

bereits sowohl die Dressur als auch<br />

das Gelände gewonnen hatte, mit rund<br />

15 Punkten Vorsprung. Doch nach<br />

dem beim Titelverteidiger 3 Bälle am<br />

Boden lagen und auch noch die Uhr<br />

für die Zeitüberschreitung lief, rückte<br />

der WM-Titel für Koalick doch noch<br />

Reitsportmosaik<br />

Martin Hölle war auch in Drebkau nicht zu schlagen<br />

25<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 25 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Reitsportmosaik<br />

in greifbare Nähe. Am Ende kam Hölle<br />

mit 14,49 Punkten ins Ziel und sicherte<br />

sich mit insgesamt 148,81 Punkten in<br />

der Kombinierten Wertung erneut den<br />

Weltmeistertitel vor Sandro Koalick<br />

mit 149,49 Punkten.<br />

„Sandro hat in allen drei Disziplinen<br />

hier super Leistungen gebracht, am<br />

Ende hat sogar nur noch eine Nuance<br />

zum Weltmeister-Titel gefehlt“, lobte<br />

Cheftrainer Karl-Heinz Geiger.<br />

„Die Pferde waren super, zuhause zu<br />

26<br />

Sandro Koalick<br />

Der Deutsche Vierspännersport<br />

hat eine großartige Bilanz in<br />

diesem Jahr vorzuweisen. Erstmals<br />

wurde ein Team aus Deutschland<br />

Mannschaftseuropameister. Um den<br />

Vierspännersport als Aushängeschild<br />

des Fahrsportes weiter zu fördern<br />

und zu unterstützen, taten sich einige<br />

fahrsportaffine Sponsoren zusammen<br />

und hoben unter der Federführung<br />

der Firma Tempoline Pferdesport<br />

GmbH ein neues Vierspänner<br />

Team aus der Taufe. Mit den<br />

Firmen Schmidt Sporthandschuhe,<br />

Fleck Peitschen, Haas Bürsten,<br />

Ensinger Mineralbrunnen, Straub-<br />

Verpackungen und der Firma<br />

Tisoware ist schon jetzt zu Beginn<br />

dieser Maßnahme ein sehr bekannter<br />

und vielseitiger Firmenkreis in<br />

diesem Sponsorenpool vertreten. Auf<br />

weitere Beteiligungen wird von den<br />

Organisatoren gehofft.<br />

Mit den beiden Europameistern<br />

Michael Brauchle und <strong>Georg</strong> von<br />

fahren ist immer<br />

schwieriger, aber<br />

ich habe die<br />

ganzen Zuschauer<br />

hier versucht<br />

auszublenden“,<br />

sagte der neue<br />

Vize-Weltmeister<br />

Sandro Koalick.<br />

Bronze geht an den<br />

Niederländer Stan<br />

van Eijk (155,33<br />

Punkte).<br />

„Bei einer WM mit<br />

24 Nationen Bronze<br />

zu gewinnen, ist<br />

schon toll“, freute<br />

sich Cheftrainer Karl-Heinz Geiger.<br />

„Bei der Entscheidung, wer im<br />

Team fährt, haben wir uns für Arndt<br />

entschieden, weil er in der laufenden<br />

Saison sichere Geländeleistungen<br />

gebracht hat und wir ihn daher vor<br />

allem als Geländefahrer mit in die<br />

Mannschaft genommen haben. Aber<br />

das war einfach nicht sein Wochenende,<br />

aber im Nachhinein ist man leider<br />

immer schlauer“, so Geiger.<br />

Und auch der deutsche Equipechef<br />

Fritz Otto-Erley lobte die WM: „Das<br />

war eine ganz tolle Veranstaltung. Was<br />

Torsten und Sandro Koalick hier mit<br />

ihrem Team auf die Beine gestellt haben,<br />

macht es nachfolgenden Veranstaltern<br />

von Fahrsport-Championaten schwer,<br />

dieses Level noch einmal zu erreichen.<br />

Die sportlichen Bedingungen waren<br />

top, toll gestaltete Hindernisse und<br />

dann noch ein Rahmenprogramm<br />

mit Mittelaltermarkt, Konzerten und<br />

Oktoberfest, so dass die WM zu einem<br />

großartigen Event für Fahrer und für<br />

die ganze Region hier geworden ist.<br />

Man hatte das Gefühl, der ganze Ort<br />

ist auf den Beinen und außerdem war<br />

es ein Familienfest des deutschen<br />

Fahrsports, denn Fahrsport-Fans aus<br />

ganz Deutschland waren hier“, so das<br />

Fazit des Equipechefs.<br />

K.B.<br />

Fotos: Elke Schulze<br />

Neues Vierspänner Team mit Markus Stottmeister gegründet<br />

Stein sowie dem hoffnungsvollen<br />

Nachwuchstalent Markus Stottmeister<br />

ist es den Organisatoren gelungen hoch<br />

motivierte Fahrteams von exzellenter<br />

Qualität in diese Idee einzubinden.<br />

Gerade Markus Stottmeister hat in<br />

den letzten Jahren eine großartige<br />

Entwicklung gemacht. Aus dem<br />

Zweispännersport kommend hat er<br />

innerhalb sehr kurzer Zeit sich in der<br />

deutschen Elite der Vierspännerfahrer<br />

etabliert. Er wurde vom Bundestrainer<br />

bzw. vom Fahrausschuss des Deutschen<br />

Olympiadekomitées schon vor einiger<br />

Zeit in den Bundeskader berufen.<br />

Höhepunkt für sein Team und ihn<br />

persönlich natürlich die Nominierung<br />

für die Europameisterschaften in<br />

Donaueschingen in diesem Jahr. Hier<br />

schlug er sich mehr als ehrenwert;<br />

insbesondere in der Dressur und im<br />

Gelände zeigte er topp Leistungen.<br />

Man darf gespannt sein, wie sich<br />

seine weitere sportliche Laufbahn<br />

entwickelt. Großes Talent hat der<br />

junge Mann aus Bösdorf zweifellos<br />

und er wird bei seinem sportlichen<br />

Werdegang von seiner ganzen Familie<br />

großartig unterstützt.<br />

Rudolf Temporini<br />

Foto: Dr. Jürgen Schwarzl<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 26 02.12.<strong>19</strong> 11:15


MUNICH INDOORS 20<strong>19</strong><br />

Mit internationalem Spitzensport und<br />

magischer Show in die Adventszeit<br />

Die MUNICH INDOORS zählen<br />

laut Bundestrainer Otto Becker<br />

zu den „Top-Turnieren mit Top-<br />

Bedingungen“ und haben sich in ihrer<br />

über 20-jährigen Geschichte zu einer<br />

echten Leuchtturmveranstaltung in<br />

Bayern entwickelt, die immer wieder<br />

internationale Spitzenreiter in die<br />

legendäre Olympiahalle zieht. Und<br />

auch in diesem Jahr erklärte Turnierchef<br />

Volker Wulff bereits im Vorfeld:<br />

„Mit unseren stark verbesserten<br />

Bedingungen, der Preisgelderhöhung<br />

um knapp 50.000,00 Euro sowie der<br />

Tatsache, dass lediglich Prag mit den<br />

Play-Offs der Global Champions<br />

League mit uns um die besten Reiter<br />

buhlt, bin ich mir sicher, dass wir<br />

ein sehr hochkarätiges Starterfeld<br />

bekommen”. Er sollte Recht behalten.<br />

Denn auch vom 21. - 24.11.20<strong>19</strong><br />

hatten wieder Olympiasieger, Europaund<br />

Weltmeister ihre Pferde in der<br />

bayerischen Landeshauptstadt gesattelt.<br />

Unter ihnen auch der Niederländer<br />

Jeroen Dubbeldam, der neben Hans<br />

Günter Winkler der einzige Reiter<br />

ist, der sowohl bei Olympia als auch<br />

bei Welt- und Europameisterschaften<br />

die Goldmedaille gewinnen konnte<br />

und somit schon mitten in seiner<br />

reiterlichen Karriere zu einer lebenden<br />

Legende avanciert ist. Außerdem<br />

waren sehr zur Freude von Otto Becker<br />

„viele deutsche Topreiter am Start“,<br />

so dass der Bundestrainer bei seinem<br />

Besuch der MUNICH INDOORS<br />

auch die Form seiner Schützlinge<br />

überprüfen konnte. „Ich beobachte<br />

natürlich auch die aktuelle Form.<br />

Anfang der Woche werden die nächsten<br />

Startgenehmigungen für Frankfurt<br />

vergeben. Da kann sich auch noch<br />

der eine oder andere empfehlen oder<br />

natürlich auch noch raus reiten, wenn<br />

die aktuelle Form nicht stimmt. Ich<br />

nutzte hier die Gelegenheit, mal mit ein<br />

paar Reitern zu reden, mir in Ruhe den<br />

Sport anzugucken, mal ein paar junge<br />

Pferde zu beobachten und auch einfach<br />

verschiedene Springprüfungen, wie zum<br />

Beispiel auch das Bayernchampionat.<br />

Die Reiter, die dort starten, sehe ich ja<br />

sonst nicht so oft. Außerdem bin ich<br />

gerne hier, ich finde die Stadt toll, ich<br />

finde das Turnier toll. Da kommen also<br />

mehrere Dinge zusammen, warum ich<br />

gerne hierher fahre“, erklärte Becker.<br />

Dabei hatten die Veranstalter in diesem<br />

Jahr einige Änderungen vorgenommen.<br />

So wurde der Sport von 3*- auf<br />

4*-Niveau angehoben und mit dem<br />

Bayernchampionat kehrte ein absolutes<br />

Regional-Highlight in die Olympiahalle<br />

zurück. Und diese Änderungen kamen<br />

bei den Teilnehmern richtig gut an.<br />

„Wir haben drei Mal so viele Reiter aus<br />

den besten 250 der Weltrangliste, als im<br />

letzten Jahr“, freute sich Volker Wulff.<br />

„Das bestätigt uns darin, dass wir<br />

den richtigen Weg mit den MUNICH<br />

INDOORS eingeschlagen haben!“<br />

Wahl-Bayer Matthias Bouten<br />

gewinnt den Grand Prix<br />

Den Auftakt zu 4 Tagen Spitzensport<br />

bildeten dann die Dressurreiter<br />

mit einem glanzvollen Grand Prix<br />

de Dressage, der gleichzeitig als<br />

Wertungsprüfung für die Dressurserie<br />

MEGGLE Champion of Honour und<br />

als Qualifikation für die Kür galt.<br />

Hier war der gebürtige Rheinländer<br />

Matthias Bouten, der seit Mai 2018 im<br />

Stall von Toni und Marina Meggle als<br />

Bereiter tätig ist, nicht zu schlagen. Im<br />

Sattel des schmucken dunkelbraunen<br />

Hengst ‚Meggle’s Boston’ verwies<br />

er den einstigen Championatsreiter<br />

Christoph Koschel mit ‚Ballentines’<br />

auf Platz 2. „Es ist schon richtig<br />

weihnachtlich in der Halle, das Licht<br />

ist unheimlich schön und es ist einfach<br />

eine tolle Atmosphäre“, zeigte sich<br />

Koschel begeistert vom Flair in der<br />

Olympiahalle. 3. wurde Lisa Müller<br />

mit ihrem Routinier ‚Birkhof’s Dave’:<br />

„Er hat sich heute noch ein bisschen<br />

versteckt, aber das wird übermorgen<br />

sicher schon besser“, sagte sie mit<br />

Blick auf die MEGGLE Grand Prix<br />

Kür. Und für diese Prüfung hatte<br />

Willkommen<br />

in der modernen<br />

Pferdezucht<br />

Das Niedersächsische Landgestüt Celle<br />

präsentiert<br />

Hengstvorführungen<br />

2020<br />

Verden<br />

Sonntag, 2. Februar, 17.00 Uhr<br />

Verdener Niedersachsenhalle<br />

Ankum<br />

Donnerstag, 13. Februar, <strong>19</strong>.00 Uhr<br />

Reitanlage am See- und Sporthotel Ankum<br />

Adelheidsdorf<br />

Freitag, 21. Februar, 18.00 Uhr<br />

Hengstprüfungsanstalt Adelheidsdorf<br />

Luhmühlen<br />

Donnerstag, 26. März, <strong>19</strong>.00 Uhr<br />

AAZ Luhmühlen<br />

Dobrock<br />

Samstag, 28. März, 14.00 Uhr<br />

Reithalle auf dem Dobrock<br />

Niedersächsisches Landgestüt Celle<br />

www.landgestuetcelle.de · Tel. 0 51 41 / 92 94 -0<br />

27<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 27 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Reitsportmosaik<br />

sich auch Matthias Bouten noch eine<br />

Steigerung vorgenommen: „Es gab<br />

ein paar Kleinigkeiten im Grand Prix,<br />

da hat mich ‚Boston’ ein bisschen<br />

gerettet“, gab der 35-Jährige lachend<br />

zu. „Am Samstag versuche ich diese<br />

Fehler nicht mehr zu machen. Wir<br />

freuen uns wirklich sehr darauf, denn<br />

Samstagabend hier die Kür zu reiten ist<br />

ein echtes Highlight.“<br />

Frederic Wandres gewinnt<br />

2. Grand Prix<br />

Und auch am 2. Turniertag drehte<br />

sich erst einmal alles um die Dressur.<br />

Hier stand der 2. Grand Prix auf dem<br />

Programm, den Frederic Wandres mit<br />

dem 14-jährigen Oldenburger Wallach<br />

‚Westminster’ für sich entscheiden<br />

konnte. „Es war eine super Runde, ich<br />

hatte ein super Gefühl“, kommentierte<br />

der 32-jährige Bereiter auf Hof<br />

Kasselmann, der nicht nur von seinem<br />

Westminster schwärmte, sondern auch<br />

von der Olympiahalle: „Die Halle sieht<br />

hervorragend aus, ich bin das erste Mal<br />

hier und muss ein großes Kompliment<br />

an den Veranstalter machen! Die Halle<br />

ist so schön dekoriert. Ich bin auf<br />

vielen Turnieren und hier ist wirklich<br />

eine sehr schöne Atmosphäre. Hier<br />

kann man sich wirklich wohlfühlen -<br />

als Reiter und als Pferd.“<br />

Platz 2 ging an Nicolas Wagner (LUX)<br />

mit ‚Quater Back Junior FRH’ vor der<br />

britischen Championatsreiterin Emma<br />

Hindle mit ‚Romy del Sol’.<br />

Tobias Meyer fliegt zum Sieg<br />

im Championat<br />

Am Samstagnachmittag stand dann<br />

mit dem Championat der Deutsche<br />

Vermögensberatung AG - DVAG für<br />

die Springreiter der erste Höhepunkt<br />

Frederic Wandres und ‚Westminster’<br />

auf dem Programm. Hier lieferten sich<br />

15 der 56 Teilnehmer eine spannende<br />

Entscheidung, die allemal 4* wert<br />

war. Dabei legte Mario Stevens mit<br />

‚Baloubet’ bereits als erster Starter<br />

richtig gut vor und forderte die<br />

Konkurrenz mächtig heraus. „Ich hatte<br />

einen perfekten Umlauf und auch ein<br />

perfektes Stechen. Es war genau mein<br />

Plan, als erster Starter gut vorzulegen<br />

und die anderen unter Druck zu<br />

setzen“, erklärte Stevens. Und diese<br />

Thomas Hellmann<br />

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Tobias Meyer und seine Erfolgsstute ‚Queentina’<br />

28<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 28 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Thomas Hellmann<br />

Herausforderung nahm Tobias Meyer<br />

als zweiter Starter gleich an. Im Sattel<br />

seiner Erfolgsstute ‚Queentina’ sauste<br />

er mit über eineinhalb Sekunden<br />

Vorsprung ins Ziel. „Ich wusste, als<br />

ich fertig war, dass die anderen sich<br />

jetzt ganz schön beeilen mussten“,<br />

schmunzelte der 31-Jährige und<br />

schwärmte von seiner Sportpartnerin:<br />

„Queentina ist nicht so einfach zu<br />

reiten, aber ich habe einen guten Weg<br />

mit ihr gefunden und schon viel mit ihr<br />

gewonnen. Sie hatte verletzungsbedingt<br />

4 Monate Pause und ist hier wieder<br />

ihr erstes schweres Springen<br />

gegangen. Sie ist sehr vorsichtig und<br />

kämpferisch, das muss man schon<br />

ein bisschen kanalisieren. Deswegen<br />

geht sie auch ganz viel raus auf die<br />

Weide, damit sie gelassen bleibt.“<br />

Platz 3 holte sich Lucas Porter mit<br />

‚C Hunter’. Dabei hatte der 22-jährige<br />

Amerikaner vor dem Einritt ins Stechen<br />

noch Tipps von Jeroen Dubbeldam<br />

erhalten, mit dem sein 3 Jahre älterer<br />

Bruder Wilton und er gemeinsam<br />

trainieren. Denn der Multichampion<br />

hatte seinem Schützling prophezeit:<br />

„Das Stechen hat Tobi schon gewonnen,<br />

also geh nicht das letzte Risiko. Reite<br />

eine schöne, flüssige Runde und spar<br />

die Kräfte lieber für Sonntag.“<br />

Matthias Bouten gewinnt die Kür -<br />

David Will schnappt sich Gold<br />

Doch das Championat war nicht der<br />

einzige Höhepunkt des Samstags. So<br />

lieferte Weltstar Jean-François Pignon<br />

mit seiner aktuellen Show „Black &<br />

White“ wahrhaft magische Momente<br />

bei der MUNICH INDOORS Horse<br />

Gala, bevor für die besten Reiter<br />

des Grand Prix am Donnerstag die<br />

Kür auf dem Programm stand. Hier<br />

war Matthias Bouten erneut nicht zu<br />

schlagen. Dabei überzeugte ‚Meggle’s<br />

Boston’ die Richter auf ganzer Linie<br />

und sorgte dafür, dass sich Bouten<br />

mit persönlicher Bestleistung an<br />

die Spitze des Starterfeldes setzten<br />

konnte. Ein Auftritt, den der Hengst<br />

ganz offensichtlich genoss: „Er<br />

ist kein Macho, aber er weiß, wie<br />

schön er ist“, beschreibt ihn Bouten.<br />

„Zuhause nennen wir ihn ‚den König‘.<br />

Er weiß einfach, dass er der Chef<br />

im Stall ist. Auf Turnieren wächst er<br />

dann regelmäßig über sich hinaus, er<br />

hat einfach eine tolle Einstellung!“<br />

Platz 2 ging an Christoph Koschel<br />

mit ‚Ballentines’ vor Lisa Müller und<br />

‚Birkhof’s Dave’.<br />

Außerdem durfte sich Christoph<br />

Koschel über den Gesamtsieg in der<br />

Serie MEGGLE Champion of Honour<br />

freuen. „Darüber freue ich mich sehr<br />

und kann der Familie Meggle nur ein<br />

großes Lob aussprechen für die Idee<br />

hinter der Serie und natürlich auch ein<br />

ganz großes Dankeschön dafür, so eine<br />

Serie zu unterstützen.“ 2. im Ranking<br />

wurde Jill de Ridder, gefolgt von<br />

Frederic Wandres.<br />

Matthias Bouten und ‚Meggle’s Boston’<br />

Christoph Koschel und ‚Ballentines’<br />

Samstagabend ging es dann für<br />

Starter im traditionsreichen MUNICH<br />

INDOORS Gold Cup, um pures Gold.<br />

Das sicherte sich mit hauchdünnem<br />

Vorsprung David Will auf ‚Primus Vom<br />

Neumühler Hof’ vor Jan Wernke mit<br />

seiner bewährten ‚Queen Mary’ und<br />

dem Schweizer Werner Muff im Sattel<br />

von ‚Jolie v. Molenhof’.<br />

Bevor mit dem Großen Preis der<br />

Deutschen Kreditbank AG am<br />

Sonntag der krönende Abschluss auf<br />

dem Programm stand, bekamen die<br />

zahlreichen Zuschauer allerdings erst<br />

noch einmal glänzenden Dressursport<br />

29<br />

Reitsportmosaik<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 29 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Reitsportmosaik<br />

zu sehen. Hier war die britische<br />

Championatsreiterin Emma Hindle<br />

mit ‚Romy del Sol’ nicht zu schlagen.<br />

Dabei verwies sie Frederic Wandres mit<br />

‚Westminster’ sowie Nicolas Wagner<br />

(LUX) mit ‚Quater Back Junior FRH’<br />

auf die Plätze.<br />

„Die Karten werden immer wieder neu<br />

gemischt. Mit dem Ergebnis bin ich aber<br />

sehr zufrieden, das passt alles. Emma<br />

hatte eine tolle Runde“, fasste Wandres<br />

den Special zusammen und kündigte<br />

an, nächstes Jahr wiederkommen zu<br />

wollen: „Das ist eine hervorragend<br />

schöne, sehr schön geschmückte Halle<br />

mit tollem Publikum. Das lädt zur<br />

Wiederholung ein!“<br />

Guido Klatte flasht sich selbst<br />

in der Olympiahalle<br />

Mit dem Sieg von Guido Klatte<br />

und dem 12-jährigen Hannoveraner<br />

‚Asagan M’ fanden die MUNICH<br />

INDOORS dann einen fulminanten<br />

und hochemotionalen Abschluss.<br />

Dabei hatte der Franzose Edward<br />

Lewy mit ‚Rebeca LS’ als 3. der 13<br />

Stechteilnehmer mit seiner fehlerfreien<br />

Runde in 36,04 Sekunden gut<br />

vorgelegt und erst einmal die Führung<br />

übernommen. Doch bereits kurz<br />

darauf verdrängte ihn Kathrin Müller<br />

im Sattel von ‚Felitia DH’ von der<br />

Spitze. Und auch die 35,68 Sekunden<br />

sollten „nur“ zu Platz 3. reichen.<br />

Denn Guido Klatte blieb mit ‚Asagan<br />

M’ nicht nur fehlerfrei, sondern war<br />

auch über 1 Sekunde schneller. Dann<br />

hatte es Lokalmatador Max Kühner,<br />

der allerdings seit 2015 für Österreich<br />

reitet, mit seinem selbstgezogenen<br />

‚Cornet Kalua’ als letzter Starter in der<br />

Hand gehabt sich den Sieg zu holen.<br />

35,29 Sekunden bedeuteten allerdings<br />

Rang 2.<br />

„Ich hab es wirklich probiert im<br />

Stechen, aber Guido war nicht zu holen<br />

und ich bin auch so super zufrieden mit<br />

dem 2. Platz“, freute sich Kühner.<br />

„Ich kann es gar nicht glauben, damit<br />

hab ich nicht gerechnet“, staunte der<br />

24-Jährige Klatte über diesen bisher<br />

größten Erfolg seiner Laufbahn.<br />

„Eigentlich wollte ich gar nicht so<br />

viel riskieren, aber das Pferd hat super<br />

mitgemacht und dann haben wir es<br />

einfach durchgezogen.“<br />

Und auch Kathrin Müller war hin<br />

und weg, ganz besonders von ihrer<br />

14-jährigen Stute: „Ich habe erst am<br />

Montag erfahren, dass ich hier starten<br />

darf. Ich wusste aber, dass die Stute<br />

super in Form ist und auch, dass<br />

vielleicht hier etwas geht. Hier Platz<br />

3 im Großen Preis zu erreichen ist<br />

wirklich etwas ganz besonderes für<br />

mich“, erklärte Müller, die sich in den<br />

letzten Jahren mehr auf die Ausbildung<br />

junger Pferde konzentriert hatte.<br />

Erfolgreicher Neustart<br />

für die MUNICH INDOORS<br />

Zufrieden und viel mehr zeigte sich<br />

auch Turnierchef Volker Wulff.<br />

„Irgendwie herrschte dieses Jahr<br />

ein anderer Spirit“, erklärte Wulff.<br />

„Wir haben gegenüber den Vorjahren<br />

einen Anstieg der Besucherzahlen zu<br />

verzeichnen und auch einige Sponsoren<br />

dazu gewinnen können, das gilt es nun<br />

weiter auszubauen.“ Eine Aussage,<br />

die auch die Reiter freut. „Ich finde es<br />

stark, dass das Turnier erhalten bleibt.<br />

Wir hatten eine tolle Ausschreibung<br />

Guido Klatte und ‚Asagan M’<br />

und es gab hier gute Preisgelder. Die<br />

Atmosphäre in der Olympiahalle ist<br />

toll und die Halle ist wunderschön<br />

geschmückt“, sagte z.B. Janne<br />

Friederike Meyer-Zimmermann und<br />

erklärte weiter: „Wir brauchen so ein<br />

Turnier wie die MUNICH INDOORS<br />

und hier in der Olympiahalle hat<br />

man doch eine Wahnsinnsplattform,<br />

um sich zu präsentieren. Ich komme<br />

auf jeden Fall sehr gerne wieder.“<br />

20<strong>19</strong> kamen rund 30.000 Menschen<br />

in Münchens legendäre Olympiahalle<br />

um hochklassigen Reitsport, aber auch<br />

die Show des unvergleichlichen Jean-<br />

François Pignon zu erleben.<br />

Übrigens: Tickets für die nächsten<br />

MUNICH INDOORS gibt es ab dem<br />

Frühjahr 2020.<br />

K.B.<br />

Fotos: Stefan Lafrentz<br />

30<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 30 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Das Jahr neigt sich langsam dem<br />

Ende zu und die meisten Turniere sind<br />

inzwischen bestritten. Jetzt sollte man<br />

die ruhigeren Zeiten dafür nutzen,<br />

ehrliches Resümee zu ziehen.<br />

Fachartikel<br />

Rückblick auf die vergangene Turniersaison -<br />

oder warum Feiern von Erfolgen so wichtig ist!<br />

Mit welchen Zielen bin ich in diese<br />

Saison gestartet? Musste ich meine<br />

Ziele anpassen? War eine Kurskorrektur<br />

notwendig? Habe ich meine gesetzten<br />

Ziele erreicht? Oder sogar übertroffen?<br />

Zeichnete sich eine Steigerung der<br />

Leistung im Laufe der Zeit ab? Bin ich<br />

mit dem Verlauf der Saison zufrieden?<br />

Was hat nicht geklappt? Welche Ziele<br />

konnte ich nicht erreichen? Was<br />

für Gründe gibt es dafür? Was für<br />

Maßnahmen und Konsequenzen habe<br />

ich aus dem Nichterreichen meiner<br />

Ziele gezogen? Habe ich mich auf die<br />

Suche nach Ursachen gemacht? Was<br />

hat gefehlt?<br />

Wie gut ist meine mentale Stärke?<br />

Wie gehe ich mit Störungen um? Sehe<br />

ich Fehler als Lernchancen? Gibt es<br />

Glaubenssätze oder negative Erlebnisse,<br />

die mich hindern, mein Ziel zu<br />

erreichen? Gibt es Bewegungsabläufe,<br />

die ich nicht verändert bekomme?<br />

Obwohl alle Spitzensportler sehr<br />

erfolgreich mit Mentaltrainern<br />

zusammenarbeiten, findet das<br />

Mentaltraining langsam Einzug in den<br />

ambitionierten Amateursport. Viele<br />

Reiter unterschätzen die Sensibilität<br />

der Pferde, die nur bei einem mental<br />

starken Reiter, der ihnen Sicherheit<br />

und Führung bietet, volle Leistung<br />

zeigen. Meist reichen schon kleine<br />

Veränderungen und Tipps aus dem<br />

Mentaltraining, seine Leistung deutlich<br />

zu verbessern, so dass sich die Arbeit<br />

mit einem Mentaltrainer schnell<br />

auszahlt.<br />

Nur wer sich ehrlich diese Fragen<br />

beantwortet, kann aus der vergangenen<br />

Saison lernen und dies als Grundlage<br />

für die eigene Weiterentwicklung<br />

nehmen.<br />

Erfolge im Blick<br />

MENTAL COACHING<br />

für punktgenaues Abrufen von Leistungen<br />

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Expertin für Mentale Stärke<br />

im Reitsport<br />

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Satz DER KLEINE GEORG<br />

31<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 31 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Fachartikel<br />

Häufig haben wir unseren Fokus nur<br />

auf die negativen Dinge gerichtet.<br />

Erfolgserlebnisse und Zielerreichung<br />

nehmen wir als selbstverständlich<br />

hin und diese geraten schnell in den<br />

Hintergrund. Dies ist sehr schade,<br />

denn wir können viel Kraft und<br />

Selbstwirksamkeit nicht nur in der<br />

aktuellen Situation, sondern auch im<br />

weiteren Verlauf unser Arbeit daraus<br />

ziehen. Wichtig ist auch, den Erfolg<br />

gebührend zu feiern. Erst wenn man<br />

einen „Lohn“ für seine Mühen und<br />

Arbeit erhält, kann man sich auf Dauer<br />

motivieren.<br />

Ein hochwirksames Tool ist das Vision<br />

Board. Dieses Board kann aus einzelnen<br />

Fotos oder aus einer Pinnwand bzw.<br />

Whiteboard bestehen. Das Vision Board<br />

dient zur Visualisierung von Zielen,<br />

Erfolgen und Zwischenschritten.<br />

Gut sichtbar platziert dient es uns als<br />

Motivation, Weg der Weiterentwicklung,<br />

Respekt, Bestätigung und Quelle<br />

für Selbstbewusstsein und<br />

Selbstwirksamkeit.<br />

Zufriedenheit und Dankbarkeit<br />

Dankbarkeit ist das Gefühl des<br />

Staunens, des Dankbar-Seins und<br />

der Feier des Lebens“, so formuliert<br />

es Robert Emmons (Handbook of<br />

Positive Psychology 2002). Seine<br />

Sattelbedingte Sitzfehler<br />

1. Zu kleiner Sattel<br />

Sitz und Sattel sind heiß diskutierte<br />

Themen in der Reiterwelt. Um zu<br />

verstehen, was ein guter Sattel leisten<br />

soll, muss man sich zuerst der Frage<br />

widmen, was das Werkzeug Sattel<br />

leisten soll. Er soll dem Reiter „den<br />

perfekten Sitz“ ermöglichen. Das Wort<br />

‚ermöglichen‘ ist hier mit bedacht<br />

gewählt. Sitzen muss der Reiter nämlich<br />

noch selbst. Laut der Deutschen<br />

Reiterlichen Vereinigung (FN) ist<br />

„Der ausbalancierte und losgelassene<br />

Sitz die Voraussetzung für korrekte<br />

Hilfengebung und Einwirkung auf das<br />

Pferd.“ Balance und Losgelassenheit<br />

des Reiters werden hier also als<br />

Grundbedingung genannt. Das ist<br />

bemerkenswert, denn in der Praxis liegt<br />

das Hauptaugenmerk oft auf dem Pferd.<br />

32<br />

Untersuchungen haben gezeigt, dass<br />

Menschen, die sich regelmäßig Zeit<br />

für Dankbarkeit und Selbstreflexion<br />

nahmen, mehr positive Gefühle<br />

(Interesse, Begeisterung, Freude, Stolz)<br />

empfanden und sich positive Effekte<br />

auf die Gesundheit zeigten.<br />

Die Übung „Wofür bin ich dankbar?“<br />

lenkt den Blick auf die positiven<br />

Aspekte des Seins. Dazu nimmt man<br />

sich abends Zeit und reflektiert den<br />

Tag. „Was war schön heute? Was habe<br />

ich Schönes erlebt?“ Nachfolgend<br />

sollte man sich die Frage stellen: „Wie<br />

habe ich dazu beigetragen, dass ich das<br />

als positiv erlebt habe?“ Diese Frage<br />

fördert den Perspektivwechsel und<br />

steigert das Selbstwirksamkeitsgefühl.<br />

Mit etwas Abstand betrachtet, ist der<br />

Fehler bei den fliegenden Wechseln<br />

oder das Nicht-Erreichen der nächsten<br />

Leistungsklasse nicht mehr ganz<br />

so dramatisch. Freuen wir uns doch<br />

einfach über ein gesundes und leistungsbereites<br />

Pferd, das gerne mit uns<br />

zusammenarbeitet.<br />

Zufriedenheit stellt sich ein, wenn<br />

unsere Ansprüche und Erwartungen<br />

erfüllt sind. Diese werden maßgeblich<br />

von unserem Denken und unser inneren<br />

Haltung beeinflusst. Obwohl wir für<br />

unsere persönliche Weiterentwicklung<br />

ein gewisses Maß an Unzufriedenheit<br />

Balanciert und losgelassen soll es sein.<br />

Mangelt es daran, wird das Pferd mit<br />

viel Aufwand und Mühe entsprechend<br />

„gearbeitet“. Was aber, wenn sich die<br />

Ursache für mangelnde Balance und<br />

Losgelassenheit auf seinem Rücken<br />

befindet?<br />

Nicht selten ist es der Reiter, der<br />

sein Pferd, unabsichtlich, in der<br />

freien Bewegung hindert und es erst<br />

in Dysbalance bringt, weil er selbst<br />

durch den Sattel eingeschränkt wird.<br />

Daraus folgt, dass ein optimaler Sattel<br />

Bewegung und Balance zulässt. Um<br />

Bewegung zuzulassen, brauchen<br />

Reiter/innen ausreichend Platz im<br />

Sattel. Vier Fingerbreit zwischen<br />

Po und hinterem Sattelkranz sollen<br />

reichen, so die gängige Lehrmeinung.<br />

Die Form der Sitzschale bleibt dabei<br />

besitzen müssen, sollte es immer wieder<br />

Zeitpunkte in seinem Leben geben,<br />

wo man innehält und im Rückblick<br />

zufrieden auf die eigene Leistung<br />

blicken sollte.<br />

Positive Emotionen wie Freude, Stolz,<br />

Zufriedenheit, Dankbarkeit machen<br />

uns freier, offener, versöhnlicher und<br />

zugänglicher. Wenn der Fokus nicht<br />

auf den negativen Gefühlen liegt und<br />

der Mensch nicht auf Kampf oder<br />

Flucht ausgerichtet ist, gibt es Raum<br />

für Neugierde, neue Erfahrungen und<br />

neue Lösungsansätze. Stresssymptome<br />

auf der körperlichen Ebene werden<br />

gemildert, die Kreativität und die Lernbereitschaft<br />

werden gesteigert. Positive<br />

Effekte, die nicht nur förderliche<br />

Auswirkungen auf die Arbeit mit<br />

den Pferden, sondern auch auf die<br />

persönliche Weiterentwicklung haben.<br />

Fazit: Sich und seine Leistung<br />

von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ist<br />

die Voraussetzung für die eigene<br />

Weiterentwicklung. Wer sich zudem<br />

für eine positive und dankbare<br />

Grundhaltung entscheidet und seine<br />

Erfolge feiert, bleibt gelassener, findet<br />

neue Lösungsansätze, ist auf Dauer<br />

motivierter und kann viel Freude und<br />

Selbstbewusstsein durch die Ausübung<br />

seines Sportes erzielen.<br />

Dr. Birgit Harenberg<br />

unberücksichtigt. Moderne Sättel, vor<br />

allem Dressursättel, bieten oft wenig<br />

Fläche und klemmen den Reiter zu sehr<br />

ein.<br />

Die ebene Sitzfläche beträgt manchmal<br />

nur wenige Zentimeter, um dann im<br />

hinteren Bereich steil anzusteigen.<br />

Diese für gutes Reiten manchmal<br />

kontraproduktive Modeerscheinung<br />

soll dem Reiter Sicherheit vermitteln.<br />

Die Erwartung, dass ein guter Sattel<br />

mich, ohne jede eigene Anstrengung<br />

und sofort, in den „richtigen“<br />

Dressursitz setzt, wird in diesem Fall<br />

auf Kosten der Bewegungsfreiheit<br />

von Mensch und Pferd erfüllt. Auch<br />

die in vielen Köpfen fest verankerte<br />

Idee vom „festen“ Sitz als Ideal, ist<br />

kontraproduktiv.<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 32 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Fachartikel<br />

Das vermeintliche Gefühlt von<br />

Sicherheit, geht auf Kosten der eigenen<br />

Beweglichkeit und damit dann auch der<br />

Beweglichkeit des Pferdes.<br />

Durch die steil ansteigende Sitzfläche<br />

finden die Sitzbeinhöcker nicht<br />

auf einer Ebene, sondern auf einer<br />

Schrägen Kontakt zum Sattel. Damit<br />

wird es schwierig, das Becken frei<br />

aufrecht und zu allen Seiten beweglich,<br />

zu positionieren. So Balance und<br />

Losgelassenheit bei sich selbst<br />

zu erreichen wird zumindest sehr<br />

erschwert. Der Reiter kann nicht mehr<br />

mitschwingen. Der Pferderücken<br />

ist dadurch erhöhten Stoßkräften<br />

ausgeliefert, die daraus resultierende<br />

Verspannung hindert elastische<br />

Bewegungen und Losgelassenheit.<br />

Stattdessen wird im Extremfall das<br />

Becken nach vorne gekippt. Richten<br />

Reiter/innen den Oberkörper gegen<br />

diesen Widerstand auf, kommen sie<br />

ins Hohlkreuz. Die zu stark gebogene<br />

Wirbelsäule, zusammen mit dem<br />

gekippten Becken, machen den<br />

Oberkörper starr. Reiter/in und Pferd<br />

stoßen sich gegenseitig in den Rücken.<br />

Verschärft wird das noch durch die nach<br />

hinten rutschenden, verkrampfenden<br />

Beine.<br />

Zum Reiten notwendige (Tiefen-)<br />

Muskulatur wird in solchen Sätteln<br />

nicht entwickelt. Setzt man Reiter, die<br />

Jahre in solchen Sätteln geritten sind, in<br />

einen Flachsitzer mit wenig bis keiner<br />

Pausche und ausreichend Fläche,<br />

fühlen die sich nicht nur verloren. Sie<br />

haben auch wortwörtlich keinen Halt<br />

mehr. Fast verständlich, dass dann doch<br />

lieber schnell wieder zum gewohnten<br />

Tiefsitzer gegriffen wird.<br />

Zum klassischen Tiefsitzer gehören<br />

natürlich auch große Pauschen, die<br />

die Bewegungsmöglichkeiten weiter<br />

einschränken. Sind<br />

die Pauschen zu<br />

groß oder breit<br />

drücken Sie das<br />

Reiterbein nach<br />

hinten. Die Folge<br />

ist ein überstreckter<br />

Sitz. Das Bein kann<br />

nicht mehr federn.<br />

Dr. Josef Kastner ist<br />

Sportwissenschaftler<br />

und Biologe mit<br />

den Spezialgebieten<br />

Bewegungslehre<br />

und Biomechanik<br />

für Pferd und Reiter.<br />

Laut Dr. Kastner<br />

ist „Sitzen“ kein<br />

statischer, sondern<br />

ein dynamischer<br />

Vorgang. „Gut<br />

sitzen“ heißt also<br />

„richtig bewegen“.<br />

Sitztraining sei ein Bewegungstraining.<br />

Daraus folgt, dass Balance etwas ist, das<br />

permanent, in jeder Bewegungsphase<br />

neu gefunden werden muss. Dann<br />

wird es eine fließende gemeinsame<br />

Bewegung. Kastner nennt das treffend<br />

ein „dynamisches pferdegerechtes<br />

Gleichgewicht“. Und das geht nur mit<br />

einem für Pferd UND Reiter passendem<br />

Sattel.<br />

Ulrike Schumacher<br />

Gleichgewichtsverhältnisse lassen sich durch<br />

Druckmessungen objektiv bildlich darstellen.<br />

Die hier beschriebene Konstellation führt<br />

zu vermehrtem Druck hinten.<br />

Satteltest<br />

Nord<br />

Ulrike Schumacher<br />

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33<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 33 02.12.<strong>19</strong> 11:15


4 Monate Planung liegen hinter uns.<br />

Es sollte ein klein gehaltener Tag der<br />

offenen Stalltür mit angrenzendem<br />

Reithallenflohmarkt werden. Doch<br />

schnell wurde klar, dass auf solch<br />

großer Reitsportanlage kein kleines<br />

Event möglich ist.<br />

Zunächst glücklich über 4 Aussteller<br />

Ende Juni rasselten die Anfragen nur<br />

so hinein. Die Idee blieb, das Konzept<br />

jedoch wurde vervielfältigt. Was<br />

wollen wir ?<br />

Familie Klör, stammend aus Winsen<br />

an der Luhe übernahm die Reitanlage<br />

Ende 2017, zusammen mit ihren 3<br />

Kindern erschafften Sie nach und nach<br />

ein kleines Pferdeparadies.<br />

Viele Wochen Planung und<br />

Vorbereitung liegen hinter uns, aber<br />

es hat sich gelohnt, die Besucher<br />

strömten in Scharen herbei. Angeboten<br />

wurde vielschichtige Unterhaltung -<br />

Pferde Gelassenheitstrainer Rainer<br />

Kuboschek demonstrierte an 2 Pferden<br />

sein Motto - Gelassen durch Vertrauen.<br />

Er bietet regelmäßig Kurse auf der<br />

Reitsportanlage an.<br />

Ein Highlight auch für nicht Pferdefans<br />

ist die Equusir Best Box. Tiere und<br />

Menschen scannen, erkennen und<br />

behandeln. Cornelia Höhn fährt die<br />

Reitsportanlage nach Bedarf zur<br />

Therapie an.<br />

Passt der Sattel zu mir und meinem<br />

Pferd? Wie ein Sattel liegen muss und<br />

was zu beachten ist, erklärte Martina<br />

Stöbe an ‚Storm’ und ‚Nina’.<br />

Neben dem abwechslungsreichem<br />

Therapieangebot für Pferde und Hunde<br />

kamen auch die Kleinsten auf ihre<br />

Aus den Vereinen / Personalien<br />

Tag der offenen Stalltür auf der Reitsportanlage Klör<br />

Kosten. Leos Eventschminkerei sorgte<br />

für freche und hübsche Kindergesichter<br />

während auf der Hüpfburg von Ingo<br />

Meyer aus Ahnebeck um die Wette<br />

gesprungen wurde.<br />

Die Reithalle wurde mit Reiterflohmarktständen<br />

und weiteren Ausstellern<br />

wie Kerstin’s Hundekekse, Gut<br />

Hanum, Seifenbrise, Thermomix und<br />

dem Horsedentisten Torsten Bockler<br />

bestückt .<br />

Dank dem buntem<br />

Angebot konnten<br />

bereits einige<br />

Geschenke für<br />

Weihnachten<br />

besorgt werden<br />

. Traumfänger<br />

aus Hufeisen &<br />

Leseknochen<br />

von Hufeisen-<br />

Lesezeichen<br />

( S a b r i n a<br />

Ubben), leckere<br />

hausgemachte<br />

Marmelade der<br />

Fruchtmanufaktur<br />

Altmark oder<br />

equipment vom<br />

MagicTack Mobil.<br />

Für das leibliche<br />

Wohl wurde mit<br />

hausgebackenem<br />

Kuchen, Pizza &<br />

Burger aus Parsau,<br />

Grillgut der Jungen<br />

Gesellschaft Ehra<br />

und Schmalzkuchen<br />

gesorgt .Der<br />

Bio Hof Wegner<br />

versorgte uns mit<br />

Eiern , Eierlikör und<br />

Nudeln.<br />

Werbung in DER KLEINE GEORG<br />

ist Werbung vor Ihrer Haustür, direkt bei Ihren Kunden<br />

Also da, wo Werbung wirkt<br />

Anzeigenannahme unter<br />

0531 / 69 08 64 oder<br />

redaktion@der-kleine-georg.de<br />

Rundum sind wir sehr zufrieden und<br />

werden diese Veranstaltung mit hoher<br />

Wahrscheinlichkeit 2020 wiederholen,<br />

aber zunächst bereiten wir uns auf den<br />

Weihnachtsmarkt auf der Reitsportanlage<br />

vor.<br />

Vielen Dank an den Veranstalter, dem<br />

Organisationsteam und den Helfern vor<br />

während und nach der Veranstaltung.<br />

Text Sabrina Ubben<br />

Fotos Selina Krumschmidt<br />

34<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 34 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Einmal im Jahr veranstaltet der Verein<br />

der Freunde und Mitarbeiter des<br />

Landgestüts Celle den „ Tag des alten<br />

Handwerks“. Ziel ist es, besonders<br />

Kindern und Jugendlichen alte<br />

Handwerkskunst und das Kulturgut<br />

Pferd näher zu bringen. Oder einfacher<br />

gesagt: Heimatkunde der besonderen<br />

Art.<br />

Von 2009 bis 2016 war der Verein auch<br />

zuständig für den weit über Celles Grenzen<br />

hinaus bekannten Weihnachtszaubers.<br />

Seit 2017 hat das Landgestüt diese<br />

Veranstaltung übernommen, denn<br />

allein auf ehrenamtlicher Basis war<br />

das alles nicht mehr zu stemmen.<br />

Aus den Vereinen / Personalien<br />

Highlight beim Handwerkertag in Celle:<br />

Claus Luber und seine Blonden<br />

Doch der Verein unterstützt auch<br />

diesen „Advent im Landgestüt“.<br />

Alle Erlöse des Handwerkermarktes<br />

und der adventlichen Veranstaltung<br />

die der Verein erwirtschaftet fließen<br />

in karitative Projekte. In diesem<br />

Jahr gingen die Erlöse an die<br />

Sprachheilschule in Celle und an die<br />

Handicap Sportgruppe ebenfalls in<br />

Celle.<br />

Doch wie kommt nun Claus Luber ins<br />

Spiel? Bei seinem Auftritt im letzten<br />

Jahr bei den Hengstparaden lernte<br />

er Hauptsattelmeister Fred Müller<br />

und Bettina Wedekind kennen, die<br />

dem Verein vorstehen. Auch bei den<br />

Cavallunareisen gab es immer mal<br />

wieder einen kurzen Zwischenstopp in<br />

Celle und so war es für Claus und Elke<br />

Luber Ehrensache in diesem Jahr mit 4<br />

Hengsten und dem Römerwagen zum<br />

Tag des alten Handwerks anzureisen.<br />

Für die Besucher ein absolutes<br />

Highlight, denn wann kann man schon<br />

einmal so hautnah mit den Akteuren<br />

zusammenkommen?<br />

‚Magic’ v. ‚Tannenberg von Meran’/<br />

‚Amethist’, ‚Waldsee’ v. ‚Wintersturm’/<br />

‚Aurel’, ‚Alonso’ v. ‚Aaron B’ /‚Santos’<br />

und ‚Atego’ v. ‚Atomik’/‚Aaron<br />

B’ ließen die Herzen eines jeden<br />

Pferdefreundes höher schlagen und<br />

waren eine absolute Werbung für die<br />

Rasse Haflinger. Voller Power rasten<br />

sie um die Aschenbahn, doch hatte<br />

man zu keinem Augenblick das Gefühl,<br />

dass Claus Luber nicht Herr der Lage<br />

sei. Und auch ein heftiger Schauer<br />

zwischendurch tat der Begeisterung<br />

keinen Abbruch - gut gelaunt ging es in<br />

die nächste Runde.<br />

Und voll von der guten Sache überzeugt,<br />

sind Claus und Elke Luber nun auch<br />

in den Verein eingetreten und haben<br />

versprochen, diesen beim Advent im<br />

Landgestüt Celle zu unterstützen.<br />

Helferfahrt Braunschweig CLASSICO 20<strong>19</strong><br />

Auch in diesem Jahr hat sich die<br />

LC Agentur traditionell mit einer<br />

Gemeinschaftsaktion bei den<br />

vielen ehrenamtlichen Helfern<br />

bedankt. Es ging in diesem Jahr zum<br />

Wildpferdgehege im Merfelder Bruch,<br />

Nordrhein-Westfalen.<br />

Der Bus startete um 08:30 Uhr am<br />

Samstag, d. 05.10.20<strong>19</strong> vor der Volkswagenhalle<br />

in Braunschweig. Nach einigen<br />

Regentagen hatte Petrus ein Einsehen<br />

mit uns und bescherte uns einen<br />

Sonne-Wolken Mix bei herbstlichen<br />

Temperaturen. Somit war die Stimmung<br />

morgens schon gut.<br />

Gewappnet mit „Lunch-Beuteln“ im<br />

Braunschweig CLASSICO Design für<br />

jeden Teilnehmer, traten wir unsere 3<br />

stündige Busfahrt nach Westen an.<br />

Nach unserer Ankunft haben wir in<br />

dem 45.000 Seelen-Städtchen Dülmen<br />

einen uns empfohlenen Spezialitäten<br />

Markt besucht, der uns ehrlich gesagt<br />

ein wenig belustigt hat mit seinen 10<br />

Ständen, die sich aus den Ortsvereinen<br />

und Gewerben des Städtchens Dülmen<br />

zusammensetzte.<br />

Das hat aber unsere sowieso schon<br />

gute Laune noch weiter befeuert und<br />

wir haben uns bei Sonnenschein durch<br />

die Angebote vom Grünkohleintopf<br />

Text und Foto: Marianne Schwöbel<br />

bis zur Waffel geschlemmt bis uns<br />

der Bus wieder aufgesammelt hat, um<br />

nun endlich zu den Wildpferden im<br />

Merfelder Bruch zu fahren.<br />

Im Merfelder Bruch lebt eine Herde von<br />

ca. 300 - 400 wilden Pferden. In dem<br />

weitläufigen Gelände mit einer Größe<br />

von ca. 400 ha westlich von Dülmen<br />

hat sich das einzige Wildpferdegestüt<br />

des europäischen Kontinents erhalten.<br />

Die letzten wilden Pferde leben dort auf<br />

Weide, Moor, Heide, Birkengestrüpp<br />

und Eichenbeständen, teilweise mit<br />

Urwaldcharakter.<br />

Es war sehr interessant, diese Pferde<br />

zu sehen. Überhaupt kein Vergleich<br />

35<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 35 02.12.<strong>19</strong> 11:15


mit den Pferden, die uns Reiter<br />

täglich begleiten. Ohne Tierarzt,<br />

Hufschmied und so manch anderer<br />

Wellness-Einrichtung für Pferde,<br />

trotzen diese kleinen Gesellen dem<br />

Wind und Wetter aller Jahreszeiten.<br />

Zugegeben, sie sehen etwas zottelig<br />

aus, haben fast etwas „eseliges“ (sagt<br />

der „Laie“) an sich, aber dank ihrer<br />

widerstandsfähigen Natur erreichen<br />

sie immerhin ein stolzes Lebensalter<br />

von ca. 45 Jahren. Und das ohne etwas<br />

zu tun – sie ziehen auf dem riesigen<br />

Gelände im Schritt von Weide zu<br />

Weide, fressen Gras und stehen zum<br />

Verdauen.<br />

Zwei Reiseleiter haben uns mit diesen<br />

und noch weiteren Informationen<br />

versorgt, während wir die Pferde<br />

beobachten konnten.<br />

Im Anschluss an die Führung ging es<br />

zurück nach Braunschweig. Während<br />

der Rückfahrt wurde klar, dass der<br />

scheinbar unspektakuläre Besuch<br />

der Wildpferde im Gegenteil sehr<br />

spektakulär war. Er hat deutlich gezeigt,<br />

dass ein konsequentes renaturieren<br />

der Pferderassen in unserem<br />

urbanen Europa, flächenmäßig nicht<br />

Aus den Vereinen / Personalien<br />

durchzusetzen wäre. In angeregten<br />

Diskussionen kam immer mehr die<br />

Erkenntnis, dass die Reiterschaft,<br />

die auf vielen verschiedenen<br />

Themenfeldern das Pferd einsetzt,<br />

in erster Linie als Artenschützer eine<br />

wichtige Rolle in der heutigen Zeit<br />

des Pferdes in Europa einnimmt.<br />

Ohne die Reiterschaft und die vielen<br />

Pferdeleute auf verschiedenen<br />

Betätigungsfeldern, würde das Pferd<br />

in Europa verschwinden und nur noch<br />

im Zoo zu bewundern sein.<br />

Wir waren uns alle einig: Nicht der<br />

allgemeine Pferdfreund hat dem<br />

Pferd seinen natürlichen Lebensraum<br />

genommen, sondern die gelebte<br />

Urbanisierung unserer Gesellschaft<br />

macht dieses nicht möglich. Deshalb<br />

ist es wichtiger denn je geworden,<br />

dem Pferd durch seine angepasste<br />

Rolle innerhalb unserer Gesellschaft<br />

in Sport, Zucht, Familie und Therapie,<br />

weiterhin einen Auftrag zu geben. Ein<br />

Pferd im Zoo wäre unerträglich.<br />

Unser Tagesfazit war: Es war keine<br />

Fahrt ins Blaue hinein, es war eine<br />

gewollte Auseinandersetzung mit<br />

unserer inneren Haltung.<br />

Nach einem schönen, sehr<br />

interessanten Tag teilten sich unsere<br />

Wege wieder. Wir freuen uns, dass<br />

uns auch einige Gäste der PSD-Bank,<br />

unserem starken Sponsor-Partner<br />

in der LC Sportförderung, begleitet<br />

haben!<br />

Nelly Onigkeit<br />

Fotos: Katarina Blasig<br />

36<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 36 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Fotos: Katarina Blasig<br />

Betriebsnachfolge auf gutem Weg<br />

Für jedes Unternehmen kommt<br />

irgendwann der Tag, an dem Inhaber<br />

sich fragen müssen wie es einmal<br />

nach dem eigenen Ausscheiden aus<br />

der Berufswelt als Selbstständiger<br />

mit dem Lebenswerk in Zukunft<br />

weitergehen wird. So stellte sich nicht<br />

nur ein Tierarzt aus der nördlichen<br />

Harzregion diese Frage - sondern<br />

gleich drei Tierärzte. Herr Dr. Knorr<br />

aus Hahndorf bei Goslar, Herr Meyer<br />

aus Rhüden bei Seesen und Herr<br />

Baxmann aus Langeln bei Wernigerode<br />

waren unabhängig voneinander schon<br />

seit längerem auf der Suche nach einer<br />

guten Nachfolgeregelung für ihre<br />

Tierarztpraxen. Wichtig war ihnen<br />

dabei die tiermedizinische Betreuung<br />

in motivierte und gut ausgebildete<br />

Hände zu übergeben, so dass für<br />

den Kundenstamm weiterhin eine<br />

hohe Qualität in der Behandlung von<br />

Patienten gewährleistet werden kann.<br />

Im Frühjahr 2018 entschloss sich die<br />

Tierärztin Frau Johanna Geng, nach<br />

mehrjähriger Abwesenheit – teilweise<br />

weit weg von ihrer Heimatregion, in<br />

den Nordharz zurückzukehren und dort<br />

die Betriebe von Herrn Meyer und Herrn<br />

Baxmann zu übernehmen. Beiden<br />

Frau Geng (2.v.r.) mit Herrn Meyer, Herrn Dr. Knorr<br />

und Herrn Baxmann (v.l.n.r.)<br />

Dr. med. vet. S. Drögemüller<br />

Erich-Garben-Str. 3<br />

30989 Gehrden/Ditterke<br />

Tierärzten war Frau Geng durch verschiedenste<br />

Praktika bereits vor ihrem<br />

Studium bekannt. Nun sollte die lange<br />

gereifte Idee der Betriebsübernahmen<br />

in die Realität umgesetzt werden. Auf<br />

der Suche nach einem geeigneten Standort<br />

zwischen Rhüden und Wernigerode<br />

wurde Frau Geng mit ihrem Ehemann,<br />

Herrn Killer, irgendwann durch Frau<br />

Christ von der Firma Vet-Consult auf<br />

die Pferde- und Kleintierpraxis Dr.<br />

Steffen Knorr in Hahndorf aufmerksam<br />

gemacht. Nach einer ersten Besichtigung<br />

der Räumlichkeiten im September<br />

20<strong>19</strong> war es auch Herrn Dr. Knorr,<br />

nach 2 Jahren der Suche, endlich gelungen<br />

eine geeignete Nachfolgerin für<br />

seinen Praxisbetrieb zu finden. Wichtig<br />

waren Herrn Dr. Knorr dabei die Übernahme<br />

seiner Angestellten und der Erhalt<br />

der Pferde- und Kleintierpraxis als<br />

Ganzes. Das zusätzliche Arbeitsfeld<br />

der Nutztiermedizin ist für Herrn Dr.<br />

Knorr, nach eigener Aussage, eine gute<br />

Ergänzung zum bisherigen Konzept der<br />

Tierarztpraxis.<br />

Für die Herausforderungen zum Führen<br />

einer Gemischtpraxis, mit derzeit sieben<br />

Angestellten, bringt Frau Geng das<br />

nötige Rüstzeug durch ihre beruflichen<br />

Erfahrungen mit.<br />

Schon vor ihrer<br />

Ausbildung zur<br />

Tiermedizinischen<br />

Fachangestellten<br />

(TFA) stand für<br />

Frau Geng fest, dass<br />

sie den Berufsweg<br />

der Tierärztin<br />

einschlagen<br />

möchte. Neben dem<br />

Abschluss ihrer<br />

Ausbildung in der<br />

Kleintierpraxis<br />

Dr. Michael Merkt<br />

in Salzgitter und<br />

der Gemischtpraxis<br />

Simone Klatt in Hahausen sowie dem<br />

Studium in Budapest und Leipzig, kann<br />

Frau Geng von weiteren beruflichen<br />

Stationen zehren. So konnte sie<br />

praktische Erfahrungen sammeln<br />

in der Pferdeklinik Niederlenz AG<br />

in der Schweiz, der Pferdeklinik<br />

Destedt bei BS-Cremlingen, dem<br />

Valley Equine Hospital in Lambourn<br />

(UK) und bei der Tierärztlichen<br />

Gemeinschaftspraxis Dr. Hoffmeister,<br />

Gehring und Partner in Marsberg im<br />

nordöstlichen Hochsauerlandkreis mit<br />

dem Schwerpunkt der Nutztiermedizin.<br />

Seit Januar 20<strong>19</strong> ist Frau Geng mit ihrem<br />

Team für die Gesundheit ihrer Patienten<br />

nun überregional unterwegs. Kleintiere<br />

werden weiterhin von der Tierärztin<br />

Frau Ina Keune in Hahndorf betreut.<br />

Durch die Übernahme des bestehenden<br />

Teams, war es möglich die Versorgung<br />

ohne Unterbrechung für kleine<br />

Vierbeiner aufrecht zu erhalten. Dabei<br />

können sich Stammpatienten wie neue<br />

Patienten auf die gewohnt zuverlässige<br />

und einfühlsame Arbeitsweise von<br />

Frau Keune verlassen. Sie ist mit ihrer<br />

17-jährigen Betriebszugehörigkeit<br />

für viele Patientenbesitzer ein<br />

altbekanntes Gesicht und verfügt<br />

über besonders viel Erfahrung im<br />

Bereich der Weichteilchirurgie.<br />

Neben den Kleintieren betreut Frau<br />

Keune mit großer Leidenschaft auch<br />

Pferdepatienten und legt zusätzlich<br />

ein großes Augenmerk auf gesunde<br />

Pferdezähne.<br />

Um dem Trend der tiermedizinischen<br />

Unterversorgung in der ländlichen<br />

Region entgegenzuwirken, setzt<br />

Frau Geng auf Erfahrungswerte aus<br />

anderen Branchen. Neben dem Ziel<br />

einer guten Behandlung von Patienten,<br />

möchte die Tierärztin mit ihrer Praxis<br />

ein attraktiver Arbeitgeber für junge<br />

Berufskollegen sein. Ziel ist es ein<br />

Adresse Erreichbarkeit Therapieschwerpunkte<br />

Tel: 05108/3311<br />

Fachtierärztin für Pferde<br />

Fax: 05108/2255<br />

www.tierarztpraxis-ditterke.de<br />

Dr. med. vet. Inken Hilgenstock<br />

Am Wittkopsberg 44<br />

38518 Gifhorn<br />

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0178/1701709<br />

Homepage: www.chirovet-gifhorn.de<br />

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Physiotherapie, Lasertherapie und<br />

Laserakupunktur, physikalische<br />

Therapie, Blutegeltherapie<br />

37<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 37 02.12.<strong>19</strong> 11:15


hochmotiviertes Team mit einer soliden<br />

Aus- und Weiterbildung aufzustellen.<br />

Durch ihre unternehmerischen Ideen<br />

sahen sich bereits zwei weitere<br />

Tierärztinnen dazu eingeladen in der<br />

Tierarztpraxis Geng praktizieren zu<br />

wollen. Seit Mitte September 20<strong>19</strong><br />

verstärkt Frau Dr. Yana Müller das<br />

Team. Durch ihre Dissertation mit<br />

dem Themenschwerpunkt „Effects<br />

of substituting sodium chloride<br />

and omitting antibiotics in stallion<br />

semen diluents for prolonged storage<br />

at elevated temperatures“ und ihre<br />

bisherige berufliche Tätigkeit am<br />

Niedersächsischen Landgestüt<br />

Celle und in der Pferdeklinik der<br />

Tierärztlichen Hochschule Hannover<br />

ist sie die richtige Ansprechpartnerin<br />

für Pferdebesitzer und -Züchter.<br />

Dadurch ist sie in der Lage neue<br />

Herangehensweisen und Erfahrungen<br />

im Bereich der Pferdemedizin mit ins<br />

Team und in die Praxis zu bringen. Mit<br />

Frau Dr. Müller ist die Tierarztpraxis<br />

Geng auch im Fachbereich der<br />

Gynäkologie beim Pferd bestens<br />

aufgestellt.<br />

Ab Januar 2020 wird Frau Janine<br />

Kolle das Team als erfahrene<br />

Gemischtpraktikerin verstärken.<br />

Nach einigen Jahren der praktischen<br />

Tätigkeit in der Tierarztpraxis Dr. H.<br />

Nagelfeld im Landkreis Cuxhaven,<br />

zieht es Frau Kolle zurück in die<br />

Heimat. Sie bringt sowohl in der<br />

Pferde-, in der Nutztier- und auch<br />

in der Kleintiermedizin wertvolle<br />

Erfahrungen mit. Im Fachbereich der<br />

Kleintiere konnte sie Kenntnisse in<br />

der Osteosynthese erwerben, was für<br />

die 30-jährige Betriebsgeschichte der<br />

Aus den Vereinen / Personalien<br />

Praxis Dr. Knorr eine Neuerung bei der<br />

Behandlung von Frakturen darstellt.<br />

Mit dem Beginn der praktischen<br />

Tätigkeit von Frau Kolle in Hahndorf<br />

soll der Kleintier-OP entsprechend<br />

modernisiert werden.<br />

Neben den gut ausgebildeten<br />

Tierärztinnen sind für den Erfolg<br />

einer Praxis Tiermedizinische<br />

Fachangestellte nicht wegzudenken.<br />

Auch hier setzt Frau Geng auf ein<br />

hohes Ausbildungsniveau, so dass<br />

sich die Patientenbesitzer vom ersten<br />

Kontakt bis hin zur einfachen Beratung<br />

gut aufgehoben fühlen. Dabei stellt<br />

die Weiterbildung erfahrener TFA<br />

zur Ausbilderin (ADA-Schein)<br />

vermutlich ein Novum in der Welt<br />

der Tierärzte dar. Eine Qualifikation,<br />

ähnlich eines Meistertitels in anderen<br />

Branchen, gibt es bisher nicht. Dabei<br />

sind die Anforderungen an eine<br />

Tiermedizinische Fachangestellte<br />

nicht gering. Neben den medizinischen<br />

und anatomischen Kenntnissen sind<br />

Fähigkeiten in der Pharmakologie, der<br />

Wartung und Pflege hochmoderner<br />

Geräte und PC-Systeme, dem<br />

operativen Praxisgeschäft und –<br />

Management und der Kommunikation<br />

mit Patientenbesitzern gefordert. Ein<br />

durchaus sehr vielfältiges Berufsbild.<br />

Zu der angemessenen medizinischen<br />

Versorgung von Patienten liegt Frau<br />

Geng ein weiterer Punkt am Herzen.<br />

Ihrer Meinung nach ist das gute<br />

Verhältnis zwischen Patientenbesitzern<br />

und ihren liebgewonnenen Tieren<br />

entscheidend für Freude an der<br />

Gemeinschaft zwischen Mensch und<br />

Tier. Dazu gehören neben richtigen<br />

Futtermitteln und ausreichender<br />

Bewegung auch das Verständnis für<br />

die Bedürfnisse der unterschiedlichen<br />

Tierarten. Um diese gewährleisten zu<br />

können, möchte Frau Geng zeitnah die<br />

Tierarztpraxis um einen Seminarraum<br />

erweitern. Hier sollen dann irgendwann<br />

Grundlagen sowie Fachwissen an<br />

Patienten- und Tierbesitzer vermittelt<br />

werden. Außer den selbst gestalteten<br />

Inhalten, wie zum Beispiel Erste-Hilfe-<br />

Kursen, werden auch hochkarätige<br />

Tierspezialisten unterschiedlicher<br />

Fachbereiche für Vorträge und<br />

Weiterbildungen eingeladen. Der<br />

zur Tierarztpraxis gehörige Reitplatz<br />

bietet sogar die Möglichkeit vor Ort<br />

praktische Inhalte an den Patienten- und<br />

Tierbesitzer zu vermitteln. Ein Highlight<br />

im Bereich der Vortragsveranstaltungen<br />

ist bereits für das erste Quartal 2020<br />

geplant. Die Firma Boehringer<br />

Ingelheim hat sich dazu bereit erklärt<br />

über den aktuellen Stand und die<br />

Prophylaxe des West-Nil-Virus<br />

beim Pferd zu informieren. Da diese<br />

Veranstaltung nur bei entsprechender<br />

Personenzahl stattfinden kann, müssen<br />

hierfür ausreichend verbindliche<br />

Anmeldungen abgegeben werden.<br />

Weitere Informationen folgen zeitnah<br />

auf der Homepage der Tierarztpraxis<br />

Geng.<br />

Das bisherige Behandlungsnagebot<br />

der Praxis ist bereits jetzt schon<br />

sehr vielfältig. Beginnend bei A wie<br />

Ankaufsuntersuchung inklusive<br />

Röntgen und Auswertung wird ein breites<br />

Repertoire in den unterschiedlichen<br />

Fachgebieten der Tiermedizin bis hin<br />

zu Z wie Zuchthygiene angeboten.<br />

Neben einem stationären und einem<br />

38<br />

Das Tierärzteteam der Praxis Geng<br />

(v.l.n.r Frau Dr. Yana Müller, Frau Ina Keune,<br />

Frau Johanna Geng und Frau Janine Kolle)<br />

WERBEN<br />

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<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 38 02.12.<strong>19</strong> 11:15


mobilen Röntgengerät, mehreren<br />

Ultraschallgeräten und modernstem<br />

Pferdezahnbesteck verfügt die Praxis<br />

über einen Untersuchungsstand,<br />

Pferdepatientenboxen und einen<br />

Pferde-OP, in dem kleinere Operationen<br />

wie zum Beispiel Hengstkastrationen<br />

und Tumoroperationen auch vor<br />

Ort unter besten Voraussetzung<br />

durchgeführt werden können. Als<br />

besonderes Angebot für Katzenbesitzer<br />

„Sehen - Erkennen - Umsetzen“<br />

waren die Stichworte für ein großes<br />

Praxisseminar Ende September in<br />

der wunderschönen Privatanlage<br />

der Familie Jäger in Burgdorf-<br />

Ehlershausen.<br />

Aus den Vereinen / Personalien / Aus- und Fortbildung<br />

wird jeden Mittwochnachmittag eine<br />

reine Katzensprechstunde realisiert.<br />

Ziel ist es diesen besonderen Patienten<br />

einen weitestgehend stressarmen<br />

Tierarztbesuch zu ermöglichen.<br />

Zusammenfassend kann man sagen,<br />

dass Frau Geng eine würdige Nachfolgerin<br />

für die drei Tierärzte aus dem<br />

nördlichen Harz ist. Mit ihrer Liebe<br />

zum Beruf und zu den Tieren können<br />

die Herren Dr. Knorr, Meyer und Baxmann<br />

mit gutem Gewissen ihre Patienten<br />

in die Obhut von Frau Geng und<br />

ihrem Team übergeben. Gerne beantworten<br />

Frau Geng und ihr Team ihre<br />

Fragen rund um ihr liebgewonnenes<br />

Tier.<br />

TIERARZTPRAXIS GENG<br />

Begeisterndes Seminar mit Angelika Frömming,<br />

Dr. Ralf Pellmann und Michael Rohrmann in<br />

Burgdorf-Ehlershausen<br />

Dem Engagement der Familie ist<br />

es zu verdanken, dass die Reiter<br />

und Zuschauer umfangreich zu<br />

dem Thema informiert wurden. Als<br />

Referenten waren Frau Angelika<br />

Frömming (international anerkannte<br />

Ausbilderin und Referentin), Dr. Ralf<br />

Pellmann (Tierarzt mit Schwerpunkt<br />

Pferd) und Michael Rohrmann<br />

(Pferdewirtschaftsmeister Reiten und<br />

Bewegungstrainer EM) für 3 Tage vor<br />

Ort.<br />

Reiterinnen und Reiter aus ganz<br />

Deutschland und Finnland waren<br />

gekommen, um sich zu informieren<br />

und Anregungen für die tägliche<br />

gemeinsame Tätigkeit mit dem Pferd<br />

mit nach Hause zu nehmen. Die<br />

anwesenden Ausbilder konnten bei dem<br />

Seminar, wie immer, Lehreinheiten<br />

für die Lizenzverlängerung als<br />

i-Tüpfelchen mit nach Hause nehmen.<br />

Dem Ausschuss Ausbildung des<br />

PSVHan vielen Dank dafür. Schön<br />

war auch für die PM-Mitglieder der<br />

FN, das diese wieder einen PM-Rabatt<br />

erhielten.<br />

Am Freitag nutze Michael Rohrmann<br />

mit den Reitern auch direkt die<br />

wunderschöne Außenanlage mit<br />

Dressurplatz, Wellenbahn, Hügeln und<br />

freien Flächen, um Anregungen für eine<br />

Angelika Frömming<br />

abwechslungsreiche Gymnastizierung<br />

mit zu geben. So wurden am Hang<br />

Übungen aus der Physiotherapie für<br />

die Pferde mit eingebaut, Galopparbeit<br />

für Herz Kreislauf von Reiter und<br />

Pferd sowie das Selbstbewusstsein<br />

der ReiterInnen und Pferde gesteigert.<br />

Auch durfte eine Reiterin eine<br />

Dressuraufgabe auf dem Hügel<br />

reiten, so dass es eigentlich immer<br />

bergauf- und bergab ging. Eine gute<br />

Gleichgewichts- und Propriozeptoren<br />

Übung für Reiter und Pferd.<br />

Den Abschluss des Tages bildete<br />

der Vortrag von Dr. Ralf Pellmann<br />

mit dem Thema: „Symptome der<br />

Halswirbelsäulenerkrankungen und<br />

Auswirkungen auf das tägliche<br />

Training“. Sein Vortrag war so<br />

Michael Rohrmann<br />

informativ und anschaubar, dass sich<br />

ein positiver Austausch über das „was<br />

bedeutet dies in der täglichen Schulung<br />

für mich“ entwickelte.<br />

Am Samstag erhielten die Reiter<br />

parallel bei den Ausbildern Frömming<br />

und Rohrmann ihren Praktischen<br />

Unterricht. Da sich die Ausbilder<br />

aufteilten und sowohl die wunderbare<br />

Halle als auch das Außengelände,<br />

zwischen den kurzen Regenschauern,<br />

ausnutzen, bedeutete dies für die<br />

aktiven Zuhörer „Wandern ist gut<br />

für die Wissensaufnahme“. So wie<br />

es schon die Alten Griechen an ihren<br />

Universitäten nutzten.<br />

Klassische Ausbildungsgrundlagen,<br />

wie diese in den Richtlinien für Reiten<br />

39<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 39 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Aus- und Fortbildung<br />

aufgeführt sind, Bewegungslehre EM<br />

(Eckart Meyners), Mentaltraining<br />

und Arbeit an der Hand wurden durch<br />

die beiden Ausbilder variabel und<br />

ideenreich vermittelt. Kommentar<br />

eines regelmäßigen Teilnehmers: „Ich<br />

dachte ich würde wissen was kommt.<br />

Nachdem im Frühjahr bereits ein<br />

dezentraler Trainer C-Lehrgang unter<br />

Leitung von Juliane Gaigalat sowie<br />

ein Seminar mit Tom Büttner, dem<br />

bekannten Sattelmeister aus Dresden<br />

im Sportzentrum stattgefunden haben,<br />

stand nun im Anschluss an die grüne<br />

Turniersaison noch ein Abzeichen-<br />

Lehrgang für die Nachwuchsreiter des<br />

RC Braunschweig-Lehndorf e.V. auf<br />

dem Programm.<br />

Lehrgangsleiterin Sabine Börker-<br />

Müller zeichnete neben der allgemeinen<br />

40<br />

Es kommt jedoch<br />

jedes Mal etwas<br />

Neues hinzu, was<br />

ich dann in meinen<br />

Unterricht einbauen<br />

kann.“<br />

Abschluss des<br />

Tages bildete<br />

dann auch hier ein<br />

Hippologischer<br />

Abend. Angelika<br />

F r ö m m i n g<br />

ging mit dem Thema „Sehen -<br />

Erkennen - Umsetzen“ auf Dinge<br />

in der täglichen Gymnastizierung<br />

ein. Unterstützt durch Videos der<br />

Deutschen Richtervereinigung wurden<br />

den Teilnehmern Hinweise zum<br />

Organisation vor allem für die Dressur,<br />

die Bodenarbeit sowie die Theorie<br />

verantwortlich. Sie war besonders stolz<br />

auf ihre Schützlinge, war es doch ihr<br />

erster Lehrgang, den sie als Trainerin C<br />

selbst durchführte.<br />

„Die Vorbereitung hat allen sehr<br />

viel Spaß gemacht, was man an<br />

den Reaktionen aller Beteiligten<br />

merken konnte, aber auch an der<br />

hohen Motivation der Teilnehmer“,<br />

resümierte Andreas Müller, der für<br />

die Springausbildung zuständig war.<br />

Erkennen von Abweichungen in der<br />

Ausführung und der Möglichkeiten zur<br />

Verbesserung in der täglichen Schulung<br />

geben.<br />

Auf Grund dieser Ausführung und der<br />

Einführung durch Michael Rohrmann<br />

zum Thema „Lernen - Lehren -<br />

Lernschritte“ entwickelte sich ein toller<br />

Austausch zwischen allen Anwesenden.<br />

Der Sonntag war wieder gespickt mit<br />

Ideen und Anregungen durch Angelika<br />

Frömming und Michael Rohrmann, so<br />

dass die Anwesenden nur noch einen<br />

Wunsch äußerten: „WIEDERHOLEN!“<br />

Reitabzeichenprüfung im Sportzentrum LöwenClassics<br />

Ich lese<br />

DER KLEINE GEORG<br />

weil die Zeitung<br />

für uns gemacht ist<br />

Und auch die Richterinnen Gundula<br />

Fischer und Kirstin Konzag waren mit<br />

dem Ausbildungsstand aller Prüflinge<br />

zufrieden, so dass am Ende des<br />

Prüfungstages allen Teilnehmern ihre<br />

Urkunden und Abzeichen ausgehändigt<br />

werden konnten (Basispass: Heidi<br />

Mencke, Irma Blau; RA5: Mailin<br />

Alteneder, Amelie Viercke, Amy<br />

Pawlik, Heidi Mencke; RA4 Lina<br />

Seidel, Max Jarecki, Lucrezia Linde).<br />

Zum Abschluss gratulierte Kirstin<br />

Konzag allen Teilnehmer und wies<br />

DR. FELIX ADAMCZUK<br />

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Agrarrecht<br />

Podbielskistraße 166 30177 Hannover<br />

Tel.: 0511 / 302 92 - 12<br />

Fax: 0511 / 302 92 - 30<br />

E-Mail: kanzlei@ra-adamczuk.de<br />

www.ra-adamczuk.de<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 40 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Aus- und Fortbildung<br />

dabei nochmal auf die spezielle<br />

Verantwortung hin, die jeder Reiter<br />

für sein ihm anvertrautes Pferd hat<br />

und das jedem von ihnen im Laufe<br />

ihrer gesamten Reiterkarriere als erstes<br />

immer das Wohlergehen der Pferde am<br />

Herzen liegen sollte.<br />

Ein besonderer Dank geht auch an<br />

die Kassenwartin des Vereins, Kerstin<br />

Seidel, die während des Lehrgangs<br />

und am Prüfungstag mit Unterstützung<br />

einiger Eltern für das leibliche Wohl der<br />

Teilnehmer, Richter und Organisatoren<br />

sorgte.<br />

Andreas Müller<br />

(RC BS-Lehndorf)<br />

Reit-und Fahrverein Vorsfelde<br />

Sitzschulung bei Christian Deharde<br />

Anfang November hatten wir bereits<br />

zum 2. Mal in diesem Jahr eine sehr<br />

schöne und vor allem lehrreiche<br />

Sitzschulung bei Christian Deharde.<br />

An 2 Tagen war Herr Deharde bei uns<br />

auf der Anlage, um 10 Reiterinnen und<br />

Reitern dabei zu helfen, ihren Sitz im<br />

Sattel zu verbessern.<br />

Sein Motto: Nicht das qualitätsvollere<br />

Pferd, sondern das besser gerittene<br />

Pferd ist das Wertvollere.<br />

Bei seiner Arbeit mit den Übungen<br />

von Eckart Meyners erlebt er viele<br />

Verbesserungen beim Reiter, aber<br />

auch die Pferde gehen viel zufrieden<br />

und losgelassener. Ein Unterricht ohne<br />

Bewegungsübungen ist für ihn nicht<br />

mehr vorstellbar. Vielmehr sind Pferd<br />

und Reiter ganzheitlich zu betrachten<br />

und bei jedem Paar gilt es individuelle<br />

Lösungen zu finden.<br />

Mit einer Stunde Theorieeinheit für alle<br />

Teilnehmer startete am Samstag der<br />

Lehrgang. Hier erklärte Herr Deharde<br />

seine Arbeitsweise und analysierte<br />

mit den Teilnehmern mögliche<br />

Fehlerquellen, die zu Problemen beim<br />

Reiten führen können. Anschließend<br />

hatte jeder Teilnehmer 45 Minuten,<br />

um die persönlichen Schwächen und<br />

Probleme zu besprechen und Lösungen<br />

für diese zu finden. Sowohl auf dem<br />

Pferd als auch auf der Matte zeigte<br />

Herr Deharde den Reitern Übungen,<br />

die ihnen zum Beispiel dabei helfen<br />

bestimmte Muskelpartien zu stärken,<br />

bestimmte Bereiche während des<br />

Reitens zu entspannen oder eine<br />

größere Beweglichkeit zu erzielen.<br />

Am Ende des Lehrgangs waren alle<br />

Teilnehmer sehr zufrieden und konnten<br />

auch sofort einen Effekt während des<br />

Reitens feststellen. Carolin Nolte zieht<br />

folgendes Fazit: „Es echt faszinierend<br />

wie ich in so kurzer Zeit schon<br />

Fortschritte sehen kann. Ich freue mich<br />

schon auf den nächsten Lehrgang.“<br />

Alle Teilnehmer bedankten sich<br />

bei Christian Deharde für die<br />

anstrengenden aber sehr schönen und<br />

lehrreichen Tage!<br />

Sabine Scharke-Krüger<br />

(Pressesprecherin RFV Vorsfelde)<br />

41<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 41 02.12.<strong>19</strong> 11:15


#Bundestrainertag 20<strong>19</strong><br />

„Gutes Training ist auch an der Basis wichtig“<br />

Einmal mit einem Bundestrainer<br />

trainieren, welcher Reiter wünscht<br />

sich das nicht. Für 18 der über 180<br />

Vereine, die sich mit kreativen<br />

und originellen Videobotschaften<br />

für den #Bundestrainertag 20<strong>19</strong>,<br />

präsentiert von der Stiftung Deutscher<br />

Spitzenpferdesport, beworben haben,<br />

wurde dieser Wunsch Wirklichkeit.<br />

Denn am 09.11.20<strong>19</strong> waren die<br />

Bundestrainer aller Altersklassen<br />

deutschlandweit unterwegs, um in<br />

Vereinen Unterricht zu erteilen.<br />

„Wir möchten mit dem<br />

Bundestrainertag<br />

den<br />

ländlichen Turniersport und den<br />

Spitzenpferdesport zusammenbringen.<br />

Pferdesportler in ganz Deutschland<br />

sollen von der Expertise und den<br />

Erfahrungen aus dem Spitzensport<br />

profitieren“, erklärt Dr. Dennis Peiler,<br />

FN-Geschäftsführer für den Bereich<br />

Sport.<br />

So freute sich der RFV Wipshausen<br />

über das Training mit U25-Dressur-<br />

Bundestrainer Sebastian Heinze.<br />

Und das kam bei den 12 Reiterinnen<br />

richtig gut an. „Alle sind mit einem<br />

Lächeln aus der Halle gekommen und<br />

waren ganz glücklich und begeistert<br />

von Sebastian Heinze“, stellte die<br />

Pressesprecherin der FN, Julia<br />

Basic, fest. „Ich bin mir sicher, der<br />

Eine oder Andere hat heute ein paar<br />

Erkenntnisse mitgenommen, die er<br />

Aus- und Fortbildung<br />

im Wintertraining bestimmt umsetzen<br />

kann.“ Und diese Aussage konnten<br />

die Teilnehmer nur bestätigen. „Das<br />

hat super viel Spaß gemacht, wir<br />

haben viel mitgenommen für die<br />

Winterarbeit und eine ganze Menge<br />

gelernt“, so der Tenor.<br />

Doch nicht nur die Reiter zeigten<br />

sich vom Unterricht des U25-<br />

Dressur-Bundestrainer begeistert.<br />

Auch Sebastian Heinze, der das<br />

Bewerbungsvideo des Vereins „total<br />

lustig und aufwändig gemacht“ fand,<br />

war angetan von Pferden und Reitern<br />

und hatte während des Unterrichts<br />

eine „Menge Spaß.“<br />

Übrigens: DER RFV Wipshausen<br />

kann bereits jetzt auf ein erfolgreiches<br />

Jahr 20<strong>19</strong> zurückblicken. Denn nach<br />

dem Gewinn der Klimke-Cavalettis<br />

bei Radio FFN und der erfolgreichen<br />

Bewerbung um einen Platz bei der<br />

Aktion „Pack an - mach mit“ sowie<br />

der Auszeichnung der Dokumentation<br />

mit einem Sonderpreis, folgte jetzt der<br />

Gewinn des Trainings mit Sebastian<br />

Heinze.<br />

Und da der Bundestrainertag laut<br />

Dr. Dennis Peiler „ein voller Erfolg“<br />

war ist auch eine Wiederholung nicht<br />

ausgeschlossen. „Wir sind begeistert<br />

vom Engagement der Gewinner und<br />

haben auch von unseren Trainern<br />

nur positives Feedback bekommen“,<br />

erklärte Peiler und Nadine Pakenis,<br />

Geschäftsführerin der Stiftung<br />

Deutscher Spitzenpferdesport, fügte<br />

hinzu: „Es war toll zu sehen, wie<br />

gut die Vereine die Trainingstage<br />

für sich genutzt haben und wie viel<br />

die Teilnehmer für sich mitnehmen<br />

konnten.“<br />

42<br />

Und auch die Bundestrainer selbst<br />

zogen ein durchweg positives Fazit.<br />

So schwärmte z.B. der Cheftrainer<br />

Springen Otto Becker „Ich bin<br />

begeistert vom Konzept und freue<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 42 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Aus- und Fortbildung<br />

mich auf eine Wiederholung.“ Ähnlich<br />

äußerte sich Hans Melzer, Cheftrainer<br />

Vielseitigkeit. „Als Bundestrainer ist<br />

man oft nur mit Spitzenreitern und<br />

Profis zusammen. Mir hat es unheimlich<br />

viel Spaß gemacht, mit Amateuren zu<br />

arbeiten, die gerne Vielseitigkeit reiten.<br />

Außerdem finde ich es gut, dass alle<br />

Trainer dabei sind. Auch wenn wir alle<br />

an unterschiedlichen Orten unterwegs<br />

waren, haben wir gemeinsame Sache<br />

gemacht und hoffentlich Menschen für<br />

unsere jeweilige Disziplin begeistert.“<br />

Text und Fotos K.B.<br />

Shetlandpony ‚Popcorn’ war der Star des Bewerbungsvideos des<br />

RV Wipshausen und sicherte dem Verein ein Training<br />

mit U25-Dressur-Bundestrainer Sebastian Heinze<br />

Sebastian Heinze mit einigen Schülerinnen und Heike Diederichs (1. Vorsitzende RFV Wipshausen),<br />

Arne Krüger (Anlagenbetreiber) und Vorstandsmitglied Anne Dopatka v.l.n.r.<br />

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43<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 43 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Dass der RC Braunschweig-Lehndorf<br />

e.V. sportlich orientiert ist und Talente<br />

fördert, ist weitreichend bekannt. Und<br />

da zu dieser Förderung auch diverse<br />

Lehrgänge gehören, sind immer wieder<br />

externe Ausbilder in Lehndorf zu Gast,<br />

die die Arbeit der Vereinstrainer ergänzen.<br />

So stand vom 16. - 17.11.20<strong>19</strong> ein<br />

Springlehrgang mit Dietmar Koch, der<br />

sich bereits als Ausbilder/Bereiter bei<br />

Paul Schockemöhle und Lars Nieberg<br />

einen Namen gemacht hat, auf dem<br />

Programm. „Der hat sehr viel Zuspruch<br />

gefunden, also wir konnten keine Teilnehmer<br />

mehr annehmen und haben<br />

jetzt schon Anfragen, wann der nächste<br />

Lehrgang stattfindet“, erzählt der 1.<br />

Vorsitzende Dr. Jörg Hilger nicht ohne<br />

Stolz. Aus diesem Grunde ist auch für<br />

Anfang nächsten Jahres bereits der<br />

nächste Springlehrgang geplant. Außerdem<br />

gibt es Gespräche, dass vielleicht<br />

auch ein Dressurlehrgang stattfinden<br />

soll. Übrigens: Von diesen Lehrgängen<br />

sollen alle Reiter etwas haben, so dass<br />

auch Schulpferde daran teilnehmen<br />

können.<br />

„Herr Koch wurde uns von Axel Milkau<br />

wärmstens empfohlen“, erklärt der 1.<br />

Vorsitzende Dr. Jörg Hilger. „Er war<br />

selbst bis zur hohen Klasse erfolgreich<br />

und sieht jetzt seine Passion darin,<br />

Nachwuchsreiter oder auch routinierte<br />

Reiter weiter auszubilden und zu perfektionieren.“<br />

Und das macht er wirklich<br />

„sehr, sehr gut.“ Schließlich stellt sich<br />

der Trainer schnell auf die verschiedenen<br />

Leistungsebenen ein und vermittelt<br />

für die jeweilige Leistungsstärke das<br />

passende Wissen. Da zeigte sich nicht<br />

nur der 1. Vorsitzende begeistert: „In<br />

der ersten Gruppe waren das S-Reiter<br />

mit Christopher Sladowski und Silke<br />

Kröckel, jetzt sind unsere Nachwuchskids<br />

an der Reihe, die in E starten und<br />

das ist für ihn kein Problem. Er überfordert<br />

die jungen Reiter nicht und<br />

weist auch ausdrücklich darauf hin,<br />

‚wenn Euch etwas zu schwierig oder<br />

unverständlich vorkommt, sofort sagen’.<br />

Und das ist ganz, ganz wichtig.<br />

Den Kleinen muss es Spaß machen, die<br />

müssen hier mit Freude rausgehen und<br />

sagen, ‚oh, ich hab’ was dazugelernt’.“<br />

44<br />

Aus- und Fortbildung<br />

Dietmar Koch zu Gast beim RC Braunschweig-Lehndorf e.V.<br />

„Das Pferd stellt den Anspruch an den Reiter“<br />

Dieses Ziel wurde auf jeden Fall erreicht.<br />

Denn nicht nur Franzi Dose kam<br />

mit einem Strahlen aus der 1. Stunde.<br />

„Es hat viel Spaß gemacht. Das war<br />

wirklich toller Unterricht, man lernt<br />

sehr, sehr viel. Ich finde die Art und<br />

Weise, wie er Unterricht macht sehr<br />

toll, weil er sehr ruhig unterrichtet, sehr<br />

besonnen und man lernt sehr viel, das<br />

ist einfach top.“ Auch die Zuschauer<br />

zeigten sich begeistert: „Ich finde,<br />

dass Herr Koch exzellenten Unterricht<br />

macht, abwechslungsreichen Unterricht.<br />

Er lässt die Kinder aus den<br />

Wendungen springen, was ja nicht einfach<br />

ist, er erklärt die Distanzen sehr<br />

gut, er erklärt wie viel Galoppsprünge<br />

sein müssen... Das bekommt man im<br />

‚normalen’ Unterricht ja so aufgebaut<br />

und dann wird das gesprungen. Da<br />

fehlen dann natürlich die expliziten<br />

Erklärungen. Ich finde, dass das ein<br />

sehr lehrreicher Lehrgang ist, wir sind<br />

sehr zufrieden“, schwärmt z.B. Simone<br />

Hoffmann.<br />

Und auch Dietmar Koch zeigte sich<br />

begeistert: „Es ist schön, dass ich hier<br />

auf so einer schönen Anlage einen<br />

Lehrgang geben kann. Ich hab’ jetzt<br />

die ersten 2 Gruppen gehabt und das<br />

ging hervorragend.“ Dabei hätten die<br />

Gruppen nicht unterschiedlicher sein<br />

können. Denn während sich in der 1.<br />

Gruppe die bereits in Springen bis zur<br />

Klasse S erfahrenen<br />

Christopher Sladowski<br />

und Silke<br />

Kröckel, Tipps für<br />

die weitere Arbeit<br />

mit ihren Pferden<br />

holten, handelte<br />

es sich danach um<br />

Ponygruppe mit jungen<br />

Kindern. „Ich<br />

muss sagen, was<br />

schon mal positiv<br />

ist, die kamen hier<br />

rein und alles war<br />

ordentlich. Die Ponys<br />

waren ordentlich<br />

gesattelt, sehr schön<br />

gepflegt, alles sauber,<br />

die Stiefel geputzt.<br />

Das finde ich<br />

wichtig und das ist hier gegeben“, lobte<br />

Koch und fügte hinzu: „Die Kinder haben<br />

auch schon eine gute Grundausbildung,<br />

weil sie die Dinge, die ich jetzt<br />

abgefragt habe, gut umgesetzt haben,<br />

sehr konzentriert waren. Das macht mir<br />

natürlich Spaß. Und wenn man schon<br />

merkt, dass die Reiter bei der Sache<br />

sind und dass sie schon von Anfang an,<br />

auch wenn sie noch so jung sind, eine<br />

gute Vorausbildung haben, dann ist das<br />

natürlich einfacher.“<br />

So kam die Antwort auf die Frage was<br />

ihm bei seinen Lehrgängen wichtig<br />

ist, auch prompt. „Also, im Grunde<br />

genommen kommt es mir jetzt darauf<br />

an, die technischen Sachen so ein bisschen<br />

abzufragen. So ein bisschen das<br />

Grundwissen, was zum Springen dazu<br />

gehört. D.h. kennen sich die Kinder<br />

schon mit Distanzen aus, wissen sie<br />

wie viele Galoppsprünge bei wie vielen<br />

Metern geritten werden. Es ist wichtig,<br />

dass sie die Wege einhalten, sauer von<br />

Sprung zu Sprung reiten. Dass sie nicht<br />

einfach die Pferde in die Bahn rennen<br />

lassen, wie die Pferde das möchten,<br />

sondern dass sie selbst den Weg bestimmen.<br />

Dass sie in der Lage sind, am<br />

Sprung passend mitzugehen, im richtigen<br />

Moment auch schon erkennen<br />

können, springt mein Pferd jetzt ab,<br />

auch wenn’s ein bisschen größer ist?<br />

Denn diese Dinge sind sehr wichtig,<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 44 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Aus- und Fortbildung<br />

wenn man nachher höher springen<br />

möchte, dass man seinem Pferd auch<br />

die Möglichkeit gibt, das gut zu<br />

schaffen.“ Dabei geht Dietmar Koch<br />

auch immer auf das jeweilige Pferd<br />

ein. Denn er weiß: „Das ist ja immer<br />

pferdeabhängig. Habe ich ein sehr<br />

geschicktes, ehrgeiziges Pferd, der<br />

kann mit Sicherheit mehr machen, als<br />

ein Pferd, das vielleicht vom Talent<br />

her nicht so begünstigt ist. Das Pferd<br />

stellt den Anspruch an den Reiter.“ So<br />

sagt er seinen Schülern auch nicht „Du<br />

musst das so und so machen’, weil ich<br />

das gerne so sehe, sondern man muss<br />

das für das entsprechende Pferd gut<br />

machen. Dann hat man auch Erfolg<br />

und die Pferde laufen auch freudiger<br />

und länger. Man hört ja öfter, dass<br />

die Reiter sagen, ‚ja, der hätte doch<br />

noch...’, normalerweise muss man sagen<br />

‚ich hätte noch besser reiten müssen<br />

und dann wäre es wahrscheinlich<br />

auch gegangen’. Also, erst einmal den<br />

Fehler beim Reiter suchen. Außerdem<br />

muss ich den Anspruch der Leistung<br />

am Reiter und am Pferd festmachen<br />

und nicht wenn man selbst sehr motiviert<br />

ist, sagen ich möchte höher<br />

und höher, obwohl das Pferd das nicht<br />

kann. Ich muss als Reiter auch in der<br />

Lage zu sagen, , gut, mehr geht leider<br />

nicht, das ist das Optimum und dann<br />

muss man es auch gut sein lassen. Das<br />

gehört genauso dazu!“<br />

Doch Koch betont auch, dass er als<br />

Trainer nur Tipps und Hinweise geben<br />

kann und auch darauf angewiesen ist,<br />

dass alle mitmachen. „Dass die Eltern<br />

das unterstützen und sagen ,wenn<br />

der Mann das sagt, wäre es schlau,<br />

wenn man das beherzigt’. Und ich als<br />

Trainer möchte natürlich auch gerne<br />

Schüler haben, die gut sind uns sich<br />

nach oben weiter entwickeln, aber<br />

es muss alles zusammen passen. Das<br />

Pferd muss passen, der Reiter muss<br />

passen und dann geht das!“<br />

Text und Fotos: K.B.<br />

Dietmar Koch mit Amelie Vierke, Margarita Hilger und Viktoria Hilger<br />

45<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 45 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Viele Gründe gab es in diesem Jahr zur<br />

Hengstparade nach Neustadt/ Dosse<br />

ins Haupt- u. Landgestüt zu reisen.<br />

Beginnen wir einfach mit der immer<br />

wieder interessanten Generalprobe<br />

am Donnerstag, zu der jeder, der Zeit<br />

und Lust hat, vorbeikommen kann.<br />

Da bekommt man schon einmal einen<br />

Eindruck, welch ein Aufwand, welche<br />

Arbeit dahintersteckt, bevor so ein<br />

4-stündiges Programm über die Bühne<br />

gehen kann. In diesem Jahr war es<br />

besonders wichtig, die Pferde an die<br />

Livemusik des Landespolizeiorchesters<br />

Mecklenburg-Vorpommern zu<br />

gewöhnen, die den Hengstparaden<br />

noch ein I- Tüpfelchen an Stimmung<br />

verliehen haben.<br />

Freitag morgens ging es dann zur<br />

Anlieferung etlicher Junghengste zu<br />

einem 14-Tagetest. Gesundheitscheck,<br />

vortraben und vorreiten und wenn<br />

alles in Ordnung ist, zulassen. Dann<br />

heißt es für die Besitzer hoffen, dass<br />

Zucht<br />

Reise ins Sanssouci der Pferde nach Neustadt/Dosse<br />

ihr Youngster sich in diesen 14 Tagen<br />

als Musterschüler präsentiert und mit<br />

guten Noten abschließt.<br />

Ein besonderes Highlight war das<br />

kleine Konzert im alten Beschälerstall,<br />

den ich vor vielen Jahren noch mit<br />

Pferden erlebt habe. In diesem schönen<br />

Ambiente spielte das Neuruppiner<br />

Jugendorchester Stücke aus Mozarts<br />

Zauberflöte. Übrigens kann man in<br />

diesem wunderschön restaurierten<br />

Ambiente auch heiraten.<br />

Eine große Ausstellermeile, Gestütsführungen<br />

und Kremserfahrten lockten<br />

am Samstag ab 10 Uhr schon viele<br />

Schaulustige zur Hengstparade. Auch<br />

die Ställe konnten besichtigt werden<br />

und der eine oder andere stattete seinem<br />

Lieblingshengst einen Besuch ab.<br />

Brandenburgs Landwirtschaftsminister<br />

Jörg Vogelsänger ließ es sich nicht<br />

nehmen der Buchpräsentation des<br />

berührenden Fotobandes „Edle Pferde<br />

an der Dosse“, der<br />

in einer kleinen<br />

Feierstunde vor der<br />

ersten Hengstparade<br />

vorgestellt wurde,<br />

teilzunehmen. Die<br />

Pferdemalerin<br />

Jana Harder aus<br />

Großderschau hat<br />

den Jahresablauf<br />

in den Neustädter<br />

Gestüten in<br />

eindrucksvollen<br />

Bildern festgehalten<br />

und der Verein der Freunde und Förderer<br />

des Haupt- u. Landgestüts Neustadt/<br />

Dosse e. V. hat das Projekt als Herausgeber<br />

unterstützt. Ein Buch, das Pferdefreunde<br />

unbedingt besitzen sollten!<br />

Doch Punkt 13 Uhr eröffnete dann<br />

der Fanfarenzug ein 4-stündiges<br />

Hengstparadeprogramm vom Feinsten!<br />

Ein bunter Wechsel aus Aktion,<br />

Traditionsschaubildern oder<br />

züchterischer Information. Da war<br />

für jeden etwas dabei. GOW Michael<br />

Düsedau mit seiner ungarischen Post<br />

mit 5 Pferden, die Elitestuten mit einer<br />

Fahrquadrille vom Einspänner bis zum<br />

Vierspänner oder die spektakuläre<br />

Springquadrille, bei der Neustadts<br />

Hengste buchstäblich durchs Feuer<br />

springen. Das Pferdestuntteam<br />

Comanchen begeisterte mit<br />

atembraubender Akrobatik zu Pferde,<br />

fetzig ging es auch im Kegelparcours<br />

der Shetlandponyvierspänner des<br />

Krumker Reit u. Fahrvereins zu.<br />

Aus der Uckermark war das Team<br />

Kaufmann mit seinen beeindruckenden<br />

Kaltblütern angereist. 42 Schüler der<br />

Prinz von Homburgschule in einer<br />

Quadrille, das muss man einfach mal<br />

gesehen haben.<br />

Für Züchter immer wieder interessant<br />

die Vorstellung der Neustädter<br />

Landbeschäler. Vom Youngster wie<br />

dem ‚Quaterback’-Sohn ‚Quinoa’ oder<br />

‚Vasco da Gama’ v. ‚Van Vivaldi’,<br />

die Championatspferde ‚Destar’ v.<br />

‚Descolari’, ‚Dantes Stern’ v. ‚Dante<br />

Weltino’ oder ‚Damontez’ v. ‚Damon<br />

Ungarische Post<br />

46<br />

Springquadrille<br />

‚Quaterback’<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 46 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Zucht<br />

Shetlandponyvierspänner des RFV Krumke<br />

Hill’ und ‚Don Royal’ v. ‚Don Juan<br />

de Hus’ - sie alle wussten zu gefallen.<br />

Doch einer durfte natürlich nicht<br />

fehlen! Aus der Passage an der<br />

Hand, die überaus raumgreifenden<br />

Bewegungen als spektakulärer<br />

Aktionstraber entwickelt und von Jonas<br />

Böhm super vorgestellt, kam er daher:<br />

‚Quaterback’ v. ‚Quaterman’ - nach wie<br />

vor unbestrittener Star der Neustädter<br />

Gestüte.<br />

21 Jahre jung und Vater zweier<br />

Weltmeister (‚Asha P’, Vielseitigkeit<br />

und ‚Alice’, Springen) auch der<br />

Holsteiner ‚Askari’ v. ‚Acord II’ durfte<br />

nicht fehlen und präsentierte sich, zwar<br />

mit grauen Schläfen, doch immer noch<br />

energisch unter dem Sattel. Er leitete<br />

über zu einer Gruppe interessanter<br />

Springhengste wie ‚Call Me Crazy’,<br />

‚Cocobell’ oder ‚Cornetino’.<br />

‚Edwin II’ und ‚Roosje van Ravensteyn’ siegten<br />

in der Kaltblutleistungsprüfung<br />

Erstmals fand in diesem Jahr die<br />

Leistungsprüfung des Stammbuches<br />

für Kaltblutpferde Niedersachsen e.<br />

V. im Landgestüt Celle statt. Der erste<br />

Vorsitzende Dr. Uwe Clar konnte<br />

zahlreiche Zuschauer am Rand des<br />

ehrwürdigen Paradeplatzes begrüßen.<br />

Den Richtern Karla Ebert, Lemgo,<br />

Eduard Laukotka, Handeloh und<br />

Fremdfahrer Klaus-Dieter Gärtner,<br />

Hansen, stellten sich 4 Hengste und 4<br />

Stuten zur Beurteilung vor.<br />

In drei Prüfungsteilen, dem<br />

dressurmäßigen Fahren vor einem<br />

Wagen, dem Ziehen eines 7 m<br />

langen Baumstammes und vor dem<br />

Zugschlitten mussten die Prüflinge<br />

ihre Arbeitstauglichkeit unter Beweis<br />

Freilaufende Stuten mit ihren Fohlen<br />

sind immer wieder ein schönes Bild und<br />

wenn die wunderschöne Schimmelstute<br />

‚Philharmonie’, die Mutter des<br />

‚Belantis’, vorneweg läuft, ist es noch<br />

einmal ein besonderer Hingucker.<br />

Nach der Pause wird er immer<br />

mit Spannung erwartet: Neustadts<br />

Mehrspänner, in diesem Jahr mit 12<br />

Stuten, meisterlich präsentiert von<br />

Obersattelmeister Rainer Stübing.<br />

Ein wenig Wehmut kommt da schon<br />

auf, denn im kommenden Jahr wird<br />

Rainer Stübing in den wohlverdienten<br />

Ruhestand wechseln und man kann<br />

nur hoffen, dass es gelingt, einen<br />

Nachfolger zu finden.<br />

24 Hengste in vier Regimentern (Garde<br />

du Corps, Ulanen, Ziethen Husaren<br />

und Dragoner) unter Leitung von<br />

Hengstprüfungsmeister Heiko Brehmer<br />

stellen. Die ersten beiden Teile fanden<br />

auf dem Paradeplatz statt, während<br />

der Zugschlitten<br />

um die Aschenbahn<br />

gezogen werden<br />

musste.<br />

Platz 1 bei den<br />

Hengsten mit<br />

einer Endnote von<br />

8,16 erreichte der<br />

ausdrucksstarke<br />

‚Erdinger Gold’-<br />

Sohn ‚Edwin II’<br />

aus der Zucht<br />

der ZG Biegel<br />

in Harsewinkel.<br />

Sorgfältig hatte<br />

Gestütsoberwärter<br />

Rasante Römerwagen<br />

auf ‚Cloud Number Nine’ marschieren<br />

auf zur großen Dressurquadrille, bevor<br />

tempogeladen mit rumpelnden Rädern<br />

die Römerwagen das Publikum<br />

verabschieden. Doch ganz so<br />

schnell geht man bei dem herrlichen<br />

Spätsommerwetter noch nicht heim,<br />

flaniert noch ein wenig und genießt all<br />

die kulinarischen Köstlichkeiten die<br />

angeboten werden.<br />

Mich zieht es zum Abschluss allerdings<br />

zum sogenannten Trakehnerschuppen,<br />

wo die Stammstute ‚Poesie’, heute 27<br />

Jahre mit einer Stutenfreundin ihren<br />

Altersitz bezogen hat. Weiter geht es<br />

noch einmal zu den Jungpferdeweiden,<br />

den Hengsten beim abendlichen Spiel<br />

zuzuschauen und dabei die unendliche<br />

Weite mit den Rufen der Kraniche im<br />

Hintergrund zu genießen.<br />

Text und Fotos: Marianne Schwöbel<br />

Jan Bogun den 3-jährigen<br />

Landbeschäler des niedersächsischen<br />

‚Edwin II’<br />

47<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 47 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Zucht<br />

‚Valegro’<br />

‚Roosje van Ravensteyn’<br />

Landgestüts Celle vorbereitet. Klaus-<br />

Dieter Gärtner als Fremdfahrer zeigte<br />

sich sehr angetan und vergab für die<br />

Fahranlage eine 8,5.<br />

Mit der identischen Wertnote von<br />

7,23 platzierten sich der süddeutsche<br />

Kaltblüter ‚Valegro’ v. ‚Veron’ (B:<br />

Familie Oltmanns, Moormerland) und<br />

das Schwarzwälder<br />

Kaltblut ‚Mentor’ v.<br />

‚Moreno’ (B.: Ralf<br />

u. Jonas Bartels, Katensen)<br />

auf Rang 2.<br />

Doch auch in<br />

diesem Jahr hieß es<br />

„Ladies first“, denn<br />

die ersten 3 Stuten<br />

erhielten alle eine<br />

Endnote über 8,0!<br />

Kerstin Berner,<br />

Hohenaverbergen<br />

hatte die 8-jährige<br />

‚Roosje van Ravensteyn’ v. ‚Circle W<br />

Maxamillion’ für Familie zum Berge<br />

vorbereitet und sie sehr souverän vorgestellt.<br />

Die imposante belgische Kaltblutstute<br />

und ihre Ausbilderin wurden<br />

für ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit<br />

mit einer 8,4 belohnt und Fremdfahrer<br />

Gärtner unterstrich die gute Fahr-<br />

‚Rubina’<br />

eigenschaft noch mit einer weiteren 8,5.<br />

‚Rubina’ v. ‚Don Olewo’, die<br />

Nummer 2 musste sich mit einer<br />

8,38 nur knapp geschlagen geben.<br />

In allen Prüfungsteilen zeigte diese<br />

Schwarzwälder Fuchsstute, von<br />

Stefan Dingel, Winsen ausgebildet<br />

und vorgestellt, die gleichmäßigste<br />

Leistung in allen 3 Prüfungsteilen.<br />

Wie die Mutter so die Tochter, könnte<br />

man den 3. Platz überschreiben. Die<br />

3-jährige ‚Rosalie’ v. ‚Exakt’ aus der<br />

oben beschriebenen ‚Roosje’ erreichte<br />

eine 8,1 als Endnote und erhielt die<br />

höchste Interieurnote des Tages (8.93)<br />

Jan zum Berge, Bad Fallingbostel<br />

stellte diese Stute aus der Zucht der<br />

Familie zum Berge vor.<br />

Bei der Ergebnisbesprechung hieß es<br />

„Jugend vor“ und so konnte Kilian<br />

zum Berge stolz den Pokal für die beste<br />

Stute entgegennehmen. Den Pokal für<br />

den besten Hengst nahm Jan Bogun für<br />

das Landgestüt Celle entgegen.<br />

Richter Laukotka zeigte sich erfreut<br />

die Pferde immer besser ausgerüstet zu<br />

sehen. Er empfahl aber einigen, doch<br />

für die Arbeit am Zugschlitten und<br />

vor der Langholzstange am Geschirr<br />

sogenannte Strangträger zu verwenden,<br />

um ein Übertreten über die Stränge<br />

zu verhindern. Karla Ebert lobte noch<br />

einmal die hervorragende Vorbereitung<br />

der Prüfung durch die Mitarbeiter des<br />

Landgestüts. Gerade die Arbeit mit dem<br />

Zugschlitten sei auf der Aschenbahn<br />

aufgrund der Nähe deutlich besser zu<br />

beurteilen. Und so ist festzustellen, dass<br />

die Premiere im Landgestüt selbst als<br />

gelungen bezeichnet werden konnte.<br />

Text und Fotos: Marianne Schwöbel<br />

48<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 48 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Vollblut für die Vielseitigkeit<br />

Hannoveraner Stute des Jahres: ‚Havanna’<br />

‚Havanna’, die Tochter des Vollblüters<br />

‚Heraldik xx’, ist Hannoveraner Stute<br />

des Jahres. Aus einer ‚Ramiro’-Mutter<br />

zogen Sabine und Dr. Hilmer Meyer-Kulenkampff<br />

die 2001 geborene<br />

Schimmelstute. Ihr Sohn ‚fischer-<br />

Chipmunk FRH’ ist mit Michael Jung<br />

Mannschaftseuropameister und Vize-Europameister<br />

in der Vielseitigkeit.<br />

In der ausverkauften Niedersachsenhalle<br />

wurde ‚Havannas’ Züchter geehrt.<br />

Am 23. Februar 2001 kam ‚Havanna’<br />

zur Welt. Bereits seit vielen Generationen<br />

pflegt die Familie Meyer-Kulenkampff<br />

den Stamm der ‚Farina’ in ihrem<br />

Stall. Die ersten Ahnen dieses Stammes<br />

kamen vor mehreren Jahrzehnten auf<br />

den Hof. Mit dem Vollblüter ‚Heraldik<br />

xx’ hat ‚Havanna’ einen Vielseitigkeitsvererber<br />

par Excellence zum Vater.<br />

Muttervater ‚Ramiro’ ist auch der Vater<br />

der weltberühmten ‚Ratina Z’, die<br />

mit Piet Raymakers und Ludger Beerbaum<br />

die Championate dieser Welt eroberte.<br />

Auf der Mutterseite findet sich<br />

außerdem ‚First Gotthard’, der auf die<br />

hannoversche Springpferdevererberlegende<br />

‚Gotthard’ zurückgeht. 12 Fohlen<br />

brachte ‚Havanna’ bislang zur Welt,<br />

7 davon bei ihrem jetzigen Besitzer<br />

Wolfgang Lutz in Völkersen.<br />

Bildrechte ungeklärt, da nicht rekonstruierbar.<br />

Zucht<br />

Besonders die Anpaarung mit ‚Contendro’<br />

hat sich bewährt. Alle 5 Fohlen<br />

der ‚Havanna’, die bei dem Mediziner<br />

in Behlmer zur Welt kamen, stammen<br />

von dem schwarzbraunen Springpferdevererber<br />

ab. Weitere 4 Mal wiederholte<br />

Wolfgang Lutz diese Anpaarung.<br />

3 weitere Fohlen haben die Hengste<br />

‚Stakkato’, ‚Graf Top’ und ‚Buckingham’<br />

zum Vater. Der 2008 geborene<br />

‚Contendro’-Sohn ‚fischerChipmunk<br />

FRH’ ist der wohl bekannteste Nachkomme<br />

der ‚Havanna’. Seit Anfang<br />

des Jahres startet er unter dem Sattel<br />

von Michael Jung. Die Erfolge mit<br />

dem Weltmeisters und Olympiasieger<br />

brachten ihm die Auszeichnung als<br />

weltweit bestes Vielseitigkeitspferd der<br />

Saison 2018/<strong>19</strong> im WBFSH-Ranking<br />

ein. Ausgebildet wurde der 11-jährige<br />

von Julia Krajewski. 4-jährig hatte<br />

ihr der Züchter den Wallach zur Verfügung<br />

gestellt. 2015 gewann das Paar<br />

das Bundeschampionat der 5-jährigen<br />

Vielseitigkeitspferde. 2018 feierten die<br />

beiden ihre größten Triumphe. Mit dem<br />

Sieg des CICO*** Aachen im Gepäck<br />

reisten sie zur Weltmeisterschaft nach<br />

Tryon/USA.<br />

Ein weiterer championatserfahrener<br />

‚Contendro’-Nachkomme der ‚Havanna’<br />

ist ‚Campino’. Das erstgeborene<br />

Fohlen der Schimmelstute placierte<br />

sich 2014 bei den Deutschen Meisterschaften<br />

der Jungen Reiter in der Vielseitigkeit<br />

unter Rebecca Engel. Mit<br />

dem 4-jährigen ‚ChinTonic’ hat Julia<br />

Krajewski einen Vollbruder von ‚fischerChipmunk<br />

FRH’ im Stall, auf den<br />

sie große Hoffnungen für die Zukunft<br />

setzt. Der 2015 bei Wolfgang Lutz geborene<br />

Dunkelbraune wurde über die<br />

Verdener Fohlenauktion an Burkhard<br />

Wahler verkauft. Das erste Fohlen,<br />

das in Völkersen geboren wurde, ist<br />

Hann.Pr.St. ‚Spicy Girl’ v. ‚Stakkato’.<br />

Sie war nicht nur hochplatziert beim<br />

Freispringwettbewerb des Programms<br />

Hannoveraner Springpferdezucht, sondern<br />

wurde auch bei der Herwart von<br />

der Decken-Schau prämiert.<br />

Foto: Hannoveraner Verband<br />

Gut gelaunt versichert.<br />

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‚Havanna’ mit ihrem Züchter Dr. Hilmer Meyer Kulenkampff und Ilse Lamotte<br />

sowie ihrem Besitzer Wolfgang Lutz.<br />

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Das Geheimnis ist gelüftet: Der<br />

Celler Landbeschäler ‚Stolzenberg’ ist<br />

Hannoveraner Hengst des Jahres. Im<br />

Schauprogramm der Hengstkörung<br />

hatte der Schwarzbraune seinen großen<br />

Auftritt. In der Niedersachsenalle hatte<br />

er bereits als Springsiegerhengst seiner<br />

Körung und als Grande-Preisträger<br />

den Beifall und die Anerkennung des<br />

Publikums genossen.<br />

Den Erfolg von ‚Stolzenberg’ konnte<br />

sein Züchter Gerd Odlozinski nicht<br />

mehr miterleben, er verstarb im<br />

vergangenen Jahr. In der Karriere<br />

des Celler Landbeschälers reiht sich<br />

Erfolg an Erfolg. 2001 wurde der<br />

‚Stakkato’/,Sandro’-Sohn aus dem<br />

Stamm der ‚Nachbarin I’ bei Gerd<br />

Odlozinski in Luttmersen geboren.<br />

Bei seiner Körung wurde er als bester<br />

Springhengst der Körung in Verden<br />

gefeiert und zog als Reservesieger<br />

in das Landgestüt Celle ein. Auch<br />

bei seiner Hengstleistungsprüfung in<br />

Adelheidsdorf führte er das Feld an<br />

und kam auf einen imponierenden<br />

Springindex von 141,88 Punkten. Als<br />

einer der begehrtesten ‚Stakkato’-<br />

Nachkommen kam der Dunkelbraune<br />

in Celle in den Deckeinsatz und<br />

wurde mit Hauptsattelmeister Joachim<br />

Winter eines der erfolgreichsten<br />

Parcourstalente seines Jahrganges. Die<br />

beiden feierten insgesamt über 80 Siege<br />

von A bis S in ihrer 8 Jahre langen<br />

gemeinsamen Karriere. Vor 8 Jahren<br />

stand ‚Stolzenberg’ schon einmal im<br />

Rampenlicht der Niedersachsenhalle,<br />

damals wurde er mit dem ‚Grande’-<br />

Preis ausgezeichnet. Schon sein Vater<br />

‚Stakkato’ war 2007 Hannoveraner<br />

Hengst des Jahres.<br />

Zucht<br />

Hannoverener Hengst des Jahres<br />

Immer wieder ‚Stolzenberg’<br />

Die sportlichen<br />

Ambitionen hat<br />

‚Stolzenberg’ seinen<br />

Nachkommen<br />

mitgegeben. 469<br />

Nachkommen<br />

sorgen auf den<br />

Turnierplätzen der<br />

Welt für Ruhm<br />

und Ehre. Auf<br />

internationalem<br />

Parkett mischen<br />

die ehemaligen<br />

V e r d e n e r<br />

Auktionspferde<br />

‚Hello Shelby’<br />

mit Scott Brash<br />

und ‚Salt’n Peppa’<br />

mit Hall McAteer<br />

oder ‚Gain Line’<br />

mit Abdullah<br />

Alsharbatly und<br />

‚BSC Skipper’ mit<br />

Holger Wulschner<br />

ganz vorne mit<br />

und haben ihren<br />

Vater unter die<br />

Top 50 der besten<br />

Springvererber<br />

weltweit im<br />

WBFSH-Ranking<br />

des vergangenen<br />

Jahres katapultiert.<br />

Für einen<br />

überragenden<br />

Zuchtwert im<br />

Springen von<br />

149 Indexpunkten sorgen seine<br />

hochtalentierten Töchter, von denen<br />

33 mit der Staatsprämie ausgezeichnet<br />

wurden. 11 seiner Söhne sind in das<br />

Hengstbuch I des Hannoveraner<br />

Verbandes eingetragen.<br />

Gemeinsam mit der R+V/Vereinigte Tierversicherung<br />

zeichnet der Hannoveraner Verband seit <strong>19</strong>92 einen<br />

bedeutenden Hannoveraner Hengst aus. Neben einem<br />

hochdotierten Scheck erhält der Züchter ein wertvolles<br />

Ölgemälde aus dem Atelier von Manfred Busemann.<br />

Die Züchter sind sich einig: Vermögen,<br />

Härte und Leistungsbereitschaft sind<br />

die Qualitäten, die der Hengst des<br />

Jahres 20<strong>19</strong>, ‚Stolzenberg’, seinen<br />

Nachkommen mitgibt.<br />

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Die Bücherecke<br />

Edle Pferde an der Dosse -<br />

Das perfekte Weihnachtsgeschenk<br />

für Pferdefreunde<br />

Sind Sie auf der Suche nach einem<br />

Weihnachtsgeschenk für Pferdefreunde,<br />

so kann man nur den Fotobildband „<br />

Edle Pferde an der Dosse“ empfehlen.<br />

Er bietet liebevolle Einblicke in die<br />

Pferdewelt des Haupt und Landgestütes<br />

an der Dosse.<br />

Die bekannte Pferdemalerin Jana<br />

Harder hat hier einmal nicht zum Pinsel,<br />

sondern zur Kamera gegriffen und den<br />

Jahresablauf mit sehr anrührenden,<br />

stimmungsvollen Bildern und<br />

einfühlsamen Texten dokumentiert.<br />

Ein Buch zum Genießen. Gerade zur<br />

Weihnachtszeit, sich gemütlich an den<br />

Kamin zu setzen und sich an all diesen<br />

wunderschönen Bildern erfreuen.<br />

Jana Harder nimmt uns mit in eine<br />

traumhafte Landschaft, lässt uns<br />

Einblick nehmen mit Bildern hinter den<br />

Kulissen. Man erfährt einiges über den<br />

Alltag und die besonderen Momente<br />

zwischen Mensch und Tier.<br />

Herausgegeben wird dieser 300 seitige<br />

Bildband vom Verein der Freunde und<br />

Förderer des Brandenburgischen Hauptund<br />

Landgestüts Neustadt(Dosse).<br />

Erhältlich ist das Buch unter<br />

www.freunde-neustaedter-gestuete.de<br />

oder im Buchhandel unter der ISBN<br />

978-3-00-063232-7 zum Preis von<br />

25,00 Euro.<br />

Buch- und Kalendervorstellungen<br />

Neues von wehorse<br />

Die beliebten Ausbilder Dr. Britta<br />

Schöffmann und Sybille Wiemer haben<br />

zusammen mit wehorse wahre<br />

Meisterwerke geschaffen.<br />

„Wendungen um Vor- und Hinterhand“<br />

und „Neue Wege der Sitzschulung“<br />

sind praktische Ratgeber für jeden<br />

Reiter oder Ausbilder und nicht zuletzt<br />

perfekte Weihnachtsgeschenke!<br />

Reiten gut erklärt, Teil 8:<br />

Wendungen um Vor- und Hinterhand<br />

mit Dr. Britta Schöffmann<br />

Das Reiten der meisten Wendungen um<br />

die Vor- und um die Hinterhand gehört<br />

zur Ausbildung eines Dressurpferdes<br />

ebenso dazu wie zu der eines<br />

Freizeitpferdes. Während die meisten<br />

dieser Übungen aus dem Halt oder dem<br />

Schritt gerittene Richtungswechsel<br />

sind, fallen die Galopp-Pirouetten<br />

ein wenig aus dem Rahmen. Denn<br />

sie erfordern bereits viel Können und<br />

Erfahrung vom Reiter und eine gute<br />

Versammlungsfähigkeit vom Pferd.<br />

Nicht jeder wird diese schwerste aller<br />

Wendungen schaffen - der Weg dorthin<br />

über Vor- und Hinterhandwendung<br />

sowie Kurzkehrt und Schrittpirouette<br />

schult aber die Koordination von Pferd<br />

und Reiter und bringt jede Menge Spaß.<br />

Sprache: Deutsch<br />

Preis: 34,90 EuroArtikel-Nr.: 300260<br />

Neue Wege der Sitzschulung<br />

mit Sibylle Wiemer<br />

Ein geschmeidiger Sitz ist<br />

ausschlaggebend für gutes Reiten.<br />

Die üblichen Anweisungen wie „Bein<br />

lang!“, „Hände aufrecht!“ oder „Sitz<br />

gerade“ helfen häufig nicht. Eine<br />

bessere Körperwahrnehmung und<br />

ein feineres Gespür für die eigenen<br />

Bewegungen sind der Schlüssel zu<br />

einem guten, korrekten Reitersitz.<br />

Wie Du zu diesem Körpergefühl<br />

gelangst, vermittelt Sibylle Wiemer in<br />

diesem Film. Sie stellt Dir die bunten<br />

Bälle, Rollen, Schwämme und Bänder<br />

aus der Franklin-Methode® vor und<br />

erklärt, wie diese vielfach bewährten<br />

Tools auf Deinen Körper wirken. Das<br />

Beste ist: Diese Art der Sitzschulung<br />

macht Spaß! Erfahre Freude an der<br />

Bewegung und Spaß an einer Vielfalt<br />

verschiedener Übungen. Fast von<br />

allein wirst du deinen Sitz verbessern,<br />

den Bewegungen deines Pferdes<br />

geschmeidiger folgen und so deine<br />

Einwirkungen verfeinern.<br />

Sprache: Deutsch<br />

Preis: 34,90 Euro<br />

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sugar dog Hunde Schlafsack Sirius<br />

Kuschelig durch die kalten Tage<br />

Der gemütliche Hundeschlafsack von<br />

sugar dog besticht durch seine kuschelweiche<br />

Innenseite und das wasserdichte<br />

Außenmaterial. Multifunktional kann<br />

er als Schlafsack oder dank Reißverschluss<br />

auch als Liegedecke verwendet<br />

werden. Durch den praktisch angebrachten<br />

Henkel ist der Schlafsack sehr<br />

einfach zu transportieren. Die optimale<br />

Lösung für Ihren Hund an kalten Tagen<br />

im Stall!<br />

Erhältlich ist der Schlafsack in der<br />

Farbe bordeaux in den Größen S, M<br />

und L ab 34,90 Euro<br />

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Neues von Krämer Pferdesport<br />

individuell an den Kopf anpassen.<br />

Weiterer Komfort wird durch die<br />

abgedeckte Begurtung und die weichen<br />

Kinn- und Nackenriemen erreicht.<br />

Erhältlich ist der Helm in den Größen<br />

XS/S, S/M und M/L in der Farbe S<br />

(schwarz) in den Variationen Jewellery<br />

silber und Jewellery roségold für 99,90<br />

Euro.<br />

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X-Cellence Jewellery -<br />

Ein Schmuckstück unter den<br />

Reithelmen<br />

Der edle Reithelm von<br />

KNIGHTSBRIDGE vereint<br />

Sicherheit und Design. Eingearbeitete<br />

Glitzerelemente schmücken die<br />

Oberfläche aus hochwertiger, leicht<br />

abwischbarer Mikrofaser und machen<br />

den Helm zum echten Blickfang.<br />

Viele Luftein- und -auslässe sorgen<br />

für eine optimale Luftzirkulation. Die<br />

stoßabsorbierende EPS Innenschale<br />

und die schlagfeste ABS Außenschale<br />

garantieren maximalen Schutz.<br />

Mithilfe des Größenverstellrades an<br />

der Rückseite lässt sich der Helm<br />

FB Grip-Softshell-Vollbesatzreithose<br />

Josefine - Warm durch den Winter<br />

Die extra warme Softshell-<br />

Damenreithose lässt mit ihrem<br />

hochwertigen Vollbesatz aus Silikon<br />

und der super Passform keine Wünsche<br />

offen. Für besonderen Komfort<br />

sorgen die flauschige Innenseite ohne<br />

störende Nähte, der Beinabschluss<br />

ohne Klettverschluss und der elastische<br />

Bund. Das wind- und wasserabweisende<br />

Material ist pflegeleicht, strapazierfähig<br />

und dehnbar. Eine Reithose, die Sie gut<br />

durch die kalte Jahrezeit bringt!<br />

Erhältlich ist „Josefine“ in den Farben<br />

NV (navy), S (schwarz) und TA (taupe)<br />

in den Größen 34 - 44 und 72 - 80 für<br />

99,90 Euro<br />

SHOWMASTER Moonlight<br />

Kollektion - Der Winter funkelt<br />

Die SHOWMASTER Moonlight<br />

Kollektion bringt auch in dunkle<br />

Wintertage ein Funkeln. Durch den<br />

eingearbeiteten Lurexfaden glitzern<br />

und funkeln Halfter, Schabracke<br />

und Co. und wirken dabei mit der<br />

SHOWMASTER Bestickung elegant.<br />

Ein echter Blickfang im dennoch<br />

sportlichen Design.<br />

Die Decke ist erhältlich in den Größen<br />

125 - 165 cm in den Farben puder-rosa<br />

und ice-blau für 39,90 Euro.<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 52 02.12.<strong>19</strong> 11:15


CLARIDGE HOUSE Zaum<br />

Soft & Anatomical - Innovativ und<br />

komfortabel<br />

Der CLARIDGE HOUSE Zaum Soft &<br />

Anatomical überzeugt mit seinem innovativen<br />

Schnitt und dem extra weichen<br />

Leder. Das anatomisch geschnittene<br />

Reithalfter mit extra breitem Genickstück<br />

und gepolstertem Ohrenausschnitt<br />

verhindert Druck auf die Gesichtsnerven<br />

des Pferdes und kann so das<br />

Wohlbefinden auch bei besonders empfindlichen<br />

Pferden steigern.<br />

Erhältlich ist der Zaum in den Farben<br />

schwarz, schwarz/rosé gold und braun/<br />

rosé gold in den Größen Kleinpferd<br />

und Warmblut für € 99,90<br />

PR-Berichte<br />

Für Tragespaß sorgen die aufgesetzten<br />

Druckknopftaschen mit integrierten<br />

Einschubtaschen und der lange<br />

Reitschlitz mit Reißverschluss hinten.<br />

Erhältlich ist der Kinder-Winterreitmantel<br />

in der Farbe M (marine) in den<br />

Größen 128 – 176 für 74,90 Euro<br />

FB Kapuzen-Reitmantel Laura -<br />

Kuschelig warm an kalten Tagen<br />

Der Felix Bühler Kapuzen-Reitmantel<br />

Laura sorgt dank der extra warmen<br />

Fütterung und des wind- und wasserabweisenden<br />

Materials auch an kalten<br />

Wintertagen für wohlige Wärme. Lang<br />

und elegant geschnitten überzeugt der<br />

Mantel mit schönen Details wie dem<br />

Felix Bühler Badge auf der Brust und<br />

dem Innenfutter im Schneesterndesign.<br />

Für Funktionalität im Alltag sorgen<br />

die verstellbare, am Rücken fixierbare<br />

Kapuze, der lange Reitschlitz mit<br />

Reißverschluss und Regenschutz hinten,<br />

der Elastikeinsatz in Taillenhöhe<br />

am Rücken, zwei Beinschlaufen und<br />

die Rippbündchen mit Daumenloch als<br />

Ärmelabschluss.<br />

Erhältlich ist der Mantel in den Farben<br />

navy und schwarz in den Größen XS<br />

bis XXL für € 99,90.<br />

STEEDS Kinder-Winterreitmantel<br />

Xenija - Schick und warm durch<br />

den Winter<br />

Mit dem Mantel „Xenija“ kommen<br />

auch die jüngsten unter den Reitern<br />

gut durch den Winter! Der wind- und<br />

wasserabweisende Mantel hat eine<br />

abnehmbare, mit weichem Fleece<br />

gefütterte Kapuze. Die Weite lässt sich<br />

mithilfe des verstellbaren, elastischen<br />

Gürtels anpassen.<br />

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Fleece-Abschwitzdecke Heart-Bow<br />

Funktional und verspielt<br />

Diese tolle Überwurf-Abschwitzdecke<br />

von THERMO MASTER überzeugt<br />

mit ihrem verspielten Design bei hoher<br />

Funktionalität. Die süße Farbgebung<br />

und die Schleife am Halsausschnitt<br />

machen die Decke zum liebenswerten<br />

Hingucker. Das Fleecematerial<br />

transportiert die Feuchtigkeit<br />

zuverlässig vom Pferdekörper weg.<br />

Der zweifache Klettverschluss-<br />

Brustverschluss, die Fleecepolsterung<br />

am Widerrist und die Schweifkordel<br />

sorgen für Tragekomfort.<br />

53<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 53 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Hinter den Kulissen laufen sie schon<br />

länger - die Vorbereitungen für die 45.<br />

VER-Dinale. Vom 30. Januar bis 2. Februar<br />

2020 öffnen sich erneut die Tore<br />

der Verdener Niedersachsenhalle für<br />

das traditionelle Reitturnier, welches<br />

in ehrenamtlicher Arbeit vom Rennverein<br />

Verden e.V. und vom Reitverein<br />

Graf von Schmettow e.V. organisiert<br />

wird. Neu in diesem Jahr ist dabei die<br />

Hengstpräsentation des Celler Landgestüts,<br />

welche erstmalig am Sonntagnachmittag<br />

den Abschluss des viertägigen<br />

Turniers darstellen wird.<br />

Spannung beim Showwettkampf<br />

der Reitvereine am Freitag<br />

Seit der Premiere im Jahr 2017 hat sich<br />

der Showwettkampf der Reitvereine<br />

auf der VER-Dinale schnell zum Publikumsliebling<br />

entwickelt: Fast 2.500 Zuschauer<br />

verfolgen Jahr für Jahr live in<br />

Vorschau<br />

4 Tage Spitzensport und Show: Die VER-Dinale 2020 kündigt sich an<br />

Neu: Hengstpräsentation vom Landgestüt Celle<br />

am Sonntag<br />

Verden, welche Schaubilder anlässlich<br />

dieses ganz besonderen Abends präsentiert<br />

werden. Auch auf der VER-Dinale<br />

2020 ist der Showwettkampf der<br />

Reitvereine, für welchen sich Vereine<br />

aus den Pferdesportverbänden Hannover,<br />

Weser-Ems und Bremen anmelden<br />

dürfen, deshalb ein fester Programmteil<br />

am Freitagabend.<br />

An diesem Abend gestalten die Reitvereine<br />

ein pferdebezogenes Schaubild,<br />

welches schlussendlich das Publikum<br />

und eine Prominentenjury<br />

begeistern soll. Auch für das Jahr 2020<br />

können sich die Gäste der VER-Dinale<br />

wieder auf einen bunten Abend freuen:<br />

Obwohl die Anmeldefrist noch bis zum<br />

16. Dezember 20<strong>19</strong> läuft, sind bereits<br />

in kürzester Zeit zahlreiche Anmeldungen<br />

beim Veranstalter eingegangen.<br />

Nach jedem Auftritt wird eine Prominentenjury<br />

mit einer Skala von 0 bis<br />

10 Punkten festlegen, welches Team<br />

am Ende den Sieg mit nach Hause nehmen<br />

darf. Auch das Publikum kann an<br />

diesem Abend mitbestimmen: Über<br />

eine Lautstärkemessung wird der Publikumssieger<br />

gekürt. „Im Jahr 20<strong>19</strong><br />

haben die Vereine wieder einen tollen<br />

Abend auf die Beine gestellt. Nahezu<br />

alle Disziplinen des Reitsports wurden<br />

in ruhigen wie auch schnellen, lauten<br />

Auftritten gezeigt. Es ist jedes Jahr<br />

wieder sehr beeindruckend, was die<br />

teilnehmenden Reitvereine in stundenlanger<br />

und ehrenamtlicher Arbeit vorbereiten.<br />

Wir freuen uns bereits sehr<br />

auf diesen Abend“, betont Turnierleiter<br />

Kurt-Henning Meyer.<br />

Hier erhältlich:<br />

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Ihre Raiffeisen-Märkte:<br />

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zudem der Pferdezucht im Rahmen<br />

einer Hengstvorführung einen Schau-<br />

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Vorschau<br />

platz. Dieser wird im Jahr 2020 noch<br />

mehr in den Mittelpunkt des viertägigen<br />

nationalen Reitturniers rücken und zur<br />

„Prime-Time“ am Sonntagnachmittag,<br />

den 2. Februar 2020, stattfinden. Präsentieren<br />

werden sich die zahlreichen<br />

Hengste des Landgestüts Celle sowie<br />

der angeschlossenen Partnerstationen.<br />

„Wir freuen uns sehr, unsere zuvor<br />

langjährig geführte Kooperation mit<br />

dem Landgestüt Celle pünktlich zum<br />

45-jährigen Turnierjubiläum erneut ins<br />

Leben zu rufen“, sagt Maximilian Geßner,<br />

Vorstandsmitglied des Verdener<br />

Rennvereins. Bereits vor Beginn der<br />

Hengstvorführung können die Hengste<br />

des Landgestüts in den Stallungen angeschaut<br />

werden. Die Hengstpräsentation<br />

des Celler Landgestüts bildet<br />

damit den Abschluss des viertägigen<br />

Reitturniers.<br />

Sportliche Highlights<br />

am Wochenende<br />

in das Geschehen<br />

der VER-Dinale<br />

ein, also einen Tag<br />

früher als noch im<br />

Vorjahr. Zur Gewöhnung<br />

der Pferde<br />

an die Niedersachsenhalle<br />

dürfen<br />

die teilnehmenden<br />

Springpferde am<br />

Donnerstagnachmittag<br />

bereits vor der<br />

ersten Qualifikation<br />

der Youngster Tour<br />

im Rahmen eines<br />

„Warming-Up’s“ in<br />

der Prüfungshalle<br />

trainiert werden.<br />

Der Freitag auf der<br />

VER-Dinale ist geprägt<br />

durch Springprüfungen<br />

der Klassen M** und S*<br />

sowie den großen Showwettkampf der<br />

Reitvereine am Abend.<br />

Sara Karstens (‚Crazy Hardbreaker SP WE’) ist<br />

Bundesnachwuchschampioness der Ponyreiter 20<strong>19</strong><br />

es beim Indoor-Speed-Derby am Samstagabend.<br />

Diese Zeitspringprüfung der<br />

Klasse S* geht durch zwei Reithallen<br />

und über naturähnliche Hindernisse.<br />

Bevor sich jedoch die Hengste des<br />

Celler Landgestüts präsentieren, ist<br />

die VER-Dinale der Schauplatz für<br />

17 Dressur- und Springprüfungen bis<br />

zur schweren Klasse. Den Anfang des<br />

4-tägigen Reitturniers bilden am Donnerstag<br />

Junioren und Junge Reiter in<br />

Dressurprüfungen der Klasse M**<br />

und S*. Auch die Springreiter greifen<br />

im Jahr 2020 bereits am Donnerstag<br />

Spitzensport in Dressur und Springen<br />

wird am Wochenende der VER-Dinale<br />

erwartet. Highlights sind dabei die<br />

Grand Prix Kür am Samstagabend,<br />

das Bundesnachwuchschampionat<br />

der Ponyspringreiter am Sonntagmittag<br />

sowie der große Preis der Verdener<br />

Wirtschaft, eine Springprüfung<br />

der Klasse S*** mit Siegerrunde, am<br />

Sonntagnachmittag. Rasante Ritte gibt<br />

Eintrittskarten sind ab sofort erwerbbar.<br />

Weitere Informationen zur VER-Dinale<br />

gibt es unter www.ver-dinale.de oder<br />

auf der Facebook- und Instagram Seite<br />

der VER-Dinale.<br />

Sarah Tietjen<br />

Fotos: Walburga Schmidt<br />

Hendrik Sosath (hier auf ,Lady Cadora OLD’) war 20<strong>19</strong><br />

im Speed-Derby nicht zu schlagen<br />

Niels Kersten und ‚Can win’ sicherten sich 20<strong>19</strong> den Sieg<br />

im Großen Preis<br />

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Der Braunschweig CLASSICO zählt<br />

seit 18 Jahren zu den attraktivsten<br />

Hallenreitturnieren Deutschlands.<br />

Dabei steht das internationale Turnier<br />

seit Jahren für hochkarätigen Reitsport<br />

in der VW Halle in Braunschweig.<br />

Das Reitsportevent findet nächstes<br />

Jahr vom 05. - 08.03.2020 statt<br />

und nirgendwo sonst steht die<br />

gesamte Springsportpalette bei<br />

einem einzigen Turnier auf dem<br />

Programm: Deutschlands beste<br />

Nachwuchsreiter gehen im Finale<br />

des Bundesnachwuchs-Championats,<br />

initiiert von Hans Günter Winkler, an<br />

den Start. Die besten U25-Springreiter<br />

messen sich in Deutschlands U25-<br />

Springpokal, der 2020 wieder zurück<br />

in der Volkswagen Halle ist. Regionale<br />

Größen kämpfen im Championat der<br />

Landesmeister und in der Deutschen<br />

Meisterschaft der Landesverbände um<br />

Ehre und Titel. Die besten nationalen<br />

und internationalen Athleten springen<br />

in den 4 Weltranglisten-Springen<br />

Achtung:<br />

um Punkte und<br />

Preisgelder. Und in<br />

der finalen Prüfung<br />

für die besten<br />

internationalen<br />

Nachwuchspferde<br />

wurde das Preisgeld<br />

auf 25.000,00 Euro<br />

aufgestockt. Das ist<br />

ein klares Zeichen:<br />

die Youngster von<br />

heute sind die<br />

Weltmeister von morgen.<br />

Das einzigartige sportliche Konzept<br />

rund um den Spitzenreitsport begeistert<br />

jedes Jahr zahlreiche Zuschauer.<br />

In 20<strong>19</strong> bejubelten<br />

mehr als 25.000<br />

Zuschauer die internationalen<br />

Topreiter<br />

und ihre Pferde.<br />

Doch neben<br />

Weltklasse-Sport<br />

auf 3-Sterne<br />

Niveau bietet das<br />

Programm auch<br />

abwechslungsreiche<br />

Showauftritte und<br />

eine einladende<br />

Ausstellung,<br />

abendliche<br />

Partys und das<br />

typische familiäre<br />

CLASSICO-Flair<br />

laden zum Shoppen<br />

und Genießen ein.<br />

DER KLEINE GEORG verlost<br />

1 x 2 Karten für Freitag und 1 x 2 Karten für Sonntag.<br />

Wer Braunschweig Classico live erleben möchte, schickt<br />

den Antwortcoupon bis zum 27.02.2020 (Poststempel) an<br />

DER KLEINE GEORG<br />

Greifswaldstraße 55<br />

38124 Braunschweig<br />

Vorschau<br />

Die gesamte Springsportpalette<br />

präsentiert sich in der VW-Halle<br />

Name:<br />

Straße:<br />

Plz., Ort:<br />

Telefon:<br />

Seien Sie dabei, wenn Tradition und<br />

Emotionen aufeinandertreffen und im<br />

Hexenkessel der Volkswagen Halle die<br />

Reiterelite im Parcours ihr Können beweist.<br />

Die Sieger im Großen Preis 20<strong>19</strong>:<br />

Christian Kuckuk und ,Lacasino‘<br />

Foto: ACP Andreas Pantel<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin, dass nur<br />

der hier abgedruckte Antwortcoupon an der Verlosung<br />

teilnimmt.<br />

Kopien oder Postkarten werden nicht berücksichtigt.<br />

Die Redaktion<br />

Datum, Unterschrift:<br />

56<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 56 02.12.<strong>19</strong> 11:15


Foto: ACP Andreas Pantel<br />

Foto: Katarina Blasig<br />

Datum Kategorie Turnierort<br />

18. - <strong>19</strong>.01.2020 S bis S*, D bis M, Adelheidsdorf<br />

U25 Bezirksnachwuchsturnier<br />

01.02.2020 Late Entry Dressur bis S* Springe<br />

02.02.2020 Late Entry Springen bis M Springe<br />

Nationale und Internationale Turniere:<br />

30.01. - 02.02.2020 CDN/CSN Niedersachsenhalle Verden,<br />

Terminliste Landgestüt Celle:<br />

- Hengstvorführungen 2020<br />

Sonntag, 02.02.2020 Niedersachsenhalle Verden<br />

Freitag, 21.02.2020 Hengstprüfungsanstalt Adelheidsdorf<br />

Sonstiges:<br />

Ausbilderfortbildungen<br />

18. 12.20<strong>19</strong> Schiefe Zähne, schiefes Pferd<br />

- doch es geht auch umgekehrt<br />

Ort: : Haag’s Hotel Niedersachsenhof,<br />

Lindhooper Str. 97, 27283 Verden<br />

Beginn: 18.00 Uhr Ende: ca. 21.30 Uhr<br />

Kosten: 20,00 Euro, Anzahl TN: 40 LE: 3<br />

Referent: Ulrike Albrecht u. Ralf Döringshoff<br />

Inhalt: Wie Rittigkeitsprobleme und Zahnbefunde<br />

beim Pferd zusammen hängen und sich<br />

gegenseitig beeinflussen<br />

12.01.2020 Grundlagen der Bodenarbeit - Teil I<br />

Ort: RFV Soltau, Vereinslokal Rosinante,<br />

Winsener Str. 84, 29614 Soltau<br />

Beginn: 10.00 Uhr Ende: ca. 16.00 Uhr<br />

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 20 LE: 5<br />

Referent: Waltraud Böhmke<br />

Inhalt: Theoretische u. praktische Grundlagen<br />

der Bodenarbeit<br />

18.01.2020 Grundlagen der Bodenarbeit - Teil II<br />

- übertragen auf das Reiten“<br />

Ort: Reitanlage RZFV Stadthagen,<br />

Schachtstr.54, 31655 Stadthagen<br />

Beginn: 10.00 Uhr Ende: ca. 16.30 Uhr<br />

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 20 LE: 5<br />

Referent: Waltraud Böhmke<br />

Inhalt: Desensibilisierung bei Umweltreizen,<br />

Sensibilisierung auf die Hilfengebung,<br />

Erarbeiten von Seitwärtstreten, Rückwärtstreten<br />

02.02.2020 Reitlehre - einmal ganz anders“<br />

- Niveau der Kl. A und L<br />

Ort: Haag’s Hotel Niedersachsenhof,<br />

Lindhooper Str. 97, 27283 Verden<br />

Beginn: 10.00 Uhr Ende: 16.00 Uhr<br />

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 40 LE: 5<br />

Referent: Gudrun Hofinga<br />

Inhalt: Besprochen wird, wie Dressurlektionen<br />

der Klasse A und L entwickelt und sinnvoll<br />

aufeinander aufgebaut werden, um einen<br />

möglichst hohen gymnastischen Wert zu<br />

erzielen. Zudem wird analysiert, welcher<br />

Trainingszustand für welche Lektionen<br />

vorhanden sein muss und wie man die Ursachen<br />

verschiedener aufkommender Problematiken<br />

erkennt und möglichst stressfrei behebt<br />

08.02.2020 Anwendung korrekter Hilfen<br />

- stell doch mal durch, halte aussen gegen -<br />

Ort: Deister RFV St. <strong>Georg</strong> Barsinghausen,<br />

St.-.<strong>Georg</strong>-Str. 5, 30890 Barsinghausen<br />

Beginn: 10.00 Uhr Ende: ca. 16.00 Uhr<br />

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 20 LE: 5<br />

Referent: Waltraud Böhmke<br />

Inhalt: Was bedeutet Hilfengebung?, Welche<br />

Hilfen werden in welcher Intensität gebraucht?,<br />

Wie wirken sie wirklich zusammen?, Wie<br />

können sie vom Pferd verstanden und umgesetzt<br />

werden?, Wie verhalte ich mich, wenn Hilfen<br />

nicht angenommen und umgesetzt werden?<br />

12.02.2020 Ausrüstung im Reit-/Turniersport<br />

Ort: Haag’s Hotel Niedersachsenhof,<br />

Lindhooper Str. 97, 27283 Verden<br />

Beginn: 18.00 Uhr Ende: ca. 21.00 Uhr<br />

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 50 LE: 3<br />

Referent: Christine Runge<br />

Welche Ausrüstungsgegenstände sind, gem.<br />

FN Ausrüstungskatalog, auf den Turnieren<br />

erlaubt? Mit welchen Gebissen darf man in<br />

welcher Klasse starten? Wie wirken sie? Wie<br />

verhält es sich mit Beinschutz etc.?<br />

15.02.2020 Working Equitation<br />

Ort (Theorie): OKAL Café,<br />

Ort (Praxis): Reitanlage Stephan Remmel,<br />

Großer Lahweg 53, 31020 Salzhemmendorf<br />

Beginn: 10.00 Uhr Ende: ca. 16.00 Uhr<br />

Kosten: 20,00 Euro (TN ohne Selbsterfahrung)<br />

Anzahl TN: 20 LE: 5<br />

Kosten: 30,00 Euro (TN mit Selbsterfahrung)<br />

Anzahl TN: max. 6<br />

Referent: Waltraud Böhmke<br />

Inhalt: Die neue Reitsportdisziplin! Grundlage<br />

bildet die klassische, dressurmäßige Ausbildung<br />

des Pferdes. Dazu kommt die Arbeit in<br />

verschiedenen Trail Hindernissen, durch die<br />

die Durchlässigkeit und Gymnastizierung<br />

des Pferdes ebenso gefördert wird wie<br />

die Gelassenheit und vertrauensvolle<br />

Zusammenarbeit mit dem Pferd.<br />

- Bitte unbedingt bei der Anmeldung angeben,<br />

ob mit oder ohne Selbsterfahrung -<br />

<strong>19</strong>.02.2020 Rittigkeitsprobleme im Zusammenhang<br />

mit Huffehlstellungen“<br />

Ort: Haag’s Hotel Niedersachsenhof,<br />

Lindhooper Str. 97, 27283 Verden<br />

Beginn: 18.00 Uhr Ende: ca. 21.00 Uhr<br />

Kosten: 20,00 Euro Anzahl TN: 50 LE: 3<br />

Referent: Ralf Döringshoff<br />

Inhalt: Warum Rittigkeitsprobleme zu<br />

Huffehlstellungen und umgekehrt führen und<br />

wie Trainer, Hufschmied und Osteopath hier<br />

sinnvoll zusammenarbeiten können<br />

57<br />

Termine<br />

<strong>Georg</strong> 6-<strong>19</strong>.indd 57 02.12.<strong>19</strong> 11:15


In der nächsten Ausgabe von DER KLEINE GEORG lesen Sie u.a. Berichte<br />

über:<br />

- diverse Reitsportveranstaltungen, wie z.b. die Pferd & Jagd oder die<br />

Neujahrsspringen<br />

- verschiedene Lehrgänge und Fortbildungsveranstaltungen<br />

- Fachthemen<br />

Im Reitsportmosaik werden wir u.a. über<br />

- die PARTNER PFERD in Leipzig<br />

berichten.<br />

58<br />

Anmerkung der Redaktion<br />

Die mit dem Namen des Verfassers gekennzeichneten Artikel stellen nicht<br />

in jedem Fall die Meinung des Herausgebers und der Redaktion dar.<br />

Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Nachdrucks, vorbehalten.<br />

Jeder Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung und unter<br />

Quellenangabe gestattet.<br />

Eingesandte Manuskripte unterliegen der eventuellen redaktionellen<br />

Bearbeitung.<br />

Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für eingesandtes Material<br />

Druckfehler<br />

„Wenn Sie einen Druckfehler finden,<br />

bitte bedenken Sie,<br />

dass er beabsichtigt war.<br />

Unser Blatt bringt für jeden etwas,<br />

denn es gibt immer Leute,<br />

die nach Fehlern suchen.“<br />

Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen<br />

kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.<br />

(Henry Ford)<br />

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0531/69 08 64<br />

© DER KLEINE GEORG<br />

Impressum<br />

DER KLEINE GEORG<br />

Offizielles Organ<br />

der Braunschweiger Stadtmeisterschaften<br />

Die Fachzeitschrift für den Pferdefreund<br />

in Harz, Heide und Umgebung<br />

Herausgeber<br />

GEORG VERLAG GmbH<br />

Greifswaldstr. 55<br />

38124 Braunschweig<br />

www.der-kleine-georg.de<br />

Verlagsort<br />

38124 Braunschweig<br />

Redaktionsleitung<br />

Katarina Blasig<br />

Greifswaldstr. 55<br />

38124 Braunschweig<br />

Mail: katarina.blasig@der-kleine-georg.de<br />

Verantwortlich für den Inhalt<br />

Katarina Blasig<br />

Telefon: 0531 / 69 08 64<br />

Freie Mitarbeiter<br />

Siegfried Glasow (S.G.)<br />

Kerstin Isserstedt (K.I.)<br />

Andreas u. Christine Pantel (ACP)<br />

Marianne Schwöbel (M.S.)<br />

Fachberichte<br />

Ralf Döringshoff, Dr. Birgit Harenberg,<br />

Rechtsanwältin C. Prediger<br />

Anzeigen<br />

Katarina Blasig<br />

Telefon: 0531 / 69 08 64<br />

Gestaltung<br />

Die Redaktion<br />

Mail: redaktion@der-kleine-georg.de<br />

Fotos<br />

Matthias Adamek<br />

Katarina Blasig<br />

Petra Beinecke<br />

Anne Friesenborg<br />

Walburga Schmidt<br />

Marianne und Thorsten Schwöbel<br />

Druck<br />

Media-Print-Grunenberg<br />

Mareike Grunenberg<br />

Gr. Vahlberger Str. 2a<br />

38170 Schöppenstedt<br />

Telefon: 05332 / 96 89 14<br />

E-Mail: shop@media-print-grunenberg.de<br />

Erscheinungsweise<br />

Jeweils am 15. Februar, April, Juni,<br />

August, Oktober und Dezember<br />

Bankverbindung<br />

Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter eG,<br />

BIC: GEN0DEF 1WF V,<br />

IBAN. DE68 2709 2555 5012 2720 00<br />

Redaktionsschluss<br />

für die<br />

nächste Ausgabe<br />

10. Januar 2020<br />

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des Reitsports<br />

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Das Abo verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn nicht bis zum 31.12. des Jahres schriftlich gekündigt wird.<br />

59<br />

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