Nr. 2 / 2020

Hausapotheke2017

STILLE LEGENDE | DETOX-KUR | EISENTHERAPIE | STUMPFE VERLETZUNGEN | ZÄHNEKNIRSCHEN | MANDELENTZÜNDUNG, ANGINA | NAHRUNGSERGÄNZUNG KRÄUTERHEFE | ÄNDERUNG BEI MILCHNAHRUNGEN | HOMÖOPATHIE HILFT BEIM ZAHNEN | KONTAKTALLERGIEN | ZWEITHAAR UND HAARERSATZ | ENTSPANNUNG OHNE STRESS | GEFÄHRLICHE LANGEWEILE IM ALTER | SCHLAFAPNOE | ANTI-AGING AUGENPFLEGE | ERKÄLTUNG ODER GRIPPE? | BABYNAHRUNG OHNE PALMÖL | SELBSTHEILUNGSKRÄFTE STIMULIEREN | HAUTPFLEGE FÜR ALLERGIKER | KURKUMA BEI REIZDARM | TÜCKEN DER DIGITALISIERUNG | DOLOMITPULVER MIT KRÄUTERN | VOGELMIERE | NAHRUNGSERGÄNZUNG FÜRS IMMUNSYSTEM | SCHWARZERLE | EISENMANGEL | ZAHNIMPLANTATE | HOMÖOPATHISCHE IMMUNTHERAPIE | KURKUMA BIOVERFÜGBAR | SRK, KINDERBETREUUNG ZUHAUSE | SCHALLZAHNBÜRSTEN | MACHT UND OHNMACHT | WELLNESS-OASE | VITAL- UND MIKRONÄHRSTOFFE | GESUNDHEIT ALS ENTDECKUNGSREISE | RISIKO ÜBERGEWICHT | ENTSCHLACKUNG | MUNDHYGIENE | SCHWEFELBÄDER | HAARVERDICHTUNGEN | MUSKULÄRE VERSPANNUNGEN | ERNÄHRUNG FÜR DAS HERZ | MORBUS PARKINSON | PATIENTENVERFÜGUNGEN | WORTWEISE | BUCHTIPP | BLÄHUNGEN | DARMSANIERUNG | ÜBERGEWICHTIGE HUNDE | ALLERGIETEST

JETZT

NEU

Zwei-Komponenten

DETOX*

Mit dem ganzheitlichen Konzept

nach dem Prinzip „Lösen und

Binden“ ist das Zwei-Komponenten-Programm

eine absolute

Innovation.

KOMPONENTE 1 ZUM LÖSEN

Regulatpro® Active DTX unterstützt

die Leberfunktion 1 und den

Fettstoffwechsel 1 , hält die Darmschleimhaut

in Balance 2 , stabilisiert

das Nervensystem 3 und

sorgt für neue Energie 4 .

Das Geheimnis liegt in der

REGULATESSENZ® (hergestellt

über die patentierte Kaskadenfermentation),

in der Vitalstoffe

und pflanzliche Extrakte aus Artischocke,

Olive, Ginseng, Schachtelhalm,

Cranberry und Ingwer

gelöst sind.

Fühlen auch Sie sich müde und erschöpft?

Dann ist es Zeit für DETOX * !

SCHADSTOFFE SIND ALLGEGENWÄRTIG

Egal ob über die Luft, über unsere Nahrungsmittel

und unser Trinkwasser oder über unsere

Kleidung, täglich schleichen sich neue

Umweltgifte in unseren Körper ein, die sich

hauptsächlich im Fettgewebe und in fettähnlichem

Nervengewebe ablagern.

DETOX für die Haut

Unsere Haut wird jeden Tag rund 200 chemischen

Stoffen ausgesetzt, unter anderem auch

durch zu viel Pflege. Geben Sie Ihrer Haut eine

Reinigung von Innen. Danach wird ihre Haut

wieder von ganz alleine strahlen und von lästigen

Unreinheiten befreit sein.

ALLTAGSTAUGLICHES DETOX* PROGRAMM

Fastenkuren, bei denen nur Tees und Säfte

getrunken werden dürfen, stehen aktuell hoch

im Kurs. Allerdings sind diese Saftkuren oftmals

nicht alltagstauglich, denn mit einem

knurrenden Magen lässt sich der Arbeitsalltag

nur schwer bewältigen.

Das Zwei-Komponenten DETOX* Programm

der Dr. Niedermaier Pharma hingegen lässt

sich ganz einfach in den Alltag einbinden.

In nur 12 Tagen befreit es den Körper von

Schwermetallen* – und das ganz ohne Verzicht

und Hungergefühl.

KOMPONENTE 2 ZUM BINDEN

Dr. Niedermaier® DETOX KUR

besteht aus 100% mikronisiertem

Clinoptilolith-Zeolith. Damit werden

Schwermetalle und Ammonium

im Darm gebunden. Jetzt

können diese Giftstoffe nicht

mehr resorbiert werden, da der

Clinoptilolith-Zeolith nicht verdaut

wird. Die Giftstoffe gelangen

so aus dem Körper und der Stoffwechsel

von Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse

und Blut wird entlastet.

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Eine gesunde und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise sind wichtig. Regulatpro ® Active DTX

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trägt zur Erhaltung einer normalen Darmschleimhaut bei 2 . Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B12 und Vitamin C tragen

zu einer normalen Funktion des Nervensystems 3 und zu einem normalen Energiestoffwechsel 4 bei.

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« Das Runde muss ins Eckige »

Diese Worte stammen vom legendären Fussballspieler und Trainer Sepp Herberger,

der mit der deutschen Nationalmannschaft 1954 in Bern Weltmeister wurde. Der

Ausgang dieses Spiels wird heute noch als «das Wunder von Bern» bezeichnet.

Auch «Elf Freunde sollt ihr sein»; «Das Tor steht in der Mitte»; «Der nächste Gegner

ist der schwerste»; «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel» oder «Der Ball ist rund.

Das Spiel dauert 90 Minuten» sind geflügelte Worte des bekannten «Fussball-

Magiers».

Meine Freude am Fussball besteht seit meiner Kindheit. Diese Leidenschaft wurde

mir sozusagen in die Wiege gelegt: Meine ganze Familie ist dem Fussballzauber

verfallen.

In den Siebzigerjahren stand ich bei jedem Heimspiel in der Muttenzerkurve und

war Teil der grossen Fangemeinde – ein Gefühl, das unbeschreiblich war und heute

noch tief in mir verankert ist. Das gute, alte Joggeli war schlicht und einfach Kult.

Damals gab es weder Eingangskontrollen noch Hooligans oder Pyros – und fast nie

Schlägereien. Getränkeflaschen waren aus Glas, was heute undenkbar wäre. Vor

dem Stadion wurde laut «Programm, fufzig Rappe mit Totomat» verkündet. Dieser

Totomat wurde im Stadion für alle Spiele von Hand aktualisiert – was für ein Aufwand.

Die Mannschaften spielten noch mit werbefreien Trikots. An Spielen mit

56 000 Zuschauern standen wir wie Ölsardinen nebeneinander – friedlich singend

für unseren Club. Ich kann mich an keinen Moment erinnern, der gefährlich oder

unangenehm war. Wir feierten Fussballfeste der besonderen Art … Was für immer

zählt und deshalb bis heute Bestand hat, ist Sepp Herbergers Spruch: Das Runde

muss ins Eckige. Ich möchte keinesfalls predigen, dass früher alles besser war.

Vielleicht war es einfach ehrlicher, sicherer und das Drumherum irgendwie glaubwürdiger

– und weniger kommerziell.

Dass die oben erwähnten Zitate zum Fussball gehören, weiss auch mein Interviewpartner.

Er ist eine Legende, war einer der ersten Fussballprofis der Schweiz,

absolvierte 406 Spiele für den FC Basel, 29 für die Schweizer Nati und ist heute

Fussballexperte bei Telebasel.

Während meines Fussmarsches auf den Rebberg in Reinach weht eine starke Bise.

Erni Maissen öffnet mir die Türe seines Hauses – die behagliche Wärme ist wunderbar.

Wie immer vor einem Interview bin ich gespannt und freue mich, eine wahre

Legende kennenzulernen.

Lesen Sie das rotblaue Interview ab Seite 6

Sylvia Felber

Schweizer Hausapotheke 2-2020 3


Eisen -

ein lebenswichtiger Stoff

Menschen, die zu wenig Eisen aufnehmen,

leiden meist unter Müdigkeit,

Erschöpfung, Depressionen

und Konzentrationsschwierigkeiten.

Dieser Prozess ist schleichend

und wird oft erst in einem späten

Stadium wahrgenommen.

Die tägliche Eisenzufuhr sollte je

nach Alter und Geschlecht zwischen

10 bis 15 mg Eisen betragen.

In der Regel genügen diese Mengen,

doch während der Schwangerschaft

und während dem Stillen,

bei starken Monatsblutungen

und für ambitionierte Sportler sollte

die Zufuhr an Eisen erhöht werden.

Fleisch ist ein wichtiger und guter

Eisenlieferant. Auch eine Vielzahl

pflanzlicher Nahrungsmittel enthalten

viel Eisen. Hierzu zählen

neben Gewürzen vor allem Roggenvollkorn,

Haferflocken, Weizenvollkorn,

Feldsalat, Erbsen, Broccoli

und Nüsse.

Eisenmangel kann zwei Hauptursachen

haben: gestörte Aufnahme

oder mangelnde Zufuhr über die

Nahrung. Bei der Therapie wird dem

Körper meist isoliertes, hoch dosiertes

Eisen zugeführt – und der

Patient kann unter Nebenwirkungen

wie Verdauungsbeschwerden,

Bauchschmerzen und Verstopfung

leiden, weil der Körper grössere

Mengen von Eisen gar nicht aufnehmen

kann.

Neu

flüssig

Nutrexin – Eisentherapie

Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen

Eisensupplementen enthalten

die Eisenpräparate von

Nutrexin nebst vielen eisenhaltigen

Pflanzen wichtige natürliche

Hilfs- und Nebenstoffe wie Vitamin

C, Folsäure und Vitamin B12.

Zusätzlich werden pflanzliche Bestandteile

und Eisensalze fermentiert,

damit die Stoffe vom Körper

besser erkannt und aufgenommen

werden können.

Nutrexin Eisen-Aktiv und Eisen

Power sind Nahrungsergänzungs-

Eisen bei

Müdigkeit

Sehr gut

verträglich

mittel, die dem Körper Eisen in einer

Form anbieten, welche gut bioverfügbar

ist. Sie helfen, ein ernährungsbedingtes

Defizit von Eisen

zu vermeiden, indem sie dazu beitragen,

dem Körper die täglich notwendige

Menge Eisen zuzuführen.

Nutrexin zeichnet sich durch die

gute Verträglichkeit und die optimale

Wirkung aus.

Neu ist das Eisen Power Flüssig-

Konzentrat, das auf der Basis von

Fruchtsäften eine optimale Alternative

mit gutem Geschmack bietet.

Optimal für Kinder und Jugendliche

oder Personen, die keine Tabletten

zu sich nehmen können.

Dank dem höheren Anteil an Folsäure

und Vitamin B12 ist es auch

für Schwangere und Stillende ideal

geeignet.

Ferrum metallicum plus ist eine

homöopathische Mischung, die

im Verbund mit dem Eisen-Aktiv

als ideales Duo zur Verbesserung

der Eisenaufnahme und bei starken

Eisenmangelsymptomen wie

Müdigkeit, Schwächezuständen

und Erschöpfung eingesetzt werden

kann.

Fragen Sie dazu Ihren Apotheker

oder Drogisten.

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4

Schweizer Hausapotheke 2-2020

Unbenannt-2 1 28.01.19 14:39


INHALT

06 Blickpunkt

Stille Legende

10 Angina

Entzündete Mandeln

14 Kontaktallergie

Gefahr für die Haut

16 Entspannung

Oasen schaffen

18 Langeweile

Unausgefüllte Tage im Alter

24 Selbstheilungskräfte

Grübeln schadet

28 Alltagsszene

Gestern und heute

30 Vogelmiere

Wildgemüse mit Potenzial

32 Gemmotherapie

Schwarzerle

39 Macht

Positiv nutzen

43 Übergewicht

Schwere Last

48 Ernährung

Gesundes fürs Herz

50 Patientenverfügung

Das letzte Wort haben

52 Wortweise

Mitleiden

52 Buchtipp

Liebe ist kein Deal

53 Blähungen

Vielerlei Ursachen

53 Impressum

55 Haustiere

Übergewichtige Hunde

Sun-Snack: Nüsse

Die Natürliche Energie

für Körper und Geist

Schweizer Hausapotheke 2-2020 5


STILLE

LEGENDE

Sein Palmares ist beachtlich: 406 Spiele bestritt Erni Maissen alleine

für den FC Basel – trotzdem ist er bescheiden geblieben. Wenn er

heute als Experte bei Telebasel im Studio sitzt, bringt er sein ganzes

Fussballwissen ein. Mit der nötigen Distanz und der grossen Erfahrung

kann er einen Match auf den Punkt analysieren.

Sein Herz schlägt immer noch für den

FC Basel. Als Zuschauer und ehemaliger

Profi kann er heute die Leistungen

des Basler Stadtclubs beobachten

und mit einem kritischen Auge

beurteilen. Mich interessiert einiges

mehr als eine Spielanalyse, als ich

Erni Maissen an einem Montagnachmittag

vis-à-vis sitze und mich

mit ihm auf eine Reise nicht nur in

vergangene Zeiten begebe.

Erni, du bist eine Legende.

Wie fühlt sich das an?

Das kann ich so nicht beantworten.

Vor einiger Zeit hat mich ein

junger Mann in einem Laden

erkannt und mir gesagt, ich sei

eine Legende. Das hat mich im

Moment sehr überrascht, weil

ich mich nie so gefühlt habe.

Mittlerweile werde ich oft als

Legende bezeichnet; das

nehme ich zur Kenntnis, aber

ich fühle mich eigentlich

nicht so. Ich bin immer noch

der Erni, der ich immer war.

Ganz ehrlich ist es mir auch

manchmal peinlich, wenn

ich so bezeichnet werde.

Eigentlich ist es ein

grosses Kompliment.

Ja, es zeigt mir, dass ich

vieles richtig gemacht

habe – und zwischendurch

erfüllt es mich

auch mit Stolz. Es freut

mich, dass mich auch

junge Menschen erkennen,

nicht weil sie mich

aktiv spielen sahen,

sondern durch ihre El-

tern. Sicher gibt es diese Ehre, eine Legende

zu sein, nicht geschenkt – das ist mir klar. Auf

diesem Weg kommt auch vieles zurück und

zeigt mir, dass ich nicht vergessen gegangen

bin.

War Fussballer zu werden dein Bubentraum?

Ja, ganz klar. Ich hatte immer schon einen

Ball am Fuss, nach der Schule oder vor dem

Haus – und später beim FC Reinach. Ich habe

mich aber nicht nur mit dem Ball beschäftigt,

sondern war gleichzeitig auch im Turnverein.

Mit elf Jahren konnte ich beim FC Reinach

leider noch nicht trainieren, weil noch keine

D-Junioren-Mannschaft existierte. Dementsprechend

bin ich viel ins Kunstturntraining

gegangen. Irgendwann musste ich mich

für eine Sportart entscheiden. Ich wählte

Fussball, weil mein Herz damals schon mehr

für diesen Mannschaftssport schlug. Die

beim Kunstturnen erlernte Beweglichkeit half

mir beim Fussball. Ich kann mich auch gut

erinnern, dass ich einmal einen Schulaufsatz

verfasste und dort klar schrieb, dass ich einmal

Fussballer beim FC Basel werden möchte.

Jahre später erfüllte sich dieser Traum.

Zudem war ich schon immer ein grosser FCB-

Fan. Wir pilgerten damals – manchmal auf

Schusters Rappen – mit wehenden Fahnen

ins Joggeli.

Fussball fordert auch Verzicht.

War das schwierig für dich?

Nein. Ich habe meinen Traum gelebt und dadurch

auch nie das Gefühl gehabt, auf etwas

verzichten zu müssen. Nicht in den Ausgang

zu gehen, sondern im Training oder zuhause

zu sein, war für mich normal. Es fehlte mir

nichts. Das ist vielleicht auch das, was es

schlussendlich ausmacht: sich auf etwas zu

konzentrieren und es voll und mit absolutem

Engagement zu leben. Es gab Kollegen beim

FC Reinach, die talentierter waren als ich. Der

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Schweizer Hausapotheke 2-2020


eine trainierte aber nicht gern und der andere

ging lieber in den Ausgang. Im Spitzensport

gibt es keine Halbheiten. Das war mir immer

bewusst und half mir auf meinem Weg.

Gab es zu deiner Aktivzeit

Ernährungsvorschriften?

Das war früher eigentlich noch kein Thema.

Klar konnten wir uns nicht einfach den Bauch

vollstopfen. Vor einem Heimspiel trafen wir

uns meist in Rheinfelden und bei einem Auswärtsspiel

am Vorabend in einem Hotel. Dort

ass dann die ganze Mannschaft kontrolliert

das gleiche Menü. Dieser Speiseplan wurde

vom damaligen Trainer Helmut Benthaus festgelegt.

Vielfach – oder eigentlich immer —

wurden uns ein Filet, Spinat und weisse Spaghetti

serviert. Aber einen vorgeschriebenen

Menüplan gab es zu meiner Zeit nicht.

Hat sich deine Karriere auf dein

Privatleben ausgewirkt?

Damals gehörte ich zu den ersten Profis. Das

war die Zeit, als viele Halbprofis und wenige

Profis wurden. Zuerst schloss ich meine Lehre

ab und ging dann halbtags arbeiten. 1977

wollte ich aber unbedingt zweimal pro Tag

trainieren. Das hatte natürlich Konsequenzen.

Ich konnte keiner Arbeit mehr nachgehen. Für

mich änderte sich dadurch viel zum Positiven.

Ich musste morgens nicht mehr um sechs Uhr

aufstehen, bis am Mittag arbeiten und schnell

etwas essen, um dann am Nachmittag auf

dem Landhof trainieren

zu können.

Das waren jeweils

lange Tage …

Das Profileben

schenkte mir auch

mehr Zeit, um immer wieder mal ausruhen zu

können.

Stehst du gerne im Rampenlicht?

Gerne ist zu viel gesagt. Wenn ich erkannt und

angesprochen werde, dann tausche ich mich

gerne mit diesen Menschen aus. Immer und

überall erkannt zu werden, ist nicht immer toll,

aber es war damals schon wie ein Lohn für

die auf dem Platz geleistete Arbeit. Da wir ja

als Fussballer von der Unterstützung der Fans

leben, sind wir verpflichtet, etwas zurückzugeben.

Das gehört einfach dazu.

Wie kam der Wechsel vom FC Reinach

zum FCB zustande?

Das war sehr speziell. Ich war beim FC Reinach

«GELD REGIERT

HEUTE DEN FUSSBALL.»

der jüngste Spieler. Meine Kollegen stiegen

langsam auf oder wechselten den Club. Ich

hatte einen Kollegen, der bereits beim FC

Basel spielte. Er überredete mich, einmal

ins Training zu kommen. Das war bei den

B-Junioren, der

Trainer hiess Heini

Keller. Bald darauf

stand ich umgezogen

auf dem Trainingsfeld

und der

Trainer sagte: «Ich schaue schnell, was du so

kannst.» Nach drei, vier gespielten Bällen sagte

er, ich könne bleiben und mittrainieren. So

einfach war das damals. Der Transfer vom FC

Reinach zum FC Basel ging schnell über die

Bühne. Ich spielte das Jahr bei den B-Junioren

zu Ende, und kaum war ich bei den A-Junioren,

spielte ich schon für die erste Mannschaft.

Kann ein Training von einst noch mit

heutigen verglichen werden?

Nein. Das ist wie Tag und Nacht. Das fängt

schon beim Staff an: Wir hatten Helmut

Benthaus als Trainer – und fertig. Er war für

alles zuständig, sogar für das Aufstellen der

Pföstli auf dem Trainingsfeld. Das ist heute

unvorstellbar. Zudem hatten wir einzig zwei


Prellungen,

Lindert

Verstauchungen

und

Quetschungen.

Original DR. ANDRES Wallwurz Salbe

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Dr. Andres Pharma AG

Schweizer Hausapotheke 2-2020 7


Masseure – mehr nicht. Medizinische Betreuung

im eigentlichen Sinn gab es damals nicht.

Trainingseinheiten, Trainingsaufbau und Ernährung

sind mit heute nicht zu vergleichen.

Die zukünftigen Fussballer werden schon bei

den Junioren auf dieses Leben vorbereitet

und dementsprechend strukturiert trainiert.

Sie sind fit und haben eine bessere Kondition.

Wir machten bei den Junioren im Training

ein «Mätschli» – und das wars. Beim FCB

waren wir

einst drei

Stürmer,

alle waren

1,70 Meter

gross.

Auch das hat sich geändert: Die heutigen

Spieler sind im Schnitt viel grösser, aber trotzdem

wendig und athletisch. Fussball ist heute

viel schneller, aber auch härter geworden.

Zudem sind die heutigen Spieler besser geschützt.

Bei groben Fouls zückt der Schiedsrichter

schneller eine gelbe oder rote Karte.

Das war zu meiner Zeit noch nicht so – leider.

Was ist beim Teamsport am wichtigsten?

Das Wichtigste ist ganz klar der Teamgeist.

Wenn der Teamgeist stimmt, kann eine Mannschaft

viel mehr leisten und schlussendlich

auch gewinnen. Das hängt nicht unbedingt

vom Talent ab. Auch eine weniger talentierte

Mannschaft kann über sich hinauswachsen

und gegen einen Goliath gewinnen – wenn der

Teamgeist stimmt. Wenn aber in schlechten

Zeiten jeder die «Schuld» an den anderen delegiert

und keiner bereit ist, für das Team zu

gehen und mannschaftsdienlich zu spielen,

dann wird es gefährlich. Jeder muss über sich

hinauswachsen und alles geben. Eine Mannschaft

mit zu vielen Häuptlingen und keinen

Indianern

«ICH WOLLTE IMMER SPIELEN.

WENN ICH AUSGEWECHSELT

WURDE, WAR ICH ENTTÄUSCHT.»

kann keinen

anhaltenden

Erfolg feiern.

Wie wichtig ist der Kopf – der mentale

Bereich – im Fussball?

Das war früher noch kein Thema. Der Trainer

redete mit uns – manchmal auch unter vier

Augen. Er kritisierte, wurde auch einmal laut

oder gab uns einen persönlichen Tipp. So wie

heute auf dieser Ebene gearbeitet wird, das

kannten wir damals nicht. Auch wir waren bereits

einem Leistungsdruck und psychischen

Belastungen ausgesetzt, aber im Hintergrund

gab es keinen Staff, der betreute und unterstützte.

Heute haben die meisten Spieler

einen privaten Psychologen und im Club

einen Mentalcoach. Wir mussten mit all dem

In seiner Freizeit ist Erni Maissen

regelmässig auf zwei Rädern unterwegs.

Druck alleine zurechtkommen. Wer das konnte,

hatte Erfolg; wer das nicht konnte, bekam

Probleme. Ein gutes Beispiel ist das Versagen,

wenn es «um die Wurst ging». Im Training

top zu sein und dann vor den Fans in einem

wichtigen Spiel nicht zu genügen, das war

hart und kam schon vor. Diese persönlichen

Niederlagen musste jeder alleine verarbeiten.

Heute ist die Treue zu einem Club nicht

mehr so in Mode. Weshalb?

Oft ist ein Club ein Sprungbrett, um in eine

bessere Liga wechseln zu können. Da spielt

leider das Herz keine Rolle mehr. Das ist nicht

verwerflich, aber es ist spürbar. Viele Spieler,

die wechseln, sitzen oft auf der Ersatzbank

und warten auf kleine Einsätze – wenn sie

überhaupt welche bekommen. Das wäre für

mich schlimm gewesen. Ich wollte immer

spielen. Wenn ich einmal ausgewechselt

wurde, war ich enttäuscht. Für uns war das zu

jener Zeit eine harte Strafe.

© Foto: zvg

Hattest du Verletzungen?

Am Anfang spielte ich lange verletzungsfrei.

Von schweren Verletzungen blieb ich mehr

oder weniger verschont. Einmal riss ein

Innenband am Knie und ein Aussenband am

Knöchel. Gegen Ende meiner Karriere – im

Alter von dreissig Jahren – litt ich häufig unter

Zerrungen. Offensichtlich waren diese auf

eine Überbelastung der Muskulatur zurückzuführen.

Diese Folgen äusserten sich vor

allem in den Waden und hinten an den Oberschenkeln.

Da meldete sich mein Körper, der

jahrelang stark strapaziert wurde. Das war

ein Zeichen für mich, auf meinen Körper zu

hören – und die Fussballschuhe an den Nagel

zu hängen.

© Foto: Sylvia Felber

Wie gingst du mit Niederlagen um?

Niederlagen im Fussball sind am nächsten

Tag schon vergessen. Das muss so sein. Die

Trainings müssen voll konzentriert stattfinden

und der Fokus bereits auf dem nächsten Spiel

liegen. In einem Mannschaftssport geht das

einfacher als in einem Einzelsport. Da kommt

der Teamgeist wieder zum Tragen. Jeder

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Schweizer Hausapotheke 2-2020


versucht, den anderen zu

motivieren. Im Fussball ist

vieles berechenbar –

aber nicht alles. Mit

der Routine eines

Spielers wächst

auch der Glaube,

dass es nach

Niederlagen

auch wieder

aufwärts gehen

kann.

Du bist 62 Jahre alt.

Hat der Spitzensport

bei dir Spuren hinterlassen?

Nein, eigentlich nicht. Ich habe keine

Knie- oder Hüftprobleme. Viele meiner

ehemaligen Kollegen leiden unter solchen

Folgen. Ich fühle mich wohl, kann jeden Sport

ausüben, der mir Freude bereitet und mache

es auch. Wenn ich heute Fussball spiele,

dann will der Kopf immer noch wie früher. So

kommt es vor, dass meine Muskeln sich melden

— und zwicken.

Wie war das Karriereende für dich?

Im ersten Moment war es wie eine Erlösung.

Zur Person

Erni Maissen spielte im offensiven

Mittelfeld 406 Spiele für den FC Basel und

wurde mit ihm zweimal Schweizer Meister.

Von 1982 bis 1983 spielte er beim FC Zürich und

von 1987 bis 1989 bei den Berner Young Boys.

Zudem bestritt er 26 Spiele für die Schweizer

Nationalmannschaft. 1991 beendete

er seine Profikarriere.

Als Fussballexperte ist Erni Maissen immer

montags in der Sendung «FCB total» bei Telebasel

zu Gast. In seiner Freizeit verbringt er viel

Zeit auf dem Mountainbike, draussen in

der Natur. Er ist verheiratet und hat

zwei erwachsene Söhne.

Der tägliche Druck, bedingt

durch die Trainings und

wichtigen Spiele, fiel

gänzlich weg. Ich

musste nicht mehr

immer Leistung

zeigen, gewinnen

und mich

exponieren. Ich

spielte ja zwei

Jahre bei YB und

kam dann zurück

zum FC Basel, der

zu dieser Zeit in der

Nationalliga B spielte.

Die Zufriedenheit war allgemein

nicht mehr da und der

Druck und die Erwartungshaltung auf

die Mannschaft waren riesig. Ich spürte bei

mir, dass ich diesem Druck nicht mehr ganz

gewachsen war, bedingt auch durch mein

Alter.

Etwa zwei Jahre nach meinem Rücktritt

spürte ich eine Art Wehmut – vor allem, wenn

ich im Stadion sass – und ich musste mir eingestehen,

dass es eine wirklich gute Zeit gewesen

war. Das geht mir heute noch so. Das

bleibt einfach! Ich würde heute sofort wieder

spielen – leider geht es nicht mehr …

Was hat dir der FC Basel gegeben?

Dieser Club hat mir ermöglicht, meinen Traum

zu leben. Die Unterstützung der Fans war

riesig und die Anerkennung spürbar. Das hat

mein Leben bestimmt, beeinflusst und ist

auch heute noch tief in mir drin.

Ich habe bei Erni Maissen während des

ganzen Gesprächs ein Funkeln in den Augen

gesehen und eine grosse Begeisterung für

seinen Sport gespürt. Das ist nicht selbstverständlich

und ein grosses Geschenk, das

scheinbar bis heute wie ein grosser Schatz in

ihm ruht.

Fussballherz, was willst du mehr …

Erni, vielen Dank für das spannende

Gespräch!

Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der

Schweizer Hausapotheke seit 1991,

Heimweh-Baslerin und FCB-Fan.

Zähneknirschen ‒ Schnarchen – Schlafapnoe

Schlafstörungen können verschiedene

Ursachen haben. Sind es psychische

Gründe wie Depressionen,

Angststörungen oder neurologische

Erkrankungen, können oft

pharmazeutische oder natürliche

Mittel Hilfe bringen.

Haben die Symptome jedoch eine

mechanische, physische Ursache,

so helfen meist keine Medikamente.

Nehmen wir zum Beispiel das

Schnarchen und die häufig

damit verbundene, obstruktive

Schlafapnoe:

Während des Schlafes erschlaffen

die Zungenmuskulatur und das

umliegende Gewebe. Die Öffnung

der oberen Atemwege verringert

sich und das Vibrieren des

erschlafften Mundgewebes verursacht

die Schnarchgeräusche.

Oft unbemerkt verschliessen sich

Atemwege vollkommen, und es

entstehen die gefährlichen Atemaussetzer.

Verständlicherweise gibt es kein

Medikament, um diesen mechanischen

Vorgang zu behandeln.

Es mussten also mechanische Lösungen

für das Problem gefunden

werden.

Forschungen und Studien haben

schliesslich die zwei besten Lösungen

identifiziert:

1. Das CPAP-Verfahren. Hierbei wird

der Patient über durch einen

Kompressor erzeugten, kontinuierlichen

Atemwegsüberdruck mit

Luft versorgt.

2.Mithilfe einer speziellen Zahnschiene

wird der Unterkiefer während

des Schlafes für einige Millimeter

nach vorne verlagert. Dadurch

wird das Zurückfallen der

Zunge verhindert. Dies öffnet die

Atemwege, verhindert das

Schnarchen und die gefährlichen

Atemaussetzer.

Eine andere, weit verbreitete Ursache

von Schlafstörungen ist das

Zähneknirschen (Bruxismus). Das

vom Unterbewusstsein gesteuerte

Pressen und Knirschen ist eine

Reaktion auf erlebte Stresssituationen

im Alltag. Man kann zwar

versuchen, diesen Stress durch

gewisse Übungen abzubauen;

aber wenn dies nicht gelingt, gibt

es kein Medikament, um diese unbewusste

Parafunktion zu verhindern.

Um wenigstens die schweren Folgen

des Bruxismus abzuwenden,

gibt es nur die mechanische Lösung

einer individuellen Zahnschiene.

Diese schützt die Zähne

gegen Abrieb, entlastet das Kiefergelenk

und die gesamte Kopfmuskulatur.

Seit über zehn Jahren haben sich die

Knirschschiene SoluBrux und die Anti-

Schnarchschiene SoluNox als wirksame

Alternative nicht nur im Alltag, sondern

auch in Universitätsstudien bewährt.

In Apotheken und Drogerien erhältlich.

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 9


Entzündete Mandeln

Die Mandeln sind ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Sie bestehen aus lymphatischem

Gewebe und bilden die erste Abwehrbarriere gegen Keime, die in die oberen Atemwege eindringen.

Sind sie entzündet, spricht man von einer Angina oder auch Tonsillitis.

Eine Angina kommt vor allem bei Schulkindern

vor, seltener auch bei Kleinkindern oder

Erwachsenen. Sie beginnt meist plötzlich

mit Fieber und äussert sich durch starke

Halsschmerzen, die bis ins Ohr ausstrahlen

können, durch Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit.

Rein viral bedingte Mandelentzündungen

kommen vor, doch oft handelt

es sich um eine bakterielle Infektion durch

Streptokokken oder eine Mischinfektion aus

Viren und Bakterien, die sich durch eine eitrige

Infektion der Mandeln bemerkbar macht.

Die Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion

übertragen und ist hoch ansteckend.

Richtige Diagnose

Bei starken Halsschmerzen sollte immer ein

Arzt zugezogen werden; denn mit einer Angina

ist nicht zu spassen. Manchmal können

sich hinter den Symptomen auch Krankheiten

wie Scharlach oder Pfeiffer’sches Drüsenfieber

verstecken, die es dann adäquat zu

behandeln gilt. Bei einer Untersuchung des

Patienten stellt der Arzt im Zusammenhang

mit einer Mandelentzündung in der Regel

folgende Symptome fest:

Bei einer Angina sind die Mandeln sichtbar

entzündet und stark

geschwollen. Sie sind

hochrot und haben

oft einen weisslichen, gräulichen oder gelblichen

Belag, der die Mandeln entweder

streifen-, punkt- oder flächenförmig bedeckt.

Dieser bakterielle Belag führt oft zu Mundgeruch.

Durch die Schwellung der Mandeln und

des Rachenraumes ist die Sprache manchmal

undeutlich, Schluckbeschwerden und Atembeschwerden

können auftreten. Die Lymphknoten

im Kieferwinkel und am Hals sind oft

auch schmerzhaft geschwollen.

Antibiotikabehandlung

Bei eitrig-geschwollenen Mandeln und Fieber

deutet vieles auf einen bakteriellen Infekt hin.

Dann kann ein Schnelltest auf Streptokokken

Klarheit schaffen. Bestätigt sich der Verdacht,

kommt oft ein Antibiotikum zum Einsatz, um

das Risiko von Komplikationen zu senken.

Denn unbehandelt können sich aus einer Angina

zum Beispiel eine Mittelohrentzündung

oder ein eitriger Mandelabszess entwickeln,

welcher oft eine Operation nach sich zieht.

Wenn ein Antibiotikum nötig wird, ist es sehr

wichtig, dieses über die ganze verschriebene

Zeitdauer einzunehmen, auch wenn die

Symptome schon nach kurzer Zeit abklingen.

Die Bakterien sind aber trotzdem noch im

Körper vorhanden und müssen vollständig

eliminiert werden; denn sonst können widerstandsfähige

Keime überleben und gegen

das Medikament unempfindlich werden.

Hingegen besteht bereits etwa 24 Stunden

nach Beginn der Antibiotikatherapie keine

Ansteckungsgefahr für die Mitmenschen

mehr.

• Wirkstoffe wie Lidocain oder Ambroxol haben

eine schmerzbetäubende Funktion und

werden lokal als Sprays, Gurgellösungen

oder Lutschtabletten eingesetzt.

• Lokale Desinfektionsmittel wie Hexetidin,

Jod oder Cetalpyridin werden ebenfalls in

Lutschtabletten, Sprays oder Mundspüllösungen

eingesetzt und wirken gegen Mikroorganismen.

• Zu den pflanzlichen Arzneimitteln, die unter

stützend gegen Halsschmerzen und Rachenentzündungen

verwendet werden können,

zählen beispielsweise Salbei, Menthol oder

Eibisch.

Was sonst noch hilft

Entzündete Mandeln sind sehr schmerzhaft

und können durch feste, stark gewürzte, saure

oder heisse Lebensmittel noch zusätzlich

gereizt werden. Am besten, man verzichtet

auf diese Speisen und nimmt weiche, kühle

Nahrung zu sich. Püriertes Obst und Gemüse

oder Puddings und Speiseeis erfüllen diesen

Zweck meist gut; denn sie reduzieren die

Schmerzen beim Schlucken und schonen den

empfindlichen Mund- und Rachenraum.

Viel trinken ersetzt bei Fieber den erhöhten

Flüssigkeitsverlust, der durch das vermehrte

Schwitzen entsteht. Bei einer Angina empfehlen

sich kalte Getränke wie zum Beispiel

Salbei- oder Kamillentee, Milchshakes oder

Mineralwasser ohne Kohlensäure.

10 Schweizer Hausapotheke 2-2020

Andere Medikamente

Zur Linderung der Symptome bei viralen

Infekten oder auch ergänzend zu einer Antibiotikatherapie

können Medikamente mit

folgenden Wirkstoffen eingesetzt

werden:

• Gegen Fieber, Entzündung und

Schmerzen verwendet man in

erster Linie nicht-steroidale

Entzündungshemmer wie Ibuprofen

oder Naproxen. Diese

können eingenommen werden,

finden aber auch in Lutschtabletten

Verwendung.

Christiane Schittny ist Apothekerin und

Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie

als Fachjour nalistin für diverse Printmedien.


Strath Nahrungsergänzung steigert Ihr Wohlbefinden

Eine gute Verwertbarkeit der Vitalstoffe

aus der Ernährung ist

für unsere Gesundheit unerlässlich.

Mittels einer neuen In-vitro

Studie über die Aufnahme von

Mikronährstoffen durch den Darm

konnte nachgewiesen werden,

dass Strath Kräuterhefe die aktive

Aufnahme von Magnesium,

Zink, Eisen und Vitamin B1 deutlich

steigert.

Sie fühlen sich über Massen müde

und bemerken, dass Sie ihre Leistungen

im Alltag nicht mehr erbringen

können? Ihr Körper ist

bezüglich Stressbewältigung im

Alarmzustand und besonders anfällig

für Krankheiten. Ein Mangel

der Mikronährstoffe Eisen, Zink,

Magnesium und Vitamin B1 spielt

hier eine zentrale Rolle.

Ohne genügend Mikronährstoffe

kann der menschliche Körper

nicht richtig funktionieren. Weil

er gewisse Mikronährstoffe in zu

geringer Menge und andere gar

nicht selbst produzieren kann,

müssen ihm bestimmte Mineralien,

Spurenelemente und Vitamine

von aussen zugeführt werden.

Doch gerade hier liegt die Krux:

Viele der heutigen Nahrungsmittel

sowie die modernen Lebensumstände

verhindern die Einnahme

dieser lebenswichtigen

Mikronährstoffe in ausreichender

Menge. Einerseits kann die

Qualität der Lebensmittel ungenügend

sein, andererseits können

Mikronährstoffe durch falsche Zubereitung

zerstört werden. Zudem

ist es auch möglich, dass die Aufnahme

im Verdauungstrakt nicht

optimal verläuft. Und nicht zuletzt

spielt auch der gesteigerte Bedarf

bei Sport, in der Schwangerschaft

und Stillzeit, bei Verlust durch die

Monatsblutung sowie bei ungesundem

Lebenswandel (Alkohol,

Rauchen, Stress …) eine Rolle.

Defizit vorbeugen

Um einem Mangel an Mikronährstoffen

vorzubeugen, ist primär

eine vollwertige und ausgewogene

Ernährung wichtig – und

schliesslich sollten die «gesunden»

Lebensmittel auch noch

entsprechend richtig zubereitet

werden. Auch durch eine gezielte

Supplementierung kann einem

Mangel vorgebeugt werden. Eine

weitere Möglichkeit besteht darin,

die Bioverfügbarkeit der Mikronährstoffe

zu erhöhen. Die Behandlung

eines effektiven Defizits

gelingt allerdings nur mit therapeutischen

Mengen der betreffenden

Mikronährstoffe.

Vertiefter Qualitätsnachweis

Aus einer früheren Studie (Leffler

2000) geht hervor, dass die Einnahme

von Strath Original einen

tiefen Eisenspiegel und damit

einen tiefen Hämoglobinwert bei

Schwangeren ohne Eisensupplementierung

stabil halten kann.

Um dieses Ergebnis zu vertiefen

und mit weiteren wissenschaftlichen

Befunden zu unterstützen,

wurde eine Laborstudie mit

einem Darmmodell durchgeführt.

Damit unterstreicht Bio-Strath erneut,

dass die Produkteprüfung

nach wissenschaftlichen Kriterien

wichtiger Bestandteil der Firmenphilosophie

ist.

Wirkungsvoller Strath-Komplex

Die neuste in-vitro Studie über die

Aufnahme von Mikronährstoffen

durch das Darmepithel brachte

denn auch vielsagende Ergebnisse

zu Tage. So konnte nachgewiesen

werden, dass Strath Kräuterhefe

die aktive Aufnahme von

Magnesium, Zink, Eisen und Vitamin

B1 deutlich verbessert. Diese

Ergebnisse lassen darauf schliessen,

dass der Strath Komplex

auch die Resorption von Vitalstoffen

allgemein, welche durch

die Ernährung zugeführt werden,

verbessert.

Neues Wohlbefinden

Schon lange ist bekannt, dass

die Vitalstoffe des Strath Komplexes

dank der ausgewogenen

Herstellung – mit Sorgfalt und Erfahrung

und naturbelassenen Zusammensetzung

durch den Körper optimal

aufgenommen werden. Im Körper

müssen allerdings durch eine

ausgewogene Ernährung oder

durch Supplementierung genügend

Mikronährstoffe vorhanden

sein, damit sie dank Strath Original

über den Darm aufgenommen

werden können. Die Resultate

der neusten Studie bestätigen

einerseits bekannte Befunde, anderseits

unterstreichen sie auch

den Wert der Nahrungsergänzung

Strath Original für das menschliche

Wohlbefinden.

Urs Tiefenauer

Bio-Strath produziert nach strengen pharmazeutischen Richtlinien.

Für die Herstellung der Strath Kräuterhefe werden natürliche Primär-

Hefezellen des Typs «Saccharomyces cerevisiae Meyen» verwendet.

Die Hefezellen werden mittels einzigartigem Strath Verfahren mit

über 50 ausgewählten Kräutern kombiniert. Diese werden von den

Hefezellen aufgenommen und verstoffwechselt. Ein natürliches, schonendes

Gärverfahren öffnet danach die Zellwände der Hefe (Plasmolyse).

Die nun entstandene, einzigartige plasmolysierte Kräuterhefe

bildet schliesslich die Basis für alle Strath Produkte.

Schweizer Hausapotheke 2-2020 11


Was ändert sich bei den Milchnahrungen?

Neue Gesetzgebung verpflichtet die Zugabe von DHA

Im Frühjahr 2020 erfolgt die Umsetzung der neuen Schweizer Verordnung

des EDI über Lebensmittel für Personen mit besonderem Ernährungsbedarf

(VLBE). Die gesetzlichen Änderungen beruhen auf neusten wissenschaftlichen

Erkenntnissen und führen zu einer weiteren Optimierung der Milchnahrungen.

Ein neuer, verpflichtender Zusatz ist die langkettige, mehrfach ungesättigte

Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) in allen Säuglingsanfangs- und

Folgenahrungen. DHA trägt zur Entwicklung der Sehkraft bei.*

Holle Bio-Milchnahrung aus Ziegenmilch ohne Palmöl

Die weiterentwickelten Rezepturen mit vollwertiger Bio - Ziegenvollmilch erlauben

es, auf den Einsatz von Palmöl zu verzichten. Das Ziegenmilchfett liefert in

Verbindung mit den pflanzlichen Ölen die notwendigen gesättigten Fettsäuren,

die den Einsatz von Palmöl überflüssig machen. Allen Eltern, die auf Palmöl in

der Milchnahrung verzichten wollen, bieten die Holle-Bio Milchnahrungen aus

Ziegenmilch eine gute Alternative.

Bio-Babynahrung auf höchstem Niveau

Seit mehr als 85 Jahren steht die Schweizer Marke Holle für Bio-Babynahrung

auf höchstem Niveau. Als erster Demeter-Hersteller für Babynahrung

widmet sich das familiengeführte Unternehmen aus Riehen einer ausgewogenen

Ernährung von Babys und Kleinkindern mit einem vollumfassenden Sortiment

von Milchnahrung bis zu den leckeren Quetschbeuteln.

Was sollten Eltern wissen?

• Es gibt marginale Veränderungen in den Nährwerttabellen und Zutaten-

listen.

• Die Unterscheidung der verschiedenen Altersstufen ist jetzt farblich noch

einfacher erkennbar.

• Eltern sollten stets die Zubereitungsanleitung auf der Packung beachten. Die

Mengenangaben in der Zubereitungstabelle können im Vergleich zum Vor-

gängerprodukt leicht verändert sein.

• Es kann bedenkenlos zwischen Produkten der bisherigen und der neuen

Rezeptur gewechselt werden. Wichtig bleibt nach wie vor die Einhaltung

der Altersangaben.

Holle Bio-Folgemilchnahrung aus Kuh- und Ziegenmilch, geeignet nach dem

6. Monat in Kombination mit der Beikost.

So können Sie uns erreichen:

Bei Fragen zu den neuen Rezepturen oder bezüglich Anwendung können sich Eltern jederzeit an unsere

Holle-Ernährungsberatung unter der Tel. 0800 6622110 oder per E-Mail an babyfood@holle.ch

wenden. Mehr Information zu Holle erhalten Sie unter: holle.ch

*Bei Kleinkindern bis zu 12 Monaten. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 100 mg DHA ein.

Stillen ist ideal für Dein Kind. Lass Dich vom Fachpersonal des Gesundheitswesens beraten. Folgemilch eignet sich für die besondere Ernährung von Säuglingen

ab einem Alter von mindestens 6 Monaten. Sie ist nur Teil einer Mischkost und darf nicht als Muttermilchersatz während der ersten sechs Monate verwendet werden.

Die Entscheidung, mit der Verwendung von Beikost bereits in den ersten sechs Monaten zu beginnen, soll nur auf den Rat unabhängiger Fachleute des Gesundheitswesens

und unter Berücksichtigung der Wachstums- und Entwicklungsanforderungen Deines Babys getroffen werden.

12 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Was beim Zahnen helfen kann

Viele Eltern können ein Lied davon

singen: Unruhige Tage und Nächte

mit einem weinerlichen, reizbaren

und vielleicht leicht fiebrigen

Säugling – das Zahnen kann für

alle ganz schön anstrengend sein.

Bis zum Alter von drei Jahren verschaffen

sich 20 Milchzähne ihren

Platz im kleinen Kiefer; Klein und

Gross schätzen in diesen Phasen

wirksame Linderung.

Schon vor der Geburt sind die Milchzähne

und die bleibenden Zähne

im Kieferknochen angelegt. Durchschnittlich

ab dem sechsten Lebensmonat

brechen die ersten an

die Oberfläche durch: In der Regel

sind es die unteren beiden Schneidezähne,

die den Anfang machen.

Ihnen folgen die oberen und seitlichen

Schneidezähne, zuletzt die

Backen- und Eckzähne. Bis zum

dritten Geburtstag ist das Milchgebiss

mit 20 Zähnen vollständig.

Bei manchen Babys läuft das Zahnen

fast unbemerkt ab, sie leiden

kaum und die Zähnchen werden

von den Eltern rein zufällig entdeckt.

Abgesehen von den paar

Glückspilzen sind Beschwerden

beim Zahnen aber weit verbreitet;

ein zwar ganz normaler, aber häufig

ziemlich anstrengender Entwicklungsschritt.

Ein Zahndurchbruch

dauert im Schnitt acht Tage und

wiederholt sich in unterschiedlichen

Abständen und bis zum

vollständigen Gebiss zwanzig Mal.

Wirksame Hilfsmittel stehen also

hoch im Kurs.

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lassen Sie sich von

einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

Zulassungsnummer: 59057

Im Beratungsalltag von Frau

Wattinger, Drogistin, ist das Zahnen

ein immer wiederkehrendes

Thema. Wir haben sie nach ihren

Tipps gefragt.

Was sind die typischen

Anzeichen fürs Zahnen,

Frau Wattinger?

Weil der bevorstehende Zahndurchbruch

mit einer lokalen Zahnfleischentzündung

verbunden ist,

juckt und schmerzt das angeschwollene

Zahnfleisch. Die Säuglinge

plagen sich damit, sind untröstlich

und unleidig.

Dazu kommen unruhiger

Schlaf, Weinerlichkeit

und ein erhöhter

Speichelfluss; manchmal

auch leichtes Fieber

und ein verminderter

Appetit.

Die zeitweilige Verweigerung

beim Trinken

kommt bei manchen

Babys daher, dass

die Saugbewegung

die Durchblutung anregt

und die betroffene

Stelle damit noch

empfindlicher macht.

Oft lässt sich beobachten, dass

die Kleinen auf allem herumkauen,

was greifbar ist?

Genau, das ist sehr typisch, wenn

der Durchbruch des Zähnchens

kurz bevorsteht. Das «Sabbern»

steigert sich weiter und das Baby

schnappt sich und kaut alles, was

in der Nähe ist: Im Gegensatz zur

Saugbewegung scheint leichter

Druck den Schmerz etwas zu lindern.

Achten Sie also speziell darauf,

was sich in der Phase so alles

in Griffweite befindet.

Und das Reiben an den Ohren?

Babys reiben sich beim Zahnen

gerne mit den Händen an den

Wangen und Ohren, das lindert das

Spannungsgefühl im Kiefer. Falls

Sie aber den Eindruck haben, dass

Ihr Baby übermässig leidet, sollten

Sie sich vergewissern, dass weder

eine Grippe noch eine Ohrenentzündung

dahinterstecken.

Was können Eltern tun, um dem

geplagten Säugling zu helfen?

Auch wenn Eltern und andere Betreuungspersonen

während der

unruhigen «Zahn-Zeit» selber an

Grenzen stossen, ist es wichtig, den

Kleinen besonders viel Zuwendung

und Ruhe zu schenken. Schon einfache

Hilfsmittel erleichtern die

Situation für alle: So sorgen etwa

Halstücher oder Lätzchen dafür,

dass auch beim starken Sabbern

Hemdchen und Strampler trocken

bleiben. Spezielle, leicht gekühlte

und einfach zu desinfizierende

Beissringe sorgen für Erleichterung

beim Baby, bieten Sicherheit beim

Kauen und unterstützen die Mundhygiene.

Und schliesslich gibt es

auch natürliche Präparate, die Linderung

verschaffen und fürs Kleine

unbedenklich sind.

Was empfehlen Sie?

Sehr praktisch in Dosierung und

Anwendung sind die homöopathischen

Trinklösungen Camilia

von Boiron. Als Einzeldosen

verpackt sind sie sehr handlich

– auch für unterwegs –,

immer hygienisch und leicht zu

verabreichen.

Die Homöopathie ist eine schonende

Behandlungsmethode, die

sich schon für Babys eignet. Auf

der Basis von gereinigtem Wasser

entfalten die drei natürlichen

Wirkstoffe, beispielsweise wilde Kamille,

ihre Wirkung bei allen Symptomen

des Zahndurchbruchs: Sie

lindern ein verstärktes Kau-, Beissoder

Saugbedürfnis, den erhöhten

Speichelfluss oder die Reizbarkeit

Ihres Babys.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien

Michèle Wattinger ist

diplomierte Naturheilpraktikerin

TEN mit den Schwerpunkten

Ernährung und Vitalstoffe. Die

zweifache Mutter arbeitet im

MÜLLER Reformhaus Vital Shop

an der Pelzgasse 13 in Aarau und

ist online unter www.tenvital.ch

erreichbar.

Schweizer Hausapotheke 2-2020 13


Gefahr für

die Haut

Eine Allergie liegt dann vor, wenn das Immunsystem des Betroffenen überempfindlich reagiert. Im Falle

einer Kontaktallergie sind es – anders als beispielsweise bei allergischem Heuschnupfen – aber keine

Antikörper, die gebildet werden und zu Krankheiten führen.

Hier handelt es sich vielmehr um Körperzellen,

die in der Haut lokalisiert sind und beim

Kontakt mit einem Stoff diesen als etwas

erkennen, das «stört»; genau diese Zellen

wehren sich nun durch die Freisetzung von

körpereigenen Wirkstoffen, die in der Folge

beim betreffenden Menschen Symptome

auslösen. Die Kontaktallergie ist eine Allergie

des verzögerten Typs, bei dem die

Hautreaktionen nicht sofort, sondern erst

24 bis 72 Stunden nach Kontakt auftreten.

Je nach Allergenmenge und Kontaktdauer

entwickeln sich unterschiedliche Hautveränderungen.

Kontaktallergien zählen mittlerweile zu den

häufigsten Hautkrankheiten. Und obwohl

weder ansteckend noch lebensbedrohend,

vermögen sie die Lebensqualität stark zu

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14 Schweizer Hausapotheke 2-2020


eeinträchtigen; denn auf Mitmenschen wirkt

der Anblick von nässenden oder rotgefärbten,

entzündeten Ekzemen doch eher abstossend.

In welcher Körperregion diese Hautveränderungen

zu beobachten sind, hängt häufig

davon ab, wo der Hautkontakt stattgefunden

hat. Zu bedenken ist, dass die Reaktion nicht

sofort auftritt, sondern – wie vorher beschrieben

– ihre Zeit braucht, um sich, langsam

steigernd, voll auszubilden.

Welche Substanzen – oder besser: Kontaktallergene

– können konkret genannt

werden? Grundsätzlich gilt: Deren Zahl ist

unüberschaubar gross. Tausende natürlich

und künstlich hergestellte Stoffe können

Kontaktallergien auslösen. Sie begegnen

uns in Artikeln des täglichen Bedarfs, bei der

Körperpflege, am Arbeitsplatz und selbst in

Medikamenten. Die Kontaktallergie ist bei

Erwachsenen die häufigste Allergieform – und

eine der häufigsten Berufskrankheiten in risikoerhöhten

Jobs: etwa als Bauarbeiter, Maler,

Coiffeuse, Fotolaborant, Gärtner, Schreiner,

Metallarbeiter oder im Gesundheitswesen.

Aber auch Gummi-Chemikalien führen in

zunehmendem Masse zu Kontaktallergien,

wobei die Latexallergie im Zeitalter des nach

wie vor aktuellen AIDS besondere Aufmerksamkeit

verdient.

Gefährlicher Nickel

Häufige Allergene sind Metalle (Nickel, Kobalt),

Chromate und Perubalsam, um nur einige zu

nennen.

Eine weitere, wenngleich seltene Form einer

Kontaktallergie liegt dann vor, wenn die

Aufnahme des Allergens über die Nahrung

erfolgt, die Reaktion sich aber auf der Haut

zeigt. Dies kann beispielsweise bei Nickel

passieren, als einer der häufigsten Auslöser.

Nickelpartikel in der Nahrung werden vom

Verdauungstrakt aufgenommen; über das

Blut gelangt das Allergen in die Haut und

kann dort ein Ekzem hervorrufen.

Das Metall ist in (günstigem) Schmuck enthalten,

wie ihn meist Mädchen und junge Frauen

tragen: Ohrringe, Ohrstecker, Halsketten,

Piercings und Fingerringe. Nickel steckt aber

ebenso in Reissverschlüssen, Jeans-Knöpfen,

Gurtschnallen, Armbanduhren, Brillengestellen

und Münzen.

Kontaktallergien treten vermehrt im Zusammenhang

mit Duftstoffen in Kosmetika,

Pflegeprodukten, Waschmitteln sowie in

Putz-, Desinfektions- und Haarfärbemitteln

auf. Sogar gewisse Naturprodukte können ein

Kontaktekzem auslösen oder auch Naturstoffe,

Konservierungsmittel und Pflanzen.

Auch nach jahrzehntelangem, problemlosem

Kontakt mit einer Substanz kann sich plötzlich

eine Kontaktallergie entwickeln. Gelingt

es, das Allergen konsequent zu vermeiden,

heilt das Ekzem meist spurlos ab. Jedoch darf

die Kontaktallergie nicht mit einem toxischen

Kontaktekzem verwechselt werden, das auf

einer Schädigung der Haut durch aggressive

chemische oder physikalische Einflüsse

beruht.

Kontaktallergien können durch eine spezielle,

allergologische Untersuchungsmethode

aufgedeckt werden: dem Pflaster- oder auch

«Epikutantest». Hierzu werden kleine Testkammern,

die mit verschiedenen potentiellen

Allergenen gefüllt sind, für (in der Regel) 48

Stunden auf die Oberarme oder den Rücken

geklebt; danach werden die Testpflaster

abgenommen und eventuelle Hautreaktionen

abgelesen.

Was im individuellen Fall zu tun ist, welche

Kontakte vermieden werden müssen, ist in

einem ausführlichen Arztgespräch zu klären.

In vielen Fällen ist ein Allergiepass wichtig:

Damit können – als wichtige Präventions- und

Behandlungsmassnahme – auch «Fehler»

beim Kauf von Kosmetika oder Probleme bei

der zahnärztlichen Behandlung vermieden

werden.

Jacqueline Trachsel ist Journalistin BR. Seit

1994 schreibt sie als selbständige Journalistin

und Redaktorin für diverse Medien.

Juckreiz? Ausschlag? Allergie?

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Entspannen –

aber wie?

Im Alltag verspricht man sich besonders von Chill- und Wellnessangeboten Linderung und Stressabbau. Doch

oft ist die Folge diese: Man eilt von einer Entspannung zur nächsten ... Führt Entspannung zu Stress?

Um gesund und leistungsfähig zu bleiben,

aber auch um das Leben geniessen zu können,

ist eine Balance zwischen Aktivsein und

Entspannen notwendig. Wer fürchtet, ständig

zu spät zu kommen, wenn der Seufzer «habe

leider keine Zeit» mehrmals am Tag über die

Lippen kommt; wer mehreres gleichzeitig tun

will; wer hastig spricht, schnell geht, ständig

in Bewegung ist, abends nicht abschalten

kann, im Gedächtnis immer wieder Lücken

vorfindet; wer schlecht schläft, obwohl er

erschöpft und müde ist, leidet am «Zeitsyndrom».

Wettbewerb ist längst zu einem

Zeitwettbewerb geworden. Im Beruf und im

Privatleben entscheidet immer häufiger der

Faktor Zeit über Erfolge oder Verluste. Jeder

weiss es, doch kaum jemand zieht daraus

Konsequenzen.

Zeitsklaven

Ein Ungleichgewicht führt zu verminderter

Leistungsfähigkeit und damit oft auch zur

Überforderung. Vor allem sollten sich «geknechtete

Zeitsklaven» gründlich überlegen,

ob das Arbeits- oder Freizeitpensum nicht

von vornherein zu gross ist. Das Phänomen

Zeitmangel ist in den dringenden Verdacht

geraten, zu den kardionalen Krankheitsauslösern

zu zählen. Stressgeplagte Menschen

suchen aus Zeitnot oft Beruhigung durch

Wellness an den Wochenenden in Studios,

im Schnellurlaub mit weiter Fahrt oder Flug

ans Meer oder mit einer langen Anfahrt in die

Berge. Wer sich ständig übernimmt, bricht

unabwendbar irgendwann unter seiner Last

zusammen. Aber sich von der täglichen

Mühe zu erholen, fällt vielen Menschen

trotzdem schwer; weshalb sich unzählige

Kurhotels, Seminare, Praxen, Bücherverlage,

Kursleiter, Trainer und Technikinstrukteure

zu diesem Thema — «Entspannen», respektive

«Chillen» genannt — anbieten und

für individuelle sowie auch muskuläre und

geistige Entspannung sorgen, um negative

Stressquellen der Teilnehmer zu eliminieren.

Sich selber Oasen schaffen

Das kann bedeuten, sich einfach hinzusetzen,

nichts zu tun und einmal zehn Minuten

lang bewusst zu atmen. Dabei ist es besonders

wichtig, dass während dieser Ruhepause

keine digitalen Bildschirme angestarrt

werden, sondern die Augen ebenfalls zu

entspannen. Ab und zu hilft es auch, ganz

bewusst darüber nachzudenken, worüber

man sich gerade so den Kopf zerbricht und

warum genau man sich stresst.

Stehen da immer einige Dinge auf der «Todo-Liste»,

wie die Amerikaner sagen, Dinge,

die eigentlich gar nicht so wichtig oder

dringend sind, die aber stressen? Umso bedeutsamer

ist es, sich bewusst eine Auszeit

zu gönnen. Und wenn es nur 15 Minuten

Sonne tanken oberhalb des Nebels oder auf

dem eigenen Balkon oder der Terrasse sind,

eine gemütliche Lesezeit, ein romantischer

Blick in die Natur, ins Grüne, den Garten;

das Durchblättern einer Zeitschrift oder ein

kleiner Spaziergang wirken Wunder. Genau

wie Kinder nach der Schule chillen möchten,

brauchen auch Vater und Mutter Zeit für

sich; Me Time bedeutet eine bewusste Eltern-

Auszeit, die leider viel zu oft vergessen geht.

Die langen, schönen Sommer der Kindheit

weichen später dem Gefühl, dass Tage,

Wochen, Monate, sogar Jahre in ein Nichts

verraucht sind. Die verlorene Zeit bekommt

keiner zurück — und diese Einsicht kommt oft

zu spät. Wichtig sind die einzigen Minuten

am Tag, die man ganz für sich hat, in denen

man fern von Stress und Hektik seinem

Körper etwas Gutes tut. Deshalb gilt es zu

beherzigen: Zeit ist nicht Geld, sondern Leben

— auch im Alter!

Wenn sich jetzt zum baldigen Frühsommerbeginn

viele nach Entspannung und Ruhe

sehnen, dann ist das ganz im Sinne der

Bibel. So machte schon 1993 die damalige

Direktorin eines Katholischen Bibelwerks,

Elisabeth Birnbaum, in einem aktuellen

Artikel über «Chillen in der Bibel» auf

feinschwarz.net deutlich, «dass auch viele

biblische Figuren ein grosses Bedürfnis nach

Ruhe hatten. Allen voran Gott selbst, der

bekanntlich am siebten Tag der Schöpfung

ruhte und somit zum Vorbild des Sabbatgebotes

wurde.»

Demnach wird der siebte Tag der Woche für

alle verbindlich zum Ruhetag; gültig auch

für sogenannte «(Zeit-)Sklaven» …

Jacqueline Trachsel

16

Schweizer Hausapotheke 2-2020


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Unausgefüllte Tage

Der Abschluss des Erwerbslebens eröffnet viele neue Freiheiten.

Doch statt neuer Entfaltungsmöglichkeiten wartet gelegentlich

quälende Langeweile, was heikle Folgen haben kann.

Nach der Pensionierung von Kurt Hofmann

(Name geändert) geriet beim Ehepaar der

Haussegen in Schieflage. Er begann sich

in die Haushaltsführung seiner Frau einzumischen

und nörgelte an vielen Dingen

herum. «Es war nicht mehr zum Aushalten

mit ihm und seiner schlechten Laune»,

erzählt Lydia Hoffmann. «In einem Streit

sagte ich, er solle sich endlich eine neue

Beschäftigung suchen. Seit mein Mann

nun stundenweise in der Autowerkstatt

unseres Sohnes mithilft, geht es uns

wieder besser.» So wie beim Ehepaar

Hofmann beginnt bei verschiedenen Paaren

der dritte Lebensabschnitt: mit einer

Ernüchterung. Häufig öffnet sich eine

erhebliche Kluft zwischen Vorstellung und

Wirklichkeit.

Während der letzten Arbeitsjahre freuen

sich viele Erwerbstätige auf die Freiheiten

nach der Pensionierung: Endlich können

sie mit den Kollegen ohne Termindruck

gemütlich etwas unternehmen. Sie haben

Zeit zu reisen, kümmern sich um die Enkel

und geniessen den Schrebergarten. Doch

gelegentlich kommt es anders; eine Weile

nach dem Austritt aus dem Erwerbsleben

stellen sie bei sich selber häufige Missstimmung,

zunehmende Konflikte mit

der Partnerin und vermehrte körperliche

Beschwerden fest. Und sie sitzen stundenlang

passiv vor dem TV-Gerät. Wie konnte

es soweit kommen?

Struktur im Alltag fällt weg

Vor der Pensionierung kann die Arbeit oft

als zunehmende Belastung empfunden

werden. Unter Umständen überfordern junge,

ehrgeizige und wenig erfahrene Führungskräfte

die älteren Mitarbeitenden mit

ihren hohen Ansprüchen. So wächst der

Wunsch, dieses Joch der täglichen Tretmühle

im Büro, in der Werkstatt, im Laden

oder im Schulzimmer bald loszuwerden

und die neue Freiheit zu geniessen. Doch

auch diese Medaille hat eine Kehrseite:

Eine Erwerbstätigkeit gibt dem Alltag eine

Struktur, sie bringt einem mit Kolleginnen

und Kollegen sowie Lieferanten und

Kunden in Kontakt – und sie liefert über

die geleistete Arbeit Selbstbestätigung.

Mit dem Ende des Arbeitslebens entfallen

diese positiven Aspekte. Mit einem Mal gilt es,

im Alltag viel Zeit mit Inhalten zu füllen. Ohne

befriedigende Aufgaben und Beschäftigungen

kann man sich als nutzlos empfinden;

dies kann sich in gereizten Reaktionen und

häufigem Nörgeln äussern. Unter besonders

ungünstigen Umständen kommt es sogar zu

einer Altersdepression: gegen zehn Prozent

der Bevölkerung erkranken an ihr.

Die Ursachen für eine psychische Krise liegen

unter Umständen weit zurück. Mit der Pensionierung

können sich beispielsweise psychische

Verletzungen aus fernen Tagen melden.

Wenn mit einem Mal die Anforderungen des

Arbeitsplatzes wegfallen und viel unausgefüllte

Zeit zur Verfügung steht, verlangen – etwa

in schlaflosen Nächten – schlecht verheilte

psychische Wunden nach Aufmerksamkeit.

Aber auch Beziehungsarmut, anhaltende

Konflikte in der Familie sowie ständige Streitigkeiten

in der Partnerschaft können eine

depressive Verstimmung begünstigen. Symptome

sind: anhaltende Traurigkeit, Resignation,

Verlust von Interessen, Antriebslosigkeit;

das Gefühl, nicht zu genügen, Unvermögen

zu geniessen und sich zu freuen; gedrückte

Stimmung, erhöhte Reizbarkeit, Weinkrämpfe;

das Gefühl, innerlich leer oder erstarrt zu

sein, massive Veränderungen des Körpergewichts;

häufige Kopf- oder Rückenschmerzen

und andere körperliche Beschwerden ohne

medizinisch erkennbare Ursache; quälende

Schuldgefühle sowie innere Unruhe und

ständige Anspannung. Die Anzeichen zeigen

sich von Person zu Person unterschiedlich.

Nur wenn sie über mehrere Wochen anhalten,

sprechen Medizin und Psychologie von einem

krankhaften Zustand.

Eine gedrückte Stimmung und sozialer Rückzug

können auch nach dem Tod eines nahen

Menschen auftreten, ohne dass es sich um

eine psychische Störung handelt. Übermässiger

Alkohol- und/oder Medikamentenkonsum

können eine Folge von Depressionen sein – die

unangenehmen Empfindungen und Gedanken

sollen durch den Griff zum Glas oder zur

Tablettenschachtel betäubt werden. Doch sie

schaffen vor allem zusätzliche Probleme, etwa

durch Unsicherheit auf den Beinen und ein dadurch

erhöhtes Sturzrisiko. Depressionen führen

oft zu Konzentrations-, Aufmerksamkeitsund

Gedächtnisstörungen und werden häufig

18 Schweizer Hausapotheke 2-2020

Hausapotheke_73x282_d.indd 1 02.02.17 21:04


als Anzeichen einer Demenz missdeutet. Weil

depressive Menschen körperlich meistens

sehr passiv sind, kann sich ihr Stoffwechsel

verlangsamen, mit möglichen ungünstigen

Auswirkungen auf die Gehirntätigkeit. Diese Art

von Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen

verbessert sich durch eine Depressionsbehandlung.

Lebensgefährliche Störung

Eine krankhafte Niedergeschlagenheit darf

keinesfalls unterschätzt werden, sie ist eine

lebensgefährliche Krankheit. Eine frühzeitige

ärztliche Behandlung ist entscheidend: Über

dreissig Prozent der Menschen, die sich das

Leben nehmen, sind über 65 Jahre alt. Alleinstehende

Männer über 75 verüben besonders

häufig Suizid — oft im Zusammenhang mit einer

depressiven Verstimmung. In der Schweiz

scheiden pro Jahr rund 1400 Menschen durch

ihre eigene Hand aus dem Leben.

Unter Fachleuten gilt eine Depression im

Alter als meistens erfolgreich behandelbar.

Die Grenze zwischen einer vorübergehenden

Missstimmung und einer Depression ist oft

nicht einfach zu ziehen: In beiden Fällen richtet

sich der Blickwinkel ausschliesslich auf

die unangenehmen Seiten des Alltags. Es ist

wenig zweckmässig, auf antriebslose und verstimmte

Menschen zu viel Druck auszuüben

und sie zu Familienfeiern, Ausflügen, Vereinsaktivitäten

oder zu Kursbesuchen zu drängen.

Meistens werden sie sich dort als überfordert

erleben; ihre Stimmung steigt nicht an, unter

Umständen sinkt sie sogar weiter.

Dagegen können ein kleiner Spaziergang,

eine Viertelstunde Karten spielen oder ein

kurzer Besuch beim Enkel die Gemütslage

anheben und die pessimistische Perspektive

etwas aufhellen. Im Weiteren hilft es, jeden

Tag drei Erlebnisse aufzuschreiben, die angenehm

waren: etwa ein warmes Bad, eine

Tasse Kaffee trinken oder die Begegnung mit

einer freundlichen Verkäuferin. Da depressive

Menschen vor allem die unangenehmen

Dinge wahrnehmen, helfen die regelmässigen

Notizen über positive Erfahrungen, die

Realität wieder etwas ausgewogener und

weniger düster zu erleben.

Aktive Lebensweise schafft Zufriedenheit

Eine wirkungsvolle Vorbeugung gegen

depressive Verstimmungen ist ein aktiver

Lebensstil. Wie verschiedene Studien

zeigen, senkt Sport das Depressionsrisiko.

Allerdings gilt es hier, eine gute Balance

zwischen Aktivität und Erholung zu finden.

Wer sich und anderen durch Hyperaktivismus

ständig beweisen will, wie vital er

noch ist, überfordert seinen Organismus

und auch seine Umgebung. Menschen, die

ständig mit ihren langen Velo-, extremen

Bergtouren und ehrgeizigen Marathonläufen

prahlen, sind in der Regel nicht sehr

beliebt.

Weiser ist es, sich auch mit Dingen zu

beschäftigen, die innere Erfüllung verleihen

und den Tagen Inhalt geben. Dazu gehören

etwa Tanzveranstaltungen, gemeinsames

Nordic Walking, Wandergruppen; Kursbesuche

bei Pro Senectute, an einer

Volkshochschule oder Seniorenuniversität;

Aktivitäten mit den Enkeln oder Ausflüge in

unbekannte Regionen; aber auch gemeinnützige

Einsätze in der Behindertenbetreuung,

im Mahlzeitendienst, als Aufsicht bei

Kunstausstellungen, Mithilfe bei Naturprojekten

oder als Mentorin für Jugendliche.

Der nützliche Nebeneffekt sind neue Kontakte,

die so leichter entstehen können.

Gleichzeitig fühlt man sich als aktiver Teil

der Gesellschaft und nicht zum alten Eisen

gehörend.

Adrian Zeller verfügt über eine mehrjährige

Praxis erfahrung im Gesund heitswesen. Seit

1995 ist er journalis tisch und publizistisch

tätig.

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 19


Tagsüber müde

und nachts

lautes Schnarchen?

Es könnte

Schlafapnoe sein .

Als Schlafapnoe bezeichnet

man Atemaussetzer während

des Schlafes. Diese kurzen

Atemaussetzer verunmöglichen

einen erholsamen Schlaf und

Schlafapnoe-Betroffene sind

daher tagsüber oft sehr müde.

Zu den häufigsten Symptomen von Schlafapnoe zählen:

Im Gegensatz zum lauten

Schnarchen werden diese kurzen

Atemaussetzer von den Betroffenen

oft nicht wahrgenommen.

Aufgrund dieser Atemaussetzer

ist ein erholsamer Schlaf

gar nicht möglich und ein häufiges

Erwachen, Durchschlafschwierigkeiten

und eine entsprechende

Tagesmüdigkeit

sind die Folgen.

Schlafapnoe erhöht auch das

Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt

und Diabetes. Die vermehrte

Einschlaftendenz durch

eine Schlafapnoe verursacht

nicht selten Unfälle am Arbeitsplatz

oder Unfälle im Strassenverkehr

durch Sekundenschlaf.

Schlafapnoe bei Frauen

häufiger unerkannt

Auch Frauen leiden an Schlafapnoe,

nur bleibt die Krankheit

bei ihnen oft unerkannt. Frauen

schnarchen anders als Männer.

Während sich bei Männern die

Schlafapnoe meist durch lautes

oder sehr lautes Schnarchen

äussert, leiden Frauen

Atemaussetzer

im Schlaf

Starkes

Schnarchen

eher unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen.

Die Schlafapnoe-Symptome sind

bei Frauen oft nicht so eindeutig:

- Morgendliche Kopfschmerzen

- Verdauungsstörungen

- Stimmungsschwankungen

- Depressionen

- Migräne

- Nachtschweiss

Schlafapnoe-

Risikotest

Der Online-Test gibt

Machen auch Sie den

Schlafapnoe-Risikotest

der Lungenliga!

www.lungenliga.ch/test

Tagesmüdigkeit,

Erschöpfung

Morgendliche

Kopfschmerzen

Konzentrationsstörungen

Haben Sie Schlafapnoe?

Lassen Sie sich von der Lungenliga in Ihrer Nähe beraten.

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Die Lungenliga berät und betreut schweizweit über 83 200

Schlafapnoe-Betroffene.

Die Lungenliga:

- vermietet Geräte für die Schlafapnoe-Therapie, stellt die

Geräte individuell ein und zeigt Betroffenen die Gerätehandhabung

- hilft bei der Integration der Therapie in den

Alltag

- fördert den Erfahrungsaustausch zwischen

Schlafapnoe-Betroffenen

- überprüft systematisch den Therapieverlauf

und erstellt regelmässig

Berichte an den Lungenfacharzt

20 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Geniessen Sie den

Augenblick

Unsere Augen erzählen mehr über

uns, als uns bewusst ist. Wenn zwei

Menschen aufeinandertreffen,

suchen sie deshalb als erstes Blickkontakt.

Er schafft augenblicklich

eine Verbindung. Lächeln Sie bewusst,

wenn der Austausch positiv

verlaufen soll, und lächeln Sie mit

Ihren Augen – es wird seine Wirkung

nicht verfehlen. Und natürlich

nicht nur, weil Ihre Augen dabei

gepflegt strahlen.

Die Haut um unsere Augen ist sehr

dünn und besitzt auch weniger festigendes

Kollagen und geschmeidig

machende Talgdrüsen. Gleichzeitig

muss die sensible Haut um

die Augenpartie unglaublich viel

leisten und ist – im Verhältnis zu

ihrer zarten Beschaffenheit – teils

extremen Belastungen ausgesetzt.

Kein Wunder also, dass sich die Zeichen

der Zeit als allererstes um

die Augen herum zeigen: Die Haut

um die Augenpartie ist die dünnste

Haut an unserem Körper, die am

schnellsten altert und als erstes

eine Pflege braucht.

Das absolute Idealprodukt

Entscheidend ist die Qualität der

Produkte, die Sie für Ihre Augenpflege

verwenden. Wenn Sie also

wählen könnten – wie müsste die

perfekte Anti-Aging-Augenpflege

für Sie sein? Hocheffiziente Stoffe

nach aktuellsten wissenschaftlichen

Erkenntnissen in angenehmer

und augenverträglicher Textur,

frei von Konservierungsstoffen

und ohne Tierversuche, aber mit

nachgewiesener Wirkung? – Das

ist die Augenpflege von Lubex antiage®.

Entwickelt wird die Lubex anti-age

Linie zur Gesichts- oder Augenpflege

von der Schweizer Firma

Permamed, die sich seit 40 Jahren

auf die Hautpflege spezialisiert

hat. Angefangen hat die Erfolgsgeschichte

mit kassenzulässigen

Spezialitäten zur Basistherapie

verschiedener Hauterkrankungen.

Heute setzt Permamed seine

hervorragende dermatologische

Kompetenz auch zur Entwicklung

der Lubex anti-age Linie

ein, die sich der Bekämpfung

der Haut alterung verschrieben

hat. Permamed arbeitet mit führenden

Schweizer Dermatologen

zusammen, um neue Wirkpflegeprodukte

mit optimalen Kombinationen

hoch dosierter Anti-Aging-

Wirkstoffe zu entwickeln. Da die

Ansprüche an eine Augenpflege

auch vom Alter und den individuellen

Bedürfnissen abhängig sind,

stehen Ihnen von Lubex anti-age

verschiedene Wirkbehandlungen

zur Verfügung:

Augenringe und Tränensäcke

Bereits ab 20 Jahren verliert die

Haut um die Augen an Elastizität

und Spannkraft. Wie aus dem

Nichts tauchen erste Trockenheitsfältchen

auf und erste bleibende

Fältchen bahnen sich an. Weil die

Haut an Straffheit verliert, schimmern

die kleinen Blutgefässe unter

der Haut vielleicht besser durch und

werden als blau-violette Augenringe

sichtbar. Oder die kleinen Fettpölsterchen

unter dem Auge fallen

als Tränenringe auf, weil die Haut

an Festigkeit verliert. Die Spezial-

Wirkbehandlung Lubex anti-age

eye intense wurde exakt dafür

geschaffen, diese ersten Zeichen

der Zeit zu bekämpfen. Sie strafft

die Augenlider, glättet Augenfältchen

und wirkt gegen Tränensäcke

und Augenringe. Der ideale Beginn

einer langjährigen Freundschaft

mit Lubex anti-age.

Mimik- und Altersfältchen

Bald einmal werden auch erste

Mimik- und Altersfältchen sichtbar.

Sie sollten nicht warten, bis sie sich

eingekerbt haben. Lubex anti-age

eye excellence ist

der jüngste Coup

der Lubex-anti-age

Forschung. Hochkonzentrierte

und

hochaktive Inhaltstoffe

(u.a. Retinol)

aktivieren den

Hauterneuerungsprozess,

reparieren

Hautschäden, reduzieren

Mimikfalten

intensiv, straffen

und glätten die

Augenpartie und

verbessern die Hautelastizität.

Gleichzeitig wird die Haut von innen

aufgepolstert und intensiv hydratisiert.

Mit diesem Spezial-Wirkprodukt

für den Augenbereich bleiben

nun wirklich keine Wünsche offen!

Wichtig ist die regelmässige Anwendung,

um optimale Ergebnisse

zu erzielen.

Wellness und Antistress

Zwischendurch, nach einer kurzen

Nacht oder vor einem wichtigen

Termin, wünschen Ihre Augen eine

Spezialbehandlung. Als Ergänzung

zu den bereits genannten Spe zial-

Wirkprodukten, die wie eine Creme

aufgetragen werden, wurden die

Lubex anti-age eye pads entwickelt:

ein kleines Verwöhnprogramm.

Die Augenpads bestehen

aus einem Vliesstoff, der mit einer

hochdosierten Wirkstoffkombination

getränkt ist. Werden die

Pads unter den Augen aufgelegt,

nimmt die Haut die im

Pad enthaltenen Anti-Aging- und

Feuchtigkeitswirkstoffe auf. Die

Haut wird befeuchtet, erfrischt und

Mimikfältchen werden geglättet.

Dabei entsteht ein Gloweffekt,

der die Haut sichtbar strahlen

lässt. Ausserdem enthalten Lubex

anti-age eye pads einen antioxidativen

Wirkstoff gegen Stressfaktoren

und einen speziellen Extrakt

zur Zellentgiftung. Bereit

für das Wellness- Programm? Auflegen,

hinlegen, Augen schliessen

und 15 Minuten geniessen!

Mit der Augenpflege von Lubex

anti-age schützen und pflegen Sie

Ihre Augenpartie intensiv. Natürlich

hängt die Schönheit des Augenblicks

nicht davon ab, welche Form

oder Farbe Ihre Augen haben, oder

davon, wie faltenfrei sie sind. Das

attraktivste Strahlen kommt von

innen. Schön, wenn es im Aussen

unterstützt wird.

Dr. pharm. Chantal Schlatter,

Apothekerin

Innovation & expertise

in dermatology

Alle Lubex anti-age®

Produkte sind

• auch für empfindliche

Haut geeignet

• zusammen mit Dermatologen

entwickelt worden

• in klinischen Studien auf ihre

Wirkung getestet

• ohne Konservierungsmittel

• ohne allergene Parfümstoffe

• ohne Farbstoffe und Paraffinöl

Weitere Informationen auf:

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 21


Erkältung oder

Grippe?

Halsschmerzen erfolgreich bekämpfen

Eine in der Regel vorübergehende, jedoch

lästige Erkältung beginnt häufig mit Halsschmerzen.

Meist ist eine Infektion mit Viren

für diese Entzündung im Rachenbereich

verantwortlich. Normalerweise ist der Körper

stark genug, um damit fertig zu werden. Wir

können ihn dabei aber aktiv unterstützen und

den Schmerz erfolgreich bekämpfen.

Tipps

Trinken Sie Kräutertees: Die Flüssigkeit

befeuchtet den Hals, während die Kräuter

den gereizten Hals beruhigen. Geeignet ist

beispielsweise Salbeitee, mit dem Sie auch

gurgeln können.

Sorgen Sie für ausreichend Schlaf: So kann

sich der Körper regenerieren und erholen.

Vermeiden Sie trockene Raumluft: Nutzen

Sie gegebenenfalls einen Raumbefeuchter,

wie zum Beispiel eine Wasserschale auf der

Heizung.

Während der kalten Winterzeit kommt es häufig zu grippalen Infekten

oder Erkältungserkrankungen. Was ist der Unterschied zwischen einer

harmlosen Erkältung und einer Grippe? Und wie kann ich die

unangenehmen Halsschmerzen loswerden?

Eine Grippe, nicht zu verwechseln mit einer

Erkältung, legt den Menschen für mindestens

eine Woche wortwörtlich flach. Bei einer

«richtigen» Grippe erleidet man Muskel- und

Gelenkschmerzen und/oder Kopfschmerzen,

hat Halsschmerzen sowie Husten und man

ist stark geschwächt. Das alles wird von

hohem Fieber über 38 Grad und Schüttelfrost

begleitet.

Gemäss Definition heisst eine «richtige»

Grippe Influenza und meint damit eine durch

Influenzaviren ausgelöste Infektionskrankheit

mit den oben genannten Symptomen. Wen

es erwischt, der sollte je nach Schweregrad

bis zu einer Woche das Bett hüten. Komplikationen,

meistens der Lunge, können drei bis

fünf Tage nach Symptombeginn eintreten.

Deutlich harmloser verlaufende Virusinfektionen

fallen in die Kategorie der Erkältungen.

In der Regel liegt dabei eine akute Infektion

der oberen Atemwege vor, insbesondere

der Nasen- und Rachenschleimhaut. Die

Erkältung ist eine der häufigsten Erkrankungen

überhaupt. Im Durchschnitt ist jeder

Erwachsene zweimal, Kinder im Vorschulalter

sind sogar zwischen vier- und achtmal

jährlich davon betroffen. Im Gegensatz zu

einer Influenza klingen die Beschwerden

eines grippalen Infekts innert weniger Tage

von selbst wieder ab.

Die sogenannte «Grippewelle»

Die Grippe ist hoch ansteckend durch Husten

oder Niesen, aber auch durch Hand-Mund

oder Hand-Nase-Kontakt (Händeschütteln!).

In der Regel beginnt sie in der Adventszeit

und endet um die Ostertage. Jedes Jahr ist

ein veränderter Grippevirus im Umlauf, weil

die Grippevieren auf ihrer Reise um den Globus

laufend mutieren. Das bedeutet, dass der

Körper nach einer Grippe nicht immun gegen

den nächsten Grippevirus wird — und ist auch

der Grund, weshalb die ein Jahr im Voraus

hergestellten Grippeimpfstoffe nie zu hundert

Prozent das zu erwartende Virus abfangen

werden, aber dennoch zu einem überwiegenden

Teil wirksam sind.

Wer besonders gefährdet ist

Zu den Risikogruppen gehören ältere

Menschen, Schwangere, Personen mit chronischen

Erkrankungen und frühgeborene

Kinder: Das erhöhte Risiko ist durch deren

eingeschränkte Abwehrkraft und Komplikationsrisiken

zu erklären. Bei grossen Pandemien

starben jedoch jeweils viele Millionen

völlig gesunde und berufstätige Menschen im

Alter von 20 bis 40 Jahren.

Rauchen Sie möglichst nicht: So vermeiden

Sie eine zusätzliche Reizung des Halses.

Ziehen Sie sich warm an: Vor allem der Hals

sollte gut vor Kälte geschützt sein.

Alternativen zu schmerzstillenden Halssprays

und Lutschtabletten: Kaufen und kauen Sie

Xylit-haltige Zahnputzkaugummis. Das hält

Ihre Schleimhäute geschmeidig und das Xylit

wirkt gegen Viren.

Fiebersenkung: Starkes Fieber bei richtiger

Grippe können Sie auch gut durch Wadenwickel

senken.

Sollten die Halsschmerzen auch nach drei

Tagen nicht besser werden — oder sich Ihr

Zustand gar verschlechtern — empfehlen wir,

eine Fachperson zu konsultieren.

Medbase Apotheke

Die Medbase Gruppe betreibt als führende

ambulante Gesundheitsdienstleisterin

schweizweit an über 50 Standorten medizinische

Zentren. Neu zählen auch über

40 Apotheken (ehemals Topwell) zur Gruppe.

Gemeinsam betreuen rund 1700 Mitarbeitende

die Patientinnen und Patienten

ganzheitlich von der Prävention über die

Akutmedizin bis zur Rehabilitation.

www.medbase.ch/apotheke

22 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Mit Babybrei den Regenwald retten

Unsere Supermärkte wimmeln nur

so von palmölhaltigen Produkten.

Doch für die Produktion des billigen

Öls werden riesige Flächen an

Regenwald abgeholzt. Das schadet

der Umwelt, den Tieren und

dem Menschen. Das Unternehmen

Bimbosan entscheidet sich

für eine alternative Route und setzt

mit palmölfreier Babynahrung ein

Zeichen.

Palmöl ist in unserem Leben allgegenwärtig

– sei es in Schokolade,

in Kosmetika oder Waschmittel.

Wenn auch nicht gleich ersichtlich,

schmückt es jede zweite Inhaltsangabe

von Supermarktprodukten.

Ölpalmen sind dreimal so ertragreich

wie Raps und machen das Öl

somit unschlagbar billig. Zudem ist

Palmöl äusserst leicht zu verarbeiten.

Somit ist es mit 66 Millionen

Tonnen pro Jahr das meist produzierte

Pflanzenöl der Welt. Doch

leider hat das geschmacksneutrale

Öl eine grosse Schattenseite.

Die Umwelt leidet

Tag für Tag werden in Südostasien,

Lateinamerika und Afrika riesige

Flächen an Regenwald abgeholzt,

um Platz für Plantagen zu schaffen.

Über 16 Millionen Hektaren mussten

dem Palmöl bereits weichen.

Dies geschieht durch Brandrodung,

wodurch grosse Mengen an Treibhausgasen

freigesetzt werden.

Laut einer Studie der Organisation

Wetlands International verursacht

jede Tonne Palmöl einen Ausstoss

von 10 bis 30 Tonnen Kohlendioxid.

Dieses und weitere klimaschädliche

Gase wie Methan gelangen in

die Atmosphäre. Das treibt die globale

Klimaerwärmung weiter an.

Die Tiere verschwinden

Nicht nur das Klima ist betroffen: Mit

dem Regenwald verschwindet auch

die Lebensgrundlage von zahlreichen

Tierarten. So bedrohen die Ölpalm-Monokulturen

in Indonesien

den Orang-Utan und in Papua-Neuguinea

den Prinzenhabicht.

Der Mensch wird vertrieben

Durch die Abholzung werden Kleinbauern

und Indigene, welche den

Wald seit Generationen bewohnen

und schützen, oft mit Gewalt vertrieben.

Auch auf den Plantagen

kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen:

Sowohl

von Zwangsarbeit als auch Kinderarbeit

wird regelmässig berichtet.

Zusätzlich vergiften die verwendeten

Pestizide das Trinkwasser der

Anwohner.

Bimbosan springt ein

Es gibt aber auch eine gute Nachricht:

Obwohl Palmöl wirtschaftlich

betrachtet die attraktivste Wahl

ist, gibt es Unternehmen, die sich

bewusst dagegen entscheiden. Darunter

auch das Schweizer Unternehmen

Bimbosan, welches im

solothurnischen Welschenrohr

schon seit 1932 Babynahrung

herstellt. Mittlerweile ist fast das

gesamte Sortiment an Milchen

und Breien des familiär geführten

Unternehmens palmölfrei. Trotz

komplexer Umstellung, welche mit

hohem Entwicklungsaufwand einhergeht,

soll den Babys eine intakte

Umwelt geboten werden, in die

sie hineinwachsen können.

So ersetzt Bimbosan das Palmöl

durch hochwertige Raps-, Kokosund

Sonnenblumenöle in Bio-

Qualität. Die auffälligen «ohne

Palmöl»-Icons auf den Verpackungen

kennzeichnen die Produkte

und lassen Bimbosan hervorstechen.

So können Konsumentinnen

und Konsumenten sich dazu entscheiden,

dem Regenwald etwas

Gutes zu tun und somit direkt etwas

bewirken.

Traditionell nachhaltig

Bereits seit der Gründung fühlt man

sich bei Bimbosan der Nachhaltigkeit

verpflichtet. Mit dem Bekenntnis

zu palmölfreien Produkten setzt

Bimbosan ein weiteres Zeichen für

nachhaltig hergestellte Babynahrung,

welche sich im Einklang mit

Mensch und Umwelt befindet.

Das Nachhaltigkeitsversprechen

von Bimbosan:

• Lokale Lieferanten

• Herstellung zu 100 % in der

Schweiz

• Ökologisches Verpackungskonzept

mit Nachfüllbeuteln

• Palmölfreie Produkte

Mehr Informationen zu Bimbosan,

inklusive Gratismuster, erhalten Sie

unter: bimbosan.ch

Schweizer Hausapotheke 2-2020 23


Eigene Heilkräfte stimulieren

Vor gelegentlichen Beschwerden ist niemand gefeit. Wie die Forschung zeigt fördert, respektive hemmt die innere

Haltung den Gesundungsprozess.

Die psychologische Forschung kennt den Begriff

der «sich selbst erfüllenden Prophezeiung».

Damit wird eine Erwartungshaltung bezeichnet,

die leicht zur Realität werden kann.

In der Heilkunde spielt dieser Mechanismus

eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass

die eigene Einstellung zu einer Krankheit

ihren Verlauf erheblich beeinflusst. Forscher

fanden im Blut von optimistisch eingestellten

Menschen mehr Abwehrzellen als bei Patienten,

die ihren Fähigkeiten zur Heilung wenig

vertrauten. Dabei spielen komplexe Wechselwirkungen

mit: Wenn Menschen im Umfeld

von Erkrankten Ängste schüren, können sich

die Beschwerden verstärken. Durch Befürchtungen

und Verunsicherung werden vermehrt

Stresshormone ausgeschüttet, die ihrerseits

die Abwehrkraft des Immunsystems reduzieren.

Wenn Menschen in der Umgebung dagegen

einfühlsam und aufmunternd sind, wirkt

dies durch die Ausschüttung entsprechender

Hormone heilungsfördernd und entspannend;

und es lindert das Schmerzempfinden. Hier

bewahrheitet sich die Redewendung «geteiltes

Leid ist halbes Leid».

Gemeinschaft wirkt heilungsfördernd

In Untersuchungen wurden in Gemeinschaften

eingebettete mit sehr isoliert lebenden

Sie müssen

nicht immer

müssen!

zum kalt oder

warm Trinken

Medizinprodukt zur Akutbehandlung

und Vorbeugung von

Blasenentzündungen.

Ohne Antibiotika, Zuckerzusatz,

künstliche Farb-, Aroma- oder

Konservierungsstoffe.

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24 Schweizer Hausapotheke 2-2020

Personen verglichen. Die erste Gruppe fühlte

sich im Durchschnitt wohler und insgesamt

weniger krank. Dagegen weisen einsame

Menschen im Durchschnitt einen höheren

Blutdruck und einen höheren Blutzuckerspiegel

auf und ihre Immunabwehr ist schwächer.

Sie neigen vermehrt zu Depressionen, zu

Angststörungen, zu Herzkrankheiten sowie

zu Schlaganfällen. Ihr Gesundheitszustand

ist ähnlich ungünstig wie der von starken

Rauchern. Daher ist es wichtig, bereits in gesunden

Tagen seine zwischenmenschlichen

Beziehungen zu pflegen. Ob eine Erkältung

oder eine Nierenkolik, jede Krankheit verändert

den gewohnten Alltag der Patientin oder

des Patienten. Ob man sich als hilfloses Opfer

einer Krankheit oder aber als Mensch, der

aktiv am Heilungsprozess mitwirkt versteht,

beeinflusst die Genesung.

Stimmungstief verringert

Selbstheilungskräfte

Krankheiten und Unfälle verunsichern viele

Betroffene. Ihr Körper funktioniert mit einem

Mal nicht mehr in der bis anhin gewohnten

Weise. Sie verspüren beunruhigende Beschwerden,

deren Ursprung sie nicht kennen.

Sie müssen sich in die Hände von ärztlichem

und pflegerischem Personal begeben, sie

sind auf die Unterstützung von Angehörigen

oder von Nachbarn angewiesen. Diese ungewohnten

Erfahrungen beunruhigen. Die

Krankheit kann alles überschatten und die

Lebensqualität reduzieren; doch den zermürbenden

Grübeleien sollte man nicht zu sehr

nachgeben. Von trüben Gedankengängen

kann man sich distanzieren, indem man seine

Aufmerksamkeit immer wieder auf den eigenen

Atem richtet. In Grossbritannien haben

Forscher ermittelt, dass bei an Depressionen

oder Angststörungen erkrankten Patienten

das Risiko von Komplikationen nach einer

Operation erhöht ist. Daher ist es wichtig,

sich von trüben Gedanken und von Ängsten

nicht völlig vereinnahmen zu lassen und

seinen Fokus auch auf erfreuliche Momente

zu richten, beispielsweise ein tröstendes

SMS oder eine einfühlsame Assistentin in der

Arztpraxis. Diese Erfahrungen sollten sehr

bewusst genossen werden; denn sie reduzieren

die destruktive Wirkung von Ängsten.

Im Weiteren unterstützen auch regelmässig

praktizierte Entspannungsübungen den

Heilungsverlauf. Für eine Studie der Universität

Göttingen versetzten sich Patientinnen

und Patienten, die an chronischen Rückenschmerzen,

Migräne oder Rheuma litten

selber täglich in einen Entspannungszustand,

zusätzlich nahmen sie wöchentlich an einer

Therapiegruppe teil. Nach neun Wochen

senkte sich der Verbrauch von Schmerzmitteln

bis zu 75 Prozent.

Adrian Zeller


Die Haut fängt plötzlich an zu glühen,

ist rot, brennt und schuppt.

Allergiegefährdete Haut reagiert

extrem sensibel auf Einflüsse von

aussen — wie Kälte oder Sonne —

oder auf bestimmte Kosmetikprodukte.

Hautallergie,

was tun?

Grundsätzlich kann jeder Inhaltsstoff

in Kosmetikprodukten eine

Allergie oder Unverträglichkeit

auslösen; häufig sind es jedoch

Duftstoffe, Perubalsam, Lanolin,

Konservierungsstoffe und Emulgatoren.

Hierbei handelt es sich

um Inhaltsstoffe, die das Produkt

haltbar machen oder ihm einen

angenehmen Duft verleihen. Bei

Allergikern oder Personen mit besonders

sensibler Haut können

sie unter Umständen jedoch für

Irritationen sorgen.

Schützende Pflege bei sensibler,

allergiegefährdeter Haut

Wenn die sensible Haut zu Allergien

neigt, ist eine besänftigende,

rückfettende Feuchtigkeitspflege

ideal, zum Beispiel mit Aloe

vera, Panthenol, Allantoin oder

Süssholzwurzel. Die Haut sollte

möglichst wenig gereizt und zu

reichhaltige Pflegeprodukte sowie

allergene Duftstoffe sollten

vermieden werden, damit die Haut

nicht «überreagiert».

Bei leichten Reizungen, Allergien

oder perioraler Dermatitis

muss die Haut sich nicht nur regenerieren

können, sondern auch

Unterstützung für den natürlichen

Schutz der Haut erhalten.

Denn sie soll auf Belastungen wie

schädliche Umwelteinflüsse möglichst

nicht mit Rötungen, Brennen

oder Juckreiz überreagieren.

Die vegane Linie PROBALANCE

wurde speziell für Allergiker entwickelt.

Die Produkte helfen der

Haut behutsam, ihr natürliches

Gleichgewicht wiederzufinden

und nach und nach die hauteigenen

Abwehrkräfte zu stärken. So

kann sie sich entspannen und

fühlt sich wieder angenehmer an.

• Ein hochwertiger Wirkstoff aus der

Süssholzwurzel beruhigt die Haut.

• Panthenol und Aloe vera unterstützen

den natürlichen Hautschutz,

um die Haut für den

urbanen Alltag zu stärken.

Probalance kann auch therapiebegleitend

bei perioraler Dermatitis

verwendet werden.

Um Hautproblemen vorzubeugen,

kommt es auf die richtige Pflege an.

Ob zur Basispflege oder therapiebegleitend

– auf Grundlage der Natur

hat DADO SENS Dermacosmetics

Lösungen für alle sensiblen Hautzustände

geschaffen. Für Menschen

jeden Alters, für Allergiker,

Menschen mit sehr trockener Haut,

Neurodermitis, Diabetes, Schuppenflechte,

Rosazea, unreiner Haut

und Akne ist Dado Sens Experte

für Dermakosmetik. Die dermatologisch

geprüften und in langjähriger

Forschung entwickelten Pflegeserien

auf Naturbasis unterstützen

besonders empfindsame Haut auf

dem Weg zurück zu ihrer natürlichen

Balance. Damit sie zur Ruhe

kommt und wieder schön erstrahlen

kann.

Jetzt Gratismuster testen!

> Auf Naturbasis

Es werden wertvolle Zutaten aus der Pflanzenwelt verwendet, um

eine gute Verträglichkeit und hohe Wirksamkeit zu erzielen.

> Ohne Tierextrakte

Alle Produkte sind zu 100 % vegetarisch. Viele Produkte sind zudem

vegan.

> Ohne Parabene

Sofern es möglich ist, versucht Dado Sens eine Konservierung mit

Hilfe der Produktrezeptur und Darreichungsform in Form der Verpackung

zu erreichen. Wenn dies nicht möglich ist, werden gut verträgliche,

naturidentische Konservierungsstoffe verwendet.

> Ohne Silikone

Die Produkte enthalten keine weichmachenden Kunststoffe, da

gesunde, schöne Haut mehr von pflanzlichen Ölen als von deren

kostengünstiger Alternative profitiert.

> Ohne Paraffine

Was der Haut nicht guttut und sie in ihrer Eigenregeneration behindert,

gehört nicht hinein. Inhaltsstoffe aus Mineralöl werden abgelehnt.

> Hautverträglichkeit und Wirksamkeit bestätigt

Wirkversprechen werden von unabhängigen dermatologischen Instituten

überprüft und wissenschaftlich bestätigt.

In der Schweiz ist Dado Sens exklusiv

in auserwählten Reformhäusern,

Apotheken und Drogerien erhältlich.

Schweizer Hausapotheke 2-2020 25


Endlich Ruhe im Bauch

Reizdarm-Patienten leiden unter

krampfartigen Bauchschmerzen,

unangenehmen Blähungen und

Stuhlunregelmässigkeiten wie

Durchfall oder Verstopfung. Hier

hilft Kurkuma, auch Indisches Gold

genannt.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung leidet

an einem Reizdarm-Syndrom,

Frauen häufiger als Männer. Hierbei

handelt es sich um eine funktionelle

Störung, deren Ursache oft

in einer gestörten Darmflora liegt.

Die Beschwerden können so stark

sein, dass sie die Lebensqualität

der Betroffenen beeinträchtigen.

Unter den Behandlungsmöglichkeiten

rangiert Kurkuma, das Indische

Gold, ganz oben. Schon Ende

der 1990er Jahre hatte die Weltgesundheitsorganisation

in Genf

aufgrund zahlreicher Studien die

Einnahme von bis zu drei Gramm

Kurkumapulver pro Tag zur Behandlung

von Bauchbeschwerden

empfohlen — auch wenn sie

mit Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl,

Aufstossen, Sodbrennen,

Schmerzen hinter dem Brustbein,

Blähungen und vorzeitigem Sättigungsgefühl

einhergehen. Der

gelbe Farbstoff der Kurkumawurzel,

das Kurkumin, fördert durch

seine «den Gallenfluss anregende

Wirkung» die Verdauung und

beschleunigt die Darmpassage.

Deshalb sollten Kurkuma-Präparate

nur bei Verdauungsbeschwerden

mit Verstopfung eingenommen

werden, nicht aber bei Reizdarm

mit akutem Durchfall. Auch bei

bekannten Gallensteinen sollte

auf Kurkuma-Präparate verzichtet

werden.

es Sinn, den Wirkstoff nicht nur

als Schutz vor Darmkrebs zu nutzen,

sondern auch, wenn sich ein

Darmkrebs bereits angesiedelt hat.

Zur Anti-Darmkrebs-Wirkung von

Kurkumin liegen vielversprechende

Studien vor. Auch wer an einer entzündlichen

Darmerkrankung leidet,

profitiert vom Wirkstoff. Kurkumin

fängt die bei Morbus Crohn oder

Colitis ulzerosa vermehrt gebildeten

Sauerstoffradikale ab. Nach der

gemeinsamen Auswertung von 15

Studien kamen die Autoren zu dem

Schluss, dass bei entzündlichen

Darmerkrankungen das Kurkuma-

Potential zur Einsparung von synthetischen

Medikamenten genutzt

werden sollte. Denn unter den bei

Darmentzündungen üblicherweise

eingesetzten synthetischen Medikamenten

können schwerwiegende

Nebenwirkungen auftreten. Die

von der Europäischen Behörde für

Arzneimittelsicherheit empfohlene

Kurkumindosis von zwei Milligramm

pro Kilogramm Körpergewicht pro

Tag geht hingegen nicht mit solchen

Nebenwirkungen einher.

Auch der Darm hat eine Seele

Jeder Mensch hat ein schwaches

Organ, an dem sich Stress und

Angst äussern. Bei vielen Menschen

ist dies der Darm. Neben der

Darmpflege mit Kurkuma ist daher

auf ein regelmässiges, gesundes

Leben mit einer ausgewogenen

und gut verträglichen Ernährung

zu achten; und ausserdem auf ein

ausreichendes Bewegungs- und

FODMAP-Diät beim Reizdarm oft hilfreich

Entspannungsprogramm. Der Verzicht

auf grössere Mengen Alkohol

und Nikotin ist Voraussetzung für

eine gute Darmfunktion. Zunehmend

häufiger kann auch eine

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Darmbeschwerden verursachen.

Hier hilft nur ein sorgfältiges Prüfen

durch Weglassen der vermutlich

auslösenden Nahrungsmittel.

Prof. Dr. S. Chrubasik-Hausmann,

Bad Ragaz

FODMAP, zu Deutsch «fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide

sowie Polyole» sind Zucker, die von Darmbakterien im Dickdarm

vergoren werden: zum Beispiel Fructose, Lactose, Zuckeralkohole

wie Xylit oder Sorbit. Bei der Gärung entstehen Stoffe, die für den

Organismus wichtig sind. Viele Reizdarm- und manche Crohn- und

Colitis-Patienten reagieren aber auf diese Zucker mit erheblichen

Darmproblemen wie Blähungen, Krämpfe und Durchfall. Werden die

FODMAPS weggelassen, verringern sich die Darmbeschwerden.

Alle Farben der Natur sind Radikalfänger.

Sie schützen die Darmflora

vor der Besiedlung mit schädlichen

Keimen und stärken das

Immunsystem. Mit dem goldenen

Kurkumin schaffen Sie Ruhe im

Bauch. Da sich im Darm verbleibendes

Kurkumin in der Darmschleimhaut

anreichert, macht

26 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Mein

Curcuma Intest

Nahrungsergänzungsmittel mit Kurkumawurzel extrakt,

Kurkumaöl, Fenchelöl, Pfefferminzöl, Omega-3 und Vitamin A,

welches zur Erhaltung normaler Schleimhäute beiträgt.

... für ein

wohliges Bauchgefühl.

In Apotheken und Drogerien – www.alpinamed.ch


Früher war

nicht alles

besser …

Einiges aber schon! Vor allem aber

scheint es mir, dass vieles je länger,

desto komplizierter werden könnte …

Ich bin etwas unsicher. Liegt es am Alter?

Mangelt es mir an Intelligenz? Oder fehlt mir

eine gewisse geistige Flexibilität? Wer weiss?

Tatsache aber ist, dass mir viele digitale Geräte

ziemlich Kopfzerbrechen bereiten und meine

Sympathien dafür nur sehr, sehr gering sind.

Ich glaube, man könnte es schon fast als eine

«akute, chronische Digitalallergie» bezeichnen.

Mit meinem Hausarzt werde ich darüber

nicht reden; soviel ich weiss, ist dies kein medizinisches

Problem und ich habe auch noch

nie davon gehört, dass es wirksame Therapien

oder Medikamente dagegen gäbe. Also muss

ich wohl oder übel damit leben. Wahrscheinlich

mehr übel als wohl. Ja und was sind denn die

Symptome dieser neuartigen Krankheit? Ich

versuche jetzt einmal, diese so gut es geht zu

beschreiben:

Es ist morgens um sieben Uhr und ich würde

gerne eine SMS schreiben. Doch irgendwie

will mir das einfach nicht gelingen: Wie es

scheint, ist die Tastatur blockiert oder sie

leidet an einem mir völlig unbekannten Defekt.

Gerne möchte ich «Guten Morgen» schreiben.

Also tippe ich ein «G», doch auf dem Display

erscheint ein «K». Oh, ich kann doch nicht

«Kuten Morgen» schreiben. Und zu allem Übel

funktioniert auch das «t» nicht. Es erscheint

ein «l». So hiesse es also «Kulen» Morgen. Das

geht gar nicht, wenn schon müsste es dann

ja «coolen» Morgen heissen. Doch auch das

scheint mir im Moment nicht passend zu sein.

Da ich technisch ein eher unbegabter Mensch

bin und meine Fähigkeiten ganz woanders

liegen, bleibt mir also nichts anderes übrig, als

das nächstbeste Fachgeschäft aufzusuchen.

Gesagt, getan. Dort erklärt man mir, dass sich

eine Reparatur für mein Gerät in keinem Fall

lohne, ich müsse mich wohl oder übel mit der

Anschaffung eines neuen Gerätes anfreunden.

Also «anfreunden» scheint mir in diesem Falle

28 Schweizer Hausapotheke 2-2020

schon nicht ganz der richtige Ausdruck, ich

bin nämlich gar kein Freund solcher Geräte.

Ich kenne ja nicht einmal den Unterschied

zwischen einem iPhone und einem Smartphone

— und ich bin auch nicht so sicher, ob diese

beiden Bezeichnungen, die ich vor längerer

Zeit einmal gehört habe, überhaupt noch aktuell

sind. Es könnte ja sein, dass man diese Geräte

mittlerweile schon wieder anders benennt.

Das habe ich vor einigen Jahren erfahren, als

ich meinen Telefon- und Internetanschluss erneuern

musste. Ich wusste, was ein «Modem»

war. Dann erhielt ich ein Paket. Vergeblich

suchte ich das Modem, stattdessen war da

von einem «Router» die Rede. Und niemand

hat mir gesagt, dass es jetzt keine Modems

mehr gibt und dass diese Geräte (die ich eh

nicht wirklich verstehe) nun plötzlich «Router»

heissen. Unglaublich! Wie wäre es denn, wenn

ich meinen Namen einfach wechseln würde,

ohne jemanden darüber zu informieren, und

mich statt «Albin Rohrer» plötzlich «Kevin

Mekinowski» nennen würde? Das Steueramt

hätte sicher grosse Freude an mir …

Aber zurück zu meinem Smartphone: Mit Hilfe

des Verkäufers im besagten Shop gelingt es,

einige Daten auf das neue Gerät zu übertragen.

Allerdings schafft der junge Mann es auch

nicht, alle meine Kontakte – also die Telefonnummern

all meiner Bekannten – gänzlich und

korrekt zu übertragen. Für mich heisst das nun,

dass ich abends zu Hause stundenlang damit

beschäftigt bin, die Nummern meiner Kontakte

mühsam von Hand ins neue Gerät zu tippen.

«Deine Daten»

Zwei Tage später: Ständig erhalte ich Mitteilungen:

«Deine Daten werden nicht gesichert».

Diese Meldung empfinde ich als etwas gruselig.

Erstens habe ich keine Ahnung, woher diese

Meldung kommt. Wer zum Teufel hat denn

Zugriff auf mein Gerät und schickt mir eine

solche Meldung? Wer weiss denn, dass ich

meine Daten offenbar nicht gesichert habe?

Wer ist interessiert daran, dass ich meine Daten

sichere? Und: Wer hat denn die Frechheit,

mich einfach mit «Du» anzureden? Also diese

virtuelle, digitale Welt ist mir manchmal schon

ziemlich ungeheuer. Ich sehne mich manchmal

nach den alten Zeiten zurück, wo man noch

Briefe oder Postkarten schrieb und einigermassen

nachvollziehen konnte, was mit all den

persönlichen Informationen passieren kann.

Tja, früher war nicht alles besser, das mit den

persönlichen Daten aber schon!

Abos, Abos, Abos …

Zurück zum Shop: Der Verkäufer tippt meine

Nummer in sein System und sieht sofort, bei

welchem Anbieter ich welches Abo gelöst

habe. Er meint dann, dass dies nicht das

Optimalste sei und erklärt mir, welche Möglichkeiten

es für mich gäbe. Uiuiui, mir wird

fast schwindlig. Obschon ich doch bezüglich

Intelligenz sicher nicht zum hintersten Drittel

gehöre, kann ich seinen Ausführungen nur

schwerlich folgen. Dieses Abo kostet so viel,

dafür können Sie unbeschränkt telefonieren,

dieses Abo kostet weniger, dann kostet aber

jedes Telefongespräch im Inland so viel, im

Ausland so viel; dieses Abo kostet etwas mehr,

dafür haben Sie so und so viele Gespräche

frei; wenn Sie dieses Abo nehmen, erhalten Sie

einen Einstiegsbonus, jenes Abo wäre dann

wieder etwas günstiger, dafür können Sie es

zwei Jahre lang nicht kündigen …

Also es gibt bekanntlich viele Aboanbieter für

diese modernen Kommunikationsgeräte. Wenn

ich jetzt davon ausgehe, dass es fünf verschiedene

Anbieter gibt (das ist vorsichtig geschätzt

…) und jeder Anbieter zehn verschiedene

Abos im Sortiment hat, so habe ich


also die Wahl zwischen 50 verschiedenen

Abos. Dazu kommt noch, dass diese Abos

dauernd wechseln. Alle drei Monate wird alles

anders. Und wenn man der Sache nicht stets

hinterherrennt, so erfährt man davon nichts.

Und dadurch verpasst man ständig neuere

und günstigere Angebote. Und mir wird dabei

schon wieder fast schwindlig …

Schliesslich entscheide ich mich für ein Abo

und unterschreibe einen Vertrag. Ich habe das

Gefühl, jetzt ein für mich passendes Angebot

gebucht zu haben. Das ist aber nur ein Gefühl,

mit Gewissheit hat das gar nichts zu tun. Und

schon gar nichts mit Tatsachen! Drei Wochen

später nämlich erhalte ich einen Telefonanruf

von meinem Anbieter. Ein freundlicher junger

Herr (das Wort «schleimig» möchte ich jetzt

lieber vermeiden) erklärt mir, dass gerade

eine Aktion laufe und er mir ein gutes Angebot

machen könne. Ich höre ihm aufmerksam zu

und erkläre ihm dann, dass ich gerade erst vor

drei Wochen einen Vertrag bei seiner Firma

unterschrieben hätte. Davon weiss er aber

nichts. Ich erkläre ihm, dass mich sein Angebot

interessieren würde und dann sagt er, dass ich

den kürzlich abgeschlossenen Vertrag leider

nicht kündigen könne. «Aber warum rufen Sie

mich denn an?» Er entschuldigt sich und sagt,

er habe von meinem neuen Vertrag nichts gewusst.

Ich sage ihm dann, dass es wohl nicht

schaden würde, wenn die interne Kommunikation

in seiner Firma optimiert würde, damit die

linke Hand auch wisse, was die rechte Hand

soeben getan habe. Er flüchtet sich in Ausreden

und ich ärgere mich darüber. Tja, früher

war nicht alles besser, das aber schon!

Was kommt noch?

Von «freier Marktwirtschaft» ist oft die Rede.

Von «Liberalisierung» auch. Was heisst das?

Statt dass ein zentraler, seriöser Anbieter

dafür verantwortlich ist, dass wir telefonieren

können, gibt es unzählige Anbieter. Wie seriös

diese wirklich arbeiten, kann ich nicht beurteilen.

Doch ich werde den Verdacht einfach nicht

los, dass es bei diesen Anbietern in erster Linie

darum geht, viel Geld zu verdienen; und erst in

zweiter Linie darum, dass wir telefonieren und

im Internet surfen können. Aber eigentlich ist

das ja klar, wir leben ja schliesslich in einer kapitalistischen

Gesellschaft und obschon – das

muss ich ehrlich zugeben – der Kapitalismus

das kleinere Übel ist als der Kommunismus,

macht mir das manchmal auch ein wenig

Angst. Irgendwann wird mit der Stromversorgung

und der Wasserversorgung das Gleiche

passieren, was wir jetzt schon mit dem Telefon,

dem Fernsehen und dem Internet haben. Dann

haben wir die Qual, uns mit zehn verschiedenen

Stromanbietern (mit je zwanzig Möglichkeiten

für ein Abo) auseinanderzusetzen

und sieben verschiedene Wasseranbieter (mit

je sechs Möglichkeiten für ein Abo) kommen

noch dazu. Wir werden dann wohl mindestens

80 Prozent unserer Energie dafür verwenden

müssen, die für uns passenden Abos zu

buchen – und diese wahrscheinlich alle drei

Monate zu überprüfen und allenfalls wieder

anzupassen …

Albin Rohrer ist Berater, Coach, Autor, Kurs-

und Seminar leiter sowie Musiklehrer.

www.albinrohrer.net

Stärken Sie

Ihr Immunsystem !

Schützen

Sie sich gegen

virale und bakterielle

Atemwegsinfektionen

Ihr Verbündeter für einen wirksamen Schutz

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Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 29


Bereicherndes

Wildgemüse

Vogelmiere (Stellaria media) aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Die Vogelmiere ist ein einjähriges Kraut. Sie

bildet eine unglaubliche Menge an Samen,

die gerne von Vögeln gegessen werden:

Deshalb nennen wir sie Vogelmiere. Sie

kriecht dem Erdboden entlang und bildet

grossflächige Grünteppiche. Man zählt die

interessante Pflanze zu den Theophyten.

Das sind Lebenskünstler, die für andere

Pflanzen ungünstige Jahreszeiten zu ihrem

Vorteil nutzen.

Die Vogelmiere hat sich auf trockene Wetterphasen

spezialisiert. Bevor anspruchsvollere

Samenarten auch nur daran denken

zu keimen, haben die Vogelmieren schon

ihr ganzes Blattwerk entfaltet und grosse

Flächen erobert. Die Blätter der Vogelmiere

sind nämlich so gebaut, dass sie Wasser

auffangen und dieses zum Stängel leiten

können. Auf diese Weise sammeln sie jeden

einzelnen Tautropfen ein und stillen mit

diesem süssen Nass ihren Durst. Selbstverständlich

gefällt diese kluge Strategie nicht

jedem: Weder auf dem Acker noch im Gemüsegarten

ist die Vogelmiere gerne gesehen.

Dort verdrängen sie die Nutzpflanzen

und werden deshalb als Unkraut bezeichnet.

Bekämpfen lassen sie sich allerdings nicht

so einfach; die unglaubliche Anzahl Samen

lässt die Pflanze immer wieder irgendwo auf

einem trockenen Plätzchen keimen.

Das Kraut ist in allen gemässigten Breiten

stark verbreitet. Allerdings nicht nur als

Unkraut, sondern auch als wertvolle Heilpflanze.

Vermutlich kannten bereits die

Menschen in der Steinzeit ihre Vorzüge als

wirkungsvolle Heilpflanze und schmackhaftes

Wildgemüse.

Wildgemüse

Die feinen Blätter pflückt man ganzjährig.

Fünfzig Gramm Vogelmiere decken unseren

Tagesbedarf an Vitamin C ab. Zudem enthält

sie viel Zink, Eisen und andere wichtige

Mineralstoffe. Cumarin gibt den Blättern das

typische Aroma nach jungen Maiskolben,

welches den Verzehr zum Genuss macht.

Die Blätter der Vogelmiere bereichern den

Salat und würzen eine kräftige Gemüsesuppe.

Aus Vogelmieren – gemischt mit anderen

Kräutern, wie zum Beispiel Petersilie – lässt

sich ein ausgezeichneter Brotaufstrich zubereiten.

Die zierlichen Blätter passen gut

auf jeden Gemüsekuchen oder auf eine

vegetarische Pizza, sollte gerade mal kein

Rucola zur Hand sein. Egal, wo auch immer

Kräuter verwendet werden, passt die

Vogelmiere mit dazu. Zusammen mit Basilikum,

Knoblauch, geriebenem Parmesan,

gerösteten Sonnenblumenkernen, Salz und

Olivenöl kann man eine tolle Alternative

zur herkömmlichen Pestosauce kreieren.

Gewaschen werden die feinen Blätter am

einfachsten, wenn sie gleich mit der Wurzel

aus dem Boden gezogen werden: Dann hält

die Pflanze leichter zusammen.

Heilpflanze

In der Naturheilkunde werden die oberirdischen

Teile ganzjährig gesammelt und

verwendet. Extrakte aus den Blättern helfen

gut gegen rheumatische Schmerzen. Man

kann gegen Schmerzen auch einen Tee

brauen und ihn innerlich oder äusserlich

verwenden. Besonders hilfreich sind warme

oder kalte Wickel mit zerquetschten Pflanzenteilen

gegen Entzündungen der Gelenke.

Als kalter Umschlag lindert die Heilpflanze

die akuten Schmerzen bei Verbrennungen.

Die Vogelmiere hilft gegen das Brennen bei

Insektenstichen oder wirkt gegen schmerzhafte

Blasen an den Füssen. Dieses Wissen

ist äusserst praktisch für die fröhlichen

Wanderer; denn das Heilkraut wächst fast

überall und ist auch unterwegs leicht zu finden.

Kocht man etwas Tee und träufelt dieses

Heilwasser auf eine kleine Kompresse,

können sich müde Augen damit angenehm

erholen. Der bekannte Pfarrer Kneipp empfiehlt

die Vogelmiere gegen Hämorrhoiden

und als Tee bei hartnäckigem Husten.

Bei Blasenentzündungen sollte man viel

trinken – und weil die Vogelmiere gleichzeitig

ausschwemmend und entzündungshemmend

wirkt, ist sie für jede Blasenteemischung

geeignet.

30 Schweizer Hausapotheke 2-2020

Judith Dominguez ist Diplom-Biologin,

Pflegefachfrau HF und diplomierte

interdisziplinäre Gerontologin.


Bärenkräfte fürs Immunsystem

Nicht nur in der nasskalten Jahreszeit

ist unser Immunsystem gefordert.

Auch der Frühling hat so seine

Tücken. Grund genug, die Drogistin

Claudia Schiely zu fragen, wie

unser Immunsystem funktioniert

und wie es gezielt unterstützt werden

kann.

Claudia Schiely, was macht

das Immunsystem besonders

anfällig?

Eine wesentliche Rolle spielen die

Anforderungen des Alltags: Hektik,

Stress und wenig Schlaf fordern

das Immunsystem heraus. Wird

dazu auf eine gesunde und abwechslungsreiche

Ernährung wenig

Wert gelegt, wird es schwierig.

Das führt zu einem Energiedefizit.

Ein ausgeglichener Energiehaushalt

ist eine wichtige Grundlage

für die Abwehrkraft. Auch eine offene

und positive Einstellung zum

Leben wirkt begünstigend auf das

Immunsystem.

Was ist das Immunsystem

überhaupt?

Das Immunsystem ist das Abwehrsystem

des Körpers. Es schützt uns

gegen Krankmacher wie Bakterien,

Viren und Pilze. Es handelt sich dabei

um ein komplexes Netzwerk, bestehend

aus verschiedenen Zellen

und Organen. Wir unterscheiden

zwei Arten: Die unspezifische Immunabwehr

ist angeboren. Dazu

zählen unter anderem die Haut

und die Schleimhäute als einfache

Schutzbarrieren gegen aussen.

Ebenfalls zum angeborenen Immunsystem

gehören Fresszellen

im Gewebe, welche bereits eingedrungene

Keime unschädlich machen.

Diese Prozesse laufen in der

Regel sehr schnell ab.

Was verbirgt sich hinter dem

spezifischen Immunsystem?

Das ist jener Teil des Immunsystems,

welcher der Mensch im Laufe

seines Lebens entwickelt. Dazu

gehören komplexere Zellen, die

sich im Blut und Gewebe aufhalten,

Krankheitserreger identifizieren

und je nach Bedarf die Produktion

von Antikörpern initiieren. Diese

Prozesse brauchen etwas mehr

Zeit. Training lohnt sich: Deshalb

ist es auch wichtig, dass bereits

Kinder durch eine vernünftige Konfrontation

mit Keimen die Chance

erhalten, eine starke Immunabwehr

zu entwickeln. Bakterien sind ohnehin

allgegenwärtig. Am meisten

davon hat es im Darm, wo durch

eintreffende Nahrung ein Kontakt

zur Aussenwelt stattfindet. Entsprechend

ist das Immunsystem

dort besonders aktiv und macht

in jeder Darmzotte eine «Einfuhrkontrolle».

Stichwort Ernährung: Welche

Lebensmittel sind besonders

wertvoll?

Viele Gewürze wie Ingwer, Pfeffer,

Zimt und Kurkuma fördern das

sogenannte Verdauungsfeuer.

Sie wärmen den Körper von innen

und regen die Durchblutung des

Verdauungssystems an. Die Auswahl

an saisonalen Früchten und

Gemüsesorten kommta langsam

aus dem Winterschlaf. Der Frühling

bietet bereits wieder eine breitere

Palette an. Grundsätzlich gilt:

je bunter, desto besser. Bei Bedarf

kann gerne auch auf Eingemachtes

zurückgegriffen werden. Dank

der Konservierung bewahren diese

Produkte ihren Nährstoffgehalt. Für

das Immunsystem besonders wichtig

ist Vitamin C, insbesondere in

Kombination mit Zink. Beide Stoffe

können Erkältungsbeschwerden

verkürzen.

Lohnt sich der Einsatz von

Nahrungsergänzungsmitteln?

Reformhäuser führen seit zwei

Jahren die Produktelinie «Naturkraft».

Unter dieser Marke werden

rein naturbelassene Nahrungsergänzungsmittel

basierend auf

dem Fachwissen der Mitarbeitenden

entwickelt. Zwei dieser Produkte

unterstützen spezifisch das Immunsystem.

Der ImmunBooster ist

für die akute Situation gedacht, in

welcher der Körper bereits angeschlagen

ist. Er enthält unter anderem

Echinacea, Hagebutte, Thymian,

Salbei und Ingwer. Damit es

gar nicht so weit kommt, kann mit

ImmunAktiv vorgebeugt werden:

Dieses Produkt enthält zahlreiche

natürliche, antibakterielle, reizmildernde

und schleimhautstärkende

Stoffe wie Zistrose, Thymian,

Malvenblätter, Schachtelhalm,

Schwarze Johannisbeere, die natürliche

Vitamin-C-Quelle Acerola

sowie diverse Nährstoffe – darunter

natürlich Zink. Mit ein bis drei Kapseln

pro Tag kann das Immunsystem

gezielt gestärkt werden.

Mögliche Standorte finden Sie unter

reformhaus.ch/filialen

Das ganze Gespräch zum Thema Immunsystem

finden Sie auch als Folge

des neuen Podcasts Inside REFORM-

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Claudia Schiely

dipl. Drogistin HF

Schweizer Hausapotheke 2-2020 31


GEMMOTHERAPIE

Alnus glutinosa

Die Schwarzerle

Der kleine Baum aus der Familie der Birkengewächse gehört zu unseren sagenumwobensten Bäumen.

Sein Lebensraum an Gewässern und im Moor mit Nebelschwaden und Irrlichtern war den Menschen nicht

geheuer, die blutrote Verfärbung des Baumes bei Verletzungen unheimlich.

Die Erle liebt nasse Füsse. So wächst sie mit

Vorliebe entlang von Bächen, an Teichen und

Seen, in Auengebieten und in Mooren, wo sie

wenig Konkurrenz hat. Ihre Fähigkeit, nasse

Standorte zu besiedeln, ist unter den heimischen

Bäumen einzigartig. Stehendes Wasser

ist für sie kein Problem; ein raffiniertes inneres

Belüftungssystem versorgt die Wurzeln mit

Sauerstoff. Doch die Wurzeln bergen noch ein

weiteres Geheimnis: Sie beherbergen in knöllchenartigen

Gebilden Bakterien, die Stickstoff

aus der Luft binden können und so die Erle mit

diesem wichtigen Nährstoff düngen. Die Bakterien

erhalten im Gegenzug Kohlenhydrate

aus der Fotosynthese. Die Erle ist dank dieser

Mitbewohner so gut mit Stickstoff versorgt,

dass sie es sich sogar leisten kann, im Herbst

die Blätter in grünem Zustand abzuwerfen,

ohne vorher die Nährstoffe daraus zurückzugewinnen.

Dieses stickstoffreiche Laub ist bei

den Bodenorganismen besonders begehrt und

wird rasch zersetzt.

Nutzen für die Tierwelt

Nebst der Förderung des Bodenlebens bietet

die Schwarzerle Lebensraum für ein paar

Dutzend Vogelarten und 150 Insektenarten,

darunter 75 Schmetterlingsarten. Aus den

Früchten, den kleinen Erlenzäpfchen, fallen

die Samen im Winter heraus und landen

nicht selten im Wasser. Sie verfügen über ein

kleines Luftpolster, eine eigentliche Schwimmweste,

dank der sie auf dem Wasser treiben

und so neue Lebensräume erreichen.

Die Schwarzerle ist eine besonders gerbstoffreiche

Pflanze, die Rinde diente früher

32 Schweizer Hausapotheke 2-2020

zum Gerben und Färben von Leber. Aus den

Erlenzäpfchen wurde Tinte hergestellt. Heute

finden die Zäpfchen Verwendung in der Aquaristik,

wo sie das Wasser mild ansäuern und

die Wasserbewohner vor Schadbakterien, Pilzen

und Parasiten schützen. Den lateinischen

Namen «glutinosa» erhielt die Schwarzerle

aufgrund der klebrigen jungen Blätter. Auch

diese wurden von unseren Vorfahren sinnvoll

genutzt: Sie hängten die jungen Zweige als

Insektenfänger auf. Tiere wurden mit Erlentee

gewaschen, um die lästigen Bremsen fernzuhalten.

Holz für Venedig

Das Wasser ist das Element der Erle. So

verwundert es auch nicht, dass ihr Holz im

Wasser besonders beständig ist. Das erkannten

bereits die Pfahlbauer, die Erlenstämme

als Stützpfähle ihrer Bauten einsetzten. Auch

Venedig steht auf Erlen- und Eichenpfählen.

Schleusentore, Quellfassungen und Wasserleitungen

werden ebenfalls aus Erlenholz

gemacht.

Die Erle steht nicht nur an der Schwelle

zwischen Land und Wasser, sie gilt auch als

Schwelle zwischen den Welten, dem Diesseits

und der Anderswelt. Sie verkörpert das

Urweibliche; in ihr soll die Erlenfrau wohnen,

« Frau Else » genannt, die aufbauend, aber

auch zerstörerisch wirken kann. Wird eine Erle

verletzt, verfärbt sich ihr Saft an der Luft rot,

was stark an Blut erinnert. Die Kelten sahen

in ihr eine grosse Heilerin und benutzten

die Rinde zum Stillen von Blutungen und bei

schwierigen Geburten.

In der Volksheilkunde galten Blätter und Rinde

als fiebersenkend. Abkochungen wurden äusserlich

bei Verletzungen, Geschwüren und zum

Blutstillen verwendet, bei Zahnweh und Halsentzündungen

wurde damit gegurgelt. Kissen

mit getrockneten Erlenblättern gefüllt wurden

auf dem Ofen gewärmt und bei Rücken- und

Gelenkschmerzen aufgelegt. Frische, zerstampfte

Blätter sollten auf Wunden aufgelegt

wie eine «Zugssalbe» wirken. Als Inhaltsstoffe

findet man Gerbstoffe, Flavonglykoside,

Steroide, Triterpensäuren, Anthrachinone,

Zucker, Harze und Wachse.

In der Gemmotherapie wird die Essenz aus den

sich öffnenden Frühlingsknospen eingesetzt.

Sie hat eine stark entzündungshemmende

Wirkung und einen ausgeprägten Bezug zum

Blut und zum Kreislaufsystem. Sie löst Krämpfe

in den Blutgefässen und hat sich bei Migräne

bewährt, wo sie am besten mit Schwarzer

Johannisbeere kombiniert wird. Schwarzerle

fördert die Durchblutung des Gehirns und hilft

bei Gedächtnisschwäche und Vergesslichkeit

älterer Menschen, vorteilhaft in Kombination

mit der Gemmoessenz Olive. Schwarzerle wirkt

Entzündungen der Arterien entgegen und

lindert die Folgen eines Herzinfarktes. Sie verringert

die Viskosität des Blutes, beugt Thrombosen

vor und hilft bei Venenentzündungen.

Ihre entzündungshemmende und schleimhautstärkende

Wirkung macht sie bei Luftröhrenentzündung,

Stirn- und Nebenhöhlenentzündung

und Bronchitis, aber auch bei

Blasenentzündungen und Nierenbeckenentzündungen

zum Mittel der Wahl. Im Verdauungstrakt

wird sie zudem bei Gastritis und

Darmentzündungen eingesetzt. Die Schwarzerle,

deren Pollen nicht selten Allergien auslösen,

hilft als Gemmoessenz bei Nesselsucht

und allergischem Asthma (in Kombination mit

schwarzer Johannisbeere).

Auf der mentalen Ebene hilft die Schwarzerle

Schein und Sein zu unterscheiden, sie verleiht

Klarheit und hilft, Erfahrungen sinnvoll einzuordnen.

Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr

als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten

für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste

2008 das Buch «Kaninchenapotheke».


Eisen? Aber bitte mit Freude!

Wer kennt das nicht: Müdigkeit,

Abgeschlagenheit, Energielosigkeit,

und, und, und ...? Oft steckt

dahinter ein Eisenmangel mit leeren

Eisenspeichern.

Dieser kann mit Infusionen oder

Eisentabletten behandelt werden.

Meistens wiederholt sich jedoch

nach einer erfolgreichen Eisentherapie

die Geschichte und der

Eisenspiegel sinkt langsam wieder

ab. Dies ist speziell bei Frauen mit

regelmässiger Monatsblutung der

Fall. Um dies zu verhindern, gibt

es die wohlschmeckenden Eisensticks

mit Himbeeraroma von

AndreaFer.

zucker- und laktosefrei. Zudem ist

es von swissveg für Veganer zertifiziert.

schon seit einigen Monaten mit Erfolg.

Der Vorteil ist, dass sie einen

sehr guten Geschmack haben und

deshalb auf eine breite Akzeptanz

bei den Verwenderinnen stossen.

Mir sind bis jetzt keine unangenehmen

Nebenwirkungen bekannt,

wie dies teilweise bei Eisentabletten

der Fall ist. Auch hat sich

gezeigt, dass die Wirkung dieser

Sticks sehr gut ist und die Eisenreserven

stabilisiert werden können.»

AndreaFer Sticks können einfach

ohne Wasser eingenommen werden.

Gratismuster

AndreaFer

Eisen

Stick-Muster erhältlich

unter www.andreafer.ch

Das darin enthaltene Eisen ist mikroverkapselt

und dadurch sehr gut

verträglich. Zudem schmeckt es

nicht nach Eisen und wird gut aufgenommen.

AndreaFer ist gluten-,

Frau Dr. Angelika Donalies,

Gynäkologin in Solothurn,

meint dazu:

«Ich empfehle meinen Patientinnen

die AndreaFer Eisensticks

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 33


Feste dritte Zähne in einem Tag – mehr Lebensqualität mit Zahnimplantaten

Wenn alle Zähne fehlen oder entfernt werden müssen und man sich nicht mit

einem herausnehmbaren Gebiss begnügen will, war der Weg zu festen Zähnen

bisher oft ein rechter Leidensweg: Knochenaufbau, mehrfache Operationen und

schlecht sitzende provisorische Vollprothesen, die bis zu einem Jahr getragen

werden mussten. Zum Glück gibt es heute fortschrittliche Methoden, die den

Weg zu festem Zahnersatz erheblich abkürzen.

Die All-On-Four-Methode erlaubt es, mit nur vier Implantaten pro Kiefer festsitzenden

Zahnersatz als Sofort-Versorgung zu realisieren. Dabei ist im Regelfall

nur ein chirurgischer Eingriff erforderlich, der in Vollnarkose oder im Dämmerschlaf

möglich ist. Noch vorhandene Zähne können gleichzeitig entfernt werden.

Einige Stunden nach dem Eingriff verlässt der Patient unsere Praxisklinik

mit festen, belastungsfähigen Zähnen. Etwa drei Monate später wird dann die

endgültige Brücke angefertigt.

Ein typischer Fall aus unserer Praxis: Der

56-jährige Gjon Qarri aus Buttis holz hatte seine

Zähne in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt

und regelmässige Kontrollen bei

Zahnarzt und Dentalhygienikerin versäumt. Er

litt an fortgeschrittener Parodontitis mit Zahnlockerung,

diverse Zähne waren auch abgebrochen

oder durch Karies zerstört. Eine gründliche

Untersuchung ergab, dass die meisten Zähne

nicht erhalten werden konnten und daher eine

Totalsanierung erforderlich war.

Der Patient erinnert sich: «Als Taxiunternehmer

habe ich ständig Kontakt mit Kunden und muss

viel reden. Dabei hatte ich immer Hemmungen,

meine schlechten Zähne zu zeigen. Am Ende

habe ich mich deswegen gar nicht mehr getraut

zu lachen. Zum Glück erfuhr ich von der

Methode '̇Feste Zähne in einem Tag' und liess

mich in Vollnarkose operieren. Schon am gleichen

Tag konnte ich abends mit meinen festen

Zähnen zubeissen. Jetzt bin ich sehr glücklich

mit meinen neuen Zähnen und zeige sie allen,

so oft es geht.»

Der «Trick» der All-On-Four-Technik besteht darin, dass die hinteren

Implantate schräg nach vorne geneigt eingesetzt werden.

Dadurch können auch bei reduziertem Knochenangebot

besonders lange und stabile Implantate verwendet werden, die

eine Sofortbelastung zulassen, ohne lange Einheilphasen abwarten

zu müssen. Das bedeutet für den Patienten:

• Nur eine Operation erforderlich

• Keine Knochentransplantate oder -aufbauten,

dadurch vermindertes Operationsrisiko

• Sofort feste Zähne, keine langen Wartezeiten

mit herausnehmbaren Prothesen

• Geringere Kosten, da nur vier Implantate pro Kiefer

• Gute Ästhetik, einfache Hygiene, da nur vier Implantate

• Verschraubter Zahnersatz ermöglicht bei Bedarf einfache

Reparatur

Autor: Dr. med. dent. Markus Schulte

ist Zahnarzt und Spezialist für Oralchirurgie

Praxisklinik:

Zahnarzt Team Luzern

Winkelriedstrasse 37

6003 Luzern

Tel. 041 210 58 58

Ausführliche Informationen unter www.ztlu.ch

Sicherheit und Garantie

Die All-On-Four-Methode wird seit über 14 Jahren weltweit angewandt

und ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien abgestützt.

Alle bisher vorliegenden Untersuchungen ergaben sehr gute Resultate.

Dr. Schulte wendet die All-On-Four-Technik seit 12 Jahren an und hat damit bereits

über 500 Patienten erfolgreich in einem Tag zu festen Zähnen verholfen.

Er ist aufgrund seiner eigenen umfangreichen Erfahrung von den Vorteilen und

der Sicherheit dieser Methode überzeugt. Daher gewähren wir unseren Patienten

eine 10-Jahres-Garantie auf Implantatverlust.

Öffentliche Vorträge von Dr. Markus Schulte zum Thema

«Feste Zähne an einem Tag»:

Zürich: Montag, 23. März 2020, 19.00 Uhr, Brasserie Lipp, Uraniastrasse 9,

8001 Zürich

Luzern: Montag, 6. April 2020, 19.00 Uhr, Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse

37, 6003 Luzern

Bern: Montag, 11. Mai 2020, 19.00 Uhr, Hotel Ambassador & SPA, Seftigenstrasse

99, 3007 Bern

Luzern: Montag, 8. Juni 2020, 19.00 Uhr, Zahnarzt Team Luzern, Winkelriedstrasse

37, 6003 Luzern

Anmeldung erbeten an Tel. 041 210 58 58 oder praxis@ztlu.ch

34 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Die Immunmodulations-Heilmittel

mit dem Markennamen

Spenglersan® enthalten

Antigene und Antikörper in den

Potenzen D9 und D13, die nach

einem speziellen Verfahren aus

verschiedenen Bakterien und einem

Virusstamm gewonnen werden. Die

mikrobiologischen Immunstimulanzien

wurden vom Davoser Arzt

Carl Spengler entwickelt und unterstützen

bei zahlreichen Leiden.

Als Dr. med. Carl Spengler 1860

in Davos zur Welt kam, grassierte

in Europa die Lungentuberkulose.

Spenglers Vater war Arzt und führte

in Davos erstmals für Tuberkulose-Patienten

Liegekuren im Freien

ein. Ab 1865 kamen Kurgäste zu

Tausenden in das damalige Bergdorf.

Carl Spengler bildete sich ebenfalls

zum Arzt aus und widmete sich

neben seiner praktischen Tätigkeit

intensiv der Erforschung der Tuberkulose.

So fand er heraus, dass der

Tuberkulosekeim den Körper so sehr

schwächt, dass sich andere Keime

vermehren und zu Infektionen führen

können. Aus diesem Grund verwendete

er bei der Entwicklung seiner

Immuntherapie gegen Tuberkulose

neben dem Erregerkeim auch

Bakterien, die die Immunabwehr

stimulieren, und kombinierte Antigene

und Antitoxine dieser Bakterien.

Dadurch stellte er sicher, dass

das Arzneimittel zu einer aktiven und

passiven Immunisierung im Körper

führt, also einerseits den Organismus

stärkt, indem das Immunsystem Abwehrstoffe

bildet. Anderseits werden

dem geschwächten Körper fertige

Abwehrstoffe zur Verfügung gestellt.

Die von Dr. med. Carl Spengler

entwickelten Arzneimittel, die

heute unter dem Markennamen

Spenglersan® erhältlich sind, werden

auf der Haut eingerieben oder

via Nasen- bzw. Rachenspray verabreicht.

Diese Anwendung basiert

auf der Erkenntnis, dass das Immunsystem

an den Körperbarrieren

Haut und Schleimhaut am besten

geschult wird.

Während über 30 Jahren betrieb

Dr. med. Carl Spengler in Davos

neben seiner Tätigkeit als Arzt bakteriologische

Forschung und konzentrierte

sich auf die Mischinfektion,

also das Zusammenspiel

Die Immuntherapie

nach

CARL SPENGLER

zeitgleich auftretender Keime bei

verschiedenen Erkrankungen. Auf

Basis seiner Forschungsergebnisse

entwickelte er weitere Präparate,

zum Beispiel zur Behandlung

grippaler Infekte, von Allergien

und der Arteriosklerose.Zu den Patienten

von Dr. med. Carl Spengler

gehörte auch Paul Meckel, der mit

24 Jahren an Tuberkulose erkrankte

und 1906 nach Davos reiste, wo

er von Dr. med. Carl Spengler innerhalb

eines halben Jahres geheilt

wurde. Die beiden Männer verband

eine lebenslange Freundschaft, und

Dr. med. Carl Spengler engagierte

Paul Meckel als wissenschaftlichen

Mitarbeiter. Am

15. September 1937 starb Dr. med.

Carl Spengler, und Paul Meckel

erwarb dessen gesammelten

wissenschaftlichen Nachlass, die

Herstellungs- und Vertriebsrechte

der Original-Spenglersan®-

Präparate, die Rezepturen und alle

persönlichen Tagebücher. Paul

Meckel machte es sich zu seiner Lebensaufgabe,

das Werk Dr. med. Carl

Spenglers in seinem pharmazeutischen

Betrieb fortzuführen und zu

wahren.

Die Bedeutung der Farben

Ursprünglich waren die

Spenglersan®-Präparate in einer

schwarz-weissen Verpackung erhältlich.

In den 30er-Jahren ordneten

Dr. med. Carl Spengler und Paul

Meckel jedem einzelnen der acht

Spenglersan-Kolloide eine Farbe zu.

Dabei verwendeten sie das von Johann

Wolfgang von Goethe entwickelte

Farbsystem.

Susanna Steimer Miller

Farbe

kräftiges Blau

Hellgrün

Hellblau

Beige

Gelb

Orange

Rot

kräftiges Grün

Spengler Cup

Bedeutung

Baut Stress ab, entspannt, wird bei allen

chronischen Erkrankungen neben

den krankheitsspezifischen Original-

Spenglersan®-Produkten eingesetzt.

Hilft bei Entzündungen, stärkt das Immunsystem.

Wirkt bei allergischen Symptomen wie

Rötungen, Schwellungen und Hitze auf

der Haut oder Schleimhaut kühlend und

beruhigend.

Wirkt reinigend und schmerzlindernd.

Fördert die Durchblutung und

Sauerstoffversorgung.

Hilft bei rheumatischen Beschwerden.

Wirkt entgiftend und fördert die

Energie.

Wirkt harmonisierend und ausgleichend,

zum Beispiel bei Fieber.

Heute ist Carl Spengler vielen Sportbegeisterten vor allem wegen

dem von ihm 1923 gestifteten Spengler Cup ein Begriff. Das Ziel

dieses ältesten internationalen Eishockey-Mannschaftsturniers war

es, verfeindeten Nationen die Gelegenheit zu geben, ihre Kräfte im

fairen und freundschaftlichen Kampf zu messen und sich kameradschaftlich

die Hand zu reichen. Der Anlass findet jedes Jahr zwischen

Stephanstag und Silvester in Davos statt.

© Spenglersan GmbH Deutschland

Schweizer Hausapotheke 2-2020 35


Kurkuma – die goldene

Pflanze des Lebens

Kaum eine Pflanze blüht in den

letzten Jahren so stark auf wie

die Gelbwurz. Auch Kurkuma genannt,

hat sie ihren Ursprung in

der ayurvedischen Kultur und

der indischen Küche. Seit 4000

Jahren ist das gelbe Rhizom in

Verwendung. Nun werden ihre

gesundheitsfördernden Eigenschaften

auch in den westlichen

Ländern erkannt und geschätzt.

Kurkuma gehört zu den sogenannt

heissen Gewürzen. Sie wirkt energiespendend,

reinigend und unterstützt

die gesunde Verdauung.

Die ayurvedische Medizin kennt

noch eine Vielzahl weiterer gesunder

Eigenschaften des Kurkumarhizoms.

Bei uns gilt Kurkuma

als Superfood. Das getrocknete

Pulver des Kurkumarhizoms

ist ein wichtiger Bestandteil von

Currymischungen. Es gibt unzählige

Rezepte, wie man aus

Kurkuma Getränke und Speisen

zum Wohle unserer Gesundheit

zubereiten kann. Das Rhizom

enthält wertvolle Kurkuminoide,

darunter das Kurkumin. Kurkuminoide

sind fettlösliche Substanzen,

welche von unserem Körper

nur schlecht aufgenommen werden

können. Sie werden vom Körper

sehr schnell abgebaut und

wieder ausgeschieden.

Natürliche Mizellen für

eine hohe Bioverfügbarkeit

Um die Kurkuminoide gut bioverfügbar

zu machen, werden sie in

wasserlösliche Mizellen aus pflanzlichen

Rohstoffen verpackt. Die

Mizellen im Kurkuma Sanagreen

sind säurestabil. Sie passieren den

Magen unbeschädigt und gelangen

vollständig in den Darm. Dort

kann sie unser Körper leicht und

schnell aufnehmen. Doch diese

Mizellen können noch mehr: Sie

schützen die Kurkuminoide vor

dem vorzeitigen Abbau. Die Bioverfügbarkeit

beträgt nahezu 100 %.

Kurkuma Sanagreen benötigt deshalb

keinen Pfefferextrakt. Ja, es

übertrifft die Bioverfügbarkeit von

Produkten mit Pfefferextrakt, Polysorbat

oder anderen Zusätzen

um ein Vielfaches.

Beste Rohstoffe

Das Kurkuma Sanagreen wird

aus erlesenen Rohstoffen in der

Schweiz hergestellt. Es ist sehr angenehm

im Geschmack und wird

am besten in Wasser oder Milch

(«goldene Milch») eingerührt

getrunken. Kurkuma Sanagreen

enthält ebenfalls hoch bioverfügbares

Vitamin E und Vitamin D, beide

aus pflanzlicher Quelle. Es ist

lactose- und glutenfrei und auch

für Vegetarier und Veganer geeignet.

Kurkuma Sanagreen gibt es

im MÜLLER Reformhaus, Egli bio,

Vital Punkt sowie in Apotheken

und Drogerien.

Weitere Informationen:

conartix-health.ch

Rezept « Goldene Milch »

• Preisgekrönte Mizellenformulierung für nahezu 100 %

Bioverfügbarkeit

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Vitamin E und Vitamin D (pflanzlich) • Frei von künstlichen

Zusatzstoffen, vegan

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• Sehr guter Geschmack, ideal für die «goldene Milch»

Vertrieb: Conartix Health AG,

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250 ml

1 Scheibe

1 Prise

1 Prise

1 bis 2 Esslöffel

Milch (z. B. pflanzliche Milch)

Ingwer (ca. 1 cm, gerieben)

Muskatnuss (gerieben, nach Geschmack)

Zimt (Pulver, nach Geschmack)

Honig (evtl. Agaven-, Birnen- oder Apfeldicksaft)

Alles vermischen und aufkochen, auf Trinktemperatur

abkühlen lassen. 1 Pipette wasserlösliches

Kurkuma Sanagreen (0,75 ml)

dazugeben, umrühren und geniessen.

Dank des wasserlöslichen Kurkuma Sanagreen löst sich

das Kurkuma sehr gut in der Milch und kann vom Körper

problemlos aufgenommen werden. Es muss weder

Pfeffer noch Öl zugefügt werden, was diese

goldene Milch leicht und bekömmlich macht.

36 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Schweizerisches Rotes Kreuz: Kinderbetreuung zu Hause

Pause für starke Eltern

Christian Stucki, Botschafter des

Roten Kreuzes, nimmt sich Zeit für

einen Besuch bei Familie Bieri am

Bielersee. Selber Vater, weiss der

Schwingerkönig 2019 aus eigener

Erfahrung, wie entlastend eine zuverlässige

Kinderbetreuung schon

nur für ein paar Stunden für Eltern

sein kann.

Vor vier Jahren kamen die Zwillingsmädchen

Valeria und Viktoria zehn

Wochen zu früh zur Welt. Heute

stehen die beiden zusammen mit

Bruder Leon, 6, aufgeregt und mit

grossen Augen im Wohnzimmer.

Das Lausbubenlachen des knapp

zwei Meter grossen Schwingers

Christian Stucki, 34, lockt Valeria

aus der Reserve. Die Kleine rennt

auf ihn zu, greift an ihr linkes Oberärmchen

und ruft: «Ich habe im Fall

Superkräfte!»

Allen gerecht werden

Aufgrund von Sauerstoffmangel

bei der Geburt erlitt Valeria einen

Hirninfarkt und ist seither rechtsseitig

leicht gelähmt. «Wir müssen

bis zu fünf Mal wöchentlich mit den

Mädchen zu diversen Therapien»,

erklärt Franziska Bieri. Das beansprucht

viel Zeit. Zeit, die immer zu

knapp war, wenn Franziska Bieri,

33, den übrigen Verpflichtungen

als Familienfrau auch noch gerecht

werden wollte. «Ich versuchte allen

und allem gerecht zu werden und

vergass, dass ich selber auch Bedürfnisse

hätte», erinnert sie sich.

Die Grenze ihrer Belastbarkeit wurde

überschritten.

Mit gutem Gewissen

Über eine Bekannte erfährt Franziska

Bieri, dass das Rote Kreuz in

ihrer Region eine Kinderbetreuung

anbietet, wenn sich eine Familie in

einer schwierigen Situation befindet

oder wenn ein Kind erkrankt

und die Eltern berufstätig sind.

Eine ausgebildete, erfahrene Kinderbetreuerin

kümmert sich mit viel

Einfühlungsvermögen um die Kinder,

zu Hause in ihrem gewohnten

Umfeld. Als Anita Spahni vom SRK

zum ersten Mal an der Wohnungstür

stand, spürte Franziska Bieri,

dass es gut kommt.

Seither unterstützt die 61-jährige

Kinderbetreuerin die Familie

und erzählt munter von ihrer Motivation

für diese Aufgabe: «Die

Kinder sind mir schnell ans Herz

gewachsen und es gibt mir ein gutes

Gefühl, dass ich Fränzi unterstützen

kann.» Franziska Bieri

nickt bestätigend. Sie möchte

mit ihrem Beispiel andere Mütter

und Väter ermutigen, sich rechtzeitig

Entlastung zu suchen und

sieht die Vorteile einer bezahlten

Kinderbetreuung: «Ich kann die

freien Stunden unbeschwert geniessen,

weil ich weiss, dass Anita

sich bewusst fürs Kinderhüten

entschieden hat.» Als Eltern finden

sie es deshalb richtig, dass die Einsätze

nicht unentgeltlich sind und

das SRK für einen tiefen Stundenansatz

— entsprechend dem Familieneinkommen

— sorgt.

Für Christian Stucki ist es eine Herzensangelegenheit,

sich für Familien

in der Schweiz stark zu machen:

«Damit Kinder in einem gesunden

Umfeld aufwachsen können, brauchen

die Eltern zwischendurch

eine Pause. Deshalb unterstütze

ich die Kinderbetreuung des SRK»,

sagt Stucki.

Christian Stucki, SRK-Botschafter, auf Besuch bei Familie Bieri. Die Kinderbetreuerin vom Roten Kreuz,

Anita Spahni (rechts), unterstützt die Familie wöchentlich.

Weitere Infos zur Kinderbetreuung zu

Hause des Roten Kreuzes:

redcross.ch/kinderbetreuung

Weitere Rotkreuz-Dienstleistungen

in der Schweiz

Nebst der Kinderbetreuung zu Hause

bietet das Schweizerische Rote Kreuz

viele weitere Dienstleistungen in der

Schweiz an. Für Sie und Ihre Familie –

ein Leben lang.

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 37


Richtig Zähneputzen

für gesunde Zähne

und gesundes Zahnfleisch

Mundgesundheit ist für das allgemeine

Wohlbefinden wichtig.

Welche Vorteile haben Schallzahnbürsten?

Bei den elektrischen Zahnbürsten

unterscheiden wir zwischen herkömmlichen

Elektrozahnbürsten

mit rotierend-oszillierendem Bürstenkopf

und Schallzahnbürsten.

Diese weisen gegenüber der Handzahnbürste

einen höheren Komfort

und eine bessere Reinigungsleistung

auf. Zahnbürsten mit Schalltechnologie

sind aus unserer Sicht

besonders zu empfehlen. Sie beruhen

auf elektro-magnetisch erzeugten

Borstenschwingungen, die

durch über 36 000 Impulse/Minute

eine dynamische Putzwirkung entfalten.

Unter Verwendung von Zahnpasta

entsteht so ein hydro-dynamischer

Effekt. Dadurch entsteht

eine Schaumwelle, die eine Putzwirkung

sogar kontaktlos in Zahnfleischtaschen

ermöglicht. Druck

auf die Bürste, wie er für herkömmliche

Hand- und elektrisch-oszillierende

Zahnbüsten erforderlich ist,

ist für Schallzahnbürsten nicht nötig

und wäre sogar kontraproduktiv.

Schonend sanft und trotzdem

hydrodynamisch – geht das?

Die Schweizer Marke paro, welche

ihre Prophylaxe-Produkte in der

Schweiz in Kilchberg ZH herstellt,

hat ihre dritte Generation der

parosonic Schallzahnbürste auf

den Markt gebracht.

Diese Schallzahnbürste wurde in

Zusammenarbeit mit dem Zahnmedizinischen

Zentrum der Universität

Zürich entwickelt, sowie an der

Dentalhygienikerinnen Schule –

Prophylaxe Zentrum Zürich getestet.

Der Praxis-Test wurde auch durch

Untersuchungen der Universität

Zürich bestätigt.

Diese haben gezeigt, dass mit

der parosonic eine hervorragende

und schonende Reinigung erzeugt

wird.

Diese Kombination von schonend

sanfter und trotzdem noch hydrodynamischer

Reinigung mit einer

so handlich-leichten Schallzahnbürste

wird bei der parosonic perfekt

umgesetzt.

Die parosonic ist in serviceorientierten

Apotheken oder Drogerien

erhältlich.

paro sonic Kit Art-Nr 760

PharmaCode 7529577

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Bitte lassen Sie sich von einer Fachperson

beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

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38 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Macht und Ohnmacht

Ist es nicht so, dass wir alle auf irgendeine Art mächtig sind …?

Wenn von «Macht» die Rede ist, so denken

wir sehr schnell an Personen, die vermeintlich

viel Macht besitzen und vielleicht sogar andere

unterdrücken. Der Begriff «Macht» hat

offensichtlich einen fahlen Beigeschmack.

Doch wenn wir uns dem Thema nähern, ohne

gleich an Böses zu denken, dann wird schnell

klar, dass wir alle über Macht verfügen und

dass Macht nicht zwingend etwas Negatives

sein muss. Im Wort «Macht» steckt das Wort

«machen». Das heisst: Immer, wenn wir

irgendetwas machen, sind wir auf irgendeine

Art mächtig. Wir sind mächtig, wenn wir etwas

erzählen, wenn wir kochen, wenn wir die Wohnung

putzen, wenn wir einen Menschen pflegen,

ein Auto reparieren, ein Musikinstrument

spielen oder auch, wenn wir einen Text schreiben.

Wir machen etwas, also sind wir mächtig.

Klar ist aber auch, dass es Menschen gibt, die

mehr Macht haben als andere. Es sind Menschen,

die wichtige Entscheidungen treffen

dürfen oder müssen: Politiker zum Beispiel,

aber auch Ärzte, Lehrer, Eltern, Erzieher,

Vorgesetzte aller Art, Wirtschaftsführer, Fussballtrainer,

Staatsanwälte, Richter, Polizisten

oder Journalisten. Und obschon im Begriff

«Macht» immer auch etwas leicht Negatives

mitschwingt, ist Macht grundsätzlich weder

gut noch böse. Macht ist die Fähigkeit, etwas

zu machen; und wer Macht ausübt, ist grundsätzlich

nicht gut oder böse. Problematisch

(oder böse) ist es nur dann, wenn jemand

seine Macht missbraucht. Und wir alle wissen,

dass das vorkommt. Es gibt Politiker und

Beamte, die ihre Macht missbrauchen (Korruption);

es gibt Chefs und Vorgesetzte, die

ihre Macht missbrauchen, indem sie andere

unter Druck setzen, um für sich selbst einen

Vorteil herauszuholen; und es gibt Männer,

die über ihre Frauen und Kinder herrschen.

Leider ist das gar nicht so selten Macht — und

manchmal eben auch Machtmissbrauch —

ist immer im Spiel, sobald zwei oder mehr

Menschen gemeinsam irgendetwas zu tun

haben. Der französische Philosoph Hippolyte

Taine brachte diese Problematik mit folgender

Aussage auf den Punkt: «Je mächtiger man

ist, desto eher ist man verpflichtet, gerecht zu

sein, und stets bleibt Ehrlichkeit die vorteilhafteste

Politik».

Ohne Macht kein Leben

Wenn wir am Morgen aufstehen, dann duschen

wir, ziehen uns an, essen etwas und beginnen

dann mit unserem Tagewerk. Auch wenn uns

das kaum bewusst ist, hat auch das etwas mit

Macht zu tun. Jeder Mensch braucht Macht im

Umgang mit sich selbst, sonst nämlich ist er

ohnmächtig und fällt zu Boden. Wir brauchen

ein Mindestmass an Macht, damit wir uns

überhaupt auf den Beinen halten können.

Wenn wir leben wollen, so müssen wir in gewissem

Masse mächtig sein. Das verlangt das

Leben von uns. Je mehr wir im Leben erleben,

erfahren oder auch leisten, desto mehr Macht

müssen wir einsetzen. Macht hat immer auch

etwas zu tun mit schöpferischer Kraft, mit

Geschicklichkeit, mit Selbstbewusstsein und

mit der Fähigkeit, das eigene Leben aktiv zu

gestalten. Das heisst, dass wir Macht brauchen,

um Aufgaben und Herausforderungen zu

bewältigen und Schwierigkeiten zu überwin-

Total vital — Wellness-Oase Bad Zurzach

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 39


den. Ohne Macht gibt es folglich

kein Leben.

Gedanken

«Ich glaube, dass der Geist die

Kraft besitzt, auf das Atom und

auf Atomgruppen einzuwirken

und selbst die Zufälligkeit des

Verhaltens der Atome zu beeinflussen

und dass im letzten

selbst der Lauf der Welt nicht

allein durch physikalische, sondern

auch durch geistige Kräfte

bestimmt wird und durch den

Willen des Menschen geändert

werden kann», erklärte Sir Arthur

Eddington zu diesem Thema.

Mit den «geistigen Gesetzen»

meinte er zweifelsfrei die Macht,

beziehungsweise die Kraft der

Gedanken und der Gefühle.

Das zeigt sich auch darin, dass

erfolgreiche Menschen ausnahmslos

mental sehr stark sind.

Das gilt für Sportler ebenso wie

für erfolgreiche Geschäftsleute

oder auch für Künstler. Es gelingt

ihnen, positive Gedanken und

Gefühle zu «produzieren», welche

ihnen dann wesentlich dabei

helfen, das Erwünschte auch zu

verwirklichen. Wer das kann, der

ist mächtig und hat entsprechend

kein Bedürfnis mehr, Macht zu

missbrauchen. «Ein Fürst ist am

glücklichsten», sagte einst der

Philosoph Plutarch, «wenn er es

dahin bringt, dass seine Untertanen

nicht ihn, sondern für ihn

fürchten». Das gilt heute weniger

Für mehr Gelassenheit

40 Schweizer Hausapotheke 2-2020

Verspannungen oder krampfartige

Schmerzen können zu gesundheitlichen

Störungen führen, deren Folgen schwer

zu erkennen sind. Unsere Lebensqualität

wird eingeschränkt, wir verlieren unsere

Gelassenheit auf Probleme zu reagieren,

sind nicht mehr wie früher belastbar und

werden zunehmend reizbar.

CRAMPEX – homöopathisch und nebenwirkungsfrei

kann helfen.

CRAMPEX vereinigt acht bewährte und

aufeinander abgestimmte homöopathische

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für Fürsten, sondern vielmehr

für Vorgesetzte, Direktoren oder

Verwaltungsräte.

«Mindfuck»

In ihrem Buch «Mindfuck»

beschreibt Petra Bock auf eindrückliche

Weise, wie wir mit

Gedanken und längst veralteten

Vorstellungen uns selber unserer

Macht berauben. Zum Beispiel,

indem wir uns selbst Angst machen

und mögliche Katastrophen

heraufbeschwören, indem wir

uns selbst verleugnen, indem wir

uns selbst bewerten und dabei

abwerten («das kann ich doch gar

nicht»), indem wir dem Leben und

uns selbst nicht vertrauen, oder

indem wir uns selbst Druck auferlegen.

Schliesslich fasst Petra Bock

das Thema in einem einzigen Satz

treffend zusammen. Sie schreibt

Folgendes: «Der Mensch ist nicht

allmächtig, er ist aber auch nicht

ohnmächtig!»

Was ist zu tun?

Wer glaubt, selbst zu wenig Macht

zu haben, der erliegt grundsätzlich

einem Irrtum. Wir alle haben viel

mehr Macht, als uns oft bewusst

ist. Und genau in diesem Bewusstsein

liegt der entscheidende Punkt,

beziehungsweise im fehlenden

Bewusstsein, dass wir viel mächtiger

sind, als dass wir manchmal

glauben. Wir leben ja nicht mehr

im Mittelalter, wo 95 Prozent aller

Menschen massiv unterdrückt

wurden. Wir leben in einer Zeit, wo

jeder grundsätzlich die Möglichkeit

hat, Entscheidungen selber zu

treffen und für sein eigenes Leben

die Planung und die Verantwortung

zu übernehmen. Wir haben

die Möglichkeit, uns selbst zu

verwirklichen. Dazu kommt noch,

dass unsere Gesellschaft sicherer

ist denn je. Wir haben alle genug

zu essen und ein Dach über dem

Kopf — und wir haben unzählige

Möglichkeiten, unser Leben erfüllend

und sinnvoll zu gestalten. Was

uns oft hindert, sind weniger die

äusseren Umstände, als vielmehr

unser beschränktes Denken («das

kann man doch nicht machen, das

darf ich nicht, das kann ich nicht,

was denken bloss die Leute», und

so weiter …).

Erwachsen sein

Was ist der Unterschied zwischen

einem Kind und einem Erwachsenen?

Ja genau, Erwachsene

können ihre Bedürfnisse kommunizieren

und dafür sorgen,

dass diese Bedürfnisse befriedigt

werden. Das können Kinder

bekanntlich nicht. Gerade kleine

Kinder sind vollumfänglich auf

die Erwachsenen angewiesen

und verfügen entsprechend über

keine Macht.

Und was die Erwachsenen

betrifft: Natürlich ist es nicht

möglich, jederzeit alles zu verwirklichen

oder zu erhalten, was

wir uns wünschen. Es gibt da und

dort Grenzen und Einschränkungen.

Unsere Macht ist also

nicht absolut und total. Doch oft

wäre viel mehr möglich, als dass

wir denken und glauben. Es ist

nicht so, dass wir als Erwachsene

gar nichts tun können, um ein

gewisses Mass an Lebensqualität

zu erreichen. Dazu brauchen wir

aber das Bewusstsein, über ein

gewisses Mass an «Macht» zu

verfügen. Dazu braucht es den

Mut, für uns selbst einzustehen —

und es braucht die Kraft und den

Willen, konkret zu handeln und

etwas zu unternehmen, damit

unser Leben lebenswert ist (oder

bleibt). Wer einfach nur wartet,

bis irgendjemand irgendetwas

für ihn tut, der verzichtet freiwillig

auf seine Macht. Und so bleibt

noch die Frage, was das Leben

lebenswert macht. Die Antwort

auf diese Frage muss wohl jeder

für sich entscheiden. Für die

einen kann das ein schönes Haus

bedeuten, andere reisen gerne

und gehen einem spannenden

Hobby nach, für andere ist es

die Familie, die Arbeitsstelle

oder die Grosskinder. Egal, was

es ist: Wenn wir freiwillig darauf

verzichten, für unser Leben die

Verantwortung zu übernehmen

und entsprechend zu handeln, so

verzichten wir auf unsere Macht.

Dann macht das Leben mit uns

etwas, anstatt dass wir aus dem

Leben etwas machen. Und wer

möchte das schon …

Albin Rohrer

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Gesundheit als Entdeckungsreise

«Gesundheit ist nicht ein Kapital, das man aufbrauchen kann, sondern sie ist nur dort vorhanden,

wo sie in jedem Augenblick des Lebens erzeugt wird.»

Mit dieser einfachen Feststellung brachte der

Arzt und Psychotherapeut Viktor von Weizsäcker

das auf den Punkt, was für uns alle

wichtig ist: Unsere Gesundheit ist zu kostbar,

um sie leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Im Gegenteil,

es lohnt sich, schon in jungen Jahren

Gesundheitskapital zu äufnen, um vor allem

im Alter davon profitieren zu können – und

ihm auch dann weiter Sorge zu tragen.

Freude als Lebenselixier

Doch wie geht das? Wie erzeuge ich in jedem

Augenblick meines Lebens Gesundheit?

Dafür gibt es keine Patentrezepte, sondern

wichtig ist, jene Möglichkeiten und Wege zu

finden und auszuprobieren, die am besten zu

einem passen. Verbunden mit Neugier und

Überraschungseffekten wird Gesundheit so

zu einer Entdeckungsreise, die in vielleicht

noch unbekannte Erfahrungswelten führt.

Die Basis dafür bilden eine positive innere

Grundstimmung und Lebensfreude, verbunden

mit einer gesunden Prise Humor. Zusammen

lehren sie, im Sinne der Achtsamkeit

auch die kleinen Dinge im Leben zu schätzen,

und helfen, schwierige Phasen, die mit dazugehören,

besser zu meistern. Leichter gesagt

als getan? Je mehr ich nicht nur auf mich

selber schaue, sondern auch für andere da

und wertvoll bin, desto besser wird es mir gelingen.

Im wahrsten Sinne liebevoll durch das

Leben zu gehen, hält nicht nur mich, sondern

auch andere gesund.

Aus der inneren Quelle schöpfen

Wer daran geht, auf dieser Grundlage jeden

Tag Gesundheitskapital anzusammeln, sollte

das aber weder fanatisch noch mit Übertreibungen

tun – denn beides wäre ungesund.

Gesundheit beginnt mit dem, was und wie ich

täglich esse und trinke. Genügend, ausgewogen,

vielfältig und langsam lautet hier das

Motto. Mit biologischen Lebensmitteln und

vor allem mit viel Gemüse selbst zu kochen

und die Mahlzeiten tagsüber mit Salaten und

Früchten anzureichern, ist dank der darin

enthaltenen natürlichen Mikronährstoffe und

Lebensenergie für unsere Gesundheit essenziell

wichtig.

«Wer rastet, der rostet», weiss der Volksmund

schon seit langem. Auch ausreichend Bewegung

gehört folglich zu einem gesunden

Lebensstil – genauso wie viel Schlaf und regelmässige

Entspannung. Denn wir sind nicht

nur unser physischer Körper, der bewegt

sein will, sondern auch sein energetisches

Duplikat sowie Geist und Seele. In der meditativen

Entspannung und im Schlaf stehen wir

in tieferem Kontakt zu dem, der wir wirklich

sind, als im sogenannten Wachzustand. Entsprechend

hat Carl Gustav Jung einst gesagt:

«Wer nach aussen schaut, träumt. Wer nach

innen blickt, erwacht.»

Das meiden, was uns nicht guttut

Zur Förderung unserer Gesundheit ebenfalls

mit dazugehört, all das zu meiden, was sie

schwächt. Das sind zum einen übermässiger

Stress, den wir uns oft genug selber machen,

und zum anderen Suchtmittel und weitere

Substanzen und Einflüsse, die unseren Organismus

schädigen.

Dazu zählen alle körperfremden, synthetischen

Chemikalien – in unserer Umwelt, im

Trinkwasser, in unserer Nahrung und in der

Atemluft. Wir können ihnen nicht ganz ausweichen,

sie aber zumindest minimieren. Was

wir aber jedenfalls auf ein Minimum reduzieren

und nur im Notfall zu uns nehmen sollten,

sind Chemikalien in Form von synthetischen

Medikamenten. Es genügt, einen Blick auf die

Beipackzettel zu werfen, um zu erkennen, was

sie mittel- und längerfristig alles anrichten

können.

In die gleiche Kategorie fällt die elektromagnetische

Strahlung, auf der unsere moderne

Kommunikationstechnologie basiert. Die

Zellkommunikation in unserem Körper beruht

wesentlich auf elektrischen und elektromagnetischen

Signalen. Vor allem durch die

gepulste Mikrowellenstrahlung, mit der wir

bequemerweise drahtlos kommunizieren, wird

sie jedoch beeinträchtigt und gestört. Sich

auf das gute alte Festnetztelefon zu besinnen

und die Computerinfrastruktur auf Kabeln zu

basieren, kann diesbezüglich wichtige Entlastung

bringen und späteren Gesundheitsschäden

vorbeugen.

Dr. oec. Hans-Peter Studer ist

Mitwelt- und Gesundheitsökonom,

Erwachsenenbildner und Buchautor.

Lesen Sie mehr und Genaueres zu diesem

kontroversen Thema im NVS-Magazin auf

www.nvs.swiss.

Kompetente Hilfestellung, wie Sie Ihre Gesundheit

auf nachhaltige Weise fördern und

unterstützen können, finden Sie in

Reformhäusern und Drogerien, aber auch

im Therapeut*innen-Verzeichnis auf

www.nvs.swiss.

Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementärund

Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden oder Fachrichtungen, sondern sämtliche

Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden,

müssen die Praktizierenden die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen.

Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien. Die NVS-A-

Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf www.nvs.swiss aufgeführt.

42 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Schwere

Last

Als hätte jemand mit seinen überschüssigen Pfunden nicht schon genug Last zu tragen: Bekannt ist

seit langem, dass Übergewicht und Fettleibigkeit auch das Risiko für viele Krankheiten erhöhen –

Bluthochdruck, Herzleiden und Diabetes zählen zu den häufigsten Begleiterkrankungen.

In der Schweiz sind rund ein Fünftel aller

Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder

adipös. Am stärksten betroffen sind ältere

Kinder. Im Kindergarten liegt der Anteil der

Übergewichtigen bei 13, in der dritten und

vierten Primarschulklasse bei 22 und in der

Sekundarschule bei 26 Prozent. Zwischen

Mädchen und Jungen gibt es signifikante

Unterschiede. Im Kindergartenalter sind

Mädchen stärker betroffen als Jungen, im Primarschulalter

gibt es keine Differenz und im

Sekundarschulalter kehrt sich das Verhältnis

um. Bei den Erwachsenen zeigt sich ein noch

krasseres Bild: Nicht weniger als 40 Prozent

der Bevölkerung sind übergewichtig, wobei

der Anteil der Männer über 50 Prozent liegt.

Ursachen von Übergewicht

Mit Sicherheit spielen bei der Entstehung von

Übergewicht die Gene eine Rolle. Aus Studien

ist bekannt, dass erbbedingte Anlagen etwa

die Hälfte des Unterschieds im Körpergewicht

zwischen verschiedenen Menschen ausmachen.

So hat ein Kind mit einem übergewichtigen

Elternteil eine etwa 50-prozentige

Wahrscheinlichkeit, im späteren Leben selbst

übergewichtig zu werden.

Es gibt heute aber auch keine Zweifel mehr,

dass manche Menschen selbst bei üppiger

Nahrungszufuhr mager bleiben, während

andere rascher Fett ansetzen. Hinter der

unterschiedlichen Nahrungsverwertung stecken

ganz verschiedene mögliche Ursachen:

Unterschiede in der Regulierung des Appetits,

Unterschiede im Stoffwechsel, Einfluss der

Darmflora auf die Nahrungsverwertung, unterschiedliches

Bewegungsverhalten.

Verschiedene Einflüsse

Damit bei einem Menschen Übergewicht entsteht,

bedarf es auch umweltbedingter Einflüsse:

im Falle der Adipositas Überernährung

und Bewegungsmangel. Beide sind ein echtes

Laster unserer Zeit. Um unter heutigen

Bedingungen schlank zu bleiben, muss man

entweder von der Natur ein gutes Blatt Karten

auf die Hand bekommen haben – oder es

gelingt einem, Bewegung zu einem wichti-

Bringen Sie Ihren Körper auf Vordermann – mit Dr. Schüssler Salzen

Sie möchten beim Frühjahrsputz

auch Ihren Körper von Schadstoffen

reinigen und frisch und gesund

in den Frühling starten? Die

passenden Kombinationen von

Dr. Schüssler Salzen helfen Ihnen,

Ihren Körper zu entgiften, neue Vitalität

zu gewinnen und Ihr Gewebe

zu straffen.

Wenn im Frühling die Natur wiedererwacht,

dringt auch in Körper und

Geist neues Leben. Die länger und

wärmer werdenden Tage regen zu

mehr Bewegung an. Zugleich möchten

sich viele Menschen auch innerlich

erneuern: Seelischer und körperlicher

Ballast soll abgeworfen

werden, um neue Kräfte freizusetzen

und energiegeladen und frisch

in den Sommer zu starten.

Körper und Geist entgiften

Eine Entschlackung ermöglicht den

Neuanfang: Verdauung und Stoffwechsel

werden durch eine bewusste

Ernährung angeregt, sodass

Schadstoffe und Gifte den Körper

schneller verlassen können. Eine

ergänzende Mischung aus Bewegung

und Entspannungsübungen

steigert das allgemeine Wohlbefinden,

baut Stress ab – und nebenbei

purzeln auch noch einige überflüssige

Pfunde.

Mineralstoffe unterstützen

Entschlackung

Die Dr. Schüssler Salze Nr. 6, 8, 9

und 10 unterstützen den reinigenden

Effekt einer Entschlackung und

bringen Ihren Körper so richtig in

Schwung. Das Schüssler Salz Nr.

6 unterstützt die Leber und kurbelt

den Fettstoffwechsel an. Das

Salz Nr. 8 balanciert den Wasserhaushalt

aus und beschleunigt so

den Abtransport von eingelagerten

Abfallprodukten und Schadstoffen,

während die Nr. 9 das Säure-Basen-

Verhältnis im Gleichgewicht hält

und den Appetit auf Naschereien

reduziert. Das Salz Nr. 10 stärkt die

Verdauungsorgane und intensiviert

so die Entgiftung des Körpers durch

Galle, Leber, Niere und Darm.

Für ein straffes und

strahlendes Hautbild

Bei der Entschlackung oder Gewichtsreduktion

darf die Haut nicht

vergessen gehen. Wenn Sie zusätzlich

noch etwas Gutes für Ihre Haut

tun möchten, empfehlen wir Ihnen

für die tägliche Körperpflege die

Lotion mit den Dr. Schüssler Salzen

Nr. 1 und 11. Sie wirkt optimal

gegen trockene und rissige Haut,

strafft das Gewebe, hilft bei Cellulite

und Krampfadern und wirkt vorbeugend

gegen Dehnungsstreifen.

Die Kraft der Dr. Schüssler Salze

Dr. Schüssler Salze sind feinstofflich

aufbereitete Mineralsalze. Sie

agieren auf Zellebene als Türöffner

und aktivieren die Zellen, Mineralstoffe

aus der Nahrung oder

Nahrungsmittelergänzungen besser

aufzunehmen und zu verarbeiten.

Die Selbstheilungskräfte des

Körpers werden dadurch aktiviert.

Produktetipp:

Jenny Wyss

ist Drogistin und arbeitet

als Stv. Filialleiterin im Egli

Biofachgeschäft an der

Löwenstrasse in Zürich.

Schweizer Hausapotheke 2-2020 43


gen Hobby zu machen und sich gesund zu

ernähren. Während man seine Gene ja nicht

beeinflussen kann, erfordern die letzten

beiden Strategien einiges an Einsicht und

persönlichem Engagement.

Was wir essen und wie viel wir uns bewegen,

hängt aber auch stark davon ab, in welcher

sozialen Schicht wir leben, wie ihre Traditionen

und die von ihr vermittelten Lebensentwürfe

aussehen. Bei Erwachsenen sind

Mitglieder benachteiligter Schichten etwa

dreimal häufiger von Übergewicht betroffen

als die übrige Bevölkerung. Und: Übergewichtige

Menschen sind psychisch stärker

belastet als Normalgewichtige. Allerdings

sind die psychischen Probleme oft nicht die

eigentliche Ursache, sondern mehr die Folge

des Übergewichts.

Folgen von Übergewicht

Nicht jedes Pfund über dem Normalgewicht

macht gleich krank. Nach wie vor hingegen

gilt, dass Übergewicht Wegbereiter für zahlreiche

Krankheiten ist, wenn es über einen

längeren Zeitraum besteht. Oft sind die ersten

Beschwerden Kurzatmigkeit beim Treppensteigen,

Schlafapnoe (länger als zehn Sekunden

anhaltende Atemstillstände im Schlaf),

verstärkte Schweissneigung, Kreuz- und

Gelenkschmerzen. Deutlich gefährlicher aber

sind Begleit- und Folgeerkrankungen, die sich

schleichend über Jahre oder Jahrzehnte entwickeln:

Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen,

koronare Herzkrankheiten

und Arthrose. Übergewicht erhöht zusätzlich

die Thrombose- und Emboliegefahr und bedeutet

nicht zuletzt auch ein erhöhtes Risiko

bei Operationen und Narkosen.

Mehr Kilos – weniger Lebensjahre

Übergewicht stellt nicht nur eine ernstzunehmende

Gefahr für die Gesundheit dar,

sondern kann auch eine Verkürzung der

Lebenszeit bedeuten. Das Sterblichkeitsrisiko

ist bereits bei mässig erhöhtem BMI (= 27) 1,3-

fach höher als bei Normalgewichtigen. Bei einem

BMI von 35 erhöht es sich sogar auf das

2,5-fache. Diesem Risiko kann jedoch durch

Abnehmen entgegengewirkt werden.

Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und PR-

Fachmann. Seit 2001 arbeitet er selbständig im

Bereich Gesundheit und Gesellschaft.

Richtig Zähneputzen für gesunde Zähne

und gesundes Zahnfleisch

Verlosung

Mundgesundheit ist wichtig für das

allgemeine Wohlbefinden. Welche

Vorteile haben Schallzahnbürsten?

Elektrozahnbürsten weisen gegenüber

der Handzahnbürste einen höheren

Komfort und eine bessere

Reinigungsleistung auf. Zahnbürsten

mit Schalltechnologie beruhen

auf elektromagnetisch erzeugten

Borstenschwingungen, die eine dynamische

Putzwirkung entfalten.

Unter Verwendung von Zahnpasta

entsteht eine Schaumwelle, die

eine Putzwirkung sogar kontaktlos

in Zahnfleischtaschen ermöglicht.

Die Schweizer Marke paro hat

jüngst ihre dritte Generation der

parosonic Schallzahnbürste auf

den Markt gebracht, entwickelt in

Zusammenarbeit mit dem Labor

des Zahnmedizinischen Zentrums

der Universität Zürich. Das Produkt

besticht durch die Reinigungsleistung

der innovativen Bürstenaufsätze,

welche schonend sanft

reinigen und den gewünschten hydrodynamischen

Effekt erzeugen —

ohne eine höhere Zahnsubstanz-

Abrasion oder höhere Zahnfleischverletzungen

zu bewirken.

Die paro Mundhygieneprodukte sind

in serviceorientierten Apotheken und

Drogerien erhältlich.

Weitere Informationen unter

paro.com

Verlosung parosonic

Schallzahnbürsten

Wir verlosen 5 parosonic Schallzahnbürsten und

20 Mundhygienekits.

Teilnahme mit Name und Anschrift per Mail

an service@schweizerhausapotheke.ch

(Betreff: Verlosung parosonic)

Einsendeschluss: 15. April 2020

44 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Baden im Schwefelwasser

Schwefel ist ein chemisches Element,

das in der Natur in verschiedensten

Formen vorkommt. So ist

es nach Chlorid und Natrium das

dritthäufigste Ion im Meerwasser.

Die heilsame Wirkung von Schwefelbädern

ist seit langem bekannt

und geniesst sogar medizinische

Anerkennung.

Aus einer Schwefelquelle sprudelt

besonders schwefelhaltiges

Wasser. Im Vergleich zu herkömmlichem

Quellwasser verfügt es über

einige spezielle Inhaltsstoffe. Dass

die heilsame Wirkung von Schwefel

in der Medizin eine grosse Anerkennung

geniesst, ist nur wenigen

Menschen bekannt. Entdeckt

wurde sie bereits vor langer Zeit, im

sogenannten Altertum. Besonders

bedeutend und angesehen ist die

entzündungshemmende, schmerzlindernde

und aufbauende Wirkung

von Schwefel auf den Bewegungsapparat,

die Gelenkknorpel und

natürlich die Haut, dem grössten

menschlichen Organ. Das chemische

Element ist auch ein hervorragendes,

mildes Behandlungsmittel

gegen Bakterien, Pilze und Parasiten.

Das macht Schwefelbäder insbesondere

bei rheumatischen Beschwerden

und Hauterkrankungen

zu einer effektiven und interessanten,

ergänzenden Therapieform.

Um davon zu profitieren ist nicht

zwingend eine Reise zur nächstgelegenen

Schwefeltherme notwendig.

Die heilsame Prozedur kann

mit einem entsprechend schwefelhaltigen

Badezusatz auch zuhause

durchgeführt werden. Die Wassertemperatur

spielt dabei eine wichtige

Rolle. So begünstigt zwischen

37 und 39 Grad Celsius warmes

Wasser die Blutzirkulation und erhöht

damit die Schwefelaufnahmefähigkeit

des Körpers. Die optimale

Badedauer beträgt zweimal zehn

bis maximal zwanzig Minuten pro

Woche. Je nach Beschwerden kann

in Absprache mit einer Fachperson

auch häufigeres Baden in Betracht

gezogen werden. Länger als

zwanzig Minuten sollte man jedoch

nicht im Schwefelwasser bleiben,

weil die Haut ansonsten zu sehr

aufzuweichen und auszutrocknen

droht. Vor dem Schwefelbaden im

eigenen Zuhause ist stets auf eine

gute Verteilung des Schwefels zu

achten, damit Haut und Schleimhäute

nicht unnötig gereizt werden.

Ungeeignet sind Schwefelbäder

für Säuglinge, Kleinkinder sowie

Frauen während der Schwangerschaft

oder der Stillzeit. Liegen besondere

Probleme wie gravierende

Hautverletzungen oder bekannte

Herz-Kreislauferkrankungen vor,

so sollte die Anwendung mit einer

Fachperson abgesprochen werden.

Wer all diese Punkte beachtet,

der kann sich auf wohltuende und

lindernde Schwefelbäder freuen.

Natürliches Eisen aus Curryblattextrakt

350 mg Curryblattextrakt (Bergera koenigii)

2% Eisen standardisiert (7 mg/Kapsel), 40 mg Vitamin C

gute Bioverfügbarkeit, 1–2 Kapseln pro Tag

Pharmacode 7740850

Curcuma Extrakt mit

ausgezeichneter Bioverfügbarkeit

1 Kapsel pro Tag – 30 mg Curcumin, 40 mg

Vitamin C und 5 µg Vitamin D

60 Liquid Kapseln, Pharmacode 7742270

Schweizer Hausapotheke 2-2020 45


Zweithaar und Haarersatz sind Vertrauenssache

Ein Haarteil oder eine Perücke zu

tragen kostet viele Menschen Überwindung.

Erst wenn der Leidensdruck

gross genug ist, fällt die Entscheidung

für einen Haarersatz.

Sind die Ängste rund um das künstliche

Haar heute noch begründet?

Wir haben uns bei einem führenden

Schweizer Zweithaarspezialisten

umgesehen.

Unauffällig bis unsichtbar

Marco Roth ist Gründer und CEO der

«Perückeria/Haarpraxis». Er führt

durch einen grossen Showroom, in

dem Hunderte von Zweitfrisuren in

allen Längen, Formen und Farben

ausgestellt sind. Die meisten Perücken

und Haarteile sind aus Synthetik-

und aus Echthaar; wobei die

Unterschiede zwischen echt und

«falsch» bei den hochwertigen

Zweithaaren selbst aus nächster

Nähe betrachtet nicht auszumachen

sind. Die riesige Auswahl sei

für viele Kundinnen aus der ganzen

Schweiz ein entscheidender Grund

für den persönlichen Besuch in Zofingen

(AG).

Vertrauen durch Beratung

Der Schlüssel zur richtigen Zweithaarlösung

liegt in der individuellen

Beratung durch erfahrene Spezialisten.

Die Kundin geniesst eine

Stunde individuelle Einzelberatung

in einem separaten Raum, ohne die

Anwesenheit anderer Kunden. Alles

läuft ruhig, diskret und ungestört.

Deshalb sind Beratungen auch nur

auf Voranmeldung möglich.

Die Beratungsgespräche seien oft

nicht einfach. Ein Teil der Kundinnen

in der «Haarpraxis» seien nämlich

Krebspatientinnen, denen eine

Chemotherapie bevorsteht: «Es

ist wichtig, dass die Kundin einem

Haarersatz nicht negativ gegenübersteht.

Sie soll sich mit ihrer

neuen Frisur wohlfühlen.» Aber

auch Kundinnen ohne Krebsdiagnose

haben oft einen langen Leidensweg

hinter sich, bevor sie sich

für einen Haarersatz entscheiden;

wobei auffallend oft schon junge

Frauen betroffen sind.

Haarverdichtungen

sind sehr gefragt

Diese Nachfrage habe markant zugenommen,

weil immer mehr Frauen

wegen extrem feinem oder zu

dünnem Haar mit ihrer Frisursituation

unglücklich sind: «Die Kundinnen

sind von unseren Echthaar-

Integrationen so begeistert, weil

sie unsichtbar sind und endlich

die Frisuren ermöglichen, die sie

sich schon sehr lange gewünscht

haben.»

Handwerker und Künstler

Auch die Befestigungsmöglichkeiten

von Haarersatz sind eine kleine

Wissenschaft. Sie reichen von Toupet-Clips

über die verschiedensten

Klebemöglichkeiten, innovativen

Mini-Klettverschlüssen bis zu

speziellen Hülsentechniken. Heute

ist es nämlich durchaus möglich,

Zweithaar beim Sport – beispielsweise

Schwimmen – zu tragen.

Auch für Herren

Im Herrenbereich haben Unsichtbarkeit

und Natürlichkeit ebenfalls

höchste Priorität. Hier wird mit permanenten,

individuell angepassten

Haarsystemen gearbeitet. Die

Betreuung erfolgt von der Beratung

bis zum regelmässigen Service

vor Ort aus einer Hand: «Wir

betreuen sogar mehrheitlich junge

Kunden, die auf ein attraktives

Äusseres grossen Wert legen. Da

gehört die gewünschte Frisur unbedingt

dazu.»

Gegen den meist erblich bedingten

Haarausfall gäbe es noch immer

kein Wundermittel, «sonst wären

wir alle längst Multimillionäre»,

schmunzelt Roth.

Haarersatz aus dem Internet?

Natürlich hat auch die Perückeria

einen modernen Webshop. «Wir

können es aber nicht oft genug betonen:

Für einen passenden Haarersatz

geht nichts über eine grosse

Auswahl und eine kompetente

Fachberatung. Haarprobleme löst

man keinesfalls mit einem Kauf im

Internet», erklärt Marco Roth; «es

gibt auch nichts Teureres als Fehlkäufe.»

Markante Zeichen für die anerkannte

Qualität des erwähnten Anbieters

sind auch die ISO 9001 Zertifizierung

des Betriebes sowie eine über

26-jährige Erfahrung.

Wenn Zweithaar ein «Muss» ist

Ist der Haarersatz medizinisch oder

beruflich begründet, leistet die eidgenössische

Invalidenversicherung

(IV) Kostenbeiträge. Bis zum AHV-

Alter beträgt der Anspruch maximal

1500 Franken jährlich für Perücken/Haarersatz.

Ab AHV-Alter sind

es 1000 Franken jährlich. Grundvoraussetzungen

sind der nachgewiesene

Bedarf nach dem Zweithaar

sowie eine ebenfalls medizinisch

nachgewiesene, voraussichtliche

Mindesttragedauer von einem Jahr.

Fazit

Haare haben eine enorme Bedeutung

für das persönliche Wohlbefinden.

Besonders belastend sind

schütteres Haar, Haarlücken oder

Glatzenbildung. Mit Zweithaar gewinnen

viele Menschen ein grosses,

bedeutendes Stück Lebensqualität

zurück.

Weitere Informationen:

Perückeria/Haarpraxis

by Hairplay GmbH

Untere Grabenstrasse 8, 4800 Zofingen

Telefon 062 752 57 00

www.perueckeria.ch

info@perueckeria.ch

Bitte beachten Sie, dass für

Beratungstermine eine telefonische

Voranmeldung unerlässlich ist.

46 Schweizer Hausapotheke 2-2020


CHi_Energy_Anz_Allgemein_92x256mm_DE_FR.indd 1 29.01.20 15:18

Für Muskeln

und

Gelenke

Viktor Röthlin, erfolgreicher Marathonläufer

und Physiotherapeut, erzählt

von seinen Erfahrungen mit

CHi Energy® Produkten.

FÜR MUSKELN UND GELENKE

Welche Vorteile haben für Sie die

CHi Energy® Produkte?

Die CHi Energy Produkte begeistern

mich durch ihre Resultate. Reibe

ich ein CHi Energy Produkt ein,

zieht dieses in die Haut ein und hinterlässt

keine Rückstände. Will ich

an einer bestimmten Stelle Wärme

einsetzen, dann erreiche ich dies

mit dem CHi Energy Hot Emulgel

sehr intensiv. Ist Kälte gefragt, nehme

ich das CHi Energy Cold Emulgel

– dieses kühlt auch wirklich. Bei

keinen anderen Produkten hatte

ich ein solch intensives und anhaltendes

Empfinden.

Wann wenden Sie die CHi Energy

Produkte an?

Bei muskulären Verspannungen –

und dies eigentlich am gesamten

Körper.

Normalerweise verwende ich den

CHi Energy Original Spray. Bei sehr

starken Verspannungen steige ich

auf das CHi Energy Hot Emulgel um.

Welche Erfahrungen haben Sie

nach dem Einreiben mit den CHi

Energy Produkten gemacht?

Durchwegs positive Erfahrungen.

Was mir sehr gefällt: Ich kann mich

direkt nach dem Einreiben anziehen.

Ohne, dass das Produkt an

meinen Kleidern klebt, da es schon

eingezogen ist. In der Regel löse ich

meine körperlichen Beschwerden

mit den CHi Energy Produkten. Ich

bin von den CHi Energy Produkten

zu hundert Prozent überzeugt!

• erhöht vor dem Sport die Spannkraft

• zur schnelleren Regeneration

nach dem Sport

• bei Verspannungen im Kopf-,

Schulter- und Nackenbereich

Viktor Röthlin

erfolgreicher Marathonläufer

und Physiotherapeut

Welches ist Ihr Lieblings-CHi

Energy Produkt und warum?

Der CHi Energy Original Spray. Dieser

gehört schon seit Jahren in

meine Sporttasche und findet

Platz in meinem Spiegelschrank.

Ich denke, ich habe schon mehrere

Liter davon an meinem Körper

eingerieben. Und fast immer konnte

ich Überlastungen an meinem

Körper damit beseitigen.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien.

Piniol AG, Küssnacht am Rigi

Schweizer Hausapotheke 2-2020 47


Ernährung für das Herz

sorgen grünes Blattgemüse und Getreideflocken,

etwa mit Müeslimischungen ohne

Zucker.»

Die Frischprodukte einer mediterranen Ernährung

decken auch die sogenannten Antioxidantien

ab (Schutz vor freien Radikalen),

wenn man bei deren Auswahl darauf achtet,

das gesamte Farbenspektrum zu berücksichtigen:

«Bei saisonalen Engpässen kann man

gut auf (Gemüse-)säfte oder getrocknete

Beeren ausweichen, wie etwa Aronia- oder

Gojibeeren. Gerade Aroniabeeren schützen

Herz und Gefässe.»

Eine frische Küche möglichst ohne Fertigprodukte, gesunde Fette,

weniger Zucker und die richtigen Kohlenhydrate – dies sind ein paar

der Eckpunkte einer herzgesunden Ernährung. Diese gesunde, leichte

Küche passt für jeden Tag und beugt manchen Problemen vor.

Bei meinen Fragen zur richtigen Ernährung

bei Herzproblemen ist Cornelia Eiberli, Drogistin

und Ernährungsberaterin, voll in ihrem

Element; kein Wunder, tut doch eine herzgesunde

Ernährung grundsätzlich uns allen gut,

auch wenn wir keine gesundheitlichen Probleme

haben. Bei Ratsuchenden fragt sie aber

sowieso immer nach, ob – was häufig der Fall

sei – auch noch andere Beschwerden vorliegen:

etwa hoher Blutdruck, Übergewicht,

Diabetes oder hohe Cholesterinwerte. Und

schon sind wir mittendrin: «Im Wesentlichen

sprechen wir hier von einer frischen Küche,

möglichst ohne Fertigprodukte; eine mediterrane

Küche, in der von allem etwas dabei ist:

viel Gemüse und Salate, etwas Fleisch, Fisch,

reife Früchte. Der Säure-Basen-Haushalt

muss stimmen.»

Die richtigen Fette

Oft seien auch Entzündungen im Körper ein

Thema, was sich mit basischer Ernährung

verbessern lasse: «Beim Fisch sind die

Omega-3-Fettsäuren ausschlaggebend;

unterdessen gibt es aber viele Diskussionen

um dessen ‘korrekte’ Herkunft: Wildfang

oder Zucht, welche Sorten, ist er belastet?

Viele Leute sind vorsichtig geworden und

auf der Suche nach Alternativen. Da gibt

es einerseits hochwertige Öle für die kalte

Küche: Lein-, Hanf- oder Rapsöl. Sie decken

die Alpha-Linolensäure ab. Für die anderen

beiden Omega-3-Fettsäuren – EPA und DHA –

sind Algen eine Alternative, als Kapseln oder

in flüssiger Form, oder Fischölkapseln.» Diese

beiden Säuren müsse man substituieren, was

häufig unterschätzt werde, wenn es ums Herz

gehe; gerade EPA und DHA seien wichtig

wegen der Entzündungen.

Weniger Zucker

Auch Zucker sei ein wichtiger Faktor in der

herzgesunden Ernährung: «Insbesondere

den weissen Zucker gilt es einzuschränken.

Man sollte möglichst ganz darauf verzichten

und auf Alternativen setzen: Beim Backen

eines Kuchens etwa Apfelmus oder getrocknete

Früchte verwenden, also natürlichen Zucker

für die süssen Gelüste. Wenn Kokosblüten-

oder Palmzucker, dann nur in Massen.»

Und was ist mit Rohzucker? «Auch das ist

letztlich einfach Zucker; mit einem höheren

Melasseanteil, etwas geschmacksintensiver

und daher etwas reduzierbar in der Menge.»

Gemüse und Früchte: Mineralstoffe

und Antioxidantien

Gemüse und Früchte seien wichtige Lieferanten

von Kalium und Magnesium fürs Herz, so

Cornelia Eiberli weiter, «die beiden Mineralstoffe

stecken in Bananen, Trockenfrüchten,

Kartoffeln, Pilzen, Avocados, Gemüsesäften,

Nüssen und Samen, Kakaopulver (oder ganz

dunkler Schokolade) und Hülsenfrüchten,

die Sie gut zwei- bis dreimal pro Woche einplanen

können. Für zusätzliches Magnesium

Kohlenhydrate – weniger, dafür vollwertig

Bleibt noch die Frage der Kohlenhydrate:

«Die Verstoffwechslung von (insbesondere

schlechten, leeren) Kohlenhydraten braucht

viel Sauerstoff; Sauerstoff, der bei Personen

mit Herzproblemen sowieso schon Mangelware

ist. Deshalb wirkt sich eine Reduktion

in Richtung «low carb» – zu Gunsten von

viel Gemüse, Salaten, Früchten, Fisch, etwas

Fleisch, Tofu – bis hin zu Vollkornvarianten

positiv aus.»

Und eine Prise Ayurveda

Abschliessend empfiehlt Spezialistin Eiberli,

bei Herzbeschwerden weder scharf noch

salzig zu essen, «also auch keine salzigen

Knabbereien. Und achten Sie auf verdauungsfördernde

Bitterstoffe, die fehlen oft:

Ein Espresso nach dem Mittagessen, bittere

Tropfen, ein Täfelchen dunkle Schokolade

oder Artischockensaft – all das rundet ein

herzgesundes Essen ab.»

Ann-Brita Dähler

Cornelia Eiberli ist gelernte

Drogistin sowie ärztlich geprüfte

Diät- und Ernährungsberaterin.

Seit 2002 arbeitet sie als Filialleiterin

bei der MÜLLER Reformhaus

Vital Drogerie in Thalwil.

48 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Morbus Parkinson

Beim Morbus Parkinson handelt es sich um eine degenerative

Erkrankung des Nervensystems, bei der es zum Absterben Dopamin

produzierender Nervenzellen im Mittelhirn kommt.

NATÜRLICH DIE

SONNE GENIESSEN

ANNEMARIE BÖRLIND

SUN

Der Dopaminmangel führt zu einer Störung

der Funktion der so genannten Basalganglien

(Kerne unterhalb der Grosshirnrinde mit weitreichenden

Funktionen zum Beispiel für die

Motorik und das Denken). Dies ist Ursache für

die typischen Parkinson-Symptome.

Morbus Parkinson ist in 75 Prozent der Fälle

idiopathisch, das heisst, es sind keine äusseren

oder genetischen Ursachen bekannt.

In den restlichen Fällen (dann als Parkinson

Syndrom bezeichnet) ist die Krankheit erblich

bedingt oder wird durch äussere Einwirkungen

(z. B. Toxine, Traumen, Medikamente, Pestizide)

beziehungsweise als Folge anderer Krankheiten

ausgelöst. Morbus Parkinson beginnt meist

zwischen dem 50. Und 60. Lebensjahr.

Ausser beim Parkinson-Syndrom kennt die

Medizin bis heute noch keine eindeutigen Auslöser

für die Krankheit. Wie bei der Multiplen

Sklerose wird ein multifaktorielles Geschehen

vermutet. Eine Vermutung geht dahin, dass

die Kombination von Altern, einer gestörten

Entgiftungsfähigkeit im Gehirn und weiterer

Umwelt- und Stoffwechselfaktoren die Freisetzung

von freien Radikalen bedingt, die das

Krankheitsgeschehen in Gang bringen. Neuere

Untersuchungen verweisen auf Autoimmunreaktionen.

Vor allem drei Hauptsymptome sind typisch:

Verlangsamung und Verarmung der

Bewegung, Muskelsteifheit und Zittern.

Die ersten Frühsymptome sind unspezifisch:

Muskelverspannungen, Müdigkeit, depressive

Verstimmung und innere Unruhe. Sie gehen

ersten Störungen der Feinmotorik meist

voraus. Dann zeigen sich Veränderungen im

Gang, der Handschrift und es stellt sich ein Zittern

ein. Das Gesicht zeigt eine maskenhafte

Veränderung. Im fortgeschrittenen Stadium

fällt das Gehen zunehmend schwerer, die

Kranken fallen oft, der Körper versteift muskulär.

Zudem treten häufig Blasenentleerungsstörungen,

Verstopfung, Seh-, Schluck- und

psychische Störungen auf, ebenfalls Schlafstörungen.

Die schulmedizinische Behandlung zielt darauf

ab, die Störungen im Dopamin-Haushalt zu

regulieren. Hierzu stehen bestimmte Medikamente

zur Verfügung. Daneben ist es wichtig,

die Auswirkungen der Krankheit zu mildern

und Komplikationen vorzubeugen.

Der komplementärmedizinische Ansatz bei

Morbus Parkinson ähnelt dem bei Multipler

Sklerose. Besonders wichtig ist einerseits

die Stärkung der Entgiftungs- und Entsäuerungsmechanismen

sowie der Schutz vor

freien Radikalen, andererseits die Therapie

der Bewegungsstörungen, was zum Beispiel

mittels Reflexzonentherapien, Akupunktur,

speziellen Massagen möglich ist. Mit der

Spagyrik ist es möglich, die Krankheit als

Gesamtes wie auch ihre individuelle Ausprägung

im Einzelfall anzugehen und die

notwendige schulmedizinische Therapie zu

unterstützen.

Verschiedene Bereiche:

• Optimierung des Dopaminspiegels im Gehirn

(Valeriana, Fagopyrum, Rheumpalmatum,

Vanilla)

• Verminderung der schädigenden Zellveränderungen

im Gehirn (Eleutherococcus,

Cuprum oxydatum nigrum, Thuja,

Fagopyrum)

• Stärkung des Nervensystems generell

(Hypericum, Symphytum, Verbena,

Lavandula, Melissa, Guajacum, Alliumcepa,

Kalium phosphoricum)

Tipps bei Morbus Parkinson:

• Spagyrische Essenzmischung mit

Hypericum (Johanniskraut), Valeriana

(Baldrian), Kalium phos. (Schüssler

Salz Nr. 5), Guajacum (Guajakholz),

Eleutherococcus (Taigawurzel)

• Krill-Öl

• Entspannende Therapien

Toni Moser ist eidg. dipl. Drogist,

Naturheilpraktiker, Fachberater für

Naturheilverfahren, Referent und

Buchautor.

Quellen: Hans-Josef Fritschi, D-Bräunlingen

Manfred Meier, Küttigen

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 49


Das letzte Wort haben

Alle medizinischen Möglichkeiten ausschöpfen oder das nahende Ende erdulden?

Eine Patientenverfügung hilft den Angehörigen, stimmig zu entscheiden – wenn man selber

nicht mehr dazu in der Lage ist.

Meine Mutter wurde 2012 im Zuge ihrer

schweren Krebserkrankung auf die Intensivstation

eines Spitals eingeliefert. Da wurde mir

bewusst: Es war nicht geregelt, ob allenfalls –

und das konnte jederzeit geschehen – lebensrettende

oder lebensverlängernde Massnahmen

ergriffen werden sollten.

Nach zwei Tagen wurde meine Mutter auf die

medizinische Abteilung verlegt. Bald darauf

erhielt sie neues Blut. War das bereits eine

lebensverlängernde Massnahme?

Dies war der Auslöser, meine Mutter inständig

zu bitten, in ein Gespräch einzuwilligen; um

eine Broschüre auszufüllen, die – nebst praktischen

Aspekten (zum Beispiel zur Bestattung) —

auch Fragen rund um die am Lebensende

noch gewünschten medizinischen Behandlungen

beantwortet. Darauf drängte ich auch zu

meiner eigenen Entlastung: Um in ihrem Sinne

entscheiden zu können.

Hilfreiche Broschüre

Kurz vor ihrem Tod, nachdem die erste Chemotherapie

den Krebs kaum zurückgedrängt

hatte, stand die Frage im Raum: Nochmals

eine noch weniger aussichtsreiche Chemotherapie,

dazu mehrfache Bestrahlung mit

anstrengenden Fahrten ins entfernte Universitätsspital?

Meine Mutter war zu dieser Zeit

schon recht geschwächt, körperlich und mental.

Bei den Gesprächen mit den Ärzten hatten

wir die Broschüre dabei. Die Notizen halfen bei

der Entscheidung, dass eine weitere Behandlung

nicht mehr sinnvoll sei.

Nach dem Tod meiner Mutter diskutierte und

beantwortete ich diese Fragen für mich und

zusammen mit mehreren Personen in meinem

nahen Umfeld. Einige taten dies mit etlichem

Widerwillen, den sie aber überwanden, weil

ihnen der Sinn abrupt bewusst geworden war.

Angehörige entscheiden

Erneut fühlte ich mich erleichtert. Denn seit

der Revision des Erwachsenenschutzrechts

2013 entscheiden nicht mehr die Ärztinnen

und Ärzte, welche medizinischen Behandlungen

noch durchgeführt werden sollen,

wenn sich jemand nicht mehr selber äussern

kann – sondern die Angehörigen. Und da ist es

enorm beruhigend, sich an das gemeinsame

Gespräch über diese Themen zu erinnern

50 Schweizer Hausapotheke 2-2020

und auf etwas Schriftliches zurückgreifen zu

können. Denn bei so tief greifenden Entscheidungen

will man als Angehöriger abgesichert

sein.

Seit etlichen Jahren beschäftigt sich Barbara

Züst mit Fragen zur Patientenverfügung. Als

Pflegefachfrau Anästhesie war sie oft mit

Patientinnen und Patienten konfrontiert, die

nicht mehr in der Lage waren, selber zu urteilen

und zu entscheiden. Das motivierte sie zu

einem Jus-Studium, in dem sie sich aufs Erwachsenenschutzrecht

spezialisierte. Sie war

von 2016 bis 2019 Geschäftsführerin der SPO

(Schweizerische Patientenorganisation).

Barbara Züst, wie gross ist das Interesse

an Patientenverfügungen?

Vor 20 Jahren, als ich meine Patientenverfügung

erstellt habe, war ich noch eine Exotin.

In den letzten Jahren hat das Interesse jedoch

zugenommen. Unsere Informationsveranstaltungen

werden rege besucht, und wir erhalten

mehrere Anfragen pro Woche.

Was wollen die Leute denn wissen?

Oft interessiert sie die Form: Braucht es ein

Formular? Nein, das ist nicht notwendig: Man

kann die Bestimmungen handschriftlich auf

Papier festhalten, wie bei einem Testament.

Zudem ist es sinnvoll, die Angehörigen zu

informieren und Kopien für sie sowie für den

Hausarzt zu machen. Auch der Hinweis, dass

eine Patientenverfügung vorliegt – zum Beispiel

im Format einer Kreditkarte im Portemonnaie –

ist im Notfall hilfreich. Weiter wollen viele

wissen, mit wem sie die Verfügung besprechen

sollen. Es ist meist anregend und fruchtbar,

sich mit Angehörigen oder Freunden auszutauschen,

falls die Offenheit dafür da ist.

Diese Offenheit ist oft nicht da, weil sich viele

Menschen davor scheuen, sich mit dem Thema

Sterben auseinanderzusetzen. Warum?

Viele Menschen haben Angst vor dem Sterben

und verdrängen die Tatsache der eigenen

Endlichkeit. Und längst nicht alle stellen sich

gerne zum Beispiel der Frage, ob sie nach

ihrem Tod ihre Organe zur Verfügung stellen

wollen. Zudem beschäftigt man sich ja mit

einer Eventualität, wenn man seinen Willen

zur medizinischen Behandlung festhält:

Vielleicht stirbt man ja schnell und Fragen der

Selbstbestimmung am Lebensende tauchen

gar nicht auf.

Also braucht man gar nicht unbedingt eine

Patientenverfügung, wie das oft suggeriert

wird?

Meines Erachtens wird unnötig Druck ausgeübt

und die Angst geschürt, dass im Fall

der Fälle über den eigenen Kopf hinweg

entschieden wird. Meistens können die Sterbenden

aber bis am Schluss ihre Wünsche

äussern — auch dank der Fortschritte der

Palliativmedizin. Hat man Streit mit den nahen

Angehörigen, ist eine solche Verfügung

jedoch besonders sinnvoll: Kann man doch

jemanden ausserhalb der Familie als Vertrauensperson

bestimmen. Denn mit dem neuen

Erwachsenenschutzrecht, das seit 2013 im

Zivilgesetzbuch festgehalten ist, liegt die Entscheidungsbefugnis

nun bei den Angehörigen,

nicht mehr bei den Ärztinnen und Ärzten.

Wie wirkt sich diese Änderung aus?

Etwas überspitzt könnte man sagen: Früher

war die Patientenverfügung ein Schutz vor

den Ärzten, heute schützt sie vor den Angehörigen.

Es kommt hie und da vor, dass

Angehörige mehr medizinische Massnahmen

verlangen, als dies die Ärzte für sinnvoll

halten. Manchmal spielt auch ein schlechtes

Gewissen hinein, dass man sich zu wenig um

die Eltern gekümmert hat.

Ist es denn nicht so, dass die Ärztinnen

und Ärzte so lang wie möglich Leben

retten wollen?

Manchmal ist der ökonomische Druck ausschlaggebend,

unter dem die Spitäler stehen.

Da ist in meinen Augen eine Veränderung im

Gang, verstärkt durch die erwähnten gesetzlichen

Änderungen und der entsprechenden

Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte. In der

Realität kristallisiert sich das weitere Vorgehen

oft im Gespräch zwischen Ärzten und

Angehörigen heraus.

Habe ich wirklich die Garantie, dass

meine Vorgaben umgesetzt werden?

Garantie ist ein grosses Wort. Sagen wir es so:


Juristisch gesehen ist der Wille, der in Patientenverfügungen

festgehalten ist, verbindlich.

Der Arzt muss ihn umsetzen und bei Abweichungen

im Patientenbericht Rechenschaft

ablegen. Nach unserer Einschätzung wird er

relativ gut umgesetzt.

Und man kann sich wieder dem Leben, dem

Jetzt, widmen.

Marcel Friedli

friedlitexte.ch

Sie haben gesagt, für eine Patientenverfügung

sei gar kein Formular nötig. Trotzdem

gibt es in der Schweiz von rund 40 Organisationen

Vorschläge, auf welche Aspekte man

dabei eingehen soll. Wie findet man sich in

diesem Dschungel zurecht?

Man kann ihn grob einteilen. Zum einen gibt

es die spezialisierten Patientenverfügungen

von Organisationen wie der Krebsliga oder der

Alzheimervereinigung. Sie eignen sich, wenn

man schwer erkrankt ist. Zum andern gibt es

allgemeine Verfügungen von etwa vier bis fünf

Seiten, mit denen man die groben Linien herausschälen

kann. Und es bestehen ausgefeilte,

ausführliche Vorlagen. Die meisten Leute

aber wollen, wenn sie gesund sind, ein kurzes,

pragmatisches Formular. So können sie sich

damit auseinandersetzen und es wieder zur

Seite legen. Die Leitlinien zu den Behandlungen

am Lebensende sind somit festgehalten.

Guideline im Dschungel der diversen Patientenverfügungen

im Internet: srf.ch/konsum/themen/gesundheit/patientenverfuegungen-wie-finde-ich-dierichtige

Dort findet sich ein Link zu einem PDF mit einer tabellarischen

Übersicht zu Hinterlegung, Vor- und

Nachteilen, Kosten.

Barbara Züst

Sie war von 2016 bis 2019

Geschäftsführerin der SPO

(Schweizerische Patientenorganisation).

Marcel Friedli hat einen Abschluss in Geschichte

und Kommunikationswissenschaften.

Er arbeitet als Journalist und Yogalehrer.

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Schweizer Hausapotheke 2-2020 51


Mitleiden

«Geteiltes Leid ist halbes Leid.»

Das behauptet das bekannte Sprichwort.

Und es ist eines, das wir nur zu gerne befolgen:

Von unseren Wehwehchen, Sorgen

und Leiden berichten wir bereitwillig. Es tut

uns gut, mit jemandem zu reden, Mitgefühl

zu spüren, uns an einer starken Schulter

auszuweinen. Aber haben wir schon je

darüber nachgedacht, wie es dem anderen

dabei geht? Ich behaupte: Geteiltes Leid ist

doppeltes Leid.

Ich gebe zu, diese Einsicht fand ich erst spät,

mein Liebster brachte mich darauf. Er hatte

einmal eine ganze Weile ein persönliches

Problem mit sich herumgetragen, jedoch nie

mit mir darüber gesprochen. Als er es dann

in einem anderen Zusammenhang erwähnte,

nachdem es nicht mehr akut war, fragte

ich ihn erstaunt, warum er sich mir nicht

anvertraut hatte. «Weil du nichts zur Lösung

beitragen konntest», antwortete er und

erläuterte es mir mit einem Gleichnis: «Stell

dir unseren gemeinsamen Lebensweg vor,

als wären wir zusammen in einem Kanu auf

einem Wildbach. Ich paddle auf der linken

Seite, du auf der rechten. Ich passe auf meiner

Seite auf, dass wir auf Kurs bleiben und

nicht gegen Felsen prallen, du tust es auf

deiner Seite. Solange ich mit den Herausforderungen

auf meiner Seite fertig werde oder

du mir ohnehin nicht helfen könntest, ist es

unnötig, dass ich dir davon erzähle, dich damit

belaste und dadurch von deinen eigenen

Aufgaben ablenke. Sehe ich jedoch, dass ich

es allein nicht schaffe und du tatsächlich

etwas für mich tun kannst, dann teile ich es

dir mit und bitte dich um deine Hilfe.»

Stimmt, musste ich mir eingestehen. Lade

ich Kummer, Schmerz, Sorgen bei Mitmenschen

ab, die mich lieben, mir in der

betreffenden Situation aber nicht helfen

können, so werden sie nur machtlos mit mir

mit-leiden. Nützt mir das etwas? Nein. Schadet

es den anderen? Ja. Ist das etwa nicht

egoistisch und rücksichtslos?

Dann ist es doch allemal besser, ein anderes

Sprichwort zu beherzigen: Reden ist Silber,

Schweigen ist Gold.

Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin von

Fachbüchern über Selbstliebe, Karma Yoga

und Spiritualität.

Webseite der Autorin: selbstliebe.ch

Neuerscheinung — Liebe ist kein Deal

Ein Weg zur glücklichen

Paarbeziehung

Karin Jundt

ISBN 978-3-907091-16-6

Softcover, 188 Seiten

Format 13,5 x 21,5 cm

Unverbindlicher Preis:

Fr. 23.–

52 Schweizer Hausapotheke 2-2020

Der «Liebesdeal» ist das in

Paarbeziehungen am häufigsten gelebte

Modell. Es beruht auf dem Prinzip eines

ausgewogenen Gebens und Nehmens mit

einem fairen Verhältnis zwischen Rechten

und Pflichten.

Betrachtet man jedoch die hohen Trennungsund

Scheidungsraten und die erhebliche

Anzahl unzufriedener oder konfliktärer Beziehungen,

ist es offenbar nicht besonders

erfolgreich. Wonach wir uns in Wahrheit

sehnen, ist die selbstlose, bedingungslose,

vorbehaltlose Liebe ohne Forderungen und

Erwartungen, die eine harmonische Verbindung

zweier Menschen nährt, in welcher

jeder er selbst sein darf und angenommen

und geliebt wird, wie er ist.

Reine Liebe, ein hohes Ideal. Um es zu erlangen,

ist zuerst eine gründliche Auseinandersetzung

mit dem eigenen Ego unerlässlich.

Die tragenden Elemente für ein Leben im

Einklang mit sich und dem Partner sieht

Karin Jundt in Selbstliebe, Authentizität,

Kommunikation und Einheit.

Ihr Buch richtet sich an Menschen, die den

Weg der selbstlosen Liebe einschlagen oder

vertiefen wollen. Es ist aber auch für all jene

ein Wegweiser, die ihre Partnerschaft friedlicher

und bereichernder gestalten oder an

bestehende Probleme herangehen und sie

bewältigen möchten.

Wie es für ihre Wegweiser-Bücher charakteristisch

ist, bleibt die Autorin nicht bei der

Theorie stehen; vielmehr gibt sie konkrete,

im Alltag anwendbare Anleitungen und Tipps,

damit die neuen Erkenntnisse in der Praxis

genutzt und umgesetzt werden können.

Karin Jundt verbrachte als Tochter schwei-

zerisch-italienischer Eltern ihre Kindheit in

Italien; mit elf Jahren zog sie mit ihrer Familie

in die Schweiz, wo sie heute noch lebt. Nachdem

sie als Teenager ihre streng katholische

Erziehung abgelegt hatte, suchte sie nach

neuen Wegen und wandte sich dem Buddhismus

und Hinduismus zu, studierte an der

Universität Zürich unter anderem Religionswissenschaften

und Psychologie.

Karin Jundt war als Kursleiterin in den Bereichen

Selbstliebe, Urvertrauen und Paarbeziehungen

tätig und veröffentlichte mehrere

Ratgeber-Bücher dazu.

Ferner betreibt sie Webseiten zu Selbstliebe, Selbstwertgefühl,

Urvertrauen, Spiritualität und mehr:

selbstliebe.ch

karma-yoga.ch

nada-verlag.ch


Jedes Böhnchen

gibt ein Tönchen …

Von Blähungen (Flatulenz) ist fast jeder Mensch von Zeit zu Zeit einmal

betroffen. Dabei befindet sich zu viel Luft im Darm, die drückt

und zwickt. Meist haben Blähungen keinen Krankheitswert und

verschwinden zum Glück von alleine wieder.

Wir Menschen schlucken beim Atmen,

Sprechen oder Essen im Alltag reichlich Luft.

Diese wird grösstenteils durch den Mund

wieder ausgeschieden, der Rest wandert in

den Darm. Die dort angesiedelten Bakterien

produzieren beim Verdauen Wasserstoff,

Stickstoff, Kohlendioxid und Methan. Auf diese

Gase prallt die Luft, das Gemisch wirbelt

durch den Darm und will nach draussen –

als Pups.

Pupsen nicht unterdrücken

Darmgase sollten freigelassen und besser

nicht unterdrückt werden: Je mehr Luft sich

im Darm ansammelt, desto grösser wird der

Dehnungsreiz. Wie Menschen Blähungen

wahrnehmen, ist völlig unterschiedlich. Einige

Personen empfinden schon geringe Gasmengen

im Bauch als störend, andere sind

in dieser Hinsicht weniger empfindlich. Im

Prinzip jedoch sind Darmwinde meist völlig

harmlos und lediglich ein Zeichen dafür,

dass der Darm arbeitet.

Von Blähungen oder Flatulenz spricht man

erst dann, wenn sich zu viel Luft im Bauch

befindet, die über den Darmausgang (After)

entweicht. Dafür gibt es verschiedene Ursachen

– vor allem die Ernährung spielt eine

entscheidende Rolle. Bei einem besonders

empfindlichen Darm können allerdings

schon die alltäglichsten Lebensmittel zu Verdauungsproblemen

und Blähungen führen.

Zu den blähenden Lebensmitteln gehören

unter anderem Hülsenfrüchte, Kohlgemüsesorten,

Rohkost im Allgemeinen, scharfes

Essen und unverdauliche Kohlenhydrate.

Vielerlei Gründe

Übermässiger Genuss von Kaffee und Nikotin,

kohlensäurehaltige Getränke, Lebensmittel

mit Zuckeraustauschstoffen sowie

eine Nahrungsunverträglichkeit und Stress

können auch zu Blähungen führen. Wer

seinen Tag grösstenteils sitzend verbringt,

ist ebenfalls anfälliger: Bewegungsmangel

macht den Darm träge und fördert Flatulenz.

Auch sind Blähungen in der Schwangerschaft

keine Seltenheit: Der Körper der

werdenden Mutter produziert das Hormon

Progesteron. Es entspannt das Muskelgewebe

von Organen inklusive der Muskulatur im

Magen-Darm-Trakt. Damit verlangsamt sich

die Verdauung, was leichter zu Blähungen

führen kann. Möglich bei Blähungen ist

auch eine Beeinträchtigung der Darmflora.

Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn

Antibiotika eingenommen werden müssen.

In einem solchen Fall sind die Billionen von

Bakterien im Darm aus ihrem natürlichen

Gleichgewicht geraten.

Blähungen bei Babys

Babys leiden insbesondere in den ersten

drei Monaten sehr häufig unter Blähungen.

Dabei blähen Gase den Bauch der Kleinen

schmerzhaft auf. Zum Teil gelangt Luft ganz

einfach durch Schlucken beim Trinken in den

Verdauungstrakt. Aus diesem Grund sollten

Säuglinge nach dem Trinken «rülpsen», so

kann die Luft wieder aus dem Magen entweichen.

So beugen Sie vor

Blähungen lassen sich vermeiden, indem Sie

auf blähende Speisen bewusst verzichten

und auf leichte Kost setzen. Hilfreich sind

auch verdauungsfördernde Gewürze wie

Kümmel, Anis, Majoran oder Koriander. Dazu

sollten Sie sich stets genügend Zeit zum Essen

nehmen, gründlich kauen und beim Essen

nur wenig sprechen. Ideal ist es zudem,

den Darm mit Bewegung und Sport auf Trab

zu halten. Wenn Sie Sport nicht mögen, so

ist zumindest ein kleiner Verdauungsspaziergang

nach den Mahlzeiten der Verdauung

förderlich.

Selten kommen als Ursachen von Blähungen

sowohl kurzfristige als auch schwerwiegende

Krankheiten in Frage. In folgenden Fällen

allerdings sollten Sie besser einen Arzt um

Rat fragen:

Die Blähungen gehen mit starken Bauchschmerzen,

Erbrechen und verändertem

Stuhlgang einher; sie treten in bestimmten

Zusammenhängen immer wieder auf; sie

halten über einen längeren Zeitraum an.

Impressum Schweizer Hausapotheke

Verlag und Anzeigen Perpress Medien AG, Könizstrasse 25, 3008 Bern, Tel. 031 740 97 10, Fax 031 740 97 28,

info@schweizerhausapotheke.ch • Geschäftsleitung Dr. Christoph Tschan, 031 740 97 15,

ch.tschan@schweizerhausapotheke.ch • Administration & Buchhaltung Carolyn Scheid egger,

031 740 97 10, c.scheidegger@schweizerhausapotheke.ch • Backoffice Ursula Etter • Redaktions- und

Produktions leitung Sylvia Felber, 031 740 97 20, s.felber@schweizerhausapotheke.ch

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• Leiter Marketing & Kommunikation Mischa Felber, 031 740 97 12, m.felber@schweizerhausapotheke.ch •

Gestaltung Sinem Seçkin • Auflage (deutsch + französisch) 222580 (beglaubigt WEMF 2019)

Abonnement Fr. 24.– Erscheinung achtmal jährlich • Abonnentendienst Industriestrasse 37, 3178 Bösingen,

031 740 97 62, abo@schweizerhausapotheke.ch

Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und PR-

Fachmann. Seit 2001 arbeitet er

selbständig im Bereich Gesundheit und Gesellschaft.

Schweizer Hausapotheke 2-2020 53


Virtuelles Magenband

lässt Pfunde verschwinden

Im Gegensatz zum operativen Eingriff

verspricht die imaginäre Magenband-Hypnose

eine risikofreie

Alternative.

Übergewichtige, die sich für eine

Magenband-Hypnose interessieren,

haben oft schon unzählige

Diäten erfolglos hinter sich. Sie

sehen in dieser Behandlung ihre

letzte Hoffnung. Als Voraussetzung

für eine erfolgreiche Hypnose muss

der Wille vorhanden sein, die Ernährung

und andere Lebensgewohnheiten

umstellen zu wollen.

Zudem sollte man aufgeschlossen

sein gegenüber alternativen

Methoden und keine Kontraindikationen

(zum Beispiel Psychosen)

aufweisen.

Vorgehensweise

Die Hypnose versetzt eine Person

in einen durch sie kontrollierten Zustand

zwischen Schlaf und Wachsein:

Gesprochene Worte werden in

Vorstellungen umgewandelt und

als real erlebt. Das in der fiktiven

OP gelegte Magenband ist nun im

Langzeitgedächtnis abgespeichert

und suggeriert einen verkleinerten

Magen. Dadurch entsteht ein

frühzeitiges Sättigungsgefühl. Oft

geht es auch um das Aufdecken der

Ursachen, etwa von negativen Ereignissen

aus der Vergangenheit,

die hinter einem kompensierenden

Essverhalten stecken können. Mit

der Hypnose können falsche Verhaltensmuster

wirksam verändert

werden.

Erfahrung

Diverse Studien belegen einen signifikanten

positiven Effekt beim Abnehmen

mit Hypnose im Vergleich

zum Abnehmen ohne Hypnose.

Wie viele Sitzungen nötig sind, ist

von Klient zu Klient unterschiedlich

und hängt auch von den jeweiligen

Ursachen ab. Wichtig ist ein

sicherer und verantwortungsvoller

Umgang mit den Klienten, deshalb

sollte man sich nur in die Hände

erfahrener Experten begeben. Ein

Klient hat damit nach einer Sitzung

à drei Stunden fünfzig Kilogramm

innert eines Jahres abgenommen.

Daria Peter

mental coaching

Bäderstrasse 25

5400 Baden

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Eine Frühjahrskur für Ihren Darm

oder lieber einen Allergieschutz für die Pollensaison?

Innerhalb der Casa Sana®- und

Lactobact®-Linie bietet sich ein

Darmsanierungs-Paket an, ganz

nach dem Motto: «Lebensfreude

beginnt im Darm!»

Der Darm ist das grösste Immunorgan

in unserem Körper. Mit einer

Oberfläche von zirka 500 m 2 hat

die Darmschleimhaut eine herausragende

Bedeutung für das Immunsystem.

80 Prozent aller Immunzellen des

Körpers sind dort angesiedelt.

Durch Umwelteinflüsse, Medikamenteneinnahme

oder eine unausgewogene

Ernährung kann die

Darmflora aus dem Gleichgewicht

geraten. Die Folge sind Verdauungsprobleme,

eine erhöhte Infektanfälligkeit

und ein erhöhtes Risiko

zur Bildung von Allergien. Folgende

Produkte wirken sich positiv auf

die Erhaltung und den Aufbau einer

gesunden Mikrobiota aus und berücksichtigen

die zwei wichtigen

Schritte einer Darmsanierung:

Erster Schritt: Reinigung –

15 Tage

Durch die Casa Sana® Darmreinigung

lassen sich angesammelte

Schlacken an der Innenwand

des Darmes lösen und

ausscheiden. Dadurch können

wir unseren Körper bei seiner

Selbstheilung unterstützen.

Entsäuerung mit der Casa Sana®

Säureregulation – 15 Tage

Durch die spezielle Kombination

einer besonders wirksamen Mineralstoffmischung,

vier Kräuterextrakten

und als Multiplikator dieser

Grundsubstanzen das derzeit

höchstdosierte Antioxidant-

ORIGANOX® wird vor allem das

Bindegewebe entsäuert; dadurch

fühlt man sich wieder fit und

aktiv.

Zweiter Schritt: Aufbau der

Darmmikrobiota – 30 Tage

Mit Lactobact® Premium mit neun

ausgesuchten probiotischen

Stämmen werden die Darmmikrobiota

wieder aufgebaut und

das Immunsystem gestärkt.

Allergieschutz – Regeneration

der Darmschleimhaut – 20 Tage

Spezielle Regenerationskur über

20 Tage mit Casa Sana® Maxiamin,

bestehend aus acht essentiellen

Aminosäuren, welche die

natürliche Barrierefunktion der

Darmschleimhaut regeneriert. So

wird verhindert, dass Allergene,

Giftstoffe und Krankheitserreger

unkontrolliert in den Körper

gelangen können, was zu einer

optimalen Stärkung unseres

darmverbundenen Immunsystems

beiträgt.

Erhältlich in Apotheken,

Drogerien und Reformhäusern.

Mehr Informationen finden Sie

unter hlh-biopharma.ch

54 Schweizer Hausapotheke 2-2020


Übergewichtige

Hunde

Zu viele Pfunde auf der Waage sind auch für Hunde nicht nur ein ästhetisches Problem.

Sie können gravierende Folgen für die Gesundheit haben.

Für das Übergewicht bei Vierbeinern sind fast

immer die Tierhalter verantwortlich. Diese

verwöhnen ihren Hund aus vermeintlicher

Tierliebe neben den regulären Mahlzeiten

auch zwischendurch mit allerlei Leckerli, die

speziell für Hunde konzipiert sind. Manche

Tierhalter können dem bettelnden Hundeblick

nicht widerstehen und bieten ihrem

Tier immer wieder Häppchen vom Tisch an.

Viele realisieren dabei nicht, dass die diversen,

über den Tag verteilten Snacks und

Wurstscheiben dazu führen können, dass die

Energiebilanz des Hundes aus dem Lot gerät.

Der Vierbeiner nimmt mehr Kalorien zu sich,

als er verbraucht und wird dick.

Schwerwiegende Folgen

Übergewicht belastet auch bei Hunden die

Knochen und Gelenke und erhöht das Risiko

für Herz-Kreislauf-Krankheiten, Hüftgelenksbeschwerden,

Diabetes, Hautprobleme und

Lebererkrankungen. Dicke Hunde haben

eine kürzere Lebenserwartung als normalgewichtige

Tiere. Ausserdem steigt das Risiko

für Komplikationen bei Operationen: Das

Bauchfett stört bei medizinischen Eingriffen,

und Blutungen werden später oder gar nicht

bemerkt. Im Alter sinkt der Kalorienbedarf

eines Tieres, weil es weniger aktiv ist. Wird

dieser Faktor bei der Fütterung nicht beachtet,

nimmt es unweigerlich zu. Oft führt Übergewicht

dazu, dass sich das Tier nicht mehr

viel bewegen mag – ein Teufelskreis entsteht:

Der Hund wird noch mehr zunehmen und

gleichzeitig wichtige und stützende Muskelmasse

verlieren. Ob ein Tier zu dick ist, lässt

sich einfach feststellen: Ist keine Taille mehr

sichtbar, leidet es an Kurzatmigkeit, oder sind

seine Rippen nur noch durch eine Fettschicht

zu ertasten, ist es zu schwer.

Weitere Ursachen

Neben der übermässigen Fütterung und

mangelnder Bewegung kann es nach einer

Kastration zu Übergewicht kommen. Kastrierte

Tiere zeigen häufig eine erhöhte Fresslust

bei gleichbleibendem Energiebedarf. Manchmal

stecken hinter Gewichtsproblemen aber

auch Erkrankungen des Hormonsystems, wie

zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion.

Einen Einfluss auf das Gewicht haben aber

auch die Gene. Gewisse Hunderassen, wie

zum Beispiel Cockerspaniel und Retriever,

haben ein erhöhtes Risiko, dick zu werden.

Kalorienzufuhr reduzieren

Ist ein Tier zu dick, wäre eine Extremdiät die

falsche Massnahme. Besser ist es, die Ernährung

langfristig umzustellen. Das Tier sollte

möglichst keinen Hunger verspüren, denn

dieser stört beim Fettabbau. Grund dafür: Der

hungernde Körper stellt auf Sparflamme um

und drosselt den Kalorienverbrauch. Sinnvoll

ist es, die tägliche Kalorienzufuhr etwa um

einen Drittel zu reduzieren und das Futter in

kleineren, aber mehr Portionen anzubieten.

Zwischendurch kann man den Napf ruhig

wegräumen. Trockenfutter kann man in Wasser

aufweichen. Durch das grössere Volumen

fühlt sich das Tier schneller satt. Snacks und

Häppchen zwischendurch sind grundsätzlich

zu vermeiden. Sie enthalten unnötige Kalorien.

Auch auf das Füttern vom Tisch sollten

Hundehalter verzichten. Die menschliche

Nahrung enthält nicht die Nährstoffe, die der

Hund braucht. Im Handel oder beim Tierarzt

ist kalorienreduziertes Fertigfutter erhältlich.

Abnehmen ist auch bei Tieren mühsam. Am

besten achten Hundehalter darauf, dass ihr

Tier von klein auf nicht übergewichtig wird.

Leichter dank Bewegung

Vierbeiner nehmen leichter ab, wenn die Diät

mit zusätzlicher Bewegung kombiniert wird.

Die beste Diät für Hunde ist das «Dogging»,

das Laufen, Joggen, Walken, Inlineskaten,

Fahrrad fahren, Reiten, Langlaufen, Spazieren

oder Wandern mit ihrem Halter — und

das bei jedem Wetter. Ist das Tier stark

übergewichtig, sind mehrere ausgedehnte

Spaziergänge pro Tag empfehlenswert. Nicht

zuletzt sollten Hundehalter mehr mit ihrem

Vierbeiner spielen; das hält selbst Bewegungsmuffel

auf Trab.

Susanna Steimer Miller ist Chefredak torin eines

Elternratgebers. Als freie Autorin schreibt

sie über diverse Themen.

Schweizer Hausapotheke 2-2020 55


Wolfbachstrasse 17, Postfach, 8024 Zürich

Telefon 044 269 99 99, Fax 044 269 99 09

info@medica.ch www.medica.ch

ALEX 2 – Allergy Explorer

über 295 Allergene auf einem Chip

NEU

1. Einleitung

Bei mehrfach sensibilisierten Patienten ist die konventionelle

Allergie-Abklärung mit Bestimmung von Einzel-

Allergenen oft sehr aufwändig und ergibt erst nach

sorgfältiger Abklärung eine klare Diagnose.

Für komplexe klinischen Fragestellungen kann eine

Multi plex-Testung in einem Schritt ein klares Bild der

Sensibilisierungen vermitteln.

Mit dem ALEX 2 Allergy Explorer haben wir einen Multiplex-Test

der neuesten Generation in unserem Labor eingeführt.

2. ALEX 2 Allergy Explorer

Der Allergy Explorer ist ein quantitativer in vitro Multiplex-Test

für die gleichzeitige Bestimmung von über 295

Allergen-Extrakten und allergenspezifischen IgE.

Eine Liste aller Allergene kann im Labor angefordert

werden.

3. Testprinzip

ALEX 2 ist ein Festphasen-Immunoassay. Die spezifischen

IgE-Antikörper aus dem Patientenserum binden an die

Allergene auf dem Chip.

Durch Inhibition von unspezifischen Reaktionen, die durch

CCD’s (cross-reactive carbohydrate determinants) verursacht

werden können, wird die Spezifität der Resultate

verbessert und falsch reaktive Resultate vermieden.

Die Testresultate werden in kUA/l für sIgE und kU/l für

Total-IgE angegeben.

4. Befund

Der Originalbefund umfasst 8–10 Seiten mit einer Zusammenfassung

der Sensibilisierungen pro Allergen-

Gruppe und den einzelnen für jedes Allergen gemessenen

Werten in farblicher Darstellung.

Material

Für den Test werden 100 µl Serum benötigt

EDTA-Plasma kann nicht verwendet werden!

Verrechnung

Fr. 504.– (inkl. Bearbeitungsgebühr)

Auskunft

Dr. A. Mühlebach, Telefon 044 269 99 99

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Pathologie Dr. Noll AG

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