Der Betriebsleiter 3/2020

derbetriebsleiter.de

Der Betriebsleiter 3/2020

19186

3

www.DerBetriebsleiter.de

März 2020

210 mm Breite x 207 mm Höhe:

Raum für Logo, Bildgestaltung

und Titelthema mit Text

TITELSTORY

INTRALOGISTIK

TITELSTORY

Flurfreie Förder- und Handhabungstechnik

11 I TITELTHEMA

optimiert Montageabläufe

Titelthema: Größe variabel, je nach Textmenge,

Titelthema-Text: feste Textgröße & Durchschuss,

Farbe schwarz oder weiß

Gesamtbildgröße:

210 mm Breite x 297 mm Höhe

+ min. 3 mm Beschnittzugabe

oben, unten und rechts

Im oberen Bildbereich sollten sich,

entsprechend der jeweiligen Höhe

des Zeitschriftenlogos, keine

wichtigen Bildelemente befinden

Ausnahme F+H:

Gesamtbildgröße:

210 mm Breite x 248,5 mm Höhe

+ min. 3 mm Beschnittzugabe

rechts und unten

210 mm Breite x 90 mm Höhe:

Hier darf kein Text stehen,

auch keinerlei Beschriftungen, Logos

ect. im Bildmaterial.

Ausgenommen:

Rechts unten 35 mm Breite x 20 mm

Höhe, 15 mm vom Rand entfernt:

Raum für Verlagslogo und Homepage

text-homepage.de


TECHNIKWISSEN FÜR INGENIEURE

MONTAGE UND

HANDHABUNG

SUPPLEMENT DER ZEITSCHRIFTEN DER KONSTRUKTEUR UND DER BETRIEBSLEITER

9 Print-Ausgaben im Jahr

TITELSTORY

32 I SPECIAL

Additive Fertigung: 3D-Druck

eröffnet neue Welten – von Hardware

über Werkstoffe bis Services

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Ja, ich möchte die Zeitschrift „Der Betriebsleiter“ abonnieren

Das Jahresabonnement umfasst 9 Ausgaben und kostet € 86,- (Ausland € 102,- netto) inkl. Versandkosten. Als Begrüßungsgeschenk

erhalte ich den Bluetooth-Lautsprecher. Das Abonnement verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn es nicht spätestens

4 Wochen zum Ende des Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird.

Unser Dienstleister, die Vertriebsunion Meynen, Eltville, erhebt Ihre Daten im Auftrag der Vereinigte Fachverlage (VFV) zum Zweck der Vertragsdurchführung, zur Erfüllung der

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Zudem verwenden wir Ihre Angaben zur Werbung für eigene und VFV verwandte Produkte. Falls Sie keine Werbung mehr auf dieser Grundlage erhalten wollen, können Sie jederzeit

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Der Betriebsleiter“ ist eine Zeitschrift der Vereinigten Fachverlage GmbH, Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz, HRB 2270, Amtsgericht Mainz,

Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen, Umsatzsteuer-ID: DE 149063659, Gerichtsstand: Mainz


EDITORIAL

Nächste Messen:

10.03.-12.03.2020 LogiMAT

20.04.-24.04.2020 HANNOVER MESSE

Nachhaltigkeit hat

viele Gesichter

Eine nachhaltige Betriebsführung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für

Fertigungsunternehmen. Mit der Umsetzung von Energie- und

Ressourceneffizienz lassen sich gesetzliche Vorgaben erfüllen und

gleichzeitig Geld sparen. Die technischen Möglichkeiten sind heute

enorm. Doch viele Firmen arbeiten mit einem über die Jahre gewachsenen

Gebäude- und Maschinenpark und legen nicht ohne Not

funktionierende Maschinen und Systeme still, um in neue zu

investieren.

Aber auch Konstanz kann nachhaltig sein. Beispielsweise Werkzeugmaschinen

zeichnen sich durch lange Nutzungsdauer aus. Unterzieht man

sie einem Retrofit, kann dies sogar nachhaltiger sein als ein Neukauf.

Dieses Thema ist natürlich auch für den Techniknachwuchs interessant.

Lesen Sie auf Seite 24, wie an einer Berufsfachschule das Retrofit von

Metallbearbeitungsmaschinen zum spannenden Projekt für die

Auszubildenden wurde.

Aber nicht nur bei Maschinen geht es um Nachhaltigkeit, sondern

auch beim Umgang mit den Mitarbeitern. Sie entsteht beispielsweise

durch die Schaffung ergonomischer Arbeitsbedingungen. Denn durch

die Förderung der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter sind

diese länger fit und gleichzeitig werden Effizienz und Produktivität

gesteigert. Mit welchen Maßnahmen sich dies in der betrieblichen

Praxis erreichen lässt, erfahren Sie zum Beispiel in den Beiträgen auf

Seite 6 und 34.

Eine nachhaltige Lektüre wünscht Ihnen

Das

nach da?

Läuft.

Martina Laun

Redakteurin

m.laun@vfmz.de

Wir beraten Sie gerne.

www.haro-gruppe.de


INHALT

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RUBRIKEN

03 Editorial

05 BETRIEBSFORUM Termine und Aktuelles

42 Impressum

TITELBILD

Demag Cranes & Components,

Wetter

Intralogistik: Wie kamerabasierte

Sensoren zu weniger

14Stillstand verhelfen

METAV 2020: Mit Vernetzung

und digitalem Know-how zu

22neuen Geschäftsmodellen

INTRALOGISTIK

06 TITEL Flurfreie Förder- und Handhabungstechnik optimiert

Montageabläufe

10 Prozessoptimierung mit Aluminium-Überstiegen und -Laufstegen

12 Robuste und ergonomische Mobil-Computer für Lageranwendungen gesucht

14 Turmlagersystem im Zentrum der Blechbearbeitung

16 Produktneuheiten zur LogiMAT

FERTIGUNGSTECHNIK

18 INTERVIEW Auswuchttechnik wird fit für Industrie 4.0

20 Mit universellem Schraubprüfstand vielfältige Verbindungen sicher

beherrschen

22 METAV 2020 und WZL: Mit Vernetzung und digitalem Know-how zu neuen

Geschäftsmodellen

24 Retrofit für Unterrichtsmaschinen einer Berufsfachschule für

Feinwerkmechanik

25 Produktneuheiten zur METAV

MONTAGE- UND HANDHABUNGSTECHNIK

28 SPEZIALEINSATZ Neue Chancen für Einzelhandel und Gastronomie

durch Low-Cost-Roboter im Wunschdesign

29 Produktneuheiten

Betriebstechnik: Wie sich

Produktionsanlagen

30effektiv reinigen lassen

BETRIEBSTECHNIK

30 Leistungsstarke Technik für die Reinigung von Produktionsanlagen

32 Predictive Maintenance in der Druckluftversorgung durch cloudbasierte

Zustandserfassung

34 Tipps für eine optimale Beleuchtung in Büros und Industriehallen

35 Produktneuheiten

SPECIAL: ADDITIVE FERTIGUNG

36 Wie der 3D-Druck die Zahntechnik revolutioniert

38 Griffe für Schieberdrehgeräte werden jetzt additiv gefertigt

40 Produktneuheiten

Special: Additive Fertigung

Wie 3D-Druck die Zahntechnik

36revolutioniert


BETRIEBSFORUM

igus initiiert Recycling-Programm für

Energie- und Schleppketten

Was passiert, wenn die maximale Lebensdauer einer Kunststoff-

Energie- oder Schleppkette erreicht ist? Zumeist wird sie mit anderen

Kunststoffabfällen einfach entsorgt und verbrannt. Mit dem „igus

green chainge recycling program“ geht der motion plastics Spezialist

igus nun einen neuen Weg. Das Ziel des Programms ist es, den

Kunststoff der Energie- und Schleppketten zu recyceln, wieder zu

verwenden und somit einem Wertstoff-Kreislauf zuzuführen. Dazu

können Anwender ihre ausrangierten, gereinigten Kunststoffketten

an igus schicken – unabhängig vom Hersteller der Kette. Anschließend

werden die Kunststoffe nach Materialtypen sortiert, gereinigt,

geschreddert und verpackt. Danach können sie von igus oder anderen

Unternehmen für die Produktion hochwertiger technischer

Produkte wieder verwendet werden. Der Kunde erhält im Gegenzug

einen igus-Gutschein in Höhe von 0,78 Euro/kg. „igus nimmt

sich der Verantwortung an und leistet mit dem igus chainge recycling

program einen Beitrag zur Reduzierung von Kunststoff-Müll

und zur Verbesserung des Recylings“, stellt igus-Geschäftsführer

Frank Blase heraus und ergänzt: „Das Thema ist nicht neu für uns.

Als weltweit größter Hersteller von Kunststoff-Energieketten

verwerten wir bereits heute 99 % des in der Produktion anfallenden

Kunststoffabfalls

als Re-Granulat wieder.

Das chainge Programm

ist der nächste

wichtige Schritt in

Richtung nachhaltiges

Wirtschaften.“

Hermle kündigt Hausausstellung an

Traditionell lädt die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG im

Frühjahr am Firmenstandort in Gosheim zur Hausausstellung mit

Sonderschau ein. Vom 22. bis 25. April wird auch in diesem Jahr das

gesamte Produktspektrum aus den Baureihen Performance-Line

sowie High-Performance-Line im Technologie- und Schulungs zentrum

des Werkzeugmaschinenspezialists unter Span stehen. Zahlreiche

Bearbeitungslösungen

aus den verschiedensten

Branchen

setzen die Leistungsfähigkeit

der Hermle-

Produkte anschaulich

in Szene.

Aktuelle Trendthemen

wie Smart Factory, Industrie

4.0, UMATI und

Digitalisierung in Verbindung

mit Hermle eigenen

digitalen Bausteinen, der intuitiven Steuerungsoberfläche

„Navigator“ oder dem konfigurierbaren Home-Bildschirm ziehen

sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung.

Parallel zur Präsentation des Hermle-Portfolios bieten rund 50 namhafte

Aussteller aus den Bereichen Werkzeugtechnik, CAD/CAM,

Messtechnik und Steuerungstechnik einen Mehrwert für Besucher.

So können sie sich in der Sonderschau einen aktuellen Überblick

über das Umfeld der Fräs- und Drehtechnologien verschaffen.

www.hermle.de

www.igus.de

Denios-Academy erweitert Seminarangebot

um Abfallentsorgung

Für die fachgerechte Entsorgung von besonders gefährlichen Abfällen

gibt es umfangreiche Vorschriften und Regelungen. Doch

welche Pflichten haben Erzeuger wirklich im konkreten Einzelfall?

Wie sind gefährliche Abfälle korrekt für

die Entsorgung einzustufen? Und was ist

bei der gesetzeskonformen Zwischenlagerung

auf dem Betriebsgelände zu

beachten? Diese und weitere Fragen

beantwortet Denios, der Spezialist im

betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutz,

mit neuen Seminarbausteinen

zur Abfallentsorgung in der hauseigenen

Schulungs-Academy. Mit dem Seminar

„Abfallrecht und Kreislaufwirtschaftsgesetz“

erhalten Abfallbeauftragte und

Fachkräfte aus den Unternehmen ab

sofort von Experten einen umfassenden Überblick über die gesetzlichen

Grundlagen, ergänzt um Anwendungsbeispiele für den

gesetzeskonformen Umgang mit Gefahrstoffen als Abfall im Betrieb.

Darauf aufbauend werden mit dem Seminar „Einstufung und

Klassifizierung von gefährlichen Abfällen“ weitere wertvolle Praxistipps

vermittelt.

Die Denios-Academy bietet jährlich mehr als 400 Spezialseminare

rund um Arbeitssicherheit mit vielen Live-Experimenten an.

Mehr als 6 000 Teilnehmer werden jedes Jahr mit Experten-Knowhow

in ihrer beruflichen Praxis abgeholt und geschult.

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Besuchen Sie uns auf der LogiMat:

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Nach der Umstellung auf Linienmontage wurde für die

Handhabung von Lasten das modulare Leichtkransystem

KBK von Demag installiert

Effizienz auf ganzer Linie

Flurfreie Förder- und Handhabungstechnik optimiert Montageabläufe

GEA zählt zu den führenden

Anbietern industrieller Kältetechnik

und Klimaregelung. Wegen hoher

Nachfrage baut das Unternehmen

die Kapazität der Produktion am

Standort Berlin stetig aus. Zuletzt

hat das Unternehmen beispielsweise

zwei Montagelinien

installiert und sie mit flurfreier

Förder- und Handhabungstechnik

von Demag ausgestattet.

Verdichter oder auch Kompressoren gelten

als das Herz industrieller Kälteanlagen.

In ihnen wird das gasförmige Kältemittel

aus dem Verdampfer auf einen hohen Druck

komprimiert, bevor es im Kondensator wieder

verflüssigt wird, um es anschließend erneut

einzuspritzen und wieder zu verdampfen.

„Bis 2012 haben wir die Verdichter nach

Die Krananlage ist mit den verschiedenen Baufortschritten

mitgewachsen und wird für vielfältige Aufgaben eingesetzt

dem Prinzip der Boxmontage montiert. Das

bedeutete, dass wir alle Bauteile zu einer

Fertigungsinsel transportieren mussten.

Dazu setzten wir Elektro-Ameisen und bei

schwereren Teilen Gabelstapler ein“, erinnert

sich Hanno Heim, ehemaliger Produktionsleiter

bei GEA. Das brauchte nicht

nur mehr Platz für Fahrwege, sondern war

mitunter auch mit Wartezeiten verbunden,

wenn ein benötigtes Flurförderzeug gerade

im Einsatz war.“

Linien- statt Boxmontage

Seit der Einführung der ersten Linienmontage

im Jahr 2012 werden Material und Ressourcen

taktgerecht an der Linie bereitgestellt.

Der Verdichter wird auf einem Tisch

montiert und über eine Rollbahn zu den

einzelnen Takten geschoben. Die gesamte

Montage mit insgesamt vier Takten wird

von einem Monteur durchgeführt, wobei

jeder Takt etwa eine Stunde Arbeitszeit umfasst.

Für die Handhabung von Lasten ist

über die gesamte Linie das modulare

Leichtkransystem KBK von Demag installiert.

Die KBK-Hängekrane erlauben einen

flurfreien, sicheren Transport von Lasten

bis zu 3 200 kg.

Der bewährte Kranbaukasten KBK ermöglicht

kundenspezifische Anwendungen

nach Maß – von einzelnen Arbeitsplatzlösungen

bis zur intralogistischen Komplettausstattung.

Zudem sind Anpassungen an

bestehende Innenräume und nachträgliche

Erweiterungen problemlos realisierbar. Eigenschaften,

von denen auch GEA profitiert.

So installierte der Anlagenhersteller

die erste Montagelinie in einer bestehenden

Halle. Die auf einem Stahlgestell montierte

6 Der Betriebsleiter 3/2020


TITEL I INTRALOGISTIK

Krananlage ließ sich an die vorhandene

Gebäudehöhe anpassen. Die Tragfähigkeiten

der installierten Krane variieren von

1 000 kg am Linienanfang bis zu 2 000 kg am

Linienende, um den fertig montierten Kompressor

heben zu können.

Innerhalb der Linie transportiert der Anwender

mit dem Kran Bauteile von der

Transportpalette auf den Montagetisch

oder hebt weitere Bauteile zur Montage in

den Verdichter. „Mit dem Kransystem verfügen

wir über eine sehr große Spannbreite

über den Montagetischen und können auch

Bauteile außerhalb der Linie aufnehmen.

Außerdem sind wir flexibel und jeder Monteur

hat seinen eigenen Kran in jedem Takt.

Keiner muss auf den anderen warten“, betont

Hanno Heim die Vorteile des Systems.

Sukzessive Erweiterung und

Kapazitätsausbau

Die Entscheidung für Demag fiel aufgrund

der positiven Erfahrungen in bestehenden

Einsätzen, insbesondere aber auch aufgrund

der einfachen Erweiterbarkeit des

Systems. Denn bereits 2014 installierte GEA

eine weitere Montagelinie für kleinere Verdichter

– diesmal wegen der kleineren Gewichte

mit einem Kransystem mit einer

durchgehenden Tragfähigkeit bis 800 kg

Auf den

Punkt gebracht

Mit dem Leichtkransystem KBK bietet

Demag einen modularen Systembaukasten,

mit dem sich Hängekrane, Hängebahnen,

Säulen- und Wandschwenkkrane individuell

konfigurieren und auch kombinieren lassen. Neben

leichtgängigen Fahrwerken und systemeigenen

Aufhängungen gehören u. a. auch Schwenkscheiben

und Weichen zum umfangreichen Programm.

Das geringe Eigengewicht der KBK-Hängekrane

bewirkt einerseits eine hohe Tragfähigkeit von

bis zu 3 200 kg, andererseits die leichte und

trotzdem sichere Handhabung durch

den Anwender.

und einer manuell zu bewegenden Laufkatze.

Die Anwendung des Krans per Hand ist

leicht und ergonomisch für den Anwender.

Im weiteren Schritt installierte GEA eine

neue Dichtigkeits- und Festigkeitsprüfanlage.

Hier wird jeder Kompressor auf Dichtigkeit

und Qualität überprüft und dazu per Kran in

ein Wasserbad gehängt und anschließend

auf den Prüfstand gestellt. Zunächst wurde

die erste Montagelinie um 20 m verlängert,

im nächsten Erweiterungsschritt kam eine

Prüfstands- und Farbgebungsanlage dazu.

Dann erweiterte GEA Refrigeration auch die

zweite Montagelinie für kleinere Kompressoren

um 15 m.

„Inzwischen haben wir unsere Montage

in fünf Schritten sukzessive erweitert und

sind aktuell bereits an der nächsten Verlängerung.

Die Krananlage ist mit den verschiedenen

Baufortschritten mitgewachsen

und wird für vielfältige Aufgaben eingesetzt.

Das modulare System hat sich für uns

schon vielfach bewährt“, erklärt Hanno

Heim zufrieden.

Die Installation der Krane am Berliner

Standort der GEA und die Erweiterung

der Anlage während des laufenden

Betriebs verlief ohne Probleme.

Äußerst stabile Geradestücke des

Systems KBK II-H sorgen für Aufhängeabstände

von mehr als sechs

Metern, sodass auf zusätzliche

Hilfskonstruktionen in vielen Fällen

verzichtet werden konnte. Die freistehende

Fläche wird somit bestens

genutzt.

Kombination unterschiedlicher

Kransysteme

„Wir haben in anderen Bereichen hier im

Hause auch Säulenschwenkkrane im Einsatz.

Diese sind naturgemäß beschränkt auf

einen bestimmten Aktionsradius. Mit der

Brückenkrananlage haben wir in der Montagelinie

ein durchgängiges System mit

mehreren Kranbrücken, das wir individuell

nach unseren Anforderungen erweitern

können“, begründet Hanno Heim die Investitionsentscheidung.

Besonderheit des KBK-Systems: Nahe-zu

alle Profile sind innerhalb einer Krananlage

kombinierbar. Neben sechs unterschiedlich

01 Die Steuerung des Krans per Steuerschalter

ist leicht und ergonomisch für den Anwender


INTRALOGISTIK I TITEL

große Stahlprofilen hat der Baukasten auch

Aluminiumprofile zur Auswahl. Für die Anforderungen

bei GEA hat Demag ein Einträger-Hängekransystem

mit KBK II-Profilen

in einem Stahlgestell installiert. Die Geschwindigkeit

des eingesetzten Hebezeugs,

des Kettenzugs DCS-Pro, kann stufenlos

geregelt werden. Mit seiner Hilfe lassen sich

Einbauvorgänge und Fügeprozesse sehr

präzise steuern und somit sanft und sicher

heben, senken und positionieren. Die hochwertige

Pulverbeschichtung der Aluminiumbauteile

des Kettenzuges sorgt für einen

guten Korrosionsschutz.

„Für die größere Linie haben wir maschinell

angetriebene KBK Zweiträgerkrane

montieren lassen, die über einen elektrischen

Fahrmotor betrieben werden. Für die

kleinere Linie haben wir manuell bedienbare

Brückenkrane installiert, die wirklich sehr

leicht per Hand zu bedienen sind“, bestätigt

Hanno Heim. Ein weiterer Vorteil des KBK-

Systems sind die aufeinander abgestimmten

Anschlussmaße und Profilverbindungen,

wodurch eine schnelle und problemlose

Inbetriebnahme gewährleistet ist.

Transportprozesse optimiert und

Montagezeiten reduziert

Im Laufe der vielen Projektschritte ist die

Zusammenarbeit mit Demag für Hanno Heim

zu einer Partnerschaft geworden: „Die langjähre

Zusammenarbeit mit Demag ist sehr

gut, so dass wir auch den Aufwand mit der

Installation während des laufenden Betriebs

zusammen sehr gut gemeistert haben.

Das ging Hand in Hand, wir haben beim

Transport der langen Stahlträger geholfen

und die Bauteile mit unserem Gabelstapler

für die Demag-Monteure in die entsprechende

Höhe gehoben oder auch Hebebühnen

zur Verfügung gestellt. Andererseits

wurde bei den Arbeiten auch immer

Rücksicht auf die laufende Produktion genommen.“

„Die Montagelinie ist nun frei von flurgebundenen

Transportgeräten“, freut sich

Hanno Heim, „die Elektro-Hubwagen nutzen

wir nur noch, um die freien Montagetische

– nachdem wir die fertigen Kompressoren

per Kran für den Versand bereitgestellt

haben – vom Ende der Linie wieder

zum Start zurückzubringen.“ Durch den

Verzicht auf Fahrzeuge innerhalb des Betriebes

konnte das Unfallrisiko reduziert

und so die Sicherheit für die Mitarbeiter

verbessert werden.

Mit der Umstrukturierung der Montage

auf Linienfertigung im Takt und der Umstellung

der Transportprozesse mit der Krananlage

hat GEA die Montagezeiten pro Kompressor

um gut ein Drittel reduziert. Aktuell

fertigt der Hersteller über die beiden Montagelinien

zwischen 1 400 und 1 500 Kompressoren

pro Jahr im Einschichtbetrieb. „Über

die reine Kapazitätserweiterung und Leistungssteigerung

hinaus haben wir auch die

Prozesse zur Dichtigkeits- und Festigkeitsprobe

sowie Prüfstände und Lackiererei mit

in derselben Halle untergebracht. Das erspart

uns Transportwege zwischen den Abteilungen,

Zeit und Platz – und damit letzten

Endes Kosten“, resümiert Hanno Heim zufrieden

und würde sich jederzeit wieder für

Demag als Kranpartner entscheiden.

Bilder: Demag

LogiMAT: Halle 7, Stand B21

www.demagcranes.de

02 Die Tragfähigkeiten der Krane variieren

von 1 000 kg am Linienanfang bis zu 2 000 kg

am Linienende, um den fertig montierten

Kompressor heben zu können

Ein Piiiiieeeep für mehr Sicherheit.

Bei ausgelaufenen Gefahrstoffen minimiert eine frühzeitige Reaktion Ihr Unfallrisiko,

Gesundheitsgefahren, Folgekosten und rechtliche Konsequenzen.

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INTRALOGISTIK

Kugelrollen: nützliche kleine Helfer

Mit hochwertigen Maschinenelementen innerbetriebliche

Materialflüsse effizienter gestalten?

Wie das geht, zeigt Dr. Tretter auf der LogiMAT.

Dort präsentiert der Hersteller u. a. sein umfangreiches

Programm an Kugelrollen. Die Kugelrolle

besteht aus der Laufkugel und einer Vielzahl

kleiner Tragkugeln. Eine gehärtete Tragschale dient

als Laufbahn. Durch diese Konstruktion kann die Laufkugel

reibungsarm in alle Richtungen rotieren. Die Tragkugeln wälzen

sich bei der Drehung der Laufkugel in der Schale ab. Mehrere

Kugelrollen sind auf einer Ebene angeordnet. Das ermöglicht ein

müheloses Drehen oder Verschieben auch von

schweren Lasten – je nach Baugröße bis 14 t.

Anwendung finden sie unter anderem an Kugelrolltischen,

Rollenbahnen, Hebebühnen oder

Drehtischen. Das Lieferprogramm von Dr. Tretter

umfasst Stahlblech- und Saturn-Kugelrollen,

Massiv-Kugelrollen und Topfrollen, Schwerlast-,

gefederte und Boden-Kugelrollen sowie Transportroller.

LogiMAT: Halle 1, Stand L12

www.tretter.de

LogiMAT 2020: Zukunftsfähige Lösungen

für eine effiziente Intralogistik

Mit mehr Ausstellern als je zuvor und einem komplett

belegten Messegelände vermeldet die LogiMAT 2020 bereits

vor ihrer Eröffnung am 10. März erste neue Rekorde. In allen

Ausstellungsbereichen kann das Fachpublikum erneut

zahlreiche Weltpremieren in Augenschein nehmen. Über

1 650 internationale Aussteller aus aller Welt präsentieren

in Stuttgart die jüngsten Innovationen und zukunftsfähigen

Lösungen für eine

intelligente Steuerung

moderner Prozesse

in der Intralogistik.

Über alles, was Performance

und Zukunftsfähigkeit

der Intralogistik

auf dem Weg der

digitalen Transformation

ausmacht,

informiert die

LogiMAT, 18. Internationale Fachmesse für Intralogistik-

Lösungen und Prozessmanagement vom 10. bis 12. März

2020 auf dem Stuttgarter Messegelände. „Das Thema Digitalisierung

ist in den Unternehmen inzwischen angekommen“,

urteilt LogiMAT-Messeleiter Michael Ruchty vom Münchner

Veranstalter Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH. „Jedoch

zögern viele Unternehmen bei der konkreten Umsetzung der

digitalen Transformation, das belegen eine Vielzahl aktueller

Untersuchungen. Viele Entscheider sind sich bei den Technologieentwicklungen

noch nicht im Klaren darüber, wohin die

Reise geht. Sie haben hohen Informationsbedarf und halten

sich mit ihren Investitionen bei den Lösungsangeboten

entsprechend zurück.“

Vor dem Hintergrund dieser Anforderungen erfüllt die

LogiMAT als eine führende Plattform der Intralogistik ihre

Aufgabe in doppelter Hinsicht: Die Exponate ihrer Aussteller

– darunter zahlreiche Weltpremieren – repräsentieren einen

Querschnitt durch das aktuelle Lösungsspektrum der

führenden Entwickler und Anbieter. Parallel dazu bietet

das bewährte Rahmenprogramm mit hochkarätig besetzten

Foren, der Vorstellung von Best-Practice-Projekten und

aktueller Forschungsansätze sowie mit zahlreichen

Unternehmenspräsentationen ein nachhaltiges Informationsangebot

für die zukunftsfähige Ausrichtung der Intralogistik.

Dementsprechend lautet das Motto der LogiMAT 2020:

„Intralogistik aus erster Hand|Visionen – Innovationen –

Lösungen“.

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Der Betriebsleiter 3/2020 9


INTRALOGISTIK

Über die „Brücke“ schneller zum Ziel

Prozessoptimierung mit Aluminium-Überstiegen und -Laufstegen

Stufen auf beiden Seiten, bereits im Standardprogramm

lässt sich eine lichte Höhe

von bis zu rund 2,60 m übersteigen. Die Gesamttrittfläche

der Plattform wurde vergrößert

und beträgt jetzt insgesamt 910 mm.

Sie ist im 200-mm-Raster bis auf eine lichte

Weite von rund 2 400 mm erweiterbar. In

der Breite gibt es drei unterschiedliche Maße:

600, 800 und 1 000 mm. Serienmäßig

verfügen die Überstiege zudem über ein

einseitiges Systemgeländer (40 mm Rohdurchmesser),

können aber auch mit beidseitigem

Handlauf und in fahrbarer Ausführung

bestellt werden.

Neuer Produktkonfigurator

Ein kleiner Schritt im Arbeitsalltag

– ein großer Schritt zur Prozessoptimierung:

Überstiege und

Laufsteganlagen verkürzen die

Wege in der Fertigung, im Lager

sowie im Außenbereich und sorgen

so dafür, dass die Produktivität

nicht auf der Strecke bleibt.

Der richtige Überstieg am richtigen Platz

ist Prozessoptimierung pur. Unsere

Kunden senken so ihre Produktionskosten,

denn sie können voll auf automatisierte

Fertigungsabläufe setzen und trotzdem sicher

sein, dass das Bedienpersonal schnell

und ohne große Umwege von A nach B

kommt. Das spart Zeit und Geld und sorgt

für ein Höchstmaß an Arbeitssicherheit“,

sagt Ferdinand Munk, Geschäftsführer der

Günzburger Steigtechnik GmbH.

Der Spezialist für Steigtechnik hat seine

Überstiege, aber auch Treppen und fahrbare

Plattformtreppen jüngst überarbeitet.

Dank ihres neuen modularen Aufbaus können

diese nun bei Bedarf flexibel verändert

und erweitert werden und dank Hülsenmuttern,

die T-Nutschrauben ersetzen,

funktioniert auch die Montage so schnell

wie nie zuvor. Darüber hinaus sind die

Überstiege, Treppen und Plattformtreppen,

die eine neue, moderne Optik aufweisen,

nun bereits in der Standardausführung mit

Idealstopp-Rollen ausgestattet.

Beläge frei wählbar

Die Einsatzbereiche der Überstiege aus

Günzburg sind vielfältig und genauso breit

gefächert sind auch die Lösungen, die von

dem Qualitätshersteller angeboten werden.

Für jede Anforderung gibt es den passenden

Überstieg. Und wie bei Aluminium-Industrietreppen

sind auch bei den Überstiegen

und Laufsteganlagen die Beläge für Trittund

Standflächen frei wählbar. Stahl-Gitterroste

sind etwa im Außenbereich sinnvoll,

weil sie eine hohe Rutschsicherheit bieten

und Schmutz und Schnee durchs Raster fallen

können. Geriffeltes Aluminium eignet

sich dagegen für den Einsatz in Produktions-

und Lagerhallen oder etwa Werkstätten.

Und Lochbleche und Gitterroste aus

Aluminium empfehlen sich bei hohen Hygienestandards,

also etwa in Lebensmittellagern.

Wie auch die Korundbeschichtung des

Unternehmens erfüllen diese den strengen

R13-Standard für Rutschhemmung und sorgen

somit auch in nassen, ölverschmierten

und staubigen Arbeitsbereichen für einen

sicheren Tritt und Stand.

Die Überstiege der Günzburger Steigtechnik

sind standardmäßig in der benutzerfreundlichen

Version mit einem Steigwinkel

von 45 Grad oder in einer steileren

Ausführung mit 60-Grad-Winkel erhältlich.

Je nach Einsatzzweck und zu übersteigender

Höhe haben sie zwischen drei und elf

Den zu ihren Anforderungen perfekt passenden

Überstieg, Treppen und fahrbare

Plattformtreppen können sich Kunden der

Günzburger Steigtechnik jetzt auch online

und mit nur wenigen Klicks selbst zusammenstellen:

Möglich macht das der neue

Produktkonfigurator, der die Top-Kundenbetreuung

von Mensch zu Mensch ergänzt

und sich durch seine einfache und intuitive

Bedienung auszeichnet. Schritt für Schritt

werden die gewünschten Maße, Ausführungen

und Zubehörteile eingegeben. Das

Ergebnis wird via drehbarem 3D-Modell

und Maßzeichnung in Echtzeit dynamisch

dargestellt und nach dem Speichern wird

sofort ein Angebot samt Zeichnung per E-

Mail zugestellt.

Laufstege in Modulbauweise

Die Günzburger Steigtechnik bietet auch

ihre Laufsteganlagen in Modulbauweise

und im Baukastensystem an, sodass sich

Anwender die für sie passenden Systeme

besonders komfortabel und kosteneffizient

individuell zusammenstellen können. Die

Laufstegmodule sind in drei Längen (1 260,

1 860 und 3 060 mm) erhältlich und lassen

sich frei miteinander kombinieren. Die Höhe

der Plattform kann im Bereich von 1,25

bis 3,0 m frei gewählt werden. Jedes Modul

ist 850 mm breit und besteht aus einer Plattform,

einem Stützteil und zwei starren

1 100 mm hohen Geländern. Als Plattformbeläge

bietet das Unternehmen bei seinen

Modulen Aluminium geriffelt und Stahl-

Gitterrost an.

Bild: Günzburger Steigtechnik

LogiMAT: Halle 3, Stand C09

www.steigtechnik.de

10 Der Betriebsleiter 3/2020


ICE02-19.000.L1

Time for the new standard

Die Komplettlösung für Ihren Schaltschrank

COMPLETE line ist ein System aus technologisch führenden, aufeinander abgestimmten

Hard- und Software- Produkten, Beratungsleistungen und Systemlösungen für die

Optimierung Ihrer Prozesse im Schaltschrankbau. Für Sie werden Engineering,

Beschaffung, Installation und Betrieb so deutlich einfacher.

Mehr Informationen unter phoenixcontact.com/completeline


INTRALOGISTIK

MDE direkt ins SAP

Robuste und ergonomische Mobil-Computer für Lageranwendungen gesucht

Die BASF in Düsseldorf suchte

Terminals für Gabelstapler sowie

Handscanner und Ex-geschützte

Tablets für Lageranwendungen.

Die wichtigsten Anforderungen

an die MDE-Geräte waren die

Industrietauglichkeit, die

Ergonomie und die Kompatibilität

mit dem SAP-ERP-System.

Die BASF Personal Care & Nutrition

GmbH entwickelt, produziert und vermarktet

ein breites Sortiment an Inhaltsstoffen

für die Kosmetikindustrie sowie für

Haushalts- und Industriereiniger auf der

Basis von nachwachsenden Rohstoffen. Für

die umfangreichen Lagerbewegungen sollten

zeitgemäße Geräte für die mobile Datenerfassung

eingeführt werden. „Wir hatten

konkrete Anforderungen an die Technik,

an die Ergonomie und an den Support

der Geräte“, berichtet Marius Hermsen,

Team Lead für Application Systems und

Warehousing bei BASF Personal Care and

Nutrition.

Konkrete Anforderungen an

Technik, Ergonomie und Support

Die Lageranwendungen wie Warenvereinnahmung,

Warenumfuhren, Warenbereitstellungen

oder Inventuren werden bei

BASF über SAP-Standard-Funktionen und

in einem Warehouse-Managementsystem

bearbeitet. Mit den neuen Geräten sollte

die Kommunikation nicht mehr auf Basis

eines veralteten Netzwerkprotokolls, sondern

auf zukunftsfähige Radio-Frequency-

Lösungen (RF) umgestellt werden. Ziele

waren sichere Verbindungen und geringere

Kosten durch den Wegfall von Middleware-

Servern.

Zur direkten Anbindung an das SAP-System

erforderte die SAP-ITS-Funktion (Internet

Transaction Server) die Eignung der Geräte

für Web-Applikationen mittels Industrie-Webbrowsern.

Außerdem ging es um

die Kompatibilität zum Produktions-WLAN

mit Wi-Fi Protected Access 2 (WPA2), die sichere

Authentifizierung mit einem Pre-

Shared-Key (PSK), und die Handscanner

sollten sich per Bluetooth mit dem Stapler-

Terminal verbinden. Zusätzlich stand ein

Support der Geräte von mindestens fünf

Jahren auf der Anforderungsliste.

Der Team Lead für Application Systems

und Warehousing betont die Anforderungen

an die Ergonomie: „Bei den Stapler-Terminals

benötigen wir für die Bedienbarkeit

der SAP-Dialoge ein erweitertes Sichtfeld

von wenigstens 10 Zoll. Per Touchscreen

nutzen die Mitarbeiter Funktionen wie einen

Info-Button, wenn beispielsweise eine

Palette auf einem gesperrten Platz abgestellt

wurde. Wir brauchen außerdem Platz

für weitere Zusatzfunktionen wie den Klärfall-Button

für eine Störungsmeldung an

SAP, wenn sich eine Palette nicht am registrierten

Platz befindet. Diese Informationen

sollen dann direkt in einem Arbeitsvorrat

des klärenden Mitarbeiters landen.“

Erfahrenes Auto-ID-Systemhaus

gesucht

Das BASF-Unternehmen suchte ein erfahrenes

Auto-ID-Systemhaus: „Wir benötigen

01 Für die umfangreichen Lagerbewegungen

suchte BASF zeitgemäße Geräte für die mobile

Datenerfassung

12 Der Betriebsleiter 3/2020


INTRALOGISTIK

einen guten und schnellen Support und

wollen nicht ständig nachhaken müssen. Einen

solchen Partner haben wir mit Aisci

Ident gefunden“, berichtet Marius Hermsen.

Aisci stellte für die Technikauswahl unterschiedliche

industrietaugliche MDE-Geräte

zur Verfügung und begleitete den Prozess

vor Ort. „Wir konnten unsere Erfahrungen

aus einer großen Zahl ähnlicher Industrieprojekte

einbringen“, erläutert Uwe Nolte

aus dem Vertrieb von Aisci Ident. Für Staplerterminals

empfiehlt er eine Mindestgröße,

damit SAP-Menus noch lesbar sind. Displays

über 12 Zoll sind nach seiner Erfahrung

für einen Stapler bereits zu groß und

behindern die Sicht. Für mobile Anwendungen

sind demnach Bluetooth-Hand-

02+03 Nach ausgiebigem Test entschied sich BASF für die Staplerterminals VMT 7012 von

ADS-Tec (links) und für den Funk-Handscanner PowerScan PBT 9500 (rechts) von Datalogic

scanner vorteilhaft, können von den Staplerfahrern

allerdings im Regal leicht liegen-

LOGIMAT 2020

10. – 12. März | Stuttgart, Halle 5, Stand A31

gelassen werden.

dungen und die Geschwindigkeit der Systemrückmeldungen

„Wir nutzen die ausgewählte Technik jetzt

Der Vertriebler von Aisci betont die Relevanz

untersucht. „Wir waren seit vielen Monaten und die MDE-Geräte

einer robusten Konstruktion von Geräten

angesichts der ständigen Erschütterungen

auf Gabelstaplern. Bei der Bedienung

mit den Testergebnissen sehr zufrieden. Zeitgemäße zeigen Arbeitsplätze sehr stabile für die Laufeigenschaften, moderne

und

Die gestellten Anforderungen wurden erfüllt“,

fasst Marius Hermsen die Ergebnisse Production stürzen“, und Ergonomie zeigt sich in Ihre Marius Produktionsprozesse.

Hermsen sehr

Industrieproduktion wir haben integrieren keine Probleme die Vorteile mit von Lean Systemab-

vom Stapler aus sei eine Leseentfernung von zusammen. BASF entschied sich für die zufrieden. „Neben der Technik sind für uns

3 bis 5 m zu beachten. Sollen auf dem Stapler

Etiketten erstellt werden, sei auch die und für den Funk-Handscanner PowerScan Testgeräten und die schnelle Hilfe bei auf-

Staplerterminals VMT 7012 von ADS-Tec

Unser Anspruch

der gute

dabei:

Support,

die bestmögliche

die große

Organisation

Flexibilität bei

von Mensch und Material und die Vermeidung von

Verschwendung. Unser Ansatz: Lean Ergonomics.

Stromversorgung

LEAN ERGONOMICS

des Druckers zu klären. So PBT 9500 von Datalogic.

tretenden Problemen mindestens genauso

DRIVEN BY BEST PRACTISE

spreche der starke Verschleiß der Ladekontakte

In den Gefahrstoff-Lagern gemäß ATEX- Infos und wichtig.“ Case Studies: So stellte sich im Praxisbetrieb he-

durch Praxis-Know-How die starken und Vibrationen Umsetzungskompetenz gegen Zone - Turn 2 dürfen ideas into ausschließlich productivity ATEX-zertifi-

www.treston.de/leanproduction

raus, dass bei den Schubmaststaplern die

eine Ladestation auf dem Stapler.

zierte Geräte eingesetzt werden. Auch hier Fahrgastzelle wie ein Faraday’scher Käfig

hatte Aisci eine Gerätevorauswahl für Tests

zur Verfügung gestellt. BASF wählte das

wirkt und den WLAN-Empfang zu stark einschränkt.

Zusammen mit Aisci konnte das

Dreimonatiger Testeinsatz mit

guten Ergebnissen

Treston_Der Betriebsleiter 2020_185x60mm_PRESS_X1a.pdf 1 12.02.2020 10:59:49

Nach dem ersten Testlauf wurden die Geräte

für einen Langzeittest ausgewählt. Im folgenden

3-monatigen Dauereinsatz ging es

vorrangig um die Alltagstauglichkeit, die Ergonomie

und die Systemstabilität. Dabei

wurden auch Abbrüche der WLAN-Verbin-

ATEX-zertifizierte Industrietablet AgileX

und den Bluetooth-Handscanner

BCS 3678 EX von Bartec aus. „Unsere Anforderungen

an die Technik wurden vollumfänglich

erfüllt. Wir mussten allerdings gemeinsam

mit Aisci zusätzlich nach einer

ATEX-geschützten Halterung suchen“, so

der Team Lead.

Problem gelöst werden, indem zeitnah externe

Antennen gesichtet, vor Ort getestet

und nachgerüstet wurden.

Bilder: BASF; Aisci Ident

LogiMAT: Halle 4, Stand D06

www.aisci.de

LOGIMAT 2020

10. – 12. März | Stuttgart, Halle 5, Stand A31

Zeitgemäße Arbeitsplätze für die moderne

Industrieproduktion integrieren die Vorteile von Lean

Production und Ergonomie in Ihre Produktionsprozesse.

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von Mensch und Material und die Vermeidung von

Verschwendung. Unser Ansatz: Lean Ergonomics.

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www.treston.de/leanproduction

Treston_Der Betriebsleiter 2020_185x60mm_PRESS_X1a.pdf 1

Der Betriebsleiter

12.02.2020

3/2020

10:59:4913


INTRALOGISTIK

Effizient hochstapeln

Turmlagersystem im Zentrum der Blechbearbeitung

Durch die Investition in ein Turmlager hat ein Hersteller von

Baubeschlägen die Sicherheit beim Handling von Blechen und somit

seine Effizienz erhöht. Zu den weiteren Vorteilen zählen platzsparende

Lagerungen, die Möglichkeit schneller Zugriffe auf Rohbleche, weniger

Materialbeschädigungen und mehr Ordnung.

Die Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG in

Telgte ist ein führender Hersteller von

hochwertiger Fenstertechnik, Türverriegelungen

und Zutrittsorganisation. Zu den

Kunden gehören Bauherren, Fenster- und

Türenbauer, Schlüsseldienste, Baubeschlagund

Bauelementehändler sowie Architekten.

„Wir verarbeiten ausschließlich Blechtafeln

im Mittelformat, mit denen wir unser

Produktspektrum abdecken“, so Dipl.-Ing.

Uwe Birwe, Leiter Industrial Engineering. Er

steht vor dem rund 6,5 m hohen, 4 m langen

und 3 m breiten Turmlager, das auf diese

Anforderung ideal zugeschnitten ist. Es hätte

nicht größer sein dürfen. Denn bereits bei

diesen Abmessungen sei der millimtergenaue

Einbau in den vorhandenen Raum eine

Herausforderung gewesen, erläutert er.

Nicht nur was die Abmessungen angeht,

erfüllt der von der Stopa Anlagenbau GmbH

entwickelte Stopa Tower Eco sämtliche Erwartungen,

die Winkhaus an die Investition

geknüpft hatte. „Wir profitieren von einem

hohen Raumnutzungsgrad, minimierten

Materialbeschädigungen und einem raschen

Zugriff auf Rohbleche. Hinzu kommen

ein deutlich verringerter Suchauf-

14 Der Betriebsleiter 3/2020


INTRALOGISTIK

01 Der Bediener lässt die Systempalette aus

dem Turm fahren und hebt die Blechtafeln mit

dem Kran ergonomisch ab

wand, basierend auf mehr Ordnung, und

ein kurzfristiger Return on Investment“,

zählt Birwe auf.

Am wichtigsten sei, wie Birwe betont, die

Sicherheit, für die der Stopa Tower Eco stehe.

Hierzu trage bei, dass sich die Tafeln definiert

lagern sowie sicher aufnehmen und

abgeben lassen. Da alle verwendeten

Blechsorten in Dicken von einem halben bis

8 mm zum Beispiel aus Edelstahl, Aluminium

oder hochfesten Stählen im Turmlager

vorgehalten werden, könne man darauf verzichten,

Bleche hochkant abzustellen.

Optimale Packungsdichte

Durch das Lager ersetzt das Familienunternehmen

neben einer Bodenstapelung

ein manuell zu bedienendes Schubladenregal,

in dem man Bleche bis in 2 m Höhe

untergebracht hatte. Laut Birwe kommt

man heute mit der Hälfte an Platzbedarf

aus und die Mitarbeiter sind körperlich

entlastet worden.

Das Turmlager, das an sechs Tagen in der

Woche in drei Schichten prozesssicher mit

einer Verfügbarkeit von nahe 100 % arbeitet,

hat seinen Betrieb Anfang Dezember

2018 aufgenommen. Birwe deutet auf den

Regalblock, der mit Längsverbindungen

und Diagonalaussteifungen im Rahmen sowie

mit einem rückseitigen Durchschiebeschutz

ausgerüstet ist. „Wir haben uns für

Festplatzlagerung und für ein festes Höhenraster

von 60 mm entschieden. Weil diese

Lösung zu den Bestellmengen unserer Bleche

passt, erreichen wir eine optimale Packungsdichte.“

Sollte Bedarf an einem Höhenraster

von 200 mm entstehen, um beispielsweise

höhere Ladegüter oder Paletten

bevorraten zu können, ließe sich der Regalblock

nachträglich mit einer Zweifachbeladehöhe

ausstatten.

Gabelstapler versorgen den Stopa Tower

Eco mit angelieferten Blechpaketen, die sie

auf die fixen Ablagestempel des Einlagerpodests

legen. Vorher gibt Lagerbediener Alex

Gutjahr am zentralen Anlagenterminal jeweils

die Nummer eines Fachs ein, um daraus

eine leere Systempalette anzufordern.

Die Steuerung lässt die ausgewählte Palette

daraufhin automatisch von ihrem Lagerplatz

auf die stationäre Hub- bzw. Lasttraverse

des Turmlagers herausfahren. Diese

senkt den Ladungsträger zwischen den

Stempeln des Podests ab, um die Tafeln

übernehmen zu

können, sobald der

Stapler sie abgesetzt

hat. Bei der

folgenden Einlagerung

kontrolliert eine

Lichtschranke,

ob die maximale

Beladehöhe eingehalten

wird. Gutjahr

selbst profitiert

ebenfalls von der

Lösung. „Das übersichtlich

strukturierte

Bedienfeld vereinfacht die Interaktion

mit dem Lager“, sagt er zufrieden.

Blechlager versorgt zwei

Stanz-Laser-Maschinen

Aus dem Blechlager versorgt das Unternehmen

zwei Trumpf Stanz-Laser-Maschinen

der Modelle TruMatic 6000 und 7000. Entnahmen

initiiert der Bediener, indem er die

Fachnummer der vorzulagernden Palette

eingibt und die Zustimmtaste betätigt, bis

die Entnahmeposition erreicht ist. Die angeforderten

Bleche entnimmt er mithilfe eines

Krans von der Palette, die auf der verschleißund

servicearmen Lasttraverse liegt. Die mit

einer Zieh- und Schiebeeinrichtung ausgestattete

Traverse, deren Funktionen betriebssicher

überwacht werden, erzielt pro

Minute Geschwindigkeiten von 8 m beim

Heben und 4 m beim Ziehen.

Zur optimalen, am täglichen Bedarf ausgerichteten

Verteilung der Blechsorten im

Lagerturm sind 40 Lagerfächer und Systempaletten

verfügbar. Die Ladungsträger

02 Die stationäre Lasttraverse des Turmlagers

hebt die Palette von den Stempeln des

Podests, um die Bleche einzulagern

sind für Nutzlasten von bis zu 1 200 kg ausgelegt.

Zudem hat Stopa sie mit Begrenzungsblechen

sowie mit einer selbsttragenden

Rahmenkonstruktion ausgerüstet, die

mit Längsträgern und Gleitschienen versehen

ist.

Das Stopa Tower Eco Turmlager ist mit einer

Kompaktsteuerung bzw. speicherprogrammierbaren

Steuerung einschließlich

LCD-Display und Touch-Bedienoberfläche

ausgestattet. Sollte ein Fehler auftreten,

wird er als Textmeldung angezeigt. Die Lagerverwaltung

läuft über das SAP-System

des Betreibers. „Den von Stopa angebotenen

Onlinebetrieb, der es ermöglicht, eine

Wir profitieren von einem hohen Raumnutzungsgrad,

minimierten Materialbeschädigungen

und einem raschen Zugriff

auf Rohbleche. Hinzu kommen ein deutlich

verringerter Suchaufwand basierend auf

mehr Ordnung und ein kurzfristiger Return

on Investment.

Dipl.-Ing. Uwe Birwe, Leiter Industrial Engineering

der Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG in Telgte

Auftragsliste mit bis zu zehn Fahraufträgen

automatisch abzuarbeiten, nutzen wir

nicht“, so Birwe. „Dafür sind unsere Aufträge

zu kleinteilig. In den meisten Fällen benötigen

wir nur eine Tafel.“

Fazit

Da von den circa 30 000 t Stahl, die Winkhaus

jährlich verarbeitet, rund 160 t auf Bleche

entfallen, ist die Investition in das Lager

als zukunftweisender Schritt zu werten. „Wir

haben den Markt analysiert und uns über

die Systeme anderer Hersteller informiert.

Das Stopa Turmlager entspricht hinsichtlich

Höhe, Kompaktheit, Wartungsfreundlichkeit

und Preis-Leistungs-Verhältnis unseren

Vorstellungen. Positiv ist außerdem, dass

das Mittelformat von 1 250 × 2 500 mm bei

Stopa im Gegensatz zu alternativen Anbietern

zum Standard zählt“, so Birwe abschließend.

Abgesehen davon ermöglicht das

Blechlager durch sein modulares Konzept

einen günstigen Einstieg in die automatische

Bevorratung von Flachgutmaterialien.

Bilder: Stopa

LogiMAT: Halle 1 Galerie, Stand OG58

www.stopa.de

Der Betriebsleiter 3/2020 15


INTRALOGISTIK

Akkubetriebene Reinigungsgeräte für

die Intralogistik

Auf der LogiMAT präsentiert

Kärcher wieder zahlreiche

Reinigungs- und Pflegelösungen

für die Zielgruppe Intralogistik.

Dazu gehören verschiedene

Akku-Geräte – etwa der Nass-/

Trockensauger NT 22/1 Ap Bp L,

der Rucksacksauger BV 5/1 Bp,

der Handstaubsauger HV 1/1 Bp.

Alle Geräte sind Teil des neuen, über 40 Geräte umfassenden

„Kärcher Battery Universe“. Akkubetriebene Geräte werden im

Bereich der Reinigung und Pflege zunehmend an Bedeutung

gewinnen. Zum einen erschließen sich neue Anwendungsmöglichkeiten,

da energieautark gearbeitet werden kann. Zum anderen

profitieren Anwender von

einer deutlichen Arbeitserleichterung.

Kabel

Anzeige

abrollen, Steckdose

suchen, Kabel aufrollen –

all diese Schritte werden

überflüssig, Stolperfallen

verschwinden, schwer

zugängliche Bereiche

sind einfach zu reinigen.

LogiMAT: Halle 10, Stand A31

www.kaercher.com

Einrichtung moderner Industriearbeitsplätze

Auf der LogiMAT steht bei der Hoffmann Group die Ausstattung

moderner Industriearbeitsplätze im Mittelpunkt. Das Gestaltungskonzept

der Betriebseinrichtungsserie Garant GridLine folgt den

Prämissen „Ergonomie, Effizienz, Emotion“ und basiert auf standardisierten

Außenmaßen und einem einheitlichen Maßraster.

Dadurch passen Werkbänke, Werkstattschränke und -wagen,

Workstations und Zubehör

nach dem Baukastenprinzip

perfekt zusammen und lassen

sich vielfältig kombinieren.

Zusätzlich zeigt die Hoffmann

Group auf der LogiMAT ihre

Waren- und Werkzeugausgabeautomaten

aus der Produktfamilie

Garant Tool24.

Diese sind als Schubladen-, Vertikal- oder Einzelausgabeschrank

erhältlich und können modular miteinander kombiniert, beliebig

angeordnet und zu einem Gesamtsystem mit zentraler Steuerungs -

einheit zusammengeschlossen werden. Auch die Einbindung

von Kardex Remstar Liftsystemen und Umlaufregalen ist möglich.

Garant Tool24 übernimmt in diesem Fall die komplette Steuerung

der Kardex Remstar-Systeme inklusive Funktionen wie „Pick by

Light“. Die neueste Softwareversion von Garant Tool24 bietet

außerdem eine zentrale Datenbank zur effizienten und zentralen

Verwaltung von Benutzern und Artikeln über mehrere Systeme

hinweg.

LogiMAT: Halle 5, Stand D47

www.hoffmann-group.com

Be- und Entladung von Routenzügen

leicht gemacht

Der Hamburger Intralogistiker Still bietet neben verschiedenen

Elektroschleppern mit dem Still LiftRunner ein komplettes Routenzugsystem

aus verschiedenen Rahmen und Trolleys an. Neben

Palettentrolleys für Großladungsträger werden zunehmend Kleinladungsträger

auf Regaltrolleys transportiert. Still hat deshalb das

Programm an Routenzug-Komponenten um eine Reihe an standardisierten

Regaltrolleys mit diversen Ausstattungsoptionen erweitert

und den elektrischen 4-Wege-Hubwagen Still TrolleyMover 4W 15

für die Be- und Entladung von LiftRunner Rahmen entwickelt.

LogiMAT: Halle 10, Stand B41

www.still.de

VARIOGATE.COM

WWW.VARIOGATE.COM

Haagh Protection BV, NL

Info@haagh-protection.com

Impulse in Richtung Digitalisierung

der Hebetechnik

Auf der LogiMAT gibt der Vakuum-Spezialist Schmalz Impulse in

Richtung Digitalisierung der Hebetechnik. Mit dem kollaborativen

Seilbalancer SRBC demonstriert Schmalz den Nutzen digitaler

Technologien für die manuelle Handhabung. Sensoren erfassen

Bewegungsimpulse, die mithilfe von Motoren direkt unterstützt

werden. Anwender können Arbeitsbereiche definieren, deren vorgegebene

Grenzen der SRBC automatisch einhält. Zudem erkennt

der Seilbalancer, welcher Greifer angeschlossen ist und folgt den

entsprechend freigegebenen Bewegungsmustern. Er erkennt, wo

und ob Objekte abgelegt werden dürfen und erfasst wichtige Prozessparameter

– eine Grundvoraussetzung für Funktionen wie Predictive

Maintenance. Damit ist der smarte Heber bereit für den Einsatz

in der digitalen Fabrik.

Ein Highlight am Messestand

wird auch der Leichtbaugreifer

SLG für Cobots sein.

Anwender konfigurieren ihn

online entsprechend ihrer

Handhabungsaufgabe. Das

Programm übermittelt die

Konstruktionsdaten direkt an

den 3D-Druck-Service. Am

Ende erhält der Anwender einen gewichtsoptimierten und eigens

für den Einsatz an Cobots entwickelten Greifer, der ihm den Weg

zur Automatisierung individueller Handhabungsaufgaben ebnet.

LogiMAT: Halle 7, Stand C05

www.schmalz.com


Die anwendungstechnische Beratung steht im Mittelpunkt

Auf der diesjährigen LogiMAT präsentiert sich die AMI Förder- und Lagertechnik GmbH gleich

zweimal. In Halle 3 geht es um das Produktprogramm eigengefertigter Komponenten und Module

sowie deren Zusammenspiel und die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung innerhalb automatisierter

Intralogistikanlagen. In Halle 1 stehen die Experten zur Verfügung,

wenn es um Fragen zur Planung und Realisierung

automatisierter Intralogistik, die Integration von Robotersystemen

wie beispielsweise zum Zweck der Kommissionierung

oder Palettierung und die digitale Vernetzung mit einer

nachgeschalteten Supply Chain geht. In besonderer Weise

unterstützt hier die Software AMI WLS-4.0 die Ansprüche

der Betreiber mit exakt auf den jeweiligen Anwendungsfall

zugeschnittenen Informationen. Dabei haben die

Entwickler besonderen Wert auf ein Höchstmaß an Flexibilität und Skalierbarkeit der jeweils

integrierten Softwaremodule gelegt. Einen weiteren Beratungsschwerpunkt bildet das Thema Service,

Wartung und Instandhaltung. Hier reicht das Angebot von der Ersatzteilbevorratung über Schulungen

und die Ferndiagnose bis hin zum Vor-Ort-Einsatz. So sorgt AMI, gemäß der 24/7-Philosophie, rund

um die Uhr und an sieben Tagen der Woche für einen reibungslosen Anlagenbetrieb.

LogiMAT: Halle 1, Stand C03 und Halle 3, Stand D69

www.ami-foerdertechnik.de

Innovationen rund um Flurförderzeug-Familie

Mit seiner Flurförderzeug-Familie lift2move eröffnet Expresso Betriebsleitern

und Fabrikplanern große Freiräume für die Optimierung intralogistischer

Prozesse. Auf der Logimat präsentiert Expresso nun ein neues

Fahrwerk für seine Flurförderzeuge, bei dem zahlreiche praxisnahe

Verbesserungsideen umgesetzt wurden. Zudem zeigt das Unternehmen

eine neue Infrarot-Fernsteuerung für die Hebe- und Senkfunktion des

lift2move. Rund um die vielen handhabungs- oder fördertechnischen

Möglichkeiten des lift2move drehen sich die Features einer neuen

App, die ebenfalls vorgestellt wird. Mit ihrer Hilfe können Planer und

Anwender verschiedene Anwendungsfälle oder Anforderungen simulieren

und ihren individuellen lift2move auswählen.

LogiMAT: Halle 7, Stand F05 und Halle 9, Stand F27

www.expresso-group.com

Automatisierungslösungen für die Fördertechnik

Kommissionierwagen, die eigentlich für den manuellen Gebrauch gedacht sind, voll automatisiert

befördern, das ganze per Knopfdruck und am besten noch möglichst effizient und energiesparend?

Diese Wunschvorstellung wird die HaRo-Gruppe auf der kommenden LogiMAT-Messe in die Tat

umsetzen. Auf seinem Messestand präsentiert das Familienunternehmen

nämlich erstmals eine Förderanlage, die nicht nur auf

die Beförderung der gängigen Fördergüter wie Paletten und Gitterboxen

ausgelegt ist, sondern mit der auch Transportwagen über

mehrere Ebenen transportiert werden können. Doch das soll in

Zeiten von Industrie 4.0 und der Forderung nach einer zunehmenden

Automatisierung des Produktions- und Lagerflusses noch nicht

alles sein: Ergänzend zum Vertikalförderer können sich Besucher

am Messestand erstmals über das fahrerlose Transportsystem (FTS)

und den integrierten Roboter informieren. „Dank der Kombination

aus Vertikalförderer, FTS und Palettierroboter können wir erstmals

einen komplett vollautomatisierten Transport aus einer Hand präsentieren“, so Konstruktionsleiter

Markus Löseke. Die HaRo-Kettenförderer, die Paletten oder Pickwagen gleich zweispurig im Vertikalförderer

nach oben transportieren, sind zusätzlich mit Führungsschienen und Raddreher ausgestattet.

„Damit gewährleisten wir, dass die Räder der Pickwagen in der Spur gehalten und der automatische

Transport nicht behindert wird“, erklärt Löseke.

LogiMAT: Halle 3, Stand D03

Mehr

Automatisierung

Beim Sägen, Lagern und

Handling von Metall sind wir

Technologieführer, insbesondere

im Themenfeld der

digitalen Lösungen.

Als kompetenter Partner

schaffen wir Mehrwerte, die

sich sehen lassen können.

Im Metallhandel sind viele

Faktoren im Zeitalter

der Industrie 4.0 für die

Wirtschaftlichkeit verantwortlich.

Es zählen kurze

Zugriffszeiten, hoher

Durchsatz und zuverlässiges

Kommissionieren.

Vom Auftrag im ERP-

System bis hin zum sortierten

Sägeabschnitt im

Behälter: Lager-, Sägeund

Handlingssysteme

von KASTO übernehmen

den gesamten Prozess

vollautomatisch, autonom

und hocheffizient.

www.kasto.com

www.haro-gruppe.de

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Halle 1 / Stand J11


FERTIGUNGSTECHNIK I INTERVIEW

Gut ausbalanciert

Auswuchttechnik wird fit für Industrie 4.0

Schenck RoTec ist Spezialist für

Lösungen rund um die Auswucht-

und Diagnosetechnik für rotierende

und oszillierende Bauteile und

Aggregate. Aktuell treibt das

Unternehmen die Digitalisierung

seiner Produkte und Systeme voran.

Was das für die Praxis bedeutet,

haben wir Robert Ermisch, Director

Digital, gefragt.

Robert Ermisch, Director Digital,

Schenck RoTec GmbH, Darmstadt

Herr Ermisch, Sie haben im vergangenen

Jahr auf der EMO neue Auswuchtmaschinen

vorgestellt, die digital vernetzbar sind.

Was können die Maschinen und was

bedeutet das für den Anwender?

Auf der EMO in Hannover haben wir die

Pasio 5SC und die Virio 5SC präsentiert. Die

Pasio 5SC ist das neue Basismodell für die

Kompaktversionen der Pasio-Baureihe für

Rotoren bis 5 kg. Anwender erhalten durch

diese Lösung leichten Zugang zum Arbeitsraum,

zum Messgerät und zu allen anderen

wichtigen Bedienelementen sowie ein

optimiertes Human-Machine-Interface für

fehlerfreies Arbeiten. Die Virio 5SC bietet

ein neues Maschinenkonzept im

erweitertem Gewichtsbereich bis 5 kg

Rotorgewicht. Sie schließt damit die Lücke

im Portfolio für Rotorgrößen zwischen

0,5 kg bis 5 kg. In der Vergangenheit

mussten Anwender für Rotoren dieser

Größe auf die deutlich größere Virio 15

zurückgreifen, mit der Rotoren bis 15 kg

ausgewuchtet werden können. Die Virio 5SC

erlaubt es, kleinere und mittelgroße

Rotoren, die sich noch von Hand einlagern

lassen, präzise auszuwuchten. Auch bei ihr

sind alle relevanten Bauteile leicht zugänglich.

Beide Auswuchtmaschinen sind

IIoT-ready und überzeugen mit einem

optimalen Human-Machine-Interface.

Über die Maschinen hinaus haben Sie Ihre

Digitalmarke Schenck ONE vorgestellt.

Was genau verbirgt sich dahinter?

Schenck ONE stellt ein wachsendes

Portfolio intelligenter Softwarelösungen

dar, mit dem Prozesse rund ums

Auswuchten noch transparenter und

effizienter gestaltet werden können.

Anwender sind so imstande, Informationen

aus Maschinen- und Produktionsdaten

zu gewinnen, die als Basis für

optimierte Prozesse und maximale

Qualität dienen. Die Lösungen helfen

durch Prozessanalysen, Fehlerminimierung

und vorausschauende Wartung

dabei, Auswuchtprozesse zu verbessern.

Auf diese Weise profitieren kleine und

mittelständische Unternehmen konkret

von den Chancen der Digitalisierung.

Herzstück ist die Dashboard-Anwendung

„SmartCockpit“, mit der Kunden bei der

Organisation und Optimierung ihres

Maschinenparks unterstützt werden:

„SmartCockpit“ ist ein einfach zu bedienendes

Tool, das einen Überblick über den

gesamten Maschinenpark ermöglicht.

Detailliert werden die Produktions- und

Qualitäts-KPIs sowie die Verfügbarkeit

und Fehler pro Maschine dargestellt.

Diese Übersicht aller angeschlossenen

Auswuchtmaschinen – und insbesondere

die Detailansicht der einzelnen

Maschinen – ermöglicht eine Effizienzund

Produktivitätsanalyse entlang aller

OEE (Overall equipment

effectiveness)-Faktoren.

Ihre Lösungen kommen nicht nur im

Produktionsprozess, sondern auch für

Wartungs- und Instandhaltungszwecke

zum Einsatz. Was bedeutet Digitalisierung

in diesem Zusammenhang?

Wir verstehen Digitalisierung als die

eigentliche Idee, zentralisiert Informationen

an einem Platz zur Verfügung zu

stellen, um mit den gewonnenen Daten

einen Effizienzgewinn zu erzeugen –

diese Informationen können natürlich für

Wartungs- und Instandhaltungszwecke

genutzt werden. In den letzten Jahren

kamen von Kundenseite auch immer

wieder Anfragen, die bestehende Messund

Ausgleichssoftware zu erweitern

bzw. zusätzliche Funktionen neben dem

Messen und Ausgleichen hinzuzufügen.

Anwendungsfälle rund um die Maschinenwartung

decken wir mit einer

weiteren Schenck ONE-Lösung, dem

„MaintenanceCenter“, ab.

Ein Exponat auf der Messe war eine

statische Auswuchtwaage in Kombination

mit einem kollaborativen Roboter.

Was kann eine solche Lösung leisten?

Die statische Auswuchtwaage misst die

Unwucht scheibenförmiger Körper wie

zum Beispiel ungebrannte Schleifscheiben,

Propeller und Ventilatoren

ohne Rotation. Der Ausgleich erfolgt

durch Materialzugabe direkt auf der

Maschine oder durch Materialabnahme

auf getrennten Ausgleichseinheiten. Die

Verkettung der Auswuchtwaage und

einer Ausgleichseinheit mit einem

Roboter ermöglicht eine effiziente

Automatisierung.

Bild: Schenck RoTec

www.schenck-rotec.de

Die Fragen stellte Martina Laun,

Redakteurin DER BETRIEBSLEITER

18 Der Betriebsleiter 3/2020


FERTIGUNGSTECHNIK

Reibungslose Migration auf die neue ERP-Version

Die PSI Automotive & Industry GmbH hat erfolgreich und in nur kurzer Zeit die neue Version 9.2 des

ERP-Systems PSIpenta bei der Hargassner Heiztechnik GesmbH eingeführt. Die schnelle Migration

bei dem Spezialisten für Hackgut-, Pellets-, und Stückholzheizanlagen war u.a. durch die Standardlösungen

in den Bereichen Vertrieb und Service möglich, da beim Bestandskunden keine

Anpassungen notwendig waren.

Vor dem Hintergrund eines straffen Zeitplans, der eine Inbetriebnahme innerhalb von etwa vier

Monaten vorsah, gelang die Migration reibungslos. Es wurden vollständig neu die Module Variantenkonfigurator,

PSI Industrial Apps und Kostenrechnung installiert. Zudem wurden die bereits

bestehenden Module Auftragsmanagement, Lagerverwaltungssystem, Service und Kontaktmanagement

sowie verschiedene Schnittstellen zu Fremdsystemen komplett von der bestehenden PSIpenta

Version 8.2 auf die neue Version 9.2 migriert. Darüber hinaus mussten unterschiedliche Partnerprodukte

bei der Migration berücksichtigt werden.

Hargassner Heiztechnik profitiert in Zukunft von allen Funktionalitäten des Java-basierten

PSI-Frameworks, unter anderem von PSI-Click-Design, mit dem Benutzeroberflächen intuitiv an

individuelle Anforderungen angepasst werden können.

Bei Dr. TRETTER ®

finden Sie ein breites

Produktsortiment an

Lineartechnik.

www.psi.de

Sicher und ermüdungsfrei in Gefahrenbereichen arbeiten mit

neuem Zustimmgerät

Das Zustimmgerät HD5-B setzt laut Hersteller neue Maßstäbe in puncto Sicherheit bei der Bedienung

von Anlagen und Maschinen. ABB legt besonderen Wert auf ergonomische Formgebung unter

Berücksichtigung der Vorgaben für Hygienic Design. Der Einsatz hochwertiger Materialien in Verbindung

mit der geprüften Schutzart IP65 sichert die Funktionalität des neuen Zustimmgeräts auch

unter rauen Umgebungsbedingungen wie sie zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie

herrschen. Zudem besitzt es die Zulassungen CE, TÜV-Süd und cULus.

HD5 ermöglicht mithilfe seiner integrierten Drei-Stellungs-Zustimmtaste er -

müdungsfreies Arbeiten und verbessert die Sicherheit von Personen, die sich

aufgrund ihrer Tätigkeit in einem Gefahrenbereich aufhalten müssen. Weitere

innovative Features wie die integrierbare Bustechnologie und der optionale

Einbau eines Not-Halt-Tasters sorgen für individuelle Einsatzmöglichkeiten.

HD5 ist mit zusätzlichen, frei konfigurierbaren Tasten und Signalelementen

ausgestattet, die eine haptische oder visuelle Rückmeldung – beispielsweise

in transluzenten Bereichen – erlauben. Einen besonderen Vorteil bietet das

integrierte Hilfslicht, mit dem schlecht ausgeleuchtete Bereiche ohne zusätzliche

Hilfsmittel eingesehen werden können.

www.abb.de

Sprühwäscher beseitigt Formaldehyd und VOC

In der Prozessindustrie werden oft geruchsintensive Emissionen entlassen, die toxisch sind und

die MAK-Werte nicht überschreiten dürfen. Das gilt für den Arbeitsplatz und für die Fortluft. Zu den

Schadstoffen gehören hauptsächlich Formaldehyd und organische, also kohlenstoffhaltige Stoffe –

sog. VOC. Sie entstehen unter anderem bei Beschichtungsverfahren und Textilveredelungen, bei

der Lebensmittelproduktion, der Holz- und Kunststoffverabeitung. Als Alternative zu herkömmlichen

Verfahren wie der thermischen Nachverbrennung (TNV) und ozonerzeugenden UV-Röhren

entwickelte die schwäbische Rentschler Reven GmbH einen speziellen Kanalabscheider, bestehend

aus einem Luftwäscher und zwei X-Cyclone-Hochleistungsabscheidern. Die Sprüheinrichtung des

Wäschers benetzt sämtliche Oberflächen mit einem Wasserfilm und bindet die unerwünschten

Partikel. Zusammen mit dem Wasser werden sie von zwei X-Cyclone-Abscheidern durch rasche

Umlenkungen ausgeschleudert. Die hohe Turbulenz erhöht den Stoffaustausch zwischen Abluft

und Waschwasser und verbessert so die Reinigungsleistung. Wichtigstes Ziel dabei: den Gesamt-

Kohlenstoffgehalt der Emissionen minimieren. Die Kombination von Sprühwäscher und Abscheidern

arbeitet rein mechanisch. Der kontinuierliche Betrieb wird nur durch kurze Reinigungsintervalle

unterbrochen. Um den Wasserverbrauch zu minimieren, wird das Umlaufsystem mit einem

geringen Überschuss an Frischwasser gefahren. Sprühwäscher und X-Cyclone-Abscheider sind

ausziehbar in einem Edelstahl-Gehäuse untergebracht, das in den Abluftkanal eingesetzt wird.

www.reven.de

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FERTIGUNGSTECHNIK

Verlässlicher Zusammenhalt

Mit universellem Schraubprüfstand vielfältige Verbindungen sicher beherrschen

Um seine Kunden in unterschiedlichen

Branchen kompetent

beliefern und beraten zu können,

setzt das Hamburger Traditionsunternehmen

Reyher auf ein

Analysesystem, mit dem ins-

besondere Reibwertprüfungen

für Schrauben bis Größe M48,

wie sie vielfach in Windkraftanlagen

stecken, normkonform

durchgeführt werden können.

Wer Schrauben braucht, kommt zu

Reyher. Seit über 70 Jahren bietet das

Hamburger Unternehmen mit der vollständigen

Bezeichnung F. Reyher Nchfg. GmbH

& Co. KG Befestigungs- und Verbindungselemente

für alle Arten von Schraubverbindungen.

Als Großhändler beliefert man

mehr als 11 000 Kunden weltweit, das Sortiment

umfasst 130 000 verschiedene Artikel.

Doch damit nicht genug: Reyher berät Kunden

bei der Auswahl von Lieferanten, bei

der Wahl von Beschichtungen sowie allgemein

bei der Umsetzung der geeigneten

Schraubverbindung; und auch Nachbetreuung

und Fehlersuche gehören zum Portfolio

des Unternehmens.

Fundierte Beratung setzt

Reibwertanalyse voraus

Frank Poggensee ist bei Reyher als Leiter

Qualitätstechnik verantwortlich dafür, dass

die Schrauben die entsprechenden Eigenschaften

aufweisen. „Die Automobilindustrie

ist traditionell der Haupttreiber für

Qualitätsanforderungen. In den letzten Jahren

gewinnt daneben auch das Thema

Windkraft für Reyher mehr und mehr an

Bedeutung“, erläutert er. „Das ist ein Umfeld,

in dem besonders anspruchsvolle Anforderungen

herrschen. Nicht zuletzt geht

es bei Windkraftanlagen ja um die Sicherheit

– nicht auszudenken, was passiert, wenn

sich hier Verbindungen lösen würden“, so

Poggensee weiter.

Die Abteilung PQM, Produkt- und Qualitätsmanagement,

ist seit Poggensees Einstieg

bei Reyher vor 14 Jahren von acht auf 40 Leute

angewachsen. Das hat auch mit der gestiegenen

Komplexität beim Thema Schraub-

verbindungen zu tun. „Es gibt immer mehr

Oberflächen und Beschichtungen, außerdem

wächst der Serviceanteil: Empfehlungen

aussprechen, beraten, eigene Produkte

betreuen, Kunden schulen. Nicht zu vergessen

natürlich das Thema der Rückverfolgbarkeit

und der Transparenz“, erläutert Poggensee.

„Kunden wollen oder müssen mehr und

mehr Wert darauf legen zu wissen, welche

Schrauben wie ausgelegt wurden, welche

Werkzeuge benutzt worden und welche Normen

zu beachten sind.“ Bei Installationen

von Windkraftanlagen zum Beispiel, bei denen

hochfeste vorspannbare Schrauben-Garnituren

zum Einsatz kommen, wird neben den

einschlägigen Qualitätsanforderungen mit

speziellen Werkstoffkontrollen, Testverfahren

und Produktionsprozessen in der Regel auch

eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Produktionsgeschichte

verlangt.

Jede einzelne Schraube muss also identifizierbar

sein. Alle Schritte vom Ausgangsmaterial

über die Metallbearbeitungsprozesse

in ihren einzelnen Produktions-

Chargen bis hin zur Auslieferung müssen

dokumentiert sein. Sollte eine dieser

Schrauben versagen, kann nachgeforscht

werden, wie eng dies mit ihrer Entstehungsgeschichte

im Zusammenhang steht.

Mit dem Analyse-System von Kistler

lassen sich Schraubverbindungen sicher

auslegen und genau prüfen – von sehr

klein bis ganz groß

20 Der Betriebsleiter 3/2020


Reibwertprüfungen für Verbindungselemente

bis Klasse M48

Um sich in diesem Umfeld entsprechend

aufzustellen und die in Höhe und Breite gewachsenen

Qualitätsanforderungen der

Kunden verlässlich erfüllen zu können,

setzt Reyher seit Anfang 2018 ein Analyse-

System von Kistler ein. Reibwertprüfungen

können nun weitaus effizienter im Haus

vorgenommen werden, und das für Verbindungselemente

bis Klasse M48 wie Gewindebolzen,

Sechskant- und Innensechskantschrauben

oder HV-Garnituren.

„Bisher hatten wir lediglich ein mobiles

Zweikanal-Prüfsystem für Prüflinge bis M24

zur Verfügung. Sowohl kapazitiv als auch

qualitativ stießen wir damit allmählich an

Grenzen“, betont Poggensee. „Mit dem

Analyse-System von Kistler können wir die

Anforderungen unserer Kunden jetzt noch

vertikal aufbauen und so entweder sehr kleine

oder sehr große Schrauben testen – so entsteht

eine kundenspezifische Lösung, die

genau auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten

ist.“ Erweitert wird der Leistungsumfang

durch Zusatzmodule wie die Ultraschallmessung

oder Vibrationseinheiten,

um noch genauere Analysen sowie die Simulation

realer Belastung zu ermöglichen.

Höhere Qualität trotz

gestiegener Komplexität

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Hochvorschub-

Fräser

Twist Master

Mit dem Analysesystem können beispielsweise M48-Schrauben

für die Windenergiebranche nach ISO 16047 geprüft werden

besser abdecken und ein höheres Qualitätsniveau

garantieren.“ So lassen sich beispielsweise

M48-Schrauben für die Windenergiebranche

jetzt im Haus nach ISO

16047 prüfen, was bisher nicht möglich war.

Eine Investition, die sich auszahlt

Das hat dazu geführt, dass sich wichtige

Kunden in sehr großem Umfang auf Reyher

verlassen. „Zuvor mussten diese Verbindungselemente

zur Prüfung außer Haus gegeben

werden. Dabei setzt man auf verschiedene

Dienstleister, um nicht von einem völlig

abhängig zu sein. Auf diese Weise kamen wir

auch mit Kistler erstmals in Kontakt“, so

Poggensee weiter. „Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung

ergab jedoch, dass sich mit weiter

steigenden Umfängen und Anforderungen

die Investition in ein Analyse-System von

Kistler langfristig auszahlen wird.“ Nach den

guten Erfahrungen aus der bestehenden Zusammenarbeit

– Reyher beauftragte Kistler

bereits regelmäßig mit Schraubprüfungen,

die über den intern gegebenen Leistungsumfang

hinausgingen – kam man also erneut

ins Gespräch, um den nächsten Schritt

zur Inhouse-Lösung zu gehen.

Olaf Schuhknecht ist Vertriebsingenieur

bei Kistler und erläutert den Aufbau und die

Eigenschaften der neuen Lösung wie folgt:

„Jedes Analyse-System ist ein Dreikanal-

Messgerät zur präzisen Ermittlung von

Anziehdrehmoment, Gewindemoment und

Vorspannkraft einer Schraubverbindung. Jedes

wird individuell und nach Kundenanforderung

ausgelegt. Zum Beispiel können

wir den Prüfstand entweder horizontal oder

Das bei Reyher eingesetzte Analyse-System

von Kistler verfügt über ein maximales

Drehmoment von 8 000 Nm. Durch das

breite Spektrum der eingesetzten Drehmoment-/Drehwinkel-

sowie Vorspannkraft-/

Gewindemomentsensoren können Schrauben

und Muttern von M5 bis M48 geprüft

werden. „Unsere Drehmoment-/Drehwinkelsensoren

messen direkt am Prüfling und

unterliegen daher keiner etwaigen Verfälschung

durch die Torsion der Antriebswelle“,

ergänzt Schuhknecht.

Wie zufrieden ist man bei Reyher mit

dem Prüfstand? „Das System erfüllt unsere

Erwartungen voll und ganz und hilft uns,

steigende Qualitätsanforderungen seitens

der Kunden zuverlässig zu bedienen“, ist

Poggensee überzeugt. „Wir hatten uns mehrere

Angebote angeschaut; den Ausschlag

für Kistler gaben neben dem benötigten

Größenspektrum bis M48 auch der gute Ruf

bei Lieferanten – wir führen nämlich für

Kunden regelmäßig Audits durch – sowie

nicht zuletzt die bestehende Geschäftsbeziehung

und der verfügbare Service.“

Ausblick

Mit mehr als 700 Mitarbeitern ist Reyher vor

allem in den letzten Jahren noch einmal

deutlich gewachsen. Zusätzlich zu Hamburg

besitzt man ein zweites Standbein mit

40 Mitarbeitern in Shanghai sowie einen

weiteren Standort in Taiwan. Nicht auszuschließen

also, dass perspektivisch weitere

Systeme von Kistler im Bereich Schraubtechnologie

zum Einsatz kommen. „Natürlich

ist der ostasiatische Markt lukrativ für

uns. Auch in Sachen Qualitätsbewusstsein

und entsprechenden Investitionen haben

die Chinesen in den letzten Jahren stark aufgeholt.

Wir sehen uns dafür gut aufgestellt

und bleiben eng mit Kistler in Kontakt.“

Bilder: Kistler Group

www.kistler.com

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FERTIGUNGSTECHNIK

Zukunft der Metallbearbeitung

Metav 2020 und WZL: Mit Vernetzung und digitalem Know-how zu neuen Geschäftsmodellen

(v.l.n.r.) Prof. Thomas Bergs, Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren,

Dr. Wilfried Schäfer, VDW, Prof. Christian Brecher, Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen

beim Internationalen METAV-Presseforum Mitte Dezember 2019 in Aachen

verschiedener Branchen in ganz unterschiedlichen

Projekten zusammen, um Lösungen

für industrielle Themenstellungen

zu finden. Wie Prof. Christian Brecher, Leiter

des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen

und seit Januar 2020 Präsident der WGP

(Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik),

deutlich machte, ist die

integrative und domänenübergreifende Zusammenarbeit

auch ein Wesen des neuen

Exzellenzclusters Internet of Production

(IoP), das Anfang 2019 gestartet ist.

„Nach 12-jähriger Forschung im Rahmen

des Exzellenzclusters Integrative Produktionstechnik

für Hochlohnländer steht damit

nun der nächste wichtige Meilenstein zur

weiteren Schaffung anwendungsorientierter

und innovativer Lösungen im Bereich

der Produktionstechnik auf dem Programm“,

so Brecher. Das Internet of Production

biete dabei die echtzeitfähige, sichere

Informationsverfügbarkeit aller relevanten

Daten zu jeder Zeit, an jedem Ort und gelte

damit als das Kernstück von Industrie 4.0.

Die Metav steht nicht nur für neue

Produkte, Technologien und

Dienstleistungen in der Metallbearbeitung.

Sie spiegelt auch die

Spannung wider auf der Schwelle

zur vierten industriellen Revolution.

Immer mehr drängen Themen wie

vernetzte Produktion, künstliche

Intelligenz und Industrie 4.0 in den

Fokus – mitsamt den Herausforderungen

gerade für mittelständische

Unternehmen. Welche

Tragweite das in Zukunft für die

industrielle Fertigung haben wird,

wurde auch beim Metav-Presseforum

im WZL der RWTH Aachen

deutlich.

Autorin: Cornelia Gewiehs, freie Journalistin,

Rotenburg (Wümme)

Der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken),

Veranstalter der

Metav, lud im Dezember letzten Jahres

zum internationalen Presseforum in das

Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH

Aachen University ein, einem der renommiertesten

produktionstechnischen Forschungsinstitute

weltweit. Dort wurde

deutlich, dass neben interdisziplinärer Forschung

auch eine breit angelegte Offensive

zum Wissens- und Informationstransfer gefordert

ist, damit es der Industrie gelingen

kann, aus gigantischen Datenmengen Unternehmens-Mehrwert

und neue Geschäftsmodelle

zu entwickeln.

Das WZL der Rheinisch-Westfälischen

Technischen Hochschule (RWTH) Aachen

ist ein aus vier Lehrstühlen der Ingenieurdisziplin

Maschinenbau bestehendes Forschungsinstitut

im Bereich Lehre und Forschung

für Produktionstechnik. Geforscht

wird hier seit über 110 Jahren. Seit 1948

richtet das WZL zusammen mit dem Fraunhofer

Institut für Produktionstechnik (IPT)

das Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium

(AWK) aus, das alle drei Jahre stattfindet

und als eines der größten Industriekolloquien

weltweit gilt. 2020 findet es bereits

zum 30. Mal statt.

WZL und Fraunhofer IPT arbeiten traditionell

industrie- und praxisnah mit Partnern

Moderne Fertigungstechnik live

erleben

Ausgewählte Projekte am WZL präsentierte

Prof. Thomas Bergs, Lehrstuhl für Technologie

der Fertigungsverfahren. „Kommende

Herausforderungen sind mit konventionellen

Methoden nicht mehr zu bewältigen“,

betonte Bergs. Das Internet of Production

ermögliche zukünftige Wertschöpfung, steigere

die Fähigkeit von Unternehmen, Krisen

zu bewältigen und ermögliche so den Umgang

mit veränderlichen Rahmenbedingungen.

Bergs erläuterte dazu die Prognosefähigkeit

in adaptiven Prozessketten, stellte

den Nutzen eines digitalen Zwillings für die

Qualitätssicherung dar und unterstrich die

Notwendigkeit einer Analyse der im Produktionsprozess

gewonnenen Daten. Nur wenn

es gelänge, die gewonnenen Daten umfassend

auszuwerten und zu nutzen, könnten

daraus unternehmerische Wertschöpfung

und neue Geschäftsmodelle entstehen. Internet

of Production – Tuning Data into Value,

lautet auch das Motto des AWK.

Wie dies konkret aussieht, wurde den

Teilnehmern des Presseforums beim anschließenden

Rundgang durch die Maschinenhallen

gezeigt. In der Mars Halle (Metrology,

Assembly and Robotic Systems) des

Lehrstuhls für Fertigungsmesstechnik und

Qualitätsmanagement von Prof. Robert

Schmitt wird innerhalb verschiedener Prüfstände

der produktionsintegrierte Einsatz

22 Der Betriebsleiter 3/2020


FERTIGUNGSTECHNIK

intelligenter Sensorik demonstriert, darunter

auch robotergestützte Handhabungsund

Montageprozesse. Dabei liegt ein besonderer

Fokus auf der Modellbildung, also

der Digitalisierung der realen Welt und dem

Aufbau eines digitalen Zwillings.

Ein werkzeugmaschinennaher Forschungsschwerpunkt

des Lehrstuhls liegt

auf so genannten On-Machine-Messungen,

bei denen eine Werkzeugmaschine befähigt

wird, dimensionelle Bauteilprüfungen

rückgeführt durchzuführen. Durch Verlagerung

der Bauteilprüfungen auf die Bearbeitungsmaschine

könnten Qualitätsregelkreise

erheblich verkürzt und Kosten eingespart

werden.

Um anschauliche Beispiele aus dem Internet

of Production ging es auch in der Demonstrationsfabrik

Aachen (DFA) des Lehrstuhls

für Produktionssystematik von Prof.

Günther Schuh. Dazu gehören etwa kollaborative

Roboter, eine industrielle 5G-Infrastruktur

und unterschiedliche Track&Trace-

Lösungen. Bei der DFA handelt es sich um

eine eigenständige Gesellschaft für den Wissenstransfer

zwischen Forschung und Industrie.

Hier werden unter realen Produktionsbedingungen

Produkte in Kleinserien

produziert, aber auch Produkte und Technologien

von Unternehmen erprobt.

Wissenstransfer hat hohen

Stellenwert

Der Wissenstransfer zwischen Forschung

und Industrie genießt am WZL einen hohen

Stellenwert. Unabhängig von wissenschaftlichen

Vorträgen, dem Expertenaustausch

etwa über das AWK und den Demonstratoren

in den Maschinenhallen

werden Fortbildungsveranstaltungen und

seit neuestem auch Digitalisierungssprechstunden

angeboten. Erstmalig zum

Winter 2019 wurde am WZL ein Seminar

„Digitalisierung und künstliche Intelligenz

in der Fertigungstechnik“ ins Programm

aufgenommen, das binnen kürzester

Zeit ausgebucht war. Wie Seminarleiter

Dr. Daniel Trauth erklärt, werden

dort Antworten auf immer wiederkehrende

Fragen gegeben, etwa wie Digitalisierung

im eigenen Unternehmen aussehen

könnte, wie sich neue oder bestehende

Maschinen vernetzen lassen oder wie

künstliche Intelligenz und Machine Learning

zu nutzen sind. „Die zentrale Herausforderung

ist es, dies alles in einem Seminar

auf das Wesentliche zusammenzufassen“,

sagt Trauth. Der Bedarf an Informationen

sei immens.

Qualifizierungsoffensive zu

Industrie 4.0

Der hohe Qualifizierungsbedarf beschäftigt

auch den VDW, der gemeinsam mit dem

VDMA Träger der Nachwuchsstiftung Maschinenbau

ist, die sich Qualifizierung und

Fortbildung auf die Fahnen geschrieben

Themen wie vernetzte Produktion, KI und Industrie 4.0

rücken in in den Fokus der Metallbearbeitung

hat. Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten

von Nordrhein-Westfalen,

Armin Laschet, führt die Nachwuchsstiftung

Maschinenbau derzeit unter dem Titel

NRWgoes.digital eine landesweite Qualifizierungsoffensive

zu Industrie 4.0 durch. In

einem 25-tägigen Programm durchlaufen

etwa 300 Lehrkräfte und rund 300 Ausbilderinnen

und Ausbilder fachlich und methodisch

den Weg durch die Smart Factory. Als

wichtige Multiplikatoren werden sie ihr

Wissen anschließend an über 1 400 Auszubildende

weitergeben, die sie über einen

Zeitraum von 2,5 Jahren unterrichten. Die

Auszubildenden können so die Zusatzqualifikation

Digitale Fertigungsprozesse erwerben.

„Unser Ziel ist es, die künftigen Fachkräfte

auf Arbeit und Lernen in der digitalen Arbeitswelt

vorzubereiten“, sagt Dr. Wilfried

Schäfer, Geschäftsführer des VDW. Natürlich

ist dies auch ein Messethema. Auf der

Metav Düsseldorf 2020 wird es mehrmals

täglich Live-Sessions mit Digital Leadern

zum Projekt geben, zu denen die Nachwuchsstiftung

Maschinenbau einlädt.

Bilder: VDW/Strauch

www.metav.de

www.vdw.de

www.wzl.rwth-aachen.de

Metav setzt erfolgreich auf Trendthemen

Die 21. Metav, Fachmesse für Technologien der Metallbearbeitung, findet vom 10. bis

13. März 2020 in Düsseldorf statt. „Industrie 4.0 nimmt in der Metallbearbeitung

Fahrt auf“, stellte VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer in Aachen fest. Die Metav

biete die Gelegenheit zu einer umfassenden Betrachtung und Bewertung der

Entwicklung, von der vernetzten Fertigung zu Cloud-Anwendungen über Datenanalyse,

5G, Machine Learning bis zur künstlichen Intelligenz. Ähnlich wie auf der EMO

Hannover, gibt es auf der Metav 2020 einen umati (universal machine tool interface)-

Showcase. Dabei soll demonstriert werden, wie einfach, schnell und unkompliziert

Daten über die umati-Schnittstelle ausgetauscht werden können.

Einen kompletten Überblick über interessante Industrie 4.0-Lösungen und realisierte

Projekte gibt der Themenpark Automatisierung und Digitalisierung, der es Besuchern

zudem ermöglicht, mit Experten ins Gespräch zu kommen. Einen weiteren Schwerpunkt

stellt das Thema Sicherheit dar. Erstmals organisiert der VDW gemeinsam mit

dem VDMA am 11. März 2020 einen Kongress zur Cybersecurity. Dahinter steht die

Frage nach der Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten. Dr. Schäfer ist überzeugt: „Der

Erfolg neuer Geschäftsmodelle mit Datendiensten und -services hängt essenziell

davon ab, dass die Sicherheit gewährleistet ist.“ Wie derartige Geschäftsmodelle

aussehen können, ist ein Forschungsschwerpunkt am Aachener WZL. Darum geht es

am Metav-Messestand, wo das WZL mit einem Industriepartner das Thema Plattformökonomie,

also die Monetarisierung von Maschinendaten präsentiert.

Der Betriebsleiter 3/2020 23


FERTIGUNGSTECHNIK

Praxisorientierte Ausbildung

Retrofit für Unterrichtsmaschinen einer Berufsfachschule für Feinwerkmechanik

01 Begeistern die Auszubildenden mit ihrer

intuitiven Touch-Bedienung: die neuen

Positionsanzeigen ND 7013

02

01

02 Für den Anbau der neuen Längenmessgeräte

waren viele Anpassungen erforderlich, die

die Ausbildenden zu ihrem Projekt machten

Mehr Praxisnähe geht nicht in der

Ausbildung: An der Robert-Gerwig-

Schule in Furtwangen machten

die Auszubildenden der Feinwerkmechanik

das Retrofit ihrer Unter-

richtsmaschinen mit Heiden-

hain-Längenmessgeräten und

neuen Positionsanzeigen zum

Schulprojekt.

läutert er diesen beachtlichen Aufwand.

„Die Unternehmen der Region wissen das

durchaus zu honorieren. Unsere Absolventen

sind bei ihnen sehr gefragt.“

Fit für die Gegenwart

Damit die Ausbildung und die Maschinen

auf der Höhe der Zeit bleiben, ist nicht immer

gleich eine Neuanschaffung notwendig.

Manchmal genügt auch ein geschicktes

Retrofit, um eine Maschine aus der Vergangenheit

in die Gegenwart zu katapultieren.

„Wir haben insgesamt acht Maschinen mit

neuen Positionsanzeigen ausstatten lassen.

Vier davon hatten bis dato überhaupt keine

elektronische Anzeige, sondern wurden

noch komplett manuell über Nonius und

Skalenringe positioniert“, fasst Jörg Faller

die Arbeiten zusammen. An den vier anderen

Maschinen wurden ältere Heidenhain-

Positionsanzeigen und Längenmessgeräte

erneuert.

Dabei bestätigte sich einmal mehr die Erfahrung,

dass eine Nachrüstung immer für

Überraschungen gut ist. Selbst wenn man

glaubt, die Maschine gut zu kennen, tauchen

plötzlich und unerwartet Abweichungen

auf. Vor allem an den Maschinen, die

zuvor noch keine Längenmessgeräte hatten,

waren Anpassungen nötig, um den Anbau

überhaupt erst zu ermöglichen.

Auszubildende machen Retrofit

zu ihrem Projekt

Genau diese Anpassungen machten die Auszubildenden

der Feinwerkmechanik zu ih-

Hervorgegangen aus einer alten Uhrmachertradition,

beheimatet Furtwangen

im Schwarzwald eine ganze Reihe international

marktführender Technologieunternehmen

und eine namhafte Hochschule. Über

die Region hinaus weniger bekannt, aber in

dieser Form einzigartig ist die Robert-Gerwig-Schule,

kurz RGS. Sie ist eine der wenigen

Berufsfachschulen, die eine komplette

dreijährige technische Ausbildung mit Theorie

und Praxis anbieten, unter anderem im

Berufsbild Feinwerkmechanik.

„Wir können in der Praxis alle Zerspanprozesse

unterrichten, vom Bohren über

das Drehen bis hin zum Fräsen“, zeigt Jörg

Faller, Werkstattleiter und Fachbetreuer

Metall, stolz den Maschinenpark. Die RGS

bietet damit einen nahezu vollständigen

Querschnitt durch die Technologien der

spanenden Metallbearbeitung. „Dank unseres

Maschinenparks können wir eine sehr

gute und fundierte Ausbildung bieten“, errem

Projekt. Sie unterstützten den ausführenden

Monteur der Haas Werkzeugmaschinen

GmbH – der Heidenhain-Vertretung der

RGS –, indem sie neue Teile zulieferten oder

alte Maschinenteile modifizierten. So wurde

der Anbau von jeweils drei Längenmessgeräten

pro Maschine – je nach Anbausituation

vom Typ LS 388 C oder LS 688 C – zum praxisnahen

Unterricht.

Dazu gehörte unter anderem die Konstruktion

und Fertigung neuer Führungen für

die Abtasteinheiten oder neuer Abdeckungen

für die Längenmessgeräte, um ein Verschmutzen

durch Späne zu verhindern. „An

den Maschinen ohne elektronische Positionsmessung

mussten wir sogar die Oberschlitten

nachfräsen, damit die Abtastköpfe

passen“, beschreibt Jörg Faller die aufwendigen

Maßnahmen – die alten Maschinen waren

eben nicht für Längenmessgeräte vorbereitet.

„Auch die Halter für die Positionsanzeigen

haben wir komplett selbst entwickelt

und gefertigt.“

Im Unterricht kommen die neuen Möglichkeiten,

die die Positionsanzeigen in Verbindung

mit den Längenmessgeräten eröffnen,

sehr gut an – vor allem die Touch-Bedienung.

„Unsere Auszubildenden haben

sich innerhalb weniger Tage auf die neuen

Geräte eingeschossen. Das erste Ausbildungsjahr

will von Skalenringen nichts

mehr wissen“, beschreibt Jörg Faller das

neue Unterrichtsfeeling.

Bilder: Heidenhain

Metav: Halle 1, Stand D50

www.heidenhain.de

24 Der Betriebsleiter 3/2020


FERTIGUNGSTECHNIK

Software und Support als Optimierer in

der Metallbearbeitung

Wie die passende Software-

Ausstattung und ein

umfangreicher technischer

Support zu mehr Effizienz

in der Einzelteil- und

Kleinserienfertigung

führen können, darüber

informiert Hurco auf der

Metav in Düsseldorf. An

CNC-Bearbeitungszentren

von Hurco und Takumi zeigt der Zerspanungspezialist beispielhaft

die Optimierungsmöglichkeiten bei der Fertigung komplexer

Präzisionsteile.

Moderne CNC-Bearbeitungszentren verfügen über ein breites

Spektrum an technischen Features. Nicht selten jedoch werden

die Optionen einer Maschine vom Bediener nicht vollständig

ausgeschöpft, weil Anwenderwissen fehlt. Hurco unterstützt

seine Kunden deshalb mit Video-Tutorials, Schulungen und

einem vielköpfigen Technikservice dabei, die Leistungsfähigkeit

des vorhandenen Maschinenparks voll auszunutzen. „Wenn

wir die kundenseitigen Anforderungen kennen, können oft

schon Tipps zur Handhabung und ergänzende Software-Pakete

dazu beitragen, dass Programmier-, Rüst- und Produktionszeiten

spürbar verkürzt werden“, erklärt der Leiter der Hurco Anwendungstechnik

Sebastian Herr.

Metav: Halle 4, Stand F25

www.hurco.de

Sicherheitstechnik für die metallverarbeitende

Industrie

Auf der Metav zeigt Euchner als Spezialist für industrielle Sicherheitstechnik

sein umfangreiches Produktportfolio für die metallverarbeitende

Industrie, das den wachsenden Anforderungen in

der Automatisierung auch in Bezug auf Industrie 4.0 gerecht wird.

Ein Highlight neben der neuen kompakten Zuhaltung CTM ist die

Multifunctional Gate Box. Mit seinen Varianten der zweiten Generation

– MGB2 Modular und MGB2 Classic – hält das System für die

Schutztürabsicherung

nun noch mehr Funktionen

bereit. Anwender

profitieren von einem

hochfunktionalen

Türschließsystem mit

Zuhaltung, das nicht

nur das höchste Schutzniveau

bis PLe erfüllt.

Es lässt sich auch flexibel an zukünftige Anforderungen anpassen.

Die MGB2 Modular besteht aus einem Zuhaltemodul, darin ent -

haltenen Submodulen mit Bedien- und Anzeigefunktionen und

einem Busmodul zur Anbindung an Profinet/PROFIsafe. Mit Hilfe

von zwei zusätzlichen Submodulen sind insgesamt bis zu sechs

unterschiedliche Bedienelemente im Zuhaltemodul integrierbar.

Mit der MGB2 Classic bietet Euchner zudem eine Lösung für

parallel verdrahtete Anlagen: Bei dieser Ausführung wird das

Sicherheitssystem direkt an die jeweilige Steuerung angebunden.

Metav: Halle 1, Stand C48

www.euchner.de

Neue Spindel für Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungen

Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungen (HSM) mit kleinen Werkzeugdurchmessern und hohen

Drehzahlen sind eine immer häufiger vorkommende Bearbeitungsaufgabe. Für dieses Highspeed-

Machining stehen leistungsfähige Maschinen am Markt zur Verfügung. Für viele Firmen stellt sich

jedoch das Problem, dass eine spezielle HSM-Maschine nicht ausgelastet und somit auch nicht

wirtschaftlich wäre. Für diese Situation ist die neue Hochgeschwindigkeitsspindel von Ingersoll das

richtige Produkt. Die TyphoonHSM-Hochgeschwindigkeitsspindel TJS-HPC wandelt die vorhandene

CNC-Maschine zu einer Hochgeschwindigkeitsmaschine (HSM) um. Sie steigert die Produktivität,

verkürzt die Produktionszeit und senkt die Kosten, wodurch eine rasche Amortisierung gewährleistet

ist. Die neue Vorsatzspindel ist in vielen Industriezweigen einsetzbar und bietet eine wirtschaftliche

Lösung für gelegentliche HSM-Bearbeitungen.

www.ingersoll-imc.de

„Wir laufen 4.000 Stunden

weniger bei der Entsorgung.“

Tobias Mettmann,

Assistent der Produktionsleitung,

J.G. WEISSER SÖHNE GmbH & Co. KG

AutoLoadBaler –

die Zeitmaschine

Halle 3 | Stand C63

Sparen auch Sie Zeit bei der

Entsorgung und besuchen Sie:

autoloadbaler.de

Der Betriebsleiter 3/2020 25


FERTIGUNGSTECHNIK

Hydraulikaggregate und Spanntechnik

für Industrie 4.0

Die Roemheld Gruppe zeigt auf der

Metav Hydraulikaggregate und Spanntechnik

für Industrie-4.0-Anwendungen

sowie flexible Spannlösungen für

filigrane und unterschiedlich große

Werkstücke und die 5-Achs-

Bearbeitung.

Neben den modular aufgebauten

Pumpenaggregaten mit Zustandsüberwachung

stellt sie Spannelemente mit

integrierter elektrischer Wegmessung und die Nullpunktspannelemente

Stark.connect und Stark.airtec mit vollintegrierter

Sensorik vor. Präsentiert werden darüber hinaus platzsparende

exzentrische Bohrungsspanner, die nah an der Werkstückkontur

eingesetzt werden können, schlanke Abstützelemente, die

Bauteilvibrationen verhindern, und positionsflexible Spannelemente

für die Luftfahrtindustrie. Daneben sind Hilma Maschinenschraubstöcke

MC-P zum verzugsfreien Spannen filigraner

Werkstücke und die

5-Achs-Bearbeitung

Anzeige

zu sehen. Ausgestellt

werden außerdem flexibel

einsetzbare VarioLine-

Modelle, mit denen

unterschiedlich große

Werkstücke einfach

gespannt und positioniert

werden können.

Metav: Halle 5, Stand C08

www.roemheld-gruppe.de

Mobil brikettieren mit Presse auf Rollen

Standard-Brikettieranlagen von Ruf können Anwender nur mit

Staplern oder Ameisen versetzen, denn sie stehen auf Füßen.

Doch Ruf kann statt der festen Füße auch hochwertige Schwerlast-Rollen

verbauen, wodurch es möglich ist, die Anlage von

Hand zu verfahren. Diese Lösung wurde erneut bei einem

Kunden realisiert. Ohne großen Aufwand wird die Presse des Typs

Ruf 4/2400/60x60 bei Bedarf direkt an maximal fünf verschiedene

Bearbeitungszentren angebunden, sodass der sonst erforderliche

Transport der Späne durch die Werkhalle entfällt. Der Späneaustrag

des Bearbeitungszentrums wird

direkt mit dem 600 × 1 000 mm

großen Trichter der Presse

verbunden; und die Anlage kann

rund um die Uhr mannlos arbeiten.

Sie startet automatisch, sobald im

Trichter ein bestimmter Spänefüllstand

erreicht ist und stoppt ebenso

selbstständig, wenn dieser fast leer

ist. Lediglich der Brikettsammelbehälter

muss manuell durch einen

leeren ersetzt werden, wenn er voll

ist. Doch durch die erreichte Volumenreduzierung, bei Stahl im

Verhältnis 1:5, bei Aluminium im Verhältnis ca. 1:10, muss viel

weniger gewechselt werden als bei losen voluminösen Spänen.

Die mobile Ruf 4/2400/60x60 ist mit einem 4 kW starken Elektromotor

ausgestattet, der hydraulisch einen maximalen spezifischen

Pressdruck von 2 300 kg/cm² erzeugt. Beim aktuellen

Kundenprojekt verarbeitet sie kurzgebrochene Späne aus Aluminium-

sowie Eisen-Nickel-Legierungen, die mit Emul sionen

behaftet sind.

Metav: Halle 4, Stand D37

www.brikettieren.de

Neues Sicherheitslichtgitter mit

Bluetooth-Interface

Bei dem Sicherheitslichtgitter SLC440/COM mit Bluetooth BLE

handelt es sich um ein optoelektronisches Sicherheitssystem, das

dank Bluetooth-Interface alle Status- und Diagnosedaten über den

Betriebszustand des Geräts auf Smartphones oder Tablets in Echtzeit

zur Verfügung stellt. Zudem ermöglicht die Bluetooth-Schnittstelle

eine einfache Inbetriebnahme per Smartphone oder Tablet

durch die integrierte Einrichthilfe. Vorteilhaft

ist darüber hinaus die Möglichkeit der

Speicherung der Daten, die sich so z. B.

auch für Dokumentationszwecke bei

wiederkehrenden Prüfungen und im Sinne

von Predictive Maintenance nutzen lassen.

„Die SLC440/COM mit Bluetooth BLE

ermöglichen beträchtliche Effizienzsteigerungen

bei den Fertigungsprozessen. Da

die Zustandsdaten des Lichtgitters einfach

und in Echtzeit abrufbar sind, können

Fehler schneller behoben werden, sodass

eine höhere Maschinenverfügbarkeit erzielt

wird“, so Klaus Schuster, Geschäftsführer der Safety Control GmbH,

die als Kompetenzzentrum für Optoelektronik Teil der Schmersal

Gruppe ist. „Insbesondere bei einer Abschaltung des Systems im

Gefahrenfall können Prozesse mithilfe dieser Statusinformationen

und Diagnosedaten schneller wieder reaktiviert werden.“

www.schmersal.com

Kabelmessumformer für Temperatur

macht Anlagen retrofit

Der Temperaturmessumformer Jumo dTRANS T09 ist ideal für die

einfache Nachrüstung von Anlagen. Dank der hohen Schwingund

Schockfestigkeit ist er besonders zuverlässig. Der Kabelmessumformer

mit 4-Leiteranschluss für Widerstandsthermometer ist

mit einem Analogausgang

(4 bis 20 mA) oder einer

IO-Link-Schnittstelle erhältlich.

Im dTRANS T09 können

Pt100- oder Pt1000-Sensoren

verwendet werden. Das

Edelstahlgehäuse ist in den

Schutzarten IP65, 67 und 69

lieferbar, der Anschluss

erfolgt beidseitig durch Plug and Play mit M12-Steckern. Durch

vorkonfektionierte Leitungen für die beidseitigen M12-Anschlüsse

können Verdrahtungsfehler vermieden und so Kosten bei der

Montage und Wartung reduziert werden. Konstruktionsbedingt ist

der dTRANS T09 von Prozesseinflüssen weitgehend isoliert und

damit besonders robust und langlebig. Die Ausführung mit IO-

Link-Schnittstelle optimiert Produktionsprozesse durch eine Kommunikation

bis in die unterste Feldebene und bietet maximale

Transparenz der Messwerte und Sensorzustände. Diese Schnittstelle

beinhaltet ebenfalls einen Schaltausgang. So ist eine Temperaturmessung

und -überwachung mit nur einem Gerät möglich.

www.jumo.net

26 Der Betriebsleiter 3/2020


FERTIGUNGSTECHNIK

CAD/CAM-Lösungen für die gesamte

Spanne der zerspanenden Bearbeitung

Auf der Metav stellt Open Mind erstmals die neue Version 2020.1

der CAD/CAM-Suite hyperMILL vor. Präsentiert werden die

jüngsten Erweiterungen der Software, die Lösungen für die gesamte

Spanne der zerspanenden

Bearbeitung

bietet; auch für die

additive Fertigung hat

Open Mind eine Lösung.

Im Bereich des 3D-Profilschlichtens

sind neue

CAD-für-CAM-Funktionalitäten

hinzugekommen:

Während

des Programmierens

können mit der

Funktion „Automatische Flächenverlängerung“ ausgewählte

Fräsflächen umlaufend verlängert werden. Dadurch müssen

diese nicht vorab im CAD-System modifiziert werden. Außerdem

können freie Werkzeuggeometrien, z.B. von Hochvorschubfräsern,

detailgetreu für die Programmierung und die Kollisionskontrolle

verwendet werden. Eine neue Strategie ermöglicht das Messen

von Nuten und Stegen mit den gewohnten Technologieparametern.

Die Definition des zu messenden Bereichs erfolgt über eine

einfache Konturauswahl. Die Strategie bestimmt dann automatisch

den optimalen Messpunkt.

Metav: Halle 1, Stand C82

www.openmind-tech.com

Praktische Zerspanungslösungen – und

vieles mehr

Auf der Metav 2020 präsentiert Iscar seine wirtschaftlichen

Lösungen zum Drehen, Fräsen und Bohren. Eines der Highlights

ist der Werkzeughalter Multi F Grip für die neuen quadratischen

Adapter mit vier Wendeplattensitzen der Tang-Grip- und Do-Grip-

Systeme in den Größen 2 bis 5 mm. Das System mit innerer zielgerichteter

Kühlung ist zum Hochvorschubabstechen von Stangen

mit Durchmessern bis 120 mm ausgelegt. Aufgrund seiner

robusten Konstruktion sorgt Multi F Grip für vibrationsfreies

Abstechen auch bei großen Stangendurchmessern, längere

Lebensdauer der Wendeschneidplatten, höhere Oberflächengüten

und geradere Schnitte. Zudem lässt sich mit dieser Lösung die

Schnittbreite reduzieren und damit der Rohstoffverbrauch verringern.

Der Werkzeughalter ist schnell und einfach einsetzbar und

für alle Maschinentypen geeignet.

Für die digitale Welt hat Iscar die Iscar World-App erweitert.

Damit fasst das Unternehmen jetzt alle Iscar-Online-Apps,

-Schnittstellen und -Produktkataloge in einer einzigen

Anwendung für alle iOS- und Android-Plattformen zusammen.

Mit der erweiterten und

leicht zu bedienenden

App können Anwender

Werkzeuglösungen

vergleichen, prüfen und

die für ihre Anforderung

geeignete auswählen.

Metav: Halle 5, Stand C07

www.iscar.de

Platzsparende, unauffällige LED-Maschinenleuchten

Besuchen Sie uns:

vom 10. bis 12.03.2020

Mit den LED-Baureihen Secret MTL/MTLG und EOS bietet Hema

MESSE STUTTGART

vielseitige Optionen für die unauffällige 24 V LED-Beleuchtung Halle 5, Stand A08in

anspruchsvollen Anwendungen. Die kompakten und extrem

flachen LED-Beleuchtungsleisten können dank

ihrer kleinen Abmessungen fast unsichtbar in

die Maschine integriert werden. Sie eignen sich

sowohl für die Erstausrüstung von Maschinen

als auch für den nachträglichen Einbau. Sie

erzielen eine hervorragende Lichtausbeute mit

einem sehr breiten Abstrahlwinkel und einer

Farbtemperatur von 5 700 K.

In der Ausführung Secret MTLG verfügt die

LED-Leuchte zusätzlich über eine Abdeckung

aus thermisch gehärtetem Glas. Die MTL-Baureihe erreicht

Schutzart IP69K, die EOS-Leuchten sind für Anwendungen bis

IP68 konstruiert. Neu im Programm bei Hema sind zudem

RGB-Signalsysteme, die sich wie alle anderen

LED-Leuchten in die Werkzeugmaschine

LK Metallwaren nr-19_20-002_LK_AZ_Hallenheizung_logimat_185x60_X1a.pdf 1 12.02.2020 10:58:52

integrieren lassen und Warn- und Zustandsmeldungen

farbig signalisieren können. Sie

beherrschen DMX-Signale, Ethernet-Protokoll

und IO-Link und können entsprechend

direkt mit der Maschinensteuerung

kommunizieren.

www.hema-group.com

Besuchen Sie uns:

vom 10. bis 12.03.2020

MESSE STUTTGART

Halle 5, Stand A08

LK Metallwaren nr-19_20-002_LK_AZ_Hallenheizung_logimat_185x60_X1a.pdf 1 12.02.2020 10:58:52

Der Betriebsleiter 3/2020 27


SPEZIALEINSATZ I SERIE

Kaffee gefällig?

Neue Chancen für Einzelhandel und Gastronomie durch Low-Cost-Roboter im Wunschdesign

Roboter finden immer mehr ihren Weg von der

Industrie in den Einzelhandel und die Gastronomie.

Dort sorgen sie für eine schnelle Automatisierung von

Prozessen und sind gleichzeitig ein echter Hingucker.

Vor allem an Design und Zuverlässigkeit zu einem

kostengünstigen Preis stellen Anwender hohe

Anforderungen. Daher bietet igus jetzt seinen

Low-Cost-Roboter robolink DP auch im

kundenindividuellen Wunschdesign an.

Online einkaufen und bestellen ist bereits Alltag: sei es die neue

Hose, die Spiegelreflexkamera für den Urlaub oder das Sushi zum

Abendessen. Innerhalb weniger Minuten steht der Lieferdienst

oder am nächsten Tag der Paketbote mit der Bestellung vor der Tür

– bequem und einfach. Doch das neue Kaufverhalten verursacht einen

steigenden Wettbewerbsdruck auf den stationären Einzelhandel.

Intelligente Automatisierungssysteme für einen schnellen Einkauf

sind gefragt, im Supermarkt oder auch im Möbelhaus. Lösungen

können zum Beispiel Saftautomaten, Brotschneidemaschinen

oder SB-Kassen mit Wiegetechnik sein, in denen igus motion plastics

– das sind z. B. schmiermittelfreie iglidur Gleitlager und wartungsfreie

drylin Linearführungen– für verschleißfeste Bewegungen

sorgen. Gleichzeitig müssen Einzelhändler und Gastronomen

Store- und Designkonzepte entwickeln, die dem Kunden ein neues

Erlebnis bieten.

Roboter als Hingucker

Ein beliebtes Mittel der Wahl sind Roboter, denn sie sind nicht nur

ein richtiger Hingucker, sondern auch eine praktische Automatisierungslösung.

Sie können Preise von Gewinnspielen ausgeben,

Cocktails mischen oder auch die Pizza belegen. Bisher ein teurer

Spaß, der selten in Deutschland zu finden ist. Hier bietet igus mit

seinen robolink DP jetzt eine neue kostengünstige Lösung direkt ab

Lager an, die sich individuell gestalten lässt.

Beim robolink DP handelt es sich um die neueste Generation der

Low-cost-Robotics von igus. Die kompakten leichten Gelenkarme

des robolink DP setzen ganz auf die Vorteile der igus motion plastics:

leicht, schmier- und wartungsfrei und langlebig. Durch das

Spritzguss-Gehäuse ist der RL-DP zurzeit der Günstigste unter den

robolink Robotern. Damit lassen sich kleine, konfigurierbare Stückzahlen

ebenso realisieren wie große Mengen für Maschinenbauer

und Roboterhersteller. Das Spiel des neuen Arms wurde durch das

Kunststoff-Design weiter reduziert, eine höhere Präzision ist somit

möglich. Dank integrierter Kabelkanäle werden in der neuesten

eingehausten Generation die Leitungen innen geführt. Das spart

Bauraum und bereitet die Gelenkarme für eine Verwendung auch

im Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) vor. Der Roboterarm

kann Nutzlasten bis zu 30 N tragen und besitzt eine

Reichweite von bis zu 790 mm.

Low-Cost-Roboter einfach individuell

konfigurieren

Der Anwender hat jetzt die Möglichkeit, den Roboterarm mit vier

oder fünf Achsen im Wunschdesign zu gestalten. Ob im Corporate

Design des Unternehmens, in dem er zum Einsatz kommt, oder als

Barista-Roboter in einer eleganten weißen Optik, der Anwender

kann sich frei aus der RAL-Farbpalette bedienen. Der Gelenkarm

lässt sich über die Plattform RBTX.com individuell konfigurieren

und je nach Art der Anwendung zusätzlich mit Greifern, Kameras

oder Sensorik verschiedenster Hersteller ausstatten.

Bild: igus

www.igus.de

28 Der Betriebsleiter 3/2020


MONTAGE- UND HANDHABUNGSTECHNIK

betriebsleiter_2020_03.pdf 1 14.02.2020 13:40:22

Robotiksoftware ermöglicht flexible

Produktionsplanung

Mit der Software drag&bot können Industrieunternehmen ihre

Roboter einfach und flexibel programmieren und so auch bei

schwächerer Auftragslage die Produktion effizient auslasten. Die

Software drag&bot ist eine

Lösung für eine effiziente

Produktionsplanung: Mittels

des Drag-and-drop-Prinzips

können Roboter innerhalb C

kurzer Zeit umprogrammiert

M

werden. Für die Bedienung

Y

der intuitiven Software, die

am Fraunhofer IPA entwickelt CM

wurde, ist kein Robotik-Know-how notwendig. Das ermöglicht

MY

eine sehr flexible Anpassung der Produktion. Erstellte Programme

CY

können einfach aus der Cloud geladen werden, so dass der

Roboter morgens andere Tätigkeiten übernehmen kann als

CMY

nachmittags. Dadurch können Industrieunternehmen schnell

K

auf schwankende Auftragseingänge reagieren. Die Software ist

inzwischen mit Robotern von acht Herstellern kompatibel, unter

anderem seit kurzem auch mit den Robotern von Yaskawa und

Stäubli. Neben Automotive und Anlagenbau setzen auch verstärkt

Branchen wie die Metallverarbeitung und Elektronikfertigung

sowie Chemie auf drag&bot. Für 2020 plant das Startup einen

weiteren Ausbau der kompatiblen Hardware, um ein noch

breiteres Spektrum an Hardware unterstützen zu können sowie

weitere Integrationen.

www.dragandbot.com

Business-Software

für Menschen

COSMO CONSULT

Ihr verlässlicher Partner für naonale und

internaonale Herausforderungen in den

Bereichen ERP, CRM, Data & Analycs,

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Kabelschutzrohre aus Regenerat

für Industrieroboter

Mit Kabelschutz-Wellrohren aus 100 % Polyamid-12-Regenerat

setzt Reiku ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit. Das so erweiterte

Produktprogramm, das auch Wellrohre aus biobasiertem Polyamid

11 umfasst, reicht von 7 bis zu 95 mm Nennweite für den

gesamten Einsatzbereich

von Cobots bis zu großen

Industrierobotern. Agiplast,

ein Pionier in der Regeneration

von technischen

Kunststoffcompounds und

Entwicklungspartner von

Reiku, produziert und liefert

das halogenfreie, selbst -

ver löschende und nicht

flammausbreitende Regenerat (RGN by Agiplast) mit gleichbleibend

hoher, rückverfolgbarer Qualität. Reiku vertreibt die

neuen Wellrohre unter der Typbezeichnung Parab.

Dazu Geschäftsführer David Guitton: „In umfangreichen Tests

hat unser Lieferant Agiplast nachgewiesen, dass dieses Material

genau die gleichen mechanischen Kurz- und Langzeiteigenschaften

bietet wie unsere herkömmlichen Werkstoffe. Und

selbstverständlich stellen wir sicher, dass unsere Produkte aus

diesem Regenerat auch hinsichtlich des in der Branche immens

wichtigen Brandschutzes sowie der sehr hohen Biegewechselfestigkeit

anspruchsvollste Spezifikationen erfüllen. So können

wir mit gutem Gewissen auch die gleiche Gewährleistung zusichern

wie bei den entsprechenden Wellrohren aus Neuware.“

www.reiku.de

Einfach ergonomisch.

Fördern, sortieren, verteilen – mit Vakuumhebern von

Schmalz ist der innerbetriebliche Materialfluss ergonomisch,

einfach und effizient.

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Der Betriebsleiter 3/2020 29


BETRIEBSTECHNIK

01

Eisstrahl trifft Zugluft

Leistungsstarke Technik für die Reinigung von Produktionsanlagen

Bei der Reinigung von Produktionsanlagen

sollte mit den richtigen

Verfahren und passender Ausrüstung

gearbeitet werden. Nur so

ist es möglich, effizient zu reinigen,

die Maschinen ordnungsgemäß zu

pflegen und die Fertigungsabläufe

so wenig wie möglich zu stören.

Darum sollten Trockeneisstrahlen

und Industriesauger für Stäube

bzw. Flüssigkeiten und Späne mit

an Bord sein.

Fette, Öle, Bindemittel, Klebstoffe, Silikone

– damit hat man es in der Produktion

sehr häufig zu tun. Sollen solche Substanzen

von Oberflächen entfernt werden, ist

manuelles Arbeiten nicht effizient und gerät

schnell an seine Grenzen. Der Einsatz

von Wasser, Chemikalien und Lösemitteln

wiederum ist bei empfindlichen Materialien

keine Alternative, und die möglicherweise

verbleibenden Rückstände sind nicht erwünscht.

Das Trockeneisstrahlen ist in solchen Fällen

eine leistungsstarke Technik, die sämtliche

Kriterien erfüllt. Selbst hartnäckige Verschmutzungen

lassen sich schnell und

schonend entfernen. Es ist nicht erforderlich,

Maschinen zu zerlegen oder zu demontieren,

da die Reinigung aller Bestandteile

im eingebauten Zustand erfolgen

kann. Der Aufwand wird also drastisch reduziert,

was bei Arbeiten, die nachts oder

am Wochenende stattfinden müssen, von

Vorteil ist. Außerdem ist die Handhabung

körperlich deutlich weniger belastend für

das Reinigungspersonal. Da Lösemittel

oder Alkalien nicht benötigt werden, sind

Mitarbeiter keinen gefährlichen Substanzen

ausgesetzt, und Kosten für die Entsor-

01 Reinigung einer Spritzgussmaschine mit

Trockeneis: Das gefrorene CO 2

trifft mit einer

Temperatur von -79 °C auf, der Schmutz wird

brüchig und spröde, sodass er sich leicht

entfernen lässt

02 Aufsaugen vom Flüssigkeiten an einer

CNC-Maschine mit einem 120 l-Flüssigkeitsund

Spänesauger

30 Der Betriebsleiter 3/2020


BETRIEBSTECHNIK

gung entfallen. Auch entstehen keinerlei

Abwässer, Nässe oder Strahlmittelrückstände.

Der Schmutz fällt zu Boden und kann

anschließend abgesaugt oder weggekehrt

werden.

Trockeneisstrahlen nutzt mechanische

und thermische Energie

Genutzt wird beim Trockeneisstrahlen vor

allem mechanische Energie. Die Trockeneispellets,

die eine geringe Mohs‘sche Härte

(1-2) haben, können mit einer hohen Geschwindigkeit

von 150 m/s regelrecht auf die

Oberfläche geschossen werden. Unterstützend

wirkt die thermische Energie – speziell

bei warmen Oberflächen wie zum Beispiel

bei Spritzgussformen –, wenn das gefrorene

CO 2

mit einer Temperatur von -79 °C auftrifft.

Infolgedessen wird der Schmutz brüchig und

spröde, so dass er sich leicht entfernen lässt.

Ein weiterer Aspekt, der sich positiv auswirkt,

ist die Sublimation: Die Pellets dringen in die

Risse im Schmutz ein, wo sich der feste Zustand

der Eispellets in den Gaszustand verwandelt.

Die Volumenvergrößerung lässt den

Schmutz regelrecht aufplatzen.

Um diese Vorteile zu nutzen, brauchen

Reinigungskräfte die entsprechende Ausstattung.

Benötigt werden ein Trockeneisstrahlgerät,

das die Eispellets in einen

Druckluftstrahl eindosiert, sowie ein Strahlschlauch

mit Pistole und Düse, über die das

Luft-Eis-Gemisch auf die Oberfläche gelangen.

Hinzu kommt ein Kompressor mit ausreichend

Luftdruck und Luftmenge.

Auf die Qualität des Reinigungsergebnisses

haben außerdem die Trockeneispellets

Einfluss. Sie sollten frisch sein, also am Tag

des Gebrauchs angeliefert werden, denn

bereits geringes Antauen führt dazu, dass

die Pellets aufweichen und die Reinigungsleistung

sich verringert. Für den Anwender

zählen neben gewöhnlicher Arbeitskleidung

Gehörschutz, Handschuhe und

Schutzbrille zur persönlichen Schutzausrüstung

(PSA). Außerdem muss ein CO 2

-

Messgerät am Arbeitsplatz sein, um die

Luftzusammensetzung zu überprüfen. So

lassen sich Kohlenstoffdioxid-Vergiftungen,

die aus der Sublimation entstehen könnten,

problemlos vermeiden.

Es zeigt sich: Wer mit Trockeneisstrahlen

Produktionsanlagen reinigt, hat eine effiziente,

leistungsstarke Methode im Einsatz.

Mitarbeiter erzielen schnell sehr gute Ergebnisse

– und es sind kaum Störungen im

Produktionsablauf zu befürchten.

Industriesauger für Stäube,

Flüssigkeiten, Späne

Kriterien für die Auswahl von Industriesaugern

Wer folgende Aspekte berücksichtigt, erhält bei einem Hersteller mit entsprechendem

Reinigungs-Know-how das passende Gerät für seine Anwendung:

n Wechselstrom- oder Drehstromsauger, je nach Einsatzdauer; bei mehr als zwei

Stunden pro Tag oder Mehrschichtbetrieb ist die Drehstromvariante zu empfehlen

n Behältergröße passend zum Schutzvolumen wählen

n Art des Schmutzes (trocken, feucht oder nass) berücksichtigen

n Trennung von Flüssigkeiten und Feststoffen durch Siebeinsatz sicherstellen,

falls nötig

n Filtersystem und Abreinigung wählen (manuell oder automatisch)

n Staubklassen und ATEX-Richtline berücksichtigen

n Auswahl des passenden Schlauchmaterials, der richtigen Schlauchlänge sowie des

auf die Anwendung abgestimmten Zubehörs

02

Ob es sich um die Verschmutzungen handelt,

die beim Trockeneisstrahlen zu Boden

fallen, oder um andere Reinigungsaufgaben

in den Fertigungshallen: Wer in Produktionsanlagen

arbeitet, hat mit einem universellen

gewerblichen Nasstrockensauger

nicht unbedingt das richtige Gerät am Start.

Anwendungsfehler, beispielsweise das Aufsaugen

von Öl, führen zu Beschädigungen

und im schlimmsten Fall zu erhöhter

Brandgefahr. Industriesauger sind hingegen

genau auf die jeweilige Aufgabe und

Verschmutzungsart angepasst.

Industriestaubsauger verfügen über große,

abreinigbare Filterflächen und ein zyklonartiges

Vorabscheideprinzip. Dadurch

werden grobe Schmutzpartikel bereits vor

dem Filter abgefangen. Die doppelte

Saugstromumlenkung sorgt des Weiteren

für eine gleichmäßige Schmutzaufnahme,

was lästige Verstopfungen des Systems verhindert.

Den Angaben des Industriebetriebs

folgend ist die vorgeschriebene

Staubklasse zu beachten. Die Spanne reicht

von L, also leicht gefährliche Stäube, über

M für mittelgefährliche Stäube bis hin zur

Staubklasse H. Hier liegen Partikel vor, die

in der Lunge nicht abgebaut und die häufig

krebserregend sein können. Für die Staubklassen

M und H gelten besondere Anforderungen

an Filter, Entleerung und Entsorgung.

Ein weiteres Kriterium ist die Definition

der Explosionsgefahr nach ATEX, der

europäischen Richtlinie zum Explosionsschutz.

Damit wird sichergestellt, dass die

Sauger keine Zündquelle sind – die Schutzmaßnahmen

variieren, je nachdem, welche

ATEX-Zone (20, 21 oder 22) vorliegt.

Sauger für Flüssigkeiten oder Späne sollten

ebenfalls spezifische Eigenschaften vorweisen,

auf die es zu achten gilt. Eine robuste

Bauweise sowie ggf. auch besonderes Zubehör,

beispielsweise ein PU-ummantelter

Schlauch aus Metall für besonders scharfkantige

Späne, sind sehr wichtig, damit die

Technik nicht beschädigt wird. Um Kühlschmierstoffe

oder Bohremulsionen einsaugen

zu können, sollte das Gerät samt

Zubehör ölfest sein.

Wird das Sauggut über einen Saugstutzen

am Gerätekopf zum Sieb transportiert, werden

Flüssigkeiten und Späne sauber voneinander

getrennt und die Behälter gleichmäßig

befüllt. Das Entleeren erfolgt idealerweise

über eine Kippvorrichtung oder eine

Fasspumpe. Um Explosionsgefahr zu vermeiden,

dürfen keine brennbaren Flüssigkeiten

eingesaugt werden – die Mindestzündenergie

muss über 54 °C liegen.

Wenn Sauberkeit bares Geld

wert ist

Sind Produktionsanlagen gepflegt, die Maschinen

und Arbeitsplätze sauber, so hat

das mehrere positive Auswirkungen. In

puncto Produktqualität und Prozesssicherheit

wird die Gefahr von Verunreinigungen

oder des Verschleppens von Stäuben verhindert.

Außerdem geht mit dem geringeren

Verschleiß der teuren Maschinen ein

deutlicher Betrag zu Investitionsschutz und

Werterhalt einher. Sind Reinigungsverfahren

und -abläufe bestmöglich auf die Fertigung

abgestimmt, lassen sich Stillstände

oder Störungen vermeiden – und durch

kontinuierliches Sauberhalten verlängert

sich das Zeitfenster für Komplettreinigungen

deutlich.

Bilder: Kärcher

www.kaercher.de

Der Betriebsleiter 3/2020 31


BETRIEBSTECHNIK

Wirtschaftlich warten

Predictive Maintenance in der Druckluftversorgung durch cloudbasierte Zustandserfassung

Auf

den Punkt

gebracht

iConn ist eine cloudbasierte Plattform, die

den Blick auf bzw. in den Kompressor und

seine Leistungsdaten ermöglicht, virtuell vom

Rechner oder vom iPad aus. iConn gehört bei

neuen CompAir Kompressoren zur Standardausstattung,

kann aber nachträglich

in bestehende Kompressoranlagen

und auch bei Fremdfabrikaten

integriert werden.

Die Wartungskosten von Kompressoren sind über die Lebensdauer

gerechnet ähnlich hoch wie die Anschaffungskosten. Um zu sparen, sind

viele Druckluftanwender von der Servicestrategie „Teileaustausch bei

Bedarf“ zum vorbeugenden Austausch von Verschleißteilen übergegangen.

Damit befinden sie sich aber stets in einem Dilemma: Zu wenig Wartung

kann zu teuren Ausfällen der Produktion führen. Zu früher Service

hingegen verursacht ebenfalls Kosten. Wie findet man also das richtige

Maß – nach dem Motto „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“?

Hier setzt CompAir mit iConn an, einer

cloudbasierten Plattform, die den Blick

auf bzw. in den Kompressor und seine Leistungsdaten

ermöglicht, virtuell vom Rechner

oder vom iPad aus. iConn gehört bei

neuen CompAir-Kompressoren zur Standardausstattung,

kann aber auch nachträglich

in bestehende Kompressoranlagen und

bei Fremdfabrikaten integriert werden.

iConn ist die Einstiegslösung, die einen

detaillierten und regelmäßigen Überblick

über die Betriebsstunden gibt. Unregelmäßigkeiten

und Wartungshinweise werden

dem Anwender in Echtzeit selbsttätig gemeldet.

Dabei kann man wählen, ob die

Meldungen als E-Mail auf den Rechner der

Wartungszentrale oder auf das Smartphone

des aktuell Verantwortlichen gesendet wer-

32 Der Betriebsleiter 3/2020


den. In jedem Fall steht die Störmeldung unmittelbar

zur Verfügung. So können bereits

Schritte eingeleitet werden, bevor Auswirkungen

wie z. B. ein Druckabfall negative Konsequenzen

für die Produktion haben. Gehen die

autorisierten Personen über die webbasierte

iConn-Seite auf die gespeicherten Daten, so

lässt sich der Lebenszyklus eines jeden Kompressors

effektiv verfolgen.

Smart Maintenance bei der Überwachung

von Kompressoren ist mit iConn in der Basisversion

ohne Investitionskosten erreichbar

und auch bei Aufschaltung der weiteren

Über iConn übermitteln die Kompressoren täglich alle Daten,

die den aktuellen Zustand und die Leistung dokumentieren

Funktionen eine wirtschaftlich sinnvolle Investition,

mit der ein reibungsloser Produktionsablauf

sichergestellt wird.

Mit weiteren Features ergänzt, wird das System

zu iConn HD und ermöglicht eine vorausschauende

Wartungsplanung mit einem „Frühwarnsystem“

für Maschinenstörungen. Damit realisiert

der Anwender eine vorausschauende, bedarfsgerechte

Werterhaltung (Predictive Maintenance),

die dem Ziel „Wartung genau dann, wenn

die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls steigt“ entspricht.

Eine webbasierte Fernüberwachung mit

Dashboard-Steuerung ist zusätzlich verfügbar.

Bei diesem digitalisierten Service sind sowohl die

vorausschauende Wartungsplanung als auch die

Wartung und eine periodische Energieanalyse

eingeschlossen, um den Druckluftanwender

komplett zu entlasten. – Energieeinsparung und

damit ein nachhaltiger Umgang mit dem Produktionsmittel

Druckluft eingeschlossen.

Digitale Plattform unterstützt

wirtschaftlichen Service

Wie sich dieses Aufgabenfeld durch den Einsatz

der digitalen Plattform iConn besonders wirtschaftlich

gestalten lässt, zeigt die Wille GmbH

in Delmenhorst. Das Druckluftserviceunternehmen

überwacht seit April 2018 CompAir-

Kompressoren bei über 25 Kunden mit Hilfe

von iConn. Michael Kaiser, Technische Leitung

und Kompressoren-Verkauf bei Wille: „iConn

hilft uns bei der Verwaltung des Service und

steigert so die Effektivität der Bearbeitung unserer

Kunden. Warnungen und vorausschauende

Analysen erlauben eine bessere Planung

auch der Ersatzteilverfügbarkeit.“

Er führt ein Beispiel für eine Problemlösung mit

Hilfe von iConn an: „Wir bekamen einen Warnhinweis

vom Kompressor eines Stahlbaubetriebes,

der auf eine Überhitzung schließen ließ. Der

Fall konnte ohne Einsatz unseres Notdienstes

gelöst werden – am Telefon. Es stellte sich heraus,

dass ein Lieferant mit einer palettierten Ladung

den Abluftausgang des Kompressors zugestellt

hatte.“

Einen besonderen Vorteil sieht Michael Kaiser

in der einfachen Implementierung der

iConn-Basisversion, deren Nutzung für die

Kunden kostenfrei ist: „Die bei uns aufgeschalteten

Kompressoren in den Leistungsklassen

von 7,5 bis 90 kW übermitteln zuverlässig täglich

alle Daten, die den aktuellen Zustand und

die Leistung dokumentieren.“

Während die meisten Kompressoren bereits

serienmäßig mit der notwendigen Sensorik

ausgestattet waren, wurden einige kleinere Anlagen

für die iConn-Nutzung nachgerüstet.

Michael Kaiser erläutert: „Die Unternehmen

waren schnell von den Vorteilen unseres Überwachungskonzeptes

zu überzeugen und wurden

auch nicht enttäuscht. Die Datenübertragung

erfolgt zuverlässig auch bei schwachen

Netzanbindungen in ländlichen Regionen oder

Abschirmungen in schwierigen Gebäudesituationen.

Da die Datenerfassung und Übermittlung

von den IT-Systemen der Kunden völlig

getrennt ist, bestehen selbst bei den Unternehmen

mit hohem Sicherheitslevel keine Datenschutzbedenken.“

Energieverluste eindämmen

Bei Wille geht man mit Hilfe von iConn auch eine

der problematischsten Seiten der Druckluftversorgung

an, den Energieverlust durch Leckagen.

Michael Kaiser: „Stellen wir bei der Überprüfung

der Daten Ausreißer bei der Leistungsabnahme

fest, die nicht mit den normalen Verbrauchsszenarien

der Kompressoren übereinstimmen, können

wir reagieren und nach Leckagen suchen.

Ein typisches Beispiel in der letzten Zeit war das

Aufspüren eines fehlerhaften Magnetventils,

über das viel teure Luft verloren ging.“

Bild: CompAir

www.compair.de

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Unser Partner ist der Fachhandel.

10. – 12. März 2020 | Stuttgart

Halle 3 | Stand C09


BETRIEBSTECHNIK

LED im Fokus

Spot an

Tipps für eine optimale Beleuchtung

in Büros und Industriehallen

Beleuchtung am Arbeitsplatz hat

große Auswirkungen auf die

Produktivität und Gesundheit der

Mitarbeiter. Hier bieten besonders

LED-Leuchtmittel viele Vorteile:

n Einsparung von rund 50 Prozent

der Energiekosten möglich

n nahezu Wartungsfreiheit und

lange Lebensdauer

n Umweltschutz

n Teil einer ergonomischen

Arbeitsumgebung

Im Herbst und Winter ist künstliche

Beleuchtung der tägliche Begleiter

in Produktionsstätten und Büros.

Doch Licht ist nicht gleich Licht.

Deshalb sollte die Gestaltung der

Ausleuchtung wohl überlegt sein.

Wie die dunkle Jahreszeit gesünder,

produktiver und effizienter für

Arbeitnehmer und Unternehmen

gestaltet werden kann, erfahren Sie

nachfolgend.

Damit Ergonomie und Gesundheitsschutz

gewährleistet sind, ist bei der

Lichtgestaltung am (Büro-)Arbeitsplatz auf

eine schattenfreie Ausleuchtung (UGR-

Wert) zu achten. Das bedeutet, dass bei der

Planung sichergestellt werden sollte, dass

Mitarbeiter durch die Beleuchtung nicht zu

stark geblendet werden. Die Grenzwerte

sind in der Norm DIN EN 12464-1 festgelegt,

wobei das UGR (Unified Glare Rating)

in Werten zwischen 10 (keine wahrgenommene

Blendung) und 30 (starke Blendung)

angegeben wird. An einem Bildschirmarbeitsplatz

sollte ein UGR-Wert von 19 nicht

überschritten werden, damit eine blendfreie

Tätigkeit gewährleistet werden kann.

Autor: Holger Engelbrecht, Product Manager

Tools & Lighting, reichelt elektronik

Ein weiterer Faktor für die optimale Arbeitsbeleuchtung

in Büroräumen ist die

richtige Farbtemperatur. Ideal für angenehmes,

ermüdungsfreies Arbeiten sind

Leuchtmittel in einem kühlen Weißton

oder eine dem Tageslicht nachempfundene

Ausleuchtung mit einer Farbtemperatur

von etwa 4 500 Kelvin (K).

Je nach Tätigkeit kann hier auch der

LED-CRI Wert von Bedeutung sein. Der

Color Rendering Index beziehungsweise

Farbwiedergabeindex wird in Ra angegeben

und gibt Auskunft darüber, wie die

Farbwiedergabe einer künstlichen Lichtquelle

verglichen mit dem Sonnenlicht

ausfällt. Am Büroarbeitsplatz wird ein Ra

von mindestens 80 gefordert. Ist es für die

ausgeführten Tätigkeiten wichtig, dass die

Farbwiedergabe möglichst exakt ist, empfiehlt

es sich, auf einen höheren CRI-Wert

zu achten.

Optimale Ausleuchtung für

maximale Sicherheit

Ein besonderer Fall der Lichtplanung sind

industrielle Anwendungsbereiche wie etwa

in Produktionshallen. Die hier ausgeführten

Tätigkeiten bedürfen erhöhter Sicherheit

und optimaler Lichtverhältnisse. Gerade

in oft fensterlosen Industriegebäuden

und im Schichtbetrieb ist die Lichtkonzeption

somit ein entscheidender Faktor, damit

die Zahl der Fehler gering bleibt und die

Unfallgefahr sinkt.

Eine gleichmäßige und helle Ausleuchtung

ist die Grundvoraussetzung für sicheres

Arbeiten in Produktionsbetrieben, da

eine gute Sicht gerade bei Tätigkeiten an

Maschinen unerlässlich ist. Die Norm DIN

EN 12465-1 gibt für verschiedene Bereiche

unterschiedliche Anforderungen vor. So

sollte etwa ein UGR-Grenzwert von 22 bei

präzisen industriellen Aufgaben bzw. 25

bei durchschnittlichen industriellen Arbeiten

nicht überschritten werden. Darüber

hinaus sollte auch eine ausreichende

Lichtstärke, bei groben Aufgaben zum Beispiel

mindestens 200 lx sowie mindestens

1 000 lx bei sehr feinen Arbeiten, gewährleistet

sein.

Weitere Anforderungen an den industriellen

Einsatz von Leuchten sind eine hohe

Energieeffizienz, einfache Installation und

Wartung sowie eine große Robustheit gegenüber

äußeren Einflüssen.

Passende Leuchtmittel für jeden

Arbeitsbereich

Bei der Wahl der Beleuchtung ist vor allem

der jeweilige Einsatzbereich entscheidend.

Am Arbeitsplatz fördert die richtige Ausleuchtung

das Wohlbefinden der Mitarbeiter

und somit auch ihre Leistungsfähigkeit,

Konzentration, Motivation und Zufriedenheit.

In Industriehallen trägt sie wesentlich

zur Sicherheit der Mitarbeiter bei.

Bei der Planung innovativer Lichtkonzepte

sind LED-Leuchtmittel für alle Bereiche

die beste Wahl. Sie sind in vielen Ausführungen

und oft auch mit der Möglichkeit,

die Lichtfarbe variabel einzustellen, im

Handel erhältlich. Zudem sind gerade LEDs

besonders energiesparend und langlebig,

was sie auch zur nachhaltigen und effizienten

Lösung machen.

Bild: Gecko Studio/Adobe Stock

www.reichelt.de

34 Der Betriebsleiter 3/2020


BETRIEBSTECHNIK

Massive Verkürzung von Maschinen-Stillstandzeiten

durch Lamellenkeilriemen

Lamellenkeilriemen sind endliche Keilriemen (Meterware),

bestehend aus Schichten von Polyester/Polyurethan. Die Verbindung

der Lamellen wird dabei entweder über Stahldrehnieten

oder über ihre T-förmigen Enden hergestellt. Bedingt durch den

innovativen Aufbau und die verwendete Materialkomposition

ergeben sich für die Instandhaltung von Antriebs- und Transportanwendungen

zahlreiche

Vorteile. Da der Lamellenkeilriemen

erst in der Anlage

geschlossen wird und

aufgesprungen werden darf,

verkürzen sich bspw.

Montage- und damit

Stillstandzeiten. Insbesondere

innen liegende Antriebe sind

damit leicht und schnell

montierbar. In Bereichen, in denen das Riemensystem hohen

Belastungen durch Temperatur (-40 bis +100 °C), Öl, Ölnebel,

Wasser, Wasserdampf, Chemie oder abrasive Medien ausgesetzt

ist, erhöhen sich auf Grund des Materials die Standzeiten

erfahrungsgemäß um den Faktor vier bis fünf. Der Vorrat an

lagernden Keilriemen wird deutlich verkleinert, da jede Riemenlänge

eines gewählten Profils in wenigen Sekunden satzkonstant

zur Verfügung steht. Übertragbare Leistungen entsprechen klassischen

Gummigewebekeilriemen bzw. Schmalkeilriemen.

www.lamellenkeilriemen.de

Polyurethan-Auskleidungen schützen

Rohre vor Verschleiß

Die Fr. Jacob Söhne GmbH & Co. KG

ist Spezialist für Rohrsysteme nach

dem Baukastenprinzip. Laufrohrsysteme

für das Schüttguthandling sowie

Entstaubungs- und Abluftanlagen

für die Umwelttechnik sind die

Einsatzgebiete. Aktuell hat das Unternehmen

sein neues Verschleißschutz-Programm

„Durable Design“

vorgestellt. Dabei machen unterschiedliche

Polyurethan-Auskleidungen das Innere der Rohre

widerstandsfähig gegen harte und abrasive Medien. Da sie in

Standard-Rohrteile geklebt oder geschraubt werden, bleibt die

volle Modularität des Baukastensystems erhalten. Auf Wunsch

können die Rohrteile auch mit anderen Beschichtungen wie

Keramik oder PTFE versehen werden. „Durable Design ist ein

wesentliches Element, um die Standfestigkeit und damit die

Wirtschaftlichkeit von Industrieanlagen zu erhöhen. Wir haben

bereits ein breites Portfolio mit über 500 Artikeln standardisiert

und erweitern es stetig, um ein möglichst breites Spektrum der

Anwendungen unserer Kunden abzudecken“, nennt Kai Gradert,

Leitung Produktmanagement und Innovation bei Jacob, den

zentralen Kundennutzen. Die Rohre mit Verschleißschutz eignen

sich ncht nur für neue Anlagen, auch beschädigte Elemente lassen

sich einfach durch einen Nachfolger mit Verschleißschutz ersetzen.

www.jacob-rohre.de

Breites Leistungsspektrum in der

Reinraumreinigung

Anzeige

Der Multidienstleister Piepenbrock bietet ein breites Leistungsspektrum

in der Reinraumreinigung. Neben der Unterhaltsreinigung

aller Reinraumklassen gemäß DIN EN ISO 14664 und den

GMP-Richtlinien gehören dazu auch Schleusenservices und

Sonderreinigungen des Doppelbodens oder der Rücklüftungszonen.

Mit seinem Konzept ‚360-Grad-Reinraum‘ bietet Piepenbrock

einen individuellen

Rundum-Service.

Um seine Mitarbeiter

noch besser auf die Anforderungen

im Reinraum

vorzubereiten, hat der

Gebäudedienstleister

kürzlich ein hochmodernes

Reinraum-Trainingszentrum

fertiggestellt.

„Im Trainingszentrum

werden die Inhalte nicht nur in der Theorie vermittelt, sondern

sofort praktisch im Reinraum angewendet“, beschreibt

Norbert Gürke, Leiter des Fachbereichs Reinraumreinigung, das

Konzept. Dafür verfügt das Zentrum über zwei Reinraum-Nachbauten,

einen nach ISO- und einen nach GMP-Anforderungen, inklusive

Schleusenbereich und Handhygienestation. „Wir bieten

unseren Auftraggebern Auditsicherheit“, so Gürke. „Deshalb ist die

Dokumentation als eine der wichtigsten Tätigkeiten beim Kunden

ein Schwerpunkt in unseren Schulungen“, führt er weiter aus.

Zusätzlich zu den Piepenbrock-Mitarbeitern sollen im Trainingszentrum

künftig auch externe Teilnehmer geschult werden.

Um den komplexen Anforderungen der Gefahrstofflagerung

gerecht zu werden, gilt es bei der Umsetzung von

Gefahrstoff-Lagersystemen einen Schritt weiter zu

denken – der Umwelt zu liebe. Zur Bewahrung der Natur

vor austretenden Chemikalien, konstruiert SÄBU

zukunftsweisend die isolierten Gefahrstoffcontainer

SAFE Tank ECO und SAFE Tank CONTROL.

SÄBU Morsbach GmbH

Zum Systembau 1

51597 Morsbach

Tel.: 02294/ 694-23

www.safe-container.de

Mit SÄBU schon heute an morgen denken –

die neue Generation Umweltschutz

www.piepenbrock.de

Der Betriebsleiter 3/2020 35

Säbu.indd 1 18.02.2020 09:52:44


ADDITIVE FERTIGUNG I SPECIAL

01

Zahnersatz 4.0

Wie der 3D-Druck die Zahntechnik revolutioniert

Fast jeder würde gerne perfekt

lächeln oder kraftvoll zubeißen.

Wenn die eigenen Zähne aber nicht

mehr mitspielen, muss Ersatz her.

Kronen, Prothesen oder Brücken

mit herkömmlichen Verfahren

herzustellen, ist allerdings sehr

aufwendig. Dank Digitalisierung

und 3D-Druck geht es schneller und

einfacher.

Wenn ein Patient Zahnersatz benötigt,

setzt er viele Hebel in Bewegung. Den

Anfang macht der Zahnarzt. Er fertigt einen

Abdruck des Gebisses an. Dafür drückt er

ihm zwei mit Silikon gefüllte Abformlöffel

auf den Ober- und den Unterkiefer. Die Löffel

sendet er an ein Zahnlabor. Hier formen

Zahntechniker ein Gipsmodell ab, die Vorlage

für den Zahnersatz. Jetzt geht es an die

Herstellung der Zahnprodukte. Die Grundform

entsteht im Druckguss oder an der

Fräsmaschine, anschließend ist Nacharbeit

notwendig. Bis der Zahnersatz im Mund

des Patienten angekommen ist, kann es

schon einmal mehrere Wochen dauern.

In der Nähe von Hannover sitzt ein Unternehmen,

bei dem es schneller geht: Das

digitale Fräszentrum Cadspeed. Inhaber

Hindrik Dehnbostel und seine 38 Mitarbeiter

liefern bei Bedarf über Nacht. Zu ihren

Kunden zählen Zahnärzte, Kieferorthopäden

und Dentallabore in ganz Europa. Wie

3D-Druck beschleunigt die

Herstellung von Zahnersatz

und verbessert die Qualität

ist das möglich? Mit 3D-Druck und Digitalisierung.

„Das Löffel-Handling, das Abformen,

der Versand und die ganze Fertigung

sind ein Riesen Aufwand“, sagt Dehnbostel,

der selbst Zahntechnikermeister ist. „Digitalisierung

ist ein Segen für die Branche, damit

geht es viel schneller und einfacher“.

Anstatt des Abformlöffels bietet Cadspeed

seinen Kunden z. B. an, sogenannte

Intra-Oral-Dentalscanner zu verwenden.

Das sind Handscanner mit Sensoren, mit

denen Zahnärzte den Mund des Patienten

digital in 3D abbilden können. Diese Daten

lassen sich direkt weiterverarbeiten. Ein

36 Der Betriebsleiter 3/2020


SPECIAL I ADDITIVE FERTIGUNG

02 03

01 Der 3D-Druck bringt bei der Herstellung von Zahnersatz

viele Vorteile

02 Bauplattform eines 3D-Druckers von Trumpf mit

gedruckten Zahnprodukten

03 Cadspeed-Firmenchef Hindrik Dehnbostel: „Wenn man

ausgelastet ist und viel zu produzieren hat, lohnt sich 3D-Druck“

Gipsmodell ist nicht notwendig. Das geht

schneller, kostet weniger und ist genauer.

man ausgelastet ist und viel zu produzieren

hat, lohnt sich 3D-Druck“, weiß Dehnbostel.

04

3D-Druck: höhere Qualität,

weniger Materialverlust

Auch der 3D-Druck bringt bei der Herstellung

von Zahnersatz viele Vorteile. Einer

der Wichtigsten: Die Qualität verbessert

sich. Denn Zahntechniker haben fast immer

ein Platzproblem. Ecken und Kanten

können sie mit der Fräsmaschine kaum

abbilden – dafür ist der Zahn zu klein und

die Anforderungen sind zu hoch. Noch dazu

kommen die Werkzeuge nicht überall

ran und brechen manchmal ab. 3D-Drucker

kennen solche Probleme nicht. Da

das Bauteil schichtweise aufgebaut wird

und eine Software den Prozess steuert,

sind filigrane Strukturen kein Problem. Es

gibt auch keine Werkzeuge, die einfach so

kaputt gehen.

Außerdem ist der 3D-Druck materialsparender.

Mit der konventionellen Methode

fertigen Zahntechniker erst die Grundform

und höhlen sie anschließend aus. Bis zu

80 % des Materials landen im Müll. Ein 3D-

Drucker benötigt nur so viel Pulver, wie es

das Bauteil erfordert. Das schont den Geldbeutel

und die Umwelt. Noch ein Pluspunkt:

3D-Druck ist im Stundenvergleich

deutlich schneller. Normalerweise benötigt

der Zahntechniker etwa 20 Minuten pro

Zahn. In einem 3D-Drucker entstehen pro

Durchgang in zwei bis drei Stunden bis zu

70 Zähne auf einer Plattform. Das sind weniger

als drei Minuten pro Stück. „Wenn

3D-Drucker druckt Zähne im

Dreischicht-Betrieb

Seit November 2017 steht bei Cadspeed

auch eine TruPrint 1 000 von Trumpf mit

Multilaser-Prinzip. Gleich zwei Laserstrahlen

schmelzen die Geometrien des Zahnersatzes

gleichzeitig auf. Das verkürzt die Prozessdauer

enorm. Dehnbostel hat die Maschine

drei Monate getestet und sie anschließend

gekauft. Seitdem läuft der

3D-Drucker fünf Tage die Woche im Dreischicht-Betrieb.

„Die Anlage arbeitet zuverlässig

und robust“, sagt er.

Ausblick

Und wie geht es weiter mit der Zahntechnik?

Dehnbostel ist sich sicher: Um 3D-

Druck kommt keiner mehr herum. Denn irgendwann

entscheidet der Patient, wie sein

04 Beim 3D-Drucker TruPrint 1 000 mit

Multilaser-Funktion beleuchten zwei Laser

gleichzeitig den Arbeitsraum des Druckers

Zahnersatz gefertigt wird. „Die Leute heutzutage

wachsen immer mehr mit Digitalisierung

auf. Sie wissen, dass ein 3D-Drucker

eine höhere Qualität erzielt als die

Fräsmaschine“, sagt Dehnbostel.

Bilder: Trumpf

www.trumpf.com

Mit Laser Metal Fusion schnell zu komplexen Bauteilen

Die TruPrint 1 000 von Trumpf verfügt über ein Bauvolumen (Zylinder) von 100 mm

Durchmesser und einer Höhe von 100 mm. Bauteile in nahezu jeder geometrischen

Form können mit der Maschine hergestellt werden. Auch komplexere Formen lassen

sich vom CAD-Entwurf einfach und schnell in ein metallisches 3D-Bauteil verwandeln.

Die Option Multilaser ermöglicht höhere Produktivität und Flexibilität: Zwei

200 W Trumpf Faserlaser belichten zeitgleich im Bauraum und generieren so bis zu

80 % mehr Teile in gleicher Zeit.

Der Betriebsleiter 3/2020 37


ADDITIVE FERTIGUNG I SPECIAL

01

Den Dreh raus mit 3D-Druck

Griffe für Schieberdrehgeräte werden jetzt additiv gefertigt

Schieberdrehgeräte unterstützen

die zuverlässige Wasserversorgung

hunderttausender Haushalte. In der

jüngsten Evolutionsstufe wurde der

aufwändig zu fertigende Metallgriff

durch einen Kunststoffgriff

ersetzt. Bei dessen Herstellung

spielt ein industrieller 3D-Drucker

seine Stärken aus.

Damit das kostbare Nass gezähmt werden

kann, müssen diese Armaturen stets gangbar

sein; das gilt übrigens auch für alle weiteren

Rohrleitungen, etwa bei Gas- und

Fernwärmeversorgung. Besonders bei älteren

Armaturen kann hier viel Kraft nötig

sein. „Dann müssen mehrere Mitarbeiter

die Armatur mit hohem Kraftaufwand ein

paar Mal auf- und zudrehen, um diese wieder

gangbar zu machen“, erläutert Daniel

250 Nm von nur einer Person bedienen.

Dieser Kraftprotz ist kein Massenprodukt.

3S Antriebe war damit vor die üblichen und

damit einhergehenden Herausforderungen

gestellt: Qualitätsschwankungen mit teuren

Nacharbeiten, Herausforderungen beim

Preis und mangelnder Transparenz bei der

Preisgestaltung. Hinzu kam ein relativ hohes

Maß an Komplexität der Baugruppe durch

verschiedene Techniken und Materialien.

Der Griff wird in einem „Druck“ gefertigt – die Anzahl der Teile

reduzierte sich damit von neun auf ein einziges

In Deutschland gab es 2016 laut Bundeskartellamt

über 6 000 Wasserversorger. Sie

stellen sicher, dass für Menschen und Unternehmen

der so selbstverständlich gewordene

Rohstoff nicht zur Neige geht. Die

Wartung des Netzes hat daher eine hohe

Priorität, denn es lässt sich leicht erahnen,

wie wichtig die korrekte Funktionsweise etwa

der benötigten Erdarmaturen ist: Lassen

sie sich zum Beispiel nicht schließen, sind

bei Rohrbrüchen ganze Straßen geflutet.

Bohle, der beim Berliner Unternehmen

3S Antriebe GmbH als Konstrukteur tätig

ist. Mit einem Schieberdrehgerät und diversen

Zubehörteilen lässt sich jedoch der Anteil

an körperlicher Schwerstarbeit erheblich

reduzieren.

3S Antriebe hat ein solches Schieberdrehgerät

für den weltweiten Einsatz entwickelt:

Das 3S AIG XS kann bis zu 900 Nm Kraft an

die Armatur bringen; dank entsprechender

Hebelwirkung lässt sich die Maschine bis zu

Mit diesen Herausforderungen drängte sich

die additive Fertigung für das 3S AIG XS regelrecht

auf – weil sie eben auch für kleinere

Losgrößen wirtschaftlich und flexibel nutzbar

ist. Nachdem das eigentliche Gehäuse

wegen seiner Komplexität von Anfang an

auf diese Weise hergestellt wurde, legte

Daniel Bohle nach diesem Erfolg den Fokus

auf den Griff des Schieberdrehgeräts: „Das

Bauteil war früher aus Metall gefertigt, wofür

wir mehrere Partner benötigten. Wir

38 Der Betriebsleiter 3/2020


SPECIAL I ADDITIVE FERTIGUNG

01 Die EOS P 770 ist ein hochproduktives

Laser-Sinter-System für Bauteile von bis zu

einem Meter

02 Statt 9 Teilen (oben) nur noch 1 (unten):

Der funktionsintegrierte Griff des 3S AIG XS

ist dank 3-D-Druck nun 40 Minuten schneller

gefertigt – bei stets gleich hoher Qualität

03 Auch das Gehäuse des Schieberdrehgeräts

3S AIG XS wird additiv gefertigt

produzieren zwar in Serie, aber es ist natürlich

keine Massenproduktion mit Millionen

Stück. Die additive Fertigung ermöglicht

uns hier, unabhängiger und mit einem zentralen

Ansprechpartner zu agieren“, erläutert

Daniel Bohle.

Flexibel mit additiver Fertigung

Dieser Partner ist Hasenauer & Hesser.

Hans-Jörg Hesser aus der Geschäftsführung

verrät ein paar Details zum Auftrag:

„Unser Kunde benötigte bei kurzen und

verlässlichen Lieferfristen ein präzise und

wirtschaftlich zu fertigendes Bauteil, und

das trotz einer vergleichsweise kleinen

Losgröße. Funktionsintegration spielte dabei

nur eine untergeordnete Rolle, ist aber

ebenfalls dabei. Mit Hilfe der bewährten

EOS P 770 verfügen wir über genau die

richtige Fertigungsanlage.“ Beim Bau des

Griffs setzt Hasenauer & Hesser auf PA 12

(PA 2200). Das extrem stabile und langlebige

Polymer ist sehr leicht und sorgt so mit

der 3D-optimierten Bauweise für Gewichtsersparnis.

Den eigentlichen Produktionsprozess

führt Hasenauer & Hesser in bewährter

Form aus: CAD-Daten bilden die Grundlage,

das SLS-System von EOS erstellt den

Griff im Anschluss im Schichtbauverfahren.

Die erwähnte Funktionsintegration ermöglichte,

den Schalter ergonomisch

günstig direkt im Griff zu platzieren. Entscheidend

ist jedoch, dass bei der gewählten

Lösung bei maximaler Flexibilität die

Anzahl der Teile und damit die Komplexität

der Lieferkette reduziert werden konnten.

Zudem zählten für 3S Antriebe weitere Faktoren,

insbesondere die Verlässlichkeit als

Partner für die Kunden im In- und Ausland

sowie die Qualität.

Ziele mehr als erreicht

Die Ziele wurden allesamt mehr als erreicht:

So wird der von Daniel Bohle neu

konstruierte Griff in einem „Druck“ gefertigt

– die Anzahl der Teile reduzierte sich

02

damit von neun auf ein einziges. Musste das

Unternehmen zuvor noch mit jeweils vier

Zulieferern zusammenarbeiten, ist es nun

ausschließlich Hasenauer & Hesser. „Das

vereinfacht schlichtweg alles, von der Buchhaltung

über Verhandlungen bis hin zur Lagerhaltung“,

so Bohle. „Und natürlich profitiert

die Qualität, die nun gleichbleibend ist,

da Handarbeit vollständig entfällt.“

Durch die additive Fertigung erübrigt

sich das Entgraten, Schneiden, Kleben und

Justieren. Dank Funktionsintegration entfällt

auch das Schneiden von Gewinden,

obgleich diese auch mitgedruckt werden

könnten. Dass die Montagezeit pro Teil so

um rund 40 Minuten sinkt, ist für Bohle

und seine Kollegen zwar sehr erfreulich,

aber bei weitem nicht der einzige Vorteil.

Für ihn zählt vor allem, dass die Lieferzeit

zuverlässig, kalkulierbar und kürzer ist:

„Wenige Tage statt vieler Wochen – das

macht vor allem für unsere Kunden schon

einen Unterschied.“

Ein weiteres Ergebnis ist eine sauberere

Fertigung für die Mitarbeiter, denn das

Schleifen und die Laminierung entfallen.

Das Thema Wirtschaftlichkeit hat für Bohle

mehrere Aspekte: „Es zählt ja nicht nur der

03

Preis an sich, auch dessen Zustandekommen.

Beim 3D-Druck ist alles transparent

und volumenbasiert kalkulierbar. Ich persönlich

bin froh um jedes Teil, das ich nun

aus Kunststoff fertigen kann.“

Bilder: EOS, 3S Antriebe

www.eos.de

Der Betriebsleiter 3/2020 39


ADDITIVE FERTIGUNG I SPECIAL

Hannover Messe: Additive Manufacturing

und Leichtbau werden Nachbarn

Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit gehören zu den

großen Themen der kommenden Hannover Messe, die vom

20. bis 24. April ihre Pforten öffnet. Ein zentrales Verfahren in

diesem Zusammenhang ist Additive Manufacturing. Die enge

Verbindung von Additiver Fertigung und Leichtbau spiegelt

sich auf der Hannover Messe wider. „In der neuen Hallenstruktur

sind Leichtbau und additive Fertigung in Halle 23

jetzt direkte Nachbarn“, erklärt Olaf Daebler, Global Director

Engineered Parts & Solutions im Team der Hannover Messe.

„Damit schaffen wir kurze Wege für die Besucher. In Halle 23

geht es neben Additive Manufacturing und Leichtbau außerdem

um Teile und Komponenten aus innovativen Materialien

wie technische Keramik, Gummi und Hochleistungskunststoffen.“

Teil der Hannover Messe ist außerdem das Fachsymposium

Additive Manufacturing, das die AG Additive Manufacturing

im VDMA am Dienstag, den 21. April, bereits zum sechsten

Mal organisiert. Schwerpunkte der Veranstaltung in der

Technology Academy sind die Themen Nachhaltigkeit

und Ressourceneffizienz. Anhand von Vorträgen sowie

Best-Practice-Beispielen aus dem Maschinenbau sollen die

Fachbesucher einen Überblick über die Möglichkeiten der

additiven Fertigung bekommen. Themen sind unter anderem

effiziente Design- und Fertigungsprozesse, Design-Freiheit,

Auftragen statt Abtragen, Materialvielfalt sowie Performancesteigerung

durch den Einsatz von additiv gefertigten

Bauteilen.

Darüber hinaus wird Additive Manufacturing am Messe-

Donnerstag den gesamten Nachmittag über Thema im

Suppliers Forum in Halle 19/20 sein.

www.hannovermesse.de

Modulares Fixiersystem für die Computertomographie

in der additiven Fertigung

Additive Hightech-Fertigung braucht eine spezifische Bauteilanalyse,

die mit der Computertomographie-Technologie hervorragend

realisiert wird. Allerdings stellt sich dem Anwender bei

jedem einzelnen CT-Scan immer die gleiche Frage: Mit welcher

Fixierung wird ein Bauteil einfach, schnell, sicher, nachjustierbar

und möglichst wiederholgenau in der idealen Scan-Position so

gehalten, dass das Ergebnis perfekt auswertbar ist?

Hier setzt die dk Fixiersysteme GmbH & Co. KG mit einem

modularen System an, das für alle denkbaren Aufspannaufgaben

Lösungen bereitstellt. Diese bestehen aus Basis-, Struktur-, Spannund

Spannzwischenelementen. Die Basis-, Struktur- und

Spannelemente generieren sich aus den umfangreichen und

langjährig erprobten dk-Modulsystemen für die optische

und taktile Messtechnik. Neu sind die

Spannzwischenelemente, die als Volloder

Hybridelemente komplett oder

aber nur im Kontaktbereich röntgentransparent

relativ zum Prüfteil sind.

Dadurch wird der Prüfling im Scan

vollständig, aber ohne ein Fixierelement

erfasst, obwohl er mit diesem in

direktem Kontakt ist.

www.dk-fixiersysteme.de

Neuer 3D-Drucker für Branchen mit

hohen Qualitätsstandards

Mit TruPrint 2000 hat Trumpf einen neuen 3D-Drucker vorgestellt,

der sich besonders gut für Branchen mit hohen Qualitätsstandards

eignet. Bei der Anlage haben die Trumpf-Experten das Strömungskonzept

überarbeitet. Das Schutzgas strömt jetzt besonders

gleichmäßig von hinten nach vorne. Das steigert die Qualität der

gedruckten Teile. Außerdem kann ein Mitarbeiter jetzt das Bauteil

noch innerhalb der Anlage vom überschüssigen Pulver befreien.

Zuvor musste er es herausnehmen und an einer separaten Station

entpacken. Das Maschinenkonzept ermöglicht es, das Druckpulver

„inert“ aufzubereiten,

also unter Schutzgas.

Dadurch gelangen

keine Kontaminationen

in den Pulverkreislauf.

Für sensible

Branchen wie die

Medizintechnik ist

das ein wichtiger

Vorteil. Klaus Parey,

Managing Director bei

Trunpf Additive Manufacturing: „Mit der TruPrint 2000 zeigen wir,

dass bei Trumpf die Bedürfnisse der für AM relevanten Branchen

im Mittelpunkt stehen. Das sind bei uns die Luft- und Raumfahrt,

die Automobilindustrie, der Maschinenbau, der Werkzeug- und

Formenbau sowie die Medizin- und Zahntechnik.“

Die TruPrint 2000 ist mit dem Multilaser-Prinzip ausgestattet.

Zwei 300 Watt starke Laser beleuchten parallel den gesamten

Bauraum des 3D-Druckers. Das steigert die Produktivität. Ebenso

wie bei der TruPrint 1000 haben die Trumpf-Entwickler einen

kleinen Fokusdurchmesser von 55 Mikrometern für die Laser

verwendet. So lassen sich Bauteile mit besonders glatter, hochwertiger

Oberfläche sowie filigrane Gitterstrukturen aufbauen.

Titan druckt die TruPrint 2000 problemlos. „Das neue Maschinenkonzept

ermöglicht Anwendern einen schlanken Fertigungsprozess.

Da weniger Anlagentechnik erforderlich ist, reduzieren

sich die Investitionskosten für Einsteiger bei AM“, sagt Florian

Krist, Produktmanager bei Trumpf Additive Manufacturing.

www.trumpf.com

Erweiterter Zugang zum

Vollfarb-3D-Druck

Stratasys hat den neuen 3D-Drucker J826 vorgestellt und damit

die Möglichkeiten des 3D-Drucks für eine breitere Palette von

Produktdesignern und Unternehmen erweitert. Nach Aussagen

des Anbieters kombiniert der J826 Bauteilrealismus, Produktivität

und Pantone Validated Vollfarb-Multimaterial-3D-Druck zu etwa

der Hälfte des Preises anderer PolyJet 3D-Drucker der J8-Serie.

Der J826 wurde für Designer entwickelt und ermöglicht Unternehmensgruppen,

wochenlange Entwurfszyklen zu verkürzen

und dank hervorragender Druckqualität äußerst realistische

Prototypen zu erstellen. Diese spiegeln die exakte Entwurfsidee

der Designer wider und können mit mehreren Design-Iterationen

viel schneller und in höherer Qualität realisiert werden. Der J826

eignet sich besonders für Unternehmen mit Modellbauanforderungen

mittlerer Größenordnung. Zu den Zielbranchen zählen

Konsumgüter- und Elektronikindustrie, Automobilindustrie

sowie Bildungseinrichtungen.

www.stratasys.com.

40 Der Betriebsleiter 3/2020


SPECIAL I ADDITIVE FERTIGUNG

Nachbearbeitung von 3D-Druck-

Bauteilen

AM Solutions – 3D post processing bietet gemeinsam mit seinen

Partnern ein Portfolio, das sämtliche Anwendungen des Post

Processing vom Entpacken und Entfernen von Stützstrukturen

sowie anhaftendem Pulver und angesinterten Partikeln, über die

Reinigung, Glättung und Kantenverrundung

der Oberflächen bis zum

Oberflächenfinish und Färben abdeckt.

Die prozesssicheren Lösungen ermöglichen

die automatisierte und effiziente

Nachbearbeitung mit reproduzierbaren

Ergebnissen. Die Integration in vernetzte

Fertigungsprozesse ist möglich.

Die neue S2 z. B. wurde für die Nachbearbeitung

von im pulverbettbasierten Kunststoffverfahren

hergestellten Bauteilen entwickelt. Vollautomatisierte Prozesse

inklusive Teilehandling und Werkstückausgabe sowie kurze

Zykluszeiten erlauben, mit nur einer kompakten Maschine den

Output mehrerer Drucker zu entpulvern, zu reinigen und/oder

zu homogenisieren. Die Maschine zeichnet sich zudem durch

eine permanente Reinigung und Aufbereitung der Verfahrensmittel

sowie die Rückgabe von recyclingfähigem Pulver aus.

Die ebenfalls neu entwickelte S3 vereint Leistungsfähigkeit mit

der Flexibilität einer Roboterbearbeitung. In automatisierten und

genau überwachten Prozessen erledigt sie das Entfernen von

Stützstrukturen und Restpulver sowie das Homogenisieren der

Oberfläche an großen und komplexen Komponenten aus Metallen

und Kunststoffen im Nassstrahlverfahren.

www.rosler.com

Weiterentwicklungen beim

3D-Metal-Print-Verfahren

Gefertec hat Neuerungen rund um das auf Lichtbogenschweißtechnologie

mit Draht basierende 3DMP(3D Metal Print)-Verfahren

präsentiert. Neu ist z. B. das Quality Monitoring Feature, in

dem eine Schmelzbadkontrolle zur Qualitätsüberwachung

integriert ist. Damit lässt sich der Schweißprozess, auf dem das

3DMP-Verfahren beruht, überwachen, aufzeichnen und dokumentieren.

Sämtliche Prozessparameter

sowie ein Videobild

stehen zur Dokumentation zur

Verfügung. Mit dieser integrierten

Qualitätskontrolle wird die

Stabilität des Fertigungsprozesses

nachgewiesen und teure

Untersuchungen nach dem

Druckprozess vermieden.

Weiterhin hat Gefertec die neue

Maschinengeneration der arc40X

präsentiert. Durch die Weiterentwicklung, die zusammen mit

Emag realisiert wurde, ist das Layout der Maschine wartungsfreundlicher

geworden, da viele Maschinenkomponenten in

einem separaten Aggregateschrank untergebracht sind. Gleichzeitig

bieten die Maschinen im Betrieb mehr Flexibilität: So lassen

sich bei Bedarf die Tische austauschen und so eine Umrüstung

von 3-Achs- auf 5-Achs-Version durchführen. Durch eine neue

Anordnung der Zugänge konnte zudem der Bauraum vergrößert

werden, obwohl der notwendige Flächenbedarf niedriger ist.

www.gefertec.de

Kosten additiv gefertigter Bauteile

abschätzen

Simufact, ein weltweit operierendes Softwareunternehmen, das

Prozesssimulationslösungen und -dienstleistungen für die

Fertigungsindustrie anbietet, veröffentlicht Simufact Additive 2020.

Diese Lösung zur Optimierung von metallbasierten additiven

Fertigungsprozessen erweitert den Anwendungsbereich über die

Fertigungssimulation hinaus. Die Anwender können nicht nur den

Druckprozess virtuell auslegen und

optimieren, sondern auch die

Kosten des Druckvorgangs für

Einzelteile oder Baugruppen

beurteilen. Ferner lassen sich nicht

nur die Kosten für den Druckprozess

abschätzen, sondern auch die

Kosten für die Nacharbeit, wie etwa

das Schneiden, Fräsen, Bohren und

Schleifen. Die Kostenabschätzung

lässt sich bei der Ermittlung der optimalen Orientierung des zu

druckenden Bauteils ebenfalls mit berücksichtigen.

Simufact ist immer bestrebt, den Datenaustausch in der Prozesskette

der additiven Fertigung zu vereinfachen. Daher hat Simufact

Additive 2020 eine Schnittstelle zu Materialise bekommen: über

das 3MF-Format, das Standard-Dateiformat im 3D-Druck. Dies

ermöglicht einen einfachen und zuverlässigen Datenaustausch mit

Software von Drittanbietern und reduziert die Zeit für den

Modellaufbau deutlich.

Simufact Additive 2020 hat zudem eine integrierte Renishaw-

QuantAM-Programmierschnittstelle für Vorbereitung und Export

von Druckjobs, die dem Anwender eine fehlerfreie Datenübertragung

aus Simufact Additive direkt auf die Renishaw-3D-Metalldrucker

bietet.

www.simufact.de

Mit additiven Verfahren hergestellte

Bauteile schonend sägen

Der Hochleistungs-Bandsägeautomat

KASTOwin amc ist eigens

dafür ausgelegt, mit additiven

Fertigungsverfahren hergestellte

Bauteile aus leicht bis schwer

zerspanbaren Werkstoffen von

ihrer Grundplatte zu trennen. Die

Bandsäge verfügt dafür über eine

Wendevorrichtung, mit der sich die Werkstücke um 180 Grad

drehen lassen. Die Teile werden kopfüber und damit sicher bearbeitet:

Sie können nach dem Schnitt nicht umstürzen oder einknicken,

sondern fallen in den dafür vorgesehenen Auffangbehälter,

ohne Schaden zu nehmen. Die Grundplatte lässt sich mit einem

Kran oder Handhabungsgerät einfach auf der Vorrichtung platzieren

und manuell aufschrauben. Die Materialzu- und -abfuhrseiten sind

optimal zugänglich: Durch das Öffnen der Schutztüren lässt sich

die Grundplatte einfach be- und entladen. Der Anwender gibt die

Stärke der Platte über die serienmäßige Steuerung SmartControl ein

und die Säge trennt automatisch die Bauteile im entsprechenden

Aufmaß ab. Der Schnittbereich der KASTOwin amc liegt standardmäßig

bei 400 x 400 mm. Mit seinem innovativen Sägekonzept ist

Kasto auch Teil des NextGenAM-Projekts, das die additive

Fertigung im Industrieumfeld automatisieren will.

www.kasto.com

Der Betriebsleiter 3/2020 41


ADDITIVE FERTIGUNG I SPECIAL

METAV 2020 zeigt Vormarsch von Produkten und Lösungen zum 3D-Druck

Seit mehreren Jahren erfährt die additive Fertigung einen neuen

Hype. Zahlreiche Betriebe haben in Maschinen investiert und

sich an dem innovativen Herstellungsverfahren versucht. Nach

Testläufen mit nicht selten kostenintensiven Lernkurven stehen

nun zunehmend belegbare Erfolge im Fokus. Auf der Metallbearbeitungsmesse

Metav vom 10. bis zum 13. März 2020 in

Düsseldorf finden Fachbesucher in der Additive Manufacturing

Area die gesamte Bandbreite der 3D-Druck-Verfahren.

In den letzten Jahren konzentrierte sich die Branche eher auf

eine Steigerung der Produktivität bei den additiven Prozessen.

Derzeit liegt der Fokus stärker auf Prozessstabilität und

Reproduzierbarkeit. „Aus diesem Grund ist das Thema Prozessbeobachtung

ein wesentlicher Faktor geworden. Insbesondere

die Durchgängigkeit von Datenformaten zwischen den vorund

nachgelagerten Prozessschritten wird immer wichtiger“,

berichtet Sebastian Bremen, Experte für 3D-Druck am

Fraunhofer ILT und Professor für Additive Fertigung an der FH

Aachen. „Hier sind vor allem die Forschungsprojekte IDEA und

IDAM zu nennen, in denen solche Prozessketten für den

Turbomaschinenbau und die Automobilindustrie mit

führenden Partnern aus der Industrie entwickelt werden.“

Zurzeit lassen sich nur wenige Stahlwerkstoffe additiv

verarbeiten. Insbesondere hochkohlenstoffhaltige Stähle führen

aufgrund der schnellen Abkühl- und Erstarrungsraten in

additiven Prozessen wie dem Laser Powder Bed Fusion (LPBF)

zur Rissbildung. Aus diesem Grund lassen sich austenitische

Stahlwerkstoffe und martensitische Stähle besser verarbeiten.

Diese Werkstoffe kommen unter anderem zur Herstellung von

Werkzeughaltern mit intelligenter Kühlschmierstoff-Zufuhr zum

Einsatz. „Die Forschung will sowohl höherfeste Stähle für den

additiven Prozess qualifizieren als auch Schneidstoffe wie

Wolframkarbid-Kobalt (WC-CO) einsetzbar gestalten“, erläutert

Bremen. Einen interessanten Ansatz verfolgt z. B. das

AiF-Projekt AddSchneid: Nahinfrarot-Strahler im LPBF-Prozess

sollen das zu fertigende Bauteil auf bis zu 800 °C erwärmen, um

Risse zu vermeiden. Ziel ist die direkte Fertigung konturnaher

Schneidwerkzeuge für die Zerspanung mit integrierten

Strukturen zur Schmierstoffzufuhr.

„Aus meiner Sicht werden eine durchgängige Digitalisierung

der Prozesskette, die Integration von Sensorik zur Prozessbeobachtung

und zur Steigerung der Prozessstabilität sowie die

künstliche Intelligenz zur Datenauswertung an Wichtigkeit

zunehmen“, prognostiziert Professor Bremen. „Darüber hinaus

gilt es Werkstoffe zu entwickeln, die von den schnellen

Abkühl- und Erstarrungsraten in additiven Prozessen

profitieren, um das Anwendungsspektrum der 3D-Druck-

Verfahren zu erweitern.“

www.metav.de

IMPRESSUM

erscheint 2020 im 61. Jahrgang, ISSN 0344-5941

Redaktion

Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke,

Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Stv. Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Martina Klein (mak),

Tel.: 06131/992-201, E-Mail: m.klein@vfmz.de

Redakteurin: Dipl.-Geogr. Martina Laun (ml),

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Redaktionsassistenz: Doris Buchenau,

Tel.: 06131/992-329, E-Mail: d.buchenau@vfmz.de,

Angelina Haas, Melanie Lerch, Petra Weidt, Ulla Winter

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

Gestaltung

Sonja Daniel, Anette Fröder, Anna Schätzlein,

Mario Wüst

Chef vom Dienst

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Sales

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E-Mail: o.jennen@vfmz.de

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42 Der Betriebsleiter 3/2020


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