KÜCHENPLANER Ausgabe 01/02-2020 mit dem Sonderteil KÜCHENFERTIGUNG

strobel.verlag

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Achtmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen.

www.kuechenplaner-magazin.de

Ausgabe 1/2 / 2020

STROBEL VERLAG

LivingKitchen 2021 –

Eigene Halle

für die digitale Welt

▶ 18

ZOW 2020 –

Gute Gespräche in

Werkstatt-Atmosphäre

▶ 51

Oberflächen 2020 –

Die Emotion

ist der Trend

▶ 60


Nur, wer aus der Reihe

tanzt, findet eigene Wege.

DER KÜCHENRING zählt aktuell annähernd

600 Gesellschafter. Unsere Aufgabe sehen wir

vor allem darin, unsere Gesellschafter mit kreativen

Ideen, erfolgsorientierten Konzepten und

erstklassigen Konditionen auszustatten, die in

ihrer Gesamtheit Maßstäbe setzen.

Werden Sie Teil einer starken Gemeinschaft

von zufriedenen und erfolgreichen

Gesellschaftern von DER KÜCHENRING.

Informieren Sie sich. Heute noch.

Wir sind für Sie da.

DER KÜCHENRING GmbH & Co. KG Marie-Curie-Straße 6 · 53359 Rheinbach

Telefon Herr Töpert: 02226-904-127 · www.kuechenring.de


Impulse/Ansichten

Wertschätzung wirkt

2020 ist kaum zwei Monate rum und manch einer ist

schon wieder reif für die Sommerfrische. Zwischen

tagesaktuellen Themen wie Brexit, Nullzinspolitik und

Strafzöllen pochen grundlegende Entwicklungen darauf,

ernst genommen zu werden. Der Wandel der Arbeitswelt

zum Beispiel.

Lange genug hat er gemahnt, geklagt und gedroht, jetzt

kommt der Fachkräftemangel wie eine Plage über die

Branche. Personal ist rar: in den Zugmaschinen der

Lkw-Flotten, in der IT, in der Produktion und in den

Abteilungen Planung, Verkauf und Montage. Das alles

ist nicht wirklich neu, doch wer das Thema bislang auf

Wiedervorlage geschoben hat, zieht schon bald ein langes

Gesicht. Wenn er es nicht längst macht. Allein, weil

immer mehr betriebliche Themen zusammenwachsen.

Wegen der Digitalisierung zum Beispiel. Die begnügt

sich ja längst nicht mehr mit optischen Überwachungsdiensten

in Kühlschränken und Backöfen, sondern

zieht sich im Gewand eines roten Fadens durch die gesamte

Arbeitswelt. Ob am Schreibtisch, an der CNC-

Fräse, auf dem Gabelstapler, im Lkw-Führerhaus oder

bei der Montage. Dem muss man gewachsen sein. Mitarbeiter,

die ewig kein Fortbildungsinstitut von innen

gesehen haben, in echt oder am Bildschirm, werden es

nicht sein. Wer noch immer mit Arbeitsmaterial von

anno tuck ausgestattet wird, auch nicht. Natürlich ist

es eine schöne Vorstellung, dass sich irgendwann Alexa

um alles kümmert, aber das macht sie auch nicht

einfach so, sondern will aufwendig gebrieft werden,

bevor sie sich in ihrer allwissenden KI-Manier in alles

einmischt. Wobei die Abkehr vom Mitdenken auch keine

gute Idee ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der Fachkräftemangel ist also da und will gemanagt

werden. Besser gesagt gelöst. Dabei bieten sich zwei

grundsätzliche Blickrichtungen an. 1. Wie überzeuge

ich geeignete Fachkräfte davon, dass sie zu mir kommen?

Und 2.: Wie überzeuge ich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

davon, dass sie bleiben? Frage Nummer

zwei bietet interessante Einflussmöglichkeiten im Unternehmen.

Dabei geht um das Stichwort „New Work“.

Und um das Wohlbefinden der Belegschaft.

Wohlbefinden? Während der Arbeit? Ja, genau darum

geht es. Jetzt und in Zukunft. Denn die Arbeitswelt

hat sich derart intensiv gewandelt, dass der arbeitende

Mensch mit seinen herkömmlichen Konzepten

permanenter Leistungsbereitschaft an die Grenzen

des Erträglichen stößt. Allzu viele ruinieren sich die

Gesundheit im Unterfangen, allen Erwartungen und

Verpflichtungen nachzukommen. Wenn sie keine Unterstützung

von Vorgesetzten und Betriebsinhabern

erhalten, laufen Sie Gefahr an Körper oder Psyche zu

erkranken. Das wird dann oft teuer für die Betriebe.

Oder die innere Kündigung wird jeden Tag ein wenig

konkreter formuliert. Dann glänzt das Job-Angebot

von nebenan immer verlockender – und weg ist die

Fachkraft. Und mit ihr viel Kompetenz, die nun wieder

mühsam aufgebaut werden muss. Auch das kostet. Sofern

die Stelle überhaupt zügig besetzt werden kann,

weil ja alle suchen.

Haben Sie Ihre Angestellten und Teammitglieder in

den letzten Monaten gefragt oder fragen lassen, wie

diese die Arbeit in Ihrem Unternehmen bzw. Team einschätzen?

Was richtig gut läuft? Was belastet? Was in

welcher Weise besser sein könnte? Was nutzen könnte

an Arbeitsmaterial und Unterstützung, damit die aktuellen

Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden

können?

Das haben Sie nicht? Dann wird es wohl höchste

Zeit. Partnerschaftliche Kommunikation und eine

mitarbeiterorientierte Führungskultur werden in Zeiten

des Fachkräftemangels zu Schlüsselkompetenzen

von Geschäftsleitungen und Führungskräften. Dazu

zählen auch grundlegende menschliche Werte. Zum

Beispiel einfach mal Danke zu sagen für gut gemachte

Arbeit. Die Aspekte Wertschätzung und Feedback

beeinflussen die Arbeitszufriedenheit ganz erheblich

und stehen in Umfragen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

stets obenan.

Mit strammen Hierarchien und goldenen Uhren wird

man in der Arbeitswelt immer weniger ausrichten. Mit

zufriedenen, geförderten und geschätzten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern schon. Denn diese kommen

meist gerne zur Arbeit und erzählen das oft begeistert

weiter. Empfehlungsmarketing halt. Das funktioniert

beim Küchenverkauf und auch in Zeiten des Fachkräftemangels

immer besser.

Dirk Biermann

PS: Das Branchenformat KitchenCamp #4 beschäftigt

sich mit dem Thema New Work. Es findet am 2. April

2020 in der Architekturwerkstatt in Löhne statt. Auf

Seite 34 dieser Ausgabe lesen Sie Details.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

Foto: Koelnmesse

Foto: Biermann

18 60

Mit einem Digital-Konezpt in der neuen Halle 1plus will die

Koelnmesse die Elektrogeräteindustrie zurück zur Living-

Kitchen holen – weitere Küchenmöbelhersteller auch.

Viel Braun und dunkles Grün: das sind für Egger die Töne

der Saison. Und Schwarz schafft den Rahmen für vielfältige

Umsetzungen. Ein Bericht von der Eggerzum.

Markt + Menschen

6 Unternehmensmeldungen

12 Personalien aus der Küchenbranche

Messe

18 Digital-Konzept für die LivingKitchen 2021

20 imm cologne: Smart, urban und komfortabel

Marketing

26 Wie Düfte unsere Kaufentscheidungen beeinflussen

Küchenhandel

30 KüchenTreff Schwerin geht voran

31 Küche&Co vermarktet auch im Outlet

32 Küchenloft feiert Neueröffnung; ff: Meldungen

Zum Titelbild

Hailo Separato Abfalltrenn-

und Ord nungs syste

me für Schubkästen bieten

vielfältigen Nutzen. Im

Kunststoff-Rahmengestell

haben sowohl Müllbehälter

als auch Putzmittel und

Utensilien Platz. Erhältlich

ist das System für den Einsatz

in Schubkästen von

45 bis 90 cm Breite. Ein

System deckel sorgt für Hygiene

und eignet sich zugleich

als Ablagefläche.

Foto: Hailo

Management

34 New Work: Thema beim KitchenCamp #4

Küchenverbände

35 Vorschau auf die Küchenkompetenztage in Rheinbach

35 DER KREIS startet gut ins Jahr; Wechsel bei Varia

Hausgeräte

36 Die neue Frau an der Spitze der BSH; Meldungen

Arbeitsflächen

38 Alpenwelt erzählt die Geschichte zum Stein

Küchendesign

42 Premiere für den SieMatic ID-Contest

46 Liebling in den sozialen Medien

48 Ausgezeichnete Produkte und Planungen

KÜCHENFERTIGUNG

52 ZOW 2020: Potenzial ist vorhanden

60 Eggerzum: Die Emotion ist der Trend

64 ff: Meldungen Küchenfertigung

Diverses

3 Ansichten: Wertschätzung wirkt

74 Partner des Fachhandels

75 Impressum

4 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Abfalltrenn- und Ordnungssysteme

für die Küche.

Viele innovative Ideen für die aufgeräumte Küche

• Mehr Platz: Hailo Pantry Box - die Lebensmittelschublade

• Mehr Komfort: Hailo Libero - die elektronische Öffnungsunterstützung

für Schubkästen und Frontauszüge aller Art

• Mehr Ordnung: Hailo Cargo Synchro - Das Abfalltrennsystem

mit synchronisiertem Überauszug und herausfahrbarem

Systemdeckel zur Ablage von Küchenutensilien

www.hailo-einbautechnik.de


Markt + Menschen

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Miele gärtnert

Mit der Übernahme der insolventen Agrilution GmbH steigt

Miele in den Markt für „Vertical Farming“ ein. Der Begriff

beschreibt mehrstöckige Gewächshäuser, die laut Zukunftsforschern

einen immer höheren Stellenwert gewinnen. Etwa

in urbanen Ballungsräumen für eine ortsnahe und platzsparende

Versorgung. Mit dem „Plantcube“ von Agrilution

zieht dieses Konzept auch in die heimischen vier Wände ein.

Die vollautomatisierten Gewächsschränke werden im Netz

zu einem Verkaufspreis von rund 3000 Euro gehandelt und

sind nicht größer als ein Standardkühlschrank. Das Konzept

setzt auf ein geschlossenes Öko sys tem mit Saatmatten,

kontrolliertem Licht und Klima sowie einer automatisierten

Bewässerung. Der Einstieg der Miele Gruppe in dieses Geschäft

fand unmittelbar nach der am 1. Dezember erfolgten

Eröffnung eines Insolvenzverfahrens statt. Den Antrag hierzu

hatte die Agrilution GmbH selbst gestellt, nachdem sich

eine anstehende Finanzierungsrunde nicht wie geplant hatte

realisieren lassen. Im Zuge dieser Insolvenz hat die Miele

Gruppe die Marke, das Know-how und weitere Vermögenswerte

übernommen (sogenannter Asset Deal) und auf die

neu formierte Agrilution Systems GmbH übertragen. Das Unternehmen

ist nun eine 100-Prozent-Tochter der Miele Venture

Capital GmbH. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/miele-uebernimmt-hersteller-von-einbau-gewaechshaeusern/

Foto: Biermann

Foto: Agrilution

6 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Rund ums vernetzte Leben

Die Samsung Electronics GmbH hat den neuen

„Connected Living Showroom“ eröffnet. Die aufwendig

gestaltete Fläche im Erdgeschoss der deutschen

Unternehmenszentrale in Schwalbach am

Taunus zeigt mithilfe intelligenter Produkte rund

um das SmartThings-System des Herstellers, welche

Möglichkeiten ein vernetztes Zuhause sowie

ein smartes Büro schon heute bieten können. Gestaltet

sind die verschiedenen Showroom-Bereiche

wie einzelne Räume in einer großen, offenen Wohnung

(Foto). „Die Digitalisierung geht alle Gesellschaftsteile

an – von der Schulklasse bis zur Seniorin“,

sagt Sangho Jo, Head of Samsung Electronics

GmbH. „Deshalb ist der Samsung Connected Living

Showroom bewusst keine Ausstellungsfläche, sondern

ein Erlebnisraum, der digitale Themen greifbar

macht. Unsere Türen stehen auch der Politik,

der Wirtschaft und den Schulen für Edutainment-

Angebote offen.“ In Zukunft soll der Showroom für

Formate wie Roundtable-Gespräche und Workshops mit Smart-Home-Fachleuten wie Architekten, Innenarchitekten

oder Technikexperten zur Verfügung stehen. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/showroom-rund-ums-vernetzte-leben/

Foto: Samsung

Foto: Umweltbundesamt

Back to the (Label) Roots

Ab März 2021 werden Kühlschränke, Waschmaschinen,

Wäschetrockner und Geschirrspüler

mit einem neuen Energieetikett ausgewiesen.

Die „Plusklassen“ verschwinden und

die Skala reicht wieder von A bis G. Die Effizienzklasse

A bleibt aber zunächst frei. Dieses

Vakuum am oberen Ende der Skala soll Anreiz

für die Hersteller sein, um durch weitere

Innovationen in den nächsten Jahren wieder

in die Spitzenklasse zu kommen. Die bekannte

Farbabstufung von Rot bis Dunkelgrün

bleibt in neuem Design erhalten. Bestandteil

der Etiketten wird ein QR-Code: So ist es künftig

möglich, mit einem Smartphone zusätzliche

Informationen zum jeweiligen Gerät auszulesen.

Die neuen Ökodesign-Regelungen umfassen

erstmals auch Anforderungen an die Reparatur-

und Recyclingfähigkeit. Dadurch soll

die Lebensdauer der Geräte verlängert sowie

ihre Wartung, Wiederverwendung und Verwertung

erleichtert werden. Die Hersteller müssen

zudem viele Ersatzteile bis zu zehn Jahre nach

dem letzten Inverkehrbringen eines Modells

vorhalten, ebenso die Reparaturanleitungen.

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/zurueckzu-den-alten-energielabel-kategorien/

Mehr Schulungen

für Fachhändler

Foto: Smeg

Die italienische Hausgerätemarke Smeg

stellt 2020 ihr Schulungsangebot für Standund

Einbaugeräte noch breiter auf. Neu

hinzu kommen Trainings im erst kürzlich

eröffneten Flagshipstore Berlin. Weitere

Schulungen finden in München, Hamburg

sowie auf Gut Böckel in Ostwestfalen

statt. Gebucht werden können die Schulungen

und Trainings zu Groß- und Kleingeräten

online in der „L’Accademia Smeg“.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/smeg-baut-schulungsangebot-fuer-fachhaendleraus/

1/2/2020 KÜCHENPLANER 7


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Online vom TÜV geprüft

Sabine Gottmann und Ina Pippig sind vom TÜV

Rheinland online geprüfte Küchenfachverkäuferinnen

– und damit erste Absolventinnen des

Qualifizierungsangebots von NOVAmediatrain.

Die Absolventinnen fanden sich zur ersten online

TÜV-Prüfung „Küchen-Fachverkäufer/in“

mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation im

virtuellen Klassenzimmer ein. Die dreigeteilte

Prüfung bestand aus einer vorab zu lösenden

Hausarbeit mit einer nach Vorgaben zu erstellenden

Küchenplanung, einem 60-Minuten-

Online-Test mit 30 zu beantwortenden Fragen,

davon 20 geschlossene und 10 offene Fragen,

sowie einer mündlichen Prüfung per Web-Cam.

Die Prüfungsinhalte waren individuell zusammengestellt aus allen sechs Kursteilen der Web-basierten Ausbildung. Im Prüfungsausschuss

beurteilten Thomas Strätz-Schödlebauer, TÜV Rheinland, Walter Klee, Geschäftsführer NOVAmediatrain, und

Dirk Bender, Produktmanager Ausbildung, die Ergebnisse. Am 12. November 2019 überreichte Walter Klee persönlich an zwei

der Absolventinnen die Prüfungs-Urkunden. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/online-vom-tuev-geprueft/

Foto: Biermann (Archiv)

zeyko in der Insolvenz

KüchenAtlas tritt dem DCC bei

Nach 2017 befindet sich zeyko erneut im Insolvenzverfahren.

Nachdem das Gericht erst

die Eigenverwaltung befürwortet hatte,

folgte auf Antrag die Umwandlung in ein Regelverfahren.

Dies sei zur Sicherstellung der

Betriebsfortführung und der Finanzierung

notwendig, teilte das Unternehmen mit.

Mit Beschluss des Amtsgerichts Villingen-

Schwenningen vom 12. Dezember 2019 wurde

Rechtsanwalt Dr. Philipp Grub, Kanzlei GRUB

BRUGGER Partnerschaft von Rechtsanwälten

mbB, Reinsburgstraße 27, 70178 Stuttgart,

zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Am 1. Februar 2020 wurde nun das Insolvenzverfahren

durch das Amtsgericht Villingen-

Schwenningen eröffnet, eine Abweisung des

Antrags mangels Masse konnte verhindert

werden. Allerdings werden die Gehälter seit

Anfang Februar nicht mehr über die Insolvenzkasse

finanziert. Um die Weiterführung

der Produktion realisieren zu können, mussten

25 Mitarbeiter freigestellt werden.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/zeyko-jetzt-im-insolvenz-regelverfahren/

Das Daten Competence Center e.V. (Herford) und das Unternehmen Küchen-

Atlas haben ihre bestehende Zusammenarbeit vertieft: Seit Kurzem ist das

Küchen portal Mitglied in der Branchenorganisation für Datenstandardisierung

und -kommunikation. Ein kräftiger Händedruck zwischen Sebastian Kiefer

(Foto rechts) und Dr. Olaf Plümer (links) besiegelte die intensivierte Verbindung.

Die KüchenAtlas Portal Betriebs GmbH hat ihren Sitz in München. Das

Unternehmen wurde vor rund zehn Jahren vom ehemaligen Küchenhändler

Dieter Kiefer und seinem Sohn Sebastian Kiefer gegründet. Die Idee dahinter:

Kücheninteressierte, die sich im Netz über Küchen informieren, und den stationären

Küchenfachhändler zusammenzuführen. Dazu bietet Küchen-Atlas

als neutrales, verbands- und herstellerunabhängiges Service-Portal Infos und

Inspirationen rund um das Thema Küche und Küchenplanung. Endkunden finden

auf dem Portal außerdem eine Händlersuche, einen Online-Küchenplaner,

ein Bewertungsportal oder eine Abverkaufsplattform für Muster küchen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/kuechenatlas-tritt-dem-dcc-bei/

Foto: NOVAmediatrain

Foto: DCC

8 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Foto: Novy

Foto: Novy

Foto: Novy

Foto: Novy

Markenkampagne

zum 100. Geburtstag

Kaffee und Kuchen gab es zum 100. Geburtstag der Marke Novy natürlich

auch – aber noch viel wichtiger: Der belgische Spezialist für Dunstabzugshauben

und Kochfelder hat sich zu diesem feierlichen Anlass einen neuen

Showroom sowie einen neuen Markenauftritt spendiert. Das sogenannte

„Makeover“ unter dem Slogan „Die geheime Zutat Ihrer Küche“ lässt

die Marke Novy modern und neu aussehen. Traditionelle Werte, wie die

bekannte Premium-Qualität im reduziert-zeitlosen Design, bleiben dennoch

erhalten. Dazu zähle auch die leistungsstarke und sich gleichzeitig

zurücknehmende Technik.

Wie das Unternehmen am Rande der Showroom-Eröffnung am Firmensitz

in Belgien mitteilte, arbeiten inzwischen Vertriebspartner in zahlreichen

europäischen und außereuropäischen Ländern mit Novy zusammen.

Nun will das Unternehmen global weiter expandieren und startete

dafür eine internationale Markenkampagne. Dafür wurden zwei renommierten

Ballett tänzer verpflichtet: Lateef Williams (Instagram: @ tanzerli13)

und Juliet Burnett (Instagram: @julietburnett). Darüber hinaus konnte

Novy auch den renommierten Fotografen Bjorn Tagemose ( Instagram:

@ bjorntagemose) gewinnen. Hier galt es, durch beide Tänzer die Stärken

der Marke zum Leben zu erwecken und im Bild festzuhalten: Dabei handele

es sich um die Aspekte Kraft, Stille und Vernetzung. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/markenkampagne-zum-100-novy-geburtstag/

1/2/2020 KÜCHENPLANER 9


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Go Tec übernimmt von Profectis

Nachdem das Unternehmen Profectis den Reparaturservice

von Elektrogroß- und Einbaugeräten

zum 31. Dezember 2019 eingestellt hat, organisiert

Elica in Deutschland den kompletten

technischen Kundendienst jetzt über die Go Tec

Service GmbH. Das Unternehmen Go Tec ist seit

2014 in Leverkusen ansässig und bedient Kunden

in ganz Deutschland mit eigenen Technikern,

einem internen Call Center sowie 78 Vertragspartnern.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/go-tec-uebernimmt-technischen-kundendienst-fuer-elica/

Exklusivpartner für chinesische Küchenmarke

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/bauformat-wird-exklusivpartner-fuer-chinesische-kuechenmarke/

„Shop in Shop“ bei Saturn

Wie lässt es sich besser und nachhaltiger kochen

und wie können moderne Haushaltsgeräte

dabei helfen? Das sind Fragen, die AEG nun

im ersten ‚Shop-in-Shop‘ beantwortet. Eröffnet

wurde das neue „AEG Experience Home“

im Saturn-Elektromarkt in der Hamburger

Möncke berg straße. Auf der Sonderfläche präsentiert

AEG aktuelle Technik zu den Themen

Wäschepflege und Kochen. Zum Beispiel wird

veranschaulicht, wie Induktionskochfelder dabei

helfen, Lebensmittel besser zu nutzen, wie

Kühlschränke Lebensmittel bis zu dreimal länger

haltbar machen und wie Backöfen und Multi-Dampfgarer

der Steam-Range lebensmittelschonend

und aromatisch zubereiten. (Foto

von links): Michael Geisler (AEG), Dirk Mitsch

(Geschäftsführer des Saturn-Elektromarktes

in Hamburg) und Martin Runschke (AEG).

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/aeg-eroeffnet-shop-in-shop-bei-saturn/

Foto: Elica

Foto: AEG

Fotos: Hermand Haus

Die baumann group aus Löhne (bauformat/burger) hat die

Zusammenarbeit mit dem chinesischen Einrichtungsspezialisten

Hermand Haus ausgeweitet. Bauformat ist nun exklusiver

Lieferant für die Marke me. Bereits im Frühjahr meldete

das Unternehmen die Kooperation von burger mit der Lifestyle-Marke

doho, die sich an trendbewusste Ersteinrichter

in China richtet. In der Kooperation mit Hermand Haus setzt

die baumann group auf eine junge, aufstrebende Käuferschicht.

Hermand Haus gilt als Spezialist für den Vertrieb

europäischer Möbel in China. Über die Marken KIC, me und

doho, die über eigene Showrooms vertrieben werden, liefert

das Unternehmen Wohnkonzepte für unterschiedliche Budgets

und Stilrichtungen und deckt so verschiedene Marktsegmente

ab. Foto: Matthias Berens, Geschäftsführer Vertrieb

und Marketing der baumann group (rechts) zusammen

mit Nicholas Heron, Präsident von Hermand Haus Europe.

10 KÜCHENPLANER 1/2/2020


KüchenTreff

plant die Doppelspitze

In diesem Jahr feiert der Küchenverband KüchenTreff 25-jähriges Jubiläum. Neben

zahlreichen Geburtstagsaktionen werden die Feierlichkeiten vom bereits angekündigten

Generationenwechsel begleitet: Zu Beginn des Jahres treten Marko Steinmeier

und Daniel Borgstedt neben Franz Bahlmann in die Geschäftsführung von

KüchenTreff Deutschland ein. Zur Jahreshauptversammlung im April ist dann die offizielle

Staffelstabübergabe geplant.

Die Aufgaben von Franz Bahlmann, Geschäftsführer seit der ersten Stunde des

Verbandes, werden zwischen den beiden neuen Geschäftsführern aufgeteilt: Während

Marko Steinmeier für den Bereich Industrie und Controlling verantwortlich

zeichnet, übernimmt Daniel Borgstedt die Geschäftsfelder Handel und Vertrieb. Damit

bleiben die bisherigen Verantwortungsbereiche der beiden Geschäftsführer bestehen,

die für diese bis dato in leitenden Funktionen Prokura hatten. Franz Bahlmann:

„Ich bin sehr froh, dass ich mit Daniel Borgstedt und Marko Steinmeier und

dem gesamten Team kreative, fähige und engagierte Mitarbeiter habe, die mir den

Abschied zumindest in einer Hinsicht leichter machen.“

Franz Bahlmann hat KüchenTreff 25 Jahre begleitet und in einem Vierteljahrhundert

zu einem international tätigen und kontinuierlich wachsenden Verband geformt.

Auch nach seinem Ausscheiden aus der Geschäftsführung wird er Küchen-

Treff erhalten bleiben: „Aus dem operativen Geschäft in Deutschland ziehe ich

mich zurück, aber ich werde bei Bedarf und auf ausdrücklichen Wunsch der beiden

neuen Geschäftsführer natürlich auch zukünftig beratend zur Seite stehen“,

so Bahlmann. Darüber hinaus wird er sich weiterhin um die internationalen Aktivitäten

von Küchen Treff kümmern. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

kuechentreff-plant-die-doppelspitze/

Franz Bahlmann.

Foto: KüchenTreff

Foto: KüchenTreff

Marko Steinmeier (links)

und Daniel Borgstedt.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 11


Markt + Menschen

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Foto: Blanco

Starzmann verantwortet

internationalen Blanco-Vertrieb

SieMatic ernennt weiteren Geschäftsführer

Zum 1. Dezember 2019 hat Volker Starzmann die Leitung des internationalen Vertriebs

von Blanco übernommen. Damit verantwortet der 53-jährige Diplom-Kaufmann das

komplette internationale Geschäft, das mit 257 Mio. Euro (2018) zwei Drittel zum Gesamtumsatz

der Blanco-Gruppe beiträgt. Der gebürtige Pforzheimer studierte technisch

orientierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Stuttgart. Er kommt aktuell

vom Unternehmen Rauch Möbelwerke, wo er als Mitglied der Geschäftsleitung

die Position des Chief Sales and Marketing Officer innehatte. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/volker-starzmann-verantwortet-internationalen-blanco-vertrieb/

Hanjo Runde, 40, hat Anfang Dezember 2019 bei SieMatic die Geschäftsführung Marketing und

Vertrieb übernommen. Diese Position wurde beim Küchenmöbelhersteller aus Löhne neu geschaffen.

Unter anderem, um der Wachstumsstrategie Rechnung zu tragen, die SieMatic seit

dem Jahr 2017 mit dem Mehrheitsgesellschafter NISON-Gruppe eingeschlagen hat. Runde leitete

zuvor bei der Hilti-Gruppe den Bereich Marketing für Nordeuropa. Darüber sammelte

er bei Airbus, wo er lange Jahre in leitender Funktion im Einkauf tätig war, Erfahrungen im

Supply Chain Management. In seiner neuen Rolle bei SieMatic wird er aufgrund dieser Expertise

auch den Bereich Supply Chain Management verantworten. Dieser Begriff beschreibt die

prozessorientierte Planung und Steuerung der Waren-, Informations- und Geldflüsse über die

gesamte Wertschöpfungs- und Lieferkette (Supply Chain) vom Kunden bis zum Rohstofflieferanten.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/siematic-ernennt-weiteren-geschaeftsfuehrer/

Christian Burghardt

Burghardt übernimmt

Gesamtvertriebsleitung

Seit dem 1. Dezember 2019 ist Christian Burghardt bei Haier

neuer Vertriebschef in Deutschland und Österreich für alle

Marken der Gruppe. Er übernimmt die Gesamtvertriebsleitung

von Holger Weißel, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch

verlässt. Burghardt kam erst zum 1. September 2019 zum Unternehmen

und war seitdem als Head of Sales Built-In für das

Einbaugeschäft der Haier-Marken verantwortlich. In den Jahren

zuvor war er Vertriebs- und Verkaufsleiter der BSH-Marken

Neff, Gaggenau und Siemens. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/

news-detail/news/burghardt-uebernimmt-gesamtvertriebsleitung/

Neue Vertriebsleiterin

für Küppersbusch und Teka

Martina Grosch ist neue Vertriebsleiterin für die Marken

Küppersbusch und Teka in Deutschland. Die 51-jährige

Hessin startete zum 1. Dezember 2019 bei der Küppersbusch

Hausgeräte GmbH in Gelsenkirchen. Zuvor war

sie unter anderem 15 Jahre in verschiedenen Positionen

für Electrolux tätig. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/neue-vertriebsleiterin-fuer-kueppersbusch-und-teka/

Foto: SieMatic

Foto: Küppersbusch

12 KÜCHENPLANER 1/2/2020


45 Jahre bei AEG

Nach 45 Jahren ging bei der Electrolux Haushaltsgeräte GmbH (AEG) eine Ära zu Ende:

Karl-Heinz Schneider, Vertriebschef für Küchen- und Möbelhandel, ging in den Ruhestand

und übergab zum 1. Januar 2020 an Ralf Birk. Dieser kennt die Hausgeräte-Branche

und speziell den Vertriebskanal

Küchen- und Möbelhandel

aus dem Effeff: Er war zuvor

20 Jahre für Bauknecht tätig,

zunächst als Key Account

Manager und seit 2007 als Vertriebsleiter

im Küchen- und

Möbelhandel. Vertriebserfahrungen

sammelte der 54-Jährige

zudem bei der BSH, wo er

von 1985 bis zu seinem Wechsel

zu Bauknecht in verschiedenen

Positionen mit Führungsverantwortung

beschäftigt war.

Ralf Birk.

Foto: Electrolux

Karl-Heinz Schneider.

Der scheidende Vertriebschef Karl-Heinz Schneider wechselt nach insgesamt mehr

als 45 Jahren bei Electrolux in den Ruhestand. Von Geschäftsführer Michael Geisler

und dem gesamten Managementteam erfährt der 63-Jährige höchste Wertschätzung:

„Unter seiner Ägide konnte sich AEG als Premiummarke im Fachhandel positionieren,

erfolgreich in den aktuellen Wachstumssegmenten wie etwa Induktion und

Dampfgaren etablieren und damit Electrolux auf Wachstumskurs im Bereich Küchenund

Möbelhandel bringen. Wir danken ihm außerordentlich für diesen großartigen

Einsatz und wünschen ihm alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt.“

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/ralf-birk-uebernimmt-bei-aeg-von-karl-heinzschneider/

Foto: Electrolux

Blanco-Geschäftsführung wieder komplett

Foto: Blanco

Zum 1. Januar 2020 hat Andreas Ostermann von Roth die neue Position des

Chief Operating Officer (COO) bei Blanco übernommen. Damit komplettiert

der Diplom-Ingenieur neben CEO Frank Gfrörer und CFO Rüdiger Böhle die

Führungsspitze des Spülen- und Armaturenherstellers. In der neu geschaffenen

Funktion des COO verantwortet Andreas Ostermann von Roth sämtliche

Supply Chain Aktivitäten der Blanco-Gruppe und zeichnet für die globale

Beschaffung, weltweite Produktion und Logistik verantwortlich. Ebenso

unter seiner Leitung steht der Bereich Material Research & Development.

Auch das Ressort Nachhaltigkeit ist dem künftigen COO zugeordnet. Einer

der Schwerpunkte des 55-Jährigen wird die Weiterentwicklung des globalen

Lieferkettenmanagements sein, das sich aufgrund der Internationalisierung

und Digitalisierung zunehmend komplexer und dynamischer gestaltet.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/blanco-geschaeftsfuehrung-komplett/

1/2/2020 KÜCHENPLANER 13


Markt + Menschen

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Foto: Bauknecht

Sandy Oppliger verlässt

die Bauknecht AG Schweiz

Sandy Oppliger, bislang Geschäftsführerin

der Bauknecht AG Schweiz, hat das Unternehmen

zum Jahresende 2019 verlassen.

Jens-Christoph Bidlingmaier, Vorsitzender

der Geschäftsführung der Bauknecht

Hausgeräte GmbH DACH, übernimmt ihre

Tätigkeitsbereiche vorübergehend. „Nach

zwei sehr herausfordernden und abwechslungsreichen

Jahren in der DACH

Organisation möchte sie ihr Wissen, ihre

Energie und Kompetenzen anderweitig

einsetzen“, heißt es in einer Mitteilung.

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/

sandy-oppliger-verlaesst-die-bauknecht-ag-schweiz/

Foto: Oranier

Lehmann übernimmt

Technikleitung bei Oranier

Markus Lehmann ist seit Dezember 2019

neuer Technischer Leiter der Oranier

Küchen technik GmbH. Er trat die Nachfolge

von Thomas Tete an, der das Unternehmen

im September 2019 verließ. Mit

dieser Neubesetzung vertraut das Unternehmen

auf eine interne Lösung. Markus

Lehmann ist bereits seit 2016 in verantwortungsvoller

Position im Unternehmen

tätig: im Produktmanagement und

in der Qualitätssicherung. Zuvor war er für

den französischen Hersteller Brandt tätig.

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/

markus-lehmann-uebernimmt-technikleitung-beioranier/

Neuer Regionalleiter kommt von DER KREIS

Die Verbundgruppe Garant Küchen Areal

meldet mit der Verpflichtung von Steffen

Dietz, 45, als Regionalleiter Nord einen

erfahrenen Neuzugang. Der Branchenund

Vertriebs-Profi kommt von DER KREIS

und beginnt am 1. Februar 2020. Er löst

Stefan Schröder ab, der das Unternehmen

zur Jahresmitte verlässt, um sich

neuen Herausforderungen zu stellen.

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/

neuer-regionalleiter-kommt-von-der-kreis/

Foto: Cuciniale

Oliver Frese wird Geschäftsführer

der Koelnmesse

Jetzt auch in den östlichen

Bundesländern präsent

Von Lechner zu Cuciniale

Zum Jahresbeginn 2020 hat Kevin Barth, 24, bei

der Cuciniale GmbH die Gebietsverantwortung

für große Teile von Baden-Württemberg und einen

Teil von Franken übernommen. Er kommt

vom Arbeitsplattenspezialisten Lechner. Dort

hat der gelernte Schreiner nahezu sein ganzes

bisheriges Berufsleben verbracht. Zunächst als

Kundenservicetechniker im Außendienst und zuletzt

als Außendienstmitarbeiter im Vertrieb für

Bayern. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/kevin-barth-wechselt-von-lechner-zu-cuciniale/

Oliver Frese übernimmt als neuer Geschäftsführer

die Position des Chief Operating

Officers (COO) der Koelnmesse. Er trägt künftig

in der dreiköpfigen Kölner Geschäftsführung

die operative Verantwortung für

die Entwicklung des Veranstaltungsportfolios

der Messegesellschaft. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

oliver-frese-wird-geschaeftsfuehrer-der-koelnmesse/

Stephan Erfkämper, 34, hat am 1. Januar

2020 bei der Cuciniale GmbH die Gebietsverantwortung

für die östlichen Bundesländer

übernommen. Der gelernte Einzelhandelskaufmann

hat zunächst als Abteilungsleiter

im Elektrogeräte- und Möbelhandel Erfahrungen in der Branche gesammelt.

Zuletzt war er bei Lechner. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/cuciniale-jetzt-auch-in-den-oestlichen-bundeslaendern-praesent/

Foto: Koelnmesse

Foto: Cuciniale

Foto: Garant

14 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Markt + Menschen

Mehr erfahren . . . auf www.kuechenplaner-magazin.de

Foto: Bauknecht

VdDK verabschiedet Dr. Lucas Heumann

Abschied nehmen hieß es bei der jüngsten VdDK-Mitgliederversammlung:

und zwar von Dr. Lucas Heumann (Foto rechts). Dr. Lars Bopf

(links), stellvertretender Vorsitzender, bedankte sich im Namen der

VdDK-Mitglieder beim scheidenden Hauptgeschäftsführer für dessen

engagierte Arbeit über zwei Jahrzehnte. Dr. Heumann ist wie bereits

gemeldet Ende Januar 2020 in den Ruhestand getreten. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/vddk-bestaetigt-fuehrungsspitze/

Verantwortung für Nordeuropa

Im Rahmen der Neustrukturierung führt die Whirlpool

Corporation die Märkte Belgien, Luxemburg,

Niederlande und die 2019 gegründete DACH Region

zusammen. Die Verantwortung für diesen

neu geschaffenen Northern Europe Cluster

trägt ab 1. Februar 2020 Jens-Christoph

Bidling maier (Foto) in seiner neuen Rolle als

General Manager Nord europa. Bidlingmaier

ist seit Mai 2014 Vorsitzender der Geschäftsführung

der Bauknecht Hausgeräte GmbH.

Bereits 2019 wurde sein Verantwortungsbereich

mit der neu geschaffenen DACH

Region neben Deutschland und Österreich

um die Schweiz erweitert. www.kuechenplanermagazin.de/themen/detail/news/bidlingmaier-erhaeltverantwortung-fuer-nordeuropa/

Nikolas Bransch

Gesamt-Verkaufsleiter

Seit Beginn des Jahres ist Nikolas Bransch, 42, neuer

Gesamt-Verkaufsleiter Vertrieb bei Häfele. Neben seiner

Funktion als Vertriebsleiter Industrie, die er bereits

seit vier Jahren bekleidet, ist er nun zusätzlich

für den gesamten Verkauf Inland verantwortlich. In

einem „vorausschauenden Nachfolgeprozess“ löst er

Klaus Schwager ab. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/haefele-macht-nikolas-bransch-zum-gesamt-verkaufsleiter/

Foto: Häfele

Nikolas Bransch, Klaus Schwager.

Foto: VdDK

Kontakt zum Fachhandel stärken

Christof Wachholz (Foto) hat bei der

Neue Alno GmbH die Position Key

Account Norddeutschland übernommen.

Er soll den gehobenen

Fachhandel bei der Umsetzung der

kürzlich neu präsentierten Sortimentsstrategie

und den Ausbau des

„Tailor“-Konzepts begleiten. „Der

Weg vom Massenanbieter zum reinen

Fachhandelspartner wird so konsequent

fortgeführt“, kommentiert

das Unternehmen die Personalie.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/alno-staerkt-denkontakt-zum-fachhandel/

Foto: Alno

Foto: Blanco

Richard Brantzen,

Lars Kreutz und

Thorsten Neelen

(Foto von links).

Im Fachhandel noch präsenter sein

Blanco hat zum Jahresbeginn den inländischen Vertrieb neu

geordnet. Thorsten Neelen verantwortet als Vertriebsleiter

Deutschland die Vertriebsaktivitäten nun für den gesamten

deutschen Markt. Gleichzeitig wurden die bisherigen Vertriebsregionen

Nord und Süd um die Vertriebsregion Mitte

ergänzt, für die fortan Richard Brantzen verantwortlich zeichnet.

Mit verstärkter Mannschaft und einem neu organisierten

Vertriebsmanagement will das Unternehmen noch kundennäher

sein und den Handel „noch tatkräftiger unterstützen“.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/blanco-will-imfachhandel-noch-praesenter-sein/

16 KÜCHENPLANER 1/2/2020


LEICHT trauert um Hubert Herrmann

Mit großer Dankbarkeit verabschiedet sich die LEICHT

Küchen AG von Hubert Herrmann, der als Geschäftsführer

und zuletzt als Vorstandsvorsitzender das Unternehmen

leitete und fast 50 Jahre dort tätig war. Hermann

starb am 3. Januar 2020 im Alter von 90 Jahren.

Der Pensionär war fast 50 Jahre bei LEICHT Küchen

tätig und leitete als Geschäftsführer und zuletzt als Vorstandsvorsitzender

das Unternehmen. Im Jahr 1999 schied

er aus dem Vorstand aus und wechselte in den Aufsichtsrat.

Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender blieb

er dem Unternehmen bis zum Jahr 2008 verbunden.

Motor für die gesamte Branche

Hubert Herrmann begleitete maßgebend die Integration

des Unternehmens als eigenständige Gesellschaft in den

Welle Konzern und war richtungsweisender Wegbereiter

bei der Überführung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft

im Jahr 1993. Er gab überdies entscheidende

Impulse für den Erfolg der Gesellschaft und entwickelte

die Unternehmensstrategie mit höchstem persönlichen

Engagement weiter. „Mit visionärem Denken und hoher

Kreativität prägte er wie kein Zweiter die Entwicklung

des Unternehmens“, würdigt die Geschäftsleitung des

Küchenmöbelherstellers das Wirken Hubert Herrmanns.

Auch auf Verbandsebene sei er Motor und Pionier für die

gesamte Branche gewesen.

Die LEICHT Küchen AG wird Hubert Herrmann ein ehrendes

Andenken bewahren, heißt es in einer Mitteilung

des Unternehmens. Anteilnahme und Mitgefühl gelten

seiner Ehefrau und seiner Familie.

Häcker-Umsatz

wächst auf 616 Mio. Euro

Häcker Küchen meldet für das Geschäftsjahr

2019 ein Umsatzplus von 2,3 % auf

jetzt 616 Mio. Euro. Mit diesem Ergebnis

setzt das Unternehmen seine kontinuierliche

Aufwärtsentwicklung fort. 2018 waren

es 602 Mio. Euro. Der Exportanteil liegt

bei 39 % und wird nach Angaben des Unternehmens

auch in Zukunft strategisch im

Fokus stehen. Aktuell beschäftigt Häcker

Küchen 1761 Mitarbeiter (2018: 1738). www.

kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/

haecker-umsatz-waechst-auf-616-mio-euro

Nolte stärker

als der Markt

6 % Umsatzplus für Nolte Küchen und sogar

8 % Plus für die Schwestergesellschaft Express Küchen. Mit diesem

Ergebnis schließt der Küchenmöbelhersteller mit Sitz in Löhne

das Jahr 2019 überdurchschnittlich ab. Branchenweit wird mit

einem Umsatzplus 2019 von 2 bis 3 % gerechnet. Konkrete Umsatzund

Ertragszahlen nennt das Unternehmen nicht, teilt aber mit,

dass sich in beiden Gesellschaften vor allem das Exportgeschäft

gut entwickelt und überproportional zum Wachstum beigetragen

habe. „Die Kapazitäten beider Unternehmen waren ganzjährig

voll ausgelastet“, heißt es in einer Mitteilung. Dabei erreichte Nolte

Küchen mit rund 2,7 Mio. gefertigten Schränken (285 000 Küchen)

2019 einen neuen Rekordwert und Express Küchen im zehnten Jahr

des Bestehens erstmals die Marke von einer Million Schränken.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/nolte-waechst-mit-kuechendeutlich-staerker-als-der-markt/

Alno ernennt neue Geschäftsführer

Wechsel in der Geschäftsführung

der Neue Alno GmbH. Thomas

Kresser zieht sich nach zweijähriger

Tätigkeit planmäßig als Geschäftsführer

zurück und übergibt

an das Team Jochen Braun

(Finanzen und Produktion) und

Michael Spadinger (Vertrieb und

Einkauf).

Neu im Team der Neue Alno

GmbH ist auch Ralf Arendt, ehemals

Rotpunkt Küchen und Störmer Küchen, der in Pfullendorf die

Vertriebsleitung „Projekte Bauteilefertigung“ übernommen hat.

Zudem hat das Unternehmen Bernd Rothermel verpflichtet: als Key-

Accounter für die Region Süd. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/alno-ernennt-neue-geschaeftsfuehrer/

Foto: Häcker Küchen Foto: Alno

Jochen Braun,

Michael Spadinger (von links).

Foto: Nolte Küchen

1/2/2020 KÜCHENPLANER 17


Messe

Ausblick auf die LivingKitchen 2021

Eigene Halle für

die digitale Küchenwelt

Dass die Elektrogeräteindustrie zuletzt mit der LivingKitchen fremdelte,

will die Koelnmesse nicht auf sich sitzen lassen. Zur Veranstaltung im Januar 2021

sollen Unternehmen wie Miele, die BSH und andere wieder am Rhein ausstellen.

Und das mit einem komplett neuen Konzept in der neuen Messehalle 1+.

Urban Connected Living – unter dieser

Überschrift stellt sich die Koelnmesse

in Sachen vernetztes Wohnen

neu auf. Damit soll der Digitalisierung

von Industrie, Handel und Publikumsgewohnheiten

Rechnung

getragen werden. „Unsere Aufgabe

ist es, diese Veränderungen gemeinsam

mit der Industrie aufzunehmen

und darzustellen“, sagte Messe-

Chef Gerald Böse im Rahmen einer

Pressekonferenz gestern während

der imm cologne. Böse: „Einen wichtigen

Schritt gehen wir im nächsten

Jahr, indem wir in der Halle 1+ das

Thema Urban Connected Living zeigen.

Damit entwickeln sich die imm

cologne und LivingKitchen immer

mehr zu dem Platz, der die Frage

beantwortet, wie wir in Zukunft leben

werden.“

Gerald Böse, Vorsitzende der Geschäftsführung der Koelnmesse (Foto links), und Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter

Messemanagement der Koelnmesse, skizzierten die Zukunft der LivingKitchen im Zeitalter der Digitalisierung

– und wie die Elektrogeräteindustrie mit diesem Konzept von einer Rückkehr nach Köln überzeugt werden soll.

Foto: Koelnmesse

18 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Von Strom bis Kommunikation

„Dieses Konzept sehen wir als einen

Anknüpfungspunkt zur Rückgewinnung

wichtiger Living Kitchen-

Aussteller aus der Einbauelektrogeräte-Industrie“,

nahm Matthias

Pollmann, Geschäftsbereichsleiter

Messemanagement der Koeln messe,

den thematischen Faden auf und

nannte konkret die Namen Miele

und BSH Gruppe. Aber auch mit

Unternehmen wie Haier, Panasonic,

LG und anderen wolle man sprechen.

Zudem sehen die Messemanager

Anknüpfungspunkte in den Bereichen

Vernetzung und Steuerung,

Gebäudesicherheit, Komfort und

Licht sowie Home Entertain ment.

Hinzu kommen digitale Dienst leister.

Eine solche Präsentation bot

im Kern bereits die aktuelle imm

cologne 2020 mit der Sonderausstellung

„Let’s be smart“. Doch die

Koelnmesse will künftig noch größer

denken und setzt Telekommunikationsriesen

wie die Telekom

und Vodafone auf die Zielkundenliste.

Ebenso wie Energie-Konzerne

(Innogy, Rheinenergie). Eingebettet

werden die Angebote dann

in die thematischen Messe-Schwerpunkte

„Smart Village“, „ Connected

Kitchen“, „ Supermarket and

Food Delivery“, „Infrastructure“,

„ Telecommunication & Energy“ und

„Education“. Diese deutlich erweiterte

thematische Bandbreite rund

um die Digitalisierung soll auch

den Handel einschließen. Mit Antworten

auf die Frage, wie Küchen

in der Zukunft verkauft werden.

Forum für digitale Plattformen

„Gerade in der Zielgruppe Handel

sehen wir in den nächsten Jahren

deutliche Veränderungsprozesse

bei der Kundenansprache“, führte

Gerald Böse den Gedanken Pollmanns

fort. Für den Handel seien

digitale Angebote insbesondere

dort interessant, wo Wohnräume

und Küchen virtuell dargestellt werden.

„Hier gibt es immer mehr Unternehmen,

die sich mit Augmented

Reality, der computergestützten

Wahrnehmungserweiterung, in die

Öffentlichkeit begeben werden“, so

Böse. Und weiter: „Die ganze Bandbreite

an digitalen Möglichkeiten

nutzen – diesem Credo hat sich die

imm cologne verschrieben.

Langfristiges Ziel sei es, einen

eigenen Schwerpunkt für die Digitalwirtschaft

zu schaffen und Online-Händlern,

Plattformen und

Portalen sowie Zulieferern ein eigenes

Forum zu bieten.

Erlebnisraum auf drei Säulen

Mit dem, was die Koelnmesse zur

imm cologne und LivingKitchen

2021 in der Halle 1+ plant, richtet

sie sich an eine Vielzahl innovativer

Unternehmen aus den

Bereichen Elektrogeräte, Telekommunikation,

Energie und Mobilität.

Das Konzept für die Halle 1+ soll

einen Erlebnisraum schaffen, der

auf drei Säulen basiert: 1. dem inhaltlichen

Rahmen, 2. einer auf einan

der abgestimmten räumlichen

Inszenierung und 3. einem Wissens

trans fer durch Eventformate.

Ziel des Austausches zwischen Experten,

Wissenschaftlern und Industrievertretern

sei die Gewinnung

neuer Besucherzielgruppen

aus den Bereichen B2C sowie B2B

und dem Handel.

Mehr als eine Produktschau

„Mit dem weiteren Ausbau solcher

übergreifenden Inszenierungen

wollen wir in der Zukunft den

Ausstellern die Möglichkeit bieten,

ihre Produkte und Dienstleistungen

in einem lebensweltlichen

Kontext der Nutzer zu positionieren“,

machte Gerald Böse den konkreten

Weg deutlich. „Dabei erhalten

die Aussteller die Möglichkeit,

ihre Markenwelt und ihre Ideen zu

präsentieren oder diese wie jetzt

schon in der Sonderschau ‚Let‘s be

Smart‘ umgesetzt thematisch zu integrieren.

Unser Ziel ist es, dass die

Darstellung einzelner Unternehmen

noch mehr zum thematischen

Teil des gezeigten Gesamtbildes

wird, das es so bis heute nirgendwo

gibt.

700-Mio.-Euro-Invest

Die neue Halle 1+ ist Teil des Maßnahmenplanes

„Koelnmesse 3.0“,

der bis 2030 Investitionen von rund

700 Mio. Euro umfasst. So soll das

Gelände und die Infrastruktur auf

die Anforderungen des Messegeschäfts

in den kommenden Jahren

ausgerichtet werden.

Dirk Biermann

Die Koelnmesse im digitalen Alltag

„Smart Home, Internet of Things und künstliche

Intelligenz sind die drei Begriffe, die unser Leben

in der Zukunft prägen werden“, resümierte

Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der

Koeln messe, bei seinem Medienauftritt zur Zukunft

des Wohnens und wie sich die aktuellen Entwicklungen

auf die Strategien des Messeveranstalters

auswirken. Im Detail sagte er: „Schon heute wächst

der Markt für Smart-Home-Geräte zwar stetig, doch

das volle Potenzial, das die vernetzte Technologie

bietet, steht immer noch am Anfang. Die Prognose

für den Umsatz, die die Smart-Home-Technologie

bis 2025 erwirtschaftet, liegt alleine für den

deutschen Markt bei 19 Mrd. Euro (Quelle: Deloitte),

Tendenz weiter stark steigend. Betrachtet man also

die Potenziale, die dieses Thema bietet, sieht man,

welche hohe Relevanz Smart Living – also das vernetzte

Zuhause – für viele Branchen hat. Solche

Entwicklungen und Lösungen, die auf die Erleichterung

des Alltagslebens in den privaten Haushalten

abzielen, zählen zu den potenziellen Schlüsseltechnologien

dieses Jahrzehnts. Die Frage ist aber:

Wie lassen sie sich einbinden in das gesamte Leben?

Wie vernetzen wir Prozesse außerhalb unserer

eigenen Wände und kommen so von Smart Home zu

Smart oder besser noch zu Urban Living?

Klar ist: Das gesamte Leben wird in nicht allzu ferner

Zukunft viel digitaler werden. Die Küche, oftmals

Herzstück unserer Wohnung, bietet schon heute

viele Bereiche, in denen smarte Anwendungen eine

sinnvolle Aufgabe erfüllen können. Viele Hersteller

von Küchen und Küchengeräten haben dies erkannt

und erweitern ihre Produkte für den Küchenbereich

mit intelligenter Technik und Vernetzungsmöglichkeiten.

Aber nicht nur die Küche, sondern unser

ganzes Zuhause ist immer mehr permanent online.

Die Entwicklung steht dennoch erst am Anfang.

Ganze Straßenzü ge, Städte und Regionen werden

miteinander vernetzt sein. Das betrifft insbesondere

die Bereiche Bildung, Energie, Gesundheit,

Verkehr und Verwaltung. Die Stadt der Zukunft wird

smart – und auch das Zuhause von uns allen wird

smart und vernetzt. Nur zeigt dies bisher niemand

in ausreichendem Maße und in einer Art und Weise,

die Zukunft erkennbar werden lässt. Dies wollen

wir ändern. Denn was heute definitiv sowohl

in europäischer als auch in internationaler Hinsicht

fehlt, ist eine thematische Aufbereitung entlang

der künftigen lebensweltlichen Realitäten anstelle

von Technologie- und Branchensilos, die immer nur

Einzelaspekte beleuchten. Dies wollen wir ändern!“

1/2/2020 KÜCHENPLANER 19


Messe

Einrichtungsmesse imm cologne

Smart, urban und

komfortabel

Auch auf dieser imm cologne ging es um Materialien, Farben und Formen.

Noch intensiver jedoch um Wohnkonzepte. Und damit um Stichworte wie

Smart Living, urbanes Wohnen und Komfortwohnen, wie VDM-Trendexpertin

Ursula Geismann erläutert. Ein Blick in die Wohnwelten über

die reine Küchenfunktion hinaus.

Der Esstisch „echt.zeit“ besteht

aus naturbelassenem Holz. Auf der

imm war die Neuheit das Herzstück

des Messestands von Team 7. Und

zentraler Treffpunkt, wie Chefdesigner

Sebastian Desch sagt. „Wenn sich

unsere Gäste hier versammeln, sollen

sie sich ganz wie zu Hause fühlen.“

Foto: Team 7

20 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Foto: Koelnmesse

Die Küche war in diesem Jahr kein Schwerpunkt in Köln, einzelne Austeller waren dennoch vor Ort.

Dazu zählte die Tischlerei Sommer mit hochwertigen Massivholzküchen.

Smart Living

Rund um das Thema Smart Home hat sich einiges weiterentwickelt,

was auch skeptische Verbraucher überzeugen

könnte. In Zukunft können neben Backöfen,

Licht, Musik und Raumtemperatur auch Gardinen, Vorhänge

und immer weitere Objekte angesteuert werden.

Das kann via Apps auf dem Smart Phone oder mit Gesten­

oder Sprachsteuerung erfolgen. Auch lassen sich

mit solch smarter Anwendung die Höhe eines Tisches

verstellen, Schubladen öffnen und schließen, oder Memory­Sitzfunktionen

in Polstermöbeln starten.

Urban Living

Parallel zum Thema urbanes Wohnen formiert sich

der sogenannte „Metropolitan Lifestyle“. Städte sind

der Lebensraum der Zukunft, lautet die Überzeugung,

denn ihre Anziehungskraft sei enorm und der Megatrend

der weltweiten Urbanisierung nehme deutlich an

Fahrt auf. Stadtplaner und Architekten gehen davon

aus, dass künftige Wohnkomplexe keine Tiefgarage

für Autos mehr brauchen, sondern intelligente Stellflächen

für Roller und Räder sowie Urban­Gardening­Zonen.

Gemeinschaftsräume und Gemeinschaftsküchen

sind in den Green Buildings der Zukunft ebenfalls angesagt.

Grundrisse müssen durchdacht sein und mit

ihnen die multifunktionalen Möbel. Balkone müssen

zu verschatten sein und mit Möbeln aus Materialien

ausgestattet werden, die Wetterextreme aushalten. Metropolitan

Lifestyle ist nach den Worten von Ursula

Geismann vor allem Lebensqualität und Stressreduktion.

Gesunde Betten, schallschützende Ohrensessel

oder Bezugsstoffe, Gardinen, die UV­Licht filtern, extrem

leise Haushaltselektrogeräte und ökologische Materialien

– all das seien die Trends beim modernen

Metropolitan Lifestyle.

Comfort Living

Komfortwohnen betrifft uns alle gleichermaßen, denn

irgendwann gehören wir bestimmt zum älteren Teil einer

ohnehin immer älter werdenden Bevölkerung. Für

viele Menschen geht es darum, möglichst lange im eigenen

Zuhause bleiben zu können. Von großem Vorteil

ist etwa die bodentief eingebaute Dusche im Badezimmer.

Sie ist für alle Generationen gleich attraktiv,

denn sie erleichtert den Ein­ und Ausstieg und vermeidet

gefährliche Stolperstellen. Konkret sind bei Möbeln

höhere Betten, zum leichteren Hineinlegen und

Aufstehen angesagt. Ebenso höhere Sitzmöbel mit angenehmen

Polstern, sei es als komfortabler Fernsehsessel

mit elektrischen Hilfestellungen, oder als bequemer

Esssessel für langes Sitzen. Auffällig bei den

neuen Angeboten ist eine Hinwendung zu besserem

Design als früher. Die Generationen nehmen ihren Geschmack

nämlich immer mit ins Alter und daher war

es an der Zeit, auch moderne Möbel für die jungen Alten

zu entwerfen.

Konkrete Entwicklungen

Aus der im Vorfeld der imm cologne 2020 durchgeführten

VDM­Ausstellerbefragung lassen sich Grundeinstellungen

zum Wohnen und Schwerpunkte im

Möbel­ und Einrichtungsangebot der neuen Saison

1/2/2020 KÜCHENPLANER 21


Messe

Fotos: Koelnmesse

Natürlich,

wertig, nachhaltig:

Die

Möbelmanu

faktur

Scholtissek

aus Ostercappeln

setzt

aus Tradition

auf Massiv holz

und fertigt

daraus elegante

Möbel.

ableiten. Dabei wird deutlich, dass sich die Anforderungen

ans Wohnen weiter rasant verändern. Mehr

anspruchsvolle Single­Wohnungen bei knappem

Raumangebot und ein Lifestyle, der Freiheit von Konventionen

auch bei der Einrichtung sucht, verstärken

den Trend zu großzügigen Einraum­Wohnungen mit

Loft­Feeling. Dazu kommen je nach Bedarf ein bis zwei

Schlaf­ oder Arbeitszimmer. Das Ineinanderfließen der

Räume führt zu einem Bedarf an multifunktionalen

Möbeln, die Wohnbereiche markieren oder solche voneinander

abgrenzen. Küche und Wohnen verschmelzen,

das Bad bleibt eher separat – wenn auch, zumindest

im Hochpreisbereich, gerne „en suite“ und ein

bisschen größer. Statt separater Zimmer zeigen moderne

Wohnungen ein offenes Raumgefüge, und kleinteilige

Altbauten werden durch das Entfernen von Wänden

„durchgelüftet“. Wintergärten und ausgebaute

Dachgeschosse erschließen helle Räume, und großzügige,

idealerweise schwellenlos zu öffnenden Fensterfronten

erweitern den Raum auch optisch nach außen.

Bis auf Einbauschränke sind hier überwiegend Solitärmöbel

angesagt – durchgängige Kollektionen und

Schrankwände im Wohnzimmer beschweren das Freiheitsgefühl

zu sehr, ein Mix & Match ist besser geeignet.

Dafür müssen die Solitäre aber auch gut kombinierbar

sein. Die richtige Balance im Design zu finden

– eigenständig, aber nicht extrovertiert, gefällig, aber

nicht langweilig – ist die Kunst dieser Möbel mit Klassiker­Qualitäten.

Multifunktionale Möbel wie etwa Tische,

die als Ess­ und Arbeitsplatz überzeugen, frei stehende

Sofas, Schränke, die als Stauraum und Wand

fungieren, Raumtrenner, die beidseitig Funktionen ermöglichen

(wie etwa den schwenkbaren, von zwei Seiten

nutzbaren Bildschirm integrieren), mobile Möbel

für Indoor und Outdoor – das sind die „Heros“ für ein

grenzenloses Wohnen.

Natürliche Farben mit Tupfern

Unter den Farbtrends im Interior Design ist Braun sicherlich

die mit der stärksten Wirkung, denn sie kann

sowohl neutral als auch avantgardistisch eingesetzt

werden. Insgesamt sind die Brauntöne für die Gemütlichkeit

verantwortlich und daher derzeit sehr populär.

Während es zwischen Greige über Taupe bis

Mooreiche sehr harmonisch zugeht, können Kombination

etwa von Nougat­Braun mit anderen, meist gedeckten

Farben (also nicht pastell oder neon eingesetzten)

von Orange bis Türkis auch durchaus mutig sein.

Aber ob nun mit Grün, Rosa, Lila oder Braun – mit Farben

kommt auch Glamour in die Wohnung. Dunkle, an

Art Deco oder die dänische klassische Moderne erinnernde

Holztöne mit Gold, Messing oder anderen Metallic­Akzenten

auf üppigen Teppichen stehen für Luxus

pur. Während sich das Interior Design insgesamt

gerne dunkel gibt – über Dunkelgrün und Dunkelblau

bis hin zu Schwarz – bleibt der minimalistische

Einrichtungsstil den helleren und natürlicheren Tönen

treu. Avantgardisten bekennen sich mit bunt kombinierten

Primärfarben zu weißer Grundfarbe zur

Bauhaus­Tradition. Doch insgesamt wird die Einrichtungswelt

durch eine intensiv eingesetzte Farbigkeit

farbiger. Auch die Einfarbigkeit wird zunehmend zugunsten

von Mustern aufgegeben.

Blau ist die Farbe des Jahres

Die Pantone­Trendfarbe 2020 ist „Klassik Blau“. Sie soll

Ruhe, Souveränität und Optimismus vermitteln und

in einer unsicheren Welt Vertrauen schaffen. Denn

sie gilt als zeitlos und elegant. Außerdem erinnert die

Farbe Blau die Menschen an Wasser und damit auch

an die Verschmutzung der Weltmeere und vor allem,

wie diese zu vermeiden ist. Daher verwundert es nicht,

dass bei den Bezugsstoffen für Polstermöbel 2020 ein

22 KÜCHENPLANER 1/2/2020


128 000 Besucher

Gesunder Ausgleich:

Die Wohnungen

und

Häuser mögen

immer digitaler

werden, immer

grüner werden

sie auch. Diese

Messe impression

entstand am

Stand von Atelier

Haußmann.

Die Koelnmesse zog für die imm 2020

eine „insgesamt positive Bilanz“. Die

Veranstaltung führte an sieben Tagen

128 000 Besucher nach Köln, davon

82 000 Fachbesucher. Das sind etwas

mehr als im Vorjahr. Dabei präsentierte

sich die imm cologne erneut international.

Von den 82.000 Fachbesuchern

(2018: 80 704) kamen laut Veranstalter

rund 50 % aus dem Ausland. Zudem

seien vermehrt Planer, Architekten und

Objekteinrichter aus dem Inland gekommen,

was die Bedeutung der Kölner

Einrichtungsmesse für den deutschen

Markt unterstreiche, wie Gerald

Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung

der Koelnmesse, betonte. Weitere

Zahlen und Details gibt es auf

www.kuechenplaner-magazin.de/

themen/detail/news/128000-besucherkommen-zur-imm-cologne-2020/

breites Angebot an Blautönen zu finden ist. Europablau,

Hellblau, Türkis und Petrol sind beliebt. Grundsätzlich

werden alle Farben stärker und das Wohnen

zeigt sich deutlich farbenfroh. Die 1970er­Jahre lassen

grüßen. Als Grundfarben bleiben die Naturtöne, zu denen

auch unlackiertes Holz in seinen vielen Farbnuancen

zählt. Außerdem ist Schwarz wieder da. Als Front,

als Bezugsstoff oder als Akzent. Manche Innenarchitekten

sind der Überzeugung, dass Schwarz als Farbe

am wenigsten auffällt und daher den Raum auch

nicht zwingend kleiner, sondern die Möbel eher unauffälliger

macht. Schließlich kommt uns ein schwarzer

Nachthimmel auch nicht beengend, sondern eher unendlich

vor.

Holz und nochmal Holz

Massivholz wird seine Stellung nach Einschätzung

von Ursula Geismann noch einmal ausbauen. Gerade

vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit stehen

wir vermutlich am Anfang einer Holzrenaissance. Die

Entwürfe von Tischen, Sideboards oder Schränken

sind dabei elegant und ganz weg von der Rustikalität

vergangener Zeiten. Eiche allerdings in ihrem natürlichen

Farbton bleibt Bestseller, und wird in sehr

vielen Varianten angeboten. Neuester Trend ist dabei

die Ascheiche, die schwarz und angekokelt aussieht.

Echtes Holzfurnier wird im Frontbereich auch

gerne mit Materialien wie Glas und Metall kombiniert.

Bei den Metallen wie Zierleisten oder Applikationen

reicht das Spektrum von Messing über Kupfer

hin zu Chromfarben. Das ökologische Linoleum

wie auch das natürliche Wiener Geflecht aus Rattan

erleben einen starken Aufwind. Bei den Bezugsstoffen

für Polstermöbel ist ein breites Angebot an Naturfasern

zu erkennen. Cord und Samt spielen eine

große Rolle.

Die Geschichte zum Produkt

Immer mehr Menschen versuchen ernsthaft, ihr Konsumverhalten

zu verändern, um eine Trendwende zu

einer nachhaltig agierenden Gesellschaft anzustoßen.

Konsumentscheidungen in Bezug auf Mobilität, Handy

oder Ernährung genauso wie auf Möbel werden stärker

unter dem Aspekt der Klimaneutralität bewertet. Damit

wird die Geschichte hinter dem Produkt – das Storytelling

– immer wichtiger. Im Wohnbereich werden

damit nicht nur aus Gründen der Wohnlichkeit, sondern

auch aus ökologischen Überlegungen gerne natürliche

Materialien und Vollholz eingesetzt. Unterstützende

Deko­Items wie Pflanzen, naturbelassene Stoffe

und Indoor­Gewächshäuser werden wichtige Ausstattungselemente

bei der Gestaltung einer Wohnung und

sind zudem als Statements gedacht. Auch Möbel mit einer

hohen Designqualität versprechen einen nachhaltigen

Effekt.

Unkomplizierter Lifestyle

Holz und Naturmaterialien, aber auch Leichtbau­ und

Recycling­Werkstoffe werden überall eingesetzt, wo

sie funktional sind – das heißt auch bei Produkten, die

standardmäßig aus anderen Materialien hergestellt

werden. Bambus wird als Holzalternative genauso ausprobiert

wie kunststoffverstärktes Papier als lederartiger

Bezugsstoff. Flechtwerk aus Rattan, Weide oder

Bambus bringen Wintergarten­Feeling ins Haus. Die

Sehnsucht nach einem natürlichen Wohnen hält den

Trend zu skandinavischem Design am Leben – wird

er doch mit naturnahem, unkompliziertem und ursprünglich­rustikalem

Lifestyle assoziiert, der in dem

traditionell schlichten und im 20. Jahrhundert kultivierten

Design seinen Ausdruck findet.

Dirk Biermann

1/2/2020 KÜCHENPLANER 23


Messe

„Durchaus Lust auf Wohnen

und Einrichten“

Die Möbelbranche blickt „verhalten optimistisch“ auf das gerade begonnene

Möbeljahr. Diese Einschätzung resultiert laut VDM-Geschäftsführer Jan Kurth

auch aus einer repräsentativen Befragung, die kurz vor Weihnachten mit dem

Marktforschungsinstitut TNS Kantar durchgeführt wurde.

Foto: VDM

Jan Kurth, Geschäftsführer

VDM und VdDK:

„19 Mio. Menschen

wollen 2020 in

Deutschland

neue Möbel

kaufen.“

„Der Blick in die nahe Zukunft zeigt, dass die Deutschen

durchaus Lust auf das Thema Wohnen und Einrichten

verspüren“, unterstrich Jan Kurth seine Einschätzung

im Rahmen einer Pressekonferenz unmittelbar

im Vorfeld der Einrichtungsmesse imm cologne. Denn

1. „ planen knapp ein Viertel aller Deutschen – und damit

etwa 19 Mio. Menschen in 9,3 Mio. Haushalten –

im Jahr 2020 die Anschaffung neuer Möbel, wobei die

durchschnittliche Ausgabenbereitschaft 2020 für Möbel

2581 Euro pro Haushalt beträgt“. Und 2. sei gerade

bei jungen Leuten die Lust auf neue Möbel besonders

spürbar: So planen 40,5 % der Bevölkerung zwischen

14 und 29 Jahren neue Möbel zu kaufen. Ebenso planen

einen Neukauf 31,5 % der 30 bis 39­jährigen Bevölkerung.

Von den über 60­Jährigen haben dies nur

12,5 % vor.“ Vor diesem Hintergrund rechnet der Wohnmöbelverband

für 2020 mit einem leichten Umsatzplus

von ca. 1 %. Das Jahr 2019 schloss die deutsche Möbelindustrie

mit einem Umsatzminus in Höhe von rund

einem halben Prozent.

Nach zehn

Monaten –

also bis

einschließlich

Ende

Oktober –

wies die Branchenstatistik ein negatives Ergebnis von

0,4 % mit einem Gesamtumsatz von knapp 14,9 Mrd.

Euro aus. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der Verband

mit einem Umsatz von rund 18 Mrd. Euro.

Aufwärtstrend in den Exportmärkten

Positiv stimmt die Verbandsoberen der Blick auf die

aktuelle Entwicklung der Auslandsmärkte. In den ersten

zehn Monaten 2019 gingen 32,8 % der in Deutschland

produzierten Möbel direkt ins Ausland. Dies sei

die höchste jemals gemessene Exportquote. Zum Vergleich:

Vor 20 Jahren belief sich diese Quote auf 16,3 %.

2019 betrug das Exportplus 2,1 %. Allein die Möbelausfuhren

in die USA konnten von Januar bis Oktober

2019 im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 % gesteigert

werden. Der Absatz deutscher Möbel in Russland

erhöhte sich „nach längerer Schwächephase“ 2019 das

dritte Jahr in Folge um aktuell 18,8 %. Andere wichtige

Wachstumsmärkte wie Japan, Kanada und Südkorea

profitieren laut Verband von den jüngsten Freihandelsabkommen

mit der EU und wiesen ebenfalls

positive Vorzeichen auf. Lediglich China als Wachstumsmarkt

der vergangenen Jahre fiel im vergangenen

Jahr um 22,3 % zurück. Unter anderem sei dies

eine der Folgen der Handelsbeschränkungen in den

USA, so Jan Kurth.

Frankreich weiter wichtigster EU-Markt

Auch innerhalb der EU habe die Möbelnachfrage in 2019

im Vergleich zu 2018 deutlich angezogen. Frankreich

konnte sich als wichtigster Absatzmarkt

für Möbel „Made in Germany“ behaupten,

die deutschen Möbelausfuhren legten um

6,8 % zu. Auch andere europäische Märkte

wie die Schweiz, Belgien, Polen, Italien

und Schweden entwickelten sich positiv.

„Bremsspuren“ erzeugt hingegen

vor allem der Brexit: Die deutschen

Möbelexporte über den

Ärmelkanal reduzierten sich

das dritte Jahr in Folge. Jetzt

um aktuell 3,2 % auf jetzt

knapp 700 Mio. Euro. Damit

belegt UK aber immer

noch Platz fünf im Ranking

der wichtigsten Exportmärkte.

KÜCHENPLANER 1/2/2020


Foto: VDM

Die neue VDM­

Kampagne soll

Möbel „Made in

Germany“ noch

weiter nach

vorn bringen.

Küchenmöbel erneut Branchenprimus

Während die Möbelbranche in Summe 2019 leicht an

Umsatz einbüßte, konnten die Küchenhersteller deutlich

zulegen: mit einem Umsatzanstieg von 2,8 % auf

über 4,2 Mrd. Euro bis einschließlich Oktober. Dieser

Effekt sei vor allem auf die sehr gute Auslandsnachfrage

mit einem Plus von 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr

zurückzuführen. Der Inlandsmarkt entwickelte sich

mit einem Plus von 0,7 %. „Aufgrund des branchenintern

gemessenen Auftragseingangs von plus 5,1 % bis

Ende Oktober wird auch das Gesamtjahr 2019 entsprechend

positiv abschließen“, so der VDM.

Andere Segmente im Minus

Zur Vollständigkeit: Das Segment der Büro­, Ladenund

Objektmöbel erzielte nach amtlichen Angaben

bei einem Plus von 0,7 % einen Umsatz von knapp 3,5

Mrd. Euro und bei Matratzen schlug ein Umsatzminus

von 2,3 % auf rund 640 Mio. Euro zu Buche. Für

die Polstermöbelindustrie weist die amtliche Statistik,

die ausschließlich die Entwicklung an den deutschen

Produktionsstandorten erfasst, einen Umsatzrückgang

um 0,5 % auf rund 760 Mio. Euro aus. Unternehmen mit

eigenen Produktionsstätten im Ausland verzeichneten

hingegen einen Anstieg des Auftragseingangs bis

Ende Oktober um rund 4 %. Das statistisch ausgewiesene

Segment der „sonstigen Möbel“ zeigt ein Umsatzminus

von 2,9 % auf knapp 5,8 Mrd. Euro. Dieses größte

Teilsegment der Branche umfasst in der amtlichen Auswertung

nicht nur Wohn­, Ess­ und Schlafzimmermöbel,

sondern auch Kleinmöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel

und Möbelteile.

Gütezeichen „Made in Germany“

Mit dem Gütezeichen Made in Germany hat der VDM

zusammen mit der deutschen Gütegemeinschaft Möbel

(DGM) ein Gütezeichen zur Herkunft von Möbeln

definiert. Durch dieses Label erhofft sich der Verband

im Inland wie auch im Export eine erhöhte Nachfrage.

Das RAL­Gütezeichen „Möbel – Made in Germany“

soll die Aspekte Qualität, Innovation und Langlebigkeit

hervorheben. Jan Kurth: „Im Inland müssen

wir mit aller Kraft das Thema ‚Made in Germany‘ in

den Vordergrund rücken und die Verbraucher auf unsere

exzellente Qualität und den erstklassigen Service

aufmerksam machen. Die Themenpalette Nachhaltigkeit,

Klimaverträglichkeit und der Trend zur

Regionalität müssen wir stärker spielen und für unsere

Hersteller nutzen, da diese Themen wachsende

Bedeutung bei den Endverbrauchern in ihrer Kaufentscheidung

gewinnen.“ Der heimische Markt bleibt

auch im Jahr 2020 mit zwei von drei abgesetzten Möbeln

der mit Abstand wichtigste Markt für die deutschen

Möbel hersteller.

#zuhausesein

Der Marktanteil der in Deutschland verkauften Möbel

Made in Germany liegt aktuell bei 34 %. Um diese Quote

zu erhöhen, hat der VDM mehrere Initiativen gestartet.

Die #zuhausesein­Initiative auf den sozialen Medienkanälen

Instagram, Facebook und Twitter zeigt,

dass Möbel „Made in Germany“ sehr attraktiv auch für

junge Menschen sein können. Hier kommen Experten

und Designer zu Wort, die etwas Interessantes über

sich selbst oder ihre Möbel zu sagen haben. Bei dem im

vergangenen Sommer durchgeführten Blogger­Wettbewerb

wurden Endkunden aufgerufen, Fotos ihres Lieblingszimmers

einzusenden. Die Vielzahl und Vielfalt

der eingesendeten Fotos war so attraktiv, dass die Gewinnermotive

auf dem VDM­Stand während der imm

cologne ausgestellt wurden.

Dirk Biermann

1/2/2020 KÜCHENPLANER 25


Marketing

Wie Düfte

Kaufentscheidungen

beeinflussen können

Design, Architektur und Licht sind wichtige Aspekte für

eine stimmige Studiogestaltung. Noch viel direkter als

Optik und Form wirken Düfte. Sie können das Wohlgefühl

und die Kaufbereitschaft der Kunden steigern. Allerdings

sollte der Duft zum Anlass passen und wohldosiert sein.

26 KÜCHENPLANER 1/2/2020


1/2/2020 KÜCHENPLANER 27

Foto: Biermann


Marketing

Das Marketing hat die Macht der Düfte schon

seit Längerem entdeckt. Denn Düfte sind

ein wirksames Instrument, das nicht nur

für Wohlgefühl sorgt, sondern auch die Aufenthaltsdauer

in Verkaufsräumen steigert

und so verkaufs- und imagefördernd wirken

kann. Denn wo es gut riecht, hält man sich

länger auf.

Die Entscheidung da rüber, ob es gut oder

schlecht riecht, fällt innerhalb von Sekunden.

Dass Düfte so unmittelbar wirken, liegt

u. a. daran, dass die Nase nicht „verschließbar“

ist und wir zudem nicht steuern können,

was wir riechen. Die Gerüche unserer Umgebung

nehmen wir also wohl oder übel auf. Die

Riechzellen schicken dann sofort Signale ans

Gehirn. Diese werden nah am Limbischen

System verarbeitet, dem Zentrum, in dem Gefühle

und Erinnerungen sitzen. So wirken

Gerüche sofort und auf emotionaler Ebene,

ohne dass wir das genau begründen können,

auf was wir da gerade reagieren. Die Emotionen,

die ein Duft auslöst, erzeugen Erinnerungen

an Düfte, die schon einmal positive

Reaktionen in uns ausgelöst haben. Denn Gerüche

und Düfte werden viel länger im Gehirn

gespeichert als visuelle oder taktile

Wahrnehmungen.

Wissenschaftliche Studien

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen

unterstreichen den Erfolg des Duftmarketings.

Eine Langzeitstudie der Forschungsgruppe

Konsum & Verhalten der

Universität Paderborn unter Leitung von Professor

Anja Stöhr zeigte, dass sich die Verweildauer

von in bedufteten Räumen um 15,9 %

erhöhte. Die Kaufbereitschaft stieg um 14,8 %

und der Umsatz um 6 %. Das bestätigt auch Dr.

Susanne Färber, Apothekerin und Leiterin der

Taoasis-Duftakademie. Die Akademie hat sich

1991 als eigenständiger Verein unter dem Dach

des Unternehmens Taoasis (Detmold) gegründet

und vermittelt seitdem in zahlreichen Seminaren

und Fachvorträgen fundiertes Wissen

über ätherische Öle und ihre Verwendung.

Dr. Färber weist auch darauf hin, dass durch

eine Beduftung die Umgebung und auch das

Personal positiver wahrgenommen werden.

Zudem ist sie der Meinung, dass ein hochwertiger

Duft ein Geschenk an die Kunden sei. Sie

rät zur Verwendung von reinen Naturdüften,

da diese optimal verträglich seien und synthetische

Düfte das Geruchssystem enorm

irritieren könnten und eher kontraproduktiv

wirken.

Frische und gute Laune

Davon abgesehen kann der richtige Duft jede

Raumatmosphäre optimieren. So können nicht

nur der Erlebnischarakter und das Kaufinteresse

gesteigert werden, auch der Eigengeruch

von neuen Möbeln kann mit Düften abgebaut

werden. Für das Wohlgefühl in Eingangs- und

Empfangsräumen können z. B. Wohlfühldüfte

wie Orange, Bergamotte oder Limette sorgen.

Diese wirken erfrischend und sauber und sorgen

für einen Gute- Laune-Effekt.

Wärme und Geborgenheit

Ein Duft, der fast immer positive empfunden

wird, ist Vanille. Dieser Geruch wird im

Foto: Taoasis

Mit

Duftsäulen (Foto) können Düfte in

Verkaufsräume geleitet werden.

Eigene Duftnote

Mit dem Thema Duft- und Aromamarketing beschäftigen sich mittlerweile zahlreiche

Unternehmen. Diese kümmern sich nicht nur um die professionelle und dezente Beduftung,

sondern kreieren auf Wunsch individuelle Düfte, die genau zum Unternehmen,

den Produkten und Kunden passen. Diese sollen dann im Idealfall zum Element

der Corporate Identity werden. Infos zum Kurs- und Seminarprogramm der Taoasis-

Duftakademie gibt es auf www.duftakademie.de.

28 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Duftmarketing häufig verwendet, weil er mit dem Geschmack

von Mutter milch assoziiert wird. Ein zarter

Vanilleduft sorge für ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit.

Vanille ist natürlich auch für ein Küchenstudio

perfekt geeignet. Susanne Färber empfiehlt den

Einsatz von Vanille – ergänzt durch Tonka, Kakao oder

auch Rose für die nächste Winter- und Weihnachtszeit.

Ebenfalls kann der Duft von frischen Kräutern oder

von frisch Gebackenem für Wohlgefühl sorgen.

Klasse statt Masse

Idealerweise werden Düfte subtil eingesetzt, sodass

die Kunden diese nur unterbewusst wahrnehmen.

In Verkaufsräumen kann man dazu

Duftsäulen aufstellen. Die Düfte können auch über Klimaanlagen

oder Lüftungssysteme in die Verkaufsräume

geleitet werden und können so dezent ihre Wirkung

ausüben.

Anmerkung der Autorin: Düfte wirken wirklich –

und zwar schnell. Beim Verfassen dieses Artikels

wich die Angst vor dem weißen Papier schlagartig,

als ein mit kreativitätsförderndem Mandarinenduft

befüllter Duftstein neben den Computer gestellt

wurde.

Sybille Hilgert

Foto: Susanna J. Jankovic

Zitrusdüfte wirken aufbauend,

erfrischend, belebend,

ausgleichend, konzentrationsfördernd.

Beispiele: Berga motte,

Grapefruit, Lemongrass,

Mandarine, Orange, Zitrone.

Blütendüfte wirken ausgleichend,

beruhigend,

entspannend, anregend.

Beispiele: Jasmin, Neroli,

Rose, Rosen geranie, Ylang-

Ylang.

Krautige Düfte wirken anregend,

erfrischend, desinfizierend,

entspannend.

Beispiele: Basilikum, Eukalyptus,

Ingwer, Laven del,

Rosmarin.

Düfte und ihre Wirkung

Foto: Taoasis

Dr. Susanne Färber ist Apothekerin und Leiterin

der Taoasis-Duft akademie.

Hölzer und Gewürze wirken

stabilisierend, erdend, stärkend;

können für Ruhe und

Behaglichkeit sorgen.

Beispiele: Anis, Fichte,

Kakao, Nelke, Tonka,

Vanille, Zimt, Zirbe.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 29


Küchenhandel

KüchenTreff Schwerin geht voran

Im vergangenen Spätsommer eröffnete KüchenTreff Schwerin seine Pforten. Für die Verant wortlichen

in der Verbandszentrale in Wildeshausen ist der Neubau ein leuchtendes Vorbild für alle

KüchenTreff­Studios in Deutschland.

Das Auge kauft mit – das gilt auch für

den Küchenerwerb. Aus diesem Grund

hat der Einkaufsverband KüchenTreff für

seine Mitglieder Gestaltungsgrundsätze

erarbeitet, die für den potenziellen Kunden

ansprechend wirken. Beim Neubau

von Küchen Treff Schwerin haben sich die

beiden Betreiber Udo Krause und Karsten

Fuchsa stark an diesen Grundsätzen orientiert

mit beeindruckendem Resultat:

Eine saubere, konsequente Außengestaltung

geht in die 700 Quadratmeter

fassenden Ausstellungsflächen über, auf

denen diverse Küchenkonzepte für unterschiedliche

Zielgruppen präsentiert

werden.

Vor Ort in Schwerin (Foto von links): Wiebke Tornier, Katarzyna Hajdas (beide KüchenTreff

Schwerin), Franz Bahlmann (Verbandszentrale), Karsten Fuchsa (KüchenTreff Schwerin),

Marko Steinmeier (Verbandszentrale) und Udo Krause (KüchenTreff Schwerin).

Als Modell nachgebaut

Die Verantwortlichen in der Zentrale von

KüchenTreff in Wildeshausen waren von

dem Neubau derart angetan, dass sie das

Küchenstudio als Modell nachbauen ließen

und auf der Küchenmesse area30 im

September 2019 als Best Case vorstellte.

Nach der erfolgreichen Eröffnung der

Räume in der Ahornstraße 15 in Schwerin-Pampow

im August 2019 ist dies der

zweite große Erfolg innerhalb weniger

Monate. Das Modell wurde im Anschluss

an die Messe von KüchenTreff-Geschäftsführer

Franz Bahlmann feierlich an Udo

Kraus und Karsten Fuchsa überreicht:

„Bei uns kann jedes Küchenstudio individuell

entscheiden, welche Designanregungen

es übernimmt“, sagte Franz

Bahlmann. „Trotzdem denken wir uns natürlich

etwas bei unseren Empfehlungen.

Die Schweriner Kollegen haben diese Anregungen

übernommen und so perfekt

umgesetzt, dass sie ein leuchtendes Beispiel

für unsere rund 380 Mitglieder sind.“

Damit sich die Kunden wohlfühlen

Bei KüchenTreff Schwerin freute man sich

sehr über das Lob: „Nach einer langen

Planungsperiode und elf Monaten Bauzeit

sind wir sehr stolz auf das, was wir geschaffen

haben. Dass der Verband uns darin

bestätigt, ist eine tolle Auszeichnung“,

so Karsten Fuchsa. „Am Ende geht es darum,

dass die Kunden sich wohlfühlen

und durch die Gestaltung inspiriert werden.

Das haben wir mit dem Neubau erreicht.

Fotos: KüchenTreff

KüchenTreff Schwerin

wurde im August 2019

neu eröffnet.


Foto: Küche&Co

Als Ergänzung

zum bestehenden

Franchise-

Konzept ist

nun das vierte

Küche&Co-Outlet

an den Start

gegangen.

Küche&Co vermarktet auch im Outlet

Küche&Co eröffnete kürzlich das vierte Küchen­Outlet. Das Konzept zielt auf Kunden,

die Küchen im Preiseinstieg kaufen wollen. Umgesetzt werden kann es nur von

Betreibern eines bestehenden Küche&Co­Studios.

„Die Bedürfnisse von Kunden, Franchisepartnern

und der Industrie

haben uns dazu veranlasst, dieses

Outlet-Konzept zu entwickeln“ sagt

André Pape, Geschäftsführer von

Küche&Co. So sollen Kunden, die

im Preiseinstiegssegment einkaufen

möchten, mit dem Outlet eine

Möglichkeit haben günstig, aber

mit professioneller Beratung, eine

Küche zu erwerben. Franchisepartnern

ist es ein Anliegen, die

Musterküchen zu verkaufen, während

die Industrie nach Möglichkeiten

für den Abverkauf von Auslaufware

sucht. „Das Outlet ist für

uns die Lösung, um all diesen Bedürfnissen

gerecht zu werden“, erklärt

Pape.

Geringe Tiefe und Breite

Das Konzept des Outlets unterscheidet

sich hinsichtlich Sortiment,

Preis und Service von dem

der Küche&Co-Studios. So ist die

Sortimentsbreite und -tiefe nicht

so groß wie im Studio und es sieht

eine günstigere Preisgruppe vor.

Neben Musterküchen und Auslaufmodellen

können Kunden hier

neuwertige Küchen etwa von Pino

erwerben – ein Lieferant, der ausschließlich

die Küche&Co-Outlets

beliefert. Kunden müssen im Outlet

nicht ganz so tief in die Tasche

greifen: Hier gibt es Küchen im

Wert von 3000 bis 5000 Euro, während

der Durchschnittspreis einer

Küche im Studio bei 7500 Euro liegt.

Lieferung und Montage sind im

Preis nicht mit inbegriffen, können

aber bei Bedarf dazu gebucht werden.

Im Outlet bekommt der Kunde

bereits vormontierte Module.

Standorte in Industriegebieten

Auch die jeweilige Lage von Studio

und Outlet unterscheidet sich:

So sind Küche&Co-Studios auch in

Innenstadt-Lagen zu finden, während

die Outlets eher in Industriegebieten

angesiedelt werden. Auch

in der Größe der Ausstellung sowie

den Räumlichkeiten und der Optik

unterscheiden sich beide Konzepte.

Was Studio und Outlet immer gemein

haben, ist die Qualität der Beratung:

Ein Küchenplaner plant im

Outlet ebenso wie im Küche&Co-

Studio im 3D-Planungstool.

Kundenkreis erweitern

Mit dem Outlet haben Studioinhaber

laut Franchisezentrale die Möglichkeit,

ihren Kundenkreis zu erweitern,

„ohne sich damit zu kanibalisieren“.

Denn die Konzepte sollen

unterschiedliche Kundengruppen

ansprechen. Und: Nur wer bereits

ein Küche&Co-Studio betreibt,

kann auch ein Outlet eröffnen,

welches sich im Kerngeschäftsgebiet

des Studios befindet. So sei das

Outlet für den Studiobetreiber eine

Ergänzung zum bestehenden Angebot,

das es ihm ermöglicht, sich

geschäftlich weiterzuentwickeln,

heißt es aus dem Unternehmen.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 31


Küchenhandel

„Das Küchenloft“ feiert Eröffnung

Die Stadt Homburg/Saar ist um ein besonderes Küchenstudio reicher. Die Brüder Tim und Stefan

Martens eröffneten „Das Küchenloft“ und verwirklichten damit ihren Traum. Unterstützung erhielten

die Unternehmer vom Garant­Verband.

Auf knapp 400 m² Ausstellungsfläche wurde „zwischen den Jahren“

die offizielle Eröffnung gefeiert – geladene Branchengäste

durften hingegen schon vor Weihnachten einen Blick vor und

hinter die Kulissen werfen und waren sich einig: Das Engagement

der „Küchen-Brüder“ und ihrer Familien hat sich gelohnt.

Ehemalige Logistikhalle

„Martens & Martens“ spricht im außergewöhnlichen Ambiente

einer zum Küchenloft umgebauten Logistikhalle gezielt Kunden

an, die einen modernen Stil bevorzugen und einen entsprechenden

Lifestyle verkörpern. Bei den zwölf großzügig präsentierten

und aufwendig inszenierten Musterküchen führt

„Martens & Martens“ die Garant-Handelsmarken „Liva“ und

„Garant Collection“ und deckt damit das komplette Spektrum

der geplanten Küche vom günstigen Komplettangebot mit Gerätepaket

für die kleine Stadtwohnung bis zur hochwertigen

und repräsentativen Lifestyle-Küche ab.

Passend dazu wurden auch die Website (www.kuechenloftmartens.de)

und die kompletten Marketingmaterialien gestaltet

– hier entschieden sich die Brüder für das neue, ganzheitliche

Garant Küchen Areal-Vermarktungskonzept, das beim Partnerforum

im November 2019 Premiere feierte. Parallel brachten

die sich aber auch selbst aktiv in die Entwicklung und Umsetzung

der Marketingmaterialien ein. Ergänzend dazu kümmert

sich der Verband auch um das Online-Marketing und damit

verbundene Maßnahmen wie Google Ads oder Social-Media-

Kampagnen – sowohl rund um die Eröffnung als auch laufend

danach. Tim und Stefan Martens war es besonders wichtig, ihr

Händler-Profil im lokalen Markt durch eine durchgängige und

gezielte Kundenansprache nachhaltig zu schärfen und ihre Position

herauszuarbeiten. „Ein hoher Wiedererkennungswert in

unserem Markenauftritt war für uns ebenso relevant wie auf

unser Haus gebrandete Werbemittel und Kampagnen, die perfekt

auf unsere Zielgruppe zugeschnitten sind. Das Team von

Garant hat uns dabei von unserer Entscheidung zur Mitgliedschaft

bis zur Eröffnung immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden“,

so Tim Martens.

Klassisches Familienunternehmen

Der gewünschte Wiedererkennungswert zeigt sich natürlich am

prominentesten in der Ausstellung selbst: Eine auffällige, rote

Backsteinwand im Stil eines industriellen Lokschuppens fällt

sofort ins Auge – in Wirklichkeit verdankt der außergewöhnliche

Blickfang seinen prägenden Look aber nicht vergangenen

Zeiten, sondern der Mitarbeit der Kinder von Tim und Stefan

Martens, die ihre künstlerischen Fähigkeiten eindrucksvoll unter

Beweis stellten. Überhaupt ist „Martens & Martens“ ein klassisches

Familienunternehmen im besten Sinne, denn auch Tim

Martens´ Frau Dagmar unterstützt im Geschäft. „Wir wollen

unsere Kunden begeistern. Durch unsere Küchen, durch unsere

Planungskompetenz und durch unsere Persönlichkeit“, fasst

Stefan Martens zusammen. Und dass das der Familien gelingt,

davon waren die Gäste bei der Eröffnung überzeugt.

Die Inhaber und Geschäftsführer: Tim und Stefan Martens.

Die Musterküchen spiegeln aktuelle Trends wider.

Hier in Betonoptik.

Fotos: Garant Küchen Areal

32 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Foto: 1-2-3 Küchen

Spatenstich für Potsdams größten Küchenfachmarkt

In Potsdam entsteht derzeit der größte Küchenfachmarkt

in der Hauptstadt Brandenburgs. Dafür legt

das Unternehmen 1-2-3 Küchen seine beiden Potsdamer

Filialen zusammen. Mit dem symbolischen

ersten Spatenstich ging es los, Eröffnung soll Ende

2020 gefeiert werden.

An der Wetzlarer Straße 80 in Potsdam-Babelsberg

entsteht ein dreistöckiger Küchenfachmarkt

mit einer Gesamtfläche von 3700 m 2 . Auf einem Drittel

der Fläche, ca. 1110 m 2 , präsentieren die 1-2-3-Geschäftsführer

Heiko Rinkes und Heiko Rychlik

Küchen für jeden Geschmack. Das Investitionsvolumen

beträgt rund 4,5 Mio. Euro. Damit verbunden

ist die Expansion in einen weiteren Geschäftsbereich,

denn der Neubau wird ein großes Lager

beherbergen. „Damit können wir Küchen für kleinere

Studios oder für Studios mit geringen Lagerkapazitäten

annehmen und so unsere Leistungen Startschuss für den neuen Küchenfachmarkt von 1-2-3 Küchen in Potsdam

um Logistikservices erweitern“, erläutert Rychlik. (Foto von links): Petra Rinkes, Katja Rychlik, Heiko Rinkes, Heiko Rychlik,

Für diese Erweiterung der Geschäftstätigkeit wurde

eigens ein neues Unternehmen gegründet.

Anne Job und Eric Rinkes.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/spatenstich-fuer-potsdams-groessten-kuechenfachmarkt

Küchen Weigelt

erneut ausgezeichnet

Zum zweiten Mal überzeugte

Küchen Weigelt

aus Pirna die Jury des

HDE Award. In der Kategorie

„Home / Living“ erhielt

das MHK-Mitglied

den Award „Stores of the

year“. Und das bereits

zum zweiten Mal. „Diese

erneute Auszeichnung

zeugt von Marktgespür,

unternehmerischer

Weitsicht und hoher Serviceorientiertheit“,

würdigte

Daniel Schnödt,

Geschäftsführer der

Teamscio Unternehmensberatung,

in seiner

Laudation das Engagement

der Unternehmerfamilie

Weigelt. Küchen

Foto: MHK / Weigelt

Stolz auf die erneute Auszeichnung

für eine vorbildliche Studiogestaltung:

Falko Weigelt und

sein Sohn Johannes Weigelt.

Weigelt firmiert in Pirna als „Ein Haus voller Küchen“. Schon

einige Jahre zuvor würdigte die HDE-Jury die damalige Neuinszenierung

des 400 m 2 großen Fachgeschäftes, dessen Ausstellung

sich über die Fläche einer historischen Stadtvilla und

eines modern gestalteten Anbaus erstreckt. In diesem Jahr

gab es die Auszeichnung für die Erweiterung um die Kochschule

„Kochkontor“, die im letzten Jahr in der im Jugendstil

gehaltenen Villa realisiert wurde. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/kuechen-weigelterneut-ausgezeichnet/

Reddy in Chemnitz

setzt auf Digitalisierung

In nur drei Monaten Bauzeit hat Reddy Küchen Chemnitz

rund 1000 m 2 Ausstellungsfläche modernisiert. Die Wiedereröffnung

wurde mit zahlreichen Gästen gefeiert. In seinen

Grußworten würdigte Frank Schütz, Geschäftsführer der

Reddy Franchise, die unternehmerische Leistung von Franchise-Nehmer

Olaf Engel: „Es ist ein beeindruckender Fachmarkt

geworden.“ Er zeuge vom Sinn für das Schöne ebenso

wie vom Blick fürs Detail und den mehr als ausgeprägten Servicegedanken:

„Damit setzt Euer Team für alle Reddy-Häuser

in Euro pa die Benchmark.“

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema „Digitalisierung“

durch die neue Ausstellung. „Die nächste Generation Küchenkäufer

wird mit Smartphone und Apps groß“, so Geschäftsführer

Olaf Engel. „Diesem Trend kann und darf man sich als

Unternehmer nicht verschließen.“ www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/reddy-fachmarktin-chemnitz-setzt-die-benchmark

Foto: Reddy Küchen

Zur Wiedereröffnung

nach Komplettumbau

hatte

Frank Schütz,

Geschäftsführer

der Reddy

Franchise (Foto

rechts), auch

einen festlichen

Blumenstrauß für

Olaf und Manuela

Engel von Reddy

Küchen Chemnitz

im Gepäck.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 33


Management

Foto: Agentur ansprechend

„New Work“ in

der Architekturwerkstatt

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? Wie wollen wir

eine gesunde Work­Life­Balance realisieren? Welchen

Wert für die Arbeitszufriedenheit und damit für den

Erfolg eines Unternehmens bietet eine mitarbeiterorientierte

Führung? Und welchen Einfluss werden digitale

Technologien auf „die alte Arbeitswelt“ haben? Fragen

wie diese können im KITCHENCAMP #4 eine Rolle

spielen. Denn das Oberthema lautet „New Work“. Es

wendet sich an die gesamte Küchenbranche, an Industrie,

Fachhandel, Verbände, Tischler, Architekten und

Planer. Stattfinden wird es in der Architekturwerkstatt

in Löhne am Donnerstag, 2. April 2020.

Grundlegender Wandel

Beim KITCHENCAMP ist jeder Teilnehmer mit seinem

Engagement eingeladen und mit seiner Expertise integriert.

„So entsteht ein aktiver Austausch zu Themen,

die wirklich bewegen“, berichtet Christiane Pauli, Inhaberin

der agentur ansprechend in Bünde. Die Veranstaltungs­

und Eventmanagerin hat das Format entwickelt

und organisiert die Veranstaltungen mit ihrem

Team zusammen mit der STROBEL Media Group. Und

das nun bereits zum vierten Mal. Den Hintergrund

für die aktuelle Veranstaltung beschreibt Christiane

Pauli so: „Die Arbeitswelt erfährt seit einigen Jahren

einen grundlegenden und strukturellen Wandel.

New Work ist der Inbegriff für diese Transformation.

Die Auslöser für diese Entwicklung sind aber vielfältig.

Die Digitalisierung, Konnektivität und Globalisierung

sowie der demografische Wandel sind unter anderem

die Ursachen für den Wandel der Arbeitswelt.

Immer drängender stellt sich die Frage, wie wir mit

dem Megatrend New Work in unserer Branche umgehen.

Die sozialen Netzwerke sind ein guter Spiegel für

die Dringlichkeit in der Küchenbranche. Dies haben

wir zum Anlass genommen, um das 4. KITCHENCAMP

diesem Thema zu widmen.

Live-Cooking inklusive

Räumliche Gastgeber am 2. April sind V­ZUG und Liebherr,

die ihre Showrooms in der Architekturwerkstatt

für das KitchenCamp öffnen und für den kulinarischen

Rahmen sorgen, unter anderem mit Live­Cooking der

V­ZUG Gourmetakademie.

Anmeldung online

Anmeldungen sind über XING möglich, Interessierte

brauchen aber kein Mitglied in diesem beruflichen

Online­Netzwerk zu sein. Einfach diesem Link folgen:

www.xing.com/events/kitchencamp­4­2446456.

Weitere Informationen und Kontaktdaten auf

www.kitchen­camp.de.

34 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Foto: Küchenring

Geballte Küchenkompetenz

Wieder mehr als 1200 Gäste erwartet die Verbundgruppe

Küchenring zu den Küchenkompetenz tagen

am Verbandssitz in Rheinbach. Stattfinden wird

die Messe am Wochenende 7. und 8. März 2020.

Und das bereits zum siebten Mal. 35 Aussteller

aus allen Segmenten der Küchenindustrie werden

vor Ort sein und den Mitgliedern Ideen, Konzepte

und neue Produkte vorstellen. Laut Küchen ring

sind damit rund 85 % des „wertmäßigen Küchenmarktes

in Deutschland“ repräsentiert. 4000 m 2

Ausstellungsfläche stehen in Rheinbach zur Verfügung.

Ein wichtiges Thema sind zudem die Eigenmarken

„Linea“, „Inpura“ und Systhema“. Diese

werden ebenso thematisiert wie die Unterstützung

der Anschlusshäuser im Rahmen der verschiedenen

Online­Services.

Für differenzierte

Handels konzepte

hat der Küchenring

drei Eigenlabel

konzipiert.

Auf den 7. Küchenkompetenz

tagen

Anfang März gibt

es Details dazu.

Neu im Verbund von DER KREIS:

Hansa Complet Küchen GmbH aus Hamburg.

Hansa Complet Küchen

neu bei DER KREIS

Gelungener Start ins „neue Jahr“ für DER KREIS: Das Unternehmen

Hansa Complet Küchen, GmbH aus Hamburg, Anbieter

hochwertiger Kücheneinrichtung, ist der Verbundgruppe

zum 1. Januar 2020 als neues Mitglied (Gesellschafter) beigetreten.

Der Beitritt fand parallel zur Übernahme der Geschäftsführung

durch Michele Occhipinto und Stefan Schlegel statt.

Die Verantwortlichen von DER KREIS standen den neuen Partnern

während des Übernahme­Prozesses aktiv zur Seite – von

der Unternehmensberatung, Finanzierung bis hin zur juristischen

Betreuung. Zur Unterstützung zählte auch die Unternehmensfinanzierung

von DER KREIS in Zusammenarbeit mit der

Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank eG. „Die Hansa Complet

Küchen GmbH wird wichtige Dienstleistungen der Leonberger

Verbundgruppe wie die Endkundenfinanzierung und Anzahlungsbürgschaften

als verkaufsunterstützende Maßnahme in

vollem Umfang einsetzen“, berichtet Klaus Speck, Geschäftsführer

von DER KREIS Deutschland.

Foto: Hansa-Complet-Küchen

Geschäftsführer-Wechsel

bei Varia

DER KREIS besetzt die Geschäftsführung des Küchenfranchise

systems Varia neu. Zum 1. April 2020 löst Patrick

Florea, 33, Walter Greil auf dieser Position ab. Greil wird

sich dann auf die Belange und den Ausbau des Schreinerund

Tischlerverbunds TopaTeam konzentrieren.

Patrick Florea führte bis jetzt den Varia Küchenpavillon

in Leonberg und betreut seit 2019 als Regionalleiter die

Varia­ Partner in Süddeutschland. Er folgt Walter Greil, der

aktuell mit Varia und

TopaTeam die Geschäftsführung

von

zwei Unternehmen

des Systemverbundes

managt. Walter Greil

hatte die strategische

Aufgabe, die Nachfolge

der Geschäftsführung

von Varia vorzubereiten

und zu

übergeben, damit er

sich ganz auf Topa­

Team und den Ausbau

des Schreiner­ und

Tischlerverbund konzentrieren

kann.

Patrick Florea.

Foto: DER KREIS

1/2/2020 KÜCHENPLANER 35


Hausgeräte

Dr. Carla Kriwet

wird neue BSH-Chefin

Foto: Bauknecht / LifeCare

Zur „Lieblingsmarke“ gekürt

Beim Konsumentenpreis „KüchenInnovation des

Jahres ® 2020“ wurde die Hausgeräte-Marke Bauknecht

mit dem Sonderpreis „Lieblingsmarke“ in

Platin ausgezeichnet. Verliehen wurde der Preis

von der Initiative LifeCare auf der Konsumgütermesse

Ambiente in Frankfurt. Außer dem wurden

zwei Einbaugeräte aus der Design linie Collection.11

als „KüchenInnovation des Jahres ® 2020“ ausgezeichnet:

Der Ein bau back ofen und der Mikrowellenbackofen

der Collection.11. Beide konnten sowohl

die Experten-Jury als auch die Konsumenten

mit einer überdurchschnittlichen Gesamtleistung

in den Kategorien „Bedien komfort“, „Funktionalität“,

„Inno vation“, „Produkt nutzen“ und „Design“

überzeugen.

Zum 1. Juli 2020 übernimmt Dr. Carla Kriwet den Vorsitz der Geschäftsführung

der BSH Hausgeräte GmbH. Sie verantwortet in dieser Funktion

künftig das weltweite Geschäft des Hausgeräteherstellers mit mehr

als 60000 Mitarbeitern. Kriwet wechselt vom Medizintechnikkonzern

Philips zur BSH. Die 48-jährige promovierte Betriebswirtin folgt

auf Uwe Raschke, der neben seinen Aufgaben in der Robert Bosch Geschäftsführung

seit Juli 2019 die BSH führt und sich ab Sommer wieder

auf seine Tätigkeiten beim Mutterkonzern Bosch konzentriert. Raschke

übernahm Ende Juni 2019 die Position von Dr. Karsten Ottenberg, der

das Unternehmen aus persönlichen Gründen verließ.

Carla Kriwet verfügt

über langjährige Erfahrung

im Geschäft mit technologisch

anspruchsvollen

Produkten und Dienstleistungen.

Bei Philips ist sie

Mitglied des Vorstands

und hat dort in den vergangenen

Jahren verschiedene

Managementpositionen

ausgeübt. Seit 2017

leitet sie den Geschäftsbereich

Connected Care und

ist dort unter anderem für

digitale Innovationen verantwortlich.

Die verheiratete

Mutter von drei Kindern

ist zudem Mitglied

des Aufsichtsrats von Save

the Children Deutschland

und hat sich bereits vor ihrem

Studium ehrenamtlich

als Entwicklungshelferin

in Afrika Dr. Carla Kriwet.

engagiert.

Foto: BSH

Mobiler Küchen-Cube

Foto: AEG

Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Küche? Wie kann

man leicht besser kochen? Warum trägt Sous-vide-

Garen zur gesünderen Ernährung bei? Diese und weitere

Fragen will die AEG Experience Tour beantworten.

In einem 35 m 2 großen mobilen Küchen- Cube

demonstrieren die Profi-Köche Muko Altankhuyag,

Stephen Schmidt, Martin Koch, Adrian Klaric und

Tony Jascovic, wie man dank innovativer Küchentechnologie

Lebensmittel gut behandeln kann. Handelspartner

und deren Kunden von einer nachhaltigeren

Kochweise überzeugen – das ist das Ziel der Tour. Die

Aktion startete am 28. Januar 2020 in Neufahrn und

endet am 19. Juni 2020 in Nürnberg. In einstündigen

Koch-Veranstaltungen werden Verkaufsteams über

das Einmaleins der modernen Nachhaltigkeitsküche

informiert.

36 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Siemens feiert zehn Jahre studioLine

Zehn Jahre studioLine: Das feiert die

Hausgerätemarke Siemens mit einer Jubiläumsaktion

für den Fachhandel. Noch

bis September 2020 laden viele Mitmachaktionen

ein. Zu gewinnen gibt es unter

anderem ein exklusives Kochevent mit

Nelson Müller. Eine breit angelegte Kampagne

am Point of Sale und in den sozialen

Medien soll ebenfalls für Aufmerksamkeit

sorgen.

Mehr Ausstattung, mehr Service und

außergewöhnliches Design – diese Aspekte

prägen das Fachhandelssortiment,

mit dem Siemens Hausgeräte seit 2010 im

Möbel- und Küchenfachhandel präsent

ist. Das Vollsortiment darf nur von zertifizierten

Partnern vertrieben werden.

Laut Anbieter zeichnet es sich durch Eigenständigkeit

aus mit exklusiven Ausstattungen

und Funktionen. Hinzu kommen

spezielle Leistungen in Vertrieb,

Marketing, Kommunikation und Kundendienst.

Seit 2017 präsentiert sich die Reihe

in einem eigenen, exklusiven Design.

„Wertige Materialien und die präzise, aufwendige

Verarbeitung betonen den hohen

Anspruch“, so das

Unternehmen.

Anlässlich des

Jubiläums haben

Kunden die Chance,

sich einen „Amazon

Echo Show 5“ mit

studioLine Schriftzug

zu sichern –

und damit die Möglichkeiten

und

Funktionalitäten eines Sprachassistenten

in Verbindung mit den vernetzten Hausgeräten

von Siemens zu erleben. Teilnehmen

können alle, die drei oder mehr studioLine

Hausgeräte aus dem aktuellen

Sortiment besitzen und diese im Aktionszeitraum

von Januar bis September 2020

mit der Home Connect App verbinden.

Das Angebot gilt nur, solange der Vorrat

reicht.

Unter allen registrierten Teilnehmern

verlost das Unternehmen zudem ein Kochevent

mit Nelson Müller in dessen Kochschule

„Food & Flavour“ in Essen. Die Gewinner

und deren Begleitung dürfen dem

Foto: Siemens Hausgeräte

Sternekoch einen Tag lang über die Schulter

schauen und erhalten dabei Tipps und

Tricks direkt vom Profi.

Im Jubiläumsjahr wertet Siemens das

studioLine Angebot mit weiteren sogenannten

Premium-Neuheiten auf. Dazu

zählt unter anderem das „iQ700 Kochfeld

mit activeLight“ (aktuell Gewinner

des „German Design Award 2020“ in

Gold) sowie die individualisierbare Kühl-

Gerätereihe „aCool“ und der Deckenlüfter

„iQ700 varioLift“. Weitere Informationen

und die Teilnahmebedingungen wurden

unter studiolinewelt.de/jubilaeum im

Netz veröffentlicht.

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Arbeitsflächen

Fotos: Strasser

Johannes Artmayr, geschäftsführender

Gesellschafter von Strasser Steine:

„Wir brennen für Stein.“

38 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Stein aus der Region für die Küche: Passend zur „Alpenwelt“-Kampagne hat das Unternehmen Strasser

mit zwei Steinbrüchen exklusive Kooperationen vereinbart.

Alpenwelt erzählt

die Geschichte zum Stein

Der österreichische Naturstein-Spezialist Strasser bleibt auf Erfolgskurs. Das Unternehmen

meldet für das Geschäftsjahr 2019 eine Umsatzsteigerung um 10 % auf jetzt

35,4 Mio. Euro. Damit konnte der Umsatz innerhalb der letzten vier Jahre um 50 %

gesteigert werden. Die neue „Alpenwelt“-Kampagne soll diese Entwicklung stärken

und fortsetzen.

Vor 15 Jahren wurde das bestehende Unternehmen

Strasser Steine von Johannes Artmayr übernommen.

Seitdem hat er es als geschäftsführender Gesellschafter

zu einem der europaweit führenden Spezialisten

für Naturstein in der Küche ausgebaut. Das große Potenzial

von Naturstein in der Küche erkannte er früh,

ebenso das wachsende Interesse an hochwertigem

Küchendesign allgemein und speziell die steigende

Bedeutung der Arbeitsfläche als Designobjekt. Diese

Entwicklung wird sich seiner Meinung nach fortsetzen.

„Naturstein ist ein Thema, das noch viel stärker

kommen wird“, lautet seine Einschätzung. Der Vorteil

der Natursteinarbeitsplatten sei ihre hohe Qualität

und Pflegeleichtigkeit. Zudem seien die Platten

besonders hygienisch, hitzebeständig sowie weitgehend

kratz- und schnittfest. Die größte Stärke von

Natursteinen sieht Johannes Artmayr allerdings in

der Individualität des Materials. Denn jede Platte

habe eine individuelle Struktur und eine einzigartige

Farbstellung, die nicht kopierbar sei. „Dies macht

jede Küche zu einem Unikat – und die Natursteinarbeitsplatte

zu einem immer stärker begehrten Mittelpunkt

der Küche.“

Die Alpen erobern die Küche

Nun will Strasser weiter vorangehen und seinem Ruf

als Trendsetter gerecht werden. Der Natursteinspezialist

hat in den vergangenen Jahren schon so manches

besondere Design in den Markt gebracht, jetzt soll das

neue „Alpenwelt“-Sortiment für weitere Aufmerksamkeit

sorgen. Damit legt der Hersteller den Fokus auf

Natur steine aus der heimischen Alpenregion.

Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich das Unternehmen

mit der Idee, ein regionales Küchenarbeitsplatten-Programm

anzubieten. Wobei sich der Begriff

Region nicht allein auf das Mühlkreisviertel rund um

1/2/2020 KÜCHENPLANER 39


Arbeitsflächen

den Firmensitz nahe Linz in Österreich beschränkt,

sondern den gesamten Alpenraum umfasst. Nach intensiver

Suche und Recherche sei es dem Steinscout des

Unternehmens nun gelungen, zwei besondere Steinbrüche

im Alpenraum zu finden und eine exklusive Kooperation

für die Vermarktung der Natursteine für die

Anwendung in der Küche abzuschließen. Die derzeit

veredelten Natursteine aus dem „Alpenwelt“-Sortiment

heißen „Alpengrün“ und „Gletscherbach“. Zu sehen waren

diese bereits auf der area30 im September 2019 in

Löhne, und auch auf den kommenden Messen werden

sie eine gewichtige Rolle spielen: auf der Eurocucina

im April 2020 und auf der küchenwohntrends im Mai

2020 in München.

Ein kleines und feines Sortiment

In den kommenden Jahren soll das Sortiment sukzessive

ausgebaut werden. Mit ein oder zwei neuen Steinen

in diesem Jahr und weiteren zwei Designs in etwa zwei

Jahren. „Wir wollen ein kleines, feines Sortiment unter

dem Label Alpenwelt aufbauen“, sagt Johannes Artmayr.

Und er fährt fort: „Unsere Kunden im Möbel- und

Küchenfachhandel sind begeistert, weil sie damit eine

Geschichte mit regionalem Bezug haben, die im Verkauf

förderlich eingesetzt werden kann.“ Mittelfristig

sollen 25 bis 30 % des Plattensortiments in der Rubrik

„Alpenwelt“ vermarktet werden.

Das bereits angebotene Design „Alpengrün“ präsentiert

sich mit einer faszinierenden, grünen Farbstellung,

die man sonst eher von exotischen Steinen

kennt. Abgebaut wird dieser grüne Naturstein jedoch

in einem Steinbruch im Massiv des Großvenedigers in

Österreich. Individuell in seiner Struktur ist auch das

Design „Gletscherbach“ aus dem Wallis. Dieser alpine

Naturstein wird mit höchsten Qualitätsstandards veredelt

und wirkt nach Ansicht des Herstellers „besonders

geheimnisvoll“.

ST-ONE öffnet Türen im Luxusbereich

Im hochwertigen Bereich der Küchenplanung setzt

Strasser auf die exklusive Naturstein-Kücheninsel

ST-ONE. Diese wurde 2015 erstmals präsentiert. Seitdem

öffnet das High-End-Produkt dem österreichischen

Unternehmen die Türen für neue Märkte und

internationale Handelspartner im Luxus-Segment.

ST-ONE ist eine von Strasser entwickelte Design-In-

Die Naturstein-Kücheninsel ST-ONE ist eine Eigenentwicklung von Strasser, die 2015 erstmals präsentiert wurde.

Das luxuriöse Produkt wird aktuell in immer weitere Märkte eingeführt. Es soll das „Nonplusultra“ am Markt bieten.

Fotos: Strasser

40 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Individuelle Struktur: „Gletscherbach“

aus dem Alpenwelt-Sortiment“.

Faszinierender Grünschimmer: „Alpengrün“

aus dem „Alpenwelt-Sortiment“.

novation, die höchste Maßstäbe an Perfektion legt und

dabei „beste Qualität, Individualität sowie edelstes Design

mit erstklassiger Mechanik und höchster Funktionalität

verbindet“, wie Johannes Artmayr betont. Und

er ergänzt selbstbewusst: „Wir wollen mit ST-ONE das

Nonplusultra am Markt bieten.“

In der kommenden Saison sollen Partner in weiteren

Märkten von diesen Kriterien überzeugt werden.

Schon seit Herbst 2019 ist das österreichische Unternehmen

mit der Naturstein-Kücheninsel in Moskau

vertreten, und im Mai 2020 wird ein Flagship-Store

in Port d’Andratx auf Mallorca eröffnen. Bereits seit

Längerem gibt es zudem Showroom-Partner in Shanghai

und in den größeren Städten von Deutschland, der

Schweiz und Österreich.

ST-ONE zu entwickeln und am Markt zu platzieren,

sei kein Selbstgänger gewesen und habe hohe Investitionen

gefordert, berichtet Johannes Artmayr. Doch er

sei froh, damit gestartet zu sein. Inzwischen prägt die

Natursteininsel das Renommee des Unternehmens auf

ganz eigene Weise und transportiert die 25-jährige

Kompetenz des Unternehmens in der Steinbearbeitung

zu immer weiteren Kunden, die längst von sich aus

Kontakt zu Strasser suchen. Diese Begehrlichkeiten

zum Luxusprodukt fördern auch den Bereich der traditionellen

Arbeitsplatte.

Aktuell fertigt das Unternehmen die exklusiven

Küchen inseln aus Naturstein noch in überschaubaren

Stückmengen. Wie viele es genau sind, bleibt offen,

doch ein mittelfristiges Ziel hat Johannes Artmayr klar

vor Augen. „In etwa drei Jahren wollen wir jährlich

eine dreistellige Anzahl ST-ONE-Kücheninseln produzieren.“

Dirk Biermann

Beständiges Wachstum

Das Unternehmen Strasser Steine aus dem österreichischen

St. Martin nahe Linz verzeichnet ein beständiges

Wachstum, oft in zweistelligen Prozentschritten. Bereits

2017 waren es 30 Mio. Euro Umsatz. Durch die kontinuierliche

Steigerung des Exportanteils sowie die bewusste

Positionierung im Luxus-Segment konnte im Jahr 2018

der Umsatz auf 32,2 Mio. Euro ausgebaut werden. Nun

sind es 35,4 Mio. Euro, die im Geschäftsjahr 2019 von 240

Mitarbeitern erwirtschaftet wurden. Im Jahr 2019 wurden

rund 20 000 Küchenkommissionen abgewickelt, bestehend

aus über 60 000 Einzelteilen. Mit der Eröffnung

der deutschen Vertriebsniederlassung in Kösching bei Ingolstadt,

wo Strasser Steine seit Januar 2016 präsent ist,

stieg auch der Exportanteil. Auf jetzt 30,5 %. Heute ist das

Unternehmen nach eigenen Angaben der österreichische

Marktführer bei Natursteinarbeitsplatten und der größte

Produzent in Mitteleuropa.

Der Firmensitz von Strasser Stein in St. Martin nahe Linz.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 41


Küchendesign

Premiere für

den SieMatic

„ID Contest“

Mit dem erstmals ausgelobten ID Contest 2019

will SieMatic ein Zeichen für mehr Designqualität

und Kreativität setzen. Der Wettbewerb für

exzellentes Kitchen Interior Design richtet sich

an alle Händler, Planer und Endkunden von

SieMatic Küchen weltweit und soll zukünftig im

zweijährigen Turnus stattfinden.

Best of PURE: Diese Küche befindet sich in

einem Neubau in Königstein, Deutschland.

Sie überzeugt durch die Reduzierung auf

wenige sehr hochwertige Materialien und

abgestimmte Proportionen.

42 KÜCHENPLANER 1/2/2020


1/2/2020 KÜCHENPLANER 43

Foto: SieMatic


Küchendesign

Der westfälische und in über 60 Ländern weltweit aktive

Küchenhersteller SieMatic feierte im vergangenen

Jahr Jahr nicht nur sein 90. Unternehmensjubiläum,

sondern auch die Premiere des SieMatic ID Contests.

Gefragt waren und sind bei dem Wettbewerb Raumund

Küchenplanungen, die in den letzten vier Jahren

realisiert wurden und durch außergewöhnliche Designqualität

und Kreativität überzeugen. Bereits zur

Premiere wurden weit mehr als 300 Planungen aus

25 Ländern eingereicht. „Wir freuen uns, dass der ID

Contest bereits beim ersten Mal auf so große und positive

Resonanz gestoßen ist. Ist er doch ein Beleg für die

hohe Kompetenz und Qualität unserer Partner und Planer

weltweit, die jeden noch so individuellen Kundenwunsch

ermöglichen“, erläutert Ulrich W. Siekmann,

CEO der SieMatic Möbelwerke.

Vier Kategorien und zahlreiche Ehrungen

Die SieMatic Stilwelten PURE, URBAN und CLASSIC

waren die Grundlage für die Einreichungskategorien.

So gab es jeweils einen Gewinner in den Kategorien

„Best of PURE“, „Best of URBAN“ und „Best of CLASSIC“.

Mit der Kategorie „Best of the Best“ wurde übergreifend

die überzeugendste Einreichung geehrt. Der hohen

Qualität der Arbeiten wurde mit zusätzlichen Auszeichnungen

Rechnung getragen: 23-mal vergab die

Jury eine „Honorable Mention“ für Planungen mit beeindruckenden

Details. Das Gewinnerfeld war dabei

ebenso heterogen wie international. Das sind die prämierten

Gewinner:

„Best of the Best“: Projekt ‘N house’ von Satoshi Kurosaki,

Apollo Architects and Associates und SMW Japan

aus Tokio, Japan.

„Best of CLASSIC“: Projekt ‘Nelson Kitchen’ von RAO

Design Studio aus Atlanta, USA.

„Best of PURE“: Projekt ‘Königstein‘ von Krampe GmbH

Küchenstudio aus Kelkheim, Deutschland.

„Best of URBAN“: Projekt ‚Het Boekendaaltje‘ von

Colette Dike aus Bloemendaal und John van de Gevel,

SieMatic aan het Vondelpark aus Amsterdam, Niederlande.

Best of CLASSIC: Nach dem Komplettumbau des Hauses

in Atlanta, USA wurde die Küche zum neuen Mittelpunkt

des Hauses. Sie trifft den Charakter der SieMatic

Stilwelt CLASSIC und unterstreicht dennoch die Individualität

der Besitzer.

Best of URBAN: Die Küche befindet sich in einer ehemaligen

Buchhandlung, die zu einem Wohnhaus umgebaut

wurde. Sie verbindet kreativ die Geschichte des

historischen Hauses und der neuen, urbanen Bewohner.

Best of the

Best: Die

Gewinner küche

befindet sich

im Wohnhaus

des japanischen

Architekten

Satoshi

Kurosaki und

überzeugt

durch ihren

konsequenten

Minimalismus.

Fotos: SieMatic

44 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Hochkarätige Jury

Die Auswahl der Gewinner wurde von einer internationalen

8-köpfigen Jury getroffen, deren Mitglieder

sich vor allem durch eine große Designkompetenz auszeichnen

und eine hohe Affinität zum Thema Küche

haben: Bettina Billerbeck, Chefredakteurin Schöner

Wohnen und Ideat Germany; Mick De Giulio, Designer,

De Giulio Kitchen Design; Karim El- Ishmawi, Architekt,

Kinzo Berlin; Alexander Geringer, Chefredakteur

H.O.M.E.; Amy Heffernan, Interiors Director Wallpaper;

Thomas Helbing, Lead Editor Houzz Germany; Joern F.

Kengelbach, Chefredakteur AW Architektur & Wohnen

und Robb Report Germany; Ulrich W. Siekmann, CEO

SieMatic Möbelwerke.

Wie die Griffmulde der „SLX PURE“

Bei der feierlichen Preisverleihung im Rahmen der

SieMatic Interior Design Days 2019 in Löhne wurden

die Gewinner von Ulrich W. Siekmann und den anwesenden

Jurymitgliedern persönlich geehrt. Die eigens

konzipierte Trophäe ist der Griffmulde und Materialität

der neuen SieMatic SLX PURE nachempfunden. Sie ist

damit auch eine Hommage an die grifflose Küche, als

deren Erfinder die Premiummarke SieMatic gilt. Der

nächste SieMatic ID Contest findet 2021 statt.

Ulrich W. Siekmann (CEO SieMatic Möbelwerke, rechts) mit

dem „Best of PURE“-Gewinner Joachim Krampe (Geschäftsführer)

vom Küchenstudio Krampe in Kelkheim, Deutschland.

Den Gewinnern des Wettbewerbs wurde neben der

Urkunde eine eigens konzipierte Trophäe überreicht.

Foto: SieMatic

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Küchendesign

Liebling

in den sozialen Medien

Geliked, geteilt und mit Emojis überschüttet: Die Aufnahmen dieser Planung sind wie

für die sozialen Medien gemacht. Und so stießen sie in den vergangenen Wochen auf

allen Kanälen auf große Resonanz. Die Möbel kommen von LEICHT, die Planung vom

Küchenstudio Barthen Keuken Design Center in Leiden/Niederlande.

46 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Die bis in den Dachstuhl offen gestaltete

Architektur eines früheren Farmhauses

in den Niederlanden inszeniert den rustikalen

Stil einer vergangenen Zeit neu. Im

gelungenen Kontrast zu freigelegten Massivholzbalken

setzt das Küchenstudio

Barthen Keuken Design Center (www.

barthenkeukendesigncenter.nl) bei dieser

Küchenplanung mit Möbeln von LEICHT

einen frei stehenden, grifflosen Inselblock

in den Mittelpunkt, der im großzügigen

Wohnraum zu schweben scheint. Das zwischen

zwei Stützbalken integrierte und

vom Betonboden angehobene Küchenelement

mit eingelassenem Spülbecken und

zwei separaten Kochfeldern greift die Dimensionen

der Architektur auf und prägt

darüber die linear moderne Raumwirkung.

Auch der dahinterliegende, parallel

zur Kochinsel verlaufende Küchenbereich

mit dezenten, schwarzen Metallgriffleisten

schließt sich harmonisch an die puristische

Planung an.

Grafisches Gesamtbild

Im Zusammenspiel mit der kühlen Betonoberfläche

des LEICHT-Programms

„ Concrete“ im anthrazitfarbenen Ton

„ brasilia“ und Natursteinarbeitsflächen

im Nischen- und Inselblockbereich zeigt

sich hier ein grafisches Gesamtbild aus

stringenter Form, intensiver Farbe und

hochwertigem Material. Ein besonderes

Highlight stellt die Nischenlösung mit

mittig eingelassenem Spülbecken dar,

die mit einer Rückwand aus feinem Rohbeton

eine kontrastierend helle Farbnuance

in die Konzeption bringt. Warmes

Holz und kühler Beton bilden die charakteristischen

Materialien dieser modernen

Küchenplanung, die mit einem schwebenden

Raumeffekt spielt.

Warmes Holz und kühler Beton bilden den Rahmen

dieser „schwebenden“ Planung. Weitere Impressionen

auf www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/liebling-in-den-sozialen-medien/

Foto: GDandP Graphic Design and Photography

1/2/2020 KÜCHENPLANER


Küchendesign

Das Küchenkonzept SieMatic „SLX PURE“ überzeugte jetzt auch die internationale Experten-

Jury der „Iconic Awards 2020: Innovative Interior“. In der Kategorie „Küche und Haushalt“

wurde das Küchenkonzept mit „Best of Best“ ausgezeichnet.

Siemens Hausgeräte kann sich

erneut über eine der deutschen

Top-Auszeichnungen für Design

freuen. Bei den „Iconic Awards

2020: Innovative Interior“ erhielt

der „iQ700 varioLift“ Deckenlüfter

den „Best of Best“ in der Kategorie

Küche und Haushalt. Daneben

wurde das „freeInduction

Plus“ Kochfeld als „Winner“ geehrt.

Als schwärmerische Liebeserklärung

wird es angekündigt:

Das Küchengeräte-Ensemble

„Divina Cucina“ der Luxusmarken

Dolce & Gabbana und

Smeg. Das exklusive Dekor

mit seinen leuchtenden Farben

gibt es neben den bekannten

Kleingeräten nun

erstmals für drei Küchen-

Großgeräte: für Kühlschrank,

Kochzentrum und Haube.

Foto: Falmec

Foto: Smeg

Foto: SieMatic

Falmec erhielt den „German Design Award 2020“

für das Modell „Spazio“ in der Kategorie „ Excellent

Product Design“. Die Insel-Umlufthaube ohne

Schacht verfügt unter anderem über ein integriertes

Pflanzregal für frische Küchenkräuter mit

wachstumsfördernder Beleuchtung. Einen USB-Anschluss

gibt es auch.

Foto: Siemens

48 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Foto: berbel

Auszeichnung für berbel und die Kopffreihaube „Formline“ aus der Designlinie „Black Edition“: Das mattschwarze Modell erhält den

„German Design Award 2020“ in der Kategorie „Excellent Product Design – Kitchen“. In der Begründung der Jury heißt es: „Bei der

Kopffreihaube sind moderne Eleganz und industrieller Charme kein Widerspruch, sondern füreinander bestimmt. Design und Technik

vereinen sich zu einem unverwechselbaren Stil.“ Ausgezeichnet wurde das berbel-Modell aktuell auch mit dem „Plus X Award 2020“.

Foto: Bauknecht

Foto: Siemens

Vier Auszeichnungen für Siemens Hausgeräte beim „German Design

Award 2020“. In der Kategorie „Excellent Product Design –

Kitchen“ erhielt das minimalistische „iQ700 Induktionskochfeld

mit activeLight“ die höchste Ehrung in „Gold“. Daneben erhob die

Expertenjury drei weitere Hausgeräte in den Kreis der „Winner“:

den absenkbaren „varioLift“ Deckenlüfter, die großformatige Premium

Einbau-Gerätereihe „aCool“ und die grifflose „iQ700 French

Door“ Kühl-Gefrierkombination.

Die frei stehende Kühl-und Gefrierkombination

„Total No Frost“ von Bauknecht verbindet innovative

Technik, exklusives Design und maximale Nutzerorientierung

und wurde in der Kategorie „Excellent Product

Design“ mit dem „German Design Award 2020“ prämiert.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 49


Küchendesign

Rabe Innenausbau (Simtshausen) realisierte diese edle Wohnküche mit Kochinsel sowie einer rückwärtigen Arbeitsküche (Back-Kitchen),

die sich hinter einer satinierten Glasschiebetür verbirgt. Die Arbeitsflächen sind aus „Silvertouch“-Edelstahl, weitere Oberflächen

an der Hochschrankwand und in der Nische über dem Spülcenter aus charakterstarker „Asteiche“. Ausgestattet ist die Küche mit

Premium-Geräten von Miele und Bora. Planung, Ausführung und Montage erfolgte aus einer Hand.

Prämierte Küchenprojekte

Mit mehr als 40 Millionen monatlichen Nutzern hat sich Houzz zur führenden Internetplattform für

privates Wohnen und Design entwickelt. Einmal im Jahr wird der „Best of Houzz Award“ verliehen.

Unter anderem in der Kategorie Design. Diese drei Küchenprojekte zählen zu den Preisträgern.

Foto: Lecubi

Foto: Mau

Foto: Silke Rabe

Eine Küche mit viel Anthrazit und lebendig wirkenden

offenen Schrankelementen gehört ebenfalls zu den

Houzz-Preisträgern 2019. Die Planer der Tischlerei und

Schreinerei Lecubi (Düsseldorf) wählten für diese zweizeilige

Wohnküche flächenbündige Schrankfronten, eine

Quarzit-Arbeitsplatte und einen warmen Holzboden.

Dass auch Küchen auf kleiner Fläche ganz besonders gestaltet werden

können, beweist die Tischlerei Mau (Kappeln) mit dieser weißen

Wohnküche mit Bartresen. Der Entwurf für den Tresen stammt von

Susanne Gronau. Die Küche selbst ist in U-Form gestaltet mit Unterbauwaschbecken,

flächenbündigen Schrankfronten, weißen Schränken,

hellem Holzboden, Halbinsel und einer Küchenrückwand in

einem leicht kontrastierenden Braunton.

50 KÜCHENPLANER 1/2/2020


www.kuechenplaner-magazin.de

Ausgabe 1 / 2 / 2020

STROBEL VERLAG

KÜCHENFERTIGUNG

powered by KÜCHENPLANER

Foto: Biermann

Wie handwerklich bearbeitet: Uni-Dekor

mit richtungsloser „Metalspin“-Prägung

von Continental.

Beschläge l Oberflächen l Schrankausstattung l Licht


Küchenfertigung

Das Potenzial ist da

Von Dirk Biermann

Sie wird als Arbeitsmesse bezeichnet, als Ideen-Werkstatt und Netzwerk-Event: die

Zuliefer messe ZOW in Bad Salzuflen. Der grundlegende „Werkstattcharakter“ kam an,

und die Qualität der Besucher wurde gelobt. Doch kritische Worte gibt es bei allem

Wohlwollen auch: Noch weniger Aussteller und Besucher sollten es wirklich nicht sein.

Fotos: Biermann

Gegenwind, Rückenwind,

graue Wolken

oder Auflockerungen?

Das Wetter zeigte sich

zur ZOW symbolkräftig,

aber auch etwas

widersprüchlich und

konnte damit keine

klare Auskunft geben,

wohin der Weg der

Zuliefermesse wohl

führen wird.

Die goldenen Zeiten der ZOW sind längst passé. Sofern man golden mit

Besucherschlangen, vollen Hallen, Staus auf den Zufahrtstraßen,

überfüllten Parkplätzen und ausgebuchten Hotels im Großraum

Bad Salzuflen gleichsetzt. Die ZOW von heute kann

damit nicht im Ansatz mithalten und treibt jenen, die

sich noch gut an früher erinnern können und dies

auch immer wieder gerne tun, die Tränen in die

Augen. Vor lauter Wehmut. Und doch hat die

Messe „für die Region in der Region“ in der

aktuellen Umsetzung Charme. Aussteller haben

viel Zeit und Raum, um mit ihren Kunden

Ideen, Prototypen und serienreife Umsetzungen

bis in die Details zu besprechen.

Was durchaus stattfand auf der ZOW 2020,

denn schließlich ist der Standort im Herzen

der Küchenindustrie unschlagbar zentral.

Wenngleich der Zuspruch nicht überall in

gleicher Intensität spürbar war. So dürften

sich manche Aussteller in der Leichtbauarea

durchaus etwas unterbeschäftigt

gefühlt haben, während sich Unternehmen

wie Hailo, Schüco, Continental und Salice

zufrieden äußerten. „Alle unsere wichtigen

Kunden war da und wir hatten gute

Gespräche ohne Zeitdruck“, lautete der Tenor

bei Hailo. Und für Frank Huntebrinker, Marketing

und Vertrieb der Arturo Salice GmbH, führt

an der ZOW noch immer kein Weg vorbei: „Die

kurzen Wege im Möbelcluster OWL sind für uns

ganz wichtig, denn damit gewinnen wir wertvolle

Zeit für den Austausch mit unseren Kunden.“

Das Salice-Credo laute: „Auf der inter zum

vorstellen, auf der ZOW in Serienumsetzung

zeigen“. Diese logische Verbindung nutzten

weitere Aussteller gleichfalls, so zum Beispiel

der Oberflächenspezialist Continental mit seinen

metallischen „Metalspin“-Dekoren und

den aktuell überaus erfolgreichen Antifingerprint-Oberflächen

„Perfect Touch“.

Die Qualität der Besucher stimmt

Wer auf Neu-Kontakte aus war, kam auf der

ZOW 2020 indes nur bedingt auf seine Kos ten.

Und so musste sich die

Koelnmesse als Messever

anstalterin kommunikativ

von ihrer kreativen

52 KÜCHENPLANER 1/2/2020


skai® Perfect Touch

Seite zeigen. In einem Zwischenfazit nach zwei von drei Messetagen

sprach der Veranstalter von „insgesamt zufriedenen“

Besuchern und Ausstellern. An den ersten beiden Tagen

nutzten demnach rund 2600 Besucher die Gelegenheit für

Kommunikation und Inspiration. Vor Ort waren 112 Aussteller,

die etwa die Fläche einer dreiviertel Messehalle beanspruchten.

Angrenzende Freiflächen waren optisch separiert

und doch deutlich sichtbar. „Wir haben die von uns gesteckten

Ziele zwar noch nicht komplett erreicht, aber die Qualität

der Besucher war sehr gut, so das Feedback der Aussteller

an uns. Für mich ist dieses Ergebnis daher Ansporn, denn

wir glauben, dass in der ZOW viel mehr Potenzial steckt“, so

das Resümee von Matthias Poll mann, Geschäftsbereichsleiter

Messemanagement der Koeln messe GmbH.

Das von der Koelnmesse konzipierte und nun zum zweiten

Mal realisierte ZOW-Konzept setzt auf Networking und Kommunikation.

Diese Aspekte haben den gleichen Stellenwert,

wie die Präsentation neuer Produkte, heißt es. Parallel verstehen

die Macher die Zuliefermesse als eine Art Trendscout.

Dafür stehen gegenwart- und zukunftsorientierte Themen

wie der Möbel-Leichtbau sowie das altersgerechte Wohnen

in begrenzten, urbanen Räumen. „Tiny Spaces“ heißt das

heute und schließt auch die gemeinsame Nutzung von Räumen

ein. Folgerichtig dann „Shared Spaces“ genannt.

Inspiration zu „Tiny Spaces“

Eine gelungene Darstellung zum Thema „Tiny Spaces“ setzte

Katrin de Louw und ihr Team von Trendfilter (Bünde) in Szene.

Das Thema ist aktuell, denn wie wir in Großstädten künftig

leben, wenn dort der Wohnraum immer teurer und deshalb

beengter wird, treibt derzeit viele Unternehmen der Möbelund

Einrichtungsbranche um.

Die Trendfilter-Präsentation inspirierte dazu mit kreativen

Details. Dargestellt wurde eine zwar ungewöhnliche,

aber durchaus denkbare Wohngemeinschaft mit den Bewohnern

Elisabeth und Lennart. Elisabeth ist 74 und Rentnerin,

Lennart 33 und Pendler. Beide bewohnen kleine Apartments

mit 20 m² ( Lennart) und 25 m² ( Elisabeth) Fläche und teilen

sich darüber hinaus die Küche und den geselligen Essbereich.

Dabei splitteten sich die Koch- und Küchenfunktionen in die

drei Bereiche einer „Co-Kitchen“, einer „Allday-Kaffeeküche“

und einer „Outdoorküche“ auf der Terrasse.

Die wichtigsten konzeptionellen Ideen und Studienergebnisse

der „Tiny Spaces“-Präsentation, die mit Partnern aus

der Industrie realisiert wurde, fasst Trend expertin Katrin de

Louw so zusammen:

• Elektrische verstellbare Möbel gewinnen im Alter an Bedeutung.

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gut kombiniert!

Das Ganze ist mehr

als die Summe

seiner Teile.

Der Materialmix erobert die Möbelwelt. Bei Continental

ist diese Vielfalt Programm. So passt skai® Perfect Touch

reed green zur rustikalen Natürlichkeit von skai® Figura

Oak nature. In stylischen Lofts trifft skai® Black Glow

brown auf das tiefmatte skai® colore classico Ultra black.

Und skai® Perfect Touch indigo sowie das edle skai®

Paladina Marmor white begleiten den natürlichen

Charakter von skai® Eiche Catania dark.

skai® Paladina Marmir

1/2/2020

www.skai.com/interior


Küchenfertigung

Eine „Allday“-Küche (rechts), eine „Co-Joining“-Küche (links) mit abschließbarem

Stauraum für persönliche Dinge und ein Gemeinschaftsbereich

für die geselligen Gelegenheiten (vorn im Bildanschnitt): Die verschiedenen

Küchenbereiche im Projekt „Tiny Spaces“ erlauben eine individuelle

und temporäre Nutzung. Ganz nach dem gerade aktuellen Bedürfnis.

• Die Garderobe wird multifunktional auch als Ankleide

genutzt.

• Polstermöbel und Kastenmöbel gehen eine Symbiose

ein.

• Möbel sind klein, leicht und möglichst flexibel zu

positionieren.

• Mit einer runden Tür lässt sich Bewegungsfläche in

zwei Räumen gleichzeitig nutzen.

• Möbel werden multifunktional, so kann zum Beispiel

„in einer Wand“ gekocht und gearbeitet werden und

Platz für einen Kleiderschrank ist auch.

• Das Bett erhält integrierten Stauraum oder wird

als Klapp- oder Rolllösung konzipiert. Im Lennart-

Apartment wurde das Bett als Hochebene gestaltet

mit zusätzlichem Stauraum darunter.

• In kleinen Apartments kann es sinnvoll sein, sich auf

ein einziges Wasserbecken für Küche und Bad zu begrenzen.

Hier kann laut Katrin de Louw seitens der

Industrie die Entwicklung von Zwitterlösungen für

die Wasserversorgung sinnvoll sein.

• Die Küche in dieser WG gliedert sich in einen

„Allday“-Bereich für die Zubereitung von Kaffee und

Tee sowie Areale für die Mülltrennung und in den

anzumietenden Kochbereich. Hier sind abschließbare

Einzelkühlschubladen für jeden Bewohner

sinnvoll.

• Die Kochküche verschwindet nach Gebrauch hinter

raumhohen Schiebeelementen. Dadurch kann der

Fotos: Biermann

Das Trendfilter-Team

aus Bünde um Trendexpertin

Katrin de

Louw (Foto) konzipierte

für die ZOW 2020 eine

inspirierende Präsentation

zum Thema

„Tiny Spaces“.

Realisiert wurde die Sonderschau

„Tiny Spaces“ mit Unterstützung diverser

Industrie partner, die sich mit Ihren

Produkten an dem Projekt beteiligten.

Produktdesigner Rüdiger Wolf (Foto links)

erläutert einem ZOW-Besucher das neue

„Light System“ von Schwinn, das Möbelgriffe

zum Leuchten bringt und jetzt

serien reif verfügbar ist.

54 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Bewegungsraum, der vorher noch zur Bedienung der

Küche gebraucht wurde, zum Bewegungsraum am

Ess-Tisch genutzt werden.

• Und auch für Tiere ist im „Tiny Space“ Platz: Die Katze

ruht in einer Hängematte unter dem Stuhl.

Der Gemeinschaftsbereich (50 bis 70m²) mit den Küchen-Arealen

als zentrale Flächen vermischt verschiedene

Funktionen in den Möbeln und der Einrichtung.

Dabei ist das Mobiliar wie angedeutet zum Teil stundenweise

zu mieten oder dient der Organisation des

Ganzen. Tische sind Esstische, Arbeitstische und Freizeittische

gleichzeitig. Stauraum und Stromzufuhr

sind integriert. Auch so kann die Küche der Zukunft im

städtischen Ballungszentren aussehen.

Aussteller-Splitter

Das Schwinn „Light System“ setzt bewegte Möbel unter

Strom und bringt Griffe zum Leuchten. Mit dem

Ziel, die Komplexität bei der Montage zu reduzieren,

hat der Hersteller einen neuen Kunststoff-Schwenkarm

entwickelt, um Strom in Auszügen und Schubkästen

flexibel zu führen. Hinter dem System steht

modernste Lichtleittechnik. Die längenunabhängigen

LED-Stripes werden werksseitig auf die Profile geklebt,

können aber auch nachgerüstet werden. Lichtleitende

Rändelschrauben „schießen“ die Beleuchtung von

hinten in den Griff hinein.

Offene Raumgestaltung durch multifunktional einsetzbare

Möbel und Elemente und der Wunsch nach

individuellen Einrichtungen sind globale Trends bei

neuen Wohnkonzepten. Das Raumgestaltungs system

„Openstyle“ von Schüco ist eine Antwort darauf. Mit

Blick auf die Märkte präsentiert der Aluminium-

Wohnspezialist neue Profile für Plattenmaterial. Zur

Unterteilung der Elemente und Türen werden Sprossen

eingesetzt, in denen beidseitig diverses Zubehör

eingehängt werden kann.

Mit dem Einschubtüren-Beschlag „Exedra“ bietet Salice

eine wohnbereichsübergreifende Lösung für die Umsetzung

von Pocket-Doors: Das passt in der Küche und

im Wohnen genauso wie in dem Bereich Office. Hinter

den Schiebetüren wieder um schafft die exklusive

Schrankausstattung „ Excessories“ Ordnung und Übersicht.

Neben der Variante „Exedra 1“ ist nun der viertürige

Box-Beschlag „Exedra 2“ in Serienreife lieferbar.

Interprint löste sich vom traditionellen Kollektions-

Konzept und wagte etwas völlig Neues. „Press Play“

ist eine sich stetig erweiternde „Playlist“ von Dekoren,

die auf der ZOW 2020 zum ersten Mal live präsentiert

wird. Die Überzeugung dazu lautet: „Die Zeiten

haben sich geändert: So ist es kaum noch zeitgemäß,

einmal im Jahr eine Kollektion offensiv zu promoten

und einen Mega-Trend zu definieren. Auch ‚Press Play‘

Bei allen gezeigten Dekoren handelt es sich um Reproduktionen.

Arbeitsplatten:

So vielseitig wie das Leben.

Egger Kollektion Dekorativ 2020 – 22

Setzen Sie zeitgemäße Designs mit unserem erweiterten Arbeitsplattensortiment kompromisslos um. Dem Trend

von dünnen und matten Materialien begegnen Sie mit den neuen PerfectSense Topmatt Arbeitsplatten und

Kompaktarbeitsplatten. Die synchron strukturierten Feelwood Arbeitsplatten bringen Natürlichkeit in die Küche

und die etablierten, klassischen Postforming Arbeitsplatten runden unser Sortiment ab.

» Arbeitsplattensortiment hier entdecken www.egger.com/arbeitsplatten-vielfalt


Küchenfertigung

Fotos: Biermann

Trennt und verbindet: das Raumgestaltungssystem

„Openstyle“ von

Schüco.

Schüco stellte zur ZOW eine komplett neue

Kollektion von Designgriffen vor. Neu sind

gleich 14 Modelle in fünf De sign stilen von

dezent bis markant. Aktuell modern sind

Griffe mit Facettenschliff (Foto).

Das erfolgreiche Regalsystem „SmartCube“

bietet Hersteller Schüco jetzt auch mit Beleuchtungsprofil

an.

Diese Studie von Hailo trägt den programmatischen Arbeitstitel

„Tiny Spaces“, denn auf 90 cm Breite bringt diese

Idee einer Mini-Küche erstaunlich viel unter. Damit kann

das multifunktionale Kochmöbel im Büro oder im Single-

Apartment ein echter Problemlöser sein. Der bewährte

Hailo-Ausziehtisch ist Dreh- und Angelpunkt, ein Kochfeld,

zwei Ausziehbänke sowie Auszüge mit transportablen

Stauraumboxen gehören auch zum Konzept, das Hailo auf

der ZOW mit der Küchenmöbelindustrie diskutierte.

Vor sieben Jahren hat Hailo

begonnen, erste Ideen für

die Ausstattung des Hauswirtschaftsraums

zu realisieren.

Jetzt meldet das

Unternehmen ein serienreifes

Komplettsortiment,

inklusive Auszugtablare

für den Staubsauger.

Fünf gedeckte Pastelltöne ergänzen bei Continental das Sortiment der

extrem matten Oberfläche „colore classico Ultra“.

Dünn und matt sind Arbeits

flächen heute oft. Deshalb

hat Danielmeyer eine

12-mm-„Super Slimline“-

Variante neu aufgenommen.

Neu ist auch eine

Schichtstoffplatte (CDF),

die ähnlich robust wie eine

Compact-Platte sein soll,

aber vor Ort bearbeitbar

ist. Zudem sei sie günstiger.

Der Material input des CDF-

Trägermaterials liegt bei

1000 kg/m 3 . Zum Vergleich:

Eine herkömmlich HDF-

Platte liegt bei 800 kg/m 3 .

56 KÜCHENPLANER 1/2/2020


AVENTOS HK top –

Unverzichtbar im neuen Zuhause

Im Oberschrank überzeugt AVENTOS HK top: Das geradlinige Design und

die kompakte Bauweise. Abdeckkappen in Farben, die gut zu verschiedenen

Korpusdekoren passen. Eine einfache Einstellung des Kraftspeichers und viele

weitere innovative Features. AVENTOS HK top kann fast alles – aber Ananas

schneiden Sie dann doch lieber mit dem Messer.

Weiterführende

Informationen

www.blum.com/aventoshktop1


Küchenfertigung

Fotos: Biermann

Fühlt sich an wie Holz, ist aber ein tiefgezogener

Besteck kasten in Holzoptik. Eine Variante fürs Bad

bietet Elco auch an.

Eigentlich gehört die Innenorganisation

„Flexline“ in den Schubkasten, doch

Hersteller Elco nutzt ihn neu auch als

kleines Wandregal mit Handtuchhaltern.

Angesichts knapper und

teurer Ressourcen, logistischer

Herausforderungen

sowie der

Ansprüche an Nachhaltigkeit

werden Leichtbau­Lösungen

immer

attraktiver. Dass die Belastbarkeit

beeindrucken

kann, demonstrierten

zahlreiche Hersteller auf

der ZOW.

Material und Digitalisierung sind die prägenden Begriffe

der Konferenz materials.cologne, die am 24. und

25. März 2020 in den Räumen der IHK Köln stattfinden

wird. Auf der ZOW gab es Informationen dazu aus erster

Hand von (Foto von links) Christian Dorn (NCS Farb systeme),

Ruth Pauli (Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt

Industriedesign), Johan Hallin (Key Account

Manager Välinge Innovation), Martin Beeh (Initiator der

materials. cologne) und Manuel Cuenca Fernandes (Key

Account Manger Mentor GmbH).

Salice gibt den Blick frei auf den Schiebetürbeschlag

„Exedra 1“. Das System sei

hochkomplex und dennoch einfach in

der Montage. Komplett magnetisch gedämpft

ist es auch.

Das Unternehmen Grama Blend fertigt filigrane

Leichtbau­Elemente aus Naturstein

sowie exklusives Interieur aus Massivstein

für den stilvollen Innenausbau. Diese komplett

auf Gehrung gearbeitete Naturstein­

Küchen insel (Grauwacke Marianna Grey)

stellte das Unternehmen im Zugangsbereich

der Sonderausstellung Leichtbau

aus. Vertrieben wird das Modell „L1“ unter

dem Label Mono Stone Kitchen. Das Design

stammt von Michel Philipps.

58 KÜCHENPLANER 1/2/2020


leibt deshalb immer in Bewegung und damit ab sofort das

ganze Jahr über agil und aktuell.“ Interprint kann somit das

ganze Jahr über auf neue Strömungen und Trends reagieren

– genau dann, wenn sie entstehen. Da rüber hinaus präsentierte

Interprint auf der ZOW ein erweitertes Produktportfolio

im Unternehmensverbund mit der Toppan­Gruppe.

Continental zeigte unter der Marke skai ein breites Spektrum

an Unis mit innovativen Prägestrukturen sowie neue

Dekor entwicklungen in Holz- und Steinoptik. Für die Anwendung

in der Küche sticht unter anderem das 3D­Lacklaminat

„ Perfect Touch“ heraus. Dabei handelt es sich um

eine matte Antifingerprint­Oberfläche, mit der Continental

seit 2016 am Markt ist. Und das immer erfolgreicher, wie

Kommunikationschef Axel Schmidt berichtet. Im vergangenen

Jahr konnte Continental mit „Perfect Touch“ den Umsatz

um 30 % steigern. Die Lackoberfläche ist in 25 Farben

erhältlich.

Noch einen Schritt weiter geht die Umsetzung „ colore

classico Ultra“. Die Möbeloberfläche zeigt eine besonders

naturnahe, feinsandige Struktur. Das extreme Matt bildet

im Mix den Kontrapunkt zur Lebendigkeit der Dekore. Die

im Nanobereich geprägte Oberfläche zeigt ihre Stärken vor

allem bei dunklen Farben. Die laut Continental hochgradig

kratzfeste, matte Struktur besitzt einen trockenen, topmatten

Griff und wirkt dezent feingestrahlt. Sie ist jetzt in

fünf neuen Farben erhältlich.

Wie handwerklich veredeltes Metall wirkt ein zweites

Continental­Highlight, das auf der interzum im vergangenen

Jahr erstmals vorgestellt wurde: „skai colore magic

Metalspin“. Im Küchen­, Bad­ und Kastenmöbelbereich sind

metallisch schimmernde Oberflächen in allen Facetten stark

nachgefragt. Ihre Wirkung ergänzen und verstärken handwerklich

bearbeitet anmutende Effekte. Die neu entwickelte

Prägung „Metalspin“ bringt durch ihre irisierende Schliffstruktur

die metallisierten Unis besonders intensiv zur Geltung.

Die Lasergravur „mit Exaktheit im Nanobereich“ führt

hier zu täuschend echten, filigranen Ergebnissen. Die derart

mit kreisförmigen „Gebrauchsspuren“ versehene Oberfläche

besitzt zudem beste technische Eigenschaften. Sie entspricht

dem anhaltenden Vintage­Trend und unterscheidet sich klar

von klassischen Unis. Die beiden Oberflächen „classico Ultra“

und „Metalspin“ sind „Winner“ des „Iconic Awards 2020:

Innovative Interior“.

Ein neues Nadelholzdekor ist „skai Urban Pine“, das im

Dekorverbund mit Egger und einem Drucker entstanden ist.

Es zeigt den von der Natur geprägten, typischen Nadelholzcharakter

mit beindruckenden Tiefeneffekten und Farbverläufen.

Ausdruckstark, aber nicht aufdringlich, wirkt das

Dekor wie natürlich gealtert. Auch durch die Kombination

mit einer tiefen, der Holzart angepassten Struktur lässt

das Dekor sehr authentisch wirken – und kommt dem natürlichen

Vorbild nochmals ein Stück näher. Es wird in den

drei Grautönen „soft grey“, „nature grey“ und „metal grey“

angeboten.

PURE INSPIRATION

Acting colours.

Dancing structures.

21 – 26 April 2020

Spazio Solferino 19, Via Solferino 19

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colours and structures, a design spectacle that

will impress. Visit us at our unique exhibition at

Brera Design Week.

www.surteco.com

Gemeinsam mit der Industrie

Die ZOW 2020 habe die Marktrelevanz dieses Branchenevents

bekräftigt, heißt es im Fazit des Veranstalters. Mit Blick auf

den Folgeevent werde die Messe nun analysiert und mit den

gewonnenen Erkenntnissen die nächste Veranstaltung gemeinsam

mit der Industrie vorbereitet. Geplant ist die ZOW

wieder in zwei Jahren: vom 8. bis 10. Februar 2022.

1/2/2020


Küchenfertigung

Die Emotion

ist der Trend

Natürlich gibt es immer wieder neue modische Tendenzen, doch der

zugrundeliegende Trend definiert sich nicht länger über austauschbare

Farben und Dekore. Er äußert sich über die Emotionen, die durch

planerische Kombinationsgabe geweckt werden. Das sagt Egger mit

seinem Trendreport 2020. Dieser trägt den Titel „trendEMOTION“.

Foto: Biermann

60 KÜCHENPLANER 1/2/2020


1/2/2020 KÜCHENPLANER 61


Küchenfertigung

Schwarz ist nicht gleich Schwarz,

es kommt auf Umsetzung und

Materialität an. So lassen sich

Möbel und ganze Innenräume mit

einer Nicht-Farbe überraschend

vielfältig gestalten.

Fotos: Biermann

Anfang des Jahres lädt der Holzwerkstoffhersteller

traditionell zur Hausmesse Eggerzum ein, um mit seinen

Industriekunden Dekor-Ideen für Möbel und Innenausbau

zu diskutierten. Auch die Vertreter der Küchenmöbelindustrie

geben sich dann in Brilon die

Klinke in die Hand. In diesem Jahr gab es für den Besuch

aus Löhne, Verl und Rödinghausen (und darüber

hinaus) viel Braun und Grün zu sehen, umrahmt von

noch mehr Schwarz und garniert mit beeindruckenden

Reproduktionen von Holz, Metall, Textilien und Stein.

Und das alles bevorzugt in matt und mit dünnen Arbeitsflächen.

Damit sind die prägnanten optischen

Zutaten für die Küchenmöbel, die uns im Herbst 2020

präsentiert werden, wohl genannt. Wobei Egger nicht

nur Dekore von der Stange anbietet, sondern schon

seit einigen Jahren die Umsetzung individueller Kundendekore

ermöglicht. An den grundsätzlichen optischen

Tendenzen ändert dieser Service aber nichts.

Große Uniflächen und Akzente

Das aktuelle Thema „trendEMOTION“ speist aus der Beobachtung,

dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird,

wirkliche Trends herauszufiltern. „Alles wird eine Frage

der Kombination“, fasst Verena Michels vom Dekor-

und Designmanagement der Egger Gruppe diese

Herausforderung zusammen. Womit die vor einigen

Jahren aufgekommene Planungsidee von „Mix &

Match“ zur ausdauernden Gestaltungsmaxime wird.

In der aktuellen Umsetzung äußert sich dies in großen

Uniflächen und markanten Holzdetails. Wobei auch

die sogenannten Fusion- oder Hybrid-Dekore gewünschte

Akzente setzen, zum Beispiel mit der Vereinigung

von textilen (Leinen, Tweet) und metallischen

Dekoren auf einer Front. Egger bezeichnet dies als das

Zeitalter der Gleichzeitigkeit.

Ähnlich mischen sich die prägenden gesellschaftlichen

Entwicklungen unserer Zeit, Digitalisierung

und Ökologie. Endverbraucher wollen individuelle

Lösungen möglichst ohne lange Wartezeit, fragen

sich parallel aber auch, ob sie Produkte wirklich

brauchen, welchen Nutzen diese haben und welche

langfristigen Auswirkungen damit verbunden

sind. „Aus der Vielseitigkeit des Angebots resultiert

eine gewisse Orientierungslosigkeit“, erläutert Verena

Michels, und immer mehr Menschen fragten sich

„Wo führt das alles hin?“

Alle Sinne ansprechen

Gedanken wie diese ebnen den Weg zur Welt der Gefühle

und zu den Emotionen der Möbel- und Küchenkäufer.

Egger drückt es so aus: „Der Trend rückt in den

Hintergrund, die Emotion nach vorn.“ Denn Emotionen

sprechen alle Sinne an und holen den Menschen

bei grundsätzlichen Bedürfnissen nach Geborgenheit

ab. Deshalb auch das viele Braun in der aktuellen Kollektion.

Brauntöne von Schoko über Honig bis Cognac

vermitteln aus psychologischem Blickwinkel Sicherheit.

In der Kombination mit Schwarz, ob als Uni oder

entsprechend gefärbtes Holz oder Stein (Marmor!), erhält

Braun einen Rahmen. Und der kann vom Planer

immer wieder neu und anders gewichtet werden.

Was für die modischen Grüntöne vergleichbar gilt. In

62 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Splitter von der Eggerzum

Führten durch die Neuheiten der Eggerzum:

Verena Michels und Christiane Mester (Foto von links)

vom Dekor- und Designmanagement der Egger Gruppe.

der aktuellen Egger-Kollektion sind das zum Beispiel

Fjordgrün, Waldgrün und Tannengrün. In der Farbwelt

Braun geben Terrabraun, Sepiabraun und Sienabraun

den Ton an. Auch die modischen Marmoroptiken wurden

um einen Braunton sowie einen Grünton ergänzt.

Den anhaltenden Trend zu matten Oberflächen bedient

der Holzwerkstoffhersteller mit seinen Premiumprodukten

„PerfectSense Matt“ und „PerfectSense

Topmatt“. Ob auf Unis oder verschiedensten Materialreproduktionen

sorgt diese Umsetzung für haptische

Emotionen. „Insbesondere Holzreproduktionen gleichen

dank ‚PerfectSense Matt‘ in Haptik und Optik

einem Echtholzfurnier“, betont der Hersteller.

Emotionswelten statt Stilwelten

Die Präsentation der Eggerzum folgte dem Wandel

von der Stilwelt zur Emotionswelt und zeigte die Umsetzungen

mit konkreten Küchen- und Badmöbeln

in verschiedenen Kombinationen. „Schließlich geht

es nicht nur um die eine Farbe oder das eine Holzdekor,

sondern um die Gesamtwirkung und welche

Emotion diese auslöst“, verdeutlichte Egger-Mitarbeiterin

Christiane Mester beim Ausstellungsrundgang

das praktisch erlebbare Storytelling. Wie vielschichtig

die Möglichkeiten sind, zeigte ein Milieu, in dem das

neue Dekor „Urban Pine“ sowohl als Bodenbelag, auf

der Arbeitsfläche und als Nischenverkleidung eingesetzt

wurde (siehe Kastentext). „Anfragen nach solchen

umfassenden Lösungen kommen immer häufiger“,

berichtet Christiane Mester.

Dirk Biermann

• Parallel zum Start der Eggerzum 2020 Ende Januar führte das Unternehmen

die neue „Kollektion Dekorativ“ für Handelskunden

ein. Diese hat eine Gültigkeit für drei Jahre.

• „Schwarz ist irgendwie das neue Weiß, aber doch wieder ganz

anders“, beschreibt Klaus Monhoff, Leiter des Dekor- und Designmanagements,

den Trend. Erst mit der richtigen Oberfläche,

wie hochglänzend, matt oder in natürlicher Holzstruktur,

macht die „Nichtfarbe“ auf sich aufmerksam. Für den emotionalen

Wert sorgt die Kombination mit den passenden Unifarben.

• Das Dekor „Steelbrush“ mit der fein gebürsteten Struktur „ST20

Metal Brushed“ ahmt die Optik von verkratztem Metall nach.

• Die Eiche ist nach wie vor die Nummer eins bei den Holzarten.

Ihre Bedeutung unterstreichen einige Neuheiten, zum Beispiel

„Halifax Eiche Zinn“, die sich besonders gut mit Uni- sowie

Metalldekoren kombinieren lassen soll. Mit der „Halifax Eiche

goldbraun“ und „Halifax Eiche braun“ zeigte Egger zudem zwei

homogene Farbtöne. Und das auch mit der passenden Synchronporen-Oberfläche

„Feelwood Rift“. Die Synchronpore „Feelwood

Vintage“ bedient hingegen den Trend rustikaler Holzdekore im

Used-Look.

• Neben der Eiche-Dominanz erhalten Nadelhölzer etwas mehr

Aufmerksamkeit. Neu ist auch eine Kirsche. Deren rötlicher Charakter

wirkt aktuell ungewohnt, bekommt aber in der Kombination

mit Schwarz einen ganz anderen Ausdruck.

• Für einen eigenen Touch in Richtung „Urban“ oder „ Industrial“

sorgt die Dekorserie der „Urban Pine“ (Foto). Sie ist eine lebhafte

Pinienreproduktion mit lasiertem Charakter sowie einer weichen

Porenzeichnung. Durch das Zusammenspiel von Holz und Farbe

ist ein regelrechtes Hybriddekor entstanden, das auch ein

wenig an Schalungsbretter erinnert. Es handelt sich dabei um

eine Entwicklung, welche in Abstimmung mit einem Dekorpapierdrucker

und einem Folienhersteller (Continental) entstanden

ist. Somit kann der Möbelindustrie das komplette Verbundprogramm

von Melaminplatten und Folien angeboten werden.

• Mit „Angora-Grau“ präsentierte Egger einen hellen Ton, der sich

auch als Korpusfarbe anbietet.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 63


Küchenfertigung

Basis für die neue Eckschrank-Lösung ist eine robuste und

leichtgängige Teleskopschienen-Baugruppe

mit überlangem Auszugweg

von Schock Metall.

Foto: Schock Metall

Zwei Schubkästen gleichzeitig

Mit einer einzigen Handbewegung fahren zwei

hintereinander positionierte Schubkästen

aus dem Eckschrank heraus: Dies ermöglicht

das neue Eckschrank-Auszugsystem

des italienischen Unter nehmens Vibo.

Entwicklungspartner war Schock Metall.

Mit einer einzigen, fast „fliegenden“ Bewegung können beide

Schubfächer komplett aus dem Eckschrank herausgezogen werden.

Dabei handele es sich um ein völlig neues Konzept in der

Küche, sagt Hersteller Vibo.

Foto: Vibo

Der schwäbische Zulieferer und Rollform-Spezialist Schock

Metallwerk GmbH sieht sich in erster Linie als Engineering-

Partner seiner Kunden. In der gemeinsamen Projektierung

entstehen nicht selten neue Marktlösungen mit hohem Innovationspotenzial.

Ein aktuelles Beispiel aus dem Anwendungsbereich

der Küchen-Einbausysteme ist das neue Eckschrank-Auszugsystem

des italienischen Zulieferers Vibo

S.p.A: Mit einer einzigen Handbewegung können zwei hintereinander

herausfahrende Schubkästen aus dem Eckschrank

gezogen werden. Möglich wurde das durch eine speziell

von Schock Metall entwickelte Kugelführung mit einem

überlangen Auszugweg von 200 % der geschlossenen Schienenlänge

und einer Lastkapazität von 30 Kilo.

Robuste Teleskopschienen

„Aufgrund des extrem langen Auszugweges waren besonders

hohe Anforderungen an die Seitenstabilität und das Absenkverhalten

zu bewältigen“, berichten die Experten von

Schock. Zudem müssen die Teleskopschienen extrem leichtgängig

laufen, um die externen Einzugdämpfungssysteme

optimal zu unterstützen. Die Lösung war eine spezielle Baugruppe

auf Basis eines besonders robusten Teleskopschienen-Modells.

Um die Wertigkeit des Kundenproduktes zu

unterstreichen, wurden weiche Anschläge in die Führungen

integriert und die Oberflächen mit einer Pulverbeschichtung

im RAL-Farbton der Schubfächer gestaltet. Das Eckschrank-System

wurde im Mai vergangenen Jahres mit dem

Interzum-Award 2019 ausgezeichnet. Und das in der höchsten

Kategorie „Best of the Best“.

Umfangreicher Baukasten

Die optische Gestaltung der Auszugführungen zählt neben

der individuellen Konfiguration der Laufeigenschaften eigenen

Angaben zufolge zu den Kernkompetenzen von Schock

Metall. „Moderne Beschläge sollen am besten unsichtbar

und unhörbar sein“, lautet das Credo. Eine ansprechende

Design-Oberfläche böte in Fällen, in denen eine vollständige

Abdeckung der Führungen nicht möglich oder nicht zweckmäßig

sei, einen echten Mehrwert. Wobei das Unternehmen

zusätzlich betont: „Der umfangreiche Baukasten an Auszugprofilen

ermöglicht für nahezu jeden Anwendungsfall eine

optimale Lösung, egal ob ein besonders langer Auszugweg,

eine hohe Tragkraft oder Seitenstabilität oder die Adaption

an einen vorgegebenen Einbauraum gefordert ist.“

64 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Hochschranklösung für kleine Küchen

Wo Wohnraum knapp und der Quadrat meter teuer ist,

können intelligente Beschlaglösungen das Optimum an

Stauraum, Ordnung, Übersicht und Zugriff herausholen.

Dazu gehört auch der frontseitig abgeschrägte Hochschrank

„Tandem diagonal“ von Kesseböhmer. Seine

schmal zulaufende Front bietet sich architektonisch gerade

in kleinen Küchen an, um Laufwege frei zu halten.

Der Ableger des „Tandem“ bietet wie das Vorbild viel

Stauraum auf kleiner Grundfläche und nutzt bewährte

Technologien. Dazu zählt die Einhandbedienung, bei

der die Tablare mit dem Öffnen der Tür dem Nutzer sanft

entgegenfahren, und auch die Höhenverstellbarkeit

der Tablare. Diese liefert der Hersteller mit klassischer

Runddraht-Reling („ Arena classic“) oder umrandet von

einem schmalen Metallband („Arena style“).

„Tandem diagonal“ bietet Kesseböhmer in 300er-

Breite und in zwei Rahmenhöhen für Schränke ab 1200

und ab 1800 mm. Der Beschlag lässt sich in nur drei

Schritten leicht am Boden und an der Seite montieren;

eine Jus tierung sei nicht erforderlich. „Einmal montiert,

funktioniert ‚ Tandem diagonal‘ nach dem Prinzip

‚fit and forget‘ problemlos über seine gesamte Einsatzdauer“,

erläutert der Hersteller.

Die Tablare des Hochschrankauszugs „Tandem diagonal“ sind höhenverstellbar

und von drei Seiten zugänglich, weil sich die Tür weit über

die kurze Seite öffnet.

Foto: Kesseböhmer

Fotos: Hettich

Dunkle Erscheinung und geschmeidiger Lauf:

Der „Quadro Compact FE 20“ für Weintablare.

Komfortauszüge fürs Kühlgerät

Bei Möbelauszügen sind Komfortaspekte, wie ihn zum Beispiel der Vollauszug

bietet, längst Standard. Immer mehr hochwertige Kühlgeräte profitieren ebenfalls

davon. So meldet Hersteller Hettich aktuell weitere Ergänzungen für die

Produktfamilie „Quadro Compact“.

Mit seinem aktuellen Vollauszug-Programm für Frischhaltefächer bietet

Hettich neue Funktionen für ergonomisches Arbeiten, gute Übersicht und bequemen

Zugriff auf die Vorräte im Kühlgerät. Mit 20, 40, 60 oder 80 kg Beladung

bedient die Produktfamilie „Quadro Compact“ das gesamte Schubkastenportfolio

– vom kleinen, innen liegenden Frischhaltefach bis zur großen, breiten

Frontschublade. Ausgestattet sind die Vollauszüge mit der Dämpfung „Silent

System“ für einen kontrollierten, leisen Schließvorgang. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/neue-komfortzonen-im-kuehlgeraet/

Mithilfe der Quadro Compact Entriegelungstechnik

kann das Frischhaltefach komplett aus dem

Kühlschrank entnommen und samt Inhalt zum

Küchenarbeitsplatz getragen werden.

Kühlschrank mal anders

mit „Quadro Compact 2

in a line“: Bei diesem

Auszugwagen schiebt

sich eine zweite Box

mit nach oben und ermöglicht

eine komfortable

Entnahme der Lebensmittel.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 65


Küchenfertigung

Dr. Hettich übergibt operative Verantwortung

Dr. Andreas Hettich, Gesellschafter in der vierten Generation,

hat die operative Leitung der Hettich Holding

GmbH & Co. oHG zum Jahreswechsel abgegeben und ist

zum 1. Januar 2020 in den Beirat der Hettich Gruppe gewechselt.

Nach fast 20 Jahren im operativen Geschäft,

davon 13 Jahre als Vorsitzender der Geschäftsleitung,

konzentriert sich der 50-jährige Dr. Hettich künftig auf

die strategische Steuerung der Gruppe und wirkt als

Bindeglied zwischen Gesellschaftern und Geschäftsleitung.

Als Mehrheitseigentümer wird er die Hettich

Gruppe weiterhin gegenüber Kunden und der Öffentlichkeit

repräsentieren. Die Hettich Holding führen jetzt

gleichberechtigt Jana Schönfeld, 41, und Sascha Groß,

46, (Foto) beide Mitglieder der bisherigen Geschäftsleitung.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/dr-hettich-uebergibt-verantwortung-inder-hettich-holding/

Foto: Hettich

Foto: VdDK

VdDK bestätigt Führungsspitze

Stefan Waldenmaier (Leicht Küchen) ist weiterhin

Vorsitzender des Küchenmöbelverbandes VdDK.

Er wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig

im Amt bestätigt. Ebenso wie die Stellvertreter

Dr. Lars Bopf (nobilia) und Dirk Krupka

(Häcker). Auch die neuen Kassenprüfer Thorsten

Gösling (Pronorm) im Ehrenamt sowie der hauptberufliche

Prüfer Olaf Lücke (DHS Steuerberater)

wurden einstimmig gewählt. Bestätigt wurden

zudem die Beisitzer des Vorstandes. Zu diesem

Kreis zählt nun auch Leo Brecklinghaus (Optifit

Jaka). Neben den Wahlen zählten die Umstellung

der Messmethodik bei Formaldehyd, aktuelle

rechtliche Entwicklungen sowie die Messen imm

cologne (2020) und LivingKitchen (2021) zu den

prägenden Themen der Veranstaltung, die Ende

November bei nobilia in Verl-Sürenheide stattfand.

Jan Kurth (Foto), Geschäftsführer von VDM

sowie den Verbänden Holz und Möbel NRW, erläuterte

im VdDK-Geschäftsbericht die konjunkturelle

Lage des Branchensegments und ging auf die

derzeitigen Entwicklungen im Möbelhandel ein.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/vddk-bestaetigt-fuehrungsspitze/

Neu organisiert. Mit Denny Ohnesorge hat der Hauptverband

der Deutschen Holzindustrie (HDH) seit dem

1. Januar 2020 einen neuen Hauptgeschäftsführer.

Ohnesorge folgt auf Jan Kurth, der seinerseits Geschäftsführer

des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie

(VDM) bleibt. Jan Kurth hatte die Geschäftsführung beider

Spitzenverbände aus Bad Honnef bereits im Mai 2018

übernommen und seitdem auf das Ziel hingearbeitet,

die Verbändestrukturen zukunftsfähig zu reformieren

und die Verbände klarer zu trennen. Diese Neuausrichtung

der Spitzenverbände der Holz- und Möbelindustrie

sei nun abgeschlossen, heißt es in einer Mitteilung.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/

news/branchenverbaende-neu-organisiert/

Foto: HDH

Mehr Verantwortung. Rehau

sieht sich in manchen Märk ten

mit rückläufigen Umsatzzahlen

und Gewinn erträgen konfrontiert.

Als Reaktion darauf wurden

die Divisionen „ Furniture

Solutions“ und „ Industrial

Solutions“ personell neu

strukturiert. Jürgen Werner

(Foto) erhält mehr Verantwortung.

Zum 1. Januar 2020 hat

er als derzeitiger Leiter der

Division „ Furniture Solutions“

zusätzlich zu seiner bisherigen

Funktion auch die Leitung der

Division „ Industrial Solutions“

übernommen. Veränderungen gibt es zudem im Finanz-Bereich

des Unternehmens. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/juergen-werner-uebernimmt-mehrverantwortung-bei-rehau/

Foto: Rehau

66 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Foto: Schüller

Schüller erhält

Ergonomie-Preis

Die Schüller Möbelwerk KG zählt zu den Trägern des erstmals

verliehenen Innovationspreises Ergonomie. Die Auszeichnung

würdigt das umfassende Engagement für eine noch bedienerfreundlichere

Küchengestaltung. Vergeben wird der Preis

vom „IGR Institut für Gesundheit und Ergonomie“. Das Thema

Ergonomie hat bei Schüller seit Langem einen hohen Stellenwert.

Mit dem 13-cm-Raster und den daraus abgeleiteten Korpushöhen

C1 (71,5 cm), C2 (78 cm) und neu C5 (84,5 cm) bietet

der Küchenmöbelhersteller aus Herrieden in Kombination mit

unterschiedlichen Sockelhöhen und Arbeitsplattenstärken

passende Lösungen für diverse ergonomische Ansprüche und

bauliche Gegebenheiten. www.kuechenplaner-magazin.de/

themen/detail/news/schueller-erhaelt-ergonomie-preis/

Auszeichnung für „Merivobox“

Mit dem neuen Boxsystem „Merivobox“ will Blum seinen Kunden mehr

Gestaltungsspielraum bieten. Das minimalistisch designte System bietet

vielfältige Auszugvarianten mit Metallzargen. Nun wurde es mit dem German

Design Award ausgezeichnet. Der österreichische Beschlägehersteller

fühlt sich von dieser hochkarätigen Auszeichnung geehrt, wie Produktmanager

Michael Pümpel berichtet: „Bei der Entwicklung von ‚Merivobox‘

stand eine Leitidee für uns im Mittelpunkt: Wie schaffen wir ein Produkt,

das einfach, durchdacht und gleichzeitig sehr funktional ist? Beim Design

waren wir erst zufrieden, als wir nichts mehr weglassen konnten. Erst

dann war die Entwicklung für uns fertig.“ Das charakteristische Zargendesign,

modulare und monolithische Zargenvarianten und Schnittstellen für

Zusatzkomponenten ermöglichen Möbelherstellern ein eigenes breites

Schubkastenprogramm. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/german-design-award-2020-fuer-merivobox/

Foto: Egger / Thomas Hütte

Gelungene Marmor-Reproduktion. Bei der

Verleihung des German Design Award zählte

auch Holzwerkstoffhersteller Egger zu den

Preisträgern. Insgesamt gab es drei Auszeichnungen

in der Kategorie „Winner“, eine für

PerfectSense Matt als Marmorreproduktion

mit Duo-Kante. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/

gelungene-marmor-reproduktion/

Foto: Blum

1/2/2020 KÜCHENPLANER 67


Küchenfertigung

Konferenz für Design und Innovation

Material und Digitalisierung sind die prägenden Begriffe der

Konferenz materials.cologne. Stattfinden wird diese am 24. und

25. März 2020 in den Räumen der IHK Köln. „Die Drittauflage der

Konferenz ist eine Mitmach- oder Kollaborative Konferenz für

Designer, Architekten, Innenarchitekten und alle Entscheider in

den Unternehmen, für die Gestaltung Mehrwert schafft“, erläutert

Martin Beeh, Initiator und Projektleiter, das Prinzip.

Im Mittelpunkt stehen Design und Material als entscheidende

Innovationsfaktoren für neue Produkte und Lösungen. Ebenso

digitales Entwerfen und Darstellen in Architektur und Innenarchitektur.

„Die Konferenz soll zeigen, welche digitalen gestalterischen

Methoden und Prozesse, Perspektiven und neue Anwendungsmöglichkeiten

bereits heute bestehen“, sagt Martin

Beeh. Konkret werden die Bereiche Geschäftsmodellentwicklung,

Innovationsprozess, Produktentwicklung, Material und

Fertigung, Recherche, Entwurf, Darstellung, Visualisierung, Prototypisierung

und Produktion vorgestellt.

Am ersten Tag berichten Experten aus Industrie, Beratung

und Forschung von Projekten aus der analogen und digitalen

Materialwelt. Abends treffen sich die Konferenzteilnehmer zum

Networking im Restaurant des Museum Ludwig. Am zweiten Tag

entwickeln die Teilnehmer im Workshop-Parcours gemeinsam

neue Produktideen. Die Konferenz kann an einem Tag oder an

beiden Tagen besucht werden. Weitere Informationen auf www.

mat.cologne. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/konferenz-fuer-design-und-innovation/

Foto: Pfleiderer

Foto: Veranstalter

Foto: Döllken Profiles

Logistik bündeln. Mit 11 Mio. Euro das größte Investitionsprojekt

in der Geschichte des Unternehmens:

Am Standort Bönen beginnt Döllken

Profiles in diesen Wochen mit dem Bau eines neuen

Logistikzentrums mit 10 000 m 2 Fläche. 4000 m 2

Produktionsfläche kommen auch hinzu. In dem

neuen Logistikzentrum werden die wesentlichen

logistischen Aktivitäten gebündelt. Das soll die

Flexibilität und das Leistungsvermögen hinsichtlich

Disposition und Abwicklung erhöhen. Neben

neuen Räumlichkeiten für Versand und Logistik

werden auch ca. 40 Büroarbeitsplätze entstehen

sowie neue Sozialräume für über 180 Mitarbeiter.

„Durch die Zentralisierung der logistischen Aktivitäten

werden im erheblichen Umfang Transporte

überflüssig und ein Beitrag zum Umweltschutz

geleistet“, berichtet das Unternehmen, das

zur Surteco Group gehört. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/doellkenbaut-neues-logistikzentrum

Spende für 10 000 neue Bäume

Auf den Inspiration Days präsentiert die Pfleiderer Deutschland GmbH

dem Fachpublikum der Möbelindustrie traditionell die kommenden

Trends. Den begleitenden Kundenevent nutzte das Unternehmen

als Bühne für eine Spende an die Plant-for-the-Planet Foundation.

Marketing- und Vertriebsvorstand Stefan Zinn überreichte den symbolischen

Scheck an die Botschafterin der Plant-for-the-Planet

Foundation, die elfjährige Andrea (Foto). Mit der Spende werden

10 000 Bäume gepflanzt und somit das Ziel von Plant-for-the-Planet

unterstützt, 1000 Mrd. zusätzliche Bäume weltweit zu pflanzen um

somit 25 % des menschgemachten CO 2

-Ausstoßes zu neutralisieren. In

der anschließenden Key Note erörterte der Gründer von EPEA Internationale

Umweltforschung in Hamburg, Prof. Dr. Michael Braungart,

wie Produkte und Prozesse ökoeffektiv gestaltet sowie Materialien

und Nährstoffe in einem Kreislauf gehalten werden können und

warum und wie wir in puncto Nachhaltigkeit umdenken müssen.

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/spendefuer-10000-baeume/

68 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Mit einer komplett neu entwickelten

„Servo-Drive“-Einheit will die Oberschrankklappe

„Aventos HK top“ den vollen Komfort

beim Öffnen und Schließen bieten.

Foto: Blum

Viele integrierte Funktionen

Neuestes Mitglied der „Aventos“-Klappenfamilie von Blum ist „ Aventos HK top“.

Die Neuentwicklung will durch geringe Baugröße und viele integrierte Funktionen

überzeugen. Der Hochklappenbeschlag wird laut Hersteller nah am Korpusoberboden

montiert und fügt sich mit geradlinigem Design dezent in jeden Ober- und

Hochschrank ein. „Der eingebaute Öffnungswinkelbegrenzer, der Sicherheitsmechanismus

und die Kraftspeicher einstellung von vorne – selbst mit montierter

Abdeckkappe – machen den Beschlag zu einem echten Alleskönner“, so Blum.

Zwei Montage-Varianten, einmal mit vorinstallierten Systemschrauben, einmal

mit integrierter Positionsfindung, ermöglichen zudem eine einfache Verarbeitung,

passend zum eigenen Fertigungsprozess. Mit einem breiten Leistungsspektrum

und in Kombination mit „Expando T“ ermögliche „Aventos HK top“ viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Verschiedene Klappengrößen, Frontmaterialien und Frontdicken

seien so umsetzbar.

Lacklaminat mit metallischem Glanz

Für den Einstieg in die Welt der Lacke bietet Rehau in seiner

Oberflächen-Kollektion das Lacklaminat-Programm

„Rauvisio fino“. Das wurde jetzt um vier neue Metallic-Töne

erweitert. Das Lacklaminat „Rauvisio fino“ bezeichnet

Hersteller Rehau als eine kostengünstige und dabei wertige

Alternative zu lackierten Bauteilen an. Erhältlich ist es

wahlweise in hochglanz oder matt. Neben acht „zeitlosen

Unitönen“ hat das Unternehmen vier Metallic-Fronten in

das Programm aufgenommen. Dabei handelt es sich um

„Castagna“, „Avorio“, „Argento“ und „Ferro“. Mit der passenden

„Nullfugenkante „Raukantex pro“ im Dekorverbund

zur Platte entsteht ein Bauteil mit „dauerhaft fugenloser

Optik“, verspricht der Hersteller. Die Materialien

seien halogen- und PVC-frei sowie recycelbar.

NEUE

LEICHTIGKEIT

DES STEINS

Foto: Rehau

Die vier neuen Lacklaminat-Optiken schimmern metallisch

und heißen „Castagna“, „Avorio“, „Argento“ und „Ferro.

Die Umsetzung als Küchenfront.

Foto: Rehau

Monolithische Ausführung komplett auf Gehrung

Horizontaleund vertikale Griffleisten

Ausführung in BlendStone ® -Naturstein

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1/2/2020 KÜCHENPLANER 69


Küchenfertigung

Organisatorische Probleme in Krakau

Oliver Hoffmann, Geschäftsführer der Schwinn Beschläge GmbH, Ober-Ramstadt,

hat am 19. Dezember 2019 beim Amtsgericht Darmstadt ein Plan-Insolvenzverfahren

in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat der vorläufigen Eigenverwaltung

stattgegeben. Während des Verfahrens wird Rechtsanwalt Ole Brauer von der Elsässer

Restrukturierung GmbH, München, die Geschäfte des Unternehmens leiten. Und

das gemeinsam mit Oliver Hoffmann. Die Geschäftsführer zeigen sich zuversichtlich,

den Möbelzulieferer wieder auf solide Füße stellen zu können. Als Sachverwalter

bestellte das Amtsgericht Rechtsanwalt Dr. Jan Marcus Plathner, Frankfurt/Main.

Als Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit gibt Oliver Hoffmann vor allem die

organisatorischen Probleme im polnischen Werk in Krakau an. Dieses sei von den

Kapazitäten her aber gut aufgestellt, um die positiven Auftragseingänge aus dem

Jahr 2019 zu decken. In dem Kundenanschreiben sichern die beiden Geschäftsführer

ordnungsgemäße Lieferung und Service zu: „Wir sind willens und in der Lage,

unsere Geschäftsbeziehungen mit Ihnen fortzuführen und freuen uns, wenn Sie

auch in der Zukunft auf das Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

und die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen setzen“, heißt es darin.

Im Mai 2019 hatte Schwinn den Standort Weimar geschlossen und die Zamak-Produktion

komplett nach Polen verlagert. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/

news-detail/news/schwinn-regelt-insolvenz-in-eigenverwaltung

Foto: Schwinn

Oliver Hoffmann (Foto) führt gemeinsam mit

Rechtsanwalt Ole Brauer von der Elsässer Restrukturierung

GmbH (München) die Geschäfte

der Schwinn Beschläge GmbH während des

Plan-Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.

Schock restrukturiert in Eigenverwaltung

Geschäftsführer Helmut Fuchs (CFO)

und Martin Schock (CEO).

Foto: Schock Metall

Die Schock Metallwerk GmbH, einer der international

führenden Hersteller von linearen Kugelführungen und

Spezialprofilen, nutzt ein Eigenverwaltungsverfahren,

um die 2018 begonnene Restrukturierung abzuschließen.

Die Geschäftsführung des Unternehmens hat beim

Amtsgericht Stuttgart einen entsprechenden Antrag

gestellt. Diesen hat das Gericht am Freitag, 17. Januar

2020, bewilligt. „Produktion, Vertrieb und Entwicklung

der Schock Metallwerk GmbH gehen während der Eigenverwaltung

ohne Einschränkungen weiter“, betonen

die beiden Geschäftsführer Martin Schock und Helmut

Fuchs. Für die Phase der Eigenverwaltung ist der

Rechtsanwalt Jan Metzner von der Restrukturierungskanzlei

Elsässer in die Geschäftsführung eingetreten.

„Schock Metallwerk ist ein im Kern gesundes und

wettbewerbsfähiges Unternehmen mit einem erstklassigen

Produktportfolio und hat in den letzten zwei Jahren

wichtige und notwendige Schritte auf dem Weg zur

Sanierung unternommen“, betont Metzner. Als Ursache

der Liquiditätskrise bei Schock Metallwerk erwies

sich nach eigener Aussage die zunehmende Instabilität

eines ehemaligen, langjährigen Hauptlieferanten

für Pulverbeschichtung und Montage in der Tschechischen

Republik mit resultierendem Lieferstopp: „Dadurch

wurde es erforderlich, die planmäßig erst Ende

des ersten Quartals 2020 vorgesehene Inbetriebnahme

des neuen Produktionsstandortes in Lettland auf

August 2019 vorzuziehen. Innerhalb weniger Wochen

mussten alle notwendigen Betriebsmittel und Werkzeuge

sichergestellt und sieben Monate früher als geplant

in das im Juni 2019 neu gegründete Schwesterwerk

FTS Baltic SIA überführt werden“, erläutert Martin

Schock. Letztlich konnten trotz erheblicher Anstrengungen

Kundenaufträge über Monate nicht vollständig

erfüllt werden. Der hierdurch verursachte Umsatzeinbruch

führte innerhalb kurzer Zeit zu erheblichen wirtschaftlichen

Schwierigkeiten. Trotz der Lieferprobleme

haben wichtige Kunden und Partner dem Unternehmen

bereits ihre Unterstützung für die anstehende Restrukturierung

zugesagt. www.kuechenplaner-magazin.de/

suche/news-detail/news/schock-metallwerk-restrukturiert-sich-in-eigenverwaltung

70 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Foto: Linak

Wechsel in der Geschäftsleitung

der Linak GmbH (Foto von links):

Sebastian Meyer, Søren Hother

Rasmussen, Hanne Vinther

Rasmussen und Christoph Messing.

Neue Geschäftsführer

für Linak Deutschland

Nach 30 Jahren als Geschäftsführer der Linak GmbH wird sich Søren Hother

Rasmussen Ende Juni 2020 in den Ruhestand verabschieden. Seine Nachfolger sind

Christoph Messing und Sebastian Meyer. Sie übernehmen nahtlos am 1. Juli 2020.

Søren Hother Rasmussen ist ein Linak-Mitarbeiter der

ersten Stunde. Er stand Firmeninhaber Bent Jensen

bereits in den 1980er-Jahren zur Seite und knüpfte

Kontakte zu den ersten Kunden in Deutschland. 1990

gründete er mit seiner Frau Hanne die deutsche Niederlassung.

Seit 1996 hat diese ihren Standort im hessischen

Nidda. Heute zählt das Unternehmen 82 Mitarbeiter

und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von ca.

94 Mio. Euro. Seinen Rückzug als Geschäftsführer zum

30. Juni 2020 kommentiert Søren Hother Rasmussen

so: „Nach so vielen Jahren wird es Zeit, das Ruder an

die nächste Generation weiterzugeben. Zusammen

mit der Konzernleitung haben wir uns für eine interne

Lösung entschieden.“

Bekannt als Vertriebsleiter Möbel

Christoph Messing und Sebastian Meyer, die beiden

neuen Geschäftsführer, haben ihre berufliche Karriere

bei Linak begonnen und sind dem Unternehmen seitdem

treu geblieben. In der Möbelindustrie ist Christoph

Messing gut bekannt als verantwortlicher Vertriebsleiter

für den Bereich Möbel. Sebastian Meyer zeichnet

für Finanzen und Personalwesen verantwortlich. „Neben

dem fachlichen Wissen zählt bei Linak besonders

die soziale Kompetenz und die Fähigkeit, mit Menschen

umzugehen und auf Menschen einzugehen“, erläutert

Søren Hother Rasmussen. „Ich blicke sehr optimistisch

in die Zukunft, denn Christoph Messing und

Sebastian Meyer kennen das Unternehmen und die

besonderen Herausforderungen für die Zukunft.“

Eine von 35 Vertriebsniederlassungen

Die Linak GmbH ist eine von 35 Vertriebsniederlassungen

des dänischen Unternehmens Linak A/S. Als

Søren Hother Rasmussen seine Karriere in den 1980er-

Jahren startete, hatte er gerade einmal 14 Kollegen.

Heute zählt das Unternehmen mehr als 2400 Mitarbeiter.

Die 82 Mitarbeiter der Linak GmbH in Nidda kümmern

sich nicht nur um den Vertrieb und das Marketing.

Kundenspezifische Anpassungen der Antriebe

werden in Nidda ebenso realisiert. Eigenen Angaben

zufolge ist das Unternehmen in den vergangenen Jahren

nachhaltig und dynamisch gewachsen. Die beiden

neuen Geschäftsführer sind sich der großen Aufgabe

mehr als bewusst. Sebastian Meyer: „Wir beide sind

sehr stolz darauf, dass uns dieses Vertrauen entgegengebracht

wird. Die ‚Fußstapfen‘, in die wir da treten

müssen, sind extrem groß, aber zum Glück haben

wir zweimal zwei Füße.“

Immer die passende Höhe

Linak gilt als einer der Marktführer im Bereich der

elektrischen Verstellsysteme. Aktuatoren des Herstellers

finden sich in elektrisch höhenverstellbaren

Schreibtischen, in Klinik- und Pflegebetten und in

zahlreichen industriellen Anwendungen. Auch in der

Küche. Ende der 1990er-Jahre brachte das Unternehmen

das erste System für einen elektrisch höhenverstellbaren

Schreibtisch auf den Markt. „Unsere Produkte

kommen immer dann zum Einsatz, wenn eine

einfache, sichere und lineare Bewegung mit präziser

und gleichmäßiger Steuerung benötigt wird“, erläutert

das Unternehmen. Dabei wirken in den Aktuatoren

Kräfte von bis zu 15 000 Newton.

Partnerschaft mit den Kunden

Der Bedarf an ergonomischen Arbeitsplätzen im Büro

und in der Industrie habe in den vergangenen Jahren

ebenso für Wachstum gesorgt wie die fortschreitende

Automatisierung im Industriebereich. Neben der Qualität

und Zuverlässigkeit der Produkte sei die partnerschaftliche

Betreuung der Kunden ein entscheidendes

Merkmal der Unternehmensphilosophie. „Die Werte

Kundennähe, Service und Qualität sind uns sehr wichtig.

Diese Werte werden wir mit dem gesamten Team

so weiterleben“, verspricht Christoph Messing.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 71


Küchenfertigung

Das neue Gebäude im

stimmungsvollen

Abendlicht.

Fotos: GERA Leuchten

Hening Pölitz, Inhaber und Geschäftsführer von

GERA Leuchten: „Ein Zuhause für die Marke GERA –

und eine Begegnungsstätte für alle, die sich für

modernes Lichtdesign interessieren.“

Begegnungsstätte

für modernes

Lichtdesign

Das thüringische Unternehmen GERA Leuchten hat an

seinem Unternehmenssitz in Gera eine Anlaufstelle für

modernes Lichtdesign geschaffen. Das neue Lichtforum

zeigt auf 1200 Quadratmetern, welchen Effekt Leuchten

und Lichtmöbel in minimalistischem Design auf die

Raum architektur haben können.

Neben den Ausstellungsflächen beherbergt das neue

Gebäude den Vertrieb, das Lager für den Online-Shop,

Konferenz- und Schulungsräume sowie eine integrierte

Küche und einen Außengrill für Events – und

wird damit seiner angedachten Funktion auch als

Begegnungsstätte gerecht. „Es geht im Lichtforum

nicht nur darum, Produkte zu zeigen“, sagt Hening

Pölitz, Inhaber und Geschäftsführer von GERA Leuchten.

„Wir wollen vielmehr zeigen, wer wir sind, wofür

wir stehen – wir wollen der Marke GERA Leuchten

ein Zuhause geben.

100 Gäste feiern die Eröffnung

Den Auftakt für eine Reihe von Veranstaltungen, in

denen Licht und Design genau wie Kommunikation

und Genuss im Mittelpunkt stehen, bildete die offizielle

Einweihung, die am 7. November 2019 gefeiert

wurde. Und damit in bewusster Nähe zum Feiertag der

Wiedervereinigung, die auch in der Unternehmensgeschichte

von GERA Leuchten eine wichtige Rolle spielte:

Ohne das Zusammenwachsen von Ost und West würde

das Unternehmen „nicht in der Form existieren, in

der es heute erfolgreich ist“, wie Hening Pölitz be-

72 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Innenansicht

des Lichtforums.

tont. „Für mich sind Ost und West Himmelsrichtungen

und keine zwei Teile Deutschlands“, sagte

der Geschäftsführer in seiner Rede. Folglich kamen

auch die rund 100 Geschäftspartner und Freunde

des Hauses aus allen Teilen der Republik. Um die

Besucher dem Anlass angemessen zu verköstigen,

hatte GERA Leuchten Mario Pattis eingeladen.

Mario Pattis ist der erste in Ostdeutschland

geborene Koch, der nach der Wende mit einem der

begehrten Sterne des Guide Michelin ausgezeichnet

wurde. Für Unterhaltung und gute Stimmung

sorgte neben einem Live-Graffiti-Sprayer aus Gera

ein Saxophonist, der später als DJ die Gäste auf

den Dancefloor brachte.

Eine Million Euro investiert

Die Einweihungsfeier war der Höhepunkt eines

Projekts, das im Jahr 2016 begonnen hatte: Damals

kaufte GERA Leuchten das Gelände, das in

unmittelbarer Nähe zum Hauptsitz liegt. Mit einer

Investition von rund einer Million Euro wurde

das Lichtforum auf dem 4000 m 2 großen Areal

errichtet. „Neben dem Wunsch, eine Begegnungsstätte

zu schaffen, war es notwendig, neuen Raum

für den Vertrieb zu schaffen. In der Produktion

war aufgrund unseres Wachstums kein Platz

mehr.“ Zumal auch der Online-Vertrieb, mit dem

das Unternehmen 2018 gestartet ist, zusätzlichen

Platz benötigt: „Unser Online-Shop entwickelt sich

zunehmend. Damit wir unser Versprechen halten

können, die Kunden innerhalb von 24 Stunden zu

beliefern, brauchten wir neue Lagerflächen. Diese

sind ebenfalls in dem Neubau untergebracht“, so

Hening Pölitz.

Rund 100 Geschäftspartner und Freunde des Hauses folgten der Einladung

zur Einweihung. Sternekoch Mario Pattis sorgte für die kulinarischen Highlights

der stimmungsvollen Feier.

1/2/2020 KÜCHENPLANER 73


Markt + Menschen

Die MöFa informiert

Qualifizierte Fachleute sind wichtiger denn je. Seit vielen Jahren ein Garant für eine

fundierte Aus- und Fortbildung ist die Möbelfachschule in Köln. Im ersten Halbjahr

2020 öffnet die MöFa die Türen für zwei Infotage im Mai und Juni.

Die Termine der

MöFa-Infotage

im ersten Halbjahr

2020. Einer

fand schon

statt, zwei weitere

folgen.

Beratung, Planung, Verkauf und

Vertrieb sind die Themen der Ausund

Fortbildungsgänge an der

MöFa. Ebenso der Managementbereich.

„Fachhandel und Industrie

Fotos: Möbelfachschule

fragen die Absolventen der Fachschule

des Möbelhandels sehr rege

nach, sodass sie in der Regel aus

mehreren Angeboten wählen können

und meist bereits vor dem Abschluss

ihren Arbeitsvertrag in der

Tasche haben“, berichtet die Schulleitung.

Fachrichtung Möbelhandel

Die nächsten Informationstage der

Möbelfachschule finden am 9. Mai

und 27. Juni 2020 statt. Diese Veranstaltungen

wenden sich an Interessierte,

die Qualifikationen in der

Fachrichtung Möbelhandel anstreben.

Dazu zählen:

• schulische Berufsausbildung

und Fachhochschulreife in der

Höheren Berufsfachschule,

• Fachschulbildungsgänge für

Aufstiegsinteressierte nach einer

Berufsausbildung sowie

• dualer Fachschulstudiengang

für Schulabgänger/innen mit

Abitur oder Fachhochschulreife,

die in drei Jahren eine Berufsausbildung

und den Abschluss

staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in,

Fachrichtung Möbelhandel

erwerben wollen.

Weitere Informationen gibt es im

Netz auf www.moefa.de

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E-Mail: info@tebue-licht.de

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74 KÜCHENPLANER 1/2/2020


Impressum

Magazin für alle, die Küchen planen und

produzieren, kaufen und verkaufen.

Erscheint im 54. Jahrgang (2020)

www.kuechenplaner-magazin.de

www.strobelmediagroup.de

Verlag

STROBEL VERLAG GmbH & Co. KG

Postanschrift: Postfach 56 54, 59806 Arnsberg

Hausanschrift: Zur Feldmühle 9 – 11, 59821 Arnsberg,

Tel.: 02931 8900-0, Fax: 02931 8900-38

Herausgeber

Dipl.-Kfm. Christopher Strobel, Verleger

Redaktion

Dirk Biermann, Chefredakteur,

(verantwortlich im Sinne des Presserechts)

Amselweg 10, 32105 Bad Salzuflen

Telefon: 05222 9441188

E-Mail: d.biermann@strobelmediagroup.de

Astrid Plaßhenrich (apl)

Camillo F. Kluge (cfk)

Redaktionssekretariat

Birgit Brosowski

Telefon: 02931 890041

E-Mail: redaktion@strobelmediagroup.de

Anzeigen

Anzeigenleiter/Leiter Online-Medien: Stefan Schütte

E-Mail: s.schuette@strobelmediagroup.de

Mediaservice: Anke Ziegler und Sabine Trost

Telefon: 02931 8900-21 oder 02931 8900-24

E-Mail: anzeigen@strobelmediagroup.de

Zurzeit ist Anzeigenpreisliste 2020 gültig.

Anzeigenverkauf Inland: Uwe Sommerfeld,

Iserstr. 58, 14513 Teltow,

Telefon: 03328 3090566, Telefax: 03328 3090567,

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Der Bezug als Print- oder Digitalausgabe ist nur

in Kombination mit einer Mitgliedschaft unter

KÜCHENPLANER LOGIN möglich: Anmeldung unter

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BIC WELADED1ARN

Postbank Dortmund,

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Druckvorstufenproduktion

STROBEL PrePress & Media,

Postfach 56 54, 59806 Arnsberg,

E-Mail: datenannahme@strobelmediagroup.de

Herstellung

Siegbert Hahne

Layout

Catrin Dellmann

Druck (Lieferadresse für Beihefter und Beilagen)

Griebsch & Rochol Druck GmbH

Gabelsbergerstraße 1 (Gewerbepark Rhynern)

59069 Hamm

Veröffentlichungen

Zum Abdruck angenommene Beiträge, Manuskripte

und Bilder, einschließlich der Negative, gehen mit

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Der Autor räumt dem Verlag das unbeschränkte

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und Datennetzen (z. B. Online-Dienste)

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1/2/2020 KÜCHENPLANER 75


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