Der Harz_03_20

wittchen

Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 03_2020

Saisoneröffnung

der Harzer

Wandernadel Seite 8

Naturparke in

Sachsen-Anhalt

Seite 10

Wanderungen:

Termine im April

Seite 16

www.harzklub.de


DDR

MUSEUM

THALE

Steinbachstraße 5a

Öffnungszeit:

Mo. - Fr. 10:00 - 18:00

Sa. 10:00 - 16:00

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Köhlerei-Museum Tradition & Entwicklungsgeschichte

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NEUERSCHEINUNG

Wolfgang Schilling

SCHIERKE

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EDITORIAL

Impressum

Herausgeber:

Der Harzklub e.V.

Heimat-, Wander- und

Naturschutzbund

Am Alten Bahnhof 5a

38678 Clausthal-Zellerfeld

Telefon 05323 81758

info@harzklub.de

www.harzklub.de

Redaktion:

Christoph Steingaß

Redaktionskollegium:

Matthias Bein (Haupt pressewart),

Michael Rudolph (Stellv. Hauptpressewart),

Marion Schmidt

(Hauptschrift wartin), Christoph

Steingaß (verantwortlich), Klaus

Dumeier (Stellv. Präsidenten).

Beiträge, die nicht ausdrücklich

als Stellungnahme der genannten

Institutionen gekennzeichnet sind,

stellen die persönliche Meinung

des Verfassers dar. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos

übernimmt der Verlag keine Gewähr.

Der auszugsweise oder vollständige

Abdruck von Beiträgen ist nur

mit Genehmigung des Verlages

gestattet.

Redaktions- und Anzeigenschluss:

Jeweils zum 15. des Vormonats.

Verlag und Druck:

(Redaktion, Anzeigen, Vertrieb)

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38855 Wernigerode

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Telefax: 03943 5424-99

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Telefon: 03943 5424-0

DER HARZ erscheint Anfang des

Monats. Jahresabonnementpreis:

31,57 € inkl. Versandkosten und

7 % MwSt. Zeitung ist kündbar bis

30. September des laufenden Jahres

für das Folgejahr.

Foto Titelseite:

Ende März zeigen die blühenden

Apfelbäume den Frühling an

(Foto: Harzklub-Archiv)

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir heute durch unseren Harz wandern, so erkennen wir ihn an vielen Stellen nicht

wieder. Stürme, Hitze, Trockenheit und massiver Borkenkäferbefall haben unseren Harzer

Wald verändert. Nicht nur bei den Fichtenbeständen ist die Situation dramatisch, auch die

Buchen und Eichen sind bereits gravierend geschädigt. Die Forstwirtschaft ist vor gewaltige,

bisher nicht gekannte Herausforderungen gestellt.

Seit Jahrzehnten ist der Harzklub e.V. als Heimat-, Wander- und Naturschutzbund ein starker

Partner der Landesforsten in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Gemeinsam

gestalten wir unseren Wald als Ort der Erholung, widmen uns dem Artenschutz und der

Landschaftspflege.

Am 18. April 2020 findet die Jahreshauptversammlung des Harzklubs statt. Der Erhalt und

die künftige Entwicklung unserer Harzer Wälder werden das zentrale Thema sein. Hunderte

unserer ehrenamtlichen Mitglieder sind fest entschlossen, die Landesforsten bei Baumpflanzaktionen

zu unterstützen. Zur Jahreshauptversammlung werden richtungsweisende

Beschlüsse gefasst und Hilfsmaßnahmen angeboten, um die landschaftliche Vielfalt unseres

Harzes langfristig zu erhalten und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Ich möchte alle unsere Leserinnen und Leser motivieren, sich unseren Aktivitäten anzuschließen

und sich gemeinsam mit dem Harzklub für unsere Harzer Heimat zu engagieren.

Beteiligen Sie sich am langfristigen Aufbau artenreicher stabiler Wälder, die dem Klima

und den Höhenlagen des Harzes angepasst sind. In den kommenden Ausgaben unserer

Vereinszeitschrift und unter www.harzklub.de werden wir Sie weiter darüber informieren.

Frisch Auf! Wir freuen uns auf Ihre Mitwirkung!

Ihre Annett Drache

INHALT

4. Diskussionsforum des Harzklub e.V. 4

Gedanken über den Harzklub 2020 6

Harzer Wandernadel plant die Veranstaltungs-Höhepunkte 2020 7

Saisoneröffnung der Harzer Wandernadel 2020 8

Naturparke in Sachsen-Anhalt 10

Fossilienausstellung des Goslarer Museums im neuen Gewand 11

Harzer Schmalspurbahnen lassen „Faust“ auf dem Brocken neu auferstehen 12

Band 17 der Nationalpark-Schriftenreihe erschienen 13

Der Harz präsentiert sich auf der ITB in Berlin 14

Baumstämme aus Beethovens Zeiten werden versteigert 15

Termine im April 16

Jahreshauptversammlung des Harzklub e.V. am 18. April 2020 in Thale 17

Der Barrierefreie Rundwanderweg im Luftkurort Neustadt/Südharz 18

Veranstaltungen im März 2020 19

Tierbeobachtungen auf Wanderungen im Harz und Umgebung 20

Fahrzeugübergabe bei der DAA in Goslar-Oker 21

Mitgliedschaft im Harzklub e.V. 22

03 | 2020

3


HARZKLUB

„Alpin-Ski im Harz?“

4. Diskussionsforum

des Harzklub e.V.

Sabine Wetzel (Grüne) und Walter Lampe (NSV). In der

Mitte Moderator Andreas Rietschel (Foto: Annett Drache)

Unser Harz hat sich verändert. Der Klimawandel

ist aufgrund des massiven

Baumsterbens durch Stürme, Trockenheit

und Borkenkäferbefall in den vergangenen

zwei Jahren für jedermann

sichtbar geworden. Auch zum Beginn

des Jahres 2020 ist angesichts hoher

Temperaturen an Schneefall nicht zu

denken.

Doch wie stehen die Prognosen für den

Wintersport? Lohnt es sich noch, in den

Wintersport zu investieren? Welche Möglichkeiten

bieten künftig unsere Wintersportvereine

im Harz?

Zu dieser Thematik hatte der Harzklub am

12. Februar 2020 in das Kurgastzentrum

nach Braunlage eingeladen. Über 120 Zuschauer

waren der Einladung gefolgt.

Mit Sabine Wetzel, der Vorsitzenden der

Regionalgruppe Wernigerode Bündnis 90/

Die Grünen im Kreisverband des Landkreises

Harz und Stadträtin von Wernigerode

sowie Walter Lampe, dem Präsidenten des

Niedersächsischen Skiverbandes e.V. und

ehemaligen Bürgermeister der Samtgemeinde

Oberharz, standen zwei kompetente

Gesprächspartner zur Verfügung. Moderiert

wurde die Veranstaltung in bewährter

Weise von Andreas Rietschel.

Rietschel begann mit einer kurzen Beschreibung

der aktuellen Wettersituation

und gab einen kurzen Überblick über die

geplanten Entwicklungsmaßnahmen am

Wurmberg und Winterberg.

Frau Wetzel äußerte sich in ihrem Eingangsstatement

positiv zu einer einheitlichen

Entwicklung des Gesamtharzes

sowohl touristisch als auch hinsichtlich

der Herausforderungen durch den Klimawandel.

In Bezug auf den Wintersport

steht für sie die Frage: „Sollte es alpinen

Skisport im Harz um jeden Preis geben?“ im

Vordergrund. Die künstliche Beschneiung

verursacht schon heute hohe Kosten und

verbraucht sehr viel Energie und Wasser.

„Für die Beschneiung einer rund 30 Meter

breiten Piste werden über 500 m³ Wasser

benötigt“, gab Wetzel im Bezug zu der am

Winterberg bei Schierke geplanten Skipiste

an. Hier sollte eine stärkere Fokussierung

auf einen nachhaltigen Tourismus unter

Ausnutzung der natürlichen Ressourcen

des Harzes erfolgen. Ziel müssen Ganzjahresangebote

sein und nicht künstlich

betriebene Anlagen. „Braunlage bietet hier

schon viele Angebote und Möglichkeiten“.

Walter Lampe ging in seinem Statement auf

die Breite der Angebote im Wintersport ein.

Der Harz darf nach seiner Meinung nicht nur

als Destination für den alpinen Skisport gesehen

werden. „In Deutschland gibt es rund

8 Millionen Skifahrer, 87 Prozent davon betreiben

aktiv den Alpinskisport“. Hieraus

ergeben sich auch für den Harz große Möglichkeiten.

Die Attraktivität des Gebietes

hänge aber heute stark von der Vorhaltung

technischer Anlagen (Skilifte, Gastronomie,

Übernachtungsmöglichkeiten) ab. Über seinen

eigenen Umweltreferenten besitzt der

Niedersächsische Skiverband einen sehr

guten Zugang zu Fachleuten im Bereich der

Umwelt. Aufgabe der Vereine sei es auch,

das Umweltbewusstsein der Skiläufer zu

fördern. Eine technische Beschneiung ist

allerdings vielfach die Voraussetzung dafür,

ein regelmäßiges Training und die Durchführung

von Wettbewerben zu gewährleisten.

Skifahren wird auch künftig einen

hohen Stellenwert im Harz haben. Der Harz

ist ein traditionelles Wintersportgebiet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die

künstliche Beschneiung ist die Anlage

von Schneeteichen, künstlichen Gewässern

zum Betrieb der Schneekanonen. Am

Wurmberg erfolgt hierfür eine Wasserentnahme

aus der Warmen Bode.

Frau Wetzel sieht die Beschneiung auf

Grund des gegenwärtigen Temperaturanstiegs

und dem damit einhergehenden

Ausbleiben von Frosttagen sehr kritisch.

Außerdem gibt es große Wasserverluste

durch Verdunstung. „Die zu hohe Wasserentnahme

aus der Kalten und Warmen

Bode führt zu einer dauerhaften Störung

des Wasserkreislaufs“.

4 03 | 2020


HARZKLUB

Für Walter Lampe schließen sich Wintersport

und ökologische Nachhaltigkeit nicht

aus. Wichtig sei die Integration von Wintersportangeboten

in ein Ganzjahreskonzept.

Die Entwicklung der Schneeverhältnisse in

Harz kann momentan noch niemand zu 100

Prozent vorhersagen. „Es wird auch wieder

Winter mit ausreichend Schnee geben“, ist

sich Lampe sicher.

Beide Redner waren sich darüber einig,

dass der Fokus der zukünftigen touristischen

Entwicklung auf dem Ausbau von

Ganzjahresangeboten, als Ausgleich für

schneearme Zeiten liegen sollte. Hierzu

sind langfristige Strategien notwendig. Das

Thema Beschneiung wurde wesentlich intensiver

diskutiert, hierbei konnte am Ende

keine Übereinstimmung erzielt werden.

An der sachlichen Diskussion beteiligten

sich neben den Harzklub-Mitgliedern,

auch Vertreter der Kommunen, vom Nationalpark

Harz und aus verschiedenen

touristischen oder gastronomischen Einrichtungen.

Die Redebeiträge und Aussagen aus dem

Publikum zielten klar in die Richtung ab,

im Harz Alternativen für schneearme Zeiten

zu schaffen. Sei es durch den Ausbau

von Skiroller-Strecken, die Erweiterung des

Angebots für E-Bikes oder die Neugestaltung

des Wanderwegenetzes. Herr Pusch

informierte, dass der Nationalpark Harz

durch das Spuren von Loipen im hohen

Maße zur Förderung des Wintersports

beitrage. Er befürwortete den Erhalt bestehender

technischer Anlagen, jedoch keinen

Neubau. Herr Langer, der neugewählte

Bürgermeister von Braunlage, stellte dar,

dass es in Braunlage mittlerweile wieder

über 1,4 Millionen Übernachtungen gibt.

Allein im Winter fallen davon über 300.000

Übernachtungen an. „Der Winter spielt für

unseren Tourismus eine wichtige Rolle“,

so der Bürgermeister. Zurzeit arbeitet die

Stadt Braunlage an der Aufstellung eines

neuen Ganzjahres-Tourismuskonzeptes,

auch in Hinsicht auf die veränderten

Anforderungen durch den Klimawandel.

Herr Otto, als Betreiber der Anlagen am

Matthias-Schmidt-Berg in St. Andreasberg,

ist sich sicher, dass eine einseitige Konzentration

auf Wintersportangebote nicht

zum Erfolg führen kann. Als wirtschaftliche

Grundlage können nur Ganzjahresangebote

dienen. „Wir beschneien unsere Hänge nur,

wenn es wettertechnisch passt und damit

wirtschaftlich vertretbar ist“, so unterstrich

Otto seine Aussage. Für Frau Bothe, Leiterin

des Rodelhauses Braunlage sei es vor allem

wichtig, die Gäste bei guter Stimmung zu

halten, auch wenn kein Wintersport möglich

ist. Hierfür setzt sie ihre ganze Kraft ein.

Abschließend bedankte sich Dr. Oliver Junk

bei den Teilnehmern des Diskussionsforums

und freute sich über den fundierten

fachlichen Austausch auf hohem Niveau

und das große Interesse der Besucher.

Christian Resow

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03 | 2020

5


HARZKLUB

Hütte am Keller

Klaus Petersen

und Hannes Niitväli

bei der Arbeit

Bankgruppe aufstellen

an der Spinne

Meine Gedanken über den Harzklub 2020

…oder: Wir schaffen das!

Der Verein, der uns alle verbindet,

wurde im Jahr 1886 gegründet.

Das ist nun genau 134 Jahre her.

Und seit seiner Gründung hat der

Harzklub sich erfolgreich bemüht,

das Wandern zu fördern, das

Brauchtum zu entwickeln und zu

erhalten und, etwas später, auch

die Heimat und die Natur zu pflegen

und zu schützen. Das alles geschah

und geschieht noch heute beinahe

ausschließlich in ehrenamt licher

Arbeit.

Die fleißigen Helfer und Helferinnen sind

harzweit und im Umland unermüdlich

unterwegs. Sie unterhalten die umfangreiche

Beschilderung, stellen Bänke und

Schutzhütten auf und pflegen diese Einrichtungen,

die uns allen zur Erholung

dienen. Sie mähen die Wanderwege frei,

erhalten Aussichtspunkte und andere

Sehenswürdigkeiten und achten darauf,

dass die Wanderkarten – zunehmend

auch digital – auf einem aktuellen Stand

sind.Viele Amateurkünstler jeden Alters

– Jodler, Sänger, Tänzer, Spieler von Instrumenten

– erfreuen seit jeher Gäste und

Harzer mit ihren Darbietungen. Sie tragen

kunstvoll gestickte Trachten oder stellen

alte Harzer Berufe nach. In Heimatstuben

stellen sie viele Dinge zur Schau, die sonst

längst in Vergessenheit geraten wären.

In vielen Zweigvereinen engagieren sich

die Mitglieder im Naturschutz. Sie bauen

Nistkästen, pflegen Streuobstwiesen und

halten die Landschaft sauber, indem sie

die Hinterlassenschaften uneinsichtiger

Menschen in Müllsäcken entfernen. Vieles

davon geschieht unbemerkt, wie bei den

6 03 | 2020


HARZKLUB

Heinzelmännchen sind plötzlich beinahe

über Nacht notwendige Arbeiten erledigt.

Seit genau 134 Jahren werden all diese

Aufgaben bewältigt. Der Harzklub erntet

dafür allerorten Dank und Anerkennung.

Die Kompetenz des Vereins in all diesen

Bereichen ist unbestritten.

Nun gibt es aber so langsam ein Problem!

Diejenigen aus den Reihen des Harzklubs,

die sich ehrenamtlich engagieren, sind

zum Teil etwas in die Jahre gekommen. Es

ist nicht so, dass sie in einigen Teilen des

Harzes diese Arbeiten nicht mehr ausüben

wollen – sie können es einfach nicht mehr!

Sie haben lange Zeit die Geschicke ihres

Zweigvereins begleitet und man merkt bei

Vielen, dass sie alters- oder krankheitsbedingt

ihre praktischen Aktivitäten immer

mehr reduzieren müssen. Wir sind darüber

sehr traurig!

Die ehrenamtliche Arbeit – also das freiwillige

und uneigennützige Engagement für

andere – ist immer eine Aufgabe des Gebens

und Nehmens und läuft idealerweise

in beide Richtungen. Der Gebende freut sich

über die eigene erbrachte Leistung für sich

und andere. Der Nehmende sollte bemüht

sein, durch Lob und Anerkennung etwas

zurückzugeben und selbst aktiv zu werden.

Nach Jahrzehnten vieler unbezahlter und

unbezahlbarer Arbeitseinsätze müssen die

„Gebenden“ nun aber kürzertreten.

Aber was nun? Wie kann es weitergehen?

Wie sähe sonst die Zukunft aus? Umgefallene,

unleserliche oder gar verschwundene

Wegeschilder und -zeichen? Verfaulte Bänke

und undichte Dächer der verfallenden

Schutzhütten? Zugewachsene Wanderwege

und Aussichtspunkte? Langsamer

Untergang unserer teilweise einmaligen

Harzer Kultur? Das will doch keiner!

Nein, ich möchte hier die jüngere Generation

nicht pauschal wachrütteln, denn

viele von ihnen haben lobenswerterweise

bereits andere Aufgaben für unsere Gesellschaft

übernommen. Aber ich möchte mit

deutlichen Worten auf ein Problem hinweisen,

dem wir uns unbedingt stellen müssen.

Lasst uns gemeinsam nach praktikablen

Lösungen suchen und einen Weg aus diesem

Dilemma finden. Wir müssen nach

vorhandenen oder neuen Mitgliedern Ausschau

halten, die bereit sind, sich zu engagieren

und Verantwortung zu übernehmen.

Ich bin mir ganz sicher, dass es sie gibt!

Nun soll bitte niemand glauben, dies hier

sei ein Abgesang auf unseren heimatverbindenden

Verein. Ganz im Gegenteil! Der

Harzklub ist und bleibt unentbehrlich,

wenn wir unser schönes Mittelgebirge für

unsere Besucher und für uns bestmöglich

präsentieren wollen. Wenn es ihn noch

nicht gäbe, müsste man ihn schnellstens

flächendeckend gründen! Punkt!

Ich bin sehr an der Meinung der Leser von

Der Harz“ interessiert. Einerlei ob Harzklubler

oder nicht. Habe ich übertrieben

oder vielleicht das ganze Ausmaß noch

nicht erkannt? Gibt es doch andere Alternativen

oder ist gar die unermüdliche Arbeit

der emsigen Mitglieder zukünftig im

digitalen Zeitalter entbehrlich?

Lasst doch mal etwas von euch hören!

Christoph Steingaß

Harzer Wandernadel plant die

Veranstaltungs-Höhepunkte 2020

Auch das Wanderjahr 2020/2021 soll wieder

harzübergreifend mit einigen Höhepunkten

geschmückt werden. Deshalb haben der

Vorstandsvorsitzende Klaus Dumeier mit

den Leiterinnen der HWN Geschäftsstelle

Christina Grompe und Tanja Fiedler einen

Veranstaltungsplan aufgestellt. Geplant

wurden auch die Standorte des temporären

„Wandernden Stempelkasten“, welcher sich

jeweils für zwei Monate an einem Standort

befindet. Er soll die Wanderer zu besonderen,

jahreszeitlich interessanten Orten

führen, welche bislang im numerischen

Stempelsystem keine Berücksichtigung

gefunden haben.

v.l. Christina Grompe,

Tanja Fiedler und Klaus

Dumeier bei der

Planung 2020/2021

03 | 2020

7


HARZ AKTUELL

Saisoneröffnung der

Harzer Wandernadel 2020

Die Saisoneröffnung der Harzer

Wander nadel findet dieses Jahr

mitten im UNESCO Weltkulturerbe

„Oberharzer Wasserwirtschaft“ statt.

Am 25.04.20 ab 09.30 Uhr sind alle

Wanderer herzlich in den Kurpark

nach Hahnenklee eingeladen, um gemeinsam

mit Wanderfreunden in die

neue Saison zu starten.

Blick auf den Kranichteich in Hahnenklee

Wie in jedem Jahr werden Wanderungen

mit unterschiedlichen Distanzen und thematischen

Schwerpunkten angeboten.

Am Parkplatz an der Stabkirche wartet

um 10.00 Uhr der Turbokaiser Helmut III.,

der seine Teilnehmer auf eine spannende

Wanderung rund um den Aktivort Hahnenklee

mitnimmt. Außerdem können Gäste

auf einer Wanderung das Weltkulturerbe

hautnah erleben. Ab 09.30 Uhr begeben

sich die Teilnehmer, zusammen mit einem

zertifizierten Welterbeführer, auf eine Entdeckertour

entlang der Gräben der Wasserwirtschaft.

Hier wird alles Wissenswerte

über die Bergbaugeschichte und dieses

bedeutende vorindustrielle Energieversorgungssystem

vermittelt. Neben den

geführten Wanderungen wartet ein buntes

Rahmenprogramm mit Infoständen,

Leckereien und musikalischer Unterhaltung

im Kurpark auf die Gäste.

Der Wildnis beim Wachsen zuschauen im Nationalpark Harz

Neue Wandernadel „Wildnis-Entdecker“

Die neue Wandernadel führt Sie in

eine ganz besondere Gegend – den

Nationalpark Harz – einen der größten

Waldnationalparke Deutschlands. Auf

rund 10 % der Harzfläche darf sich hier

die Natur in vielen Bereichen vollkommen

frei nach ihren eigenen Regeln

entfalten. Eine neue Wildnis entsteht!

Wir können ihr bei unseren Wanderungen

beim Wachsen zuschauen und

zahlreiche große und kleine Naturwunder

entdecken.

Rund 40 der 222 regulären Stempelstellen

der Harzer Wandernadel befinden sich im

Nationalpark Harz oder direkt an seinen

Grenzen. Hinzu kommen verschiedene feste

Sonderstempelstellen und zahlreiche wechselnde

Aktionsstempel, z. B. für Rangerführungen,

Pflanzaktionen und mehr. Welche

Stempel sich für die neue Nadel qualifizieren,

erfahren Sie im brandneuen Begleitheft –

Hintergrundwissen zum Waldwandel und

Platz für alle Stempelabdrücke inklusive.

Lassen Sie sich überraschen, begeben

Sie sich mit der Harzer Wandernadel auf

Entdecker tour und werden Sie zum waschechten

„Wildnis-Entdecker“ im Nationalpark

Harz. Das neue Begleitheft „Wildnis-Entdecker“

und die dazugehörige Wandernadel

sind erstmals bei der Saisoneröffnung der

Harzer Wandernadel erhältlich.

8 03 | 2020


HARZ AKTUELL

Kaiserwanderung am

Freitag, 22. Mai 2020

Unsere beiden Botschafter Helmut

Engelmann und Brocken-Benno, welcher

an diesen Tag 88 Jahre alt wird, führen uns

auf der diesjährigen Kaiserwanderung über

das Eckerloch auf den Brocken. Den genauen

Routenverlauf des Rückwegs halten

die beiden Freunde noch geheim, da einige

Überraschungen eingeplant sind.

Treffpunkt: Freitag, den 22.05.2020 um

9.00 Uhr Schierke, letzter Parkplatz an der

Brockenstraße.

Auf der Wanderung

der beiden Ministerpräsidenten

von Niedersachsen

nach Sachsen-

Anhalt wurden

Stephan Weil und

Reiner Haseloff

auch von Brocken-

Benno und

Helmut Engelmann

begleitet.

Kaiser- und Königstreffen am Sonntag,

dem 20.09.2020 in Ballenstedt

„Albrecht der Bär“ war einer der wichtigsten

Fürsten seiner Zeit und gilt als Begründer

des Fürstentum Anhalt. Hier wurde er im

Jahr 1100 geboren und 1170 bestattet.

Anlässlich seines 850. Todestages wird im

Rahmen unseres Kaiser- und Königstreffens

der neue Albrechtswanderweg eingeweiht,

welchen die Stadt und der Harzklub Zweigverein

Ballenstedt mit weiteren Partnern

eingerichtet hat. Der Weg verbindet das

Ballenstedter Schloss mit der Burg Anhalt

im Selketal. Entlang dieses Weges wird auf

Tafeln die Geschichte von Albrecht dem Bären

vorgestellt, so dass für Jedermann die

Chance besteht sich die Geschichte Anhalts

zu erwandern.

Beginn der geführten Wanderung auf dem

Albrechtswanderweg ist am 20.09.2020 um

10.00 Uhr am Schlossplatz in Ballenstedt. Für

Verpflegung mit Getränken und Spezialitäten

vom Grill ist in der Mittagszeit im Bereich

der ehemaligen Selkemühle gesorgt. Dort

Am 16. November

2019 wurde mit

vielen Ehrengästen

das neue Denkmal

von Albrecht dem

Bären im Innenhof

des Ballenstedter

Schlosses eingeweiht.

findet auch die offizielle Einweihung des

Albrechtswanderweges mit einer Sonderstempelstelle

der Harzer Wandernadel statt.

Wald-Weihnacht am Sonntag,

dem 6.12.2020 in der Grube Glasebach

Die Grube Glasebach bei Straßberg im Ostharz

ist eine magische Welt unter Tage, welche

einen intensiven Eindruck des Harzer

Altbergbaus vermittelt. Die Besucher können

während der Befahrung zwei original

erhaltene Sohlen aus dem 18. Jahrhundert

besichtigen und unter sachkundiger Führung

die Arbeitsstätten und Werkzeuge erkunden.

Die Hauptmineralisation besteht

aus Fluorit – Quarz – Kalzit aber auch Sinterungen

und Kristallbildungen beeindrucken

die Besucher durch ihre farbige Vielfalt.

Eindrucksvoll werden die Untertage-Arbeitsbedingungen

der vergangenen Jahrhunderte

lebendig dargestellt. Im Museum

ist ein Modell der historischen Wasserkunst

sowie in der Radstube ein 9,5 m großes

Kunstrad zu bewundern. Die Schwingenkunst,

welche dazu diente die Wasserkraft

gleichzeitig für Steigerschacht und Schrägschacht

umzusetzen war in Deutschland

einmalig.In diesem historischen Ambiente

findet am Nikolaustag 2020 die Waldweihnacht

der Harzer Wandernadel statt. Ab

10:00 Uhr werden Rundwanderungen auf

dem Bergbaulehrpfad sowie Führungen

Unter- und Übertage angeboten. Im vorweihnachtlichen

Lichterglanz ist natürlich

auch reichlich für das leibliche Wohl ganz in

der Tradition der Harzer Bergleute gesorgt.

03 | 2020

9


REGIONALVERBAND HARZ

Einigkeit macht stark

Naturparke in Sachsen-Anhalt

Am Ufer der Saale

präsentierte Umweltstaatssekretär

Klaus Rehda die

neue Broschüre. (Foto:

Naturpark Unteres Saaletal)

Die Naturparke in Sachsen-Anhalt

befinden sich alle sechs in freier

Trägerschaft. Gegründet wurden sie

zwischen 1991 und 2012. Der älteste

Naturpark des Landes ist der Geo-

Naturpark Saale-Unstrut-Triasland,

der jüngste der Naturpark Harz/

Sachsen-Anhalt (Mansfelder Land).

Gemeinsam mit den anderen vier

Naturparken stellen sie sich in einer

48-seitigen Broschüre vor.

Herausgeber ist das Landesverwaltungsamt

Sachsen-Anhalt. Als obere Naturschutzbehörde

übt es die Aufsicht aus über

die durch Verordnung oder Allgemeinverfügung

eingerichteten Naturparke. Insgesamt

fünf Träger zeichnen vor Ort verantwortlich

für die Naturparkarbeit, darunter

der in der Welterbestadt Quedlinburg

geschäftsansässige Regionalverband

Harz e.V. für die beiden Naturparke Harz/

Sachsen-Anhalt (gegründet 2003) und Harz

Sachsen-Anhalt (Mansfelder Land). Alle fünf

Trägerorganisationen sind gemeinnützige

Vereine hinter denen Landkreise, Städte

und Gemeinden oder auch natürliche oder

juristische Personen des Privatrechts als

Mitglieder stehen. Die einheitliche Rechtsform

der Trägerorganisationen ebenso wie

eine seit vielen Jahren andauernde personelle

Kontinuität der Geschäftsführungen

und die verlässliche Projektförderung des

Landes begünstigten eine sehr positive

Entwicklung der Naturparke. Die Arbeitsgemeinschaft

der Naturparke in freier Trägerschaft

in Sachsen-Anhalt wird von der

Politik wahrgenommen. Wiederholt war die

Arbeitsgemeinschaft zu Gast im Umweltausschuss

des Landtages. Zu einer guten

Tradition gehören auch jährliche Treffen

mit der Hausspitze des Ministeriums für

Umwelt, Landwirtschaft und Energie des

Landes Sachsen-Anhalt. Auftakt dafür ist jeweils

im Januar ein Klausurtreffen mit dem

Umweltstaatssekretär und mit Vertretern

des Landesverwaltungsamtes. Auf Einladung

des Verbands Naturpark „Unteres

Saaletal“ fand das Klausurtreffen Anfang

Titelseite der neuen Broschüre

2020 statt im Restaurant „Zur Georgsburg“

am Ufer der Saale unweit von Könnern.

Einer der Tagesordnungspunkte war die

Präsentation der Broschüre „Naturparke

Sachsen-Anhalt“. Es ist die erste Veröffentlichung,

die anhand von Ausflugstipps zu

den schönsten Landschaften des Landes

einen Überblick über alle sechs Naturparke

gibt. Neben den bereits genannten

sind das auch die Naturparke Fläming/

Sachsen-Anhalt (gegründet 2005) und der

auf der Grundlage eines Staatsvertrages

zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und

dem Freistaat Sachsen 1992 gegründete

Naturpark Dübener Heide. Der gastgebende

Naturpark Unteres Saaletal war 2005

gegründet worden. Er ist 40.800 ha groß,

steht aber unmittelbar vor einer Gebietserweiterung.

Durchzogen wird er von der

Saale, an deren Ufern solch geschichtlich

bedeutsame Orte wie Wettin, Plötzkau und

Bernburg liegen. Bernburg, heute Hauptsitz

der Verwaltung des Salzlandkreises, war

wie zeitweilig auch Plötzkau Residenzstadt

in Anhalt. Weite Teile des Unterharzes mit

den Städten Ballenstedt, Gernrode, Güntersberge,

Harzgerode und Hoym gehörten

zum Herzogtum Anhalt-Bernburg. Landschaftlich

besonders reizvoll und für den

Naturschutz bedeutsam sind im Naturpark

Unteres Saaletal der Auwald bei Plötzkau,

der Saaledurchbruch bei Rothenburg, die

Brachwitzer Alpen oder das Laweketal als

Eingangstor ins Mansfelder Land. Zum Besuch

empfohlen werden auch das Schloss

Bernburg mit einem interessanten Museum

oder der Naturlehrpfad bei Mücheln. Der

führt entlang von Porphyrfelsen durch ausgedehnte

Trockenrasenflächen mit einer

angepassten, artenreichen Flora und Fauna.

Dr. Klaus George

Die Öffentlichkeitsarbeit des

Regionalverbands Harz wird gefördert

aus Mitteln des Ministeriums für

Umwelt, Landwirtschaft und Energie

des Landes Sachsen-Anhalt.

10 03 | 2020


REGIONALVERBAND HARZ

Auf den Spuren des Lebens

Fossilienausstellung des Goslarer

Museums im neuen Gewand

Was lebte früher im Harz? Diese Frage

beantwortet die Fossiliensammlung

mit über eintausend ausgestellten

Exponaten. Die Ausstellung leitet den

Besucher durch die Zeit der lebendigen

Erde während der letzten 540

Mio. Jahre. Sie wertet das Goslarer

Museum als Geoparkinformationszentrum

weiter auf.

Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk

trat anlässlich der Vernissage zur Neueröffnung

als Erster ans Rednerpult. Er unterstrich,

dass sich der Wert des Goslarer

Museums nicht an der Zahl von dessen Besuchern

messen lässt, schon gar nicht im

Vergleich mit der Kaiserpfalz. Ein Museum

hat weitere Aufgaben zu erfüllen: Sammeln,

Bewahren, Forschen und Vermitteln. Die

wertvolle Fossiliensammlung im Goslarer

Museum gehört dem Naturwissenschaftlichen

Verein. Dessen Mitgliedern galt der

besondere Dank. Nicht allein, dass sie der

Neupräsentation nach einem modernen

didaktischen Konzept erst zustimmen

mussten. Nein: Allen voran die Vereinsvorsitzende

Dr. Agnes Daub, legten sie im

letzten halben Jahr selbst auch Hand an.

Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen

und Klimaschutz für die nächsten Jahre

verstetigt wird.

Die neue Ausstellung ist zweisprachig, erklärt

die Entstehung von Fossilien und verweist

auf weltweit herausragende Fundstellen

für bestimmte Erdzeitalter in Gebieten

von UNESCO Global Geoparks. Eine der 37

Vitrinen widmet sich allein dem Europasaurus,

einem Sensationsfund im Steinbruch

Langenberg bei Oker. Ihr gegenüber

befindet sich das Trilobit-Puzzle. Einer der

Urkrebse, erwacht dort durch Kinderhände

als dreidimensionales Puzzle zum Leben.

Insgesamt investierte der Regionalverband

Harz, Arbeitszeit und notwendige Reisekosten

von Frau Giebeler eingerechnet,

36.500 Euro in die Neugestaltung.

Dr. Klaus George & Fiona Giebeler

Frau Dr. Elke Gröning (TU Clausthal) stellte

wertvolle Zeichnungen zur Verfügung und

Prof. Dr. Carsten Brauckmann vom Institut

für Geologie und Paläontologie beriet

die Ausstellungsmacher, zu denen auch

die Studentin der Erdwissenschaften an

der Universität Wien, Fiona Giebeler gehörte.

Sie war gerade als Commerzbank-

Umweltpraktikantin in der Geschäftsstelle

des Regionalverbandes Harz in der

Welterbestadt Quedlinburg tätig, als dort

der Bewilligungsbescheid der NBank zur

Geoparkförderung durch das Land Niedersachsen

einging. Sie konnte danach befristet

eingestellt werden. In seiner Rede nahm

dies Landrat Brych zum Anlass, der Geschäftsstellenleitung

des Regionalverbandes

Harz für die erfolgreiche Lobby arbeit

zu danken. Inzwischen ist klar, dass die

Förderung sowohl des Geoparks aus dem

Etat des Niedersächsischen Ministeriums

für Wirtschaft, Arbeit, Digitalisierung und

Verkehr als auch die Förderung des Naturparks

aus Mitteln des Nieder sächsischen

Landrat Thomas Brych dankt Fiona Giebeler (Regionalverband Harz) und

Dr. Agnes Daub (Naturwissenschaftlicher Verein Goslar)

Rundgang während der Veranstaltung zur Neupräsentation.

(Fotos: Dr. Klaus George/RVH)

03 | 2020

11


HARZER SCHMALSPURBAHNEN

HSB lassen „Faust“ auf dem Brocken neu auferstehen

Welturaufführung von „Faust auf

dem Brocken – Rocktheater nach

Goethe“ – am 30. April

Im Herbst des vergangenen Jahres

endete mit der letzten Vorführung

von „Faust – Die Rockoper auf dem

Brocken“ eine Ära in der Veranstaltungsgeschichte

der Harzer Schmalspurbahnen

GmbH (HSB). Im kommenden

Frühjahr lässt das kommunale

Bahnunternehmen Johann Wolfgang

von Goethes Literaturklassiker „Faust“

nun in Form eines neuen Stücks auf

dem Brocken musikalisch wiederauferstehen.

Offizieller Start für „Faust

auf dem Brocken – Rocktheater nach

Goethe“ ist am 30. April. Tickets hierfür

sowie für elf weitere Aufführungen

in diesem Jahr sind ab sofort bei der

HSB erhältlich.

„Goethe“, „Faust“, der „Brocken“ und die

„Brockenbahn“: Diese vier Themen gehören

für die HSB einfach zusammen. Und so

führte das kommunale Bahnunternehmen

diesen Vierklang mit „Faust – Die Rock oper

auf dem Brocken“ bereits seit 2006 auf. Im

vergangenen November fiel dann nach

dreizehn erfolgreichen Jahren mit insgesamt

387 Aufführungen und rund 90.000

Zuschauern der letzte Vorhang. Gemeinsam

mit der produzierenden Rocco Pera GmbH

und dem Brockenwirt wird es im kommenden

Frühjahr mit Unterstützung durch Radio

SAW nun ein komplett neues Stück geben:

„Faust auf dem Brocken – Rock theater

nach Goethe“ (Lizenz: „FAUST´n´Roll –

Rocktheater nach Goethe“). Und das mit

einer von Jimmy Gee, Martin Constantin

und Norbert Schultz völlig neu komponierten

und von der Jimmy Gee Band

gespielten Musik, welche die Zuschauer

mit rockig bis sanften Klängen durch die

bunte Show begleiten wird. Neu ist auch

das aus der Feder von Hartmut Hecht und

Michael Manthey stammende Libretto. Die

Regie führt der bereits aus den Vorjahren

bekannte Christian Venzke, der auch für die

Choreografie verantwortlich zeichnet und

als Schauspieler wieder in seiner Stammrolle

„Dr. Faust“ auftreten wird. Geblieben

ist dagegen das bewährte Erfolgsrezept

des Gesamtevents aus Goethes originalen

Texten, der An- und Abreise im dampfenden

„Mephisto-Express“ mit Hexen und Teufeln

Die Hauptdarsteller von „Faust auf dem Brocken – Rocktheater nach

Goethe“: (v.l.n.r.): Jessica Fendler („Mephista“), Christian Venzke

(„Dr. Faust“/ Regie/Choreografie), Annika Bollmann („Gretchen“) und

Martin Constantin („Goethe“), Foto: HSB/Dirk Bahnsen

an Bord sowie dem teuflischen „Mephisto-

Mahl“ in der Brocken herberge.

In das neue Stück haben die langjährigen

Partner HSB, Brockenwirt und Michael

Manthey mit ihren Teams nicht nur viel

Herzblut, sondern auch ihre umfassenden

Erfahrungen der erfolgreichen Vorjahre mit

einfließen lassen. Die Welturaufführung

wird nun am 30. April in der Walpurgisnacht

auf dem Brocken, dem originalen Schauplatz

der Handlung in Goethes Klassiker

der Weltliteratur mit neuen und vertrauten

Schauspielern stattfinden. Die Zuschauer

erwartet eine mitreißende Aufführung mit

einigen Überraschungen. So ist die Rolle

des „Mephisto“ erstmalig als weibliche und

theatralisch-rockige „Mephista" besetzt,

die sich noch im Laufe des Spiels in einen

„menschlichen Frauen-Teufel“ verwandelt

und schließlich zu einer Mischung von beidem

wird. Auch „Goethe“ selbst wird in

INTERESSANTE SONDERFAHRTEN

UND VERANSTALTUNGEN

IM MÄRZ UND APRIL2020

• Sonderfahrten mit dem historischen

Traditionszug von Wernigerode auf

den Brocken (Leistungen u.a. Reiseleitung,

Sitzplatzgarantie): am 14. und

28. März sowie am 8.; 10.; 11.; 15.; 18.

und 25 .April 2020

Erscheinung treten und eine Wandlung vom

Künstler und Kommentator bis hin zu Gott

sowie einer Hexe durchlaufen. Es bleibt bis

zuletzt spannend, wenn im Finale sogar ein

kleiner Fingerzeig zu „Faust – Der Tragödie

zweiter Teil“ geschlagen wird.

Informationen zu „Faust auf dem Brocken –

Rocktheater nach Goethe sowie Tickets für

die Welturaufführung am 30. April und die

Aufführungen am 1./2. Mai, 30./31. Oktober,

1./6./7./8./13./14. und 15. November sind

ab sofort im Internet unter www.hsb-wr.

de, telefonisch unter 03943/558-0 sowie in

den Verkaufsbüros der HSB erhältlich. Die

Preise für den Besuch des Gesamtevents

inklusive der An- und Abreise im „Mephisto-

Express“ und dem „Mephisto-Mahl“ auf

dem Brocken betragen 95,66 Euro für die

Preisgruppe drei, 97,66 Euro für die Preisgruppe

zwei und 99,66 Euro für die Preisgruppe

eins.

• Eine Schlemmertour durch das

Selketal startet am 25. April von

Quedlinburg aus.

Buchung und Information für die

Sonderzüge: Kundenservice der

Harzer Schmalspurbahnen,

Telefon: 03943/558-153,

E-Mail: kundenservice@hsb-wr.de

12 03 | 2020


NATIONALPARK HARZ

Heile Welt Nationalpark? Druckfrisch erhältlich

Band 17 der Nationalpark-

Schriftenreihe erschienen

Der 17. Band der Nationalpark-

Schriftenreihe „Heile Welt Nationalpark?“

ist druckfrisch für 5 Euro zzgl.

Versand beim Nationalpark oder in

den Nationalparkhäusern erhältlich,

ebenso wie zahlreiche frühere Bände.

Er steht auch – wem es digital genügt –

als kostenloser PDF-Download auf der

Nationalpark-Webseite zum Herunterladen

zur Verfügung.

Nationalparke mit ihrer Prämisse „Natur

Natur sein lassen“ sind besonders

wirkungsvolle Instrumente des Naturschutzes.

Dennoch stellen diese Gebiete

keine „Käseglocken“ dar – auch sie sind

von äußeren Einflüssen betroffen, wie z.B.

Klimaveränderungen, atmosphärischen

Stoffeinträgen, Einwandern von teilweise

invasiven Arten inklusive pathogener

Organismen. Besonders der Klimawandel

ist inzwischen auch im Harz mit aller Deutlichkeit

angekommen und äußert sich in

einer geradezu dramatischen Waldentwicklung,

die sich zunächst in den Wäldern des

Nationalparks, seit dem Dürrejahr 2018

aber auch in allen Wirtschaftswälder im

gesamten Mittelgebirge zeigt.

Im Nationalpark gelten dabei eigene gesetzliche

Regelungen, aber das Schutzgebiet ist

darüber hinaus in übergeordnete rechtliche

Rahmenbedingungen eingebunden. Dies

kann u.a. zu Zielkonflikten zwischen dem

Zulassen der natürlichen Dynamik und dem

Schutz nutzungsabhängiger Biotope oder

Arten führen.

Der Mensch stellt die unterschiedlichsten

Anforderungen an den Wald und damit

auch an einen Waldnationalpark: Während

lange Zeit ruhige Erholung in schöner Natur

im Vordergrund stand, verstärkt sich der

Wunsch nach Events und Spaß, zunehmender

Individualverkehr verlärmt die Natur.

Gleichzeitig besteht Dissens in der Frage,

wie die Natur rechts und links der Wege

aussehen sollte – wild wie ein Nationalpark

oder aufgeräumt wie die Kulturlandschaft,

an die sich die Menschen gewöhnt haben?

Die Tagung „Heile Welt Nationalpark?“

widmete sich im Tagungszentrum Kloster

Drübeck 2018 diesen drei Themenfeldern.

So analysiert die naturwissenschaftliche

Forschung die Auswirkungen äußerer Einflüsse

auf ausgewählte Biotope und Arten

und zeigt die Grenzen der Schutzmöglichkeiten

von Nationalparken auf. Ein zweiter

Vortragsblock behandelte die rechtlichen

Rahmenbedingungen und stellte an praktischen

Beispielen die Frage, ob diese immer

nur hilfreich sind oder auch problematisch

sein können. Die etwas provokante Frage

„Mensch und Nationalpark – ein Widerspruch

in sich?“ stand hinter den Vorträgen

des dritten Blocks.

Hier die Beiträge des Bandes

im Überblick:

Themenblock: Nationalparke als Käseglocken?

Ergebnisse aus der naturwissenschaftlichen

Forschung

KATHLEEN PREISSLER, VANESSA SCHULZ,

SEBASTIAN STEINFARTZ, Leipzig: Das

Bedrohungspotential von Amphibien-

Chytridpilzen für die Charakterart Feuersalamander

– Fokus Nationalpark Harz

OLE ANDERS, Sankt Andreasberg: Nationalparks

– Eine Chance für den Luchs?

HERWIG ZANG, Goslar: Langzeitstudien an

Kleinhöhlenbrütern im Harz

KATHRIN BAUMANN, Wernigerode: Neuartige

Veränderungen der Vegetation und

der Libellenfauna in den Mooren des Harzes

‒ Grenzen der Schutzmöglichkeiten eines

Nationalparks

PETER MEYER, Göttingen: Natürliche

Dynamik mitteleuropäischer Fichtenwälder

unter dem Einfluss des Klimawandels am

Beispiel der Waldforschungsfläche Bruchberg

im Nationalpark Harz

Themenblock: Rechtliche Rahmenbedingungen

für Nationalparke – Hilfe oder

(zu) enges Korsett?

MANFRED GROSSMANN, Bad Langensalza:

Nationalpark und Natura 2000 – ein Widerspruch?

Umsetzung der Natura 2000-Erhaltungsziele

im Nationalpark Hainich

(Thüringen)

KATHRIN BAUMANN, Wernigerode & CAREN

PERTL, Sankt Andreasberg: Auswirkungen

der Naturdynamik auf den Erhaltungszustand

von Fichtenwäldern (FFH-LRT 9410)

und dort vorkommender wertgebender

Arten der Vogelschutzrichtlinie im Nationalpark

Harz

GUNTER KARSTE, Wernigerode: Zonierung

in Nationalparken – zeitweise notwendig

oder ein Dauerzustand zur Legitimation

ständigen Tuns?

Themenblock: Mensch und Nationalpark

– ein Widerspruch in sich?

JOSEF WANNINGER, Grafenau: Borkenkäfer

am Lusen: eine Geschichte von Wald und

Mensch

GERHARD TROMMER, Lehre: Über Klanglandschaft

und Naturstille im Nationalpark

Harz.

»Hier der Downloadlink zum

Band: https://www.nationalparkharz.de/de/downloads/

Heile-Welt-Nationalpark

03 | 2020

13


HARZER TOURISMUSVERBAND

Harzer Tourismusverband

Grafik: Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Der Harz präsentiert sich

auf der ITB in Berlin

Vom 4. bis 8. März 2020 fand in Berlin

die Internationale Tourismus-Börse

statt. Seit 1966 präsentieren sich

Länder, Städte und Urlaubsregionen,

Reiseveranstalter, Buchungsportale

und Hotels sowie viele andere Dienstleister

aus über 180 Ländern auf dem

Berliner Messegelände.

Auch der Harz war wieder mit zahlreichen

Partnern am Landesstand Sachsen- Anhalt

vertreten. Neben dem Harzer Tourismusverband

informierten Vertreter aus

Halberstadt, Quedlinburg, Wernigerode,

der Harzer Schmalspurbahnen und der

Hochschule Harz über die Angebote der

Region. Auf der insgesamt 600 m² großen

Präsentationsfläche nahm der Harz, der

fast 40 % der jährlichen Übernachtungen

des Landes generiert, eine wichtige Rolle

ein und zierte eine der beiden Fotogroßleinwände.

Das Gewinnerbild von Renée Quost

der HTV-Marketingaktion #draussenimharz

aus 2018 zeigt ein Pärchen bei mystischnebliger

Abendstimmung im Oberharz. In

den ersten drei Tagen zieht die weltweit

größte Leitmesse der Tourismusbranche

jedes Jahr etwa 120.000 Fachbesucher an.

Am Wochenende stehen die Aussteller dann

den rund 60.000 Privatpersonen Frage und

Antwort.

Aktuelle

Typisch Harz

Broschüre

Auch in der Niedersachsen-Halle war die

Region über ausgewähltes Prospektmaterial

am Stand der Tourismusmarketing-

Niedersachsen GmbH vertreten. Mit Blick

auf die Effizienz und die Ressourcen des

Verbandes ist eine personelle Präsenz

des HTV an beiden Landesständen nicht

möglich. Daher beteiligt sich der HTV im

Rahmen der jährlichen Internationalen

Grünen Woche in Berlin an der Landespräsentation

Niedersachsen, während er sich

auf der Internationalen Tourismus-Börse in

die Landespräsentation Sachsen-Anhalts

integriert. Diese Vorgehensweise hat sich

seit vielen Jahren bewährt.

Die Familie der Regionalmarke

„Typisch Harz“ wächst weiter

Seit 2010 unterliegt das Qualitätssiegel

„Typisch Harz“ der Verantwortung des

Harzer Tourismusverbandes. Mit der steigenden

Nachfrage der Konsumenten nach

nachhaltigen Produkten wächst auch das

Interesse der Produzenten sich mit der

Regionalmarke zertifizieren zu lassen.

Aktuell zählt das Netzwerk 59 Produzenten,

die insgesamt über 400 mit dem Prädikat

„Typisch Harz“ ausgezeichnete Produkte

herstellen. Nur Produkte, die mit einheimischen

Rohstoffen in der Region produziert

werden, erhalten das Label. Im Frühjahr

2020 erscheint die neue „Typisch Harz“-

Informationsbroschüre in einer Auflage

von 30.000 Stück. Auf 40 Seiten werden

die Produzenten und ihre zertifizierten

Produkte vorgestellt.

Neueste Produktzertifizierungen

• mundgeblasenes Glas der Serie „Harzkristall“

aus der Glasmanufaktur HARZ-

KRISTALL GmbH aus Derenburg

• Verital Quellwasser der Harzer Wasser

Manufaktur GmbH aus Osterode

• Honig von der Quedlinburger Landwirtschaft

Tilmann Dreysse & Ralph Wilkerling

GbR

• Honig vom Bad Harzburger Imker Zepezauer

• Sommerbier, Altenauer Klippenbock und

Edel Gin 1682 der Kloster Wöltingerode

Brennen & Brauen GmbH

• Sponblätter des Café Peters aus Bad

Harzburg

14 03 | 2020


NIEDERSÄCHSISCHE LANDESFORSTEN

Trockenjahre begrenzen das Angebot an Wertholz

Baumstämme aus Beethovens

Zeiten werden versteigert

Die Niedersächsischen Landesforsten

versteigern gemeinsam mit anderen

Waldbesitzern aus Südniedersachsen

wertvolle Baumstämme.

Einer der zentralen Lagerplätze liegt im

Wald zwischen Gillersheim und Suterode

im Landkreis Northeim. Rund 150 Kubikmeter

Laubholzstämme aus den Wäldern

zwischen Hann.Münden und Hameln lagern

dort im Revier Ebergötzen. Deutlich

weniger als in normalen Jahren. Grund für

das begrenzte Angebot ist laut Axel Pampe

die Arbeitsbelastung im vergangenen Jahr.

Der Leiter des Forstamts Reinhausen weiß,

warum weniger Wertholz nach Suterode

geliefert wurde. „Viele Waldbesitzer in

der Region sind noch immer mit der Beseitigung

der Schäden beschäftigt, die

zwei Trockenjahre mit extremer Borkenkäfervermehrung

in den Nadelwäldern

Südniedersachsens hinterlassen haben.

Die Forstbetriebe haben kaum noch Zeit

und Ressourcen, ausgewähltes Premium-

Laubholz für die Versteigerung aufzuarbeiten.

Auch das Fällen trockener oder

geschädigter Bäume entlang öffentlicher

Straßen kostet Waldbesitzer extrem viel

Zeit und Geld“. Begründet Forstamtsleiter

Pampe das reduzierte Warenangebot.

Förster Nils Gerke ist für den Verkaufsplatz

und die Präsentation der Edelhölzer verantwortlich.

„Hier warten rund 60 Stämme

sorgfältig aufgereiht auf Kunden aus

ganz Deutschland und Nachbarländern“,

sagt der Leiter der Försterei. „Einige der

ältesten Eichen wurden zu Lebzeiten von

Beethoven vor rund zweihundert Jahren

gepflanzt“, betont Gerke den langen Zeitraum

zwischen Pflanzung und Ernte dieser

Spitzenhölzer. Das Forstamt Reinhausen

zeigt auf seinem Auktionsplatz neben Eichen

und Eschen auch Bergahorne und

Kirschen sowie zwei Spitzahornbäume und

einen Roteichenstamm.

„Das Holz wird in einem sogenannten Submissionsverfahren

versteigert und verkauft“,

erläutert Dr. Christof Oldenburg

von den Niedersächsischen Landesforsten

den jährlichen Verkauf. Dr. Oldenburg

verantwortet in der Betriebsleitung in

Förster Nils Gerke (vorn) vergleicht die Nummer am Stamm der Sollingeiche

mit seiner Verkaufsliste im Laptop. Forstwirt Stefan Diedrich vermisst in der

Mitte des Stammes den Durchmesser (Foto: ©Rudolph/NLF)

Braunschweig die Holzvermarktung für

Süd niedersachsen. „Schon unsere Urgroßväter

wussten, wie Wälder fachkundig

bewirtschaftet werden müssen, damit

sie gesund bleiben und ihren Enkeln und

Urenkeln wertvolles Holz in einer Spitzenqualität

liefern. Dies ist ein wesentliches

Merkmal der nachhaltigen Forstwirtschaft:

Vorausschauend denken und handeln“.

Hebt der Forstwissenschaftler hervor.

Ziel der Landesforsten sei es, langfristig

hochwertiges Holz zu produzieren und

gleichzeitig genügend alte Bäume aus

ökologischen Gründen im Wald stehen zu

lassen, beschreibt Oldenburg das Vorgehen

im Landeswald. So versorgen Privat- und

Genossenschaftswälder, die Stadtwälder

Göttingen und Hann.Münden und die

Niedersächsischen Landesforsten gemeinsam

einen hoch spezialisierten Holzmarkt

mit wertvollen Rohstoffen, selbst in Krisenzeiten

wie derzeit.

Bevor die Baumstämme die Besitzer

wechseln, erhalten sie den letzten Schliff:

Die Forstwirte Jens Wenzel und Stefan

Diedrich reinigen mit Drahtbesen die rauhe

Rinde. Schmutz, Laub, Eis oder Schnee

werden bei Bedarf entfernt, damit Holzkäufer

die Baumstämme begutachten können.

Ob eine dicke Eiche aus dem Südharz zum

Eichenfass verarbeitet wird, entscheidet

letztlich der Holzkäufer. „Wenn Sie einen

im Barrique-Fass gereiften Wein aus Frankreich

trinken, kann es durchaus sein, dass

das Holzaroma von Bäumen aus der Region

stammt“, freut sich Förster Nils Gerke, der

in diesem Jahr erstmalig den Wertholzlagerplatz

Suterode verwaltet.

Lagerplätzen sind die Schaufenster

der Schönsten

Interesseierte Holzkäufer können sich

mehrere Wochen lang das Holz vor Ort im

Wald anschauen. „Dafür dient uns der Lagerplatz

als Schaufenster der schönsten

Stämme“, sagt Christof Oldenburg. Ohne

die Angebote der Mitbieter zu kennen,

schicken die Holzkäufer ihre schriftlichen

Angebote an die Landesforsten. Dort in

Braunschweig werden die Gebote eröffnet

und verglichen. „So wie bei den bekannten

Auktionshäusern bekommt der Meistbietende

den Zuschlag“, erklärt Oldenburg

das Verfahren. Erst nach dem Ergebnis der

Laubholzversteigerung zeigt sich, welche

der walzenförmigen Edelbäume in ein Sägewerk

wandern oder zu hauchdünnem

Furnier verarbeitet werden. Insgesamt

1131 Kubikmeter Wertholz liegen auf drei

Plätzen zum Verkauf bereit. Neben Suterode

betreuen die Landesforsten auch den

Auktionsplatz bei Liebenburg im Landkreis

Goslar. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen

betreut den Platz in Vogelbeck,

wo 435 Kubikmeter lagern.

03 | 2020

15


HARZKLUB

Termine im April

Mittwoch, 01.04.2020

„Nachtwanderung um den Diabassteinbruch“

Wanderung auf der Spur der Steine, Taschenlampen sind vorhanden,

ca. 4 km, Treffpunkt: 20.00 Uhr, Wolfshagen, Wanderparkplatz

Streittorstraße, Anmeldung/Führung: ✆ 05326/4088

Samstag, 04.04.2020

„Sonnenuntergang auf dem Brocken“

Wanderung von Oderbrück zum Brocken, ca. 15 km

1. Treffpunkt: 16.45 Uhr, Bad Lauterberg, Haus des Gastes

2. Treffpunkt: 17.30 Uhr, Oderbrück, Parkplatz B4

Führung: Wilhelm Diekmann, ✆ 05524-852337 + 0177-8355893

Samstag, 04.04.2020

„Durch die Aulebener Wälder und Wiesen“

Wanderung zur Sohlquelle und zum Schloss, ca. 12 km

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Auleben, Schlossplatz

Führung: Andreas Krumpholz, ✆ 0162-9419275

Samstag, 04.04.2020

„Zur Kapitelsberg-Hütte“

Wanderung von Benneckenstein zum Kapitelsberg, ca. 9 km

1. Treffpunkt: 09.00 Uhr, Ellrich, Markt

2. Treffpunkt: 09.20 Uhr, Benneckenstein Parkplatz L96

(Richtung Tanne), Führung: Peter Possehn, ✆ 036332-70307

Samstag, 04.04.2020

„Zur Teufelsmauer“

Rundwanderung von Thale über die Teufelsmauer, ca. 12 km

Treffpunkt: 09.00 Uhr, Blankenburg, Parkplatz Theaterstraße

Führung: Gerhard Fischer, ✆ 03944-63613

Sonntag, 05.04.2020

„Bärlauchwanderung“

Rundwanderung von Wildemann zum Albertturm (Einkehr),

ca. 8 km, Treffpunkt: 10.00 Uhr, Wildemann, Kiosk am Eck

Führung/Info: ✆ 05323-6635

Sonntag, 05.04.2020

„Benneckenstein und Rappbode“

Rundwanderung von Benneckenstein entlang der Rappbode,

ca. 16 km, 1. Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg, Parkplatz

Tedi, 2. Treffpunkt: 10.00 Uhr Benneckenstein, Parkplatz

Nordhäuser Straße (Harzhaus), Führung: Herbert Ludewig,

✆ 0160-6676261, Einkehrmöglichkeit

Sonntag, 05.04.2020

Der Nordharz“

Rundwanderung Ballenstedt-Opperode-Rieder, ca. 15 km

1. Treffpunkt: 09.00 Uhr, Ilfeld, Blumenpavillon

2. Treffpunkt: 09.45 Uhr Ballenstadt, Parkplatz B185

(Alte Kreipe), Führung: Jan Dittmann, ✆ 036331-42463

Mittwoch, 08.04.2020

„Nachtwanderung um den Diabassteinbruch“

Wanderung auf der Spur der Steine, Taschenlampen sind

vorhanden, ca. 4 km, Treffpunkt: 20.00 Uhr, Wolfshagen,

Wanderparkplatz Streittorstraße

Anmeldung/Führung: ✆ 05326/4088

Sonntag, 12.04.2020

„Harsleber Berge“

Rundwanderung ca. 14 km, mit Einkehrmöglichkeit

Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg, Parkplatz Tedi

Führung: Otto Pake, ✆ 05322-787901

Donnerstag, 16.04.2020

„Klippen und Wasser“

Rundwanderung durch das Selketal, ca. 8 km, mit Einkehrmöglichkeit,

Treffpunkt: 11.00 Uhr, Thale, Parkplatz Lidl

Anmeldung/Führung: Harald Watzek, ✆ 03947-3227

Sonntag, 19.04.2020

„Im Wald und auf der Heide“

Rundwanderung ca. 8 km, Treffpunkt: 09.30 Uhr, Neuekrug-

Hahausen, Parkplatz Neiletal, Anmeldung/Führung: Siegfried

Maibaum, ✆ 053281-47899

Sonntag, 19.04.2020

„Durch das wildromantische Spiegeltal“

Rundwanderung von Wildemann zum Zellerfelder

Kunstgraben, ca. 12 km, Einkehr im Haus Brückner,

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Wildemann, Parkplatz am Spiegelbad,

Führung/Info: ✆ 05323-6635

Sonntag, 19.04.2020

„Bärlauch und Dicker Forstmeister“

Wanderung über Dicker Forstmeister und Bismarckturm,

ca. 13 km, Treffpunkt: 11.00 Uhr, Bad Lauterberg, Haus des

Gastes, Führung: Wilhelm Diekmann, ✆ 05524-852337 +

0177-8355893

Sonntag, 19.04.2020

„Zum Sonnenstein im Eichsfeld“

Wanderung über den Sonnenstein mit Einkehr, ca. 12 km

Treffpunkt: 09.00 Uhr, Herzberg, Busbahnhof

Anmeldung/Führung: Elisabeth Schulze, ✆ 05521-2330

Sonntag, 19.04.2020

„Durch das mittlere Bodetal“

Rundwanderung von Wendefurth nach Treseburg, ca. 16 km,

mit Einkehrmöglichkeit, Treffpunkt: 09.15 Uhr, Bad Harzburg,

Parkplatz Tedi, Führung: Detlef Hohlbein, ✆ 0170-9795719

Mittwoch, 22.04.2020

„Um den Rehberg“

Rundwanderung am Rehberger Grabenhaus, ca. 8 km,

mit Einkehr im Grabenhaus, Treffpunkt: 09.00 Uhr, Blankenburg,

Parkplatz Theaterstraße, Führung: Wolfgang Linde,

03944-63613

Sonntag, 26.04.2020

„Harlytour“

Rundwanderung von Wöltingerode zum Harlyturm, ca. 15 km,

mit Einkehrmöglichkeit, 1. Treffpunkt: 09.15 Uhr,

Bad Harzburg, Parkplatz Tedi, 2. Treffpunkt: 09.45 Uhr,

Wöltingerode, Parkplatz, Führung: Christoph Cless,

✆ 0174-3914863

Sonntag, 26.04.2020

„17. Wandertag in Seesen“

Rundwanderungen, jeweils 5 km, 10 km und 15 km

Treffpunkt: 09.30 Uhr, Seesen, Parkplatz Volksbank

Führung: Einzelheiten in der Tagespresse

Sonntag, 26.04.2020

„Zur Süntelbuche“

Rundwanderung von Lünberg zur Süntelbuche, 11 km

1. Treffpunkt: 09.30 Uhr, Lamspringe, Gemeindeverwaltung

2. Treffpunkt: 09.45 Uhr, Lünberg, Alt Gandersheim

Führung: Uwe Küchler, ✆ 05183-2377

16 03 | 2020


HARZKLUB

Der Harzer Wald braucht unsere Hilfe

Jahreshauptversammlung des Harzklub e.V.

am 18. April 2020 in Thale

Unser Harz ist gekennzeichnet durch

eine große landschaftliche und geologische

Vielfalt auf engem Raum. Der

typische Harzer Dreiklang aus dichten

Wäldern, blühenden Bergwiesen und

Wasser wird von den Wanderern und

Gästen besonders geschätzt. Selbstverständlich

ist für uns alle der Aufenthalt

im Wald als Erholungsort, als

Quelle frischer sauberer Luft, reinen

Wassers und als Lebensraum unterschiedlichster

Tier- und Pflanzenarten.

Doch diese Idylle ist massiv gestört.

Der Klimawandel ist für jeden sichtbar geworden.

Weite Bereiche des Harzes werden

aufgrund von Stürmen, Trockenheit und

Borkenkäferbefall bald fichtenfrei sein. Bei

den Buchenbeständen sind aufgrund des

niedrigen Grundwasserspiegels und der

hohen Sonneneinstrahlung die Feinwurzeln

und die Rinde geschädigt. Insekten

und Pilzerkrankungen können somit leicht

in die geschwächten Bäume eindringen.

Auch bei schönem Wetter brechen ohne

Vorwarnung abgestorbene Äste oder ganze

Kronenteile ab, so dass Waldbesucher

und Waldarbeiter zu größter Vorsicht aufgerufen

sind. Die Forstwirtschaft arbeitet

seit zwei Jahren mit allen zur Verfügung

stehenden Kräften auf Hochtouren, eine

Entspannung ist auch im kommenden Jahr

nicht in Sicht.

Unser Harzklub e.V., Heimat-, Wander- und

Naturschutzbund, versteht sich als Vermittler

zwischen den Interessen der Waldeigentümer

und der Waldbesucher. Er setzt

sich für den Erhalt der Heimat und der Kulturregion

Harz ein. Die Harzer Wälder sind

seine Herzensangelegenheit. Seit mehr als

130 Jahren ist der Harzklub verantwortlich

für die Markierung und Unterhaltung der

Wanderwege des Harzes, natürlich unter

Berücksichtigung schutzwürdiger Bereiche.

In enger Zusammenarbeit mit Forstleuten

und Waldbesitzern fördert er die Erholungsqualität.

Für gesunde Wälder engagieren sich seit

Jahrzehnten viele Zweigvereine. Durch

praktische Maßnahmen der Biotopgestaltung

und der Landschaftspflege widmen

sie sich dem Artenschutz. Sie sorgen dafür,

dass Bergwiesen, Halbtrockenrasen

oder Orchideenflächen erhalten bleiben.

Unter dem Motto „Naturschutz

mit Augenmaß“

wird dabei auch

der Mensch mit seinem

Recht auf Erholung in

der Natur in die Überlegungen

einbezogen.

»Nun gilt es,

mehr zu tun.

Der Harzer

Wald braucht

unsere Hilfe.«

Ein erster wichtiger Schritt ist die Information/Aufklärung

der Bevölkerung und der

Gäste. Deshalb unterstützt der Harzklub

aktiv die Initiative des Harzer Tourismusverbandes

Der Wald ruft – Wald im Wandel“.

Das Netzwerk der Zusammenarbeit

zwischen Akteuren im Wald hat sich bereits

verdichtet.

Am 18. April 2020 findet die Jahreshauptversammlung

des Harzklub e.V. im Klubhaus

von Thale statt.

Der Erhalt und die künftige Entwicklung

unserer Harzer Wälder werden das zentrale

Thema sein. Zur Jahreshauptversammlung

werden richtungsweisende Beschlüsse gefasst.

Diese beinhalten auch Hilfsmaßnahmen

des Harzklubs beim Aufbau stabiler

artenreicher Wälder und zum Erhalt der

landschaftlichen Vielfalt unseres Harzes.

Zur Jahreshauptversammlung werden

etwa 250 Delegierte aus den Harzklub-

Zweigvereinen sowie zahlreiche Gäste

erwartet.

Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr

im großen Saal mit dem Auftritt des

Kinderchores der Geschwister-Scholl-

Schule unter Leitung von Frau Fromm.

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Grußworte

3. Totengedenken

4. Feststellung der ordnungsgemäßen

Ladung und Beschlussfähigkeit

5. Feststellung der Tagesordnung

6. Genehmigung des Protokolls der

Jahreshauptversammlung vom

27.04.2019

7. Impulsvortrag und Beschlussfassung

der Resolution „Erhalt unserer Harzer

Wälder“

8. Geschäftsberichte des Hauptvor -

standes

9. Bericht des Hauptschatzmeisters

zum Jahresabschluss 2019

10. Bericht der Kassenprüfer

11. Entlastung des Hauptschatzmeisters

12. Entlastung des Vorstandes

13. Beratung und Beschlussfassung über

vorliegende Anträge

14. Genehmigung des Haushaltsplanes

2020

15. Vorstandswahlen

16. Ehrungen

17. Bestimmung von Zeit und Ort der

Jahreshauptversammlung, des

Naturschutztages, des Harzer

Heimattages und der Sternwanderung

2021

18. Sonstiges, Anfragen und Informationen

19. Schlusswort des Präsidenten

Am Nachmittag findet ab 14.00 Uhr die

Fachtagung der Heimatgruppen-Leiter/

innen im Cafè des Klubhauses statt. Hier

wird der Harzer Heimattag am 19. Juli

2020 geplant, und es wird über die Zukunft

des Harzer Brauchtums diskutiert.

Außerdem treffen sich die Jugendwarte

der Zweigvereine zu den Themen:

• Gründung neuer Harzklub-Jugendgruppen

• Vernetzung der Kinder- und Jugendgruppenleiter/innen

des Harzklubs

• Outdoor-Veranstaltungen 2020

03 | 2020

17


HARZ WANDERN

Der Barrierefreie Rundwanderweg

im Heilklimatischen Luftkurort Neustadt/Südharz

Start: Parkplatz Wiesenplatz in Neustadt

(kostenfrei) öffentliche Toilette vorhanden

Länge: max. 4 km

Streckenverlauf: Neustadt Parkplatz

Wiesenplatz, Altes Tor, Burgstraße, Kurpark

Haus des Gastes, Gondelteich, Waldbad,

Campingplatz, Weinberg, Neustadt

Sehenswürdigkeiten: Heimatmuseum

Altes Tor und Touristinformation, Roland,

St. Georg Kirche, Haus des Gastes, Neues

Schloss, Gondelteich mit Aussicht zur Burgruine

Neustadt

Stempelstellen der Harzer Wandernadel:

98, 99, 218

18 03 | 2020


BIOSPHÄRENRESERVAT

Veranstaltungen

im März 2020

14.03.2020 – 10:00 Uhr

Wanderung in der Veranstaltungsreihe „Geschichte erleben

im Biosphärenreservat“: Auf den Spuren der Ottonen

Auf alten Wegen zwischen Allstedt und Katharinenrieth wird den

Spuren der Ottonen gefolgt. Dabei werden mittelalterliche Verkehrswege

im Gelände verfolgt, Historisches aus Katharinenrieth

berichtet und zur Grabungsgeschichte des Tell bei Niederröblingen

informiert.

Treffpunkt: Parkplatz am Netto-Markt, Sophien-Straße 6,

06542 Allstedt

Wanderführer: Heimat- und Geschichtsverein „Goldene Aue“

e. V. und Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung

Dauer der Veranstaltung: ca. 3 Stunden

Streckenlänge: ca. 7 km

Hinweise: Festes Schuhwerk, witterungsangepasste Kleidung

und Rucksackverpflegung werden empfohlen. Die Teilnahme

erfolgt auf eigene Gefahr.

15.03.2020 – 09:00 Uhr

Wanderung in der Veranstaltungsreihe „Natur erleben

im Biosphärenreservat“: Auf den Spuren der heimlichen

Bewohner des Südharzes

Die anspruchsvolle Rundwanderung, bei welcher vor allem die

weniger sichtbare Fauna im Fokus steht, führt von Uftrungen durch

die Südharzer Wälder bis nach Breitungen. Nach einer Stärkung

in der Gaststätte „Grüner Zweig“ in Breitungen geht es auf dem

Karstwanderweg zurück nach Uftrungen. Am Ziel warten Kaffee

und Kuchen im Gasthaus „Zur Alten Scheune“ auf die Wanderer.

Treffpunkt: Gasthaus „Zur Alten Scheune“, Uftrunger

Teichdamm 6, 06536 Südharz OT Uftrungen

Wanderführerin: Franziska Döll, Biosphärenreservat

Dauer der Veranstaltung: ca. 7 Stunden

Streckenlänge: ca. 15 km

Hinweise: Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung verschoben.

Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt.

Bitte melden Sie sich bis zum 02.03.2020 an:

E-Mail: poststelle@suedharz.mule.sachsen-anhalt.de

oder Telefon: 034651-298890.

21.03. 2020 - 10:00 Uhr

Freiwilligen-Einsatz im Harzgarten in Stolberg

Um den historischen Harzgarten wieder zu einem attraktiven

Ziel in Stolberg zu machen, findet als Auftakt eine gemeinsame

Pflanzaktion statt. Freiwillige Helfer mit Pflanzwerkzeugen sind

herzlich willkommen!

Treffpunkt: Harzgarten, Rittergasse, 06536 Südharz OT Stolberg

Organisator: Ortschaftsrat Stolberg, Mitglieder des Harzklubzweigvereins,

Bewohner der Villa Noah und Mitarbeiter der

Biosphärenreservatsverwaltung

Dauer der Veranstaltung: ca. 2 Stunden

25.03.2020 – 16:00 Uhr

Arbeitseinsatz zur Pflege der Baumscheiben

Im Frühjahr 2019 wurden in Roßla verschiedene Baumarten, die

mit ihren Blüten, Blättern und Früchten Nahrungsgrundlage für

Foto oben:

Das Frühlings-Adonisröschen

(Adonis vernalis) –

leuchtender Frühlingsbote

im Biosphärenreservat

Foto links: Weidenkätzchen

– wichtige Nahrungsquelle

für Bienen

(Fotos: Armin Hoch,

Biosphärenreservat)

zahlreiche Tierarten sind, gepflanzt. Um auch die Baumscheiben

insektenfreundlich zu gestalten, lädt der Arbeitskreis „Baum“

zum Arbeitseinsatz ein. Freiwillige Helfer mit entsprechenden

Werkzeugen sind herzlich willkommen!

Treffpunkt: Kyffhäuserstraße, 06536 Südharz OT Roßla

Organisator: Arbeitskreis „Baum“ und Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung

Dauer der Veranstaltung: ca. 2 Stunden

26.03.2020 – 19:00 Uhr

Vortrag „Kultur in der Landschaft – von Archäologie,

Feldern und Hamstern“

In den Lößgebieten Deutschlands finden sich zwischen und

in archäologischen Befunden immer wieder auch Spuren

von Tiergängen. Dabei handelt es sich oft um Hamsterbauten.

Damit wird die enge Verbindung von Feldbau und Hamstervor

kommen deutlich. Die Tiergänge zeichnen jedoch auch

ehemalige Landschaftselemente nach und werden so zum Objekt

archäologischen Interesses. In manchen Fällen kann der Hamster

selbst noch nachgewiesen werden, trägt zur Datierung der Funde

bei und verrät gleichzeitig etwas über seine Populationsgeschichte.

Veranstaltungsort: Verwaltung des Biosphärenreservats,

Hallesche Straße 68a, 06536 Südharz OT Roßla

Referent: Dr. Matthias Becker, Landesamt für Denkmalpflege und

Archäologie Sachsen-Anhalt.

Dauer der Veranstaltung: ca. 1 ½ Stunden

03 | 2020

19


HARZ AKTUELL

Tierbeobachtungen auf Wanderungen

im Harz und Umgebung

Eisvögel an der Helme

Die nachfolgenden Aufnahmen habe ich im

November 2019 an der Helme bei Kelbra

gemacht. Die Strecke ist 3,2 km lang und auf

diesem Stück habe ich mehr als 10 Eisvögel

beobachten können, sogar ein Pärchen gab

sich die Ehre. Weiter konnte ich noch Kraniche,

Rotmilane (Gabelweihe), Singdrossel,

Silberreiher und Graureiher (in Scharen)

beobachten. Sogar ein Sprung Rehe kam

ziemlich dicht an mir vorbei. Und es gibt

noch vieles mehr zu beobachten, man muss

nur viel Geduld und Zeit mitbringen, und

sich auch mal für 30 Minuten ins Gras setzen

und verharren können. Eisvögel kommen

sehr oft an ihre angesetzten Stammplätze

zurück und wenn man Glück hat sieht man

sie in ihre Höhle verschwinden. Dann sollte

man sich aber schnellstens etwas entfernen

und erstmal aus der Ferne beobachten,

denn Eisvögel können schnell mal ihre Brut

aufgeben, wenn sie gestört werden.

Eisvögel beobachte ich jedes Jahr ab Ende

Februar bis in den Herbst.

Der Eisvogel (Alcedo atthis):

Wissenswertes

Der Eisvogel ist die einzige in Mitteleuropa

vorkommende Art aus der Familie

der Eisvögel (Alcedinidae). Er besiedelt

weite Teile Europas, Asiens sowie das

westliche Nordafrika und lebt an mäßig

schnell fließenden oder stehenden, klaren

Gewässern mit Kleinfischbestand und

Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus

Fischen, Wasserinsekten (Imagines und

Larven), Kleinkrebsen und Kaulquappen

zusammen. Der Bestand hat in den letzten

Jahren wieder zugenommen und die Art

wird derzeit in Europa als dezimiert, aber

im gesamten Verbreitungsgebiet als wenig

bedroht eingestuft.

Der Eisvogel war 1973 und 2009 Vogel des

Jahres in Deutschland.

Besondere Kennzeichnung

Gedrungener Körper mit kurzen Beinen,

kurzen Schwanzfedern und breiten Flügeln.

Der große Kopf mit dem etwa 4 cm langen,

spitzen Schnabel sitzt an einem kurzen

Hals. Die Oberseite wirkt je nach Lichteinfall

kobaltblau bis türkisfarben; auf dem

Rücken befindet sich ein leuchtend blauer

Streifen, der besonders beim Abflug auffällt.

Eisvögel haben eine Körperlänge von etwa

16 bis 18 cm und wiegen 35 bis 40 g. Die

Flügelspannweite beträgt etwa 25 cm.

(Text und Fotos: Otto Unruh)

»Weiter Details wie Nahrung,

Fortpflanzung usw. findet ihr

unter: https://de.wikipedia.org/

wiki/Eisvogel

20 03 | 2020


HARZKLUB

Fahrzeugübergabe bei der DAA

in Goslar-Oker

Anfang der 1990er Jahre wurde der

Standort der Deutschen Angestellten-

Akademie GmbH eröffnet. Daraus hat

sich eines der größten Unternehmen

der beruflichen Weiterbildung in der

Region entwickelt. In der DAA Goslar

werden passgenaue Umschulungen

sowie individuelle Weiterbildungen

und diverse Kurse angeboten.

Seit April 2018 gehören zur „DAA- Familie“

in Goslar alle Mitarbeiter*innen des

Bildungswerkes der Niedersächsischen

Volkshochschulen GmbH (BNVHS). Dieses

– seit 1988 im Stadtteil Oker bekannte

Aus- und Weiterbildungszentrum – gehörte

schon längere Zeit zum DAA-Verbund und

firmiert seit 01.04.2018 offiziell unter der

Deutschen Angestellten-Akademie GmbH.

In Oker gibt es die Möglichkeiten, sich in

folgenden Bereichen fortzubilden:

- Gewerblich-technisch

- Kaufmännisch

- Pflege

- Umschulungen im Metallhandwerk

- Deutsch- und Alphabetisierungskurse

- Firmenschulungen in verschiedenen

Bereichen

Außerdem sorgen die fleißigen Einsatzkräfte

aus dem Bereich der Arbeitsgelegenheit

(1 €-Kräfte) für die kontinuierliche Pflege

und Instandhaltung/-setzung der Harzer

Standortleiter Maik Ahrens (Mitte) und Anleiter Bernhard Schulze (links) überreichten im

Rahmen einer kleinen Feierstunde die Dankesurkunde an Klaus Dumeier (stellvertretend

für Harzklub und Harzer Wandernadel) sowie Yvonne Gleitz und Daniela Steckhan

(Foto: Tourismus Marketing GmbH Hahnenklee)

Wandernadel, der Wanderwege und Erholungseinrichtungen

sowie des Naturmythenpfades

in Braunlage.“

Grund zur Freude hatten nun die Teilnehmer

und Mitarbeiter der Deutschen Angestellten-Akademie

(DAA) in Oker. Durch

Unterstützung von 21 Sponsoren wurde

die Anschaffung eines dringend benötigten

Projektbusses ermöglicht. Allen Beteiligten

wurde eine Dankesurkunde überreicht.

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Der Kleinbus steht künftig den fleißigen

Einsatzkräften der Deutschen Angestellten-Akademie

Oker, die zur Pflege und

Instandhaltung von Stempelstellen der

Harzer Wandernadel, der Wanderwege und

Erholungseinrichtungen des Harzklubs e. V.

sowie des Naturmythenpfades beitragen,

zur Verfügung.

Diese Projekte werden in Kooperation mit

dem Harzklub und dem Nationalpark Harz

durch „sogenannte“ Arbeitsgelegenheiten

(1 €-Kräfte) und deren Anleiter kontinuierlich

gepflegt und instandgesetzt.

Standortleiter Maik Ahrens dankte allen

Unterstützern im Rahmen einer kleinen

Feierstunde. Andrea Lüddecke

Bald hab ich das Seepferdchen

Egal, was Sie noch planen, wir begleiten Sie mit unseren Leistungen auf dem Weg zu Ihren

Zielen. Unser GESUNDESKONTO hilft Ihnen dabei, wichtige Voraussetzungen zu schaffen.

Zum Beispiel für Beweglichkeit auch im Alter.

www.deine-gesundheitswelt.de

»Der Harzklub e.V. bedankt

sich für die großartige Unterstützung,

die etliche Zweigvereine

sehr zu schätzen wissen.

Mit Fachkenntnis und Engagement

werden durch die Mitarbeiter

der DAA-Familie wichtige

und notwendige Arbeiten in der

freien Landschaft durchgeführt.

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03 | 2020

21


Schutzgebühr 2,00 E | Ausgabe 02_2020

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HARZKLUB

Einige Ergebnisse aus der Sitzung der Vorsitzenden

der Gebietsvereine und Landesverbände

am 15. Februar 2020 in Kassel

Beschluss des DWV-Vorstandes:

„Die zertifizierten Wanderführer,

welche vor dem 1.1.2019 ausgebildet

wurden, haben Bestandesschutz. Der

DWV Vorstand empfiehlt, dass sich

diese zertifizierten Wanderführer

freiwillig fort- und weiterbilden.“

Der 120. Deutsche Wandertag findet

statt vom 1.- 6.Juli 2020 in der Erlebnisregion

Edersee/Bad Wildungen

unter dem Motto: Wild. Bunt. Gesund.

Im Jahr 2021 wird es keinen Deutschen

Wandertag geben, sondern nur eine Mitgliederversammlung

in Kassel – Terminvorschlag:

Samstag, 3. Juli 2021.


Beitrittserklärung

Zutreffendes bitte ankreuzen:

Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des Harzklubs unterstützen und

erkläre hiermit meinen Beitritt als:

Vollmitglied Lebenspartner Jugendlicher/Kind

Vorname/Name:

Geburtsdatum:

Firma:

Straße:

PLZ /Ort:

E-Mail:

Beitritt zum Harzklub-Hauptverein/Zweigverein:

Ort, Datum

Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:

Unterschrift

Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift

»DER HARZ« (Jahresabonnement 31,57 €).

Ort, Datum

Der 121. Deutsche Wandertag findet statt

vom 3.- 7. August 2022 in Fellbach/Remstal

unter dem Motto: Genieße das Wandertal.

(Ausrichter: Schwäbischer Alp-Verein) Die

ursprünglich aus Schleswig-Holstein vorliegende

Bewerbung wurde zurückgezogen.

Das vom Europäischen Wanderverband

(EWV) ausgerichtete EURORANDO-Treffen

findet vom 26.9. – 3.10.2021 unter dem

Thema „Freundschaft“ in Sibiu, Rumänien,

statt.

Bei Minderjährigen, Unterschrift

eines Erziehungsberechtigten.

Unterschrift

Einladung zum

Thema „Winter-

sport im Harz“ Seite 4

Neue Stelen im

Landkreis Harz

Seite 8

Wandertipp:

Das Grumbachtal in

Wildemann Seite 18

www.harzklub.de

Vorteile der Mitgliedschaft

im Harzklub e.V.

✔ Vergünstigungen, preiswerte Nutzung

von Wanderheimen z.B. beim Kauf

von Wanderkarten, Übernachtungen in den

Wanderheimen

✔ DWV-Mitgliedskarte (Deutscher

Wanderverband): Vergünstigungen regional

und deutschlandweit bei vielen Partnern

✔ Angebote: Möglichkeit der Teilnahme

an Veranstaltungen des Harzklub e.V., z.B.

Harzer Heimattag, Naturschutztag, Sternwanderung,

Brockenveranstaltungen, den

Veranstaltungen der Zweigvereine und an

den geführten Wanderungen und Ausflügen

des Harzklubs

✔ Lehrgänge und Fachtagungen: Möglichkeit

der Teilnahme an den Lehrgängen,

Fachtagungen und Weiterbildungen (Wanderführer,

Wegebeschilderung, Naturschutz,

Jodeln und Peitschenknallen, Akkord-Zither,

Klöppeln)

✔ Kinder- und Jugendfreizeiten im

Wanderheim Wildemann, Ausflüge:

Teilnahme an den Kinderfreiten mit Aktivitäten

im Wald, zu Bergbau und Naturschutz,

Basteln, Harzer Brauchtum und Lagerfeuer,

Ausflüge zum Weltwald Harz, auf den Brocken,

in Höhlen oder Bergwerke

✔ Versicherungen: günstige Beiträge aufgrund

der hohen Mitgliederzahl im Harzklub-

Gesamtverein (Haftpflicht,-Unfall,- Schutzhütten,-

Musikinstrumente)

✔ Gema-Rahmenvertrag: Durch Mitgliedschaft

im Deutschen Wanderverband

20 % Nachlass der Gema-Gebühren bei Auftritte

und Möglichkeit der Mitgliedschaft im

Landestrachtenverband

✔ Vermarktung und Werbung für die

Heimat- und Brauchtumsgruppen sowie für

Wanderungen und sonstige Veranstaltungen

über die Geschäftsstelle, das Internet,

Rundschreiben und Presseinformationen

✔ Information sämtlicher Zweigvereine

zu den Geschehnissen im Harzklub und im

gesamten Harz z.B. durch Rundschreiben,

Vereinszeitschrift „Der Harz“, Versammlungen,

Internet, Presse

✔ Termine: Weitergabe aus den Zweigvereinen

über Rundschreiben und Veröffentlichungen,

Internet

✔ Austausch der Zweigvereine untereinander

z.B. über Vereinsrecht (Satzungen),

Versicherungen, Betreuungsgebiete usw.

✔ Stiftungen: Inanspruchnahme finanzieller

Zuschüsse entsprechend den Richtlinien

für besondere Projekte der Zweigvereine

✔ Unterstützung der Zweigvereine durch

den Hauptverein bei Problemen, Gründungen,

Veranstaltungen usw.

✔ Beratung durch den Hauptverein über

die Zusammenarbeit mit Forstbetrieben,

Kommunen, anderen Partnern, Pressearbeit,

Datenschutz usw.

✔ Hohe Mitgliederzahl: 12.000 Mitglieder

im gesamten Harzklub können sich viel besser

Gehör verschaffen, als einzeln agierende

„Ortsvereine“

✔ Aktive Mitwirkung in der großen

Harzklub-Familie: Umsetzung gemeinsamer

Aufgaben und Ziele, Pflege des Gemeinschaftssinns

22 03 | 2020


Die freundliche Druckerei

mit der Harzer Seele.

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zes

eit Eliteschulen für den Führernachwuchs im Großdeutschen Reich werden. Ausen

erwarben an diesen paramilitärischen Internatsschulen nicht nur das Abitur,

as Rüstzeug später in Staat, Verwaltung, Wehrmacht und SS an vorderster Stelle

ische Gesinnung durchzusetzen. An zwei sehr unterschiedlichen Standorten kamen

ationalpolitische Erziehungsanstalten (NAPOLA). Die Klosterschule Ilfeld verwaneinstigen

humanistischen Vorzeigegymnasium in eine straff geführte Einrichtung

tserziehung. Im anhaltischen Ballenstedt entstand nach 1934 der einzige Neubau

utschland, der mit seiner gigantomanischen Architektur heute befremdet und einer

Abseits von Städten sollten im Mikrokosmos der neuen Bildungsanstalten wehrhafheranwachsen,

die später als „Politische Soldaten“ dem Führerstaat bedingungslos

uch hier funktionierte das NS-System von Lager, Kolonne und Fahne. Als Vorbilder

stalten, Landschulheime und die englischen Public Schools mit ihrer spartanischen

tlichen Prägung. Unter der Parole „Mehr sein als scheinen“ wuchsen hier ausls

Führungskräfte heran, die auch nach dem Untergang des NS-Staates in Schlüsseln,

wenn sie nicht vorher im II. Weltkrieg ihr Leben ließen.

en Orten werden die nächstgelegenen NAPOLAs in Schulpforta und Naumburg

Hintergründe zur NS-Herrschaft erhellt.

NEUERSCHEINUNG NS-Eliteschulen gab es im Harz in

Ballenstedt und Ilfeld. Erstmals befasst sich ein vierköpfiges

Autorenteam umfassend mit diesem lange tabuisierten

Thema. Im

Internat sollten

die Jungs nach

sieben Jahren

Konditionierung

und ideologischer

Schulung

in einer paramilitärisch

geführten

Einrichtung

das Abitur erreichen.

Danach

war ihnen die

Berufswahl freigestellt.

Kriegsbedingt

gingen

viele von ihnen

zur Wehrmacht oder SS.

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