advantage Nr 1 März 2020

advantage.online
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Gemeinsam zu einer nachhaltigen Welt!

Nr. 1 Feb./März 2020 € 3,90

Österreichische Post AG

MZ 18Z041474 M

advantage Media GmbH,

9020 Klagenfurt am Wörthersee

www.advantage.at

GEMEINSAM

ZU EINER

NACHHALTIGEN

WELT.

AUF SEITE 15!

Vom Rudel

lernen

Führen nach dem

Husky-Prinzip

Handeln

für den

Klimaschutz!

Wie Kärntner

Persönlichkeiten

ihren Beitrag zu

einer besseren

Zukunft leisten.

Euroskills

2020

Vier Kärntner messen

sich mit Europa

Wirtschaft

wählt

Urnengang der

Unternehmer

Neue App-

Technologie

Mobil mit der

Kärnten Card


Höchste B

Nachhaltige Milchprodukte

Durch höchste Bio-Qualität, innovative Produktideen

und dem nachhaltigen Zusammenspiel von

Mensch, Tier und Umwelt lässt sich bewusster

Konsum mit höchstem Genuss vereinen. Höchste

Produktqualität erreicht man nur, wenn neben

der Rohstoffqualität auch in der Verarbeitung

höchste Standards gelten. Durch Innovationen

ist die Kärntnermilch stetig bemüht, die Qualität

auf dem höchsten europäischen Niveau zu halten.

Bio Wiesenmilch bietet ein vielfältiges Sortiment

in höchster Bio-Qualität, von der Trinkmilch

über frische und fruchtige Milchprodukte bis hin

zu feinen Küchenprodukten.

www.kaerntnermilch.at • www.biowiesenmilch.at • #kaerntnermilch


Genussvolle Vielfalt

Das Bio Wiesenmilch-Sortiment der

Kärntnermilch wird laufend um innovative

Neuprodukte erweitert. Besonders im

Käsesegment spielt Bio eine immer größere

Rolle. Die Kärntnermilch bietet mit

Bio Wiesenmilch ein vielseitiges Käse-

Sortiment in höchster Bio-Qualität. Das

Bio Wiesenmilch Käse-Sortiment reicht

von naturgereiften Spezialitäten wie dem

preisgekrönten Bio-Wiesenmilch Almkäse,

dem g’schmackigen Draudamer

oder dem feinen Rahmkäse bis hin zu

einem abwechslungsreichen Schnittkäse-

Sortiment. Was den Geschmack der Bio

Wiesenmilch-Käsespezialitäten so einzigartig

macht? Die Bio Wiesenmilch-

Bäuerinnen und -Bauern bewahren auf

ihren Weideflächen eine natürliche Vielfalt

an würzigen Gräsern und Kräutern.

Diese Vielfalt ist ausschlaggebend für den

unverwechselbaren Geschmack der Bio

Wiesenmilch-Käsesorten.

io-Qualität

2018 2020


Klimaschutz,

Energieeffizienz &

Tiergesundheit

Tiergesundheit und Nachhaltigkeit sind die

Grundlage der Bio Wiesenmilch-Produkte. Nur

auf der Weide können Rinder ihr arttypisches Verhalten

optimal ausleben. Sie garantiert den Kühen

ausreichend Bewegung, Luft, Licht, Sonne und

frisches Gras. Die Weidehaltung zählt damit zu

den natürlichsten Haltungsformen für Rinder. Bei

Bio Wiesenmilch kommt der Tiergesundheit und

der nachhaltigen Bewirtschaftung der Höfe eine

besondere Bedeutung zu. Den Bio Wiesenmilch-

Kühen garantiert die Weidehaltung während der

Vegetationsperiode sowie die wiederkäuergerechte

Fütterung mit Wiesenfutter eine optimale Form

der Tierhaltung. Bio Wiesenmilch-Bäuerinnen

und -Bauern setzen auf gesunde, robuste Kühe, die

lange leben und eine gute Milchleistung erbringen,

ohne dabei ihre Gesundheit durch Überforderung

aufs Spiel zu setzen.

www.kaerntnermilch.at • www.biowiesenmilch.at • #kaerntnermilch


advantage 3

Vorwort

advantage-Herausgeber

Walter Rumpler

plädiert auf Authentizität.

Foto: Bernhard Horst

Iris Straßer (li.) blüht in ihrem Netzwerk

(hier mit advantage-Marketingexperten

Oliver Zussner, Werberin

Ursula Mayer und Bernhard Wappis

von autark) auf. Foto: Verantwortung zeigen!

Ein ganzes Heft

voller Klimaschützer!

Es freut mich, dass der Kreis der nachhaltig denkenden und vor

allem agierenden Menschen immer größer wird und sich tagtäglich

mehr Firmen auf einen achtsamen Weg besinnen. Welche Auswirkungen

das auf unser Leben und schönes Land haben wird, werden

wohl eher unsere Kinder erfahren. So bin bin zuversichtlich, dass

sich dieser Ansatz lohnt. Und wenn wir es so weit verinnerlicht

haben, schaffen wir auch einen Kreislauf der authentischen

Kommunikation.

Ihr Walter Rumpler

Der Sinn der Nachhaltigkeit

von Dr. Iris Straßer, Leiterin des Verantwortung

zeigen! Netzwerks

„Es ist ein rundes Paket, das Ihr da geschnürt habt. Für jeden

ist etwas dabei“, so der Tenor der Teilnehmer eines

Frühstücks, bei dem das neue Schwerpunktprogramm von

Verantwortung zeigen! zum Thema Nachhaltigkeit im Kreis

namhafter Unternehmen und Institutionen vorgestellt

wurde. Kaum ein Begriff ist heute so strapaziert wie

Nachhaltigkeit, kein Unternehmen kommt mehr daran

vorbei, das Themenfeld sozialer und ökologischer Verantwortung

in die Kernprozesse des Managements zu integrieren.

Der Green Deal der Europäischen Union und die neue Bundesregierung werden den Rahmen

vorgeben, in dem Unternehmen künftig agieren.Umso wichtiger ist es, rechtzeitig Know-how

aufzubauen, damit die Bearbeitung nicht zum Feigenblatt und Deckmäntelchen verkommt,

sondern betriebswirtschaftlich Sinn macht. Zur Hebung von Effizienzpotentialen und

Innovationschancen, zur Erschließung neuer Kundengruppen und höheren Attraktivität für

junge Mitarbeiter. Im Verantwortung zeigen! Portfolio gibt es ab Frühjahr 2020 Praxisseminare

für Führungskräfte und Mitarbeiter und erweitert sich das Angebot durch ein überbetriebliches

Lernnetz. Das Lernen im Kreis Gleichgesinnter hilft, Fehler zu vermeiden und sich qualifiziertes

Feedback und auch neue Anregungen zu holen. Und wer Nachhaltigkeit und CSR firmenintern

voranbringen möchte, dem sei ein Blick auf die sieben Handlungsfelder unternehmerischer

Verantwortung empfohlen: Struktur & Führung, Arbeitsplatz, Markt, Umwelt, Umfeld &

Region, Kommunikation und Gesellschaft. Überall gilt es zu gestalten, Risiken wahrzunehmen

und Chancen zu finden. Ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, die

sogenannten Sustainable Development Goals. Von denen sollten Sie schon gehört haben.

COVER Foto: © pixabay.com – jplenio Portraits: Martina Karulle © Alexander Wieselthaler; Tanja Doboczky, © Picture People; Michaela

Tiefenbacher, © Karin Wernig; Herta Stockbauer, © BKS/Arnold Poeschl; Peter Gauper, © Puch Johannes; Iris Strasser, © KK; Manfred Freitag,

© Kelag; Werner Pietsch, © Daniel Waschnig; Marina Aichlseder, © Sissi Furgler Fotografie; Helmut Petschar, © Martin Steinthaler | tinefoto.com;

Berndt Triebel, © Energieforum Kärnten, Richard Oswald, © Marco Riebler.

IMPRESSUM: Herausgeber: Walter Rumpler, w.rumpler@advantage.at. Verlag & Medieninhaber:

advantage Media GmbH. Geschäftsführer: Walter Rumpler, w.rumpler@advantage.at. Redaktion: Günter

M. Pinter, g.pinter@advantage.at, Mag. (FH) Isabella Schöndorfer, studio@wort.at; Manuela Mark, Bakk.phil.,

mail@manumarkant.at; Monika Unegg, monika@unegg.or.at, Karin Waldner- Petutschnig, waldner.

petutschnig@chello.at. Koordination: Mag. (FH) Isabella Schöndorfer. Medien- & Anzeigenleitung:

Oliver Zussner, o.zussner@ advantage.at. Medienberatung: Burgi Hämmerle, b.haemmerle@advantage.at.

Fotos: advantage, pixelio.de, sxc.hu, fotolia, bzw. beigestellt lt. FN. Büroanschrift: advantage Media GmbH,

Bahnhofplatz 5/Top 9, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, T: +43 (0)650 7303400. Die Meinungen

von Gastkommentatoren müssen sich nicht mit der Meinung der advantage- Redaktion decken. Alle Rechte,

auch Übernahme von Beiträgen gem. §44 Abs. 1 Urheberrechts gesetz, vorbehalten. AGB/Haftungs ausschluss/

rechtlicher Hinweis: www.advantage.at

Inhalt

14 Nachhaltig zertifiziert

Netzwerker Berndt Triebel

bringt gleichgesinnte

Unternehmen zusammen.

4 Die Besten

Wie Bildung unser

Leben prägt.

11 Schlüsselrolle

der Banken

Herta Stockbauer

im Interview

36 Die bessere Welt

Green-ups: Innovativ gegen

kurzlebige Massenware.

41 Fischverliebt

Rezepte für heimische

Kochkultur.

45 Respekt!

Junge Handballer

als Klimaschützer

46 Alpen-Adria

Interreg-Projekt gegen

Billig-Konkurrenz

49 Duell mit

spitzer Feder

Peter Schöndorfer und

Gilbert Waldner stellen

sich der Frage: „on demand“

oder „old school“?

50 #alternativefacts

Peter Schöndorfer über das

Versagen einer einstmals

klugen Methode

Foto: Energieforum Kärnten


4 advantage DIE BESTEN

Bildung

bringt’s!

Ob Lehre oder Studium. Die moderne

Gesellschaft lässt die ehemaligen Grenzen

der Bildung immer mehr verschwimmen.

Was Kärnten daraus macht, zeigen uns die

Besten. Isabella Schöndorfer und Günter Pinter

Seit 2020 mit an Bord bei weXelerate: Die BKS Bank.

Foto: weXelerate

Rektoren bei der 50-Jahr-Feier der Universität Klagenfurt, v.l.n.r.: Zdravko Kačič

(Universität Maribor), Hellmut Samonigg (Med Uni Graz), Oliver Vitouch, Harald

Kainz (TU Graz, 2teReihe), Vizerektor Bernhard Fügenschuh (Universität Innsbruck)

und Martin Polaschek (Universität Graz). Foto: aau/Daniel Waschnig

Jubiläumsfeier

50 Jahre Universität Klagenfurt

Klagenfurt ist seit 50 Jahren Universitätsstadt. Beim Festakt

zum Jubiläum fanden sich Vertreter aus Wissenschaft, Politik

und Medien ein. Am 21. Jänner 1970 wurde die heutige Alpen-

Adria-Universität Klagenfurt – damals noch als Hochschule für

Bildungswissenschaften - aus der Taufe gehoben. Anlässlich des

50. Geburtstages fanden sich zur Jubiläumsfeier zahlreiche Gäste

aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Partneruniversitäten aus

Österreich und aus dem Ausland sowie Lehrende, Alumni,

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Studierende an der

Universität ein, um am Festakt teilzunehmen. Im Rahmen der

Feierlichkeiten wurde Rektor Oliver Vitouch durch Landeshauptmann

Peter Kaiser, selbst Absolvent der Universität, das

Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen.

BKS Bank kooperiert

mit weXelerate

„weXelerate ist bereits heute das größte und

stärkste Innovationsnetzwerk Österreichs,

international ein weit sichtbareres Zeichen

für Innovation mit über 20 Top-Unternehmen

in zwei Hubs. Und an diesem Innovationsnetzwerk

bauen wir ständig weiter. So freuen

wir uns, dass wir mit der BKS Bank einen

interessanten Corporate Partner mit an Bord

haben. Der Beginn für weitere spannende

Innovationen“, so weXelerate Geschäftsführer

Awi Lifshitz. „Die BKS Bank sieht die digitale

Transformation als eine große Zukunftschance.

Damit diese gut gelingt, ist es von hoher

Bedeutung, dass auch unsere Mitarbeiter gut

darauf vorbereitet werden. Arbeitsabläufe und

Aufgaben ändern sich und erfordern oft andere

Kenntnisse als bisher. Ziel der Partnerschaft mit

weXelerate ist, viele neue Impulse für unsere

Mitarbeiter und Führungskräfte zu generieren,

um sie für die digitale Transformation zu

begeistern. Wir hoffen, so das Innovationspotenzial

voll ausschöpfen zu können“, erklärt

BKS Bank-Vorstandsvorsitzende Herta

Stockbauer.


Die Besten | advantage 5

Das Symphonieorchester der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik mit Leiter

Martin A. Fuchsberger setzte einen glanzvollen Schlussakkord der Eröffnungstage.

Foto: Gustav Mahler Privatuniversität für Musik.

Gustav Mahler Privatuniversität:

13 Konzerte an 3 Tagen

Nach der offiziellen Eröffnungsfeier im Herbst letzten Jahres

ließ die Gustav Mahler Privatuniversität zu Jahresanfang auch

künstlerisch von sich hören.

Unter dem Titel „360° Musik“ wurde mit insgesamt 13 Konzerten an drei

Tagen den Besuchern ein offenes, vielfältiges, innovatives und „gesprächiges“

Programm, das von der Volksmusik und dem Jazz, über zeitgenössische Musik

bis zur Klassik reichte, geboten. Das große Publikumsinteresse bei den

Konzerten fand seinen Höhepunkt mit rund 650 Gästen beim Abschlusskonzert

im Konzerthaus Klagenfurt. „Es ist uns an den drei Veranstaltungstagen

gelungen, unser Haus bestmöglich zu präsentieren. Unser Motto „360 Grad

Musik“ haben wir mit Leben, aber vor allem mit Kunst ausgefüllt“, zeigte sich

Rektor Roland Streiner zufrieden.

Studium und Lehre

an der Fachhochschule Villach

An der Fachhochschule Kärnten, Campus Villach, soll es ab Herbst

2020 möglich sein, das Studium Prozess- und Elektrotechnik mit

einer Lehre zu verbinden. Darauf haben sich Infineon, Flex, die

Industriellenvereinigung, die Fachhochschule Kärnten und die

Berufsschule Villach geeinigt. Damit wäre Kärnten bundesweit

das erste Bundesland, das diese Kombination anbietet.

Das Bachelor-Studium parallel zur Lehre verlängert sich um zwei

bis drei Semester. Das Projekt richtet sich an AHS-Absolventen

und wird gestartet, wenn sich mindestens zwölf Interessierte

melden. Die künftigen Absolventen verfügen dann über einen

Lehrabschluss und einen Bachelor der Fachhochschule Villach.

Schon bald

möglich:

Zukunftsfitte

Kombination

aus Lehre

und Studium.

Foto: StockSnap

auf pixabay

WK-Präsident Jürgen Mandl mit Rudolf Bredschneider,

Innungsmeister der Maler und Tapezierer, und Gottfried

Gautsch, Innungsmeister der Dachdecker, Glaser und Spengler

in den neuen Werkstätten. Fotos: WKK/Sommeregger-Baurecht

Am Dach

geht die Post ab

Wirtschaft und (Aus-)Bildung gehören

zusammen: Deshalb hat die Kärntner Wirtschaftskammer

in den vergangenen 15 Jahren

rund 50 Millionen Euro in Bildungseinrichtungen

investiert. Keine andere Organisation in

Kärnten verfügt über so vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten.

„Ein weiterer Meilenstein ist

uns nun mit der Errichtung der Dachdeckerund

Spenglerwerkstätte gelungen. Gemeinsam

mit dem WIFI Kärnten haben wir ein Kompetenzzentrum

für die Ausbildung der jungen

Fachkräfte geschaffen“, freut sich WK-Präsident

Jürgen Mandl anlässlich der Eröffnung am

Gelände der Postgarage in Klagenfurt. Circa

100 Dachdecker- und Spengler-Lehrlinge

sowie knapp 140 Maler- und Tapeziererlehrlinge

werden unter dem Motto „Qualifikation

schafft Qualität“ Teile ihrer Ausbildung in den

zeitgemäß gestalteten Ausbildungsräumlichkeiten

absolvieren.


6 advantage Klimaschutz

Geht’s dem Klima gut,

geht‘s der Wirtschaft gut!

Für die Sicherung von Arbeitsplätzen, Wohlstand und Wachstum braucht

es erfolgreiche Unternehmen. Sie tragen auch eine große Verantwortung,

wenn es um Klimaschutz geht und sie nehmen diese immer stärker wahr.

Maßnahmen zum Klimaschutz bringen nicht nur Vorteile für die Umwelt,

sie bieten auch Chancen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.


Klimaschutz | advantage 7

Klimawandel? Was, den gibt es

wirklich? Diese Reaktion war

lange Zeit nicht ungewöhnlich,

wurde doch der vom Menschen verursachte

Wandel des Klimas von vielen schlichtweg

ignoriert oder als übertriebene Panikmache

abgetan. Derzeit scheinen nur noch unverbesserliche

Verschwörungstheoretiker zu

bezweifeln, dass der zu hohe CO₂-Ausstoß

zur Erderwärmung beiträgt und rasch Maßnahmen

gesetzt werden müssen, um die

Klima belastung einzudämmen. Ob diesen

Bewusstseinswandel Greta Thunberg

und der Fridays For Future-Bewegung

der Jugend geschuldet ist oder ob er

sich durch die dramatischen

Waldbrände am Amazonas, in

der sibirischen Tundra und

im australischen Outback

buchstäblich in das Bewusstsein

der Weltöffentlichkeit

eingebrannt

hat, lässt

sich schwer sagen.



Foto: AdobeStock/Harald Lange NaturBild


8 advantage | Klimaschutz

Fest steht mittlerweile, dass niemand um die

Themen Klimawandel und Klimaschutz

umhinkommt.

Noch lange nicht am Klimaziel

Die Fakten sprechen für sich: Laut UN-Klimaschutzprogramm

müssten jedoch die klimaschädlichen

Emissionen zwischen 2020

und 2030 jährlich um 7,6 Prozent sinken,

um die Erderwärmung auf deutlich unter 2

Grad Celsius einzugrenzen, wie das bei der

Pariser Klimaschutzkonferenz von 2015 vereinbart

wurde. Von diesem Ziel sind wir

derzeit noch weit entfernt. Auch Österreichs

Klimaschutz-Ambitionen reichen derzeit

nicht aus. Laut Klimaschutzbericht 2019

des österreichischen Umweltbundesamtes

betrugen die Treibhausgas-Emissionen in

Österreich 2017 rund 82,3 Millionen Tonnen

CO2-Äquivalent, was im Vergleich zu

2016 eine Steigerung um rund 3,3 Prozent

(ca. 2,7 Millionen Tonnen) bedeutet. Auch

wenn der Ausstoß von 2017 auf 2018 um

3,7 Prozent gesunken ist, wäre es zu früh

von einer Trendwende zu sprechen. Angesichts

der Risiken und Kosten des Klimawandels

besteht Handlungsbedarf.

Hohe Folgekosten des Klimawandels

Die Folgekosten der Klimaveränderung

könnten für Österreich laut Klimaschutzbericht

bis 2050 jährlich bis zu 5 Milliarden

Euro betragen, sofern keine Gegenmaßnahmen

gesetzt werden und wenn die globale

Temperaturerwärmung sich unter 2 Grad

Celsius einpendelt. Nach den Berechnungen

des Umweltbundesamtes würden für Strafzahlungen

bis 2030 bis zu neun Milliarden

Euro anfallen, wenn Österreich die Klimaziele

verfehlt. Eine der wichtigsten Maßnahme

ist der Wechsel hin zu einer kohlenstoffarmen

Wirtschaftsweise, auch Dekarbonisierung

genannt. Vor allem im Bereich der

Mobilität und bei der Energieerzeugung

muss der Trend weg von fossilen Brennstoffen

gehen. Selbst wenn der Ausstieg aus der

kohlenstoffintensiven Wirtschaft rasch

erfolgt und umgesetzt wird, sind damit

hohe Kosten verbunden. Allerdings sind die

Kosten, wenn nichts getan wird, deutlich

höher: Nach Analyse der OECD könnten

sofortige Maßnahmen, die eine Veränderung

unsere Produktions- und Wirtschaftsweise

bewirken, die Wirtschaftsleistung der

G20-Länder durchschnittlich um 2,5 bis

2,8 Prozent steigern. Rechnet man noch die

Kosten für die Folgen eines ungebremsten

Klimawandels bis 2050 mit ein, die dadurch

vermieden werden können, steigt dieser

Effekt auf durchschnittlich 4,7 Prozent.

Wird jedoch erst ab 2025 gehandelt, könnte

dies zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung

um durchschnittlich 2 Prozent bis

2035 führen. Bleibt die Dekarbonisierung

aus, betreffen die negativen wirtschaftlichen

Folgen den Tourismus, die Land- und Forstwirtschaft,

den Energiebereich und das

Gesundheitswesen. Hinzu kommen demographische,

soziale und humanitäre Auswirkungen

– Stichwort Klimaflüchtlinge.

Klimaschutz als Wirtschaftsfaktor

Um die Begrenzung auf unter 2 Grad zu

erreichen, sind laut Experten zukunftsfähige

Lösungen wie z.B. Investitionen in langlebige

Infrastruktur und Technologien gefragt,

die einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler

Energieträger ermöglichen.

Der Klimawandel birgt nicht nur Risiken,

vor allem Maßnahmen zum Klimaschutz

bieten Chancen für Österreichs Wirtschaft.

Umwelt- und Klimaschutz sind ein bedeutender

Wirtschaftsfaktor in der Alpenrepublik.

Österreichische Betriebe sind bereits

jetzt in mehreren Umwelttechnologiebranchen

Weltmarktführer. In den Bereichen

erneuerbare Energietechnologien, Recyclingund

Abfalltechnologie, Wasser- und Abwasser-

sowie Luftreinhaltetechnologie haben

österreichische Betriebe im Export einen

überdurchschnittlich hohen Weltmarktanteil

und sind national wie international

besonders wettbewerbsfähig. Bei Umsatzwachstum,

Exportquote und bei den Ausgaben

für Forschung und Entwicklung im

Bereich Umwelttechnik liegen die heimischen

Betriebe und Dienstleister deutlich

über dem nationalen Durchschnitt im Vergleich

mit anderen Branchen. Sie sind innovativ

und exportorientiert und wachsen

schnell. Das sind gute Voraussetzungen, um

die Chancen, die der Klimaschutz eröffnet,

zu ergreifen und auszubauen. Kann sich

Österreich sich als Vorreiter in neuen klimafreundlichen

Zukunftsindustrien etablieren,

hat das langfristig positive Auswirkungen

auf die Wertschöpfung und Beschäftigung

im Land und sichert damit die internationale

Wettbewerbsfähigkeit. Im Jahr 2017

waren im Sektor „umweltorientierte Produktion

und Dienstleistung“ österreichweit

über 180.000 Menschen beschäftigt und es

wurde ein Umsatz von rund 36 Milliarden

Euro erzielt.

Chance für Kärntner Unternehmen

Auch Kärntner Unternehmen behaupten

sich mit klimafreundlichen Produkten und

Dienstleistungen erfolgreich wie z.B. im

Solarbereich, bei Biomasse, Turbinenbau,

Leitungsbau für Wasserkraft und Wärmeversorgung,

Hightech-Produkte und Chipproduktion,

oder der Abfallwirtschaft. Der

Energiesektor ist mit einem Anteil von über

99 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie

(vor allem Wasserkraft sowie Biomasse und

Photovoltaik) österreichweit Vorreiter. Auch

in der Landwirtschaft liegt Kärnten mit

einem Anteil von 20 Prozent der Agrarfläche

für Bio-Landwirtschaft im europäischen

Spitzenfeld.

Auf den Klimaschutz als Innovations- und

Wachstumsmotor haben auch die Vertreter

des Landes, der Wirtschaftskammer und der

Industriellenvereinigung beim Ersten Kärnten

Wirtschaftskonvent hingewiesen. Nachhaltigkeit,

Ökoinnovationen, Bioökonomie

und Klimaschutz seien nicht nur aus wirtschaftlicher

Sicht Zukunftsthemen. Kärnten

biete sich die Chance mit umweltfreundlichen

Innovationen sowohl wirtschaftlich

wie gesellschaftlich zu profitieren, so der

Tenor. Werden diese Chancen ergriffen, so

ist Zuversicht angebracht, dass es den

Kärntner Unternehmen gelingen kann, Klimaschutz

und Wirtschaft in Einklang zu

bringen. Ganz nach dem Motto: Geht’s dem

Klima gut, geht‘s der Wirtschaft gut! |


Klimaschutz | advantage 9

Chance

Klimaschutz

Für den einen ist es die Innovation, der andere kann sich für neue

Marktperspektiven begeistern. Wir haben bei Kärntner Unternehmen

nachgefragt, welche Chance Klimaschutz für ihr Unternehmen bedeutet.

Foto: pixabay - liggraphy

Peter Gauper,

Vorstand Raiffeisen Landesbank Kärnten

„Um künftig erfolgreich am Markt zu agieren,

gilt es zentrale Themen wie steigendes

Umweltbewusstsein, hohe Sensibilität für

Klimaveränderungen, ressourcenschonendes

Wirtschaften etc. bei der strategischen

Ausrichtung zu berücksichtigen. Das

Konjunkturforum 2020 liefert wertvolle

Impulse wie Unternehmen mit Regionalität,

Kooperationsbereitschaft und innovativen

Ideen ökologisch nachhaltig

wirtschaften können.“ Foto: Puch Johannes

Richard Oswald,

Center-Manager ATRIO

„Der Klimaschutz ist für das ATRIO nicht

nur eine spannende Herausforderung

sondern zugleich eine Verpflichtung. Viele

Maßnahmen die wir seit der Eröffnung

getroffen haben zeigen, dass Ökologie und

Ökonomie wunderbar zusammen passen.

Der schonende Umgang mit Ressourcen

macht sich „bezahlt“. Frei nach dem Motto

–tu Gutes und sprich darüber– goutieren die

Kunden zunehmend unser nachhaltiges

Handeln. Das positive Image wird zum

echten Wettbewerbsvorteil.“ Foto: Marco Riebler

Claudia Hölbling,

Gründerin Gaumenfest.at

„Beim Lebensmitteleinkauf kann jeder

Einzelne etwas zum Klimaschutz beitragen.

Produkte aus achtsamer, klein strukturierter

Landwirtschaft schonen das Klima. Der

Ab-Hof-Versand spart Anfahrtswege,

die Bündelung der unterschiedlichen

Erzeugnisse durch Gaumenfest.at bietet

ein umfangreiches Angebot. Der Klimaschutz

bietet uns und den Bauern die

Chance, neue Produkte hervorzubringen,

neue Kunden zu gewinnen sowie Verpackung

und Zustellung noch effizienter gestalten

zu können.“ Foto: Peter Pugganig


10 advantage | Klimaschutz

Dipl.-Ing. Manfred Freitag,

Vorstand Kelag

„Es geht nicht um Chancen, sondern um die

möglichen Beiträge der Kelag zum Klimaschutz.

Kärnten hat heute 52 % erneuerbare

Energie im Gesamtsystem. Um im Sinne des

Klimaschutzes 100 % zu erreichen, brauchen

wir doppelt so viel erneuerbare Energie aus

Wasserkraft, Photovoltaik, Windkraft und

Biomasse. Die Kelag kann hier viel beitragen,

diese Mammutaufgabe können wir aber nur

gemeinsam bewältigen. Voraussetzung dafür

ist die Akzeptanz für zusätzliche Erzeugungsund

Netzanlagen, die wir alle für unsere

enkeltaugliche Energiezukunft brauchen.

Zusätzlich müssen alle mit Energie in

Zukunft viel effizienter umgehen als bisher.“

Foto: Kelag

KR Otto Scheiflinger,

Eigentümer und Geschäftsführer der

„Wie daham…“ Senioren- und Pflegezentren

„Den „Wie daham…“ Senioren- und

Pflegezentren ist ein gutes Klima nicht nur

im zwischenmenschlichen Bereich wichtig!

Im Bewusstsein um die Verantwortung von

Unternehmen für dieses bedeutsame Thema,

fließt der Gedanke der Ressourcen- und

Umweltschonung nahezu in alle strategischen

Entscheidungen mit ein und wird im

Alltag in unseren österreichweit elf Häusern

gelebt. Die Verwaltungszentrale in Glanegg

wird mit Erdwärme versorgt und aktuell gibt

es Verhandlungen mit Anbietern von

Solaranlagen, um eventuell an allen

Standorten auf erneuerbare Energie

umzusteigen.“ Foto: KK

Klaus Reiter, Geschäftsführer von

Reiter Bioholz und Timberra® Holzsysteme

„Viele Unternehmen werden ihre Geschäftsmodelle

in den nächsten Jahren überdenken

müssen, um den Anforderungen in der

Klimapolitik nachzukommen. Da fühlen wir

uns mit unseren Unternehmen Reiter Bioholz

und Timberra® Holzsysteme bereits als

Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Seit jeher

galt unsere Philosophie, Techniken zu finden,

die den Baustoff Holz so formen lassen, dass

es zum begehrenswerten Designprodukt wird

und dabei die Einstofflichkeit bewahrt bleibt.

Zudem tragen wir mit unserer Kreislaufwirtschaft

maßgeblich zum bewussten Umgang

mit der Natur bei.“ Foto: KK

Johannes Hofer,

Geschäftsführer der Conversio GmbH

„Wir von Conversio sind der Meinung, dass

Photovoltaikanlagen eine wirtschaftlich

sinnvolle Investition sind. Wir haben es uns

zur Aufgabe gemacht, vor allem Betrieben

mit hohem Stromverbrauch zu zeigen, dass

die eigene Stromproduktion mittels Photovoltaik

bereits nach einer Amortisation von

wenigen Jahren hohe Ersparnisse ermöglicht.

Wenn nun der Klimaschutz in der Gesellschaft

noch wichtiger wird, und die Politik

weitere fördernde Schritte setzt, werden

unsere Photovoltaikanlagen für unsere

Kunden wirtschaftlich noch lukrativer

und noch attraktiver.“ Foto: Arnold Pöschl

Michaela Tiefenbacher,

Geschäftsführende Gesellschafterin,

Naturel Hotels & Resorts

In den Naturel Hotels & Resorts ist uns

ein achtsamer Umgang mit den Produkten

genauso wichtig wie erneuerbare Energie zu

verwenden und umweltschonende Mobilität

zur Verfügung zu stellen. Für mich als

Unternehmerin ist es wichtig, meine Hotels

„enkeltauglich“ zu führen und mit den

naturgegebenen Ressourcen sparsam

umzugehen. Mittlerweile entscheiden

sich aber auch Gäste ganz bewusst für

unser Hotel, weil wir uns der Nachhaltigkeit

und dem Klimaschutz intensiv widmen.

Foto: Karin Wernig

Mag. Marina Aichlseder,

Geschäftsführung Autohaus Aichlseder

Seit 15 Jahren werden in unserem Haus alle

Investitionen auf Nachhaltigkeit geprüft.

Wir haben zum Heizen und zur Stromerzeugung

ein Blockheizkraftwerk und eine

PV-Anlage. Als Chance sehen wir, dass die

Elektromobilität alltagstauglicher und auch

leistbarer geworden ist. Wir haben seit

über zehn Jahren Erfahrung im Bereich

alternativer Antriebe und wir verfügen über

speziell ausgebildete Mitarbeiter für die

Servisierung dieser Fahrzeuge.

Foto: Sissi Furgler Fotografie


advantage 11

——— I n t e r v i e w ———

mit Mag. Dr. Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende BKS Bank

Banken haben eine Schlüsselrolle

für den Klimaschutz

BKS Bank-Vorsitzende Herta Stockbauer über den Beitrag der Banken

zu Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und Klimaschutz sowie die

Chancen für klimafreundliches wirtschaften in Kärnten.

Foto: BKS/Arnold Poeschl

Der Klimawandel ist schlagartig in

das Bewusstsein der Öffentlichkeit

gerückt. Hat sich das auch auf den

Finanzsektor ausgewirkt?

Die EU hat 2018 den „Aktionsplan zur

Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ präsentiert,

der sich an die Finanzbranche wendet.

Auch im Green Deal haben Banken

eine Schlüsselrolle. Beides führt dazu, dass

auch Banken, die bisher der Nachhaltigkeit

wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben,

sich nun ganz konkret mit dem Klimawandel

beschäftigen.

Wie können Banken und Finanzinstitute

zum Klimaschutz beitragen?

Die BKS Bank vergibt beispielsweise Finanzierungen

mit nachhaltigem Verwendungszweck

und bietet ökologisch nachhaltige

Veranlagungs- und Sparprodukte an. Seit

2012 konnten wir unseren CO₂-Ausstoss

um 54 % reduzieren. Wir betreiben mittlerweile

zwei Photovoltaikanlagen, ersetzen

Videokonferenzen durch Dienstreisen, fahren

mehr mit der Bahn und ersetzen in

unserem Fuhrpark Dieselfahrzeuge durch

Hybridautos, um nur ein paar Beispiele

unserer Aktivitäten zu nennen.

Was sind ihre persönlichen Motive,

Klimaschutz, Nachhaltigkeit und

gesellschaftliche Verantwortung in

Ihrem Unternehmen umzusetzen?

Wenn es uns nicht gelingt, die Ziele des

Pariser Klimaschutzabkommens umzusetzen,

werden unsere Kinder und Enkel auch

in unseren Breiten die Folgen gravierend

spüren. Ich möchte ihnen dann guten

Gewissens sagen können: „Ich habe alles,

was in meiner Macht stand getan, um die

Umwelt zu schützen.“

Wie schätzen Sie die Chancen für

ein nachhaltiges und klimafreundliches

wirtschaften in Kärnten ein?

Wo sehen Sie mögliche Risiken,

was gibt Anlass zur Zuversicht?

Sehr gut. Denn in Kärnten gibt es sehr viele

Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften.

Jedes Unternehmen sollte aber analysieren,

ob es direkt oder indirekt über die Wertschöpfungskette

vom Klimawandel betroffen

sein wird. Noch ist ausreichend Zeit,

sein Geschäftsmodell entsprechend anzupassen.

Die Bundesförderstellen bieten viele

Förderprogramme für klimafreundliche

Investitionen. Wir laden Unternehmer gerne

ein, sich bei uns dazu beraten zu lassen.

Wird der von der EU angekündigte

„Green Deal“ die Erwartungen

erfüllen können, die damit verknüpft

werden?

Die Umsetzung wird eine große Herausforderung.

Die Ausgangsvoraussetzungen sind

ganz unterschiedlich. So wird der Ausstieg

aus Kohle in manchen Ländern schwer zu

bewältigen sein und das Thema Atomstrom

sehr kontrovers diskutiert werden. Die EU

muss hier kluge Programme schaffen. Auf

der einen Seite muss sie diesen Ländern realistische

Szenarien eröffnen, ohne dass es

kalt wird im Wohnzimmer. Auf der anderen

Seite darf sie Ländern, die schon weiter sind,

nicht das Gefühl

geben, dass

sie die Zeche

zahlen

müssen. |


12 advantage

——— I n t e r v i e w ———

mit Dir. Helmut Petschar, Geschäftsführer Kärntnermilch

Für nachhaltigen Umweltschutz

braucht es unsere Bauern

Kärntnermilch Geschäftsführer Helmut Petschar über die Bedeutung

der heimischen Landwirtschaft für die Erhaltung unserer Kulturund

Naturlandschaft sowie für Umwelt- und Klimaschutz.

Welche Bedeutung haben

Umwelt- und Klimaschutz

für Ihr Unternehmen?

Wir beschäftigen uns seit den

90er-Jahren mit Klimaschutz,

Artenschutz und Biodiversität.

Die Kärntnermilch ist die einzige

Molkerei, die mit EMAS und mit

unterschiedlichen Umwelt zertifikaten

vom Bund schon mehrmals für Nachhaltigkeit

ausgezeichnet wurde. Wir verarbeiten nur

Milch aus gesundem Tierbestand und verwenden

keine chemischen Zusatzstoffe. Wir konnten allein

beim Verzicht auf Stülpdeckel rund sechs Tonnen

Plastik in drei Monaten einsparen. Durch Anschaffung

neuer Pumpen, Belüftungs- und Beleuchtungssysteme

sowie durch Wärmerückgewinnung

haben wir unseren Energieverbrauch stark gesenkt.

Unsere Milchbauern produzieren seit 2005 flächendeckend

gentechnikfrei und seit über drei Jahren

glyphosatfrei.

Was kann die Landwirtschaft allgemein und

die Milchwirtschaft im Besonderen für den

Klimaschutz tun?

Wenn wir unsere Kulturlandschaft und unsere Umwelt

nachhaltig schützen wollen, ist es ganz wesentlich, die

kleinstrukturierte Landwirtschaft in der Bergwelt zu

erhalten. Dafür braucht es unsere Bauern, die mehr

tun, als nur die Milch abzuliefern. Deshalb haben wir

bereits vor sechs Jahren unser Projekt Bio Wiesenmilch

unter dem Motto „Leben achten. Achtsam

leben“ gestartet. Wir orientieren uns dabei an den drei

großen Grundsätzen besondere Energieeffizienz und

Klimaschutz, besonderer Tierschutz und besonderer

Artenschutz. Mit einem flexiblen Bewertungssystem

unterstützen wir unsere Bio-Wiesenmilchbauern dabei,

sich im Sinne der Zielvorstellungen

dynamisch weiterzuentwickeln.

In welcher Form

unterstützt die Kärntner

Milch die Landwirte?

Mit unseren speziellen Produkten

wie Bio Wiesenmilch oder

regionalen Käsespezialitäten stärken wir

die kleinteilige Landwirtschaft vor allem in

der Bergregion. Heimische Produkte schaffen und

erhalten Arbeitsplätze in der Region und sichern den

Milchbauern ein Einkommen. Damit verhindern wir

Abwanderung und stärken unsere Bauern, die für die

Erhaltung der Kultur, der Landschaft und für ein vielfältiges

Vereinsleben unersetzbar sind.

Wie schätzen Sie den von der EU

angekündigte „Green Deal“ im Hinblick

auf die Landwirtschaft ein?

Grundsätzlich ist es positiv, dass dieses Thema mehr

Augenmerk erhält. Allerdings werden die hohen Ziele

ohne unsere Partner im Handel nicht umsetzbar sein.

Es ist scheinheilig, zu sagen, wir stehen hinter der regionalen

Wirtschaft, sich dann aber an den niedrigen

Weltmarktpreisen zu orientieren. Die Produktion in

der Region mit kleinstrukturierter Landwirtschaft zu

Billigstpreisen ist nicht möglich. Das sind die Konsumenten

oft schon weiter als der Handel.

Was ist ihr ganz persönlicher Beitrag

zum Klimaschutz?

Ich achte auf einen sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln,

vermeide Billigstangebote und kaufe dafür

ganz bewusst Produkte mit hoher Qualität aus der

Region, möglichst aus biologischem Anbau. |

Foto: Martin Steinthaler | tinefoto.com


Klimaschutz | advantage 13

Erfolgsfaktor

Nachhaltigkeit

Was bedeutet nachhaltige Unternehmensführung?

Um diese und andere Fragen zu beantworten lud

die Wirtschaftskammer Kärnten zu einem

informativen Frühstück.

Nachhaltigkeit zählt mittlerweile für

viele Kärntner Unternehmen zur

täglichen Praxis. Aus diesem

Grund lud die Wirtschaftskammer Kärnten

in ihren Räumlichkeiten zum Frühstück

unter dem Motto „Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit“.

Nach Begrüßung durch WKK Vizepräsidentin

Carmen Goby hielt Iris Straßer,

Geschäftsführerin vom Netzwerk Verantwortung

zeigen! den Impulsvortrag zum

Thema „Mit nachhaltigen Maßnahmen zum

unternehmerischen Erfolg!“. Verantwortung

zu übernehmen liege im Trend und zähle

immer stärker zu wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren

sowohl für Unternehmen wie auch

für den Wirtschaftsstandort, so Straßer in

ihrem Vortrag. Im Anschluss wurden drei

Best-Practice Beispiele aus Kärnten zu diesem

Themenfeld vorgestellt. Elke Oberhauser

von Best oft he Rest-Zwölfuhrläuten,

Mag. Richard Oswald vom Atrio Villach

und Michaela Tiefenbacher vom Naturel

Jutta Steinkellner, Elke Oberhauser, Iris Straßer, Richard Oswald, Carmen Goby

und Michaela Tiefenbacher beim Top-Service-Frühstück der Wirtschaftskammer.

Foto: LobitzerMarion

Hotels & Resort, die alle mit ihren nachhaltigen

Initiativen erfolgreiche Vorreiter in

ihrer Branche sind, informierten die rund

80 Teilnehmer darüber, wie in ihren Unternehmen

Nachhaltigkeit in der Praxis um -

gesetzt wird. Die Anwesenden nutzen die

Möglichkeit zu einem vertiefenden Er -

fahrungsaustausch und um Kontakte zu

knüpfen und sich zu vernetzen. |

Eine Karriere

wie für mich gemacht

Ein sicherer Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeit und ein Einkommen, das

nach oben offen ist und das Sie selbst gestalten.

Verstärken Sie unser Team im Außendienst als Versicherungs- und VorsorgeberaterIn und starten Sie Ihre

Karriere jetzt! Auch QuereinsteigerInnen sind herzlich willkommen, denn Ihre umfassende Ausbildung

erfolgt berufsbegleitend ab dem Start. Unser Verkaufscoach steht Ihnen vom ersten Tag an zur Seite, um Sie

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Landesdirektion Kärnten

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14 advantage Umwelt & Energie

Gemeinsam zu einer

Kaum einer will heutzutage nicht nachhaltig sein.

Dabei schwappt die private Lebenseinstellung immer

häufiger auf das berufliche Umfeld über. Was es

für eine wahre Umsetzung als Firma braucht, weiß

EFK-Plattform-Gründer Berndt Triebel.

Isabella Schöndorfer

Während sich die einen ein hübsches

grünes Mascherl anheften,

ist das anderen Betrieben

schlicht zu wenig. Vielen Firmen geht der

vermeintliche Marketing-Gag der Nachhaltigkeit

nicht weit genug. Wer mehr Ernsthaftigkeit

erfahren und langfristig in das

Thema investieren möchte, fühlt sich

womöglich beim Energieforum Kärnten

(kurz EFK) in guten Händen. So hat sich


Umwelt & Energie | advantage 15

10 JAHRE

ENERGIE-

FORUM

KÄRNTEN!

—————————————

„Wir zeigen Handlungsanleitungen

für eine nachhaltige Lebensweise

auf – speziell für Betriebe.“

Berndt Triebel, Energieforum Kärnten

—————————————

Foto: Shutterstock

Firmen bei der Erstellung eines Leitbildes

begleitet oder die Unternehmensziele dann

sinnvoll verschriftlicht werden, der Weg zur

Sichtbarkeit der nachhaltigen Marke ist das

gemeinsame Ziel. „Damit im Betrieb alle an

einem Strang ziehen.“ Immer im Fokus: Die

Minimierung von eventuellen negativen

Auswirkungen des Produkts auf Menschen

und Umwelt während des gesamten Lebenszyklus.

Die Stationen reichen von Rohstoffgewinnung,

Herstellung, Transport bis zum

sogenannten „End of Life“ und werden

während der Zertifizierung unter die Lupe

genommen. Tatsächlich spielt die Nutzung

des Produktes durch den Endverbraucher

die größte Rolle, wenn es am Ende des Tages

um Energieeffizienz, Umweltschutz,

Gesundheit, Beschaffung, Ressourcen oder

Reparaturfähigkeit geht.

Bei Zirbenbett und ökologischer Malerei

fängt das Spektrum der Plattform-Gemeinschaft

erst an. Dass Zertifikate und Audits

kein ausschließliches Thema für große

Unternehmen sein müssen, weil sie es sich

aus. Man hat einfach länger was von nachhaltigen

Modestücken!“ Und bei den

Lebensmitteln von Payrs Fischzucht, Gartners

Lavanttaler Wein und dem Kärnten

Korn der Kropfitschmühle geht man neben

zahlreichen Anbietern aus der Holzverarbeitung

oder dem Gewerbe in Sachen Markenerkennung

ebenfalls einen grünen Weg.

Ganz konkret hat sich etwa die Kropfitschmühle

als Ziel festgelegt, sich in Zukunft

mit einer Photovoltaikanlage auszustatten.

Jetzt versorgt sich der Betrieb zu einem

Gutteil selbst mit Strom. Hunderte Ziele

wurden von den auditierten Betrieben

bisher genannt, die alle zu mehr Nachhaltigkeit

beitragen. Das EFK begleitet

bei der Umsetzung und Netzwerkpartner

helfen bei der Erstellung eines Leitbildes,

einer Lebenszyklusanalyse oder eines

Kommunikationskonzeptes.

nachhaltigen Welt

das Team des EFK in den letzten Jahren zur

Nachhaltigkeitsplattform mit hohem Weiterempfehlungswert

gemausert. Zertifiziert

werden ausgewählte Unternehmen sowie

deren nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen

unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

Dabei werden ökonomische und

soziale Aspekte gleichrangig beurteilt.

„Besonders stolz sind wir auf das Gütesiegel“,

so Obmann Berndt Triebel. Ob nun

leisten können, zeigen viele EPU, die mit im

Boot der umtriebigen Plattform sind. Denn

auch bei der zertifizierten Fashionista Martina

Karulle in der Klagenfurter Hafenstadt

Urban Area spielt Fairwear schon lange eine

Rolle. „Der Trend geht ganz klar weg von

der Fast-Fashion, hin zur bewussten Entscheidung

durch den Konsumenten. Da

viele Hersteller dies erkannt haben, baue

auch ich meine Kollektionen diesbezüglich

Über fünf Stufen

Die Zertifizierung erfolgt im Rahmen eines

standardisierten Audits, das fünf Ebenen

umfasst. Die Bestimmung der Nachhaltigkeitsposition

in allen Bereichen – also ökologisch,

ökonomisch und sozial – basiert auf

Fakten. Im Rahmen des Audits werden nach

einer Ist-Analyse, Perspektiven gesucht,

Ziele gesetzt und Maßnahmen definiert, um

eine nachhaltige Unternehmensführung

sicherzustellen. „Ein Betrieb muss bereit

sein, diesen Weg zu gehen“, weiß der

Obmann aus Erfahrung. Neben fachlicher

Kompetenz, Unabhängigkeit und höchster


16 advantage | Umwelt & Energie

BESUCHEN

SIE UNS VON

28.2-1.3. 2020 AUF

DER KLAGENFURTER

HÄUSLBAUERMESSE

(HALLE 5

STAND A 10)!

—————————————

„Wir begleiten

Unternehmen in eine

grüne Zukunft.“

EFK-Obmann Berndt Triebel legt sich nachhaltig für Firmen ins Zeug. Foto: Energieforum Kärnten

Berndt Triebel,

Energieforum Kärnten

—————————————

Integrität der Mitarbeiter garantiert das EFK

die hohe Qualität der Zertifizierung und die

damit verbundene Glaubwürdigkeit gegenüber

Konsumenten, Unternehmen und

Partnern. Daraus resultiert ein Ergebnis, das

in einem Bericht festgehalten wird. Ein echtes

Ende ist aber nicht im Sinne der Unternehmer,

da das Audit als wiederkehrender

optimierender Prozess zu verstehen ist. So

kann auch ein langfristiger Erfolg ganz im

Sinne der Nachhaltigkeit sichergestellt

werden.

Neuer Messeauftritt

Ab heuer wird die seit acht Jahren in zwei

Hallen erfolgreich veranstaltete „Go Green“

auf der Klagenfurter Messe auf Grund der

enormen Nachfrage in zwei Bereiche geteilt:

Unter den Begriffen „Fair leben“ und Öko-

Bau“ wird das Angebot für Besucher ausgebaut

und greifbarer gemacht. Damit hat

Triebel einen nationalen Coup gelandet. Es

handelt sich um die erste Öko-Bau-Messe

Österreichs. Ein klares Konzept erlaubt, wer

im Alpen-Adria-Raum mitmachen darf und

als Anbieter qualifiziert genug ist.

Gemeinsame Projekte

Für nachhaltige Lösungen, werden intern

Unternehmen im Sinne des Endverbrauchers

sogar vernetzt. So setzt etwa ein nachhaltiges

Bauprojekt auf Werte, die man kaufen

kann. Dafür haben sich EFK-zertifizierte

Betriebe zur Aufgabe gemacht, gemeinsam

Maßnahmen umzusetzen und Kunden

gebündelt zugänglich zu machen. Das Kärntenhaus

ist so ein gemeinsames Vorhaben.

Nachhaltig wird mit Partnern und ökologischen

Baustoffen aus der Region gebaut.

Unter www.kaerntenhaus.com findet sich

alles vom gesunden Wohnen bis zur

gewünschten Energieeffizienz. Immer im

Mittelpunkt sind dabei die regionalen Produkte.

„In den Qualitätskriterien, die das

Energieforum Kärnten festgelegt hat, steckt

die Erfahrung von vielen Jahren. Nur

Gebäude, die alle Kriterien erfüllen, führen

den Namen der Marke Kärtenhaus 4.0.

Info

Green Brand

Eine Starke Positionierung

in Richtung Nachhaltigkeit

führt dazu, dass sich das

Unternehmen vom

Mitbewerb unter scheidet.

Mit dem Recht zur Führung

des Zertifikats kann auch

die eigenen Unternehmensmarke

weiterentwickelt werden.

Die Entwicklung einer

entsprechenden

Kommunikation ist ein

logischer Schritt.

Weissenseer Holz-System-Bau: Das KärntenHaus 4.0 vermittelt nachhaltiges Wohnglück.

Foto: EFK


Umwelt & Energie | advantage 17

—————————————

„Als UnternehmerIn

ist eines ganz wichtig:

immer weitergehen!

Denn nur wer den

Weg geht, sieht auch,

wohin er führt.“

Zielstrebig: Unternehmerin Martina Karulle setzt auf trendige Slow-Fashion. Foto: Alexander Wieselthaler

Fashionista Martina Karulle

—————————————

Unter diesen strengen Richtlinien werden

hochwertige Gebäude errichtet“, so Triebel.

Kein Ende in Sicht

Bis jetzt sind bereits mehr als 140 Betriebe

zertifiziert, wie zum Beispiel ABB Österreich,

Siemens, aber auch EPU wie eine

Bioimkerei aus Maria Wörth. Entweder in

individuell spezifischen Zeiträumen, jedenfalls

innerhalb von zwei Jahren erfolgt ein

Re-Audit, in dem die Umsetzung der

gemeinsam festgelegten Ziele evaluiert wird.

Jedes Re-Audit steht unter einem gewissen

Themen-Schwerpunkt. „Im Rahmen des

Zertifikats helfen wir Unternehmen, sich in

allen Ebenen entsprechend auszurichten, im

Angebotsbereich, aber auch bei Themen der

ökologischen, sozialen oder ökonomischen

Nachhaltigkeit. Das betrifft aber auch die

Kommunikationsebene“, wird Triebel nicht

müde. Und so wundert es nicht, dass das

Service bis ins kleinste Detail gedacht ist,

wenn rechtzeitig vor Weihnachten eine feine

Auswahl an nachhaltigen heimischen Firmenpräsenten

als Pendant zu billig produzierter

Massenware aus Übersee im Netzwerk

angeboten wird. Denn es ist nicht

allein der Gedanke, der zählt! |

Info

Antrag auf Zertifizierung

Der Antrag kann von allen österreichischen

Unternehmen unabhängig von Größe und

Fachgruppe direkt beim Energieforum

Kärnten gestellt werden. Voraussetzung ist

ein Produkt, das vom EFK evaluiert und als

nachhaltig definiert werden kann.

Was kostet das?

Zwischen 1.000 und 3.000 Euro einmalig.

Gibt es auch Förderungen?

Ja, das Land Kärnten fördert diese

Beratung im Rahmen der Förderschiene

Ökofit.

www.energieforumkaernten.at

Netzwerker unter sich: EFK-zertifizierte Unternehmer treffen sich regelmäßig zum Austausch.

Foto: Arnold Pöschl


18 advantage Immobilien

——— I n t e r v i e w ———

Investition in pure

Lebensqualität

Er ist der Experte in Sachen Seeimmobilien:

Alexander Tischer gibt Einblicke in das einzigartige

Seeleben im Süden. Sein neuester Schatz:

„The Lakes“ am Ossiacher See.

advantage: Was spricht für eine

Immobilie am See?

Mir liegt viel daran, unseren Kunden die

Möglichkeit zu geben, sich auf die wichtigen

Dinge im Leben zu konzentrieren. Ich

möchte ihnen zu Immobilien verhelfen, die

zum persönlichen Kraftplatz werden. Umgeben

von der sauberen Luft Kärntens und

dem glasklaren Wasser findet man unvergleichliche

Ruhe und Erholung. Warum

sollte ich stundenlang im Auto sitzen und

ans Meer fahren, wenn sich vor meiner

Haustür ein Naturschauspiel abspielt?

Alexander Tischler und seine Familie

kennen und lieben die Vorzüge des

Lebens am See.

Wie kommt man zu einer solchen

„Wohlfühlaktie“?

Die verfügbaren Objekte am Markt werden

immer knapper. In den letzten Jahren ist die

Nachfrage enorm gestiegen. Außerdem dauern

Baugenehmigungen mittlerweile sehr

lange – ein mühsamer Weg, um an eine solche

Immobilie zu kommen. So oder so: Der

Kauf einer Immobilie am See ist ganz klar

eine Wohlfühlaktie- ob als Freizeitimmobilie

oder Hauptwohnsitz. Man kauft wahre

Lebensqualität. Der Markt wird schmäler!

Es lohnt sich also, schnell zuzugreifen.

Erzählen Sie uns von Ihrem aktuellen

Projekt!

Die Seewohnungen unseres Projekts „The

Lakes“ am Ossiacher See werden im Sommer

bezugsfertig. Hier finden Personen, die in

Lebenszeit investieren wollen, das ultimative

‚Haus am See‘. Unser Projekt ist sicherlich

eine Langzeitinvestition in pure Lebensqualität.

Hier werden definitiv Träume wahr!

Was bedeutet Wohlfühlen für Sie?

Für mich bedeutet es, umgeben von meiner

Familie zu sein. Im Kreise meiner Liebsten

tanke ich Kraft. Man sollte sich aber auch

bewusst Zeit für sich selbst nehmen, um zur

Ruhe zu kommen. Denn der Alltagsstress

nimmt stetig zu. Die täglichen Anforderungen

lasten auf uns, Termindruck und

ständige Erreichbarkeit lassen wenig Zeit für

Entspannung. Deshalb ist es wichtig, sich

seinen Alltag angenehm zu gestalten.

Eine Immobilie in Kärnten –

eine reine „Sommerresidenz“?

Kärnten lädt auch im Winter zum Träumen

und Genießen ein. Skifahren, der gefrorene

See und die Stille. Kärnten ist kurz

gesagt ein Wohlfühlort zu jeder Jahreszeit.

Wir sind hier umgeben von einer einzigartigen

Seen- und Berglandschaft, die nicht

nur eine Oase der Ruhe ist, sondern auch

unzählige Erlebnisse bietet. Die sonnige Zeit

des Jahres besticht natürlich mit besonderen

Zuckerln, wie zum Beispiel eine spritzige

Motorbootfahrt über das türkise Wasser. |

Fotos: Daniel Waschnig / ANZEIGE


Private Home Resort

Ossiacher See

Kärnten

Exklusive Seewohnungen für höchste

Ansprüche an individuelles Wohnen.

Eigene Marina. Ein sicher

Hafen als Wertanlage.

HWB 36 kWh.

z.B. Kaufpreise ab € 536.000,-

Mitglied des & immobilienring.at &

Mag. Alexander Tischler 0676 60 74 134

Dkfm. Alfred Tischler 0664 43 54 157

ATV-Immobilien GmbH

www.atv-immobilien.at

office@atv-immobilien.at

Aktuelle Angebote von Seeimmobilien am

Wörthersee, Ossiacher See, Faaker See und Weißensee


20 advantage Menschen & Wirtschaft


Menschen & Wirtschaft | advantage 21

Ein Husky-Team besteht aus

Schlittenhunden und ihrem

menschlichen Führer, dem Musher.

Dieser gibt dem Gespann den Weg

vor. Wie ein Musher zu führen

heißt, seinem Team vertrauen zu

können und nur steuernd, planend

und koordinierend einzugreifen.

Leithunde, Schlittenführer

und Rudelkämpfe

Es obliegt dem Gespür des Musher,

jene Hundepaare zusammen zuspannen,

die gerne miteinander

laufen. Und für diese die richtige

Position und passende Aufgabe zu

finden. Diese Gesetzmäßigkeiten

eines Schlittengespanns lassen sich

direkt in den Unternehmens- und

Führungsalltag übertragen. Auch

im Unternehmensumfeld müssen

Führungskräfte aller Ebenen

erkennen, wer an welcher Stelle

geeignet oder falsch besetzt ist.

Manuela Mark

Der Villacher Dr. Klaus Schirmer ist seit vielen

Jahren leidenschaftlicher Unternehmer.

Nach seinem Studium in Pharmazie und

Psychologie übernahm er eine Apotheke in Villach,

Österreich, und machte sie in den folgenden Jahren zu

einem Erfolgsmodell bezüglich Mitarbeiterführung

und Betriebsklima. Sein erstes Buch „Das Husky-

Prinzip“ basiert auf dem Ansatz der „Führung nach

dem Prinzip der Freundschaft“.


22 advantage | Menschen & Wirtschaft

Foto: Sissi Furgler

—————————————

„Damit Mitarbeiter von sich aus die volle Leistung

erbringen wollen, sollten sie ‚von oben‘ die Möglichkeit

erhalten, weitgehend unabhängig und situativ

entscheiden zu können. Für eine solche Freiheit muss

im Unternehmen Vertrauen herrschen. Kurz gesagt, es

braucht eine freundschaftliche Unternehmenskultur.“

Dr. Klaus Schirmer

—————————————

Führen und Freundschaft –

ein Widerspruch?

Beim sogenannten „Husky-Prinzip“ wird die

spezielle Beziehung zwischen Schlittenhunden

und dem „Musher“ als Metapher herangezogen

wird und als roter Faden durch das

Buch aufzeigt, was „Führen mit langer Leine

und auf freundschaftlicher Basis“ an positiven

Ergebnissen im unternehmerischen

Umfeld bewirken kann, ohne dabei Disziplin

oder Ergebnisorientierung zu vergessen.

Dr. Klaus Schirmer stellt in seinem Buch

wirksame Analogien zwischen dem Spirit

eines Hochleistungs-Teams und dem eines

Schlittenhunde-Gespanns her: Er verweist

auf die ungeheure intrinsische Motivation

der Huskys oder Mitarbeiter, zu rennen und

zu ziehen, ohne dafür mit Leckerli’s bzw.

Boni angespornt werden zu müssen. Er

arbeitet die vertrauensvolle Kommunikation

zwischen Musher und Leithund heraus, die

sich eins zu eins auf die Zusammenarbeit

zwischen verschiedenen Führungsebenen

umlegen lässt. Und letztlich verweist er auf

die Ur-Aufgabe des Führens, die im Beispiel

des Hundeschlittens offensichtlich wird:

Während die einen das ausführen, was sie

am liebsten tun und am besten können,

nämlich rennen und ziehen, macht der

Musher bzw. die Führungskraft das, was

sonst keiner kann: Er hat all das im Blick,

was das große unternehmerische Projekt von

außen wie von innen beeinflusst.

H.U.S.K.Y.

Führung nach Prinzip der Freundschaft

bedeutet definitiv nicht, dass es gar keine

Führung gibt. Natürlich muss jemand an

der Spitze stehen. Denn: Der größte Stress,

den eine Gruppe hat, ist das Fehlen der

Alphaposition. Es ist unabdingbar, dass eine

Person gibt, die in der Lage ist, eine Entscheidung

zu treffen. Genauso wichtig ist es

aber, dass es dem gesamten Gespann gut

geht. Jedes Unternehmen ist nur so gut wie

die Motivation und Bereitschaft des einzelnen

Mitarbeiters.

H

U

S

K

Y

– Hohe Ziele verfolgen

– Umfeld einrichten

– Strukturen schaffen

– Kultur pflegen

– Yeah, der Schlitten

fährt wieder

Unternehmer aus Leidenschaft

Dr. Klaus Schirmer ist seit vielen Jahren leidenschaftlicher

Unternehmer. Nach seinem

Studium in Pharmazie und Psychologie

übernahm er eine Apotheke in Villach,

Österreich, und machte sie in den folgenden

Jahren zu einem Erfolgsmodell bezüglich

Mitarbeiterführung und Betriebsklima. Mit

dem von ihm ins Leben gerufene Leitmotiv

freundschaftlicher Unternehmenskultur

wurde seine Apotheke 2017 im Rahmen des

„Great Place to Work Award“ zu Österreichs

bestem Arbeitgeber 2017 gewählt. Daher

kann der Autor und Unternehmer Führungskräfte

auf Basis seiner eigenen Erfahrungen

und Methoden mit Tipps und Tricks

dabei unterstützen, das Arbeitsklima und die

Unternehmenskultur in ihrer Organisation

zu optimieren, da er diese Konzepte in seinem

eigenen Unternehmenskonstrukt praktisch

implementiert hat und dies zu nachweislich

mehr Erfolg führte. Als Speaker

und Trainier sowie als Dozent an drei Universitäten

(Innsbruck, Graz und Wien) vermittelt

er außerdem anschaulich und auf

unterhaltsame Weise, wie viel mehr an

Erfolg, Befriedigung und positiven Erlebnissen

in der alltäglichen Arbeit steckt, wenn

jeder Einzelne bereit ist, sein Tun mit einem

höheren Sinn zu verbinden. |

Der Villacher

Unternehmer

Dr. Klaus

Schirmer

kennt die Do‘s

and Dont‘s in

Mitarbeiterführung

und

Betriebsklima.


advantage 23

——— I n t e r v i e w ———

mit WK-Präsident Jürgen Mandl

„Wir arbeiten für den Stern des Südens“

Mit der optimistischen #schaffenwir-Kampagne holt WK-Präsident

Jürgen Mandl die Kärntner Unternehmen vor den Vorhang.

Im advantage-Interview spricht er über die „Karriere mit Lehre“ und

den Beitrag der Unternehmen zu einer funktionierenden Gesellschaft.

Foto: WKK/Helge Bauer / Anzeige

Herr Präsident, die neue Regierung

hat sich in Sachen Lehre einiges

vorgenommen. Wie beurteilen Sie die

Pläne?

Jürgen Mandl: Die Aufwertung der Lehre ist

längst überfällig und ich bin froh, dass hier

endlich etwas geschieht. Man sieht das auch

an der Gleichstellung des Meistertitels mit

dem Bachelor. Der Slogan „Karriere mit

Lehre“ stimmt heute noch mehr als früher:

Mehr als die Hälfte der heute aktiven und

erfolgreichen Unternehmer haben mit einer

Lehre angefangen. Und unsere heimischen

Fachkräfte gehören weltweit zu den Besten:

Seit Jahren führen wir die Siegerlisten der

Berufseuropameisterschaften an und auch

die Kärntner Talente glänzen stets mit

Spitzenleistungen.

Kürzlich ging die 2. Kärntner

Lehrlingsmesse über die Bühne.

Wie war Ihr Eindruck?

Sensationell! Was sich an diesen drei Tagen

in der Klagenfurter Messe abgespielt hat, war

wirklich fantastisch. Firmen, Organisationen

und natürlich zahlreiche Branchen der Wirtschaftskammer

haben sich dort mit ihren

Ständen präsentiert und vor allem auf eines

Wert gelegt: praxisnahe Information. Hunderte

Schüler konnten sich ausprobieren,

Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten kennenlernen.

Zusätzlich dazu haben wir ein

Lehrlings-Speed-Dating angeboten, bei dem

sich Unternehmen mit potenziellen Lehrlingen

ganz unkompliziert vernetzen konnten.

Die Lehrlingsmesse ist ein Erfolgsformat!

Sprechen wir allgemein über die

Kärntner Wirtschaft. Wie ist die

Stimmung bei den Betrieben?

Durchaus positiv. Drei Viertel der Unternehmen

erwarten heuer eine konstante oder

sogar positive Entwicklung bei den Umsätzen.

Diese gute Grundstimmung in Kärnten

ist ein Impuls für ganz Österreich und hat

positive Auswirkungen auf Investitionen

und Beschäftigung, denn über 80 Prozent

der Kärntner Betriebe wollen das hohe Investitionsniveau

des laufenden Jahres halten.

Trotz der oftmals schwierigen Umfeldverhältnisse

leisten die Unternehmer mit ihren

Mitarbeitern einen enormen Beitrag zur

Gesellschaft.

Wie macht sich das bemerkbar?

Unternehmer sind wichtige Wohlstandsmotoren

in Kärnten: Die 35.000 Kärntner

Unternehmen schaffen knapp 200.000

Arbeitsplätze und somit auch 200.000 Einkommen

im Land. Jeder, der etwas unternimmt,

leistet seinen wertvollen Beitrag zu

unserer Gesellschaft – durch Innovation,

Wertschöpfung und Stabilität. Dies gilt ganz

speziell für Unternehmer, denn aus ihren

Ideen werden oft Erfolgsgeschichten. Und

genau diese möchten wir mit unserer Kampagne

#schaffenwir erzählen!

Erzählen Sie kurz

von der Kampagne …

Es geht darum, dass wir den Leistungen der

Unternehmen und ihrer Mitarbeiter die

Bühne geben, die ihnen gebührt. Auf

www.schaffenwir.at können alle, die etwas

unternehmen, der Öffentlichkeit zeigen,

was sie tagtäglich schaffen. Dabei geht es

einerseits um Businessstorys, aber auch um

das gesellschaftliche Engagement, das so

viele Unternehmer in sich tragen. Meine

Ansicht ist: Tue Gutes und sprich darüber!

Zahlreiche Betriebe setzen sich für soziale

Projekte ein, treten aktiv für den Klimaschutz

ein, helfen Familien in ihrem Bezirk

oder engagieren sich im Tierschutz. Bei

#schaffenwir geht es auch um den gesellschaftlichen

Zusammenhalt und das Verständnis

dafür, dass Unternehmer einen

starken und attraktiven Lebensstandort

Kärnten schaffen.

Haben sie dafür die idealen

Rahmenbedingungen, dass dies

auch so bleibt?

Zum Teil. Allerdings brauchen wir dringend

eine Standortinitiative mit zündenden Ideen,

durch die wir junge Menschen in Kärnten

halten können und andere dazu bewegen, zu

uns zu kommen. Dazu zählen Arbeitsplätze,

Wohnungen, Bildungsangebote, Infrastruktur

mit Breitband-Internet, Export, Qualitätstourismus

und eine weitere Steigerung

der Investitionsbereitschaft der Betriebe

durch Entbürokratisierungsmaßnahmen wie

die Bagatellgrenze bei den Kassenbons. Ich

habe eine klare Vorstellung: Kärnten soll bis

2030 der beste Lebensstandort in Österreich

sein. Ein Stern des Südens, wo Menschen

gerne leben und arbeiten. |


24 advantage | Menschen & Wirtschaft

——— I n t e r v i e w ———

mit Andreas Sucher, SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer

Politik ohne Scheuklappen

Die Miete zahlen und den Kindergarten, einmal im Jahr auf Urlaub fahren

und das Auto abstottern – die Notwendigkeiten des Alltags scheinen oft weit

entfernt von politischen Debatten und Diskussionen. Warum deswegen gerade

heute neue politische Perspektiven unverzichtbar sind, erklärt Andreas Sucher,

Geschäftsführer der SPÖ Kärnten, in einem Gespräch über Schein und Sein,

Lösungen für die Zukunft und Partizipation als gemeinsame Verantwortung.

Foto: ProImageAustria

Wenn ein Politiker erklärt, er war

noch nie im Konto-Minus …

Frage ich mich, ob das wirklich Eigen leistung

ist, oder schlichtes Geburtsglück? „Wer

noch nie sein Brot mit Tränen aß“, sollte

überlegen sich damit zu brüsten – in einer

Zeit zunehmender sozialer Ungerechtigkeit

und einer immer größer werdenden Schere

zwischen Arm und Reich. Wohin steuern

wir als Gesellschaft, wie wollen wir die

Zukunft gestalten, welche Welt wollen

wir unseren Kindern hinterlassen? Das

sind die Fragen, die uns brennend interessieren

sollten. Wir sollten vor

allem nachdenken wo und wie wir investieren,

nicht nur wo wir sparen

müssen.

Sie meinen etwa ein

Grundeinkommen?

Wir müssen aufhören, in starren

Schemen zu denken und

uns für den Dialog öffnen.

Als SPÖ Kärnten veranstalten

wir seit Jahresbeginn,

jeweils am letzten Montag

eines Monats den „Social

MonTalk“. Wir laden ein,

mitzudenken, mitzuarbeiten

und mitzugestalten.

Unser erstes Thema war tatsächlich

das Grundeinkommen.

Allerdings geht es uns

weniger darum ein „Ja“ oder

„Nein“ zu einem Thema definieren, sondern

aufzuklären, neue Perspektiven aufzuzeigen

und zu lernen! Ziel dieses Formates ist

gemeinsam mit den BürgerInnen und parteiübergreifend

über die Zukunft des Landes

zu debattieren. Der Social MonTalk ist

ein erster Baustein, den wir für ein gemeinsames

Haus der Zukunft setzen. Nicht die

Denkwerkstatt einer kleinen Elite, sondern

ein offener und ge sellschaftspolitischer

Zukunftsdialog als Prozess, an dem sich alle

BürgerInnen und ExpertInnen – parteiübergreifend

– beteiligen können.

Ein Format mit viel Potenzial

für kontroverse Streitgespräche,

nicht wahr?

Ich ziehe jeden hart erstrittenen Kompromiss

einer stillen Absprache vor. Jede ehrliche

Meinung ist mehr wert, als ein falsches

Lächeln. Die österreichische Sozialdemokratie

hat in der Vergangenheit Strukturen

geschaffen, die für alle Menschen unseres

Landes größtmögliche Wahlfreiheit und

Chancengleichheit gewährleisten. Diesen

Auftrag gilt es, konsequent weiter zu verfolgen,

gemeinsam und im Austausch mit

den BürgerInnen. |

Weitere Infos

kaerntengewinnt.at/

der-social-montalk/


Menschen & Wirtschaft | advantage 25

Team Fredy Trey – SWV Kärnten

Fredy Trey ist Präsident und Spitzenkandidat des SWV bei den Wirtschaftskammerwahlen

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Fredy Trey ist in erster Linie engagierter

und erfolgreicher Unternehmer,

als Politiker ist er ausgleichend,

verbindend und verbindlich. Sein gutes

Netzwerk und seine unkomplizierte Herangehensweise

zeigen immer wieder Erfolg

wie z. B. sein Antrag im Wirtschaftsparlament

zur Vermeidung von Gerichtskosten

bei Problemen mit ArbeitnehmerInnen.

Seine Privatinitiative „Kärntner Wirtschaftskongress“

(Kleinunternehmer-Messe, heuer

bereits zum 4ten Mal) inspirierte u. a. LR

Gaby Schaunig zu den Pop-Up-Stores in

Klagenfurt. Bei regel mäßiger gremialer

Arbeit vertritt Fredy den Stand der UnternehmerInnen

gegenüber einem sehr aufgeschlossenen

und um sichtigen Peter Kaiser.

2019 initiierte er die WiPAk (Wirtschaftsund

Politikakademie des SWV Kärnten),

bei der neue FunktionärInnen im SWV und

SWV-Präsident Alfred Trey. Foto: SWV Kärnten

in der Wirtschaftskammer Kärnten auf ihre

Aufgaben vorbereitet werden. Gemeinsam

mit Peter Kaiser wurden beim Kick-Off der

10teiligen Weiterbildungsinitiative 26

Kärntner JungunternehmerInnen in den

ersten Jahrgang aufgenommen, der am

31. Jänner 2020 endete. Der zweite Jahrgang

startet im März und ist bereits zur

Hälfte ausgebucht.

Die Weiterentwicklung der Wirtschaftskammer

zur starken Vertretung der EPUs

und KMUs und mehr Steuergerechtigkeit

gegenüber Großkonzernen, mehr Trans parenz

in der Wirtschaftskammer sowie

bessere soziale Absicherung z.B. durch Abschaffung

des Selbstbehalts beim Arzt besuch

oder Krankengeld nicht erst ab dem 43. Tag

sind wesentliche Forderungen des SWV

Kärnten. |

Wir suchen Kundenbetreuer

in Kärnten-Osttirol!

Mit den Besten in die Zukunft.

Als KundenbetreuerIn der Generali.

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Mag. Gundula Tamnig

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26 advantage WK-Wahl 2020

Wirtschaftskammerwahl

2020 Kärnten

Im März 2020 findet in Österreich Wirtschaftskammerwahl statt. In Kärnten

sind rund 35.000 Unternehmerinnen und Unternehmer dazu aufgerufen,

am 4. und 5. März ihre Vertretung zu wählen.

Gewählt wird die Vertretung auf der Ebene der

Fachorganisationen in Form einer Urwahl. Dabei

werden die die Mitglieder der Fachgruppenausschüsse

sowie die Fachvertreterinnen und Fachvertreter

direkt auf Basis des Verhältniswahlrechtes in geheimer

Wahl gewählt. Die Mitglieder der anderen Organe wie der

Fachverbandsausschüsse, der Spartenkonferenzen und

-vertretungen sowie der Präsidien, Erweiterten Präsidien

und Wirtschaftsparlamente der Kammern werden

dann gemäß dem Ergebnis der Urwahlen durch indirekte

Wahlen bestimmt.

Zur Wahl stellen sich – neben verschiedenen Namenslisten

in den Fachorganisationen – der Österreichische Wirtschaftsbund

(ÖWB), der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband

Österreich (SWV), die Freiheitliche Wirtschaft

(FW), die Grüne Wirtschaft (GW), Industrieliste sowie

zum ersten Mal in Kärnten die NEOS als das Unternehmerische

Österreich (UNOS). Bei der letzten Wahl im

Jahr 2015 erreichte der Wirtschaftsbund 64,03 Prozent,

der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender 15,1 Prozent,

der SWV 11,9 Prozent und die Grünen 7,2 Prozent. Der

Rest entfiel auf Namenslisten. Wir haben die Spitzenkandidaten

der zur Wahl stehenden Listen um eine Übersicht

über ihre wichtigsten Positionen gebeten:

Jürgen Mandl,

Landesgruppenobmann

Wirtschaftsbund Kärnten

„Die beste Wahl für die Kärntner

Wirtschaft Damit Kärnten schon

bald zum unternehmerfreundlichsten

Bundesland wird, haben wir

noch viel vor! Die Prioritäten sind

klar: Die Stärkung des ländlichen

Raumes, die Vereinfachung der

Förderungen, damit Geld bei jenen

Unternehmen (speziell EPU,

KMU) ankommt, die es wirklich

benötigen, und die Offensive gegen

den Fachkräftemangel. Dafür

werden wir vom Wirtschaftsbund

auch weiterhin konsequent

kämpfen. Damit Unternehmersein

wieder Freude macht!“ Foto: Helge Bauer

KR Günter Burger,

Freiheitliche Wirtschaft (FW)

Freiheitliche Wirtschaft:

Triebfeder für weitere

Entlastungsoffensive. Mehr

unternehmerische Freiheit,

weniger Verwaltung und

ein faires Steuersystem. Das

sind die zentralen Forderungen

der Freiheitlichen Wirtschaft.

Dafür kämpfen wir seit vielen

Jahren. Wir werden sicherstellen,

dass die Anliegen der

klein- und mittelständischen

Wirtschaft entsprechendes

Gehör finden! Wir bitten

um Ihre Unterstützung am

4. und 5. März.

Foto: Freiheitliche Wirtschaft


WK-Wahl 2020 | advantage 27

KR Alfred Trey,

Präsident SWV Kärnten

„Wir vertreten Kärntens wichtigsten

Wirtschaftsfaktor –

Dich. Wir sind der Partner für

19.211 Klein, – und Mittelunternehmen

in Kärnten, dem

Rückgrat unserer Wirtschaft!

Wenn wir Kärnten weiter auf

der Überholspur halten wollen,

muss die WK zu einer lauten

Stimme für EPUs und KMUs

werden. Wir wollen starke Unternehmen,

mit sozial abgesicherten

MitarbeiterInnen und

GründerInnen, denn wir verstehen

uns als Vertretung –

aller – arbeitenden Menschen!“

Foto: SWV Kärnten

Christian Weinhold,

UNOS-Landessprecher Kärnten

„Die WK muss transparenter

werden: Wir fordern die lückenlose

Offenlegung der Finanzen

sowie einen detaillierteren Rechenschafts-Bericht

und mehr Mitspracherecht

bei der Verwendung

von Rücklagen für alle

Mitglieder. Für den stufenweisen

Abbau der Zwangsmitgliedschaft

fordern NEOS die

Halbierung der Kammerbeiträge

und der Verwaltung, Abschaffung

der Kammerumlage 2,

Aufwertung der Lehre und

den Wandel der WK in eine

moderne Service-Organisation.“

Foto: UNOS Kärnten

Markus Ertel,

Regionalsprecher der Grünen

Wirtschaft Kärnten

„Die Wirtschaftskammer transparenter

machen! Die Mitbestimmung

der Mitglieder aktiv

fördern sowie die Rahmenbedingungen

für Unternehmer*innen,

besonders die soziale Absicherung

der Ein-Personen-Unternehmer*innen,

verbessern.

Hier konnte die Grüne Wirtschaft

viele Forde rungen in das neue

Regierungsprogramm hinein

verhandeln. Weiters ist die

Ökologisierung der Wirtschaft,

der Ausbau der Kreislauf- und

Regionalwirtschaft, ein wichtiger

Aspekt für den Klimaschutz,

ganz nach dem Motto:

,Reparieren statt wegwerfen!‘“

Foto: Grüne Wirtschaft Kärnten

Info

Infos:

Wirtschaftskammer Kärnten

www.wko.at/service/k/

wirtschaftskammerwahlen-kaernten.html

Wahlwerbende Gruppen

Wirtschaftsbund Kärnten

www.wirtschaftsbund-ktn.at

Freiheitliche Wirtschaft Kärnten

www.fw.at/ktn

SWV Kärnten

www.wirtschaftsverband-ktn.at

Grüne Wirtschaft

www.gruenewirtschaft.at/

kaernten

Unternehmerisches Österreich

www.unos.eu

IV Präsident Timo Springer, LR Sebastian Schuschnig, WK Präsident Jürgen

Mandl, LR Martin Gruber und LH Peter Kaiser beim 1. Wirtschaftskonvent.

Foto: LPD/Peter Just

Erster Kärntner

Wirtschaftskonvent

Beim ersten Kärntner Wirtschaftskonvent waren

sich sie Teilnehmer einig, Kärnten zum unternehmerfreundlichsten

Bundesland zu machen.

Im Haus der Wirtschaft in Klagenfurt fand im Jänner der

1. Kärntner Wirtschaftskonvent statt. Landeshauptmann

Peter Kaiser, Wirtschaftsreferent LR Sebastian Schuschnig

und Straßenbaureferent LR Martin Gruber präsentierten

gemeinsam mit WKK-Präsident Jürgen Mandl und IV-Präsident

Timo Springer ihre Pläne, wie Kärnten zum unternehmensfreundlichsten

Bundesland werden soll. Einigkeit herrschte darüber,

dass Kärnten nach turbulenten Jahren vor vielen Herausforderungen

steht. Statistische Kennzahlen und Umfragen

bescheinigen dem südlichsten Bundesland einen wirtschaftlichen

Aufwärtstrend.

Für LH Kaiser soll mit dem neuen Standortmarketing und dem

Claim „Kärnten - It’s my life!“ Kärnten als Lebens- und Wirtschaftsstandort

noch stärker in das Bewusstsein gerückt werden.

WK-Präsident Mandl erinnerte daran, dass das Land noch vor

wenigen Jahren von der Pleite bedroht war, nun habe Kärnten

als „Stern des Südens“ wieder Perspektiven und Zukunftschancen.

LR Sebastian Schuschnig betrachtet die Entlastung der

Unternehmen, die Digitalisierung sowie Klimaschutz und Nachhaltigkeit

als Innovationsmotor für die Wirtschaft. LR Gruber

wies auf die Einrichtung der Wirtschafts-Ombudsstelle hin, die

raschere Verfahren, und weniger Bürokratie garantiere. IV-Präsident

Springer zeigte sich überzeugt davon, dass der Weg zum

unternehmerfreundlichsten Bundesland möglich sei und nannte

das Infineon-Projekt als positives Beispiel. Christoph Leitl, Präsident

der Europäischen Wirtschaftskammern war voll des Lobes

über den Schulterschluss von Wirtschaft, Politik und Verwaltung:

„Das ist ein nicht alltägliches Netzwerk.“ |


28 advantage Menschen & Wirtschaft

Aus- und Fortbildungskosten

in der Steuererklärung

Wer dauerhaft aktiv im Erwerbsleben stehen möchte, wird um eine

stetige Anpassung der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht

umhinkommen. Muss man für die daraus resultierenden Kosten

selbst aufkommen, ist in vielen Fällen eine Berücksichtigung im

Rahmen der Steuererklärung möglich.

Welche Bildungsmaßnahmen

sind steuerlich absetzbar?

Der Gesetzgeber erlaubt die

Berücksichtigung von

Kosten für eine Fortbildung,

eine Ausbildung

in einem verwandten

Beruf aber auch für eine

umfassende Umschulung

als Werbungskosten. Voraussetzung

dafür ist allerdings

in allen Fällen, dass der

Steuerpflichtige aktiv einen Beruf

ausübt oder zumindest bis zum Eintritt

einer Arbeitslosigkeit ausgeübt hat.

Fortbildungsmaßnahmen dienen der Verbesserung

von Kenntnissen und Fähigkeiten in der

aktuell beruflich ausgeübten Tätigkeit.

Im Gegensatz dazu dient eine Ausbildung in

einem verwandten Beruf zur Erlangung von

Kenntnissen, die eine künftige Berufsausübung

ermöglichen. Solche Kosten sind prinzipiell nur

abzugsfähig, wenn die neu erworbenen Fähigkeiten

in einem Zusammenhang mit dem aktuellen

Beruf stehen. Dies sind entweder Tätigkeiten,

die üblicherweise gemeinsam am Markt angeboten

werden (z.B. Dachdecker und Spengler)

oder Tätigkeiten, die gleich gelagerte Fähigkeiten

und Kenntnisse erfordern (z.B. Elektround

EDV-Techniker). Eine Ausnahme sind

Bildungsmaßnahmen zum Erwerb grundsätzlicher

kaufmännischer oder bürotechnischer

Kenntnisse, diese werden stets als Ausbildung

anerkannt.

Werden Kenntnisse für einen vollkommen

neuen Beruf erworben, spricht man von einer

Umschulung. Um solche Maßnahmen steuerlich

absetzen zu können, müssen die Qualifizierungsmaßnahmen

so umfassend sein, dass die tatsächliche

Ausübung eines anderen Berufes danach

möglich ist. Zusätzlich muss die zukünftige

Absicht und Möglichkeit der Einkünfteerzielung

im neuen Beruf glaubhaft gemacht werden

können.

Welche Kosten können abgesetzt werden?

Neben Kosten für Kurse, Seminare, Studiengebühren,

etc., können auch Aufwendungen für

Fachliteratur, Arbeitsmittel aber auch für Reisekosten

(Fahrtkosten, Nächtigungskosten, Taggelder)

steuerlich berücksichtigt werden.

Nicht absetzbar sind Kosten für Ausbildungen,

die von allgemeinem Interesse sind oder hauptsächlich

die private Lebensführung betreffen

(z.B. B-Führerschein, Freizeitaktivitäten, Esoterik

u.Ä.).

Erhält man eine Förderung, sind die dafür an -

gefallenen Kosten zu kürzen und nur der Differenzbetrag

darf abgesetzt werden.

Welche Kosten sind für die

Berufsausbildung von Kindern

abzugsfähig?

Anders als eigene Aus- und Weiterbildungskosten

können Kosten für eine Berufsausbildung

von Kindern nicht als Werbungskosten angesetzt

werden. Wird dem Kind eine Berufsausbildung

außerhalb des Wohnortes (mangels entsprechender

Ausbildungsmöglichkeit im Umkreis von 80

km) ermöglicht, kann jedoch ein Pauschalbetrag

von € 110 pro Monat als außergewöhnliche

Belastung geltend gemacht werden. |

Kontakt

Mag. Gerda Oborny

Aicher & Partner Steuerberater OG

T +43 (0)4212 2211

g.oborny@aicher.biz

Foto: Aicher & Partner Steuerberater OG


Menschen & Wirtschaft | advantage 29

Der Stadtbaum

als natürliches

Hitzeschild

Baumpflege Matzer hilft

bei der Baumauswahl.

Fotos: Privat / Anzeige

2019 war es wirklich „hot in the city“ und

allen Prognosen zufolge wird es auch so

bleiben. Die Städte lechzen nach Kühlung.

Bäume sind dabei eine natürliche Hilfe. Sie

sorgen für Schattenflächen und Luftverbesserung

vor allem dort, wo es viele versiegelte

Flächen gibt. Allerdings leiden unsere

alt bekannten Stadtbäume wie Linden,

Kastanien und Ahorn unter dem Klimawandel.

Vor allem die Trockenheit macht

ihnen zu schaffen, da Wasser durch versiegelte

Flächen an sich schon schwer die Wurzeln

erreicht. Dies fördert zudem Pilz- und

Schädlingsbefall.

Umso wichtiger ist deshalb die richtige Auswahl

der zu pflanzenden Bäume,“ erklärt der

Baumpflegeprofi Willi Matzer. Denn nicht

jeder Baum ist für jeden Standort geeignet.

Wie viel Platz hat später die Krone? Darf der

Baum Früchte tragen? Verträgt er Trockenheit?

Kommt er mit Streusalz in Berührung?

Diese Fragen sollte man sich vor der Pflanzung

stellen. Nicht vergessen darf man zu-

dem, dass sich durch die richtige Baumauswahl

auch die Kosten für künftige Pflegemaßnahmen

verringern. |

Kontakt

Dazu berät Sie Willi Matzer unter

0664 / 40 82 827 sehr gerne!

www.baumpflege-matzer.at

Die Wirtschaft hat die Wahl: 4./5. MÄRZ \\

WIRTSCHAFTSKAMMER-WAHLEN

wirtschaftsbund-ktn.at

#diebestewahl

Die beste Wahl

für die Kärntner

Wirtschaft.

Die Kärntner Unter nehmerinnen und Unternehmer

treffen tagtäglich viele wichtige Entscheidungen.

Ihr JÜRGEN

MANDL, MBA

Präsident der

Wirtschaftskammer

Kärnten und Unternehmer

wie Sie

Treffen Sie am 4. und 5. März die richtige

Entscheidung für die Kärntner Wirtschaft!






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Menschen & Wirtschaft | advantage 31

KELAG knüpft Finanzierung

an Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeitsaktivitäten der KELAG wurden von einer

international renommierten Nachhaltigkeitsratingagentur bewertet

und mit dem Silber-Nachhaltigkeitsrating bewertet.

Armin Wiersma, Vorstand der

KELAG. Foto: Gernot Gleiss

Die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Kelag im

Geschäftsjahr 2019 wurden von der international

renommierten Nachhaltigkeitsratingagentur

EcoVadis bewertet. In die Beurteilung

für das Rating ist die gesamte Wertschöpfungskette

der KELAG entlang der Bewertungskriterien

Umwelt, Soziales sowie verantwortungsvolle

Unternehmensführung eingeflossen. Mit dem

dabei erzielten Silber-Nachhaltigkeitsrating zählt

die KELAG zu den 10 % der am besten bewerteten

Unternehmen in der Energiebranche.

Dieses Rating, welches jährlich überprüft wird,

bildet die Grundlage für die Kostenermittlung

der Kreditlinie. Damit konnte ein wesentlicher

Bestandteil der KELAG-Finanzierung an die

Aktivitäten des Kärntner Energieversorgers zur

Nachhaltigkeit geknüpft und auf eine neue Basis

gestellt werden. Die Kosten der Kreditlinie von 250

Millionen Euro orientieren sich ausschließlich an

den Nachhaltigkeitsbemühungen des Unternehmens.

Die Konditionen der jetzt refinanzierten,

bilateralen Kreditlinien waren zuvor rein an die

Bonität gekoppelt.

Eine weitere Verbesserung des Nachhaltigkeitsratings

wirkt sich positiv auf die Kreditkonditionen

aus. „Auf diese Weise ist die Nachhaltigkeit zu

einem wesentlichen Steuerungsinstrument in unseren

Unternehmensprozessen geworden. Es ist für

uns ein Ansporn, weiterhin nachhaltig zu wirtschaften

und zu investieren, entsprechend unserer strategischen

Ausrichtung als grünes Unternehmen“,

erläutert Armin Wiersma, Vorstand der KELAG. |


32 advantage Bildung & Berufung

Gemeinsam die Zukunft

gestalten, damit sie auch

noch morgen lebenswert ist.

GUTES

TUN

TUT

GUT

Der Jugend neue Perspektiven zu

ermöglichen, ist Tanja Doboczky ein ganz

persönliches Anliegen. Deshalb investierte

sie ihren beruflichen Erfolg in ein Projekt,

mit dem sie Verantwortung für die

Gesellschaft zeigt.

Isabella Schöndorfer

„Gutes tun und dabei nicht ruh‘n“,

war schon der Leitsatz von

Johannes Bosco (besser als italienischer

Jugendseelsorger Don Bosco mit christlichem

Hintergrund bekannt), der so vielen

jungen Menschen auf der ganzen Welt ein

Vorbild beim Aufwachsen ist. Wo fehlt es

also in dieser Welt, in der es uns an nichts

zu mangeln scheint? Genau dem Gedanken

ist die produktive Unternehmerin Tanja

Doboczky auf den Grund gegangen, als sie

ihren beruflichen Erfolg mit anderen in

einem sinnvollen Projekt teilen wollte. Ihre

Erkenntnis war die Bildung der Jugend.


Bildung & Berufung | advantage 33

Die Projektumsetzung

erforderte gutes Teamwork.

—————————————

„RESPONSE stärkt die Jugend,

um mutige Antworten für eine

nachhaltige Zukunft zu finden.“

Iris Straßer, Verantwortung zeigen!

—————————————

Alle Projektfotos: Netzwerk Verantwortung zeigen!

Und so fängt 2020 für junge Menschen gut

an. Denn erstmalig setzte das Netzwerk

Verantwortung zeigen! den RESPONSE:

„Students for Future“-Workspace für Innovationen

im Bereich Nachhaltigkeit und gesellschaftliche

Verantwortung für Höhere Schulen

um. Und genau da kommt Doboczky ins

Spiel. Solche Projekte benötigen Menschen,

die die Notwendigkeit und den Sinn der

Umsetzung sehen. Deshalb hat die erfolgreiche

Unternehmerin und Buchautorin sich

ein Herz gefasst und diese gute Sache finanziell

ermöglicht. „Bildungsinstitutionen

haben die Aufgabe, Themenfelder wie Klimaveränderungen,

Energiewende, soziale

Probleme und Nachhaltigkeit in den Lehralltag

zu integrieren. Oft ist das im Schulalltag

nicht einfach möglich. Daher braucht

es ergänzende Angebote. Damit wird die

junge Generation früh angeregt, sich selbst

für Nachhaltigkeit zu engagieren“, so Tanja

Doboczky.

„Junge Menschen brauchen Möglichkeiten,

sich aktiv für das Thema Nachhaltigkeit

auch im wirtschaftlichen Kontext einzusetzen.

Es gilt, das Wissen über nachhaltige

Entwicklung im Bildungssystem langfristig

zu fördern und zu verankern, damit die

Fachkräfte von morgen einen entsprechenden

Mehrwert in den Kärntner Betrieben

beitragen können“, meint Carmen Goby,

Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer

Kärnten, Landesvorsitzende von Frau in der

Wirtschaft und Unternehmerin, über dieses

Projekt. Carmen Goby hat sich gemeinsam

mit Jutta Steinkellner, Leiterin Servicezentrum

in der Wirtschaftskammer, ein Bild vor

Ort gemacht. „Das Thema Nachhaltigkeit

wird auch für unsere Betriebe immer interessanter,

zum einen, weil, die Nachfrage

nach nachhaltigen Produkten stetig steigt,

zum anderen liegt hier ein großes Potenzial

für Innovation und langfristige Kostenersparnis.“

Das Projekt wurde im Makerspace

Carinthia durchgeführt, der für derartige,

innovative Formate ideale Voraussetzungen

bietet.

Und das Projekt? Drei Tage lang arbeiteten

21 Schüler aus vier Höheren Schulen (CHS

Villach, HAK1 International, HTL1 Lastenstraße

und HTL Mössingerstraße) an Ideen,

unsere Welt ein wenig besser zu machen.

Und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Es entstanden sieben Projekte für unterschiedlichste

Themenfelder, die allesamt Potential

zur Realisierung haben.


34 advantage | Bildung & Berufung

—— Zur Person ——

TANJA DOBOCZKY ist seit vielen

Jahren Ringana-Frischepartnerin und

hat es mit ethischem und nachhaltigem

Network-Marketing weit gebracht.

RESPONSE: wird durch Tanja

Doboczky GmbH (diedobo.com)

ermöglicht. Soziale Verantwortung

und der Blick über den Tellerrand sind

ihr ein großes Anliegen. Aus diesem

Grund investiert sie alle Erlöse aus

dem Verkauf ihres Buches „Network-

Marketing – Liebe auf den 2. Blick“

in ein soziales Projekt. So entstand

in Kooperation mit dem Netzwerk

Verantwortung zeigen! ein Schulprojekt,

bei dem sich junge Menschen,

mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen

können. Die Sustainable

Development Goals bieten eine

hervorragende Grundlage, um

Jugendlichen verantwortungsvolles

Handeln umfassend näher zu bringen.

Dies wird in Form des „Students for

Future Workspace“ umgesetzt. So

können ökologische Themen wie

Abfallvermeidung, Plastik, Nutzung

von Energie gleichermaßen thematisiert

und bearbeitet werden wie Geschlechtergerechtigkeit,

Gesundheit und

Wohlergehen.

—————————————

„Möchte die junge Generation

früh anregen, sich selbst für

Nachhaltigkeit zu engagieren.“

Tanja Doboczky, Unternehmerin

—————————————

Foto: Picture People

Die Jugend fühlte sich im Makerspace sichtlich wohl.

Die Projektideen:

Löschbares Papier

Ein Laser löscht bereits beschriebenes

Papier und ermöglicht dadurch die

mehrmalige Verwendung.

Kombination von Photovoltaik und

Solarzelle

Effektivere Nutzung von Sonnenenergie

durch die Kombination von Photovoltaik

und Solarzellen.

„DigitalSchoolbag“

Schulbücher und Arbeitsunterlagen

werden durch ein Tablet ersetzt.

App für Bestellung von Essen

in Schulkantine

Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

durch Vorbestellung

von Essen mittels App.

Verringerung von Plastikmüll durch

Umstellung des Getränkeangebotes

Der Plastikflaschenautomat in der Schule

wird durch eine Schankanlage ersetzt.

Autarkes Fitnessstudio

Durch Muskelkraft der Kunden

wird Strom auf den Fitnessgeräten für

das Studio erzeugt.

Wasserfilteranlage und Destillation

von Wasser mittels Sonnenenergie

Die Wasserversorgung in ärmeren

Regionen soll durch diese Anlage

gesichert werden.

Veranstaltet und umgesetzt wurde der „Students

for Future“ Workspace über das Netzwerk

Verantwortung zeigen!. Iris Straßer,

Leiterin des Netzwerkes: „RESPONSE:

stärkt die Jugend, mutige Antworten für

eine nachhaltige Zukunft zu finden. Die

Innovationstage haben engagierten Schülern

den Rahmen geboten, Ideen zu Geschäftsmodellen

oder Projekten für eine nachhaltige

Zukunft ins Tun zu bringen. Die Ergebnisse

sind sensationell – und das Feedback

der Mitwirkenden ebenfalls.“

Die entwickelten Projekte wurden im Rahmen

einer Abschlussveranstaltung von den

Jugendlichen präsentiert, bei der Vertreter

der Schulen, der Wirtschaftskammer und

Eltern teilgenommen haben.

Die Lehrer waren sehr stolz auf ihre jungen

Talente. „Die Erfahrungen die die Schüler

sammeln konnten, sind sehr wertvoll und

wären im normalen Schulbetrieb nicht

möglich“, so der einstimmige Tenor der Schulvertreter.

„Solche Formate müssten vermehrt

angeboten werden, Verantwortung zeigen!

bietet hier immer wieder einen bemerkenswerten

Rahmen.“ Weitere Veranstaltungen

und ein Follow-up sind geplant. Ganz im

Sinne „Let’s make the world a better place”. |

Response

Wie wird das Projekt umgesetzt?

Über das südösterreichische Netzwerk

für Nachhaltigkeit in Wirtschaft und

Gesellschaft Verantwortung zeigen!

(www.verantwortung-zeigen.at) werden

ausgewählte Höhere Schulen in Kärnten

für die Mitwirkung am Projekt gewonnen.

In einzelnen Klassen finden Kurzworkshops

statt, in denen SchülerInnen ganz

praktisch und konkret erfahren, was auch

sie regional und im eigenen Einflussbereich

zur Erreichung der weltweiten Ziele beitragen

können. Weiters wird RESPONSE:

unterstützt von der Bildungsdirektion

Kärnten, der Wirtschaftskammer Kärnten

und dem Makerspace Carinthia.

Alle Projektfotos: Netzwerk Verantwortung zeigen!


Bildung & Berufung | advantage 35

Vier Kärntner Stars

bei den EuroSkills 2020

Beim europäischen Berufswettbewerb „EuroSkills“ treten auch heuer wieder

600 Teilnehmer aus ganz Europa gegeneinander an. Mittendrin sind vier Kärntnerinnen

und Kärntner, die gegen die Nachwuchs-Elite in den jeweiligen Berufen antreten.

Die Kärntner TeilnehmerInnen

Verena Kleibner, Floristin

Thomas Gasser, Mechatroniker

Kathrin Spitaler, Beauty Therapy

Jennifer Oberegger, Mechatronikerin

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Kärntens Lehrlinge stellen ihr Können auf internationalem Parkett unter Beweis. Foto: Walter Fritz

Ein Wettbewerb der Superlative: Jennifer

Oberegger, Verena Kleibner,

Thomas Gasser und Kathrin Spitaler

werden sich der Herausforderung stellen.

Neben den Vorbereitungen im Betrieb werden

die Teilnehmer auch von Bundestrainern

unterstützt, die sie auf die speziellen

Anforderungen der EuroSkills vorbereiten

werden. Hier kommt es nämlich nicht nur

auf fachliches Know-How und handwerkliches

Geschick an, sondern auch auf gutes

Zeitmanagement, perfekte Abläufe und den

Umgang mit Stress. Schließlich werden bei

den EuroSkills zehntausende Besucher, viele

Kamerateams und zahlreiche Fotografen

erwartet – unsere Kandidatinnen und Kandidaten

müssen also Top-Leistungen inmitten

von unzähligen Zusehern abliefern. Da

reicht aber nicht nur Vorbereitung, man

muss auch intuitiv handeln können: Oft

kommt es bei einem solchen Wettbewerb

auch darauf an, kreative Lösungen zu finden

und flexibel auf Situationen zu reagieren.

WK-Präsident Jürgen Mandl sieht die vier

Kärntnerinnen und Kärntner schon heute

als Sieger: „Alleine die Möglichkeit, an diesem

europaweiten Wettbewerb teilzunehmen,

ist eine Auszeichnung für jeden einzelnen.

Um sich zu qualifizieren, muss man die

oder der Beste in ganz Österreich sein.“

Großer Dank auch für die Betriebe

Viel Lob haben auch die Betriebe, die hinter

der Ausbildung der jungen Fachkräfte stehen,

verdient. Denn egal, ob Landes- oder

Bundeslehrlingswettbewerb, Staatsmeisterschafen

oder EuroSkills: Top-Leistungen bei

Wettbewerben sind nur dann möglich, wenn

der Ausbildungsbetrieb zu 100 Prozent

dahinter steht und gute Arbeit geleistet hat.

„Die hervorragende Ausbildung unserer Lehrlinge

ist die Basis dafür, dass sie auf internationalem

Parkett Höchstleistungen zeigen

können“, so Mandl. Ziel der EuroSkills ist es

auch, junge Menschen für das Erlernen eines

Berufs zu begeistern. So werden Schüler

unter dem Motto „Try a Skill“ zum Mitmachen

und Ausprobieren eingeladen.

Karriere mit Lehre

Studien zeigen: Ausgebildete Fachkräfte

haben kaum Jobsorgen. Viele Betriebe sind

auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern

mit Fachausbildung. Die Lehre befindet

sich insgesamt im Aufschwung. Dafür gibt

es gleich mehrere Gründe: Mit dem

Abschluss einer Lehre haben Jugendliche

nicht nur den Gesellenbrief in der Hand,

sondern es bieten sich ihnen viele weitere

Möglichkeiten in puncto Weiterbildung und

Aufstiegschancen innerhalb der Betriebe.

—————————————

„Als Floristin kann ich

meiner Kreativität freien

Lauf lassen. Darauf

wird es auch bei den

EuroSkills ankommen.“

Verena Kleibner, Teilnehmerin

der Kategorie „Floristik“

—————————————

Talente und Sieger

Die Talenteakademie Kärnten ist die richtige

Adresse für Siegertypen: Hier werden

Kärntner Lehrlinge auf ihrem Weg zu beruflichen

Bestleistungen begleitet – die begabtesten

jungen Menschen des Landes sollen

an die Spitze geführt werden. Und das hat

sich ausgezahlt: Etliche Gold-, Silber- und

Bronzemedaillen haben die Teilnehmer in

den letzten sechs Jahren seit der Gründung

erobert – auf Landes- und Bundesebene,

aber auch im internationalen Rahmen. |


36 advantage Green-ups

Neu-Denken

statt Wunsch-

Denken

Foto: Manu Lasnik

Make the world a better place? Das lassen

sich unsere Green-ups nicht zwei Mal sagen.

Mit innovativen Ideen, sozialem Engagement

und liebevoller Handarbeit wollen

sie kurzlebiger Massenware und

unmenschlichen Arbeitsbedingungen

Adieu sagen – damit in Zukunft

alle etwas davon haben. Manuela Mark


Green-ups | advantage 37

Natürlich

schlafen

—————————————

Chirurg Gerfried Lexer und seine Schwägerin Melanie Lexer, Intensivkrankenschwester,

verbinden in „MedSalus“ ihre Hingabe zur Medizin

mit ihrer Leidenschaft für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.

MedSalus Woolhome folgt einer klaren

Vision: Die hochwertigsten, natürlichsten

und nachhaltigsten Schafwollbettdecken

und -produkte zu einem erschwinglichen

Preis anzubieten und den Mitarbeitern in

Marokko neue Lebensperspektiven zu bieten.

Als Auswirkung der heutigen Konsumgesellschaft

wird in Marokko ein Großteil des

nachhaltigen Rohstoffes Schafwolle einfach

vernichtet. Eine Tatsache, die Vollblutmediziner

Gerfried Lexer nach einer Urlaubsreise

2015 keine Ruhe ließ. Auch die Schicksale

der Menschen berührten ihn, war doch

damals der Höhepunkt der Asylkrise erreicht.

Viele junge Marokkaner verließen – und

verlassen noch heute – die ländlichen

Gegenden, um ihr Glück in der „großen“

„Ich sah in den Straßen von

Marrakesch talentierte und

intelligente Menschen, die keine

Perspektive hatten und haben.“

Gerfried Lexer

—————————————

Fotos: MedSalus

Stadt zu finden. Meist der Anfang einer

Abwärtsspirale. Falls sie überhaupt Arbeit

finden, sind die Bedingungen erschreckend

und die Lebensverhältnisse ebenso. Ein

Motivator, um in Richtung Europa auszuwandern.

Leider bemerken sie erst viel

zu spät, dass auch dort nicht „Milch und

Honig fließen“.

Eine ökologisch-soziale Geschäftsidee

Eine Geschäftsidee, die die moralischen

Werte, das hohe Qualitätsverständnis und

den unverrückbaren Anspruch an Nachhaltigkeit

von Gerfried und Melanie Lexer widerspiegelt.

Die den medizinischen Background

der Gründer und das Wissen um die Wichtigkeit

von gutem Schlaf verbindet. Im

Gegensatz zu einem Großteil der handelsüblichen

Bettdecken überzeugen die Med-

Salus-Schafwollbettdecken durch ihre bestechenden

Eingenschaften: Sie sind feuchtigkeits-

und wärmeregulierend, geruchshemmend,

selbstreinigend, und das alles ganz

ohne den Einsatz von Chemie und Erdölprodukten.

So unterstützen sie einen natürlichen

und vor allem guten Schlaf. Die

MedSalus-Schafwollbettdecken sind das

Ergebnis eines intensiven und langwierigen

Produktentwicklungsprozesses. Fast zwei

Jahr verbrachte Gerfried Lexer mit dem

Optimieren und Ausreifen der MedSalus-

Produkte. Um ein möglichst flauschiges und

kuscheliges Vlies produzieren zu können,

entwickelte er eine spezielle Kardiermaschine

und ließ einen perfekt angepassten Überzug

entwickeln. Dieser aus unbehandelter Baumwolle

hergestellte, durch OEKO-Tex zertifizierte

Überzug lässt die Wolle atmen und

sorgt dafür, dass ihre schlaffördernden Vorzüge

voll zum Tragen kommen.

Faire Arbeitsbedingungen

Ein enges Band verbindet die Familie Lexer

und die Mitarbeiter von MedSalus Woolhome

in Marrakesch. „Gib einem Menschen

Arbeit und du gibst ihm eine Zukunft.“

Neben den Arbeitsbedingungen, die sich an

österreichischen Standards orientieren, hat

MedSalus Woolhome vor allem auch die

Lebensqualität der Mitarbeiter im Blick. Sie

werden deutlich über dem marrokanischen

Durchschnitt entlohnt, sind sozial- und

krankenversichert. Es gilt eine 40-Stunden-Woche

und die Räume sind klimatisiert.

Umstände, die im europäischen Raum

eine Selbstverständlichkeit sind. In Marokko

sind sie das nicht. Beschäftigt werden junge

Arbeitslose und alleinerziehende Mütter, für

deren Kinder das Schulgeld von MedSalus

bezahlt wird. Ein Konzept, das ausbaufähig

ist. Wächst MedSalus Woolhome, dann sollen

künftig weitere Manufakturen entstehen.

So trägt MedSalus dazu bei, Arbeitslosigkeit

und den schwierigen sozialen Verhältnissen

entgegenzuwirken. |

Weitere Infos

www.medsaluswool.com


38 advantage | Green-ups

Erlkönig

&

Erlkönigin

Qualitativ hochwertiger Schmuck fernab von kurzlebigem

Modeschmuck: Rosanna und Philip Röttl

setzen mit ihrem Schmucklabel „Erlkönig“ neue

Maßstäbe in Sachen Ästhetik und Nachhaltigkeit.

Rosanna und Philip Röttl sind Kunstlehrer

an Kärntner Gymnasien – der Hang zum

kreativen Schaffen scheint ihnen in die Wiege

gelegt. „Philip hat Bildnerische Erziehung

und Werkerziehung auf Lehramt an der

Universität für Angewandte Kunst in Wien

studiert. Ich habe Germanistik, Geschichte

und Bildnerische Erziehung studiert“, erzählt

uns Rosanna Röttl im Interview. „Philip hat

somit auf Holz. „Zu Beginn haben wir

hauptsächlich Holzschmuck hergestellt.

Unsere Schmuck-Trägerinnen bezeichnen

wir deshalb liebevoll als Erlköniginnen“,

erzählt Philip Röttl. Verwendet werden

Edelmetalle, Perlmutt, Perlen, Halbedelsteine

wie Mondstein, Jaspis oder Granat

und Lavagestein sowie verschiedenste

Hölzer. „Es geht uns vordergründig darum,

Rosanna und Philip Röttl wollen mit „Erlkönig“ gezielt

ein Zeichen gegen günstige Massenware setzen.

Fotos: Erlkönig

bereits zu Studienzeiten eine Faszination für

Materialien und handwerkliche Techniken

entwickelt, so sind bereits neben dem Studium

erste Schmuckstücke entstanden – die

Schönheit und Einzigartigkeit des Materials

standen dabei immer im Mittelpunkt.“ Als

begeisterte Ohrring-Trägerin flossen Rosannas

Vorstellungen und Wünsche in Philips

Schaffensprozesse mit ein, bis sie sich im

November 2018 entschlossen haben, das

gemeinsame Schmucklabel zu gründen.

Feinstoff und Mystik

Der Name „Erlkönig“ bezieht sich einerseits

auf das feinstoffliche, magische Wesen aus

Goethes Ballade, aber auch auf die Erle und

hochwertigen Schmuck herzustellen, der die

einzigartigen Materialien so kombiniert,

dass deren individuelle Schönheit zur Geltung

kommt“, ist sich das Duo einig. „Alle

Schmuckstücke stellen wir in Handarbeit in

unserer Freizeit in unserer Wohnung her.

Jeder Entwurf ist ein Prozess, an dem wir

beide beteiligt sind. Außerdem wird jeder

Ohrring zum Testen getragen, um zu sehen,

wie die Stücke am Ohr wirken.“

Nachhaltigkeit: Kein Modewort

Rosanna und Philip Röttl verwenden für

ihren Schmuck nur langlebige Edelmetalle

wie 925er Sterlingsilber und 14 Karat „gold

filled“ – „gold filled“ bezeichnet einen Herstellungsprozess,

bei dem massives Gold mit

einem Metallkern verbunden wird. Das

Gold wird in einem speziellen Verfahren

aufgewalzt und bei Schweißtemperaturen

—————————————

„Für uns steckt hinter

dem Wort ‚handmade‘

eine Lebenseinstellung.“

Rosanna & Philip Röttl

—————————————

dauerhaft mit dem Trägermetall verbunden:

So entsteht Schmuck, der weitaus hochwertiger

und langlebiger ist als vergoldeter

Schmuck. Bei Verpackungen verzichten die

beiden gänzlich auf Plastik – alle Schmuckstücke

werden in Karton-Boxen, die mit Filz

ausgekleidet sind, versendet. Gerade in den

letzten Jahren ist das Wort „handmade“ in

aller Munde, Rosanna und Philip sehen

darin einen positiven Trend: „Es wird deutlich,

dass sich eine Gegentendenz zur schnelllebigen

Massenware bildet und das Bedürfnis

der Menschen nach sorgfältig hergestellten

Produkten steigt. Produkte, deren Entstehungsprozess

und Entstehungsort man

kennt, besitzen einen viel größeren Wert.

Man kauft automatisch weniger und ausgewählter,

schätzt die Produkte wert und nutzt

sie über einen längeren Zeitraum.“

Ideenreich in die Zukunft

Für 2020 plant das Kreativ-Duo mehrere

Kooperationen mit Lockstoffstore (www.

lockstoffstore.com), außerdem soll eine neue

Schmuckkollektion mit Geburtssteinen veröffentlicht

werden. „In den nächsten Monaten

wollen wir auch unser Sortiment erweitern“,

freut sich Rosanna Röttl. „Wir sind

derzeit am Designen von wunderschönen

Halsketten.“ |

Weitere Infos

www.instagram.com/erlkoenig_jewelry


Gesundheit & Ernährung advantage 39

Gesundheit geht

durch den Magen

Wir essen zu viel, zu schnell, zu oft, zu schwer und zu unregelmäßig.

Dieses ungesunde Essverhalten nimmt uns unser Körper im wahrsten

Sinne des Wortes übel. Nicht selten bestraft er uns mit unspezifischen

Verdauungsbeschwerden, Nahrungsmittel unverträglichkeiten sowie

chronischer Übersäuerung des Organismus.

Foto: Jannach

Während der Steinzeit konnte der

Mensch nur konsumieren, was er

erlegen oder saisonal finden

konnte. Heute gibt es alles, in nächster

Nähe und im Überfluss. Auch wenn es

Supermärkte schon lange gibt, hat sich die

Gesellschaft hinsichtlich der Speisenauswahl

und des Nährstoffbedarfes verändert. Noch

vor ein paar Jahrzehnten, war harte körperliche

Arbeit im Beruf oder zu Hause keine

Seltenheit. Kohlenhydrat- und fettreiche

Mahlzeiten, haben den Körper mit wichtigen

Kalorien versorgt. Zudem wurden Speisen

eher selbst gekocht und es gab nur saisonales

Obst und Gemüse zu kaufen. Heute

ist es wichtig, dass ein Gericht gut schmeckt

und schnell verfügbar ist. Leider werden die

Mahlzeiten aber oft nicht dem Bedarf des

Körpers gerecht.

Gesunde Lebensmittel sollten zwei Eigenschaften

haben: Sie sollten den Körper mit

lebenswichtigen Nährstoffen versorgen

(Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß, Kohlenhydrate,

hochwertiges, pflanzliches Fett)

und sie sollten Giftstoffe aus dem Körper

entsorgen (Ballaststoffe, Wasser).

Besonders der Konsum von Weißmehlprodukten,

fettlastigen Fertiggerichten,

zuckerreichen Naschereien und Getränken

wie Energiedrinks hat zugenommen. Längerfristig

sind gesundheitliche Folgen unübersehbar

und die Anfragen nach kalorienreduzierten

Kostplänen, schnellen Diäten, die

helfen sollen abzunehmen, steigen. Inzwischen

scheinen Krankheiten wie Übergewicht

und Diabetes allgegenwärtig. Informationen

über „Wunderdiäten“, exotische Lebensmittel

aus aller Welt, welche Heilfähigkeiten versprechen,

häufen sich. Sichtbar wird das Problem

vor allem in Arztordinationen und Krankenhäusern.

Viele Patienten haben zuvor teilweise

widersprüchlichen Informationen bzgl.

wirksamer Therapien aus Fernsehen Zeitschriften,

dem Internet und Co erhalten und

ihren gesundheitlichen Zustand dadurch

meist verschlechtert. Besonders bei Diabetes

Mellitus Typ 2 ist eine richtige Ernährungstherapie

maßgeblich für die Verbesserung

des Gesundheitszustandes.

Richtige und gesunde Ernährung ist eine

Wissenschaft und gehört in professionelle

Hände. Die Hauptaufgabe der Diätologen

ist, in Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften

(Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen),

eine individuelle passende Therapie

zu erstellen, die Patienten in ihrem Alltag

gut umsetzen können. |

In der Contento

Küche des DOKH

wird in Zusammenarbeit

mit dem Diätdienst

nicht nur

Gesundes, sondern

auch Köstliches

zubereitet. 100%

nachhaltig und mit

Zutaten aus regionalen

Quellen.

Foto: Jannach

—————————————

„Der Mensch ist,

was er isst! Oft braucht

es dabei professionelle

Unterstützung.“

Ursula Jirikowski, MSc,

Diätologin im DOKH

—————————————

www.dokh.at

Medizinische Abteilungen. Innere

Medizin und Akutgeriatrie, Orthopädie

und Traumatologie/Unfallchirurgie,

Anästhesiologie und Intensivmedizin,

Chirurgie, Radiologie

18 Ambulanzen. Intern, chirurgisch,

unfallchirurgisch. Von Hand- bis

Schilddrüsen ambulanz, Mitglied im

Trauma-Netzwerk Kärnten/Osttirol

Angebote. U.a. Physio mit Therapie-

Hallenbad, Klinischer Sozialdienst,

Seelsorge, Komplementärmedizin,

Remobilisation mit mobilen Teams in

häuslicher Pflege, Spezialgebiet

Wundmanagement, Primärversorgungszentrum

in Planung.

Ambulante MRT-Untersuchungen.

Seit Jänner 2020 für alle (!) ÖGK-

Versicherten mit Überweisung möglich.

Abrechnungen erfolgt direkt mit der

Krankenkasse.

Ausbildung. Zertifiziertes

Lehrkrankenhaus für Medizinstudenten

DIÄTOLOGIE. Termine für Beratungsgespräche

unter 04268 / 2691 DW 2691

MO bis FR 8.00 bis 12.00 Uhr


40 advantage

——— kurz & gut ———

Neue Frau an der Spitze: Christina Tscharre

leitet nun das WK-Gründerservice.

Foto: Alexander Wieselthaler

Karriere

mit Lehre

Nicht nur mit ihrer eigenen Lehre

war Christina Tscharre (45) damals

gut beraten. Als neue Leiterin des

Gründerservice der Wirtschaftskammer

Kärnten steht sie heute an

der Seite der Unternehmer selbst

ihre Frau. Seit zehn Jahren darf sie

Menschen bei der Betriebsgründung

unterstützen. „Angehende Unternehmer

dafür an der Hand zu

nehmen, gibt mir unglaublich viel

zurück. Dieser Spirit ist nie verflogen.

Es macht mir Spaß, auch im Berufsrecht

die individuelle Befähigung

abzuklären“, so Tscharre über die

Motivation für ihr neues Amt.

Und mit dem DurchSTARTer-Programm

zündet das Gründerservice

der Wirtschaftskammer Kärnten

auch gleich den Turbo für innovative

Geschäftsideen: Praxisnahe Workshops,

intensives Hands-On-

Coaching und branchenübergreifendes

Mentoring helfen, besondere

Träume wahr werden zu lassen. Der

nächste Durchgang für eine streng

limitierte Teilnehmerzahl startet im

September. Also schnell anmelden! |

KR Reinfried Bein, Doris Weiß (Frau in der

Wirtschaft GF St. Veit), Nicole M. Mayer, Carmen

Goby, Jürgen Mandl, Christine Gerold von

„Herzal zeit“ mit den begeisterten kleinen Gästen.

Foto: Christian Irrasch

WirtschaftsBrunch

in St. Veit

Rund 200 Wirtschaftstreibende aus dem

Bezirk trafen sich zum 13. St. Veiter

Wirtschaftsbrunch im Hotel „Die Zeit“

um den Jahresauftakt zu feiern. Bezirksobmann

KR Reinfried Bein und die

Gastgeber-Familie Andrea und KR

Alfred Riedl konnten unter den Gästen

auch die VzBgm. Rudi Egger und

Martin Kulmer, NR Peter Weidinger,

LAbg. Günther Leikam, die Vizepräsidenten

der Wirtschaftskammer Kärnten

Carmen Goby, KR Alfred Trey und KR

Günter Burger, die Obleute der Jungen

Wirtschaft Brigitte Truppe (Feldkirchen)

und Martin Figge (St. Veit), den AMS-

Leiter St. Veit Günter Krassnig, Dr.

Arno Kampl sowie Bgm. Burkhard

Trummer aus Brückl begrüßen. |

Dr. Stefan Doboczky, CEO Lenzing AG antwortet

auf Fragen zur Klimaneutralität in Unternehmen.

Foto: www.neumayr.cc

Konjunkturforum

2020

„Nachhaltigkeit – eine Strategie mit

Zukunft.“ ist das Thema des von der

Raiffeisen Landesbank Kärnten veranstalteten

Konjunkturforums 2020. Das

Konjunkturforum liefert wertvolle Impulse

wie Unternehmen mit Regionalität,

Kooperationsbereitschaft und innovativen

Ideen ökologisch nachhaltig wirtschaften

können. „Klimaneutralität in Großunternehmen

– Widerspruch oder Auftrag?“

Dazu gibt Dr. Stefan Doboczky, CEO

Lenzing AG die Antwort. Mag. Peter

Brezinschek, Leiter Raiffeisen Research

informiert über die Entwicklung der

Zinsen und der Konjunktur. Das Konjunkturforum

findet am Mittwoch, 4. März

2020 mit Beginn um 15.00 Uhr im

Casineum Velden statt. Nähere Informationen

unter www.raiffeisen.at/ktn/

konjunkturforum

Spendenübergabe an „Kärntner in Not“

Die Unterstützer (vo.v.l.)

Bgm. Maria-Luise Mathiaschitz,

LH Peter Kaiser und Projektleiter

Richi Di Bernardo, Adolf

Kulterer, (h.v.l.)Wolfgang

Hinteregger, Emanuel Dovjak,

Bernhard Rausch, Johannes

Jelenik , Gerhard Sandhofer,

Heinz Koch bei der Spendenübergabe.

Nicht am Foto

Reinhard Krämmer und Martin

Kropfitsch.

Foto: Heli Weixelbraun

Im Rahmen des „Stillen Advent“ unterhielten Kärntner Chöre die Besucher am Domplatz

in Klagenfurt sowie bei Konzerten in Villach, Spittal und Wolfsberg. Dabei konnten

Spenden in Höhe von 7.500 Euro gesammelt werden, die der Aktion „Kärntner in Not“

übergeben wurden und einer Kärntner Familie zugutekommen, die durch einen Brand fast

ihren gesamten Besitz verloren hat. |


KULINARIK advantage 41

——— Aufgedeckt ———

und eingeschenkt

mit Karin Waldner-Petutschnig

Für ihre Vorbildfunktion wurde Sonja Trojer von „Frau in der

Wirtschaft“ als „Unternehmerin des Monats“ ausgezeichnet.

© FIW/ARNEITZ

Zerza Fische

schwimmen wieder

Ein Hochwasser zerstörte die Fischzucht

Zerza von Sonja Trojer komplett. Doch

die Unternehmerin nutzte den Wiederaufbau

als Chance, den Betrieb neu zu denken.

Heute kann Sonja Trojer wieder durch ihre Fischzucht gehen

und in den 15 Becken bei den Saiblingen, Lachsforellen,

Forellen und Kärntner Lax´n nach dem Rechten sehen. Vor

einem Jahr sah das noch anders aus. Durch den Dammbruch

in Waidegg wurde die gesamte Fischzucht bis zu 1,80 Meter

unter Wasser gesetzt. „Wir wurden überspült wie bei einem

Tsunami“, erinnert sich Trojer. Nicht nur der finanzielle

Schaden war groß. In der Fischzucht mit dazugehörigem

Fischlokal steckten 60 Jahre Erinnerungen. Die Großeltern

von Sonja Trojer legten die Grundsteine für Fischzucht und

Fischlokal. 1991 übernahm sie nach einer Fischerei-Lehre am

Mondsee den Betrieb und führte diesen mithilfe der Familie

sowie langjährigen Mitarbeitern weiter. Den Schicksalsschlag

2018 nutzte sie als Chance, um den Betrieb weiterzuentwickeln

und die Weichen für die Zukunft zu legen. Auch

ihre Tochter möchte irgendwann in den Betrieb einsteigen.

Gut zu wissen

Der Hofladen ist im Aufbau, gemeinsam wird an neuen

Produkten gearbeitet. Kaviar, um den sich Trojer händisch

kümmert und Aufstriche sind neben kochfertigen und

geräucherten Fischspezialitäten bereits zu haben. „Im Winter

öffnen wir unsere warme, mit Holzofen beheizte Fischstubn

ab zehn Personen nach Vorbestellung.“ Perfekt für Firmenfeiern

oder private Feierlichkeiten. Im Sommer ist das Fischlokal

ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. |

Heimischer Fisch auf

Erfolgswelle

Ins Netz gegangen: Ob gesundheitsbewusste

Hobbyköche oder Spitzengastronomie – alle

schätzen die gesunden und vielseitigen Süßwasser

fische aus Kärntner Flüssen und Seen.

Und das nicht nur im Fasching.

Von A(al) bis Z(ander) ist ganz

Österreich ein reichhaltiges Süßwasserfisch-Revier.

Während Meldungen von

Dynamit- und Treibseefischerei in den

Ozeanen oder dubiosen Zuchtmethoden

den Konsumenten den Appetit

verderben, tauchen immer mehr

ökologie-bewusste Feinschmecker auf,

die den Süßwasserfisch zum aktuellen

Ernährungs-Trend machen. Abseits von

Lachs, Thunfisch & Co. in der Fischküche

zu experimentieren lohnt sich. Wie wär´s einmal mit einem

Szegediner Gulasch vom Wels, Zander-Saltimbocca oder

Fischlaibchen mit Pommes? Zwei Basisrezepte zum Ausprobieren:

Süßwasser-Fischfond: Im Gegensatz zu einer kräftigen Fleisch-

Bouillon, die durch längeres Kochen immer aromatischer wird,

kommt es beim Fischfond leicht zu einem tranigen Geschmack,

wenn dieser zu lange zieht. Um das Aroma zu intensivieren, kann

der Fond nach dem Abseihen eingekocht werden: Fischkarkassen,

Wurzelgemüse, Weißwein, Pernod, Zitrone und Gewürze (Salz,

Pfefferkörner, Lorbeerblatt, Fenchelsamen, Curry, Safran,

Cayenne pfeffer, Kräuter) mit 2 Liter Wasser kalt am Herd

aufsetzen, rasch aufkochen lassen. Bevor der Fond sprudelnd zu

kochen beginnt,auf kleine Hitze zurückgehen, ein paar Minuten

langsam sieden lassen. Ganz vom Herd nehmen, 30 Minuten

stehenlassen, anschließend durch ein Tuch abseihen.

Fisch beizen: Für ca. 800 g geputztes, entgrätetes Fischfilet

eine Mischung aus 40g Salz,

20g brauner Zucker, Orangen-

Zesten, Koriander, Pfeffer,

Dill gleichmäßig über den Fisch

streuen und kühl stellen. Nach

24 Stunden Filet abwaschen,

trockentupfen und mit einem

Fischfilet- Messer hauchdünn

aufschneiden. |

Fischsuppe auf heimische Art

Foto: Ирина Александрова / Pixabay

Tipps

Taliman Sluga: Das österreichische

Fischkochbuch,

Pustet Verlag, 19,95 Euro

www.marzi-forellen.at

www.kaerntenfisch.at

www.fischlokal-zerza.at

www.fischspezialist.at


42 advantage VERANSTALTUNGS- UND KULTURKALENDER

VERANSTALTUNGS- & KULTURKALENDER

MÄRZ

03.03.2020

Cabaret

Stadttheater Klagenfurt

03.03.2020

Hello mother, goodbye son

Neue Bühne Villach

04.03.2020

Theater Kukukk

Jazzclub Kammerlichtspiele

04.03.2020

Aschenputtel

Stadttheater Klagenfurt

07.03.2020

Gernot Kulis

Messe Klagenfurt

07.03.2020

Alex Kristan

Universität Klagenfurt

10.03.2020

Duo Aliada

Konzerthaus Klagenfurt

23.03.2020

Night Of The Dance

Casino Velden

TIPP DER

REDAKTION

06.+07.03.2020

am Nassfeld

Schlag das ASS!

14.03.2020

Jawara

Volxhaus Klagenfurt

18.03.2020

Die Mönche des Shaolin

Kung-Fu

Congress Center Villach

19.03.2020

Pentatonix

Stadthalle Wien

22.03.2020

Avril Lavigne

Stadthalle Wien

22.03.2020

James Blunt

Olympiahalle Innsbruck

24.03.2020

Odysseus am Sand

Stadttheater Klagenfurt

27.03.2020

Eddie Luis

Jazzclub Kammerlichtspiele

27.03.2020

Marktplatzfest Mittelkärnten

Hauptplatz Bleiburg

29.03.2020

Faust

Stadttheater Klagenfurt

APRIL

01.04.2020

Pizzera & Jaus

Stadthalle Wien

04.04.2020

Helene Fischer

Bad Hofgastein

04.04.2020

MELA

Volxhaus Klagenfurt

15.04.2020

Gebrüder Moped

Kulturhofkeller Villach

23.04.2020

Barbara Balldini

Stadtsaal Spittal

25.04.2020

Tricky Niki

Casino Velden

26.04.2020

Romeo und Julia

Stadttheater Klagenfurt

26.04.2020

Pippi Langstrumpf (Musical)

Congress Center Villach

MAI

02.05.-10.05.2020

Mercedes Cabriotreffen

Hotel Glocknerhof

GEWINNSPIEL

Gewinnen Sie 2 Tickets für „Kabarett Cuvée“ am 27. März im Volxhaus

Klagenfurt – freundlich zur Verfügung gestellt vom Volxhaus Klagenfurt.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen,

senden Sie bis 20. März 2020 ein

E-Mail an: w.rumpler@advantage.at.

Der Gewinner wird per E-Mail

verständigt und die Tickets an der

Abendkasse hinterlegt.

07.05.2020

Philipp Hochmair

Congress Center Villach

09.05.2020

Gregor Seberg

Casino Velden

16.05.2020

Pietro Lombardi

Gasometer Wien

Fotos: David Needleman; Philine Hofmann; Johannes Puch; Edward Gröger


Runter von der Couch –

rein ins Freizeitvergnügen!

Handy, Tablet und PC: Mit der neuen Kärnten Card-App bekommt man

alle Informationen über ausgewählte Kärntner Ausflugsziele ganz einfach

auf jedes Endgerät. Ausflugstipps von Manuela Mark

AUSFLUGSZIELE advantage 43

Frische Lösung mit Live-Charakter: Alle Informationen können

über den „Add-To-Homescreen“-Button ohne Installation oder

großen Speicherplatzverbrauch auf einem Smartphone abgelegt

werden. Ein wichtiger Teil des App-Erlebnisses besteht

darin, dass Benutzer App-Symbole auf ihrem Startbildschirm

haben und auf Apps tippen können, um

sie auf ihrem Endgerät zu öffnen. „Da die Kärnten

Card-App nun im neuen Gewand erstrahlt, wird

die bisherige App nicht mehr aktualisiert und

kann gelöscht werden“, weiß Fasching. Das

Herunter laden der neuen App ist dabei ein facher,

als man annehmen würde. So ist sie mit einer simplen

URL von jedem Endgerät abrufbar und quasi live im

Einsatz. In den bisherigen wie Apple Store und Google Playstore

sucht man sie vergeblich. „Immer mehr Kärnten Card- Besitzer

wollen unser Angebot digital sichten und sich auch spontan für

einen Ausflug in die Freizeit entscheiden“, freut sich Anton

Fasching, Geschäfts führer der Interessensgemeinschaft Kärnten

Card Betriebe, über das vereinfachte Angebot.

Künstler der

Lüfte

In der Adler-Arena auf der

Burg Landskron erlebt

man frei am Himmel

fliegende Greifvögel:

Wissenswertes über die

zum Teil bedrohten Tiere

und das nahegelegene

Burgrestaurant und der

Kinderspielplatz runden

den Familienausflug ab!

Foto (unten): Sigi Leitner

Auf den Spuren

von Robin Hood

Der 3D Bogenparcour im

Maltatal hat eine Länge von

ca. 1200 Metern und führt durch

ein flaches Waldareal, das keine

extremen Steigungen sowie

Senken aufweist. Somit kann

eine problemlose und abenteuerliche

Parcoursbegehung für

Jung und Alt gewährleistet

werden.

Foto (unten): Alpinsport Koller

KÄRNTEN

CARD

JETZT AUCH

DIGITAL

NUTZBAR!

Panoramabahn

Kreuzeck

In nur elf Minuten zur

1.200 Meter hoch gelegenen

Bergstation! Wandern Sie

durch den „Waldgeisterpfad“

mit seinen sinnigen Spruchtafeln

bis zu den

bewirtschafteten Almhütten

„Poldis Jausenstation“

(Mernikalm) und „Klinghütte“

(Mühldorfer Alm).

Auf Gipfelstürmer wartet

einer der markantesten

Aussichtsberge der

Tauernregion,

der Salzkofel

(2.498 m).

Foto (rechts): reisseck.at

Altes Handwerk

erleben

Das erste Kärntner Handwerksmuseum

ist in einer

ehemaligen Klosteranlage am

Fuße der Ortenburg untergebracht.

Die Sammlung des

Museums widmet sich der

Geschichte und der Präsentation

alter Handwerke und

Gewerbe. Über 40 Handwerksstuben

wie z. B. die des

Schmieds, Wagners,

Tischlers, Sattlers, Schusters,

Schneiders, Buchdruckers,

Frisörs, Uhrmachers,

Kaufmannes und der Flößer

geben einen umfassenden

Eindruck von der Berufs- und

Arbeitswelt vergangener

Zeiten. Foto (oben): millstaettersee.com


44 advantage SPIRITUALITÄT

Jugend als Zukunft und Gegenwart der Kirche

Zuhören und Antworten geben

„Die Jugend ist die Zukunft der Kirche!“ –

Diese oder ähnliche Sätze höre ich immer

wieder. Und immer wieder entgegne ich

darauf: Ja, stimmt – aber die Jugend muss

auch die Gegenwart der Kirche sein.

Bloß auf die Zukunft zu hoffen, ist zu

wenig. Die Kirche muss auf der Seite der

Jugendlichen stehen und ihre Lebensrealitäten

anerkennen, muss ihnen zuhören

und Antworten geben auf jene Fragen, die

Jugendliche stellen, wenn sie im Leben der

Jugendlichen jetzt und in Zukunft irgendeine

Rolle spielen will.

Papst Franziskus formuliert in seinem

Schreiben „Christus Vivit“, dass sich „junge

Menschen eine Kirche [wünschen], die

mehr zuhört und nicht ständig die Welt verdammt“.

Der Papst schreibt weiters: „Eine

Kirche in Defensive, die die Demut verliert,

das Zuhören aufgibt und die sich nicht

infrage stellen lässt, verliert die Jugendlichkeit

und verwandelt sich in ein Museum“

(Christus vivit 41).

Damit wären die wichtigsten Anliegen meiner

Arbeit als Diözesanjugendseelsorger

und – gemeinsam mit meinem Team engagierter

MitarbeiterInnen – der jungenKirche

Kärnten gut umschrieben:

Die Jugendlichen aufsuchen, ihnen zuhören

und mit ihnen gemeinsam liebens- und

lebenswerte Kirche sein.

Wir können uns auch nicht damit herausreden,

dass die Jugend heutzutage nicht

mehr zu Engagement bereit wäre. Gerade

die „Fridays for Future“-Bewegung, wo

Jugendliche zu Hunderttausenden auf die

Diakon

Jakob M. Mokoru

ist Diözesanjugendseelsorger

der Diözese Gurk

sowie Leiter der

jungenKirche

Kärnten.

Foto: Diözesan-Pressestelle

Straße gehen, zeigt, dass Jugendliche sich

sehr wohl ansprechen lassen und bereit sind,

sich zu engagieren, wenn man sie ernst

nimmt und ihnen wirkliche Beteiligung auf

Augenhöhe zutraut. Dann werden sie auch –

wie der Papst sie (und damit auch uns) ermuntert

– selbst mit „Kreativität und Kühnheit

immer neue Wege suchen“. |

„Oh my God!“ und „Jesus in the City“

Kinder- und Jugendpastoral in der Diözese Gurk

Die schulpastoralen Projekte stärken das Gemeinschaftserlebnis und bringen

den Jugendlichen Spiritualität und Glaube in alters gerechter Weise näher

(im Bild: LobprEISzeit in Eberndorf/Dobrla vas). Foto: jungeKirche Kärnten/Artl

Die „jungeKirche“ Kärnten bietet in Kärnten

mit derzeit 18 MitarbeiterInnen ein umfangreiches

Angebot in der Kinder- und Jugendpastoral

und ist Anlaufstelle für hunderte

ehrenamtlich tätige BetreuerInnen von MinistrantInnen,

Jungscharkindern und Firmlingen.

Dazu kommt die Arbeit der katoliška

mladina für Jugendliche im zweisprachigen

Gebiet Kärntens.

Die „jungeKirche“ Kärnten leitet u. a. in

Kärnten sechs Katholische Jugendzentren,

betreut derzeit 112 Kinder- und Jugend beauf-

tragte in den Pfarren

und koordiniert jährlich

die Dreikönigsaktion.

Weiters stehen

beispielsweise die „Oh

my God“-Jugendgottesdiens

te, ein „Worship“

bei der jährlichen Marienschiffsprozession

am

Wörthersee und verschiedene

Ausflüge und

Reisen mit Jugendlichen

am Programm.

Allein im Schuljahr

2018/2019 haben mehr als 3.700 SchülerInnen

an den 165 „Schul pastoralen Projekten“

wie „PeaceDays“ oder „Orientierungstage“

sowie mehr als 400 Firmlinge an den

„Spirinights“ teilgenommen. Die diesjährigen

„Spirinights“ starten wieder im März im

Dom zu Gurk.

„Jesus in the City“ und

„72 Stunden ohne Kompromiss“.

Einen besonderen Höhepunkt bildet heuer

das österreichweite Jugendtreffen „Jesus in

the City“, das von 3. bis 5. Juli in Klagenfurt

stattfindet. Zu dieser Veranstaltung, die

vom österreichischen Jugendbischof Stephan

Turnovszky initiiert wurde und von der

Katholischen Jugend Österreich in Zusammenarbeit

mit der Koordinierungsstelle

JAKOB organisiert wird, werden rund 400

Jugendliche erwartet.

Ein weiterer Fixpunkt im Programm der

„jungenKirche“ ist Österreichs größte Jugendsozialaktion

„72 Stunden ohne Kompromiss“.

Die „jungeKirche“ Kärnten wird im Rahmen

der Aktion vom 14. bis 17. Oktober auch

heuer wieder mit rund 400 Jugendlichen

soziales Engagement beweisen.

Die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit

kann mit der Zweckwidmung des Kirchenbeitrages

direkt unterstützt werden. |

Junge Kirche (Kinder- und Jugendpastoral)

Tarviser Straße 30

9020 Klagenfurt am Wörthersee

0676/8772-2460

jakob.mokoru@kath-kirche-kaernten.at

www.kath-kirche-kaernten.at/jungekirche


advantage 45

——— Respekt! ———

Auf der Suche nach Spitzenleistungen in der

Kärntner Wirtschaft ist Isabella Schöndorfer

Junge Kelag-Sportler sind Klimaschützer

Nicht nur demonstrieren, sondern kämpfen wie Greta Thunberg.

Das will die sportliche Vereinsjugend U14 des Kärntner

Handball-Clubs HCK59. Energiegeladen ging

es als einzige österreichische Delegation mit der Bahn

zu den international bekannten Spielen nach Lund

bei Malmö in Schweden.

Dass die Generation Klimaschutz trotz ihrer heutigen

globalen Möglichkeiten, Wert auf das „Wie“

und „Warum“ legt, zeigt auch die Jugend des Kärntner

HCK59. In den Weihnachtsferien ruhte sich der

Landesmeister nicht aus, sondern nahm an den

international bekannten Lundaspelen in Nordeuropa

teil. Unter dem Motto #fightlikegreta sagten die

Zwölf- bis Vierzehnjährigen nicht nur den gegnerischen

Mannschaften, sondern auch dem Klimawandel

den Kampf an. Obwohl sie auch per Flugzeug nach

Schweden anreisen hätten können, führte die jungen

Spieler der Zug zum heißersehnten Turnier, wo sie

mit viel Teamgeist den Lokal matador IFK Malmö

mit 18 zu 9 bezwangen. Das HCK-Jugendteam

schaffte es damit in das Playoff C und bringt eine

Menge internationale Erfahrung mit nach Hause.

Die Einstellung der jungen Sportler gefiel dem heimischen

Stromerzeuger Kelag so gut, dass sie der

Jugend von heute als Zukunftspartner zur Seite

stehen und die Reise nach Schweden sponserten.

„Wir können die Klimakrise nur dann abwenden,

wenn wir alle etwas tun. So können auch junge

Kelag-Sportler ein Teil vom Klimaschutz sein“, freut

sich Kelag-Vorstand DI Manfred Freitag über dieses

engagierte Zeichen der jungen Menschen. „Wenn wir

es mit dem Klimaschutz im Straßenverkehr ernst

meinen, dann führt an der E-Mobilität kein Weg

vorbei. Wir erzeugen Strom ausschließlich aus erneuerbarer

Energie. Das passt perfekt zur energiegeladenen

nächsten Generation.“ Manfred Freitag sieht

die Zusammenarbeit als Investment, das sich für die

Zukunft lohnt: „Neu für uns ist die Erfahrung, dass

Jugend arbeit nicht nur klassisch im Sportsponsoring

stattfindet, sondern auch auf die Geschäftsfelder der

Kelag übergreift. Wir wollen mit diesem nachhaltigen

Ansatz unsere gesellschaftliche Verantwortung

wahrnehmen und mit der Nachwuchsförderung

etwas an die Menschen von morgen zurück geben.“ |

Die HCK-Jugend freut sich über den tollen

Klimaschutz-Kampagnen-Partner Kelag.

Foto: Daniel Waschnig


46 advantage Alpen Adria

Praktisch: Eigens entwickelte Konfiguratoren sollen das Leben leichter machen. Foto: bence boros, unsplash

Smart Living

Interreg-Projekt

unterstützt

regionale KMU

Smart Home und zeitgemäße

Gebäude sanierungen ziehen in

die heimischen Haushalte ein.

Mit einem EU-Projekt wird nun

minderwertiger Massenware aus

Übersee der Kampf angesagt.

Mit der Aktion „Mass Customization

4.0“ sollen KMU in Friaul-

Julisch Venetien, Südtirol und

Kärnten mit Einsatz von Konfigurationstechnologien

eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

erzielen. Ob Produktion,

Dienstleistung, Baubranche oder Energiewirtschaft

– Smart-Living umfasst mit

Haushalts-, Wellness- und Unterhaltungsgeräte

aber auch Gebäudetechnik und

Sicherheit große Bereiche unseres Lebens.

Da immer mehr Unternehmen aber

Offshoring und Konkurrenz aus den Nicht-

EU-Märkten zu spüren bekommen und

mittlerweile – wie in anderen Branchen –

von unspezifischer Massenware überschwemmt

werden, unterstützt das einzigartige

Interreg-Projekt lokale KMU, ihre

bestehende Kraft der Kundennähe mit stärkerer

Individualisierung smarter Produkte

bzw. Systeme zu verknüpfen. Durch diese

Differenzierung und maßgeschneiderte

Angebote können der Verbreitung von

unspezifischer Massenware begegnet und die

regionale Wirtschaft gestärkt werden.

Interreg-Projekt MC 4.0

Die Kooperation von Partnern aus Italien

und Österreich bildet die Basis für KMU,

die im Smart-Living Bereich tätig sind, und

soll deren Innovationen auf dem Smart

Living-Bereich zugänglich machen und

damit ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Betriebe werden insbesondere durch digitale

Werkzeuge bei der Optimierung bestehender

Geschäftsprozesse unterstützt. Da KMU

jedoch in der Regel nicht über das technische

Know-how und die Managementressourcen

verfügen, um entsprechende Lösungen

im Smart Living-Sektor selbständig zu

entwickeln, aber ein enormes Potenzial in

ihnen schlummert, profitieren sie dahingehend

von der Unterstützung. Mit im Boot

sind die Universitäten Padua, Bozen und

Klagenfurt, die gemeinsam mit den Industriepartnern

Apindustria Vicenza, Roen est

Spa, Fondazione Centro Produttivita Veneto

und Selection Arts im Rahmen dieses EU-

Projekts zusammenarbeiten. Das Energieforum

Kärnten bildet die Brücke zwischen

Kärntner KMU und den Forschungseinrichtungen.

Es bietet Erstinformation und eine

kostenlose Analyse hinsichtlich der

Anwendbarkeit von Konfiguratoren im

jeweiligen Unternehmen an.

Aktionsfelder

Für den notwendigen Blickwinkel einer

ganzheitliche Gebäudesanierung entwickelt

die Universität Bozen speziell für das

Interreg- Projekt Mass Costumization 4.0

einen Konfigurator, der Dienstleistern im

Baubereich, aber auch den Bauherren und

begleitenden Beratern dabei helfen soll, die

richtigen Entscheidungen zu treffen. Und

für Smart Home-Anwendungen wird von

der Universität Klagenfurt ein Konfigurator

entwickelt und gemeinsam mit interessierten

KMU verbessert und zur Verfügung

gestellt. Dieser Konfigurator soll die Lücke

zwischen der am Markt angeboten Vielfalt

an smarten Komponenten, lokalen Professionisten

als Dienstleister und Berater und

dem Endkunden schließen.

KMU aus dem Bereich Smart Living sind

dazu eingeladen, an diesem Projekt teilzunehmen.

Für jede Kärntner Region wird ein

exklusiver Projektpartner aus der Praxis eingebunden.

|

Infos

www.interreg.net

www.mc40.eu

Anmeldung & Teilnahme

Energieforum Kärnten

Feldkirchner Straße 102, 9020 Klagenfurt

Tel. 0463 418 200 50

Email: office@energieforumkaernten.at

www.energieforumkaernten.at


Menschen & Wirtschaft | advantage 47

——— I n t e r v i e w ———

mit St. Veits Bürgermeister Gerhard Mock

„Es fängt ein neues Leben an“

Nach 31 Jahren als Bürgermeister von St. Veit übergibt

Gerhard Mock dieses Amt an seinen Nachfolger. Die Zeit danach

will er das neue Leben genießen und auch noch etwas bewegen.

Foto: Sissi Furgler

Sie sind seit 31 Jahren

Bürgermeister in St. Veit

und werden im April ihr

Amt übergeben. Was

waren in dieser Zeit Ihre

größten Anliegen und was

konnten sie davon umsetzen?

Mir war es immer wichtig, dass man

eine Stadtgemeinde wie ein Unternehmen

führt. Ich habe es mit der Gründung

unserer Holdingbetriebe geschafft, dass wir schlussendlich

für unser Stadtbudget eine Reserve haben.

Außerdem ist der Industriepark entstanden und wir

haben 1400 Wohnungen gebaut.

Was betrachten Sie als größten Erfolg ihrer

Amtszeit, was hat Sie am meisten enttäuscht?

Ich denke, mir ist es gelungen, die Stadt zu modernisieren.

St. Veit ist eine Stadt mit sehr vielen Projekten

im Bereich erneuerbarer Energie. Enttäuscht ist das

falsche Wort: Aber selbst ein Hotel zu bauen und ein

anderes komplett umzubauen – das würde ich mir als

Bürgermeister heute nicht mehr antun. Auf der anderen

Seite hätte St. Veit heute kein einziges Hotel.

Sie haben sich mit Kritik nie zurückgehalten,

auch nicht an der eigenen Partei. Sind Sie mit

der aktuellen Situation der SPÖ auf Landesund

auf Bundesebene zufrieden?

Mir tut das auch ein bisschen weh, wenn man sieht,

wie man in der Sozialdemokratie insgesamt arbeitet.

Natürlich, auf Bundes ebene ist das natürlich viel

schwieriger als auf Gemeindeebene. Pamela Rendi-Wagner

hat zudem sicher nicht die professionellste

Unterstützung. Die SPÖ wird sich in den nächsten

fünf Jahren erholen müssen. Da dürfen wir uns nicht

verstecken, wir sind eine Arbeitnehmerpartei

und müssen das

nach außen hin auch dementsprechend

zeigen.

Was sagen Sie den Menschen

und ihren politischen

Mitbewerbern zum Abschied?

Es ist nicht mein Zugang, anderen

etwas zum Abschied auszurichten.

Was sind ihrer Einschätzung nach für Ihren

Nachfolger und für die Politik die größten

Herausforderungen der Zukunft?

Ich habe meinen Nachfolger Vzbgm. Martin Kulmer

ausgesucht, weil er eigenständig ist und sich nichts

einsagen lässt. Das ist sicher sehr wichtig für den politischen

Alltag: Zuhören, unterschiedliche Meinungen

abwägen und Entscheidungen treffen. Martin Kulmer

wird das perfekt machen.

Hat Sie die lange Zeit in der Politik verändert?

Wurden Sie härter, weicher oder zynischer?

Wahrscheinlich wurde ich milder. Was mich früher

aufgeregt hat, entlockt mir heute ein Lächeln.

Haben Sie schon konkrete Pläne

für die Zukunft?

Ich bleibe bis zum Jahresende Geschäfts führer der

Holding, um laufende Projekte zu finalisieren und die

Holding geordnet zu übergeben. Privat: Es fängt ein

neues Leben an. Das will ich genießen. Ich will aber

auch nicht daheim im Liegestuhl liegen, sondern will

noch etwas bewegen. Natürlich hoffe ich, dass ich

lange gesund bleibe, das ist das Wichtigste. |


Kärntens neuer Bischof Josef Marketz.

Foto: Ferdinand Neumüller

Bischof Marketz:

„Mit euch bin ich Christ“

Josef Marketz wurde im Klagenfurter Dom unter regem Interesse der

Gläubigen zum neuen Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt geweiht.

Im Klagenfurter Dom wurde am 2.

Feber Josef Marketz zum 66. Bischof

der Diözese Gurk-Klagenfurt geweiht.

Die Weihe wurde von 25 Bischöfen, vor

allem aus Österreich und Slowenien, zelebriert

und von mehr als 600 Menschen im

Dom, weiteren 1200 auf dem Domplatz

sowie von zahlreichen Zuschauern vor den

Bildschirmen live mitverfolgt.

Unter den Gästen hatten sich neben zahlreichen

kirchlichen Würdenträgern, wie

Kardinal Christoph Schönborn und Nuntius

Pedro Lopez Quintana auch viele Personen

des öffentlichen Lebens aus Politik,

Kultur und Medien eingefunden. Marketz,

der bis zu seiner Weihe Direktor der Kärntner

Caritas war, hatte darauf Wert gelegt,

dass bei der Feier ein „möglichst bunten

Querschnitt“ der Diözese abgebildet wird.

So fanden sich neben Ministerin Elisabeth

Köstinger, Landeshauptmann Peter Kaiser

und dem Hohen Repräsentant für Bosnien-

Herzegowina, Valentin Inzko, auch Pfarrgemeinderäte

aus den verschiedensten

Pfarren und Klienten der Caritas-Einrichtungen

im Klagenfurter Dom ein. Sie wirkten

aktiv an der Gestaltung der Messe mit,

die teilweise auch auf Slowenisch abgehalten

wurde.

Der 64-jährige Kärntner Slowene Josef

Marketz aus St. Philippen ob Sonnegg/

Št. Lipš will auch als Bischof weiter in

engem Kontakt mit den Menschen bleiben

und wird nicht in die bischöfliche Residenz

ziehen, sondern weiter in seiner Wohnung

leben. Als Leitspruch wählte er „Deus caritas

est“ – „Gott ist die Liebe“. |

WIR SIND DIE

NACHHALTIGSTE BANK

ÖSTERREICHS.

154 Finanzunternehmen wurden vom

Börsianer-Magazin getestet. Die Sonderauszeichnung

„Nachhaltigste Bank“ ging

an die BKS Bank. Wir freuen uns sehr.

Dr. Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende BKS Bank

www.bks.at


advantage 49

——— Duell mit spitzer Feder ———

En masse oder en détail?

Der eine schätzt die Struktur im Informationskonsum, der andere bevorzugt

News und Unterhaltung „on demand“.

Bewegtbild immer und

überall

Peter Schöndorfer

Als gelernter Printjournalist – ja, das dünne

weiße Material, auf das Hallen füllende, dröhnende, köstlich

duftende Maschinenkolosse mit höchstem Know-how ihrer

Erschaffer und Bediener Buchstaben und Bilder in affenartiger

Geschwindigkeit druckten – sage ich es höchst ungern, aber: The

Times They Are A Changin‘, wusste Bob Dylan schon 1964. Das

trifft nicht nur die traditionelle Zeitung und ihr Geschäftsmodell:

Zwar ist nicht eingetroffen, was The Buggles 1979 prophezeit

haben (Video killed the radio star) und das Radio sendet immer

noch, aber jedes neue Medium hat die zuvor dominierenden

Marktanteile gekostet und die Medienkonsumenten neu sortiert.

Das trifft mittlerweile auch das Fernsehen, das lange Zeit als

Nonplusultra der Informations- und Unterhaltungsbranche galt.

Das bewegte Bild, das mit den Gebrüdern Lumière und der

Premiere ihrer ersten Filmsequenz am 28. Dezember 1895 vor

33 Zuschauern im Pariser „Grand Café“ seinen Siegeszug begann,

ist mittlerweile im Internet angekommen, läuft in der 4. Generation

gut und wird mit dem bevorstehenden 5G-Ausbau die

letzten weißen Flecken erobern. Spätestens ab dann wird man

fast immer und überall Videos schauen können, und der seit der

Urzeitjagd auf Bewegung fokussierte menschliche Geist scheint

davon auch heute noch deutlich stärker fasziniert als von noch so

schönen gedruckten Worten und bunten, aber starren Fotos in

Zeitungen, Magazinen oder Büchern.

So verschwimmen heute vom Vater auf den Sohn übertragene

Traditionen wie die kollektive abendliche Familieninformation

bei der „Zeit im Bild“, deren Name auf den legendären TV-Journalisten

und späteren ORF-Intendanten Teddy Podgorski zurückgeht

und die am 5. Dezember 1955 erstmals ausgestrahlt wurde,

seit Februar 1975 um 19.30 Uhr.

Heute hat man die weltbewegenden News schon tagsüber zigfach

online mitbekommen, immer weniger Zuschauer sind bereit, sich

nach den festgefügten Sendezeiten der Nachrichten oder anderer

Programmbestandteile zu richten; sie wollen alles und das gleich,

und über webbasierte Streamingdienste und Mediatheken ist

Fernsehen „on demand“ auch (fast) jederzeit und (fast) überall

möglich. Dazu kommen veränderte Bildschirmgewohnheiten:

Jüngere schauen sich stundenlang Kurzvideos auf Youtube an, von

lustigen Hoppalas über die Car Crash Compilation bis zu Do-ityourself-Tipps

oder Musikclips. Der Preis der ubiquitären bunten

Bewegtbildwelt: Immer mehr Kinder brauchen eine Brille.

Klimaschädliche

Videomanie

Gilbert Waldner

Die hohen Bandbreiten des Internets machen

es möglich. Man kann heute praktisch immer und überall Videos

schauen: am Mobiltelefon, am Tablet, am Computer, am Fernseher.

Ruckfrei flimmern Filme und Filmchen über Display oder

Schirm. Das so genannte „Streaming“ ist Standard. Das nutzen

nicht nur hoch professionelle Dienste wie Netflix oder Amazon

Prime, auch das klassische Fernsehen steigt zunehmend mit

seinen „Mediatheken“ ein. So kann man Programminhalte

bequem dann abrufen, wenn man Zeit und Lust dazu hat.

Richtig überhand nimmt die Videomanie in den „sozialen“

Medien. Jeder postet wackliges „Bewegtbild“ vom Urlaubsziel,

vom neuen Wohnzimmer, vom umgestürzten Baum um’s Eck.

Es flackert und rauscht – man kann sich der Bilderflut nicht

erwehren. Blaulichtorganisationen müssen Unfallopfer immer

häufiger mit Decken oder Paravants abschirmen, damit sie nicht

auf den Bild-Schirmen von voyeuristischen Gaffern landen, die

ihre „sensationellen“ Beobachtungen mit aller Welt glauben teilen

zu müssen. Das sind aber nicht die einzigen Eingriffe in die

Privat sphäre. Die fröhlichen Plattformen wie Facebook (plus Instagram),

Amazon, Google und Co. spionieren einen ganz nebenbei

auch noch aus und handeln mit den Informationen, die sie

über dein Nutzerverhalten gefunden haben.

Und dann hat all die Streamerei auch noch einen deutlich klimaschädlichen

Effekt. Der deutsche Energieriese Eon will herausgefunden

haben, dass allein die Streaming-Plattformen von Netflix

bis Youtube, die vielen Videokonferenzen u.a. über die riesigen

Serverfarmen sowie die dazu nötige Kühlung weltweit pro Jahr

200 Mrd. Kilowattstunden Strom verbrauchen. Da geh ich doch

gerne mit gutem Beispiel voraus und die paar Schritte zu einer der

letzten in Klagenfurt verbliebenen Videotheken. Dort leihe ich

mir in Super-Blue-Ray-Qualität aktuelle Filme aus. Würde ich ein

und denselben Film etwa über Amazon Prime streamen, ich wäre

nicht nur für die Emissionen verantwortlich, ich müsste sogar

mehr zahlen. Oder ich gehe überhaupt gleich ins Kino, was qualitativ

sowieso ein ganz anderes Erlebnis ist.

Die Nachrichten im Fernsehen versuche ich mir dann anzusehen,

wenn sie aktuell laufen. Das gibt meinem täglichen Informationskonsum

wunderbar Struktur. Die eine oder andere Netflix-Serie

wird meine Ökobilanz hoffentlich nicht zu sehr ins Negative

ziehen. Schließlich erledige ich meine Alltagswege sehr gerne mit

dem Fahrrad.


50 advantage

——— #alternativefacts ———

Eben hat sich sogar Ö1 – gehört gehört – mit dem postfaktischen Zeitalter

befasst und versucht, das neueste Soziologenrätsel zu lösen: Warum werden

die Menschen immer gebildeter – und fallen dabei immer leichter auf allerlei

Fake News und Verschwörungstheorien herein? Versuch einer Erklärung.

Von Peter Schöndorfer

Und alle Fragen offen

Wenn man sich nicht mehr auskennt,

fragt man nach dem Weg. Angeblich

tun das Frauen lieber als Männer,

aber schließlich ist der Prozess gewohnt

und bewährt, hat er doch bereits kurz nach

der Geburt begonnen und sich danach über

viele Schuljahre eingeprägt: Man lernt von

Klügeren oder zumindest Erfahreneren. Was

aber, wenn diese Methode immer öfter versagt?

Nicht, weil die Klügeren nichts wüssten;

aber je mehr Kluge man fragt, umso

mehr unterschiedliche, teils sogar gegensätzliche

Auskünfte bekommt man. Nein, es

geht nicht schon wieder ums Klima, auch

andere sehr wichtige Lebensbereiche sind

heutzutage ein Schlachtfeld der alternativen

Fakten.

Nehmen wir die deutsche Wirtschaft als

Beispiel. Im Mai 2019 hebt Spiegel plus

mahnend den Zeigefinder: „Die fetten Jahre

sind vorbei“, titelt das Flaggschiff des deutschen

Magazinjournalismus unter der resignativen

Überzeile „Auslaufmodell Deutschland“,

ohne Fragezeichen. Neben vielen

anderen trüben Aussichten von den USamerikanischen

Milliardenzöllen auf deutsche

Autos bis zum drohenden Verlust des

Nachkriegswohlstands beklagen die Autoren

auch die mangelnde Innovationskraft als

Wurzel allen Übels. „Wir haben ein Betulichkeitsproblem

in Deutschland“, mahnt Professor

Dietmar Harhoff von der deutschen

Expertenkommission „Forschung und Innovation“.

Die frühere Kopieranstalt China

würde mittlerweile sieben Mal so viele

Patente anmelden wie Deutschland. Ein

Innovationsberater spricht sich für „staatliche

Innovationsagenturen“ nach dem Vorbild

Schwedens oder Finnlands aus. Verfehlte

Industriepolitik, marode öffentliche

Infrastrukturen, keine Chance gegen USA

und China, so der Tenor. Der Letzte macht’s

Licht aus.

Aber Halt: Das Handelsblatt, als Tageszeitung

eine ähnliche Institution wie der Spiegel

als Nachrichtenmagazin, sieht die Lage

heuer anders. Ganz anders: „Deutschland ist

Innovations-Champion und stößt Südkorea

vom Thron“, schrieben die Edelfedern aus

Düsseldorf Mitte Jänner. Im renommierten

Bloomberg Innovation Index, der anhand

von sieben Metriken und dutzenden Kriterien

die Innovationskraft von Volkswirtschaften

untersucht und ein zentrales Thema des

alljährlichen Weltwirtschaftsforums in

Davos ist, stößt Deutschland Südkorea vom

Thron, das diese Position sechs Jahre hielt.

Die USA rutschten übrigens von der achten

auf die neunte Position, China verbesserte

sich auf Rang 15. Da staunt der Laie, und

der Fachmann wundert sich.

Aber auch hierzulande ist es nicht einfach,

die Orientierung zu behalten. Vergangenen

Oktober sah der ORF düstere Wolken heraufziehen,

denn Österreich mache es sozialen

Aufsteigern schwer: Fünf Generationen

würde es dauern, um aus dem unteren

Zehntel der Einkommensverteilung heraus

und auf das Durchschnittseinkommen zu

kommen, fand eine Studie der OECD heraus,

in Dänemark nur zwei. Auch Norwegen,

Schweden und Finnland seien weit

voran. Die geringe soziale Mobilität sei

nicht nur ungerecht, sondern habe auch

„negative wirtschaftliche, soziale und politische

Konsequenzen“, mahnten die Autoren.

Bis Mitte Jänner hat Österreich in Sachen

gesellschaftlicher Durchlässigkeit offenbar

mächtig aufgeholt. Der ORF (!) verbreitete

am 20.1. die Frohbotschaft: „Österreich bei

sozialen Aufstiegschancen unter Top Ten der

Welt“. In einem Ranking des World Economic

Forum (WEF) von 83 Ländern ist die

Alpenrepublik auf dem ausgezeichneten achten

Platz gelandet, vor uns Dänemark als

Spitzenreiter, gefolgt von den skandinavischen

Ländern (wie auch bei der OECD),

den Niederlanden und der Schweiz. Deutschland

kam auf Platz 11, die USA auf 37, Schlusslicht

der G7 ist Italien auf 34.

So haben wir jetzt einige – vielleicht interessante

– Informationen gelesen. Aber im

Grunde sind wir nicht klüger als zuvor:

Geht jetzt das Wirtschaftswunder Deutschland

den Bach hinunter oder nicht? Und ist

es jetzt in Österreich besonders leicht oder

unangemessen schwierig, von einer hinteren

sozialen Startposition ein erfolgreiches, geglücktes

Leben zu führen? Die Vermutung

liegt nahe, dass alternative Fakten auch schon

Bert Brecht beschäftigt haben dürften:

„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen

den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ |

Weitere Geschichten aus der wundersamen

Welt der wirren Wahrheiten

finden Sie finden Sie unter

www.alternative-facts.at


#geschafft

Kärnten ist

Wachstumssieger!

Vor drei Jahren stand Kärnten am Rande der Pleite.

Aber der Turnaround ist geschafft: 2017 und 2018 ist unsere

Wirtschaft am schnellsten von allen Bundesländern gewachsen. Das heißt

mehr Wertschöpfung, mehr Arbeitsplätze und mehr Wohlstand! Für diesen

Einsatz danke ich unseren tatkräftigen Betrieben und der Landespolitik,

die Kärnten gemeinsam mit der Wirtschaftskammer zum unternehmer-

freundlichsten Bundesland machen will. Wir haben viel geschafft

und noch viel mehr vor. Alles Gute für 2020, Ihr

Jürgen Mandl, MBA, Unternehmer

und Präsident der Wirtschaftskammer


BERATUNG | PLANUNG | BAULEITUNG | GENERALUNTERNEHMERLEISTUNGEN

Seriosität, Qualität, Kundennähe

und gelebtes Umweltbewusstsein ...

gehören zu unseren großen Stärken. Als Bauunternehmen ist es uns besonders

wichtig, eine ehrliche und angenehme Beziehung zu unseren Kunden aufzubauen.

Bevor wir mit der Planung oder Umsetzung beginnen, nehmen wir uns daher immer

viel Zeit für persönliche Gespräche. Auf diese Weise möchten wir Ihre Wünsche und

Vorstellungen ganz genau kennenlernen. Im Anschluss daran beginnen die

individuellen Planungs- und Umsetzungsarbeiten. Während der gesamten Phase –

vom Erstgespräch bis nach Abschluss der Umsetzungsarbeiten – sind wir jederzeit

für Fragen oder für die Klärung von Unklarheiten Ihr Ansprechpartner.

Alex Varvari | CEO

9560 Feldkirchen | Glan 8

Telefon: 0676 / 620 7861

E-Mail: info@gad-bau.at

www.gad-bau.at

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