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März 2020

31. Jahrgang

Die Macht der Musik

Im Gespräch: Alexander Kluge, Autor, Jurist und Filmemacher

INHALT

THEATER_____________________ 3

„Krähe und Bär“ im Theater im Marienbad

KUNST____________________ 11

Fondation Beyeler: Edward Hopper

VISION 2025________________ 17

Kunst-Wildern

KULTOUR___________________ 18

Wolfram Wette: Und es war doch etwas

NACHHALTIG________________ 20

Glück gehabt? – Fessenheim

GESUNDHEIT________________ 25

Brennpunkt Bauchspeicheldrüse

MUSIK _____________________ 26

Johannespassion im Münster Freiburg

GRABKULTUR _______________ 30

Blühende Orte der Erinnerung

VERANSTALTUNGEN_________ 33

Mundologia: Oman, Südafrika, Neuseeland

STRAUSSEN JOKER___________ 35

im Frühling 2020

BAUFINANZIERUNG

Von

Träumen ...

sparkasse-freiburg.de

„Ohne Musik wäre alles Leben

ein Irrtum.“ Alexander

Kluge (*1932) − literarischer

Autor, Jurist, Filmemacher

und Vertreter des Neuen Deutschen

Films − wählt dieses

Zitat von Friedrich Nietzsche

als Motto für ein mehrteiliges

Ausstellungsprojekt, das sich

mit der Macht der Musik befasst;

dieses hat nun unter dem

Titel „Die Oper – Tempel der

Ernsthaftigkeit“ in der kunsthalle

weishaupt und im Museum

Ulm begonnen. Kluge

verdeutlicht seine Thematik,

indem er mit Filmarbeiten,

Textpassagen und Bildwerken

multiple Eindrücke inszeniert,

die aufscheinen lassen, inwiefern

sich die Oper mit ihren

Psycho-Dramen und Übertreibungen,

mit ihrer Poesie und

ihren maßlosen Geschichten

als „Kraftwerk der Gefühle“

– zwischen Sehnsucht und

... zu Räumen.

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in der Regio lässt Träume

wahr werden.

Unser Beraternetzwerk hilft mit

einer Finanzierung, die zu Ihnen

passt.

Alexander Kluge

Foto: Markus Kirchgessner

Abgrund – begreifen lässt; so

entsteht mittels multimedialer

Rauminstallationen ein sinnlich

zugänglicher Erkenntnisversuch.

An die Schau in

Ulm werden sich verwandte

Ausstellungen in Stuttgart

und Halberstadt anschließen.

Unsere Mitarbeiterin Cornelia

Frenkel hat Alexander Kluge

zu diesem Projekt befragt.

Kultur Joker: Mit Ihrer Ausstellung

wollen Sie die Kunstform

Oper sichtbar machen, auch

indem Sie diese mit anderen

Künsten konfrontieren; sie gehen

erklärtermaßen nach dem

Prinzip der „Wunderkammer“

vor, erschließen durch Bild- und

Toncollagen Erfahrungen, die

Gefühlsäußerungen in Opern betreffen.

An welche Komponisten

denken Sie zuerst?

Alexander Kluge: Das hängt

von meiner Arbeit ab und wechselt

mit dieser Arbeit. Im Moment

denke ich gerade an Wolfgang

Riehm (von heute) und an

Claudio Monteverdi (von 1607).

Sie haben miteinander zu tun.

Und genau diese Maulwurfstunnel

unter den etwa 80.000 Opern

die es gibt, faszinieren mich. Die

Aufzählung würde sehr lang.

Mein Vater, ein Theaterarzt in

Halberstadt, war Verdifreund.

Man kann sich an manchen Meistern

nicht satthören. Es gibt

auch sehr schöne Musik von selten

gespielten Komponisten. In

der Teilausstellung im Württembergischen

Kunstverein, die am

16. März 2020 beginnen wird,

würden Sie das Bühnenbild zu

„Berenike, Königin von Armenien“

aufgebaut sehen. Der Komponist

Jommelli hat darin eine

überwältigend schöne Musik

versteckt. Manche Komponisten

sind Zauberer.

Kultur Joker: Sie fordern den

Verstand des Betrachters heraus,

indem Sie zeigen, wie menschliches

Verhalten durch Affekte

und Leidenschaften produktiv

oder destruktiv gesteuert wird.

Sie nutzen Dokumentarmaterial,

Spielfilmausschnitte, Zitate,

Kommentare und Interviews. Sie

setzen auf den Reiz der Assoziation,

forcierte Didaktik wollen

Sie vermeiden?

Alexander Kluge: Es gibt ja

die Dramaturgie der Schulpause

und die der Schulstunde. Man

kann auf vielerlei Art lernen. Im

Musiktheater aber gilt nicht das

Lehramt, sondern das Spiel. Die

Phantasie trägt nicht gerne Sattel.

Kultur Joker: Sie verbinden

Motive aus Opernwerken mit

Wissenschaft, Film, Literatur

und Bildender Kunst; des

Weiteren ist der Austausch mit

Künstlerkolleg*innen essenziell.

Nach welchen Kriterien wurden

die Positionen, die Sie in der

Ausstellung präsentieren, etwa

Sarah Morris (Unter-Wasser-

Opern-Filme) oder Thomas Demand

(Heldenorgel) ausgewählt

und Musikpassagen gegenübergestellt?

Alexander Kluge: Zu den befreundeten

Künstlern, mit denen

ich kooperiere, gehören nicht

nur die beiden Namen, die Sie

nennen, sondern auch die Bühnenbildnerin

Anna Viebrock,

die Künstlerin Kerstin Brätsch

in New York. Und Katharina

Grosse, die für diese Ausstellung

vier große Bühnen entworfen

hat. Das sind eigenständige

Kunstwerke. Auf diese Bühnen

projiziere ich Filme. Daraus

kann man Momentaufnahmen

abfotografieren. Solche Bilder,

entstanden aus Kooperation –

immer in mehreren Schritten

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Salzstraße 24, 79098 Freiburg

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unter Wahrung der Verschiedenheit

der Metiers, wir nennen so

etwas „Transitionen“ – entsteht

dann der Druck auf Seidentuch,

genannt „Sphinx Opera“, der in

der Ulmer Ausstellung auf zwölf

Fortsetzung des

Interviews auf

Seite 16

Kultur Joker

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März

FREIBURg

Theater Freiburg, Großes Haus +49.(0)761.2012853

„Kosmos Korngold“ / Musiktheater: 27. - 19:30 Uhr

„Maria Stuart“ / Schauspiel: 6./14./20. - 19:30 Uhr

„Die Hochzeit des Figaro“ / Musiktheater: 1. - 18 Uhr. 5./21./26. -

19:30 Uhr

„Fallstaff“ / Musiktheater: 7. - 19:30 Uhr. 29. - 18 Uhr

„The Turn Of The Screw“ / Musiktheater: 15. - 15 Uhr. 19. - 19:30 Uhr

„Der Widerspenstigen Zähmung“ / Schauspiel: PREMIERE! 13./28. -

19:30 Uhr. 22. - 18 Uhr

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Theater Freiburg, Kleines Haus +49.(0)761.2012853

„Der Sandmann“ / Schauspiel: 7./13. - 20 Uhr

„Der Würgeengel“ / Schauspiel: 6./14. - 20 Uhr

„Der Tempelherr“ / Schauspiel: 8./29. - 19 Uhr

„Peter und der Wolf“ / Junges Theater: 1./22. - 17 Uhr

„Ian McEwan: Die Kakerlake“ / Schauspiel: 15. - 19 Uhr

„Glitch“ / Tanz: PREMIERE! 21. - 20 Uhr

„Nur das Beste“ / Schauspiel: PREMIERE! 27./31. - 20 Uhr

Wallgrabentheater +49.(0)761.2012853

„Wonderland Ave“ / Schauspiel: 1. - 17 Uhr.

3./4./6./7./10./11./12./13./14. - 20 Uhr

„Judas“ / Schauspiel: 21./24./25./27./28./31. - 20 Uhr

„Bea von Malchus: Yankee Jodel!“ / Gastspiel: 30. - 20 Uhr

Basel

Theater Basel, Große Bühne +41.(0)61.2951133

„Cow“ / Ballett: 22. - 16 Uhr. 16./30. - 19:30 Uhr

„La Nozze Di Figaro“ / Oper: 29. - 18:30 Uhr

„Graf Öderland“ / Schauspiel: 14./30. - 19:30 Uhr

„La Bohème“ / Oper: 8./15. - 18:30 Uhr. 21./28. - 19:30 Uhr

„John Gabriel Borkman“ / Schauspiel: 1. - 18:30 Uhr

„Comité-Schnitzelbängg“ / Gastspiel: 2./4./7. - 19 Uhr

„Peter Grimes“ / Oper: PREMIERE! 27. - 19:30 Uhr

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Theater Basel, Schauspielhaus +41.(0)61.2951133

„In den Gärten oder Lysistrata Teil 2“ / Schauspiel: 15. - 18:30 Uhr.

21. - 19:30 Uhr

„Der Gehülfe“ / Schauspiel: 22. - 18:30 Uhr

„Julien - Rot und Schwarz“ / Schauspiel: 13./25./27. - 19:30 Uhr

„Sharon Eyal/Bryan Arias“ / Tanz: 12./20./28. - 19:30 Uhr

„Comité-Schnitzelbängg“ / Gastspiel: 2./4./7. - 19 Uhr

„Unsere kleine Stadt“ / Schauspiel: PREMIERE! 19./26./30. - 19:30 Uhr

Mulhouse

La Sinne +33.(0)389.202901

„Théâtre de boulevard: Toâ“ / Schauspiel: 5. - 20:30 Uhr

La Filature +33.(0)3 89362828

„Bâton“ / Schauspiel: 3./4. - 20 Uhr

„Le Père“ / Schauspiel: 6. - 20 Uhr

„Centaures, quand nous étions enfants“ / Schauspiel: 26./27. - 19 Uhr

„Der Teich (L‘Étang) - Robert Walser, Gisèle Vienne“ / Schauspiel: 25. -

20 Uhr. 26. - 19 Uhr


THEATER KULTUR JOKER 3

Benedikt Thönes und Nadine

Werner Foto: Minz&Kunst

Ist es besonders perfide,

dass Kinder Bärennippes und

Mützen mit großen plüschigen

Ohren in den Bärengraben

werfen oder ist diese Mimikry

Ausdruck einer distanzlosen

Verehrung? Aber was wissen

wir schon, die wir Tiere in Gehegen

halten, um ihren Freiheitswillen

ebenso zu brechen

wie ihre Gefährlichkeit einzudämmen.

Der Bär jedenfalls ist

einsam, wenn auch satt. Denn

auf sehr undurchsichtigen Wegen

füllt sich der Kühlschrank

jedes Mal neu, wenn der Bär

(Benedikt Thönes) sein Mahl

beendet hat. Wer hungrig auf

dem Zoogelände hin und her

fliegt, kann da schon mal neidisch

werden (drei Mahlzeiten!

Serviette mit Monogramm!)

und zu seltsamen Annäherungen

Zuflucht nehmen. Die

Krähe (Nadine Werner) jedenfalls

ist so frei wie ein hungriger

Vogel nur sein kann – da

hilft auch alle Klugheit nicht.

Sie flattert vom Wall in den

Wassergraben, sozusagen in

Das Glück sind die anderen

Das Theater im Marienbad erzählt mit „Krähe und Bär“

von einer wunderbaren Freundschaft

die Höhle des Bären: „kam wie

eine Feder, fiel wie ein Stein“.

Der Bär, der mit seinem Karohemd,

der Lederjacke mit

Webpelzbesatz und viel Plüsch

aussieht, als hätte er die 70er

Jahre Abteilung eines Secondhand-Ladens

durchstöbert,

rettet sie aus dem Nass. Sie jedoch

hat vor allem Augen für

seinen vollen Teller.

Martin Baltscheit erzählt in

seinem Kinderbuch „Krähe

und Bär“ von einer anrührenden

Beziehung zwischen

sehr unterschiedlichen Tieren,

die würden sie zusammenlegen,

weniger einsam

und weniger hungrig wären.

Doch eine Freundschaft zwischen

Bär und Krähe ist in ihrem

Erbgut nicht vorgesehen.

Eigentlich. Tom Schneider hat

für das Theater im Marienbad

die Erzählung inszeniert, die

wie eine Fabel ganz grundsätzliche

Fragen debattiert.

Das Bühnenbild Bernhard

Otts lässt aus dem vergifteten

Paradies der Vollpension

eine Ausflucht jenseits der

Mauer aufscheinen, doch sie

ist mit Maschendrahtzaun

versperrt. Von der Decke

hängen Seile und Objekte,

die den Bär beschäftigen,

man könnte auch sagen, die

seinen Hospitalismus besänftigen.

Er kickt sie mit

dem Kopf und starrt auf die

verschlossene Metalltür, auf

die die Krähe einen Horizont

malt. Der Bär jedoch sieht nur

Gitterstäbe.

Bär und Krähe, die zu

schwarzen Hosen und Shirt einen

glamourösen Federkragen

trägt, sind sehr eigene Charaktere.

Und sie haben Empathie.

So viel, dass sie einen Rollentausch

eingehen. Der Bär

bekommt seine Freiheit, die

Krähe so viel Junkfood, dass

der Kühlschrank sich geradezu

übergibt, sie aber immer fetter

und vor allem phlegmatischer

wird. Erwartungsgemäß geht

das nicht wirklich gut aus. Man

sieht Werner und Thönes gerne

zu, erkennt genaue Tier- und

Menschenbeobachtungen und

überhaupt ist Tom Schneiders

Inszenierung bis ins Detail gestaltet.

Das ist schön anzusehen

und keinen Moment langweilig.

Umso mehr fällt auf, wie sehr

die Erzählung ihren Protagonisten

die Flügel stutzt.

Weitere Vorstellungen: 1./12./

15. März, Theater im Marienbad,

Freiburg. Ab 8 Jahren.

Annette Hoffmann

Vom Grüffelo zu Macbeth

Die Puppen-Parade Ortenau wächst weiter und bietet ein pralles Programm für alle Altersgruppen

Wer glaubt, Puppentheater

wäre ein kleiner Spaß für Kinder

an verschlafenen Sonntagen,

irrt sich. Oder wie soll

man sich dann den Erfolg einer

Veranstaltung wie der Puppen-

Parade Ortenau erklären? Seit

2012 gibt es das Figurentheaterspektakel

nun, von sieben

Kommunen der Ortenau ins

Leben gerufen. Dort und an

vielen weiteren Orten findet

die Puppen-Parade auch 2020

wieder statt. In zwölf Städten

wird vom 14. März bis 5. April

wieder Puppentheater für alle

Generationen geboten. Von

Kasper bis Kafka, von lustig

bis ernst, verspielt bis gedankenschwer.

Los geht es am 14. März von

10 bis 12:30 Uhr mit einem

umfangreichen Open-Air-Programm

rund um die Spielstätte

des Kurhauses in Kehl. Dann

bricht das volle Kulturprogramm

los. In Lahr, Achern

und Gengenbach kommen an

den folgenden Puppen-Parade-Samstagen

Figurenspieler

jenseits der Bühnen auf die

Straßen der Innenstädte und

unter die Passanten. Puppenspiel

ohne muffiges Hinterzimmerflair,

sondern in lebendiger

Begegnung mit den ZuschauerInnen.

Davon kann vor allem auch

das Kinderprogramm künden.

Ob Esel, Hund, Katze und

Hahn wie man sie von den Bremer

Stadtmusikanten kennt,

oder doch Hühner, Schweine

und Wölfe. Marionetten,

Hand- oder Tischfiguren geben

sich die Ehre und gelangen zu

Abenteuern, die man sich so

vorher nicht ausdenken kann.

Wild ist das und spielfreudig

sowieso. Wie für alle Veranstaltungen

der Puppen-Parade

gilt auch hier: Detailreichtum

und liebevolle Gestaltung der

Puppen stehen ganz im Vordergrund.

Weitere prominente

Kinderfiguren wie Grüffelo

oder Erdmännchen runden das

Programm ab. Mal schweben

Regenwürmer durch die Unterwelt,

mal wird Harry zum

echten Froschkönig.

Natürlich bieten die Puppentage

nicht nur Kinderprogramme,

sondern auch etwas

für Erwachsene. Auch da gibt

es viel zu lachen, etwa mit den

legendären Rittern der Kokosnuss

und Bauchrednern,

die neben dem Deutschen und

dem Französischen auch das

Alemannische gekonnt auf

die Bühne bringen. Figuren

wie Winnetou, Macbeth oder

gar der Glöckner von Notre

Dame komprimieren dann

auch große historische Stoffe

für ein neugieriges Publikum.

Das Erwachsenenprogramm

startet am 14. März, 20 Uhr

mit Murzarellas „Music-Pupped-Show“

im Stiftsschaffneikeller

in Lahr.

Weitere Infos: www.puppenparade.de

Theatre en miniature:

„Der Grüffelo“ am 17.

März, 10 und 15 Uhr,

Salmen (Offenburg)

Foto: Theatre en miniature

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Marotte Figurentheater:

„Winnetou“ am 31. März,

20 Uhr, Forum am Hans-

Furler Gymnasium (Oberkirch)

Foto: Marotte Figurentheater

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4 KULTUR JOKER THEATER

Oleg Kaufmann und Bryce Kasson

Archaisch-schlicht und urkomisch

Tanzduett „Bitte, nehmen Sie doch etwas Platz!” von Marion Dieterle und 3-D-Poetry

© Ingo Solms

Wer sitzt wo und neben wem?

Was hat sie, was ich nicht habe?

Und warum darf er, was ich

nicht darf? Solcherlei Fragen

dürften jedem von uns allzu

bekannt vorkommen. Und zwar

nicht nur aus Kindertagen, sondern

– mal ganz ehrlich – so

manchen von uns auch bis ins

fortgeschrittene Erwachsenalter

hinein. Nur dass man bis

dahin meist gelernt hat, sein

Territorialverhalten und die

alltäglichen Grabenkämpfe etwas

verhohlener auszufechten.

Sofern es einem nicht mühsam

aberzogen wurde. Und ja, manche

haben auch nie gelernt, sich

zu behaupten.

„Bitte, nehmen Sie doch

etwas Platz!“, heißt es sehr

kultiviert im aktuellen Tanzstück

der Choreographin und

Dramaturgin Marion Dieterle,

welches bereits Ende des vergangenen

Jahres in Köln Premiere

feierte, dann im Januar

nach Freiburg ins E-Werk kam,

wo es nun im März und im Mai

weitere Aufführungen geben

wird. So liebevoll und poetisch,

wie bereits der Titel auf

das große Stechen und Hauen

in der Welt (zuweilen auch Sozialisation

genannt) verweist,

beginnt das Stück auf der dunklen,

leeren Bühne, wo ein

Darsteller (Bryce Kasson) leise

zur Ukulele singt. „I’m on my

way, trying to find my place…“,

immer wieder ist diese Zeile zu

hören, bis sie gar mehrstimmig

aus dem Off ertönt. Er habe diese

Melodie mitgebracht, seine

Mutter habe sie ihm bei seiner

Geburt geschenkt, sagt er hingegeben.

Und singt erneut. Bis

sich die große weiße unförmige

Unterlage unter ihm zu räkeln

beginnt…

Aber was ist das, was sich

da neben dem Barden erhebt?

Ein Ei? Mitnichten, es ist aus

Wolle und hat jetzt auch Füße.

Ein Schwan? Eine Gans? Ein

Irgendwas eben. Aufheulender

Wind rückt dessen Dasein in

unwirtliche Sphären, das arme

Ding. Und dann… erstaunlich,

was für ein großer Kerl da herauskriecht

(Oleg Kaufmann).

Zurück bleibt eine knautschige

Hülle aus weißem Wollflies, die

von den beiden Tänzern immer

wieder be- und entwohnt wird,

und zu der sich schließlich

noch ein Kopf gesellt (wunderbar

sinnliche Objekte und Kostüme:

Julia Stefanovici).

Was sich nun in der knapp

einstündigen Performance

zwischen diesen beiden (hervorragenden)

geschmeidig

agierenden Tänzern an dynamischer

Interaktion entspinnt,

ist abstrakt, dabei archaischschlicht

und irgendwie urkomisch.

Stets führt des einen

Abgrenzung und Selbstbehauptung

zur Reaktion des anderen.

Bis hin zum Besitzneid auf eine

riesige Glitzerplastikkugel, mit

der Bryce Kasson nun aufmarschiert:

„I’ve found my home –

go and get your own…“.

Man könnte diese Rezension

sicherlich mit sozialwissenschaftlich-intellektueller

Soße

übergießen. Das wäre allerdings

schade und würde total

am Kern vorbeizielen. Denn die

große Stärke dieses Stücks, das

wirklich allen Altersklassen

zwischen 5 und 95 zu empfehlen

ist – etwa für Kindergartenoder

Schulbesuche –, liegt gerade

in der Allgemeingültigkeit,

für die es keine Sprache und

keine Herumdeutelei braucht,

weil dies Handeln intuitiv von

jedem Wesen auf der ganzen

Welt verstanden wird. Marion

Dieterle (Produktion: DOS-

SIER 3-D-Poetry) gelang eine

wirklich hinreißende Inszenierung,

weil sie auf emotionaler

Ebene anspricht und dennoch

zum Nachdenken anregt.

Weitere Aufführungen: 8.

März, 15.30 Uhr, 9. März:

Schul- und Kitavorstellungen,

10. Mai, 15.30 Uhr. E-Werk-

Kammertheater.

Friederike Zimmermann

Eine Insel als Sehnsuchtsort,

die Gestrandeten auf der Suche

nach Liebe. Georg Friedrich

Händels Oper „Tolomeo, Re

d‘Egitto“, die die 43. Internationalen

Händelfestspiele Karlsruhe

eröffnet, ist zum ersten

Mal überhaupt in der Stadt zu

sehen. Die ohnehin schon dünne

Handlung zerfällt in Augenblicke

der Trauer oder der Wut,

der Sehnsucht oder der Eifersucht.

Das Drama findet zu einem

großen Teil im Orchestergraben

statt, wo die Deutschen Händel-

8.

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Zwischen Wach-Sein und Schlaf

„Tolomeo, Re d’Egitto“ eröffnet die Händel-Festspiele Karlsruhe

Solisten unter der Leitung von

Federico Maria Sardelli schon

in der Ouvertüre die Partitur

aufrauen und mit knackigem

Bogenstrich und schmetternden

Naturhörnern eine dramatische

Grundlage vorstellen, von der

aus dieser „Tolomeo“ immer

wieder neu emotionalisiert

wird. Der Titelheld wurde von

seiner Mutter Kleopatra nach

Zypern vertrieben – die Herrschaft

Ägyptens hat sie dem

Erstgeborenen genommen und

an seinen jüngeren Bruder

Alessandro übertragen. Jakub

Józef Orlinski singt diesen Tolemeo

mit beseelten Melodiephrasen,

wuchtigen Basstönen

und einer leuchtenden, klaren

Höhe. Der junge polnische

Countertenor macht aus dem

entmachteten Herrscher einen

tief empfindenden, über ein reiches

Seelenleben verfügenden

Menschen, der zwischen Traum

und Wirklichkeit mäandert und

den Verlust seiner Geliebten Seleuce

betrauert. Louise Kemény

singt sie mit rundem, warmem

Sopran und vielen Nuancierungen

in Farbe und Dynamik.

Auch sie wandelt zwischen

Wach-Sein und Schlaf.

Regisseur Benjamin Lazar

verstärkt diese somnambule

Stimmung. Häufig sind, wenn

jemand singt, auch die anderen

mit auf der Bühne, liegen in

ihren zeitlosen Kostümen von

Alain Blanchot verkrümmt auf

dem Boden oder schauen aus

dem Fenster. Eine Hotellobby

könnte das sein, die Adeline

Caron gebaut hat, oder auch

eine Nervenklinik. Im ersten

Akt sind die Fenster noch blind

– man ist ganz für sich in diesem

abgeschlossenen, kühlen

Raum, in dem die Bonsaibäume

gefroren sind. Im zweiten

wird der Blick frei auf das

Meer, dessen Brandung direkt

vor dem Fenster rauscht (Video:

Yann Chapotel). Dieses Gefühl

der Weite wird mit unterschiedlichen

Lichtverhältnissen

variiert, was gut zu den Stimmungen

von Händels Musik

passt. Seleuces Gegenspielerin

Elisa, die Tolomeo ebenfalls

liebt, ist in der Interpretation

Eléonore Pancrazis kühler,

spektakulärer, aber auch eindimensionaler.

Auch Elisas

Bruder, der in Seleuce verliebte

Araspe, hat mit Morgan Pearse

großes dramatisches Potential.

Ganz sanft und lyrisch dagegen

der chinesische Countertenor

Meili Li, der als bekehrter

Alessandro die Dinge zum Guten

lenkt. Die anspruchsvollen

Orchestervorspiele der Arien

werden von den Deutschen

Händel Solisten auf den Punkt

musiziert. Selbst in den höllisch

schnellen Tempi, die Federico

Maria Sardelli für die Wutarien

wählt, werden die Streicher

nicht aus der Kurve getragen.

Zur hochdramatischen Arie

„Son qual rocca“, für die Jakub

Józef Orlinksi seine Stimme

härtet, bricht das digitale Meer

über die Szenerie herein, bevor

man für das Ende der Oper in

einer Unterwasserwelt landet,

zu der auch ein paar Quallen

vom Schnürboden gelassen

werden. Das wirkt dann doch

etwas seltsam, zumal sich die

Handlung weiter zuspitzt. Auch

mit dem plötzlichen Happy End

kann die Regie wenig anfangen.

Dass Louise Kemény als Seleuce

mit dem Lift aus der Unterbühne

auftaucht, wirkt eher

unfreiwillig komisch, zumal

Lazar die bedeutungsschwere

Bewegungschoreographie bis

zum Ende beibehält. Musikalisch

bleibt der umjubelte

Abend aber dank Federico

Maria Sardelli bis zum letzten

Ton spannend – die Händelfestspiele

haben gleich zu Beginn

ihren ersten Höhepunkt.

Georg Rudiger


THEATER KULTUR JOKER 5

Bilderflut zwischen Zarenkrone und Raumschiff

Der Musiktheaterabend „Boris“ eröffnet an der Stuttgarter Staatsoper das Festival „Futur II“

Foto: Matthias Baus

„Das Gedächtnis lässt nach,

aber das Herz erinnert sich an

alles“, sagt die Frau des Kollaborateurs

an der Stuttgarter

Staatsoper, bevor der Zar

Boris Godunow die Macht an

seinen Sohn Fjodor weitergibt

und in großer Einsamkeit

stirbt. Der Satz stammt

aus Swetlana Alexijewitschs‘

2013 erschienenem Buch „Secondhand-Zeit.

Leben auf den

Trümmern des Sozialismus“,

das auf Interviews basiert, die

die Autorin mit leidgeprüften

Bürgern des Sowjetregimes

geführt hatte. Ein Blick zurück

in die Vergangenheit

auf unbewältigte Traumata,

an die sich das Herz erinnert

– so wie Boris Godunow

durch den Geschichtsschreiber

Pimen gewahr wird, dass

er nur durch einen von ihm

in Auftrag gegebenen Mord

an die Macht gekommen ist.

Und daran zerbricht. „Boris“

heißt die aufwändige Produktion

der Stuttgarter Staatsoper,

die das Festival „Futur II: Wer

wollen wir gewesen sein?“

(bis 22. März) eröffnet und die

Oper „Boris Godunow“ von

Modest Mussorgsky mit dem

neu komponierten Musiktheater

„Secondhand-Zeit“ von

Sergej Newski verzahnt. Die

sechs Protagonisten aus „Secondhand-Zeit“

werden von

Solisten dargestellt, die auch

Rollen in „Boris Godunow“

verkörpern. Zusätzlich haben

sie stumme Doppelgänger, die

in Videos, live gefilmt in der

Königsloge der Stuttgarter

Staatsoper, weitere semantische

Ebenen dazufügen. Es

ist kompliziert.

Der Abend beginnt fließend

mit einem aus Klangfetzen bestehenden

Prolog von Sergej

Newski aus den Lautsprechern,

zu dem apokalyptische Bilder

von verschlammten Vögeln gezeigt

werden (Video: Vincent

Stefan), ehe die in beigen, ebenfalls

verdreckten Bodysuits gekleideten

Choristen mit schmutzigen

Gesichtern (Kostüme: Pia

Dederichs, Lena Schmid) die

Szenerie bevölkern und stimmgewaltig

um Erbarmen flehen

(Chorleitung: Manuel Pujol).

Der Palast, aus dem Boris Godunow

(mit mächtigem Bass:

Adam Palka) auftaucht, ist eine

Mischung aus überdimensionaler

Zarenkrone, Pavillon

und Raumschiff (Bühne: Joki

Tewes, Jana Findeklee). Dieser

Zar im goldenen Einteiler sieht

aus, als sei er einem Science-

Fiction-Film entsprungen. Ausgewählte

Untertanen bekommen

von ihren Vorgesetzten

auch ein Goldmäntelchen aus

dem Nacken gezogen. Die neue

Herrschaft ist installiert. Und

Videosequenzen von Stalin bis

Putin, die dazu über die runde

Leinwand flimmern, schlagen

den Bogen zur jüngsten Vergangenheit.

Die von Regisseur

Paul-Georg Dittrich einmal in

Gang gesetzte Bilderflut lässt

den ganzen Abend über nicht

nach. Bei der Kneipenszene

wird die Milch direkt aus den

Brüsten der Bardamen gezapft,

kleine Zarewitschs verstärken

das ohnehin schon üppige Personal.

Und ständig laufen Videos

über den Rundbogen, die

ein Eigenleben entfalten, auf

die Dauer nerven und ablenken

vom eigentlichen Geschehen.

Diese Gleichzeitigkeit von Disparatem

kann überfordern, zumal

häufig keine zwingenden

Verbindungen geschaffen werden.

Es gelingen der Regie

aber auch eindrückliche Bilder,

wenn der Chronist Pimen (mit

schwarzem Bass: Goran Juric)

von seinen eigenen Erzählsträngen

gefesselt wird oder ein sozialistisches

Propaganda-Mosaik

eine stärkere Verortung schafft.

Dirigent Titus Engel bewältigt

die Aufgabe, zwischen den musikalischen

Welten zu wandern,

mit großer Souveränität. Die

Übergänge zwischen Mussorgsky

und Newski funktionieren

unter seiner Leitung unmerklich

und ohne Reibungsverluste. Es

prallen Kontraste aufeinander –

hier die folkloristisch gefärbte,

eindringliche, vom Stuttgarter

Staatsorchester und dem großartigen

Staatsopernchor/Kinderchor

bis zur Schmerzgrenze

aufgedrehte Tonsprache Modest

Mussorgskys, dort die experimentelle,

durchaus spröde, mit

gesprochenen Texten und Geräuschen

durchsetzte Musik von

Sergej Newski. Maria Theresa

Ullrich (Xenias Amme) berührt

als Mutter des Selbstmörders,

die ihre Geschichte vom Suizid

ihres 14-jährigen Sohnes in

Etappen erzählt. Die Freiburgerin

Carina Schmieger schafft

in ihren Figuren Xenia und Die

Geflüchtete eine Verbindung

über die Traumatisierung dieser

Frauen, die sie mit ihrem

glasklaren Sopran ergründet.

Elmar Gilbertsson (Grigori/Der

Jüdische Partisan), Matthias

Klink (Fürst Schuiski) und Petr

Nekoranec (Der Gottesnarr/

Der Obdachlose) leisten stimmlich

wie darstellerisch Großes.

Und Adam Palka ist nicht nur

in der Wahnsinns-Szene ein

eindrucksvoller, über grenzenlose

stimmliche Reserven verfügender

Boris Godunow. Das

letzte Wort gehört aber den Protagonisten

aus „Secondhand-

Zeit“. Leider kann man die Geschichten

der einzelnen nicht

Mona&Lisa – das erste

Konzept für eine weibliche

Hörgeräte-Akustik

in Gänze verstehen, weil der

Komponist die Texte teilweise

übereinander schichtet. „Die

Menschen sind weder schlecht

noch gut“, sagt der Obdachlose,

„es sind einfach Menschen,

mehr nicht.“

Weitere Vorstellungen: 2.

März, 10./13. April, Staatsoper

Stuttgart. Georg Rudiger

Hörgeräte-Akustik für Frauen.

• wissenschaftlich begründet

• speziell angepasste Hörgeräte

• freudvolles Hörtraining

vereinbaren Sie Ihren individuellen Beratungstermin:

Tel: 0761-21 72 30 80, 79098 Freiburg, Wasserstraße 10

Eingang Merianstraße

www.monalisa-hoeren.de


6 KULTUR JOKER THEATER

„Wonderland Avenue“ steht

da wie in einer schlechten,

amerikanischen Vorabend-

Soap in Leuchtschrift auf der

Bühnen-Rückwand, ansonsten

sieht die Bühne des Wallgraben

Theaters aus wie ein gut ausgestatteter

Nagerkäfig in XXL:

Eine Kletterbaum-Attrappe mit

Autoreifen-Schaukel an Ketten,

Kunstrasen und Podest. Dazwischen

räkelt und robbt sich eine

olivgrüne Schlafsack-Wurst über

den andet in einer sterilen Ferienanlage?

So ähnlich – in dem

dystopischen, 2018 in Köln uraufgeführten

Stück „Wonderland

Ave“ der vielfach ausgezeichneten

Dramatikerin Sibylle Berg

sind die Tage der Menschheit

gezählt – wie exotische Haustiere

werden sie von Robotern in

Heimen ohne Außenanschluss

gehalten. „Breitgefächertes Unterhaltungsprogramm“

inklusive,

also Tierfilme und Pingpong.

Unter der Regie von Ragna

Guderian wird daraus eine

ebenso zynische wie trashige

Show mit Verzweiflungskandidatin,

die hier mit unsichtbaren

anderen Systemverlierern einen

Wettkampf um den „perfekten

Zustand“ machen soll. Darauf

hat die ehemalige Mittelständlerin

eigentlich keine Lust – sie

würde lieber mit Wehmut an

Früher denken, als ihre Welt

noch in Ordnung und sie selbst

Wettkampf der Systemverlierer

„Wonderland Avenue“ auf der Bühne des Wallgraben Theaters in Freiburg

noch nicht überflüssig war.

Krumm und bucklig steckt sie

in ihrem Leistungskorsett, das

nun jeglichen Sinn verloren hat.

Trotzdem spurt sie – auch dank

dezenter Stromschläge.

Regine Effinger spielt sie mit

beeindruckender Leidenschaft:

Ihr rothaariger Bob ist lange

schon zerzaust, ihre Träume

von Liebe schon vor der Blüte

verwelkt, was überlebt hat,

ist Kratzbürstigkeit, Wut und

Trauer. Und die antrainierte

Disziplin, irgendwie zu funktionieren,

sich zu arrangieren. Eine

unbelehrbare Leistungsgläubige

mit reichlich Rissen im Panzer,

die hier ein wenig Aufstand

probt. Ihre Selbstoptimierungs-

Alter Egos sind Roboter: Yvonne

Forster, Katharina Rauenbusch

und Christian Theil geben sie als

dynamisches Trio mit silbernen

Hipster-Perücken und Stewardess-Montur,

die für jeden Spaß

zu haben sind: „Guten Morgen!“

und „Nur ein Löffelchen voll Zucker“

trällern sie im Satzgesang

und schwadronieren etwas von

„aktiv in den neuen Tag“. So

sieht perfektes Anstaltspersonal

aus: Emotionslos und freundlich,

Motivations-Coachs ohne Fehl

und Tadel. Sogar Ironie haben

sie programmiert.

Kack-Automaten und Blechbüchsen

sind sie für ihre bärbeissige

Gefangene aber trotzdem,

die hier resigniert-genervt

durch ihr voll versorgtes Leben

schlurft. Dankbarkeit empfindet

sie jedenfalls nicht. Wann hat ihr

Untergang als Windschnittige

eigentlich angefangen? Mit Pornofilmen,

Alkohol, Pizza, Psychopharmaka

und Stressdepression?

Oder mit der Entsorgung

der eigenen Mutter? Dieses bedingungslose

Dasein mit Frühsport

unter Drohnenaufsicht ist

für sie jedenfalls die Hölle.

Hört sich alles spannender an,

als es ist: Textlastig, redundant

und in seinen Zukunftsvisionen

wenig originell – so schleppen

sich die rund hundert Minuten

ohne Pause und Spannungsbogen

zunehmend zäh dahin und auch

das perfekt choreografierte Rumgekaspere

der drei Roboterwesen

ringt einem bald nur noch ein müdes

Lächeln ab. Brüche, Provokationen,

Stoff zum Nachdenken?

– gibt es hier nicht. Alles schon

Foto: Mathias Lauble

sprachgewaltig vorgekaut und in

Form gepresst. Stattdessen moralisches

Gesinnungsgeschwurbel

um Untergang, Nachhaltigkeit

und Entwicklung. Die Botschaft

ist wahr, aber hier doch sehr platt:

Kapitalismus ist scheiße, Maschinen

sind gefährlich. Das wussten

wohl die meisten Zuschauer

schon vorher.

Weitere Aufführungen bis 14.

März. www.wallgraben-theater.

com Marion Klötzer

„Düddeldüddel-Düddeldüddel“

klingelt es zweistimmig

aus dem Off, während Margit

Wierer mit ihren kleinen

Fingern wild in beiden Ohren

herum wackelt. „Gratschgratschgratsch“

ist die tönende

Antwort, als Stefan Wiemers

sich die Haare rauft, um weniger

später Reißverschluss und

Schranktüre lustig zum Klingen

zu bringen. Um Alltagsgeräusche

dreht sich das neue,

von Stadt und Land geförderte

Kinderstück des Freiburger

Cargo-Theaters – und weil diese

Lebensäußerungen für andere

manchmal ganz schön nervig

sein können, nennt sich diese

Inszenierung auch „Pssst“. Zu

einem fantastischen Soundtrack

von Carla Wierer wird hier eine

kleine Welt voller Annehmlich-,

Widrig- und Wunderlichkeiten

präsentiert: Ohne ein Wort und

mit nichts als zwei hellgrünen

Holzhockern auf der Bühne des

Kammertheaters im E-Werk.

Dafür mit vollem Körpereinsatz,

viel Choreografie, Clownerie

und zunehmendem Witz. Regie

Alles viel zu laut

Das Cargo-Theater feiert mit „Pssst“ im E-Werk in Freiburg Premiere

führte Michael Miensopust, der

immer wieder mit Gastspielen

im Theater im Marienbad zu

sehen ist und bis zum Sommer

2018 das Jugendtheater im LTT

Tübingen leitete.

Lichtquadrate markieren zwei

Single-Wohnungen, in denen

man erst gemütlich so vor sich

hin und neben einander her lebt:

Kaffeemaschine, Zähneputzen

(manuell und elektrisch), ein

bisschen asiatische Gymnastik

vor dem Bildschirm, dazu Herumgeräume,

das Quietschen

des Bürostuhls, das „Flappflappflapp“

beim Zeitungsblättern

oder das „Klackerdiklack“

der Computer-Tastatur.

Alles noch ganz harmlos!

Drei Tage und drei Nächte im

Schnelldurchlauf erlebt das

junge Publikum, ritualisiert

und durch die Soundcollage in

rhythmisierte Geräuschmusik

transportiert: Das Schälen der

morgendlichen Banane, der

Freiflug des Papageis auf dem

Balkon oder die Fütterung der

Katze. „Klick“, am Ende liegen

sie dann Wand an Wand

in ihren Betten und knipsen

ihre Lampen aus. Doch bald

mischen sich erste Irritationen

und Abweichungen in diesen

Ablauf: Mit „Wumms“ kracht

die Haustür ins Schloss, der

Staubsauger macht plötzlich einen

Höllenlärm, der Müllschlucker

erinnert an den Start eines

Raumschiffs. Alles viel zu

laut! Die Dinge entwickeln lärmendes

Eigenleben, die Wände

haben Ohren, die beiden wagen

kaum noch sich zu bewegen.

Als noch der Papagei auf

dem falschen Balkon landet,

gerät dieser Mini-Kosmos völlig

aus den Fugen und seine

Akteure in immer heftigere

Geräusch-Turbulenzen bis

zum eskalierenden Nachbarschaftsdrama

als Opern-Duett.

Dann kehrt endlich Stille ein,

die Mauern sind plötzlich verschwunden,

stattdessen sitzen

die beiden friedlich nebeneinander

bei Möwengekreisch

und Wellenrauschen… Der

Sprung ins Fantastische ist

hier noch etwas holprig, da

kaum nachvollziehbar, originell

und inspirierend ist diese

Comic-Geschichte für junge

Zuschauer aber unbedingt,

zumal sie auch als Rätsel-und

Aufmerksamkeitsspiel funktioniert.

Denn das Eigentliche

dieser knapp vierzig minütigen

Herausgeber:

Art Media Verlagsgesellschaft mbH

Auerstr. 2 • 79108 Freiburg

Redaktionsleitung (V.i.S.d.P.):

Christel Jockers

Redaktion:

Cornelia Frenkel

Peter Frömmig

Annette Hoffmann

Marion Klötzer

Erich Krieger

Nike Luber

Fabian Lutz

Georg Rudiger

Claus Weissbarth

Friederike Zimmermann

Terminredaktion:

Elisabeth Jockers

Inszenierung passiert per Fantasie

im eigenen Kopf.

Weitere Termine: 29. März,

15.30 Uhr, 30. März, 11 Uhr,

Kammertheater, E-Werk, Freiburg.

Ab 4 Jahren.

Marion Klötzer

Layout/Satz :

Stephanie Pfefferle-Kienzle

Telefon: 0761 / 72072

E-mail: grafik@kulturjoker.de

redaktion@kulturjoker.de

Anzeigen/Telefon:

0761 / 72072

Druck:

Rheinpfalz Verlag und Druckerei

GmbH & Co. KG, Ludwigshafen

Das Copyright für vom Verlag gestaltete

Anzeigen und Artikel liegt beim Verlag.

Nachdruck, auch nur auszugsweise, nur mit

schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos, Vorlagen und für Programmhinweise

kann keine Garantie übernommen werden,

sie sind aber herzlich willkommen.


THEATER KULTUR JOKER 7

Rossinis „Barbier von Sevilla“

hatte Joan Anton Rechi zu Beginn

seiner Karriere am Theater Freiburg

im Jahr 2007 als aberwitzige

Fernsehproduktion inszeniert, bei

der die Handlung am Filmset hinter

den Kulissen weiterging und

sich die Beziehungen der Opernfiguren

mit denen der Darsteller

virtuos miteinander verzahnten.

Nach etlichen weiteren Arbeiten

wie Giuseppe Verdis „Un ballo

in maschera“ und Kurt Weills

„Love Life“ kehrt der aus Andorra

stammende Regisseur nun

mit der Fortsetzungsgeschichte

von Beaumarchais Komödie an

das Haus zurück. Leider ist seine

Inszenierung von Mozarts „Le

Nozze di Figaro“ als Reality-

Soap nach dem Vorbild der US-

Fernsehproduktion „Say Yes to

the Dress“ nicht annähernd so

geistreich wie seine geniale Rossini-Adaption.

Ein Brautmoden-

Geschäft als Mittelpunkt von

Figaros Hochzeit – mit viel Tüll

und noch mehr Seide, mit einem

tuntigen Basilio (schön komisch:

Junbum Lee) und einer Schaum

spuckenden Toilette (Bühne: Sebastian

Ellrich). Schon vor der

Premiere können sich die Besucher

im Foyer in Brautkleidern

fotografieren lassen. Zur federnd

musizierten Ouvertüre tänzelt

die ganz in Weiß gekleidete Statisterie

des Freiburger Theaters

über die Bühne (Choreographie:

Graham Smith). Rechis Humor

ist zu spüren, wenn Figaro, dem

Juan Oroczo viel Fundament verleiht,

zu Beginn nicht das Zimmer

ausmisst, sondern die Körperma-

Lichtgeflacker, Schummerdunkel,

eine schaurigsehnsüchtige

Melodie – am

Rand der Bühne im komplett

schwarzen Werkraum des

Theater Freiburg stehen vier

weißgeschminkte Gestalten

und entführen mit elektrischer

Orgel, schallgedämpfter

Trompete, indischem Harmonium

und Flöte in ein fremdes,

weites Land (Musik: Jan Paul

Werge). „Dracula – Bram Stokers

legendärem Vampir auf

der Spur“, so der Titel der Fantasie

strotzenden Adaption von

Gesa Bering, Benedikt Grubel,

Michael Kaiser und Jan Paul

Werge, die hier nach den Vorgängerproduktionen

„Karlsson

vom Dach“ und „Kafka – Die

Verwandlung“ wieder einen

Originalstoff frisch und frech

überschreiben und im Spagat

zwischen Fiktion und Realität

in die Gegenwart ihres jungen

Publikums transportieren. Jetzt

feierte die Produktion des Jungen

Theaters Premiere.

Ein Reisetagebuch wie in

Stokers weltberühmtem, 1897

Sahnetorte im Gesicht

Joan Anton Rechi inszeniert in Freiburg eine reichlich

durchgeknallte „Hochzeit des Figaro“

gelungener Einstand von Kapellmeister Ektoras Tartanis

Sarah Traubel, Michael Borth

ße der Braut abnimmt. Auch die

Idee, Cherubino auf Inline Skates

über die Bühne kurven zu lassen,

hat Witz und durchaus auch eine

dramaturgische Berechtigung,

saust der Page doch von einem

amourösen Abenteuer zum nächsten.

Inga Schäfer bewegt sich

nicht nur wie selbstverständlich

auf den Rollen, sondern singt

dazu noch mit feinem Sopran und

veröffentlichtem Schauerroman

gibt es auch hier – nur beginnt

das am 15. November 2019 am

Freiburger Bahnhof: Taschen,

Koffer und Trolleys stehen

schon bereit. Matze, Gloria,

Jens und Benjamin haben sich

dick eingepackt, denn dieses

mal machen sie gemeinsam

Urlaub in Siebenbürgen, auf

der Spur des Grafen Vlad III.

Drăculea. Schon im Zug plaudern

sich die vier Freunde in

Stimmung: Erzählen vom Film

Nosferatu, ihrem Lieblingskinderbuch

„Der Kleine Vampir“

oder vom Vampir-Tintenfisch,

der dann auch gleich als Schattentier

die Bühne in eine blutrote

Wolke hüllt.

Überhaupt gibt es während

der rund siebzigminütigen Inszenierung

fantastische Lichteffekte

(Frederik Menzel, Manon

Oswald) und jede Menge Theaternebel.

Dabei setzt das Performance-Quartett

auf Reduktion,

Brüche und Überraschungsmomente,

vor allem auf eine

starke, musikalisch untermalte

Atmosphäre, die das Kopfkino

zum Surren bringt. Aber gibt es

überhaupt Vampire? Darüber

sind die Freunde sehr unterschiedlicher

Meinung. Genauso

wie über die Wahrheit: Wurden

sie wirklich von einer schwarzen

Kutsche abgeholt – oder

war es ein schnödes Taxi und

alles nur Touristennepp und

Marketingstrategie, wie die

witzigen Urlaubsfotos zeigen?

Jedenfalls landen sie auf der

Burg: Wie ein riesiges Buch

wird die Bühnenrückwand nun

zum grellweiß ausgeleuchteten

Saal geklappt, in dem man mit

aller Stummfilm-Komik der

gruseligen Gräfin begegnet.

Mit viel Dialogwitz, Pantomime

und Schattentheater erzählen

die Vier nun entlang der

Roman-Stationen und Motive

ein unglaubliches Abenteuer:

So setzen sie bei Sturm mit

dem Segelschiff nach London

über, verirren sich im Straßen-

Labyrinth, landen auf einem

bizarren Rummel und schließlich

auf einer Vampirparty in

einer leerstehenden Fabrikhalle.

Immer den käseweißen,

Foto: Rainer Muranyi

heller Tongebung. Leider werden

aber die Figuren vom Regisseur

viel zu eindimensional gezeichnet.

„Le Nozze di Figaro“ ist eben

nicht nur ein großer Spaß, sondern

auch eine Geschichte über

Machtverhältnisse und den damit

verbundenen Konflikten, über

Täuschungen und Verletzungen.

Diese Momente, wenn Mozart

die Zeit anhält und für einen Moment

tief in die Seele der Figuren

blickt, sind in diesem auf Event

getrimmten Setting nicht zu finden.

Dafür gibt es Sahnetorten im

Gesicht und Männer in Frauenkostümen.

Es fehlt dieser handwerklich

präzise gearbeiteten Satire

der Biss und auch der Mehrwert.

Durchgeknallt zu sein, reicht noch

nicht für eine ausreichende Deutung

des Stoffes.

Ein unglaubliches Abenteuer

„Dracula – Bram Stokers legendärem Vampir auf der Spur“ – Eine Produktion des Jungen des Theaters Freiburg

kranken Jens im Schlepptau,

der mehr und mehr zum Schatten

seiner selbst verwelkt. Alles

nur ein schlechter Traum?

Eine trashige Dracula-Parodie

und schlaue Dekonstruktion

VERANSTALTUNGSPROGAMM März 2020

6.-8.3.: Malen nach Art der Aborigines – Mal-Workshop mit Annette Wiegandt M.A.

10.3.: Neuseeland – Land der Kontraste – mit Marion Landwerth-Hesselmann

13.-15.3.: Es gibt einen Weg: INTA-Meditation - mit Helga Sprenger u. Monika Barth

13.-15.3.: Tanzend v. Russland bis Griechenland – Klaus u. Linda Tsardakas-Grimm

13.-15.3.: Wege aus der Einsamkeit – mit Peter Raab

21.-22.3.: Die Indianer kommen! - 7. Freiburger Karl-May-Symposium

21.-22.3.: Georges Cuvier und die Katastrophen – Dr. Bernd-Jürgen Seitz (mit Exkursion)

23.-28.3.: Porzellanmalerei für Anfänger u. Fortgeschrittene- mit Klaus Baumgart

23.3.: Matera u. Carlo Levis Christus kam nur bis Eboli – Birgit Koch/Detlev Hoffmann

30.3.-1.4..: Ehrenamtliche gewinnen (Basiskurs Freiwilligenorg.) – mit Nikolaus Sigrist

Im Waldhof 16

79117 Freiburg-Littenweiler

Das ist schade, weil der Abend

musikalisch vielschichtiger ist.

Der neue erste Kapellmeister Ektoras

Tartanis sorgt bei seinem

Freiburger Operndebüt für einen

rundum gelungenen Mozartabend

mit flotten, aber nicht gehetzten

Tempi, mit sprechender Artikulation

und lyrischen Haltepunkten.

Andrea Mele verbindet am

Hammerflügel ganz natürlich die

Arien mit den Rezitativen. Und

zitiert auch mal Queens „Bohemian

Rhapsody“ vor Cherubinos

„Voi che sapete“, das mit Discokugel

und Showbühne seltsam

aufgepeppt wird. Michael Borth

verleiht Graf Almaviva mit seinem

warmen, beweglichen Bariton

viel mehr Zwischentöne, als

es sein rosa Anzug und die weiße

Perücke vermuten lassen (Kostüme:

Sandra Münchow). Sarah

Traubel ist eine höhensichere

Gräfin, deren lyrischen Momente

ein wenig zu kurz kommen. Mit

Katharina Ruckgaber (Susanna),

Anja Jung (Marcellina) und Jin

Seok Lee (Bartolo) ist die weitere

Brautmoden-Crew ausgezeichnet

besetzt. Auch der szenisch stark

geforderte Chor (Leitung: Norbert

Kleinschmidt) macht seine Sache

gut. Das Freiburger Publikum

nimmt den glänzend polierten,

aber wenig tiefgründigen Abend

mit großer Begeisterung auf. Und

bejubelt neben der Regie auch den

geglückten Einstand von Kapellmeister

Ektoras Tartanis.

Weitere Vorstellungen:

1./5./21./26. März, 18./22./29.

April, 2./8./10./22./24. Mai.

Georg Rudiger

gängiger Vampir-Mythen? Auf

jeden Fall spannendes Erzähltheater

mit Gruselfaktor und

pfiffigen Regieideen.

Weitere Termine: www.theater.freiburg.de.

Marion Klötzer

Info und Anmeldung:

www.waldhof-freiburg.de


8 KULTUR JOKER THEATER

Emi Miyoshis Tanztheaterstück

„Morning

Flower“ erprobt den

Körper als fragilen

wie sicheren Ort der

Identität

Eine Frau tritt auf die Bühne,

ihr Ausdruck verhärtet, der

Körper voller Spannung.Aus

dem Off ihre Stimme. Sie suche

nach Gründen, jeden Morgen

aufzustehen und dem Tag entgegenzusehen.

Dann kommt sie

in Bewegung, schwingt ihren

Körper, kickt, boxt, kämpft sich

ihren Weg frei. Sie ist von den

Philippinen, hat dort ihre Identität,

hat hier eine andere. Es

bleibt ihr Kampf, zwischen den

Kulturen zu bestehen.

Interkulturell ist Emi Miyoshis

Tanztheaterstück „Morning

Flower“, der erste Teil einer Trilogie,

die vom Landesverband

Freie Tanz- und Theaterschaffende

eine rare Konzeptionsförderung

erhalten hat. Miyoshis

Trilogie basiert auf dem

Gedicht „Morning Relay“ des

japanischen Dichters Shuntaro

Tanigawa. Zusammen mit Videokünstler

Marc Doradzillo,

der dem multimedialen Stück

die Projektionen beisteuert, hat

Aufstehen, einstehen, entstehen

Miyoshi Morgenrituale in verschiedenen

Ländern studiert,

deren Bewegungen und Verkörperungen.

Aus diesem dokumentarischen

Ansatz und mit

dem SHIBUI-Kollektiv entstand

„Morning Flower“, ein Tanzstück,

das vor allem sinnlich ist.

Für Emi Miyoshi selbst ist das

Ritual der allmorgendliche Blick

in den Himmel. So spricht sie

aus dem Off als sie mit ernstem,

fast traurigen Ausdruck auf die

Bühne tritt und zu tanzen beginnt.

Neben ihr sind es fünf TänzerInnen

aus unterschiedlichen

Kulturen. Zu ihren Solo-Tanzperformances

auf der leeren

Bühne des Saals im E-Werk sind

auch ihre Stimmen aus dem Off

zu hören, mal auf Englisch, mal

auf Taiwanesisch, Japanisch,

Französisch, Deutsch, Arabisch.

So unterschiedlich wie die Stimmen,

die über eigene Morgenrituale

und die dahinterliegende

Identität berichten, sind auch

die Tanzperformances. Körper

knicken, springen auf, geraten

in einen Rhythmus, der nicht

immer gleichmäßig ist. Wie bei

der Philippinin Unita Gay ist

es oft ein Kampf gegen innere

Spannungen.

Die TänzerInnen scheinen aus

dem tief-persönlichen Unbewussten

des Traums hervorzugehen,

hinein in eine Welt, die

Foto: Marc Doradzillo

nach Konzepten und Ordnung

fragt, nach Identität. Aly Khamees

aus Ägypten findet seine

Antwort darauf: „My body never

forgets where I come from“.

Alice Gartenschläger bleibt

hingegen sitzen, nimmt sich

Zeit, bis ihr Körper über wenige

selbstbewusste Bewegungen

raumgreifend wird. Als schließlich

alle TänzerInnen auf der

Bühne zusammenkommen, die

rhythmische Musik zu einem

gemeinsamen Tanz einlädt,

wird die Verbindung wichtig.

Es ist ein kantiges Austarieren,

ein Zucken und auch Springen

ins Nichts. Mal ergeben sich

Zweierpaarungen, mal größere

Gruppen, mal bleiben die

TänzerInnen allein. Fragmente

kultureller Prägungen wie der

Breakdance, den Aly in seinen

Bewegungen bisweilen andeutet,

scheinen auf, werden aber

nicht fortgeführt.

Gegen Ende erscheint Shuntaro

Tanigawas Gedicht „Morning

Relay“ auf der Leinwand

hinter den TänzerInnen. In

verschiedenen Sprachen erzählt

der Text von zitternden Blättern,

von dem Moment, da sich der

Mensch von der Dunkelheit der

Nacht löst und über ein Ritual

ans Morgenlicht tritt. Schließlich

stehen alle TänzerInnen

wie ausgeliefert, geheimnislos,

freigeschält in einer Reihe vor

dem Publikum, bewegen sich

auf ihre Art, aller ihrer Gliedmaßen

bewusst. Gemeinsam

halten sie sich an ihren Händen,

dabei zitternd wie ein Blatt. Ihre

Körper fallen im Dunkeln der

Bühne zusammen. Dort begann

auch das Stück, das daran erinnert,

dass die Reise ans Licht

immer wieder von vorne beginnen

muss, dass Dunkelheit,

Unwissen, Teil unserer Identität

sind. Aus ihnen hinauszutreten,

bedeutet die Verhandlung dieser

Identität. „Morning Flower“ erzählt

davon, unmittelbar, zärtlich

und erschütternd.

Fabian Lutz


THEATER KULTUR JOKER 9

In den Filterblasen

Nora Schlocker hat am Theater Basel die Stendhal-Adaption von Lukas Bärfuss „Julien – Rot und Schwarz“

inszeniert

Michael Gempart, Vincent zur Linden

©Sandra Then

Dass in einer Inszenierung

von Stendhals Roman „Rot

und Schwarz“ die Drehbühne

zum Einsatz kommt, ist nicht

eigentlich überraschend. Da

sind zum einen jene knapp 900

Romanseiten, die Lukas Bärfuss

für das Schauspielhaus

des Theater Basel adaptiert hat

und die zügige Szenenwechsel

brauchen, um mit etwas über

drei Stunden zu einer Spieldauer

zu kommen, die noch als

akzeptabel gilt. Und da ist die

gesellschaftliche Atmosphäre

in Frankreich.

Um 1830 – es ist auch das

Jahr, in dem der Roman erscheint

‒, ahnte der Adel, dass

seine Zeit bald endgültig vorbei

sein wird. Nicht zuletzt aber

legt Julien Sorel (Vincent zur

Linden) in wenigen Jahren einen

bemerkenswerten Aufstieg

hin. Dem begabten Sohn eines

Sägemühlenbesitzers gelingt

es nicht nur, die Provinz hinter

sich zu lassen, sondern auch

Zutritt in die höheren Adelskreise

zu bekommen. Sein

Fürsprecher, der Abbé (Michael

Gempart) wird dabei immer

in seiner Nähe bleiben. Was

ihn dazu befähigt: ein phänomenales

Gedächtnis, das er

vorerst dazu einsetzt, die Bibel

auswendig zu lernen, ein mehr

als annehmbares Äußeres und

sehr viel Abgebrühtheit. Doch

die Drehbühne ist auch insofern

sinnfällig als sein Abstieg

nicht weniger bemerkenswert

ist. Das Rad der Fortuna bringt

einen nicht nur nach oben.

„Rot und Schwarz“ ist Lukas

Bärfuss‘ erklärtes Lieblingsbuch.

Die Gespräche mit dem

Theater Basel über diese Auftragsarbeit

reichen weiter als

eine Saison zurück. Überhaupt

verbindet den Büchnerpreisträger

eine enge Beziehung zu

diesem Haus. Wie bereits die

früheren Erstaufführungen

„Die sexuellen Neurosen unserer

Eltern“ und „Alices

Reise in die Schweiz“ so berührt

auch „Julien – Rot und

Schwarz“ Fragen der Selbstbestimmung.

Umso mehr so

etwas wie eine Wahl für Julien

Sorel eigentlich gar nicht

vorgesehen war.

Wäre er nicht in eine Umbruchssituation

hineingeboren,

er hätte weiter unter

einem gewalttätigen Vater vegetiert,

der ihn zu Beginn von

Nora Schlockers Inszenierung

halbtot geschlagen hat. Wie

ansonsten alle in ihrem Milieu

verbleiben, zeigen die Tableaus.

Vor allem die Frauen

gehen mit ihren Kleidern (Kostüm:

Caroline Rössle Harper)

völlig in den Bordüren

der Tapete auf (Bühne: Jessica

Rockstroh). Würde Louise

(Julischka Eichel) nicht in

einem ausladenden Reifrock

stecken, man sähe sie kaum,

und ihren Mann Monsieur de

Rênal (Martin Butzke) hebt

vor allem die Axt ab, die er etwas

bedrohlich mit sich trägt,

als sein alerter Hauslehrer

Julien bereits ein Verhältnis

mit seiner Gattin hat. Und die

auf bemerkenswerte Weise

noch sexuell erblühen wird.

Julien jedoch kommt man

mit Psychologie nicht bei, zur

Lindens Figur ist eine Projektionsfläche.

Doch in Schlockers

Inszenierung taugen die

Rollen grundsätzlich nicht zur

Identifikation. Zu viele Klischees,

hinzu kommt, dass die

Drehbühne jede Form von Privatheit

unterbindet.

Und später, es ist die zweite

Station von Julien Sorels

Aufstieg, wird sich erweisen,

dass die pudrigen Farben der

Wände auch gut zu weißer und

cremefarbener Seide passen.

Doch das Bühnenbild ist auch

Symptom einer Inszenierung,

die kein rechtes Profil findet.

Die Bühnenmaschinerie dreht

sich ohne größere Reibung,

und das aufstrebende Bürgertum,

das sich aus Prestigegründen

einen Hauslehrer leistet,

langweilt sich in seinem

Leben mindestens genauso

wie die Jeunesse dorée, die

sich am Hof des Marquis (Holger

Bülow) einfindet und sich

im Dauerbuhlmodus um Mathilde

(Leonie Merlin Young)

einpendelt. Sie können nicht

anders, reden von der Jagd und

der Hundezucht, spielen Spinett

und tragen ihre Blasiertheit

zur Schau. Julien Sorel

ist der Fremdkörper mit dem

verdächtig kurzen Namen. Julien

Sorel ist Frischfleisch im

doppelten Sinne.

Die Karikaturen entschärfen

den eigentlichen sozialen

Sprengstoff. „Über das Theater

kann man vortrefflich nichts

sagen“, heißt es einmal. Und

man ahnt, wie das gemeint

ist. Die gesellschaftlichen Filterblasen

bleiben intakt – zumindest

noch ein bisschen.

Das hat viel damit zu tun, dass

Nora Schlocker wie vom Blatt

spielen lässt, keine Brüche, nirgends.

Bei so viel Drehbühnen-

Leerlauf bleiben dann auch die

Leidenschaft und die Gefühle

blutarm. Julien Sorel wird hier

mehr erstickt als gerichtet.

Weitere Vorstellungen: 13./

25./27. März, Theater Basel,

jew. 19.30 Uhr.

Annette Hoffmann


10 KULTUR JOKER VISION 2025

Herbert Maier: „Raumschnitt, 2012-2014, 60 x 300 cm“

„Hier schließt sich der Kreis zur Malerei.“

Ausstellung „ReiseZeitReise“ im T66 Kulturwerk zeigt Fotografien von Herbert Maier

Das Wortspiel im Titel gibt

bereits Aufschluss, wohin die

Reise in dieser Ausstellung

mit Fotografien von Herbert

Maier geht, den man ja eher

als Maler denn als Fotografen

wahrnimmt. Während sich die

„Zeit“ in seinen Gemälden in

Form unzähliger Farbschichten

manifestiert, mittels derer sich

Herbert Maier im Schaffensprozess

wie ein Archäologe auf

Zeitreise zu seinen Motiven

begibt, funktionieren seine Fotografien

freilich ganz anders.

Das liegt gewissermaßen am

Metier. Aber stimmt das auch?

Zunächst gilt es zu unterscheiden

zwischen der Fotografie

als Reisedokumentation

und der Fotografie als Kunst.

Diese Unterscheidung wird

mittels Hängung sehr genau

eingehalten. So befinden sich

im unteren Raum die sogenannten

Reise-Zeugnisse:

Frühe Fotografien, die Herbert

Maier in den siebziger Jahren

– in der Türkei, dem Iran, in

Pakistan, Indien, Nepal, Ägypten,

Marokko, dem Senegal,

der Elfenbeinküste, Burkina

Faso, Peru, Mexiko und,

und, und… – noch ohne jeden

Anspruch auf künstlerische

Qualität in fernen Ländern

(zum Teil mit „Neckermann“-

Einwegkameras) „geschossen“

hat.

Und doch kann sich angesichts

dieser frühen Schnappschüsse

ob deren Präsenz und

Lebendigkeit wohl so mancher

Profifotograf eine Scheibe abschneiden.

Vor allem die Porträts

zeugen von einem fundamentalen

Interesse des Urhebers

an all den archaischen

Kulturen, welche derart gierig

zu absorbieren vor vierzig Jahren

noch als unmodern und

sehr exotisch galt.

Klar, dass sich diese Reisen

und Reiseerfahrungen stark

auf seine Kunst auswirkten.

Ohne sie wäre seine Malerei

nicht denkbar. Fotokopien aus

seinen Reiseskizzenbüchern

komplettieren hier im unteren

Raum diese Zeitreise in die

frühe Reisezeit. In den beiden

oberen Räumen indes – und

hier wird der Treppenaufstieg

zum Symbol – warten die

großformatigen künstlerischen

Fotografien, die er – mit entsprechender

Technik ausgerüstet

– seit etwa 2000 aufnahm.

Sie bestehen als Einzelmotive

oder wurden aus mehreren Fotos

zu Kompositionen zusammengesetzt,

die verschiedene

Orte und Zeiten so zusammenführen,

als würden sie zusammengehören,

ja, als wären die

Bilder im selben Moment und

am selben Standort entstanden.

Wo Herbert Maier in seiner

Malerei (derzeit etwa im

Kunstverein Offenburg ausgestellt)

die verschiedenen

Zeiten farbschichtweise „einfriert“

und so deren chronologische

Abfolgen zum Moment

Foto: promo

verschmilzt, erstrebt er also

in seinen Kunst-Fotografien

genau dasselbe. „In den Fotografien

schließt sich der Kreis

zur Malerei“, wie er selbst sagt.

Hier(in) wie da(rin) ist das gesamte

Raum-Zeit-Kontinuum

eingeschlossen: Alles, was in

der Vergangenheit passierte,

alle im jetzigen Moment sowie

künftig sich ereignenden Geschehnisse.

Die gesamte Fülle

allen Erlebens, getrichtert zur

Essenz durch ein kleines Guckloch

in der Kamera, findet sich

in diesen Bildern wieder.

Herbert Maier, „Reise-

ZeitReise“, Fotografien. T66

Kulturwerk, Talstr. 66, Freiburg.

Bis 21. März 2020.

Friederike Zimmermann

Materialkreisläufe

„Up and down“: Reiner Seliger in der Galerie für Gegenwartskunst im E-Werk

Auch dann, wenn Reiner

Seliger Materialien verwendet,

die bildgebend sein könnten,

sind sie industrieller Natur.

Seit einigen Jahren hat der

Freiburger Bildhauer Kreide

für sich entdeckt: Wandtafelkreide,

Spielplatzkreide und

Industriekreide, die wegen

Fehler aussortiert wurden. Das

Farbspektrum ist vorgegeben,

ebenso die Größe. Und Seliger

würde auch nicht sagen,

dass diese neuen, zwischen

2018 und 2020 entstandenen

Wandarbeiten, die nun in der

Galerie für Gegenwartskunst

im E-Werk gezeigt werden,

Bilder sind.

Doch hier möchte man widersprechen.

Natürlich hat

diese neue Werkserie, für die

Seliger erst die Kreide auf den

Bildgrund klebt, um sie in

einem zweiten Schritt abzuschlagen,

etwas Reliefartiges.

Viel Zufall ist hier im Spiel;

wie Kreide und Kleber miteinander

reagieren, lässt sich

ebenso wenig kontrollieren,

wie das Aussehen der Bruchkanten.

Und so wirken auch

diese Arbeiten wie alle von Seliger,

der im E-Werk auch sein

Atelier hat, architektonisch.

Und der Titel dieser Einzelausstellung

„up and down“ bezieht

sich sicherlich nicht allein auf

die verschiedenen Stockwerke

der beiden Ausstellungsräume,

sondern eben auch an das Aufbauen

und Niederreißen. Man

könnte an Backsteinbauten

denken oder an lebhafte Fassadengestaltung.

Denn lebhaft

sind sie. Seliger arbeitet

manchmal mit Rastern, dann

wieder sieht es organischer aus.

Der Staub und der Abrieb der

Kreiden lässt die Farbe physisch

werden. Das, was die Farbe

sozusagen transportiert, ist

hier zum Material des Bildes

geworden. Jede Kreide ist wie

ein Pinselstrich, die Menge

macht die Komposition.

In der Galerie II, in der auch

ein kurzes Videointerview zu

Reiner Seliger: Installation in der Pfeilerhalle

sehen ist, greift Seliger das

auf, was der Ausstellungsraum

vorgibt. Die Pfeiler finden ihren

Widerhall in „White Forest“,

Stelen aus weißem Styropor

und Armierungsdraht,

die die eigentliche Architektur

überschreibt. Und inmitten

des Raumes ist ein Kegel aus

Styroporplatten im Aufbau

begriffen zu sehen, der seine

Foto: promo

eigene Konstruktion sichtbar

werden lässt. Ein Pendant dazu

findet sich im Vorraum, das an

frühere Arbeiten von Reiner

Seliger aus Tontäfelchen erinnert,

die für den Außenraum

konzipiert waren. Diese neueren

Arbeiten würden der Witterung

nicht statthalten, obgleich

sie im weitesten Sinne aus

Baumaterial bestehen. Ökologische

Gründe spielten hierfür

keine Rolle, erzählt Seliger in

der Videodokumentation, eher

seine Kindheit im zerbombten

Nachkriegsdeutschland. Und

doch gibt es das Moment des

Upcycling und der Materialtravestie.

„Goldstück“ heißt

die Skulptur, die das darstellt,

was sie bezeichnet. Doch die

Form gab nicht etwa ein Goldklumpen,

sondern ein Abfallprodukt.

Es ist ein Stück Styropor,

das abgegossen wurde

und dessen kleine Kügelchen,

aus denen es sich aufbaut, noch

gut zu erkennen sind. Auch das

ist letztendlich ein Bauprinzip.

Reiner Seliger, Up and Down.

Galerie für Gegenwartskunst,

E-Werk, Freiburg. Do/Fr 17-

20 Uhr, Sa 14-20 Uhr, So 14-18

Uhr. Bis 29. März 2020.

Annette Hoffmann


KUNST KULTUR JOKER 11

Die Erfindung der amerikanischen Landschaft

In der Fondation Beyeler

ist eine Edward Hopper-

Ausstellung zu sehen, die

die Natur in den Mittelpunkt

rückt

Edward Hopper, Second Story

Sunlight, 1960

Öl auf Leinwand,

102,1 x 127,3 cm

Whitney Museum of American Art,

New York

Purchase, with funds from the Friends of the Whitney

Museum of American Art., Inv. N.: 60.54. ©

Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich

Foto: © 2019. Digital image Whitney Museum

of American Art / Licensed by Scala

Von einem Maler, der wie

kaum ein anderer das Bild der

Europäer von Amerika geprägt

hatte, erwartet man eigentlich

etwas anderes. Doch

am Anfang der Ausstellung

„Edward Hopper“ in der Fondation

Beyeler steht ausgerechnet

Europa. Ab 1906 bereiste

Hopper (1882-1967) mehrere

Male Europa, vor allem in Paris

verbrachte er viel Zeit. Dort

studierte er in den Museen Gustave

Courbet, Paul Cézanne,

Alfred Sisley, Pierre-Auguste

Renoir und Camille Pissarro.

Und er malte auf den Straßen

der französischen Hauptstadt

das, was er sah. 1909 entsteht

so „Valley of the Seine“: der

Blick schweift von einer Anhöhe

über das Flusstal, links

ragen die Brückenpfeiler eines

Viadukts, auf dem sich gerade

ein Güterzug befindet, im

Fluss selbst ist ein Dampfer

zu erkennen, Häuser sind mit

weißem Pinselstrich hingetupft.

Auch „Le Bistro oder

The Wine Shop“ lässt noch

eine gewisse Unsicherheit der

Komposition erkennen. Die

Mitte bestimmen vier windschiefe

Pinien, ansonsten dominiert

Stein die urbane Szene,

links haben sich mit einer

Flasche Rotwein zwei an einen

Bistrotisch gesetzt.

Dass sich die Fondation

Beyeler in dieser 65 Arbeiten

umfassenden Ausstellung auf

die Landschaft konzentriert,

hat auch mit dem Bild „Cape

Ann Granite“ zu tun, das dem

Museum als Dauerleihgabe

übergeben wurde. Die raffiniert

beleuchtete Naturszenerie

mit den großen Felsen,

auf die sich harte Schlagschatten

legen, ist der Ausgangspunkt

dieser Schau. Ikonische

Werke von Hopper wie die

„Nighthawks“ aus dem Jahr

1942 – es zeigt vier Menschen

in einem nächtlichen Diner,

angespült wie Strandgut ‒ wird

man in Riehen nicht finden.

Wie um diese zu kompensieren

hat die Fondation Beyeler

Wim Wenders eingeladen, eine

Arbeit für die Ausstellung zu

schaffen. Die fünfzehnminütige

3D-Filminstallation

„Two or Three Things I Know

about Edward Hopper“ ist eine

Hommage an den Maler, dem

Wenders die Inspiration für

viele seiner Filme verdankt.

Für die Ausstellung hat er

nun Bewegung in dessen Bilder

gebracht. Ein Mann lässt

eine Frau in der Dunkelheit

der Nacht zurück, nachdem er

sich kurz zuvor auf einer weißen

Holzveranda mit ihr unterhalten

hatte, in Hotelzimmern

werden Zigaretten geraucht.

„Two or Three Things I Know

about Edward Hopper“ verbindet

Bilder zu einer Folge, die

beim Gemälde „Gas“ beginnt

und endet. Auf ihm hantiert

ein Mann mit Halbglatze an

einer Zapfsäule. Indem Wenders

eine Frau dazu stoßen

lässt, die aus dem Auto steigt

und sich eine Zigarette anzündet,

muss Wenders‘ Film wie

die tragische Liebesgeschichte

eines Paars erscheinen.

Landschaft heißt bei Hopper,

der 1882 in Nyack geboren

wurde und am Ufer des

Hudson Rivers aufwuchs,

auch Wasser. Hopper malte

Leuchttürme an der Küste oder

auf einer kleinen Felseninsel,

Schiffe, die hart am Wind segeln.

In den späten 1920er

Jahren jedoch verändert sich

Hoppers Wahrnehmung der

amerikanischen Landschaft.

1927 kaufen er und seine Frau

Jo, die beiden haben drei Jahre

zuvor geheiratet, einen

Gebrauchswagen. Damit erweitert

Hopper seinen Radius

entscheidend. Beide nutzen

das Auto für ausgiebige Reisen,

auf denen sie Stopps zum

Malen und Zeichnen einlegen.

Immer wieder bildet sich diese

Dynamik der Landschaftserfahrung

in seinen Werken ab.

Der Strich wirkt als griffe er

die Fahrt auf. 1946 malt Edward

Hopper das Aquarell „Jo

in Wyoming“. Seine Frau hat

auf dem Beifahrersitz Platz genommen,

mit einem Stift hält

sie das Gebirge fest, das sich

vor ihr auftut. Edward Hopper

wird sich auf der Rückbank

befunden haben. Bei dem Paar

herrschte eine klare Raumverteilung.

Vorne Jo Hopper, hinten

Edward Hopper.

Auch wenn es Wenders‘ Film

suggeriert, Edward Hoppers

Bilder kennen derartige lineare

Erzählungen nicht. Oft verstellen

Häuser die Horizontlinie.

In „Freight Cars, Gloucester“

aus dem Jahr 1928 verdecken

Güterbahnzüge den Blick auf

eine kleine Stadt. Erst dahinter

kann man den Horizont vermuten.

Die Vertikale ist durch den

Kirchturm und einen Mast,

der von einem Balken gestützt

wird, eingezogen. Die braunen

Planen der Wagons sind das ei-

gentliche Ereignis der Malerei,

die dem Betrachter nur scheinbar

vorenthalten wird. Inmitten

der Szene wirken sie wie

abstrakte Leinwände. Wenn sie

etwas erzählen, dann von einer

Bewegung, die bislang immer

westwärts ging, nun aber zum

Stehen gekommen ist.

Hoppers Landschaften sind

sehr amerikanische Landschaften.

Truro, wo sich das

Paar 1934 ein Atelierhaus baut,

liegt auf der Halbinsel Cape

Cod. Bevor hier 1620 die Pilgerväter

an Land gingen und

es nach dem großen Kabeljau-

Aufkommen benannten, lebten

hier die Wampanoags. Herman

Melville lässt hier die Jagd auf

Moby Dick beginnen. Hoppers

Bilder berichten unaufdringlich

von dieser Landnahme.

Sie drückt sich in Bewegungen

und Statik aus. Häuser scheinen

von den Entbehrungen

geprägt, die mit der Eroberung

dieses Landes verbunden

waren, sie sehen nicht aus als

sollten sie späteren Generationen

dienen. Die Natur wird

sie sich irgendwann zurückerobert

haben.

Edward Hopper, Fondation

Beyeler, Baselstr. 101, Riehen/

Basel. Täglich 10 bis 18 Uhr,

mittwochs bis 20 Uhr. Bis 17.

Mai 2020.

Annette Hoffmann


12 KULTUR JOKER KUNST

Künstlerisch der Natur auf der Spur

Doppelausstellung in der Katholischen Akademie reflektiert inneren Zusammenhalt der Umwelt

Der Natur als Sammelbegriff

für das materielle Sein

des Kosmos haftet durch seine

Unschärfe trotz aller wissenschaftlichen

Näherungen stets

auch etwas Metaphysisches,

Geheimnisvolles an. Dem

Menschen blieb es bisher versagt,

trotz Higgs-Teilchen und

Quantenphysik, zu ihrem letzten

Wesen vorzudringen. Sich

auch mit künstlerischen Mitteln

auf Spurensuche zu begeben,

dadurch Zusammenhänge

reflektieren und verdeutlichen,

ist sicherlich nicht der schlechteste

Versuch, mehr Licht ins

Dunkel zu bringen.

Genau auf dieser Schiene

liegt das Angebot der beiden

Künstlerinnen Mélody Seiwert

und Ingrid Rodewald,

die in Straßburg zusammen

ein Atelier betreiben und dennoch

ganz unterschiedlich

arbeiten. Davon zeugt eine

umfangreiche Ausstellung mit

dem Titel „Vegetation – Verbindung

in Verantwortung“ in

der Katholischen Akademie in

Freiburg. Über 60 Werke der

beiden Künstlerinnen sind auf

drei Stockwerke verteilt und

bieten dem Betrachter sowohl

eine visuelle Reise in den biologischen

Mikrokosmos als

auch eine Auseinandersetzung

zwischen dem gesellschaftlichen

Menschen und

der pflanzlichen Welt.

Mélody Seiwert dringt mit

ihren Kunstfotografien in die

mikro-pflanzliche Welt vor.

Dabei lässt sie sich von der

taoistischen Philosophie des

Meisters Zhuangzi aus dem

vierten Jahrhundert vor Christus

leisten: „Die Natur hat die

Kraft, das Verdorrte und das

Verrottete in Wunder zu verwandeln.“

Kleine biologische

Systeme wie Sporen- und

Samenteile, Bakterienstrukturen

oder auch alles zusammen,

zwingt sie zwischen

Glasplatten, fotografiert und

vergrößert diese mit eigenentwickelter

Technik und präsentiert

die Resultate in Schwarz-

Weiß-Großformaten. Mit

verblüffender Wirkung: In der

Vergrößerung werden zwar

Fantasie-, aber dennoch naturalistisch

anmutende Landschaften

von oft paradiesischer

Schönheit sichtbar. Seiwert

sieht dies als Visualisierung

der von Zhuangzi benannten

Transformation und als Abbildung

des naturellen Gesamtsystems

im Kleinen.

Anders Ingrid Rodewald:

Für ihre Collagen benutzt sie

vor allem reale Werbeplakate,

auf denen Naturabbildungen

dominieren, aber auch Städte-

und Wohnviertelansichten.

Sie destruiert diese durch Zerreißen

und setzt die Teile neu

zusammen. Die überwiegend

grobe Rasterung der Drucke

nutzt sie geschickt, um die Realität

in Unschärfe erscheinen

zu lassen. Oft erschließen sich

die Bildinhalte erst bei ausreichendem

Abstand von den

Werken. Der Zusammenhang

von Mensch und pflanzlicher

Natur äußert sich zumeist sehr

verhalten in Mauerresten oder

von Pflanzen umwucherten

verlassenen Häusern. Menschen

selbst kommen nicht

vor. Die bewusst sichtbaren

Abrisskanten der neu gesetzten

Abrissschnipsel deuten auf

ein keineswegs harmonisches

Miteinander hin. So wird die

heile Welt der Werbeplakate

Die Ausstellungsmacherinnen: Von links: Mareike

Hartmann (Kuratorin), Ingrid Rodewald und Mélody

Seiwert

Foto: Krieger

im wahrsten Sinne des Worts

zerrissen, ohne in der Neufügung

selbst plakativ zu wirken.

Denn offensichtliche Antworten

bleiben versagt, sie müssen

selbst gefunden werden.

Beide Künstlerinnen fordern

so auf ihre Weise den Betrachter,

sich den aufgeworfenen

Fragen zu stellen.

Mélody Seiwert, Ingrid Rodewald,

Kath. Akademie Freiburg,

Wintererstr. 1. Öffnung:

Mo bis Fr von 8.30 bis 18.15

Uhr. Bis 8.5.2020.

Erich Krieger

Wege zur modernen Kunst

Der Kunstverein artstages mit einer großen

Ausstellung in Bad Bellingen

Dass Kunst besser erfreuen als

provozieren, lieber nett und brav

als unbequem sein soll, daran

glaubt man heute kaum noch. So

freut sich so mancher lieber über

kritische Kunst, die zum Dialog

einlädt. Der Kunstverein artstages

trägt dieses Versprechen

der Kunst in sich und macht es

zum Programm. Vom 3. bis 5.

April veranstaltet der Verein

seinen zweiten Kunstsalon in

den Räumlichkeiten des Kurhauses

Bad Bellingen.

Ausstellen werden dort 43 internationale

Künstler*innen mit

einem breiten Portfolio bestehend

aus den Bereichen Malerei,

Fotografie, Skulptur und Lyrik.

Austausch und Dialog sind

dabei garantiert. Zum einen

durch die geräumige Location

des Kurhauses, zum anderen

durch die vielfältige Natur der

ausgestellten Kunstwerke. Neben

den kritischen Fragen, die

viele Werke stellen, sind es Geschichten,

Eindrücke, Erinnerungen,

aus denen heraus sich

viele Werke entwickeln und

von denen sie künden. Dahinter

steht nicht selten das aktuelle

Zeitgeschehen, ebenso persönliche

Befindlichkeiten, Reflexionen

der Künstler*innen.

Viele Anknüpfungspunkte

also für BesucherInnen, die

hier mit der Kunst und auch den

Künstler*innen ins Gespräch

kommen können.

Dass artstages nicht nur

Raum für Reflexionen zur Gesellschaft

bietet, sondern auch

selbst direkt auf die Gesellschaft

wirkt, zeigt die Benefizveranstaltung

im Rahmen

des Kunstsalons. Benefikant

ist in diesem Jahr die Trommelgruppe

des Marienheims in

Bamlach, eine Einrichtung des

St. Josefshauses in Herten.Eine

weitere Besonderheit bildet der

artstages-Award. Hier kann das

Publikum seinen Gewinner küren.

Zur Vernissage gibt es ein

musikalisches Begrüßungsprogramm.

Veronika Rauch-

Klingmann tritt mit internationalen

Chansons auf. Samstags

und sonntags lesen die Lyriker

Gregor Schmitz und Liliane

Bertolini aus ihren Werken

Öffnungszeiten: Freitag 19-22

Uhr, Samstag 10-20 Uhr und

Sonntag von 10-18 Uhr.

Foto: promo


KUNST KULTUR JOKER 13

Eine Ausstellung von Gilbert

& George kommt nicht ohne

Anekdoten aus. Ihre Tweedanzüge,

die sie in der zurückgenommenen

Farbigkeit des

Harris-Tweeds tragen, hätten

sie anfangs beim Schneider

Mr. Lustig in der Nachbarschaft

machen lassen, erzählen

sie. Sie hielten ewig und

ihr Schnitt käme niemals aus

der Mode. Mr. Lustig jedoch

hat keine Familientradition

gestiftet. Die Kinder und Enkel

der osteuropäischen Juden,

die sich vor Pogromen und

dem Holocaust nach London

flüchteten und die wie alle Immigranten

zuvor im Osten der

Stadt ankamen, arbeiten heute

als Hirnchirurgen. Parallel zur

Karriere von Gilbert Prousch

(*1943) und George Passmore

(*1942) hat sich der Londoner

Stadtteil Spitalfields gewandelt.

Noch bis in die 1960er

Jahre als sich das Paar hier

niederließ, war das heruntergekommene,

verarmte Viertel ein

Ort für Künstler, mittlerweile

ist es gentrifiziert.

„Wir mussten gewinnen, weil

wir arm waren“, so beschreibt

das Künstlerpaar die Erschaffung

ihrer Marke als „Living

Sculptures“, nachdem sie ihr

Studium an der St. Martins

School of Art in London beendet

hatten. Seit sie sich dort

1967 trafen, sind sie ein Paar.

In der Kunsthalle Zürich, die

nun die große Retrospektive

von Gilbert & George „The

Great Exhibition, 1971-2016“

ausrichtet, stellten sie sich,

nachdem sie Fragen zum Brexit

und Religion beantwortet

Gilbert & George: The Great Exhibition, 1971-2016

Freiheit der Rede

In Zürich ist in der Kunsthalle und Luma Westbau eine große Retrospektive von Gilbert & George zu sehen

Foto: Stefan Altenburger

hatten, in Positur und sangen

„Underneath the Arches“. Der

Song, der durch Bud Flanagan

und Reg Connelly bekannt

geworden ist, war Teil ihrer

ersten Performance als „The

Singing Sculptures“, den sie

mit bronzenen Gesichtern auf

einem Tisch stehend, ausgestattet

mit Handschuh, Spazierstock

und Kassettenrekorder

aufführten. „Underneath

the Arches“ war während des

Zweiten Weltkrieges und danach

außergewöhnlich populär,

der Text erzählt von der

Obdachlosigkeit und der Not

während der Großen Depression

in Amerika. Es mag sein,

dass sich das Großbritannien

der Nachkriegszeit hier wieder

fand, in seiner Sentimentalität

zeigt der Song die Widersprüche

auf, unter denen heute die

Kunst von Gilbert & George

steht. Wenn diese Performances

in den 1960er Jahren

ungewöhnlich und avantgardistisch

waren, da das Künstlerpaar

sich selbst zum Material

und Inbegriff der Kunst

erklärte, wird heute sichtbar,

was es an Welt ausschließt.

Selbst wenn sie eine „Kunst

für alle“ fordern, ist diese weiß

und männlich geprägt, schwul,

konservativ und alles andere

als arm.

„The Great Exhibition“ ist

eine Wanderausstellung, die

bereits in Arles, Stockholm

und Oslo zu sehen und von

Hans Ulrich Obrist und Daniel

Birnbaum kuratiert wurde.

Über die Luma Foundation

kam sie nach Zürich, wo sie

in den Räumen der Kunsthalle

und Luma Westbau zu sehen

ist. Die Kunsthalle Zürich war

bereits 1992 Ort einer Gilbert

& George-Schau. Frühe

Arbeiten zeigen, wie sich aus

Fotos die späteren, charakteristischen

großformatigen

Wandarbeiten entwickelten,

die formal an Kirchenfenster

erinnern und oft explizit und

drastisch sind. „Nature Photo-

Piece“ von 1971 besteht aus

mehreren Fotos auf einem Hintergrund,

die das Paar in einem

Park zeigt. Dieses Raster wird

sich auch in den Mixed-Media-Arbeiten

finden, die später

Porträts mit Stadtansichten

von London, muslimischen

Bartträgern, verschleierten

Frauen oder viel religiöse

Symbolik collagieren. „Jesus

says forgive yourself. God

loves Fucking! Enjoy“ heißt es

auf einer dieser punkfarbenen

Arbeiten. Immer wird der eigene

Lebensweg, die eigene

Haltung zur Gesellschaft und

zur Politik für allgemeingültig

erklärt. Das Gesicht von Tony

Blair ist vor einem Friedhof zu

sehen, Jesus wird an das Kreuz

des Union Jacks genagelt. Sie

sagen, sie nehmen für sich

die Redefreiheit in Anspruch.

Ihre Unermüdlichkeit ist bewundernswert,

ihre Provokationen

jedoch sind Selbstläufer

geworden.

Gilbert & George, The Great

Exhibition, 1971-2016. Luma

Westbau und Kunsthalle Zürich,

Limmatstr. 270. Geöffnet:

Di, Mi, Fr 11-18 Uhr, Do 11-20

Uhr, Sa, So 10-17 Uhr. Bis 10.

Mai 2020. Annette Hoffmann


14 KULTUR JOKER KUNST

Aufeinandertreffende Großmächte

Große Landesausstellung „Kaiser und Sultan. Nachbarn in Europas

Mitte 1600 - 1700“ im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe

Osmanische Handpauke, 17. Jh.

© Bayerisches Armeemuseum Ingolstadt Foto: Christian Stoye

Helme, Rüstungen, prunkvoll

verzierte Sättel und geschmücktes

Zaumzeug für die Pferde

künden von einer kriegerischen

Epoche. Säbel und lange Gewehre

verraten, dass das Mittelalter

bereits vorbei war, als in der

Mitte Europas zwei Großmächte

aufeinandertrafen. „Kaiser

und Sultan. Nachbarn in Europas

Mitte 1600 - 1700“ heißt

die Große Landesausstellung

im Badischen Landesmuseum

Karlsruhe. Dort, im Karlsruher

Schloss, befindet sich schon lange

die so genannte Türkenbeute.

Ein Teil der Ausstellungsstücke

geht auf die Dinge zurück, die

Markgraf Ludwig Wilhelm aus

den Kriegen gegen die Türken

zurück nach Baden brachte. Bis

zum 19. April beleuchtet „Kaiser

und Sultan“ nicht nur die Kämpfe,

sondern auch den gegenseitigen

Austausch der europäischen

und osmanischen Kultur.

Die umfangreiche Ausstellung

erstreckt sich über zwei Stockwerke

und bemüht sich sehr, das

Osmanische Reich nicht als Bedrohung

darzustellen, um statt

der herkömmlichen Sicht der

Dinge eine aktuelle, politisch

korrekte Perspektive einzunehmen.

Ein kurzer Animationsfilm

fasst im Zeitraffer die ganzen

Kriege des 17. Jahrhunderts in

Mittel- und Westeuropa zusammen.

Drei Minuten sind dafür

eigentlich zu kurz, das Tempo

des Sprechers zu hoch, aber man

erkennt in jedem Fall zwei Dinge.

Zum einen, dass aus Sicht

des ausgedehnten osmanischen

Imperiums Europa wie ein Appetithäppchen

ausgesehen haben

muss. Und zum anderen, dass die

Europäer fleißig selbst gegeneinander

Krieg führten, was es für

die Sultane noch verlockender

gemacht haben dürfte, ihr Reich

weiter in Richtung Europa auszudehnen.

Kein Wunder also,

dass Rüstungen und Waffen beider

Seiten einen guten Teil der

Ausstellung ausmachen. Überraschender

sind die Allianzen,

die gebildet wurden. Auf Seiten

des katholischen Kaiserhauses

in Wien kämpften u.a. die Landesfürsten

von Baden, Sachsen

und der polnische Herrscher.

Von dort, aus den Staatlichen

Kunstsammlungen Dresden und

den Nationalmuseen Warschau

und Krakau kommen eine Reihe

spannender Exponate. Zum

Beispiel das große, prachtvoll

verzierte „Blaue Zelt“, das der

polnische König Johann III. Sobieski

1683 in der Schlacht um

Wien erbeutete. In dem mit Säulen

und Blumenranken bemalten

Zelt entspannte sich einer

der türkischen Heerführer. Der

Gegensatz zwischen dem Dekor

und der Realität des Krieges

könnte kaum größer sein. Das

Badische Landesmuseum lädt

mit einer Hörstation dazu ein,

im Zelt den Versen des mittelalterlichen

islamischen Mystikers

Mevlana zu lauschen.

Der größte Teil der Auseinandersetzungen,

aber auch des

kulturellen Austausches, fand

auf dem Balkan statt. Eine Urkunde

dokumentiert, dass lokale

Fürsten vom Sultan in Istanbul

ernannt wurden. Als die katholischen

Kaiser und ihre Verbündeten

in Ungarn vorrückten,

wollten sich protestantische ungarische

Adlige mit den Türken

zusammentun, offenbar waren

die Sultane im 17. Jahrhundert

toleranter, was die Religion ihrer

Untertanen betraf. Die Sache

ging schief, die Überlebenden

flüchteten ins osmanische Reich.

Das in Öl gemalte Porträt einer

rebellischen Ungarin und die

Hörstation erzählen diesen Aspekt

der Geschichte. Ende des

17. Jahrhunderts schlossen Kaiser

und Sultan endlich Frieden.

Markgraf Ludwig Wilhelm, bis

heute „Türkenlouis“ genannt,

ritt heim und gab mit seiner Frau

Sibylla Augusta rauschende Kostümfeste,

auf denen er sich als

Türke verkleidete. Es gab eine

regelrechte Türkenmode an europäischen

Höfen. Vom Balkan

bis nach Polen flossen türkische

Elemente in die Kleidung des

Adels ein. Türkische Teppiche

wurden zur Standardausstattung

der Kirchen in Siebenbürgen.

„Kaiser und Sultan“ geht dem

Austausch nach, vom Aufblühen

der Kaffeehauskultur in Europa

zur Einführung des Buchdrucks

im osmanischen Reich durch

einen europäischen Exilanten.

Die Herrscher tauschten derweil

teure Geschenke aus. Ein

besonderes Prunkstück hat für

diese Ausstellung zum ersten

und einzigen Mal die Privatstiftung

Esterhazy verlassen.

Es handelt sich um eine Augsburger

Tischuhr, vergoldet, mit

Edelsteinen und Bergkristall

verziert.

„Kaiser und Sultan. Nachbarn

in Europas Mitte 1600 - 1700“.

Badisches Landesmuseum,

Schloss Karlsruhe, Di-So 10-18

Uhr, Eintritt 12 €, bis 18 Jahre

frei. Bis 19. April 2020.

Nike Luber

Hubert Rieber, Bildhauer

zu Gast bei Albi Maier

Ausstellungsraum Adlerweg 25

Hinterzarten

Rund um die Uhr einsehbar.

Jeden Donnerstag von

15 bis 18 Uhr geöffnet.

MUSEEN / AUSSTELLUNGEN

FREIBURG 0761/

Archäologisches Museum

Colombischlössle

- „Der römische Legionär - Weit

mehr als ein Krieger“-29.11.

ARTKELCH

- „Niugini - The Land Of The Unexpected

II“-08.03.

Augustinermuseum

- “freiburg.archäologie - 900 Jahre

Leben in der Stadt”-04.10.

- „Geheimnisse der Bilder. Die

Gemälde Hans Baldung Griens“

-14.04.

BASLER HOF

- „Was bleibt? - Ausstellung zur

evang. Landeskirche zu Gast in

Freiburg“06.03.-27.03.

CENTRE CULTUREL FRANÇAIS

- „Doppelausstellung: Geneviève

de Gaulle und Frauen in der Résistance“-26.03.

Carl-Schurz-Haus

- „Am I What You‘re Looking For?“

-20.03.

Depot.K

- „Petra Legermann - Malerei, Paul

Wesenberg - Malerei“-15.03.

- „Linientreu“ - Katharina Hoehler,

Ralf Weber21.03.-19.04.

E-Werk

- „Up + Down“ - Rainer Seliger,

Galerie 1+2-29.03.

Faulerbad & FaulerStraSSe

- „Kunst auf der Liegewiese“-16.05.

HAUS DER GRAFISCHEN SAMM-

LUNG (AUGUSTINERMUSEUM)

- „Gottlieb Theodor Hase - Freiburgs

erster Fotograf“21.03.-27.09.

HAUS SCHLOSSBERG

- „Hände zeigen Lebensspuren“ -

Astrid Kühnemann-31.03.

Katholische Akademie

- „Ingrif Rodewald, Mélody Seiwert:

Collagen und Fotografien“ -08.05.

KUNSTHAUS L6

- „Die Landschaft ist immer alleine“

- Benno Blome, Nino Maaskola

-05.04.

KUNSTRAUM FOTH

- „Dietrich Schön“-02.04.

Kunstverein Freiburg

- „Der nächste freie Mitarbeiter

wird sich kummern“ - Stephan

Janitzky, Sebastian Stein-08.03.

MECKELHALLE

- „WeltenFrauen - Im Gewand der

Vielfalt“04.03.-24.03.

MORAT-INSTITUT

- „Mehr als eine Welt...“-23.05.

Museum Für Neue Kunst

- „Expressionist Scherer” -15.03.

MUSEUM FÜR STADTGESCHICHTE

- „freiburg.archäologie - 200 Jahre

Forschen in der Stadt“-04.10.

MUSEUM NATUR UND MENSCH

- „30 Jahre - Vom Ei zum Küken“

-19.04.

PEAC MUSEUM

- „Im Garten der Farben“ - Werke

aus der Paul Ege Art Collection

-19.04.

Stiftung für Konkrete

KunsT Roland PhlePs

- „Dreiecke, Räumlich“ - Roland

Phleps -08.03.

- „Konkret Bewegt“ - Jürgen Heinz

15.03.-03.05.

T66 KULTURWERK

- „Herbert Maier - ReiseZeitReise“

-21.03.

UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK

- „Gegenüber“-19.03.

WALDHAUS

- „Baubionik: Biologie beflügelt

Architektur“-22.03.

BASEL 0041 61/

aNTIKENMUSEUM

- „Die Griechen und ihre Welt -

Identität und Ideal” (ständig)

- „Gladiator. Die wahre Geschichte“-22.03.

Fondation Beyeler

- „Sammlung der Klassischen

Moderne”

(ständig)

- „Edward Hopper“-17.05.

- „Stilles Sehen - Ruhe“-19.04.

HAUS DER ELEKTRONISCHEN

KÜNSTE

- „Making Fashion Sense“-08.03.

HISTORISCHES MUSEUM BASEL

- „Übermensch - Friedrich Nietzsche

und die Folgen” -22.03.

KUNSTHALLE BASEL

- „Camille Blatrix“-15.03.

- „Nick Mauss“-26.04.

KUNSTHAUS BASELLAND

- „Into The Weeds - Marlene Mc-

Carty“-19.04.

- „Sensing Bodies“-19.04.

- „Solo Position: Stefan Karrer“

-19.04.

Museum Tinguely

- „Amuse-Bouche. Der Geschmack

der Kunst“-17.05.

S AM / SCHWEIZERISCHES ARCHI-

TEKTURMUSEUM

- „Unterm Radar“-15.03.

SPIELZEUG WELTEN MUSEUM

- „Taschen - Ikonen & Wertanlagen”-05.04.

ANDERE ORTE

ABU DHABI

Louvre Abu Dhabi

- „Furusiyya: The Art of Chivalry

between East and West“

-30.05.

ALTKIRCH (F)

Crac Alsace

- „Between Ears, New Colours“

-10.05.

Amsterdam (NL)

Foam Fotografiemuseum

- „Adorned - The Fashionable

Show“-11.03.

- „Fixing Shadows“ - Eric Gyamfi

-11.03.

- „Extenable Ears - Sheng-Wen Lo“

-05.04.

- „The Home Place“ - Wright Morris

-05.04.

Van Gogh Museum

- „In The Picture“-24.05.

Augsburg

Galerie Noah

- „Auf der Spur“ - Isabelle Dutoit,

Petra Lemmertz-29.03.

BADENWEILER

Cassiopeia Therme

- „Engel träumen bunt“ - Gilia Auth,

Sanvja Bühler-06.06.

Baden-Baden

Museum LA8

- „Die Welt von oben - Der Traum

vom Fliegen im 19. Jahrhundert”

-08.03.

- „Baden in Schönheit. Die Optimierung

des Körpers im 19. Jahrhundert“-06.09.

Museum Frieder Burda

- „Karin Kneffel“-08.03.

- „Sonia Gomes - I Rise: I‘m a Black

Ocean, Leaping and Wide“

-08.03.

- „Die Bilder der Brüder - Eine

Sammlungsgeschichte der Familie

Burda“28.03.-30.08.

Staatliche Kusthalle

- „Körper. Blicke. Macht. - Eine

Kulturgeschicht des Bades“

7.03.-21.06.

BAD KROZINGEN

Universitäts-Herzzentrum

- „FarbRaum“-27.03.

BAHLINGEN

Kunst im Alten Spritzenhaus

- „Jan Douma - Skulptur und Relief“26.04.-17.05.

BARCELONA (E)

Fundación Mapfre Casa Garriga

Nogués

- „Pérez Siquier“-17.05.

BERLIN

Galerie Brockstedt

- „Bäume Traum Räume“ - Alina

Cowan, Ben Wagin-04.04.

Galerie Crone

- „Dummy - Tobias Hoffknecht“

-25.04.

Museum für Kommunikation

- “Like you!”-05.07.

Robert Morat Galerie

- „Book Stories“ - Bertien van Manen

-07.03.


KUNST KULTUR JOKER 15

Schwules Museum

- „Love at First Fight” -30.09.

- „TransTrans - Transatlantic Transgender

Histories“-02.03.

- „The Souls Around Us“ - Amos

Badertscher06.03.-29.06.

BERN (CH)

Alpines Museum der Schweiz

- „Werkstatt Alpen. Von Macherinnen

und Machern“-27.09.

- „Iran Winter. Abseits der Piste“

-12.04.

- „Fundbüro für Erinnerungen: N°1

Skifahren“-28.02.21

Kunstmuseum Bern

- „Alles zerfällt. Schweizer Kunst

von Böcklin bis Vallotton“-20.09.

- „Triumphant Scale“ - El Anatsui

13.03.-21.06.

- „Teruko Yokoi Tokyo-New York-

Paris-Bern“-10.05.

Zentrum Paul Klee

- „Living Colour“ - Lee Krasner

-10.05.

- „Jenseits von Lachen und Weinen.

Klee, Chaplin, Sonderegger“

-24.05.

BIETIGHEIM-BISSINGEN

Städtische Galerie

- „Walter Ophey - Ein rheinischer

Expressionist“-10.05.

BILBAO (E)

Guggenheim Museum

- „Olafur Eliasson. In Real Life“

-21.06.

Bonn

Bundeskunsthalle

- „Beethoven - Welt.Bürger.Musik“

-26.04.

- „Wir Kapitalisten von Anfang bis

Turbo“13.03.-12.07.

- „Fragments From Now For Unfinished

Future“20.03.-03.05.

- „Julius von Bismarck - Feuer mit

Feuer“27.03.-30.08.

Frauenmuseum

- „Eleonore, Emilie, Elise - Beethoven

und die Frage nach den

Frauen“-08.11.

BREGENZ (A)

Kunsthaus Bregenz

- „Bunny Rogers“-13.04.

- „Peter Fischli“25.04.-04.07.

Vorarlberg Museum

- „Grafische Provokation“ - Reinhold

‚Nolde‘ Luger-13.04.

breisach

Museum für Stadtgeschichte

- „Ausstellung zur Geschichte der

Stadt Breisach am Rhein” (ständig)

Brüssel (B)

Galerie Almine Rech

- „Antoni Tàpies“-28.03.

BUGGINGEN

Galerie Bild Skulptur Niedanowski

- „Frühlingserwachen 2020“

22.03.-12.04.

COLMAR (F)

Musée Unterlinden

- „De mains et d‘yeaux“ - Michel

Paysant-22.06.

DAVOS

Kirchner Museum

- „Die Skizzenbücher Kirchners.

Vom Bleistiftstrich zum Hologramm“-19.04.

DENZLINGEN

Galerie im Alten Rathaus

- „Schwarz? - Weiß? - Grau?“

07.03.-05.04.

Donaueschingen

Museum Art.Plus

- „Ariane Faller - Mateusz Budasz“

-22.03.

- „Vollgas - Full Speed“-19.04.

DRESDEN

Deutsches Hygienemuseum

- „Von Pflanzen und Menschen

- Ein Streifzug über den Grünen

Planeten” -19.04.

Residenzschloss Dresden

- „Christian Borchert - Tektonik

der Erinnerung“-08.03.

DÜSSELDORF

Kunstpalast

- „Sichtweisen. Die neue Sammlung

Fotografie“-17.05.

- „Untold Stories“ - Peter Lindbergh

-01.06.

- „Die Macht, was ihr gefällt -

Angelka Kaufmann, Künstlerin,

Powerfrau, Influencerin“-24.05.

EBRINGEN

Badisches Kunstforum

- „Andrea Imwiehe (Malerei) -

Marion Zimmermann (Fotoübermalung)“06.03.-29.03.

Rathaus „Schloss“ Ebringen

- „Drei x real“ - Burgert, Hilfinger,

Zimmermann-24.03.

Winzerhof

- „Nathalie Seitz - Malerei“-11.03.

EMMENDIngen

Galerie im Tor

- „Petra Blocksdorf“-08.03.

- „Karl Streicher“22.03.-26.04.

FRANKFURT am main

Caricatura Museum

- „Beste Beste Bilder - Die Cartoons

des Jahrzehnts“-14.06.

DZ Bank Kunstsammlung

- „Katharina Sieverding- Unwiderstehliche

Historische Strömung“

-06.06.

Senckenberg Naturmuseum

- „Making Crisis Visible“

-02.06.

GELSENKIRCHEN

Wissenschaftspark

- „Parallelwelten - Fotoarbeiten

zur Kinderarmut in Deutschland“

-09.05.

GENT

Museum für Schöne Künste

- „Van Eyck. Eine optische Revolution“-30.04.

GRAFENAU

Galerie Schlichtenmaier

- „Die neue Figur“-14.03.

GRAZ (A)

Neue Galerie Graz

- „Ladies First! Women Artists In

And From Syria 1850-1950“

17.04.-30.08.

Hamburg

Altonaer Museum

- „Fisch. Gemüse. Wertpapiere.“

-23.11.

Deichtorhallen

- „Installationen aus 25 Jahren

Sammlung Falckenberg“-24.05-

- „Jetzt! Junge Malerei in Deutschland“-17.05.

HEIDELBERG

Sammlung Prinzhorn

- „Ein mehrfacher Millionenwert“

-16.08.

HEILBRONN

Kunsthalle Vogelmann

- „Vom blauen Reiter zu den jungen

Wilden - Expressive Malerei aus einer

unbekannten Privatsammlung“

-28.06.

hüfingen

Stadtmuseum Hüfungen

- „Papier dreidimensional“ - Josef

Bücheler-26.04.

Karlsruhe

Badisches Landesmuseum/ Schloss

-„Archäologie in Baden - Expothek1”

b.a.w.

-„Audienz im Schloss - Eine virtuelle

Zeitreise ins Barock” Dauer

-„Ich, Karl Wilhelm!” Dauer

-„museum x - Ein offener Raum im

Zentrum der Stadt” b.a.w.

- „Große Landesausstellung:

Kaiser und Sultan - Nachbarn in

Europas Mitte 1600-1700” -19.04.

Naturkundemuseum Karlsruhe

- „Planet 3.0 - Klima. Leben.

Zukunft” -03.05.

- „Wasser - wie es unsere Erde

formt“- Bernhard Edmaier -14.06.

Schloss Karslruhe

- „Humanimal - Das Tier und Wir“

-14.02.21

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

- „heilig | unheilig“ - Hans Baldung

Grien -08.03.

- „Das Karlsruher Skizzenbuch“ -

Marcel van Eeden -08.03.

- „Das ungelöste Rätsel vom Fall im

Stall“-08.03.

Städtische Galerie Karlsruhe

- „Erwin Gross, Auf Papier 2017-

2019“-13.04.

- „Tschau Agip“ - Florian Köhler

-03.05.

ZKM

- „respektive Peter Weibel”

-08.03.

- „Writing the History of the

Future - Die Sammlung des ZKM”

-28.03.21

- „ZKM-Gameplay - The next

Level” -31.12.21

- „Perpetuum mobile“ - Michael

Bielicky-08.03.

- „bauhaus.film.expanded“-10.05.

kassel

Grimmwelt Kassel

- „Rötes Käppchen, blauer Bart“

-13.04.

Caricatura

- „40 Jahre Titanic - Die entgültige

Titelausstellung“-26.04.

KIEL

Kunsthalle zu Kiel

„Rachel Maclean“-24.05.

KIRCHZARTEN

Kunstverein Kirchzarten

- „Junge Kunst XXI, Malerei“ - Hannes

Heinrich08.03.-05.04.

KÖLN

Galerie Drei

- „Whitney Claflin“-04.04.

- „Hush Sky Murmur Hole“ - Megan

Rooney-12.04.

Parrotta Contemporary Art Gallery

- „Zukunft nach Techno“ - Julian

Fickler-13.03.

LAHR

Stadtmuseum

- „Zeitgenössische japanische

Keramik aus Kasama und Iberaki“

-19.04.

Städtische Galerie

- „Alles fließt“ - Sonja Edle von

Hoeßle. Herbert Mehler01.03.-05.04.

Leipzig

Museum für Druckkunst

- „im wahrsten Sinne des Zeichens.

Bildzeichen als Weltsprache

- ein Experiment von Juli

Gudehus“-15.03.

- „Das Auge des Fotografen. Industriekultur

in der Fotografie seit

1900“08.03.-28.06.

LondOn (GB)

Tate Britain

- „Aubrey Beardsley“04.03.-25.05.

Tate Gallery of Modern Art

- „Dora Maar“-15.03.

- „Andy Warhol“12.03.-06.09.

- „Steve McQueen“-11.05.

LÖRRACH

Dreiländermuseum

- „Paul Ibenthaler“-08.03.

- „Inspiration 7: Stillleben“-22.03.

- „Von allen Seiten: Skulpturen und

Objekte“20.03.-19.04.

LUDWIGSHAFEN

Wilhelm Hack Museum

- „Biennale für aktuelle Fotografie“

-26.04.

- „Räson“ - Arne Schmitt -19.04.

MADRID (E)

Fundación Mapfre

- „Rodin - Giacometti“-10.05.

MAILAND (IT)

Pirelli Hangar Bicocca

- „The Eye, The Eye and The Ear“ -

Trisha Baga-19.07.

Mannheim

Reiss-Engelhorn-Museen

- „Javagold - Pracht und Schönheit

Indonesiens” (Zeughaus, C5)

-13.04.

- „Chromatik - Klang der Farbe in

der modernen Glaskunst“ (Zeughaus,

C5)-26.04.

- „Yesterday - Tomorrow, Die Wiedergeburt

der ägyptischen Kunst

nach 2000 Jahren“ - Marc Erwin

Babej15.03.-28.06.

MARBACH

Literaturmuseum der Moderne

- Hölderlin und die Sprachen der

Poesie“19.03.-29.11.

MERZHAUSEN

Forum Merzhausen

- „Strukturbegegnung - Hartmut W.

Schmidt“10.03.-24.05.

MÜLLHEIM

Markgräfler Museum

- „Querstrom. Zum 90. Geburtstag

von Karlheinz Scherer“ -29.03.

MÜNCHEN

Lenbachhaus

- „Sheela Gowda“31.03.-26.07.

Pinakothek der Moderne

- „Gegenüber“-05.07.

- „A Brief Collection Dosplay Of

John Baldessari“-05.07.

- „Arnulf Rainer zum 90. Geburtstag“-31.12.

- „Hanne Darboven, Günther Förg,

Sol Lewitt“-31.07.21

Villa Stuck

- „She wants to go to her bathroom

but she can‘t be bothered“

05.03.-07.06.

-“Ricochet #13“-05.04.

- „Die demokratische Schnecke“

26.03.-22.04.

MOSKAU

The Lumiere Brothers Center for

Photography

- „Alexander Rodchenko - From

The Still Art Foundation Collection“-05.04.

NEUENBÜRG

Schloss Neuenbürg

- „Aus der Zeit gefallen? Trachtenfrauen

in Portraits“-21.06.

OFFENBURG

Galerie im Artforum

- „Sumiko Shoji“08.03.-05.04.

- „Pflanzenwelten“26.04.-24.05.

Städtische Galerie Offenburg

- „Minima X Maxima. Hiroyuki

Masuyama“-29.03.

PARIS (F)

Fondation Cartier pour l‘art contemporain

- „Claudia Andujar, The Yanomami

Struggle“-10.05.

Jeu De Paume

- „The Supermarket Of Images“

-07.06.

Le Bal

- „Yasmina Benabderrahmane“

-12.04.

Musée de la Libération de Paris

- „1940: Parisian Exodus“-30.08.

Reutlingen

Kunstmuseum Reutlingen

- „An Ort und Stelle. Fotografie des

Gegenwärtigen“-19.04.

RIEGEL

Galerie Messmer

- „Reiner Strub - Die Vielfalt eines

Malers“-16.04.

Kunsthalle Messmer

- „Venedig - Faszination und

Mythos“07.03.-21.06.

REMAGEN

Arp Museum Bahnhof Rolandseck

- „Salvador Dalí and Hans Arp -

The Birth Of Memory“-16.08.

REUTLINGEN

Kunstmuseum

- „Moby Dick. Francois Joseph

Chabrillat (1960-2019) und die

Kunst der Moderne“-19.04.

ROTTWEIL

Forum Kunst

- „Arvid Boecker - Malerei“-08.03.

- „Julius Heinemann“29.03.-10.05.

SAINT-PAUL (F)

Fondation marguerite et aimé maeght

- „Jacques Monory“28.03.-14.06.

SALZBURG (A)

Museum Salzburg in der Neuen Residenz

der Landesausstellung

- „Großes Welttheater - 100 Jahre

Salzburger Festspiele“25.04.-31.10.

SIndelfingen

Schauwerk

- „Tom Sachs - Timeline” -26.04.

SPEyer

Historisches Museum der Pfalz

- „Römischer Kaiser Valentinian I”

-15.03.

- „Medicus. Die Macht des Wissens“-21.06.

Junges Museum Speyer

- „Der Grüffelo - Eine Familienausstellung“-14.06.

ST. Gallen (CH)

Museum im Lagerhaus

- „Übermütter“24.03.-05.07.

- „Linda Naeff, Matricule II“

24.03.-05.07.

Kunstmuseum

- „Surrogates“ - Iman Issa -26.04.

- „Metamorphosis Overdrive“

07.03.-06.09.

- „Siobhán Hapaska“-21.06.

- „Metaphern der Entwurzelung“

-21.06.

STAUFEN

Keramikmuseum

- „Tea for Two and more“ - Susanne

Lukács-Ringel-29.03.

- „Picasso & Co - Berühmte

Künstler*innen und ihre Keramiken“-29.11.

- „Erdkrusten und Glasurflüsse“ -

Jochen Rüth03.04.-24.05.

STUTTGART

Kunstmuseum

- „Vertigo. Op Art und eine Geschichte

des Schwindels 15-1970“

-19.04.

- „Der Traum vom Museum „Schwäbischer“

Kunst - Das Kunstmuseum

Stuttgart im Nationalsozialismus“-01.06.

Schacher - Raum für Kunst

- „Neu(n) Best Of 2011-2020. 22

Positionen“-14.03.

Staatsgalerie

- „Schaufenster Sohm X“-29.03.

- „Drucksache Bauhaus“

20.03.-19.07.

- „Ida Kerkovius“20.03.-19.07.

TÜBINGEN

Kunsthalle Tübingen

- „Tanz!“ - Max Pechstein-15.03.

ULM

Kunsthalle Weishaupt

- “Die Macht der Musik” - Alexander

Kluge -19.04.

VADUZ (FL)

Kunstmuseum Lichtenstein

- „Bones, 2000“ - Polly Apfelbaum

07.03.-17.05.

- „Epidermis - Conditio humana

- Kosmo, Werke aus der Hilti Art

Foundation“-11.10.

WALDENBUCH

Museum der Alltagskultur

- „Adieu Plastiktüte!“ -03.07.

Museum Ritter

- „Dynamic Light“ - Daniel Hausig

-19.04.

Waldkirch

GeorgScholzHaus Kunstforum

- „s(ch)ichtungen“ - Henny Fleischmann,

Harald Kille15.03.-19.04.

WEIL AM RHEIN

Museum Weiler Textilgeschichte

- „Knopf dran! Eine Kulturgeschichte

der Knöpfe“-05.07.

Vitra Design Museum

- „Home Stories. 100 Jahre 20

visionäre Interieurs“-23.08.

- „Gae Aulenti. Ein kreatives Universum“-28.06.

- „Typologie. Eine Studie zu Alltagsdingen“-03.05.

Vitra Schaudepot

- „Gae Aulenti. Ein kreatives Universum“-11.10.

Wien (A)

Bank Austria Kunstforum

- „The Cindy Sherman Effect.

Identität und Transformation in der

zeitgenössischen Kunst“

-21.06.

- „Wilhelm Leibl/Albertina“

-10.05.

- „Herbert Brandl. Exposed To

Painting/Belvedere“-24.05.

Kunsthistorisches Museum

- „Beethoven bewegt“25.03.-05.07.

Leopold Museum

- „Hundertwasser - Schiele. Imagine

Tomorrow“-31.08.

WOLFSBURG

Kunstmuseum Wolfsburg

- „Ryoji Ikeda. data-verse“

-29.03.

- „Barbara Kasten. Works“

21.03.-02.08.

- „Ulrich Hensel. Zwischenwelten“

21.03.-02.08.

zell am harmersbach

Museum Villa Haiss

- „4+1 - Wechselausstellung“b.a.w.

ZÜRICH (CH)

Kunsthaus

- „Olafur Eliasson: Symbiotic

Seeing“-22.03.

- „Die Poesie der Linie. Italienische

Meisterzeichnungen“-26.04.

- „Ottillia Giacometti - Ein Porträt“

-03.05.

Migros Museum für Gegenwartskunst

- „Potential Worlds 1: Planetary

Memories“ 07.03.-31.05.

Museum Haus Konstruktiv

- „Die Sonne kommt näher“ - Otto

Piene-10.05.

- „Lost under the Surface“ - Brigitte

Kowanz-10.05.

Photobastei

- „Striking Moments In Photojournalism

1932-1989“-15.03.


16 KULTUR JOKER INTERVIEW

Meter Breite das Thema „Oper

und Bombenkrieg“ andeutet. Ich

bin überzeugt, dass aus solchen

Kooperationen etwas Komplexes

und Neues entsteht. Ich

bin bei den Opern immer wieder

erstaunt, wieviel Kooperation

unterirdisch die Komponisten

verbindet. In der Ausstellung

können Sie sehen, wie Richard

Wagner mit seinem Erzfeind

Giacomo Meyerbeer rivalisiert:

wer schreibt den längsten und

schönsten Liebestod? Und noch

aus bösestem Hass entsteht so

praktisch eine künstlerisch-brillante

Kooperation. So entstand

der Liebestod der Isolde in „Tristan

und Isolde“ in Nachahmung

von Meyerbeers Erfolgsoper

„Die Afrikanerin“, die einen

Liebestod von 23 Minuten hatte.

Wagner hat den Pariser Erfolg

nachgeahmt und dadurch „kooperiert“.

Es tritt heute etwas

Wichtiges hinzu. Die Algorithmenwelt

von Silicon Valley ist

hochvernetzt. Die Künste verhalten

sich dazu als Gegenalgorithmus.

Auch sie bilden ein Netz,

aber ein ganz anderes. Wenn sie

auf Augenhöhe bleiben wollen,

können sie das nicht dadurch

tun, dass sie irgendetwas von den

Vereinfachungsmethoden der

4.0-Welt nachahmen. Sie können

nur dadurch antworten, dass sich

die Künste zusammenschließen

und ihre Komplexität bewahren.

Beides sind Netze: die Götterwelt

des Digitalen aus Null und

Eins, äußerste erfolgreich, aber

in ihren Wurzeln immer auf Einfachheit

bedacht und das Gegennetz,

das Gewebe, die Textur der

Künste. Vor allem die Künste,

die sich in der Zeitperspektive

bewegen wie Musik und Film

haben ihre Wurzeln im menschlichen

Gefühl und im Ohr, also

in der Lebenswelt. Dieses lebendige

Wurzelwerk kann man nicht

abschneiden, nicht vereinfachen,

nicht auf die Logik von Null

und Eins bringen. Man soll das

Komplexe, das Netz der Spinne

– bei Ovid heißt sie ARACHNE

– nicht zerreißen. Sein Wert liegt

darin, dass es in uns Menschen

fest verankert ist. Ich kann Ihnen

nicht sagen, wozu gute Musik

nützlich ist. Aber ich behaupte,

dass sie mich lebenslang begleitet

und sich nicht ausgrenzen

lässt, wie es im Märchen von

Dornröschen mit der dreizehnten

Fee geschieht, wenn das goldene

Geschirr der Digitalität nur für

zwölf weise Frauen im Lande

reicht. Das ist der tiefe Grund dafür,

dass wir im 21. Jahrhundert

erneut die „Wunderkammern“

brauchen, in denen sich im 17.

Jahrhundert die Künstler, die

Wissenschaftler, die Philologen,

die Astronomen und die Musiker

– auch die Alchemisten – zusammengefunden

haben. Man war

damals, weil die Zeit so rasant

fortschritt, auf Zusammenarbeit

des Könnens angewiesen. Das

sind wir heute erst recht.

Mit Thomas Demand habe ich

übrigens schon zusammengearbeitet

in der Prada-Ausstellung

in Venedig, „The boat is leaking.

The captain lied.“. Er ist eigentlich

der wichtigste Künstler für

mich, was Zusammenarbeit unter

strikter Wahrnehmung der

verschiedenen Metiers betrifft.

Und zu Sarah Morris: in der

Ulmer Ausstellung finden Sie

unseren gemeinsamen Film „Mimosa

Tank“. Eine Hommage an

den Meisterregisseur Fritz Lang,

den wir beide mögen und bei

dem ich gelernt habe. Es geht

dabei auch um Fritz Langs Film

„Harakiri“, in dem er den Stoff

von Puccinis Oper „Madame

Butterfly“ behandelt. Auf dem

Wege der Kooperation mit der

New Yorker Künstlerin geht es

also wieder direkt um Oper.

Kultur Joker: Im Kontrast zur

aufwühlenden Operngefühlswelt

stehen die klare Architektur

der kunsthalle weishaupt

sowie Bilder, die von dieser zur

Ausstellung beigesteuert wurden,

etwa von Josef Albers und

Piet Mondrian – beide fordern

zu ruhiger Wahrnehmung und

Selbstbeobachtung auf. Fühlen

Sie sich von diesen Werken der

Bildenden Kunst angesprochen,

die offensichtlich von aufgeregt,

subjektiver Emotionalität Abstand

nehmen?

Alexander Kluge: Sie sprechen

von der Station II in der Ulmer

Ausstellung. Der Raum hat die

Überschrift: „Wenn die Oper

sachlich wäre / Oper ohne Theaterton.

Das ist der Ansatz, wie

das Bauhaus auf das Musiktheater

blicken würde. Die Ausstellung

findet in Ulm statt. Dort

war der Sitz der Hochschule für

Gestaltung, der Nachfolgerin des

Bauhauses. Und wir Autorenfilmer

haben dort am Institut für

Filmgestaltung Ulm jahrzehntelang

gearbeitet. Opern sind im

Allgemeinen wenig sachlich.

Unsere Arbeit an der Hochschule

für Gestaltung war durch

Kollegen beeinflusst, denen die

Sachlichkeit ein Idol war. Es

ist natürlich, dass ich der Frage

nachgehe: warum ist die Welt

der Operngefühle so verwirrend?

Was will die Sphinx namens

Oper uns sagen? Könnten

sich nicht auch Mathematik, Astronomie,

Urteilsfähigkeit und

Glückssuche mit Musik verbinden?

Müssen immer im fünften

Akt die Soprane sterben? Mein

ganzes Gefühl wendet sich gegen

dieses Schema. Das ändert

nichts daran, dass die Musik davon

mich fasziniert. Ein dickes

Buch von mir heißt „Chronik

der Gefühle“. Ich glaube, dass

an der Wurzel der Gefühle sehr

viel Vernunft steckt. Allerdings

von allerhand Lava – mediengemachter

Sentimentalität – überdeckt.

Kultur Joker: Der Ausstellungsteil

im Museum Ulm rückt immer

wieder das Theater Ulm in den

Mittelpunkt des Geschehens.

Was hat Sie dazu motiviert?

Alexander Kluge: Das von

mir geleitete Kulturmagazin hat

mehr als 20 Jahre mit dem Theater

Ulm zusammengearbeitet.

Es ist erstaunlich zu beobachten,

welche starken Begabungen an

Paul Klee: Sängerin der komischen Oper, 1925, Lithografie,

aquarelliert, auf Büttenpapier

Museum Ulm

einem solchen Dreisparten-Theater

arbeiten, um dann später

ihre Weltkarriere anzutreten, z.

B. Philippe Jordan und Angela

Denoke.

Kultur Joker: Gefühle seien

nicht mit Sentimentalität zu verwechseln,

diese seien viel älter

und stärker als jede Kunst, haben

Sie einmal gesagt. Ist dies

ein Grundgedanke, der bereits

ihren Film „Die Macht der Gefühle“

von 1983 bewegt?

Alexander Kluge: Das, was

wir Gefühle nennen, besteht

aus Unterscheidungsvermögen.

Wir sind Warmblüter. Die Welt

in der Eiszeit war kalt. Der Unterschied

zwischen heiß und kalt

ist uns eingewurzelt und sicher

älter als jede Kunst. Es bleibt

aber dabei, auch in der Moderne.

Die eigentliche Kunst besteht

darin, Unterschiede zu machen.

Und das können die Gefühle etwas

subtiler als der Verstand. Ich

glaube übrigens, dass auch der

nur dann gut ist, wenn er seine

Wurzeln im Gefühl verankert,

unserer Subjektivität.

Kultur Joker: Repräsentativ und

prestigeträchtig steht das Opernhaus

im Zentrum vieler Städte, es

gilt als Zeichen für bürgerliches

Selbstbewusstsein und Ort, an

dem unterdrückte Emotionen ihren

Ausdruck finden. Wie hat sich

die Rolle der Oper historisch

verändert und wer ersetzt heute

das „Bürgertum“?

Alexander Kluge: Wir sind die

Bewohner unserer Lebensläufe.

Die sind wie eine Landschaft,

wie ein Acker oder wie eine

Stadt. Das „Bürgerliche“ ist eine

bestimmte Art, sich einzurichten

in der Welt. Wenn solches

„Bürgertum“ sich historisch

verändert oder in der Mehrheitsgesellschaft

fast verschwindet,

ist es im Innern noch immer da.

Das sind die Äcker der Seele.

Sie brauchen Erzählung und

Rhythmus, das heißt eine wie

immer geartete Musik. In jedem

Menschen gibt es außerdem den

„Bauern in uns“. Wenn wir längst

nicht mehr als Bauern arbeiten,

sind diese Stimmen der Vorfahren

noch immer in uns tätig. Und

ebenso gibt es den „Städter in

uns“, wenn wir auf die globale

Weltgesellschaft zumarschieren.

„Tempel der Ernsthaftigkeit“ ist

der Titel der Ausstellung. Es gibt

etwas Ernsthaftes in uns, etwas,

das unverkäuflich bleibt, ganz

gleich, was in der Gesellschaft

geschieht. Das äußert sich auf

vielfache Weise. Eine davon ist

die Oper.

Kultur Joker: Wir bedanken uns

für Ihre Ausführungen.

Museum Ulm + kunsthalle

weishaupt. Di-So 11-17 Uhr,

Do 11-20 Uhr. museumulm.de,

kunsthalle-weishaupt.de. Bis 19.

April 2020.

Ab 16. März mit neuen Themen

im Württembergischen Kunstverein

und, ebenfalls mit erweiterter

Thematik, als „Halberstädter

Brennpunkte“ 04. – 09. April

2020 im Gleimhaus Halberstadt

+ Nordharzer Städtebundtheater

+ Moses Mendelssohn Akademie.

Weiterführende Literatur:

Alexander Kluge. Die Macht der

Musik. Die Oper: Tempel der

Ernsthaftigkeit. Museum Ulm /

kunsthalle weishaupt. Katalog

zur Ausstellung 2019

Alexander Kluge. Chronik der

Gefühle. Bd. I. Basisgeschichten.

Bd. II. Lebensläufe. Suhrkamp

2004

Alexander Kluge / Ferdinand

von Schirach. Die Herzlichkeit

der Vernunft. Luchterhand 2017


VISION 2025 KULTUR JOKER 17

Kunst-Wildern

Stadtjubiläum 1: Kitsch ohne Reglement

Zwei Monate sind bereits verstrichen

im Freiburger Jubiläumsjahr.

Veranstaltungen finden

unter dem Label „900 Jahre“

statt – aber irgendwie plätschern

und dümpeln die Dinge

so dahin, man merkt es kaum.

Die Ursache dafür ist schnell

gefunden: Nach der Demission

Barbara Mundels bemühte man

sich nicht um eine neue Kuratur.

Es gibt also kein Rahmenthema,

tatsächlich keinen roten Faden.

Und – obwohl mehrfach angemahnt

– wurde zur Beurteilung

der zahlreichen eingereichten

Kultur- und Kunstprojekte auch

keine Fach-Jury eingesetzt.

Letzteres rächt sich jetzt zum

ersten Mal prominent.

Kunstfreunde könnten sich

eigentlich freuen über jedes

neue Werk, das im öffentlichen

Raum präsentiert wird. Zuwachs

tut da immer gut, jedenfalls in

Freiburg, wo städtisches Engagement

gelegentlich zu wünschen

lässt. So fiel manchen der

Hinweis des OB Martin Horn

bei seiner Neujahrsansprache

am 15. Januar 2020 in der Messe

vielleicht kaum negativ auf,

dass die Holzskulptur „Freiburger

mit Herz“ von der Hand

eines gewissen Thomas Rees

gerade vor der Halle steht und

tags drauf an hervorragendem

Ort vor dem Rathaus im Stühlinger

aufgebaut werde, „als

Dankeschön an alle Freiburger

Bürgerinnen und Bürger“ (wie

es in der städtischen Pressemitteilung

vom 16.01.2020 heißt).

Doch die Geschichte zieht nun

weitere Kreise. Was ist das überhaupt

für eine Arbeit? Wer hat

sie in Auftrag gegeben? Wie

kam diese ‚Nacht-und-Nebel‘-

Aktion der Aufstellung zustande?

Und vor allem: Weshalb

konnte das Objekt sogar ans

Neue Rathaus wandern? Im

städtischen Kulturamt jedenfalls

zeigt man sich entgeistert. Zu

Recht. Denn es gibt ja schließlich

(seit 2014) die Städtische

Kunstkommission. Zu deren

Aufgaben gehört laut Satzung (§

4, Ziffer 1) eben vorrangig dies:

„Die Kunstkommission wird in

alle wichtigen städtischen Vorhaben

der Kunst im öffentlichen

Raum eingebunden.“ Genau das

wurde nun missachtet und umgangen.

Von wem auch immer.

Denn irgendjemand muss das

genehmigt und lanciert haben,

nicht zuletzt den Transport der

‚Skulptur‘ durch Fahrzeuge

der Badenova. Offenbar vom

Jubiläums-Office kam die Order

– es handelt sich, man mag

es kaum glauben, um ein gefördertes

Projekt. Es ist das „ein

gemeinschaftliches Projekt von

badenova, FWTM, dem Green

„Freiburger mit Herz“ – aber ohne Sinn

City Büro und Nachhaltigkeitsmanagement

der Stadt Freiburg

sowie den Wirtschaftsjunioren“,

erfährt man aus besagter Pressemitteilung

der Stadt.

Längst wurde der Vorgang auch

Thema im Kulturausschuss (am

30.01.2020): Atai Keller (Kulturliste)

und Timothy Simms

(Grüne) fragten kritisch nach;

so wandert(e) die Angelegenheit

auch in die Dezernenten-Konferenz.

Nur gut so, denn zumindest

und gerade auf städtischer

Verwaltungsebene sollten die

vorgesehenen Abläufe klar sein

und eingehalten werden – und

wenn es nicht anders geht oder

dafür das Bewusstsein fehlt,

was bislang offensichtlich der

Fall ist, dann eben als Direktive

‚von oben‘.

„Die nun am Rathaus aufgestellte

4-Meter-Skulptur einer ein

Herz tragenden Person fordert

die Kenntnis ihrer Spielregel“

mahnt auch Prof. Angeli Janhsen,

die Vorsitzende der städtischen

Kunstkommission an.

Sie meint damit, dass vom Autor

intendiert ist, nun monatlich

eine Initiative, die je eines der

sogenannten Nachhaltigkeitsziele

repräsentiere mit solch

einem Holzherz zu belohnen –

na: Dankeschön!

Nicht zu viel Platz soll der

‚künstlerischen‘ Arbeit an dieser

Stelle eingeräumt bleiben,

deshalb nur einige Stichworte:

geschnitzt aus lokaler Eiche;

stehend, langgewandet, aber

geschlechtslos; mit überproportionierten

Händen ein Herz vor

die Brust haltend; kahlköpfig;

über Gesicht und Oberkörper

das rote Kreuz des Stadtwappens

gemalt; oberhalb des

Kopfes Vogelscheuchen-gleich

ein ‚Baldachin‘ – sehr schwierig

insgesamt. Die Qualitätsfrage

kommt also schon hinzu. Das

sieht Angeli Janhsen ähnlich:

„Die Skulptur ist von bestenfalls

folkloristischer Qualität“. Und

fügt an: „man sollte im Blick

Foto: Flashar

haben, (…) dass die Aktion

langfristig nur als peinlich und

eng verstanden werden kann.“

Am Ende tappte der arme Oberbürgermeister

da offensichtlich,

nichtsahnend, in eine ärgerliche

Falle. Nur gut, wenn nun Klärung

erfolgt – und die Regularien

für die Zukunft noch einmal

deutlichst in Erinnerung gerufen

sind. Man würde sich zwar prinzipiell

ebenso aufregen, aber in

der konkreten Angelegenheit

vielleicht etwas weniger, wenn

es sich unstrittig um ‚große‘

Kunst handelte. Dem ist leider

mitnichten so.

Martin Flashar

Porträt-Studien

Stadtjubiläum 2: Zeichnungen von Evelyn Höfs in der Freiburger UB

Paul und Naemi, 2016/19

Hier wird ein nicht-gefördertes

Projekt des Stadtjubiläums vorgestellt:

Es reichte der diesbezügliche

Antrag nicht aus, um

bewilligt zu werden. Dabei hatte

die Freiburger Malerin und

Zeichnerin Evelyn Höfs eine

schöne Idee: Studierende hielt

Foto: E. Höfs

sie in mit Bedacht ganz flüchtigen,

meist innerhalb von 60

Minuten entstandenen, Porträts

fest, gezeichnet auf ihrem Tablet.

51 Arbeiten sind nun ausgestellt.

Bis auf wenige Ausnahmen,

wählte Höfs das Ganzkörper-

Bildnis, wie schon in der griechischen

Antike (erst die alten

Römer mochten das Porträt auf

Büstenformat reduzieren). Dadurch

entsteht das vollständige

Menschenbild. Die Vorgabe der

Künstlerin lautet: frontales Sitzen

auf Augenhöhe. Haltung,

Kleidung, Frisur, Mimik und

Gestik sprechen individuelle

Sprache. Schreitet man nun,

was legitim sein mag, nur zügig

an der Galerie in der Uni-

Bibliothek entlang, stellt sich

durchaus Erbauung ein. Hingegen

bietet sich auch die Chance,

hier wirklich etwas mehr Zeit

zu investieren. Dann wird das

Ganze spannend und zu einer

Art Seh-Schule: Was sagt die

jeweilige Sitzhaltung aus, was

die Hände, was die Kleidung?

Können Studienfächer erraten,

ethnische Wurzeln erkannt werden?

Wie steht es mit der Farbigkeit,

bringt da die Künstlerin

eigene Stimmungsmomente mit

ein?

Am Ende versteht man sehr

wohl, warum Evelyn Höfs

schon zwei Mal (2014, 2016)

den „Portrait Award“ der National

Portrait Gallery London erhielt

und in deren „Short List“

aufgenommen wurde. Vielleicht

die bislang schönste, jedenfalls

die sinnfälligste Ausstellung in

der neuen UB. Und ohne Zögern

trat auch das Studierendenwerk

Freiburg ein und kaufte mehrere

Arbeiten an, wodurch die Unkosten

der Künstlerin für die auf

Alu-Dibond gezogenen Drucke

(mehr hatte sie beim Jubiläums-

Team gar nicht beantragt) gedeckt

werden konnten.

Martin Flashar

Info:

Eveyln Höfs, „GEGENÜBER

− Studierende der Universität

Freiburg im PORTRÄT“, Universitätsbibliohek

Freiburg, EG

und 1. OG / Ausstellungsbereich,

Platz der Universität 2,

79098 Freiburg,

bis 19. März 2020, täglich 8.00

bis 22.00 Uhr, Eintritt frei

https://www.ub.uni-freiburg.

de/ihre-ub/veranstaltungen/

ausstellung-gegenueber-studierende-der-universitaet-freiburgim-portraet/


18 KULTUR JOKER KULTOUR

Herausgeber und Autor Wolfram Wette beim Mahnmal für die auf Befehl von Karl Jäger exektutierten 138000 Juden in Litauen.

Foto: Krieger

Und es war doch etwas

Vorbildliche Aufarbeitung der Geschichte Waldkirchs während der

nationalsozialistischen Herrschaft

Doppelt schwer wiegt das

als fünfter Band der Reihe

„Waldkircher Stadtgeschichte“

unter dem Titel „Hier war

doch nichts“ erschienene Buch

über die Ereignisse und Entwicklungen

in der Elztalstadt

im Nationalsozialismus. Einmal

bringt das im Glanzdruck

produzierte, sorgsam editierte

Werk stolze 1,6 Kilogramm

auf die Waage und inhaltlich

haben insgesamt 27 Autoren

auf rund 530 Seiten hellstes

Licht auf die bislang weitgehend

im Dunkel gebliebene

Lokalgeschichte geworfen. Als

Herausgeber fungierte der renommierte

und seit langem in

Waldkirch lebende Historiker

und Friedensforscher Wolfram

Wette.

Bis heute fällt es vor allem

kleineren Städten und Gemeinden

schwer, sich ihrer Vergangenheit

zwischen 1933 bis

1945 offensiv zu stellen. Wenn

überhaupt, erhalten in der

Regel externe Historiker den

Auftrag, in einem einmaligen

Kraftakt die Aktenlage zusammenzustellen

und im Ergebnis

verstaubt die Ausarbeitung

oftmals nach einer Feierstunde

im jeweiligen Bürgersaal in

den Regalreihen der örtlichen

Bibliothek. Daran gemessen ist

die Entstehungsgeschichte des

Waldkircher Buches als ein

Gegenmodell höchst bemerkenswert.

Auch in Waldkirch

überwog in der Bevölkerung

der Wunsch, am besten einen

Schlussstrich unter die Nazizeit

zu ziehen. Die Dokumentenlage

im Stadtarchiv war

ohnehin dürftig, weil nachweislich

in den Nachkriegsjahren

zwei Verwaltungslehrlinge

dazu verdonnert worden waren,

belastendes Material systematisch

zu vernichten. Erst

1989 beschloss der Gemeinderat

mit knapper Mehrheit,

die stattfindenden Kulturtage

unter das Thema „Waldkirch

1939-davor und danach“ zu

stellen. Gleichzeitig schlug

das Bekanntwerden der Nachricht,

der Waldkircher Bürger

Karl Jäger, der sich dort schon

vor Hitlers Machtübernahme

für die NSDAP engagiert hatte

und später in der SS eine

steile Karriereleiter erklomm,

als SS-Standartenführer in

Litauen für die Ermordung

von 138000 Juden verantwortlich

war, wie eine Bombe ein.

Jäger genoss im damaligen

Waldkirch als kulturbeflissener

Prokurist einer Orchestrionfabrik

hohes Ansehen,

der in kurzer Zeit einen bis zu

200 Mann starken SS-Sturm

aus den „besten Familien

Waldkirchs“ um sich scharen

konnte, deren Nachkommen

kein sonderliches Interesse

an einer aufsehenerregenden

öffentlichen Aufarbeitung hatten.

Der Deckel des Schweigens

war jedoch gelüftet und

immer mehr Menschen forderten

kritische Aufklärung.

Einen entscheidenden Schub

brachte 2011 das Erscheinen

von Wolfram Wettes wissenschaftlicher

Biographie über

den Massenmörder Karl Jäger.

Aus der Bürgerschaft entstand

die Ideenwerkstatt „Waldkirch

in der NS-Zeit“ und organisierte

aktiv eine schonungslose Erinnerungskultur,

insbesondere

an die Verbrechen in Litauen.

Verbindungen zu überlebenden

Zeitzeugen des Holocausts in

Litauen wurden geknüpft und

nach Waldkirch eingeladen

und 2017 konnte mit Unterstützung

aus der Bevölkerung und

einer Gemeinderatsmehrheit

ein unübersehbares Mahnmal

bei der Barockkirche errich-


KULTOUR KULTUR JOKER 19

tet werden. Kurz zuvor hatte

der Waldkircher Filmemacher

Jürgen Dettling ein umfangreiches

Mehrgenerationen-

Filmprojekt mit dem Titel

„Karl Jäger und wir“ initiiert.

Die langandauernde kollektive

Zusammenarbeit der zahlreichen

jungen und älteren

Beteiligten mit Aufenthalten

in Litauen, die Interviews mit

Zeitzeugen dort, die lebendige

gemeinsame Debatte um

Gestaltungsfragen des Films

und schließlich das große Interesse

bei der Premiere hatten

bei allen Mitwirkenden

tiefen Eindruck hinterlassen.

Die Ideenwerkstatt trieb in der

Folge weitere Forschungsarbeiten

zum Thema voran, die

nun in dem vorliegenden Buch

ihren Niederschlag fanden. Die

ehrenamtlich agierenden Autoren,

professionelle Historiker

und historische Laien, haben

darin neben den genannten

Ereignissen viele weitere Themenkomplexe

bearbeitet. Das

schrittweise, strategisch geschickte

Erstarken der NSDAP

gegenüber der ursprünglich

starken Zentrumspartei vor

1939, Aufbau, Zusammensetzung

und Taten der verschiedenen

Nazi-Organisationen,

der aktive Widerstand aus der

Arbeiterbewegung von kommunistischer

und sozialdemokratischer

Seite, aber auch

von einzelnen Pfarrern und

Konservativen wurden ebenso

spannend behandelt, wie die

versöhnlerische Haltung der

erzbischöflichen Amtskirche

und die Erschießung von sieben

Wehrmachts-Deserteuren

noch kurz vor Kriegsende in

einer Sandgrube am Bruckwald.

Bei all dem genügen die

sorgfältige Aufmachung, die

klare Gliederung und nicht

zuletzt das umfangreiche

Anmerkungs-Glossar mit

einschlägigen Nachweisen in

allen Punkten wissenschaftlichen

Anforderungen.

Vielleicht noch wichtiger

als die Aufdeckung der historischen

Fakten und Zusammenhänge

ist der gesamte Prozess,

der dieser Publikation

vorausging. Hier wurde nicht

abgehoben geforscht, sondern

ein vorläufiges Fazit einer jahrzehntelangen

Entwicklung hin

zu vorurteilsfreier Aufklärung

gezogen. „Dieses Buch ist aus

der Gesellschaft heraus für

die Gesellschaft entstanden“,

resümierte Wolfram Wette

im Gespräch. Die Aufarbeitung

dieser grauenvollen

Geschichtsperiode und die

daraus resultierenden Konsequenzen

für die heute Lebenden

sind somit nachhaltend

im Bewusstsein der Menschen

verankert, zumal die Beteiligten

ihre Erkenntnisse auch

weiterhin in Schulen, Kursen

oder Vorträgen vorstellen werden.

Mit Blick auf aktuelle politische

Entwicklungen ist dies

ein wichtiger Beitrag, damit

der Schwur der Überlebenden

des KZ Buchenwald „Nie

wieder Krieg! Nie wieder Faschismus“

weiterhin Gültigkeit

besitzt.

Das Buch ist im Donath Verlag

erschienen und kostet im

Buchhandel 29,80 Euro.

Erich Krieger

„Eine Tür aus Glas, ganz offen“

Zum Tod von Christoph Meckel

Christoph Meckel 2015

Bereits mit seinem ersten

Buch „Tarnkappe“ erwies

sich Christoph Meckel 1956

als Wort- und Bildkünstler, in

diesem Januar noch erhielt das

Werk des Erzählers, Lyrikers

und Zeichners den Antiquaria-Preis

für Buchkultur. Nun

ist er im Alter von 84 Jahren

verstorben.

Zu Lebzeiten war er viel unterwegs,

hat Länder und Kontinente

bereist, wozu er einmal

sagte: „die Welt war mein

Gegenüber, die Straße wurde

meine Universität“. Text und

Bild wusste er auf singuläre

Weise zu verbinden, wie etwa

seine mit poetischen Zeichnungen

versehenen Briefe zeigen

und vor allem „Die Weltkomödie“,

eine exorbitante Erzählung

in grafischen Bildern,

entwickelt im Laufe eines

halben Jahrhunderts (1955-

2005) und 2012 zusammenhängend

ediert. Sie umfasst

große Zyklen (u.a. „Moël“,

„Der Turm“, „Das Meer“,

„Die Argonauten“, „Passage“)

und kleine Zyklen („Panoptikum“,

„Die Savannen“),

Triptychen, Diptychen, Friese

(z.B. „Transit“, „Gärten“), Miniaturen

und Einzelblätter. Sie

lässt den Leser kontinuierlich

in eine bildgewordene Prosa

eintauchen, die Landschaften,

Städte, Figuren, Gegenstände,

Wirkliches und Phantastisches

– wie auf einer Theaterbühne

– versammelt und stetig transformiert.

Durch die gesamte

„Weltkomödie“ promeniert

„Moël“, eine Art Vagabund

und Träumer, mit einem Fisch

unterm Arm; weitere Kunstfiguren

sind „Bobosch“, „Clarisse“

und „Balsam“. Sie alle

sind unterwegs und werden im

Zuge der Erzählung mit Insignien

ausgestattet, darunter

Schlüssel, Windrad, Bollerwagen

und Blume. Überdies

sind Vogel und Elefant, Feder,

Glockenbaum und Leiter präsent,

nicht zu vergessen Licht,

Foto: promo

Luft und schwebende Liebespaare.

Alle Sinne werden mit

diesem humorvollen „Alphabet“

angesprochen, das ein

„Bild des Menschen in Raum

und Zeit“ gibt und auf über

2000 Blätter vom Kommen

und Gehen handelt, vom Aufund

Abbauen in einer Art

Tollhaus.

Als Kind musste Christoph

Meckel die Schrecken des

Krieges begreifen, war mit

Christoph Meckel: „Moèl heimatlos“, 1957

Mutter und Brüdern im Dezember

1944 aus dem zerstörten

Freiburg durch eine

verwüstete Welt nach Erfurt

geflohen; dort erlebt er die

amerikanische Besatzung

(mit Tanzmusik und Kaugummi),

sechs Wochen später

rückt die Rote Armee ein,

zum Flüchtlingselend kam

nun nackte Angst. Mit dieser

Urszene beschäftigt er sich

noch Jahrzehnte später immer

wieder, z.B. in dem Buch

„Einer bleibt übrig, damit er

berichte“ und in „Russische

Zone“, denn damals fehlte

ihm die Sprache für das Erlebte:

„Die Gegenwart war

ein schlechter Traum (…). Von

den Verbrechen der Deutschen

erfuhr ich nichts. Ich hatte die

Toten in den Trümmern gesehen,

zerquetscht, verkohlt (…).

Der gequälte Mensch war, was

mich schlaflos machte.“

Diese extreme Erfahrung

dürfte grundlegend für Christoph

Meckels Werk sein.

Dieses rettet die Tatsachen vor

der Verdrängung und entzieht

das Denken einer nur zweckhaften

Nutzung. Ohne Zweifel

ist der Autor stets gegen

den Zeitgeist angetreten, gibt

eine kritische Antwort auf

das „Dritte Reich“ und den

Nachkrieg, spürte auch in der

eigenen Familie Lebenslügen

und autoritäre Strukturen auf,

so in den „Suchbildern“ über

seinen Vater und seine Mutter.

Immer wieder verblüffen

seine Wortschöpfungen sowie

die Fähigkeit Menschen zu

vergegenwärtigen, man denke

Foto: promo

an die Erzählung vom Bauern

Mathieu („Ein unbekannter

Mensch“) sowie an „Licht“.

Nicht zuletzt hat er andere

Schriftsteller porträtiert, etwa

Marie Luise Kaschnitz („Wohl

denen, die gelebt“) und Peter

Huchel („Hier wird Gold gewaschen“).

Was für eine intellektuelle

Kraft! Postum wird

die gesammelte Prosa „Eine

Tür aus Glas, ganz offen“ erscheinen.

Cornelia Frenkel


20 KULTUR JOKER NACHHALTIG

Glück gehabt?

Fessenheim: Block 1 vom Netz

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Solarstrom Windstrom Fessenheim

Die letzten Stunden des

AKW Fessenheim begannen

am 22. Februar 2020 gegen 18

Uhr, als die Leistung von 874

MW schrittweise heruntergefahren

wurde. Etwa 7 Stunden

später konnte man auf der Website

des französischen Übertragungsnetzbetreibers

RTE das

Unterschreiten der Null-Megawatt-Linie

beobachten. Danach

blieb die Leistung für einige

Tage bei – 18 MW, d.h. der Reaktorblock

verbrauchte für die

Abfuhr der Nachzerfallswärme

zunächst die Energiemenge einer

Kleinstadt.

Die Gewerkschafter der

CGT meldeten im Verlauf des

Freitag-Abends, ihr Atem würde

schwächer, bald würde ihr

Herz aufhören zu schlagen. Sie

glaubten daran, dass ihr Kraftwerk

ein sicheres sei. Noch am

Donnerstag vor der Abschaltung

hatte Radio France 3 Alsace

gemeldet, ein anonymer

EdF-Mitarbeiter habe damit gedroht,

man werde streiken und

sich weigern „den Aus-Knopf

zu drücken“. Und das ist eine

Ironie der Geschichte.

Vor mehr als 40 Jahren, im

Herbst 1979 weigerten sich die

französischen Gewerkschafter,

die damals neuen Reaktorblöcke

in Tricastin im Rhonetal

und Gravelines am Ärmelkanal

mit Brennelementen zu

beladen. An besonders heiklen

Stellen im Reaktorstahl waren

Risse entdeckt worden. Die

größten waren (Vergangenheit)

7 bis 8 Millimeter tief und befinden

sich dort (Gegenwart),

wo die Ein- und Auslass-Stutzen

des Primärkreislaufs in den

Reaktordruckbehälter münden.

Die Angabe der Riss-Tiefe von

7 bis 8 Millimetern war in den

1970ern korrekt, wie tief sie

heute sind, ist nicht bekannt.

Nur, dass sie sich nach wie vor

dort befinden.

Dasselbe Problem kam 1979

auch in Fessenheim an die

Öffentlichkeit: Risse im Stahl

an eben dieser sicherheitsrelevanten

Stelle, wo das gesamte

Gewicht des tonnenschweren

Reaktordruckbehälters auf den

Rohr-Stutzen des Primärkreislaufs

lastet. Das Problem

war schon seit

1977 bekannt. Doch

EdF gab es erst zu,

als der Ingenieur

Shoja Etemad auspackte:

„Ein Framatome-Inspektor

hat

die Risse als erster

gesehen. Mit bloßem

Auge.“ Es war reiner

Zufall. Etemad

war jahrelang als

Sicherheitsspezialist

beim französischen

Reaktorbau-Konzern

beschäftigt und leitete

die Untersuchung

dieser brisanten

Materialfehler. „Wie

konnten die fehlerhaften

Komponenten

unentdeckt sämtliche

Sicherheitskontrollen

passieren?“ fragte

damals der WDR.

Die Antwort war

ebenso banal wie

erschreckend. Niemand

hat dort Risse

erwartet und deshalb

hat auch niemand danach

geschaut.

Bis heute ist nicht bekannt, ob

die Menschen im Dreiländereck

einfach nur Glück hatten,

dass die enorme Belastung von

Druck, Temperatur und Neutronenbestrahlung

noch nicht dazu

geführt hat, dass sich einer der

Risse zu einem Durchbruch

ausgeweitet hat. Eine Kernschmelze

mit katastrophaler

Freisetzung des hochgiftigen

radioaktiven Inventars wäre

unausweichlich gewesen. Oder

ob es noch eine Zeitlang gut

geht – zumindest noch bis zum

30. Juni 2020, wenn auch Block

2 heruntergefahren wird. Mit

Sicherheit kann das niemand

sagen, weder Befürworter noch

Gegner der Atomkraft.

Bald können die Nachbarn

aufatmen, nach dem 30. Juni

2020 oder spätestens wenn

die hochradioaktiven Abfälle

aus Fessenheim an einen Ort

gebracht sind, der zumindest

sicherer ist, als die dünnwandigen

„Butterbrot-Dosen“ in

denen außerhalb des Containments

die abgebrannten

Brennstäbe gelagert werden.

Dann können die Menschen

vielleicht auch über einen ganz

besonders komischen Moment

aus den alten WDR-Aufnahmen

zu den rissigen Kesseln

herzhaft lachen. Die Aussage:

„Wir haben unsere Konstruktionsmethoden

verändert, so

dass Risse nicht mehr auftreten

können“ ist nach dem Creusot-

Skandal, der 2015 ans Licht

kam, ein echter Schenkelklopfer.

Es sei daran erinnert, dass

Block 2 wegen des berüchtigten

Dampferzeugers Nr. 335 ab 13.

Juni 2016 die Betriebserlaubnis

entzogen wurde und bis zum 9.

April 2018 keine einzige kWh

produzierte. Doch so richtig

können die Lachtränen laufen,

wenn man sich anhört, wie der

Framatome-Sprecher gegenüber

Monitor fabulierte: “Theoretisch

haben wir beide Probleme,

das Erkennen der Risse

und die Reparatur, gelöst.“

Man sei dabei, einen Roboter

zu entwickeln, der die Risse im

heißen Bereich erkennen und

reparieren soll. Das klingt wie

eine echte Sensation, bis der

Sprecher klarstellt: “Was bis

heute nicht gelöst ist, das ist die

Frage, wie dieser Roboter gebaut

werden soll.“ Tatsächlich,

dieses Problem ist auch 4 Jahrzehnte

später noch nicht gelöst

und man traut seinen Ohren

nicht, wenn man den Sprecher

sagen hört: “Aber wir haben

ja noch 6 bis 8 Jahre Zeit. Wir

werden bestimmt früher fertig

sein. Und wir haben überhaupt

starke Zweifel, dass wir die Roboter

je benutzen müssen. Wir

werden sie aber gerne unseren

Kollegen überall in der Welt

zur Verfügung stellen, die vielleicht

ähnliche Probleme haben

werden.“ Das Originalzitat ist

nachhörbar unter https://youtu.

be/RRold92Syr0 .

Da der Wunderroboter auch

40 Jahre später nicht existiert,

steht die Idee im Raum, den

Rückbau zumindest eines der

beiden Fessenheimer Meiler

analytisch zu betreiben, sprich:

beim Zerlegen des Reaktordruckbehälters

genau die Stellen

zu inspizieren, deren Risse

seinerzeit dokumentiert wurden

und aus dem Ist-Zustand

Rückschlüsse für andere, noch

in Betrieb befindliche Komponenten

zu ziehen. Schließlich

hat eine aktuelle Studie des

Sicherheitsexperten Prof. Manfred

Mertins ergeben, dass die

französischen Reaktoren der

900 MW Baureihe allerlei Probleme

haben. Die Europaabgeordneten

Jutta Paulus (Bündnis

90/Die Grünen) und Michèle

Rivasi (Europe Écologie Les

Verts) kommentierten: „Das Sicherheitskonzept

zur Laufzeitverlängerung

der 900 MW- Reaktoren

zielt hauptsächlich auf

die Verbesserungen der Sicherheit

im Bereich der Minderung

der Folgen einer Kernschmelze.“

Nachrüstungen zur Verhinderung

einer Kernschmelze

seien nicht ausreichend. Das

gelte für 32 der 58 Blöcke, die

in den 1960er und 1970er Jahren

konzipiert wurden.

Vermutlich wird man die

Kontroll-Instanzen zum Jagen

tragen müssen. Frankreich will

sich nicht von der Atomkraft

verabschieden, auch wenn das

gerne mal fürs Publikum behauptet

wird. Obwohl unsere

Nachbarn geradezu perfekte

geografische Bedingungen

für den Ausbau Erneuerbarer

Energien haben, hinken sie

Deutschland dramatisch hinterher.

Auch trotz erheblicher

politischer Blockaden hierzulande

liegt die installierte Leistung

sowohl bei Solaranlagen

als auch bei der Windkraft

rund vierfach höher als in der

Grande Nation. Es werden alle

Register gezogen und nach dem

Malefiz-Prinzip der Markt für

die Erneuerbaren so gut es geht

blockiert. In Frankreich gibt es

einen hochplausiblen Grund,

den der EdF-Chef Jean-Bernard

Levy einst sehr eindrücklich

erklärt hat: “Wir müssen immer

weiter Atomkraftwerke bauen,

in Frankreich und in Europa.

Wenn ich ein Bild verwenden

müsste, um unsere Situation

zu beschreiben, so wäre es das

eines Radfahrers, der nicht aufhören

darf zu strampeln, damit

er nicht umfällt.“

Um Himmels Willen, möchte

man fragen, was treibt den

armen Mann an? Warum lässt

er es nicht einfach sein, wenn

seine Firma seit Jahren alle

Atomprojekte in den Sand

setzt und sogar vom Finanzund

Wirtschaftsminister gerüffelt

wird, da eben diese

subventionshungrige Industrie

das Land regelmäßig an den

Neuverschuldungsabgrund

von Maastricht treibt? Nun,

die zivile Atomindustrie ist

der Infrastrukturgarant für die

freundliche Atommacht von

nebenan. Diese erneuert gerade

ihre atomar angetriebene U-

Boot-Flotte, welche unerkannt

und mit enormer Reichweite

die französischen Atomwaffen

quer durch die Weltmeere zu

den entlegensten Orten bringen

kann. Eine Handvoll sündteurer

Schiffsantriebsreaktoren sowie

das gesamte Konzept der atomaren

Abschreckung wären

unbezahlbar, wenn nicht die

zivile Seite für die Aufrechterhaltung

der Lieferketten,

für Kostenreduktion durch

Stückzahlerhöhung und für

die komplette Ausbildungsinfrastruktur

geradestünde. Um

das zu verschleiern kommt das

Klimaschutz-Argument gerade

recht. Doch diese Schein-

Argumentation sollte in einer

Demokratie Fragen aufwerfen.

Eva Stegen


NACHHALTIG KULTUR JOKER 21

Freiburger Pioniere

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2020 für Taifun-Tofu

Sojabohnen bei der Ernte

Foto: Taifun Tofu

In der Kategorie „Kleine und

mittlere Unternehmen“ hat die

Taifun-Tofu GmbH aus Freiburg

im Breisgau den Deutschen

Nachhaltigkeitspreis

(DNP) gewonnen. Durch die

pflanzlichen Bio-Lebensmittel

leistet das Unternehmen

„einen wichtigen Beitrag zur

Ernährung der wachsenden

Weltbevölkerung“. Ebenfalls

gelobt von der Jury wurde die

Vorreiterrolle von Taifun-Tofu

im europäischen Sojaanbau, da

die Taifun Sojabohnen zu 100

Prozent aus eigenem Vertragsanbau

in Deutschland, Österreich

und Frankreich stammen.

Zudem wurde der Einsatz von

Umwelttechnologien wie der

Wärmerückgewinnung oder

auch Photovoltaik hervorgehoben.

Nicht zu vergessen sei

außerdem das Engagement von

Taifun-Tofu gegen die Lebensmittelverschwendung,

sodass

das Unternehmen ausgemusterte

Produkte eigenständig

neu etikettiert, um sie vor der

Mülltonne zu bewahren. Mit

dem Label „Tofu-Mama“ leistet

Taifun-Tofu auf diesem

Gebiet wahre Pionierarbeit, die

auch zur Inspiration für andere

Labels dienen soll.

Der Tofuhersteller wurde

bereits 1987 in Freiburg von

Klaus Kempff und Wolfgang

Heck gegründet und zählt

mittlerweile rund 240 Mitarbeiter.

Mit biologischen

Tofuspezialitäten und einem

vielseitigen Sortiment setzt

sich die Taifun-Tofu GmbH

für eine nachhaltige Eiweißversorgung

ein, die nicht auf

tierischen Lebensmitteln fundiert.

Auch die Förderung des

Soja Anbaus in Deutschland

wächst, so ist die Hülsenfrucht

nicht nur rentabel, sie braucht

zudem kaum Dünger und bereichert

die Fruchtfolge, was

sie für Landwirte interessant

macht.

Das Konzept der Nachhaltigkeit

liegt in der Philosophie

des Unternehmens, sodass

heute nicht nur produziert,

sondern auch selbst geforscht

wird. Die Weltbevölkerung

mag zwar wachsen, die Anbaugebiete

dagegen nicht. So

ist es für den zukünftigen Anbau

von Lebensmitteln wichtig,

optimale Standplätze mit

dafür speziell entwickeltem

Saatgut zu bepflanzen.

Nach einer zehnjährigen

Züchtungsarbeit in Kooperation

mit der Universität Hohenheim

hat die Taifun-Tofu

GmbH Ende 2019 die erste

Zulassung für eine selbstentwickelte

Sojabohne erhalten.

„Tofina“, wie die Bohne getauft

wurde, ist perfekt auf

den Anbau in Deutschland abgestimmt:

statt wie bisher auf

24 Prozent der Ackerfläche in

Deutschland, könnten nun auf

fast 70 Prozent Tofu-Sojabohnen

angebaut werden und das

ganz ohne Gentechnik. Das

macht Deutschland nicht nur

unabhängiger von ethischen

teils fragwürdigen Importen,

sondern spart zudem noch

Emissionen.

Auch für die Zukunft plant

das Unternehmen weitere

Projekte, die die eigene Produktion

nicht nur effizienter,

sondern auch nachhaltiger für

Mensch und Umwelt gestalten

sollen.

Geschäftsführer Alfons Graf nimmt den Deutschen

Nachhaltigkeitspreis 2020 entgegen Foto: Dariusz Misztal

Elefanten, Driller und Klimaschutz

Naturfilme mit dem Green Screen Festival in Freiburg

zinierend, fast mystisch im

Königreich der Pilze. Nicht zu

vergessen auch der clevere Palmendieb

auf der Weihnachtsinsel.

Bewährt und doch jedes

Mal eindrücklich sind die

vielen Geschichten, die sich

über Afrikas Elefantenherden

erzählen lassen. Ein ganzes

Jahr an deren Seite führt tief

ins Land hinein und in die

Lebenswelten der mächtigen

Dickhäuter. Was eine Drillfamilie

ist, klärt sich ebenfalls.

Ein Film präsentiert deren Leben

auf der nicht minder rätselhaft

klingenden Insel Bioko.

Tierisch wird es in jedem Fall,

ebenso aber auch kritisch.

Artenschutz und Klimawandel

lassen sich schließlich

kaum von der Agenda nehmen,

will man wirklich und ungeschönt

über die Natur einer

zunehmend belasteten Erde

berichten. Der Umweltfilm

„The Great Route“ zeigt den

Abenteurer Michael Walther,

der mit seinem SUP zu Grönlands

Gletschern paddelt. Sicher

kein selbstgenügsamer

Trip – Walther beobachtet die

Auswirkungen der globalen

Erwärmung dort, wo sie am

sichtbarsten hervortritt, im leider

nicht ewigen Eis.

Und lohnt es sich nicht für

eine solche prachtvolle Natur

einzutreten? „Ars Natura“ ist

ein anderer Film des Festivals,

der eine meditative Reise

durch die Natur Islands,

Sardiniens und der Schweiz

bietet. Fantastische Bilder, die

uns aufzeigen, welche schöne

Welt uns umgibt und welche

Verantwortung wir in unseren

Händen tragen.

Die Kino-Tour des Green

Screen Naturfilmfestivals

kommt am 6. März, 17 Uhr ins

CinemaxX Freiburg.

Weitere Infos: www.greenscreen-festival.de

Filmstill „Plastik in jeder Welle“

Copyright: Sebastian Bellwinkel und Christopher Braun

Die kleine deutsche Hafenstadt

Eckernförde ist nicht

unbedingt bekannt und doch

Startpunkt für das europaweit

populäre Green Screen Naturfilmfestival.

Mittlerweile ist

das Festival längst nicht auf

das Städtchen beschränkt, sondern

bietet eine von Festivaldirektor

Dirk Steffens und seinem

Team editierte Auswahl

der besten Filme des fünftägigen

Festivals als Kino-Tour

in ganz Deutschland, aber

auch Österreich, der Schweiz

und Dänemark.

Mittlerweile ist es die dritte

Tour des engagierten und bildstarken

Kinoprogramms. 100

Minuten ist die Gesamtlaufzeit

der insgesamt neun Filme, die

ganz unterschiedliche Themen

rund um die Natur präsentieren.

Skurril wird es, etwa bei

einer Reise in die Welt der

frechen Hörnchen oder fas-


22 KULTUR JOKER NACHHALTIG

Mit kleinen Krediten zum Erfolg

Wie eine Geldanlage Menschen in Ghana stärkt

Inmitten des bunten Treibens

auf den Straßen von

Nkawkawm lockt der Duft

von Fischsuppe und frittierten

Kochbananen zum Restaurant

von Victoria Ofuri. Die

63-jährige Witwe hat es geschafft.

Ursprünglich arbeitete

sie als Straßenverkäuferin,

mittlerweile bewirtet sie ihre

Gäste im eigenen Lokal. Einen

Raum hat die pfiffige Geschäftsfrau

zu einer Lounge

für Besserverdienende umgebaut

– riesiger Flachbildschirm

für Filme und Fußballspiele

inklusive. Finanzieren konnte

sie ihr Geschäft mit Hilfe von

Opportunity International,

einem Mikrofinanzpartner der

ökumenischen Kreditgenossenschaft

Oikocredit. Als Mitglied

einer Frauenkreditgruppe

bei Opportunity bekam

sie zunächst kleine Kredite

in Höhe von 60 bis 100 Euro.

Damit hat sie ihre Straßenküche

betrieben. Als pünktliche

Ratenzahlerin konnte sie aber

schon bald ein eigenes Darlehen

beantragen. Das Ergebnis:

ein gehobenes Restaurant und

eine solide Ausbildung für

ihre vier Kinder.

Maschinen für das Sägewerk

Auch Emmanuel Kwabane

Asomani hat Kredite bei Opportunity

aufgenommen. Er

hat damit ein kleines Sägewerk

und eine Bäckerei aufgebaut,

in denen er insgesamt

über 80 Frauen und Männer

beschäftigt. In regelmäßigen

Treffen bildet er seine Angestellten

fort, damit die jungen

Mitarbeiter eines Tages selbst

ein eigenes kleines Unternehmen

gründen können. Ein Erfolgsmodell

zum Nachahmen.

„Natürlich kommen inzwischen

Berater von „normalen“

Banken und bieten mir Kredite

an, doch ich bleibe Kunde

bei Opportunity. Neben Darlehen

gibt es dort immer schon

technische Unterstützung und

Beratung“, so Emmanuel.

Opportunity ist einer von

sieben Partnern von Oikocredit

in Ghana. Das Mikrofinanzunternehmen

ist

darauf spezialisiert, Frauen

und Männern mit geringem

Einkommen Zugang zu fairen

und transparenten Finanzdienstleistungen

zu geben.

Seit 1975 unterstützt Oikocredit

einkommensschwache

Menschen in Ländern des

globalen Südens. Aus Baden-

Württemberg beteiligen sich

inzwischen über 8.000 Menschen

und Organisationen

mit mehr als 170 Millionen

Euro. Eine Anlage in Genossenschaftsanteilen

ist ab 200

Euro möglich. Die Dividende

in den letzten 30 Jahren lag bei

1 bis 2 Prozent. Weitere Infos

gibt‘s am Messestand auf der

Veggienale & Fairgoods oder

im Stuttgarter Büro Tel. 0711

12 000 50.

Emmanuel Asomani

ist stolz auf seine

Bäckerei – sein zweites

Standbein neben einem

Holzverarbeitungsbetrieb

Foto: Opmeer Reports

Mit Kleinkrediten baute Victoria Ofuri ihr Restaurant

auf, in dem sie besondere Gerichte anbietet

Foto: Opmeer Reports


NACHHALTIG KULTUR JOKER 23

Vielfältiger

umweltbewusst

Die Messe Veggienale & FairGoods

am 14. und 15. März in Freiburg

Foto: Sechert

Vegan zu leben ist längst

kein bloßer Lifestyle mehr.

Zu Zeiten eines wachsenden

kritischen Umweltbewusstseins

entscheiden sich immer

mehr Menschen für ein veganes

Leben. Kein Wunder also,

dass die Messe Veggienale &

FairGoods Aufwind hat und

nun ihre zweite Auflage präsentieren

kann. Zum zweiten

Mal touren die Veranstalter

umfassende Angebot richtet

sich nicht nur an überzeugte

UmweltschützerInnen, sondern

auch an Neugierige

überhaupt. Kein Selbstbeweihräuchern

also, sondern

eine offene Kommunikation

nach außen. Die Veggienale

lädt gerade auch jene ein, die

Nachhaltigkeit eher als defizitäres

Konzept betrachten.

Statisch soll die Messe auch

Foto: M. Lambertz

Vegan Kochen ist nicht schwer

der Berliner Agentur Ecoventa

durch deutsche Städte und

zeigen den Menschen dort, auf

welche Weisen pflanzlicher

Lebensstil und ökologische

Nachhaltigkeit zusammenwirken

können. Deutschlandweit

einzigartig ist das und entsprechend

positiv waren auch die

Rückmeldungen vieler Neugieriger,

die auch jetzt wieder

eingeladen sind, sich zu informieren,

aber auch unterhalten

zu lassen. Die Messe findet in

Freiburg am 14. und 15. März

in der Messehalle 1 statt.

Für Gründer- und Geschäftsführer

Daniel Sechert

liegt das Ziel klar: „Wir wollen

die Vielseitigkeit des grünen

Lebens zeigen und was

jeder im Alltag tun kann.“ In

der Messe Freiburg wird es

also viel zu entdecken geben:

Bio-Food, Upcycling. Ökostrom,

Fairtrade, nachhaltige

Geldanlagen, E-Mobilität,

ethisch-korrekte Mode und

Angebote zur pflanzenbasierten,

gesunden Ernäherungs-

und Lebensweise. Das

Foto: Sechert

nicht werden, auch Witz, Unterhaltung

und Interaktion

gehören dazu. Daher gibt es

ein breites Rahmenprogramm

mit rund 30 Veranstaltungsformaten.

Darunter Vorträge,

etwa zum Thema „Perspektiven

statt Schlachtabfälle“,

Workshops, bei denen etwa

vegane Pralinen selbst hergestellt

werden dürfen oder

Verkostungen und Aktionen

für Kinder, denn die sind bekanntlich

die Neugierigsten.

Felix Blum, ein Koch mit veganem

Daumen, ist dabei ein

besonderer Special-Guest. Er

will an beiden Tagen zeigen,

dass sich veganes Kochen und

Feinschmeckerei mitnichten

ausschließen. Vegan zu leben

ist kein Lifestyle, sondern eine

Überzeugung, die viele Vorteile

bringt.

Messe Veggienale & Fair-

Goods am 14. und 15. März

in Freiburg. Öffnungszeiten:

Samstag und Sonntag jeweils

11 bis 18 Uhr. Weitere Infos:

veggienale.de/besuchen/freiburg-2020

WENN MEIN

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Mit einer Geldanlage bei Oikocredit wird

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rund 700 soziale Unternehmen im globalen

Süden. Gegen Armut, für Entwicklung. Infos:

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24 KULTUR JOKER GESUNDHEIT

Gesundheitsforum Arthrose und Altersmedizin

Gesundheitsforum Arthrose und Altersmedizin

Abnutzungserscheinungen

und Verletzungen von Gelenken

bedeuten für Betroffene große

Einbußen in der Lebensqualität.

Das RKK Klinikum und das

ambulante Zentrum für Strahlentherapie

Freiburg laden ein

zum Gesundheitsforum „Arthrose

und Altersmedizin“ am 1.

April um 19 Uhr im Freiburger

Bürgerhaus Seepark. Interessierte

haben die Möglichkeit, sich

aus erster Hand über Ursachen,

moderne Diagnostik und neue

Behandlungsmethoden bei entzündlichen

und degenerativen

Gelenkerkrankungen wie der

Arthrose zu informieren. Darüber

hinaus wird aufgezeigt, wie

eine moderne Altersmedizin den

medizinischen und pflegerischen

Bedürfnissen älterer Patienten

optimal gerecht werden kann.

Die Klinik für Unfallchirurgie,

Orthopädie, Kinder- und Sporttraumatologie

im St. Josefskrankenhaus

wurde vor wenigen

Tagen erneut als EndoProthetik-

Zentrum erfolgreich zertifiziert.

Chefarzt Dr. Mike Oberle (Leiter

und Hauptoperateur des Endo-

ProthetikZentrums), Dr. Klaus

Nowack (Leitender Oberarzt und

Hauptoperateur des EndoProthetikZentrums),

Dr. Philipp Ziefer

(Oberarzt im Fachbereich Neurologie,

Psychiatrie und Geriatrie)

sowie der Leiter des Zentrums

für Strahlentherapie, PD Dr.

Christian Weißenberger, stehen

nach ihren Vorträgen auch für

Fragen zur Verfügung. Dabei soll

auch kritisch diskutiert werden,

in welchen Fällen Operationen

Blutspenderinnen und Blutspender

können im März 2020

das Angenehme mit dem Hilfreichen

verbinden. Jeweils

montags und dienstags stehen

in der Blutspendezentrale des

Uniklinikums ab 11.30 Uhr

leckere Suppen bereit. Im Angebot

sind sowohl Eintöpfe mit

Fleisch als auch vegetarische

und vegane Cremesuppen. Informationen

zum jeweiligen

Tagesangebot finden sich auf

vermeidbar sind. Der Eintritt ist

kostenfrei, aufgrund begrenzter

Kapazität ist eine Anmeldung unter

vortrag@freiburg-health-year.

de erforderlich (Rückfragentelefon:

0761 151864 05; Montag bis

Freitag zwischen 8 und 15 Uhr).

Über- und Fehlbelastungen von

Gelenken, aber auch normale altersentsprechende

Abnutzungen

können zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen

führen.

Die Folge sind häufig massive

Beeinträchtigungen der Lebensqualität.

Zu den häufigsten Veränderungen

im Bereich der Gelenke

gehört die Arthrose. Diese

kann sowohl die Hüft- und Kniegelenke,

aber auch die Schultergelenke

betreffen. Neben der

Arthrose gibt es noch eine große

Vielzahl an weiteren Erkrankungen

und Veränderungen, die

mit Gelenkschmerzen einhergehen.

Eine genaue Diagnose ist unerlässlich,

um die Beschwerden

wirksam behandeln zu können.

Am häufigsten betroffen sind die

Gelenke, die im Alltag am stärksten

strapaziert werden (Hüft-,

Knie- und Schultergelenk). Haben

konservative Behandlungstherapien

nur unzureichend Erfolge

gezeigt, stehen auch minimal-invasive

Verfahren zur Verfügung.

„Wichtig für eine erfolgreiche

Therapie ist ein individuell

abgestimmtes Therapiekonzept.

In den meisten Fällen kann mit

einer suffizienten Behandlung

der Beschwerden eine deutliche

Steigerung der Lebensqualität erreicht

werden und damit auch die

Selbstständigkeit der Betroffenen

www.blutspende-uniklinik.de.

„Wer der Gemeinschaft etwas

gibt, soll sich bei uns wohlfühlen

und auch selbst etwas bekommen“,

erklärt Dr. Markus

Umhau, Ärztlicher Leiter der

Blutspendezentrale. Dazu dienen

Aktionen wie das Spenderfrühstück,

Gewinnspiele oder

wie jetzt im März das Suppenangebot.

„Unsere Umfragen zeigen,

dass die Spenderinnen und

Spender das schätzen. Und wir

Gesundheitsforum Arthrose und Altersmedizin (© Fotolia)

Eine sinnvolle Pause

Im März gibt es montags und dienstags leckere Suppen für Blutspender*innen

erhalten werden“, betont Chefarzt

Dr. Mike Oberle, der das seit

2015 zertifizierte Endoprothesenzentrum

RKK Freiburg leitet.

Insbesondere bei der Behandlung

von Arthroseerscheinungen am

Hüft- und Kniegelenk finden in

zunehmender Weise minimalinvasive

Therapieansätze im St.

Josefskrankenhaus in Freiburg

Anwendung. „Gerade im Bereich

der Hüft-Endoprothetik muss für

den jeweiligen Patienten individuell

die richtige Operationsmethode

zur Anwendung kommen.

In unserer Klinik werden sowohl

minimal-invasive, als auch

klassische Operationstechniken

durchgeführt, ergänzt Chefarzt

Dr. Mike Oberle. „Patienten, bei

denen medikamentöse oder physiotherapeutische

Behandlungen

nicht zu einer deutlichen Besserung

der Beschwerden führen,

können von der therapeutischen

Wirkung moderner Strahlenmedizin

profitieren“, weiß PD Dr.

Christian Weißenberger zu berichten.

Die unmittelbar schmerzlindernde

Wirkung, der im Vergleich

zur Tumorbehandlung sehr

viel niedrigeren Dosis, basiert vor

allem auf der Auslösung antientzündlicher

Reaktionen im bestrahlten

Gebiet, verbunden mit

einer Hemmung und Modulation

von Autoimmunprozessen.

Akute Erkrankungen, Knochenbrüche

und Operationen

führen bei älteren Menschen

häufig zu einer begleitenden Verschlechterung

mehrerer körperlicher

und geistiger Funktionen.

So kann es plötzlich zu Verwirrtheit,

allgemeiner Schwäche,

Problemen beim Gehen etc.

kommen; die Patienten benötigen

mehr Zeit und Unterstützung bei

der Genesung. Dr. Philipp Ziefer

zeigt beim Gesundheitsforum

auf, warum Betroffene einer

medizinischen Behandlung auf

chirurgischem, internistischem

oder neurologischem Fachgebiet

bedürfen und welche Rolle

eine ganzheitliche Versorgung

in Form aktivierender und trainierender

Maßnahmen sowie

freuen uns, dass unsere Bemühungen

offensichtlich auf Resonanz

stoßen.“

Trotzdem ist auch die Blutspendezentrale

des Universitätsklinikums

vom bundesweiten

Trend der rückläufigen

Spenderzahlen betroffen. „Wir

müssen immer wieder klar machen:

Blut ist alternativlos. Es

kann nicht künstlich hergestellt

oder durch etwas anderes ersetzt

werden. Blutspenderinnen

und Blutspender sind deshalb

wichtiger denn je, um die Patientenversorgung

sicher zu ermöglichen.“

Blut wird vor allem von Menschen

mit Krebserkrankungen

sowie bei der Behandlung von

Schwerverletzten oder auch bei

Organtransplantationen und

großen Operationen benötigt.

Spenden können alle Menschen

zwischen 18 und 68 Jahren

(Erstspender bis 60 Jahre). Bei

jeder Spende sind der Personalausweis

und nach Möglichkeit

der Impfpass

mitzubringen. Männer

können alle 8 Wochen,

Frauen alle 12 Wochen

zur Blutspende kommen.

Öffnungszeiten Blutspendezentrale:

Mo/

Di 8 bis 15 Uhr, Mi/

Do 12 bis 19 Uhr Fr/

Sa 8 bis 13 Uhr. Weitere Informationen

und Hinweise für

Erstspender im Internet unter:

Suppenaktion

PD Dr. Christian

Weißenberger

(©Zentrum für Strahlentherapie)

Dr. Mike Oberle (© RKK Klinikum)

sozialer Begleitung, Beratung

und Unterstützung für die Wiedererlangung

der Selbständigkeit

und Mobilität spielen. „Ziel ist

es, die persönlichen Ressourcen

des Patienten so zu fördern,

dass er ein größtmögliches Maß

an Selbstständigkeit zurückgewinnt,

um möglichst in seine gewohnte

Umgebung zurückkehren

zu können“, erklärt Dr. Philipp

Ziefer, dessen Fachbereich immer

dann von Kollegen anderer

Fachrichtungen hinzugezogen

wird, wenn bei deren Patienten

neurologische, psychiatrische

oder geriatrische Erkrankungen

vorliegen oder vermutet werden.

Foto: promo

www.blutspende-uniklinik.de

oder telefonisch unter 0761 270-

44444 (Mo-Fr von 8-12 Uhr).


GESUNDHEIT KULTUR JOKER 25

Die Einzigartigkeit des weiblichen Hörens

Eröffnung der deutschlandweit ersten Filiale der mona&lisa Hörgeräte-Akustik in Freiburg

Bereits seit vielen Jahren machen

Forscher*innen aus den

Naturwissenschaften darauf

aufmerksam, dass ein nicht

unerheblicher Teil der medizinischen

Studien und Endresultate

oft nur an Männern und

deren körperlichen Voraussetzungen

gemessen werden. Nun

eröffnet in Freiburg in der Wasserstraße

10 deutschlandweit

die erste Filiale der mona&lisa

Hörgeräte-Akustik, die sich in

erster Linie an ein weibliches

Publikum richtet. „Oft passen

die konkreten Probleme der

Kundinnen mit dem bisherigen

Angebot der Hörakustik einfach

nicht zusammen“, erklärt

Reinhard Sorg, Inhaber der

Sorg Hörsysteme.

Mona&lisa soll die speziellen

Stärken von Frauen im Hör-

Erleben gezielt unterstützen.

So liegt ein besonderes Merkmal

des weiblichen Gehörs im

Verstehen von Sprache, wie

Studien gezeigt haben, auf

denen sich diese neue Methode

der Hörgeräte-Akustik nun

beruft. Lässt das Gehör zum

Beispiel im Alter nach, ist auch

diese Fähigkeit betroffen. Das

kann nicht nur im privaten zu

Schwierigkeiten führen, sondern

auch im beruflichen Leben

Hürden errichten. Dann

fällt es Frauen beispielsweise

schwerer, Gruppengesprächen

zu folgen, insbesondere wenn

diese noch von

Hintergrundgeräuschen

gestört

werden.

Ein Hauptgrund

hierfür ist die

Schwierigkeit des

weiblichen Gehörs

zu erkennen,

aus welcher Richtung

das Schallsignal

kommt.

„Hier können

Frauen durch

die mona&lisa

Methode wieder

ein gutes Hör-

Erleben erreichen“,

fügt Reinhard

Sorg hinzu,

der gemeinsam mit

Wissenschaftler*innen und

Hörakustiker*innen diese

neue Methode entwickelt hat.

Seine lange Erfahrung in der

Hörgeräte-Akustik hat ihm

dieses Problem vor Augen geführt.

Obwohl der Hörtest nur

eine geringe Hörminderung

aufzeigte, berichteten ihm

Kundinnen immer wieder von

Brennpunkt Bauchspeicheldrüse

Expertenvorträge im Seepark

Die Bauchspeicheldrüse produziert

Hormone, die wichtig für

Stoffwechsel und Verdauung sind.

Gerät der Blutzucker durcheinander,

treten stechende und in den

Rücken ausstrahlende Schmerzen

im Oberbauch sowie Übelkeit und

Erbrechen auf oder kommt es zu

Durchfällen, ist eine schnelle Abklärung

durch einen Facharzt notwendig.

Das RKK Klinikum und

das Zentrum für Strahlentherapie

laden ein zum Gesundheitsforum

„Brennpunkt Bauchspeicheldrüse“

am 31. März um 19

Uhr im Bürgerhaus am Seepark

in Freiburg. Interessierte haben

die Möglichkeit, sich aus erster

Gesundheitsforum Bauchspeicheldrüse

(© shutterstock)

Fotos: Sorg Hörsysteme

Professor Dr. Thorsten

Vowinkel (© RKK Klinikum)

erheblichen Einschränkungen

im Alltag durch ihr Gehör.

Wie viele Bereiche unserer

Gesellschaft ist auch die Hörakustik

bislang „männlich“

geprägt, sodass die Stärken

des weiblichen Hörens in der

Spracherkennung meist unberücksichtigt

blieben und somit

nicht nur eine Fähigkeit sondern

eventuell auch eine Ursache von

Hörproblemen bei Kundinnen

ausgeklammert wurde. „Mit der

mona&lisa Methode richten wir

nun den Fokus ausdrücklich auf

das weibliche Gehör, um Frauen

bei der Verbesserung ihres Hörerlebnisses

optimal unterstützen

zu können“, führt Sorg das

Konzept der neuen Filiale von

mona&lisa Hörgeräte-Akustik

in Freiburg aus. Das Ziel ist es,

Frauen langfristig wieder die

Freude am Hören zurückzugeben

und das mit Hilfe einer

wissenschaftlich fundierten

Beratung, bei der sich die Kundinnen

sicher sein können, dass

ihre Hörprobleme erfasst und

eine individuelle Lösung durch

die mona&lisa Hörgeräte-Akustik

gefunden wird.

Weitere Infos: www.monalisahoeren.de

Geschäftsführer Reinhard Sorg mit seinem Team

PD Dr. Christian Weißenberger

(©Zentrum für Strahlentherapie)

Hand über moderne Diagnostik

und Therapie bei den wichtigsten

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

zu informieren. Die

Referenten Dr. Konrad van Aaken,

Dr. Thomas Backhaus, Dr.

Hans-Christian Schmidt, Prof.

Dr. Thorsten Vowinkel und Dr.

Christian Weißenberger stehen

auch nach ihren Vorträgen für

Fragen zur Verfügung. Der Eintritt

ist kostenfrei, aufgrund der

begrenzten Kapazität ist eine

Anmeldung erforderlich (innerelok@rkk-klinikum.de,

Telefon

0761 / 7084-157).

Die Bauchspeicheldrüse

bzw. das Pankreas liegt versteckt

hinter dem Magen und vor

der Wirbelsäule und ist wichtig

für die Verdauung, die Steuerung

der Blutzuckerregulation

und die Neutralisierung der Magensäure.

„Die am häufigsten

auftretenden Erkrankungen sind

der Diabetes mellitus, die Bauchspeicheldrüsenentzündung

und

der Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Bis auf die akute Entzündung

der Bauchspeicheldrüse, die mit

Schmerzen einhergeht, sind die

anderen Erkrankungen schleichend

und werden zunächst nicht

bemerkt“, berichtet Dr. Konrad

van Aaken, Oberarzt der Klinik

für Gastroenterologie im RKK

Klinikum. Dr. Hans-Christian

Schmidt, Oberarzt der Klinik für

Gastroenterologie ergänzt: „Beim

Typ-1-Diabetes richtet sich das

körpereigene Immunsystem aus

nicht geklärten Gründen gegen

den eigenen Körper und zerstört

die insulinproduzierenden Zellen

der Bauchspeicheldrüse. Dadurch

können diese kein Insulin mehr

bilden und der Blutzucker steigt

an. Beim Typ-2-Diabetes verliert

das körpereigene Insulin, das den

Blutzucker reguliert, zunehmend

seine Wirksamkeit“. Bei einer

akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung

(Pankreatitis) können

Verdauungsenzyme freigesetzt

werden und andere Gewebe massiv

schädigen. „Sie verursacht

deshalb starke Schmerzen im

Oberbauch, manchmal in den

Rücken ziehend. Zudem Übelkeit

und Erbrechen. Freiwerdende

Mediatoren führen zu Schockzuständen,

die lebensbedrohlich

sein können“, informiert Dr.

Thomas Backhaus, Oberarzt der

Klinik für Gastroenterologie.

Die chronische Entzündung der

Bauchspeicheldrüse geht meist

mit weniger Beschwerden einher,

muss aber ebenso wie die akute

Entzündung behandelt werden,

da es sonst zu schwerwiegenden

Komplikationen kommen kann.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs

(Pankreaskarzinom) ist ein bösartiger

Tumor, der häufig erst spät

erkannt wird, da er im Frühstadium

wenig Beschwerden macht.

Außerdem ist es schwierig, ihn

von einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung

zu

unterscheiden. Das wichtigste

Therapieverfahren bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

ist die Operation.

„Ziel der Operation ist

es, das Tumorgewebe sowie die

umgebenden Lymphknoten möglichst

vollständig zu entfernen

um sicherzustellen, dass keine

Tumorzellen im Organ verbleiben,

die zu einem neuen Tumor

heranwachsen könnten“, betont

Professor Dr. Thorsten Vowinkel,

Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-

und Gefäßchirurgie im St.

Josefskrankenhaus und Ärztlicher

Direktor des RKK Klinikums.


26 KULTUR JOKER Musik

Harfe und Violine

Konzert im depot.K

Im Rahmen der Ausstellung

„linientreu“ mit Werken von

Katharina Hoehler (Malerei)

und Ralf Weber (Skulptur) findet

am 28. März, 19 Uhr ein

Kammerkonzert im depot.K in

Freiburg statt. Die bei Marion

Navarro in Karlsruhe, Maria

Stange in Stuttgart und Kirsten

Ecke in Freiburg ausgebildete

Harfenistin (und mehrfache

Bundespreisträgerin bei „Jugend

musiziert“) Svenja Bleyer

spielt mit Unterstützung von

Leonie Flaksman (Violine)

Werke von Domenico Scarlatti,

Camille Saint-Saëns, Benjamin

Britten, Pierre Sancan,

Astor Piazzolla und Nino Rota.

Der Eintritt frei.

Svenja Bleyer

Moderner Beethoven

Späte Stücke neuer Musik

Das ensemble recherche versammelt

Experten Neuer Musik.

Darunter auch Asa Akerberg

und Klaus Steffes-Holländer.

Akerberg hat langjährige

Erfahrungen mit dem Spiel

historischer Celli, Steffes-Holländer

mit historischen Tastenintrumenten.

Zum Beethoven-

Jahr 2020 spielen die beiden

zwei späte Sonaten für Violoncello

op. 102. Musikstücke aus

Kuenstlerfoto

einer Lebensphase Beethovens,

die voller Krisen war. Flankiert

werden sie von einem Divertimento

des deutschen Komponisten

Bernhard Romberg.

Romberg war mit Beethoven

gut bekannt. Zusätzlich wird

ein Solo für Violoncello des

italienischen Komponisten Salvatore

Sciarrino zu hören sein.

Aufführung ist am 15. März, 17

Uhr im Schloss Bad Krozingen.

Lügnerische Songs

Die Halbe Wahrheit heizt ein

Sascha Bendiks und Tobias

Schwab sind ein furioses Duo,

das sich selbst keine Grenzen

setzt. Zusammen nennen sie

sich Die Halbe Wahrheit und

wollen der Lüge über zweifelhafte

Helden-, Liebes- oder

Sonstwaslieder mit Wumms

wieder zur Ehre verhelfen.

Dabei sind viele Gitarren, ein

Kontrabass, ein Akkordeon,

eine Steel-Gitarre, ein Klavier

und eine Klarienette. Dazu

Bendiks Stimme, von der der

Tagesspiegel schwärmt, man

bekäme von ihr einen Eisprung.

Na dann. Die Halbe Wahrheit

sind am 22. März, 20.30 Uhr im

Kammertheater des Freiburger

E-Werks zu erleben.

Foto: Felix Groteloh

Klassik in Weingarten

Konzert im EBW

Im Rahmen der Klassik-Konzerte

im Mehrgenerationenhaus

EBW in Freiburg wird am 21.

März, 19.30 Uhr das Percussion

Duo Landwasser mit dem

Programm „Melodien anders

gehört“ zu erleben sein. Die beiden

jungen Instrumentalisten

spielen seit den Studienzeiten

zusammen. Inzwischen sind sie

selbst Dozenten an der Freiburger

Musikhochschule bzw. am

Konservatorium in Lugano. Lassen

Sie sich entführen und inspirieren

von einer neuen Sicht auf

Bekanntes und deren Gedanken

weitertragen. Eintritt frei, Spenden

willkommen.

Audiovisuelle Kompositionen

Konzert im E-Werk Freiburg

Die Interessengemeinschaft

Freiburger Komponisten e.V.

präsentiert am 21. März ab 20

Uhr im E-Werk in Freiburg ein

Programm mit neuen und unbekannten

audiovisuellen Kompositionen.

Unter dem Titel ‚audio

video plus‘ sind acht Werke zu

hören und zu sehen, die sich mit

dem Verhältnis von Klang und Visualität

auseinandersetzen, sechs

davon sind Uraufführungen. Die

beteiligten Komponisten und Videokünstler

sind R.Breitenfeld/

H.Kirchgäßner, C.Cardenas/H.

Richter (UA), H.Gottschewski

(UA), M.Maiguashca/C.Poete

(UA), W.Motz/D.Fabini (UA),

M.Naderi/S.Keiler, M.Soto/C.

Baderleh (UA), Th.Wenk (UA).

Sanfter Jazz mit Rockgefühlen

Julian und Roman Wasserfuhr in Merzhausen

Dass Talent nicht immer

wildes Virtuosentum bedeuten

muss, beweist Julian Wasserfuhr.

Er gilt als größtes Ausnahmetalent

an der Trompete

seit Till Brönner und spielt

doch einen sehr entspannten,

fast meditativen Sound. Zusammen

mit seinem Bruder

Roman am Klavier geht es in

warme Klangräume, die auch

manchmal ein leichter Luftzug

durchstreift.

Als Teenager nahmen die

Brüder „Remember Chet“ auf,

m4music ist ein Popmusikfestival

mit internationalem

Anstrich und einer besonderen

Prägung. Hier treffen

Musikfans und Branchenleute

aus dem In- und Ausland zusammen.

Vom 19. bis 21. März

geht es nun schon zum 23. Mal

nach Zürich. Dazu gibt es ein

ordentlich kuratiertes Line-Up

mit dem Berliner Technoduo

ein Debütalbum, das viel positive

Resonanz fand. Danach

war die Welt des Jazz beiden

geöffnet. Was wiederum nicht

bedeutet, dass sich beide nun

dort ausruhen. Zwischen dem

akzentuiert-hellen Klavierspiel

und dem atmosphärischen Ton

der Trompete oder des Flügelhorns

kommen auch manchmal

echte Rockimpulse auf.

Die Wasserfuhr-Brüder spielen

ihr Frühlingskonzert am

20. März, 20 Uhr im Forum

Merzhausen.

Julian und Roman Wasserfuhr

im Trio mit Jörg Brinkmann

(links) Foto: Nikolas Müller

Musikgenuss und Musikdebatte

Das Popmusikfestival m4music in Zürich

Im Rahmen ihres Jubiläumsjahres

„50 Jahre Freiburger

Domsingknaben“ gestalten die

Freiburger Domsingknaben am

29. März, 17 Uhr im Freiburger

Münster ein Münsterkonzert

mit der „Johannespassion“ von

J. S. Bach. Das Werk wurde

1724 in Leipzig zum ersten Mal

musiziert, wurde von Bach aber

ein Jahr später verändert. Auch

spätere Aufführungen brachten

dem Werk Umstellungen

und Ergänzungen, so dass die

heute geläufige Fassung (die

auch im Münster erklingt) eine

Kombination dieser ersten

Aufführungen bietet. Bach hat

die Passion zu Beginn seiner

Leipziger Zeit geschrieben; sie

ist also eine recht frühe Frucht

seiner Beschäftigung mit einem

Knabenchor. Insofern reihen

sich die Freiburger Domsingknaben

ein in die historische

Aufführungspraxis mit Knabenstimmen.

Als Solisten wirken

Maraile Lichdi (Sopran),

Ursula Eittinger (Alt), Tilman

Lichdi (Tenor), Wolfgang Newerla

(Bariton) und Markus

Modeselektor, der Londoner

R‘n‘B-Queen Greentea Peng,

dem britischen Indie-Soul-

Sänger Yellow Days oder der

Jazz-Sensation Alfa Mist. Die

Hälfte des Musikprogramms

wird von Schweizer KünstlerInnen

gestemmt. Die Konzerte

finden an verschiedenen

Orten in Zürich statt.

Auf einer parallel stattfindenden

Conference werden

Themen der Musikbranche

wie Burnouts oder Geo-Locking

diskutiert. Auch Nachhaltigkeit

und Migration spielen

dabei eine große Rolle.

Die Demotape Clinic vergibt

Nachwuchsförderungen an

Schweizer KünstlerInnen.

Weitere Infos: www.m4music.ch/music-festival

„Johannespassion“ von J. S. Bach

Jubiläum „50 Jahre Freiburger Domsingknaben“

Die Camerata Vocale Freiburg

präsentiert unter der Leitung

von Winfried Toll in zwei

Konzerten am 4. April (18 Uhr)

in St. Cyriak, Sulzburg und am

5. April (19 Uhr) in der Freiburger

Christuskirche Vokal- und

Orchestermusik zur Passion

von J.S. Bach, Hasse, Lasso,

Kodály, Caldara und Schütz.

Solisten sind Dina König (Alt),

Hans Jörg Mammel (Tenor)

und Lukas Siebert (Bass). In

a-cappella-Besetzung spannt

die Camerata Vocale den zeitlichen

Rahmen des Programms

mit zwei Motetten: „Timor et

tremor“ von Orlando di Lasso

und „Jesus und die Krämer“

von Zoltán Kodály. Antonio

Caldaras „Crucifixus à 16

voci“ ist ein affektgeladenes

Meisterwerk, das den Kreuzestod

Jesu vor Augen stellt und

in schmerzhaften Dissonanzschichtungen

durch die verschiedenen

Lagen des Chores

wandert. Heinrich Schütz`

„Die Sieben Worte Jesu Christi

am Kreuz“ bieten dagegen eine

Lemke (Christus) mit. Es spielen

Mitglieder des SWR Symphonieorchesters;

die Leitung

hat Boris Böhmann. Karten:

www.reservix.de

Freiburger Domsingknaben

Foto: promo

Musik zur Passion

Konzerte mit der Camerata Vocale Freiburg

verinnerlichte Musik, die auf

dramatische Zuspitzung weitgehend

verzichtet. J. S. Bachs

Kantate für den Sonntag Palmarum

„Himmelskönig“, sei

willkommen BWV 182 ist das

zentrale Werk des Konzerts.

Begleitet wird die Camerata

Vocale von der Camerata Freiburg

um Konzertmeisterin Lisa

Immer, die mit Johann Adolf

Hasses Orchesterwerk „Fuga e

grave“ in g-Moll, hier in einer

Version für Streicherensemble,

das Konzert eröffnet.


Musik KULTUR JOKER 27

Freude, schöner Götterfunken

Liederabend der Konzertreihe klangwerk Lied

In diesem Jahr wäre Ludwig

van Beethoven, der gleichsam

als erster Popstar der Musikgeschichte

gilt und nicht nur durch

die berühmte Eröffnung seiner

5. Sinfonie („ta-ta-ta-taaa“)

unsterblich geworden ist, 250

Jahre alt geworden. klangwerk

Lied ehrt Beethoven nun mit

einem Konzert am 1. März, um

17 Uhr im Augustinum Freiburg

St. Georgen. Einfühlsame

oder schwärmerische Lieder

wie „Adelaide“ oder sein Kurz-

Die Uraufführung des

Werkes „Wanderer im Tal der

Gegenwart“ des niederländischen

Komponisten Rob

Goorhuis in St. Trudpert in

Münstertal am 29. März, 16.30

Uhr bildet den Abschluss des

Saxophon Festivals SaxoPhonia

der BDB Akademie in

Staufen. Goorhuis hat dieses

Werk für das Saxophonquartett

Saxofourte und für Karin

Karle an der Orgel eigens für

dieses Konzert geschrieben.

Zyklus „An die ferne Geliebte“,

aber auch Humoresken wie

das Flohlied aus Goethes Faust

stehen da ebenso auf dem Programm

wie das als „Gassenhauertrio“

bekannte Klaviertrio Nr.

11, das seinen Beinamen seinen

lebhaft-schmissig variierten

Themen aus der Oper „Der

Korsar aus Liebe“ verdankt. Als

besonderer Clou des Konzerts

werden Lied-Duo und Klaviertrio

zu einem gemeinsamen Ensemble

verbunden und Auszüge

aus den selten gespielten „Schottischen

Liedern“ zu hören sein.

Interpreten des Abends sind

die Violinistin Lisa Juliane Immer,

der bekannte Cellist Juris

Teichmanis, Bariton Georg

Gädker sowie Pianist Hansjacob

Staemmler. Karten: www.

klangwerklied.de oder im Notenfachgeschäft

musicus Salzstraße

41/43), im Augustinum,

Tel. 0761/8879 6109, unter E-

Mail info@klangwerklied.de

sowie an der Abendkasse.

„Wanderer im Tal der Gegenwart“

Passionskonzert in St. Trudpert

Am 22. März, 19 Uhr findet

in der Evang. Stadtkirche

Müllheim ein Konzertabend

zu Ehren des großen Komponisten

Ludwig van Beethoven

statt. Einzigartig und solitär

steht im Schaffen des Künstlers

sein 1803 komponiertes Werk

für Soli, gemischten Chor,

Männerchöre und Orchester

„Christus am Ölberge“ da, das

einzige Oratorium Beethovens.

Das „Kyrie“, nach dem ersten

Satz der „Mondscheinsonate“,

eingerichtet für Chor und Orchester

von Gottlob Benedikt

Bierey, ein Zeitgenosse Beethovens,

sowie die Romanze F-

Dur für Violine und Orchester

lassen das Publikum eintauchen

in Musik vollkommener

Schönheit. Zwei Sätze aus

Beethovens 1. Sinfonie C-Dur

op. 21, das Scherzo sowie der

Quartett Saxofourte

Foto: promo

„Christus am Ölberge“

Beethoven-Konzert in Müllheim

„Matthäuspassion“

Freiburger Bachchor im Münster

Mit dem Quartett Saxofourte

und dem Würzburger Jazz-

Saxophonisten Hubert Winter

musizieren renommierte Dozenten

des Saxophon Festivals

gemeinsam mit Bezirkskantorin

Karin Karle. Außerdem

werden die Orchestersuite Nr.

2 von J. S. Bach sowie moderne

Werke von Philip Glass,

Henri Sauguet und anderen

erklingen.

Das Konzert ist das zweite

Konzert im Jahr 2020 im Rahmen

der Konzertreihe „Konzerte

St. Trudpert“, die ihr

25-jähriges Bestehen feiert.

Finalsatz zeigen seine Meisterschaft

in dieser klassisch

sinfonischen Form und Orchestrierung.

Ausführende sind die Markgräfler

Bezirkskantorei, Chorund

ProjektsängerInnen, der

Männergesangverein Zunzingen

und Männerchor Vögisheim

sowie der Männerchor der

Sängervereinigung Müllheim.

Als Solisten sind zu hören

Christiane Stolzenbach, Johanna

Schutzbach, André Schann,

Lorenz Kauffer sowie die Sinfonietta

Südlicher Breisgau unter

Leitung von Regionalkantor

Horst K. Nonnenmacher.

Foto: promo

Am 14. März, 19 Uhr führt

der Freiburger Bachchor zusammen

mit den Freiburger

Domsingknaben, dem Freiburger

Bachorchester und den Solisten

Johanna Winkel, David

Erler, Benedikt Kristjánsson,

Hanno Müller-Brachmann und

Thomas Stimmel die Matthäuspassion

von J. S. Bach im Freiburger

Münster auf.Bereits in

ihrer monumentalen Ausdehnung

mitsamt doppelchöriger

Anlage ist die am Karfreitag

1727 in der Leipziger Thomaskirche

erstmals aufgeführte

Matthäuspassion das kirchenmusikalische

Hauptwerk von

Johann Sebastian Bach.

Bach hat in diesem Werk drei

Textschichten miteinander verwoben:

Die biblische Erzählung

vom Leben und Sterben

Jesu in den Worten des Apostels

Matthäus (Kapitel 26, 27),

sechzehn Gemeindechoräle

und lyrische Betrachtungstexte

von Christian Friedrich Henrici

(genannt Picander) in den Arien.

Er vertonte diese Texte „a

due cori“, schafft also mit zwei

Chören und zwei Orchestern

die äußerst wirkungsvolle und

unverwechselbare dialogische

Gesamtstruktur der „großen

Passion“.

Black Forest Rock

Blackwood Mary in Freiburg

Blackwood Mary ist eine

rockige Band aus St. Peter im

Schwarzwald. Mit Bollenhut

und Rindshorn im Logo sind

die professionellen Musiker

vor allem für den Spaß auf der

Bühne, ein Augenzwinkern

ist auch immer dabei. Dazu

kommen mehrstimmiger Gesang

und auch weniger übliche

Instrumente mit Banjo, Mandoline

und Akkordeon. Bei

der Songauswahl wird fleißig

gecovert, von Creedance

Es gibt so manche Rockgruppen,

denen man vom Namen

her nicht zutraut aus bestimmten

Ländern zu kommen.

Fischer-Z würde man etwa

nicht in Großbritannien vermuten.

Dennoch kommen sie

genau von dorther und besuchen

Deutschland nun mit drei

Tourdaten, darunter auch das

Freiburger Jazzhaus. Fischer-

Clearwater Revival über Bryan

Adams bis hin zu Stars der

neueren Country-Szene in den

Vereinigten Staaten. Das Konzert

wird am 6. März, 20 Uhr

in der Freiburger Markthalle

zu hören sein.

New Wave-Legenden

Fischer-Z in Freiburg

Wenn eine Band nach Kult

schreit, dann ist es wohl Kuult,

eine Gruppe aus Essen. Ihrer Region

voll verpflichtet, spiegelt das

Pop-Trio vor allem die Heimat

des Ruhrgebiets wider. Das ist in

jedem Fall ein spannendes Bild

und bietet tonal viel Spielraum.

Schließlich ist das Ruhgebiet ein

Schmelztiegel für viele Nationen.

Offenheit und Ehrlichkeit stehen

dabei auch an vorderster Stelle.

Zumindest sagt man das. In jedem

Fall klingt die Musik der

Das Kammerorchester Landwasser

spielt am 22. März, 19

Uhr in der Kirche St. Andreas in

Freiburg-Weingarten. Unter der

Leitung von Kieran Staub kommen

folgende Werke zur Aufführung:

die Hebriden-Ouvertüre

Kultiger Mix

Kuult in Freiburg

Z gehören zu den Protagonisten

des New Wave-Genres

Ende der 70er- und Anfang

der 80er-Jahre. Millionen von

Plattenverkäufen machten die

Band europaweit bekannt. Aktiv

ist die Gruppe bis heute und

präsentiert in Freiburg ihr aktuelles

Album „Swimming in

Thunderstorms“. Das Konzert

ist am 20. März, 20 Uhr.

Band so, mal leise, mal laut, mal

poppig, mal rockig. Hört man zunächst

eine Ballade, kann es danach

durchaus auch schon wieder

Partymusik geben. Kuult spielen

am 5. April im Waldsee Freiburg.

Sinfoniekonzert

Kirche St. Andreas

von Felix Mendelssohn-Bartholdy,

das Trompetenkonzert Es-

Dur von Joseph Haydn mit der

Solistin Yidan Chang und die

Sinfonie h-moll „Unvollendete“

von Franz Schubert. Eintritt frei.

Spenden willkommen.

Foto: promo

Foto: promo


28 KULTUR JOKER Musik

„Magical Mystery Tour“

Die Furchtlosen 7 1/2 in Waldkirch

Unzählige Konzerte, zahlreiche

Preise und Auszeichnungen,

ein Bandleader der

ganz besonderen Art, ungewöhnliche

musikalische Bearbeitungen,

spektakuläre Aufritte,

das ist die integrative Band

der Furchtlosen 7 1/2. 2005 von

Frank Goos – studierter Musiker,

Saxophonist, Frank Zappa-

Fan, Kulturpreisträger der Stadt

Emmendingen – gegründet, besteht

die Formation derzeit aus

12 Musikern. Und wie wunderbar

Inklusion im Bereich

der Musik gelingt, das können

begeisterte Zuschauer und

Zuhörer bei Auftritten dieser

Band und jährlich wechselnden

Programmen nun schon seit 15

Jahren miterleben.

Als Matineekonzert zur laufenden

Ausstellung gastieren

die Furchtlosen 7 1/2 am 29.

März, 11 Uhr im GeorgScholz-

Haus Kunstforum Waldkirch

mit ihrem neuem Programm

„Magical Mystery Tour“.

Akustische Gitarrenpower

Konzert im bolando Dorfgasthaus

Roland Palatzky und

Matthias Waßer sind Magic

Acoustic Guitars. Sie versprühen

Harmonie zwischen

Flamenco-Rhythmik und

Pop-Klassikern. Von temporeich

bis besinnlich werden

alle musikalischen Register

gezogen. Ihre einfallsreiche

Programmgestaltung erstreckt

sich von zahlreichen Eigenkompositionen

über klassische

Stücke, Jazzstandards bis hin

zu Mitsing-Klassikern. Magic

acoustic Guitars leben und lieben

ihre Musik, geben den Melodien

und Instrumenten mit

ihrer absolut professionellen

Virtuosität leidenschaftlichen

Charakter. Zu erleben am 2.

April, 20 Uhr im bolando in

Bollschweil.

Brennende Bücher

Texte und Musik im Blauen Haus

In der Reihe „Verfolgung-

Widerstand-Exil“ dreht es sich

am 8. März (18 bis 19 Uhr,

Eintritt frei) im Blauen Haus

Breisach um die Büchervebrennungen,

die am 10. Mai 1933

in Deutschland zu ihrem Höhepunkt

gelangten, als Studenten,

Professoren und NSDAP-Mitglieder

die Bücher der von ihnen

verfemten Autoren auf dem symbolischen

Scheiterhaufen verbrannten.

Gerd Heinz wird Textpassagen

von Lion Feuchtwanger,

Egon Erwin Kisch, Erich

Kästner und Walter Mehring

lesen. Der musikalische Anteil

der Veranstaltung widmet sich,

mit Kompositionen von Haydn,

Skrjabin und Berio, dem Thema

„Feuer“ in Musikwerken aus

drei Jahrhunderten.

Sonaten von Paul Hindemith

Konzert in in der Spitalkirche Breisach

Am 31. März, 18 Uhr wird

in der Spitalkirche Breisach

die Reihe „Verfolgung-Widerstand-Exil“

fortgesetzt:

Özgür Aydin und Mitglieder

der Berliner Philharmoniker

werden Sonaten von Paul

Hindemith spielen. Obwohl

die Nationalsozialisten die

Aufführung von Hindemiths

Musik 1933 verboten hatten,

gaben Wilhelm Furtwängler

und die Berliner Philharmoniker

1934 die Uraufführung

der Symphonie „Mathis der

Maler“. Im November 1934

veröffentlichte Furtwängler

den Zeitungsartikel „Der

Fall Hindemith“, in dem er

den Komponisten öffentlich

in Schutz nimmt. So sah sich

Goebbels veranlasst, Stellung

zu beziehen und Hindemith

als „atonalen Geräuschemacher“

endgültig zu brandmarken.

Hölderlin-Collage für Chor und Stimme

Mädchenkantorei im Tuniberghaus

Das Ensemble Chœur3

wird am 22. März, 19 Uhr

im Kloster St. Lioba in Freiburg-Günterstal

ein Konzert

mit Chorwerken von Ēriks

Ešenvalds, Benjamin Britten

und Thomas Jennefelt gestalten.

Die Leitung hat Abélia

Nordmann. Seit Milliarden

von Jahren trägt der Erdball

eine sich in Zeitlupe ständig

Unter dem Titel „Gottvertrauen

– eine Hölderlin-Collage

für Chor und

Stimme“ wird die Mädchenkantorei

am Freiburger

Münster unter der Leitung

von Martina van Lengerich

am 20. März, 19 Uhr

im Tuniberhaus in Tiengen

zu hören sein. Der in Freiburg

lebende Schriftsteller,

Journalist und Hörspielautor

Ulrich Land ergänzt

die Musik mit Texten von

Hölderlin.

In einem kleinen Tübinger

Turmzimmer schrieb

Hölderlin Verse von zeitloser

Schönheit, getragen

von ungebrochenem Gottvertrauen

und improvisierte

auf der Flöte und auf dem

Klavier. Unter anderem

stimmt der Mädchenchor

das Engelsterzett „Hebe

deine Augen auf“ von Felix

Mendelssohn Bartholdy

an sowie den „Lobpreis der

Liebe“ von Knut Nystedt –

eine Komposition, die die

Brücke zur Deklamation,

zum Wort schlägt. Mit improvisierenden

Elementen

verändernde Natur durch das

All. In allerletzter Sekunde

kam der Mensch dazu – mit

scheinbar unaufhaltsamen

Auswirkungen. Er ist blutjung

und gleichzeitig genauso vergänglich

wie das, was ihn umgibt.

Diese Fragilität inspiriert

Chor-Komponisten wie Ēriks

Ešenvalds (* 1977) oder Benjamin

Britten (1913 – 1976):

werden verschiedene Klangebenen

im Raum erzeugt.

Neue, überraschende Wirkungen

in der Konfrontation

und im Zusammenklang

mit den Hölderlin-Gedichten

und -Briefen entstehen.

Ein Wimpermschlag Mensch

Konzert mit dem Ensemble Chœur3

The King of Queen, das ist

Freddie Mercury, eine Ikone

des Rock. Volle Stadien,

eine schier endlose Reihe an

Hits und ein rauschhafter Lebensstil

- all das verbindet

man mit dem charismatischen

Frontsänger. Mit „The Freddie

Mercury Show“ geht es in diese

Hochphase des pompösen

Rock, die für Queen mit dem

Hit „Killer Queen“ begann

und dann kein Ende zu nehmen

schien, bis zur schweren

HIV-Erkrankung Mercurys

und seinem Tod 1991.

Tobias Berndt (Bariton)

und Johannes Tolle (Klavier)

widmen sich zwei

Größen des Liedguts: Carl

Loewe und Gustav Mahler.

Carl Loewes Balladen gehören

zu den bekanntesten

Liedkompositionen des 19.

Jahrhunderts. Darunter sind

Killer Queen

The Freddie Mercury Show

Unter dem Motto „The King

of Queen is Back“ überwindet

die Show mit Live-Begleitung

durch Mercuryrealtribute die

Grenzen von Leben und Tod

und wirft das Publikum in

eine andere Zeit. Alle Hits,

ein buntes Bühnenprogramm,

vielfältige Tanzdarbietungen

und ein professionelles SängerInnenensemble

lassen das

Geschehen zu einer einzigen

Mercury-Party werden. Zu

erleben ist das Spektakel am

31. März, 20 Uhr im Konzerthaus

Freiburg.

Foto: promo

Liedkunst alter Meister

Carl Loewe und Gustav Mahler

Vertonungen von Goethes

„Erlkönig“, Odins „Meeresritt“

und „Die Uhr“. Loewe

war mit über vierhundert

Balladen überhaupt hoch

produktiv.

Gustav Mahlers „Lieder

eines fahrenden Gesellen“,

deren Text Mahler selbst

Foto: Mädchenkantorei © Martin Geier

Ihre Werke skizzieren die Situation

des modernen Menschen

– konfrontiert mit weiten

Herausforderungen und einem

unendlich kurzen Aufenthalt

in dieser Welt findet er sich in

einem Jetzt wieder, in dem es

gerade auf ihn ankommt. „Life

shall be for the people that‘s by

the people made!“

schrieb, zeigen einen jungen

Komponisten mit bereits unverwechselbarem

Stil. Die

Kompositionen beider Musiker

sind am 8. März, 17

Uhr im Gutshof Güntert in

Sulzburg-Laufen und am 11.

März, 20 Uhr im Freiburger

Hof zu hören.


MUSIK KULTUR JOKER 29

Die „Nacht der Musicals“

versammelt eine stattliche

Anzahl von Musicalhits und

bringt sie mit Schwung auf

die Bühnen der Welt. „Tanz

der Vampire“, „Mamma Mia“,

„Der König der Löwen“, „Das

Phantom der Oper“, „Cats“,

„Rocky“ oder „Frozen“. Hier

ist von allem etwas dabei und

das mit hohem Wiedererkennungspotential.

Wer sich dabei über so manchen

Namen wundert, etwa

„Rocky“ oder „Frozen“: hier

greift die „Nacht der Musicals“

auch auf Bühnenadaptionen

großer, musikstarker

Filmklassiker zurück. Mit

über zwei Millionen BesucherInnen

bleibt die Musicalgala

dabei prestigeträchtig. Der

Das Bach-Collegium Freiburg

lädt am 21. März, 20

Uhr in die Friedenskirche in

Freiburg (Hirzbergstraße) und

am 22. März, 20 Uhr in die

Martinskirche

Müllheim zu

seinen Frühjahrskonzerten

ein. Es kommen

Werke von

Komponisten

aus der Zeit

des Barock zur

Aufführung.

Von J. S. Bach

erk ling t d as

Oboenkonzert

Musikhits mit Wucht

Die Nacht der Musicals

Punk, Pop und Pomp

Die Simple Minds in Freiburg

Die Simple Minds müssen

mittlerweile wohl niemandem

mehr vorgestellt werden. Spätestens

seit ihrem Hit „Don‘t

You (Forget About Me)“ sind

sie im Klassikerkanon aufgenommen.

Aber schon vorher

zeigte sich die Band als

hocheinflussreich und das seit

40 Jahren. Vom explosiven

Post-Punk der frühen Jahre

über einen Art-Rock à la David

Bowie bis hin

zu elektronischen

Disco-Avancen nach

Donna Summer,

die Simple Minds

blieben beweglich.

Mit ihrer Tour „Celebrating

40 Years

Of Hits“ kommt die

Gruppe am 31. März,

20 Uhr in die Sick-

Arena Freiburg.

Frühjahrskonzerten

Bach-Collegium Freiburg und Solisten

in g-Moll, von Vivaldi das

Cellokonzert in c-Moll, von

Unico van Wassenaer das

Konzert Nr. 4 in G-Dur und

von J. S. Bach das bekannte

Erfolg wundert nicht, schließlich

sind auch Stars der Originalproduktionen

mit dabei.

Ein bombastisches Licht- und

Soundkonzept und ein Tanzensemble

runden einen emotionalen

Abend ab, den man

am 14. März, 20 Uhr auch im

Konzerthaus Freiburg erleben

kann.

Foto: Mattipictures

„Krieg und Frieden“

Konzert mit dem Freiburger BarockConsort

Das Leben deutscher Komponisten

in der ersten Hälfte

des 18. Jahrhunderts, darunter

Heinrich Schütz, Samuel

Scheidt oder Johann

Hermann Schein, war geprägt

von den grauenvollen

Erlebnissen des 30jährigen

Krieges, die sie in ihrer Musik

verarbeiteten.

So entstanden berührende,

schmerzliche Kompositionen,

in denen Trauer, Tod

und Verzweiflung allgegenwärtig

sind und uns heute

noch die Schrecken des

Krieges vergegenwärtigen.

Unter dem Titel „Krieg

& Frieden“ präsentiert das

Freiburger BarockConsort

in der Abonnementreihe am

9. März, 20 Uhr im Konzerthaus

Freiburg Musik aus der

Zeit des 30jährigen Krieges.

Brandenburgische Konzert

Nr. 2.

Die Solisten des Abends sind

Pengfei Zhang (Oboe), Ziling

Wu (Violoncello), Enrique

Uolla Castellanos

(Querflöte), Thomas

Neuber th

(Trompete) und

Emi Uehlinger-

Takahashi (Violine).

Die Leitung

hat Dr. Emi Uehlinger-Takahashi.

Bach-Collegium-Freiburg

Foto: promo

Zusammen mit Miriam Feuersinger

(Sopran) und Georg

Poplutz (Tenor) gestaltet das

Consort Arien, Duette und

Instrumentalmusik von bekannten

und unbekannten

Komponisten, darunter

Werke von Heinrich Schütz,

Johann Hermann Schein, Samuel

Scheidt, Johann Schop,

Johann Erasmus Kindermann

u.a.

Foto: promo

„À 3 Violini“

Konzert in der Martinskirche Müllheim

Zum Saisonabschluss der

Konzertreihe in der Martinskirche

Müllheim, am 19. März,

19.30 Uhr wird der Stargeiger

und Konzertmeister des Freiburger

Barockorchesters Gottfried

von der Goltz zusammen

mit dem Barockensemble Der

Musikalische Garten mit Geigenmusik

der Europäischen

Höfe des 17. Jahrhunderts die

Martinskirche erfüllen. Das

Programm „à 3 Violini“ wird

Werke von Gabrieli, Schmelzer,

Purcell, Pachelbel u.a. zu

Gehör bringen.

Chicago-Blues

John Primer im chabah

Foto: promo

In der Willie Dixon-, der

Muddy Waters- und der Magic

Slim-Band spielte er Gitarre,

unzählige Preise und zwei

Grammy-Nominierungen hat

er vorzuweisen. Er war schon

immer genial, inzwischen hat

er Mythenstatus erreicht: John

Primer ist ein brillanter Performer,

amüsant und unterhaltend,

mit beneidenswerter Energie

und Lebensfreude. Wie

kein anderer bewahrt er die

Tradition des Chicago-Blues.

Am 18. März, 20.30 Uhr

werden John Primer & The

Real Deal Blues Band Station

im Chabah in Kandern machen.

Wohl eine der letzten

Gelegenheiten, das Original,

den Meister, auf seiner 75-Birthday-Tour

in Europa zu sehen.

Keinesfalls verpassen.

Foto: promo

Passionskonzert

Werke von Bach, Caldara, Hasse,

Kodály, Lasso und Schütz


30 KULTUR JOKER GRABKULTUR

Der Alte Friedhof Freiburg

Foto: DSD, Bonn

Blühende Orte der Erinnerung

Im Frühling zeigen sich auch die Friedhöfe in frischer Blumenpracht

Wer an Friedhöfe denkt,

denkt zunächst an Orte der

Bewahrung und des Erinnerns.

Erst an zweiter Stelle folgt die

Blumenpracht, die gepflegte

Friedhöfe ebenso versprechen.

Gerade im Frühling, der Zeit

des Erwachens erblühen hier

auch die Gartenanlagen.

Nicht nur Angehörige, sondern

auch Spazierende erfreuen

sich an der stimmungsvollen

Farbenpracht und der

andächtigen Stille. Der Alte

Friedhof in Freiburg ist dabei

ein besonders beliebter Ort. Im

17. Jahrhundert errichtet, ist er

einer der ältesten in seiner Gesamtheit

erhaltenen Friedhöfe

in Deutschland. Neben barocken

bis neoklassizistischen

Grabmalen beeindruckt auch

die gewachsene Umgebung,

der Pflanzenreichtum und die

vielen, von Bäumen beschatteten,

lauschigen Orte. Viele

Grabmale sind von außergewöhnlicher

Qualität und Aussagekraft

und besitzen einen

hohen Erinnerungswert. Die

Deutsche Stiftung Denkmalschutz

hat den altherrlichen

Friedhof nun mit einer Summe

von 55.000 Euro gefördert.

Neunzehn alte Grabsteine sollen

dort Konservierungsmaßnahmen

erhalten.

Aber auch andere Friedhöfe

Freiburgs, wie etwa der

Hauptfriedhof, überraschen

mit unterschiedlichen Baustilen

und einer üppigen Flora.

Im März und April zeigen die

ersten Frühjahrsblüher ihre

Farbenpracht, darunter Märzenbecher,

Tulpen, Narzissen,

Hyazinthen und Schachbrettblumen.

Hier sind vor allem

die Friedhofsgärtner gefragt,

gerade im Frühling. Sie sorgen

nicht nur für die Instandhaltung

der Felder, sondern

Foto: GdF, Bonn

auch für eine kreative und

personengerechte Gestaltung

der Gräber. Der Beruf verbindet

direkte Kundenansprache

und Dialog mit gärtnerischem

Können. Eintönig wird es dabei

nie. Je nach Jahreszeit sind

andere Bepflanzungen gefragt.

Eine einfühlsame Kontaktaufnahme

und handwerkliches

Geschick verbunden mit Kreativität

vereint auch der Beruf

des Steinmetzes. Am Ende der

Beratung soll ein Grabstein

stehen, der die Persönlichkeit

der verstorbenen Person und

die Erinnerungen der Angehörigen

vereint und zum Ausdruck

bringt.

Ein Spaziergang über einen

Friedhof bringt mitnichten

bloß Trauer. Er macht uns das

Wiederkehren des Lebens bewusst,

in der Natur, die jedes

Jahr neu erblüht und erwacht.

Fabian Lutz

Friedhofsgärtner bei der Arbeit

Foto: GdF, Bonn

Verbundenheit

mit der Region

und den

Menschen seit

Generationen.

Wir sind seit 70 Jahren als

Familienunternehmen für Sie da.

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VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 31

Weitere aktuelle Termine finden Sie im

Online-Veranstaltungskalender unter:

www.kulturjoker.de

So 1. März

Freiburg

Allgemein

11 h: Sonntagsmatinee Archäologie –

Musik – Aperitif . Archäologisches Museum

Colombischlössle

Kunst

14 h: Up + Down – Werke von Reiner Seliger.

E-Werk Freiburg

Musik

17 h: „Freude, schöner Götterfunke“ – Ludwig van

Beethoven zum 250. Geburtstag, Konzertreihe

klangwerk Lied. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg

20 h: Oded Tzur Quartet – Jazz. Jazzhaus

Freiburg

Theater & Tanz

16 h: Dracula – Bram Stokers legendärem Vampir

auf der Spur – Für alle Unerschrockenen ab

12 Jahren und Erwachsene. Theater Freiburg,

Werkraum

17 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

18 h: Premiere: Die Hochzeit des Figaro –

Wolfgang Amadeus Mozart – Komische Oper in

vier Akten. Theater Freiburg, Großes Haus

19 h: Let It Rain – Tanzperformance von Cia.

Nadine Gerspacher. E-Werk Freiburg

19 h: Let It Rain – Tanzperformance von Cia.

Nadine Gerspacher. E-Werk Freiburg

19 h: Let It Rain – Tanzperformance von Cia.

Nadine Gerspacher. E-Werk Freiburg

Film

17:30 h: „Die Vergessenen“ – Los Olvivados.

Kommunales Kino Freiburg

19:30 h: „La Dolce Vita“ – Italienisches Kino: 100

Jahre Federico Fellini. Kommunales Kino Freiburg

Basel

Partys

23 h: Morgestraich Party x Nocturna Visión.

Kaserne Basel

andere Orte

Bad Krozingen

10:30 h: Oberrheiner-Musikanten. Kurhaus Bad

Krozingen

15 h: Royal Opera House: Ballett Dornröschen.

Joki Kino

15 h: Tanzmusik mit Calypso. Kurhaus Bad

Krozingen

Bad Säckingen

11 h: Kurzfilm Matinée – Kulinarisches Kino.

Gloria-Theater

Badenweiler

09:30 h: Gottesdienst mit musikalischer Gestaltung

durch den Bläserkreis Badenweiler-Müllheim. Ev.

Pauluskirche Badenweiler

Rust

09 h: Euro Dance Festival 2020. Europa-Park

Staufen

17 h: „Arsen und Spitzenhäubchen“ – eine

Komödie frei nach Joseph Kesselring. Auerbachs

Kellertheater

Mo 2. März

Freiburg

Allgemein

18 h: „Schau nach innen“ – Meditationskurs für

Anfänger mit Wilfried Pfeffer. Tibet Kailash Haus

19:15 h: „Mit Mitgefühl die Welt verändern“ –

Friedensmeditation mit Wilfried Pfeffer. Tibet

Kailash Haus

Musik

20 h: Open Club Stage Session – Freiburger Blues

Association e.V. Gasthaus Schiff, Gewölbekeller

Schiff

Theater & Tanz

17 h: Labormanifest #10. Südufer

Vorträge & Gespräche

15:15 h: Jacques Hotteterre – Flötist des

Sonnenkönigs – Vortrag mit Musik für barocke

Traversflöte solo. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg, Theater

20:15 h: Interreligiöser Dialog. Tibet Kailash Haus

20:15 h: Wie schaffen wir es bloß zum Mars?

– Vortrag aus der Reihe „Silicon Valley“ mit Dr.

Kai Goebel, Palo Alto, CA. Carl-Schurz-Haus,

Konferenzraum

andere Orte

Kandern

20:15 h: Chabah Quiznight. ChaBah

Mundologia Vortragsreihe

01.03.-20.03.2020

Freiburg im Breisgau & andere Orte

www.mundologia.de

Di 3. März

Freiburg

Allgemein

10 h: Sprachcafé Deutsch für Frauen.

Stadtbibliothek Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

18:30 h: Veggie-Treffen. Café Adelhaus

20 h: BauWUT und MietWAHN –

Podiumsdiskussion zum Thema: Wie wollen wir

leben und wohnen? Theater Freiburg, Kleines

Haus

Literatur

19:30 h: Hanns-Josef Ortheil – Der von den

Löwen träumte – Ein Hemingway-Roman. Theater

Freiburg, Winterer-Foyer

Musik

20 h: 5. Sinfoniekonzert – Erich Wolfgang

Korngold. Konzerthaus Freiburg

20:30 h: Mamoudou Doumbouya. Der Gitarrist

aus Guinea mit Jazz, Afrofunk, Afropop, Salsa,

Blues und Traditionelles aus Guinea-Conakr.

Waldsee Gaststätte

Theater & Tanz

17 h: Labormanifest #10. Südufer

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

20:30 h: „Tanz der Tiefseequalle“ –

Jugendtheaterstück nach dem Roman von

Stefanie Höfler. E-Werk Freiburg

andere Orte

Denzlingen

20 h: roccacoustic im Café mit InTakt. Roccafé

Lahr

20 h: „Geächtet“ – . Parktheater Lahr

Mi 4. März

Freiburg

Literatur

19:30 h: „Mit Mut und List– Europäische Frauen

gegen Faschismus und Krieg“ Buchvorstellung mit

Florence Hervé. Centre Culturel Français Freiburg

20 h: Thomas Seedorf: „Von der Quelle zum

Klang“. Freiburger Hof

Theater & Tanz

18 h: One-To-One Mentorship – tanznetz freiburg.

Südufer

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

Partys

20 h: Move To Groove. DJ Mensa, DJane Conny,

DJ Adam oder DJ Quincy Jointz. Waldsee

Gaststätte

Film

19:30 h: „Paris Calligrammes“ – Ulrike Ottinger,

Ehrenpreis Berlinale 2020. Kommunales Kino

Freiburg

andere Orte

Bad Krozingen

15:30 h: Franz Lehár Ensemble. Kurhaus Bad

Krozingen

Bad Säckingen

19:30 h: Federspiel mit „Wolperting“. Kursaal

Bad Säckingen

Historix Tours Freiburg

Historische Stadtführungen

365 Tage im Jahr, bei jedem Wetter

www.historix-tours.de

Kandern

20:15 h: Muddy What? ChaBah

Do 5. März

Freiburg

Kunst

17 h: Up + Down – Werke von Reiner Seliger.

E-Werk Freiburg

Literatur

19 h: Richtig tanzen – Lesung mit Rainer Bauck

bei 3FL – Lesungen im Friedrich-Gymnasium.

Friedrich-Gymnasium, Vorraum vor der Aula

19:30 h: Florence Hervé, Mit Mut und List. Centre

Culturel Français Freiburg

20 h: Autorenlesung und Gespräch mit Sigrid

Nunez, Gewinnerin des National Book Award

2018: The Friend / Der Freund. Carl-Schurz-Haus

20 h: Sigrid Nunez: Der Freund. Carl-Schurz-Haus

Musik

20 h: Give Me Some Word For A Woman To Sing

– Marine Madelin (Sopran), Daniel Gerzenberg

(Klavier). Freiburger Hof

20 h: Gregory Porter & Band. Konzerthaus

Freiburg

Theater & Tanz

11 h: „Tanz der Tiefseequalle“ –

Jugendtheaterstück nach dem Roman von

Stefanie Höfler. E-Werk Freiburg

17 h: Labormanifest #10. Südufer

19 h: Die Verwandlung – Franz Kafka. Theater

Freiburg, Werkraum

19 h: Michael Kohlhaas. Theater im Marienbad

Film

19:30 h: „Das letzte Geschenk“ – El Último Traje.

Kommunales Kino Freiburg

19:30 h: „Irre – Die Freiburger Hilfsgemeinschaft“.

Theater Freiburg

20 h: Irre – Die Freiburger Hilfsgemeinschaft

– Eine filmische Langzeitdokumentation von

Reinhild Dettmer-Finke und Ingo Behring. Theater

Freiburg, Kleines Haus

andere Orte

Bad Säckingen

20 h: Eure Mütter – Bitte nicht am Lumpi saugen!

Gloria-Theater

20 h: Eure Mütter – Bitte nicht am Lumpi saugen!

Gloria-Theater

Weil am Rhein

14:30 h: Autorenbegegnung mit Alice Pantermüller

– „Mein Lotta-Leben“. Stadtbibliothek Weil am

Rhein

KunstFestival Grenzgänger*innen

06.03.-17.04.2020

Freiburg im Breisgau, diverse Orte

Fr 6. März

Freiburg

Allgemein

19 h: Tibetische Meditationstechniken mit Lama

Ngawang Tsultrin (Nepal). Tibet Kailash Haus

Kunst

17 h: Up + Down – Werke von Reiner Seliger.

E-Werk Freiburg

Literatur

18:30 h: Ursula Koll: Mit dem Fahrrad durch

Afrika, Wundertüte Haslach – Erzählcafé.

Stadtteilbibliothek Haslach

Musik

20 h: Blackwood Mary. Markthalle Freiburg

20 h: Soundedge. Jazzhaus Freiburg

20:15 h: Manfred Maurenbrecher – Das Recht auf

Vergessenwerden. Theater Freiburg, TheaterBar

Theater & Tanz

16 h: „Das Schul-Musical“. Paulussaal

17 h: Labormanifest #10. Südufer

18 h: Romeo und Julia – Ein Tanztheater. E-Werk

Freiburg

19:30 h: Maria Stuart – Friedrich Schiller. Theater

Freiburg, Großes Haus

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

20 h: Der Würgeengel – Frei nach dem Film von

Luis Buñuel. Theater Freiburg, Kleines Haus

Krieg im Kopf Freiburg

Zwei Mädchen erleben den

Kaukasuskrieg, Tod und Not.

Dabei fällt kein Schuss, das

Grauen ereignet sich inmitten

der Zivilbevölkerung. Tamta

Melaschwilis Debütroman

„Abzählen“ (Deutscher Jugendbuchpreis

2013) entführt

in eine Kinderwelt, in die Gewalt

einbricht und in der eine

Giacomo Girolamo Casanova

ist zuvorderst als hemmungsloser

Verführer bekannt. Dann

aber ist er weit mehr: politischer

Rebell, Okkultist. Philosoph

und schlicht neugieriger

Mensch. So verschlug es ihn an

die sonderbarsten Orte, sogar

in die Bleikammern

von Venedig,

ein Gefängnis, aus

dem er entkommen

konnte. Seine

Autobiografie liest

sich wie ein Abenteuerroman.

Wieso

das Abenteuer also

nicht auf die Bühne

bringen? „Die

Casanova-Akte“

Freundschaft alles sein kann.

Melaschwili geht es weniger

um die politischen Hintergründe

als um die unauslöschbaren

Folgen eines kriegerischen

Konflikts. Im Rahmen der Reihe

Am Weltfrauentag (8. März,

19 Uhr) veranstaltet das Theater

im Marienbad eine Lesung

des Romans.

Literarisch-musikalisch Freiburg

Im Vorderhaus Freiburg

findet am 5. März, 20 Uhr

ein literarisch-musikalischer

Abend zur Rolle der Frauen

in der Badischen Revolution

mit der Autorin Ulrike Halbe-

Bauer und dem Liedermacher

Buki statt. Im Mittelpunkt des

Romans „Schwalben über dem

Fluss“ von Halbe-Bauer über

die Revolution 1848 stehen die

Casanova reloaded Freiburg

Frauenstreik am 8. März

Seit über 100 Jahren gilt der

8. März als Frauenkampftag

und so ruft auch dieses Jahr

das Feministische & Frauenstreik-Komitee

Freiburg alle

Frauen, Lesben, Inter-, Nonbinary-

und Trans-Personen

zum Streik auf. Ziel ist, die

Welt zum Stillstand zu bringen,

um auf grundsätzliche

Probleme aufmerksam zu

Arbeiterin Emma und die Fabrikantengattin

Henriette. Von

der schwärmerischen Henriette

hört Emma zum ersten

Mal etwas über die revolutionären

Bestrebungen der Zeit,

die Forderungen von Freiheit,

Gleichheit und Menschenrechten

auch für die Frauen. Eine

Veranstaltung des DGB-Stadtverbandes

Freiburg.

ist eine prämierte szenische

Lesung der Freiburger Schauspielschule,

bei der gewitzte

Bühnenkunst und Originaltext

schwungvoll aufeinander treffen.

Aufführung am 12./13./14.

März, 20 Uhr und am 15. März,

18 Uhr im E-Werk.

Foto: promo

„Mit Mut und List“ Freiburg

Im Mai 2020 jährt sich zum

75. Mal die Befreiung von Nationalsozialismus

und faschistischer

Terrorherrschaft. Zu dieser

Befreiung hat internationaler

Widerstand beigetragen. Auch

viele Frauen waren beteiligt, die

dabei gleichzeitig tradierte Geschlechterrollen

durchbrachen.

Florence Hervé hat mit einem

europäischen Team von Wissenschaftlerinnen

und Journalistinnen

eine Anthologie ediert

(PappyRossa-Verlag), in der 75

Frauen vorgestellt werden, die

mit Mut und List im Widerstand

aktiv waren. Die Buchvorstellung

„Mit Mut und List

– Europäische Frauen gegen Faschismus

und Krieg“ findet am

4. März, 19.30 Uhr im Centre

Culturel Français statt.

Freiburg

machen. Eines davon ist die

Care-Arbeit, die auch an Wochenenden

und zu schlechter

Bezahlung meist von Frauen

verrichtet werden muss. Der

Frauenstreik richtet das Augenmerk

genau darauf. Entsprechend

lautet die Parole

„Wir streiken auch sonntags

– because we care!“ Weitere

Infos: www.frauenstreik.org


32 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

Willkür und Gerechtigkeit Freiburg

Am 9. März, 19 Uhr zeigt

das Carl-Schurz-Haus im

Rahmen seiner monatlichen

Amerika-Filmreihe „Monday

Nite At The Movies“ den Film

„Just Mercy“ (2019) im Friedrichsbau

Freiburg. Der Film

handelt von einem unschuldig

inhaftierten Afroamerikaner.

Sechs Jahre lang befindet er

Formsprenger Brandtner

Das Merdinger Kunstforum

feiert in diesem Jahr

sein 30-jähriges Bestehen mit

einem breit gefächerten Kulturprogramm.

Den Auftakt

bildet die Ausstellung „30 x 30

x 30“, die am 8. März, 11 Uhr

mit einem Künstlergespräch

im Haus am Stockbrunnen

eröffnet wird. Aktiv kunstschaffende

Mitglieder des

sich im Todestrakt und wartet

auf die Vollstreckung des

Urteils. Dank des jungen Anwalts

Bryan Stevenson kommt

jedoch Hoffnung auf. Er setzt

sich für den ungerechtfertigt

Verurteilten ein. Der Film beruht

auf einem wahren Fall, der

1993 zu Gunsten des Häftlings

entschieden werden konnte.

Geld macht schrecklich Gundelfingen

In seinem Stück „Wegen

Reichtum geschlossen“ nimmt

sich der prämierte Dramatiker

Tankred Dorst eines beliebten

Sujets an. Das Paar Max und

Rosa gewinnt 11 Millionen und

findet sich prompt in der Welt

der Reichen und Glücklichen

wieder. Besitztümer

werden angehäuft und

schwierige Bekanntschaften

geknüpft.

Bald gibt es kein Zurück

ins einfache, irgendwie

angenehmere

Performance-Kunst ist ein

Konzept, das Kunstarten und

-formen überschreitet. Umso

wichtiger ist der kreative

Austausch unter den KünstlerInnen.

Die diskursive Plattform

„Labormanifest“ wird

vom 1. bis 8. März das Theater

Südufer und öffentliche

Plätze erobern. Die Tanz- und

Leben. Ein Werk, so absurd

wie witzig wie tragisch. Aufgeführt

wird das Stück von den

Theatermachern Gundelfingen

am 6./7./14. März, jew. 20 Uhr

und am 8./15. März, jew. 18

Uhr im Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen.

Foto: promo

Labormanifest Freiburg

Kunstschaffenden werden

ihre Arbeit durch öffentliche

Showings täglich von 17 bis

18 Uhr transparent machen.

Die Aufführungsorte werden

am selben Tag über die Facebook-Seite

des Veranstalters

Tanznetz Freiburg bekannt

gegeben: www.facebook.com/

tanznetzfreiburg

Freiburg

„Zugabe!“ heißt es bei Jürgen

M. Brandtner, „Das Beste der

kommenden 20 Jahre“. Also

kein Jahresrückblick - immerhin!

Der Schauspieler, Regisseur,

Autor und Moderator

liefert lieber ein ganz und gar

unvorhersehbares Programm,

das man nur bedingt eine Lesung

nennen kann. Vielmehr

interpretiert Brandtner seine

Texte auch musikalisch und

schauspielerisch. Figuren wie

Doktor Kannitzehln, unheimliche

Gewitter und Formen von

Prosa bis Lyrik sorgen für einen

Abend, der schnell aus der

Welt entführt und doch politisch

bleibt. Brandtner kommt

am 15. März, 18 Uhr ins

K.I.S.S. (Kultur im Stühlinger

Souterrain), Lehener Straße 47.

Foto: promo

„30 x 30 x 30“ Merdingen

Kunstforums werden zehn unterschiedliche

Positionen zeigen,

eine Vielfalt im gleichen

Format mit Wandarbeiten in

den Maßen 30 x 30 Zentimeter

und Skulpturen von ca. 30 x 30

x 30 Zentimeter Größe. Bis zur

Finissage am 5. April, 18 Uhr

ist die Ausstellung samstags

von 16-18 Uhr und sonntags

von 12-18 Uhr geöffnet.

Kabarett & Comedy

20 h: Frowin – Der Kanzlerchaffeur ... bremst für

Deutschland. Vorderhaus

20:30 h: Martin Herrmann. Wodan Halle

Partys

23 h: I Love 80s – 80s music nonstop! Jazzhaus

Freiburg

Film

19:30 h: „Nonna Mia“ – Italienisches Kino.

Kommunales Kino Freiburg

21:30 h: „Paris Calligrammes“ – Ulrike Ottinger,

Ehrenpreis Berlinale 2020. Kommunales Kino

Freiburg

Messen & Märkte

10 h: Baby + Kind 2020 Die Messe für Familien.

Halle 3. Sick-Arena

14 h: Rauch&Glut – BBQ Lifestyle Messe. Halle

1 und Freigelände. Messe Freiburg

andere Orte

Gundelfingen

20 h: „Wegen Reichtum geschlossen“

Theatermacher. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen

20 h: Wegen Reichtum geschlossen – Komödie

von Tankred Dorst. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen, Saal, 1.OG

Rust

19 h: Küchenparty im Hotel „El Andaluz“.

Europa-Park

Waldkirch

20 h: „Drei Männer im Schnee“ – Erich Kästner.

Theater am Kastelberg

Veggienale & FairGood Messe

14.03.-15.03.2020

Freiburg im Breisgau, Messe

www.veggienale.de

Sa 7. März

Freiburg

Allgemein

23 h: CuteCactus Party No. 3 – Queer & Friends

Party. Theater Freiburg, TheaterBar

Musik

19 h: Souvenir de Montpellier – Jazz mit Jürgen

Hagenlocher (ts), Dano Haider (g) und Michael

Pöhlmann (b) . Depot.K

19:30 h: Frühling, ja du bist‘s! – Ensemble Lumino

zu Gast im Augustinum Freiburg. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Theater

20 h: Physical Graffiti – The Very Best Of Led

Zeppelin. Jazzhaus Freiburg

20 h: The Music of Harry Potter – Live in Concert.

Konzerthaus Freiburg

Theater & Tanz

17 h: Labormanifest #10. Südufer

19:30 h: Falstaff – Komische Oper von Giuseppe

Verdi. Theater Freiburg, Großes Haus

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

20 h: Der Sandmann – E. T. A. Hoffmann

– Koproduktion mit Abattoir Fermé. Theater

Freiburg, Kleines Haus

20 h: Michael Kohlhaas. Theater im Marienbad

20:15 h: „De dressierte Ma“. Alemannische Bühne

20:15 h: Improholiker – Improvisationstheater.

Theater Freiburg, TheaterBar

Kabarett & Comedy

20 h: Christoph Simon – Der Suboptimist.

Vorderhaus

Führungen

10:30 h: Theaterführung – Blick hinter die Kulissen

– Theaterführung für Erwachsene. Theater

Freiburg, Bühneneingang

Partys

20 h: Momo und die grauen Herren – CD Release

Party. Waldsee Gaststätte

23 h: In The Mix – a party through the 21st century

– 2000er Party. Jazzhaus Freiburg

Film

19:30 h: „Paris Calligrammes“ – Ulrike Ottinger,

Ehrenpreis Berlinale 2020. Kommunales Kino

Freiburg

22:30 h: „Das letzte Geschenk“ – El Último Traje.

Kommunales Kino Freiburg

Messen & Märkte

10 h: Baby + Kind 2020 Die Messe für Familien.

Halle 3. Sick-Arena

10 h: Rauch&Glut – BBQ Lifestyle Messe. Halle

1 und Freigelände. Messe Freiburg

Basel

Theater & Tanz

20 h: „Die Zufühung – Über das Altern und den

Tod“ – Corinne Maier. Kaserne Basel

20 h: Premiere: Die Zufügung – Über das Altern

und den Tod hinaus. Kaserne Basel

Partys

16 h: If I Can‘t Dance, It‘s Not My Revolution!

Kaserne Basel

22 h: If I can’t dance, it’s not my revolution! –

Feministisches Fest. Kaserne Basel

andere Orte

Baden-Baden

18 h: Pierre-Laurent Aimard – Klavierabend.

Festspielhaus Baden-Baden

Donaueschingen

20 h: Bundesjazzorchester & Ansgar Striepens

– Dreams and Realities. Donauhallen

Donaueschingen, Strawinsky Saal

Gundelfingen

20 h: „Wegen Reichtum geschlossen“

Theatermacher. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen

20 h: Wegen Reichtum geschlossen – Komödie

von Tankred Dorst. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen, Saal i. OG

Kandern

21 h: Rämeläm – 80er und 90er. ChaBah

Lahr

20:30 h: Joel Havea Trio – Singer/Songwriter.

Schlachthof Lahr

Riehen

20 h: Dramenwahl improvisiert! Die Impro-Show.

Kammertheater Riehen

Staufen

20 h: „Arsen und Spitzenhäubchen“ – eine

Komödie frei nach Joseph Kesselring. Auerbachs

Kellertheater

Waldkirch

20 h: „Drei Männer im Schnee“ – Erich Kästner.

Theater am Kastelberg

So 8. März

Freiburg

Musik

19:30 h: Freiburger Oratorienchor: J. S.

Bach, Johannespassion (2. Fassung 1725) .

Martinskirche Freiburg

Theater & Tanz

15:30 h: „Bitte, nehmen Sie doch etwas Platz“ –

Ein Tanzduett für Klein und Groß. E-Werk Freiburg

17 h: Labormanifest #10. Südufer

20:30 h: Der Tempelherr – Ferdinand Schmalz.

Theater Freiburg, Kleines Haus

Film

17 h: „Das letzte Geschenk“ – El Último Traje.

Kommunales Kino Freiburg

19:30 h: „Nonna Mia“ – Italienisches Kino.

Kommunales Kino Freiburg

Messen & Märkte

10 h: Baby + Kind 2020 Die Messe für Familien.

Halle 3. Sick-Arena

10 h: Rauch&Glut – BBQ Lifestyle Messe. Halle

1 und Freigelände. Messe Freiburg

Basel

Theater & Tanz

19 h: „Die Zufühung – Über das Altern und den

Tod“ – Corinne Maier. Kaserne Basel

19 h: Die Zufügung – Über das Altern und den Tod

hinaus. Kaserne Basel

andere Orte

Baden-Baden

17 h: Christian Gerhaher – Werke von Schubert.

Festspielhaus Baden-Baden

Badenweiler

17 h: Der Prophet von Khalil Gibran und heitere

Weisheiten von Mullah Nasreddin – Das

LiteraTheater. Kurhaus Badenweiler

Breisach

18 h: Musikwerke zum Thema „Feuer“ – Gerd

Heinz liest Texte von Lion Feuchtwanger, Egon

Erwin Kisch und Erich Kästner zum Thema

„Verbrannte Bücher“. Blaues Haus Breisach

Denzlingen

18:30 h: Rilke-Performance – Inmitten aller Dinge

Gedichte, Tanz und Gesang: Claudia Kraus .

Fuge trifft Fuge

Emmendingen

17 h: Orgelvesper. Orgelmeditation mit Texten

– Jürgen Mauri, Orgel. Kath. Pfarrkirche St.

Bonifatius Emmendingen

Gundelfingen

18 h: „Wegen Reichtum geschlossen“

Theatermacher. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen

18 h: Wegen Reichtum geschlossen – Komödie

von Tankred Dorst. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen, Saal, 1.OG

Kirchzarten

17 h: K(offerte) – Schönes aus dem Handgepäck.

Rainhof Scheune

Merdingen

11 h: 30 X 30 X 30 – 30 Jahre Merdinger

Kunstforum. Haus am Stockbrunnen

Staufen

17 h: „Arsen und Spitzenhäubchen“ – eine

Komödie frei nach Joseph Kesselring. Auerbachs

Kellertheater

Sulzburg

17 h: Und atmend horcht die Nachtigall – Tobias

Berndt (Bariton), Johannes Tolle (Klavier).

Gutshof Güntert

Mo 9. März

Freiburg

Allgemein

18 h: „Schau nach innen“ – Meditationskurs für

Anfänger mit Wilfried Pfeffer. Tibet Kailash Haus

19:15 h: „Mit Mitgefühl die Welt verändern“ –

Friedensmeditation mit Wilfried Pfeffer. Tibet

Kailash Haus

Literatur

19 h: Grau ist bunt: Was im Alter möglich ist,

Lesung von Henning Scherf. Pauluskirche

Freiburg

Musik

20 h: Bluesworld – Freiburger Blues Association

e.V. Gasthaus Schiff, Gewölbekeller Schiff

Film

20 h: „Irre – Die Freiburger Hilfsgemeinschaft“.

Kommunales Kino Freiburg

Basel

Theater & Tanz

20 h: „Die Zufühung – Über das Altern und den

Tod“ – Corinne Maier. Kaserne Basel

20 h: Die Zufügung – Über das Altern und den Tod

hinaus. Kaserne Basel

Di 10. März

Freiburg

Musik

20 h: Annenmaykantereit. Sick-Arena

20 h: Stoppok mit Band – Singer Songwriter.

Jazzhaus Freiburg

20:30 h: Hammond Jazz Night: „Organ Clash“.

Jos Fritz Café

20:30 h: Will Bartlett Trio – Jazz. Waldsee

Gaststätte

Theater & Tanz

10 h: Michael Kohlhaas. Theater im Marienbad

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

Film

19:30 h: „Riding Along“ – kino avantgarde.

Kommunales Kino Freiburg

Vorträge & Gespräche

19 h: „Perspektive aus der Praxis – Obstgarten,

Gemüsebeet und Acker“ – Veranstaltungsreihe

„summ summ summ... AgriKulturelle

Lösungsansätze für eine Neugestaltung von

Landwirtschaft und Ernährung“. Weingut Andreas

Dilger

19:30 h: Auswege aus der Gentrifizierung –

Möglichkeiten und Chancen einer anderen

Wohnungspolitik – Vortrag von Andrej Holm –

Veranstaltung zum Stadtjubiläum Freiburg 2020.

Theater Freiburg, Winterer-Foyer

Weitere aktuelle Termine auch unter:

www.kulturjoker.de


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 33

„Abgeflogen“

Am Ende der Mundologia-

Saison gibt es noch einmal

zwölf spannende Vorträge in

und um Freiburg zu sehen. Gestartet

wird am 1. März mit drei

Veranstaltungen im Paulussaal

Freiburg: Um 11 Uhr zeigt Orientexperte

Hardy Fiebig seinen

Vortrag „Oman & Emirate –

Übermorgenland“. Fiebigs

exzellente Rhetorik und sein

spitzbübischer Blick auf die

Welt machen sein Porträt der

Golfregion zu einem unvergesslichen

Erlebnis. „Großstadt

Wildnis – Auf Safari in

Foto: © Andreas Zmuda und Doreen Kröber

urbaner Natur“ heißt die außergewöhnliche

Reportage des

Fotojournalisten Sven Meurs

um 14.30 Uhr. Längs und

quer ist er durch Deutschland

gereist und hat im Großstadtdschungel

eine erstaunlich

artenreiche Fauna aufgespürt.

Der Freiburger Fotograf David

Lohmüller war mehrfach im

Norden des Irak unterwegs.

In seiner Reportage „Irak –

Eine Reise ins unbekannte

Kurdistan“ zeigt er um 18

Uhr großartige Landschaften,

pulsierende Städte, bunte

Oman, Südafrika, Neuseeland

Die Highlights der Mundologia-Reihe im März

Basare und herzliche

Menschen.

„Masuren – und

die Städte Danzig,

Königsberg,

Thorn“ ist der Titel

der Natur- und

Kulturreportage

des Berliner Fotojournalisten

Dirk

Bleyer. Seine

stimmungsvollen

Bilder präsentiert

er am 5. März, 19.30 Uhr im

Bürgerhaus Müllheim. Einen

Tag später zeigt Bleyer um 20

Uhr bei Kompass Sport in Eimeldingen

„Südafrika – Von

Kapstadt zum Krügerpark“,

eine eindrucksvolle Show, die

die Naturschätze und Attraktionen

des Landes in den Mittelpunkt

rückt.

Die Abenteurer Andreas

Zmuda und Doreen Kröber

sind im offenen Ultraleichtflugzeug

zu einem 160.000 Kilometer

langen Weltrekordflug

aufgebrochen. In ihrer Multivisionsshow

„Abgeflogen“

berichten sie am 10. März,

19.30 Uhr im Bürgerhaus am

Seepark von den ersten vier

Jahren auf dem amerikanischen

Doppelkontinent. Am

folgenden Tag um 19.30 Uhr

steht „Unbekanntes Zentralamerika“

auf dem Programm.

Mit ihrem zum Expeditionsmobil

umgebauten Oldtimer-

LKW Paula umrundeten Sabine

Hoppe und Thomas Rahn

in sechs Jahren den Globus. In

dieser Fotoreportage berichten

sie vom dritten Abschnitt ihrer

Weltumfahrung.

Am 12. März, 19.30 Uhr erzählt

Torsten Weigel im Vortrag

„Im Bann der Berge“

die Geschichte eines Freundeskreises,

der in die Welt hinauszieht,

um Kulturen zu erkunden

und Vorurteile abzubauen.

Eine bildgewaltige Hommage

an das Leben, welche die Zuschauer

nach Bolivien, Peru,

Georgien und Kirgistan katapultiert.

Es folgen zwei Reportagen

am 15. März im Kultur- &

Bürgerhaus Denzlingen. Um

14.30 Uhr ist der Filmemacher

Stefan Erdmann mit „Kanaren

27° 29° N – Acht Inseln – Acht

Welten“ in der Reihe zu Gast.

Um 18 Uhr geht es dann in die

„Rocky Mountains“. Mitreißend

berichten Anita Burgholzer

und Andreas Hübl von ihrer

abenteuerlichen Radreise durch

die grandiose Wildnis Nordamerikas.

Costa Rica und Neuseeland

sind ein Eldorado für Naturliebhaber,

so empfand es auch

Tobias Hauser. Der Freiburger

Fotojournalist und Mundologia-Veranstalter

zeigt zum Abschluss

der Saison am 16. März,

19.30 Uhr im Bürgerhaus am

Seepark „Neuseeland – Paradies

am Ende der Welt?“ und

einen Tag später am selben Ort

zur gleichen Zeit „Costa Rica

– Reise in den tropischen Garten

Eden“. Weitere Infos und

Karten: www.mundologia.de.

andere Orte

Bad Krozingen

19:30 h: Benefizkonzert des Heeresmusikkorps

Koblenz. Kurhaus Bad Krozingen

Mi 11. März

Freiburg

Allgemein

20:15 h: Oma gegen rechts – Mit Susanne Scholl.

Theater Freiburg, TheaterBar

Literatur

19:30 h: Annette Pehnt: „Alles was Sie sehen ist

neu“ – Buchpremiere mit Victor Calero und Renate

Obermaier. Literaturhaus Freiburg

20 h: Dilan – Ein Wimpernschlag für die Ewigkeit.

E-Werk Freiburg

Musik

20 h: Andreas Schaerer und Hildegard Lernt

Fliegen – Jazz. Jazzhaus Freiburg

20 h: Und atmend horcht die Nachtigall – Tobias

Berndt (Bariton), Johannes Tolle (Klavier).

Freiburger Hof

Theater & Tanz

19 h: Michael Kohlhaas. Theater im Marienbad

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

Partys

20 h: Move To Groove. DJ Mensa, DJane Conny,

DJ Adam oder DJ Quincy Jointz. Waldsee

Gaststätte

Film

22 h: „Jimi Hendrix – Electric Church“ – zum Tod

von Jimi Hendrix vor 50 Jahren. Kommunales

Kino Freiburg

Vorträge & Gespräche

19 h: Lebenshilfe und Gesundheit – Prostata

im Allgemeinen. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg, Theater

20 h: „Erinnern um zu vergessen –

Erinnerungskultur zwischen Aufarbeitung und

Instrumentalisierung“ – Vortrag von Larissa

Schober. Alte Uni, Max-Kade-Auditorium.

Universität Freiburg

20:15 h: China auf dem Weg zur High-Tech

Weltmacht – Stellt China den Westen in den

Schatten? – Vortrag aus der Reihe „Silicon Valley“

mit Bernhard Weber, Nanjing, China. Universität

Freiburg, Hörsaal 3042, KG III

Basel

Theater & Tanz

18:30 h: „Radical Vitality, Solos et Duos“ – Marie

Chouinard. Kaserne Basel

18:30 h: Radical Vitality, Solos et Duos. Kaserne

Basel

20 h: „Die Zufühung – Über das Altern und den

Tod“ – Corinne Maier. Kaserne Basel

20 h: Die Zufügung – Über das Altern und den Tod

hinaus. Kaserne Basel

andere Orte

Bad Krozingen

15:30 h: Franz Lehár Ensemble. Kurhaus Bad

Krozingen

Kandern

20:30 h: L. R. Phoenix&Band . ChaBah

Do 12. März

Freiburg

Literatur

18:30 h: Longreads Loyalists – A Reading Group

on America’s Best Journalism with Rimma

Gerenstein & René Freudenthal, Freiburg. Carl-

Schurz-Haus, Bibliothek

Theater & Tanz

18 h: Theatertraining III – Fortbildungsreihe für

Lehrer*innen: Der Theaterbaukasten. Theater

Freiburg, Werkraum

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

bikes

&

more

trips

&

travels

bikes & more I trips & travels I outdoor & sports

Die Messe für Familien

outdoor

&

sports

20:15 h: Stompin‘ at the Theater – Lindy Hop

Social. Theater Freiburg, TheaterBar

Kabarett & Comedy

20 h: Maxi Gstettenbauer „Liebe Maxi als normal“.

Vorderhaus

Film

19:30 h: „La Villa – Das Haus am Meer“.

Kommunales Kino Freiburg

19:30 h: Cinema Augustinum – „So ein

Schlamassel“. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg, Theater

21:30 h: „Das letzte Geschenk“ – El Último Traje.

Kommunales Kino Freiburg

Basel

Musik

19:30 h: Hauskonzert – Ein Käfig ging einen Vogel

suchen. Sommercasino

Theater & Tanz

20 h: „Die Zufühung – Über das Altern und den

Tod“ – Corinne Maier. Kaserne Basel

20 h: Die Zufügung – Über das Altern und den Tod

hinaus. Kaserne Basel

Fr 13. März

Freiburg

Allgemein

10 h: Tag der offenen Tür an der Carlo Schmid

Schule Freiburg. Carlo Schmid Schule

17 h: „Sacred Presence 4.0“ – Offene spirituelle

Gesprächs- und Meditationsgruppe. Tibet

Kailash Haus

Literatur

18:30 h: My Sister, The Serial Killer by Oyinkan

Braithwaite – Gespräch mit Reginald Anthony.

Carl-Schurz-Haus, Bibliothek

Musik

20 h: Gastspiel: The Shoo-Shoos „Trouble In

Moose Lake“. E-Werk Freiburg

20 h: Lang Lang – Klavierabend, Sonderkonzert

Albert Konzerte. Konzerthaus Freiburg

20 h: The Deadnotes. Waldsee Gaststätte

20:15 h: Four on Six – Ruben Kilchling Quartett.

Theater Freiburg, TheaterBar

20:30 h: Shirley Grimes & Band. Wodan Halle

Theater & Tanz

10 h: Michael Kohlhaas. Theater im Marienbad

18:30 h: Time to Share Movements – Monatliches

Tanzworkshopformat für alle Levels. Theater

Freiburg, Ballettsaal

19:30 h: Premiere: Der Widerspenstigen Zähmung

– Nach William Shakespeare. Theater Freiburg,

Großes Haus

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

20:15 h: „De dressierte Ma“. Alemannische Bühne

Kabarett & Comedy

20 h: Faisal Kawusi „Anarchie“. Paulussaal

20 h: Thilo Seibel – Wenn schon falsch, dann auch

richtig. Vorderhaus

20:30 h: Senay Duzcu – Hitler war eine Türkin?!

E-Werk Freiburg

Partys

23 h: Lass Zocken – Indie vs. HipHop Party.

Jazzhaus Freiburg

Die

Messe für

Familien

Film

19:30 h: „Border“ – Psychoanalytiker*innen stellen

Filme vor. Kommunales Kino Freiburg

Basel

Musik

21 h: Tommy Vercetti & Band, Fabe, Le Rou.

Sommercasino

Partys

23 h: Tonite’s Tha Night. Sommercasino

andere Orte

Bad Krozingen

15:30 h: Franz Lehár Ensemble. Kurhaus Bad

Krozingen

19:30 h: „Chansons und Mundartliches“ Karl

Streicher spielt „mit Herz und Liebe zur Region“.

Litschgi Keller

Dornach

19:30 h: Theater Junges M „Ein

Sommernachtstraum“. Neues Theater Dornach

Sa 14. März

Freiburg

FR–SO 10–18 Uhr FR–SO 10–18 Uhr FR 14–21 Uhr | SA 10–20 Uhr | SO 10–18 Uhr

5 Messen – 1 Ticket · 6.–8. März · Messe Freiburg

Allgemein

10 h: Mantraheilkurs mit Winfried Pfeffer. Tibet

Kailash Haus

Musik

12 h: Musik und Macht – Albrecht Dammeyer

(Klavier). Freiburger Hof

VVK bis 5. März

6,50 € statt 9,– €

Eintrittskarte =


34 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

19 h: Johann Sebastian Bach „Matthäuspassion“ –

Freiburger Bachchor, Freiburger Domsingknaben,

Freiburger Bachorchester . Freiburger Münster

19:30 h: Lieblingskompositionen – Ein

musikalischer Abend mit Werken von Vivaldi,

Schubert, Beethoven, Ravel, Poulenc und

Messiaen. Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg, Theater

20 h: Gastspiel: The Shoo-Shoos „Trouble In

Moose Lake“. E-Werk Freiburg

20 h: Mad Kitchen – Freiburger Blues Association

e.V. Gasthaus Schiff, Gewölbekeller Schiff

Theater & Tanz

20 h: „Die Nacht der Musicals“. Konzerthaus

Freiburg

20 h: „Wonderland Ave“ – Sibylle Berg. Wallgraben

Theater

20 h: Michael Kohlhaas. Theater im Marienbad

20:15 h: „De dressierte Ma“. Alemannische Bühne

20:30 h: Der Geizige – Freiburger Theater

Compagnie. E-Werk Freiburg

Kabarett & Comedy

20 h: Reiner Kröhnert – GeTWITTERcloud.

Vorderhaus

20 h: Teddy Show. Sick-Arena

20:15 h: Kerstin Luhr. Theater Freiburg,

TheaterBar

Partys

23 h: Connected – die 90er Party. Jazzhaus

Freiburg

Film

19:30 h: „Irre – Die Freiburger Hilfsgemeinschaft“.

Kommunales Kino Freiburg

Messen & Märkte

11 h: FairGoods & Veggienale – öko meets vegan.

Halle 1. Messe Freiburg

Basel

Partys

22 h: Flight Mode. Techno. Sommercasino

andere Orte

Bad Säckingen

19:30 h: Emil Steinberger – Alles Emil, oder?!

Gloria-Theater

20 h: Emil Steinberger – Alles Emil, oder?! –

Schweizer Dialekt! Gloria-Theater

Baden-Baden

18 h: Andris Nelsons & Wiener Philharmoniker

– Werke von Beethoven. Festspielhaus Baden-

Baden

Denzlingen

20 h: Denzlinger Konzerte Zyklus 28 – Konzert

junger Künstlerinnen. Kultur- & Bürgerhaus

Denzlingen

21 h: Schlager Party mit den beiden DJs

Beatbrothers. Roccafé

Dornach

19:30 h: Theater Junges M „Ein

Sommernachtstraum“. Neues Theater Dornach

Gundelfingen

20 h: „Wegen Reichtum geschlossen“

Theatermacher. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen

20 h: Wegen Reichtum geschlossen – Komödie

von Tankred Dorst. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen, Saal, 1.OG

Rust

22 h: Night.Beat.Angels. Europa-Park

Waldkirch

20 h: „Drei Männer im Schnee“ – Erich Kästner.

Theater am Kastelberg

So 15. März

Freiburg

Musik

11 h: 5. Kammerkonzert – Mit Werken von Karl

Goldmark, Erich Wolfgang Korngold & Johannes

Brahms. Theater Freiburg, Winterer-Foyer

11 h: Rising Stars! – Matinee. SWR Studio

Freiburg, Schlossbergsaal

Theater & Tanz

15 h: The Turn of the Screw – Benjamin Britten.

Theater Freiburg, Großes Haus

19:30 h: Der Geizige – Freiburger Theater

Compagnie. E-Werk Freiburg

20:15 h: „De dressierte Ma“. Alemannische Bühne

Kabarett & Comedy

18 h: Zugabe – Das Beste der kommenden

zwanzig Jahre – Jürgen M. Brandtner. KISS

(Kultur im Stühlinger Souterrain)

Film

17:30 h: „Irre – Die Freiburger Hilfsgemeinschaft“.

Kommunales Kino Freiburg

18:30 h: „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“

– Moderierter Filmabend der Carl-Isler-Stiftung.

Pauluskirche Freiburg

19:30 h: „We Want Sex“ – Made in Dagenham,

in Kooperation mit amnesty international

Frauenrechtsgruppe Freiburg / Zum Internationalen

Frauentag. Kommunales Kino Freiburg

Vorträge & Gespräche

11 h: Sonntags Matinee – Geleitete Meditation mit

Marlot Prester und Video-Vortrag mit Ayya Khema.

Tibet Kailash Haus

Messen & Märkte

11 h: FairGoods & Veggienale – öko meets vegan.

Halle 1. Messe Freiburg

Basel

Literatur

17 h: „Capitaine Rosalie“ – Timothée de Fombelle.

Kaserne Basel

17 h: Timothée de Fombelle – Capitaine Rosalie.

Kaserne Basel

andere Orte

Bad Krozingen

17 h: Beethoven 2020: Mit „neuem“ Blick. Schloss

Bad Krozingen

Bad Säckingen

17 h: Emil Steinberger – Alles Emil, oder?!

Gloria-Theater

17 h: Emil Steinberger – Alles Emil, oder?! –

Schweizer Dialekt! Gloria-Theater

Baden-Baden

17 h: Renée Fleming & Evgeny Kissin – Lieder

von Brahms, Debussy, Strauss u.a.. Festspielhaus

Baden-Baden

Badenweiler

16 h: “Seine Majestät Großherzog Friedrich I. lässt

bitten“! Historisch-Schauspielerische Park- und

Stadtführung. Kurhaus Badenweiler

Emmendingen

19 h: Konzert mit geistlichen Chor- und

Instrumentalwerken. Kath. Pfarrkirche St.

Bonifatius Emmendingen

Gundelfingen

18 h: „Wegen Reichtum geschlossen“

Theatermacher. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen

18 h: Wegen Reichtum geschlossen – Komödie

von Tankred Dorst. Kultur- und Vereinshaus

Gundelfingen, Saal, 1.OG

Waldkirch

18 h: „Drei Männer im Schnee“ – Erich Kästner.

Theater am Kastelberg

Mo 16. März

Freiburg

Musik

20 h: US Rails (USA) – Freiburger Blues

Association e.V. Gasthaus Schiff, Gewölbekeller

Schiff

Di 17. März

Freiburg

Allgemein

10 h: Sprachcafé Deutsch für Frauen.

Stadtbibliothek Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

18 h: Vortrag „10 Tipps für mein gutes

Testament“ – mit Amnesty International und

IFAW – Internationaler Tierschutz-Fonds und

Fachanwältin Dr. C. Rump. Ökostation Freiburg

Literatur

16 h: Lesekreis Französische Literatur.

Stadtbibliothek Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

20:15 h: Slam 46 – Poeten aus der Region im

Wettstreit. Theater Freiburg, TheaterBar

Musik

20:30 h: Jilman Zilman – Jazz. Waldsee Gaststätte

Theater & Tanz

10 h: Michael Kohlhaas. Theater im Marienbad

Film

19:30 h: „La Polizia Ringrazia“ – Italienische

Filmmusiknacht. Kommunales Kino Freiburg

Basel

Vorträge & Gespräche

20 h: KIN-SHIP-ING – Künstlerische Praxis als

Beziehungsspinnerei – Kadiatou Diallo, Anta

Helena Recke. Kaserne Basel

andere Orte

Dornach

19:30 h: Theater Junges M „Ein

Sommernachtstraum“. Neues Theater Dornach

Lörrach

19 h: Öffentliche Führung durch die

Sonderausstellung Paul Ibenthaler.

Dreiländermuseum

Mi 18. März

Freiburg

Allgemein

19 h: Solidarity City – Eröffnungsveranstaltung

der Woche gegen Rassismus. Theater Freiburg,

TheaterBar

Literatur

19:30 h: Eric Vuillard, Der Krieg der Armen. Centre

Culturel Français Freiburg

19:30 h: Eric Vuillard: „Der Krieg der Armen“ –

Zweisprachige Lesung. Literaturhaus Freiburg

20 h: Autorenlesung und Gespräch mit Katya

Apekina: The Deeper The Water, The Uglier The

Fish / Je tiefer das Wasser. Carl-Schurz-Haus

20 h: The Deeper The Water, The Uglier The

Fish – Lesung & Gespräch mit Katya Apekina,

Los Angeles, CA. Artjamming

20:15 h: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

– Angst essen Freiheit auf – Warum wir unsere

Grundrechte schützen müsse. Theater Freiburg,

Winterer-Foyer

Musik

19 h: Sounds Of Späti. Bis Späti – Der erste

Späti in Freiburg

Das Freiburger Stadtjubiläum

als strahlender Anlass,

die Stadt und ihre Geschichte

zu feiern. Das Informationszentrum

iz3w sucht mit ihrer

kritischen Veranstaltungsreihe

„War da was? Freiburger

Geschichte ungeschönt“

einen anderen Weg. Vom 11.

März bis 27. Mai werden verdrängte

Kapitel der Freiburger

Geschichte beleuchtet. Neben

Vorträgen wartet die Reihe

auch mit Stadtrundgängen und

20 h: Pigor & Eichhorn, Salon Hip Hop. Vorderhaus

20 h: Steve Reich – SWR Linie 2. E-Werk Freiburg

20 h: SWR Linie 2. E-Werk Freiburg

Theater & Tanz

19 h: Michael Kohlhaas. Theater im Marienbad

20:15 h: „Schöne neue Welt“. Alemannische

Bühne

Partys

20 h: Move To Groove. DJ Mensa, DJane Conny,

DJ Adam oder DJ Quincy Jointz. Waldsee

Gaststätte

Film

19:30 h: „Congo Calling“ – Im Rahmen der

Internationalen Wochen gegen Rassismus 2020.

Kommunales Kino Freiburg

21:30 h: „Jimi Hendrix – Electric Church“ – zum

Tod von Jimi Hendrix vor 50 Jahren. Kommunales

Kino Freiburg

Basel

Musik

19:30 h: Fil Bo Riva – Indie, Folk. Kaserne Basel

andere Orte

Bad Krozingen

15:30 h: Franz Lehár Ensemble. Kurhaus Bad

Krozingen

Bad Säckingen

20 h: Mathias Richling – Richling #2019. Gloria-

Theater

Kandern

20:30 h: John Primer & The Real Deal Blues

Band. ChaBah

Do 19. März

Freiburg

Musik

20 h: Dame – HipHop. Jazzhaus Freiburg

20 h: Estikay – HipHop. Waldsee Gaststätte

Interventionen im öffentlichen

Raum auf.

Auftakt im März ist der

Auftrag „Erinnerungskultur

zwischen Aufarbeitung und

Instrumentalisierung“ von

Larissa Schober am 11. März,

20 Uhr in der Alten Universität.

Vor dem Hintergrund der

Planung eines NS-Dokumentationszentrums

in Freiburg

wird diskutiert, was Erinnern

bedeutet und wann bewusst

vergessen wird.

20 h: Miul – Musik ist unser Leben – Freiburger

Blues Association e.V. Gasthaus Schiff,

Gewölbekeller Schiff

20 h: Sistanagila – Eine iranisch-israelische

Musikaffäre. E-Werk Freiburg

21 h: Heim und Flucht Orchester – Junges Theater

– Eintritt frei – Spenden willkommen. Theater

Bar, TheaterBar

Theater & Tanz

19 h: Holiday On Ice – Showtime. Sick-Arena

19 h: Holiday on Ice – Eisshow: Showtime.

Sick-Arena

20:30 h: Penthesilea – love is to die – Bambi

Bambule. E-Werk Freiburg

Kabarett & Comedy

20 h: Jan Philipp Zymny How to human?

Vorderhaus

Film

22 h: „Border“ – Psychoanalytiker*innen stellen

Filme vor. Kommunales Kino Freiburg

Vorträge & Gespräche

19 h: „Perspektive aus der Praxis – Rebberg

und Bauernhof“ – Veranstaltungsreihe „summ

summ summ... AgriKulturelle Lösungsansätze

für eine Neugestaltung von Landwirtschaft und

Ernährung“. Weingut Andreas Dilger

20:15 h: Whole Earth: Von Hippie-Träumen zu

Social Media – Vortrag aus der Reihe „Silicon

Valley“ mit Dirk Görtler, Freiburg. Carl-Schurz-

Haus, Konferenzraum

Basel

Musik

20 h: Kummerbuben und das Apokalypse-

Orchester, Mundart/Klassik. Kaserne Basel

andere Orte

Dornach

19:30 h: Theater Junges M „Ein

Sommernachtstraum“. Neues Theater Dornach

Lahr

20 h: Mathias Richling #2020. Parktheater Lahr

Schattenseiten Freiburgs

Veranstaltungsreihe des iz3w im Rahmen des Stadtjubiläums 2020

Problematisches Geschichtsverständnis:

Das Freiburger Siegesdenkmal

Foto: Rosaly Magg

Für Vielfalt setzt sich die

stadtgeschichtliche Erkundungstour

„InOrte: Vergessene

Vielfalt“ am 21. März, 11

Uhr ein. Alexander Sancho-

Rauschel und Birgit Heidtke

gehen den Spuren vergessener

Minderheiten in Freiburg nach.

Startpunkt ist der Haupteingang

des Rektorats der Universität

Freiburg. Freiburgs

oft vergessene Kolonialgeschichte

wird am 22. März, 14

Uhr durch eine weitere Stadtführung

deutlich. Ausgehend

vom Platz der Alten Synagoge

(Brunnen) entstreckt sich die

Führung von freiburg-postkolonial.de

durch die ganze

Stadt. Ein kritischer Überblick

jüdischer Geschichte steht im

Mittelpunkt eines Vortrags des

Historikers Heinrich Schwendemann

im Gemeindezentrum

der Israelistischen Gemeinde

am 24. März, 19 Uhr.

Weitere Veranstaltungen in

den Folgemonaten beschäftigen

sich etwa mit Rassenkunde

in Freiburg (29. April),

Antiziganismus (12. Mai) oder

Freiburger Denkmälern (26.

Mai).

Weitere I nformationen unter:

www.iz3w.org/projekte/

stadtjubilaeum/programm



36 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

JugendKunstParkour Freiburg

Unter dem Motto „Grenzenloswerden“

startet am 14.

März, 16-20 Uhr, der diesjährige

JugendKunstParkour

(JKP) wieder mit einer Kickoff-Veranstaltung

in der Projektwerkstatt

Kubus³ (Haslacher

Str. 43) in seine achte

Runde. Jugendliche und junge

Erwachsene zwischen 15 und

25 Jahren können kostenfrei

und mit professioneller Begleitung

in verschiedenen Sparten

der Kunst und Kultur aktiv und

„Ab in die Küche!“ Kirchzarten-Burg

Er war einer der meistdekorierten

Sterneköche in

Deutschland, um sich dann

von der übertriebenen Sterne-

Jagd zu verabschieden. Seine

Device lautet „vom Einfachen

das Beste“. Artgerecht und

naturnah züchtet er heute die

Rinder und Schweine selbst,

die er in seiner Küche verarbeitet.

In seinem Buch, aus

dem er am 29. März, 18 Uhr

im Buchladen in der Rainhof

Scheune lesen wird, liefert er

ein leidenschaftliches Plädoyer

für eine ehrliche Küche und

ein radikales Umdenken in der

industriellen Nahrungsmittelproduktion.

Und wie immer

sorgt Franz Keller für das leibliche

Wohl der Gäste, lassen

Sie sich überraschen!

Über einen Verräter Freiburg

Judas ist die klassische Verräterfigur.

Wer den Heilsbringer

seinen Häschern ausliefert

kann jedenfalls nicht gut sein,

seine Stimme wird daher nicht

gehört. Vielmehr wird über

ihn spekuliert, denn ohne

ihn hätte es das Christentum

so nie gegeben. Lot Vekemans,

eine niederländische

Erfolgsautorin, widmet sich

der geheimnisvollen Figur mit

Ein Traum auf Eis

„Holiday On Ice“ ist eine

Show mit Millionenpublikum.

Die bildstarken Darbietungen

verschiedener Eiskunstläufer

werden mit Live-Musik, extravaganten

Kostümen und

einem besonderen Bühnenbild

ergänzt. Die aktuelle Produktion

„Showtime“ erzählt von

der produktiven wie leidenschaftlichen

Beziehung eines

Produzenten einer Eisshow

und dessen auserwählten Eisläuferin.

Hologramm-Effekte,

ein frei hängender, begehbarer

Globus, Bungee-Eisakrobatik

und ein Zug, der auf die Eisbühne

fährt, machen die Show

inhaltlich wie visuell zu einem

besonderen Ereignis. Premiere

ist am 19. März in der SICK-

Arena, 19 Uhr. Weitere Aufführungen

am 20. März, 20 Uhr

sowie am 21./22. März, jew. 13

und 16.30 Uhr.

kreativ werden. Zur Auswahl

stehen zahlreiche Ateliers aus

den Bereichen bildende und

darstellende Kunst.

einem gleichnamigen Theaterstück.

Es geht ihr darum,

Judas auf eine eigene Stimme,

ein „menschliches Maß“ zurückzuführen.

Am 21. März,

20 Uhr feiert das Theaterstück

unter der Regie von Regine Effinger

und Hans Poeschl nun

im Wallgraben Theater Premiere.

Weitere Termine im

März: 24./25./27./28./31., jew.

20 Uhr.

Freiburg

Foto: promo

Foto: Anja Jahn

Foto: Hannah Seidler

Aufgepasst: Wir verlosen für

die Premiere 5x2 Karten. Schicken

Sie uns eine Mail mit dem

Stichwort „Holiday On Ice“

an: redaktion@kulturjoker.

de. Nennen Sie bitte auch Ihre

Telefonnummer zur Benachrichtigung.

Viel Glück! Einsendeschluss:

10. März 2020.

Datenschutz-Hinweis: Ihre Daten

werden lediglich zur Abwicklung der

Verlosung erhoben. Ihr Name wird an

den Veranstalter weitergegeben, damit

die Karten an der Abendkasse hinterlegt

werden können. Nach Abschluss

der Verlosung werden Ihre Daten gelöscht.

Durch Ihre Teilnahme erklären

Sie sich damit einverstanden.

Einmal irre – immer irre?

Der Dokumentarfilm „Irre“ von Reinhild Dettmer-Finke blickt hinter

die Fassaden

Wer will entscheiden, wann

jemand als „irre“ gelten muss?

Was heißt „normal“? Was kennzeichnet

eine vorübergehende

„Störung“ und was ein pathologisches

Verhalten? Manchmal

reicht ein desaströses Ereignis,

um einen Menschen aus seiner

Bahn zu werfen und alles gerät

aus den Fugen. Das kann im

Prinzip jede und jeden treffen.

Bei aller Unsicherheit, die es

im Hinblick auf die Kategorisierung

menschlichen Verhaltens

gibt – eines ist sicher:

Wer einmal eine psychiatrische

Diagnose erhalten hat, ist für

den Rest seines Lebens stigmatisiert.

Wie solche Menschen

mit psychischer Erkrankung

ihren Lebensalltag meistern,

wie sie die Welt sehen und ihre

Umwelt erleben, haben Reinhild

Dettmer-Finke (Regie)

und Ingo Behring (Kamera) in

ihrer Langzeitdokumentation

blickfang Basel

20.03.-22.03.2020

Basel, Messe

www.blickfang.com

Fr 20. März

Freiburg

Kunst

19 h: Vernissage: Katharina Hoehler und Ralf

Weber – linientreu. Depot.K

Literatur

20 h: Autorenlesung und Gespräch mit Rebecca

Makkai, Finalistin für den Pulitzer-Preis 2018:

The Great Believers / Die Optimisten . Carl-

Schurz-Haus

20 h: The Great Believers – Lesung & Gespräch

mit Rebecca Makkai, Chicago, IL. Artjamming

Musik

20 h: Fischer-Z – Rock. Jazzhaus Freiburg

20 h: Gastspiel: The Shoo-Shoos „Trouble In

Moose Lake“. E-Werk Freiburg

20:15 h: Gebhardt Trio – Moderner Swing in alter

Tradition mit dem Gebhardt Trio & Ornella Tobar

– Local Heros. Theater Freiburg, TheaterBar

20:30 h: Nina & the Hotspots. Wodan Halle

Theater & Tanz

19:30 h: Interaktives Improvisations-Theater mit

„Verspielt“. Stadtteilzentrum Vauban 037 e.V.

20 h: Holiday On Ice – Showtime. Sick-Arena

20 h: Impro Ananas vs. Improtastisch. Waldsee

Gaststätte

20:15 h: „De dressierte Ma“. Alemannische Bühne

20:15 h: „Schöne neue Welt“. Alemannische

Bühne

Kabarett & Comedy

20 h: Werner Koczwara – Am Tag, als ein

Grenzstein verrückt wurde. Vorderhaus

20 h: „Flender jetzt“ – Clown-Comedy-Solo. Freie

Waldorfschule Wiehre, Saal

20 h: Dieter Nuhr „Kein Scherz“ . Konzerthaus

Freiburg

Partys

23 h: Kalipo live meets Ahoii Club. Waldsee

Gaststätte

23 h: Queerbeatz reloaded – die LGBTQ+ Party.

Jazzhaus Freiburg

Film

21:30 h: „Congo Calling“ – Im Rahmen der

Internationalen Wochen gegen Rassismus 2020.

Kommunales Kino Freiburg

Messen & Märkte

14 h: Flohmarkt. Halle 3. Messe Freiburg

Essensraum Mittagstreff

„Irre. Die Freiburger Hilfsgemeinschaft“

festgehalten.

Dieses filmische Kammerspiel

will einerseits helfen Menschen

mit psychischer Erkrankung zu

verstehen (und dadurch zu ihrer

Endstigmatisierung beitragen)

und andererseits die wichtige

Arbeit von Institutionen wie der

Freiburger Hilfsgemeinschaft

(FHG) aufzeigen. „IRRE. Die

Freiburger Hilfsgemeinschaft“

Basel

Musik

23 h: Islandman – Psych/Elektro. Kaserne Basel

Theater & Tanz

19 h: „What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*“ – fleischlin/meser. Kaserne Basel

19 h: Premiere: What Is Human – ein Abend über

und mit Familie*. Kaserne Basel

andere Orte

Bad Krozingen

15:30 h: Franz Lehár Ensemble. Kurhaus Bad

Krozingen

Bad Säckingen

20 h: Simon & Garfunkel Revival Band – Feelin‘

groovy – . Gloria-Theater

20 h: Simon & Garfunkel Revival Band – Feelin‘

groovy – . Gloria-Theater

Breisach

20 h: Chin Meyer: „Leben im Plus +++“.

Kleinkunstbühne Schloss Rimsingen

Donaueschingen

20 h: Sebastian Schnoy – „Dummikratie – Warum

Deppen Idioten wählen“ Politisches Kabarett

zur Herrschaft des Stumpfsinns. Kunst- und

Musikschule Donaueschingen, Gewölbekeller

Dornach

19:30 h: Theater Junges M „Ein

Sommernachtstraum“. Neues Theater Dornach

Kirchzarten

18:30 h: „Der Krieg in mir“ – Ein Film von Sebastian

Heinzel. Rainhof Scheune

Merzhausen

20 h: & Roman Wasserfuhr: „Relaxin‘ in Ireland“

. Jazz. Forum Merzhausen

Rust

22 h: Night.Beat.Angels. Europa-Park

Waldkirch

20 h: „Drei Männer im Schnee“ – Erich Kästner.

Theater am Kastelberg

Sa 21. März

Freiburg

Musik

19:30 h: Percussion Duo Landwasser – „Melodien

anders gehört“. Mehrgenerationenhaus EBW

20 h: „audio video plus“ – Verhältnis von Klang

und Visualität. Interessengemeinschaft Freiburger

Komponisten e.V. E-Werk Freiburg

20 h: Gastspiel: The Shoo-Shoos „Trouble In

Moose Lake“. E-Werk Freiburg

(2020), 85 Min., Regie: Reinhild

Dettmer-Finke, Kamera:

Ingo Behring, Montage: Mike

Schlömer, Produktion Behring

Film & Klotz Media. Premiere:

Theater Freiburg, Kleines

Haus, 5.3., 20 Uhr. Weitere

Vorführungen im Kommunalen

Kino am 9.3. und 14.3., 19.30

Uhr, 15.3., 17.30 Uhr. Anschl.

Diskussion mit Beteiligten.

Friederike Zimmermann

20 h: Russkaja – Ska, Polka. Jazzhaus Freiburg

Theater & Tanz

13 h: Holiday On Ice – Showtime. Sick-Arena

16:30 h: Holiday On Ice – Showtime. Sick-Arena

20 h: Premiere: „Judas“ – Lot Vekemans.

Wallgraben Theater

20 h: Glitch – Demestri & Lefeuvre – Deutschland-

Premiere. Theater Freiburg, Kleines Haus

20 h: Holiday On Ice – Showtime. Sick-Arena

20:15 h: „De dressierte Ma“. Alemannische Bühne

20:30 h: Penthesilea – love is to die – Bambi

Bambule. E-Werk Freiburg

Kabarett & Comedy

20 h: Carl-Einar Häckner – Ein Eisbärmärchen.

Vorderhaus

Partys

23 h: In The Mix – a party through the 21st century.

Jazzhaus Freiburg

Film

19:30 h: „Das Wachsfigurenkabinett“ – Am Klavier:

Günter Buchwald / Einführung: Jörg Schöning

/ Stummfilm mit Musikbegleitung. Kommunales

Kino Freiburg

Messen & Märkte

09 h: Flohmarkt. Halle 3. Messe Freiburg

10 h: Horizon – Berufs- und Studienorientierung

nach dem Abitur. Messe Freiburg

Varieté

20 h: „beziehungsweise“ – Neuer Zirkus. Freie

Waldorfschule Wiehre, Saal

20 h: „beziehungsweise“ Neuer Zirkus. Freie

Waldorfschule Wiehre

Basel

Foto: promo

Musik

21 h: „Radio X – Woche gegen Rassismus“ –

Gaddafi Gal. Cloud-Rap. Kaserne Basel

Theater & Tanz

19 h: „What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*“ – fleischlin/meser. Kaserne Basel

19 h: What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*. Kaserne Basel

Partys

22 h: Drip In. Trap, Hip Hop – für alle ab 16+.

Sommercasino

Radiosendung

„No Country and No Land“

– Freiburger Sinti und Roma im Dialog.

Jeden vierten Montag im Monat, 19 Uhr

auf Radio Dreyeckland, 102,3 mhz oder

www.rdl.de


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 37

andere Orte

Staufen

20 h: „Arsen und Spitzenhäubchen“ – eine

Komödie frei nach Joseph Kesselring. Auerbachs

Kellertheater

Waldkirch

20 h: „Drei Männer im Schnee“ – Erich Kästner.

Theater am Kastelberg

So 22. März

Freiburg

Allgemein

11 h: Nach Gott: Bazon Brock – Neuer Mensch

– Neue Götter. Genetik als Schöpfungspoesie.

Theater Freiburg, Winterer-Foyer

14 h: Baby Moves I – Workshop mit Adriana

Almeida Pees für Babys und ihre Eltern. Theater

Freiburg, Ballettsaal

15 h: Baby Moves II – Workshop mit Adriana

Almeida Pees für Babys und ihre Eltern. Theater

Freiburg, Ballettsaal

Musik

19 h: Kammerorchester Landwasser – Hebriden-

Ouvertüre von Felix Mendelssohn-Bartholdy,

Trompetenkonzert Es-Dur von Joseph Haydn

mit der Solistin Yidan Chang, Sinfonie h-moll

„Unvollendete“ von Franz Schubert. St. Andreas-

Kirche

19 h: Soulfamily – Soul, Pop, Gospel.

Alemannische Bühne

20 h: Anna Depenbusch. Jazzhaus Freiburg

20:30 h: Die halbe Wahrheit – Sascha Bendiks,

Tobias Schwab. E-Werk Freiburg

Theater & Tanz

13 h: Holiday On Ice – Showtime. Sick-Arena

15 h: Tanztee für Frauen*, Lesben*,Trans*, Inter*

– Standard, Latein und Tango Argentino bei Kaffee

und Kuchen. Feministisches Zentrum

16:30 h: Holiday On Ice – Showtime. Sick-Arena

19 h: Bea von Malchus Nibelungen. Vorderhaus

20:15 h: Solidarity City – Abschlussveranstaltung

der Woche gegen Rassismus – Die Mittelmeer-

Monologe. Theater Freiburg, TheaterBar

Kabarett & Comedy

20 h: Der Tod – Mein Leben als Tod. E-Werk

Freiburg

Führungen

14 h: Freiburg und die deutsche Kolonialgeschichte

– Stadtführung. Alte Uni, Max-Kade-Auditorium.

Platz der Alten Synagoge

Film

19:30 h: „Der Krieg in mir“ – Ein Film von Sebastian

Heinzel. Kommunales Kino Freiburg

Messen & Märkte

10 h: Horizon – Berufs- und Studienorientierung

nach dem Abitur. Messe Freiburg

Basel

Theater & Tanz

17 h: „What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*“ – fleischlin/meser. Kaserne Basel

17 h: What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*. Kaserne Basel

andere Orte

Bad Krozingen

15 h: „Fidelio“ – Live aus dem Royal Opera

House. Joki Kino

Badenweiler

16 h: Bäume sind Gedichte, die die Erde in den

Himmel schreibt! Ein lyrischer Baum-Weg im

Kurpark Badenweiler aus Gedichten und Texten

dargestellt von Martin Lunz. Kurhaus Badenweiler

Denzlingen

12:45 h: Backgammon: 2. Ranglistenturnier zum

Südbaden-Cup 2020. Registration 12.00 Uhr –

12.30 Uhr. Roccafé

Dornach

18 h: Theater Junges M „Ein Sommernachtstraum“.

Neues Theater Dornach

Müllheim

19 h: Großes Sonderkonzert zum Beethovenjahr –

250. Geburtstag. Ev. Stadtkirche Müllheim

Staufen

17 h: „Arsen und Spitzenhäubchen“ – eine

Komödie frei nach Joseph Kesselring. Auerbachs

Kellertheater

Mo 23. März

Freiburg

Literatur

19:30 h: Neu Gedichte: Marion Poschmann trifft

Alexandru Bulucz. Literaturhaus Freiburg

Musik

20 h: SWR Kammerkonzert. Konzerthaus Freiburg

20 h: Tino Gonzales Show – Freiburger Blues

Association e.V. Gasthaus Schiff, Gewölbekeller

Schiff

Basel

20:30 h: Lucrecia Dalt x Jerusalem In My Heart.

Experimental. Kaserne Basel

Theater & Tanz

19 h: „What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*“ – fleischlin/meser. Kaserne Basel

19 h: What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*. Kaserne Basel

andere Orte

Müllheim

19 h: Beethoven – Konzert im Gedenkjahr zum

250. Geburtstag, Konzertprojekt der Markgräfler

Bezirkskantorei. Für Kids ab 5 Jahren. Ev.

Stadtkirche Müllheim

Di 24. März

Freiburg

Allgemein

18 h: Vortrag „10 Tipps für mein gutes Testament“

– mit Aktion Deutschland Hilft und der DRF

Luftrettung und Fachanwältin Dr. Cornelia Rump.

Ökostation Freiburg, Forum

Literatur

20:15 h: Art of Being ... Not Human (Second

Encounter) – Cut-up, mash-up, beam-up. Theater

Freiburg, TheaterBar

Musik

20 h: Michael Schulte – Pop. Jazzhaus Freiburg

20:30 h: Shnuk – Jazz. Waldsee Gaststätte

Theater & Tanz

20 h: „Judas“ – Lot Vekemans. Wallgraben

Theater

20:15 h: Art of Being... Not Human – Second

Encounter: Cut-Up, Mash-Up, Beam-Up –

Literaturperformance – Art of Being... mit Jürgen

Reuß & Stephan Kuß, Freiburg. Theater Bar

Vorträge & Gespräche

19 h: „Strategien für eine agrikulturelle

Zukunft“ – Veranstaltungsreihe „summ summ

summ... AgriKulturelle Lösungsansätze für

eine Neugestaltung von Landwirtschaft und

Ernährung“. Weingut Andreas Dilger

Basel

Theater & Tanz

19 h: „What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*“ – fleischlin/meser. Kaserne Basel

19 h: What Is Human – ein Abend über und mit

Familie*. Kaserne Basel

andere Orte

Denzlingen

20 h: roccacoustic im Café mit Projekt X. Roccafé

Lahr

20 h: „Antigone“ von Sophokles. Parktheater Lahr

Mi 25. März

Freiburg

Literatur

20 h: Frank Goosen – Acht Tage die Woche – Die

Beatles und ich. Vorderhaus

Musik

20 h: Afterwork Big Band Jazz – „Zurück in die

Zukunft“ – Kilian-Heitzler-Big-Band. Augustinum

Seniorenresidenz Freiburg, Theater

21 h: Klangformator XVII. feat. Guillermo Klein.

E-Werk Freiburg

Theater & Tanz

20 h: „Judas“ – Lot Vekemans. Wallgraben

Theater

Partys

20 h: Move To Groove. DJ Mensa, DJane Conny,

DJ Adam oder DJ Quincy Jointz. Waldsee

Gaststätte

Film

18:30 h: „Zeitreise mit der Höllentalbahn von

Freiburg zum Feldberg“ von und mit Eugen

Reinwald. Laubenhof

Vorträge & Gespräche

10 h: Lebenshilfe und Gesundheit – Was bewegt

mich, wenn mein Gedächtnis beginnt sich zu

verändern? Augustinum Seniorenresidenz

Freiburg, Theater

19 h: Silicon Valley-Urbanismus – Wie die

Digitalisierung der Wirtschaft die Städte Verändert

– Vortrag mit Dr. Hans-Hermann Albers & Felix

Hartenstein, Berlin & Dresden. Universität

Freiburg, Hörsaal 3042, KG III

Lebenskraft

26.-29.03.2020

Messehalle Zürich

www.lebenskraft.ch

andere Orte

Kandern

20:30 h: Tomi Leino Trio . ChaBah

Kirchzarten

19:30 h: Matthias Politycki: „Das kann uns keiner

nehmen“. Kirchzartener Bücherstube

Do 26. März

Freiburg

Allgemein

18:30 h: Vortrag „10 Tipps für mein gutes

Testament“ – mit Aktion Deutschland Hilft und der

Deutschen Kinderkrebsstiftung und Fachanwältin

Dr. C. Rump. Ökostation Freiburg, Lesesaal

Kunst

19 h: Votes For Women! – The Suffragette

Movement in Pictures – Ausstellungseröffnung.

Carl-Schurz-Haus, Foyer

Musik

19 h: Jugendkulturnacht – Freiburger Blues

Association e.V. Gasthaus Schiff, Gewölbekeller

Schiff

Bunte Vielfalt auf der Messe

Freizeitmessen freiburg – Baby+Kind – Rauch&Glut 2020

Freizeitmessen 2019

Foto: Peschel MP Medien GmbH

Fünf Messen zeitgleich vereint

unter einem Dach: bikes &

more, trips & travels, outdoor

& sports, Baby+Kind und erstmalig

die Rauch & Glut. Vom

6. bis 8. März bieten rund 220

Aussteller und Vereine in den

vier Hallen und auf dem Außengelände

der Messe Freiburg

Besuchern vielseitige Inspiration

für eine aktive Freizeitgestaltung.

Im Messeeintritt inbegriffen

sind zwei Reisereportagen

bekannter Mundologia-Referenten.

Diese finden Samstag

und Sonntag jeweils nachmittags

statt.

In der „bikes & more“ dreht

sich alles rund ums Fahrrad.

Hier finden die Besucher neben

diversem Zubehör natürlich

vor allem Räder aller Art,

wie Mountain- und Trekkingbikes,

Liegeräder und e-bikes.

Darüber hinaus widmet sich

die „bikes & more“ mit E-

Scootern und E-Rollern dem

Thema e-Mikro-Mobilität.

Für Testfahrten stehen zwei

Parcours und ein Pump-Track

zur Verfügung.

Inspirationen für Ferien und

Wochenendtrips bietet die

„trips & travels“. Kurzurlaube,

Ausflüge und Micro-Abenteuer

werden immer stärker nachgefragt.

Im Ausstellungsbereich

„outdoor & sports“ finden Besucher

Sport- und Fitnessartikel,

ein umfangreiches Angebot

an Freizeit- und Outdoor-

Bedarf sowie Angebote für

die sportive Freizeitgestaltung.

Kinder und Erwachsene können

beispielsweise Baseball,

Stand-Up-Paddling und Tauchen

direkt auf der Messe ausprobieren.

Darüber hinaus findet

ein großes Kick-Box- und

Boxturnier statt, organisert

vom Fight Club Freiburg.

Die „Baby+Kind“ bietet jungen

Familien die Möglichkeit

die komplette Erstlingsausstattung

auf der Messe zu erwerben.

Informative Vorträge,

Selbstgemachtes, ein Start-up-

Bereich sowie eine Kindermodenschau

runden das Messeangebot

ab.

Parallel findet in diesem Jahr

erstmalig die BBQ-Lifestyle-

Messe Rauch&Glut statt. Die

rund 40 Aussteller präsentieren

eine große Auswahl an

Grillgeräten und Zubehör,

Outdoorküchen sowie Saucen,

Rubs und Gewürzen.

Öffnungszeiten: 6. bis 8.

März, täglich 10-18 Uhr. Weitere

Infos: www.freizeit-messen-freiburg.de

Sportfans aufgepasst: Aufgrund

der an diesem Wochenende

stattfindenenden Heimspiele

erhalten Besucher im

Trikot des SC Freiburg sowie

des Gegners Union Berlin,

der USCV Eisvögel und der

XCYDE Angels sowie des

EHC Freiburg an allen 3 Messetagen

kostenfreien Eintritt.

LEBENSKRAFT

32. Messe und Kongress für

BewusstSein, Gesundheit

und Transformation

26. - 29. März 2020

Do 17 - 21 h / Fr & Sa 11 - 21 h / So 11 - 17 h

Messehalle Zürich

Erlebe vier Tage lang Top Referenten wie:

www.lebenskraft.ch


38 KULTUR JOKER VERANSTALTUNGEN

Laut & Lyrik

Zum 20. Geburtstag der

Sprechtheatergruppe Laut &

Lyrik des Deutschen Seminars

am 25./30. März, jew. 20 Uhr

im E-Werk gibt es eine Reihe

besonderer Darbietungen. Der

erste Teil des Abends zeigt

eine Art persönliches „Best

of“ von Gedichten aus allen

Epochen der deutschen Literaturgeschichte.

Von Schillers

„Handschuh“ bis zu Schwitters

„Anna Blume“. Nach der Pause

können ehemalige Laut &

Titanic auf der Bühne

Eines der schrecklichsten wie

legendärsten Schiffsunglücke

ist sicher das der Titanic im

Jahr 1912. Einst als unsinkbar

und als den Naturgewalten

überlegen gepriesen, rammt es

auf seiner Jungfernfahrt einen

Eisberg und sinkt. Die Katastrophe

kostet vielen Menschen

das Leben, jene, die überleben,

geben Erschreckendes zu Protokoll.

Nach diesen Protokollen

hat das Theater der Immoralisten

nun das Stück „Titanic“

Kleist Bambule Freiburg

Heinrich von Kleist verdammte

seine „Penthesilea“

1808 zum Tode, genauer zum

Tod durch Liebe. Nicht unbedingt

das emanzipierteste

Frauenschicksal. Das Schauspielkollektiv

Bambi Bambule

setzt ein Fragezeichen dahinter.

Mit ihrem Stück „Penthesilea

- Love Is To Die“ wird

Das Swing Comedy Ensemble

The Shoo-Shoos ist vom 13.

bis 28. März, jeden Freitag und

Samstag um 20 Uhr zu Gast bei

den Schönen im Musiktheater

im E-Werk. Die Shoo-Shoos

nehmen die Zuschauer mit in

ein musikalisches Roadmovie.

„Trouble in Moose Lake“ erzählt

von sechs Freunden, die endlich

die Ruhe und Idylle auf dem

Lande genießen und sich redlich

bemühen, mit dem einfachen

Leben, den neuen Nachbarn und

dem volkstümlichen Dresscode

Freiburg

Lyriker als Überraschungsgäste

dazukommen! Auch eigene

Texte und Songs der Laut &

Lyriker werden hier zu hören

sein. Ein Abend, der dichterische

Sprachkunst feiern will.

Kleists Stück als wilde Jamsession

inszeniert, die sich nicht

nur verschiedenen Musikgenres

widmet, sondern auch Fragen

nach Geschlechtergleichheit,

freiheitlichen Utopien und

der Möglichkeiten alternativer

Erzählungen. Aufführung am

19./20./21. März, jew. 20.30

Uhr im E-Werk.

Musikalisches Roadmovie Freiburg

„Der Krieg in mir“ Kirchzarten-Burg

Foto: Teloh Klein Foto: Manuel Kreitmeier

Foto: promo

Freiburg

verfasst, das die Ereignisse aus

dieser subjektiven Perspektive

emotional aufgreift. Premiere

ist am 28. März, 20 Uhr. Weitere

Aufführungen im April,

Mai, Juni, jew. 20 Uhr. Infos:

www.immoralisten.de

zurechtzukommen. Wie immer

bestechen The Shoo-Shoos

durch ihr einmaliges Gespür für

Stimmung und Timing.

Am 20. März, 18.30 Uhr in der

Rainhof Scheune, wird Sebastian

Heinzel seinen Film „Der

Krieg in mir“ zeigen. Im Anschluss

wird der Autor aus dem

gleichnamigen Buch lesen und

mit dem Publikum ins Gespräch

kommen. Vor dem Hintergrund

der globalen Flüchtlingskrise

und internationaler Spannungen

erzählt Heinzel von den langfristigen

Folgen eines Krieges.

Heinzel untersucht die Auswirkungen

des Zweiten Weltkriegs

auf seine Familie und folgt

den Spuren seines Großvaters,

der als Wehrmachtssoldat in

Weißrussland war. Er entdeckt

erstaunliche Verbindungen zu

seiner eigenen Geschichte und

den Kriegsträumen, die ihn seit

Jahren verfolgen.

20:15 h: Americana 2: Hillbilly Heartsongs – Mit

Dorothea Gädeke und Winfried Holzenkamp.

Theater Freiburg, TheaterBar

Theater & Tanz

20 h: 20 Jahre Laut & Lyrik. E-Werk Freiburg

20:30 h: Die Mauerbrecher – Impo-Show. E-Werk

Freiburg

Kabarett & Comedy

19:30 h: Christoph Sieber – Mensch bleiben.

Paulussaal

andere Orte

Bad Krozingen

19:30 h: Claudia & Philipp Moehrke – Das

Wunschkonzert. Litschgi Keller

Freiburg im Breisgau

19 h: Rilke-Performance – Inmitten aller Dinge

Gedichte, Tanz und Gesang: Claudia Kraus .

Weltladen Littenweiler

Fr 27. März

Freiburg

Allgemein

18 h: Nacht der Gedanken. Kreativpark

Musik

14 h: SWR Musikvermittlung. SWR Studio

Freiburg

20 h: Gastspiel: The Shoo-Shoos „Trouble In

Moose Lake“. E-Werk Freiburg

20 h: High South – Rock. Jazzhaus Freiburg

20:30 h: Redhouse Hot Six + Trio Bluesette.

Wodan Halle

Theater & Tanz

19:30 h: Kosmos Korngold – Erich Wolfgang

Korngold. Theater Freiburg, Großes Haus

20 h: „Judas“ – Lot Vekemans. Wallgraben

Theater

20 h: 20 Jahre Laut & Lyrik. E-Werk Freiburg

20 h: Premiere: Nur das Beste – Eine Posse von

Dirk Laucke – Uraufführung. Theater Freiburg,

Kleines Haus

20:15 h: „De dressierte Ma“. Alemannische Bühne

Kabarett & Comedy

20 h: Bernd Kohlhepp und Nils Strassburg – Elvis

trifft Elvis, Comedy und Musik. Vorderhaus

Partys

23 h: Panda Party – Best Taste Party – Hiphop,

Trap. Jazzhaus Freiburg

Basel

Musik

23 h: „Step It Up“ – Brain Damage, Dub/Steppers.

Kaserne Basel

andere Orte

Bad Krozingen

19:30 h: Claudia & Philipp Moehrke – Das

Wunschkonzert. Litschgi Keller

Breisach – Oberrimsingen

19 h: Krimi à la Carte mit Theater L.U.S.T..

Schloss Rimsingen

Karlsruhe

10 h: Empathic Efficiency – Internationale

Konferenz zu Emotionaler Künstlicher Intelligenz.

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe,

ZKM Karlsruhe

Lahr

20 h: Die Bert Engel Show. Schlachthof Lahr

Müllheim

14 h: Repearatur- und Bastlertreffen . Repair-Café

Waldkirch

20 h: Slam it! 3. Waldkircher Poetry Slam. Theater

am Kastelberg

Sa 28. März

Freiburg

Musik

14:30 h: Treffpunkt Musik – Jazz & Rock Schulen

Freiburg. Jazz und Rock Schule Freiburg

17 h: Collegium Vocale Freiburg mit Werken von

Mendelssohn und Franck. Ludwigskirche

19 h: Kammerkonzert – Svenja Bleyer (Harfe) &

Leonie Flaksman (Violine) | Werke von Domenico

Scarlatti, Camille Saint-Saëns, Benjamin Britten,

Astor Piazzolla, Nino Rota und Pierre Sancan.

Depot.K

20 h: Gastspiel: The Shoo-Shoos „Trouble In

Moose Lake“. E-Werk Freiburg

20:15 h: Giovanni Marchesiello Quartett –

Moderner cooler italienischer Jazz, Salon

Chanson. Theater Freiburg, TheaterBar

Theater & Tanz

20 h: „Judas“ – Lot Vekemans. Wallgraben

Theater

20 h: 20 Jahre Laut & Lyrik. E-Werk Freiburg

20:15 h: „De dressierte Ma“. Alemannische Bühne

20:30 h: Die Impro-Show – Theater L.U.S.T..

E-Werk Freiburg

Kabarett & Comedy

20 h: Detlef Wutschik & Matthias Brodowy – Die

Bert Engel Show! Vorderhaus

Partys

22 h: SchwuLesDance. Gay-Lesbian Party der

Rosa-Hilfe Freiburg. Waldsee Gaststätte

23 h: Prima Leben – Jan Ehret. E-Werk Freiburg

Messen & Märkte

10 h: fit´n´run – die Sport- und Gesundheitsmesse

2020. Halle 3. Messe Freiburg

Basel

Kunst

18:30 h: Exhibit Yourself – Conditio Humana.

Art Performances: Sebastian Day, Giada Gollin,

Pia Schwarz, Fabio Staubli, Levin Stettler.

Sommercasino

Musik

19 h: Patent Ochsner – Mundart. Kaserne Basel

21:30 h: Eargasm. Hip Hop. Sommercasino

andere Orte

Denzlingen

20 h: „Kunst“- Regionentheater aus dem

schwarzen Wald. Roccafé

Müllheim

19 h: Jahreskonzert der Stadtmusik Müllheim.

Martinskirche Müllheim

Waldkirch

20 h: „Drei Männer im Schnee“ – Erich Kästner.

Theater am Kastelberg

So 29. März

Freiburg

Literatur

10 h: Heimatkunde: „Form und Sinn“ – Matinee mit

Jürgen Lodemann, Manuela Fuelle, Walle Sayer.

Literaturhaus Freiburg

16 h: Literatur-Café: „Eduard Mörike“. Wallgraben

Theater

Musik

17 h: 50 Jahre Freiburger Domsingknaben – J.S.

Bach Johannes-Passion BWV 245. Freiburger

Münster

17 h: Collegium Vocale Freiburg mit Werken von

Mendelssohn und Franck. Auferstehungskirche

Littenweiler

20 h: Rabih Abou Khalil – Weltmusik, Jazz.

Jazzhaus Freiburg

Theater & Tanz

15:30 h: „Psssst! – ein choreographisches Theater

ohne Worte, mit Musik, Geräuschen und Tönen –

Cargo-Theater. E-Werk Freiburg

20 h: 20 Jahre Laut & Lyrik. E-Werk Freiburg

Kabarett & Comedy

19 h: Kay Ray und Falk Effenberger Mauerwerk.

Vorderhaus

Führungen

12 h: Inklusive Führung für blinde und

sehende Menschen in der Ausstellung „Der

römische Legionär – weit mehr als ein Krieger“.

Archäologisches Museum Colombischlössle

Partys

23 h: Connected – die 90er Party. Jazzhaus

Freiburg

Messen & Märkte

07:30 h: fit´n´run – die Sport- und

Gesundheitsmesse 2020. Halle 3. Messe Freiburg

andere Orte

Bad Krozingen

16 h: „Romeo und Julia“ – Live aus dem Bolschoi

Ballett. Joki Kino

Badenweiler

20:15 h: Konzert Ensemble 17 – Chormusik zur

Passion. Ev. Pauluskirche Badenweiler

Donaueschingen

19 h: SWR Jetztmusik – Ensemble Aventure.

Donauhallen Donaueschingen, Strawinsky Saal

Kirchzarten

18 h: Franz Keller: „Ab in die Küche!“ Wie wir die

Kontrolle über unsere Ernährung zurückgewinnen.

Buchladen in der Rainhof Scheune

Münstertal

16:30 h: Passionskonzert „Wanderer im Tal der

Gegenwart“. Kirche St. Trudpert

Staufen

17 h: „Arsen und Spitzenhäubchen“ – eine

Komödie frei nach Joseph Kesselring. Auerbachs

Kellertheater

Waldkirch

11 h: Die Furchtlosen 7 1/2 . Georg Scholz-Haus

Kunstforum Waldkirch e.V.

18 h: „Drei Männer im Schnee“ – Erich Kästner.

Theater am Kastelberg

Mo 30. März

Freiburg

Allgemein

18 h: „Schau nach innen“ – Meditationskurs für

Anfänger mit Wilfried Pfeffer. Tibet Kailash Haus

Musik

20 h: Klaus Brandl & Curley Kauper – Freiburger

Blues Association e.V. Gasthaus Schiff,

Gewölbekeller Schiff

Theater & Tanz

11 h: „Psssst! – ein choreographisches Theater

ohne Worte, mit Musik, Geräuschen und Tönen

– Cargo-Theater. E-Werk Freiburg

20 h: 20 Jahre Laut & Lyrik. E-Werk Freiburg

20 h: Gastspiel „Yankee Jodel!“ – Bea von

Malchus. Wallgraben Theater

Vorträge & Gespräche

20:15 h: „Buddhas Psychologie für das 21.

Jahrhundert“ – Wilfried Pfeffer. Tibet Kailash Haus

andere Orte

Kandern

20:15 h: Chabah Quiznight. ChaBah

Di 31. März

Freiburg

Kunst

19 h: Vernetzungstreffen KUNST LAND WASSER.

Kubus 3

Literatur

15 h: Lesetreff mit Ursula Dietrich. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

19:30 h: Abbas Khider: „Palast der Miserablen“.

Literaturhaus Freiburg

Musik

20:30 h: Mr. King‘s Delite – Therapie Station.

Waldsee Gaststätte

Theater & Tanz

20 h: „Judas“ – Lot Vekemans. Wallgraben

Theater

20 h: „The King Of Queen“. Konzerthaus Freiburg

20:15 h: Die Ja Ja! Nee? Hmm ... ok! Show – Mit

Bastian Kabuth. Theater Freiburg, TheaterBar

Basel

Musik

20:30 h: Ami Dang. Experimental. Kaserne Basel

andere Orte

Bad Säckingen

20 h: Kokubu The Drums Of Japan – Into the

Light. Gloria-Theater

Breisach

18 h: „Der Fall Hindemith“ – Özgür Aydin und

Mitglieder der Berliner Philharmoniker spielen

Sonaten von Paul Hindemith. Blaues Haus

Breisach

Weitere aktuelle Termine finden Sie im

Online-Veranstaltungskalender unter:

www.kulturjoker.de


VERANSTALTUNGEN KULTUR JOKER 39

So 1. März

Freiburg

11 h: „Viel Dreck bei Hexe Klapperzahn“ –

Freiburger Puppenbühne. Vorderhaus

11 h: Was braucht ein Huhn zum Glücklichsein?

Familienführung zur Ausstellung „30 Jahre – Vom

Ei zum Küken“. Für Kids ab 5 Jahren. Museum

Natur und Mensch

15:30 h: Supamodo – Kinderkino für Kids ab 9

Jahren. Kommunales Kino Freiburg

16 h: Krähe und Bär. Für Kids ab 8 Jahren. Theater

im Marienbad

20 h: Peter und der Wolf – Familienkonzert mit

Musik von Sergej Prokofjew, für Kids ab 5 Jahren.

Theater Freiburg, Kleines Haus

Mo 2. März

Freiburg

16 h: Bilderbuchkino „Ich will einen Löwen“.

Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld

Di 3. März

Freiburg

16 h: Frühlingszeit – Vorlesezeit, für Kids von 3-6

Jahren. Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld

17 h: „Ronja Räubertochter“ – marotte

Figurentheater, für Kids ab 7 Jahren. Vorderhaus

Mi 4. März

Freiburg

10 h: „Die verknotete Prinzessin“ – Theater

Companie Voland & Kunstdünger, für Kids ab 5

Jahren . Vorderhaus

10 h: Krähe und Bär. Für Kids ab 8 Jahren. Theater

im Marienbad

15 + 16:30 h: „Das goldene Einhorn“ – Freiburger

Puppenbühne. Harmonie Kino

15 h: Gamingnachmittag für Kinder. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

16 h: Mittwochsbasteln, für Kids ab 4 Jahren.

Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld

16 h: Vorlesestunden für Kinder. Für Kids von

3-5 Jahren. Stadtbibliothek Freiburg, Hauptstelle

Münsterplatz

Do 5. März

Freiburg

10 h: „Rabenschwarz & Naseweis“ – Thalias

Kompagnons, für Kids ab 4 Jahren. Vorderhaus

10:30 h: „Das goldene Einhorn“ – Freiburger

Puppenbühne. Glashaus im Rieselfeld

15 h: „Rabenschwarz & Naseweis“ – Thalias

Kompagnons, für Kids ab 4 Jahren. Vorderhaus

15 h: Gamingnachmittag für Kinder. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

Fr 6. März

Freiburg

10 h: „Hühner“ – Die Exen, für Kids ab 3 Jahren.

Vorderhaus

10 h: Krähe und Bär. Für Kids ab 8 Jahren. Theater

im Marienbad

15 h: „Hühner“ – Die Exen, für Kids ab 3 Jahren.

Vorderhaus

Emmendingen

15 h: Bilderbuchkino „Jim Knopf und Lukas der

Lokomotivführer machen einen Ausflug“ von

Michael Ende. Stadtbibliothek Emmendingen

19 h: Teenie Disco, für 11 bis 15 Jährige.

Familienzentrum Bürkle-Bleiche

Sa 7. März

Freiburg

15 h: „Glatt verkehrt“ – Clownduo Herbert & Mimi,

für Kids ab 3 Jahren. Vorderhaus

15 h: Der weiße Schmuck der Kalahari.

Anhänger aus Straußeneischalen gestalten,

Familiennachmittag zur Ausstellung „30 Jahre

– Vom Ei zum Küken.“ . Für Kids ab 5 Jahren.

Museum Natur und Mensch

So 8. März

Freiburg

14 h: Bilder mit zwei Seiten. Was ist eigentlich

auf der Rückseite? Wir entdecken versteckte

Bilder und malen anschließend selbst.

Familiennachmittag zur Ausstellung „Expressionist

Scherer“. Für Kids ab 5 Jahren. Museum für

Neue Kunst

15 h: „Der kleine Angsthase“ – Theater Zitadelle,

für Kids ab 4 Jahren. Vorderhaus

15 h: Es war einmal ... Musik – Märchenhaftes

Familienkonzert mit Musik von Maurice Ravel und

Erich Wolfgang Korngold, für Kids ab 5 Jahren.

Theater Freiburg, Großes Haus

15:30 h: „Invisible Sue – Plötzlich Unsichtbar“

– Kinderkino: Starke Mädchen, großes Kino

zu Weltfrauentag und Girls Day. Kommunales

Kino Freiburg

Mo 9. März

Weil am Rhein

14:30 h: Bilderbuchkino – „Lieselotte hat

Langeweile“. Für Kids ab 3 Jahren. Stadtbibliothek

Weil am Rhein

Di 10. März

Freiburg

16 h: Frühlingszeit – Vorlesezeit, für Kids von 3-6

Jahren. Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld

Mi 11. März

Freiburg

15 + 16:30 h: „Das goldene Einhorn“ – Freiburger

Puppenbühne. Harmonie Kino

15 h: Gamingnachmittag für Kinder. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

Basel

15 h: Der kleine Muck. Basler Kindertheater

Do 12. März

Freiburg

10 h: Krähe und Bär. Für Kids ab 8 Jahren. Theater

im Marienbad

15 h: Gamingnachmittag für Kinder. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

Fr 13. März

Emmendingen

15 h: Vorlesezeit, für Kids von 4-6 Jahren.

Stadtbibliothek Emmendingen

Sa 14. März

Freiburg

15 h: „Bremer Stadtmusikanten“ – Rike Schuberty,

für Kids ab 4 Jahren. Vorderhaus

15 h: Eier bringen Glück. Wir bemalen Eier und

füllen sie mit selbstgemachtem Konfetti: Fertig

sind die Mexikanischen Glückseier! (Bitte pro

Kind zwei ausgeblasene Hühnereier mitbringen.)

Familiennachmittag zur Ausstellung „30 Jahre

– Vom Ei zum Küken.. Für Kids ab 5 Jahren.

Museum Natur und Mensch

15 h: Kinder führen Kinder in der Ausstellung „Der

römische Legionär – weit mehr als ein Krieger“.

Für Kids ab 6 Jahren. Archäologisches Museum

Colombischlössle

16 h: „Das goldene Einhorn“ – Freiburger

Puppenbühne. Haus der Jugend

Basel

15 h: Der kleine Muck. Basler Kindertheater

Lörrach

15 h: Kinderprogramm im Museum: Luft – Führung

mit Kräuterpädagogin Sigrun Hecker. Für Kids von

7-12 Jahren. Dreiländermuseum

So 15. März

Freiburg

11 h: „Mäuseken Wackelohr“ – Rike Schuberty,

für Kids ab 4 Jahren. Vorderhaus

14 h: Alles im Lot! Inklusive Familienführung

mit Gebärdensprache zur Ausstellung „Der

römische Legionär – Weit mehr als ein Krieger“.

Für Kids ab 5 Jahren. Archäologisches Museum

Colombischlössle

15 h: Bummelkasten – Kinderkonzert. Jazzhaus

Freiburg

15:30 h: „Invisible Sue – Plötzlich Unsichtbar“

– Kinderkino: Starke Mädchen, großes Kino

zu Weltfrauentag und Girls Day. Kommunales

Kino Freiburg

16 h: Inklusive Familienführung mit der

Gebärdensprachdolmetscherin Bea Blumrich

durch die Ausstellung „Der römische Legionär –

weit mehr als ein Krieger“.. Für Kids ab 5 Jahren.

Archäologisches Museum Colombischlössle

16 h: Krähe und Bär. Für Kids ab 8 Jahren. Theater

im Marienbad

Basel

15 h: Der kleine Muck. Basler Kindertheater

Di 17. März

Freiburg

16 h: Frühlingszeit – Vorlesezeit, für Kids von 3-6

Jahren. Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld

Mi 18. März

Freiburg

15 + 16:30 h: „Viel Dreck bei Hexe Klapperzahn“ –

Freiburger Puppenbühne. Harmonie Kino

15 h: Gamingnachmittag für Kinder. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

Do 19. März

Freiburg

15 h: Gamingnachmittag für Kinder. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

Fr 20. März

Freiburg

17:30 h: „Little Alien“ – Kinderkino: Internationale

Wochen gegen Rassismus. Kommunales Kino

Freiburg

Emmendingen

15 h: „Der Grüffelo“ – theater en miniature, für

Kids ab 4 Jahren. Stadtbibliothek Emmendingen

Sa 21. März

Freiburg

14 h: Chinesische Kaligraphie und Tuschemalerei

zum Frühling. Anmeldung bis 19.3. an

museumspaedagogik@stadt.freiburg.de. Für

Kids ab 12 Jahren. Archäologisches Museum

Colombischlössle

15 h: „Koalabär und Freunde“ – marotte

Figurentheater, für Kids ab 3 Jahren. Vorderhaus

So 22. März

Freiburg

11 h: „Das Bärenwunder“ – Cargo-Theater. Für

Kids ab 4 Jahren. Alter Wiehrebahnhof

11 h: „Koalabär und Freunde“ – marotte

Figurentheater, für Kids ab 3 Jahren. Vorderhaus

14 h: Familienführung in der Ausstellung „Der

römische Legionär – weit mehr als ein Krieger“.

Für Kids ab 5 Jahren. Archäologisches Museum

Colombischlössle

15:30 h: „Paddington 2“ – Kinderkino. Kommunales

Kino Freiburg

16 h: Premiere: Die Nacht, als Lu vom Himmel

fiel – Ein mitreißendes, komisches und gruseliges

Figurentheaterstück, für Kids ab 8 Jahren. Theater

Freiburg, Kammerbühne

16 h: Satelliten am Nachthimmel. Für Kids ab 10

Jahren. Theater im Marienbad

Di 24. März

Freiburg

10 h: Satelliten am Nachthimmel. Für Kids ab 10

Jahren. Theater im Marienbad

16 h: Frühlingszeit – Vorlesezeit, für Kids von 3-6

Jahren. Kinder- und Jugendmediothek Rieselfeld

Mi 25. März

Freiburg

10 h: Satelliten am Nachthimmel. Für Kids ab 10

Jahren. Theater im Marienbad

15 + 16:30 h: „Kasper und der Osterhase“ –

Freiburger Puppenbühne. Harmonie Kino

15 h: Gamingnachmittag für Kinder. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

16 h: Vorlesestunden für Kinder. Für Kids von

3-5 Jahren. Stadtbibliothek Freiburg, Hauptstelle

Münsterplatz

Basel

15 h: Der kleine Muck. Basler Kindertheater

Do 26. März

Freiburg

10 h: Satelliten am Nachthimmel. Für Kids ab 10

Jahren. Theater im Marienbad

15 h: Gamingnachmittag für Kinder. Stadtbibliothek

Freiburg, Hauptstelle Münsterplatz

Fr 27. März

Freiburg

15 h: Dita Zipfel: „Wie der Wahnsinn mir die Welt

erklärte“ – für Kids von 10-14 Jahren. Literaturhaus

Freiburg

Die Puppen sind los!

Die vielen Figurentheaterfans

in

Freiburg freuen

sich über die diesjährigen

Figurentheatertage

im Vorderhaus

vom 3. bis

8. März. Los geht es

mit dem bewährten

marotte Figurentheater

und einer

liebevoll gestalteten

Aufführung der beliebten

„Ronja Räubertochter“

am 3.

März, 17 Uhr (ab

7 Jahren). Für „Die

verknotete Prinzessin“

kommen Handpuppen und

Personen am 4. März, 10 Uhr

für ein wildes Wirrwarr auf

die Bühne (ab 5 Jahren). Ein

buntes Bilderpinseln zwischen

Schwarz und Weiß bietet „Rabenschwarz

& Naseweis“ am

5. März, 10 und 15 Uhr (ab 4

Jahren) während bei „Hühner“

am 6. März, 10 und 15 Uhr

die Nachbarn gutgelaunt aufeinander

losgehen, Clownerie

pur (ab 3 Jahren)! Clownereien

gibt es auch beim Duo Herbert

Kleinkindbereich

Hüpfburg „Wabbelberg“

Emmendingen

h: Osterbasteln und Vorlesen, für Kids ab 5

Jahren. Stadtbibliothek Emmendingen

Sa 28. März

Freiburg

15 h: „Lauschelieder“ – Pfiffige Musik für kleine

Ohren. Vorderhaus

19 h: Satelliten am Nachthimmel. Für Kids ab 10

Jahren. Theater im Marienbad

Basel

15 h: Der kleine Muck. Basler Kindertheater

Denzlingen

15 h: „Karlsson vom Dach“- Regionentheater

aus dem schwarzen Wald. Für Kids ab 5 Jahren.

Roccafé

So 29. März

Freiburg

19 h: Satelliten am Nachthimmel. Für Kids ab 10

Jahren. Theater im Marienbad

Basel

15 h: Der kleine Muck. Basler Kindertheater

Bad Krozingen

15 h: Familienkonzert für Ludwig v. Beethoven

– Eine Überraschungsfeier zum Geburtstag.

Schloss Bad Krozingen

Di 31. März

Freiburg

10 h: Satelliten am Nachthimmel. Für Kids ab 10

Jahren. Theater im Marienbad

Theater Zitadelle:

„Der kleine Angsthase“

und Mimi. Die Improshow am

7. März, 15 Uhr ist auch was

fürs mitmachfreudige Publikum

(ab 3 Jahren). Fuchs und

Angsthase begegnen sich in

„Der kleine Angsthase“ des

Theaters Zitadelle am 8. März,

15 Uhr (ab 4 Jahren) und sorgen

für einen versöhnlichen

Abschluss der Figurentage.

Denn vor allem geht es um den

Spaß, das Verstehen und die

unendliche Kreativität beim

Spiel.

Hüpfburg „Rakete“

NEU!

ab April ‚ 20

Freiburg

Foto: promo

Tolle Vulkanlandschaft

Basler Landstr. 17 79115 Freiburg Tel. 0761 401 408 00 kinder-galaxie.de


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