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Mitteldeutsche Wirtschaft Ausgabe 03/2020

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Das Mitgliedermagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020

Es muss nicht immer weiß sein ...

Hochzeitsausstatter Philipp Druschke

macht in dritter Generation Paare glücklich -

und engagiert sich in der IHK (S. 32)

„Die rote Laterne abgeben!“

Zum Breitbandausbau

in Sachsen-Anhalt (S. 22)

Schwerpunkt:

Grünes Licht

für die

Digitalisierung?

Anforderungen, Bestandsaufnahme

und Chancen (S. 18)

www.halle.ihk.de


Ein analoges Heft zur digitalen Kundenansprache? Zugegeben,

das entbehrt nicht einer gewissen Ironie – auch wenn einige

unter Ihnen unser monatlich an alle IHK-Mitglieder versandtes

Magazin als E-Paper lesen. Aber die meisten bevorzugen eben

noch immer die Papierform, wie wir aus Befragungen wissen.

Und damit sind wir beim Thema: Erfolgreich sind Unternehmen

dann, wenn sie Kundenbedürfnisse optimal ausloten und perfekt

bedienen können. Deshalb muss nicht auf jedem Geschäftsmodell

das Etikett „4.0“ kleben. Aber Betriebsabläufe zu überprüfen,

um sie besser, schneller, günstiger gestalten zu können,

das gehört für Unternehmer seit jeher zum Tagesgeschäft.

editorial

Digitale Erfolgsgeschichten schreiben!

Mehr Umsatz, aber auch höhere Investitionen

Digitalisierung steigert Umsätze – dies trifft (nach aktuellen Umfragen der IHK-Organisation)

auf vier von zehn deutschen Firmen zu. Die meisten Betriebe verbinden damit

jedoch auch mehr Weiterbildungsbedarf beim Personal und einen höheren Investitionsaufwand.

Neben Industrie und Mittelstand ist insbesondere der heimische Einzelhandel

gefordert: Zwar erwirtschaften stationäre Geschäfte bundesweit immer noch

rund 90 Prozent des Branchenumsatzes, aber die Wachstumsraten im Onlinegeschäft

sind enorm. Zwei Drittel der Kunden kaufen inzwischen über das Internet ein. Über

zusätzliche digitale Vertriebskanäle nachzudenken, kann sich also lohnen. Wer Händler

in dieser Frage wie unterstützt, lesen Sie ab Seite 26.

Modern denken, schnell surfen

Erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle brauchen leistungsfähige Internetverbindungen.

Binsenweisheit hin oder her – inzwischen sind rund drei Viertel der Anschlüsse in Sachsen-Anhalt

mindestens 50 Megabit pro Sekunde schnell. Wir haben aufgeholt, belegen

aber im Bundesländervergleich weiterhin den letzten Platz. In manchen Gemeinden liegt

der Breitbanderschließungsgrad noch unter zehn Prozent. Zwar sind die Förderbescheide

mittlerweile alle erteilt, aber jetzt wollen viele Kommunen praktisch gleichzeitig loslegen.

Die Folge: Stau beim Bau. Unser Landeswirtschaftsministerium ist dennoch zuversichtlich,

dass unser Land die „rote Laterne“ in dieser Statistik bald abgeben kann.

Wir brauchen (noch) mehr „digitale Erfolgsgeschichten“ in und aus Sachsen-Anhalt!

Der gleichnamige Wettbewerb der gewerblichen Kammern ist übrigens gerade wieder

gestartet. Auch in diesem Heft finden Sie positive Beispiele.

Prof. Dr. Steffen Keitel, Präsident der

Industrie- und Handelskammer

Halle-Dessau und Prof. Dr. Thomas

Brockmeier, Hauptgeschäftsführer

Die „Mitteldeutsche Wirtschaft“ ist das

Magazin der IHK Halle-Dessau. Wir

informieren hier über Themen, die aus

Sicht der IHK für die Wirtschaft unserer

Region relevant oder für Sie als

Unternehmerin und Unternehmer

nützlich sein könnten. Als IHK-Mitglied

erhalten Sie das Heft regelmäßig.

Lassen Sie sich inspirieren!

Prof. Dr. Steffen Keitel

Prof. Dr. Thomas Brockmeier

Wie gefällt Ihnen die neue

Mitteldeutsche Wirtschaft“?

Auf Ihre Rückmeldung unter

miwi@halle.ihk.de sind wir gespannt.

Dort können Sie uns übrigens auch

mitteilen, wenn Sie das Magazin

zukünftig nicht in der gedruckten

Version, sondern nur online unter

https://miwi.halle.ihk.de/

lesen möchten.

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 1


12

Praktisch Lernen in PINK

Beispiel für erfolgreiche Berufsorientierung

18

Von Wittenberg

in 181 Länder

Die Online-Apotheke mycare.de

Inhalt

MÄRZ 2020

1 EDITORIAL

4 BLICK ins land

50 veranstaltungen

52 BÖRSEN

54 Wir für sie

56 IMPRESSUM

IHK-Service schnell gefunden:

IHK-Kontakt

IHK-Download

Mehr Infos online

Querverweis im Inhalt

WIRTSCHAFT

& REGION

6 Was – Wann – Wo

Digitale Erfolgsgeschichten gesucht

und weitere Nachrichten

10 Zahlen – Daten – Fakten

Die Onlinekaufkraft in Sachsen-Anhalt

12 Fachkräfte

Praktisch Lernen in PINK:

Beispiel für erfolgreiche Berufsorientierung

Mütter als Fachkräfte gewinnen:

Das Hotel Edelacker aus Freyburg

Neuer Ausbildungsberuf:

Verkaufen 4.0

Angehende Banker im Altenheim:

Top-Ausbildung bei der Sparkasse

schwerpunkt:

Grünes Licht für

die Digitalisierung?

18

Praxisbeispiel Online-Apotheke:

Von Wittenberg in 181 Länder

Vom Rohschnitt zur Verpackung

in fünf Minuten

Breitbandausbau in Sachsen-Anhalt:

„Die rote Laterne im Sommer abgeben!“

Digitale Lösungen live erleben

Praxistipps für Einzelhändler

Onlinemarktplatz für Eisleben:

Bei Suchmaschinen nun ganz vorn!

2

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


22

Staatssekretär

Thomas Wünsch

zum Breitbandausbau

in

Sachsen-

Anhalt

26

Digitale

Lösungen

live erleben

32

Ein Mann – viele Hochzeiten:

Philipp Druschke engagiert sich in der IHK

46

Kooperationen mit Afrika:

Möglichkeiten

für Exportunternehmen

WIRTSCHAFT

& ENGAGEMENT

32 Vollversammlung

Ein Mann – viele Hochzeiten:

Philipp Druschke engagiert sich in der IHK

34 Interessenvertretung

Studie zu vitalen Innenstädten

35 Sachverständige

Öffentlich bestellt und vereidigt

WIRTSCHAFT

& PRAXISWISSEN

40 Recht

Rechtsprechungssplitter

Neue Regelungen im Fortbildungsbereich

Neues aus dem Energie- und Umweltrecht

42 Energie und Umwelt

Umweltschutz spart Kosten

Zuschüsse für Kälte- und Klimaanlagen

45 Finanzierung und Förderung

Digital schneller finanzieren

46 International

Kooperationsmöglichkeiten mit Afrika

48

IHK-Chatfunktion:

Schnelle Hilfe für Unternehmen

Die Mitteldeutsche Wirtschaft im Web:

https://miwi.halle.ihk.de/

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 3


lick ins land

4

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 02/2020


Lass‘ Blumen sprechen

Kathrin Zeising hat einen der buntesten Berufe im Land - und nicht nur,

wenn der Frühling kommt. Sie ist Inhaberin eines der rund 500 Blumenfachgeschäfte

im IHK-Bezirk. Der Familienbetrieb in Halle (Saale) existiert seit 1877.

Aber auch diese Branche hat es schwer. Immer mehr Kunden kaufen anderswo - nein,

nicht unbedingt im Internet, aber beim Discounter oder im Supermarkt.

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- Die und Reaktion Handelskammer der Floristin: Halle-Dessau Qualität aus 03/2020 Meisterinnenhand spricht für sich. 5


WIRTSCHAFT & REGION

was – wann – wo

Digitale Erfolgsgeschichten gesucht

Vom Start-up bis zum Traditionsbetrieb: Auch

dieses Jahr suchen die gewerblichen Kammern

des Landes wieder digitale Vorreiter aus

allen Branchen. Diese können ihre Erfolge,

verpackt in eine kurze und spannende Geschichte,

bis zum 26. April 2020 einreichen.

Die Sieger des Wettbewerbs „Digitale Erfolgsgeschichten

aus Sachsen-Anhalt“ erhalten

neben der medialen Aufmerksamkeit ein

Preisgeld von insgesamt 9.000 Euro.

Die bisher gesammelten Praxisbeispiele stehen

für die vielfachen Ansätze, digitale Technologien

für den wirtschaftlichen Erfolg zu nutzen

– quer über alle Branchen und Größen von

Unternehmen hinweg. Von der Entwicklung

neuer, zentraler Onlinemärkte über interne

Digitalisierungsstrategien für neue Geschäftsmodelle

bis hin zum Handwerker, der mittels

3D-Laserscan und CAD/CNC die Leistungsstärke

eines Großunternehmens besitzt. Alle

Erfolgsgeschichten werden auf der Internetseite

des Wettbewerbs präsentiert. Die Teilnahme

ist kostenfrei. Weitere Informationen

und Teilnahmebedingungen unter www.digitale-erfolgsgeschichten-sachsen-anhalt.de

Eine digitale Erfolgsgeschichte

aus dem vergangenen Jahr:

Der Onlinemarktplatz von Convela

modernisiert das Bestattungsgeschäft.

Funeral-market.place

Vorreiter für Künstliche Intelligenz

Onlinekurs KI

Sachsen-Anhalt wird zum Vorreiter für

Künstliche Intelligenz (KI): Als erste Einrichtung

der Bundesinitiative „Mittelstand-Digital“

in den neuen Ländern erweitert das „Mittelstand

4.0-Kompetenzzentrum Magdeburg“

seine Angebote um das Zukunftsfeld „Künstliche

Intelligenz und Maschinelles Lernen“. Ab

sofort unterstützen sogenannte KI-Trainer

den heimischen Mittelstand dabei, Anwendungsfelder

zu identifizieren. Ziel ist es, kleine

und mittlere Unternehmen aus Industrie und

Handwerk für die technologischen und wirtschaftlichen

Potenziale von KI zu sensibilisieren

und konkrete Anwendungsbeispiele aufzuzeigen.

Zum kostenfreien Angebot gehören

individuelle Sprechstunden, Workshops, Seminare

und Vorträge.

Informationen zum Kompetenzzentrum und

zur Bundesinitiative „Mittelstand-Digital“

stehen unter www.vernetzt-wachsen.de und

www.mittelstanddigital.de bereit.

Mit einem kostenlosen Onlinekurs

kann ab sofort jeder im Internet Wissen

über Künstliche Intelligenz (KI) erwerben

und testen. Der Kurs der Industrie-

und Handelskammern soll

dazu beitragen, möglichst viele Menschen

mit KI in Berührung zu bringen

und Ängste abzubauen. Der Deutsche

Industrie- und Handelskammertag

(DIHK) rechnet in den nächsten fünf

Jahren mit einem stark wachsenden

Einsatz von KI in allen Wertschöpfungsstufen.

„Pepper“ ist als Serviceroboter des „Mittelstand

4.0-Kompetenzzentrums“ im Einsatz – etwa als

Kundenberater in Geschäften.

Informationen zum Kurs sind unter

www.elementsofai.de aufrufbar.

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & REGION

Fachkräfte und Azubis aus Marokko

Fast 30 Prozent der Jugendlichen in Marokko

sind arbeitslos. Deutsche Betriebe

hingegen suchen händeringend Auszubildende.

Das Projekt THAMM der Deutschen

Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

(GIZ) zielt darauf ab, beide Seiten

zusammenzubringen. Vorrangig angesprochen

sind deutsche Arbeitgeber der

Berufstätige Feuerwehrleute sollen sich

künftig in Sachsen-Anhalt einfacher für

Einsätze und Ausbildung freinehmen können.

Eine entsprechende Erklärung haben die

Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern

in Sachsen-Anhalt sowie die

Landesregierung Anfang Februar 2020 in

Halle (Saale) auf den Weg gebracht. Damit

wollen sie Arbeitgeber für die Belange der

Freiwilligen Feuerwehren sensibilisieren und

dafür werben, Feuerwehrmitglieder für ihr

Engagement freizustellen. Denn diese schützen

auch die Unternehmen selbst und sind

verarbeitenden Industrie. Interessierte

Unternehmen können sich an die GIZ-

Projektverantwortliche Christine Mikliss

wenden (christine.mikliss@giz.de; Tel. 040

80 81 956-09).

Weitere Informationen unter

www.halle.ihk.de, Nr. 4695670

Freiwilliges Engagement stärken

durch ihre Tätigkeit ein Gewinn für ihre Arbeitgeber.

Die Kammern planen ein Merkblatt

mit Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen

zur Freistellung und zur

Kostenerstattung.

Unterzeichneten die Gemeinsame Erklärung:

Innenminister Holger Stahlknecht,

Präsident der Handwerkskammer Halle (Saale) Thomas

Keindorf, Hauptgeschäftsführer der IHK Magdeburg

Wolfgang März, Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer Halle (Saale)

Dirk Neumann, Präsident der IHK Halle-Dessau

Prof. Dr. Steffen Keitel, Präsident der Handwerkskammer

Magdeburg Hagen Mauer, Ministerpräsident

Dr. Reiner Haseloff (v. l. n. r.).

Chancen der Digitalisierung

nutzen

Digitalisierung eröffnet Unternehmen neue

Chancen und Geschäftsfelder. Profitieren

kann davon auch Sachsen-Anhalt. Mit gezielten

Unterstützungsangeboten des Zukunftszentrums

„Digitale Arbeit Sachsen-

Anhalt“ sollen die digitalen Potenziale

gehoben, Vernetzungsangebote geschaffen

und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen

(KMU) auf diesem Weg begleitet

werden. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung

am 2. April 2020 im Ministerium

für Arbeit, Soziales, und Integration

in Magdeburg informieren die

Veranstalter über die verschiedenen Angebote.

Zudem wollen sie mit den Teilnehmern

über Fragen zur digitalen Transformation

ins Gespräch kommen. Die Tagung

richtet sich an Verbände, Interessenvertretungen

sowie Akteure aus dem Spektrum

der Digitalisierung, insbesondere KMU aus

der Gesundheits- und Pflegewirtschaft, des

Handwerks und des Tourismus, der Politik

und der Verwaltung.

www.zukunftszentrum-sachsen-anhalt.de

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 7


WIRTSCHAFT & REGION

Sonderpreis für

drei Jungforscher

Laurin Schmidt, Lino Müller und Bruno Loeser

vom GutsMuths-Gymnasium in Quedlinburg

haben beim Regionalwettbewerb „Jugend

forscht und Schüler experimentieren“ einen

Sonderpreis der IHK Halle-Dessau in der Kategorie

„Arbeitswelt“ gewonnen. Die Schüler aus

Quedlinburg untersuchten mögliche Alternativen

zu Kunststofftrinkhalmen. Sie experimentierten

mit verschiedenen Materialien und

Flüssigkeiten, um zu testen, wie stabil und

wiederverwertbar potenzielle Ersatzprodukte

sind. Damit beweisen die zehn- und elfjährigen

Schüler in jungen Jahren schon zukunftsweisendes

und nachhaltiges Denken. Der Regionalwettbewerb

unter dem Motto „Schaffst

Du!“ fand bei der Schweißtechnischen Lehrund

Versuchsanstalt Halle GmbH statt. Die IHK

stiftete nicht nur die Sonderpreise, sondern

beteiligte sich auch in der Jury. „Es ist uns ein

großes Anliegen, junge Menschen an die technischen

und naturwissenschaftlichen Berufe

heranzuführen und ihren Forschergeist zu wecken.

Denn sie sind die potenziellen Fachkräfte

von morgen, die wir so dringend brauchen“,

sagt IHK-Präsident Prof. Dr. Steffen Keitel.

Auf zum Landeswettbewerb

13 Sieger wurden in sieben Kategorien gekürt.

Sie nehmen am Landeswettbewerb

(25. und 26. März 2020) teil. Dieser wird von

der IHK Halle-Dessau und der IHK Magdeburg

unterstützt und findet dieses Jahr erstmals in

Halle (Saale) statt. Ausrichter und Patenunternehmen

sind die TGZ Halle Technologieund

Gründerzentrum Halle GmbH und die

ECH Elektrochemie Halle GmbH.

Sprungbrett für

eine erfolgreiche Karriere

„Jugend forscht“ gibt es seit 1965. Die

Karrieren der Alumni aus über fünf

Jahrzehnten zeigen, dass der Wettbewerb

ein äußerst wirksames Instrument

zur Nachwuchsförderung ist:

Bundesweit haben sich insgesamt

296.764 junge Talente beteiligt. Neun

von zehn der erfolgreichen Jungforscher

studieren später ein Fach im Bereich

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

und Technik (MINT). Im

Anschluss sind etwa die Hälfte im Bereich

von Forschung und Entwicklung

in Hochschulen, außeruniversitären

Forschungseinrichtungen oder Unternehmen

tätig.

www.jugend-forscht.de

Laurin Schmidt, Lino Müller und Bruno Loeser (v. l. n. r.)

freuen sich über den von der IHK verliehenen Sonderpreis

für ihr „Schüler experimentieren“-Projekt.

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & REGION

Zwei Unternehmen aus der Region geehrt

Gleich dreifachen Grund zur Freude hat das

Dorint Charlottenhof Halle (Saale). Das Traditionshotel

wurde erneut mit dem renommierten

HolidayCheck Award ausgezeichnet.

Diese Auszeichnung verleiht das Online-Portal

HolidayCheck jedes Jahr auf Basis von Hotelbewertungen

an die weltweit beliebtesten Hotels.

Darüber hinaus hat das hallesche Haus

der Dorint Gruppe nach erneuter Prüfung die

Zertifizierungen „Certified Conference Hotel“,

„Certified Business Hotel“ und „Barrierefreiheit

– Reisen für Alle“ für 2020 erfolgreich bestanden.

Zudem ging das Hotel als Regionalsieger

beim neuen Wettbewerb „Gästeliebling“ hervor.

Der Tourismusverband Sachsen-Anhalt

hatte Ende Februar in der IHK insgesamt 35

Betriebe aus der Region ausgezeichnet. Sie

kämpfen nun um den Landestitel.

Eine Auszeichnung von international hohem

Ansehen gab es auch für die Design- und Kreativagentur

TRANSMEDIAL aus Zeitz: Sie erhielt

einen der begehrten German Design Awards

2020 für das Redesign der Marke DEUREX. Die

Jury zeichnete das eingereichte Projekt als

“Winner” in der Kategorie “Excellent Communications

Design - Corporate Identity” aus.

Rezeptionsmitarbeiterin Lisa Pitloun

begrüßt einen Gast

im Dorint Charlottenhof Halle (Saale).

Nachruf auf

Heinz-Jürgen Preiss-Daimler

Mitteldeutschland verliert eine prägende

Unternehmerpersönlichkeit. Durch seinen

Weitblick und sein unermüdliches Wirken

hat Heinz-Jürgen Preiss-Daimler den Chemiepark

Bitterfeld-Wolfen – den ältesten

in Deutschland und größten in Europa

– entscheidend mitgestaltet. Nach einem

erfolglosen Privatisierungsversuch verhalf

er dem Standort zwischen 2001 und 2013

mit Hilfe von EU, Bund, Land und vielen

Mitstreitern zu einem Neuanfang und entwickelte

den Park zu einem Erfolgsprojekt.

In den letzten Jahren haben sich hier auf

einer Fläche von etwa 1.200 Hektar rund

360 Firmen angesiedelt.

Im Jahr 2001 hatte die von Preiss-Daimler

geleitete P-D Group den Chemiepark als

Betreiber übernommen. Insgesamt wurden

über 400 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen

von rund 230 Millionen Euro bei

laufendem Geschäftsbetrieb am Chemiestandort

umgesetzt. Parallel dazu flossen

noch einmal 83 Millionen Euro in die Gebäudesanierung.

Damit veränderte sich nicht nur

das äußere Erscheinungsbild des traditionsreichen

Industrieparks. Es wurden auch die

Weichen gestellt, einen modernen und zukunftsfähigen

Wirtschaftsstandort aufzubauen,

der heute einzigartig in Europa ist.

„Sein Motto ,Geht nicht, gibt’s nicht‘ hat er hier

umgesetzt. Davon profitiert Bitterfeld-Wolfen

und der Chemiepark noch heute und sie werden

auch in Zukunft davon profitieren“, erklärt

Chemiepark-Geschäftsführer Dr. Michael Polk,

der viele Jahre eng mit Preiss-Daimler zusammengearbeitet

hat. Im Jahr 2013 verkaufte die

P-D Group die Chemiepark-Gesellschaft an

die GELSENWASSER AG.

Anfang Februar 2020 ist Heinz-Jürgen

Preiss-Daimler nach schwerer Krankheit

im Alter von 80 Jahren gestorben.

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 9


WIRTSCHAFT & REGION

Zahlen Daten Fakten

826 Euro fürs

Onlineshopping

Wie viel Geld geben Kunden potenziell im Vergleich

zum stationären Einzelhandel inzwischen

über das Internet aus? Das zu wissen,

spielt eine immer größere Rolle – als Planungshilfe

für Einzelhandel, Investoren und

Kommunen genauso wie für Standortanalysen,

Werbeplanung und Direktmarketing. Erstmals

liegen der IHK Halle-Dessau nun Zahlen

zur Sortiments- und Online-Kaufkraft im südlichen

Sachsen-Anhalt für das Jahr 2019 vor.

Die Kaufkraft im Einzelhandel

Ausgaben im stationären Einzelhandel werden

durch die so genannte Kaufkraft im Einzelhandel

abgebildet. Diese stellt, in 39 Sortimentsgruppen

(zum Beispiel Elektro, Textilien

oder Lebensmittel) untergliedert, den Teil des

verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte

dar, den diese für ihre Einkäufe im

wohnortnahen Einzelhandel ausgeben.

Beispiel IHK-Bezirk: Die einzelhandelsrelevante

Kaufkraft pro Kopf im IHK-Bezirk bei

Gemeinden mit über 8.000 Einwohnern liegt

zwischen 5.769 Euro und 7.049 Euro. Alle Gemeinden

liegen damit unter dem Bundesdurchschnitt

von 7.068 Euro. Die regionalen

Spitzenreiter sind Salzatal und Teutschenthal.

Ausgaben im Onlinehandel

Mittlerweile konsumieren viele Kunden über

das Internet, so dass Kaufkraftzahlen, die vor

Ort berechnet werden, nicht mehr ohne weiteres

vergleichbar sind. Der IHK stehen nun

jedoch erstmals Zahlen zur so genannten

Online-Kaufkraft zur Verfügung. Diese geben

zusätzlich die Online-Ausgaben in Euro sowie

den entsprechenden Online-Anteil wieder. So

lässt sich zum Beispiel herauslesen, in welchen

Regionen am meisten über das Internet

ausgegeben wird.

Beispiel IHK-Bezirk: Die Online-Kaufkraft pro

Kopf im IHK-Bezirk bei Gemeinden mit über

8.000 Einwohnern liegt zwischen 826 Euro

und 566 Euro. Damit liegen auch hier wieder

alle Gemeinden unter dem Bundesdurchschnitt

von 861 Euro. An der Spitze stehen

Salzatal und Kabelsketal.

Regionale Unterschiede

An den Zahlen zur Online-Kaufkraft lassen

sich regionale Unterschiede ablesen. Auffällig

ist, dass die ersten acht Plätze von den insgesamt

etwa 50 untersuchten Städten und

Kommunen ausschließlich Gemeinden aus

dem Saalekreis belegen. In diesen Kommunen

steht den Einwohnern etwas mehr Kaufkraft

für den Onlinehandel zur Verfügung als in den

anderen Regionen. Des Weiteren finden sich

viele Mittelzentren im hinteren Bereich wieder:

Sieben dieser Städte belegen die letzten

zehn Plätze der untersuchten Kommunen.

Verbrauchsgüter auf ähnlichem Niveau

Wie viel die Kunden ausgeben, ist auch je

nach Sortiment verschieden. Kaum Unterschiede

gibt es zum Beispiel bei den Nahrungsmitteln.

Hier liegt der Anteil bei allen

Kommunen zwischen 1,0 und 1,1 Prozent –

Gleiches gilt für Baumarktgüter, Schnittblumen

und Pflanzen (Anteile zwischen acht

und neun Prozent). Insgesamt lässt sich feststellen,

dass die Onlinekaufkraft für Verbrauchsgüter

im IHK-Bezirk auf relativ

gleichmäßigem Niveau ist.

Größere Unterschiede hingegen gibt es wieder

bei Damenmode (Anteile zwischen 28,6

und 33,5 Prozent), Heimtextilien (zwischen

14,4 und 17,9 Prozent), Elektrogroßgeräten

(zwischen 21,6 und 27,6 Prozent), Spielwaren

(zwischen 24,3 und 30,3 Prozent) und Büchern

(zwischen 20,8 und 28,7 Prozent).

Vergleich zur Bundesrepublik

Im bundesweiten Vergleich liegen die untersuchten

Kommunen mit einem durchschnittlichen

Onlinekaufkraftanteil von 10,6 Prozent

(670 Euro pro Kopf) leicht unter dem bundesdeutschen

Schnitt von 12,1 Prozent (861

Euro pro Kopf). Der Abstand ist hier etwas

größer als bei der stationären Einzelhandelskaufkraft.

Online-Kaufkraft im IHK-Bezirk Die Top 10

Durchschnitt bundesweit

Quelle: Michael Bauer

Research Nürnberg GmbH;

eigene Berechnungen

861 E

Salzatal...............................................................................................826 E

Kabelsketal........................................................................................824 E

Schkopau...........................................................................................803 E

Teutschenthal..................................................................................801 E

Petersberg.........................................................................................800 E

Stadt Landsberg.............................................................................797 E

Stadt Leuna......................................................................................745 E

Goethestadt Bad Lauchstädt....................................................730 E

Muldestausee..................................................................................717 E

Stadt Lützen.....................................................................................715 E

Die IHK stellt diese und weitere

handelsrelevante Statistiken

interessierten Unternehmen, Städten

und Gemeinden kostenfrei zur

Verfügung.

IHK Halle-Dessau

Starthilfe- und Unternehmensförderung

Daniel Loeschke

Tel. 0345 2126-267

dloeschke@halle.ihk.de

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 11


WIRTSCHAFT & REGION

FACHKRÄFTE

Praktisch Lernen in PINK

Lernen in der Praxis ist ein sinnvolles Instrument, um Schüler schon früh

an künftige Berufe heranzuführen. Ein Paradebeispiel für erfolgversprechende

Berufsorientierung in der Region ist das PINK-Projekt. Hier dürfen die

Jugendlichen an sieben Tagen im Schulhalbjahr an die Werkbank.

PINK bedeutet praxisnah, individuell, nachhaltig,

konkret. Das Kooperationsprojekt der Bildungsakademie

Leuna (BAL), der Interessengemeinschaft

Bildung Leuna-Merseburg (IBLM)

und des Vereins Arbeit und Leben (AuL) richtet

sich an Schüler der achten und neunten Klassen

von Sekundar- und Gemeinschaftsschulen

aus dem Saalekreis. Im ersten Schulhalbjahr

besuchen zunächst drei Mitarbeiter des AuL

verschiedene achte Klassen, führen Gespräche,

finden Talente heraus und treffen so eine Vorauswahl

an Schülern, die Interesse an den

jeweils angebotenen Berufsbildern haben.

Experimentieren im Chemielabor: Die Schüler

Alicia Spieß, Jeremy Martin und Paul Stahlberg (v. l. n. r.)

nehmen am PINK-Projekt in Leuna teil.

Einfach machen!

Diese Schüler kommen dann an insgesamt

sieben Tagen im Schulhalbjahr an den Standort

der IBLM nach Leuna. „Dort haben wir

ausreichend Kapazitäten und erfahrene Ausbilder,

die sich an einem normalen Schultag

von 7.30 bis 14.00 Uhr intensiv um die Schüler

kümmern“, erklärt Steffen Staake, Geschäftsführer

der BAL und Mitglied der IHK-

Vollversammlung. Diese lernen dort ganz

praxisnah – je nach Berufsfeld. „Das kann in

der Chemie sein, genauso bieten wir aber Berufe

in der Mechatronik, der Elektro- und Metalltechnik,

in Lager und Logistik, in der Hauswirtschaft,

im Handwerk und sogar in der

Pflege an“, so Staake. Ganz konkret heißt das

zum Beispiel einfache Lötverbindungen zu

fertigen, Arbeiten an der Drehmaschine

durchzuführen, Kommissionieraufträge zu

bearbeiten oder unterschiedliche Speisen zuzubereiten

und Tische einzudecken. In der

neunten Klasse geht es dann darum, sich für

ein Berufsfeld zu entscheiden. Am Ende absolvieren

die Schüler eine Prüfung und erhalten

eine schriftliche Zusammenfassung.

Schüler werden begleitet

Wie erfolgreich PINK ist, zeigen die Zahlen. Bis

zum Februar dieses Jahres haben 1.700 Schülerinnen

und Schüler der achten und neunten

Klassen von sechs Sekundar- und Gemeinschaftsschulen

aus dem Saalekreis teilgenommen.

93 Prozent bewerteten das Projekt hinterher

als gut bis sehr gut, rund die Hälfte

empfand es als hilfreich bei der späteren Berufswahl.

„Wir sehen uns als Ergänzung und

Vertiefung zu anderen Berufsorientierungsmaßnahmen.

Der Vorteil bei PINK ist: Wir

sprechen direkt über die Wünsche, Neigungen

und Stärken der Jugendlichen“, erzählt Staake.

Denn von der ersten Kontaktaufnahme bis zur

Empfehlung zu Bewerbungen begleitet PINK

die Schüler kontinuierlich über zwei Jahre.

Unternehmen profitieren

Das Projekt bietet aber nicht nur einen großen

Vorteil für die Mädchen und Jungen. „Mit

PINK wollen wir auch den örtlichen Unternehmen

helfen, an Auszubildende heranzukommen“,

erklärt Staake. Immerhin arbeiten

12

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & REGION

die Bildungsträger eng mit über 100 Partnern

aus der heimischen Wirtschaft, wie der Infra-

Leuna, DomoCapro Leuna oder der Total Raffinerie

zusammen. Der BAL-Geschäftsführer

kann sich aber auch vorstellen, das Projekt auf

den Burgenlandkreis auszuweiten. Im Februar

hat Staake deswegen PINK beim IHK-Unternehmerstammtisch

in Weißenfels vorgestellt.

„Überhaupt wäre das etwas für ganz Sachsen-

Anhalt. Möglichkeiten dafür gibt es überall“,

meint er. Entsprechende Gespräche mit Vertretern

aus Wirtschaft, Politik und anderen

Bildungseinrichtungen habe er dazu auch

schon geführt.

Steffen Staake, Geschäftsführer der BAL,

an einer Werkbank für die Schüler

Über das Projekt

Als die IBLM und der AuL im September 2017

das Projekt PINK aus der Taufe hoben, war

der Erfolg nicht programmiert, aber sehr

wahrscheinlich. „In Zeiten des Fachkräftemangels

war es uns wichtig, mit zielgruppengerechten

Angeboten Schüler in ihrer Berufswahl

zu unterstützen und zu fördern“, sagt

Staake. Die BAL wurde schließlich als weiterer

Partner ins Boot geholt. Gefördert wird das

Projekt durch die RÜMSA (Regionales Übergangsmanagement

in Sachsen-Anhalt) im

Saalekreis. Doch diese Förderung läuft im

Herbst 2020 nach drei erfolgreichen Jahren

aus. Wie es weitergeht, ist noch unklar. Steffen

Staake macht sich für eine Weiterführung

stark. „PINK muss unbedingt fortgesetzt werden,

weil für absehbare Zeit ja

keine Veränderungen im Arbeitsmarkt

erkennbar sind!“

BAL Bildungs- und Beteiligungs GmbH

Emil-Fischer-Straße 20

06237 Leuna

Tel. 03461 82 46 0

www.bal.de

Praxislerntage in Sachsen-Anhalt

Viele Ausbildungsbetriebe nutzen unterschiedliche

Instrumente, um Schülern

eine erste Berufsorientierung zu

geben – und damit potenzielle Nachwuchskräfte

zu gewinnen. Eine Möglichkeit

in Sachsen-Anhalt sind die sogenannten

Praxislerntage. Den Schülern

werden dabei nicht nur allgemeinbildende

Unterrichtsinhalte auf Grundlage

des Lehrplanes vermittelt, sondern auch

die praktische Tätigkeit in einem Unternehmen.

Außerhalb der „Laborsituation“

Schule sollen die Schüler fachliche, personelle

und soziale Kompetenzen erwerben.

Praxislerntage sind somit eine

Form des Dualen Lernens. Dadurch können

sich die Schüler intensiv auf den

Übergang von der Schule in die Berufsund

Arbeitswelt vorbereiten. Die Praxislerntage

finden im 14-tägigen Rhythmus

an einem Unterrichtstag pro

Schulwoche in Praxislernorten der Region

statt – das heißt in Unternehmen,

berufsbildenden Schulen oder sozialen

Einrichtungen.

IHK Halle-Dessau

Aus- und Weiterildung

Dr. Simone Danek

Tel. 0345 2126-346, sdanek@halle.ihk.de

Anzeige

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 13


WIRTSCHAFT & REGION

Mütter als Fachkräfte gewinnen

Küchenzeiten an die Kita anpassen, mehr Freizeit gewähren oder

eine Tankfüllung bezahlen - wer Mitarbeitern familienfreundliche Bedingungen

anbietet, kann im Wettbewerb um Fachkräfte punkten. So zum Beispiel das

Weinberghotel Edelacker in Freyburg, als „Familienfreundliches Unternehmen

2019“ im Burgenlandkreis ausgezeichnet.

Die Zeiten in der Hotellerie haben sich geändert,

berichtet Hoteldirektor Jan Thyen. „Vor

etwa 15 Jahren war das noch anders. Da hatten

wir auf eine Stellenausschreibung teilweise

zehn Bewerbungen. Das ist heute längst

nicht mehr so.“ Der Chef von derzeit 46 Mitarbeitern

musste sich etwas einfallen lassen,

um zum Beispiel auch alleinerziehende Mütter

in die Gastronomie zu locken.

Öffnungszeiten angepasst

„Wir bemühen uns etwa, die Arbeitszeiten an

die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen

der Kinder anzupassen“, erzählt Personalverantwortliche

Sandra Engel. Sie

stimmt nicht nur die Dienstpläne mit den

Mitarbeitern ab, die keine kleinen oder gar

keine Kinder haben, sondern passt auch die

Öffnungszeiten im Hotel selber an. „Da ist die

Rezeption eben erst eine halbe Stunde später

besetzt und die Küche macht abends eher

zu“, erklärt Engel.

Mehr Freizeit

Doch das reiche nicht, um den Mitarbeiterstamm

halten zu können. So seien manche

Unternehmensbereiche etwa stärker besetzt,

um flexibler agieren zu können. Deswegen

übernimmt das Hotel die Kosten für Kita oder

Hort und fährt die Arbeitszeiten Jahr um Jahr

langsam herunter. „Eine Studentin hatte für

ihre Bachelorarbeit unsere Mitarbeiter gefragt,

was ihnen wichtiger sei - mehr Geld

oder mehr Freizeit. Das Ergebnis war ganz

klar die Freizeit“, erinnert sich Thyen.

Rückkehr nach neun Jahren

Das weiß auch Katja Hartung zu schätzen.

Die alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern

ist 2017 nach über neun Jahren Pause in

das Weinberghotel zurückgekehrt. Hier hatte

sie ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau absolviert

und bis 2008 elf Jahre lang gearbeitet.

„Ich liebe meinen Beruf und es hat wieder in

den Fingern gejuckt. Im Edelacker werden

Wünsche so weit wie möglich erfüllt, weil wir

ein tolles Team sind, in dem der eine für den

anderen einspringt“, erklärt Hartung. Sandra

Engel fügt hinzu: „Das war auch für uns ein

langer Lernprozess, der noch nicht zu Ende

ist. Wir schauen immer, was wir verbessern

können.“

Servicekraft Katja Hartung (r.) ist ins Weinberghotel

Edelacker zurückgekehrt, weil sie die familienfreundlichen

Arbeitsbedingungen dort sehr schätzt.

Hotel als Marke etablieren

So werden beispielsweise alle Mitarbeiter mit

einer kostenlosen Tankfüllung, einer betrieblichen

Rente und einem Mitarbeiterrabatt im

Unternehmen gehalten. „Unser Ziel ist es, das

Hotel als Arbeitgebermarke zu etablieren. Da

ist die Familienfreundlichkeit nur ein Faktor,

aber natürlich ein sehr wichtiger“, meint

Hoteldirektor Thyen.

Weinberghotel Edelacker

Schloss 25, 06632 Freyburg/Unstrut

Tel. 034464.35-0

www.edelacker.de

14

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & REGION

Neuer Ausbildungsberuf: Verkaufen 4.0

Seit 2018 gibt es den neuen Ausbildungsberuf

„Kaufmann/-frau im E-Commerce“. Doch

im Bereich der IHK Halle-Dessau sind bis

heute nur fünf Auszubildende registriert. Dabei

bietet die Ausbildung viele Vorteile, wie

Björn Bosse, Referent für Ausbildung bei der

IHK, erläutert:

Neue Herausforderungen – neuer Beruf

Die bisher für den Handel und die Vermarktung

von Dienstleistungen verfügbaren Ausbildungsberufe

sind im Zuge der Digitalisierung

nicht passgenau. Durch E-Commerce

entstehen neue Prozesse und Geschäftsmodelle

mit eigenen Arbeitsweisen und Vorgängen.

Für diese sind eigene, umfassende Ausbildungsinhalte

notwendig.

Ein passgenaues Berufsbild

An der Entwicklung des für Branchen wie

Groß- und Einzelhandel, Tourismus, Banken

und Versicherungen so wichtigen Berufsbildes

Jasmin Schulze, Lea Weiner und Vanessa Schulz (v. l.)

lernen bei myCARE den Beruf Kauffrau im E-Commerce.

durch das Bundesinstitut für Berufsbildung

(BIBB) waren viele Interessengruppen beteiligt.

In einem zweijährigen Prozess haben sie

gemeinsam das Tätigkeitsprofil, die Rahmenbedingungen

und die Lerninhalte des ersten

für die digitale Wirtschaft geschaffenen Berufs

entwickelt.

Moderne Lerninhalte

Im ersten Ausbildungsdrittel beschäftigen sich

die Auszubildenden mit Produktdaten und lernen

Tools zur Analyse des Kundenverhaltens

kennen. Im zweiten Jahr stehen Service und

Prozesse im Mittelpunkt: Wie gehen die angehenden

Kaufleute im E-Commerce mit Kundenanfragen

um, wie läuft die Kommunikation

auf verschiedenen Kanälen wie Chats, Whats-

App, E-Mail und Telefon. Eine große Rolle spielt

natürlich auch das Thema Recht und Fair Play

im Internet. Das dritte Ausbildungsjahr ist der

Prozesssteuerung gewidmet: Marketing, Newsletter,

Customer Journey usw. Schon in der

Ausbildung lernen die Azubis, dass sich ihre

Arbeitsweisen und Arbeitsprozesse ständig

weiterentwickeln und verändern.

Wer ausbilden kann

Schwerpunktmäßig ausbildende Handelsunternehmen.

Daneben kommen aber auch andere

Branchen in Betracht, zum Beispiel Tourismus,

Hotel- und Gastronomie, Chemie,

Metall sowie Banken, Versicherungen und Verlage.

Wichtig ist, dass das Unternehmen bereits

Waren und/oder Dienstleistungen online

anbietet und über Ausbildungspersonal verfügt,

das den E-Commerce des Unternehmens

fachlich betreut.

IHK Halle-Dessau

Aus- und Weiterbildung

Björn Bosse

Tel. 0345 2126-332

bbosse@halle.ihk.de

„Fachkräfte von morgen auszubilden,

ist für uns eine wichtige Angelegenheit.

Im Landkreis Wittenberg sind wir

sogar der einzige Ausbildungsbetrieb

für Kaufleute im E-Commerce. Da wir

mehrere Online-Apotheken betreiben,

erlernt jede unserer drei Auszubildenden

an einem ‚eigenen Projekt‘ alle

Geschäftsprozesse im E-Commerce.

Dank dem Ehrgeiz, den unsere Azubis

an den Tag legen, freuen wir uns bereits

jetzt darauf, dass sie sich in wenigen

Jahren gemeinsam mit uns den

digitalen Herausforderungen stellen.“

Madlen Schaller-Bock

Leitung Marketing bei der Online-Apotheke

myCARE aus der Lutherstadt Wittenberg

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 15


WIRTSCHAFT & REGION

Angehende Banker

im Altenheim

Top-Ausbildungsbetriebe bieten mehr: zum Beispiel den Blick über den Tellerrand.

Die Sparkasse Mansfeld-Südharz schickt ihre Azubis in soziale Projekte.

Von den 265 Mitarbeitern der Sparkasse

Mansfeld-Südharz sind allein 16 Azubis und

zwei duale Studenten. Um seinen Nachwuchs

zu finden und ans Unternehmen zu binden,

investiert das bereits drei Mal mit dem IHK-

Gütesiegel „Top-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnete

Kreditinstitut einiges an Ideen, Zeit

und Geld.

Blick über den Tellerrand

„Wir organisieren zum Beispiel Unterstützungsunterricht

bei der IHK und der Agentur

für Arbeit oder haben in einem anderen Fall

einer Auszubildenden, die mit stimmlichen

Beschwerden kämpfte, die Betreuung durch

eine Logopädin vermittelt“, schildert Personalleiterin

Carola Frisch. Ganz besonders am

Herzen liegt ihr der vielzitierte „Blick über den

Tellerrand“. Um ihre soziale Kompetenz zu

stärken, durchlaufen alle Azubis auch eine

zweiwöchige Station in einer sozialen Einrichtung

der Region wie Altenheim, Suchtklinik

oder Tafel e. V. Auch das im 2. Lehrjahr

fest verankerte Azubi-Projekt, neulich etwa

eine Erhebung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement,

diene dazu die „Soft Skills“

weiterzuentwickeln.

„Kennenlernwoche“

vor Ausbildungsstart

Eine Besonderheit der Sparkasse ist zudem,

dass alle angehenden Bankkaufleute jeweils

im August und damit noch vor ihrem eigentlichen

Ausbildungsbeginn auf Firmenkosten

zu einer „Kennenlern- und Einführungswoche“

in ein Tagungshotel nach Potsdam

eingeladen werden. „Das hat wirklich etwas

gebracht“, meint Benjamin Jäschke, der sich

inzwischen im 2. Lehrjahr befindet. Während

der Ausbildungszeit selbst, die durch feste

Lehrverantwortliche an den 16 Filialstandorten

der Sparkasse Mansfeld-Südharz auch

personell „greifbar“ untersetzt ist, werden

durch regelmäßige Feedbackrunden mit den

Azubis und deren Berufsschule frühzeitig etwaige

Problemlagen identifiziert und ganz

konkret angegangen.

Potenzielle Azubis gewinnen

Um die Ausbildung noch bekannter zu machen,

stecke die Sparkasse auch viel Zeit und

Geld in die Akquisition, wie Personalleiterin

Carola Frisch betont. Sie zählt einige der

Maßnahmen auf: das „Planspiel Börse“ etwa

für die 9. und 10. Klassen, die landesweite

Kampagne mehrerer sachsen-anhaltischer

Sparkassen auf Radio Brocken und die Beteiligung

an diversen Veranstaltungen und

Messen zur Berufsorientierung – mit den eigenen

Azubis als „Botschaftern“.

„Weil immer mehr junge Menschen in Richtung

Studium drängen, bringen wir ihnen

ganz detailliert nahe, welche Karrierechancen

sie in einem Ausbildungsberuf wie Bankkaufmann/-kauffrau

haben“, fügt Frisch an.


„Wir verdeutlichen unseren

potenziellen Azubis, dass wir einen

nachhaltigen Ansatz verfolgen

und sie dauerhaft zu unseren

Mitarbeitern machen wollen –

Übernahmegarantie und konkrete

Weiterentwicklungsperspektive

inklusive.“

Carola Frisch

Personalleiterin der Sparkasse Mansfeld-Südharz

Sparkasse Mansfeld-Südharz

Markt 2-4

06295 Lutherstadt Eisleben

Tel. 03475 6759-0

www.sparkasse-msh.de

16

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Benjamin Jäschke, Auszubildender zum Bankkaufmann

Mitteldeutsche im 2. Lehrjahr, berät eine Wirtschaft Kundin. Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 17


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

Von Wittenberg in 181 Länder

Gründergeist macht sich bezahlt: 2004 war mycare.de eine der ersten Online-

Apotheken Deutschlands. Inzwischen vertreibt das Unternehmen aus Wittenberg

über 70.000 Produkte in 181 Länder und wurde mehrfach von der Stiftung

Warentest und der Zeitschrift Computerbild ausgezeichnet.

Was heute wie ein recht gewöhnlicher Schritt klingt, war

2001 eine kleine Sensation. Christian und Matthias Buse

wollten nach ihrem Studium mit der elterlichen Apotheke

über die Lutherstadt Wittenberg hinaus tätig werden. Damals

war das Internet bei Weitem nicht so verbreitet wie

heute, noch nicht einmal die Hälfte der Bundesbürger war

online. Doch den Brüdern erschien es als Vertriebsweg der

Zukunft. Da man zu jener Zeit nur eine einzige Apotheke

betreiben durfte, gründeten sie mit mycare.de zunächst

einen Versandhandel für Heil- und Pflegemittel.

Internet war Neuland

Als Pharmazeut war das Internet für den damals 27-jährigen

Christian Neuland. Der zwei Jahre jüngere Matthias

studierte Betriebswirtschaft und kannte sich etwas

besser aus. Das nötige Know-how mussten sich trotzdem

beide erarbeiten. Die erste Website inklusive Shop

ließen sie über eine Agentur erstellen. „An dem Tag, an

dem wir online gegangen sind, hatten wir gleich eine

Bestellung. Ich frage mich noch heute, wie uns jemand

innerhalb der kurzen Zeit finden konnte. Spätestens da

18

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Schwerpunkt Digitalisierung in der Kundenansprache

war klar, dass das Internet ein eigener Kosmos ist“, erinnert

sich Christian Buse.

Medikamente ins Web gebracht

Die Nachfrage nach den Produkten wuchs stetig – anfangs

waren dies Hilfsmittel für Diabetiker, Vitamine, Kosmetik

und Pflegebedarf. Als 2004 jedoch gesetzlich erlaubt

wurde, auch Medikamente online zu verkaufen,

nahm der Webshop Arzneimittel auf. Heute vertreibt er

über 70.000 Produkte. 2010 entwickelten Mitarbeiter von

mycare.de eine App, um Medikamente mobil bestellen zu

können. Ein Jahr später folgte die Fanpage bei Facebook.

Zwei Kollegen aus dem Marketingteam posten hier nach

wie vor aktuelle Themen, Gewinnspiele und Produktvorstellungen.

Auch auf Instagram ist mycare.de vertreten.

Online-Marketing ist das A und O

Um eine möglichst gute Platzierung im Google-Ranking zu

erhalten, nutzt das Unternehmen verschiedene Online-

Marketing-Instrumente. Aufgrund der vielfältigen Maßnahmen

stieg die Anzahl der Kunden in der myCARE Gruppe*

auf über 3,3 Millionen – in 181 Ländern. Zurzeit

arbeitet das Unternehmen an einem Relaunch der Website.

Sie erhält interaktive Kundenkonten sowie ein responsives

Design – das bedeutet, sie passt sich flexibel an das jeweils

genutzte Endgerät an. Ziel: Die Online-Apotheke stets an

den aktuellen Bedürfnissen der Kunden ausrichten.

Eigene IT, Prozesse digitalisiert

Nach und nach stellten die Brüder Mitarbeiter ein. Das

erforderten nicht zuletzt die speziellen Anforderungen der

Online-Apotheke. So sind von den heute rund 250 Mitarbeitern

allein zehn in der IT-Abteilung beschäftigt. Sie

synchronisieren zum Beispiel das ERP-System (ERP = Planung

von Geschäftsressourcen, Enterprise Resource Planning)

von Microsoft mit dem Shopsystem der Firma SAP.

Zug um Zug hat das Unternehmen seine Prozesse automatisiert

und digitalisiert – so zum Beispiel den Auftragseingang,

die pharmazeutische Prüfung und Kommissionierung,

die Prüfung der kommissionierten Ware und den Warenausgang.

Die vollständige Digitalisierung des Bestellwesens

hat zur Folge, dass ein Auftrag bereits nach 10 bis 15 Minuten

in der Kommissionierung eingegangen ist. „Dies vereinfacht

und beschleunigt den gesamten Ablauf enorm“, sagt

Christian Buse.

*zur myCARE Gruppe gehören mycare.de, mycare.at, apteka.de und clarasapotheke.de

sowie eine Heim- und Klinikversorgung, ein Verblisterungsservice

und drei Vorort-Apotheken.

linke Seite: Blick in die

automatisierte

Kommissionierung.

Aufgrund der vielen

Maßnahmen zur

Kundenansprache hat sich

der ursprüngliche

Onlineshop für Heil- und

Pflegemittel in den

vergangenen 19 Jahren zu

einer der erfolgreichsten

Online-Apotheken

Deutschlands mit über 3,3

Millionen Kunden in 181

Ländern entwickelt.

oben: Mitarbeiterin der

pharmazeutischen

Kundenbetreuung in der

myCARE Gruppe

Robert-Koch-Apotheke

myCARE e.K.

Friedrichstraße 125 b

06886 Lutherstadt Wittenberg

www.mycare.de

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 19


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

Vom Rohschnitt zur

Verpackung in fünf Minuten

Die Göpfert Möbelteile GmbH aus Weißenfels fertigt täglich

rund 15.000 verschiedene Bauteile für die Küchenindustrie. Mit Hilfe von

Digitalisierungsprozessen konnte das Unternehmen diesen Just-in-Time-

Herstellungsprozess optimieren.


Der europaweit tätige Zulieferbetrieb der Möbelindustrie

arbeitet nach einem ausgeklügelten Fertigungsleitsystem.

Danach erhält jedes Bauteil eine eindeutige ID, welche den

Weg durch die Produktion beschreibt. „So ist es uns möglich,

im Idealfall eine Schrankfront vom Rohschnitt über

die Bekantung bis zur Verpackung in nur vier bis fünf Minuten

durch die Produktion laufen zu lassen“, erzählt

Werkleiter Christian Christel. Den dahinterliegenden Digitalisierungsprozess

hat das Unternehmen über die Jahre

stufenweise ausgebaut. „Das muss Schritt für Schritt erfolgen.

Wir müssen die Mitarbeiter einarbeiten und während

der Implementierungsphase die Prozesse genau

überwachen – und teilweise korrigieren“, erklärt Christel.

Mitarbeiter überwachen nur noch

Wo früher der Mitarbeiter die Bohr- und Fräßprogramme

einprogrammiert habe, ermittle dies heute die Maschine.

Der Mitarbeiter überwache das Ganze nur noch. „Das hat

den Vorteil, dass wir effektiver und genauer arbeiten können.

Auch die Ausfallteile während des Produktionsprozesses

sind wesentlich zurückgegangen. Diese Digitalisierung

ist sowohl für den Mensch, als auch für die

Maschine eine Erleichterung. Sie bilden dabei eine Einheit.

Im Grunde ist der ganze Prozess eine Einheit“, erläutert

der Werkleiter.

Dennoch oder vielmehr gerade aus diesem Grund hat

Dank Digitalisierung und Investitionen in Maschinen und

Gebäude das Unternehmen seit seiner Gründung eine

jährliche zweistellige Wachstumsrate.

Neue Software im Frühjahr

Im kommenden Frühjahr wird auch die Verwaltung digitalisiert.

„Wir befinden uns gerade in einem Softwareprojekt,

um uns noch weiter zu vernetzen, so dass jeder Mitarbeiter

jederzeit Zugriff auf alle nötigen Informationen

hat. Ziel ist es auch, die Papierflut im Unternehmen zu

minimieren“, erklärt Christel. Im nächsten Schritt wolle

man die Lieferanten in dieses System einbinden und die

Digitalisierung im Kunden- und Lieferantenumfeld kontinuierlich

ausbauen. Und im Sommer folgt die nächste

Anschaffung: eine weitere vollautomatisierte Anlage.

Blick in die Produktionshalle von Göpfert Möbelteile.

Ein Mitarbeiter befüllt die Kantenmagazine der vollautomatischen

Bekantungsanlage.

Wir investieren

jedes Jahr in

Maschinen und

Gebäude. Dabei

legen wir

besonderen Wert

darauf,

Maschinen nicht

nur anzuschaffen,

sondern sie in die

bestehenden

Prozesse

einzubinden und

zu optimieren.“

Christian Christel

Werkleiter

Weitere Aufgaben

Durch den verringerten Arbeitsaufwand gewinne man

einen gewissen Freiraum, der sich für neue Produktprozesse

und -entwicklungen nutzen lasse. Dennoch hat das

Unternehmen in den vergangenen Jahren immer auch in

Personal investiert. Aktuell gibt es einen stabilen Stand

von 100 Mitarbeitern.

Göpfert Möbelteile GmbH

Tagewerbener Straße 106

06667 Weißenfels

Tel. 03443 33 74 30

www. goepfert-moebelteile.de

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

Breitbandausbau –

Voraussetzung für Digitalisierung

Der zielgerichtete Ausbau digitaler Infrastrukturen

ist entscheidend für Innovation,

Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und

nachhaltiges Wirtschaftswachstum in der

Region und damit ein strategischer Standortfaktor.

Bis zum Jahr 2030 will die Landesregierung

– nach Erreichen des Zwischenziels

einer 50 Mbit/s-Versorgung im Land – flächendeckend

Glasfasernetze verlegen.

Diese sollen den Datenaustausch in Gigabit-Geschwindigkeit

gewährleisten. Doch

wie ist die aktuelle Lage? Ein Überblick

So sieht der aktuelle

Ausbaustand im

südlichen Sachsen-

Anhalt aus

(Stand 8/2019).

Unter folgendem

Link lassen sich die

verschiedenen

Regionen Deutschlands

betrachten:

www.bmvi.de/DE/

Themen/Digitales/

Breitbandausbau/

Breitbandatlas-

Karte/start.html

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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185 x 60.indd 1 21.02.20 13:47

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 21


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

„Die rote Laterne

im Sommer abgeben!“

Jegliche Digitalisierung bei Unternehmen läuft ins Leere, wenn die Infrastruktur

nicht passt. Hier hat unser Land weiter Aufholbedarf. Fragen an Thomas Wünsch,

Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt.


Wie ist der aktuelle Stand beim Breitbandausbau?

Thomas Wünsch: Sachsen-Anhalt kommt beim Breitbandausbau

inzwischen gut voran. Nach der letzten Erhebung

Mitte 2019 verfügen landesweit 74 Prozent der

Haushalte über schnelles Internet mit einer Downloadgeschwindigkeit

von 50 Megabit pro Sekunde. In den kreisfreien

Städten liegt die Versorgungsquote höher, in ländlichen

Gebieten aufgrund des erhöhten Förderbedarfs

etwas niedriger.

Wie sieht es in den kreisfreien Städten und Landkreisen

im Süden des Landes konkret aus?

Wünsch: In Dessau-Roßlau ist der geförderte Ausbau

bereits abgeschlossen, in Halle (Saale) sollen in Kürze die

noch unterversorgten Gebiete versorgt werden. Ich bin

jedenfalls optimistisch, dass wir unser Ziel, Haushalte

mit 50 Megabit pro Sekunde und Gewerbegebiete mit

Glasfaser großflächig zu versorgen in einem übersichtlichen

Zeitraum auch erreichen. Vor allem in den südlichen

Landesteilen wurden die Netzausbauverträge für

den geförderten Ausbau unterzeichnet und die Bauaktivitäten

sind in vollem Gange.

Sachsen-Anhalt kommt inzwischen

gut voran. Die Bauaktivitäten sind in

vollem Gange.“

Ursprünglich sollten bis Ende 2018 flächendeckend Anschlüsse

mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde geschaffen

sein. Warum wurde dieses Ziel verfehlt?

Wünsch: Ein kurzer Rückblick: 2016 hat das Wirtschaftsministerium

die Verantwortung für den Breitbandausbau

hierzulande übernommen, seinerzeit lagen wir im Bundesländervergleich

bei den Versorgungsquoten weit abgeschlagen

auf dem letzten Platz. Nur 48,4 Prozent der

Haushalte konnten damals auf schnelles Internet zugreifen,

andere Ostbundesländer lagen im Schnitt neun Prozentpunkte

vor uns. Den Rückstand binnen zwei Jahren

aufzuholen, war schlicht zu ambitioniert. Bei der Bewilligung

von Förderbescheiden gab es beim Bund starke

Verzögerungen und es fehlten Planungs- und Tiefbaukapazitäten

bei den Netzbetreibern.

Welche neue Zielmarke haben Sie sich für den Ausbau

gesetzt?

Wünsch: Trotz dieser widrigen Umstände ist es uns gelungen,

den Breitbandausbau zu beschleunigen und den

Abstand zu den anderen Ostbundesländern auf 1,2 Prozentpunkte

zu Mecklenburg-Vorpommern zu verringern.

Wenn alles gut läuft, geben wir in diesem Sommer die rote

Laterne im Ranking ab.

Stichwort Gigabitstrategie: Was sind die Pläne des Landes

für den weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur?

Wünsch: In der Gigabitstrategie haben wir das Ziel formuliert,

bis 2025 den Glasfaserausbau mit 1.000 Megabit

pro Sekunde flächendeckend voranzutreiben – allerdings

unter der Voraussetzung, dass es eine auskömmliche Finanzierung

von Land, Bund und EU geben wird. Um das

Ziel zu erreichen, müssen zudem Förderverfahren beschleunigt

werden und es müssen ausreichende Bau- und

Planungskapazitäten vorhanden sein.

Und wie ist der aktuelle Stand?

Wünsch: Unternehmen in Gewerbegebieten erhalten

bereits heute Glasfaseranschlüsse, landesweit liegt die

Trotz widriger

Umstände

ist es uns

gelungen,

den Breitbandausbau

zu

beschleunigen.“

22

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020



In der Gigabitstrategie haben wir das Ziel

formuliert, bis 2025 den Glasfaserausbau

mit 1.000 Megabit pro Sekunde

flächendeckend voranzutreiben –

allerdings unter der Voraussetzung,

dass es eine auskömmliche Finanzierung

von Land, Bund und EU geben wird.“

Gigabit-Versorgungsquote von Haushalten bei sieben

Prozent. Hier gibt es also noch viel zu tun. Gleichwohl

geht es auch hier voran: Vodafone hat bereits angekündigt,

rund 250.000 Haushalten bis Ende 2021 einen Glasfaseranschluss

anzubieten und ich bin mir sicher, dass

auch die anderen Unternehmen nachziehen werden, um

die insgesamt rund 1,1 Millionen Haushalte in Sachsen-

Anhalt zu versorgen.

wir jüngst aufgrund der großen Nachfrage zum zweiten

Mal innerhalb weniger Monate aufgestockt – von ursprünglich

7 auf jetzt 37 Millionen Euro. Darüber hinaus

gibt es bei uns im Land zahlreiche Partnernetzwerke und

Kompetenzzentren, die Beratung anbieten. Qualifizierungsangebote

wie Sachsen-Anhalt WEITERBILDUNG

DIREKT haben wir ebenfalls in den vergangenen Jahren

auf den Weg gebracht.

Thomas Wünsch,

Staatssekretär des

Ministeriums für

Wirtschaft, Wissenschaft

und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt,

sieht noch Aufholbedarf

beim Breitbandausbau.

Bei der Gigabit-Versorgung

gibt es noch viel zu tun.“

Die Fragen stellte Andreas Scholtyssek.

Welche Unterstützung bietet das Land den Unternehmen

bei der Digitalisierung?

Wir fördern Unternehmen mit einem breiten Angebot an

Programmen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen,

Entwicklung und Anwendung von IT-gestützten Technologien

sowie der Qualifizierung von Mitarbeitern. Das

Programm „Sachsen-Anhalt DIGITAL INNOVATION“ haben

Weitere Informationen unter:

https://digital.sachsen-anhalt.de/foerderkompass/foerderung/

www.ib-sachsen-anhalt.de/unternehmen/digitalisieren/sachsen-anhalt-digital-innovation

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung

des Landes Sachsen-Anhalt

Hasselbachstraße 4

39104 Magdeburg

Tel. 0391 567 4220

www.bmvi.de

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 23


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

„Der Zugang zum Breitband ist unverzichtbar!“

Fünf Stimmen aus der Region

Da sich unser Büro im ländlichen

Raum befindet, war der Breitbandausbau

für uns sehr wichtig – auch weil wir

bundesweit Kunden betreuen. Nur mit

einer ausreichenden Breitbandversorgung

können wir zum Beispiel

entsprechende Finanzierungsunterlagen

versenden. Zudem laufen bei uns sämtliche

Programme online. Ohne schnelle Internetverbindung

müssten wir unseren Standort verlegen. Beim Ausbau

hatten wir Glück. Unser Büro liegt direkt an der Hauptstraße, die vor

einigen Jahren erneuert wurde. Die Telekom nutzte dies, um die

Voraussetzungen für schnelles Internet zu schaffen. So waren wir

mit die ersten, die davon profitiert haben. Die bis zu 100 Mbit/s

reichen für unsere geschäftlichen Bedürfnisse derzeit aus. Allerdings

verfügen noch heute meines Wissens nicht alle Haushalte hier über

schnelle Verbindungen.“

Lars Duwe

Finanzberater, Fachwirt für Versicherungen und Finanzen bei der Finanzkanzlei Duwe

aus Bernburg

Landkreis Mansfeld-Südharz

Salzlandkreis

Landkreis Anhalt-

Halle

Saalekreis

Burgenlandkreis

Niemand zweifelt daran: Eine

gut ausgebaute Breitbandversorgung ist

ein sehr wichtiger Standortfaktor - für

Bürger und Wirtschaft gleichermaßen.

Deshalb treiben wir den Ausbau

hier im Landkreis massiv voran. Klar,

es könnte alles schneller gehen, aber

die Umsetzung eines derart umfangreichen

Projektes verlangt Zeit. Dabei

lassen sich Rückschläge leider nicht immer vermeiden. Aber – und

das ist entscheidend – die Weichen für eine flächendeckende

Versorgung sind erfolgreich gestellt. Der Ausbau schreitet voran:

Weiße Flecken der Unterversorgung schrumpfen. Ein Großteil der

Gemeinden wird im Frühjahr an das neue Netz angeschlossen sein.

Ab Ende 2020 sind flächendeckende 50 Mbit/s bzw. für Unternehmen

100 Mbit/s avisiert. Aktuell gibt es keine Hinderungsgründe, dass wir

unser Ziel, neun von zehn Haushalten mit mindestens 50 Mbit/s

zu versorgen, nicht erreichen sollten.“

Sven Vogler

Landkreis Mansfeld-Südharz, Leiter Fachbereich 1 - Bildung/Soziales/Bauen/

Regionalplanung/Jugend

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

Dessau-

Roßlau

Bitterfeld

Landkreis Wittenberg

Nach jahrelanger Nutzung

einer Zwischenlösung profitieren wir

endlich vom Breitbandausbau und

dem schnellen Netz mit 1Gbit/s,

dessen Anschluss wir maßgeblich

durch Beharrlichkeit gefördert

haben. Wir nutzen diesen essenziellen

Erfolgsfaktor für hoch performante

Sicherungsleistungen, effektivere Work

flows, Uploads großer Datenmengen und die schnelle

Reaktionsfähigkeit auf unseren Hosting Plattformen. Der

Zugang zum Breitband ist unverzichtbar für unser

Unternehmen und sichert der Region als bedeutendem

Wirtschaftsstandort die Konkurrenzfähigkeit.“

Matthias Dögel

Geschäftsführer der Dögel GmbH aus Kabelsketal

Erst mit dem von Stadtwerken

und Wohnungswirtschaft bereits 2014

errichteten Glasfasernetz war es für

Dessau-Roßlau möglich, am Breitbandzeitalter

teilzuhaben. Diese Erfahrungen

sind in den weiteren Ausbau

eingeflossen und haben maßgebend

zum erfolgreichen Abschluss des

aktuellen Projekts beigetragen: In den bisher unterversorgten Teilen des

Stadtgebietes Dessau-Roßlau ist der flächendeckende Breitbandausbau

seit Sommer 2019 technisch abgeschlossen. Im Auftrag der Stadt

Dessau-Roßlau hat die DATEL Dessau in nur rund 14 Monaten elf

Stadtteile und 19 Gewerbestandorte für die Anbindung an das schnelle

Internet erschlossen – mit Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 50

Mbit/s im privaten Bereich und bis zu 100 Mbit/s für den gewerblichen

Bedarf. Dieser Ausbau ist für die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität

unserer Region ein entscheidender Vorteil. Äußerst kritisch

beurteilen wir deshalb, wie Wettbewerber mit veralteter Vectoring-

Technik die Glasfasergebiete überbaut haben. Dies hemmt die

Investition in zukunftsfähige Übertragungstechnik und schadet dem

regionalen Leistungspotenzial.“

Thomas Zänger

Geschäftsführer der Stadtwerke Dessau und Mitglied der IHK-Vollversammlung

Einwohner, Unternehmen und

Bildungseinrichtungen sind auf gute

Breitbandanschlüsse angewiesen. Im

ländlichen Raum gibt es einige weiße

Flecken, die Telekommunikationsunternehmen

nicht eigenwirtschaftlich

ausbauen wollten. Deshalb haben wir

uns entschlossen, den Breitbandausbau

mit einer Bundes- und Landesförderung

anzugehen. Trotz damit verbundener bürokratischer Hürden zeigen

sich erste Fortschritte: In fast allen Einheits- und Verbandsgemeinden

finden umfassende Arbeiten statt. Am weitesten sind wir in Teuchern,

im Droyßiger-Zeitzer Forst, Wethautal, in der Elsteraue, in Zeitz sowie

An der Finne und im Unstruttal. In einigen Gemeinden haben die

ausbauenden Unternehmen Verzögerungen gemeldet. Unser Ziel ist es

weiterhin, bis Ende 2020 ein Breitbandnetz mit mindestens 50 Mbit/s

auszubauen. Erfreulich ist, dass das Land Sachsen-Anhalt mit dem

Programm ‚Schulen ans Netz‘ auch unsere Bildungseinrichtungen auf

einen angemessenen technischen Stand bringt.“

Götz Ulrich

Landrat des Burgenlandkreises

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 25


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

Digitale Lösungen live erleben

Die Digitalisierung bringt viele neue Möglichkeiten mit sich – und das

fortlaufend und in rasantem Tempo. Nicht immer ist es leicht, zu überblicken,

welche Innovationen für das eigene Unternehmen geeignet sind.

Experten stehen zur Unterstützung bereit.

Hier leistet das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum

Handel wertvolle Hilfe. Seit Juli 2019

unterstützt es kleine und mittlere Händler bei

allen Fragen rund um das Thema Digitalisierung.

Das Angebot umfasst neben Workshops,

Vorträgen und Unternehmenssprechstunden

auch Infomaterial, das Hilfe zur

Selbsthilfe bietet. Podcasts, Videos und Blogbeiträge

ergänzen das Portfolio.

DigitalMobil auf Tour

Es steht aber nicht allein Theorie auf dem

Plan. Das Kompetenzzentrum hat auch Technologie

zum Live-Erleben im Gepäck – in Form

des DigitalMobils (DiMo). Dieses beherbergt

derzeit acht digitale Lösungen von verschiedenen

Partnern, die vor Ort erlebbar werden.

Die Praxisbeispiele zeigen unter anderem, wie

sich ein positives Einkaufserlebnis für die

Kunden schaffen lässt. Um sicherzustellen,

dass das DiMo aktuelle und zielgruppenrelevante

Technologien präsentiert, werden diese

zukünftig erweitert und angepasst.

Kostenfreie Angebote deutschlandweit

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel

gehört zur Initiative Mittelstand-Digital. Damit unterstützt

das Bundesministerium für Wirtschaft und

Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren

Unternehmen sowie dem Handwerk. Vier Partner

mit jahrelanger Erfahrung im Bereich Groß-, Einzelund

Online-Handel stehen hinter dem Projekt: der

HDE, ibi research an der Universität Regensburg,

das IFH Köln und das EHI Retail Institut. Sämtliche

Angebote stehen kostenfrei zur Verfügung.

Kontaktmöglichkeiten und Informationen

Website:

www.kompetenzzentrumhandel.de

www.ibi.de

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Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum

Handel gibt als

bundesweite Anlaufstelle für

kleine und mittlere

Unternehmen Antworten auf

Fragestellungen rund um den

Handel der Zukunft.

Mittelstand

4.0-Kompetenzzentrum

Handel

Hauptgeschäftsstelle:

Galgenbergstraße 25

93053 Regensburg

26

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

E-Commerce-Umsätze steigen

Onlineshopping boomt. Und das nicht allein deshalb,

weil es von vielen Menschen als praktisch

empfunden wird: Es geht schnell, die Verfügbarkeit

des gewünschten Artikels kann von der heimischen

Couch aus geprüft und Preise problemlos

verglichen werden. Der Gang ins Ladengeschäft

vor Ort, um sich zu informieren, ist damit hinfällig.

Kein Wunder also, dass die E-Commerce-Umsätze

in Deutschland seit vielen Jahren zunehmen.

Den stationären Einzelhandel setzt das zu Recht

unter Druck. Neue technische Anforderungen,

Wettbewerb aus dem Ausland oder veränderte

und hinzukommende regulatorische Vorgaben

lassen auch den Onlinehandel nicht langweilig

werden.

Digitale Sichtbarkeit ist Pflicht

Laut Online-Monitor des Handelsverbands

Deutschland (HDE) haben im Jahr 2018 bereits 65,7

Prozent der Deutschen online eingekauft. Auch

wenn der Onlinehandel nur einen geringen – aber

stetig wachsenden – Anteil am Einzelhandelsumsatz

ausmacht (2018: 10,1 Prozent laut HDE Online-Monitor),

so hat der Kunde viele Teile seines

Einkaufsprozesses mittlerweile ins Netz verlagert.

Ob Infos, Ladensuche, Öffnungszeiten oder Bewertungen:

Digitale Sichtbarkeit für den einzelnen

Händler ist inzwischen Pflicht! Dafür muss er auch

Investitionen tätigen: in Fachkräfte, Systeme oder

Geschäftsmodelle.

Denkweise verändern!

Doch trotz des Handlungsdrucks auf die Branche

verlaufen Umsetzungsprozesse überwiegend zu

langsam. Der Großteil der Einzelhändler verkauft

nach wie vor von einer festen Vertriebsstätte aus,

viele von ihnen sogar ausschließlich. Einige nutzen

einen Onlineshop beziehungsweise eine Mehrkanalstrategie.

Damit allein ist es aber nicht getan.

„Der Handel muss seine Denkweise verändern und

sich komplett neu erfinden“, fordert Dr. Georg Wittmann,

Geschäftsführer des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums

Handel. „Die Produkte, die ich in meinem

Geschäft verkaufe, einfach online zu stellen,

reicht nicht. Man muss seine Vorteile gegenüber der

Konkurrenz herausstellen – auf allen Kanälen.

Umfrage: Einzelhandel digital

Wie nutzen Einzelhändler ihre Offline- und Online-Vertriebswege –

und wie setzen sie neue Technologien ein? Um dies herauszufinden,

hat die IHK gemeinsam mit ibi Research eine Händlerbefragung gestartet.

Aktuelle Branchenthemen

Welche Gründe sprechen für oder gegen einen Onlineshop?

Wie digital sind innerbetriebliche Abläufe aktuell?

Und wie schätzen Händler ihre Arbeit in der Zukunft ein?

Zu diesen und anderen aktuellen Branchenthemen werden

im Rahmen des Forschungsprojektes Handelsunternehmen

verschiedener Vertriebstypen befragt – unter

anderem Online-Händler, stationäre Händler und Multichannel-Händler.

Die Ergebnisse der Studie sollen helfen

herauszufinden, welchen Bedarf der Handel vor Ort in

Bezug auf die Digitalisierung hat.

Stationär und online

In der Studie werden gezielt nicht allein Händler befragt,

die ihre Produkte online vertreiben. Es geht auch darum,

innerbetriebliche Abläufe und Aktivitäten im Bereich Kundenkommunikation

und Marketing hinsichtlich ihres Digitalisierungsgrades

zu analysieren. Zusätzlich wird die Entwicklung

seit der Vorgängerstudie im Jahr 2017 betrachtet.

Dort gab beispielsweise nur ein Fünftel der rund 2.000 befragten

Händler an, bereits digitale Systeme im Back-Office

einzusetzen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer verkaufte

damals rein stationär, wobei mehr als ein Drittel davon bereits

Online-Aktivitäten für die kommenden Jahre plante.

Gefährdung durch globale Markplätze

Schon 2017 sahen vier von zehn Händlern ihr Geschäftsmodell

durch die Marktmacht globaler Marktplätze wie

Amazon und eBay gefährdet. Auch in der Handelsstudie

2020 wird der Einfluss von Marktplätzen auf den lokalen

Einzelhandel thematisiert.

Laut Online-Monitor des

Handelsverbands

Deutschland haben im Jahr

2018 bereits 65,7 Prozent

der Deutschen online

eingekauft.

Interessierte Händler

können bis zum

31. März 2020 unter

folgendem Link an der

Befragung teilnehmen:

www.ibi.de/

handelsstudie2020

Die Beantwortung

der Fragen dauert etwa

15 Minuten. Die Studienergebnisse

werden im

Mai 2020 veröffentlicht.

IHK Halle-Dessau

Starthilfe und

Unternehmensförderung

Daniel Loeschke

Tel. 0345 2126-267

dloeschke@halle.ihk.de

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 27


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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

Praxistipps für Einzelhändler

Die Digitalisierung stellt besonders den Einzelhandel vor große Herausforderungen.

Was ist zu tun, um am digitalen Wandel Teil zu haben? Die IHK bietet

praktische Tipps und Hinweise.

In vier Schritten das Geschäft digitalisieren

Markt analysieren, Strategie entwickeln, Maßnahmen

umsetzen, Erfolg kontrollieren: Wie Einzelhändler in vier

Schritten ihr Geschäft digitalisieren können.

www.halle.ihk.de, Nr. 3853454 ins Suchfeld eingeben

Onlineratgeber: Digitalisierung richtig anpacken

Wo stehen Unternehmen auf der Digitalisierungsleiter?

Eine Einschätzung zum Status quo und konkrete Praxistipps,

wie kleine und mittlere Handelsunternehmen einen

erfolgreichen Digitalisierungsprozess durchlaufen, liefern

ein kostenfreier Onlineratgeber und der dazugehörige

Leitfaden der Mittelstand 4.0-Agentur Handel.

www.halle.ihk.de, Nr. 3821734

Kontaktlos zahlen mit dem Mobiltelefon

Digitale Technologien am Point of Sale einsetzen

Von virtuellen Regalen über digitale Plakate bis hin zu

Tablets als mobile Beratungsassistenten – die Digitalisierung

der Handelswelt bringt neue Chancen mit sich, wie

Einkaufserlebnis, Beratung und Prozesse in stationären

Geschäften verbessert werden können. Ein Leitfaden der

Mittelstand 4.0-Agentur Handel bietet nützliches Praxiswissen.

www.halle.ihk.de, Nr. 3545822

Tipps zum Einstieg in den Onlinehandel

Von der Strategieentwicklung über die Wahl der Vertriebskanäle

bis zur Kundenbindung: Die IHK gibt Tipps,

wie kleine und mittlere Unternehmen in den Onlinehandel

einsteigen können.

www.halle.ihk.de, Nr. 3523512

E-Commerce-Leitfaden: www.halle.ihk.de, Nr. 2480092

Mehr Tipps finden

interessierte Unternehmer

unter

www.halle.ihk.de/branchen.

IHK Halle-Dessau

Starthilfe und

Unternehmensförderung

Daniel Loeschke

Tel. 0345 2126-267

dloeschke@halle.ihk.de

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Schwerpunkt Grünes Licht für die Digitalisierung?

Bei Suchmaschinen nun

ganz vorn!

Wie es gelingen kann, den stationären Einzelhandel

in den Innenstädten zu stärken, zeigt das zunehmend erfolgreiche Projekt

„OnlineCity“ in der Lutherstadt Eisleben.

Auch in Eisleben und Umgebung steht der lokale Einzelhandel

vor großen Herausforderungen, Stichwort Onlineshopping.

Um erfolgreich am digitalen Handel zu partizipieren,

wurden gut 50 Einzelhändler und Dienstleister aus

der Region aktiv. „Wir wollten und mussten dafür sorgen,

dass wir auch online sichtbar werden“, schildert

„OnlineCity“-Manager Rainer Gerlach, selbst Inhaber eines

Fachgeschäfts für Kommunikations- und Sicherheitstechnik.

„Es passierte einfach zu oft, dass hiesige Kunden

bestimmte Produkte bei großen Portalen wie Amazon und

Co. orderten, ohne überhaupt zu wissen, dass sie diese

auch gleich um die Ecke hätten kaufen können – zu ähnlichen

Preisen und vor allem inklusive Beratung und der

Möglichkeit zum Ausprobieren.“

Anbieter an Bord geholt

Um eben diese Online-Sichtbarkeit zu schaffen, haben die

Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH und die Lutherstadt

Eisleben 2018 die Firma „Atalanda“ an Bord geholt,

einen Anbieter von regionalen Online-Marktplätzen.

Gemeinsam organisierten sie Workshops für die Händler,

um die Plattform vorzustellen. „Die Zusammenarbeit läuft

absolut auf Augenhöhe, mit sehr innovativen Ansätzen

und fairen Gebühren von nur 20 respektive – inklusive Onlineshop

– 30 Euro Monatsbeitrag für jeden Beteiligten“,

betont „OnlineCity“-Sprecherin Kathrin Gantz, gleichzeitig

Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung. „Auf Atalanda

können die Unternehmen ihre Angebotspalette präsentieren

und bei Bedarf ein Online-Bestelltool integrieren.“

Auffindbarkeit optimiert

Zentral sei dabei der Punkt der integrierten Suchmaschinenoptimierung

(SEO). „Die Leute googeln ja nach Produkten;

und dank dieser sehr wirksamen SEO werden wir regionalen

Anbieter jetzt ganz weit vorn in den Trefferlisten

angezeigt“, nennt Rainer Gerlach den wichtigsten Vorteil.

„Einmal auf der Atalanda-Plattform gelandet, können die

Leute sehen, welche anderen Produkte und Dienstleistungen

sie direkt hier vor Ort erwerben können. Wir haben

unseren ,Aktionsradius’ unter anderem bis zum Fischerhof

An Eislebens

Hauptverkehrsachse macht

ein großes Werbeplakat auf

das jüngste Projekt, den

City-Gutschein,

aufmerksam.

„OnlineCity“-Sprecherin Kathrin Gantz

präsentiert das jüngste Projekt des

Netzwerks, den City-Gutschein Eisleben.

Einmal erworben, kann dieser frei wählbar

bei aktuell 22 ansässigen Händlern,

Gastronomen oder Dienstleistern der Region

eingelöst werden - online sowie vor Ort.

rechts:

Rainer Gerlach,

„OnlineCity“-Manager und

Inhaber eines

Fachgeschäfts für

Kommunikations- und

Sicherheitstechnik

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


am Kernersee oder Tierfutterhandel und Ballonshop in Helbra

ausgeweitet, um einen möglichst umfassenden Branchenmix

anzubieten“, ergänzt Gerlach. Nächste Ziele: Die

„OnlineCity Eisleben“ noch besser mit Innenstadt-Veranstaltungen

wie Frühlings- und Herbst-Shoppen verzahnen

und eine konzertierte Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt.

An Eislebens Hauptverkehrsachse wurde bereits ein großes

Werbeschild errichtet.


Wir sind seit Juni 2018 mit einem Laden

in Eisleben präsent, um einerseits zu den

von uns angebotenen Leistungen im

Pflegebereich zu beraten, und um

andererseits regionale Spezialitäten

zu verkaufen. Die ,OnlineCity’

bringt uns die Kunden ins Geschäft,

die wir in vergangenen Jahren noch

an Amazon und Co. verloren haben.“

Mitmachen bei „OnlineCity Eisleben“

Die „OnlineCity Eisleben“ startete im Herbst 2018 mit

damals 32 beteiligten Händlern. Inzwischen ist das

Netzwerk auf 53 teilnehmende Läden angewachsen.

Weitere Händler können sich dort beteiligen.

„OnlineCity Eisleben“

c/o Stabsstelle Wirtschaft

Leiterin Kathrin Gantz

Münzstraße 10

06295 Lutherstadt Eisleben

Tel. 03475 655500

www.onlinecity-eisleben.de

René Jahn

Mitarbeiter im „Wendepunkt“ Eisleben der Unternehmensgruppe Wend

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 31


WIRTSCHAFT & enGAGEMENT

Vollversammlung

Ein Mann – viele Hochzeiten

Philipp Druschke ist Inhaber des gleichnamigen Hochzeitshauses

in Dessau-Roßlau. Der Jungunternehmer führt die seit 1906 bestehende

Familientradition in fünfter Generation fort – und engagiert sich ehrenamtlich

in der Vollversammlung und im Handelsausschuss der IHK.

Vor kurzem haben Sie mit Ihrem alteingesessenen

Geschäft den Standort innerhalb der

Dessauer Innenstadt gewechselt. Haben sich

Risiko und Investitionen gelohnt, sind Ihnen

die Kunden treu geblieben?

Philipp Druschke: Wir haben das Geschäft

seit Sommer 2019 auf neue Beine gestellt,

unser Konzept und die Präsentation modernisiert.

Das kommt bei den Kunden sehr gut an.

Für jeden Anlass die passende Krawatte

Jetzt starten wir in eine aussichtsreiche Saison

2020, in der besonders viele Hochzeiten

stattfinden. Bis es soweit war, hatten wir jedoch

einige Steine aus dem Weg zu räumen.

Welche Probleme mussten Sie lösen?

Druschke: Städtische Baumaßnahmen vor

und in dem neuen Objekt führten zu Verzögerungen,

aus dem alten Laden mussten wir

aber raus. Mithilfe von IHK, Stadt und durch

die Kooperation unseres Vermieters konnte

letztlich alles geregelt werden. Diese Zusammenarbeit

hat es uns ermöglicht, uns am

neuen Standort zu etablieren.

Das Ehrenamt hat in Ihrer Unternehmerfamilie

Tradition: Bereits Ihr Großvater und

Ihre Mutter haben sich in der IHK engagiert.

Sie sind Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren

und seit 2018 in der IHK-Vollversammlung

sowie im Handelsausschuss aktiv. Welches

Thema treibt Sie dabei besonders an?

Druschke: Zum Beispiel der vieldiskutierte

Fachkräftemangel. Uns fehlen potenzielle Arbeitskräfte,

und es fehlt an Ausbildung bei

uns im Land.


Die Betriebe könnten viel mehr

ausbilden, sich Fachkräfte heranziehen,

Kinder und Jugendliche

für die Ausbildung begeistern –

da ist viel zu tun. Nicht zuletzt

müssen wir die Zusammenarbeit

mit den Schulen stärken.

Unter anderem dafür setze ich

mich in der IHK ein.“

Bilden Sie selber aus?

Druschke: Ja, und wir sind gerade auf der

Suche nach einem neuen Azubi für den Beruf

Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel.

32

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & enGAGEMENT

Wirtschaftsjunioren, IHK-Vollversammlung,

Handelsausschuss – wo sehen Sie Möglichkeiten,

die Rahmenbedingungen für Unternehmen

durch Ihre Tätigkeit zu verbessern?

Druschke: Mittlerweile habe ich sehr gute

Kontakte zur Wirtschaftsförderung hier in

Dessau aufgebaut. Ich möchte die verschiedenen

Netzwerke zusammenführen, damit

die Kooperation und der Informationsaustausch

verbessert werden. Nicht zuletzt, um

die von Stadt oder Land zur Verfügung gestellten

Förderprogramme mehr ins Bewusstsein

unserer Mitglieder zu rücken.

Zwei bis drei Jahre dauert die Übergangsphase,

darauf sollte sich die Vorgängergeneration

ebenfalls vorbereiten. Bei der Betriebsübernahme

Beratung ins Haus zu holen ist ebenso

wichtig. Hier hilft beispielsweise die IHK.

Gerade beim Thema Businessplan sollte man

auf externen Rat nicht verzichten.

Die Fragen

stellte Antje Bauer.

Philipp Druschke zeigt ein Kleid

in der Braut-Lounge.

Beratung aus Leidenschaft für den Beruf:

Philipp Druschke im Gespräch mit einer Kundin.

Als Bindeglied zwischen Wirtschaft, Politik,

Verwaltung und Interessenvertretung?

Druschke: Genau, das ist mein Ziel.

Ein großes Thema bei vielen IHK-Mitgliedsbetrieben

ist die Unternehmensnachfolge. In

Ihrer Familie ist sie geglückt. Wie hat das

funktioniert – und was raten Sie anderen

Firmen, die dies noch vor sich haben?

Druschke: Auf jeden Fall Zeit einplanen!

Druschke -

HOCHZEITSHAUS

FESTHAUS

Philipp Druschke

Kavalierstraße 73–75

06844 Dessau-Roßlau

Tel. 0340 - 21 22 51

www.druschke-dessau.de

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 33


WIRTSCHAFT & enGAGEMENT

Interessenvertretung

Vitale Innenstädte

Einkäufe verlagern sich ins Internet, Frequenzen verringern sich.

Haben Innenstädte deshalb keine Zukunft mehr? Nein! Aber ihre Funktion wandelt

sich zunehmend. Inwiefern, das untersucht das IFH Köln mit seiner Studie

„Vitale Innenstädte“.

Die Studie wird dieses Jahr nach 2016 und

2018 erneut durchgeführt. Im Rahmen ihres

vielfältigen Engagements für attraktive Innenstädte

unterstützt die IHK Halle-Dessau

die Teilnahme größerer Städte und Kommunen

innerhalb des IHK-Bezirks. So hilft sie

unter anderem dabei, die Studienergebnisse

für den jeweiligen Standort zu bewerten und

einzuordnen.

Passantenbefragung Ende September

Die Erhebung erfolgt an zwei Tagen Ende

September 2020. Mit einem standardisierten

Fragebogen wird anhand einer Passantenbefragung

ein umfassendes Bild über die Attraktivität

der jeweiligen Innenstadt aus Kundensicht

erstellt. Dieses Jahr sollen unter

anderem die Besucherstruktur, die Wünsche

und Anforderungen der Innenstadtbesucher,

das Einkaufsverhalten und die zukünftigen

Perspektiven analysiert werden.

Zukunftsweisende Lösungen

Zudem steht 2020 die „Visitor Journey“ im

Fokus, die alle Kontaktpunkte beschreibt, die

ein Innenstadtbesucher mit der Stadt hat: vom

ersten Impuls und dem geweckten Interesse,

eine Innenstadt aufzusuchen bis zu Besucherbindungsmaßnahmen,

die zum erneuten Besuch

animieren. Die aus der Befragung gewonnenen

Erkenntnisse bilden die Grundlage

dafür, zukunftsweisende Lösungen für die Innenstädte

zu entwickeln und damit dauerhaft

attraktive Standorte zu ermöglichen.

Wie Städte die Ergebnisse nutzen können:

lokal: Die Auswertungen der einzelnen

Standorte sind vor allem für die teilnehmenden

Städte relevant. Indem ein Durchschnitt

von Ortsgrößenklassen gebildet wird, lassen

sich die Aussagen verallgemeinern und dienen

so als Vergleichsmaßstab zu anderen

Städten mit gleicher Struktur.

überregional: Die bundesweiten Ergebnisse

zeigen allgemeine Trends auf, die den Diskurs

mit Politik und Medien auf Bundes- und Länderebene

ermöglichen.

Leipzig gehört zu den Klassenbesten

2018 konnte sich bei den Großstädten

über 500.000 Einwohner wie schon

2016 Leipzig durchsetzen. Die weiteren

Top-Performer sind: Erfurt, Trier, Stralsund

und Wismar. Damit schneiden

diese Städte unter anderem in der Kategorie

Ambiente, Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten,

Ladenöffnungszeiten,

Gastronomie und Einzelhandels-, Freizeit-

sowie Dienstleistungsangebot

durchschnittlich am besten ab.

Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle dabei,

Besucher in die Innenstädte zu locken.

Weitere Informationen zur Studie und den

Teilnahmebedingungen unter

www.halle.ihk.de, Nr. 4655468

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & enGAGEMENT

Mit Erlebnisfaktoren punkten

Die Untersuchung zeigt: Städte, die beim Ambiente

und dem Einzelhandelsangebot nicht

punkten können, verlieren auch maßgeblich

an Gesamtattraktivität. In diesen Dimensionen

ist eine gute Bewertung durch die Besucher

Pflicht. Was aber, wenn nun einmal keine

pittoreske Altstadt vorhanden oder keine großen

Modemarken verfügbar sind? Hier zeigt

die Studie weitere Einflussfaktoren auf, die

das Gesamtbild maßgeblich bestimmen: Convenience

und Erlebnis. So können beispielsweise

Events gerade für kleinere Städte ein

Hebel sein, die Besuchsfrequenz zu erhöhen.

sachverständige

IHK-Vizepräsident Jörg Schlichting (r.) überreicht

Dipl.-Ing. (FH) Martin Haubold aus Halle (Saale) seine

Urkunde als öffentlich bestellter Sachverständiger der IHK.

„Studienergebnisse nutzen!“

„Bei der letzten Umfrage ‚Vitale Innenstädte‘

2018 haben sich laut IFH Köln

insgesamt 120 Städte in allen Regionen

und Ortsgrößen beteiligt. Knapp 60.000

Besucher wurden bundesweit befragt.

Mit den Ergebnissen zum Einkaufsverhalten

der Innenstadtbesucher ließen

sich Rückschlüsse auf die Attraktivität

der jeweiligen Standorte und ihrer Potenziale

ziehen. Vor allem das Benchmarking

mit den anderen Vergleichsstädten

hat wertvolle Erkenntnisse

geliefert. Dadurch konnten die kommunalen

Verantwortlichen gezieltere Maßnahmen

für eine höhere Standortattraktivität

diskutieren und entwickeln

– darunter übrigens auch einige der

Forderungen aus unserem ‚Handelspolitischen

Leitbild zur Förderung des stationären

Einzelhandels, der zentralen

Versorgungsbereiche und der Städte im

Süden Sachsen-Anhalts‘, zum Beispiel:

Erreichbarkeit sicherstellen, Stadtmarketing

intensivieren, digitale Stadtinitiativen

auf den Weg bringen.“

Antje Bauer

IHK-Geschäftsführerin Starthilfe und Unternehmensförderung

IHK Halle-Dessau

Starthilfe und Unternehmensförderung

Antje Bauer

Tel. 0345 2126-262, abauer@halle.ihk.de

Daniel Loeschke

Tel. 0345 2126-267, dloeschke@halle.ihk.de

Sachverständiger öffentlich

bestellt und vereidigt

Am 30. Januar 2020 vereidigte IHK-Vizepräsident

Jörg Schlichting Dipl.-Ing. (FH) Martin

Haubold aus Halle (Saale) als öffentlich bestellten

Sachverständigen der IHK. Zuvor

hatte dieser seine besondere Sachkunde auf

dem Gebiet „Geschwindigkeitsmessungen

und Rotlichtüberwachungsanlagen“ vor dem

entsprechenden Fachgremium bei der IHK

Lahn-Dill nachgewiesen. Im Rahmen seiner

Tätigkeit erstellt er unter anderem für Gerichte

und Staatsanwaltschaften Gutachten

aus Bereichen der Verkehrsmesstechnik.

Öffentlich bestellte Sachverständige sind

Fachleute, die über außergewöhnliche Erfahrung

auf einem bestimmten Gebiet verfügen

und sehr zuverlässig sind. Sie genießen besonderes

Vertrauen, weil ihre Fachkompetenz

und Zuverlässigkeit nach gesetzlich vorgeschriebenen

Kriterien überprüft werden und

ihre Tätigkeit überwacht wird.

Ausführliche Informationen

zum Bestellungsverfahren:

www.halle.ihk.de, Nr. 2424,

www.halle.ihk.de, Nr. 3703472

Bundesweites

Sachverständigenverzeichnis:

www.svv.ihk.de

IHK Halle-Dessau

Recht und Fair Play

Heike Sommer

Tel. 0345 2126-220

hsommer@halle.ihk.de

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WIRTSCHAFT & praxiswissen

recht

Neue Regelungen

im Fortbildungsbereich

Mehr Attraktivität, Flexibilität, internationale

Anschlussfähigkeit und eine Entlastung des

Ehrenamtes in der Beruflichen Bildung – das

sind Ziele, die mit dem modernisierten Berufsbildungsgesetz

(BBiG) erreicht werden

sollen. So wurden in der Fortbildung die Berufsbezeichnungen

modernisiert:

Seit 1. Januar 2020 gelten nach BBiG für Fortbildungsabschlüsse

die Bezeichnungen „Geprüfter

Berufsspezialist“, „Bachelor Professional“

und „Master Professional“. Die neuen

Begriffe bringen die Gleichwertigkeit von beruflicher

und akademischer Bildung zum Ausdruck

und sie unterstreichen die Praxisnähe

und besonderen Fähigkeiten von Industriemeistern,

Fachwirten oder Bilanzbuchhaltern.

Der Zusatz „Professional“ gewährleistet die

Abgrenzung zu akademischen Abschlüssen.

Zudem erleichtern die Abschlüsse den internationalen

Nachweis der beruflichen Kompetenz

und unterstützen damit die Mobilität

der Fachkräfte.

Für Fortbildungsabschlüsse gelten

künftig die Bezeichnungen „Geprüfter

Berufsspezialist“, „Bachelor Professional“

und „Master Professional“ mit

einem Zusatz.

Damit die neuen Bezeichnungen verwendet

werden können, sind sie zunächst in den einzelnen

Fortbildungsordnungen anzupassen.

Dies wird voraussichtlich im Frühjahr 2020

der Fall sein.

IHK Halle-Dessau

Aus- und Weiterbildung

Sabine Krüger

Tel. 0345 2126-348

skrueger@halle.ihk.de

Aus- und Weiterbildungsberater

Bitterfeld-Wolfen, Lutherstadt Wittenberg:

Julia Wünsch

Tel. 03493 3757-29, jwuensch@halle.ihk.de

Saalekreis: Cornelia Rasch

Tel. 0345 2126-375, crasch@halle.ihk.de

Burgenlandkreis: Dominique Dietze

Tel. 03443 4325-24, ddietze@halle.ihk.de

Stadt Halle: Matthias Schwarze

Tel. 0345 2126-342, mschwarze@halle.ihk.de

Dessau-Roßlau, Bernburg, Köthen, Zerbst:

Kathrin Lorisch

Tel. 0340 26011-15, klorisch@halle.ihk.de

Sangerhausen, Eisleben: Berit Credo

Tel. 03464 260959-14 , bcredo@halle.ihk.de

Unterlassungserklärung:

Untersagte Werbung auch

aus Suchmaschinen

löschen lassen

Nach einer Abmahnung wird häufig eine

Unterlassungserklärung abgegeben. Wie

weit die Pflicht, weitere Verstöße zu vermeiden,

geht, entschied nun das Landgericht

(LG) Trier (Urteil vom 18. September

2019, Az.: 11 O 101/19). Der Schuldner

müsse alles Erforderliche und Zumutbare

tun, um Verstöße zu verhindern oder

rückgängig zu machen. Dazu gehören

auch Recherchen über die weitere Verwendung

der untersagten Werbung und

die Aufforderung zur Löschung. Die Beklagte,

die Betreiberin eines Hotels, hatte

in der Vergangenheit eine Unterlassungserklärung

dahingehend abgegeben, nicht

mehr mit einer Sternebewertung zu werben.

Auf den Plattformen Trivago und

Zoover erfolgte jedoch eine solche Werbung

noch weiterhin. Der Kläger forderte

die Zahlung einer Vertragsstrafe. Das LG

Trier gab der Klage statt.

Ausführliche Aussagen bzw.

der Wortlaut des Urteils

unter www.halle.ihk.de, Nr. 4671060

Rundum informiert

mit dem

IHK-Infowürfel

Heute lesen, was morgen

für Ihr Geschäft wichtig ist!

4 kompetent

4 kompakt

4 kostenfrei

In der kommenden Ausgabe berichtet die „Mitteldeutsche

Wirtschaft“ an dieser Stelle über

Änderungen im Prüfungswesen.

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & praxiswissen

Neues aus dem Energie- und Umweltrecht:

Smart-Meter-Rollout startet

Ab sofort sind Betreiber von Messstellen dazu

verpflichtet, bestimmte Stromeinspeiser und

Stromverbraucher mit einem Jahresverbrauch

von 6.000 bis höchstens 100.000 kWh mit einem

intelligenten Messsystem auszustatten.

Grundlage ist das Gesetz zur Digitalisierung

der Energiewende. Dieses hat zum Ziel, Stromnetze

sowie Erzeugung und Verbrauch miteinander

zu verknüpfen. Nach dem darin enthaltenen

Messstellenbetriebsgesetz müssen

die Betreiber intelligente Messsysteme – bestehend

aus einem digitalen Stromzähler

(Smart Meter) und einer Kommunikationseinheit

zur Datenübertragung (Smart-Meter-

Gateway) - einbauen. Der Rollout muss laut

Gesetz je nach Verbrauchergruppe und Erzeugungsanlage

in einem bestimmten Zeitraum

erfolgen. Das Bundesamt für Sicherheit in der

Informationstechnik (BSI) hatte am 31. Januar

2020 die erforderliche technische Möglichkeit

festgestellt. Sie ist nun eingetreten, da drei

voneinander unabhängige Unternehmen entsprechende

vom BSI zertifizierte Systeme am

Markt anbieten.

Weitere Informationen

finden betroffene Unternehmen unter

www.halle.ihk.de, Nr. 4697736.

Anzeige

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WIRTSCHAFT & praxiswissen

UMWELT

Umweltschutz spart Kosten

Die Anforderungen an das betriebliche Umweltmanagementsystem EMAS

sind streng. Warum sich eine Zertifizierung dennoch lohnt, erläutert

Dr. Klaus-Peter Kalk, Operativer Leiter der LEUNA-Harze GmbH, einer der

führenden Hersteller von Epoxidharzen in Europa.

Sie erfüllen seit 20 Jahren die strengen Anforderungen

an EMAS. Wie sind Sie darauf

gekommen, sich zertifizieren zu lassen?

Dr. Klaus-Peter Kalk: Als Chemieunternehmen

haben Sie sich von Haus aus mit Umweltaspekten

zu beschäftigen. Es war also nur

konsequent, all unsere auf Ressourcen- und

Umweltschonung abzielenden Maßnahmen

unter dem überwölbenden Dach von EMAS

zusammenzuführen. Die Motivation speiste

sich aus der generellen Befürwortung des

Umweltschutzes und aus unternehmerischen

Überlegungen: Unser wachsender Kundenkreis

im Bereich des Windkraftanlagenbaus

legt auch an die Zulieferer hohe ökologische

Maßstäbe an. Zudem bringt die EMAS-Zertifizierung

uns als Strom-Großverbraucher mit

einer Jahresabnahme von mehr als 1 Gigawatt

eine teilweise Befreiung von der EEG-

Umlage und damit Kostenentlastungen im

hohen sechsstelligen Eurobereich. Konkret

haben wir den Neubau unseres Werks Leuna-

Harze 1 in den Jahren 1997 bis 1999 zum

Anlass genommen, das betriebliche Umweltmanagementsystem

bei uns zu etablieren –

mit der Erstzertifizierung im Jahr 2000.

Der Operative Leiter Dr. Klaus-Peter Kalk

steht vor der 2012 bis 2014 geschaffenen

und mit dem Preis der Umweltallianz

Sachsen-Anhalt ausgezeichneten Abwasseraufbereitungsanlage

der LEUNA-Harze

GmbH – einem der Meilensteine

bei der Umsetzung des EMAS-Umweltmanagementsystems.

42

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & praxiswissen

Wie verlief der Start?

Dr. Kalk: Zunächst ging es darum, unsere

Verfahren und Verfahrensanweisungen in einem

Managementhandbuch zu dokumentieren,

mit dem abzugleichen, was die EMAS-

Verordnung fordert, und dort, wo es

erforderlich war, nachzujustieren. Dabei haben

wir sehr sorgsam darauf geachtet, unsere

Mitarbeiter einzubinden und „mitzunehmen“:

Nur wer vom praktischen Nutzwert von EMAS

überzeugt ist, wird es auch leben – heute stoßen

Mitarbeiter in unserem innerbetrieblichen

Vorschlagswesen auch viele umweltrelevante

Verbesserungen an.

Was waren Ihre Meilensteine im Umweltschutz?

Dr. Kalk: Ich sehe das Ganze als fortlaufenden

Prozess. Grundsätzlich ging und geht es

darum, den Technologiefortschritt im Unternehmen

zu etablieren. Beispielsweise wird

unsere Druckluft heute nicht mehr von Kolbenkompressoren,

sondern von sehr viel

energieeffizienteren Schraubenkompressoren

erzeugt, deren Herstellung zudem wesentlich

ressourcenschonender ist. Bei der Vakuumerzeugung

haben so genannte Trockenläufer

mit besserer Leistung die früheren Wasserringpumpen

mit ihrem enormen Wasserverbrauch

ersetzt; bei der Antriebstechnik für

unsere Pumpen und Rührwerke haben wir

auf „Sanftanläufer“ mit weniger Stromverbrauch

umgestellt.

Sie zählten im April 2000 auch zu der damals

neu gegründeten Umweltallianz Sachsen-

Anhalt. Wie bringen Sie sich hier ein?

Dr. Kalk: Nun, zuallererst mit konkreten Taten!

Für unsere 2012 bis 2014 errichtete Abwasseraufbereitungsanlage

haben wir sogar den

Preis der Umweltallianz erhalten – für einen

auch mit Blick auf EMAS weiteren Meilenstein:

Mit diesem Pilotprojekt, der weltweit ersten

Anlage dieser Art, schließen wir den Kreislauf,

reduzieren den Salzeintrag in die Saale und

erzielen durch die nunmehr mögliche Nutzung

des salzhaltigen Abwassers als Rohstoff jährliche

Kostenentlastungen im hohen sechsstelligen

Eurobereich.

Die Fragen stellte Andreas Löffler.

LEUNA-Harze GmbH

Dr. Klaus-Peter Kalk

Am Haupttor – Bau 6619

06237 Leuna

Tel. 03461 43-4366

www.leuna-harze.de

EMAS -

ZUKUNFT MIT SYSTEM

Umweltschutz, Betriebsprüfung

und

Berichterstattung aus

einer Hand: EMAS ist

das effiziente Managementinstrument

für verantwortungsbewusste

Unternehmen und Organisationen

aller Größenordnungen und

Branchen.

Mindestens sieben gute Gründe sprechen

für EMAS:

1. MEHR KLIMASCHUTZ

Klimawandel begegnen, Energie effizient

einsetzen, Emissionen minimieren

2. MEHR RESSOURCENEFFIZIENZ

Verbrauch und Kosten von Materialien,

Roh- und Hilfsstoffen senken, Abfall

reduzieren, Datenbasis aufbauen

3. MEHR RECHTSSICHERHEIT

Risiken minimieren, Schäden vermeiden,

Ansehen steigern

4. MEHR GRÜNE BESCHAFFUNG

Wertschöpfungskette optimieren, Vorbildfunktion

und Vorteile in Vergabeverfahren

wahrnehmen

5. MEHR MITARBEITERBETEILI-

GUNG

Wissen und Ideen nutzen, Gemeinschaft

stärken, Informationen austauschen

6. MEHR VERTRAUEN

Öffentlichkeit einbeziehen, mit geprüfter

Umwelterklärung informieren,

EMAS-Logo nutzen

7. MEHR NACHHALTIGKEIT

Gesellschaftliche Verantwortung annehmen,

langfristig denken, Ökonomie

und Ökologie verbinden

Weitere Informationen unter

www.halle.ihk.de, Nr. 1604

sowie unter www.emas.de

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 43


WIRTSCHAFT & praxiswissen

energie

Zuschüsse für

Kälte- und Klimaanlagen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) will

Treibhausgasemissionen in der Kälte- und Klimatechnik in Deutschland mindern.

Dafür fördert es Unternehmen, die bestehende gewerbliche Kälte- oder Klimaanlagen

neu errichten oder sanieren, mit Zuschüssen.

Fördergegenstand

- Neuerrichtung oder Sanierung stationärer

Kälte- und Klimaanlagen einschließlich ergänzender

Komponenten (etwa Wärmepumpen

sowie Wärme- und Kältespeicher)

- Ausführungsplanung bei stationären Anlagen

- Neuanschaffung von Klimaanlagen in Bussen

und Schienenfahrzeugen bzw. Nachrüstung

bei Schienenfahrzeugen

- Errichtung von Regenerativenergiesystemen

in Kombination mit stationären Anlagen

(Kombinationsbonus)

Antragsberechtigung

Stationäre Anlagen:

- Antragsberechtigte: Unternehmen, gemeinnützige

Organisationen, Kommunen, kommunale

Gebietskörperschaften, Zweckverbände

und Eigenbetriebe, Hochschulen und

Schulen, Krankenhäuser, kirchliche Einrichtungen

- Antragsteller: Eigentümer/Pächter/Mieter

des Grundstücks, auf dem sich die Anlage

befindet oder ein von diesen beauftragtes

Energiedienstleistungsunternehmen (Contractor)

Fahrzeug-Klimaanlagen:

- Antragsberechtigte: für im ÖPNV eingesetzte

Fahrzeuge Gebietskörperschaften,

Verkehrsverbünde sowie öffentliche und

private Verkehrsunternehmen, die als Genehmigungsinhaber

oder in deren Auftrag

Beförderungsleistungen im ÖPNV übernehmen;

für andere Fahrzeuge außerdem

auch sonstige Unternehmen

- Antragsteller: Eigentümer oder Betreiber

der Fahrzeug-Klimaanlagen

Fördervoraussetzungen

- stationäre Kälte- und Klimaanlagen müssen

mit nicht-halogenierten Kältemitteln betrieben

werden

- Fahrzeug-Klimaanlagen müssen mit Kohlenstoffdioxid

als Kältemittel (R-744) betrieben

werden und eine Kälteleistung von

5 bis 45 kW aufweisen

- geförderte Anlagen sind nach Inbetriebnahme

mindestens fünf Jahre zweckentsprechend

zu betreiben

Förderhöhe

- Zuwendung als Projektförderung in Form

einer Festbetragsfinanzierung

- Zuschuss in Höhe von max. 50 Prozent der

förderfähigen Ausgaben

- stationäre Anlagen und Fahrzeugklimaanlagen:

Höhe der Förderung richtet sich

nach der jeweiligen Maßnahme

- Ausführungsplanung: Pauschalen in Höhe

von 500 Euro pro Luftkühler (mind. 1.000

Euro/ max. 5.000 Euro), je 1.000 Euro für

Integration eines oder mehrerer Wärmebzw.

Kältespeicher

- Regenerativenergiesysteme: Kombinationsbonus

in Höhe von 50 Euro pro kW

bereitgestellter Leistung bei Errichtung eines

neuen Regenerativstromsystems oder

1.000 Euro bei Errichtung einer neuen Solarthermieanlage

- Förderhöchstgrenze: insgesamt 150.000

Euro pro Maßnahme

Antragstellung

Antragstellung erfolgt vor Maßnahmenbeginn

beim BAFA ausschließlich online über

die Antragsplattform

Sonstiges

- Gewährung der Beihilfen (Zuwendungen)

erfolgt je nach Maßnahme auf Grundlage

der AGVO oder als Deminimis-Beihilfe

- Richtlinie ist bis 31. Dezember 2021 befristet

Info: www.bafa.de | Energie | Energieeffizienz:

Kälte- und Klimaanlagen

Weitere Förderprogramme im Energie- und Umweltbereich

finden interessierte Unternehmer in der

IHK-Publikation „Förderprogramme im Bereich Energie

und Umwelt“ unter www.halle.ihk.de, Nr. 7471.

44

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & praxiswissen


Onlineplattformen für

Unternehmensfinanzierung

helfen Unternehmen dabei,

die aufwändige

Finanzierungssuche zu

vereinfachen und somit den

Wettbewerbserfolg langfristig

zu sichern.“

Achim Schaarschmidt

Referent Unternehmenssicherung, -nachfolge

und –finanzierung bei der IHK

finanzierung

Digital schneller finanzieren

Geschwindigkeit ist für viele Unternehmer der

wichtigste Faktor, wenn sie einen Bankkredit

beantragen. Die meisten erwarten Finanzierungsentscheidungen

vor Ort und setzen so

auf analoge und damit auf eigentlich langsame

Wege. Dabei gibt es inzwischen Anbieter,

die digital Transparenz schaffen und schneller

sind als die Hausbank. Diese Onlineplattformen

verhelfen Unternehmen oftmals mit nur

wenigen Klicks zu einer passenden Finanzierung

für jedes realistische Vorhaben.

Angebote passend zum Vorhaben

Wichtig dabei ist, dass die digitalen Prozesse

zwar schnell sind, Bewertung und Service aber

ebenfalls stimmen - egal, wo der Unternehmer

gerade ist. So können auf Onlineplattformen

wie zum Beispiel COMPEON.de Selbstständige

und Gewerbetreibende eine Finanzierungsanfrage

einstellen. Im Anschluss geben die angeschlossenen

Finanzpartner – darunter bekannte

Banken, Sparkassen und Volksbanken –

Angebote passend zum Vorhaben ab. Daraus

sucht sich der Unternehmer dann das für ihn

am besten Passende aus.

Transparenter Anbietervergleich

Dadurch, dass mehrere Finanzpartner parallel

angesprochen werden, lässt sich viel Zeit im

gesamten Prozess sparen. Ein weiterer Vorteil:

Unternehmer bekommen einen transparenten

Anbietervergleich in Bezug auf die Konditionen.

Um den Prozess noch weiter zu verkürzen

und die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen

Finanzierung zu erhöhen, kommen zu Beginn

Technologien wie Machine Learning zum Einsatz.

Unterstützt wird die digitale Lösung von

Finanzierungsberatern, welche die Unternehmer

persönlich unterstützen.

Zeitersparnis durch Schnellkredite

Durch digitale Schnittstellen zu den Bankpartnern

ist es mittlerweile auch möglich, Schnellkredite

anzubieten, mit denen sich innerhalb

von 48 Stunden Summen bis zu 750.000 Euro

bewilligen lassen – ein enormer Zeitgewinn.

IHK Halle-Dessau

Starthilfe und

Unternehmensförderung

Achim Schaarschmidt

Tel. 0345 2126-272

aschaarsch@halle.ihk.de

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 45


WIRTSCHAFT & praxiswissen

international

Top-Geschäftschancen

in Nigeria

2050 wird die junge, motivierte und technologieorientierte Bevölkerung Afrikas

mit wachsender kaufkräftiger Mittelschicht größer sein als in China oder Indien.

Für hiesige Unternehmen ergeben sich daraus vielfältige Geschäftschancen –

speziell in Nigeria.

Das westafrikanische Nigeria zählt zu den

wachstumsstärksten Volkswirtschaften weltweit.

Welche konkreten Chancen deren „Aufholentwicklung“

sachsen-anhaltischen Firmen

bietet, darüber informierten der nigerianische

Botschafter Yussuf Tuggar und Abgesandte

aus dem Bundesstaat Akwa Ibom beim Afrika-

Stammtisch der IHK in Halle (Saale).

Nigerias Botschafter Yussuf Tuggar im

Gespräch mit Vertretern regionaler

Unternehmen beim Afrika-Stammtisch in

Halle (Saale)

Nigeria ist nicht gleich Nigeria

Mit Blick auf sich hartnäckig haltende Stereotype

und Vorurteile warb der Botschafter für

einen differenzierten Blick. „Selbst Nigeria ist

nicht gleich Nigeria. Wenn es hierzulande Probleme

auf Usedom gäbe, würde Sie das doch

auch nicht von einer Investition am Bodensee

abhalten“, zog er einen treffenden Vergleich

und betonte die langjährige Stabilität der repräsentativen

Demokratie in Nigeria. „Nachdem

wir das Politische geklärt haben, liegt der

Fokus nun auf der Ökonomie“, unterstrich

Tuggar und führte exemplarisch den Gesundheitssektor

als eine Branche mit besonderen

Chancen für deutsche KMU an.


Angesichts unseres rasanten

Bevölkerungswachstums entstehen

gerade viele neue, auch private

Hospitale. Medizinische

Ausrüstung aus Deutschland sowie

die Services drumherum genießen

eine extreme hohe Anerkennung.“

Yussuf Tuggar

Botschafter

Branchen mit Potenzial

Enorme Potenziale biete auch der Bereich der

Petrochemie: Nigeria besitzt bedeutende Vorkommen

an Öl und Gas. „Da die Weltmarktpreise

dafür sehr schwankend sind, wollen wir

eine zu einseitige Abhängigkeit vermeiden und

unsere Wirtschaft diversifizieren – beispielsweise,

indem wir an unsere lange, auf sehr

fruchtbaren Böden basierende Tradition als

Agrarproduzent anknüpfen“, nannte er eine

weitere Betätigungsmöglichkeit. Weitgehend

unbekannt wäre die prosperierende Medienund

Unterhaltungsindustrie in Nigeria. Filme

46

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


WIRTSCHAFT & praxiswissen

aus „Nollywood“ seien sogar auf Netflix zu

sehen. „Alles was mit Kameratechnik, Sound

und Licht zu tun hat, ist gefragt.“

Unterstützung für Investoren

Last but not least lägen beim Ausbau der Infrastruktur

in Sachen ultraschnelles Internet und

namentlich der Energieversorgung erhebliche

Geschäftspotenziale für deutsche Partner. „Bis

2021 wollen wir in unserem Bundesstaat eine

lückenlose und störungsfreie Belieferung mit

Strom sicherstellen“, beschrieb Gabriel Ukpeh,

Chef des „Committee on Foreign Direct Investments“

von Akwa Ibom das ambitionierte Ziel

– von dessen Erreichung weitere ansiedlungswillige


Unternehmen profitieren könnten.

Praxisbeispiel aus Wittenberg

Für die Tesvolt GmbH aus Wittenberg, ein Anbieter

von Batteriespeichersystemen für Industrie

und Gewerbe, ist Afrika ein Schlüsselmarkt.

„Der Kontinent ist wie gemacht für

Solarenergie. Mit der Möglichkeit diese zu

speichern, lassen sich auch ländliche und entlegene

Gebiete und die dortigen Institutionen

wie Krankenhäuser und Schulen verlässlich

mit Strom versorgen“, unterstreicht Norbert

Taphorn, Projekt- und Vertriebsingenieur für

Afrika. Mit ihren Stromspeicherlösungen ist

die Wittenberger Firma unter anderem bereits

in Gambia, Kenia, Mali, Ruanda, Sierra Leone

sowie Nigeria vertreten. Gleichzeitig beteiligt

sich Tesvolt mit anderen deutschen Unternehmen

am so genannten Solar Hub Westafrika,

wo afrikanische Fachkräfte in Sachen

Installation und Wartung der Anlagen ausgebildet

werden. Sein Rat für am Afrika-Geschäft

Interessierte: „Sie brauchen viel Zeit

und Geduld. Und der persönliche Kontakt mit

den Partnern vor Ort ist enorm wichtig.“

Nach einer Schulung bei der West African Clean Energy

& Environment Exhibition & Conference (WACEE) 2019

in Accra führt Richard Acheampong, CEO der ghanischen

Solarfirma KGL (r.), ein Vorstellungsgespräch

mit Patrick Ikebudu, Trainee des „West Africa Solar Hubs“.

Unser Komitee bietet Investoren

dabei einen ,One-Stop-Shop’:

Hier bekommen diese ihre Fragen

und Anliegen geklärt.“

Gabriel Ukpeh

Chef des „Committee on Foreign Direct Investments“

von Akwa Ibom

Ukpeh verwies auch auf die den Hochseehafen

des nigerianischen Bundesstaats umgebende

Freihandelszone am Atlantik. „Sie können

dort produzieren und zoll- und abgabenfrei

verschiffen.“

Praxisbeispiel aus Halle (Saale)

EZ-Scout unterstützt Unternehmen

„Unternehmen sollten genau jetzt den

Blick auf afrikanische Märkte richten“,

sagt Katy Schröder. Als EZ-Scout organisiert

sie dazu unter anderem den

Afrika-Stammtisch für Firmen in Mitteldeutschland.

Hier erhalten diese Informationen

aus erster Hand zu entsprechenden

Ländern und Märkten –

inklusive wertvoller Praxisbeispiele.

IHK Halle-Dessau

International

Katy Schröder

Tel. 0345 2126-276

ez-scout@halle.ihk.de

In Kenitra unweit von Marokkos Hauptstadt

Rabat entsteht derzeit in Zusammenarbeit

mehrerer deutscher Unternehmen ein Trainingszentrum

mit sechs Schweißplätzen.

Dort sollen künftig Einheimische in den drei

Grundverfahren Elektroden-Handschweißen,

WIG-Schweißen sowie MAG-Schweißen

nach höchstem internationalen Standard

ausgebildet und auch entsprechend zertifiziert

werden. Die Schweißtechnische Lehrund

Versuchsanstalt (SLV) Halle GmbH und

Elektro-Thermit GmbH & Co. KG Halle, ein

Unternehmen der Goldschmidt Gruppe, beteiligen

sich an der Ausbildungswerkstatt

des Industrieclusters „Schweißtechnik“. Während

die SLV den Innenausbau plant und

konzipiert, will die auf das aluminothermische

Schweißen von Bahnschienen spezialisierte

Firma Elektro-Thermit ihr Know-how

zu diesem Spezialverfahren vermitteln. „Natürlich

schulen wir auf unseren eigenen Geräten.

Wer einmal auf dem Golf lernt, will

dann auch Golf fahren“, hofft Alexander

Müller, Sales Director North Africa, auf Folgegeschäfte.

Neben einem langen Atem benötige

man in Afrika einen verlässlichen lokalen

Partner vor Ort. „Der hat einen ganz

anderen Zugang zum dortigen Markt. Um

einen geeigneten Kandidaten zu finden, sollte

man unbedingt Rat und Hilfe von den

AHKs sowie EZ-Scouts in Anspruch nehmen“,

empfiehlt Müller.

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 47


WIRTSCHAFT & praxiswissen

Wie können wir Ihnen helfen?

Schnell und unbürokratisch beantwortet die

IHK Halle-Dessau seit knapp 100 Tagen Anfragen

auch per Live-Chat.

Unter www.halle.ihk.de kann jeder seine Anliegen

direkt an die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter des IHK-ServiceCenters richten

– von A wie Ausbildung bis Z wie Zollanfragen.

Die Kollegen helfen sofort weiter oder

vermitteln den Kontakt zum jeweiligen Ansprechpartner.

Das Chat-Team ist täglich von

8.00 bis 16.00 Uhr online.

Ein paar Kennziffern…

Bereits über 800 Anfragen

in 100 Tagen.

4,4 von 5 Usern waren zufrieden

mit der Beantwortung ihrer Fragen.

Bei etwa drei Viertel aller Chatanfragen

geht es um Prüfungstermine

und -gebühren sowie

Zulassungsvoraussetzungen.

Aber auch zahlreiche Fragen zur

Unternehmensgründung oder zu

Rechtsthemen zählt das Team.

Lieber zum Hörer greifen?

Spezielle oder komplexe Fragestellungen

lassen sich oftmals schneller am Telefon

oder persönlich bei einem Beratungsgespräch

klären.

Hallo, Sie sprechen mit Jana Bieräugel.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Guten Tag,

wir sind ein mittelständisches Unternehmen im Bereich der

Abfallwirtschaft und stetig auf der Suche nach neuen Kunden

und Partnern. Haben Sie hier einen Tipp für uns?

Jana Bieräugel ist im Team des

IHK-Service-Centers, das per Live-Chat

schnell und umkompliziert weiterhilft.

Ja, der IHK ecoFinder –

eine neue Onlineplattform für die Umwelt- und Energiebranche

– bietet hier einen bundesweiten Überblick. Händler und

Dienstleister können ihre Leistungen kostenfrei vorstellen.

Schauen Sie doch einfach mal herein:

www.ihk-ecofinder.de

Live-Chat

www.halle.ihk.de

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Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 49


VeranstaltungEn

Anhalt-Bitterfeld

17. März 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK Kontaktbüro Bitterfeld-Wolfen, OT Wolfen, Andresenstraße

1 a, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Tel. 03493 3757-0

30. März 2020

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz

MehrGenerationenHaus Bitterfeld-Wolfen, Straße der

Jugend 16, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Tel. 03493 3757-0

2. April 2020

„Nachfolge regional“: Expertensprechtag

IHK Kontaktbüro Bitterfeld-Wolfen, OT Wolfen, Andresenstraße

1 a, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Tel. 0345 2126-452

21. April 2020

IHK Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK Kontaktbüro Bitterfeld-Wolfen, OT Wolfen, Andresenstraße

1 a, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Tel. 03493 3757-0

Burgenlandkreis

11. März 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Kontaktbüro Naumburg, Kreisverwaltung des

Burgenlandkreises, Haus 2, Zimmer 2.010, Schönburger

Straße 41, 06618 Naumburg, Tel. 03443 4325-31

24. März 2020

Erfolgreich international verkaufen

IHK-Geschäftsstelle Weißenfels, Markt 6, 06667 Weißenfels,

Tel. 03443 4325-31

25. März 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Kontaktbüro Naumburg, Kreisverwaltung des

Burgenlandkreises, Haus 2, Zimmer 2.010, Schönburger

Straße 41, 06618 Naumburg, Tel. 03443 4325-31

7. April 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Geschäftsstelle Weißenfels, Markt 6, 06667 Weißenfels

03443 4325-31

8. April 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Kontaktbüro Naumburg, Kreisverwaltung des

Burgenlandkreises, Haus 2, Zimmer 2.010, Schönburger

Straße 41, 06618 Naumburg, Tel. 03443 4325-31

22. April 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK Kontaktbüro Naumburg, Kreisverwaltung des Burgenlandkreises,

Bahnhofstraße 48, 06618 Naumburg (Saale),

Tel. 03443 4325-0

Dessau-Roßlau

12. März 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Geschäftsstelle Dessau, Lange Gasse 3,

06844 Dessau-Roßlau, Tel. 0340 26011-0

17. März 2020

Business Roundtable „Herausforderung China meistern“

Golf-Park Dessau, Junkerstraße 52, 06847 Dessau-Roßlau,

Tel. 0345 2126-284

17. März 2020

Erfolgreich international verkaufen

IHK-Geschäftsstelle Dessau, Lange Gasse 3,

06844 Dessau-Roßlau, Tel. 0340 26011-0

9. April 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Geschäftsstelle Dessau, Lange Gasse 3,

06844 Dessau-Roßlau, Tel. 0340 26011-0

Halle (Saale) und Saalekreis

11. März 2020

Länderberatungstag Südkorea

IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5, 06110 Halle,

Tel. 0345 2126-0

16. März 2020

Umweltrecht aktuell

IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5, 06110 Halle,

Tel. 0345 2126-203

18. März 2020

Seminar: Aus- und Einfuhr von Ersatzteilen und Zubehör

IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5, 06110 Halle,

Tel. 0345 2126-282

18. März 2020

Beratung zum Schutz des geistigen Eigentums

TGZ I, Weinbergweg 23, 06120 Halle (Saale),

Tel. 0345 2126-265

19. März 2020

Fachthementag „Datenschutz“

IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5, 06110 Halle,

Tel. 0345 2126-223

20.–22. März 2020

SaaleBau

HALLE MESSE, Messestraße 10, 06116 Halle

24. März 2020

Attraktive Arbeitgeber durch Digitalisierung?!

IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5, 06110 Halle,

Tel. 0345 2126-272

26. März 2020

Branchentreff privater Hausmeisterdienste

IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5, 06110 Halle,

Tel. 0345 2126-273

7. April 2020

IHK-Start-Tag für Gründer

IHK Halle-Dessau, ServiceCenter, Franckestraße 5,

06110 Halle (Saale), Tel. 0345 2126-221

15. April 2020

Beratung zum Schutz des geistigen Eigentums

TGZ I, Weinbergweg 23, 06120 Halle (Saale),

Tel. 0345 2126-265

16. April 2020

Top Angebote und Preise anbieten

IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5, 06110 Halle,

Tel. 0345 2126-273

28. April 2020

Selbstständig im Nebenerwerb

IHK Halle-Dessau, Tagungszentrum, Franckestraße 5,

06110 Halle (Saale), Tel. 0345 2126-221

29. April 2020

Vertriebsworkshop USA

IHK Halle-Dessau, Franckestraße 5, 06110 Halle (Saale),

Tel. 0345 2126 234

5. Mai 2020

IHK-Start-Tag für Gründer

IHK Halle-Dessau, ServiceCenter, Franckestraße 5,

06110 Halle (Saale), Tel. 0345 2126-221

Magdeburg

24. März 2020

Vergaberecht für Fördermittelempfänger

Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes

Sachsen-Anhalt, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg,

Tel. 0391 6230-446

1. April 2020

Drittmengenabgrenzung: Juristische und technische

Anforderungen

IHK Magdeburg, Alter Markt 8, 39104 Magdeburg,

Tel. 0345 2126-409

Mansfeld-Südharz

12. März 2020

Preisverleihung „Unternehmergeist Mansfeld-Südharz“

für das Jahr 2019

Spengler-Museum Sangerhausen, Bahnhofstraße 33,

06526 Sangerhausen, Tel. 03464 260959-11

18. März 2020

IHK-Start-Tag für Gründer

IHK-Kontaktbüro Eisleben, Vicariatsgasse 4,

06295 Lutherstadt Eisleben, Tel. 03464 260959-10

14. April 2020

IHK-Start-Tag für Gründer

IHK Geschäftsstelle Sangerhausen, Ewald-Gnau-Straße 1b,

06526 Sangerhausen, Tel. 03464 260959-10

22. April 2020

IHK-Start-Tag für Gründer

IHK-Kontaktbüro Eisleben, Vicariatsgasse 4,

06295 Lutherstadt Eisleben, Tel. 03464 260959-10

5. Mai 2020

IHK-Start-Tag für Gründer

IHK Geschäftsstelle Sangerhausen, Ewald-Gnau-Straße 1b,

06526 Sangerhausen, Tel. 03464 260959-10

Salzlandkreis

31. März 2020

Regionaler Wirtschaftstag „Gemeinsam in die digitale

Zukunft“

Schloss Bernburg, Schlossstraße 24, 06406 Bernburg

1. April 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Kontaktbüro Bernburg, Schloßstraße 11,

06406 Bernburg, Tel. 03471 659505

Wittenberg

24. März 2020

Jessener UnternehmerDIALOG „Aktuelles zum

Arbeitsrecht“

Volksbank Elsterland eG, Baderhag 6, 06917 Jessen,

Tel. 03491 670121

26. März 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Kontaktbüro Wittenberg, Lutherstraße 56,

06886 Lutherstadt Wittenberg, Tel. 03491 670121

21. April 2020

Wittenberger UnternehmerDIALOG „IT-Sicherheit im

Unternehmen mit Live-Hacking“

Stiftung der LEUCOREA Wittenberg, Collegienstraße 62,

06886 Lutherstadt Wittenberg, Tel. 03491 670121

23. April 2020

IHK-Beratungstag für Unternehmer und Gründer

IHK-Kontaktbüro Wittenberg, Lutherstraße 56,

06886 Lutherstadt Wittenberg, Tel. 03491 670121

Nähere Informationen

zu den Veranstaltungen unter

www.halle.ihk.de, Nr. 1953

50

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


VeranstaltungEn

24. März 2020, 9 bis 14 Uhr in Halle (Saale)

Attraktive Arbeitgeber durch

Digitalisierung?!

Unternehmen lernen am besten von anderen

Unternehmen. Daher bringen die IHK Halle-

Dessau, das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum

Magdeburg sowie die Univations GmbH

Start-ups und etablierte Unternehmen zusammen.

Diese stellen in einem Kurzimpuls

ihre digitalen Ansätze vor, mit denen sie als

Arbeitgeber attraktiver werden wollen. In der

anschließenden moderierten Diskussion geht

es um Erfahrungen und Hürden rund um die

Arbeitgeberattraktivität.

Dabei stehen folgende Themen im Fokus:

• Mitarbeitergewinnung

• Mitarbeiterbindung, attraktive Arbeitsbedingungen

• Arbeits(zeit)gestaltung

Diese Unternehmen stellen ihre Erfolgsgeschichte

vor:

• GISA GmbH

• 3DQR GmbH

• HomeBase GmbH

• Diakonie Mitteldeutschland (angefragt)

Die 3DQR GmbH aus Magdeburg entwickelt

unter anderem individuelle 3D-Designs

für interaktive Erlebnisse.

www.halle.ihk.de, Nr. 157132343

März/April 2020 in Dessau-Roßlau, Weißenfels und Sangerhausen

Erfolgreich international verkaufen

Mit einer neuen Veranstaltungsreihe für kleine

und mittelständische Unternehmen unterstützt

die IHK sowohl „Exporteinsteiger“

als auch Firmen, die schon gelegentlich international

aktiv waren und diese Geschäfte

weiter ausbauen wollen.

Die Teilnehmer der Workshops erhalten nicht

nur wertvolles Wissen und Informationen,

sondern können sich auch mit anderen Unternehmern

austauschen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen

vor allem der hohe Praxisbezug und die Anleitung

zur Selbsthilfe bei künftigen Auslandsgeschäften.

Aus dem Programm:

Gut informiert und vorbereitet auf den Markteintritt

im Ausland

Ins Ausland exportieren, aber wie?

Unterstützungsmöglichkeiten von Seiten der Banken

Ausgewählte Förderprogramme des Bundes und des

Landes Sachsen-Anhalt

Erfahrungsbericht eines international erfolgreichen

Unternehmers

Wie kann mich (m)eine Bank im internationalen

Geschäft unterstützen?

Termine:

17. März 2020, 09.30 Uhr, IHK-Geschäftsstelle Dessau

24. März 2020, 09.30 Uhr, IHK-Geschäftsstelle Weißenfels

22. April 2020, 14.00 Uhr, IHK-Geschäftsstelle Sangerhausen

www.halle.ihk.de, Nr. 157133666

25. und 26. März 2020

in Lutherstadt Wittenberg

Workshop zu atmosphärischen

Plasmen

Mittels sogenannter Atmosphärendruckplasmen

lassen sich Oberflächen verschiedenster

Materialien bearbeiten, um

sie so beispielsweise haftbarer, kratzfester

oder lichtdurchlässiger zu machen. Welche

breiten Anwendungsmöglichkeiten

die innovative Technologie bietet, soll ein

Workshop Ende März zeigen. Veranstalter

ist der Anwenderkreis Atmosphärendruckplasma

aus Jena in Zusammenarbeit

mit der IHK.

www.halle.ihk.de, Nr. 4679032

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 51


BÖRSEN

Kooperationsangebote

aus der Datenbank des Enterprise

Europe Networks (EEN)

Interessenten finden diese und weitere Kooperationsangebote

unter http://een-sachsen-anhalt.de/dienstleistungen/

partnersuche.html.

Ansprechpartnerin:

Katharina Berger, Tel. 0391 5693-342,

E-Mail: berger@magdeburg.ihk.de

Naturkosmetik – Vertrieb angeboten: Das

wachsende Unternehmen, das auf den kanarischen

Inseln beheimatet ist, hat bereits große

Erfahrungen im Vertrieb von Bio-Kosmetik

und sucht nach zertifizierten Herstellern in

der EU von ätherischen Ölen, natürlichen

Haarfärbeprodukten, Rohstoffen, DIY Kosmetika,

Bio Sonnenschutz, Massageölen und

Räucherwerken. (EG1219 ES01)

Markteintritt in Belarus – Auftraggeber

gesucht: Das belarussische Zentrum bietet

Technologietransfer, Unternehmensberatung

und Marketing-Dienstleistungen, die auf die

spezifischen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten

sind. Das Zentrum bietet seine

Dienstleistungen zur Unterstützung des

Markteintritts und der Suche nach lokalen

Partnern an, einschließlich des Zugangs zu

seiner innovativen E-Commerce-Plattform.

Gesucht werden ausländische Unternehmen,

die professionelle Unterstützung bei der Aufnahme

oder Erweiterung ihrer Geschäftstätigkeit

in Belarus benötigen. Die Leistungen

werden im Rahmen einer Outsourcing-Vereinbarung

angeboten. (EG1219 BY04)

Trinkhalme aus Schilf – Vertriebspartner

gesucht: Ein estnisches Unternehmen ist

spezialisiert auf die Produktion von 100 Prozent

biologisch abbaubaren und wiederverwendbaren

Trinkhalmen aus Schilf (eine

reichlich vorhandene Feuchtpflanze). Dank

der strohartigen Hohlform des Schilfes und

der Widerstandsfähigkeit gegen Wasser ist es

für die Herstellung von Trinkhalmen bestens

geeignet, um den allgegenwärtigen und für

Tiere lebensbedrohlichen Kunststoff zu ersetzen.

Das Unternehmen sucht Vertriebspartner

im Ausland. (EG1219 EE01)

Intelligenter Bodenablauf für Duschen –

Vertriebspartner gesucht: Ein finnisches

Unternehmen hat einen intelligenten Bodenablauf

für Duschen entwickelt, der wie ein

normaler Bodenablauf funktioniert und

gleichzeitig Energie einspart. Die Entwicklung

des Unternehmens gewinnt Wärmeenergie

aus dem abfließenden Duschwasser, mit der

das kalte einlaufende Wasser vorgewärmt

wird, so dass der Bedarf an Warmwasser insgesamt

reduziert wird. Das Unternehmen

sucht Vertriebspartner oder Handelsvertreter.

(EG1219 FI01)

Ledertaschen – Vertriebspartner gesucht:

Das niederländische Unternehmen, gegründet

1962, sucht nach neuen Handelspartnern,

um den Vertrieb auszuweiten. Alle Ledertaschen

werden per Hand und mit ökologisch

gegerbtem Leder hergestellt. (EG1219 NL01)

Glas- und Steinwolle – Lieferanten gesucht:

Ein französisches Unternehmen ist

auf Dämmlösungen (Schall- und Wärmedämmung

von Dachböden, Wänden und Garagen)

spezialisiert. Es bietet optimierte thermische

Möglichkeiten für Bau- oder Renovierungsprojekte.

Um die Lösungen auf den

Markt zu bringen, kauft das Unternehmen

Glas- und Steinwolle ein. Da diese Produkte

nicht immer verfügbar sind, sucht das Unternehmen

einen EU-zertifizierten Anbieter für

eine Zuliefervereinbarung. (EG1219 FR07)

E-Commerce-Plattform – Investoren gesucht:

Ein georgisches KMU hat eine E-Commerce-Plattform

geschaffen, die die Probleme

von KMU durch ihre länderspezifische

Anpassung löst. Die Plattform ermöglicht die

Erstellung eines ausgeklügelten Onlineshops

mit integrierten Modulen der wesentlichen

Dienste. Die erstellten Online-Shops sind mit

innovativen KI-Tools ausgestattet. Nach dem

erfolgreichen Start auf dem georgischen

Markt sucht das Unternehmen Investoren

und/oder Joint Venture-Partner in Europa

und darüber hinaus, um das Geschäftswachstum

zu beschleunigen und neue Märkte zu

erschließen. (EG1219 GE01)

Technologie zum Testen und Erkennen

von Legionellen – Vertriebspartner gesucht:

Das schottische KMU ist ein schnell

wachsender Hersteller von Legionellen-Tests,

der seine globale Präsenz ausbauen möchte.

Um Marktanteile zu gewinnen und seine Produkte

grenzüberschreitend zu vertreiben,

sucht das KMU im Rahmen eines Vertriebsdienstleistungsabkommens

die Zusammenarbeit

mit etablierten Vertriebspartnern mit

lokalem Know-how und einem starken Kundennetzwerk

in den Bereichen Gebäude- und

Wassermanagement. (EG1219 UK07)

Unternehmensbörse

„nexxt-change“

Die Unternehmensbörse dient einerseits dem

Ziel, Unternehmen auf der Suche nach einem

geeigneten Nachfolger oder aktiven Teilhaber

behilflich zu sein und andererseits, den Existenzgründern

die Suche nach einem Unternehmen

für eine Übernahme zu erleichtern.

Kontakt:

Susann Sommer, Tel. 0345 2126-452,

Fax: 0345 212644-452 oder E-Mail: ssommer@halle.ihk.de

Klassischer Containerdienst aus Altersgründen

zu verkaufen. (157416)

Nachfolger für ein seit 25 Jahren erfolgreich

am Markt etabliertes Familienunternehmen,

tätig im Vertrieb von Schwimmbädern, Poolund

Terrassenabdeckungen, Saunatechnik und

Bullerjan*Holzöfen gesucht. (157415)

Gewerbeflächenbörse

Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine

Haftung! Weitere Informationen unter www.halle.ihk.de,

Nr. 2504

Kontakt:

Elisabeth Günther, Tel. 0345 2126-266,

E-Mail: eguenther@halle.ihk.de

06386 Osternienburger Land, OT Trebbichau:

Privatperson verkauft unbebautes

Grundstück ca. 3.800 m²; geeignet für Produktion,

Handel und DL-Branche. (GB-1339)

52

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 53


wir für Sie

Die IHK Halle-Dessau

auf einen Blick

Präsidium

Präsident

Prof. Dr. Steffen Keitel

Vizepräsidenten

Konrad Dormeier, Matthias Gabler, Dr. Christof Günther,

Jens-Uwe Jahnke, Daniel König, Kerstin Kühne, Maik Pinnig,

Michael Pirl, Jörg Schlichting, Michael Schrodke, Thies Schröder,

Elke Simon-Kuch

Ausschuss für Finanzdienstleistungen

Handelsausschuss

Tourismusausschuss

Berufsbildungsausschuss

Vollversammlung

66 Mitglieder

Sachverständigenausschuss

Verkehrsausschuss

Ausschuss für Industrie, Agrar- und Baugewerbe

Standortpolitik

Prof. Dr. Thomas Brockmeier

Hauptgeschäftsführer

Sekretariat

Bianka Meyer

Grundsatzfragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik

Hendrik Senkbeil, Danny Bieräugel

Arbeitsmarktpolitik, Konjunktur, Statistik

Danny Bieräugel, Daniel Moritz

Regionalpolitik, Gesundheits-, Kreativund

Immobilienwirtschaft

Hendrik Senkbeil

Wirtschaftsjunioren, Landesgeschäftsführung

Sachsen-Anhalt

Danny Bieräugel

Starthilfe und Unternehmensförderung

Antje Bauer

Geschäftsführerin

Sekretariat

Claudia Roschk, Laura Lennicke

Mittelstands-, Handels- und Tourismuspolitik

Antje Bauer

Existenzgründung

Jörg Prochner, Jana Bieräugel

Unternehmenssicherung, -nachfolge und -finanzierung

Achim Schaarschmidt

Handel

Daniel Loeschke

Tourismus, Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft

Daniela Wiesner

Dienstleistungswirtschaft

Clemens Winkel

ServiceCenter

Jörg Prochner (Leiter), Jana Bieräugel, Max Kuschfeld,

André Markovic, Susann Sommer,

Anne Wasilewski-Brumme

Stand: 1. Dezember 2019

Aus- und Weiterbildung

Hauptgeschäftsstelle

Halle (Saale)

Dr. Simone Danek

Geschäftsführerin

Sekretariat

Kim Vanessa Sokol

Bildungspolitik

Dr. Simone Danek

Bildungsaktivitäten, -organisation

Dr. Sylvia Voigt, Jana Krüper

Ausbildung

Björn Bosse

Gewerbliche und kaufmännische Abschlussprüfungen

Roswitha Boy, Katharina Engel, Nadine Kaiser,

Kathrin Olejnik, Melissa Olschak, Theresa Rößler,

Mike Romonath, Liane Waldmann, Matthias Weißbarth

Aus- und Weiterbildungsberater

Berit Credo (Sangerhausen), Dominique Dietze (Weißenfels),

Kathrin Lorisch (Dessau), Cornelia Rasch (Saalekreis),

Matthias Schwarze (Halle), Julia Wünsch (Bitterfeld-

Wolfen)

Fortbildung/Sachkunde

Sabine Krüger

Fortbildungsprüfungen

Kornelia Hufenreuter, Franziska Otto, Manuela Schröter

Sachkunde

Frauke Lindner, Manuela Schröter, Eileen Zarski

Projekt „ValiKom Transfer“

Dr. Kathrin Rheinländer

Projekt „Kammerkoordinierung Zukunftschance

Assistierte Ausbildung“

Simone Henschel

Haus der kleinen Forscher/Begabtenförderung

Kathrin Olejnik

Innovation und Umwelt

International

Birgit Stodtko

Geschäftsführerin

Sekretariat

Jenny Regeer

Messen

Anja Klepzig

Außenwirtschaftspolitik

Birgit Stodtko

Außenwirtschafts- und Zollrecht,

Außenwirtschaftsdokumente, Carnets

Diana Hofmann, Anja Klepzig

Asien, Russland, Ost- und Südeuropa

Ralph Seydel

EU, EFTA, Lateinamerika, EU-Projekte

Michael Drescher

Afrika, Australien, MENA-Region, Nordamerika

Katalin Stolzki

EZ-Scout

Katy Schröder

Reinhard Schröter

Stellv. Hauptgeschäftsführer

Sekretariat, Börsen

Elisabeth Günther

Industrie-, Energie-, Umwelt- und Verkehrspolitik

Reinhard Schröter

Energie- und Umweltförderung, Umweltmanagement

Silvana Theis

Industrie, Energie

Franziska Böckelmann (Stellvertretende Geschäftsführerin)

Innovation, Forschung und Entwicklung,

Technologietransfer

Dr. Sophie Kühling

Umwelt, Raumordnung

Andreas Scholtyssek

Verkehr/Fachkunde

Alf Rost

54

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


Hauptgeschäftsführer

Prof. Dr. Thomas Brockmeier

Stellv. Hauptgeschäftsführer

Reinhard Schröter

Hauptgeschäftsführung

Leiterin Büro Präsident und Hauptgeschäftsführer

Cordula Henke

Sekretariat

Stefanie Glaw, Stefanie Neumärker

Kooperationszentrum „Energiesicherheit“

Dr. Uwe Schrader

Öffentlichkeitsarbeit

Markus Rettich (Leiter/Pressesprecher)

Nadine Behrendt, Lisa Marschner, Isabel Reimann,

Vanessa Schneider

Arbeitskreis Außenwirtschaft

Arbeitskreis Innovation und Technologietransfer

Arbeitskreis Bildung

Arbeitskreis IHK-Finanzen

und -Liegenschaften

Recht und Fair Play

Arbeitskreis Energiepolitik

Arbeitskreis Betrieblicher Umweltschutz

Dr. Ute Jähner

Geschäftsführerin

Sekretariat

Vanessa Schneider

Rechtspolitik

Dr. Ute Jähner

Wettbewerbsrecht, Steuerrecht

Dr. Ute Jähner

Berufsrecht Finanzdienstleister, Gewerberecht,

Datenschutzrecht, Außergerichtliche Streitbeilegung

Christiane Loertzer

Sachverständigenwesen, Handels- und Gesellschaftsrecht,

Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handelsregister/Firmenrecht

Heike Sommer

Sachverständigenwesen/Handelsregister/Firmenrecht

(Sachbearbeitung), Ausländerangelegenheiten

Petra Scheibe

Versicherungsvermittler und Finanzdienstleister

(Sachbearbeitung)

Andrea Dietrich

Zentrale Dienste

Dr. Markus Reinhardt

Geschäftsführer

Sekretariat

Lisa Sophie Schmidt

Finanzen, Personal, Syndikus

Dr. Markus Reinhardt

Personal

Oliver Schmidt

Organisationsrecht, Datenschutzbeauftragter

Jens Hoffmann

Organisation, Archiv, Bibliothek

Christoph Renftle, Jonas Meyer, Heimo Hauser

EDV

Bettina Schonert (Leiterin), Jörg Grabowsky, Martin Zieschang

Rechnungswesen/Controlling

Jens Hoffmann (Leiter), Nadine Haufe, Undine Heinrich,

Daniela Jobs, Nadine Kupfer

Mitgliederdaten/Beiträge

Matthias Mohr (Leiter), Thomas Arentz, Martin Backhaus,

Mandy Donath, Sabine Schröder, Marko Schubert,

Frank Volkmar, Eileen Warzecha, Renate Wolff, Matthias Wulf

Innere Dienste

Stefan Andrick, Uwe Aschenbach, René Brunner,

Daniel Moritz, Martina Wolf, Matthias Reschauer

(Kraftfahrer)

Geschäftsstellen

und

Kontaktbüros

Geschäftsstelle Sangerhausen

Frank Lehmann

Geschäftsstellenleiter, QMB

Ewald-Gnau-Straße 1 b, 06526 Sangerhausen

Tel.: 03464 260959-0, Fax: 03464 26095919

Sekretariat: Norman Böttcher

Michael Axt

Kontaktbüro Eisleben

Vicariatsgasse 4, 06295 Lutherstadt Eisleben

Tel.: 03475 6678186, Fax: 03464 26095919

Frank Lehmann

Geschäftsstelle Dessau

Sven Horn

Geschäftsstellenleiter

Lange Gasse 3, 06844 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 26011-0, Fax: 0340 260114421

Sekretariat: Viola Wagner

Birgit Enkerts, Sibylle Lohmann

Kontaktbüro Bitterfeld-Wolfen

Andresenstraße 1 a, 06766 Bitterfeld-Wolfen

Tel.: 03493 3757-0, Fax: 03493 37574421

Sekretariat: Katja Schneider

Andreas Baer, Birgit Enkerts

Kontaktbüro Bernburg

Schloßstraße 11, 06406 Bernburg (Saale)

Tel.: 03471 659505, Fax: 0340 260114424

Sibylle Lohmann

Kontaktbüro Lutherstadt Wittenberg

Lutherstraße 56, 06886 Lutherstadt Wittenberg

Tel.: 03491 670121, Fax: 03493 37574424

Andreas Baer

Geschäftsstelle Weißenfels

Tobias Voigt

Geschäftsstellenleiter

Markt 6, 06667 Weißenfels

Tel.: 03443 4325-0, Fax: 03443 43254425

Sekretariat: Tina Jahr

Sylvia Strößner, Matthias Walther

Kontaktbüro Naumburg

Bahnhofstraße 48, 06618 Naumburg (Saale)

Tel.: 03445 732958, Fax: 03443 43254425

Tobias Voigt

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020 55


zu guter letzt

Karriere mit Lehre und Fortbildung

36

– bis zu diesem Alter verdienen Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung

mehr als Personen mit abgeschlossenem Hochschulstudium.

Dies geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung

hervor. Sie hat die Lebenseinkommen von Absolventen einer Berufsausbildung mit

denen eines Hochschulstudiums verglichen. Ein weiteres Ergebnis: Akademiker verdienen

bis zu einem Alter von 60 Jahren weniger als Meister oder Techniker. Erst dann überholen

sie diese, aber nur marginal.

Vorschau

Unser Schwerpunkt im April:

175 Jahre IHK Halle-Dessau

Ernährungsgewerbe:

Strukturdaten

zur Branche

in Sachsen-Anhalt

Vollversammlung:

Das Gremium der IHK

im Fokus

Exportwirtschaft:

Geschäfte in Russland

rechtssicher gestalten

Die nächste Ausgabe

erscheint am

22. April 2020.

Wie gefällt Ihnen die neue „Mitteldeutsche Wirtschaft“?

Auf Ihre Rückmeldung unter miwi@halle.ihk.de sind wir gespannt. Dort können Sie

uns auch mitteilen, wenn Sie das Magazin zukünftig nicht in der gedruckten Version,

sondern nur online unter https://miwi.halle.ihk.de/ lesen möchten.

Impressum

Mitteldeutsche Wirtschaft

Mitgliedermagazin der Industrie- und Handelskammer

Halle-Dessau

30. Jahrgang Nr. 3/2020

Herausgeber

Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau

Franckestraße 5, 06110 Halle (Saale)

Postfach 200 754, 06008 Halle (Saale)

www.halle.ihk.de, info@halle.ihk.de

Tel. 0345 2126-0, Fax 0345 2126-105

Redaktion

Isabel Reimann (verantw.), Tel. 0345 2126-202,

Fax 0345 212644-202, ireimann@halle.ihk.de

Markus Rettich (Leitung), Tel. 0345 2126-204

Redaktionelle Mitarbeit: Cathrin Günzel

Externe Autoren dieser Ausgabe: Andreas Löffler (S. 16, 30,

31, 42, 43, 46, 47), Matthias Voss (S. 12, 13, 14, 20),

Nicole Kirbach (S. 18, 19)

Die Beiträge externer Autoren geben die Meinung des Autors,

jedoch nicht unbedingt die Ansicht der IHK wieder.

Erscheinungsweise: 10 Mal im Jahr

Erscheinungstermin: 14. März 2020

Jahrgang 2020

Anzeigen und Verlag

Prüfer Medienmarketing Endriß & Rosenberger GmbH

Jägerweg 1, 76532 Baden-Baden

Tel. 0361 5668194, Fax 0361 5668196

Anzeigenservice: Andrea Albecker

Anzeigenleitung: Achim Hartkopf

medienmarketing@pruefer.com, www.pruefer.com

Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 25

gültig ab Januar 2020

Layoutkonzept

Jo Schaller & Angela Schubert

Mühlpforte 2, 06108 Halle (Saale)

Druck und buchbinderische Verarbeitung

Druckhaus Schütze GmbH

Fiete-Schulze-Straße 13a, 06116 Halle (Saale)

Tel. 0345 56666-0, Fax 0345 5666666

Vertrieb

Mitteldeutsche Zeitungszustell-Gesellschaft mbH

Delitzscher Straße 65, 06112 Halle (Saale)

Tel. 0345 565-2411, Fax 0345 565-2412

Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der grundsätzlichen

Beitragspflicht als Mitglied der IHK. Die Zeitschrift

ist offizielles Organ der IHK Halle-Dessau und wird Kammerzugehörigen

im Rahmen ihrer Mitgliedschaft ohne besondere

Bezugsgebühren zugestellt. Für andere Bezieher beträgt das

jährliche Abonnement 20,00 Euro. Das Einzelheft kostet Euro

2,00 Euro. Nachdruck nur mit Quellenangabe. Für den Nachdruck

signierter Beiträge ist die Genehmigung des Verfassers

erforderlich. Vervielfältigungen für den innerbetrieblichen

Gebrauch sind gestattet. Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird keine Gewähr übernommen.

Abbildungen

3DQR GmbH: S. 51, Andreas Löffler: S. 3 (unten r.), 16/17,

30/31, 42/43, 46; Antje Klauss-Vorreiter: S. 47;

Convela GmbH: S. 6 (oben); Dögel GmbH: S. 25 (l.);

Dorint Charlottenhof Halle (Saale): S. 9 (oben); Freedomz_

stock.adobe.com: S. 45; IHK Halle-Dessau: S. 15 (unten),

34/35; Landkreis Mansfeld-Südharz: S. 24 (unten);

Matthias Voss: S. 2 (l.), 12/13, 14; MI LSA: S. 7; Mittelstand

4.0-Kompetenzzentrum Magdeburg: S. 6 (unten), 26;

mycare.de: S. 2 (r.), 18/19; Mymemo_stock.adobe.com:

S. 27; NaMaKuKi_stock.adobe.com: S. 3 (unten l.);

P-D Group: S. 9 (unten); Rudolf Schuba: S. 20; scharfsinn86_

stock.adobe.com: S. 28; shutterstock_SergeBertasiusPhotography:

S. 40; shutterstock: S. 48 (unten); sveta_stock.adobe.

com: S. 41; Thomas Reinhardt: S. 15 (oben), 24 (oben),

25 (oben), 48 (oben); Torsten Biel: S. 25 (unten);

Uwe Köhn: Cover, S. 3 (oben r.), 4/5, 8, 32/33; Volker Seifert:

S. 56; Wirtschaftsministerium/Harald Krieg: S. 3 (oben l.), 23

56

Mitteldeutsche Wirtschaft Das Wirtschaftsmagazin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau 03/2020


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DRUCKHAUS SCHÜTZE GMBH

Fiete-Schulze-Straße 13a · 06116 Halle (Saale) · Tel.: 0345 566660

E-Mail: info@dhs-halle.de · www.dhs-halle.de

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01_2020 Ploeger 16.01.2020 17:35 Uhr Seite 1

Wirtschaftsprüfung/Unternehmensberatung

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