PT-MAGAZIN 02 2020

ptmagazin

Offizielles Magazin der Oskar-Patzelt-Stiftung. Titelthema: Keine Angst vor Krisen. Nominierungsliste 2020 des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes". Motto: Meilensteine setzen.

16. Jahrgang | Ausgabe 2 | 2020 | ISSN 1860-501x | 3 Euro

Vom Wissen um das Nichtwissen

Jörg Kachelmann über Meteorologie

zwischen Legende und Wissenschaft

Nominierungsliste 2020

Nominierungen für Premier, Bank

des Jahres, Kommune des Jahres

Ein Krisenmanager packt aus

Welche 9 Punkte Sie beachten müssen

JEDER kann etwas

Außergewöhnliches leisten

Interview mit Extremsportler und

Bestseller-Autor Florian Wildgruber

Lust auf Veränderung

Krisen und ihre Bewältigung gehören zum Leben, so wie der Wechsel der Jahreszeiten zur Natur gehört.

Wenn wir aus Irrtümern und Fehlentscheidungen lernen, können wir daran wachsen. Deshalb gibt es für

aktive Menschen keinen Grund für „Angst vor Krisen“, aber große Lust auf Erfahrung und Veränderung.

Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen und Tipps für den Umgang mit Krisen per E-Mail an op@op-pt.de.

Herzliche Grüße, Helfried Schmidt und Petra Tröger!


EDITORIAL

Keine Angst vor Krisen

PT-MAGAZIN 2/2020

„Jeder will alt werden, aber keiner will

alt sein.“ soll der 1908 geborene Berliner

Schauspieler Martin Held gesagt haben:

So ähnlich ist es mit dem Leben insgesamt.

Jeder will möglichst viel Lebenserfahrung

haben. Aber nur wenige wollen

sich dafür mit dem Leben und seinen

Krisen aktiv auseinandersetzen. Wer mit

dem Fallschirm springen will, muss zuerst

in ein Flugzeug steigen. Man kann es drehen

und wenden wie man will: Es gibt

kein Leben ohne Krisen.

Ein junges Unternehmen, vor Eintritt

seiner ersten existentiellen Krise, nennt

man neudeutsch Startup. Und ein Startup,

dass noch vor dem Börsengang mit

über einer Milliarde US-Dollar bewertet

wird, nennt man Einhorn oder Unicorn.

Wer als Einhorn gilt, der hat es scheinbar

geschafft. Doch auch Einhörner haben

ihre erste existentielle Krise in der Regel

noch vor sich.

Eigentlich müssten milliardenschwere

Startups so selten sein wie die

Fabeltiere selbst. Trotzdem gab es im

Januar 2019 mehr als 300 solcher Einhörner

auf der ganzen Welt. Jedes dritte

davon kam aus China, die meisten aus

den USA. Auch in Deutschland kennt

inzwischen fast jeder Uber oder Airbnb.

Und auch Deutschland selbst mischt mit:

2019 gewann die 2011 gegründete

Celonis den mit 250.000 Euro dotierten

Deutschen Zukunftspreis. Seine Process

Mining-Software soll Abweichungen von

Zielvorgaben erkennen, noch bevor sie

eintreten. Unternehmenswert 2,5 Milliarden

Dollar - bei gerade 750 Mitarbeitern

und 100 Millionen Dollar Umsatz.

Der Name der 2013 gegründeten

Smartphone-Direktbank N26 soll ebenso

an die 26 einzelnen Würfel in einem Zauberwürfel

erinnern wie an die ersten

Büroräumlichkeiten „Unter den Linden

26“ in Berlin. Unternehmenswert 3,1 Milliarden

Euro - obwohl sich der Verlust im

Vergleich zum Vorjahr auf 73 Millionen

Euro verdoppelte.

Auch die Hamburger Otto Group

reiht sich in den Unicorn-Investorenhype

ein: Der 2014 gegründete Online-Versandhändler

About You gehörte schon

2018 zu den fünf umsatzstärksten Onlinehändlern

Deutschlands für Bekleidung.

Jüngst stand der US-Büroraum-

Anbieter WeWork in den Schlagzeilen.

Auch in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg,

Köln und München ist WeWork

aktiv. In kürzester Zeit schrumpfte der

Unternehmenswert von 47 Milliarden

US-Dollar auf acht Milliarden zusammen,

als WeWork das sehnlichst erwartete IPO

(Initial Public Offering) nicht geschafft

hatte. Über Nacht mutierten vorherige

Optimisten zu Skeptikern und zogen ihr

Geld zurück.

Wann hört ein Startup eigentlich auf,

Startup zu sein? Ab wann gehört es zum

Mittelstand?

Wenn es Erfahrungen mit der Überwindung

existentieller Krisen sammeln

konnte und dabei überlebt hat. Weltweit

sollen nach einer Untersuchung der Bank

of Korea aus dem Jahr 2008 mindestens

5.586 Unternehmen älter als 200 Jahre

sein. Mehr als 3.000 davon befinden

sich in Japan. Aber 837 befinden sich in

Deutschland. Das älteste jemals beim

„Großen Preis des Mittelstandes“ ausgezeichnete

Unternehmen gehört dazu. Es

ist die Gräflich Eltzsche Kastellanei Burg

Eltz, erstmals urkundlich erwähnt im Jahr

1157.

Im German Mittelstand werden teilweise

über Generationen hinweg Erfahrungen

in der Bewältigung von Krisen

und Strukturumbrüchen gesammelt

und bewahrt. Der unternehmerische

Mittelstand in Deutschland wird auch

künftige Währungs- und Wirtschaftskrisen

gestärkt überstehen. Er hat allein im

letzten Jahrhundert mehrere Kriege, Krisen,

Revolutionen und Währungsreformen

überlebt, sich dabei immer wieder

neu organisiert, Innovationen vorwärts

getrieben, immer wieder Arbeit für Millionen

geschaffen und die Regionen stabilisiert.

Im Mittelstand herrscht Augenmaß,

vernünftiges Risiko und teamorientiertes

Arbeiten vor.

Und zwar mit Erfolg.

Und mit Zuversicht.

Trotz Krisen.

Ihr Helfried Schmidt

Über 25 Jahre Erfahrung

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Automatisierungs technik

DELTA LOGIC-Know-how ist häufig im

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06 38 42

14

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Inhalt

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03

Keine Angst vor Krisen

Editorial von Helfried Schmidt

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Gesellschaft

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Vom Wissen um das Nichtwissen

Die Meteorologie im Spannungsfeld

zwischen Legenden und

Naturwissenschaft – Ein Essay von

Jörg Kachelmann

14

16

Maximaler

Wettbewerbsvorsprung 2020

Mit Business Innovation

zukunftssicher werden

Privatvermögen auf dem Radar

Familienunternehmer brauchen

systematisches Vermögensreporting

und –controlling für ihr

Privatvermögen.

Oskar-Patzelt-Stiftung

18

24

27

Ab ins Rampenlicht!

Nominierungen für Sonderpreise

Netzwerk der Besten

Meilensteine setzen

Das Geheimnis

Kolumne von Petra Tröger

28

Netzwerk der Besten

Nominiert für den

„Großen Preis des Mittelstandes“

Wirtschaft

30

Firma verkaufen, aber richtig!

Familieninterne Nachfolgen verlieren

im Mittelstand an Bedeutung.

Immer mehr Inhaber favorisieren

einen Firmenverkauf. Dabei sollten

sie nicht nur an die Transaktion denken,

sondern unbedingt auch an die

Zeit danach.

Bilder:

06: © from Pixabay

14: © by Creativeart Freepik

38: © Peggy und Marco Lachmann-Anke Pixabay

42: © Rainer Weisflog, Mibrag

48: © Dematic

52: © Robin Higgins auf Pixabay

60: © bayerisches-thermenland.de

62: © Florian Wildgruber

64: © Wilhelm-Rafael Garth

Titelbild:

© www.piqsels.com-id-ffuom

Covermontage: Remo Eichner-Ernst,

OPS Netzwerk GmbH


32

36

38

Keine Angst mehr vor der Rezession

Robotic Process Automation (RPA)

macht Unternehmen krisensicherer

Was bringt es, gut zu sein, wenn

niemand es weiß?

Wie Menschen sich zur

Marke machen

Blockchain revolutioniert

Finanzbranche

Bald zählen Kryptowerte zu den

Finanzinstrumenten und für ihre

Verwahrung gelten neue Regeln.

40

HR-Trends 2020

Data Driven Recruiting und

Corporate Entrepreneure prägen

die Personalarbeit der Zukunft

42

46

48

Worum geht es eigentlich?

Eine Anmerkung zur Diskussion um

das „Kohleausstiegsgesetz“

Die häufigsten Irrtümer über

elektronische Signaturen

Data Driven Recruiting und

Corporate Entrepreneure prägen

die Personalarbeit der Zukunft

200 Jahre Dematic

Vom Tante-Emma-Laden bis zum

E-Commerce: Ein Rückblick auf die

Geschichte des Lebensmittelhandels

50

Hochschulen werden Treiber im

regionalen Innovationsprozess

Ergebnisse der 4. Berliner

Transferkonferenz der

Hochschulallianz für den

Mittelstand am 29. Januar 2020

51

52

Hotline ins Schwarze Loch

Kolumne von Martina Rellin

Ein Krisenmanager packt aus

Diese 9 Punkte müssen Sie

beachten, wenn ihr Unternehmen

in der Krise steckt

Bayern

56

58

Bayern

in Bildern

Online buchen, offline erleben

Städtetourismus im Zeitalter der

Digitalisierung

60

Bayerns „heißes Herz“

Spektakuläre „Schwitzwelten“

im Bayerischen Golf- und

Themenland, Deutschlands

Saunaregion Nummer 1

62

Jeder kann etwas

Außergewöhnliches leisten

Florian Wildgruber im Interview zu

seinem Buch „Stärke“

Lifestyle | Auto

64

Geladen und Entsichert

Jaguar I-Pace

Impressum

66

Leserbriefe

Impressum

»Wir lieben

unser

Finger-Haus,

weil ...

... unser Leben

an Qualität

gewonnen hat.«

Dennis Brussmann,

FingerHaus-Bauherr

HOME-SELFIE: Sonne, großer

Garten, schönes Zuhause.

Familie Brussmann vor ihrem

Finger-Haus in Vöhl (Hessen).

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Vom Wissen um das Nichtwissen

PT-MAGAZIN 2/2020

Die Meteorologie im Spannungsfeld

zwischen Legenden und

Naturwissenschaft

Ein Essay von

Jörg Kachelmann

Gesellschaft

6

Mist, Quecksilberkügelchen auf

dem 1970er-Jahre-Perserteppich.

Was tun? Ich wusste, dass die Entsorgung

ins Klo wohl nicht helfen würde

bei den schweren Dingern und womöglich

den ganzen Rhein zum Umkippen

brächte, falls die Kläranlage das nicht

packt. Also in den Staubsauger, da sieht

es auch niemand, und ich war gerade

allein zu Hause. Der Staubsauger aus den

1960ern hatte vorne ein Metallrohr und

veränderte bemerkenswert sein Aussehen.

Irgendetwas Metallisches außenrum

blätterte ab und komplizierte das Unterfangen,

die Kügelchen aufzusaugen. Am

Ende war alles im Staubsaugerbeutel, das

Gerät sah ganz anders aus und mir wurde

als 13-Jährigen nochmal bewusst, dass ich

mit meinen Barometern und Thermometern

vorsichtiger sein musste.

Im 17. Jahrhundert entdeckte der italienische

Physiker Evangelista Torricelli,

dass sich Quecksilber je nach Tempera-

tur ausdehnt

und dass

man es auch für die

Herstellung von Barometern

verwenden kann. Rund

370 Jahre später hat sich am Prinzip

nichts geändert. Meine Quecksilber-

Barometer und die ebensolchen Thermometer

in der Wetterhütte funktionieren

nach dem alten Prinzip von damals. Das

ist sehr wichtig, weil wir heute bei der

Beurteilung des Klimawandels darauf

angewiesen sind, dass die Werte von früher

mit den heutigen vergleichbar sind

– was von den Instrumenten her der Fall

ist, zugleich aber die Frage im Raum steht,

wie das mit dem Strahlungsschutz gelöst

wird, die Thermometer dürfen ja nicht in

der Sonne hängen. Davon später mehr.

Bei der Luftfeuchtigkeit war es einfacher.

Schon früh hatten Menschen

(und das wahrscheinlich schon immer)

entdeckt, dass sich Haare je nach Luft-

© www.piqsels.com-id-fauiy

feuchtigkeit verändern. Das begründete

den Siegeszug des Haarhygrometers,

das in den modernen Zeiten nur

langsam durch elektronische Messverfahren

abgelöst wird. Entscheidend war

dabei herauszufinden, welche Haare sich

bei Feuchtigkeitsänderung am linearsten

verhalten, damit man keine seltsamen

logarithmischen Skalen applizieren

muss. Das Ergebnis war: Menschenhaare

funktionieren besser als Tierhaare, Frauenhaare

besser als Männerhaare und

blonde Haare besser als braune – was

vielen Friseuren weltweit einen kleinen

Nebenerwerb ermöglichte, wenn sich


londe Frauen plötzlich zu einem Kurzhaarschnitt

entschieden.

Wind und Sonne

Die Messung der Windgeschwindigkeit

sowie der Sonnenscheindauer haben sich

im Laufe der Zeit am stärksten entwickelt.

Zu Anfang wurden die Windgeschwindigkeiten

einfach aufgrund

der Auswirkungen auf

die Natur („Blätter säuseln“)

geschätzt. Später wurden

Metallplättchen drehbar

auf eine Achse gebracht

und über eine Windfahne

so in den Wind

gedreht, dass die

Platte je nach Windstärke

seitlich ausgelenkt

wurde und

über eine grobe

Skala eine erste

Fernablesung eines

Geräts ermöglichte

(„Wildsche Windfahne“).

Danach

kamen die Schalenkreuz-Anemometer,

die sich bei mehr Wind

immer schneller drehen

und Windgeschwindigkeit

für die meteorologische

Praxis fernablesbar machten

– der Dynamo erzeugte

Strom, und auf Bergwetterwarten

konnte man in der warmen Stube

ablesen, wie sehr es draußen kachelte.

Damit kommen wir aber zum größten

Problem der Schalenkreuz-Windmesser:

Man kann zwar den Dynamoschaft heizen,

aber die dünnen Drehlöffel laden zur

Ablagerung von Schnee und Eis ein. Die

alten Windmesser auf dem Brocken, Fichtel-

und Feldberg hatten entsprechend

oft Dellen, wenn sie der Beobachter mit

der Spitzhacke oder Schaufel beim Freimachen

des Anemometers nicht optimal

erwischt hatte. Hier müssen wir auch

eine Ausnahme machen bezüglich der

Konsistenz alter Klimareihen: Im Winter

und insbesondere auf den Bergen waren

früher die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten

zu gering, weil durch

Schnee und Eis langsame(re) Drehphasen

und Phasen des Stillstandes nicht zu ver-

meiden waren. Heute werden viele Windmesser

nicht mehr als solche erkannt,

weil sie wie eine Gartenkralle aussehen.

Ultraschall misst die Bewegung der Luft,

und weil sich am Windmesser selbst

nichts mehr bewegt, kann man die Dinger

auch beliebig hochheizen und sie so

eisfrei halten – bei Sturm und minus 20

Grad Celsius mit ein paar Hundert Watt.

Bei der Sonnenscheindauer ist die

alte Methode, in der eine Glaskugel das

Sonnenlicht bündelt und in einen Pappstreifen

brennt, noch nicht überall vollständig

abgelöst worden. Heute nimmt

man Geräte, die den Schatten eines

Bügels im Gerät auswerten: Ist einer da,

scheint die Sonne – ohne Schatten, keine

Sonne. Die Glaskugel-Methode hat den

Nachteil, dass sie durch Menschen ausgewertet

wird – so kam beispielsweise Usedom

zur falschen Annahme, die Insel sei

der sonnigste Fleck Deutschlands. Das ist

völliger Unsinn und beruht darauf, dass

vor Jahrzehnten ein rühriger und lokalpatriotischer

Mitarbeiter des Meteorologischen

Dienstes der DDR auch den

fernsten Hauch einer Verfärbung des

Pappstreifens vorschriftswidrig als real

existierende Sonnenscheindauer gewertet

hat. Das hat er zwar nur sehr kurz

gemacht, aber so kam ein Jahr zustande,

in dem es in Deutschland angeblich nirgendwo

sonniger war als auf Usedom.

Dieses Jahr der Falschauswertung wurde

dann schlicht auf ein „gilt immer“ hochgerechnet,

und Usedom hat bis heute

etwas, was sich auf Prospekte drucken

lässt.

Immerhin ist Usedom realistischer in

seinem Anspruch als viele andere Orte

im Land, die von sich behaupten, dass

sie die sonnigsten weit und breit seien.

Dutzende Destinationen nehmen das

für sich ohne wissenschaftliche Basis in

Anspruch („se non è vero, è ben trovato“),

fast alle zu Unrecht. Wenn das jemand

für sich in Anspruch nehmen darf, sind

es die Insel Hiddensee und der Norden

von Rügen, beides in der Ostsee gelegen.

Die Erklärung ist einfach: Erstens muss

der sonnigste Ort eher östlich liegen, da

nicht alle Tiefs aus Westen bis dorthin

durchkommen, zweitens muss der fragliche

Ort sehr maritim, also im besten Fall

eine Insel sein. Im Mai und Juni, wenn das

Festland schon warm ist und Quellwolken

über sich hat, ist das Ostseewasser

noch kalt und unterdrückt so die Cumulusbildung

– und genau dann sind auch

die Tage besonders lang, sodass man mit

den 16-Sonnenstunden-Tagen im Juni die

verlorenen Binnenland-Seelen besonders

nachhaltig abhängen kann.

Regen und Schnee

Kommen wir zum Niederschlag, von dem

alle denken, dass es doch ganz einfach sei

– Eimer rausstellen, Durchmesser oben

wie Durchmesser unten (also zylindrisch),

fertig. Dann einfach die Höhe der Wasseroberfläche

vom Boden messen, und

schon hat man die Regenmenge in Millimetern

oder Litern pro Quadratmeter

Boden. Aber: Es ist nicht so einfach, wie

Sie denken. Zum einen gibt es das Problem,

dass es bei uns auch schneit. Früher,

als nur von Hand gemessen wurde, war

es so: Jeder Wetterbeobachter hatte zwei

Niederschlagsmesser. Hat es geschneit,

wurde der eine reingenommen, ˘ um

7

PT-MAGAZIN 2/2020

Gesellschaft

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Der im Durchschnitt

wärmste Ort in

Deutschland ist

Heidelberg – allerdings

nicht, weil es

dort tagsüber

besonders warm ist.


die Verdunstung zu verhindern mit

einem Deckel bedeckt und das Tauwasser

am Ende gemessen, während der frische

Zweitniederschlagsmesser draußen

seinen Dienst tat. Das ist ein etwas

anstrengender Vorgang, auf den manche

Wetterdienste verzichten – in Kanada

beispielsweise wird nicht geschmolzen,

sondern einfach angenommen, dass

ein Zentimeter einem Millimeter Niederschlag

entspricht. Das kann für nassen

Schnee hinkommen, nicht aber für

fluffigen Kanada-Schnee, der bei minus

20 Grad fällt – dann braucht es gut und

gerne fünf Zentimeter, um einen Millimeter

Wasser zu ergeben.

So wird der Jahresniederschlag an

kanadischen Stationen ohne Niederschlagsmesser-Heizung

systematisch

überschätzt – die Heizung des Auffangeimers

ist eine Möglichkeit, um der Realität

näher zu kommen, aber auch sie macht

Probleme: Der Auffangtrichter muss laufend

über null Grad, bei starkem Schneefall

oder strengem Frost auch deutlich

darüber temperiert sein, damit Schneeflocken

schmelzen und direkt gemessen

werden können. Das führt nun wieder

dazu, dass leichtes Nieseln bei drei

Grad oder Schneegrieseln bei Frost gar

nie gemessen wird, sondern direkt an der

warmen Unterlage verdunstet – eine systematische

Unterschätzung des Niederschlags

ist die Folge.

Das ist nun ein Problem, wenn wir

heutige Niederschlagsmessungen mit

jenen aus früheren Jahrzehnten vergleichen

wollen, hier fällt uns die Automatisierung

auf die Füße. Wenn Beobachterpersonal

auf Berggipfeln abgezogen

wird, hat das oft den Verlust von jahrzehntelangen

Messreihen zur Folge. Die

Wetterbeobachter haben meist eine

Batterie von Niederschlagsmessern aufgestellt

und dann den genommen, der

am meisten gemessen hat, denn Niederschlagsmessungen

in den Bergen (und

in den Prärien des Mittleren Westens)

haben ein weiteres, großes Problem: Bei

einem Schneesturm fällt meist absolut

nichts in den Eimer, fast alles weht darüber

hinweg. Es gibt zwar trichterartige

Apparaturen, die in der horizontalen Luftströmung

eine Abwärtskomponente herstellen

sollen, aber viel können die nicht

ausrichten. Oft messen die Automaten

auf einem Berg nur noch ein Drittel der

früher per Hand festgestellten Niederschlagsmengen

– viele Wetterdienste

geben dann gleich ganz auf.

Dadurch ist auch die Schneehöhenmessung

nicht mehr das, was sie mal war.

Schlurfte früher ein Beobachter durch die

Schneewehen und steckte zehn Mal den

Zollstock Richtung Boden und mittelte

am Schluss das Ganze, entscheidet an

windigen Orten heute Frau Holle-Zufall

über die gemessene Schneehöhe – unabhängig

davon, ob an der einen, entscheidenden

Messstelle gerade der Schnee

weg- oder hingeweht wurde.

Temperatur

Sie sehen, dass es kompliziert ist. Entsprechend

schwierig ist es, ganz sicher zu

ermitteln, wenn sich im Laufe der Jahrzehnte

etwas verändert. Bei der Temperatur

sehen wir den Klimawandel am

weitaus deutlichsten und sichersten,

auch wenn sich da einiges verändert hat.

Früher wurde durchweg in sogenannten

Wetterhütten gemessen, die Sonne und

indirekte Strahlung aussperren sollen

und in Nordamerika 1,5, sonst 2 Meter

über „natürlichem Untergrund“ stehen –

was in unseren Breiten bei Flachlandstationen

einer Wiese gleichkommt, die kein

Fußballplatz, aber viel größer als eine Blumenrabatte

sein muss. ˘


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Gesellschaft

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Früher nahm man es bei uns mit den

Standorten nicht so genau, was zu legendären

Fehleinschätzungen führte wie im

Falle der „Sonneninsel“ Usedom. In Freiburg

im Breisgau stand die Wetterstation

so nah an einer sonnenbeschienenen

Hauswand, dass sie wunderbarerweise

sensationelle Werte lieferte, die laufend

im Deutschlandfunk vorgelesen wurden

und den falschen Ruf begründeten, dass

es in Freiburg besonders warm sei. Das

war natürlich für einen Ort, der schon

im Luv des Schwarzwalds liegt, viel mehr

Bewölkung hat und auch höher liegt als

der Oberrheingraben, völliger Blödsinn.

Inzwischen wurde die Wetterstation an

den Freiburger Flugplatz verlegt, und seither

kann die Stadt froh sein, noch in den

Top 30 der wärmsten Orte Deutschlands

aufzutauchen.

Der im Durchschnitt wärmste Ort in

Deutschland ist Heidelberg – allerdings

nicht, weil es dort tagsüber besonders

warm ist. Heidelberg begründet seine

Spitzenposition nachts, wenn oft ein föhniger

Bergwind vom Odenwald runterweht

und so die Ausbildung eines nächtlichen

Kaltluftsees verhindert. Tagsüber ist

Heidelberg völlig unauffällig, und wenn

es nur um die auffälligsten Höchsttemperaturen

zwischen 8 und 20 Uhr geht

und wir die Nacht beiseite lassen, sind die

wärmsten Orte an unprätentiösen Orten

wie Köln-Stammheim oder Duisburg-

Baerl zu finden.

Manche Rekorde aus der Vergangenheit

sind heute nicht mehr nachvollziehbar,

wie die angeblichen minus 37,8 Grad

im bayerischen Wolnzach-Hüll am 12. Februar

1929 als lange tiefste Temperatur in

Deutschland. Sicher, der Botanische Garten

in München hatte an jenem Tag auch

muntere minus 31,6 Grad, aber dennoch

liegt die Vermutung nahe, dass in Wolnzach-Hüll

das Thermometer nicht zwei

Meter über Boden in der Wetterhütte,

sondern frei in Bodennähe lag – das

macht nämlich an einem kalten, klaren

Wintermorgen gerne nochmal fünf Grad

Abzug aus, weil kalte Luft schwerer ist als

warme.

Alte Hitzerekorde wurden auch schon

mal nicht anerkannt, weil ihre Messung

nicht der Zulassungsprozedur entsprach,

etwa die Wetterhütten länger nicht

gestrichen wurden und wärmeabsorbierend

vor sich hin gilbten oder schmückende,

aber wärmende Blumenkisten

direkt unter die Hütte gehängt wurden.

In der Automatisierungswelle von Wetterstationen

sind die Holz-Wetterhütten

deshalb nach und nach abgeschafft und

durch ventilierte Thermometer ersetzt

worden. Ein elektrischer Temperaturfühler

sitzt in einem Rohr, durch das die

Luft von einem Ventilator in erheblicher

Geschwindigkeit durchgesaugt wird, um

die korrekte Lufttemperatur messen zu

können.

Diese Ventilatoren haben aber wiederum

den Nachteil, dass sie nicht ewig

laufen und dann mühsam ausgetauscht

werden müssen. Manchmal sterben sie

auch nur langsam, was häufig zu schwer

zu erkennen ist, um rechtzeitig eingreifen

zu können. Wir – das heißt die Kachelmann

GmbH und die Versicherung Vereinigte

Hagel (Anm. d. Red.) – stellen gerade

ganz Deutschland mit Wetterstationen

voll. Ziel ist es, in jeder Gemeinde eine

Station zu haben. Zur korrekten Temperaturmessung

wurden dabei Antike und

Moderne zusammengeführt: Eine metallene

Wetterhütte von außen im strahlenden,

witterungsbeständigen Weiß, innen

aber aufgrund neuer Erkenntnisse die

Lamellen schwarz. Das bisschen Strahlung,

was noch von außen durchkommt,

wird so durch die Wand, aber nicht durch

den Temperaturfühler in der Wetterhütte

absorbiert. Studien durch den englischen

und australischen Wetterdienst bestätigen,

wie gut das funktioniert.

Wetterlegenden

Dennoch wird man natürlich in einem

Land, in dem man naturwissenschaftliche

Fächer in der Schule „abwählen“ kann,

althergebrachten Aberglauben nie weg

bekommen. So ist etwa die Legende, dass

es eine „Temperatur in der Sonne“ gäbe,

völliger Unsinn. Es gibt nur eine Lufttemperatur

– hängt man ein Thermometer in

die Sonne, misst es seine eigene Temperatur.

Die besten Ergebnisse für ein Facebook-Posting

à la „BEI MIR SIND ES 50

GRAD!!!11!!“ liefert daher ein schwarzes

Thermometer. Wir müssen nicht darum

herum reden: Deutschland ist ein Zentrum

für Aberglauben. Es mag eine Bundeszentrale

für politische Bildung, aber

keine solche für Allgemeinbildung geben

– mit fatalen Folgen.

So hält sich bis heute der wunderliche

Begriff der „Mittagshitze“, obwohl in

Wahrheit an heißen Sommertagen die


höchste

Temperatur

gegen 18 Uhr

gemessen wird.

Traurig legendär ist

der Deutschen Angst

vor dem Durchzug, die

jeden heißen Sommer viele

alte Menschen das Leben kostet,

weil sie in Räumen mit geschlossenen

Fenstern jämmerlich vor sich

hinsterben, statt in ihren Wohnungen

mit Ventilatoren für ausreichend Belüftung

zu sorgen. Und ja, damit die Feuchtigkeit

des

Schwitzens

abgeführt wird,

müssen die Ventilatoren

nicht nur angeschaltet,

sondern auch die Fenster auf sein.

Tödlich auch die deutsche Legende, die

Fenster zu schließen, damit die „Hitze

nicht reinkommt“ – alles Reisen hat leider

nicht geholfen, dass die Erkenntnis

gereift ist, dass 35 Grad bei trockener

Luft viel angenehmer sind als 25 Grad

bei Windstille im Regenwald.

Man wird auch nie verstehen, wie

die einheimischen Legenden vom „steifen

Hals“ entstanden sind, der Menschen

scheinbar widerfährt, sobald sie

mit einem Wind von zwei Kilometern pro

Stunde im Büro konfrontiert werden. Dieselben

Leute freuen sich im Urlaub auf

den Kanaren über die tägliche steife Passatbrise

und können dort auch beschwerdefrei

Cabrio fahren. Die Bauarbeiter dort,

laufend dem schröcklichen Wind ausgesetzt,

klagen auch nie über Beschwerden.

Höhepunkt der wetterbedingten

„German Angst“ ist das „Biowetter“, ebenfalls

eine deutsche Erfindung. Selbst

Ärzte – man kann damit Geld verdienen,

dann muss man es mit dem hippokratischen

Eid nicht so genau nehmen – verbreiten

den hanebüchenen Unsinn, dass

es den Körper belaste, wenn es im Frühling

tagsüber mal plus 10 Grad tagsüber

sei und eine Woche später plus 15. Die

Medien sind dann voll davon, dass uns

dieses „Achterbahn-Wetter“ fix und fertig

mache, während wir aber via Ferienflieger

innerhalb weniger Stunden Temperaturunterschiede

von minus 10 zu

plus 30 Grad erleben und diese wiederum

besser aushalten. Man darf dabei auch

nicht vergessen, dass wir einen ganzen

Winter lang nicht weinend zusammenbrechen,

wenn es von der Kälte draußen

in die gemütliche Stube geht – von der

Achterbahnfahrt der Temperaturen in der

Sauna ganz zu schweigen. ˘

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Gesellschaft

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Vom Wert der Naturwissenschaften

Die Gruselgeschichten des Biowetters

funktionieren auch und vor allem wegen

des Notstands bei der naturwissenschaftlichen

Bildung. Wüsste man noch, dass

alle acht Höhenmeter der Luftdruck um

ein Hektopascal sinkt, hätte es das eingebildete

Raunen über die Beschwerden

bei herannahenden Tiefs oder „Wetterwechsel“

etwas schwerer. Jeder Kölner

oder Bonner, der ins Bergische, in die Eifel

oder ins Siebengebirge fährt, erlebt einen

– beschwerdefreien – Wetterwechsel. Wer

testen möchte, ob ein Wetterwechsel

wirklich etwas

ausmacht, kann notfalls

auch eine Aufzugfahrt in

einem Frankfurter Hochhaus

als Testplattform

benutzen.

Einbildung ist ein

scharfes Schwert, wovon

Scharlatane aller Art profitieren.

Es ist durch eine

Reihe wissenschaftlicher

Studien nachgewiesen,

dass Hagelflieger – also

Flugzeuge, die Silberjodid-Partikel

ausbringen,

um die Hagelbildung zu

verhindern – keinen Einfluss

auf die Hagelbildung

haben. Dennoch werden

sogar Steuergelder ausgegeben,

damit bauernschlaue

Bauernfänger mit einem teuren

Hobby das gute Gefühl haben können,

die Flugstunden von anderen bezahlt zu

bekommen.

Auch hier hülfe das Wissen, dass ein

bestimmter Ort nur alle 20 bis 30 Jahre

von einem Großhagel heimgesucht wird

– also können sich die scharlatanesken

Hagelflieger gut ausrechnen, dass jedes

Jahr begeisterte Menschen feststellen,

dass es schon wieder nicht gehagelt hat.

Falls Sie auch günstig ans Geld anderer

Menschen herankommen möchten:

Behaupten Sie einfach, dass Sie eine Anti-

Weltuntergangs-Maschine erfunden hätten.

Jeden Morgen werden Sie nach dem

Prinzip der Hagelflieger eine Erfolgsmeldung

abgeben könnten: Es hat wieder

geklappt! Werfen Sie Geld über mich.

Besonders grotesk wird es, wenn in

einzelnen Landkreisen in Baden-Württemberg

und Sachsen Menschen durch

sogenannte Hagelkanonen belästigt werden.

Menschen mit Affinität zum persönlichen

Urknall schießen bei Gewittern

© from Pixabay

Kanonen ab und erzählen anderen Menschen,

dass der damit verbundene Knall

Hagelkörner trotz des stürmischen Getöses

in der drei Kilometer höheren Gewitterwolke

erschrecken und zur spontanen

Desintegration derselben führen würde.

Wenn niemand mehr etwas weiß,

glauben alle alles. Menschen bei uns

glauben, dass Flüsse und Kanäle „Wetterscheiden“

seien und das Wetter beeinflussten.

Nein, in keiner Form. Nicht einmal

der Nebel ist da, weil da ein Tal ist,

sondern weil da ein Fluss ist – vom Rauchen

des Flusses bei strengem Frost abgesehen,

aber das hat wiederum nichts mit

Nebel zu tun. Menschen bei uns glauben,

dass der Mond einen Einfluss aufs Wetter

hätte, weil sie nicht wissen, dass der

Mond auf der ganzen Welt genau gleich

aussieht und somit der Aberglaube, der

Mondwechsel entspräche einem Wetterwechsel,

sofort ad absurdum geführt

wird. Menschen glauben an den Hundertjährigen

Kalender, der auf der Theorie

beruht, dass sich das Wetter an einem

fränkischen Kloster, das im Mittelalter

durch einen Abt sieben Jahre lang beobachtet

wurde, bis ans Ende der Zeit alle

sieben Jahre wiederholte. Die gute Nachricht

für sparsame Menschen ist: Hat

man sieben Jahre den „Hundertjährigen“

gekauft, hat man ausgesorgt – denn im

achten Jahr hat man den identischen

Inhalt vom ersten.

Naturwissenschaftliche Bildungsferne

einer Bevölkerung ist eine gute

Basis für Geschäftemacher aller Art. Alle

halten alles für möglich, und wenn Sie

in Ihre Suchmaschine des Vertrauens

„Wetter Ostern 2020“ eingeben, sehen

Sie wohl schon im März schöne Ergebnisse,

die sicher gut geklickt werden: Dass

Experten „erste Vorhersagen wagen“ und

andere Versatzstücke aus dem Stehsatz

des nie versiegenden Fundus des frei

erfundenen Schwachsinns.

Die Meteorologie hat große Fortschritte

gemacht, aber es wird noch länger

gehen, bis irgendjemand einen Monat

ante festum weiß, ob es nun regnet oder

nicht. Unter der Zunahme dieser vermeintlichen

Vorhersagen müssen

wir alle leiden, weil so immer

mehr rasende Stürme und „Russenpeitschen“

auf uns zu kommen,

die es in Wahrheit nie gibt.

Etwa 90 Prozent aller Medienberichte

zum Thema Wetter und

Klima liegen ganz oder teilweise

daneben. Es wehrt sich kein

Presserat, und wir können nur

hoffen, dass Petrus an der Himmelspforte

gerade bei Unsauberkeiten

zu diesem Thema präpurgatorisch

die Fehlbaren darauf

hinweisen wird, dass das stete

Alarmschreien schlimme Folgen

haben kann: Es nimmt dann niemand

mehr ernst, wenn etwa

wirklich mal ein ungewöhnlich

starker Sturm kommt.

Wir dürfen auf alle Fälle

gespannt sein, wie der Winter

2019/20 ausfällt. Die einzig seriösen Vorhersagen

des Europäischen Zentrums für

mittelfristige Wettervorhersagen sehen

durchweg leicht zu warme Wintermonate

voraus, was zu den unvermeidlichen

„Rekordwärme“-Schlagzeilen geführt hat

– gleichzeitig wurde aber auch anderswo

„Rekordkälte“ vorhergesagt, weil angeblich

die Sonne müder würde. Auch hier

gilt die 90-Prozent-Regel: Dass ein

Monatsdurchschnitt ein Grad über dem

Normalwert liegt, kann vieles bedeuten:

eine Woche extrem gesäßkalt und

drei Wochen deutlich zu warm oder zwei

Wochen tierisch warm und zwei Wochen

deutlich zu kalt – und alle Kombinationen

dazwischen. Wir wissen, dass wir nichts

wissen. Gut wäre, wenn das alle wüssten.

Wie geht es weiter?

Als Sohn eines Beamten der Deutschen

Bundesbahn – er war damals sehr stolz

auf das Plakat mit dem Wetter, Sie wissen

schon – bin ich dennoch versucht, Ihnen

am Ende dieses Textes Mut zu machen.


Der technische Fortschritt der Meteorologie

geht weiter, Landwirte können auf

ihr Grundstück klicken und erhalten mit

einer Auflösung von 125 Metern nach

einer Nacht mit lokalen Gewittern die

Information, wie viel es am einen und

anderen Ende des Ackers geregnet hat,

damit der Trecker nicht festfährt. Bald

gibt es ein operatives Vorhersagemodell

mit einer Auflösung von 100 mal 100

Metern, das sich um Stadtmeteorologie,

urbane Hitzepole, Frischluftströme und

Schadstoffursachen kümmert und, so ist

zu erwarten, Dinge herausfinden wird,

die manchen auch politisch geförderten

Trend der vergangenen Jahre ad absurdum

führen: Wenn man in Deutschland

wieder saubere Luft unterhalb der Grenzwerte

möchte, müsste man nur alle Holzöfen

stilllegen.

Schon deren Klimaneutralität ist eine

freie Erfindung aus dem Baumarktprospekt,

die leider von vielen geglaubt wird

– viel schlimmer aber ist: Die heimischen

Holzöfen sind aktuell die größte Quelle

für Feinstaub (abends und nachts auch

für Stickoxide), und weil viele Waldverbrenner

auch Müllverbrenner sind, gibt

es auch wieder Dioxin in den trampolinierten

Vorgärten. Das Ablenkmanöver

mit den Straßensperrungen für Diesel

hat viel Schönes, aber Sie werden in ein

paar Jahren selber lernen, dass sich die

Feinstaubbelastung abends und nachts

in Wohngebieten vervielfacht hat. Bald

muss Willy Brandt auferstehen, um zu

sagen, dass es nachts nicht mehr stinken

soll, nicht nur über der Ruhr. Dass es

ein Menschenrecht ist, ein Kinderzimmer

auch mal lüften zu dürfen zwischen 18

und 8 Uhr, wenn es sich andere „gemütlich“

machen. Und dass dem Waldverbrennen

am Amazonas und dem im heimischen

Kaminofen mindestens eine

Sache gemeinsam ist: Es ist in beiden

Fällen eine Umweltkatastrophe.

Und dieser Text ist nur dafür da,

damit niemand in ein paar Jahren sagen

kann, dass man das nicht gewusst hätte,

damals. ó

Über den Autor

Jörg Kachelmann ist Meteorologe, Unternehmer

und Moderator. Er betreibt unter

anderem die Wetterseite www.kachelmannwetter.com.

Seit Januar 2019 moderiert

er mit Kim Fisher die wöchentliche

MDR-Talkshow „Riverboat“.

Info

Der Beitrag erschien zuerst in „Aus Politik

und Zeitgeschichte“ (APuZ 52/2019). Er

ist unter der Creative Commons Lizenz

"CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung -

Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0

Deutschland" veröffentlicht.

Autor: Jörg Kachelmann für Aus Politik und

Zeitgeschichte/bpb.de

13

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Maximaler

Wettbewerbsvorsprung 2020

Mit Business Innovation zukunftssicher werden

PT-MAGAZIN 2/2020

Gesellschaft

14

Der Druck ist hoch: Neue Technologien,

rasant verändernde Kundenbedürfnisse,

drastisch verkürzte Produktlebenszyklen,

gesättigte Märkte …

Viele Unternehmen stecken in einem folgenschweren

Dilemma: Um die Zukunft

zu sichern, ist Innovation der entscheidende

Hebel. Doch genau das steht nicht

an erster Stelle.

Der Fokus liegt auf dem Tagesgeschäft

Sich intensiv mit Zukunftsthemen auseinanderzusetzen,

dafür fehlt ebenso die

Zeit wie für bahnbrechende Innovationen,

neue Produkte oder Services mit „Wow“-

Effekt. Gelingt es allerdings nicht, durch

Innovation einen Vorsprung vor den Mitbewerbern

zu sichern, sind Unternehmen

gezwungen, den Kampf um die Existenz

allein über den Preis zu führen. Wie folgendes

Beispiel zeigt:

Das Geschäft für den US-Foodhersteller

lief glänzend: eine eingeführte

Marke, der Absatz über den Einzelhandel

florierte. Bis zu dem Zeitpunkt, als in den

Regalen der Supermärkte plötzlich eine

deutlich günstigere Eigenmarke verfügbar

war. Die Verkäufe und damit Umsätze

des Foodherstellers brachen ein. Ausgaben

reduzieren, das Marketingbudget kürzen,

nach Einsparungen im Herstellungsprozess

suchen: Die ersten Reaktionen auf die

Krise waren typisch – und verschlimmerten

die Abwärtsspirale nur. Weniger bis

schließlich gar nichts mehr in Marketing

zu investieren, bedeutet zugleich: Die Kunden

nehmen – eine ohnehin angezählte

Marke – noch weniger wahr. Die negativen

Konsequenzen aus diesen Einsparungen

am Produkt waren der nicht mehr erleboder

vielmehr schmeckbare Unterschied.

Immer mehr Gründe also, die aus Kundensicht

für die deutlich günstigere Eigenmarke

des Handels sprachen. Der Foodhersteller

beschränkte sich vor und (zunächst

auch) in der Krise auf die nächstgelegene

Zukunft. Und vernachlässigte damit das

Entscheidende, bis es beinahe zu spät war:

Innovation! Erst ein strukturierter Innovationsprozess

brachte den Turnaround und

dem Unternehmen Kunden und Umsatz

zurück.

Diesen Teufelskreis zu erkennen, ist

das eine. Ihn tatsächlich zu durchbrechen,

das andere. Dabei ist Innovation weder

Magie noch ist sie abhängig von der

Genialität einzelner Menschen. Vielmehr

können Innovationen aus strukturierten

Prozessen hervorgehen, die es Unternehmen

ermöglichen, die nächsten Durchbruchslösungen

zu erschaffen.

Große Anstrengungen oder viele

Ideen führen nicht automatisch zu

Innovationen

Das klassische Innovationsmanagement

birgt eine Herausforderung: Initiativen

für neue Produkte oder neue Vermarktungswege

nehmen viel Zeit in Anspruch

und sind dennoch häufig nicht erfolgreich.

Eine der größten Fallen ist dabei

hausgemacht: Unternehmen investieren

enorme Anstrengungen und schaffen

lediglich minimale Verbesserungen,

die am Markt wirkungslos verpuffen. Wie

dieses Beispiel zeigt:

Die Absatzzahlen stagnierten, der

Markt schien weitgehend erschlossen: Bei

einem deutschen Hersteller setzte deshalb

eine fieberhafte Suche nach neuen

technischen Ideen ein. Mehr als 40 mögliche

Neuerungen – zurecht war der Hersteller

stolz auf seine Innovationskraft.

Aus der großen Ausbeute allerdings die

erfolgsversprechendsten Ideen herauszufiltern,

war nicht leicht. Und die Ressourcen,

die das Unternehmen dafür einset-

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PT-MAGAZIN 2/2020

zen musste, waren beträchtlich. Jedoch

ging man davon aus, dass sich genau das

im Endeffekt verlässlich auszahlen würde.

Ein Irrtum. Der Hersteller musste sehr bald

feststellen: Bei keiner der Veränderungsinitiativen

hatte man die Perspektive des

Kunden berücksichtigt. Über mehr als ein

„nice to have“, technische Verbesserungen,

kam das Unternehmen nicht hinaus. Der

Innovationsprozess drohte zu scheitern,

würde man an diesen Ideen festhalten.

Wichtig zu wissen: Verbesserungen

und Innovationen sind nicht dasselbe!

Die meisten Verbesserungen beseitigen

KEINE wesentliche Beschränkung für die

Kunden und steigern daher auch NICHT

den Wert des Unternehmens für die Stakeholder.

Weder zu viel noch zu wenig

Neben zu vielen Ideen, steigert auch

das Gegenteil, sich von Anfang an nur

auf wenige Ideen zu konzentrieren, die

Erfolgswahrscheinlichkeit nicht. Weil

diese funktionieren MÜSSEN, setzen

Unternehmen dabei nur auf die „sichersten“,

und das sind genau die, die oft

nur minimale Veränderungen bringen.

Damit Unternehmen nicht in diese Falle

des „zu viel“ oder „zu wenig“ tappen, ist

das Design eines Innovationsprozesses

entscheidend. Business Innovation mit

der Theory of Constraints (TOC) begleitet

und unterstützt in jeder Phase: Wann ist

es angebracht, so viele Ideen wie möglich

zuzulassen? Wann leitet man an,

sich wieder zu fokussieren? Innovation

ist damit immer auch ein Prozess des

bewussten und entschiedenen „Nein“-

Sagens.

TOC verschafft Unternehmen entscheidende

Wettbewerbsvorsprünge

Sich auf die Verbesserung an der Stelle

zu fokussieren, wo sie dem Unternehmen

und seinen Stakeholdern den größtmöglichen

Nutzen bringt, das ist die Essenz

der Theory of Constraints. Dabei folgt

TOC einem ganzheitlichen Ansatz, denn

man schaut immer auf das GESAMTE

Unternehmen. Und damit stellt sich sehr

schnell die Frage: Womit will das Unternehmen

(auch) zukünftig Geld verdienen?

Business Innovation mit TOC verhilft

mittelständischen Unternehmen

zum entscheidenden Durchbruch: Sie

erzielen mit einem Minimum fokussierter

Innovationskraft den größtmöglichen

Wettbewerbsvorsprung.

Wert-Schöpfung mit „Wow-Effekt“

durch Perspektivwechsel

Wie lässt sich die Wahrscheinlichkeit

erhöhen, dass ein Innovationsprozess

nicht scheitert, sondern erfolgreich ist?

Der Schlüssel liegt darin, Wert zu kreieren.

Beginnt ein Unternehmen nach

Innovationen zu suchen, dann muss es

nicht zwangsläufig dort suchen, wo es

auch alle anderen tun: neue Technologien,

neue Märkte erobern … Sehr oft liegt DIE

Innovation bereits direkt vor der Nase –

wie auch bei unserem ersten Beispiel:

Die Analyse bei dem Foodhersteller

ergab, dass das Produkt hauptsächlich zu

bestimmten Zeiten verkauft wurde: Kunden

kauften es entweder zur Lunchzeit

oder auf dem Heimweg von der Arbeit.

Gab es eine Möglichkeit das Produkt

den Kunden, individuell und zeitgerecht

auch aufgewärmt zum gleichen Preis

wie bisher anzubieten? Damit ließe sich

das unmittelbare Geschmackserlebnis

für die Kunden deutlich steigern und die

Händler könnten mit einem Zusatzangebot

punkten. Welche Bedingungen müssten

erfüllt sein, damit dies so einfach wie

möglich und skalierbar umsetzbar ist, so

dass auch die Händler begeistert mit

dabei sind? Im Endeffekt konnte das Produkt

des Foodherstellers nahezu unverändert

bleiben – die „Wow“-Innovation

war ein neudesigntes Business Modell

und dieses am Markt erfolgreich einzuführen.

Um dies zu erkennen, war ein Perspektivwechsel

notwendig. Es gilt also,

das Hamsterrad des kurzfristigen Aktionismus

immer wieder einmal bewusst

zu verlassen und sich als Unternehmen

andere Fragen zu stellen als bisher. Auf

den Wettbewerbsvorsprung 2020! ó

Über die Autoren

Uwe Techt gilt als Vorreiter im deutschsprachigen

Raum für die Nutzung der Theory of

Constraints (TOC) und des Critical Chain

Projektmanagements. Claudia Simon ist

Spezialistin für die Potentialerschließung

durch konsequente Umsetzung der engpassorientierten

Unternehmensführung

und betont den weiblichen Blickwinkel des

nachhaltigen Unternehmenserfolgs. Beide

sind Geschäftsführer der VISTEM GmbH &

Co. KG in Heppenheim.


Privatvermögen auf dem Radar

Familienunternehmer brauchen systematisches Vermögensreporting

und –controlling für ihr Privatvermögen.

PT-MAGAZIN 2/2020

Gesellschaft

16

Viele Entscheider scheinen auf einem

Auge blind zu sein: Während sie ihr

Unternehmen hochprofessionell führen

und nichts dem Zufall überlassen, behandeln

sie ihr Privatvermögen stiefmütterlich.

Sie lassen viele Dinge einfach laufen

und agieren eher impulsiv. Oftmals fehlt

ein vollständiger Überblick über die privaten

Vermögenswerte, ebenso wie die

Möglichkeit zur Kontrolle und Steuerung.

Dies birgt in sich verändernden Märkten

enorme Gefahren.

Viele Privatvermögen von Firmeninhabern

sind breit angelegt und über Jahrzehnte

unstrukturiert gewachsen. Das

Vermögen erstreckt sich von Bankeinlagen,

Wertpapieren sowie Ansprüchen

gegenüber Versicherungen über Unternehmensanteile

und Beteiligungen bis

hin zu Vermietungsobjekten und Wohnimmobilien,

womöglich inklusive Feriendomizil

im Ausland. Einige Anlagen fußen

auf spontanen Gelegenheiten oder auch

freundschaftlichen Verbindungen.

Die Crux: Die meisten Werte führen

ein Einzeldasein und sind nicht aufeinander

abgestimmt. Die Vermögensstruktur

weist oft erhebliche Risiken oder Wechselwirkungen

auf, von denen die Inhaber

nichts ahnen. Familienunternehmer

gefährden mitunter den langfristigen

Vermögenserhalt.

Klarheit statt Blindflug

Für viele Familienunternehmer ist ein

systematisches Reporting und Controlling

aller Anlagen ratsam. Je größer und

vielschichtiger das Vermögen ist, desto

dringlicher ist der Handlungsbedarf.

Während das Reporting alle Informationen

zu den maßgeblichen Vermögensanlagen

in aggregierter Form erfasst

(quantitativ), wertet das Controlling sie

zusätzlich nach verschiedenen Parametern

aus (qualitativ). Ein professionelles

Reporting und Controlling schafft die

Basis, um die Vermögensstrategie systematisch

zu überprüfen und gezielt

weiterzuentwickeln. Diese Auswertungen

versachlichen die Kapitalanlage und

legen objektive Beurteilungskriterien an.

Die Vorteile sind vielfältig. Eine

strukturierte Erfassung des Gesamtvermögens

schafft maximale Transparenz

über die Anlagen und deren Wertentwicklung.

Dabei werden auch eventuelle

Risiken und ihre Wechselwirkungen

untereinander aufgeführt. Es erfolgt ein

Benchmarking aller Vermögensanlagen,

einschließlich Leistungs- und Kostenkontrolle

von Finanzdienstleistern. Im Zuge

dessen werden alle Zu- und Abflüsse,

einschließlich Steuerzahlungen, systematisch

erfasst. Obendrein erfolgt auch

eine Prüfung, ob alle Anlagegrenzen und

Kostenvereinbarungen eingehalten werden.

Der Vermögensbericht liefert neben

detaillierten Auswertungen auch die

Grundlage für die Analyse und Bewertung

aller Anlagen sowie die Risikosteuerung.

Der Familienunternehmer gewinnt

Klarheit darüber, ob die Vermögensverteilung

der Kapitalmarktentwicklung und

den vorhandenen Risiken optimal Rechnung

trägt.

Je nach Bedarf lassen sich die Auswertungen

individuell anpassen. Neben

der Gesamtbetrachtung des Vermögens

ist auch eine Zurechnung auf Personenebene

sinnvoll. So kann jedes Familienmitglied

nachvollziehen, welche Vermögenswerte

er oder sie auf sich vereint und

wie sie sich entwickeln. Die Aufstellungen

sind eine gute Grundlage zur Erstinformation

von Familienangehörigen,

um sie mit Vermögensfragen vertraut

zu machen. Gleichzeitig vereinfachen sie

den reibungslosen Vermögensübergang

auf die nächste Generation. Die Auswertungen

wappnen auch für Schicksalsschläge,

die hoffentlich nie eintreten werden.

Im Falle von Unfall, Krankheit oder

Tod ist die Familie des Firmeninhabers

besser informiert und deutlich schneller

handlungsfähig.

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Über den Autor

Das richtige Vorgehen

Dynamische Marktentwicklungen, komplexe

Produkte, ungeahnte Risiken:

Immer mehr Familienunternehmer stoßen

bei Anlageentscheidungen an ihre

Grenzen. Sie vertrauen in Vermögensfragen

verstärkt auf externe Expertise. So

können sie sich mit ganzer Kraft ihren

Kernkompetenzen und dem Tagesgeschäft

widmen. Ein professionelles Vermögensreporting

und -controlling ist ein

wichtiger Baustein für die Zusammenarbeit

mit spezialisierten Vermögensberatern

und Family Offices. Auf diese Weise

bleiben Vermögensinhaber stets auf dem

Laufenden und können ihren Beratern die

richtigen Fragen stellen.

Die Erstellung von Vermögensberichten

erfordert eine sorgfältige Planung

und Vorbereitung. Dabei sollten Familienunternehmer

auf die Unterstützung

kompetenter Partner zurückgreifen. Hierfür

kommen vorrangig erfahrene Family

Offices in Betracht, die alle Maßnahmen

unter Einbindung des Steuerberaters

koordinieren können. Der Vermögensinhaber

sollte einen Anbieter wählen, der

über hohe Kompetenzen in allen vorhandenen

Anlageklassen verfügt.

Ganz wichtig ist ein Set-up für die

Vermögensberichte, welches den persönlichen

Anforderungen gerecht wird (siehe

Ulrich Voss ist Mitglied der Geschäftsleitung

von Tresono Family Office und für den

Bereich Kapitalmarkt verantwortlich. Er

analysiert den Kapitalmarkt und angebotene

Produkte, um effiziente Anlagestrategien

für Großvermögen zu entwickeln.

Auswertungen nach Maß

1. Nicht zu allgemein: Jeder Vermögensinhaber

hat spezielle Anforderungen.

Gefragt sind individualisierbare Auswertungen,

die der Vermögensstruktur und

der Familiensituation Rechnung tragen.

Der praktische Nutzen sollte stets im Vordergrund

stehen.

2. Nicht zu viel: Nicht jede Kontobewegung

muss aufgezeigt werden. Entscheidend

ist ein aussagekräftiges Gesamtbild,

am besten mit Kurzübersicht. So können

auch unerfahrene Familienmitglieder die

wesentlichen Anlagen und ihrer Verteilung

schnell erfassen.

3. Nicht zu oft: In dynamischen Märkten

sind allzu enge Intervalle wenig hilfreich.

In vielen Fällen empfiehlt sich zunächst

ein halbjährlicher Turnus, der bei Bedarf

durch unterjährige Auswertungen ergänzt

wird. (Quelle: Tresono Family Office,

www.tresono.de)

Infokasten „Auswertungen nach Maß“).

Erfahrene Partner kennen die am Markt

verfügbaren Buchungs- und Reportingsysteme

und können gut einschätzen,

welches System optimal für den Mandanten

ist. Dies richtet sich zum Beispiel nach

der Vermögensstruktur, dem Vermögensumfang

und den Informationswünschen.

Der Nutzen von Vermögensberichten

liegt in der Regel weit oberhalb

der Kosten. Die Auswertungen bewahren

vor Schnellschüssen und fördern

gezielte Investitionsentscheidungen. Es

werden Möglichkeiten zur Optimierung

aufgezeigt, was ungeahnte Sparpotenziale

eröffnet. Obendrein können die

Aufstellungen auch einen vollständigen

Steuerbericht liefern, wodurch sich die

Steuerberatungskosten unter Umständen

deutlich senken lassen. Die anfallenden

Kosten variieren stark und hängen

vorrangig von der Vermögensgröße, der

Bandbreite der Anlagen und dem Turnus

der Berichte ab. Für ein voll umfängliches

Reporting und Controlling für ein Großvermögen

fallen Kosten in Höhe von 0,07

und 0,25 Prozent pro Jahr an.

Fazit: Firmeninhaber sollten das

Privatvermögen ebenso professionell

managen wie das eigene Unternehmen.

Schließlich sind die privaten Werte die

Früchte des herausfordernden unternehmerischen

Lebens. Ein professionelles

Vermögensreporting und -controlling

ist unerlässlich, um komplexe Vermögensentscheidungen

zu steuern und zu

bewerten. Eine laufende Auswertung

schafft Klarheit innerhalb der Familie und

gegenüber Dienstleistern. ó

17

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07937 Zeulenroda-Triebes, LACOS Computerservice

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Musikelektronik GmbH ó 08261

Schöneck, GK SOFTWARE AG ó 08262

Muldenhammer, IK Elektronik GmbH ó

08280 Aue, Curt Bauer GmbH ó 08301

Bad Schlema, Beautyspa Servicegesellschaft

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Fraureuth 3.011

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Chemnitz,

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Badtechnik Betriebs-GmbH

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Freiberg, Freiberg Instruments GmbH ó

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14776 Brandenburg an der Havel, RFT

kabel Brandenburg GmbH ó 14797 Kloster

Lehnin OT Rietz, Metallbau Windeck

GmbH ó 15378 Hennickendorf, Berolina

Metallspritztechnik Wesnigk GmbH ó

15745 Wildau, airkom Druckluft GmbH ó

15838 Am Mellensee OT Klausdorf, ETB

Electronic GmbH ó 16547 Birkenwerder,

domino-world ó 16547 Birkenwerder,

Körber & Körber GmbH Präzisionsmechanik

ó 16816 Neuruppin, ASL Automationssysteme

Leske GmbH ó 16928

Pritzwalk, Glatfelter Falkenhagen GmbH

ó 16928 Pritzwalk, ZWP Zahnradwerk

Pritzwalk GmbH ó 17419 Seebad Heringsdorf

OT Ahlbeck, Seetel Hotel GmbH &

Co. Betriebs-KG ó 18055 Rostock, Weiß-

Hotel GmbH - TRIHOTEL am Schweizer

Wald ó 18057 Rostock, Dr. Diestel GmbH

ó 18057 Rostock, Wockenfuß Hörakustik

ó 18119 Rostock-Warnemünde, Hotel

Hübner GmbH ó 18147 Rostock, Die Rostocker

Wurst- und Schinkenspezialitäten

GmbH ó 18184 Rostock-Roggentin,

Globus Handelshof St. Wendel GmbH

& Co. KG ó 18347 Ostseebad Dierhagen,

Strandhotel Dünenmeer GmbH & Co. KG

ó 18437 Stralsund, ITG Ingenieur- Tief

und Gleisbau GmbH ó 18437 Stralsund,

Rehaform GmbH & Co. KG ó 18439 Stralsund,

Uhlenhaus® Group ó 18442 Wendorf,

masson GmbH ó18569 Ummanz/

Rügen, Erlebnis-Bauernhof Kliewe ó

19057 Schwerin, Schoeller Allibert GmbH

ó 19061 Schwerin, PLANET IC GmbH ó

4.555 4.917

19258

Boizenburg,

Sweet

Tec GmbH ó

PLZ 2

22309 Hamburg, Friedrich

Karl Schroeder GmbH & Co. KG

ó 22949 Ammersbek, D+H Mechatronic

AG ó 23556 Lübeck, Mankenberg

GmbH ó 23617 Stockelsdorf, VisiConsult

X-ray Systems & Solutions GmbH ó

23923 Schönberg, PALMBERG Büroeinrichtung

+ Service GmbH ó 24103 Kiel,

knk Business Software AG ó 24105 Kiel,

Schlemmer-Markt Freund Lebensmittelmärkte

GmbH ó 24105 Kiel, UXMA

GmbH & Co. KG ó 24106 Kiel, macio

GmbH ó 24107 Kiel, NetUSE AG ó 24145

Kiel, EDUR-Pumpenfabrik Eduard Redlien

GmbH & Co. KG ó 24149 Kiel, Buchner &

Partner GmbH ó 24159 Kiel, Consist Software

Solutions GmbH ó 24222 Schwentinental,

Vater Holding GmbH ó 24223

Schwentinental, e-nema Gesellschaft für

Biotechnologie und biologischen Pflanzenschutz

mbH ó 25712 Buchholz/Dithmarschen,

REHA-HAUS Buchholz ó 26215

Wiefelstede, LAGER 3000 GmbH ó 27313

Dörverden, Heckmann Unternehmensgruppe

(Heckmann Maschinenbau und

Verfahrenstechnik GmbH) ó 27572 Bremerhaven,

H.-J. Fiedler Meeresdelikatessen

GmbH ó 27607 Geestland, ASTRO

Motorengesellschaft GmbH & Co. KG ó

27793 Wildeshausen, HERMES Systeme

GmbH ó 28199 Bremen, pb+ Ingenieurgruppe

AG ó 28259 Bremen, DINO

Maschinenbau GmbH ó 28277 Bremen,

Kardiologisch-Angiologische Praxis Herzzentrum

Bremen ó 28832 Achim, Vermessungs-

und Sachverständigenbüro

Dipl.-Ing. Uwe Ehrhorn ó

4.970

294 1 0

Salzwedel,

KRAIBURG Relastec

GmbH & Co. KG ó

29581 Bohlsen, Bohlsener

Mühle GmbH & Co. KG ó

PLZ 3

31008 Elze, Albert Fischer GmbH ó

31195 Lamspringe, Lammetal GmbH

Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen

ó 31319 Sehnde, Exportverpackung

Sehnde GmbH ó 32107 Bad Salzuflen,

Eifler Kunststoff-Technik GmbH & Co.

KG ó 32549 Bad Oeynhausen, DENIOS

AG ó 32549 Bad Oeynhausen, Kögel

Bau GmbH & Co. KG ó 33649 Bielefeld,

Goldbeck GmbH ó 34266 Niestetal, SMA

Solar Technology AG ó 34474 Diemelstadt,

Jäkel GmbH & Co. KG ó 34474 Diemelstadt,

Okel GmbH & Co. KG ó 34477

Twistetal-Berndorf, Mauser Sitzkultur

GmbH & Co. KG ó 34576 Homberg/Efze

Schott Orthopädie-Schuhtechnik GmbH

& Co. KG ó 35066 Frankenberg, FingerHaus

GmbH ó 35066 Frankenberg,

Neuschäfer Elektronik GmbH ó 35260

Stadtallendorf, elektroplan-schneider |

Ingenieurbüro für Elektrotechnik, Sicherheits-

und Informationstechnische Anlagen

GmbH ó 35274 Kirchhain, Marburger

Tapetenfabrik J.B. Schaefer GmbH &

Co. KG ó 35418 Buseck, Alexander Binzel

Schweisstechnik GmbH & Co. KG ó

35423 Lich, Network Concept GmbH ó

35683 Dillenburg, Wendel GmbH ó 35764

Sinn, Holzapfel Metallveredelung GmbH

ó 36039 Fulda, JUMO GmbH & Co. KG

ó36043 Fulda, Werner Schmid GmbH ó

36110 Schlitz, Lampenwelt GmbH ó 36132

Eiterfeld, b+m surface systems GmbH ó

36137 Großenlüder, LANGGROUP - Wilhelm

Lang GmbH & Co. KG ó 36163 Poppenhausen,

papperts GmbH & Co. KG

ó 36341 Lauterbach, DUO PLAST AG ó

19

PT-MAGAZIN 2/2020

Oskar-Patzelt-Stiftung

2009

2012

2014

2018

2019

2020


PT-MAGAZIN 2/2020

Oskar-Patzelt-Stiftung

20

37181 Hardegsen, HKS Sicherheitsservice

GmbH ó 37269 Eschwege, PRÄWEMA

Antriebstechnik GmbH ó 37351 Dingelstädt,

Krieger + Schramm GmbH & Co. KG

ó 37441 Bad Sachsa, Hotel Romantischer

Winkel - RoLigio® & Wellness Resort ó

38228 Salzgitter, Ingenieurbüro Zammit

GmbH ó 39108 Magdeburg, GETEC ENER-

GIE HOLDING GmbH ó 39116 Magdeburg,

B.T. innovation GmbH ó 39124 Magdeburg,

IFR Engineering GmbH ó 39126

Magdeburg, ALEXMENÜ GmbH & Co. KG

ó 39126 Magdeburg, DIEPA GmbH ó

39126 Magdeburg, SCHUBERTH GmbH ó

39128 Magdeburg, AKTUELL BAU GmbH

ó 39128 Magdeburg, Fliesen Ernst & Stieger

GmbH ó 39326 Colbitz OT Lindhorst,

Humanas Pflege GmbH & Co. KG ó 39539

Havelberg, Kiebitzberg® Gruppe ó 39576

Hansestadt Stendal, ZORN INSTRUMENTS

e.K. ó 39638 Gardelegen, ELDISY GmbH

ó 39638 Gardelegen, WIPAG Nord GmbH

& Co. KG ó

PLZ 4

40213 Düsseldorf, KFM Deutsche Mittelstand

AG ó 41468 Neuss, alnamic AG ó

45356 Essen, TRIMET ALUMINIUM SE ó

45881 Gelsenkirchen, NORRES Schlauchtechnik

GmbH ó 46325 Borken, NETGO

Unternehmensgruppe GmbH ó 46342

Velen, TEKA Absaug- u. Entsorgungstechnologie

GmbH ó 48619 Heek, Betonwerk

Büscher GmbH & Co. KG ó 48683 Ahaus-

Ottenstein, Terhalle Holzbau GmbH ó

48683 Ahaus, Unternehmensgruppe

Pietsch ó 48683 Ahaus, Wenker GmbH

& Co. KG ó 48691 Vreden, BETEBE GmbH

ó 48691 Vreden, Laudert GmbH + Co. KG

ó 48703 Stadtlohn, Heitkamp & Hülscher

GmbH & Co. KG ó 48712 Gescher-

Hochmoor, Ruthmann GmbH & Co. KG ó

48734 Reken, AS Drives & Services GmbH

ó 49134 Wallenhorst, PURPLAN GmbH

ó 49324 Melle, ASSMANN BÜROMÖ-

BEL GMBH & CO.KG ó 49439 Steinfeld

(Oldenburg), Müller-Technik GmbH ó

49439 Steinfeld, Nordic-Haus Blockhäuser

ó 49584 Fürstenau, cdVet Naturprodukte

GmbH ó 49584 Fürstenau, Richter

Möbelwerkstätten GmbH ó 49593 Bersenbrück,

Wurst Stahlbau GmbH ó

PLZ 5

51789 Lindlar, Lang AG ó 51789 Lindlar,

ONI-Wärmetrafo GmbH ó 52076 Aachen,

GRÜN Software AG ó 54552 Mehren,

apra-norm Elektromechanik GmbH ó

54570 Kalenborn-Scheuern, PREMO-

SYS GmbH ó 54576 Hillesheim, Bilstein

& Siekermann GmbH + Co. KG ó 54634

Bitburg, Bitburger Braugruppe GmbH ó

54687 Arzfeld, Zahnen Technik GmbH ó

55131 Mainz, Kistenpfennig AG ó 55234

Bechtolsheim, Weingut Ernst Bretz e.K.

ó 55569 Nussbaum, Hevert-Arzneimittel

GmbH & Co. KG ó 55597 Wöllstein,

JUWÖ POROTON- Werke Ernst Jungk

& Sohn GmbH ó 56170 Bendorf, AKO-

THERM GmbH ó 56170 Bendorf, Mathias

Normann Spedition GmbH & Co. KG

ó 56220 Urmitz, Colak GmbH ó 56253

Treis-Karden, Bauzentrum Röhrig GmbH

ó 56422 Wirges, Koch KG ó 56579 Rengsdorf,

monte mare Unternehmensgruppe

ó 56648 Saffig, Barmherzige Brüder

ó 56651 Niederzissen, Dr. Eckel Animal

Nutrition GmbH & Co. KG ó 56651 Niederzissen,

Reinhard Koll GmbH ó 56659

Burgbrohl, RHODIUS Mineralquellen und

Getränke GmbH & Co. KG ó 56659 Burgbrohl,

RHODIUS Schleifwerkzeuge GmbH

& Co. KG / Gebrüder Rhodius GmbH & Co.

KG ó 56745 Bell / Eifel, Heuft Unternehmensgruppe

ó 57439 Attendorn, AFK

Andreas Franke Kunststoffverarbeitung

GmbH & Co. KG ó 58566 Kierspe, Kunststofftechnik

Backhaus GmbH ó 58849

Herscheid, Wilhelm Schröder GmbH ó

59229 Ahlen, Metallwerke Renner GmbH

ó 59929 Brilon, EGGER Holzwerkstoffe

Brilon GmbH & Co. KG ó 59964 Medebach,

Ewers Strümpfe GmbH ó 59964

Medebach, Paul Köster GmbH ó

PLZ 6

63679 Schotten, Schottener Soziale

Dienste gGmbH ó 64385 Reichelsheim,

Jäger Direkt GmbH & Co. KG ó 64569

Nauheim, TKW Gebäudeservice GmbH

ó 64572 Büttelborn, Eichler-Kammerer

GmbH & Co. KG ó 64658 Fürth, P. + P.

Holzbau GmbH ó 65555 Limburg an der

Lahn, Blechwarenfabrik Limburg GmbH

ó 66129 Saarbrücken, URSAPHARM Arzneimittel

GmbH ó 66482 Zweibrücken,

EDEKA Ernst, Zweibrücken ó 66564

Ottweiler, Ottweiler Druckerei und Verlag

GmbH ó 66571 Eppelborn, Krämer

IT Solutions GmbH ó 66849 Landstuhl,

Haber Textile Dienste GmbH und Co. KG

ó 66877 Ramstein-Miesenbach, ABZ

Handels GmbH „Anschlagen- Bewegen-

Zurren“ ó 67059 Ludwigshafen, Fasihi

GmbH ó 67065 Ludwigshafen, Kübler

GmbH - Energiesparende Hallenheizungen

ó 67657 Kaiserslautern, Insiders

Technologies GmbH ó 67661 Kaiserslautern,

SAITOW AG ó 67685 Weilerbach,

pro alpha Business Solutions AG ó 69123

Heidelberg, C. Josef Lamy GmbH ó 69483

Wald-Michelbach, Jöst Abrasives GmbH

Premier-Finalist

2017

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PT-MAGAZIN 2/2020

PLZ 7

70435 Stuttgart, Kölle-Zoo GmbH ó 71634

Ludwigsburg, Zedler – Institut für Fahrradtechnik

und -Sicherheit GmbH ó 71672

Marbach, HAINBUCH GMBH SPANNENDE

TECHNIK ó 72072 Tübingen, AVAT Automation

GmbH ó 72074 Tübingen, Osiandersche

Buchhandlung GmbH ó 72348

Rosenfeld, SÜLZLE Holding GmbH & Co.

KG ó 73340 Amstetten, Metzgerei Nagel

ó 73525 Schwäbisch Gmünd, DELTA LOGIC

Automatisierungstechnik GmbH ó 74420

Oberrot, Fertighaus Weiss GmbH ó 74427

Fichtenberg, KW automotive GmbH ó

74523 Schwäbisch Hall, BERA GmbH ó

76135 Karlsruhe, b.i.g. gruppe management

gmbh ó 76275 Ettlingen, Autohaus

Stoppanski GmbH ó 76547 Sinzheim,

RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH ó

76661 Philippsburg, KHW World Wide

GmbH ó 76698 Ubstadt-Weiher, Michael

Koch GmbH ó 76761 Rülzheim, ITK Engineering

GmbH ó 77656 Offenburg, Peter

Huber Kältemaschinenbau AG ó 77933

Lahr / Schwarzwald, HANS FLEIG GmbH

ó78628 Rottweil, WSS AKTIV BERATEN

GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft

ó 79183 Waldkirch, Ganter Interior

GmbH ó 79219 Staufen, IKA-Werke

GmbH & Co. KG ó

PLZ 8

80805 München, Pixida GmbH ó 83626

Valley/Oberlaindern, OPED GmbH ó

84048 Mainburg, Bachner Elektro GmbH

& Co. KG ó 84079 Bruckberg, AGROLAB

GmbH ó 85080 Gaimersheim, ASAP

Holding GmbH ó 85104 Pförring, Pollin

Electronic GmbH ó 85774 Unterföhring,

M. Asam GmbH ó 86633 Neuburg a.d.

Donau, Maschinenringe Deutschland

GmbH ó 86720 Nördlingen, Gerlinger

Unternehmensgruppe, Gerlinger GmbH

& Co. KG ó 86987 Schwabsoien, Eirenschmalz

Maschinenbaumechanik und

Metallbau GmbH ó 87437 Kempten / Allgäu,

Sontheim Industrie Elektronik GmbH

ó 87663 Lengenwang, K&S Anlagenbau

GmbH ó 87746 Erkheim Bau-Fritz GmbH

& Co. KG ó 88079 Kressbronn, Steinhauser

GmbH ó 88271 Wilhelmsdorf, Zimmerei

Berthold Ott GmbH ó 88400 Biberach,

VOLLMER WERKE Maschinenfabrik GmbH

ó 89312 Günzburg, GÜNZBURGER STEIG-

TECHNIK GMBH ó

PLZ 9

90431 Nürnberg, HG Hans Geiger Formenbau

GmbH ó 90449 Nürnberg, iloxx

GmbH ó 90491 Nürnberg, Rödl & Partner

GbR ó 90768 Fürth, BRUDER Spielwaren

GmbH + Co. KG ó 91058 Erlangen-Tennenlohe,

Der Beck GmbH ó 91522 Ansbach,

OECHSLER AG ó 91710 Gunzenhausen,

Zweirad Gruber GmbH ó 91781

Weißenburg, Nifco KTW GmbH ó 93333

Neustadt a.d. Donau, Scheugenpflug AG

ó 93413 Cham, JR Unternehmensgruppe

ó 93413 Cham, K+B E-Tech GmbH & Co.

KG ó 93488 Schönthal, Max Heimerl

Bau GmbH ó 93495 Weiding, Rolladen

Braun GmbH & Co KG ó 94089 Neureichenau,

1. Bier und Wohlfühlhotel Gut

Riedelsbach GmbH & Co. KG ó 94118

Jandelsbrunn, Knaus Tabbert GmbH ó

94139 Breitenberg, Genießerbäckerei

Pilger ó 94315 Straubing, Strama-MPS

Maschinenbaugesellschaft mbH & Co.

KG ó 94330 Salching, Sturm Holding

GmbH ó 94363 Oberschneiding, schambeck

holding GmbH ó 94474 Vilshofen-

Sandbach, Fensterfabrik W. Niederhofer

GmbH ó 94481 Grafenau, AVS Römer

GmbH & Co. KG ó 94554 Moos, Arcobräu

Gräfliches Brauhaus GmbH & Co.KG

ó 95615 Marktredwitz, Hirsch KG ó

95615 Marktredwitz, SCHERDEL GmbH

ó 96052 Bamberg, Malzfabrik Mich.

Weyermann® GmbH & Co. KG ó 96487

Dörfles-Esbach, Bittner Werkzeugbau

GmbH ó 96515 Sonneberg, Elektro Sonneberg

eG ó 97080 Würzburg, va-Q-tec

AG ó 97285 Röttingen, eibe Produktion

+ Vertrieb GmbH & Co. KG ó 97499 Donnersdorf,

InnoSenT GmbH ó 97688 Bad

Kissingen, Heiligenfeld GmbH ó 97789

Oberleichtersbach, Hanse Haus GmbH &

Co. KG ó 98693 Ilmenau, IL Metronic Sensortechnik

GmbH ó 98716 Elgersburg, H.

Heinz Meßwiderstände GmbH ó 99189

Witterda, Heinemann Etiketten GmbH

ó 99510 Apolda, Dr. Schär Deutschland

GmbH ó 99887 Georgenthal, Thüros

GmbH ó 99947 Bad Langensalza, ADIB

Agrar- Dienstleistungs- Industrie- und

Baugesellschaft mbH ó 99974 Mühlhausen,

Federn Oßwald Fahrzeugteile &

Technischer Handel ó

Nominiert als „Premier-Kommune“

01900 Großröhrsdorf, Stadt Großröhrsdorf

ó 04420 Markranstädt, Stadt Markranstädt

ó 14943 Luckenwalde, Kreisverwaltung

Teltow-Fläming ó 48683 Ahaus,

Wirtschaftsförderungsgesellschaft für

den Kreis Borken mbH ó 55469 Simmern,

Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-

Kreis ó 56410 Montabaur, Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Westerwaldkreis

mbH ó 59229 Ahlen, WFG Wirtschaftsförderung

Ahlen mbH ó 74076 Heilbronn,

Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken

GmbH ó 74523 Schwäbisch Hall, Wirtschaftsförderungsgesellschaft

des Landkreises

Schwäbisch Hall mbH ó 85560

Ebersberg, Landratsamt Ebersberg ó

89537 Giengen an der Brenz, Große

Kreisstadt Giengen/Brenz ó 94559 Niederwinkling,

Gemeinde Niederwinkling

ó 95615 Marktredwitz, Große Kreisstadt

Marktredwitz ó 96047 Bamberg, Stadt

Bamberg - Wirtschaftsförderung ó

96052 Bamberg, Wirtschaftsförderung

Landkreis Bamberg ó

Alle

Vitalfunktionen

auf einen Blick.

Denn LED-Gehäuse und -Steuerungen der

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PT-MAGAZIN 2/2020

Oskar-Patzelt-Stiftung

22

Nominiert als „Premier-Bank“

02727 Ebersbach-Neugersdorf, Volksbank

Löbau-Zittau eG ó 02826 Görlitz,

Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien

eG ó 06108 Halle, Volksbank

Halle (Saale) eG ó 09648 Mittweida,

Volksbank Mittweida eG ó 10179 Berlin,

wallstreet:online capital AG - FondsDIS-

COUNT ó 41460 Neuss, Sparkasse Neuss

ó 42781 Haan, Stadt-Sparkasse Haan ó

56068 Koblenz, Sparkasse Koblenz ó

56068 Koblenz, Volksbank RheinAhrEifel

eG ó 56727 Mayen, Kreissparkasse

Mayen, Vorstandssekretariat ó 60327

Frankfurt am Main, FinTech Group AG ó

69412 Eberbach, Volksbank Neckartal eG

ó 70174 Stuttgart, Volksbank Stuttgart

eG ó 74219 Möckmühl, Volksbank Möckmühl

eG ó 77652 Offenburg, Volksbank

in der Ortenau eG ó 80333 München,

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich

Aktiengesellschaft Zweigniederlassung

Süddeutschland ó 97941 Tauberbischofsheim,

Sparkasse Tauberfranken ó

Nominiert als „Lebenswerk“

04938 Uebigau-Wahrenbrück, uesa

GmbH ó 31008 Elze, Albert Fischer GmbH

ó 44653 Herne, Stadt-Parfümerie Pieper

GmbH Parfümerie International ó

49624 Löningen, Remmers Baustofftechnik

GmbH ó

Nominiert als „Junge Wirtschaft“

10117 Berlin, i-potentials GmbH ó 14974

Ludwigsfelde OT Wietstock, Auto-Center-Lange

GmbH ó 35398 Gießen, Team

Simon GmbH & Co. KG ó 53424 Remagen,

e-bility GmbH Kumpan electric ó 59227

Ahlen, Clockin GmbH ó 65185 Wiesbaden,

“Stiftungsführer” Michel und Stich

GmbH ó 76131 Karlsruhe, IRES Infrarot

Energiesysteme GmbH ó 86368 Gersthofen,

Quantron AG ó 92224 Amberg, CHP

CustomHelp GmbH ó 95028 Hof, Vogler

Engineering GmbH ó 96052 Bamberg,

UG Systems GmbH & Co. KG ó 98693

Ilmenau, ifesca GmbH ó

Nominiert als „Bank des Jahres“

07743 Jena, Volksbank Saaletal e.G. ó

09599 Freiberg, Sparkasse Mittelsachsen

ó 22177 Hamburg, Hanseatic Bank

GmbH & Co. KG ó 28195 Bremen, Die

Sparkasse Bremen AG ó 29410 Salzwedel,

Sparkasse Altmark West ó 32052

Herford, Sparkasse Herford ó 33034 Brakel,

Sparkasse Höxter ó 33154 Salzkotten,

Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten

eG ó 33605 Bielefeld, Sparkasse Bielefeld

ó 34613 Schwalmstadt, Stadtsparkasse

Schwalmstadt ó 40212 Düsseldorf,

Stadtsparkasse Düsseldorf ó 41061

Mönchengladbach, Stadtsparkasse Mönchengladbach

ó 41460 Neuss, Volksbank

Düsseldorf Neuss eG ó 42651 Solingen,

Stadt-Sparkasse Solingen ó 44137 Dortmund,

Dortmunder Volksbank ó 44137

Dortmund, Sparkasse Dortmund ó 44359

Dortmund, Volksbank Dortmund-Nordwest

eG ó 44787 Bochum, Sparkasse

Bochum ó 45127 Essen, Sparkasse Essen

ó 45468 Mülheim an der Ruhr, Sparkasse

Mülheim an der Ruhr ó 45525 Hattingen,

Sparkasse Hattingen ó 45549 Sprockhövel,

Sparkasse Sprockhövel ó 45549

Sprockhövel, Volksbank Sprochkhövel eG

ó 45894 Gelsenkirchen, Volksbank Ruhr

Mitte eG ó 45964 Gladbeck, Sparkasse

Gladbeck ó 46045 Oberhausen, Stadtsparkasse

Oberhausen ó 47051 Duisburg,

Sparkasse Duisburg ó 47441 Moers, Sparkasse

am Niederrhein ó 47798 Krefeld,

Sparkasse Krefeld ó 48151 Münster, Sparkasse

Münsterland Ost ó 48268 Greven,

Volksbank Greven eG ó 49477 Ibbenbüren,

Kreissparkasse Steinfurt ó 50667

Köln, Kreissparkasse Köln ó 50667 Köln,

Sparkasse KölnBonn ó 51373 Leverkusen,

Sparkasse Leverkusen ó 52062 Aachen,

Sparkasse Aachen ó 52349 Düren, Sparkasse

Düren ó 53123 Bonn, VR-Bank Bonn

eG ó53175 Bonn, Volksbank Köln Bonn eG

ó 54550 Daun, Kreissparkasse Vulkaneifel

ó 54634 Bitburg, Volksbank Eifel eG

ó 56410 Montabaur, Westerwald Bank

eG Volks und Raiffeisenbank ó 56470

Bad Marienberg, Sparkasse Westerwald-

Sieg ó 56759 Kaisersesch, Raiffeisenbank

Eifeltor eG ó 57072 Siegen, Sparkasse

Siegen ó 57299 Burbach, Sparkasse Burbach-Neunkirchen

ó 57319 Bad Berleburg,

Sparkasse Wittgenstein ó 57439 Attendorn,

Sparkasse Attendorn Lennestadt

Kirchhundem ó 57462 Olpe, Sparkasse

Olpe-Drolshagen-Wenden ó 57462 Olpe,

Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen

eG ó 58095 Hagen, Sparkasse Hagen-

Herdecke ó 58256 Ennepetal, Sparkasse

Ennepetal-Breckerfeld ó 58285 Gevelsberg,

Sparkasse Gevelsberg-Wetter (Ruhr)

ó 58511 Lüdenscheid, Sparkasse Lüdenscheid

ó 58675 Hemer, Sparkasse Märkisches

Sauerland Hemer - Menden ó

58840 Plettenberg, Vereinigte Sparkasse

im Märkischen Kreis ó 59065 Hamm,

Sparkasse Hamm ó 59192 Bergkamen,

Sparkasse Bergkamen-Bönen ó 59269

Beckum, Sparkasse Beckum-Wadersloh

ó 59494 Soest, Sparkasse SoestWerl ó

59872 Meschede, Sparkasse Mitten im

Sauerland ó 59929 Brilon, Sparkasse

Hochsauerland ó 60323 Frankfurt, mwb

Wertpapierhandelsbank AG ó 60329

Frankfurt am Main, BankM - Repräsentanz

der flatex Bank AG ó 65185 Wiesbaden,

Nassauische Sparkasse NASPA ó

67059 Ludwigshafen, Sparkasse Vorderpfalz

ó 67098 Bad Dürkheim, Sparkasse

Rhein-Haardt ó 68159 Mannheim, Spar-

kasse Rhein Neckar Nord ó 69115 Heidelberg,

Sparkasse Heidelberg ó 69168

Wiesloch, Volksbank Kraichgau eG ó

70178 Stuttgart, SÜDWESTBANK AG ó

70435 Stuttgart, Volksbank Zuffenhausen

eG ó 71522 Backnang, Volksbank

Backnang eG ó 71665 Vaihingen/Enz,

Enztalbank ó 71717 Beilstein, Volksbank

Beilstein ó 73525 Schwäbisch Gmünd,

Kreissparkasse Ostalb ó 74072 Heilbronn,

Hoerner Bank Aktiengesellschaft

ó 74072 Heilbronn, Kreissparkasse Heilbronn

ó 74072 Heilbronn, Volksbank

Heilbronn eG ó 74182 Obersulm, Volksbank

Sulmtal eG ó 74379 Ingersheim,

VR-Bank Neckar-Enz eG ó 74532 Ilshofen,

Sparkasse Schwäbisch Hall Crailsheim ó

74613 Öhringen, Volksbank Hohenlohe

eG ó 74653 Ingelfingen, Raiffeisenbank

Hohenloher Land eG ó 74653 Künzelsau,

Sparkasse Hohenlohekreis ó 75172 Pforzheim,

Sparkasse Pforzheim Calw ó 76133

Karlsruhe, Sparkasse Karlsruhe ó 76437

Rastatt, Sparkasse Rastatt-Gernsbach

ó76646 Bruchsal, Sparkasse Kraichgau

ó 76870 Kandel, Sparkasse Germersheim-Kandel

ó 80687 München, Deutsche

Handelsbank AG ó 85716 Unterschleißheim,

Baader Bank AG ó 88213

Ravensburg, Kreissparkasse Ravensburg

ó 88214 Ravensburg, VR Bank Ravensburg-Weingarten

eG ó 90443 Nürnberg,

Oberbank AG, Geschäftsbereich Deutschland

Mitte ó 94405 Landau, Teba Kreditbank

GmbH & Co. KG ó 94405 Landau,

VR Bank Landau-Mengkofen eG ó 95326

Kulmbach, Sparkasse Kulmbach-Kronach

ó 96050 Bamberg, Sparkasse Bamberg

ó 97437 Haßfurt, Sparkasse Schweinfurt-

Haßberge (Haßfurt) ó 97688 Bad Kissingen,

Sparkasse Bad Kissingen ó 97688

Bad Kissingen, Volksbank Raiffeisenbank

Bad Kissingen-Bad Brückenau eG ó

Nominiert als „Kommune des Jahres“

01968 Senftenberg, Landkreis Oberspreewald-Lausitz

ó 02826 Görlitz, Landkreis

Görlitz ó 02943 Boxberg/O.L., Gemeindeverwaltung

Boxberg/O.L ó 02953

Bad Muskau, Entwicklungsgesellschaft

Niederschlesische Oberlausitz mbH ó

03205 Calau, Stadt Calau ó 07743 Jena,

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena

mbH ó 09366 Stollberg, Stadt Stollberg /

Erzgeb. ó 09648 Mittweida, Große Kreisstadt

Mittweida ó 09669 Frankenberg/

Sa., Stadt Frankenberg/Sachsen ó 15907

Lübben, Landkreis Dahme-Spreewald

ó 27607 Geestland, Stadt Geestland ó

28195 Bremen, WFB Wirtschaftsförderung

Bremen GmbH ó 48369 Saerbeck,

Gemeinde Saerbeck ó 48431 Rheine,

Stadt Rheine ó 51789 Lindlar, Gemeinde

Lindlar ó 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler,

Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ó 54290


Trier, Landkreis Trier-Saarburg Kreisverwaltung

ó 54497 Morbach, Gemeindeverwaltung

Morbach ó 54516 Wittlich,

Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich ó

54550 Daun, Landkreis Vulkaneifel Kreisverwaltung

ó 54550 Daun, Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Vulkaneifel mbH

ó55286 Wörrstadt, Verbandsgemeinde

Wörrstadt ó 56068 Koblenz, Kreisverwaltung

Mayen-Koblenz ó 56626 Andernach,

Stadt Andernach ó 56727 Mayen, Stadt

Mayen ó 56812 Cochem, Kreisverwaltung

Cochem-Zell ó63739 Aschaffenburg,

Stadt Aschaffenburg ó 64625 Bensheim,

Marketing- und Entwicklungs- Gesellschaft

Bensheim mbH ó 64646 Heppenheim,

Wirtschaftsförderung Bergstraße

GmbH ó 66953 Pirmasens, Stadt Pirmasens

ó 71672 Marbach, Stadt Marbach

am Neckar ó 71717 Beilstein, Stadt Beilstein

ó 71723 Großbottwar, Stadt Großbottwar

ó 72070 Tübingen, Universitätsstadt

Tübingen ó 72458 Albstadt,

Stadt Albstadt ó 73240 Wendlingen am

Neckar, Stadt Wendlingen am Neckar ó

73525 Schwäbisch Gmünd, Große Kreisstadt

Schwäbisch Gmünd ó 74072 Heilbronn,

Heilbronn Marketing GmbH ó

74196 Neuenstadt am Kocher, Stadt Neuenstadt

am Kocher ó 74199 Untergruppenbach,

Gemeinde Untergruppenbach

ó 74211 Leingarten, Gemeinde Leingarten

ó 74238 Krautheim, Stadt Krautheim

ó 74243 Langenbrettach, Gemeindeverwaltung

Langenbrettach ó 74251 Lehrensteinsfeld,

Gemeinde Lehrensteinsfeld

ó 74254 Offenau, Gemeinde Offenau

ó 74255 Roigheim, Gemeinde Roigheim

ó 74321 Bietigheim-Bissingen, Stadt

Bietigheim-Bissingen ó 74336 Brackenheim,

Stadt Brackenheim ó 74360 Ilsfeld,

Gemeinde Ilsfeld ó 74391 Erligheim,

Stadt Erligheim ó 74423 Obersontheim,

Gemeinde Obersontheim ó 74426 Bühlerzell,

Gemeinde Bühlerzell ó 74541 Vellberg,

Stadt Vellberg ó 74544 Michelbach

an der Bilz, Gemeinde Michelbach an der

Bilz ó 74595 Langenburg, Stadt Langenburg

ó 74613 Öhringen, Große Kreisstadt

Öhringen ó 74632 Neuenstein (Hohenlohe),

Stadt Neuenstein (Hohenlohe) ó

74638 Waldenburg, Stadt Waldenburg ó

74670 Forchtenberg, Stadt Forchtenberg

ó 74679 Weißbach, Gemeinde Weißbach

ó 76124 Karlsruhe, Wirtschaftsförderung

Stadt Karlsruhe ó 77652 Offenburg,

Stadt Offenburg (Historisches Rathaus)

ó 81541 München, Landkreis München ó

82319 Starnberg, Landkreis Starnberg ó

82362 Weilheim, Stadt Weilheim i. Oberbayern

ó 82418 Murnau a. Staffelsee,

Wirtschaftsförderung Murnau ó 82538

Geretsried, Stadt Geretsried ó 84453

Mühldorf am Inn, Landkreis Mühldorf

am Inn ó 87435 Kempten, Stadt Kempten

(Allgäu) ó 87600 Kaufbeuren, Stadt

Kaufbeuren ó 91710 Gunzenhausen,

Stadt Gunzenhausen ó 93047 Regensburg,

Stadt Regensburg ó 94116 Hutthurm,

Markt Hutthurm ó 94363 Oberschneiding,

Gemeinde Oberschneiding ó

94424 Arnstorf, Markt Arnstorf ó 95028

Hof, Wirtschaftsregion Hochfranken e.V.

ó 95326 Kulmbach, Stadt Kulmbach ó

95679 Waldershof, Stadt Waldershof

ó 96317 Kronach, Landkreis Kronach

ó 97070 Würzburg, Stadt Würzburg ó

97421 Schweinfurt, Stadt Schweinfurt ó

97437 Haßfurt, Landkreis Haßberge ó

97616 Bad Neustadt a.d.Saale, Stadt Bad

Neustadt a.d. Saale ó 97688 Bad Kissingen,

Landkreis Bad Kissingen ó 99867

Gotha, Stadt Gotha ó

23

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Das Geheimnis

KOLUMNE

Was unterscheidet den Mittelstand vom

Rest der Welt? Wie tickt er anders? Was ist

sein Geheimnis? Unternehmen und Unternehmer

sind eine Einheit. Das klingt trivial.

Aber es ist nicht trivial. In vielen Großunternehmen

und staatlichen Institutionen

sind die Menschen und ihr Werk oft nur

eine Zweckgemeinschaft.

Mittelständler müssen träumen

können und den Mut zur Idee aufbringen.

Es erfordert nur Phantasie, sich die

Welt anders vorzustellen, als sie heute

ist. Aber es erfordert Mut, sie durch

eigene Ideen mit eigenen Aktivitäten

auf eigenes Risiko zu verändern. Wer

diese innere Unabhängigkeit von klein

auf gelernt und trainiert hat, der kann

ein Lebenswerk aufbauen. Erst kommt

die Vision. Dann kommt der Alltag. Und

dann vielleicht der Erfolg. Nie geht alles

glatt. Krisen, Rückschläge und Niederlagen

gehören zum Erfolg wie der Wechsel

der Jahreszeiten zur sich immer wieder

erneuernden Natur.

Und gerade deshalb braucht es den

Mut zum Träumen. Das ist eine Gabe.

Seien Sie stolz darauf, zu träumen, zu

erfinden, umzusetzen. Lassen Sie sich

durch die tägliche Mediendosis Besorgnis

und Krisenangst nicht mutlos machen.

Sie geben doch nicht auf. Sie doch nicht!

Im Gegenteil: Atmen Sie tief durch. Und

dann auf ein Neues!

Vor über 25 Jahren haben wir angefangen,

mit dem Wettbewerb „Großer

Preis des Mittelstandes“ Achtung und

Anerkennung für den unternehmerischen

Mittelstand zu zelebrieren. Keiner

konnte damals wissen, was alles passieren

wird und wohin der Weg führen

würde. Inzwischen ist ein Netzwerk der

Besten mit 18.000 Unternehmen entstanden.

Darin liegt Stärke, Innovation,

Zusammenhalt, Zukunftsoptimismus,

Veränderungsfreude.

Wir schaffen unsere Zukunft selbst.

Es geht nicht darum, Hürden und Hindernisse

zu vermeiden, sondern es geht

darum, sie zu überwinden, an ihnen zu

wachsen, Fähigkeiten zu trainieren, besser

zu werden. Besser als wir es gestern

waren. An den Widerständen reifen

unsere Ideen und Gedanken. Die Auseinandersetzung

mit der Wirklichkeit

schleift unsere Visionen zu Diamanten

des Lebens.

In jedem einzelnen Mittelständler

lodert diese schöpferische Flamme und

treibt Ideen und Tatkraft an. Sie ist das

Geheimnis. Man muss es hüten, pflegen

und erhalten. So wie unsere Vorfahren

vor 300.000 Jahren lernten, das Feuer der

Natur zu bändigen, genauso bändigen

wir das Feuer der Inspiration, der Tatkraft

und der Vorfreude auf Erfolg. So entfalten

wir seine Kraft. Das ist das Geheimnis

unseres Erfolgs.

Ihre Petra Tröger

27

PT-MAGAZIN 2/2020

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Firma verkaufen,

aber richtig!

PT-MAGAZIN 2/2020

Familieninterne Nachfolgen verlieren im Mittelstand an Bedeutung. Immer

mehr Inhaber favorisieren einen Firmenverkauf. Dabei sollten sie nicht

nur an die Transaktion denken, sondern unbedingt auch an die Zeit danach.

Wirtschaft

30

Viele mittelständische Unternehmen

stehen vor einem Generationswechsel.

Dabei nimmt die Vorliebe

für familieninterne Nachfolgen deutlich

ab, wie aktuelle Erhebungen der Kreditanstalt

für Wiederaufbau (KfW) zeigen.

Während vor zwei Jahren noch 54 Prozent

der Firmeninhaber ihr Unternehmen an

einen Familienangehörigen übergeben

wollten, sind es heute nur noch 44 Prozent.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Altinhaber,

die sich einen externen Käufer

vorstellen können, von 42 Prozent auf 50

Prozent. Damit liebäugelt heutzutage

jeder zweite Firmenlenker mit einem

Verkauf an Dritte. Dazu trägt nicht nur

eine geringere Zahl von nachfolgewilligen

Angehörigen bei, sondern auch an

eine wachsende Zahl von Investoren.

Der Zeitpunkt für einen Firmenverkauf

war noch nie so günstig. Viele private

und institutionelle Investoren verfügen

über hohe Geldreserven und suchen

verstärkt nach lohnenden Investitionen

abseits der Kapitalmärkte. Als besonders

attraktiv gelten mittelständische

Unternehmen. Denn sie verfügen über

ein etabliertes Geschäftsmodell, das sich

am Markt bewährt hat, und weisen oft

eine gute Ertragskraft auf. Der „German

Mittelstand“ gilt auch international als

Erfolgsmodell, was viele ausländische

Investoren auf den Plan ruft.

Generationswechsel geglückt!

Das Unternehmen Lager 3000 GmbH

bleibt in Familienhand.

Verkaufsprozess systematisch

angehen

Während immer mehr Altinhaber einen

Firmenverkauf an externe Käufer in

Betracht ziehen, lauern gleichzeitig in

der Umsetzung viele Fallstricke. Der

Unternehmensverkauf ist ein komplexes

Unterfangen. Nur wer vorausschauend

handelt, kann alle Gestaltungsmöglichkeiten

vorteilhaft nutzen und optimale

Verkaufsbedingungen schaffen. Es empfiehlt

sich ein Zeithorizont von mindestens

sechs Monaten für die Klärung von

strategischen Fragen, um dann gezielt

und schrittweise alle Aktivitäten anzugehen.

Gründer Heinz Riemer mit

Sohn Oliver Riemer

Gerade die Veräußerung an Externe

erfordert eine besonders gründliche Planung

und Abwicklung. Unerlässlich ist

die gezielte Unterstützung durch ein

erfahrenes Expertenteam. Dazu kann

neben steuerlichen und rechtlichen

Beratern auch ein unabhängiger Family

Office Berater zählen, der besonders die

© LAGER 3000

Zeit nach der unternehmerischen Tätigkeit

und alle persönlichen Folgewirkungen

im Blick hat. Schließlich markiert

die Transaktion gleichzeitig auch den

Eintritt in eine neue Lebensphase. Viele

Entscheidungen wirken weit über den

Firmenverkauf hinaus und lassen sich im

Nachhinein nicht mehr korrigieren. Des-


Über die Autorin

PT-MAGAZIN 2/2020

halb sollten die Anlagestrategie und die

Strukturen für die Zeit danach Bausteine

der Verkaufsvorbereitungen sein.

Von zentraler Bedeutung ist die

Frage, wie der Rückzug des Firmeninhabers

vonstattengehen soll. Denkbar ist

neben einer vollständigen auch eine stufenweise

Beendigung der Unternehmertätigkeit.

Zudem kann der Altinhaber sein

Know-how als Berater oder Gremienmitglied

einbringen. Jedes Gestaltungsmodell

hat unterschiedliche Auswirkungen

auf die Art der Unternehmensführung

und die Vermögensverhältnisse, was

vorab zu bedenken ist.

Ganz wichtig: vor Eintritt in den aktiven

Verkaufsprozess sollte das Unternehmen

„verkaufstauglich“ gemacht werden.

Mit Blick auf Kaufinteressenten sind die

Strukturen, Organisationsabläufe und

Entscheidungsprozesse zu hinterfragen

und gezielt zu optimieren. Je besser dies

gelingt, desto leichter und erfolgreicher

verläuft der eigentliche Verkauf.

An die Zeit danach denken

Mit dem Firmenverkauf verlässt ein

Mittelständler gewohntes Terrain. Das

eigene Unternehmen war der zentrale

Vermögensbaustein, den er in- und auswendig

kannte. Er konnte die Faktoren

des Geschäftserfolges gut einschätzen

und gezielt beeinflussen. Mit dem Firmenverkauf

entsteht eine völlig neue

Situation. Der Verkaufserlös will gut

angelegt sein, um Rendite zu erzielen

und den Lebensunterhalt für die Unternehmerfamilie

langfristig zu sichern. Vorher

waren private Investments zum Beispiel

am Kapitalmarkt häufig eine eher

ungeliebte Nebensache. Nach dem Verkauf

werden sie mit dem Druck zur Wiederanlage

des Verkaufserlöses zur Hauptsache.

Die Konsequenz: Angestammte

Strukturen in der Vermögensanlage und

-verwaltung gehören auf den Prüfstand.

Das deutlich gestiegene Anlagevolumen

erfordert meist eine komplette Neuausrichtung

der privaten Finanzen. In Zeiten

von Niedrig- und Negativzinsen ist

schon die „Erstversorgung“ hoher Geldsummen

eine Herausforderung. Kontoeröffnungen

erfordern aufgrund komplexer

Geldwäschevorschriften und bankinterner

Regelungen heutzutage viel Zeit und

Geduld. Zudem ist bei der Bankenwahl

Weitblick gefragt. Von zentraler Bedeutung

sind insbesondere Bonität und

Rating sowie später benötigte Leistungen

wie ein globales Filialnetz, eine leistungsstarke

Vermögensverwaltung oder

Finanzierungsmöglichkeiten. Erfahrene

Berater unterstützen bei der Dienstleisterwahl

und bewahren vor Schnellschüssen.

Firmeninhaber sollten ihre Anlagestrategie

und die dafür notwendigen

Strukturen frühzeitig entwickeln. Schließlich

ist der Firmenverkauf ein langwieriger,

meist kräftezehrender Prozess. Während

sich der Inhaber mit Abschluss der

Transaktion nach Ruhe sehnt, umgarnen

ihn oft viele Vermögensberater mit Anlagetipps.

Gut, wer vorgesorgt hat: Family

Offices entwickeln mit dem Firmeninhaber

frühzeitig ein maßgeschneidertes

Konzept und steuern dann alle Aktivitäten

im Sinne des Vermögensinhabers.

Bei Mittelständlern existiert oft

keine klare Grenze zwischen Geschäftsund

Privatleben. Umso wichtiger ist es,

alle Handlungsoptionen und Konsequenzen

mit der Familie zu besprechen.

So erhalten Firmeninhaber eine breite

Rückendeckung und haben das Wohl der

Angehörigen im Blick (siehe Infokasten

„Abstimmung im Familienkreis“).

Fazit:

Firmeninhaber benötigen eine passende

Investmentstrategie für die Zeit nach dem

Unternehmensverkauf. Sie entsteht am

besten schon im Rahmen der Verkaufsvorbereitung.

So gewinnt der Altinhaber

Klarheit über seine neue Lebensphase

und die finanziellen Rahmenbedingungen.

Überdies lässt eine Zielstruktur zur

Vermögensanlage auch Rückschlüsse zu,

welches Gestaltungsmodell für den Firmenverkauf

optimal ist. ó

Angela Müller-Valkyser ist Mitglied der

Geschäftsleitung von Tresono Family

Office und verantwortlich für den Bereich

„Family Office“. Sie analysiert Investmentangebote

über alle Vermögensklassen

und begleitet die langfristige Vermögenssicherung,

insbesondere für Unternehmerfamilien.

Abstimmung im Familienkreis

1. Gemeinsam diskutieren: Einzelentscheidungen

sind fehl am Platz.

Inhaber sollten ihre Familie bei

einem angedachten Firmenverkauf

sehr frühzeitig einbeziehen. Das

Geschäfts- und Privatleben ist kaum

voneinander zu trennen. Es ergeben

sich oft weitreichende Wechselwirkungen

für die ganze Unternehmerfamilie,

rational und emotional.

2. Nachwuchs einbinden: Viele junge

Familienmitglieder verfolgen ihren

eigenen Lebensweg, womöglich

auch im Ausland. Nichtsdestotrotz

sollte der Nachwuchs rechtszeitig

für Vermögensthemen sensibilisiert

werden. Dies stärkt nicht nur

den Familienzusammenhalt. Idealerweise

kann der Nachwuchs sukzessive

in die Vermögensverwaltung

hineinwachsen.

3. Folgen bedenken: Die Unternehmerfamilie

wird auch nach dem

Ausstieg mit der Firma in Verbindung

gebracht. Dazu trägt bei, dass

der Familienname meist Teil der

Firmierung ist. Kommt es zu Standortschließungen

oder Entlassungswellen,

wird die Familie mit diesen

Entwicklungen konfrontiert. Ist die

Unternehmerfamilie am Firmensitz

gesellschaftlich stark verwurzelt,

kann es auch zu Anfeindungen kommen.

(Quelle: Tresono Family Office,

www.tresono.de)

31

Wirtschaft


Keine Angst mehr vor der Rezession

Robotic Process Automation (RPA)

macht Unternehmen krisensicherer

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

32

Eine klare Aussage, wann eine Rezession

tatsächlich stattfindet, kann

seriös kaum getroffen werden. Aber

allein der Gedanke an eine schwächelnde

Konjunktur treibt dem einen oder anderen

Geschäftsführer Schweißperlen auf

die Stirn. Denn ein Konjunkturrückgang

hat direkte Konsequenzen für die Unternehmen,

vom kleinen und mittelständischen

Betrieb bis zum Großkonzern. Der

spürbare Nachfragerückgang zwingt

viele Unternehmen, Geld zu sparen und

die Produktivität zu drosseln mit dem

Ergebnis, dass Überstunden abgebaut,

Kurzarbeit eingeführt, Mitarbeiter entlassen

und - wenn es ganz schlecht läuft

– Insolvenz angemeldet werden muss.

Keine Angst mehr vor der Rezession

Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz

(KI) speziell Robotic Process Automation

(RPA) oder Cognitive Process

Automation (CPA) haben das Potential,

Unternehmen die Angst vor einer Rezession

zu nehmen. Denn sie sind in der Lage,

Kosten zu senken, Organisationen produktiver

zu machen und den Geschäftsbetrieb

auch in schlechten Zeiten aufrecht

zu erhalten. RPA in Verbindung

mit Process Mining sind beispielsweise

Ansätze, um durch Effizienz, Exzellenz

und digitale Transformation jegliche

Konjunkturschwäche zu überstehen und

wie auch immer geartete personelle Engpässe

zu überbrücken. Prozesse in den

Bereichen Rechnungswesen/Controlling,

Steuern, Personal, Supply Chain Management,

Vertrieb und Kundendienst bieten

dabei ein besonders hohes Potential zur

Automatisierung.

Je effizienter, desto krisensicherer

Ein professionelles Process Mining

ermöglicht es, das Automatisierungspotential

in jeder Unternehmensstruktur zu

identifizieren und effektiv auszunutzen.

Durch den Einsatz von RPA sparen Unternehmen

materielle und personelle Ressourcen

und steigern gleichzeitig die Effizienz

der Unternehmensabläufe. Dies ist

besonders im Angesicht einer nahenden

Rezession von Bedeutung. Denn je effizienter

ein Unternehmen agiert, desto

sicherer ist die Marktposition in rezessiven

Zeiten. Immer mehr Unternehmen

setzen daher Tools wie RPA und dessen

KI-fähige Geschwister, Cognitive Process

Automation (CPA) und Intelligent Process

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Automation (IPA) ein, um die Bearbeitungszeiten

zu beschleunigen, die Datenbasis

zu verbreitern, die Datenqualität zu

verbessern und das operationelle Risiko

zu reduzieren. Generell helfen diese Technologien,

Kundenpräferenzen zu verstehen

und Geschäftsprozesse zu optimieren.

Prozess- und kostenoptimierte

Organisationen brauchen keine Mitarbeiter

zu entlassen, sondern umschiffen

auch in schweren Zeiten jede Klippe. Und

mit genügend zugrundeliegenden Daten

– gewonnen durch KI-Tools - können sogar

- Mitnahmestapler

- Schwertransporte

- Kranservice

- Einbringservice

- Maschinenumzüge

- Logistiklösungen

- Inhouseservice

- Lagerung

- Logistik, Lagerung und

Transport von Schüttgütern

Preisträger 2010 „Großer Preis des Mittelstandes“


Krisen vorhergesagt werden, die durch

die dann möglichen präventiven Maßnahmen

ihren Schrecken verlieren.

Mit RPA und CPA negative

Entwicklungen rechtzeitig erkennen

Intelligente Software-Roboter können

aber noch mehr als nur Prozesse zu automatisieren

und unter Kosten- und Ressourcen-Gesichtspunkten

zu optimieren.

Sie kennen den Bearbeitungsgrad eines

jeden Prozesses und erkennen selbstständig

die Nichteinhaltung von Key

Performance Indikatoren, Service Level

Agreements, Compliance Richtlinien und

können bei negativen Abläufen und Anomalien

in Prozessen gegensteuern, indem

sie geeignete Maßnahmen einleiten oder

den Verantwortlichen Handlungsoptionen

aufzeigen. Dadurch sorgen sie auch

für eine kontinuierliche Optimierung der

gesamten Unternehmensstruktur.

Funktionsfähigkeit auch bei verringertem

Personalstand gewährleistet

Natürlich kann es in rezessiven Zeiten

vorkommen, dass Unternehmen ihren

Personalstand verringern müssen, weil

sie Arbeitnehmer wegen betrieblicher

Erfordernisse – z. B. wegen Auftragsrückgang

- in ihrem Betrieb nicht weiter

beschäftigen können. Das muss aber

nicht zwangsläufig zu Produktions- bzw.

Leistungseinbußen oder sogar zum Ende

des Betriebs führen. Eine Vielzahl von

Aufgaben können auch von Software-

Robotern übernommen werden, um die

Funktionsfähigkeit des Betriebs auch bei

verringertem Personalstand zu gewährleisten.

Bestellprozesse automatisieren

Beispielsweise lässt sich das Bearbeiten

von Kundenbestellungen mithilfe

von RPA automatisieren. In der Regel

handelt es sich bei einem Bestellprozess

um einen standardisierten Vorgang,

der das Versenden einer Bestellbestätigung,

einer Zahlungsaufforderung, das

Drucken eines Lieferscheins, das Erstellen

der Rechnung sowie deren Versand

an den Kunden beinhaltet. Mittels RPA

lassen sich die einzelnen Schritte einfach

und schnell automatisieren. Zudem

kann der Software-Roboter den aktuellen

Lagerbestand anpassen, sodass ˘

33

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft


PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

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automatisch Nachbestellungen initiiert

werden. Weiterhin lassen sich die

logistischen Abläufe durch intelligente

Lagersysteme optimieren.

Lohnbuchhaltung im Griff

Im Bereich der Lohnbuchhaltung können

Software-Roboter Änderungen an

den Stammdaten, von Lohnsteuerklassen

oder Freibeträgen übernehmen. ˘

Auch die Übertragung von Daten aus

den Zeitmanagementsystemen kann

mit Hilfe von RPA optimiert und automatisiert

werden. Im Bereich der Reisekostenabrechnung

kann der Bot die

Reisekosten in das Buchungssystem

übernehmen und sämtliche Daten auf

Vollständigkeit, Konsistenz und Plausibilität

überprüfen.

Grundfunktionen des Unternehmens

nicht gefährdet

Bots können zur Analyse der eingehenden

Kundenbeschwerden genutzt

werden und das aktuelle Beschwerdeaufkommen

auswerten. Intelligente

Chatbots können sogar bis zu einem

gewissen Grad die Kundenkommunikation

im Support übernehmen. Alle standardisierten

Prozesse, die mit einem

hohen administrativen Aufwand verbunden

sind, können durch einen Bot

erledigt werden. Sind Unternehmen

also gezwungen, aus unterschiedlichen

Gründen Mitarbeiter zu entlassen,

ist der Geschäftsbetrieb sicherlich nicht

mehr optimal organisiert. Eine Gefährdung

der operativen Grundfunktionen

ist durch den Einsatz von Bots allerdings

nicht zwangsläufig damit verbunden.

Drohende Insolvenz abwenden

Da der Einsatz von Software-Robotern

nachweislich zu Effizienzsteigerungen

und Kostensenkungen führt, drängt sich

der Einsatz von Bots gerade für Situationen

auf, in denen es darum geht, eine

drohende Insolvenz abzuwenden. Viele

Fehler, die im Bereich Rechnungsprüfung,

Lieferantenbewertung, Forderungsmanagement,

Zahlungseingangsverarbeitung,

Liquiditätsplanung und Kennzahlenmanagement

gemacht werden und

die zu einer Insolvenz führen oder in Krisenzeiten

eine Insolvenz beschleunigen,

könnten durch den Einsatz eines Software-Roboters

vermieden werden. Denn

solche Vorgänge sind wie gemacht für

eine Lösung mittels RPA, die diese Tätigkeiten

automatisiert, schnell und fehlerfrei

ausführt.

Verlust von Mitarbeitern nicht gänzlich

kompensierbar

Um es noch einmal deutlich zu unterstreichen:

Der Einsatz von Software-Robotern

kann den Verlust von Mitarbeitern

nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren.

Aber sie können verhindern, dass

Unternehmen durch den Verlust von

Arbeitskräften in eine mitunter tödliche

Abwärtsspirale geraten. Gänzlich ersetzen

können Automatisierungslösungen

wie RPA den Menschen im Unternehmen

allerdings nicht, vor allem nicht, wenn es

um Tätigkeiten geht, die eine emotionale

Intelligenz, eine nuancierte Urteilsfähigkeit

und ein kulturelles Verständnis erfordern.

Bots können Unternehmen und

Arbeitsplätze retten

Die vielfach zu beobachtende Bunkermentalität,

im aufziehenden Sturm stur

an dem einmal eingeschlagenen Kurs

festzuhalten nach dem Motto „Wird

schon gut gehen“, ist aber schon längst

nicht mehr die Ultima Ratio. Zur präventiven

Vorbereitung auf mögliche rezessive

Entwicklungen haben vielversprechende

Technologien den Weg hin zur proaktiven

Geschäftsoptimierung geebnet. Durch

die rechtzeitige Investition in intelligente

Prozessautomatisierung können

Mitarbeiter von einfachen (Routine-)

Tätigkeiten entlastet werden, um dann

an anderer Stelle bei nicht automatisierbaren

Prozessen die Lücken, die beispielsweise

im Zuge des demografischen Wandels

entstehen, zu schließen. Kognitive

Automatisierungslösungen können die

wichtigsten Kennzahlen auswerten und

verlässliche Prognosen über die Unternehmensentwicklung

abgeben bzw.

Alarm schlagen, um bei Fehlentwicklungen

rechtzeitig gegensteuern zu können.

Prozessautomatisierungslösungen

in Toto als Jobkiller zu verdammen,

ist eine, wenn auch nicht ganz richtige

Sichtweise. Automatisierungslösungen

sind gerade durch ihre Fähigkeiten,

bestimmte Aufgaben zu übernehmen

und das auch noch kostengünstig, in der

Lage, Unternehmen und damit eine Vielzahl

von Arbeitsplätzen vor dem Aus zu

bewahren. ó

Über den Autor

© piqsels.com-id-zkkpj

Milad Safar ist Managing Partner der

Weissenberg Group, die er 2013 zusammen

mit Marcel Graichen gegründet hat.

Seit Beginn seiner Berater-Tätigkeit entwickelte

er für namhafte Konzerne Lösungen

zur Optimierung von Prozessen durch den

Einsatz von IT-Systemen. Schwerpunktmäßig

beschäftigt sich Milad Safar mit

den Themen Digitalisierung, Robotic und

Künstliche Intelligenz, zu denen er auch

regelmäßig Vorträge hält.


Schachstiftung

GK gGmbH

Chancengerechtigkeit

Erlernen der deutschen Sprache

Die Kinder auch aus benachteiligten

Familien lernen Zahlen und Buchstaben

sowie vernetztes Denken.

Durch das spielerische Miteinander

werden Barrieren abgebaut, Kommunikation

angeregt und soziale

Kompetenzen gefördert.

Schach der digitalen und

systemaffinen Demenz

weitere

Informationen:

Schach bietet hier einen aktiven

Gegenpart zur "Ruhig-Stellung"

mittels bewegter Bilder, steigert

die kognitiven Fähigkeiten und

beugt Demenz vor.

Beitrag zur Inklusion

Beitrag zu altersübergreifender

Kommunikation

Menschen mit und ohne

Behinderung können problemlos

miteinander spielen.

Ohne körperliche Beschränkungen

ist das Schachspiel zwischen jung

und alt möglich.

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Was bringt es, gut zu sein,

wenn niemand es weiß?

PT-MAGAZIN 2/2020

Wie Menschen sich zur Marke machen

Wirtschaft

36

© StartupStockPhotos auf Pixabay

Um

eine Dienstleistung

anzubieten, ist Qualität

der ausschlaggebende Faktor. Ohne

Qualität kein Umsatz – so der weitverbreitete

(Irr-)Glaube. Denn: Können allein

reicht nicht aus, damit hochqualifizierte

und spezialisierte Unternehmer mehr

Geld verdienen. Doch woran liegt das?

„Es nützt nichts, besser zu sein, wenn

andere sich besser verkaufen“, weiß Markenmacher

Hermann Scherer. „Das beste

Angebot am Markt hilft mir nicht weiter,

wenn es keiner sieht. Das Ziel sollte

daher immer der Aufbau einer eigenen

Marke sein.“ Denn: Marken muss man

nicht verkaufen, sie werden gekauft. Auf

diesem Weg gilt es, verschiedene Schritte

zu beachten.

Inszenierung als Kompetenz

Um sich selbst als Marke zu etablieren,

muss das eigene Talent ins richtige

Licht gerückt und potenziellen Kunden

gezeigt werden. Doch oftmals scheuen

sich Menschen davor, ihr Können deutlich

nach außen zu tragen. „Understatement

gilt in unserer Kultur noch immer

als schick. Dabei heißt Selbstdarstellung


PT-MAGAZIN 2/2020

im Grunde nichts anderes, als Qualität

nach außen sichtbar zu machen“,

erklärt der Bestseller-Autor. „Nur wer

sichtbar ist, wird auch gekauft.“ Die

zusätzliche Kompetenz sollte daher in

der eigenen Inszenierung liegen.

Spezialisierung verkleinert die

Zielgruppe

Um sich erfolgreich am Markt zu

positionieren und vom Wettbewerb

abzuheben, setzen viele

Unternehmer auf ein USP.

Bei diesem Alleinstellungsmerkmal

handelt es sich

jedoch um nichts anderes

als um eine Spezialisierung

und damit geht immer eine

verkleinerte Zielgruppe einher.

„Ich gehe so weit zu

sagen, dass ein USP sogar

schädlich sein kann. Denn

je weniger Menschen ich

anspreche, umso mehr

verringert sich mein Wert

und damit auch der Preis,

den meine Kunden bereit

sind für meine Leistung zu

zahlen“, sagt Hermann Scherer

und fügt hinzu: „Das sind die Regeln der

Marktwirtschaft: Entweder Du bist eine

Marke oder es geht um den Preis.“

Normal ist Eiche rustikal

Während die Dienstleistung möglichst

breit gestreut sein sollte, bedarf es bei

der Sichtbarkeit das Außergewöhnliche.

„Ich bin empört, wenn ich jemanden

nach der Qualität meines Vortrags

frage und er antwortet darauf mit ‚normal‘.

Wer will schon normal sein?“, fragt

der Top Speaker. „Umso seltsamer ist

es, dass Menschen Angst davor haben,

das Besondere an sich, ihrem Charakter,

ihrer Person auch zu zeigen.“ Jeder

trägt Außergewöhnliches in sich. Diese

Geschichten gilt es zu erzählen, denn sie

bleiben in Abgrenzung zum Wettbewerb

im Gedächtnis.

© books-3071110 auf Pixabay

Perfekte Imperfektion

Zweifel sind menschlich, sie führen

jedoch zu nichts. „Wenn ich etwas mache,

dann richtig. Das ist ein Satz, der oft in

Zusammenhang mit dem eigenen Handeln

fällt. Dieses Streben nach Perfektion

untergräbt jedoch den eigenen Erfolg“,

sagt Hermann Scherer. Anstatt alles zu

hinterfragen, sollte das eigene Handeln

im Fokus stehen und konsequente

Umsetzung erfahren. „Lieber einen ersten

Schritt tun, als ewig darüber zu grübeln.

Es gilt: What drives to action? Action!“,

fügt der Top-Speaker hinzu. Denn: Marken

haben Macken.

Leistung ist Potenzial minus

Störfaktor

Um erfolgreich zu sein und sich als

Marke zu positionieren, ist der Fokus

entscheidend. „Ich bezeichne das Leben

gerne als ein perfekt eingerichtetes

Ablenkungsmanöver“, so der Erfolgsautor.

Auf mentaler Ebene betrifft das

Angst, Zweifel aber auch das eigene

Sicherheitsbedürfnis, im Tun hingegen

sind es ganz alltägliche Dinge wie beispielsweise

das Bügeln. Um fokussiert

zu bleiben, gehören diese Störfaktoren

eliminiert. „Wenn mich das Bügeln nicht

entspannt, sondern lediglich dem

Glätten meiner Kleidung dient,

engagiere ich jemanden

dafür. Denn in dieser Zeit

verliere ich mein eigentliches

Ziel aus den Augen“,

beschreibt Hermann

Scherer exemplarisch.

„Auch wenn die Umsetzung

zunächst extrem

erscheint, führt sie doch

zum Erfolg. Denn dieser

braucht vor allem eines:

Radikalität.“ ó

Über den Autor

Weitere Informationen unter

www.hermannscherer.com.

Über 3.000 Vorträge vor rund einer Million

Menschen in über 3.000 Unternehmen

in über 30 Ländern, 50 Bücher in 18 Sprachen,

Forschung und Lehre an 18 europäischen

Universitäten, über 30 erfolgreiche

Firmengründungen, die meist zur Marktführerschaft

führten, eine anhaltende

Beratertätigkeit, immer neue Impulse und

Inspiration für Welt und Wirtschaft – das

ist Hermann Scherer. In unterschiedlichen

Seminaren gibt er immer neue Impulse

und Inspiration. Dabei dreht sich alles um

den Aufbau der eigenen Marke. Er macht

Menschen zu Marken, damit sie das verdienen,

was sie wert sind und den Logenplatz

im Kundenkopf erobern.

37

Wirtschaft


© Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

PT-MAGAZIN 2/2020

Blockchain

revolutioniert

Finanzbranche

Bald zählen Kryptowerte zu den

Finanzinstrumenten und für ihre

Verwahrung gelten neue Regeln.

Wirtschaft

38

Dennoch bleiben noch viele Rechtsfragen

ungeklärt, erläutert

Anwalt Stephan Schulz von der Kanzlei

BKL Fischer Kühne + Partner. Was Anbieter

und Anleger wissen sollten.

In den Fokus der breiten Öffentlichkeit

ist die Blockchain-Technologie erstmals

durch Kryptowährungen gelangt.

Auch wenn die Entwicklungen rund um

Bitcoins zwischen Hype und Enttäuschung

schwanken. Fest steht: Blockchain

ist eine zentrale Zukunftstechnologie,

die insbesondere die Finanzbranche

radikal verändern und prägen wird. Es

entstehen völlig neue Prozesse, Produkte

und Geschäftsmodelle, von denen

viele Marktteilnehmer profitieren können.

Auch die Bundesregierung hat dieses

Potenzial erkannt und jüngst eine

Blockchain-Strategie verabschiedet, um

die Chancen auszuloten und optimal zu

nutzen.

Was ist das Besondere an der Blockchain-Technologie?

Daten liegen nicht

auf einem zentralen Server, sondern

dezentral auf vielen Rechnern verteilt,

die zusammen eine Datenbank bilden.

Alle Veränderungen an den Daten sind

grundsätzlich für alle Blockchain-Teilnehmer

einsehbar. Die Vorteile: Blockchain

gewährleistet eine fälschungssichere

und nachvollziehbare Speicherung aller

Daten und Transaktionen. Viele bisher

manuelle Geschäftsprozesse können

automatisiert und deutlich effizienter

ablaufen. Die Anwendungsfelder sind

vielfältig und reichen von digitalen Währungen,

über elektronische Wertpapiere

bis hin zu Post-Trade-Dienstleistungen

(z.B. Clearing).

Gerade Finanzdienstleister geraten

durch die Blockchain unter Druck. Sie

müssen fürchten, dass klassische Vertriebsmodelle

an Bedeutung verlieren

und neue Akteure auf den Markt drän-

gen. Mehr noch: Die Blockchain-Technologie

ermöglicht, dass die Teilnehmer direkt

miteinander in Kontakt treten, was die

Rolle klassischer Intermediäre in Frage

stellt. Umso wichtiger ist es für Vermittler

und Berater, alle neuen Entwicklungen

intensiv zu verfolgen und ihre Auswirkungen

auf das eigene Geschäft zu

prüfen. Gleichzeitig bieten sich völlig

neue Geschäftspotenziale, die sich

Finanzdienstleister in Eigenregie

oder mit Partnern erschließen können.

Rechtliche Unsicherheiten

vermeiden

Neue Techniken gehen mit Chancen

und Risiken, aber auch mit

rechtlichen Unsicherheiten einher.

Die Blockchain-Technologie

erfordert ein besonderes Augenmerk,

da sie viele angestammte Prozesse

auf den Kopf stellt. Bislang wird die

neue Technik nahezu vollständig im Rahmen

bestehender Gesetze geprüft und

bewertet. Noch fehlt es zum Teil an passenden

gesetzlichen Regelungen. Dies

gilt in besonderem Maße für die streng

regulierte Finanzbranche, die durch zahlreiche

Gesetze und Vorschriften gekennzeichnet

ist.

Es drohen Konflikte insbesondere

mit dem Aufsichtsrecht, aber beispielsweise

auch mit dem Vertragsrecht, Verbraucherschutz

oder dem Datenschutz.

Anbieter sollten frühzeitig juristischen

Rat einholen, um rechtssicher zu agieren

und teure Haftungsfälle zu vermeiden. So

gewinnen Anbieter auch für ihre Kunden

mehr Klarheit und schaffen die Grundlage

für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung.

Der maßgebliche Rechtsrahmen

ist nicht statisch, sondern entwickelt

sich dynamisch. Aktuell sind verschiedene

Gesetzesvorhaben in der Diskussion

oder Umsetzung. Eine große Tragweite

haben die europäischen Regeln

zur Geldwäscheprävention, die in Kürze

in nationales Recht umgesetzt werden

und womöglich bereits ab 1. Januar 2020

gelten. Sie führen dazu, dass auch Kryptowerte

zu den Finanzinstrumenten

zählen und das

Kryptoverwahrgeschäft

als neue Finanzdienstleistung

eingestuft

wird. Gleichzeitig

darf das Kryptoverwahrgeschäft

nicht von

Anbietern betrieben

werden, die

zugleich weitere

Bank- oder Finanzdienstleistungen

erbringen. Wer mehrere

Dienstleistungen

anbieten möchte, muss

auf Tochterunternehmen setzen.

Damit möchte der Gesetzgeber u.a. das

IT-Schutzniveau erhöhen und vermeiden,

dass im Schadensfall das Stammgeschäft

in Mitleidenschaft gezogen wird.

Auch seitens der Anleger ist Vorsicht

gefragt. Sie sollten vor einem Investment

in Kryptowährungen sehr genau

prüfen, wem sie das Geld zur Verfügung

stellen. Das gilt nicht zuletzt auch für

Unternehmen, die sich etwa im Rahmen

eines Security Token Offerings Kapital

beschaffen wollen. Wer als Anbieter alle

rechtlichen Fragen vorausschauend und

systematisch regelt, kann auch kritische

Kunden überzeugen.

Im Visier der BaFin

Aufsichtsrechtlich ist die Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

für die Blockchain-Technologie zuständig.


PT-MAGAZIN 2/2020

Der Einsatz der neuen Technik ist nicht

per se erlaubnispflichtig. Doch hängt die

aufsichtsrechtliche Beurteilung von dem

Anwendungsfall und den angebotenen

Leistungen ab.

Potenzielle Anbieter sollten unbedingt

im Vorfeld rechtlichen Rat einholen,

um die aufsichtsrechtlichen Vorgaben

ihrer Aktivitäten zu prüfen und

bewerten zu lassen. Ein vorschneller

Start neuer Geschäftsaktivitäten kann

zu erheblichen Problemen führen. Wird

ein erlaubnispflichtiges Geschäft ohne

Genehmigung betrieben, kann die BaFin

empfindliche Bußgelder verhängen

oder die sofortige Geschäftsabwicklung

anordnen. Obendrein drohen den Betreibern

strafrechtliche Konsequenzen bis

hin zu einer Freiheitsstrafe.

Noch entscheidet die BaFin weitgehend

auf Basis der bestehenden Gesetze.

Dies wird sich mit den gesetzlichen

Neuerungen und der fortschreitenden

Rechtsprechung verändern. Tendenziell

werden immer mehr Aktivitäten eine

Erlaubnis erfordern. Insofern ist eine vorausschauende

rechtliche Prüfung unabdingbar,

um einen verlässlichen Rahmen

für die weitere Geschäftsentwicklung zu

setzen.

Tücken im Vertragsrecht

Auch zivilrechtlich bestehen bei

Blockchain-basierten Datenbanken

einige Unklarheiten.

Das Bürgerliche

Gesetzbuch sieht vor,

dass bei einer wirksamen

Anfechtung eines

Vertrages das Rechtsgeschäft

von Anfang nichtig

ist. Eine Rückabwicklung

ist in der Blockchain

aber regelmäßig nur unter

Mitwirkung der anderen Vertragspartei

möglich. Eine vergleichbare

Problematik stellt sich auch

beim Rücktritt oder Widerruf.

Die Rückabwicklung des Vertrages erfordert

eine zweite Transaktion, die ebenfalls

nur mit Hilfe der anderen Vertragspartei

zustande kommen kann. Dafür

muss allerdings der Vertragspartner

mitspielen und darf sich nicht querstellen.

Eine mögliche Lösung: Rechtshandlungen

erfolgen zunächst über ein

ergänzendes IT-System und werden nach

Ablauf der Widerrufsfrist in der Blockchain

ausgeführt.

Auch auf der Durchsetzungsebene

kann es zu Schwierigkeiten kommen.

Regelungsbedarf besteht in Hinblick auf

eine Zwangsvollstreckung. Es ist rechtlich

noch nicht geklärt, ob das in der Blockchain

gespeicherte Vermögen überhaupt

vollstreckbar ist. Falls ja, gestaltet

sich auch eine etwaige Pfändung problematisch.

Die Verwahrung von Kryptowährungen

erfolgt im Wallet unter

einem Passwort, das nur dem Schuldner

bekannt ist. Ein Gerichtsvollzieher kann

ohne dessen Mithilfe nicht auf das Wallet

zugreifen.

Datenschutz im Blick

Einige Prinzipien der Blockchain kollidieren

mit der geltenden Datenschutzgrundverordnung

(DSGVO), die auch für

die neue Technologie gilt. Auch wenn

die Nutzer im Netzwerk vielfach nur mit

Pseudonym auftreten, so sind sie doch

grundsätzlich identifizierbar. Schließlich

hinterlegen sie persönliche

Daten wie Lieferanschrift oder

Bankverbindung bei beteiligten

Unternehmen wie zum Beispiel

Handelsplattformen.

Die DSGVO sieht beispielsweise

vor, dass jede Person das Recht

auf Änderung oder Löschung

von personenbezogenen Daten

hat, wenn sie unzutreffend sind.

Dies stellt in der Blockchain eine

große Herausforderung dar, da alle Daten

eigentlich unveränderbar sind. Darüber

hinaus macht die Blockchain nicht vor

Ländergrenzen halt. Personenbezogene

Daten gelangen außerhalb des Geltungsbereichs

der DSGVO und unterliegen

womöglich ganz unterschiedlichen Vorschriften.

Zudem sieht die DSGVO einen

konkret Verantwortlichen für die Verarbeitung

von Daten vor. Eine solche Person

oder Stelle gibt es bei einer dezentralen

Datenverwaltung in der Regel nicht.

Für die Blockchain-Technologie ist

eine Erweiterung und Anpassung der

datenschutzrechtlichen Regelungen notwendig.

Bis der Gesetzgeber passende

Lösungen gefunden hat, sind präventiv

individuelle Vertragsgestaltungen ratsam.

So lassen sich rechtliche Fallstricke

umgehen.

Fazit: Die Vorteile von Blockchainbasierten

Datenbanken sind so gewichtig,

dass ein breiter Einsatz nur eine Frage

der Zeit ist. Die neue Technik verändert

angestammte Abläufe und eröffnet völlig

neue Geschäftsmodelle. Alle Finanzakteure

sollten sich frühzeitig mit sämtlichen

Entwicklungen auseinandersetzen

und die Auswirkungen auf ihr Geschäft

prüfen.

Die Blockchain-Technologie darf

nicht durch rechtliche Unsicherheit ausgebremst

werden. Die Gesetze und Vorschriften

müssen zügig angepasst und

erweitert werden, um der digitalen Entwicklung

Rechnung zu tragen. Nur so

entstehen eine breite Akzeptanz und

eine Win-win-Situation für Anbieter und

Anleger. ó

Über den Autor

Dr. Stephan Schulz ist Rechtsanwalt, Fachanwalt

für Bank- und Kapitalmarktrecht

und Partner der Kanzlei BKL Fischer Kühne

+ Partner. Zu seinen Mandanten zählen

insbesondere Banken und Sparkassen,

Finanzdienstleister und Family Offices.

Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im

Kreditvertrags- und Zahlungsverkehrsrecht,

in der Abwehr von Schadensersatzforderungen,

der Forderungstitulierung

sowie dem gesamten Aufsichtsrecht.

39

Wirtschaft


HR-Trends 2020

Data Driven Recruiting und Corporate Entrepreneure

prägen die Personalarbeit der Zukunft

PT-MAGAZIN 2/2020

Nachhaltigkeit in der

Mitarbeiterplanung

Paul-Alexander Thies,

CEO von Billomat

Mehr Eigenverantwortung und

Corporate Entrepreneure

Melanie Hansen,

HR Managerin bei cormes

Aus Work und Vacation

wird Workation

Nora Feist,

CEO von Mashup Communications

Wirtschaft

40

„Nachhaltigkeit in

der Mitarbeiterplanung

entscheidet

in Zukunft über die

Wettbewerbsfähigkeit!

Chefs werden

zu Freunden. Es gibt

flachere Hierarchien,

mehr Mitspracherecht und Freiräume,

weniger Anweisungen und mehr Erklärungen.

Um Mitarbeitern einen attraktiven

Arbeitsplatz zu bieten und sie zu

halten, gilt es also über eine pompöse

Weihnachtsfeier hinaus zu denken. So

sollte in die Weiterbildung der vorhandenen

Mitarbeiter investiert werden, um

gezielt Potenziale zu fördern, anstatt permanent

auf flexible Arbeitskräfte zu setzen

und diese schnell wieder zu entlassen,

wenn der Bedarf nachlässt. Unternehmen,

die hier Nachhaltigkeit leben, stärken

nicht nur jeden einzelnen Mitarbeiter,

sondern eben auch die eigene Employer

Brand.“ ó

„Nicht zuletzt der

Fachkräftemangel

trägt dazu bei, dass

Unternehmen vermehrt

Anreize und

Möglichkeiten schaffen

müssen, Mitarbeiter

(m/w/d) in ihrer

Selbstverwirklichung zu stärken. Eigene

Projekte mit Sinn schaffen ein ausgeprägtes

Verantwortungsgefühl des Teammitglieds

und eine hohe Identifikation mit

dem Unternehmen. Die Firmen profitieren

nicht nur von einer größeren Mitarbeiterbindung,

sondern eröffnen sich

auch die Chance, das eigene Geschäftsportfolio

dank der „Corporate Entrepreneure“

zu erweitern. Unser Unternehmen

wächst beispielsweise stetig durch

die kreativen Impulse, die wir zum Teil in

separaten Units bündeln und nicht selten

mit einer eigenen Geschäftsgrundlage

versehen.“ ó

„Work-Life-Balance

und Home-Office sind

mittlerweile nichts

Neues mehr. Was die

Fachkräfte von heute

und morgen interessiert

und bindet, sind

Freiheit und Eigenverantwortung.

Diese können sie vom

Arbeitgeber dadurch ermöglicht bekommen,

indem sie flexibel und von überall

arbeiten können. Das gilt sowohl, um den

Alltag zu meistern, Familie und Freunde

zu besuchen oder neue Orte zu entdecken.

Reisen und Erfahrungen außerhalb der

alltäglichen Routine und der eigenen vier

Wände steigern die Kreativität, sorgen für

frische Inspirationen und unterstützen

die Mitarbeiter bei der Selbstentfaltung.

Anregungen, die eine Kombination von

Arbeit und Urlaub ermöglichen, bieten

sich hierfür an. Weil wir in der Vergangenheit

gute Erfahrungen damit sammeln

konnten, haben wir das Workation-Programm

in unserer Agentur eingeführt. So

ermutigen wir alle Mitarbeiter, von überall

auf der Welt zu arbeiten.“ ó

Soziale Medien als

Recruiting-Plattformen nutzen

Thomas Maas,

CEO von freelancermap

„Die Zeiten von klassischen

Teamstrukturen

sind vorbei! Freie

Experten bereichern

Firmen mit ihrem

Know-how und agile,

funktionelle Projektteams

müssen endlich auch in großen

Unternehmen zur Realität werden. Um

Stellen passgenau zu besetzen, wählen

Recruiter Bewerber auf Online-Plattformen

proaktiv nach Skills aus. Für freie

Experten und Jobsuchende ist es daher

unabdingbar, sowohl auf relevanten Projekt-

und Jobportalen als auch auf sozialen

Business-Netzwerken Präsenz zu

zeigen - wichtig ist dabei vor allem die

Aktualität der Profile.“ ó


Verbesserte Strukturen für mehr

Chancengleichheit

Anne-Kathrin März,

Head of Human Resources

der good healthcare group

„Ein ausgeglichenes

Verhältnis von Männern

und Frauen auf

jeder Unternehmensebene,

sorgt für die

besten Ergebnisse.

Sie ergänzen sich und

gerade die Führung

profitiert von einer Vielfalt an Perspektiven

und Kompetenzen! Jedoch fehlt es in

Unternehmen häufig noch intern an den

passenden Strukturen für mehr Chancengleichheit

und beispielsweise einer

besseren Vereinbarkeit von Beruf und

Familie. Unternehmen müssen effiziente

Teilzeitmodelle entwickeln und die Arbeit

flexibler gestalten. Die voranschreitende

Digitalisierung macht dies jedoch zunehmend

einfacher. Langfristig werden sich

vor allem die Unternehmen durchsetzen,

die auf die Talente aller Mitarbeiter

unabhängig von ihrem Geschlecht setzen

und dementsprechende neue Strukturen

schaffen.“ ó

Mehr Transparenz für ein starkes

Wir-Gefühl im Team

Robin Tschöpe,

CEO von LeasingMarkt.de

„Viele Unternehmen

stehen vor der Frage,

ob sie ihre wirtschaftlichen

und finanziellen

Karten vor ihren

Mitarbeitern auf den

Tisch legen sollten.

Eine transparente

Führung beinhaltet neben einer offenen

Gesprächskultur auf Augenhöhe auch

die Zahlen (Umsatz, Gewinne, Verluste

etc.) offen zu kommunizieren, z.B. einmal

pro Quartal. Wenn Führungskräfte

ihre Mitarbeiter an Erfolgen und auch

an Misserfolgen teilhaben lassen, stärkt

dies das Wir-Gefühl im Team. Denn alle

im Unternehmen sitzen in einem Boot

und der persönliche Beitrag eines jeden

Einzelnen zählt. Wer also Talente ans

Unternehmen binden möchte, sollte auf

Vertrauen setzen. Dies wird im Gegenzug

mit steigendem Engagement und Verantwortungsbewusstsein

seitens der Mitarbeiter

belohnt.“ ó

Verantwortungsbewusstsein durch

Freiheit steigern

Alexander Braun,

Gründer & CEO von HempMate

„Das Ziel in jedem

Unternehmen sollte

es sein, dass Teammitglieder

mehr Freiheit

bekommen, um

eigenverantwortlich

zu arbeiten und

damit Job und Freizeit

noch harmonischer in Einklang bringen

zu können. Wenn Firmen das Zeitmanagement

ihrer Mitarbeiter fördern und

räumliche Grenzen flüssiger gestalten,

wirkt sich das auch auf die Produktivität

im gesamten Team aus. Die Meilensteine

der Zielvorgaben sollten in Zusammenarbeit

mit allen Kollegen festgelegt werden.

Wer diese dann z.B. bei Teamanlässen

statt in trockenen Meetings erörtert,

schafft ein Arbeitsumfeld, in dem sich

jeder wohl und gut aufgehoben fühlt.“ ó

41

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

Rund 215 Millionen Tonnen jährlich anfallende Bau- und

Abbruchmaterialien bergen weit mehr als nur Abfallpotenzial.

– WIR SEHEN DARIN EINEN HOCHWERTIGEN WERTSTOFF –

der zu einem neuen Qualitätsprodukt mit vielen Vorteilen wird.

Kreislaufwirtschaft und Upcycling gehen Hand in Hand…

.... unser Meilenstein für 2020!...to be continued…

Betonwerk Büscher GmbH & Co. KG

Bült 54 | 48619 Heek

Tel: 02568 / 388 007-0 | Fax: 02568 / 388007-29

E-Mail: mail@buescher-betonfertigteile.de

2019


Wirtschaft

PT-MAGAZIN 2/2020

42

Worum geht es eigentlich?

© Rainer Weisflog, Mibrag

Der Braunkohletagebau Profen bei Zeitz (Sachsen-Anhalt). In dem kombinierten Band-

LKW-Tagebau werden seit 1941 drei Kohleflöze abgebaut, die vor 45 bis 20 Millionen

Jahren entstanden.. Betreiber ist die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH

(MIBRAG), seit 2012 ein Tochterunternehmen der tschechischen EP Energy a.s.

Eine Anmerkung zur Diskussion

um das „Kohleausstiegsgesetz“

Ende Januar hat die Bundesregierung

mit dem „Gesetz zur Reduzierung

und zur Beendigung der Kohleverstromung“

die energiepolitischen

Empfehlungen der Kommission „Wachstum,

Strukturwandel und Beschäftigung“

(Kohlekommission) umgesetzt. Spätestens

2038 soll in Deutschland auch das

letzte Kohlekraftwerk stillgelegt werden.

Den Kohleausstieg sieht die Politik als

Meilenstein in der Energiewende, da er

auch den CO2-Ausstoß erheblich reduzieren

soll. Folgen für die Wirtschaft und

nicht zuletzt für die mittelständischen

Unternehmen werden in der Diskussion

aber bisher ausgeklammert.

Kohle ist der „Buhmann“

Der Gesetzentwurf schreibt die zu erreichenden

Zwischenziele auf dem Weg

bis zum vollständigen Kohleausstieg

fest. Damit folgt er der Empfehlung der


PT-MAGAZIN 2/2020

Kohlekommission. Das heißt konkret: Bis

zum Jahr 2022 wird der Anteil der Kohlverstromung

durch Steinkohle- sowie

Braunkohle-Kraftwerke auf jeweils rund

15 Gigawatt reduziert. Bis 2030 sind weitere

Reduktionen auf rund acht Gigawatt-Leistung

bei den Steinkohle-Kraftwerken

und neun Gigawatt-Leistung bei

den Braunkohle-Kraftwerken vorgesehen.

Bis 2038 soll der Ausstieg aus der Kohleverstromung

spätestens abgeschlossen

sein. Eine kontinuierliche Verringerung

soll gewährleistet werden, indem in den

Jahren, wo weniger Braunkohle-Kraftwerke

vom Netz gehen, mehr Steinkohle-

Kraftwerke stillgelegt werden. Dies klingt

nach „linke Tasche- rechte Tasche“.

Unmittelbar nach Veröffentlichung

des Gesetzentwurfes gab es den Mainstream

der üblichen Protagonisten. „Das

Gesetz bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten

zurück: Ein holpriger Ausstiegspfad

für Stein- und Braunkohle, nicht

genügend Anreize für Kraft-Wärme-

Kopplung (KWK) und keine substantiellen

Regelungen, um den Ausbau der Erneuerbaren

voran zu bringen. Für kommunale

Unternehmen bietet das Kohleausstiegsgesetz

keine ausreichenden Investitionsanreize

und ist damit kein Beschleuniger

der Energiewende”, so der VKU-Verband

der Kommunalen Unternehmen.

„Der Verzicht auf die Nutzung der

Energieträger Braun- und Steinkohle ist

überfällig, um die Klimaziele zu erreichen

und das Energiesystem auf Basis

erneuerbarer Energien flexibler, intelligenter

und kostengünstiger zu gestalten.

Es fehlen aber verbindliche Regelungen,

die das Ziel von 65 Prozent Erneuerbaren

im Stromsektor bis 2030 ermöglichen.

Den Branchen der erneuerbaren Energien

fehlt damit weiterhin der politische

Rahmen, überkommene Deckel und

Bremsen bleiben bestehen“, kritisiert Dr.

Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands

Erneuerbare Energie e.V. (BEE) den

Gesetzentwurf. Das vorliegende Gesetz

solle genutzt werden, um die unverzügliche

Streichung des 52 GW-Deckels bei

der Photovoltaik vorzunehmen. Auch die

Ausbauziele müssten auf mindestens 10

Gigawatt pro Jahr erhöht werden.

Ehemalige Mitglieder der Kohlekommission

und Umweltschützer sehen die

geplante Inbetriebnahme vom derzeit

modernsten Steinkohlekraftwerk Datteln

4 kritisch. Sie argumentieren, dass

in Zeiten des Kohleausstiegs kein neues

Kraftwerk ans Netz gehen dürfe. Zudem

würde durch die voraussichtlich hohe

Auslastung des Kraftwerks in Nordrhein-

Westfalen mehr CO2 emittiert als durch

die frühere Abschaltung der alten Kohleblöcke

vermieden werden.

Vom Branchenverband der Energiewirtschaft

(BDEW) wird gefordert, ˘


PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

44

den Monitoringprozess für Kraftwerksstillegungen bereits 2023

zu beginnen. Neben der Forderung zum Ausbau von Windenergie

und Photovoltaik hebt Kerstin Andreae (Vorsitzende der BDEW-

Hauptgeschäftsführung und ehemals Mitglied der Bundestagsfraktion

Die Grünen) hervor, dass wir den Zubau von erneuerbaren

Energien brauchen, um die Versorgungssicherheit nicht zu

gefährden.

Womit wir bei einem Thema wären, welches in der gesamten

Diskussion weitgehend untergeht, nämlich die Versorgung mit

Strom unterbrechungsfrei rund um die Uhr und dies 365 Tage im

Jahr zu garantieren.

Das hohe Gut Versorgungssicherheit

Die Dringlichkeit des Klimaschutzes stellt heute kaum noch

jemand in Frage. Doch wie oft findet das für unser aller Leben

und die Volkswirtschaft existentielle und alle anderen Diskussionsfelder

überspannende Thema Versorgungssicherheit Platz

in den Medien oder in der öffentlichen gesellschaftspolitischen

Diskussion?

© LEAG, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Demonstration des Betriebsrates und der Gewerkschaft IGBCE

anlässlich des Eintritts von Blog E des Kraftwerks Jänschwalde

in die Sicherheitsbereitschaft am 31.10.2019. Mit der politisch

verordneten Sicherheitsbereitschaft will Deutschland insgesamt

12,5 Millionen Tonnen CO2 netto einsparen.

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Der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz hat 2019 eine

Online-Befragung von der Quadriga-Hochschule durchführen

lassen, wonach 40 Prozent der befragten Vertreter der Energiebranche

die Versorgungssicherheit langfristig als nicht gesichert

ansehen, wenn die Energiewende weiter wie bisher umgesetzt

werde. Dies widerspiegelt, zum politisch vorgegebenen

Weg in eine dekarbonisierte Energieversorgung zeigt ein Teil

der Akteure aus der Energiewirtschaft Bedenken. Und ein Blick

über die Landesgrenzen zeigt, wir verfügen im internationalen

Vergleich über ein hohes Maß an Versorgungsicherheit. Es ist ein

wirklich hohes Gut, mit dem wir nicht spielen sollten.

Um es ein wenig zu konkretisieren. Nach wie vor ist die Frage

nicht geklärt, wie eine gesicherte Stromversorgung realisiert

werden kann, die zum einen die deutsche Spitzenlast - derzeit

80 bis 85 Gigawatt und andererseits einen Anteil von 65 Prozent

an stark schwankenden erneuerbaren Quellen aus Wind und

Photovoltaik in das Stromnetz integriert.

Das bereits im ingenieurtechnischen Grundstudium vermittelte

Wissen um den Unterschied von installierter und gesicherter

Leistung klammert man in der allgemeinen Diskussion

einfach aus.

Bisher wurde lediglich die durch erneuerbare Energiequellen

während eines Jahres erzeugte Menge an Energie aufsummiert

und mit der im selben Zeitraum für die Stromkunden benötigten

Energie in Beziehung gesetzt. Eine solche Rechnung vernachlässigt

aber sträflich, dass die Erzeugung aufgrund des Fehlens großer

Energiespeicher im Stromnetz dem Bedarf minutengenau

folgen muss. Denn Systemstabilität ist die Grundlage für eine

sichere Stromversorgung und hier ist Deutschland weltweit das

Land mit den geringsten Störungen.

Chemnitz Dresden Leipzig Gera Hof


Größter Transformationsprozess deutscher

Energieversorgung

Bis 2017 lag die Kapazität der gesicherten

Stromerzeugung in Deutschland mit 87,2

Gigawatt immer leicht über der Höchstlast.

Nach den Empfehlungen der „Kohlekommission“

verringert sie sich allein

bis 2023 auf 65,5 Prozent. Im Winter ließe

sich dann Deutschland aus eigener Kraft

nur noch zu 75 bis 80 Prozent versorgen.

Damit ist es nur eine Frage der Zeit, bis es

zu kritischen Situationen kommt.

Bleiben wir bei der Versorgungssicherheit.

Es ist beschlossen, die verbliebenen

Kernkraftwerke werden Ende

2022 abgeschaltet sein. Gleichzeitig soll

der Kohleausstieg bis spätestens 2038

vollständig umgesetzt sein. Das heißt,

wir begeben uns von einer Versorgungssituation

mit ausreichend gesicherter

Erzeugungskapazität in eine Phase, wo

diese Sicherheit nicht mehr gegeben ist.

Deutschland steht also unmittelbar vor

dem größten Transformationsprozess

seiner Energieversorgung. Und diese Herausforderung

mit Importen von Atomstrom

aus Frankreich oder Kohlestrom

aus Tschechien oder Polen auszugleichen,

ist eine Milchmädchenrechnung.

Die Frage nach Versorgungs- und

Systemsicherheit steht auf der Tagesordnung,

die Antwort und den notwendigen

Rahmen dafür muss die Politik geben.

Fragen sind gestellt, z. B. nach komplementären

Gas-Kraftwerken. In Deutschland

gibt es hochmoderne Gaskraftwerke

wie in Irsching, die stillgelegt sind. Ein

volkswirtschaftliches Desaster.

Ohne Frage muss hinsichtlich der

Energieträger der Ausbau erneuerbarer

Energien weiter betrieben werden. Aber

bitte jene, die hohe Volllaststunden aufweisen

und auch die gesellschaftliche

Akzeptanz erfahren. Die von BEE-Präsidentin

Dr. Peter (Die Grünen) Ende Januar

in Berlin abgegebene Wortmeldung: „Wir

haben in Deutschland noch ausreichend

Flächen für den Ausbau von Windanlagen

an Land und ausreichend Dächer für

Solaranlagen“, ist wohl kaum der richtige

Ansatz.

Denn es kann nicht nur um ein politisches

Ziel gehen, den Anteil erneuerbarer

Energien am Stromverbrauch im Jahr

2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. Es geht

vor allem darum, die Versorgungsicherheit

zu gewährleisten. Im Fokus steht das

Funktionieren des Gesamtsystems. ó

Über den Autor

Verleger und Publizist Dr.-Ing. Lothar

Müller (www.themen-magazin.de) ist der

Oskar-Patzelt-Stiftung seit ihrer Gründung

als Partner verbunden und bringt seine

langjährigen Erfahrungen als Unternehmer

und in der Energiewirtschaft ein.

Anmerkungen an den Autor unter:

info@dynamik2000.de

45

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

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Die häufigsten Irrtümer über

elektronische Signaturen

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

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Obwohl elektronische Signaturen

spätestens seit der eIDAS-Verordnung

von 2016 in jedem Unternehmen

bekannt sein sollten, herrschen noch

immer viele Irrglauben vor. Vor allem die

Aspekte Datensicherheit und Rechtssicherheit

bereiten einigen Unternehmen

Sorgen, jedoch sind diese meist unberechtigt.

1. Irrtum: Elektronische Signaturen

sind nur ein Abbild von einer eigenhändigen

Unterschrift

Es herrscht oft der Irrglaube, die elektronische

Signatur sei ein optischer Platzhalter

für die eigene handschriftliche

Unterschrift auf digitalen Dokumenten.

Doch die elektronische Signatur ist keinerlei

eine Bilddatei, sondern vielmehr

ein kryptografisches Verfahren: Die Information

zur Person und der sogenannte

Hash-Wert des Dokumentes (einmalige

mathematische Quersumme) werden

mithilfe eines digitalen Zertifikates

berechnet und verschlüsselt. So wird die

Signatur untrennbar mit dem elektronischen

Dokument verbunden und die Integrität

des Dokumentes gesichert. Dieses

Verfahren begleitet das Unterschreiben

mittels der sogenannten fortgeschrittenen

(AES) und der qualifizierten elektronischen

Signatur (QES).

Beim elektronischen Signieren etwa

mit einer gescannten Unterschrift ohne

diesem Verschlüsselungsverfahren ist

dagegen die Rede von einer einfachen

Signatur. Diese weist eine deutlich niedrigere

Beweiskraft und Sicherheit des Signierprozesses

auf und ist in diesem Sinne

nicht der fortgeschrittenen und der qualifizierten

elektronischen Signatur gleichgestellt.

2. Irrtum: Für die elektronische Signatur

braucht man ein Kartenlesegerät

Seit der Einführung der eIDAS-Verordnung

sind Hardware-Applikationen nicht

unbedingt notwendig. Hierzu kommt die

sogenannte Fernsignatur ins Spiel, als

ein deutlich einfacheres Verfahren für

die Erstellung einer Signatur: Die dafür

benötigten privaten Signaturschlüssel

© Paul Downey

werden auf den Servern eines Vertrauensdienstanbieters

generiert – also aus

der Ferne. Das ermöglicht die sichere,

mobile Signatur etwa vom Smartphone

oder Tablet und macht Kartenlesegeräte,

zusätzliche Software oder Signaturkarten

bzw. Chipkarten überflüssig.

3. Irrtum: Jeder kann in meinem

Namen unterschreiben

Das ist ein Irrtum. Je höher die

gewünschte Signaturstufe – die EU-Verordnung

eIDAS unterscheidet nach der

einfachen, fortgeschrittenen und qualifizierten

elektronischen Signatur –, desto

höher die Anforderung an die Identifizierung

des Unterzeichners. Würde man über

eine webbasierte Signaturlösung, also

ohne Einsatz einer Signaturkarte, elektronisch

qualifiziert unterschreiben, so

bedarf es beispielsweise für die QES einer

einmaligen individuellen Identifizierung

des Signaturinhabers durch einen qualifizierten

Vertrauensdienstanbieter – zum

Beispiel mittels eines VideoIdent-Verfahrens

oder der Online-Ausweisfunktion des

Personalausweises. Bei jeder Anwendung

der QES ist zudem eine sogenannte Zwei-

Faktor-Authentifizierung (mit Username

oder E-Mail-Adresse und Passwort sowie

SMS-TAN) notwendig.

Beim qualifizierten Signieren mittels

einer Signaturkarte muss sich der Signaturinhaber

ebenfalls einmalig identifizieren

lassen und bei jeder Anwendung

mit einer 6-stelligen PIN authentifizieren.

Die QES ist nur in Verbindung mit diesen

Sicherheitsmaßnahmen möglich. So

machen es die verschiedenen Authenti-


„Data Driven Recruiting und Corporate Entrepreneure

prägen die Personalarbeit der Zukunft“

fizierungsverfahren nahezu unmöglich,

dass jemand mittels einer elektronischen

Signatur unbefugt im Namen einer anderen

Person unterschreibt. Zudem wird

eine nachträgliche Veränderung des

Dokumentes sichtbar.

4. Irrtum: Eine elektronische Unterschrift

hält vor Gericht nicht stand

Die digitale Signatur ist grundsätzlich

rechtsgültig und vor Gericht anerkannt.

Im Lichte der eIDAS-Verordnung ist mit

Dokumenten bzw. Dateien, die mit der

fortgeschrittenen oder der qualifizierten

elektronischen Signatur digital unterschrieben

wurden, ein höherer Beweiswert

verbunden, als mit der einfachen

Signatur (etwa in einer E-Mail). Dabei

können also höhere Anforderungen

daran gestellt werden, die Vermutung

der Richtigkeit zu erschüttern: Gemäß

§ 371a ZPO finden auf privaten elektronischen

Dokumenten, die mit einer qualifizierten

elektronischen Signatur versehen

sind, die Vorschriften über die Beweiskraft

privater Urkunden entsprechende

Anwendung.

5. Irrtum: Wichtige Dokumente und

Informationen könnten so ungewollt

in die Hände Dritter gelangen

Vertrauensdienstanbieter, die für die Ausstellung

der Signaturzertifikate zuständig

sind, müssen sich zertifizieren lassen,

um die Sicherheitsanforderungen der

Europäischen Union zu erfüllen. Obwohl

sich die Anbieter elektronischer Signaturen

mitunter unterscheiden, nutzt etwa

FP Sign ausschließlich deutsche und vom

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

(BSI) zertifizierte Rechenzentren

– unabhängig davon, von wo die Signatur

erstellt wird.

Die elektronisch übermittelten Daten

werden zudem durch die Transportverschlüsselung,

also die Authentifizierung

des Unterzeichners mittels Username

und Passwort (oder bei der QES auch mit

einer SMS-TAN) gesichert. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung

kann zusätzlich

auch beim Signaturempfänger angefordert

werden. Die Bedenken über Datensicherheit

sind somit – sofern Anwender

auf eine eIDAS-konforme Signaturlösung

setzen – unberechtigt.

6. Irrtum: Wenn meine Geschäftspartner

selbst keinen eigenen Account bei

einem Anbieter für elektronische Signaturen

verwenden, können sie nicht

unterschreiben

Das ist ein hartnäckiger Mythos. Die

meisten digitalen, cloudbasierten Signaturlösungen

ermöglichen einen unkomplizierten

Signaturprozess, indem vom

Signaturempfänger kein eigener Account

verlangt wird, um ein Dokument elektronisch

zu signieren. Es reicht aus, wenn

der Initiator der Signatur einen Account

bei seinem Wunsch-Vertrauensdienstanbieter

besitzt.

Etwas anders verhält es sich, wenn

beide Unterschriftsparteien auf höchstmöglicher

Rechtsgültigkeit ihrer Vereinbarung

bestehen oder das zu unterschreibende

Dokument die Schriftform

erfordert: Hierzu muss die qualifizierte

elektronische Signatur zum Einsatz kommen.

D. h. alle Unterzeichner müssen im

Besitz einer QES sein und sich an deren

Identifizierungs- und Authentifizierungsanforderungen

halten. ó

Über die Autorin

Ina Gellner ist Partnermanagerin und

Expertin für alle Fragen der Rechts- und

Datensicherheit elektronischer Signaturen

bei FP Sign (www.fp-sign.com)

47

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

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200 Jahre Dematic

Vom Tante-Emma-Laden bis zum E-Commerce:

Ein Rückblick auf die Geschichte des Lebensmittelhandels

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

48

Wer um 1800 durch eine mitteleuropäische

Stadt schlenderte,

dem fielen allerlei Geschäfte

auf. Doch eines suchte man im Vergleich

zu heute vergeblich: Supermärkte. Die

Lebensmittelversorgung war eine gänzlich

andere. Lebensmittel wurden selbst

hergestellt oder auf Wochenmärkten

gekauft.

Mit der Erfindung der Dampfmaschine

und der Eisenbahn folgte im 19.

Jahrhundert ein grundlegender Wandel:

die Entwicklung von der Agrar- zur

Industriegesellschaft. Urbanisierung,

Bevölkerungswachstum, Nationalstaatsbewegung

und technische Erfindungen

setzten eine enorme Dynamik in Wirtschaft

und Gesellschaft frei. Zeitgleich

begann die Hochzeit des europäischen

Kolonialismus. Der Übersee-Warenaustausch

brachte neue Lebensmittel in die

sogenannten Kolonialwarenläden. Die

neuen Industriestädte mussten ernährt

werden. Dabei stießen die herkömmlichen

Formen der Lebensmittelversorgung

an ihre Grenzen. Mit Safeway (1915)

und Tesco (1919) entstanden heute noch

bekannte Ketten. Längst konnte nicht

mehr alles im Geschäft für den Verkauf

vorbereitet werden. Die Intralogistik

musste unterstützen: 1925 saßen bei der

Firma Latscha Lebensmittel, in Frankfurt,

Arbeiterinnen an einem Holzförderband

des Dematic-Vorgängers Stöhr und tüteten

Mandeln ein, die später im Ladengeschäft

ihren Weg zum Kunden fanden.

An ein „Kauferlebnis“ dachte damals

noch niemand: Man gab an der Theke

den Einkaufszettel ab, dahinter wurde

die Ware zusammengestellt. Doch dann

veränderte die Einführung des Einkaufswagens

1937 in den USA das Einkaufen

grundlegend. Bereits abgepackte Lebensmittel

konnten in Regalen selbst ausgewählt

werden. Die Bezahlung erfolgte

an Kassen vor dem Ausgang. Aus dem

Lebensmittelgeschäft mit Bedienungstheke

wurde der Supermarkt mit Selbstbedienung

und individuellem Kauferlebnis.

In Deutschland kam diese

Entwicklung später. Erst nach dem Ende

des Zweiten Weltkriegs und mit Beginn

der wirtschaftlichen Erholung öffneten

mehr und mehr Supermärkte. Allmählich

stiegen Lebensstandard und Ansprüche

der Deutschen wieder. Sie hatten Hunger

nach neuen und frischen Lebensmitteln.

Doch der Transport von

exotischen Früchten wie Orangen

oder Bananen war nicht einfach.

Ab den 1950ern eroberte der

Kreistransporteur der Firma Stöhr

die Lebensmittelindustrie. Bald

sausten Getränkekisten, schwere

Fässer oder gar Bananenstauden

durch die Lager der Lebensmittelgroßhändler

und gelangten

so schneller und schonender zum

Versand.

Zeitgleich folgte in den USA

der nächste Entwicklungsschritt:

1954 kamen erste Fahrerlose

Transportsysteme (FTS) auf den

Markt. Den Sprung in das digitale

Zeitalter lieferte 1975 der

Dematic-Vorgänger Demag mit

der ersten Elektrohängebahn:

Sie transportierte computergesteuert

Traglasten von bis zu 2.400 Kilogramm

– leise, effizient und platzsparend und

dockte an weitere automatische Systeme

wie Kräne und Förderbänder an. Mit

der neuen Technik kamen immer mehr

und preiswertere Lebensmittel auf den

Markt. Die Erfindung des Barcodes und

Fördertechnik trifft Lebensmittel: Mitarbeiterinnen

von Latscha Lebensmittel tüteten 1925 Mandeln ein,

die später im Ladengeschäft verkauft wurden. (Foto:

Dematic)

Spektakulärer Anblick: Der Kreistransporteur von Stöhr konnte bis zu 50 Kilogramm

schwere Bananenstauden befördern. (Foto: Dematic)

der Chipkarte erleichterten den Bezahlvorgang.

Doch erste Lebensmittelskandale

in den 1980ern führten zu einem

Umdenken: Bio-Supermärkte entstanden

und die Tiefkühlbranche boomte.

So wurde das Zentrallager des Schweizer

TK-Anbieters Frisco schon drei Jahre

nach Inbetriebnahme 1985 mit Demag-


Längst hatten auch Fahrerlose Transportsysteme

die Lebensmittelindustrie

erreicht. Hier: FTS bei Rewe in Dortmund

im Jahr 1995. (Foto: Dematic)

Zuverlässiges, schnelles und flexibles System:

Das Dematic Multishuttle 2 kommt

auch im Lebensmittelbereich zum Einsatz.

(Foto: Dematic)

Technik zum automatischen Tiefkühllager

umgebaut. Aufgrund des Temperaturunterschiedes

und mit Rücksicht auf

die Bauteile musste dies bei -25° C und

laufender Anlage erfolgen.

Die Einführung des Internets und

erste E-Commerce-Händler betrafen

den Lebensmittelhandel zunächst nicht.

2000 wurde click&collect erstmals bei

Argos in Großbritannien eingesetzt.

Tesco nutzte ab 2004 RFID-Technologie.

Diese eroberte auch bald die Intralogistik.

2008 realisierte Dematic für die Campina

GmbH in Heilbronn ein Palettensystem

mit RFID-Toren: Paletten mit RFID-Chips

werden beim Passieren der Tore automatisch

registriert und damit schneller verarbeitet.

Kollege Roboter: Das Roboter Piece

Picking Module von Dematic wird

zukünftig die Kommissionierung im

neuen Distributionszentrum bei Drakes

Supermarkets in Australien automatisieren.

(Foto: Dematic)

Mit dem technischen Fortschritt

entstand so eine E-Food-Branche. 2007

wurde Amazon Fresh gegründet. Auch

die Intralogistikspezialisten entwickeln

immer neue Lösungen, um noch bestehende

Hürden zu überwinden: Mit Automated

Mixed Case Palletising (AMCAP)

bietet Dematic eine umfassende Automatisierungslösung

und kann dadurch

Lieferzeiten verkürzen und Durchschlagszahlen

erhöhen. Gerade der Einsatz von

Robotern erweist sich als zukunftsweisend:

So orderte 2018 der Lebensmittelhändler

Drakes Supermarkets in Australien

unter anderem das Dematic Roboter

Piece Picking Module für die automatische

Kommissionierung im neuen Distributionszentrum.

Die Möglichkeiten in der Intralogistik

leiten für den E-Food-Bereich aktuell eine

neue Trendwende ein, die das Einkaufserlebnis

erneut verändern. Denn wir sind

wieder bei der Bedientheke angelangt:

Zwar ist aus dem Bestellschein an der

Theke ein Online-Warenkorb geworden

und die Verkäuferinnen dahinter sind

durch hochmoderne Logistikanlagen

ersetzt.

Doch das Prinzip der individuellen

Bestellung und Bedienung ist wieder

auf dem Vormarsch – ergänzt durch eine

mögliche Lieferung bis nach Hause, in

London, Berlin oder München sogar ein

bis zwei Stunden nach Bestellung. Voraussetzung

hierfür ist eine intralogis-

tische Lösung, die im Spannungsfeld

von Lieferkette und Einzelhandel noch

schneller und akkurater und damit in

Anbetracht der geringen Margen profitabel

arbeitet. Die Antwort hierauf sind

Micro-Fulfillment-Zentren, wie sie Dematic

bietet: vollautomatisierte, äußerst

kompakte und komprimierte Lager im

urbanen Raum, die Online-Bestellungen

autonom zusammenstellen und die

Kosten für die letzte Meile minimieren,

indem sie die Entfernung zum Kunden

gering halten. Eine solche Micro-Fulfillment-Lösung

installiert Dematic derzeit

bei dem US-amerikanischen Einzelhändler

Meijer Inc., der rund 250 Supermärkte

und fast ebenso viele Tankstellen betreibt.

Das System ermöglicht es dem Unternehmen,

den verfügbaren Platz in seine

Stores maximal auszunutzen, indem es

nur gut 900 Quadratmeter Fläche in

Anspruch nimmt. Innerhalb von maximal

einer Stunde stellt die Dematic-Lösung in

Zukunft vollautomatisch Online-Bestellungen

zusammen.

In Deutschland verläuft diese Entwicklung

zögerlich: Die Majorität besucht

den Supermarkt seines Vertrauens um

die nächste Straßenecke – hierzulande

ist die Dichte der Supermärkte etwa zweibis

dreimal höher als in Frankreich oder

Großbritannien. Der Nutzen von Online-

Lebensmittelbestellungen ist für die

Kunden schlicht noch zu klein. Investiert

wird daher in effizientere Prozesse am

POS: Der Kunde registriert sich am Eingang

mit seiner Kreditkarte, einer App

oder biometrisch, geht einkaufen, scannt

danach seine Waren selbst und checkt

beim Verlassen wieder aus – der Bezahlvorgang

läuft rein digital. ó

Über Dematic

Die Dematic Unternehmensgruppe ist ein

führender Anbieter integrierter Automatisierungstechnik,

Software und Dienstleistungen

zur Optimierung der Supply

Chain. Dematic beschäftigt mehr als 7.000

Logistik-Profis und betreibt Entwicklungszentren

sowie Fertigungsstätten auf der

ganzen Welt. Dematic ist ein Teil der KION

Group und hat mehr als 6.000 integrierte

Systeme für seinen Kundenstamm realisiert,

der sich aus kleinen, mittleren und

großen Unternehmen zahlreicher unterschiedlicher

Branchen zusammensetzt.

49

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft


Hochschulen werden Treiber

im regionalen Innovationsprozess

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

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Ergebnisse der 4. Berliner Transferkonferenz

der Hochschulallianz für den Mittelstand am 29. Januar 2020

© Matthew Schoenfelder 2018

Im

Innovationsprozess der deutschen

Wirtschaft ändert sich

die Rolle der Hochschulen drastisch. Ihnen

kommt verstärkt die Rolle eines Moderators

und Treibers zu. Dies können sie besser

als andere Organisationen leisten, weil

sie von sich aus interdisziplinär und innovationsorientiert

arbeiten und als objektive

und ehrliche Makler ohne eigene

Geschäftsinteressen agieren können. Dies

sind wesentliche Erkenntnisse der vierten

Berliner Transferkonferenz der Hochschulallianz

für den Mittelstand, die am 29.

Januar in der Brandenburger Landesvertretung

stattfand. Experten und Entscheider

aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

waren zusammengekommen, um darüber

zu diskutieren, wie Hochschulen strukturschwachen

Regionen helfen können. Unter

ihnen der Staatssekretär im Bundesministerium

für Bildung und Forschung Professor

Wolf-Dieter Lukas sowie die Ministerin

für Wissenschaft, Forschung und Kultur

des Landes Brandenburg Dr. Manja Schüle.

Wesentlich ging es dabei um die Frage,

wie sich Hochschulen stärken lassen,

um ihre Potenziale für die Regionen besser

zu nutzen. Dazu müssten Fördersysteme

verbessert und die neue Mission der

Hochschulen gesellschaftlich anerkannt

werden. Gelinge dies, könnten die Hochschulen

ihre Rolle als „ehrliche Makler“

im Innovationsprozess forcieren, wozu

sie durch ihre interdisziplinäre und nicht

gewinnorientierte Ausrichtung prädestiniert

seien, sagte die Bildungsberaterin

Dr. Sybille Reichert. Aus Dortmund kamen

anregende Beispiele: So erwirtschaftet

das TechnologieZentrumDortmund, 1980

als Maßnahme gegen den Strukturwandel

gegründet, heute einen Jahresumsatz

von 920 Millionen Euro. Ein Erfolgsmodell

bei dem die Dortmunder Hochschulen

eine wesentliche Rolle spielen, berichtete

Guido Baranowski. Auch das Thema Neugründungen

von Hochschulen wurde diskutiert.

Professor Klaus Zeppenfeld, Gründer

und Präsident der 2008 gegründeten

Hochschule Hamm-Lippstadt, berichtete

vom positiven ökonomischen Impact

einer Hochschule in einer strukturschwachen

Region. Andererseits sind zwischen

1990 und 2016 die Zahl der Hochschulstandorte

bereits um 167 Prozent gestiegen

– eine Zahl, die Dr. Klaus-Heiner Röhl,

Senior Economist für Unternehmen am

Institut der deutschen Wirtschaft Köln,

in die Debatte warf. Bestehende Hochschulen

wie die TH Brandenburg oder die

Hochschule Magdeburg sind dazu übergegangen,

Präsenzstandorte in weiteren

Städten der Region zu gründen, um auf

diese Weise ein regionales Netzwerk zu

etablieren.

Hauptforderung der Hochschulallianz

für den Mittelstand ist seit Jahren

die Einrichtung einer Deutschen Transfergemeinschaft

(DTG). Während Ministerin

Manja Schüle (SPD) oder Dr. Thomas

Sattelberger (FDP) sich offen für diesen

Vorschlag aussprachen, ließ Dr. Stefan

Kaufmann (CDU) eine „gewisse Grundsympathie“

erkennen. Bundesministerin

Anja Karliczek (CDU) hatte sich vor Monaten

gegen eine solche Gründung ausgesprochen.

Klar ist: Die Möglichkeiten der Hochschulen,

insbesondere Regionen mit Entwicklungsrückstand

zu stärken, müssen

ausgebaut werden. Eine DTG könnte

dafür sorgen, dass Hochschulen für Angewandte

Wissenschaften im Bereich Transfer

stärker gefördert werden. Und zwar

auf ähnliche Weise wie Universitäten

durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft

(DFG). „Wir werden ein Förderprogramm

aufsetzen, in dem der Transfer

eine wesentliche Bedeutung hat“, kündigte

Staatssekretär Lukas an.

Hochschulallianz-Vorsitzender Hans-

Hennig von Grünberg regte an, den Hochschulen

mehr Spielraum bei der Regelung

der Lehrdeputate zu geben. „Wir müssen

unsere forschungsaffinen Lehrenden

in die Lage versetzen, mehr Anträge zu

schreiben, mehr Zeit für Forschung zu

haben und mehr Zeit, sich mit den Problemen

der Unternehmen in ihrer Region

auseinanderzusetzen.“ Die derzeitige

Regelung erlaube den Hochschulen nur

eine geringe Ermäßigung der Lehrverpflichtung,

die bei 18 Semesterwochenstunden

liegt.

Bestehende Hochschulen stärken,

Kooperationen auf mehreren Ebenen

anbahnen, Strategien für Wissenstransfer

und regionalökonomische Maßnahmen

koordinieren: Das sind die wesentlichen

Erkenntnisse der vierten Berliner

Transferkonferenz. Die Diskussion über

die Zukunft des Transfers von Wissen und

Technologien ist noch nicht beendet. ó

Autor: Andreas Moegelin M.A.


© Gerd Altmann auf Pixabay

Eine Telefon-Hotline. Was

ist das eigentlich? Das fragen

wir mal ähnlich naiv wie im

Pleistozän Heinz Rühmann als

Lehrer Bömmel in dem Film die

Feuerzangenbowle: „Wat is ‘ne

Dampfmaschin? Da stelle ma

uns mal janz dumm und sagen:

En Dampfmaschin iss ne jroße,

runde, schwarze Raum mit zwei

Löchern. Durch das eine kommt

der Dampf rein un das andere

krieje ma späta ...”

Eine Telefon-Hotline, das ist

ein großer, schwarzer Raum, da

lass ich von Zeit zu Zeit als Kundin

Dampf ab. Und dann lassen

die Herren – oder Damen

oder Wesen – am anderen Ende

der Leitung mich in ein tiefes,

schwarzes Loch plumpsen,

indem sie einfach auflegen.

Nach 20 Minuten Warten ist

es mir endlich gelungen, einen

Herrn vom (nennen wir ihn hier

mal) xDxHxL-Kundendienst an

die Strippe zu kriegen (ja, ich

weiß, Strippen gibt es nicht

mehr und wahrscheinlich wurde

der Kundendienst dabei gleich

mit abgeschnitten). Ich erzähle

dem Herrn jedenfalls von dem

Päckchen, das ich aus der Oberlausitz

nach München schicken

wollte und das schon am nächsten

Tag vom Zusteller elegant an

die Haustür gelehnt wurde – leider

nicht an die des Adressaten

in München, sondern an meine.

Ja, komme vor, hieß es bei der

Poststelle, da habe die Sortier-

Maschine dann wohl Absender

und Adresse vertauscht. Ach so,

na klar, hihi.

Leider kann der hochintelligente

Strichcode für den Versand

nicht noch einmal genutzt

werden, logisch, verstehe ich,

der ist ja nun sozusagen ausgelesen.

Ich möchte, dass das Päckchen

nach München kommt

und zahle also brav noch mal 4

Euro 80 und erhalte zum Trost ein Zettelchen

mit einer Hotline-Nummer. Woher

wusste die Kollegin der Poststelle, dass

ich auf Hotlines ähnlich scharf bin wie

andere auf Reisen mit der Deutschen

Bahn?

Der Mann im schwarzen Raum der

Telefonhotline jedenfalls sagt: „Ja, fein,

das Päckchen ist doch angekommen –

und was wollen Sie jetzt von mir?” Als

ich noch nach Luft schnappe und mit mir

ringe, ob ich ihm sagen soll: „Na, 4 Euro

80 oder Stoff für eine neue Kolumne” –

legt er auf. Das nenne ich mal abgehängt

werden.

Hotline ins Schwarze Loch

Aber ich habe Stoff gewittert und

rufe also noch mal bei der Hotline an.

Herr Numero zwei sagt: „Sie wissen

schon, dass es Sendungsverfolgung nur

bei Paketen gibt, nicht bei Päckchen?” Ich

sage: „Guter Mann, darum geht es nicht,

das Päckchen …” Döööööööööd, schon

bin ich raus aus der Leitung und

ich verstehe den tieferen Sinn

des Wortes Hotline: Schweiß

steht mir auf der Stirn, ich bin

so richtig fein auf Betriebstemperatur

und rufe die Pressestelle

vom Schwarzen Loch an. Ob ich

meine Anfrage vielleicht schriftlich

formulieren könne?

Na klar, gebt mir Pfeffer, darauf

kommt es nun auch nicht

mehr an, E-Mail ans Schwarze

Loch! So leicht kommt Ihr mir

nicht davon. Um es abzukürzen:

Eine Antwort gab es von allein

nicht. Nachfragen brachte ein

Konvolut aus Textbausteinen.

Die verbat ich mir und forderte

eine richtige Antwort. Die

erhielt ich und das Tiefschwarze

Loch versprach, ein Kundenbetreuer

werde sich bald bei mir

melden. Sollte das im Laufe

des Jahres 2020 noch passieren,

werde ich Ihnen

das nicht vorenthalten.

Und, Lehrer Bömmel,

was lehrt uns das

in diesen Tagen? Vielleicht:

Wenn du in die

Hotline eines Schwarzen

Loches hinein bläst,

kommt nichts als heiße

Luft – und das andere

krieje ma später.

Über die Autorin

Martina Rellin, Ex-Chefredakteurin der

Kultur-Zeitschrift „Das Magazin“ und

erfolgreiche Sachbuchautorin („Klar bin

ich eine Ost-Frau!”), verspricht vom 12.-

15. März auf der Leipziger Buchmesse an

ihrem Stand: null Schwarze Löcher, dafür

Plauderstündchen bei Schwarzem Tee!

Rellin schreibt leidenschaftlich gern, für

sich und andere, Bücher und Auftragskommunikation.

Sie betreibt die Rellin Schreibwerkstatt

bei Berlin und in Oybin im Zittauer

Gebirge und vermittelt dort und in

Leipzig Interessierten das Handwerk des

Schreibens in Kursen und Coachings.

www.martinarellin.de

51

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft


Ein Krisenmanager packt aus

Wirtschaft

PT-MAGAZIN 2/2020

52

© Gerd Altmann auf Pixabay

Diese 9 Punkte müssen Sie beachten,

wenn ihr Unternehmen in der Krise steckt

Flugzeugabstürze, tödliche Behandlungsfehler,

Luftreisen, Misshandlungen

bei der Bundeswehr und Gammelfleisch-Skandale.

In der Geschichte

der deutschen Wirtschaft gibt es immer

mal wieder Ereignisse, die alle eins

gemeinsam haben: Sie waren Themen in

der bundesweiten medialen Berichterstattung.

Und mit Sicherheit haben die

Geschäftsführer dieser Unternehmen

nicht damit gerechnet – doch plötzlich

war sie da: Eine Krise!

Es ist unverständlich wie manche

Unternehmer die negative Seite der

medialen Berichterstattung ausblenden

können. Innerhalb von Sekunden kann

ein über Jahre aufgebautes Vertrauen

vernichtet werden. Man denkt vielleicht,

dass so etwas Schlechtes nicht im eigenen

Unternehmen passieren kann. Doch

dann steht das Unternehmen in der Aufmerksamkeit

der Medien. Dass genau

diese Aufmerksamkeit nicht gut sein

kann, weiß David Rölleke, Krisen- & PR-

Manager großer wirtschaftlicher Unternehmen.

Er hat schon mehrere Firmen

durch ihre Krisenkommunikation geführt

und kann eins nur mit Nachdruck sagen:

Krisenkommunikation beginnt mit einer

Planung bevor die Krise überhaupt da ist.


Wenn man das nicht macht, dann so früh

wie möglich nach Krisenbeginn!

Dafür nutzt er gerne das Beispiel seiner

Arbeit im Dezember 2019, als sich

innerhalb von vier Tagen zwei große

Unternehmen mit mindestens ebenso

großen Problemen meldeten. Während

der kommenden drei Wochen war David

Rölleke dann in fünf verschiedenen Ländern.

Er steuerte die Medienarbeit, traf

wichtige Entscheidungen und baute mit

den Geschäftsführern eine passende

Kommunikationsstrategie auf, um das

Vertrauen zurück zu erlangen.

Und dabei ist eine Krise nicht einmal

ansatzweise romantisch. David Rölleke

berichtet von weinenden CEOs, die

sonst gestandene Führungskräfte waren.

Sie hoffen nur auf ein schnelles Ende des

Schreckens. In 8 von 10 Fällen handeln

Unternehmen während einer Krise falsch,

sobald plötzlich die Krise da ist.

Beispiele gibt es in der Lebensmittelindustrie

zu Hauf. Hier werden ständig

Lebensmittelrückrufe gestartet, doch

ein Fall hat eine TV-Berichterstattung

mit über eine Millionen Aufrufe hervorgebracht.

Dabei ging es um ein Produkt,

das angeblich krebserregend ist. Eine

andere Krise hatte ein Unternehmen, wo

ein nicht offiziell beschäftigter Mitarbeiter

aus dem Ausland einen Arbeitsunfall

erlitt. Treffen kann es also jede Firma. Für

Geschäftsführer ist es also unabdingbar,

das Unerwartete zu erwarten. Man muss

(und sollte) auch keine Panik verbreiten,

doch ist es wichtig, die Gefahren nicht zu

übersehen und im Notfall einen kühlen

Kopf zu bewahren. Sich im Vorfeld einen

Krisenplan erstellen zu lassen, hilft ebenfalls.

Ein Krisenplan legt alle Abläufe fest

und schreibt vor was passiert, wenn die

Krise plötzlich da ist. Der Krisenmanager

erhält dann direkt die nötigen Angaben

und könnte so selbst aus dem Auto im

Stau auf der Autobahn heraus die Krisenführung

übernehmen. Es ist wichtig,

dass ein absoluter Profi die Kommunikation

steuert. Alles andere könnte den

Ruin des Unternehmens nur noch weiter

vorantreiben. Dieser Kommunikationsprofi

nimmt dann zumeist die Schuld auf

sich. Denn Fehler sind menschlich und

wenn jemand dafür öffentlich einsteht,

schreibt die Öffentlichkeit ihm Mut oder

sogar Respekt zu.

Doch zu einer solchen Situation

muss es bei einer gründlichen Krisenplanung

gar nicht erst kommen. Sollte Ihr

Unternehmen dennoch von einer Krise

getroffen werden, stellen wir Ihnen neun

Punkte vor, die Ihnen beim Meistern der

Krise helfen sollen.

Punkt 1: Ruhe bewahren!

Wie besorgniserregend die Situation auch

gerade ist, sollte noch kein Krisenplan

bestehen, muss nun ein Krisenmanager

gesucht werden. Sollte dessen Honorar

die finanziellen Mittel übersteigen, sollte

wenigstens ein Anwalt und ein PR Manager

kontaktiert werden. Diese sind dann

aber nur beratend tätig und treffen keine

relevanten Entscheidungen. Der Kommunikator

zwischen Unternehmen und

Medien sollte ein absoluter Fachmann

sein. Er nimmt Stellungnahmen und tritt

in den direkten Kontakt. Wenn Sie soziale

Netzwerke nutzen, benachrichtigen

Sie auch Ihre Social Media Agentur. Klären

Sie dann die internen Verantwortlichkeiten

und legen Sie jedes Fehlverhalten

offen. Denn wenn jetzt nicht mit offenen

Karten gespielt wird, wird es dem Unternehmen

später auf die Füße fallen. Am

Ende kommt es in 99 Prozent der Fälle

sowieso ans Tageslicht.

Punkt 2: Ein Krisenteam bilden.

Das Krisenteam besteht zumeist neben

dem Geschäftsführer noch aus einem

Medienprofi, Anwälten und einem Online

Marketer. Diese müssen nach Benachrichtigung

die volle Wahrheit über den aktuellen

Fall erhalten. ˘

53

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

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PT-MAGAZIN 2/2020

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Wirtschaft

54

Der Medienprofi muss dabei unbedingt

ein Kommunikationsprofi sein. Am besten

mit Kontakten zu Chefredakteuren.

Dieser Kommunikationsprofi muss ebenfalls

in seiner Branche respektiert sein. So

kann ein künstliches Aufbauschen der

Unternehmenskrise verhindert werden.

Der Anwalt ist der Ansprechpartner

für rechtliche Fragen. Dieser darf keine

Angst vor schwerwiegenden Entscheidungen

haben. Dafür entspannt sich

durch die Anwesenheit des Anwalts die

Lage innerhalb des Unternehmens.

Der Online Marketing Profi widmet

sich den Anfragen über Social Media. Für

diesen Posten endet der Tag nicht mit

dem allgemeinen Büroschluss, sondern

wenn alle Nutzeranfragen beantwortet

sind. Gerade während einer Krisenkommunikation

ist die schnelle und kompetente

Beantwortung der Fragen von

Kunden unabdingbar. Ein Vorbild sind die

Social Media Teams der Fluggesellschaften

während eines Streiks. Höflich und

sehr schnell.

Punkt 3: Informationen liefern.

Sobald die Branchenprofis benachrichtigt

sind, müssen die Informationen auf

den Tisch. Und zwar alle und zu 100 Prozent.

Und danach müssen Sie die Verantwortung

für die Krisenkommunikation

abgeben. Machen Sie als Geschäftsführer

bloß nicht den Fehler emotional aufgeladen,

in ein Interview zu geraten. Widmen

Sie sich lieber Ihrer eigentlichen Aufgabe

als Geschäftsführer und führen Sie Ihre

Angestellten.

Punkt 4: Der richtige Umgang mit den

Medien.

Medienanfragen müssen höflich aber

auch professionell bearbeitet werden.

Wichtig ist auch das Herausfinden der

Richtung, in die die Berichterstattung

gehen soll. Notizen helfen bei Gesprächen

weiter. Doch wenn Sie merken, dass die

Berichterstattung der Medien in eine völlig

falsche Richtung geht, können Gespräche

mit Medien natürlich auch abgebrochen

werden. Wenn zudem vorerst keine

Presse eingeschaltet werden soll, dann

kann das natürlich auch geschehen. Dann

sollte jedoch konsequent mit keinen Journalisten

kommuniziert werden und diese

erst später informiert werden.


Punkt 5: Mitarbeiter

Die Mitarbeiter sind des Unternehmens

Rückgrat. Und doch müssen diese oft am

meisten zittern, wenn sich ein Unternehmen

in einer Krise befindet. Beruhigen

Sie daher Ihre Mitarbeiter und legen

Sie klare Richtlinien fest. Machen Sie

als Geschäftsführer deutlich, dass keine

Informationen nach außen dringen dürfen.

Es sollten weder Fotos noch Geschriebenes

in die Hände von Journalisten geraten.

Punkt 6: Einen Anwalt einschalten

Ob ein Anwalt in einer Krise wirklich

nötig ist, muss von Fall zu Fall entschieden

werden. Je nach Krisenschwerpunkt

kann ein Anwalt auch einstweilige Verfügungen

gegen verschärfte mediale

Berichterstattungen erwirken, die

schlussendlich gewinnbringend waren.

Doch ein Zurückgreifen auf einen Anwalt

muss nicht zwingend in einstweiligen

Verfügungen enden. Es ist auch schon

ausreichend, einen Rechtsexperten an

der Seite des Unternehmens zu wissen.

Punkt 7: Der richtige Umgang mit

Social Media

Reden ist Gold. In einer Krise wird Ihr

Unternehmen der Böse sein. Doch das

heißt nicht, dass Sie auf Social Media

böse oder arrogant auftreten müssen. Es

sollte viel mehr in einen positiven Dialog

getreten werden. Dazu muss ein Fahrplan

für Social Media für den individuellen Fall

her. Und diese Struktur muss das Unternehmen

sympathisch wirken lassen.

Punkt 8: Fazit nach der Krise und die

richtige Kommunikation nach außen

Schweigen ist nicht mehr zeitgemäß.

Kommunikation muss erfolgen! Das

Eingestehen von Fehlern macht sympathisch

und zeigt Menschlichkeit. Doch

es ist wichtig, dass nur das nach außen

kommuniziert wird, was vorher mehrfach

besprochen und von allen Seiten

kritisch beleuchtet und diskutiert wurde.

Das gesprochene oder geschriebene Wort

kann nämlich nicht mehr zurückgenommen

werden. Worte sollten daher weise

gewählt werden. So kann Ihnen niemand

einen Strick aus Ihrer Aussage drehen.

Punkt 9: Nutzen Sie die Krise für den

unternehmerischen Neuanfang!

Lernen Sie aus der Krise und ändern Sie

Ihr Verhalten in Ihrem Unternehmen.

Wenn einer Ihrer Fahrer in einen Autounfall

verwickelt ist, da er Alkohol konsumiert

hat, führen Sie ab sofort einen

Alkoholtest vor Abfahrt durch. Nutzen Sie

die noch bleibende PR für die Veröffentlichung

dieser Neuerung. Versetzen Sie als

Geschäftsführung auch in die Lage der

Mitarbeiter und testen Sie selbst die Neuerungen

in Ihrer Firma. Begleitet werden

Sie dabei von Ihrem Mediateam, um die

Aktion auch medial verwenden zu können.

Also: nach einer Krise kommt eine

Veränderung und damit eine Verbesserung.

Achten Sie auf den Zusammenhalt

der Belegschaft, geloben Sie Besserung

und kümmern Sie sich noch besser um

die Kunden. Eine Krise endet nicht so

schnell, wie sie beginnt, aber es gibt viele

Möglichkeiten diese ordentlich zu beenden.

ó

Über den Autor

David Rölleke ist selbstständiger Medienexperte

und berät Wirtschaftskonzerne

im Bereich Kommunikation nach jahrelanger

Arbeit für hochrangige TV, Online- und

Printmedien. Er gilt als einer der bekanntesten

Medienprofis in Deutschland.

55

PT-MAGAZIN 2/2020

Wirtschaft

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2010, 2015, 2018

2018


Gut, besse

© Polybert49/flickr/CC BY-NC-ND 2.0

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München, Flughafen, Hangar der Lufthansa am Terminal 2

München, Ruhmeshalle bei der Bavaria an der Theresienwiese


, Bayern

© d26b73/flickr/CC BY-NC-ND 2.0

Unterm Licht. U-Bahn-Station München Westfriedhof

Bild: BMW AG

Automobilbau

Optische Industrie

Foto: © LPKF Laser Welding


Online buchen, offline erleben

Städtetourismus im Zeitalter der Digitalisierung

PT-MAGAZIN 2/2020

Bayern

58

Nürnberg ist eine lebendige Großstadt

mit einem reichen Angebot

an Kunst und Kultur. Die zweitgrößte

Stadt Bayerns besticht mit mittelalterlichem

Charme und hat neben dem

bekanntesten Christkindlesmarkt

Deutschlands viele weitere Sehenswürdigkeiten

zu bieten.

Doch wie erfahren Touristen von all

diesen Angeboten? Online! Denn Reisende

gehen heutzutage meistens im

Internet auf die Suche nach passenden

Freizeitbeschäftigungen. Was bedeutet

diese Entwicklung für den Erlebnismarkt?

Und wie können Städte wie Nürnberg

diesen Anforderungen gerecht werden?

Welche Herausforderungen die Digitalisierung

für die Freizeitbranche mit sich

bringt, beantworten die Tourismusexperten

Christoph Kruse und Yvonne Coulin

im Interview.

Herr Kruse, wo steht der Erlebnismarkt

aktuell?

In nahezu jedem Bereich des alltäglichen

Lebens stehen die Zeichen auf digital:

Wir kaufen online ein, lesen unser

E-Paper oder buchen Reisen bequem von

der Couch aus. Anders sieht es jedoch im

Erlebnismarkt aus. Obwohl diese Branche,

nach Unterkunft und Flug, das drittgrößte

Segment im Tourismus ausmacht,

ist sie nach wie vor nur wenig digitalisiert.

Fast drei Viertel der Anbieter verfügen

nicht über das technische Know

How, ihre Angebote online zur Buchung

anzubieten - und verpassen damit ein

unglaubliches Potenzial.

Das heißt, ….?

Um das weltweite Umsatzpotenzial von

rund 100 Milliarden Euro erhalten zu

können, muss sich auch die Freizeit- und

Erlebnisbranche den heutigen Anforderungen

stellen. Sprich, lokale Anbieter

müssen sich digital aufstellen, ihre

Angebote online vermarkten und Verbrauchern

einen möglichst einfachen

Buchungsprozess und Planungsoptionen

anbieten.

Worauf müssen sich Anbieter aus der

Freizeitbranche in den nächsten Jahren

gefasst machen?

Mit der ständigen Online-Präsenz und

einer großen Vielfalt an Freizeitangeboten

hat sich auch die Erwartungshaltung

von Verbrauchern geändert. Diese suchen

im heutigen Überangebot an Erlebnissen

nach jenen, die übersichtlich dargestellt

und einfach, am besten online, buchbar

sind. Für Anbieter von Aktivitäten bedeutet

das: Mobil denken. Buchungen über

mobile Devices sind in den letzten Jahren

stark gewachsen. 30 Prozent buchen ihre

Erlebnisse mittlerweile online. Neben

hochwertigen Buchungserlebnissen für

den Desktop sollten daher auch entsprechende

mobile Formate entwickelt

werden. Eine weitere Herausforderung

ist die gewünschte Spontanität der Reisenden:

40 Prozent buchen kurzfristig vor

Antritt, da sie sich entweder nicht festlegen

möchten oder kaum Informationen

über das Reiseziel vorhanden sind. Hier

Gemeinde Niederwinkling – attraktiv, modern, wirtschaftsfreundlich

die Kommune des Jahres 2010 und Premier-Kommune 2013

Der Weg nach Niederwinkling – zentral in Ostbayern!

Direkt an der Autobahnausfahrt Schwarzach/Niederwinkling der A3 Regensburg-Passau

der Niederwinklinger Weg: „wo Unternehmer keine Bittsteller sind!“

„Maßgeschneiderte“ Flächen, individuelle Lösungen, enge Kooperation mit Unternehmen und

Abbau bürokratischer Hürden sorgen dafür, dass interessierten Firmen viele Wege erspart bleiben.

Erfolgsbeteiligung der Gemeindebürger & Betriebe!

Schuldenfrei, hohe Investitionsquote und Senkung der Realsteuerhebesätze

Fazit: nachhaltige Finanzpolitik und harte Arbeit zahlen sich aus - auch in Krisenzeiten.

starkes Fundament für die Zukunft

Zeitgleich mit der Wohn- & Wirtschaftsentwicklung wird in die

Infrastruktur investiert: nachhaltig, bedarfs- u. zielorientiert

„Landflucht“ ist kein Thema!

Die Einwohnerzahl ist ständig stetig steigend – und dass seit

über 30 Jahren; um über 20 % allein in den letzten 10 Jahren

Wohnen & Arbeiten vor Ort

Weitsichtige & bedarfsorientierte Planungen ergeben günstige

Konditionen im Verkauf .... und das trotz anhaltend hoher Nachfrage.

die neue Großbaustelle - das Dorf- & Begegnungszentrum

Auf über 12.000 m² wurden u.a. für die Bereiche Gesundheit, med. Versorgung,

Sport, Kultur, Bildung, Seniorenbetreuung, Wohnraum, Nahversorgung,

etc. Gebäude in einem attraktiven Umfeld errichtet.

Gemeinde Niederwinkling, Dorfplatz 1, 94559 Niederwinkling,

Fon: (0 99 62) 20 000 20, email: info@ku-niederwinkling.de

www.niederwinkling.de


© wissamothman110 auf Pixabay

müssen Veranstalter Anreize schaffen

und neben umfassenden Informationen

genügend Planungsoptionen anbieten.

Beispielsweise einfache Buchungs- und

Zahloptionen, keine Warteschlangen, Flexibilität

beim Buchungszeitraum sowie

Rabatte und Sonderaktionen.

Frau Coulin, was bedeutet die Digitalisierung

für Städte und deren kulturelle

Angebote?

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung,

insbesondere der Nutzung der verschiedenen

Online-Buchungsplattformen ist

es wichtig, dass das touristische Angebot

der lokalen Anbieter online buchbar

und auf allen Plattformen sichtbar ist.

Deutsche Großstädte, so auch Nürnberg,

haben ein vielfältiges, kulturelles Angebot

und schaffen es dennoch häufig nicht,

dieses Besuchern optimal kenntlich zu

machen.

Wie begegnet die Stadt Nürnberg diesen

Entwicklungen?

Wir haben in Nürnberg und der Region

ein modernes und vielseitiges Angebot

für die Besucher. Wichtig ist dabei,

den Besuchern neben Impulsen auch

eine einfache und schnell verständliche

Online-Buchung zu ermöglichen. Die CTZ

nutzt daher seit Mai 2019 die Software-

Lösung von bookingkit als neue Technologie

zur direkten Buchung von Touren

und Aktivitäten auf der CTZ-Website.

Darüber hinaus setzen wir bookingkit

auch im täglichen Geschäft in unseren

Tourist-Informationen ein. Zudem arbeiten

wir an einer kontinuierlichen Ausweitung

des buchbaren Angebotes und

planen künftig auch die Einbindung der

Nürnberger Museen.

Über die Gesprächspartner

Christoph Kruse ist Gründer und Geschäftsführer

von bookingkit. Die gleichnamige

Buchungssoftware unterstützt Anbieter

von Touren, Aktivitäten und Attraktionen

bei der Verwaltung und dem Vertrieb ihrer

Angebote. Als Geschäftsführerin der Congress-

und Tourismus-Zentrale Nürnberg

(CTZ) ist Yvonne Coulin für die weltweite

Vermarktung der Stadt verantwortlich.

Können Sie uns einen Einblick geben, wie

die konkrete Zusammenarbeit der CTZ

und bookingkit aussieht?

Durch die Software-Lösung von bookingkit

können wir all unsere Erlebnisse

digital anbieten, d.h. diese vermarkten,

vertreiben und schließlich auch direkt

zur Buchung anbieten. Dies macht nicht

nur einheimische, sondern auch verstärkt

internationale Reisende auf uns

aufmerksam. Zusätzlich zu den direkten

Buchungsmöglichkeiten auf der CTZ

Website, können Anbieter aus der Region

- beispielsweise von Stadtführungen - ihre

Angebote auch bei Drittanbietern, wie

viator und Get Your Guide, digital zur Verfügung

stellen. ó

59

PT-MAGAZIN 2/2020

Bayern


Bayerns „heißes Herz“

Spektakuläre „Schwitzwelten“ im Bayerischen Golf- und Themenland,

Deutschlands Saunaregion Nummer 1

PT-MAGAZIN 2/2020

Bayern

60

Jeder dritte Deutsche geht auch in diesem

Winter regelmäßig in die Sauna.

Immer mehr Bundesbürger schwitzen

im Bayerischen Golf- und Themenland,

Deutschlands Saunaregion Nummer 1 mit

mehr als 50 spektakulären, überraschenden

und ungewöhnlichen Hitze-Erlebniswelten.

Nirgends haben Anhänger der

wohligen Wärme mehr Auswahl als in

der ostbayerischen Ferienregion zwischen

Regensburg und Passau.

Regensburg (obx) - Vom Duft dampfender

Kräuter umhüllt in einer wohltemperierten

Wohlfühlwelt den kalten Winter

vergessen, in einem urig-heißen Kartoffelkeller

dem hektischen Strom der Zeit

entfliehen, sich durch Heudampfbäder

neu beleben lassen, die wärmenden

Geheimnisse aus 1001 Nacht auf den

Spuren Aladins entdecken oder einfach

neue Kraft schöpfen dank der gemütlich-kuscheligen

Wärme eines bayerischen

Kachelofens: Das Bayerische Golfund

Themenland ist heute mit jährlich

mehr als fünf Millionen Gästeübernachtungen

auch Deutschlands Saunaregion

Nummer 1. Was immer die unerschöpfliche

wärmende Wellnesswelt an Wohltaten

für Körper und Geist bietet, ist in

Hotels und Thermen in Bayerns „heißem

Herz“ zu finden: von der Bergkristallsalz-Sauna

bis zur Zirbelholz-Sauna und

von der mystischen „Hexensauna“ bis

zur „Lehmsauna“ im Paradiesgarten mit

anschließender Erfrischung mit Eisbrunnen

und Iglu-Eisgrotten. Besucher haben

dort heute die Wahl zwischen mehr als

50 oft einzigartigen und überraschend

ungewöhnlichen Saunawelten.

Jeder dritte Deutsche geht regelmäßig

in die Sauna, hat eine Umfrage des

Deutschen Sauna-Bunds ergeben - Tendenz

seit einigen Jahren steigend. Die

Gründe dafür sind vielfältig: Saunieren

entspannt, stärkt das Immunsystem und

hilft, gute Laune zu tanken - besonders

an kalten und grauen Tagen. Das zunehmend

auch in Deutschland beliebte

Schwitzbad hat eine Jahrtausende alte

Geschichte. Bereits in der Steinzeit kleideten

unsere Vorfahren Erdlöcher und Höhlen

mit heißen Steinen aus und schütteten

Wasser darüber. Den so entstehenden

Wasserdampf nutzten sie, um ihre Körper

zu reinigen.

Bis heute ist unklar, wer das Sauna-

Prinzip wirklich erfunden hat: Sowohl

im asiatischen Raum, als auch in Nord-,

Mittel- und Südamerika sowie bei den

© bayerisches-thermenland.de

Inuit wird der heiße Dampf traditionell

geschätzt. Nomaden brachten das

Schwitzbad nach Europa: ins römische

und ins osmanische Reich, nach Griechenland

und auch nach Skandinavien.

So unklar die Herkunft der wohlig-warmen

Entspannungspraxis ist, so sicher ist,

dass es die Finnen waren, die die Sauna

im 20. Jahrhundert populär machten.

Inzwischen haben die ostbayerischen

Wellness- und Saunajünger ihre finnischen

Vorbilder in Sachen Originalität

und Einfallsreichtum längst überholt und

sind zur Premiumdestination für wohligwarme

Entspannungswelten geworden:

Mit Millioneninvestitionen entstanden

in den fünf niederbayerischen Thermalbädern

Bad Füssing, Bad Birnbach, Bad

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© bayerisches-thermenland.de

Griesbach, Bad Gögging und Bad Abbach

in den vergangenen Jahren Saunawelten

der Superlative als Inseln der Ruhe, des

Glücks und des körperlichen Wohlbefindens

in der kalten Jahreszeit.

In Bad Füssing, Europas übernachtungsstärkstem

Kurort, hat ein deutschlandweit

einzigartiges Sauna- und

Relaxingzentrum bereits mehr als eine

Million Gäste begeistert: Integriert in

einen historischen Vierseit-Bauernhof

begeistert der Saunahof mit zwölf verschiedenen

Erlebnissaunen, Thermalwassersee

und Wasserfall sowie vielseitigen

Entspannungsangeboten. Modernste

Saunatechnik sorgt im Verborgenen für

zeitgemäßen Schwitzkomfort.

Immer neue Attraktionen, wie zum

Beispiel Deutschlands erste Kartoffel-

Sauna, machten den Saunahof in den

letzten Jahren noch attraktiver. Die Finnische

Aufguss-Sauna wurde im Laufe

der Jahre in eine Jagasauna und das

Schmiedebad in ein Salzkammerl mit

einem Klima wie am

Meer umgestaltet. Im

Bad Füssinger Johannesbad

können Saunafans

nebenan auf

Weltreise gehen und

sich in ferne Saunawelten entführen

lassen. Fühlen Sie sich einmal als Sultan

im indischen Kristall-Blütendampfbad,

genießen Sie ein traditionelles Schwitzbad

unter funkelndem Sternenhimmel,

wie es einst die römischen Kaiser schätzten

oder wandeln Sie auf den Spuren Aladins

in einem Osmanischen Badetempel.

Wer es weniger exotisch mag, kann auch

auf eine Zeitreise der anderen Art gehen

und traditionell nach Bauernart vorm urigen

Kachelofen einer niederbayerischen

Schwitzstube entspannen.

Bad Birnbach wirbt heute mit einer

der weitläufigsten Saunalandschaften

Deutschlands. Hitze, Dampf und Düfte,

Schlamm und Kälte vital erleben - das

ist das Einzigartige im „Vitarium“ der

Bad Birnbacher Rottal-Terme. Das „heiße

Herz“ der Terme ist die exklusive Saunalandschaft

mit Kräutersauna, mildem

Sanarium und einem Eisbrunnen mit

stets frischen Eiswürfeln. In der „Dampfpyramide“

vor dem Thermensee erleben

Besucher 100 Prozent Luftfeuchte bei 45

Grad. Gesundes Schwitzen ist dort auch

für Sauna-Ungeübte garantiert. Eine Kristallsauna

nutzt die heilende Wirkung des

Lichts, Lichtbänder an der Decke lassen

die Kristalle in vielen Farben funkeln. Eine

aus Muschelkalk gebaute „Lehmsauna“

garantiert bei 80 Grad ein besonders

ursprüngliches Schwitzerlebnis.

Einzigartige Panorama-Blicke über

die Weiten des Donautals garantiert die

Außensauna der Kaiser-Therme in Bad

Abbach. In einer neuen Bergkristallsalz-

Sauna entfalten Himalayasalz und Bergkiefernholz

ihre wohltuende Wirkung für

Geist und Körper. Optimale Voraussetzungen,

um sich bei kalten Temperaturen

zu wärmen, bietet auch die Saunawelt in

der Bad Griesbacher „Wohlfühltherme“:

Mit bis zu 95 Grad setzen die Saunameister

dort besonders auf den klassischen

Hitzegenuss. ó

Info

Mehr Informationen über die spektakulären

Saunawelten des Bayerischen Golfund

Themenlands erhalten Interessierte

im Internet

www.bayerisches-thermenland.de

61

PT-MAGAZIN 2/2020

Bayern

w w w . h e i m e r l - b a u . d e

Ehrenplakette 2019


© Florian Wildgruber

Jeder kann etwas

Außergewöhnliches leisten

Florian Wildgruber im Interview zu seinem Buch „Stärke“

Sie sind erst 28 und haben schon so viel

erreicht: Zwei abgeschlossene Studiengänge,

Deutscher Meister, Europa-Meister,

Ironman, Sportler des Jahres, Redner

des Jahres, Bestseller-Autor, Lehrbeauftragter

an Hochschulen – wie geht das?

Ehrlich gesagt kommt es mir persönlich

meistens überhaupt nicht so vor, als

hätte ich schon viel erreicht. Oftmals

bin ich so sehr mit dem jeweiligen Projekt

beschäftigt und habe so viel Spaß

an der Sache, dass ich den Prozess selbst

kaum noch wahrnehme. Wenn ich dann

in einer ruhigen Minute hin und wieder

ein bisschen zurückblicke, dann bin ich

auch überrascht, wie weit ich in kurzer

Zeit gekommen bin. Es liegt vermutlich in

der Natur des Menschen, dass wir gerne

überschätzen, was wir in einem Jahr

und unterschätzen, was wir in zehn Jahren

schaffen können. Wenn man jedoch

jeden Tag versucht, ein klein bisschen

besser zu werden, dann wird man irgendwann

ziemlich weit kommen.

Das hört sich interessant an. Kann also

jeder alles schaffen?

Wer meine Lebensgeschichte kennt, der

weiß, dass meine Ausgangsvoraussetzungen

für einen Hochleistungssportler

oder auch für einen Buchautor nicht

wirklich gut waren. Ich bin davon überzeugt,

dass JEDER etwas Außergewöhnliches

leisten kann, wenn man sich auf

das konzentriert, was seinen Fähigkeiten

entspricht. Es ist jedoch absoluter Unsinn

zu behaupten, dass jeder alles kann. Man

wird aus einem Elefanten nie eine Gazelle

machen, aber das muss man auch nicht.

Was ist härter: der Ironman oder ein Buch

zu schreiben?

Der Prozess an sich ist recht ähnlich. Man

steckt sehr viel Zeit und Energie in das

Projekt hinein, ohne dass man einen

direkten Output bekommt – das macht

es nicht immer einfach. Es gibt Phasen,

in denen es richtig gut läuft und es gibt

Phasen, in denen man am liebsten alles

hinwerfen möchte. Aber wenn man jeden

Tag seine Hausaufgaben macht, dann

läuft man irgendwann glücklich über die

Ziellinie oder hält sein Buch stolz in den

Händen.

Wie schaffen Sie es, sich zu motivieren,

wenn nichts mehr geht?

Aus meiner Sicht ist es zuerst einmal

ganz entscheidend, dass man sich darüber

im Klaren ist, dass es auch Phasen

geben wird, in denen es nicht läuft oder

in denen man keine Lust hat. Wenn man

erwartet, dass es immer perfekt läuft,

dann können selbst die kleinsten Rückschläge

schon den Todesstoß für die

Motivation bedeuten. Wenn man sich

dann tatsächlich einmal in einem Tief

befindet, ist es elementar, sich sein Ziel

wieder vor Augen zu rufen, denn meistens

verliert man in Phasen, in denen es

nicht läuft, den Blick fürs große Ganze.


Was war Ihr persönlicher

Höhepunkt in Ihrem

Leben?

Ich dachte lange Zeit,

dass es der Höhepunkt

meines Lebens sein

würde, wenn ich Europameister

werde oder

den Ironman Hawaii finishe.

Als ich das dann tatsächlich

erreicht hatte,

musste ich mit Ernüchterung

feststellen, dass

der Gipfel im ersten

Moment zwar schön ist,

aber schon kurz danach

die Frage kommt: „Und

jetzt?“ Wenn der Gipfel

das einzige Ziel ist, dann

hat man ein echtes Problem, denn von

dort aus geht es nur in eine Richtung weiter,

nämlich runter. Viel entscheidender

ist, wer man durch diesen ganzen Prozess

geworden ist. Erst die ganzen Hochs

und Tiefs, die Erfolge und Misserfolge, die

schönen und traurigen Momente, formen

den Charakter eines Menschen. Am

Ende sind es vielmehr verschiedene Gipfel

und Höhepunkte, die das Leben nicht

nur spannend machen, sondern uns auch

noch unsere Stärken entdecken lassen.

Was sind Ihre drei wichtigsten Tipps für

Menschen, die das Beste aus sich herausholen

wollen?

Das Wichtigste ist, dass man das tut,

was den persönlichen Fähigkeiten entspricht

und worin man leidenschaftlich

ist und nicht das, was andere sagen, dass

dem Standard entspricht. Denn wenn

man wirklich etwas aus sich machen

möchte, dann braucht man einen starken

Antriebsgrund, warum man in der Früh

aufstehen sollte (und nein „weil man

aufs Klo muss“, ist kein ernstzunehmender

Antriebsgrund). Das Zweite sind ganz

klare Vorstellungen von seinem Ziel und

damit meine ich jetzt nicht dieses stümperhafte

„Du musst Dir ein Ziel nach der

SMART-Formel setzen.“ Vielmehr braucht

man, wie es einer meiner Mentoren mal

auf den Punkt gebracht hat, „fucking big

pictures“. Erst, wenn man seine Vision im

wahrsten Sinne des Wortes spürt, dann

wird daraus ein richtiger Zielmagnet.

Und im letzten Schritt kommt dann das,

was manche nicht so gerne hören. Action,

action, action. Man muss bereit sein, auch

dann noch für sein Ziel zu kämpfen, wenn

die Stimmung, in der man sich dafür entschieden

hat, bereits längst verflogen ist.

Wer zum Ironman Hawaii möchte, muss

davor oft im Regen zum Laufen gehen.

Wer abnehmen möchte, der muss sich

auch dann zusammenreißen, wenn die

anderen schlemmen. Und wer beruflich

etwas erreichen möchte, der muss oft

auch dann arbeiten, wenn andere gerade

Party machen. Wer dabei einen starken

Antriebsgrund hat, also ein „Warum“, der

erträgt fast jedes „Wie“.

Warum treibt Sie das Thema Stärken so

um?

Man entwickelt in der Regel vor allem für

die Dinge, die einen selbst betreffen, den

größten Antrieb. Ich habe es viele Jahre

lang erlebt, was es für eine Demütigung

ist, wenn einem die Leute immer nur

sagen, was man alles nicht kann. Wenn

nicht ein paar Menschen um mich herum

gewesen wären, die an mich geglaubt

hätten, dann hätte ich heute weder einen

Schulabschluss, noch wäre ich Autor und

vermutlich würde ich nicht einmal laufen

können. Ich ertrage es schlicht und ergreifend

nicht, mitanzusehen, wie jeden Tag

hunderte und tausendende Menschen

ihre Potenziale zum Fenster rauswerfen,

nur weil ihnen niemand zeigt, was sie

wirklich drauf haben.

In Ihrem Buch nehmen Sie sehr gesellschaftskritisch

Stellung zum Thema

Digitalisierung. Welchen Einfluss hat der

technologische Fortschritt auf unsere

Persönlichkeit und wie kann man damit

umgehen?

Wir können heutzutage alles haben,

sofort und ohne große Mühe. Ein Klick

und das Päckchen steht am nächsten

oder vielleicht sogar noch am selben Tag

vor der Tür. Ein Wisch und wir können

jeden Film sofort ansehen. Mit der Zeit

entsteht psychologisch gesehen im Kopf

die Erwartungshaltung, dass alles sofort

verfügbar ist, wenn man das nur möchte.

Hin und wieder stellt man jedoch mit

Ernüchterung fest, dass bestimmte Dinge

nicht auf Knopfdruck zu haben sind. Beispielsweise

tiefe Beziehungen zu anderen

Menschen, eine starke Persönlichkeit

oder ein erfülltes Arbeits- und Privatleben.

Gleichzeitig sieht man aber in den

sozialen Medien, wie toll, perfekt und

unbeschwert doch das Leben der anderen

Menschen ist, denn schließlich posten die

meisten ja nur die besten Momente. Und

plötzlich hat man alle Zutaten für einen

Psychococktail zusammengerührt, der

in der Erkenntnis endet: „Ich kann doch

eigentlich gar nichts.“

Es geht nicht darum, die Augen vor

der Digitalisierung zu verschließen, denn

sie bringt auch eine Menge positiver

Sachen mit sich. Viel entscheidender ist

es, ein Mindset zu entwickeln, das dabei

behilflich ist, seine persönlichen Fähigkeiten

an der richtigen Stelle einzusetzen,

anstatt in einer Scheinwelt mit Fakes und

Filtern zu leben. Wenn uns das gelingt,

dann wird die digitale Revolution unser

Freund sein und wir können wesentlich

gelassener in die Zukunft blicken. ó

Über den Autor

Florian Wildgruber, Deutscher Meister

und Europa-Meister im Triathlon, Ironman-Hawaii-Finisher,

dreimal Sportler

des Jahres, Redner des Jahres, Buchautor,

Bachelor Fitness-Ökonomie, Master Sport-

Psychologie, Gesundheitsmanagement

und Coaching, Hochschul-Lehrbeauftragter.

Als Buchautor und Speaker gibt er

seine Erfahrungen in Vorträgen und Seminaren

weiter und unterstützt seine Leser

und Zuhörer dabei, sich auf die Suche

nach ihren eigenen Stärken und ihrem

Potenzial zu machen. Dabei leitet ihn die

Überzeugung: Jeder Mensch kann mehr,

als er selbst glaubt.

63

PT-MAGAZIN 2/2020

Bayern


Lifestyle | Auto

PT-MAGAZIN 2/2020

Fotos: Wilhelm-Rafael Garth

64

Geladen und Entsichert

Jaguar, als ehemals britische Traditionsmarke,

steht auch unter der

Schirmherrschaft der einstigen Kolonie

Indien für starke Werte. Sportlichkeit,

Eleganz, aufregendes Design und emotionale

Schicklichkeit sind die Dinge, die

der anglophile Automobilenthusiast mit

Jaguar assoziiert. Umso aufregender also,

wenn sich der britische Klassenprimus

aufmacht, neue Wege zu entdecken und

sich traut, den Weg der Elektromobilität

zu gehen, vor dem sich die europäischen

Automobil Global Player so zieren.

Jaguar präsentiert den I-Pace, verspricht

knapp 470 km Reichweite bei

400 Elektropferden verteilt auf 2 Elektromotoren,

und ein Drehmoment von ca.

700 Nm. Dieses Leistungsprofil katapultiert

den Oberklasse-SUV von 0-100 km/h

in weniger als 5 Sekunden und es wird

schnell klar, dass besagte Elektropferde

auch die Reiter der Apokalypse sein könnten,

nur leiser.

Besteigt man das noch ungewohnt

anmutende Gefährt, dessen gewöhnungsbedürftiges

Design der maximalen

Aerodynamik geschuldet ist, findet

man sich in einem aufgeräumten Cockpit

wieder, was durch Verarbeitung und

Haptik zu überzeugen weiß. Jede Taste

lässt sich gerne drücken und die Klimasteuerung

über ein eigenes freischwebendes

Display ist nicht nur innovativ, sondern

auch angenehm zu bedienen. Das

ganze Multimediasystem könnte etwas

schneller auf die Befehle reagieren, birgt

aber dafür viele Individualisierungsmöglichkeiten

und Reize für den informationsaffinen

Autofahrer, unter anderem

eine Active Sound Design Modifikation,

die den Innenraumsound im Beschleunigungsfall

simuliert und einen ernsthaft

und aufrichtig denken lässt, man knallt

mit Warpgeschwindigkeit über die Autobahnen

der Normalsterblichen.

Jaguar selbst beschreibt den I-Pace

als Performance SUV und dieses Versprechen

löst die 2,2 Tonnen schwere Stromkutsche

in jeder Kurve ein. Die Akkumulatoren

liegen am Fahrzeugboden, der

Schwerpunkt ist entsprechend niedrig.

In der Praxis bedeutet dies, dass man

diesen lokal emissionsfreien Schwerenöter

gekonnt durch jede Kurve prügeln

kann, ohne an Geschwindigkeit oder gar

Anmut zu verlieren.

Am Ende jeder Fahrt, so komfortabel

oder sportiv sie auch ausgefallen sein

mag, steht aber die leere Batterie. Diese

wieder zu laden, der Katze ihren Spirit

zurückzugeben, fällt da schon etwas

unerfreulicher aus. Da Deutschland bei

neuen Technologien stets als Entwicklungsland

glänzt, ist das Ladesystem

selbst in der Großstadt weder ausreichend

genormt, noch ausgebaut. Sollte

man also zu Hause nicht die Wallbox

haben, mit der Elektromobilität erst richtig

Sinn macht, fährt man gern mal eine

halbe Stunde zu einer Ladebuchse, um

festzustellen, dass irgendein unachtsamer

Student die Ladebuchse mit seinem

Carsharing-Fahrzeug so zugestellt hat,

dass man den Jaguar nicht laden kann

oder die Safttanke eh keinen freien Platz

mehr bietet. Hier zeigt sich, dass eine

nach dem Linksverkehr ausgerichtete

Ladebuchse am linken Kotflügel für das

Laden am Seitenstreifen nur umständlich

nutzbar ist. Aber der I-Pace ist mit

dem CCS-System über 20 Kilowatt in 45

Minuten halbvoll und in der Regel nach

zwei Stunden vollständig geladen. Zwei

Stunden klingen viel, aber diese waren

die Zeit, in der ich während der Testphase

in die interessantesten Gespräche mit

Gleichgesinnten verwickelt wurde, die

ebenfalls dieser Zwangspause unterlagen.

Zum Ende entwickelten sich sogar

Geschäftskontakte, so dass ich die Ladezeit

stets produktiv in meinen Tagesablauf

einbauen konnte.

Der Jaguar I-Pace macht seine Sache

richtig, er überzeugt durch hohe Verarbeitung,

die man bei Tesla vergebens sucht,

geht einen vertretbaren Kompromiss bei

Ladezeit und Reichweite ein und emotionalisiert

über sein Fahrverhalten. Hoffen

wir, dass Elektromobilität, wie Jaguar sie

vorlebt, nicht das Ziel ist, aber vielleicht

die richtige Antwort auf die Fragen, die

uns in eine neue Welt begleiten. ó


PT-MAGAZIN 2/2020

Fotos: Wilhelm-Rafael Garth

Lifestyle | Auto

65

Wilhelm-Rafael Garth &

Prof. Arnd Joachim Garth


Leserbriefe | Impressum PT-MAGAZIN 2/2020

66

Zur Ausgabe: 1/2020

Schon nominiert?

Leserbriefe

Zu: Unser potemkinsches

Bildungssystem

Laut einer Veröffentlichung des SWR über

eine Studie der Barmer Ersatzkasse aus

Erhebungen in der Zeit von 2005 bis 2017

hätten sich die Depressionsdiagnosen

der 10- bis 14-Jährigen seit 2005 mehr

als verdoppelt. Bei den 15- bis 18-Jährigen

seien es sogar zweieinhalb Mal so viel.

Grund für die Depressionen seien offenbar

Druck in Schule und Familie, so der

Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort.

So wundert es wenig, dass Schüler

überfordert sind, wenn Eltern Druck

machen, sie sollen das Abitur machen,

selbst wenn sie dafür nicht geeignet sind.

Nur Lehrer/innen, nicht die Eltern und

auch nicht die Bildungspolitik, sind in der

Lage zu beurteilen, ob Schüler/innen für

einen höheren Schulabschluss geeignet

sind. Wir benötigen dringend Schüler mit

Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife

für die angebotenen und nicht besetzten

Ausbildungsberufe. Wenn die Schüler

dann trotzdem das „Reifezeugnis“ mit

Ach und Krach erhalten, womöglich noch

mit Hilfe eines Anwaltes, kommt der

nächste Druck, denn es muss ja studiert

werden. Dies hat zwangsläufig fatale Folgen.

Studienabschlüsse bei denen das

Niveau immer mehr abgesenkt wird,

bringen Gefahren mit sich. Nicht auszudenken,

wenn diese Akademiker in der

Entwicklungsabteilung für autonomes

Fahren sitzen, an Entwicklungen in der

Medizintechnik arbeiten oder in Kliniken

Fehlentscheidungen als Ärzte treffen,

da sie überfordert sind. Spätestens

dann, wenn die Professoren, die Druck auf

ihre Assistenten ausübten, selbst in der

Klinik liegen und falsch behandelt werden,

erfahren sie am eigenen Leib, was

sie angerichtet haben…

Viele der Studenten brechen aber

auch wegen Überforderung das Studium

ab. Hätten sie stattdessen eine

Zum Onlinemagazin www.pt-magazin.de

und zum Portal www.kompetenznetz-mittelstand.de

Leserbriefe & Kommentare (red. gekürzt)

Leser-Telefon: 0341 240 61-00 | Leser-Fax: 0341 240 61-66

Leserbriefe auch unter www.pt-magazin.de/service/leserbriefe

Ausbildung gemacht, hätten sie viel Zeit

und Kosten (auch des Steuerzahlers) eingespart.

Außerdem glauben die Studienabbrecher,

die Firmen warten auf sie,

da sie ja „studiert“ haben. Wie schwer es

dann ist, solche Abbrecher überhaupt zu

einem Ausbildungsabschluss zu führen,

haben wir mehrmals erlebt.

Senator h.c. Gerhard R. Daiger,

Geschäftsführer Dr. Walser Dental GmbH,

78315 Radolfzell

Zu: PT-Magazin

Obwohl nicht mehr aktiv für die Stiftung

tätig, verteile ich das Magazin an Unternehmer/Handwerker.

Dabei kommt es

oft zu interessanten Gesprächen. Der

Redaktion des Magazins ein Dankeschön

für die stetig gelungenen Veröffentlichungen.

Da ich mein Büro abgegeben

habe, jetzt ein neues kleines für Freunde

und langjährige Mandanten, insbesondere

für Fragen Jagd- und Waffenrecht

sowie Steuerstrafrecht, bin ich aber dennoch

als Anwalt aktiv tätig.

Dr. Wolfgang Müller, 98527 Suhl

Glückwunsch zum PT-Magazin 1 /2020.

Seit wir uns kennen, habe ich mich über

jedes PT-Magazin gefreut. Insbesondere

über Dein „Editorial und die Kolumne

von der von mir besonders verehrten

Petra Tröger. In jeder Ausgabe fand ich

stets gute Beiträge und es gab nie eine

Ausgabe, aus der ich nicht etwas gelernt

habe. Auch dafür möchte ich mich auch

heute nochmals sehr bedanken. PT

1/2020 hat aus meiner Sicht jedoch alles

übertroffen. Erwähnen möchte ich meine

Bewunderung für die besonders vielen

guten Beiträge. Hervorragend find ich

„Demokratie verbessern“, „Bildungssystem“,

Unternehmenstransformation“,

„Potthoff“. Gefreut hat mich die harmonisch

gelungene Einbindung von Beiträgen,

Informationen und Werbung.

Dr. Frantz Frantzen, 80805 München

PT-MAGAZIN

für Wirtschaft und Gesellschaft

Impressum

ISSN 1860-501x | 16. Jahrgang

Ausgabe 2/2020

Verlag: OPS Netzwerk GmbH,

Melscher Str. 1, 04299 Leipzig,

Tel. 0341 240 61 - 00, Fax 0341 240 61 - 66

info@op-pt.de | www.pt-magazin.de

Das PT-Magazin ist das offizielle Magazin

des Wettbewerbes „Großer Preis des

Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung,

eingetragen im Stiftungsregister

des Re gie rungs be zir kes Leipzig unter Nr.

2/1998.

Geschäftsführer:

Petra Tröger, Dr. Helfried Schmidt

Redaktion:

Dr. Helfried Schmidt (V.i.S.d.P.)

Autoren/Interviewpartner:

Alexander Braun, Yvonne Coulin, Nora

Feist, Arnd Joachim Garth, Wilhelm-Rafael

Garth, Ina Gellner, Melanie Hansen, Jörg

Kachelmann, Christoph Kruse, Anne

Lüder, Thomas Maas, Anne-Kathrin März,

Andreas Moegelin, Lothar Müller, Angela

Müller-Valkyser, Martina Rellin, David Rölleke,

Milad Safar, Helfried Schmidt, Stephan

Schulz, Claudia Simon, Uwe Techt,

Paul-Alexander Thies, Petra Tröger, Robin

Tschöpe, Ulrich Voss, Florian Wildgruber

Korrespondenten:

Bernd Schenke (Berlin)

D-Rolf Becker (Halle)

Satz/Layout:

Remo Eichner-Ernst

Anzeigen:

Petra Tröger (V.i.S.d.P.)

Clemens Vogel

Druck:

Druckerei Vetters GmbH & Co. KG

Gutenbergstraße 2, 01471 Radeburg

Erscheinungsweise: 6x jährlich, Einzelpreis

3,00 € inkl. 7% MwSt.; Abonnement

16 ,00 € inkl. 7% MwSt. sowie inkl.

Versand und Porto für 6 Ausgaben. Unser

Magazin erhalten Sie in unserem Verlag

sowie im Abo und in ausgewählten

öffentlichen Einrichtungen.

Leser-Fax: 0341 240 61 - 66

E-Mail: redaktion@op-pt.de

Mehrfachlieferungen auf Anfrage. Konditionen

unter www.pt-magazin.de. Es

gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2020,

gültig seit 30.10.2019.

© 2020 OPS Netzwerk GmbH

Nachdruck nur mit schrift licher

Genehmigung des Verlages.

Alle Angaben ohne Gewähr. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge müssen

nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben.

Der Verlag behält sich vor,

Leserzuschriften bearbeitet zu veröffentlichen.

Für unver langt eingesandte

Manuskripte und für Anzeigeninhalte

übernehmen der Verlag oder seine Mitarbeiter

keine Haftung.


Die Fürsorgekasse von 1908 informiert

Über 100 Jahre

Sicherheit in einer

starken Gemeinschaft

Die Fürsorgekasse von 1908 wurde, wie das Datum im

Namen verrät, vor über 100 Jahren gegründet. Im früheren

Rheinland schlossen sich damals Mitglieder der

Neuapostolischen Kirche zusammen, um bei Sterbefällen

finanzielle Hilfe leisten zu können,

und gründeten eine Umlagekasse. Das

Engagement, sich im Sterbefall um

Hinterbliebene zu kümmern, ist ein

Bestandteil dieser Glaubensgemeinschaft.

Hierbei hat sich der Gedanke

„Einer trage des anderen Last“ bei der

Gründung als zentraler

Leitsatz der

Fürsorgekasse gebildet.

Aus der freiwilligen

Fürsorgegemeinschaft

ging 1934 die Vorsorgegemeinschaft

hervor, die sich

klare Regeln gab und den Namen

„Sterbekasse der Neuapostolischen

Kirche“ erhielt. 1998 wurde dieser

Name abermals geändert, um

auch grundsätzlich Interessierten

den Beitritt zu ermöglichen. Die Solidargemeinschaft

trägt seitdem den Titel „Fürsorgekasse von 1908“.

Über 500 ehrenamtlich tätige Helfer in den verschiedenen

Gemeinden stehen der Fürsorgekasse

zur Seite. Sie sind persönliche

Ansprechpartner und kümmern sich

im Versicherungsfall schnell und unbürokratisch

um die Hinterbliebenen. Ein

besonderer Dank gilt Ihrer liebevollen

Mitarbeit und Ihrem Engagement.

Durch diesen großen Kreis ehrenamtlicher

Mitarbeiter wird ein enormer

Kostenteil gespart. Außerdem verfügt

die Fürsorgekasse von 1908 über

hohe stille Reserven, die gewinnbringend

angelegt sind und so außerordentliche Zinserträge

erwirtschaft, die den Mitgliedern zugutekommen.

Somit kann die Fürsorgekasse allen Mitgliedern einen

günstigen Tarif anbieten. Die gesetzlichen Krankenkassen

leisten keine Unterstützung im Sterbefall, daher erscheint

eine private Vorsorge für den Todesfall sinnvoll

und notwendig.

2019

Gerne beraten wir Sie zu Ihrer individuellen Vorsorge

und freuen uns auf ein persönliches Gespräch.

Fürsorgekasse von 1908 • Uerdinger Straße 323 • 47800 Krefeld

Telefon 02151 93119-0 • info@fuersorgekasse.de • www.fuersorgekasse.de


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