16.03.2020 Aufrufe

ego Magazin Bitburg- & Eifel - Ausgabe No. 36

Frühlingszeit Affen in Afrika / 60 Jahre Volkstanzgruppe Bitburg / Mandarinen-Schmandkuchen / Wünschewagen / Motorsport / Eifeler Streuobstwiesen /

Frühlingszeit
Affen in Afrika / 60 Jahre Volkstanzgruppe Bitburg /
Mandarinen-Schmandkuchen /
Wünschewagen / Motorsport /
Eifeler Streuobstwiesen /

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SONDERVERÖFFENTLICHUNG<br />

FRÜHLINGSZEIT<br />

AFFEN IN AFRIKA / 60 JAHRE<br />

VOLKSTANZGRUPPE BITBURG /<br />

MANDARINEN-SCHMANDKUCHEN /<br />

WÜNSCHEWAGEN / MOTORSPORT /<br />

EIFELER STREUOBSTWIESEN<br />

Jetzt<br />

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WWW.EGOMAGAZIN.DE<br />

Nº<strong>36</strong><br />

M Ä R Z<br />

2020


Auf 100.000 m² Ausstellungsfläche<br />

bieten 22 Vertragshändler und<br />

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<strong>ego</strong>-Team<br />

Sven Arce<br />

Kerstin Stedem-Braun<br />

Stella Kolon<br />

Stefan Bohl<br />

Thomas Konder<br />

Hannah Bures<br />

Monika Strauch<br />

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Tel.: (0 65 61) 60 04-0<br />

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Audi: Tel.: (0 65 61) 60 04-700<br />

VW: Tel.: (0 65 61) 60 04-800<br />

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Tel.: (0 65 61) 95 00-0<br />

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Tel.: (0 65 61) 96 33-0<br />

Trierer Straße 46<br />

Tel.: (0 65 61) 16-0<br />

wAngelika Koch I Bohl Design & Kommunikation, ©Flaffy/stock.adobe.com<br />

Liebe Leserinnen und Leser!<br />

War da überhaupt ein Winter? Nicht wirklich, doch umso früher wird voraussichtlich unser<br />

neues großes <strong>Eifel</strong>thema in voller Blütenpracht zu bewundern sein: die Streuobstwiesen, ein<br />

wunderschönes Charakteristikum der Südeifel. Die chemisch unbehandelten Bäume bieten<br />

Leckeres für den Grill, für Hochprozentiges und für Desserts. Zugleich sind die Wiesen Heimat<br />

für seltene Tiere und gesunde Kräuter.<br />

Das Kuchenrezept von Prüms Bürgermeister Johannes Reuschen allerdings setzt nicht nur auf<br />

heimischen Schmand, sondern auf südliche Mandarinen. Lecker ist es auf jeden Fall!<br />

Wünsche können auch viel größer sein, vor allem, wenn es die letzten im Leben sind. Wir<br />

stellen den „Wünschewagen“ vor, der es todkranken Menschen ermöglicht, zum Beispiel noch<br />

einmal ans Meer zu fahren oder ein Fußballspiel zu besuchen.<br />

Der größte Wunsch von Michelle Schreiber aus Darscheid ist es, bedrohten Affen in Afrika zu<br />

helfen. Sie hat ein viel beachtetes Projekt ins Leben gerufen, das beiträgt, unseren nächsten<br />

Verwandten ein Überleben zu sichern.<br />

Sportlicher Ehrgeiz prägt die Wünsche von Philipp Leisen aus Irrel. Er erobert den Nürburgring<br />

und geht in diesem Jahr bei der VLN Langstreckenmeisterschaft an den Start. Um Schwung<br />

und Bewegung geht es auch der Volkstanzgruppe <strong>Bitburg</strong>, die in diesem Jahr 60. Jubiläum<br />

feiert.<br />

Aber wir haben auch in eigener Sache Neues zu bieten: Das <strong>ego</strong>-<strong>Magazin</strong> kann man nicht nur<br />

online jederzeit lesen, sondern jetzt auch bequem per Abo in den Briefkasten bekommen.<br />

Einem unbeschwerten Lesevergnügen zum Frühlingsauftakt steht also nichts im Weg! •<br />

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr <strong>ego</strong>-Team!<br />

Lynn Friedrich<br />

3


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Ehrenamtliches Projekt:<br />

Der Wünschewagen<br />

42<br />

47<br />

Abschied vom Gasthaus<br />

Barg in Fließem<br />

60 Jahre Volkstanzgruppe<br />

<strong>Bitburg</strong><br />

26<br />

Steigen Sie ein!<br />

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Front- und<br />

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Eine Darscheiderin<br />

kümmert sich in Afrika<br />

um Affenbabys<br />

34<br />

Prüms Bürgermeister<br />

Johannes Reuschen und seine<br />

Partnerin backen für <strong>ego</strong><br />

44<br />

<strong>Eifel</strong>er Streuobstwiesen<br />

18<br />

Der Irreler Philipp Leisen<br />

greift am Nürburgring an<br />

40<br />

WITTE Automotive -<br />

WITTE <strong>Bitburg</strong> GmbH<br />

Melanie Otto;<br />

Lilienthalstr. 11; 54634 <strong>Bitburg</strong><br />

melanie.otto@<br />

witte-automotive.de<br />

www.witte-automotive.de<br />

IMPRESSUM:<br />

<strong>ego</strong> <strong>Bitburg</strong> & <strong>Eifel</strong><br />

Herausgeber und verantwortlich<br />

für den Inhalt und Redaktion:<br />

Bohl Design & Kommunikation,<br />

Römermauer 8, 54634 <strong>Bitburg</strong>, Tel.: 06561/694694,<br />

info@bohl.de, www.bohl.de, Inhaber: Stefan Bohl<br />

Anzeigen: Monika Strauch, Stella Kolon<br />

Tel.: 06561/940900, verlag@<strong>ego</strong>magazin.de<br />

<strong>ego</strong> <strong>Bitburg</strong> & <strong>Eifel</strong> erscheint mit einer Auflage von<br />

<strong>36</strong>.000 Stück kostenlos in <strong>Bitburg</strong>, Welschbillig und den<br />

Verbandsgemeinden <strong>Bitburg</strong>er Land, Südeifel,<br />

Speicher, Prüm und Arzfeld sowie im<br />

Lesezirkel Luxemburg<br />

Nachdrucke von Fotos und Artikeln aus dem Inhalt,<br />

auch auszugsweise, sind nur mit vorheriger Genehmigung<br />

des Herausgebers gestattet. Für unverlangt eingereichtes Textund<br />

Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.<br />

Druck:<br />

Weiss-Druck GmbH & Co. KG<br />

Hans-Georg-Weiss-Straße 7<br />

52156 Monschau<br />

Inhalt<br />

2 Autowelt <strong>Bitburg</strong><br />

3 <strong>ego</strong>torial<br />

4 Fischer home<br />

8 Kurz & knapp<br />

16 Lehnen & Partner<br />

18 <strong>Eifel</strong>er Streuobstwiesen<br />

21 Grill-Rezept mit Fallobstapfel<br />

23 dasBlumenatelier in Irrel<br />

24 Illustration „To-Do-Liste Frühling“<br />

26 60 Jahre <strong>Bitburg</strong>er Volkstanzgruppe<br />

29 <strong>Eifel</strong> eXclusive<br />

30 <strong>ego</strong> Bilderrätsel<br />

31 Bohl Design & Kommunikation<br />

32 <strong>ego</strong> Trends<br />

34 Eine <strong>Eifel</strong>erin liebt Affen<br />

<strong>36</strong> Gartentipps<br />

40 Motorsport aus Irrel<br />

42 Der Wünschewagen<br />

43 Immobilien Volksbank <strong>Eifel</strong> eG<br />

44 <strong>ego</strong> Rezept: Mandarinen-Schmandkuchen<br />

47 Gasthaus Barg in Fließem<br />

48 Engel & Helden<br />

50 <strong>ego</strong> Abo<br />

51 Möbelhaus Thiex<br />

52 Bad <strong>No</strong>uvelle<br />

54 Schilz Tortechnik<br />

Titelbild: Stella Kolon<br />

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<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Inhaltsverzeichnis 7


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Wussten Sie schon, dass ...<br />

neuerscheinung – bildband zu den<br />

eifeler unterwelten<br />

w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I <strong>Eifel</strong>bildverlag<br />

Gewinner – Ego 35 Bilderrätsel<br />

w<strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Michael Hinkes, Ramona Leiwer<br />

Sehr viele Leser<br />

haben unsere heimischen<br />

Vögel, die im<br />

Winter eifrig an unseren<br />

Vogelhäuschen<br />

sitzen, richtig erkannt.<br />

Über jeweils 4 Frei-<br />

BENEFIZSPIEL DER „LOTTO-ELF“<br />

IN UTSCHEID<br />

w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I LOTTO-Rheinland-Pfalz<br />

karten für die Gala-Premiere des Trierer Weihnachtscircus<br />

durften sich Ramona Dingels, Ramona Leiwer,<br />

Alois Schoos, Michael Hinkes und Georg Fuchs freuen.<br />

Hier findet ihr die Lösungen und ein schönes Statement<br />

von einem Gewinner: www.<strong>ego</strong>magazin.de<br />

(Die Fotos zeigen Michael Hinkes mit Jean Pütz sowie<br />

Ramona Leiwer mit ihrer Mutter.) •<br />

Rocknacht mit MY’TALliCA<br />

IN Irrel<br />

w Kulturgemeinschaft <strong>Bitburg</strong> I My’tallica<br />

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Wünsche erfüllen mit gutem Gefühl –<br />

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Kontoüberziehung. Und Ihren Kreditrahmen,<br />

die Laufzeit und die Höhe der Raten wählen Sie<br />

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Man stelle sich vor: Jahrhunderte trieb es die Menschen<br />

in die Erde – aus Schutzbedürfnis, aus wirtschaftlichen Interessen<br />

oder zur Verkürzung von Distanzen. Ob Wohnen<br />

in Höhlen, Rohstoffabbau in Bergwerken, Eisenbahnbau<br />

durch Tunnel oder Kriegsvorbereitungen mittels Bunkeranlagen<br />

– eine Vielzahl an Formen <strong>Eifel</strong>er Unterwelten<br />

lässt regionale Geschichte in mindestens demselben Maße<br />

nachempfinden wie die Spurensuche über Tage.<br />

Der Autor Achim Kronejung bereiste die bekannten und<br />

auch die annähernd unbekannten Unterwelten der Region<br />

– und lädt uns in diesem durchgehend vierfarbigen, reichhaltig<br />

bebilderten und großformatigen Buch zu Besuchen<br />

von 99 verborgenen Orten ein: Steinzeithöhlen, römische<br />

Bergwerke, Bergwerke zum Erz-, Basalt- oder Bleiabbau,<br />

stillgelegte Eisenbahntunnel, Westwall-, Regierungs- und<br />

andere Bunker, Staumauergänge, Brauerei- oder Weinkeller<br />

– es scheint, als gäbe es eine Parallelwelt unterhalb der<br />

sichtbaren Oberfläche.<br />

Viele Orte können besichtigt werden, manche als Teil eines<br />

Museums oder im Rahmen täglicher Führungen, manche<br />

nach Absprache mit dem heutigen Eigentümer, und<br />

manche sind sogar frei zugänglich. So ist dieses informative,<br />

ganz besondere Buch auch ein Ideengeber zu spannungsreichen,<br />

immer auch den eigenen Wissenshorizont<br />

erweiternden Ausflügen in die Region.<br />

Achim Konejung | <strong>Eifel</strong>er Unterwelten Hardcover |<br />

ISBN 978-3-946328-44-5 | 39,90 € •<br />

Die DJK Utscheid e.V. lädt am 4. Juni um 19 Uhr zu<br />

einem ganz besonderen Fußballevent ein: Auf Initiative von<br />

Nico Steinbach MdL wird die Lotto Rheinland-Pfalz Elf zugunsten<br />

des SKFM auf dem Sportplatz in Utscheid spielen.<br />

Der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer e.V. in <strong>Bitburg</strong><br />

- kurz: SKFM - betreut derzeit im Altkreis <strong>Bitburg</strong> rund<br />

400 Personen haupt- und ehrenamtlich. Unter Betreuung<br />

stehen Menschen, die ihre persönlichen Angelegenheiten<br />

nicht mehr selbst und vollumfänglich organisieren können.<br />

Dabei handelt es sich sowohl um junge wie alte Menschen<br />

mit Körperbehinderung, mit psychischen Problemen, aber<br />

auch mit Alkohol- oder Drogenproblemen. Die Helfer betreuen<br />

unter anderem in Vermögens-, Gesundheits- und<br />

Wohnungsangelegenheiten.<br />

Organisiert wird das Benefizspiel vom sehr aktiven Vorstand<br />

der DJK Utscheid rund um den Vorsitzenden Oliver Fuchs.<br />

Beisitzer Kurt Rings, der sich für den SKFM engagiert, erzählt:<br />

„Im letzten Jahr war ich als Zuschauer bei einem Spiel<br />

der Lotto-Elf in Saarburg dabei und durfte meinen früheren<br />

Schulkollegen „Euro-Eddy“ Edgar Schmitt, der die Mannschaft<br />

an diesem Tag gecoacht hat, wiedersehen. Teammanager<br />

war Horst Eckel, der letzte noch lebende Weltmeister<br />

von 1954. Es war mir eine besondere Freude, diesen Mann<br />

kennenzulernen.“<br />

Schirmherr wird der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Herbert<br />

Fandel sein, der aus Utscheid-Rußdorf stammt.<br />

Foto: Wolfgang Kleff, 74er Fußball-Weltmeister. •<br />

Zur Irreler Rocknacht 2020 ist es gelungen,<br />

mit MY’TALLICA die derzeit gefragteste Metallica Tribute-Band<br />

Deutschlands zu verpflichten.<br />

Der erfahrene Live-Act liefert nach über einem Jahrzehnt<br />

in der europäischen Tribute-Szene ein Showkonzept, das<br />

der größten Metalband der Welt gerecht wird. Das Original-Equipment<br />

der Vorbilder Metallica, der gewaltige<br />

Live-Sound und ein abwechslungsreiches Programm sind<br />

bei MY’TALLICA selbstverständlich.<br />

„Wir wollen spielerisch mehr bieten als nur die Radio-Gassenhauer<br />

von Metallica. Inzwischen begeistert die Band<br />

schließlich drei Generationen von Rock-Fans“, so Frontmann<br />

Metti Zimmer, der das Line-Up von MY’TALLICA<br />

in der Rolle des James Hetfield verstärkt.<br />

MY’TALLICA bieten in ihrem zweistündigen Liveprogramm<br />

das Beste aus über 35 Jahren Metallica. Frühe<br />

Songs der Ära „Kill ’Em All“ sind genauso dabei wie<br />

die Klassiker „Master Of Puppets“, „Enter Sandman“ und<br />

„<strong>No</strong>thing Else Matters“. Mit im Gepäck sind auch seltener<br />

gespielte Kult-Songs abseits des Rock-Mainstream.<br />

Seien Sie mit dabei und erleben Sie am 09.05.2020 die<br />

atemberaubende „Metallica-Atmosphäre“ und eine unvergessliche<br />

Rocknacht in Irrels „Neuer Mitte“.<br />

Vorverkaufsstellen: Kulturgemeinschaft <strong>Bitburg</strong> e.V., Lotto<br />

Kranz Irrel und alle Ticket-Regional VVK-Stellen.<br />

Die Band: Metti Zimmer | Andreas Adam | Tom Botschek<br />

Martin Iordanidis | Stephan Zender<br />

Mehr Infos unter: www.mytallica.com, www.kulturbitburg.de,<br />

www.djk-irrel.de, www.ticket-regional.de •<br />

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ohne immer neue Kreditanträge<br />

stellen zu müssen.<br />

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Wir beantworten Ihnen gerne alle Fragen rund<br />

um die Sparkassen-Card 1 plus.<br />

Sprechen Sie uns an!<br />

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Sofern im Text von Sparkassen-Card oder der Sparkassen-Card<br />

Plus die Rede ist, handelt es sich um eine Debitkarte. 2 Voraussetzung<br />

ist das Zustandekommen eines entsprechenden Kreditvertrages.<br />

Kreissparkasse<br />

<strong>Bitburg</strong>-Prüm<br />

Telefon: +49 6561 16-0<br />

Mail: mailbox@kskbitburg-pruem.de<br />

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8<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020<br />

kurz & knapp


Immobilien<br />

<strong>Bitburg</strong><br />

BENEFIZFAHRT: Mit der Kreidler<br />

von Baustert nach Bern<br />

„WONTIS CHAMPIONS TROPHY“ ZU GAST<br />

IM GOLF-RESORT BITBURGER LAND<br />

Dinner in White AM 21.06. in <strong>Bitburg</strong>:<br />

fröhliches Beisammensein!<br />

w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Udo Brück<br />

w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Jörg Wontorra<br />

w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Foto-Ecke Seiwert<br />

Der Verein „Bouster 49ers e.V.“ besteht derzeit aus<br />

10 Männern im Alter von 23 bis 47 Jahre. Sie sind alle<br />

im Besitz mindestens eines Oldtimer Kreidler Mokicks<br />

oder Mopeds aus den 70er bzw. 80er Jahren. Im Herbst<br />

2019 haben sie sich als Mopedfan-Gruppe zusammengefunden<br />

und einen Verein gegründet. Ihr Motto lautet:<br />

Für ein kleines Wunder!<br />

Im Juni 2020 startet ihr erstes großes Projekt. Mit ihren<br />

Kreidler fahren sie von Baustert über Saarbrücken, Baden-Baden,<br />

Freiburg, Feldberg und Lörrach bis zu ihrem<br />

Ziel nach Bern in der Schweiz. Durch mediale Aufmerksamkeit<br />

möchten sie als gemeinnütziger Verein für regionale<br />

Kinder- und Jugendhilfeprojekte Geld sammeln.<br />

Ihre Einnahmen in 2020 gehen an Kinderlachen-<strong>Eifel</strong><br />

e. V. und an Lichtblick e. V. Sie werden ausdrücklich alle<br />

Einnahmen für gemeinnützige Zwecke spenden. So<br />

sieht es ihre Satzung und der Vereinszweck vor. Besonders<br />

erfreut sind die Mopedfans, dass Landrat Dr. Streit<br />

Schirmherr dieses Projektes ist. Sie erhoffen sich eine<br />

breite und große Unterstützung für die gute Sache – von<br />

Privaten aber auch von Firmen aus der Umgebung.<br />

Das ein oder andere kleine Fest wird ebenfalls von ihnen<br />

ausgerichtet und auch ein Benefiz-Golfturnier mit<br />

kleinem Kreidler-Treffen ist in Planung.<br />

Wem die Idee der Bouster49ers gefällt und wer gute Sachen<br />

in unserer Region unterstützen möchte, ist herzlich<br />

zum Spenden eingeladen. Auch über persönliche<br />

Kontakte freuen sich die Vereinsmitglieder.<br />

Spendenkonto:<br />

DE71 5865 0030 1071 1421 68<br />

Kreissparkasse <strong>Bitburg</strong>-Prüm<br />

Verwendungszweck: Für ein kleines Wunder<br />

Empfänger: Bouster49ers<br />

Kontakt: Bouster49ers@gmail.com •<br />

Dieses Jahr wird <strong>Bitburg</strong> am 20. und 21. August 2020<br />

zum zweiten Mal der Austragungsort für die „Wontis<br />

Champions Trophy“, einem Golf-Turnier der Extraklasse.<br />

Bereits im August 2019 folgten viele Prominente wie Oliver<br />

Reck, die Allofs Brüder, Christian „Blacky“ Schwarzer dem<br />

Ruf von Jörg und seiner Tochter Laura Wontorra ins Golf-<br />

Resort <strong>Bitburg</strong>er Land. In einem 104 Spieler fassenden Teilnehmerfeld<br />

galt es, die erste „Wontis Champions Trophy“<br />

mit dem Ziel auszutragen, so viel Geld wie möglich für<br />

eine gute Sache zu erspielen.<br />

So konnten insgesamt 165.000 € Spendengelder generiert<br />

werden. Auch für die diesjährige Veranstaltung liegen<br />

schon viele Anmeldungen vor.<br />

Foto: Jörg Wontorra mit seiner Tochter Laura. •<br />

EINE Dose, die leben retten kann<br />

w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Lions Club Hanau,©Halfpoint/stock.adobe.com<br />

Damit die Rettungsdienste in einem <strong>No</strong>tfall bei Ihnen<br />

zuhause schnell die allerwichtigsten Informationen finden,<br />

wurde die „SOS-Rettungsdose“ entwickelt – ein kleiner<br />

Behälter, in dem sich Angaben zu Ihren Angehörigen, Erkrankungen<br />

oder Medikamenten befinden. Als allgemeine<br />

Regel gilt, dass ein Aufkleber an der Innenseite der Wohnungstür<br />

und an der Tür Ihres Kühlschranks den Helfern<br />

signalisiert, dass Sie eine solche Rettungsdose besitzen. In<br />

der Innentür des Kühlschranks wird sie aufbewahrt. Die<br />

Idee hierzu wurde von den Lions Clubs in Großbritannien<br />

entwickelt und mittlerweile zu uns gebracht. Die Dose und<br />

eine kostenlose Beratung dazu<br />

gibt es bei den Gemeindeschwestern<br />

Plus in <strong>Bitburg</strong> 06561 6020-<br />

315 sowie in Arzfeld und Prüm<br />

06551/1489555 •<br />

,,Ein Termin, alles in Weiß, kein Kommerz, keine Politik<br />

und keine Werbung“ so lautet die Grundidee des Weißen<br />

Dinners am Sonntag den 21.06.2020 in <strong>Bitburg</strong>.<br />

Großes Vorbild dieses Picknicks ist das „Diner en blanc“,<br />

das seit über 20 Jahren in Paris ein kulinarisches Ereignis<br />

der besonderen Art darstellt. Bisherige Schauplätze waren<br />

beispielsweise der „Place de la Concorde“, der Innenhof<br />

des Louvre oder auch die „Champs-Elysees“ und in <strong>Bitburg</strong><br />

„Am Spittel“!<br />

Eingeladen sind Freunde, Nachbarn und Familien, um<br />

gemeinsam an einem schönen Sommertag unter freiem<br />

Himmel in <strong>Bitburg</strong> am Spittel zu dinieren. Jeder Teilnehmer<br />

erscheint in ausschließlich weißer Kleidung, bringt<br />

Getränke und einen Picknickkorb mit Köstlichkeiten mit.<br />

Speisen und Getränke können aber auch im <strong>Bitburg</strong>er Bierhaus<br />

bestellt und abgeholt werden.<br />

Wichtig: Bitte alles Mitgebrachte auch wieder mit nach<br />

Hause nehmen; damit das Weiße Dinner auch zukünftig<br />

stattfinden kann, darf der Müll nicht zurückbleiben.<br />

Das „Dinner in White“ wird dieses Jahr zum 5. Mal vom<br />

Club Soroptimist <strong>Bitburg</strong>-Prüm veranstaltet. Nach drei Veranstaltungen<br />

in <strong>Bitburg</strong> und einer in Prüm, findet es dieses<br />

Jahr wieder in <strong>Bitburg</strong> in der Zeit von 15.00 Uhr bis 20.00<br />

Uhr statt.<br />

Der Club Soroptimist <strong>Bitburg</strong>-Prüm freut sich auf diesen<br />

unvergesslichen Tag und magische Momente mit den Teilnehmern<br />

in Weiß!<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

Der Preis für die Platzreservierung Jeanette beträgt & Jürgen pro Person Pick4,00<br />

Euro oder für einen ganzen Tisch 32,00 Euro (8 Personen).<br />

Reservierung bei Foto-Ecke Seiwert in <strong>Bitburg</strong>, Tel. 06561-<br />

2224 und EIFEL JOURNAL in Prüm, Tel. 06551-6047.<br />

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Der Erlös kommt dem Haus der Jugend in <strong>Bitburg</strong> zu Gute.<br />

Club Soroptimist <strong>Bitburg</strong>-Prüm:<br />

www.si-bitburg-pruem.de •<br />

Petersstraße 4 | 54634 <strong>Bitburg</strong><br />

Tel.: +49 6561/94 76 88 8<br />

Fax: +49 6561/94 76 88 7<br />

Email: pick@pick-immobilien.de<br />

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10<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 kurz & knapp<br />

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Entscheiden<br />

ist einfach.<br />

5. <strong>Bitburg</strong>er Mai-Markt mit verkaufsoffenem<br />

Sonntag am 17.05.<br />

w I <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong><br />

Die Neuauflage des Mai-Markts kehrt am Sonntag, den<br />

17. Mai mit einem Genussmarkt zurück in die <strong>Bitburg</strong>er<br />

Innenstadt. Wie im vergangenen Jahr gibt es von 11:00<br />

bis 18:00 Uhr für die ganze Familie rund um den „Spittel“<br />

im Zentrum der Kreisstadt einiges zu bestaunen. Ob regionales<br />

Kunsthandwerk, kulinarische Köstlichkeiten, Produkte<br />

aus der Region oder Weinangebote von der Mosel<br />

- die Besucher finden Nützliches und Schönes, Neuheiten<br />

und Bewährtes. Beim Rundgang über den Markt wird<br />

man beraten, man kann anfassen, (aus-)probieren, testen<br />

und vergleichen. Musikgruppen werden die Besucher auf<br />

dem Spittel unterhalten und auch die Kleinen werden<br />

auf ihre Kosten kommen. Von 13:00 bis 18:00 Uhr öffnen<br />

die Geschäfte in der Innenstadt und laden zum gemütlichen<br />

Flanieren mit der gesamten Familie ein. Organisiert<br />

wird der Mai-Markt vom Arbeitskreis Innenstadt des <strong>Bitburg</strong>er<br />

Gewerbevereins.<br />

„Wir freuen uns, neben dem verkaufsoffenen Sonntag eine<br />

große Vielfalt von Produkten und Herstellern aus der<br />

Region nach dem Motto ‘persönlich, nachhaltig und regional‘<br />

in <strong>Bitburg</strong> versammeln zu können“, so Kai-Uwe<br />

Klos vom Organisationsteam.<br />

Interessierte Aussteller können gerne per Email unter<br />

k.klos@gewerbeverein-bitburg.de Kontakt mit dem<br />

Gewerbeverein aufnehmen.<br />

Info: www.gewerbeverein-bitburg.de •<br />

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!<br />

20 Jahre nestwärme<br />

w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Archiv Nestwärme e.V.<br />

Mit 2.000 D-Mark eigenen Mitteln haben die beiden<br />

ambitionierten Gründerinnen Petra Moske und Elisabeth<br />

Schuh vor 20 Jahren einen Verein als Familienhilfsnetzwerk<br />

gegründet, unermüdlich Spenden gesammelt sowie<br />

Mitmacher, Kooperationspartner und Unterstützer überzeugt.<br />

Sie nannten ihren Verein „Nestwärme“. Ein Verein,<br />

der sich heute bundesweit für Familien mit Behinderten<br />

und Kranken einsetzt und der von einem Netzwerk mit<br />

etwa 1800 Ehrenamtlichen gestützt wird.<br />

Hintergrund ist, dass in Deutschland über eine Million Familien<br />

leben, die ein chronisch krankes oder behindertes<br />

Kind zu Hause pflegen. Ein Fulltime-Job für die Eltern, der<br />

sie physisch und psychisch an ihre Grenzen bringt. Für sie<br />

ist es das Größte, wenn ihnen jemand Zeit schenkt - genau<br />

das leistet Nestwärme.<br />

Seit der Gründung ist aus dem Verein ein Sozialunternehmen<br />

mit einem Netzwerk aus Zivilgesellschaft, Politik<br />

sowie Wirtschaft geworden. Dabei stehen die betroffenen<br />

Familien im Mittelpunkt, denn täglich gehen Anrufe von<br />

besorgten Eltern ein, die um Unterstützung und Beratung<br />

bitten. In Rheinland-Pfalz und im Saarland unterstützt<br />

Nestwärme diese Familien mit einem ambulanten Kinderkrankenpflegedienst<br />

oder einem häuslichen Kinderhospizdienst.<br />

Zu den neuen Visionen gehört das NestwärmeHaus.<br />

Hier sollen alle Versorgungsstrukturen für Familien mit<br />

schwerstkranken Kindern gebündelt werden. Ein Kinderhospiz<br />

mit Modellcharakter für den ländlichen Raum,<br />

bedarfsgerechte Tageshospizräume und ambulante Brückenpflege,<br />

Tiertherapie, inklusive Begegnungsräume, psychosoziale<br />

Familiendienste und vieles mehr.<br />

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Hausverwaltung!<br />

Sebastian Weinand<br />

Immobilienmakler (IHK)<br />

Karenweg 10<br />

54634 <strong>Bitburg</strong><br />

Telefon 06561 / 9486470<br />

Mobil 0171 / 3475121<br />

Das <strong>ego</strong>-Team gratuliert dem Verein Nestwärme e.V.<br />

Deutschland ganz herzlich zum runden Jubiläum!<br />

Foto: Das Team von Nestwärme e.V. Deutschland in Trier.<br />

Email: immobilien-weinand@t-online.de<br />

www.immobilien-weinand.de<br />

12<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 kurz & knapp<br />

Spendenkonto: Volksbank Trier<br />

IBAN: DE43 5856 0103 0007 8004 49<br />

www.nestwaerme.de •<br />

Verkaufsberater Alexander Horst<br />

E-Mail: alexander.horst@massa-haus.de<br />

Telefon: (0176) 215 394 27<br />

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echternAch<br />

NEUE überraschungen im dinosaurierpark<br />

teufelsschlucht<br />

w Felsenland Südeifel Tourismus GmbH I Dominik Ketz<br />

ERFINDERGEIST UND KREATIVITÄT<br />

am St.-Willibrord-Gymnasium<br />

w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Kerstin Stedem-Braun<br />

Wir begleiten Sie beim Verkauf von a bis Z.<br />

Sie brauchen sich um nichts mehr zu kümmern!<br />

KUNDENORIENTIERUNG<br />

Unser oberstes Ziel ist Ihre<br />

Zufriedenheit, sie steht im<br />

Mittelpunkt unseres Handelns.<br />

bohl.de<br />

Eine gute Nachricht für alle, die im vergangenen Jahr<br />

keine Möglichkeit hatten, eines der weltweit größten Dinosauriermodelle<br />

zu bestaunen: Dem Dinosaurierpark<br />

ist es gelungen, dem Seismosaurus, der „Erdbebenechse“,<br />

ein dauerhaftes Bleiberecht zu sichern. Ursprünglich<br />

sollte der Rekord-Gigant aus der Urzeit nur 2019 im Park<br />

zu sehen sein. Nun wird der 45 m lange und 8,50 m<br />

hohe Pflanzenfresser in Ernzen bleiben und weiterhin<br />

von seinem exponierten Standort auf einem Hügel das<br />

Parkgelände überblicken.<br />

Viele Bereiche des weitläufigen Urzeitparks sind zur<br />

Saison 2020 neu gestaltet worden, so dass auch häufige<br />

Besucher wieder Überraschungen erleben werden. Für<br />

den Sommer ist die Präsentation einer weiteren Sensation<br />

geplant; um was es sich handelt, bleibt jedoch zunächst<br />

noch geheim.<br />

Der Dinosaurierpark baut Jahr für Jahr sein Angebot unter<br />

dem Motto „Wissen - Erlebnis - Spaß“ kontinuierlich<br />

aus. Zahlreiche Aktiv- und Spielangebote wecken den Forschergeist<br />

und die Begeisterung der Kinder.<br />

Seit 2018 ermöglicht das PaleoLab, die Präparationswerkstatt<br />

für Fossilien im Dinosaurierpark, Einblicke in<br />

die wissenschaftliche Forschung. Derzeit bearbeitet hier<br />

ein geowissenschaftlicher Präparator (neben exklusivem<br />

Fundmaterial des Europasaurus sowie eiszeitlicher Fauna<br />

aus Niedersachsen im Auftrag des Naturhistorischen Museums<br />

Luxemburg) Fossilien aus dem Jura, wie Ammoniten,<br />

Schnecken und Fischsaurier aus der Zeit vor rund<br />

200 Millionen Jahren, als die Teufelsschlucht noch ein<br />

Meeresboden war.<br />

Eine Tour durch die Schlucht und die bizarre Felslandschaft<br />

macht das „Abenteuer Erdgeschichte“ in Ernzen<br />

erst komplett.<br />

Der Dinosaurierpark Teufelsschlucht hat vom 14. März bis<br />

zum 1. <strong>No</strong>vember 2020 täglich geöffnet.<br />

Infos: www.dinopark-teufelsschlucht.de •<br />

Wie auch bereits 2018 nahm das St.-Willibrord-<br />

Gymnasium <strong>Bitburg</strong> in Kooperation mit dem Medienzentrum<br />

des <strong>Eifel</strong>kreises <strong>Bitburg</strong>-Prüm kürzlich am Projekt<br />

„Make Your School – Eure Ideenwerkstatt“ teil und<br />

führte die dreitägigen „Hackdays“ in der MINT-/Tablet-<br />

Klasse 9a sowie mit den Medienscouts der Schule durch.<br />

Zur Inspiration gab es einen spannenden Impulsvortrag<br />

über den Einsatz moderner digitaler Technologie<br />

in der <strong>Bitburg</strong>er Braugruppe durch deren Leiter<br />

Technik Zentrales Engineering, Dr. Johannes Hankes.<br />

Dann machten sich die SchülerInnen an die Arbeit und<br />

entwickelten innerhalb kurzer Zeit in sieben Projektgruppen<br />

überraschende Ideen zu Problemstellungen des<br />

Schulalltags und verwandelten diese in präsentationsreife<br />

Prototypen, welche sie bei einer Abschlusspräsentation<br />

interessierten Eltern, Lehrern, Schülern und der Presse<br />

vorstellten.<br />

Entwickelt haben die Jugendlichen beispielsweise einen<br />

Synthesizer 4000 1/2, einen Kaugummiabkratzer zur Reinigung<br />

der Schulbänke, einen Lehrer-“Stalker“, welcher<br />

die Anwesenheit von Lehrern im Lehrerzimmer anzeigt;<br />

eine Ausleihmaschine für Unterrichtsmaterialien, einen<br />

„pfandtastischen“ Automaten, der den Eintritt zur neuen<br />

Mensa sinnvoll regelt; eine App zur Koordination von<br />

Schülermeldungen im Unterricht sowie eine „Klassenkiste“<br />

mit Lautstärke- und Luftqualitätssensor für den Klassenraum.<br />

Während der Projekttage wurden die SchülerInnen durch<br />

ihre Fachlehrer sowie Mentoren der Ideenwerkstatt Make<br />

Your School begleitet, die mit technischem Equipment<br />

und Know-how unterstützten.<br />

Ein wirklich praxisnahes Projekt mit tollen Ergebnissen,<br />

welches durch die Unterstützung von Wissenschaft im<br />

Dialog und der Klaus Tschira-Stiftung ermöglicht wurde.<br />

Infos: www.st-willi.de<br />

www.makeyourschool.de •<br />

bohl.de | Fotos: SR Immo, AdobeStock<br />

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Einzelunternehmen / Personengesellschaften Kapitalgesellschaften Privatisierung<br />

Gewinn<br />

100,0<br />

Steuern<br />

-48,1<br />

Vermögen<br />

51,9<br />

Gewinn<br />

100,0<br />

Steuern<br />

-29,8<br />

*<br />

Investitionsvorteil<br />

Vermögensanlage<br />

(operative GmbH)<br />

70,2<br />

Steuern -19,6<br />

Vermögen nach<br />

Privatisierung<br />

50,6<br />

* Künftige Gewinne aus der Wiederanlage des Investitionsvorteils<br />

16 <strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Lehnen & Partner<br />

Daniel Krötz, Michael Klassen, Verena Braun, Michael Janshen, Thomas Meyer (v.l.n.r.)<br />

Vermögensbildung durch<br />

die Mittelstandsholding<br />

: Expertentipp für Unternehmer von Steuerberater Daniel Krötz<br />

w I Lehnen & Partner<br />

Kleine und mittelständische Unternehmen<br />

betreiben ihre Geschäftsmodelle<br />

häufig in Rechtsform der GmbH.<br />

Die Beschränkung der unternehmerischen<br />

Haftung stellt hier sicherlich<br />

häufig den Kernaspekt dar. Für operative<br />

Risiken der Geschäftstätigkeit haftet<br />

hier lediglich das Vermögen der<br />

Gesellschaft. Das private Vermögen des<br />

Unternehmers ist, auch im Falle einer<br />

Insolvenz, im <strong>No</strong>rmalfall vollständig<br />

abgesichert.<br />

Darüber hinaus können Kapitalgesellschaften<br />

von der sog. Thesaurierungsbegünstigung<br />

profitieren. Während<br />

Einzelunternehmer und Gesellschafter<br />

von Personengesellschaften (bspw.<br />

GmbH & Co. KG) ihre Gewinne, unabhängig<br />

von deren Verwendung, in der<br />

Spitze grundsätzlich mit bis zu 48,1 %<br />

versteuern müssen, werden die Gewinne<br />

einer GmbH zunächst lediglich<br />

mit einem Steuersatz von durchschnittlich<br />

29,8 % versteuert. Aufgrund der geringeren<br />

Steuerbelastung ergibt sich ein<br />

höheres Re-Investitionsvolumen auf<br />

Ebene der GmbH. Nur für den Fall der<br />

Privatisierung der Gewinne, erfolgt eine<br />

Letztversteuerung mit weiteren 19,6 %-<br />

Punkten, sodass sich in diesem Fall die<br />

Gesamtsteuerbelastung auf 49,4 % des<br />

seinerzeit erzielten Gewinns beläuft.<br />

Bei thesaurierenden Unternehmen in<br />

Rechtsform der GmbH können sich<br />

auf Ebene der Gesellschaft nicht unerhebliche<br />

Gewinnvorträge ansammeln.<br />

Dieses im Laufe der Zeit entstandene<br />

„Eigenkapitalpolster“ steht etwaigen<br />

Gläubigern auch im Krisenfall als Haf-<br />

Grafiken: bohl.de<br />

tungsmasse zur Verfügung. Es handelt<br />

sich demnach um Vermögen, welches<br />

weiterhin Einzelunternehmen<br />

dem unternehmerischen Risiko<br />

unterliegt. Gewinn Vor dem 100,0 Hintergrund<br />

der dauerhaften Vermögenssicherung<br />

./. Steuern -48,1<br />

kann es demnach sinnvoll sein, die Gewinne<br />

der Verbleiben Vergangenheit 51,9 auf die private<br />

Ebene zu überführen und damit<br />

einem etwaigen Gläubigerzugriff permanent<br />

zu entziehen.<br />

Die Privatisierung, und damit permanente<br />

Sicherung von Vermögen, führt<br />

aufgrund der o.g. Letztbesteuerung zu<br />

einer Reduktion des Kapitalanlagevolumens.<br />

Folglich stehen sich die Aspekte<br />

der Vermögenssicherung und die damit<br />

100,0 einhergehende -48,1 Steuerbelastung 100,0<br />

Gewinn Steuern<br />

Gewinn<br />

Bei Privatisierung<br />

konträr gegenüber. Durch den Einsatz<br />

100 %<br />

70%<br />

50%<br />

Vermögen<br />

51,9<br />

einer sog. Mittelstandsholding kann<br />

der Nachteil der Steuerbelastung „abgefedert“<br />

operative werden. GmbH Zur Integration des<br />

Konzepts Gewinn erfolgt die 100,0 Gründung einer<br />

zweiten GmbH, deren alleiniger Zweck<br />

./. Steuern -29,8<br />

darin besteht, die Anteile an der operativ<br />

tätigen Verbleiben GmbH zu 70,2 halten „Holding“.<br />

Die Gewinnausschüttungen erfolgen<br />

anschließend nicht auf die privaten<br />

Konten des Unternehmers, sondern an<br />

die Holding-GmbH. Da die Gewinne<br />

im Besteuerungssystem der Kapitalgesellschaften<br />

verbleiben, wird für diesen<br />

Zwischenschritt lediglich eine minimale<br />

Steuerbelastung von einem Prozentpunkt<br />

erhoben.<br />

Steuern<br />

Der -29,8 große Vorteil besteht darin, dass der<br />

Einzelunternehmen / Personengesellschaften Kapitalgesellschaften Privatisierung<br />

./. Steuern 0,0<br />

Verbleiben 51,9<br />

Steuern -19,6<br />

Vermögensaufbau künftig auf Ebene<br />

Vermögen nach<br />

Privatisierung<br />

50,6<br />

Vermögensbildung durch Zwischenschaltung<br />

* Künftige Gewinne aus der Wiederanlage<br />

einer Mittelstandsholding<br />

des Investitionsvorteils<br />

* ** ***<br />

Einzelunternehmen<br />

Operative GmbH<br />

Operative GmbH<br />

Gewinn<br />

Das<br />

100,0<br />

Firmenkapital<br />

Gewinn<br />

und<br />

100,0<br />

Das Eigenkapitalploster<br />

Gewinn 100,0<br />

./. Steuern das -48,1 Privatvermögen ./. Steuern -29,8 und das ./. Firmenkapital<br />

Steuern -29,8<br />

Verbleiben 51,9<br />

Verbleiben 70,2<br />

Verbleiben 70,2<br />

Bei Privatisierung<br />

./. Steuern 0,0<br />

Verbleiben 51,9<br />

Das Firmenkapital und<br />

das Privatvermögen<br />

unterliegen dem<br />

unternehmerischen<br />

Risiko.<br />

HOHEs RisiKO<br />

unterliegen dem<br />

unternehmerischen<br />

Risiko.<br />

HOHEs RisiKO<br />

HoHEs RisiKo<br />

HoHEs RisiKo<br />

Bei Privatisierung<br />

./. Steuern -19,6<br />

Verbleiben 50,6<br />

siCHER RisiKO<br />

Das Eigenkapitalploster<br />

und das Firmenkapital<br />

unterliegen dem unternehmerischen<br />

Daniel Risiko. Krötz<br />

Das Privatvermögen StB/M.A. Taxation ist<br />

gesichert.<br />

Bei<br />

*<br />

Privatisierung<br />

Investitionsvorteil<br />

Vermögensanlage<br />

./. Steuern -19,6<br />

(operative GmbH)<br />

70,2<br />

Verbleiben 50,6<br />

unterliegen dem unternehmerischen<br />

Risiko.<br />

Das Privatvermögen ist<br />

gesichert.<br />

Übergabe in Holding GmbH<br />

./. Steuern -1,0<br />

Verbleiben 69,2<br />

Bei Privatisierung<br />

./. Steuern -19,4<br />

Verbleiben 49,8<br />

KONTAKT<br />

Daniel.Kroetz@lehnen-partner.de<br />

Telefon 06591 9504 0<br />

Standort Gerolstein • Hauptstraße 122<br />

www.lehnen-partner.de<br />

siCHER RisiKo<br />

RisiKO<br />

siCHER<br />

siCHER<br />

Das Firmenkapital unterliegt<br />

dem unternehmerischen<br />

Risiko.<br />

Das Eigenkapitalpolster ist<br />

in der Holding gesichert.<br />

Das Privatvermögen ist<br />

gesichert.<br />

Fachberater für die Umstrukturierung<br />

von Unternehmen (IFU/ISM gGmbH)<br />

der Holding-GmbH und demnach mit<br />

noch nicht vollständig versteuertem<br />

operative Vermögen GmbH erfolgt. Hieraus ergibt sich<br />

Gewinn ein um 18,6 % 100,0 höheres Investitionsvolumen<br />

auf Ebene der Holding GmbH.<br />

./. Steuern -29,8<br />

Die Holding kann demnach als Spardose<br />

verstanden werden, 70,2 die alleine dem<br />

Verbleiben<br />

Vermögensaufbau dient. Ein privater<br />

Verbrauch des „Spardosenvermögens“<br />

ist weiterhin jederzeit möglich, der<br />

Übergabe in Holding GmbH<br />

Zugriff führt jedoch zur Erhebung der<br />

verbleibenden Steuer.<br />

./. Steuern -1,0<br />

Verbleiben 69,2<br />

Die Entscheidung, ob und zu welchem<br />

Zeitpunkt die Letztversteuerung erfolgt,<br />

obliegt hier, anders als bei Einzelunternehmen<br />

und Personengesellschaften,<br />

beim Unternehmer selbst. •<br />

Bei Privatisierung<br />

./. Steuern -19,4<br />

Verbleiben 49,8<br />

Das Firmenkapital unterliegt<br />

dem unternehmerischen<br />

Risiko.<br />

Das Eigenkapitalpolster ist<br />

RisiKo<br />

siCHER<br />

siCHER<br />

* Das Firmenkapital und das Privatvermögen<br />

unterliegen dem unternehmerischen Risiko.<br />

** Das Eigenkapitalpolster und das Firmenkapital<br />

unterliegen dem unternehmerischen Risiko.<br />

Das Privatvermögen ist gesichert.<br />

*** Das Firmenkapital unterliegt dem unternehmerischen<br />

in der Holding Risiko. Das gesichert. Eigenkapitalpolster ist in<br />

Resümee:<br />

Das Einrichten einer<br />

der<br />

Holding Das Holding<br />

GmbH Privatvermögen gesichert. Das Privatvermögen<br />

lohnt sich, ist ist<br />

gesichert.<br />

um gesichert.<br />

erhebliche Gewinnvorträge<br />

(Eigenkapitalpolster)<br />

vor Resümee: unternehmerischen<br />

Risiken, Das Einrichten wie z.B. Insolvenz, einer Holding GmbH lohnt sich,<br />

zu um schützen. erhebliche Gewinnvorträge (Eigenkapitalpolster)<br />

vor unternehmerischen Risiken, wie<br />

z.B. Insolvenz, zu schützen.<br />

Resümee:<br />

Das Einrichten<br />

Holding GmbH<br />

um erhebliche<br />

träge (Eigenkap<br />

vor unternehme<br />

Risiken, wie z.B<br />

zu schützen.<br />

17


1<br />

8<br />

WIESEN-IMPRESSIONEN...<br />

1 Biotop mit jungen und alten Obstbäumen<br />

2 Impression von der Apfelernte<br />

3 Weidende Schafe als Mittel gegen Verbuschung<br />

4 Beginnende Apfelbaumblüte im Frühjahr<br />

5 Handgepflückte Äpfel verschiedener Sorten<br />

6 Wiesenapfel kurz vor der Ernte<br />

7 Streuobstwiese bei Hermesdorf<br />

8 Birnbaumblüte in Nahaufnahme<br />

<strong>Eifel</strong>er Streuobstwiesen:<br />

Naturschutz, der Früchte trägt<br />

w I Kerstin Stedem-Braun<br />

2<br />

3<br />

Die Eidechse, die sich auf dem Stein sonnt; das Käuzchen,<br />

welches aus einer Baumhöhle lugt; neu gepflanzte<br />

neben alten, moosbedeckten Bäumen; Wildbienen und<br />

Hummeln, die die duftenden Blüten der Apfel- und Birnbäume<br />

umschwirren...<br />

Was wäre unsere <strong>Eifel</strong>er Kulturlandschaft, besonders das<br />

<strong>Bitburg</strong>er Gutland, ohne die (noch) zahlreichen Streuobstwiesen<br />

mit ihrer Artenvielfalt, ihren Insekten und den knorrigen<br />

alten Bäumen, in deren Höhlen Tiere Unterschlupf<br />

finden? Die im Frühling in voller duftender Blüte stehen<br />

und ab dem Spätsommer vor reifen Früchten nur so strotzen...<br />

ohne die bunten Farbtupfer im oft durch das Einerlei<br />

von Monokulturen geprägten Flächen?<br />

Ertragsleistung können bis zu 20 Jahre vergehen.<br />

Wie kam es überhaupt zur Entstehung von Streuobstwiesen?<br />

Bereits im alten Griechenland ca. 400 Jahre vor Christus,<br />

wurde Obstanbau betrieben – Hippokrates, der griechische<br />

Gelehrte, soll die Kunst des Veredelns erfunden haben. Die<br />

Kultur des Obstanbaus hat somit eine lange Geschichte und<br />

gelangte schließlich mithilfe der Römer zu uns in die Südeifel.<br />

Klimatisch herrschten während der Römerzeit optimale<br />

Bedingungen, so dass man in der <strong>Eifel</strong> um 200 v. Chr.<br />

bereits sechs bis sieben Birnen- und Apfelsorten kannte.<br />

Auch heute finden sich auf den Wiesen noch hauptsächlich<br />

Apfel, Birne und auch Zwetschge, selten auch Quitte oder<br />

Kirsche.<br />

4 5 6<br />

Schätzungen zufolge sind in einem solch wertvollen Biotop<br />

bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten beheimatet; viele<br />

zählen zu den gefährdeten Arten. Beobachten<br />

kann man zum Beispiel Steinkauz, Eidechse,<br />

Wildbienen, Fledermäuse und viele<br />

mehr. Am Boden wachsen oft unzählige<br />

Blumen und Wildkräuter. Streuobstwiesen<br />

sind in der <strong>Eifel</strong> noch häufig zu finden; oftmals liegen sie<br />

an Ortsrändern – sie schenken uns nicht nur Obst, teilweise<br />

in Form von längst vergessenen, im Supermarkt nicht erhältlichen<br />

Sorten, sondern auch hochwertige Produkte wie<br />

Saft, Viez und edle Destillate. Ihren Namen tragen sie, weil<br />

ihre Bäume im Gegensatz zu plantagenartigen Obstanbauflächen<br />

„verstreut“ in der Landschaft stehen.<br />

Ein Charakteristikum dieser Lebensräume ist die Bepflanzung<br />

mit Hochstamm-Obstbäumen unterschiedlichen Alters,<br />

welche ohne den Einsatz von chemischen Spritz- und<br />

Düngemitteln gepflegt werden.<br />

Streuobstwiesen sind aus der <strong>Eifel</strong>er Landschaft nicht wegzudenken<br />

und prägen ihr Erscheinungsbild seit Jahrhunderten.<br />

Typisch für sie ist ihr jährlich schwankender Ertrag.<br />

Geduld ist gefragt, denn neu angepflanzte Bäume beginnen<br />

erst nach ca. 10 Jahren Früchte zu tragen – bis zur vollen<br />

„Streuobstbestände in<br />

der Südeifel sind ein Stück<br />

gewachsene Heimat.“<br />

Initiative „Rettet die Streuobstwiesen!“<br />

Leider sind diese ökologisch wichtigen Flächen heute in<br />

Gefahr, da die Landwirtschaft sich strukturell verändert und<br />

die Bedeutung der Selbstversorgung abnimmt.<br />

Auch überhandnehmender Mistelbewuchs<br />

stellt eine Bedrohung für die<br />

Baumbestände dar.<br />

Der Betrieb von Streuobstwiesen erfordert<br />

ein gewisses Maß an Idealismus – viel Handarbeit fällt an<br />

bei Pflege, Schnitt und Ernte. Dies ist zeitintensiv und gilt<br />

als nicht rentabel, Besitzer sind oft mit der Pflege überlastet.<br />

Verbraucher greifen darüber hinaus oftmals lieber zu<br />

überregionaler Supermarktware. Das Bewusstsein und die<br />

Wertschätzung für heimische Produkte scheint gerade erst<br />

wieder neu zu erwachen.<br />

Laut der Initiative „Rettet die Streuobstwiesen!“ der Naturparke<br />

Südeifel und <strong>No</strong>rdeifel steht zu befürchten,<br />

dass es 2025-2030 zu einem großflächigen Einbruch<br />

der Streuobstwiesenbestände im <strong>Eifel</strong>kreis <strong>Bitburg</strong>-<br />

Prüm und damit zu einer gravierenden Veränderung<br />

der hiesigen Kulturlandschaft kommen wird. So gab es<br />

im Jahr 1938 noch 500.000 Obstbäume in Deutschland,<br />

heute hingegen nur noch um die 200.000, wo-<br />

18<br />

7<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Streuobstwiesen 19


Foto: © HandmadePictures /stock.adobe.com<br />

Zutaten:<br />

4 Äpfel<br />

1 EL Stärke<br />

etwas Zimt<br />

nach Gusto<br />

Rezept-Tipp: Crumble im<br />

Fallobst-Apfel vom Grill<br />

Bewohner der Streuobstwiese:<br />

Der kleine Fuchs<br />

bei 70-80 % hiervon in einem schlechten Zustand sind.<br />

Es gibt jedoch engagierte Bemühungen zur Erhaltung von<br />

Streuobstwiesen: Eine Initiative des Naturschutzbunds<br />

(NABU) in der Region Trier bringt beispielsweise die Vermarktung<br />

von regionalen Streuobstprodukten voran und<br />

verbindet somit Naturschutz, kurze Transportwege und<br />

hohe Produktqualität.<br />

Warum sollte man sich heute noch für Streuobstwiesen<br />

interessieren und worin liegt der Nutzen im Erhalt<br />

dieser Lebensräume für den einzelnen<br />

Verbraucher ?<br />

Die naturbelassenen Produkte tragen zu<br />

einer gesunden Ernährung bei. Der Verzehr<br />

von regionalem Obst spart zudem<br />

Ressourcen und lange Transportwege.<br />

Qualität und Vielfalt im Geschmack sind<br />

oft reichhaltiger als das herkömmliche<br />

Supermarkt-Angebot. Einige, meist ältere Obstsorten sind<br />

für Allergiker besser verträglich und durch den höheren<br />

Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wertvoller.<br />

Welche Apfelsorte eignet sich für welchen Zweck?<br />

Eine der bekanntesten, alten Sorten ist der Boskoop: Für<br />

den Frischverzehr für viele zu säurebetont, eignet sich dieser<br />

lagerfähige Apfel hervorragend für Kuchen, Mus und Saft.<br />

Luxemburger Triumph: Diese für unsere Region typische<br />

Sorte eignet sich für den Frischverzehr, ebenso für Saft und<br />

Mus und zeichnet sich durch intensives süß-saures Aroma aus.<br />

Rheinischer Winterrambour: Ein sehr geeigneter Apfel<br />

für Kinder, da er über ein feines und nicht zu intensives<br />

Aroma verfügt. Die Sorte ist sehr gut zu lagern und eignet<br />

sich für alle Verarbeitungsarten wie Saft, Mus oder Kuchen.<br />

Sie ist in der Südeifel die am häufigsten anzutreffende Sorte.<br />

Der Porzenapfel ist ebenfalls verbreitet in der Region. Er<br />

wird ausschließlich zur Verarbeitung – zum Beispiel für<br />

Viez und Most – genutzt.<br />

Was die Zukunft der Streuobstwiesen angeht, gibt es verschiedene<br />

Fördermaßnahmen der Landesregierung Rheinland-Pfalz,<br />

beispielsweise die Ausbildung von Baumwarten<br />

durch das DLR Rheinpfalz und die Naturparke Südeifel und<br />

<strong>No</strong>rdeifel. 2019 wurde in Irrel das Streuobstwiesenbüro gegründet.<br />

Dr. Holger C. Tülp steht hier Wiesenbesitzern mit<br />

Rat und Tat zur Seite; sei es mit praktischen Anleitungen<br />

zum Baumschnitt, Hilfe bei der Vernetzung mit mobilen<br />

„Der Schlüssel zum Überleben<br />

der Streuobstwiesen liegt in der<br />

Begeisterung der jungen Generation<br />

für diesen wertvollen Lebensraum<br />

und seine tollen Produkte.“<br />

Dr. Holger Tülp, Streuobstbüro Irrel<br />

Frisch gepresster, naturtrüber Apfelsaft:<br />

Ein echter Genuss<br />

Keltereien oder Lehrgängen zum<br />

Baumwart.<br />

Letztlich lässt sich eine große Zahl<br />

von Streuobstwiesen als ein Element<br />

der Kulturlandschaft nur erhalten,<br />

wenn es gelingt, junge Menschen zu<br />

begeistern, heimische Produkte zu genießen<br />

und wertzuschätzen. Denn das Gute liegt oft so nah!<br />

Ein schönes Projekt ist der Obstbaumlehrpfad in Kyllburg:<br />

Im Obstgarten des alten Pfarrhauses soll durch Aufarbeitung<br />

des alten Baumbestandes und durch Neupflanzung eine<br />

2000 m 2 große Streuobstwiese entstehen – ideal, um auch<br />

mit Kindern die Natur zu entdecken und etwas über die<br />

verschiedenen Arten zu lernen.<br />

Hilfe bei der Pflege von Streuobstwiesen ist aktiver, gelebter<br />

Umweltschutz! Wer sich ehrenamtlich engagieren<br />

möchte, findet verschiedene Möglichkeiten: Entsprechende<br />

Interessengruppen gibt es zum Beispiel beim NABU<br />

Südeifel und der Initiative „Rettet die Streuobstwiesen!“ –<br />

Grund zum Optimismus, dass diese wunderbaren Lebensräume,<br />

die gerade jetzt im Frühling die <strong>Eifel</strong> wieder in eine<br />

blühende Landschaft verwandeln, erhalten bleiben. •<br />

Für den Crumble:<br />

1 Tasse Haferflocken<br />

½ Tasse Mehl<br />

3 EL Zucker<br />

1 Prise Salz<br />

1/3 Päckchen weiche Butter<br />

Den Grill vorheizen, sofern Thermometer<br />

vorhanden, auf 175 o C.<br />

Die Äpfel abwaschen, gründlich abtrocknen und aushöhlen. Hierfür die Deckel<br />

abschneiden und mit einem großen Löffel das Innere herausnehmen. Einen ca.<br />

5mm breiten Rand stehen lassen und diesen mit etwas Zimt einreiben. Danach<br />

auf dem Grill von allen Seiten scharf angrillen.<br />

Das Kerngehäuse entfernen und den Rest des Inneren würfeln und mit Stärke<br />

und Zimt mischen. 10 Minuten lang in einer Pfanne auf den Grill geben. Regelmäßig<br />

umrühren.<br />

Unterdessen die Crumblemasse herstellen. Hierfür Haferflocken, Mehl, Zucker<br />

und Salz mischen. Die Butter dazu geben und alles mit den Händen zu Streuseln<br />

verarbeiten.<br />

Die Apfelstücke in die ausgehöhlten Äpfel füllen. Eine Form mit Wasser füllen<br />

und darüber ein Rost mit den Äpfeln auf dem Grill positionieren, um die Unterhitze<br />

zu minimieren. Den Crumble über den Äpfeln verteilen, leicht andrücken<br />

und erneut für ca. 15-20 Minuten bei geschlossenem Deckel auf dem Grill fertig<br />

backen.<br />

Aus dem Grill nehmen und noch warm mit Sahne und etwas Krokant genießen.<br />

Siehe auch unser Bilderrätsel „Tiere der Streuobstwiese“ mit Gewinnspiel auf S. 30<br />

KONTAKT<br />

Naturschutzbund NABU e.V.<br />

Regionalstelle Trier<br />

Pfützenstr. 1 • 54290 Trier<br />

Tel. 0651 1708819<br />

region.trier@nabu-rlp.de<br />

www.nabu-regionalstelletrier.de<br />

Zweckverband Naturpark Südeifel<br />

Streuobstbüro • Dr. Holger C. Tülp<br />

Auf Omesen 2 • 54666 Irrel<br />

Tel. 06525 792-6150<br />

E-Mail: tuelp@naturpark-suedeifel.de<br />

www.naturpark-suedeifel.de<br />

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Neises und ihr Team in dieser Zeit in<br />

der Südeifel und der Grenzregion einen<br />

Namen gemacht. „Wir legen hohen Wert<br />

auf die Zufriedenheit unserer Kunden<br />

und setzen auch häufig Sonderwünsche<br />

für unsere Kundschaft um. Einer dieser<br />

besonderen Aufträge war zum Beispiel<br />

ein Trauergesteck in Form eines Traktors<br />

zur Beerdigung eines Landwirtes.“<br />

Das kreative Team, bestehend aus Eva<br />

und Daniel Neises, Hedi Zender, Gerlinde<br />

Schilz, Marita Schwarz, Tanja Maas<br />

und Stefanie Neitzel, ist Ihr professioneller<br />

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empfiehlt Eva Neises, vorab<br />

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die Blumen verschenken, die sie bei uns<br />

kaufen und immer wieder der Satz fiel:<br />

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behalten.“, kam uns die Idee zum Angebot<br />

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Donnerstag stellen wir ein neues Bund<br />

der Woche zusammen, welches passend<br />

für die einmalig angeschaffte Basic-Vase<br />

ist. Wie das aktuelle Bund der Woche<br />

aussieht, kann man bei Facebook und<br />

Instagram anschauen. #dasblumenatelier<br />

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umzusetzen und begrüßen Sie<br />

gerne bei uns in Irrel. Sei es zum Frühlingsmarkt,<br />

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Menschen aus der ganzen Welt<br />

1<br />

: 60 Jahre Volkstanzgruppe <strong>Bitburg</strong><br />

2<br />

wStefan Bohl<br />

I Archiv VTG, Ralf Butterweck<br />

Getanzte Völkerverständigung in 24<br />

Ländern. Seit 1960 gibt es die <strong>Bitburg</strong>er<br />

Volkstanzgruppe e.V. (VTG). Sie wurde<br />

von Jadzia Simon, der Frau des <strong>Bitburg</strong>er<br />

Brauereibesitzers Hanns Simon, gegründet.<br />

Frau Simon stammte aus Polen.<br />

Schon in ihrer Heimat hat sie leidenschaftlich<br />

getanzt und wollte mit der<br />

Gründung einer Tanzgruppe die Völkerverständigung<br />

fördern und Kindern<br />

eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung<br />

bieten. Der erste Auftritt der Gruppe<br />

fand 1960 in Aachen statt. Seitdem hat<br />

sich der Verein immer weiter entwickelt.<br />

Heute gibt es vier Volkstanzgruppen,<br />

die auf Heimatfesten und Folklore-<br />

Festivals in ganz Europa auftreten und<br />

so viele Bräuche, Musikstücke und alte<br />

Volkstänze vor dem Vergessen bewahren.<br />

Die VTG hat jährlich rund 13 Auftritte<br />

in <strong>Bitburg</strong>, bei Weinfesten in der<br />

Region und Festivals in ganz Europa.<br />

Im Karneval sind zusätzlich 4 Kinderund<br />

Jugendgarden aktiv, sodass insgesamt<br />

mehr als 150 Tänzerinnen und<br />

Tänzer von drei bis 65 Jahre dabei sind.<br />

Um das Ziel der Völkerverständigung<br />

zu erreichen, ist die Gruppe schon viel<br />

in der Welt herumgekommen. Ganz<br />

besonders ist den Tänzern die Reise<br />

nach Jordanien in den 80er Jahren in<br />

Erinnerung geblieben. Rolf Berger berichtet:<br />

„Wir haben vor König Hussein<br />

und Königin <strong>No</strong>or getanzt, die Felsenstadt<br />

Petra besucht und im toten Meer<br />

gelegen. Das sind Erlebnisse, die man<br />

nicht vergisst.“ Eine große Plattform der<br />

Völkerverständigung ist auch das jährliche<br />

„Europäische Folklorefestival“<br />

in <strong>Bitburg</strong>. Vom 10. bis 13. Juli 2020<br />

gestalten Tanzgruppen, Trachtengruppen<br />

und erstklassige Musikvereine aus<br />

16 Ländern wieder ein farbenfrohes,<br />

folkloristisches Programm. Hier sind<br />

die Mitglieder der Tanzgruppe seit<br />

1965 jedes Jahr selbst als Tänzer und<br />

als Betreuer von Gastgruppen dabei.<br />

In allen acht Gruppen sind neue Tänzerinnen<br />

und Tänzer zum Probetraining<br />

im Haus Beda jederzeit herzlich<br />

willkommen. Die Trainingszeiten finden<br />

Sie auf der Homepage. •<br />

1 Felsenstadt Petra, Jordanien<br />

2 „Der Kuckuckswalzer“ - obenauf<br />

Heidi Hoffmann<br />

3 Internationales Trachtentreffen der<br />

Mosel in Kröv 2018<br />

4 Große Garde <strong>Bitburg</strong><br />

KONTAKT<br />

Ralf Butterweck<br />

Telefon: 06561 / 12694<br />

www.vtg-bitburg.de<br />

3<br />

4<br />

TIPP: Liebe Kinder und Jugendliche.<br />

Ich bin mit 7 Jahren der Volkstanzgruppe <strong>Bitburg</strong> beigetreten und habe in meiner aktiven Zeit<br />

mit der Gruppe 12 Länder bereist. Wir wurden überall herzlich empfangen und haben mit<br />

den Menschen getanzt und gesungen. Die Volkstanzgruppe ist eine ganz besondere Gelegenheit<br />

Menschen, Länder und Kulturen kennen zu lernen. Macht mit!<br />

Stefan Bohl<br />

25 Jahre VTG v.l. Frau Müller, Udo Posnanski<br />

und Gründerin der VTG Frau Jadzia Simon<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Volkstanzgruppe 27


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1 2<br />

Wenn die Liebe ruft...<br />

Wie die Darscheiderin Michelle Schreiber ihr Herz an Affen verlor<br />

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Mit gepackten Koffern stand sie schon am Flughafen<br />

im südafrikanischen Johannesburg – (nicht) bereit, ihre<br />

Heimreise anzutreten. Hin- und hergerissen, wurde sie<br />

von einem Flughafenmitarbeiter angesprochen, der ihre<br />

Situation goldrichtig einschätzte. Ob sie nicht heim<br />

wolle, und ob die Liebe der Grund dafür sei, wollte er<br />

wissen. Nach kurzem Überlegen bejahte die Darscheiderin<br />

seine Fragen. „Dann musst du auf dein Herz hören!“,<br />

riet der Flughafenmitarbeiter. Er hatte Recht. Sie<br />

folgte ihrem Herzen zurück zu ihrer neuen Liebe; es<br />

war Barney, ein Bärenpavianbaby.<br />

Auf Barney ist wohl auch die in Südafrika entfachte<br />

Leidenschaft für die Primaten zurückzuführen. Wie so<br />

viele, wollte auch Michi nach dem gepackten Schulabschluss<br />

raus in die Welt, etwas erleben, und nahm sich<br />

I Archiv affis adventures, ©estivillml, ©Javanesia45/stock.adobe.com<br />

„Folge Deinem Glück und das<br />

Universum wird Dir Türen öffnen,<br />

wo vorher nur Wände waren.“<br />

Joseph Campbell<br />

vor, auf der Reise mit wilden<br />

Tieren zu arbeiten. Die ersten<br />

drei Wochen wurde sie an eine<br />

Löwenstation vermittelt, wo<br />

Löwenwaisen gepflegt und ausgewildert<br />

werden sollten. Doch<br />

schnell bemerkte Michi einige Ungereimtheiten vor<br />

Ort. Die Tiere wurden weder ausgewildert noch geschützt.<br />

Stattdessen machten die Betreiber ihr Geld mit<br />

dem Jagdtourismus. Ein Schock für die heute 23-Jährige!<br />

Doch sie biss sich durch und sorgte gar dafür, dass<br />

die Vermittlungsagentur die Kooperation mit dieser<br />

Station beendete!<br />

Als es für Michi schließlich weiterging, spürte sie<br />

schnell, dass sie am richtigen Ort angekommen war.<br />

Kleine, hilflose Affenbabys, die nur auf ihre Liebe und<br />

Zuneigung warteten. Ganz besonders hat es ihr dabei<br />

der kleine Barney angetan, der sich sofort auf sie stürzte.<br />

Von nun an ließ er sich nur noch von seiner neuen<br />

Ziehmutter mit der Flasche füttern oder waschen.<br />

Michi weiß: „Affen sind einfach ehrliche Wesen. Wenn<br />

dich ein Affe mag, dann zeigt er es auch und würde<br />

für dich durchs Feuer gehen – und wenn er dich nicht<br />

mag, dann lässt er dich das genauso spüren!“<br />

All diese Erfahrungen während der insgesamt drei Monate<br />

in Südafrika erweckten ein Feuer in Michi, welches<br />

sie seitdem jährlich wieder zurück auf den schwarzen<br />

Kontinenten zieht, um in den Semesterferien ihres<br />

Lehramtsstudiums wieder vor Ort mitanzupacken. Nebenbei<br />

studiert sie zudem Primatologie per Fernstudium.<br />

Das Erlebte hält sie auf ihrer Blogseite www.affisadventures.de<br />

fest, wo sie neben ihren Erfahrungen vor<br />

Ort auch von zu Hause aus über Tierschutz und Freiwilligenarbeit<br />

berichtet. Wer keine<br />

Lust hat zu lesen, der kann sich auch<br />

einfach zurücklehnen und einem<br />

ihrer Podcasts lauschen.<br />

Genug hat Michi damit noch lange<br />

nicht. Sie befindet sich gerade in der Gründung einer<br />

Vermittlungsorganisation zum Schutz und Erhalt von<br />

Primaten. Besonderen Wert legt die Darscheiderin dabei<br />

auf die Nachhaltigkeit der Arbeit der kooperierenden<br />

Stationen, wovon sie sich auf einer mehrwöchigen<br />

Reise selbst ein Bild vor Ort macht.<br />

Auf die Büro- und Vermittlungsarbeit wird sie sich aber<br />

auch in Zukunft nicht beschränken. Erst vergangenes Jahr<br />

gab sie das Versprechen ab, mindestens bis ins Alter von<br />

72 Jahren weiter mitanzupacken – an eine 71-Jährige, allein<br />

reisende Helferin in einer südafrikanischen Affenstation. •<br />

3<br />

4<br />

5<br />

KONTAKT<br />

affis adventures | Michelle Schreiber<br />

@AFFIS.ADVENTURES<br />

@affis.adventures<br />

hallo@affisadventures.de<br />

1 Damit die Affenbabys bei der Arbeit nicht geweckt werden, hängen sie in einem Beutel am Baum.<br />

2 Michi im Monty-Gehege der größeren Paviane.<br />

3 Bei der Fütterung stürzen die Affen sich auf Michi und die Flaschen.<br />

4 Ein Affenbaby hält zum ersten Mal selbst sein Fläschchen.<br />

5 Trotz harter Arbeit bleibt auch immer Zeit zum Kuscheln.<br />

34<br />

Crowdfunding-Kampagne:<br />

https://www.startnext.com/affisadventures2 <strong>ego</strong> N°XX/2019 Holzwelt Kauth 34<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 affis adventures 35


In der <strong>Eifel</strong> wächst<br />

uns was!<br />

Die gesunde Pracht aus dem eigenen Garten<br />

wAngelika Koch<br />

I ©goodluz/fotolia.com, ©setory/stock.adobe.com<br />

Die Gärten, Terrassen und Balkone der Region werden grün. Galt es<br />

noch vor zwanzig Jahren gerade auf dem Land als schick und pflegeleicht,<br />

der sprießenden Botanik mit Asphalt, Steinplatten, Schotter und<br />

Chemie zu Leibe zu rücken, so hat sich buchstäblich das Blatt gewendet.<br />

Gartenbaubetriebe verzeichnen wachsende Umsätze und versprechen<br />

Glück getreu einer chinesischen Weisheit: „Für einen Tag – betrinke<br />

dich; für eine Woche – schlachte ein Schwein; für ein Jahr – verliebe<br />

dich; für ein Jahrzehnt – heirate; für ein ganzes Leben – werde Gärtner.“<br />

Und immer mehr Menschen entdecken eine uralte Kultur neu: Nutzund<br />

Bauerngärten mit selbst gezogenen Kräutern, Gemüse, Beeren<br />

und Obst. Nicht nur schön anzusehende Blumenrabatte, Ziersträucher<br />

oder gepflegter Rasen begeistern die Gartenfans, sondern das gute<br />

Gefühl, die besten Zutaten für leckeres Essen von der Saat bis zur<br />

Ernte vor der Haustür wachsen zu sehen. Mehr „bio“ auf dem Tisch<br />

geht nicht. Und anders als die eher felsig-kargen Böden der Vulkaneifel<br />

oder die von Tieftemperaturen heimgesuchte Schneifel bietet das<br />

<strong>Bitburg</strong>er Gutland den Hobbygärtnern fast alles, was den „grünen Daumen“<br />

leicht macht. Wer dann noch ein kleines Gewächshaus oder ein<br />

Hochbeet sein Eigen nennt, kann der Südeifelsonne problemlos Tomaten<br />

oder Zitrusfrüchte abluchsen.<br />

Alte Obstsorten, die besonders aromatisch und widerstandsfähig sind,<br />

werden wieder stark nachgefragt, aber es gibt auch ständig Neuzüchtungen.<br />

Der Klimawandel gestattet es, dass selbst Weintrauben oder Kiwis<br />

in den Hochlagen der <strong>Eifel</strong> erntereif werden. Dennoch brauchen<br />

die hier gezogenen Pflanzen im Vergleich etwa zu moselländischen Gewächsen<br />

sogar bis zu fünfzig Prozent länger bis zur idealen Reife. Dann<br />

aber sind sie robuster. Gut Ding will eben Weile haben, das Gärtnern ist<br />

Allheilmittel gegen Hektik.<br />

Möhren<br />

FEBRUAR MÄRZ APRIL MAI JUNI JULI AUGUST SEPTEMBER Oktober<br />

Wer ernten will, muss im Einklang mit der Natur leben. Das Wetter bestimmt,<br />

was geht und was nicht. Das kann von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich<br />

sein. Findet der Winter manchmal gar kein Ende, so war er<br />

in dieser Saison gar nicht erst zu Gast in <strong>Eifel</strong>er Gärten. Danach richtet<br />

sich auch, welche Pflanzen gut gedeihen und welche Arbeiten wie zu<br />

erledigen sind. In diesem Frühjahr und Sommer wird die Schädlingsbekämpfung<br />

besonders wichtig... ökologisch natürlich, und zwar – je nach<br />

Obst- und Gemüsesorte sowie nach Art der Schädlinge – mit diesen<br />

Methoden:<br />

• mechanisch: Fliegenklappe, Kleber, Abschütteln, Fliegennetze, Barrieren<br />

• physikalisch: Kälte, Wärme, Ionisation<br />

• psychisch: Vogelscheuchen, Köder, Lichtfallen, Alarmsignale<br />

• Schaffung von unvorteilhaften Bedingungen für schädliche Insekten:<br />

Entfernen von natürlichen Schutzräumen und Einführung von Fressfeinden<br />

wie etwa Marienkäfer<br />

• Einsatz von Lockstofffallen zur Bekämpfung von Schadinsekten<br />

Zwiebeln<br />

Zucchini<br />

Kartoffeln<br />

Kopfsalat<br />

Pflanzzeit in frostfreieM Boden<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Gartentipps 37


Ein Nutzgarten ist dabei nicht nur für das leibliche Wohl sehr gesund.<br />

Das betont die Sozial psychologin Eva Walther, Professorin an<br />

der Universität Trier und selbst passionierte Hobbygärtnerin, die<br />

in einem Forschungsprojekt den Einfluss von Umwelt auf die Seele<br />

untersucht hat. „Das Grundmotiv ist, dass die Menschen etwas<br />

selbst gestalten wollen. Es hat mit Autonomie und Individualität<br />

zu tun, aber auch damit, Kontrolle über etwas auszuüben und den<br />

eigenen Einfluss zu spüren“, nennt sie die urmenschlichen Gründe<br />

für die Neigung zum Gärtnern.<br />

Der Gärtner als potenziell mörderischer Allmachtsfanatiker über<br />

Himbeeren und Salatblätter? Im Gegenteil, sagt die Wissenschaftlerin:<br />

„Im Garten erlebt man hautnah, dass ein ‚Kampf’ gegen die<br />

Natur gar nicht zu gewinnen ist. Vielmehr fühlt sich der Mensch<br />

hier als Teil der Natur und kann sich vergewissern, dass er es kann:<br />

harmonisch mit ihr umgehen.“ Die sinnliche Erfahrung sei wichtig,<br />

betont Walther. „Sie hören die Geräusche der Natur, Sie riechen<br />

die Erde und die Blüten, Sie ertasten die Beschaffenheit von<br />

Boden, Wurzeln, Blättern... und all das können Sie selbst dosieren,<br />

ohne unter- oder überfordert zu werden. Letztlich führt das zu<br />

einem Glückserlebnis.“ •<br />

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38 <strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020<br />

Gartentipps<br />

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Ein Irreler<br />

erobert den Nürburgring<br />

: Für die VLN-Saison 2020 hat Philipp Leisen große Ziele<br />

wRobin Strellen<br />

I Jan Brucke; RACEPIX.EU<br />

Es war im Jahr 2003, als Philipp Leisen<br />

sich bei einem Sichtungslehrgang<br />

in Kempten anmeldete und von der<br />

Teilnahme beim ADAC VW Lupo-Cup<br />

träumte. Bis dahin fuhr er lediglich im<br />

Kart gegen Freunde, wenn auch häufig<br />

und mit großer Leidenschaft. Auf<br />

der Rennstrecke konnte Philipp sich<br />

tatsächlich Runde für Runde gegen seine<br />

Mitstreiter durchsetzen und wurde<br />

am Ende dafür mit einem Startplatz<br />

in dem sehr beliebten Markenpokal<br />

belohnt. Heute nennt der 35-Jährige<br />

das damalige Auswahlverfahren mit einem<br />

Augenzwinkern „Germanys next<br />

Rennfahrer“, dank welchem er von<br />

nun an bei dem im Rahmen der DTM<br />

(Deutsche Tourenwagen-Masters) ausgeführten<br />

Cup an den Start gehen durfte.<br />

Seitdem fährt der Irreler, mit einer<br />

unfallbedingten Pause im Jahr 2007,<br />

als ihm bei einem spektakulären Crash<br />

mehrere Knochen brachen, ununterbrochen<br />

in verschiedenen Rennserien<br />

und durfte schon so manche Erfolge<br />

feiern. Als Einzelerfolge seien zum<br />

Beispiel seine Siege im SEAT Leon Supercopa<br />

zu erwähnen, ebenfalls ein im<br />

Rahmen der DTM ausgeführter Markenpokal.<br />

Den größten Triumph verbuchte<br />

er jedoch im Jahr 2018, als ihm<br />

gemeinsam mit seinen beiden Teamkollegen<br />

der Gewinn der VLN Langstreckenmeisterschaft<br />

am Nürburgring,<br />

Europas größten Breitensportserie, gelang.<br />

Dabei ließen sie rund 850 Fahrer<br />

hinter sich! Im Erfolgsjahr räumten<br />

Philipp und sein Team zusätzlich die<br />

BMW Sports Trophy ab, was sie weltweit<br />

zu den besten BMW Privatfahrern<br />

machte.<br />

Dass einem Leistungssportler nichts in<br />

den Schoß fällt, das weiß auch Philipp.<br />

Aus diesem Grund trainiert er bis zu<br />

sechs Mal in der Woche im Fitnessund<br />

Ausdauerbereich. Die teils sechs<br />

Stunden langen Rennen fahren sich<br />

schließlich nicht von allein. Während<br />

der Saisonvorbereitung im Winter<br />

wird zudem - sofern es die Zeit zulässt<br />

- auch gerne mit dem Team ins<br />

Trainingslager gereist. Vergangenen Februar<br />

zum Beispiel zog das BMW-Team<br />

an die portugiesische Südküste. An der<br />

Titelverteidigung sind sie dennoch,<br />

wenn auch nur hauchdünn, vorbeigeschrammt<br />

– mit nicht mehr als 0,12<br />

Punkten Rückstand!<br />

In diesem Jahr will Philipp Leisen deswegen<br />

wieder angreifen und seinen<br />

zweiten Titel in der fortan Nürburgring<br />

Langstrecken Serie heißenden Liga<br />

gewinnen. Und auch auf ein weiteres<br />

Highlight darf er sich 2020 wieder<br />

freuen: das berühmte 24h-Rennen auf<br />

dem Nürburgring vor über 200.000<br />

Zuschauern!<br />

Merke: Das erste Rennen der Nürburgring<br />

Langstrecken-Serie findet am<br />

21. März am Nürburgring statt. •<br />

4<br />

1 Philipp und sein Team nach dem Gewinn der VLN 2018<br />

2 In der Saison 2020 peilt Philipp wieder den Sieg der VLN an<br />

3 In der Saison 2019 durfte sein Team mit der Startnummer 1 an den Start gehen<br />

4 Im BMW M4 GT4 heizt Philipp beim 24h-Rennen über die <strong>No</strong>rdschleife<br />

KONTAKT<br />

Philipp Leisen<br />

Hauptstr. 61 | 54666 Irrel<br />

philipp.leisen@t-online.de<br />

@PhilippLeisenMotorsport<br />

40 <strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Motorsport<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Motorsport 41


<strong>No</strong>ch ein letztes Mal ans Meer...<br />

Der Wünschewagen, ein ehrenamtliches Projekt des Arbeiter-<br />

Samariter-Bundes, erfüllt todkranken Menschen ihren letzten Wunsch.<br />

wKerstin Stedem-Braun<br />

I ASB, ASB/Hannibal, ©dip/stock.adobe.com<br />

<strong>No</strong>ch einmal ins Stadion zum<br />

Spiel des Lieblingsvereins, ein letztes<br />

mal frische Meeresluft atmen, die<br />

Hochzeit der Enkelin miterleben,<br />

einen letzten Glücksmoment einfangen<br />

und zusammen mit lieben<br />

Freunden oder der Familie Erinnerungen<br />

für die Ewigkeit schaffen...<br />

Wenn die Lebensuhr abläuft und<br />

ein Transport oft aufgrund fehlender<br />

Mobilität oder etwa künstlicher<br />

Beatmung nicht mehr möglich ist,<br />

bekommt der Wünschewagen seinen<br />

unbezahlbaren Einsatz: Er bringt<br />

schwerstkranke, ältere, manchmal<br />

aber auch junge Menschen oder<br />

Kinder in ihrer letzten Lebensphase<br />

noch einmal an den Ort ihrer<br />

Wünsche, an dem sie für einen Tag,<br />

begleitet von Familienangehörigen<br />

oder lieben Freunden, ein wenig Unbeschwertheit<br />

und Sorglosigkeit erleben<br />

dürfen. Der Wünschewagen ist<br />

ein rein ehrenamtlich getragenes und<br />

zu 100% spendenfinanziertes Projekt<br />

des Arbeiter-Samariter-Bundes<br />

ASB, welches bereits über 1500 letzte<br />

Wünsche erfüllen konnte.<br />

Die Fahrzeuge, welche in allen Bundesländern<br />

unterwegs sind, verfügen<br />

über Ausstattung, um im <strong>No</strong>tfall reagieren<br />

zu können und sind perfekt<br />

auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmt:<br />

Musik, große Panoramafenster,<br />

sanfte Beleuchtung und spezielle<br />

Stoßdämpfung sorgen für Wohlfühlatmosphäre<br />

und ein entspanntes<br />

Reisegefühl.<br />

Die Betreuenden sind allesamt ausgebildete<br />

Fachkräfte wie zum Beispiel<br />

Palliativmediziner, Rettungs- sowie<br />

Pflegekräfte, die vor ihrem ersten Einsatz<br />

eine intensive Schulung absolvieren.<br />

Jede Fahrt wird von zwei ehrenamtlichen<br />

Kräften begleitet.<br />

Möchten auch Sie mithelfen, dass<br />

dieses wunderbare Projekt weitergeführt<br />

werden kann? Jede Unterstützung<br />

hilft, Herzenswünsche wahr<br />

werden zu lassen. •<br />

SPENDen UND KONTAKT<br />

Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.<br />

IBAN: DE07 5139 0000 0060 8253 51<br />

Stichwort: Wünschewagen<br />

ASB Rheinland-Pfalz e. V. 1 Standort Mainz<br />

Tel. : 06241 /97 87 90<br />

E-Mail: wuenschewagen@asb-rp.de<br />

www.wuenschewagen.de<br />

@der_wuenschewagen<br />

42<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020<br />

Wünschewagen<br />

Telefon 06551 14-181 · www.immo-vbeifel.de


Mandarinen-Schmandkuchen<br />

Johannes Reuschen, der Bürgermeister von Prüm,<br />

und Katharina Kops backen für <strong>ego</strong>.<br />

w I Stefan Bohl<br />

Zutaten für den Teig:<br />

Mehl<br />

200g<br />

Zucker<br />

80g<br />

Margarine<br />

80g<br />

Ei 1<br />

Backpulver<br />

1/2 Pkt.<br />

Für die Füllung:<br />

Milch<br />

500 ml<br />

Puddingpulver, Vanille 2 Pkt.<br />

Zucker<br />

150 g<br />

Schmand<br />

600g<br />

Mandarinen<br />

2 Dosen<br />

Für die Glasur:<br />

Mandarinensaft aus den Dosen<br />

Tortenguss<br />

1 Pkt.<br />

1. Die Zutaten für den<br />

Teig in einer Schüssel<br />

mit Hand verkneten.<br />

2. Mit Milch den Pudding<br />

kochen und vorm Erkalten<br />

mit Folie abdecken,<br />

damit er keine Haut zieht.<br />

Johannes Reuschen, der neue Bürgermeister von Prüm, ist ein<br />

halbes Jahr im Amt. Zeit, ihn und seine Lebensgefährtin Katharina<br />

Kops, Zahnarzthelferin aus Bleialf, zu besuchen. 2015 haben<br />

die beiden ihr Traumhaus hoch über Prüm in der Waldstraße<br />

gefunden. Ein Gebäude aus den 60er Jahren, das sie liebevoll<br />

renovierten und sich einig waren, schöne Details wie Schränke,<br />

Geländer, die alten Eichenböden und Türen zu erhalten. Ergänzt<br />

mit neuen Elementen und den großen Panoramafenstern ergibt<br />

sich eine sehr schöne Wohnsituation. In der offenen Wohnküche<br />

hat Katharina schon die Zutaten für den Mandarinen-Schmandkuchen<br />

zurecht gestellt. Ihr Buch mit dem Rezept der Mutter<br />

liegt geöffnet auf dem Tisch. Johannes und Katharina beginnen<br />

mit der Zubereitung. Ich nutze die Zeit, um etwas mehr über<br />

3. Mit der Springform<br />

den Kuchenboden aus<br />

dem ausgerollten Teig<br />

ausstechen...<br />

4... und in die Form<br />

legen. Mit dem Restteig<br />

eine Rolle drehen und<br />

aus dieser den..<br />

5... Kuchenrand formen.<br />

Nun mit einer Gabel den<br />

Kuchenboden mehrmals<br />

einstechen.<br />

6. Den Schmand und<br />

den kalten Pudding zu einer<br />

gleichmäßigen Masse<br />

verrühren. (Johannes – etwas<br />

7. Die Masse in die Form geben,<br />

die Mandarinen abgießen<br />

und darauf verteilen.<br />

mehr Power bitte ;-)<br />

8. Bei 175°C Ober- u. Unterhitze<br />

den jungen Mann, der mit 32 Jahren die Leitung der Waldstadt<br />

80 Minuten backen.<br />

in die Hand gelegt bekam, zu erfahren.<br />

Politisch ist Reuschen erfahren. Er ist seit 2009 Stadtratsmitglied<br />

und heute Mitglied des Verbandsgemeinderates sowie des Kreistages.<br />

Die Lehre absolvierte er im Forstamt in Prüm. Hier kam er<br />

schon früh mit dem Forstrecht in Kontakt.<br />

Begeistert von juristischen Fragen kündigte er, sehr zum Leidwesen<br />

9. Den Tortenguss mit dem<br />

Saft der Mandarinen aufkochen,<br />

etwas ziehen lassen<br />

und auf den komplett erkalteten<br />

Kuchen geben.<br />

seiner Großmutter, seine unbefristete Anstellung in der<br />

Verwaltung, um in Köln Jura zu studieren. Oma sagte: „Junge,<br />

das ist doch eine sichere Anstellung für die Zukunft.“ Er ist seit<br />

2016 Jurist und arbeitet derzeit neben dem Bürgermeisteramt an<br />

seiner Doktorarbeit an der Uni Köln. Oma wäre heute bestimmt<br />

10. Der Kuchen duftet und<br />

der Kaffee ist fertig.<br />

Lecker ;))<br />

Euer Stefan Bohl<br />

stolz auf ihren Enkel. • <strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Backen<br />

45


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1960. Der Hamburger SV ist Deutscher Meister, das Buch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael<br />

Ende erscheint, die Beatles haben ihren ersten Auftritt auf der Hamburger Reeperbahn, 17 afrikanische Staaten<br />

gehen in die Unabhängigkeit und zu Pfingsten erklären Josef Barg und Mutter Elisabeth ihre Selbständigkeit mit der<br />

Eröffnung des „Gasthaus Barg“ in Fließem. •<br />

der reine Wohnsinn<br />

„Bei Schränger“<br />

Hedi Barg schlieSSt das „Gasthaus Barg“ in FlieSSem nach 60 Jahren<br />

wStefan Bohl<br />

I Archiv Gasthaus Barg, Zeichnung: H. Lauxen<br />

Bauinteressierte<br />

GRUNDSTÜCKSBESITZER<br />

aufgepasst!<br />

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Es war ein gesegneter Standort für ein Gasthaus. Umkreist<br />

von der Pfarrkirche und dem Pfarrhaus hatte auch<br />

der Pastor seine Schafe, ob schwarz ob weiß, immer im<br />

Blick. Der Frühschoppen bei Hedi und Jupp waren obligatorisch.<br />

Hier im Mittelpunkt von Fließem war auch meist<br />

die Kirmes mit Biertrilles, Schießbude und der legendären<br />

Schiffschaukel hinterm Haus. Auch ein Weihbischof stand<br />

nach getaner Firmung an der Theke und genoss einen<br />

Mirabellen-Schnaps, der seit dem als „Bischofs-Schnaps“<br />

angeboten wurde. Schon seit den 60er Jahren kommen<br />

Pilgergruppen auf ihrem Weg vom Niederrhein nach<br />

Mattheis in Trier zu „Schränger“, wie das Gasthaus im<br />

Volksmund hieß, nach Fließem. Das Gasthaus war von<br />

Anfang an das Vereinshaus des SV-Fließem und Josef<br />

Barg langjähriger Vorsitzender und Geschäftsführer. „Bei<br />

Schränger“ wurden die Fußballspiele diskutiert, politisiert<br />

und zur Feier Bierkisten gestapelt. Das Gasthaus war auch<br />

Zentrum der neuen Medien. Hier konnte man reden (Face<br />

to Face Chat), telefonieren (eines der ersten Telefone war<br />

hier), Liveübertragungen der Fußballspiele im Radio hören,<br />

gemeinsam die ersten Schwarz-Weiß-Fernsehbilder erleben<br />

und die Sportschau zum ersten mal in Farbe sehen.<br />

Von Beginn an dabei war Hans Lacher als Getränkelieferant<br />

und Freund. Sein Sohn Axel Lacher hat diese Tradition<br />

fortgesetzt. Getränke Lacher und die <strong>Bitburg</strong>er Braugruppe<br />

waren 60 Jahre der Partner des „Gasthaus Barg“.<br />

Fließem hatte viele Jahre lang 3 Gasthäuser, sie waren Mittelpunkt<br />

des sozialen Lebens im Dorf. Mit dem Gasthaus<br />

Barg, das Josef Barg und Mutter Elisabeth 1960 gründeten<br />

und von Josefs Frau Hedi weitergeführt wurde, schließt<br />

nun das letzte Gasthaus im Ort. In den letzten Jahren war<br />

es als echte Dorfkneipe Treffpunkt zum Frühschoppen, für<br />

die Senioren und für die Vereine von Fließem. Hedi Barg<br />

zieht nun in den verdienten Ruhestand zu ihrer Familie.<br />

-------------------------------------<br />

Liebe Hedi. Danke für die guten Zeiten, die wir alle bei<br />

Dir im Gasthaus erleben durften! Außerdem herzlichen<br />

Dank von mir und all den vielen Kindergartenkindern, die<br />

Du immer sicher als Busfahrerin zum Kindergarten transportiert<br />

hast. Stefan Bohl<br />

Wir bedanken uns für 60 Jahre Partnerschaft und Freundschaft<br />

Ihren persönlichen STREIF-<br />

Bauberater finden Sie unter:<br />

www.streif.de<br />

BITBURG<br />

<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Gasthaus Barg 47


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Es gibt viele Menschen in unserer Gesellschaft, die nicht mehr wegzudenken<br />

sind: ehrenamtliche Mitarbeiter, Kollegen oder Menschen, die ein Schicksal<br />

besonders gut meistern. Wir alle können von ihnen lernen. Lebenssituationen<br />

und ehrenamtliche Arbeit geben neue Impulse und interessante Kontakte. •<br />

Gesundheit<br />

Foto: © nobeastsofierce /stock.adobe.com<br />

Eine starke Region besteht aus starken Persönlichkeiten<br />

SIE<br />

sind gefragt!<br />

MANUELA SCHMITZ, ERIC<br />

SCHMITZ, TANJA STEINS,<br />

ILONA MEYERS<br />

Der Verein <strong>Eifel</strong>kinder e.V. wurde 2019 in<br />

Neuerburg gegründet<br />

„NICHT MECKERN – MACHEN“<br />

Engel & Helden<br />

des Alltags<br />

In Neuerburg fehlten finanzielle<br />

Mittel und Versicherungsschutz für<br />

Jugendveranstaltungen. Deshalb beschlossen<br />

acht engagierte Eltern unter<br />

der Leitung von Manuela Schmitz den<br />

Verein <strong>Eifel</strong>kinder e.V. zu gründen.<br />

„Wir wollen eine Freizeitgestaltung,<br />

die zum einen vor Ort sein kann und<br />

die Eltern sich auch leisten können“,<br />

erklärt Manuela Schmitz. Sie weiß<br />

wovon sie spricht, denn sie ist selbst<br />

w I Bettina Bartzen<br />

Wenn Sie einen Engel oder Helden in Ihrem<br />

Bekanntenkreis kennen, schreiben Sie uns!<br />

verlag@<strong>ego</strong>magazin.de, Tel. 06561 940 900<br />

Mutter von sechs Kindern. Seit dem<br />

letzten Jahr sind viele interessante Aktionen<br />

für alle Altersgruppen entstanden.<br />

Bastelnachmittage, Popcornkino,<br />

Game Night, Selbstverteidigungskurse<br />

und vieles mehr.<br />

Zu den Highlights des Jahres gehören<br />

Theaterveranstaltungen, Halloweenparty<br />

und eine Familien- und Freizeitbörse.<br />

Besonders beliebt ist der<br />

Mitmachzirkus. Ein Wochenende lernen<br />

die Kinder von ehrenamtlichen<br />

Trainern und einem Koordinator des<br />

Zirkus „ZappZarap“ Jonglieren, Zaubern<br />

und andere Darbietungen, die<br />

später in einer richtigen Zirkusshow<br />

präsentiert werden. „Es ist unglaublich,<br />

wie die Kinder sich selbst organisieren<br />

können. Am Zirkuswochenende<br />

entstehen Freundschaften und<br />

der Gemeinschaftssinn wird gestärkt“,<br />

erzählt Ilona Meyers, Mutter von vier<br />

Kindern. „Jedes Kind darf mitmachen.<br />

Denn Inklusion ist sehr wichtig. Es ist<br />

schön zu sehen, wie stolz die Kinder<br />

dann sind“, bemerkt Meyers. •<br />

Nächste Veranstaltung: 3. Mai 2020<br />

Tearticolo, Globbo, oder ein fröhlicher<br />

Weltuntergang<br />

Weitere Infos und Termine:<br />

www.eifelkinderev.de<br />

ERIKA GARCOn, bitburg<br />

Vorsitzende der „Tafel <strong>Bitburg</strong> e.V.“ und Vorstandsmitglied<br />

Landesverband Tafel Rheinland-<br />

Pfalz/Saarland e.V.<br />

Foto: Erika Garcon (5. v.l.) und ihr Team<br />

„wir sind eine tafelfamilie“<br />

Einsatzpläne schreiben, organisieren,<br />

Lebensmittel abholen - hinter<br />

der Tafel steckt ein Vollzeitjob. Erika<br />

Garcon ist über zehn Jahre dabei und<br />

seit fünf Jahren Vorsitzende der „Tafel<br />

<strong>Bitburg</strong> e.V.“ „Ohne die Unterstützung<br />

meiner Familie und den 65 Ehrenamtlichen<br />

wäre die Arbeit nicht möglich“,<br />

sagt die 60-Jährige. Auch bei der Renovierung<br />

der ehemaligen Schreinerei<br />

in der Neuerburger Straße 2016 haben<br />

Familie und Ehrenamtliche fleißig angepackt.<br />

Finanziert wird die Tafel durch<br />

Spenden und einen Kostenbeitrag von<br />

2 Euro pro Familie. Davon werden<br />

Miete und Fahrzeuge bezahlt. Personalkosten<br />

fallen nicht an. Supermärkte,<br />

Schulen, Firmen, Kitas und Privatleute<br />

spenden Lebensmittel, die jeden Mittwoch<br />

für rund 500 Personen abgeholt<br />

werden. Auch Kleider und Hausrat bietet<br />

die Tafel an.<br />

Für ältere oder kranke Kunden ist ein<br />

Bringservice in Planung. Die Tafel ist<br />

auch ein Ort der Begegnung und für<br />

viele Gäste der einzige Kontakt. •<br />

Infos unter: 06561-3091 oder 0171-<br />

2603106 | www.bitburger-tafel.de<br />

Spendenkonto: Volksbank <strong>Eifel</strong><br />

DE11 5866 0101 0002 0731 31<br />

WERNER PETER STREIT, SPEICHER<br />

Werner Peter Streit, ehrenamtlicher Museumsleiter im<br />

Museum der Verbandsgemeinde Speicher<br />

„DAS MUSEUM IST MEIN LEBENSWERK“<br />

Mit einer großen Sammelleidenschaft baute<br />

Werner Streit 1988 das Museum Speicher auf.<br />

Für dieses Lebenswerk erhielt er die höchsten<br />

Auszeichnungen. „Wenn man weiß, was in der<br />

Vergangenheit war, kann man sich besser auf<br />

die Zukunft vorbereiten“, erklärt der ehemalige<br />

Kaufmann. „Für junge Menschen sind die Gegenstände<br />

neu. Die Kinder sind begeistert und<br />

staunen.“ Der liebevoll eingerichtete „Tante Emma-Laden“,<br />

der Friseurladen oder das alte Klassenzimmer<br />

nimmt die Besucher mit auf eine<br />

faszinierende Reise in die Vergangenheit.<br />

Das Museum lebt von Privatsammlungen, achtzig<br />

Prozent sind Schenkungen und viele Gegenstände<br />

fand Streit auf dem Sperrmüll. Ihm liegt<br />

besonders die Abteilung „<strong>No</strong>t macht erfinderisch“<br />

am Herzen. Denn der Krieg hat sein Leben<br />

geprägt.<br />

Die ständig wechselnden Sonderausstellungen,<br />

wie L<strong>ego</strong>land und Karnevalsorden aus den letzten<br />

30 Jahren sind mit viel Arbeit verbunden.<br />

„Denn wir sind ein lebendiges Museum“, sagt<br />

der 94-Jährige, dessen Leidenschaft für die gesammelten<br />

Dinge in jeder Ecke des Museums<br />

zu spüren ist. •<br />

Infos unter: 06561-3091 oder 0171-2603106<br />

www.vg-speicher.de/kultur-sport/museen<br />

: Ungesundes Bauchfett<br />

Sicherlich haben Sie schon von „innerem<br />

Bauchfett“ gehört, das auch als Viszeralfett<br />

bezeichnet wird. Es lagert sich direkt um die Organe<br />

ein und kann Stoffe bilden, die den Stoffwechsel<br />

der Organe stören. Dies ist nicht zu<br />

verwechseln mit dem sogenannten Depotfett, das<br />

sich in der Regel unter der Haut, vor allem am<br />

Bauch und an den Hüften, ansiedelt. Das „Eingeweidefett“<br />

stört den Zucker- und Fettstoffwechsel<br />

und kann zu Insulinresistenz, Diabetes Typ 2 und<br />

erhöhten Blutfettwerten führen. Es bremst außerdem<br />

das Sättigungsgefühl und löst Heißhunger<br />

aus, es erhöht das Risiko für hohen Blutdruck,<br />

Arteriosklerose, Schlaganfall, Herzinfarkt, Rheuma,<br />

Fettleber, Demenz, chronische Entzündungen und<br />

Depressionen. Es kann auch Hormonstörungen<br />

bei beiden Geschlechtern auslösen, welche zu<br />

verstärkten Wechseljahrsbeschwerden bei Frauen<br />

und verminderte Testosteronbildung bei Männern<br />

führt. Erhöhte Viszeralfettwerte senken die<br />

Lebenserwartung nach Studien um einige Jahre.<br />

Das ungesunde Bauchfett entsteht meist durch<br />

eine sehr energiereiche Ernährung, ständiges<br />

Essen (vor allem frucht- und kohlenhydratreiche<br />

Kost in Verbindung mit Fett), Bewegungsmangel<br />

und Stress.<br />

Eine gezielte Anpassung des Essverhaltens rückt<br />

dem ungewollten Bauchfett und deren Begleiterscheinungen<br />

zu Leibe. Eine individuelle Stoffwechselkur,<br />

wie die Sanguinum-Kur, ist sehr<br />

empfehlenswert und wird nur von ausgebildeten<br />

Ärzten und Heilpraktikern durchgeführt. Hier ist<br />

medizinisches Wissen und die Analyse der Ursachen<br />

zu einer individuellen Fettreduktion zwingend<br />

erforderlich. Die Beratung zur Sanguinum-<br />

Kur ist immer unverbindlich und kostenlos.<br />

Nutzen Sie die Fastenzeit für Ihre Frühlings-Stoffwechselkur,<br />

um ungesundes Eingeweidefett loszuwerden<br />

und eine neue Lebensqualität zu erfahren.<br />

Gerne unterstütze ich Sie dabei. •<br />

Ihre Sonja Streit<br />

Naturheilpraxis Badem<br />

Zur Kunn 4, 54657 Badem<br />

Tel.: 06563/8000<br />

www.naturheilpraxis-badem.de<br />

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