ego Magazin Bitburg- & Eifel - Ausgabe No. 36
Frühlingszeit Affen in Afrika / 60 Jahre Volkstanzgruppe Bitburg / Mandarinen-Schmandkuchen / Wünschewagen / Motorsport / Eifeler Streuobstwiesen /
Frühlingszeit
Affen in Afrika / 60 Jahre Volkstanzgruppe Bitburg /
Mandarinen-Schmandkuchen /
Wünschewagen / Motorsport /
Eifeler Streuobstwiesen /
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SONDERVERÖFFENTLICHUNG<br />
FRÜHLINGSZEIT<br />
AFFEN IN AFRIKA / 60 JAHRE<br />
VOLKSTANZGRUPPE BITBURG /<br />
MANDARINEN-SCHMANDKUCHEN /<br />
WÜNSCHEWAGEN / MOTORSPORT /<br />
EIFELER STREUOBSTWIESEN<br />
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Nº<strong>36</strong><br />
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<strong>ego</strong>-Team<br />
Sven Arce<br />
Kerstin Stedem-Braun<br />
Stella Kolon<br />
Stefan Bohl<br />
Thomas Konder<br />
Hannah Bures<br />
Monika Strauch<br />
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Tel.: (0 65 61) 94 70-0<br />
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Tel.: (0 65 61) 60 04-0<br />
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Audi: Tel.: (0 65 61) 60 04-700<br />
VW: Tel.: (0 65 61) 60 04-800<br />
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Saarstraße 46<br />
Tel.: (0 65 61) 95 00-0<br />
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Tel.: (0 65 61) 9 16-0<br />
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Tel.: (0 65 61) 96 33-0<br />
Trierer Straße 46<br />
Tel.: (0 65 61) 16-0<br />
wAngelika Koch I Bohl Design & Kommunikation, ©Flaffy/stock.adobe.com<br />
Liebe Leserinnen und Leser!<br />
War da überhaupt ein Winter? Nicht wirklich, doch umso früher wird voraussichtlich unser<br />
neues großes <strong>Eifel</strong>thema in voller Blütenpracht zu bewundern sein: die Streuobstwiesen, ein<br />
wunderschönes Charakteristikum der Südeifel. Die chemisch unbehandelten Bäume bieten<br />
Leckeres für den Grill, für Hochprozentiges und für Desserts. Zugleich sind die Wiesen Heimat<br />
für seltene Tiere und gesunde Kräuter.<br />
Das Kuchenrezept von Prüms Bürgermeister Johannes Reuschen allerdings setzt nicht nur auf<br />
heimischen Schmand, sondern auf südliche Mandarinen. Lecker ist es auf jeden Fall!<br />
Wünsche können auch viel größer sein, vor allem, wenn es die letzten im Leben sind. Wir<br />
stellen den „Wünschewagen“ vor, der es todkranken Menschen ermöglicht, zum Beispiel noch<br />
einmal ans Meer zu fahren oder ein Fußballspiel zu besuchen.<br />
Der größte Wunsch von Michelle Schreiber aus Darscheid ist es, bedrohten Affen in Afrika zu<br />
helfen. Sie hat ein viel beachtetes Projekt ins Leben gerufen, das beiträgt, unseren nächsten<br />
Verwandten ein Überleben zu sichern.<br />
Sportlicher Ehrgeiz prägt die Wünsche von Philipp Leisen aus Irrel. Er erobert den Nürburgring<br />
und geht in diesem Jahr bei der VLN Langstreckenmeisterschaft an den Start. Um Schwung<br />
und Bewegung geht es auch der Volkstanzgruppe <strong>Bitburg</strong>, die in diesem Jahr 60. Jubiläum<br />
feiert.<br />
Aber wir haben auch in eigener Sache Neues zu bieten: Das <strong>ego</strong>-<strong>Magazin</strong> kann man nicht nur<br />
online jederzeit lesen, sondern jetzt auch bequem per Abo in den Briefkasten bekommen.<br />
Einem unbeschwerten Lesevergnügen zum Frühlingsauftakt steht also nichts im Weg! •<br />
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr <strong>ego</strong>-Team!<br />
Lynn Friedrich<br />
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Ehrenamtliches Projekt:<br />
Der Wünschewagen<br />
42<br />
47<br />
Abschied vom Gasthaus<br />
Barg in Fließem<br />
60 Jahre Volkstanzgruppe<br />
<strong>Bitburg</strong><br />
26<br />
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Front- und<br />
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Eine Darscheiderin<br />
kümmert sich in Afrika<br />
um Affenbabys<br />
34<br />
Prüms Bürgermeister<br />
Johannes Reuschen und seine<br />
Partnerin backen für <strong>ego</strong><br />
44<br />
<strong>Eifel</strong>er Streuobstwiesen<br />
18<br />
Der Irreler Philipp Leisen<br />
greift am Nürburgring an<br />
40<br />
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Lilienthalstr. 11; 54634 <strong>Bitburg</strong><br />
melanie.otto@<br />
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IMPRESSUM:<br />
<strong>ego</strong> <strong>Bitburg</strong> & <strong>Eifel</strong><br />
Herausgeber und verantwortlich<br />
für den Inhalt und Redaktion:<br />
Bohl Design & Kommunikation,<br />
Römermauer 8, 54634 <strong>Bitburg</strong>, Tel.: 06561/694694,<br />
info@bohl.de, www.bohl.de, Inhaber: Stefan Bohl<br />
Anzeigen: Monika Strauch, Stella Kolon<br />
Tel.: 06561/940900, verlag@<strong>ego</strong>magazin.de<br />
<strong>ego</strong> <strong>Bitburg</strong> & <strong>Eifel</strong> erscheint mit einer Auflage von<br />
<strong>36</strong>.000 Stück kostenlos in <strong>Bitburg</strong>, Welschbillig und den<br />
Verbandsgemeinden <strong>Bitburg</strong>er Land, Südeifel,<br />
Speicher, Prüm und Arzfeld sowie im<br />
Lesezirkel Luxemburg<br />
Nachdrucke von Fotos und Artikeln aus dem Inhalt,<br />
auch auszugsweise, sind nur mit vorheriger Genehmigung<br />
des Herausgebers gestattet. Für unverlangt eingereichtes Textund<br />
Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.<br />
Druck:<br />
Weiss-Druck GmbH & Co. KG<br />
Hans-Georg-Weiss-Straße 7<br />
52156 Monschau<br />
Inhalt<br />
2 Autowelt <strong>Bitburg</strong><br />
3 <strong>ego</strong>torial<br />
4 Fischer home<br />
8 Kurz & knapp<br />
16 Lehnen & Partner<br />
18 <strong>Eifel</strong>er Streuobstwiesen<br />
21 Grill-Rezept mit Fallobstapfel<br />
23 dasBlumenatelier in Irrel<br />
24 Illustration „To-Do-Liste Frühling“<br />
26 60 Jahre <strong>Bitburg</strong>er Volkstanzgruppe<br />
29 <strong>Eifel</strong> eXclusive<br />
30 <strong>ego</strong> Bilderrätsel<br />
31 Bohl Design & Kommunikation<br />
32 <strong>ego</strong> Trends<br />
34 Eine <strong>Eifel</strong>erin liebt Affen<br />
<strong>36</strong> Gartentipps<br />
40 Motorsport aus Irrel<br />
42 Der Wünschewagen<br />
43 Immobilien Volksbank <strong>Eifel</strong> eG<br />
44 <strong>ego</strong> Rezept: Mandarinen-Schmandkuchen<br />
47 Gasthaus Barg in Fließem<br />
48 Engel & Helden<br />
50 <strong>ego</strong> Abo<br />
51 Möbelhaus Thiex<br />
52 Bad <strong>No</strong>uvelle<br />
54 Schilz Tortechnik<br />
Titelbild: Stella Kolon<br />
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<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Inhaltsverzeichnis 7
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Wussten Sie schon, dass ...<br />
neuerscheinung – bildband zu den<br />
eifeler unterwelten<br />
w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I <strong>Eifel</strong>bildverlag<br />
Gewinner – Ego 35 Bilderrätsel<br />
w<strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Michael Hinkes, Ramona Leiwer<br />
Sehr viele Leser<br />
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Vögel, die im<br />
Winter eifrig an unseren<br />
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sitzen, richtig erkannt.<br />
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BENEFIZSPIEL DER „LOTTO-ELF“<br />
IN UTSCHEID<br />
w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I LOTTO-Rheinland-Pfalz<br />
karten für die Gala-Premiere des Trierer Weihnachtscircus<br />
durften sich Ramona Dingels, Ramona Leiwer,<br />
Alois Schoos, Michael Hinkes und Georg Fuchs freuen.<br />
Hier findet ihr die Lösungen und ein schönes Statement<br />
von einem Gewinner: www.<strong>ego</strong>magazin.de<br />
(Die Fotos zeigen Michael Hinkes mit Jean Pütz sowie<br />
Ramona Leiwer mit ihrer Mutter.) •<br />
Rocknacht mit MY’TALliCA<br />
IN Irrel<br />
w Kulturgemeinschaft <strong>Bitburg</strong> I My’tallica<br />
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die Laufzeit und die Höhe der Raten wählen Sie<br />
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Man stelle sich vor: Jahrhunderte trieb es die Menschen<br />
in die Erde – aus Schutzbedürfnis, aus wirtschaftlichen Interessen<br />
oder zur Verkürzung von Distanzen. Ob Wohnen<br />
in Höhlen, Rohstoffabbau in Bergwerken, Eisenbahnbau<br />
durch Tunnel oder Kriegsvorbereitungen mittels Bunkeranlagen<br />
– eine Vielzahl an Formen <strong>Eifel</strong>er Unterwelten<br />
lässt regionale Geschichte in mindestens demselben Maße<br />
nachempfinden wie die Spurensuche über Tage.<br />
Der Autor Achim Kronejung bereiste die bekannten und<br />
auch die annähernd unbekannten Unterwelten der Region<br />
– und lädt uns in diesem durchgehend vierfarbigen, reichhaltig<br />
bebilderten und großformatigen Buch zu Besuchen<br />
von 99 verborgenen Orten ein: Steinzeithöhlen, römische<br />
Bergwerke, Bergwerke zum Erz-, Basalt- oder Bleiabbau,<br />
stillgelegte Eisenbahntunnel, Westwall-, Regierungs- und<br />
andere Bunker, Staumauergänge, Brauerei- oder Weinkeller<br />
– es scheint, als gäbe es eine Parallelwelt unterhalb der<br />
sichtbaren Oberfläche.<br />
Viele Orte können besichtigt werden, manche als Teil eines<br />
Museums oder im Rahmen täglicher Führungen, manche<br />
nach Absprache mit dem heutigen Eigentümer, und<br />
manche sind sogar frei zugänglich. So ist dieses informative,<br />
ganz besondere Buch auch ein Ideengeber zu spannungsreichen,<br />
immer auch den eigenen Wissenshorizont<br />
erweiternden Ausflügen in die Region.<br />
Achim Konejung | <strong>Eifel</strong>er Unterwelten Hardcover |<br />
ISBN 978-3-946328-44-5 | 39,90 € •<br />
Die DJK Utscheid e.V. lädt am 4. Juni um 19 Uhr zu<br />
einem ganz besonderen Fußballevent ein: Auf Initiative von<br />
Nico Steinbach MdL wird die Lotto Rheinland-Pfalz Elf zugunsten<br />
des SKFM auf dem Sportplatz in Utscheid spielen.<br />
Der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer e.V. in <strong>Bitburg</strong><br />
- kurz: SKFM - betreut derzeit im Altkreis <strong>Bitburg</strong> rund<br />
400 Personen haupt- und ehrenamtlich. Unter Betreuung<br />
stehen Menschen, die ihre persönlichen Angelegenheiten<br />
nicht mehr selbst und vollumfänglich organisieren können.<br />
Dabei handelt es sich sowohl um junge wie alte Menschen<br />
mit Körperbehinderung, mit psychischen Problemen, aber<br />
auch mit Alkohol- oder Drogenproblemen. Die Helfer betreuen<br />
unter anderem in Vermögens-, Gesundheits- und<br />
Wohnungsangelegenheiten.<br />
Organisiert wird das Benefizspiel vom sehr aktiven Vorstand<br />
der DJK Utscheid rund um den Vorsitzenden Oliver Fuchs.<br />
Beisitzer Kurt Rings, der sich für den SKFM engagiert, erzählt:<br />
„Im letzten Jahr war ich als Zuschauer bei einem Spiel<br />
der Lotto-Elf in Saarburg dabei und durfte meinen früheren<br />
Schulkollegen „Euro-Eddy“ Edgar Schmitt, der die Mannschaft<br />
an diesem Tag gecoacht hat, wiedersehen. Teammanager<br />
war Horst Eckel, der letzte noch lebende Weltmeister<br />
von 1954. Es war mir eine besondere Freude, diesen Mann<br />
kennenzulernen.“<br />
Schirmherr wird der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Herbert<br />
Fandel sein, der aus Utscheid-Rußdorf stammt.<br />
Foto: Wolfgang Kleff, 74er Fußball-Weltmeister. •<br />
Zur Irreler Rocknacht 2020 ist es gelungen,<br />
mit MY’TALLICA die derzeit gefragteste Metallica Tribute-Band<br />
Deutschlands zu verpflichten.<br />
Der erfahrene Live-Act liefert nach über einem Jahrzehnt<br />
in der europäischen Tribute-Szene ein Showkonzept, das<br />
der größten Metalband der Welt gerecht wird. Das Original-Equipment<br />
der Vorbilder Metallica, der gewaltige<br />
Live-Sound und ein abwechslungsreiches Programm sind<br />
bei MY’TALLICA selbstverständlich.<br />
„Wir wollen spielerisch mehr bieten als nur die Radio-Gassenhauer<br />
von Metallica. Inzwischen begeistert die Band<br />
schließlich drei Generationen von Rock-Fans“, so Frontmann<br />
Metti Zimmer, der das Line-Up von MY’TALLICA<br />
in der Rolle des James Hetfield verstärkt.<br />
MY’TALLICA bieten in ihrem zweistündigen Liveprogramm<br />
das Beste aus über 35 Jahren Metallica. Frühe<br />
Songs der Ära „Kill ’Em All“ sind genauso dabei wie<br />
die Klassiker „Master Of Puppets“, „Enter Sandman“ und<br />
„<strong>No</strong>thing Else Matters“. Mit im Gepäck sind auch seltener<br />
gespielte Kult-Songs abseits des Rock-Mainstream.<br />
Seien Sie mit dabei und erleben Sie am 09.05.2020 die<br />
atemberaubende „Metallica-Atmosphäre“ und eine unvergessliche<br />
Rocknacht in Irrels „Neuer Mitte“.<br />
Vorverkaufsstellen: Kulturgemeinschaft <strong>Bitburg</strong> e.V., Lotto<br />
Kranz Irrel und alle Ticket-Regional VVK-Stellen.<br />
Die Band: Metti Zimmer | Andreas Adam | Tom Botschek<br />
Martin Iordanidis | Stephan Zender<br />
Mehr Infos unter: www.mytallica.com, www.kulturbitburg.de,<br />
www.djk-irrel.de, www.ticket-regional.de •<br />
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Sie verfügen über Ihren individuellen Kreditrahmen,<br />
ohne immer neue Kreditanträge<br />
stellen zu müssen.<br />
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Sie zahlen in bequemen monatlichen Raten ab<br />
50€ zurück.<br />
Sie bezahlen Zinsen nur für den genutzten<br />
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Wir beantworten Ihnen gerne alle Fragen rund<br />
um die Sparkassen-Card 1 plus.<br />
Sprechen Sie uns an!<br />
1<br />
Sofern im Text von Sparkassen-Card oder der Sparkassen-Card<br />
Plus die Rede ist, handelt es sich um eine Debitkarte. 2 Voraussetzung<br />
ist das Zustandekommen eines entsprechenden Kreditvertrages.<br />
Kreissparkasse<br />
<strong>Bitburg</strong>-Prüm<br />
Telefon: +49 6561 16-0<br />
Mail: mailbox@kskbitburg-pruem.de<br />
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8<br />
<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020<br />
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Immobilien<br />
<strong>Bitburg</strong><br />
BENEFIZFAHRT: Mit der Kreidler<br />
von Baustert nach Bern<br />
„WONTIS CHAMPIONS TROPHY“ ZU GAST<br />
IM GOLF-RESORT BITBURGER LAND<br />
Dinner in White AM 21.06. in <strong>Bitburg</strong>:<br />
fröhliches Beisammensein!<br />
w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Udo Brück<br />
w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Jörg Wontorra<br />
w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Foto-Ecke Seiwert<br />
Der Verein „Bouster 49ers e.V.“ besteht derzeit aus<br />
10 Männern im Alter von 23 bis 47 Jahre. Sie sind alle<br />
im Besitz mindestens eines Oldtimer Kreidler Mokicks<br />
oder Mopeds aus den 70er bzw. 80er Jahren. Im Herbst<br />
2019 haben sie sich als Mopedfan-Gruppe zusammengefunden<br />
und einen Verein gegründet. Ihr Motto lautet:<br />
Für ein kleines Wunder!<br />
Im Juni 2020 startet ihr erstes großes Projekt. Mit ihren<br />
Kreidler fahren sie von Baustert über Saarbrücken, Baden-Baden,<br />
Freiburg, Feldberg und Lörrach bis zu ihrem<br />
Ziel nach Bern in der Schweiz. Durch mediale Aufmerksamkeit<br />
möchten sie als gemeinnütziger Verein für regionale<br />
Kinder- und Jugendhilfeprojekte Geld sammeln.<br />
Ihre Einnahmen in 2020 gehen an Kinderlachen-<strong>Eifel</strong><br />
e. V. und an Lichtblick e. V. Sie werden ausdrücklich alle<br />
Einnahmen für gemeinnützige Zwecke spenden. So<br />
sieht es ihre Satzung und der Vereinszweck vor. Besonders<br />
erfreut sind die Mopedfans, dass Landrat Dr. Streit<br />
Schirmherr dieses Projektes ist. Sie erhoffen sich eine<br />
breite und große Unterstützung für die gute Sache – von<br />
Privaten aber auch von Firmen aus der Umgebung.<br />
Das ein oder andere kleine Fest wird ebenfalls von ihnen<br />
ausgerichtet und auch ein Benefiz-Golfturnier mit<br />
kleinem Kreidler-Treffen ist in Planung.<br />
Wem die Idee der Bouster49ers gefällt und wer gute Sachen<br />
in unserer Region unterstützen möchte, ist herzlich<br />
zum Spenden eingeladen. Auch über persönliche<br />
Kontakte freuen sich die Vereinsmitglieder.<br />
Spendenkonto:<br />
DE71 5865 0030 1071 1421 68<br />
Kreissparkasse <strong>Bitburg</strong>-Prüm<br />
Verwendungszweck: Für ein kleines Wunder<br />
Empfänger: Bouster49ers<br />
Kontakt: Bouster49ers@gmail.com •<br />
Dieses Jahr wird <strong>Bitburg</strong> am 20. und 21. August 2020<br />
zum zweiten Mal der Austragungsort für die „Wontis<br />
Champions Trophy“, einem Golf-Turnier der Extraklasse.<br />
Bereits im August 2019 folgten viele Prominente wie Oliver<br />
Reck, die Allofs Brüder, Christian „Blacky“ Schwarzer dem<br />
Ruf von Jörg und seiner Tochter Laura Wontorra ins Golf-<br />
Resort <strong>Bitburg</strong>er Land. In einem 104 Spieler fassenden Teilnehmerfeld<br />
galt es, die erste „Wontis Champions Trophy“<br />
mit dem Ziel auszutragen, so viel Geld wie möglich für<br />
eine gute Sache zu erspielen.<br />
So konnten insgesamt 165.000 € Spendengelder generiert<br />
werden. Auch für die diesjährige Veranstaltung liegen<br />
schon viele Anmeldungen vor.<br />
Foto: Jörg Wontorra mit seiner Tochter Laura. •<br />
EINE Dose, die leben retten kann<br />
w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Lions Club Hanau,©Halfpoint/stock.adobe.com<br />
Damit die Rettungsdienste in einem <strong>No</strong>tfall bei Ihnen<br />
zuhause schnell die allerwichtigsten Informationen finden,<br />
wurde die „SOS-Rettungsdose“ entwickelt – ein kleiner<br />
Behälter, in dem sich Angaben zu Ihren Angehörigen, Erkrankungen<br />
oder Medikamenten befinden. Als allgemeine<br />
Regel gilt, dass ein Aufkleber an der Innenseite der Wohnungstür<br />
und an der Tür Ihres Kühlschranks den Helfern<br />
signalisiert, dass Sie eine solche Rettungsdose besitzen. In<br />
der Innentür des Kühlschranks wird sie aufbewahrt. Die<br />
Idee hierzu wurde von den Lions Clubs in Großbritannien<br />
entwickelt und mittlerweile zu uns gebracht. Die Dose und<br />
eine kostenlose Beratung dazu<br />
gibt es bei den Gemeindeschwestern<br />
Plus in <strong>Bitburg</strong> 06561 6020-<br />
315 sowie in Arzfeld und Prüm<br />
06551/1489555 •<br />
,,Ein Termin, alles in Weiß, kein Kommerz, keine Politik<br />
und keine Werbung“ so lautet die Grundidee des Weißen<br />
Dinners am Sonntag den 21.06.2020 in <strong>Bitburg</strong>.<br />
Großes Vorbild dieses Picknicks ist das „Diner en blanc“,<br />
das seit über 20 Jahren in Paris ein kulinarisches Ereignis<br />
der besonderen Art darstellt. Bisherige Schauplätze waren<br />
beispielsweise der „Place de la Concorde“, der Innenhof<br />
des Louvre oder auch die „Champs-Elysees“ und in <strong>Bitburg</strong><br />
„Am Spittel“!<br />
Eingeladen sind Freunde, Nachbarn und Familien, um<br />
gemeinsam an einem schönen Sommertag unter freiem<br />
Himmel in <strong>Bitburg</strong> am Spittel zu dinieren. Jeder Teilnehmer<br />
erscheint in ausschließlich weißer Kleidung, bringt<br />
Getränke und einen Picknickkorb mit Köstlichkeiten mit.<br />
Speisen und Getränke können aber auch im <strong>Bitburg</strong>er Bierhaus<br />
bestellt und abgeholt werden.<br />
Wichtig: Bitte alles Mitgebrachte auch wieder mit nach<br />
Hause nehmen; damit das Weiße Dinner auch zukünftig<br />
stattfinden kann, darf der Müll nicht zurückbleiben.<br />
Das „Dinner in White“ wird dieses Jahr zum 5. Mal vom<br />
Club Soroptimist <strong>Bitburg</strong>-Prüm veranstaltet. Nach drei Veranstaltungen<br />
in <strong>Bitburg</strong> und einer in Prüm, findet es dieses<br />
Jahr wieder in <strong>Bitburg</strong> in der Zeit von 15.00 Uhr bis 20.00<br />
Uhr statt.<br />
Der Club Soroptimist <strong>Bitburg</strong>-Prüm freut sich auf diesen<br />
unvergesslichen Tag und magische Momente mit den Teilnehmern<br />
in Weiß!<br />
Wir freuen uns auf Sie!<br />
Der Preis für die Platzreservierung Jeanette beträgt & Jürgen pro Person Pick4,00<br />
Euro oder für einen ganzen Tisch 32,00 Euro (8 Personen).<br />
Reservierung bei Foto-Ecke Seiwert in <strong>Bitburg</strong>, Tel. 06561-<br />
2224 und EIFEL JOURNAL in Prüm, Tel. 06551-6047.<br />
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Petersstraße 4 | 54634 <strong>Bitburg</strong><br />
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5. <strong>Bitburg</strong>er Mai-Markt mit verkaufsoffenem<br />
Sonntag am 17.05.<br />
w I <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong><br />
Die Neuauflage des Mai-Markts kehrt am Sonntag, den<br />
17. Mai mit einem Genussmarkt zurück in die <strong>Bitburg</strong>er<br />
Innenstadt. Wie im vergangenen Jahr gibt es von 11:00<br />
bis 18:00 Uhr für die ganze Familie rund um den „Spittel“<br />
im Zentrum der Kreisstadt einiges zu bestaunen. Ob regionales<br />
Kunsthandwerk, kulinarische Köstlichkeiten, Produkte<br />
aus der Region oder Weinangebote von der Mosel<br />
- die Besucher finden Nützliches und Schönes, Neuheiten<br />
und Bewährtes. Beim Rundgang über den Markt wird<br />
man beraten, man kann anfassen, (aus-)probieren, testen<br />
und vergleichen. Musikgruppen werden die Besucher auf<br />
dem Spittel unterhalten und auch die Kleinen werden<br />
auf ihre Kosten kommen. Von 13:00 bis 18:00 Uhr öffnen<br />
die Geschäfte in der Innenstadt und laden zum gemütlichen<br />
Flanieren mit der gesamten Familie ein. Organisiert<br />
wird der Mai-Markt vom Arbeitskreis Innenstadt des <strong>Bitburg</strong>er<br />
Gewerbevereins.<br />
„Wir freuen uns, neben dem verkaufsoffenen Sonntag eine<br />
große Vielfalt von Produkten und Herstellern aus der<br />
Region nach dem Motto ‘persönlich, nachhaltig und regional‘<br />
in <strong>Bitburg</strong> versammeln zu können“, so Kai-Uwe<br />
Klos vom Organisationsteam.<br />
Interessierte Aussteller können gerne per Email unter<br />
k.klos@gewerbeverein-bitburg.de Kontakt mit dem<br />
Gewerbeverein aufnehmen.<br />
Info: www.gewerbeverein-bitburg.de •<br />
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!<br />
20 Jahre nestwärme<br />
w <strong>ego</strong> <strong>Magazin</strong> I Archiv Nestwärme e.V.<br />
Mit 2.000 D-Mark eigenen Mitteln haben die beiden<br />
ambitionierten Gründerinnen Petra Moske und Elisabeth<br />
Schuh vor 20 Jahren einen Verein als Familienhilfsnetzwerk<br />
gegründet, unermüdlich Spenden gesammelt sowie<br />
Mitmacher, Kooperationspartner und Unterstützer überzeugt.<br />
Sie nannten ihren Verein „Nestwärme“. Ein Verein,<br />
der sich heute bundesweit für Familien mit Behinderten<br />
und Kranken einsetzt und der von einem Netzwerk mit<br />
etwa 1800 Ehrenamtlichen gestützt wird.<br />
Hintergrund ist, dass in Deutschland über eine Million Familien<br />
leben, die ein chronisch krankes oder behindertes<br />
Kind zu Hause pflegen. Ein Fulltime-Job für die Eltern, der<br />
sie physisch und psychisch an ihre Grenzen bringt. Für sie<br />
ist es das Größte, wenn ihnen jemand Zeit schenkt - genau<br />
das leistet Nestwärme.<br />
Seit der Gründung ist aus dem Verein ein Sozialunternehmen<br />
mit einem Netzwerk aus Zivilgesellschaft, Politik<br />
sowie Wirtschaft geworden. Dabei stehen die betroffenen<br />
Familien im Mittelpunkt, denn täglich gehen Anrufe von<br />
besorgten Eltern ein, die um Unterstützung und Beratung<br />
bitten. In Rheinland-Pfalz und im Saarland unterstützt<br />
Nestwärme diese Familien mit einem ambulanten Kinderkrankenpflegedienst<br />
oder einem häuslichen Kinderhospizdienst.<br />
Zu den neuen Visionen gehört das NestwärmeHaus.<br />
Hier sollen alle Versorgungsstrukturen für Familien mit<br />
schwerstkranken Kindern gebündelt werden. Ein Kinderhospiz<br />
mit Modellcharakter für den ländlichen Raum,<br />
bedarfsgerechte Tageshospizräume und ambulante Brückenpflege,<br />
Tiertherapie, inklusive Begegnungsräume, psychosoziale<br />
Familiendienste und vieles mehr.<br />
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Karenweg 10<br />
54634 <strong>Bitburg</strong><br />
Telefon 06561 / 9486470<br />
Mobil 0171 / 3475121<br />
Das <strong>ego</strong>-Team gratuliert dem Verein Nestwärme e.V.<br />
Deutschland ganz herzlich zum runden Jubiläum!<br />
Foto: Das Team von Nestwärme e.V. Deutschland in Trier.<br />
Email: immobilien-weinand@t-online.de<br />
www.immobilien-weinand.de<br />
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Telefon: (0176) 215 394 27<br />
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NEUE überraschungen im dinosaurierpark<br />
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Unser oberstes Ziel ist Ihre<br />
Zufriedenheit, sie steht im<br />
Mittelpunkt unseres Handelns.<br />
bohl.de<br />
Eine gute Nachricht für alle, die im vergangenen Jahr<br />
keine Möglichkeit hatten, eines der weltweit größten Dinosauriermodelle<br />
zu bestaunen: Dem Dinosaurierpark<br />
ist es gelungen, dem Seismosaurus, der „Erdbebenechse“,<br />
ein dauerhaftes Bleiberecht zu sichern. Ursprünglich<br />
sollte der Rekord-Gigant aus der Urzeit nur 2019 im Park<br />
zu sehen sein. Nun wird der 45 m lange und 8,50 m<br />
hohe Pflanzenfresser in Ernzen bleiben und weiterhin<br />
von seinem exponierten Standort auf einem Hügel das<br />
Parkgelände überblicken.<br />
Viele Bereiche des weitläufigen Urzeitparks sind zur<br />
Saison 2020 neu gestaltet worden, so dass auch häufige<br />
Besucher wieder Überraschungen erleben werden. Für<br />
den Sommer ist die Präsentation einer weiteren Sensation<br />
geplant; um was es sich handelt, bleibt jedoch zunächst<br />
noch geheim.<br />
Der Dinosaurierpark baut Jahr für Jahr sein Angebot unter<br />
dem Motto „Wissen - Erlebnis - Spaß“ kontinuierlich<br />
aus. Zahlreiche Aktiv- und Spielangebote wecken den Forschergeist<br />
und die Begeisterung der Kinder.<br />
Seit 2018 ermöglicht das PaleoLab, die Präparationswerkstatt<br />
für Fossilien im Dinosaurierpark, Einblicke in<br />
die wissenschaftliche Forschung. Derzeit bearbeitet hier<br />
ein geowissenschaftlicher Präparator (neben exklusivem<br />
Fundmaterial des Europasaurus sowie eiszeitlicher Fauna<br />
aus Niedersachsen im Auftrag des Naturhistorischen Museums<br />
Luxemburg) Fossilien aus dem Jura, wie Ammoniten,<br />
Schnecken und Fischsaurier aus der Zeit vor rund<br />
200 Millionen Jahren, als die Teufelsschlucht noch ein<br />
Meeresboden war.<br />
Eine Tour durch die Schlucht und die bizarre Felslandschaft<br />
macht das „Abenteuer Erdgeschichte“ in Ernzen<br />
erst komplett.<br />
Der Dinosaurierpark Teufelsschlucht hat vom 14. März bis<br />
zum 1. <strong>No</strong>vember 2020 täglich geöffnet.<br />
Infos: www.dinopark-teufelsschlucht.de •<br />
Wie auch bereits 2018 nahm das St.-Willibrord-<br />
Gymnasium <strong>Bitburg</strong> in Kooperation mit dem Medienzentrum<br />
des <strong>Eifel</strong>kreises <strong>Bitburg</strong>-Prüm kürzlich am Projekt<br />
„Make Your School – Eure Ideenwerkstatt“ teil und<br />
führte die dreitägigen „Hackdays“ in der MINT-/Tablet-<br />
Klasse 9a sowie mit den Medienscouts der Schule durch.<br />
Zur Inspiration gab es einen spannenden Impulsvortrag<br />
über den Einsatz moderner digitaler Technologie<br />
in der <strong>Bitburg</strong>er Braugruppe durch deren Leiter<br />
Technik Zentrales Engineering, Dr. Johannes Hankes.<br />
Dann machten sich die SchülerInnen an die Arbeit und<br />
entwickelten innerhalb kurzer Zeit in sieben Projektgruppen<br />
überraschende Ideen zu Problemstellungen des<br />
Schulalltags und verwandelten diese in präsentationsreife<br />
Prototypen, welche sie bei einer Abschlusspräsentation<br />
interessierten Eltern, Lehrern, Schülern und der Presse<br />
vorstellten.<br />
Entwickelt haben die Jugendlichen beispielsweise einen<br />
Synthesizer 4000 1/2, einen Kaugummiabkratzer zur Reinigung<br />
der Schulbänke, einen Lehrer-“Stalker“, welcher<br />
die Anwesenheit von Lehrern im Lehrerzimmer anzeigt;<br />
eine Ausleihmaschine für Unterrichtsmaterialien, einen<br />
„pfandtastischen“ Automaten, der den Eintritt zur neuen<br />
Mensa sinnvoll regelt; eine App zur Koordination von<br />
Schülermeldungen im Unterricht sowie eine „Klassenkiste“<br />
mit Lautstärke- und Luftqualitätssensor für den Klassenraum.<br />
Während der Projekttage wurden die SchülerInnen durch<br />
ihre Fachlehrer sowie Mentoren der Ideenwerkstatt Make<br />
Your School begleitet, die mit technischem Equipment<br />
und Know-how unterstützten.<br />
Ein wirklich praxisnahes Projekt mit tollen Ergebnissen,<br />
welches durch die Unterstützung von Wissenschaft im<br />
Dialog und der Klaus Tschira-Stiftung ermöglicht wurde.<br />
Infos: www.st-willi.de<br />
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die Mittelstandsholding<br />
: Expertentipp für Unternehmer von Steuerberater Daniel Krötz<br />
w I Lehnen & Partner<br />
Kleine und mittelständische Unternehmen<br />
betreiben ihre Geschäftsmodelle<br />
häufig in Rechtsform der GmbH.<br />
Die Beschränkung der unternehmerischen<br />
Haftung stellt hier sicherlich<br />
häufig den Kernaspekt dar. Für operative<br />
Risiken der Geschäftstätigkeit haftet<br />
hier lediglich das Vermögen der<br />
Gesellschaft. Das private Vermögen des<br />
Unternehmers ist, auch im Falle einer<br />
Insolvenz, im <strong>No</strong>rmalfall vollständig<br />
abgesichert.<br />
Darüber hinaus können Kapitalgesellschaften<br />
von der sog. Thesaurierungsbegünstigung<br />
profitieren. Während<br />
Einzelunternehmer und Gesellschafter<br />
von Personengesellschaften (bspw.<br />
GmbH & Co. KG) ihre Gewinne, unabhängig<br />
von deren Verwendung, in der<br />
Spitze grundsätzlich mit bis zu 48,1 %<br />
versteuern müssen, werden die Gewinne<br />
einer GmbH zunächst lediglich<br />
mit einem Steuersatz von durchschnittlich<br />
29,8 % versteuert. Aufgrund der geringeren<br />
Steuerbelastung ergibt sich ein<br />
höheres Re-Investitionsvolumen auf<br />
Ebene der GmbH. Nur für den Fall der<br />
Privatisierung der Gewinne, erfolgt eine<br />
Letztversteuerung mit weiteren 19,6 %-<br />
Punkten, sodass sich in diesem Fall die<br />
Gesamtsteuerbelastung auf 49,4 % des<br />
seinerzeit erzielten Gewinns beläuft.<br />
Bei thesaurierenden Unternehmen in<br />
Rechtsform der GmbH können sich<br />
auf Ebene der Gesellschaft nicht unerhebliche<br />
Gewinnvorträge ansammeln.<br />
Dieses im Laufe der Zeit entstandene<br />
„Eigenkapitalpolster“ steht etwaigen<br />
Gläubigern auch im Krisenfall als Haf-<br />
Grafiken: bohl.de<br />
tungsmasse zur Verfügung. Es handelt<br />
sich demnach um Vermögen, welches<br />
weiterhin Einzelunternehmen<br />
dem unternehmerischen Risiko<br />
unterliegt. Gewinn Vor dem 100,0 Hintergrund<br />
der dauerhaften Vermögenssicherung<br />
./. Steuern -48,1<br />
kann es demnach sinnvoll sein, die Gewinne<br />
der Verbleiben Vergangenheit 51,9 auf die private<br />
Ebene zu überführen und damit<br />
einem etwaigen Gläubigerzugriff permanent<br />
zu entziehen.<br />
Die Privatisierung, und damit permanente<br />
Sicherung von Vermögen, führt<br />
aufgrund der o.g. Letztbesteuerung zu<br />
einer Reduktion des Kapitalanlagevolumens.<br />
Folglich stehen sich die Aspekte<br />
der Vermögenssicherung und die damit<br />
100,0 einhergehende -48,1 Steuerbelastung 100,0<br />
Gewinn Steuern<br />
Gewinn<br />
Bei Privatisierung<br />
konträr gegenüber. Durch den Einsatz<br />
100 %<br />
70%<br />
50%<br />
Vermögen<br />
51,9<br />
einer sog. Mittelstandsholding kann<br />
der Nachteil der Steuerbelastung „abgefedert“<br />
operative werden. GmbH Zur Integration des<br />
Konzepts Gewinn erfolgt die 100,0 Gründung einer<br />
zweiten GmbH, deren alleiniger Zweck<br />
./. Steuern -29,8<br />
darin besteht, die Anteile an der operativ<br />
tätigen Verbleiben GmbH zu 70,2 halten „Holding“.<br />
Die Gewinnausschüttungen erfolgen<br />
anschließend nicht auf die privaten<br />
Konten des Unternehmers, sondern an<br />
die Holding-GmbH. Da die Gewinne<br />
im Besteuerungssystem der Kapitalgesellschaften<br />
verbleiben, wird für diesen<br />
Zwischenschritt lediglich eine minimale<br />
Steuerbelastung von einem Prozentpunkt<br />
erhoben.<br />
Steuern<br />
Der -29,8 große Vorteil besteht darin, dass der<br />
Einzelunternehmen / Personengesellschaften Kapitalgesellschaften Privatisierung<br />
./. Steuern 0,0<br />
Verbleiben 51,9<br />
Steuern -19,6<br />
Vermögensaufbau künftig auf Ebene<br />
Vermögen nach<br />
Privatisierung<br />
50,6<br />
Vermögensbildung durch Zwischenschaltung<br />
* Künftige Gewinne aus der Wiederanlage<br />
einer Mittelstandsholding<br />
des Investitionsvorteils<br />
* ** ***<br />
Einzelunternehmen<br />
Operative GmbH<br />
Operative GmbH<br />
Gewinn<br />
Das<br />
100,0<br />
Firmenkapital<br />
Gewinn<br />
und<br />
100,0<br />
Das Eigenkapitalploster<br />
Gewinn 100,0<br />
./. Steuern das -48,1 Privatvermögen ./. Steuern -29,8 und das ./. Firmenkapital<br />
Steuern -29,8<br />
Verbleiben 51,9<br />
Verbleiben 70,2<br />
Verbleiben 70,2<br />
Bei Privatisierung<br />
./. Steuern 0,0<br />
Verbleiben 51,9<br />
Das Firmenkapital und<br />
das Privatvermögen<br />
unterliegen dem<br />
unternehmerischen<br />
Risiko.<br />
HOHEs RisiKO<br />
unterliegen dem<br />
unternehmerischen<br />
Risiko.<br />
HOHEs RisiKO<br />
HoHEs RisiKo<br />
HoHEs RisiKo<br />
Bei Privatisierung<br />
./. Steuern -19,6<br />
Verbleiben 50,6<br />
siCHER RisiKO<br />
Das Eigenkapitalploster<br />
und das Firmenkapital<br />
unterliegen dem unternehmerischen<br />
Daniel Risiko. Krötz<br />
Das Privatvermögen StB/M.A. Taxation ist<br />
gesichert.<br />
Bei<br />
*<br />
Privatisierung<br />
Investitionsvorteil<br />
Vermögensanlage<br />
./. Steuern -19,6<br />
(operative GmbH)<br />
70,2<br />
Verbleiben 50,6<br />
unterliegen dem unternehmerischen<br />
Risiko.<br />
Das Privatvermögen ist<br />
gesichert.<br />
Übergabe in Holding GmbH<br />
./. Steuern -1,0<br />
Verbleiben 69,2<br />
Bei Privatisierung<br />
./. Steuern -19,4<br />
Verbleiben 49,8<br />
KONTAKT<br />
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RisiKO<br />
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siCHER<br />
Das Firmenkapital unterliegt<br />
dem unternehmerischen<br />
Risiko.<br />
Das Eigenkapitalpolster ist<br />
in der Holding gesichert.<br />
Das Privatvermögen ist<br />
gesichert.<br />
Fachberater für die Umstrukturierung<br />
von Unternehmen (IFU/ISM gGmbH)<br />
der Holding-GmbH und demnach mit<br />
noch nicht vollständig versteuertem<br />
operative Vermögen GmbH erfolgt. Hieraus ergibt sich<br />
Gewinn ein um 18,6 % 100,0 höheres Investitionsvolumen<br />
auf Ebene der Holding GmbH.<br />
./. Steuern -29,8<br />
Die Holding kann demnach als Spardose<br />
verstanden werden, 70,2 die alleine dem<br />
Verbleiben<br />
Vermögensaufbau dient. Ein privater<br />
Verbrauch des „Spardosenvermögens“<br />
ist weiterhin jederzeit möglich, der<br />
Übergabe in Holding GmbH<br />
Zugriff führt jedoch zur Erhebung der<br />
verbleibenden Steuer.<br />
./. Steuern -1,0<br />
Verbleiben 69,2<br />
Die Entscheidung, ob und zu welchem<br />
Zeitpunkt die Letztversteuerung erfolgt,<br />
obliegt hier, anders als bei Einzelunternehmen<br />
und Personengesellschaften,<br />
beim Unternehmer selbst. •<br />
Bei Privatisierung<br />
./. Steuern -19,4<br />
Verbleiben 49,8<br />
Das Firmenkapital unterliegt<br />
dem unternehmerischen<br />
Risiko.<br />
Das Eigenkapitalpolster ist<br />
RisiKo<br />
siCHER<br />
siCHER<br />
* Das Firmenkapital und das Privatvermögen<br />
unterliegen dem unternehmerischen Risiko.<br />
** Das Eigenkapitalpolster und das Firmenkapital<br />
unterliegen dem unternehmerischen Risiko.<br />
Das Privatvermögen ist gesichert.<br />
*** Das Firmenkapital unterliegt dem unternehmerischen<br />
in der Holding Risiko. Das gesichert. Eigenkapitalpolster ist in<br />
Resümee:<br />
Das Einrichten einer<br />
der<br />
Holding Das Holding<br />
GmbH Privatvermögen gesichert. Das Privatvermögen<br />
lohnt sich, ist ist<br />
gesichert.<br />
um gesichert.<br />
erhebliche Gewinnvorträge<br />
(Eigenkapitalpolster)<br />
vor Resümee: unternehmerischen<br />
Risiken, Das Einrichten wie z.B. Insolvenz, einer Holding GmbH lohnt sich,<br />
zu um schützen. erhebliche Gewinnvorträge (Eigenkapitalpolster)<br />
vor unternehmerischen Risiken, wie<br />
z.B. Insolvenz, zu schützen.<br />
Resümee:<br />
Das Einrichten<br />
Holding GmbH<br />
um erhebliche<br />
träge (Eigenkap<br />
vor unternehme<br />
Risiken, wie z.B<br />
zu schützen.<br />
17
1<br />
8<br />
WIESEN-IMPRESSIONEN...<br />
1 Biotop mit jungen und alten Obstbäumen<br />
2 Impression von der Apfelernte<br />
3 Weidende Schafe als Mittel gegen Verbuschung<br />
4 Beginnende Apfelbaumblüte im Frühjahr<br />
5 Handgepflückte Äpfel verschiedener Sorten<br />
6 Wiesenapfel kurz vor der Ernte<br />
7 Streuobstwiese bei Hermesdorf<br />
8 Birnbaumblüte in Nahaufnahme<br />
<strong>Eifel</strong>er Streuobstwiesen:<br />
Naturschutz, der Früchte trägt<br />
w I Kerstin Stedem-Braun<br />
2<br />
3<br />
Die Eidechse, die sich auf dem Stein sonnt; das Käuzchen,<br />
welches aus einer Baumhöhle lugt; neu gepflanzte<br />
neben alten, moosbedeckten Bäumen; Wildbienen und<br />
Hummeln, die die duftenden Blüten der Apfel- und Birnbäume<br />
umschwirren...<br />
Was wäre unsere <strong>Eifel</strong>er Kulturlandschaft, besonders das<br />
<strong>Bitburg</strong>er Gutland, ohne die (noch) zahlreichen Streuobstwiesen<br />
mit ihrer Artenvielfalt, ihren Insekten und den knorrigen<br />
alten Bäumen, in deren Höhlen Tiere Unterschlupf<br />
finden? Die im Frühling in voller duftender Blüte stehen<br />
und ab dem Spätsommer vor reifen Früchten nur so strotzen...<br />
ohne die bunten Farbtupfer im oft durch das Einerlei<br />
von Monokulturen geprägten Flächen?<br />
Ertragsleistung können bis zu 20 Jahre vergehen.<br />
Wie kam es überhaupt zur Entstehung von Streuobstwiesen?<br />
Bereits im alten Griechenland ca. 400 Jahre vor Christus,<br />
wurde Obstanbau betrieben – Hippokrates, der griechische<br />
Gelehrte, soll die Kunst des Veredelns erfunden haben. Die<br />
Kultur des Obstanbaus hat somit eine lange Geschichte und<br />
gelangte schließlich mithilfe der Römer zu uns in die Südeifel.<br />
Klimatisch herrschten während der Römerzeit optimale<br />
Bedingungen, so dass man in der <strong>Eifel</strong> um 200 v. Chr.<br />
bereits sechs bis sieben Birnen- und Apfelsorten kannte.<br />
Auch heute finden sich auf den Wiesen noch hauptsächlich<br />
Apfel, Birne und auch Zwetschge, selten auch Quitte oder<br />
Kirsche.<br />
4 5 6<br />
Schätzungen zufolge sind in einem solch wertvollen Biotop<br />
bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten beheimatet; viele<br />
zählen zu den gefährdeten Arten. Beobachten<br />
kann man zum Beispiel Steinkauz, Eidechse,<br />
Wildbienen, Fledermäuse und viele<br />
mehr. Am Boden wachsen oft unzählige<br />
Blumen und Wildkräuter. Streuobstwiesen<br />
sind in der <strong>Eifel</strong> noch häufig zu finden; oftmals liegen sie<br />
an Ortsrändern – sie schenken uns nicht nur Obst, teilweise<br />
in Form von längst vergessenen, im Supermarkt nicht erhältlichen<br />
Sorten, sondern auch hochwertige Produkte wie<br />
Saft, Viez und edle Destillate. Ihren Namen tragen sie, weil<br />
ihre Bäume im Gegensatz zu plantagenartigen Obstanbauflächen<br />
„verstreut“ in der Landschaft stehen.<br />
Ein Charakteristikum dieser Lebensräume ist die Bepflanzung<br />
mit Hochstamm-Obstbäumen unterschiedlichen Alters,<br />
welche ohne den Einsatz von chemischen Spritz- und<br />
Düngemitteln gepflegt werden.<br />
Streuobstwiesen sind aus der <strong>Eifel</strong>er Landschaft nicht wegzudenken<br />
und prägen ihr Erscheinungsbild seit Jahrhunderten.<br />
Typisch für sie ist ihr jährlich schwankender Ertrag.<br />
Geduld ist gefragt, denn neu angepflanzte Bäume beginnen<br />
erst nach ca. 10 Jahren Früchte zu tragen – bis zur vollen<br />
„Streuobstbestände in<br />
der Südeifel sind ein Stück<br />
gewachsene Heimat.“<br />
Initiative „Rettet die Streuobstwiesen!“<br />
Leider sind diese ökologisch wichtigen Flächen heute in<br />
Gefahr, da die Landwirtschaft sich strukturell verändert und<br />
die Bedeutung der Selbstversorgung abnimmt.<br />
Auch überhandnehmender Mistelbewuchs<br />
stellt eine Bedrohung für die<br />
Baumbestände dar.<br />
Der Betrieb von Streuobstwiesen erfordert<br />
ein gewisses Maß an Idealismus – viel Handarbeit fällt an<br />
bei Pflege, Schnitt und Ernte. Dies ist zeitintensiv und gilt<br />
als nicht rentabel, Besitzer sind oft mit der Pflege überlastet.<br />
Verbraucher greifen darüber hinaus oftmals lieber zu<br />
überregionaler Supermarktware. Das Bewusstsein und die<br />
Wertschätzung für heimische Produkte scheint gerade erst<br />
wieder neu zu erwachen.<br />
Laut der Initiative „Rettet die Streuobstwiesen!“ der Naturparke<br />
Südeifel und <strong>No</strong>rdeifel steht zu befürchten,<br />
dass es 2025-2030 zu einem großflächigen Einbruch<br />
der Streuobstwiesenbestände im <strong>Eifel</strong>kreis <strong>Bitburg</strong>-<br />
Prüm und damit zu einer gravierenden Veränderung<br />
der hiesigen Kulturlandschaft kommen wird. So gab es<br />
im Jahr 1938 noch 500.000 Obstbäume in Deutschland,<br />
heute hingegen nur noch um die 200.000, wo-<br />
18<br />
7<br />
<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Streuobstwiesen 19
Foto: © HandmadePictures /stock.adobe.com<br />
Zutaten:<br />
4 Äpfel<br />
1 EL Stärke<br />
etwas Zimt<br />
nach Gusto<br />
Rezept-Tipp: Crumble im<br />
Fallobst-Apfel vom Grill<br />
Bewohner der Streuobstwiese:<br />
Der kleine Fuchs<br />
bei 70-80 % hiervon in einem schlechten Zustand sind.<br />
Es gibt jedoch engagierte Bemühungen zur Erhaltung von<br />
Streuobstwiesen: Eine Initiative des Naturschutzbunds<br />
(NABU) in der Region Trier bringt beispielsweise die Vermarktung<br />
von regionalen Streuobstprodukten voran und<br />
verbindet somit Naturschutz, kurze Transportwege und<br />
hohe Produktqualität.<br />
Warum sollte man sich heute noch für Streuobstwiesen<br />
interessieren und worin liegt der Nutzen im Erhalt<br />
dieser Lebensräume für den einzelnen<br />
Verbraucher ?<br />
Die naturbelassenen Produkte tragen zu<br />
einer gesunden Ernährung bei. Der Verzehr<br />
von regionalem Obst spart zudem<br />
Ressourcen und lange Transportwege.<br />
Qualität und Vielfalt im Geschmack sind<br />
oft reichhaltiger als das herkömmliche<br />
Supermarkt-Angebot. Einige, meist ältere Obstsorten sind<br />
für Allergiker besser verträglich und durch den höheren<br />
Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wertvoller.<br />
Welche Apfelsorte eignet sich für welchen Zweck?<br />
Eine der bekanntesten, alten Sorten ist der Boskoop: Für<br />
den Frischverzehr für viele zu säurebetont, eignet sich dieser<br />
lagerfähige Apfel hervorragend für Kuchen, Mus und Saft.<br />
Luxemburger Triumph: Diese für unsere Region typische<br />
Sorte eignet sich für den Frischverzehr, ebenso für Saft und<br />
Mus und zeichnet sich durch intensives süß-saures Aroma aus.<br />
Rheinischer Winterrambour: Ein sehr geeigneter Apfel<br />
für Kinder, da er über ein feines und nicht zu intensives<br />
Aroma verfügt. Die Sorte ist sehr gut zu lagern und eignet<br />
sich für alle Verarbeitungsarten wie Saft, Mus oder Kuchen.<br />
Sie ist in der Südeifel die am häufigsten anzutreffende Sorte.<br />
Der Porzenapfel ist ebenfalls verbreitet in der Region. Er<br />
wird ausschließlich zur Verarbeitung – zum Beispiel für<br />
Viez und Most – genutzt.<br />
Was die Zukunft der Streuobstwiesen angeht, gibt es verschiedene<br />
Fördermaßnahmen der Landesregierung Rheinland-Pfalz,<br />
beispielsweise die Ausbildung von Baumwarten<br />
durch das DLR Rheinpfalz und die Naturparke Südeifel und<br />
<strong>No</strong>rdeifel. 2019 wurde in Irrel das Streuobstwiesenbüro gegründet.<br />
Dr. Holger C. Tülp steht hier Wiesenbesitzern mit<br />
Rat und Tat zur Seite; sei es mit praktischen Anleitungen<br />
zum Baumschnitt, Hilfe bei der Vernetzung mit mobilen<br />
„Der Schlüssel zum Überleben<br />
der Streuobstwiesen liegt in der<br />
Begeisterung der jungen Generation<br />
für diesen wertvollen Lebensraum<br />
und seine tollen Produkte.“<br />
Dr. Holger Tülp, Streuobstbüro Irrel<br />
Frisch gepresster, naturtrüber Apfelsaft:<br />
Ein echter Genuss<br />
Keltereien oder Lehrgängen zum<br />
Baumwart.<br />
Letztlich lässt sich eine große Zahl<br />
von Streuobstwiesen als ein Element<br />
der Kulturlandschaft nur erhalten,<br />
wenn es gelingt, junge Menschen zu<br />
begeistern, heimische Produkte zu genießen<br />
und wertzuschätzen. Denn das Gute liegt oft so nah!<br />
Ein schönes Projekt ist der Obstbaumlehrpfad in Kyllburg:<br />
Im Obstgarten des alten Pfarrhauses soll durch Aufarbeitung<br />
des alten Baumbestandes und durch Neupflanzung eine<br />
2000 m 2 große Streuobstwiese entstehen – ideal, um auch<br />
mit Kindern die Natur zu entdecken und etwas über die<br />
verschiedenen Arten zu lernen.<br />
Hilfe bei der Pflege von Streuobstwiesen ist aktiver, gelebter<br />
Umweltschutz! Wer sich ehrenamtlich engagieren<br />
möchte, findet verschiedene Möglichkeiten: Entsprechende<br />
Interessengruppen gibt es zum Beispiel beim NABU<br />
Südeifel und der Initiative „Rettet die Streuobstwiesen!“ –<br />
Grund zum Optimismus, dass diese wunderbaren Lebensräume,<br />
die gerade jetzt im Frühling die <strong>Eifel</strong> wieder in eine<br />
blühende Landschaft verwandeln, erhalten bleiben. •<br />
Für den Crumble:<br />
1 Tasse Haferflocken<br />
½ Tasse Mehl<br />
3 EL Zucker<br />
1 Prise Salz<br />
1/3 Päckchen weiche Butter<br />
Den Grill vorheizen, sofern Thermometer<br />
vorhanden, auf 175 o C.<br />
Die Äpfel abwaschen, gründlich abtrocknen und aushöhlen. Hierfür die Deckel<br />
abschneiden und mit einem großen Löffel das Innere herausnehmen. Einen ca.<br />
5mm breiten Rand stehen lassen und diesen mit etwas Zimt einreiben. Danach<br />
auf dem Grill von allen Seiten scharf angrillen.<br />
Das Kerngehäuse entfernen und den Rest des Inneren würfeln und mit Stärke<br />
und Zimt mischen. 10 Minuten lang in einer Pfanne auf den Grill geben. Regelmäßig<br />
umrühren.<br />
Unterdessen die Crumblemasse herstellen. Hierfür Haferflocken, Mehl, Zucker<br />
und Salz mischen. Die Butter dazu geben und alles mit den Händen zu Streuseln<br />
verarbeiten.<br />
Die Apfelstücke in die ausgehöhlten Äpfel füllen. Eine Form mit Wasser füllen<br />
und darüber ein Rost mit den Äpfeln auf dem Grill positionieren, um die Unterhitze<br />
zu minimieren. Den Crumble über den Äpfeln verteilen, leicht andrücken<br />
und erneut für ca. 15-20 Minuten bei geschlossenem Deckel auf dem Grill fertig<br />
backen.<br />
Aus dem Grill nehmen und noch warm mit Sahne und etwas Krokant genießen.<br />
Siehe auch unser Bilderrätsel „Tiere der Streuobstwiese“ mit Gewinnspiel auf S. 30<br />
KONTAKT<br />
Naturschutzbund NABU e.V.<br />
Regionalstelle Trier<br />
Pfützenstr. 1 • 54290 Trier<br />
Tel. 0651 1708819<br />
region.trier@nabu-rlp.de<br />
www.nabu-regionalstelletrier.de<br />
Zweckverband Naturpark Südeifel<br />
Streuobstbüro • Dr. Holger C. Tülp<br />
Auf Omesen 2 • 54666 Irrel<br />
Tel. 06525 792-6150<br />
E-Mail: tuelp@naturpark-suedeifel.de<br />
www.naturpark-suedeifel.de<br />
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Seit nunmehr 10 Jahren steht<br />
dasBlumenatelier in Irrel für stilvolle und<br />
natürliche Floristik für alle Anlässe.<br />
Mit ihren kreativen Ideen haben sich Eva<br />
Neises und ihr Team in dieser Zeit in<br />
der Südeifel und der Grenzregion einen<br />
Namen gemacht. „Wir legen hohen Wert<br />
auf die Zufriedenheit unserer Kunden<br />
und setzen auch häufig Sonderwünsche<br />
für unsere Kundschaft um. Einer dieser<br />
besonderen Aufträge war zum Beispiel<br />
ein Trauergesteck in Form eines Traktors<br />
zur Beerdigung eines Landwirtes.“<br />
Das kreative Team, bestehend aus Eva<br />
und Daniel Neises, Hedi Zender, Gerlinde<br />
Schilz, Marita Schwarz, Tanja Maas<br />
und Stefanie Neitzel, ist Ihr professioneller<br />
Ansprechpartner für alle floralen<br />
Gelegenheiten, denn Blumen begleiten<br />
Emotionen. Für die kommende Hochzeitssaison<br />
empfiehlt Eva Neises, vorab<br />
einen Beratungstermin zu vereinbaren.<br />
„So können wir uns Zeit nehmen für<br />
Natürliche Floristik für alle Anlässe<br />
wdasBlumenatelier Irrel I Stella Kolon / dasBlumenatelier Irrel<br />
das Brautpaar, um die florale Dekoration<br />
zu besprechen und zu planen.“ Ein<br />
Besuch lohnt sich auf jeden Fall auch<br />
ohne einen besonderen Anlass, denn<br />
dasBlumenatelier bietet ein großes Angebot<br />
an tagesfrischen Schnittblumen,<br />
dekorierten Pflanzen für innen und<br />
außen, dazu passende Keramik von<br />
TIZIANO® und weiteren namhaften<br />
Herstellern, sowie ansprechende Dekorationsartikel.<br />
„Da viele Kunden meist<br />
die Blumen verschenken, die sie bei uns<br />
kaufen und immer wieder der Satz fiel:<br />
„Den Strauß würde ich am liebsten selbst<br />
behalten.“, kam uns die Idee zum Angebot<br />
„Jede Woche frische Blumen“: Jeden<br />
Donnerstag stellen wir ein neues Bund<br />
der Woche zusammen, welches passend<br />
für die einmalig angeschaffte Basic-Vase<br />
ist. Wie das aktuelle Bund der Woche<br />
aussieht, kann man bei Facebook und<br />
Instagram anschauen. #dasblumenatelier<br />
#jedewochefrischeblumen. Viele Firmen<br />
nehmen gerne auch die Möglichkeit<br />
unseres Blumen-Abos in Anspruch,<br />
um ihre Geschäftsräume jede Woche<br />
mit frischen Blumen zu verschönern.<br />
Durch regelmäßige Umgestaltung des<br />
Ladens in verschiedene Farb- und Themenwelten<br />
geht dasBlumenatelier immer<br />
mit dem aktuellen Trend und bietet<br />
dem Kunden immer wieder aufs Neue<br />
ein attraktives Einkaufserlebnis.<br />
„Wir freuen uns, auch Ihre floralen Wünsche<br />
umzusetzen und begrüßen Sie<br />
gerne bei uns in Irrel. Sei es zum Frühlingsmarkt,<br />
zur Adventsausstellung oder<br />
während unserer Öffnungszeiten.“ •<br />
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1<br />
: 60 Jahre Volkstanzgruppe <strong>Bitburg</strong><br />
2<br />
wStefan Bohl<br />
I Archiv VTG, Ralf Butterweck<br />
Getanzte Völkerverständigung in 24<br />
Ländern. Seit 1960 gibt es die <strong>Bitburg</strong>er<br />
Volkstanzgruppe e.V. (VTG). Sie wurde<br />
von Jadzia Simon, der Frau des <strong>Bitburg</strong>er<br />
Brauereibesitzers Hanns Simon, gegründet.<br />
Frau Simon stammte aus Polen.<br />
Schon in ihrer Heimat hat sie leidenschaftlich<br />
getanzt und wollte mit der<br />
Gründung einer Tanzgruppe die Völkerverständigung<br />
fördern und Kindern<br />
eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung<br />
bieten. Der erste Auftritt der Gruppe<br />
fand 1960 in Aachen statt. Seitdem hat<br />
sich der Verein immer weiter entwickelt.<br />
Heute gibt es vier Volkstanzgruppen,<br />
die auf Heimatfesten und Folklore-<br />
Festivals in ganz Europa auftreten und<br />
so viele Bräuche, Musikstücke und alte<br />
Volkstänze vor dem Vergessen bewahren.<br />
Die VTG hat jährlich rund 13 Auftritte<br />
in <strong>Bitburg</strong>, bei Weinfesten in der<br />
Region und Festivals in ganz Europa.<br />
Im Karneval sind zusätzlich 4 Kinderund<br />
Jugendgarden aktiv, sodass insgesamt<br />
mehr als 150 Tänzerinnen und<br />
Tänzer von drei bis 65 Jahre dabei sind.<br />
Um das Ziel der Völkerverständigung<br />
zu erreichen, ist die Gruppe schon viel<br />
in der Welt herumgekommen. Ganz<br />
besonders ist den Tänzern die Reise<br />
nach Jordanien in den 80er Jahren in<br />
Erinnerung geblieben. Rolf Berger berichtet:<br />
„Wir haben vor König Hussein<br />
und Königin <strong>No</strong>or getanzt, die Felsenstadt<br />
Petra besucht und im toten Meer<br />
gelegen. Das sind Erlebnisse, die man<br />
nicht vergisst.“ Eine große Plattform der<br />
Völkerverständigung ist auch das jährliche<br />
„Europäische Folklorefestival“<br />
in <strong>Bitburg</strong>. Vom 10. bis 13. Juli 2020<br />
gestalten Tanzgruppen, Trachtengruppen<br />
und erstklassige Musikvereine aus<br />
16 Ländern wieder ein farbenfrohes,<br />
folkloristisches Programm. Hier sind<br />
die Mitglieder der Tanzgruppe seit<br />
1965 jedes Jahr selbst als Tänzer und<br />
als Betreuer von Gastgruppen dabei.<br />
In allen acht Gruppen sind neue Tänzerinnen<br />
und Tänzer zum Probetraining<br />
im Haus Beda jederzeit herzlich<br />
willkommen. Die Trainingszeiten finden<br />
Sie auf der Homepage. •<br />
1 Felsenstadt Petra, Jordanien<br />
2 „Der Kuckuckswalzer“ - obenauf<br />
Heidi Hoffmann<br />
3 Internationales Trachtentreffen der<br />
Mosel in Kröv 2018<br />
4 Große Garde <strong>Bitburg</strong><br />
KONTAKT<br />
Ralf Butterweck<br />
Telefon: 06561 / 12694<br />
www.vtg-bitburg.de<br />
3<br />
4<br />
TIPP: Liebe Kinder und Jugendliche.<br />
Ich bin mit 7 Jahren der Volkstanzgruppe <strong>Bitburg</strong> beigetreten und habe in meiner aktiven Zeit<br />
mit der Gruppe 12 Länder bereist. Wir wurden überall herzlich empfangen und haben mit<br />
den Menschen getanzt und gesungen. Die Volkstanzgruppe ist eine ganz besondere Gelegenheit<br />
Menschen, Länder und Kulturen kennen zu lernen. Macht mit!<br />
Stefan Bohl<br />
25 Jahre VTG v.l. Frau Müller, Udo Posnanski<br />
und Gründerin der VTG Frau Jadzia Simon<br />
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Wenn die Liebe ruft...<br />
Wie die Darscheiderin Michelle Schreiber ihr Herz an Affen verlor<br />
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Mit gepackten Koffern stand sie schon am Flughafen<br />
im südafrikanischen Johannesburg – (nicht) bereit, ihre<br />
Heimreise anzutreten. Hin- und hergerissen, wurde sie<br />
von einem Flughafenmitarbeiter angesprochen, der ihre<br />
Situation goldrichtig einschätzte. Ob sie nicht heim<br />
wolle, und ob die Liebe der Grund dafür sei, wollte er<br />
wissen. Nach kurzem Überlegen bejahte die Darscheiderin<br />
seine Fragen. „Dann musst du auf dein Herz hören!“,<br />
riet der Flughafenmitarbeiter. Er hatte Recht. Sie<br />
folgte ihrem Herzen zurück zu ihrer neuen Liebe; es<br />
war Barney, ein Bärenpavianbaby.<br />
Auf Barney ist wohl auch die in Südafrika entfachte<br />
Leidenschaft für die Primaten zurückzuführen. Wie so<br />
viele, wollte auch Michi nach dem gepackten Schulabschluss<br />
raus in die Welt, etwas erleben, und nahm sich<br />
I Archiv affis adventures, ©estivillml, ©Javanesia45/stock.adobe.com<br />
„Folge Deinem Glück und das<br />
Universum wird Dir Türen öffnen,<br />
wo vorher nur Wände waren.“<br />
Joseph Campbell<br />
vor, auf der Reise mit wilden<br />
Tieren zu arbeiten. Die ersten<br />
drei Wochen wurde sie an eine<br />
Löwenstation vermittelt, wo<br />
Löwenwaisen gepflegt und ausgewildert<br />
werden sollten. Doch<br />
schnell bemerkte Michi einige Ungereimtheiten vor<br />
Ort. Die Tiere wurden weder ausgewildert noch geschützt.<br />
Stattdessen machten die Betreiber ihr Geld mit<br />
dem Jagdtourismus. Ein Schock für die heute 23-Jährige!<br />
Doch sie biss sich durch und sorgte gar dafür, dass<br />
die Vermittlungsagentur die Kooperation mit dieser<br />
Station beendete!<br />
Als es für Michi schließlich weiterging, spürte sie<br />
schnell, dass sie am richtigen Ort angekommen war.<br />
Kleine, hilflose Affenbabys, die nur auf ihre Liebe und<br />
Zuneigung warteten. Ganz besonders hat es ihr dabei<br />
der kleine Barney angetan, der sich sofort auf sie stürzte.<br />
Von nun an ließ er sich nur noch von seiner neuen<br />
Ziehmutter mit der Flasche füttern oder waschen.<br />
Michi weiß: „Affen sind einfach ehrliche Wesen. Wenn<br />
dich ein Affe mag, dann zeigt er es auch und würde<br />
für dich durchs Feuer gehen – und wenn er dich nicht<br />
mag, dann lässt er dich das genauso spüren!“<br />
All diese Erfahrungen während der insgesamt drei Monate<br />
in Südafrika erweckten ein Feuer in Michi, welches<br />
sie seitdem jährlich wieder zurück auf den schwarzen<br />
Kontinenten zieht, um in den Semesterferien ihres<br />
Lehramtsstudiums wieder vor Ort mitanzupacken. Nebenbei<br />
studiert sie zudem Primatologie per Fernstudium.<br />
Das Erlebte hält sie auf ihrer Blogseite www.affisadventures.de<br />
fest, wo sie neben ihren Erfahrungen vor<br />
Ort auch von zu Hause aus über Tierschutz und Freiwilligenarbeit<br />
berichtet. Wer keine<br />
Lust hat zu lesen, der kann sich auch<br />
einfach zurücklehnen und einem<br />
ihrer Podcasts lauschen.<br />
Genug hat Michi damit noch lange<br />
nicht. Sie befindet sich gerade in der Gründung einer<br />
Vermittlungsorganisation zum Schutz und Erhalt von<br />
Primaten. Besonderen Wert legt die Darscheiderin dabei<br />
auf die Nachhaltigkeit der Arbeit der kooperierenden<br />
Stationen, wovon sie sich auf einer mehrwöchigen<br />
Reise selbst ein Bild vor Ort macht.<br />
Auf die Büro- und Vermittlungsarbeit wird sie sich aber<br />
auch in Zukunft nicht beschränken. Erst vergangenes Jahr<br />
gab sie das Versprechen ab, mindestens bis ins Alter von<br />
72 Jahren weiter mitanzupacken – an eine 71-Jährige, allein<br />
reisende Helferin in einer südafrikanischen Affenstation. •<br />
3<br />
4<br />
5<br />
KONTAKT<br />
affis adventures | Michelle Schreiber<br />
@AFFIS.ADVENTURES<br />
@affis.adventures<br />
hallo@affisadventures.de<br />
1 Damit die Affenbabys bei der Arbeit nicht geweckt werden, hängen sie in einem Beutel am Baum.<br />
2 Michi im Monty-Gehege der größeren Paviane.<br />
3 Bei der Fütterung stürzen die Affen sich auf Michi und die Flaschen.<br />
4 Ein Affenbaby hält zum ersten Mal selbst sein Fläschchen.<br />
5 Trotz harter Arbeit bleibt auch immer Zeit zum Kuscheln.<br />
34<br />
Crowdfunding-Kampagne:<br />
https://www.startnext.com/affisadventures2 <strong>ego</strong> N°XX/2019 Holzwelt Kauth 34<br />
<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 affis adventures 35
In der <strong>Eifel</strong> wächst<br />
uns was!<br />
Die gesunde Pracht aus dem eigenen Garten<br />
wAngelika Koch<br />
I ©goodluz/fotolia.com, ©setory/stock.adobe.com<br />
Die Gärten, Terrassen und Balkone der Region werden grün. Galt es<br />
noch vor zwanzig Jahren gerade auf dem Land als schick und pflegeleicht,<br />
der sprießenden Botanik mit Asphalt, Steinplatten, Schotter und<br />
Chemie zu Leibe zu rücken, so hat sich buchstäblich das Blatt gewendet.<br />
Gartenbaubetriebe verzeichnen wachsende Umsätze und versprechen<br />
Glück getreu einer chinesischen Weisheit: „Für einen Tag – betrinke<br />
dich; für eine Woche – schlachte ein Schwein; für ein Jahr – verliebe<br />
dich; für ein Jahrzehnt – heirate; für ein ganzes Leben – werde Gärtner.“<br />
Und immer mehr Menschen entdecken eine uralte Kultur neu: Nutzund<br />
Bauerngärten mit selbst gezogenen Kräutern, Gemüse, Beeren<br />
und Obst. Nicht nur schön anzusehende Blumenrabatte, Ziersträucher<br />
oder gepflegter Rasen begeistern die Gartenfans, sondern das gute<br />
Gefühl, die besten Zutaten für leckeres Essen von der Saat bis zur<br />
Ernte vor der Haustür wachsen zu sehen. Mehr „bio“ auf dem Tisch<br />
geht nicht. Und anders als die eher felsig-kargen Böden der Vulkaneifel<br />
oder die von Tieftemperaturen heimgesuchte Schneifel bietet das<br />
<strong>Bitburg</strong>er Gutland den Hobbygärtnern fast alles, was den „grünen Daumen“<br />
leicht macht. Wer dann noch ein kleines Gewächshaus oder ein<br />
Hochbeet sein Eigen nennt, kann der Südeifelsonne problemlos Tomaten<br />
oder Zitrusfrüchte abluchsen.<br />
Alte Obstsorten, die besonders aromatisch und widerstandsfähig sind,<br />
werden wieder stark nachgefragt, aber es gibt auch ständig Neuzüchtungen.<br />
Der Klimawandel gestattet es, dass selbst Weintrauben oder Kiwis<br />
in den Hochlagen der <strong>Eifel</strong> erntereif werden. Dennoch brauchen<br />
die hier gezogenen Pflanzen im Vergleich etwa zu moselländischen Gewächsen<br />
sogar bis zu fünfzig Prozent länger bis zur idealen Reife. Dann<br />
aber sind sie robuster. Gut Ding will eben Weile haben, das Gärtnern ist<br />
Allheilmittel gegen Hektik.<br />
Möhren<br />
FEBRUAR MÄRZ APRIL MAI JUNI JULI AUGUST SEPTEMBER Oktober<br />
Wer ernten will, muss im Einklang mit der Natur leben. Das Wetter bestimmt,<br />
was geht und was nicht. Das kann von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich<br />
sein. Findet der Winter manchmal gar kein Ende, so war er<br />
in dieser Saison gar nicht erst zu Gast in <strong>Eifel</strong>er Gärten. Danach richtet<br />
sich auch, welche Pflanzen gut gedeihen und welche Arbeiten wie zu<br />
erledigen sind. In diesem Frühjahr und Sommer wird die Schädlingsbekämpfung<br />
besonders wichtig... ökologisch natürlich, und zwar – je nach<br />
Obst- und Gemüsesorte sowie nach Art der Schädlinge – mit diesen<br />
Methoden:<br />
• mechanisch: Fliegenklappe, Kleber, Abschütteln, Fliegennetze, Barrieren<br />
• physikalisch: Kälte, Wärme, Ionisation<br />
• psychisch: Vogelscheuchen, Köder, Lichtfallen, Alarmsignale<br />
• Schaffung von unvorteilhaften Bedingungen für schädliche Insekten:<br />
Entfernen von natürlichen Schutzräumen und Einführung von Fressfeinden<br />
wie etwa Marienkäfer<br />
• Einsatz von Lockstofffallen zur Bekämpfung von Schadinsekten<br />
Zwiebeln<br />
Zucchini<br />
Kartoffeln<br />
Kopfsalat<br />
Pflanzzeit in frostfreieM Boden<br />
<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Gartentipps 37
Ein Nutzgarten ist dabei nicht nur für das leibliche Wohl sehr gesund.<br />
Das betont die Sozial psychologin Eva Walther, Professorin an<br />
der Universität Trier und selbst passionierte Hobbygärtnerin, die<br />
in einem Forschungsprojekt den Einfluss von Umwelt auf die Seele<br />
untersucht hat. „Das Grundmotiv ist, dass die Menschen etwas<br />
selbst gestalten wollen. Es hat mit Autonomie und Individualität<br />
zu tun, aber auch damit, Kontrolle über etwas auszuüben und den<br />
eigenen Einfluss zu spüren“, nennt sie die urmenschlichen Gründe<br />
für die Neigung zum Gärtnern.<br />
Der Gärtner als potenziell mörderischer Allmachtsfanatiker über<br />
Himbeeren und Salatblätter? Im Gegenteil, sagt die Wissenschaftlerin:<br />
„Im Garten erlebt man hautnah, dass ein ‚Kampf’ gegen die<br />
Natur gar nicht zu gewinnen ist. Vielmehr fühlt sich der Mensch<br />
hier als Teil der Natur und kann sich vergewissern, dass er es kann:<br />
harmonisch mit ihr umgehen.“ Die sinnliche Erfahrung sei wichtig,<br />
betont Walther. „Sie hören die Geräusche der Natur, Sie riechen<br />
die Erde und die Blüten, Sie ertasten die Beschaffenheit von<br />
Boden, Wurzeln, Blättern... und all das können Sie selbst dosieren,<br />
ohne unter- oder überfordert zu werden. Letztlich führt das zu<br />
einem Glückserlebnis.“ •<br />
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38 <strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020<br />
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3<br />
2<br />
Ein Irreler<br />
erobert den Nürburgring<br />
: Für die VLN-Saison 2020 hat Philipp Leisen große Ziele<br />
wRobin Strellen<br />
I Jan Brucke; RACEPIX.EU<br />
Es war im Jahr 2003, als Philipp Leisen<br />
sich bei einem Sichtungslehrgang<br />
in Kempten anmeldete und von der<br />
Teilnahme beim ADAC VW Lupo-Cup<br />
träumte. Bis dahin fuhr er lediglich im<br />
Kart gegen Freunde, wenn auch häufig<br />
und mit großer Leidenschaft. Auf<br />
der Rennstrecke konnte Philipp sich<br />
tatsächlich Runde für Runde gegen seine<br />
Mitstreiter durchsetzen und wurde<br />
am Ende dafür mit einem Startplatz<br />
in dem sehr beliebten Markenpokal<br />
belohnt. Heute nennt der 35-Jährige<br />
das damalige Auswahlverfahren mit einem<br />
Augenzwinkern „Germanys next<br />
Rennfahrer“, dank welchem er von<br />
nun an bei dem im Rahmen der DTM<br />
(Deutsche Tourenwagen-Masters) ausgeführten<br />
Cup an den Start gehen durfte.<br />
Seitdem fährt der Irreler, mit einer<br />
unfallbedingten Pause im Jahr 2007,<br />
als ihm bei einem spektakulären Crash<br />
mehrere Knochen brachen, ununterbrochen<br />
in verschiedenen Rennserien<br />
und durfte schon so manche Erfolge<br />
feiern. Als Einzelerfolge seien zum<br />
Beispiel seine Siege im SEAT Leon Supercopa<br />
zu erwähnen, ebenfalls ein im<br />
Rahmen der DTM ausgeführter Markenpokal.<br />
Den größten Triumph verbuchte<br />
er jedoch im Jahr 2018, als ihm<br />
gemeinsam mit seinen beiden Teamkollegen<br />
der Gewinn der VLN Langstreckenmeisterschaft<br />
am Nürburgring,<br />
Europas größten Breitensportserie, gelang.<br />
Dabei ließen sie rund 850 Fahrer<br />
hinter sich! Im Erfolgsjahr räumten<br />
Philipp und sein Team zusätzlich die<br />
BMW Sports Trophy ab, was sie weltweit<br />
zu den besten BMW Privatfahrern<br />
machte.<br />
Dass einem Leistungssportler nichts in<br />
den Schoß fällt, das weiß auch Philipp.<br />
Aus diesem Grund trainiert er bis zu<br />
sechs Mal in der Woche im Fitnessund<br />
Ausdauerbereich. Die teils sechs<br />
Stunden langen Rennen fahren sich<br />
schließlich nicht von allein. Während<br />
der Saisonvorbereitung im Winter<br />
wird zudem - sofern es die Zeit zulässt<br />
- auch gerne mit dem Team ins<br />
Trainingslager gereist. Vergangenen Februar<br />
zum Beispiel zog das BMW-Team<br />
an die portugiesische Südküste. An der<br />
Titelverteidigung sind sie dennoch,<br />
wenn auch nur hauchdünn, vorbeigeschrammt<br />
– mit nicht mehr als 0,12<br />
Punkten Rückstand!<br />
In diesem Jahr will Philipp Leisen deswegen<br />
wieder angreifen und seinen<br />
zweiten Titel in der fortan Nürburgring<br />
Langstrecken Serie heißenden Liga<br />
gewinnen. Und auch auf ein weiteres<br />
Highlight darf er sich 2020 wieder<br />
freuen: das berühmte 24h-Rennen auf<br />
dem Nürburgring vor über 200.000<br />
Zuschauern!<br />
Merke: Das erste Rennen der Nürburgring<br />
Langstrecken-Serie findet am<br />
21. März am Nürburgring statt. •<br />
4<br />
1 Philipp und sein Team nach dem Gewinn der VLN 2018<br />
2 In der Saison 2020 peilt Philipp wieder den Sieg der VLN an<br />
3 In der Saison 2019 durfte sein Team mit der Startnummer 1 an den Start gehen<br />
4 Im BMW M4 GT4 heizt Philipp beim 24h-Rennen über die <strong>No</strong>rdschleife<br />
KONTAKT<br />
Philipp Leisen<br />
Hauptstr. 61 | 54666 Irrel<br />
philipp.leisen@t-online.de<br />
@PhilippLeisenMotorsport<br />
40 <strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Motorsport<br />
<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Motorsport 41
<strong>No</strong>ch ein letztes Mal ans Meer...<br />
Der Wünschewagen, ein ehrenamtliches Projekt des Arbeiter-<br />
Samariter-Bundes, erfüllt todkranken Menschen ihren letzten Wunsch.<br />
wKerstin Stedem-Braun<br />
I ASB, ASB/Hannibal, ©dip/stock.adobe.com<br />
<strong>No</strong>ch einmal ins Stadion zum<br />
Spiel des Lieblingsvereins, ein letztes<br />
mal frische Meeresluft atmen, die<br />
Hochzeit der Enkelin miterleben,<br />
einen letzten Glücksmoment einfangen<br />
und zusammen mit lieben<br />
Freunden oder der Familie Erinnerungen<br />
für die Ewigkeit schaffen...<br />
Wenn die Lebensuhr abläuft und<br />
ein Transport oft aufgrund fehlender<br />
Mobilität oder etwa künstlicher<br />
Beatmung nicht mehr möglich ist,<br />
bekommt der Wünschewagen seinen<br />
unbezahlbaren Einsatz: Er bringt<br />
schwerstkranke, ältere, manchmal<br />
aber auch junge Menschen oder<br />
Kinder in ihrer letzten Lebensphase<br />
noch einmal an den Ort ihrer<br />
Wünsche, an dem sie für einen Tag,<br />
begleitet von Familienangehörigen<br />
oder lieben Freunden, ein wenig Unbeschwertheit<br />
und Sorglosigkeit erleben<br />
dürfen. Der Wünschewagen ist<br />
ein rein ehrenamtlich getragenes und<br />
zu 100% spendenfinanziertes Projekt<br />
des Arbeiter-Samariter-Bundes<br />
ASB, welches bereits über 1500 letzte<br />
Wünsche erfüllen konnte.<br />
Die Fahrzeuge, welche in allen Bundesländern<br />
unterwegs sind, verfügen<br />
über Ausstattung, um im <strong>No</strong>tfall reagieren<br />
zu können und sind perfekt<br />
auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmt:<br />
Musik, große Panoramafenster,<br />
sanfte Beleuchtung und spezielle<br />
Stoßdämpfung sorgen für Wohlfühlatmosphäre<br />
und ein entspanntes<br />
Reisegefühl.<br />
Die Betreuenden sind allesamt ausgebildete<br />
Fachkräfte wie zum Beispiel<br />
Palliativmediziner, Rettungs- sowie<br />
Pflegekräfte, die vor ihrem ersten Einsatz<br />
eine intensive Schulung absolvieren.<br />
Jede Fahrt wird von zwei ehrenamtlichen<br />
Kräften begleitet.<br />
Möchten auch Sie mithelfen, dass<br />
dieses wunderbare Projekt weitergeführt<br />
werden kann? Jede Unterstützung<br />
hilft, Herzenswünsche wahr<br />
werden zu lassen. •<br />
SPENDen UND KONTAKT<br />
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.<br />
IBAN: DE07 5139 0000 0060 8253 51<br />
Stichwort: Wünschewagen<br />
ASB Rheinland-Pfalz e. V. 1 Standort Mainz<br />
Tel. : 06241 /97 87 90<br />
E-Mail: wuenschewagen@asb-rp.de<br />
www.wuenschewagen.de<br />
@der_wuenschewagen<br />
42<br />
<strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020<br />
Wünschewagen<br />
Telefon 06551 14-181 · www.immo-vbeifel.de
Mandarinen-Schmandkuchen<br />
Johannes Reuschen, der Bürgermeister von Prüm,<br />
und Katharina Kops backen für <strong>ego</strong>.<br />
w I Stefan Bohl<br />
Zutaten für den Teig:<br />
Mehl<br />
200g<br />
Zucker<br />
80g<br />
Margarine<br />
80g<br />
Ei 1<br />
Backpulver<br />
1/2 Pkt.<br />
Für die Füllung:<br />
Milch<br />
500 ml<br />
Puddingpulver, Vanille 2 Pkt.<br />
Zucker<br />
150 g<br />
Schmand<br />
600g<br />
Mandarinen<br />
2 Dosen<br />
Für die Glasur:<br />
Mandarinensaft aus den Dosen<br />
Tortenguss<br />
1 Pkt.<br />
1. Die Zutaten für den<br />
Teig in einer Schüssel<br />
mit Hand verkneten.<br />
2. Mit Milch den Pudding<br />
kochen und vorm Erkalten<br />
mit Folie abdecken,<br />
damit er keine Haut zieht.<br />
Johannes Reuschen, der neue Bürgermeister von Prüm, ist ein<br />
halbes Jahr im Amt. Zeit, ihn und seine Lebensgefährtin Katharina<br />
Kops, Zahnarzthelferin aus Bleialf, zu besuchen. 2015 haben<br />
die beiden ihr Traumhaus hoch über Prüm in der Waldstraße<br />
gefunden. Ein Gebäude aus den 60er Jahren, das sie liebevoll<br />
renovierten und sich einig waren, schöne Details wie Schränke,<br />
Geländer, die alten Eichenböden und Türen zu erhalten. Ergänzt<br />
mit neuen Elementen und den großen Panoramafenstern ergibt<br />
sich eine sehr schöne Wohnsituation. In der offenen Wohnküche<br />
hat Katharina schon die Zutaten für den Mandarinen-Schmandkuchen<br />
zurecht gestellt. Ihr Buch mit dem Rezept der Mutter<br />
liegt geöffnet auf dem Tisch. Johannes und Katharina beginnen<br />
mit der Zubereitung. Ich nutze die Zeit, um etwas mehr über<br />
3. Mit der Springform<br />
den Kuchenboden aus<br />
dem ausgerollten Teig<br />
ausstechen...<br />
4... und in die Form<br />
legen. Mit dem Restteig<br />
eine Rolle drehen und<br />
aus dieser den..<br />
5... Kuchenrand formen.<br />
Nun mit einer Gabel den<br />
Kuchenboden mehrmals<br />
einstechen.<br />
6. Den Schmand und<br />
den kalten Pudding zu einer<br />
gleichmäßigen Masse<br />
verrühren. (Johannes – etwas<br />
7. Die Masse in die Form geben,<br />
die Mandarinen abgießen<br />
und darauf verteilen.<br />
mehr Power bitte ;-)<br />
8. Bei 175°C Ober- u. Unterhitze<br />
den jungen Mann, der mit 32 Jahren die Leitung der Waldstadt<br />
80 Minuten backen.<br />
in die Hand gelegt bekam, zu erfahren.<br />
Politisch ist Reuschen erfahren. Er ist seit 2009 Stadtratsmitglied<br />
und heute Mitglied des Verbandsgemeinderates sowie des Kreistages.<br />
Die Lehre absolvierte er im Forstamt in Prüm. Hier kam er<br />
schon früh mit dem Forstrecht in Kontakt.<br />
Begeistert von juristischen Fragen kündigte er, sehr zum Leidwesen<br />
9. Den Tortenguss mit dem<br />
Saft der Mandarinen aufkochen,<br />
etwas ziehen lassen<br />
und auf den komplett erkalteten<br />
Kuchen geben.<br />
seiner Großmutter, seine unbefristete Anstellung in der<br />
Verwaltung, um in Köln Jura zu studieren. Oma sagte: „Junge,<br />
das ist doch eine sichere Anstellung für die Zukunft.“ Er ist seit<br />
2016 Jurist und arbeitet derzeit neben dem Bürgermeisteramt an<br />
seiner Doktorarbeit an der Uni Köln. Oma wäre heute bestimmt<br />
10. Der Kuchen duftet und<br />
der Kaffee ist fertig.<br />
Lecker ;))<br />
Euer Stefan Bohl<br />
stolz auf ihren Enkel. • <strong>ego</strong> N°<strong>36</strong>/2020 Backen<br />
45
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1960. Der Hamburger SV ist Deutscher Meister, das Buch „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael<br />
Ende erscheint, die Beatles haben ihren ersten Auftritt auf der Hamburger Reeperbahn, 17 afrikanische Staaten<br />
gehen in die Unabhängigkeit und zu Pfingsten erklären Josef Barg und Mutter Elisabeth ihre Selbständigkeit mit der<br />
Eröffnung des „Gasthaus Barg“ in Fließem. •<br />
der reine Wohnsinn<br />
„Bei Schränger“<br />
Hedi Barg schlieSSt das „Gasthaus Barg“ in FlieSSem nach 60 Jahren<br />
wStefan Bohl<br />
I Archiv Gasthaus Barg, Zeichnung: H. Lauxen<br />
Bauinteressierte<br />
GRUNDSTÜCKSBESITZER<br />
aufgepasst!<br />
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Es war ein gesegneter Standort für ein Gasthaus. Umkreist<br />
von der Pfarrkirche und dem Pfarrhaus hatte auch<br />
der Pastor seine Schafe, ob schwarz ob weiß, immer im<br />
Blick. Der Frühschoppen bei Hedi und Jupp waren obligatorisch.<br />
Hier im Mittelpunkt von Fließem war auch meist<br />
die Kirmes mit Biertrilles, Schießbude und der legendären<br />
Schiffschaukel hinterm Haus. Auch ein Weihbischof stand<br />
nach getaner Firmung an der Theke und genoss einen<br />
Mirabellen-Schnaps, der seit dem als „Bischofs-Schnaps“<br />
angeboten wurde. Schon seit den 60er Jahren kommen<br />
Pilgergruppen auf ihrem Weg vom Niederrhein nach<br />
Mattheis in Trier zu „Schränger“, wie das Gasthaus im<br />
Volksmund hieß, nach Fließem. Das Gasthaus war von<br />
Anfang an das Vereinshaus des SV-Fließem und Josef<br />
Barg langjähriger Vorsitzender und Geschäftsführer. „Bei<br />
Schränger“ wurden die Fußballspiele diskutiert, politisiert<br />
und zur Feier Bierkisten gestapelt. Das Gasthaus war auch<br />
Zentrum der neuen Medien. Hier konnte man reden (Face<br />
to Face Chat), telefonieren (eines der ersten Telefone war<br />
hier), Liveübertragungen der Fußballspiele im Radio hören,<br />
gemeinsam die ersten Schwarz-Weiß-Fernsehbilder erleben<br />
und die Sportschau zum ersten mal in Farbe sehen.<br />
Von Beginn an dabei war Hans Lacher als Getränkelieferant<br />
und Freund. Sein Sohn Axel Lacher hat diese Tradition<br />
fortgesetzt. Getränke Lacher und die <strong>Bitburg</strong>er Braugruppe<br />
waren 60 Jahre der Partner des „Gasthaus Barg“.<br />
Fließem hatte viele Jahre lang 3 Gasthäuser, sie waren Mittelpunkt<br />
des sozialen Lebens im Dorf. Mit dem Gasthaus<br />
Barg, das Josef Barg und Mutter Elisabeth 1960 gründeten<br />
und von Josefs Frau Hedi weitergeführt wurde, schließt<br />
nun das letzte Gasthaus im Ort. In den letzten Jahren war<br />
es als echte Dorfkneipe Treffpunkt zum Frühschoppen, für<br />
die Senioren und für die Vereine von Fließem. Hedi Barg<br />
zieht nun in den verdienten Ruhestand zu ihrer Familie.<br />
-------------------------------------<br />
Liebe Hedi. Danke für die guten Zeiten, die wir alle bei<br />
Dir im Gasthaus erleben durften! Außerdem herzlichen<br />
Dank von mir und all den vielen Kindergartenkindern, die<br />
Du immer sicher als Busfahrerin zum Kindergarten transportiert<br />
hast. Stefan Bohl<br />
Wir bedanken uns für 60 Jahre Partnerschaft und Freundschaft<br />
Ihren persönlichen STREIF-<br />
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www.streif.de<br />
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Es gibt viele Menschen in unserer Gesellschaft, die nicht mehr wegzudenken<br />
sind: ehrenamtliche Mitarbeiter, Kollegen oder Menschen, die ein Schicksal<br />
besonders gut meistern. Wir alle können von ihnen lernen. Lebenssituationen<br />
und ehrenamtliche Arbeit geben neue Impulse und interessante Kontakte. •<br />
Gesundheit<br />
Foto: © nobeastsofierce /stock.adobe.com<br />
Eine starke Region besteht aus starken Persönlichkeiten<br />
SIE<br />
sind gefragt!<br />
MANUELA SCHMITZ, ERIC<br />
SCHMITZ, TANJA STEINS,<br />
ILONA MEYERS<br />
Der Verein <strong>Eifel</strong>kinder e.V. wurde 2019 in<br />
Neuerburg gegründet<br />
„NICHT MECKERN – MACHEN“<br />
Engel & Helden<br />
des Alltags<br />
In Neuerburg fehlten finanzielle<br />
Mittel und Versicherungsschutz für<br />
Jugendveranstaltungen. Deshalb beschlossen<br />
acht engagierte Eltern unter<br />
der Leitung von Manuela Schmitz den<br />
Verein <strong>Eifel</strong>kinder e.V. zu gründen.<br />
„Wir wollen eine Freizeitgestaltung,<br />
die zum einen vor Ort sein kann und<br />
die Eltern sich auch leisten können“,<br />
erklärt Manuela Schmitz. Sie weiß<br />
wovon sie spricht, denn sie ist selbst<br />
w I Bettina Bartzen<br />
Wenn Sie einen Engel oder Helden in Ihrem<br />
Bekanntenkreis kennen, schreiben Sie uns!<br />
verlag@<strong>ego</strong>magazin.de, Tel. 06561 940 900<br />
Mutter von sechs Kindern. Seit dem<br />
letzten Jahr sind viele interessante Aktionen<br />
für alle Altersgruppen entstanden.<br />
Bastelnachmittage, Popcornkino,<br />
Game Night, Selbstverteidigungskurse<br />
und vieles mehr.<br />
Zu den Highlights des Jahres gehören<br />
Theaterveranstaltungen, Halloweenparty<br />
und eine Familien- und Freizeitbörse.<br />
Besonders beliebt ist der<br />
Mitmachzirkus. Ein Wochenende lernen<br />
die Kinder von ehrenamtlichen<br />
Trainern und einem Koordinator des<br />
Zirkus „ZappZarap“ Jonglieren, Zaubern<br />
und andere Darbietungen, die<br />
später in einer richtigen Zirkusshow<br />
präsentiert werden. „Es ist unglaublich,<br />
wie die Kinder sich selbst organisieren<br />
können. Am Zirkuswochenende<br />
entstehen Freundschaften und<br />
der Gemeinschaftssinn wird gestärkt“,<br />
erzählt Ilona Meyers, Mutter von vier<br />
Kindern. „Jedes Kind darf mitmachen.<br />
Denn Inklusion ist sehr wichtig. Es ist<br />
schön zu sehen, wie stolz die Kinder<br />
dann sind“, bemerkt Meyers. •<br />
Nächste Veranstaltung: 3. Mai 2020<br />
Tearticolo, Globbo, oder ein fröhlicher<br />
Weltuntergang<br />
Weitere Infos und Termine:<br />
www.eifelkinderev.de<br />
ERIKA GARCOn, bitburg<br />
Vorsitzende der „Tafel <strong>Bitburg</strong> e.V.“ und Vorstandsmitglied<br />
Landesverband Tafel Rheinland-<br />
Pfalz/Saarland e.V.<br />
Foto: Erika Garcon (5. v.l.) und ihr Team<br />
„wir sind eine tafelfamilie“<br />
Einsatzpläne schreiben, organisieren,<br />
Lebensmittel abholen - hinter<br />
der Tafel steckt ein Vollzeitjob. Erika<br />
Garcon ist über zehn Jahre dabei und<br />
seit fünf Jahren Vorsitzende der „Tafel<br />
<strong>Bitburg</strong> e.V.“ „Ohne die Unterstützung<br />
meiner Familie und den 65 Ehrenamtlichen<br />
wäre die Arbeit nicht möglich“,<br />
sagt die 60-Jährige. Auch bei der Renovierung<br />
der ehemaligen Schreinerei<br />
in der Neuerburger Straße 2016 haben<br />
Familie und Ehrenamtliche fleißig angepackt.<br />
Finanziert wird die Tafel durch<br />
Spenden und einen Kostenbeitrag von<br />
2 Euro pro Familie. Davon werden<br />
Miete und Fahrzeuge bezahlt. Personalkosten<br />
fallen nicht an. Supermärkte,<br />
Schulen, Firmen, Kitas und Privatleute<br />
spenden Lebensmittel, die jeden Mittwoch<br />
für rund 500 Personen abgeholt<br />
werden. Auch Kleider und Hausrat bietet<br />
die Tafel an.<br />
Für ältere oder kranke Kunden ist ein<br />
Bringservice in Planung. Die Tafel ist<br />
auch ein Ort der Begegnung und für<br />
viele Gäste der einzige Kontakt. •<br />
Infos unter: 06561-3091 oder 0171-<br />
2603106 | www.bitburger-tafel.de<br />
Spendenkonto: Volksbank <strong>Eifel</strong><br />
DE11 5866 0101 0002 0731 31<br />
WERNER PETER STREIT, SPEICHER<br />
Werner Peter Streit, ehrenamtlicher Museumsleiter im<br />
Museum der Verbandsgemeinde Speicher<br />
„DAS MUSEUM IST MEIN LEBENSWERK“<br />
Mit einer großen Sammelleidenschaft baute<br />
Werner Streit 1988 das Museum Speicher auf.<br />
Für dieses Lebenswerk erhielt er die höchsten<br />
Auszeichnungen. „Wenn man weiß, was in der<br />
Vergangenheit war, kann man sich besser auf<br />
die Zukunft vorbereiten“, erklärt der ehemalige<br />
Kaufmann. „Für junge Menschen sind die Gegenstände<br />
neu. Die Kinder sind begeistert und<br />
staunen.“ Der liebevoll eingerichtete „Tante Emma-Laden“,<br />
der Friseurladen oder das alte Klassenzimmer<br />
nimmt die Besucher mit auf eine<br />
faszinierende Reise in die Vergangenheit.<br />
Das Museum lebt von Privatsammlungen, achtzig<br />
Prozent sind Schenkungen und viele Gegenstände<br />
fand Streit auf dem Sperrmüll. Ihm liegt<br />
besonders die Abteilung „<strong>No</strong>t macht erfinderisch“<br />
am Herzen. Denn der Krieg hat sein Leben<br />
geprägt.<br />
Die ständig wechselnden Sonderausstellungen,<br />
wie L<strong>ego</strong>land und Karnevalsorden aus den letzten<br />
30 Jahren sind mit viel Arbeit verbunden.<br />
„Denn wir sind ein lebendiges Museum“, sagt<br />
der 94-Jährige, dessen Leidenschaft für die gesammelten<br />
Dinge in jeder Ecke des Museums<br />
zu spüren ist. •<br />
Infos unter: 06561-3091 oder 0171-2603106<br />
www.vg-speicher.de/kultur-sport/museen<br />
: Ungesundes Bauchfett<br />
Sicherlich haben Sie schon von „innerem<br />
Bauchfett“ gehört, das auch als Viszeralfett<br />
bezeichnet wird. Es lagert sich direkt um die Organe<br />
ein und kann Stoffe bilden, die den Stoffwechsel<br />
der Organe stören. Dies ist nicht zu<br />
verwechseln mit dem sogenannten Depotfett, das<br />
sich in der Regel unter der Haut, vor allem am<br />
Bauch und an den Hüften, ansiedelt. Das „Eingeweidefett“<br />
stört den Zucker- und Fettstoffwechsel<br />
und kann zu Insulinresistenz, Diabetes Typ 2 und<br />
erhöhten Blutfettwerten führen. Es bremst außerdem<br />
das Sättigungsgefühl und löst Heißhunger<br />
aus, es erhöht das Risiko für hohen Blutdruck,<br />
Arteriosklerose, Schlaganfall, Herzinfarkt, Rheuma,<br />
Fettleber, Demenz, chronische Entzündungen und<br />
Depressionen. Es kann auch Hormonstörungen<br />
bei beiden Geschlechtern auslösen, welche zu<br />
verstärkten Wechseljahrsbeschwerden bei Frauen<br />
und verminderte Testosteronbildung bei Männern<br />
führt. Erhöhte Viszeralfettwerte senken die<br />
Lebenserwartung nach Studien um einige Jahre.<br />
Das ungesunde Bauchfett entsteht meist durch<br />
eine sehr energiereiche Ernährung, ständiges<br />
Essen (vor allem frucht- und kohlenhydratreiche<br />
Kost in Verbindung mit Fett), Bewegungsmangel<br />
und Stress.<br />
Eine gezielte Anpassung des Essverhaltens rückt<br />
dem ungewollten Bauchfett und deren Begleiterscheinungen<br />
zu Leibe. Eine individuelle Stoffwechselkur,<br />
wie die Sanguinum-Kur, ist sehr<br />
empfehlenswert und wird nur von ausgebildeten<br />
Ärzten und Heilpraktikern durchgeführt. Hier ist<br />
medizinisches Wissen und die Analyse der Ursachen<br />
zu einer individuellen Fettreduktion zwingend<br />
erforderlich. Die Beratung zur Sanguinum-<br />
Kur ist immer unverbindlich und kostenlos.<br />
Nutzen Sie die Fastenzeit für Ihre Frühlings-Stoffwechselkur,<br />
um ungesundes Eingeweidefett loszuwerden<br />
und eine neue Lebensqualität zu erfahren.<br />
Gerne unterstütze ich Sie dabei. •<br />
Ihre Sonja Streit<br />
Naturheilpraxis Badem<br />
Zur Kunn 4, 54657 Badem<br />
Tel.: 06563/8000<br />
www.naturheilpraxis-badem.de<br />
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