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Impressionisten, Moderne & Gemälde 19. Jahrhundert

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IMPRESSIONISTS

& MODERN ART


EUGÈNE BOUDIN

D

622

EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR – 1898 DEAUVILLE

Als Freilichtmaler hat sich Boudin überwiegend in

seiner angestammten Heimat mit Hafenlandschaften

auseinandergesetzt, arbeitete er als Sohn eines Hafenlotsen

doch bereits selbst zehnjährig als Schiffsjunge

auf einer Fähre zwischen Le Havre und Honfleur. Im

Schreibwarenladen seines Vaters wurden Bilderrahmen

verkauft, was dazu führte, dass er selbst mit Malern

wie Constant Troyon (1810-1865), Eugène Isabey

(1804-1886) und Jean François Millet (1814-1875) zusammentraf,

die ihn zur Malerei ermutigten. Millet

war es auch, der aus der Schule von Barbizon heraus

bereits 1845 Abkehr vom Akademismus einleitete, hin

zu einer Philosophie, wie sie auch für Boudin gültig

wurde, nämlich, dass die Natur, aus einem ersten

Eindruck (Impression) erfahren werden kann, was

schließlich der Kunstrichtung den Namen Impressionismus

verlieh. Nach dem Akademiestudium 1851 in

Paris führten ihn Reisen nach Südfrankreich, Venedig

und Flandern, aber immer wieder zurück in die Heimat

in der Bretagne und der Normandie. Boudin gehört zu

den frühen „Freilichtmalern“, deren Atelier nun in der

freien Natur lag. Mit Claude Monet (1840-1926),

Gustave Courbet (1819-1877) und Johan-Barthold

Jongkind (1819-1891) befreundet, nahm er ab 1859

auch regelmäßig an Ausstellungen im Pariser Salon

teil. Zu seinen Schülern zählt Louis Braquaval (1854/60-

1919), den er 1881 kennenlernte. Werke seiner Hand

finden sich unter anderem im Musee Eugène Boudin in

Honfleur sowie im Musee d‘art Moderne Andre Malraux

in Le Havre. Bereits im Pariser Salon 1859 hatte

Claude Monet in einem Brief festgestellt, dass Marinebilder

in den Ausstellungen vermissen lassen und

Monet schrieb an Boudin weiter, dass dies ein Weg

wäre, der ihn noch sehr viel weiterbringen könnte.

1868 stellte er seine Marineansichten neben Courbet,

Édouard Manet (1832-1883) und Monet in der Exposition

Maritime Internationale aus und wurde bereits

mit einer Medaille ausgezeichnet.

DER HAFEN VON LE HAVRE

Öl auf Mahagoniplatte.

52 x 66 cm.

Links unten bezeichnet „Eugene Boudin.87“

(der Vorname etwas undeutlich). Verso alter

beriebener Aufkleber.

Die frühe Phase des Impressionismus kommt auch

im vorliegenden Bild zum Ausdruck: Das Gemälde bietet

den Blick auf einen nach hinten sich verjüngenden

breiten Kanal, an dessen seitlichen Ufern Yachten und

Segelschiffe anliegen. Zwischen den Masten scheinen

die Fassaden der Ufergebäude durch. Im Hintergrund

ein größeres Lagerhaus mit Satteldach. Die leicht

trübe morgendliche Wolkenstimmung hat der Maler

geschickt farblich belebt durch ein links anliegendes

Mastschiff mit Kamin sowie ein weiteres kleineres

Schiff rechts, weiter hinten in stärkeren Rot-Schwarz-

Tönen. Ein typisches Merkmal der Maltechnik Boudins

ist die Tatsache, dass die Weißfarbe als letzte Höhung

in den einzelnen Partien des Gemäldes aufgesetzt ist,

deutlich sichtbar etwa an den Pinselstrichen der schimmernden

Wasseroberfläche, noch deutlicher an den

weißen Vordersegeln der rechten Yacht oder dem

weißen Lichtfleck unter dem rot-schwarzen Kamin links

im Bild. Das Gemälde ist im Werkverzeichnis noch

nicht aufgenommen.

Literatur:

Rolf Busch, Günter Speckmann, Eugène Boudin.

1824-1898, Ausstellungskatalog der Kunsthalle

Bremen 1979.

Jens Rosteck, Himmelskönig, Strandpoet - Wie

Eugène Boudin in seinen Seestücken die Anfänge

des Badetourismus in der Normandie festhielt, in:

Mare Nr. 98, Juni 2013.

Bestandskatalog der Sammlung im Musee Eugène

Boudin, Honfleur. (1221411) (11)

EUGÈNE BOUDIN

1824 HONFLEUR - 1898 DEAUVILLE

THE HARBOUR OF LE HAVRE

Oil on mahogany panel.

52 x 66 cm.

Signed “Eugene Boudin.87” (the first name slightly

blurred) lower left. Old rubbed label on the reverse.

Eugène Boudin is regarded as one of the most important

pioneers of Impressionism. The painting has not

yet been included in the catalogue raisonné.

Literature:

R. Busch, Günter Speckmann, Eugene Boudin. 1824 -

1898, exhibition catalogue of Kunsthalle Bremen 1979.

J. Rosteck: “Himmelskönig, Strandpoet - Wie Eugène

Boudin in seinen Seestücken die Anfänge des Badetourismus

in der Normandie festhielt”, in: Mare no. 98,

June 2013.

Inventory catalogue of the collection of the Musée

Eugène Boudin, Honfleur.

€ 60.000 - € 80.000


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GUSTAVE LOISEAU

P

623

GUSTAVE LOISEAU,

18 ARI – 19 ebenda

Loiseau war ein französischer postimpressionistischer

Maler, vor allem für seine Landschaften und Szenen

von Straßen bekannt. 1890 ging er nach Pont Aven in der

Bretagne und verbündete sich dort mit den Künstlern,

insbesondere Paul Gauguin (1848-1903) und Emile

Henri Bernard (1868-1941).

LE PONT SUSPENDU DE TRIEL SUR SEINE

Öl auf Leinwand.

60 x 81 cm.

Links unten signiert und datiert „G. Loiseau 1915“. (†)

Provenienz:

Privatsammlung, United States.

Privatsammlung, Großbritannien. (1221064) (10)

GUSTAVE LOISEAU,

18 ARI – 19 IID

LE PONT SUSPENDU DE TRIEL SUR SEINE

Oil on canvas.

60 x 81 cm.

Signed and dated lower left “G. Loiseau 1915”. (†)

Provenance:

Private collection, United States.

Private collection, United Kingdom.

€ 150.000 - € 200.000


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EUGÈNE BOUDIN

D

624

EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR – 1898 DEAUVILLE

Eugène Boudin gilt als einer der bedeutenden Vorläufer

des Impressionismus. Zehnjährig zog Boudin

mit seiner Familie nach Le Havre, wo er später Maler

wie Constant Troyon (1810-1865), Jean François Millet

(1814-1875) und Eugène Isabey (1804-1886) kennenlernte.

Sie ermutigten ihn sich als Maler selbst zu verwirklichen,

worauf er 22-jährig sein Ladengeschäft

aufgab und sich ausschließlich als erfolgreicher Maler

betätigte. 1851 studierte er in Paris, bevor er mehrere

Studienreisen in Europa unternahm. Zu seinen Malerkollegen

und Freunden gehörten Gustave Courbet

(1819-1877) und Claude Monet (1840-1926).

ÉTRETAT, LA FALAISE D‘AMONT, 1891

Öl auf Holz. Parkettiert.

37,3 x 46,2 cm.

Rechts unten signiert „E. Boudin“ und datiert „91“.

Rückwärtige Invantarnummern und ein älteres Etikett.

Jean-Baptiste Camille Corot (1796-1875) nannte Boudin

den König des Himmels, warum wird in dem vorliegenden

Gemälde eindrucksvoll deutlich. Abgebildet ist hier

Étretat an der Küste der Normandie, welche nordöstlich

von Le Havre zu finden ist. Zu dieser Zeit war Étretat

noch ein kleines Fischerdorf mit weniger als 1000

Einwohnern. In den 1890er-Jahren war Boudin angefüllt

von kreativer Energie und 1890 war ein arbeitsreiches

Jahr für ihn, weil er mit vielen Aufträgen und

Anfragen bedacht war. Und so wandte er sich seinen

Lieblingsmotiven: zu der See, dem Hafen und den

Stränden. Insgesamt malte Boudin 1891 vier Gemälde,

welche La Falaise d‘Amont à Étretat darstellen (siehe

Robert Schmit, Nr. 2069-2072).

Provenienz:

Cameneentron, Paris.

Galerie Durand-Ruel, Paris, dort von oben genanntem

am 26. Juli 1899 erworben.

Anonyme Auktion Paris Hôtel Drouot, 18. Februar 1908,

Lot 3.

Privatsammlung Frankreich, dort in der Erbfolge in

Privatsammlung Großbritannien.

Literatur:

Charles Sterling, Margaretta Salinger, French Paintings:

A Catalogue of the Collection of The Metropolitan

Museum of Art, Vol. III, XIX-XX Centuries, New York:

Metropolitan Museum of Art, 1967, S. 134.

Robert Schmit, Eugène Boudin 1824-1898, Band III,

Paris 1973, S. 113, Nr. 2870 (abgebildet). (12106119)

(13)

EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR - 1898 DEAUVILLE

ÉTRETAT, LA FALAISE D‘AMONT, 1891

Oil on panel. Parquetted.

37.3 x 46.2 cm.

Signed “E. Boudin” lower right and dated “91”. Inventory

numbers on the reverse and one older label.

Jean-Baptiste Camille Corot (1796 - 1875) called Boudin

the king of the sky and the painting on offer for sale in

this lot demonstrates this impressively. This is a depiction

of Étretat on the coast of Normandy, northeast of

Le Havre. Boudin painted four paintings depicting La

Falaise d‘Amont à Étretat in 1891 (see Robert Schmit,

nos. 2069-2072).

Provenance:

Cameneentron, Paris.

Galerie Durand-Ruel, Paris, purchased there from the

above mentioned on 26 July 1899.

Anonymous auction Paris Hôtel Drouot, 18 February

1908, lot 3.

Private collection France, there in private collection,

Great Britain due to line of succession.

Literature:

C. Sterling, Margaretta Salinger, French Paintings:

A Catalogue of the Collection of The Metropolitan

Museum of Art, vol. III, XIX-XX Centuries, New York:

Metropolitan Museum of Art, 1967, p. 134.

R. Schmit, Eugène Boudin 1824-1898, vol. III, Paris

1973, p. 113, no. 2870 (ill.).

€ 80.000 - € 120.000


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EUGÈNE BOUDIN

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EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR – 1898 DEAUVILLE

Eugène Boudin gilt als einer der bedeutenden Vorläufer

des Impressionismus. Zehnjährig zog Boudin

mit seiner Familie nach Le Havre, wo er später Maler

wie Constant Troyon (1810-1865), Jean François Millet

(1814-1875) und Eugène Isabey (1804-1886) kennenlernte.

Sie ermutigten ihn sich als Maler selbst zu verwirklichen,

worauf er 22-jährig sein Ladengeschäft

aufgab und sich ausschließlich als erfolgreicher Maler

betätigte. 1851 studierte er in Paris, bevor er mehrere

Studienreisen in Europa unternahm. Zu seinen Malerkollegen

und Freunden gehörten Gustave Courbet

(1819-1877) und Claude Monet (1840-1926).

BREST BATEAUX DANS LA RADE (HAFENBUCHT

VON BREST MIT GROSSEN SEGELSCHIFFEN UND

EINEM DAMPFER)

Öl auf Leinwand.

36,8 x 58,4 cm.

Rechts unten signiert „E. Boudin“ und ortsbezeichnet

„Brest“. Verso diverse Aufkleber der Auktionshäuser

und einer Galerie.

Die Hafenansicht ist bewusst betont breitformatig angelegt,

auch um einen weit hinziehenden Horizont zu

zeigen, mit einer Landzunge unter hell aufleuchtendem

Wolkenhimmel, der sich im flirrenden Licht im

ruhigen Buchtwasser spiegelt. Zahlreiche Schiffe, in

überwiegend grauer Farbgebung, sind nahezu silhouettenhaft

gezeigt, im Gegenlicht der Sonne, die sich hinter

den Wolken verbirgt. Zwischen den hohen Dreimastern

und großen Segelschiffen kleinere Segelboote sowie

ein Kahn, dazwischen ein Dampfer mit rauchendem

Schlot. Der Gesamtstimmung gemäß ist im Vordergrund

das karge Ufer gezeigt, das nach rechts leicht

ansteigt, besetzt mit einigen Strandfischern. Der überwiegende

Farbcharakter der bleigrauen Wolken und

Wasserstimmung hat der Maler geschickt fortgesetzt,

in der überwiegend ebenfalls ins Grau ziehenden Uferpartie.

So beweist auch das vorliegende Bild in eindrucksvoller

Weise den Maler als Vorläufer, wenn nicht

gar als Mitbegründer des französischen Impressionismus.

Es zeichnet sich als ein typisches Werk der frühen

Phase des Künstlers aus und düfte in den Jahren

1870/73 entstanden sein. (†) A.R.

Provenienz:

Galerie Georges Petit, Paris.

Hector Brame, Paris.

Donon-Maigret, Paris.

Palais Galliera, Paris, Juni 1968, Lot 240.

Sotheby‘s London, 30. April 1969, Lot 18.

Privatsammlung bis 1983.

Sotheby‘s New York, 19. Mai 1983, Lot 307.

Letztlich Privatsammlung USA.

Literatur:

Ruth L. Benjamin, Eugène Boudin, New York 1937.

Robert Schmit Eugène Boudin 1824-1898, Band 1,

Paris 1973, Nr. 562, S. 209, mit Abb.

Ausstellungen:

Musée des Beaux-Arts, Eugene Boudin en Bretangne,

1964, Nr. 17. Reims, dort abgebildet im Ausstellungskatalog.

(1222301) (11)

EUGÈNE BOUDIN,

1824 HONFLEUR – 1898 DEAUVILLE

BREST BATEAUX DANS LA RADE (HARBOUR BAY

OF BREST WITH LARGE SAILING BOATS AND ONE

STEAMSHIP)

Oil on canvas.

36.8 x 58.4 cm.

Signed “E. Boudin“ lower right with place name

“Brest“. Various adhesive labels of auction houses and

one gallery on the reverse.

The harbour scene with numerous boats is deliberately

emphasizing a broad landscape format to show a

vast horizon with a headland beneath a vibrant cloudy

sky reflected in shimmering light in the calm waters

of the harbour. The painting impressively demonstrates

the painter as a paragon if not quite co-founder of

French Impressionism. This is a painting typical for the

early period of the artist and was probably created ca.

1870/73 (†).

Provenance:

Galerie Georges Petit, Paris.

Hector Brame, Paris.

Donon-Maigret, Paris.

Palais Galliera, Paris, June 1968, lot 240.

Sotheby‘s London, 30 April 1969, lot 18.

Private collection until 1983.

Sotheby‘s New York, 19 May 1983, lot 307.

Last held at Private collection, USA.

Literature:

R. L. Benjamin, Eugène Boudin, New York 1937.

R. Schmit, Eugène Boudin 1824-1898, vol. 1, Paris

1973, no. 562, p. 209, with ill.

Exhibitions:

Musée des Beaux-Arts, Eugene Boudin en Bretangne,

1964, no. 17. Reims, illustrated in exhibition catalogue.

€ 80.000 - € 100.000


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GUSTAVE COURBET

O T P

626

GUSTAVE COURBET,

1819 ORNAN – 18 LA OUR DE EIL

SOURCE DANS LES ROCHERS

Öl auf Leinwand.

73,5 x 93 cm.

Links unten signiert „G. Courbet“.

Anbei in Kopie eine Expertise von Jean-Jacques

Fernier vom 16. November 2009. Laut Herrn Fernier

ist der dargestellte Ort la Grotte Sarrazine in der Gegend

um Ornans, welche auch in einem anderen Werk

Courbets dargestellt wird, welches 1864 gemalt wurde

(No F407 im Cat. Rais.).

Das vorliegende Bild kann auf ca. 1872 - 1873 datiert

werden, als Courbet aus dem Gefängnis entlassen

wurde und nach Ornens ging, bevor er ins Exil in die

Schweiz ging. Die Komposition wird punktuell von

den letzten Sonennstrahlen eines Tages erleuchtet

und markiert so wirkungsvoll die Quelle.

Provenienz:

Galerie Wertheim, Berlin, vielleicht gezeigt bei der

Courbet Ausstellung im September 1931, Nr 21.

Galerie Heinemann, München.

Galerie Aktuaryus, Zürich.

Kunstmuseum Luzern (Nr 740).

Auktion: Galerie Fischer, Dezember 1956 (Nr 2193).

Fondation La Coudre, Friedrich Steffen (1922-2002),

Sammler aus Genf.

Hotel des Ventes, Genf, 9. Dezember 2009, lot 1294.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

Literatur:

Wird in das Werkverzeichnis von M. Fernier aufgenommen.

(12215625) (13)

GUSTAVE COURBET,

1819 ORNAN - 18 LA OUR DE EIL

SOURCE DANS LES ROCHERS

Oil on canvas.

73.5 x 93 cm.

Signed lower left “G. Courbet”.

A copy of the expert's report by Jean-Jacques Fernier

dated 16 November 2009 is enclosed which identifies

the location in the painting with la Grotte Sarrazine in

the surroundings of Ornans, France, which is also depicted

in other works by Courbet, painted in 1864 (No

F407 in Cat. Rais.).

The present painting can be dated to ca. 1872 - 1873.

Provenance:

Galerie Wertheim, Berlin, possibly shown during

the Courbet exhibition in September 1931, no. 21.

Galerie Heinemann, Munich.

Galerie Aktuaryus, Zurich.

Kunstmuseum Lucerne (no.740).

Auction: Galerie Fischer, December 1956 (no. 2193).

Fondation La Coudre, Friedrich Steffen (1922-2002),

Collector from Geneva.

Hotel des Ventes, Geneva, 9 December 2009,

lot 1294.

Purchased by the consigneur from there.

Literature:

Will be included in catalogue raisonnée by M. Fernier.

€ 150.000 - € 200.000


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23


LÉO GAUSSON

M

627

LÉO GAUSSON,

18 LAN-UR-ARNE – 1944 EENDA

FLUSSLANDSCHAFT MIT BRÜCKE

Öl auf Leinwand.

38 x 48 cm.

Links unten signiert und datiert „Léo Gausson 96“.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Blick über einen breiten, ruhig fließenden Fluss, der

links von einem Ufer mit grünen dichtstehenden Bäumen

und rechtsseitig von einigen Häusern und einer

kleinen Mauer flankiert wird. Im Hintergrund die hohe

beige-weiße schmale Brücke, die über das Gewässer

führt. Am Ufer rechts zwei ankernde dunkle Boote.

Der hohe Himmel mit einigen weißen Wolkenformationen

spiegelt sich idyllisch zusammen mit den Gebäuden

und Bäumen des Uferrandes im Wasser in

vielen differenzierten Farbtönen wieder. Stimmungsvolle,

fast impressionistisch wirkende Malerei in weicher

Farbgebung. (12213510) (18)

LÉO GAUSSON,

18 LAN-UR-ARNE – 1944 EENDA

RIVERSCAPE WITH BRIDGE

Oil on canvas.

38 x 48 cm.

Signed and dated „Léo Gausson 96“ lower left.

€ 4.000 - € 6.000


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HENRI BAPTISTE LEBASQUE


628

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

18 – 19

PORTRAIT EINER DAME IN ROTEM GEWAND

Öl auf Leinwand, auf Holz.

49,5 x 33 cm.

Rechts unten signiert „Lebasque“.

In dekorativem Rahmen.

Beiliegend eine Expertise von Denise Bazetoux, 2019,

im Original, die zudem das Gemälde in die Zeit 1900

– 1910 datiert (die sogenannte „Fauves“- Periode des

Künstlers).

Brustbildnis einer Dame mit brauner Hochsteckfrisur

in einem dunkelroten, teils gepunktetem Kleid mit

großem aufliegenden Kragen. Sie hat sich zu ihrer

rechten Seite gewendet und schaut mit ihren leicht

geröteten Augen nachdenklich nach unten. Der nicht

sichtbare Lichteinfall bestrahlt dabei ihre Rückenpartie

und verschattet das Gesicht und Teile des Halses. Der

Hintergrund in leuchtend hellgrüner Farbigkeit mit

roten und rosafarbenen Akzenten, der an einem Garten

im Frühling mit Blumen erinnert. Malerei in der für

den französischen Künstler üblichen Manier des Post-

Impressionismus.

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,

18 – 19

PORTRAIT OF A LADY IN RED

Oil on canvas on panel.

49,5 x 33 cm.

Signed lower right „Lebasque“.

Accompanied by an expert’s report by Denise Bazetoux,

2019, dating the painting to the time period between

1900 – 1910 (the so-called Fauves period of the

artist).

€ 40.000 - € 60.000


INFO | BIETEN

Anmerkung:

Der Künstler zog 1886 nach Paris und lernt dort auch

Camille Pissarro und Auguste Renoir kennen. Im Jahr

1903 gründete der Künstler gemeinsam mit Matisse

und anderen Künstlern den Salon d‘Automne. Dort

stellten Künstler aus, die später aufgrund ihres künstlerischen

Stils als „Les Fauves“ populär wurden.

(1221932) (18)

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HENRY MORET

C P

629

HENRY MORET,

18 HEROUR – 191 ARI

Der Künstler studierte 1876 an der École des Beaux-

Arts in Paris, später, ab etwa 1880, bei dem Geschichtsmaler

Jean-Paul Laurens (1838-1921) an der Académie

Julian. 1880 stellte er erstmals auf dem Pariser Salon

aus. 1880 kam er nach Pont-Aven, wo er eine Reihe von

Künstlern anzog, darunter Paul Gauguin (1848-1903).

Nach 1900 tauchte Moret mehr in den Impressionismus

ein und setzte zunehmend kleine Farbflecken

auf seine Werke auf. Zunehmend konzentrierte er sich

dabei auf Landschaften, in denen Lichteffekte zu sehen

sind.

LANDSCHAFT IM FRÜHLING

Öl auf Leinwand.

81,5 x 60,5 cm.

Links unten signiert „Henry Moret“ und Restdatum

19...“.

In dekorativem Rahmen.

Das ca. 1905 datierte Gemälde wird von Jean-Yves

Rolland in den in Arbeit befindlichen Catalogue raisonné

über Henry Moret aufgenommen.

HENRY MORET,

18 HEROUR – 191 ARI

SPRING LANDSCAPE

Oil on canvas.

81.5 x 60.5 cm.

Signed lower left “Henry Moret” and date “19...”.

In decorative frame.

The painting was created ca. 1905 and will be included

in the forthcoming catalogue raisonné of Henry Moret

by Jean-Yves Roland.

Fascinating view of a small French country house set

among an animated landscape. Mesmerizing post-Impressionist

depiction of a French landscape in numerous

nuanced green and pink colours painted in quick

brushstrokes with pastose paint application in places.

€ 70.000 - € 90.000


INFO | BIETEN

Faszinierender Blick auf ein kleines französisches

Landhaus inmitten einer heftig bewegten Landschaft.

Im Vordergrund schlängelt sich ein kleiner blauer Bach

durch die leuchtend grüne Wiese. Oberhalb des Häuschens

eine Anhöhe, auf der einige dunkelgrüne Bäume

stehen, sowie zahlreiche rosa gefärbte Bäume

und Sträucher in verwirrender Vielfalt, die sich unterhalb

des Häuschens bis zum Flusslauf fortsetzen.

Gleichsam einem Wasserfall schlängelt sich die hellgrüne

und rosarote Farbenvielfalt von der Spitze der

Anhöhe über den Berg hinunter bis zum Haus und

findet seine Fortsetzung in dem S-förmigen kleinen

Bachlauf. Im Hintergrund der türkisfarbene Himmel mit

kleinen weißen Wolkenformationen. Faszinierende postimpressionistische

Wiedergabe dieser französischen

Landschaft in zahlreichen differenzierten grünen und

rosafarbenen Farbtönen, in rascher Manier bei teils

pastosem Farbauftrag. (1220881) (18)

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CAMILLE JEAN-BAPTISTE COROT

P

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CAMILLE JEAN-BAPTISTE COROT,

19 ARI – 18

PAYSANNE ASSISE À L‘ÉTANG.

UN VILLAGE AU LOIN

Öl auf Holz. Parkettiert.

27,3 x 35,8 cm.

Rechts unten signiert „COROT“. Rückwärtig Etikett

eines Londoner Malmittelherstellers, weiteres altes

Etikett.

In vergoldetem barockisierendem Rahmen. Hinter

Glas gerahmt.

Beigegeben Expertise von Martin Dieterle und Claire

Lebeau, Paris, 14. November 2019, mit Referenznummer

7010 (im Original vorliegend). Das vorliegende

Gemälde wird in den Ergänzungsband des Werkverzeichnisses

von Dieterle und Lebeau aufgenommen.

Ein Weiher, welcher das tonale Lichtspiel des Himmels

reflektiert, von einem Baum von links her überragt

und teils verschattet. Einige gelborange Blüten beleben

das Schilf, eine Frau, welche mit ihrem corotschen

Rot die Braunvarianten durchbricht, sitzt links am Ufer

und scheint den Weiher zu überblicken. Links am Horizont

einige Häuser eine Siedlung ausweisend – vielleicht

Ville-d‘Avray, wo Corot zum Beispiel 1865 das

gleichnamige Gemälde schuf, welches sich heute in

der National Gallery of Art in Washington befindet, oder

auch jenes mit dem Titel „L‘étang de Ville-d‘Avray“,

welches im Musee d‘Orsay verwahrt wird. Das hier

angebotene Gemälde ist zwar nicht datiert, lässt sich

jedoch – so auch das Gutachten – in die erste Hälfte

der 1860er Jahre datieren.

JEAN-BAPTISTE-CAMILLE COROT,

19 ARI – 18

PAYSANNE ASSISE À L’ÉTANG.

UN VILLAGE AU LOIN

Oil on panel. Parquetted.

27.3 x 35.8 cm.

Signed lower right “COROT”. Label of a London paint

manufacturer and another old label on the reverse.

In gilt Baroque-style frame with glass.

Enclosed an export report by Martin Dieterle and Claire

Lebeau, Paris, 14 November 2019, with ref. no. 7010.

The present painting is enclosed in the supplement

of the catalogue raisonné by Dieterle and Lebeau.

Provenance:

Auction Henri Garnier, 3 December 1894, Paris,

no. 14.

There purchased from: Boussod & Valadon, Paris,

inv. no. 23720.

Agnew & Sons, London.

Private collection, Austria.

€ 70.000 - € 100.000


INFO | BIETEN

Provenienz:

Auktion Henri Garnier, 03. Dezember 1894, Paris,

Nr. 14.

Dort erworben durch: Boussod & Valadon, Paris,

Inventarnummer 23720.

Agnew & Sons, London.

Privatsammlung, Österreich. (1220321) (13)

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33


GUSTAVE LOISEAU

P


GUSTAVE LOISEAU,

18 ARI – 19 EENDA

Loiseau war ein französischer postimpressionistischer

Maler, vor allem für seine Landschaften und Szenen von

Straßen bekannt. 1890 ging er nach Pont Aven in der

Bretagne und verbündete sich dort mit den Künstlern,

insbesondere Paul Gauguin (1848-1903) und Emile

Henri Bernard (1868-1941).

DIE KATHEDRALE VON AUXERRE

Öl auf Leinwand.

65 x 54 cm.

Links unten signiert „G Loiseau“.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Blick über den ruhigen fließenden Fluss Yonne auf die

prachtvolle Kathedrale Saint-Étienne, ein Hauptwerk

der burgundischen Gotik. Diese liegt auf einem Hügel

im Zentrum der Altstadt von Auxerre und wird entsprechend

von dicht aneinander stehenden Häusern

mit roten Dächern und einigen Bäumen umgeben.

Stimmungsvolle Malerei im Stil des Postimpressionismus

in vielen frischen Farben bei raschem Pinselduktus.

Die Stadt mit der Kathedrale unter einem hohen

Himmel, dessen flirrende Farbenvielfalt von Hellblau bis

ins Dunkelblau übergeht. Für den bekannten Künstler

typische Art der Malerei. (†) (1221063) (18)

GUSTAVE LOISEAU,

18 ARI – 19 IID

AUXERRE CATHEDRAL

Oil on canvas.

65 x 54 cm.

Signed “G Loiseau” lower left.

In decorative gilt frame.

View of the slowly flowing river Yonne of the magnificent

cathedral of Saint-Étienne, a major work of

Burgundy Gothic. Typical style of painting for the

aforementioned artist. (†)

€ 10.000 - € 15.000


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35


RICHARD RANFT


632

RICHARD RANFT,

182 – 191

LÄNDLICHER BLUMENGARTEN

Öl auf Leinwand.

60 x 73 cm.

Rechts unten signiert „Richard Ranft“.

In dekorativem vergoldeten Rahmen.

Vor einem alten steinernen Haus und einer Gartenmauer,

die von zwei Pfeilern mit einem hölzernen Tor

unterbrochen wird, ein prachtvoller Vorgarten mit zwei

großen Blumenrabatten. An der Mauer direkt eine Rabatte

mit höheren gelb-orangen und roten Blumen,

die von Steinen umfasst wird, darauf folgt ein schmaler

Weg und eine zweite Rabatte mit drei Reihen von

farbenfrohen Stiefmütterchen und am linken Rand eine

Reihe mit lilafarbenen Iris. Eine junge Frau in langem

Gewand mit Strohhut führt ein kleines, weiß gekleidetes

Mädchen mit weißer Kopfbedeckung an der Hand

zwischen den Rabatten durch. Am dahinterliegenden

Haus mit karminroten Ziegeldach ist ein hölzernes Gerüst

für Kletterrosen befestigt und eine hohe Leiter,

die Schatten wirft, ist an die Seitenwand gelehnt. Malerei

in leuchtender frischer flirrender Farbenvielfalt,

die Atmosphäre eines warmen Sommertages vermittelnd.

(1222312) (18)

RICHARD RANFT,

182 – 191

RURAL FLORAL GARDEN

Oil on canvas.

60 x 73 cm.

Signed lower right „Richard Ranft“.

In decorative gilt frame.

€ 10.000 - € 12.000


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37


633

JACOB HENRICUS MARIS,

18 – 1899

Jakob Maris war ein niederländischer Maler, welcher

den Impressionismus der Haager Schule vertrat. Seine

Werke befinden sich vor allem im Museum Boijmans

Van Beuningen, Dordrechts Museum in Dordrecht

sowie wie in der National Gallery in London.

HAFENBECKEN MIT ANLIEGENDEN DAMPFERN

UND SEGELSCHIFFEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

86 x 122 cm.

Rechts unten signiert „J. Maris“.

In typischem flotten Pinselduktus zeigt Maris eines

seiner Lieblingsmotive. Neben sommerlichen Dünen

und Polderlandschaften malte er auch Hafenbecken in

pastosem Duktus. Gemeint ist vermutlich der Hafen

von Delft, wie auch bei einem Gemälde, welches am

15. November 2011 bei Christie‘s Amsterdam unter

Lot 49 angeboten wurde, und dem vorliegenden Gemälde

in Pinselduktus und Farbgebung gleicht.

(1222168) (13)

JACOB HENRICUS MARIS,

18 – 1899

HARBOUR BASIN WITH MOORED STEAMSHIPS

AND SAILING BOATS

Oil on canvas. Relined.

86 x 122 cm.

Signed “J. Maris“ lower right.

Maris is showing one of his favourite motifs painted

in typical quick brush strokes. It probably depicts the

harbour of Delft just like a painting sold at Christie‘s,

Amsterdam on 15 November 2011 (lot 49).

€ 10.000 - € 14.000


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634

ÉMILE RENÉ LAFONT,

18 – 191

NOTRE DAME IN PARIS AN EINEM VERSCHNEITEN

WINTERABEND

Öl auf Leinwand.

65,5 x 82 cm.

Links unten signiert „Emile Lafont“.

In dekorativem Rahmen.

Blick über eine verschneite, fast menschenleere Uferstraße,

auf die an der Seine gelegene, prachtvolle Kathedrale,

die vom leuchtenden gelb-rötlichen Mond

beschienen wird. Durch den hohen grauen Himmel

und den starken Schneefall lassen sich die kahlen

Bäume und die Silhouetten der Häuser kaum noch erkennen.

Lediglich gut sichtbar die zahlreichen beleuchteten

Laternen an den Uferstraßen und Wegen. Monochrome

Malerei in pointilisischer Manier, der Himmel

dabei ausgeführt in einer flirrenden Vielfalt von kurzen

raschen Pinselstrichen, in vielen differenzierten Grautönen,

um den Bereich des sichtbaren Mondes aufleuchtend.

Für den Künstler typisches stimmungsvolles

Gemälde. (1222311) (18)

€ 5.000 - € 7.000


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39


VICTOR GABRIEL GILBERT

P

635

VICTOR GABRIEL GILBERT,

184 ARI – 19 EENDA

STRASSENSZENE MIT WOCHENMARKT

VOM ALTEN PARIS

Öl auf Holz.

42 x 55 cm.

Rechts unten signiert „Victor Gilbert“.

In dekorativem vergoldeten Rahmen.

Auf einer gepflasterten Straße, auf der zwei Hunde

spielen, versucht ein Kutscher mit hellem Strohhut

und blauer Jacke sein Pferd mit Pferdekutsche durchzuführen.

Er wird dabei von zahlreichen Passanten,

die vor Verkaufsläden stehen, beobachtet. Im Hintergrund

wird der Blick freigegeben auf weitere Gebäude

der Stadt und weitere Figuren. Links ein großer

Verkaufsladen mit Auslage, auf der diverse Obst- und

Gemüsesorten in leuchtenden Farben zum Verkauf

angeboten werden. Die Verkäuferin in Rückenansicht

mit weißer Schürze unterhält sich mit einer jungen

Frau, die ein kleines Mädchen im rosa Gewand trägt,

das einen Apfel überreicht bekommt. Stimmungsvolle

Wiedergabe einer Straßenansicht, wobei das leuchtende

Obst, wie rote Erdbeeren, Kirschen, blaue Pflaumen,

orange-rot leuchtende Äpfel und gelbe Zitronen sowie

Tomaten, farblich gegenüber dem sonst in beige-braunen

und grauen Tönen gehaltenen Bild hervorgehoben

wird. (12213527) (18)

€ 9.000 - € 12.000


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41


636

BÉLA KADAR,

18 UDAE – 19 EENDA

FRAUENPORTRAIT

Gouache auf Papier.

29,6 x 21 cm.

Hinter Glas gerahmt.

In sich gekehrte, schwarz gekleidete Frauengestalt mit

übereinanderliegenden Händen und am Betrachter

vorbei blickend. Papier leicht gewellt.

Anmerkung:

Bestätigung der Authentizität von Herrn Miklos von

Bartha, Galerie von Bartha, Basel. (12216021) (13)

€ 3.000 - € 5.000


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637

FERNAND TOUSSAINT,

18 REL – 19

STRASSENANSICHT IN PARIS

Öl auf Holz.

40 x 50 cm.

Rechts unten signiert „F. Toussaint“.

In vergoldetem Rahmen.

Blick über das regennasse Steinpflaster auf eine Pferdedroschke

und auf einige Passanten mit Regenschirmen

in Kleidung der Belle Époche in eine von Bäumen und

Häusern gesäumte Strasse. Rechts erkennbar ein Laden

mit großer rot-weiß gestreifter Jalousie und der

Aufschrift „Patisserie“. Auf der linken Straßenseite eine

länger durchgehende rote Markise. Jeweils links und

rechts ein Paar mit Regenschirm als Bildbegrenzung.

Passanten und Kutsche spiegeln sich teils auf der

Straße wieder. Im Hintergrund der graue düstere Himmel

und Nebel, die Stimmung eines Regentages in

Paris vermittelnd. (1221354) (18)

€ 6.000 - € 8.000


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OTTO EDUARD PIPPEL

P P M

638

OTTO EDUARD PIPPEL,

188 LD OLEN – 19 LANE EI

NHEN

GROSSSTADTSTRASSE

Öl auf Karton.

32,8 x 38 cm.

Rechts unten signiert.

In partiell vergoldetem, profiliertem Rahmen,

in textilem Passepartout.

Anbei eine Expertise der Galerie Schüller vom

25.06.2008 mit der Nummerierung „B1093“, im

Original vorliegend. (1220511) (13)

€ 6.000 - € 8.000


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45


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639

GEORGES ROUSSIN,

184 – 1941 U

A LIN

DIE BALLETTTÄNZERINNEN

Öl auf Holz.

33 x 21,5 cm.

In vergoldetem dekorativem Rahmen.

In einem Innenraum mit roter Wand eine Tänzerin in

schwarzem Ballettkleid, das rechte Bein angehoben,

beide Arme auf den Kopf gelegt und sich in einem

hohen Standspiegel betrachtend. Eine weitere Tänzerin

in weißem Ballettkleid lehnt sich an den Spiegel

und betrachtet die andere bei ihrer Übung. Malerei

in teils raschem Pinselduktus, bei der die Farben

Weiß, Schwarz und Rot einen starken Kontrast bilden.

Minimale Retuschen. (1210616) (18)

€ 2.000 - € 3.000


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640

ARNALDO FERRAGUTI,

182 FERRARA – 192 FORL

Arnoldo Ferragutti war spezialisiert auf Szenen von

jungen Balletttänzerinnen, welche er in ähnlichen Kombinationen

im Quer- und Hochformat darstellte.

TÄNZERINNEN IN EINEM UMKLEIDERAUM,

UM 1895

Kreide und Pastell auf Papier, auf Karton montiert.

43 x 63,5 cm.

Rechts unten signiert.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Ein Einriss oben rechts sowie ein vertikaler Knick oder

Riss im rechten Bildfünftel, rest.

Provenienz:

Christie‘s London, 12.07.2016, Sale 12227, Lot 32,

unter dem original Titel „Dancers in the Dressingroom“.

Deny Wilcox Fine Art, Somerset, dort von dem Einlieferer,

welcher das Gemälde bei Christie‘s eingeliefert

hat, im August 2009 erworben. (12000313)

(13)

ARNALDO FERRAGUTI,

182 FERRARA – 192 FORL

CHANGING ROOM WITH FEMALE DANCERS

Crayon and pastel on paper, laid on card.

43 x 63.5 cm.

Signed lower right. ca.1895.

Framed with mount under glass.

Tear to the top right and vertical crease or tear in the

right fifth of the painting, restored.

Provenance:

Christie’s London, 12 July 2016, sale 12227, lot 32,

with original title Dancers in the dressing room.

Deny Wilcox Fine Art, Somerset, purchased there

in 2009 by the seller who consigned the painting for

sale at Christie’s.

€ 10.000 - € 15.000


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47


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FERNAND TOUSSAINT,

18 REL – 19

REFLECTION

Öl auf Leinwand.

101,6 x 82,5 cm.

Rechts unten signiert „Toussaint“.

In dekorativem Prunkrahmen.

Hüftbildnis einer in einen Spiegel sehenden jungen

Dame mit erhobenen Armen. Ihr Spiegelbild wird

durch einen ovalen Spiegel reflektiert, das Gleiche gilt

für einen neben ihr stehenden Blumenstrauß und

hinter ihr befindliche Bilder, welche den Raum als

solches näher bestimmen.

Provenienz:

Privatsammlung Großbritannien. (1200036) (13)

FERNAND TOUSSAINT,

18 RUEL – 19

REFLECTION

Oil on canvas.

101.6 x 82.5 cm.

Signed “Toussaint” lower right.

In magnificent decorative frame.

Provenance:

Private collection, United Kingdom.

€ 6.000 - € 8.000


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642

MARCEL DYF,

1899 ARI – 198 OI DAR

LE NU AU MÉDAILLON

Öl auf Leinwand.

46,5 x 55 cm.

Rechts unten signiert „Dyf“.

In dekorativem Rahmen.

In einem Schlafzimmer eine junge nackte Frau, auf

einem Bett liegend, mit rötlichen Haaren, die Unterbeine

von einem weißen Laken umhüllt und ihre Scham

mit einem Tuch bedeckt, das sie in ihrer linken Hand

hält. Im Hintergrund, auf einem kleinen Tisch stehend,

eine Vase mit einem bunten Strauß rötlicher Blumen.

Das Licht fällt von links oben herein und bestrahlt das

Kissen sowie das Laken. Harmonische Malerei mit

gekonnter Inszenierung von Licht und Schatten.

(12106120) (18)

€ 6.000 - € 8.000


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49


643

NICOL SCHATTENSTEIN,

18 ONIEON RULAND – 194 OR

HEER NE OR

Der Künstler studierte an der Akademie in Wien. 1939

emigrierte er in die USA. Er ist sehr bekannt für seine

Portraits, unter anderem von Regina Vanderbild und

Lev Trotsky.

Gemäldepaar

TÄNZERINNEN

Zeichnungen in Mischtechnik mit Kohle, Rötel,

Kreide auf Leinwand und eine auf Karton.

68 x 88 cm und 90 x 60 cm.

Jeweils rechts unten signiert.

Hinter Glas gerahmt.

Jeweils im Zentrum eine elegante Tänzerin in Pose

mit schwarzem Kleid und weitem weißen Unterrock

mit Rüschen, vor neutralem Hintergrund. Auf dem Kopf

mit den glänzenden rot-braunen Haaren ein übergroßer

schwarzer Hut. Mit einer Hand ihr Kleid so haltend, das

der Unterrock sichtbar wird. Mit ihren leuchtenden

blauen Augen schaut sie den Betrachter direkt an. Teils

etwas fleckig. (1220201) (18)

€ 5.000 - € 7.000


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644

VICTOR GUERRIER,

189 LON – 198

PARIS, NÄCHTLICHE STRASSENSZENE

VOR DEM MOULIN ROUGE

Öl auf Leinwand.

100 x 73 cm.

Links unten signiert „V. Guerrier“.

In dekorativem Rahmen.

Blick auf ein elegantes händchenhaltendes Paar, das

wohl gerade eine Vorstellung im Moulin Rouge verlassen

hat. Sie in einem grauen Kleid mit weißem Kragen

und passendem großen Hut, er in langem Mantel mit

Zylinder und Stock, beide schauen sich liebevoll an.

Im Hintergrund weitere, elegant gekleidete Besucher,

wohl auf Kutschen wartend. Das aus den Häusern und

des Cabarets herausstrahlende Licht beleuchtet die

Passanten und versetzt Straße und Umgebung in ein

leuchtendes Flimmern. Für den Künstler typisches

Motiv. (1211831) (18)

VICTOR GUERRIER,

189 LON – 198

NOCTURNAL STREET SCENE IN PARIS OUTSIDE

THE MOULIN ROUGE

Oil on canvas.

100 x 73 cm.

Signed “V. Guerrier” lower left.

In decorative frame.

€ 6.000 - € 8.000


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645

LUCIEN ADRION,

1889 RAUR – 19 ARI

UNE RUE PARISIENNE

Öl auf Leinwand.

Rechts unten signiert „Adrion“ und mit roter Nummer

versehen „7927“.

Rückwärtig mit blauem ovalen Stempel des Leinwandherstellers,

einer Bezeichnung in Blau mit Nummerierung

„6“ und einem Etikett des Keilrahmenherstellers.

Straßenszene in Paris mit einer aufgebrochenen Stelle

der Straße, eine Baustelle markierend, an welcher der

gesammte Verkehr vorbeigeleitet wird. Passanten,

Automobile und ein Bus beleben die Architekturszene.

Oben links minimal rest.

Provenienz:

Miriam Antraham, Neapel und Florida.

Privatsammlung Großbritannien. (1200033) (13)

€ 3.000 - € 5.000


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51


646

ÉMILE RENÉ MENARD,

1812 – 19

BADENDE UNTER REGENBOGEN

Pastell auf Papier.

56 x 74 cm.

Links unten signiert „E.R. Menard“.

Hinter Glas in vergoldetem Prunkrahmen.

Eine junge nackte Frau in Rückansicht in einem See

stehend, mit ihren beiden Armen ihre rötlichen Haare

nach oben haltend. Im Hintergrund das Ufer und ein

bereits herbstlich verfärbter Wald, unter hohem Himmel

mit großer weißer Wolkenformation und einem

leuchtend strahlenden Regenbogen. Stimmungsvolle

Malerei bei harmonischer Farbgebung. Für den bekannten

Künstler typisches Werk mit Badenden, auf

dessen Gemälden häufiger ein Regenbogen dargestellt

ist. (1210049) (1) (18)

€ 4.000 - € 6.000


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647

MARIE-FRANÇOIS FIRMIN-GIRARD,

188 ONIN FRANREIH – 1921 ON-

LUON FRANREIH

Der Maler trat bereits 1854 in die École des Beaux-

Arts ein, studierte im Atelier von Charles Gleyre (1808-

1874) und Jean-Léon Gérome (1824-1904). 1861 erhielt

er den zweiten Prix des Rome, stellte in der Folge

mehrmals im Pariser Salon aus und auf dem Salon

französischer Künstler und erhielt zahlreiche Medaillen.

Seine Werke kommen häufig dem Impressionismus

nahe und haben immer ein schönes Licht. Mit

einer Leichtigkeit malt er Genreszenen, Landschaften

und Blumen, die ihn bekannt gemacht haben. Er war

einer der beliebtesten Maler seiner Zeit in Paris und

wurde unter anderem von Émile Zola (1840-1902) als

einer der anerkanntesten Künstler gesehen.

LE REMORQUEUR (DER SCHLEPPER)

Öl auf Leinwand. Doubliert.

46 x 61 cm.

Rechts unten signiert „Firmin-Girard“.

Blick über eine weite herbstliche Waldlandschaft mit

breitem Weg auf einen großen Fluss, auf dem ein

dampfender Schlepper zu sehen ist. Im Vordergrund

die große Wiese auf der bereits viele rot-braune

Blätter liegen. In der Ferne die fast verschwimmende

Waldlandschaft unter hohem weiß bis hellblauem

Himmel. Malerei in frischer zarter Farbgebung, bei teils

raschem Pinselduktus. (†) (1221062) (18)

€ 5.000 - € 7.000


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648

BERNARDUS JOHANNES BLOMMERS,

184 – 1914 REI DE

SPIELENDE KINDER AM STRAND

Öl auf Leinwand. Doubliert.

50 x 65 cm.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Blick über einen breiten Sandstrand mit vier spielenden

Kindern im Vordergrund. Zwei Jungen in kurzen

Hosen lassen gerade zwei selbstgebastelte Schiffchen

mit roter Flagge und Segeln auf dem seichten

Wasser fahren. Ein kleines Mädchen, das im Wasser

steht, hält vorsichtig ihren Rock nach oben und schaut

aufmerksam auf das Schiffchen nieder. Ein weiterer

stehender Junge links beobachtet das Geschehen. Im

Hintergrund weitere Figuren am Strand sowie linksseitig

das wellige Meer mit einigen Segelbooten und

über den Strand im hellblauen Himmel fliegende weiße

Möwen. Stimmungsvoll impressionistisch wirkende

Malerei in teils raschem Pinselduktus in frischen

Farben. (1221311) (18)

€ 1.500 - € 2.500


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649

ERICH ERLER-SAMEDAN,

18 – 194

URWELT, 1921

Öl auf Leinwand.

112 x 120 cm.

Links unten signiert. Verso nochmals signiert, betitelt

und mit dem Nachlassstempel versehen (Nachlass

Professor Erich Erler).

In versilbertem profiliertem Rahmen (besch.).

Darstellung einer in den Alpen ansäßigen Familie mit

ihrer Schafherde, teils sich am Feuer wärmend bzw.

ein Kleinkind säugend.

Provenienz:

Aus dem Nachlass der Familie Erich Erler- Samedan.

(12216014) (13)

€ 2.000 - € 4.000


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53


650

FRITZ ERLER,

188 FRANENEIN – 194 NHEN

FRAU MIT HUND

Öl auf Leinwand. Doubliert.

74 x 48 cm.

München, um 1907. Rückwärtig auf dem Keilrahmen

Etikett des Haus der Kunst von 1964 von der Sezessionsausstellung

mit Namensnennung des Künstlers und

Betitelung.

In schwarzem Rahmen mit Silberkante.

In einer Parkanlage vor grosser Hecke auf einem Kieselweg

stehende elegante Dame in langem Kleid, an

ihrer Seite ein stehender Hund. Im Vordergrund jedoch

eine große, fast das Gemälde einnehmende

Blatt ranke in hellen, differenzierten Grüntönen.

Literatur:

Christina Schroeter, Fritz Erler. Leben und Werk,

Hamburg 1992, S. 257, Werkverzeichnisnummer 58.

Ausstellungskatalog: Sezession. Europäische Kunst

um die Jahrhundertwende, Haus der Kunst,

München 1964, S. 35.

Ausstellung:

Secession, Europäische Kunst um die Jahrhundertwende,

Haus der Kunst München, 1964. (12216013)

(13)

€ 4.000 - € 6.000


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LUDOVIC ALLEAUME,

189 – 1941 A REH

Alleaume studierte an der École des Beaux-Arts in

Paris bei Eugène Brunclaire. Sein Schaffen war vielfältig,

so schuf er Holzschnitte, Gemälde, Lithografien

und Glas malereien.

DAMENAKT MIT ROSEN

Öl auf Leinwand.

116 x 88,5 cm.

Rechts unten signiert.

In grün-weiß gefasstem Rahmen.

Eine junge Dame, mit zurückgebundenen rötlichen

Haaren und Efeukranz, kniet vor einer mit Rosen gefüllten

blauen Vase, inmitten einer Parklandschaft,

welche durch rosafarbene und cremeweiße Bäume

angedeutet wird. (12100410) (1) (13)

LUDOVIC ALLEAUME,

189 – 1941

FEMALE NUDE WITH ROSES

116 x 88.5 cm.

Signed lower right.

In green and white polychrome frame.

€ 3.000 - € 5.000


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55


FRIEDRICH KÖNIG


652

FRIEDRICH KÖNIG,

18 – 1941

Friedrich König war Gründungsmitglied der Wiener

Sezession und zählte zur Malerelite der Donaumonarchie

um die Jahrhundertwende. Er gehörte der Gruppierung

an, welche sich von der Gruppe um Gustav

Klimt (1862-1918) abspaltete und als naturalistisch galt.

DREI NYMPHEN UND EIN REHKITZ

Öl auf Leinwand, partiell hinterlegt.

157,4 x 107,2 cm.

Links unten signiert „Friedrich König“. Rückwärtige

Nummerierung auf dem Keilrahmen „122“.

In einfachem Profilrahmen. (12221139) (13)

FRIEDRICH KÖNIG,

18 – 1941

THREE NYMPHS WITH A FAWN

Oil on canvas, partially parquetted.

157.4 x 107.2 cm.

Signed “Friedrich König” lower left.

Numbers “122” on stretcher.

In simple moulded frame.

€ 15.000 - € 20.000


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FRITZ ERLER

M

653

FRITZ ERLER,

188 FRANENEIN – 194 NHEN

DAME MIT PANTHER

Öl auf Holz.

160 x 163 cm.

Rechts unten signiert „Erler.“ Rückwärtig Stempel

des Malmittelherstellers „Gebrüder Oberndorfer

Kunst tischlerei Spezialhaus in Malbretter Ausstellungsrahmen

München 2“.

In versilbertem Rahmen.

Rahmen minimal schadhaft.

(12215627) (13)

FRITZ ERLER,

188 FRANENEIN – 194 UNIH

LADY WITH PANTHER

Oil on panel.

160 x 163 cm.

Signed “Erler.“ lower right. Paint manufacturer stamp

“Gebrüder Oberndorfer Kunsttischlerei Spezialhaus

in Malbretter Ausstellungsrahmen Munich 2“.

In silvered frame.

€ 25.000 - € 45.000


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59


OTMAR OLIVA


654

OTMAR OLIVA,

E 192

KÖNIG UBU

Höhe: 60 cm.

1989/1990.

Bronze, gegossen, patiniert. Über gekehltem Rundsockel

die organische Figur mit auslaufenden Gliedmaßen

(ein Finger gebrochen). (1220521) (13)

OTMAR OLIVAR,

ORN 192

KING UBU

Height: 60 cm.

1989/1990.

Bronze, cast, patinated. Round coved base, organic

figure with sprawling limbs (one finger broken).

€ 10.000 - € 15.000


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Eines der Hauptwerke des Künstlers ist der Thron für

Paul II, welcher in der Kapelle Redemptoris Mater

im Vatikan zu sehen ist.

One of the major works by the artist is the throne

for Pope John Paul II held at the Redemptoris Mater

Chapel at the Vatican.

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ENDRE SZÁSZ

R M U

655

ENDRE SZÁSZ,

192 RUNIEN – 2 OD UNARN

PRACHTVOLLER KLAPPSEKRETÄR MIT FEINSTER

TUSCHEMALEREI

Tusche auf Ahorn- und Walnussfurnier.

Höhe: 150 cm.

Obere Breite: 75 cm.

Tiefe: 32 cm.

Sockelbreite: 71 cm.

Sockeltiefe: 37,5 cm

Dreifach signiert und datiert „Endre Szász 1999.“

Beigegeben ein Bericht über den Künstler von 2003,

der ihn zudem auf Fotos bei der Bemalung dieses

Sekretärs zeigt.

Auf rechteckiger Basis der Unterbau mit zwei seitlich

geschwungenen schlanken Beinen, die in einem Rechteck

mit umlaufendem Fries enden, der den lyraartigen

Korpus mit aufklappbarer Schreibplatte trägt. Dieser

einzigartige Sekretär aus Holz mit Ahorn- und Walnussfurnier

von Tibor Lakatos, die surrealistische, symbolische

Tuschebemalung des oberen Bereiches und

die Innengestaltung durch den Künstler Endre Szász.

Die Frontseite zeigt einen Schachbrettboden, der im

unteren Bereich, neben der Signatur des Künstlers,

auch Ort und Datum trägt „Várda, 24 Juli 1999“. Dahinter

erstreckt sich ein fantastisches Gebirge. Darüber

ein weiblicher Kopf mit Sonne und Zweigen vor

schwarzem Grund sowie ein Schlüsselloch zur Öffnung

des Sekretärs. Oberhalb der Darstellung ein

Schub.

Das prachtvolle bemalte Innenleben zeigt ein zentrales

offenes Fach mit Spiegel, darüber eine große Schublade,

die mittig wiederum signiert und datiert ist. Jeweils

seitlich des Faches vier unterschiedlich große

Schubladen, bemalt jeweils mit dem Kopf einer Frau

und eines Tieres. Der untere Bereich stellt einen Lebensbaum

dar mit dem Kopf einer jüngeren und einer

älteren Frau. Die Rückseite des Sekretärs ist ebenfalls

bemalt mit einer Halbfigur mit Kopfbedeckung, umgeben

von Zweigen mit Blättern und kleinen Früchten,

dazu im Schachbrettmuster erneut signiert und datiert.

Minimale Risssp.

ENDRE SZÁSZ,

192 RUANIA – 2 OD HUNAR

MAGNIFICENT FOLDING BUREAU WITH FINE INK

PAINTING

Ink on maple and walnut veneer.

Height: 150 cm.

Top width: 75 cm.

Depth: 32 cm.

Width of base: 71 cm.

Depth of base: 37.5 cm.

Signed three times and dated “Endre Szász 1999.”

Accompanied by a report about the artist dated 2003,

which includes photographs of the painting of the

bureau.

This unique wood secretary with maple and walnut

veneer is by Tibor Lakato. The surrealist, symbolic ink

painting in the top part and interior design are by the

artist Endre Szász, signed and dated again within the

chessboard pattern. With minimal signs of cracks.

€ 28.000 - € 35.000


INFO | BIETEN

Anmerkung:

Endre Szász war zunächst Buchillustrator. 1959 gewann

er in Leipzig für seine Arbeit eine Goldmedaille.

In den 70er-Jahren lebte er in Toronto, danach in diversen

Städten der USA und Europa. Seine Gemälde

erzielten hohe Preise. Er war bekannt für seinen surrealistisch-symbolischen

Stil und seine erstaunliche

Technik, die ihm den Ruf als Paganini der bildenden

Kunst einbrachte. Hier widmete er sich der Bemalung

eines Möbelstückes. Ursprünglich planten Endre

Szász und Tibor Lakatos zwei Möbelstücke mit dieser

Tuschemalerei zu schaffen, aber es kam nur zu diesem

einzigen vollständig bemalten Möbelstück.

(1220661) (18)

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Detailabbildungen zu Lot 655

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65


656

MAX BECKMANN,

1884 LEII – 19 NE OR

NAILA IM PROFIL (BILDNIS FRAU H.M.), 1923

Kaltnadelradierung.

Plattenrand: 24 x 20,3 cm.

Rechts unten signiert „Beckmann“,

links unten nummeriert.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Exemplar 40/ 50. (1221973) (18)

€ 1.500 - € 2.500


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657

MAX BECKMANN,

1884 LEII – 19 NE OR

DER MORGEN, 1923

Kaltnadelradierung.

Plattenrand: 25,7 x 30,6 cm.

Rechts unten signiert „Beckmann“,

links unten bezeichnet „Gallwe 237“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Anmerkung:

Die genannte Abkürzung steht für den Kunsthistoriker

und Beckmann-Experten Hans Gallwitz und dessen

herausgegebenen Catalogue raisonné, in dem

die vorliegende Radierung abgebildet. ist. (1221972)

(18)

€ 2.000 - € 3.000


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658

CHRISTIAN ROHLFS,

1849 RO NIENDORF – 198 HAEN

HEILIGE DREI KÖNIGE

Holzschnitt.

42 x 28 cm.

Rechts unterhalb der Darstellung signiert,

links beschriftet „Heilige Drei Könige“.

Hinter Glas gerahmt.

Etwas gebräunt. Nicht geöffnet. (1221971) (18)

€ 1.500 - € 2.500


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67


JÖRG IMMENDORFF

D

659

JÖRG IMMENDORFF,

194 LEEDE – 2 DELDORF

OHNE TITEL (DER KLEINE LAUSCHANGRIFF), 1979

Mischtechnik auf Papier.

41,5 x 30 cm.

Links signiert und datiert „79“.

Im Passepartout, hinter Glas in geweißeltem

gekanteten Holzrahmen. (12216017) (13)

€ 3.000 - € 5.000


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69


FERNAND LÉGER

A O G

660

FERNAND LÉGER,

1881 ARENAN ORNE – 19 IF-UR-VEE

VIE, 1951-1952

Fresko, fachmännisch abgelöst und auf neues Trägermaterial

aufgezogen.

130 x 133 cm.

In profiliertem ebonisiertem Holzrahmen.

Zustandsbericht von Laurent Laxenaire, conservateur

restaurateur de peinture, spécialiste des supports

peints, vom 21. November 2002;

Echtheitsbestätigung von Hélène Thénier-Samoilov und

Pierre Thénier, vom 30. Juni 2007;

Echtheitsbestätigung von Natalie Thénier-Samoilov, vom

04. Juli 2007;

Echtheitsbestätigung von Francois Lorenceau, Brame

& Lorenceau, vom 05. Juli 2007.

Fernand Légers Wurzeln liegen im Kubismus Pablo

Picassos und Georges Braques und den kunsttheoretischen

Ansätzen der in Paris ansässigen Gruppe

Abstraction-Création. In den 1920er-Jahren wird er zum

Vorreiter einer neoplastizistischen Strömung. Unter

diesem neuaufkeimenden Realismus versteht er „die

simultane Zusammenstellung der drei bildgestaltenden

Grundelemente Linie, Form und Farbe“ (Fernand

Léger, Mensch, Maschine, Malerei. Aufsätze zur Kunst,

Bern 1971, S. 19), die er im Laufe seines Schaffens auch

immer wieder neu auslotet.

1951-1952 entstand „Vie“ (das Leben) direkt nach

Rückkunft nach Frankreich aus dem New Yorker Exil

(1940-1945). Es erinnert an Kompositionen Hans Arp

(1886-1963), aber auch an die Farbfeldmalerei von

Ellsworth Kelly (1923-2015) und Kenneth Noland

(1924-2010). Es handelt sich um ein fachmännisch abgetragenes

und auf ein neues Trägermaterial aufgezogenes

Fresko aus dem Haus des Künstlers in Lisores

in der Normandie, das Léger von seiner Mutter geerbt

hatte. Das einfache Anwesen diente ihm neben seinem

Wohnsitz in Paris als Rückzugsort und Atelier,

das nur enge Freunde wie Jean Cocteau (1889-1963),

Le Corbusier (1887-1965) oder der Kunsthändler Henri

Kahnweiler besuchen durften. In den 1970er-Jahren

öffnete Légers zweite Frau und ehemalige Schülerin

Nadia Khodasevich das Haus für die Öffentlichkeit.

In „Vie“ vereinen sich Kubismus, Surrealismus und

Abstraktion. Formen schieben sich über- und ineinander.

Sie sind flach und räumlich, erstarrt und in Bewegung

zugleich. Sie schweben vor oder sind fixiert auf

einem weißen Bildgrund, gleichzeitig wird dieser

selbst im gleichfarbigen Oval im Vordergrund zur Form,

wodurch die Grenzen der einzelnen räumlichen Ebenen

verschwimmen, ja aufgehoben werden. Es gibt

kein klar definiertes Vorne oder Hinten. Ehemals streng

geometrische Formen werden organisch verzerrt.

Provenienz:

Haus des Künstlers in Lisores, Normandie.

Hélène Thénier-Samoilov und Pierre Thénier, bis 2007.

Schweizer Privatsammlung.

Galerie Fischer Luzern, 17.06.2010, Nr. 156.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

(1221569) (13)

FERNAND LÉGER,

1881 ARENAN ORNE - 19 IF-UR-VEE

VIE, 1951 - 1952

Fresco, professionally removed and transferred to

new base.

130 x 133 cm.

In moulded ebonized wooden frame.

Condition report by Laurent Laxenaire, conservateur

restaurateur de peinture, spécialiste des supports

peints, dated 21 November 2002; Certificate of authenticity

by Hélène Thénier-Samoilov and Pierre

Thénier, dated 30 June 2007; Certificate of authenticity

by Natalie Thénier-Samoilov, dated 4 July 2007; certificate

of authenticity by Francois Lorenceau, Brame

& Lorenceau, dated 5 July 2007.

Provenance:

House of the artist in Lisores, Normandy;

Hélène Thénier-Samoilov and Pierre Thénier, until

2007;

Swiss private collection;

Galerie Fischer Luzern, 17 June 2010, no. 156;

€ 40.000 - € 80.000


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71


TAMARA DE LEMPICKA



TAMARA DE LEMPICKA,

1898 – 198

NUE COUCHÉE

Bleistift auf Papier.

19,5 x 43,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „1924“.

Rückwärtig Etikett von Alain Blondel, Paris.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Echtheitsbestätigung von Alain Blondel,

24. September 1992.

Provenienz:

Galerie Alain Blondel, Paris.

Joron-Derem, Paris, 06. Dezember 2005, Lot 18.

Dort vom Einlieferer direkt erworben.

Literatur:

Ausstellung „Tamara de Lempicka“, Tokyo Museum

of Fine Arts, 1997, Nr. 75. (12215629) (13)

€ 8.000 - € 12.000


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73


KARL JOHANNES

CHRISTIAN HOFER


662

KARL JOHANNES CHRISTIAN HOFER,

188 ARLRUHE – 19 ERLIN

ZWIESPRACHE, UM 1949

Öl auf Leinwand. Auf Platte montiert.

27 x 19 cm.

Links oben monogrammiert.

Kubistisch abstrahierte Darstellung zweier scheinbar

ineinander geschobener, sitzender Figuren.

Provenienz:

Ehemals Sammlung Heinz Demuth.

Literatur:

Karl Bernhard Wohlert, Karl Hofer, Werkverzeichnis

der Gemälde, Köln 2007, Bd. 3, S. 65, Nr. 2205

Abbildung. (1221631) (11)

€ 8.000 - € 10.000


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HEINRICH CAMPENDONK

A

663

HEINRICH CAMPENDONK,

1889 REFELD – 19 AERDA

DIE MUSE

Öl auf Holz.

37,8 x 29,2 cm.

Rückwärtiger Nachlasstempel Heinrich Campendonk

„FDR“ darunter handschriftlich „Herbert Campendonk“

(Sohn von Heinrich Campendonck), vermutlich Ausstellungsnr.

„482“ und handschriftliche rückwärtige

Signierung „Kampendong“.

Hinter Glas in versilbertem gekehlten Rahmen.

Die strenge stilisierte Auffassung des Kopfes deutet

darauf hin, dass Campendonk hier kein konkretes

Portrait zeigt. Gern bezeichnete die zeitgenössische

Kunstkritik sein Werk dieser Zeit als „mystisch“, „lyrisch“

und „zeitlos“, welches bereits weniger polychrom

wurde und überleitete in die zunehmend monochromen

Bilder der Jahre 1919-1922, welche in

Seeshaupt entstanden. Dorthin zog es Campendonk,

als er – vom Tod seines Freundes Franz Marc (1880-

1916) übermannt – von Sindelshaupt fortging. In Seeshaupt

empfing er oft Paul Klee (1879-1940), welcher in

München wohnte, oder besuchte ihn dort oder in Possenhofen,

wo Klee oft weilte.

Darstellung eines Bruststückes einer Frau mit zu ihrem

Kinn geführter Hand, vor dunklem Hintergrund

und links danebenstehender ganzfiguriger Frau, welche

am Bildrand angeschnitten ist. Links zwei kleine

Farbverluste.

HEINRICH CAMPENDONK,

1889 REFELD – 19 AERDA

THE MUSE

Oil on panel.

37.8 x 29.2 cm.

Estate stamp Heinrich Campendonk “FDR”, handwritten

“Herbert Campendonk”, probably exhibition no.

“482” and “Kampendong”.

Framed with glass.

The strict stylized design of the head suggests that

Campendonk is not portraying anyone in particular.

Contemporary art critics described his work as “mystical“,

“lyrical“ and “timeless“. Two areas with minor

paint chips.

Provenance:

Private collection, Rhineland.

Literature:

A. Firmenich, Henrich Campendonk 1889 - 1957,

Leben und Expressionistisches Werk, Recklinghausen

1989, cat. no. 714.

€ 50.000 - € 70.000


INFO | BIETEN

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

Literatur:

Andrea Firmenich, Heinrich Campendonk 1889 - 1957,

Leben und Expressionistisches Werk, Recklinghausen

1989, Kat. Nr. 714. (12215624) (13)

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KURT SCHWITTERS


664

KURT SCHWITTERS,

188 – 1948

OHNE TITEL (EXPRESS), 1947

Collage auf Karton.

17,2 x 10,9 cm.

Links unten monogrammiert „KS“ sowie datiert „47“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Literatur:

Karin Orchard/Isabel Schulz: Kurt Schwitters Catalogue

raisonné. Hrsg. von Sprengel Museum Hannover,

Kat. Nr. 3599

Ausgestellt:

Kurt Schwitters. 1887-1948. Tokio, Minami Gallery,

1960, Kat. Nr. 55.

Kurt Schwitters. Ulm, Ulmer Museum, 1961, ohne

Katalog Liste Nr. 25.

Provenienz:

Ernst Schwitters, Lysaker (1948-1972).

Galerie Beyeler, Basel (1972).

Privatsammlung, Schweiz.

Villa Grisebach, Berlin, 1. Dezember 2007, lot 234.

Dort direkt vom Einlieferer erworben. (12215638)

(13)

KURT SCHWITTERS,

188 – 1948

UNTITLED (EXPRESS), 1947

Collage on card.

17.2 x 10.9 cm.

Monogrammed “KS“ and dated “47“ lower left.

Framed with mount behind glass.

Literature:

Karin Orchard/Isabel Schulz: Kurt Schwitters Catalogue

raisonné. Pub. by Sprengel Museum Hannover,

cat. no. 3599.

Exhibitions:

Kurt Schwitters. 1887-1948. Tokyo, Minami Gallery,

1960, cat. no. 55.

Kurt Schwitters. Ulm, Ulmer Museum, 1961, without

catalogue list no. 25.

Provenance:

Ernst Schwitters, Lysaker (1948-1972).

Galerie Beyeler, Basel (1972).

Private collection, Switzerland.

Villa Grisebach, Berlin, 1 December 2007, lot 234.

Acquired there from the consignor.

€ 30.000 - € 50.000


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AUGUSTE HERBIN

P

665

AUGUSTE HERBIN,

1882 UIEV – 19 ARI

PORTRAIT OF MADAME HERBIN, 1912

Öl auf Leinwand.

65 x 50 cm.

Rückwärtig mit Signaturstempel.

Beigegeben ein Echtheitszertifikat (Nr. 845) von

Geneviève Claisse, Paris, 4. März 1994.

In kubistischer Auffassung Dreiviertelportrait der Madame

Herbin vor einem zu erahnenden Fensterausblick

links und einem schrägen Vorhang rechts hinter

ihr.

Provenienz:

Atelier des Künstlers.

Privatsammlung .

Galerie de la Beraudiere, Genf, 21. Juni 2010.

Dort direkt vom Einlieferer erworben. (12215640)

(13)

AUGUSTE HERBIN,

1882 UIEV – 19 ARI

PORTRAIT OF MADAME HERBIN, 1912

Oil on canvas.

65 x 50 cm.

Signature stamp on the reverse.

Accompanied by a certificate of authenticity (no. 845)

from Geneviève Claisse, Paris, 4 March 1994.

Three-quarter length portrait of Madame Herbin with

cubistic concept in front of window view alluded to on

the left and a diagonal curtain behind her on the right.

Provenance:

Artist‘s studio.

Private collection.

Galerie de la Beraudiere, Geneva, 21 June 2010.

Purchased from current owner straight from there.

€ 150.000 - € 250.000


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666

HENRI ROUSSEAU,

1844 LAVAL – 191 ARI

In seinem Privatleben zunächst Klarinettist in einem

Militärorchester arbeitete er anschließend als Zöllner,

was ihm den Beinamen „Le Douanier“ eintrug. Durch

Alfred Jarry (1873-1907) der den Wert seiner Kunst als

erster erkannte, lernte er auch Paul Gauguin (1848-

1903) kennen, durch den er wiederum mit Stéphane

Mallarmé (1842-1898), August Strindberg (1849-1912)

und Edgar Degas (1834-1917) in Beziehung kam. Durch

die Freundschaft mit Guillaume Apollinaire (1834-1917)

wurde er auch mit Robert Delaunay (1885-1941), Pablo

Picasso (1881-1973), Georges Braque (1882-1963), Maurice

de Vlaminck (1876-1958) und Constantin Brâncusi

(1876-1957) bekannt. Der Surrealist André Breton

(1896-1966) war der Erste, der Rousseaus Werke als

Ausdruck des magischen Realismus erkannte.

NATURE MORTE AUX VERRES ET AUX FAIENCES

Öl auf Holz.

30,5 x 50 cm.

Links unten monogrammiert „H.R.“. Verso auf dem

Rahmen Aufkleber mit Bezeichnung „George Economou

Art Collection“ mit Künstlerbezeichnung und

Sammlungsnummer „793“.

Die Echtheit bestätigt durch eine Expertise von Maximilien

Gauthier, M. M. Pierre Courthion und Sonia

Delaunay.

Rousseau, der als Autodidakt in der klassischen

Moderne alsbald eine Sonderstellung einnahm und

seinen eigenen, später von anderen Künstlern tradierten

Stil erfand, hat auch hier in diesem Stillleben

Gegenstände in kompakter Körperlichkeit und

klarer Linienführung wiedergegeben.

Stillleben mit Zitrusfrüchten zwischen Karaffe mit

Weingläsern und Porzellangeschirr mit Tassen. Die

Gegenstände sind in zwei Gruppen geordnet: links

eine Glaskaraffe oder Kristallkaraffe mit kugelförmigem

Stöpsel umgeben von acht Gläsern, rechts dagegen

eine Kaffekanne neben einem kugelförmigen Deckelgefäß,

diese beiden Hauptgegenstände ebenfalls

umringt von vier Tassen. Dazwischen und links vor

den Gläsern zwei Orangen sowie zwei Zitronen. Der

Hinter grund im oberen Teil mittel- bis dunkelblau gehalten,

im unteren Teil stellt er eine Tischfläche dar. Trotz

aller vermeintlicher Naivität lässt sich in dieser Darstellung

eine versteckte Aktivität erkennen, als würden

sich die Kristall- und Prozellangruppen als Kontrahenten

gegenüberstehen. Geradeso hat der Maler das

bäuerliche, schlicht gestreifte Geschirr dem verfeinerten

großbürgerlichen Kristall entgegen gestellt. Dieser

Eindruck wird noch verstärkt durch die animalisch erscheinenden

roten Füßchen des Porzellangeschirrs,

den aggressiv drohenden Schnabel der Kanne und die

Rotfarbe in den Henkeln. Beinahe schutzsuchend stehen

die feineren Gläser hinter einem Bollwerk, das aus

den Früchten gebildet wird.

Allein schon hierin wird erkennbar, dass Rousseau in

seiner vermeintlich „naiven Kunst“ diese oft sehr hintergründigen

Gedanken ausspielt. In gewisser Weise

ist dies auch ein Aspekt, den später der Surrealismus

übernahm, als dessen Wegbereiter er letztendlich auch

gilt. A.R.

Provenienz:

Hotel Rameau, Georges Blanche, Versailles, 12 Juni

1969, Lot 84.

Galerie Wolfgang Ketterer, München, 24/25. Mai 1971,

S. 262, Nr. 1510.

Privatsammlung Rheinland.

Van Ham, Köln, 30. November 2007, lot 1333.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

Ausgestellt:

Galerie Wildenstein, New York, 1963, Kat. Nr. 34.

(12215639) (11)

HENRI ROUSSEAU,

1844 LAVAL – 191 ARI

NATURE MORTE AUX VERRES ET AUX FAIENCES

Oil on panel.

30.5 x 50 cm.

Monogrammed “H.R.“ lower left. Label with inscription

“George Economou Art Collection“ on the reverse

with artist name and collection no. “793“.

The authenticity is confirmed by an expertise from

Maximilien Gauthier, M. M. Pierre Courthion and Sonia

Delaunay.

Provenance:

Hotel Rameau, Georges Blanche, Versailles, 12 June

1969, lot 84.

Gallery Wolfgang Ketterer, Munich, 24/25. May 1971,

p. 262, no. 1510.

Private collection Rhineland.

Van Ham, Cologne, 30. November 2007, lot 1333.

Acquired there from the consignor.

Exhibition:

Gallery Wildenstein, New York, 1963, cat. no. 34.

€ 80.000 - € 120.000


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MAURICE DE VLAMINCK

P RG

667

MAURICE DE VLAMINCK,

18 ARI – 198 RUEIL-LA-ADELIRE

Bedeutender französischer Maler der Moderne in dem

Kreis französischer Künstler, der vor allem in enger

Freundschaft mit André Derain (1880-1954) wirkte und

die Entstehung des Fauvismus einleitet. Als Postimpressionist

wurde er zeitweise von dem Galeristen

Daniel-Henry Kahnweiler betreut. 1955 Teilnehmer der

documenta 1 in Kassel. 2008 Würdigung seiner Werke

durch eine Ausstellung im Musée du Luxembourg in

Paris.

LE VILLAGE

Gouache/ Tempera-Mischtechnik auf Karton.

46 x 54,8 cm.

Rechts unten signiert. Verso Bestätigung mit Briefkopf

des Wildenstein Institute, Paris vom 26.1.2017

mit Verzeichnisnummer 17.01.26/12722/réf.3361.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

MAURICE DE VLAMINCK,

18 ARI – 198 RUEIL-LA-ADELIRE

THE VILLAGE

Gouache and tempera mixed media on card.

46 x 54.8 cm.

Signed lower right. Confirmation with letterhead

by the Wildenstein Institute, Paris dated 26 January

2017 with cat. no. “17.01.26/12722/réf.3361“ on the

reverse.

Framed with mount under glass.

View of a rural group of houses between hills, under

sky with white luminous cloud and bright red roof of

a farmhouse at the centre.

€ 20.000 - € 25.000


INFO | BIETEN

Blick auf eine ländliche Häusergruppe zwischen Hügeln,

unter Himmel mit weiß leuchtender Wolke, im Zentrum

leuchtend rot das Dach eines Bauernhauses.

(1222341) (11)

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87


PAUL SIGNAC

P

668

PAUL SIGNAC,

18 ARI – 19 EENDA

VENEDIG

Kohle und Gouache auf bräunlichem Papier.

Ca. 20,5 x 26 cm.

Links unten signiert „P Signac“, rechts unten betitelt

und datiert „Venice 1908“. Verso auf älterem Aufkleber

betitelt als „Le grand Canal a Venice“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Blick über den von Häusern und einem hohen Turm

flankierten Canal Grande auf eine kleine, über das

Wasser gehende Brücke. Am linken Bildrand, vor den

Häusern, ankernde Gondeln. Malerei in zurückhaltender

Farbigkeit und raschem Pinselduktus, bei der der

Himmel nur durch kurze geschwungene weiße und

hellblaue Pinselstriche angedeutet wird. (1222322)

(18)

PAUL SIGNAC,

18 ARI – 19 IID

VENICE

Charcoal and gouache on brownish paper.

ca. 20.5 x 26 cm.

Signed “P Signac“ lower left, titled and dated “Venice

1908“ lower right. Verso old label titled “Le grand Canal

a Venice“.

Framed with mount behind glass.

€ 23.000 - € 25.000


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89


GABRIELE MÜNTER

M S

669

GABRIELE MÜNTER,

18 ERLIN – 192 URNAU A AFFELEE

STILLE ECKE AM SEE (ISEO SEE)

Tempera/ Mischtechnik.

47,3 x 31,4 cm.

Beigegeben ein Brief der Gabriele Münter- und Johannes

Eichner Stiftung, München vom 01. August 2019

mit Titelangabe und der Notiz, dass die Arbeit in Gabriele

Münter´s Estate mit der Nummer Kon. 32/69 vermerkt

wird (in Kopie vorliegend).

Blick von erhöhtem Standpunkt auf ein mit Gras bewachsenes

grünes Ufer und einen um den blauen See

laufenden beigen Weg. Links ein großer, bis zum oberen

Bildrand reichender, fast schwarzer Baum mit einigen

braunen Blättern, dazu auf einer ins Wasser reichenden

kleinen Landzunge eine Birke in heller beiger Laubfärbung,

daneben kleinere Sträucher. Der See, der fast

Dreiviertel des Gemäldes einnimmt, in vielen differenzierten

Blautönen und mit einem kleinen braunen

Boot, das am linken Uferrand ankert. Malerei in frischer

Farbgebung, auf die Farben Grün, Blau und Beige-

Braun begrenzt. (†) (1222331) (18)

GABRIELE MÜNTER,

18 ERLIN - 192 URNAU ON LAE

AFFELEE

QUIET CORNER ON THE LAKE (LAKE ISEO)

Tempera/ Mixed media.

47.3 x 31.4 cm.

Accompanied by a letter of the Gabriele Münter- and

Johannes Eichner Foundation, Munich dated 1 August

2019 with title and note that the work will be listed

in Gabriele Münter‘s estate with no. 32/69 (copy enclosed).

(†)

€ 45.000 - € 50.000


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91


670

EUGÈNE TIRVERT,

1881 ROUEN – 1948 EENDA

BLICK AUF DIE SEINE IN PARIS

Öl auf Leinwand.

30 x 46 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Tirvert 19... Paris“.

Blick von einem befestigten Ufer, an dem ein Dampfschiff

ankert, dessen Rauch sich mit den Wolken und

Farben des Himmels vermischt, auf die Seine, an deren

linksseitigem Ufer ein großes Gebäude steht. Dieses

ist mehrfach beleuchtet und der Schein fällt in

vielen schimmernden hellen Farbtönen auf die Seine.

Der Himmel in vielen bewegten rötlichen Farbtönen.

Qualitätvolle impressionistische Malerei, hervorragend

die Stimmung des abendlichen Paris an der Seine

vermittelnd. (12221144) (18)

€ 1.000 - € 2.000


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JEAN GABRIEL DOMERGUE,

1889 – 192

IN DER LOGE

Öl auf Leinwand.

93 x 75 cm.

Rechts unten signiert „Jean Gabriel Domergue“".

Ungerahmt.

Hinter der Brüstung eines Varietés oder Theaters sitzen

ein elegant gekleideter Herr im Frack mit Zylinder

und Monokel, neben ihm eine hübsche blonde Frau

mit rosafarbenem Kleid und einem dazu farblich passenden

Hut mit reichlich Blumenschmuck. Sie hat lange

schmale Arme, die sie auf der gläsernen Brüstung

abstützt und ihren Kopf auf die zusammen gelegten

Hände platziert. Sie hat sinnlich rote Lippen und mit

ihren dunklen Augen schaut sie interessiert der Vorstellung

zu. Ein durchsichtiger Hutschleier umspielt

ihre Augen. Im blau-weißen Hintergrund lässt sich ein

weiteres vorbeigehendes Paar erkennen. (1221863)

(18)

€ 6.000 - € 8.000


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672

FRANZ HECKENDORF,

1888 ERLIN – 192 NHEN

DAS MÜNCHNER OKTOBERFEST

Öl auf Pressspanplatte.

81 x 100,5 cm.

Links unten signiert „F. Heckendorf“ sowie datiert.

Im original Rahmen der 50er-Jahre.

Ungewöhnliche Jahrmarktszene mit der Bavaria im

Hintergrund und zahlreichen, bunt im Abendlicht erstrahlenden

Fahrgeschäften. (1222321) (13)

€ 6.000 - € 8.000


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93


JONATHAN MEESE

T

673

JONATHAN MEESE,

E 19 OO LE UND AREIE IN

AHRENUR UND ERLIN

DR. LILITHYR

(GENERAL TANZ SAUTANZ S.V.P., 2005)

Öl, Schellack, Plastikperücke, Leder und Glocke auf

Leinwand.

209,7 x 140,5 cm.

Unten rechts monogrammiert „JM“ und datiert sowie

rückseitig betitelt und nochmals signiert und datiert.

In schmaler Galerieleiste.

Anbei eine Expertise von Dr. Ursula Krinzinger, Wien,

17. Januar 2006.

Oft wird Meese mit Basquiat verglichen, da im Werk

beider textuelle und symbolische Elemente neben

figurativen Formen eine Rolle spielen. Das Werk

Meeses erinnert jedoch auch an frühe spanische und

deutsche expressionistische Werke.

Provenienz:

Galerie Contemporary Fine Arts, Berlin.

Philips de Pury, London, Auktion 13. Oktober 2007.

Galerie Krinzinger, Wien.

Sammlung Marino Golinelli, Wien, Bologna und

Mailand.

Ketterer München, 4. Juni 2008, lot 426.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

(12215610) (13)

JONATHAN MEESE,

ORN 19 OO LIVE AND OR IN

AHRENUR AND ERLIN

DR LILITHYR GENERAL TANZ SAUTANZ S.V.P.,

2005

Oil, shellac, plastic whig, leather and bell on canvas.

209,7 x 140,5 cm.

Monogrammed “JM“ lower right and dated; titled

and signed and dated again on the reverse. In narrow

gallery frame.

Enclosed is an expert’s report by Dr. Ursula Krinzinger,

Vienna, 17 January 2006.

Provenance:

Gallery Contemporary Fine Arts, Berlin.

Philips de Pury, London, 13 October 2007.

Gallery Krinzinger, Vienna.

Marino Golinelli Collection, Vienna, Bologna and Milan.

Ketterer Munich, 4 June 2008, lot 426.

Acquired there directly from the consignor.

€ 15.000 - € 20.000


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95


MIMMO ROTELLA

C M

674

MIMMO ROTELLA,

1918 AANARO – 2 AILAND

RESTING

Collage auf Leinwand.

100 x 70 cm.

Rechts unten signiert.

In einfacher Holzleiste gerahmt.

Provenienz:

Im Kinsky, Wien, 23. Juni 2009, lot 334.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

(12215613) (13)

€ 6.000 - € 12.000


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97


MIMMO PALADINO

P

675

MIMMO PALADINO,

E 1948 ADULI LE IN RO AILAND

UND ENEVENO

OHNE TITEL, 1988

Mischtechnik auf Hartfaser.

104 x 73 cm.

Hinter Glas in grünem Holzrahmen.

Darstellung von Gesichtern und Rädern sowie einer

Brille auf rosafarbenem Fond.

Provenienz:

Privatsammlung, Deutschland.

Koller, Zürich, 7. Dezember 2005, lot 3117.

Dort direkt vom Einlieferer erworben. (12215611)

(13)

MIMMO PALADINO,

ORN 1948 ADULI

LIVE IN ROE ILAN AND ENEVENO

UNTITLED, 1988

Mixed media on hard fibre.

104 x 73 cm.

Framed with glass in green wooden frame.

Depiction with faces and wheels, a pair of spectacles

on pinkish background.

Provenance:

Private collection Germany.

Koller, Zurich, 7 December 2005, lot 3117.

Acquired there directly from the consigner.

€ 10.000 - € 20.000


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99


676

FRANÇOIS POMPON,

18 AULIEU – 19 ARI

CERF

Bronzeguss, braun patiniert.

Höhe: 53 cm.

Breite: 31 cm.

Gewicht: 8560 g.

Auf der Basis signiert „Pompon“. Gießerstempel am

hinteren Kurzende der Basis: „Cire C. Valsuani Perdue“.

Anbei im Original eine Expertise von Liliane Colas

vom 7.12.2015 - 28.6.2016.

Auf rechteckiger Plinthe die stehende, in ihren zurückgenommenen

Formen imponierende Figur eines

Hirschen. Am 26. September 1929 wird im Archives

Valsuani zweimal eine Reduktion eines Hirschen (cerf

réduction 53,3 cm) erwähnt. Zwar war eine Reduktion

mit diesen Maßen lange unbekannt, jedoch kannte

man Reduktionen nach dem 260 cm hohen Modell,

welche ab 1930 bei Andro gegossen wurden. Colas

betont in ihrem Gutachten die Schönheit des Gusses

und die perfekte Erhaltung der Patina des vorliegenden

einzigartigen zu Lebzeiten des Künstlers entstandenen

Werkes. Das Gipsmodell zu der vorliegenden

Bronze wurde in der Folge zerstört.

Ausstellung:

Francois Pompon – Un ensemble de bronzes

uniques, Lyon 2018, S. 8 ff.

Literatur:

Archives Valsuani – Livre de la fonderie 1929 - 1939.

Provenienz:

1929 / 1933 Atelier Pompon.

1948 René Demeurisse.

Mr. Coissard.

1992-1993 Mr. DL. D..

2000 Mme D. D. per Schenkung.

Anmerkung:

Wichtige Arbeiten des Künstlers befinden sich im

Metropolitan Museum of Art in New York und im

Musée d‘Orsay in Paris. (1221931) (13)

FRANÇOIS POMPON,

18 AULIEU – 19 ARI

CERF

Bronze casting, with brown patina.

Height: 53 cm.

Width: 31 cm.

Weight: 8560 g.

Signed “Pompon” on base.

Foundry mark at the back, on the short end of the

base: Cire C. Valsuan pendue.

A copy of the original expert’s report by Liliane Colas

dated 7 December 2015 - 28 June 2016 is enclosed.

Impressive standing stag sculpture in restrained

shapes on rectangular plinth. On 26 September 1929

a smaller copy of a stag was mentioned two times in

the Archives Valsuani (cerf réduction 53.3 cm). This

unique and sole casted during the lifetime of the artist

copy with those dimensions has been unkown for a

long time. Other small copies of the 260 cm tall model

were produced after 1930 at Andro. Colas report

emphasizes the present work’s beautiful casting and

the perfect condition of its patina. The plaster model

of the bronze was destroyed subsequently.

Exhibition:

François Pompon - Un ensemble de bronzes

uniques, Lyon 2018, pp. 8 ff.

Literature:

Archives Valsuani - Livre de la fonderie 1929 - 1939.

Provenance:

1929 / 1933 Atelier Pompon.

1948 René Demeurisse.

Mr Coissard.

1992 - 1993 Mr. DL. D.

2000 Mme D. D. as gift.

Notes:

Important works by the artist are held at the Metropolitan

Museum of Art in New York and the Musée

d’Orsay in Paris.

€ 120.000 - € 180.000


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677

LA ERF OON

Höhe: 242 cm.

Länge: 170 cm.

Signiert „Christian Maas“.

Frankreich, 1991.

Bronze, gegossen, mit einer braunen Patina versehen.

Der Hirsch gefertigt von Christian Maas (*1951) als

Hommage an François Pompon (1855-1933), welcher

einen solchen großen Hirschen bei der Pariser Weltausstellung

zeigte. Maas konzentrierte sich seit dem

Ende der 1980er Jahr auf die Bildhauerei und stellte

im Jahre 2010 im François Pompon Museum, Saulieu

aus. (1222461) (13)

LA CERF “POMPON”

Height: 242 cm.

Length: 170 cm.

Signed „Christian Maas“.

France, 1991.

Bronze; cast with brown patina. The stag is created by

Christian Maas (*1951) as a homage to François Pompon

(1855-1933), who showed such a large stag at the

Paris world exhibition. Since the late 1980s Maas concentrated

on sculpture and exhibited at the François

Pompon Museum, Saulieu in 2010.

€ 20.000 - € 30.000


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GEORG BASELITZ

D

678

GEORG BASELITZ,

EIGENTLICH HANS GEORG KERN,

E 198 DEUHAELI

LE A AEREE AERN

OHNE TITEL, 2006

Farbige aquarellierte Mischtechnik, unter Verwendung

von Tuschfederkiel, auf Papier.

Blattgröße: 51 x 66,5 cm.

Mittig unten signiert und datiert „11.X.06“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Provenienz:

Galerie Jahn und Jahn, München. (1221562) (11)

GEORG BASELITZ,

(ALSO KNOWN AS HANS GEORG KERN')

ORN 198 DEUHAELI

LIVES AT LAKE AMMERSEE, BAVARIA.

UNTITLED, 2006

Mixed media with colourful watercolour an ink on paper.

Sheet size: 51 x 66.5 cm.

Signed and dated at bottom centre “11.X.06”.

Framed with mount behind glass.

Provenance:

Galerie Jahn and Jahn, Munich.

€ 15.000 - € 25.000


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105


ANDY WARHOL

P N

679

ANDY WARHOL,

1928 IURH – 198 NE OR

CAMPBELL'S CHICKEN NOODLE SOUP

Farbserigrafie.

Blattgröße: 88 x 58 cm.

Rückseitig signiert.

Hinter Glas gerahmt.

Exemplar 11/ 250.

Blatt wohl minimal beschnitten.

An den Rändern etwas unfrisch.

Literatur:

Feldman/Schellmann: Andy Warhol Prints, 4.Edition

2003, S.72, II.45 (1221981) (18)

€ 8.000 - € 12.000


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107


680

TILL FREIWALD,

E 19

OHNE TITEL, 1996

Aquarell auf Karton.

220 x 147 cm.

Rechts unten signiert.

Hinter Glas gerahmt in schmaler weißer Galerieleiste.

Die Darstellung ist eine Reminiszenz an ein Passport

Foto, welches Freiwald in einer Serie von großformatigen

Aquarellen übersetzte in ein Objekt, welches

reflektieren lässt über die Natur von Portraits, Identität

und persönlicher Erinnerung. Der Karton leicht wellig.

Halbkreisförmige Wellenbildung am linken mittigen

Rand.

Provenienz:

Privatsammlung, Deutschland.

Lempertz, Köln, 23. Mai 2012, lot 548.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

(1222013) (13)

€ 2.000 - € 4.000


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MARIE VASSILIEFF,

1884 OLEN – 19 NOEN-UR-ARNE

DIE LIEBENDEN, 1950

Öl auf Leinwand.

60 x 72,5 cm.

Links unten signiert und und datiert sowie ortsbezeichnet

„Paris“.

Hinter Glas gerahmt.

Das vorliegende Werk wurde bestätigt durch M. Bernes.

Darstellung eines Mannes und einer Frau an einem

blau gedeckten Tisch, vor einer Brüstung sitzend, hinter

welcher sich ein abstrahiertes Meeresstück erhebt,

das am Horizont durch feine Wolkenstrukturen begrenzt

wird. Die Brüstung belebt durch einen Kaktus

nebst Katze, in den Händen des Mannes ein von Spitzen

umsäumtes Rosenbouquet.

MARIE VASSILIEFF,

1884 OLEN – 19 NOEN-UR-ARNE

THE LOVERS, 1950

Oil on canvas.

60 x 72.5 cm.

Signed and dated, inscribed “Paris“ lower left.

Framed with glass.

The present work was confirmed by M. Bernes.

Provenance:

Private collection France.

Aguttes, Paris, 6 November 2009, lot 18.

Acquired there directly from the consigner.

€ 10.000 - € 20.000


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Provenienz:

Privatsammlung Frankreich.

Aguttes, Paris, 6. November 2009, lot 18.

Dort direkt vom Einlieferer erworben. (12215617)

(13)

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109


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682

ARTHUR BRUSENBAUCH,

1881 – 19

SELBSTPORTRAIT, 1956

Öl auf Hartfaser.

Rückwärtig durch Keilrahmen

verstärkt.

83,5 x 61,8 cm.

Rückseitig signiert „A. Brusenbauch“,

legiert sowie datiert.

In silbernem Holzrahmen.

Darstellung des Malers vor einem seiner Werke,

welches eine entblößte Dame zeigt.

Provenienz:

Ehemals Wienerroither & Kohlbacher,

Wien, 13. August 2008.

Dort vom Einlieferer direkt erworben.

Zertifikat:

Anbei ein Echtheitszertifikat vom Kunsthandel

Wiener roither & Kohlbacher, 28. August 2008.

(1221565) (13)

€ 3.000 - € 4.000


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683

ARTHUR BRUSENBAUCH,

1881 – 19

LIEGENDER DAMENAKT, CA. 1925

Öl auf Leinwand.

57 x 90 cm.

Rechts unten signiert „A. Brusenbauch“, A und B

legiert. Rückwärtig auf dem Keilrahmen signiert

„Brusenbauch“" und betitelt „Akt“ sowie Ausstellungsetiketten.

Provenienz:

Wienerroither & Kohlbacher,

Wien, 28. Dezember 2009.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

Zertifikat:

Anbei ein Echtheitszertifikat vom Kunsthandel

Wienerroither & Kohlbacher, Wien, 5. Januar 2010.

(1221566) (13)

€ 6.000 - € 8.000


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111


684

GIORGIO MORANDI,

189 OLONA – 194 EENDA

STILLLEBEN MIT GEFÄSSEN

Radierung.

Plattenrand: 33,5 x 24,5 cm.

Gesamtmaß: 46 x 61 cm.

Rechts unten signiert „Morandi“ und datiert „1928“".

Links unten bezeichnet „Prova di Stampa“".

In durchsichtigem Plexiglasrahmen. (1221263) (18)

GIORGIO MORANDI,

189 OLONA – 194 IID

STILL LIFE WITH VESSELS

Etching.

Platemark: 33.5 x 24.5 cm.

Overall dimension: 46 x 61 cm.

Signed “Morandi” lower right and dated “1928”.

Inscribed “Prova di Stampa” lower left.

In clear acrylic frame.

€ 10.000 - € 15.000


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685

ALBERT BIRKLE,

19 ERLIN – 198 ALUR

SCHLESIEN, 1924.

Öl auf Leinwand.

37,5 x 47 cm.

Rechts unten signiert „A. Birkle“.

Blick auf einen schneebedeckten Hang, auf dessen

oberen Ende einige Bauernhäuser stehen. Rechts unten

führt ein kleiner Weg an einem hölzernen alten

Gatter vorbei in die Ferne. Malerei in raschem Pinselduktus,

bei teils pastosem Farbauftrag.

Provenienz:

Privatsammlung.

Kunsthandel Widder, Wien, 14. März 2007.

Dort vom Vorbesitzer erworben. (1221563) (18)

€ 6.000 - € 10.000


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113


686

AUGUST MACKE,

188 EHEDE – 1914 ERHE-LE-HURLU

Zwei Studienblätter mit Figurenskizzen, 1907

IM VARIETÉ IN PARIS

Mischtechnik mit Bleistift und farbiger Kreide auf Papier.

24 x 31,5 (30,5) cm sowie 23 x 30 cm.

Das erste Blatt bezeichnet und datiert „Paris 1907“,

das zweite Blatt rechts unten bezeichnet „Farb.

Stift zeichnung im Varieté in Paris, Typen 1907“ sowie

Nachlassstempel August Macke.

Jeweils im Passepartout, hinter Glas in verbundenem

Doppelrahmen.

IM VARIETÉ IN PARIS stammt vermutlich aus dem

Skizzenbuch 12 B (Ursula Heiderich, August Macke,

Die Skizzenbücher, 2 Bde). Es handelt sich um eine

vollständige Seite, welche während seiner Reise nach

Paris im Juni 1907 entstanden ist, welche durch großzügige

Unterstützung seines Förderers Bernhard

Koehler möglich war. Während der vier Wochen in

Paris lernt er die Werke der französischen Impressionisten

und Carrières kennen und wendet sich endgültig

vom Einfluss Böcklins ab. Schon in Paris beschließt

Macke, bei einem der Berliner Sezessionisten

in die Lehre zu gehen und tritt folgerichtig nach seiner

Rückkehr nach Berlin in Corinths Atelier ein.

Die reizvolle, fein detaillierte Zeichnung zeigt mit leuchtenden

Farben akzentuierte kleine Skizzen, mehr oder

weniger ausgearbeitet: festlich und extravagant gekleidete

Zuschauer und Artisten im Varieté, verso auch

eine kleine Parkszenerie. Mit sicherem, pointiertem

Strich erfasst Macke die Figuren und Gesichter.

Ein Blatt am linken Rand beschnitten, beide Blätter

leicht gebräunt.

Provenienz:

Auktion: Galerie Gerda Bassenge, Berlin, Auktion 66,

1995.

Privatsammlung, Berlin.

Gerda Bassenge, Berlin, 26 November 2011, Lot 8190.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

Ausstellungen:

Bremen, 1964/65, Kat.nr. 243.

Galerie Vömel, Düsseldorf, 1974, Kat. no. 8, mit Abb.

Literatur:

Ursula Heiderich, „August Macke, Die Skizzenbücher,

2 Bde.“, Hatje Cantz Verlag, 1987, S. 435.

Ursula Heiderich, „August Macke, Zeichnungen Werkverzeichnis“,

Stuttgart, 1993, Kat. Nr. 138, S. 182,

Abb. S. 183.

Zertifikat:

Nummer der kolorierten Pinselzeichnungen des

Nachlassinventars: 8. (1222014) (18)

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AUGUST MACKE,

188 EHEDE – 1914 ERHE-LE-HURLU

Two sheets with figure sketches, 1907

PARIS VARIETY

Mixed media with pencil and coloured crayon on paper.

24 x 31.5 (30.5) cm and 23 x 30 cm.

The first sheet of paper is inscribed and dated “Paris

1907”, the second sheet is inscribed “Farb.Stiftzeichnung

im Varité in Paris, Typen 1907” lower right with

an estate stamp of August Macke.

Each mounted and framed with glass in joined double

frame.

One sheet of paper is cut at the lower left edge; both

sheets with minor foxing.

Provenance:

Gerda Bassenge Gallery, Berlin, auction 66, 1995.

Private collection, Berlin.

Gerda Bassenge, Berlin, 26 November 2011, lot 8190.

Acquired there directly from the consigner.

Exhibitions:

Bremen, 1964/65, cat.no. 243.

Galerie Vömel, Düsseldorf, 1974, cat. no. 8, with ill..

Literature:

Ursula Heiderich, “August Macke, The Sketchbooks,

2 volumes”, Hatje Cantz Verlag, 1987, p. 435.

Ursula Heiderich, “August Macke, drawings catalogue

raisonné”, Stuttgart, 1993, cat. No. 138, p. 182, ill. p. 183.

Certificate:

Number of coloured brush drawings in the inventory

of the estate: 8.

€ 10.000 - € 20.000


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115


687

ARTHUR BRUSENBAUCH,

1881 – 19

STEHENDER DAMENAKT, CA. 1920

Öl auf Leinwand.

90 x 60 cm.

Links unten signiert „Brusenbauch“ und ortsbezeichnet

„Wien“.

In vergoldetem Holzrahmen.

Darstellung einer entblößten Frau inmitten freier Natur,

im Lichtspiel der Blätter, welche in verschiedenen

Grüntönen erstrahlen. Mit leicht erhobener Hand und

gesenktem Blick.

Provenienz:

Ehemals Wienerroither & Kohlbacher, Wien,

13. August 2008.

Dort direkt vom Einlieferer erworben

Zertifikat:

Anbei ein Echtheitszertifikat vom Kunsthandel

Wiener roither & Kohlbacher, Wien, 28. August

2008. (1221567) (13)

€ 4.000 - € 6.000


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688

ALEXANDER ETZ,

19 AD ELER

1978-1980 Fachschule für Polygraphie in Leipzig, 1984-

1989 Studium der Malerei/Graphik an der HGB-Leipzig

bei Prof. Dietrich Burger und Prof. Bernhard Heisig.

DIE PUPPENSPIELER (TRIPTYCHON), 1989

Öl auf Hartfaserplatte.

Je 220 x 69 cm.

Signiert „Etz A“, datiert und betitelt auf Aufkleber auf

der Rückseite.

Auf der linken Platte zwei agierende Puppenspieler

mit ihren am Boden befindlichen Figuren, mittig die an

Seilen wie Marionetten hängenden beiden Spieler mit

ihren Puppen und rechts ein stehender Spieler mit

seinen Handfiguren, darunter eine Kasperlefigur, über

den erhobenen Händen. (12216015) (18)

€ 2.000 - € 3.000


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689

CATALDO CRESCENTE,

191 ARIAIARINA IALIEN

AT THE TIME CIRCLE OF LIFE (TRIPTYCH), 1990

Acryl auf Plexiglas.

Rechter Teil: 188 x 61 cm.

Mittlerer Teil: 188 x 80 cm.

Linker Teil: 188 x 76,5 cm.

Vor grauem Hintergrund zunächst ein rosafarbenes

Sitzmöbel mit zwei schwarzen Rädern, mittig ein

Frauenkörper von rosa-, blau- und grünfarbenen Stoffelementen

umgeben und schließlich der abstrakte,

lang gezogene muskulöse Körper eines Mannes. Malen

ist für Crescente ein instinktiver und kein intellektueller

Vorgang. Die normale Distanzlosigkeit zu den

eigenen Instinkten macht es ihm deshalb unmöglich,

seine Malerei direkt zu erklären.

Zum Künstler:

Er besuchte die freie Kunstschule in Nürtingen,

künstlerische Betreuung durch Hermann Nitsch.

Mitarbeit an der freien internationalen Universität,

die unter der Leitung von Joseph Beuys stand,

Mitglied des von Hermann Nitsch geleiteten Orgien-

Mysterien-Theaters, Prinzendorf. (12216012) (18)

€ 2.000 - € 4.000


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119


690

ALBERT BIRKLE,

19 ERLIN – 198 ALUR

FLÜCHTLINGE IN SCHLESIEN, 1946

Kohle auf Papier.

59,5 x 44 cm.

Rechts unten signiert.

Hinter Glas in blauem Rahmen.

Rückwärtig mit Kohlestudie eines liegenden Mannes.

Darstellung mehrerer ausgemergelter Menschen

unter Bäumen, welche sich ihre Hände an einem

Feuer wärmen. Darüber ausgedörrte Bäume mit darüberliegendem

zerfetztem Textil. Beschädigungen

am Rahmen.

Provenienz:

Privatsammlung.

Kunsthandel Widder, Wien, 14. März 2007.

Dort vom Einlieferer erworben. (1221564) (13)

€ 2.000 - € 3.000


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FRANCISCO ZUNIGA,

1912 UADALUE – 1998 LALAN

NACKTE (DESNUDO), 1979

Bleistift auf Papier.

49,5 x 69,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert.

Im Passepartout, hinter Glas in silbernem Rahmen.

Querformatige Darstellung einer entblößten Frau nach

vorne und einmal nach hinten gewandt, einen Oberschenkel

zur Seite, einen nach oben gebeugt, die Arme

um das Gesicht verschlossen.

Provenienz:

Im Kinsky, Wien, 1. Dezember 2009, lot 231.

Dort direkt vom Einlieferer erworben. (12215620)

(13)

€ 2.000 - € 4.000


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692

ERNST STÖHR,

18 – 191

DAMENBILDNIS, CA. 1905

Öl auf Leinwand.

90,5 x 66,5 cm.

Links unten schwach signiert.

Hinter Glas in vergoldetem Jugendstil-Rahmen.

Vergleiche:

Gedächtnisausstellung Ernst Stöhr, Ausstellungskatalog

des Kulturamtes St. Pölten 1962, Kat. Nr. 9

Ernst Stöhr, Versteigerung des Künstlerischen

Nachlasses, Ausstellungskatalog der Secession,

Wien 1918, Nr. 4.

Provenienz:

Privatsammlung, Wien.

Kunsthandel Widder, Wien, 25. Juli 2006.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

Literatur:

Kunsthandel Widder, Artists and Cosmopolites,

Linz 2004, S. 88 (abgebildet S.89).

Frodl Gebert, Art in Vienna around 1900 – The other

side, Ausstellungskatalog, Austrian Gallery, 1987,

Nr. 143. (12215616) (13)

€ 5.000 - € 10.000


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121


693

FRANZ SCHADEN,

1888 – 198

BERGLANDSCHAFT

Öl auf Holz.

61 x 59 cm.

Rechts unten sigiert „F. Schaden“.

Rückwärtig Nummerierung und Stempel.

Aufsicht über bergige Landschaften, an Giovanni

Bellini (1430-1516) erinnernd. Felsblöcke auf einem

See mit rückwärtig abschließendem, den Horizont

über steigendem Gebirgsmassiv mit seichten Wolkenbändern.

Provenienz:

Im Kinsky, Wien, 20. April 2010, lot 420.

Dort vom Einlieferer erworben. (12215615) (13)

€ 2.000 - € 4.000


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694

FRANZ SCHADEN,

1888 – 198

REIGEN

Öl auf Platte.

122 x 122 cm.

Rückwärtig Datierungen sowie Preisangaben.

In geweißeltem gekehlten Holzrahmen.

Braungrundige Darstellung zahlreicher Musikanten und

Tänzer in spätmittelalterlicher Kleidung in abstrahierter

Landschaft, die durch Grasbüschel, Blumen und

junge Bäume angedeutet wird. Die tanzenden Personen

durch die Musikanten mit Kontrabass, Cello und

Geigen begleitet.

Provenienz:

Im Kinsky, Wien, 28. September 2010, lot 344.

Dort direkt vom Einlieferer erworben. (12215614)

(13)

€ 2.000 - € 4.000


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695

PETER SENGL,

E 194

GROSSES TEDDYSPIEL MIT ROTEM ECK, 1997

Mischtechnik auf Leinwand.

150 x 120 cm.

Mittig oben vom Künstler betitelt und datiert „Großes

Teddyspiel mit rotem Eck 1997 P.S. Wien N.7.32 P.

Sengl 97 (Butter-Stribut mit blauen Schatten P.S. 97)“.

In dünner Galerieleiste.

Provenienz:

Im Kinsky, Wien, 27. September 2001, lot 256.

Dort direkt vom Einlieferer erworben.

Zertifikat:

Dem Werk ist ein Echtheitszertifikat beigegeben von

Mag. Astrid Pfeiffer, Wien, 22.1.2013. (1222015) (13)

€ 2.000 - € 4.000


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123


19TH CENTURY

PAINTINGS


696

FRANCESCO BEDA,

184 RIE – 19 EENDA

DAS BILLARDSPIEL

Öl auf Leinwand. Doubliert.

60 x 101 cm.

Rechts unten signiert „F. Beda“.

In dekorativem Rahmen.

Die Szenerie ins Genre des 18. Jahrhunderts versetzt:

In einem großen prachtvollen Saal, der mit zwei korinthischen

Marmorsäulen, barocken Spiegeln, goldener

Wandmalerei und einem mittig von der Decke hängenden

Kristalllüster ausgestattet ist, der große cremefarbene

Billardtisch auf acht Füßen, an dem zwei

Männer mit Queue in den Händen beim Spiel sind.

Sie haben dabei reichlich Zuschauer; dazu gehören

zwei Männer, die am Tisch die Lage der Billardkugeln

begutachten, auf der linken Seite ein sitzendes Paar

sowie rechts zwei stehende Damen, eine in einem

gelb- gold glänzenden, langen Kleid mit Spitze, die andere

mit dunklen Haaren in einem karminroten Kleid.

Auf einem mit Seidenstoff ausgestatteten und vergoldeten

Fauteuil drei weitere Figuren, von denen sich

eine Dame mit Fächer wohl das Spiel von einem hinter

dem Möbelstück stehenden Mann erklären lässt.

Virtuose Wiedergabe der Stofflichkeit in zurückhaltenden,

meist pastelligen Farbtönen. Das Gemälde von

hoher feinmalerischer Qualität. Kleinere Retuschen. (†)

(11902014) (18)

FRANCESCO BEDA,

184 RIEE – 19 IID

GAME OF BILLIARDS

Oil on canvas. Relined.

60 x 101 cm.

Signed “F. Beda” at the bottom.

In decorative frame.

The painting is executed in fine painting and is of high

quality. Minor retouching. (†)

€ 20.000 - € 40.000


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697

ALFRED POLLENTINE,

18 – 189

VEDUTE MIT ANSICHT DES DOGENPALASTES

ÜBER DEN CANAL GRANDE

Öl auf Leinwand.

75,5 x 127 cm.

Links unten signiert „A. Pollentine“, A und P legiert.

In vergoldetem gekehlten Rahmen mit Zungenfries.

Perspektivisch zulaufende Darstellung des ruhigen

Gewässers des Canal Grande mit keilförmig links und

rechts angeordneten Gebäuden Venedigs. Auf der

rechten Seite der Dogenpalast mit der entsprechenden

Stadtvedute und dem dahinter aufragenden Campanile.

Auf der linken Seite die weiter zurückliegende

Kirche Santa Maria della Salute. (12213522) (13)

€ 8.000 - € 12.000


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698

IALIENIHER ALER DE 19 AHRHUNDER

ANSICHT VON VENEDIG

Öl auf Leinwand.

65 x 42 cm.

Blick über den belebten Canal Grande mit zahlreichen

Booten und Gondeln auf einen der Türme von

Venedig mit dahinterliegender prunkvoller Palazzoanlage.

Rechts führt die Wasserstraße unter einer

Brücke weiter in die Tiefe. Malerei in teils raschem

Pinselduktus unter hohem wolkigen Himmel. Verso

Unterlegungen, Rahmenschäden. (1211745) (3) (18)

€ 4.000 - € 5.000


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699

FRANZ RICHARD UNTERBERGER,

188 INNRU – 192 NEUILL

Der Künstler war ein Tiroler Landschaftsmaler, der in

Düsseldorf unter Andreas Achenbach (1815-1910) und

Oswald Achenbach (1827-1905) die dortige Kunstakademie

besuchte und in den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts

das südliche Italien bereiste, wo zahlreiche

Gemälde entstanden.

ITALIENISCHE LANDSCHAFT MIT SCHROFFEN

GEBIRGSFELSEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

76 x 108 cm.

Rechts unten monogrammiert „FRU.“

In dekorativem Rahmen.

FRANZ RICHARD UNTERBERGER,

188 INNRU – 192 NEUILL

ITALIAN LANDSCAPE WITH RUGGED MOUNTAIN

ROCKS

Oil on canvas. Relined.

76 x 108 cm.

Monogrammed “FRU“ lower right.

In decorative frame.

€ 13.000 - € 16.000


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Blick von erhöhtem Standpunkt aus auf eine flache

steinerne Anhöhe mit zwei Frauen in italienischer

Tracht, in der Nähe eines flachen steinernen Hauses

mit danebenliegenden Bäumen und Zypressen sowie

teils blühenden Kakteen. Im Hintergrund ein mächtiges,

steil aufsteigendes Felsenmassiv, auf dessen

oberster Spitze eine weiße Gebäudeanlage zu erkennen

ist. Links davon der flache ruhige See mit einigen

weißen Segelbooten, im diesigen Licht der aufgehenden

Morgensonne. Stimmungsvolle italienische Landschaftsdarstellung

unter hohem blauen Himmel, den

Eindruck eines sommerlichen Tages vermittelnd.

(1221451) (18)

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129


700

GIOVANNI GRUBACS,

1829 – 1919

Mit Giovanni Grubacs entwickelte sich die Vedutenmalerei

in Venedig fort, welche bereits Jahrhunderte

vorher begann. Grubacs hatte sich auf gemalte Ansichten

Venedigs spezialisiert und wurde dafür gefeiert.

Geprägt wurde er vor allem durch Maler wie Francesco

Guardi (1712-1793) und Canaletto (1697-1768)

und übersetzte die Vedutenmalerei seiner Vorgänger

in den Geschmack des 19. Jahrhunderts.

VEDUTE ÜBER DEN BACINO ZUM MARKUSPLATZ

UND DEM DOGENPALAST

Öl auf Leinwand.

80 x 119 cm.

Links unten signiert.

In gekehltem vergoldeten Rahmen.

(1220851) (3) (13)

GIOVANNI GRUBACS,

1829 – 1919

VEDUTA OVER THE BACINO CANAL TO ST MARK’S

SQUARE AND THE DOGE’S PALACE

Oil on canvas.

80 x 119 cm.

Signed lower left.

In coved gilt frame.

€ 18.000 - € 25.000


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JOHN WILLIAM GODWARD,

181 ILEDON – 1922 LONDON

A HAPPY AWAKENING

Öl auf Leinwand.

31,8 x 66,8 cm.

Links unten signiert und datiert „ J.W. Godward

1903“. Rückwärtiges Etikett von Thomas Maclean sowie

vermerkt: £100 Aug 1903‘.

In dekorativem, vergoldeten Rahmen mit seitlich

kannelierten Pilastern, sowie Sockel- und Architravzone.

Auf einer hellen Marmorbank die liegende Schönheit

in einem faltenreichen, orangefarbenen Kleid der Antike

mit roten langen Haaren, die über die Bank reichen.

In dieser schönen Szene erwacht die junge

Frau oder Göttin aus ihrem Schlaf. Ihre weichen, verschlafenen

Augen blicken auf die leuchtend rosa Blüten

über ihrem Kopf und sie wirkt nachdenklich und

erholsam. Ihren rechten Arm hat sie nach oben gestreckt

und versucht gerade einen kleinen Zweig des

rosafarbenen Oleanders zu pflücken. Ihre Gliedmaßen

ruhen auf dem kühlen Marmor der Szene und ihr

leuchtendes Kleid zieht den Fokus auf sie. In der Ferne

fällt der Blick auf das blaue Meer und links auf eine

alte klassische Gebäudeanlage - vielleicht auch der

Tempel dieser Göttin; rechts ist ein ein großer Oleanderbaum

zu sehen. Godward brachte ein einziges

Thema auf, eine Vorlage von schönen klassischen

Mädchen mit Marmor, Roben, Blumen und Meer, wie

dieses Gemälde, das sich als eine reiche Grundlage

für den größten Teil seiner Karriere erwies. Mit großem

Erfolg festigte Godward seinen Stil, indem er

Farb-, Format- und Kompositionsvariationen an seinen

homogenen Themen machte, trotz modernistischer

Eingriffe in die Londoner Kunstszene, bis der Krieg

die Nachfrage endgültig auslöschte. In seinem Niedergang

im Alter von 61 Jahren beging er Selbstmord;

es heißt, er habe eine Notiz hinterlassen, in der

er schrieb, dass „die Welt nicht groß genug für mich

und einen Picasso ist“. In seiner besten Zeit, wie hier,

waren seine Bilder harmonisch und üppig, sein Marmor

wunderschön geädert, die Draperie der Kleider

kunstvoll platziert, und die Komposition theatralisch

arrangiert - Oasen des süßen Nichts, aber sofort erkennbar

von den Wänden der Royal Academy und

von populären Gravuren nach ihnen.

1903 stellte Godward an der Königlichen Akademie

ein Gemälde namens „Pyrrha“ aus, das leider nicht

mehr zurück zu verfolgen ist. Interessanterweise bedeutet

„Pyrrha“ „Flammenrot“, die Farbe der Haare

dieses Modells. Alles, was über das Werk bekannt ist,

ist die Studie für Pyrrha (Referenz: Swanson 1903.5);

es war ein Porträt, das zwei Figuren, Pyrrha und ihren

Mann Deucalion dargestellte.

Vern Swanson, Autor des Catalogue raisonné, hat daher

angedeutet, dass es wahrscheinlich ist, dass das

vorliegende Bild nicht das Bild ist, das in der Royal

Academy ausgestellt wurde, sondern ‚A Happy Awakening‘.

Das uns vorliegende Gemälde wurde jedoch

bei Maclean in der jährlichen Winterausstellung im

Oktober 1903 gezeigt.

Vergleiche:

Ein Gemälde mit einer Liegenden in ähnlicher Gestaltung

von 1906 wurde am 08. November 2013 bei

Sotheby´s New York unter Los 9 zu 964.000,- Euro

verkauft.

Provenienz:

Private Collection of the Colfox family.

Private Collection, United Kingdom.

Literatur:

Vern G. Swanson, John William Godward: The Eclipse

of Classicism (Woodbridge: ACC Art Books,

1998).

€ 300.000 - € 400.000


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133


702

STEPHAN WLADISLAWOWITSCH BAKALOWICZ,

18 ARHAU – 194 RO

RÖMISCHE DAME, EINE ÖLLAMPE

AM HAUSALTAR ENTZÜNDEND

Öl auf Leinwand.

40 x 27,5 cm.

Rechts unten signiert „St. Bakolowicz“, bezeichnet

„Rome“ und datiert „MCMXI“".

Hinter Glas in dekorativem Prunkrahmen.

Beigegeben eine Expertise des Federal State Institution

of Culture N. 707 EK-905-07, vom 20. September

2007 (im Original vorliegend). Sowie die Expertise in

englischer Übersetzung der Russian Federation in the

city of Moskau (in Kopie vorliegend).

Im Inneren eines römischen Hauses, vor einer bemalten

Wand, eine junge Frau in römischem Gewand mit

hochgesteckter Frisur, in der sie ein goldenes Diadem

trägt. Mit ihrer rechten schmalen Hand zündet sie gerade

eine Öllampe an, die sie in ihrer Linken hält. Mit

den Augen ihres zarten Gesichts, das zudem durch

einen Perlohrring geschmückt wird, schaut sie aufmerksam

auf das Entzünden. Ihr zur Seite steht der

auf einer rechteckigen Säule befindliche Altar in Form

eines Hauses, dessen rot gefärbter Eingang von zwei

Säulen flankiert wird, und in dem drei Statuen stehen.

Die Bekrönung bildet ein rötliches Satteldach mit einem

weißen Fries. Feine qualitätvolle Malerei, die

den Betrachter in die Antike versetzt und an Rom

und Pompeij erinnert. (1220481) (18)

STEPHAN WLADISLAWOWITSCH BAKALOWICZ,

18 ARA – 194 ROE

ROMAN LADY LIGHTING OIL LAMP

AT A HOUSE ALTAR

Oil on canvas.

40 x 27.5 cm.

Signed “St Bakolowicz” lower right, inscribed

“Rome” and dated “MCMXI”.

Framed with glass in decorative frame.

Accompanied by an expert’s report of the Federal

State Institution of Culture no. 707 EK-905-07, dated

20 September 2007 (original enclosed). And a copy of

the expert’s report with translation in English from the

Russian Federation in the city of Moscow.

Fine high- quality paining, which transports the beholder

into antiquity and is reminiscent of Rome and

Pompeii.

€ 30.000 - € 40.000


INFO INFO | BIETEN | BID

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703

LOUIS ÉMILE VILLA,

18 – 19

Französischer Maler, Studium an der École des Beaux-

Arts in Paris, zusammen mit Frédéric Bazille (1841-

1870). In den 1880er-Jahren widmete er sich vorwiegend

Neorenaissance-Themen aber auch Genrebildern,

die er im Salon von 1861 bis 1885 ausstellte.

STEHENDER DAMENAKT IN INTERIEUR, 1870

Öl auf Leinwand.

167 x 75 cm.

Links unten signiert und datiert.

Vor einem grün tapezierten Interieur mit Boudoir-

Mobi liar, im Stil der Renaissance, ein Akt einer jungen

Frau, welche den Psychenspiegel auf einem Halbschrank

zu sich dreht. Die Kleidung, welcher sie sich

entledigt hat, liegt auf einem blau tapezierten Stuhl,

der am linken Außenrand des Gemäldes erscheint.

Provenienz:

Laut Angabe des Einlieferers aus der Sammlung der

Familie des Künstlers. (1221933) (13)

LOUIS ÉMILE VILLA,

18 – 19

STANDING FEMALE NUDE IN INTERIOR, 1870

Oil on canvas.

167 x 75 cm.

Signed lower left and dated.

Provenance:

According to the consignor from the collection of the

artist‘s family.

€ 40.000 - € 60.000


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704

GIOVANNI BATTISTA COSTA,

188 – 198

ODALISKE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

90 x 110 cm.

Im linken oberen Bildviertel signiert „G. Costa“. Rahmen

rückwärtig mit zwei roten Lacksiegeln versehen.

In breitem vergoldetem verglastem Rahmen.

Wie im Werk des bekannten Orientalisten Giovanni

Costa zu finden, wird hier im großen Format bildflächenfüllend

eine Odaliske, also eine Konkubine eines

Sultans, auf ihrer Bettstatt dargestellt, welche, von einer

neben ihr stehenden Wasserpfeife berauscht, nicht

um die Verbergung ihrer weiblichen Reize bemüht ist.

(1210851) (13)

€ 8.000 - € 12.000


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139


705

ANGELO VON COURTEN,

1848 OLONA – 192 NHEN

ITALIENISCHE SCHÖNHEIT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

102 x 80 cm.

Rechts unten signiert „A. de Courten“.

In geschnitztem akanthusblattverziertem vergoldeten

Rahmen.

Neben einem rechts stehenden Architekturfragment

die einen Metallkrug haltende, leicht bekleidete junge

Dame mit nach links gerichtetem Blick. (12213525)

(13)

€ 6.500 - € 8.000


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706

ANDREI BELLOLI,

1821 – 1881 U

SUSANNA

Öl auf Leinwand.

200 x 146 cm.

Unsigniert.

In bronziertem gekehltem Rahmen mit Reliefzierrat.

An einem stillen Gewässer das durch rote und weiße

Stoffbahnen kenntlich gemachte Lager einer Dame

nebst Krug, welche sich partiell in dem Wasser spiegelt,

welches sie fast mit ihrem Fuß berührt und diesen

sicherlich im nächsten Moment eintaucht: Sie ist

in Bewegung begriffen, hat sie sich doch offensichtlich

erschrocken und dreht sich gen Hintergrund, wo –

wenn Susanna dargestellt ist – die zwei Alten ihr auflauern.

Entweder handelt es sich um eine Kopie oder

um eine zweite Version von Bellolis Gemälde von

1871. (1221762) (13)

ANDREI BELLOLI,

1821 - 1881 ARIUED

SUSANNA

Oil on canvas.

200 x 146 cm.

Unsigned.

In moulded bronzed-coated frame with relief décor.

This is either a copy or a second version of Belloli‘s

painting from 1871.

€ 36.000 - € 40.000


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141


707

FRANZÖSISCHER MALER

DE 19 AHRHUNDER

RÖMISCHER LIEGENDER AKT

Öl auf Leinwand.

134 x 233 cm.

Unsigniert.

In vergoldetem gekehltem Rahmen mit Reliefzierrat.

In einem Interieur, welches von kannelierten Säulen

hinterfangen wird, eine durch ein seites Tuch sehr

knapp bedeckte weibliche Gestalt auf einer Fulcrumk

line liegend. Neben der Kline eine gesockelte Schale

mit Kanne und Weintrauben. (1221761) (13)

FRENH HOOL 19H ENUR

ROMAN RECLINING NUDE

Oil on canvas

134 x 233 cm.

€ 80.000 - € 100.000


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708

FRANIHER ALER DE LAIIU

Gemäldepaar

MORGEN UND ABEND DER VENUS UND DES

LIEBESGOTTES AMOR

Öl auf Leinwand.

105 x 132 cm.

Um 1810.

In dem original klassizistischen vergoldeten Rahmen

mit Palmettendekoration.

Die Gemälde als Gegenstücke gearbeitet. Beide Bilder

bilden jeweils den Einblick in eine von grünem bzw.

rotem Velum überhangene Liegestatt der Venus, die in

beiden Bildern gemeinsam mit ihren Gespielinnen

wiedergegeben wird, die sich spielerisch mit Amoretten

auseinandersetzen. In einem der Bilder wird Venus

vom Schlaf erweckt, offensichtlich um sie an ihre Aufgabe

zu erinnern, das Laken bereits zurückgezogen,

während zwei Gehilfinnen der Venus die Putten zu vertreiben

suchen. Im Gegenstück hat der Amorknabe

sich bereits im Bett der Venus ermüdet zum Schlafen

niedergelegt. Damit sind die beiden Bilder symbolisch

mit dem Thema des Abends bzw. des Morgens verbunden.

(1221664) (3) (11)

FRENCH CLASSICISM PAINTER

A pair of paintings

MORNING AND EVENING OF VENUS WITH LOVE

GOD CUPID

Oil on canvas.

105 x 132 cm.

Ca. 1810.

In original classicism gilt frame with palmette décor.

The paintings are created as counterparts.

€ 40.000 - € 50.000


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145


709

JULES ROMAIN JOYANT,

18 ARI – 184 EENDA

BLICK AUF VENEDIG MIT DEM DOGENPALAST

Öl auf Leinwand. Doubliert.

46 x 59,5 cm.

Links unten signiert und datiert „JR. Joyant 1853“.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Blick über den ruhig fließenden, in blauen und grünlichen

Farbtönen schimmernden Canal Grande, auf den

berühmten Dogenpalast und die beiden großen Säulen

von San Marco und San Teodoro. Im Vordergrund

rechts einige am Ufer ankernde Boote sowie einige

mit Figuren besetzte Gondeln auf dem Wasser. Im

Hintergrund die große weiß-graue prachtvolle Kirche

Santa Maria della Salute. Das Licht fällt von links auf

die Stadt und bestrahlt die gelb-rötliche Fassade des

Palastes. Stimmungsvolle Malerei im warmen Sonnenlicht

in teils raschem Pinselduktus. (1221357) (18)

JULES ROMAIN JOYANT,

18 ARI – 184 IID

VIEW OF VENICE WITH DOGE'S PALACE

Oil on canvas. Relined.

Signed lower left and dated “JR. Joyant 1853”.

In decorative gilt frame.

View of the slow flowing bluish-green Grand Canal of

the famous Doge’s Palace and the two large columns

of San Marco and San Teodoro. Atmospheric painting

in warm sunlight in partially quick brush strokes.

€ 12.000 - € 15.000


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149


WILLIAM CLARKSON STANFIELD,

19 – 18 ALER DER ROAL AADE

DER DOGENPALAST UND DIE SEUFZERBRÜCKE

Öl auf Leinwand.

110 x 116 cm.

Rechts unten signiert.

Rückwärtig mit alten Sammlungsetiketten.

In geschwärztem Rahmen mit Perlstabrand.

Links die von der Sonne bestrahlte Ecke des Dogenpalastes

mit danebenliegender Seufzerbrücke, zahlreiche

verschiedenartige Schiffe, welche meist abgetakelt

sind und Personen ihren alltäglichen Unternehmungen

nachgehend, werden hier in sanfter Farbigkeit dargestellt.

(12213523) (13)

€ 5.000 - € 8.000


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EUGEN ALFONS VON BLAAS

A


EUGEN ALFONS VON BLAAS,

184 ALANO LAIALE – 191 VENEDI

Der in Italien geborene Maler war Sohn des österreichischen

bekannten Malers Carl von Blaas (1815-1894),

bei dem er auch seinen ersten Unterricht erhielt. Wie

sein Vater hielt auch er später eine Professur an der

Akademie in Venedig.

KNABE BEIM GENUSS EINES PFIRSICHS

Öl auf Leinwand.

68 x 48 cm.

Rechts am Bildrand nach oben hin ziehende Signatur

mit Datierung „1886“.

In schwerem Goldrahmen.

Der Knabe im Dreiviertelbildnis nach links stehend

wiedergegeben, vor grünlich changierendem Hintergrund,

im offenen, leicht angeschmutzen Hemd eines

Gassenjungen hält er in seinem Hut weitere leuchtende

Früchte und genießt offenbar die Pfirsichfrucht

sehr aufmerksam. Das Motiv gehört zu den beliebten

Genredarstellungen, wie auch seine Stadlszenen,

Bildnisse junger Frauen oder weitere Motive aus dem

südlichen Volksleben. Oft befinden sich in seinem

Werk junge italienische Mädchen, Bettelkinder oder

Hofszenen. In gewisser Weise hat Blaas auch mit diesem

Bild dem ärmlichen aber unbeschwerten Leben

Italiens ein Denkmal gesetzt.

Provenienz:

Auktion, Koller, Zürich, 18. September 2009, lot 3524.

Dort vom Einlieferer erworben. (12215623) (11)

EUGEN ALFONS VON BLAAS,

184 ALANO LAIALE – 191 VENIE

The artist was born in Italy and is the son of the famous

Austrian painter Carl von Blaas (1815-1894), who

was his first teacher. Just like his father he was later

also a professor at the Academy in Venice.

BOY ENJOYING A PEACH

Oil on canvas.

68 x 48 cm.

Signature and date “1886“ towards the top right edge.

In heavy gilt frame.

The painting depicts the boy standing to the left in

three-quarter length against a green shimmering background

dressed in an open, slightly soiled shirt of to

street urchin. He is holding out shiny pieces of fruit in

his hat and is evidently savouring a peach with great

intent. This is a popular genre scene of the artist as are

his barn scenes, depictions of young women or other

Southern folk scenes. His works often include Italian

girls, begging children or courtyard scenes. In some

way, the artist is paying tribute to the poor but lighthearted

life in Italy in the painting on offer for sale here.

Provenance:

Koller, Zurich, 18 September 2009, lot 3524.

Acquired there directly from the consignor.

€ 100.000 - € 150.000


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FERDINAND LEEKE

M N


FERDINAND LEEKE,

189 UR ADEUR – 19 NRNER

Vielfigurige Darstellungen mit antikisierendem Hintergrund

sind typisch für das Schaffen des Ferdinand

Leeke, welcher seit 1881 an der Akademie der bildenden

Künste in München bei Ludwig von Herterich

(1856-1932) und Sándor von Liezen-Mayer (1839-1898)

studierte. Neben den antikisierenden Darstellungen

bildete eine Serie von Bildern mit Szenen aus Richard

Wagners Opern sein Hauptwerk. Er bebilderte auch

die „Deutschen Heldensagen“ von Richard Weitbrecht.

FRÜHLINGSFEST DER FLORA

VOR DER AKROPOLIS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

100 x 150 cm.

Links unten signiert „Ferd. Leeke“.

In aufwendig geschnitztem und vergoldeten Rocaillerahmen.

FERDINAND LEEKE,

189 UR ADEUR – 19 NUREER

SPRING FESTIVAL OF FLORA IN FRONT OF THE

ACROPOLIS

Oil on canvas. Relined.

100 x 150 cm.

Signed “Ferd. Leeke“ lower left.

In elaborately carved and gilt Rocaille frame.

Provenance:

Private collection, NRW.

Van Ham Kunstauktion, 20 November 2009, lot 359,

sold then for 61,000 Euro.

€ 20.000 - € 30.000


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Sommerlich beschienene Landschaft mit blühenden

Blumen, vor einer Marmorstatue der Aphrodite, dazwischen

Zypressen mit linkswärtigem Ausblick auf

die Akropolis mit davorliegendem Schiff. Mit teils verschatteten

jungen Frauen in verschiedener, polychrom

dargestellter Gewandung in antikischer Manier.

Provenienz:

Privatsammlung NRW.

Van Ham Kunstauktion, 20. November 2009,

Lot 359, damaliger Zuschlagspreis 61.000 Euro.

(12215628) (13)

Signatur von Lot 711

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155


ADELHEID DIETRICH

E


ADELHEID DIETRICH,

182 IENER – 1891 ERFUR

GROSSES STILLLEBEN MIT BLUMEN, GRÄSERN,

BEEREN UND INSEKTEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

80 x 69 cm.

Rückwärtig Übertrag der Rückseitenbeschriftung nach

Doublierung: „gemalt von Adelheid Dietrich 1880. Erfurt.“

In gekehltem vergoldetem Rahmen.

Dieses besonders große und reich ausgestattete

Gemälde nimmt mit wenigen anderen Gemälden eine

Sonderstellung im Werk der Adelheid Dietrich ein.

Es übertrifft die meisten anderen Werke der Schülerin

von Eduard Dietrich (1803-1877) an Fülle, farblicher

Harmonie und Differenzierung in Form und Stofflichkeit.

Vor einer Wasserlache, welche teils als Spiegel

für die dargestellten Pflanzen gilt, werden Winden,

Hopfen, Holunderbeeren, Farne und zahlreiche Blüten

gezeigt, welche sich vor dem hellen Blau des

Himmels abzeichnen. (†)

ADELHEID DIETRICH,

182 IENER – 1891 ERFUR

LARGE STILL LIFE WITH FLOWERS, GRASS,

BERRIES AND INSECTS

Oil on canvas. Relined.

80 x 69 cm.

Transfer of the inscription on the back after relining:

“gemalt von Adelheid Dietrich 1880. Erfurt.”

In grooved gilt frame. (†)

Provenance:

Offered for sale at: Christie’s, New York, 19 April 2006,

lot 108. Estimated price at the time USD 150,000 -

250,000.

€ 45.000 - € 65.000


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Provenienz:

Angeboten bei: Christie‘s, New York, 19. April 2006,

lot 108. Damaliger Schätzpreis USD 150.000 - 250.000.

(1200491) (13)

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159


LOUIS ÉMILE VILLA,

18 – 19

Französischer Maler, Studium an der École des Beaux-

Arts in Paris, zusammen mit Frédéric Bazille (1841-

1870). In den 1880er-Jahren widmete er sich vorwiegend

Neorenaissance-Themen aber auch Genrebildern, die

er im Salon von 1861 bis 1885 ausstellte.

ZWEI FRAUEN MIT EINEM KLEINEN VOGEL

Öl auf Leinwand.

94 x 88 cm.

Rechts unten signiert „E. Villa“.

Am geöffneten Dachfenster eines vornehmen Hauses

zwei junge Frauen, eine davon verbirgt sich hinter dem

grünen Vorhang des Fensters, während die andere

sich über die Eisenbrüstung gebeugt hat, um einen in

einem kleinen Netz gefangenen Vogel zu befreien. Sie

trägt eine weiße Haube mit Schleife und dazu ein

glänzendes rot-weißes Kleid mit Spitze an den Ärmeln.

Das Netz mit dem kleinen roten Holzgitter liegt auf

der Fensterbank in der Brüstung, auf der sich noch

zwei Blumentöpfe, einer davon mit Veilchen, und eine

umgefallene weiße Henkelkanne, aus der Blumen hervorragen,

befinden. Stimmungsvolle Malerei in frischer

Farbgebung. (1221934) (18)

LOUIS ÉMILE VILLA,

18 – 19

French painter, studied at the École des Beaux-Arts in

Paris together with Frédéric Bazille (1841-1870). During

the 1880s he predominantly painted Neo-Renaissance

subjects but also genre scenes, which he exhibited at

the Salon between 1861 and 1885.

TWO WOMEN WITH SMALL BIRD

Oil on canvas.

94 x 88 cm.

Signed “E. Villa.“ lower right.

Atmospheric painting in fresh colours.

€ 20.000 - € 30.000


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161


PAUL H. ELLIS



PAUL H. ELLIS,

I 1882 – 198

A MISTY MORNING - THE MOSQUE SANTA SOPH-

IA & GOLDEN HORN, CONSTANTINOPLE

Öl auf Leinwand.

60,5 x 110,5 cm.

Links unten signiert „Paul H. Ellis“, verso betitelt und

erneut signiert auf Leinwand.

Rückseitige Leinwand abgedeckt mit Plexiglasplatte.

PAUL H. ELLIS,

AIVE 1882 – 198

A MISTY MORNING. THE MOSQUE SANTA SOPHIA

AND GOLDEN HORN. CONSTANTINOPLE

Oil on canvas.

60.5 x 110.5 cm.

Signed “Paul H. Ellis” lower right, titled and signed

again on canvas on the reverse.

Canvas covered by acrylic panel on the reverse.

Blick über die ruhige blaue See mit zahlreichen Segelbooten,

die sich im schimmernden Wasser wiederspiegeln,

auf die Stadt Konstantinopel mit der berühmten

Hagia Sophia. Im dunstigen Licht der aufgehenden

Morgensonne. Stimmungsvolle Malerei mit vielen

differenzierten Blau-, Beige- und Brauntönen. Kleinere

Retusche. (1200038) (18)

With minor retouching.

€ 20.000 - € 30.000


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IALIENIHER ALER DE 19 AHRHUNDER

Gemäldepaar

ANSICHTEN VON NEAPEL

Öl auf Leinwand. Eine Leinwand doubliert.

50 x 71 cm und 49 x 71 cm.

Blick über den Golf von Neapel mit zahlreichen Schiffen

und Fischerbooten auf die Kulisse der Stadt, unter

hohem hellblauen Himmel. Das zweite Gemälde zeigt

das breite Ufer mit großer Gartenanlage mit Brunnen

und einem Rundtempel, vor den Häusern der Stadt

mit dem Palazzo Riale. Im Vordergrund der belebte

Platz mit elegant gekleideten Damen und Herren,

dazu einige Postkutschen. Malerei mit hohem hellblauen

Himmel in überwiegend heller Farbgebung,

wobei die schwarze Kleidung der Herren mit ihren Zylindern

und zwei schwarze Postkutschen den Blick

des Betrachters auf sich lenken. (1221882) (18)

€ 5.500 - € 7.500


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165


GIACOMO CANEVA

P R


GIACOMO CANEVA,

U 181 ADUA – 189 RO

Italienischer Vedutist, der sich später der Fotografie

zuwandte. Der Maler ist einer der seltenen Künstlerpersönlichkeiten,

die an der Wende zwischen Malerei

und Fotografie im 19. Jahrhundert stehen. Zunächst an

der Biblioteca dell‘Accademia di Belle Arti di Venezia

ausgebildet, spezialisiert auf Perspektive und Ornamentenwurf,

widmete er sich anschließend der Gattung

der Landschaft sowie der Vedute. Als jüngerer

Akademiekollege des Ippolito Caffi (1809-1866) strebte

auch Caneva eine neuere modernere Auffassung der

Architekurmalerei an, mehr oder weniger auch beeinflusst

von Caffi. So standen seine früheren Werke

durchaus noch in der Tradition eines Bernardo Bellotto

(1721-1780), 1840 jedoch entschied er sich den bisher

gegangenen Weg zu verlassen. Er zog nach Rom, um

die archäologischen Stätten zu studieren, nicht zuletzt

beeinflusst von den dort wirkenden unterschiedlichsten

Künstlergruppen und Kultureinflüssen. Vor allem

aber lernte er dort die damals gerade durch englische

und französische Archäologen ausgegrabenen Städte

kennen, die sogleich von verschiedenen Fotografengruppen

dokumentiert wurden. Das berühmte Caffè

Greco in der Via Condotti war schließlich der Zusammenkunftsort

dieser frühen Fotografen, denen Caneva sich

alsbald anschloss, als sich die Gruppe „Scuola Romana

di Fotografia“ bezeichnete. Das Gründungsdatum 1848

war auch für Caneva ein Wendepunkt in seinem Schaffen.

Von nun an hatte er einen völlig neuartigen, eben

fotografischen Blick auf architektonischen Städten und

Denkmäler. Sodann entstanden eine Reihe von meist

kleinerformatigen Veduten, einige davon für den Architekten

Giuseppe Jappelli (1783-1852) geschaffen, die

sich heute in den Museen Civici sowie Eremitani in

Padua befinden. So bediente er sich von nun an einer

neuen Technik, der sogenannten Kalotypie, ein von

William Henry Fox Talbot (1800-1877) erfundenes Aufnahmeverfahren

der Fotografie. Das 1855 veröffentlichte

Werk „Della fotografia, trattato pratico di Giacomo

Caneva, pittore prospettico“ machte Caneva letztendlich

berühmt.

PIAZZA SAN MARCO IN VENEDIG MIT BASILIKA

UND UHRTURM

Öl auf Kupfer.

59,5 x 87 cm.

Links unten signiert.

Die Venedigvedute zeigt den Blick auf die Piazza San

Marco gegen die Nordseite hin mit dem Uhrenturm,

eingefasst durch die angrenzenden Bauten mit rundbogigem

Galeriedurchgang. Rechts, vom Westlicht beleuchtet,

die Fassade der Markuskirche, links die Loggetta

des Architekten Jacopo Sansovino. Der Platz

locker bestückt durch Figurenstaffage, meist in Gruppen

zusammengestellt, darunter Männer im Gespräch,

aus dem Dom heraustretende, lang gekleidete Damen

oder auch eine Mutter mit Kind. Auffallend ist

hier bereits die Vorliebe für eine exakte perspektivische

Darstellung, die ganz dem realistischen, dem Blick

des Fotografen gemäße Auffassung entspricht. Links

unten im Bild die ebenso originelle, aber für den Maler

typische figurale Signatur, in Form eines laufenden

Hündchens, was im übertragenen Sinne dem Namen

des Malers entspricht (Caneva = Cane va = ein gehender

Hund).

Provenienz:

San Marco Casa d‘aste, Importanti dipinti e disegni

di antichi maestri, Venedig Juli 2006. (1222161) (11)

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GIACOMO CANEVA,

A 181 ADUA – 189 ROE

Italian veduta painter who also turned to photography

later in his career.

He trained initially at the Biblioteca dell‘Accademia di

Belle Arti in Venice, specialised in perspective and ornament

design and then concentrated on landscape

and veduta painting. 1848 was a turning point for Caneva‘s

œuvre. From then on, he had a completely new,

photographic approach to the towns‘ architecture and

monuments.

PIAZZA SAN MARCO IN VENICE WITH BASILICA

AND CLOCK TOWER

Oil on copper.

59.5 x 87 cm.

Signed lower left.

Provenance:

San Marco, Casa d‘aste, Importanti dipinti di antichi

maestri, Venice July 2006.

€ 20.000 - € 30.000


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167


LEOPOLD BRUNNER D. Ä.,

188 – 18

PRACHTVOLLES BLUMENSTILLLEBEN

VOR ALPENKULISSE

Öl auf Holz. Parkettiert.

67 x 61 cm.

Links unten signiert und datiert „Leopold Brunner

1865“.

In dekorativem Rahmen.

Vor beige-brauner Gebirgskulisse, unter hohem blauem

Himmel werden im Vordergrund die prächtigen leuchtenden

Blumen im Sonnenlicht stilllebenhaft präsentiert.

Dazu gehören gelbe, rosane und rote Rosen, ein

Zweig roter Klatschmohn, Geranien, Glockenblumen,

eine Tulpe, Malven, eine gelbe Butterblume und blaues

Vergissmeinnicht. Farbenfrohe leuchtende Blumenkomposition,

in der typischen Art des bekannten

Künstlers. Kleine Kratzsp. (12221138) (18)

€ 3.000 - € 4.000


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VINCENZO IROLLI,

18 NEAEL – 194249 EENDA

Der Künstler besuchte die Academia di Belle Arti di

Napoli unter der Leitung von Gioacchino Toma (1836-

1891) sowie Federico Maldarelli (1826-1893). Bereits

als 19-Jähriger nahm Irolli an Ausstellungen teil, später

zeigte er seine Bilder in München, Berlin und Barcelona.

Viele seiner Werke befinden sich in bedeutenden privaten

und öffentlichen Sammlungen wie etwa der

Galleria Civica d‘Arte Moderna e Contemporanea in

Turin.

DAS KLEINE MALHEUR

Öl auf Leinwand.

50 x 83 cm.

Links unten signiert.

Ein kleines Schulmädchen hat auf einer weiten großen

Terrasse oberhalb einer Stadt die Schulhefte und ein

Tintenglas fallen lassen, die Tinte ist über die Hefte

geflossen. Das Mädchen in roter Jacke mit weißem

knielangen Röckchen steht betroffen mit eingenicktem

Kopf weinend da. Der Maler hat in interessanter Weise

das eigentliche Geschehen in die rechte Bildseite

versetzt und gibt gleichzeitig einen Blick frei: Von der

Terrasse über die dicht bebauten, nahe liegenden

Hügel einer Stadt, zwischen den weiß leuchtenden

Pfeilern des Terrassengitters führt der Blick auf die

Häuser einer Großstadtstraße. Im Vordergrund mehrere

Blumentöpfe und Tonjardinièren, die offensichtlich

noch nicht vollständig bepflanzt sind, was auf Frühling

verweist. Das Gemälde von hoher malerischer und

qualitätiver realitischer Ausdrucksweise, eine bekannte

Qualität der Werke des Meisters. (1222241) (11)

VINCENZO IROLLI,

18 NALE – 194249 IID

THE LITTLE MISHAP

Oil on canvas.

50 x 83 cm.

Signed lower left.

€ 10.000 - € 15.000


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169


PIERRE CARRIER-BELLEUSE

P

720

PIERRE CARRIER-BELLEUSE,

181 ARI – 192

DAME IN PARKANLAGE

Öl auf Leinwand.

74 x 59,5 cm.

Mittig unten signiert und datiert „1887“.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

In einer sommerlichen Parkanlage mit vielen Birkenbäumen

in frischem Grün hat sich eine junge Frau in

einem eleganten blauen glänzenden Kleid mit kurzärmeliger

Rüschenbluse und einem Strohhut auf ihren

schwarzen hochgesteckten Haaren einer Sitzgruppe

genähert. Um die Hüfte eine rote leuchtende Schleife,

die unterhalb ihres Rückens über dem weiten Kleid

gebunden ist. Sie hat ihre rechte Hand auf dem hölzernen

Tisch abgestützt und blickt mit ernster Miene

nach links. Die Sitzecke mit den zwei geflochtenen

Stühlen befindet sich in einer kleinen Nische des Parks

und wird umgeben von zahlreichen Sträuchern und

blühenden roten, weißen und lilafarbenen Blumen,

da runter Stockrosen und Geranien. Im Hintergrund

zwischen den Bäumen fällt der Blick auf ein junges

verliebtes Paar in Rückansicht, umgeben von frischen

gelb-grünen Blättern und Zweigen. Qualitätvolle stimmungsvolle

Malerei mit vielen differenzierten Grüntönen

und gekonnt gesetzten roten und weißen Farbtupfern

in Form von Blüten. (1221936) (18)

PIERRE CARRIER-BELLEUSE,

181 ARI – 192

LADY IN PARK

Oil on canvas.

74 x 59.5 cm.

Signed at centre and dated “1887”.

In decorative gilt frame.

€ 15.000 - € 20.000


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FREDERIK MARIANUS KRUSEMAN,

181 HAARLE – 1882

Der 1816 in Haarlem geborene Frederik Marianus Kruseman

erlernte ab 1833 das Zeichnen von Jan Reekers

(1790-1858), welcher ihn im Zeichnen der Natur

und den Regeln der Perspektive unterrichtete. 1832

und 1833 nahm er auch an Kursen der Städtischen

Zeichenschule teil und erlernte das Malen bei Nicolaas

Johannes Roosenboom (1805-1880), welcher in der

Nähe des Wohnhauses von Kruseman eine Werkstatt

unterhielt. Roosenboom wiederrum war Schwiegersohn

und Schüler des berühmten Künstlers Andreas

Schelfhout (1787-1870). Es folgten Reisen innerhalb

von Nordeuropa, bevor Kruseman sich 1841 in Brüssel

niederließ. Werke seiner Hand sind in verschiedenen

Museen zu finden, wie z.B. im Museum der bildenden

Künste, Leipzig oder der Hamburger Kunsthalle.

WINTERLANDSCHAFT MIT EISLÄUFERN

IN DER NÄHE EINER KIRCHE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

70,6 x 101 cm.

Links unten signiert.

In barockisierendem Rahmen.

In den Bildraum führen zwei Wege, einmal ein Landweg,

welcher von einem Pferdekarren beschritten wird,

und ein Wasserweg, dessen gefrorene Oberfläche

von Schlittschuhläufern bevölkert ist. Dazwischen, im

Hintergrund, eine schneebedeckte Kirche, die von entblätterten

knorrigen Bäumen begleitet wird und den

niedrigen Horizont markiert.

Provenienz:

Phillips, London, 24.9.1979, Lot 110.

MacConnal-Mason Galleries, London.

Privatsammlung Großbritannien.

Literatur:

Marjan van Heteren and Jan Demere, Frederik

Marinus Kruseman 1816 - 1882: Painter of Pleasing

Landscapes, Schiedam 1998, S. 193, Nr. 179 (abgebildet).

(12106118) (13)

FREDERIK MARIANUS KRUSEMAN,

181 HAARLE – 1882

WINTER LANDSCAPE WITH ICE SKATERS

BY A CHURCH

Oil on canvas. Relined.

70.6 x 101 cm.

Signed lower left.

In Baroque-style frame.

Provenance:

Phillips, London, 24 September 1979, lot 110.

MacConnal-Mason Galleries, London.

Private collection, United Kingdom.

Literature:

M. van Heteren and J. Demere, Frederik Marinus

Kruseman 1816 - 1882: Painter of Pleasing Landscapes,

Schiedam 1998, p. 193, no. 179 (ill.).

€ 50.000 - € 70.000


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722

FRIEDRICH AUGUST VON KAULBACH,

18 NHEN – 192 OHLAD

FAMILIE IM GARTEN

Öl auf Leinwand.

98 x 158 cm.

Links unten signiert und datiert „1879“.

In dekorativem vergoldeten Rahmen.

In frühlingshafter Landschaft eine Familie unter einer

mit Weinblättern umrankten Laube an einem gedeckten

Tisch sitzend, darunter eine junge Mutter mit Neugeborenem

in ihren Armen. Ein Hund wohnt der Gesellschaft

bei. Auf der linken Bildseite eine Frau in

langem weißen Gewand, frisches Obst an eine kleine

Kinderschar verteilend. Zwei weitere haben sich an

den Händen gefasst und sind beim Spielen. Im Hintergrund

einige rosa blühende Sträucher und Bäume sowie

ein junges Paar in Rückenansicht. Feine Malerei in

meist frischer Farbgebung. Für den bekannten Künstler

hervorragendes, großformatiges Werk, das wohl

als eines seiner Hauptwerke anzusehen ist. Kl. Rahmenschaden.

(1220421) (18)

FRIEDRICH AUGUST VON KAULBACH,

18 UNIH – 192 OHLAD

FAMILY IN THE GARDEN

Oil on canvas.

98 x 158 cm.

Signed lower left and dated “1879”.

In decorative, gilt frame.

Excellent large-format work typical for the artist. It can

possibly regard as one of his major works. Minor

damage to the frame.

€ 15.000 - € 20.000


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723

ADRIANO BONIFAZI,

188 – 1914

A LIN

JUNGE ELEGANTE FRAU AUF EINER

FLAMENCO-GITARRE SPIELEND

Öl auf Leinwand. Doubliert.

84 x 60 cm.

Links unten signiert „A Bonifazi“ und datiert „Roma

1874“.

In prunkvollem vergoldeten Rahmen.

In einem Interieur mit rotem Hintergrund die junge

sitzende Frau mit einem übereinandergeschlagenen

Bein, konzentriert auf einer schwarz-braunen großen

Gitarre spielend. Sie trägt eine leichte blumenbemalte

durchscheinende Bluse, darüber ein rotes faltenreiches

Gewand und schließlich einen weißen Seidenunterrock

mit Spitze, der durch das Überschlagen des Beines

sichtbar wird, zudem einen roten Samtschuh mit

Schnalle. Sie sitzt nach rechts, hat schwarzes hochgestecktes

Haar, in dem neben Perlen und einer Perlenkette

eine leuchtende Blüte und ein durchsichtiger

Chiffon gesteckt sind. Um ihren Hals eine große Perlenkette,

ebenso um ihr rechtes Handgelenk und zudem

ein wertvoller Ohrring, der ihr Gesicht schmückt.

Mit ihren leicht geröteten Wangen, dem etwas geöffneten

Mund und gesenktem Blick schaut sie aufmerksam

auf die Saiten der Gitarre, die sie gerade zupft.

Qualitätvolle Malerei in harmonischer Farbgebung, bei

der das Weiß des Rockes einen starken Kontrast zur

dunklen Gitarre und dem rötlichen Umhang bildet.

Kleine Retuschen. (12213524) (18)

€ 9.000 - € 12.000


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724

TITO LESSI,

188 FLOREN – 191 EENDA

DAS HEILIGE UND DAS PROFANE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

47 x 64 cm.

Rechts unten signiert „T. Lessi“.

In dekorativem, vergoldeten Rahmen.

In einem mit Holz überwiegend verkleidetem Innenraum

mit geöffnetem Fenster zwei junge Frauen in

langen, eleganten glänzenden Kleidern an eimem gedeckten

Tisch, einem Klosterbruder mit brauner Kapuze

zuprostend. Dieser, einen gefüllten Teller vor sich

stehend und eine Gabel mit Essen in seiner rechten

Hand haltend, lächelt die Dame mit Weinglas fröhlich

an. Die zweite Frau mit zartem hellblauen Kleid und

weissem Spitzen-Dekollete, hat sich mit ihrem Arm

an seiner linken Seite eingehängt und schmiegt sich

verführerisch an ihn. Von diesem profanen Treiben

gänzlich unberührt sitzt ein weiterer schlanker Mönch

vor dem Fenster, hat aufgeschlagene Bücher vor sich

und studiert voller Aufmerksamkeit einen kleinen Tischglobus

mit seiner rechten Hand. Humorige Darstellung,

bei der besonders die Stofflichkeit der weiblichen

Kleidung hervorgehoben wird und die Unterschiede

zwischen religiösem Handeln und Alltäglichem gegenüber

gestellt werden. Das Motiv des Globus taucht auf

Werken des Künstlers öfters auf. (12213518) (18)

€ 7.000 - € 9.000


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177


725

LUIGI BAZZANI,

18 OLONA – 192 RO

Der aus Bologna stammende, italienische Maler, Illustrator

und Aquarellist studierte an der Accademia di

Belle Arti di Bologna und ließ sich 1861 in Rom nieder.

Viele seiner Gemälde zeigen Überreste der Denkmäler

Pompejis, der Stadt aus der klassischen Antike.

Inspiriert von der Wiederentdeckung von Pompeji,

verbrachte er 35 Jahre seines Lebens damit, die Ruinen

der Stadt zu dokumentieren, die durch laufende

Ausgrabungen freigelegt worden waren. Zur Zeit von

Bazzanis Arbeit in Pompeji waren die frisch ausgegrabenen

Überreste noch lebendig mit Orignalfarbe.

DIE PERLENKETTE

Öl auf Platte.

53 x 39 cm.

Rechts unten signiert „Luigi Bazzani“ und

ortsbezeichnet „Roma“.

In teilvergoldetem Rahmen.

In einem pompejanischen Interieur mit farbenfroher

Wandbemalung und einem Mosaikfußboden, dazu

eine große Statue auf einem Marmorsockel, zwei Damen

in antiker Gewandung an einem weißen Tisch

mit geflügelten Löwen stehend. Die junge Frau in rotblauem

Kleid hält gerade ein Kästchen hoch, aus dem

die gegenüberstehende Dame eine Perlenkette entnommen

hat, die sie leicht nach oben hält und sorgsam

begutachtet. Malerei in frischer Farbgebung mit

vielen feinen Details, das Leben im alten Pompeji

schildernd. (1221083) (2) (18)

€ 2.500 - € 3.500


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726

LUIGI BAZZANI,

18 OLONA – 192 RO

DIE UNTERHALTUNG

Öl auf Karton.

39 x 53 cm.

Links unten signiert „Luigi Bazzani“ und ortsbezeichnet

„Roma“.

In teilvergoldetem Rahmen.

In einem antiken Innenraum, mit überwiegend türkisgrün

bemalten Wänden und diversen Verzierungen,

zwei Damen an einem Tisch im Gespräch. Die sitzende

Dame, in gelb-weißem langen Gewand, betrachtet

aufmerksam die Kette, die von der vor ihr stehenden,

jungen Frau in der Hand gehalten wird. In der Mitte

des mit Delfinmuster ausgestatteten Mosaikfußbodens

ein quadratisches gefülltes Wasserbecken. Auf

der linken Seite zwei große Kannen, eine dritte Kanne

trägt gerade eine Dienerin herein, wohl ebenfalls mit

Wasser für ein bevorstehendes Bad gefüllt. Zudem

fällt hinter einem weißen Marmortisch die auf einem

quadratischen Sockel stehende, weiße männliche

Skulptur in Rückenansicht besonders auf. Feine hervorragende

Malerei, in leuchtend frischer Farbgebung.

(1221085) (2) (18)

€ 2.500 - € 3.500


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727

LUIGI BAZZANI,

18 OLONA – 192 RO

AM BRUNNEN

Öl auf Karton.

53 x 39 cm.

Rechts unten signiert „Luigi Bazzani“ und ortsbezeichnet

„Roma“.

In teilvergoldetem Rahmen.

In einem antiken Atrium, an einem weißen Brunnen

stehend, drei römische Schönheiten beim Wasserholen.

Das Wasser läuft aus einer Löwenmaske an einem

rechteckigen Sockel, auf dem die große Skulptur eines

Diskuswerfers steht. Die drei Frauen in leuchtenden

antiken Gewändern, davon eine bereits eine Kanne auf

dem Kopf, die zweite eine Kanne in ihren Händen zum

Befüllen haltend. Jeweils am linken und rechten Bildrand

Schalen mit Grünpflanzen auf dem weiß-blauen

Mosaikfußboden stehend. (1221086) (2) (18)

€ 2.500 - € 3.500


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728

LUIGI BAZZANI,

18 OLONA – 192 RO

DER BLUMENKORB

Öl auf Karton.

39 x 53 cm.

Links unten signiert „Luigi Bazzani“

und ortsbezeichnet „Roma“.

In teilvergoldetem Rahmen.

In einem pompejanischen Atrium sind zwei Frauen gerade

dabei, die prachtvollen großen Säulen mit Blumengirlanden

zu schmücken. Eine in gelbem Gewand

Gekleidete hält einen Blumenkorb, während die andere

Dame an einem Tisch, in blauem Gewand, gerade

Blumen zusammengesteckt hat. Durch die rechteckige

Öffnung fällt das Licht von oben in die Mitte des Hauses,

darunter befindet sich ein begehbares Wasserbecken.

Rechts im Hintergrund, vor roter Wand, steht ein

großer Hausaltar. Links verlässt eine junge Frau den

Raum mit prachtvollem blau-weißem Mosaikboden.

Malerei mit vielen Details mit überwiegend kräftiger

leuchtender roter Farbgebung. (1221084) (2) (18)

€ 2.500 - € 3.500


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179


729

LUDWIG THIERSCH,

1829 – 199

UNERGRÜNDLICH, 1874

Öl auf Leinwand. Altdoubliert.

84 x 125 cm.

Rechts unten signiert „L. Thiersch“ sowie datiert „1874“.

Rückseitig gestempelt „Richard Wurm, München“.

In gekehltem kannelierten, mit Akanthusblatt verzierten

Goldrahmen.

Vermutlich am Königssee dargestellte Szene eines

Kahns mit einem Elternpaar und einem Jungen, welcher

das Boot vor einer Felsgrotte navigiert, welche

links den Blick auf ein Gebirge mit knappem Uferstück

und vermutlich die Kirche Sankt Bartholomä freigibt.

Mann und Frau in sich gekehrt auf die Wasseroberfläche

und das, was wohl darunter sein mag, blickend.

Eine ähnliche Version von 1873 kam am 21. Oktober

2008 bei Sothebys New York unter Lot 124 zum Aufruf.

(12216027) (13)

€ 3.000 - € 5.000


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730

JULIUS KÖCKERT,

182 LEII – 1918 NHEN

MITTAGSPAUSE

Öl auf Leinwand.

45 x 60 cm.

Rechts unten signiert „J. Köckert“.

In einem aufwendig verziertem Goldrahmen.

Rückwärtig auf einem alten Etikett bezeichnet „Julius

Köckert München“ und betitelt „Kinder im Feld“ sowie

mit Sammlungsetikett aus der Sammlung Kurt Lindheimer,

Frankfurt am Main. Von diesem laut rückwärtiger

Aufschrift 1918 erworben. Rahmen minimal besch.

(12216023) (13)

€ 4.000 - € 6.000


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181


JULIUS NOERR,

182 NHEN – 189 ARNER

BEUTEZUG AM CHIEMSEE

Öl auf Leinwand.

102 x 176 cm.

Rechts auf dem Kahn signiert und datiert „J. Noerr

1880“.

Darstellung des flachen Gewässers mit dem ebenso

flachen Umland mit Blick auf die im Dunst verhangenen

Alpen. Auf dem Kahn eine Vielzahl historisch gekleideter

Personen mit zahlreichen Kunstobjekten und

Tieren, welche wohl bei einem Beutezug ergattert

worden sind. Teils stark krakeliert. Rechts unterhalb

der Signatur mit Farbverlust. Rahmen minimal besch.

(12216024) (13)

€ 6.000 - € 10.000


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732

HERMANN KAULBACH,

184 NHEN – 199 EENDA

Sohn des Wilhelm von Kaulbach, Schüler von Carl

Theo dor von Piloty (1826-1886), bekannter Historienund

Genremaler der Münchner Schule.

ZWEI KLEINE ITALIENERINNEN

Öl auf Holz.

33 x 19,5 cm.

Links unten signiert „Hermann Kaulbach“,

ortsbezeichnet „Capri“ und datiert „1891“.

Hinter Glas in vergoldetem barockisierenden Rahmen.

Darstellung eines Mädchens mit Wasserkrug auf ihrem

Kopf, eine Treppe heruntergehend, vor ihr ein weiteres

Kind mit einem Körbchen mit Orangen.

(12216022) (13)

€ 4.000 - € 6.000


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733

FRIEDRICH RITTER VON AMERLING,

18 – 188

BILDNIS DER ROSA DIRSCH

Öl auf Leinwand. Doubliert.

60 x 43,5 cm.

Unsigniert.

In vergoldetem Rahmen mit Perlstabdekor.

Rückwärtig mit Etikett der Sammlung Georg Schäfer

Schweinfurt mit der Sammlungsnummer „36490817“

sowie einem weiteren Sammlungsetikett „7160“ und

einem Zollstempel. Das Gemälde entstanden um 1846,

korrekter Titel „Rosa Dirsch mit grünem Turban“. Rosa

Dirsch war die Geliebte des Bankiers Tirka (Demeter

Theodor Tirka, geboren um 1802 in Craiova, gestorben

Wien 22.11.1874), der zudem Kunstsammler war

und verantwortlich für die Einführung des Dinar. Friedrich

von Amerling porträtierte auch Tirk selbst 1854

und 1847.

Provenienz:

Auf der doublierten Leinwand Provenienz Karl J.

Pey fuß, Maria Enzersdorf bei Wien um 1927. Darauf

Sammlung Georg Schäfer.

Literatur:

Günther Probszt, Friedrich von Amerling – Der Altmeister

der Wiener Porträtmalerei. Zürich, Leipzig

und Wien 1927, p. 137, Nr. 708.

Ausstellungskatalog „Friedrich von Amerling 1803-

1887“ Wien, Gallerie Belvedere, 26. März - 22. Juni

2003, S. 172, Nr. 44, S. 175, Farbabbildung.

(12216010) (13)

€ 8.000 - € 12.000


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183


734

KARL RAUPP,

18 DARAD – 1918 NHEN

FAMILIENAUSFLUG

80 x 130 cm.

Links unten signiert „K. Raupp“ und ortsbezeichnet

„München“ sowie undeutlich datiert (wohl 1883).

In vergoldetem verziertem Rahmen.

Im flachen Wasser am Uferrand eines Sees ein altes

Boot mit kleinem Segel und an der Mastspitze eine

kleine rote Flagge, besetzt mit einer fröhlichen Kinderschar.

Hinten sitzend ein Kind, ein großes Ruder haltend.

Am Steg eine Mutter mit ihrem Kind in ihren

Armen und ein sitzender Mann mit Hut, die Kinder

beobachtend. Das einfallende Sonnenlicht wirft leichte

Schatten und bringt zudem die Wasseroberfläche

zum schimmern. Stimmungsvolle Darstellung.

(12216026) (18)

KARL RAUPP,

18 DARAD – 1918 UNIH

FAMILY OUTING

80 x 130 cm.

Signed “K. Raupp” lower left and location “Munich”

and blurred date (probably 1883).

In gilt decorated frame.

€ 18.000 - € 25.000


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735

EUGÈNE BULAND,

182 – 192

GLÜCK DER ELTERN

Öl auf Leinwand. Altdoubliert.

98 x 127 cm.

Rechts oben signiert „Eug. Buland“ sowie datiert

„1903“.

Im braun gebeizten, gestuften Rahmen.

Großfigurige Darstellung einer jungen Frau, welche

ihr Kleinkind säugt, nebst dem mutmaßlichen Vater, in

einer bäuerlichen Küche situiert. Hinter dem Vater ein

Kinderbett stehend. Rahmen besch. (12216011) (13)

EUGÈNE BULAND,

182 – 192

PARENTAL BLISS

Oil on canvas. Old relining.

98 x 127 cm.

Signed “Eug. Buland” top right and dated “1903”.

In brown, stained stepped frame.

Frame damaged.

€ 20.000 - € 30.000


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736

CHARLES HENRI JOSEPH LEICKERT,

181 REL – 19 AIN

Der Maler war Schüler von Andreas Schelfhout (1787-

1870), lebte und wirkte zwischen 1841 und 1883 in

Den Haag und Amsterdam. Reisen führten ihn nach

Italien, Frankreich und Deutschland.

HOLLÄNDISCHE WINTERLANDSCHAFT

MIT ZUGEFRORENEM FLUSS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

62,5 x 100,5 cm.

Rechts unten signiert „Ch. Leickert 69“.

In dekorativem Rahmen.

Auf dem zugefrorenen Wasser mehrere Schlittschuhläufer

unterwegs, dazu ein Mann, der einen Eisschlitten

mit Reisig schiebt und ein kleiner Verkaufsstand sowie

am linken Rand ein Mann, der Eisblöcke herausschlägt.

Auf der linken Bildseite ein kleiner Ort mit alten steinernen

Häusern, einer Kirche und einer am Uferrand

stehenden Windmühle. Im Hintergrund rechts zwei

weitere große Windmühlen sichtbar. Zahlreiche Figurenstaffage,

die der Maler verjüngt bis an den Horizont

einkomponiert hat und die das Bild verlebendigt.

Der Himmel überwiegend mit dichten weiß-grauen

Wolken, die nur am rechten oberen Rand den hellblauen

Himmel durchscheinen lassen. Malerische Komposition,

die Stimmung eines Wintertages bei sanftem

Sonnenschein vermittelnd. (1221286) (18)

CHARLES HENRI JOSEPH LEICKERT,

181 RUEL – 19 AIN

The painter was a student of Andreas Schelfhout

(1787-1870), and was active in The Hague and Amsterdam

between 1841 and 1883. He travelled to Italy,

France and Germany.

DUTCH WINTER LANDSCAPE WITH FROZEN RIVER

Oil on canvas. Relined.

62.5 x 100.5 cm.

Signed “Ch. Leickert 69” lower right.

In decorative frame.

€ 15.000 - € 20.000


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737

ALBERTUS VERHOESEN,

18 UREH – 1881

Der Maler war Schüler von Pieter Gerardus van Os

(1776-1839) und Barend Cornelis Koekkoek (1803-

1862). Er widmete sich vor allem der Tiermalerei sowie

der Landschaft. Werke seiner Hand im Centraal

Museum, Utrecht sowie in weiteren öffentlichen Galerien

wie in Haarlem, Amsterdam, Enschede und

Rotterdam.

FEDERVIEH

Tempera auf Mahagoni.

29 x 40,5 cm.

Links unten signiert und datiert „1875“.

Ungerahmt.

Mit zwei kämpfenden Hähnen, einem Pfau und Hennen

vor altem Gemäuer und äußerst fein gemaltem,

landschaftlichem Hintergrund unter Wolkenhimmel.

(1221157) (1) (11)

€ 2.800 - € 5.000


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189


738

JOHN FREDERICK HERRING D. Ä.,

19 – 18

ZWEI PRACHTVOLLE PFERDE IM STALL

Öl auf Leinwand. Doubliert.

63,5 x 76,5 cm.

Links unten signiert und datiert „J.F.Herring senr.

1843“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

In einem alten Stall vor einer Futterecke stehend die

beiden Pferde, ein Schimmel und ein stattlicher

Brauner mit weißem Stirnfleck. Um sie herum im

Stroh am Boden ein stolzer Hahn und einige Hühner,

ein Taubenpaar und ein Collie, der vorsichtig an den

Lüstern des ihm leicht zugeneigten Schimmels

schnuppert. Durch die offene Stalltür, an deren Rahmen

eine alte Lampe hängt, fällt der Blick auf hohe

Bäume mit herbstlichem Laub und eine Koppel mit

weiteren Pferden. Stimmungsvolle, qualitätvolle Darstellung

der Pferde mit feinem, glänzenden Fell, die

einander zugewandt sind.

Anmerkung:

Das Gemälde wird auch mit dem Titel „Stable

Companions“ bezeichnet. (1220571) (18)

€ 5.000 - € 8.000


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739

JOHANNES FRANZISCUS SPOHLER,

18 ROERDA – 1894 AERDA

A REH

AMSTERDAMER STRASSENSZENE

Öl auf Leinwand.

44,5 x 36 cm.

Rechts unten signiert.

Nachmittägliche Szene mit schrägem Lichteinfall auf

eine dicht mit Häusern gesäumte Gracht, deren Ufer

durch Personen belebt wird. Auf dem Gewässer ein

Boot mit einer fahrenden Familie, welche sich auf eine

Brücke zubewegt.

Provenienz:

Privatsammlung USA.

(12106122) (13)

JOHANNES FRANCISCUS SPOHLER,

18 ROERDA – 1894 AERDA

ILL RIH

AMSTERDAM STREET SCENE

Oil on canvas.

44.5 x 36 cm.

Signed lower right.

Provenance:

Private collection, USA.

€ 6.000 - € 8.000


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191


740

JEAN-BAPTISTE ROBIE,

1821 REL – 191

ROSEN

Öl auf Holz.

39 x 43 cm.

Rechts unten signiert „J Robie“.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Vor grau-grünem Hintergrund in Nahsicht auf einer

hellen Wiese liegend ein prachtvoller Blumenstrauß,

bestehend aus gefüllten rosafarbenen Rosen, gelborange

leuchtenden Rosen sowie einer großen dunkelroten,

samtig glänzenden Rose mit entsprechenden

Blättern und einige noch geschlossene Blütenknospen.

Hinter diesem Strauß sind zudem zwei weitere kleine

Blühpflanzen erkennbar. Qualitätvolle hervorragende

Malerei des für seine Blumenstillleben bekannten

Künstlers. (1221359) (18)

€ 4.000 - € 6.000


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JEAN BÉRAUD,

1849 EERUR – 19 ARI

Jean Béraud war ein bekannter französischer Maler

des pariser Alltagslebens während der Belle Époque.

Er war befreundet mit Édouard Manet (1832-1883)

und Edgar Degas (1834-1917). Beliebt war er vor allem

für seine Darstellungen schöner glamouröser und

charmanter Frauen dieser Zeit.

ELEGANTE PARISERIN

Öl auf Leinwand.

55,5 x 38,5 cm.

Links unten signiert „Jean Béraud“.

In dekorativem Rahmen.

Die Dame aus der Zeit des Belle Époque vor neutralem

grünlichen Hintergrund in einem eleganten, nach

unten sich weitenden, schwarz-grauen Rock. Darüber

eine rosafarbene Bluse und eine kurze Pelzjacke mit

weiten Ärmeln sowie eine weiße durchsichtige große

Schleife um ihren Hals. Auf ihrem Kopf ein großer

brauner Hut mit weißem Blumenschmuck und in ihrer

Linken einen Muff, während ihre rechte Hand mit weißem

Handschuh einen langen schmalen Stockschirm

hält. Sie ist nach links gewandt, hat ein feines zartes

Gesicht mit wohlgeschwungenen Augenbrauen, einen

leicht geöffneten roten Mund und mit ihren leuchtenden

braunen Augen schaut sie zur Seite. Malerei dieser

charmanten Dame in teils raschem Pinselduktus, bei

zurückhaltender Farbigkeit. (†) (1221065) (18)

JEAN BÉRAUD,

1849 EERUR –19 ARI

ELEGANT PARISIAN WOMAN

Oil on canvas.

55.5 x 38.5 cm.

Signed “Jean Béraud” lower left.

In decorative frame.

The lady from the period of the Belle Époque is depicted

against a neutral greenish background in an elegant

black-grey skirt widening towards the bottom.

This charming lady is painted with quick brushstrokes

with restrained colour palette. (†)

€ 25.000 - € 40.000


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193


742

HENRYK IPPOLITOVICH SIEMIRADZKI,

184 – 192 U

Henryk Siemiradzki war ein polnischer Maler. Er gilt als

Vertreter der Salon-Malerei und der Akademischen

Kunst. Nach erfolgreichem Studium an der physikalischen-mathematischen

Fakultät der Universität Charkiw

bildete er sich auf der Akademie zu Petersburg

weiter. 1870 ging er nach Frankreich und Deutschland,

wo er sich 1871 in München aufhielt und hier Schüler

von Carl Theodor von Piloty war. 1872 ließ er sich in

Rom nieder. Er wählte die Motive zu seinen Historienund

Genrebildern vorzugsweise aus dem griechischen

und römischen Altertum.

DAS MÄDCHEN ODER DIE VASE

Öl auf Leinwand.

28 x 42 cm.

In schmaler goldener Holzleiste.

Bozzetto oder Entwurf für ein größeres Gemälde, das

auch bezeichnet wird als „Die Präsentation einer Sklavin“.

In einem eleganten Innenraum wird von zwei

Händlern, einer in roter, der andere in blauer Kleidung,

eine junge Frau angeboten. Sie sind gerade dabei das

weiße Gewand der Frau zu öffnen und so die nackte

Schönheit einem sitzenden älteren, weiß gekleideten

Herren zu präsentieren, der in seinem rechten Arm

eine hohe Vase hält. Die Präsentation wird auf der

rechten Seite von einem Mann, der sich gerade mit

seinen Knien auf einen Stuhl stützt, und einem weiteren

Mann betrachtet.

Anmerkung:

Das wohl nach diesem Entwurf großformatige und in

Einzelheiten ausgeführte Gemälde wurde bei Sotheby‘s

im Jahr 2005 für über eine Million Dollar versteigert.

(1212062) (18)

HENRYK IPPOLITOVICH SIEMIRADZKI,

184 - 192 ARIUED

THE GIRL OR THE VASE

Oil on canvas.

28 x 42 cm.

In narrow gilt wooden strip.

Bozzetto or sketch for a larger painting which is also

titled Presentation of a female Slave.

Notes:

The painting, which was probably created from this

sketch in large format with many details was sold at

Sotheby's in 2005 for over 1 million US dollars.

€ 10.000 - € 12.000


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743

FRANZÖSISCHER MALER

DE 19 AHRHUNDER

DARSTELLUNG EINER SZENE AUS

EINEM FRANZÖSISCHEN KRIEG

Öl auf Leinwand. Doubliert.

150 x 205 cm.

In breitem ebonisierten Rahmen mit Goldleiste.

Eine weite, von Rauchschwaden verhangene Landschaft

in diesigem Licht, mit davorstehender Figurengruppe

nebst einer Kanone. Fehlstellen.

(12106646) (2) (13)

€ 7.000 - € 9.000


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744

IALIENIHER ALER DE 19 AHRHUNDER

HÜGELIGE LANDSCHAFT MIT WASSERFÄLLEN

UND BRÜCKE.

Öl auf Leinwand.

80 x 65 cm.

Ein Wasserfall stürzt einen Felsvorsprung herab und

gleitet in bewegtes Gewässer, an dessen Ufer eine retardierend

gekleidete Figurengruppe ihren Vergnügungen

nachgeht. Rückwärtig durch ein vor einer Hügelgruppe

gesetztes Architekturensemble abgeschlossen.

(1212084) (13)

€ 1.200 - € 1.500


INFO INFO | BIETEN | BID

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195


745

FRANÇOIS-ANTOINE BOSSUET,

198 – 1889

Gemäldepaar

SÜDLICHE LANDSCHAFTEN MIT

RUINENSTAFFAGE

Öl auf Holz. Parkettiert.

31,5 x 50 cm.

Unterhalb eines Zaunes signiert: „Fr. Bossuet“.

In vergoldeten akanthusverzierten Rahmen, eine

Ecklösung locker.

Als Pendants aufgebaute Landschaften mit südländisch

anmutender Figurenstaffage die in den Bildraum

führenden Diagonalen beschreitend. Diese werden

gebildet einmal durch einen Weg, welcher parallel

zu einem in ein offenes Gewässer mündenden Fluss

verläuft und einmal durch einen Sandweg, welcher

von der untergehenden Abendsonne in ein wohliges

Licht gehüllt wird und die Passanten an eine Ruine

vorbeiführt. In Antwerpen ausgebildet war der in Ypres

geborene Künstler bekannt für seine spanischen

und italienischen Impressionen. Seine Spezialität, die

Perspektive, bearbeitete er in einem Traktat und wurde

1855 Professor der Kunstakademie zu Brüssel.

Rest. Einmal mit Farbverlusten in Ecke rechts unten.

(12205627) (13)

€ 5.000 - € 8.000


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746

IALIENIHE HULE DE 19 AHRHUNDER

Gemäldepaar

PAAR GANZKÖRPERPORTRAITS EINES

ELEGANTEN JUNGEN UND EINES MÄDCHENS

Öl auf Leinwand.

Je 79,5 x 63 cm.

Der stehende Knabe leicht nach links vor unbestimmtem

beige-braunem Hintergrund in eleganter Kleidung

des 17. Jahrhunderts, dazu gehören das leuchtende

glänzende rote Gewand mit Kniebundhose und großer

weißer Krause um Hals und Handgelenk. Er trägt

zudem dunkle Schuhe mit weißer Schleife und hat an

seiner linken Seite einen langen Degen befestigt. In

seiner Linken hält er einen runden, mit Perlenkranz

besetzten schwarzen Filzhut. Er hat offenes lockiges

langes Haar und schaut direkt aus dem Bild heraus.

Das Mädchen trägt ein bodenlanges, silber glänzendes

Kleid mit Muster, Mieder und Spitzen am Dekolleté

und an den Ärmelenden. Ihr Haar fällt seitlich in

Lockenpracht auf ihre Schulter, um ihren Hals hat sie

eine elegante Perlenkette, ebenso eine wertvolle Brosche

am Kleid unterhalb des Dekolletés. Sie steht

zwischen einer hohen Säule und einem nach links gerafften,

roten langen Vorhang. Mit ihren leuchtenden

Augen schaut auch sie aus dem Bild auf den Betrachter

hinaus. Malerei in fast monochromer Farbigkeit,

bei der die Farben Beige, Silber-Grau und Rot überwiegen.

Retuschen. (1220928) (2) (18)

€ 3.000 - € 6.000


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197


747

FRITZ VON UHDE,

1848 UEIR OLENUR EI LEII –

1911 NHEN

Fritz von Uhde gilt neben Max Liebermann (1847-

1935), Lovis Corinth (1858-1925) und Max Slevogt

(1868-1932) als einer der bekanntesten Vertreter des

deutschen Impressionismus.

LESENDE FRAU AUF BALKON

Öl auf Karton.

34 x 28,5 cm.

Rechts unten signiert „F. v. Uhde“.

In dekorativem Rahmen.

Durch die geöffnete teilverglaste Holztür eines Innenraums

fällt der Blick nach draußen auf eine hölzerne

Balkonbrüstung und ein auf einem Stuhl sitzendes

Mädchen in weißer Bluse und blauem Rock. Sie hat

ihren Kopf leicht nach unten gerichetet und scheint

einen in ihren Händen befindlichen Brief zu lesen. Auf

der Brüstung dieses Balkons stehen drei Blumentöpfe

mit leuchtenden Blüten. Dahinter erstreckt sich der

Blick in eine weite Landschaft in frischem leuchtendem

Grün mit Gebirgszügen in blau-grauer Farbgebung.

Feine stimmungsvolle, impressionistisch wirkende

Malerei in frischer Farbgebung. Bei der dargestellten

Lesenden könnte es sich auf dem um 1902/05 entstandenen

Gemälde um die Tochter des Künstlers

handeln. Kleine Retuschen. (1221634) (18)

€ 4.000 - € 6.000


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748

WILHELM TRÜBNER,

181 HEIDELER – 191 ARLRUHE U

BLICK AUF DAS SCHLOSS VON HEIDELBERG

Öl auf Eichenholz.

21 x 27 cm.

Rechts unten ungewohnte Monogrammierung. Verso

in alter Aufschrift Künstlerbezeichnung, ferner zwei

alte Sammlungsnummerierungen.

Von einer Anhöhe bis in die Niederungen des Neckarlaufs.

Skizzenhafte Darstellung. (1221633) (11)

€ 3.000 - € 4.000


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749

ALBERTO ZARDO,

18 – 199

MARKTSZENE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

30,5 x 40,6 cm.

Links unten signiert.

Signatur partiell vom Rahmen bedeckt.

Kontrastreiche Darstellung eines Marktes, welcher

neben einem Kirchengebäude stattfindet und dessen

Stände (zuvorderst ein Antiquitätenstand) von einigen

Personen besucht werden.

Provenienz:

Privatsammlung USA. (12000317) (13)

€ 2.000 - € 3.000


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750

THEODOR KLEEHAAS,

184 ERERHEI – 1929 NHEN

AUF DER AUSSICHT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

95 x 75 cm.

Rechts unten signiert „Th. Kleehaas“ und

ortsbezeichnet „München“.

In vergoldetem, reichlich mit Lorbeerblattornamenten

verzierten Rahmen.

Darstellung von drei jungen Frauen auf einer Kuppe

neben einem Führer, welcher ihnen die Sicht in die

Berge leitet. (12213526) (13)

€ 4.500 - € 6.000


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199


DOMENICO INDUNO,

181 – 188 UREI DE

JUNGEN SPIELEND VOR EINEM BAUERNHAUS

Öl auf Leinwand.

81,5 x 106 cm.

In gekehltem Holzrahmen.

Vor einem alten Bauernhaus die fröhlich spielenden

Kinder. Ein Junge hat sich eine Papierkappe gebastelt

und sitzt damit auf einem Holzfass, ein weiterer Junge

mit rotem Hut liegt links am Boden. Eine krumme

Leiter lehnt an das Haus, an dem auch ein Vogelkäfig

hängt. Oberhalb des Rundbogens mit dahinter befindlichen

Hauseingang sind einige Bretter befestigt, auf

denen Gefässe stehen. Einige Hühner beleben zusätzlich

die Szenerie.

Provenienz:

Neumeister, München, 17. September 2008, Lot 600.

Christie‘s, 13. Dezember 2016, Lot 36.

(12216018) (18)

€ 4.000 - € 6.000


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752

HEINRICH HIRT,

1841 – 192

KNABE MIT EICHKÄTZCHEN

Öl auf Leinwand.

33 x 25 cm.

Rechts unten signiert „H. Hirt“.

Vor grünlichem Hintergrund, neben einem Tisch, auf

welchem ein aufgeschnittener Apfel liegt, ein in grünem

Wams gekleideter Junge mit dunklem Haar, auf

dessen Arm ein Eichhörnchen hockt und an einem

Apfelstück schnuppert, das der Junge dem Eichhörnchen

entgegenhält. Rahmen besch. (12216016) (13)

€ 6.000 - € 8.000


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753

PAUL CÉSAR HELLEU,

189 – 192

Der Künstler war bekannt für seine Portraits und Darstellungen

von Gesellschaftsdamen der Belle Époque.

SITZENDE FRAU

Farbige Kreide auf Papier.

71 x 47 cm.

Rechts unten signiert „Helleu“.

Im Passepartout, hinter Glas in dekorativem Rahmen.

(12106116) (18)

€ 6.000 - € 8.000


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201


754

JOHN VARLEY D. J.,

18 – 19

FISCHERBOOT AUF DEM NIL IN DER NÄHE KAIROS

Öl auf Leinwand.

46 x 62 cm.

Links unten signiert „John.Varley.“

Verso auf Leinwand beschriftet „Niel fishing boat

Kairo John.Varley 1884“.

In dekorativem vergoldeten Rahmen.

Im gleißenden Licht der Sonne ein großes Ruderboot,

mit drei Männern besetzt, und einem großen gehissten

weißen Segel, das Schatten auf die Männer wirft.

Rechts und links des Nils das sandige Ufer mit Palmen,

auf der rechten Seite mit zwei größeren angelegten

Booten, linksseitig im Hintergrund die Silhouette von

Kairo. Ein weiteres Segelboot treibt ebenfalls auf dem

ruhig fließenden Fluss. Stimmungsvolle Malerei, die

Hitze des Sonnentages vermittelnd, in zarten weichen

Farben. (1222313) (18)

€ 4.000 - € 5.000


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755

ANTOINE JOSEPH BOURLARD,

182 ON ELIEN – 1899 EENDA

KAIN UND ABEL

Öl auf Leinwand.

168 x 126 cm.

Rechts unten signiert „A. Bourlard“ und datiert „1846“.

In dekorativem vergoldeten Rahmen.

Die hochformatige Darstellung zeigt die beiden Brüder

inmitten einer bergigen Landschaft. Der stehende

Kain, um seine Hüften lediglich ein Tierfell gebunden,

hat seinen Bruder bereits erschlagen. Dargestellt ist

der Moment, in dem der hellhäutige Abel auf einem

Schaffell zu Boden gesunken ist und gerade noch seine

rechte Hand nach oben streckt. Kain blickt mit weit

aufgerissenen Augen voller Schrecken auf seine soeben

vollbrachte Tat und rauft sich dabei mit seiner

rechten Hand die Haare, am Boden vor ihm liegt die

Keule. Laut der Bibel war Kain, Ackerbauer, neidisch

auf seinen Bruder Abel den Hirten, weil Gott dessen

Opfer vorzog. Wütend darüber vollzog er diese Schreckenstat.

Darstellung, bei der der gebräunte Kain mit

dunklen Haaren und Vollbart im Kontrast zu dem bereits

am Boden Liegenden mit heller Haut und dunkelblonden

Haaren steht. Durch die besondere Lichtführung

werden die Körper der beiden Brüder betont.

Malerei mit ausdrucksstarken Gesichtern; Hintergrund

in monochromer Farbigkeit gehalten. Verso kleine

Unterlegungen und Retuschen, Rahmenschäden.

(1220722) (18)

ANTOINE JOSEPH BOURLARD,

182 ON ELIU – 1899 IID

CAIN AND ABEL

Oil on canvas.

168 x 126 cm.

Signed “A. Bourlard” lower right and dated “1846”.

In decorative gilt frame.

The portrait format depiction shows the two brothers

in a mountainous landscape. Cain is depicted standing

with an animal fur draped around his hips having

just slain his brother. The direction of light emphasizes

on the brothers’ bodies. Painting with expressive faces.

Small areas of relining on the reverse and retouches,

damage to the frame.

€ 16.000 - € 22.000


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756

WERNER PEINER,

189 DELDORF – 1984 LEIHLINEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

ERDE (PARADE DER PLANETEN)

Mischtechnik in Tempera, Tinte und Wasserfarben auf

Karton.

39,5 x 42,5 cm.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Im Mittelpunkt eine schöne Frau mit freiem Oberkörper

und langen gewellten blonden Haaren, in einem

Wagen sitzend mit rotem Baldachin, der mit Goldverzierungen

und Goldquasten dekoriert ist. Gezogen wird

er von zwei Widdern mit prachtvollen Hörnern. Im

Hintergrund Blick auf eine Landschaft mit Obstbäumen

und Palmen, unter hohem blauen Himmel. Die Dargestellte,

als Erde bezeichnet, wird umgeben von den

bezeichneten Personifikationen Asien, Afrika, Australien,

Zeit, Sommer, Beständigkeit, Fruchtbarkeit, Frühling,

Herbst, Amerika und Europa. Mittig unten in einem

goldenen Rahmen erneut die Bezeichnung „Erde“.

Das Bild zudem von einem zweifachen beige-braunen

Banddekor umgeben. (12215637) (18)

€ 4.000 - € 7.000


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757

WERNER PEINER,

189 DELDORF – 1984 LEIHLINEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

NEPTUN (PARADE DER PLANETEN)

Mischtechnik in Tempera, Tinte und Wasserfarben auf

Karton.

39,5 x 42,5 cm.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Im Mittelpunkt Neptun auf einem goldenen Boot mit

rotem Stoffbaldachin, der zudem mit Gold verziert ist.

Der sitzende Neptun mit Bart und weißem Gewand,

das seinen Oberkörper teils freilässt, in der rechten

Hand einen langen Dreizack haltend. Das Boot wird

gezogen von zwei Tiergestalten, deren Körper aus einem

Pferd und einem Fischschwanz bestehen. Im

umgebenden Wasser zahlreiche Figuren und Nixen,

im Hintergrund die Kaimauer, hinter der Schiffstakelage

in den blauen Himmel ragt. Mittig unten in goldenem

Rahmen die Bezeichnung „Neptun“. Das Bild zudem

von einem zweifachen beige-braunen Banddekor umgeben.

(12215635) (18)

€ 4.000 - € 7.000


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205


758

WERNER PEINER,

189 DELDORF – 1984 LEIHLINEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

SATURN (PARADE DER PLANETEN)

Mischtechnik in Tempera, Tinte und Wasserfarben auf

Karton.

39,5 x 42,5 cm.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Im Mittelpunkt der auf einem Streitwagen sitzende

Saturn, in Gestalt eines schmalen alten bärtigen Mannes

mit weißem Gewand, das seine rechte Brustpartie

freilässt. Über ihm der rote Baldachin mit Goldausstattung.

Gezogen wird der Wagen von zwei goldenen

Greifen. Um ihn herum ein reitendes Skelett, eine Frau

in braun-schwarzem Gewand und eine weitere in einem

rosafarbenen Gewand, ein goldenes Kästchen in ihrer

Hand haltend. Dargestellt werden die Personifikationen

der Pest, Pandora, Sorge, Krieg und Hunger sowie

des Glücks. Mittig unten in goldenem Rahmen erneut

bezeichnet „Saturn“. Das Bild zudem von einem zweifachen

beige-braunen Banddekor umgeben.

(12215634) (18)

€ 4.000 - € 7.000


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759

WERNER PEINER,

189 DELDORF – 1984 LEIHLINEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

URANUS (PARADE DER PLANETEN)

Mischtechnik mit Tinte, Tempera, Wasserfarben auf

Karton.

39,5 x 42,5 cm.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

In der Mitte auf einem Wagen sitzend der als Uranus

bezeichnete bärtige Mann mit rotem Stoffbaldachin

und reicher Goldverzierung. Um ihn herum zahlreiche

Figuren wie ein geflügeltes Pferd, eine Königstochter

auf einem Einhorn reitend sowie eine Frau mit zwei

großen Ziegenböcken. Diese Personifikationen sind

bezeichnet mit Schweigen, Ewigkeit, Zeit, Mythos,

sowie Sage. Unten mittig mit goldenem Rahmen die

Bezeichnung Uranus. Das Bild zudem von einem zweifachen

beige-braunen Bänderdekor umgeben.

(12215630) (18)

€ 4.000 - € 7.000


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207


760

WERNER PEINER,

189 DELDORF – 1984 LEIHLINEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

VENUS (PARADE DER PLANETEN), 1940

Tusche und Wasserfarben auf Karton.

40 x 80 cm.

Hinter Glas gerahmt.

Darstellung der Venus unter einem Pavillon in abstrahierter

Frühlingslandschaft mit verschiedenen ihr beiwohnenden

Personifikationen, wie Eros, Anmut, Liebe,

Orpheus und der unter ihre Räder kommende Hass.

In abstrahierter Blattbordüre gerahmt. Schöne polychrome

Darstellung, an die Aubusson-Tapisserien

Peiners erinnernd. (12215633) (13)

€ 4.000 - € 7.000


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WERNER PEINER,

189 DELDORF – 1984 LEIHLINEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

MARS (PARADE DER PLANETEN), 1940

Tempera, schwarze Tusche und Wasserfarben auf

Karton.

40 x 80 cm.

Hinter Glas gerahmt.

Mars auf einem Streitwagen stehend, zwischen weiteren

großen Kriegsfeldherren, wie Dschingis Khan,

Süleyman, Hermann der Etrusker, Karl der Große, Cäsar,

Alexander der Große, Friedrich der Große und

Napoleon, eine Kartusche nennt Mars. Weitere Eigenschaften

wie Streit, Ruhm und Mut sind Mars beigestellt,

eine Allegorie des Lebens liegt tot unter dem

Streitwagen. Rückwärtig abgeschlossen durch eine

brennende klassische Architektur.

Anmerkung:

Dies ist einer von acht Tappesserieentwürfen, welche

Hermann Göring bei Peiner für seinen Palast Carinhall

bei Berlin orderte. Nur ein größerer Karton (Mars)

wurde bei der Akademie Kronenburg von Peiners

Schülern ausgeführt. Peiner fertigte diese Entwürfe

von Mai - Juli 1940 an.

Provenienz:

Nachlass des Künstlers, danach in dessen Familie.

Galerie Thomas Schneider, München, 28. Juni 2010.

Dort direkt wie auch die Lose vom Einlieferer erworben.

Literatur:

Nikola Doll, Mäzenatentum und Kunstförderung im

National-Sozialismus, Werner Peiner und Hermann

Göring, Weimar 2009, S. 218-231. (12215632) (13)

€ 4.000 - € 7.000


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209


762

WERNER PEINER,

189 DELDORF – 1984 LEIHLINEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

JUPITER (PARADE DER PLANETEN), 1940

Tempera, Tusche und Wasserfarben auf Karton.

40 x 80 cm.

Vor einer römischen Architektur vorbeiziehende Parade

mit einem Streitwagen, von vier Rossen gezogen, auf

diesen stehend Jupiter, welcher auf einer, unter den

Rädern liegenden Kartusche namentlich benannt ist,

unter einem von sechs Stangen gehaltenen roten

Baldachin mit Federschmuck. Neben Jupiter werden

auch Maximilian der Große, Friedrich II, Kurfürst Lorenzo

de Medici und Ludwig XIV dargestellt, daneben

Personifikationen des Glückes, des Stolzes und der

Ehre sowie des Todes, welcher unter dem Streitwagen

zum liegen kommt.

Die Festzüge der Planeten waren, wie auch die Falkenjagdkartons,

die Bildteppiche der Tugenden, der fünf

Erdteile, der Schicksalsschlachten, für die neue Reichskanzlei

sowie die Kartons für die Teppiche für die Bibliothek

in Carinhall Staatsaufträge. (12215631) (13)

€ 4.000 - € 7.000


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763

WERNER PEINER,

189 DELDORF – 1984 LEIHLINEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

MERKUR (PARADE DER PLANETEN), 1940

Schwarze Tusche und Wasserfarben auf Karton.

40 x 80 cm.

Hinter Glas gerahmt.

Paradebaldachin mit römischem Streitwagen und auf

dem Streitwagen stehender Figur des Merkur. Verschiedene

Personen sind daneben dargestellt und bezeichnet,

darunter Gutenberg, Kopernikus, Bismarck,

Fugger, Hermann von Salza, Michelangelo, Dürer, Platon

und Konfuzius. Ein Genius sowie positive Eigenschaften

wie Ausdauer und Fleiß sind dargestellt,

aber auch die Trägheit, welche unter dem Wagen zerquetscht

wird. Rückwärtige Architekturen, an Lübeck

erinnernd. (12215636) (13)

€ 4.000 - € 7.000


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211


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