SBB Via 2 2020

infelag

Das Reisemagazin der

TINGUELYS

ERBE

Caroline Schuster Cordone ist Vizedirektorin

des Espace Jean Tinguely–Niki de Saint Phalle

in Freiburg. Auch sonst erinnert vieles in

der Stadt an den unkonventionellen Künstler. S. 10

MRZ/APR 20

KÖNIGIN DER SPIELE

Ein Interview mit der

erfolgreichen Gamedesignerin

Philomena Schwab.

ZUKUNFT BAHNHOF BERN

Der Umbau läuft auf

Hochtouren. «via» blickt

hinter die Kulissen.

Partner


VIA

Bestseller - noch günstiger

als im Vorjahr !

5 Reisetage

ab nur

Fr. 599.-

REISEHIT

322

Unterwegs mit der Zillertalerbahn

Mit Volldampf durch die Alpen

Eine nostalgische «Schienenkreuzfahrt» für Geniesser!

Ihr Reiseprogramm:

1. Tag, Mittwoch – Anreise

Fahrt im komfortablen Extrabus ins schöne

Tirol, wo uns der Hotelier mit einem feinen

Nachtessen erwartet.

2. Tag, Donnerstag – Pinzgaubahn &

Krimmler Wasserfälle

Mit der Pinzgauer Lokalbahn, einer der

attraktivsten Schmalspurbahnen Österreichs,

fahren wir heute durch reizvolle

Alpenlandschaften. Die Strecke führt

uns von Mittersill entlang der Salzach in

den Nationalpark Hohe Tauern bis nach

Krimml. Die Krimmler Wasserfälle zählen

zu den bekanntesten Wasserfällen

der Welt und zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten

Österreichs. Erleben

Sie den erfrischenden Sprühregen und

die imposante Kraft des Wassers inmitten der

traumhaften Kulisse des Nationalparks

Hohe Tauern.

3. Tag, Freitag – Reisen wie zu Kaisers

Zeiten – die Achensee-Dampf-Zahnradbahn

In Jenbach steht die Achensee-

Dampf-Zahnradbahn für uns zum Einsteigen

bereit. Die Fahrt durch die wildromantische

Landschaft, steil bergauf mit einem

herrlichen Blick über das Inntal wird Sie begeistern.

Im Alpengenusshof Gramai laden

wir Sie dann zu einer zünftigen Brettljause

ein. Im Anschluss haben wir eine idyllische

Panoramaschifffahrt auf dem Achensee für

Sie reserviert. Geniessen Sie die wildromantische

Landschaft, bevor es zurück ins Hotel

und einem gemütlichen Tiroler Schmankerlabend

geht.

Noch mehr sparen -

bis 100% REKA-Checks!

Gemütliches Beisammensein

Schifffahrt auf dem Achensee

4. Tag, Samstag – Zillertal-Bahn & bei

den Glasbläsern

Mit dem nostalgischen Dampfzug der Zillertalbahn

fahren wir bei stimmungsvoller

Musik und einem guten Schnapserl von

Fügen bis nach Mayrhofen. Am Nachmittag

erwartet uns Rattenberg, die kleinste

Stadt Österreichs. Rattenberg erlangte vor

allem durch die glasveredelnden Betriebe

Bekanntheit und natürlich werden wir bei

unserem Rundgang auch einem Glasbläser

über die Schultern schauen.

5. Tag, Sonntag – Heimreise

Mit vielen unvergesslichen Eindrücken im

Gepäck treten wir die Heimreise an.

Organisation: Holiday Partner, 8852 Altendorf

Limitierte Plätze! Sofort buchen & profitieren - Tel. 0848 00 77 88 - www.car-tours.ch

Leistungen - Alles schon dabei!

✓ Fahrt im komfortablen Extrabus

✓ 4 Übernachtungen im guten

Mittelklassehotel im Tirol

✓ 4 x reichhaltiges Frühstücksbuffet

✓ 3 x feines Nachtessen im Hotel

✓ 1 x Tiroler Schmankerlabend im Hotel

✓ Eintritt und Besuch Krimmler Wasserfälle

✓ Fahrt mit der Achensee-Dampf-Zahnradbahn

von Jenbach nach Seespitz

✓ Besuch des Alpengenusshofs Gramai

inklusive einer zünftigen Brettljause

✓ Fahrt mit dem Dampfzug der Zillertalbahn

von Fügen nach Mayrhofen inkl. musikalische

Unterhaltung und Schnapserl

während der Zugfahrt

Leistungen ✓ Fahrt Leistungen mit dem - Alles Dampfzug - Alles schon der schon Pinzgauer dabei! dabei!

Lokalbahn von Mittersill nach Krimml

✓ Herrliche Panoramaschifffahrt auf dem

Achensee

✓ Stadtspaziergang durch Rattenberg

✓ Besichtigung der Glasbläserei Kisslinger

inklusive Schauvorführung

✓ Eigene Schweizer Reiseleitung

Wählen Sie Ihr Reisedatum

Reise a: 27. - 31. Mai 2020 *

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Buchungsgebühr: Fr. 20.- pro Person

(entfällt bei Online-Buchung)

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St. Gallen, Sargans, Thun, Winterthur, Zürich

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in der Toskana

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23. - 27.4.2020


Inhalt

40

10

20

34

04 Aufgefallen

06 Meine Schweiz

16 Top Ten

18 Ausprobiert

24 Wissenswert

26 Im Bild

33 ÖV aktuell

38 Kurz erklärt

44 Erfahren & profitieren

45 Kolumne

46 Rätsel

UNTERWEGS

08 Waadtländer Juwel

Charmant und mondän zugleich: Lausanne

hat für jeden etwas zu bieten. Lausannerinnen

und Lausanner geben Insidertipps.

10 Tinguelys Freiburg

Er hat in Freiburg gelebt und gewirkt:

der Schweizer Künstler Jean Tinguely. «via»

hat sich auf seine Spuren begeben.

20 Next Level

Die junge Game-Designerin Philomena Schwab

sorgt international für Aufsehen. Mit «via»

spricht sie über Games als Kulturform.

MOBILITÄT

34 Der Bahnhof von morgen

2027 soll er fertig sein: der neue Bahnhof

Bern. Das Megaprojekt läuft auf Hochtouren.

Und das bei laufendem Betrieb.

40 Neuanfang

Mit 39 Jahren beschloss Alexandra

Wenzler, nochmals eine Ausbildung zu machen:

als Lokführerin. «via» hat sie besucht.

42 Kluge Anwendungen

Das Internet der Dinge (IoT) ist bei der SBB

auf dem Vormarsch. Wo es überall zum Einsatz

kommt? Ein paar Beispiele.

«via» gibt es auch als Hörversion,

und es kann als DAISY-Hörzeitschrift

bei der SBS, Schweizerische

Bibliothek für Blinde, Seh- und

Lesebehinderte, bestellt werden.

sbs.ch

IMPRESSUM

Herausgegeben von der SBB, Kommunikation, in Zusammenarbeit mit dem Verband öffentlicher Verkehr ( VöV ). Erscheint sechsmal jährlich in Deutsch und Französisch | Redaktionsrat SBB / VöV

Roger Baumann, Oliver Schörlin, Rahel Meile, Tamara Ritter, Martina Rettenmund, Nadia Stillhart Diallo | Realisation Infel AG, Redaktion: Christine Spirig (Chefredaktorin), Manuel Bühlmann |

Gestaltung: Beni Spirig, Angélique El Morabit, Murielle Drack | Sekretariat / Redaktionsassistenz: Céleste Blanc | Titelbild: René Ruis | Redaktionsadresse Infel AG, Redaktion «via», Löwenstrasse 30,

8001 Zürich, T 044 299 41 41, E-Mail redaktion@via.ch | Übersetzung UGZ, Übersetzer Gruppe Zürich GmbH | Korrektorat Hans Peter Cadonau, Zürich | «via»-Abonnemente und -Adressänderungen

Abo-Service «via», Postfach, 4601 Olten, T 041 329 23 51, E-Mail abo@via.ch Abonnementspreise Schweiz: CHF 35.– (6 Ausgaben / 1 Jahr), CHF 68.– (12 Ausgaben / 2 Jahre); Ausland: CHF 45.–

(6 Ausgaben / 1 Jahr), CHF 87.– (12 Ausgaben / 2 Jahre) | Anzeigenmarketing Daniel Baer, Fachmedien – Zürichsee Werbe AG, Laubisrütistrasse 44, 8712 Stäfa, T 079 338 89 18 | Druck Stark Druck

GmbH + Co. KG, D-75181 Pforzheim | ISSN: 1422-6499

MRZ/APR 20

3


Erleben Sie Tokio 2020

im Olympischen Museum!

Vom 2.4.

bis 1.11.2020

IM ZEICHEN DER VERNETZUNG

Manga by URASAWA Naoki

Die Welt mit Comic anstecken – das ist das Ziel des Fumetto

Comic-Festivals. Hier wird die Kunst des visuellen Erzählens in all

seinen Formen zelebriert. Die diesjährige Durchführung steht

unter dem Motto «Alles ist vernetzt». Eine spannende Auseinander-

setzung mit starken Bildern zu einem Thema unserer Zeit – sei

es die virtuelle oder die reale Vernetzung von Staaten, Klima und

Menschen.

28. März bis 5. April 2020, Luzern

fumetto.ch

CHIC SEIT 1851

Früher wie heute: Ein schöner Schuh am Fuss eines Mannes gefällt.

Die Sonderausstellung «Bally Monsieur – Der Herrenschuh seit 1851»

zeigt die Entwicklung der Herrenschuhmode auf und präsentiert

zudem ein Stück Schweizer Industriegeschichte. In der Bandweberei

werden Besucherinnen und Besucher in die alten Zeiten versetzt -

mit authentischen Gerüchen und Geräuschen.

Jeden 1. und 3. Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr,

Schönenwerd

ballyana.ch/ausstellung

Fotos: Fumetto/Avinash Karn; Josep Aznar; zVg


AUFGEFALLEN

IN VOLLER FARBENPRACHT

Es gibt nichts Schöneres, als sich nach den kalten Wintertagen an der

farbigen Blumenpracht des Frühlings zu erfreuen. Während sechs

Wochen gibt es im Parc de l’Indépendance 190 000 farbenfrohe Tulpen

in 300 verschiedenen Sorten zu bestaunen. Direkt am Genfersee

gelegen und mit Blick auf die Alpen leitet das Tulpenfest in Morges den

Frühling ein. Eintritt frei.

20. März bis 10. Mai 2020, Morges

morges-tourisme.ch

ALLES RUND UM DIE VIERRÄDER

Bereits zum 90. Mal jährt sich der Internationale Auto-Salon

in Genf und zieht Autohersteller sowie -liebhaber aus ganz Europa an.

Im Fokus der diesjährigen Ausgabe steht das Elektromobil.

Besucherinnen und Besucher erhalten ein umfassendes Angebot für

Testfahrten und gewinnen Einblicke in die neuesten Technologien.

Für den reibungslosen Transport nach Genf wird die SBB 52 Extrazüge

einsetzen. Und: Wer mit dem ÖV reist, spart. Erwachsene erhalten

25 Prozent Rabatt auf den Eintritt, Kinder und AHV-Bezüger 20 Prozent.

5. bis 15. März 2020, Genf

sbb.ch/gims

DAS GRÖSSTE TANZFESTIVAL DER SCHWEIZ

Alle zwei Jahre veranstaltet das Migros-Kulturprozent das grösste

Festival für zeitgenössischen Tanz der Schweiz. 2020 ist es wieder so weit:

Während dreier Wochen touren im Rahmen des Tanzfestivals Steps

nationale und internationale Tanzcompagnien durchs ganze Land.

Mit rund 80 Vorstellungen in 32 Städten und Dörfern erreicht das Festival

30 000 Besucherinnen und Besucher in allen Regionen der Schweiz.

23. April bis 16. Mai 2020

sbb.ch/steps

07.02.

Lee Krasner

10.05.20

Lee Krasner, Palingenesis, 1971, Öl auf Leinwand, 208,3 × 340,4 cm ( Ausschnitt ), Pollock-Krasner Foundation, New York, Foto: Kasmin Gallery, New York © The Pollock-Krasner Foundation

Mit der Unterstützung von:

Die Ausstellung wird kuratiert und organisiert vom

Barbican Centre London in Kooperation mit dem Zentrum

Paul Klee Bern

Living Colour

MRZ/APR 20

5


MEINE SCHWEIZ

6


MEINE SCHWEIZ

BRUNO WEBER PARK

DIETIKON

«Der farbenfrohe Skulpturenpark

ist wohl das Surrealste, was der

Kanton Zürich zu bieten hat.

Nur 30 Minuten von Zürich entfernt,

entführt er mit seinen zauberhaften

Wesen und eigenwilligen

Bauformen Besucher jeden Alters

in eine fremde Welt. Der schöne

Baum bestand im Park und die teils

begehbaren Skulpturen machen

das Erlebnis noch märchenhafter.

Ein toller Ausflug für Familien.»

Angélique El Morabit, Zürich

Wie sieht Ihre Schweiz aus?

Senden Sie Ihr Foto mit ein paar

Angaben zu Sujet und Ort an

redaktion@via.ch.

Die schönsten Leserbilder werden

im «via» veröffentlicht.

JAN/FEB MRZ/APR 20

7


INSIDE LAUSANNE

LAUSANNE

Einwohner Stadt: 139 111 (Stand: Dezember 2018).

Anreise ab Bern 1 Std. 6 Min. / ab Genf 36 Min. / ab Chur 3 Std. 32 Min.

Waadtländer Juwel

mit «joie de vivre»

Von sanften Rebbergen umgeben, sich hoch

an die Hügel Cité, Le Bourg und Saint-Laurent

schmiegend und mit dem Genfersee zu ihren

Füssen ist die Waadtländer Hauptstadt eine

wahre Perle der Romandie. Die wunderschöne

Architektur, die zahlreichen Plätze und verwunschenen

Gässchen sowie die hippen Bars und

Brasserien lassen keine Wünsche offen. Lausanne

bietet alles, was richtige Städte auszeichnet –

ausser der Grösse. Dies jedoch macht Lausanne zu

einem perfekten Ausflugsort: Man kann gemütlich

durch die Altstadt flanieren oder die Landschaft

erkunden. Wie Sie die Westschweizer Metropole

von einer intimeren Seite kennenlernen,

ent nehmen Sie den Geheimtipps der Lausanner.

Wer hier seine Zeit verbringt, wird nachher sagen:

«La vi(ll)e est belle!»

1

Auberge du

Chalet-des-Enfants

Route

du Chalet-des-Enfants

1052 Le Mont-sur-Lausanne

chaletdesenfants.ch

«Lausannerinnen und

Lausannern ist dieser Ort

gut bekannt. Mir gefällt er,

weil er etwas oberhalb der

Stadt liegt. Als kleine

Anekdote: Coco Chanel

war ein Fan dieses

Gasthauses, als sie von

1945 bis 1954 in Lausanne

lebte. Im Restaurant wird

darauf geachtet, dass die

Lebensmittel von Bauern

aus der Region stammen.»

Öffnungszeiten

Mo. bis Fr. 9.30 bis 24 Uhr

Sa. 9 bis 24 Uhr

So. und Feiertage

9 bis 18 Uhr

«Lausanne,

der Balkon des

Genfersees.»

Joshua Rohrer,

38, Unternehmer

1

5

4

6

3

7

2

8

2

Musée cantonal

des Beaux-Arts

Place de la Gare 16

1003 Lausanne

plateforme10.ch

(Fotomuseum) und dem

mudac (Designmuseum) gehört

es zum neu entstehenden

Lausanner Kunstquartier

Plateforme 10.»

«Das neue Musée cantonal

des Beaux-Arts ist eine

Schönheit und steht

Museen grosser Metropolen

in nichts nach. Zusammen

mit dem Musée de l’Elisée

Öffnungszeiten

Mo. geschlossen

Di. bis So. 10 bis 18 Uhr

Do. 10 bis 20 Uhr

8


INSIDE LAUSANNE

3

Restaurant Amici

Rue Dr César-Roux 5

1005 Lausanne

ristoranteamici.ch

6

Bar La Grenette

Place de la Riponne 10

1005 Lausanne

facebook.com/lagrenette

«Von all den italienischen

Restaurants in Lausanne

ist dies das authentischste.

Es ist wie ein Ausflug

nach Kalabrien. Einfach,

aber raffiniert. Das kann

ich wirklich empfehlen.»

Öffnungszeiten

Mo. bis Fr.

10 bis 14.45 Uhr und

18 bis 24 Uhr

Sa. und So. geschlossen

5

Cinéma Bellevaux

Route Aloys-Fauquez 4

1018 Lausanne

cinemabellevaux.ch

«Filmliebhaber, die gerne

besondere Filme sehen, sind

hier genau richtig. Es ist eines

der letzten unabhängigen

Kinos von Lausanne. Das Kino

selber ist sehr schön und die

Filme, die dort gespielt

werden, werden in keinem

anderen Kino in Lausanne

gezeigt.»

«Uns gefällt die Terrasse. Cool ist,

dass dort jetzt eine so tolle Bar betrieben

wird, nachdem die Lokalität

lange nicht genutzt worden ist.»

Öffnungszeiten

Mo. 16 bis 24

Di. und Mi. 16 bzw. 11 bis 24 Uhr

Do. 9.30 bis 1 Uhr

Fr. und Sa. 16 bzw. 10.30 bis 2 Uhr

So. geschlossen

«Lausanne ist eine Stadt mit vielen

interessanten kulturellen Angeboten!»

Noémie Rentsch, 23, Studentin Sozialwissenschaften

Manon Zecca, 28, Sozialarbeiterin

Fotos: Magaly Koenig; Jean-Bernard Sieber; Thierry Zufferey; Gwenael Grossfeld; Millo Keller; Culture Café; Adeline/Brasserie La Bavaria; zVg

4

Culture Café

Rue de Genève 6

1003 Lausanne

facebook.com/culturecafelausanne

«Hier gibt es Gesundes,

Herzhaftes und Gutes zu

fairen Preisen und in einem

farbigen Ambiente. Ich

empfehle die selbstgemachten

Hacktätschli.»

Öffnungszeiten

Mo. bis Fr. 9 bis 19 Uhr

Sa. 9 bis 18 Uhr

So. geschlossen

7

Restaurant Obeirut

Rue Belle-Fontaine 2

1003 Lausanne

obeirut.com

«Ein Geheimtipp ist das

Obeirut. Hier kann man richtig

authentische libanesische

Küche geniessen. Mit dem

Bus fährt man bis zur Busstation

Georgette. Gleich nebenan

gibt es eine wunderschöne

griechisch-orthodoxe

Kirche zu bewundern.»

Öffnungszeiten

Mo. bis Sa. 12 bis 14 Uhr

und 19 bis 24 Uhr

So. geschlossen

«Lausanne ist ein Ort, an

dem es sich gut leben lässt.»

Patricia Kindler,

77, Ärztin

8

Brasserie La Bavaria

Rue du Petit-Chêne 10

1003 Lausanne

labavaria.ch

«La Bavaria ist eine der ältesten Brasserien in

Lausanne. Dort kann man wirklich sehr gut

essen. Ich empfehle jedem das traditionelle

‹Pied de cochon›. Nebst dem guten Essen gibt

es auch Konzertabende und eine riesige

Auswahl an Bieren.»

Öffnungszeiten

Mo. bis Do. 7 bis 23.30 Uhr

Fr. 7 bis 24 Uhr, Sa. 10 bis 24 Uhr

So. geschlossen

MRZ/APR 20 9


SCHWEIZ ENTDECKEN: FREIBURG

Mit

Tinguely

durch

Freiburg

Freiburg ist der perfekte

Mix: nicht zu gross,

nicht zu klein, nicht zu

städtisch, nicht zu

ländlich. Und Freiburg

ist die Geburtsstadt

von Jean Tinguely, dem

berühmten Schweizer

Künstler. Höchste Zeit

für einen Besuch.

TEXT Michelle Russi

FOTOS Raffael Waldner

10


SCHWEIZ ENTDECKEN: FREIBURG

VERBINDUNGEN NACH FREIBURG

Ab Zürich 1 Stunde 23 Minuten

Ab Luzern 1 Stunde 25 Minuten

Ab Basel 1 Stunde 27 Minuten

MRZ/APR 20

11


SCHWEIZ ENTDECKEN: FREIBURG

Die Kunst war sein Land,

sein Feuer, seine «raison d’être».

it diesen Worten beschreibt Niki de

Saint Phalle ihren langjährigen

Künstlerfreund und Lebenspartner

Jean Tinguely. Der Schweizer Künstler,

berühmt für seine innovativen

kinetischen Werke, wurde 1925 in Freiburg geboren

und kehrte 1968 – nach vielen Jahren im Ausland – in

seine Heimat zurück, um sich im freiburgischen Neyruz

niederzulassen. Welche Spuren hat Jean Tinguely

in und um Freiburg hinterlassen? Und was hat die Saanestadt

sonst noch zu bieten? Begleitet von Niki de

Saint Phalles persönlichen Erinnerungen machen wir

uns mit Stadtführerin und Märchenerzählerin Odile

Hayoz auf die Suche.

Auf der Rue de Lausanne ist wenig los für einen Samstagmittag.

Die meisten Freiburger sind wohl noch beim

Mittagessen oder geniessen die Sonne abseits der

grossen Einkaufsstrasse. «Freiburg ist ein bisschen wie

ein Dorf, obwohl es eine Stadt ist», sagt Odile Hayoz,

die seit 15 Jahren thematische Stadtführungen anbietet.

Sie liebt die Atmosphäre Freiburgs, diesen Gegensatz

zwischen traditionell und offen, zwischen ländlich und

urban. Und die Stadtführerin schätzt das kulturelle

Flair, besonders jene Schauplätze, die Jean Tinguely

geprägt hat. Sie führt uns über den Platz, der nach dem

Künstler benannt ist und auf dem seit 2011 das architektonisch

auffällige Theater Equilibre thront, zeigt uns

die einstige Garage des Freiburger Formel-1-Piloten

Jo Siffert, mit dem Jean Tinguely eine tiefe Freundschaft

verband, und macht schliesslich Halt vor

Tinguelys berühmtem, eben diesem Jo Siffert gewidmeten

Brunnen auf den Grand-Places wenige

Schritte hinter dem Equilibre.

Niemand ist ein Prophet

im eigenen Land. […] und ich

erinnere mich an Jeans

Tränen, als die Stadt Freiburg

eine Hommage an seinen

Freund Jo Siffert ablehnte […].

Tatsächlich hatte es ungefähr zehn Jahre gedauert, bis

Tinguelys Projekt zu Ehren seines verstorbenen Freundes

realisiert war. «Seine ursprüngliche Idee fand bei

der Stadt keinen Anklang», erzählt Odile Hayoz. Tinguely

habe etwas Schnelles kreieren wollen, um eine Verbindung

zu Sifferts Beruf als Rennfahrer zu schaffen.

Jean Tinguely

1925–1991

Heute ist der Jo-Siffert-Brunnen ein Wasserspiel, bei

dem das Wasser unkontrollierbar in alle Richtungen

spritzt – ähnlich dem Champagner, den Formel-1-Fahrer

nach einem Sieg herumspritzen. Damit ist die thematische

Verbindung zum Rennfahren zwar gegeben,

doch die Anekdote zeigt, dass Jean Tinguely in der Heimat

zu jener Zeit trotz seines grossen internationalen

Erfolgs keineswegs unumstritten war. «Tinguelys Kunst

hat immer polarisiert: Einige konnten mit seinen Maschinen

gar nichts anfangen, weil sie ihnen nutzlos erschienen;

andere sahen darin Poesie.»

Nicht nur mit seiner Kunst wusste Tinguely zu provozieren.

Schon als Kind hatte er einen eigenen Kopf.

Während wir mit Odile Hayoz durch die Freiburger

Altstadt spazieren, schildert sie, wie Tinguely als

Sechsjähriger mit einer Zigarette im Mund gefunden

und bestraft wurde. Oder wie er als junger Mann seinen

Lehrmeister in Basel mit seinem aufmüpfigen

Verhalten auf die Palme brachte und so gar die Lehrstelle

verlor. Auch Niki de Saint Phalle wird Tinguely

viele Jahre später einen «Provokateur der Kunst» nennen,

einen, der «in keiner Weise Teil des ‹Establishments›»

war. Kennengelernt hatte sie ihn 1955 in Paris,

1968 begleitete sie ihn in die Schweiz, wo sie seine

zweite Ehefrau wurde.

Mit Jean gab es keine

Langeweile. Er war wie seine

Maschinen, war ganz in

Bewegung und hatte weder

Angst, seine Meinung zu

ändern, noch sich lächerlich

zu machen.

Mit seiner unkonventionellen und offenen Art konnte

der Künstler gut auf Menschen zugehen, ein richtiger

«Netzwerker», wie Odile Hayoz sagt. Zu Lebzeiten war

Jean Tinguely ein häufig gesehener Gast in Freiburgs

Restaurants und Bars. Im gemütlichen Café du Gothard

an der Rue du Pont-Muré, nahe der Freiburger

Fotos: Keystone-SDA

Niki de Saint Phalle

1930–2002

1

Im Café du Gothard

mitten in Freiburg war

Jean Tinguely häufig

zu Gast.

2

In der Rue de Lausanne

lässt es sich bestens

flanieren, einkaufen,

Kaffee trinken.

3

Weiss viel über Freiburg

und die Region zu berichten:

die sympathische

Stadtführerin und

Märchenerzählerin

Odile Hayoz.

4

Im Theater Equilibre auf

der Place Jean-Tinguely

spielen Ensembles aus

der Schweiz und aus

Deutschland.

5

Im Andenken an seinen

Freund: Tinguely hat

den Jo-Siffert-Brunnen

dem ehemaligen

Freiburger Rennfahrer

Jo Siffert gewidmet.

12


2

3

2

1

4 5

MRZ/APR 20

13


SCHWEIZ ENTDECKEN: FREIBURG

1

Caroline Schuster

Cordone vom Museum

für Kunst und Geschichte

Freiburg ist selbst ein

grosser Fan von Jean

Tinguely und Niki de

Saint Phalle.

2

Im Espace Jean Tinguely

– Niki de Saint Phalle in

Freiburg sind einige

bedeutsame Werke der

beiden Künstler zu sehen.

3

Gross, beweglich und

lärmig: Tinguelys

berühmtes Spätwerk

«Retable» fasziniert Jung

und Alt gleichermassen.

1

Kathedrale, war er oft anzutreffen. Als wir die Tür

zum Gothard aufstossen, strömt uns intensiver Käsegeruch

entgegen. Das Restaurant ist berühmt für seine

Fonduekreationen und andere lokale Spezialitäten

– und offenbar beliebt bei Persönlichkeiten wie Bundesrat

Alain Berset oder FC-Sion-Präsident Christian

Constantin. Davon zumindest zeugen die Porträts an

der Wand.

Auffällig ist auch das grosse Kunstwerk, das über den

Köpfen der Gäste an der Wand hängt: ein filigranes

Gebilde aus den unterschiedlichsten, scheinbar wahllos

zusammengebauten Objekten wie Rädern oder

einer Nähmaschine. Ein Tinguely? Nein, die Skulptur

ist zwar von ihm inspiriert, stammt aber vom Schweizer

Künstler Pascal Bettex. Für die drei jungen Frauen,

die an einem Tisch unterhalb des Kunstwerks sitzen,

spielt das keine Rolle. «Wir sind wegen des Fondues

hier», lassen sie lachend wissen.

In unserer Arbeit

waren wir sehr ernsthaft,

professionell und

selbstkritisch. Wir versuchten

immer besser

zu werden, technisch und

künstlerisch.

So chaotisch, unbeschwert und willkürlich Jean

Tinguelys Kunst wirken mag, der Künstler war ein

«Chrampfer». Er investierte viel Zeit und Herzblut in

seine Werke und übte Kritik an Gesellschaft und Politik.

Ein gutes Beispiel ist sein Spätwerk «Retable des

westlichen Überflusses und des totalitären Merkantilismus»

von 1989/1990. Zu sehen im Espace Jean

Tinguely – Niki de Saint Phalle, der zum Museum für

Kunst und Geschichte Freiburg gehört. Unweit des Café

du Gothard und der Rue de Lausanne gelegen, beherbergt

das ehemalige Tramdepot eine Sammlung bedeutsamer

Werke der beiden Künstler.

Vizedirektorin Caroline Schuster Cordone empfängt

uns und erklärt, was es mit Tinguelys «Retable» auf

sich hat. Geschaffen für eine Ausstellung 1990 in Moskau,

warnte der bewegliche, lärmende Altar des Künstlers

das russische Publikum vor den Gefahren der

Konsumgesellschaft. «Das Werk besteht aus vielen

Freizeitobjekten – Rädern, Spielzeugen, Skis – und

sollte auf spielerische Weise zeigen, dass die westliche

Welt im Überfluss lebt», sagt sie. Tinguely habe den

«Retable» nach dem Vorbild eines Kirchenaltars gebaut

mit einem fixen Mittelstück, das von zwei beweglichen

Flügeln flankiert wird. «Seine religiös geprägte

Kindheit ist in vielen seiner Kunstwerke erkennbar»,

fährt Caroline Schuster Cordone fort, als zwei kleine

Kinder vor der riesigen Maschine stehen bleiben, fasziniert

vom Lärm und von den Bewegungen.

Ping Pong! Das war

ein Spiel. Der eine regte

den anderen an, zum

Grösseren, zum Verrückteren.

Was die Vizedirektorin selbst an den Werken von Jean

Tinguely und Niki de Saint Phalle schätzt: «Sie funktionieren

auf so vielen Ebenen und unabhängig davon,

welches Vorwissen jemand hat.» Sie sehe immer wieder,

wie sich gerade Kinder an den lauten und lustigen

Werken Tinguelys und den farbenfrohen Figuren de

Saint Phalles freuen würden. Dass sich das Künstlerpaar

gegenseitig stark beeinflusst hat, wird an Skulpturen

wie der «Mythologie blessée» deutlich. Das

auffällige goldene Fabelwesen – halb Schwan, halb

Schlange –, das von einer typischen, eisernen Tinguely-Konstruktion

getragen wird, ist zum Wahrzeichen

des 1998 eröffneten Espace Jean Tinguely – Niki

de Saint Phalle geworden. «Dieses Gemeinschaftswerk

ist sehr wichtig; es zeigt, dass die beiden Künstler eng

zusammengearbeitet und sich gegenseitig Raum für

Ideen gelassen haben», betont Caroline Schuster Cordone.

«Tinguely, häufig als Macho dargestellt, hat sich

hier ganz in den Dienst seiner Partnerin gestellt.»

Die Kunst war die grosse

Liebe im Leben Jeans

und in meinem Leben.

2

Gerne würden wir uns die faszinierenden Maschinen

und Figuren noch etwas länger anschauen, doch wir

möchten sehen, wo Jean Tinguely seine kreativen Ideen

walten liess und wo er heute begraben liegt. Odile

Hayoz nimmt uns mit nach Neyruz, in das hübsche

Dorf wenige Kilometer ausserhalb von Freiburg. Da

sie selbst hier lebt, kommt die Stadtführerin regelmässig

an Tinguelys ehemaligem Haus und seinem

Grab vorbei. Letzteres erinnert – wie könnte es anders

sein – dank einer Tinguely-Skulptur nicht nur an den

Künstler, sondern auch an dessen grosse Liebe: die

Kunst.

Quelle zu den Zitaten von Niki de Saint Phalle:

«Niki de Saint Phalle – Aventure Suisse», Benteli Verlag Bern,

3., überarbeitete und ergänzte Auflage 2010.

14


SCHWEIZ ENTDECKEN: FREIBURG

3

MRZ/APR 20 15


TOP TEN

Tanzfläche Skipiste

Diese Festivals haben es in sich. Geniessen Sie die leisen und die lauten Töne

dieser erstklassigen Events und erweisen Sie dem Winter die letzte Ehre.

Foto:

Kleine Scheidegg, Bern

DESIGN &

LIFESTYLE

HOTELS

1 Portes du Soleil VS

Rock the Pistes

15. bis 21. März 2020

Eine Woche lang tanzen

an elf Destinationen in Portes

du Soleil.

Ab Champéry mit der Seilbahn

Myswitzerland.com/

rockthepistes

2 Villars-sur-Ollon VD

Afterseason

27. bis 29. März 2020

Über 1000 Menschen

tanzen hier täglich zu Elektro

und bestaunen durch die

transparenten Zeltwände das

Alpenpanorama.

Ab Villars per Schmalspurbahn

nach Bretaye.

Myswitzerland.com/afterseason

3 Crans-Montana VS

Caprices

17. bis 26. April 2020

Das «Caprices» zählt zu den

bedeutendsten Schneefestivals.

Die viertägige Party dreht sich

um House und Techno.

Von Siders per Funiculaire

nach Crans-Montana.

caprices.ch/

1

2

3

4 Zermatt VS

Unplugged

14. bis 18. April 2020

Im «Unplugged» trifft man

zuweilen Weltstars hautnah.

Zug nach Zermatt.

Myswitzerland.com/unplugged

5 Kleine Scheidegg BE

Snowpenair

4. und 5. April 2020

Musikalische Leckerbissen

am Fuss der berühmten

Eigernordwand.

Mit der Wengeralpbahn nach

Kleine Scheidegg.

snowpenair.ch

6 Grindelwald BE

The Winter Final

28. März 2020

Nach der grössten Schatzsuche

im Schnee können die Preise

direkt bei der Season-End-Party

eingelöst werden.

Mit dem Zug nach Grindelwald.

jungfrau.ch/schatzsuche/

4

5

6

7 Andermatt UR

Live

13. und 14. März 2020

Schweizer Künstler treffen auf

internationale Newcomer.

Mit dem Zug nach Andermatt.

andermattlive.ch/

7

8

8 Flims, Laax GR

Schnulz im Sulz

4. April 2020

Ein absolutes Muss für eingefleischte

Schlagerfans, dieses

Jahr u. a. mit Guildo Horn.

Mit dem Postauto nach Flims.

Myswitzerland.com/

schnulzimsulz

9 Arosa/Lenzerheide GR

Live is Life

3. bis 5. April 2020

Mit dem «Live is Life» wurde ein

Winterfestival lanciert, welches

aus vielen kleinen und persönlichen

Konzerten besteht.

Ab Chur mit dem Zug nach Arosa

oder dem Postauto nach

Lenzerheide.

Myswitzerland.com/liveislife

10 Samnaun GR

Int. Frühlings-Schneefest

25. und 26. April 2020

Das wird heiss: Am Vormittag

ein paar Schwünge im

Frühlingsschnee, danach das

Tanzbein zu rhythmischen

Sounds schwingen.

Ab Scuol per Bus nach Samnaun.

samnaun.ch/fsf

9

10

Viel Liebe zum Detail – die

Schweizer Design & Lifestyle

Hotels sind ideale Ausgangspunkte,

um die Festivals

mitzuerleben.

Grindelwald:

Boutique Hotel &

Restaurant Glacier

Das Hotel an schönster

Panoramalage mit Blick auf

die Eigernordwand vereint

Nachhaltigkeit und Design.

Elegante Zimmer und Suiten,

Restaurant mit marktfrischer,

kreativer Saisonküche.

hotel-glacier.ch

Flims: The Hide Hotel

Kreativ und inspirierend: The

Hide Hotel in Flims ist ein

Hotel der Superlative. Die

Zimmer sind im typischen

Penthouse-Lifestyle

eingerichtet. Gastronomie

von Starkoch Adrian Tschanz.

thehideflims.ch

Ihr Wintergepäck

reist gratis.

Mit dem ÖV unbeschwert in

die Ferien: Lassen Sie bis zu

16 Gepäckstücke kostenlos

zuhause abholen und in Ihr

Feriendomizil liefern.

sbb.ch/gepaeck-special

Viele weitere Ausflugstipps

finden Sie unter

MySwitzerland.com/via

Foto: Jungfraubahnen Management AG – Die Tipps auf dieser Seite wurden von Schweiz Tourismus ausgewählt. Die Reihenfolge stellt keine Bewertung dar.

16


Müde, Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer?

Es könnte Schlafapnoe sein.

Menschen mit Schlafapnoe leiden an kurzen Atemaussetzern im Schlaf. Die kurzen Atemaussetzer

verunmöglichen einen erholsamen Schlaf. Zu den häufigsten Symptomen einer Schlafapnoe zählen:

Atemaussetzer im Schlaf Starkes Schnarchen Tagesmüdigkeit,

Morgendliche

Konzentrations-

Erschöpfung

Kopfschmerzen

störungen

Immer müde?

Machen Sie den Schlafapnoe-Risikotest der Lungenliga!

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AUSPROBIERT

Barfuss über einen

700 Grad heissen

Teppich aus glühender

Kohle zu gehen, tönt

nach einer schlechten

Idee. Wir haben es

trotzdem ausprobiert.

TEXT Manuel Bühlmann

FOTOS Samuel Trümpy

Spiel nicht mit dem Feuer! Ein

Tipp fürs Leben. Was jedes Kleinkind

eingetrichtert bekommt und

spätestens ab der ersten Verbrennung

für den Rest des Lebens beherzigt,

hat sich auch bei mir

schon in jungen Jahren tief in mein

Bewusstsein eingebrannt. Jetzt

stehe ich barfuss mit einer Gruppe

mir unbekannter Menschen

vor einem glühenden Teppich aus

700 Grad heisser Kohle und werde

gleich darüberlaufen. Was gegen

jegliche Vernunft ist und ich

bis zu diesem Moment nicht für

möglich gehalten habe, wird tatsächlich

funktionieren. Warum?

Keine Ahnung. Doch jetzt von Anfang

an.

Jedes Jahr am 8. Dezember heissen

die Feuerlauf-Instruktoren

Otto Gerber und Gérard Moccetti

Neugierige in Einsiedeln willkommen.

Die Begrüssung ist sehr

freundlich und die Aufregung in

der Gruppe von 27 Personen ist

deutlich spürbar. Vielleicht ist es

auch Vorfreude, denn unter den

Teilnehmern befinden sich einige

Wiederholungstäter. Für mich ist

es jedenfalls eine Premiere.

TANZ

AUF DEM

FEUER

Verbrennungen möglich

«Es gibt keine Garantie, dass

du dir nicht die Füsse verbrennen

wirst», sagt mir Otto Gerber

gleich zu Beginn des Kurses. Ich

bin etwas irritiert, lasse mir aber

nichts anmerken. Ich weiss, dass

ein Fotograf kommen wird, um

mich beim Lauf übers Feuer zu

fotografieren. Und ich bin mit der

festen Einstellung gegangen, dass

ich sowieso über die Glut laufen

werde, egal was komme. Ich will

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AUSPROBIERT

Pfeil am Hals: Einen Moment später

katapultieren sich beide Körper nach

vorne und zerbrechen den Pfeil.

mir schliesslich keine Blösse vor

meinem Redaktionsteam geben,

das Kenntnis von meinem Unterfangen

hat.

Es gibt

keine Garantie,

dass du dir

nicht die Füsse

verbrennen

wirst.

lich noch sechs Stunden. Die erste

Übung kostet schon etwas Überwindung.

Mit geschlossen Augen

bewegen sich alle Teilnehmer in

einem kleinen Kreis aus Kissen.

Es kommt unweigerlich zu kleinen

Zusammenstössen. Macht

nichts, weiter geht es. Dann werden

alle aufgefordert, eine Person

zu ertasten und gegenseitig die

Hände zu erfühlen – immer noch

mit geschlossenen Augen. Die

Übung steigert sich, von den Händen

geht es über die Arme hoch zu

den Schultern und danach mitten

ins Gesicht einer komplett fremden

Person, die natürlich gleichzeitig

mit ihren Fingern meinen

Kopf ertastet. Ehrlich gesagt, ein

für mich etwas befremdliches Gefühl.

Macht nichts, weiter geht es,

sage ich mir.

Es folgen viele weitere Übungen.

Davon ist mir eine speziell gut in

Erinnerung geblieben. Ich bringe

mich vis-à-vis eines Kursteilnehmers

in Position, der Abstand

geschätzte 30 Zentimeter. Gérard

Moccetti zeigt uns einen Holzpfeil

Ich fühle

mich stark.

Ich will jetzt

übers Feuer.

Hör auf deine innere Stimme

Um seinen Worten Nachdruck zu

verleihen, zeigt mir der Kursleiter

freundlicherweise noch ein paar

Fotos, auf denen stark verbrannte

Fusssohlen von Feuerläufern

zu sehen sind. Und jetzt bin ich

so richtig irritiert. Die eindrücklichen

Brandblasen lassen erahnen,

wie extrem schmerzvoll der

Gang über glühende Kohle sein

kann. Otto Gerber beruhigt mich

sogleich wieder und erklärt: «Aber

mach dir keine Sorgen, wir werden

dich gut vorbereiten. Und wenn

du vor dem Feuer stehst, wird dir

deine innere Stimme zeigen, ob

du bereit bist.» Er wird recht behalten.

Ich lasse mich auf das Abenteuer

ein und nehme mir vor, offen für

alles zu sein. Bis zum eigentlichen

Lauf übers Feuer bleiben schliessmit

Metallspitze. Er klärt uns auf,

dass die Bruchkraft des Pfeils rund

15 Kilo betrage. Dann setzt er die

Spitze an meinen Hals, zwischen

Kehlkopf und Schlüsselbein. Das

Ende des Pfeils bekommt mein

Übungspartner an der gleichen

Stelle platziert. Die ganze Gruppe

umkreist uns und ruft: «PUMA!

PUMA! PUMA!» Der Instruktor

setzt zum Countdown an und ich

spüre unweigerlich, wie ich mich

fokussiere und alles um mich herum

ausblende. «Fünf, vier, drei,

zwei, eins» – mein Partner und ich

katapultieren uns beide mit voller

Wucht nach vorne, so dass unsere

Brustkästen aufeinanderprallen

– und der Holzpfeil in zwei Teile

zerbricht, ohne dass sich mir die

Metallspitze in den Hals gebohrt

hat. Ist Physik, lässt sich erklären.

Ich fühle mich stark. Ich will jetzt

übers Feuer.

Nach weiteren Übungen ist es

endlich so weit. Wir gehen raus

in die dunkle Nacht und stehen

um das imposante Feuer, das wir

zwei Stunden zuvor aufgebaut und

angezündet hatten. Rund 1,4 Tonnen

Holz lodern vor uns hin. Mit

einem Rechen verteilen wir die

Glut auf einen Teppich von 3 × 4

Metern. Um störende Gedanken

abzuwenden und den Geist zu

beschäftigen, singen wir alle gemeinsam

leise ein einfaches Lied.

Es ist ein schöner Moment so vor

dem Feuer in der Gruppe, die ich

im Laufe des Tages sehr schätzen

gelernt habe. Die verschiedenen

Übungen brauchten teils ziemlich

Überwindung und haben dadurch

alle Teilnehmer zusammengeschweisst.

Ich fühle mich als Teil

einer Einheit, die gleich gemeinsam

etwas machen wird, das gegen

jegliche Vernunft ist.

Bereit für das Feuer

Dann ist der grosse Moment da.

Wir ziehen Schuhe und Socken

aus. Die zwei Instruktoren gehen

gemeinsam Hand in Hand zuerst

über die 700 Grad heisse Glut. Ich

folge ihnen, spüre die Hitze an

meinem Körper aufsteigen und

mehrere Stiche auf der Fusssohle

– von den Profis Feuerküsse genannt.

Nachdem ich auf der anderen

Seite unversehrt angekommen

bin, macht sich ein sehr schönes

und bestärkendes Gefühl in mir

breit. Ich habe es geschafft und laufe

euphorisiert mindestens noch

fünf weitere Male über die Glut.

Kein Wissenschaftler der Welt

kann erklären, wieso dies möglich

ist. Ich finde das gut und nehme

für mich mit, dass viel mehr möglich

ist, als man denkt.

Wer auch mal barfuss durchs Feuer

gehen will, findet hier mehr Informationen:

feuerlaufen.ch

MRZ/APR 20

19


INTERVIEW: PHILOMENA SCHWAB

Wo alles begann: Philomena

Schwab studierte an der Zürcher

Hochschule der Künste Game

Design. Fürs «via»-Shooting posiert

sie im Büro der Vertiefungsleitung,

dort arbeitete sie zeitweise als

wissenschaftliche Mitarbeiterin.

«ALS SPIELER BIST DU IN EINER

AKTIVEN ROLLE, DU MACHST ETWAS.

DU BIST PLÖTZLICH DARWIN!»

20


INTERVIEW: PHILOMENA SCHWAB

«GAMES SIND

EIN KULTURGUT»

Sie ist jung, ehrgeizig und eine der Besten ihres Fachs: Die Zürcher Gamedesignerin

Philomena Schwab sorgt international für Aufsehen. Mit ihrem eigenen

Studio lanciert sie in diesem Jahr bereits ihr drittes Computerspiel.

TEXT Karin Rechsteiner FOTOS René Ruis

Haben Sie noch Zeit, um selber zu gamen?

Ja, vor allem unterwegs. Ich spiele gerne mit einer kleinen

Konsole im Tram oder im Zug.

Games können ziemlich fesseln.

Wie schaffen Sie es, wieder aufzuhören?

Es ist wie mit dem Serienschauen: Manchmal hat man

Zeit, manchmal nicht. Es kann vorkommen, dass ich ein

Wochenende durchgame. Aber deswegen muss ich

trotzdem am Montag wieder arbeiten und am Sonntag

rechtzeitig schlafen gehen. (lacht)

Sie haben 2016 Ihr eigenes Studio Stray

Fawn (streunendes Reh) gegründet.

Zwei Computerspiele sind schon auf dem

Markt, das dritte ist in Entwicklung.

Können Sie und Ihr Team davon leben?

Ja, wir sind finanziell selbsttragend und unabhängig.

Die ersten beiden Spiele waren profitabel. Aber wir

können uns nicht zurücklehnen. Wir brauchen für die

Umsetzung eines PC-Spiels zwei bis drei Jahre. Das

heisst, sehr viel vom Gewinn des vorherigen Games

fliesst in die Entwicklung des nächsten. Es darf kein

Flop werden, sonst wird es schwierig.

Sie wurden von der Gamedesignerin zur Unternehmerin

und Chefin. Wie ist das?

Unser Studio ist klein, wir sind zwölf Leute auf sieben

bis acht Vollzeitstellen verteilt. Die Atmosphäre ist kollegial,

fast schon familiär. Der Umgangston ist mir wichtig

und hier habe ich eine Vorbildfunktion. Bis heute

haben wir noch nie einen Job ausgeschrieben. Wenn wir

Unterstützung brauchen, hören wir uns im Netzwerk

um. Wir verdienen alle gleich viel und haben ein Bonussystem,

das nur davon abhängt, wie lange du schon

dabei bist und wie viel Prozent du gearbeitet hast. Da

nehmen mein Mitgründer Micha Stettler und ich keine

Spezialposition ein.

Aber Sie tragen die Verantwortung,

müssen Entscheidungen treffen.

Grosse Entscheidungen treffen wir im Team. Alle sollen

hinter unseren Beschlüssen stehen. Das ist wichtig für

die Motivation. Wenn wir uns nicht einig sind, diskutieren

wir so lange, bis wir es sind. Wir produzieren und

vermarkten unsere Spiele komplett in Eigenregie. Um

diese Freiheit zu behalten, müssen alle ihr Bestes geben.

Ihr erstes Spiel «Niche» dreht sich um die

Vererbungslehre, im zweiten Spiel

«Nimbatus» ist Ingenieurskompetenz für

den Drohnenbau gefragt. Beide Spiele

vermitteln Wissen. Ist das Ihre Mission?

Wir möchten in erster Linie Spiele mit Unterhaltungswert

machen. Und das zu Themen, die uns interessieren.

Die Wissensvermittlung ist quasi ein positiver Nebeneffekt,

der uns natürlich extrem freut. «Niche» stellen

wir Schulen gratis zur Verfügung. Es wird im Biologieunterricht

auf der ganzen Welt gespielt, um den Schülern

die Populationsgenetik zu erklären. Ich glaube,

Games haben gerade im Bildungsbereich riesiges Potenzial.

Der Unterschied zur klassischen Wissensvermittlung

ist klar: Als Spieler bist du in einer aktiven

Rolle, du machst etwas, du konsumierst oder liest nicht

nur. Du bist plötzlich Darwin!

Als Frau in der Techbranche gehören Sie

einer Minderheit an.

Interessant ist, dass ungefähr gleich viele Männer wie

Frauen Games spielen, aber Frauen bei der Entwicklung

in der Minderheit sind. Mit der Swiss Game Developers

Association haben wir eine Studie gemacht und sie zeigte,

dass nur ein Viertel bis ein Fünftel der Gameentwickler

weiblich sind. Damit liegt die Schweiz exakt im internationalen

Durchschnitt. Ich glaube aber, dass Zürich

einen etwas höheren Anteil hat, es gibt sogar ein reines

Frauenentwicklerteam. Im Studiengang Game Design

an der ZHdK sind jeweils 40 bis 50 Prozent der Studierenden

weiblich.

Was müsste man machen, damit sich

das ändert?

Früh ansetzen! Am besten begeistern wir schon junge

Mädchen für die Informatik. Noch viel zu oft werden

Mädchen nicht dazu ermutigt, sich am Computer auszuprobieren.

MRZ/APR 20

21


INTERVIEW: PHILOMENA SCHWAB

«WIR MÜSSEN DIE

GANZE SCHWEIZ DAVON

ÜBERZEUGEN, DASS

GAMES KULTUR SIND.»

Sie setzen sich für mehr staatliche und

privatwirtschaftliche Förderung der Gameindustrie

ein. Was fordern Sie konkret?

Ein neues Game zu entwickeln kostet unser Studio ungefähr

1 Million Franken. Auf nationaler Ebene kann

man sich bei Pro Helvetia in verschiedenen Projektstufen

für Gelder bewerben. Pro Ausschreibungsverfahren

gibt es maximal 250 000 Franken, die auf ausgewählte

Projekte verteilt werden. Es bräuchte deshalb zusätzliche

kantonale Mittel. Nur ein einziger Kanton stellt

heute Fördergelder bereit. Zudem wünschte ich mir,

dass sich verschiedene Förderinstrumente und Fonds

für die Gameindustrie öffnen würden. Wir werden zwischen

der Wirtschafts- und der Kulturförderung hinund

hergeschoben oder mit der Begründung abgewiesen,

dass Spiele keine Kunst- oder Kulturform seien.

Also geht es um die Anerkennung der Games

als Kunst- und Kulturform?

Viele kennen nur Handygames mit extremem Suchtpotenzial

oder brutale Shooterspiele, haben aber noch nie

ein schönes, kulturelles Game aus der Schweiz gesehen

oder gespielt. Dabei haben wir hier so viele künstlerische

und kulturelle Arbeiten. Ein gutes Beispiel ist «Far:

Lone Sails» von Okomotive aus Zürich. Der Spieler geht

mit einem fiktiven Fahrzeug auf eine Reise durch unglaublich

schön gestaltete Landschaften. Das Spiel

wurde international mit Preisen überhäuft. Ich wage die

Behauptung, dass die Schweiz zu den Ländern gehört,

die im Verhältnis zur Bevölkerung am meisten Preise

für ihre Games gewinnen. Games sind Kultur, auch

wenn sie nicht nur einen künstlerischen, sondern auch

einen kommerziellen Aspekt haben. Davon möchten

wir die ganze Schweiz überzeugen. Deshalb organisieren

wir Veranstaltungen und versuchen die vielen Erfolgsgeschichten

in die Medien zu bringen.

In die Ausbildung von Gameentwicklern wird

investiert. Mit der ZHdK und der ETH gibt

es renommierte Ausbildungsmöglichkeiten.

Ja, das stimmt. Wir investieren viel Geld in die Ausbildung

hoch spezialisierter Leute, aber es fehlen Investitionen

in die Industrie und dadurch Arbeitsplätze. Als

ich 2014 meinen Bachelorabschluss an der ZHdK machte,

fand über die Hälfte der Abgänger keine Anstellung

in der Gameindustrie.

Ist das im Ausland ebenso?

Nein, die Schweiz hinkt Europa in der Gameförderung

viele Jahre hinterher. Die nordischen Länder wie Finnland

und Schweden haben schon früh in die Gameindustrie

investiert und ihre Ausgaben über Steuereinnahmen

längst wieder rausgeholt.

Sie sagten einmal: «Die Angst der Schweizer

vor dem Scheitern geht mir so auf die Nerven.»

Ist das immer noch so?

Ja. (lacht) Wir sollten Leute, die mit einem Projekt gescheitert

sind, nicht behandeln, als hätten sie eine

schlimme Krankheit. In Amerika gehört Scheitern dazu.

In der Schweiz glaubt man, wer es letztes Mal nicht

geschafft hat, wird auch beim nächsten Mal scheitern.

Das macht Angst und hemmt viele, überhaupt anzufangen.

Dieser Spirit zeigt sich auf der Crowdfunding-

Plattform Kickstarter: Während die Amerikaner jede

noch so unausgegorene Idee einfach mal online stellen,

bereiten wir in der Schweiz jede Kampagne gefühlte

zwei Jahre vor. Dafür ist sie eine praktisch todsichere

Investition. (lacht) Aber wir spüren in der Gamebranche,

dass Investoren das Risiko scheuen.

Sie sind mittlerweile auch international an

Konferenzen und für Referate unterwegs.

Wie reisen Sie?

Das ist unterschiedlich. Wenn möglich reise ich in Europa

mit dem Zug. Wir sind oft in Deutschland, kürzlich

waren wir an einer Konferenz in Italien. Für mich sind

solche Reisen wie Ferien. Ich nehme mir immer vor zu

arbeiten, am Schluss game ich aber. (lacht)

Und wohin gehen Sie am liebsten, wenn Sie

wirklich Ferien haben?

Ich lerne seit zwei Jahren Japanisch und war letztes Jahr

drei Wochen im Sprachaufenthalt in Tokio. Aber sonst

gehe ich eigentlich nicht in die Ferien. Und wenn, dann

hänge ich sie meistens an eine Konferenz an. Ich freue

mich deshalb immer, wenn die Konferenzen im Herbst

oder Frühling irgendwo im Süden stattfinden.

GAMES IM LANDESMUSEUM

«Super Mario», «Tetris», «Candy

Crush»: Weltweit spielen heute 2,5

Milliarden Menschen Videospiele.

Games haben sich seit den

1950er-Jahren vom Randphänomen

zum komplexen Unterhaltungsmedium

gemausert, eine

ganze Industrie ist entstanden. Das

Schweizer Landesmuseum widmet

sich in einer Ausstellung den

historischen und technischen

Entwicklungen der elektronischen

Spiele und lädt an diversen

Stationen zum Selbergamen ein.

Führungen und Workshops für

Schulen, Eltern oder Privatpersonen

bieten zusätzliche Einblicke.

Bis 13. April 2020

Landesmuseum Zürich

landesmuseum.ch/games

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INTERVIEW: PHILOMENA SCHWAB

ZUR PERSON

Die 30-jährige Philomena

Schwab wuchs im zürcherischen

Schwamendingen auf. Sie schloss

2016 ihren Master in Game Design

an der Zürcher Hochschule der

Künste (ZHdK) ab und gründete mit

Micha Stettler ihr Studio Stray

Fawn. Ihr erstes Spiel «Niche»

dreht sich um die Vererbungslehre

und kam 2017 auf den Markt. Das

zweite Spiel, der Drohnenbausimulator

«Nimbatus», wurde im

Oktober 2018 auf der Plattform

Steam im Vorverkauf (Early Access)

veröffentlicht. 2020 folgen die

Vollversion, ein Mobile Game im

«Niche»-Universum sowie der

Kickstarter für das dritte Spiel zum

Thema Ökologie. Schwab wurde

2017 vom Wirtschaftsmagazin

«Forbes» zu den einflussreichsten

unter 30-Jährigen Technologieinnovatoren

in Europa gewählt. Sie

war bis 2019 Vizepräsidentin der

Swiss Game Developers Association

und ist aktuell im Board des

Vereins aktiv. Gemeinsam mit zwei

anderen Studios gründete sie

den Swiss Game Hub und bietet

Nachwuchsentwicklern ein

Mentoringprogramm sowie

Mietplätze an.

MRZ/APR 20

23


WISSENSWERT

Frühlingsputz als kleines Ritual:

Rund 43% der Schweizer möchten

damit Platz für Neues schaffen.

Bei der Grossreinigung

nehmen sich

88,7% zuerst die

Fenster vor. Danach

folgen die Küche,

das Ausmisten der

Wohnung und

schliesslich die

Reinigung der

Böden.

Aufgepasst:

Um die 40 000

Unfälle passieren

in der Schweiz

beim Kochen

und Putzen, ein

Grossteil davon

beim Frühlingsputz.

Die

Zeit der

Putzteufel

Die langen Wintertage sind gezählt.

Endlich erwacht die Natur wieder zum

Leben und die Temperaturen steigen –

und damit auch unsere Laune. Wäre da

nicht dieser Frühlingsputz ...

ILLUSTRATION Martin Burgdorff

TEXT Céleste Blanc

Früher wurde mit Holz

geheizt und am offenen

Feuer gekocht. Vor allem

im Winter gab es viel

Asche, Russ und Staub,

und so reinigte man das

ganze Haus im Frühling.

Diese Tradition des

Frühlingsputzes wurde

bis heute beibehalten.

Die Mehrheit

der Frauen (62%)

putzt am liebsten

alleine, während

71% der Männer

lieber in Gesellschaft

sauber

machen.

Ein Viertel der Schweizerinnen und

Schweizer legen grossen Wert auf

ökologische Reinigungsmittel, unabhängig

von Reinigungskraft oder Preis.

Putzen macht schlank:

Ein Frühjahrsputz verbrennt

ähnlich viele Kalorien wie

ein intensiver Trainingstag.

Von wegen Gleichberechtigung:

Rund 88% der Schweizerinnen

und Schweizer sind der Ansicht,

dass Putzen Frauensache sei.

24

Laut der japanischen

Bestsellerautorin

Marie Kondo soll man

sich von unnötigen

Sachen endgültig

trennen. Dadurch

würde man sich

von gescheiterten

Vorsätzen lösen.


Zu Ehren des Gotthard-Basistunnels

Limitierte und nummerierte Schweizer Sonderprägung

DIE ZAHL

ÖV AKTUELL

Geprägt in

der Schweiz

Komplett versilbert

In höchster

Münz-Prägequalität

„Polierte Platte“

Farbiges Inlay

mit Grafik der

verschiedenen

Bauetappen

Die Auflage ist

weltweit auf nur

2016 Auflagen

limitiert - die

erste Ausgabe der

Kollektion ist

nummeriert

Durchmesser

38,6 mm

Abbildung

vergrößert

Diese nummerierte Sonderprägung

kann bald Ihnen gehören – für nur

Fr. 19.90

Mit dieser Sonder-Edition ehren wir die Meisterleistung Schweizer Ingenieurskunst: den längsten Eisenbahntunnel der

Welt - der am 1. Juni 2016 eröffnete Gotthard Basistunnel. Mit gemeinsamer Tatkraft entstand nach 17 jähriger Bauzeit

ein 57 Kilometer langes Denkmal, auf das wir stolz sein dürfen und welches ganz Europa im Herzen der Schweiz verbindet.

Um dieses einzigartige, schweizerische Jahrhundert-Bauwerk gebührend zu ehren, wird nun ein Sonder-Medaillon geprägt:

„GOTTHARD 2016“. Als farbiges Inlay angelegt, zeigt die Vorderseite einen modernen Schnellzug vor einer Grafik der verschiedenen

Bauetappen. Die Rückseite geht auf die geschichtliche Entwicklung des Gotthards ein. Dieses Sonder-Medaillon

ist weltweit auf nur 2016 Exemplare limitiert und die erste Ausgabe ist einzeln nummeriert. Nicht nur seitens der vielen

Eisenbahn- und Gotthard-Fans in der Schweiz und der ganzen Welt wird eine hohe Nachfrage erwartet. Nur die frühesten

Kaufanwartschaften werden erfolgreich sein. Dies ist Ihre Chance diese Sonder-Edition in der Präge-Qualität „PP -Polierte

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wird von einem informativen Echtheits-Zertifikat begleitet.

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Echtholz GRATIS.

2. Beantragen Sie gleich: Die Kaufanwartschaften werden ausschliesslich nach Antrags-Eingangsdatum gewährt! Das Angebot

beschränkt sich auf eine Kollektion pro Haushalt.

3. Erfolgreiche Kaufanwärter sind berechtigt die nächste Ausgabe der Medaillon-Kollektion „Die Geschichte des Gotthards

- Von der Teufelsbrücke bis zum längsten Tunnel der Welt“, einer komplett mit Silber überzogenen Sammlerkollektion für

Generationen, zu erhalten. Jede weitere Ausgabe kann für nur Fr. 59.90 (zzgl. Fr. 4.90 Versand und Service) Ihnen gehören. Sie

erhalten sie in monatlichen Abständen unverbindlich zur Ansicht und 14-tägigen Prüfung zugesandt. Die Sammlung kann jederzeit

unterbrochen werden.

4. Für Ihre Anwartschaft schicken Sie den unten stehenden formellen Antrag ausgefüllt an uns oder rufen Sie die Telefon-Nummer

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ANLASS: Die feierliche Eröffnung des Gotthard

Basistunnels am 1. Juni 2016.

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behalten möchte, komme ich in den Genuss einer 14-tägigen

Rücknahme-Garantie! Ich bestätige hiermit, dass ich das 18.

Lebensjahr erreicht habe.

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Die weiteren Ausgaben dieser Kollektion erhalte ich bei

Zusage zu je Fr. 59.90 (zzgl. Fr. 4.90 Versand und Service)

in monatlichen Abständen unverbindlich zur Ansicht.

r Ich bezahle jedes Medaillon gegen Rechnung

Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter

www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The

Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen

lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns

unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen

Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen

Angebote erhalten möchten.

Vorname/Name

Strasse/Nummer

PLZ/Ort

E-mail

Referenz-Nr.: 62835 / 478-HEL01

Unterschrift

Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen

Telefon


IM BILD

1

VON

FALL

ZU

FALL

Wasserfälle sind beeindruckende Schauspiele der Natur.

Oft gehören sie zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten eines

Landes. Dabei muss man gar nicht weit reisen, um das

Naturphänomen zu bewundern. Für dieses Mal bleiben wir im

Kanton Zürich. Staunen Sie selbst.

TEXT Christine Spirig FOTOS Michel und Ueli Brunner

26


2

3

IM BILD

4

6

1 — Die Tuffsteinformation

im Tösstal

erinnert an einen

Schlangenkopf mit

Giftzähnen und

Spaltzunge.

5

2 — Kräftige Naturdusche

im

Chlaustobel bei

Hombrechtikon.

3 — Berauschende

Wassermengen

bei Hochwasser:

Aabachtobel, Horgen.

4 — Der Tobelweiher

bei Pfäffikon ist

Lebensraum für viele

Fischarten.

5 — Der Sihlsprung-

Tunnelweg an der Sihl

wird bei Hochwasser

gesperrt.

MRZ/APR 20

6 — Das abgezapfte

Wasser wird vom

Turbinenhaus in die

Jona geleitet.

27


7

8

7 — Beim Chatzentobel nahe

Fischenthal «überfallen» sich die

Fälle gegenseitig.

8 — Ein Seitenbach im Küsnachter

Tobel hüpft von Stufe zu Stufe.

9 — Eigenheiten der Natur

befinden sich oft in Wassernähe.

Wie dieses Pilzgesicht.

10 — Aus der Vogelperspektive:

24,5 Meter hohe Fallstufe nahe

Gibswil.

11 — Die 23 Meter hohe Felswand

erinnert an einen Boxerhund.

Chämmerlitobel im Zürcher

Oberland.

12 — Giessen unweit der Lochmühle.

Der Wildbach stürzt hier über

Kalksteinsedimente viele Meter

hinunter in die Töss.

9

11

10


IM BILD

12

29


IM BILD

13 14

15

13 — Der Giessen im

Chämtnertobel ziert

auch die Titelseite

des Buches «Wasserwunder».

14 — Fischreiher

auf Beutefang im

Tobelweiher.

15 — Standhafte

Buche beim Fels im

Chrüzlenbach in der

Region Pfannenstiel.

16 — Rossbachtobel

in Herrliberg-Meilen.

BUCHTIPP

WASSERWUNDER –

22 verwunschene

Tobelwanderungen im

Kanton Zürich

240 Seiten, 314 Abb., vierfarbig,

inkl. 23 Karten, 19 × 24 cm,

Hardcover ISBN 978-3-906055-55-8

CHF 48.–, Verlag: as-verlag.ch

Die Autoren:

Michel Brunner, geboren 1978,

Grafiker, Wissenschaftlicher Illustrator,

freier Fotograf und Journalist,

ist Gründer des Schweizer Bauminventars

«pro arbore». Als Autor

und Baumexperte schrieb er mehrere

Bücher zum Thema Bäume.

Ueli Brunner, geboren 1947,

Kaufmännischer Angestellter, ist in

Schwamendingen aufgewachsen,

weshalb er bereits als Kind Ausflüge

ins wilde Sagentobel unternahm.

Er bereiste viele Länder und entdeckte

dabei die Fotografie.

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30


RUBRIK

16

MRZ/APR 20

31


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ICH WILL!

Schlafen mit einzigartiger Aussicht. «via» hat im Januar 2017 über die Suppenalp beichtet.

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ÖV AKTUELL

DIE ZAHL

44%

SELTENER LEIDEN ÖV-PENDLER

AN ÜBERGEWICHT ALS AUTOFAHRER.

Quelle: American Heart Association

DIE LEGENDÄRE

«ROTE» WIRD

AUFGERÜSTET

Die einstigen Paradepferde der Bahn 2000, die 119 Loks des Typs

Re 460, leisten Schwerarbeit. In über 25 Jahren haben viele von ihnen

weit mehr als 6 Millionen Kilometer zurückgelegt. Mit einem

Modernisierungsprogramm winkt der Flotte ein zweites Vierteljahrhundert

Einsatz: Das SBB Werk Yverdon-les-Bains erneuert ihre Technik,

tauscht den Stromrichter aus und rüstet damit die modernisierte Re 460

Flotte mit einem Energiesparpotenzial von rund 30 Gigawattstunden pro

Jahr aus. Dies entspricht etwa dem jährlichen Energieverbrauch der

Stadt Olten. Damit leistet die SBB einen wesentlichen Beitrag zu einer

nachhaltigen Entwicklung der Mobilität in der Schweiz. Die

Hälfte der Lokomotiven ist bereits modernisiert, von aussen deutlich

erkennbar am neuen 3D-Frontsignet und am lackierten Lokkasten.

Die Arbeiten dauern noch bis ins Jahr 2022. Die SBB rechnet

damit, dass die Loks bis in die erste Hälfte der 2040er-Jahre weiterhin

zuverlässig quer durch die Schweiz rollen werden.

BAHN UND PÜNKTLICHKEIT 2019

2019 kamen 89,5 Prozent der Reisenden mit der SBB pünktlich an.

Damit hat sich die Bahn gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte

verschlechtert. Im ersten Halbjahr war die SBB noch auf Kurs,

doch Oktober und November waren die unpünktlichsten Monate der Bahn

seit 2012. Die Ursachen waren Fehler in der Fahrplan-

und Baustellenplanung, Lieferverzögerungen bei

und Störungen an Zügen sowie fehlende Reserven beim

Lokpersonal.

Für weitere Informationen scannen Sie den QR-Code.

DAMALS

Fotos: 1962/ETH Zürich/alptransit-portal.ch; SBB CFF FFS

WO SOLL

ES HINGEHEN?

Abends in den Zug steigen und am nächsten Morgen erholt mitten

im Zentrum einer europäischen Grossstadt aufwachen: Reisen im

Nachtzug ist angenehm und zeitsparend. Auf der Nachtzugkarte des VCS

sind sämtliche existierenden Nachtzüge in Europa aufgelistet. Neu sind

noch mehr Destinationen mit Direktverbindungen aufgenommen worden.

Zudem gibt es auf dem Portal eine Sammlung von Reiseberichten sowie

Informationen zum Umsteigen zwischen Zug und Fähren an

wichtigen europäischen Häfen.

europamitdemzug.ch

Uri ist seit Jahrhunderten ein Transitkanton.

Auto- und Eisenbahntunnels entschärfen die Situation

auf Schiene und Strasse – hier der Gotthardpass 1962 –, drohen

aber auch, die Urner Bevölkerung zu isolieren.

Wer in den Süden fährt und den Weg via Gotthard wählt, muss häufig mit

Stau rechnen. Gerade über die Ostertage ist die Blechlawine kaum zu

umgehen – es sei denn, man reise mit dem Zug. Mit dem Gotthard-

Basistunnel dauert es von Zürich nach Bellinzona gerade einmal

1 Stunde 47 Minuten. Wer mehr Zeit hat, kombiniert eine Schiffahrt auf

dem Vierwaldstättersee mit der Fahrt im Gotthard Panoramazug. Nicht

vergessen: An Feiertagen wie Ostern empfiehlt sich eine Sitzplatzreservierung.

Die SBB wappnet sich für den Osterverkehr mit Zusatzzügen.

alptransit-portal.ch, sbb.ch/gotthard, sbb.ch/gotthardpanoramaexpress

MRZ/APR 20

33


HINTERGRUND

DIE

ZUKUNFT

BEGINNT

JETZT

Arbeiten in der Tiefe: Hier

entsteht die neue Personenunterführung

«Mitte» –

eines der Kernstücke von

«Zukunft Bahnhof Bern».

34


HINTERGRUND

Der Bahnhof Bern befindet sich inmitten eines grossen Umbauprozesses.

Ziel ist es, eine der wichtigsten Drehschreiben des

Schweizer Bahnverkehrs für die nächsten Jahrzehnte aufzurüsten.

Das Megaprojekt «Zukunft Bahnhof Bern» steht unter der gemeinsamen

Bauherrschaft von SBB, RBS und Stadt Bern.

TEXT Christine Spirig

Foto: SBB CFF FFS/David Schweizer

Man sieht es, hört es und riecht es zuweilen sogar: Im

und um den Bahnhof Bern wird rege gebaut. «Zukunft

Bahnhof Bern» (ZBB) heisst das derzeit wohl grösste

Bauprojekt im Kanton. Für knapp 1 Milliarde Franken

wird einer der wichtigsten Bahnverkehrsknotenpunkte

der Schweiz für die Zukunft fit gemacht. Per Ende 2027

geniessen die Reisenden mehr Platz, bessere Zugänge

zu Bahnhof und Perrons und ein noch attraktiveres

Bahnhofumfeld.

Wie bei allen grossen Projekten können von der ersten

Idee bis zur Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs 20 bis

30 Jahre vergehen. «Die Dringlichkeit hat sich in den

letzten Jahren aber verschärft», sagt Benno Nussberger,

Gesamtprogrammleiter «Ausbau Knoten Bern». Zu

den Stosszeiten herrscht dichtes Gedränge, sowohl in

der Unterführung als auch auf den Perrons. Viele Züge

sind ausgelastet. Verkehren heute rund 326 000 Personen

täglich über den Bahnhof Bern, sollen es in zehn

Jahren um die 375 000 sein. «Und der Trend in Richtung

immer mehr Reisende wird definitiv anhalten»,

ist sich Nussberger sicher. Davon betroffen ist nicht

nur die SBB. Auch der am SBB Standort untergebrachte

Bahnhof des Regionalverkehrs Bern–Solothurn (RBS)

hat sein Limit erreicht. Deshalb fiel 2012 der Entscheid,

dass die SBB und der RBS gemeinsam mit der Stadt

Bern einen grossräumigen Erweiterungsbau des Bahnhofs

Bern in Angriff nehmen würden.

Die Hauptbaustellen: Unterführung «Mitte»

und neuer RBS-Bahnhof

Eine neue, zusätzliche Personenunterführung wird künftig

einen Grossteil der Passagierströme aufnehmen. «Sie

entlastet die bisherige Unterführung, den Zugang über

die Welle und den Bahnhofplatz, wodurch es im ganzen

Bahnhof zu kürzeren Wegen kommt», erklärt Nussberger.

Pendlerinnen und Pendler erreichen die Unterführung

«Mitte» über die zwei neuen Bahnhofzugänge

Foto: Raffael Waldner

Benno Nussberger, Gesamtprogrammleiter «Ausbau Knoten Bern»,

hinter dem 3D-Modell des neuen Bahnhofs Bern.

Bubenberg und Länggasse sowie über die bestehende

Personenunterführung. Zudem bereichern zahlreiche

neue Geschäfte das Angebot im Bahnhof.

Der RBS baut einen von Grund auf neuen Bahnhof unterhalb

der SBB Gleise. Der bestehende RBS-Bahnhof

wurde in den 1950er-Jahren für rund 16 000 Fahrgäste

konzipiert. Heute drängen sich bis zu 60 000 Reisende

täglich auf die schmalen Perrons. Das ist nicht nur unangenehm,

sondern letztlich auch ein Sicherheitsrisiko.

Der neue Bahnhof wird über zwei grosse Hallen mit je

zwei Gleisen und einem 12 Meter breiten Zwischenperron

verfügen. Er bietet deutlich mehr Platz für die

Reisenden und ermöglicht zudem eine Kapazitätssteigerung,

wie Adrian Wildbolz, Gesamtprojektleiter

Ausbau Bahnhof Bern RBS, betont: «Dank längeren

Perrons von bis zu 190 Metern werden wir längere

Zugkombinationen einsetzen können. Und die Umsteigezeiten

verkürzen sich, da die SBB Gleise direkter

erreichbar sind.»

Kompensationsgleise 49/50

«Dank der Tieflage des neuen RBS-Bahnhofs werden

die Belastungen der Bauarbeiten für die Bahnkunden

nur wenig spürbar sein», sagt Adrian Wildbolz.

MRZ/APR 20

35


HINTERGRUND

Visualisierungen: nightnurse images, zVg

Allerdings wird die neue Unterführung von oben

nach unten gebaut und die unterirdischen Räume

des RBS werden bergmännisch erstellt; das bedeutet,

dass einzelne Gleise temporär gesperrt werden müssen.

Als Kompensation sind seit November 2019 die

neuen Gleise 49/50 in Betrieb, für die der Perron Gleis

9/10 um 385 Meter Richtung Westen verlängert wurde.

Am neuen Perron können pro Gleis zwei S-Bahn-Züge

sowie zwei Fernverkehrszüge halten.

Nussberger bestätigt, dass die Umsteigewege im Bahnhof

für die Reisenden zum Teil länger geworden sind,

fügt aber an: «Die Alternative zu den neuen Gleisen

wäre gewesen, den Fahrplan stark auszudünnen, was

die schlechtere Wahl für die Kundinnen und Kunden

gewesen wäre.»

Grösstes elektronisches Stellwerk der Schweiz

Der Perron mit den Gleisen 49/50 war die zweite grosse

Inbetriebnahme im Jahr 2019 innerhalb des Projekts

«Zukunft Bahnhof Bern». Bereits seit Juni 2019 steuert

das grösste elektronische Stellwerk der Schweiz

die rund 900 Züge, die täglich über den Bahnhof Bern

verkehren. Stellwerke sorgen für das richtige Zusammenspiel

von Weichen, Signalen, Gleisfreimeldungen

und Bahnübergängen «Die neue Sicherungsanlage war

eine wichtige Voraussetzung für die Realisation des

gesamten Projekts», so Benno Nussberger. Neben den

Umbauten im Bahnhof werden diverse weitere Projekte

im Bahnknoten Bern durchgeführt, zum Beispiel der

Ausbau des Bahnhofs Wankdorf oder die Entflechtungen

Wylerfeld und Wankdorf Süd, dank der sich Züge

in Zukunft nicht mehr blockieren und dadurch pünktlicher

sein können.

Barrierefreiheit für alle

Die Komplexität des Projekts «Zukunft Bahnhof Bern»

erfordert eine enge Koordination unter den Bauherren.

«Die gute Zusammenarbeit wird durch verschiedene

Gremien und einen regelmässigen Austausch auf verschiedenen

Stufen sichergestellt», erklärt Adrian Wildbolz.

Aber auch der Dialog mit den Menschen aus der

Nachbarschaft ist unumgänglich, damit das Gesamtprojekt

als solches realisiert werden kann. Regelmässig

finden Informationsveranstaltungen statt, an denen

Vertreter verschiedener Interessengruppen teilnehmen,

Fragen stellen und Ideen einbringen können.

Darüber hinaus sind diverse Behindertenverbände in

den Prozess involviert. «Sie sind wichtige Partner in der

Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes

des Bundes (BehiG)», ergänzt Nussberger. Das BehiG

verlangt, dass Menschen mit Beeinträchtigungen den

öffentlichen Verkehr barrierefrei nutzen können. Im

Zuge des Umbaus werden sämtliche SBB Perrons wo

möglich erhöht, um Personen mit eingeschränkter

Mobilität – also auch älteren Menschen, Personen mit

schwerem Gepäck oder Kinderwagen – den Zugang

zu den Zügen zu erleichtern. Im Bahnhof RBS sind die

niederflurigen Einstiege bereits jetzt gewährleistet.

ZBB

HIER GIBT ES MEHR INFORMATIONEN

Infopavillon

Wer Interesse an dem Projekt ZBB hat, kann den

Infopavillon besuchen, dort das 3D-Modell besichtigen und

mehr über die geplanten Massnahmen erfahren.

zukunftbahnhofbern.ch/infopavillon

Zudem findet am 12. September 2020 der nächste

«Tag der offenen Baustelle» statt.

Newsletter

Weitere Informationen zu den geplanten Arbeiten,

Hintergrundinformationen sowie die Möglichkeit, einen

Newsletter mit kompakten Mitteilungen zu

jedem Baufortschritt zu abonnieren, finden Sie hier:

zukunftbahnhofbern.ch

Internet

Folgen Sie den Projektentwicklungen anhand von Bildern,

Videos und Storys. Auf Instagram: @zukunftbahnhofbern,

@rbs_ch. Oder auf Twitter: #zukunftbahnhofbern.

Geduld zahlt sich aus

Der Anfang ist gemacht – oder schon weit mehr. Aber

es bleibt trotzdem noch viel zu tun in den nächsten Jahren.

Dabei ist nicht zu verhindern, dass es trotz aller

Bemühungen im Bahnhof Bern immer wieder zu Änderungen

der Abfahrts- und Ankunftsgleise oder des

Fahrplans aufgrund der Bauarbeiten kommen kann.

«Pendlerinnen und Pendler gehen am sichersten, wenn

sie sich immer an den Onlinefahrplan halten», empfiehlt

Benno Nussberger. Ein Highlight hebt er sich bis

zum Schluss auf: «Um den Aufenthalt im Bahnhof für

die Passagiere generell attraktiver zu gestalten, wird

die Wand zwischen den Perrons und dem Burgerspital

aufgebrochen, so dass mehr Tageslicht in die Perronhalle

fällt. Endlich werden die Reisenden das Gefühl

los, in einen unterirdischen Bahnhof einzufahren.» Wir

dürfen gespannt sein auf den Bahnhof der Zukunft.

So viel sei jetzt schon verraten: Die Geduld wird sich

auszahlen.

5

6

36


HINTERGRUND

1

Breitere Perrons, längere

Züge, bessere Zugänge:

der neue RBS-Bahnhof.

2

Schnittansicht des

künftigen Bahnhofs Bern

mit SBB Unterführung

(rot) und dem RBS-

Tiefbahnhof (orange).

3

Zusätzlicher Hauptzugang

zum Bahnhof

beim Bubenbergplatz.

4

Die Verteilebene des

neuen RBS-Tiefbahnhofs

zwischen der Unterführung

«Mitte» und der

RBS-Gleisebene.

1

5

Ein weiterer Bahnhofzugang

entsteht bei

der Länggasse.

2

6

Die Unterführung

«Mitte» mit zahlreichen

neuen Geschäften.

3

MRZ/APR 20

4

37


KURZ ERKLÄRT: UMWELTFREUNDLICH REISEN

Der Kluge reist

im Zuge. Oder im

E-Mobil?

Was ist besser für die Umwelt: Reisen mit Bahnstrom

oder Batterie? Mit dem Zug oder dem E-Mobil? «via» hat

ein paar spannende Fakten zusammengetragen.

TEXT Nadia Stillhart, Christine Spirig

2022

+15%

2018 2022

Die Roadmap Elektromobilität

2022 verfolgt

das Ziel, den Anteil

der sogenannten

«Steckerfahrzeuge»

(reine Elektroautos und

Plug-in-Hybride) bei den

Neuzulassungen von

Personenwagen bis ins

Jahr 2022 auf 15 Prozent

zu erhöhen.

Quelle: newsd.admin.ch/newsd/

message/attachments/55160.pdf

92 g

Eine Bahnfahrt in der

Schweiz verursacht pro

Person und Kilometer

13-mal weniger CO 2 -eq*

als eine Elektroautofahrt.

Der Energieverbrauch auf

100 Personenkilometer

ist bei einem Elektroauto

um rund die Hälfte höher

als bei der Bahn.

12,5

kWh

8,4

kWh

7,0 g

Quelle: mobitool.ch

* CO2-Äquivalente (CO2-eq) bedeutet, dass

andere Treibhausgase auf eine CO2-Menge mit gleicher

Treibhausgaswirkung umgerechnet sind.

Stromverbrauch SBB

Der Bahnstromverbrauch der SBB betrug 2018

1760 GWh.

Das entspricht 3,1 Prozent des Gesamtstromverbrauchs

der Schweiz (57 670 GWh).

Quelle: reporting.sbb.ch

38


KURZ ERKLÄRT: UMWELTFREUNDLICH REISEN

Lebenszyklus

CO 2 -Ausstoss eines Mittelklasseautos

von der Produktion bis zur

Entsorgung:

Batterie

Das durchschnittliche Gewicht

einer Pkw-Batterie liegt bei

318 kg. Es reicht von 160 kg

(Mitsubishi i-MiEV) bis zu 600 kg

(Tesla Model S).

Quelle: bafu.admin.ch › dokumente › luft ›

externe-studien-berichte

Elektroauto

20 – 45 t

Hybridauto (Benzin)

35 – 40 t

(Zum Vergleich: 40 Tonnen CO 2

entsprechen nach einer Lebenszyklusanalyse

den Emissionen

von 14 000 Litern Benzin

oder 12 500 Litern Diesel.)

Quelle: tcs.ch › Testberichte & Ratgeber ›

Elektromobilität

Elektrifizierung

Eine vollständige Elektrifizierung

der Pkw-Flotte der Schweiz

würde den derzeitigen Landesstromverbrauch

um

+ 25%

erhöhen.

Quelle: tcs.ch › Testberichte & Ratgeber ›

Elektromobilität

Der für den Betrieb von Elektroautos eingesetzte

Strommix hat einen starken Einfluss

auf die Umweltkennwerte. Die Treibhausgasemissionen

von Elektroautos variieren von 140 g

CO 2 -eq* (öko-zertifizierter Strommix) bis 390 g

CO 2 -eq* (Strom aus deutschen Braunkohlekraftwerken)

pro Fahrzeugkilometer. Beim Betrieb mit dem

Schweizer Verbrauchermix betragen die Treibhausgasemissionen

rund 172 g CO 2 -eq* pro Fahrzeugkilometer.

Quelle: bafu.admin.ch › dokumente › luft › externe-studien-berichte

Bei der Ökobilanz für Elektroautos

ÖKO sind alle Treibhausgasemissionen

eingerechnet – von der Produktion

über den Betrieb bis zur Entsorgung.

Ein Elektrofahrzeug produziert

kein CO 2 , wenn es fährt. Daher

ist ein Vergleich mit den anderen aufgeführten

Werten schwierig, die nur die effektiven Emissionen

des Fahrens berücksichtigen.

Energieeffizienz der Bahn

Energie Reisende Güter

5% 16% 37%

Mit einem Anteil von lediglich 5 Prozent am Energieverbrauch des Landverkehrs erbringt die

Bahn 16 Prozent des Personen- und 37 Prozent des Güterverkehrs in der Schweiz.

= Anteil der Bahn am motorisierten Landverkehr — = Anteil des restlichen motorisierten Landverkehrs

Quellen: bfe.admin.ch, bfs.admin.ch

Illustration: Infel AG/Murielle Drack

MRZ/APR 20

39


PERSÖNLICH

«Wenn ich heute zurückblicke,

wünschte ich mir, dass ich

schon früher in meinen jetzigen

Job gewechselt hätte.»

Alexandra Wenzler

40


PERSÖNLICH

«Angst darf man

keine haben»

Alexandra Wenzler hat sich mit

39 Jahren zur Lokführerin ausbilden

lassen. An ihrem Job liebt sie

die Abwechslung, die wunderschönen

Landschaften und den Lauf der

Jahreszeiten.

TEXT Manuel Bühlmann FOTOS Claudio Bader

lexandra Wenzler (48) arbeitet als Lokführerin

im Personenverkehr der SBB. Sie ist eine

Quereinsteigerin und sitzt erst seit neun Jahren

im Führerstand. Ursprünglich hatte sie nach der

obligatorischen Schulzeit eine dreijährige Lehre als

Offsetmonteurin/-kopistin gemacht. Ein Beruf, den es in

dieser Form nicht mehr gibt. Über verschiedene Stationen

und diverse Weiterbildungen im grafischen Bereich

landete die Bernerin 2007 bei der SBB, wo sie anfänglich

in der internen Druckerei beschäftig war.

Nur vier Jahre später stellte sie die Weichen neu und

liess sich innert 14 Monaten zur Lokführerin ausbilden.

«Ich hatte in meinem ersten Job alles gesehen, was

mich interessierte. Zudem schien es für mich kurz vor

meinem 40. Geburtstag der richtige Zeitpunkt zu sein,

in einen neuen Beruf einzusteigen», erklärt Alexandra

Wenzler ihren mutigen Schritt. Bereut hat sie ihre

Entscheidung nie, im Gegenteil: «Wenn ich heute zurückblicke,

wünschte ich mir, dass ich schon früher in

meinen jetzigen Job gewechselt hätte.»

Alexandra Wenzler hat als Lokführerin schon etliche

Regionen der Schweiz bereist. Ab und an ist sie auch

im Ausland unterwegs. So hat sie in Italien auf diversen

Strecken schon mehrere Testfahrten begleitet und bei

der Fahrzeugbedienung assistiert. Es sind aber nicht

nur die abwechslungsreichen Routen, die sie in ihrem

Arbeitsalltag schätzt: «Mein Job führt mich immer wieder

durch wunderschöne Gegenden und ich

bekomme die Jahres- und Tageszeiten mit,

was ich ausserordentlich geniesse.» Zudem

gefällt ihr, dass sie im Schichtbetrieb arbeitet

und dadurch auch unter der Woche in

Ruhe einkaufen gehen kann.

Trotz aller Begeisterung für den Job ist dieser

in ihren Augen nicht für jedermann geeignet.

So müsse man etwa damit zurechtkommen,

dass man im Normalfall alleine

unterwegs sei. Lokführer und Lokführerinnen

müssen in der Lage sein, eine grosse

Verantwortung zu übernehmen. Schliesslich

können hunderttausend Sachen passieren.

«Man ist teils massiven meteorologischen

Einflüssen ausgesetzt. Zudem können jederzeit

Störungen an der Infrastruktur und

an den Fahrzeugen auftreten. Vieles ist unvorhersehbar

und Angst darf man davor auf keinen Fall haben, ansonsten

zerbricht man schnell daran», sagt Alexandra

Wenzler.

GROSSES

INTERESSE

Die SBB sucht Lokführerinnen

und Lokführer. Dies zum einen,

weil die geburtenstarken Jahrgänge

ins Pensionsalter

kommen, zum anderen, weil mit

der heutigen Verkehrsentwicklung

noch mehr Lokführer benötigt

werden. Bis 2024

besteht ein zusätzlicher Bedarf

von rund 900 Stellen. Erfreulicherweise

ist das Interesse am

«Traumjob Lokführerin oder Lokführer»

gross. Von Oktober

bis Dezember 2019 haben sich

über 2000 Personen beworben.

Die letztjährige Rekrutierungskampagne

hat gezielt auch über

40-Jährige angesprochen; das

Durchschnittsalter der Interessenten

war 41. Nach Abschluss

der 14- bis 16-monatigen

Zweitausbildung fahren die

frischgebackenen Lokführerinnen

und Lokführer auf den

schönsten Bahnstrecken der

Schweiz. Wollen auch Sie mit

der SBB die Schweiz

bewegen? Weitere Informationen

über den Beruf finden Sie

unter

sbb.ch/lokpersonal

Lokführerin Alexandra

Wenzler hat ihren

Traumjob gefunden.

MRZ/APR 20

41


INTERNET DER DINGE

Smart

unterwegs

Die Anforderungen an den ÖV steigen, gleichzeitig geht die technische Entwicklung in

grossen Schritten voran. Die SBB setzt deshalb im Rahmen der Digitalisierung vermehrt

auf das Internet of Things (IoT). Die Technologie vernetzt «Dinge» mit dem Internet

und kommt zum Beispiel in der Bahnhofinfrastruktur und auf Baustellen zum Einsatz.

Ein Überblick.

TEXT Christine Spirig FOTO Unsplash

[in Anwendung]

Lokalisierung von

Schotterwagen

Ausgangslage: Schotter wird

mit speziellen Wagen zu Gleisbaustellen

transportiert.

Ziel: Sicherheit, dass alle Schotterwagen

für die Baustelle vor Ort

sind und die Arbeiten während

einer Sperrung wie geplant

durchgeführt werden können.

Mittel: GPS-Sensoren an den

Schotterwagen übermitteln den

Standort.

Smarte Baucontainer

Ausgangslage: Zu jeder Baustelle

gehören Container mit Baumaterial.

Wenn niemand vor Ort

ist, sind diese unbewacht.

Ziel: Überwachung und Disposition

von Baustellencontainern.

Mittel: Tür- und Raumüberwachungssensoren

zeigen an,

wenn eine Türe offensteht

und wie der Container genutzt

wird. GPS-Empfänger übermitteln

den Standort.

42


INTERNET DER DINGE

IOT ALS ENTSCHEIDUNGSHILFE

Herbert Blum, Business

Development Manager bei

SBB Telekommunikation,

gehört zur Expertengruppe

CoC Internet of Things.

Smart Parking

Ausgangslage: Freie Parkplätze

rund um den Bahnhof sind oft

schwer zu finden. Autos werden

auf die falschen Flächen gestellt

(z.B. Rettungswege).

Ziel: schnell auffindbare (Kurzzeit-)Parkplätze

und Freihalten

von Rettungswegen.

Mittel: Bodensensoren, die anzeigen,

ob ein Fahrzeug auf einer

Fläche steht (Belegung und Dauer

der Belegung).

Smart Waste Management

Ausgangslage: Volle Abfallbehälter

sind ein unschönes Bild. Die

Leerung der Abfallbehälter und der

Transport sind arbeitsintensiv.

Ziel: Rechtzeitige Leerung der Abfallbehälter

und optimale Touren

für deren Leerung.

Mittel: Sensoren in Abfallbehältern

messen den Füllstand. Mit

den gemessenen Daten und ergänzt

mit weiteren Daten (Standort,

Wochentage, Tageszeiten, Besucherfrequenz,

Fahrplan, Meteo)

wird mit künstlicher Intelligenz ein

Modell gerechnet, um die nötige

Leerungsfrequenz von Behältern

zu prognostizieren.

Seit wann setzt die SBB auf IoT?

Die SBB hat IoT schon eingesetzt, bevor sich

der Begriff etabliert hat. Seit ca. fünf Jahren wird

das Thema strategisch verfolgt. Für jeden

Anwendungsfall prüfen wir, welche Technologie

angemessen ist, ob der Einsatz in den Prozessen

praktikabel ist und der Nutzen die Kosten rechtfertigt.

Was sind die Vorteile von IoT?

IoT liefert Daten, um bessere Entscheide treffen zu

können. Wenn man den Zustand von Fahrzeugen,

Maschinen oder Bauten besser kennt, kann man

sie besser nutzen und optimal unterhalten. Damit

können Kosten, Energie und Arbeit effizienter eingesetzt

werden. Die Daten können direkt in den

Geschäftsprozessen verwendet werden. Sie bilden

jedoch auch die Grundlage für das Prognostizieren

zukünftiger Zustände und damit für die Planung.

Wie führen Sie neue Lösungen ein?

Wir arbeiten in einem Team aus Experten der

Geschäftsbereiche Informatik und Telekommunikation.

Wenn wir die benötigte Technik bereits

gut kennen, prüfen wir deren Alltagstauglichkeit

in den Geschäftsprozessen. Kennen wir zum Beispiel

die Sensoren noch nicht, müssen wir

diese vorgängig testen. Erst dann bringen wir

[in Planung]

Vorausschauende Wartung

von Maschinen

Ausgangslage: Motoren- oder

allgemein Maschinenwartungen

werden heute in fixen Zeitabständen

durchgeführt. Die Wartung

erfolgt oft zu früh oder zu spät,

das heisst, wenn bereits ein Defekt

vorliegt.

Ziel: Defekte vermeiden durch

vorausschauenden Unterhalt, Verfügbarkeit

und Wirtschaftlichkeit

steigern durch optimalen Zeitpunkt

der Wartung (z.B. Liftmotoren,

Ventilatoren).

Mittel: Messung von Vibrationen

der Maschinen und Motoren

oder andere Messgrössen geben

Hinweise auf Wartungsbedarf.

Zustand Rollmaterialkomponenten

durch

Temperaturmessung

Ausgangslage: Unterhaltsarbeiten

an Rollmaterial erfolgen nach

fixen Zeiten oder bei Ausfall einer

Komponente.

Ziel: vorausschauende optimierte

Unterhaltsarbeiten.

Mittel: Temperaturmessungen

z.B. können Auskunft über den aktuellen

Zustand einer Fahrzeugkomponente

geben.

die Sensoren auf den «Dingen» an und integrieren

sie in die IT-Systeme.

Was sind die Herausforderungen?

Im Bereich der Technik entwickelt sich der Markt

relativ schnell und nicht alle technischen Komponenten

sind schon reif für den betrieblichen Einsatz.

Oft ist auch nicht im Voraus zu erkennen,

ob eine gute Idee auf dem Papier im Geschäftsprozess

umsetzbar ist.

Haben Sie ein Beispiel, wo IoT im Personenverkehr

zum Einsatz kommen wird?

In der vorausschauenden Wartung und im Unterhalt

von Lokomotiven und Wagen werden Sensoren

Wärmeentwicklungen an Verschleissteilen

messen, um diese Daten mit künstlicher Intelligenz

zu analysieren und daraus Modelle zu erstellen,

die Voraussagen für eine optimale Planung

des Unterhalts erlauben.

MRZ/APR 20 43


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44


KOLUMNE

«Ein Auge zudrücken»

Wie wohltuend und sympathisch gesunder Menschenverstand im richtigen Moment sein kann,

beschreibt Katja Walder in ihrer neusten Pendler-Kolumne.

TEXT Katja Walder ILLUSTRATION Daniel Müller

Letzte Nacht schreckte ich schweissgebadet aus dem

Schlaf hoch: Im Traum hatte meine fünfjährige

Tochter gerade mit krakeligen Buchstaben ihren Namen

unter einen Bussenzettel gekritzelt. Strafmass:

1000 Franken. Mein Herz klopfte noch eine Weile, bis ich realisierte,

dass mich da wohl der vieldiskutierte Vorfall in einem

Schaffhauser Bus bis in die Nacht verfolgt hatte: Eine

Fünfjährige, unterwegs mit ihrer zehnjährigen Schwester,

wurde kürzlich zu einem Zuschlag von 100 Franken angehalten,

weil sie ohne gültiges Billett unterwegs war. Der Mutter

war nicht bewusst gewesen, dass Kinder unter sechs Jahren

nur in Begleitung von Erwachsenen gratis mitreisen können.

Der Fall sorgte für Kopfschütteln und Entrüstung.

Ich lag also wach und dachte nach über Sinn und Unsinn solcher

ÖV-Zuschläge und über die Grenzen von Prinzipientreue

und Kulanz. Eine Fahrt mit dem IC kam mir in den Sinn, quer

durch die Schweiz. Neben mir sass ein alter Mann mit schlohweissen,

langen Haaren, beigem Fischergilet und ebenso beiger

Hose, die von Hosenträgern weit über dem Bauchnabel

gehalten wurden. Vor sich auf dem Tischchen hatte er ein

kleines ausgeleiertes Notizbuch voller loser Papiere.

Als die Kundenbegleiterin nach dem Ticket fragte, griff er ins

Brusttäschchen seines Hemdes. Da waren viele weitere kleine

Zettelchen – aber kein Ticket. Er öffnete eine alte Ledermappe

und kramte auch dort nach dem Ticket. Ohne Erfolg.

«Ich has doch grad no gha», meinte er kopfschüttelnd. «Wo

isch dänn das cheibe Billett?» Die Kundenbegleiterin wartete

geduldig, während er mit zittrigen und fahrigen Fingern in

den losen Seiten seines Notizbuches blätterte. Das abgegriffene,

alte Porträtbild einer etwa 70-jährigen Frau kam zum

Vorschein – aber kein Ticket.

Nun beförderte der Mann all seine Papiere aus Mappe, Brusttäschchen

und Notizbuch auf den Tisch und durchforstete

das Durcheinander. Je grösser seine Aufregung wurde, desto

grösser wurde das Chaos. Ob ich ihm behilflich sein könne,

fragte ich ihn. «Das mues doch noimed sii», murmelte er nur

und wühlte weiter in seinen Papieren. Auf dem uralten Impfausweis,

der nun ebenfalls vor ihm lag, entdeckte ich seinen

Jahrgang: 1932. «Wüssed Sie was?», flüsterte mir in diesem

Moment die Kundenbegleiterin zu, die unterdessen mindestens

schon sieben Minuten am Warten war. «Ich glaub, ich

mach ihn nume no zuesätzlich nervös. Würded Sie bitte luege,

dass er nüüt vergisst, wänn er uusstiigt?» Sie verabschiedete

sich freundlich, ging weiter und ersparte dem Mann in

Beige die weitere Aufregung. Auch wir Mitreisenden waren

erleichtert über diese Kulanz. Der Mann packte seine Zettelchen,

Papierchen, Ausweise und Kostbarkeiten wieder zusammen.

«Häsch es öppe du gno?», fragte er tadelnd die Frau

auf dem Porträtfoto, bevor er dieses zurück in sein Notizheft

steckte.

Was haben Sie im Zug schon erlebt? Erzählen Sie es mir.

E-Mail: abgefahren@katjawalder.ch

WhatsApp: 077 492 25 71 (Audiomessages oder Text)

Der Pendler-Knigge 99 Gebote für den öffentlichen Verkehr gibt es im Buch «Der Pendler-Knigge», das in der Beobachter-Edition erschienen ist.

Darin finden sich ausserdem Kolumnen, Karma-Tipps und heraustrennbare Soforthilfe-Karten für allerlei Notfälle.

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Postfach 1618, 8021 Zürich.

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Vorname, Name, Adresse an die Zielnummer

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PER E-MAIL an raetsel@via.ch

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Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, über die

Verlosung wird keine Korrespondenz geführt.

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VöV und Infel sind von der Verlosung ausgeschlossen.

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des Binoxxos finden Sie auf via.ch.

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X und O in einer Zeile oder Spalte vorkommen.

Pro Zeile und Spalte hat es je vier X und O. Keine

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46 Das nächste «via» erscheint am 1. Mai 2020.


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Nach einem Willkommens-Apéro wird Ih nen das

Abendessen serviert.

2. Tag Vernon Nach dem Frühstück Ausflug (1) nach

Giverny zum Haus und den berühmten Gärten des

Impressionismus- Malers Claude Monet. Beschauliche

Schifffahrt Richtung Ärmelkanal.

3. Tag Honfleur/Le Havre Besichtigung (1) des

Hafenstädtchens Honfleur. Busausflug (1) nach

Le Havre am Ärmelkanal und ins Seebad Étretat,

das bekannt ist für seine Kreidefelsen im Meer.

4. Tag Caudebec-en-Caux–Rouen Ab Caudebec- en-

Caux Aus flug (1) «Strasse der Klöster» mit Besuch der

beeindruckenden Ruinen von Jumièges und des

Klosters St. Wandrille. Nachmittags fährt das Schiff

weiter nach Rouen.

5. Tag Rouen–Les Andelys Rundgang (1) durch die

charmante Hauptstadt der Normandie. Schifffahrt

nach Les Andelys, wo Sie Zeit für eigene Erkundungen

haben. Am späteren Abend Weiterfahrt.

6. Tag Conflans-Ste-Honorine–Paris Ankunft in

Conflans-Ste-Honorine und anschliessend

Ausflug (2) zum Schloss Chantilly. Geniessen Sie

am Nachmittag die Fahrt Seine aufwärts bis zur

Ankunft in Paris am späteren Abend.

7. Tag Paris Rundfahrt (1) durch die Hauptstadt Frankreichs

mit ihren zahlreichen kirchlichen und weltlichen

Bauwerken, Plätzen, Parks, Museen und

Kunstgalerien. Nutzen Sie den Nachmittag für eigene

Erkundungen in der Weltmetropole.

8. Tag Paris–Schweiz Ausschiffung und Rückfahrt im

TGV nach Basel. Weiterfahrt zu Ihrem Wohnort.

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Sämtliche Kabinen und Suiten auf dem OD sind mit

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