Wirtschaftsstandort Oldenburger Münsterland

kommunikationundwirtschaft

Wirtschaftsstandort

OLDENBURGER

MÜNSTERLAND

Perspektiven und Potenziale

Foto: Verbund Oldenburger Münsterland e. V.

Foto: Jürgen Effner – Fotolia.com

Foto: Gerald Lampe, Foto Hölzen

Foto: TourismusMarketing Niedersachsen GmbH, Thorsten Brönner

Publikation des Verlages

Kommunikation und Wirtschaft

in Kooperation mit dem


Das ideale

Umfeld.

Unternehmer im ecopark wissen:

Wo Mitarbeiter sich wohlfühlen, da

leisten sie gute Arbeit. Investieren

auch Sie in ein gutes Umfeld – für Ihre

Mitarbeiter und für Ihr Unternehmen.

Im ecopark an der Hansalinie A1.

ecopark – der Qualitätsstandort.


Inhalt

3

Mit neuen Konzepten und frischen Ideen wie mit „Wiedersehen macht Freude „ versuchen die Unternehmen im Oldenburger

Münsterland dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern.

Foto: Landkreis Vechta

Inhalt

Grußwort

Hohe Lebensqualität und wirtschaftliche Stärke 4

Interview

Landrat Johann Wimberg und Landrat Herbert

Winkel über den Versuch, dem Oldenburger

Münsterland ein neues Image zu verpassen 8

Allgemein

Weltmarktführer vor der Haustür

„Made in Oldenburger Münsterland „ global

gefragt 10

Arbeit und Leben

Die Wirtschaft wird weiblich. Spürbar

Bewegung in den Führungsetagen 16

Fachkräfte dringend gesucht!

Neue Konzepte und frische Ideen für die

Gewinnung von Spezialisten 18

Die Zukunft schmeckt jedem anders

Nachfrage nach Alternativen zum Fleisch

nimmt zu 24

Ärzte willkommen!

Die medizinische Versorgung des ländlichen

Raums ist eine der großen Zukunftsfragen 28

Die Nachkommen Daniel Düsentriebs

Patente Region 30

For three!

Warum die Erfolgsgeschichte von RASTA

Vechta so typisch für die Region ist 32

Der Traum vom eigenen Unternehmen

Gründer willkommen 33

Zwischen Damme und Kuala Lumpur

Die Welt – ein Dorf 35

Gemeinsam geht alles besser

Reges Vereinsleben 36

Urlaub

Feriengäste fühlen sich wohl

Ausspannen in der Natur 37

Impressum I Inserenten 38


4

Grußwort

Das Oldenburger Münsterland ist in vielen Bereichen eine einzigartige Region mit hoher Lebensqualität und wirtschaftlicher

Stärke. Dazu gehört natürlich auch die gute Erreichbarkeit.

Foto: Verbund Oldenburger Münsterland e. V.

Hohe Lebensqualität und

wirtschaftliche Stärke

Liebe Leser*innen,

das Oldenburger Münsterland

lockt wie kaum eine andere Region

in Deutschland mit zwei ganz

wesentlichen Vorteilen: Sie bietet

sehr viel Lebensqualität („viel

Grün „ ) und sie ist wirtschaftlich

ausgesprochen stark („viel drauf „ ).

Viele international agierende Unternehmen

haben ihren Unternehmenssitz

in dieser einzigartigen

Region – wurden hier gegründet,

entwickelt und groß gemacht.

Darunter befinden sich auch viele

sogenannte „Hidden Champions „ .

Erfolgreiche Unternehmen, die

weltweit vertreten sind und einzigartige

Produkte anbieten. Dies ist

jedoch nur einer von vielen Gründen

für die besondere Verbundenheit

zum Oldenburger Münsterland.

Die Arbeitslosenquote ist

gering, die Region weist ein stetiges

Wirtschaftswachstum auf.

Geschlechterrollen werden hier

nach und nach aufgerissen. Immer

mehr Führungspositionen

werden von Frauen bekleidet. Der

Innovationsgedanke ist hoch.

Jan Kreienborg

Geschäftsführer

Verbund Oldenburger

Münsterland

Neben den wirtschaftlichen Aspekten

sticht die Region auch in anderen

Bereichen heraus. Nirgends in

Deutschland ist die Geburtenrate

so hoch wie in den Landkreisen

Cloppenburg und Vechta. Bildungs-

und Freizeitangebote sind

in der gesamten Region stark ausgeprägt.

In den 23 Städten und

Gemeinden, die zum Oldenburger

Münsterland gehören, lässt sich

viel erleben. Aber auch wer nach

Ruhe sucht, kommt in einem der

Foto: Robert Mensing

5 Erholungs- oder 21 Naturschutzgebiete

auf seine Kosten. Die

Identifikation der Unternehmer mit

der Region teilen darum auch die

Einwohner. Ob in Vereinen oder

der Nachbarschaft – Zusammenhalt

wird bei uns groß geschrieben.

Hier kennt und hilft man sich.

Unser Ziel ist es, genau diese

Stärken der Region gemeinsam

unter dem Dach der Marke OM

überregional deutlich sichtbar werden

zu lassen. Fachkräfte sollen

wissen: Leben und Arbeiten lässt

sich hier sehr gut verbinden.

Der Wirtschaftsstandort Oldenburger

Münsterland hat also einiges

zu bieten. Das beweisen auch die

nächsten Seiten. Bei der spannenden

Lektüre wünsche ich Ihnen

viel Vergnügen.

Herzlichst

Jan Kreienborg


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5

V.l.n.r.: Alfred Müller und Frank Naber

LzO – Unsere Nähe bringt Sie weiter

Die LzO ist da, wo die Menschen und die Unternehmen

uns brauchen: direkt um die Ecke. Allein im

Oldenburger Münsterland müssten unsere Kunden

siebenundzwanzigmal anhalten, wenn sie jede unserer

Filialen besuchen wollten.

Doch Nähe ist für die LzO viel mehr als nur die räumliche

Entfernung zwischen A und B. Nähe steht auch

für das persönliche und menschliche Miteinander. Das

gilt für die Verbindungen zu unseren privaten Kunden

ebenso wie für die Geschäftsbeziehungen zu den

Unternehmen, Gewerbetreibenden und Freiberuflern.

Für viele Unternehmen im Oldenburger Münsterland ist

die LzO Hausbank. Daher kennt die LzO ihre Kunden

gut und ist mit den Wirtschaftsbedingungen vor Ort

bestens vertraut. „Wir sind daher in der Lage, Entscheidungen

schnell und zielgerichtet zu treffen „ , weiß

Frank Naber, Direktor des Firmenkundengeschäfts der

LzO im Landkreis Cloppenburg, zu berichten. Nähe

bedeutet für die LzO zudem, dass die angelegten

Kundengelder auch wieder in der Region für Finanzierungen

zur Verfügung stehen.

„Das Geld kommt also der Region zugute und landet

nicht irgendwo „ , versichert Alfred Müller, Direktor des

Firmenkundengeschäfts der LzO im Landkreis Vechta.

Für ihn und Naber sowie für alle Kollegen in der Firmenkundenberatung

zählen vor allem dauerhafte, teilweise

über Generationen hinweg andauernde Geschäftsbeziehungen.

„Ein nachhaltiges Wachstum unserer Kunden

ist uns wichtiger als der schnelle Geschäftsabschluss

„ , macht Müller deutlich. Dabei geht es für die

Firmenkundenberater der LzO im Oldenburger Münsterland

nicht nur um nackte Zahlen, sondern auch um

längerfristige Ziele und Wünsche der Unternehmen.

Im Rahmen einer ganzheitlichen Beratung mit dem

Sparkassen-Finanzkonzept ermitteln sie individuell die

Bedürfnisse der Unternehmen und offerieren diejenigen

Produkte, die aus Sicht der Kunden besonders attraktiv

und notwendig sind. „Wir verstehen uns als fairer langfristiger

Partner der Unternehmen. Wir bieten, z. B. im Verbund

mit der Deutschen Leasing, hochwertige Finanzprodukte

– dazu gehören komplexe Finanzierungsmöglichkeiten

genauso wie das Auslandsgeschäft oder innovative

Lösungen rund um das Girokonto „ , erklärt Naber.

Neue Wege bei der Betreuung von Unternehmen mit

einem Jahresumsatz bis 250 000 Euro beschreitet die

Sparkasse mit ihrer LzO BusinessLine. In dieser neuen,

medialen Einheit werden die Kunden entsprechend

ihres Bedarfs, insbesondere per Telefon oder Videoberatung,

montags bis freitags, von 8.00 bis 20.00 Uhr,

betreut. Damit bietet die LzO kleineren Unternehmen

die Möglichkeit, ihre Finanzangelegenheiten unabhängig

von Filialöffnungszeiten sowie unkompliziert und

schnell zu erledigen, da mitunter lange Anfahrtswege

und Wartezeiten entfallen.

Landessparkasse zu Oldenburg (LzO)

Berliner Platz 1 I 26123 Oldenburg I Tel. 0441 230-0

lzo@lzo.com I www.lzo.com


Foto: Verbund Oldenburger Münsterlad e. V.


Pause am Schafskoben: Die flachen

und idyllischen Landschaften im

Oldenburger Münsterland eignen sich

wunderbar für Radtouren.


8

Interview

Foto: Tim Rost

Es läuft, aber wir dürfen nicht

nachlassen!

Die Landräte Johann Wimberg (LK Cloppenburg) und Herbert Winkel (LK Vechta)

über den Versuch, dem Oldenburger Münsterland ein neues Image zu verpassen.

Frage: Seit gut zwei Jahren läuft

eine Informationsoffensive, mit

der auf die Vorzüge des Oldenburger

Münsterlands hingewiesen

werden soll. Wie ist die Resonanz

darauf?

Johann Wimberg: Wir nehmen

eine positive Resonanz wahr,

auch wenn der Zeitraum von

zwei Jahren sicher zu kurz ist,

um eine Bilanz ziehen zu können.

Solche Prozesse dauern länger.

Aber nachdem es anfangs innerhalb

der Region durchaus

Skepsis gegenüber dem neuen

Weg gab, überwiegt inzwischen

die Zustimmung. Das ist schon

mal gut, obwohl für uns wesentlich

wichtiger ist, wie wir nach

außen wirken.

Herbert Winkel: Wir haben schon

Johann Wimberg, Landrat

Landkreis Cloppenburg

relativ viel erreicht. Es war beispielsweise

ein ganz großer

Wurf, für unsere fünf Erholungsgebiete

eine Dachmarke

einzuführen, unter der sich nun

alle versammeln. Auch bei den

Unternehmen aus der Region

Foto: Tim Rost

merken wir mehr und mehr, dass

sie sich mit dem Logo des Oldenburger

Münsterlands anfreunden

und sich etwa auf

Messen als dessen Teil präsentieren.

Darüber sind wir sehr froh,

denn das bringt uns weiter.

Frage: Die Wirtschaft wandelt

sich, etwa durch die Digitalisierung.

Wie vollzieht sich der Veränderungsprozess

in Ihrer Region?

Wimberg: Das ist sehr unterschiedlich.

Einige Unternehmen

tun sich leicht, andere schwer.

Gerade kleinere Firmen benötigen

häufig Unterstützung, etwa im

Handwerk. Als Landkreise sind

wir in der Pflicht, für die Hardware

zu sorgen. Der ländliche

Raum darf nicht hinter den Mög-


9

Landrat Johann Wimberg und Landrat

Herbert Winkel sind sich einig, dass die

erfolgreiche Weiterentwicklung des Oldenburger

Münsterlandes auch künftig

gemeinsames Engagement erfordert.

lichkeiten zurückstehen, die die

Städte haben.

Winkel: Solche Beratungen bieten

wir beispielsweise über das

Steinbeis Transferzentrum an,

Veranstaltungen zum Thema organisieren

auch die Wirtschaftsförderungen.

Daneben geht es

natürlich darum, die Breitbandversorgung

in den Landkreisen

zu verbessern. Daran arbeiten

wir rund um die Uhr.

Frage: Agrartechnik und Ernährungswirtschaft,

Baubranche und

Kunststoffindustrie – die Wirtschaft

im OM fußt seit langem auf

stabilen Säulen. Sehen Sie neue

Branchen, die in der Region an

Bedeutung gewinnen könnten?

Winkel: Wir haben sicherlich

einen Nachholbedarf im Dienstleistungsbereich,

das kann man

sagen. Zudem nimmt die Bedeutung

der Logistikbranche immer

mehr zu. Was hier bei uns

produziert wird, muss ja raus

auf die Märkte.

Wimberg: Dieses Thema fordert

uns in beiden Landkreisen

auch bei der Verkehrswegeplanung.

Ich denke insbesondere an

die E 233 als Verbindung der A 1

und der A 31 im Emsland. Sie

wird für den ganzen Nordwesten

sehr wichtig werden und auch

neue Ansiedlungsmöglichkeiten

schaffen.

Frage: Adidas betreibt im Niedersachsenpark

ein Logistikzentrum,

nun möchte Amazon sich in Cloppenburg

ansiedeln. Was reizt

solche Weltunternehmen am

Standort OM? Und was kann man

dafür tun, dass Weitere nachziehen?

Wimberg: Unsere Ansiedlungspolitik

ist nicht auf die Global

Player von außerhalb ausgerichtet,

da kann ich für uns beide

sprechen. Aber wir freuen uns

natürlich, wenn sie kommen. Unsere

eigentliche Stärke resultiert

jedoch aus der Entwicklung innerhalb

der Region. Es gibt unzählige

Beispiele, wie sich aus

kleinsten Anfängen große Unternehmen

entwickelt haben, die

heute auf dem Weltmarkt zuhause

sind. Wenn deren Strahlkraft

andere, die hier keine Wurzeln

haben, für das Oldenburger

Münsterland interessiert, dann ist

uns das recht. Aber wir werden

uns nicht darauf fokussieren, unbedingt

weitere große Namen anzulocken.

Frage: Weltfirmen hier, starke Familienunternehmen

da – über den

Fachkräftemangel klagen alle.

Sie versuchen zum Beispiel mit

dem Jobportal gegenzusteuern.

An welchen Stellschrauben können

Sie noch drehen?

Wimberg: Es gibt mehrere Ansatzpunkte.

Natürlich brauchen wir

frische Zuzüge von außen, dafür

ist die Imagekampagne so wichtig.

Wenn außerdem alle, die hier aufwachsen,

auch blieben, wäre das

Problem schon kleiner. Eine

Chance liegt darin, sie zurückzuholen.

Sie haben ja bereits eine

Verbindung in die Region.

Herbert Winkel, Landrat

Landkreis Vechta

Winkel: Aber auch dafür muss

man etwas tun. Ein Beispiel ist die

Aktion „Wiedersehen macht Freude

„ im Landkreis Vechta, durch

die Auswärtige, die wegen des

Stoppelmarkts in die Heimat kommen,

direkt angesprochen werden.

Das Jobportal ist ein weiteres

Beispiel, der neue Veranstaltungskalender

ebenso. Wir

gehen auch frühzeitig mit Unternehmen

in die Schulen und versuchen

darüber hinaus die Frauenerwerbsquote

zu erhöhen.

Es passiert also einiges, aber

wir dürfen nicht nachlassen.

Schließlich schlafen auch die

anderen Landkreise und Städte

nicht.

Herr Wimberg, Herr Winkel, haben

Sie vielen Dank für das Gespräch.

Foto: Tim Rost


10

Allgemein

Am norddeutschen Standort in Cloppenburg produziert Derby Cycle jährlich mehrere Hunderttausend Räder. Neben der

Ingenieurskunst spielt im Unternehmen sorgfältige Handarbeit eine wichtige Rolle.

Foto: Derby Cycle Holding GmbH

Weltmarktführer vor der Haustür

„Made in Oldenburger Münsterland „ – dieses (bislang fiktive) Label zählt etwas in der

Welt. Daran wird sich nach allen Prognosen zufolge so schnell nichts ändern.

Foto: BOGE Rubber & Plastics

Zunächst wollte Dr. Jens Südekum

den Ergebnissen gar nicht

trauen. Ein Team um den Wirtschaftsprofessor

an der Universität

Düsseldorf hatte ermittelt,

welche Regionen Deutschlands in

den vergangenen 35 Jahren den

größten Wachstumssprung gemacht

haben. Erwartet hatten die

Forscher an der Spitze irgendeinen

Landkreis aus dem Speckgürtel

Münchens – tatsächlich

ging der erste Platz aber in den

Norden Deutschlands: nach

Das Dammer Unternehmen BOGE Rubber & Plastics steht für exzellente Produkte im

Bereich Schwingungstechnik und Leichtbaukomponenten für die Automobilindustrie.

Vechta. Auf Rang sieben von

325 folgte der Landkreis Cloppenburg.

Dazwischen lagen tatsächlich

Kreise aus dem florierenden

Münchner Umland.

Er sei „völlig überrascht „ gewesen,

bekannte der Spezialist für

Regionalökonomie. Er hatte herausgefunden,

dass die Beschäftigung

im Landkreis Vechta zwischen

1978 und 2014 um rund 150 Prozent

gewachsen ist. Im Nachbarkreis

Cloppenburg hatte sich die

Zahl der Jobs, gemessen an

Vollzeitstellen, mehr als verdoppelt.

So war aus dem früheren

und höchstens mildebelächelten

„Armenhaus Deutschlands eine

florierende Wirtschaftsregion „ geworden

– und das weitgehend

unbemerkt vom Rest der Republik.

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ecopark bietet Platz für neue Unternehmen

Dieser Name ist Programm: Der ecopark heißt nicht

nur Park, er ist auch einer. Der Gewerbe- und Industriestandort

mitten im Oldenburger Münsterland bietet

dank Gestaltung und Pflege ein ideales Umfeld für

gute Arbeit. Davon profitieren bereits 35 Unternehmen

mit insgesamt etwa 1000 Beschäftigten.

Für Hans-Hinrich Lohse war die Lage das wichtigste

Argument bei der Entscheidung für ein Grundstück im

ecopark. Näher an den Seehäfen etwa in Bremen und

Antwerpen, näher an den Kunden im westlichen Niedersachsen

und im nördlichen NRW: Das Familienunternehmen

Holz-Lohse aus Schleswig-Holstein errichtet

im Oldenburger Münsterland einen weiteren Standort.

Dazu hat Hans-Hinrich Lohse mit seinen Söhnen ein

4000 Quadratmeter großes Grundstück an der ecopark-Allee

gekauft. „Die Lage an der A 1 und an der

E 233 ist ideal „ , begründet der Seniorchef die Wahl

des Standorts. „Außerdem haben wir hier die Möglichkeit,

den Betrieb später auf der reservierten Nachbarfläche

zu erweitern. „

Schräg gegenüber hat mit HERCULES gerade eines

der traditionsreichsten und ältesten Fahrradunternehmen

der Welt seinen Vertriebssitz eröffnet. Die Firma

produziert und vertreibt seit 1886 hochwertige Zweiräder.

Gerade im Bereich der E-Bike-Herstellung sorgen

mehr als 30 Jahre Erfahrung dafür, dass HERCULES in

diesem Bereich als Vorreiter gilt. Von den etwa 55 000

Fahrrädern, die 2018 verkauft wurden, hatten fast 80

Prozent einen Elektromotor.

Seit 2014 gehört HERCULES zur ZEG-Gruppe. Dieser

Verbund von etwa 1000 unabhängigen Fahrradfachhändlern

ist Europas größte Einkaufsgenossenschaft

für Zweiräder mit Sitz in Köln. „Der ecopark ist der richtige

Standort für HERCULES „ , betont Geschäftsführer

Bernard Meyer. „In dieses hochwertige Umfeld passen

wir perfekt. „

Zweckverband ecopark

ecopark-Allee 5 I 49685 Emstek I Tel. 04473 92666-0

info@ecopark.de I www.ecopark.de


12

Allgemein

>>

In Nischen groß geworden

Statistisch betrachtet sei die Region

„ein absoluter Ausreißer „ ,

erklärt Südekum, der als Spezialist

für Regionalökonomie gilt. Entstehen

neue Jobs sonst vor allem

meist dort, wo es etwa viele

akademisch Ausgebildete oder

eine starke Dienstleistungsbranche

gibt, verdankt das Oldenburger

Münsterland seine Zuwächse

vielmehr Branchen wie der Kunststoffindustrie

oder der Agrar- und

Ernährungswirtschaft.

„Viele Firmen, die in der Region

klein begonnen haben, sind in

Nischen auf dem Weltmarkt groß

geworden „ sagt Südekum. Improvisationstalent

und Flexibilität

spielten in der Anfangszeit fast

immer eine große Rolle. Die Beispiele

sind legendär und längst

Bestandteil der regionalen Folklore:

Statistisch ist

die Region

ein absoluter

Rausreißer.

Bekannt ist etwa, dass der Gründer

des Wiesenhof-Konzerns

einst mit dem Fahrrad über Land

fuhr und Hühner verkaufte. Der

des heutigen Feinkost-Imperiums

Wernsing mischte den Kartoffelsalat

zunächst in der Badewanne.

Pöppelmann ging aus einer 1949

im Hühnerstall gegründeten Korkenfabrik

hervor.

Die Tiefe der Wertschöpfung

Entscheidend für den Erfolg –

so belegt es die Studie „Deutschland

2030 – die Arbeitsplätze

der Zukunft „ am Beispiel der Ernährungswirtschaft

– sei die Tiefe

der Wertschöpfung: „Die in den

Landkreisen Vechta, Cloppenburg

und Emsland fest verwurzelte

Nahrungsmittelindustrie deckt von

der Erzeugung von Futtermitteln

über die Tierzucht bis hin zur Verarbeitung

und Vermarktung die gesamte

Wertschöpfungskette ab. „

Wenn die Region es versteht,

einerseits ihren Prinzipien treu zu

bleiben und sich andererseits neuen

Entwicklungen gegenüber zu

öffnen, muss ihr um die Zukunft

nicht bange sein. In der von

Pricewaterhouse Coopers und

dem Hamburger Weltwirtschaftsinstitut

veröffentlichten Untersuchung

wird bis 2030 lediglich in

sechs deutschen Landkreisen ein

Beschäftigungs-Plus von mehr als

7,5 Prozent erwartet. Zu dem

HAWITA: Your plants in good hands

Die HAWITA Gruppe ist ein weltweit agierendes

Unternehmen mit mehr als 400 Mitarbeitern und acht

Produktionsstätten in Europa. Dazu zählen rund 4500

Hektar an Torfabbauflächen mit angeschlossenen Substratwerken

in Deutschland und Lettland, eine eigene

Spedition, die Produktion von Kunststoff-Pflanzgefäßen

sowie mit Easypot die Marktführerschaft bei Vliestopf-

Systemen für die Anzucht von Pflanzen. Dank einer

beständigen Unternehmenspolitik, jeder Menge Knowhow

und erstklassigen Mitarbeitern haben wir uns im

Verlauf der mehr als 100-jährigen Firmengeschichte

zu einem der Premiumhersteller von Produkten für den

modernen Gartenbau entwickelt.

So liefert das Unternehmen unter dem Motto „Your

plants in good hands „ Gärtnern und dem Handel alles

aus einer Hand. Der Verkauf aller Produkte wird hauptsächlich

vom Hauptsitz des Unternehmens in Vechta

gesteuert.

HAWITA Gruppe GmbH

Hans-Tabeling-Straße 1 I D-49377 Vechta I Tel. (+49) 4441 9395-0

info@hawita.de I www.hawita.de


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Foto: © pressmaster — stock.adobe.com

Das Oldenburger Münsterland ist eine der wichtigsten Speisekammern Deutschlands.

Ob Pilze oder Pommes, Steak oder Salat: Viele schmackhafte Lebensmittel aus der

Region landen täglich auf unseren Tellern.

Sextett zählen unter anderem

Vechta und Cloppenburg.

Schon heute liegt die Arbeitslosenquote

in der Region bei rekordverdächtigen

3,4 Prozent. Bei

weniger als drei Prozent spricht

man von Vollbeschäftigung.

Acht unter den Top 100

Vom Boom profitieren Unternehmen

aus unterschiedlichsten Branchen.

Erntemaschinen von Grimme tun

in aller Welt ihren Dienst, Derby

Cycle ist umsatzstärkster Fahrradhersteller

Deutschlands, FM

Systemmöbel gilt als Weltmarktführer

für Kopierunterschränke.

Die ganze Bandbreite der Erfolgsgeschichten

zeigt sich bei

einem Blick auf die jährlich von

der Nord LB vorgelegte Übersicht

der hundert umsatzstärksten

Unternehmen Niedersachsens.

Traditionell an der Spitze steht

Volkswagen, mit gebührendem

Abstand folgen Continental und

TUI. Unter den Top 100 der Liste

für das Jahr 2017 finden sich

aber auch acht Firmen aus den

Landkreisen Cloppenburg und

Vechta – mehr als jemals zuvor.

Bestplatziert ist die PHW-Gruppe

auf Rang 18 mit einem Jahresumsatz

von 2 478,8 Millionen Euro.

Danach kommen Wernsing (Platz

38), Big Dutchman (45), Boge

Rubber & Plastics (58) und die

Sprehe Gruppe (56). Bemerkenswert:

Sie alle haben – wie

auch die folgenden Unternehmen

Danish Crown (64), Gebr. Stolle

(83) und Waskönig+Walter

Kabel-Werk (90) nicht einen einzigen

Rang eingebüßt. Im Gegenteil:

Danish Crown aus Essen

(Oldenburg) konnte im landesweiten

Ranking sogar einen Sprung

um 15 Plätze machen.

Die Aussichten sind also weiterhin

gut. Beruhigend zu wissen.

Planung/Beratung/Produktion: fm Büromöbel

fm Büromöbel gehört zu den führenden Herstellern in

Deutschland und bietet mit einem umfangreichen

Büromöbelprogramm individuelle Lösungen für moderne

Büro- und Arbeitswelten. Ob Loungebereich, Konferenz,

Empfang, Chefbüro, Gruppenarbeitsplatz bis zu open

space und Kreativräumen – als Kompletteinrichter haben

wir für jede Anforderung die passende Einrichtungslösung.

Auf der über 17 000 m 2 großen Produktionsfläche

am Standort Bösel entwickeln, planen und fertigen über

300 Mitarbeiter*innen moderne Büroeinrichtungen. Produziert

wird auf einer hochmodernen Fertigungsstraße

(Serienmöbel) und in der handwerklich ausgerichteten

Manufaktur (individuelle Lösungen). Im ganzen Bundesgebiet

ist fm Büromöbel über Fachhandelspartner vertreten

und liefert Möbel innerhalb Deutschlands, Österreich,

der Schweiz und den Beneluxländern. Die firmeneigene

Logistik garantiert mit 20 Lkws und geschulten Montageteams

eine termingerechte und optimale Anlieferung.

fm Büromöbel GmbH

Glaßdorfer Straße 24 I 26219 Bösel I Tel. 04494 9250-0

info@fm-bueromoebel.de I www.fm-bueromoebel.de


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Sechs Neue investieren

Der c-Port am Küstenkanal boomt: Innerhalb eines

Jahres haben sich ein Dutzend Firmen in dem Industrie-

und Gewerbegebiet am Knotenpunkt der B 72

und B 401 angesiedelt. c-Port Geschäftsführer Arno

Djuren stellt fest: „Wir sind auf Kurs „ . 2020 werde das

Industrie- und Gewerbegebiet mit Anschluss an das

Binnenwasserstraßennetz noch attraktiver. Dann steht

eine superschnelle Datenleitung mit bis zu 1000 Megabit

zur Verfügung. „Wir werden weiterwachsen „ , ist sich

Djuren sicher. Ziel sei es, anders als anderen Gewerbegebieten

in der Region, auch künftig jeden Ansiedlungswunsch

mit passenden Flächen erfüllen zu können.

Deshalb werde eine Erweiterung des c-Port um bis zu

60 Hektar vorangetrieben.

Einen Aufschwung erwartet Djuren auch durch die

Modernisierung des Küstenkanal. 255 Millionen Euro

werden durch den Bund für die Vertiefung, neue-

Spundwände und Brückenanhebungen bereitgestellt.

„Ob auf der Straße, auf dem Wasser oder auf der

digitalen Autobahn – wir bieten dann optimale

Voraussetzungen für unternehmerisches Wachstum. „

Gleich sechs Unternehmen hätten sich zuletzt von der

Attraktivität des c-Ports überzeugen lassen. Djuren:

„Wir freuen uns über die Ansiedlungen und die damit

verbundenen Arbeitsplätze. „

Größter Investor ist die Raiffeisen-Warengenossenschaft

Ammerland-OstFriesland (RWG), die

das ehemalige NIBA-Gelände gekauft hat. Für sechs

Millionen Euro werden bis Ende 2021 Um- und Ausbauten

vorgenommen. Wesentlicher Ansiedlungsgrund

war für die RWG der Hafen. Hermann Mammen,

geschäftsführendes RWG-Vorstandsmitglied: „Der Wasserweg

ist ein Zukunftsthema. Wir sind überzeugt, dass

Transporte auf dem Wasser die richtige Antwort auf

verstopfte Straßen und den Mangel an Berufskraftfahrern

sind. In ein Logistikzentrum mit integriertem

Einzelhandelsgeschäft investiert seit einigen Wochen

die Firma SchuhPlus etwa fünf Millionen Euro. Der


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Unsere Fotos zeigen (von links oben) die Ansiedlungen von Herbers Tischlerei Manufaktur (HTM), Baugrund Ammerland, Schuh Plus, SELA Ladungsträger,

Allroundmaster und Raiffeisen-Warengenossenschaft Ammerland-Ostfriesland (Luftaufnahme) auf dem ehemaligen NIBA-Gelände.

im c-Port am Küstenkanal

Fachhändler für Schuhe will auf einer bebauten Fläche

von etwa 800 Quadratmetern 15 neue Arbeitsplätze im

Verkauf sowie im Versand schaffen. Bei der Ansiedlung

der Firma Herbers Tischlerei Manufaktur (HTM)

steht Holz im Mittelpunkt: Für etwa 1,5 Millionen Euro

wird ein Gebäude in Holzrahmenbauweise errichtet und

die Energieversorgung zum größten Teil durch die Verbrennung

von Altholz und nicht in der Produktion verarbeiteten

Resten gewährleistet. Firmenchef Andreas

Herbers: „Die gute Verkehrslage ist entscheidend für

unseren Umzug in den c-Port und wird uns dabei hilfreich

sein, weiter zu wachsen. „

Vierter Investor ist die Allroundmaster GmbH.

Gerold Hinrichs schreibt mit einer Investition von 1,3

Millionen Euro die Erfolgsgeschichte seiner Erfindung,

einem vollautomatischen Reiniger für Straßengullys,

Schlammfänge und sonstige Wasserabläufe, erfolgreich

fort. Heute verkauft er seinen Sinkkastenreiniger erfolgreich

deutschlandweit und wird die neue Halle auch mit

seiner zweite Firma Saterlander Mietpark nutzen.

c-Port-Geschäftsführer Arno Djuren: „Wir freuen uns, dass

bei uns künftig ein so innovatives und europaweit

einmaliges Produkt gefertigt wird. „ Investieren wird

auch die Firma SELA Ladungsträger. Sie hat

ein vorhandenes Gebäude erworben und bietet dort

nun Dienstleistungen rund um Landungsträger von der

Euro-Palette bis zu Gitterboxen an. Langfristiges Ziel ist

es, selbst Ladungsträger zu produzieren.

Bereits abgeschlossen ist der Neubau der Baugrund

Ammerland GmbH. Das Ingenieurbüro für Bodenmechanik,

Erd- und Grundbau hat etwa eine halbe

Million Euro ausgegeben. Ausschlaggebend für die

Verlagerung von Edewecht waren für die Geschäftsführer

Norman Jongebloed, Lars Hemmje und Sascha

Ruba die Firmenentwicklung seit 2011, das gute Preis-

Leistungsverhältnis und die „lautlose, zügige und zielgerichtete

Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden

„ .

c-Port cargo & industrie am Küstenkanal

Am Küstenkanal 2 I 26683 Saterland/Sedelsberg I Tel. 04491 786000

info@c-port-kuestenkanal.de I www.c-port-kuestenkanal.de


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Arbeit und Leben

Foto: GRIMME Landmaschinenfabrik

GmbH & Co. KG

Foto: AWENKO GmbH & Co. KG

Christine Grimme vom gleichnamigen Unternehmen wünscht sich mehr Bewerberinnen

im Bereich Maschinenbau oder als Elektroingenieur.

Beim Softwarespezialisten awenko ist

eine zweifache Mutter Firmenchefin.

Die Wirtschaft wird weiblich.

Spürbar

Es sagt sich so schön, stimmt aber nur grammatikalisch: Die Wirtschaft ist weiblich.

Dennoch ist auch in den Führungsetagen des Oldenburger Münsterlandes Veränderung spürbar.

Renate Hitz kennt sich aus. Aber

in diesem Moment muss sie passen.

Nein, konkrete Statistiken

habe sie zu der Frage leider nicht

vorliegen, wie viele Frauen und

wie viele Männer es in den Chefetagen

der Unternehmen im

Oldenburger Münsterland gebe.

Und gefühlt? Sicher herrsche

noch die klassische Rollenverteilung

vor, merkt die Leiterin

der Koordinierungsstelle Frauen

und Wirtschaft im Oldenburger

Münsterland an.

Noch. Dieses Wörtchen ist wichtig.

Denn ein Hauch von Wandel

ist in der Region durchaus

spürbar. Überkommene Rollenklischees

landen in der Mottenkiste,

Rahmenbedingungen zur

Förderung von Frauen im Beruf

werden verbessert, erste Effekte

lassen sich erkennen. Dass es

eine Einrichtung wie die gemeinsam

von den Landkreisen Cloppenburg

und Vechta getragene

Koordinationsstelle überhaupt

gibt, zeigt ebenso, dass sich etwas

tut. Renate Hitz unterstützt

Frauen, nach der Familiengründung

wieder in den Beruf einzusteigen,

und arbeitet dabei eng

mit der Agentur für Arbeit, den

Jobcentern, beruflich orientierten

Netzwerken und regionalen Weiterbildungsträgern

zusammen.

Renate Hitz,

Leiterin der Koordinationsstelle

Frauen und Wirtschaft im

Oldenburger Münsterland

Rückkehrende optimal

einsetzen

Dass das notwendig ist, beweist

das Beispiel der Grimme Landmaschinenfabrik.

„Wir sind darauf

angewiesen, dass Frauen nach

ihrer Familienzeit zurückkommen,

und berücksichtigen deshalb ihre

Lebensumstände „ , betont Christine

Grimme, verantwortlich für

die Öffentlichkeitsarbeit. Klar ist:

Jeder Fall liegt anders. Und so

kommen auf 63 Teilzeitmitarbeiterinnen

über 40 unterschiedliche

Arbeitszeitmodelle. Auch in Leitungspositionen.

„Wir können es

uns gar nicht erlauben, unsere

gut ausgebildeten Frauen nicht

zu halten und schauen immer,

wie wir die Rückkehrenden optimal

eingesetzt bekommen. „

foto hölzen GmbH

Foto:

In Emstek hat sich Silke Klaus ihr

eigenes Unternehmen aufgebaut

– in einer Branche, die weithin

und nicht nur im Oldenburger

Münsterland als ausgesprochen

männerdominiert gilt: der Informationstechnologie.

Awenko hat sich

auf Software-Lösungen vor allem

in Zusammenhang mit Qualitätsmanagement

spezialisiert. Auf

Netzwerktreffen und in Gesprächen

spüre sie oft Bewunderung

und Respekt, dass sie zweifache

Mutter und eben auch Firmenchefin

sei, sagt die Wirtschaftsingenieurin.

„Viele Männer finden

es toll, wenn Frauen unternehmerisch

tätig und erfolgreich sind. „

Kaum Bewerberinnen auf

freie Stellen

Aber bis dahin ist es ein weiter,

zäher Weg. Zu Silke Klaus‘ Team

zählen vorwiegend Männer.

Schon unter den Bewerbungen

für einen Ausbildungsplatz seien

selten Schreiben von Frauen zu

finden. „Das ist typisch für diese

Branche und in ganz Deutschland

so. „ Solange sich aber

nicht mehr Frauen in der IT-

Branche verwirklichten, solange

kämen auch nur wenige auf die

Idee, das Fach zu studieren. Und

dann irgendwann in Führungspositionen

hineinzuwachsen.


17

Christine Grimme sieht das ähnlich.

Liebend gern würde ihr Unternehmen

Mitarbeiterinnen im

Maschinenbau oder Elektroingenieurinnen

einstellen. Allerdings

melden sich kaum Bewerberinnen.

„Technikorientierte Firmen

stehen bei Frauen nicht an

erster Stelle des Interesses. „ Immerhin:

Die Praktikumsplätze sind

bei Mädchen begehrt.

Direkt von der Universität in eine

Führungsposition – das kommt

nicht oft vor. Bei Christine Niemann

hat der Sprung geklappt.

Gleich nach dem Studium in den

Niederlanden übernahm sie die

Geschäftsführung eines Reinigungsunternehmens

in Molbergen,

machte dann sogar noch

ihren Master. Die Grundlagen für

ihre Karriere wurden schon im Elternhaus

geschaffen. Dort seien

Eher selten:

von der Uni

direkt in die

Chefetage.

ihr von klein auf unternehmerisches

Denken und der uneingeschränkte

Glaube an ihre Fähigkeiten

vermittelt haben. Mit Folgen,

sagt sie, denn: „Ich wollte

immer schon Verantwortung übernehmen.


Die Ausnahme, nicht

die Regel

Christine Niemann weiß natürlich,

dass ihr Weg eher die Ausnahme

ist. „In den mir bekannten Unternehmen

finden sich tendenziell

mehr Männer als Frauen in der

Führungsebene. „ Einen Grund

sieht sie darin, dass viele Firmen

vor Jahrzehnten von Männern

gegründet wurden. „Dieser Typ

Unternehmer ist starke Frauen in

der Wirtschaft womöglich noch

nicht gewohnt. „ Selbstverständlich

spiele auch die Familienplanung

eine Rolle. Etliche Unternehmen

zögerten, eine Frau im

Alter zwischen Mitte 20 und 30

einzustellen. „So bekommen viele

Frauen nicht die Chance, sich zu

beweisen. „

Also alles schlecht? Keineswegs.

Die Tendenz stimmt. Die Wirtschaft

wird weiblicher, auch im

Oldenburger Münsterland. Aber

verkrustete Strukturen lassen sich

nicht im Handstreich aufbrechen.

Bitte noch ein wenig Geduld.

Noch.

Pionier der innovativen Metallverarbeitung

Die M. Knake Blechbearbeitung und Gerätebau GmbH

steht seit 1990 für innovative Metallverarbeitung in

Vechta. Dabei ist die Konstruktion von Bauteilen eines

der Spezialgebiete. Unter Verwendung neuester Blechabwicklungs-

und 3D-Zeichenprogramme konstruieren die

Blechprofis das, was die Kunden wünschen: vom komplexen

Feinblechteil für die Zahntechnik bis zur Großbaugruppe

für die Landwirtschaft. Dabei setzt Knake

konsequent auf innovative Technik. Im Maschinenpark

arbeiten mehrere hochmoderne Laseranlagen, zwei

vollautomatisierte Schweißroboteranlagen sowie kombinierte

Stanz-Nibbelmaschinen und Gesenkbiegepressen

der neuesten Generation. Darüber hinaus war Knake einer

der Ersten in Deutschland, die zusammen mit der Partnerfirma

Elrotec kollaborierende Roboter einsetzte. Mit derzeit

über 130 Mitarbeitern und einer Produktionsfläche von

12 500 m² gehört der Full-Service-Dienstleister zu einem

der größten Blechfertiger Nordwestdeutschlands.

M. Knake Blechbearbeitung und Gerätebau GmbH

Alter Flugplatz 5 I 49377 Vechta I Tel. 04441 9748-0

kontakt@knake.com I www.knake.com


18

Arbeit und Leben

Fachkräfte dringend gesucht!

Der Fachkräfte-Engpass macht der Wirtschaft zu schaffen, auch im Oldenburger

Münsterland. Mit neuen Konzepten und frischen Ideen versuchen die Unternehmen

gegenzusteuern.

Ob sie nun in Stuttgart, Magdeburg

oder Lübeck leben: Weihnachten

kommen sie alle heim.

Das Fest der Feste wird im Familienkreis

gefeiert. Für junge

Menschen aus dem Oldenburger

Münsterland, die es – aus welchen

Gründen auch immer – in

andere Landstriche verschlagen

hat, gibt es seit Jahren ein paar

Monate vorher noch einen Anlass

für eine Rückkehr in die Heimat:

den Stoppelmarkt im August.

Das traditionelle Volksfest in

Vechta will sich niemand entgehen

lassen. Und das machen

sich inzwischen die Verantwortlichen

beim Landkreis zunutze. Ihr

Ziel ist die Gewinnung von Fachkräften.

Am Stoppelmarkt-Samstag

laden sie all jene zu einem

Treffen ein, die es früher oder

später nicht nur zum Feiern wieder

in die Region ziehen könnte.

„Wiedersehen macht Freude „

heißt die Veranstaltung, die Premiere

fand 2018 statt. Alle Beteiligten

– Organisatoren, Neugierige,

Unternehmer und Personalexperten

– freuten sich über

die Vielzahl an Gesprächen. Und

mehr als einmal wurden in der

betont lockeren Atmosphäre Möglichkeiten

der zukünftigen Zusammenarbeit

ausgelotet.

Kleine oder große Firmen

– alle suchen

„Wir möchten hier vor allem qualifizierte

Rückkehrwillige ansprechen

„ , sagt Landrat Herbert Winkel.

Solche wie Barbara Wagner.

Geboren in Dinklage, aufgewachsen

in Mühlen zog es sie nach

dem Abitur an die Deutsche

Sporthochschule in Köln. Vom

Rheinland ging es weiter nach Hamburg,

2010 dann zurück in heimische

Gefilde nach Mühlen. Hier

>>

Wir sind Anders.

13 Standorte, 820 Mitarbeiter – davon 174 Auszubildende

in 11 Ausbildungsberufen, 5 Marken.

Den Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die Marke

Mercedes-Benz mit ihrem kompletten Pkw und Lkw-

Programm. Darüber hinaus sind wir Vertragshändler für

Fuso, Opel, smart und Skoda.

Wir lieben Autos. Deshalb ist unser Job nach dem Verkauf

eines Neu- oder Gebrauchtwagens noch lange

nicht zu Ende. Selbstverständlich beherrschen wir die

Servicedienstleistungen unserer Marken, bieten maßgeschneidertes

Zubehör und kennen uns mit komplexer

Diagnosetechnik aus. Doch auch für die Autos von

gestern gibt es bei Anders noch Schrauber der alten

Schule – die sehen, hören und fühlen einfach besser

als jeder noch so moderne Computer.

Wir geben alles für unsere Kunden. Denn Vertrauen,

persönlicher Kontakt und Erfahrung sind immer noch

die beste Grundlage für gute Beziehungen.

Autohaus Anders GmbH – Ein Unternehmen der Anders-Gruppe

Karl-Friedrich-Benz-Straße 7 I 49377 Vechta I Tel. 04441 9120

info@auto-anders.de I www.ich-fahre-anders.de


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19

Wachstum durch Vielfalt

Die PHW-Gruppe ist ein in dritter Generation geführtes

Familienunternehmen. Die erfolgreiche Unternehmensentwicklung

ist auf das Bestreben zurückzuführen, auf

höchstem technischen Niveau und auf Basis abgesicherter

wissenschaftlicher Erkenntnisse die besten Produkte

für Kunden herzustellen. Der Geschäftsbereich

Geflügelspezialitäten mit der Marke WIESENHOF ist das

größte und umsatzstärkste Segment innerhalb der PHW-

Gruppe. Schon seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert

sich das Unternehmen im Bereich Tierwohl mit dem Ziel,

bis Ende 2019 den Anteil sämtlicher Tierwohlprogramme

auf rund 80 Prozent der deutschen Produktion zu steigern.

Im Laufe der Jahre wurde die Kernkompetenz auf die

Bereiche Tierernährung und -gesundheit sowie Humanernährung

und -gesundheit erweitert. 2018 wurde der

neu geschaffene Geschäftsbereich der alternativen

Proteinquellen aufgebaut. Im Zuge dessen wurden sukzessive

strategische Partnerschaften, unter anderem mit

Beyond Meat, SuperMeat, Good Catch Foods, JUST,

AIXA Trade und der Enterra Feed Corporation, geschlossen.

Die Strategie lautet „Wachstum durch Vielfalt „ . Das

einhergehende Ziel ist es, sich zukünftig verstärkt als

Anbieter von hochwertigen Proteinprodukten zu positionieren

und vermeintlich konkurrierende Geschäftsfelder

nebeneinander zu entwickeln. Konkret bedeutet dies,

dass die PHW-Gruppe das Wachstum des pflanzenbasierten

Lebensmittelsektors nicht als Bedrohung für ihr

bestehendes Kerngeschäftsfeld – die Geflügelfleischproduktion

– sieht, sondern als Chance. Die PHW-

Gruppe verfolgt einen differenzierten Ansatz und sieht

ihre Aufgabe als Lebensmittelherstellerin darin, für Verbraucher

möglichst viele verschiedene und überzeugende

Angebote zu schaffen. Das tut sie: Sie bietet

eine breite Produktpalette von konventionell erzeugtem

Geflügelfleisch über Privathof-Geflügel bis hin zu einem

pflanzenbasierten Sortiment an.

Das Management der PHW-Gruppe (von links):

Markus Wesjohann, Marcus Keitzer, Peter Wesjohann (Vorstandsvorsitzender),

Doris Wesjohann und Dr. Heinrich Paul Dröge.

PHW-Gruppe (WIESENHOF)

Paul-Wesjohann-Straße 45 I 49429 Visbek I Tel. 04445 8910

info@phw-gruppe.de I www.phw-gruppe.de


20

Arbeit und Leben

Zurück ins Oldenburger Münsterland? Beim Treffen „Wiedersehen macht Freude“ am Stoppelmarkt-Samstag kommen Rückkehrwillige

mit Unternehmern, Personalexperten und weiteren interessanten Gesprächspartnern zusammen.

Fotos: Landkreis Vechta

>>

führt Wagner heute gemeinsam

mit ihrem Mann ein Büro für Nachhaltigkeitsmanagement,

Marketing

und Kommunikation. Alles

Themen, betont sie, „die in dieser

wirtschaftlichen Boom-Region mit

all ihren Herausforderungen und

dem bevorstehenden Strukturwandel

längst angekommen sind „ .

Natürlich muss der Weg der

Rückkehrer nicht immer in die

Selbstständigkeit führen. Die meisten

Firmen der Region suchen

nach gut ausgebildeten Mitarbeitern,

kleine und mittlere ebenso

wie die großen mit den bekannten

Namen.

Punkten bei Work-Life-

Balance

Grundsätzlich sind Eigengewächse

aus dem Landkreis bei Unternehmen

beliebt. Sie haben eine enge

Bindung zur ihrer Heimat, sehen

die Region nicht als Durchgangsstation

an und bleiben den

Firmen in der Regel länger erhalten.

Nach Angaben der Oldenburgischen

Volkszeitung sind seit

dem Jahr 2000 fast 20 Prozent

der zuvor Abgewanderten zurückgekehrt.

Kein Wunder, denn wer

die Region kennt, mag sie auch.

Und Personalverantwortliche wissen:

Work-Life-Balance und die

Erfolg aus Tradition, Zukunft durch Innovation

Trafostationen für die Versorgungswirtschaft, Betonfertigteile,

Elektrotechnik, Metallbau und Kalksandsteinprodukte

– GRÄPER-Produkte und -Leistungen

sind national und international führend. Höchste Kompetenz,

gepaart mit der Fähigkeit in allen Bereichen

für Kunden individuelle Lösungen zu entwickeln, sind

Markenzeichen der Gruppe. Rund 650 kompetente

Ingenieure, Facharbeiter und Servicekräfte an sieben

Standorten in Deutschland, den Niederlanden und

der Slowakei realisieren täglich umfangreiche nationale

und internationale Projekte. 115 Jahre Erfahrung,

gewachsene Kompetenz und frische Ideen münden

in eine hohe Innovationskraft, die die Unternehmensgruppe

auszeichnet.

Arbeiten bei einem der Marktführer in Europa? Die

GRÄPER-Gruppe bietet als attraktiver regionaler Arbeitgeber

eine Vielzahl an Herausforderungen für Azubis,

Einsteiger und Professionals.

Unternehmensgruppe GRÄPER

Ida-Gräper-Weg I 26197 Ahlhorn I Tel. 04435 303-0

info@graeper.de I www.graeper.de


21

In lockerer Atmosphäre das berufliche Netzwerk stärken, alte Kontakte aufwärmen

und wieder Heimatluft schnuppern.

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

rücken bei Bewerbungsgesprächen

zunehmend in den

Mittelpunkt. In diesen Bereichen

kann das Oldenburger Münsterland

durchaus punkten.

Wiederkommen ist eine gute Idee,

Dableiben ebenso. Letzteres hat

die Initiative „Kurs Zukunft „ zum

Ziel. Sie verfolgt eine Doppelstrategie:

Schulen beziehen die

lokale Wirtschaft in den Unterricht

ein, Firmen bieten einen

Praxiseinblick in ihren Betriebsund

Berufsalltag. So hat etwa im

Landkreis Cloppenburg die Oberschule

Emstek gleich mit drei Betrieben

Lernpartnerschaften vereinbart:

Biofino, GS agri und

Nordfrost. „Wir bekommen immer

wieder bestätigt, dass diese

Form der Partnerschaft zwischen

Schulen und Unternehmen das

Interesse der Jugendlichen an

den Betrieben und an den Berufsangeboten

vor Ort steigert „ ,

sagt Landrat Johann Wimberg.

Großes Thema: Nachhaltigkeit

Klar ist: Wer aktiv gegen den

Fachkräftemangel angehen

möchte, muss in Ausbildung investieren.

Dabei ist Fantasie gefragt,

denn Konzepte nach

Schema F bringen schon lange

keinen Erfolg mehr. So lässt beispielsweise

„Ray facilitymanagement

„ aus Holdorf Auszubildende

in Eigenregie einen Film drehen

oder selbstständig die Social-

Media-Präsenzen vorbereiten.

>>

Maximale Produktivität

Dank Automatisierungstechnik von Högemann.

Seit 30 Jahren entwickeln wir innovative Lösungen für die moderne

Futtermittelindustrie. Mit unseren skalierbaren Steuersystemen

und cleveren Softwaremodulen, kompetenter Beratung

und Planung sowie unserem verlässlichen Aftersales-

Service haben wir uns im Laufe der Jahre zu einem geschätzten

Partner der gesamten Branche entwickelt. Unser Knowhow

trägt maßgeblich dazu bei, dass unsere Kunden in aller

Welt im intensiven Wettbewerb die Nase vorne haben.

SW-Modul: Energy

Unsere neueste Innovation ist eine Energiemanagementsoftware

mit entsprechender ISO 50001 Konformität. Sie

ist von der BAFA als förderfähig gelistet nach der Richtlinie

des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Mit dem Softwaremodul lassen sich Auswertungen bzgl.

des Energieverbrauchs sämtlicher am Produktionsprozess

beteiligten Maschinen und Komponenten sowie genaue

Aussagen zur Energieeffizienz erstellen.

Franz Högemann GmbH

Amerikastraße 4c I 49681 Garrel I Tel. 04474 9493-0

info@hoegemann.de I www.hoegemann.de


22

Arbeit und Leben

Foto: Landkreis Vechta

Fachkräfte entwickeln, finden und binden – auch das Oldenburger Münsterland setzt auf Nachhaltigkeit. So investieren Unternehmen

bereits in der Ausbildung junger Leute fantasievolle Konzepte.

>>

Der Logistiker Rubetrans aus

Steinfeld stellt einen Azubi-Truck

für seine zukünftigen Berufskraftfahrer

bereit. Darüber hinaus gibt

es in der Region immer häufiger

Patenschaften, Aktionstage und

Teambuilding-Programme für die

Auszubildenden. Andere Arbeitgeber

haben längst erkannt,

dass es neben dem Lohn noch

weitere Kriterien gibt, nach denen

sich vor allem junge Leute

für einen Job entscheiden. Immer

häufiger wird die Sinnfrage

gestellt, immer häufiger geht es

auch um das Thema Nachhaltigkeit.

Und selbst in Anzeigen für

Ausbildungsplätze ist inzwischen

nicht selten von flexiblen Arbeitszeiten

und betrieblichen Zusatzleistungen

die Rede.

LR Facility Services ist regional fest verwurzelt

Das 1953 gegründete familiengeführte Unternehmen

mit Sitz in Barnstorf und Vechta erbringt mit über 1000

Spezialisten Leistungen im Bereich des infrastrukturellen

Gebäudemanagements. „Dienstleistung braucht

Nähe˝, lautet das Credo des Unternehmens.

Im Radius von 100 km werden neben der klassischen

Glas- und Gebäudereinigung auch viele Sonderleistungen

von der Lebensmittelhygiene, über Natur-,

Kunststein- und Bodensanierung bis zur Grünanlagenpflege

angeboten. Die Bausteine für den Erfolg:

qualifizierte Mitarbeiter, optimierte und individualisierte

Lösungen für alle Bereiche der Reinigung sowie hohe

Maßstäbe in Qualität, Umwelt- und Arbeitssicherheit

(zertifiziert nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001).

Dieser Mehrwert rechnet sich auch für die Kunden,

denn ein vordergründig niedriger Preis wirkt sich langfristig

negativ auf die Umwelt und die Substanz von

Gebäuden und Einrichtungen aus.

LR Gebäudereinigung GmbH

Carl-Zeiss-Straße 4 I 49406 Barnstorf I Tel. 05442 8030-00

info@lr-facility-services.de I www.lr-facility-services.de


Seit 100 Jahren Partner der Arbeitgeber

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23

In diesem Jahr feiert der Arbeitgeberverband Oldenburg

e. V. (AGV) sein 100-jähriges Bestehen. Bis heute

ist er der Partner der Arbeitgeber im Nordwesten,

Dienstleister, Netzwerker und Interessenvertreter der

Wirtschaft in der Region. Als größter Unternehmensverband

im nordwestlichen Niedersachsen vertritt der

AGV die Interessen global handelnder Unternehmen

ebenso wie die alteingesessener Familienbetriebe. Mit

praxisorientierten Veranstaltungen, Foren und Arbeitskreisen

schafft der Arbeitgeberverband Oldenburg ein

umfangreiches Informationsnetzwerk für seine ca. 600

Mitgliedsunternehmen.

Der digitale Wandel stellt die Unternehmen vor große

Herausforderungen. Arbeitswelten verändern sich,

Arbeitszeitmodelle müssen neu gestaltet, der demografische

Wandel bewältigt werden. Bei diesen Aufgaben

unterstützt der AGV Oldenburg tatkräftig.

Arbeitgeberverband Oldenburg e. V.

Bahnhofstraße 14 I 26122 Oldenburg I Tel. 0441 21027-0

info@agv-oldenburg.de I www.agv-oldenburg.de

Puten aus Kartzfehn

Das Moorgut Kartzfehn mit Stammsitz in Bösel ist einer

der größten Putenvermehrungsbetriebe in Europa. Seit

60 Jahren steht der Name Kartzfehn für beste Qualität,

Forschung und Service. An mehr als 50 Standorten

sind 500 Mitarbeiter in Elterntierfarmen, Brütereien,

Logistik und Verwaltung für uns tätig. In Kartzfehn

leben wir ein offenes, ehrliches und faires Miteinander.

Nach unserem Verständnis sind engagierte Mitarbeiter

sowie gegenseitiges Vertrauen und Respekt nach

innen und außen die wichtigsten Voraussetzungen

für erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit. Um

weiterhin erfolgreich zu sein, sind wir ständig auf der

Suche nach motivierten Nachwuchskräften. Unsere

Auszubis (m/w/d) erhalten eine fundierte Ausbildung

zum Tierwirt (Fachrichtung Geflügel), Berufskraftfahrer

oder Industriekaufmann. Für Studierende bieten wir

spannende Praktika und Abschlussarbeiten an. Allen

stehen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten offen.

Moorgut Kartzfehn von Kameke GmbH & Co. KG

Kartz-v.-Kameke-Allee 7 I 26129 Bösel I Tel. 04494 88-188

info@kartzfehn.de I www.kartzfehn.de


24

Arbeiten und Leben

Foto: Verbund Oldenburger Münsterland

Um rund zehn Milliarden Menschen (2050) ernähren zu können, ist ein Umdenken

erforderlich. Im Oldenburger Münsterland weiß man schon wie das gelingen könnte.

Die Zukunft schmeckt

jedem anders

Die Nachfrage nach Alternativen zum Fleisch nimmt zu.

Schrillen deshalb im Oldenburger Münsterland die Alarmglocken?

Nein, denn in der Region wurde der Trend bereits aufgegriffen.

Peter Wesjohann,

Vorstandsvorsitzender

der PHW-Gruppe

Foto: Timo Lutz Werbefotografie

Die Rechnung ist relativ einfach:

Etwa zehn Milliarden Menschen

werden in 30 Jahren die Erde bevölkern.

Um sie alle satt zu bekommen,

wird eine riesige Kraftanstrengung

vonnöten sein. So müsste

die Produktion von Fleisch auf

rund 470 Millionen Tonnen pro

Jahr verdoppelt werden, sagt die

UNO. Kein Wunder, dass die Frage

nach alternativen Nahrungsquellen

mehr und mehr in den

Mittelpunkt rückt.

Gerade für jene Regionen, die wie

das Oldenburger Münsterland seit

Jahrzehnten einen Schwerpunkt im

Bereich der Ernährungswirtschaft

haben, stellt das Thema eine

besondere Herausforderung dar.

Funktioniert das lange Zeit erfolgreiche

Geschäftsmodell zur Mitte

des Jahrhunderts noch? Oder

muss man radikal umdenken?

Letzteres, so viel scheint sicher.

Und tatsächlich ist der Wandel bereits

in vollem Gange. Ganz vorne

dabei: die Unternehmen in den Landkreisen

Cloppenburg und Vechta.

Standard reicht nicht mehr

Im Mai 2019 attestierte Zukunftsforscher

Michael Carl ihnen bei

einer Veranstaltung des Verbunds

Oldenburger Münsterland und des

Agrar- und Ernährungsforums,

sich auf dem richtigen Weg zu

befinden. „Einfach nur Standard

zu produzieren, wird künftig nicht

mehr reichen „ , sagte der Experte.

Stattdessen gelte es, verstärkt

auf die individuellen Ernährungswünsche

der Verbraucher einzugehen:

„Die Zukunft schmeckt

jedem anders. Das attraktive Lebensmittel

der Zwanziger Jahre

richtet sich konsequent auf die

Daten des einzelnen Kunden

aus, seine Gesundheit, seine

Emotionen, seine Vorlieben. „

Bemerkenswert: Mit der im Landkreis

Vechta beheimateten PHW-

Gruppe greift ein ganz Großer der

Branche die neuen Trends auf, der

bislang eher als konsequenter Vertreter

des fleischlichen Genusses

galt. Das Familienunternehmen hat

einen eigenständigen Geschäftsbereich

für alternative Proteinquellen

erschaffen. Dort geht es unter

anderem um das Veggie-Sortiment

der Marke Wiesenhof mit fleischfreien

Alternativen zu Bratwurst,

Nuggets und Schnitzeln.

Anteile und Kooperationen

Zusätzlich investieren die Rechterfelder

in Start-ups für sogenanntes

In-Vitro-Fleisch, Insekteneiweiß

oder Fischimitat. An Bugfoundation,

einem in Osnabrück


25

Strategie der

PHW-Gruppe:

Wachstum durch

Vielfalt.

ansässigen und aus der TV-

Gründershow „Die Höhle der

Löwen „ bekannten Bräter von Insektenburgern,

sicherte man sich

einen Minderheitenanteil. Mit Beyond

Meat, einem aus Kalifornien

stammenden Produzenten veganer

Burger, ging man eine Vertriebskooperation

für Europa ein.

Und das war nachweislich keine

schlechte Wahl: Schon wenige

Tage nachdem Beyond Meat an

die New Yorker Börse gegangen

war, verdreifachte sich der Wert

des Unternehmens auf rund vier

Milliarden Dollar.

„Unsere Strategie heißt Wachstum

durch Vielfalt „ , erklärt Peter

Wesjohann, Vorstandsvorsitzender

der PHW-Gruppe. Ziel sei es,

sich künftig verstärkt als Anbieter

von hochwertigen Proteinprodukten

zu positionieren und vermeintlich

konkurrierende Geschäftsfelder

nebeneinander zu entwickeln.

„Wir wollen sowohl unser Kerngeschäftsfeld

durch die Weiterentwicklung

unseres konventionellen

Geschäftes sowie durch die Steigerung

unserer Tierwohlkonzepte

vorantreiben, als auch gleichzeitig

den Bereich der alternativen

Proteinquellen stark ausbauen. „

Der Firmenchef erwartet, „bis zum

Jahr 2025 mit veganen Produkten

zehn Prozent unseres Umsatzes

erzielen „ zu können.

Richtige Schlüsse gezogen

Der frühere Niedersächsische

Landwirtschaftsminister Uwe Bartels,

der heute dem Agrar- und Ernährungsforum

vorsitzt, findet durchaus

Gefallen an dem neuen Trend

und begrüßt es, dass sich traditionelle

Fleischhersteller aus dem

Oldenburger Münsterland „massiv

in diesem hochinteressanten Produktbereich

engagieren und weltweit

an Start-ups oder Unternehmen

beteiligen, die alternative

Proteinquellen nutzen „ .

Tatsächlich zeigen Unternehmen

aus dem Oldenburger Münsterland

einmal mehr, dass sie die

Zeichen der Zeit nicht nur erkennen

sondern auch die richtigen

Rückschlüsse daraus ziehen.

Denn für die Ernährungswirtschaft

gilt wie für fast alle Branchen:

Stillstand ist Rückschritt.

Qualität hat eine goldene Heimat.

Die Goldschmaus Gruppe, ein in Deutschland einzigartiges

regionales Verbundsystem zur Herstellung von

Rind- und Schweinefleischprodukten. Mit den Bereichen

Böseler Goldschmaus, Goldschmaus Rind, Goldschmaus

Natur, Die Marke der Bauern, Export und unseren

Landwirten vereint sie alle Schritte unter einem

Dach, dem Dach der Goldschmaus Gruppe. Endverbrauchern,

Einkäufern, Produzenten und Importeuren

bietet Goldschmaus so eine lückenlose Wertschöpfungs-

kette und kontrollierte Herkunftsnachweise. Die Voraussetzung

dafür? Unsere Landwirte. Sie bilden die Basis

für die hohe Qualität unserer Produkte. Die Marke der

Goldschmaus Gruppe „Die Marke der Bauern „ bringt

das Engagement der Landwirte und Mitarbeiter auf den

Punkt und zeigt, wofür sie stehen: Regionalität, beste

Qualität und ehrliche Produkte. Die Marke entwickelte sich

zu einem selbstbewussten Standbein der Unternehmensgruppe

und hat sich 2016 auch im Handel etabliert.

Goldschmaus Gruppe

Industriestraße 10 -12 I 49681 Garrel I Tel. 04474 895-0

info@goldschmaus.de I www.goldschmaus.de


Lieken – Brot ganz vorn

Mit den beiden starken Marken GOLDEN TOAST und

LIEKEN URKORN im SB-Brotregal sowie mit Backwaren

für Bake-Off-Stationen und Handelsmarken zählt Lieken

zu Deutschlands führenden Herstellern für Brot- und

Backwaren. Auch wenn die Unternehmensgeschichte

bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurückreicht, so hat

bei Lieken vor allem eines Tradition: die herausragende

Qualität der Produkte.

Unternehmensgründer Fritz Lieken hat vorgemacht,

was möglich ist, wenn man über den Tellerrand hinausblickt

und Neues wagt. Er war der Erste, der Brot

durch Pasteurisation länger haltbar machte. Und Fritz

Lieken war es auch, der Netzbandöfen aus Amerika

nach Deutschland brachte, um große Mengen Brot

in homogener Qualität backen zu können. Dadurch

gelang es ihm, das traditionelle Backhandwerk in

die Moderne zu überführen. Dieser Innovationsgeist

ist Teil der DNA von Lieken. Die Leidenschaft für die

Arbeit und die Produkte ist dabei das, was Fritz Lieken

damals und Lieken heute antreibt. Und das Ziel ist

unverändert: bestes Brot entwickeln, produzieren und

vertreiben.

So hat Lieken zum Beispiel das GOLDEN TOAST

Dinkelharmonie Sandwich eingeführt, das erste Dinkelsandwich

überhaupt in deutschen Supermärkten.

Zu 100 % aus Dinkel gebacken, vereint es soften und

leckeren Sandwichgenuss mit bewusster Ernährung.

Auch hat Lieken seine LIEKEN URKORN Produktrange

in diesem Jahr um das Fit & Vital Eiweißbrot ergänzt,

das sich durch weniger Kohlenhydrate, mehr Eiweiß

und echten Brotgeschmack auszeichnet.

Darüber hinaus setzt Lieken ab September 2019 sowohl

bei LIEKEN URKORN als auch bei GOLDEN TOAST

auf limitierte Konzepte. Als erstes saisonales Produkt

wurde jüngst der LIEKEN URKORN Schweizer Laib auf

dem Markt eingeführt, der bis Januar 2020 erhältlich ist.


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Ab KW 41 wird zudem das GOLDEN TOAST Apfel Zimt

Sandwich in den Supermarktregalen stehen. Die beiden

Produkte sind nur begrenzt verfügbar und werden später

durch andere Innovationen ausgetauscht.

Bei diesen und allen anderen Brot- und Backwaren von

Lieken ist die Qualität maßgeblich. Denn Fakt ist: In

Deutschland weiß man, wie Brot schmecken und beschaffen

sein muss. Die deutsche Brotkultur ist anerkanntes

immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Sagenhafte

3238 Brotspezialitäten 1 sind hierzulande registriert.

Der Konsum von Brot- und Backwaren je Haushalt

liegt bei uns bei durchschnittlich 83,2 Kilo pro Jahr 2 .

Und in dem anspruchsvollen Markt liefert Lieken stets

Produkte mit herausragender Qualität. Um diese zu erhalten

und zu verbessern, setzt die Großbäckerei auf

Forschung und Entwicklung, ausgewählte Rohstoffe,

aktives Qualitätsmanagement sowie auf Qualitätssicherung

in allen Produktionsstufen. Als Unternehmen aus

der Lebensmittelbranche trägt Lieken eine ganz besondere

Verantwortung.

Das Unternehmen achtet außerdem auf die Einhaltung

von Umweltstandards und auf einen ressourcenschonenden

Umgang mit Rohstoffen und Energie. Lieken

setzt zum Beispiel auf kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit

mit den Lieferanten. So stammt das Mehl

in der Regel aus der direkten Nachbarschaft. Bei allen

weiteren Rohstoffen bevorzugt die Großbäckerei Lieferanten

und Bezugsquellen aus Deutschland und der

EU. Die regionale Nähe ermöglicht bessere und regelmäßigere

Qualitätskontrollen. Durch die kurzen Transportwege

werden die Kosten gesenkt und die Umwelt

weniger belastet.

1 Quelle: Deutsches Brotregister des Zentralverbands des

Deutschen Bäckerhandwerks, Juni 2018

2 Quelle: GMF Vereinigung Getreide-, Markt- und

Ernährungsforschung, März 2017

Lieken Brot und Backwaren GmbH

Auf’m Halskamp 11 I 49681 Garrel I Tel. 04474 891-0

pressestelle@lieken.de I www.lieken.de


28

Arbeit und Leben

Foto: © Christian v.R.— pixelio.de

Die insgesamt neun Krankenhäuser und Fachkliniken sichern die medizinische

Versorgung im Oldenburger Münsterland.

Foto: © Dieter Schütz — pixelio.de

Ärzte willkommen!

Die medizinische Versorgung des ländlichen Raums ist eine der großen

Zukunftsfragen. Auch im Oldenburger Münsterland sucht man nach Ideen,

um dem Landarztmangel entgegenzuwirken.

Eine Meldung erschreckte im Sommer

2019 die Bewohner der ländlichen

Gebiete im Nordwesten

Deutschlands: Reinhard Busse,

der wissenschaftliche Leiter des

Gesundheitsökonomischen Zentrums

Berlin, empfahl der Enquetekommission

des Niedersächsischen

Landtags, die Zahl der

Kliniken im Land von 172 auf 36

zu reduzieren. Nur ab einer bestimmten

Mindestfallzahl könnten

die Häuser rund um die Uhr Qualität

und Patientensicherheit gewährleisten,

betonte Busse. Ergo:

„Die kleinen Krankenhäuser müssen

weg. „

Von einer solchen Entwicklung wäre

sicherlich auch die medizinische

Versorgung in den Landkreisen

Cloppenburg und Vechta betroffen.

Zurzeit wird sie von sechs allgemeinmedizinischen

und drei Fachkliniken

gesichert. Erstere sind seit

dem Jahr 2004 gemeinsam mit dem

Konzepte

gegen die

drohende

Unterversorgung

sind gefragt.

Christlichen Krankenhaus Quakenbrück

unter dem Dach der Corantis-Kliniken

vereint. Aushängeschilder

sind das St. Josefs-Hospital in

Cloppenburg und das St. Marienhospital

in Vechta. Beide sind als

Akademische Lehrkrankenhäuser

der Medizinischen Hochschule

Hannover einem hohen medizinischen

Standard verpflichtet. Ziel des

Verbunds ist es, eine verlässliche

stationäre Versorgung der Menschen

aus der Region wohnortnah

zu gewährleisten. Daneben strebt

er die Weiterentwicklung einer zukunftsorientierten,

qualitativ hochwertigen

Medizin an.

Ausbildung für die Praxis

Klar ist: Das Thema Ärztemangel

bereitet auch den Verantwortlichen

in der Boomregion Oldenburger

Münsterland Sorgen. Der klassische

Landarzt hat ausgedient.

Ältere Mediziner, die ihre Praxis

schließen, werden nur selten

durch jüngere ersetzt. Beispiel

Cloppenburg: Für den Landkreis

sieht die Kassenärztliche Vereinigung

dringenden Bedarf an

einem Umschwung, sonst gebe

es spätestens 2030 eine akute

Unterversorgung. Schon jetzt würde

es an etwa zwölf Hausärzten

fehlen.

Aber wir wären nicht im Oldenburger

Münsterland, wenn man

nicht nach Lösungen suchen


29

Unter dem Dach der Corantis-Kliniken

werden Patienten bei Bedarf an ein spezialisiertes

Partnerhaus weitergeleitet.

Foto: Universität Oldenburg

Das Lehrkonzept der 2012 gegründeten European Medical School (EMS) ist praxisorientiert

und forschungsbasiert. Sie bietet die Chance, hoch qualifizierte Ärzte für

die Nordwestregion auszubilden.

würde. Die Menschen hier sind

es gewohnt, Probleme als

Herausforderungen zu begreifen –

und wieso sollte das in diesem

Fall anders sein? Einer der Wege

liegt im Engagement der Landkreise

für die European Medical

School Oldenburg-Groningen

(EMS). Motto: Wenn keine Ärzte

zu uns kommen, dann bilden

wir eben selbst welche aus.

Das deutsch-niederländische Kooperationsprojekt

der Universitäten

Oldenburg und Groningen

bietet mit einem praxisorientierten

und forschungsbasierten Lehrkonzept

die Chance, hoch qualifizierte

Ärztinnen und Ärzte für

die Nordwestregion auszubilden.

Neben anderen beteiligen sich

auch beide Landkreise an der

Finanzierung. Zum Wintersemester

2019/2020 wurde die Zahl

der Studierenden von 40 auf 80

erhöht.

Mit Geld Ärztenachwuchs

locken

Die ersten Absolventen der EMS

haben ihre Ausbildung im Jahr

2017 abgeschlossen. Einige davon

sind auch tatsächlich in der

Region geblieben. Der Landkreis

Cloppenburg strebt an,

das Verfahren zu systematisieren.

Ziel ist es, die regionale

Bindung angehender Studenten –

Elternhaus, Ehrenamt – an die

Region mit in die Vergabeentscheidung

einfließen zu lassen.

Eine Idee sind Stipendien. Studierende,

die sich verpflichten,

für mehrere Jahre als Vertragsarzt

im Kreis tätig zu sein, bekommen

eine finanzielle Unterstützung.

Auch bereits ausgebildete

Allgemeinmediziner können

mit finanziellen Anreizen motiviert

werden, sich im Nordwesten niederzulassen.

Die im ländlichen Raum lebenden

Menschen wird es beruhigen,

wenn ihre medizinische Versorgung

nicht den allgemeinen

Sparzwängen geopfert wird. Bei

einer Befragung im Auftrag der

Pronova Betriebskrankenkasse

(BKK) unter 1000 Personen lehnte

knapp die Hälfte der Befragten (47

Prozent) eine flächendeckende

Schließung kleiner Krankenhäuser

ab. Und selbst bei denen, die das

von Reinhard Busse angesprochene

Aus für 136 Kliniken in Niedersachsen

befürworten, fordern

35 Prozent, dass die schnelle

medizinische Versorgung der örtlichen

Bevölkerung gewährleistet

sein muss. Die Alternative

Telemedizin, über die auch im

Oldenburger Münsterland diskutiert

wird, kommt für viele Befragte

hingegen nicht infrage. 70

Prozent bezweifeln, dass sie zu

einer besseren Auslastung ländlicher

Kliniken führt.


30

Arbeit und Leben

Foto: Golden Compound GmbH

Das Oldenburger Münsterland ist eine Region der Entdecker, Erfinder und aufgeschlossener Anwender. So kam der Mehrwegbecher

von Golden Compound beim Zeltlager der Jugendfeuerwehr Dinklage mit Begeisterung zum Einsatz.

Die Nachkommen Daniel

Düsentriebs

Kompostierbare Kaffeebecher? Erfunden im Oldenburger Münsterland

eine patente Region und eine Region der Patente.

Plastikmüll verdreckt die Welt. Dagegen

sollte man etwas tun, dachten

sich die Unternehmer Ulrich Wendeln

und Ulrich Meyer – der eine

Chef der Goldene Mühle GmbH,

der andere von fm Büromöbel. Ihre

Idee: Becher für den Coffee to

go, die statt auf dem Müllberg auf

dem Kompost landen.

Das Oldenburger Münsterland ist

eine Region der Entdecker und

Erfinder. Klaus Göken kennt die

meisten davon. Der aus Thüle im

Landkreis Cloppenburg stammende

Rechtsanwalt ist Gesellschafter

bei Eisenführ Speiser, einer

Kanzlei für Patent- und Markenrecht.

Er betreut viele Unternehmen

aus der Region im Anmeldeverfahren

beim Patentamt. Wendeln

und Meyer, die ihre Idee unter dem

Firmennamen „Golden Compound „

vermarkten, setzen auf Schalen von

Sonnenblumenkernen als Rohstoff.

Daraus lassen sich neben Pflanztöpfen,

Kisten und Kleiderbügeln

auch Kaffeebecher herstellen. „Das

Material ist der Knaller „ , sagt der

Anwalt.

Im Jahr werden beim Deutschen

Patent- und Markenamt über

60 000 Patente und Gebrauchsmuster

angemeldet, beim Europäischen

Patentamt sogar mehr

als 120 000. Damit wollen die

Nachfahren Daniel Düsentriebs Erfindungen

vor Nachahmung schützen

lassen.

Aus dem Oldenburger Münsterland

landen jährlich 70 bis 100

Anmeldungen bei den Patentämtern,

davon etwa 40 bis 50 beim

Europäischen in Brüssel. Bezogen

auf die Einwohner eine erstaunliche

Zahl. Mit rund 35 Patentanmeldungen

pro 100 000 Einwohner

liegt die Region im Vergleich

weit vorn – vor fast allen

niedersächsischen Landkreisen,

vor den ostdeutschen Bundesländern,

vor Bremen und Rheinland-Pfalz,

Schleswig-Holstein und

sogar Berlin.

Die Schwerpunkte der Patente aus

den Landkreisen Cloppenburg und

Vechta liegen im Baubereich, im

Maschinenbau sowie in der Agrartechnik

und Nahrungsmittelverarbeitung.

Golden Compound ist

also kein Einzelfall. Aber ein besonders

bemerkenswertes Beispiel

dafür, wie aus einer kleinen

Idee eine richtig große Sache werden

kann – im Oldenburger Münsterland.


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31

Always advancing to protect what‘s important

Durch den Zusammenschluss von Berry und RPC sind

wir ein führender Anbieter von Industrieprodukten und

einer der weltweit größten Spezialisten für Kunststoffverpackungen.

Auf unseren gemeinsamen Werten von

Sicherheit und Nachhaltigkeit werden wir weiterhin aufbauen.

Zusammen sind wir an 291 Standorten in 34

Ländern mit über 48 000 Mitarbeitern erfolgreich.

Zur Berry Bramlage Business Unit gehören 43 Standorte

in 18 Ländern mit insgesamt ca. 6200 Mitarbeitern. Der

Hauptsitz befindet sich in Lohne. Ein weiterer Produktionsstandort

mit eigenem Logistikzentrum liegt in Dinklage.

An beiden Standorten des Oldenburger Münsterlandes

sind insgesamt über 1000 Mitarbeiter beschäftigt.

Ob im Bereich Kosmetik, Food, Pharma, technische

Produkte oder in der Automobilindustrie: Unsere Verpackungsprodukte

sind auf der ganzen Welt und im

Alltag von jedem Einzelnen präsent. Hergestellt werden

sie u. a. in Lohne.

Große Marken vertrauen auf unser Know-how und können

aus einer vielfältigen Produktrange wählen: vom

Cremespender über den Lippenpflegestift bis zum

Süßstofftablettenspender.

Mit 12 Design- und Entwicklungszentren bieten wir

das gesamte Expertenwissen aus einer Hand: von der

Entwicklung, dem Projektmanagement, der Produktion

bis hin zum Versand. Darüber hinaus werden die dafür

notwendigen Werkzeuge in unseren zwei eigenen

Werkzeugbaustandorten in Deutschland produziert.

Zur Verarbeitung von Kunststoff stehen uns folgende

Technologien zur Verfügung: Spritzgießen, Mehrkomponenten-Spritzgießen,

Blasformen und Tiefziehen. Die

Weiterverarbeitung der Einzelteile mit anschließender

Oberflächendekoration vollenden die Verpackung nach

Kundenwunsch. Somit erhält jeder Kunde ein personalisiertes,

innovatives Produkt, das Markenindividualität

und -attraktivität am Point of Sale gewährleistet.

RPC BRAMLAGE GMBH

Brägeler Str. 70 I 49393 Lohne I Tel. 04442 881- 0

info@rpc-bramlage.de I www.rpc-bramlage.com


32

Arbeit und Leben

Leidenschaft: Der RASTA Dome ist mit 3140 Zuschauern praktisch immer ausverkauft.

Fotos: Christian Becker

For three!

Die Erfolgsgeschichte von RASTA Vechta ist typisch für die Region.

Denn nur wer unterschätzt wird, kann überraschen. Das dann aber so richtig!

Drei Niederlagen zu Saisonbeginn

und dann ein Siegeszug, der

ganz Sportdeutschland staunen

ließ: Eigentlich war die Geschichte

von RASTA Vechta, die erst im

Halbfinale um die Deutsche Basketballmeisterschaft

gegen die

Millionentruppe aus München ein

Ende nahm, zu schön, um wahr

Sensation:Trainer Pedro Calles (36) führt

RASTA ins Halbfinale und wird zum

Trainer des Jahres gekürt.

zu sein. Das kleine gallische Dorf

aus dem Nordwesten, Aufsteiger

noch dazu, macht den etablierten

Branchengrößen das Leben schwer.

Und wird dabei von einer Woge

der Begeisterung durch die Liga

getragen.

Überraschend? Natürlich. Sensationell?

Auf alle Fälle. Unerklärbar?

Das vielleicht nicht. Die Erfolgsstory

aus Vechta ist nämlich

durchaus nicht untypisch für viele

andere aus der Region. Begonnen

im ganz Kleinen – hier der

berühmten Schüler-AG, die längst

von allen Medien gewürdigt wurde

–, etliche Rückschläge verkraftet,

nach zwei Abstiegen am

eigenen Schopf aus dem Sumpf

gezogen, von allen Seiten unterschätzt.

Kommt einem irgendwie

bekannt vor, oder? Jedenfalls

dann, wenn man im Oldenburger

Münsterland seine Heimat hat.

Und deshalb wird RASTA so geliebt,

Erfolgscoach Pedro Calles

fast vergöttert. Die Menschen

merken: Hier sind keine abgehalfterten

Ex-Stars in die Provinz

gekommen, um mal eben abzukassieren.

Im Gegenteil. Die Leidenschaft,

mit der sie ihrem Sport

nachgehen, ist jede Sekunde spürbar.

Kampfgeist gewinnt Spiele.

Wenn die Lage aussichtslos

scheint, dann sitzen plötzlich die

Dreier. Nie aufgeben – so lautet

das Motto. Man wächst an seinen

Aufgaben. Bei RASTA im Speziellen,

im Oldenburger Münsterland

im Allgemeinen.

Darüber, dass die brillante Saison

noch getoppt werden kann und

das Märchen weitergeht, macht

sich kaum einer Gedanken. Die

Basketballer und ihre Fans wissen

die Besonderheit der vergangenen

Spielzeit schon richtig einzuschätzen.

Zu Überheblichkeit

neigt niemand im Umfeld des

Vereins. Diese Eigenschaft ist den

Menschen im Oldenburger Münsterland

vollends fremd. Obwohl:

nochmal Halbfinale? Schön wär’s

ja.


33

Foto: Malopo Stockwerk2

Existenzgründer bekommen im Oldenburger

Münsterland vielfältige Unterstützung.

So auch Gründer Bernd Deeken 2016,

und das nicht nur weil er gerade einmal

15 Jahre alt war, als er sich selbstständig

machte. Der heute 18-jährige IT-Spezialist

ist gut im Geschäft.

Der Traum vom eigenen

Unternehmen

Ob innovative High-tech-Firma oder ein neuer Frisiersalon – Existenzgründer

bekommen im Oldenburger Münsterland vielfältige Unterstützung.

Seine ersten Kunden musste Bernd

Deeken noch mit dem Fahrrad besuchen.

Oder sich mit dem Auto abholen

lassen. Als der Cloppenburger

nämlich seine Firma gründete, war

er gerade mal 15 Jahre alt. Zur

Sicherheit schauten Vertreter des

Jugendamtes bei den Eltern vorbei.

Ob wohl alles seine Richtigkeit

habe mit der Anmeldung? Hatte es.

Heute, mit 18, ist Deeken ein viel

gefragter IT-Experte. Die Digitalisierung

mit ihren vielfältigen Chancen

aber auch Tücken garantiert ihm

eine Flut an Aufträgen. Der Jung

unternehmer ist gut im Geschäft, im

Frühjahr 2018 hat er sogar eine

Messe organisiert.

>>

MIAVIT – die Mischung macht’s!

Seit mehr als 50 Jahren produziert und vermarktet die

MIAVIT aus Essen (Oldb.) Vormischungen, Spezialfuttermittel

und Futterzusatzstoffe für die Futtermittelindustrie

und den Lebensmittelbereich. Weitere Geschäftsfelder

des Unternehmens liegen im Bereich PetFood und Biogas.

Mit fast 500 Mitarbeitern produziert die MIAVIT an

zwei Standorten der Welt (Essen/Oldb. und Tarragona

Spanien). Vertriebsbüros in Vietnam, Kenia und der Türkei

ermöglichen eine flexiblere internationale Kundenbetreuung.

Mittlerweile beliefert MIAVIT weltweit Partner in

mehr als 80 Ländern der Welt. MIAVIT hat vor allem

im letzten Jahrzehnt ein enormes Wachstum erlebt,

was sich in den Umsatzzahlen und der Mitarbeiterentwicklung

widerspiegelt. Als Hauptsponsor von RASTA

Vechta freut sich MIAVIT die Region gerade für junge

Menschen attraktiver zu machen und bietet aktuell mehr

als 40 Auszubildenden die Möglichkeit, sich in 12 Ausbildungsberufen

weiterzubilden und zu entwickeln.

Headquarter MIAVIT Essen, Oldb.

Ausbildung MIAVIT, Nähe zum

Basketball Bundesligisten RASTA Vechta

MIAVIT GmbH

Robert-Bosch-Straße 3 I 49632 Essen (Oldb.) I Tel. 05434 820

info@miavit.de I www.miavit.de


34

Arbeit und Leben

>>

Foto: © jro-grafik - Fotolia.com

Zum eigenen Unternehmen kann man jedoch nicht nur durch eine Existenzgründung

gelangen. Die Nachfolge in einer etablierten Firma erspart den mühevollen Anfang.

Existenzgründer haben im Oldenburger

Münsterland gute Karten.

Im Jahr 2017 gab es hier laut Oldenburgischer

Industrie- und Handelskammer

(IHK) 71 Firmengründungen

pro 10 000 Einwohner. Der

Durchschnitt in Niedersachsen

liegt bei 59. Finanzielle Unterstützung

kommt von den Landkreisen:

In Cloppenburg ist der Fördertopf

jährlich mit 630 000 Euro gefüllt.

In Vechta stehen dank eines

Förderprogramms für Gründung

und Nachfolge 400 000 Euro pro

Jahr zur Verfügung.

Ohne eine fundierte Beratung

kommt niemand aus, der sich mit

seiner Geschäftsidee auf den

Markt begeben will. Wichtige Anlaufstellen

sind neben der IHK die

Wirtschaftsförderer der Landkreise.

Hier wie dort wird kostenfrei zu

allen Themen rund um die Existenzgründung

informiert, vom Businessplan

bis zum passenden

Standort. Zudem lotst die Wirtschaftsförderung

durch das Gestrüpp von

Vorschriften und zusätzlichen Fördermöglichkeiten.

Weiterhelfen kann auch die Information,

dass eine Existenzgründung

nicht die einzige Möglichkeit

ist, zum eigenen Unternehmen zu

kommen. Häufig erweist sich eine

Nachfolge in einer etablierten Firma

als bessere Option. Der Vorteil:

Gründer müssen in einem solchen

Fall nicht bei null anfangen,

sondern können sogar einen gewachsenen

Kundenstamm übernehmen.

Das erleichtert den Start

in die Selbstständigkeit oft ganz

erheblich.

Ganzheitliche Automatisierung

Ob Prozess-, Automobil- oder Fertigungsindustrie –

ein bisschen SCHULZ steckt überall drin. Wir bauen

Automatisierungslösungen für hochmoderne Produktionslinien

in den verschiedensten Branchen. SCHULZ

Systemtechnik zählt zu den führenden Entwicklern von

Automatisierungskonzepten. Dabei vereinen wir alle

drei Disziplinen der Automatisierungstechnik – von der

Mechanik über die Elektrotechnik bis zur Informatik –

und bieten so die gesamte Wertschöpfungskette aus

einer Hand. Wir entwickeln speziell auf den jeweiligen

Kundenwunsch zugeschnittene Lösungskonzepte für

Unternehmen vom Mittelstand bis zur Großindustrie.

Um Produktionsprozesse unserer Kunden nachhaltig

zu verändern, ist die Hightech-Strategie Industrie 4.0

für uns Anspruch und Vision zugleich und bereits heute

in zahlreichen Produkten zu finden. Wir sind eine international

tätige Unternehmensgruppe und beschäftigen

weltweit über 1000 Mitarbeiter an diversen Standorten.

SCHULZ Systemtechnik GmbH

Schneiderkruger Straße 12 I 49429 Visbek I Tel. 04445 897-0

info@schulz.st I www.schulz.st


35

Foto: GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG

Zum 5. Jubiläums-Feldtag Potato Russia 2019 kamen mehr als 1400 Gäste aus verschiedenen Regionen Russlands sowie aus

Kasachstan, Weißrussland, Usbekistan, Armenien, Kirgisistan, Polen, den USA, Deutschland und Holland zum Unternehmen

Skorpion aus der Samara Region.

Zwischen Damme und Kuala

Lumpur

Im Frühjahr 2018 eröffnete Landmaschinenspezialist Grimme ein neues Werk

in der chinesischen Metropole Tianjin. Kein Einzelfall, wie sich zeigt.

Heimisch in der Region, zuhause

in der Welt – dieses Motto gilt für

viele wichtige Unternehmen im Oldenburger

Münsterland. Kunststoffspezialist

Pöppelmann produziert

etwa im amerikanischen Claremont,

die Miavit GmbH eröffnete

2017 ein Vertriebsbüro in Kenias

Hauptstadt Nairobi und Mitarbeiter

des Löninger Unternehmens Remmers

waren mit der Beschichtung

der Süd- und Nord-Parkgaragen

am Terminal 3 des Flughafens von

Singapur beauftragt.

Asien steht auch bei Big Dutchman,

dem in Calveslage ansässigen

Weltmarktführer für Stall- und

Fütterungstechnik, im Blickfeld.

Zuletzt wurde westlich der malaysischen

Hauptstadt Kuala Lumpur

ein Logistikzentrum für den asiatisch-pazifischen

Raum eröffnet.

Kostenpunkt nach Firmenangaben:

25 Millionen Euro. Gut investiertes

Geld, wenn man Bernd

Meerpohl, dem Vorstandvorsitzenden

der Firmengruppe, glauben

darf. Schließlich geht es ums

große Ganze, nämlich um die

Frage, wie und von wem die Weltbevölkerung

im Jahr 2050 ernährt

werden soll. Meerpohl: „Ich bin mir

sicher, dass viele Ideen zur Lösung

dieser Frage hier entwickelt

werden. „

Grimme verfolgt sein China-Konzept

bereits seit mehr als 20

Jahren. Das Werk in Tianjin, betonte

Projektleiter Christoph Grimme

zur Eröffnung, sei „auf eine

hochmoderne Fertigung und Produktion

ausgelegt, so dass wir

die gleich hohe Qualität wie im

Stammwerk in Damme gewährleisten

können „ . Neben Fernost

engagiert sich das Familienunternehmen

auch in anderen Regionen.

So kommen die roten Maschinen

in über 120 Ländern zum

Einsatz, rund 85 Prozent ihres Umsatzes

machen die Südoldenburger

im Export.

Gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften

bietet die Internatioalisierungsstrategie

der Unternehmen

vielfältige und vielversprechende

Perspektiven. Wer neben

Fachkenntnissen auch Sprachund

interkulturelle Kompetenzen

vorweisen kann, hat beste Chancen

auf einen gut dotierten

Arbeitsplatz – entweder am

Stammsitz im Oldenburger Münsterland

oder an einem der Standorte

im Ausland.

2017 setzte Big Dutchman einen neuen Meilenstein in seiner Entwicklung auf dem

bevölkerungsreichsten Kontinent des Globus.

Foto: Big Dutchman AG (Holding)


36

Arbeit und Leben

Der Stoppelmarkt in Vechta zählt zu den größten Volksfesten in Deutschland. Zur 718. Ausgabe 2016 gab es hohen Besuch:

Die ehemaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und künftige EU-Präsidentin war erstmals Gast des

Riesen-Rummels und hielt die Festtagsrede beim Montagsempfang.

Foto: Matthias Niehues, Advantage Media Services – Fotografie und visuelle Kommunikation

Gemeinsam geht das

alles besser

Tradition wird im Oldenburger Münsterland ganz groß geschrieben. Das zeigt

sich etwa im regen Vereinsleben, das in allen Gemeinden und Städten herrscht.

Der Anfangsbuchstabe macht den

Unterschied. Carneval feiern sie in

Damme, nicht Karneval. Und das

bereits seit 1614, dem offiziellen

Gründungsjahr der örtlichen Carnevalsgesellschaft.

Seit 1892 sind

die Dammer Narren den Kollegen

im Rheinland dabei sogar um

eine Nasenlänge voraus. Ihr stets

besonders farbenprächtiger Umzug

zieht bereits eine Woche vor

Rosenmontag durch die Straßen

der Stadt.

Die Bewohner des Oldenburger

Münsterlands verbringen ihre Zeit

gern gemeinsam. Das gilt für Unternehmer

ebenso wie für junge

Eltern, für Musikfreunde wie für

Liebhaber guten Essens. Man

singt zusammen im Chor und

diskutiert im Oldtimerclub. Andere

widmen sich sportlichen Aktivitäten

im Verein oder treffen sich

regelmäßig zum Stammtisch. Mitglied

im Schützenverein zu sein

gehört zum guten Ton. Beinahe

alle Gemeinden und Städte haben

ihr eigenes Schützenfest,

eines der ältesten der Welt findet

Jahr für Jahr in Friesoythe

statt.

Aus LIebe zur Heimat

Besonders um die Region verdient

gemacht hat sich der 1919

gegründete Heimatbund Oldenburger

Münsterland. Er kümmert

sich in erster Linie um die kultuellen

Belange in den Landkreisen

Vechta und Cloppenburg und

hat es sich zum Ziel gesetzt, die

historisch gewachsenen Besonderheiten

der Region zu hegen

und zu pflegen. Schon in der ersten

Satzung des Heimatbunds

war zu lesen: „Der Verein sieht

seine Aufgabe darin, echten Heimatsinn

und bewusste Heimatliebe

bei seinen Mitgliedern zu wecken

und zu fördern und die Eigenart

der Heimat zu bewahren. „

Heute gehören dem Heimatbund

mehr als 50 Heimatvereine aus

den beiden Landkreisen an.

Einen fixen Termin hat jeder Verein

in seinem Kalender stehen:

den Stoppelmarkt in Vechta. Das

Volksfest im August zählt zu den

größten in Deutschland und lockt

jedes Jahr Hunderttausende von

Besuchern in die Kreisstadt. Und

natürlich sind auch die Vereine

stets mit großem Spaß mitten im

Geschehen.


Urlaub

37

Foto: Erholungsgebiet Barßel – Saterland e. V.

Makrofotografie- und Naturfilm-Fans können die Tier- und Pflanzenwelt am Sedelsberger Ententeich durch den Sucher entdecken,

wenn der Bürgerverein Sedelsberg und die Gespa e. V. gelegentlich zu einer geführten Foto- und Filmexkursion einladen.

Feriengäste fühlen sich wohl

Wo sind Urlauber besonders zufrieden? Danach fragt die Sparkasse

regelmäßig in einer Studie. In der Ergebnisliste steht das Oldenburger

Münsterland unter den Top 5.

Von den wasserreichen Gemeinden

Barßel und Saterland über die

Thülsfelder Talsperre, den Nordkreis

Vechta und die Dammer

Berge bis zum idyllischen Hasetal

im Südwesten: Mit seinen fünf

Erholungsgebieten hat das Oldenburger

Münsterland Urlaubern

und Feriengästen einiges zu bieten.

Paradies für Wanderer

Während im Norden – nur 40 Kilometer

von der Nordsee entfernt –

Ebbe und Flut spürbar sind, machen

weiter südlich jedes Jahr im

Herbst Kraniche Station auf ihrem

Weg in wärmere Gefilde. Einigen

der sogenannten „Vögel des

Glücks „ gefällt es im Goldenstedter

Moor so gut, dass sie

gleich bis zum folgenden Frühjahr

bleiben. Pilgerfreunde schätzen

die Region wegen ihrer ausgedehnten

Wanderwege. So führt

etwa ein Teilstück des baltischwestfälischen

Jakobswegs „Via

Baltica „ durch das Erholungsgebiet

Dammer Berge.

OM im touristischen

Höhenflug

Erfreulich: Das Oldenburger Münsterland

scheint den Geschmack

und die Vorstellungen seiner Gäste

gut zu treffen. Und das lässt sich

sogar wissenschaftlich belegen.

Regelmäßig fragt nämlich die

Sparkasse für ihr Tourismusbarometer

Urlauber nach der Zufriedenheit

mit den von ihnen gewählten

Reisezielen. Zuletzt nahmen

vier bayerische Destinationen

die ersten vier Plätze ein. Unmittelbar

danach folgte das Oldenburger

Münsterland. 2015 noch

Platz 19, dann Platz 10 und nun

Rang 5 – die Region befindet

sich seit Jahren auf einem touristischen

Höhenflug. Kein Reiseziel

außerhalb Bayerns macht seine

Gäste zufriedener, weder das Rheinland

oder die Schwäbische Alb,

noch der Schwarzwald noch die

Nordseeküste.

Die für den Tourismus Verantwortlichen

freut’s. Sie führen die gute

Platzierung in erster Linie auf die

„kontinuierliche und verlässliche

Arbeit aller Leistungsträger „ zurück.

Diese habe ihr Profil stetig

weiterentwickelt und werde beispielsweise

von Fahrradtouristen

und Familien mit Kindern sehr

geschätzt. Auch kulinarisch werde

einiges geboten – und das hat

bei der Befragung sogar zum

dritten Platz in der Kategorie „Essen

und Trinken „ geführt.


38 Anzeige

Inserenten

Seite

Arbeitgeberverband Oldenburg e. V. 23

Autohaus Anders GmbH 18

c-Port cargo & industrie am Küstenkanal 14/15

Druckerei Rießelmann GmbH 38

fm Büromöbel GmbH 13

Franz Högemann GmbH 21

Goldschmaus Gruppe 25

Gräper Unternehmensgruppe 20

HAWITA Gruppe GmbH 12

Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) 5

Inserenten

Seite

Lieken Brot und Backwaren GmbH 26/27

LR Gebäudereinigung GmbH 22

M. Knake Blechbearbeitung und Gerätebau GmbH 17

MIAVIT GmbH 33

Moorgut Kartzfehn 23

PHW-Gruppe (WIESENHOF) 19

RPC BRAMLAGE GMBH 31

SCHULZ Systemtechnik GmbH 34

Volksbank Vechta eG 40

Zweckverband ecopark 2/11

Impressum

Herausgeber:

Baumschulenweg 28, 26127 Oldenburg

info@kuw.de, www.kuw.de

In Zusammenarbeit mit:

Verbund Oldenburger Münsterland e. V.

Oldenburger Straße 246, 49377 Vechta

Tel. 04471 95650

wirtschaft@oldenburger-muensterland.de

www.oldenburger-muensterland.de

Layout: Ramona Bolte, Herstellung: Ilka Sievers

Druck: H.-J. Rießelmann GmbH, 49393 Lohne

Redaktion: Mediavanti GmbH, Content // Concept //

Communication, Gisela Müller Kommunikation & Wirtschaft GmbH

Printed in Germany 2019: Das Manuskript ist Eigentum des

Verlages. Alle Rechte vorbehalten. Auswahl und Zusammenstellung

sind urheberrechtlich geschützt. Für die Richtigkeit

der im Inhaltsverzeichnis aufgeführten Autorenbeiträge und

der PR-Texte übernehmen Verlag und Redaktion keine

Haftung.

Nachhaltige Printprodukte

Rießelmann geht konsequent den Weg der klima- und

ressourcenschonenden Druckproduktion. Nicht nur

weil der Markt es verlangt, sondern aus Überzeugung:

„Unsere Kinder und Enkel sollen auch künftig noch auf

grünen Wiesen Ideen schmieden können. „ Neben

dem Einsatz von Recycling-Papieren folgt Rießelmann

den strengen Richtlinien des FSC-Siegels für Papier

aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Zudem kann jedes

Druckprodukt CO 2 -klimaneutral gestellt werden, um

Klimaprojekte in Entwicklungsländern zu unterstützen.

Ständige Investitionen in die Energieeffizienz des

Gebäudes und der Maschinen sind selbstverständlich.

Dank modernster LE-UV-Technologie kommt die

Druckmaschine mit weniger Energie und Farbe aus.

Zusätzlich nutzt das Unternehmen die Abwärme der

Maschine, um die Büroräume zu heizen. Bei aller

Effizienz bleibt das Familienunternehmen ihrem Prinzip

treu: Qualität im Druck, aber natürlich!

Druckerei Rießelmann GmbH

Industriering 4 I 49393 Lohne I Tel. 04442 9270-0

info@riesselmann-druck.de I www.riesselmann-druck.de


Foto: Verbund Oldenburger Münsterland e. V., Willi Rolfes

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