Weitsicht-Magazin Ausgabe No. 2 / Herbst 2019

wohlfuehl.tage82541
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N° 02 | Herbst 2019 | CHF 12.00 | Euro 9.00

Die

NEUE

Inspiration

für Sie

Gesundheit

und Heilung

Weit

Persönlichkeitsentwicklung

Bewusst leben

und wohnen

sicht

N° 02

Ausbildungen

und Reisen

MAGAZIN

Inspiration für

ein bewusstes

Leben

Kinder

begleiten

Jana Haas

Seelenstärke

und

innerer Halt

Marc Lüllmann

Vastu

Architektur

Krafträume

Daniel Hess

Die

Glücksschule


Die grosse

5 JAHRES

JUBILÄUM

Erlebnis-Messe

Erlebnis-Messe für ein

inspiriertes Leben

2020

Freitag, 14. Feb. bis

Sonntag, 16. Feb.

Wohlfühl

Tage

Luzern

Messehallen

Kinder begleiten

Persönlichkeitsentwicklung

Bewusstes Leben und Wohnen

Gesundheit und Heilung

Ausbildungen und Reisen

Wirtschaft und Spiritualität

• Top Referenten

• 3500–4000 Besucher

• über 150 Aussteller auf 4000m 2

• Forum mit 480 Sitzplätzen

• 6 Räume mit 50–150 Sitzplätzen

für Vorträge & Events

• Event- und Aktionsbühne für Talks

und Interviews

• Top Infrastruktur & Verkehrsanbindung

wohlfuehl-tage.ch


Weitsicht Magazin N°2

EDITORIAL

Was bedeutet

für Sie «Weitsicht»?

Meine Definition von Weitsicht heisst, mich selbst und die Welt von innen heraus

zu betrachten. Und dadurch ferne Lichter am Horizont zu erkennen – und ihnen

immer näher zu kommen. Das Magazin Weitsicht ist für mich ein Stern, der die

innere Weisheit und das Wissen von Menschen widerspiegelt. Ein Stern, der als

Plattform dient, über die unbekannte und bekannte Persönlichkeiten ihre Herzensanliegen

offenlegen und daraus entstandene Angebote vorstellen.

Dieses, mein eigenes Herzensprojekt, eröffnete sich in der Zeit, als ich mich von

meinem gut bezahlten Job in der Logistik verabschiedete, um meinem eigenen

Weg zu folgen. Er führte mich durch Höhen und Tiefen. Die Wohlfühl-Tage waren

das erste Ergebnis dieses Weges. Bei diesen Erlebnis-Messen werden nachhaltige

Angebote aus fünf verschiedenen Lebensbereichen gezeigt. Über zwei Tage hinweg

an mehr als acht Standorten in der Schweiz können sich die Besucher ihr

eigenes Bild machen. Damit wollte ich eine Plattform des aktiv gelebten Miteinanders

schaffen. Sodass wir gemeinsam in echter Zusammenarbeit Herzenswärme

freisetzen können und Konkurrenzdenken plötzlich ganz altmodisch und

unbekannt erscheint.

Zwei Tage, das lässt sich nicht leugnen, sind in unserer schnelllebigen Zeit aber

bald vergessen. Um der Zeit ein mittelfristiges Schnippchen zu schlagen, habe

ich das Magazin Weitsicht ins Leben gerufen. Denn hier bleiben diese Lebensbereiche,

die verschiedenen Angebote und das Miteinander über viele Monate

oder Jahre hinweg erhalten und aktuell.

Das aktuelle Magazin Weitsicht, das – wie die Erstausgabe – in herzvoller

Zusammen arbeit mit offenen und durchaus auch selbstkritischen Menschen

entstanden ist, halten Sie in Ihren Händen. Es ist mit Liebe gestaltet und die

Autoren und Autorinnen haben mit Herz und Engagement ihr Wissen in spannenden

Artikeln zusammengefasst.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, viel Freude bei der Lektüre und

wünsche mir, dass durch Ihre Weitsicht und Inspiration ein weiterer Stern zu

leuchten beginnt. Möge Ihnen Ihr Weg aufgezeigt werden, der einem goldenen

Faden folgt und alles für Sie Wertvolle verbindet.

Herzlichst in Ihr SEIN

Marco Rossi

Herausgeber Magazin Weitsicht

Gründer Wohlfühl-Tage Erlebnis-Messen

1


Weitsicht Magazin N°2

INHALT

Persönlichkeits entwicklung

Zwei Lebensgefährten und

Paar- Coaches berichten, wie

Konflikte dem ge meinsamen

Wachstum als Paar dienen.

05

15

Gesundheit und Heilung

Einer der bekanntesten

Heiler der Schweiz spricht über

die Macht der Worte und

über Eigenverantwortung in

der Heilung.

29

Kinder begleiten

Der Autor von «Glücksschule» über ein

neues Lernen, das Vertrauen in die

eigenen Fähigkeiten, Selbstwirksamkeit

und Gemeinsamkeit stärkt

39

Ausbildungen und Reisen

Die Begründerin von HerzBauchWerk über

eine Reise nach innen in der Zeit

der Rauhnächte zwischen den Jahren.

51

Bewusst leben und wohnen

Die Welt braucht dich und deine

eigenen, innovativen Ideen.

Medium und Autorin Jana Haas

zeigt dir, wie du die innere

Stärke dafür entwickelst.

2


Weitsicht Magazin N°2

INHALT

Weitsicht Magazin N°2

IMPRESSUM

PERSÖNLICHKEITS­

ENTWICKLUNG

05 Daniele Kirchmair-Neuses

und Günther Neuses

Zwei Lebensgefährten und Paar- Coaches

berichten, wie Konflikte dem gemeinsamen

Wachstum als Paar dienen.

09 Anja-Katharina Riesterer

Die Zeig-Dich-Mentorin erzählt, warum

es sich lohnt, pur und authentisch auf

die Welt zuzugehen. So findet dich, was

zu dir gehört.

13 Angebote mit Weitsicht

GESUNDHEIT UND

HEILUNG

21 Köbi Meile

Einer der bekanntesten Heiler der

Schweiz spricht über die Macht

der Worte und über Eigenverantwortung

in der Heilung.

27 Regina Casanova

Eine Kombination aus Astrologie und

Yoga hilft, den individuellen Lebensweg

klarer zu sehen und zu gestalten.

32 Anwendungsbeispiele

Im Astro-Yoga werden Asanas aus dem

Yoga den Tierkreiszeichen zugeordnet –

so kannst du neue Ursachen setzen.

34 Angebote mit Weitsicht

KINDER BEGLEITEN

41 Daniel Hess

Der Autor von «Glücksschule» über ein

neues Lernen, das Vertrauen in die

eigenen Fähigkeiten, Selbstwirksamkeit

und Gemeinsamkeit stärkt

46 Kindergeschichte

«Es gibt immer einen Weg» – eine

ermutigende Geschichte aus dem Leben

von Malia, dem Regenbogenengel.

49 Angebote mit Weitsicht

AUSBILDUNGEN UND REISEN

51 Tanja Suppiger

Die Begründerin von HerzBauchWerk

über eine Reise nach innen in der Zeit

der Rauhnächte zwischen den Jahren.

56 Besorgungsliste

Wie du deine Rauhnächte schön

und individuell gestaltest – und was

du dafür brauchst.

58 Markus Camenzind

Die Natur ist ein Spiegel und

Lehrmeister für das Prinzip «Heilung

durch Präsenz» – das hat der Coach

und Heiler in seiner eigenen Genesung

erfahren.

62 Angebote mit Weitsicht

BEWUSST LEBEN

UND WOHNEN

67 Jana Haas

Die Welt braucht dich und deine eigenen,

innovativen Ideen. Medium und

Autorin Jana Haas zeigt dir, wie du die

innere Stärke dafür entwickelst.

71 Marc Lüllmann

Ein Vastu-Architekt über das Prinzip,

Wohlfühlräume und -Gebäude zu

erschaffen, in denen positive Kräfte

freigesetzt werden, die den Bewohnern

dienen.

76 Dieter Broers

Der Biophysiker und Autor erklärt, warum

er kein Handy hat und wie er zu 5G,

dem neuen Mobilfunkstandard steht.

77 Angebote mit Weitsicht

WEITERE SICHT

78 5 Fragen an 5 Persönlichkeiten

Inspirierende Menschen teilen Erfahrungen:

Wie sieht inneres Wachstum

bei ihnen konkret aus, wie gestalten sich

individuelle Wege?

84 Vorschau

Herausgeber

Wohlfühl-Tage GmbH

Marco Rossi, Chileweid 12, 6026 Rain

www.wohlfuehl-tage.ch

ISSN 2624-8409

Postkonto 89-872232-3

Auflage

6000 Ex.

Erscheinungsweise

Zweimal jährlich im Frühling und Herbst

Nächste Ausgabe: Nr. 3, Februar 2020

Chefredaktion

Marco Rossi, Bianca Vigliotti

Inhaltskonzept und Textredaktion

Bianca Vigliotti, Marco Rossi,

Anja-Katharina Riesterer

Unterstützung

Hampi van de Velde, Andrea Kälin,

Sarah Riggione

Korrektorat

Daniela Dada Bernet

Design

Minz, Agentur für visuelle Kommunikation,

Luzern, www.minz.ch

Druck

Divyanand, D-Herrischried

Mit Naturfarben gedruckt

Copyright

Wohlfühl-Tage GmbH

Nachdruck nach Absprache mit der Redaktion

unter Quellenangabe gestattet.

Anzeigen

Wohlfühl-Tage GmbH

Inserate Weitsicht, Chileweid 12, 6026 Rain

www.magazin-weitsicht.ch

Anzeigenschluss Nr. 3: 18. Oktober 2019

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«Glück entsteht oft

durch Aufmerksamkeit in

kleinen Dingen, Unglück

oft durch Vernachlässigung

kleiner Dinge.»

Wilhelm Busch


Weitsicht Magazin N°2

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Paar-Sein als Schlüssel –

Durch Beziehung(en) wachsen

Streiten, diskutieren

oder flüchten:

Konflikte gehören zu

Beziehungen dazu.

Doch die Art und

Weise, sie anzugehen,

sagt viel aus über

uns und über unsere

Vergangenheit.

Warum wir da oft

nicht mehr rauskommen

und woran wir

letztlich wachsen.

Autoren: Daniele Kirchmair-Neuses

und Günther Neuses

Beim Kennenlernen von zwei

Personen begegnen sich

nicht nur zwei Menschen,

sondern auch zwei Lebensgeschichten,

die wir immer

nur in Teilen vom Gegenüber

kennen.

Die Türe knallt lautstark hinter ihm zu.

Priska sitzt allein am Küchentisch. Perplex,

sprachlos. Zum Losheulen ist ihr

grad zumute. Draussen hört sie Retos Motorrad

aufheulen, dann leiser werdendes

Geknatter. Stille. Priska starrt ins Leere.

Dabei sollte es so ein schönes Wochenende

werden. Sie hat alles so wunderbar

geplant: das Candle Light Dinner auf dem

Balkon, den gemeinsamen Filmabend danach.

Nur Reto hatte kein Gehör für ihre

Pläne. Wollte den Abend lieber mit seinen

Kumpels verbringen. Sie versteht die

Welt nicht mehr. Erst recht nicht ihren

Mann. Seit fünf Jahren sind sie nun verheiratet.

Doch Reto scheint sich immer

mehr von ihr zu distanzieren. Tagelang

verschwindet er manchmal mit seinem

Motorrad und sie weiss nicht, wohin.

Priska spürt etwas Dumpfes, Schweres in

sich aufsteigen. Sie weiss: es ist die Angst.

Diese alte Angst, dass ihm etwas fehlt,

dass sie ihm zu viel wird. Mit ihrer Liebe,

mit ihrem Bedürfnis nach Nähe. Was,

wenn er nicht mehr zurückkommt?

Konflikte gehören dazu

In solchen Momenten fühlen sich beide

unverstanden, oft auch verletzt. Und sie

sind es auch, das ist klar. Wir beide kennen

Situationen wie diese nur zu gut.

Über 200 Paare durften wir in diversen

Seminaren für Frauen und Männer zum

Thema Weiblichkeit und Männlichkeit

sowie bei Shima-Paartrainings begleiten.

Und auch wir selber sind ein Paar. Mit

unseren Rucksäcken an Erfahrungen. Wir

wissen: Konflikte gehören zu Beziehungen

dazu. Schliesslich treffen da mehr

oder weniger unterschiedliche Menschen

aufeinander. Diese Unterschiedlichkeit

verlangt immer wieder Abstimmung und

Auseinandersetzung, damit es für beide

stimmt. Doch was, wenn die Situation

sich im Kreis dreht wie bei Priska und

Reto? – «Vielen ist nicht bewusst, dass

sich beim Kennenlernen von zwei Personen

nicht nur zwei Menschen begegnen,

sondern auch zwei Lebensgeschichten»,

meint Daniele. «Und jetzt wird’s spannend»,

ergänzt Günther. «Auch wenn

Paare sich im Laufe der Zeit ihre Lebensgeschichten

erzählen, sind dies meist

nur Teile der Geschichte. Sie beinhalten

viele Erfahrungen und Lektionen, schöne

und schwierige. Aber selten erkennt der

Mann oder die Frau die Konsequenzen,

die sie bewusst und vor allem unbewusst

daraus gezogen haben. Und genau diese

sind es, die zu Glaubens sätzen werden,

die in etwa so anfangen: Immer ‹wenn ...,

dann ...› oder Ver all ge mei nerungen wie

‹Männer sind ...› oder ‹Frauen sind ...›»

Wie beim Eisberg, sieht man selbst immer

nur die Spitze bei sich und beim Gegenüber,

nie aber den ganzen Berg. Diesen

kleinen Ausschnitt erachten wir als die

ganze Wahrheit und agieren und reagieren

auch entsprechend darauf. Schwierigkeiten,

Verletzungen, Ent täuschungen

bis zu Beziehungsabbrüchen sind die

Folge.

Der Rucksack aus der Kindheit

Daniele: «Für einen guten Umgang mit

Uneinigkeiten fehlen uns häufig gute

Vorbilder. Viele haben Konflikte in ihrer

Kindheit nur – oder überwiegend – negativ

erlebt.» Entscheidend für die Erfahrung

als erwachsene Person ist der Rucksack

von damals. Hier sind entscheidende

>

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Weitsicht Magazin N°2

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Brauche ich wirklich

«meinen Freiraum» – oder

laufe ich vor etwas weg?

Fragen: Wie haben die beiden in ihrem

Elternhaus Beziehungen erlebt? Wurde

dort gestritten, diskutiert, sich auseinandergesetzt?

Oder kehrte man die Themen

lieber unter den Teppich? Hat ein Elternteil

die Kinder auf seine Seite gezogen?

Gab es Versöhnung oder wurde der Harmonie

zuliebe zu wenig geklärt? Was war

verletzend, beleidigend oder destruktiv?

Gab es physische oder psychische Gewalt?

«Diese Erfahrungen spielen eine entscheidende

Rolle für unser Konfliktverhalten

als erwachsene Partner», sagt Günther.

«Denn in der Beziehung entstehen

immer wieder Situationen, die sich für

uns unbewusst so anfühlen wie Situationen

in der Kindheit. Und wir reagieren

unbewusst so, wie wir damals reagiert

haben: Wir schützen uns.»

Nähe oder Distanz?

Reto schützt sich, indem er flieht. Er ist

ein Mann, der seine Freiheit braucht. Er

ist gern allein, mag sein eigenes Zimmer

in der gemeinsamen Wohnung, möchte

getrennt schlafen, hat viele Bekannte aber

kaum Freunde. Er braucht Abstand. Physisch

und psychisch, um sich wohl zu

fühlen. Er liebt Priska. Aber wenn sie ihm

vorwirft, ihr zu wenig über seine Gefühle

zu erzählen und zu wenig für sie dazusein,

fühlt er sich eingeengt und überfordert.

Oft provoziert er dann –

meist unbewusst – einen Streit,

um wegzukommen, sich

besser zu fühlen, seine

Ruhe zu haben.

Der Rucksack aus Retos

Kindheit ist vollbepackt

mit Nähe, die ihm zu viel

war. Sein Schutz vor diesem

Gefühl des «Zuviel»

besteht häufig darin, keinen

Menschen an sich heran zu lassen, seine

Gefühle nicht zu äussern. Daher braucht

er Flucht, Rückzug, Abstand, um dieses

Zuviel, das er so schwer aushalten kann,

nicht mehr zu spüren. Priska hat hingegen

zu wenig Nähe erfahren. Sie braucht

heute Retos Nähe, um sich nicht verlassen

zu fühlen, was für sie schwer auszuhalten

wäre. Der Schutz vor dem Sich-

Es geht

darum, ganz individuell

für sich zu lernen und zu

reifen. Etwas, was uns auch

ausserhalb der Partnerschaft

zu Gute kommt. «Das

Gegenüber hilft uns, zu

erkennen, wer wir

wirklich sind».

Verlassen-Fühlen besteht oft darin, alles

zu tun, damit sie nicht allein ist: Lieb sein,

nicht nein-sagen, es möglichst allen recht

machen. So verhält sich Priska.

Die Situation ist so klar wie vertrackt:

Reto fühlt sich wohler, wenn Priska ihm

nicht zu nahe kommt. Priska fühlt sich

wohl, wenn sie ihm so nahe wie möglich

ist. Es stellt sich die Frage: Wo und wann

fühlen sich BEIDE wohl miteinander? Bei

der Sexualität kann das vielleicht möglich

sein, aber wo noch? Unsere Antwort:

Je stärker ihre Prägungen und die damit

verbundenen Verletzungen, umso weniger

gemeinsamen Raum gibt es, wo sich

beide wohlfühlen. Auf Dauer also eher

schwierig für die Beziehung. Die überwiegende

Konstellation in Paar- Beziehungen

hat jedoch genau diese Thematik von

Nähe und Distanz.

Von kulturellen Rollenbildern zu

modernen Strukturen

Die Vergangenheit holt uns jedoch nicht

nur auf persönlicher, sondern auch auf

kultureller Ebene ein. Denn veränderte

Rollenbilder bringen noch immer Unsicherheit

und Missverständnisse mit sich.

Einst waren Ehepartner eine Versorgungsgemeinschaft,

die man so gut wie nicht

auflösen konnte. Die traditionelle Rollenteilung

bedeutete für ein Paar gegenseitige

Abhängigkeit, vielleicht

auch Sicherheit: Der Mann

konnte nicht kochen und

den Haushalt mit Kindern

managen. Dafür

wusste die Frau nicht,

wie sie Geld verdienen

kann und hatte meist keine

berufliche Ausbildung.

Dafür bildeten das stabile

Umfeld, der dauerhafte Arbeitsplatz,

Nachbarn, Kirchgemeinde

oder Vereinsleben eine Art

Anker und boten gesellschaftlichen Rückhalt.

Diese äusseren Anker sind vielfach weggefallen.

Heute geht es in Beziehungen in

erster Linie um die beiden Partner selbst.

«Das führt auch innerhalb der Partnerschaft

zu deutlichen Veränderungen»,

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sagt Daniele. Beziehungen beruhen nicht

auf materiellen Werten, sondern auf

Emotionen und Intimität. Man will einem

Partner vertrauen, sich auf ihn verlassen,

verstanden werden, Nähe, Geborgenheit

und Sexualität erleben. Und

das – im Idealfall – ein Leben lang. «Die

Sehnsucht hat aber ihren Preis», sagt

Günther. «Denn die Partner, das Umfeld,

die Lebenssituation verändern sich ständig,

heute mehr denn je. Und dies verlangt

Beziehungsarbeit. Frei nach dem

Motto: Damit wir Qualität in unserer

Beziehung erleben, braucht es, dass wir

uns weiterentwickeln.»

Der Schlüssel: Umgang mit Prägungen

Selbst wenn Priska und Reto dies jetzt gelesen

hätten und daraus schliessen, sich

künftig mehr Mühe zu geben, in ihre Beziehung

zu investieren und gegenseitig

Nähe oder Distanz zuzulassen, dürfte das

nur bedingt gelingen. Wir wissen aus Erfahrung

warum: Die Gefühle sind meist

stärker als der Verstand und der Wille.

Wirklich verändern lässt sich die Situation

mit einem entscheidenden Schritt:

«Wir müssen die ursprüngliche Verletzung

in uns reduzieren und ein Stück Welcher Kindheitsschmerz

kommt

weit heilen», so Günther. Tönt plausibel?

– Bedeutet aber einiges an Arbeit. in meinen Konflikten

Nämlich: das Auseinandersetzen mit seinen

Prägungen. «Es bedeutet, in die Er-

zum Ausdruck?

fahrungen der Kindheit einzutauchen, sie

körperlich zu spüren und den Schmerz

zuzulassen. Indem man ihn hervorholt,

ihn ausdrückt und sichtbar macht, bes- >

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Weitsicht Magazin N°2

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

tenfalls verarbeitet, kann man die Wucht

der Verletzung reduzieren. Damit verringert

sich das Bedürfnis nach Nähe oder

Distanz und so auch der Schutzmechanismus.

In unseren Seminaren begleiten wir

Prozesse wie diese. Das Bewusst machen

von dem was ist, was wirkt: Das ist die

Chance von heutigen Beziehungen. Arbeit

am Lebensthema nennen wir es. Wir sehen

das Paar-Sein als Chance, um die eigene

Persönlichkeit zu entwickeln. Denn:

ICH allein bin der Schlüssel zur Veränderung,

zur Entwicklung meiner Beziehung,

meines Lebens. Niemand sonst.

Lebendige Beziehung

Priska und Reto müssen also zuerst an

sich selber arbeiten wollen und ihre eigenen

Prägungen durchschauen. Es geht darum,

ganz individuell für sich zu lernen

und zu reifen. Etwas, was uns auch ausserhalb

der Partnerschaft zu Gute kommt.

«Das Gegenüber hilft uns, zu erkennen,

wer wir wirklich sind», so Günther.

«Das Gegenüber zu erkennen und sehen

zu lernen gehört auch zu diesem wichtigen

Prozess», so Daniele.

Daniele Kirchmair-Neuses und Günther

Neuses sind seit über 20 Jahren ein

Liebes-, Lebens- und Zusammenarbeits-

Paar. Drei Jahre nach ihrem Kennenlernen

haben die beiden geheiratet.

Daniele war damals 40 Jahre alt, Günther

48. Beide waren sich ihres «Rucksacks» an

Erfahrungen bewusst: «Wir haben die

unterschiedlichsten Phasen, Herausforderungen

und sehr Verbindendes miteinander

durchlebt. Und wir haben uns verändert.

Unsere Beziehung hat Krisen überstanden

und hat jede(-n) von uns persönlich und

miteinander reifen lassen.» 1997 startete

Daniele mit ihrem ersten Seminar. Im Jahr

2000 gründete sie das Shima Institut. In

ihren über 20 Jahren Erfahrung leiteten

Daniele Kirchmair-Neuses und Günther

Neuses mehr als 400 Seminare mit über

10’000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Gemeinsam teilen sie die Begeisterung,

Männer und Frauen in ihrem Leben zu

begleiten und zu unterstützen.

www.shimainstitut.ch

So erkennt man auch die Paardynamik

und kann lernen, eine Beziehung auf

Augenhöhe zu führen und mit Konflikten

und Klärung umzugehen. «Es ist die

Basis, um ein gutes Miteinander, ein

Lieben zu entwickeln», so Daniele. «Viele

Menschen erzählen uns, dass ihr Leben

als Frau, als Mann oder als Paar dann erfüllter,

ja leichter geworden ist.» Ist das

Vergangene erfolgreich bearbeitet, können

wir Boden finden in der Männlichkeit

und in der Weiblichkeit und dadurch

einen gesunden Magnetismus zwischen

Mann und Frau bewirken. Das Paar-Sein

ist für uns ein «Lebens-Alltags- Seminar»,

um auch in der Liebe zu reifen.

Wir sollten schauen, wie es möglich ist,

dass unser Herz – trotz unweigerlich geschehenden

Verletzungen – immer wieder

genügend Vertrauen hat, sich zu öffnen

und bereit ist, in Kontakt zu kommen.

Oder auch, wo es gut und sinnvoll ist,

diese Herzensenergie besser ganz bei sich

zu behalten. Paare, die bereit sind, sich so

weiterzuentwickeln, fühlen sich zufriedener

und fühlen ein Ankommen bei sich

und beim anderen. Die Lebendigkeit einer

Beziehung wird zum Gradmesser der

körperlichen Liebe und Herzensliebe,

sowie von Nähe und Distanz – jenseits

von knallenden Türen und verpassten

Candle Light Dinners. |

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Weitsicht Magazin N°2

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Warum es sich lohnt,

dich der Welt zu zeigen

«Sei einfach du

selbst» – dieser Satz

hat mich lange in

den Wahnsinn getrieben.

Er klingt ja

irgendwie plausibel.

Aber was bedeutet

«man selbst sein»?

Ich gehöre zu denjenigen,

die besonders

unter dem Druck des

Andersseinmüssens

aufgewachsen sind.

Ein Problem, das

jeder von uns zu

einem gewissen Grad

kennt. Bei mir war es

so stark, dass ich bis

heute mit dem Thema

«ich sein ist

gefährlich» zu tun

habe – und erst

Stück für Stück mein

eigenes Selbst zu mir

zurückhole und

zulassen kann.

Autorin: Anja-Katharina Riesterer

Mich so zeigen, wie ich bin – vor einigen

Jahren war das völlig unmöglich. Heute

kenne ich diesen Weg und Prozess sehr

gut und kann viele Menschen auf ihrem

Weg in mehr echten Selbstausdruck und

Sichtbarkeit begleiten – als Privatpersonen

oder als Selbstständige mit ihrem

Business.

Warum das Sichzeigen so schwer ist

Zugehörigkeit ist das grösste Grundbedürfnis

von uns Menschen und Ablehnung

eine tiefe Ur-Angst. Diese Angst

wird jedes Mal getriggert, wenn es darum

geht, anderen etwas von sich zu zeigen,

was man als «nicht richtig» an sich erlebt

und erlernt hat. Denn dadurch bringt

man sich vermeintlich in die Gefahr, kritisiert,

abgelehnt und aus der sozialen

Gruppe ausgestossen zu werden. Je stärker

man als Kind erlebt hat, dass man

nicht in Ordnung ist, desto stärker ist

diese Angst. Um anerkannt zu werden,

nehmen wir als Kinder unfassbare Anstrengungen

auf uns, verstellen uns und

passen uns an. So sehr, dass wir es meist

gar nicht mehr merken. Weil bestimmte

Anteile verdrängt werden müssen, um

Teil der Familie oder eines anderen Umfeldes

sein zu können. Und auch wenn

wir längst erwachsen geworden sind,

diese Anpassung also gar nicht mehr

bräuchten, weil wir jetzt für uns selbst

sorgen und uns Menschen suchen können,

die uns bedingungslos annehmen,

sitzt das innere «mit mir stimmt was

nicht» fest und peinigt uns. Unser wahres

Selbst, also alle eigenen Wünsche,

Bedürfnisse, Neigungen, Impulse und

Ideen, kann an vielen Stellen verschüttet

sein.

Die Angst, so gesehen zu werden, wie

man ist, ist gleichzeitig unser grösstes Bedürfnis.

Als Erwachsene können wir die

Schatten der Kindheit abwerfen und sind

immer wieder aufgerufen, ein Risiko einzugehen.

Dich so echt und authentisch

wie möglich zu zeigen, zu dem zu stehen,

was du fühlst, denkst und willst, ist der

einzige Weg, um herauszufinden, welche

Menschen und Umstände zu dir passen.

Wie sollen sie dich denn finden, wenn du

dich hinter Masken verbirgst? Wenn du

bestimmte Beziehungen oder Situationen

hältst und aushältst, indem du dich dafür

verbiegst – wie willst du dann herausfinden,

ob es auch andere gibt?

«Authentizität ist ein Filter» – dieser Satz

einer Freundin hat mir diese Welt eröffnet.

Wenn ich authentisch, also so echt

wie möglich bin, wird automatisch das

herausgefiltert, was mit diesem Echtsein

nicht zusammengeht. Was für ein eindrückliches

Bild! Mir wurde erstmals

wirklich klar, wie bescheuert es ist, sich

zugunsten anderer Menschen und ihrer

Anerkennung wegen zu verstellen. Und

dass auf dem Weg der grösstmöglichen

Authentizität von vorneherein die Menschen

zu mir finden können, die mit dem,

was ich wirklich bin, sehr einverstanden

sind und es sogar schätzen. Auch wenn

man sich das durch bestimmte Prägungen

manchmal gar nicht vorstellen kann, ich

weiss.

Wege in die Sichtbarkeit: Die Social

Media Therapie

Die vermeintliche Gefahrensituation ist

unser bestes Übfeld. Es ist daher clever,

sich Situationen zu suchen, in denen

>

9


zwei Nachrichten. «Schön, dass du auch

hier bist.» Mehr nicht. Kein Wunder, denn

realistisch betrachtet bekommen so einen

Post wirklich wenige Menschen mit – und

beschäftigen sich nicht annähernd so sehr

damit, wie wir es als Sender tun.

Social Media ist nicht

per se «real» oder

«fake». Wie immer

kommt es auf die Art

der Nutzung an.

Selbstausdruck stattfindet und von anderen

wahrgenommen wird. Die Nutzung

von Social Media war für mich in den Anfängen

eine kleine Sichtbarkeits-Therapie

und ein tolles Werkzeug, um zu lernen,

mich der Welt mehr zu zeigen. Und

das, obwohl Facebook und Co. bekannt

dafür sind, eine Schein-Welt zu präsentieren.

Eines Tages postete ich auf Instagram

ein Bild. Eines der ersten, die das

Internet je von mir persönlich sah. Dieser

Schritt fiel mir unheimlich schwer. Ich

überlegte akribisch, ob ich das zeigen

kann. Um jeden Menschen, der das sehen

könnte, machte ich mir die schlimmsten

Gedanken. Was wird dieser Mensch denken?

Wird er diesen und jenen Makel sehen?

Vor dem Posten zögerte ich ewig –

und hatte danach Herzklopfen und

rechnete mit den schlimmsten Anfeindungen.

Aber es passierte nichts. Einige

Likes, belanglose Kommentare und ein

Aber in unseren #zeigidich-Momenten

fühlen wir uns, als wären alle Augen und

Kameras der Welt nur auf uns gerichtet.

Das sind die Ur-Alarmglocken in unserem

Inneren. Sie repräsentieren frühere

Erfahrungen, vor denen wir uns schützen

mussten. Ich finde, dass es an diesem Instagram-Beispiel

sehr deutlich wird, wie

klein die realistische Gefahr tatsächlich

war und welches Szenario dazu in meinem

Kopf ablief.

Wie online, so auch offline

Abseits von Social Media und Internet ist

das alles nicht anders. Je öfter ich diesen

Prozess des Postens durchlief, desto klarer

wurde mir: Alles, was da in mir abläuft,

geschieht auch, wenn ich im Offlineleben

sichtbar werde. Bei Präsentationen, Treffen

mit Freunden, Begegnungen mit neuen

Menschen. All die Ängste, wie ich aussehe,

ob ich etwas falsches sage oder mache und

was andere denken – all die Hemmschwellen,

Horrorszenarien im Kopf und körperlichen

Angstreaktionen glichen sich beinahe

eins zu eins. Und so folgte mein

Umkehrschluss, dass ich den Umgang mit

diesen Hemmschwellen und Ängsten über

das Posten «trainieren» kann.

10


Nach einigen holprigen und angstvollen

Versuchen schrieb ich erste Texte unter

meine Instagram-Beiträge und liess stückweise

mehr von mir selbst zu und in die

Öffentlichkeit. Stellte mich alledem immer

wieder, weil ich keine Lust mehr auf

Verstecken und dieses anstrengende Verstellen

hatte. Und weil jede Gegenerfahrung

(«es war ja doch nicht so schlimm»)

sowie auch das mittlerweile eintreffende

positive Feedback mich bestärkten. Natürlich

ist es im Internet ein bisschen einfacher.

Beiträge lassen sich löschen, Geräte

ausschalten. Man ist beim Posten

alleine und niemand sieht den Angstschweiss

oder die Gesichtsröte. Aber genau

darum ist es ein Übfeld – und weitere

Schritte werden folgen.

Ausserhalb der digitalen Welt veränderten

sich diese Hemmschwellen in mir

wie von selbst mit. In Gesprächen, wo

früher endlose Gedanken von «sag ich

das jetzt wirklich?» auftauchten, waren

plötzlich noch ein oder zwei – oder sogar

gar keine. Ich hatte begonnen, es für möglich

zu halten, dass Menschen mich nicht

ausschliesslich angreifen und bescheuert

finden. Und konnte immer mehr diese

lang unterdrückten Teile meiner selbst

wieder ans Tageslicht bringen. Teilweise

erst online, dann offline. Teilweise aber

auch umgekehrt.

Wie Authentizität als Filter

funktioniert

«Authentizität ist ein Filter» – so gut es

geht, habe ich mir das zu Herzen genommen

und in meine Beiträge und auch

mein Handeln ausserhalb der digitalen

Welt einfliessen lassen. Schritt für

Schritt, immer ein bisschen mehr. Denn

ich will nicht länger für eine Fassade gemocht

werden, sondern es riskieren, Teile

von mir zu zeigen, die ich für falsch

halte oder als solches erlernt habe. Auch

wenn ich mich damit immer ein bisschen

mehr verletzbar mache, habe ich längst

erkannt: diese Prozesse und Ängste und

gegebenenfalls auch mal negatives Feedback

zu fühlen, ist besser, als gar nichts

zu fühlen und sich ein Leben lang in seinem

Kokon aufzuhalten. Und die Geschenke

kamen auch nicht zu knapp,

denn ich konnte auf der Bildschirmfläche

das Gesetz der Anziehung nachverfolgen.

Auf einmal meldeten sich Menschen, die

sehr interessiert an mir, meinen Erlebnissen

und meinem Tun waren. Was ich bis

dato nicht so häufig erlebt hatte. Es sind

daraus Freundschaften, Projekte, Geschäftsbeziehungen

und sogar neue Familienmitglieder

(im Geiste) in mein Leben

getreten. So lernte ich übrigens auch

das Weitsicht-Magazin kennen. Das gleiche

vollzog sich und vollzieht sich auch

abseits des Internets bis heute, je echter

ich auftrete und je mehr Aspekte von mir

selbst wieder integriert werden.

Algorithmen sind ein perfektes Abbild

für die Schwingungs-Anziehung unter

uns Menschen. Und dafür, dass jede Aktion,

jede Tat, jede Interaktion, ob online

oder offline, eine Wirkung hat. Dass jede

kleine Entscheidung, jedes Wort und jeder

Klick langfristig meine Umstände

und mein Umfeld prägt.

Und dass die Art der Rückwirkung auf

mich massgeblich davon abhängt, wie

echt ich in dieser Aktion bin. Ob wir

oberflächliche Selbstdarstellung betreiben

und Menschen anziehen, die auf unsere

Fassaden stehen – oder ob wir uns

um Echtheit bemühen und Menschen anziehen,

die genau das attraktiv finden, ist

immer und überall alleine uns selbst

überlassen.

Du selbst sein ist (das beste)

Marketing

Wir betreiben alle tagtäglich insgeheim

die alte Form von Marketing und Täuschung.

Wir geben vor, etwas anderes zu

sein, als wir sind. Verstecken Schwächen

verstecken, die wir für nicht akzeptierenswert

halten. Wahren den Schein. Formulieren

Dinge besser, als sie sind, um ein

bestimmtes Ziel zu erreichen. Manipulieren

Menschen dahin, uns zu akzeptieren

und zu mögen. Wollen um jeden Preis gefallen,

ohne uns zu fragen: was habe ich

überhaupt davon? Will ich, dass mein

Gegenüber nur von mir profitiert und bei

mir bleibt, wenn ich mich verstelle?

Das Internet bildet

universelle Gesetzmässigkeiten

vor unseren

Augen ab – ein tolles

Beobachtungsfeld!

11


Weitsicht Magazin N°2

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

Wie bist du,

wenn es keinen

Grund gibt, sich

zu verstellen?

In meinen #zeigdich-Sitzungen mit Selbstständigen

frage ich daher beispielsweise

nicht «wie sieht deine Zielgruppe aus?»,

um sie dann nach Altersgruppen und

Einkünften zu klassifizieren und Strategien

zu entwerfen. Um sie zu erreichen

und dazu zu bewegen, Produkte oder

Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Sie dorthin zu tricksen. Denn ich

bin überzeugt davon, dass alles, was echt

ist, gebraucht wird. Und dass es für diejenigen,

die auf dich gewartet haben und

von dir profitieren können, keinen Weg

an dir vorbei gibt, wenn sie dich wirklich

sehen können.

Statt eine Zielgruppe auszuarbeiten, schauen

wir: Wie sind die Menschen drauf, mit

denen du arbeiten oder denen du deine

Produkte verkaufen möchtest? Wie fühlt

sich der Kontakt zu ihnen an? Wie sprechen

sie mit dir? Was gibt deine Arbeit

ihnen? Wie ist es, wenn es einfach passt

und keiner sich verstellen muss? Und am

allerwichtigsten: wie bist du dann?

Das, was uns besonders macht, ist für uns

oft so selbstverständlich, dass wir es

übersehen. Dass wir glauben, es nicht explizit

zeigen oder formulieren zu müssen.

Wir es gar für langweilig und irrelevant

halten – oder wir für zu peinlich und

schwach.

«Wenn ich das öffentlich zeige, will doch

niemand mehr mit mir arbeiten» – das ist

einer der häufigsten Sätze, die ich in meiner

Arbeit zu hören bekomme. Dabei ist

es genau andersherum. In genau diesen

Aspekten liegt deine Erkennbarkeit und

Essenz. Die durch ein authentisches Bild,

einige Worte gleich erkannt werden kann,

wenn du sie zuspitzt, zeigst und zu ihr

stehst.

Es genügt schon, einfach du zu sein.

Zeig dich – es lohnt sich!

Jeder von uns kennt diese besonderen

Menschen, die aus sich selbst heraus eine

faszinierende Ausstrahlung haben. Bei

denen Taten und Worten übereinstimmen

und man immer weiss, woran man

ist – und die so herrlich präsent sind. Für

mich ist diese Echtheit und Klarheit das

Anziehendste, was es gibt.

Und doch ist es in einer Welt, in der «mit

dir stimmt was nicht» in der Kindheit tief

in unsere Köpfe eingedrungen ist, nicht

leicht, zu etwas eigentlich so Selbstverständlichem

zu gelangen. Sind die ersten

Schritte getan, macht dieser Weg aber

richtig Spass. Es wird nicht alles nur

leichter. Es wird nicht alles perfekt und

sonnig. Aber alles wird immer mehr dir

gemäss. Und du kannst es als du gestalten.

Auf dieses Gefühl von Selbstausdruck

und Selbstwirksamkeit möchte ich

nie wieder verzichten. Und du?

Und solltest du jetzt noch der Meinung

sein, du würdest ja gerne, aber das Internet

kommt für dich nicht infrage – kein

Problem. Es gibt viele Sichtbarkeitswege.

Stell dich auf eine Bühne (hab ich neulich

gemacht, grossartiger Wachstums-Boost!).

Halte einen Vortrag. Gestalte authentische

Flyer und hänge sie in deiner Stadt

auf – auweia, Familie, Freunde und Nachbarn

könnten sie sehen. Schreibe einen

Bericht über ein persönliches Thema für

eine Lokalzeitung. Halte eine Rede auf der

nächsten Geburtstagsfeier. Es gibt so viele

Möglichkeiten, um der Welt zu zeigen: hier

bin ich.

Und jeder Schritt wird sich auf dein gesamtes

Leben auswirken. |

«Marketing heisst, zu zeigen, was man

liebt – sodass andere es auch lieben

lernen können» steht auf Anja-Katharinas

Visitenkarte. Direkt unter den von ihr

etablierten Hashtags #zeigdich und

#zeigdichderwelt.

Als Kommunikationsagentin unterstützt sie

Selbstständige und Privatpersonen bei einem

authentischen Aussenauftritt und möchte

zu einer Welt beitragen, in der sich Menschen

und Unternehmen so zeigen, wie sie sind,

ihre Eigenheiten als Qualitäten verstehen und

so genau diejenigen anziehen, die dazu

passen. Anja-Katharina Riesterer wurde 1991

bei Hamburg geboren und wohnt im Norden

der Hansestadt – arbeitet aber mittler weile im

gesamten deutschsprachigen Raum.

www.anja-katharina.de

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Weitsicht Magazin N°2

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

ANGEBOTE MIT WEITSICHT

Wege zur Lebendigkeit

Deine Sinnlichkeit und Sexualität

entdecken und entwickeln

01

Die Sexualität ist die

Grundkraft, die uns

in diese Welt und in

unseren Körper

bringt. Sie unterstützt

uns ganz auf

dieser Erde anzukommen

und lädt

ein, die Sinnlichkeit,

Körperlichkeit und

Lebendigkeit zu

leben und zu geniessen.

> 01 Natürliche lebendige

Körperlichkeit. > 02 Bewusst und

achtsam berühren und berührt

werden. > 03 Seminarleitung

Armin Müller und Barbara Schmid

Sehnsucht nach Verbindung und

Heilung

Diese grundlegende Lebenskraft trägt das

Potenzial des neuen Lebens, der Verbindung

zwischen Erde und Himmel und

gleichzeitig auch der Abspaltung und

Verletzlichkeit. Brennt in dir die Sehnsucht

nach Heilwerden als lebendiges,

sexuelles Wesen?

Deinem Körper lauschen

Wenn du dich deinem Körper liebevoll

zuwendest, anfängst ihn wirklich zu spüren

und ihm zu lauschen, dann bekommst

du Zugang zu dir, deinen Gefühlen und

zu deiner natürlich angelegten sexuellen

Kraft. Wir bieten dir in unseren Massageseminaren

einen vertrauensvollen Rahmen,

um über bewusste Bewegung, achtsame

Begegnung und absichtslose Berührung

bei dir und in deinem Körper

anzukommen.

Liebevolle und bewusste Berührung

Das Herzstück unserer Arbeit ist die tantrische

Massage. Dein ganzer Körper wird

achtsam, langsam und absichtslos berührt

und du kannst dich ganz und richtig

fühlen mit deiner Körperlichkeit und

deiner sexuellen Kraft. Es können sich in

der empfangenden, wie auch in der gebenden

Rolle Glaubenssätze, Konzepte

und Scham aufweichen, Verletzungen

ver arbeiten und du kannst neue und stärkende

Erfahrungen erleben.

Freude an deiner natürlichen

Körperlichkeit

Dieses Erleben schenkt dir eine tiefe

Wertschätzung und Verbundenheit für

dich selber und für die Menschen, denen

du begegnest. Selbstbewusstsein und

Freude mit deinem Körper, deiner natürlichen

Sinnlichkeit und Sexualität bereichern

dein Leben! |

02

03

Wege zur Lebendigkeit

Armin Müller & Barbara Schmid | Oberhusrain 48

6010 Kriens | 041 420 00 52 | www.lebendigkeit.ch

13


Weitsicht Magazin N°2

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

ANGEBOTE MIT WEITSICHT

Seele und Kundalini sanft

erwachen lassen

Ein heilender Raum,

altes Siddha Wissen,

ganzheitliche

Bewusstseinsschulung

und fein abgestimmte

Energiebehandlungen

am

Körper lassen innere

Gaben erwachen. So

werden Chakren und

Kundalini erweckt

und die Seele befreit.

> 01 Kundalini-Behandlung

> 02 Bewusstseinsschulung

> 03 Kundalini-

Meditationsprozess

Bestimmung bringt unterschiedlichste

Menschen zusammen und sie werden

geführt. So entstand ein indisch inspirierter

Platz unweit von Zürich. Fundiertes

Wissen aus dem Ashram trifft hier auf

westliche Energiearbeit und verbindet

sich zu einem tiefen, authentischen Ganzen.

Diese neue Spiritualität hilft und

begleitet Sie auf Ihrem Weg.

Indien trifft Schweiz

Es ist höchste Zeit, Wissen zu verbinden

und Spiritualität zu vereinen. Religionslos,

aber tief genug verankert, um die

Menschen wahrhaft und so sicher wie

möglich erwachen lassen zu können. Wir

nutzen das Tausend Jahre alte, authentische

Prozedere für die Kundalini-Erweckung

aus den indischen Ashrams. Ergänzt

wird dieses mit ganzheitlicher,

westlicher Bewusstseins- und Energiearbeit.

Daraus kann gewählt und kombiniert

werden, um im eigenen Entwicklungsprozess

die Seele erwachen zu lassen

um seine Bestimmung zu leben.

Satyam – shivam – sundaram:

drei Schritte in eine Welt der Wunder

Die Erweckung des Kundalini steht für

das Erwachen der eigenen Kraftquelle und

die Verbindung zur Urseele. Persönlich

abgestimmt und mit viel eigener Erfahrung

geführt werden Sie schrittweise an

Ihre Quelle geführt. Alles geschieht ganzheitlich,

lässt Ihre höheren Gaben erwachen

und führt Sie weg von verwirrenden

Sackgassen. Wer sich wahrhaft auf den

Prozess einlässt, erhält einen immer tieferen

Einblick und lernt zu spüren, um

was es wirklich geht. Denn kognitives

Wissen allein hilft nichts, im Gegenteil.

01

02

03

Angebote

Geführte Meditation, die Sie unterstützt

und einführt in die Arbeit mit sich selbst.

Ein authentisches Reading aus Sicht der

Seele eines indischen Sehers. Für eine

Bestandsaufnahme oder Begleitung gibt

es Einzelsitzungen auf jeder Ebene. |

Via Positiva

Katharina Reutimann | Zielackerstrasse 5

8304 Wallisellen | www.viapositiva.ch

Spüren und erfahren – ganz sich selbst

werden – Seele werden – erwachen!

14


Weitsicht Magazin N°2

ANGEBOTE PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

MIT WEITSICHT

Frei leben mit Heilenergetik

Erkennen-Verändern-Leben

Dein Leben gewinnt

an Gesundheit, Kraft

und Zuversicht,

wenn Du die Spielregeln

des Lebens

erkennst. Mit Deinem

Bewusstsein veränderst

Du selbst

Deine Realität

in jedem Augenblick.

Lebe Deine

Möglichkeiten.

> 01 Stefanie Menzel, Begründerin

der Heilenergetik und der

Sinnanalytischen Aufstellungsarbeit.

> 02 «Individuell

begleitete Seminare in kleiner

Runde sind durch fast nichts zu

ersetzen.» S. Menzel

Erkenne und lebe die Spielregeln

des Lebens

Wir sind weit mehr als ein Körper aus

Fleisch und Blut. Die Spielregeln unseres

Lebens in unserem Körper, basieren auf

dem spirituellen und energetischen Hintergrund,

den die Heilenergetik als moderne

westliche Lebensphilosophie beschreibt

und mit zahlreichen Methoden

im Alltag praxisnah und nachhaltig zur

Anwendung bringt.

Unser Leben ist der Erfolg unserer täglichen

Entscheidungen. Je öfter Du Dich

entscheidest bewusst zu leben und je

besser es Dir gelingt JA zu sagen zu deinem

Sein, Deinem Körper, Deinem Potenzial,

Deinen Lebensfragen und Themen, um so

glücklicher und befreiter wird sich Deine

Realität gestalten. Denn sie ist das offensichtliche

Ergebnis Deiner Blockaden,

Gedanken und Traditionen. Komm in Deine

Kraft und Dein Leben ist in Fluss!

Dein Leben ist Dein Erfolg!

Heilenergetik zeigt Dir Deinen Lebenssinn

und kann Dich auf Deinem ganz individuellen

Weg über alle Unebenheiten und

überraschende Bodenwellen tragen. Du

selbst erkennst Dich, veränderst Deine

Ursachen nachhaltig und beginnst Dein

Leben zu leben, in dem Du so lang als

Marionette Deiner Familie und Deiner

Umgebung gedient hast, wirst Du jetzt

zum aktiven Gestalter!

Erkennen-verändern-leben ist das Claim

der Heilenergetik und kann zu Deinem

individuellen Massstab werden, auf dem

ich Dich bei allen Fragen, die Du hast,

gerne begleite.

01

02

Deine Möglichkeiten:

Ob als Einzelbegleitung in der engen persönlichen

Beratung (auch telefonisch)

oder in einem meiner persönlichen lebendigen

und effektiven Seminare mit

überschaubarer Teilnehmerzahl, ob in

einer Sinnanalytischen Aufstellung, meinen

zahlreichen Büchern und Kartensets

oder einem meiner Online Präsentationen

und Podcasts, auch für Dich ist mit

Sicherheit eine Tür da, durch die Du die

heilenergetische Welt betreten kannst.

Nur hindurch gehen musst Du selbst! Ich

bin da und freue mich auf DICH. |

Stefanie Menzel

Im Vogelsang 10 | 67273 Weisenheim am Berg

www.stefaniemenzel.de

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Weitsicht Magazin N°2

ANGEBOTE PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

MIT WEITSICHT

Herzlichst willkommen im Star Fire

Mountain College Davos bei

Ladina Priya Kindschi und Bea Ender.

Tanz dich ganz, heil

und frei! Lerne dich

selbst besser zu

spüren, gerne zu

haben und deine

innersten Potentiale,

Träume und Visionen

zu verwirklichen.

Lass dich von deiner

Seele führen und

inspirieren.

Seit 21 Jahren bieten wir in unserer spirituellen

Schule für ganzheitliches Wachstum

und persönliche Transformation Seminare,

Ferien- und Kulturreisen, Kindertanz-Indianerlager

und Bewusstseinssymposien

an. Unsere kreativen Werkzeuge

sind Ausdruckstanz und Tanztherapie,

Hatha Yoga, Mantra Singen, Meditation,

intuitives Malen, Soul Matrix Healing,

Ritualarbeit in und mit der Natur. In dieser

Zeit des Wandels verankerst du Ruhe,

Stabilität und innere Sicherheit. Du entdeckst

verborgene Talente, findest inneren

Frieden und deine Lebensaufgaben. In

Einzelarbeit begleiten wir dich gerne mit

Tanztherapie, Yogatherapie, Soul Matrix

Healing und schamanischen Einzelsitzungen.

|

Star Fire Mountain College

Horlaubenstrasse 5 | 7260 Davos

081 413 25 31 | www.starfire-college.ch

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deine Schöpferkraft & Selbstliebe"

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Weiterbildung Am Puls des Lebens

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Samstag 10–19 Uhr & Sonntag 10–18 Uhr

Hotel Schlosspark Mauerbach

Friedrich-Herzog-Platz 1, 3001 Mauerbach

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Weitsicht Magazin N°2

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG

ANGEBOTE MIT WEITSICHT

Spielend heilen im

Seelenhaus

Das Seelenhaus ist

eine Spielwiese für

die Seele. In Bildform

kom muniziert sie

glasklar, was sie

heilen, anders erfahren

und welche

Aufgabe sie erfüllen

möchte. Über das

Haus und die verschie

denen Zimmer

wird sichtbar, welchen

energetischen

Fingerabdruck wir in

der Welt hinterlassen.

Es taucht auf, was in tieferen Ebenen unseres

Seins vor sich geht, womit wir uns

blockieren und gut vor uns selbst versteckt

halten. Jedes Zimmer im Seelenhaus

steht für einen speziellen Bereich.

Das Arbeitszimmer für die Lebensaufgabe,

das Schlafzimmer für Partnerschaft,

das Wohnzimmer zeigt unsere Bereitschaft

für Verbindung mit uns selbst, anderen

und dem Göttlichen.

Kraftvolle Werkzeuge dienen uns in der

Anwendung der Seelenhaus-Methode,

Veränderungen auf der unter- und unbewussten

Ebene zu erzeugen. So entsteht

eine völlig neue, energetische Ausrichtung,

und wir manifestieren das, was die

Seele will. |

Seelenhaus-Methode

Birgit Bernauer & Gabriela Linder

Berg 14 | 83352 Altenmarkt

www.seelenhaus-methode.eu


«Nicht die Glücklichen

sind dankbar.

Es sind die Dankbaren,

die glücklich sind.»

Francis Bacon


Weitsicht Magazin N°2

GESUNDHEIT UND HEILUNG

Der Umgang mit Worten als erster

Schritt in die Heilung

Köbi Meile ist einer

der bekanntesten

Heiler der Schweiz.

Im Interview mit

Hampi van de Velde

erzählt er von seiner

Heilung nach jahrelanger

Verzweiflung,

die durch Eigenverantwortung

geschah

– und wie er

das seitdem an

andere weitergibt.

Autor: Hampi van de Velde

Was ist dieser

bekannte Heiler

wohl für ein

Mensch?

Der bekannte Heiler Köbi Meile erwartet

meinen Besuch. Als ich zu ihm nach

Wattwil fahre, regnet es. Auf der kurvigen

Strasse über den malerischen Ricken

glaube ich, seine Energie und Präsenz bereits

spüren zu können. Aus dem Fernsehen

und von einigen Veranstaltungen

kenne ich ihn – aber heute erwartet mich

unser erstes längeres Gespräch.

Köbi, mit ganzem Namen Jakob, begrüsst

mich warmherzig, wir setzen uns einander

gegenüber und blicken uns in die Augen.

Sollte es jemals Eis gegeben haben,

ist es in diesem Moment längst gebrochen.

Wir lachen herzhaft und lauthals.

Ich habe es hier mit einem Herzmenschen

zu tun, dem die Freude und Liebe

zum Leben in’s Gesicht geschrieben steht.

Wie er sich selber sieht, will ich von ihm

wissen.

«Köbi, wer bist du, was bist du für ein

Mensch?» Ein Lachen und die lapidaren

Worte: «Ein hundsgewöhnlicher Mensch

ist der Köbi!» waren seine Antwort. «Ich

habe Freude an mir selber und bin ein

ganz normaler Erdenbürger.»

Ein wenig genauer wollte ich es schon

wissen:

Köbi, ich sehe dich an und du strahlst

Freude in die Welt. Das fühlt sich gut

an. War das schon immer so?

Das kam mit der Zeit. Es entstand durch

all das, was ich durchmachen musste. Es

gab zwischendurch sehr harte Zeiten, wo

ich vor mir keine Zukunft sah. Irgendwann

kam ich dann auf die Coué-

Methode.

Émile Coué?

Genau. In der schwierigsten Zeit meines

Lebens gab mir meine Schwester ein

Büchlein, in dem die Coué-Methode beschrieben

war. Darin stand auch, wie viele

Menschen durch die Methode geheilt

worden sind. Ich konnte das nicht glauben.

Zumal Émile Coué seinen geheilten

Patienten, die sich bei ihm bedanken

wollten, erklärte: «Bedanke dich bei dir

selber. Du hast es getan, nicht ich.»

Ich habe das Büchlein meiner Schwester

zurückgegeben. Denn ich war der festen

Meinung, dass wir uns nicht selber heilen

können. Ich glaubte vielmehr, dass es besondere

Menschen gibt, die mehr können

als andere.

Kurz darauf besuchte ich dann aber doch

einen Vortrag. Autosuggestion nach Émile

Coué – mit dem bekannten Coué-Interpreten

Kari Nötiger. Ich lese kaum Zeitung,

doch genau das Blatt, indem für diesen

Vortrag geworben wurde, fiel mir in die

Hände. Ich sagte: «Wenn der Typ Quatsch

erzählt, gehe ich sofort wieder nach Hause.»

Tatsächlich kam ich dann erst wieder

um drei Uhr morgens daheim an.

Es ging mir damals sehr schlecht. Ich sah

mich bereits auf dem Friedhof liegen.

Doch bei dem Vortrag fasste ich Mut und

begann etwas zu tun. Ich kaufte dicke Bücher,

die aber nichts gebracht haben.

Dann stiess ich auf ein kleines Büchlein

– Verwirklichung der Wünsche. Darin

stand mehr, als in allen dicken Büchern

zusammen. Und es war einfach

geschrieben. Ohne komplizierte Bezeichnungen

darin oder Dinge, die man tun

>

21


Weitsicht Magazin N°2

GESUNDHEIT UND HEILUNG

Grundsätzlich ist ein

klares Ziel stärker als

das zufällige Probieren.

Ich glaube auch

nicht, dass uns etwas

heilen kann. Am Ende

heilen wir uns selber.

Welche Einstellung

habe ich zu

den Methoden,

die ich anwende

oder der Medizin,

die ich nehme?

muss. Es sagte, wir sollten alle einfach so

sein, wie wir sind – nur unsere Worte

sollten wir kontrollieren!

Es heisst zwar oft, man solle seine Gedanken

kontrollieren. Das ist nicht einfach.

Unsere Worte zu kontrollieren schon, das

geht locker. Und wirkt! Das, was wir zu

uns selber sagen, das verwirklicht sich im

Bereich des Möglichen.

Ein Beispiel: Habe ich Prüfungsangst und

vor mir wartet die Fahrprüfung, ist diese

Angst dauernd in meinen Gedanken. Will

ich den Gedanken wegmachen, geht’s

nicht lange und er ist wieder da. Es entsteht

ein Hin und Her von Gedanken. Vorwärts

komme ich dabei nicht. Im Gegenteil,

ich werde noch nervöser.

Wende ich die Coué-Methode an, rede

ich laut zu mir selber und sage: «Ich

kann’s, ich kann’s, ich kann’s, ich mache

eine super Prüfung, ich sehe alles rechtzeitig,

es herrscht Harmonie zwischen

mir und dem Prüfungsexperten usw.» Es

ist dabei egal, was der Kopf denkt. Ich

sage es einfach laut heraus, immer wieder

und das bewirkt, dass während der Prüfung

alles gut geht – im Bereich des Möglichen.

Das heisst, du sprichst es laut aus. Du

redest mit dir selber, wie mit jemand

anderem?

Ja genau. «Ich schaff’s, ich schaff’s, ich bin

entspannt und selbstsicher, alles geht gut,

ich kann’s, ich kann’s usw.». Das sagst du

immer und immer wieder. Du beginnst damit

lange vor der Prüfung. Während der

Prüfung geht das ja schlecht, da hast du

anderes zu tun. Aber vorher geht es – morgens,

mittags und abends – dir immer und

immer wieder zuzureden. Das funktioniert

mit allem. Ob du eine Operation

vor dir hast oder ein Bewerbungsgespräch.

Émile Coué

sagte: «Lasse ich

dich im Glauben, dass ich

dich heile, schwäche ich dein

Selbstvertrauen. Lehre ich

dich, dass du es bist, der

dich heilt, stärke ich dein

Selbst vertrauen.»

Für mich ist diese Methode

so wertvoll, weil

sie einfach ist und uns

von niemandem abhängig

macht. Coué sagte:

«Lasse ich dich im Glauben,

dass ich dich heile, schwäche ich

dein Selbstvertrauen. Lehre ich dich,

dass du es bist, der dich heilt, stärke ich

dein Selbstvertrauen.» Er sagte auch den

Satz: «Es geht mir in jeder Hinsicht, jeden

Tag, immer besser und besser.» Anfänglich

fiel es mir sehr schwer, diesen

Satz täglich mehrmals auszusprechen.

Mein Kopf kämpfte dagegen an und war

der Meinung, es funktioniere sowieso

nicht. Irgendwann sagte ich zu meinem

Kopf, dass er machen könne, was er wolle.

Ich würde den Satz eh weitersagen,

bis es tatsächlich wirkt.

Und es wirkte tatsächlich. Ich sagte den

Satz täglich zigmal – noch vor der Arbeit

– oder schrieb ihn auf einen grossen

Karton. Und dem Köbi ging es von Tag zu

Tag in jeder Hinsicht immer besser und

besser. Heute bin ich sehr dankbar dafür,

dass es mir damals so schlecht ging. Ich

hätte sonst nie angefangen zu suchen und

hätte die Coué-Methode nie entdeckt.

Heute rufen mich die Menschen an, ob

ich helfen kann. Dann sage ich, dass ich

nichts machen kann. Aber ich kann ihnen

zeigen, wie sie selber etwas machen

können.

Jeder ist also für sich selber verantwortlich

und auch der richtige Doktor

für sich selbst?

Genau.

Du sagst dir also, dass es dir gut

geht – in jeder Hinsicht – und dass

alles gut kommt – und führst so deine

Heilung selber herbei. Wenn also die

Menschen oft erklären, wie schlecht es

ihnen geht, rufen sie unbewusst

Krankheiten herbei?

Ja. Das Positive wünschen wir uns – im

Bereich des Möglichen – durch stete

Wiederholung heran. Man

kann aber nie garantieren,

dass es dem Anderen

besser geht, wenn er

macht, was man ihm

sagt. Jede Krankheit ist

heilbar, aber nicht jeder

Mensch! Und im Gegenzug

verursacht die Endlos-

22


schlaufe negativer Assoziationen manche

Krankheit, die ohne diese Worte nicht

auftauchen würde.

Was ist mit den Menschen, die einen

grossen Verlust erleiden? Zum Beispiel

Eltern, die ein Kind verlieren. Was

sagst du zu ihnen?

Es ist nicht so einfach, wenn jemand in

einem solch tiefen Schmerz drinsteckt.

Aber man kann versuchen zu helfen.

Vielleich kann man Kontakt mit dem verstorbenen

Kind oder einem verstorbenen

Verwandten aufnehmen. So kann man

vielleicht selbst in dem schrecklichen

Verlust einen Sinn aufzeigen. Man muss

aber sehr vorsichtig sein. Es gibt Menschen,

die sind offener als andere und

können dadurch mehr annehmen. Wenn

es sein darf, mache ich eine Rückführung.

Wenn wir die Vergangenheit verstehen,

können wir manchmal die Gegenwart akzeptieren

lernen.

Lass uns das Thema Rückführungen

aufgreifen. Das klingt spannend. Wie

siehst du das? Leben wir ein Leben

nach dem anderen? Und tragen wir in

diesem Leben die Folgen für unsere

Fehler im letzten Leben?

Das ist etwas komplex. In der Glückspost

gibt’s mehrere Beispiele darüber. Aber in

der Tat mache ich viele Rückführungen.

In vielen Fällen sehr erfolgreich.

Zum Beispiel besuchte mich einmal eine

Frau, die hatte grosse Probleme mit ihrem

Mann. Sie lebten nicht mehr zusammen.

Ich fragte die Frau, ob es sein kann, dass

sie ihm das, was er ihr aufzeigt, in einem

früheren Leben auch angetan hat? Als wir

dann eine Rückführung gemacht hatten,

sagte sie, dass sie es sehen könne.

Ich wies sie an, den Mann um Verzeihung

zu bitten, für das, was sie ihm angetan

hat. Und er bitte sie, ihm zu verzeihen. >

Als Köbi Meile begann,

seine Worte bewusst zu

wählen und auszurichten,

ging es ihm von Tag

zu Tag besser.

23


Weitsicht Magazin N°2

GESUNDHEIT UND HEILUNG

Das kann man in Gedanken machen, dafür

muss der Mann nicht anwesend sein.

Die Frau beschrieb mir danach, dass sie

sich leichter fühle.

> 01 Mit seiner Glückspost

bringt Köbi Meile den

Menschen die Coué-

Methode näher. Sie

erscheint ca. einmal

jährlich. > 02 Auch von

Ereignissen aus seinem

eigenen Leben schreibt

Köbi in der Glückspost –

oder berichtet von

Genesungsgeschichten

anderer, speziellen

Wahrnehmungen und

vielem mehr.

Einige Zeit später besuchte mich besagte

Frau mit Mann und Kindern. Als sie zur

Tür hereinkamen, sah ich, dass die Kinder

fröhlich waren. Ich fragte, ob ihnen

an den Eltern etwas aufgefallen sei. Sie

bejahten. Die Eltern hätten seit einer Weile

einen quirligen Umgang miteinander.

Sie würden sich andauernd foppen – im

Guten, ohne Streit. Es sei jetzt ein schönes

Nachhausekommen. Es herrsche Frieden

und Harmonie. Zuvor seien sie nie gerne

nach Hause gekommen. Sie hätten nie gewusst,

was da erwartete.

Dann ist die Wiedergeburt, die Reinkarnation,

für dich eine Tatsache?

Ja. Ich liess mich viele Jahre lang regelmässig

einmal pro Woche rückführen.

Bei einer Rückführung kommt viel zum

Vorschein, was wir früher einmal gemacht

haben. Ich habe so erkannt, dass

kein Mensch besser ist, als der andere.

Dass wir alle auf dem gleichen Weg sind.

Auf dem Weg ins Licht. Auf dem Weg zu

Gott in uns und um uns herum. Einige

sind uns voraus, bahnen uns den Weg.

Dann kommen wir und hinter uns sind

wieder welche, denen wir etwas aufzeigen

können.

Du hast deine Glückspost erwähnt.

Was ist das?

Ich will mit der Glückspost den Menschen

die Coué-Methode näherbringen.

Und zwar so, wie er sie uns gelehrt hat.

Einfach und verständlich. Die Inspiration

kam eines Nachts. Eine Stimme sagte mir,

ich solle mein eigenes Magazin herausbringen.

Zweimal pro Jahr. Inzwischen

kommt sie vielleicht noch einmal pro

Jahr heraus.

Die Glückspost soll den Menschen Mut

machen. Es sind Beispiele darin, von

Menschen, die durch ein besonderes Ereignis

in ihrem Leben wieder Mut fassen

konnten. Nach einem Unfall oder einer

schweren Krankheit zum Beispiel, wo sie

01

02

durch eine besondere Fügung geheilt

wurden oder von unerwarteter Seite Hilfe

erhalten haben. So, wie es bei mir schon

oft gewesen ist. Es ist immer Hilfe von

oben gekommen.

Das klingt schön, wenn gute Sachen

von oben geführt werden. Was aber,

wenn eine Situation nicht gut ausgeht?

Ist das auch Führung von oben?

Schwierige Frage. Aber könnte es sein,

dass ich in einem solchen Fall vielleicht

in einem früheren Leben jemandem etwas

angetan habe? Vielleicht sogar absichtlich?

Karma?

Ja genau. Zum Beispiel wenn ein Unfall

geschieht, schimpfen wir über den Unfallverursacher

und sind der Meinung,

uns selbst treffe keine Schuld. In einer

Rückführung kommt dann vielleicht heraus,

dass man selbst das Gleiche auch

schon gemacht hat. Vielleicht sogar gegenüber

dem Fahrer des anderen Unfallwagens.

24


Es braucht natürlich oftmals eine gewisse

Zeit, bis die Einsicht kommt, dass wir selber

auch schon vieles verbockt haben.

Wenn wir es jedoch erkennen und Verzeihungsarbeit

leisten, kann es sein, dass

alter Schmerz sich löst und man sich mit

einem Male endlich befreit fühlt. Für viele

ist es aber leider einfacher, bei anderen

die Schuld zu sehen, statt bei sich hinzuschauen.

Ein Problem, das wir alle haben. Jetzt

taucht spontan eine Frage auf. Hat

Émile Coué damals auch schon an die

Reinkarnation geglaubt?

Émile Coué hat von der Seele geschrieben.

Genau weiss ich es nicht mehr. Ich

kann mir vorstellen, hätte er von früheren

Leben oder Wiedergeburt gesprochen,

wäre das nicht gut gekommen. Sie haben

ihm damals manchmal Eier oder Tomaten

auf die Bühne geworfen, wenn er Vorträge

hielt.

Für mich war die Coué-Methode der Anfang,

um nach vorne zu gehen, dem Licht

entgegen, statt im Dunkeln zu sitzen und

zu leiden. Ich kam durch ihn zum Heilen

und dann immer weiter.

Wie hältst du es mit der Schulmedizin?

Coué sagte, dass seine Methode weder

den Arzt, noch die Therapie und auch

kein Medikament ersetzt. Auch Glaube

oder Religion werden durch die Methode

nie in Frage gestellt. Coués Methode ist

mit allem kompatibel. Wenn wir mit einer

positiven Einstellung zum Arzt gehen,

hilft das besser, als wenn wir ihn mit

einer negativen Einstellung aufsuchen.

Wenn du Medikamente einnehmen musst,

dann sprich mit ihnen. Sag, dass sie dir

guttun, dir helfen. Sag, dass es dir damit

immer besser und besser geht und du deswegen

bald keine Medikamente mehr einnehmen

musst. Sag das laut zu dir! Ich

hatte einmal sehr starke Rückenschmerzen

und ging zum Apotheker, dem ich ein

starkes Schmerzmittel abschwatzte. Mit

diesem Mittel redete ich laut und sagte zu

mir, dass es mir nach der Einnahme warm

den Rücken hinunterfliessen und die

Schmerzen verschwinden würden. So war

es denn auch. Rede dir nicht ein, was für

starke Nebenwirkungen ein Medikament

hat. Wenn du es dir einredest, dann hat es

diese Nebenwirkungen auch.

Dann ist es also eine Glaubensfrage.

Und wenn ich einfach auf gut Glück ein

Medikament ausprobiere?

Dann wirkt das Medikament oder nicht.

Je nachdem, ob du an dein Glück glaubst

oder nicht. Grundsätzlich ist ein klares

Ziel stärker als das zufällige Probieren.

Ich glaube auch nicht, dass uns etwas heilen

kann. Am Ende heilen wir uns selber.

Auch Jesus soll gesagt haben, als er den

Blinden sehend machte: «Nicht ich, dein

Glaube an mich hat dich geheilt.»

Dann bewirkt Glaube die Heilung?

Ja. Darum funktionieren Placebo.

Mal eine ganz andere Frage, wovon

lebt der Köbi Meile?

Am liebsten von der Liebe!

Und wie bezahlst du deine Steuern?

Ich beobachte etwas beängstigt, dass

viele Medien und Heiler sehr teuer

sind. Wie hältst du es damit?

Früher konnten mir die Klienten soviel

bezahlen, wie sie wollten. Jedoch kamen

ab und zu welche in sehr teuren Autos

daher, die mich mit einem Liter Olivenöl

oder einem Kilo Zucker bezahlten. Viele

andere, die weniger besassen, gaben mehr.

Nun verlange ich achtzig Franken für

eine Sitzung. Wenn das jemand nicht bezahlen

kann, darf er auch heute noch weniger

geben. Ich schenke gerne – aber nur

denjenigen, die es wirklich brauchen.

Dann ist es auch für dich eine echte

Herzensangelegenheit?

Ich versuche jeden Menschen mit dem

Herzen zu erfassen. So kann man wahrnehmen,

ob es dem Besucher gut geht oder

etwas klemmt. Auch dann, wenn er etwas

anderes behauptet. Das spürt man nur,

wenn man mit dem Herzen dabei ist.

Bist du ein Medium?

Ich glaube nicht. >

«Es geht mir mit

jedem Tag, in jeder

Hinsicht, immer

besser und besser!»

25


Weitsicht Magazin N°2

GESUNDHEIT UND HEILUNG

Eigenverantwortung ist

die wichtigste Grundlage

in der Arbeit von

Köbi Meile. Auf dem Bild

zu sehen ist Émile Coué.

Köbi Meile ist am

7./8. September 2019

in Wil SG und am

16./17. November in Luzern

an den Wohlfühltagen.

Du hast erwähnt, dass du auch mit

Verstorbenen Kontakt aufnimmst.

Ja, dann bin ich vielleicht ein Medium.

Ich versuche zu erfühlen, was von oben

kommt und gebe das meinem Gegenüber

durch. Ist das geschehen, vertraue ich auf

das, was kommt. Weil ich weiss, dass ich

mit der höchsten Kraft arbeite, kann

nichts Negatives einfliessen.

Du hast einen festen Glauben in die

Engel, in Gott …

Von mir aus gesehen kommt alles von

oben. Ohne Gottes Hilfe könnten wir die

Hand nicht heben.

Was hältst du von Bodenpersonal?

Mit denen habe ich manchmal meine

Mühe. Jedoch waren wir in einem anderen

Leben vielleicht auch einmal Bodenpersonal

und haben mitgemacht. Das haben

wir eine Zeit lang gebraucht. Aber

man entwächst diesen Ansichten und Beengungen.

Irgendwann haben wir genügend

Selbstvertrauen entwickelt und

brauchen vieles nicht mehr.

Man geht seinen eigenen Weg und lässt

sich nicht mehr so schnell in eine Schublade

stecken. Früher hat man uns klein

gemacht. Aber Gott hat uns das Leben

nicht geschenkt, damit wir klein sind. Er

will, dass wir über uns hinauswachsen.

Was willst du unseren Lesern mit auf

dem Weg geben?

Glaubt wieder an euch! Mir ist aufgefallen,

dass viele Leute von Arzt zu Therapeut,

von Therapeut zu Heiler rennen,.

Aber keiner von denen kann uns ins Glück

führen. Den letzten Schritt kann niemand

für uns tun. Den machen wir, indem wir

erkennen, dass in uns das Grösste, Wertvollste

und Wunderbarste steckt, das wir

finden können.

Wenn uns bewusst wird, dass wir göttliche

und unbegrenzte Wesen sind, dann

ist das etwas so Wunderbares. Die grösste

Kraft, die es gibt, ist in uns. Und es braucht

nichts Kompliziertes. Es ist einfach. Wir

müssen nur uns selber lieben. Wir haben

Gott in uns, was wollen wir mehr?

Der wertvollste Mensch für mich, den es

gibt, ist derjenige, den ich im Spiegel

sehe. Im Leben eines jeden Einzelnen gibt

es keine wichtigere Person. Schau in den

Spiegel, sieh dich an und danke dir, dass

du bist, der und wie du bist. Eine wundervolle

Übung, sich jeden Morgen zu

sagen, was für ein wundervoller Mensch

man ist.

Auf der Fahrt nach Hause in die schöne

Zentralschweiz bin ich in Gedanken versunken.

Wie in Trance lenke ich den Wagen

über die kurvige Rickenstrassse. Den

Köbi habe ich noch lange im Ohr. «Wir

sind alle gleich und auf dem gleichen

Weg. Dem Weg ins Licht, zu Gott. Einige

sind vor und andere hinter uns. Kein

Mensch ist besser als der andere.» Das ist

ein sehr schöner Gedanke. Danke, lieber

Köbi! |

Durch den bewussten Fokus auf

gedachte und gesprochene Worte hat

sich Köbi Meiles Leben verändert.

Die Coué-Methode, die mit viel Selbstverantwortung

einhergeht, gibt er seitdem an

andere weiter: Heilung durch Autosuggestion.

Aber auch andere Methoden, darunter

Rückführungen, zählen zu seinem Repertoire.

In Behandlungen wählt er sie intuitiv.

Schweizweit und über die Grenzen hinaus

ist er als Heiler bekannt, betont aber immer

wieder, dass «der Heiler im Menschen selber

ist». Ein- bis zweimal jährlich verschickt er

«Köbis Glückspost» mit eigenen und fremden

Geschichten. www.koebimeile.ch

26


Weitsicht Magazin N°2

GESUNDHEIT UND HEILUNG

Der Mensch als lebende

Ursache

Wie Astrologie und

Astro-Yoga helfen

können, die eigene

Schwingung zu

ergreifen und selbstbestimmt

zu leben,

beschreibt Astrologin

Regina Casanova.

Sie sieht und nutzt

die Sterne vor allem

als Tool für mehr

Klarheit und Selbstverantwortung

auf

dem individuellen

Lebensweg.

Autorin: Regina Casanova

Fotografie: Steffi Blochwitz

Jeder Mensch trägt den Wunsch in sich,

glücklich, erfüllt und gesund zu sein. Wir

wollen unsere Träume verwirklichen

und unsere Talente ausleben. Wir

wollen Liebe fühlen und Glück

empfinden. Wir wollen in

Wohlstand leben und

Fülle geniessen. Wir

wollen Freude spüren

und Frieden finden.

Doch was tun wir? Wir

kämpfen gegen Mangel,

Schmerz oder Krankheit.

Wir haben Angst vor Verlust,

Ablehnung und Misserfolg.

Wir vermeiden Veränderung,

Entwicklung und Erneuerung.

Doch wir selbst sind die Ursache für unser

sogenanntes Schicksal. Wir selbst

sind unser eigenes Schicksal. Wir erleben

und erfahren immer nur uns selbst. Unser

Leben ist ein Spiegelbild unserer eigenen

energetischen Matrix – unseres Horoskops.

Ich arbeite nun seit mehr als 30 Jahren

hauptberuflich als Astrologin und beschäftige

mich seit meiner Jugendzeit intensiv

mit dem inneren und äusseren

Himmel. Astrologie hat mein Leben und

Werden tief geprägt. Die Fragen nach

dem woher und wohin haben mich in

neue Bewusstseinsebenen geführt. Heute

fördere und unterstütze ich Menschen

auf dem Weg, ihr Ich-Bin-Bewusstsein zu

entwickeln.

Astrologie heute

Astrologie hat nichts mit Zukunftsschau

oder mit dem Charakter eines Menschen

zu tun. Astrologie ist eine energetische

Jeder

Mensch ist

eine lebende Ursache.

Wenn wir unser Leben

Selbst-Bewusst gestalten

wollen, um nicht mehr Opfer

unserer eigenen Umstände

zu sein, dann sollten wir

diese Wahrheit erkennen

und annehmen.

Archetypenlehre. Sie ist eine der ältesten

Lehren der Menschheit überhaupt. In der

heutigen Zeit hilft die Astrologie mit,

unser Herz für ein neues Bewusstsein

zu öffnen – für ein Bewusstsein erfüllt

von Tatkraft und Frieden,

von Selbst lie be und Leiden

schaft, von Neugier

und Glück, von Geborgenheit

und Vertrauen,

von Kreativität und Freiheit,

von Dankbarkeit

und Verbundenheit. Die

Astrologie zeigt nicht, welches

Schicksal auf uns

Menschen wartet, sondern

welche energetische Ursache in jedem

Moment ihre Wirkung entfaltet.

Über die Energie-Struktur des Horoskops,

die wir auch energetische Matrix nennen

können, zeigt uns die Astrologie den Weg

der Liebe und des Friedens. Wir sind

Atemzug um Atemzug mit dem Kosmos

verbunden.

Unser bisheriges Leben steht dieser Verbindung

mehr und mehr im Wege, da wir

den Fokus viel zu sehr auf die Erwartungen

der Gesellschaft, auf Verstand und

Äusserlichkeiten gelenkt haben. Dies hat

dazu beigetragen, dass wir unsere Verbindung

zum Kosmos grösstenteils verloren

haben. Warum greifen heute so viele

Menschen zu Beruhigungs- oder Aufputschmitteln,

zu Schlaftabletten, Alkohol

oder anderen Drogen? Sie tun dies

nicht, um den Anforderungen der Gesellschaft

gerecht zu werden, sondern um die

Wirkungen der eigenen Ursachen auszuhalten.

>

27


Weitsicht Magazin N°2

GESUNDHEIT UND HEILUNG

Unser Horoskop ist eine immerwährende

Ursache, auf welche nach dem hermetischen

Gesetz immer eine entsprechende

Wirkung folgt.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist

gerade heute ein unabdingbarer und wegweisender

Anker, um die Wichtigkeit der

Wechselbeziehungen unserer inneren

und äusseren Welt nachhaltig zu verstehen.

Es beinhaltet die Wahrheit, dass

nichts durch Zufall oder als Schicksal geschieht.

Was wir Zufall oder Schicksal

nennen, ist viel mehr ein natürlicher

Ausdruck von Erfahrungen, deren Ursache

wir in unserem Horoskop erkennen

können.

Aus der Foto-Reise «Der Atem des

Kosmos»: Unsere energetische Matrix

zeigt unsere Ich-Schwingung, unsere

immerwährende Ursache auf.

(Yoga-Pose/Asana: Jungfrau)

Legen die Sterne

uns fest? Ist alles,

was passiert,

vorherbestimmt?

Glück, Freude, Frieden und Gesundheit

sind also nicht Ergebnisse von Zufall oder

Fügung, sondern die Folgen von Selbstbestimmung

und Selbstverantwortung.

Selbstbestimmung und Selbstverantwortung

wiederum sind nicht abhängig von

Prägung oder Milieu, sondern von unserem

Mut und unserer Entschlossenheit zu

mehr Selbsterkenntnis. Erst wenn wir

unsere eigene energetische Matrix, entsprechend

unserem Horoskop kennen,

können wir beginnen, deren Ursache-Wirkung-Prinzip

zu unseren Gunsten zu verändern

und konstruktiv zu entfalten.

Unsere energetische Matrix

In unserer schnelllebigen Zeit verlieren

wir meist ungewollt die Beziehung zu

uns selbst. Es fehlt uns oft die Zeit, um

innezuhalten und bei uns selbst anzukommen.

Wir hasten von einem Termin

zum anderen, fühlen uns unter Druck,

wollen Höchstleistungen vollbringen.

Dabei merken wir nicht, dass sich

ständig die gleichen Partner-,

Job-, Gesundheits- oder

Persönlichkeitsmuster

wiederholen. Wir verpassen

es, uns zu reflektieren,

alte Muster

zu erkennen und unsere

schicksalshaften Ursachen

zu transformieren.

Meist können oder wollen

Jeder

Mensch ist

eine lebende Ursache.

Wenn wir unser Leben

Selbst-Bewusst gestalten

wollen, um nicht mehr Opfer

unserer eigenen Umstände

zu sein, dann sollten wir

diese Wahrheit erkennen

und annehmen.

wir die Ursachen im alltäglichen Leben

nicht erkennen, weil sie uns nicht bewusst

sind. Im Alltag werden wir von

Meinungen, Gewohnheiten, Gedanken,

von eigenen Gemütsbewegungen, Gefühlen

oder Stimmungen wie Spielfiguren

auf dem Brettspiel des Lebens gelenkt

oder hin- und hergeschoben.

Unsere energetische Matrix zeigt uns unsere

essentielle Ich-Schwingung auf. Diese

essentielle Ich-Schwingung ist unsere

immerwährende Ursache, der gesetzmässig

eine entsprechende Wirkung folgen

muss. Anders ausgedrückt: Jeder Mensch

ist eine lebende Ursache. Wenn wir unser

Leben Selbst-Bewusst gestalten wollen,

um nicht mehr Opfer unserer eigenen

Umstände zu sein, dann sollten wir diese

Wahrheit erkennen und annehmen. Was

für eine Ursache wir sind und welche

Auswirkungen daraus in unseren Leben

folgen, erkennen wir einerseits über

unser Horoskop, unsere energetische

Matrix und andererseits

erfahren wir dies im ganz

normalen Lebensalltag.

Die Astrologie der

heutigen Zeit kann uns

aufzeigen, wo es neue

Ursachen braucht, um

die Wirkungen zu verändern,

die uns daran hindern

Freude, Leichtigkeit,

28


Fülle, Glück, Freiheit und Liebe in unserem

Alltag zu erfahren. Nur eine bewusste

Veränderung einer Ursache kann positive

Wirkungen zur Folge haben. Dafür

müssten wir jedoch wissen, welche Ursache

zugunsten einer besseren Wirkung

energetisch verändert werden muss.

In unserem Alltag betrachten wir Situationen

meist isoliert und bewerten selbst

kleinste Ereignisse als richtig oder falsch.

Dabei sehen wir alles stets durch die Brille

alter Werte. Diese Bewertungen stammen

aus unserer persönlichen Vergangenheit,

aus unseren Mustern und

Vorstellungen, Erfahrungen und Meinungen.

Wenn wir unsere energetische Matrix

entwickeln und entfalten wollen, sollten

wir diese kennen, damit wir über

unsere individuellen Bewertungen hinauswachsen

können. Aus dieser Sicht betrachtet

sind wir nicht Opfer unseres

Schicksals, sondern wir kreieren es. Wir

können schwierige Umstände nicht mehr

auf unsere Eltern, den Chef oder den Partner

abschieben. Wir müssen unser

«Schicksal» in unsere Selbstverantwortung

nehmen. Spätestens dann, wenn wir

beginnen, Selbstverantwortung für unser

Leben zu übernehmen, drängt sich das

Bedürfnis für ein bewusstes Handeln und

Entscheiden auf, denn letztendlich wollen

wir genau dort ankommen, wo wir

hinwollen.

Wir tragen alle die zwölf astrologischen

Tierkreisenergien in uns, damit wir jederzeit

und überall das uns innewohnende

energetische Potential voll und ganz zur

Verfügung haben. Wir können demnach

überall und jederzeit neue Ursachen setzen

und neue Wirkungen erfahren. >

Jeder Mensch trägt alle

zwölf astrologischen

Tierkreisenergien in

sich. Uns allen steht

jederzeit das energetische

Potenzial voll und

ganz zur Verfügung,

neue Ursachen zu

setzen und neue

Wirkungen zu erfahren.

29


Weitsicht Magazin N°2

GESUNDHEIT UND HEILUNG

Wie man Astrologie

mit Yoga verbindet?

Jedem astrologischen

Tierkreiszeichen ist

eine Asana zugeordnet,

um die Energie

des jeweiligen

Prinzips zu aktivieren.

Regina Casanova ist am

16./17. November 2019

an den Wohlfühltagen

in Luzern

Wenn ich das Horoskop eines Menschen

anschaue, erkenne ich über seine energetische

Matrix die Ursache für alle ihm

widerfahrenden glücklichen oder unglücklichen

Wirkungen. Wenn dieser

Mensch mir dann erzählt, wo er gerade in

seinem Leben steht, was er gerade in seinem

Leben erlebt oder wo er gerne hinmöchte,

erkenne ich, ob und wie er die

entsprechenden energetischen Ursachen

bereits gesetzt hat, um die gewünschte

Wirkung erfahren zu können.

Der Atem des Kosmos

Obwohl uns heutzutage bereits viele Möglichkeiten

zur Verfügung stehen, neues

Bewusstsein zu entwickeln oder Bewusstheit

zu erfahren, meldete sich bei mir der

Wunsch, die spirituelle Energie der Astrologie

und die Kraft des Yoga als neuen

Weg zu verbinden, um auch mit Hilfe des

Körpers die Ursache, unsere energetische

Matrix, verändern zu können.

Yoga ist ein altes und bewährtes Übungssystem

mit einer Fülle an Übungen und

Praktiken, welche unser Wohlbefinden,

unsere Gesundheit und unsere innere

Harmonie fördern. Yoga entspannt, reduziert

und gleicht Gemütszustände wie

Angst, Wut, Frustration oder Enttäuschung

aus. Yoga aktiviert unsere Intuition

und unsere Kreativität, fördert unsere

geistigen Kräfte und erhöht unser

Bewusstsein. Das höchste Ziel des Yoga

ist die Verwirklichung unseres wahren

Selbst, das Einssein mit dem Göttlichen,

die Verschmelzung mit dem kosmischen

Bewusstsein, die Erfahrung des reinen

Seins, des vollkommenen Wissens und

der unbeschränkten Glückseligkeit.

Durch die Manifestation von Astroyoga

hat sich mein Wunsch, Astrologie und

Yoga in eine Synthese zu bringen, auf

wundervolle Weise erfüllt. Was für eine

Freude.

Der Astroyoga-Weg löst hinderliche Ursachen,

befreit das in uns schlummernde

Potential und lässt uns neue Wirkungen

erfahren. Hilfreiche Impulse werden gesetzt,

einschränkende Regeln oder alte

Glaubensmuster werden bewusst, eine

Befreiung von Erwartungen und Leistungsdruck

kann stattfinden. Astroyoga

führt von Atemzug zu Atemzug in eine

neue Bewusstheit.

In wundervoller Zusammenarbeit mit der

begnadeten und leidenschaftlichen Fotografin

Steffi Blochwitz entstand die faszinierende

und wirkungsvolle Fotoreise

«Der Atem des Kosmos». Kraftvolle Fotoaufnahmen,

tiefgründige Texte und einfache

Anleitungen führen Interessierte in

die Welt des Astroyoga ein.

Der Weg durch die zwölf Tore des

Kosmos

Jedem astrologischen Tierkreiszeichen

ist eine passende Asana zugeordnet,

welche die Energie des Zeichens befreit,

akti viert, öffnet oder harmonisiert, je

nachdem was gerade passt. Die zwölf

Astro yoga- Asanas zentrieren die Energiequalitäten

der zwölf Tierkreiszeichen im

Körper. Der energetischen Matrix entsprechend,

wird jede/r sich für einige

Asanas begeistern und mit anderen in

Widerstand kommen. Genauso verhält es

sich in unserem Leben: Je nachdem, wie

die Energiequalitäten in unserem Horoskop

positioniert sind, können wir diese

leicht und mühelos in unserem Alltag als

positive Ursache erleben. Doch je nach

Konstellation können negative Erfahrungen

oder unverarbeitete Erlebnisse auch

negative Ursachen setzen. Dies wiederum

führt zu negativen Wirkungen wie

Frust, Stress, Missmut, Erfolglosigkeit,

Ohnmacht und letztendlich sogar zu

Krankheiten.

Ja, das Leben ist einzigartig und voller

Vielfalt. Wenn wir uns dieser Vielfalt öffnen,

berühren wir den Kosmos und fühlen

die Liebe unseres Herzens. Unsere

Herzensenergie schwingt automatisch

mehr Licht und Liebe in unsere energetische

Matrix, in unser Horoskop, so dass

wir alte Muster, Werte und Vorstellungen

abwerfen können und ein neues Selbstbewusstsein

zu entwickeln beginnen.

Dieses neue Selbstbewusstsein setzt neue

Ursachen und erfährt infolge dessen neue

Wirkungen – was Freude, Glück, Liebe

und Gesundheit mit sich bringt. |

30


02

> 01 Die zwölf Astroyoga-Asanas zentrieren die

Energiequalitäten der zwölf Tierkreiszeichen im

Körper. (Yoga-Pose/Asana: Fisch) > 02 Astrologin

Regina Casanova arbeitet seit über 30 Jahren mit

Menschen daran, ihr Ich-Bin- Bewusstsein zu

entwickeln. > 03 Das höchste Ziel des Yoga ist die

Verwirklichung des wahren Selbst, das Einssein mit

dem Göttlichen. (Yoga-Pose/Asana: Waage)

01

03

Regina Casanova ist gelernte Psychiatrie-

Fachfrau und Neuzeit-Astrologin. Vor

40 Jahren hat sie die Astrologie zu ihrer

eigenen energetischen Matrix (Horoskop)

geführt.

Die eigene energetische Matrix finden, lieben

und leben – das bedeutet Astrologie für

Regina Casanova. Um das ICH-BIN-Bewusstsein

zu entwickeln, ist die Astrologie für sie

der beste Wegweiser. Seit über 30 Jahren

begleitet sie als Astrologin Menschen auf

diesem Weg und ist immer wieder fasziniert

vom inneren und äusseren Himmel und

dem, was er uns zeigt. Die gelernte

Psychiatrie- Fachfrau ist Gründerin der

LEBEN+ASTROLOGIE- SCHULE LAS ® in Chur,

an der sie umfassende Ausbildungen,

Beratungen und Workshops anbietet.

www.lebenschule.ch

31


Weitsicht Magazin N°2

GESUNDHEIT UND HEILUNG

Anwendungsbeispiele

Die zwölf Asanas sind Tore des Kosmos zu neuen Ursachen. Führe alle zwölf Asanas nacheinander

aus. Beobachte dich. In welcher Asana hast du Mühe «dran» oder «drin» zu bleiben? In welcher Asana

fühlst du den Atem des Kosmos durch dich fliessen? In welcher Asana fühlst du dich leicht und locker?

Welche der zwölf Asanas löst welche Emotionen in dir aus? Lass alles zu. Versuche nicht, die «perfekte»

Position zu erreichen. Führe deine Übung so aus, wie sie für dich passt. Falls du regel mässig Yoga

praktizierst, löse dich aus festgefahrenen Abläufen und konzentriere dein Bewusstsein auf die Asanas

der zwölf Tierkreiszeichen statt auf den Ablauf. Das Leben ist Veränderung. Finde von einer Asana zur

nächsten – finde deinen Weg – und setze dabei neue Ursachen.

JUNGFRAU

Mangelt es dir an Klarheit und Ordnung? Die

Jungfrau- Asana kann dir helfen, die hinderlichen

Ursachen aufzulösen.

Stelle dich fussbreit hin. Neige deinen Oberkörper

vornüber. Deine Grosszehen berühren sich und deine

Fersen sind leicht nach Aussen gedreht. Dazwischen

entsteht ein kleines Dreieck, dessen Spitze kraftvolle

Energie ausstrahlt. Umfasse mit beiden Händen deine

Waden und ziehe deinen Oberkörper so gut es geht an

deine Beine heran. Atme bewusst ein und aus.

Erde dich. Du bist da. Was ist wichtig und wesentlich

für dich? Wo verlierst du Kraft und Energie, nur weil

du die Erwartungen anderer erfüllen willst? Oder weil

du eine Pflicht erfüllen musst? Wo verlierst du den

Überblick, weil du dich zu sehr auf Details konzentrierst?

Was machst du alles nur aus Gewohnheit?

Was brauchst du wirklich? Nimm deinen Körper wahr.

Sorge für einen gesunden Lebensstil. Atme ein und

atme aus. Konzentriere dich auf das Wesentliche und

du findest deinen Platz im Leben.

Beobachte wiederum deinen Körper und deine aufkommenden

Gefühle. Bleibe bewusst bei und in deinen

Wahrnehmungen. Genau diese Wahrnehmungen

sind der Schlüssel zur Veränderung.

FISCHE

Sehnst du dich nach Hingabe und Sein? Die Fische-

Asana kann dir helfen, die hinderlichen Ursachen

aufzulösen.

Stehe in einem breiten Ausfallschritt. Gehe in die Knie.

Dein vorderes Knie bildet einen rechten Winkel. Dein

hinteres Bein liegt lang gestreckt auf dem Boden auf.

Mit nach oben gestreckten Armen lässt du deinen

Oberkörper so weit nach hinten sinken, bis du in den

Himmel, in die Unendlichkeit schauen kannst.

Verweile einen Moment in dieser vollkommenen Hingabe.

Verweile zwischen Himmel und Erde, zwischen

oben und unten, zwischen innen und aussen, zwischen

Ende und Anfang, zwischen Anfang und Ende …

Sei dir deiner kosmischen Quelle bewusst. Spürst du

den Kosmos in dir? Bist du in der Hingabe an diesen

Moment? Bist du in Verbindung mit dir selbst? Bist du

in Verbindung mit deinem Körper? Atme ein und atme

aus. Sei in deinem Sein und du erwachst zu Freude,

Glück und Liebe.

Nun weisst du ja schon, wie es geht. Beobachte

deinen Körper und deine aufkommenden Gefühle. Es

liegt nur an dir, was du mit deinen Wahrnehmungen

machst und was du veränderst.

32


WIDDER

Fehlen dir Mut und Durchhaltewille? Die Widder-

Asana kann dir helfen, die hinderlichen Ursachen

aufzulösen.

WAAGE

Suchst du Frieden und innere Ausgeglichenheit?

Die Waage-Asana kann dir helfen, die hinderlichen

Ursachen aufzulösen.

Stehe auf einem Bein. Halte dein Gleichgewicht. Neige

deinen Oberkörper waagrecht nach vorne. Strecke

dein freies Bein zum Ausgleich nach hinten. Zeige mit

deinen Armen und Händen in der Verlängerung deines

Oberkörpers nach vorne.

Halte die Balance. Suche deine innere Harmonie und

Ausgeglichenheit. Balanciere dich immer wieder neu

aus. Mal geht es besser, mal weniger gut. Das Gleichgewicht

halten ist wie ein Tanz zwischen Nähe und

Distanz, zwischen Innen und Aussen, zwischen Stabilität

und Instabilität, zwischen deinem inneren Mann

und deiner inneren Frau. Wann hast du das letzte Mal

getanzt? Wie viel Nähe oder wie viel Distanz brauchst

du? Fühlst du dich stabil und ausgeglichen? Oder

instabil und schwankend? Wie wichtig sind Andere

für dein inneres Gleichgewicht? Atme ein und atme

aus. Verbinde dich mit deinem Atem und du erfährst

inneren Frieden.

Ruhe im Lotussitz. Richte deine Wirbelsäule auf.

Strecke deine Arme der Sonne, dem Himmel, dem

Leben – deinem Leben entgegen. Atme mit dem

Kosmos HIER und JETZT ein und aus.

Du bist lebendig und voller Energie. Entzünde dein

inneres Feuer, lass die Funken sprühen und springe

HIER und JETZT ins Abenteuer Leben. Spürst du dein

inneres Feuer? Spürst du deine inneren Impulse?

Spürst du deine Power? Jeder neue Augenblick, jeder

neue Tag, jede neue Situation und jeder neue Atemzug

ist ein neuer Start ins Leben. Startest du verhalten

oder mutig? Startest du langsam oder schnell?

Startest du zurückhaltend oder motiviert? Startest du

gleichgültig oder lustvoll? Hast du ein Ziel vor Augen

oder bist du ziellos? Atme ein und atme aus. Starte

durch. HIER und JETZT. Du kannst immer nur gewinnen.

Während du in dieser Übung bist, beobachte deinen

Körper und deine aufkommenden Gefühle. Spürst du

Widerstand? Schmerzen? Trauer? Wut? Ungeduld?

Stress? Nimm alle diese Wahrnehmungen bewusst

wahr, ohne sie zu bewerten oder zu verändern. Durch

diese Bewusstheit kannst du die in deinem Horoskop

angelegten energetischen Ursachen zu Gunsten einer

neuen Wirkung positiv verändern.

Beobachte auch in dieser Übung deinen Körper und

deine aufkommenden Gefühle. Du entscheidest, ob

du den alten Ursachen und Mustern entsprechend

reagierst oder neue Wirkungen möglich machst.

Astroyoga-LAS ® ist ein in sich geschlossenes Training, welches mithilft,

das kosmische «Ursache-Wirkung-Prinzip» po si tiv und nachhaltig zu beeinflussen.

33


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Weitsicht Magazin N°2

ANGEBOTE MIT WEITSICHT

Der, der im

Körpergedächtnis liest.

Meine Aufgabe

und Berufung:

Das Heranführen von

Menschen an ihr

Selbst, erkennen und

verstehen des Jetzt.

Sensibilisierung der

Bewusstheit. Ihre

Weiterentwicklung

ins fliessen zu bringen

und zu fördern.

Die Stimulierung und

Aktivierung Ihres

eigenen Energieflusses

im Körper.

1991 wurde ich an meine Aufgabe und Berufung

herangeführt. 1994 kam der Zugang

zu Energie-/Steinkreisen. 1996 erfuhr ich

den «schamanischen» Tod und folgte dem

schamanischen Weg. 2006 durfte ich die

Reise zur nächsten Ebene antreten, die

2007 abschloss. 2008 Praxiseröffnung Anthego.

2009/2010 führten mich wieder auf

eine neue Ebene. 2012 die nächste Ebene,

die vieles auf den Kopf stellte und Neues

zeigte. 2013 kam die Energiefelderweiterung

hinzu. 2017 nächster Schritt zur

Energiekörper-Medizin. |

Anthego | Michael Spars

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Robert Franz wurde 1960 in Rumänien

geboren und fühlte sich seit jeher sehr

mit der Natur verbunden. Als junger

Mann kam der gelernte Mechaniker und

Stuntman nach einigen zu überwindenden

Hürden nach Deutschland, heute lebt

er mit über 100 Tieren auf einen Bauernhof

in Österreich. Er ist überzeugt davon,

dass Mensch und Tier mithilfe der Natur,

ohne teure, ungesunde «Chemie» gesund

bleiben bzw. werden können und provoziert

für diese Überzeugung auch durchaus

gerne die Pharmaindustrie. Ein Muss

Robert Franz, welcher mit seinen lila

Haaren und Barfuss unterwegs ist, kennen

zu lernen. Bei uns haben Sie die

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Silke Schäfer

Astrologin der neuen Zeit

in Luzern 2019

Vortragsabend

Was ist das grosse Warum?

musikalische Begleitung mit Peter Uwe Piotter von Lichtklang®

Freitag, 15. November, 20–22 Uhr

Workshop

«Deine Bestimmung»

Samstag, 16. November, 14–17 Uhr

Infos & Anmeldung: wohlfuehl-tage.ch


Weitsicht Magazin N°2

ANGEBOTE MIT WEITSICHT

Sandra’s krea-natur.ch

für Haut und Haar

Jeder Haarschnitt

behandelt den Menschen

von den

Haarspitzen bis zu

den Zehen. Über die

Meridiane des

Akupunktursystems,

den Zug an den

Schädelknochen der

Mus kulatur und der

Verbindung zum

Nervensystem

be einflussen die

Bewegungen den

ganzen Körper.

Sandra Hugi schneidet nicht einfach nur

Haare. Mit dem Haare schneiden gehen

wir eine Verbindung ein mit unserem

Unterbewusstsein. In unserem Inneren

wissen wir, wie wir unser Haupt tragen

wollen. Mit Hairimpulsing können wir

Blockaden, die sich im Nervensystem

und auf das Wohlbefinden äussern, sanft

und leicht gelöst werden.

Hair-Impulsing ist eine Technik, welche

verfeinert wurde und der Ursprung im

Haare balancieren hat. Sie beruht auf dem

Meridiansystem und es wird mit genauen

Winkeln gearbeitet. Ein durch Hair-Impulsing

behandeltes Haar fällt leicht und

natürlich, weil die verschiedenen Elementen

wie Luft, Schwerkraft, Grundbewegung

des Kopfes, schütteln, nicken

und bewegen berücksichtig wird.

Sandra Hugi wohnt seit 3 Jahren in Arth

und hat sich auf Pflanzenfarben, Hairimpulsing

und ganzheitliche Behandlung

für Haut und Haar spezialisiert. Sie selbst

litt an gesundheitlichen Folgen durch

chemische Behandlungen. Die Menschen

reagieren immer häufiger auf Chemie und

Umwelteinflüssen. Ich begleite Menschen

und gebe ihnen mein Wissen und

meine Erfahrung weiter, damit sie sich

wieder von Kopf bis Fuss wohlfühlen

können. |

Sandra’s krea-natur.ch | Sandra Hugi

Gotthardstrasse 52 | 6415 Arth | 079 774 99 12

www.sandras-krea-natur.ch

Seelenplan-Beratung

Wenn du deinen

Seelenplan erkennst,

verstehst und lebst,

kommt Freude,

Leichtigkeit und

Wohlstand in dein

Leben.

Du möchtest deinen Seelenplan und deine

Seelenaufgabe finden? Du hast das Gefühl,

da sind noch Altlasten, die dir im Wege

stehen?

Finde mit meiner Unterstützung deinen

Seelenplan und deinen Lebensweg, der

für Dich zutiefst erfüllend und befriedigend

ist. Mit meiner Hellsichtigkeit kann

ich deinen Seelenplan und deine Blockaden

erkennen. Nicht nur im jetzigen, sondern

auch in früheren Inkarnationen. Ich

helfe dir, Deine Altlasten aufzulösen, wie

z. B. Karma, alte Glaubenssätze, überfordertes

Ego u.v.m. (Beratung per Skype,

Telefon, Whatsapp oder online möglich).

Günther Malleck | Schillerstrasse 6

88367 Hohentengen | Deutschland

+49 171 95 32 689 | www.freehealing.de

Folge in Zukunft leichten Schrittes der

Stimme deiner Seele und deines Herzens

in ein Leben voller Freude und Erfolg. |

37


Praxis der neuzeit

OneCoreTherapy

Rainer Lessmann

Mobil: +41 (0) 79 787 17 28

Beauty Praxis

Meso Lift Gold Intelligence

Marita Hennig

Mobil: +41 (0) 79 795 93 07


Bewusstes Sein

Marco Rossi

«Im Raum der absichtslosen Präsenz

kann Heilung geschehen.

Daraus entsteht tiefer Frieden,

Freude und Glückseligkeit»

Retreats

Natur & Sille & Präsenz

auf La Palma, Kanaren

Einzelsitzungen

Sehr gerne stelle ich Dir meine Präsenz und meinen Raum zur Verfügung.

Praxis

Chileweid 12 • CH-6026 Rain

Tel 079 746 79 86 • info@marco-rossi.ch • marco-rossi.ch

Seelenklang

Erkenne wer du wirklich bist!

Meine Stimme erinnert dich an deine wahre Seelenessenz.

Diese stelle ich dir als Heilwerkzeug zur Verfügung.

Priska Simatha Wyss

Einzelbehandlungen

mit Stimme und Klang

auf der Klangliege (Monochord)

Freie Zeremonien

für Hochzeiten, Taufen, besondere Anlässe

Workshops / Gruppen-Abende

Stimme & Ur-Kraft, Mantra singen,

Klangmeditationen, KraftRituale im Wald

Seelenklang - Praxis für Klangarbeit

Priska Simatha Wyss • Klangtherapeutin KLA • Chileweid 12 • 6026 Rain

+41 78 612 66 25 • simatha@seelenklang.ch • seelenklang.ch


«Glück ist, wenn ich voll in

meiner wahren inneren Kraft

ruhe, mein Herz ganz offen

ist und ich Einheit und

Verbundenheit erfahre.»

Daniel Hess


Weitsicht Magazin N°2

KINDER BEGLEITEN

Die Glücksschule

Als vor gut drei

Jahren mein Buch

«Glücksschule,

glücklich leben &

freudvoll lernen»

erschienen ist, hätte

ich mir nicht erträumt,

dass darauf

aufbauend eine

schweizweite Bewegung

entstehen

könnte, die sich an

verschiedensten

Orten der Schweiz

für eine andere Art

von Beziehungs- und

Lebensführung, für

mehr Verbundenheit

und für einen grundlegenden

Wandel an

der öffentlichen

Schule stark macht.

Autor: Daniel Hess

Die rasch wachsende

Glücksschulbewegung

berührt viele Menschen im

Herzen, die spüren, dass

es Zeit für einen Wandel

unserer Beziehungs- und

Lernkultur ist.

In meinem Buch gehe ich davon aus, dass

die Herzen der Kinder ursprünglich, das

heisst vor aller Erziehung und Bildung,

offen sind und Kinder dadurch direkt aus

ihrer inneren Wahrheit heraus leben.

Kinder sind spontan, verletzlich, neugierig,

ehrlich und das Wichtigste, sie sind

verbunden mit ihren wahren Bedürfnissen

und Gefühlen. Wenn sie auf Erwachsene

treffen, die ihnen mit ebenso offenen

Herzen, wertfrei und auf Augenhöhe

begegnen, dann bleibt diese ursprüngliche

Verbundenheit erhalten und die Kinder

lernen dem Leben und ihrer inneren

Führung zu vertrauen.

Wenn Kinder aber auf Erwachsene treffen,

deren Herzen verschlossen sind und

die sich innerlich abgetrennt haben von

der ursprünglichen Lebendigkeit und

Verbundenheit, dann können diese Erwachsenen

mit der Echtheit und Offenheit

der Kinder nicht umgehen. Sie reagieren

dann aus ihren angstgesteuerten

Konzepten und Vorstellungen auf die

Kinder. Das verunsichert diese sehr und

bewirkt, dass ihr existentielles Bedürfnis

nach Verbundenheit nicht erfüllt wird.

Aufgrund dessen beginnen Kinder Rollen

zu spielen, sich zu schützen und Verhaltensmuster

zu übernehmen.

Kinder ver suchen dadurch die Erwartungen

der Erwachsenen zu erfüllen, um so,

als Ersatz für die verlorene Verbundenheit,

wenigstens etwas Bestätigung zu erfahren.

Denn viele Erwachsene glauben

immer noch, die Kinder auf eine Welt vorbereiten

zu müssen, die auf Konkurrenzdenken

aufbaut. Dafür müssen die Kinder

möglichst schon in der Schule ein Kon-

kurrenzsystem erleben, in dem sie ausserdem

lernen sich zu schützen, Rollen zu

spielen, Erwartungen anderer zu erfüllen

und zu funktionieren wie Maschinen.

Die Summe all dieser erlernten Muster

und Schutzprogramme wird auch Ego genannt.

Viele von uns Erwachsenen haben

sich vollkommen mit diesem Ego identifiziert

und verteidigen dieses Konstrukt,

als wäre es ihre wahre Identität. Viele

Menschen haben im Verlaufe von Erziehung

und Bildung vergessen, wer oder

was sie wirklich sind und haben dadurch

auch den Zugang zu ihrem unglaublichen

inneren Potential und zur inneren Einheit

verloren. Spannenderweise zeigt

sich in fast jedem Beruf, dass nicht diejenigen

Menschen am erfolgreichsten

sind, die ein Ego entwickelt haben, das

ihnen ermöglicht andere zu übertrumpfen,

sondern vielmehr diejenigen, die am

Besten in Beziehung zu anderen Menschen

treten können! Vor allem aber sind

diese Menschen, die echte verbundene

Beziehungen leben können nicht nur erfolgreich,

sondern auch glücklich und

leben ein sinnerfülltes Leben! >

41


Jede wirklich tiefgreifende

Veränderung

beginnt innen. Innerer

Wandel basiert auf

Selbsterkenntnis, der

Befreiung von

einschränkenden

Mustern und Schutzprogrammen.

Das

Erwachen aus einer

erlernten Realität

beginnt.

Kinder erinnern uns an die

Verbundenheit

Für viele von uns Erwachsenen fühlt sich

das Leben oft so an, als würden wir nicht

richtig leben, als gäbe es in uns so etwas

wie eine angezogene Handbremse, die

uns hindert, das ganze Potential auszuleben.

Viele fühlen sich einsam, abgetrennt,

innerlich leer und sind ständig

auf der Suche nach kurzen Glücksmomenten,

Ablenkung oder Befriedigung.

Aber immer mehr Menschen beginnen

ihre bisherige Lebensführung tief zu hinterfragen

und zu reflektieren. Nicht zuletzt

auch deshalb, weil es ihnen an Tiefe,

echter Erfüllung, Glück und Verbundenheit

fehlt. Sie sehnen sich nach der Unbeschwertheit

aus ihrer Kindheit, sowie

nach innerer Freiheit und Klarheit in Bezug

auf den eigenen Lebensweg.

Aufgrund meiner Arbeit als Kursleiter,

sowie als Lebens- und Beziehungscoach

spüre ich immer deutlicher, dass sich

nicht nur einzelne Menschen solche tieferen

Fragen stellen, sondern, dass unsere

gesamte Gesellschaft mitten in einem

grundlegenden Werte- und Bewusstseinswandel

steckt. Wir streben in unserem

Alltag nach verbesserter Lebensqualität,

mehr Wesentlichkeit und allgemein

nach einem wirklich sinnerfüllten Leben.

Es genügt uns nicht mehr einfach einen

Job zu erledigen, wir möchten vielmehr

unsere wahre Berufung erkennen und leben

können. Wir möchten mehr vom Leben

als einfach nur gut zu funktionieren,

viel zu arbeiten und uns in der Freizeit

abzulenken. Wir wünschen uns ein wirklich

glückliches und erfülltes Leben. So

dass wir in unserer Todesstunde zurückblicken

können und dabei erkennen, dass

wir keine unerledigten Geschäfte mehr

haben, dass wir wirklich geliebt, gelebt,

gefühlt und unser inneres Potential entfaltet

haben.

Innerer Wandel führt zur

Ver bundenheit

Die Glücksschule geht davon aus, dass die

Grundlage für jede wirklich tiefgreifende

Veränderung im Aussen zunächst ein innerer

Wandel ist. Dieser innere Wandel

basiert auf tiefer Selbsterkenntnis, Befreiung

von einschränkenden Mustern sowie

Schutzprogrammen und dem Erwachen

aus der erlernten Realität der Trennung.

Im Verlauf dieses Wandlungsprozesses

beginnen wir Menschen oft auch unsere

Art der Beziehungsführung in Partnerschaften,

aber auch im Umgang mit Kindern

grundlegend zu hinterfragen. Der

Wunsch nach bereichernden, erfüllenden

und verbundenen Beziehungen jenseits

von Machtkämpfen oder Verstrickungen

in allen Lebensbereichen wird stärker

und das Bestreben danach intensiver.

42


sowie eine hohe Offenheit für spontane

Problemlösungen. Ausserdem werden

körpereigene Glückshormone ausgeschüttet.

Wenn also alle Teile im Gehirn miteinander

verbunden sind, dann löst das

intensive Glücksgefühle aus.

Auch systemisch gesehen sind wir alle

untrennbar miteinander verbunden. Kein

einziges Element existiert komplett abgetrennt

vom Ganzen. Egal ob das System

eine Gruppe von Menschen, eine Firma,

eine Schulklasse, unser Körper oder unser

Klima ist, alle lebendigen Systeme

sind in ständiger Interaktion zu allen anderen

Teilen. Insofern könnte man sagen,

dass Trennung nicht mehr als eine Illusion

ist, wenn auch eine sehr leidvolle.

Das Herz wieder öffnen

Wenn die Trennung aber eine Illusion ist,

wieso fühlen wir uns dann nicht verbunden?

Obwohl wir immer mit allem verbunden

sind, können wir das doch nur

dann wirklich spüren und erfahren, wenn

unser Herz offen ist. Denn mit verschlossenem

Herzen fühlt sich unser Dasein abgetrennt,

einsam und bedrohlich an.

Dass auf der Suche nach einem wirklich

erfüllenden Leben Beziehungen eine

solch zentrale Rolle spielen, erstaunt

nicht weiter, wenn wir erkennen, dass

das Bedürfnis nach Verbundenheit das

wohl wichtigste Bedürfnis des Menschen

und ganz speziell auch von Kindern ist.

Sogar auf der Ebene unseres Gehirns bewirkt

Verbundenheit Glücksgefühle. Dies

zeigt sich beispielsweise, wenn Menschen

ganz in einer Tätigkeit aufgehen, dabei

Zeit, Raum und sich selbst vergessen –

dann sind sie in einem Zustand, den die

Wissenschaft «Flow» nennt. Viele Menschen

kennen diese Flowzustände in Tätigkeiten,

die sie wirklich von innen motiviert

und mit Freude ausüben, Kinder

erleben sie oft im Spiel. Im Flow verbinden

sich im Gehirn die verschiedenen

Areale und alle Hirnregionen kommunizieren

und kooperieren optimal miteinander.

Das Gehirn schwingt im Gleichtakt.

In diesem Zustand haben Menschen einen

verbesserten Zugang zu kreativen Ideen,

Deshalb könnte man den aktuellen Wandel

auch als einen Prozess ansehen, bei

dem sich das Herz jedes einzelnen Menschen

wieder öffnet, um so die ursprüngliche

Verbundenheit wieder zu erkennen

und erfahren zu können. Und wenn sich

bei uns Erwachsenen das Herz und dadurch

die Verbindung mit unseren wahren

Bedürfnissen und Gefühlen wieder

öffnet, kehrt auch die Fülle und das Vertrauen

ins Leben zurück.

Mit offenem Herzen kommen wir wieder

in Verbindung mit den ursprünglichen

Fähigkeiten in uns, wie beispielsweise

Kreativität, Spontanität, Unbeschwertheit

und Lebendigkeit. Wenn sich unser

Herz wieder öffnet, dann sind wir aber

auch wieder verletzlich und bisher unterdrückte

Emotionen, Ängste und Verletzungen

drängen in unser Bewusstsein

zurück, so dass sie wieder gefühlt und

körperlich erfahren werden können. Wir

kommen vor allem auch in Kontakt mit

unserem inneren Schmerz darüber, dass >

Die Glücksschule hat den

tiefen Wunsch, dass die

Kinder gar nie lernen

müssen ihre Herzen

ebenso zu verschliessen

wie wir Erwachsenen das

getan haben, und das ist

nur möglich, wenn wir

Erwachsenen bereit sind

unser Herz wieder zu

öffnen.

43


Weitsicht Magazin N°2

KINDER BEGLEITEN

Mehr Infos zur Glücksschule

und zu den

Möglichkeiten bei der

Bewegung mitzumachen

findest du auf

www.gluecksschule.ch

Wie habe ich mich in der

Schule gefühlt: bestärkt

und im Flow – oder eher

unter Druck und meine

«Schwächen» abarbeitend?

wir uns selber so lange verraten, verlassen

und abgetrennt haben. Dass wir viele

Jahre gewartet, funktioniert und von

Ängsten blockiert gelebt haben.

Diese Wiederherstellung des Kontakts

mit unserem eigenen inneren

Schmerz und damit

auch mit unserem Mitgefühl

sind die wohl

wichtigsten Aspekte

des inneren Wandels.

Denn dieser Schmerz ist

bereits Teil der Wahrheit,

Teil des Ursprünglichen

und wenn wir damit in Kontakt

kommen, steht die Türe

zu unserem wahren inneren Potential,

zum Vertrauen und zur inneren Freiheit

weit offen. Die innere Trennung kann heilen

und damit eröffnet sich uns auch der

Zugang zum ursprünglichen Glück, der

Verbundenheit wieder. Unser Leben erhält

dadurch mehr Sinn, Tiefe und Klarheit.

Wenn wir innerlich wieder wirklich

in Beziehung treten zu allen abgetrennten

Anteilen, dann fällt es uns auch viel leichter

die Beziehungen zu anderen Menschen

liebvoller, achtsamer und erfüllender

zu leben.

Die Glücksschule

Der oben beschriebene grundlegende Wandel

berührt und bewegt sämtliche Bereiche

unserer Gesellschaft. Egal ob in der

Familie, in Firmen oder eben auch in den

Schulen – überall stellen sich sehr ähnliche

Fragen und passieren vergleichbare

Prozesse. An der öffentlichen Schule wird

beispielsweise der Wunsch stärker, dass

Lernen auch wirklich nachhaltig und tiefgreifend

passiert. Die Glücksschule will

Lehrpersonen, Eltern und Kinder sensibilisieren

und ermutigen, die öffentliche

Schule gemeinsam soweit zu verändern,

dass alle Beteiligten noch glücklicher

sind, dass die Freude am Lernen, die Offenheit

des Herzens und das Vertrauen in

die eigenen Fähigkeiten bei allen Lernenden

erhalten bleibt. Die Glücksschule verspricht

nicht Glück, aber sie will die Verbundenheit

und damit auch das Glück ins

Zentrum des Lebens und auch des Schulalltags

stellen.

Wenn

wir innerlich

wieder wirklich in

Beziehung treten zu allen

abgetrennten Anteilen, dann

fällt es uns auch viel leichter

die Beziehungen zu anderen

Menschen liebevoller,

achtsamer und erfüllender

zu leben.

Die Glücksschule ist somit ein Ort, an

dem die Kinder jeden Tag Glücksmomente,

Momente der Freude, Verbundenheit

und des Flows erleben dürfen. So lernen

sie das Glücklichsein auch für ihr ganzes

weiteres Leben. Denn wer als

Kind nicht lernt, glücklich zu

leben, dem fällt dies auch

später sehr schwer.

Alle Lernenden werden

in ihrem Vertrauen

in die eigenen Fähigkeiten

und in ihre Selbstwirksamkeit

gestärkt. Das

heisst alle Lernenden und

auch die Schulabgänger

strahlen Selbstvertrauen aus und sind

mit der Gewissheit ausgestattet alles lernen

und erreichen zu können, was sie

wirklich möchten. Alle Gefühle, Emotionen

und Bedürfnisse erhalten Raum, welche

nicht bewertet oder unterdrückt

werden. Indem wir den Kindern in Problem-

oder Konfliktsituationen wirklich

offen und urteilsfrei zuhören, bleiben wir

in Verbindung mit ihnen und sie können

ihrerseits in Verbindung mit ihren Gefühlen

bleiben. Die Glücksschule ist ein Ort

des Miteinanders, weil es kein Bewerten,

Vergleichen und auch keine Konkurrenz

gibt, sondern im Gegenteil eine Kultur

der Ermutigung, der gegenseitigen Unterstützung

und des respektvollen Rückhalts

für alle Lernenden.

Die neuen Lehrer und Eltern

Schon kurz nach dem Erscheinen meines

Buches hat sich der Verein Glücksschule

gebildet, der den Wandel an der öffentlichen

Schule unterstützt und begleitet. Inzwischen

hat der Verein eine rasch wachsende

Mitgliederzahl, es haben sich

verschiedene Regional- und Projektgruppen

gebildet und überall in der Schweiz

beginnen Lehrpersonen und Eltern, basierend

auf dem inneren Wandel, ihren

Schul- und Familienalltag grundlegend

zu verändern. Denn Menschen, die wieder

komplett in Kontakt sind mit ihrer

inneren Wahrheit, Empathie und Echtheit

sind andere Lehrer und Eltern. Sie

können ihr eigenes Wohlbefinden nicht

mehr losgelöst von dem der Kinder oder

44


von anderen Menschen betrachten. Solche

Eltern und Lehrpersonen können

nicht anders als den Menschen beziehungsweise

das Kind ins Zentrum ihrer

Arbeit zu rücken. Sie stellen sich nicht

über die Kinder, sondern erkennen sie als

gleichwertige, verletzliche und auch sehr

kraftvolle Wesen an.

Ihr Verhalten ist geprägt vom tiefen

Wunsch, dass jedes Kind sein ureigenes

Potential entfalten, seine Freude am Lernen

erhalten und sein Vertrauen in die

eigenen Fähigkeiten stärken kann.

Wenn die innere Verbindung wieder besteht,

dann werden alle trennenden Strukturen,

die nicht dem Glück und dem nachhaltigen

Lernen dienen, infrage gestellt

und verändert. Die inneren moralischen

Werte des Herzens werden über die gesellschaftlichen

Sachzwänge und vorgegebenen

Strukturen gestellt und das Wohl und

die glückliche Entwicklung jedes einzelnen

Menschen wird zur Haupttriebfeder

dieser Pädagogen und Eltern. Auch wenn

in schwierigen Beziehungs-, Erziehungsoder

Konfliktsituationen natürlich immer

wieder auch erlernte Muster und Machtstrategien

aktiviert werden können, gibt es

doch aufgrund der inneren Verbindung

auch neue, liebevollere, und offenere

Möglichkeiten mit diesen Situationen umzugehen

oder diese zu klären.

Wenn auch dich der innere Wandel erfasst

hat und dein Herz von der Glücksschule

berührt wird, dann freuen wir uns

sehr auf dein Mitwirken und Mitforschen!

Damit die Schule den Kindern

dient und immer mehr zu einem Ort der

Freude und Verbundenheit wird! |

Die Glücksschule ist ein

Ort des Miteinanders.

Ohne Bewerten, Vergleichen

und Konkurrenz – mit

einer Kultur der Ermutigung,

der gegenseitigen Unterstützung.

Erwachsene, die sich darin unterstützen, ihre wahre

Grösse zu leben – und Kinder, die ihren Zugang

zu sich selbst und ihrer inneren Kraft behalten

dürfen: das ist die Vision von Autor Daniel Hess.

Basierend auf seinem Psychologiestudium hat er als

Vater und Berufsschullehrer sowie durch Erfahrungen

mit Homeschooling erkannt, dass der Bewusstseinswandel

damit beginnt, erlernte Rollenmuster

abzulegen und Anteile wieder zu integrieren. Dies ist

immer weniger nötig, wenn Ermutigung Kern der Erziehung wird. Hess ist

Begründer der Ausbildung zum Beziehungscoach und leitet die Akademie für

Psychologie und Gesundheit in Luzern, die Ausbildungen zum Lebenscoach

anbietet, mit seiner Schwester Ruth. Er gibt Kurse mit systemischen Aufstellungen

(Familienstellen), ist Präsident des Vereins Glücksschule und lebt mit

vier Kindern in einer Patchworkfamilie. www.danielhess.ch

45


Weitsicht Magazin N°2

KINDER BEGLEITEN

Eine Geschichte für kleine und grosse Kinder

Es gibt immer

einen Weg

Wütend und frustriert schleicht Malia, der Regenbogenengel, durch ihren

Lieblingswald. Sie lässt ihren Kopf hängen und immer wieder hört man sie

tief seufzend atmen. «Ach, das ist so fies», murmelt sie leise vor sich hin.

Eigentlich wollte Malia ein Baumhaus bauen. So schön war der Gedanke

heute Morgen, als die warmen Sonnenstrahlen sie weckten und ihr diese

wundervolle Idee mit dem Baumhaus in den Sinn kam. Sie wollte einen Ort

erschaffen, wo sie sich wohl und sicher fühlt oder auch mal allein sein kann.

Ihr Baumhaus soll ihr persönlicher Wohlfühlort werden. Ihr Herz schlug bei

dieser Vorstellung vor Freude und Aufregung höher, so dass ihr Federkleid in

allen Farben leuchtete und Malia über das ganze Gesicht strahlte.

46


Die Freude blieb nicht lange, denn nichts funktionierte

so, wie sie es sich vorstellte. Die Umsetzung

erschien ihr wie ein riesiger Berg. Nach

langem Grübeln streift Malia betrübt durch den

Wald. Ihr Federkleid leuchtet schon lange nicht

mehr so bunt wie am Morgen, sondern knallig rot

wie ein Feuer. Es ist schon von Weitem ersichtlich,

dass sie wütend ist und ihr etwas auf der

Seele liegt. «Ich will doch nur ein hübsches

Baumhaus für mich und meine Freunde bauen,

ist denn das so schwierig!», murmelt Malia. Sie

hatte so viele Ideen, wie dieser Ort aussehen

sollte. Sie stellte sich vor, wie sie alles liebevoll

einrichtete und dekorierte. Und wenn es fertig

ist, würde sie alle ihre Freunde einladen und in

ihrer neuen Baumhütte ein kleines Fest feiern.

Aber vor lauter Ideen wusste Malia nicht, wo sie

anfangen und wie sie das alles bewältigen sollte.

Zudem hatte sie überhaupt keine Ahnung, wie

man hoch in einer Baumkrone ein stabiles Baumhaus

bauen sollte. Wütend stampft Malia auf den

Boden: «Ich kriege das nie hin! Ich werde nie

mein eigenes Baumhaus 47 haben!»

Auf einer Lichtung setzt sich Malia traurig auf

einen Stein und spürt, wie sich ihr Herz zusammenzieht.

Sie ist wütend auf sich selber, dass sie

das nicht hinkriegt. Und je länger sie so dasitzt,

desto grösser wird die Wut. Sie bemerkt nicht

mal, dass sich ihre Waldfreunde versammelt haben

und sie trösten wollen. Schmetterlinge tanzen

um sie herum, die wunderschönen und farbigen

Waldblumen strecken Malia ihre Köpfe

entgegen und die Blätter der Bäume rascheln

leise wie eine sanfte Melodie. Die Sonne sucht

mit ihren Strahlen den Weg durch die Äste und

streift sanft Malias Arme. Aber all das bemerkt

Malia nicht. Sie ist versunken in ihren Gedanken

und gefangen in ihrer Wut. Die Freude, die sie

heute Morgen verspürt hatte, war weg. Ihr Federkleid

ist mittlerweile nicht mehr Feuerrot, sondern

ganz blass und farblos. Sie spürt, wie sie

innerlich aufgibt. Tränen der Enttäuschung laufen

ihr über die Wangen.

Etwas sanftes streichelt ihr über den Kopf und

Malia schaut hoch. Lion, ihr wundervoller, goldener

Engelsfreund steht neben ihr. Sein Gesicht

strahlt weich und liebevoll. Er kniet sich neben

Malia: «Hallo liebe Malia, was macht dich denn

so traurig an diesem wundervollen Tag?» Malia

erzählt ihrem Freund von ihrer tollen Idee und

der Freude, die sie dabei empfunden hatte. Und

eben auch, dass sie es nie schaffen werde, so etwas

zu bauen, wie fest sie an sich zweifelt und

wie sie das alles wütend auf sich selber macht.

Sie spricht ihren ganzen Frust von der Seele und

Lion hört wie immer aufmerksam zu. Nach einer

kurzen Pause zeigt Lion auf eine Ameisenstrasse,

welche direkt vor Malias Füssen durchgeht. Sie

folgt mit ihrem Blick der Strasse und sieht etwas

weiter hinten einen wundervollen Ameisenhügel

entstehen. «Siehst du wie die Ameisen einen klaren

Weg haben, um ihre Nahrung und Schätze an

ihr Ziel zu bringen? Sie wissen genau, wohin sie

wollen. Und daraus entsteht ein wundervolles

Bauwerk.» Was soll das denn jetzt, denkt Malia

wütend. Ich will ein Baumhaus bauen und Lion

redet von Ameisen. «Hast du Lust auf ein Experiment?»,

fragt Lion. Zögernd nickt Malia. Vielleicht

lenkt mich das ja ein bisschen von meinen Gedanken

ab, denkt sie sich. Lion nimmt einen

Stein und legt ihn genau in die Ameisenstrasse.

Ein wildes Chaos bricht aus. Die Ameisen laufen

kreuz und quer und wissen nicht mehr wohin.

«Was hast du gemacht? Die armen Ameisen!»,

schreit Malia. Lion lächelt sie an. «Keine Angst

Malia, ich habe sie vorher gefragt, ob wir dir etwas

demonstrieren dürfen.» Malia beruhigt sich

wieder und beobachtet weiter das Geschehen. >

Glaubst du

daran, dass

alles möglich

ist?

47


Weitsicht Magazin N°2

KINDER BEGLEITEN

Die erste Aufregung der Ameisen scheint sich

wieder zu legen und langsam kann man erkennen,

dass sie sich einen neuen Weg suchen. Es

geht nicht lange, bis die komplette Ameisenstrasse

um den Stein herum wieder funktioniert und

sie einen neuen Weg zu ihrem Ameisenhügel gefunden

haben. «Wie du siehst, Malia, gibt es immer

verschiedene Wege, wie man an ein Ziel

kommen kann. Und manchmal stehen Steine im

Weg, was in dem Moment sehr verwirrend sein

kann und die Sicht etwas trübt. Aber die Ameisen

haben ihr Ziel im Inneren nicht verloren und haben

sich voller Vertrauen einfach einen neuen

Weg gesucht. Sie haben nicht aufgegeben, machen

einfach weiter, aber eben anders als vorher.»

Malia schaut voller Bewunderung auf die

Ameisen. Plötzlich spürt sie eine wundervolle

Wärme in ihrem Herzen und gleichzeitig dieses

Vertrauen und die Kraft, dass alles möglich ist,

wenn man nur will und offen für verschiedene

Wege ist. Malia springt auf, ihr Gesicht glüht voller

Energie und ihr Federkleid leuchtet in allen

Farben. Die Freude ist zurück. «Vielen Dank

Lion, du bist ein wundervoller Engel. Und auch

euch Ameisen, ihr seid toll.» sagt Malia lächelnd

und springt hüpfend davon.

Malia rennt so schnell sie kann heim, nimmt ein

Blatt Papier und Malstifte und zeichnet ihr

Traumbaumhaus. Wo sie vorher nur Steine auf

dem Weg sah, erkennt sie jetzt Möglichkeiten

und hat kreative Ideen, wie sie ihr Baumhaus

realisieren kann. Mit ihrer Skizze rennt sie zurück

in den Wald, sucht sich den tollsten Baum

aus und fängt an zu bauen. Malia sägt, hämmert

und baut. Und ihr Baumhaus nimmt Schritt für

Schritt immer mehr Form an.

Und jedes Mal, wenn sie nicht mehr weiter weiss,

erinnert sie sich an die Ameisen. Dann setzt sie

sich kurz hin, macht eine Pause und schaut sich

ihr Baumhaus von Weitem an. Denn sie weiss

und vertraut darauf, dass ihre innere kreative

Stimme ihr einen neuen Weg zeigt. Vielleicht etwas

anders als zuerst gedacht, aber trotzdem immer

genau richtig. Denn ihr Ziel vom eigenen

Baumhaus bleibt tief in ihrem Herzen.

Gewidmet meiner Tochter Noelle,

Sarah Riggione

Als Mutter von zwei Kindern und systemischer und medialer Coach hat Sarah

Riggione Grundlagen aus vielen Welten, um uns und unsere Kinder mit Bildern und

Geschichten zu begleiten.

In ihrer Arbeit wird sie geführt von der Vision, dass das achtsame Betrachten der

eigenen Persönlichkeit zutiefst heilend und erfüllend ist. Dies gibt sie in systemischen

und medialen Coachings, über Aura Soma-Farbtherapie oder mit Geschichten über

und für Kinder an die Menschen weiter. Sie ist überzeugt davon, dass es für alles einen

Weg und eine Lösung gibt, wenn man Lebensthemen wertschätzend und in einer

liebevollen Umgebung betrachten kann. www.freesoul.ch

48


Ein Geschenk für Sie

Bestellen Sie das Magazin Weitsicht im Abo oder

die nächste Ausgabe als Einzelheft.

1 & 2-Jahres-Abo und Einzelheft No. 2

Die ersten 200 Bestellungen erhalten das handliche,

praktische Pocketbuch «Entschleunigung» von Pirmin

Lötscher.

Gönnen Sie sich mit diesem Buch kleine Auszeiten für jeden Tag. Die Übungen

helfen Ihnen, Ihr Leben vom Stress des Alltags zu entschleunigen. Sie sind ein

kleiner gedanklicher Rückzug, jeden Tag bewusster zu geniessen, um Erholung

und innere Ruhe zu finden.

2-Jahres-Abo

Der Film Aluna, von neue Weltsicht TV (Online- Stream) im

Wert von CHF 18 / EUR 16.

Aluna. Jedes Leben hat eine Bestimmung (deutsch).

Die Rettung der Welt beginnt in unseren Gedanken und in unserem Herzen – ein

indigenes Volk, die Kogi, laden uns mit einem Film ein, wieder Kontakt mit einer

Quelle aufzunehmen, die unserem Bewusstsein entspringt. Aluna ist ein Film von

und mit den Kogi.

Preise (zuzüglich Versandkosten)

Einzelheft

Schweiz CHF 12

Deutschland/Österreich EUR 9

1-Jahres-Abo

Schweiz CHF 20

Deutschland/Österreich EUR 16

2-Jahres-Abo

Schweiz CHF 40

Deutschland/Österreich EUR 32

Sichern Sie sich noch heute Ihr Geschenk und bestellen Sie das Magazin Weitsicht

im Abo (zweimal jährlich) oder als Einzelheft auf www.magazin-weitsicht.ch


Manchmal flüstert

das Glück ganz leise:

«Du bist dran.»


Weitsicht Magazin N°2

AUSBILDUNGEN UND REISEN

Die Magie der Rauhnächte

Wenn die letzten

Tage eines Jahres

anbrechen, beginnt

eine ganz besondere

Zeit. Wahrscheinlich

denkst du jetzt an

Tannenbäume,

Christbaumkugeln,

duftende Plätzchen

und Geschenke. Aber

wie wäre es mit

Weihrauch, Ritualen,

Zeit für mich, Stille,

Reflexion, Magie? Mit

Loslassen, Wünschen

und Visionen?

Autorin: Tanja Suppiger

Wie fühle ich mich in

der Zeit «zwischen

den Jahren»? Ist es

für mich eine

sinn besetzte Zeit?

Seit ich mich mit den Rauhnächten beschäftige,

ist die Zeit zwischen den Jahren

für mich zu einer besonderen Reise

geworden. Einer Reise tief in mein Innerstes,

die mich das ganze zukünftige

Jahr begleitet und nährt. Die Rauhnächte

sind eine Zeit, die dich einlädt, für dich

selbst ein tiefes Verständnis zu entwickeln,

und zur Ruhe zu kommen, um

Antworten auf deine Fragen zu finden.

Was sind eigentlich Rauhnächte?

«Erfunden» haben sie die Kelten: Um

die Differenz zwischen zwölf Monaten

in den Mondphasen (354 Tage) und

dem Sonnenjahr (365 Tage) auszu

gleichen, fügten sie elf

Schalt tage ein und sahen

diese Tage nun als

ausserhalb der Zeit

liegend an.

Kann es vielleicht sein,

dass sich für mich Weihnachten

und der Jahreswechsel

genau deshalb immer

so langgezogen und

zu gleich schnell anfühlten? Die Zeit

empfand ich bis anhin auf der einen Seite

immer als sehr stressig, fremdbestimmt

und hektisch, auf der anderen Seite waren

da immer auch Tage, die sich wie ein

Kaugummi in die Länge zogen.

Für die Germanen waren die Rauhnächte

eine ganz besondere Zeit, in der sie ruhten,

in der die Familien zusammenkamen

und die sie zum Feiern und Orakeln nutzten.

Damals hat man Haus und Hof ausgiebig

geräuchert, um alles zu reinigen

und vor bösen Dämonen zu schützen.

Das

achtsame

Erleben und Zelebrieren

der Rauhnächte auf

meine Art und Weise hat mir ins

Leben zurückgebracht, wonach

ich mich unbewusst immer

gesehnt habe und mir

Weihnachten nicht

geben konnte.

Man vermutet, dass der Begriff «Rauhnacht»

vom Räuchern abgeleitet wurde.

Es wurde wie wild vorausgesagt, hellgesehen

und die guten Zukunftsgeister heraufbeschworen.

Die Vorhersagen bezogen

sich auf das kommende Jahr, wobei

jeder Tag einem Monat im Folgejahr zugeschrieben

wurde. Der erste Rauhnachttag

steht also für den kommenden Januar,

der zweite für den Februar usw.

Du siehst also, die Rauhnächte existierten

schon bevor es Weihnachten gab

und so bin ich mir im Herzen gewiss,

dass es auch seinen guten Grund

hat, weshalb wir die besinnliche

Weihnacht in einer Rauhnacht

feiern. Vielleicht

ist es für uns Zeit,

wieder «back to the

roots» zu gehen und

die Feiertage in Verbindung

mit der Natur und

unserem inneren Spirit

zu feiern.

Das achtsame Erleben und

Zelebrieren der Rauhnächte auf meine

ganz eigene Art und Weise hat mir ins

Leben zurückgebracht, was ich mir ersehnte

und mir Weihnachten nicht geben

konnte: Ruhe, Innenschau, die Verbundenheit

zu mir. Annehmen und

Loslassen von dem, was ist, und mich

bewusst vom Alten verabschieden, um

das Neue willkommen zu heissen. Falls

du jemand bist, der die traditionelle

Weihnacht liebt: Sei beruhigt, du musst

sie nicht eintauschen. Beides kann gut

nebeneinander existieren und sich ergänzen.

>

51


Weitsicht Magazin N°2

AUSBILDUNGEN UND REISEN

Das HerzBauchWerk-

Prinzip begleitet

feinfühlige Menschen

in ihr volles Potenzial.

Mehr Infos hierzu

findest du unter

www.herzbauchwerk.ch

Welche Träume

begleiten mich

in dieser Zeit?

Welche Themen

und Gedanken sind

aktuell?

Rauhnächte als Reise zu deinem

HerzBauchWerk nutzen

In diesem Artikel möchte ich dich dazu

inspirieren, in die Magie der Rauhnächte

einzutauchen und dir für die kommende

Zeit zwischen den Jahren jeden Tag einen

Moment der Achtsamkeit zu reservieren.

Die zwölf Nächte eignen sich hervorragend,

um sich als ein HerzBauchWerk

zu erfahren. So kann die Zeit zwischen

den Jahren zu einer spannenden, intensiven

und transformierenden Reise werden.

Sie kann dich zu deiner Intuition führen,

dir helfen, Fragen auf Antworten zu finden,

welche tief in deinem Innersten verborgen

sind. Und sie öffnet dich für deine

Visionen und Träume.

Magie, Mystik und uralte Rituale treffen

sich in dieser Zeit zu einem Rendezvous

mit deinen Wünschen, Träumen, Themen

und der Bereitschaft, Altes loszulassen

und sich für die Zukunft zu öffnen.

Die Zeit zwischen den Jahren kann so

gleichsam zu einer Reise in die Vergangenheit,

die Zukunft und die Gegenwart

werden.

Wie die Reise durch die Rauhnächte

unvergesslich wird

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die

Rauhnächte nicht einfach fertig sind,

wenn der 6. Januar um ist. Diese Zeit wirkt

nach. Und wie! Für manche ein ganzes

Jahr lang.

Am besten führst du in dieser Zeit ein

kleines Tagebuch, in dem du alles notierst,

was dir widerfährt. Welche Träume

hast du in der jeweiligen Rauhnacht geträumt?

Welche Symbole, Menschen, Gefühle

und Erlebnisse begleiteten dich

während dieser Zeit? Ich verbinde mich

im neuen Jahr an jedem Anfang eines

neuen Monats mit der jeweiligen Rauhnacht,

die für diesen Monat gestanden

hat. Ich nehme mir bewusst Zeit, um

nachzulesen, was diese Rauhnacht damals

zu mir gesagt hat und welche Themen

gerade im Raum standen, was ich

orakelt und gemalt habe.

Wie funktioniert denn das

«Rauhnächteln»?

Die Rauhnächte eignen sich perfekt dazu,

um sich selbst tief zu erfahren und in seinen

Spirit einzutauchen. Jeder von uns

hat seine eigene Form von Ausdruck, von

Kreativität und genau diese wollen wir in

dieser Zeit aktivieren und frei legen.

Entfalte dich in diesen magischen Tagen

und Nächten zwischen den Jahren und

lasse deine Einzigartigkeit, dein Werk

durch dich fliessen! Entfache den Zauber

der Rauhnächte, indem DU sie für DICH

lebendig machst und sie so gestaltest, wie

es sich für dich gerade am stimmigsten

anfühlt.

Es gibt viele Bücher und auch schon einige

Onlinekurse, die dich während den

Rauhnächten begleiten und dir die jeweiligen

Themen näherbringen.

Jede Rauhnacht steht für ein bestimmtes

Grundthema, in das man eintauchen darf.

Je nachdem, von wem du dich durch die

Rauhnächte begleiten lässt, können diese

Themen abweichen. Grundsätzlich laden

dich die Rauhnächte dazu ein, still zu

werden, um in deinen heiligen Raum einzutreten

und deiner Intuition lauschen

zu können. Die Zeit zwischen den Jahren

ist eine heilige, die dich dazu inspirieren

soll, für dich ganz bewusst da zu sein und

in dir Klarheit, Sicherheit und Vertrauen

zu finden.

Wenn du dich auf eine ganz besondere

Reise zu dir machen möchtest, lege ich

dir gerne mein Buch und meinen Onlinekurs

ans Herz. Sie verbinden die Magie

der Rauhnächte und das HerzBauchWerk­

Prinzip zu einer Reise zwischen den

Jahren, die dich näher zu dir, deiner inneren

Klarheit und Kraft führt.

Was brauchst du für deine

Rauhnächte?

Rauhnächte laden dich dazu ein, in Rituale

und ihre Magie einzutauchen. Hier

findest du eine kleine Auflistung von

Utensilien, die du dir vorgängig für deine

Rauhnachtszeit besorgen kannst – du

52


musst aber nicht. Du kannst diese Zeit

genauso achtsam verbringen, wenn du

nicht räucherst oder orakelst, denn das

Wichtigste in dieser Zeit bist DU! Die

Rauhnächte werden dir nicht viel Klärung

bringen, wenn du nur halbherzig

dabei bist. Auf der anderen Seite können

sie wirklich richtig magisch werden, wenn

du dich ihrem Zauber öffnest.

Erschaffe dir deinen heiligen Raum

Deine Rauhnächte sind deine zeitlose,

spirituelle Zeit des Übergangs. Und diese

Zeit darf zelebriert und gefeiert werden.

Vielleicht bist du jemand, der gerne

meditiert oder auf eine andere Art und

Weise in die Stille geht. Oder du schreibst

sehr gerne deine Gedanken auf. Mache

deine Rauhnächte zu deinem spirituellen

Übergang von einem ins andere Jahr.

Du kannst dir dafür eine kleine Ecke einrichten,

jeden Abend eine spezielle Kerze

anzünden oder dir einfach 20 Minuten

mehr Zeit gönnen. Ich persönlich bin ein

Fan von kleinen Altären und habe mir

selbst einen eingerichtet – mit meinem

Wunschglas, kleinen Göttinnen-Figuren,

einer Kerze und kleinen Geschenken, die

ich von Herzensmenschen erhalten habe.

Dieser kleine Raum repräsentiert meinen

heiligen Raum und erinnert mich immer

wieder daran, mindestens einmal am Tag

ganz bewusst zu mir zu kommen, meine

Mitte zu spüren, bewusst zu atmen und

für all das, was mir im Leben begegnet,

dankbar zu sein. Vielleicht hast ja auch

du Lust, dir so eine kleine Ecke oder gar

ein ganzes Zimmer für deine Rauhnächte

einzurichten?

Wünsche an dich und das

Universum abgeben

Ein besonders wunderschönes Ritual ist

für mich auch das Wunschritual. In diesem

sammelst du 13 deiner Wünsche

und verbrennst jede Rauhnacht einen davon,

bis am Schluss nur noch ein Zettel >

53


Weitsicht Magazin N°2

AUSBILDUNGEN UND REISEN

übrigbleibt. Die Wünsche, die verbrannt

werden, übergibst du mit dem Feuer

ganz bewusst dem Universum. Die höhere

Macht darf sich um deine Wünsche

kümmern.

Der Wunsch, der zum Schluss von deinem

Ritual übrigbleibt, ist der Wunsch, für dessen

Erfüllung du ganz persönlich die Verantwortung

im kommenden Jahr trägst.

Ein ganz besonderes

Wunschritual, bei

dem der sogenannte

Zufall ein Wörtchen

mitzureden hat.

Schreibe 13 deiner Wünsche für das neue

Jahr auf je ein kleines Zettelchen und falte

dieses so zusammen, dass du den

Wunsch nicht lesen kannst und sie alle

von aussen möglichst gleich aussehen.

Sammle alle Zettel und bewahre sie in

einem Körbchen, einer kleinen Schachtel

oder einem Glas auf. Ich selbst kreiere immer

gerne meine eigenen Wunschgläser,

in denen ich meine Wünsche während

der Rauhnächte aufbewahre.

Du startest mit dem Verbrennen vom ersten

Zettelchen am 24.12. Bis dahin solltest

du alle deine 13 Wünsche gesammelt

haben. In jeder Rauhnacht ziehst du nun

ein Zettelchen und verbrennst es, ohne

den Wunsch zu lesen. Du musst dafür

nicht extra ein grosses Feuer machen. Es

reicht auch, das Zettelchen in einem

Schälchen zu verbrennen. Ich mag es sehr,

jeweils ein kleines Feuer in unserem

Schwedenofen zu machen und den

Wunsch dann ganz hochoffiziell den guten

Mächten zu übergeben. Du kannst die

Asche bis zum Schluss im Schälchen

sammeln und sie dann der Erde, dem Wasser

oder dem Wind übergeben.

Wenn du alles richtig machst und keinen

Zettel vergessen hast, bleibt nach der

zwölften Rauhnacht – also am 4.1., – noch

ein Wunsch übrig. Diesen darfst du am

5.1. öffnen und lesen. Dies ist der Wunsch,

um dessen Erfüllung du dich im nächsten

Jahr selbst kümmerst! Bewahre ihn an

einem sicheren Ort auf, damit du ihn

nicht aus den Augen verlierst.

Das Orakeln

Die Rauhnächte sind die Zeit des Orakelns.

Du kannst Tarot- oder andere Karten sets

verwenden, um mehr Klarheit und Unterstützung

für die einzelnen Rauhnächte

zu finden. Es ist immer wieder spannend,

wie einen solche Karten in den jeweiligen

Themen und Prozessen unterstützen

können.

Auch hier gilt: Benutze die Kartensets,

die dir persönlich am besten gefallen.

Ich liebe zum Beispiel die Kartendecks

von Colette Baron-Reid. Sie sind wunderschön

gestaltet, jede einzelne Karte ist

ein Meisterwerk!

Die Zeitrechnung während der

Rauhnächte

Etwas sehr Wichtiges musst du für die

Zeit der Rauhnächte verstehen: Aus den

Tagen werden Nächte! Nehmen wir mal

die Rauhnacht vom 24. Dezember als

Beispiel: Der «Rauhnachttag» startet am

24.12. mittags um 12.00 Uhr und endet

am 25. Dezember mittags um 11.59 Uhr.

Eine Rauhnacht findet also immer zwischen

zwei Tagen statt. Die erste Rauhnacht

in der Nacht vom 24. auf den

25. Dezember, die zweite in der Nacht vom

25. auf den 26.12. etc.

Wie geht räuchern?

Räuchern kann man auf verschiedene Art

und Weise. Du kannst Kräuter, Harze

oder Hölzer in einer klassischen Räucherschale

mit Kohle oder in einem eher sanft

wirkenden Stövchen verräuchern oder

einfach auch ein paar Räucherstäbchen

anzünden. Lass dich auch hier von deinem

Gefühl leiten.

54


Wenn ich ganz bewusst mein Haus reinigen

möchte, räuchere ich am liebsten mit

Schale und Kohle. Ein Stövchen, das

sanft räuchert, ist während den Rauhnächten

bei mir immer im Einsatz. Ich

liebe Weihrauch, für mich ist er der grosse

Klassiker. Aber auch Salbei, Myrrhe,

Kampfer, Lavendel, Rosmarin, Wacholder

und viele andere Kräuter und Harze

können verräuchert werden.

Falls du eine sensible Nase hast und dir

das Räuchern zu kompliziert erscheint,

kannst du es auch weglassen. Räume lassen

sich auch sehr gut energetisch reinigen.

Ich bin von der Wirkung von Düften

und Aromen absolut überzeugt und verwende

in meinem Alltag täglich ätherische

Öle.

Es gibt verschiedene Theorien zum Räuchern

in den Rauhnächten. Manche meinen,

es soll täglich geschehen; andere

wählen bestimmte, klärende Tage aus,

wieder andere räuchern einfach am ersten

und letzten Tag. Auch hier gilt: Gehe

nach deinem HerzBauchGefühl.

und linksdrehend in alle Ecken und Nischen

räucherst. Ich habe zwei, drei grosse

Federn, die ich dazu nutze, um den

Rauch in die Ecken zu wedeln. Auch hier

gilt: Lass dich von deinem Gefühl leiten!

Vielleicht gibt es Räume, Ecken und Stellen,

an denen du den Impuls hast, etwas

länger zu verweilen. Oder solche, in denen

du schneller durch bist. Folge deinen

inneren Impulsen. Sie sind immer

richtig.

Der Rauch sollte ein paar Minuten in der

Wohnung oder im Haus einwirken können,

bevor du Türen und Fenster öffnest.

Wenn du die Reinigung intensivieren

und den Rauchduft neutralisieren möchtest,

kannst du mit einem Wasserspray

oder einem energetischen Reinigungsspray

den Rauch binden. |

Tanja Suppiger wird am

16./17. November 2019

an den Wohlfühltagen in

Luzern sein.

Während des Räucherns bleiben alle Fenster

und Türen geschlossen. Sie werden

erst dann geöffnet, wenn du alle Räume

deines Zuhauses fertig geräuchert hast.

Fange ganz bewusst in der Mitte des jeweiligen

Raumes mit deiner Räucherzeremonie

an, indem du dich dort hinstellst,

den Rauch nach oben steigen lässt

Tanja Suppiger arbeitet mit feinfühligen und hochsensiblen

Menschen und zeigt ihnen, wie sie ihre

Sensibilität verstehen, schulen und kraftvoll ins Leben

integrieren können.

In ihrem HerzBauchWerk verbindet sie Bewusstseinsarbeit,

Achtsamkeit, Potenzialentfaltung und Wahrnehmungsschulung.

Besonders Frauen und Kinder der

neuen Zeit kommen mit ihren Anliegen zu ihr. Tanja Suppiger bietet regelmässig

Begleitungen, Onlinekurse, Seminare, Vorträge und Meditationsabende

an. Sie wurde 1979 geboren, wuchs in der Innerschweiz auf und lebt seit

2015 mit ihrem Mann und drei Kindern im Luzerner Seetal. Tanja Suppigers

Buch und ihr Onlinekurs Rauhnächte à la HerzBauchWerk verbinden auf

tiefgründige Weise alte Rituale mit neuem Bewusstsein. Ein tolles SelbstCoaching­

Werkzeug für alle, die den Jahresübergang bewusst und achtsam gestalten

wollen. www.rauhnacht.ch

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Weitsicht Magazin N°2

AUSBILDUNGEN UND REISEN

Besorgungsliste

Wie gestalte ich

meine Rauhnächte?

Wenn dich der Beitrag über die Rauhnächte inspiriert hat, die Zeit zwischen

den Jahren dieses Jahr anders zu nutzen, kannst du jederzeit mit den Vorbereitungen

beginnen und schon einmal schauen, welche Aspekte zu dir passen

würden. Hier findest du eine kleine Liste, die dir dabei helfen soll, alle deine

Vorbereitungen für die Rauhnächte zu treffen. Du musst nicht alles besorgen,

was auf dieser Liste steht, um deine Rauhnächte besonders achtsam und

bewusst zu verbringen. Das hier ist kein Wettbewerb, sondern die Zeit zwischen

den Jahren, die dich dir selbst, deiner Spiritualität und deiner Weiblichkeit/Männlichkeit

ein Stückchen näherbringen darf. Also hör auf dein Herz­

BauchWerk und gestalte sie so, wie es sich für dich stimmig und wohl anfühlt.

Mit oder ohne Räuchern, mit Orakeln oder Wunschritualen, mit Tagebuch oder

ohne. Die wichtigste Zutat bist und bleibst DU.

56


Du brauchst ...

... zum Räuchern:

Räucherschale oder Räucherstövchen

Die Räucherschale wird mit Sand gefüllt und einer Kohle

versehen, auf die das Räucherwerk gelegt wird. Das Räucherstövchen

ähnelt einem Duftlämpchen mit Rechaudkerze

und einem Netz, auf welches die Räuchermischung

gelegt wird.

Es ist Geschmackssache, welche der beiden Arten dir

beim Räuchern besser gefallen. Ich persönlich benutze

das Stövchen, um den Raum, in dem ich mich gerade befinde,

mit seinem dezenten Duft zu räuchern. Wenn ich

mein Haus reinige, dann räuchere ich mit Kohle so richtig

«hardcore».

Räucherkohle/Sand/Besteck/Stövchen

Je nachdem, mit welchem Material du räuchern möchtest.

Räuchermischungen

Das können Harze, Kräuter oder Hölzer sein. Ich liebe hier

vor allem Weihrauch. Gut geeignet sind auch Salbei, Myrrhe,

Wacholder, Kampfer, Angelikawurzeln, Rosenweihrauch,

Honigweihrauch oder alle Fertigmischungen.

Feuerzeug/Streichhölzer

Optional: Sprühflasche mit Wasser/Reinigungsspray.

Wenn du nach dem Räuchern die Reinigungswirkung verstärken

bzw. den Rauch neutralisieren möchtest.

... zum Orakeln:

Tarotkarten oder ähnliche Kartensets

Wenn du während der Rauhnächte orakeln möchtest,

empfehle ich dir, ein Kartenset zu erwerben oder eines

auszuleihen. Es gibt sehr viele verschiedene Sets. Ich

persönlich bin ein sehr visueller Mensch und es ist mir

wichtig, dass die Bilder schön gestaltet sind. Gehe nach

deinem Gefühl und wähle ein Set aus, das dich und deine

Vorlieben anspricht.

... für dein Wunschritual:

13 kleine Zettelchen

Darauf notierst du bis zum 21. Dezember alle deine

Wünsche.

Gefäss zur Aufbewahrung deiner Wünsche

Das kann ein kleines Kistchen sein, ein Schälchen oder ein

Glas. Ich verwende dafür immer meine Wunschgläser, die

ich im Beitrag beschrieben habe.

Evtl. eine kleine Schale oder Teller, in der/dem du die

Asche sammelst. Wenn du magst, kannst du die Asche der

verbrannten Zettelchen in einem Gefäss sammeln und sie

nach dem Ritual der Mutter Erde übergeben (vergraben).

... für deinen heiligen Raum:

Wenn vorhanden, ein Zimmer oder eine kleine Ecke, in der

du ungestört sein kannst.

Kleiner Altar

Hierfür reicht eine kleine Ecke, in die du eine Kerze,

Figürchen, deine Wünsche, evtl. dein Tagebuch und deine

Orakelkarten stellst.

Dein Tagebuch

Um Träume, Beobachtungen und Voraussagungen festzuhalten,

finde ich es immer sehr schön, für die Zeit der

Rauhnächte ein kleines Tagebuch zu führen. Du kannst

das Buch auch aufheben und im nächsten Jahr die

nächsten Rauhnachts-Erfahrungen darin festhalten.


Weitsicht Magazin N°2

AUSBILDUNGEN UND REISEN

Heilung durch Präsenz

Schon Goethe und

andere Naturwissenschaftler

haben den

Spiegel erkannt, den

die Natur uns gibt.

Für unseren Körper,

unseren Geist und

auch die Seele. Um

zu heilen, wieder

ganz zu werden und

sich mit seiner Essenz

zu verbinden,

kann sie ein wertvoller

Lehrmeister sein.

Sie zeigt uns, wie die

komplette Annahme

dessen, was ist, zu

Bewusstsein führt.

Zu Annahme statt

Widerstand, zu Heilung

und Ganzsein

statt Drama und

Wertung.

Autor: Markus Camenzind

Fotografie: Judith Fasler

Erfüllung im Aussen suchen – das ist

normal in unserer Gesellschaft. Wir alle

sehnen uns nach Glück und wollen es in

Dingen, Tätigkeiten oder Beziehungen

finden. Auch wenn das Geniessen des

Aussen durchaus Glück bringen kann, ist

es wichtig, das innere Universum mit

einzubeziehen.

Denn wir sind Körper, Geist und Seele.

Dem würden die meisten Menschen sogar

zustimmen. Wir können den Körper fühlen,

ihn berühren, ihn trainieren. Seine

Existenz stellen wir nicht infrage. Auch

der Geist ist noch nachvollziehbar. Da

sind Gedanken, ich kann mich durch

Kunst, Musik und Poesie berühren lassen.

Doch was ist eigentlich die Seele?

Und gibt es sie überhaupt?

Deine Seele ist ewig und unverletzbar

Die Seele ist der in uns liegende Kern,

welcher immer in Verbindung mit der

Quelle ist. Wir können diese Quelle benennen,

wie wir wollen, sei es nun Gott,

das Alles-was-ist, Universum oder Kosmos.

Im Grunde sind wir alle Seelen, auf

dem Weg dahin, unser Seele-Sein wieder

zu finden und uns daran zu erinnern.

Oft hört man den Ausdruck der «verletzten

oder verlorenen Seele». Ich bin jedoch

überzeugt, dass diese innere Essenz,

unser wahres Wesen, unverletzt ist. Die

Seele ist in ihrer Qualität ewiges, grenzenloses,

reines Bewusstsein. Und dennoch

fühlen oder erfahren wir uns oft verletzt,

zweifeln an unserem Wert und

erfahren uns nicht in der Eigenliebe, geschweige

denn in der Liebe zu unseren

Mitmenschen. Wie können wir also mit

unserem wahren Wesen, unserer Seele in

Verbindung treten?

Als ich vor gut 20 Jahren auf der Lunge

erkrankte, war mir noch nicht bewusst,

welches Geschenk diese Krankheit beinhaltete.

Nach einer Bronchitis wurde

Asthma diagnostiziert. Ich nahm diese

Diagnose zu Beginn nicht sehr ernst, doch

bemerkte ich, dass mein Immunsystem

sehr geschwächt war. So war ich sehr oft

erkältet und konnte den von mir so geliebten

Sport nicht mehr so intensiv ausüben,

da ich die Luft dazu nicht hatte.

Gut ein Jahr nach dieser Diagnose hatte

ich einen Traum, der mir aufzeigte, dass

dieser Prozess «gesund – krank» umkehrbar

sein musste. Ich war ja gesund gewesen,

also dürfte dieser Zustand wieder

erreicht werden können. So begann ich,

mich mit mir und meinem Körper auseinanderzusetzen.

Dabei (wieder)entdeckte

ich auch meine Liebe zur Natur. Parallel

dazu las ich einige Bücher, wobei ich mit

einer Information besonders in Resonanz

ging.

Ich begann, mich mit meinen innerlichen

so reichhaltig vorhanden Emotionen zu

verbinden und diese zu beobachten. Auch

wenn mir die Traurigkeit, die Wut usw.

nicht gefielen, so gab ich den Emotionen

den Raum, den sie brauchten. Ich beobachtete,

wie sie sich veränderten, sobald

ich ein ehrliches Ja hineingeben konnte.

Ein ehrliches Ja haben wir dann, wenn wir

uns wirklich aus dem inneren Widerstand

oder Wollen heraus begeben können. Oft

sagen wir vielleicht das eine, doch innerlich

fühlen wir etwas anderes. So hat ein

>

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Weitsicht Magazin N°2

AUSBILDUNGEN UND REISEN

Ja zum Moment – so wie er sich gerade

zeigt – eine Ehrlichkeit in sich, die Präsenz

erschafft. Und diese Präsenz heilt.

Das Leben als Pfad der

Erinnerung – alles, was

dich bewegt, hilft dir,

bewusster zu werden.

So nahm ich wahr, wie ich mich nach jedem

dieser Prozesse in meiner Selbstwahrnehmung

verändert fühlte. Ich realisierte,

dass ich ausgeglichener war und

nach und nach gingen auch die körperlichen

Symptome zurück oder verschwanden

ganz.

Jeder Mensch trägt diese Beobachter-Ebene

in sich. Beobachten bedeutet, etwas

wertfrei zu betrachten. Wenn wir etwas

beobachten können, d.h. uns nicht mit

der Emotion identifizieren, so geben wir

das Licht des Bewusstseins hinein. Beobachten

kommt, so glaube ich, der bedingungslosen

Liebe sehr nahe und Liebe ist

die heilende Kraft.

Die Natur als Spiegel deines

Bewusst seins

Genau diese Präsenz drückt auch die Natur

aus. Ein Baum bleibt in seinem Baum­

Sein, egal ob da gerade Schnee liegt, es

regnet, Dürre herrscht oder er stirbt. Er ist

eins mit dem Moment und mit dem Fluss

des Lebens.

Liebe will nicht

Liebe kämpft nicht

Liebe wird nicht

Liebe ist …

Nena

Diese essentielle Kraft des Momentes

liegt allem zugrunde, was existiert. Es ist

die Kraft des inneren Friedens und der

Freiheit, die wir alle anstreben.

Unsere Emotionen und Gefühle sind

wichtig, denn sie sind Tore zur inneren

Verbindung. Solange wir uns im Drama

(in der Emotion) befinden, können wir

nicht im Moment sein. Wir sind dann mit

einem inneren Widerstand oder Wollen

verbunden, was uns von dem, was gerade

ist, trennt. In diesem Gefühl oder der Idee

der Trennung liegt das Leiden.

Oft gehe ich in meinen Seminaren mit den

Menschen in die Natur zu ausgewählten

Kraftplätzen, bei denen ich Übungen aus

dem Bereich des geistigen Heilens oder

der Medialität mache. Ich nenne diese

hingebungsvolle Arbeit Energiearbeit. Dabei

verbinden wir uns mit der Natur und

gehen über die Wahrnehmung in die Verbindung

mit unserem Energiefeld oder

dem Energiefeld eines anderen Menschen.

Aus der beobachtenden Position

und unserer Intuition heraus reflektieren

wir und machen uns bewusst, mit welcher

Energie wir verbunden sind.

Wahrer Wandel entspringt deiner

Mitte

Wir alle sind mediale und schöpferische

Wesen und schwingen uns bewusst oder

unbewusst in Energiefelder ein. Da Energie

dort hinfliesst, wo wir unseren bewussten

oder unbewussten Fokus haben,

schöpfen oder kreieren wir durch alles,

mit dem wir bewusst oder unbewusst verbunden

sind.

So kann z.B. Umweltschutz nicht aus der

emotionalen Ablehnung des Um welt verschmutzers

entstehen, da der Um welt­

60


schützer durch seine emotionale Ab lehnung

selber zum (geistigen) Um weltverschmutzer

wird. Was wir emotional

ablehnen, nähren wir mit Energie und so

kreieren wir das, was schon da ist.

Sehr wohl kann man jedoch einen Wandel

bewirken, wenn man für etwas einsteht,

ohne das andere zu verurteilen.

Wahrer Wandel entspringt der Mitte. Die

Natur sucht immer diese Mitte und den

Ausgleich. Wenn wir nun in ein natürliches

Umfeld eintauchen, so finden wir

ein Feld der Harmonie und des Ausgleichs

vor. Dieses Energiefeld hilft uns,

uns selber auszugleichen und wir können

dadurch leichter in Verbindung mit

unserem inneren, wahren Wesen kommen.

Dadurch werden wir uns auch bewusst,

wo wir in Ablehnung oder im Widerstand

sind.

Die Essenz der Natur ist auch deine

Essenz

Unser inneres Wesen, unsere Seelenessenz

verurteilt nicht. Diese Mitte ist die

Kraft der Liebe (die nie verurteilt), eine

Kraft die uns allen zugrunde liegt und

uns zu mitfühlenden, kraftvollen Wesen

macht. Die Natur kann uns helfen, dass

wir uns erinnern, wer wir wirklich sind.

Sie ist immer und in jedem Augenblick

mit dieser Essenz verbunden – wie wir

alle. |

Wenn wir etwas neutral

betrachten, kann sich die

Energie wandeln.

Eigenwahrnehmung stärken, Vertrauen in die eigenen sinnlichen und

übersinnlichen Empfindungen entwickeln und den Lehrmeister der Natur

anerkennen: Das war Markus Camenzinds Heilungsweg und diesen gibt

er als Coach und Heiler an andere weiter.

Markus Camenzind vermittelt eine geerdete, alltagstaugliche Spiritualität, welche

in jedem Moment und in allen Lebenslagen gelebt und umgesetzt werden

kann. Seine Kernbotschaft ist, dass jeder Mensch in seinem tiefsten Wesen

un verletzt, ewig und frei ist und dass das Leben ein stetiger Erinnerungsprozess

eben dieser Essenz ist. Besonders wichtig ist ihm zu vemitteln, dass

jeder Mensch die nötigen Selbstheilungskräfte in sich trägt. Er arbeitet als

Heiler, Medium und geistiger Lehrer in seiner Praxis, in Naturseminaren,

Meditationen und Gruppen. Ursprünglich als Diplompädagoge gestartet, ist er

heute ausgebildet in den Bereichen Medialität und Geistiges Heilen, systemisches

Familienstellen und Trance Healing. www.markuscamenzind.ch

Teilnehmer-Stimmen

«Erholung – obwohl dieser

Tag Prozesse auslöst»

Es ist einfach immer wieder unglaublich, wie man

mit Markus Camenzind in der Natur in seine eigene

Präsenz kommt und mit liebevollen Botschaften ein

Stück zu sich selber findet.

Für mich ist es Erholung, obwohl dieser Tag auch Prozesse

auslöst. Erholung, die ich alleine so schwer umsetze,

weil die Gefahr gross ist, sich in Gedanken zu verlieren.

Dieser Tag hilft mir, mich in Achtsamkeit zu üben.

Erstaunlicherweise hat mir diese Art der Seminargestaltung

von Markus auch sehr geholfen, selbstbewusster

zu werden, und ich habe schon so einige Methoden und

Seminare ausprobiert.

Monique Zaugg

«Mit jeder Übung dringt

man weiter ins Unbewusste»

Mein erster Besuch bei Markus Camenzind in einer

‹offenen Gruppe› hat mir so viele neue Erkenntnisse

über mich, die Kraft der Gedanken und des Geistes,

aber auch über mein persönliches spirituelles Potential

eröffnet, dass ich mich noch am selben Abend für

weitere Seminare angemeldet habe.

In der Zwischenzeit habe ich einige Module besucht und

bin dankbar, dass ich so viel über mich lernen und erfahren

durfte. Und mit jeder Übung dringt man etwas weiter

ins eigene Unterbewusstsein vor und es zeigen sich

immer wieder neue Facetten unseres Seins. Man lernt,

dem eigenen Gefühl, Gespür und der Wahrnehmung zu

vertrauen und so die Selbstheilungskräfte zu aktivieren,

aber auch Heilenergien fliessen zu lassen. Danke dir!

Judith Huber

61


„Uns selbst würdevoll zu betrachten und unseren Weg in Würde zu gehen,

bringt Fluss in unser Leben.

Es gibt keinen Widerspruch zwischen der begrenzenden Erfahrung und

unserem ewigen, grenzenlosen Wesen.

Wir sind in jedem Moment vollkommen.“

Markus Camenzind

4 x im Jahr Journalismus mit Herz und Verstand

Am Kiosk, im Buchhandel und www.spuren.ch

Geistiges Heilen

Mediale Beratung

Spirituelles Coaching

Meditationen und Gruppen

Seminare in und mit der Natur

Eichgutstrasse 1

CH - 8400 Winterthur

043 500 56 66

office@MarkusCamenzind.ch

www.MarkusCamenzind.ch

Natur erleben und genießen auf dem Höchsten

Lassen Sie sich liebevoll umsorgen an einem der schönsten Plätze Oberschwabens

mit Panoramablick über den Bodensee und die Alpenkette. Gut und gesund essen

und schlafen, aus der Kraft der Natur neue Energie schöpfen.

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Erlebnis-Messe für ein

inspiriertes Leben

Wohlfühl

Tage 2019/2020

Raum für Bewusstsein

Der Erlebnis-Event von bewussten

Menschen – für bewusste Menschen.

«Die Wohlfühl-Tage sind eine Plattform

für das aktiv gelebte Miteinander.»

Marco Rossi

Erlebnis-Messen im 2019

07. / 08. September in Wil SG

19. / 20. Oktober in Buchs AG

16. / 17. November in Luzern

Erlebnis-Messen im 2020

01. / 02. Februar in Dübendorf

14.–16. Februar in Luzern (Jubiläum)

04. / 05. April in Sarnen

16. / 17. Mai in Zofingen

06. / 07. Juni in Frauenfeld

08. / 09. August in Davos (Symposium)

12. / 13. September in Wil SG

17. / 18. Oktober in Buchs AG

07. / 08. November in Luzern

21. / 22. November in Schaffhausen

mehr Infos: wohlfuehl-tage.ch

«Finde zurück

zu deiner

Lebensfreude und

tanke neue Kraft»

«Öffne dein Herz,

lass dich berühren

und inspirieren»

La Palma Retreat

01.–08. März 2020

La Palma (Kanaren)

Die Insel des ewigen

Frühlings

Deine Retreat Gastgeber:

Priska Simatha Wyss und Marco Rossi

Priska’s Wirken:

Kraft deiner Stimme

singen, tönen, tanzen

bewegen, fühlen,

Körper spüren

Marco’s Wirken:

Kraft der Stille

Kraft der Trommel

Bewusstes SEIN

Meditation

Natur pur:

Kraftplätzte

Vulkanwanderungen

Delfin- u. Waltour

Strand und Meer

Infos: seelenklang.ch & marco-rossi.ch


Weitsicht Magazin N°2

ANGEBOTE MIT WEITSICHT

Berggasthaus Wasenalp,

die Wundertüte im Wallis

01

Es sind diese bunten

Tüten, die einen als

Kind fasziniert haben.

Die man von der

Gotte beschenkt be -

kommen hat und die

für alle Kinder etwas

beinhaltete. Das

Berggasthaus Wasenalp

am Simplonpass

ist so eine Tüte. Es

ist bunt, fasziniert und

verspricht für jeden

ein Sichwohlfühlen.

Das Angebot ist

vielfältig wie eine

Wundertüte.

> 01 Vogelperspektive:

Die für so Manches sinnvoll

ist > 02 Die einfache

und doch zweckmässige

Aus stattung, lässt uns

Menschen wieder unkompliziert

werden und auf

wirklich wichtige Werte im

Leben zurückbesinnen.

> 03 Ruhe, intakte Natur,

beschenkt mit einem

unermesslichen Weitblick.

Es liegt eine wohlwollende und herzliche

Atmosphäre in der Luft. Die Gastgeber

pflegen eine professionelle Einfachheit.

Das persönliche Du und spontane Gespräche,

die über das Wetter hinaus gehen,

prägen das Sein auf der Wasenalp. Ja, das

Berggasthaus Wasenalp ist dein Daheim

in der Fremde. Du kommst als Gast und

gehst als Freund.

Sitzungen abhalten und zugleich

auftanken

Das Berggasthaus Wasenalp, die grosse

Tankstelle für so manche Menschen, eignet

sich für Firmensitzungen, Klausuren

und Meetings, abseits jeglicher Stressablenkung.

Sie dient als Rückzugsort für

Menschen, welche neue Kraft und Inspiration

benötigen. Namhafte Strategien fanden

und finden ihre Quelle auf der Wasenalp.

Arbeitsteams, Firmengruppen oder

andere Gruppen können von einem massgeschneiderten

Zusatzprogramm profitieren.

Die bunte Palette reicht über gemeinsames

Kochen, zu Outdoor – Aktivitäten

bis hin zu Kinesiologischen Balancen im

mentalen Bereich.

Ferientage im Wallis mit persönlicher

Weiterbildung verbinden

Im Sommer finden durch MTKine.ch offene

Kurse rund ums persönliche Wachsen

statt. Diese Tage sind jeweils geprägt mit

einem Gemisch aus dolce far niente und

zwanglosem Lernen und innerem Wachsen.

Diese entspannenden Kurse werden

von Magdalena Tscherrig, Besitzerin der

Wasenalp, persönlich geleitet. Als Kinesiologie-Instruktorin

führt sie mit Gespür

und Liebe durch ihre Kurse, welche als

wirksame und nachhaltige Impulse für

den Alltag gelten.

02

03

Berggasthaus Wasenalp | Familie Tscherrig

3901 Rothwald/VS | 027 923 23 70

info@wasenalp.ch | www.wasenalp.ch

Wasenalp, der schneesichere Ort mit

natürlichem Schnee

Im Winter bestimmen Kurse rund um die

Materie Schnee den Alltag des Berggasthauses

Wasenalp. Verschiedene Lawinenkurse

für Beginner und Fortgeschrittene,

für Skitourenfahrer und Schneeschuhläufer

werden mit breitem Fach- und Erfahrungswissen

vom Besitzer Fredy Tscherrig

persönlich durchgeführt. Er ist seit bald 30

Jahren als aktiver Bergführer unterwegs,

sein Beruf ist seine Berufung. Die Faszination

rund um die Bergwelt gibt er mit viel

Herzblut und logischer, einfacher Struktur

in Kursen weiter. |

64


«Das Glück beruht oft

nur auf dem Entschluss,

glücklich zu sein.»

Lawrence Durrell


Weitsicht Magazin N°2

BEWUSST LEBEN UND WOHNEN

Seelenstärke – innerer Halt für

den eigenen Weg

Warum innere

Stärke heute so wichtig

ist, um eigene,

innovative Ideen zu

entwickeln, die

unsere Welt so

dringend braucht.

Autorin: Jana Haas

Fotografie: Katharina Kraus

Wir neigen dazu, unser Glück im Aussen

zu suchen. Liebe und Anerkennung

scheint es in der digitalen Welt für uns zu

geben. Und damit etwas, das uns Sicherheit

und Stärke vermittelt.

In stürmischen Zeiten jedoch

können äussere Faktoren

keinen Halt bieten.

Denn die Liebe ist nur

über die Sinneserfahrungen,

Nähe und Berührung

zu finden. Wenn

wir Stärke und Hilfe benötigen,

sind wir auf uns

selbst gestellt und auf unsere

inneren Persönlichkeitsstärken.

Und diese sind umso stabiler, je

mehr Selbstliebe und Selbstvertrauen

uns innewohnen!

Selbstliebe und Beziehungsfähigkeit

wieder erlernen

Die Liebe ist dabei ein wichtiges Element.

Denn ohne Liebe wäre das Leben

gar nicht möglich – und doch hadern so

viele Menschen damit. Genau das behindert

oftmals einen lichtvollen und glückseligen

Lebensverlauf. Die Liebe wird

oftmals verwechselt mit Selbstverliebtheit.

Selbstverliebtheit entspricht einer

oberflächlichen Betrachtungsweise. Man

sieht nur, was so oberflächlich toll ist

spiegelt diese Haltung auch nach aussen.

Selbstliebe ist jedoch ein stilles, ruhiges

und friedvolles Empfinden. In dieser

Energie ruhen wir in uns, wir nehmen

weder jemandem etwas weg noch schaden

wir, sondern wir sind ganz in unserer

Mitte, in unserer Bewusstheit, in unserer

Kraft.

Je mehr es im

eigenen Inneren an

Sicherheit und Vertrauen

mangelt, umso disharmonischer

wird eine Persönlichkeit sein

und umso mehr schürt

diese Persönlichkeit auch

Disharmonie in der

Gemeinschaft.

Diese innere Stärke und Ruhe müssen wir

uns heute meist erst wieder erarbeiten.

Durch unsere Sozialisation wird uns ein

friedvolles, liebevolles, soziales Miteinander

kaum noch vermittelt –

und wir sind selbst dafür zuständig,

als Erwachsene

wieder zu lernen, dass

wir liebenswert, liebevoll

und kraftvoll sind.

Daraus entsteht auch die

liebevolle soziale Kompetenz,

durch die wir in der

Lage sind, klar, konsequent,

flexibel und liebevoll mit jedem

und allem umzugehen.

Das macht das Leben und auch unsere Beziehungen

leichter.

Das Gegenstück dazu sind Menschen, die

sich selbst klein machen oder aus Angst

aggressiv werden und sich über andere

erheben. Kommunikations- und Kritikfähig

keit sind dann nicht ausgebildet –

die soziale Kompetenz fehlt. Aber das ist

kein Aufruf an uns, diese Menschen zu

verändern. Je mehr es im eigenen Inneren

an Sicherheit und Vertrauen mangelt,

umso disharmonischer wird eine Persönlichkeit

sein und umso mehr schürt diese

Persönlichkeit auch Disharmonie in der

Gemeinschaft. Das kennt man zur Genüge

aus Politik, vom Arbeitsumfeld, wie auch

in privaten Beziehungen. Wir selber müssen

jedoch die Veränderung sein, nach

der wir uns sehnen. Deshalb können wir

nur bei uns selbst anfangen, in unserer

Liebe und Friedfertigkeit mit uns selbst

auch persönliche Lösungen suchen. Frieden

in sich selbst zu finden durch das

Kultivieren seiner Selbstliebe und seines

>

67


Weitsicht Magazin N°2

BEWUSST LEBEN UND WOHNEN

Der eigene Berufungsweg wird

nicht vorrangig durch das

«Was» entschieden – sondern

darüber, wie ich mich fühlen

und entwickeln möchte. Die

genaue Art der Ausführung ist

zweitrangig.

friedlichen Bewusstseins macht uns beziehungsfähig.

Jede Beziehung kann dann

aufblühen bzw. wir können das Stimmige

auch anziehen und gestalten, oder wenn

Bedarf besteht rücksichtsvoll heilsame

Trennungen vollziehen.

Warum der eigene Weg gerade heute

so wertvoll ist

Wir leben in einer Zeit der Seelenqualitäten

und können nur aus der inneren

Stärke heraus innovative Ideen entwickeln,

die unsere Welt gerade jetzt so

dringend benötigt. Dann erst sind wir in

der Lage, uns auch in einen anderen Menschen

hineinzuversetzen, um somit auch

aus seinem Blickwinkel heraus einen gemeinsamen

Nenner zu finden. Das gilt

nicht nur in Beziehungen, sondern auch

beim Thema Beruf(ung).

Viele Menschen wählen ihren Beruf entsprechend

den Vorstellungen und der Bewertung

im Aussen. Dabei spielt oft eine

grosse Rolle, was die Eltern erwarten

oder wie die Gesellschaft das Berufsbild

betrachtet. Viele Menschen folgen einem

materiellen Weltbild und wundern sich,

wenn sie dabei versagen, oder auf halbem

Weg durch Selbstzweifel und Erschöpfung

aufgeben. Wie viele von uns tun etwas

aus Überzeugung, aus der inneren

Leidenschaft des Herzens

heraus, aus innerer Stimmigkeit?

Eine ehemalige Schülerin

von mir fragte

mich einst: «Was sagen

denn die Engel? Welche

Berufswahl soll ich treffen?

Was soll ich tun?»

«Wie oft hast

du deinen Kindern

sagen können, dass du sie

liebst?» Oft sagen genau die

Menschen, die anderen Liebe

lehren wollen, dass sie dies

ihren Kindern eigentlich

noch nie in dieser Form

gesagt hätten.

Dieses «Was» ist jedoch

nicht vordergründig, entscheidender ist

vielmehr, wie ich mich im Leben fühlen

und entwickeln möchte. Wenn wir darauf

unsere Ziele aufbauen, finden sie uns

wie von selbst. Wir bekommen viel Unterstützung

«von oben», doch ein bisschen

müssen wir auch selbst tun. Bei dieser

jungen Frau sah ich in ihrer Aura

ätherische Bilder von Tieren und ich vermittelte

ihr die Botschaft ihres Schutzengels:

Ihr Weg geht zu den Tieren, sie möge

in sich hineinfühlen, wie gut ihr die Arbeit

mit Tieren tut. Sie lächelte und sagte,

dass die Tiere ihr das Liebste sind. Sie

reitet, sie geht auch in Tierheime, um zu

helfen. Das heisst, es ist in ihrem Seelenplan

hinterlegt, dass sie durch diese Hingabe

und Liebe ihre Persönlichkeit auf

diesem Weg entwickeln kann. Ob sie dabei

Veterinärmedizin studiert, Tierpflegerin

oder etwas anderes wird, ist nicht

das Entscheidende. Sie ging lächelnd

und mit der inneren Stimmigkeit heim,

dass sie auf dem richtigen Weg ist, ohne

sich an einer fixen Idee festzubeissen.

Ist es deine Berufung – oder Kompensation?

Oft treffe ich bei spirituellen Veranstaltungen

Menschen, die einen etwas verbissenen

Eindruck machen und Coach oder

Heiler werden wollen. Sie begründen es

oft so: «Um anderen Menschen zu helfen

und sie die Liebe zu lehren.» Dabei höre

ich schon am Unterton, dass da etwas

nicht von Herzen kommt. Dann frage ich

gerne: «Wie oft hast du deinen Kindern

sagen können, dass du sie liebst, dass sie

liebenswert und liebevoll sind?» Oft sagen

genau diese Menschen, die anderen

Liebe lehren wollen, dass sie dies ihren

Kindern eigentlich noch nie in dieser

Form gesagt hätten. Das eigene

Manko an Eigenliebe verdrängen

viele, projizieren

es dann auf andere

und wollen es dann

bei ihnen über ein Mitleidsgefühl

heilen.

Wahrscheinlich wird es

ihnen dann nicht gelingen,

anderen Menschen dieses

Gefühl der Liebe und einer

lösungsorientierten Sozialkompetenz zu

vermitteln, denn eine solche Kraft kann

man nur vorleben. Sie ist ein Gefühl, welches

jeder in sich selbst zulassen und kultivieren

muss.

Wir können über die Liebe sprechen und

jeder bekommt eine Vorstellung, aber

niemals das tiefe Empfinden und die

wahre Erfahrung.

68


Ist ein Wunsch wirklich in unseren Seelenplan

integriert, öffnen sich Türen dorthin. Dann

gelingt uns vieles – und wir empfinden es als

sinnvoll, Dinge durchzustehen.

So sollten wir auch unsere drängenden

Wünsche immer wieder hinterfragen,

nach dem «Warum?». Warum wollen wir

etwas? Ist dieser Wunsch wirklich in unserem

lichtvollen Seelenplan integriert?

Wenn ja, dann werden wir auch dahin geführt

werden und er wird sich erfüllen.

Dann wird es uns auch gelingen und

dann macht es auch Sinn, etwas durchzustehen.

Es kann jedoch zu keiner Erfüllung

führen, wenn der Mensch einfach

meint, seine eigenen Blockaden in anderen

therapieren zu wollen, anstatt den

Blickwinkel auf sich selbst zu richten.

Ein solcher Weg wird meist unproduktiv

bleiben. Eine heilerische, spirituelle Berufung

übt man nicht aus, um geliebt zu

werden, sondern weil man liebt.

Es muss sich nicht immer leicht

anfühlen – aber sinnvoll!

In jungen Jahren hatte ich keine Vorstellung,

was ich einmal werden möchte. Ich

hatte Ideen, doch in meinem Umfeld

kaum Unterstützung, um diesen nachzugehen.

Trotzdem bin ich zum Teil aus oder will ich in anderen

Folge ich meiner Berufung –

eigener Kraft, vor allem aber durch himmlische

Unterstützung, Autorin und Heile-

verdrängt habe?

etwas heilen, was ich selbst

rin geworden und halte Lehrgänge zum

«Cosmogetischen Heiler» und Seminare

ab. In jungen Jahren bin ich den Wünschen

meiner Eltern gefolgt, habe die Hö- >

69


Weitsicht Magazin N°2

BEWUSST LEBEN UND WOHNEN

Jana Haas ist am

Jubiläumsanlass der

Wohlfühl-Tage vom

14. bis 16. Februar 2020

in Luzern.

here Handelsschule absolviert und Immobilienkauffrau

gelernt. Ich war sehr

unglücklich, weil das einfach nicht zu

mir gepasst hat. Trotzdem spürte ich ganz

tief, dass ich das zu Ende bringen werde,

um eine sichere Existenz zu haben. Mir

war klar: Auch wenn es mir jetzt nicht

leicht fällt, wird es am Ende doch einen

Sinn ergeben. Heute bin ich glücklich darüber,

denn es hat sich tatsächlich als

sinnvoll für meine jetzige Eigenständigkeit

erwiesen. Ich habe die Erfahrung gemacht,

dass es im Leben nicht darum

geht, dass alles nur leicht sein muss. Solange

wir etwas Sinnvolles spüren in

dem, was wir tun, solange entwickeln wir

uns darin zu etwas Grösserem und es

bringt uns weiter.

Nach meiner kaufmännischen Ausbildung

führte mich mein Weg in eine Naturheilpraxis.

So entwickelte ich mich

immer mehr in den heilerischen Bereich

hinein, und durch die Fragen der Menschen

entstanden damals Beratungen

Das Vertrauen von Menschen in sich selbst und in die Schöpfung stärken –

dafür ist Jana Haas als Autorin, Sprecherin, Seminarleiterin und Medium

angetreten.

Sie wurde hellsichtig geboren und kann die geistige Welt so deutlich sehen wie

das materielle Umfeld. Ihre besonderen Möglichkeiten, das Leben und seine

Hintergründe zu verstehen, nutzt sie im Sinne der Menschen und ihrer

Selbst-Entwicklung. Sie möchte dazu beitragen, dass spirituelle Zusammenhänge

klarer werden und dadurch das Vertrauen der Menschen in sich und

ihren Lebensweg wächst. Jana Haas wurde 1979 in Russland geboren und lebt

heute in der Schweiz.

unter Zuhilfenahme der Engeldurchsagen

und das energetische Handauflegen.

So konnte ich über Jahre immer mehr medizinisches

und psychologisches Wissen

mit meinem spirituellen inneren Wissen

und meinen Gaben verbinden und mit

Hilfe der geistigen Welt einen eigenen

heilenden Ansatz entwickeln, nämlich

das «Cosmogetic Healing». Niemals hätte

ich gedacht, dass ich einmal vor einem

grossen Publikum sprechen und Menschen

in ihren Heilungskräften ausbilden

werde. Diese Aufgaben sind durch

meinen Entwicklungsprozess entstanden

und haben mich gefunden.

Jegliche Form von starren Denkmodellen

und Verbissenheit führt weg von der

Selbstliebe und somit auch vom eigenen

lichtvollen Seelenplan. Zu einem lichtvollen

Ziel gehört oftmals ein intensiver

Bewusstseinsprozess. Und gerade dieser

bringt einen auch weiter, lässt die Seele

reifen und auch in stürmischen Zeiten

stark sein! |

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!

«Das hat mich in meinem

Leben besonders bewegt»

Schreiben sie uns einen Brief oder ein Email:

Magazin Weitsicht, Marco Rossi, Chileweid 12, 6026 Rain,

marco@magazin-weitsicht.ch

70

Ihre Geschichte kann auf der Website www.weitsicht.ch veröffentlicht werden.


Weitsicht Magazin N°2

BEWUSST LEBEN UND WOHNEN

Vastu Architektur – Räume

und Gebäude bewusst, lebendig

und kraftvoll gestalten

Es gibt Räume, in

denen man sich

gleich zuhause

fühlt – und solche,

die eher unstimmig

wirken. Das ist kein

Zufall – denn die

Art, wie Räume und

Gebäude gestaltet

sind, hat einen grossen

Einfluss auf uns.

«Vastu» – heisst die

Kunst, durch universelle

und natürliche

Gesetzmässigkeiten

Wohlfühlräume zu

schaffen. Berühmte

Gebäude wie das

Weisse Haus, der

Berliner Reichstag

und auch die Pyramiden

von Gizeh beruhen

auf diesen Prinzipien,

die wir in

unser Zuhause holen

können.

Autor: Marc Lüllmann

Häuser, die nach den

traditionellen Ayadi-Formeln

gebaut sind, haben eine

besondere, stärkende Energie.

Die Kraft der Resonanz bestimmt

einen Raum

Gemäss Vastu ist jeder Raum ein Resonanzkörper,

ähnlich einem Instrumentenkörper,

und kann eine vorhandene Schwingung

verstärken und reflektieren. Eine korrekt

gestimmte Saite einer billigen Geige tönt

nie so, wie die gleiche korrekt gestimmte

Saite einer Stradivari-Geige. Sobald man

die Geige anspielt, hört man den Unterschied

umgehend. Das gilt auch in Architektur

und im Bau: ein guter Resonanzkörper

ist unabdingbar.

Dr. V. Ganapati Sthapati, einer der grössten

Vastu-Meister unserer Zeit (1927-2011),

erklärte, dass die heilige Ursilbe «Om»

nicht nur aus Klang (Sanskrit: Shabda

Brahman), sondern auch aus Licht (Sanskrit:

Artha Brahman) besteht. Der Resonanzkörper

in der Musik verstärkt und

reflektiert insbesondere den Klang. Die

Architektur soll in diesem Sinne das Licht

verstärken und reflektieren.

Bewusstes Bauen und Raumgestaltung

in der Weltgeschichte

Unsere westliche Bautradition geht zurück

auf Marcus Vitruv, einen römischen

Architekten und Bauherren im ersten

Jahrhundert vor Christus. Er legte grossen

Wert auf harmonische Proportionen, eine

angenehme Symmetrie im Bau und insbesondere

auf ein freies Zentrum, welches

bei den Römern «Atrium» genannt

wurde. Harmonische Proportionen sind

zu vergleichen mit unterschiedlich, aber

zueinander harmonisch gestimmten Saiten

eines Musikinstruments. So entspricht

die Proportion 1:2 (z.B. ein Haus mit einer

Länge von 14m und einer Breite von 7m)

in der Musik einer Oktave. Und unser

Auge nimmt diese Proportion als harmonisch

wahr, ähnlich wie wir eine reine

Oktave mit den Ohren als harmonisch

wahrnehmen.

Symmetrie kann in der Architektur z. B.

über die Anzahl und Anordnung von

Fenstern erzielt werden. Oder in der Vertikalen

über gleich hohe Stockwerke.

Auch das nehmen wir als balanciert und

ausgewogen wahr, sowohl beim Anblick

von aussen als auch beim Wohnen von

innen.

Und stellen wir uns mal vor, dass wir ein

Stück Stoff in einen Geigenbauch stecken

würden und die Geige dann anklingen

lassen. Auch ein Meisterstück wie eine

Stradivari-Geige wird nur einen sehr

dumpfen Laut von sich geben. So ähnlich

verhält es sich, wenn das Zentrum eines

>

71


Weitsicht Magazin N°2

BEWUSST LEBEN UND WOHNEN

> 01 Zentrum (Brahmasthan) des

Vastu EFH’s in Wangen a. d. A.

> 02 Indische Tempel, die

Pyramiden von Gizeh und das

Weisse Haus: Sie alle sind nach

Vastu-Prinzipien erbaut

worden. > 03 Vastu-Architektur

verstärkt und reflektiert Klang

und Licht der heiligen Ursilbe Om.

So erklärte es Dr. V. Ganapati

Sthapati, der grösste Vastu-

Meister unserer Zeit.

Welche Energie hat mein

Haus, mein Raum – und

könnte ein Zusammenhang

zwischen dieser Energie

und seiner Aus richtung und

Gestaltung bestehen?

Raumes oder eines Gebäudes verbaut oder

verstellt wird.

Vor den Römern (753 v. Chr. bis 476 n. Chr.)

waren die Griechen (16. Jahrhundert v. Chr.

bis 146 v. Chr.), vor den Griechen die Ägypter

(4000 v. Chr. bis ca. 664–332 v. Chr.)

und vor den Ägyptern die Vedische

Hochkultur, welche vor ca. 5000 Jahren

zu Ende ging. Und all diese Kulturen haben

eines gemeinsam: überwältigende und

Jahrhunderte bzw. Jahrtausende überdauernde

Gebäude. Über diese grossen zeitlichen

und geografischen Distanzen hinweg

ist vieles vom Wissen der Vedischen

Hochkultur mitgewandert und beeinflusste

die kommenden Zivilisationen und Kulturen.

So kann man noch heute deutliche

Parallelen zwischen Marcus Vitruvs zehn

Büchern über Architektur und einer der

wichtigsten Vastu-Schriften, der Manasara,

erkennen.

Doch leider ging auch ein Teil des Wissens

auf diesem langen zeitlichen und

geografischen Weg verloren. So war der

Resonanzkörper, wie er auch von vielen

der späteren Kulturen geschaffen wurde,

nur ein Verstärker. Aber was wurde hier

eigentlich genau verstärkt?

Ein lange gehütetes Geheimnis

Dr. V. Ganapati Sthapati gibt uns einen

Einblick in ein lange gehütetes Geheimnis:

die Vastu-Masse. Um diese zu berechnen,

stehen 16 mathematische Formeln

zur Verfügung (In Sanskrit: Ayadi).

Diese Ayadi-Masse liegen wohl zahlreichen

Gebäuden in verschiedensten Kulturen

der Welt zugrunde. So war Dr. Ganapati

Sthapati überzeugt, dass sogar die

Mayakultur in Mittelamerika auf einen

grossen Gelehrten der vedischen Zeit,

Brahmarishi Mayan, zurückgeht. Er reiste

selbst nach Guatemala und besuchte

und untersuchte dort mit einem kleinen

Forscher team einige der imposantesten

Maya- Pyramiden. Er konnte nachweisen,

dass auch die Architektur der Maya-

Kultur auf diesem zeitlosen Vastu- Wissen

basierte. Sowohl von der Anordnung der

Stufenpyramide, als auch dem offenen

Zentrum der Pyramiden und insbesondere

von deren Umfangmassen her. Aber

auf welche Weise wirken sich diese heiligen

Masse auf den Raum und dessen innewohnende

Energie aus?

Im Vastu heisst es, dass der freie wie auch

der umschlossene Raum mit kleinsten

Energieteilchen (Sanskrit: Paramanus) gefüllt

ist, zu vergleichen mit Atomen.

Wenn jetzt aus einem noch freien Raum

ein umschlossener entsteht, indem man

auf ein Fundament die Aussenwände und

ein Dach platziert, werden diese feinsten

Energieteilchen umschlossen. Diese Energieteilchen

sind die ganze Zeit in Bewegung.

Nun haben sie aber einen klaren

Rahmen, in welchem sie sich bewegen.

Und dieser Rahmen gibt diesen Teilchen

eine gewisse Schwingung vor. Diese Frequenz

kann mit einem günstigen Umfangmass

vorgegeben werden. Das Ziel der

Vastu-Masse ist, ein Objekt zu schaffen,

das gute Qualitäten bei den Bewohnern

fördert, ähnlich wie harmonische Musik

einen positiven Einfluss auf unseren Gemütszustand

ausüben kann.

Das Haus als Bindeglied zwischen

Natur und Mensch

Eine dieser 16 Ayadi-Formeln bringt das

zu bauende Objekt in Resonanz mit dessen

zukünftigen Bewohnern. Der sogenannte

Mondstern (in Sanksrit Nakshatra) ist Teil

eines vedischen Horoskops. Unser Nakshatra

gibt uns über das ganze Leben hinweg

eine gewisse Grundfrequenz, zu vergleichen

mit unserem Charakter, der uns

auch ein Leben lang begleitet. Unser Bewusstsein

ist also in einer bestimmten Frequenz

gestimmt.

Jedes Haus, geplant nach den traditionellen

Ayadi-Formeln, hat eine ausgesprochen

gute Energie. Wenn dann noch eine

Nakshatra-Resonanz zu den Bewohnern

besteht, empfinden diese das Haus nicht

einfach nur als geniales Wohlfühlhaus,

sondern als ihr ganz persönliches Wohlfühlnest,

ihr Zuhause. Dr. Ganapati Sthapati

bringt den Vergleich mit einer Tanpura,

einem indischen Saiteninstrument,

wo drei Saiten exakt gleich gestimmt

werden. Wenn man nun eine Saite anspielt

und sich diese in Schwingung

setzt, werden sich die anderen beiden

72


02

03

01

gleich gestimmten Saiten von alleine

auch in Schwingung setzen. Dieses Phänomen

ist aus der Musik bekannt und

wird Resonanz genannt. Die gleiche Resonanz

können wir mit Hilfe von Vastu

zwischen Haus und Bewohnern herstellen.

Man kommt ins Haus und wird in

dessen Arm genommen. Somit stellt Vastu

eine Verbindung oder eine Resonanz

zwischen Haus und Bewohnern her.

Aber damit noch nicht genug: Vastu stellt

auch eine Resonanz zur umliegenden

Natur her. Dies wird über die restlichen

15 Ayadi-Formeln erreicht. Sie bringen

einen Baukörper in eine solch gute Frequenz,

dass auch die umliegende Natur

davon profitiert; sie sind kleine (oder

grosse) Energiegeneratoren, deren Erstellung

auch Mutter Erde guttun.

Orientierung an den Himmelsrichtungen

Vastu-Objekte werden zudem bewusst zu

den Haupthimmelsrichtungen ausgerichtet.

Der Grund dafür ist, dass unser Planet

von einem feinen Netz subtiler, aber kraftvoller

Energie umspannt wird. Eine Flussrichtung

besteht von Norden nach Süden

und eine Weitere von Osten nach Westen.

Wenn nun ein Haus zu den Haupt himmelsrichtungen

ausgerichtet wird, ver binden

sich dessen Mauern mit diesem feinen

Energiegitternetz und bringen die Energie

der Erde den Wänden entlang ins ganze

Objekt. Aber der Austausch der Energie

geht auch in die andere Richtung – Vom

geschaffenen Kraftobjekt zurück zur Mutter

Erde. Dabei entsteht eine wunderschöne

Synergie zwischen Haus und Erde

und Haus und Bewohner, also indirekt

auch zwischen Bewohner und Erde.

Alle wichtigen Kraftobjekte wie die Pyramiden,

seien es diejenigen in Gizeh oder

die Maya- oder Inka-Pyramiden in Mittelamerika,

aber auch alle Tempel und die

meisten alten Dome und Kirchen sind zu

den Kardinalrichtungen ausgerichtet.

Auch machtpolitische Objekte wie z.B.

der Reichstag in Berlin oder das Weisse

Haus in Washington stehen exakt Nord-

Süd, Ost-West. Dies ist nicht zufällig,

sondern bewusst so gewählt. Und dieses

Wissen darf mit der Verbreitung der Vastu-Lehre

auch wieder in hiesige Architektur

einfliessen. Dr. Sthapati pflegte zu

sagen: «mit Hilfe von Vastu verbessern wir

die Welt, ein Haus ums Andere.» >

Bauwerke mit der

Ausrichtung Nord-Süd,

Ost-West haben eine

besondere Energie.

73


Weitsicht Magazin N°2

BEWUSST LEBEN UND WOHNEN

Kraftobjekte wie

Pyramiden, Kirchen und

Tempel sind zu den

Kardinalrichtungen

ausgerichtet.

Das ideale Grundstück

Aber noch bevor ein Haus optimal orientiert

aufs Grundstück geplant wird, gibt

uns die zeitlose Vastu-Lehre einige Hinweise,

welcher Baugrund sich besser eignet

und welcher eher vermieden werden

sollte. Hier spielen das Gefälle und auch

Gewässer in der Umgebung oder auf dem

Grundstück eine grosse Rolle. Aber auch

ganz praktische Betrachtungen, zum Beispiel

ob sich der Baugrund in sumpfigem

oder steppenhaftem Gebiet befindet, was

keine idealen Voraussetzungen zum Bauen

wären, sind wichtig. Ideal ist ein

fruchtbarer Boden, weil das auch alle Lebensbereiche

wie die Liebe, die Partnerschaft,

aber auch den beruflichen Erfolg

oder die Gesundheit positive Früchte

tragen lässt.

Herz und Seele eines Raumes

Was die Römer Atrium nannten, nennen

die Vastu-Meister Brahmasthan: das Herz

und die Seele eines Raumes, das Zentrum.

Wo heutige Architekten gerne die

Treppen oder Toiletten platzieren, sollte

idealerweise freier Raum bestehen. So

wie im Kleinen jedes Atom einen energetischen

Atomkern besitzt, jede Zelle ihren

Zellkern oder im Grossen das Sonnensystem

seine Sonne, so sollte jeder geschaffene

Raum ein energetisches Zentrum besitzen.

Sobald neues Leben entsteht – und

Vastu erachtet jeden geschaffenen Raum

als eigenes Lebewesen – entsteht auch ein

energetisches Zentrum. Und dieses kann

sich am besten entfalten, wenn es Raum

hat. Auch wenn das Zentrum idealerweise

nicht mit Wänden, Treppen und insbesondere

nicht mit Toiletten verbaut

werden sollte, so muss man das Zentrum

zum Glück nicht wie bei den Römern zum

Himmel hin offenlassen.

Die fünf Elemente und die Raumplatzierung

Die Vastu Schriften sprechen von fünf

Elementen, aus denen jedes Objekt in

diesem Universum geschaffen wurde,

Äther (Raum), Luft, Feuer, Wasser und

Erde. Die Reihenfolge entspricht der Abfolge

ihrer Manifestation. Alle vier Elemente

entstehen aus dem Äther. Dies ist

also das subtilste der Elemente und die

Quelle der darauffolgenden. Erde wiederum

besteht aus allen fünf Elementen. Die

überlieferten Schriften zeigen, wo sich

diese fünf Elemente in jedem neu geschaffenen

Raum niederlassen. Es ist naheliegend,

dass das subtilste Element Äther

sich gerne im Zentrum (im Herz und der

Seele) des Raumes niederlässt. Das ist

auch der Grund, warum weder Wasser

noch Feuer im Zentrum empfohlen sind,

sondern nur der leere Raum. Luft legt sich

gerne im Nordwesten nieder, gefolgt vom

Feuer im Südosten, dem Wasser im Nordosten

und der Erde im Südwesten. Aus

dieser Anordnung können wir die Anordnung

der Räume ableiten.

– Im Zentrum hat das Ätherelement gerne

seinen freien Raum. Das Zentrum kann

also gut in einen Gang oder ins Wohnzimmer,

in die Eingangshalle etc. eingebunden

werden. Je freier das Zentrum,

desto besser die Energie im Haus

(siehe Beispiel eines freien Instrumentenbauchs).

– Das Element Luft verkörpert Bewegung,

Fluktuation, Transformation und Kommunikation.

Der Nordwesten eignet

sich folglich ideal für Raumfunktionen

wie das Gästezimmer, das Büro, das

Zimmer des ältesten Kindes, ein Badezimmer,

etc.

– Das Element Feuer steht für Hitze, Kreativität,

Antrieb und physische Kraft,

74


womit sich der Südosten ideal für die

Küche, die Heizung, ein Atelier, Massageraum,

Fitnessraum etc. eignet.

– Das Element Wasser steht für Reinheit,

Spiritualität, Information und subtile

Kraft. Der Nordosten kann also gut für

einen Meditations-, Altar- und Yoga-

Raum genutzt werden, aber auch für

einen Therapieraum, ein Büro oder eine

Bibliothek.

– Und das grobstofflichste aller Elemente,

die Erde, steht für Ruhe, Erdung, Fruchtbarkeit

und Autorität. Was eignet sich

da im Südwesten besser als das Elternschlafzimmer.

Doch auch ein Wohnzimmer,

ein Büro oder andere Schlafzimmer

werden in ihrer Raumfunktion

optimal von der Erde unterstützt.

Optimale Zeitpunkte und Zeremonien

Diverse wichtige Meilensteine im Bau werden

nicht willkürlich durchgeführt, sondern

dann, wenn der kosmische Einfluss

der Sterne und Planeten positiv und stark

ist. Aber der «Geburtszeitpunkt» des Hauses

wird nicht nur nach der vedischen

Astrologie berechnet, er wird auch gebührend

gefeiert. So führt man im Vastu zumindest

vier wichtige Zeremonien durch,

die Spatenstichzeremonie (Bhumi-Puja),

die Grundsteinlegungszeremonie (Vastu-

Puja), die Türsetzzeremonie (Vasakal) und

die Feier des Einzugs der Bauherren (Grihapravesh).

All diese Zeremonien dienen

dazu, das Bauprojekt in jeder Phase der

Konstruktion mit positivem Einfluss auszustatten

und zu segnen.

01

02

Auch existierende, konventionell

gebaute Gebäude und Räume profitieren

von Vastu

Nun aber noch eine gute Nachricht an

alle, die aktuell oder in Zukunft keine

Möglichkeit haben, nach Vastu zu bauen:

Auch in bestehende Gebäude und Räume

lässt sich die frische und wohltuende

Vastu-Energie einbringen. Bei der Optimierung

von solchen Objekten prüfen

wir zuerst bauliche Massnahmen, wie ein

kleines Vastu-Objekt im Garten (Pavillon,

Meditationsraum, etc.), das Versetzen von

Türen, Öffnen von Fenstern, das Befreien

eines blockierten Zentrums, etc. Dann

prüfen wir, ob ein Raumtausch zu optimaler

platzierten Raumfunktionen führt.

Auch können die Nebenhimmelsrichtungen

mit Hilfe der dort residierenden Elemente

gestärkt werden, z.B. mit einer

Schale frischen Wassers im Nordosten,

Kerzen oder einer Öllampe im Südosten

oder schönen Pflanzen im Südwesten.

Und zu guter Letzt helfen gezielt platzierte

Farben und Edelsteine, aber auch traditionelle

Kraftobjekte (Yantras) aus Kupfer,

die restlichen Blockaden zu lösen

und die Räumlichkeiten wieder mit Harmonie

und Kraft auszustatten. |

> 01 Ein nach Vastu-Prinzipien

gebautes Einfamilienhaus in

Wangen a.d.A. > 02 Das energetische

Zentrum eines Raumes

sollte idealerweise frei sein,

damit sich die Energie (hier sym -

bolisch dargestellt als Baum)

entfalten und wirken kann.

Seit der Vastu Experte Marc Lüllmann erfuhr,

dass sowohl das Weisse Haus, die Pyramiden von

Gizeh als auch indische Tempel und Paläste nach

Vastu-Prinzipien gebaut wurden, hat er sich mit

dieser zeitlosen Architekturlehre befasst und sich

ihr die letzten 15 Jahre gewidmet.

Marc berät, plant und überwacht den Bau von

Vastu- Gebäuden weltweit und schafft dabei

le bendige und moderne Räume. Zudem hält er

Vorträge, schreibt Artikel und leitet Ausbildungen

über diese kraftvolle Architekturlehre. Bei jedem Vastu-Hausbauprojekt

fas ziniert es ihn aufs Neue, wie viele positive und förderliche Kräfte freigesetzt

werden und die Besitzer von mehr Harmonie, Erfolg, Wohlbefinden und spiritueller

Erfüllung profitieren. Seine Vision ist es, dass jeder Mensch in solchen

Räumen der Fülle und der Kraft leben kann. Gerne unterstützt er auch dich

bei deinem einmaligen Lebensprojekt «Eigenheim». www.vastu-architektur.ch

75


COSMOGETIC-BASISKURS

Einwöchiger Intensivkurs über kosmisches Wissen und Selbstliebe

28.09.2019–04.10.2019

15.03.2020–21.03.2020

Jana Haas

Es handelt sich um die umfangreichste spirituelle Ausbildung, die ich anbiete.

Der Kurs dient in erster Linie der Selbstliebe und Selbstheilung!

Ebenso der Aktivierung deiner inneren Kapazitäten, deiner Inspiration, Intuition und Schöpferkraft!

Ich bringe den Teilnehmern das Verständnis der tiefen Zusammenhänge in der Schöpfung

und den Lebenssinn näher.

Im Mittelpunkt steht der verständnisvolle und liebevolle Umgang mit sich und den Mitmenschen,

die Souveränität über die Gedanken und die Durchlichtung des Körpers bis in die Zellebene,

was einen positiven Einfluss auf Gesundheit, Vitalität und die Verjüngung der Zellen hat.

Ich erkläre das Wirken der kosmischen Kräfte und der Engel und wie wir ihre Hilfe in unser Tun

mit einbeziehen können. Es geht um die Einheit von Körper, Seele und Geist, um Gesundheit und Heilsein

durch geistige Anbindung, die Heilung des inneren Kindes und um Liebe und All-Liebe u.v.m.

Es ist eine wunderbare Methode, ein gutes Leben in Liebe, Gesundheit und Fülle zu führen,

alte Konflikte und Muster loszulassen und schlummernde Potenziale zu erschließen.

Ziel des Kurses ist das Führen eines liebevollen, selbstbestimmten, vitalen und erfolgreichen Lebens!

Dieser Cosmogetic-Basiskurs ist auch Voraussetzung für diejenigen Teilnehmer, die eine Ausbildung

zum Cosmogetischer Heiler/Berater absolvieren möchten und entspricht dem Kurs

„Cosmogetischer Heiler/Berater 1“.

Näheres zu den Veranstaltungen finden Sie unter www.jana-haas.com

Kontakt: karin.foerster@cosmogetic.com

Tel. 0041 71 670 11 78

Veranstaltungsort: Mattli Antoniushaus in CH-Morschach

www.antoniushaus.ch

Die 19. Österreichische Messe für Körper, Geist & Seele

gesund & glücklich – Das Messebündel

für Körper, Geist & Seele mit den Messen

Messe-Facts:

gesund & glücklich

mit ihren Schwerpunkten Ganzheitliche

Heilmethoden, Spiritualität, Energetik &

Naturkosmetik

Schirner Tage Austria

mit einer 150 m² großen Buchhandlung als

„Buchmesse in der Messe“

ISS DICH … gesund & glücklich

mit gesunder Ernährung und Köstlichkeiten

gemeinsam mit der

• ca. 110 Aussteller und über 25 Buchautoren aus rund 5 Nationen

• 3.000 m² Ausstellungsfläche mit 30.000 Besucher (2018)

• Über 120 Vorträge, Buchvorstellungen & Demonstrationen

• 2 Konzerte mit ONITANI Healing Music

• 3 Workshops mit Prof. Dr. h. c. Christos Drossinakis und Thomas Young

• Heilerabend mit Rade Maric

• 1 Podiumsdiskussion mit prominenten Buchautoren

• 2 Messerestaurants (u. a. veganes Catering)

KONZERTE, HEILERABEND und WORKSHOPS

ONITANI Healing Music

(Bettina & Tino Mosca-Schütz)

Konzerte: Healing Music

SA, 16.11.2019 | 17.30 Uhr & SO, 17.11.2019 | 15.10 Uhr

Preis: Im Messeticketpreis enthalten

Rade Maric Heiler und Parapsychologe

Heilerabend: Wenn die Seele sich befreit

SA, 16.11.2019 | 17.00 – 19.00 Uhr | Preis: 40 €

Anmeldung: Nicht erforderlich

Veranstalter: Rade Maric, DE-70736 Fellbach

Thomas Young Weisheitslehrer und Buchautor

Workshop 1: SEELENBEBEN | Die Herz-Erleuchtung

SO, 17.11.2019 | 10.00 – 13.00 Uhr | Preis: 60 €

Workshop 2: ZIRBEL-WIRBEL | Die Meisterdrüse

SO, 17.11.2019 | 14.30 – 17.30 Uhr | Preis: 60 €

Anmeldung/Tickets: T +43 (0)664 7376 5521

info@gesund-und-gluecklich.at

Veranstalter: Büro Thomas Young, DE-82346 Andechs

Prof. Dr. h. c. Christos Drossinakis

Geistheiler und Buchautor

Workshop: Geistiges Heilen – Demonstrationen zur geistigen

Schmerzauflösung

SO, 17.11.2018 | 13.00 – 16.00 Uhr | Preis: 60 €

Anmeldung/Tickets: T +43 (0)664 7376 5521

info@gesund-und-gluecklich.at

Veranstalter: Verein IAWG, AT-2293 Marchegg

15.–17.11.2019 FR+SA 9–19 Uhr – SO 9–18 Uhr Kärntner Messen Klagenfurt | Messeplatz 1 | AT–9020 Klagenfurt

www.gesundemesse.eu ~ T. +43 (0)664 7376 5521


Weitsicht Magazin N°2

BEWUSST LEBEN UND WOHNEN

«Warum ich immer

noch kein Handy

benutze und was das

mit 5G zu tun hat»

Dieter Broers, Biophysiker,

Philosoph,

Herzmensch und

Bestsellerautor,

vergleicht den anstehenden

neue 5G-

Mobilfunkstandard

gerne mit der bekannten

Stelle aus

Goethes Zauberlehrling,

wo es heisst:

«Die ich rief, die

Geister, werd ich nun

nicht los». Ein ähnliches

Szenario sieht

er für 5G heraufziehen

und weist in

einem ausführlichen

Artikel, den wir auf

unserer Homepage

für Sie bereitstellen,

auf die Hintergründe

seiner Einschätzung

zu diesem kontroversen

Thema hin.

«Was diese Technik so bedenklich macht,

sind die hochfrequenten elektromagnetischen

Strahlen», beschreibt Dieter Broers

dort und erklärt dann genauer das Zusammenspiel

von diesen Strahlen und

der Biologie des Menschen: «Es existieren

Frequenzen, deren Einwirkungen auf

Lebewesen schädliche Folgen haben können.

Hierzu zählen beispielsweise die

UV-B- und die Röntgenstrahlen. Diese

Frequenzen können deswegen zu Zellschäden

führen, weil ihre Wellenlängen

denen der Chromosomen entsprechen.

Mit dem Einzug der elektromagnetischen

Technik griff der Mensch auch in die Biologie

ein, da beispielsweise jeder stromdurchflossene

Leiter ein Magnetfeld erzeugt.

Die hierdurch entstehenden

Wechselwirkungen sind der Naturwissenschaft

hinlänglich bekannt. Damit wir

auf die möglichen Gefahren der unterschiedlichen

Frequenzen hingewiesen

werden, existieren Grenzwerte. Als

Faustregel können wir sagen, je höher die

elektromagnetischen Frequenzen, umso

grösser ist die potenzielle Gefahr. Dies

trifft besonders bei Menschen zu. Unsere

Handys arbeiten mit Frequenzen im Bereich

von Mega- und Gigahertz-Wellen

(800 MHz bis 2,6 GHz) und liegen somit

in einem biologisch kritischen Bereich.

Die neue Generation von mobilen Kommunikationsanlagen

5G wird in der ersten

Ausbaustufe mit 3,5 und 3,7 GHz senden

und damit die Frequenzen noch

weiter erhöhen.» 5G wird, so beschreibt

Dieter Broers es weiter, mit Frequenzen

von 3,5 und 3,7 GHz beginnen und in einer

weiteren Ausbauphase 6 bis 100 GHz

senden – seiner Einschätzung nach eine

«höchst gefährliche Dimension». Unter

anderem aus diesem Grund besitzt er

selbst kein Handy.

Warum er aber trotzdem keinen Sinn in

einer panischen Haltung sieht, welche offiziellen

Grenzwerte zur Strahlenbelastung

festgelegt sind und ob diese überschritten

werden – und was man seiner

Ansicht nach tun kann – gibt es in seinem

ausführlichen Beitrag auf unserer Homepage

zu lesen. |

Der Ausführlicher Beitrag ist auf

unserer Website aufgeschaltet.

www.magazin-weitsicht.ch

77


Das neue 5G Netz, ein

Thema das sehr bewegt.

Wie ist deine persönliche

Einstellung hierzu?

Weitsicht Magazin N°2

WEITERE SICHT

Mein Weg des inneren Wachstums –

5 Fragen an 5 Persönlichkeiten

Inneres Wachstum – das

dürfte jeden bewegen, der

sich zum Weitsicht-

Magazin hingezogen fühlt.

Spiritualität und Persönlich -

keitsentwicklung sind

auf dem Vormarsch –

und wer früher noch schief

angeschaut wurde, wenn

er von inneren Prozessen

sprach, ist damit heute

nicht mehr allein.

Global gesehen ist inneres Wachstum immer

verbreiteter und aktueller. Dennoch

nehmen viele Menschen, die sich auf diesen

Weg begeben, in ihrem Umfeld damit

eine Sonderrolle ein. Da kann es schon

mal sein, dass man sich alleine fühlt –

oder in dem grossen Angebot, den vielen

Lehren die Orientierung verliert. Wie ist

das nun mit dem Lernen und dem Schulsystem?

Was bedeutet Glück denn nun

wirklich? Welche Richtung schlage ich

zwischen Technisierung und Spiritualisierung

ein? Wir haben fünf inspirierenden

Persönlichkeiten fünf Fragen gestellt

und wollten von ihnen ganz konkret etwas

über ihre eigenen, inneren Prozesse

und Erfahrungen wissen. Weil die Erlebnisse

anderer Inspiration und Orientierung

bieten können – und allein das Gefühl,

dass auch andere an bestimmten

Punkten stehen oder standen, sehr kraftspendend

sein kann. Zu guter Letzt soll

dadurch auch deutlich werden, dass jeder

individuelle Lebensweg faszinierende

und inspirierende Botschaften für andere

enthält – so auch deiner. >

1.

Inspirationen erwecken unser

Innerstes. Was inspiriert dich zu

einem bewussten Leben mit

Weitsicht?

Die Welt durch Kinderaugen

sehen. Was siehst du, wenn du

heute einen Blick durch deine

Kinderaugen wirfst?

2.

4.

5.

Sogenannte Kraftorte werden

häufig genutzt um in Resonanz mit

sich selbst zu kommen. Gibt es für

dich so einen besonderen Ort

(... einen Menschen, ... ein Ritual)?

Viele Menschen sind auf der

Suche nach Glück. Wie würdest

du «Glücksgefühl» mit deinen

Worten beschreiben?

3.

78


«Die Schönheit unseres

Wesens und unsere

Beziehung zum Kosmos stehen

immer an erster Stelle.»

Göttliche Offenbarungen erreichen mich, wenn sie

aus der Klarheit des Geistes kommen. Das geschieht z. B.

äusserlich durch Kinder, Musik, Kunst oder ein bestimmtes

Stichwort. Innerlich erfahre ich sie, wenn ich

in Gedankenstille bin.

Ich – als Kind – sehe eine Welt, in der jeder Mensch

seine Kreativität weltweit frei präsentieren kann. Durch

die sozialen Medien bin ich schnell verbunden mit

meinen Freunden und dem Weltwissen. Ich bin schlauer

als meine Lehrer und finde alle Informationen viel

schneller im Internet als in der Schule. Ich liebe Harry

Potter, die Avengers und K-Pop und lerne Koreanisch

über eine Lern-App. Es ist nicht schön, dass die meisten

Erwachsenen unsere Umwelt ignorieren und sich gar

nicht bewusst sind, wie schädlich ihr Verhalten für unseren

Planeten ist. Meine internationalen Freunde und

ich werden das ändern, denn für uns ist alles möglich.

Silke Schäfer

Wenn es um Astrologie geht, gehört Silke Schäfer

zu den bekanntesten Namen Europas. Durch ein

tiefgreifendes spirituelles Erlebnis unter dem

Sternenhimmel in der Wüste Australiens fand sie

vor knapp 30 Jahren zur Astrologie und engagiert

sich seitdem für die universellen Sinnzusammenhänge

und den Weg der Erkenntnis im Dienste

des Weltfriedens. Mit diversen Tools und ihrer

Community hilft sie, uns wieder zu erinnern, dass

alles im Kosmos miteinander zusammenhängt

und wir uns mit Gaben und Aufgaben geboren

haben, um sie bewusst zum Wohl der weltweiten

Allgemeinheit einzusetzen. Sie ist Autorin von

zwei Büchern und das dritte Buch erscheint im

Herbst 2019. Silke Schäfer hat sich 1962 im

Zeichen Waage geboren, ist Profi-Fotografin und

Mutter einer Widder-Tochter Jahrgang 2005.

www.SilkeSchaefer.com

Fotografie: Nathan Beck

Ich habe einige solcher Kraftorte in der

Welt bereist, da sie mich förmlich gerufen

haben: Die Pyramiden in Teotihuacan und

auf Yucatan (Mexico), die Südküste und

die Wüste Australiens, das Hochplateau

in Tibet, die Vulkane auf Hawaii und den

Azoren, den Tafelberg in Südafrika und

natürlich meine Heimatinsel Amrum in

der Nordsee. Alle diese Orte hatten einen

spirituell erweiternden und körperlich

verändernden, beruhigenden Einfluss auf

mein Dasein. Heute empfinde ich jeden

intakten Ort in der Natur als Kraftort.

Silke Schäfer ist in den nächsten

Monaten gleich zwei Mal an den

Wohlfühltagen anwesend:

Am 16./17. Nov. 2019 in Luzern und

am grossen Jubiläumsanlass vom

14. bis 16. Feb. 2020, ebenfalls in Luzern.

Glück zu empfinden ist eine uns angeborene instinktive Fähigkeit und

Ausdruck einer inneren Harmonie. Wenn wir dieses Glück aufgrund frühkindlicher

Konditionierungen aber nicht empfinden können, beginnen wir,

nach Glücksquellen ausserhalb von uns zu suchen. Über Lustknöpfe wie

z.B. Shopping, haben wir kurzzeitig das Hochgefühl, glücklich und lebendig

zu sein. Da Glücksgefühle auch Unglücksgefühle implizieren, unterscheiden

sie sich somit markant von Freude und einem Zustand der Glückseligkeit.

Deswegen wünsche ich den Menschen nie «viel Glück», sondern

immer «viel Freude».

Die Evolution birgt in sich eine ureigene Antriebskraft, die das

Leben in eine Richtung von immer höheren Bewusstseinsebenen ausdehnt.

Das bringt jetzt u. a. einen Datenaustausch in Echtzeit hervor,

auf dem Weg in Richtung Teleportation und Technologie des Bewusstseins.

In allen Lebensbereichen befinden wir uns am Beginn

eines Evolutionssprungs, und das 5G-Netz ist nur ein winziger Pixel

des gigantischen kosmischen Netzes, in das wir eingewoben sind.

Unsere physischen Körper passen sich unseren erwachenden multidimensionalen

Fähigkeiten an, sofern sie nicht unter Stress stehen.

Wer vor dem vermeintlich Bösen, totaler Überwachung und dem Tod

Angst hat, wird mit seiner eigenen Abspaltung vom Kosmos konfrontiert

und sich wohl gegen 5G engagieren. Ich selbst nutze die neuen

Schwingungen, bin dabei sehr präsent im Körper und surfe kreativ

und strahlend auf den schnellen Frequenzen der Gleichzeitigkeit.

79


Weitsicht Magazin N°2

WEITERE SICHT

«Ich habe dich lieb, weil du

so bist ,wie du bist.»

Inspirationen erwecken unser Innerstes. Was inspiriert dich

zu einem bewussten Leben mit Weitsicht?

Die Welt durch Kinderaugen sehen. Was siehst du, wenn

du heute einen Blick durch deine Kinderaugen wirfst?

Viele Menschen sind auf der Suche nach Glück. Wie würdest

du «Glücksgefühl» mit deinen Worten beschreiben?

Sogenannte Kraftorte werden häufig genutzt um in

Resonanz mit sich selbst zu kommen. Gibt es für dich so

einen besonderen Ort (... einen Menschen, ... ein Ritual)?

Das neue 5G Netz, ein Thema das sehr bewegt.

Wie ist deine persönliche Einstellung hierzu?

Das Leben mit Weitsicht selbst, ist im Grund schon

eine grosse Inspiration. Was mich am Meisten inspiriert,

sind Kinder. Ihnen zuzuschauen und zu sehen, dass sie

in sich schon die ganze Welt enthalten und auch das

Bewusstsein und die Weitsicht. Wir sollten uns mehr

und mehr die Frage stellen, was können wir von Kindern

lernen, anstatt uns Gedanken darüber zu machen, was

wir ihnen beibringen müssen.

Ich glaube es gibt noch eine Ebene drüber.

Eine Ebene die ich bei Kindern beobachte und

die mich immer wieder fasziniert. Es ist die Begeisterung.

Beigeisterung ist eine unglaubliche

Energie, eine Energie die uns Flügel verleiht und

es uns ermöglicht Berge zu versetzten und das

Beste aus uns herauszuholen.

André Stern

Ist Sohn der Forschers und Malort-Gründers Arno

Stern und leitet mit ihm zusammen das Institut

Arno Stern. Er ist Musiker, Komponist, Gitarrenbaumeister,

Journalist, Autor und spricht fünf

Sprachen. Der Vater von zwei Kindern war nie in

der Schule und wir als Freibildungsexperte und

Speaker gerne zu Kongressen und Veranstaltungen

eingeladen. Die Ökologie der Kindheit ist eine

von ihm initierte Bewegung. Im Oktober 2019

findet bereits der 2. Kongress hierzu statt.

www.andrestern.com

Fotografin: Delphine Royer

Foto-Designer: Julien Fournié

Ich habe ein Privileg, ich durfte meine Kinderaugen

nie verlieren. Wenn ich die Welt durch Kinderaugen sehe,

was nicht nur deshalb geschieht, sondern auch wenn ich

Kinder beobachte, dann sehe ich eine bessere Welt. Eine

Welt die alles beinhaltet wonach wir uns sehnen. Qualitäten,

die Kinder uns ganz selbstverständlich vorleben,

Kinder sind offen, kennen keine Hirarchien, klassifizieren

nicht. Man muss ihnen keine Toleranz beibringen, weil

sie Intoleranz nicht kennen. Kinder leben uns eine bessere

Welt vor und da diese Welt ja nicht weg ist, sondern wir

sie noch immer in uns tragen, ist es das grösste Kompliment,

wenn mir jemand sagt, du bist ja wie ein Kind.

André Stern ist am

15. Februar 2020 beim

Jubiläumsanlass der

Wohlfühl-Tage in Luzern.

Es gibt den sicheren Hafen. Der sichere Hafen ist der ungeographische Ort, wo

man dir im nonverbalen Bereich der Sprache zu fühlen gibt, ich habe dich lieb,

weil du so bist wie du bist. Das ist mein Kraftort. Dieser Ort hat sich natürlich

erweitert durch Menschen. Es sind weiterhin meine Eltern, meine Familie, Freunde.

Für alle die gute Eltern sein möchten und denken das sei manchmal schwierig.

Das ist es nicht! Wenn man seinen Kinder den sicheren Hafen als Kraftort gibt,

dann ist man schon gute Eltern gewesen.

Ehrlich gesagt, kenne ich mich nicht in der Tiefe damit aus. Ich persönlich glaube sehr an die

Salutogenese, mit der ich mich intensiv auseinander gesetzt habe. Zusammengefasst heisst das für

mich, wenn es uns gut geht und wir achtsam mit uns umgehen, dann regenerieren wir uns. Und gut

geht es uns immer, wenn wir einen sicheren Hafen haben.

80


«Jeden Tag gibt

es mindestens einen

Glücksmoment.»

Mein Arbeitgeber Bodo Janssen hat

mich vor einigen Jahren zu einem Umdenken

inspiriert. Wo ich vorher ein klassischer

Karrieremensch war, der nur für

seinen eigenen Erfolg gearbeitet hat, durfte

ich erkennen, wie viel schöner und

leichter der (Arbeits-)Tag ist, wenn man

miteinander und voller Vertrauen in das

Team sein darf. Inspiration und Weitsicht

zugleich sind für mich beispielsweise

ein Mitarbeiter, der zu mir kommt

und mir erzählt, wie gut es ihm an seinem

Arbeitsplatz geht, sowie auch das Wahrnehmen

dessen, was sich in meinem Leben,

beruflich wie privat, verändert hat.

Marc Stickdorn

Ist seit 2010 Direktor der Landhotels Friesland/

Varel und Upstalsboomer mit Leib und Seele. Für

ihn ist Arbeitszeit gleich Lebenszeit. Das be deutet,

dass die Loslösung von «Life» und «Work» nicht wie

in der Bezeichnung «Work-Life-Balance» möglich

ist, sondern es viel mehr um das «warum, wofür und

den Sinn im Leben» geht. Mehr hierzu unter

www.der-upstalsboom-weg.de

Vor einiger Zeit kam in einem Seminar die Frage auf, was

das schönste Kindheitserlebnis war, an das man sich erinnern

kann. Hier wurde mir bewusst wie selten ich mir Zeit nahm,

diese besonderen Momente und die damit verbundenen Gefühle

zurückzuholen. Ich erinnere mich gut, wie frei und unbeschwert

es sich anfühlt, über den Fussballplatz zu toben, sich auch mal

schmutzig zu machen und herzhaft laut zu lachen. Meine 3-jährige

Tochter gibt mir täglich die Möglichkeit, durch Kinderaugen

zu sehen. Sie kann sich an kleinen Dingen, wie einem Marienkäfer

oder einer Blume so erfreuen, dass man das Gefühl bekommt,

die Welt stehe einen Moment still. Das ist wundervoll.

Wenn mich heute jemand fragt, wie es mir

geht, dann kommt ein Gefühl in mir auf, das ich

am liebsten vakuumieren möchte. Das was ich jeden

Tag mitnehme, wenn ich zum Hotel heraus

gehe und genau so mitbringe, wenn ich wieder

komme, aber auch zuhause leben und fühlen darf,

das ist für mich pures Glücksgefühl. Seit einigen

Jahren schreibe ich täglich in ein Glücks tagebuch,

das ich gerne in einem ruhigen Moment durchblättere.

Es gibt nicht einen Tag, an dem es nicht

wenigstens einen kleinen Glücksmoment gab und

gibt. Viel häufiger sind es sogar mehrere.

Das ist eine schöne Frage auf die

es sicher mehrer Antworten gibt.

Natürlich geben mir meine Familie

und Freunde Kraft. Ein intensives

Krafttanken erlebe ich, wenn ich mit

dem Fahrrad um die Müritz (ein See

in Mecklenburg­ Vorpommern) fahre.

Das schaffe ich ca. zweimal im

Jahr. Von dieser Zeit bringe ich jedes

Mal ein inneres und äusseres

Lächeln mit, das wochenlang anhält.

Ehrlich gesagt bin ich nicht der grosse Techniker.

Es ist mir bewusst, dass die Globalisierung und

die sich daraus ergebenden Möglichkeiten eine

schnellere Geschwindigkeit annehmen und teilweise

auch fordern. Viel wichtiger ist es jedoch, wie

wir damit umgehen. Es gab Zeiten, da glaubte ich

rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen. Vielleicht

war es auch ein Wollen. Heute liegt das

Smartphone auch mal längere Zeit auf der Seite.

81


Weitsicht Magazin N°2

WEITERE SICHT

«Es sind die einfachen

Momente, aus denen die

grössten Freuden entstehen.»

Inspirationen erwecken unser Innerstes. Was inspiriert dich

zu einem bewussten Leben mit Weitsicht?

Die Welt durch Kinderaugen sehen. Was siehst du, wenn

du heute einen Blick durch deine Kinderaugen wirfst?

Viele Menschen sind auf der Suche nach Glück. Wie würdest

du «Glücksgefühl» mit deinen Worten beschreiben?

Sogenannte Kraftorte werden häufig genutzt um in

Resonanz mit sich selbst zu kommen. Gibt es für dich so

einen besonderen Ort (... einen Menschen, ... ein Ritual)?

Das neue 5G Netz, ein Thema das sehr bewegt.

Wie ist deine persönliche Einstellung hierzu?

Mich inspirieren Natur und Musik. Die Natur

ist immer perfekt, sie folgt einer eigenen Intelligenz

und weiss in jeder Situation, Lebensphase,

Saison genau was zu tun ist. Sie vertraut in sich

und das Universum, dass alles gut ist, wie es gerade

ist. Musik bringt mich in andere Dimensionen.

Durch Klang und Vibration können Energien unseren

Körper durchdringen, die uns ganz tief in

unserem Sein bewegen.

Glücksgefühle entstehen in den

Momenten, in denen ich die einzigartige

Schönheit der Dinge um mich

herum sehe, fühle, und wertschätze.

Wenn Körper, Gedanken und Emotionen

in Einklang sind, fühle ich in

mir das Glück wie ein wunderschönes

und farbenfrohes Feuerwerk.

Bianca Sissing

ist vom 14. bis 16.

Februar 2020 am

Jubiläumsanlass der

Wohlfühl-Tage

in Luzern.

Bianca Sissing

Wuchs in Kanada als Tochter eines schweizerischen

Vaters und einer südafrikanischen Mutter

auf. Mit einem Bacholor-Abschluss in Psychologie

kam sie 2003 in Schweiz. Offenheit, Interesse und

ihr Drang sich stetig weiter zu entwickeln führten

sie über verschiedene Berufe zu ihrer Leidenschaft

für Yoga. Nach einer Reise durch Indien liess sie

sich dort und in Amerika 2013 zur Yogalehrerin

ausbilden und begann direkt zu unterrichten.

Anfang 2019 konnte sie eines der schönsten Yogastudios

in Luzern übernehmen. Dort unterrichten

sie und ihr 7-köpfiges Team Yoga auf englisch und

deutsch. 2016 feierte sie mit der Veröffentlichung

ihrer Autobiographie «Ich glaubte immer

an die Kraft in mir» ihr Debüt als Autorin. Ihr

zweites Buch erscheint im Frühjahr 2020. Alle

Infos über Bianca Sissing und ihre Tätigkeit

als Autorin, Botschafterin, Speakerin, Modell und

Yogalehrerin findest du unter www.biancasissing.ch

Fotografie: Maya Zibung Jones Photography

Ich liebe es, das zu tun. Stundenlang kann ich

Tiere beobachten, die Details der Natur anschauen,

Blumen, Blätter oder Sandkörner. Dabei verliere ich

mich in das Sein und lasse komplett los, um diese

Momente der Vollkommenheit und Perfektion in

mich aufzunehmen.

Kraftorte und Rituale habe ich viele. Der Wald ist einer dieser

Orte, an denen ich auftanke. Nach einem Waldspaziergang fühle

ich mich voller Energie, fast so, als käme ich gerade zurück aus

den Ferien. Auch meditieren, bestimmte Pflanzen und meine

Kristalle spenden mir Kraft.

Meiner Meinung nach brauchen wir das nicht. Der Mensch, die Natur

und unser gesamter Planet sind jetzt schon überfordert. Wir sollten lieber

beginnen zu reduzieren, zu entschleunigen und uns wieder mehr auf

natürliche Gesundheit und Zufriedenheit besinnen.

82


«Glück ist für mich ein

grosses Grinsen.»

Die Schönheit zu sehen, welche in mir und im Aussen einfach

ist. Und dazu mein Leben bewusst zu füttern mit allem, was meinen

Geist und mein Herz beflügelt: Dinge in denen ich Sinnhaftigkeit

und Freude für mich habe und finde. Potenziert wird dies

durch besondere Menschen, mit denen es «einfach läuft». Antreibende

Faktoren sind für mich mein Streben nach Potenzialentfaltung,

unbändige Neugierde und meine feste Überzeugung, dass

da noch viel, viel mehr drin ist!

Es sind viele Dinge: die zerstörende Gier

von Menschen nach Macht und Geld. Die

Ausbeutung unserer Natur. Krieg, das Töten

von Menschen und Tieren, Manipulation der

Menschen auf diversen Ebenen. Auf der schönen

Seite sehe ich die vielen, die sich auf den

Weg machen und mit ihrer Liebe viel Tolles in

die Welt bringen. Ich erahne, welche Möglichkeiten

uns offen stehen, wenn wir uns bewusst

für das Gute entscheiden. Die grösste

Schönheit empfinde ich in lachenden Gesichtern.

Meine Kinderaugen strahlen und werden

genährt, wenn ich es zulasse, wie ein

kleiner Junge zu sein: Quatsch und Blödsinn

auszuleben ohne zu hinterfragen, ob ich das

darf, es gesellschaftskonform ist oder was andere

jetzt denken.

Der grösste Faktor bin ich selbst.

Wenn ich mit mir in Frieden bin

und mich spüre, fliesst meine Energie

und alles ist gut. Verstärkt wird

dies durch einen wundervollen Ort

in der Natur wo ich die Schönheit

im Jetzt geniessen kann und einfach

bin.

Stephan Schultz ist am

16./17. November 2019 in

Luzern an den

Wohlfühltagen.

Stephan Schultz

Ist Motivations-Speaker, Life-Coach, Industrial-

Projektmanager und Inspirations-Trainer. Er wirkt

und inspiriert trotz seines Handicap (Paraplegiker)

mit seiner scheinbar unbändigen und

ansteckenden Lebensfreude auf eine unglaubliche

Art und Weise. Sport und Aktivität sind seine

Passion gepaart mit Stille und Natur. Er lebt und

liebt die wahrhaftige Kommunikation, die

bewusste Weiterentwicklung und vorallem den

Humor. Mehr von Stephan und seinem Wirken

gibt es auf seiner Homepage www.diemeisterei.ch

Glück ist für mich im Hier und Jetzt zu sein,

ohne tausend Gedanken zu haben. Von meinem

freudvollen Frieden in mir bis zum Ausleben unbändiger

Freude. Beides löst in mir einen wunderbar

wirkenden Hormoncocktail in allen Zellen aus –

und das Grinsen dabei ist sehr gross. Es ist für

mich eine bewusste Entscheidung, mit den Dingen,

welche in meinem Leben sind, glücklich zu

sein. Und genauso bewusst Dinge zu tun, die mich

in die Freude bringen. Ich bin überzeugt, dass das

Glück in jedem bereits da ist.

Ich empfinde dieses Thema zwiegespalten. Einerseits bin ich

ein Fan von unserem technologischen Fortschritt und andererseits

ist meiner Ansicht nach 5G noch viel zu unerforscht um

qualifizierte Aussagen über die konkreten Auswirkungen zu machen.

Wenn wir z. B. autonomes Autofahren weiter entwickeln,

Vernetzung unseres Haushaltskomforts und ein breitgefächertes

Gesundheitsmanagement aufstellen wollen, dürfen wir eine

funktionierende Lösung für das Datenmanagement finden und

gleichzeitig muss dies gesundheitsvertäglich sein.

83


Weitsicht Magazin N°2

VORSCHAU

Reservieren sie sich

die Ausgabe N o 3

vom Februar 2020!

deiner Gedanken

Die Energie

Bianca Sissing

Umsetzung körpereigener

Frequenzen in

Licht, Wasser & Klang

Rasmus Gaupp-Berhausen

Neun Tage

Unendlichekeit

Interview mit Anke Evertz

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