Wanderzeit, Ausgabe März 2020

Deutscher.Wanderverband

Wanderzeit

Kopfzeile Text 1

Ausgabe 1 | März 2020 | Jahrgang 19 Magazin des Deutschen Wanderverbandes www.wanderverband.de

Schutzgebühr 2 €

Tag des Wanderns

Am 14. Mai geht Deutschland wandern

Vorsicht Zecken!

Wie Sie sich am besten schützen

FAIR.STARK.MITEINANDER.

Kinder- und Jugendschutz geht alle an

1|2020 Wanderzeit

Wandern Wege Naturschutz Kultur Medien Familie Jugend


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2 Kopfzeile Text

3

WARUM

M SSEN WIR

DA RAUF?

Liebe Leserin, lieber Leser,

als Wanderinnen und

Wanderer sind wir besonders

der Natur verpflichtet.

Dabei reicht

es leider nicht, den

denkbar naturverträglichsten

Natursport

auszuüben. Deswegen setzen wir uns

auch öffentlich immer wieder für unsere

Umwelt ein. Der Verlust naturnaher Wege,

Nationale Tourismusstrategie oder Positionspapier

zum Wolf: In Politik und Gesellschaft

ist unsere Stimme unüberhörbar.

Zugleich steht der DWV für eine sympathische

Gemeinschaft. Erleben können

Sie die während des Deutschen Wandertages

vom 1. bis 6. Juli in der Erlebnisregion

Edersee. Herzlich willkommen!

J. Kuhr/DWV

Ihr

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß,

Präsident des Deutschen

Wanderverbandes

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Inhalt

Tag des Wanderns: Am 14. Mai geht Deutschland raus

Studie: Wie Vereine bislang nicht organisierte Natursportler erreichen

Wanderbares Deutschland 2020: Alle Infos zur neuen Wandersaison

Nationale Tourismusstrategie: Wandern hat Zukunft

Fortbildungen: Großes Angebot für DWV-Wanderführer ®

Positionspapier: Der Wolf gehört zu Deutschland

Resolution: Wanderverband Niedersachsen will mehr Klimaschutz

Befragung: Naturnahe Wege in Gefahr

Zecken: Wie Sie sich am besten schützen

Harzklub: Diskussion um Folgen des Klimawandels

FAIR.STARK.MITEINANDER: Warum das Präventionsprogramm alle

angeht, erklärt Professor Dr. Jens Goebel im Interview

Titelfoto: A Hub /DWV

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eine Initiative

der BKK Pfalz

• Ausgewählte Routen

für Jung und Alt

• Tipps von Wander- und

Gesundheits experten

• Aktionen rund ums Wandern

• Gesundheitswander kurse –

Prävention in freier Natur

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Wanderzeit 1|2020 1|2020 Wanderzeit



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14. Mai – Tag des Wanderns

14. Mai – Tag des Wanderns

5

Unsere Partner

Hauptsponsor

Premiumpartner

Viele

Überraschungen

Während des vergangenen Tages des Wanderns genoss eine Gruppe

des Schwarzwaldvereins das gute Wetter in Bad Säckingen.

Ingrid Bär

Weitere Partner

In ganz Deutschland hat sich der 14. Mai – Tag des Wanderns

zu einem Wanderfest entwickelt. An dem Tag laden die Mitgliedsvereine

des Deutschen Wanderverbandes (DWV) sowie

Unternehmen, der Einzelhandel und viele weitere Organisationen

Menschen ein, um ihnen zu zeigen, was Wandern bedeutet.

DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks: „An diesem Tag bekommen

die Arbeitsfelder der Wandervereine ein Schaufenster.

Viele Gäste sind dann überrascht, an welchen Themen die

Wandervereine arbeiten, von Naturschutz-Projekten über

Konzepte für Wegeführungen bis zu Wanderungen, während

denen die Bürgerinnen und Bürger ihre Umgebung besser

kennenlernen.“ Solch eine Kennlern-Wanderung plant zum

Tag des Wanderns der Sauerländische Gebirgsverein, Abteilung

Düsseldorf. Dort kümmert sich Gerd Müller um ein entsprechendes

Angebot im Stadtgebiet. „Wir werden voraussichtlich

ein Stück des Düsseldorfer Weges gehen und dabei

besonders auf die Natur am Wegesrand eingehen“, sagt Müller,

„alle sind willkommen.“ Alteingesessene Bewohner der

Stadt ebenso wie zugezogene Neubürger aus Hamburg oder

Geflüchtete aus Syrien, so Müller. Schon jetzt ist die Liste

spannender Veranstaltungen für den 14. Mai lang. Die Ortsgruppe

Lambrecht aus dem Pfälzerwald-Verein etwa führt Eltern

und Kinder durch den Wald. Unterwegs warten Tier-Silhouetten

darauf, erkannt zu werden. Im Schwarzwald gibt es

eine Exkursion zur „Wiederbewaldung von Sturm- und Käferflächen“

und der im Eggegebirgsverein organisierte HMV Brakel

zeigt seinen Gästen, wie ein Wanderweg entsteht und

was für seinen Unterhalt nötig ist. Auf dem Grund der Nordsee

umsehen können sich Wanderer während einer Wattwanderung

vor Büsum zum Tag des Wanderns.

Um die einzelnen Veranstaltungen publik zu machen, helfen

auch in diesem Jahr verschiedene Angebote des DWV. So informiert

die Homepage www.tag-des-wanderns.de über alles

Wichtige zum 14. Mai – Tag des Wanderns. Auch ein Ideenpool

für Veranstaltungen ist hier zu finden. Außerdem erfahren

Interessierte auf der Seite Wissenswertes über alle beim

DWV gemeldeten Touren inklusive Ansprechpartner, Zeit,

Treffpunkt und die jeweiligen Themen. Dicks: „Voraussetzung

dafür, dass die einzelnen Veranstaltungen auf der Seite erscheinen,

ist, dass wir von ihnen erfahren.“ Deswegen sei

wichtig, dass alle Veranstalter sich bis zum 17. April unter https://wanderverband.typeform.com/to/DuUUww

anmelden.

Zusätzlich versendet der DWV Muster-Pressemeldungen und

Muster-Handzettel für die Pressearbeit vor Ort. Diese Muster

sowie Logos, Banner und weiteres Werbematerial sind auch

über www.tag-des-wanderns.de zu bekommen. Nicht zuletzt

gibt es für interessierte Veranstalter, die ihre Aktion mit einer

Müllsammelaktion verbinden, einen vom Kooperationspartner

Osprey gesponsorten DrySack.

Auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltungen

ist gesorgt. Neben dem traditionellen Pin zum Tag des

Wanderns spendiert der DWV wie gewohnt ein Gutscheinheft

sowie ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen wie einem Reisegutschein

von Wikinger Reisen im Wert von 1.000 Euro.

Außerdem wird es auch in diesem Jahr eine kleine Überraschung

geben. Dicks: „Was genau, verrate ich noch nicht. Nur

so viel: Wie die Samenmischung als Zeichen gegen das Insektensterben

wird auch 2020 etwas verschenkt, das dem

Naturschutz dient.“ Die DWV-Geschäftsführerin rechnet zum

diesjährigen 14. Mai – Tag des Wanderns mit ähnlich phantasievollen

Angeboten wie im Jahr 2019, als der Tag am frühen

Morgen mit einer Sonnenaufgangswanderung im Spessart

begann und mit einer nächtlichen Tour zum Thema Sternenbeobachtung

im Vogtland endete.

Die diesjährige Zentralveranstaltung zum Tag des Wanderns

unter Schirmherrschaft von Daniel Günther, Ministerpräsident

von Schleswig-Holstein, richtet der Wanderverband

Norddeutschland in Schleswig-Holstein aus.

Der Tag des Wanderns wird unterstützt durch den Hauptsponsor,

die Sparkassen-Finanzgruppe, MaierSports als Premiumpartner

sowie die Partner Wikinger Reisen, LOWA, BKK Pfalz,

KOMPASS Verlag, KOSMOS Verlag und Osprey. Alle Infos zu

den Veranstaltungen zum Tag des Wanderns gibt es unter

www.tag-des-wanderns.de.

KiGa Storchennest

Georg Schnellbächer

Silke Menzel

E. Neumeyer/DWV

J. Kuhr / DWV

Tag des Wanderns 2019: Wanderverein und Kindergarten im Wiesensalbei, Gesundheitswanderung mit Jung und Alt, Vergabe von DWV-Präsenten

in Gräfenstein, Müll sammeln in Nordhessen und Eintrag von DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß ins Gästebuch der Stadt Blankenburg.

Wanderzeit 1|2020 1|2020 Wanderzeit



Leading QuaLity traiLs 2019 –

prädikat für europas Beste WanderWege

albtraufgänger • DonauberglanDweg

ZeugenbergrunDe • escaparDenne • Mu lerthal

trail • traVers e Du Ma sif Des Vosges • Ku laleDen

rota Vicentina • anDros route

w.leading-quality-trail.eu

Die Marke des Deutschen Wanderverbandes

0 1

Occum dolorei cipsam,

to esti conecus

aut iumende nde lup

tatium raecus imagnim

poriscient faccat

endipit aut moloribus

dis etur Quid maximu

6 Fachbereich Medien

Fachbereiche Medien und Wandern

7

NATURSPORTSTUDIE

1

Große Herbstfachwartetagung

Informationsbörse, Gedankenaustausch und Geselligkeit: All dies ist die Große

Herbstfachwartetagung, zu der der Deutsche Wanderverband vom 23. bis 25. Oktober

nach Köln-Riehl einlädt.

Die Tagung des Deutschen Wanderverbandes

(DWV) für Vertreterinnen

und Vertreter der Fachbereiche Kultur,

Naturschutz, Familie, Jugend sowie

Wege, Wandern und Medien ist ein

Muss für alle, die sich für die Vereinsarbeit

auch jenseits der eigenen Organisation

interessieren und von Best

Practice-Beispielen profitieren wollen.

Wie bei jeder Herbstfachwartetagung

gibt es aktuelle Informationen

vom DWV, diesmal etwa zur Vereinskommunikation

mit nicht organisier-

Medien

Studie gibt Tipps für Kommunikation

Wie können Vereine nicht organisierte Wanderer erreichen? Darauf antwortet die

im Februar in der Vorsitzenden-Runde des Deutschen Wanderverbandes (DWV)

vorgestellte DWV-Studie „Natursport in Deutschland“.

An der Befragung nahmen 2.312 Personen teil, die wandern,

aber nicht in einem Wanderverein sind. Studienleiter

Erik Neumeyer: „Alles potenziell neue Vereinsmitglieder.“

NATURSPORT IN

DEUTSCHLAND -

eine Studie zu Einstellungen,

Verhalten und Kommunikation

von Natursporttreibenden

WWW.NATURSPORT-UMWELT-BEWUSST.DE

ERGEBNISBERICHT

zur Natursportstudie im Rahmen des Projektes

"Natursport.Umwelt.Bewusst"

mit der Beispielaktivität Geocaching

DeutscherWanderverband

ten Natursportlern und zum Verlust

naturnaher Wege.

Der Fachbereich Naturschutz wird die

Zukunft des Waldes als Fundament der

Freizeitaktivität Wandern behandeln.

Außerdem wird es um den Begriff Naturschutz

gehen und darum, wie er vor Ort

konkret mit Leben gefüllt werden kann.

Die Fachwarte für Medien und Öffentlichkeitsarbeit

werden sich der digitalen

Kommunikation widmen. Außerdem erfahren

sie Neues zum Datenschutz so-

Laut Studie sind Natursporttreibende überdurchschnittlich

umwelt- und klimabewusst. Über damit in Zusammenhang

stehende Themen sind potenzielle Mitglieder

also gut zu erreichen. Gefragt hat die Untersuchung

auch nach dem Einfluss der ausgeübten Natursportart

auf die Reiseentscheidung: Über 80 Prozent der befragten

Wanderer machen diese Entscheidung vom jeweils

ausgeübten Natursport abhängig. Damit bieten touristische

Angebote sowie entsprechende Informationen

wichtige Kontaktpunkte, um nicht organisierte Natursporttreibende

zum Beispiel über die Wanderungen

des eigenen Vereins zu informieren.

Wichtig für so genannte Erreichbarkeitsansätze sind auch Aussagen darüber, ob die

zu erreichenden Personen andere Natursportarten ausüben und mit wem sie ihre Freizeit

verbringen. Laut Studie sind nicht organisierte Natursporttreibende zu über 85

Prozent in anderen Natursportarten unterwegs und werden oft von Familie oder Freunden

begleitet. „Ich sollte Informationen also auch in diesen Gruppen streuen“, so

Neumeyer. „Und wenn ich weiß, dass nicht organisierte Wanderer gerne Fahrrad fahren,

kann ich meine Medienauswahl und Medieninhalte auch darauf abstimmen.“

Die vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz

und nukleare Sicherheit unterstützte Studie kann kostenlos heruntergeladen werden

unter https://natursport-umwelt-bewusst.de/gut-zu-wissen-natursport-umwelt-bewusst/#downloads.

wie Bildrechten. Im Fachbereich Kultur

zeigen Vorträge und eine Exkursion, wie

sich „Kultur“ und „Kulturpflege“ in der

Vereinsarbeit niederschlagen können.

Dabei wird der Tagungsort an vielen Stellen

beispielhaft zitiert. Köln ist nicht nur

einstige Hauptstadt der römischen Provinz

Niedergermanien, sondern auch

wichtiger Medienstandort. Die Fachtagung

Wandern behandelt unter anderem

das Wandern mit Kindern sowie

das Waldbaden. Vorgestellt wird außerdem

die Wanderregion Asturien. Auch

die anderen Fachbereiche haben während

der vom Kölner Eifelverein unterstützten

Tagung viele relevante Themen

im Programm.

Wanderbares Deutschland

2020 erschienen

Mit 212 Seiten und für nur 5,90 Euro bietet

das Jahresmagazin Wanderbares

Deutschland 2020 alle Informationen

für die neue Wandersaison. Fast alle Geschichten

erwanderten und recherchierten

Ulrich Pramann, Lutz Bormann und

Thomas Bichler im Laufe vieler Aufenthalte

und Rundreisen. Bormann: „Alle

Regionen haben zum Schwerpunktthema

Heimatgenuss erstaunlich viel beigetragen.

Bei den einen war es die Lebensart,

bei den anderen die kulinarische

Vielfalt, in Franken auch der Weinbau

und die fast vergessenen Geschichten

rund um Handwerk, Bergbau und Grenzbeziehungen.“

Das Heft deckt nahezu

alle Ecken Deutschlands ab. Hintergrundgeschichten

und persönliche Begegnungen

laden dazu ein, Deutschland

neu zu entdecken. „Von Mecklenburg-

Vorpommern über das Osnabrücker und

Tecklenburger Land, vom Hochschwarzwald

bis zum Saarland

und der Zugspitzregion:

Wir

haben neue Kapitel

aufgeschlagen und

noch nie konnten

wir den Lesern so

viele spannende

Geschichten erzählen“,

so Bormann.

Manuel andrack

Was kindern unterwegs Spaß macht

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Wandern & enTdecken

212 Seiten

Sonderheft 01|2020 5,90 e

Öste reich 6,50 e | Schweiz 8 sfr | Benelux 6,80 e

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Deutschland ®

die Seele des Sauerlands • der reiz des Saar-Hunsrücks •

Franken zum Genießen • Höhepunkte ... im Zugspitzland •

... in Mecklenburg-Vorpommern • ... im Osnabrücker land •

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der Harzer Grenzweg

Wandern. erleben.

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Tagestouren & co. + BOOKLET: europas beste Trails

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Heimatgenuss.

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Kampagne „Outdoor – Natur erleben“

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

Outdoor

Natur erleben

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09

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Lesen Sie mehr auf www. reise-urlaub-abenteuer.info

Peter Hinze

Der Ultratrail-Läufer und Himalaya-

Experte Peter Hinze ist 1.864 Kilometer

quer durch Nepal dem Great Himalaya

Trail gefolgt, einem der längsten und

wohl schwierigsten Trails weltweit.

14

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Wandern

Unter der Überschrift „Outdoor – Natur erleben“ hat das Verlagshaus

Mediaplanet im März eine große Kampagne zum

Thema Wandern gestartet. Bestandteil ist die Qualitätsinitiative

Wanderbares Deutschland des Deutschen Wanderverbandes

(DWV). Das Sonderheft für die Kampagne in „DIE

WELT“ (Auflage 119.397) erscheint auch auf www.life-undstyle.info

und www.reise-urlaub-abenteuer.info. Zudem

macht Mediaplanet auf Messen und den gängigen Social-

Media-Plattformen auf die Kampagne aufmerksam. DWV-

Mitglieder und Partner der Qualitätsinitiative Wanderbares

Deutschland bekamen 25 Prozent Rabatt auf Anzeigen.

Wandern soll als Kernaktivität in Nationale Tourismusstrategie

Wandertourismus in seinen vielfältigen Formen ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, sondern auch

Umwelt- und Klimaschutz. DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß fordert, dies in der Nationalen

Tourismusstrategie zu berücksichtigen.

In mehreren „Zukunftsdialogen“ hat der Deutsche Wanderverband (DWV) gefordert,

das Wandern als Kernaktivität im Deutschlandtourismus stärker in der Nationalen Tourismusstrategie

zu berücksichtigen. Aufgrund demographischer und gesellschaftlicher

Veränderungen ist laut DWV die nachhaltige Sicherung der Wanderinfrastruktur künftig

ohne finanzielle Förderungen nicht mehr möglich. Zudem sei es höchste Zeit, Wanderheime

sowie andere Gastronomiebetriebe von der Überbürokratisierung zu befreien.

DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß: „Die flächenhafte finanzielle Förderung von

Wanderinfrastruktur und Bürokratieabbau sind unabdingbar.“ Ebenso will der DWV

den Wandertourismus als umweltverträglichste Tourismusform in der Tourismusstrategie

verankert wissen. Die ehrenamtlich geschaffene Wanderinfrastruktur sei ein wichtiger

Beitrag zum Klimaschutz. Leider werde das „zu Fuß gehen“ derzeit in keinem Klimaschutzprogramm

als Mobilitätsansatz gewertet, hier bestehe Nachbesserungsbedarf.

Nicht zuletzt muss die Nationale Tourismusstrategie laut DWV die Notwendigkeit bundesweit

transparenter Mindestkriterien für zertifizierte Qualitätsangebote im Wandertourismus

enthalten. Nur dann könne das Wandern als Kernaktivität im Deutschlandtourismus

wachsen und seine gesundheitsfördernden Effekte ausspielen.

Die Eckpunkte der Nationalen Tourismusstrategie hat die Bundesregierung im April

2019 beschlossen. Die Ideen daraus werden bis Mai in sechs „Zukunftsdialog“ genannten

Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten diskutiert.

Fotos: A. Hub /DWV; J. Kuhr /DWV

Verbandsfortbildungen

Auch in diesem Jahr bietet der Deutsche

Wanderverband (DWV) eine Reihe Fortbildungen

für zertifizierte DWV-Wanderführerinnen

® und DWV-Wanderführer ® . Besonders

zu den Themen Familienwandern

und Gesundheit ergänzt der DWV die Angebote

der Vereine und Wanderakademien.

Im März etwa geht es unter dem Titel

„Wandern für Welt-Entdecker – Mit Kindern

und Familien unterwegs“ im Pfälzerwald,

im Taunus und im Knüllgebirge auf

Fortbildung. „Wandern und Wohlfühlen“

steht im Mai und Juni in Kassel auf dem

Programm. Auch die Veranstaltung mit

der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen

(BAGSO) „Im Alter

in Form – lecker und ausgewogen ernährt

beim Wandern“ ist wieder im Angebot.

Einladungen für alle DWV-Fortbildungen

gibt es per E-Mail an alle dem Verband

von den Mitgliedsvereinen und Wanderakademien

gemeldeten DWV-Wanderführerinnen

® und DWV-Wanderführer ® .

Wer bislang keine Einladung bekommen

hat, ist mit seiner E-Mail-Adresse nicht

beim DWV registriert. Bei Interesse dies

bitte über https://wanderverband.

typeform.com/to/Oc5yZ2 nachholen.

Einladungen sowie weitere Informationen

kommen dann automatisch.

Referententreffen

Das erste Treffen der Referentinnen und

Referenten der Gesundheitswanderführerausbildung

gemeinsam mit den Wanderakademien

und Mitarbeiterinnen des

Deutschen Wanderverbandes (DWV) hat

im Februar in Kassel stattgefunden. Auf

dem Programm standen die Themen

Markenschutz sowie die Auswertung der

vergangenen und Vorbereitung der

nächsten Kurssaison. Außerdem wurde

die Prüfungsordnung weiterentwickelt.

Sie soll während einer der nächsten Vorstandssitzungen

beschlossen werden.

privat

Das erste Referententreffen fand in Kassel statt.

Wanderzeit 1|2020 1|2020 Wanderzeit



8

Fachbereich Naturschutz

Fachbereiche Wege, Familie und Deutsche Wanderjugend

9

POSITIONSPAPIER

Naturschutz

Mit dem Wolf leben

Unter dem Titel „Mit dem Wolf leben –

aber wie?“ hat der Deutsche Wanderverband

(DWV) ein Positionspapier erarbeitet.

Das unter Federführung von Theodor

Arend, DWV-Fachwart Naturschutz, entstandene

Papier räumt

MIT DEM

WOLF LEBEN –

ABER WIE?

Positionspapier des

Deutschen Wanderverbandes

DeutscherWanderverband

Impressum

auf mit dem derzeit

wieder häufig bemühten

Trugbild des „Bösen

Wolfes“. Wolfsbegegnungen

seien auch

in Gebieten mit etablierten

Rudeln extrem

selten, gefährliche

Kontakte mit aggressiven

Hunden oder Wildschweinen

viel wahrscheinlicher.

Die Rückkehr des Wolfes sei

nicht nur aufgrund von Artenschutzvorgaben,

sondern auch aus Naturschutzsicht

zu begrüßen. Gleichwohl sieht der DWV

bei Viehschäden berechtigte Ansprüche

der Landwirtschaft und fordert von der

Politik Finanzierungsprogramme, die

ökonomische Zusatzbelastungen wie die

Errichtung von Zäunen oder die Anschaffung

von Schutzhunden ausgleichen. Der

Wanderverband schließt auch Zonen

nicht aus, in denen der Wolf vergrämt

oder erlegt wird. Schließlich fordert das

Papier, die Lebensraummöglichkeiten

und -erfordernisse für den großen Beutegreifer

und effektive Vergrämungsmethoden

intensiver zu erforschen. Das Positionspapier

wird zum Tag des Wolfes am

30. April bundesweit veröffentlicht.

Wanderzeit ist

das Magazin des

Deutschen

Wanderverbandes

Erscheinungsweise vierteljährlich (März, Juni,

September, Dezember). Redaktionsschluss ist

jeweils der 10. des Vormonats

Wanderzeit kann für 2,00 € pro Ausgabe

abonniert werden

Herausgeber: Verband Deutscher Gebirgs- und

Wandervereine e.V. (kurz: Deutscher Wanderverband)

Präsident: Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß; Kleine

Rosenstraße 1-3, 34117 Kassel

Tel. 0561-9 38 73-0, Fax 0561-9 38 73-10;

info@wanderverband.de, www.wanderverband.de

Redaktionsteam: Jens Kuhr (Leitung Redaktionsbüro),

Ute Dicks, Gerald Baumann; Anzeigen:

Mizgin Acar, Tel. 0561-9 38 73-16;

Druck und Versand: Boxan, Repro + Druck, Kassel;

Auflage: 9.650

Gestaltung: Maria Rufle, www.maria-rufle.de

Landeswanderverband Niedersachsen will mehr Klimaschutz

Eine Resolution zum Klimaschutz hat der Landeswanderverband Niedersachsen

während seiner Jahrestagung 2019 in Braunschweig beschlossen. Darin

stellt der anerkannte Naturschutzverband zunächst fest, dass alle unter seinem

Dach organisierten Menschen sich der persönlichen Verantwortung für den Klimaschutz

stellen und zum Beispiel vermehrt das Fahrrad, den ÖPNV und Mitfahrgelegenheiten

benutzen, weniger Lebensmittel verschwenden und energiesparende

Lampen nutzen sollen. Dann fordert der Landeswanderverband alle

politischen und gesellschaftlichen Kräfte auf, für einen wirksamen Klimaschutz

zu sorgen, um den Zielen des Pariser Weltklimaabkommens zu entsprechen. Dafür

soll ein Klimaschutzgesetz verabschiedet werden, das einen verbindlichen

Reduktionspfad vorschreibt. Dieser soll im Jahr 2030 40 Prozent weniger Treibhausgasemissionen

beinhalten als 1990. Bis 2050 sollen es zwischen 80 und 95

Prozent weniger Treibhausgasemissionen als 1990 sein. Das neue Klimaschutzgesetz

soll Planungssicherheit für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schaffen

und Zwischenziele sowie konkrete Maßnahmen enthalten. Hinsichtlich des Verkehrs

fordert der Landeswanderverband neben einem Tempolimit von 130 Stundenkilometern

auf allen Autobahnen eine „planungssichere Transformation (…)

vom klimaschädlichen Individualverkehr zu einem ÖPNV-System, das vor allem

im ländlichen Raum eine gute Taktung bietet (u.a. Reduzierung Pendlerpauschale,

CO 2 -orientierte Besteuerung von PKW/LKW, Reduzierung der MwSt. im ÖPNV,

Besteuerung von Kerosin)“. Weitere Forderungen beziehen sich auf die Einführung

einer CO 2 -Steuer sowie die sozial-ökologische Subventionierung der Landwirtschaft.

Die Resolution gibt es im Wortlaut zum Herunterladen unter www.

landeswanderverband-nds.de

Verstärkung in DWV-Geschäftsstelle

Zu Beginn des Jahres gab es Veränderungen

in der Geschäftsstelle des

Deutschen Wanderverbandes (DWV)

in Kassel. Neu angefangen beim

DWV hat Martina Dülfer (rechts). Sie

hat 16 Jahre Berufserfahrung als

Kauffrau für Bürokommunikation

und managt nun das Sekretariat. Zu

privat

Termine

erreichen ist sie von Montag bis Donnerstag

zwischen 9:00 Uhr und

14:30 Uhr, am Freitag bis 12:00 Uhr (Tel. 0561 / 9 38 73 – 0, m.duelfer@wanderverband.de).

Für die Finanzen zuständig ist ab Januar Katja Heinz. Auch die gelernte

Bürokommunikationsfach- und Reiseverkehrskauffrau besitzt langjährige Berufserfahrung

etwa im Region Kassel-Land e.V. Sie löst Marita Austermühle ab, die

fast 25 Jahre beim Deutschen Wanderverband gearbeitet hat, und ist von Montag

bis Mittwoch zwischen 9:00 Uhr und 16:00 Uhr, am Donnerstag bis 12:00 Uhr, zu

erreichen (Tel. 0561 / 9 38 73 -17, k.heinz@wanderverband.de).

24.3. 4. Zukunftsdialog Nationale Tourismusstrategie (Hamburg)

24. - 26.4. DWJ-Bundesdelegiertenversammlung (Burg Rieneck im Spessart)

28. - 30.4. Jahrestagung der deutschen UNESCO-Welterbestätten (Goslar)

1. - 3.5. 1. Deutscher Jugendwandertag (Paderborn)

14.5. Tag des Wanderns (bundesweit)

1. - 6.7. 120. Deutscher Wandertag (Bad Wildungen/Ederseeregion)

J. Kuhr/DWV

Wege

Verlust naturnaher Wege

Nachdem einige Mitgliedsorganisationen

des Deutschen Wanderverbandes

(DWV) zunehmend den Verlust naturnaher

Wanderwege beklagt haben, hat der

Verband im Februar bundesweit eine

Online-Kurzumfrage unter allen Gebietsvereinen

und Landesverbänden unter

dem Dach des DWV sowie den Betreibern

von Qualitätswegen Wanderbares

Deutschland durchgeführt. Antworten

kamen aus 27 der 58 Gebietsvereine

und Landesverbände sowie von 120

Qualitätswege-Betreibern, welche 169

Qualitätswege repräsentieren.

Rund 71 Prozent der DWV-Mitgliedsorganisationen

gaben an, dass in ihren

Gebieten in den vergangenen fünf Jahren

naturnahe Wege verschwunden

sind. Rund 60 Prozent bewerten die Situation

der Bodenbeläge schlechter

oder eher schlechter als vor fünf Jahren.

Zugleich wird bedauert, dass das Wandern

bei Planungen etwa der Infrastruktur

überwiegend befriedigende bis ungenügende

Beachtung findet (85%).

Die Antworten der Betreiber von Qualitätswegen

fallen etwas weniger negativ,

in der Tendenz aber ähnlich aus.

DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß:

„Für den Natur- und Klimaschutz

ist die Versiegelung der Wege verheerend,

denn naturnahe Wege fördern die

biologische Vielfalt.“

Die Ergebnisse der Befragung stellt der

DWV während der Großen Herbstfachwartetagung

vom 23. bis 25. Oktober in

Köln-Riehl vor.

Familie

Fortbildungen beliebt

Auf eine große Nachfrage stoßen

die eintägigen Fortbildungen

„Wandern für Welt-

Entdecker – Mit Kindern und

Familien unterwegs“ des

Deutschen Wanderverbandes

(DWV). In den vergangenen

Monaten haben sich aus 18

DWV-Mitgliedsvereinen über

70 zertifizierte DWV-Wanderführerinnen

® und DWV-Wanderführer

® zum Wandern mit

Kindern und Familien fortgebildet. Viele weitere haben Interesse an der praxisorientierten

Fortbildung bekundet. Diese vermittelt Erfahrungen aus der

DWV-Gesundheitsinitiative „Let’s go – Familien, Kids und Kitas“.

Rückmeldungen unter anderem aus dem Westerwaldverein, dem

Pfälzerwald-Verein und dem Spessartbund zeigen, dass sich die

vermittelten Ansätze gut in der Praxis umsetzen lassen. Die Fortbildungen

sowie der gesamte DWV-Fachbereich Familie werden von

der BKK Pfalz unterstützt.

(v. links): Wolfgang Nüchter, Vorsitzender

des Wander- und Freizeitvereins Arnstadt,

DWJ-Bundesvorsitzende Silvia Röll und Lutz Hähner,

14Spendenübergabe

stellvertretender Fürsteher des Rennsteigvereins.

L. Jordan / DWV

Die zunehmende Asphaltierung und Verbreiterung

von Wegen führt zu mehr Zerschneidung

von Landschaftsräumen. Außerdem nehmen diese

Böden Nährstoffe und Regen nicht mehr auf.

W. Nüchter

H. Schuck

Wie viel Spaß es macht, wenn Jung und Alt gemeinsam wandern,

beweist eine Kita-Kooperation des Spessartbundes in Glattbach.

Spende unterstützt Angebote für Kinder und Jugendliche

Wie das bei Wanderwettbewerben im Rahmen Deutscher Wandertage erlaufene

Preisgeld Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt, hat der Rennsteigverein gezeigt.

Der Verein wurde für die Anwanderung

unter Leitung von Lutz

Hähner von Eisenach nach Winterberg

mit dem 3. Platz belohnt. Das

Preisgeld von 130 Euro spendete er

dem Wander- und Freizeitverein

Arnstadt. Dieser Verein bietet Kindern

und Jugendlichen ein vielfältiges

Wanderangebot. Der im Wanderheim

„Weidmannsruh“ auf der

Ebertswiese im vergangenen Oktober

übergebene Scheck soll dies

unterstützen.

Fünf Jahre Jugendwanderwege

Den ersten Jugendwanderweg haben die damalige DWJ-Hauptjugendwartin im

Rhönklub, Yvonne Weider, mit ihrem Mann Holger im Mai 2015 angelegt. Mittlerweile

gibt es über 70 Wege. Die Jugendwanderwege sind ein guter Anlass, junge

Wandersleute in die eigene Region einzuladen. Außerdem kann das Anlegen und

Pflegen eines Jugendwanderwegs Jugendliche an die Vereinsarbeit heranführen.

Weitere Infos unter www.wanderjugend.de.

Wanderzeit 1|2020 1|2020 Wanderzeit



10 Advertorial Pfizer

Advertorial Pfizer

11

Wanderzeit

ist Zeckenzeit

Eine Impfung ist die beste

Vorsorge gegen FSME*!

Die Zeckensaison beginnt

Zeit für Ihre FSME-Vorsorge!

Die wärmeren Temperaturen locken

Menschen ins Grüne. Sie wollen die Natur

genießen und den Kopf frei bekommen.

Doch im Wald, auf Wiesen oder an

Bächen warten nicht nur Spaß und Erholung.

Vom Frühling bis zum Herbst

sind Zecken aktiv. Sie sitzen auf Grashalmen,

Sträuchern und Büschen und

wittern den Schweiß oder Atem ihrer

Opfer. Wer querfeldein durchs Gelände

marschiert oder einfach am Wegesrand

eine Pause macht, kann Zecken unbemerkt

abstreifen.

Beim Blutsaugen können Zecken u.a.

FSME-Viren oder Borreliose-Bakterien

übertragen. Borreliose kann in der Regel

mit Antibiotika behandelt werden.

Gegen FSME gibt es keine ursächliche

Behandlung. Die Krankheit kann zu bleibenden

gesundheitlichen Schäden oder

gar zum Tod führen. Eine gute Gesundheitsvorsorge

sollte daher selbstverständlich

sein.

Die Gefahr eines schweren FSME-Krankheitsverlaufs

steigt mit dem Lebensalter

an. Die Impfung gegen FSME sollte

selbstverständlich sein.

Damit die achtbeinigen Blutsauger gar

nicht erst zustechen, sollten Wanderer

vor dem Gang ins Grüne zecken- und insektenabweisende

Sprays auf ihre Haut

bzw. Kleidung auftragen. Diese halten Zecken

für ein paar Stunden auf Abstand.

Optimal ist, das T-Shirt in die Hose zu stecken

und die Strümpfe über die Hose zu

ziehen. Außerdem sollten sich Wanderer

nach dem Aufenthalt in der Natur am ganzen

Körper sorgfältig nach Zecken absuchen.

Eine Impfung gegen FSME ist für

alle empfohlen, die in einem Risikogebiet

wohnen oder dorthin reisen und zeckenexponiert

sind.

Der Begriff „FSME-Risikogebiet“ ist nicht

gleichbedeutend mit „Zecken-Gebiet“.

Zecken kommen in ganz Deutschland

vor. Auch gibt die FSME-Risikokarte keine

direkte Auskunft darüber, wo „gefährliche“

Zecken leben und wo nicht.

Mehr Informationen unter

zecken.de | zeckenschule.de

leidenschaftnatur.de

facebook.de/zecken.de

Mit freundlicher Unterstützung von Pfizer

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der Zecken-Schutz zum Mitnehmen

Alle wichtigen Infos rund um den

Zecken- Schutz gibt es ab sofort

auch fürs Smartphone.

Was ist ein FSME-Risikogebiet?

Welcher Landkreis zu einem FSME-Risikogebiet erklärt wird, bestimmt das Robert-Koch-Institut. Es erfasst, wo sich Menschen

in Deutschland mit FSME infizieren und erkranken. Ein Landkreis wird dann zum Risikogebiet, wenn innerhalb von

fünf Jahren eine bestimmte Häufigkeit an FSME-Fällen aufgetreten ist.

Quellen:

- Kaiser, R. The clinical and epidemiological profile of tick-borne encephalitis in southern Germany 1994-98: a prospective study of 656 patients; Brain 1999; 122 (Pt 11): 2067-2078.

- Deutsche Gesellschaft für Neurologie; Leitlinien Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Stand: Januar 2020.

* Frühsommer-Meningoenzephalitis

zecken richtig entfernen

1|2020 Wanderzeit

Zecke mit einer Pinzette, einer Zeckenkarte bzw. Zeckenzange

1 oder einem Zeckenlasso so nah wie möglich an der Haut

greifen.

Zecke vorsichtig mit gleichmäßigem Zug gerade herausziehen.

2

Einstichstelle nach Entfernen der Zecke desinfizieren. Keine

3 Panik, falls Teile der Zecke in der Haut bleiben – sie werden

vom Körper abgestoßen.

Zecke zwischen Papier mit einem festen Gegenstand zerdrücken,

z. B. einem 4 Wasserglas.

Was ist zu tun,

wenn eine Zecke

doch gestochen hat?

• Zecken immer so schnell wie

möglich entfernen.

• Beim Herausziehen nicht quetschen.

Infizierter Speichel oder

Darminhalt kann sonst leichter übertragen

werden.

• Zecke niemals mit Klebstoff, Öl oder

Nagellack bedecken. Diese Substanzen

erhöhen das Risiko einer

Erregerübertragung.

• Unbedingt Arzt/Ärztin aufsuchen,

wenn sich nach einem Zeckenstich

grippeähnliche Krankheitszeichen

zeigen oder sich eine Rötung um die

Einstichstelle bildet.



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12 Wegweiser

Wegweiser

13

FAMILIEN ABENTEUER

Wegweiser

120. Deutscher Wandertag

Die nordhessische Kurstadt Bad Wildungen

und die Erlebnisregion Edersee

sind gut auf den 120. Deutschen Wandertag

vorbereitet. Davon hat sich der

Vorstand des Deutschen Wanderverbandes

(DWV) im Februar überzeugt.

DWV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß:

„Die Region ist ein Erlebnis für

Wanderer. Das Motto ´Wild. Bunt. Gesund.`

wird hier mit Leben gefüllt.“

Vom 1. bis zum 6. Juli können sich die

Gäste auf Wandertouren, Naturerlebnis-

Exkursionen, DWV-Gesundheitswanderungen,

Stadtführungen und einen bunten

Umzug freuen. Tipp: Die fünf Euro

teure Wandertagsplakette ist Schlüssel

zu vielen Ermäßigungen etwa im

Schwimmbad oder bei Schiffsfahrten.

Umsonst ist damit der ÖPNV (Busse und

Regionalbahn), Stadt-Erlebnis-Führungen

oder eine Schlossbesichtigung. Rauchfuß

dankte während der Visite der Stadt Bad

Wildungen, der Edersee Touristic GmbH,

dem Naturpark Kellerwald-Edersee sowie

dem gleichnamigen Nationalpark und

dem Hessisch-Waldeckischen Gebirgsund

Heimatverein für die gute Vorbereitung

der Veranstaltung. Infos: www.deutscherwandertag2020.de

Folgen des Klimawandels im Harz

Der Klimawandel im Harz und die Folgen für

den Wintersport standen bei einer Diskussionsveranstaltung

des Harzklubs in Braunlage

im Februar zur Debatte. Unstrittig war,

dass der Klimawandel mit Baumsterben

und Schneemangel schon heute massive

Folgen hat. Doch wie darauf touristisch zu

reagieren ist, war keineswegs klar. Beispiel

künstliche Beschneiung. Sabine Wetzel,

Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen

und Stadträtin in Wernigerode, sagte, dass

diese schon heute hohe Kosten sowie sehr

viel Energie und Wasser verbrauche. Auch

die Anlage von Teichen mit entsprechender

Verdunstung sowie die Wasserentnahme

Diskussion zu den Folgen des Klimawandels

im Harz (v. links): Sabine Wetzel (B90/Grüne),

Moderator Andreas Rietschel, Dr. Oliver Junk,

Harzklub-Präsident, und Walter Lampe, Präsident

des Niedersächsischen Skiverbandes.

aus den Flüssen zum Betrieb der Schneekanonen sieht Wetzel kritisch, da dies zu

einer dauerhaften Störung des Wasserkreislaufs führe.

Demgegenüber betonte Walter Lampe, Präsidenten des Niedersächsischen Skiverbandes,

die Chancen des Skisports und damit der künstlichen Beschneiung für den Harz.

Sie sei Voraussetzung für regelmäßiges Training und die Durchführung von Wettbewerben.

Wichtig sei die Integration von Wintersportangeboten in ein Ganzjahreskonzept.

Einigkeit herrschte in Braunlage darüber, dass der Ausbau von Ganzjahresangeboten

als Ausgleich für schneearme Zeiten künftigen im Vordergrund der touristischen

Entwicklung stehen sollte. Die Möglichkeiten reichten vom Ausbau der Skiroller-Strecken

bis zur Neugestaltung des Wanderwegenetzes.

Bestandsschutz für DWV-Wanderführer®

DWV-Wanderführerinnen ® und DWV-Wanderführer ® , welche ihr Zertifikat vor dem

1. Januar 2019 bekommen haben, genießen Bestandsschutz. Sie müssen sich also

nicht zwingend fortbilden, um das Zertifikat zu behalten. Das hat der DWV-Vorstand

im Februar in Kassel beschlossen. Zugleich empfiehlt der Vorstand auch diesen

Wanderführern freiwillige Fort- und Weiterbildungen.

A. Drache

ospreyeurope.de

4. Deutscher Winterwandertag

Das vielfältige Rahmen- und Wanderprogramm

machte den 4. Deutschen

Winterwandertag Ende Januar im Vogtland

zu einem großen Erfolg. Während

der rund 70 Veranstaltungen begrüßten

die Stadt Schöneck sowie der Verband

Vogtländischer Gebirgs- und Wandervereine

als Ausrichter nach eigenen Angaben

etwa 2.000 Besucher.

Ein besonderer Höhepunkt war der

„Schönecker Winter-Hunderter“, während

dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

in zwei Schleifen eine Wanderstrecke

von insgesamt 101 Kilometern

zurücklegten. Großen Anklang fanden

auch die speziell für Familien konzipierten

Kindertouren. Auch die informativen

Wanderungen mit Vertretern von

„Sachsenforst“, die Hundewanderungen

sowie die Stadtführungen und

Kutschfahrten wurden gut besucht.

Wanderzeit 1|2020 1|2020 Wanderzeit

Neues aus Europa

Europäische Stimme im

DWV-Vorstand

Dr. Gerhard Ermischer, 1.

Vizepräsident der Europäischen

Wandervereinigung

(EWV),

ist im November vergangenen

Jahres vom

Vorstand des Deutschen

Wanderverbandes

(DWV) zum kooptierten DWV-Vorstandsmitglied

gewählt worden. In

dieser Funktion will Ermischer die

Ideen der EWV in den DWV tragen

und dafür sorgen, den europäischen

Gedanken auf nationaler Ebene mit

Leben zu füllen.

Engagement für Europa

Im zweiten Halbjahr 2020 übernimmt

Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft.

Der Deutsche Wanderverband

nimmt das zum Anlass, Aktionen zu Europa

während der Woche des bürgerschaftlichen

Engagements vom 11. bis

20. September mit dem Bildband

„Wanderbares Deutschland“ zu belohnen:

Die ersten zehn Personen oder Organisationen,

die dem Verband entsprechende

Aktionen unter info@

wanderverband.de melden, bekommen

das 464 Seiten starke, reich bebilderte

Standardwerk zu den zertifizierten Qualitätswegen

„Wanderbares Deutschland“

geschenkt.



14 FAIR.STARK.MITEINANDER.

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„Kinder- und Jugendschutz geht uns alle an“

Mathematikstudium im polnischen Lublin, Rektor der Fachhochschule

Schmalkalden, Thüringer Kultusminister: Professor Dr. Jens Goebel hat

in seinem Leben schon einige Stationen durchlaufen. Seit 2017 ist er

ehrenamtlich Beisitzer im Vorstand des Deutschen Wanderverbandes

und engagiert sich für das Präventionsprogramm FAIR.STARK.MITEINAN-

DER. zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

nicht. Wenn FAIR.STARK.MITEINANDER.

aber wirklich gelebt wird, ist es ein guter

Schutz für Kinder und Jugendliche.

Das hat uns der oberste Kinder- und Jugendschützer

Deutschlands, Johannes-

Wilhelm Rörig, gerade wieder bestätigt.

Fotos: J. Riess

„Kinder- und Jugendschutz geht alle an. Niemand sollte vom Präventionsprogramm ausgeschlossen

sein“, sagt Jens Goebel, Beisitzer im Vorstand des Deutschen Wanderverbandes.

WZ: Mit FAIR.STARK.MITEINANDER. verabschiedete

die Bundesdelegiertenversammlung

der Deutschen Wanderjugend

(DWJ) 2009 ein Präventionsprogramm

zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

vor Grenzüberschreitungen und sexualisierter

Gewalt. Sie sitzen für den

Deutschen Wanderverband (DWV) im so

genannten Kompetenzteam. Warum?

Prof. Dr. Jens Goebel: Das Kompetenzteam

setzt sich zusammen aus ausgebildeten

Vertrauenspersonen, die bei

Fragen zu oder bei tatsächlichen Vorkommnissen

zur Verfügung stehen.

Dazu kommen Vertretungen der DWJ

und des DWV sowie hauptamtliches

Fachpersonal. Gemeinsam entwickeln

wir FAIR.STARK.MITEINANDER. weiter

und werben dafür in den Vereinen.

Denn auch wenn das Präventionskonzept

seinerzeit von der DWJ ins Leben

gerufen wurde, ist es natürlich für den

gesamten DWV wichtig. Das ist auch

der Grund dafür, dass der DWV das

Konzept personell und finanziell unterstützt.

Die DWJ ist längst nicht in allen Vereinen

oder gar Ortsgruppen aktiv. Warum

also sollte FAIR.STARK.MITEINANDER.

im gesamten DWV präsent sein?

JG: Es gibt wohl kaum eine Ortsgruppe,

in der nicht auch mal Kinder oder Jugendliche

dabei sind. Unabhängig von

deren Organisationsgrad sollte niemand

vom Präventionsprogramm ausgeschlossen

sein. Wie wir leider immer

wieder und in nahezu allen Strukturen

sehen, geht Kinder- und Jugendschutz

uns alle an. Übrigens verlangt auch der

Gesetzgeber für alle Vereine, in denen

Kinder und Jugendliche aktiv sind, ein

Präventionskonzept.

Schützt Präventionsarbeit wirklich effektiv

vor Grenzüberschreitungen und

sexualisierter Gewalt?

JG: Hundertprozentigen Schutz gibt es

Wie schützt das Programm konkret?

JG: Es gibt zum Beispiel gut verständliche

und praktikable Leitlinien für Freizeiten

und andere Veranstaltungen oder

einen Verhaltenskodex für alle Ehrenund

Hauptamtlichen. Besonders wichtig

finde ich die bereits erwähnten, speziell

ausgebildeten, innerverbandlichen Vertrauenspersonen.

Das sind kompetente

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die Vertrauenspersonen

kommen zweimal jährlich zur fachlichen

Weiterbildung zusammen und beraten

auch Jugendleiterinnen und Jugendleiter.

Diese werden bereits in ihren Ausbildungskursen

in der Anwendung von

FAIR.STARK.MITEINANDER. geschult.

Und wenn doch etwas passiert…

JG: …hilft FAIR.STARK.MITEINANDER.

ebenso. Das Programm bietet Hilfen für

den richtigen Umgang mit Opfern und

deren Angehörigen. Für die Aufarbeitung

stehen die Profis aus dem Kompetenzteam

zur Beratung bereit. Das gilt selbst

für die professionelle Öffentlichkeitsarbeit

nach einem Vorfall. Ohne sie kann

ein Verein etwa nach einem sexuellen

Übergriff in den eigenen Reihen schnell

überfordert sein, wenn entsprechende

Medienanfragen kommen. Das kann so

weit gehen, dass der gesamte Verein in

seiner Existenz gefährdet ist.

Was muss passieren, damit FAIR.STARK.

MITEINANDER. stärker in den Vereinen

präsent ist?

JG: Zunächst einmal muss das Programm

bekannt sein. Das beste Konzept

hilft nichts, wenn es niemand

kennt. Deswegen rufe ich dazu auf, in

den eigenen Reihen dafür zu werben.

Auf Wunsch informieren die Vertrauenspersonen

auch vor Ort in den Vereinen.

Außerdem gibt es Materialien auf www.

fair-stark-miteinander.de sowie bei der

DWJ und beim DWV.

Voller Geschmack.

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