Goldrausch am Frauenberg

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Goldrausch am Frauenberg

Keltische Goldmünzen aus dem Boiergebiet auf dem

Frauenberg bei Leibnitz.

Impressum

Autoren: Pienette Coetzee, Samar Ertsey und Praktikanten: M. Horvath und

D. Bopp.

Redaktion, Kommentar und historische Grundlage: Bernhard Schrettle

Satz: Bernhard Schrettle

Printed in the EU

© ASIST 2020. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in

irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert

oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder

verbreitet werden.
















Kommentar

Die von Jonah gefundene Goldmünze

wurde von Boiern, einem

keltischen Stamm im Gebiet

des heutigen Tschechien und

der Slowakei

geprägt.

Sie zeigt

das Bild

der griechischen Göttin

Pallas Athene und der

Siegesgöttin Nike. Das Vorbild

dieser Münzen waren

sog. Statere Alexanders des

Großen, der solche Goldmünzen

prägen ließ. Boier über nahmen

das Münzbild und prägten entsprechende

Münzen. Vermutlich im Zeitraum zwischen 330

und 250 v. Chr. wurde auch die Frauenberger Münze

geprägt – wie sie auf den Berg kam, ist aber unbekannt.

Sie gehört jedenfalls in die sog. Frühe Latènezeit, die

Zeit, in der ein keltischer Stamm den Frauenberg zu seinem

Zentralort und Stammessitz machte.

Gefunden wurde das Stück aber im römischen Heiligtum

auf der Kuppe des Berges, vor dem römischen Podiumstempel

und dessen Opferaltar. Sie lag inmitten


einer Schicht, in der spätrömische Funde aus der Zeit

der Zerstörung des Heiligtums mit viel älteren keltischen

Funden vergesellschaftet waren. Die Vorgänge in der

Keltenzeit und am Übergang zur römischen Kaiserzeit,

der Ausbau und die Entwicklung der Kultplätze auf dem

Frauenberg sind Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.

Im Tempelmuseum werden die wichtigsten

Fundstücke – die im Tempel geweihten Statuen, Altäre,

Kleinfunde, aber auch die im Jahr 2019 gefundenen

boischen Goldmünzen ausgestellt.


Tempelmuseum Frauenberg

Am Frauenberg 9 I 8430 Leibnitz / Seggauberg

01. April bis 31. Oktober:

Mo. - Fr: 10:30 - 15:30 Uhr,

Wochenende und Feiertage: 10:00 - 16:00 Uhr

Besichtigungen sind jederzeit auch außerhalb

dieser Zeiten auf Anfrage möglich!

www.tempelmuseum-frauenberg.at

Universalmuseum Joanneum

Münzkabinett

Schloss Eggenberg

Eggenberger Allee 90

8020 Graz

01. April bis 31. Oktober:

Di-So, Feiertag 10 - 17 Uhr

01. November 2019 bis 31. März

geschlossen, bis 22. Dezember 2019 jedoch im Rahmen

einer Führung und nach Voranmeldung zugänglich.

www.museum-joanneum.at/muenzkabinett


Archäologisches Erbe in der ArchaeoRegion

Südweststeiermark

Innerhalb der Region, die von der Koralpe bis ins Leibnitzer

Becken reicht, befinden sich zahlreiche archäologische Stätten.

Menschen der Steinzeit, der Bronze- und Eisenzeit,

der römischen Kaiserzeit und des Mittelalters lebten hier

und prägten die Region. Spuren der Menschen finden sich

nahezu überall, wo diese lebten. Das archäologische Erbe

umfasst alle diese Spuren - die Überreste von Siedlungen,

Gräbern, Heiligtümern, Verkehrswegen und vieles mehr. Für

Archäologie, Denkmalpflege und Museen ist es wichtig, die

Spuren zu sammeln, zu bewahren und zu erforschen. Das

Wissen um die vergangenen Kulturen und deren Wandel

wird in den Museen der ArchäoRegion Südweststeiermark

vermittelt.

www.archaeoregion.at

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