(German ) Coronavirus ist kein Prinz (und auch keine Prinzessin).

audaciacomunicacion

Dies ist ein Kinderbuch aus der Perspektive eines siebenjährigen Kindes. Die Geschichte erzählt von den Symptomen dieser Krankheit und von dem, was ein Kind in diesen Tagen zu Hause erwarten kann. Das Kind spricht von seiner neuen Routine, seinen neuen Reinigungsgewohnheiten und erzählt, wie es die neuen Herausforderungen meistert: Zum Beispiel singt es sein Lieblingslied, während es sich sorgfältig die Hände wäscht. Dank der Phantasie (und dem, was es sieht) teilt das Kind seine Emotionen, wie es sich anfühlt, jemandem einen Applaus vom eigenen Fenster zu schenken, und wie es sich den Coronavirus vorstellt, nämlich in einem Schloss und selbst ohne die Möglichkeit zur Schule zu gehen. Coronavirus: dieses neue Ding, welches in unser Leben eingedrungen ist, und von dem die Erwachsenen ständig sprechen.

Eine Geschichte von María Coco
Illustrationen von Sara Ramírez
Korrekturen von María R. Coco

Korrektur von

Illustrationen von

Coronavirus

ist kein Prinz

(und auch keine Prinzessin)

Eine Geschichte von


Alle Rechte vorbehalten.

Jede Form der Vervielfältigung, Verbreitung, öffentlichen

Kommunikation oder Anpassung dieser Veröffentlichung unterliegt der

Genehmigung ihrer Eigentümer, außer dies ist gesetzlich festgelegt.

Titel: Coronavirus ist kein Prinz (weder eine Prinzessin)

Autorin: María Coco Hernando www.mariacoco.es

Illustrationen und Gestaltung: Sara Ramírez Sáez www.shine.es

Korrekturen: María Rodríguez Coco www.mariacoco.org

Übersetzung: Lucio Carion

Tipografía Barrio: Sergio Jiménez & Pablo Cosgaya


Für Manu und Tomi.

Für Elisa und Julia.

Weil manchmal bestimmte Sachen nicht einfach zu erklären sind.

Weil Geschichten wie ein Fester zum Davonfliegen sind.

Weil nicht immer alles wie geplant läuft.

Weil wir zusammen alles besiegen können.

Weil jeder Tag gemeinsam daheim eine Möglichkeit

ist, etwas Neues von euch zu lernen.


2

Heute ist die Schule geschlossen.

Diese Wochen sind so anders als sonst.

Die Erwachsenen reden seit einiger Zeit

Von jemanden, der Coronavirus heißt.


Wenn ich dieses Wort höre, stelle ich mir

immer einen Prinz oder eine Prinzessin vor.

Coronavirus ist ein klitzekleines Wesen,

Welches in einem Schloss mit vielen Freunden

lebt. Ich bin mir sicher, dass Coronavirus

gerade auch nicht in die Schule darf.

Vielleicht könnte ich es unter einem

Mikroskop sehen.

3


4

Der Papa ist nervös und putzt

ständig das Haus.

Mama ist immer am Computer.

Sie redet mit dem Doktor und sie sieht so

müde aus. Wird sie vielleicht krank?


Wir rufen Oma und Opa an und sagen ihnen,

Dass sie zu Hause bleiben sollen.

Wahrscheinlich ist es draußen sehr kalt.

Obwohl eigentlich die Sonne scheint.

5


6

Ich frage mich, wie Coronavirus aussehen

könnte... Vielleicht wie ein Rockstar oder

einfach komisch angezogen.

In meiner Familie lieben wir Musik,

Deswegen finde ich es toll mir Coronavirus

wie einen Rockstar vorzustellen.


Wo wird wohl Coronavirus leben?

Es muss sicherlich viel gereist sein.

Mama sagt, dass wir uns vielleicht

eines Tages treffen werden.

7


8


Wir verbringen die Tage daheim.

Mama, Papa und ich spielen ganz viele

Spiele. Wir machen ein paar Übungen auf

der Lernkonsole.

Wir malen und basteln.

Und dabei lachen wir die ganze Zeit.

9


10

Noch nie haben wir so viel Zeit daheim

verbracht, Ohne aus dem Haus zu gehen. Und

ich liebe es auszugehen! Jetzt öffnen wir unsere

Fenster, Um mit den Nachbarn zu reden, die

gegenüber von uns wohnen.

Sie bleiben auch zu Hause.


Am Abend klatschen wir

gemeinsam in die Hände,

Wir applaudieren den Menschen, die sich

viel Mühe geben, damit wir gesund bleiben.

Nun ist alles anders.

11


12

Wir waschen auch die Hände öfter als sonst.

Und wir duschen lang. Wir putzen das

Haus und helfen beim Kochen.

Wir machen viele verschiedene Sachen.


Heute hatte ich Halsschmerzen.

Ich habe auch Fieber. Aber wir gehen nicht

zum Arzt. Mama und Papa sagen,

Coronavirus ist da, aber ich kann es trotzdem

nicht sehen. Es muss tatsächlich winzig sein.

Also versuche ich meine Lupe zu benutzen,

um es zu finden.

15


16

Ich bekomme zwei Punkte, wenn ich niese

Und meinen Ellenbogen vor den Mund halte.

Und wenn ich meine Hände öfters wasche

Und sorgfältig zwischen meinen Fingern

reinige, bekomme ich noch einen Punkt.

Wenn ich das mache, dann

bekomme ich eine heiße Schokolade

als Nachmittags-Snack!


17


Oma und Opa haben auch Husten.

Sie bleiben auch daheim und

Sie rufen täglich den Arzt an.

Wir machen immer Videoanrufe mit ihnen

Und wir scherzen ganz viel gemeinsam.

18

Es ist so lustig!


19


20


Ich habe gehört, es wird eine Weile dauern,

bis wir wieder in die Schule dürfen.

Am Vormittag machen wir trotzdem

unsere Hausaufgaben,

Die uns unsere Lehrerinnen

und Lehrer schicken.

Am Nachmittag dürfen wir spielen.

Langsam gewöhne ich mich daran.

Und langsam fühle ich mich auch besser.

21


Sie haben Coronavirus gefunden!

Ich habe in den Nachrichten gehört,

Dass es eine Frau dank ihrem

Mikroskop geschafft hat.

So ein Glück!

Ich war sicher, dass das jemand schaffen

würde! Nun arbeitet sie an dem Impfstoff,

Damit alle wieder gesund werden können.

23


24


Ich hab ein Bild von Coronavirus gemalt.

Lass es mich dir zeigen.

Nun, da wir uns kennengelernt haben,

Lernen wir auch, miteinander zu leben.

25


Wenn wir alle gemeinsam die Regeln befolgen

Und daheim bleiben, Werden wir bald wieder

in die Schule Und wieder gemeinsam mit

unseren Freunden spielen dürfen.

27


Wir haben die Superkraft,

uns beschützen zu können

Händewaschen kann lustig sein. Machen wir ein Spiel daraus!

Denk an dein Lieblingslied und singe es von Anfang bis zum

Ende, während du sorgfältig deine Hände mit Seife reinigst.

Berühre weder deinen Mund noch deine Nase oder deine

Augen. Wenn du das machst, dann verlierst du einen Punkt

für deinen Supersnack!

Wenn du hustest oder nießt, dann nimm die Innenseite deines

Ellenbogens vor dem Mund. Eine schnelle Frage: Fallen dir

zufällig drei weitere Sachen ein, die du mit dem inneren Teil

deines Ellenbogens machen kannst?Schwierig, nicht wahr?

28


Wenn du Angst hast, dann sag das deinen Eltern.

Sie verstehen dich und werden dir auch erklären was gerade

passiert. Es ist ganz normal Angst zu haben.

Den ganzen Tag daheim verbringen bedeutet, dass man

ganz schön viele Sachen machen kann.

Vielleicht kannst du beim Aufräumen helfen, oder du kannst

lernen, wie du deine Schuhe allein zubindest, oder einfach

herausfinden, welche deine Lieblingseissorte ist!

Wenn du Hals- oder Kopfschmerzen hast, sag das sofort

deinen Eltern. Sie kümmern sich immer um dich.

Und falls du dich langweilen solltest, dann nimm eines deiner

Bücher in die Hand. Nimm einfach eines und du wirst sehen:

Bücher sind wie eine Tür, die sich zu unendlich verschiedene

Welten öffnet.

UND ALLES WIRD

WIEDER GUT WERDEN

29

Weitere Magazine dieses Users