TiertrainingDiamantMagazin_FrühjahrSommer2020

TiertrainingDiamant

Das Tiertraining Diamant Magazin - Frühjahr/Sommer Ausgabe 2020
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Der Labrador als Ersthund

„Oh, ein Labrador. Der erzieht sich doch wie auf von allein, oder?“

Ein Satz, den wahrscheinlich viele Labrador Besitzer kennen werden. Als freundlicher

Familienhund ist er bekannt. Das ist wohl auch der Grund, warum er aktuell auf Platz 2 der

beliebtesten Hunderassen Deutschlands steht und sich immer mehr Familien für diese Rasse

entscheiden.

Leider ist mir aber auch aufgefallen, dass sich immer weniger Hundebesitzer im Vorfeld mit

der Rasse ausgiebig auseinander setzen. Das endet dann oft in Überforderung. Eignet sich

der Labrador also wirklich als Anfängerhund?

Der Labrador ist vor Allem für sein freundliches

Wesen, seine Treue und seinem „will-to-please“

bekannt. Er möchte seinem Menschen gefallen

und ihm Alles recht machen. Das kann ich von

meiner Labradorhündin Laika absolut

bestätigen. Sie liebt die Arbeit und je mehr ich

mich über Erfolge freue, desto motivierter und

freudiger ist sie.

Weiterhin wird dem Labrador auch nachgesagt, dass er unheimlich verfressen ist. Auch das

kann ich bestätigen. Der Grund für den ständigen Hunger liegt im Übrigen in den Genen.

Dementsprechend ist Futter DIE Belohnung. Im Training hat man da natürlich einen riesigen

Vorteil, denn der Labrador lernt dadurch sehr schnell. Was auf der einen Seite ein Segen ist,

ist auf der anderen Seite ein Fluch. Man muss aufpassen, dass der Hund nicht zu dick wird.

Wie gut, dass der Labrador ein sportlicher Hund

ist. Gezüchtet wurde er für das Apportieren von

geschossenem Wild aus dem Wasser. Er ist also

ein Jagdhund und beim Kauf sollte man sich

dessen bewusst sein. Er benötigt viel Bewegung

und Aufgaben, die ihn geistig und körperlich

fördern, wie zum Beispiel Dummytraining oder

Mantrailing.

Er ist also definitiv kein Hund, der nur auf dem Sofa liegt und sich ausschließlich mit kleinen

Gassirunden zufrieden gibt. Der Labrador neigt ebenfalls in vielen Fällen zur Unruhe. Man

muss mit ihm also Ruhe üben und aufgrund seiner jagdlichen Tendenzen auch viel

Impulskontrolle trainieren. Weiterhin testen viele Labradore sehr gern, weshalb liebevolle

Konsequenz notwendig ist.

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