SPORTaktiv Bikeguide 2020

Sportaktiv.Magazin

BIKE

G U I D E 2 0 2 0


R A P C O N P M A X

ERLEBE DEN FLOW

S T E A M E R C O M P A C T

E - M T B

ERLEBE DEN FLOW


EDITORIAL

CHRISTOPH HEIGL

SPORTaktiv-Redakteur

christoph.heigl@styria.com

VOM NEUEN

ANFANG

Coverfoto: Scott Sports/Gaudenz Danuser / Foto: Thomas Polzer

Zugegeben, heuer war es ein bisschen schwieriger. Aber wir haben die

Ärmel hochgekrempelt und du hältst den ersten Home-Office-Bike-

Guide von SPORTaktiv in Händen. Zu Hause sitzen und vom Biken

draußen erzählen und schreiben ist gar nicht so einfach. Aber die Distanz

schärft Empfinden und Verlangen für das, was sonst selbstverständlich ist.

Wir haben den Fokus im Bike-Guide 2020 noch weiter in Richtung

E-Mountainbike verschoben. Der Blick in die Shops, auf die Forststraßen

und Trails legt das einfach nahe. Drei von fünf Bike-Kategorien im

Magazin fahren elektrisch. 60 Prozent! Logisch? Frevel? Schnuppere doch

rein! Versuche, Sommer, Kettenöl und staubige Trails zu schmecken und

lass dich verführen in die Gipfelwelt von Pfadfinder Harald Philipp, in die

Werkstätten und Motorenlabors, spüre die Emotionen von Hobbybikern

wie Michi und von Urgesteinen wie Christoph M. Dazu Profi-Tipps zum

sicheren Biken und ein Überblick über die Trends und neuesten Produkte.

Wir bei SPORTaktiv haben eine Entscheidung getroffen. Wir wollen

keine Trennung. Viele Magazine, Websites und Youtube-Kanäle schneiden

den Sport gerade in der Mitte auseinander und filetieren in E-MTB und

Normal-MTB. Das wollen wir nicht. Wir machen keinen E-Guide. Wir

mögen die neuen Begriffe fürs herkömmliche Rad auch nicht besonders:

Bio-Bike? Muskel-Bike? Push-Bike? Und das Neueste: Akustik-Bike, wie

die Akustik-Gitarre im Kontrast zur E-Gitarre. Brauchen wir nicht. Wir

schreiben übers Biken.

„Im Verkauf 98 % nur noch E-Bikes.“ „80 % E-Biker am Wochenende.“

„Sogar am Gardasee 50 % E-Mountainbikes.“ Man kann auf die Unterschiede

blicken. Oder aufs Verbindende. Gerade jetzt. „100 % zufriedene

Gesichter beim Biken.“ Das wäre schon ein Anfang.

Wir sehen uns am Trail,

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3


INHALT

PROLOG

10 DER PFADFINDER

Bike-Bergsteiger Harald Philipp schwimmt gegen den Strom

18 SO KOMMT DAS „E“ INS BIKE

Specializeds Chefentwickler gewährt Innovationseinblicke

24 TAUSCHE COUCH GEGEN GIPFELKREUZ

Wie aus einem Nichtsportler ein E-Mountainbiker wurde

30 FRÜHLINGSGEFÜHLE

Bike-Check und Profi-Tipps vor der ersten Ausfahrt

EMOTION UND SERVICE

40 ALS SICH DER NEBEL VERZOGEN HATTE

Gastkommentar von Jürgen Pail zur Veranstalterszene

44 PUSH AND PUMP

Fahrtechnik mit David Trummer. PLUS: Interview Vali Höll

52 COOLE ZEITEN FÜR KLEINE BIKER

Qualität, Ergonomie & Leichtbau zählen auch bei Kinderbikes

62 LEIHEN – MIETEN – LEASEN

Benutzen statt besitzen – ein Überblick über drei Konzepte

76 ODE AN DIE BEINBEHAARUNG

Rasiermesserscharfer Blick auf Haut und Härchen

86 DIE KRAFT DER ANZIEHUNG

Physikstunde: So funktioniert ein E-Bike-Motor

100 BACK TO THE FUTURE

Wie das E-Bike das Leben eines Bike-Freaks positiv verändert

120 DER BIKEHELM IM FOKUS

Warum man nicht zum erstbesten Helm greifen sollte

BIKES IM ÜBERBLICK

36 ALPHA & OMEGA

Need for Speed: Hardtails und Fullys für den Renneinsatz

58 AM BERG ZU HAUSE

All Mountain Bikes: von Trailfully bis Enduro

72 E WIE EINSTEIGER

E-Hardtails als Einstieg in die Elektrowelt

92 ANGRIFFSLUSTIG

Großer Akku, viel Spaß: die E-Tourenfullys

108 BALLERMANN*IN

E-Enduro: fette Federwege zum Trail-Fräsen

DAHEIM UND ANDERSWO

112 MIT HELIKOPTER UND ABSCHLEPPSEIL

Weltweit-Biker Cri Maierhofer und seine Visionen für Graz

10

128 HOCHGEFÜHL IM HIMALAYA

Peter Urdl und seine einmaligen Erlebnisse beim Yak Attack

30

Fotos: Stefan Voitl, Thomas Polzer


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RUFT ZUM

IRONBIKE

Am 8. August heißt es

wieder: hart, härter, Ischgl

Ironbike. Das Kultrennen

zählt mit 77 Kilometern und

3700 Höhenmetern, mit

steilen Rampen und spektakulären

Singletrails zu den

härtesten und anspruchsvollsten

Mountainbike-

Rennen Europas.

Rund um den traditionsreichen

Marathon geht von

5. bis 8. August das viertägige

MTB-Festival über die

Bühne. Mit jeder Menge

Rennen und Formaten für

alle Biker, von Jung bis Alt

und von Einsteiger bis zum

Profi. Dazu wird ein tolles

Rahmenprogramm und eine

Top-Expo-Area geboten.

Alle Infos und

Anmeldungen unter:

www.ischglironbike.com

Foto: Ischgl Ironbike

6 SPORTaktiv


SPORTaktiv

7


8 SPORTaktiv


BIKEN

BIS ZUM

GIPFELKREUZ

Rauf aufs Bike, der Gipfel ruft!

In der Region Murau-Kreischberg

ist die Strecke auf die Frauenalpe

die erste Wahl für Mountainbiker.

Von Murau aus radelt

man zunächst die Zufahrtsstraße

bis zur Murauerhütte hoch –

oder startet wahlweise seine Tour

erst dort und spart sich damit

einige Höhenmeter. Von der

Hütte heißt es: ab durchs Gelände

bis zum Gipfelkreuz. Aber

Achtung: Erst ab 1. Juni ist diese

lässige Tour täglich von 8 bis 19

Uhr freigegeben.

Als Alternativen finden Biker in

der obersteirischen Region schöne

Touren auf den Hochwald

bei Murau vor. Startpunkt direkt

in der Stadt, je nach Lust und

Kondition gibt es eine leichte,

mittlere und schwere Rundtour.

Also für jeden das Passende

dabei!

www.regionmurau.at

Foto: Tourismusregion Murau/ikarus.cc

SPORTaktiv

9


DER

PFADFINDER

10 SPORTaktiv


HARALD PHILIPP

VERBINDET ALPINISMUS

UND MOUNTAINBIKEN.

ER FINDET WEGE IN FERNE

REGIONEN, ZU NEUEN

ERKENNTNISSEN, SELBST

ZUM IM HIMALAYA

VERSTORBENEN VATER.

DER WAHL-TIROLER

SCHWIMMT GEGEN DEN

STROM UND ERZÄHLT IN

VORTRÄGEN VON FLOW UND

FREIHEIT. DIE SIND JETZT

ABER EMPFINDLICH

EINGESCHRÄNKT.

VON CHRISTOPH HEIGL

Foto: Stefan Voitl

SPORTaktiv

11


für etwas Neues, ein neues Narrativ, alles

ist am Nullpunkt. Und nicht alles in der

Welt ist davor rundgelaufen. Wenn Leute

wieder beginnen, auf Wissen schafter

zu hören, ist das schon ein guter Anfang.“

Was er selbst macht, gilt wie ein

Ratschlag. „Die Zeit für persönliche

Entwicklung und Wachstum nutzen.

Die Welt wird dann anders sein. Aber

das kann auch positiv sein.“

So interessant der „Bike-Philosoph“

als Persönlichkeit ist, so interessant ist

auch sein Zugang zum Thema Mountainbike.

„Ich hatte eine schwierige Zeit

als Jugendlicher. Das Mountainbike war

mein Fluchtinstrument. Ich wollte Free-

Flow nennt Harald

Philipp das, was andere

zum Fingernägelbeißen

bringt.

Und den Begriff

„Radweg“ kann er

sehr weit dehnen, das

sollte man an dieser

Stelle vorausschicken. Mit seinen Bildern

und Storys ist der blonde „Sympathikus“

einer der Vorreiter des alpinen

Mountainbikens geworden. Mit seinen

Vorträgen („Pfadfinder“, „Flow“) inspiriert

er viele Biker. Dutzendfach ist er zu

sehen, wie er sein Rad auf den Schultern

gen Gipfel trägt und dann spektakulärst

und mit ganz feiner Fahrtechnik über

Felsen, Schotter und irrwitzige Passagen

ins Tal fährt. Und bei all diesen Extremen

wirkt sein humoriges Understatement

dann fast wie eine Schnurre: „Ich

bin ja gar kein guter Biker. Es gibt Bessere

als mich.“

Philipp hat schon viel gesehen. Ein

klassischer Weltenbummler scheint er

aber nicht zu sein, dafür ist er zu geerdet.

Geboren in Nordrhein-Westfalen

(D) ist er die ersten sechs Lebensjahre in

Bayrischzell an der Grenze zu Österreich

aufgewachsen. Seit 15 Jahren ist sein Lebensmittelpunkt

Innsbruck, er besitzt

aber auch ein verlassenes Haus samt

zwei Hektar Land in einem entlegenen

Tal der Grenzregion von Ligurien (ITA)

und der Provence (FRA). „Da basteln

wir schon vier Sommer lang herum. Gut

möglich, dass wir da mal fix hinziehen“,

sagt er über die gemeinsame Zukunft

mit seiner Freundin. Philipp ist einer für

das Gegen-den-Strom-schwimmen.

„Das Tal in Ligurien war von der Bronzezeit

bis zur Industrialisierung bevölkert.

Dann sind alle weggezogen. Wir

ziehen jetzt hin.“ Deutschland, Innsbruck,

Ligurien – wo fühlt er sich zu

Hause? „Mein Heimatbegriff? Der ist

verhandelbar“, lacht er.

Mit den Folgen der Corona-Pandemie

ist seine Welt aber drastisch eingeschränkt.

„Ich habe schon 18 Vortragstermine

absagen müssen, derzeit habe

ich keinen Job.“ Philipp wäre aber nicht

Philipp, sähe er nicht das Positive an der

Situation. „Corona ist auch die Chance

HARALDS WERTE

UND THEMEN

Am äußersten Rand der Komfortzone

– wie man optimale Leistung

erbringt mit Frechheit und Demut

im Gleichgewicht.

Optimistische Blickführung – wie

man es schafft, auf den Trail zu

fokussieren anstatt in den

Abgrund zu starren.

Kooperation durch Selbstverantwortung

– wie jeder sein eigenes

Instrument spielt und das Orchester

trotzdem harmonisch klingt.

Das Gegenteil von Stress – warum

wir den Begriff Muße nicht mehr

kennen und wie wir den Zustand

wiederfinden können.

Neue Wege finden – wie man dort

fahren kann, wo andere nur zu Fuß

gehen und Innovation durch

Perspektivenwechsel erreicht.

Spielen statt kämpfen – was man

von kindlicher Kreativität lernen

kann und wie man mit Leichtigkeit

große Ziele erreicht.

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rider werden, wie damals die großen

amerikanischen Bike-Idole.“ Überall hinunterspringen,

exotische Plätze, easy

living. Einige davon hat er später kennengelernt

und erkannt, dass das Freerider-Dasein

wohl nicht die beste Idee gewesen

wäre.

Der heranwachsende Harald ist Bike

gefahren, was das Zeug hält. Rennen haben

ihn nie wirklich interessiert. „Der

Rennsport war kein Thema. Ich bin kein

Kämpfer, ich hab kein Wettkampf-Gen,

ich kann nicht gegen jemanden antreten.“

Aber er hat früh den Begriff Flow

für sich entdeckt und „durch Zufall und

Glück“ am Gardasee die beiden österreichischen

Mountainbiker Christoph Malin,

auch einer aus der SPORTaktiv-Expertenriege,

und Christian Piccolruaz

kennengelernt. „Durch sie habe auch ich

begonnen, das Mountainbiken mit dem

Alpinismus zu verbinden.“ Und das ist

zum Markenzeichen des Wahl-Tirolers


CORONA IST

AUCH DIE

CHANCE

FÜR EIN

NEUES

NARRATIV.

12 SPORTaktiv


Foto: Stefan Voitl

geworden, als „Bike-Bergsteiger“ wird

er jetzt oft vorgestellt.

Den Bergsteiger-Background hat er

von seiner Elternseite, denn Mutter

und Vater waren „krasse Bergsportler“,

wie er erzählt, und seine Augen beginnen

zu leuchten. „Die Mama sogar

noch mehr als der Papa.“ Doch Haralds

Vater kam bei einem Lawinenunfall

im Himalaya ums Lebens. „An sich

nichts Extremes, eher eine Touristenveranstaltung.

Es war ein Unglück.“ Da

war Harald elf Jahre alt. „Geprägt hat

mich dann meine Mutter“, erzählt er

und in einem Vortrag beschreibt er sie

so: „Stellt euch die Pippi Langstrumpf

als 60-Jährige vor.“ Kurze Zeit später

verstarben auch seine Großeltern und

die – siehe oben – schwierige Jugendzeit

begann. Den Tod seines Vaters versuchte

er vor zwei Jahren mit einer

Biketour zu verarbeiten. Er umrundete

in 5000 Metern Höhe den Pisang Peak,

wo das Unglück passiert war. „Unglaubliche

Trails und meine ganz sicher bewegendste

Tour“, sagt der 36-Jährige. Damit

war dann auch die Phase der weiten

Reisen wie Biken in Nordkorea und in

Sibirien vorbei. „Ich war zwei Jahre lang

ganz wenig in den Alpen, habe da aber

wieder mehr vor. Ich habe so viel Freiheit.

Wer wenn nicht ich sollte sie nutzen?“

Und was trägt Philipp im Regelfall

bei Formularen in die Spalte Beruf

ein? „Ich bin Radfahrer, Biker, Abenteurer.

Aber ich lebe nicht davon, ein guter

Radfahrer zu sein, sondern davon, Werte

zu vertreten und Geschichten zu

HARALD PHILIPP

JAHRGANG 1983, SEIT 20

JAHREN MOUNTAINBIKER,

ABENTEUERTRIPS IN

SIBIRIEN, NORDKOREA,

IM HIMALAYA, IN DEN

ALPEN UND DOLOMITEN.

2008 HAT ER SEIN STUDIUM

DER KOMMUNIKATIONSWIS-

SENSCHAFT ABGEBROCHEN

UND IST NUN SELBSTSTÄN-

DIG ALS ABENTEURER, BIKER,

AUTOR UND VORTRAGS-

REDNER UNTERWEGS.

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Verboten schön.

Selbst in Nordkorea

fand Harald Philipp

(links) Fotospots

und unglaubliche

Landschaften.

erzählen. Das kann ich besser als biken.“

Die Coronakrise sieht er schon

wieder als Startpunkt für eine neue Erzählung.

Kürzlich sah man Philipp auf Social

Media mit dem brandneuen und allerersten

E-Mountainbike seines Ausrüsters

fahren, was ihm (und dem Hersteller)

auf den Plattformen auch böse

Kommentare der Anti-E-Bike-Fraktion

einbringt. Philipp reagiert cool. „Ganz

ehrlich? Das geht mir nicht so nahe.

Ich lese auch nicht alles. Ich finde es

nur merkwürdig, dass jetzt Biker gegen

E-Biker oft mit denselben Argumenten

vorgehen wie früher Wanderer gegen

Biker. Du kannst nicht Toleranz einfordern

und sie dann selbst nicht aufbringen.“

Philipp betont, dass er nicht aus

irgendwelchen vertraglichen Gründen

E-Mountainbike fahren muss, er tue

das freiwillig. „Ich habe mittlerweile

viel Freiheit, mir sagt niemand, was ich

machen soll. Mir wurde ja sogar geraten,

Influencer zu werden und noch

viel mehr Social Media zu machen,

aber das bin nicht ich. Außerdem bekommt

Mark Zuckerberg von mir

nicht mehr Daten als nötig.“

MEINE MUTTER?

STELLT EUCH

DIE PIPPI

LANGSTRUMPF

ALS 60-JÄHRIGE

VOR.

„Und ich sage auch nicht, dass

E-Mountainbiken nur toll ist. Ich habe

mein E-MTB seit Dezember und muss

ehrlich sagen: Es ist noch besser, als ich

gedacht habe. Ich habe vor allem nicht

erwartet, dass das E-Mountainbike bergab

besser geht als mein normales Bio-

Bike.“ Philipp fährt natürlich auch weiterhin

mit motorlosen Mountainbikes

ins Gelände, vor allem, wenn lange Tragepassagen

am Plan stehen, aber das „E“

verändert seine Herangehensweise. „Das

E-Bike ist eine Erweiterung für mein

Mountainbiken: Früher bin ich mit dem

Auto hingefahren, habe meine Biketour

gemacht und bin mit dem Auto wieder

zurück. Jetzt kann ich gleich von zu

Hause aus Touren planen. Das E-MTB

eröffnet einen neuen Horizont. Ich

kann hochalpines und normales Biken

wunderbar kombinieren. Es ersetzt

nicht mein normales Bike, aber mein

Auto. Das werde ich jetzt wohl verkaufen.“

Training im herkömmlichen Sinn,

„zum Selbstzweck“, kennt Philipp übrigens

nicht. „Ich trainiere nicht, ich fahre

einfach viel Mountainbike, auch

ohne Fotosessions, einfach so, wie jeder

Hobbybiker. Und 45 Minuten am Tag

meditiere ich, für meine Fitness im

Kopf.“

Der „Pfadfinder“ hat viel von dieser

Welt gesehen und ist Wege gefahren,

von denen wir nur träumen können.

Was macht für ihn einen guten, interessanten

Trail aus? „Jeder Weg ist Kultur.

Wo es die Natur der Kultur nicht leicht

gemacht hat, sind die interessantesten

Trails entstanden. Nach einem Felssturz.

Durch eine Felswand. Ein guter

Trail muss irgendwie neu sein, auf eine

gewisse Art unentdeckt. Aber prinzipiell

ist der beste Trail immer der, den du als

Nächstes fahren willst.“

Foto: Dan Milner

14 SPORTaktiv


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Dieser Weg durch die Hölle ist

mit Glückshormonen gepflastert

– bei der Extremdistanz der

Salzkammergut-Trophy mit 210

Kilometern und 7119 Höhenmetern.

Ein höllisch harter Ritt

durch die Berge von Bad Goisern,

der jedes Bikerherz höherschlagen

lässt. Der Bikemarathon

am 18. Juli gilt als härtestes

Eintagesrennen Europas – wobei

sieben Distanzen zwischen 22

und 210 Kilometer angeboten

werden. Auch ein Marathon für

Gravelbikes ist dabei.

Die „Trophy“ ist nur einer von

vielen hochkarätigen Bikesport-Events,

die Oberösterreich

zum beliebten Ziel von

Mountainbikern und Rennradsportlern

machen: Vom Linz-

Triathlon (23. Mai) über den

Mondsee- 5-Seen-Radmarathon

(28. Juni) bis zum King of the

Lake am Attersee (19. September)

gilt stets: tolle Rennen,

traumhafte Landschaften

inklusive.

www.biken.at

www.trophy.at

Foto: Salzkammergut Trophy/Harald Hois

SPORTaktiv

17


W

ir alle fahren halt verdammt gerne Bikes“,

wird Jan Talavasek im Verlauf des Gesprächs

noch sagen. Gefragt hatten wir

nach den Gründen für den Erfolg der Räder.

Ist es so einfach? Wohl nicht.

„Innovate or die“ haben sich die Kalifornier

schon vor Jahrzehnten auf die

Fahnen geschrieben, also die permanente

Neuerfindung. Wie schaut das 2020

in der Praxis aus? Auf der Suche nach

den Ideengebern und Innovationen, die

die Radbranche antreiben, haben wir

trotz Produktionsstress und Coronakrise

ein offenes Ohr bei Jan Talavasek gefunden.

Er lässt uns die Tür einen Spalt weit

offen und einen Blick hinter die Kulissen

der Produktentwicklung werfen. Der

Deutsche ist Entwicklungssleiter von

Specializeds großer E-Bike-Abteilung

und eine echte Koryphäe.

Einst bei der deutschen Kultschmiede

Votec, wurde Talavasek von Specialized-Gründer

Mike Sinyard persönlich

angeworben und arbeitete in den USA

an der Entwicklung der normalen

Mountainbikes. Ab 2010 dann auch am

Prototyp des ersten E-Bikes „Turbo S“,

eines Stadtflitzers, der 2012 der Öffentlichkeit

präsentiert wurde. Gibt’s den

noch? „Ja, klar“, lacht Talavasek, „der

geht auch heute noch ganz gut, auch

wenn das Konzept mit Nabenmotor natürlich

seine Grenzen hat.“ 2011 war

Talavasek in die Schweiz übersiedelt, wo

er für Specialized mit Produktmanager

Marco Sonderegger auf dem Gelände einer

alten Papierfabrik in Cham die

E-Abteilung („Grob gesagt alles, was Kabeln

und Stecker hat“) aufbaute. „Damals

haben wir zu viert begonnen, jetzt

sind wir 30 Designer, Ingenieure und

Entwickler“, erzählt er. Alles, was bei

Specialized mit dem trendigen Thema E

JAN TALAVASEK

arbeitet seit 15 Jahren bei Specialized,

zunächst als Bike-Entwickler in den

USA, jetzt als Entwicklungsleiter für

E-Bikes („Director Turbo Technology”)

bei Specialized Europe in Cham

(Schweiz), er ist einer der Väter des

ersten Specialized-E-Bikes „Turbo S“

(2012), aktuell Chefentwickler von

Levo, Kenevo, Creo und Co.

18 SPORTaktiv


Fotos: Specialized

SO

KOMMT

DAS

„E“

INS

BIKE

VOLL UNTER STROM IST DER

ENTWICKLUNGSPROZESS

BEI E-MOUNTAINBIKES.

JAN TALAVASEK GEWÄHRT

UNS EINEN EINBLICK BEI

SPECIALIZED, EINEM

DER GRÖSSTEN UND

INNOVATIVSTEN HERSTELLER.

HIER WIRD DIE ZUKUNFT

VORANGETRIEBEN.

VON CHRISTOPH HEIGL

zu tun hat, kommt aus dem beschaulichen

Cham. Am brandneuen E-MTB

Levo SL steht „California Design, Swiss

Engineered“ am Rahmen.

Specialized ist eine große Nummer in

der Radszene. Mit den 30 Entwicklern

in der Schweiz kommt man weltweit auf

bis zu 300 Mitarbeiter, die Research &

Development machen, dazu externe

Partnerfirmen. „Wir profitieren von einem

wirklich starken Team“, sagt Talavasek.

„Innovation Centers“ wie jenes in

Cham hat man natürlich in den USA, in

Deutschland, Taiwan, China und Vietnam.

Die Mitarbeiter haben unterschiedlichsten

Background. „In Cham

ist so ziemlich alles vertreten: Industrial

Design, Product-Managers, Project-Managers,

Mechanical Engineers, Electronik-

und Software-Engineers, Mechaniker,

Techniker, Dealer-Service, Data-

Support.“ Muss man dezidiert Radfahrer

sein, um einen Job bei Specialized zu bekommen?

„Bei uns haben alle die Leidenschaft

fürs Radfahren, sonst überlebt

man bei uns nicht“, scherzt Talavasek.

Dass man in der Entwicklungsarbeit den

ganzen Tag am Rad sitzt, ist aber nur

eine romantische Vorstellung. „Wir fahren

viel. Aber wir sitzen auch viel vor

den Laptops, haben strikte Deadlines,

komplexe Problemstellungen und Arbeitszeiten

fern der Normalzeiten. Das

passt nicht zu jedem.“

Specialized beherrscht einen Trick besonders

gut: Obwohl es ein Millionenkonzern

ist, schafft man es, kalifornischen

Hippie-Charme und den Kultfak-

tor einer gewitzten Garagenfirma (Firmengründer

Sinyard startete 1974 mit

dem Verkauf italienischer Komponenten

aus einem Anhänger heraus) in die Gegenwart

zu hieven. Hightech-Big-Business

und Freak-Stuff, wie geht das? Zum

einen mit Humor. „People say, I am

good at making coffee“, steht etwa als

Jobbeschreibung bei Talavaseks LinkedIn-Profil.

„Und wir stellen nur Leute

an, die genauso sind wie wir. Wir arbeiten

in kleinen, dynamischen Teams und

bewahren uns so den Start-up-Spirit.

Nur, dass hinter der Start-up-Bude ein

Riesenkonzern steht. Aber das ist einfach

in der DNA von Specialized.“ Und

dann ist noch der Umgang mit Mitarbeitern.

„Klar hast du das Rad am Arbeitsplatz

und du drehst bei schönem

Wetter mal eine Runde. Das funktioniert

ganz gut. Aber am Ende muss alles

fertig sein und dann ist es doch ein

knallhartes Business. Diese Spreizung ist

brutal schwierig.“ Das Radgeschäft ist

getrieben von ständigen Innovationen

und ein sehr schnelllebiges Segment.

„Und viele unserer Kunden sind ,early

adopters‘ – die erwarten von uns, dass

wir immer vorne dabei sind. Für uns ist

das eine Ehre, wenn Kunden unsere

Produkte kaufen, Rennfahrer auf unseren

Bikes gewinnen und wir eine endlose

Liste an Testsiegen, Awards und Preisen

einheimsen. Ja, der Druck ist hoch,

aber wieder: Das ist unsere DNA.“

Kreativität ist auch ein großes Thema

SPORTaktiv

19


„WIR DÜRFEN

KEINE SPIEL-

KONSOLEN

BAUEN.

UND KEINE

MOTORRÄDER.“

bei Specialized. Davon zeugen nicht nur

verrückte Bikes von Designer-Legende

Robert Egger im hauseigenen Museum

in Morgan Hill, sondern auch der tägliche

Ansatz, nicht das Gleiche wie gestern

zu machen. Welches war das beste

Produkt bisher? „Das kann ich nicht sagen,

es gibt zu viele“, winkt der Entwicklungsleiter

ab.

Als einer der „Geburtsväter“ des aktuellen

Levo SL ist er aber natürlich stolz auf

den Erfolg dieses Rades. Und den komplett

anderen Ansatz. „Alle kämpfen darum,

möglichst starke Motoren zu integrieren

und Spielkonsolen auf die Lenker

zu bauen – und wir? Machen kleinere

Motoren und haben gar kein Display.

Und das Beste? Alle lieben es!“ Vier Jahre

Arbeit haben Talavasek, Sonderegger und

die ganze Crew in die Entwicklung des

Levo SL gesteckt. „Wir haben die besten

Carbonexperten, wir wissen, wie man ein

Bike baut und auch das elektronische Design

beherrschen wir. Das Levo ist nicht

nur ein neues E-Bike, es ist die Summe

unserer preisgekrönten Technologie.“ Kritiker

monieren, dass sich die Amerikaner

ihre Innovationslust auch mit hohen Preisen

bezahlen lassen. Gut, die günstigsten

Bikes sind Top-End-Specialized-Modelle

in der Regel nie.

First to market

Bis zu zehn Patente meldet seine Schweizer

Unit pro Jahr an, für Talavasek sind

Patente aber gar nicht so wichtig. „,First

to market‘ ist meine Devise. Mach es als

Erster und renn vorne weg. Die anderen

kommen nie nach, Patent hin oder her.“

Dennoch ist Specialized eine der wenigen

Firmen, die eine eigene Rechtsabteilung

damit beschäftigt, gefälschte

Produkte aus asiatischer Produktion zu

verfolgen. „Ein Riesenproblem für uns.

Nicht nur, dass sie uns kopieren. Sie

stellen auch minderwertige Ware mit

unseren Logos her. Das kann lebensgefährlich

sein. Da lassen wir auch nicht

locker.“

Welche Entwicklungsschritte erwartet

Talavasek? Welche wird er mitprägen?

„Wir wollen immer das bestmögliche

Mountainbike bauen, das

wir selbst am liebsten fahren möchten.

Wir dürfen keine Spielkonsolen bauen.

Und keine Motorräder.“ Das 25- km/

h-Limit muss natürlich auch Specialized

einhalten, in den USA gibt es allerdings

eine 20-Meilen-Regel. „Das sind

32 km/h und das wäre in meinen Augen

auch für Europa perfekt. Gerne

mit Helmpflicht, 20 Euro Versicherungsschutz

und gleich mit einer

Trail-Advocacy. Es gibt Bestrebungen,

eine neue Klassifizierung einzuführen,

wir sind Teil dieser Gruppe. Aber klar

müssen wir aufpassen, nicht ins Motorrad

abzurutschen.“

SPECIALIZED

wurde 1974 von Mike Sinyard in den

USA gegründet und gehört zu den

führenden Marken in der Bike-Szene.

Firmensitz: Morgan Hill, Kalifornien.

Specialized war unter den

ersten, die in den frühen 80er-Jahren

die Serienproduktion von Mountainbikes

gestartet haben. Erstes

Erfolgsmodell war das legendäre

„Stumpjumper“, mit Ned Overend

hatte Specialized auch eine der

ersten US-Ikonen des Rennsports

im Team. Mittlerweile ist das

E-MTB Levo das umsatzstärkste

aller Specialized-Bikes.

Technische Errungenschaften:

Horst Link, FSR-Design, M2-Frames,

Brain Shock, eigene Konzepte bei

Reifen, Helmen, Schuhen, SWAT-

Idee (Fach im Unterrohr, Toolset im

Gabelschaft), Rennrad-Innovationen

bei Shift, Tarmac and Roubaix dank

hauseigenem Windkanal.

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20 SPORTaktiv


„ 25 KM/H

SIND OKAY,

ABER 32 KM/H

WIE IN DEN USA

WÄREN AUCH FÜR

EUROPA PERFEKT.“

Laptop,

Datenerfassung

und verkabeltes

Bike. So schaut

Produktentwicklung

bei Specialized in der

Praxis aus.

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Talavasek ist selbst Hardcore-Biker

seit Jugendtagen. Mittlerweile fährt er

fast nur noch E-Bikes, „weil es ja keinen

Grund mehr gibt, ohne Motor zu

fahren.“ Dazu ein E-Auto und zum

Pendeln ein E-Rennrad im Cross-Modus.

Ausnahme: sein geliebtes Rennrad.

„Da bin ich Purist. Da liebe ich es, drei,

vier Stunden über Alpenpässe vor meiner

Haustür fahren.“

Und wie werden wir alle in Zukunft

fahren? Nur noch elektrisch? Ganz lässt

sich der Chefentwickler nicht in die

Karten blicken, die nächsten Innovationen

werden nicht lange auf sich warten

lassen. Energierückgewinnung ist es

nicht. „Hatten wir sogar im ersten

Turbo, bringt mit hohem technischen

Aufwand nur zwischen 0 und 6 Prozent,

zu wenig.“ Solarpanele, damit das Rad

während der Fahrt aufgeladen wird?

„Gerne, aber schleppst du zwei Quadratmeter

Solarfläche mit dir rum? Es

gibt im Moment noch keine gute Lösung

für echte Reichweitenvorteile.“

Akkus und Motoren des Jahrgangs

2020 seien aber schon ein wesentlicher

Schritt nach vorne. Was Talavasek verraten

kann? „Der Run nach noch

mehr Power wird ein Ende haben. Es

wird wieder mehr ums Mountainbiken

gehen, aber nicht nur um das Bike

an sich, sondern um unsere Vorbereitung,

was wir vorher und nachher mit

unseren Daten machen und wie sich

die Dinge wie Bekleidung optimieren

lassen.“ Segmentierung und Digitalisierung

fallen als Schlagworte. Und da

fällt uns zum Schluss wieder „Innovate

or die“ ein.

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Silikon-Öl, Teflon-Spray und mehr –

alles für die optimale Fahrradpflege.

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BALLISTOL – Die Marke

für Mensch. Tier. Technik.

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ÖL

FAHRRAD- SPORTaktiv 21

STICHFREI

PFLEGE


Ob Petzen, Bad Kleinkirchheim

oder am Weissensee –

Kärnten spannt den Bogen.

GANZ KÄRNTEN

IST IM FLOW

KÄRNTENS SECHS TOP-FLOWTRAIL-

DESTINATIONEN BIETEN GEMEINSAM

EINEN MTB-URLAUB AN. INKLUDIERT SIND

BIKECARD, UNTERKUNFT UND SHUTTLE-

SERVICE MIT GEPÄCKTRANSPORT

ZWISCHEN DEN BIKE-AREAS.

INFOS

FLOW TRAILS KÄRNTEN

Sechs Destinationen:

Weissensee, Nassfeld,

Bad Kleinkirchheim,

Turracher Höhe, Petzen, Koralpe.

BIKECARD KÄRNTEN

Saisonkartenpreise: 360,– für Erwachsene,

270,– für Jugendliche (JG 2002–

2005) und 216,– für Kinder (ab JG 2006).

BUCHUNGEN

TRAIL ANGELS GmbH

T.: +43 47 82/930 93

9821 Obervellach 15

www.bookyourtrail.com

E-Mail: info@bookyourtrail.com

www.flowtrails-kaernten.at

www.bikecard-kaernten.at

Die Kärntner MTB-Destinationen

haben in den letzten Jahren

enorm viel in neue Trails

investiert. Rund 50 neue Trails sind in

Kärnten seit 2012 gebaut worden,

darunter die längsten Flow Trails

Europas in Bad Kleinkirchheim (15 km)

und auf der Petzen (12 km).

Ab heuer gibt es in Kärnten ein einzigartiges

Angebot, die sogenannten

„Flow Trails Kärnten“. Sechs Destinationen,

die Trails mit Bergbahnen

kombinieren, haben sich zu einer Arge

zusammengeschlossen und bieten dieses

Zuckerl für Urlauber und Biker an.

Dabei sind: Bike-Area Weissensee, Bike-

Area Nassfeld, Bike-Area Bad Kleinkirchheim,

Bike Area Turracher Höhe,

Bike-Area Petzen, Bike-Area Koralpe.

Was genau bieten die Flow Trails

Kärnten? Eine in allen Destinationen

gültige Saisonkarte (Bike Card Kärnten),

mit welcher man das ganze Jahr

über alle Trails in den erwähnten Regionen

gemeinsam mit der Bergbahn

nutzen kann, Mehrtageskarten in den

einzelnen Destinationen (z.B. Bikecard

Nassfeld, Bikecard Koralpe etc.)

und Packages inklusive Bikecard,

Unterkunft, Mobilität (Shuttle) und

einem Gepäcktransport durch ein

eigenes Buchungsportal samt Hotline

von 8-20 Uhr (www.bookyourtrail.

com/trail/flow-trails-kaernten).

Zudem gibt es individuelle Angebote

für Gäste (von 3–8 Tage). Damit

festigt Kärnten seinen Ruf als

„Land of Flow“.

Fotos: Gert Perauer, Heiko Mandl, Lukas Pilz

22 SPORTaktiv


WWW.CENTURION.DE

BIKES SEIT 1976

NO POGO E

Die Speerspitze der neuen E-Bike Generation

Das von Grund auf neu entwickelte No Pogo E erobert jedes Gelände

und bietet dabei grenzenlosen Fahrspaß. Anspruchsvolle Uphill-Passagen

und steile Berge sind mit der kraftvollen und ausdauernden Unterstützung

des kürzlich vorgestellten Bosch Performance Line CX Antriebs und vollintegriertem

625 Wh Akku kein Problem. Mit dem No Pogo E lässt sich

maximal viel Action und Spaß in einen Tag packen. In drei Rahmengrößen,

spannenden Farbkombinationen und stimmigen Ausstattungsvarianten

verfügbar, findet jeder Fahrer sein ideales Rad fürs Grobe. Das No Pogo E

ist mit seiner imposanten Präsenz und seinen smarten Details die Speerspitze

der neuen E-Bike Generation.

CENTURION – DESIGN, PERFECTION AND QUALITY.

SPORTaktiv

23


MICHAEL

SCHEDER

ist Radiomoderator

bei Antenne

Steiermark in

Graz und wohnt

in Stainz (St).

www.antenne.at

24 SPORTaktiv


TAUSCHE

COUCH GEGEN

GIPFELKREUZ

Fotos: Michael Scheder

Am Anfang war ein bisschen Neid. Im

Grunde bin ich schon immer gerne

Rad gefahren. Die Idee, die steilsten

Hänge raufzutreten ohne dabei zu schwitzen

oder zu schnaufen, habe ich aber schon im Alter

von 15 Jahren begraben müssen. Damals

haben mir meine Eltern das erste Bergrad

meines Lebens geschenkt.

Schon bei der ersten Ausfahrt auf den Kapfenberger

Schlossberg (von der Altstadt rauf,

dort, wo es RICHTIG steil ist) musste ich

feststellen, dass der Hase so nicht läuft. Die

Realität nach vielleicht 200 Höhenmetern

ist irgendwo zwischen Schnappatmung und

dem Pulsschlag eines Kolibris gelegen. Das

war nicht so ganz das, was ich mir vorgestellt

hatte. Um dieses einschneidende Erlebnis

zu verarbeiten, habe ich dann kurz 25 Jahre

Sportpause gemacht.

Bis vor ein paar Jahren zwei meiner Kumpels

unter die Mountainbiker gegangen und

seither in den Bergen der Obersteiermark

unterwegs sind. In dieser Bande wollte ich

unbedingt mitmischen. Konditionell war das

aber ein Ding der Unmöglichkeit. Während

der Pause bin ich überraschenderweise nicht

„weniger“ geworden und die Jungs gehören

eher in die Kategorie „Ausdauermonster“. Ein

Plan musste her und der Plan war elektrisch.

Die Rechnung war ziemlich einfach. Mit

einem E-Bike könnte ich bei den Touren

der beiden mitfahren, etwas für mich und

meine Gesundheit tun und noch dazu eine

Menge Spaß haben. Und wissen Sie was? Die

E-BIKES LIEGEN VOLL IM TREND.

ANTENNE-STEIERMARK-MODERATOR

MICHAEL SCHEDER GEHÖRT EBENFALLS ZUR

WACHSENDEN FANGEMEINDE UND IST MIT

STROM-UNTERSTÜTZUNG VOM

CHRONISCHEN NICHTSPORTLER ZUM

E-MOUNTAINBIKER GEWORDEN.

VON MICHAEL SCHEDER

Rechnung ist voll aufgegangen. Die Bio-Biker

fahren ohne Strom und schaffen es dank ihrer

guten Kondition jeden Berg rauf. Was mir

konditionell fehlt, kann ich mit dem Motor

kompensieren. Das sorgt dafür, dass wir im

selben Tempo unterwegs sein können, ich

mich aber nicht vor dem Herzinfarkt fürchten

muss. Eine klassische Win-Win-Situation.

Das Schöne am E-Bike ist, dass man flexibel

ist: Bin ich mit Bio-Bikern unterwegs, fahre

ich mit wenig Motorunterstützung, fahre ich

alleine, schalte ich gerne eine Stufe höher und

bin in Nullkommanix am Gipfel. Aber lassen

Sie sich nicht täuschen! Da muss man dann

ordentlich treten und ist am Ende durchaus

müde. Ein E-Bike ist schließlich kein Moped.

Ohne Treten macht der Motor gar nichts.

Aber das ist doch kein Sport!

Das habe ich mir ehrlich gesagt auch gedacht,

bis ich es ausprobiert habe. Mittlerweile weiß

ich es besser. Natürlich kann man E-Bikes

so fahren, dass man praktisch mühelos un-

SPORTaktiv

25


MONTRAILER

FEEL THE

FLOW

Anspruchsvolle Trails und Slickrocks verlangen nach

optimalem Schutz. Diesen hohen Anforderungen

wird der neue MonTrailer gerecht. Innovative Technologien

werten den Helm auf, das transparente Visier hilft nicht

den Überblick zu verlieren und die integrierte

Strukturverstärkung ActiCage sorgt für die nötige Sicherheit.

abus.com

terwegs ist und niemals schwitzt. Das war

aber nie mein Anspruch. Ich WILL mich ja

bewegen, aber ohne unterwegs vollkommen

ausgepowert vom Rad zu fallen. E-Bikes

sind einfach eine eigene Fahrradkategorie,

die viele Menschen zum Sport bringt. Das

ist für mich der springende Punkt. Es ist

ganz bestimmt besser, elektrisch unterstützt

durch die Gegend zu treten als daheim auf

der Couch zu sitzen. Mein Arzt sieht das

übrigens auch so.

Gewöhnen Sie sich aber besser jetzt schon

an die vielen launigen E-Biker-Witze, die Sie

wohl oder übel hören werden. Meistens sind

es ältere Herren, die mit ihren riesigen SUVs

bis direkt vor die Almhütte fahren, sich eine

Doppelportion Schweinsbraten bestellen

und sich dann über E-Biker lustig machen.

Warum das so ist, habe ich bis heute nicht

zweifelsfrei herausgefunden. Das Gute ist,

die Akzeptanz gegenüber E-Bikes steigt, je

mehr davon unterwegs sind. Die Witze werden

immer seltener und manchmal hab ich

schon einen der besagten älteren Herren im

nächsten Jahr wieder auf der Hütte getroffen

– mit seinem nagelneuen E-Bike.

Fährt sich ein E-Bike anders?

Jein. Bis vor ein paar Jahren waren E-Bikes

normale Räder, wo unten einfach ein Motor

drangeschraubt wurde. Auf das höhere

Gewicht und Tempo haben die Hersteller

kaum reagiert. Bremsen, Gabeln oder

auch der Rahmen waren manchmal zu

schwach für die höhere mechanische Belastung.

Heute sind E-Mountainbikes echte

Hi-Techmaschinen geworden. Die Zeit der

Aufsteckakkus ist weitgehend vorbei. Die

Batterie verschwindet oft elegant im Unterrohr.

Auch die Motoren werden kleiner und

leichter. Für Laien ist es schwierig, E-Bikes

von Bio-Bikes zu unterscheiden. Noch sind

sie allerdings vergleichsweise schwer. Nur

Räder der absoluten Luxusklasse wiegen unter

20 Kilo. Deswegen reagiert ein E-Mountainbike

auch insgesamt ein wenig träger.

Die Bremswege sind länger und überhaupt

fährt sich ein E-Rad nicht ganz so agil wie

eines ohne Motor. Wir kommen der Sache

allerdings langsam näher. Praktisch alle Motorenhersteller

bieten Fahrmodi, bei denen

die Unterstützung automatisch angepasst

wird. Das funktioniert überraschend gut.

Was ich wirklich empfehlen kann, ist ein

26 SPORTaktiv



BIN

ICH MIT BIO-BIKERN

UNTERWEGS,

FAHRE ICH MIT WENIG

MOTORUNTERSTÜTZUNG.

FAHRE ICH ALLEINE, SCHALTE

ICH EINE STUFE HÖHER|

UND BIN IN NULLKOMMANIX

AM GIPFEL.|

Zugspitz Arena Bayern-Tirol ©Thomas Marzusch

Michael Scheder (links) mit seinen

beiden Bio-Bike-Freunden, die ihn zum

E-Mountainbiken motiviert haben.

Fahrtechnikkurs. Da zeigen Ihnen Profis,

wie Sie ein E-Mountainbike sicher bewegen.

Im Nachhinein hätte mir so ein Kurs vor

bald zwei Jahren vermutlich einen doppelten

Rippenbruch erspart. Ich hätte mir diesen

Tipp damals selber geben sollen.

Was soll ich kaufen?

Eine Frage, die pauschal nicht zu beantworten

ist. Es kommt darauf an, was Sie machen

wollen. Ich hab mit einem Hardtail angefangen,

also einem Rad, das zwar eine Federgabel

hat, aber keine Hinterradfederung.

Mittlerweile bin ich auf ein vollgefedertes

Rad („Fully“) umgestiegen. Das ist sicherer

und komfortabler und macht einfach mehr

Spaß – speziell im Gelände. Mittlerweile

schraube ich gern selber am Bike rum und

befasse mich mit Dingen wie Reifengummimischungen

und Bremsbelägen. Hätte ich

mir nicht gedacht, dass ich einmal zu einem

echten Freak werde.

GRENZENLOSES BIKE-ERLEBNIS

in wildromantischer Natur

Hier erlebst du grenzenlosen Naturgenuss auf zwei

Rädern von Garmisch-Partenkirchen über das

Zugspitzdorf Grainau bis in die Tiroler Zugspitz Arena.

Zwei Länder, grenzüberschreitend miteinander

verbunden. Die Zugspitz Arena Bayern-Tirol bietet

zahlreiche Radwege für alle Ansprüche. Genussvolles

Familien-Radeln, anspruchsvolle Mountainbike-Touren

oder einen der Top fünf Tiroler Single-Trails – ganz

wie du es möchtest.

Verschiedene Touren findest du im Tourenportal auf

www.zugspitze.com

Verbringe deinen nächsten Urlaub einfach

bei uns – wir freuen uns auf dich!

Mario Gattinger©Christian Gaderer

Fazit: Schöner war Radfahren noch nie

Ich könnte mir meine Freizeit ohne mein

E-Mountainbike nicht mehr vorstellen.

Punkt. Probieren Sie es aus. Es wird Ihnen

ähnlich gehen wie mir.

SPORTaktiv

27


25 JAHRE

KITZALPBIKE

MARATHON

Der KitzAlpBike am 27. Juni

zählt zu den härtesten, aber

auch schönsten MTB-

Marathons der Rennsaison.

Quer durch und über die

Kitzbüheler Alpen präsentiert

sich die „Streif der Mountainbiker“

im Jubiläumsjahr

in einem stellenweise neuen,

attraktiven Streckendesign,

bei dem die Schönheit der

Landschaft noch besser zur

Geltung kommt. Natürlich

wieder dabei: der Hot spot

Choralpe. Neben der

Ultra-Distanz, die als eine

der härtesten der Szene

gilt, stehen vier weitere

Strecken zur Auswahl.

Das KitzAlpBike-Festival

beginnt schon eine

Woche früher und findet

von 20.–27. Juni statt.

Gestartet wird mit der

Windautaler Radlrallye. Ein

Highlight steht am Mittwoch

am Programm: der Int. Vaude

MTB-Hillclimb mit legendärer

Afterrace-Party!

www.kitzalpbike.com

Foto: Erwin Haiden

28 SPORTaktiv


SPORTaktiv

29


BIKE-CHECK VOR DER ERSTEN

AUSFAHRT UND DIE GROSSE

FRAGE: SELBERMACHEN

ODER AB INS RADGESCHÄFT?

SOWOHL ALS AUCH UND IM

NOTFALL BEIDES, SAGEN WIR

UND RADEXPERTE HORST

GAMSJÄGER VON ZWEIRAD

JANGER. DER VERRÄT UNS

AUCH NOCH DIE BESTEN

PROFI-TRICKS.

VON CHRISTOPH HEIGL

FRÜHLINGSGEFÜHLE

Es wird wärmer und spätestens

jetzt holen alle ihre Bikes aus

Keller, Garage und Carportkammerl.

Entsetzt stellt Klaus M.

fest: Über den Winter entfleuchte die

ganze Luft aus den Reifen! Thomas P.

entdeckt eine rostig-orange Kette am

Retroflitzer und Claudia R. wundert

sich über eine weit über den SAG-Bereich

eingesunkene Federgabel. Im

Bikeshop trifft sie auf Heidrun S., die

dringend neue Bremsbeläge braucht.

Ja, unmittelbar vor der ersten Ausfahrt

im Frühjahr braucht es einen

Bike-Check.

Einiges davon kann und sollte

man selber beherrschen, bevor es für

gröbere Notfälle ins Radgeschäft und

zum Mechaniker geht. „Das Wichtigste“,

sagt Horst Gamsjäger, „sind

die Kontrolle des Reifendrucks und

der Funktion der Bremsen – und das

sollte jeder können und nicht nur vor

der ersten, sondern vor jeder Fahrt

machen.“ Gamsjäger ist seit 26 Jahren

Bike-Mechaniker mit Leib und Seele

und bei Zweirad Janger in Gratwein

(St) einer der ersten Ansprechpartner,

wenn Radfahrer mit ihren Sorgenkindern

kommen. Und er hat gleich den

ersten Tipp aus der Praxis parat: „Wer

sein Fahrrad im Herbst oder Winter

zum Service bringt, macht dem

Händler noch mehr Freude, denn da

ist einfach mehr Zeit als jetzt in der

Hochsaison.“

Erste Schritte

Zurück zum Rad vor der Haustür: Zuerst

mit der Hand den Druck am Reifen prüfen.

Viel zu wenig Druck, also – laienhaft

formuliert – wenn man den Reifen mit

den Fingern eindrücken kann, sollte

jeder erkennen. Die Luftdruckempfehlungen

für die Reifen sind an der Flanke

aufgedruckt (mit Minimal- und Maximalwerten),

mit Fingerspitzengefühl

und einer guten Standpumpe ist es keine

Hexerei, korrekte Werte zu bekommen.

Die variieren aber je nach Reifen- und

Radtyp stark. Auch die Funktion der

Bremsen können und müssen Laien

selber überprüfen: Bremshebel im Stand

ziehen und das Rad leicht vor und zurück

bewegen. Unbedingt auch den Leerweg

30 SPORTaktiv


TOOLCHECK

Das sollte jeder zu Hause haben:

• Luftpumpe

• Reifenheber

• Inbus-Set bzw.

Torx-Schlüssel TX25

• Schmiermittel (Kettenöl) und

Kriechöl (z.B. WD-40)

Update für versierte Selberschrauber:

• Drehmomentschlüssel

• Montageständer

• Torx-Set

• Speichenspanner

• Kettenlehre

• Federgabelpumpe

• Entlüftungskit für Hydraulikleitungen

(Bremse, Sattelstütze)

• Optional: Apps für Sram AXS (Funkschaltung)

und Shimano Di2 (elektronische Schaltung)

Foto: Thomas Polzer

der Hebel kontrollieren, also wie weit

man ziehen muss, ehe die Bremsbeläge

Kontakt zur Scheibe bzw. Felge haben.

Kette ölen, Schaltung überprüfen – und

schon spricht nichts gegen die ersten

vorsichtigen Meter. E-Biker sollten Akku

und Funktion des Motors kontrollieren,

versiertere Biker auch Luftdruck und

Funktion der Federgabel und des Hinterbaudämpfers.

Eine Auflistung aller

möglichen Problemfelder haben wir auf

der folgenden Doppelseite versucht. Aber

bitte noch nicht umblättern! Experte

Gamsjäger hat noch Profi-Tipps fürs uns:

Bremsen

„E-Bike-Einsteiger schleifen ihre

Bremsbeläge, vor allem hinten, unglaublich

schnell ab. Unbedingt auf

den rechtzeitigen Wechsel der Beläge

achten. Wenn nur noch 0,5 mm auf der

Trägerplatte sind, ab zum Wechsel. Und

spätestens ab dem dritten Belagswechsel

gehört auch die ganze Bremsscheibe

getauscht.“ Bremsscheiben sind etwa 2

mm dick, ab 1,85 bis 1,5 mm (je nach

Hersteller, Aufdruck beachten) sind

sie zu tauschen. Da ist also nicht viel

Spielraum. Spätestens jetzt müssen die

meisten wohl in die Werkstatt.

E-Bike

„Über den Winter und wenn sie nicht

benutzt werden, sollten E-Bike-Akkus

nie ganz voll oder ganz leer gelagert

werden, zwischen 30 und 70 Prozent

ist ideal. Und nie bei großer Kälte oder

großer Hitze“, empfiehlt Gamsjäger.

Wer ein älteres Modell hat, kann beim

Fachhändler nachfragen, ob Updates

zu Motorsteuerung und Co. angeboten

werden. Achtung: Tuningmaßnahmen

sind illegal und dürfen vom Händler

nicht durchgeführt werden. Es gibt sogar

eine neue Anti-Tuning-Verordnung

der EU, wonach die neueste Generation

(z.B. Bosch) den manipulativen Eingriff

in die Software selbst erkennen und mit

Defektmeldungen reagieren muss.

Federung

Die Luftkammern in Federgabeln und

Hinterbaudämpfern verlieren mit der

Zeit minimal an Luft. Expertentipp von

Gamsjäger: „Vor dem allerersten Einfedern

nach längerer Pause einen kleinen

Tropfen Gabelöl auf die Dichtungen

geben. Dann normal die Funktion kontrollieren.“

Und eine Profi-Empfehlung

als Draufgabe: Wenn die idealen Luftdruckwerte

ermittelt sind, die Zahlen

für späteres Justieren auf einem Zettel

in der Werkstatt oder mit wasserfestem

Stift am Federelement notieren.

Steuersatz

Ein Klassiker beim Fahrradservice ist

nach wie vor der lockere Steuersatz. Mit

etwas Gefühl und gezogener Vorderradbremse

erkennt man lockere Schalen und

kann sie festziehen. Gamsjäger schwört

dabei auf einen alten Trick: „Ich lasse das

Rad vorsichtig aus fünf Zentimetern auf

den Boden plumpsen. Ist der Steuersatz

locker, hört man das am Geräusch.“

In einer Radwerkstatt muss man viel

beherrschen. Es braucht Old-School-

Tricks und Expertise am Handy und

PC, um Software-Problemchen bei

E-Bikes auf die Schliche zu kommen.

Was gar nicht so einfach ist, denn viele

Hersteller haben eine Handy-App als

Schnittstelle vorgesehen. Beim Tempo

der Updates, Software-Verbesserungen

und Vorstellen von neuen Modellen

sind die Mechaniker vulgo Softwareund

IT-Experten echt gefordert. So sind

die neuesten Schaltwerke von Sram AXS

und Shimano Di2 auch längst nur noch

via Handy-App zu konfigurieren. Schaltung

einstellen mit dem Telefon, wer

hätte das vor zehn Jahren gedacht?

Jetzt bitte umblättern ...

SPORTaktiv

31


BIKE-CHECK

GIERIG AUF DIE AUSFAHRT? INVESTIERE DAVOR

EIN PAAR SEKUNDEN UND CHECKE DIE WICHTIGSTEN

PUNKTE AM RAD. FÜR MEHR FREUDE UND

SICHERHEIT BEIM BIKEN.

LAUFRÄDER

• Felgen auf Dellen

und „Achter“ prüfen

• Speichenspannung

kontrollieren

• bei Felgenbremsen:

Felgen auf Verschleiß und

ausreichende Wandstärke

prüfen

REIFEN

• Luftdruck prüfen,

Kontrolle von Profil bzw.

Gewebeschäden

• bei Tubeless: Dichtmilch

nachfüllen

GELENKE

• bei Fullys

Kontrolle der

Gelenke (meistens

Nm-Angaben

der Hersteller

eingelasert)

VERSENKBARE

SATTELSTÜTZE

• Funktionskontrolle:

ein- und ausfahren

• Luftdruckkontrolle

FEDERBEIN/DÄMPFER

• Funktionskontrolle

(Luftdruck, Negativfederweg/SAG),

für

Details siehe unsere

Technik-Story im

SPORTaktiv

Februar 2018

SCHALTWERK

• optische und

funktionelle Kontrolle

• Check des Schaltseils auf Spliss

und Kontrolle der Bowdenzüge auf

Beschädigung

• Sonderfall: elektronische und Funkschaltung

(Handy-Apps)

KETTE

• putzen und ölen

• Verschleiß prüfen (Kettenlehre)

• Check von Kettenblatt und Zahnkranz

(Ritzelpaket) auf Schäden oder Verschleiß

MOTOR

• Funktionskontrolle

aus/ein.

• bei jeglichem

Defekt: ab in den Shop!

PEDALE

• Funktionskontrolle:

„Drehen sie sich rund?“

(egal, ob Flat- oder

Klick-Pedale)

32 SPORTaktiv


BREMSHEBEL

• Bremswirkung und Hebelarme prüfen

• Leerweg des Hebels kontrollieren

• Seilzug (bei Felgenbremsen) nachjustieren

• Hydraulikleitung (bei Scheibenbremsen) entlüften

LENKERGRIFFE

• Verschleiß prüfen. Sind

sie schon „speckig“ glatt oder

noch griffig?

SCHRAUBER-LEGENDE

• Das kannst du mit wenig Aufwand

selber machen, kein Werkzeug nötig


Trau dir das als Hobbyschrauber

ruhig zu, Basiswerkzeuge hast du

• Dafür brauchst du einen Profi im

Shop oder bist selbst Experte mit

Spezialtools

RAHMEN

• auf Schäden

wie Dellen oder

Risse im Bereich

der Schweißnähte

prüfen

STEUERSATZ

• auf „Spiel“ prüfen und

eventuell nachjustieren

FEDERGABEL

• Kontrolle der

Funktion. Tipp: mit

gezogener

Vorderbremse

• Luftdruck, SAG

prüfen

HORST

GAMSJÄGER

ist seit 26 Jahren

Radmechaniker und selbst

Mountainbiker mit Faible

für schwere Trails.

www.radsport-janger.at

Fotos: Thomas Polzer, Kettler

AKKU:

• Ladestand überprüfen,

auch das Display am Lenker

checken

BREMSANLAGE

• Bremsbeläge auf genügend

Stärke bzw. Dicke kontrollieren

• Bremsscheibe und deren

Mindeststärke prüfen

Faustregel: Nach 3 x Belagswechsel

ist meistens auch die

Bremsscheibe zu tauschen

• schleift etwas: Beläge bzw.

Bremssattel neu ausrichten und

zentrieren

SPORTaktiv

33


BESSER SITZEN

MIT SYSTEM

ERGONOMIE IST DIE

BASIS DES ERFOLGES,

SAGEN DIE

SPEZIALISTEN VON

SQLAB. SO FINDEN

MANN UND FRAU DEN

PASSENDEN SATTEL.

ALLE INFOS

zu den Angeboten

und Forschungen unter

www.sq-lab.com

Ein Sattel muss passen wie ein Paar

Schuhe! Ist ein Sattel zu schmal,

drückt er genau dort, wo er nicht

drücken soll. Druckstellen minimieren,

Taubheitsgefühle und Scherkräfte vermeiden,

Windwiderstände und Trägheitskräfte

reduzieren – das ist die Voraussetzung für

Effizienz.

Als erster Sattelhersteller hat SQlab bereits

2002 ein System vorgestellt, um den

Abstand der Sitzknochen zu messen und

die optimale Sattelbreite zu errechnen. Alle

SQlab-Sattelmodelle gibt es in bis zu vier

unterschiedlichen Breiten. Dadurch ist garantiert,

dass die Sitzknochen vollflächig auf

dem Sattel aufliegen. Denn nur so können

der empfindliche Dammbereich beim Mann

und der meist tieferliegende Schambeinbogen

der Frau entlastet werden. Für uns

interessant ist allerdings die Auflage auf dem

Fahrradsattel – und hier ist der Unterschied

geringer als oftmals angenommen. Die von

SQlab über Jahre entwickelte Statistik ergibt,

dass der Sitzknochenabstand bei Männern

im Bereich von 6 cm bis 16 cm liegt und

bei Frauen zwischen 9 cm und 17 cm. Der

bislang kaum beachtete anatomische Unterschied

ist der beim Frauenbecken meist

deutlich tieferliegende Schambeinbogen, der

häufig zu unangenehmen Druckstellen auf

der Sattelnase führt. Es gibt also viele Frauen

mit sehr kleinem Sitzknochenabstand und

viele Männer mit sehr großem Abstand.

Unterschiedliche Sättel für Damen und

Herren sind mit dem SQlab-Sattelkonzept

nicht zwingend nötig. SQlab ist mit seinen

Konzepten, dem Sattelbreitensystem, dem

Stufensattel und der active-Dämpfung seit

Jahren die erfolgreichste Marke in den Satteltests

der Rad-Fachmagazine.

ANZEIGE / Fotos: SQlab

34 SPORTaktiv


Tour d‘Aldiana

DAS E-BIKE EVENT VON 10.06. BIS 14.06.2020

Erlebe und „erfahre“ die schönsten Seiten unserer 3 Aldiana Clubs in

Österreich auf dem E-Bike. Die Tour wird angeführt von Skisprung Legende

Andi Goldberger und Freestyle-Olympia-Teilnehmerin Melanie Meilinger!

ABLAUF

Mittwoch 10. Juni

Anreise im Aldiana Club Salzkammergut

Donnerstag 11. Juni

1. Etappe 98 km 1.150 Hm

Aldiana Salzkammergut Aldiana Hochkönig

Freitag 12. Juni

2. Etappe 128 km 975 Hm

Aldiana Hochkönig Aldiana Ampflwang

Samstag 13. Juni

3. Etappe 107 km 1.175 Hm

Aldiana Ampflwang Aldiana Salzkammergut

INKLUDIERTE LEISTUNGEN

• 4 Übernachtungen

• HP PLUS inkl. Getränke zum Abendessen

• Radpaket (Leih E-MTB der Marke Focus)

• Tourenverpflegung

• Gepäcktransfer

Teilnahmegebühr

mit eigenem Bike

mit Focus Bike

DZ ab € 399,- p.P.

EZ ab € 449,- p.P.

DZ ab € 444,- p.P.

EZ ab € 494,- p.P.

Sonntag 14. Juni

Relaxen & entspannen in der GrimmingTherme

Event-Tipp

E-MOUNTAINBIKE CAMPS IN AMPFLWANG

• 27. Juni - 03. Juli 2020

• 26. September - 02.Oktober 2020

Wir nehmen dich mit auf die besten E-Mountainbike

Touren rund um Aldiana Club Ampflwang im malerischen

Hausruckwald,dem größten zusammenhängenden

Waldgebiet Europas.

Dauer: 7 Tage

Alter: ab 16 Jahre

Teilnahmegebühr ohne Nächtigung: € 199,– p.P.

Nähere Informationen unter www.aldiana.at

SPORTaktiv

Buchung in deinem Reisebüro, unter 0800 100 388 oder reservation.austria@aldiana.com

35


1. HARDTAIL UND RACE-FULLY

2. ALL MOUNTAIN

3. E-HARDTAIL

ALPHA & OMEGA

Der Mensch stammt von Gattuso ab und alle

Mountainbikes vom Hardtail. Das Hardtail

ist die Basis, hat noch keine Vollfederung und nur

vorne eine Federgabel. (Puristen können aber sogar

darauf verzichten.) Das Hardtail deckt den Grundbedarf

ab und ermöglicht günstige Preise. Ab 300,

400 Euro ist es im Handel erhältlich und ab etwa

700 bis 1000 Euro lässt es sich vernünftig im Gelände

bewegen, macht aber auch in der Stadt und auf

Radwegen gute Figur. Am oberen Ende der Preisskala

rangieren die Luxus-Hardtails für Rennstrecken,

Sammler und Freaks. Ab 5000 Euro sind

Edelbikes mit Rahmengewichten um 800 Gramm

und Gesamtpakete ab 8 kg möglich.

Wer auf mehr Komfort oder ruppigere Strecken

steht, greift zum vollgefederten Race-Fully. Für diese

Maschinen ab 10 kg müssen noch größere Summen

hingeblättert werden. Sie sind die Speerspitze der

Entwicklung rund umWorldcup, Olympia und

WM. Mit etwas mehr Federweg (bis 120 mm) neuerdings

auch als leichte Trailraketen im Einsatz.

BASICS

BAUART Hardtail (mit Federgabel) oder

Full-Suspension („Fully“)

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

LAUFRÄDER

REIFEN

Alu (billig), Carbon (teuer)

100 bis 120 mm, meist

sperrbare Federelemente

Bergauffahren, Steifigkeit,

direkte Kraft übertragung

8 bis 13 kg

29 Zoll als Standard,

27,5 selten (kleine Rahmen)

Schnelles, niedriges Profil,

Reifenbreiten um 2,2 Zoll

Foto: Conway/Felix Meyer

36 SPORTaktiv


4. E-TOURENFULLY 5. E-ENDURO

SPORTaktiv

37


VOLLGAS

ACHT RACER FÜR DIE RENNSTRECKE ODER

DIE GANZ SCHNELLE RUNDE IN DEN BERGEN.

LEICHTE FOX-32-FLOAT-STEP-FEDERGABEL

EDLES CARBON-HARDTAIL

SRAM-X01-EAGLE-DUB-ANTRIEB

STEVENS SONORA XO

RAHMEN: Carbon SL HMF

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss/Schwalbe Racing

Ray und Ralph 29 x 2,25

GABEL: Fox 32 Float Step-Cast, Federweg 100 mm

SCHALTUNG: Sram X01 Eagle, 1 x 12

BREMSEN: Shimano Deore XT, 180/160 mm

GEWICHT: 10,1 kg

PREIS (UVP): € 3299,–

www.stevensbikes.de

EINES DER LEICHTESTEN RACE-FULLYS

FEDERLEICHT-CARBON-LRS

INNOVATION AUS GRAZ/AUSTRIA

FEDERLEICHT 29ER CARBON

FS FACTORY

RAHMEN: Carbon Full Suspension Rahmen,

100 mm

LAUFRÄDER/REIFEN: Federleicht Carbon/

Tune King/Kong/Sapim CX Ray/Maxxis Ikon

29x2.25 Exception

GABEL: Fox 32 SC Factory, 100 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle gold 1 x 12

BREMSEN: Magura MT8 SL, 160/160 mm

GEWICHT: ab 9,05 kg

PREIS (UVP): ab € 6980,–

www.federleicht-bike.com

PREIS-LEISTUNG TOP

SCHNELLE BEREIFUNG

EDLER CARBON-RAHMEN

CENTURION BACKFIRE CARBON 2000

RAHMEN: Backfire Carbon PCF

LAUFRÄDER/REIFEN: Procraft SHL26 OS/

Maxxis Ikon 29 x 2,25 3C MaxxSpeed

GABEL: RockShox Reba RL Remote, 100 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle, 1 x 12

BREMSEN: Magura MT4, 180/160 mm

GEWICHT: 9,7 kg

PREIS (UVP): € 2699,–

www.centurion.de

FOX-PERFORMANCE-34-STEP-CAST-GABEL

OCLV-MOUNTAIN-CARBON-RAHMEN

ACTIVE BRAKING PIVOT

TREK TOP FUEL 9.8

RAHMEN: OCLV Mountain Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: Bontrager Kovee Elite 30/

Bontager XR3 Team Issue 29 x 2,4

GABEL: Fox Performance 34, 120 mm

DÄMPFER: Fox Performance Float, 115 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle 1 x 12

BREMSEN: Shimano SLX M7000, 180/160 mm

GEWICHT: 11,8 kg

PREIS (UVP): ab € 5499,–

www.trekbikes.com

Fotos: Hersteller

38 SPORTaktiv


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RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss XRC1200/

Schwalbe Racing Ray und Ralph 29 x 2,25

GABEL: RockShox Sid Ultimate, RLC, Twistloc

Remote, Boost, 100 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle AXS 1 x 12

BREMSEN: Sram Level Ultimate, 180/160 mm

GEWICHT: 8,7 kg

PREIS (UVP): € 4499,–

www.radon-bikes.de

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SRAM XX1 EAGLE GOLD

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XX1 EAGLE

RAHMEN: Federleicht Carbon 2020

LAUFRÄDER/REIFEN: Federleicht Carbon/

Tune King/Kong/Continental Cross King

Race Sport 29 x 2.2

GABEL: Fox 32 SC Factory Remote, 100 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle Gold 1 x 12

BREMSEN: Magura MT8 SL, 160/160 mm

GEWICHT: ab 7,6 kg

PREIS (UVP): ab € 5.980,–

www.federleicht-bike.com

FÜR TRAINING UND RENNEINSATZ

GERINGES GEWICHT BEI HOHER STEIFIGKEIT

SCHNELL, LAUFRUHIG UND AGIL

SIMPLON RAZORBLADE 29 III

X01 EAGLE

RAHMEN: Hpmc Hot Melt Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss M1900 Spline/

Schwalbe Racing Ray und Ralph 29 x 2,25

GABEL: RockShox Reba RL 29, 100 mm

SCHALTUNG: Sram X01 Eagle Carbon 1 x 12

BREMSEN: Shimano Deore XT, 180/180 mm

GEWICHT: ab 8,9 kg

PREIS (UVP): ab 3299 €

www.simplon.com

830 GRAMM RAHMENGEWICHT

68° FLACHER LENKWINKEL

ACROS BLOCK LOCK

BH BIKES ULTIMATE EVO 9.5

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: BH Evo Carbon/

Maxxis Ikon & Ardent Race 29 x 2,2

GABEL: Fox 32 SC Factory, 100 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle 1 x 12

BREMSEN: Shimano XTR Disc, 180/180

GEWICHT: 9,2 kg

PREIS (UVP): € 5999,–

www.bhbikes.com

SPORTaktiv

39


ALS SICH

DER NEBEL

VERZOGEN

HATTE

ALS SICH DER NEBEL VERZOGEN HATTE, WAR ES

SOMMER.WARME SONNENSTRAHLEN ERHELLTEN DIE

VOM GESCHÜTZFEUER DER VERGANGENEN MONATE

UMGEPFLÜGTEN SCHÜTZENGRÄBEN. AUF EINMAL WAR ES

RUHIG GEWESEN. DIE GESCHÜTZE WAREN VERSTUMMT.

EINE UNWIRKLICHE RUHE LAG ÜBER DEM SCHLACHTFELD.

VORSICHTIG ERHOBEN SICH DIE ERSTEN KÖPFE DER

ÜBERLEBENDEN, ZAGHAFT RUNDUM BLICKEND.

DIE BLICKE FRAGTEN: WER IST NOCH DA?

GASTKOMMENTAR VON JÜRGEN PAIL

Kann man diesen Artikel so beginnen?

Kann man eine weltweite

Pandemie mit einem Weltkrieg

vergleichen? NEIN, kann man natürlich

nicht. Zitierend ohne den Erstverfasser

zu kennen, sei das Bonmot trotzdem

erwähnt: Unsere Eltern oder Großeltern

wurden in den Krieg geschickt. Wir auf

die Couch. Oder wie das „Profil“ titelte:

Ein Notstand ohne Not.

Wir sind das erste Mal in unserem

Leben mit einer Situation konfrontiert,

in der das Ausleben unserer eigenen,

manchmal „sehr eigenen“ Freizeitbedürfnisse

mit allen daran haftenden

Egoismen und Befindlichkeiten zeitweise

nicht mehr möglich ist.

Um uns den Unterschied zwischen

Schützengraben und Couch zu verdeutlichen,

sollten wir beim großen

österreichischen Poeten Ernst Jandl

(1925–2000) nachschlagen oder besser

nachhören. Sein lautmalerisches Gedicht

„schtzngrmm“ erschließt uns kurz und

prägnant die Realität eines wirklichen

Krieges. (Auf YouTube unter „ernst jandl

schtzngrmm“ vom Dichter selbst vorgetragen.)

Lassen wir also alle Kriegsvergleiche

das sein, was sie in Wirklichkeit sind:

unpassend. Nach dem Stand der Dinge

beim Entstehen dieses Textes (24. 3.

2020) wird es etwa bis zum Sommer

dauern, bis so etwas wie vorsichtiges

Foto: Salzkammerguttrophy/Erwin Haiden

40 SPORTaktiv


SPORTaktiv

41


Aufatmen und die Lockerung der Lebenseinschränkungen

zu spüren sein

werden. Dann werden wir uns fragen,

wer von all den Organisatoren von

Sportveranstaltungen und von all den

ambitionierten Sportlern aller Leistungs-

und Altersklassen noch da sein

wird. Wer von den Veranstaltern hat

es wirtschaftlich heil überstanden und

wie viele Sportler haben ihre Motivation

über die Zeit des innerfamiliären

Trockentrainings im Zeichen von #stayhome

hinübergerettet? Wie viel wird

von unserem gemütlich eingerichtetenn

Bikerleben zwischen Austria Youngsters

Cup, KTM Mountainbike Challenge,

UCI Mountainbike World Cup und wie

sie alle heißen, übrig geblieben sein und

was werden wir in einer beispiellosen

Aufholjagd 2020 noch alles „konsumieren“

können?

Die Antworten auf diese Frage oszillieren

zwischen „ganz genau gar nichts“

und „es wird schon wieder so werden,

wie es immer war“. Im Virensud der

Coronakrise lesend, kommt die absehbar

in der Mitte liegende Antwort

heraus: Es wird was geben, aber es wird

nicht sein, wie es immer war! Wir werden

einer Generation angehören, die

ihr Leben in die Zeit vor und nach dem

Virus einteilt.

Vom Internationalen, zum

Nationalen, zum Regionalen

Von der globalisierten Hetzjagd von

Veranstaltungsformaten und Sportlern

rund um den Globus wird 2020 nicht

viel übrig bleiben. Von Olympia abwärts

purzeln im Dominoeffekt Weltmeisterschaften,

Weltcups, Europameisterschaften

und alle Ironmänner, Epics

und Trans-Irgendwasse aus dem vormals

prall gefüllten Sportkalender hinein in

die Bedeutungslosigkeit. So wie uns die

Ausgangsbeschränkungen auf uns selbst

zurückwerfen, wird das Veranstaltungsleben

nach einer unabsehbar langen

Phase am Nullpunkt von seinen regionalen

und nationalen Wurzeln aus neu

zu wachsen beginnen müssen. Jegliche

Hoffnung auf einen Schnellstart in lichte

Veranstaltungshöhen siedelt sich im

Reich von Träumerei und Wirklichkeitsverweigerung

an.

Small is beautiful – die Rückkehr

zum menschlichen Maß

Ernst Friedrich Schumacher hat in

seinem wirtschaftswissenschaftlichen

Buch dieses Namens bereits 1973 vor

den Gefahren einer grenzenlos globalisierten

Weltwirtschaft gewarnt. In

der Viruskrise bewahrheiten sich alle

Prognosen über die Risiken einer auf

weltumspannenden Lieferketten und

kleinstteiligster Arbeitsteilung basierenden

Just-in-Time-Philosophie. Wie froh

sind wir jetzt, dass die Spurenelemente

der nicht nach China ausgewanderten

Reste der einstmals stolzen Textilindustrie

in Vorarlberg nun dringend benötigte

Atemschutzmasken in Österreich

erzeugen können? Diese Masken, „made

in Austria“, werden eine sportliche Entsprechung

in den regional-nationalen

Veranstaltungen im „Klein-ist-schön-

Modus“, die in menschlichem Maß

hoffentlich noch heuer über die Bühne

gehen werden, haben.

Wie geht’s konkret weiter? Eine rein

technische Betrachtung

Für internationale Großveranstaltungen

wird es eine Art Moratorium für das

ganze Jahr 2020 geben. Dieses wird auf

behördlichen Verordnungen oder/und

auf der Kraft des Faktischen basieren.

Es werden aufgrund von Reisebeschränkungen

die Teilnehmer nicht anreisen

dürfen. Über Veranstaltungsgenehmigungen,

sowie Sponsor- und Förderzusagen

wird man nicht einmal reden

können. Abgehakt also!

Das internationale Sportjahr 2020

sollte frühzeitig abgesagt und auf 2021

verschoben werden. Worauf auch die

SOLIDARITÄTSAKTION

Die Veranstalterszene ist von der derzeitigen

Situation massiv in ihrer Existenz bedroht.

Allen hat die Viruskrise den wirtschaftlichen

Boden unter den Füßen weggezogen. Die

Veranstalter haben fixe Strukturkosten und

Vorfinanzierungen zu stemmen, die beim Ausfall

ihrer Veranstaltungen ohne Förder-, Sponsoren-

und Nenngeld fast nicht zu finanzieren

sind. Zum Erhalt einer aktiven Veranstalterszene

haben sich Initiativen zur Unterstützung

der Organisatoren gebildet. Durch Verzicht

auf die Rückzahlung von vorab bezahlten

Nenngeldern bei abgesagten Rennen

sollen Veranstalter vor dem

wirtschaftlichen Aus bewahrt werden.

www.sportaktiv.com/fitness

42 SPORTaktiv


JÜRGEN PAIL

ist begeisterter Mountainbiker, Obmann

des Radklubs Stattegg (St), Member of UEC

MTB Commission und Rennveranstalter,

u.a. der EM 2020 (abgesagt/verschoben)

www.bike09.at

Mit MILREMO hat die Thalinger-Lange GmbH einen

neuen Partner für die Herstellung hochwertiger

Radsportbekleidung im Programm. Für Teams und

Vereine ist der eigene Dress ein Symbol der Zusammengehörigkeit

und des gemeinsamen Spaßes beim

Radfahren – bei Rennen wie bei der Sonntagsausfahrt!

MILREMO bietet zwei Wege zum eigenen Dress:

Semi Custom oder Full Custom. In der Semi-Custom-

Line stehen zehn modische Designvorschläge bereit,

die im eigenen Online-Konfigurator farblich angepasst

und mit eigenen Logos versehen werden können.

Fotos: Bernd Gruber, Erwin Haiden

Großveranstaltungen im Zeitraum 2021–

2023 jeweils ein Jahr nachrücken würden.

Mit Olympia 2024 in Paris könnte dann

eine Normalisierung in der weltweiten Termingestaltung

eintreten. Mit der Verschiebung

von Tokio 2020 und der UEFA-Euro

2020 auf 2021 ist dieser Prozess de facto

schon im Gange.

Alle MTB-Rennserien in Österreich

(ÖRV-MTB-Rennserien, KTM-MTB-

Challenge, Top Six etc.) wurden bereits auf

Standby heruntergefahren. Die geplanten

Termine im ersten Halbjahr 2020 sind

durchwegs abgesagt bzw. auf unbestimmte

Zeit verschoben. Zur Rettung der Sportstrukturen,

die auf Vereinsebene vielfach

im Zusammenspiel Nachwuchsarbeit

– Leistungssport – Veranstaltungen bestehen,

wird ein Restart im Veranstaltungsbereich

auf regional-nationaler Ebene im

Spätsommer/Herbst 2020 hilfreich sein.

Die Veranstalter könnten zumindest ihre

Fixkosten verdienen, die Sportler vor allem

im Nachwuchsbereich ihre Motivation

erhalten und die Szene als Ganzes in einer

Art Graswurzelbewegung ihren Beitrag zum

psychologischen Wiederaufbau nach der

Krise leisten. In einer Wiederbesinnung auf

das menschliche Maß und den Kern unserer

Motivation würde etwas, das über die

Jahre des Hastens und Hetzens im Universum

der Unnötigkeiten in den Hintergrund

getreten ist, auf einmal wieder im Vordergrund

stehen: die Freude am Sport!

Noch individueller ist die MILREMO-Full-Custom-

Line. Bei einem Termin mit dem Berater werden erste

Design ideen besprochen und die Musterware kann

anprobiert werden. Bei 150 verschiedenen Artikeln finden

sich die Lieblingsstücke und gleich dazu eine maßgeschneiderte

Lösung. Die hauseigenen Grafiker von

MILREMO setzen dann die Ideen und Skizzen in tolle

Designs um!

Das gilt sowohl für Einzelsportler mit geringen Stückzahlen

als auch für große Unternehmen sowie Vereine.

Bei Interesse melden Sie sich gerne unter:

milremo@thalinger-lange.com

SPORTaktiv

43


PUSH AND PUMP

WIE IM SKISPORT IST AUCH BEIM MOUNTAINBIKEN DAS

ABWÄRTSBRETTERN DIE KÖNIGSDISZIPLIN. DARUM HABEN WIR FÜR

UNSERE „MTB-FAHRSCHULE“ DIESMAL MIT DAVID TRUMMER EINEN DER

WELTBESTEN DOWNHILLER ALS INSTRUKTOR ANGEWORBEN. SCHLIESSLICH

IST GERADE DAS WECHSELSPIEL VON GESCHWINDIGKEIT UND SICHERHEIT

FÜR VIELE BIKE-NEWCOMER DIE GRÖSSTE CHALLENGE.

VON THOMAS POLZER

44 SPORTaktiv


Foto: Isac Paddock

Aufgewachsen im südoststeirischen

Gnas, ist der 25-jährige David

Trummer der lebende Beweis,

dass man – anders als im Skisport –

nicht in den Bergen aufgewachsen sein

muss, um ein Weltklasseabfahrer auf

dem Mountainbike zu werden. Und

damit sind wir auch schon beim ersten

Tipp, den David Trummer und unser

Co-Instruktor und MTB-Trainer Michael

Gölles allen angehenden, aber

durchaus auch den fortgeschrittenen

Mountainbikern mit auf den Weg geben

wollen: Um an der Kombination von

Fahrtechnik und Geschwindigkeit zu

feilen, braucht ihr keine steilen Downhill-Strecken

– es genügen in Wahrheit

schon ein paar kleine Hügel!

Im Idealfall sind es allerdings nicht irgendwelche

Hügel, sondern ein künstlich

angelegter „Pumptrack“. „Diese kupierten

Rundstrecken“, erklärt Michael Gölles,

„die man früher nur von BMX-Rennen

kannte, nutzen wir schon seit 15

Jahren, um den Bikern die richtige Technik

beizubringen. Denn am Pumptrack

spürt jeder sofort, ob seine Grundposition

in den Kurven stimmt oder ob das

Timing passt, wenn durch das pumpende

Drücken auf und in der Welle das Bike

maximal beschleunigt werden soll.“

Doch bevor uns Trummer genau zeigt,

wie dieses „Push and Pump“ am Bike

funktioniert, empfehlen unsere beiden

Instruktoren, sozusagen zum Aufwärmen

für diese MTB-Fahrschule, einige wichtige

Basic-Übungen: „Versucht anfangs

einfach einmal, mit dem Bike so langsam

wie möglich zu fahren, um eurer Gleichgewicht

zu schulen. Probiert dabei, das

Vorderrad und das Hinterrad durch Anheben

seitlich zu versetzen. Macht dann

ganz gezielt ein paar Bremsmanöver vom

Speed bis in den Stillstand mit anschließendem

Stehversuch. So lernt ihr das

Bremsverhalten eures Bikes kennen.“

Ganz wichtig beim Basicthema Bremsen:

Habt keine Angst, die (stärker

wirkende) Vorderbremse einzusetzen,

sondern lernt aus euren Fehlern: Wenn

das Rad wegrutscht, hat man zu intensiv

gebremst. Das heißt, beim nächsten Mal

an derselben Stelle früher anbremsen.

Wie überhaupt gilt: Da das Bremsen

immer zulasten des Grips geht, wird vor

Kurven schon zuvor auf der Geraden

angebremst, beim Richtungswechsel ist

man dann schon weg vom Anker und

kommt so nicht ins Schleudern.

Eine weitere Grundregel hat Michael

Gölles parat: „Schau nie, was dein Vorderrad

macht, sondern richte den Blick

weit genug, zumindest ein paar Meter,

auf die Strecke voraus. Der Biker-Lehrsatz

lautet: Wenn du das Vorderrad rutschen

siehst, dann könnte in diesem Moment

der Blickfehler der Auslöser sein ...“

Aus seiner jahrelangen Erfahrung als

Weltcup-Downhiller weiß Trummer am

besten, dass beim Erlernen und Festigen

von Fahrtechnik vor allem das richtige

Tempo ganz entscheidend ist. „Ist man

zu langsam, findet man nur schwer das

Gleichgewicht. Ist man zu schnell, bekommt

man ein Timingproblem und die

Folge sind wieder technische Fehler. Das

Herantasten an das richtige Tempo ist

im Training eine ganz wichtige Aufgabe,

denn so werdet ihr ganz automatisch

schneller und schneller und zugleich

bekommt ihr auch das nötige Vertrauen

und die Sicherheit für diesen Sport.“

Apropos Sicherheit: Dass Stürze speziell

bei Downhill-Fahrten dazugehören,

ist Faktum. „Ich werde immer wieder

gefragt“, sagt David, „ob es eine Sturztechnik

gibt. Nein, die gibt es aus meiner

Sicht nicht. Wenn’s passiert, dann

kann man nur hoffen, dass der Sturz

glimpflich ausgeht. Stürze gehen in der

Regel schlechter aus, wenn die Biker zu

lange dagegen ankämpfen. Also wenn

nix mehr geht sich rechtzeitig vom Bike

trennen. Umso wichtiger ist es, dass ihr

viel Zeit in die Sturzprävention investiert.

Und die lautet natürlich neben

einer professionellen Schutz


1. PUMPS

Das Ziel ist es, aus der Welle im Pumptrack das

maximale Tempo zu generieren, ohne dabei in die

Pedale treten zu müssen! Dazu werden die Knie

explosiv durchgestreckt, wenn das Hinterrad genau

über der Welle ist. Der optimale, saubere

Push erfolgt vom höchsten bis zum tiefsten Punkt

der Welle. Man spürt sofort, ob das Timing stimmt:

Pusht man zu früh, wird das Bike langsamer, das

Gewicht verlagert sich Richtung Lenker.

Bei allen hohen Wellen oder bei Übergängen vom

Steilen ins Flache macht man das aus den Knien,

bei kleinen Wellen mit 10 oder 20 cm Höhe kann

man aber auch aus den Sprunggelenken pushen

und so praktisch ohne Einsatz von Muskelmasse

Tempo machen.

Beherrscht ihr diese Push-Technik, könnt ihr

downhill Tempo machen, ohne zu treten. Nicht nur,

dass ihr damit Kraft spart – ihr lauft auch nicht

G efahr, mit dem Pedal hängen zu bleiben.

3. BERGAB FAHREN

Dabei gilt es, den Lenker so locker

wie möglich zu halten! Die

Ellbogen sind gebeugt, die Knie

fast durchgestreckt – nur bei

sehr vielen Schlägen geht man

tiefer. Das Hinterteil liegt hinter

dem Sattel, die Schulterachse

steht zentral über dem Lenker.

Die Unebenheiten der Strecke

werden mit Armen und Beinen

aktiv ausgeglichen.

2. KURVENTECHNIK

Das Wichtigste: Ihr nehmt beim Kurvenfahren

stets eine zentrale Position

auf dem Bike ein. Nur beim

Anbremsen wandert das Gewicht

leicht nach hinten, aber sobald die

Kurve dreht, steht ihr wieder zentral

zwischen den Laufrädern! Der limitierende

Faktor der Geschwindigkeit

ist der Grip. Den könnt ihr verbessern,

indem ihr mehr Druck auf den

äußeren, unten liegenden Fuß legt

– vergleichbar mit dem Außenski

beim Skifahren.

David fährt im Anleger eine 3 Uhr/9

Uhr-Pedalposition, weil im Anleger

der Grip nicht so ein entscheidender

Faktor ist wie in flachen oder

hängenden Kurven – zum Üben und

Hineinkommen würde ich aber auch

im Anleger eine 12 Uhr/6 Uhr-Position

empfehlen

Nicht vergessen: Euer Blick richtet

sich auch in der Kurve ein paar

Meter voraus und nicht aufs

Vorderrad (wie im kleinen Foto).

Fotos: Thomas Polzer, Isac Paddock (1)

46 SPORTaktiv


4. BERGAUF POSITION

Achtet darauf, dass eure Grundposition

nicht zu tief ist! Die richtige Satteleinstellung

erkennt ihr daran, dass das Knie

durchgestreckt ist, wenn ihr mit der Ferse

auf dem Pedal steht. Beim Bergauffahren

kommt es in erster Linie auf den „effizienten

Tritt“. an. Das heißt, es bringt nichts, mit

Maximalkraft in die Pedale zu treten und damit

Energie zu verschwenden, sondern es

geht darum zu jeder Zeit das mögliche Tempo

mit minimalem Krafteinsatz und „rundem

Tritt“ zu fahren.

DAVID TRUMMER

Der 25-jährige MTB-Profi wohnt

im südoststeirischen Gnas, wurde

bereits 2011 Junioren-

Vizeweltmeister im Downhill und

belegte 2013 Platz vier bei der

Downhill-EM.

Seit 2015 startet David im Downhill-Weltcup,

wo er in der letzten

Saison regelmäßig in die Top-10

fuhr, nur knapp einen Podiumsplatz

verpasste und Neunter im

Gesamtweltcup wurde.

In der neuen Saison fährt der

Senkrechtstarter an der

Seite von Angel Suarez für den

Rennstall YTMob.

MICHAEL GÖLLES

The gap mountainbiking in der Schöckl Trail Area

MTB-Fahrtechnik für alle.

„Seit Beginn der 90er beschäftigen wir uns mit der

richtigen Technik. Seit 2004 um allen Bikern mehr

Spaß am Bike zu verschaffen – egal, ob Endurofreak,

Bikeparkfan, Downhiller oder Tourenbiker,

wir machen alle sicherer und schneller.“

Info: www.the-gap.at

https://www.facebook.com/TheGapCoaching

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SPORTaktiv

47


HÖLLISCH SCHNELL

DAVID TRUMMER IST DER

SCHNELLSTE ÖSTERREICHER

IM DOWNHILL. BEI DEN DAMEN

RUHEN DIE HOFFNUNGEN AUF

JUNGSTAR VALI HÖLL (18).

DIE SAALBACHERIN HAT ALS

HÖHEPUNKT DIE WM VOR DER

HAUSTÜR IN LEOGANG IM

BLICK. UND DIE MATURA.

VON VERONIKA KAINER

Spürst du ein bisschen mehr Druck,

weil es deine Heim-WM ist?

Das ganze Jahr wird megaspannend.

Klar will man beim Heimrennen zeigen,

was man kann, wenn die ganze Familie

vor Ort ist. Hoffentlich kommen

ganz viele Fans zum Anfeuern.

Wo nützt dir der Heimvorteil etwas?

Ich denke, dass Leogang meinem

Fahrstil entspricht, die Strecke ist megaschnell

und man darf sich keine Fehler

erlauben. Aber einen echten Vorteil

habe ich als Lokalmatadorin nicht. Die

Strecke wird ja immer umgesteckt und

für die WM soll es ganz neue Streckenteile

geben.

Wie kriegt man Weltmeisterschaft

und Schule unter eine Kappe?

Es ist ziemlich stressig, für Mai und

Juni wäre eigentlich die Matura geplant.

Danach sollte ich den Kopf freihaben

und meinen Fokus auf die WM richten.

Neben Schule und Training bleibt leider

nicht mehr viel Zeit für ein Hobby.

Wenn ich so darüber nachdenke, habe

ich eigentlich gar keine wirklichen Hobbys

(lacht) …

Die Nachwuchskategorien hast du

dominiert. Heuer ist dein erstes Jahr

in der Eliteklasse. Wie formulierst du

deine Ziele?

Die Matura steht klar im Vordergrund,

bis dahin erwarte ich mir sportlich eigentlich

nicht viel. Es wäre cool, auf das

Podium zu fahren, aber ich denke, das

ist erst ab dem Sommer möglich. Die

ALLE INFOS:

www.bosch-ebike.at

NEUE SAISON,

NEUE CHALLENGE

Die Bosch eMTB-

Challenge supported by

Trek macht am 18. Juli mit

adaptiertem Rennmodus

in Bad Goisern Station.

In der Wertungsklasse „Amateur“ ist die

technische Schwierigkeit etwas geringer,

sodass auch Hobbyfahrer mit MTB-Kenntnissen

teilnehmen können. Die „Advanced“ -

Kategorie richtet sich vor allem an erfahrene

Mountainbiker, denen in einer zusätzlichen

Stage einiges abverlangt wird.

Rund 35 km und 1000 hm müssen die

Fahrer im Schnitt bewältigen. Dabei kommt

es auf die Fahrtechnik wie auf Orientierung,

Kondition und ein cleveres Akku-Management

an. „Gleichgesinnte treffen, tolle Trails

mit dem eMTB erkunden, sich herausfordern

und eine gute Zeit verbringen – dafür

steht unsere Serie“, sagt Claus Fleischer,

Geschäftsleiter Bosch eBike Systems. Statt

einer Rennteilnahme kann man beim eBike

Testival auf dem Expogelände der Salzkammergut-Trophy

auch eBikes für geführte

Touren epowered by Bosch ausleihen.

Foto: Bosch eMTB-Challenge supported by Trek

48 SPORTaktiv


WM im September könnte genau zum

richtigen Zeitpunkt kommen.

Dass du als junge Dame im Downhilldress

runterbretterst, sorgt sicher oft

für ungläubiges Staunen, oder?

Es ist so einfach, Downhill-Rennen zu

fahren, da gibt es gar keinen Grund, abgeschreckt

zu sein, nur weil das Downhillen

so einen männlichen Touch hat.

Ich bin ehrlich gesagt nicht so ein Fan

von dem ganzen „Girlscamp“ und „girls

ride too“-Zeug. Ich setze mich sehr für

Frauenrechte ein und äußere meine

Meinung vielleicht sogar zu oft dazu.

Als Mädl hat man in der Downhillszene

einen großen Vorteil. Die Burschen sind

megagestoked, wenn man Rennen fährt

und helfen immer und überall.

Wie kann man sich bei dir „normales“

Mountainbiken vorstellen?

Im Bikepark fahren oder Jumplines springen

mit Freunden – das verstehe ich unter

normalem Mountainbiken (lacht).

VALENTINA

„VALI“ HÖLL

geboren am 11.12. 2001,

Wohnort: Saalbach, im legendären

„Spielberghaus“ mitten im Skibzw.

Bikegebiet. Vali hat in den

letzten Jahren die Nachwuchsklassen

dominiert und ist als Junioren-Weltmeisterin

teilweise schon

schneller gefahren als die Elite

der Damenprofis. Heuer startet sie

selbst in der Eliteklasse.

Höhepunkt 2020: UCI Downhill-

Weltmeisterschaft von 4. bis 6.

September in Saalfelden-Leogang.

Life is too short to

ride boring

e-bikes.

Changing e-biking as you know it. NOX HeLIUM SERIES.

SPORTaktiv

49


BIKE

NEWS

SCHUTZ UND

KOMFORT

Die FLEXI KNEE PADS

LITE von SHRED bieten

unvergleichlichen Komfort

und Schutz – und das ohne

die Mobilität einzuschränken.

Dank Spandex-Stretch bleiben

die Schützer immer dort,

wo sie sein sollen.

www.shredoptics.com

IMMER SAFE

Der TRAILPAVER von

ABUS passt sich mit seinen

Eigenschaften jedem Gelände

an: von Cross Country über

Tour bis All Mountain. Er

ist leicht, komfortabel und

gut belüftet und auch für

Zopf-Trägerinnen und -Träger

bestens geeignet.

www.abus.com

Fotos: Hersteller

KARPOS RAPID

BAGGY SHORT

Bikebekleidung von KARPOS lässt keine

Wünsche offen: wie diese stylishe,

bequeme und superflexible Hose zeigt.

Die Rapid Baggy Short mit ihrem frischen

und farbenfrohen Style ist eine bequeme,

robuste und superflexible Hose, mit der sich

auch anspruchsvolle Biketouren bewältigen

lassen. Sie ist atmungsaktiv und komfortabel

mit Einsätzen aus doppeltem Ripstop für

maximale Bewegungsfreiheit und eignet sich

sowohl für fordernde und genussvolle

MTB-Touren als auch Wanderungen.

Zwei K-Stretch-Funktionsgewebe mit

wasser- und schmutzabweisender DWR-

Behandlung kommen zum Einsatz: das eine

eher elastisch, leicht und atmungsaktiv,

während das zweite, ein bielastisches

Ripstop-Gewebe, für maximale Bewegungsfreiheit

sorgt.

TECHNISCHE DATEN

• Offene Bundkonstruktion mit Reißverschluss und

kleinem, innenliegenden Verschlusshaken

• Zwei Fronttaschen mit Mini-Reißverschluss. Innen

kommt ein Meshgewebe zum Einsatz, das zudem

für eine bessere Atmungsaktivität sorgt

• Eine mittige Rückentasche mit Mini-Reißverschluss

• Elastischer Bund

• Reflektierende Einsätze

• Fit: regular

• Gewicht:188 gr

MEHR INFOS

www.karpos-outdoor.com

ANZEIGE/Fotos: Karpos

50 SPORTaktiv


DIE IDEALEN

TRAININGSPARTNER

Mit der Garmin-Edge ® -Serie

kannst du via Touchdisplay deine

Touren direkt am Gerät planen

und kontrollierst Fitnesslevel,

Belastung und Fahrleistung.

Dank der Connected Features

kannst du ihn individuell anpassen

und mit deinen Freunden in

Verbindung bleiben.

www.garmin.com

ROST ADE

Im Frühjahr bringt BALLISTOL einen

kraftvollen und schnellen

Kettenreiniger auf den Markt.

Er beugt durch enthaltene

Korrosionsinhibitoren wirksam dem

Entstehen von Rost vor und erhöht

bei regelmäßiger Anwendung die

Laufleistung der Kette deutlich.

www.ballistol.de

COOL UND SICHER

Der CROSS-PRO-Bike-Helm von BLACK

SHEEP ist nur 300 g leicht, bietet

coolmax-Innenleben, Insektenschutz, ist

höhenverstellbar und hat ein variables, in

den Farben wechselbares Schild. Erhältlich

in den Farben Schwarz, Weiß und Orange.

www.blacksheep-eyewear.at

THE ALL-NEW RAIL

JUST AS FUN

GOING UP

Das Rail ist ein E-MTB mit echten Enduro-Genen.

Damit meisterst du die technischsten Uphills,

lässt es auf den Trails so richtig krachen und

erhältst den nötigen Schub, um nach jeder

Abfahrt den Berg gleich nochmal zu erklimmen.

trekbikes.com

SPORTaktiv

51


K

inderbikes sind meistens viel zu schwer

und selten entsprechend kindlicheren

Körper-Proporionen konstruiert. Man

sieht das zum Beispiel daran, wenn das

Kind im Stand mit den Zehenspitzen

gerade noch zum Boden kommt und

die Knie beim Pedalieren dennoch

auf Ohrenhöhe sind“, sagte ein Nachwuchs-Mountainbiketrainer

vor ein

paar Jahren zu SPORTaktiv.

Damals stimmte das mit wenigen

Ausnahmen. Doch bei Kinder-Mountainbikes

hat sich jüngst viel getan. Der

Anstoß kam durch den Erfolg spezieller

Kinderbikemarken. Der Grazer

Alexander Friedl etwa war zu Beginn

der 2010er-Jahre vergeblich auf der

Suche nach einem passenden Mountainbike

für seinen Sohn. Er zerlegte

ein handelsübliches Kinderbike, legte

die Teile kopfschüttelnd auf die Waage

und sah sich mit haarsträubender Ergonomie

konfrontiert. Friedl gründete

als Konsequenz Ende 2012 „Federleicht

Bikes“. Die Kinder-Mountainbikes der

Premiumklasse werden nicht nur dem

Markennamen voll gerecht, sie sind

heute vor allem in der Nachwuchswettkampfszene

eine Macht.

In Klosterneuburg waren es ebenfalls

zwei Väter – Christian Bezdeka und

Marcus Ihlenfeld –, die für den eigenen

Nachwuchs kein kindgerechtes Rad

fanden. 2013 gründeten sie woom.

Heute werden woom-Bikes in 30 Ländern

verkauft, die Zahl der verkauften

Räder steige jährlich um 75 Prozent,

heißt es von woom. Seit letztem Herbst

gibt es die Off-Serie, die ersten richtigen

woom-Mountainbikes in Größen zwischen

20 und 26 Zoll.

„In den letzten Jahren hat sich bei

den Kinderbikes enorm viel entwickelt“,

sagt auch Mario Pucher, Bikeexperte bei

Giga sport. Mit Eightshot hat Gigasport

eine deutsche Kinder- und Jugendbikemarke

im Programm. Durch den

Anstoß der Kids-Spezialisten hätte aber

auch die etablierte Bike-Industrie den

Nachbesserungsbedarf erkannt. Kleine

Bikes von Scott, Cube und KTM gibt es

in den Gigasport-Filialen. „Das Gewicht

war früher ein großes Manko. Seit gut

zwei, drei Jahren steuert die Industrie

dagegen. Es geht um Fragen wie: Wie

schwer darf ein Kinderrad sein? Was ist

ergonomisch zu berücksichtigen? Oder

auch: Braucht es unbedingt eine Federgabel?“,

sagt Pucher.

Zur Gewichtsfrage ist der Vergleich

mit den Erwachsenen ein guter Anhaltspunkt:

Achtjährige, die rund 25 Kilo

wiegen, mit 13, 14 Kilo schweren Bikes

auszustatten: Das wurde in der Vergangenheit

kaum hinterfragt. Natürlich

auch aus Kostengründen: Leichtbau

kostet und Kinder wachsen schnell.

Trotzdem bleibt es als Tatsache, dass

das Gewichtsverhältnis sich so verhält,

als würde man sich selbst mit 75 Kilogramm

Körpergewicht auf ein 40-Kilo-Rad

setzen. Dass das nicht viel Spaß

machen kann, liegt auf der Hand.

Fotos: woom Bikes, Conway Bikes

52 SPORTaktiv


Viel Bewegung

im Markt der

Kindermountainbikes.

Und auch

E-MTBs für Kids

(kl. Bild) sind im

Vormarsch.

WIE IST DER MARKT FÜR KINDER-

MOUNTAINBIKES AUFGESTELLT?

VIEL BESSER JEDENFALLS ALS

NOCH VOR EIN PAAR JAHREN. DIE

ERKENNTNIS, DASS QUALITÄT, ERGONOMIE

UND LEICHTBAU ZÄHLEN, SETZT SICH DURCH.

VON CHRISTOF DOMENIG

7 bis 9 Kilogramm bei 20-Zoll-Mountainbikes

(ca. 6–8 Jahre) sind heute ein

reeller Maßstab. Bei 24 Zoll-Bikes ( für

ca. 7–11-Jährige) muss man mit 8 bis 11

Kilogramm rechnen. Ein gewisses Maß

an Stabilität und Haltbarkeit braucht es

aber. „Gewichtsminimierung um jeden

Preis würde beim Mountainbike nicht

funktionieren“, sagt Gigasport-Experte

Pucher. „Hochwertige Felgen und Reifen

von Mountainbikes haben einfach

mehr Gewicht als ein Straßenlaufradsatz.

Es geht dabei auch um die Haltbarkeit.“

Auch die woom-Off-Räder sind

COOLE

ZEITEN

FÜR

KLEINE

BIKER

SPORTaktiv

53


etwas schwerer als ihre gleich großen

Straßen-Pendants.

Federleicht-Bikes aus der Grazer Edelschmiede

von Alexander Friedl fahren,

was Gewicht (z. B. 24 Zoll: 6,6 kg), aber

auch den Preis betrifft, in einer eigenen

Liga. Sie sind etwa so kompakt konstruiert,

dass Kinder schon früher mit größeren

Laufrädern unterwegs sein können

und von den Vorteilen profitieren,

die für die Erwachsenen bei Einführung

der 29-Zoll-Räder oft genannt wurden,

sagt Friedl. Die Komponenten sind vielfach

Eigenkonstruktionen.

Schon kurz angesprochen: Brauchen

Kinder eine Federgabel? „Jein“, antwortet

Christian Bezdeka von woom.

Am Beispiel der Marke lässt sich auch

ablesen, dass die gefederte Front aufs

Gewicht drückt: Das woom Off mit

Carbon-Starrgabel in 24 Zoll spart im

Vergleich zum gefederten „Off Air“ 1,5

kg ein. „Wer bergab über Wurzeln fährt,

nimmt das Bike mit Federgabel. Wer

auf leichten Singletrails, Pumplines oder

Forstwegen unterwegs sein will, ist mit

dem leichteren Rad besser dran.“ Als

Elternteil weiß man aber auch: Wenn

das eigene Bike gefedert ist, braucht es

Überzeugungskraft, um dem Kind zu

erklären, warum es das nicht braucht.

Auch eine Frage: Scheibenbremsen –

oder tun es auch V-Brakes? Der Trend

geht deutlich zu den Scheibenbremsen,

„wobei es eher um die Dosierbarkeit

und Adjustierbarkeit geht“, sagt Pucher.

Dass Hebel in Kinderhände passen

müssen: Auch das war früher nicht

selbstverständlich und hat sich gebessert.

Kurbeln sind ein wichtiges Ergonomiethema

– was Länge und Breite

betrifft. Alexander Friedl empfiehlt, dass

die Kurbellänge in mm in etwa der Körpergröße

in cm entsprechen sollte. Auch

Lenkerbreite und Vorbau sind wichtige

Bauteile, an denen sich ergonomisch die

Spreu vom Weizen trennt.

DIE TOTGESAGTEN

LEBEN LÄNGER

BEI ERWACHSENEN IST

26 ZOLL AUS DER MODE

GEKOMMEN. ABER BEI

DEN KIDS FEIERT ES

EINE WIEDERGEBURT.

UND BEI BASTLERN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Die Erfolgsgeschichten von Woom,

Federleicht und Vpace zeigen es

vor: Große Ideen kommen oft aus

kleinen Bastelkellern. Sie werden von talentierten

Papas soweit vorangetrieben,

bis alle Nachbarn und Freunde auch so

ein „Ding“ für ihre Kleinen wollen, ein

Kinder-Mountainbike, das was taugt.

Zur Serienreife ist es zwar ein weiter

Weg, aber eines hilft ambitionierten

Bastlern: Weil die 26 Zoll-Reifendimension

bei Erwachsenen de facto

ausgestorben ist, gibt es eine Unmenge

an Teilen, die in Werkstätten und auf

Onlineplattformen lagern, oder sich mit

irren Rabatten hinterm %Sale%-Button

im Onlineshop verstecken und auf ein

„second life“ warten. Diese Teile, oft

von hochwertigster Qualität, sind den

Komponenten vieler normaler Kinderbikes

weit überlegen. Mit etwas Expertise

lassen sich Kinderräder mit einst teuren

Leichtbaukomponenten toll aufpimpen

oder gleich selber bauen. Bei Kleinkindern

(14, 16, 20 Zoll) macht es noch

wenig Sinn, aber von der Volksschule

bis zur Firmung und ab Körpergrößen

von etwa 130 cm kann man Kids auf 26

Zoll setzen und ihnen so etwas wie den

„29er-Effekt“ bei Erwachsenen bieten.

Wichtig: Die Rahmen müssen extrem

klein und kurz sein, weshalb sich

in erster Linie Rahmen für Jugendliche

und kleingewachsene Frauen für Bastel-

Fotos: Federleicht Bikes, iStock

54 SPORTaktiv


Seit Kurzem gibt es auch E-Mountainbikes

für Kinder. Daran scheiden sich die

Geister – mehr noch als bei den Erwachsenen-E-MTBs.

Federleicht-Gründer Alexander

Friedl meint: „Kinder sollten die Möglichkeit

bekommen, Körpergefühl, etwa

auch ein Gefühl für Steigungen, entwickeln

zu dürfen. Mit dem E-Bike geht das nicht.

Da kommt leider auch die Bequemlichkeit

der Erwachsenen zum Ausdruck: Richtiges

Biken mit Kindern besteht zu Beginn eben

einmal auch aus Warten.“

Mario Pucher von Gigasport meint dagegen:

„Es gibt aktive Eltern, die für sich

den Vorteil von E-MTBs im Vergleich zum

Mountainbike erkannt haben. Etwa: mehr

Lächeln im Gesicht, wenn du rauffährst.

Warum soll man Kindern nicht das Gleiche

bieten?“ Von woom gibt es ganz neu ebenfalls

ein E-MTB, das „Up“. Christian Bezdeka

sagt: „Wir haben schon überlegt, ob

wir das wollen. Aber es gibt gute Argumente

dafür.“ Das vielleicht wichtigste: „Egal,

welches Kind das Up Probe gefahren ist: Es

war nicht mehr herunterzukriegen.“

RE-THINK, RE-CYCLE, RE-RIDE

VAUDE Men’s Virt Shirt und Men’s Virt Shorts sind großteils

aus recyceltem Polyester hergestellt. Nachhaltigkeit neu

interpretiert – bei bestmöglicher Funktion im Abfahrts-Flow.

Fotos: Vaude

projekte eignen. Gewicht ist das zentrale

Thema. Leichte Laufräder und superleichte

Reifen helfen den Kleinen enorm: Tipp:

„altmodische“ Semislicks wie Schwalbes

Thunder Burt (nur 400 Gramm). Mit normalen

Kurbeln (wichtig: kurze Kurbelarme)

und Zahnkränzen lassen sich kindertaugliche

Übersetzungen kreieren. Kurze, negativ

gedrehte Vorbauten sorgen für passable

Sitzpostionen, Bremshebel von alten V-Brakes

(z.b. XT oder XTR) lassen sich bestens

auf Kinder einstellen, Luftfedergabeln

genauso. Und keine Sorge: Wer das nicht

schafft, weiß, wo er die Profi-Papas von

Woom und Federleicht findet.

87 Prozent des beim Men’s Virt

Shirt und bei der Men’s Virt

Short verwendeten Polyesters

sind recycelt. Ein Wert, der

richtungsweisend ist und zeigt,

dass es möglich ist, funktionale

und komfortable Radbekleidung

herzustellen, die zum

Großteil aus nachhaltigen

Materialien besteht. Um

Funktionseigenschaften und

MEHR INFOS: www.vaude.com

Elastizität zu optimieren, ist

ein Anteil von 13 Prozent

Elastan dem Material beigefügt.

Beim Schnitt von Shirt

und Hose haben die Designer

auf einen legeren, entspannten

Schnitt Wert gelegt: Der

kommt den Bewegungsabläufen

beim Freeriden und beim

All-Mountain-Einsatz ideal

entgegen.

SPORTaktiv

55


BEREIT FÜR DIE

GROSSE TOUR

Die Fahrradreisetasche heißt

THULE RoundTrip Bike Duffel.

In der 55-l-Tasche herrscht

Ordnung wie in einem

Werkzeugkasten. Helm,

Schuhe, Kleidung, saisonales

Zubehör, Werkzeug usw. sind

stets griffbereit.

www.thule.com

BIOBASED

Aus Zuckerrohr wird eine Trinkflasche!

Peeroton setzt auf Nachhaltigkeit

Die Profi-Trinkflasche ist außerdem

schadstofffrei, recyclingfähig und

spülmaschinenfest.

www.peeroton.com

SCHWARZES GOLD|

Das „KETTLER Scarpia FS 1.0 LTD Gold“-E-MTB hat

einen Shimano-Steps-E8000-Motor, einen 750-Wh-Akku

und ein Fox-Fahrwerk mit Kashima Beschichtung. Black

shiny/gold shiny steht dem Topmodell ausgezeichnet.

www.kettler-alu-rad.de

HIGH-END-BRILLE

MADE IN AUSTRIA

Die „trace pro“ des österreichischen

Sportbrillen-Experten evil eye ist

ein äußerst effektiv belüftetes und

vielseitiges Halfrim-Modell. Der

Rahmen ist extrem leicht und die

Brille, die auch optisch verglast werden

kann, bietet bei unterschiedlichsten

Lichtverhältnissen besten Durchblick.

www.evileye.com

BIKE

NEWS

FREIE SICHT

Die JULBO Rush ist eine

Sportbrille mit Style. Die

perfekt belüftete und

selbsttönende Scheibe bietet

ein maximal großes Sichtfeld.

Flexible Bügel sorgen für

sicheren Halt und

perfekten Tragekomfort.

www.julbo.com

Fotos: Hersteller

56 SPORTaktiv


PRAKTISCH WIE

EIN SCHWEIZER MESSER

FLYER HAT MIT DER

GOROC-SERIE EINE

NEUE KATEGORIE

ERSCHAFFEN. DAS

GOROC 3 IST EIN

SUPER-ALLROUNDER

FÜR TREKKING, CITY

UND MOUNTAINBIKEN.

FLYER GOROC 3 6.50

RAHMEN: Full-Suspension,

MTB-Rahmen, Alu

ANTRIEB: Bosch Performance

Line CX/PowerTube 625 Wh mit

DualBattery-Option (zusätzlich

500 Wh)

FEDERUNG: 4-Link-Suspension

mit 130 mm und RockShox

Deluxe Select

GABEL: Suntour Aion 35 Evo,

140 mm

LAUFRÄDER: Rodi Ready 30/

Maxxis Forekaster SilkShield

27,5 x 2,35

SCHALTUNG: Sram SX Eagle

1 x 12

BREMSEN: Shimano MT520,

203/180 mm

GEWICHT: 28 kg

UVP: € 5399,–

www.flyer-bikes.com

ANZEIGE / Fotos: Thomas Polzer

Ja, was ist das für ein Rad? Diese

Frage muss man oft beantworten,

wenn man mit dem Flyer Goroc

3 6.50 unterwegs ist. Und man muss

sich selbst einmal eine gute Antwort

zurechtlegen. Flyer bewirbt das E-Bike

jedenfalls als Super-Allrounder.

„Das Gefühl beim Aufsitzen? Riesig!

Das SUV unter den Bikes. Nur in

umweltfreundlich. Und in Bewegung

fährt sich das schwere Bike erstaunlich

leicht“, sagt der Stadtradler in uns nach

der Ausfahrt mit dem 28-kg-Bike. Doppelakku

und komplette, sehr stabile

und wertige Ausrüstung mit Gepäckträger

(bis 25 kg), Schutzblechen, Glocke,

Licht und Seitenständer machen

aus dem Goroc 3 kein Leichtgewicht.

Sind die 25 km/h erreicht, versagt der

Motor nicht abrupt die Unterstützung,

sondern lässt sie sanft ausschleifen.

Angenehm! Unter den gesetzlichen

Rahmenbedingungen ist es das perfekte

Alltags- und Pendlerfahrzeug. Ein

Hammer: das fix verbaute und vom

Akku gespeiste Licht, wie ein Fernlicht

beim Auto. Sagenhafter Weitblick und

damit eben als Ganzjahresfahrzeug

geeignet. Und wie schlägt sich das Super-Trekking-Bike

mit den auf Kilometerfressen

ausgelegten SilkShield-Reifen

im Gelände? Weil sein Herz ein bewährter

Flyer-Mountainbike-Rahmen

ist, bringt man das Rad mit 140/130

mm-Federweg auch im Singletrail nicht

an seine Grenzen. Tadellose Performance

als E-MTB – und im Trail sorgt das

Federn des Seitenständers für Schmunzeln.

Dafür ist man dann der Champ,

wenn man es immer und überall lässig

hinstellen kann. Ein echter Schweizer

Tausendsassa.

SPORTaktiv

57


1. HARDTAIL UND RACE-FULLY 2. ALL MOUNTAIN

3. E-HARDTAIL

AM BERG ZU HAUSE

Wir wollen es nicht komplizierter als nötig

gestalten. Die Kategorien der Tourenfullys,

Trailfullys und Enduro-Bikes fassen wir deshalb heuer

zusammen als „All Mountain“. Die Abgrenzungen

sind ohnehin schwimmend, schwammig und im

Detail gefinkelt. Oft reicht ein kleiner Unterschied

bei den Laufrädern und schon rutscht das Bike in

eine neue Schublade.

Unter „All Mountain“ verstehen wir alles, was

perfekt den Berg rauf kommt und alles, was auch

vom Berg runter viel Spaß und Sicherheit vermittelt.

All Mountain spannen wir von Tourenbikes mit

120 mm Federweg bis hin zu bulligen Enduros mit

160 oder 170 mm. Sie können alles und meistens

hängt es vom Fahrer oder der Fahrerin ab, was mit

dem Bike angestellt wird. Fährst du damit knackige

MTB-Marathons, technische Trails, Bikepark?

1500 bis 2000 Euro sollte man als Minimum investieren.

Die gute Mittelklasse bewegt sich zwischen

2500 und 4000 Euro, nach oben hin wie immer

keine Grenzen. Die Gewichte starten ab etwa 12 kg,

schwere All Mountains bzw. Enduros sind mit bis zu

16 kg schon recht ordentlich „gepanzert“.

BASICS

BAUART Full-Suspension

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

Carbon, bei günstigen

Modellen Aluminium

120 bis 170 mm, optional

sperrbare Federelemente

bergauf und bergab,

Handling, Robustheit

12 bis 16 kg

LAUFRÄDER 29 Zoll, vereinzelt 27,5

REIFEN

2,4 bis 2,6 Zoll

Foto: Thule Vital LS

58

SPORTaktiv


4. E-TOURENFULLY 5. E-ENDURO

SPORTaktiv

59


NEW IDEAS TOP-INNOVATIONEN UND FEDERWEGE VON

110 BIS 170 MM BEI UNSEREM BIKE-SIXPACK.

TECHNIK AUS DEM RENNSPORT

LEICHT & EFFIZIENT

FÜR MARATHONS UND TRAILS

BMC AGONIST 01 ONE

RAHMEN: Agonist 01, Premium Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss XR1501 Spline ONE 25/

Vittoria Barzo G2,0 tubeless 29 x 2,25

GABEL: Fox Float 34 SC Performance Elite, 120 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS Performance Elite Fox, 110 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle, 12-fach

BREMSEN: Shimano Deore XT, 160/160 mm

GEWICHT: 11,6 kg

PREIS (UVP): € 6999,00

www.bmc-switzerland.com

TRAILBIKE MIT GUTEN KLETTEREIGENSCHAFTEN

29 ZOLL VORNE UND HINTEN

MAXXIS-BEREIFUNG

KTM PROWLER SONIC

RAHMEN: Performance Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: KTM Prime Trail/

Maxxis Minion DHF 29 x 2,4

GABEL: Fox 36 Float Factory, 150 mm

DÄMPFER: Fox Float DPX2 Factory, 150 mm

SCHALTUNG: Shimano XTR, 1 x 12

BREMSEN: Shimano XTR 4 Kolben

GEWICHT: 13,2 kg

PREIS (UVP): € 6999,–

www.ktm-bikes.at

GENIALER ALLROUNDER

150 MM FEDERWEG

SPERRBARE FEDERUNG

SCOTT GENIUS 910

RAHMEN: Carbon HMF / Aluminium Hinterbau

LAUFRÄDER/REIFEN: Syncros Revelstoke 30 mm/

Maxxis Dissector/Rekon 29 x 2,6

GABEL: Fox 36 Float Performance Elite Air, 150 mm

DÄMPFER: Fox Nude TR EVOL Trunnion, 150 mm

SCHALTUNG: Shimano XT, 1 x 12

BREMSEN: Shimano XT M8120 4 Kolben

GEWICHT: 13,4 kg

PREIS (UVP): € 4999,–

www.scott-sports.com

TOP-ENDURO

170 MM FEDERWEG

ECHTE DH-PERFORMANCE

SPECIALIZED ENDURO EXPERT

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: Roval Traverse

Carbon 30 mm/Specialized Butcher

29 x 2,6 (vorne) bzw. 2,3 (hinten)

GABEL: Fox Float Performance 36, 170 mm

DÄMPFER: Fox Float DPX2 Performance,

170 mm

SCHALTUNG: Sram X01 Eagle, 1 x 12

BREMSEN: Sram X01 Eagle 200/180 mm

GEWICHT: k.A.

PREIS (UVP): € 6999,–

www.specialized.com

Fotos: Hersteller

60 SPORTaktiv


KOMPROMISSLOSES ENDURO

170 MM FEDERWEG

STORAGE-BOX FÜR WERKZEUGE

CONWAY WME427

RAHMEN: Conway Carbon WME

LAUFRÄDER/REIFEN: Rodi Ready 35/Schwalbe Magic

Mary/Hans Dampf 27,5 x 2,35

GABEL: Fox Performance 36 Float, 170 mm

DÄMPFER: Fox Float EVOL LV, 170 mm

SCHALTUNG: Shimano XT, 12-fach

BREMSEN: Shimano XT 203/180 mm

GEWICHT: 13,9 kg

PREIS (UVP): € 3499,95

conway-bikes.de

LEICHTES TOURENBIKE

HIGH-END-SHIMANO-XTR

FOX-FLOAT-FACTORY-FAHRWERK

STEVENS JURA CARBON SL

RAHMEN: Carbon SL HMF

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss XR 1501

Spline One/Schwalbe Rocket Ron Evolution,

27,5 und 29 Zoll x 2,25

GABEL: Fox 34 Float SC Factory, 120 mm

DÄMPFER: Fox 34 Float SC Factory, 120 mm

SCHALTUNG: Shimano XTR, 12-fach

BREMSEN: Shimano XTR, 180/180 mm

GEWICHT: 10,9 kg

PREIS (UVP): € 5999,–

www.stevensbikes.de

E-BIKE-ABO:

AM PULS

DER ZEIT

Das eBike-Abo-Modell der „Rebike

Mobility GmbH“ trifft voll den

Zeitgeist. Das Münchner Unternehmen

vermietet Marken-E-Bikes in

ganz Deutschland und bald auch in

Österreich. Ab € 79,– pro Monat.

ANZEIGE/Foto: ReBike Mobility GmbH.

Immer mehr steigen aufs E-Bike um.

Zugleich steigt der Wunsch nach

„nützen statt besitzen.“ Die Rebike

Mobility GmbH aus München trägt

beiden Trends Rechnung und hat als

erster Anbieter in Deutschland ein

markenübergreifendes E-Bike-Abo-Modell

eingeführt. Damit bekommt man

E-Bikes von Premium-Marken wie

Haibike, Winora, Ghost, Lapierre,

KTM und vielen mehr zu einem

monatlichen Abo-Preis – inklusive

Versandkosten, Versicherung und

Fahrradschloss. Kosten: Ab € 79,– pro

Monat geht es los – hinzu kommt eine

einmalige Servicegebühr von € 99,–.

So einfach geht’s: Man sucht auf der

Webseite eines von über 20 E-Bikes aus,

wählt eine Abo-Laufzeit von 3, 6 oder

12 Monaten und wenige Tage später

wird das Bike deutschlandweit vor die

Haustür geliefert. In Österreich wird der

Service demnächst starten.

ALLE INFOS

Rebike Mobility Gmbh.

www.ebike-abo.de

SPORTaktiv

61


LEIHEN MIETEN LEASEN

AUTOS WERDEN GELEAST, SKI GELIEHEN,

BIKES GEKAUFT. LANGSAM, ABER STETIG

ENTWICKELT SICH ABER AUCH AM BIKE- UND

E-BIKE- MARKT EINE ÜBERLEGENSWERTE VIELFALT

BEI LEIH-, MIET- UND LEASING VARIANTEN.

WIE GUT LÄSST SICH DER TRAUM VOM BIKEN

OHNE KAUFEN SCHON VERWIRKLICHEN?

VON CHRISTOF DOMENIG

Wenn ein neues Auto ins Heim

soll, besteht die Wahl zwischen

Barkauf, Kredit oder Leasing.

Bei Skiern wiederum kann

man sich zwischen Kauf und

Leihe entscheiden, wobei das Leihen

dem Kaufen schon deutlich den Rang

abgelaufen hat. Mit dem Leihski bekommt

man auch eine Reihe von Vorteilen,

kann etwa ständig neues Material

ausprobieren oder bekommt jeden Tag

ein frisch serviciertes Gerät. Und als Gelegenheitsskifahrer

kann man mit dem

Leihen auch richtig Geld sparen.

Besteht der Wunsch nach einem neuen

Bike, denken derzeit erst wenige an

eine Alternative zu Kaufen und Besitzen

nach. Aber es gibt sie, die Alternativen.

Und sie werden beliebter. Ähnlich wie

bei Ski und Auto muss auch beim Bike

nicht immer der Kontostand hinter der

Entscheidung stehen, an eine Alternative

zum Barkauf zu denken: So ist zum Beispiel

die Frage berechtigt, ob man ein

wertvolles Bike im Winter wirklich monatelang

in den Keller sperren will –

oder es sich lieber gleich nur für die warme

Jahreszeit ins Haus holt. Und im

nächsten Jahr wieder ein Neues.

Drei durchaus überlegenswerte Alternativen

haben wir uns herausgepickt,

mit denen man biken kann, ohne ein

Bike kaufen zu müssen (Illegales nicht

mitgezählt): Leihe, Miete oder Leasing.

Wir haben uns die drei Varianten angeschaut:

Wie sie funktionieren, was sie

kosten und für wen sie passen.

LEIHEN

Sporthandel und Tourismus bieten

eine Reihe von Bikeverleih-Angeboten.

Geliehen wird stunden-, halbtagsoder

tageweise, manchmal auch eine

Woche – also vergleichbar mit dem

Skiverleih. Manchmal wird diese Variante

auch als „Bikemiete“ bezeichnet,

wir definieren Miete (siehe dort) jedoch

über einen deutlich längeren

Zeitraum als Leihe.

Für wen passt das Leihmodell? Für

sehr unregelmäßige Biker könnte es

sich durchaus auszahlen. Alle, die nur

wenige Wochenenden im Jahr fahren

wollen oder die, die nur im Urlaub

ausnahmsweise Biketouren unternehmen.

Beim Urlaub: Ist am Auto keine

Anhängerkupplung für einen Biketräger

vorhanden – Bike daheimlassen

und am Urlaubsort eines leihen.

Leihen kann sich auch auszahlen,

wenn man ein Bike kaufen und es zuvor

einmal richtig Probe fahren will

(viele Händler erlauben nur kurze

Fahrten). Fraglich ist jedoch, ob es genau

das eigene Wunschbike auch zu

leihen gibt. Eher wird dieses Argument

auf ein Bikekonzept statt auf ein

konkretes Modell zutreffen: Als die

E-Bikes und E-Mountainbikes jung

auf dem Markt waren, haben es viele

zunächst geliehen und ausprobiert,

statt die Katze im Sack zu kaufen.

Für Mountainbiker bietet sich Leihe

auch an, wenn man atypische Einsätze

plant: Ein Tag im Bikepark wird

dem wertvollen Race-Fully wenig

Freude bereiten – umgekehrt genauso.

Fotos: iStock

62 SPORTaktiv


Stattdessen leiht man sich ein Endurooder

gleich Downhillbike, das es oft

sogar direkt bei der Talstation gibt.

Was kostet die Leihe? Kommt darauf

an. In Tourismusregionen ist es öfters

etwas teurer als in weniger touristischen

Gebieten, E-MTBs kosten mehr als

normale Mountainbikes und E-Fullys

noch einmal mehr als E-Hardtails. Pro

Tag ist mit € 30,– bis 60,– zu rechnen,

wochenweise sind € 200,– bis 300,–

Euro ein Anhaltspunkt. Nachteil? Die

Bikes werden natürlich auch von anderen

gefahren. Und Auswahlmöglichkeiten

sind beschränkt.

MIETEN

Wer halbwegs regelmäßig bikt, stößt

mit dem Leihmodell schnell an Grenzen

der Rentabilität. Anders schaut es

mit Mietmodellen aus, die man ebenfalls

findet. Dabei mietet man ein

Bike für einen längeren Zeitraum,

zum Beispiel eine Saison oder ein Jahr,

und gibt es dann zurück.

Derzeit noch auf Deutschland beschränkt,

aber bald auch in Österreich

zu haben ist das „E-Bike-Abo“-Modell

von „Rebike Mobility“ aus München:

3, 6 oder 12 Monate kann man dabei

neue E-Bikes von rund 20 Premiummarken

mieten. Das Bike wird vor die

Haustür zugestellt und am Ende wieder

abgeholt.

Wer gehört zur anvisierten Kundengruppe?

„Etwa Menschen, die

noch unsicher sind, ob ein E-Bike

richtig für sie ist. Oder Enthusiasten,

die jedes Jahr das neueste Bike mit der

neuesten Technik wollen. Oder auch

solche, die ein Bike nur für die Sommersaison

brauchen und im Winter

gar nicht wüssten, wo sie es unterbringen

sollen“, zählt Melanie Maier

von Rebike auf. Für sie ist auch klar:

Nutzen statt besitzen liegt im Trend.

SPORTaktiv

63


Kosten? Bei Rebike geht es um € 79

pro Monat los, dafür bekommt man

aktuell zum Beispiel ein Haibike

„SDURO HardSeven 3.0“-E-Hardtail

für 12 Monate (einmalig € 99 Servicepauschale

kommen dazu). Grundsätzlich

gilt: je länger die Mietdauer,

desto kleiner der Mietpreis. Versicherung,

Fahrradschloss und Versand

sind bei Rebike im Preispaket inbegriffen.

Nach Ende der Mietzeit kann

man das Bike zum Gebrauchtpreis

kaufen, wenn man will.

LEASING

Unternehmen, aber auch Vereine haben

die Möglichkeit, E-Bikes zu leasen,

um sie ihren Mitarbeitern bzw.

Mitgliedern zur Verfügung zu stellen.

Für Private gibt es in Österreich diese

Möglichkeit derzeit nicht, weiß Markus

Kaiser von der Abteilung Konsumentenschutz

und Mitgliederinteressen

vom ÖAMTC. „Private haben

nur die Möglichkeit, sich ein E-Bike

‚klassisch‘ zu finanzieren.“

Gerade für Unternehmen ist die Sache

aber interessant: Beim Bike-

Leasing hat sich seit 1. Jänner des Jahres

in Österreich einiges getan. Die

„Jobrad-Initiative“ der Regierung zielt

darauf ab, umweltfreundliche Mobilität

zu fördern, das Dienst-(E-)Bike

soll dem Dienstauto den Rang ablaufen.

Es gibt einige Anbieter in Österreich,

die Unternehmen mit E-Bike-Flotten

ausstatten (z.B. „Movelo“)

– als Kauf- wie als Leasing-Variante.

„Seit 1. Jänner können Unternehmen

ihren Mitarbeitern E-Bikes,

E-Lastenräder, aber auch normale

Fahrräder als sogenannte ‚Jobräder‘ –

also Dienstfahrräder – zur Verfügung

stellen“, führt Kaiser aus. „Diese sind

vorsteuerabzugsberechtigt. Wenn

Unternehmen diese Bikes anschaffen

– egal, ob kaufen oder leasen –, dann

sind sie steuerlich voll absetzbar“.

Die Jobräder können von den Beschäftigten

auch privat genutzt werden.

Es wird jedoch empfohlen, dass

diese über eine straßentaugliche Ausrüstung

verfügen, um Dienstwege

damit fahren zu können.

Auf noch ein interessantes Detail

weist Kaiser abschließend hin: „Der

Arbeitgeber kann die Diensträder

entweder entgeltlich – durch monatliche

Vergütung eines Nettobeitrages

– an seine Mitarbeiter übergeben.

Achtung: Diese Variante ist

mehrwertsteuerpflichtig. Oder er

kann die Räder seinen Beschäftigten

kostenfrei zur Verfügung stellen:

Dann fallen kein Sachbezug und

keine Steuern an.“

Unternehmen

kaufen oder leasen

E-Bikes und statten

ihre Mitarbeiter

damit aus. Das Bild

ist von „Movelo“,

einem der Anbieter

des „Jobrad“-Modells

in Österreich.

64 SPORTaktiv

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Nach 4 Stunden auf unseren lokalen Trails

und dem Dreifachen an Auf- und Abfahrten

als mit normalen MTBs mussten wir unsere

körpereigenen Akkus erstmal wieder aufladen.

Wer hätte gedacht, dass Ebiken so anstrengend

sein kann, aber so viel Spaß macht?!

RADON RENDER 10.0 HD

6.499 €

SPORTaktiv

Alle Preise verstehen sich als Endpreise inkl. MwSt.. Irrtümer, Druckfehler, Preisänderungen & Liefermöglichkeiten vorbehalten! Nur solange der Vorrat reicht. Sitz der Gesellschaft: H&S Bike-Discount GmbH | Wernher-von-Braun-Str. 15 | 53501 Grafschaft

65


TRAILS MIT FLOW

UND SEEBLICK

Mountainbiketouren mit

Blick auf die Seen, Trails

für die ganze Familie:

Die Region Villach – Faaker

See – Ossiacher See bietet

ihren bikebegeisterten

Gästen immer mehr.

Bei Mountainbikern aus dem gesamten

Alpen-Adria-Raum liegt die Region

Villach – Faaker See – Ossiacher See

derzeit hoch im Kurs. Nagelneu gestaltete,

naturnah und harmonisch in die Nordhänge

der Karawanken eingebettete Biketrails locken

immer mehr Radfreaks in Österreichs südlichstes

Bundesland. Das Besondere: Die Trails

passen für Profis und Anfänger und können

genauso von Familien mit Kids befahren

werden. Immer mit dabei: Der Blick auf einen

der vielen herrlichen Badeseen mit Trinkwasserqualität.

Beim letztjährigen Event „lake.bike

Onstrampln“ wurden gleich vier neue Trails für

Mountainbiker feierlich eröffnet: Latschacher

Trail Sektion 1 (schwer), Latschacher Trail Sek-

Foto: Region Villach – Faaker See – Ossiacher See, Martin Hofmann

66 SPORTaktiv


REGION VILLACH –

FAAKER SEE –

OSSIACHER SEE

T. +43 42 42 / 420 00

office@region-villach.at

www.visitvillach.at

www.lake.bike

tion 2 (mittel), Flowgarnter- und der

Lowgartnertrail. Bei den beiden Letztgenannten

handelt es sich um sogenannte

Flowtrails und beide sind bezeichnend

für die Wege in der Region: Sie sind

qualitativ auf höchstem Niveau und

zeichnen sich durch Vielseitigkeit und

gleichzeitig ihre gute Fahrbarkeit aus. Sowohl

Anfänger und Kinder als auch

Bikeprofis können riesigen Spaß darauf

haben.

Bei der Weiterentwicklung des Angebotes

haben die Verantwortlichen jetzt

ordentlich Dampf gemacht. Neben dem

Bau von weiteren Trails stehen auch

grenzüberschreitende Raderlebnisse für

Genuss- und Freizeitradler im Mittelpunkt.

Viele Radgäste strampeln mit

Cross- oder E-Bike auf dem Drauradweg

nach Slowenien oder über ehemalige Eisenbahntrassen

am Alpe-Adria-Radweg

bis an die Küsten Norditaliens. Das Bike

als Verkehrsmittel für die Urlaubsfahrt

liegt voll im Trend.

Die internationale Bikerszene ist

schon auf das Angebot in und rund um

die Region Villach – Faaker See – Ossiacher

See aufmerksam geworden: Sie etabliert

sich als immer größere Gästegruppe

im Süden Österreichs. Extra für diese

Zielgruppe wurde die Marke lake.bike

erschaffen, die auch als Plattform dient,

um Services für diese Zielgruppe weiterentwickeln

zu können. Das Infoportal

www.lake.bike ist erster Anlaufpunkt für

Gäste, um sich rund um das Thema Biken

in der Region umfassend informieren

zu können. Alle Routen und Trails

sind dort gesammelt und abrufbar. Auf

der Plattform kann man darüber hinaus

auch ein sogenanntes lake.bike Basecamp

ausfindig machen. Dabei handelt

es sich um die speziell für Radfahrer

ausgerichteten Unterkünfte und Nächtigungsbetriebe.

Noch ein Tipp: Die Region hat nicht

nur selbst ausgezeichnete Trails und

Touren im Angebot, sondern bietet sich

als optimaler Ausgangspunkt für weiterführende

Mountainbikeabenteuer über

die Regionsgrenzen hinaus an: ins benachbarte

Slowenien zum Beispiel, nach

Bad Kleinkirchheim, auf die Petzen oder

an den Weissensee.

SPORTaktiv

67


BLEIB

FIT.

ÖSTERREICHS GRÖSSTES

AKTIVSPORT-MAGAZIN

Erhältlich bei Intersport, Gigasport, den Top100 Radshops, in ausgewählten

Trafiken sowie im Abo. 6 Ausgaben pro Jahr um € 19,90.

Abobestellung: 01-51414-800, abo@sportaktiv.com,

www.sportaktiv.com

68 SPORTaktiv


BASECAMPS

Was sind BASECAMPS und warum macht es Sinn, als Mountainbiker

dort zu buchen? lake.bike BASECAMPS sind Unterkünfte in

der Region Villach – Faaker See – Ossiacher See, die sich auf den

Radfahrer als Gast spezialisiert haben. Sie erfüllen als lake.bike BASECAMPS

besondere Anforderungen und garantieren zahlreiche nützliche Zusatzservices.

Zum einen gibt es bei jedem BASECAMP einen gesicherten, absperrbaren

Raum für Räder oder die Möglichkeit sein Mountainbike mit aufs Zimmer/

Apartment zu nehmen. Zum anderen gibt es eigene Waschständer für Bikes mit

Hochdruckreinigern sowie dazugehörendes Werkzeug für Reparaturen. Außerdem

sind alle BASECAMP-Gastgeber*innen vom Biken begeistert und können

die besten Tipps für deine Tour geben – und danach geht es auf einen Sprung

in einen der nahe gelegenen Badeseen!

NATUREL HOTELS &

RESORTS

Ideal gelegene Bike-Resorts.

Nahe dem Faaker See,

und den lake.bike Trails!

www.naturelhotels.com

BAUMGARTNERHOF

Der ultimative Ausgangspunkt

für Trailbiker – am Fuße des

Flowgartner Trails und mit

weiteren Trails in der Nähe.

www.baumgartnerhof.at

SCHLOSSWIRT

OSSIACH

Rund um den „Naturgasthof“

finden Profis, Anfänger &

Genussbiker tolle Strecken.

www.schlosswirt-ossiach.at

Fotos:Region Villach Tourismus, Martin Hofmann

CAMPING

ANDERWALD

Direkt im Uferwald am Faaker See:

ein perfekter Ausgangspunkt für

Touren, Trails & Rundfahrten.

www.campinganderwald.at

KARGLHOF

MTB-freundliche Apartements

sowie jede Menge Service rund

ums Mountainbiken bietet der

Karglhof.

www.karglhof.at

THERESIENHOF

Die perfekte Ferienwohnung für

Biker: mit Tipps zu Touren und

Trails vom hauseigenen

Mountainbike-Guide.

www.fewo-theresienhof.at

SPORTaktiv

69


WERDE JETZT

BIKE-BOTSCHAFTER

FÜR DAS KLIMA

Diese Aktion wird nachhaltig für Schlagzeilen

sorgen – und zwar im buchstäblichen Sinn.

SPORT aktiv ruft mit seinen Partnern KTM,

Bosch und THULE in Osttirol ein Projekt ins Leben,

das perfekt zum Thema Natur und Nachhaltigkeit

passt. Und wir suchen drei Leser, die bei diesem exklusiven

Event mitmachen wollen.

Ab 17. September heißt es im wahrsten Sinn des

Wortes „Klima erfahren“. Rund um Matrei in Osttirol,

mitten im Nationalpark Hohe Tauern fährt die bewusst

kleingehaltene Gruppe mit E-Mountainbikes von KTM

und der kraftvollen Unterstützung der leistungsstarken

Bosch-Antriebe besondere Punkte an, um Flora und

Fauna und neue Sichtweisen auf erneuerbare Energie

kennenzulernen.

Klima und Klimawandel, erneuerbare Energie

oder nachhaltiger Umgang mit Ressourcen: Das sind

Themen, mit denen sich unsere Gesellschaft aktuell

beschäftigt. Drei Tage lang kann man sein Wissen

mit Experten zu Naturraumplanung, Ökologie und

integrativen Lösungen vertiefen. Bike-Guides

führen die exklusive Gruppe in drei Touren zu

ausgewählten Plätzen, Kamingespräche runden

die Tage ab.

ANMELDUNG

Drei Leser von SPORTaktiv können sich für die

Aktion bewerben. Sportlicher Hintergrund sowie

Interesse an Natur und Klimaschutz werden erwartet.

Anmeldung an: arnold.pauly@styria.com

FÜR EUCH

Die oberösterreichische Bike-Firma

KTM stellt Test E-Bikes* zur Verfüfung,

von Partner THULE bekommt

ihr einen tollen Rucksack geschenkt,

der zu 50 Prozent aus recyceltem,

gewachstem Canvas besteht.

*Musterfoto. Testbike kann abweichen

70 SPORTaktiv


VIP-EVENT

„MIT DEM E-MTB UNSER

KLIMA ERFAHREN“

17. bis 20. September 2020

• 3 Übernachtungen im Naturhotel Outside

• Halbpension

• 3 E-Bike&Hike-Touren im Nationalpark

Hohe Tauern mit lokalem Guide

• Testrad von KTM

• Rucksäcke von THULE als Geschenk

• Kamingespräche und Wildtierbeobachtung

• Gratis-Bergschutz der Nürnberger

Versicherung

PROGRAMM

Fotos: Erwin Haiden, Thule Group, KTM, Andre Schienherr

UNTERKUNFT

Schöner wohnen. Der Tourismusverband Osttirol

organisiert für die Aktion als Unterkunft das

Naturhotel Outside mitten im Nationalpark

Hohe Tauern für unsere drei SPORTaktiv-Leser.

Donnerstag, 17. September

• Location: Naturhotel Outside in Matrei

inmitten des Nationalparks Hohe Tauern

• Kamingespräche mit Vertretern des

Nationalparks Hohe Tauern, des Regionalmanagements

Osttirol sowie des Tourismusverbands

Osttirol zum gemeinsamen nachhaltigen

Ausbau der E-Mobilität in Osttirol

• Willkommensrunde im Hotel-Restaurant und

gemeinsames Abendessen mit Besprechung

zum Ablauf der drei folgenden Aktivtage

Freitag, 18.September

• aktive E-Bike-Tour (ganztags) im Gebiet des

Großvenedigers mit einem Besuch der

energiebewussten Gemeinde Virgen und

Kamingespräche mit unabhängigen

Vordenkern und Naturraumplanern

• gemeinsames Abendessen

Samstag, 19.September

• aktive E-Bike-Tour (ganztags) im Gebiet des

Großglockners mit Nationalpark-Ranger-

Tour und Wildtierbeobachtung

• Kamingespräche über Energiequelle Sonne,

Wasser und Holz

Sonntag, 20. September

• aktive E-Bike Tour (halbtags) im

Defereggental

• Verabschiedung und individuelle Abreise

Programmänderungen vorbehalten

SPORTaktiv

71


1. HARDTAIL UND RACE-FULLY 2. ALL MOUNTAIN 3. E-HARDTAIL

E WIE EINSTEIGER

Bei den E-Mountainbikes spricht nicht viel gegen

ein vollgefedertes Bike, ein Fully. Das erhöhte

Gewicht spielt dank Motorpower keine große Rolle.

Dennoch gibt es für Einsteiger auch viele Argumente

für ein einfaches E-Hardtail, wohl am nüchternsten:

der Preis.

Der Trend geht zwar klar in Richtung mehr Federweg

und Fully, aber die Erfahrung zeigt, dass

sich speziell Anfänger oft mit etwas weniger vom

plüschigen Federweg leichtertun. Das ungewohnt

große, schwere Bike reagiert nämlich etwas träger

und es braucht mehr Feinabstimmung. E-Hardtails

sind einfacher aufgebaut und mit vergleichsweise

kurzer Federgabel (100 bis 120 mm) bieten sie ein

direkteres Lenkverhalten. Plus: Ohne Hinterbaudämpfung

lassen sich niedrigere, kürzere Rahmen

verwirklichen, was Anfängern und nicht so großen

Personen (Frauen, Jugendlichen) entgegenkommt.

Und das unschlagbare Argument: Die Preise für

E-Hardtails sind deutlich geringer und starten bei

etwa 2000 Euro.

BASICS

BAUART Hardtail

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

LAUFRÄDER

REIFEN

vorwiegend Alu

100 bis 120 mm

Einfachheit, niedriger Preis,

tiefe, kompakte Bauweise

ab etwa 21 kg

27,5 und 29 Zoll

meistens um 2,6 Zoll

Foto: Stevens/Markus Greber

72 SPORTaktiv


4. E-TOURENFULLY 5. E-ENDURO

SPORTaktiv

73


AUFSITZEN

ACHT E-HARDTAILS FÜR DEN IDEALEN

EINSTIEG IN DIE WELT DER E-MTBS.

NEUESTE BOSCH-DRIVE-UNIT

BOSCH-POWERTUBE-625-WH-BATTERIE

SRAM-SX-EAGLE-1X12-ANTRIEB

BERGAMONT E-REVOX EXPERT 600

MOTOR/AKKU: Bosch CX Gen4/Power Tube 625 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: Alex EXR 30/

Maxxis Rekon 29 x 2.6

GABEL: RockShox Recon RL, 100 mm

SCHALTUNG: Sram SX Eagle 1 x 12

BREMSEN: Shimano BR-MT200

GEWICHT: 22,5 kg

PREIS (UVP): € 3599,–

www.bergamont.com

ELEGANTE AKKU-INTEGRATION

CENTURION BELÜFTUNGSSYSTEM

LEISTUNGSSTARKER MOTOR

CENTURION BACKFIRE E R760I

MOTOR/AKKU: Posch Performance Line CX

Gen 4/Bosch Power Tube 625 Wh

RAHMEN: Backfire e intube

LAUFRÄDER/REIFEN: Procraft MD27/

Maxxis Ardent 29 x 2,4

GABEL: SR Suntour XCR34, 100 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore, 1 x 10

BREMSEN: Shimano MT400

GEWICHT: 22,3 kg

PREIS (UVP): € 3099,–

www.centurion.de

INTEGRIERTE TURBO-TECHNOLOGIE

M5-PREMIUM-ALUMINIUM-RAHMEN

INTEGRIERTE 500-WH-BATTERIE

SPECIALIZED TURBO LEVO HARDTAIL COMP

MOTOR/AKKU: Specialized 1.3/Specialized M1 500 Wh

RAHMEN: Specialized M5 Aluminum

LAUFRÄDER/REIFEN: Specialized Alloy 29/

Ground Control 29 x 2,3

GABEL: RockShox Recon RL 2, 120 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore, 1 x 10

BREMSEN: Shimano BR-MT200, 180/180 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 3549,–

www.specialized.com

LEISTUNGSSTARKER YAMAHA-PW-ST-MOTOR

MODERNES INTUBE-DESIGN

EAGLE-1 X 12-SCHALTUNG

HAIBIKE SDURO HARDNINE 6.0

MOTOR/AKKU: Yamaha PW-ST System, 70Nm/

Yamaha InTube 500 Wh

RAHMEN: SDURO HardNine, Aluminium 6061

LAUFRÄDER/REIFEN: Rodi 30/Schwalbe Smart

Sam 29 x 2,6

GABEL: RockShox Recon RL, 110 mm

SCHALTUNG: Sram SX Eagle 1 x 12

BREMSEN: Tektro Orion M745, 180/180 mm

GEWICHT: 23,5 kg

PREIS (UVP): € 2999,–

www.haibike.com

Fotos: Hersteller

74 SPORTaktiv


LEISTUNG + KOMFORT + AGILITÄT + FAHRSPASS

NUR 19 KG JE NACH AUSSTATTUNG

AUCH MIT CITY-PAKET ERHÄLTLICH

SIMPLON SENGO PMAX

MOTOR/AKKU: Bosch Performance CX/Power Tube 625 Wh

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss HX1501 Spline/Schwalbe

Nobby Nic Addix 29 x 2,6

GABEL: RockShox Reba RL, 100 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT-12-Gang

BREMSEN: Shimano Deore XT

GEWICHT: ab 19,4 kg

PREIS (UVP): ab € 5499,–

www.simplon.com

625-WH-BOSCH-ANTRIEBSSYSTEM

GENUG ENERGIE FÜR STUNDENLANGE RIDES

SRAM SX EAGLE 1 X 12

SCOTT ASPECT ERIDE 910

MOTOR/AKKU: Bosch CX Gen4/Power Tube

625 bis zu 1125 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: Syncros X-30S/Kenda

Booster 29 x 2.6

GABEL: RockShox Judy Silver RL, 120 mm

SCHALTUNG: Sram SX Eagle, 1 x 12

BREMSEN: Shimano BR-MT200g

GEWICHT: 22,6 kg

PREIS (UVP): € 3599,–

www.scott-sports.com

HIGH-END-ANTRIEBSSYSTEM VON BOSCH

ABNEHMBARER, INTEGRIERTER AKKU

UNSCHLAGBARER PREIS

TREK TOP POWERFLY 5

MOTOR/AKKU: Bosch Performance Line CX, 75 Nm/

Bosch PowerTube 500 Wh

RAHMEN: Alpha Platinum Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: Bontrager Kovee/Bontrager XR3

Comp 27,5 bzw 29 x 2.3

GABEL: RockShox Recon RL, 120 mm

SCHALTUNG: Sram SX Eagle, 1 x 12

BREMSEN: Tektro HD-M275

GEWICHT: 22,9 kg

PREIS (UVP): € 3299,–

www.trekbikes.com

FAHRSTABILITÄT, KOMFORT, VORTRIEB

PANASONIC-GX-ULTIMATE-MOTOR

630-WH-AKKU

FLYER UPROC2 4.50

MOTOR/AKKU: Panasonic QX Ulimate/Flyer

smart integrated Batterie 630 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: Rodi 30/Schwalbe

Nobby 29 x 2,35

GABEL: RockShox 35 gold RL, 120 mm

SCHALTUNG: Sram SX Eagle, 1 x 12

BREMSEN: Shimano MT550/500,180/180 mm

GEWICHT: 26 kg

PREIS (UVP): € 3899,–

www.flyer-bikes.com

SPORTaktiv

75


76 SPORTaktiv

Fotos: Thomas Polzer, Christoph Heigl


ODE AN DIE

BEINBEHAARUNG

RENNRADFAHRER TUN ES. MOUNTAINBIKER NICHT. AUSSER,

SIE FAHREN RENNEN IN HAUTENGEN HOSEN. AUCH KOMISCH.

DIE NEUEN GRAVELBIKER SCHWANKEN NOCH. WARUM RASIEREN

SICH ERWACHSENE MÄNNER EIGENTLICH DIE BEINE? GLATTE

LÜGEN, HAARIGE DETAILS UND NICHT GANZ ERNST GEMEINTE

RASURTIPPS VON CHRISTOPH HEIGL.

Willkommen in der

Runde der seltsam

Veranlagten. Beginnen

wir damit, diesen Artikel

mit einem

Soundtrack zu hinterlegen. Es empfiehlt

sich, etwa das Musical „Hair“ in angemessener

Lautstärke zu hören. Alternativ

könnte „Hair Metal“ von Poison oder

Warrant hilfreich sein, „Gib des Bandl

aus die Haar“ sowieso und für etwas

volkstümlicher Gepolte der Hit „Beuge

dich vor grauem Haar“ (Die Ladiner,

wer’s kennt). Haarig geht es auch bei

den Dänen-Rockern von D.A.D. und

ihrer trotzigen Teenagerhymne „I won’t

cut my hair“ zu. Gut, die Jungs nennen

sich ausgeschrieben „Disneyland after

Dark“ und das deutet sicher auf mehrere

nicht aufgearbeitete Traumata hin. Für

„Legs“ von ZZ Top muss man Ü18 sein.

Musik läuft?

Also eigentlich liebe ich meine Haare.

Am Kopf, im Gesicht, unter … Nun

gut, fast überall, auch auf meinen Beinen,

wo es reichlich sprießt. Diese Beinbehaarung,

die im Winter wohlige Wärme

spendet, evolutionsbiologisch daran

erinnert, warum Tiere ein Fell (oder Federn,

aber das wäre eine eigene Story …)

haben, das lange Unterhosen oder –

Gott bewahre – Strumpfhosen überflüssig

macht, ist jetzt im beginnenden

Sommer gefährdet. Denn die Radsaison

startet. Und damit die Saison der kurzen

Hosen und nackten Schenkel.

Als Mountainbiker null Problemo,

wie mein sehr behaarter Jugendfreund

vom Melmac sagen würde. Biker sind ja

historisch die Fun-Fraktion der Radfahrer,

rasierte Beine hat es da nie gegeben,

warum auch? Allerdings hat die spaßbefreite

Wettkampfszene dann doch etwas

aus dem Radsport der Rennradfahrer

importiert, was sich später einmal als einer

der größten Irrtümer der Geschichte

herausstellen wird: rasierte Ober- und

Unterschenkel bei Männern, die Radrennen

fahren. Bitte, der Damenwelt

soll es unbenommen bleiben, ihre zarten

Körper von gelegentlichen Härchen zu

befreien. Aber die Männer, die ersten

Nachfahren von King Kong und Orang-

Utan? Mit der Venus in der Hand? Wo

wir doch vom Mars kommen? Man stelle

sich den TV-Spot von Gilette mit

überkreuzten Männerbeinen vor …

Aber auch ich bin schwach geworden.

Zum ersten Mal, weil man beim

MTB-Rennen in Hintergumpfenbach in

den 90ern so richtig „Pro“ ausschauen

wollte. Die Kumpels haben sich totgelacht.

Statt einem braungebrannten Pro

ist ein gerupftes Hendl in Rosa vor ihnen

gestanden. Aber sie haben dann

auch rasiert. Und zuletzt jetzt wieder, als

der Herr Verkaufsleiter dieses Magazins

(Name und Anschrift bekannt) das

sündhaft teure S-Works-Rennrad zum

Testen nur mit folgender Bedingung herausrücken

wollte: „Für ein S-Works

Ultimate musst du dir die Haxn rasieren.“

Man bringt Opfer.

Aber diese demütigende Prozedur des

Rasierens. „Papa…?“, fragen die Kinder

leise, wenn sie mich erhaschen. Würden

sie mich aus einem syrischen Folterkeller

mitten im Waterboarding befreien, ihr

Blick könnte nicht mehr Mitleid ausstrahlen.

Aber Rennradfahren in engen

SPORTaktiv

77


Lycras ist halt was Feines. Ist es warm,

rasiere ich meine Beine im Garten, mit

einer Lavur und heißem Wasser, mit Rasierschaum

und Klinge. Schauen die

Nachbarn eh nicht? Wäre ja peinlich. Ist

es kalt, verziehe ich mich in die Badewanne,

aber dort fängt die Misere erst

an. Ich hab’s ja nicht so mit Yoga, aber

bei meinen Verrenkungen, wenn ich den

hinteren Oberschenkel erreichen will,

wird jeder Yogameister blass. Eine gute

halbe Stunde dauert das schon, bis alles

enthaart ist bis hinauf in die männliche

Bikinizone. Fertig. Jetzt spürt man jeden

Luftzug auf den nackten Beinen. Bei der

allerersten Ausfahrt dann am Rennrad

ein fast semierotisches Erlebnis. Kurzkurz

und Sommer auf der Haut! (Psssst,

und die Muckis schauen auch gleich

besser aus …)

Grauslich oder anmutig? Da gehen die

Meinungen weit auseinander. In den

von Männern produzierten und von

Männern gelesenen Rad-Fachmagazinen

wird Männern in superrepräsentativen

Umfragen von einer überwältigenden

Mehrheit in der Damenwelt berichtet,

die rasierte Männerbeine schön findet.

Nur: In der Realität hat noch nie jemand

so eine Frau aus den Umfragen

gesehen oder konnte mit ihr sprechen.

Wo sind sie, wenn man sie braucht, diese

Umfragefrauen? Die Kollegen vom

YouTube-Channel „GCN“ brechen die

Thematik auf die letztlich entscheidende

Frage herunter: „Was liebst du mehr?

Den Radsport oder deine Verlobte?“

Jetzt nur keine voreiligen Antworten …

Also Wissenschaft: Peinlich penibel

und genau wird im Windkanal getestet.

Mit dem Ergebnis, dass rasierte Beine

beim Radfahren viiiiiel aerodynamischer

sind und einen uuunglaublichen Vorteil

bringen. 1 Watt oder so. So viel wie strömungsoptimierte

Nasenflügel. Diese

bahnbrechenden Resultate werden dann

in den Männerradmagazinen doppelseitig

publiziert. Hammas ja gewusst!

Läuft die Musik übrigens noch? Haare

Krishna von George Haarrison auflegen, es

geht weiter.

Und bitte nicht mit dem Finger auf

dünne, enthaarte Radsportler zeigen.

Schwimmer, Leichtathleten, selbst Fußballer

enthaaren sich im Körperkultwahn.

Skinheads! Okay, da ist es was anderes.

Profisportler bringen das Argument,

dass sie oft massiert werden und

glatte Haut weniger Entzündungen und

Schmerzen zur Folge hat. Verletzungen

und Wunden sind schneller versorgt.

Warum dann Bauchnabeln, Unterarme

und sonst noch was kahlgeschoren werden?

Muss der Übereifer sein.

Der Mountainbiker in mir bleibt

haarig, der Rennradfreund in mir rasiert.

So ist auch das Bild vorne zu erklären,

klar eine gespaltene Persönlichkeit. Was

bleibt, ist die Hoffnung, dass die Summe

des linken und rechten Beines zur

Vernunft kommen wird. Zum Beispiel

25

JAHRE

MARATHON

20.-27. JUNI 2020

BRIXEN . KIRCHBERG . WESTENDORF

kitzalpbike.at

78 SPORTaktiv


in der Ausprägung der neuen Gravelbiker.

Die frönen der Verschmelzung von Rennrad

und Geländefahrrad ja geradezu. Bekleidung

und Laid-back-Flair lassen noch

haarige Beine beim „Graveln“ zu. Noch.

Möge es so bleiben.

Bis dahin bleibe ich geistig halbrasiert,

ein noch halbwegs erkennbarer Nachfahre

der Menschenaffen und ergehe mich nicht

in weiteren Haarspaltereien. A bissl Orang

Utan darf schon sein.

Musik? God Shave the Queen.

KING KONG UND

ORANG UTAN MIT

RASIERTEN BEINEN?

KANN NUR EIN

IRRTUM DER

GESCHICHTE SEIN.

GUTES LICHT

GUTE SICHT

ANZEIGE/Fotos: VDO, BBB

Am Tag mit Brille,

bei Nacht mit starkem

Licht – so macht Radfahren

zu jeder Tageszeit

sicheren Spaß.

Die 30 Lux starke Frontleuchte „Eco Light

M 30“ von VDO setzt Akzente.

Einfache Montage, bis zu 50 Meter Leuchtweite

und bis zu 9 Stunden Betrieb. Sobald

die Akkukapazität unter 30 Prozent fällt,

leuchtet der Bedienknopf der Lampe rot auf.

Im Set mit dem Rücklicht „Eco Light Red“

mit einer Sichtweite von 400 Metern eine

unschlagbare Kombination für die Sicherheit

aller Radfahrer.

Für die optimale Sicht bei Tageslicht sorgt

dagegen die Impress-Small-Sportbrille von

BBB. Die Gläser gibt es in fünf verschiedenen

Tönungen, sie sind aus splitterfreiem

Polycarbonat und bieten 100 Prozent

UV-Schutz. Der robuste Rahmen hat einen

verstellbaren Nasenteil und gelb/klare

Wechselgläser sind standardmäßig im

Lieferumfang enthalten.

www.funbike.at

SPORTaktiv

79


Bosch, SCOTT, das Ausseerland & SPORTaktiv präsentieren:

3. E-MOUNTAINBIKE-

WOMEN-CAMP

25. bis 28. Mai 2020

(Montag bis Donnerstag)

• 3 Übernachtungen im Narzissen Vital Resort ****

in Bad Aussee

• Halbpension

• kostenfreies WLAN

• 3 E-Bike-Touren (2 längere, 1 kürzere) im

Ausseerland-Salzkammergut mit Bosch-Uphill-

Flow-Expertin Greta Weithaler, Jenny Schönenberger

von Scott und einem weiblichen

Guide des Narzissen Vital Resorts

• Fahrtechniktraining

• Bikehelm von ABUS als Geschenk

• Testrad von SCOTT

• Relaxen im Solebad

• 15-Minuten-Medyjet-Gutschein

• Gratis-Bergschutz der Nürnberger

Versicherung

PREIS: ab € 402,– pro Person im DZ Standard

exkl. Ortstaxe (Im DZ bei Einzelnutzung ab

€ 472,– exkl. Ortstaxe )

TEILNEHMERINNEN

max. 15 Personen

PROGRAMM

Montag 25. Mai

• selbstständige Anreise

• gemeinsames Abendessen der

Teilnehmer innen und Begrüßung (19 Uhr)

Dienstag, 26. Mai

• Ausgabe/Einstellen der E-MTBs

• 1. gemeinsame Ausfahrt (rund 4 Stunden)

mit Fahrtechniktraining

Mittwoch 27. Mai

• 2. Ausfahrt (rund 5 Stunden)

• individuelles Abendessen (19 Uhr)

Donnerstag, 28. Mai

• kurze Abschlusstour (ca. 2 Stunden)

• individuelle Abreise

DAS ANGEBOT:

4 TAGE UND 3 NÄCHTE

MIT HALBPENSION, TESTRAD

UND GESCHENKEN AB € 402,–

ZUM TESTEN

Das SCOTT Contessa Aspect

eRIDE 910 hat 120 mm

Federweg, die kraftvolle Unterstützung

der Bosch

Performance Line CX

und ist speziell für

Frauen ausgelegt.*

Programmänderungen vorbehalten

*Musterfoto. Testbike kann abweichen

80 SPORTaktiv


E-MTB WOMEN CAMP

www.sportaktiv.com

Ladys, aufgepasst! Eine einzigartige Möglichkeit

tut sich für alle Einsteigerinnen auf. In

einer reinen Frauengruppe und in traumhafter

Landschaft mit dem Mountainbike zu fahren

und pure Entspannung zu genießen, heißt es

bei unserem Camp. Als Bonus kann man dabei

erste Erfahrungen mit topmodernen E-Bikes wie

zum Beispiel dem extra für Frauen abgestimmten

Contessa-Aspect-Modell von SCOTT sammeln.

Voilà, hier ist es, das dritte E-MTB-Women-

Camp Österreichs, das Bosch, SPORTaktiv und

das Narzissen Vital Resort in Bad Aussee exklusiv

für 15 Leserinnen organisieren.

Das Paket ist ein Genuss auf ganzer Linie: vier

Tage und drei Nächte in der malerischen Ausseer

Bergwelt, Top-Unterkunft im Vier-Sterne-Haus

des Narzissen Vital Resorts Bad Aussee mit allen

Annehmlichkeiten und ein sportliches Programm,

das sich sehen lassen kann. Beim Women-Camp

sind als Guides weibliche Bikerinnen an Bord.

Allen voran wird Bosch-Uphill-Flow-Enthusiastin

Greta Weithaler die Gruppe anführen. „Die

Teilnehmerinnen setzen sich auf das E-Bike, nach

wenigen Metern fangen schon alle an zu schreien,

zu lachen und haben einen Riesenspaß“, weiß

Greta von vielen E-Bike-Ausfahrten. Auch Jenny

Schönenberger von SCOTT ist mit dabei.

Doch nicht nur das Biken in der fantastischen Kulisse

vom Ausseerland-Salzkammergut belebt die

Sinne, im Narzissen Vital Resort steht das Relaxen

danach auch ganz oben.

DEINE GESCHENKE

DIE UNTERKUNFT

Das Narzissen Vital Resort Bad Aussee

inmitten der Ausseer Bergwelt

Fotos: Hersteller, Narzissen Vital Resort, Bosch

Diesen superlässigen Bikehelm

von ABUS und ein Paar

Radsocken gibt es als

Geschenk für alle Damen.

Dazu ein Sportnahrungspaket

von Peeroton für genügend

Energie unterwegs.

Jenny Schönenberger (o.) von

SCOTT und Greta Weithaler von

Bosch stehen im Camp als

Expertinnen zur Verfügung.

ANMELDUNG

KONTAKT & BUCHUNG mit Kennwort

SPORTaktiv E-MTB-WOMEN-CAMP“

Narzissen Vital Resort Bad Aussee

Pötschenstraße 172

T.: +43 36 22/553 00-202

E-Mail: reservierung@vitalresort.at

www.vitalresort.at

SPORTaktiv

81


DAS BESTE

AUS ZWEI

WELTEN

EIN TOP-E-MOUNTAINBIKE UNTER 20 KG UND

GLEICHZEITIG EIN TOP-ENDURO MIT 15 KG?

DAS SCHAFFEN NOX CYCLES AUS DEM ZILLERTAL MIT

DER ABNEHMBAREN ANTRIEBSEINHEIT VON FAZUA.

NOX HELIUM ALL-MOUNTAIN 5.9

PHANTOM PRO

RAHMEN: NOX HeLIUM AM Carbon

FEDERUNG: Fox 36 Factory,160 mm

DÄMPFER: Fox Float X2 Factory, 150 mm

SCHALTUNG: Sram XX1 Eagle 1 x 12

MOTOR: Fazua evation

AKKU: 250 Wh, Antrieb komplett entnehmbar

BREMSEN: Magura MT7, 200/180 mm

LAUFRÄDER: Stan’s Notubes/Continental Baron/

Trail King 29 x 2,6 (wahlweise auch 27,5)

GEWICHT: 18,5 bis 19 kg mit Motor/Akku,

15,2 bis 15,7 kg ohne Antriebseinheit, je nach Modell

PREIS: 7999,– Euro

www.noxcycles.com

ANZEIGE / Fotos: NOX Cycles

82 SPORTaktiv


CARSTEN

SOMMER

ist geschäftsführender

Gesellschafter

bei NOX Cycles.

NOCH

DREI FRAGEN

AN DEN EXPERTEN

Wie lange wurde bei Nox am

neuen Konzept entwickelt?

An dem Konzept haben wir knapp

zwei Jahre gearbeitet – von der ersten

Idee, Gesprächen mit Fazua, der

Entwicklung und Konstruktion des

Rahmens über den Prototypenbau

und Test bis hin zur Serienreife.

Das Projekt wurde als „Innovationsprojekt“

vom Land Tirol unterstützt

und gefördert.

Die Berliner und Zillertaler Co-Produktion namens NOX

behält das hohe Tempo bei: Mit der HeLIUM-Serie

präsentiert sie eine brandneue E-Mountainbikelinie,

die sich an sportive Ansprüche richtet und das natürliche und

dynamische Fahrgefühl eines unmotorisierten Fahrrads vermittelt.

Das einzigartige schlanke Design und das leichte Gewicht

ermöglichen Trailabenteuer, die man bis jetzt nur von normalen

Mountainbikes kannte. Gepaart mit dem gravierenden

Vorteil einer Motorunterstützung wirst du aber auch bergauf

Rückenwind verspüren und dich leicht wie Helium fühlen. Das

evation-Antriebssystem von Fazua ist das leichteste und kompakteste

Antriebssystem seiner Klasse. Es sorgt für natürlichen

und dynamischen Fahrspaß, ist geräuscharm und lässt sich ab

einer Geschwindigkeit von 25 km/h vollkommen widerstandslos

pedalieren. Der evation-Antrieb ermöglicht neben dem

sportiven Charakter des E-Bikes auch eine formschöne und

unaufdringliche Integration des Antriebssystems – aber auch

eine bis jetzt einzigartige Flexibilität: Innerhalb weniger Sekunden

kannst du dein E-Bike zum normalen Bike umrüsten und

uneingeschränkte Freiheit AUCH OHNE MOTOR genießen:

Antriebseinheit mit der Batterie entnehmen und durch das

Downtube-Cover ersetzen – fertig. Das Beste aus zwei Welten

sozusagen. Das HeLIUM All Mountain 5.9 in der Pro-Ausstattung

(siehe Bild) ist für den Dauereinsatz bei härtesten Bedingungen

konzipiert. Performance und Gewichtsoptimierung

sorgen für ein Fahrerlebnis der Extraklasse.

Wieso fiel die Wahl auf Fazua?

Der Fazua-Antrieb ist der einzige,

der komplett aus dem Bike entfernt

werden kann und so für unseren

Ansatz, ein „2 in 1“-Mountainbike

zu bauen, in Frage kam. Das Nox

Helium kann als normales „Bio-

Bike“ ohne Antrieb oder eben als

E-Bike mit Motor gefahren werden.

Ohne Antrieb wiegt das Bike 15

kg, was nur wenig mehr ist, als herkömmliche

Mountainbikes wiegen.

Wird es in Zukunft mehrere Modelle

mit diesem Konzept geben?

Ja, wir sind überzeugt vom Konzept.

Anfang Mai werden wir ein

weiteres Bike mit Fazua vorstellen.

Es handelt sich – für Nox untypisch

– um ein sehr cooles Urban-Bike!

Der Clou: Es kann in Ergänzung

zum Helium ohne Antrieb gekauft

werden. Du kannst den Antrieb

zwischen beiden Bikes hin- und

herwechseln – ökonomisch und

finanziell eine Super Lösung. Auch

ein Gravel-Bike wird kommen.

SPORTaktiv

83


MODISCH

AM TRAIL

UYN ALPHA BIKING SHIRT

• ein Shirt, das mitdenkt und so

jede Bewegung ermöglicht

• Reißverschlussabdeckung an

Halsausschnitt und Bund

verhindert Scheuern

• personalisierter UYN-Reißverschlussschlitten

mit

selbstsperrendem Cursor

PREIS (UVP): € 149,–

UYN ALPHA BIKING SHORT

• das richtige Material an der

richtigen Stelle für Komfort

auch auf langen Touren

• nahtlose Konstruktion für

Beine und Träger

• 4-Wege-Ventilation sorgt für

gute Luftzirkulation

PREIS (UVP): € 199,–

www.uynsports.com

LÖFFLER BIKE T-SHIRT EVO

• leichtes, atmungsaktives Shirt

mit Rundhals

• offener Arm- und

Bundabschluss

• modisches Printmotiv

• erhältlich in diversen Farben

PREIS (UVP): € 79,99

LÖFFLER BIKE SHORTS

EVO CSL

• wasser- und schmutzabweisende

Shorts aus

2-Wege-Stretch

• herausnehmbare

Rad-Innenhose

• Bundweitenregulierung mit

Klett

• 2 Zip-Eingrifftaschen

• Sitzpolster Comfort Elastic

PREIS (UVP): € 129,99

www.loeffler.at

KARPOS JUMP JERSEY

• MTB-Shirt für anspruchsvolle

Touren im Sommer

• aus atmungsaktivem

Netzstoff unter den Achseln

und am Rücken und aus

einem weichen und hochelastischen

Funktionsgewebe für

das Oberteil

PREIS (UVP): € 89,90

KARPOS BALLISTIC EVO SHORT

• robuste, bequeme, kühle

und elastische Hose für anspruchsvolle

Fahrten

• mit elastischen Einsätzen

aus Ripstop für maximale

Bewegungsfreiheit

• mit eingesetzter Innenhose,

für Touren auf dem

Mountainbike

PREIS (UVP): € 74,90

www.karpos-outdoor.com

ION PROTECTION LONGSLEEVE

SCRUB AMP

• vereint Schutz an Schultern,

Ellbögen und Rücken (dank

SAC-TEC-Pads) mit einem ansprechenden

Design im Look

eines Baselayers

• leichtes An- und Ausziehen

durch den seitlichen

Reißverschluss

PREIS (UVP): € 189,95

ION SHORT PLUS SCRUB AMP

• setzt in Sachen Bequemlichkeit

auf ein leistungsfähiges

Chamois von SQlab

• schützt dank SAC-TEC-Pads

an Hüfte und Steißbein

• Pads sorgen für einen

schmalen Look

PREIS (UVP): € 139,95

www.ion-products.com

Fotos: Hersteller

84 SPORTaktiv


PEARL IZUMI SUMMIT TOP

• bietet die Optik, die Passform

und den Schutz eines

Langarm-Shirts, ist dabei aber

so funktional wie ein

technisches Trikot

• extrem atmungsaktives

Mesh-Material hält auch an

heißen Tagen trocken

PREIS (UVP): € 59,95

PEARL IZUMI ELEVATE SHORT

• leichtes 4-Wege-Cordura-

Nylon-Stretch-Gewebe mit

wasserabweisender PI-

Dry-Technologie

• laserperforierte Belüftungsöffnungen

für verbesserte

Kühlwirkung

• BOA-Verschluss am Taillenbund

für eine optimale

Größenanpassung

PREIS (UVP): € 179,95

www.paul-lange.de

DOWE ENDURO JERSEY

• extrem atmungsaktiv

• sehr leichtes und robustes

Material

• transportiert die Feuchtigkeit

schnell weg vom Körper

• UV-Protection (ohne Zusatzbeschichtung)

• antistatisch und antibakteriell

PREIS (UVP): € 69,90

DOWE ENDURO SHORT

• extrem leicht, robust und

atmungsaktiv

• wärmeabführendes

Funktionsmaterial

• Dowe-Air-Control –

kein Hitzestau mehr!

• Dowe-Anti-Rutsch-System

mit Gel-Grip-Bund

PREIS (UVP): € 89,90

www.dowe-shop.com

DAINESE HG KAINDY SS

• beim Tragen kaum zu spüren

• für heiße Tage dank hoher Atmungsfähigkeit

und Belüftung

• in Zusammenarbeit mit

„Canyons Factory Racing“-Enduro-

und Downhill-Team entworfen

PREIS (UVP): € 64,90

DAINESE GRYFINO SHORT

• ergonomisch, atmungsaktiv,

komfortabel

• aus atmungsaktivem und elastischem

„Four Way“-Nylon für

größtmögliche Bewegungsfreiheit

und Belüftung

• Short lässt sich in einer einzigen

und einfachen Bewegung

schließen und um die Taille

feinjustieren

PREIS (UVP): € 109,90

www.dainese.com

ACHT AKTUELLE BIKEHOSEN UND -TRIKOTS

FÜR ANSPRUCHSVOLLE MTB-TOUREN.

VAUDE MEN’S VIRT SHIRT

• technisches All-Mountain-

Shirt mit ausgezeichneten Trageegenschaften

• legerer Schnitt mit hohem

Tragekomfort

• robust und atmungsaktiv

• umweltfreundliche

Herstellung

PREIS (UVP): € 80,–

VAUDE MEN’S VIRT SHORTS

• komfortable und robuste

All-Mountain-Radshorts

• atmungsaktiv und

schnelltrocknend

• elastische Einsätze, inkl.

Innenhose

• umweltfreundlich hergestellt

PREIS (UVP): € 130,–

www.vaude.com

SPORTaktiv

85


PHYSIKSTUNDE:

WARUM DREHT SICH

EIN ELEKTROMOTOR?

WOHER WEISS DAS

BIKE, WIE VIEL

UNTERSTÜTZUNG

ES LIEFERN SOLL, UND

WELCHE TECHNIK

STECKT DAHINTER?

VON CHRISTOPH MALIN

UND GEORG MICHL

Wie beim Zwischenmenschlichen

basiert auch die Funktionsweise

des Elektromotors

auf dem Prinzip von Anziehung und Abstoßung.

Allerdings nicht hormonell,

sondern physikalisch bedingt, ziehen

sich ungleichnamige Pole zweier Magnete

an und stoßen sich gleichnamige ab.

In der Physik wird das als Polgesetz bezeichnet

und bietet die Grundlage für

die Bewegung des Elektromotors. Dieser

besteht prinzipiell neben einer Stromquelle

aus drei Teilen: einer Achse (Rotor),

die sich im Gehäuse (Stator) dreht,

und einer Motorsteuerung.

Warum dreht sich nun

also der Motor?

Die magnetische Ladung eines Metalls

kann einerseits dauerhaft sein, wie bei

Stabmagneten und Kompassnadeln zum

Beispiel, oder durch eine elektrische

Spannung erzeugt werden. Ein Magnetfeld

wird erzeugt, indem man einen metallischen

Kern mit einem von Strom

durchflossenem Draht umwickelt. Der

Kern und der stromführende Draht bilden

somit einen Elektromagnet. Je nach

Flussrichtung des Stroms (+ und -) richten

sich die Pole (Nord und Süd) aus.

Diese zwei Arten von Magneten kom-

DIE KRAFT DER

ANZIEHUNG

Fotos: Bosch eBike Systems

86 SPORTaktiv


men im E-Bike-Motor auch zum Einsatz.

Auf dem Umfang des Rotors sind

Permanentmagnete so platziert, dass abwechselnd

Nord- und Südpole nach außen

gerichtet sind. Im Stator, der den

Rotor ja wie ein Gehäuse umschließt,

befinden sich Elektromagnete, die umgeschaltet

werden können. Die Permanentmagnete

auf dem Rotor und die

Elektromagnete des Stators liegen sich

kreisrund genau gegenüber.

Die Motorsteuerung sorgt dafür, dass

die Magnete im Stator so geschaltet

werden, dass die des Rotors immer wieder

ein Stück weitergezogen und -geschoben

werden – nach dem Prinzip des

Polgesetzes. Wie manchmal auch im

Zwischenmenschlichen läuft quasi einer

dem anderen hinterher. In diesem Fall

der drehende Stator dem Rotor. Je mehr

Spannung in das System eingespeist

wird und je schneller nun die Elektromagnete

des Stators weitergeschaltet

werden, desto schneller dreht sich die

Achse. Bekommen die Magnete im Stator

hingegen keinen Strom, läuft die

Achse leer durch. Je mehr Magnete in

einem Motor verbaut sind, desto ruhiger

läuft der Motor und auch das

Drehmoment nimmt zu.

Die Sensorik

90 % der verkauften e-Bikes sind sogenannte

„Pedelecs“. Dieses Kunstwort

steht für „Pedal Electric Cycle“

und bedeutet so viel, dass ohne Zutun

des Bikers (sprich „Treten“) der Motor

keine Leistung beisteuert. Gemessen

wird die Kraft, mit der in die Pedale

getreten wird, über Drehmomentsensoren

direkt an der Tretlagerwelle. Bis

zu 1500 Messungen werden pro Sekunde

durchgeführt und an die Steuereinheit

übermittelt – Shimano setzt

dabei sogar auf eine Bluetooth-Übertragung.

Der Marktführer Bosch sorgt

über entsprechende Filter in den Datenströmen

für ein sensibles Eingreifen

des Motors, sodass dies für den

Fahrer kaum noch spürbar ist. Mit

dem weiterentwickelten und extrem

feinfühligen „e-MTB“-Modus des aktuellen

Bosch-Gen-4-Motors wird ein

Anfahren auch auf extrem rutschigen

Oberflächen ermöglicht.

Da vom Gesetz her festgeschrieben ist,

dass der E-Motor nur bis zu einem Tempo

von 25 Kilometern pro Stunde unterstützend

eingreifen darf, ist ein Geschwindigkeitssensor

im E-Bike essenziell.

Im Regelfall wird das Tempo mittels

Magnetsensor in der Nähe der Hinterachse

abgenommen. Meldet dieser 25

km/h erreicht, regelt der Motor im Bereich

+/- 2 km/h sanft aus und geht in

den Freilauf. Er „faded aus“, wie es in

der Fachsprache heißt.

Leistung und Geschwindigkeit sind in

der modernen Steuerungstechnik allerdings

nicht die einzigen Parameter, die

den Algorithmus beeinflussen. So erkennen

in modernen Motoren Lage- und

Beschleunigungssensoren die aktuelle

Fahrsituation und regeln entsprechend

genau in die Leistungssteuerung ein.

Sprich: Das System erkennt etwa einen

steilen Anstieg, antizipiert über einen

Algorithmus eine in Kürze notwendige

Leistungssteigerung und regelt feinfühlig

entsprechend der Anforderung nach. Es

soll nicht so sein, dass der Motor brachial

„anzahrt“, sondern fein dosiert Leistung

entsprechend dem Pedaldruck zugibt

oder drosselt. Fährt der Fahrer von

einem Gefälle in eine Senke und wieder

daraus hervor, hat der Motor Fahrdynamikdaten

vorliegen und stellt dann

schon Millisekunden, bevor sie gebraucht

wird, entsprechend Leistung

bereit. Prinzipiell wird die Leistung aber

SPORTaktiv

87


prüfständen nachweisen. In Österreich

ist zwar gesetzlich eine Nenndauerleistung

von bis zu 600 Watt vorgesehen,

die Hersteller produzieren allerdings

nach eigenen Angaben für den heimischen

Markt keine eigenen Antriebe

oder Motorsteuerungen.

Mittel- oder Heckmotor

Mehr als 80 Prozent der E-MTBs am

heimischen und europäischen Markt

sind nach dem Prinzip des Mittelmotors

aufgebaut. Dabei befindet sich der Motor

direkt am Tretlager des Rades. Die

Kraftübertragung vom Motor erfolgt

über ein Getriebe direkt auf die Kurbel.

Verbotenes Tuning

Immer wieder wird versucht, Elektroräder

zu tunen. Wie beim Auto oder Motorrad

werden über „Chiptuning“ Parameter

in der Steuereinheit verändert.

Meist ist es das Ansinnen, dass der Motor

auch über einer Geschwindigkeit

von 25 Kilometern pro Stunde Unterstützung

gibt. Versicherungstechnisch ist

E-Bike-Tuning der Worst Case, da hier

ein Kfz ohne Zulassung und Haft-

vom Fahrer geregelt, durch die sogenannte

Wahl der „Unterstützungsstufe“.

Meist bieten die Hersteller drei bis

fünf Stufen zwischen ökonomischem

Modus (rund 50 Prozent der eingebrachten

Leistung wird vom E-Motor

zugeliefert) und Turbomodus (bis zu

350 Prozent) an. Die niedrigste Stufe ist

meist so programmiert, dass das Gewicht

des Fahrrades vom E-Motor kompensiert

wird, die höchste ist für steile

Rampen geeignet. Dazwischen gibt es

noch weiterentwickelte Sportprogramme

wie den Bosch-„e-MTB“-Modus, der

die Fahrdynamik der drei Unterstützungsstufen

von „Tour“ bis „Turbo“ abruft

und so eine extrem feinfühlige Motorsteuerung

in schwierigem Gelände ermöglicht.

Damit wird ein sehr natürliches

Fahrgefühl ermöglicht.

Dennoch ist die maximale Leistung limitiert.

Die gesetzliche Regelung spricht

von einer „maximalen Nenndauerleistung“

die nach europäischer Norm (EN

15194:2017) 250 Watt beträgt. Die angegebene

Nenndauerleistung in einem

thermisch vorgegebenen Bereich müssen

Motoren auf standardisierten Rollenpflichtversicherung

bewegt wird – mit

allen schweren versicherungsrechtlichen

und rechtlichen Folgen besonders im

Falle eines Eigenunfalls oder Unfallverursachung

mit anderen Personen.

In der EN 15194:2017 ist unter anderem

auch festgeschrieben, dass Hersteller

seit 1. Jänner 2020 Sicherheitsvorkehrungen

gegen Manipulationen in ihr System

integrieren müssen. Stellt etwa die

sehr ausgeklügelte Sensorik und Software

eines Bosch-Antriebs über die Zeit Tuning

fest und sind definierte Parameter erfüllt,

schaltet das System auf „Notbetrieb“

um. Ein Fehlercode wird angezeigt.

Das Bike ist dabei in einem Zeitraum

von 90 Minuten in der Leistung

stark beschränkt und muss in dieser Zeit

bewegt werden, damit sich der Motor

neu kalibrieren kann. Ob man damit

Downhill fährt oder eine Runde durchs

Karwendel, ist dabei egal.

Sobald sich das E-Bike wieder im

Normalbetrieb befindet, horcht die Motorsteuerungssoftware

weiter auf Manipulationen

und Parameter, die weit außerhalb

des normalen Bereichs liegen,

wie extreme Hochstromentnahme oder

Komplexe Hard- und

Software machen die

Abstimmung eines

E-Bike-Antriebes wie

hier bei Bosch zu einer

Wissenschaft für sich.

Der Radfahrer dankt.

88 SPORTaktiv


BOX OF POWER

Don’t try

this at

home:

Motor ohne

Abdeckung.

Im Radsport dreht sich alles um Watt, die erbrachte Leistung des

Fahrers. Bei E-Bikes wird die durch einen Motor (meist um einen

Faktor der Leistung des Fahrers) erhöht. Hobbyradler treten im

Mittel rund 100 bis 150 Watt. Doch sind die Watt allein nicht

entscheidend, es ist das Verhältnis von Watt zu Kilogramm.

Hierbei geht es um das Systemgewicht (Fahrer, Rad, Ausrüstung)

und daher sind auch bei E-Bikes leichte Fahrer im Vorteil.

Rad-Profis kommen in langen Anstiegen auf ein Verhältnis von

gut 7 Watt/kg, bei Absolutwerten von „nur“ rund 400 Watt.

Sprinter knallen im Rennen kurz vor dem Ziel übrigens

1800 Watt in die Pedale – ohne Motor.

Fotos: Bosch eBike Systems

eigenen Schnittstelle oder einem Lesegerät

möglich ist, bleibt den meisten Anwendern

der Zugriff verwehrt. Mittlerweile

öffnen manche Hersteller aber den

Anwendern den Zugang in das Motormanagement

innerhalb optimaler Betriebsparameter.

Die Hersteller Specialized

(„Mission Control“) oder Rocky

Mountain gewähren dem User mit Apps

für iOS oder Android Zugriff auf die

Motorcharakteristik oder den Ladezustand

des Akkus wie auch Shimano über

die E-Tube-App und Bosch über die

Mit der Strike wirst du Nyon-Bordsysteme. nie wieder von So der kann Dunkelheit die Motorcharakteristik

unter allen Umständen wie Beschleunigungs-

eine perfekte Sicht.

überwältigt.

Diese Lampe garantiert

Durch die 6 Modi ist sie verhalten sowohl oder für Spitzenleistung den regen Stadtverkehr mittels als auch

für eine pechschwarze App Landstraße auf die individuellen geeignet. Bedürfnisse Eine multifunktionale

formationsaustausch. Lampe Einerseits mit um umkehrbarem In-

eingestellt Kopf, werden. so dass sie problemlos auch unter

fos über den aktuellen Ladezustand bei

aktueller Belastung an den Fahrer zu geben

und andererseits zur Diagnose vom

Betrieb außerhalb bestimmter Parameter,

wie zum Beispiel eines Überhitzens

des elektrischen Systems durch Tuning.

Regeln mit der App

Da bei der Großzahl der Motoren ein

Eingriff in die Steuerung nur mit einer

/BLS-131

/BLS-132

außerordentliche Belastungen des Motors.

Bosch führt an: „Nach der dritten

Wiederherstellung kann der Notlaufbetrieb

nur noch durch das Bosch-Diagnostic-Tool

beim Fachhändler aufgehoben

werden.“ Allerdings kann das der

reuige Kunde auch schon beim ersten

Mal machen lassen und auf die 90 Minuten

Notbetrieb verzichten. Aus dem

Fehlerspeicher des Bosch-Motors erhält

der Fachhändler jedenfalls Infos zur

Anzahl der Tuning-Manipulationen.

An den Schnittstellen der Hersteller

können in der Diagnose allerdings

nicht nur Fehler oder mögliche Manipulationen

eruiert werden, sondern es

werden auch Daten, die den Systemzustand

beschreiben (Ladezyklus des Akkus,

Betrieb des Motors oder Akkus in

welchen Temperaturen etc.) mit aufgezeichnet.

Das ist für die Hersteller

wichtig, um ihre Produkte z.B. auch

für den Einsatz in den Alpen zu optimieren.

Die beiden Systeme Akku und

E-Motor stehen über den sogenannten

CAN-Bus und das Betriebsmanagement

des Akkus im permanenten In-

/BLS-131

/BLS-132

Upside down.

dem Lenker montiert werden kann. So kannst du das ganze Jahr

über sorgenfrei zur Arbeit radeln.

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Upside down.

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Mit der Strike wirst du nie wieder von der Dunkelheit überwältigt.

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Durch die 6 Modi ist sie sowohl für den regen Stadtverkehr als auch

für eine pechschwarze Landstraße geeignet. Eine multifunktionale

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Sicht. Durch die sechs Modi ist sie sowohl

für den gut ausgeleuchteten Stadtverkehr

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auch unter dem Lenker

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SPORTaktiv

Upside down.

89

Upside

ide down.

Mit der Strike wirst du nie wieder von der Dunkelheit überwälti

Diese Lampe garantiert unter allen Umständen eine perfekte Sich

Durch die 6 Modi ist sie sowohl für den regen Stadtverkehr als auc

für eine pechschwarze Landstraße geeignet. Eine multifunktional

Lampe mit umkehrbarem Kopf, so dass sie problemlos auch unte

dem Lenker montiert werden kann. So kannst du das ganze Jahr

über sorgenfrei zur Arbeit radeln.

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U


POWER IN ALLEN

POSITIONEN

MIT DEM RICHTIGEN

BIKE-FITTING SITZT MAN

NICHT NUR BESSER UND

SCHMERZFREI AM RAD.

E-BIKER KÖNNEN SOGAR

MEHR AKKUREICHWEITE

GENERIEREN, IST

EXPERTE JÜRGEN

KNAUSZ ÜBERZEUGT.

Jürgen Knauz ist ein Experte in Sachen

Bike-Fitting. Er setzt Mountainbiker

perfekt aufs Rad, findet

für Rennradprofis die ideale Einstellung

und kitzelt auch für Triathleten die letzten

Watt aus der Zeitfahrmaschine. Um

möglichst viel Kraft aufs Rad zu übertragen

– und das schmerzfrei und über einen

möglichst langen Zeitraum –, sind

die Berührungspunkte Rad/Mensch gefordert,

d.h. die Hände, die Füße und

das Hinterteil. Mit den E-Bikern hat

sich de facto eine neue Gruppe Radfahrer

etabliert, denn sie haben andere Gewohnheiten,

andere Räder und andere

Wünsche ans Radfahren.

Seine Tipps: unterschiedliche

Sättel und Griffe mit breiter Auflage.

Jürgen Knausz feilt für seine

Kunden an der perfekten Einstellung.

POSITION: Beginnen wir mit der Sitzhaltung:

Der geduckte Oberkörper eines

Rennradfahrers ist etwa im Winkel von

45 Grad zur Waagrechten, also zur Straße,

ausgerichtet. Sportliche Mountainbike

fahren etwa einen Winkel von 50 bis

55 Grad. E-Biker bevorzugen im Regelfall

eine sehr aufrechte Sitzposition von

etwa 65 Grad, was bei den Rädern zur

Folge hat, dass es keine sportliche Sattelüberhöhung

gibt, sondern die Lenker

fast immer über dem Sattelniveau sind.

„Durch die aufrechte Haltung lastet bei

E-Bikern viel mehr Gewicht auf dem

Sitzknochenbogen“, erklärt Knausz.

„Dieser Druck kann zu hoch werden.

Deshalb spielt die Wahl des Sattels eine

noch entscheidendere Rolle.

ANZEIGE / Fotos: Thomas Polzer

90 SPORTaktiv


SATTEL: „Passende Form und Breite

sind extrem wichtig.“ Der Experte aus

dem Murtal hat in seinem Shop in Pöls

eine große Auswahl an unterschiedlichen

Modellen. Und den Tipp: „Längere

Strecken bitte zusätzlich immer

mit einer hochwertigen Radhose mit

Sitzpolster fahren.“ Vom deutschen

Experten SQlab empfiehlt er im

Spezialfall den gefederten Sattel mit

Active-Technologie. Der Sattel erlaubt

durch seine Konstruktion eine Bewegung

des Beckens („Beckenschaukel“)

und der Hüfte in horizontaler Ebene.

Der Tritt wird entspannter und runder,

frühzeitige Ermüdung wird verhindert.

Knausz: „Ideal für Menschen mit Beinlängendifferenz

– und das sind gar

nicht so wenige.“

Zur Sattelhöhe: Grundsätzlich stellt

Fitting-Experte Knausz beim Blick auf

Radwege und Forststraßen fest, dass die

Radfahrer eher zu tief als zu hoch sitzen.

Im Falle von E-Bike-Anfängern sieht er

das aber sogar als Vorteil. „Ich stelle

neuen Kunden den Sattel eher einen

Zentimeter tiefer, wenn sie das Rad

noch nicht gewohnt sind. Das Rad ist

neu, groß, schwer, da gibt es Sicherheit,

wenn man nicht zu hoch sitzt und

schnell absteigen kann.“ Später kann

man nachjustieren und den Sattel wieder

auf die korrekte Höhe bringen. „Zu

tief zu sitzen, belastet auf Dauer die

Knie und die Bandscheiben.“

PEDALE: „E-Bikern empfehle ich in der

Regel keine Klickpedale mit SPD-Mechanismus

oder ähnlichen Systemen.

Am besten bewähren sich Flatpedals mit

großer Auflagefläche, das nimmt den

Druck vom Fußgewölbe.“

SCHUHE: „Die meisten Anfänger und

E-Biker wollen nicht auch noch Geld

für teure Radschuhe ausgeben. Ich empfehle

komfortable Schuhe mit fester

Sohle.“ Denn eines ist für den Steirer

klar: „Mit der richtigen

Kraftübertragung und Sitzposition

kann ich beim E-Bike sicher 10 bis

20 Prozent mehr Reichweite schaffen.

20 Watt Trittleistung mehr

durch gute Einstellung sind möglich,

das kann ich mit einer Wattkurbel

beweisen.“ Dazu auch sein

Praxistipp: E-Bikes funktionieren

dann am effizientesten, wenn man

mit der richtigen Trittfrequenz kurbelt,

als Minimum zwischen 60 und

75 Kurbelumdrehungen pro Minute.

Also rechtzeitig auf leichtere

Gänge schalten!

HÄNDE: Viele Anfänger haben Probleme

mit tauben Händen und

Schmerzen an den Gelenken.

Knausz empfiehlt, von klassisch

runden Griffen abzusehen und Griffe

mit vergrößerter Auflagefläche zu

verwenden. Das reduziert den

Druck. „E-Bikern empfehle ich zudem,

mit Radhandschuhen zu fahren

und auf eine natürliche Stellung

der Handgelenke zu achten. Oft

muss man auch die Bremshebel

nachjustieren und passend zur aufrechten

Sitzposition etwas flacher

stellen.“

Viele Punkte muss Knausz in seinem

Fitting-Programm beachten.

„Es sind oft wenige Millimeter, die

entscheiden. Nicht nur bei der Leistung,

sondern auch bei der Akkureichweite.

Und Knie, Hüfte und

Bandscheiben sagen Danke.“ Wer in

den vollen Genuss seiner Expertise

kommen will, kann bei ihm ein österreichweit

einzigartiges Fitting-Paket

mit Übernachtung in der hauseigenen

Pension und mit einer geführten

Biketour mit Praxistipps

buchen (siehe Infos rechts).

SPORTAKTIV-AKTION

„FIT AM BIKE“

p.P. Euro 199,–

INKLUDIERTE LEISTUNGEN:

• 1 Übernachtung in der

Bike-Pension Knausz

• Vital-Frühstück

• Bike-Fitting (regulär € 129,–)

• geführte Biketour

• Gratis-T-Shirt

• Gratis-Vitalpaket

Angebot nach telefonischer

Vereinbarung

Bike-Pension Knausz

Marktplatz 7

8761 Pöls

T. +43 (0) 676/97 04 723 (Jürgen)

+43 (0) 676/97 53 373 (Alexandra)

www.bikepensionknausz.at

bikepensionknausz@gmx.at

SPORTaktiv

91


1. HARDTAIL UND RACE-FULLY 2. ALL MOUNTAIN

3. E-HARDTAIL

ANGRIFFSLUSTIG

Wer mehr will als ein E-Hardtail, findet in den

E-Tourenfullys potente Sportfreunde. Die

lassen dank Hinterbaufederung im Gelände und

auf Trails mehr Speed und Spaß zu. Bis zu 150 mm

Federweg, starke Bremsen und große Akkus sind

wichtige Faktoren. Batteriemanagement wird zum

Thema, aber da haben die Hersteller neue Lösungen:

Bosch bietet mit dem Doppelakku-System „Dual

Battery“ in Kombination zweier 625-Wh-Powertubes

schon 1250 Wh. Das reicht z.B. mit neuen

Modellen wie dem Kettler Quadriga Duo locker für

lange Tagestouren mit vielen Höhenmetern. Die

US-Amerikaner von Specialized haben die SL-Serie

des Dauerbrenners Levo vorgestellt: kleinerer, schwächerer

Motor und kleinerer, leichterer Akku, damit

beginnt der Spaß bei 17 kg. Nox aus dem Zillertal

setzt auf den Fazua-Antrieb und E-MTBs mit 19 kg.

Der Clou: Die Antriebseinheit lässt sich entnehmen

und das Bike mit knapp 15,5 kg ohne Motor fahren.

Preise? Ab 4000 Euro mit vernünftigen Konzepten.

Nach oben gibt es kaum Grenzen, bis zu 15.000 Euro

sind möglich.

BASICS

BAUART Full-Suspension

RAHMEN

FEDERWEG

STÄRKEN

GEWICHT

LAUFRÄDER

REIFEN

Carbon, Alu

120 bis 150 mm

Allroundqualitäten, starke

Motoren, große Akkus,

hohe Reichweiten

17 bis 26 kg

27,5 und 29 Zoll

2,4 bis 2,8 Zoll breit

Foto: Ghost/Jens Staudt

92 SPORTaktiv


4. E-TOURENFULLY

5. E-ENDURO

SPORTaktiv

93


HOLY TRAIL

ACHT BRANDNEUE E-BIKES, DIE AUF JEDER

TOUR UND AUF JEDEM TRAIL GLÄNZEN.

REICHWEITENSTARKER AKKU

SPLIT-PIVOT HINTERBAU

SECURITY-FUNKTION

BH BIKES

MOTOR/AKKU: Brose Drive S Mag/720 Wh

RAHMEN: Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: Alexrims EM35/

Maxxis Minion 29 x 2,5

GABEL: Fox 34 Float, 140 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS, 140 mm

SCHALTUNG: Shimano XT, 1 x 12

BREMSEN: Shimano XT, 4-Kolben, 200 mm

GEWICHT: 22,8 kg

PREIS (UVP): € 6999,–

www.bhbikes.com

BIS ZU 1125 WH AKKUKAPAZITÄT

BOSCH-PERFORMANCE-LINE-CX-ANTRIEB

FEDERWEG 140/130 MM

FLYER UPROC3 8.70

MOTOR/AKKU: Bosch Performance Line

CX/Bosch PowerTube 625 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss H 1900

Spline 35/Maxxis Highroller 27,5 x 2,6

GABEL: Fox 34 Performance E-Bike, 140 mm

DÄMPFER: Fox Float Dps Perf, 130 mm

SCHALTUNG: Shimano XT, 1 x 12

BREMSEN: Shimano XT BR-M8120, 203/180

GEWICHT: 25 kg

PREIS (UVP): € 5999,–

www.flyer-bikes.com

ROCKSHOX-YARI-RC-GABEL

SRAM-NX-EAGLE-SCHALTUNG

ADVANCED-PIVOT-SYSTEM (APS)

BMC TRAILFOX AMP ONE

MOTOR/AKKU: Shimano Steps MTB E-8000/

Shimano Steps 500Wh

RAHMEN: Trailfox AMP Carbon/Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: Alex EM 35/Vittoria Martello Enduro 2,6

GABEL: RockShox Yari RC, 150 mm

DÄMPFER: RockShox Monarch RT, 150 mm

SCHALTUNG: Sram NX Eagle 1 x 12

BREMSEN: Magura MT5, 203/203 mm

GEWICHT: 23,79 kg

PREIS (UVP): € 5999,–

www.bmc-switzerland.com

NEUER BOSCH G4-PERFORMANCE-LINE-CX-ANTRIEB

INTEGRIERTER 500WH-AKKU

SR-SUNTOUR-140 MM-LUFTFEDERGABEL

STEVENS E-MAVERICK

MOTOR/AKKU: Bosch G4 Performance Line CX/

Bosch PowerPack 500 Wh

RAHMEN: Aluminium 6061

LAUFRÄDER/REIFEN: Sun Ringlé Duroc TR35/

Schwalbe Eddy Current Evolution 27,5 x 2,6

GABEL: SR Suntour Aion 35 RC PCS, 140 mm

DÄMPFER: SR Suntour RS19-Edge, 140 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT 1 x 11

BREMSEN: Shimano BR-MT400, 180/180 mm

GEWICHT: 24,5 kg

PREIS (UVP): € 3999,–

www.stevensbikes.de

Fotos: Hersteller

94 SPORTaktiv


TOURIGER ALLROUNDER MIT PASSENDEM MOTOR

SAUBERE SYSTEMINTEGRATION

CLEANES DESIGN

CONWAY XYRON 327

MOTOR/AKKU: Bosch Perf. CX/625 PT Wh

RAHMEN: Conway Fully Bosch PT, Alu

LAUFRÄDER/REIFEN: Rodi 35/Schwalbe Nobby Nic

27,5 x 2,6

GABEL: Marzocchi Bomber Z2, 140 mm

DÄMPFER: Fox Float EVOL LV, 140 mm

SCHALTUNG: Sram SX Eagle, 1 x 12

BREMSEN: Tektro G-Spec Trail, 203 mm

GEWICHT: 24,5 kg

PREIS (UVP): € 4199,95

conway-bikes.de

INTEGRIERTER 750-WH-AKKU

SHIMANO-STEPS-E8000-MOTOR

FOX-FACTORY-FAHRWERK

KETTLER SCARPIA FS 1.0

LTD GOLD

MOTOR/AKKU: Shimano STEPS E8000/BMZ

750 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss HX1501 Spline/

Schwalbe Eddy Current 27,5 x 2,8 (hinten) und

29 x 2,4 (vorne)

GABEL: Fox 36 Float Factory Kashima, 150 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS Factory, 150 mm

SCHALTUNG: Shimano XTR 1 x 12

BREMSEN: Shimano XTR, 200/200 mm

GEWICHT: k. A.

PREIS (UVP): € 6999,–

www.kettler-alu-rad.de

DOPPEL-AKKU-OPTION BIS ZU BIS ZU 1125 WH

LUFTKÜHLUNG FÜR DEN AKKU

TRAIL-VERSION DES RAPCON PMAX

SIMPLON RAPCON PMAX 150 MM

MOTOR/AKKU: Bosch Performance CX/

Power Tube 625 Wh

RAHMEN: HPMC Hot Melt Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss HX1501 Spline/Schwalbe

Magic Mary 29 x 2,4

GABEL: Fox 36 Factory, 150 mm

DÄMPFER: Fox Float DPX 2, 150 mm

SCHALTUNG: Sram GX1 Eagle 1 x 12

BREMSEN: Magura MT-7, 203/203 mm

GEWICHT: ab 22 kg

PREIS (UVP): ab € 6699,–

www.simplon.com

BOSCH GEN 4 & 625WH

SEHR AUSGEWOGENES HANDLING

PREIS-LEISTUNG TOP

RADON RENDER 8.0

MOTOR/AKKU: Bosch Performcance Line CX

Gen4/Bosch Powertube 625Wh

RAHMEN: Carbon Front/Alu Hinterbau

LAUFRÄDER/REIFEN: Alex MD 30/

Maxxis Minion 29 x 2,5

GABEL: RockShox Lyrik Select, 150 mm

DÄMPFER: RockShox Deluxe, 140 mm

SCHALTUNG: Sram SX Eagle 1 x 12

BREMSEN: Magura MT Trail, 203/180 mm

GEWICHT: 23,2 kg

PREIS (UVP): € 3999,–

www.radon-bikes.de

SPORTaktiv

95


DIE NEUE

LEICHTIGKEIT

DES SEINS

NUR NOCH 17 KG

UND EIN VOLLWERTI-

GES E-MTB? DAS MAN

AUCH OHNE MOTOR

FAHREN KANN?

SPECIALIZED STELLT

DAS LEVO SL VOR.

EINE AUGENWEIDE.

SPECIALIZED LEVO SL

EXPERT CARBON

RAHMEN: FACT 11m Full Carbon

MOTOR: Specialized SL 1.1,

Custom Lightweight Motor

AKKU: Specialized SL1-320,

320 Wh, Option: Range Extender

(+ 160 Wh)

GABEL: Fox Performance 34

Float, 150 mm

DÄMPFER: Fox Float DPS,

150 mm

SCHALTUNG: Sram GX 1 x 12

BREMSEN: Sram G2 RSC,

200/180 mm

LAUFRÄDER: Roval Traverse

Carbon 30 mm/ Butcher (vorne)

Eliminator (hinten) 29 x 2,3

GEWICHT Testbike: 17,9 kg (komplett

mit Pedalen)

PREIS: UVP € 8699,–

www.specialized.com

Eine neue Generation von

E-Mountainbikes ist da. Vorhang

auf für das Levo SL von

Specialized. Das SL steht für Super

Light und ist die neue, abgespeckte

Version des Bestsellers Levo.

Super Light heißt beim Antrieb

grob gesagt: halbe Power, halbes

Gewicht. Der neue Motor wiegt nur

1,95 kg und bietet im Maximalmodus

die Verdoppelung deiner Kraft

(maximal 240 Watt und 35 Nm). Der

Akku ist mit 320 Wh kleiner und

leichter und erlaubt eine schlankere

Rahmenform, die der des unmotorisierten

Cousins „Stumpjumper“ zum

Verwechseln ähnlich sieht. Dass es

ein E-Bike ist, sieht man erst auf den

zweiten Blick. Denn Specialized-typisch

verzichtet man auch auf große

Displays und bietet bewusst nur minimale

Infos.

E-MTB light ist die Devise und

das Konzept geht auf. Mit nur 17,9

kg Komplettgewicht ist das Levo SL

rund 5 kg leichter als die wattstärkere

Konkurrenz. Das Hantieren

fällt damit um vieles leichter. Und

keine Sorge: Power ist genug vorhanden.

Mit der Specialized-App

namens „Mission Control“ lassen

sich die Parameter der drei Unterstützungsstufen

personalisieren und

z.B. Reichweitenoptimierung (Smart

Control), Steuerung über Herzfrequenz,

Datenaufzeichnung und das

Diagnose-Tool aktivieren. Aber schon

die Standardeinstellungen liefern

genug Schub. Sehr leichtfüßig zieht

das Levo SL auf den Berg. Im Flachen

kommt man schnell über die

25-km/h-Grenze und tritt das Rad

dann völlig ohne Widerstand des Getriebes

weiter. Das niedrige Gewicht

vermitteln das Gefühl, auf einem

ganz normalen Bike zu sitzen. „It’s

you. Only faster“, sagt Specialized.

Bergab ist das Levo SL eine Macht:

Top-Fahrwerk von Fox und Specializeds

griffige Enduro-Bereifung sorgen

für Sicherheit und Speed.

Zur Optik: Die Farbe Oak Green/

Aqua macht aus dem Testbike eine

absolute Augendweide, alternativ

gibt es das Expert SL in dieser Ausstattung

auch in Schwarz.

ANZEIGE / Fotos: Thomas Polzer

96 SPORTaktiv


TRAUMKULISSE

FÜR ALLE BIKER

1000 KILOMETER RADWEGE UND DAZU

DER ATEMBERAUBENDE AUSBLICK AUF

DIE UMLIEGENDE BERGWELT DER

KITZBÜHELER ALPEN.

Fotos: Norbert Eisele-Hein, Kurt Tropper

FERIENREGION HOHE SALVE

Innsbrucker Straße 1

6300 Wörgl

info@hohe-salve.com

www.hohe-salve.com

EVENT-TIPP

Beim „eldoRADo Bike & Run

Festival“ am 3. und 4. Oktober

warten in Angerberg

spektakuläre Strecken,

traumhafte Panoramen und

echte Herausforderungen

auf Marathonbiker

und Trailrunner.

www.eldorado-festival.at

Wintersportlern muss man die

Ferienregion Hohe Salve und die

Kitzbüheler Alpen nicht näher erklären,

ein Winterparadies der Extraklasse. Doch

auch im Sommer zeigen die acht Orte

um den schönsten Aussichtsberg Tirols,

die Hohe Salve (1829 m), ihre Exzellenz.

1000 km Radwege mit rund 38.000

Höhenmetern garantieren Bikespaß ohne

Ende. Rundumblicke auf die Traumkulisse

von Wildem Kaiser, Kitzbüheler

Horn, Hoher Salve, Großvenediger und

Großglockner gibt’s inklusive.

Familien, Mountainbiker und Elektroradler

treten ins Vergnügen. Die sanften

Grasberge und breiten Talschaften bieten

aber auch passionierten Straßenrennradfahrern

ein weites Betätigungsfeld. Für

das leibliche Wohl wird in urgemütlichen

Almwirtschaften und Wirtshäusern gesorgt

– Wohlbefinden für Körper und

Seele. Ambitionierte Mountainbiker nehmen

den KAT Bike in Angriff, der in vier

Etappen bis zu 170 Kilometer weit von

der Hohen Salve bis ins Pillerseetal führt.

Für jeden Abschnitt stehen Varianten

zur Wahl, die von 2820 bis 6250 Höhenmeter

reichen. Gut markiert führen

die Wege über einsame Bergstraßen und

Graspfade, vorbei an urigen Almhütten,

hinauf zu den Weitblick-Highlights der

Region. Komplett organisiert mit Karten,

Gepäcktransport, Hotel und Halbpension

bieten die KAT-Bike-Pauschalen

sorgenfreie Bike-Erlebnisse von Juni bis

Oktober (ab € 419,– pro Person im DZ

für 3 Nächte).

Gästekarte = Fahrkarte

Dank hervorragender Bahnanbindung

können Gäste stressfrei in die Region

reisen. Vor Ort nutzen Sie die Gästekarte

als Fahrkarte – diese inkludiert die Fahrt

in allen Nahverkehrszügen der ÖBB von

Wörgl bis nach Hochfilzen und in allen

Bussen in der Region.

SPORTaktiv

97


365 TAGE

AM BERG

Seilbahnen machen den

Erlebnisraum Berg für alle

ganzjährig zugänglich und

bieten maßgeschneiderte

Lösungen: zum Beispiel auch

für den Biketransport.

Erlebnisse in der Natur und am Berg –

Outdooraktivitäten wie Wandern, Klettern

oder sich in Bikeparks auszutoben –

gewinnen stark an Beliebtheit. Der Trend zum

Ganzjahrestourismus ist auch in der Seilbahnbranche

spürbar. Klassische Winterdestinationen

schaffen vermehrt Angebote für die warme

Jahreszeit. Seilbahnen als ressourcenschonende,

komfortable Zubringer erfüllen eine wichtige

Funktion, um Berge und Regionen für alle

ganzjährig erlebbar zu machen.

Seilbahnbetreiber und Tourismusgebiete

haben das Potenzial des Sommers erkannt. Die

Möglichkeiten beschränken sich nicht mehr

nur auf Skifahren und Wandern, sondern es

entstehen unzählige neue Angebote für Familien

und Abenteuerlustige. Vom Waldrutschenpark

über Bikeparks, Klettersteige bis zu

Seilrutschen oder Sommerrodelbahnen: Sie alle

sollen schnell und bequem erreichbar sein und

dabei spielen Seilbahnen eine zentrale Rolle.

ANZEIGE / Fotos: Doppelmayr

98 SPORTaktiv


DOPPELMAYR SEILBAHNEN

GMBH

T. +43 55 74/604

dm@doppelmayr.com

doppelmayr.com

Die Innovationen und Weiterentwicklungen

in der Seilbahntechnik ermöglichen

Fahrgästen heute eine enorme,

höchst komfortable Mobilität. Maximale

Barrierefreiheit und absolute Zugänglichkeit

für alle ist ein Standard, den

Doppelmayr/Garaventa bei Seilbahnen

kompromisslos verfolgt. Mobilitätseingeschränkten

Personen, älteren Gästen

oder Familien mit Kinderwagen steht

heute in Sachen Bergerlebnis nichts

mehr im Wege.

Geräumige Kabinen, ebenerdiger Einstieg

und breite Kabinentüren machen

die Seilbahnfahrt für alle einfach. Aber

auch die von Doppelmayr/Garaventa

entwickelten Systeme für Sportgerätehalterungen

wie etwa der Bike-Clip ermöglichen

Bergsportbegeisterten völlig neue

Perspektiven.

Im deutschen Ort Willingen beispielsweise

kommen Mountainbiker voll auf

ihre Kosten: Im Sommer verwandelt

sich die 8er-Sesselbahn Köhlerhagen K1

der neuesten Seilbahngeneration D-Line

von Doppelmayr/Garaventa in eine

„Biker-Bahn“. Der Ettelsberg ist mit

seiner Freeride- und Downhillstrecke ein

Paradies für Mountainbiker, dank des

Bike-Clips ist die Mitnahme des Bikes

auf den Berg besonders einfach.

Die Gäste hängen ihr Bike selbstständig

in den Bike-Clip ein und fahren mit

dem nachfolgenden Sessel mit. In der

Bergstation werden die Räder mit einem

einfachen Handgriff wieder gelöst. Bis

zu fünf Bikes können pro Sessel transportiert

werden.

Das Besondere daran: Zwischen Sommer-

und Winterbetrieb sind keine

Umbauarbeiten an der Seilbahnanlage

erforderlich. Es stehen separate Sesselgarnituren

für beide Anwendungen

zur Verfügung. Dadurch werden der

Saisonübergang und die Ganzjahresnutzung

für den Betreiber sehr einfach.

Für die Umsetzung dieser Lösung hat

Doppelmayr/Garaventa eng mit der

Liftgemeinschaft Köhlerhagen zusammengearbeitet,

um eine maßgeschneiderte

Lösung für Willingen zu entwickeln

und das Produkt Bike-Clip noch

weiter zu optimieren.

Seilbahnen sind also ein wichtiges Element

für den Ganzjahrestourismus und

ein Motor für dessen Erfolg.

Sie werden ökologisch und ökonomisch

auf die Bedürfnisse von einzelnen Regionen

abgestimmt.

Und sie sind mehr als nur ein Transportmittel

nach oben, sondern eröffnen

Freiräume und sind auch selbst ein Teil

des Erlebnisses.

SPORTaktiv

99


E-MOUNTAINBIKEN

IM JAHR 2020 ODER:

WIE DAS E-MTB

DAS LEBEN EINES

BIKE-FREAKS POSITIV

VERÄNDERTE.

VON CHRISTOPH MALIN

ist ein interessantes

1985

Jahr. Die ersten

europäischen Pässe

werden ausgestellt,

Michail Gorbatschow

wird Generalsekretär der KPdSU

und trifft Ronald Reagan. Das Wrack

der Titanic wird entdeckt. Und ich? Ich

bin bis dahin auf der Fantic, dann auf

einer 4-Takt-Enduro unterwegs und mache

erstmals mit großen Augen einen

Ausflug im Wald auf einem geliehenen

Kettler-Alurad „Mountainbike“. In den

Monaten davor hatte ich ein Bonanza-

Rad beim Springen im Park geschrottet

(ohne gröbere Verletzungen).

Ein Jahr später kaufe ich im Rahmen

eines Auslandspraktikums in Atlanta,

USA, ein Trek 7000. Starrgabel, Hardtail,

V-Brakes. Die Enduro wurde umgehend

verkauft. Allein in den Bergen unterwegs,

ohne Lärm und Gestank. So

viel besser. Eine kleine MTB-Szene in

Vorarlberg wird geboren. Bei Touren

werden zaghaft die ersten „Trails“ runtergeeiert.

Abgang über den Lenker, das

Standardprogramm in dieser Zeit.

Wir bohren Löcher in Kurbeln und

Titan-Bar-Ends, um die Teile leichter zu

bekommen. Fahren vom Vorderälpele

ab. Die Abfahrten belasten die damals

revolutionären Specialized-Mission-

Control-2,5er-Reifen so stark, dass die

Karkassen während des Downhills auf

den viel zu schmalen, keramikbeschichteten

Felgen zurückgezogen werden. Wir

müssen vor der Abfahrt die Luft aus den

Reifen lassen, die Ventile 45 Grad zurückstellen,

Vollgas aufpumpen, unten

angekommen sind die Ventile 45 Grad

100 SPORTaktiv


BACK

TO

THE

FUTURE

SPORTaktiv

101


te dort oben trainieren, gehören zu den

richtig schnellen Fahrern. Wir gründen

die Innsbrucker „Vertrider“, fahren

steilste Alpentrails und die ersten Anfragen

aus der Fahrradindustrie kommen,

was man denn fürs Vertriden so für

Bikes, Reifen, Bremsen, Geometrien

usw. brauche. Unglaublich, dass wir die

frühen Jahre der Bike-Technik überlebt

haben. DIN-Normen? Rahmenprüfstände?

Fehlanzeige. Wir haben 200 Seiten

Presse-Coverage in einem Jahr, produzieren

unsere eigenen Anarcho-Vertride-Videos.

Es gibt legendäre Biker-Partys

im Jimmy’z in Innsbruck. Die

Szene hat einen Mega-Drive. Und so

vergeht die Zeit wie im Flug!

Der Einschnitt

Natürlich kommt irgendwann ein

„Hänger“. Den hatte ich 2010. Durch

eine lange fehldiagnostizierte Innenohrerkrankung

konnte ich drei Jahre

nicht mehr biken. Kurze Biketrips waren

ein Desaster. Dann die richtige Diagnose,

aber die Reha dauerte noch 2 Jahre

ohne Biken – ich kam nicht mehr ins

Training rein, war frustriert und fertig.

Joggen ging nicht, Wandern nur ein

nach vorne geneigt – Abrissgefahr. Ach

ja, Reifen zerfetzt es uns laufend.

Grafton-V-Brakes sind State of the

Art. Federgabeln? Wir machen Eigenimporte

der ersten Manitou-Gabeln (mit 4

cm Elastomerfederung!), aus Tirol hören

wir von Freunden Ähnliches und

die RockShox Mag 21 ist unbezahlbare

Rocket-Science. Die legendäre Horst-

Leitner-AMP-Parallelogrammgabel

überlebt im Schnitt 3 bis 4 Wochen,

dann explodiert der Mini-Dämpfer.

Tune und Ringlé offerieren die ersten

Ultraleicht-Titan-Schnellspanner, Answer

den Hyperlite-Lenker. Yeti hat das

ARC, eine unfassbare Skulptur aus Easton-Aluminium.

Im Montafon wird ein

erster „Singletrail“ offiziell freigegeben,

ich aber für einen Artikel über „Biken

im Montafon“ beinahe verklagt (der legendäre

Tourismuschef interveniert).

Ich pendle beruflich zehn Jahre fürs

Bike-Magazin zu Events und Produktpräsentationen

in die USA. Party on!

Unfassbar, was dort abgeht. 2004 bauen

wir für die Innsbrucker Nordketten-

Bahn den steilsten Trail Europas, den

„Nordketten Singletrail“. Es gibt ihn

heute noch und die DH-Jungs, die heubisschen.

Die Berge und die vielen Touren,

aber auch die Fitness der Jahre zuvor

schienen unerreichbar. Ich war raus

aus der Branche, es tat einfach zu weh.

Der Weg zurück war ein echter Zufall:

Bei einem Besuch eines befreundeten

Bergführers stolperte ich in dessen Spaßgarage

über ein Flyer-Uproc-Enduro.

Der Kennerblick sagte mir: 26“ hinten,

27,5“ vorne, RockShox-Fahrwerk mit

160 mm, Wow. Alpin sicher gut, „und

was ist das für ein komischer Motor da

drin?“ „Ein Bosch“, sagte der Freund,

„400-Wh-Akku, den zweiten tuasch in

den Rucksack.“ Und: „Probier’s gerne

mal aus, i brauch’s die Woche ned. Des

Rad isch gewaltig, aber pscht, isch halt

ein E-Bike. Die Leut reden blöd, gewöhn

dich dran.“ In der folgenden Woche

fuhr ich so viel Höhenmeter wie die

letzten Jahre nicht mehr und war wieder

am Bike auf meinen geliebten Bergen

unterwegs, ohne gleich blau im Gesicht

zu werden. Unfassbar, was diese lange

vermisste Lebensqualität mit einem

macht. Und das alles wegen eines fröhlich

lärmenden Bosch-Motors im Bike.

Ich testete für Cube, machte wieder

Magazin-Tests, dann kamen Aufträge

BERGAUF SUCHEN

WIR EINSAME WEGE

UND TRIALEN

DIESE HOCH.

ERSTAUNLICH,

WAS ALLES

MÖGLICH IST.

102 SPORTaktiv


Fotos: Christoph Malin

und Tests für KTM und die Gründung

einer kleinen Beratungsfirma mit Lutz

Scheffer (Leiter Design- und Entwicklungscenter

Rotwild Bikes, Garmisch).

Lutz ist der gleiche Bike-Fanat wie ich,

wir denken E-MTB 24/7, testen, sind

für unsere Kunden rund um Garmisch

oder Innsbruck unterwegs und fasziniert

von der neuen Sportart EMTB, die das

klassische MTB neu denkt, ergänzt und

weiterentwickelt. Ich manage für Simplon

in Vorarlberg das E-MTB Factory-Team.

Hier helfe ich mit meinem

Team bei der Entwicklung mit.

Viele unserer klassischen MTB-Touren

haben wir mit dem E-MTB neu

denken müssen, und sie auf neue Art

und Weise kombiniert. Aus einer 1-Gipfel

1-Hütte-Tour und Anreise mit dem

Auto werden jetzt 2-Täler-2-Überschreitungen

und Anreise mit dem Bike, Abfahrt

von der Haustür. So effizient und

leistungsfähig sind die aktuellen Motoren

und Batterien schon. Was uns völlig

neue Möglichkeiten eröffnet. Speziell

das Auto bleibt – in Kombination mit

Zug – einfach stehen.

Die Fahrtechnik ist natürlich ein weiteres

Thema. Im Detail ändert sie sich

bergab beim E-MTB nur wenig, aber

bergauf ist alles neu und spannend: War

für uns früher die Abfahrt das wichtigste,

die Auffahrt auf einer Tour Mittel

zum Zweck, so hat sich das komplett geändert.

Dank E-MTB sind Auffahrt und

Abfahrt gleichermaßen interessant, die

Abfahrten sogar teilweise gar nicht mehr

soo wichtig, man kennt sie eh und hat

sie schon hundertmal gemacht. Bergauf

suchen wir uns passende, einsame Wege

und trialen diese hoch, erweitern und

erproben unsere Fahrtechnik und haben

so Workouts, die es so beim klassischen

MTB noch nicht oder nur sehr, sehr selten

gab. Denn früher haben wir Wege,

die wir heute hochtrialen, meist sofort

hochgetragen. Trial-Stars wie Stefan

Schlie haben sich viele Gedanken über

E-MTB-Uphill-Fahrtechnik gemacht

und es ist erstaunlich, was hier alles

möglich wird. Aber natürlich ist das etwas

für Alpinspezialisten. Der Großteil

genießt seine Feierabend- oder Wochenendrunde

zur Einkehr auf Hütten und

CHRISTOPH MALIN

ist in seiner Freizeit und

beruflich viel in Sachen

(E-)MTB unterwegs:

Journalismus, Tourismus,

Umsetzung von MTB-

Projekten, Tests für die

Fahrradindustrie, Mitbegründer

der MTB-Ausbildung

beim Alpenverein,

E-Bike-Entwicklung.

Almen und das ist super so. Doch

„Uphillflow“ definiert einen Teilaspekt

des MTB-Sports neu.

Spannend ist natürlich die Akku-Planung:

„Wie auf dem Mount Everest die

Sauerstoffflaschen“, wie ein Kollege einmal

ironisch bemerkte, haben wir uns

ein Gefühl für die Höhenmeter-Reichweite

unserer Bikes und der verwendeten

Motoren erarbeiten müssen. Je nach

Unterstützungsstufe „verheizen“ manche

Motoren regelrecht Akkus, machen

schon nach 700 bis 800 Höhenmetern

schlapp, andere sind supereffizient und

thermisch belastbar, halten 1300 bis

1500 hm pro Akku (abhängig vom Fahrergewicht

und der gewählten Unterstützungsstufe).

Das ist dann eine ganz

andere Planung.

Große Reichweiten

Besonders angetan bin ich vom aktuellen

Bosch-Dual-Battery-System, wo der

aktuelle 625-Wh-Akku mit einem optionalen

klassischen 500-Wh-Akku kombiniert

wird, für 1125 Wh. Alter Schwede,

damit lässt sich auf großen Alpintouren,

Transalp-Routen oder weiten Runden

richtig etwas anfangen und der Rucksack

ist wieder leicht. Dazu noch ein

kleines Reiseladegerät und der Biketag

kann im Hochsommer auch mal auf 8

Stunden, 50 km und 5000 hm ausgedehnt

werden. Damit kommt auch eine

Super-Fitness, und ein klarer Kopf. Ausbrennen

und überanstrengen war gestern,

müde wird man trotzdem, das

E-MTB ermöglicht eine präzise Trainingssteuerung

und entwickelt sich nebenbei

zum Multitool im Reha-Bereich.

Ich finde aber auch spannend, in welche

Richtungen sich das E-MTB aktuell entwickelt.

Die feinen E-All-Mountainund

E-Enduro-Bikes werden ergänzt

durch sehr leichte, minimal motorisierte

Bikes mit kleinen Batterien. So findet jeder

zu seinem E-MTB-Stil und Glück.

Lässig!

Für all das bin ich dem E-MTB unendlich

dankbar. Ich habe noch 30 Jahre

zum Biken, dann bin ich 80 Jahre alt.

Bis dahin werde ich maximal viele Touren

fahren und so viel es geht in den

Bergen unterwegs sein. Es gibt noch so

unendlich viele neue Touren zu erfahren.

Dann wird es aus meiner Sicht keine

Unterscheidung MTB/E-MTB mehr

geben, alle Bikes haben wohl um die 16-

17 kg, einen superleichten, effizienten,

sehr dynamischen, im Bedarfsfall leistungsstarken,

aber auch samtweich zu

fahrenden Motor und noch einmal

deutlich mehr Reichweite.

Da werden wir alten Knacker noch

lange fröhlich weiterfahren, Sonnenuntergänge

auf unseren geliebten Hütten

genießen und zurückschauen auf ein Bikeleben,

wie es aufregender und schöner

nicht hätte sein können. Hätten wir

bloß diese geilen Bikes schon in den

80er-Jahren gehabt! Ihr habt ja alle keine

Ahnung, was für ein Glück ihr mit modernen

E-MTBs habt!

;-) Gern geschehen. Ride on!

SPORTaktiv

103


WILD, FORDERND,

AUSSICHTSREICH

UND GRÜN ...

... das alles ist die Trans

Bayerwald! Eine herrliche

Mountainbike-Reiseroute

durch den Bayerischen Wald,

mit 700 Kilometern Gesamtlänge

und 17.000 Höhenmetern.

Es gibt eine Nord- und

eine Südroute mit je sieben

Tagesetappen – oder man

teilt sich die Abschnitte

einfach selbst ein.

Während die Südroute

durch abwechslungsreiche

Wege und steile Anstiege

gekennzeichnet ist, führt

die Nordroute durch den

Nationalpark, wilde Wälder

und besticht durch ihre Ursprünglichkeit.

Tipp: Bestelle

dein kostenloses Starterpaket

mit Reisetagebuch und Etappenführer

– per E-Mail an:

info@trans-bayerwald.de

www.trans-bayerwald.de

Foto: Andreas Meyer

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium

für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für

die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

104 SPORTaktiv


SPORTaktiv 105


Bosch, SCOTT & SPORTaktiv präsentieren in St. Anton am Arlberg:

2. E-MOUNTAINBIKE

WOMEN-CAMP IN

ST. ANTON AM ARLBERG

18. bis 21. Juni 2020

(Donnerstag bis Sonntag)

3 Übernachtungen im Hotel Schwarzer Adler

in St. Anton am Arlberg

• Halbpension

• kostenfreies WLAN

• 3 E-Bike-Touren (zwei längere, eine kürzere)

in St. Anton mit weiblichen Guides

• Fahrtechniktraining

• Thule-Bikerucksack als Geschenk

• Top-Testräder von SCOTT

• 1x Teilmassage

• Gratis-Bergschutz der Nürnberger

Versicherung

PREIS: € 350,– pro Person im DZ

(Aufenthalt im Doppelzimmer Standard,

Einzelzimmeraufschlag auf Anfrage)

PREIS für den Guide: € 40,– pro Person

(wird vor Ort abgerechnet)

DAS ANGEBOT:

TEILNEHMERINNEN

max. 15 Personen

PROGRAMM

Donnerstag, 18. Juni

• selbstständige Anreise

• gemeinsames Abendessen der

Teilnehmerinnen und Begrüßung (19 Uhr)

Freitag, 19. Juni

• Ausgabe/Einstellen der E-MTBs

• 1. gemeinsame Ausfahrt (rund 4 Stunden)

mit Fahrtechniktraining

• Nutzung der einmaligen Teilmassage

Samstag, 20. Juni

• 2. Ausfahrt (rund 5 Stunden)

• Nutzung der einmaligen Teilmassage

• individuelles Abendessen (19 Uhr)

Sonntag, 21. Juni

• kurze Abschlusstour (ca. 2 Stunden)

• individuelle Abreise

Programmänderungen vorbehalten

4 TAGE UND 3 NÄCHTE

MIT HALBPENSION, TESTRAD

UND GESCHENKEN UM € 350,–

ZUM TESTEN

Das SCOTT Contessa Strike

eRIDE 910 hat 140 mm

Federweg, die kraftvolle Unterstützung

der Bosch

Performance Line CX

und ist speziell für

Frauen ausgelegt.*

*Musterfoto. Testbike kann abweichen

106 SPORTaktiv


E-MTB WOMEN CAMP

www.sportaktiv.com

Entspannen, relaxte Leute treffen, plaudern,

biken – und das alles exklusiv für

Damen, in traumhafter Landschaft und

gemütlicher Atmosphäre? Willkommen beim 2.

E-Mountainbike- Women-Camp von SPORTaktiv

in St. Anton am Arlberg! Vier Tage lang habt

ihr die Möglichkeit, ins Thema E-Mountainbike

hineinzuschnuppern. 15 Frauen werden von weiblichen

Coaches persönlich betreut und von ihnen

gibt es wertvolle Tipps zu Technik, Gelände und

Fahrsituationen.

Ein wenig Bikeerfahrung solltet ihr schon mitbringen,

denn drei Ausfahrten stehen auf dem

Programm, zwei längere und eine kurze zum

Abschluss. Dazu gibt es Goodies unserer Partner

von Thule und Bosch. Apropos: Du musst nicht

einmal dein eigenes Bike mitbringen. Scott stellt

E-Mountainbikes zur Verfügung.

Aber keine Sorge, das ist kein Trainingslager,

Spaß und Entspannung kommen nicht zu kurz.

Dafür sorgt schon allein die Unterkunft im Hotel

Schwarzer Adler in St. Anton.

Das SPORTaktiv-Camp dauert von Donnerstag

18. bis Sonntag 21. Juni. On top gastiert zur selben

Zeit das „E-BIKE FEST ST. ANTON“ im

weltbekannten Ort am Arlberg. Als Zuckerl findet

am Freitagabend ein Hüttenabend auf einer

urigen Hütte oberhalb von St. Anton statt. Dort

warten Lagerfeuer, Livemusik und leckere Drinks.

Mehr Infos: www.ebikefest.at

DEINE GESCHENKE

Wir statten dich mit Goodies

unserer Partner aus: Thule

schenkt dir einen edlen Bikerucksack,

Bosch sorgt für trockene

Füße und von Peeroton

gibt es Energie für unterwegs.

DIE UNTERKUNFT

Hotel Schwarzer Adler ****s

in St. Anton am Arlberg

Fotos: St. Anton Tourismus/Patrick Bätz, Hersteller, Bosch

Sabine

Schipflinger

von SCOTT

steht im

Camp als

Expertin zur

Verfügung.

ZIMMERBUCHUNG

KONTAKT & BUCHUNG mit Kennwort

SPORTaktiv E-MTB-WOMEN-CAMP“

Hotel Schwarzer Adler ****s

sport & spa

Fam. Tschol GmbH

6580 St. Anton am Arlberg

hotel@schwarzeradler.com

www.schwarzeradler.com

SPORTaktiv

107


1. HARDTAIL UND RACE-FULLY 2. ALL MOUNTAIN

3. E-HARDTAIL

BALLERMANN*IN

Bikes mit massig Federweg ab 150, 160 mm

heißen seit ein paar Jahren Enduro. Haben sie

einen Motor, sind sie folglich E-Enduros. Und was

man früher kaum für möglich hielt, ist Realität:

Selbst fitte Sportler und Hardcore-Mountainbiker

greifen zum Spaßgerät und fräsen über ihre Trails.

Bergauf lassen sich jetzt Wege beschreiten, die früher

undenkbar waren, dank Motorpower und guter

Fahrtechnik werden knifflige Trails bergauf zum

Fahrspaß. Bergab sorgen flache Lenkwinkel, griffige

Reifen, potente Fahrwerke, der für E-Bikes typische

tiefe Schwerpunkt und das supersichere Handling

für nach oben zeigende Mundwinkel.

Diese Bikes sind wegen der robusten Auslegung

nicht leicht – in der Regel 21 kg aufwärts – und

nicht günstig. Unter 5000 Euro wird man schwer

ein taugliches E-Enduro finden. Aber neue Konzepte

mit kleineren, leichteren Antrieben senken die Gewichte

weit unter 20 kg.

BASICS

BAUART Full-Suspension

RAHMEN Alu oder Carbon

FEDERWEG 140 bis 180 mm

STÄRKEN Downhill, Handling

GEWICHT 18 bis 28 kg

LAUFRÄDER 29 Zoll, 27,5 oder Mix mit 29

REIFEN 2,4 bis 2,8 Zoll,

aggressives Profil

Foto: Scott Sports/Markus Greber

108 SPORTaktiv


4. E-TOURENFULLY 5. E-ENDURO

SPORTaktiv

109


E-KRACHER

SCHUBSTARKER BOSCH-CX-MOTOR

625-WH-AKKU INTEGRIERT

HOHE AGILITÄT

180 MM FEDERWEG

POTENTESTES E-MTB AM MARKT

INTERNE 700-WH-BATTERIE

FORTSCHRITTLICHES AKKU-MANAGEMENT

SPERRBARES TWINLOC-SYSTEM

150 MM FEDERWEG

BIS ZU 1125 WH AKKUKAPAZITÄT

NEUESTER BOSCH-ANTRIEB

MIT 170 MM DOWNHILL-ORIENTIERT

MIT BIS ZU 180 MM FEDERWEG SCHRECKEN

DIESE ACHT E-ENDUROS VOR NIX ZURÜCK.

CENTURION NO POGO R3600I

MOTOR/AKKU: Bosch Performance-CX-Antrieb/Bosch-625-Wh-Akku

RAHMEN: No Pogo E intube

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss H1700

Spline/Maxxis Minion DHF/DHR 27,5 x 2,6

GABEL: Fox 36 Float Factory, 160 mm

DÄMPFER: Fox Float Dpx2, 155 mm

SCHALTUNG: Shimano Deore XT, 1 x 12

BREMSEN: Shimano XT 4 Kolben

GEWICHT: 24 kg

PREIS (UVP): € 6190,–

www.merida-centurion.com

SPECIALIZED KENEVO EXPERT

MOTOR/AKKU: Specialized 2.1/

Specialized M2-Akku 700 Wh

RAHMEN: Specialized M5 Premium Aluminum

LAUFRÄDER/REIFEN: Roval Alloy DH, 28 mm/

Specialized Butcher 27,5 x 2,6

GABEL: RockShox Boxxer, 180 mm

DÄMPFER: RockShox Super Deluxe Coil Select, 180 mm

SCHALTUNG: Sram GX, 1 x 12

BREMSEN: Sram Code R, 200 mm

GEWICHT: k.A

PREIS (UVP): € 6899,–

www.specialized.com

SCOTT GENIUS ERIDE 910

MOTOR/AKKU: Bosch CX Gen4/PowerTube 625

Wh/mit Range Booster bis zu 1125 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: Syncros X-30S/

Schwalbe Hans Dampf/magic Mary, 29 x 2,6

GABEL: Fox 36 Rhythm Air, Grip 3, 150 mm

DÄMPFER: Fox Nude T Evol Trunnion, 150 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle, 1 x 12

BREMSEN: Shimano BR-MT520 4 Kolben

GEWICHT: 23,35 kg

PREIS (UVP): € 6199,–

www.scott-sports.com

SIMPLON RAPCON PMAX 170MM

MOTOR/AKKU: Bosch Performance CX/Power Tube 625 Wh

RAHMEN: HPMC Hot Melt Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss HX1501 Spline/Schwalbe

Eddy Current 29 x 2,4 /27,5 x 2,8

GABEL: Rock Shox Lyrik Ultimate Boost,

165 mm (hinten) und 170 mm (vorne)

DÄMPFER: RockShox Deluxe, 160 mm

SCHALTUNG: Sram GX1 Eagle 1 x 12

BREMSEN: Magura MT-7, 203/203 mm

GEWICHT: ab 22 kg

PREIS (UVP): ab € 6699,–

www.simplon.com

Fotos: Hersteller

110 SPORTaktiv


DIMMIX-LAUFRADMIX 29 ZOLL PLUS 27,5 ZOLL

STRAIGHT LINE LINK

VERSENKBARE SATTELSTÜTZE

KTM MACINA KAPOHO 2972

MOTOR/AKKU: Bosch Performance CX Gen4/

Bosch Powertube 625 Wh

RAHMEN: Dimmix Alloy

LAUFRÄDER/REIFEN: KTM Line Shimano/Maxxis Minion,

vorne 29 Zoll, hinten 27,5 Zoll

GABEL: RockShox 35 gold, 160 mm

DÄMPFER: Fox Float DPX2, 160 mm

SCHALTUNG: Shimano SLX 1 x 12

BREMSEN: Tektro HD 4 Kolben

GEWICHT: 25,7 kg

PREIS (UVP): € 4699,–

www.ktm-bikes.at

180 MM FEDERWEG

EIN BIKE FÜRS EXTREME

DESIGNED IN GERMANY, BUILT IN AUSTRIA

NOX CYCLES HYBRID 7.1 PRO

MOTOR/AKKU: BROSE Drive S Mag Unit, 90

Nm/BMZ Inside 625 Wh

RAHMEN: Nox Frame Enduro 2.0

LAUFRÄDER/REIFEN: Stan’s Notubes Flow

Team/Continental Baron/Trail King 27,5 x 2,6

GABEL: FOX 36 Factory 27,5“, 180 mm

DÄMPFER: FOX DHX2, 180 mm

SCHALTUNG: Sram X0 Eagle 1 x 12

BREMSEN: MAGURA MT7 HC

GEWICHT: 24,5 kg

PREIS (UVP): € 7199,–

www.noxcycles.com

E-MTB MIT ENDURO-GENEN

REMOVABLE INTEGRATED BATTERY (RIB)

LEISTUNGSSTARKER BOSCH-ANTRIEB

TREK RAIL 9.8

MOTOR/AKKU: Bosch Performance Line CX, 75 Nm/

Bosch PowerTube 625 Wh

RAHMEN: OCLV Mountain Carbon

LAUFRÄDER/REIFEN: Bontrager Line Comp 30/

Bontrager SE5 Team Issue 29 x 2,6

GABEL: RockShox Lyrik Select, 160 mm

DÄMPFER: RockShox Deluxe RT3, 150 mm

SCHALTUNG: Sram GX Eagle, 12fach

BREMSEN: Shimano RT76, 203 mm

GEWICHT: 21,92 kg

PREIS (UVP): € 7199,–

www.trekbikes.com

MAGURA-MT7-SCHEIBENBREMSEN

1125WH-AKKUKAPAZITÄT

LAUFRADMIX AUS 29/27, 5 ZOLL

HAIBIKE XDURO ALLMOUNTAIN 3.5

MOTOR/AKKU: Bosch Performance CX, 75Nm/

Bosch PowerTube 625 Wh

RAHMEN: Aluminium

LAUFRÄDER/REIFEN: DT Swiss H1900/Maxxis Minion

DHF II, 29 x 2,6 vorne und 27,5 x 2,6 hinten

GABEL: RockShox Lyrik Select RC 29“, 160 mm

DÄMPFER: RockShox, Deluxe Select Plus, 160 mm

SCHALTUNG: Shimano SLX 1 x 12

BREMSEN: Magura MT7, 203 mm

GEWICHT: 25,2 kg

PREIS (UVP): € 5499,–

www.haibike.com

SPORTaktiv

111


OBERSTEIERMARK

MEETS BRITISH

COLUMBIA, RANNACH

TRIFFT REVELSTOKE.

CRI MAIERHOFER IST MIT

SEINEM BIKE SCHON

AUF DER GANZEN WELT

GEWESEN. WARUM

GERADE GRAZ FÜR IHN

DAS POTENZIAL ZUR

BIKE-METROPOLE HAT.

VON KLAUS MOLIDOR

MIT HELIKOPTER

UND ABSCHLEPPSEIL

Mit dem Snowboard hat er seinen

Lebensunterhalt verdient,

mit Snowboard reisen verdient

er heute seinen Lebensunterhalt und

wenn man seine Videos aus dem metertiefen

kanadischen Pulverschnee sieht,

kann man sich nicht vorstellen, dass es

im Leben des Cri Maierhofer noch eine

zweite, ähnliche Leidenschaft gibt. Und

doch ist sie da: das Radfahren im Gelände.

Begonnen hat es Mitte der 1980er-

Jahre mit drei Buchstaben, in denen sich

Spaß und Coolness vereinten und die

ein bisschen nach Rebellentum klangen:

BMX. „Ohne das Ding bin ich gar nie

ins Freie gegangen“, erinnert sich Maierhofer

an die Faszination. Es folgten bald

Rennen in ganz Österreich, steirische

Meistertitel und nach dem Ende des

kurzen, aber heftigen BMX-Booms bereits

als 13-Jähriger das erste Mountainbike.

Auf dem ist er mit Freunden Ende der

1980er-Jahre die Forststraßen seiner

obersteirischen Heimat hinaufgekeucht

und volles Rohr hinuntergebrettert. „70,

80 km/h hatten wir da am Tacho und

die Kurven haben wir auf dem Schotter

im Bremsdrift genommen“, erinnert sich

Maierhofer. Danach kam ihm das Snow-

112 SPORTaktiv


Bei Bike-Rennen wie

dem Trans-Madeira

ist Cri Maierhofer in

seinem Element.

Fotos: Cri Maierhofer

board dazwischen und er machte Karriere

als Profi. Das Radfahren hat ihn aber

nie losgelassen. „Ich hab einen Ergometer

mitgehabt auf Trainingskursen, weil

ich nicht laufen wollte. So hab ich meine

Grundlageneinheiten abgespult.“

Voll eingetaucht ins Biken ist er nach

Ende seiner aktiven Karriere 2003. Enduro

heißt heute sein liebstes Gerät.

„Weil du fit sein musst, um raufzukommen,

und trotzdem voll runterheizen

kannst. Mit den aktuellen Enduros bist

du viel schneller als mit acht, neun Jahre

alten Downhillbikes.“

Als ehemaliger Profisportler wohnt

ihm der Ehrgeiz und das Renn-Gen natürlich

immer noch inne. Zweimal hat

er zuletzt das Trans-Madeira-Rennen in

seiner Altersklasse gewonnen. Ein Extrem-Bewerb,

bei dem 150 Starter aus

der ganzen Welt am Start stehen. Dabei

geht es an 6 Tagen 220 km quer über

die wildromantische Atlantikinsel – gespickt

mit 15.000 Höhenmetern. „Gezeitet

werden aber immer nur die

Downhills“, erzählt der Steirer. „Bergauf

kann man gemeinsam mit den anderen

fahren und ein bissl plaudern.“ Freundschaften

fürs Leben entstehen da.

Und weil in seinem Leben das Fahrrad

einen großen Teil einnimmt, treiben

ihn auch Dinge um, die mit dem Bike

zu tun haben. Etwa, warum es in Österreich

immer noch keine einheitliche

Trail-Regelung gibt und warum alles

„nur ein bissl, aber net gscheit“ gemacht

werde. Graz zum Beispiel könnte seiner

Ansicht nach zur Bike-Hauptstadt Österreichs

werden. „Mit Plabutsch,

Schöckl, Platte und Rannach haben

wir in der unmittelbaren Umgebung

Berge, die sich perfekt für ein wahres

Trail-Paradies eignen würden. Das gibt

es zwar in Salzburg oder Innsbruck

auch, aber dort liegt sehr lange Schnee.

In diesem Winter konnte man in Graz

ohne Pause fahren. Das ganze Jahr

lang. Das gibt es nirgends.“

Immer noch regiere unter den Grundbesitzern

die Angst, verklagt werden zu

können, wenn sich ein Biker auf ihrem

Grund und Boden verletzt. „Das ist eine

Mär, die immer noch extrem viele glauben.

Aber es stimmt nicht“, sagt Maierhofer.

Die Probleme zwischen Wanderern

und Bikern sind für ihn ebenfalls

nicht existent. „Man muss nicht immer

Vollgas heizen. An Wanderern fährt

man langsam vorbei und grüßt freundlich.

Damit hat man nie ein Problem.“

Der Wald, die Natur seien schließlich

für alle da. Dem Lagerdenken und dem

Schimpfen auf andere erteilt er eine klare

Absage. Oder wie es Cri plastisch,

unverblümt und deutlich sagt: „Fuck

negativity!“

Ganz anders ist er den Zugang zum

Biken aus Kanada gewohnt. Dort stellt

die regionale Verwaltung den Bikern

schon einmal einen ganzen Berg zur

Verfügung und sagt: Macht damit, was

ihr wollt. „Dort entstehen dann traumhafte

Trails in allen Schwierigkeitsstufen.“

So wird Biken zum Sport für die

ganze Familie. Am oberen Ende der

Skills-Skala steht dann Heli-Biken, wie

es Maierhofer einmal betrieben hat.

SPORTaktiv

113


„Ein paar amerikanische Jungs haben

uns davon erzählt, als wir am Ende der

Wintersaison ein Meeting drüben hatten.

Für den nächsten Tag waren dann

noch Plätze frei.“ Also ging es per Helikopter

auf einen Berg nahe Revelstoke

in British Columbia und mit dem Bike

von 2600 auf 480 Meter Seehöhe hinunter.

„Ein unvergessliches Erlebnis.“

Aus der Gegend um Revelstoke

stammt dann auch die Episode, die

zeigt, wie unterschiedlich die grundsätzliche

Einstellung dem Thema Biken

gegenüber ist. „Der Förster eines großen

Waldes hat dort beim Bikeklub angerufen,

weil er dort schlägern musste,

wo ein Trail ist. Also hat er die Jungs

vom Klub informiert und ihnen als

Wiedergutmachung einen Bagger zur

Verfügung gestellt, damit sie danach

den Trail wieder aufbauen konnten.“

Bis es hierzulande so weit ist, wird es

noch dauern. Auswandern kommt für

Maierhofer und Family dennoch nicht

infrage. „Ich bin sehr gerne Österreicher.“

Der seine Freude am Fahrrad an

seine kleinen Töchter (4 und 6) weitergibt.

„Rauf helfe ich der Kleinen

noch ein bissl mit einer Art Abschleppseil,

das ich bei mir unterm

Sattel und an ihrem Rahmen befestige,

runter haben wir alle gemeinsam

schon großen Spaß. Kinder lernen das

so schnell.“ Selbstredend ist Maierhofer

auch in der Stadt immer mit dem

Rad unterwegs. „Mit einem E-Bike sogar,

weil ich unverschwitzt und trotzdem

schnell zu Terminen komme.“

Und weil das Zusammenführen von

Leidenschaft und Geschäft schon beim

Snowboarden gut funktioniert hat,

plant Maierhofer das auch ein zweites

Mal und will mit seinem Kumpel

Rene Sendlhofer Bike-Reisen organisieren.

Ob auf die Rannach oder doch

nach Revelstoke ist aber noch offen …

CRI

MAIER HOFER

war Snowboardprofi,

fährt seit 2003

Bike-Rennen und

lebt mit seiner

Frau und zwei

Töchtern in Graz.

www.cmh-heliskiing.com

„FORMEL 1“ FÜR

MOUNTAINBIKER

BIKE NIGHT FLACHAU

T. +43 64 57/22 14

www.facebook.com/bikenightflachau

www.bike-night.at

Von 21. bis 23. August

geht zum schon zehnten

Mal die Bike Night Flachau

über die Bühne. Gefahren

wird zwei Stunden lang

auf einem Rundkurs.

Der spannende und anspruchsvolle Kurs ist

4,5 km lang, hat 200 Höhenmeter und ist in

zwei Stunden so oft wie möglich zu durchfahren.

Ob auf der „Hermann Maier“-Weltcupstrecke

oder auf dem Abschnitt, der

durch den Ort Flachau führt: Überall stehen

viele Fans und pushen die Fahrer zu

Höchstleistungen. Die Stimmung macht die

Bike Night zu einer in Österreich einzigartigen

Marathonveranstaltung.

„Radsport gepaart mit Show und Society“ ist

das Motto, das auf die Bike Night Flachau

am besten passt. Zusätzlich zu Spannung

und Herausforderung auf der Strecke

erwartet Fans und Teilnehmer ein umfangreiches

Rahmenprogramm mit Show, Spiel

und einmaliger Partystimmung. Kein

Wunder, dass der Mountainbike-Marathon

im Salzburger Land zu den beliebtesten

Bikeevents Österreichs gehört.

Foto: Bike Night Flachau

114 SPORTaktiv



MAN MUSS NICHT IMMER

VOLLGAS HEIZEN.

AN WANDERERN FÄHRT MAN

LANGSAM VORBEI UND

GRÜSST FREUNDLICH.


BIKE-HOTSPOT IM

BAYERISCHEN WALD

KONTAKT

Tourist Info Sankt Englmar

T. +49 99 65/84 03 20

www.urlaubsregionsankt-englmar.de

Fotos: Tourist Info Sankt Englmar

Rund um Sankt Englmar

in Bayern erstreckt sich ein

großartiges, vielseitiges

Mountainbike-Gebiet in

wunderschöner Natur.

Locals wissen ein Lied über ihr superbes

Trailgebiet in der ältesten Mountainbike-

Region Deutschlands zu singen. Gipfel

umkranzen den Luftkur- und Genussort

Sankt Englmar, weswegen er sich als

Ausgangspunkt für erlebnisreiche Touren

hervorragend eignet. Ob knochige Wurzelpassagen,

anspruchsvolle Up- and Downhills

oder sanfte Wiesenteppiche: Sowohl

begnadete Fahrtechniker wie auch E-Biker

und Tourenbiker finden perfekte Routen.

Am Pumptrack kann man an seiner Technik

feilen und im Bikepark am Hochpröller

vergnügen sich die Freerider auf drei Lines.

Durch seine Lage an der „Trans Bayerwald“

hat der Etappenort Sankt Englmar

eine zusätzliche Aufwertung als Mountainbike

-Hotspot erfahren. Bikefreundliche

Gastgeber sind ganz auf die Bedürfnisse des

Offroad-Publikums eingestellt.

SPORTaktiv

115


NEUE

ELITELIGA

„KETTLER ALU-RAD“ IST

WIEDER DA! UND DIE

DEUTSCHE TOPMARKE

PUNKTET BEI DEN E-BIKES

SOFORT MIT QUALITÄT UND

INNOVATION. WIE ZUM

BEISPIEL MIT BIS ZU 1250 WH

AKKUPOWER BEI DEN E-MTBS

UND – ERSTMALS – BEI EINEM

TIEFEINSTEIGER.

Für höchste Ansprüche an Design und Qualität

präsentiert Kettler Alu-Rad die Modelle der

Serie QUADRIGA DUO. Mit neuem Bosch-

Performance-Line-CX-Motor und gleich zwei (!)

integrierten Bosch Powertube-Akkus setzt Kettler

neue Maßstäbe. Sogar im Wave-Rahmen (tiefer

Einstieg) sind erstmals 1250 Wh verbaut – ein

Alleinstellungsmerkmal in der E-Bike-Branche.

Wahlweise mit stufenloser Enviolo- oder 12-fach-

Shimano-XT-Kettenschaltung ausgestattet, glänzt

die Serie auch bei der Auswahl der Federgabeln

und Dämpfer. Für noch mehr Sicherheit und

stabileres Fahrverhalten wurde das spezielle neue

extrabreite 1 1/8 Maß am Steuerrohr konzipiert,

diese Innovation ist speziell für E-Bikes entwickelt

worden. Zulässiges Gesamtgewicht: 145 kg!

Die DUO-Serie ist als vollgefedertes

E-MTB mit 150 mm Federweg, mit

oder ohne Straßenausstattung oder als

S-Pedelec (45 km/h) mit Enviolo- und

Gates-Riemenantrieb erhältlich. Abgerundet

werden die Trekking-Modelle

mit einer gefederten

Sattelstütze, die absenkbar

ist.

ANZEIGE / Fotos: Kettler Alu-Rad

116 SPORTaktiv


NOCH

DREI FRAGEN

AN DEN EXPERTEN

Herr Honkomp, was sind bei KETTLER Alu-Rad die

Schwerpunkte der Radsaison?

Der Schwerpunkt liegt bei uns immer auf Qualität, Innovation

und Preis-Leistung. Mit der Quadriga-Duo-Serie

haben wir als erster Hersteller weltweit ein Tiefeinsteiger-Modell

mit zwei integrierten Bosch-Powertubes entwickelt.

1250 Wh sind ideal für Touren im schönen Österreich.

Darüber hinaus haben wir mit dem Familiano ein

optimales Bike für Familien entwickelt.

OLE

HONKOMP

ist Exportleiter bei KETTLER

Alu-Rad und leidenschaftlicher

Fahrrad- und E-Bike-Fahrer

www.kettler-alu-rad.de

Wofür steht KETTLER Alu-Rad als Marke?

Wir stehen für Qualität, Tradition und Werte gegenüber

Fachhandel und Verbrauchern. Unser Ziel ist, dass unsere

Partner und Kunden Freude an unseren Produkten haben.

Was plant man in den nächsten Jahren an Innovationen?

Wir werden auch für die nächsten Jahre und speziell für

unsere Freunde in Österreich neue Modelle entwickeln, die

perfekt auf die Gegebenheiten abgestimmt sind

und Spaß machen. Ihr dürft gespannt

bleiben!

Die KETTLER-Vielfalt:

Quadriga Town & Country Comp,

Quadriga Duo CX12 und

das Familiano L-N (von links nach rechts).

QUADRIGA DUO CX12 FS

RAHMEN: Kettler Aluminium

DÄMPFER: RockShox Deluxe RT Select+, 150 mm

FEDERGABEL: RockShox Lyric Select, 150 mm

SCHALTUNG: Shimano XT 1 x 12

BREMSEN: Shimano XT

LAUFRÄDER: RODI TRYP35/Shimano XT

REIFEN: Schwalbe Eddy Current, 29 Zoll vorne

und 27,5 Zoll hinten

SATTEL/STÜTZE: Ergon SMA30/Limotec

KURBEL: FSA 36 T

MOTOR: Bosch Performance Line CX

AKKU: konfigurierbar, mit zwei Bosch

PowerTube-Akkus von 1000 bis zu 1250 Wh

PREIS: ab 6399 Euro

www.kettler-alu-rad.de

SPORTaktiv

117


TOUREN,

TRAILS UND JUMPS

Egal, ob Bikepark mit unzähligen Jumps und Kurven und

Singletrails in Stadtnähe oder hochkarätige Mountainbike-Events:

In Innsbruck kommen Bike-Liebhaber auf

ihre Kosten. Ab Sommer 2020: mit ausgebauten

Bike-Trails, Bikeshuttle von der Stadt zum Bikepark und

Crankworx inklusive neuen Bewerben.

Mehr zur Bike-

Destination Innsbruck:

www.innsbruck.info/

radsport

Ab 30. Mai empfängt der Bikepark

Innsbruck Mountainbiker wieder

mit abwechslungsreichen Trails

und phänomenaler Aussicht auf die

Landeshauptstadt und Berge rundherum.

Heuer neu: Der Flowtrail „The Chainless

One“ führt nun 7,6 Kilometer durchgehend

von der Berg- bis zur Talstation.

Ebenfalls verlängert wird der Crankworx-

Downhill-Trail „The Straight One“.

Für Mountainbiking der Sonderklasse

sorgt Crankworx Innsbruck: Das legendäre

MTB-Gravity-Event gastiert auch dieses

Jahr als einziger europäischer Stopp neben

Rotorua (Neuseeland) und Whistler

(Kanada) in Innsbruck. Die besten

Mountainbiker der Welt machen den

Bikepark von 10. bis 14. Juni 2020 zu

ihrer Spielwiese in den 6 Disziplinen:

Whip-Off, Dual Slalom, Pumptrack,

Speed & Style, Slopestyle und Downhill.

Rund 650 Athleten und 25.000 Besucher

feiern ein großes Festival der Gravity- -

Bike-Kultur. Zum ersten Mal mit dabei ist

die Nachwuchsrennklasse „CWNEXT“,

bei der junge Amateur-Biker die Gelegenheit

haben, ihr Talent unter Beweis zu

stellen. Das Crankworx-Wochenende fällt

auf das lange Wochenende mit dem

Fronleichnamsfeiertag und bietet sich

perfekt für ein verlängertes Wochenende

in der Region Innsbruck an. Mehr dazu:

www.crankworx.com/festival/innsbruck

Relaxed in den Bikepark kommt man mit

dem Shuttle-Service. Direkt aus der Stadt

auf die Trails, bringt ab Sommer ein

Kleinbus mit Bike-Anhänger die Biker aus

Innsbruck zum Bikepark. Der Bikeshuttle ist

in der Bike City Card, der kostenlosen

Gästekarte Welcome Card und allen Tickets

des Bikeparks Innsbruck und der Gravity

Card enthalten.

Fotos: Innsbruck Tourismus

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

118 SPORTaktiv


EINER FÜR ALLES

Ein wahres Allroundtalent

ist der SHIMANO ET 300,

ein für E-Bikes konzipierter

Schuh. Das spezielle Profil der

Sohle sorgt für Griffigkeit auf

unterschiedlichen Pedalen und

Untergründen – beim Gehen

und Biken. Die halbsteife

Zwischensohle sorgt für

effiziente Kraftübertragung.

bike.shimano.com

GUT BELÜFTET

BIKE

NEWS

NEUE SOHLE, NOCH

MEHR GRIP

Mit einem neuen Sohlenkonzept punktet der

SCRUB AMP von ION. Der Flat-Pedal-Schuh

hat vorne und hinten ein positives Profil

für festen Halt. Im Mittelfußbereich ist das

Profil negativ, damit die Pins perfekten Grip

während der Fahrt haben.

www.ion-products.com

Fotos: Hersteller

sport_activ_half.pdf 1 10/03/2020 09:08

Der neue TRANS ALPIN 24 von

DEUTER punktet dank geringerer

Auflage mit verbesserter Belüftung

am Rücken. Auch neu und besser:

die Helmhalterung sowie das von

außen zugängliche Pumpenfach.

www.daypacks.com

SPORTaktiv

119


DER BIKEHELM

JEDER BIKEHELM, DER IM

EUROPÄISCHEN HANDEL VERKAUFT

WIRD, ERFÜLLT DIE GESETZLICHEN

SICHERHEITSANSPRÜCHE. DENNOCH

GIBT ES VIELE GUTE GRÜNDE, NICHT EIN-

FACH ZUM ERSTBESTEN ZU GREIFEN.

IM FOKUS

VON CHRISTOF DOMENIG

120 SPORTaktiv


SO SITZT ER

RICHTIG

DER BESTE HELM KANN NICHT OPTIMAL

SCHÜTZEN, WENN ER FALSCH AUFGESETZT

WIRD. DARAUF KOMMT ES AN.

Setze den Helm

1. waagrecht auf den Kopf.

Zwischen Augenbrauen und

Stirn sollen ungefähr zwei

Fingerbreit Platz sein. Oft

gesehen: dass der Helm zu

weit hinten sitzt und die Stirn

nicht geschützt wird.

Kopfring schließen,

2. sodass der Helm straff

sitzt, aber nicht drückt. Bei

geöffnetem Kinnband muss

der Helm an seiner Position

bleiben, wenn du den Kopf

schüttelst und dich nach

vorne beugst.

Fotos: Christoph Heigl, Thomas Polzer

Wer jemals die Möglichkeit geboten

bekommt, bei einem Bikehelm-Hersteller

ins Entwicklungs-

und Testlabor zu schauen,

sollte die Chance nutzen. SPORTaktiv

konnte das bei Abus im deutschen Ruhrgebiet

tun, die Story ist in unserer Februar/

März-Stammausgabe nachzulesen (als E-Paper:

magazin.sportaktiv.com) Weil wir dort die Experten

bei der Hand hatten, haben wir uns

speziell für unseren Bikeguide gleich vertiefend

über die Materie Bikehelme erkundigt.

Zu sehen, mit welcher Akribie die Hersteller

daran arbeiten, den Kopfschutz ständig zu verbessern,

ist schon beeindruckend. Aber woran

wird konkret getüftelt? Was unterscheidet zum

Beispiel einen Bikehelm 2020 von einem vor

fünf Jahren? „Gewicht, Belüftung, Passform –

Den Riemen unter

4. dem Kinn schließen.

Der geschlossene Riemen

soll gut anliegen

und gerade einem Finger

zwischen Kinn und

Riemen Platz lassen.

Den seitlichen Clip, der

3. die Gurte zusammenführt,

so einstellen, dass die

Riemen rund um die Ohren

anliegen und sich der Clip

knapp unterhalb deiner Ohren

befindet.

SPORTaktiv

121


DEN RÜCKEN

SCHÜTZEN

Neben dem Helm vertrauen

immer mehr auf einen Rückenprotektor.

Es gibt sie in Softoder

Hartvarianten. Protektoren

verteilen bei einem Sturz auf

den Rücken die Aufprallenergie,

schützen vor dem Untergrund

(z.B. Steinen) und stabilisieren

den Rücken. Eine gute Wahl

sind auch Bikerucksäcke mit

integriertem Rückenschutz.

Ähnlich dem Helm funktioniert

auch die Belüftung bei starker

Schutzwirkung immer besser.

hier wurden sicher die meisten Fortschritte

gemacht“, erklärt Marc von

Dunten. Der Produktmanager verweist

auf den aktuellen Abus-Airbreaker, bei

dem die Ventilationsöffnungen rund 50

Prozent der Oberfläche einnehmen – bei

hervorragenden Dämpfungseigenschaften.

Vereinfacht gesagt: Einen Helm zu

bauen, der die geforderten Sicherheitsanforderungen

erfüllt, ist nicht sehr

schwer. Einen leichten, möglichst gut

belüfteten mit hohen Sicherheitsreserven:

Das ist die Herausforderung.

Mountainbiker legen Wert auf eine

coole Optik. Helme werden heutzutage

oft tiefer gezogen als noch vor einigen

Jahren. Das ist auch der Sicherheit geschuldet,

wie von Duntens Kollege Yannik

Thomas erläutert: Größere Teile des

Kopfes abzudecken, ohne Gewichtserhöhung,

sei ein wichtiges Entwicklungsziel

der Helm-Hersteller.

Zur Passform und zum besseren Tragegefühl

haben in den letzten Jahren die

Verstellsysteme beigetragen: 360-Grad-

Systeme, die sich nicht nur in der Weite,

sondern auch Höhe anpassen lassen und

den Kopf richtig umschließen. Oder:

„schwimmend“ gelagerte Polster, die

vom Schalenmaterial konstruktiv getrennt

sind, was Druckpunkte verhindert.

Abus nennt es „Floating Padding“,

andere Hersteller haben ähnliche Konstruktionen.

Trotz verbesserter Anpassungsmöglichkeiten

kann es immer noch sein, dass

manche Helme und Köpfe nicht zusammenpassen.

Kopfformen sind eben verschieden.

Das heißt beim Kauf: probieren.

Passt ein Helm nicht, merkt man es

eigentlich schnell, erklären die Abus-Experten.

„Mit dem richtigen Helm fühlt

man sich sofort wohl.“

Jeder in Europa verkaufte Fahrradhelm

muss nach der Prüfnorm EN 1078

zertifiziert sein. Fehlt es, was bei im Onlinehandel

erstandenen Produkten sein

könne, sollte man die Finger davon lassen.

Zugleich übererfüllen gute Helme

die gesetzlich geforderte Norm deutlich,

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dich um dein Bike kümmern und an

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Foto: Explorer Hotels

122 SPORTaktiv


KLEINER

FUSSABRUCK

Was tut sich bei Bikebekleidung?

Schneller- und Weiter-Biker

lieben eher eng geschnittene

Mode, lässige Runterheizer

weite Klamotten. Daran hat sich

in den letzten Jahren nichts geändert.

Analog zur Outdoorbranche

achten immer mehr Hersteller

von Bikebekleidung darauf,

einen kleinen ökologischen

Fußabdruck zu hinterlassen.

Vom recycelten Funktionsmaterial

über Naturmaterialien bis

hin zum Verzicht auf schädliche

Imprägnierung.

was bei Abus im Testlabor sichtbar

wird: Bei einem flachen Aufschlag mit

21 km/h sind maximal 250 g Belastung

zulässig. Gut durchkonstruierte Helme

schaffen Werte um 180 g.

Ein Thema, das gerade startet und

noch wesentlich an Bedeutung gewinnen

wird, sind smarte Technologien. Bei

Abus heißt die Technologie Quin, die

Stürze erkennt und automatisch eine

Kontaktperson verständigt, wenn der

Fahrer bewusstlos ist. Gerade bei Mountainbikern

ist das ein sinnvolles Feature,

wenn sie allein abseits der Zivilisation

unterwegs sind. Die Abus-Experten erwarten,

dass in einigen Jahren kaum

noch ein hochwertiger Helm ohne smarte

Technologie in den Handel kommt.

Was auch auffällt: Dass fast jede Marke

Helme in unterschiedlichen Preissegmenten

anbietet. Was unterscheidet einen

günstigen Helm derselben Marke

von einem hochpreisigen? Die Sicherheit

ist es nicht. Sehr wohl die schon eingangs

angesprochenen Eigenschaften:

Belüftung, Tragekomfort, Leichtigkeit.

„Hochwertige Helme bestehen aus mehreren

Schalenelementen – in der Regel

drei bis vier. Günstige aus einem einzigen“,

erklärt Marc von Dunten. Aufwendige

Lackierungen, machen ebenso

einen Unterschied in den Herstellungskosten

aus wie die Qualität der verwendeten

Polster.

Wie lange soll man einen Helm verwenden?

Dazu gibt es eine Faustformel:

acht Jahre ab Produktionsdatum, jedoch

nur fünf Jahre im regelmäßigen Gebrauch.

Natürlich kommt es dabei auch

auf die Pflege und Art der Verwendung

an: Sonnenlicht etwa lässt das Material

schneller altern.

Hat der Helm einen Sturz abgefangen,

sollte er getauscht werden – während ein

bloßes Fallenlassen aus geringer Höhe

ohne Gewichtsbelastung kein Problem

darstellt. „Man erkennt Beschädigungen

von außen leider nicht. Also bitte nach

einem Sturz in jedem Fall den Helm erneuern.“

CHILLEN AUF DEN

WEXL TRAILS

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Klein, Alt, Jung, für Könner und für

Anfänger. Das bieten in dieser Form

nur die Wexl Trails in St. Corona.

Tipp: Genuss-Schmankerl

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Foto: Wexltrails

Die Wexl Trails in St. Corona am

Wechsel (NÖ) sind das Paradies für

Mountainbiker jeder Alters- und

Könnensstufe und ein Eldorado für

schneidige E-Biker. Das „Trails Center“

eignet sich perfekt, um das Biken zu

erlernen und seine Fähigkeiten auszubauen.

Ein Highlight ist der Mini-Bikepark

(siehe Bild), der dank Zauberteppichbeförderung

den Kindern am

Mountainbike oder Laufrad genug Kraft

zum Bergabfahren überlässt. Ob

flowiges Fahrgefühl oder naturbelassene

Singletrails, Tourenprogramm oder

Shuttledienst – die Wexl Trails bieten für

alle Biker den perfekten Untergrund.

Nur eine Autofahrstunde von Wien und

Graz entfernt, findet hier jeder eine

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123


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124 SPORTaktiv

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• für alle Geländeformen: von Cross-

3

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Belüftung und große Schutzzonen

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5-MIPS-System ermöglicht es, den

Helm perfekt anzupassen

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Helm durch die langlebige Verbindung

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außergewöhnlichen Komfort

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optimierte Belüftung

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sowohl rotatorische als auch lineare

Energieabsorption bietet

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leichteste Lösung zur Bewältigung

von Rotationskräften

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4 5

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Polycarbonat-Schale

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SPORTaktiv

125


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Lifestyle so gekonnt wie GIRO aus Scotts Valley,

Kalifornien: High End für Bikerinnen und Biker.

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besticht mit geringem Gewicht,

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Der Radix W MIPS begeistert

Bikerinnen mit seiner

Vielseitigkeit: Er passt für

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Tour. 25 Belüftungsöffnungen

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der All-Mountain-Abenteurer

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126 SPORTaktiv


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SPORTaktiv

127


HOCHGEFÜHL

128 SPORTaktiv


IM HIMALAYA

DIE IDEEN GEHEN PETER URDL

AUS DER WESTSTEIERMARK NICHT AUS.

DER EXTREM-BIKER HAT DAS YAK ATTACK

IN NEPAL ABSOLVIERT UND IST AN SIEBEN

TAGEN 280 KILOMETER MIT 9000 HÖHENME-

TERN GERADELT. IN DÜNNER LUFT UND MIT

RIESIGEN TEMPERATURSCHWANKUNGEN.

VON KLAUS MOLIDOR

Fotos: Peter Urdl, Rojan Shresta

Die erste Challenge hatte Peter Urdl

schon zu überstehen, bevor er

das erste Mal im Himalaya in die

Pedale seines schwarz-roten Race-

Fullys treten durfte. Die Autofahrt von der

nepalesischen Hauptstadt Kathmandu zum

Start des Yak-Attack-Rennens in Besisahar

war nämlich alles andere als gewöhnlich.

150 Kilometer in sieben Stunden. „Da

kannst’ dir ungefähr vorstellen, was das für

eine Rumplerei war“, sagt der 52-jährige

Weststeirer. „Erst hab ich mich noch gewundert,

dass einige der Teilnehmer nicht

mit dem Auto-Shuttle sondern mit dem

Rad gefahren sind. Aber viel langsamer waren

die nicht.“ Auch der Pulsschlag dürfte

sich nicht wesentlich unterschieden haben.

„Die Wege sind so schmal, dass gerade ein

Auto Platz hat. Auf der einen Seite geht

der Fels fast senkrecht zwei Kilometer

nach oben, auf der anderen Seite geht es

300 Meter steil bergab. Und wenn einer

entgegenkommt, mussten die Fahrer oft

Hunderte Meter zurück zu einer Ausweiche

fahren“, erinnert sich Urdl. „Da war ich

froh, dass ich die Helikopterbergung beim

Veranstalter dazugebucht hatte.“

Das Rennen selbst war dann natürlich

auch nicht das, was man unter einem

Honiglecken versteht. 280 Kilometer mit

9000 Höhenmetern an sieben Tagen galt

es zu bewältigen. Und das alles in großer

Höhe. Zwischen 2800 und 5416 Metern

SPORTaktiv

129


PETER URDL

arbeitet in der Forschungsabteilung einer

Elektronikfirma und lebt in Rassach (St).

Er fuhr schon Crocodile Trophy, Mongolia

Bike Challenge, Trans Rockies in Kanada

und Titan Desert Tour in Marokko.

Freudentränen auf 5416 Metern bei der

Ankunft auf dem Thorang-La-Pass.

Genius_eRide_210x135mm.pdf 1 24.02.20 10:42

Seehöhe waren die 25 Hardcore-Biker

unterwegs. Die Etappen dauerten zwischen

zweieinhalb und knapp sieben

Stunden Fahrzeit. „Wobei du in der

Höhe die Belastung doppelt rechnen

musst“, sagt Urdl. Die Teilstücke fühlten

sich also an wie 5 bis knapp 14 Stunden

biken in „normaler“ Seehöhe.

Dafür wurde er mit unvergesslichen

Eindrücken belohnt. Die Bergwelt der

Sieben- und Achttausender mit Annapurna

und Manaslu, karge Landschaften,

alte Klöster, Flüsse und winzige

Ortschaften im Nirgendwo. „Dort hat

es ausgeschaut wie im Mittelalter. Stein-

130 SPORTaktiv


HEIZUNG? WARMWASSER? FEHLANZEIGE. DAFÜR GROSSE

„FENSTER, DURCH DIE ES IMMER REINGEZOGEN HAT.

und Lehmhütten, notdürftigst gepflasterte

Straßen.“ Vor allem aber: kaum

Vegetation. „Mit Eseln bringen die Leute

dort aus viele Kilometer entfernten

anderen Dörfern hin, was sie zum Leben

brauchen.“

Was er auf den Etappen zum Leben

braucht, hat er immer im Rucksack.

Riegel, Gels, Ärmlinge, Beinlinge und

warmes Übergewand. „Denn die Temperaturunterschiede

waren enorm.“

Untertags radelte er in kurzer Hose und

Shirt bei fast tropischen Temperaturen,

in der Nacht hat es bis auf minus 10

Grad abgekühlt. „Und auch in den

Unterkünften wurde es sehr frisch. Heizung?

Warmwasser? Fehlanzeige. Dafür

große Fenster, durch die es immer reingezogen

hat.“ Daher hat er mit seinem

deutschen Kumpel und Zimmergenossen

auch ein Ritual entwickelt. „Wir haben

das Bett vom Fenster immer gleich

einen Meter in die Mitte des Raumes

verschoben. Dadurch war es deutlich

angenehmer.“

Für die Gesundheit der Fahrer haben

drei Ärzte gesorgt, die ebenfalls auf dem

Bike unterwegs waren. Einer an der

Spitze, einer in der Mitte und einer am

Ende. Mit Pulsoxymetern wurde regelmäßig

die Sauerstoffsättigung gemessen.

„Ich hatte auf 4500 Metern 77 Prozent“,

sagt Urdl. „Schlechter als vor drei Jahren

bei einem anderen Rennen im Himalaya.

Und das hab ich auch gespürt.“ Der

Grund: Urdl hatte anders als damals nur

zwei Tage Zeit, sich zu akklimatisieren.

„Und dann sind wir jeden Tag 1000

Höhenmeter rauf.“ Empfohlen wären

300 …

Vor der „Königsetappe“ auf den Thorang-La-Pass

haben die Ärzte dann auch

zwei Fahrer aus dem Rennen genommen.

Urdl konnte weiterfahren. „Die

Erholung funktioniert in diesen Höhen

dann sehr schlecht. Normalerweise esse

ich nach harten Etappen sofort ordentlich.

Dort hat es eine Stunde gedauert,

bis der Körper bereit war, überhaupt

irgendwas aufzunehmen. Und nach ein

paar Bissen musste ich wieder warten.“

Absoluter Höhepunkt in dreifacher

Hinsicht war der Anstieg auf den Thorang-La-Pass.

Einerseits vom Erlebnis

her, andererseits führte er auf den

höchsten Punkt der Strecke. Und natürlich

war es auch der Höhepunkt der

Anstrengung. Von 4500 auf exakt 5416

MACH DEIN HOBBY ZUM BERUF

BIKEPRO – die Vereinigung der österreichischen Radführer – bietet Ausbildungen

zum MTB-Guide, Bikepark- & Freeride-Guide sowie E-MTB-Guide an.

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Die Ausbildungen mit Theorie und Praxis

qualifizieren dazu, Touren im touristischen

Bereich zu organisieren und zu

führen, Mountainbike-Gruppen sicher

und umweltbewusst im Gelände zu führen

sowie fahrtechnische Tipps vermitteln

zu können. Nach bestandener Prüfung

sind viele Guides in ganz Europa und

auch weltweit tätig, meist für Tourismusbetriebe,

oft auch als Selbstständige. Im

Tourismus vieler Regionen spielt der

Mountainbikesport eine immer bedeutendere

Rolle.

Mountainbiken hat sich besonders

in den letzten Jahren hinsichtlich der

Möglichkeiten und Zielgruppen extrem

entwickelt – wohl der stärkste Trend ist

derzeit im E-Mountainbike-Segment

zu beobachten. Diesen Entwicklungen

wird BIKEPRO auch mit seinen unterschiedlichen

Ausbildungsprogrammen

gerecht. Schwerpunkte bei den Kursen

sind das Vermitteln von Fertigkeiten, wie

Fahrtechnik, das Führen von Gruppen,

Gerätekunde, Ausrüstung sowie Tourenplanung

und Erste Hilfe. Neben den Ausbildungen

veranstaltet BIKEPRO auch

Fortbildungen zum Kinder-Mountainbike

Guide oder Fahrtechniktrainings.

KONTAKT

Mag. a Greta Nowak

info@bikepro.at

www.bikepro.at

SPORTaktiv

131


Geschafft! Peter

Urdl im Ziel des

Yak Attack 2019

– als Sieger der

Altersklasse M50.

„Ich muss raus, mich bewegen und brauche frische

Luft. Es macht mir einfach enorm viel Spaß, mit meinem

Mountainbike durch den Wald zu fahren. Am

schönsten sind die letzten Meter kurz vorm Gipfel. Alle

Anstrengung fällt von einem ab, man fängt an wirklich

zu genießen, freut sich auf die Pause, auf die Sicht, auf

das Vesper – und auf die folgende Abfahrt!“

JAKOB BREITWIESER MIT DEM TRANS ALPINE 30

Der handliche Trans Alpine 30 ist mit seinen clever

durchdachten Funktionen für den Bike-Profi

Jakob Breitwieser ein absoluter Liebling.

Meter. Steil bergauf. An Fahren war

da nicht mehr zu denken. „Ich hatte

eine Vorrichtung am Rucksack, in der

ich das Rad eingehängt und so raufgeschleppt

hab“, erzählt Peter Urdl.

Eineinhalb Stunden, zwei Stunden –

wie lange es genau gedauert hat weiß

er nicht mehr. „Viele Inder und Nepalesen

haben es sich aber so auf den

Rücken gelegt und balanciert.

Da rauf schwitzt du wie ein Schmalzbettler

und oben hat es dann minus

10 Grad.“ Dank des günstigen Wetters.

Es war nämlich bewölkt. An einem

klaren Tag hat es dort gerne auch

einmal minus 20 Grad. „Da war ich

schon gerührt und hab die eine oder

andere Träne verdrückt“, erinnert sich

Urdl. Viel Zeit zum Genießen blieb

nicht. Überjacke und -hose an, ein

Foto geschossen und runter ging’s auf

2800 Meter. Auch nicht gemütlich.

„Das waren 10 Kilometer steiler

Singletrail.“

Zu dem Zeitpunkt, am fünften

Tag, hatte er in seiner Altersklasse

M50 schon deutlichen Vorsprung

auf die Verfolger und musste seinen

Körper nicht mehr bis an die Grenzen

belasten. Wie ihm der Kampf um

jede Sekunde nicht mehr so wichtig

ist. Es ist mehr das Abenteuer, das

ihn jetzt reizt. Sandsturm und Kälte,

Hitze und Fahrten über wacklige

Hängebrücken und unterspülte Straßen,

vorbei an Wasserfällen und das

Dach der Welt immer im Blickfeld.

„Ich glaube schon, dass ich da ganz

gut hinpasse.“ Darum ist auch noch

nicht aller Tage Abend mit Abenteuer-Mountainbike-Rennen.

„Ein Rennen

durch die trockenste Wüste der

Welt, die Atacama in Chile und Peru

reizt mich.“

Und danach? Wer weiß? Eigentlich

kommt der Steirer ja aus einer ganz

anderen Ecke. Nach der Skihauptschule

in Schladming ist Urdl schon

in den 1980er-Jahren zahlreiche

Snowboardrennen gefahren, hat danach

einiges ausprobiert. „Es ist sicher

nicht das Letzte“, sagt seine Frau Karin

und Peter muss schmunzeln. Und

es wird sicher nichts Alltägliches sein.

132 SPORTaktiv


SPORTaktiv 133


DIE TROPHY IST

DIE HÖLLE

„EINMAL HÖLLE UND ZURÜCK“, WEN DAS TROPHY-

FIEBER EINMAL GEPACKT HAT, DER NIMMT DIE

STRAPAZEN IN KAUF. DIE SALZKAMMERGUT- TROPHY

IN BAD GOISERN FINDET HEUER AM 18. JULI STATT.

SPORT AKTIV IST MIT DABEI UND SUCHT TEAMFAHRER!

Die Salzkammergut-Trophy in Bad Goisern

hat sich seit der ersten Auflage im

Jahr 1998 zum größten MTB-Marathon

Österreichs entwickelt. Waren es 1998

gerade 220 hartgesottene Biker, standen in

den letzten Jahren mehr als 5000 Teilnehmer

am Start und trugen sich in die ewigen

„Trophy-Geschichtsbücher“ ein.

Bei der Trophy 2020 stehen wieder sieben

Marathondistanzen zur Auswahl. Zusätzlich

zur Extremdistanz über 210 Kilometer gibt

es Strecken über 22, 37, 53, 76 und 119 Kilometer

sowie den technisch anspruchsvollen

„All-Mountain“-Bewerb mit 56 Kilometern.

Abgerundet wird das Rennangebot mit der

SCOTT-Junior-Trophy, den Einradbewerben,

der innovativen Bosch-eMTB-Challenge

und dem Gravel-Marathon powered

by Dachstein-Salzkammergut. Das lassen

sich auch Österreichs fitteste Promi-Sportler

nicht entgehen: Andreas Goldberger

nimmt wieder die Extremdistanz in Angriff,

Snowboarder Benjamin Karl und Langläufer

Christian Hoffmann haben ihre Teilnahme

auf den Strecken über 119 bzw. 76 km auch

schon bestätigt.

Wir sind dabei!

Als langjähriger Partner ist auch SPORTaktiv

wieder mit einem Team in den verschiedenen

Startblöcken unter den Mountainbikern

vertreten. Heuer suchen wir

50 Biker und Bikerinnen, die mit uns die

Trophy als „Slow-Motion-Team“ in Angriff

nehmen. Dafür haben wir mit unseren Partnern

tolle Goodies fixiert. Melde dich rasch

mit unserer Teamnummer 55 an.

www.trophy.at/anmeldung

ANMELDUNG

Sei mit uns dabei

von 17. bis 19. Juli in

Bad Goisern!

www.trophy.at/

anmeldung

Auch SCOTT ist

heuer SPORT aktiv-

Teamsponsor und

präsentiert bei

der Trophy-Bike- Messe

u.a. das neue Spark RC

900 World Cup AXS.

134 SPORTaktiv


TEUFEL

KOMM RAUS

WER MACHT MIT? SPORTAKTIV

HAT WIEDER EIN TEAM BEI DER

SALZKAMMERGUT-TROPHY!

VITAL ENTSPANNEN IM

NARZISSEN VITAL RESORT

Das Narzissen Vital Resort bietet dir

während der Trophy den perfekten

Ausgangspunkt. Genieße vor und

nach dem Rennen eine entspannte

Atmosphäre fernab des Trubels und

gönne dir erholsame Momente der

Regeneration im Solebad & Saunabereich.

Schöpfe bei einer Massage im

Medical Wellness neue Kraft und fülle

deine Energiereserven wieder auf.

Das Start- und Zielgelände ist in 20

Minuten mit dem Pkw erreichbar.

Paket: 3 Tage/2 ÜN inkl. Frühstücksbuffet,

15 Minuten Medyjetbehandlung,

Solebad, Sauna sowie Medical

Fitness ab € 440,– für zwei Personen

im DZ, buchbar nach Verfügbarkeit.

Anmeldung und Infos:

Narzissen Vital Resort Bad Aussee

Pötschenstraße 172

T. +43 36 22/553 00-202

E-Mail: reservierung@vitalresort.at

www.vitalresort.at

DAS „DOWE-SPORTAKTIV-

SLOW-MOTION-TEAM“

Eine Besonderheit der Trophy ist die

„Slow-Motion-Teamwertung“: Es gilt als

Team eine möglichst große Kilometerzahl

zu schaffen. Gemeinsam mit 50 Lesern versuchen

wir, wie in den letzten Jahren auch

heuer wieder ganz vorne dabei zu sein – als

„Dowe-SPORTaktiv-Team“. Alle, die bei der

Anmeldung unsere Teamnummer „55“ angeben,

sind automatisch Teammitglieder.

Fotos: Erwin Haiden, Hersteller

Alle 50 Teamfahrer bekommen das

Dowe-Teamtrikot mit Trägerhose, das

Energiepaket von Dr. Böhm ® , die perfekte

Pumpe für zu Hause und unterwegs von

Syncros und den Kettenreiniger von

Ballistol. Die ersten 10 Anmeldungen

zusätzlich die neue Thule-Bike-Duffel.

SPORTaktiv

135


WIR PACKEN DAS

FÜNF BIKERUCKSÄCKE FÜR ALLES, WAS DU AUF

TOUR ODER AUF DEM TRAIL MIT HAST.

1 2 3

THULE RAIL 12L PRO

ORTLIEB ATRACK 25

DEUTER TRANS ALPINE 24

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freihändigen ReTrakt-Schlauchrückholsystem

• Schutz des unteren Rückens und der

Wirbelsäule

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und Sprünge dank sicherer

Passform

Bikern zugeschnitten

• Reduktion der beim Biken störenden

Hüftflossen, schlanke Silhouette,

spezielle Helmhalterung

• innovatives Verschluss- und Bedienkonzept

mit großer Reißverschlussöffnung

am Rücken

• einfach und schnell handzuhabende

Helmhalterung sowie von außen leicht

zugängliches Pumpenfach

• neues Rückensystem bietet verbesserte

Belüftung aufgrund geringerer Auflagefläche

und flexiblere Schulterträger für

mehr Bewegungsfreiheit

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www.thulegroup.com

PREIS (UVP): € 179,99

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Fotos: Hersteller

136 SPORTaktiv


4 5

6

7

8

VAUDE TREMALZO 16

PLATYPUS DUTHIE AM

4 5

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für Mountainbiker mit maximaler

• verschiedene Fächer zur Werkzeugorganisation,

unter anderem Brillentasche

Aeroflex-3D-Rückenbelüftung

• verstellbare Rückenlänge

mit Fleecefutter, Helmfach

• langanhaltend hoher Tragekomfort

• Rückenteil aus Netzmaterial, das über einen

• durchdachte Fächeraufteilung

leichten Drahtrahmen gespannt ist und eine

• umweltfreundlich hergestellt

gute Luftzirkulation sicherstellt

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PREIS (UVP): ab € 140,00

www.platy.com

6

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• Protektoren-Technologie trifft

Highend-Rucksack

• kombiniert größtmöglichen Aufprallschutz,

ergodynamische Flexibilität und

innovative 360-Grad-Ventilation

• integriertes Airshield-System mit charakteristischen

Gitternetzstruktur ist außen

sichtbar am Rucksack positioniert

PREIS (UVP): € 250,–

www.evocsports.com

7

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• leicht und flexibel

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extra Stauraum

• Schultergurt mit Aufnahme für den

Trinkschlauch

• Hauptfach für Wechselbekleidung

• Extra Organizer mit Verschluss für

die nötigen Dinge auf der Tour

PREIS (UVP): € 39,90

bbbcycling.com

SPORTaktiv

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sportaktiv.com

TEAM

PETRA OFNER

Backoffice & Verrechnung

T. 0 316/80 63-25 80

petra.ofner@styria.com

ARNOLD PAULY

Head of Sales

T. 0 316/80 63-25 83

arnold.pauly@styria.com

ALFRED BRUNNER

Geschäftsführung

T. 0 316/80 63-25 80

alfred.brunner@styria.com

ELISABETH RECHLING

Assistenz der Geschäftsführung

& Key Account Manager

T. 0 316/80 63-25 86

elisabeth.rechling@styria.com

KLAUS MOLIDOR

Chefredakteur

T. 0 316/80 63-25 93

klaus.molidor@styria.com

CHRISTOPH HEIGL

Redakteur

T. 0 316/80 63-25 88

christoph.heigl@styria.com

CHRISTOF DOMENIG

Redakteur

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THOMAS POLZER

Fotoredakteur

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thomas.polzer@styria.com

VERONIKA KAINER

Key Account Manager

CLAUDIA RIEDL

Onlineredakteurin

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veronika.kainer@styria.com

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Layout & Produktion

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EIGENTÜMER/VERLEGER

TOP TIMES Medien GmbH, 8010 Graz, Gadollaplatz 1

Tel.: 0 316/80 63-25 80

SPORTaktiv ist ein Titel der Styria Media Group.

Offenlegung gem. § 25 MedienG mit der Url:

sportaktiv.com/de/offenlegung

STÄNDIGE MITARBEITER

Markus Geisler, Klaus Höfler, Wolfgang Kühnelt,

Wolfgang Kuhn, Oliver Pichler, Axel Rabenstein,

Stephan Skrobar

HERSTELLER

Leykam Druck GmbH & Co KG, 7201 Neudörfl

Beiträge über Tourismusregionen und Eventankündigungen werden in Kooperation mit der

Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern gegen Druckkostenbeiträge produziert.

ABO-HOTLINE

Styria Marketing Services GmbH & Co KG, „Abo SPORTaktiv“,

Hainburger Straße 33, 1030 Wien

Tel.: 01/51414-800, Fax: 01/51414-810, E-Mail: abo@sportaktiv.com

Das Jahresabonnement (6 Ausgaben) kostet € 19,90.

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150/150 MM

VOLLCARBON

FOX 36 PERF. FLOAT

SHIMANO XT 12-SP

13,9 KG

3.499,95 EURO

X Y R O N S 827

BOSCH PERF:CX

625 WH PT

140/140 MM

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5.999,95 EURO

www.conway-bikes.com


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