Alnatura Magazin April 2020

alnatura

Osterrezepte rund ums Ei // Warenkunde & Rezepte: Rhabarber // Hersteller-Reportage: GEPA

April 2020

ISSN 1612-7153

alnatura.de

WARENKUNDE & REZEPTE

Rhabarber

REZEPTIDEEN

Osterrezepte rund ums Ei

HERSTELLER-REPORTAGE

GEPA: Fair schmeckt besser


Ausbildung für die Zukunft

Gemeinsam sinnvoll handeln

Du bist offen und übernimmst gern Ver antwortung? Du hast Freude am Um gang mit Menschen,

interessierst dich für Bio-Lebens mittel und packst gern aktiv mit an? Dann bewirb dich bei Alnatura als

Lehrling zur Kauffrau/zum Kaufmann im Einzelhandel

mit der IHK-Zusatz qualifikation Naturkosthandel

Wir freuen uns über deine Bewerbung, die du direkt auf alnatura.de/ausbildung hochladen kannst.

Neugierig?

Das erzählen Alnatura Lehrlinge über

ihre Ausbildung: Hier gehts zum Film


April 2020

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

SARS-CoV-2 ist das Virus, das wie kein anderes Phänomen nach dem

Zweiten Weltkrieg die Lebenssituationen der Menschen auf der ganzen

Erde binnen weniger Wochen stark verändert hat. Wenn Viren in einen

Organismus vordringen 1 , tun sie etwas, was nicht im Sinne des Organismus

ist. Der Organismus beginnt, sich gegen die Viren zu wehren. Er versucht,

die infizierten Zellen durch Fieber, Husten et cetera loszuwerden. Wir

können nur hoffen, dass die Verhaltensvorgaben und Verordnungen

der Politik den Vormarsch von COVID-19 verlangsamen und irgendwann

stoppen. Dies hängt wesentlich von unserem eigenen Verhalten ab.

Schon nach wenigen Wochen mit dem Virus beobachten wir wesentliche

Veränderungen in unserer Gesellschaft:

• Nationale Abschottung funktioniert nicht, die Viren haben sich weltweit

verbreitet. Wir können nur alle gemeinsam diese Krise meistern.

• Die Menschen haben ihr Verhalten im Umgang miteinander in kurzer

Zeit angepasst. Wir können demnach unsere Gewohnheiten tatsächlich

ändern.

• Die Verlangsamung der Wirtschaft und unserer Aktivitäten zeigen

sehr rasch einen deutlichen Einfluss auf die Gegebenheiten, die unser

Klima beeinflussen. So ist der Stickstoffdioxid-Gehalt in der Luft massiv

zurückgegangen. Ein NASA-Foto 2 der chinesischen Region Hubei, in der

viele Industriebetriebe ansässig sind, zeigt nach den gegen COVID-19 eingeleiteten

Maßnahmen den Charakter einer sauberen, quasi industriefreien

Zone. Die Natur kann sich erholen, wenn wir ihr das ermöglichen.

Dies und vieles mehr beweist, dass wir Menschen die Einsicht und die

Kraft haben, auf gefährliche Situationen schnell, umfassend und wirksam

zu reagieren. Wir können also hoffen, dass wir nach der Pandemie das

Klimaphänomen mit gleicher Intensität angehen werden.

Prof. Dr. Götz E. Rehn,

Gründer und Geschäfts -

führer Alnatura

Bis dahin wünsche ich Ihnen und den

Ihren gute Gesundheit. Ich danke Ihnen

im Namen aller Alnatura Mitarbeitenden

für Ihre Geduld. Hier und da haben Sie uns

mit Ihren großen Einkäufen überrascht.

Das tut unserer Erde gut, denn der Bio-

Landbau ist ein Beitrag zum Klimaschutz.

Bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen

14

20

16

Aktuelles von Alnatura 4

Alnatura Markenprodukte 6

Das Alnatura Ostersortiment

Rezeptideen Rund ums Ei 8

Annas Resteküche 11

Alnatura Einblicke 12

Warenkunde Rhabarber 14

Rezeptideen Rhabarberkuchen 16

Alnatura Qualität 20

Hersteller-Reportage GEPA 22

Hersteller-Reportage Lubs 28

Naturdrogerie 30

Aktuelles aus Bio-Welt und Gesellschaft 36

Alle fürs Klima 38

Klimafreundlich ans Ziel 40

40 Jahre »Alternativer Nobelpreis« 42

Gesellschaft Tierschutz 44

NAJU-Kinderseite 46

Alnatura Babysortiment 49

Vorschau, Märkte, Impressum 50

1 »Das Goetheanum«, 11/2020, Georg Soldner

2 »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, 17.03.2020, Timo Steppat Alnatura Magazin April 2020 3


Aktuelles

von Alnatura

OPTIMIERTE VERPACKUNG

Aus recyclingfähigem Kunststoff: Bei

drei Produkten aus dem Alnatura Ostersortiment

wurden die Verpackungen

von einem Mehrkomponenten-Beutel

auf einen aus Mono-Kunststoff (PP, Polypro

pylen) umgestellt. Das spart circa

50 Prozent Beutelgewicht und ermöglicht

eine bessere Recyclingfähigkeit.

Alnatura veröffentlicht vierten

Nachhaltigkeitsbericht

»Sinnvoll für Mensch und Erde« ist unsere Vision und prägt

seit mehr als 35 Jahren unser Verständnis von Nachhaltigkeit.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2019/20 stellt zum vierten

Mal umfassend dar, wie wir den daraus resultierenden

Anspruch an uns selbst umsetzen und Nach haltigkeit in

unser tägliches Denken und Handeln inte grieren.

Sie finden den Bericht unter

alnatura.de/nachhaltigkeit

Erfahren Sie mehr unter

alnatura.de/verpackung

Spendenaktion von Alnatura

Im April und Mai spendet Alnatura einen Teil des Erlöses jedes verkauften

Artikels einer besonderen Unterwäsche-Serie von People

Wear Organic (PWO) an die Chetna-Initiative. Die Unterwäsche für

die ganze Familie ist aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle. Die

indische Baumwollkooperative Chetna Organic Farmers Association

(COFA) wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, ökologisch verantwortungsvolle

Anbaumethoden zu erreichen und gleichzeitig die Arbeits-

und Lebensbedingungen von kleinen und mittleren Baumwollproduzenten

zu verbessern. Heute umfasst die Organisation neun

Kooperativen mit über 10 000 Produzenten, die auf insgesamt circa

13 000 Hektar Bio- Baumwollanbau betreiben. Die komplette Produktionskette

vom Anbau bis zum fertigen Kleidungsstück wird zertifiziert.

Alnatura und People Wear Organic sind eng miteinander verbunden.

Die erste Unterwäsche-Serie von PWO für Familien erhalten Sie exklusiv

in Ihrem Alnatura Markt.

Bio-Schafkäse aus dem

Rhein-Main-Gebiet

Das Hofgut Kapellenhof im osthessischen Hammersbach ist die

einzige Bio-Schafmilchkäserei im Rhein-Main-Gebiet. Der landwirtschaftliche

Betrieb stellt Schafkäsekreationen in regionaler, unverfälschter

und handwerklicher Qualität her. Die Milch stammt von

Schafen, die in der südlichen Wetterau direkt an der Regionalparkroute

»Hohe Straße« leben. Alnatura hat verschiedene Sorten

Schafkäse, -frischkäse und -joghurt vom Hofgut Kapellenhof im

Sortiment.* hofgut-kapellenhof.de

4 Alnatura Magazin April 2020

* Nicht in allen Märkten erhältlich.


NEU! Für Ihren Osterbrunch

Wenn man sich im Familien- und Freundeskreis zu einem

gemeinsamen Essen trifft, ist ein Brunch eine schöne

Sache. Besonders, wenn die Vorbereitungen nicht zu aufwendig

sind. Stellen Sie doch einmal die neuen, knusprigen

Linsenwaffeln auf den Tisch. Diese haben lediglich zwei

Zutaten: Bio-Linsen und Meersalz. Mit ihrem feinen Geschmack

sind sie sowohl pur geknabbert als auch mit Dip

oder Aufstrich ein Genuss. So zum Beispiel mit den beiden

ebenfalls neuen Bio-Hummus-Sorten. Hier haben Sie die

Wahl zwischen dem fruchtig-pikanten Aroma sonnengereifter

Tomaten und dem von gegrilltem Gemüse wie

Auberginen und Paprika. Beide Aufstriche sind eine

orientalische Spezialität auf der Basis

von pürierten Kicher erbsen und Tahin.

Veganerinnen und Veganer können beherzt

zugreifen, die Linsenwaffeln sind

obendrein glutenfrei.

Kleine Karte mit großem Extra

Kennen Sie schon die Alnatura Mini-Schlüsselkarte von

PAYBACK? Mit ihr punkten Sie bei allen PAYBACK Partnern

genau wie mit der großen PAYBACK Karte. Alle gesammelten

PAYBACK Punkte werden Ihrem bestehenden

Konto gutgeschrieben. Als großes Extra bietet die Kleine

den kostenlosen Schlüssel-Rücksende-Service: Wenn

ein Schlüssel verloren geht, braucht es nur ehrliche Finderinnen

und Finder, die den Schlüsselbund in einen

Briefkasten der Deutschen Post einwerfen. Anhand der

verschlüsselten PAYBACK Kartennummer auf der Mini-

Karte ermittelt Alnatura Ihre Anschrift und schickt Ihnen

den Schlüssel zurück. Setzen Sie Ihre Mini-Schlüsselkarte

einfach beim nächsten Einkauf bei Alnatura an der Kasse

ein. Einmal eingesetzt, ist die Karte aktiviert: zum Punktesammeln

und -einlösen sowie für

den kostenlosen

Schlüssel-Rücksende-Service.

Bestellen können Sie

Ihre Mini-Karte unter:

alnatura.de/payback-karte

Förderpreis für neue Bio-Bauernhöfe

Der Anbau von regionalen Lebensmitteln in Bio-Qualität kommt

nicht nur der Natur zugute, sondern auch der bäuerlichen Landwirtschaft

und letztlich den Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Im Rahmen der Alnatura Bio-Bauern-Initiative (ABBI) unterstützt

Alnatura deshalb das Projekt »Gemeinsam Boden gut machen«

des Naturschutzbunds Deutschland (NABU). Ziel ist es, Landwirtinnen

und Landwirte bei der herausfordernden Umstellung auf

Bio zu unterstützen – etwa weil Investitionen anstehen oder

weil sie in der zweijährigen Umstellungsphase bereits nach Bio-

Kriterien wirtschaften, aber noch keine Bio-Preise erzielen.

Dank dieser Initiative werden dieses Jahr sieben Betriebe für

ihre Umstellung gefördert. Vier davon sind im Februar auf der

Biofach-Messe in Nürnberg ausgezeichnet worden. Seit 2015

sind so bereits 1,4 Millionen Euro Fördergelder an 70 Betriebe

geflossen, die nun über 13 600 Hektar biologisch bewirtschaften.

Auch 2021 greift der NABU Betrieben bei der Umstellung

finanziell unter die Arme. Landwirtinnen und Landwirte können

sich bis 31. Juli 2020 bewerben, sofern sie ihren gesamten

Betrieb auf Bio umstellen, sich einem Bio-Anbauverband anschließen

und für mindestens fünf Jahre ökologisch produzieren.

Gefördert werden Betriebe, die sich besonders stark für die

Natur engagieren. JUA

Im Februar wurden ausgezeichnet:

Familie Schwaiger, Ortererhof in Jachenau / Bayern

Jürgen Henschel, Gut Giffelsberg in Kerpen / NRW

Berthold und Matthias Leuser,

Assam stadt / Baden-Württemberg

Mischa Klug, Gut Schöneberg GmbH,

Schöneberg / Brandenburg

Fördern Sie mit Ihrem Einkauf

den Bio-Landbau!

Mehr erfahren: alnatura.de/abbi


ALNATURA MARKENPRODUKTE

Hurra, Ostern ist da!

Wir freuen uns auf warme Sonnenstrahlen und ausgedehnte

Fahrrad touren, das erste Picknick im Grünen – und natürlich

auf das Osterfest. Jetzt ist die Zeit, um sich mit der Familie

und im Freundeskreis zu Kaffee und Kuchen zu treffen oder bei

einem Osterspaziergang kleine Nester zu verstecken. Für

beides – ob gemütliche Kaffeetafel oder süßes Osterpräsent –

finden Sie im Alnatura Bio-Frühlingssortiment eine große

Auswahl zum Verschenken und Genießen. AW

Süße Mini-Eier aus Schweizer

Vollmilchschokolade; einzeln

verpackt und damit perfekt

als bunte Kleinigkeit im Osterkörbchen.

Kleine, bunt eingewickelte

Schokoeier aus Schweizer Vollmilchschokolade

und einer zart schmelzenden

Nouga tcreme-Füllung.

Der Klassiker – ein

Osterhase aus zarter

Vollmilch schokolade –

darf wohl in keinem

Osternest fehlen.

Die Kombination aus knusprigem

Dinkel und einem Überzug

aus Vollmilch- sowie weißer

Schokolade machen diese

Dinkel-Schoko-Eier zu einem

Genuss für Groß und Klein.

Zum Anknabbern:

ein kleiner Vollmilchschokoladen-Osterhase

am Papierstiel, der

garantiert keine klebrigen

Hände macht.

Knackig und fein: Diese

aromatisch gerösteten

Nougat- Mandeln verführen

den Gaumen mit

fein-nussigem Nougat

und zart schmelzender

Vollmilchschokolade.

6 Alnatura Magazin April 2020


Für alle, die feinherbe Schokolade

lieben: Dieser Osterhase

wird aus Schweizer Zart bitter-

Schokolade hergestellt und

ist vegan.

Knusprig gebacken aus Dinkelmehl

und mit Butter sowie

Honig verfeinert – diese Osterhasenkekse

sind ideal fürs

Osternest, zu Kaffee, Tee oder

heißer Schokolade.

Eine minzig-frische Kräuterteemischung

mit Zitronengras,

Erdbeer- und Brombeerblättern,

Zitronen verbene und einigen

anderen schonend getrockneten

Kräutern. Perfekt für die

Frühlingszeit!

Ein Konfekt exklusiv zur

Frühlingszeit: Aromatisches

Mandelmarzipan wird mit

Mohn verfeinert und erhält

einen zart schmelzenden Überzug

aus weißer Schokolade.

Diese aromatisch gerösteten

Vanille-Kokos-Mandeln sind

eine feine Kombination aus

saftigen Kokosraspeln, Bourbonvanille

und zarter weißer

Schokolade.

Sie finden die frühlingshaften Packungen

zum Wegwerfen viel zu schade? Dann

basteln Sie einfach kleine Küken daraus.

Es braucht nicht viel und ist schnell gemacht.

Eine kurze Video-Anleitung finden Sie unter

alnatura.de/ostern


REZEPTIDEEN

Rund ums Ei

Von den meisten wird es so sehnsüchtig erwartet

wie der Frühlingsanfang: das Osterfest. Zudem ist

beides untrennbar miteinander verbunden: Nach

christlicher Tradition feiern wir Ostern immer am

Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.

Und dabei dürfen Eier natürlich nicht fehlen. Die

passenden Rezepte – von kräuterwürzig bis süßknusprig

– finden Sie hier.

Pochierte Eier auf Petersilien-Haselnuss-Creme mit Blätterteig

Zutaten für 4 Gläser

1 großes Bund Petersilie / 1 kleine Frühlingszwiebel

/ 120 g Alnatura Frischer

Blätterteig / 60 g Alnatura Haselnusskerne

/ 2 EL Alnatura Olivenöl / Saft von

½ Zitrone / 30 ml Wasser / 90 g Alnatura

Frischkäse Natur / 1 TL Alnatura Meersalz

/ 1 EL Apfelessig / 4 Alnatura Eier

Zubereitung

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.

Petersilie waschen, trocken schütteln und

Blättchen abzupfen. Frühlingszwiebel

waschen, putzen und grob in Stücke

schneiden. Blätterteig entrollen und mit

einem Keksausstecher Figuren, zum Beispiel

Hühner oder Hasen, ausstechen. Diese

ebenso wie die Blätterteigreste auf ein

mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

8 Alnatura Magazin April 2020

Haselnüsse auf einem Backblech verteilen

und im Ofen 4 Min. rösten, anschließend

abkühlen lassen. Ofen dann

auf 200 °C Umluft hochheizen und die

Blätterteigfiguren und -reste 15 Min.

goldbraun backen. Herausnehmen und

auskühlen lassen.

Petersilie und Frühlingszwiebel mit

Haselnüssen, Olivenöl, Zitronensaft und

Wasser in einen Blitzhacker oder in einen

hohen Mixbecher geben und zu einer

homogenen Masse pürieren. Frischkäse

und ½ TL Salz mit einer Gabel unterrühren

und auf 4 Einmachgläser verteilen.

Reichlich Wasser in einem großen Topf

Unsere Videoanleitung zum

Pochieren von Eiern finden Sie

unter alnatura.de/ostern

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 15 Min. +

20 Min. Backzeit + 8–16 Min. Pochierzeit

Nährwerte pro Glas:

Energie 419 kcal, Fett 34 g,

Kohlenhydrate 13 g, Eiweiß 13 g

aufkochen. ½ TL Salz sowie Apfelessig

zufügen und die Hitze reduzieren, sodass

das Wasser nicht mehr kocht. Ein Ei vorsichtig

in ein feines Haarsieb aufschlagen,

sodass der Dotter unversehrt bleibt und

das überschüssige sehr flüssige Eiweiß

abtropfen kann. Restliches Eiweiß sowie

Eidotter vorsichtig in eine flache Tasse

oder eine Suppenkelle gleiten lassen.

Mit einem Löffel im Kochtopf einen

Strudel erzeugen. In dessen Mitte zügig

das Ei aus der Suppenkelle/Tasse gießen.

Das Ei je nach Größe und gewünschtem

Gargrad 2–4 Min. ziehen lassen. Dann mit

einer Schöpfkelle aus dem Wasser heben,

abtropfen lassen und auf die Petersilien-

Haselnuss-Creme setzen. Auf gleiche

Weise die restlichen Eier zubereiten und

mit den Blätterteigplätzchen servieren.


gelingt leicht

Zubereitungszeit: 15 Min. + Auftauzeit

über Nacht + 20 Min. Koch-/Bratzeit

Nährwerte pro Portion:

Energie 271 kcal, Fett 17 g,

Kohlenhydrate 14 g, Eiweiß 15 g

Die Honig-Senf-Sauce

schmeckt auch gut

zu geräuchertem Lachs.

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 10 Min. +

8 Std. Auftauzeit + 20 Min. Kochzeit

Nährwerte pro Portion:

Energie 289 kcal, Fett 16 g,

Kohlenhydrate 16 g, Eiweiß 16 g

Lachs-Eier-Salat mit

Honig- Senf-Dressing

Zutaten für 4 Portionen

160 g Alnatura Lachsfilets (tiefgekühlt) / 2 Alnatura Eier /

200 g Alnatura Saure Sahne / ½ TL Alnatura Meersalz /

½ Salatgurke / 1 kleine Frühlingszwiebel / 50 g Alnatura

Deutscher Blütenhonig / 50 g Alnatura Senf mittelscharf /

1,5 TL Alnatura Dillspitzen / 1 EL Alnatura Olivenöl

Zubereitung

Lachs über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Am

nächsten Tag Eier in einem Topf mit Wasser bei kleiner

Hitze 10 Min. hart kochen. Pellen, fein würfeln und mit

saurer Sahne und Salz in einer Schüssel verrühren.

Gurke waschen und in ½ cm große Würfel schneiden.

Frühlingszwiebel waschen, putzen und vom oberen Grün

1 EL in feine Ringe schneiden und beiseitestellen. Den

Rest fein würfeln und mit den Gurkenwürfeln in einer

Schüssel mischen. Honig, Senf und Dill in einer Schale

gründlich vermengen.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Lachs bei

mittlerer Hitze von beiden Seiten je 4–5 Min. anbraten.

Etwas auskühlen lassen und mit 2 Gabeln grob zerzupfen.

Gurken-Frühlingszwiebel-Mischung auf 4 Teller verteilen,

dann die Eiermasse darüberschichten, den Lachs daraufgeben,

mit je 1 EL Honig-Senf-Dressing beträufeln und

mit den Frühlingszwiebelringen bestreut servieren.

Orientalische Frühlingspfanne mit Ei

Die Frühlingspfanne ist eine Interpretation der israelischen

Spezialität Shakshuka. Sie schmeckt gut mit Fladenbrot

oder Baguette.

Zutaten für 1 Pfanne Ø 28 cm (6 Portionen)

450 g Alnatura Junge Erbsen (tiefgekühlt) / 450 g Alnatura Blattspinat

(tiefgekühlt) / 220 g Alnatura Kichererbsen (im Glas) /

1 Frühlingszwiebel / 2 Knoblauchzehen / 1 Zitrone / ½ TL Alnatura

Kreuzkümmel gemahlen / 4 EL Alnatura Olivenöl / ¼ TL Alnatura

Cayennepfeffer / 1 TL Alnatura Meersalz / 6 Alnatura Eier

Zubereitung

Am Vortag Erbsen und Spinat zusammen in eine Schale geben

und über Nacht langsam im Kühlschrank auftauen lassen. Am

nächsten Tag Kichererbsen in ein Sieb abgießen, abspülen und

abtropfen lassen. Frühlingszwiebel waschen, putzen und in feine

Ringe schneiden; die Ringe vom grünen Ende beiseitestellen.

Knoblauch schälen und fein hacken. Zitrone waschen, Schale

abreiben und Zitrone auspressen.

Eine Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen, Kreuzkümmel darin

rösten, bis er zu duften beginnt, dann Öl hinzugeben und die

weißen Frühlingszwiebelringe darin glasig anbraten. Erbsen, Spinat,

Kichererbsen, Knoblauch, Zitronensaft und -abrieb, Cayennepfeffer

und Salz zugeben und gut vermischen. Sobald die Masse

leicht köchelt, die Hitze auf kleine Stufe reduzieren und mit einem

Esslöffel 6 Mulden in die Masse drücken. Die Eier dorthinein aufschlagen,

ohne den Eidotter zu zerstören. Einen Deckel auflegen

und die Frühlingspfanne 8–10 Min. garen, bis das Eiweiß gestockt

ist. Mit den restlichen Frühlingszwiebeln bestreut servieren.

Alnatura Magazin April 2020 9


Ostereierkekse

Wer keinen eiförmigen Plätzchenausstecher

hat, kann sich auch aus Pappe eine entsprechende

Form ausschneiden. Diese auf

den Teig legen und mit einem scharfen

Messer entlang der Kontur ausschneiden.

Zutaten für 18 Kekse

200 g Alnatura Süßrahmbutter (weich) / 1 Pck. Alnatura

Bourbonvanillezucker / 100 g Alnatura Puderzucker +

1 EL zum Bestäuben der Kekse / 350 g Alnatura Dinkelmehl

Type 630 + etwas zum Ausrollen / 1 Prise Alnatura

Meersalz / 150 g Alnatura Fruchtaufstrich Marille /

2 TL Alnatura Zitronensaft

Hefe-Osternester

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 30 Min. +

13 Std. Ruhezeit + 18 Min. Backzeit

Nährwerte pro Nest:

Energie 308 kcal, Fett 9 g,

Kohlenhydrate 47 g, Eiweiß 9 g

Zutaten für 8 Nester

2 Alnatura Eier / ½ Würfel Alnatura Hefe frisch / 180 ml Alnatura

Frische Vollmilch (zimmerwarm) + 2 EL für den Guss / 425 g Alnatura

Weizenmehl Type 405 + etwas für die Arbeitsfläche / 30 g Alnatura

Rohrohrzucker / 1 Pck. Alnatura Bourbonvanillezucker / 60 g Alnatura

Süßrahmbutter (weich) / 1 TL Alnatura Meersalz

Zubereitung

Am Vortag 1 Ei trennen, das Eigelb bis zum nächsten Tag abgedeckt

im Kühlschrank aufbewahren. Hefe in der Milch auflösen, dann

Mehl, Zucker, Vanillezucker, Butter, Salz, Eiweiß und das weitere Ei

dazugeben und mit den Knethaken des Handrührgerätes 10 Min.

zu einem homo genen, glänzenden Teig verarbeiten. Diesen zu einer

Kugel formen und abgedeckt im Kühlschrank 12 Std. ruhen lassen.

Am nächsten Tag Teigkugel auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche

geben, mit einem Messer kreuzweise einschneiden, die Ecken nach

außen klappen und mit einem Nudelholz auf 25 ×25 cm ausrollen.

Ausgerollten Teig längs in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

Je 3 Teigstränge oben zusammendrücken und daraus einen Zopf

flechten. Die so entstandenen 8 geflochtenen Zöpfe auf einem mit

Backpapier ausgelegten Backblech jeweils zu einem Kreis zusammenlegen,

die Enden zusammendrücken. In der Mitte sollte nun je ein

etwa 4 cm großes Loch sein. Die Hefenester mit einem Küchentuch

abdecken und 1 Std. bei Raumtemperatur gehen lassen.

Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das übrige Eigelb

mit 2 EL Milch verquirlen. Die Hefekringel rundherum mit der Hälfte

des Eigelb-Milch-Gemischs bestreichen und im Backofen (Mitte)

18 Min. goldbraun backen. Herausnehmen und noch heiß mit der

restlichen Eigelb-Milch bestreichen, anschließend abkühlen lassen.

Mit je 1 hart gekochten gefärbten Ei in der Mitte servieren oder

verschenken.

Zubereitung

Butter, Vanillezucker und Puderzucker in einer Schüssel

mit den Quirlen des Handrührgeräts 3–5 Min. schaumig

schlagen. Mehl und Salz zugeben und alles zügig zu einem

homogenen Teig verarbeiten. Diesen zu einer Kugel

rollen und abgedeckt mindestens 2 Std. im Kühlschrank

kühlen.

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Arbeitsfläche mit

etwas Mehl bestäuben und den Teig darauflegen. Teig

ebenfalls mit Mehl bestäuben und mit dem Nudelholz

3–4 mm dick ausrollen.

Mit einer eiförmigen Plätzchenform Kekse ausstechen

und auf 2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen.

Bei der Hälfte der Plätzchen im bauchigen unteren Teil

ein kreisrundes Loch ausstechen und den Teig entfernen.

Diese Teigreste mit den übrigen Teigresten erneut ausrollen

und weitere Kekse ausstechen. Kekse zusammen

im Ofen 10–12 Min. backen. Anschließend auf einem

Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Die gelochten Keks-Oberseiten mithilfe eines feinen

Siebes mit Puderzucker bestäuben. Fruchtaufstrich mit

Zitronensaft mischen und je 1 TL mittig auf die Keks-

Unterseiten geben. Die bestäubten Oberseiten als Deckel

aufsetzen und die Kekse vollständig trocknen lassen.

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 30 Min.

+ 2 Std. Ruhezeit + 12 Min. Backzeit

Nährwerte pro Keks:

Energie 197 kcal, Fett 9 g,

Kohlenhydrate 25 g, Eiweiß 3 g

10 Alnatura Magazin April 2020


ANNAS RESTEKÜCHE

Eier-Brotreste-Quiche

Essbares wegwerfen? Nicht mit Anna! Wenn trotz guter Planung

Lebensmittelreste übrig bleiben, lacht das Herz unserer Kollegin. Lassen

Sie sich von ihr inspirieren, spontan mit dem zu kochen, was gerade

da ist. Neben Spaß beim Kombinieren und etwas Einzigartigem auf dem

Tisch ist eines sicher: das schöne Gefühl, damit etwas Sinnvolles zu tun.

Um Ostern herum ist es

immer wieder das Gleiche:

Eier, ob roh oder gekocht,

sind im Überfluss

vorhanden. Wohin nur

damit und mit den Brotresten, die bei

Annas Frühlingsbrunch übrig geblieben

sind? Ihr schwebt ein außer gewöhnlicher

Quicheteig vor und sie legt los:

Für 4 Portionen

• Etwa 250 g Brotreste in grobe Würfel

schneiden und mit 200 ml Wasser

übergießen. 2 Std. ziehen lassen.

• 1 Zwiebel schälen und fein würfeln.

350 g Karotten schälen und längs in

feine Streifen hobeln oder schneiden.

100 g Babyspinat waschen.

• 3 hart gekochte Eier schälen und

längs in Scheiben schneiden.

• 3 Eier mit 250 g Schlagsahne verquirlen

und mit Muskat, Salz und Pfeffer

würzen.

• Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen.

5 EL Olivenöl und ½ TL Meersalz zu

den eingeweichten Brotwürfeln geben

und zu einem glatten Teig verarbeiten.

• Eine Quicheform mit etwas Öl bestreichen,

Teig darin verteilen und dabei einen

ca. 1 cm hohen Rand formen. Mehrfach

mit der Gabel einstechen und 15 Min. im

Ofen vorbacken.

• 1 TL Butter in einer Pfanne erhitzen

und Zwiebelwürfel darin glasig anbraten.

Gemüse hinzugeben und alles 10 Min.

dünsten.

Für die entspannte Resteküche gilt immer

»so oder so ähnlich«. Bei diesem und

anderen Rezepten lassen sich Zutaten leicht

austauschen – je nach Restesituation.

• Gemüse auf dem Quicheboden verteilen,

Eierscheiben darauflegen und Ei-Sahne-

Masse gleichmäßig darübergießen. Etwa

30 Min. goldbraun im Ofen backen.

Zutaten und mögliche Alternativen

Brotreste: Baguette, Brezeln, Pumpernickel,

Mehrkornbrötchen

Gemüse: Kohlrabi, Zucchini, Lauch,

Champignons, Cocktailtomaten

Gewürze: Cayennepfeffer, Kurkuma,

Kreuzkümmel, Curry

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 30 Min.

+ 2 Std. Quellzeit + 45 Min. Backzeit

Nährwerte: variieren

je nach Zutaten

Alnatura Magazin April 2020 11


ALNATURA EINBLICKE

So hühnerwohl!

Die Alnatura Hennenwohl-Initiative geht deutlich über die

Standards der Bio-Hühnerhaltung hinaus. Im Mittelpunkt dieses

bereits 2013 von Alnatura entwickelten Konzeptes steht

das Hühner-Audit – ein bis heute einzigartiger Ansatz für mehr

Tierwohl in Hühnerställen.

Tierwohl im Hühnerstall – für

viele Kundinnen und Kunden ist

das der entscheidende Grund

für den Kauf von Bio-Eiern. Doch was

genau bedeutet Tierwohl? Die EG-Öko-

Verordnung, das »Grundgesetz« der Bio-

Branche, beschreibt zwar Mindestanforderungen

an eine ökologische Erzeugung

und damit auch an die Tierhaltung, doch

den Begriff des Tierwohls definiert auch

sie nicht. Allgemein gelten Tiergesundheit,

die Möglichkeit der Tiere, ihren natürlichen

Verhaltensweisen nachzugehen,

und ihr Wohlbefinden als Kriterien für

Tierwohl. Das Tier soll frei von Hunger,

Durst, Schmerz, Verletzungen, Krankheiten

und auch von Stress und Angst sein.

Wenn also Bio-Hühner im Vergleich zu

konventionell gehaltenen Hühnern mehr

Platz, Auslauf ins Freie und biologisch

erzeugtes Futter erhalten, dann sind das

zwar gute Voraussetzungen für das Wohlergehen

der Tiere, aber noch keine Garantie.

Das Federpicken zum Beispiel, ein

typisches Stressverhalten bei Hühnern,

kann auch in Bio-Ställen auftreten. Eine

Hühnerherde ist ein sensibles System;

viele Kriterien müssen gleichzeitig erfüllt

sein, damit das soziale und gesundheitliche

Gleichgewicht der Herde und damit

das Wohl des einzelnen Tieres gegeben

sind. So können zum Beispiel fehlende

Be schäftigungsanreize wie Sandbäder

oder falsches Futter bereits zu Stress in

der Herde führen. Solche Zusammenhänge

berücksichtigt die EG-Öko-Verordnung

nur indirekt. Und so werden bei den verpflichtenden

Bio-Kontrollen vor allem

mess- und zählbare Faktoren wie Flächen,

Stalleinrichtung oder Besatzdichten geprüft,

nicht jedoch das Huhn selbst.

Aug in Aug mit dem Huhn

Aus diesem Grund hat Alnatura bereits

2013 gemeinsam mit der Universität Kassel

ein eigenes Hennenwohl-Konzept entwickelt:

die Alnatura Hennenwohl-Initiative.

Kern dieses neuartigen Ansatzes ist das

sogenannte Hühner-Audit. Bei dieser bis

heute einzigartigen Begutachtung im Stall,

durchgeführt durch externe Fachleute,

dreht sich alles um das Huhn. Marion

Staack ist Tierwohlexpertin und führt das

Hühner-Audit im Auftrag von Alnatura

durch. Ein- bis zweimal im Jahr besucht

die Agrarwissenschaftlerin alle Bio-Höfe,

die Eier der Marke Alnatura erzeugen. Im

Stall beobachtet sie zunächst die Herde.

Verhalten sich die Tiere ruhig oder sind

sie nervös? Wie interagieren Bäuerin oder

Bauer und Hühner? Fallen einzelne Tiere

durch Federpicken auf? Der Blick auf das

soziale Miteinander in der Herde lässt

Rückschlüsse auf die Verfassung einzelner

Tiere zu. Wirkliche Klarheit gibt dann

die Einzeluntersuchung. Bis zu 25 Hennen,

die Zahl hängt von der Herdengröße

ab, nimmt Marion Staack nacheinander

behutsam in die Hände. Systematisch

begutachtet sie jedes Tier. Dabei hebt

sie die Federn der Hennen an,

schaut sich deren Haut an,

streicht mit den Fingern am Brustbein

entlang und betrachtet die

Flügel von allen Seiten. Vom Kamm

bis zur Kralle untersucht die Hühnerexpertin

akribisch jede Körperpartie. Der

Zustand einzelner Hennen gibt wiederum

Hinweise auf die Herde als Ganzes. Ihre

Beobachtungen notiert die Auditorin.

Das Prinzip der Hühner-Audits: Der

genaue Blick auf die gesamte Herde lässt

Rückschlüsse auf das Wohlergehen des

einzelnen Huhns zu – und umgekehrt.

12 Alnatura Magazin April 2020


ANZEIGE

Mehr Infos unter

alnatura.de/eier

Die Alnatura Hennenwohl-Initiative

Bruderküken-Aufzucht: Unter der Marke Alnatura

gibt es nur noch Eier, bei denen auch die männlichen

Geschwisterküken der Legehennen aufgezogen werden.

Sie wachsen als Masthähne heran, obwohl sie nicht so

viel Fleisch geben wie die üblichen Masthähne.

Bruderküken-Produkte: Von diesen Masthähnen

stammt das Fleisch der Alnatura Bruderhahn-Produkte,

z. B. die Alnatura Geflügel-Bratwurst.

Initiativfonds Hennenwohl: Alnatura fördert Ideen

der Hühnerhöfe für mehr Tierwohl mit insgesamt bis zu

30.000 Euro jährlich.

Audit: Unabhängige Fachleute prüfen das Wohl einer

repräsentativen Stichprobe der Tiere.

*

Alle Alnatura Eier sind

Bruderküken-Eier. Zusätzlich

werden die Herden

regelmäßig durch die Hühner-

Audits untersucht.

AUTHENTISCH ASIATISCH

ARCHE – verführerische Vielfalt fernöstlicher Küche!

Ein Ohr für die Menschen

Genauso wichtig ist ihr auch der Austausch mit den Hühnerhalterinnen

und -haltern. Sie hört zu, fragt nach und manchmal

fordert sie Veränderungen ein. Erfolgen diese nicht,

lehnt Alnatura die Eier der betreffenden Herde ab. Aber so

weit kommt es in der Regel nicht: »In den Ställen selbst

muss inzwischen nur noch selten nachgebessert werden«,

berichtet Marion Staack. In Außenanlagen gibt es jedoch

zum Teil Verbesserungsbedarf. Denn längst haben Habichte,

Seeadler, aber auch Füchse und Waschbären frei laufende

Hühner als leichte Beute entdeckt. In einem Fall hat ein Bio-

Hof knapp 30 Prozent seiner Herde verloren. Dann helfen

gesicherte Zäune, Unterschlupfe oder auch Schutzhunde.

Denn sie bedeuten Sicherheit, Sicherheit bedeutet Entspannung

und Entspannung letztlich Gesundheit. »Mittlerweile

sind die Bäuerinnen und Bauern sehr bewusst und gestalten

die Stallanlagen im Sinne der Hühner«, sagt Marion Staack,

»anders als vor sechs Jahren, als wir noch vieles erläutern

mussten.« Wie sehr die Bäuerinnen und Bauern das Thema

Hennenwohl verinnerlicht haben, unterstreicht eine ihrer vielen

Ideen: die Aufzucht der Bruderküken (siehe Infokasten). VL

Arche Naturprodukte

www.arche-naturkueche.de

arche_naturkueche

* Nicht in allen Märkten erhältlich.


WARENKUNDE

Rhabarber

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass das Frühjahr vor

der Tür steht – der Rhabarber gehört wohl zu den aromatischsten.

Vorausgesetzt, das Wetter ist ihm hold.

Denn die mehrjährige Staude braucht viel Feuchtigkeit;

ein trockenes Frühjahr lässt die Erntemenge mau ausfallen.

Heißt, wenn Sie die sauer-fruchtigen Stangen im

Gemüseregal entdecken: zugreifen und zu Kompott,

Kuchen oder pikanten Gerichten verarbeiten. Schließlich

endet die Saison im Juni auch schon wieder. Warum?

Das und vieles mehr lesen Sie hier. AW

»Sind die Kirschen rot, ist der Rhabarber tot.«

Das besagt ein altes Sprichwort. Denn Ende Juni, rund um den

Johannistag am 24., wird kein Rhabarber mehr geerntet. Einerseits,

um der mehrjährigen Pflanze Zeit zur Regeneration zu geben.

Andererseits, um den menschlichen Körper vor einer zu hohen Säureaufnahme

zu bewahren. Insbesondere die Oxalsäure ist charakteristisch

für Rhabarber; ihr Gehalt steigt im Laufe der frühsommerlichen

Ernteperiode an. Das Problem der Säure liegt nicht nur darin, dass

sie für ein stumpfes Gefühl an den Zähnen sorgt, sondern, dass sie

Kalzium bindet. Die Folge: Der wichtige Mineralstoff steht dem Körper

vermindert zur Verfügung. Im Umkehrschluss liegt hier auch die

Erklärung für die häufige Empfehlung, Rhabarber gemeinsam mit

Milchprodukten zuzubereiten. Deren Kalzium bindet Oxalsäure und

ein gut gesüßtes Kompott wird zum Genuss.

Mehr als Kompott

Kurz blanchiert, gezuckert und beispielsweise mit Vanillepudding

serviert – so kennen die meisten Rhabarber. Auch als Kuchen,

Crumble oder zu Sirup verfeinert, ist er in der Frühlingsküche weit

verbreitet. Dabei kann das Stielgemüse weitaus mehr. Beispielsweise

indem es süß-pikant abgeschmeckt zu Chutney oder Relish

eingemacht wird. Auch schmeckt Rhabarber – in Kombination mit

Kartoffeln und Wurst – als Pizzabelag oder harmoniert mit fettem

Fisch und Fleisch. Ein Beispiel aus der persischen Küche: Khoresh –

ein Schmorgericht aus Rinder- oder Lammgulasch, Rhabarber und

einer würzig-frischen Minz-Petersilien-Sauce, gern verfeinert mit

Safran und Granatapfel.

14 Alnatura Magazin April 2020


Botanik und Geschichte

Obwohl Rhabarber hierzulande vor allem als Kompott gegessen

wird und damit mehr als Obst denn Gemüse erscheint, ist er Letzteres.

Genauer gesagt verzehren wir die Blattstiele einer mehrjährigen

Pflanze mit dem Namen Rheum rhabarbarum, was so viel bedeutet

wie ausländische, fremde Wurzel. Ihren Ursprung vermutet man in

China, wo Rhabarber schon vor 4 000 Jahren zu medizinischen Zwecken

verwendet wurde. Seine europäische Karriere begann erst um

1750 in England. Will man über die Geschichte des Rhabarbers in

Deutschland berichten, so kommt man an den Vierlanden nicht vorbei

– ein Gebiet im Südosten Hamburgs, in dem seit 1840 Rhabarber

angebaut wird. Von hier nahm der Handel mit den säuerlichen

Stielen seinen Lauf, auch in südlichere Gefilde.

HERSTELLER-EMPFEHLUNG*

Gut zu wissen

Ob aus der eigenen Ernte oder im Markt gekauft:

Rhabarberstangen müssen kräftig und fest sein.

Meist erreichen sie mit einer Länge von etwa 25 Zentimetern

ihr volles Aroma und eine perfekte Ausgewogenheit

zwischen Säure- und Fruchtnoten. Überhaupt gilt die Regel:

Grüne Rhabarbersorten sind saurer als die roten. Letztere,

der sogenannte Himbeer- oder Erdbeer-Rhabarber, ist mild

im Geschmack und optisch natürlich ein Hingucker. Möchte

man die Stangen nach der Ernte oder dem Kauf nicht sofort

verarbeiten, ist das kein Problem. In ein feuchtes Tuch gewickelt

und im Kühlschrank aufbewahrt, bleiben sie einige

Tage frisch. Um das fruchtige Gemüse auch nach der Saison

zu genießen, kann man den geputzten und in kleine Stücke

geschnittenen Rhabarber problemlos einfrieren.

Buchtipp für Rhabarber-Fans

»Rhabarber. Raffinierte Rezepte für Süßes und Herz haftes«:

Sie verspüren Lust, mit den langen Stangen zu kochen, zu backen

oder anderweitig in der Küche kreativ zu

werden? Dann empfehlen wir wärmstens das

Buch des dänischen Foodfotografen Søren

Staun Petersen. Erschienen bei LV.Buch und

für 18,– Euro erhältlich.

Alnatura

Bio-Orangensaft kaltgepresst vegan

Dieser fruchtige Orangensaft mit feinem

Fruchtfleisch wird direkt aus der Frucht

gewonnen, kalt gepresst und nicht erhitzt

(Rohkost-Qualität), wodurch er intensiv

im Geschmack ist. Für Haltbarkeit

sorgt ein Hochdruckverfahren (High

Pressure Process), bei dem der Saft nicht

erhitzt werden muss. Das Ergebnis ist

ein Produkt, das wie frisch gepresst

schmeckt. Die Orangen stammen aus

biologischer Landwirtschaft.

500 ml 2,99 € (1 l = 5,98 €)

* Bei dieser Produktvorstellung handelt es

sich um eine Anzeige. Sie erhalten das

Produkt in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.


Vegan wird der Kuchen mit Margarine und

Alnatura Ei-Ersatz. Dazu einfach den nach

Packungsangabe angerührten Ei-Ersatz zu

der Fett-Zucker-Nuss-Masse geben.

REZEPTIDEEN

Rhabarberkuchen

Oh Freude, die Rhabarberzeit steht kurz bevor! Vielleicht können

Sie schon ein paar Stangen aus heimischem Anbau ergattern

und diesen saftigen Kuchen für Ihre Ostertafel backen.

Zutaten für 1 Springform Ø 26 cm (12 Stück)

100 g Alnatura Butter (weich) + etwas für die Form /

500 g Rhabarber / 50 g Alnatura Rohrohrzucker / 1 Pck. Alnatura

Bourbonvanillezucker / 4 Alnatura Eier / 200 g Alnatura Haselnüsse

gemahlen / 40 g Alnatura Weizenmehl Type 550 /

1 TL Alnatura Backpulver / 1 Prise Alnatura Meersalz /

2 TL Alnatura Puderzucker

gelingt leicht

Zubereitungszeit: 20 Min.

+ 50 Min. Backzeit

Nährwerte pro Stück:

Energie 251 kcal, Fett 20 g,

Kohlenhydrate 13 g, Eiweiß 5 g

Zubereitung

Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Springform

einfetten. Rhabarberstangen grob schälen und in 2 cm große

Stücke schneiden.

Butter mit Zucker und Vanillezucker 5 Min. cremig schlagen. Eier

trennen und Eigelb nach und nach unter den Teig rühren. Nüsse

mit Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren.

Eiweiß mit Salz steif schlagen. Eischnee unter den Teig heben,

in die Form füllen und glatt streichen. Rhabarberstücke darauf

verteilen und Kuchen im Ofen 45–50 Min. backen.

Herausnehmen und auskühlen lassen. Anschließend den Kuchen

aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.

16 Alnatura Magazin April 2020


HERSTELLER-EMPFEHLUNGEN*

Aus unserem Sortiment

Ridiculously Good

Bio-Pralinen Mischpackung vegan

Das perfekte Geschenk für die Liebsten oder einfach

für sich selbst: Acht Pralinen in den vier aromatischen

Sorten Mandel und Dattel, Cookiedough, Brilliant

Brownie und Dreamy Coconut. Alle umhüllt von feiner

Rohschokolade und nur leicht mit Kokosblütenzucker

gesüßt. Als kleines Extra gibt es in der Packung eine

Blumensamenkarte für einen Strauß bunter Blumen.

160 g 9,99 € (100 g = 6,24 €)

Kaffa

Bio-Wildkaffee

Espresso ganze

Bohne oder Medium

gemahlen**

Die handgepflückten

Wildkaffee-Spezialitäten

stammen aus

der äthiopischen Provinz

Kaffa, der Urheimat

des Kaffees.

Dort reifen die Arabica-

Bohnen noch heute wild im Regenwald – wie seit Zehntausenden

von Jahren. Dank idealer, natürlicher Wachstumsbedingungen

sowie geringer Ernteerträge konzentriert sich in den wilden Arabica-

Bohnen ein einzigartiges Aroma. Die Kaffa Wildkaffees sind

kräftig und vollmundig im Geschmack und haben eine milde Säure.

je 250 g 7,99 € (100 g = 3,20 €)

foodloose

Bio-Nussriegel Coco Caramella vegan

oder Berry Hills vegan

Inspiriert von einem Sommerurlaub unter Palmen,

schmeckt der Nussriegel Coco Caramella nach knackigen

Cashew- und Sonnenblumenkernen, feinem Kokos,

einem Hauch Vanille sowie Meersalz. Die Variante Berry

Hills überzeugt mit getrockneten Himbeeren, gerösteten

Erdnüssen und einer feinen Kakaonote. Die Nussriegel

eignen sich ideal als Zwischensnack beim Sport oder

für unterwegs.

je 35 g 1,49 €

(100 g = 4,26 €)

Vivani

Bio-Schokoriegel Espresso Biscotti**

Italienisches Dolce-Vita-Gefühl für zu Hause und

unterwegs: Der feine, handliche Schokoriegel

Espresso Biscotti passt in jede Tasche und besteht

aus bester Vollmilchschokolade. Gefüllt ist er mit

einer charakter vollen Espresso- Creme, durchzogen

von knusprigen Waffelstückchen. Für den Genuss

zwischendurch – nicht nur für Kaffee-Liebende.

Mit mindestens 32 Prozent Kakaoanteil.

40 g 0,99 € (100 g = 2,48 €)

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Seite

handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten die

Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

** Nicht in allen Märkten erhältlich.

Alnatura Magazin April 2020 17


HERSTELLER-EMPFEHLUNGEN*

Ideen fürs Osterbüfett

Saviola

Bio-Hartkäse

Grana Padano DOP

Hergestellt aus Kuhmilch, Salz

und Lab, anschließend langsam

gereift: Der Grana Padano gehört

seit Jahrhunderten zu den beliebtesten

Käsesorten Italiens. Mit

seinem würzigen Aroma eignet

sich dieser halbfette Hartkäse hervorragend

als Beilage zu einem

Aperitif. Er harmoniert perfekt mit

einem Glas Rotwein, verfeinert frisch

gerieben Eierspeisen oder Suppen

und schmeckt auch als Dessert mit

Konfitüren oder Fruchtchutneys.

150 g 3,99 € (100 g = 2,66 €)

Vallée Verte

Bio-Manchego Rojas DOP halb gereift**

Der Manchego DOP ist einer der berühmtesten Käse

Spaniens. Er wird aus Rohmilch von Manchega-Schafen

hergestellt, schmeckt süß-säuerlich und fruchtig, mit

Aromen von Zitrone und Karamell und einer feinen

Schafmilchnote. Der halb gereifte Manchego wird während

seiner dreimonatigen Reifezeit mit Olivenöl gepflegt.

Er lässt sich am besten pur genießen, passt aber auch

zu einem temperamentvollen Rotwein.

Als Aperitif- Begleiter eignen

sich Quittenmark, Feigen,

Trauben oder Äpfel.

bio-verde

Bio-Pesto alla

Genovese oder

Bio-Pesto Bärlauch

Diese Pestos sind vielseitig

in der Küche

einsetzbar: Neben der

Verwendung als

Pastasauce schmecken

sie als Vorspeise zu

Weißbrot, dienen als Grundlage für eine

Kräuter-Salatsauce oder zum Würzen

von Suppen und Gemüse. Für das Pesto alla Genovese werden

frische Kräuter, Knoblauch, Nüsse sowie Hartkäse klein gehackt

und mit Öl vermischt. Im Pesto Bärlauch stecken Bärlauch, Hartkäse

und Öl. Durch die Kaltverarbeitung bleiben die wertgebenden

Inhaltsstoffe und ätherischen Öle bestmöglich erhalten.

je 165 g 2,99 € (100 g = 1,81 €)

Pasta Nuova

Bio-Gnocchetti vegan

Eine Miniversion der

klassischen Gnocchi,

die besonders bei Kindern

beliebt ist. Die

Gnocchetti aus Kartoffeln

und Hartweizengrieß

schmecken zu

selbst gemachtem Pesto

oder einer Pastasauce

nach Wahl. Sie sind

pfannenfertig und müssen nur drei bis vier Minuten

mit etwas Butter, pflanzlichem Öl oder Fett goldbraun

angebraten werden – ideal für die Alltagsküche.

400 g 2,49 € (1 kg = 6,23 €)

je 100 g 3,59 €

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite

handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten die

Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

** Nicht in allen Märkten erhältlich.


24/7 BIO

Bio-Focaccina mit Rosmarin** vegan

oder Bio-Focaccina mit Grillgemüse** vegan

Focaccina ist ein kleines, krosses italienisches Fladenbrot

– ideal als Snack, Vorspeise oder Beilage und einfach zu -

zubereiten. Die tiefgekühlte Focaccina 20 Minuten auftauen

lassen und anschließend sechs bis sieben Minuten

im Ofen kross backen. Die Focaccina Rosmarin ist mit

Meersalz und Rosmarin gewürzt. Für die Grill gemüse-

Focaccina wird der Hefeteig mit aromatischem Grillgemüse

wie Paprika, Zucchini und Aubergine belegt und

mit Rosmarin sowie Knoblauchöl verfeinert. Beide Sorten

sind im Zweierpack erhältlich.

Bio-Focaccina mit Rosmarin

2 St. = 240 g 1,99 € (100 g = 0,83 €)

Bio-Focaccina mit Grillgemüse

2 St. = 260 g 2,49 €

(100 g = 0,96 €)

Bio cool

Bio-Eis Fürst Pückler**

Die klassische Dreier-Kombination

aus Vanille-, Erdbeer- und Schokoladeneis in

der praktischen Ein-Liter-Packung ist ein Genuss für die

ganze Familie. Dieses besonders cremige Eis wird in Belgien

hergestellt und stammt aus nachhaltiger Produktion mit

eigener Energieversorgung. Tiefgekühlt.

1 l 4,79 €

Alnatura

Bio-Joghurtalternative Kokos Natur vegan

Diese Joghurtalternative auf Kokosmilch-Basis ist

cremig-mild im Geschmack und ohne Zuckerzusatz

hergestellt (die Zutaten enthalten

von Natur aus Zucker). Sie

schmeckt überall dort, wo

sonst auch Joghurt passt:

pur, zum Müsli, als Dessert

und zu vielem mehr. Die vegane

Joghurtalternative ist von Natur

aus laktose-, milch eiweiß- und

glutenfrei.

400 g 1,99 € (1 kg = 4,98 €)

Molkerei

Berchtesgadener Land

Bio-Frucht & Knusper Joghurt

Himbeere oder Bioghurt laktosefrei Vanille

Die Bio-Alpenmilch der Molkerei Berchtesgadener

Land kommt von den circa 400 Naturland-Höfen aus

der Berg- und Alpenregion zwischen Watzmann und

Zugspitze. Der Bio-Frucht und Knusper Jo ghurt Himbeere

mit leckeren Schokoballs und der laktose freie

Bioghurt Vanille sind ein idealer Genuss für zwischendurch.

Die Joghurts der Molkerei Berchtesgadener

Land werden ohne Gelatine hergestellt.

Bio-Frucht & Knusper Joghurt Himbeere

150 g 0,79 € (100 g = 0,53 €)

Bioghurt laktosefrei Vanille

150 g 0,69 € (100 g = 0,46 €)

Alnatura Magazin April 2020 19


ALNATURA QUALITÄT

Rosé mit Tiefgang

Walderdbeere mit ätherischen Anklängen von Minze und Fichtennadeln.

Das sind Aromen, die von einer tiefgründigen, dunkelvioletten,

bislang namenlosen neuen Rebsorte stammen. Viel Zeit, Mühe und

wissenschaftliche Perfektion gehören dazu, um sogenannte pi lz wi derstandsfähige,

robuste Rebsorten (Piwis) zu züchten. Das Ziel: weniger

Pflanzen schutzmaßnahmen, um Boden und Klima zu schonen.

Ungewöhnlich dunkel in der Farbe für

einen Rosé, fast pink mit violetten Reflexen.

Reich an Aromen und komplex

im Mund mit einer festen Tanninstruktur, zarter

Säure und einer lebendigen Frucht. Der Quintessenz

Rosé 2019 verspricht Trinkfluss: Sie werden

wohl Lust auf mehr als nur ein Glas bekommen.

Gleichzeitig unterstützen Sie ein Projekt, das

für den Bio-Weinbau von großer Bedeutung ist. Auf

Pflanzenschutz mit Kupfer und Schwefel können

auch Bio-Betriebe nicht vollständig verzichten. Zwar

sind die zugelassenen Mengen niedriger als im

konventionellen Weinbau und der Einsatz von chemisch-synthetischen

Düngern und Pestiziden wie

Glyphosat ist verboten. Doch die neuen robusten

Rebsorten haben einen entscheidenden Vorteil: Weil

die Reben robuster und weniger anfällig für Pilzbefall

sind, müssen die Winzer viel weniger Traktorfahrten

in den Weinberg unternehmen, um Pflanzenschutz

auszubringen. Weine aus pilzwiderstandsfähigen

Rebsorten, kurz Piwis, weisen daher eine deutlich

ver besserte CO 2-Bilanz auf.

Als Marke der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt

für Wein- und Obstbau (LVWO) hat das

Staatsweingut Weinsberg aus Württemberg mit

Unterstützung von Alnatura und dem Bio- Wein händler

Riegel 2,5 Hektar auf ökologischen Wein bau umgestellt.

Darauf wächst eine neu gekreuzte rote Rebsorte,

die im Zuchtregister WE-94-26-37 heißt und das Klima

wie den Boden schont. 20 bis 30 Jahre traditionelle

Züchtungsarbeit sind nötig, bis eine neue Sorte beim

Bun des sortenamt angemeldet werden kann. Seit 1911

ist der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein

und Obstbau eine Rebenzüchtung angegliedert. Bislang

arbeitete der VDP-Betrieb (Mitglied im Verband

Deutscher Prädikatsweingüter) konventionell und

stellte für das Alnatura Projekt vor zwei Jahren einen

Weinberg auf Bio um. Deshalb darf der Rosé Quintessenz

2019 noch nicht als Bio-Wein gekennzeichnet,

sondern muss als »Wein in Umstellung« deklariert

werden. Die Umstellung auf biologischen Anbau

dauert nämlich insgesamt drei Jahre.

Das Ergebnis dieser erfolgreichen

Neuzüchtung: der

trockene Rosé Quintessenz 2019.

Sie finden ihn ab sofort erst malig

und exklusiv in allen Alnatura

Märkten. In limitierter Edition

für 7,50 Euro erhältlich.

Unten rechts: Der Rotwein

Quintessenz trocken 2019

braucht noch Reifezeit in den

Kellern des Staatsweinguts und

wird im Oktober in die Alnatura

Märkte kommen.

»Ich freue mich, dass ein so renommierter Betrieb

wie das Staatsweingut beginnt, Teile seiner

Weinberge auf Bio umzustellen und gemeinsam

mit Alnatura dieses Piwi-Projekt umsetzt«, sagt

Doris Beger, Abteilungsleiterin für die Sortimente

Wein und Frische. Gemeinsam mit dem Kellermeister

Florian Solymari und den Weinfachleuten von Riegel

testete sie im Vorfeld verschiedene Ausbaustilistiken

von Rosés und Rotweinen der neuen Rebsorte aus

der Ernte 2018. Die Lese für den 2019er fand Ende

September statt. Mit dem aktuellen Jahrgang waren

alle hochzufrieden, trotz der Sommerhitze. Beim

Rosé entschied sich der Kellermeister für eine Stunde

Maischestandzeit. Die von den Stielen getrennten,

leicht angepressten Beeren hatten also eine Stunde

Zeit, ihre Farbstoffe aus der Schale an den Most abzugeben,

danach wurden sie gepresst. Dadurch entstand

das kräftige Rosé-Pink, Farbstoffe und Tannine

gelangten in den Wein und gaben ihm seine feste

Struktur. Reinzuchthefen setzten die Gärung in Gang,

die fast einen Monat dauerte. Dann erfolgte der

sogenannte Abstich. Der fertig vergorene Rosé wurde

von der Vollhefe ab gezogen und reifte anschließend

fast fünf Monate im Stahltank auf seiner Feinhefe,

bevor er im März in die Flaschen gefüllt wurde. Nach

einer kurzen Ruhephase in der Flasche liefert das

Staatsweingut Weinsberg den frisch abgefüllten

Quintessenz Rosé trocken 2019 in alle Alnatura

Märkte. Die Menge ist limitiert. Testen Sie seinen

Trinkfluss, solange der Vorrat reicht. SUS

20 Alnatura Magazin April 2020


HERSTELLER-EMPFEHLUNG*

Warum heißt der Wein

Quintessenz?

Es geht ums Wesentliche:

Der Wein muss schmecken

und soll der Umwelt keinen

Schaden zufügen.

Apeiron

Auromère Kräuter-Zahncreme

homöopathieverträglich vegan oder

Auromère Kräuter-Zahncreme vegan

Die Auromère Kräuter-Zahncremes mit

24 ayurvedischen Pflanzenextrakten sind

eine natürliche, pflanzliche und ganzheitliche

Pflege für Zähne, Zahnfleisch

und eine ausgewogene Mundflora –

ohne zugesetzte Fluoride, Tenside und

volumenbildende Schäumer. Sie sind besonders

mild und ergiebig und verleihen

eine angenehme Frische. Die »Blaue« ist

minz- und mentholfrei und kann durch

den Verzicht auf mentholhaltige ätherische

Öle auch während einer homöopathischen

Behandlung verwendet werden.

je 75 ml 4,99 € (100 ml = 6,65 €)

* Bei dieser Produktvorstellung handelt es

sich um eine Anzeige. Sie erhalten die

Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.


HERSTELLER-REPORTAGE

Fair schmeckt besser

Zwei, die sich mögen, zweifellos: Kaffee und Schokolade.

Gemeinsam genossen erfreuen sie den Gaumen. Warum

höchste Produktqualität, Herkunftsanspruch und gerechte

Preise sich nicht widersprechen, erfuhr das Alnatura Magazin

bei der GEPA in Wuppertal.

Was ist die WFTO?

Zu den Grundprinzipien des fairen

Handels der World Fair Trade Organization

(WFTO) zählen zum Beispiel Transparenz,

gute Arbeitsbedingungen und die Qualifizierung

von Produzenten. Dabei werden

nicht einzelne Produkte und Rohstoffe betrachtet,

sondern das Unternehmen als

Ganzes. Die GEPA hat sich nach dem Garantiesystem

der WFTO überprüfen lassen.


Ana Amparo, Vizepräsidentin und Frauenbeauftragte

der Kaffeegenossenschaft

RAOS. Frauen sind in allen Ebenen vertreten:

von der Vizepräsidentin selbst über Agrartechnikerinnen

bis hin zu Kaffeebäuerinnen.

Drei verschiedene Kaffees, frisch gemahlen,

in je fünf gleichen Tassen. So sieht die

Verkostungsanordnung aus. Bevor heißes,

nicht kochendes Wasser mit 96 Grad Celsius zugegeben

wird, riecht das Team reihum am Kaffeepulver.

Gibt es irgendwelche Auffälligkeiten? Getestet werden

Feuchtigkeit, Homogenität und Sensorik des Rohkaffees,

der im hauseigenen Proberöster für Kaffeeproben

auf der Stufe Medium geröstet wird. Nach

dem Aufgießen zieht der Kaffee vier Minuten, bevor

man die Kruste mit dem Löffel bricht und die Nase

möglichst nah an den noch heißen Kaffee hält, aus

dem die Aromen aufsteigen. Danach lässt man ihn

noch etwas abkühlen und schlürft zuletzt einen

Teelöffel voll Kaffee. Schlürfen deshalb,

damit mehr Sauerstoff an den Kaffee

im Mund gelangt, um möglichst viele

Aromen und – wichtig – eventuell

auch Fehltöne wahrnehmen

zu können. Diese stam men zum

Beispiel von unreif geernteten

Kaffee kirschen oder Schimmel,

der sich bei zu feuchter Lagerung

bilden kann.

Zwei- bis dreimal die Woche verkostet Franziska Bringe,

Einkaufsmanagerin für Kaffee aus Afrika und Asien

bei der GEPA, mit ihren Kolleginnen und Kollegen

aus dem Sortiments- und Qualitätsmanagement die

Rohkaffees. Das erste Mal, bevor eine Charge überhaupt

zum Transport mit dem Schiff freigegeben

wird, und dann erneut, wenn die Ladung zur Weiterverarbeitung

angekommen ist. Und mehrmals im Jahr

lädt Bringe mit Kolleginnen und Kollegen die Qualitätsverantwortlichen

der Handelspartner nach Wuppertal

ein, um gemeinsam zu verkosten und von einander

zu lernen. Dabei geht es auch darum, die Qualität

stetig zu verbessern und den direkten Kontakt zu

stärken. Eine lange Lieferkette gibt es bei der GEPA

nicht. »Gemeinsam mit den Kaffee-Koopera tiven an

neuen Produkten und der Qualitätsoptimierung zu

arbeiten, das macht Spaß und zeichnet die Arbeit

bei der GEPA aus«, erzählt Bringe, die Agrarwissenschaften

mit Schwerpunkt Tropen studiert hat.

Unverkennbar schmeckt man bei der Probe den

erdigen Charakter der Robusta-Sorte im Gegensatz

zur fruchtigen, säurestärkeren Arabica-Bohne heraus.

Als Pairing, Geschmackspaar sozusagen, testen wir

die Schokoladen Salty Caramel Vollmilch sowie die

Noir Salty Caramel aus der Linie Taste Fair Afrika. Der

Kakao stammt aus dem kleinen Inselstaat São Tomé

und Príncipe im Golf von Guinea. Kleinbäuerinnen

und -bauern liefern die Kakaobohnen an die Kooperative

CECAQ-11 ab und haben die Qualität ihres

Kakaos, vom Anbau bis zur Verarbeitung in eigenen

Fermentations- und Trocknungsanlagen, selbst in

der Hand. Auch hier gibt es keinen Zwischenhandel,

sondern einen direkten Import mit fairen Preisen sowie

einer Fair-Trade-Prämie, die bessere Lebensbedingungen

und Bildung ermöglicht. Zurück zum Geschmack:

Die Süße der Salty Caramel reibt sich etwas an der Säure

des Arabica-Kaffees, obwohl das Salz und die Säure

gut miteinander harmonieren. Klarer Schokoladen-

Charmeur ist der tiefgründige Robusta- Kaffee

aus Uganda mit weniger Säure, der sich

den Schokoladen aus seinem Kontinent

Afrika perfekt anpasst.

Alnatura Magazin April 2020 23


Fragen an Peter Schaumberger,

Geschäftsführer der GEPA

Redaktion: Der alleinige Unternehmens

zweck der GEPA ist seit 1975

fairer Handel. Sind Sie eine Non­

Profit-Organisation?

Peter Schaumberger: »Wir sind eine

Not-for-Profit-Handelsgesellschaft. Es

geht uns nicht um Gewinnmaximierung,

aber wir müssen trotzdem wirtschaftlich

arbeiten. Unser Ziel ist es, eine Umsatzrendite

von drei Prozent zu erwirtschaften.

Gerade die GEPA zeigt, dass man fair

sein und sinnvoll wirtschaften kann.«

Muss ein fair gehandeltes Produkt

zwangsläufig teurer für die Kundinnen

und Kunden sein?

»Gerade das Gegenteil sollte der Fall sein!

Alle Produkte, die nicht nachweisen

können, dass Menschenrechte nicht geachtet

wurden, dass die Arbeitsbedingungen

fair sind, dass sie der Umwelt keinen

Schaden zufügen, sollten einen Aufschlag,

eine Steuer bekommen, sodass diese für

die Endverbraucherin oder den Endverbraucher

letztendlich teurer sind. Hier bedarf

es gesetzlicher Regelungen. Deshalb

unterstützen wir die Lieferkettengesetz-

Kampagne. Auch die Senkung der Kaffeesteuer

für fair gehandelten Bio-Kaffee

wäre ein sinn voller Schritt in die richtige

Richtung und natürlich eine CO 2 -Steuer

für Umwelt sünderinnen und -sünder.«

GEPA unterstützt Fridays For Future.

Was tun Sie konkret gegen den

Klimawandel?

»Klar ist: Unfairer Handel ist schlecht für

das Klima. Wir sind unseren Partnern

in Südamerika, Afrika und Asien nah,

daher kriegen wir mit, welche Auswirkungen

der Klimawandel für sie hat.«

Können Sie bitte ein konkretes

Beispiel nennen?

»Zum Beispiel verschieben sich durch den

Temperaturanstieg die Anbaugrenzen von

Arabica-Kaffee immer weiter in die Höhe,

weil die Pflanze es kühler mag. Aber viele

Bäuerinnen und Bauern können nicht

mehr weiter in die Höhe ausweichen. Oder

aber die Dürreperiode in Südafrika setzt

der Rooibosernte zu. Dann unterstützen

wir, wo wir können, und garantieren einen

Mindestpreis für die Rohstoffe, der immer

höher liegt als der Weltmarktpreis und

sogar höher als der Fair-Trade- Preis. Wir

haben ein Wiederaufforstungsprojekt auf

den Philippinen initiiert und fördern alle

noch nicht bio-zertifizierten Partner bei

ihrer Umstellung auf Bio. Seit 2018 haben

wir unser Engagement in Afrika verstärkt,

um dem Robusta- Kaffee neue Marktchancen

zu eröffnen, und unterstützen

Kakao-Projekte in São Thomé, der Dominikanischen

Republik und Togo.« SUS

GEPA kurz gefasst

Als Fair-Trade-Pionier steht die GEPA

seit rund 45 Jahren für Transparenz und

Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Sie handelt

als größte europäische Fair-Handelsorganisation

mit Genossenschaften und sozial

engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika,

Afrika, Asien und Europa. Durch

faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen

haben die Partnerorganisationen

mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA

stehen Misereor, Brot für die Welt, die

Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen

Jugend in Deutschland, der Bund der Deutschen

Katholischen Jugend und das Kindermissionswerk

»Die Sternsinger«. Für ihre

Verdienste um den fairen Handel und die

Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet

worden, unter anderem beim

Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 als

»Deutschlands nachhaltigste Marke«.

Aktuell wurde sie beim CSR-Preis der

Bundesregierung (csr-in-deutschland.de) in

der Sonderpreiskate gorie »Verantwortungsvolles

Lieferkettenmanagement« als eines

von fünf Unternehmen nominiert. Das Gewinnerunternehmen

wird von Bundesarbeitsminister

Hubertus Heil als Schirmherr des

CSR-Preises am 9. Juni 2020 in Berlin ausgezeichnet.

Außerdem hat sich die GEPA nach dem

neuen Garantiesystem der WFTO (World Fair

Trade Organization) prüfen lassen.

Näheres zu Preisen und

Auszeichnungen sowie zur GEPA

allgemein unter gepa.de

Die Bio-Schokolade Salty

Caramel erhielt von der Zeitschrift

Schrot & Korn die

Auszeichnung »Bestes Bio«.


Faire Mindestpreise der GEPA

versus Weltmarktpreise

in US-Dollar pro Tonne (Stand: Dezember 2019)

4.189

3.200

3.329

Fair GEPA

2.400

2.659

1.380

Weltmarkt

Kakao

Arabica-

Kaffee

Robusta-

Kaffee

Kakaobauer Nelson Cruz: »Ich kann mein Dorf und meine Kooperative wachsen

lassen, damit es in Zukunft viel besser sein wird als jetzt.« Früher mussten die Bäuerinnen

und Bauern ihre Kakaobohnen direkt nach der Ernte zu Niedrigstpreisen an

kommerzielle Zwischenhändler verkaufen. Durch den fairen Handel fermentieren und

trocknen sie sie heute selbst und exportieren sie über die Kooperative.

Alnatura Magazin April 2020 25


AUS UNSEREM SORTIMENT*

Fairer Handel als Grundprinzip

Seit 1975 stellt die GEPA, eine hundertprozentige Fair-

Handelsorganisation, Naturprodukte wie Kaffee, Tee und

Schokolade her. Aktuell arbeitet das Unternehmen mit 131

Partnern in Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika sowie

Europa direkt und langfristig zusammen – darunter viele

Organisationen kleinbäuerlicher Betriebe. Da fairer Handel

bei der GEPA nicht nur Nebensache, sondern Kern der

Unternehmensphilosophie ist, reinvestiert das Unternehmen

auch alle Gewinne wieder in den fairen Handel. Und die

Betriebsgesellschaften sind ausschließlich kirchliche Entwicklungs-

und Jugendorganisationen wie Brot für die

Welt und Misereor.

Feine Bio-Trinkschokolade

Kalt oder warm ein Genuss: Der Kakao

überzeugt mit vollem Schokoladengeschmack

und harmonischer Süße aus

Bio-Rohrohrzucker.

250 g 4,49 € (100 g = 1,80 €)

Bio-Café Benita

Der lösliche Kaffee aus lateinamerikanischen

Arabica-Bohnen begeistert

mit seinem feinen Aroma als schneller

Kaffee zwischendurch.

100 g 7,49 €

26 Alnatura Magazin April 2020


* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

Faires Pfund Bio-Honig cremig

Der mild-würzige Honig aus dem Nektar

verschiedener Wildblüten eignet sich

als Brotaufstrich sowie zum Verfeinern

von Getränken und Desserts.

500 g 4,79 € (1 kg = 9,58 €)

Bio-Schokolade

Zarte Bitter Orange 70 %

Knackige Zartbitterschokolade mit

70 Prozent Kakao und echtem

Orangenöl. In der großformatigen Flachtafel-Form

für besonderen Schmelz.

100 g 2,29 €

Der Markentisch des Monats

Die hier abgebildeten Naturkost-

Produkte finden Sie in Ihrem

Alnatura Super Natur Markt auf

dem Markentisch und im Regal.

Alnatura Magazin April 2020 27


HERSTELLER-REPORTAGE

»Nur nicht an den

Zutaten sparen«

Ob Riegel, Kugel oder Konfekt – der Lübecker Bio-Süßwarenhersteller

Lubs kreiert aus hochwertigen Rohstoffen

süße Köstlichkeiten. Das Alnatura Magazin durfte einen

Blick hinter die Kulissen werfen.

Ein Sack Mandeln, ein Beutel

Haselnüsse und eine ordentliche

Portion Datteln noch. Chris

Gajewski manövriert gekonnt durch die

Gänge des Rohwarenlagers und packt die

fehlenden Rohstoffe auf den Rollwagen.

Seine Aufgabe ist es, alle Komponenten

für die Produktion der nächsten Charge

Fruchtriegel zusammenzustellen. Dabei

behält der Mitarbeiter des Lübecker Bio-

Süßwarenherstellers Lubs den Überblick

über insgesamt gut 160 verschiedene

Rohstoffe, die hier lagern. Fast alle der

mehr als 60 unterschiedlichen Rezepturen

hat er dank jahrelanger Erfahrung im

Kopf. Ein abschließender Blick auf die Zutatenliste

darf dennoch nicht fehlen –

wenn auch nur zur Kontrolle.

Bereits 1982 entwickelte Michael

Lubs die ersten Bio-Fruchtriegel und legte

damit den Grundstein für den heutigen

Mittelständler. »So wie schon damals setzen

wir nach wie vor auf eine außerordentliche

Qualität all unserer Zutaten«,

erklärt Friedrich Lange. Seit 2002 führt

er die Geschäfte des Bio-Pioniers, der

heute mit knapp 50 Beschäf tigten rund

zehn Millionen Riegel pro Jahr herstellt.

»Wichtig ist, dass unsere Produkte auch

wirklich nach Frucht schmecken. Wenn

zum Beispiel Ananas draufsteht, muss

man das auch direkt schmecken können«,

so Lange. Künstliche Aromen und Süßungsmittel

kommen dabei nicht zum

Einsatz. Stattdessen arbeitet Lubs unter

anderem mit Datteln, die über eine sehr

aromatische Süße verfügen. Diese bezieht

das Unternehmen seit vielen Jahren von

der Sekem-Farm mitten in der ägyptischen

Wüste – allein im vergangenen

Jahr rund 150 Tonnen.

Sorgfältig zusammengestellt

Vom Rohwarenlager aus geht es eine Tür

weiter. Hier werden die vorbereiteten

Rohstoffe für die weitere Verarbeitung

abgewogen. Blitzschnell fährt Christina

Baumann mit der silbernen Schütte in

ihrer Hand in die Mandeln und lässt diese

auf die Waage vor ihr niederprasseln. Sie

arbeitet bereits seit zehn Jahren hier und

bereitet die jeweiligen Mischungen für

Fruchtriegel und -konfekte sowie Nougatund

Marzipanmassen vor. Ob Mandeln

oder Cashewkerne, Aprikosen, Ananas

oder Sultaninen – Christina Baumann

bringt die einzelnen Rohstoffe ins richtige

Verhältnis, sodass im Anschluss kleine

Köstlichkeiten daraus entstehen können.

»Fruchtriegel gibt es bei der Firma Lubs

schon von Beginn an. Durch unsere langjährige

Erfahrung haben wir in diesem

Bereich eine hohe Kompetenz aufgebaut«,

erklärt Friedrich Lange. Doch das Sortiment

hat sich im Laufe der Jahre verändert.

Erst kam das Lübecker Marzipan hinzu,

seit einigen Jahren auch Confiserie-Produkte.

Insbesondere zu Weihnachten und

Ostern laufe dieser Bereich sehr gut, so

Lange. Deshalb gibt es jeweils zeitlich begrenzt

auch Ostereier in verschiedenen

Sorten sowie unterschiedlich gefüllte

Confiserie-Kugeln zum Weihnachtsfest.

Kalt produziert

Christina Baumann ist fertig mit dem Abwiegen.

Direkt nebenan werden im sogenannten

Kutter Haselnüsse, Datteln und

weitere Zutaten zu einer homogenen Masse

zerkleinert und vermengt, bevor daraus

im nächsten Schritt maschinell Riegel ausgeformt

werden. »Auf die Reihenfolge

der einzelnen Zutaten sowie die Dauer und

Geschwindigkeit des Kutterns kommt es

an«, verrät Marina Peiseniek. Mehr dazu

sagen möchte sie jedoch nicht: »Betriebsgeheimnis«,

schmunzelt sie. Die Produktionsleiterin

ist für den gesamten Prozess

und einen reibungslosen Ablauf zuständig.

Und dabei gibt es jede Menge zu berücksichtigen:

Haben die Datteln die passende

Feuchtigkeit? Ist die Masse richtig gekuttert?

Stimmt das Gewicht der Riegel?

»Die Produktion eines guten Fruchtriegels

erfordert schon ein bisschen Knowhow«,

weiß auch Friedrich Lange. Um die

wertvollen Inhaltsstoffe der Zutaten nicht

zu zerstören, setzt Lubs auf die sogenannte

kalte Produktion. »Das heißt, wir erhitzen

unsere Produkte nicht«, erklärt der

Geschäftsführer. Natürlich könne man

auch alles zerkochen, um so eine möglichst

lange Haltbarkeit zu erreichen. Dann

sei am Ende aber auch nichts mehr drin

im Riegel, verrät er.

In der Produktion laufen die zwei vollautomatischen

Fertigungs- und Verpackungslinien

auf Hochtouren. Nur am

Anfang und Ende jeder Linie sorgen Mitarbeiterinnen

dafür, dass der Nachschub an

Riegelmasse nicht ausgeht und die fertigen

Riegel in Kartons verpackt werden. Mittendrin

Marina Peiseniek. Neben der Riegelproduktion

verantwortet sie auch die der

Fruchtkonfekte und saisonalen Sonderartikel.

Gerade laufen die Nuss-Nougat-Eier

für Ostern. »Die Oster-Produktion startet

im Dezember. Wir sind jetzt in den letzten

Zügen und haben die ersten Chargen bereits

ausgeliefert«, berichtet sie. Langeweile

kommt im Anschluss allerdings keine

auf. Denn pünktlich Ende Mai startet die

Fertigung der nächsten Saisonprodukte:

Weihnachts-Kugeln. MaWi

28 Alnatura Magazin April 2020


Lubs GmbH kurz gefasst

Gründung 1982

Geschäftsführer Friedrich Lange

Unternehmensstandort Lübeck

Beschäftigte 48

Vom Bio-Pionier zum erfolgreichen

Mittelständler – das norddeutsche

Unternehmen Lubs produziert seit Anfang

der 1980er-Jahre Fruchtriegel in

Bio-Qualität. Im Laufe der Zeit kamen

Fruchtkonfekt sowie Lübecker Marzipan

und verschiedene Confiserie-Produkte

dazu.

lubs.de

Friedrich Lange prüft die aktuelle Charge

Mandeln. Etwa 60 Tonnen des Handelstyps

Valencia importiert und verarbeitet Lubs pro

Jahr (oben). Zwar werden die kleinen Fruchtkonfekt-Bällchen

maschinell geformt, die Verpackung

ist jedoch reine Handarbeit (links).

Alnatura Magazin April 2020 29


NATURDROGERIE*

Bereit für die Sonne

Die Badesaison startet zwar erst in ein paar Wochen, doch

auch die Frühjahrssonne lockt uns bereits nach draußen.

Und für den Sonnenschutz unbedeckter Körperstellen ist es

nie zu früh. Mit unseren Tipps und Infos sind Sie bereit für

sonnige Zeiten. CT

Lebenselixier Sonne

Für uns Menschen ist das Licht der Sonne wichtig. Denn

das lebensnotwendige Vitamin D wird zu 90 Prozent in der

Haut gebildet – jedoch nur unter dem Einfluss der Sonne.

Es übernimmt im Organismus eine Schlüsselfunktion und ist

an zahlreichen Regulierungsvorgängen der Zellen beteiligt.

Zehn sonnige Minuten für Unterarme und Gesicht in regelmäßigen

Abständen reichen schon aus, um die Produktion

anzukurbeln. Wer sich der UV-Strahlung länger aussetzen

möchte, sollte dies wohldosiert und mit dem richtigen Sonnenschutz

tun. Denn sonst drohen vorzeitige Hautalterung,

Sonnenbrand und schlimmstenfalls sogar Hautkrebs.

Sonnenschutzmittel mit mineralischen

UV-Filtern schonen Umwelt und Gewässer

und belasten Korallenriffe nicht.

Speick Naturkosmetik

Speick Sun Sonnencreme

LSF 30**

Hundert Prozent natürlich-mineralischer

Sonnenschutz mit wasserfester

Wirkung: Diese Sonnencreme

für Gesicht und Körper schützt sofort,

zieht schnell ein und hinterlässt

keine weißen Rückstände auf der

Haut. Sie ist biologisch leicht abbaubar

sowie riff- und korallenfreundlich.

Mit feuchtigkeitsspendendem Zuckerrübenextrakt

und hautberuhigendem

Schilfrohrextrakt; frei von

Aluminium und Parfüm. Ideal auch

für Kinder.

60 ml 12,99 € (100 ml = 21,65 €)

Richtig sonnenbaden

Unabdingbar sind Sonnenschutzmittel

– für Erwachsene mit mindestens Lichtschutzfaktor

20, für Kinder 30. Dieser gibt an,

um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der

Haut bei richtiger Anwendung des Produkts erhöht,

ohne dass es zu einem Sonnenbrand kommt. Beispielsweise

ergibt eine Eigenschutzzeit von zehn Minuten multipliziert mit Lichtschutzfaktor

20 eine Sonnenzeit von 200 Minuten. Diese Zeit sollte

aber nie ausgereizt werden, denn Einflüsse wie Schwitzen oder ein

Gang ins Wasser können die Wirkung mindern. Die Eigenschutzzeit

hängt vom individuellen Hauttyp ab. Bei hellen Typen ist sie naturgemäß

kürzer als bei dunkleren, dies sollte bei der Auswahl des

Sonnenschutzmittels beachtet werden. Generell gilt: Mehr ist mehr.

Nur großzügig und mehrmals über den Tag verteilt aufgetragen, entfalten

Cremes und Lotionen ihre schützende Wirkung.


Synthetisch versus mineralisch

In Sonnenschutzmitteln gibt es zwei Wirkprinzipien,

die vor UV-A- und UV-B-Strahlung schützen. Zum einen

synthetische Filter, künstlich hergestellte chemische

Verbindungen, die in die Haut eindringen und die UV-

Strahlung in harmloses Infrarotlicht und Wärme umwandeln.

Sie müssen mindestens 30 Minuten vor dem

Sonnenbad aufgetragen werden. Sie stehen aber im Verdacht,

im Körper hormonähnlich zu wirken, beim Baden

abgespülte Cremes schädigen außerdem die Gewässer.

Zum anderen gibt es Sonnenschutzmittel mit natürlich-mineralischen

Filtern. Sie enthalten feinst vermahlenes

Titandioxid und Zinkoxid, welche die Sonnenstrahlung

wie Spiegel reflektieren. In als Naturkosmetik

zertifizierten Sonnenschutzprodukten sind nur diese

Filter erlaubt. Sie wirken direkt nach dem Auftragen.

Auf der Haut bleibt jedoch mitunter ein weißer

Schimmer zurück.

Beim Sonnenbaden gerne barfuß

unterwegs? Fußcremes und -balsame

verschaffen Abhilfe bei beanspruchten

und rauen Hautstellen.

HYDROPHIL

Lavendel-Seife** vegan

oder Lemongrass-Seife** vegan

Diese wohlriechenden Seifen enthalten bestes Öl aus

Oliven, Kokosnüssen und Sonnenblumen sowie Sheabutter.

Anteile von Lavendel oder Lemongrass sorgen dafür,

dass die Hände nicht nur sauber werden, sondern auch

noch angenehm frisch duften. Die Seifen eignen sich

auch zum Waschen von Körper und Haaren. Sie werden

wasserneutral, fair und von Hand vor den Toren Hamburgs

hergestellt und liebevoll einzeln

verpackt.

je 80 g 4,89 €

(100 g = 6,11 €)

alviana

Fußcreme Bio-Salbei

vegan oder Hornhaut

Balsam Bio- Sonnenhut

vegan

Die Fußcreme mit Bio-Salbei

und Vitamin E verwöhnt

trockene und raue Füße

und verleiht ihnen ein

geschmeidig-zartes Hautgefühl.

Eine zart duftende

Textur, die schnell einzieht und pflegt.

Die intensive Formulierung des Hornhaut Balsams mit

Bio-Sonnenhut wurde speziell für trockene Hautstellen

und strapazierte Füße ent wickelt. Die reichhaltige

Pflegewirkung unterstützt die Rückbildung von

Hornhaut auch an Händen, Ellenbogen und Knien.

Fußcreme Bio-Salbei

75 ml 2,99 € (100 ml = 3,99 €)

Hornhaut Balsam Bio-Sonnenhut

50 ml 2,79 € (100 ml = 5,58 €)

Sonnenschutz – aber bitte

umweltschonend

Die Fürsorge für unsere Haut ist wichtig, sie sollte allerdings

nicht auf Kosten der Umwelt gehen. Tausende Tonnen

Sonnenschutzmittel landen jährlich in den hochsensiblen

Ökosystemen von Korallenriffen. Das stellt ein erhebliches

Problem für die Umwelt dar. Insbesondere der chemische

Stoff Octocrilen steht dabei in Verruf. Er ist wasserunlöslich,

biologisch schwer abbaubar und lagert sich deshalb in Gewässern

und Organismen an. Weitere chemische UV-Filter wie

Octinoxate oder Oxybenzone schaden den Meeresorganismen.

So zerstören sie unter anderem die Zellen von Korallen,

was zu deren Verblassen, Ausbleichen und schließlich zum

Absterben führt. Wer für sich und die Umwelt auf Nummer

sicher gehen möchte, greift zu mine ralischem

Sonnenschutz und achtet auf Siegel

wie NATRUE oder BDIH. Geschützte Haut

und respektvoller Umgang mit der

Natur sind somit kein Widerspruch.

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite handelt

es sich um Anzeigen. Sie erhalten die Produkte in Ihrem Alnatura

Super Natur Markt. / ** Nicht in allen Märkten erhältlich.

Alnatura Magazin April 2020 31


NATURDROGERIE*

Aus unserer Naturdrogerie

Sonnenschutz für Kinderhaut

Kinderhaut gebührt besondere Aufmerksamkeit, denn sie ist

um ein Vielfaches empfindlicher als die von Erwachsenen, die

UV-empfindlichen Stammzellen liegen sehr viel dichter unter der

Hautoberfläche. Kinder sollten unter keinen Umständen einen Sonnenbrand

bekommen – schon kleine Rötungen können den Risikofaktor

erhöhen, später an Hautkrebs zu erkranken. Ein paar Regeln:

• Mittagspause ist Sonnenpause: Zwischen 12 und 16 Uhr sollten Kinder

die Sonne meiden.

• Schatteninseln suchen oder schaffen und Kinder nur dort spielen lassen.

• Möglichst durch Kleidung schützen, z. B. spezielle Sonnenschutzkleidung.

• Sonnencremes mit sehr hohem Breitbandschutz (UV-A und UV-B) und

Lichtschutzfaktor sind ein Muss.

• Sonnenschutzmittel regelmäßig und ausreichend auftragen.

• Eine Kopfbedeckung darf nicht fehlen, sie schützt Gesicht, Kopfhaut

und bestenfalls Ohren und Nacken.

• Augen schützen: Kindersonnenbrillen mit der Kennzeichnung UV-400

sind optimal.

• Für Babys und Kleinkinder ist direkte Sonneneinstrahlung tabu.

Ihr hauteigener Schutz ist so gut wie noch gar nicht vorhanden und

muss sich noch entwickeln.

lavera

Sensitiv Sonnenlotion Kids LSF 50

Diese Sonnenlotion bietet speziell sensibler

Kinderhaut zuverlässigen Sofortschutz. Die

sorgfältig ausbalancierte Naturkomposition

mit mineralischen UV- Filtern, Bio-Sonnenblumen-

und Bio-Kokosöl hat eine leichte,

wasserfeste Formulierung und reduziert das

Risiko von sonnenbedingten Hautirritationen,

Sonnenallergien sowie Mallorca-Akne.

Für Neurodermitiker geeignet.

100 ml 14,99 €

SOS: Erste Hilfe

bei Sonnenbrand

Bei leichten Rötungen verschaffen nasse

Handtücher Abhilfe, auch Packungen mit

Quark oder Joghurt kühlen und spenden

Feuchtigkeit. Pflegeprodukte sollten

kühlend und abschwellend wirken. Der Haut

Ruhe gönnen und Sonne meiden, bis die

Rötung abgeklungen ist. Bei schlimmerem

Sonnenbrand mit Blasenbildung sollte

man ärztlichen Rat einholen.

Sonnenschutz ist für

Kinderhaut besonders wichtig.

Naturkosmetikprodukte

schützen die Jüngsten mit

mineralischen UV-Filtern.

* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite

handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten

die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.


Blogtipp: »Beautyjagd«

Auf »Beautyjagd« berichtet Bloggerin

Julia Keith seit zehn Jahren von

ihrer Jagd nach den besten Beautyprodukten

der Welt und ihrer Leidenschaft

für Naturkosmetik. Auch beim

Thema Sonnenschutz setzt die Weltenbummlerin

auf die Kraft der Natur:

»Es ist noch gar nicht so lange her, dass

mineralischer Sonnenschutz eher einer

weißen Paste als einer komfortablen

Creme glich. Glücklicherweise hat sich

hier in den letzten Jahren vieles getan!

Natürlicher Sonnenschutz mit den mineralischen

UV-Filtern Zinkoxid und Titandioxid

kann sich durchaus leicht und geschmeidig

auf der Haut anfühlen – und

auch das Weißeln hält sich absolut in

Grenzen. Ein Tipp: Unbedingt genügend

Sonnenschutz auftragen, um den ausgelobten

Lichtschutzfaktor zu erreichen.

Für das Gesicht benötigt man ungefähr einen Drittel Teelöffel,

für den Körper sollten es drei Esslöffel sein.«

Greenic

Bio-Hagebuttenpulver

vegan

Die Hagebutten für

dieses Trinkpulver in

Rohkostqualität

werden behutsam

getrocknet, anschließend

langsam und schonend in einer

Keramikmühle zu sehr feinem Pulver vermahlen

und in Aromaschutzdosen abgefüllt.

Das Hagebuttenpulver von der Ostsee

ist ideal für Smoothies und Shakes

und passt auch gut zu Müsli, Porridge

oder Joghurt. Es enthält viel natürliches

Vitamin C, ist ballaststoffreich, fettarm,

laktose- und glutenfrei.

120 g 9,99 € (100 g = 8,33 €)

Zum Blog geht es unter

beautyjagd.de

SANTE Dental Med

Zahncreme

Vitamin B12

03/19

oekotest.de/111632

Alnavit

Bio Hafer Früchte Müsli vegan

Für einen genussvollen und bewussten

Start in den Tag: Dieses

Bio Hafer Früchte Müsli mit

gluten freiem Hafer ist ein ballaststoff

reiches Frühstück – nicht nur

für Menschen mit Unverträglichkeiten.

Es ist laktosefrei und enthält

nur die natürliche Süße aus

Früchten. Mit Datteln, Feigen,

Apri kosen, Pflaumen, Äpfeln,

Himbeeren und Erdbeeren.

Bezeichnung: SANTE Dental Med

Zahncreme Vitamin B12

Drucker: Ritter Haftetiketten

Art.-Nr.: 44163

Packmittelnr.: J1630

Sante

Status: Freigabe am 30.04.2019

Größe: 18,2 x 21,8mm

von C.Kleinschnitz

Druck: Schwarz + PANTONE 485 C Datenversand: am 30.04.2019

Dental Med Zahngel Sensitiv

Vitamin B12 fluoridfrei vegan

oder Dental Med Zahncreme

Vitamin B12 vegan

Natürliche Reinigung für Zähne

und Zahnfleisch, Schutz vor Karies,

Parodontose und Zahnsteinbildung:

Das Zahngel mit Vitamin B12 ist

natriumfluoridfrei; Meersalz und

mineralische Putzkörper entfernen

Zahnbelag gründlich und schonend. Die zahnärztlich

getestete Zahncreme mit einem Wirkstoffkomplex aus

Natriumfluorid, Xylitol und Bio-Salbei unterstützt das

Zahnfleisch und den Schutz der Zähne. Mit angenehm

minzigem Geschmack für einen frischen Atem.

je 75 ml 5,89 € (100 ml = 7,85 €)

350 g 3,29 € (1 kg = 9,40 €)

Alnatura Magazin April 2020 33


AUS UNSEREM SORTIMENT*

Natürliche Pflege für alle Haartypen

Die neuen Pflegeshampoos und -spülungen von lavera sind auf unterschiedliche

Haartypen abgestimmt und haben verschiedene Pflegegrade

und Inhaltsstoffe. Die neuen Pflegeformeln mit Bio-Quinoa sorgen für

gute Kämmbarkeit und ein tolles Haargefühl. Die Pflege shampoos und

-spülungen haben die hochwertige Bio-Zertifizierung Ecocert Cosmos

Organic. Alle Pflegeformeln werden vom Unternehmen selbst entwickelt.

Im Mittelpunkt stehen dabei erlesene Bio-Inhaltsstoffe. Über 300 Naturwirkstoffe

stammen aus der eigenen Herstellung. Selbstverständlich

verzichtet zertifizierte Naturkosmetik auf Silikone.

Der Markentisch des Monats

Die hier abgebildeten Naturkosmetik-

Produkte finden Sie in Ihrem

Alnatura Super Natur Markt auf

dem Markentisch und im Regal.

Pflegespülung

Expert Repair & Tiefenpflege

Die Spülung mit nährendem Bio-Macadamiaöl

und Bio-Quinoa pflegt strapaziertes

und geschädigtes Haar reichhaltig vom

Ansatz bis in die Spitzen.

200 ml 3,49 € (100 ml = 1,75 €)

Pflegeshampoo

Expert Repair & Tiefenpflege

Pflegt mit Bio-Macadamiaöl und Bio-

Quinoa strapaziertes und geschädigtes

Haar intensiv und hilft, selbst stärkere

Haarschäden zu reparieren.

250 ml 3,49 € (100 ml = 1,40 €)

34 Alnatura Magazin April 2020


* Bei den Produktvorstellungen auf dieser Doppelseite handelt es sich um Anzeigen. Sie erhalten die Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.

Pflegeshampoo

Glanz & Geschmeidigkeit

Die Naturkomposition mit Bio-Avocado

und Bio-Quinoa schenkt glanzlosem,

stumpfem Haar seidigen Glanz und

Geschmeidigkeit.

250 ml 3,49 € (100 ml = 1,40 €)

Pflegespülung

Basis Sensitiv Feuchtigkeit & Pflege

Spendet dem Haar intensive Feuchtigkeit

dank Bio-Aloe-vera und Bio-Quinoa,

pflegt es nachhaltig und macht es geschmeidig.

Für empfindliche Kopfhaut

geeignet.

200 ml 3,49 € (100 ml = 1,75 €)

Pflegeshampoo

Basis Sensitiv Feuchtigkeit & Pflege

Sorgfältig ausbalancierte Naturkomposition

mit Bio-Aloe-vera und Bio-Quinoa.

Spendet dem Haar Feuchtigkeit und

ist sanft zu empfindlicher Kopfhaut.

250 ml 3,49 € (100 ml = 1,40 €)

Alnatura Magazin April 2020 35


Aktuelles

aus Bio-Welt

und Gesellschaft

Online unterschreiben:

umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/

bienen-und-bauern-retten

Ihre Stimme für eine bienenfreundliche

Landwirtschaft

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) »Bienen und Bauern

retten« fordert einen EU-weiten Ausstieg aus der Anwendung

chemisch-synthetischer Pestizide. Außerdem fordert sie Unterstützung

für die Bäuerinnen und Bauern bei der Umstellung auf

eine gesunde, kleinbäuerliche Landwirtschaft, die zum Erhalt

der Artenvielfalt beiträgt. Bis September 2020 müssen europaweit

mindestens eine Million Unterschriften gesammelt und

dabei in sieben Staaten ein Mindestquorum erreicht werden.

Dann müssen die EU-Kommission und das Europaparlament die

oben genannten Forderungen auf die Tagesordnung setzen.

Auch Slow Food Deutschland e. V. hat sich der Initiative angeschlossen

und ruft dazu auf, für eine pestizidfreie, nachhaltige

und bienenfreundliche Landwirtschaft zu stimmen.

Pflanzen säen – Bienen retten

In diesem Jahr geht der bundesweite Pflanzwettbewerb »Wir

tun was für Bienen« der Initiative »Deutschland summt!« bereits

in die vierte Runde. Unter dem Motto »Be happy! Make a bee

happy!« können alle Bürgerinnen und Bürger vom 1. April bis

zum 31. Juli einen Teil dazu beitragen, kleine und große Flächen

bienenfreundlich zu gestalten. Die Teilnehmenden können Fotos

und Dokumentationen einschicken, die darlegen, was

sie mit ihrer Aktion erreicht haben. Eine Fachjury bewertet die

Beiträge und vergibt Preise in verschiedenen Kategorien.

Die Initiative »Deutschland summt!« der Stiftung für Mensch

und Umwelt schafft seit 2010 Aufmerksamkeit für Bienen und

Stadtnatur und inspiriert Menschen dazu, selbst aktiv zu werden.

Dies ist dringend notwendig, um heimische Bienenarten wie

Hosen-, Seiden- und Mauerbiene zu

schützen und den Rückgang der biologischen

Vielfalt zu stoppen. Mitmachen

unter deutschland-summt.de

PUNKTE SPENDEN – GUTES TUN

Nothilfe für syrische Kinder

Seit neun Jahren herrscht in Syrien ein grausamer Bürgerkrieg.

Vor allem Millionen Kinder leiden darunter – sie sind Vertriebene

im eigenen Land oder wachsen in trostlosen Notunterkünften in

Nachbarländern auf. Unter schwersten Bedingungen versuchen

Familien zu überleben und sind dabei dringend auf humanitäre

Hilfe angewiesen. Viele Kinder sind jahrelang nicht zur Schule

gegangen oder stehen unter Schock, weil sie schwere Kämpfe

miterlebt haben. Unicef stellt mit über 650 Mitarbeitenden und

einem breiten Netzwerk aus Partnerorganisationen in Syrien und

den Nachbarländern Hilfe bereit. Das Kinderhilfswerk der Vereinten

Nationen versorgt Kinder und ihre Familien mit Trinkwasser,

Medikamenten und warmer Kleidung für den Winter, startet

Impfkampagnen und organisiert Schulunterricht sowie psychosoziale

Betreuung.

Alnatura Kundinnen und Kunden können das Engagement

von Unicef unterstützen, indem sie ihre PAYBACK Punkte spenden.

Das ist bereits ab einem Stand von 200 Punkten möglich.

payback.de/spendenwelt

»Gentechnik – nein danke!«

Das Europaparlament hat seine Position für die 15. Vertragsstaatenkonferenz

der UN-Biodiversitätskonvention

festgelegt. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier

fordern die EU auf, sich bei den im Oktober anstehenden Verhandlungen

der Biodiversitätskonvention für ein globales Gene-

Drive-Moratorium einzusetzen (Save Our Seeds, 16.01.2020).

••• Eine neue Studie enthüllt einen unbeabsichtigten Effekt von

CRISPR/Cas9 mit Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit

gentechnisch veränderter Pflanzen. Sie zeigt, dass von beschädigten

Genen weiter Eiweiße hergestellt werden, obwohl

CRISPR/Cas9 genau diese Funktion ausschalten sollte. Folglich

könnten solche geneditierten Pflanzen giftig oder allergieauslösend

wirken (SAG, 15.01.2020 / GMWatch, 11.01.2020). MH

36 Alnatura Magazin April 2020


Ausstellungstipp

Göttin, Teufelin, Puppe, Fetisch, Kindfrau oder wunderbares

Traumwesen – die Frau war das zentrale Thema surrealistischer

Männerfantasien. Künstlerinnen gelang es zunächst als Partnerin

oder Modell, in den Kreis um den Gründer der Surrealisten-Gruppe,

André Breton, einzudringen. Allerdings zeigt sich bei genauerer

Betrachtung, dass die Beteiligung von Künstlerinnen an der

internationalen Bewegung wesentlich umfassender war als allgemein

bekannt und bislang dargestellt. Die Schirn Kunsthalle

Frankfurt beleuchtet erstmals in einer großen Überblicksausstellung

den weiblichen Beitrag zum Surrealismus und zeigt rund

260 beeindruckende Gemälde, Papierarbeiten, Skulpturen, Fotografien

und Filme

von 34 Künstlerinnen

aus elf Ländern.

Buchtipp

Dorothea Tanning,

Spannung, 1942,

Öl auf Leinwand

Fantastische Frauen

Surreale Welten von Meret

Oppenheim bis Frida Kahlo,

Schirn Kunsthalle Frankfurt,

13. Februar bis 24. Mai 2020

»Die wunderbare Welt der Eiche«: Thomas Müller richtet

seine ganze Aufmerksamkeit auf eine einzige Baumart und

lässt sie dabei höchst lebendig werden. Im ganz wörtlichen

Sinn: Mit seinen unverwechselbaren Natur-Illustrationen

nähert er sich dem imposanten Baum Seite für Seite immer

weiter an. Angefangen bei Waldtieren, die in seinem Umfeld

Schutz und Nahrung suchen, über Käfer, die ihre Spuren an

Holz und Blättern hinterlassen, bis ganz nach oben in den

Wipfel, wo heimische Greifvögel nach

Beute Ausschau halten. Die ruhigen,

detaillierten Bilder bilden eine gelungene

Einheit mit den kindgerechten

Beschreibungen. Ab circa sechs Jahren.

Erschienen im Gerstenberg Verlag,

erhältlich für 20,– Euro. MAG

KLIMASCHUTZ: GEMEINSAM VIEL BEWEGEN

Klimafasten: Weil weniger dem

Klima guttut – und uns

Die christliche Tradition des Fastens ist eine ideale Möglichkeit,

innerlich einzukehren und auszuprobieren, wie es ist,

mit weniger zu leben. Die Evangelische Kirche von Westfalen

lädt gemeinsam mit anderen Landeskirchen und Bistümern

noch bis Ostersonntag zu der Aktion »Klimafasten« ein.

Beim Klimafasten geht es nicht nur um unser Wohl, sondern

darum, dass alle ein gutes Leben haben sollen – gegenwärtige

wie auch künftige Generationen, die Menschen im Norden

wie im Süden. So verursacht jeder Mensch in Deutschland

etwa elf Tonnen Klimagase im Jahr, in Indien sind es nur circa

1,7 Tonnen. Wenn wir klimagerecht leben wollen, dürfen wir

langfristig nur zwei Tonnen Klimagase pro Kopf verursachen.

Klimafasten lädt ein, über das rechte Maß nachzudenken

und es immer wieder einzuüben. »So viel du brauchst«

lautet das Motto. Sieben Wochen Zeit, um über die eigenen

Gewohnheiten und Bedürfnisse nachzudenken, den Auswirkungen

des Überflusses nachzugehen und ganz praktisch

den eigenen Alltag von Ballast zu befreien. Jede Woche

steht ein anderes Thema im Fokus, zum Beispiel plastikfrei

leben oder Lebensmittel retten. Für jedes Thema bietet eine

Fastenbroschüre Anregungen, um in kleinen oder großen

Schritten in Richtung Klimagerechtigkeit zu gehen – in der

Fastenzeit, aber auch während des gesamten Jahres.

››› Gastbeitrag von Klaus Breyer und Katja Breyer für das

Institut für Kirche und Gesellschaft sowie das Amt für

MÖWe der Evangelischen Kirche von Westfalen

Die Klima-Allianz Deutschland ist das breite Bündnis für den

Klimaschutz. Zwei ihrer 130 Mitgliedsorganisationen sind das

Institut für Kirche und Gesellschaft sowie das Amt für MÖWe

der Ev. Kirche von Westfalen. Die Aktion Klimafasten fand 2015

das erste Mal statt – initiiert von den beiden Mitgliedern.

Weitere Infos:

klima-allianz.de

klimafasten.de

#klimafasten

2. April: Internationaler Kinderbuchtag

25. April: Internationaler Tag des Baumes


ALLE FÜRS KLIMA

Lebensmittel im Müll –

Verschwendung heizt das Klima auf

Alles dreht sich ums Klima, den Klimawandel, die Emission klimaschäd licher Gase.

Woher Letztere kommen, wohin sie gehen, wer sie verursacht, wie man sie vermeidet.

In dieser Serie widmen wir uns monatlich einem klimarelevanten Ernährungsthema.

Diesmal geht es darum, was der achtsame Umgang mit Lebensmitteln mit Klimaschutz

zu tun hat.

Die Buchführung ist mustergültig:

Immer neue Studien berechnen

die Lebensmittelverschwendung

in Deutschland und

Europa. Die Wissenschaft will es genauer

wissen, als es die alte Faustregel – ein

Drittel aller Lebensmittel wird weggeworfen

– besagt. Dazu werden Mülleimer

und Bio-Tonnen auf Lebensmittelreste

untersucht, Verbraucherinnen und Verbraucher

befragt, Wareneingang und

-ausgang der Supermärkte geprüft, Computer

mit Zahlenreihen gefüttert. Bis auf

die zweite Kommastelle hat das Thünen-

Institut zuletzt den weggeworfenen Überfluss

berechnet. Danach landen jährlich

in Deutschland 11,86 Millionen Tonnen

Lebensmittel im Müll. Hauptangeklagte

sind weiter die Verbraucherinnen und

Verbraucher, die für 6,14 Millionen Tonnen

verantwortlich gemacht werden, das entspricht

mehr als der Hälfte aller Lebensmittelabfälle:

75 Kilogramm pro Kopf und

Jahr. Daneben tragen auch die landwirtschaftlichen

Betriebe als Erzeuger, Handel,

Lebensmittelverarbeitung, Gastronomie

und Außer- Haus-Versor gung reichlich zum

Abfallberg bei (siehe Grafik).

Seit einigen Jahren macht die große

Verschwendung auch als politisches Thema

Karriere. Sie soll bis 2030 halbiert werden,

so die deckungsgleichen Ziele von Bundesregierung,

EU und UN. Meist wird mit

ethisch-moralischem Blick auf die Ressourcenvergeudung

geschaut. Auch die enormen

ökonomischen Verluste werden

hochgerechnet. Dass die Verschwendung

aber auch die Erderwärmung anheizt, ist

noch nicht überall durchgedrungen. Als

Klimakiller Nummer eins in Sachen Ernährung

gilt unser großer Fleischkonsum.

Doch der riesige Abfallberg an weggeworfener

Nahrung ist ebenfalls in hohem

Maß klimarelevant. Lebensmittel, die in

unserem Vorratsschrank landen, haben

nämlich einen Fußabdruck, also reichlich

Klimagase auf ihrem Konto. Denn bei jedem

Glied der Nahrungsmittelkette, vom

11,86 Millionen Tonnen

Lebensmittel landen

jährlich in Deutschland

im Müll.

18 % Verarbeitung

14 % Außer-Haus-Verzehr

12 % Landwirtschaft

4 % Handel

Acker bis zum Teller, werden Treibhausgase

erzeugt: in der Landwirtschaft, bei der

Verarbeitung der Lebensmittel, bei der

Verpackung, beim Transport, bei der Auslieferung

und Kühlung, zu Hause beim

Kochen und schließlich beim Entsorgen

der Reste. Umso wichtiger wäre es, Lebensmittel

vollständig zu nutzen, anstatt

sie wegzuwerfen.

Der Weltklimarat hat in seinem letzten

Gutachten dem Thema Ernährungssicherheit

ein langes Kapitel gewidmet. Kernsatz:

»Wenn wir Nahrungsmittel-Verluste

und Verschwendung reduzieren, dann

52 % Haushalte

6,14 Millionen

Tonnen Lebensmittel

werfen

die Menschen in

Deutschland weg.

Das entspricht

75 Kilogramm

Lebensmitteln

pro Kopf.

38 Alnatura Magazin April 2020


Vertragshöfe mit Großabnehmern

bauen über

ein Drittel Überschuss

an, damit sie in jedem Fall

hundert Prozent ihrer

Vertrags verpflichtungen

einhalten können.

reduzieren wir auch die Treibhausgas-

Emissionen und den Bedarf an zusätzlichen

landwirtschaftlichen Flächen, um überschüssige

Nahrungsmittel zu erzeugen.«

Ein Weniger an Verschwendung würde

außerdem der weltweiten Ernährungssicherheit

und dem Kampf gegen Hunger

helfen.

»Wenn wir Nahrungsmittel-

Verluste und Verschwendung

reduzieren, dann reduzieren

wir auch die Treibhausgas-

Emissionen und den Bedarf

an zusätzlichen landwirtschaftlichen

Flächen, um

überschüssige Nahrungsmittel

zu erzeugen.«

Aus dem Gutachten des Weltklimarats

Die enge Verbindung zwischen Lebensmitteln

und Klima hat noch eine ganz

andere Seite: Die Erdüberhitzung durch

den Klimawandel gefährdet mit Dürren

und Extremwetterlagen wiederum direkt

die Lebensmittelerzeugung der Landwirtschaft.

Die Folgen können Verknappung

von Nahrungsmitteln sein, Qualitätseinbußen

und Preisexplosionen, die direkt

die Menschen treffen. Umso wichtiger

ist es, Treibhausgase durch Lebensmittel-

Verschwendung zu verringern.

Auch die Überproduktion an Lebensmitteln

führt zu Verschwendung und ist,

wie die Bewegung Slow Food Deutschland

kritisiert, fester Bestandteil unseres

Ernährungssystems, das auf schnellen

Warenumschlag und ein Überangebot

baut. Vertragshöfe mit Großabnehmern

bauen zudem bis zu 40 Prozent mehr an,

damit sie hundert Prozent ihrer Vertragsverpflichtungen

einhalten können. Da

wird also bereits ganz am Anfang, fast

noch bevor ein Saatkörnchen in den Boden

gepflanzt wird, mit über einem Drittel

Überschuss geplant, damit im Falle von

schlechter Witterung oder Schädlingsbefall

die hundert Prozent für die Vertragspartner

geerntet werden können.

Die Studie des Thünen-Instituts rechnet

vor, dass etwa die Hälfte unserer

Abfälle Vergeudung ist, weil die Lebensmittel

zum Zeitpunkt des Wegwerfens

noch uneingeschränkt genießbar waren

oder bei rechtzeitigem Verzehr genießbar

gewesen wären. Das sture Festhalten am

Mindesthaltbarkeitsdatum ist nach wie

vor ein Treiber für die Vernichtung wertvollen

Essens. Fast ein Drittel (28 Prozent)

der in den Supermärkten entsorgten

Lebensmittel landen nur wegen überschrittenen

Haltbarkeitsdatums im Müll.

56 Prozent der aussortierten Waren zeigen

leichte optische Mängel. Zusammen

wären also 84 Prozent der Abfälle im

Handel noch genießbar.

Sucht man bei den Verbraucherinnen

und Verbrauchern nach Gründen für

die Verschwendung, wird oft eine

schlechte Haushaltsplanung verantwortlich

gemacht, aber auch die mangelnde

Wertschätzung von Lebensmitteln und ihr

geringer Preis. Sozialforscherinnen und

-forscher erinnern daran, dass in unserer

Wegwerf- und Konsumgesellschaft der

hohe Verbrauch von Gütern allgegenwärtig

und Kennzeichen unserer Einkaufskultur

ist. Das gilt nicht nur für Kleidung

Das können Sie

im Alltag tun

• Einkaufszettel helfen, nur die Lebensmittel

zu kaufen, die Sie wirklich benötigen

und nutzen.

• Lagern Sie die Lebensmittel richtig –

sowohl in der Vorratskammer als

auch im Kühlschrank.

• Vertrauen Sie Ihren Sinnen statt blind

dem Mindesthaltbarkeitsdatum.

• Alle essbaren Teile verwenden – sowohl

von Pflanzen als auch von Tieren.

• Machen Sie Lebensmittelüberschüsse

haltbar, etwa durch Fermentieren.

Weitere Infos finden Sie unter

slowfood.de

oder Gebrauchsgüter, sondern auch für

Lebensmittel. Das Haben-Wollen von

möglichst vielen appetitlichen Waren

reicht bis zum Suchtverhalten.

Wir sollten uns klarmachen: Die Klimakrise,

das sind nicht nur qualmende

Kohlekraftwerke und kraftstoffintensive

SUVs. Das sind auch überquellende Einkaufswagen

mit Lebensmitteln, von denen

zwölf Prozent im Müll landen, ohne dass

sie benutzt, teilweise nicht einmal ausgepackt

werden.

››› Gastbeitrag Slow Food e. V.

Slow Food e. V. begeistert Verbraucherinnen

und Verbraucher seit über zehn

J ahren für krummes Gemüse und überzeugt

sie bei verschiedenen Aktionen

und Bildungsprojekten davon, Lebensmittelverschwendung

zu vermeiden.

Alnatura Magazin April 2020 39


KLIMAFREUNDLICH ANS ZIEL

Scheue Schönheit

unter Sternen

Informationen zur

Anreise finden Sie unter

bahn.de oder in der

DB-Navigator-App

8

11

7

5

Natürlich Urlaub mit Bus und Bahn. In dieser Serie

stellen wir zwölf Naturlandschaften vor, die sich

in der Kooperation Fahrtziel Natur engagieren.

In diesem Monat: den Nationalpark Eifel.

9

6

1

12

3

10

2

Dichte Wälder, rauschende Bäche,

schroffe Felsen, bunt blühende

Wiesen und der Urftsee mit

seiner gewaltigen Staumauer – wer

sich die ganze Schönheit des nur 65

Kilometer vor den Toren Kölns gelegenen

Nationalparks Eifel erwandern

möchte, ist auf dem Wildnis-Trail

genau richtig. Der Trail führt auf vier

Tagesetappen von 18 bis 25 Kilometer

Länge zwischen Monschau-Höfen im Süden

und Hürtgenwald-Zerkall im Norden

durch den Nationalpark und ist mit einem

stilisierten Wildkatzenkopf markiert.

Die scheue Schönheit ist im einzigen

nordrhein-westfälischen Nationalpark

mitt lerweile relativ häufig. Die Eifel und

die benachbarten Ardennen beherbergen

die größte zusammenhängende Wildkatzenpopulation

Mitteleuropas mit mehreren

hundert Exemplaren. Unter den rund

10 000 Tier- und Pflanzenarten, die bis

heute im Nationalpark Eifel nachgewiesen

wurden, gehört die Wildkatze zu den besonders

seltenen und gefährdeten Arten

– ebenso wie der Schwarzstorch und der

Feuersalamander, die Deutsche Hundszunge

und die Astlose Graslilie.

Den besten Einstieg in den Nationalpark

finden Besucherinnen und Besucher

über die Informationshäuser am Rande des

Schutzgebiets, die sogenannten Natio nalpark-Tore

in Simmerath-Rurberg, Schlei den-

Gemünd, Heimbach, Monschau-Höfen

und Nideggen. Und die ideale Vorbereitung

ist eine Visite der barrierefreien Erlebnisausstellung

»Wildnis(t)räume« im

Nationalpark-Zentrum Eifel. Die steht auf

einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern

im Forum von Vogelsang IP – Internationaler

Platz, einst eine NS- Ordensburg und heute

ein Ort der Verständigung und Kommunikation,

ein Sinnbild für Toleranz, Vielfalt

und ein friedliches Miteinander.

Die Vielfalt der Naturräume im Nationalpark,

die dynamische Entwicklung der

Buchenwälder sowie die außergewöhnlichen

Fähigkeiten von Tieren und Pflanzen

werden in der Ausstellung überaus lebendig

vermittelt, mit Hörstationen, tastbaren

Landkarten und interaktiven Spielen. Die

aufwendige Inszenierung »Zauber der

Wildnis« verzaubert tatsächlich und im Bereich

»Weltweite Vielfalt« wird deutlich,

wie es um die Natur auf unserem Planeten

bestellt ist und was wir tun können, um

sie zu schützen. Jüngere Gäste dürften vor

allem die lebensechten Tierpräparate

spannend finden.

Wer den Nationalpark Eifel in konzentrierter

Form erleben möchte, ist im

– ebenfalls barrierefreien – Naturerlebnisraum

Wilder Kermeter genau richtig. Von

der Bushaltestelle Wilder Kermeter führt

ein Wanderwegenetz über fünf Kilometer

zum Aussichtspunkt Hirschley, einem von

mehreren eigens eingerichteten Eifel-

Blicken, die einen besonderen Ausblick

Funkelnde Sterne

Der Nationalpark Eifel gilt als

einer der wenigen Orte in

Deutschland, an dem man die Milchstraße

mit bloßem Auge sehen kann. Hier funkeln

die Sterne besonders schön und

deshalb wurde der Nationalpark im Jahr

2014 offiziell als »Sternenpark« ausgezeichnet,

als erster »International Dark

Sky Park« in Deutschland. Die Kölner

Astronomie-Werkstatt »Sterne ohne

Grenzen« bietet regelmäßig Veranstaltungen

auf dem Sternwartengelände

von Vogelsang IP. Die Termine finden nur

bei klarem Wetter statt.

Informationen und Anmeldung unter

sterne-ohne-grenzen.de/

veranstaltungsprogramm/

Telefon 0221 44900586

Umweltfreundliche Anreise

und mobil vor Ort

Mit dem Fernverkehr der Deutschen Bahn

erreicht man die Eifel am besten über den

ICE-Knoten Köln. Von dort geht es mit dem

Regionalverkehr bis zum Bahnhof Kall. Über

Düren und Euskirchen ist die Anreise mit

dem Regionalverkehr ebenfalls möglich.

Die GästeCard ermöglicht Übernachtungsgästen

in teilnehmenden Betrieben der Erlebnisregion

Nationalpark Eifel die kostenlose

Nutzung sämtlicher Busse und Bahnen

im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-

Sieg (VRS) und des Aachener Verkehrsverbundes

(AVV). Darüber hinaus gibt es Ermäßigungen

für zahlreiche Sehenswürdigkeiten

und Freizeiteinrichtungen der Region.

bieten. Ebenfalls im Wilden Kermeter

liegt der Wilde Weg, ein rund eineinhalb

Kilo meter langer Naturerkundungspfad,

der 2016 als offizielles Projekt der UN-

Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

wurde. Hier können sich Besucherinnen

und Besucher an zehn meist interaktiven

Stationen über Wildnis, Waldentwicklung

und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt

informieren.

Eine weitere Attraktion des Nationalparks

ist die bis 2005 militärisch genutzte

Dreiborner Hochfläche. Im Frühsommer

taucht die Ginsterblüte die offene Landschaft

der Hochfläche in ein leuchtendes

Gelb. Hier tummeln sich Goldammer und

Neuntöter, Aurorafalter und Schwalbenschwanz.

Kleine Tümpel bieten bedrohten

Amphibien wie Kreuzkröte oder Bergmolch

eine Heimat. Eine besondere Art,

dieses Naturparadies zu er leben, ist eine

Kutschfahrt – gerade für Kinder und

Menschen, die nicht so gut zu Fuß unterwegs

sind. BePi

40 Alnatura Magazin April 2020


HERSTELLER-EMPFEHLUNG*

Oben: Blick auf den Rursee im Nationalpark Eifel.

Unten: Auf dem Wildnis-Trail.

Fahrtziel Natur – CO 2 -sparend reisen

Seit 2001 engagieren sich die großen Umweltverbände Bund für Umwelt

und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland

(NABU) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie die Deutsche Bahn in

der Kooperation Fahrtziel Natur. Gemeinsam setzen sie sich für umweltfreundliche

Mobilität, Klimaschutz und nachhaltigen Naturtourismus ein.

Für dieses Engagement wurde Fahrtziel Natur mehrfach als offizielles

Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Der Nationalpark

Eifel ist eines von derzeit 23 Fahrtziel-Natur-Gebieten in Deutschland,

Österreich und der Schweiz. fahrtziel-natur.de

24/7 BIO

Bio-Dinkel-Pizza Tomate Rucola

oder Bio-Pizza Ziegenkäse Spinat

Die Dinkel-Pizza ist mit fruchtigen

Cherrytomaten und Mozzarella belegt,

Rucola und Grana Padano runden den

Geschmack ab. Der Pizzaboden wird

durch die Verwendung von Natursauerteig

auf Basis von Dinkelmehl besonders

locker und frisch. Die Pizza aus Weizenmehl

ist mit aromatischem Ziegenkäse,

Spinat und Pecorino aus Schafmilch belegt.

Die Pizzas werden im Steinofen vorgebacken

und anschließend tiefgefroren.

Durch die Folienlösung ohne Umkarton

fällt weniger Verpackungsmüll an.

Dinkel-Pizza Tomate Rucola

350 g 2,99 € (1 kg = 8,54 €)

Pizza Ziegenkäse Spinat

350 g 3,99 € (1 kg = 11,40 €)

In der nächsten Ausgabe:

Müritz-Nationalpark

* Bei dieser Produktvorstellung handelt es

sich um eine Anzeige. Sie erhalten die

Produkte in Ihrem Alnatura Super Natur Markt.


40 JAHRE »ALTERNATIVER NOBELPREIS«

Davi Kopenawa und der Schutz

des Amazonas-Regenwaldes

Er ist ein Wanderer zwischen Kulturen und damit ein Weltenretter der ganz

besonderen Art: Schamane und Häuptling im magisch lebendigen Amazonas-

Regenwald zwischen Brasilien und Venezuela, zugleich aber Klimaaktivist und

Menschenrechtler vor der UN, mitreißender Redner auf den Bühnen der Welt

und nun auch frisch geehrter Träger des »Alternativen Nobelpreises«. Die Rede

ist von Davi Kopenawa Yanomami. Dem Brückenbauer, der das uralte indigene

Wissen nutzen will, um einen stabilen Pfad in die Zukunft zu bauen.

Es geht eine eigene Aura von dem stämmigen,

eher kleinen Mann mit diesem stillen Lächeln

und den warmen und scharf beobachtenden

Augen aus. Seine Bewegungen sind bedacht,

seine Wahrnehmung nimmt den ganzen Raum

ein, die Sprache ist langsam, präzise. Im Betondschungel

der Metropolen ist er nur Gast, sein Zuhause ist

das lebendige Gewebe des unberührten Waldes voller

Wesenheiten – Flora, Fauna, Ahnen, unsichtbare

beseelte Kräfte, die er »Shapiri« nennt und die ihm

bei seiner Arbeit helfen. Davi Kopenawa ist nach

seiner eigenen Schätzung 64 Jahre alt und hat doch

Zeitalter erlebt, in denen sich die ganze Geschichte

der Menschheit spiegelt. Zu seiner Geburt war der

Stamm der Yanomamis noch unentdeckt, wenigen

Wald läufern bekannt als kriegerisches »unsichtbares

Volk« jenseits des Randes der bekannten Welt. In

seiner Kindheit tauchten erst die Ethnologinnen und

Ethnologen auf, die sein Volk zu erforschen vorgaben,

dann bald schon Menschen, die Gold, Abenteuer

und ihren eigenen Vorteil suchten. Sie brachten nicht

nur Perlenschmuck, Kleidung und Metall ins verborgene

Paradies, sondern auch Malaria, Grippe, Typhus.

Davis Eltern starben, wie viele andere, an den Krankheiten

der Städter, die in der Waldwelt tödliche Seuchen

wurden. Verzweiflung und Neugier trieben den

jungen Krieger aus dem Wald in die Städte, wo er Portugiesisch

lernte und seine Wurzeln fast verlor. Doch

die Einsicht, in der »zivilisierten« Welt zwar auf bunten,

faszinierenden Wegen zu laufen, die aber in eine

letztlich tote Welt führten, ließen den Ruf des Waldes

wieder lauter werden. Davi Kopenawa kehrte zurück

und erzählte an den Feuern warnend von der fremden

Welt, ersann Strategien der Abgrenzung und des

Schutzes, organisierte sein Volk, wuchs an der Gefahr,

wurde Häuptling, Schamane und internationaler

Aktivist.

Er setzte Land- und Selbstverwaltungsrechte für

sein Volk durch, schuf mit der Organisation Hutukara

eine eigene Vertretung der 40 000 Stammesmitglieder,

machte die Yanomamis mit seinem Buch »The Falling

Sky« weltbekannt, engagiert sich für Klimaschutz

und Menschenrechte. Heute gilt Davi Kopenawa

als der wichtigste Sprecher indigener Völker in Südamerika.

Und er wird dringend gebraucht: Denn seitdem

der ultrarechte Jair Bolsonaro zum Präsidenten

Brasiliens wurde, sind die erreichten Ziele in Gefahr.

»Fremde Menschen überfallen unser Land, vergiften

die Flüsse, bringen Krankheiten und Tod«, klagt Davi

Kopenawa an: »Wir brauchen die Unterstützung der

Stadtmenschen weltweit.« Die Regierung seines Landes

erlaubt es Goldsuchenden, illegal im Yanomami-

Land zu schürfen, fordert Siedlerinnen und Siedler

auf, indianisches Land für Viehfutteranbau zu roden,

will an die Bodenschätze heran und provoziert

riesige Waldbrände. Gewalt gegen engagierte Indigene

nimmt zu, schon zahlreiche wurden ermordet,

Ermittlungen behindert.

Davi Kopenawas Ziele sind vielfältig:

Er fordert Schutz und Respekt für seine

Kultur, Menschenrechte und Demokratie

auch für ethnische Minderheiten, internationale

Garantien für den eigenen

Weg indigener Kulturen. Die Politikerinnen

und Politiker Europas bittet

er, Druck auf die auto ritäre brasilianische

Regierung auszuüben, die

Rechte der indigenen Bevölkerung

zu respektieren. An ge sichts

der drängenden Klima krise setzt

er auf eine Koalition der globalen Zivilgesellschaft

und eine Zusammenarbeit der Generationen,

um die Organe der lebenden Erde zu schützen

und gesunden zu lassen. Der Amazonas-Regenwald

als »Lunge des Planeten« braucht dabei besondere

Aufmerksamkeit: »Wir verteidigen den Wald, weil

wir ihn lieben!« Er sieht die indigenen Völker als erfahrene

Regenwaldschützer, die vor Ort aktiv sind.

Und seine Warnung ist deutlich: »Wenn die modernen

Menschen weiterhin den Wald zerstören und uns

vergessen, wird großes Unglück über die nächsten

Generationen kommen. Jeder kann sich beteiligen

am Schutz der Erde!«

››› Geseko von Lüpke


Der Right Livelihood Award

kurz gefasst

Der Right Livelihood Award, eher bekannt

als der »Alternative Nobelpreis«, wird

seit 40 Jahren an Menschen verliehen, die

erfolgreich an einer nachhaltigen und

enkelkindertauglichen, freien, gerechten

und friedlichen Zukunft bauen. Die bislang

178 Persönlichkeiten aus 70 Ländern

gelten als »Heldinnen der Gegenwart« und

Pioniere einer anderen Welt. 1980 verkaufte

der deutsch-schwedische Philanthrop

Jakob von Uexküll seine wertvollen Briefmarken

und stiftete die heute weltbekannte

Auszeichnung.

Davi Kopenawas Thesen

Davi Kopenawa erhielt den »Alternativen

Nobelpreis« im Jahr 2019.

• Die Regenwälder der Erde müssen von ihren

Bewohnerinnen und Bewohnern geschützt

werden. Wenn die indigenen Völker aussterben,

ist das der Anfang vom Ende der Menschheit.

• Klimaschutz braucht Menschenrechte,

Demokratie, soziale Gerechtigkeit und den

Schutz kultureller Vielfalt. Nicht nur Arten,

auch Kulturen sind bedroht.

• Indianische Völker können überleben, wenn

die Welt solidarisch ist, Druck auf autoritäre

Regierungen ausübt und Landraub und illegale

Goldsuche bekämpft.

In der nächsten Ausgabe

berichten wir von der Preisträgerin Wangari

Maathai aus Kenia und ihren Einsatz für

Umweltschutz und Frauenrechte.

Alnatura Magazin April 2020 43


GESELLSCHAFT

Kleine Schritte, große Utopie

Ein Gastbeitrag von Bernd Pieper, Deutscher Tierschutzbund.

Deutschland ist das Land der

Vegetarier und Veganer. Zu

diesem Eindruck mag kommen,

wer manche Debatten in den Medien

verfolgt. So sei es angeblich kaum noch

möglich, auf Grillfesten genussvoll in eine

klassische Bratwurst zu beißen, ohne von

Menschen missionarischen Eifers auf die

Schwere der eigenen Verfehlung hingewiesen

zu werden. Ist der Fleischkonsum

tatsächlich das neue Rauchen, folgt auf

die Flug- die Fleischscham?

Betrachtet man nur die eigene sogenannte

»Filterblase«, mag das zutreffen.

Billigfleisch boomt nach wie vor, das belegen

willkürlich beobachtete Kilopreise

in den Kühltheken verschie dener Supermärkte:

Gemischtes Hack für nicht einmal

vier Euro, Schweineschnitzel für weniger

als sechs Euro, das ist billiges Fleisch aus

oft tierquälerischer Produktion, in Plastik

verpackt. Derartige Produkte dürften nur

schwer mit Paragraph 1 des Tierschutzgesetzes

– »Niemand darf einem Tier ohne

vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden

oder Schä den zu fügen« – in Einklang zu

bringen sein.

Über sechs Millionen Deutsche

leben vegetarisch

Nach einer Allensbach-Umfage aus dem

Jahr 2019 bezeichnen sich in Deutschland

gut sechs Millionen Menschen als Vegetarierinnen

oder Vegetarier, die Zahl der

Veganerinnen und Veganer liegt bei rund

einer Million. Und obwohl beide Kennzahlen

in den letzten Jahren stetig angestiegen

sind, lässt sich wohl kaum von

einem breiten gesellschaftlichen Trend

sprechen. Schließlich verzehren die Deutschen

durchschnittlich rund 60 Kilogramm

Fleisch pro Jahr und Kopf, der weltweite

Durchschnittswert beträgt nach Angaben

der Welternährungsorganisation FAO

40 Kilogramm. Der ungebremste Fleischkonsum

liegt nicht zuletzt daran, dass

kostengünstig und in sehr großen Mengen

produziert wird. Ein profitabler Wirtschaftszweig:

Die 25 größten deutschen Fleischkonzerne

setzten 2018 knapp 27 Milliarden

Euro um.

Gleichwohl stehen die konventionelle

Landwirtschaft und die Fleischindustrie bei

uns zunehmend unter Druck. Die Diskussionen

um Klimawandel, Umweltschutz

und Gentechnik, das massive Insektensterben

sowie der Rückgang einst häufiger

Feldvogelarten wie Kiebitz oder Feldlerche

verstärken die Kritik an Massentierhaltung,

Monokulturen und dem Einsatz von Pestiziden.

Von den teilweise grausamen Bedingungen

in der Tierhaltung und Fleischproduktion

ganz zu schweigen – männliche

Küken, die millionenfach nach dem

Schlüpfen geschreddert werden; Muttersauen,

die ihr Leben in viel zu engen Metallkäfigen

fristen; Mastrinder, die vor ihrem

Tod nie eine Weide gesehen haben.

Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich

dafür ein, dass kein Tier mehr für den

menschlichen Nutzen leidet oder getötet

wird. In der langfristigen Konsequenz

bedeutet das eine gesellschaftliche Entwicklung

hin zu vegetarischer oder sogar

veganer Ernährung – mit positiven Folgen

auch für den Umwelt- und Klimaschutz.

Schließlich erzeugt jedes in Deutschland

verkaufte Kilogramm Rindfleisch nach

Angaben des Instituts für Energie- und

44 Alnatura Magazin April 2020


ANZEIGE

In dem vom Deutschen

Tierschutzbund 2017 herausgegebenen

Kochbuch

»Tierschutz genießen«

stellen Kochprofis kreative

vegane Rezepte vor.

Erhältlich für 19,95 Euro.

Umweltforschung Heidelberg im Schnitt ein Äquivalent von

gut zwölf Kilogramm CO 2. Bei einem Kilogramm Schweinefleisch

sind es ungefähr vier Kilogramm CO 2, bei der gleichen

Menge Kartoffeln nur 0,4 Kilogramm CO 2-Emissionen.

Doch solange diese Utopie noch in weiter Ferne liegt,

solange tierische Produkte gegessen werden, kommt es

darauf an, die Lebensbedingungen von Tieren in der Landwirtschaft

ständig zu verbessern. Wie das funktionieren

kann, zeigt der Deutsche Tierschutzbund mit seinem Label

»Für mehr Tierschutz«. Damit werden Produkte tierischen

Ursprungs gekennzeichnet, denen Tierschutzstandards

zugrunde liegen, die für die Tiere einen wirklichen Mehrwert

an Tierschutz gewährleisten.

Das Tierschutzlabel umfasst zwei Anforderungsstufen,

eine Einstiegs- und eine Premiumstufe. Beide Stufen formulieren

jeweils verbindliche Anforderungen an die Tierhaltung,

den Tiertransport und die Schlachtung. Mit einem

größeren Platzangebot, Strukturen und Beschäftigungsmöglichkeiten

bietet der Einstiegsstandard einen Mehrwert für

die Tiere weit über die gesetzlichen Mindeststandards hinaus.

Der Premiumstandard entspricht mit einem noch höheren

Platzangebot, Außenklimabereichen oder Auslaufmöglichkeiten

den Anforderungen an eine tiergerechte Haltung.

Es gibt viele Ansätze, wie wir unsere Ernährung gesünder

und umweltfreundlicher gestalten und damit gleichzeitig

das Leben der Tiere in der Landwirtschaft verbessern können.

Natürlich ist die Politik gefragt: mit strengen Standards und

Förderrichtlinien, die sich am Tierwohl und nicht am Profit

orientieren. Auch eine Fleischabgabe ist denkbar, die für

Investitionen in den Tierschutz verwendet werden muss. In

erster Linie jedoch liegt es an uns Verbraucherinnen und

Verbrauchern, ob wir den millionenfachen Lippenbekenntnissen

zu mehr und besserem Tierschutz auch Taten folgen

lassen. Die Grundregeln sind denkbar einfach: viel Obst und

Gemüse, am besten aus heimischem und biologischem Anbau

– und wenn es Fleisch sein muss, dann aus tiergerechter

und umweltschonender Haltung, zum Beispiel Bio.

Bernd Pieper, Geschäftsführer Kommunikation beim

Deutschen Tierschutzbund

Fotos: GEPA - The Fair Trade Company / C. Nusch; A. Fischer

GEPA –

fair und nachhaltig

Die GEPA hat die Nachhaltigkeit

schon zum Thema gemacht, als es

noch nicht im Trend lag. Seit der

Gründung des Fair Handelshauses

1975 setzen wir Zeichen mit Aktionen

wie »Jute statt Plastik«,

»PLASTIKFREI« und Produkten

wie dem weltweit ersten fair

gehandelten Bio-Kaffee und

dem ersten

Bio-Tee.

Unsere drei Kernziele:

• Förderung von benachteiligten Produzentinnen

und Produzenten vor allem im

globalen Süden

• Veränderung des Kaufverhaltens von

Konsumentinnen und Konsumenten

• Hinwirken auf strukturelle Veränderungen

im Welthandel durch Lobby- und

Advocacy-Arbeit

Was bedeutet Nachhaltigkeit für die GEPA?

• 84 Prozent unserer Produkte stammen zurzeit aus geprüft

ökologischem Anbau.

• Wir fördern die Umstellung auf ökologischen Anbau bei

unseren Partnerorganisationen z. B. auf der Insel São

Tomé.

• Recyclingfähige Verpackungen und Aromaschutz für unsere

Produkte, so umweltfreundlich wie möglich – wir

setzen auf Materialien aus überwiegend nachwachsenden

Rohstoffen. Wir vermeiden Aluminium und setzen

recyclingfähiges Material ein. Die Verpackung unserer

Schokoladenprodukte ist ein gutes Beispiel dafür!

• In der GEPA-Zentrale befindet sich ein Rapsölheizkraftwerk.

Die GEPA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in

Wuppertal erhalten vergünstigte Tickets für den öffentlichen

Nahverkehr und die Fahrrad-Mobilität

wird gefördert.

• Im Rahmen eines GEPA-Klimaschutzprojektes werden

beim Partner ATPI auf den Philippinen

Bäume gepflanzt – insgesamt

sind es circa 46.600 Bäume

derzeit und es geht weiter!

GEPA - The Fair Trade Company

GEPA-Weg 1 · 42327 Wuppertal · Fon: 02 02 / 2 66 83-0

www.gepa.de


NAJU-KINDERSEITE

Insekten mit Pelzmantel

Nur rund zwölf Monate lebt die Hummelkönigin. In dieser

Zeit legt sie allerdings nicht nur ein neues Nest an,

sondern sie gründet ein ganzes Hummelvolk, bevor sie

nach getaner Arbeit noch vor dem Winter stirbt.

Du willst ein Hummelhaus bauen?

Eine Bauanleitung findest du unter

najuversum.de/bees-inn

Ihr samtschwarzer Pelz mit der rotbraunen Spitze am Hinterleib hält

die Steinhummel schön warm. Kein Wunder, dass sich die Hummelkönigin

– so gut geschützt – bereits bei zwei Grad aus ihrem Winterversteck

traut. Ein gutes halbes Jahr hat sie dort verbracht. Im

Früh ling fliegt die Königin aus, um an den ersten blühenden Blumen

Nektar und Pollen zu sammeln. Sie braucht Energie zum Fliegen.

Die Nahrung ist aber auch wichtig, damit sich ihre noch kleinen Eierstöcke

gut entwickeln. Denn erst dann kann sie Eier legen und ein

neues Volk gründen.

Steinhummeln sind ausgesprochen

friedliche Tiere. Besonders

gerne trinken sie den Nektar von

Klee und Taubnesseln.

Zuerst schlüpfen die Arbeiterinnen

In die Brutzelle legt sie 8 bis 16 Eier und verschließt

sie dann mit Wachs. Wie eine Henne setzt sie sich

auf ihre Kammer und wärmt die Eier. Nach drei bis

fünf Tagen schlüpfen die Larven und fressen gemeinsam

den Pollenvorrat. Die Königin verlässt in dieser

Zeit ihr Nest nicht und frisst aus dem Nektartöpfchen.

Die Larven werden in ihrer Brutzelle immer größer

und verpuppen sich schließlich darin in einem Seidenkokon.

Aus den Kokons schlüpfen

die ersten Arbeiterinnen.

Auf Nestsuche

Ist die Königin wieder zu Kräften gekommen,

sucht sie sich einen geeigneten Platz

für ihr Nest. Dafür nimmt sie sich viel

Zeit. Du kannst sie mit etwas Glück in

dieser Zeit dabei beobachten, wie sie entlang

von Mauern, Grabenrändern oder Hecken

langsam über den Boden fliegt und sich jede

Höhle genau anguckt. Gerne nutzt sie als

Nistplatz im Boden liegende Mäusenester,

verlassene Vogelnester oder Steinhaufen und

Mauern. Sie baut eine Brutzelle aus Pollenbrei

und ein Nektartöpfchen.

Die NAJU (Naturschutzjugend im NABU) ist die

Jugendorganisation des NABU. Bei uns engagieren

sich Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre

in über tausend Gruppen für den Schutz von

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Ein neues Hummelvolk entsteht

Tipp

Entdeckst du im Frühling eine

erschöpfte Hummelkönigin, kannst

du ihr wieder auf die Beine helfen. Löse

einen halben Teelöffel Zucker in etwas lauwarmem

Wasser auf und biete ihr den

Zuckersaft mit einem Löffel an. So rettest

du vielleicht nicht nur die Königin,

sondern ein ganzes Volk!

Sie helfen der Königin und bauen Nektartöpfe für die nächste

Brut, sammeln Nektar und Pollen und verteidigen das Nest. Die

Königin verlässt nun das Nest nicht mehr, sondern legt nur noch

Eier. 100 bis 300 Tiere leben in dem Hummelstaat zusammen.

Wenn das Volk groß genug ist, legt die Königin Eier, aus denen

Jungköniginnen und Drohnen, also männliche Hummeln, schlüpfen.

Die Drohnen begatten die Jungköniginnen, die im nächsten

Jahr ein neues Volk gründen werden. Anschließend sterben sie,

ebenso wie die alte Königin und die Arbeiterinnen, vor dem

Winter. Nur die Jungköniginnen suchen sich ein geschütztes

Plätzchen für den Winter. Im nächsten Frühling werden sie die

Aufgabe übernehmen, ein neues Volk zu gründen.

46 Alnatura Magazin April 2020


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IMPRESSUM

Herausgeber Alnatura Produktions- und Han dels GmbH, Mahatma-Gandhi-Straße 7, 64295 Darmstadt, Tel. 06151 356-6000, alnatura.de

Öko-Kontrollstelle DE-ÖKO-001 Geschäftsführung von Alnatura Prof. Dr. Götz E. Rehn, Kristina Büttner, Rüdiger Kasch, Herwarth von Plate

Redaktions leitung Anja Waldmann, Eva Wohlgemuth, magazin.redaktion@alnatura.de Anzeigen Lena Vollrath, Mahatma-Gandhi-Straße 7,

64295 Darmstadt Redaktion Julia Aumüller (JUA), Matthias Fuchs, Martina Grimm (MAG), Dr. Manon Haccius (MH), Constanze Klengel,

Julia Klewer, Dr. Maren Kratz, Volker Laengenfelder (VL), Daniel Nedelka, Stefanie Neumann, Bernd Pieper (BePi), Susanne Salzgeber (SUS),

Tina Schneyer, Anna Seidel, Julian Stock, Christian Tremper (CT), Anja Waldmann (AW), Martin Wispel (MaWi) Verlag mfk corporate publishing

GmbH, Prinz- Chris tians- Weg 1, 64287 Darmstadt, Tel. 06151 9696-00 Fotos Adobe Stock / Diana Taliun: Rhabarber 1, 3, 14/15 /

Andrey Kuzmin: 23 Kaffeetasse / praewpailin: 23 Kaffeebohnen; Alnatura: 3 Porträt Rehn, 4 Nachhaltigkeitsbericht, 7 Basteln; Oliver Brachat:

11 Rezept, 50 Rezept u. Spargel; deutschland-summt.de: 34 Illustration Biene; Marc Doradzillo: 3 Reben, 5 ABBI, 12, 20/21, 29, 44; The

Estate of Dorothea Tanning / VG Bild-Kunst, Bonn 2019: 37 Dorothea Tanning, »Spannung« (Foto: Jochen Littkemann, Berlin); Julia Friese:

46, 50 Marienkäfer; GEPA – The Fair Trade Company / A. Fischer: 24 Geschäftsführer / A. Welsing: 22/23 Kaffeekirschen, 23 Porträt, 25; Dominik

Ketz: 41; Klima-Allianz Deutschland: 37 Klima; OrganiCup: 50 Reportage; People Wear Organic: 4 People Wear Organic; Birgit Rampe:

11 Illustration; Right Livelihood Foundation: 42/43 Kopenawa; Robert Seegler: Illustrationen 4 Verpackung, 30–33, 38/39; © UNICEF / Hawas:

36 Unicef; VISCOM Fotografie: 26/27, 34/35; Frank Weinert: 3 Kuchen, 6–10, 16 Gestaltung usus.kommunikation, Berlin, usus-design.de

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