Rundfunk in Stuttgart 1934 - Mediaculture online

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Im übrigen hatten die Amerikaner – wie schon in dem Zeitungsbeitrag von

Captain Barbour anklang – auch Vorstellungen darüber, wie durch das Radio den

Deutschen die Ideen von Freiheit, Demokratie und Menschenwürde näher

gebracht werden könnten. Der allmähliche Wiederaufbau eines vollständigen

Programms und die Beschäftigung meist junger, wenig rundfunkerfahrener, aber

politisch unbelasteter deutscher Mitarbeiter schufen die Möglichkeit, dieses

Vorhaben ohne allzu große Widerstände zu realisieren.

Einfache Aufnahmeeinrichtung, genannt "Tonbox", in einem der provisorischen

"Aufnahmestudios", hier vermutlich in der "Alten Krone" in Stuttgart-

Untertürkheim.

First of all: Reeducation – Umerziehung

Nach den Improvisationen der ersten Monate wurde bis weit in das Jahr 1946

hinein das Programmangebot von Radio Stuttgart strukturell wie inhaltlich stark

von den amerikanischen Kontrolloffizieren geprägt. Wie sie sich allerdings im

einzelnen Geltung verschafften, wie Planung und Durchführung mit den

deutschen Mitarbeitern abgestimmt, möglicherweise hin und wieder auch gegen

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