Unser-Rietberg Ausgabe 01

d.r.online

Wissenswertes aus Rietberg, den Stadtteilen und der Umgebung

Ausgabe Nr. 1

08. April 2020

Rietberg

Unser

AKTUELLE

NEWS AUS:

BOKEL

DRUFFEL

MASTHOLTE

NEUENKIRCHEN

RIETBERG

VARENSELL

WESTERWIEHE

Das Team von

"Unser Rietberg"

wünscht Ihnen

frohe Ostern.

Bleiben Sie gesund!

Hinter verschlossener Tür:

Blick in den Park Seite 4-5

Landrat Adenauer im Gespräch:

Sorgen um die Zeit danach Seite 10-11

Ostern ohne Kirchenbesuch:

Pfarrer vermisst Gläubige Seite 18-19


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Wir

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Druckerei zum Stickling GmbH

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Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

Rietberg (pb). Wir trotzen

Corona – und deshalb gibt

es trotz Corona ab sofort das

neue Stadtmagazin „Unser

Rietberg“. Die Druckerei zum

Stickling, die seit über vier

Jahrzehnten das erfolgreiche

Stadtteilmagazin „Bonewie“ in

Gütersloh herausgibt, hat sich

entschieden, in der Emsstadt

Fuß zu fassen. Wie bisher unter

anderer Ägide gewohnt, setzt

sich damit die Berichterstattung

für und aus Rietberg in beliebter

Weise fort. Berichte, Reportagen,

Hintergründe, Fotoseiten,

Leseraktionen, Kommentare

zum politischen Geschehen, es

geht weiter. Auch wenn klar

Distanz ist wichtig

Männerverein mit Grüßen

Varensell (ur). Gedanken

seines Vereins zu diesen

Zeiten sendet uns Martin

Sandbote, Schriftführer der

katholischen Männergemeinschaft

St. Marien. Er schreibt:

„Ostern ist die Zeit des Neubeginns.

Überall locken die

ersten wärmenden Sonnenstrahlen

des Frühlings Menschen

in die Natur. Energie

und Lebensfreude voller Tatendrang

kann man erleben.

Doch dieses Jahr ist alles anders,

ein Virus hat die Welt

in einer Geschwindigkeit verändert,

die wir alle uns kaum

vorstellen konnten. Bilder von

vollen Krankenhäusern waren

vor Wochen noch unvorstellbar,

jetzt sind die Nachrichten

voll damit. Wörter, die früher

unbekannt waren, sind plötzlich

überall zu hören. „Social

Distancing“ ist neu und doch

so wichtig geworden. Schulen,

Geschäfte, Restaurants

und sogar Kirchen haben geschlossen

und die Liste lässt

sich fast unendlich erweitern.

Firmen, die eigentlich volle

Auftragsbücher haben, müssen

Kurzarbeit anmelde. All

diese Maßnahmen sind ungewohnt

aber unausweichlich,

wir müssen Distanz schaffen,

um gesund zu bleiben. Das

Vereinsleben, wie wir es gewohnt

sind, ist unter diesen

Umstanden nicht haltbar.

Sämtliche Veranstaltungen

müssen ausfallen, lieb gewonnene

Gewohnheiten sind

auf ein Mindestmaß reduziert.

Der Vorstand der Kath. Männergemeinschaft

wünscht

allen Mitgliedern und ihren

Angehörigen ein gesegnetes

Osterfest. Bleibt gesund und

lasst uns die Krise gemeinsam,

mit Abstand überwinden.

Gebt aufeinander acht,

das ist in dieser Zeit wichtiger

denn je.“

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Abholung und Lieferdienst ab 10. April!

Immer Freitag bis Sonntag,

17.30 bis 20.30 Uhr.

Telefon: 05244 / 23 33

Weitere Infos und die aktuelle

ist, während der Corona-Beschränkungen

ist es garantiert

nicht einfach, diesen Neustart

zu wagen.

Die bedauernden Reaktionen

vieler Menschen in Rietberg

und die hohe Nachfrage nach

dem Fortbestand eines solchen

Stadtmagazins in etablierter

und bewährter Form für alle

sieben Ortsteile haben zu der

mutigen Entscheidung geführt.

Binnen letztlich einer Arbeitswoche

ist so das neue Produkt

im kleinen Kreis entstanden.

Besonderer Dank gilt allen Kunden,

die Vertrauen in „Unser

Rietberg“ setzen und schon in

dieser ersten Ausgabe Anzeigen

geschaltet haben. Dankeschön

gilt es ebenso zu sagen

den Vereinen, die nahtlos den

Übergang mitmachen, ihre

Meldungen und Hinweise schicken

und damit natürlich auch

dazu beitragen, dass Sie, liebe

Leserinnen und Leser, gerade

über die Ostertage aktuellen

wie auch hintergründigen Lesestoff

haben. Gerne nehmen wir

Hinweise, Anregungen, auch

Leserbriefe entgegen.

Dass ins so kurzer Zeit weder

Perfektion noch beschwerdefreie

Verteilung möglich sind, ist

klar. Wenn es also an manchen

Stellen holpert, dann bitten wir

um Verständnis. Bis zur nächsten

Ausgabe ist genügend Zeit,

die vielen „kleinen Baustellen“,

die sich zwangsläufig bei solch

einem ehrgeizigen Projekt ergeben,

anzugehen und auszubessern.

Ein Team muss sich

finden, um Hand in Hand quasi

blind zu arbeiten, ein Verteilernetz

für die Kerngebiete muss

ausgebaut werden, und natürlich

gibt es noch viele Details,

die im Kleinen zu beachten

sind. Erst einmal aber halten

Sie das neue Magazin in den

Händen, für das es nun gilt,

auch den Online-Auftritt samt

PDF-Ausgaben zum Herunterladen

zu erstellen. Seien Sie in

diesen Corona-Tagen nicht zu

kritisch, freuen Sie sich bitte

einfach mit uns über den Neustart!

Seien Sie sicher, wir sind

für Sie da, ob als Kunde, Leser,

Pressewart, Vorstand, nutzen

Sie den Kontakt zu uns, der

umfassende Möglichkeiten der

Bekanntmachung bietet. Vor

allem aber: Bitte bleiben Sie,

bleibt Ihr alle gesund.

Rupert zum Stickling

(Herausgeber)

Petra Blöß

(redaktionelle Begleitung)

Speisekarte finden Sie unter:

www. gaststaette-zum-laternchen.de

Redaktions- und Anzeigenschluss

für die nächste Ausgabe ist der 17. April!

Gaststätte zum Laternchen

Langer Schemm 1a · 33397 Rietberg

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3


Lokales

Ein kleines Paradies hinter verschlossenen Türen

Der Gartenschaupark ist traumhaft schön in diesen Frühlingstagen

Rietberg (pb). Traumhaft schön

ist in diesen Tagen das Wetter.

Frühling pur - und es juckt jeden,

draußen zu sein, die Sonne

zu genießen. Und natürlich

auch, den Gartenschaupark zu

erkunden. Indes: Das ist derzeit

nicht möglich wegen der

Beschränkungen zur Eindämmung

des Coronavirus. LEIDER!

„Unser Rietberg“ durfte, ein

dickes Dankeschön an Park-

Chef Peter Milsch, durch die

verschlossenen Türen und bei

einem Rundgang schauen, wie

prächtig sich gerade in diesem

Frühjahr die Anlage zeigt. Eine

Punktlandung zu Ostern legen

etwa die Tulpen am Eingang

Mitte hin, umrahmt von leuchtenden

Stiefmütterchen und

anderen Frühlingsblühern. Über

16.000 Zwiebeln und Pflanzen

hat die fleißige Helferschar gesetzt.

Denn auch im Park trotzt

man Corona und kümmert sich

um jeden Quadratzentimeter,

als gäbe es kein Zutrittsverbot.

Überall sind die Mitarbeiter

aktiv, die Rasenflächen präsentieren

sich akkurat hergerichtet

und gegen ein Austrocknen

Romantische Plätze gibt es viele im Park.

Das Gärtnerteam hält alles in Schuss für den Start.

Ohne Gäste - das Lind am See.

4


Lokales

Hoffen auf den Sommer, wenn die Tretboote wieder fahren dürfen.

des Bodens in den Beeten wird

schon früh im Jahr kräftig gegossen.

Sitzecken, Spielgeräte

- alles ist so vorbereitet, dass

jederzeit die Pforten geöffnet

werden könnten - und die Besucher

gerieten ins Schwärmen.

Und weil der Park immer für

Neuerungen gut ist, dürfen sich

alle auf jenen Tag freuen, wenn

da beliebte Naherholungsgelände

wieder betreten werden

darf. Denn: in den vergangenen

Wochen wurde eine richtig

schicke Minigolfanlage hinter

dem Eingang Stennerland angelegt.

Top in Schuss präsentieren

sich die 18 Bahnen, nur die

Rasensaat muss noch wachsen.

Die Anlage stammt aus dem

Park des früheren Institutes

Vita. „Damit erfüllen wir einen

langgehgten Wunsch vieler

Besucher und ergänzen unser

Sportangebot“, freut sich Peter

Milsch. Seinen Angaben zufolge

geht man in der Gartenschaupark

GmbH bei Fortdauern

der Beschränkungen von

einem sechsstelligen Verlust

aus. Das schöne Wetter hätte

bislang schon viele tausend

Gäste angelockt.

Fotos: pb

Kein Durchkommen - der Park bleibt zu.

Kunst und Natur im Einklang im Park Mitte.

Ganz neu: die Minigolfanlage am Stennerland.

Die Flächen bleiben gepflegt auch ohne Besucher.

Der Spielplatz ist saniert - tausender neuer Pflanzen sind gesetzt.

5


Lokales

Ein Lärmschutz der gewöhnungsbedürftigen Art

Stadt will Mauer an der Wiedenbrücker Straße noch begrünen

Rietberg (pb). Da hat sich

in den vergangenen Tagen

manch einer doch verwundert

die Augen gerieben. An der

alten Wiedenbrücker Straße

ist ein imposantes Bauwerk

entstanden, das so ein wenig

an Teilung durch Mauern erinnert.

Langgezogen verwehrt

das grün-graue Band den Blick

der Autofahrer auf die neuen

Häuser, die in Kürze bezogen

werden, und umgekehrt mindestens

bis in den ersten Stock

auch den Blick in die Ferne.

Schön geht anders, mag manch

einer denken, aber nutzbringend

an der Stelle geht es nur

so.

Das neue Baugebiet wird von

der ersten Lärmschutzwand

KAVALA

IMBISS & PIZZERIA

solcher Art im gesamten Stadtgebiet

abgetrennt. Vergleichbares

gibt es bisher nicht. Das

bestätigt auch die städtische

Pressestelle auf Anfrage von

„Unser Rietberg“. Bis dato seien

stets Lärmschutzwälle errichtet

worden. Indes, für deren

notwendigen breiten Socken

fehle es an Grundfläche. Rund

350.000 Euro kostet der Schallschutz

in dieser Form. „Hübsch

hässlich habt Ihr es hier“, sagte

einst Heinz Rühmann als Pater

Brown (1960, „Das schwarze

Schaf“) - hässlich soll die Wand

in Rietberg nicht bleiben, zur

Straße hin wird sie noch begrünt,

und in Richtung der

Wohnbebauung entstehen davor

Carports.

Lärmschutz beidseitig betrachtet. Zur Wohnbebauung hin kommt vor die

helle Wand eine Ansammlung Carports. Zur Straße hin entsteht eine Begrünung

zur optischen Verbesserung.

Fotos: P. Blöß

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14-tägig mit lokalen News!

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6


LOKALES

Post? Ja!

Briefaktion

Rietberg (ur). Seit einigen Wochen

ist es ruhig geworden in

der Caritas-Wohngemeinschaft

Rietberg. Auch hier haben die

Kontaktverbote der Bundesregierung

in der Coronakrise

Auswirkung. Die Angehörigen

können die zum Teil täglichen

Besuche bei ihren Lieben nicht

mehr wahrnehmen. Es ist für

die alten und pflegebedürftigen

Mietern nicht leicht zu

verstehen, warum ihre Kinder

nicht mehr kommen, und auch

den Angehörigen fällt es nicht

leicht! Jedoch ist das Leben auf

Distanz die einzige Möglichkeit

eine Ansteckung mit dem gefährlichen

Virus zu minimieren.

Die Situation ist immer wieder

Gesprächsthema, es wird

an frühere Zeiten erinnert, wo

man auch nicht so häufig mit

seiner Familie Kontakt haben

konnte. Leider vergessen wir

allzu schnell, wie es damals

war, als es noch kein Internet

oder WhatApp gab um mal

eben schnell dem anderen etwas

mitzuteilen.

Da kam den Pflegekräften der

Einrichtung eine Idee. Wie wäre

es, wenn man ganz klassisch

einen netten Brief schreibt. Sofort

weckte das Thema bei den

„alten“ Menschen ihr Interesse.

Aber wie geht es, wenn man

nicht mehr schreiben kann?

Kein Problem, eine schöne gestaltet

Karte, ganz individuell

nach den Fähigkeiten wurde in

einem Einzelangebot mit den

Betreuungskräfte gestaltet.

Dabei kam man schnell über

„seine Lieben“ ins Gespräch

und die passenden Worte waren

gefunden. Die Mitarbeiter

schrieben nun die Worte wie

z.B.: „Mir geht es gut, macht

Dir keine Sorgen ich werde hier

gut umtüddelt! Pass auf dich

auf!“ auf ihre Karte. Nun noch

schnell die Adresse darauf und

ab geht die Post.

Es war so schön zu sehen, wie

viel Freude es den „alten und

pflegebedürftigen“ Menschen

gemacht hat, ihren Liebsten

solche Zeilen schreiben zu

lassen! Mal sehen vielleicht

kommt bald eine Antwort zurück.

Wer weiß?

Nachhilfe-Unterricht

der Schülerhilfe geht weiter!

Die Schülerhilfe ermöglicht allen Kunden

Rietberg (ur). Um die weitere

Ausbreitung des Corona-Virus

zu stoppen, ist

die Präsenznachhilfe bei der

Schülerhilfe bis zum 18. April

ausgesetzt.

In der Zwischenzeit findet die

Nachhilfe bei dem bekannten

Nachhilfelehrer in gewohnter

Schülerhilfe-Qualität online

per Video-Chat (virtuelles

Klassenzimmer), E-Mail und

Telefon statt.

„Wir haben bereits seit Jahren

eine sehr professionelle

Online-Nachhilfe als ergänzendes

Angebot, die bereits

tausendfach in den letzten

Monaten genutzt wurde. Solange

uns das Corona-Virus

ptoblemlos die Online-Nachhilfe

von der Präsenznachhilfe – der

besten aller Lösungen – abhält,

wird der bekannte Nachhilfelehrer

per Video-Chat die

Nachhilfe in gewohnter Qualität

durchführen. So können

wir garantieren, dass es keine

Unterbrechung der Nachhilfe-Unterstützung

für unsere

Kunden geben wird“, so Murat

Deniz, Inhaber der Schülerhilfe

Rietberg.

Die Schülerhilfe Rietberg hat

Hotlines für schnelle schulische

Fragen eingerichtet.

Diese sind besetzt durch die

eigenen Lehrkräfte der Schülerhilfe

Rietberg*:

Mathe-Hotline 1.-8. Klasse:

0176-69321840

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Mathe-Hotline 9.-13. Klasse:

0176-36119330

Deutsch-Hotline:

0176-68777355

Englisch-Hotline:

0176-35372368

Mo.-Fr. zwischen 10 und 14

Uhr erreichbar.

*Nur für angemeldete Schüler

der Schülerhilfe Rietberg.

Beratungsgespräche und

Anmeldungen finden

vorerst bis zum 18. April

2020 nur telefonisch unter

05244/9049600 statt.

Weitere Informationen auch

online unter www.schuelerhilfe.de/rietberg.

7


Senioren

Corona: Caritas Gütersloh richtet Liefer-Service ein

Kreis Gütersloh. Mit

einem neu eingerichteten

Lieferdienst

will die Caritas Gütersloh

die Versorgung

von Menschen

sichern, die zur Corona-Risikogruppe

gehören.

Dabei hat der

katholische Sozialverband

neben Seniorinnen

und Senioren

vor allem Personen

mit Vorerkrankungen

oder chronischen Erkrankung

im Blick.

Unter dem Motto

„Wir sind für Sie da!“ bietet der Caritasverband

für den Kreis Gütersloh zum Beispiel

einen Einkaufsdienst an, um die Versorgung

mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen

Bedarfs sicherzustellen. Auch liefern die roten

Caritas-Flitzer bei Bedarf Medikamente. Warme

Mahlzeiten oder Proviant-Tüten bringt der

Caritas-Menü-Service – auch als „Essen auf

Rädern“ bekannt. Und nicht zuletzt der Hausnotruf-Service

kann in Zeiten von Corona die

Sicherheit älterer Menschen in den eigenen vier

Wänden gewährleisten.

„Unsere Mitarbeitenden organisieren die Hilfen

bis zur Haustür. Die regionalen Caritaseinrichtungen

kontaktieren die Hilfesuchenden

zunächst telefonisch und besprechen mit ihnen

den Zeitpunkt der Auslieferung und de Art der

Hilfe“, erklärt Kerstin Pleus, Fachbereichsleiterin

Leben und Wohnen bei der Caritas. Selbstverständlich

halten sich alle Beteiligten an die

notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln.

Das Angebot besteht vorerst bis zum 30. April.

Mit seinem neuen Lieferdienst greift der Ca-

8

Versorgung für Seniorinnen und Senioren mit lebenswichtigen Gütern

Werben für die Corona-Hilfe der Caritas Gütersloh (v.l.): Vorstand Matthias Timmermann,

Kerstin Pleus (Fachbereichsleitung Leben und Wohnen) und Julian Ahrens

(Abteilungsleitung Service Leben und Wohnen im Alter). Foto: Caritas

ritasverband für den Kreis Gütersloh auf seine

jahrzehntelang erprobte Infrastruktur an Versorgungsdiensten

für alte und pflegebedürftige

Menschen zurück. Allerdings werden die Services

nun deutlich ausgeweitet, um auch solchen

Menschen Hilfe anzubieten, die keinen

Pflegegrad und damit keine Pflegebedürftigkeit

im eigentlichen Sinne vorweisen. Aber auch sie

brauchen in Zeiten der Corona-Pandemie Begleitung

und Hilfe.

Für seine Corona-Hilfe hat der Caritasverband

ab sofort eine Telefon-Hotline geschaltet. Sie

ist unter 05246/961405 montags bis donnerstags

von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis

13 Uhr erreichbar.

Weitergehende Informationen unter www.caritas-guetersloh.de

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Lokales

Die Kreativität aller Bürger im Wapeldorf ist gefragt

Wie sollen die Maitage künftig heißen? Dorffest ist für 2021 geplant

Neuenkirchen (pb). „So hatten

wir uns das in und unserem

Bürgerdiskussionsabend vor

einigen Wochen sicher nicht

vorgestellt und haben uns das

auch nie

vorstellen können“, blickt Neuenkirchens

Ortsvorsteher Michael

Streiß auf die Entwicklung

in Sachen Coronavirus seither.

Eigentlich waren seinerzeit auf

seine Einladung hin die Bürger

aus dem Wapeldorf zusammengekommen,

um Ideen für

eine Wiederbelebung der brach

liegenden Maikirmes zu sammeln.

Zudem wurden Vorschläge,

Probleme und Denkanstöße

für die Zukunft in Neuenkirchen

zusammengetragen. Aus dem

Abend heraus wurde deutlich,

so Streiß: „Die Neuenkirchener

lieben das Maifest und möchten

dieses wieder aufleben lassen.

Nicht hopplahop auf die

Schnelle, sondern mit entsprechender

Vorbereitungszeit, um

die einst so erfolgreiche Großveranstaltung

auch vom Neubeginn

an auf soliden Füßen

stehen zu haben.“

So sollte, das war das Ergebnis

des Diskussionsabends, mit

richtig viel Programm erst im

Jahr 2021 durchgestartet werden.

„Für dieses Jahr allerdings,

da waren wir uns auch alle einig,

wollten wir mit der sinnvollen

Baumpflanzaktion weitermachen.

So einige mittlerweile

prächtige Exemplare stehen ja

schon im Dorf. Sie weiter zu

ergänzen, auch mit Blick auf

die Klimawirkung von Bäumen,

war die feste Absicht“, erklärt

der Ortsvorsteher im Gespräch

mit „UR“.

Aber natürlich sei das jetzt

nicht mehr einfach so zu planen.

„Selbstverständlich ruhen

alle diesbezüglichen Aktivitäten

und wir müssen sehen, ob es

überhaupt möglich sein wird im

laufenden Jahr. Deshalb haben

wir auch keinen Termin mehr

angesetzt. Gesundheit und der

Schutz der Mitmenschen geht

über alles, was unter den Begriff

Spaßfaktor in der Gemeinschaft

fällt.“

Aber, das Thema ist damit

nicht vom Tisch, sondern Michael

Streiß führt die Aktion

„Namenssuche“ fort. Bekanntlich

soll ein nachhaltiger Begriff

gefunden werden.

„Ob es dann weiter bei Maikirmes,

Maitage oder Maifest

bleibt, das wird sich zeigen.

Wir hatten in unserem Vorbereitungsteam,

das sich am Bürgerabend

spontan gebildet hat,

auch schon entschieden, die

Namenssuche mit einem Wettbewerb

und kleinen Preisen zu

verbinden. Das bleibt natürlich

so“, erklärt Streiß, der kreative

Namensvorschläge unter

der Email-Adresse michael.

streiss@t-online.de entgegen

nimmt und sich auf jede Idee

freut.

Zudem: „Auch wer Anliegen

und Anregungen zu unserem

Dorf hat, kann sich gerne per

Mail melden. Ich kümmere mich

Wir sollten

Abstand halten,

stehen aber

trotzdem zusammen.

Wir sind weiterhin für Sie da! Nutzen Sie die

zahlreichen Vertriebskanäle:

garantiert im Rahmen der derzeit

aktuell möglichen Bedingungen

umgehend.“ Der Ortsvorsteher

richtet zudem den

Appell an alle in Neuenkirchen,

zu Hause zu bleiben, nicht die

eigene Gesundheit und die anderer

zu riskieren und alle Vorsichtsmaßnahmen

hinsichtlich

Abstandsregelung einzuhalten:

„Um so eher können wir auch

wieder gemeinsam feiern.“

Benötigen Sie Hilfe bei

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9


Lokales

Interview: Die größte Sorge von Landrat Adenauer

Nach dieser Krise darf es niemandem wirtschaftlich schlechter gehen

dass man momentan kein Tennis

spielen und vielleicht mal

abends ins Restaurant gehen

kann. Aber das sind alles Kleinigkeiten

in einer großen Problemlage.“

„Unser Rietberg“: Welche Begriffe

fallen Ihnen spontan ein

beim Wort „Coronavirus“?

Sven-Georg Adenauer: „Unsichtbarer

Feind, langer Atem,

wie schaffen wir es, die Wirtschaft

nicht abzuwürgen?“

„Unser Rietberg“: Können die

Regelarbeiten in der Kreisverwaltung

weiter laufen? Wird es

bei bestimmten Projekten Verzögerungen

geben,? Wenn ja,

bei welchen?

Rietberg/Kreis Gütersloh

(pb). Offene Antworten auf

ebensolche Fragen – die gibt

10

Landrat Sven-Georg Adenauer

dem neuen Stadtmagazin „Unser

Rietberg“ in diesem Inter-

Wir sind weiterhin für Sie da!

Lieferung oder Abholung möglich.

Die aktuelle Speisekarte finden Sie auf

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oder auf unserer Homepage

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Wir wünschen ein frohes Osterfest!

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Tel. 05244/9747880 · www.osteria-pomodoro.de

view. Krisenmanagement ist

auch in der Kreisverwaltung das

Gebot der Stunde, Krisenmanagement,

maßvoll, und ohne

in eine Eigendynamik abzudriften,

deren Schnelligkeit aufgrund

der sich stetig ändernden

Zahlen und Vorgaben auch

zu Fehlern führen könnte. Für

klare Worte ist der Enkel Konrad

Adenauers bekannt. Unser

Dank gilt seiner Bereitschaft,

sich spontan in diesen stressigen

Tagen dem „UR“-Gespräch

zu stellen-

„Unser Rietberg“: Wie sehr

beeinflusst die Corona-Situation

Ihr Leben, beruflich wie

privat?

Sven-Georg Adenauer: „Beruflich

konzentriert sich nunmehr

alles, fast alles, auf das

Thema Corona. Ich vermisse

den Kontakt zu den Menschen,

den Bürgerinnen und Bürgern

im Kreis, das ist ja in normalen

Zeiten ein ganz wichtiger Part

in meinem Berufsleben. Und

es wird deutlich, dass viele Besprechungen

und Treffen auch

über Video- oder Telefonkonferenzen

abgehalten werden

können. Privat vermisse ich

natürlich das ein oder andere

Treffen mit meinen Kindern

oder Freunden, schade auch,

Sven-Georg Adenauer: „Wir

haben sämtliche Arbeitsbereiche

der Kreisverwaltung durchleuchtet,

und festgelegt, in

welchen Bereichen das ganz

normale Verwaltungsleben

weitergehen kann.

Allerdings ist das Kreishaus insoweit

geschlossen, als es nur

noch Termine nach telefonischer

Vereinbarung gibt. Die

Besuche werden dann einzelnen

vor den Gebäuden abgeholt

und ins Gebäude hineinund

wieder hinaus geleitet,

sofern unsere Dienstleistungen

nicht elektronisch erbracht

werden können. Da sehr viele

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

von zu Hause aus arbeiten,

läuft unsere Arbeit sehr geordnet

Und wie eine geölte

Maschinerie weiter. Verzögerungen

bei großen und wichtigen

Projekten kann ich bis jetzt

nicht erkennen.“

„Unser Rietberg“: Sehen Sie

eine konsequente Linie in den

Vorgaben für den Handel?

Warum beispielsweise dürfen

manche Floristen geöffnet haben?

Bekleidungsfachgeschäfte

aber nicht?

Sven-Georg Adenauer: „Sicher

kann man über die ein

oder andere Vorgabe streiten

und diskutieren, ob sie gerecht


Lokales

und ausgewogen ist. Aber in

der Summe sind die Vorgaben

schon richtig, weil es eben darum

geht, dass möglichst wenig

Menschen aufeinandertreffen.“

„Unser Rietberg“: Würden

Sie das generelle Tragen eines

Mundschutzes bei jedem Verlassen

des eigenen Zuhause befürworten?

Sven-Georg Adenauer: „Ich

bin kein Freund des generellen

Tragens eines Mundschutzes

beim Verlassen des eigenen

Hauses, jedenfalls nicht zum

jetzigen Zeitpunkt. Sollten die

Zahlen in den nächsten Tagen

nicht nach unten gehen, dann

wäre das möglicherweise eine

noch zu ergreifende Maßnahme.

Bei solchen Dingen frage

ich mich dann immer, wer das

alles kontrollieren und dann

auch sanktionieren soll. Diese

Patrone sollten wir noch im

Gürtel behalten.“

reitschaft sollten, auch nach der

Krise, ständige Wegbegleiter

sein. Ich hoffe auch, dass jeder

mittlerweile erkannt hat, wie

wichtig das Thema florierende

und starke Wirtschaft ist. Und

das Thema Sicherheit.

„Unser Rietberg“: Was ist Ihre

größte Sorge in diesen ungewöhnlichen

Wochen?

Sven-Georg Adenauer: „Meine

größte Sorge ist, dass es

vielen Menschen nach der Krise

nicht schlechter gehen darf als

vorher. Wir müssen aufpassen,

dass wir als Staat die Wirtschaft

nicht abwürgen, sondern uns

Gedanken machen, wie wir

nach einer gewissen Zeit, von

der keiner weiß, wie lange sie

dauert, die Wirtschaft möglichst

schnell wieder hochfahren.

Und dass die Menschen

diese für uns schwierige Zeit

überstehen, ohne dass der ein

oder andere vielleicht ausrastet.

Oder dass es zu Unruhen in der

Bevölkerung kommt, falls dieser

Zustand noch länger andauert.

Eine generelle Ausgangssperre

halte ich nicht für notwendig,

wenn sich die Menschen wie

bisher so diszipliniert an das

Kontaktverbot halten. Deshalb

auch mein Appell für die jetzt

bevorstehenden Ostertage, an

denen das Wetter den Prognosen

zufolge wahrscheinlich gut

sein wird, die geltenden Regeln

auch einzuhalten! Ich möchte

die Gelegenheit nutzen, den

Bürgerinnen und Bürgern im

Kreis Gütersloh herzlich dafür

zu danken, dass sie das in der

zurückliegenden Zeit sehr gut

gemacht haben! Nur so werden

wir alle zusammen diesen

Feind auch nachhaltig besiegen

können.“

Foto: pb

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NÄHWERK - Ihre Polsterei und Sattlerei in Gütersloh

„Unser Rietberg“: Nach Corona

wird nichts mehr so sein

wie vor Corona – was erhoffen

Sie sich für die Zukunft, wenn

in einigen Monaten einmal das

gesellschaftliche Leben eine zumindest

teilweise Normalisierung

erfahren wird?

Sven-Georg Adenauer: „Ich

hoffe, dass wir wieder bewusster

leben und uns allen klar

wird, in welch großer Freiheit

wir gelebt haben und auch weiter

leben werden. Und dass das

alles nicht selbstverständlich ist.

Ich erhoffe mir insgesamt, dass

wir besser miteinander umgehen

und die große Hilfewelle,

die überall anzutreffen ist,

dann nicht plötzlich aufhört.

Mitmenschlichkeit und Hilfsbe-

Individualität, Qualität und das Auge

für Details machen unsere Nähwerkstatt

besonders. Seit 2010 ist

die M.S.M. Sonderbau Manufaktur

GmbH, spezialisiert auf die Herstellung

und Veredelung hochwertiger

Produkte im Bereich des Sonderbau.

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zwei oder vier Räder haben, zum Stehen,

Liegen oder Sitzen gedacht sind,

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wie z.B. Liegen oder

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Lokales

12

Keine Corona-Klinik im gesamten Kreisgebiet

Hauptausschuss will aber Aufstockung der Beatmungskapazitäten

Kreis Gütersloh/Rietberg (ur/

pb). Die aktuelle Coronalage

war jetzt Hauptthema im Kreisausschuss.

Krisenstabsleiter

Thomas Kuhlbusch, Dr. Anne

Bunte, Abteilungsleiterin Gesundheit,

und Judith Schmitz,

Abteilungsleiterin Soziales,

schilderten eindrucksvoll Entwicklung

und Situation. Vor

knapp vier Wochen wurde der

Krisenstabmodus ausgerufen.

Dieser kommt jeden zweiten

Tag in wechselnder Besetzung

zusammen, nicht nur an Werktagen.

Eine Vielzahl an Aufgabenschwerpunkten

ist zu bewältigen,

wobei die Dynamik in

der Entwicklung immer wieder

neue Themen und Prozesse

hervorruft.

Dr. Bunte ging in ihrem Vortrag

auf die medizinische Versorgung

ein: Die Gesundheitsämter

würden als die dritte, „kleine

Säule“ des Gesundheitssystems

bezeichnet. Die beiden großen:

Die Arztpraxen und die

Krankenhäuser. Nichtdestotrotz

stehe die Abteilung Gesundheit

des Kreises im Fokus der Coronapandemie.

Ziel sei es, die Sicherstellung

der Notfallversorgung

in den Krankenhäusern

und der Sprechstunden der

Praxen aufrecht zu erhalten.

Die Kassenärztliche Vereinigung

Westfalen Lippe (KVWL)

plane mit Unterstützung des

Krisenstabes sogenannte Diagnose-

und Behandlungszentren

(COVID-19-Behandlungszentren),

damit die Patienten mit

typischen Symptomen, die auf

eine Ansteckung durch den

neuartigen Coronavirus deuten,

auf keinen Fall die normale

Hausarztpraxis aufsuchen.

„Damit diese Patienten nicht in

die gewohnten Untersuchungsräume

gehen, sollen im Bereich

Bielefeld/Gütersloh drei dieser

Praxen entstehen, eine in Bielefeld,

zwei im Kreis Gütersloh“,

so Dr. Bunte. „Die Besetzung

der Praxen erfolgt über die

KVWL.“ Der Kreis Gütersloh

beziehungsweise die Stadt Bielefeld

unterstützen mit Räumlichkeiten

und Personal.

Nach wie vor sei die Devise

„Zeit gewinnen“, betonte Dr.

Thomas Kuhlbusch.

Fotos: Kreis

Bunte. In der folgenden Diskussion

im Kreisausschuss

wurde klar deutlich, woran es

im Alltag hakt: Dr. Josef Sökeland,

selbst Arzt und in der

Geschäftsführung eines der

größten Praxisverbünde in der

Region mit 100 Mitarbeitern

und Fraktionsvorsitzender der

CDU im Kreistag, schilderte die

Probleme bezüglich der persönlichen

Schutzausrüstung (PSA)

– damit sind Masken, Kittel,

Schutzbrillen und dergleichen

gemeint: Sie hätten ein „Carepaket“

erhalten, in dem ein

Liter Desinfektionsmittel enthalten

war, elf Masken und

zwei Kittel. Er forderte angesichts

dieser Lieferung, dass der

Staat in die Verantwortung zu

nehmen sei. Krisenstabsleiter

Kuhlbusch verdeutlichte, dass

der Bund für die Versorgung

der Arztpraxen, zuständig sei.

Aber er macht den Praxisärzten

auch Hoffnung: „Bevor

alle Stricke reißen, sorgen wir

dafür, dass nicht alles zusammen

bricht.“ Man tue alles,

was man könne. Die Priorität

des Kreises habe aufgrund

der Zuständigkeiten eine klare

Rangfolge: Krankenhäuser, Rettungsdienst,

Arztpraxen, Senioreneinrichtungen

und solche

der Kinder- und Jugendhilfe.

Dr. Bunte berichtete über die

Entscheidung gemeinsam mit

den vier Kliniken, dass kein

COVID-19-Hospital eingerichtet

wird, in dem ausschließlich

Patienten behandelt werden,

die positiv getestet worden

seien. Die Krankenhäuser im

Kreis hätten erklärt, sie wollten

die Notfallversorgung sicherstellen

– für alle Patienten und

seien entsprechend vorbereitet.

Alle vier haben sich auf

den Weg gemacht, so dass sie

COVID-19-Erkrankte versorgen

können und andere Patienten,

damit nicht ein Haus völlig

überlastet sei. Die meisten

positiv getesteten Patienten

befänden sich nach wie vor in

häuslicher Quarantäne. Engen

Kontakt halte ihr Team, so Dr.

Bunte, zu den Hausärzten, besonders

für den Fall, dass sich

der Zustand der Infizierten verschlechtere

und diese in eine

stationäre Behandlung verlegt

werden müssten.

Die Beatmungskapazitäten an

den vier Kliniken im Kreis sollen

aufgestockt werden, von 40

auf 70. Kuhlbusch: „Wir werden

sehen, ob das ausreicht.“

Sollte es nicht reichen, sei mit

der Bezirksregierung Detmold

abgesprochen, dass auch andere

Kreise in OWL mit größeren

Krankenhauskapazitäten aushelfen

und Patienten aus dem

Kreis Gütersloh aufnehmen.

Landrat Adenauer hat eine

entsprechende Unterstützung

durch die Bezirksregierung Detmold

und die Kreise Lippe und

Minden-Lübbecke zugesagt bekommen.

Zu den Quarantäne-Regeln

äußerte sich Dr. Bunte differenziert:

Es habe Gruppen gegeben,

die sich nach dem Aufruf

des Landrats, sich als Rückkehrer

aus Skigebieten in Quarantäne

zu begeben, vorbildlich

verhalten, und solche, die das

ignoriert hätten.

Man habe keine Möglichkeit,

mehr zu machen, erklärte Dr.

Bunte und appellierte an die

Verantwortung aller. Ergänzung

von Dr. Sökeland: „Bei uns in

der Praxis waren alle Fälle auf

Österreich zurückzuführen.“

Immer mehr rücken Einrichtungen

der Altenpflege in den Fokus,

Würzburg und Wolfsburg,

wo zahlreiche Seniorinnen und

Senioren starben, seien eine

Mahnung, so Judith Schmitz,

Leiterin der Abteilung Soziales

beim Kreis Gütersloh.

Sie stellte klar: „Wir müssen in

diesem Bereich eine zusätzliche

Dr. Anne Bunte.

Infrastruktur schaffen.“ So sind

unter anderem zusätzliche Kurzzeit-Pflegeplätze

notwendig,

um die Versorgung sicher stellen

zu können. Sie nannte Beispiele:

Der Pflegedienst kommt

nicht mehr. Es liege eine leichte

Erkrankung vor, die häusliche

Versorgung durch Angehörige

sei nicht mehr möglich. Weiteres

Beispiel: Es werden Seniorinnen

oder Senioren aus dem

Krankenhaus entlassen, aber

eine häusliche Unterbringung

oder die Unterbringung in regulären

Senioreneinrichtungen sei

nicht möglich. „Wir brauchen

Personal, die Räumlichkeiten

und eine Refinanzierung“, erklärte

Schmitz. Zweite große

Baustelle: „Wir wollen verhindern,

dass die ambulante Pflege

nicht mehr sicher gestellt ist.“

Die Großen hätten sich bereits

zusammen getan in einem

Netzwerk. Das Prinzip: Sie tauschen

Kunden, nicht ihre Mitarbeiter,

um die Versorgung für

die Bevölkerung im Kreisgebiet

auch sicher zu stellen. Zudem

seien die privaten Anbieter mittlerweile

angesprochen worden,

sich dem Netzwerk anzuschließen.

Der Kreisausschuss tagte

ausnahmsweise in kleinerer

Besetzung im Kreishaus

in Wiedenbrück. Neun Kreistagsabgeordnete

plus Landrat

Sven-Georg Adenauer verteilten

sich im dortigen großen

Sitzungssaal. Die Mehrheitsverhältnisse

wurden durch die

Verkleinerung nicht verändert.

So konnten aber problemlos

die Abstandsregeln eingehalten

werden.


Lokales

Ein Online-Kaufhaus

Stadtmarketing wird aktiv

Rietberg (ur). Die aktuelle

Situation mit vielen Geschäftsschließungen

und

-beeinträchtigungen fordert

von allen Unternehmern ein

hohes Maß an Kreativität.

Um den beruflichen Alltag

zu meistern und diese Krise

zu überstehen ist mit dem

»Online-Kaufhaus« für Rietberg

ein erstes Ergebnis bei

der Suche nach Lösungen

gefunden. Die Stadtmarketing

Rietberg GmbH hilft im

Rahmen ihrer Möglichkeiten,

für den Rietberger Einzelhandel

und Dienstleister

eine Verkaufsplattform zu

erstellen.

Diese wird in der ersten

Ausbaustufe einen abgespeckten

Onlineshop beinhalten,

den Thomas Peitz

einrichtet. Interessierte

Händler, Gastronomen und

Geschäftsleute können sich

daran beteiligen – ohne zusätzlichen

Kostenaufwand.

Beteiligte Unternehmen

können selbstständig ihre

Produkte online einstellen.

Kunden können im Onlineshop

stöbern – entweder

bei einem ausgewählten

Einzelhändler oder auch bei

allen Händlern – und Bestellungen

tätigen. Dafür ist

dann jeder Anbieter selbst

zuständig, das heißt für die

Rechnungserstellung, Bezahlung,

Lieferung und den

eventuellen Umtausch und

so weiter. Auch Gastronomen

können den Shop nutzen und

zum Beispiel Gutscheine oder

Speisenlieferungen anbieten.

Durch das persönliche Engagement

von Thomas Peitz ist

die Erstellung der Plattform

kostenlos. Die Web-Hosting

Gebühren übernimmt

die Stadtmarketing Rietberg

GmbH.

Diese Variante des Onlineshops

ist sehr schnell umsetzbar,

sodass das »Online-Kaufhaus

Rietberg« in Kürze

online gehen kann.

Interessierte Einzelhändler,

Dienstleister und Gastronomen

melden sich direkt

bei Thomas Peitz, E-Mail

thomas@peitzens.de. Er bespricht

mit den Händlern alle

weiteren Details.

Natürlich soll das »Online-Kaufhaus

Rietberg« nicht

nur in den Corona-Zeiten zur

Verfügung stehen, sondern

auch darüber hinaus. Dann

soll der Onlineshop ausgebaut

werden und eine Weiterentwicklung

zum Beispiel um den

Zahlungs- (PayPal oder Kreditkarte)

und Rückgabeservice

beinhalten. Auch dafür bietet

die Stadtmarketing Rietberg

GmbH die Anschubfinanzierung

an.

Kleinemas Fleischwaren

aus Verl erhält

„Preis für langjährige

Produktqualität“

DLG bestätigt kontinuierliche

(DLG). Das Testzentrum Lebensmittel

der DLG (Deutsche

Landwirtschafts-Gesellschaft)

hat jetzt die

Kleinemas Fleischwaren

GmbH & Co. KG aus Verl mit

dem „Preis für langjährige

Produktqualität“ geehrt.

Das Unternehmen erhielt die

Auszeichnung zum 32. Mal.

Sie steht für konsequentes

Qualitätsstreben und wird

nur vergeben, wenn Lebensmittel

mindestens fünf Jahre

regelmäßig und erfolgreich

von der DLG getestetwurden.

Seit vielen Jahren lassen Unternehmen

der Lebensmittelwirtschaft

ihre Produkte freiwillig

durch Sachverständige der DLG

testen. Um dieses Qualitätsstreben

zu fördern, vergibt die DLG

Qualitätsleistung

Anzeige

den „Preis für langjährige Produktqualität“.

Unternehmen müssen fünf

Jahre in Folge an den Internationalen

Qualitätsprüfungen

des DLGTestzentrums Lebensmittel

teilnehmen und pro

Prämierungsjahr mindestens

drei Prämierungen erzielen. Ab

dem fünften erfolgreichen Teilnahmejahr

wird der Betrieb mit

dem „Preis für langjährige Produktqualität“

ausgezeichnet.

Nimmt ein Hersteller in einem

Jahr nicht teil oder erreicht er

nicht die erforderliche Anzahl

an Prämierungen, verliert er

seinen Anspruch auf die Auszeichnung.

Alle ausgezeichneten Unternehmen

sind unter www.DLG.

org/PLP veröffentlicht.

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13


Lokales

Musical-Bühne: wenn aus Kindern Leute werden

Die JMB plant „acht Jahre danach“ Neuinszenierung zur Trapp-Familie

Lang, lang ist es schon her, aber noch immer unvergessen! Im Jahr 2012 brillierte die damals noch sehr junge Rietberger Musical-Bühne, sie kann in

2020 das 10jährige Bestehen feiern, mit der Geschichte der Trapp-Familie. Jetzt soll es eine Neueinstudierung als Weihnachtsmusical geben. Fotos: pb

Rietberg (pb). Sie sind immer

für gelungene Überraschungen

gut, die Akteure der international

preisgekrönten Jugend-Musical-Bühne

Rietberg. Ob in

weltweit erfolgreichen Vorlagen

wie der West-Side-Story

oder so überaus beliebten Geschichten

wie jener von den

„drei Haselnüssen für Aschenbrödel“,

die JMB hat sich im

Laufe der Zeit einen Namen

Unsere Büro‘s

Herzebrock Tel. 05245-40 31

Lippstadt Tel. 02941-9 88 96 67

Bielefeld Tel. 0521-96 29 35 53

gemacht. Selbst vor schwierigsten

Inszenierungen mit hohen

Anforderungen an die jungen

Amateure schreckt JMB-Chef

Paul-Leo Leenen nicht zurück,

erinnert sei an „Cats“ im vergangenen

Jahr. Nun gehen die

jungen Darsteller und das Team

hinter den Kulissen wieder

einen anderen Weg. Für den

Winter 2020 wollen sie „The

sound of music – die Geschichte

der Trapp-Familie“ im Rietberger

Rundtheater in Szene

setzen.

„Trapp-Familie“? – Moment,

da war doch was – werden

sich jetzt die vielen Anhänger

des sich stetig verändernden

und verjüngenden Ensembles

sagen. Ja, da war was, im Jahr

2012 bereits hatten die Rietberger

Aktiven die (wahre) Geschichte

des österreichischen

Familienchores der 30er Jahre

aufgeführt und damit durchschlagenden

Erfolg erzielt. Nun

wird der Verein 10 Jahre alt

und hat sich dafür entschieden,

zum Jubiläum eine Neuauflage

zu präsentieren. „Die Verträge

sind unterschrieben“, betont

Leenen im Gespräch mit „UR“.

Das Text- und Notenmaterial

aus London sei täglich zu erwarten.

Einstudiert werden soll

eine komplette Neuinszenierung

nach einer neuen Vorlage,

nicht die seinerzeitige Variante.

Aber, und das geschieht nun

erstmals in der Historie des so

erfolgreichen Rietberger Vereins:

die Kinderdarsteller von

vor acht Jahren sind ihren einstigen

Schuhen natürlich entwachsen

– aber weiter dabei.

Sie spielen im Dezember die

Hauptrollen der erwachsenen

Figuren. Leenen: „Das hat es so

bisher bei uns nicht gegeben,

da darf man gespannt sein auf

den Wiedererkennungseffekt.“

Derzeit planen die Verantwortlichen

mit einer Aufführungswoche

zum Start in den

Advent, also wie gewohnt.

Zwischen dem 27. November

und 6. Dezember sollen gut

ein halbes dutzend Termine

angeboten werden. Bekanntlich

kommen da locker an die

5.000 Zuschauer zusammen.

Die Vorbereitungen dieses Mal

allerdings sind, bedingt durch

das Coronavirus anders, denn

viele Trainingseinheiten in Sachen

Tanz, Stimmbildung, gemeinschaftlicher

Chorgesang

und mehr fallen aus. Die JMB

überlässt bekanntlich nichts

dem Zufall, und startet in der

Regel mittlerweile schon rund

14


Lokales

um Ostern mit allen Elementen,

die für perfekte Darbietungen

zum Jahresende notwendig

sind. Leenen: „Es findet derzeit

eine vorläufige Verteilung

der Rollen per Telefon statt. Die

Einstudierung beginnt anhand

vorhandener Bild- und Tonaufnahmen

sozusagen in individueller

Heimarbeit und Videokonferenzen

mit den Ausbildern.“

Gerne können demnächst,

wenn die Coronavorgaben einmal

gelockert sind, Neueinsteiger

mitmachen. „Wir suchen

für zahlreiche Sprechrollen vor

allem noch Jungen“, betont

der Gründer, Motor und Leiter

der Gemeinschaft.

Das Musical „Cats“ im vergangenen

Jahr, ein extrem aufwändiges

Projekt, habe deutlich

gemacht, dass nicht nur auf,

sondern auch hinter der Bühne

die Arbeit auf mehr Schultern

verteilt werden müsse. Leenen:

„Wir wollen in Zukunft mehr

erwachsene Mithelfer für Bühnentechnik,

Kostümnäherei,

Schminken und Organisation

gewinnen. Und freuen uns auf

jeden, der mitmachen möchte,

Infos gibt es auf unserer Homepage.“

In ihrer Generalversammlung

änderten die Aktiven kürzlich

die Ämterbesetzung des Vorstandes.

Solange es seine Gesundheit

zulasse und man ihn

wolle, werde er für den Verein

da sein, betonte Vorsitzender

Paul-Leo Leenen. Um jüngere

Kräfte für die Leitung in Ruhe

vorbereiten zu können, wurden

zwei Stellvertreterposten

geschaffen. Eva Marten und

Patrick Rehkemper stehen dem

Gründer künftig an verantwortlicher

Stelle zur Seite.

Weiterhin zum Vorstand gehören:

Dominik Fürst, Nico Großevollmer,

Katharina Mertens,

Maeve Ehlers und Luisa Oesterwiemann.

LÜNING

15


Anzeige

LOKALES

Ein tolles Engagement heimischer Unternehmen

E-Center, Fahrschule Adrian und Club-Touring bieten speziellen Service

mit notwendigem Abstand“,

um insbesondere alleinstehenden

älteren Menschen neben

Lebensmitteln und Co auch ein

wenig Abwechslung in den Alltag

zu bringen.

Der neue Lieferservice geht ganz einfach - und ist wirkungsvoll.

Rietberg (pb). Das Rietberger

E center bietet in Kooperation

mit zwei heimischen Unternehmen

ab sofort einen tollen

Service an. Menschen, die älter

als 65 Jahre und/oder aufgrund

von Vorerkrankungen in der

Corona-Pandemie zu Risikogruppen

zählen, können ab

sofort per Lieferservice ordern.

Und der ist sogar kostenlos.

Damit entfällt tatsächlich die

Angst, sich beim dringend notwendigen

Einkauf im Geschäft

an der Westerwieher Straße

anstecken zu können, auch

wenn natürlich auch dort alle

Vorkehrungen getroffen worden

sind, dichte Menschenansammlungen

in Gängen und an

der Kasse zu vermeiden. „Die

Angst geht immer mit in diesen

Wochen, gerade auch bei Älteren“,

wissen die Verbundpartner.

Und zu diesen gehören das

Reiseunternehmen „Club-Touring“

von Anja Rodenbeck und

die „Fahrschule Adrian“ mit

Inhaber Bertwald Adrian sowie

natürlich das E center. Die beiden

ersteren haben normalerweise

florierende kleine Betriebe,

doch derzeit gar nichts zu

tun. Ausflüge mit Bussen nach

Willingen und in die weite Welt

sind ebenso nicht möglich wie

Fahrschulstunden. Unabhängig

voneinander hatten beide die

Idee, da Gutes zu tun und nicht

nur unausgefüllt zu Hause auf

bessere Zeiten zu warten. Und

beide kontaktierten auch das

E center als möglichen Partner

für solch ein Unterfangen. Dass

man im Rietberger Traditionsgeschäft

der LÜNING-Gruppe

da auf offene Ohren stoßen

würde, war eigentlich selbstverständlich.

Dort hatte man

zudem mit einer ähnlichen

Aktion im Elli-Markt in Schloß

Holte-Stukenbrock in den vergangenen

Tagen schon gute

Erfahrungen gesammelt. Geschäftsführer

Philipp Rieländer

konnte diese Bilanz ziehen beim

Treffen des Trios. Und so hat das

E center nun einen Web-Shop

eingerichtet, in dem zunächst

einmal aus rund 700 Produkten

aus dem Sortiment des Marktes

ausgewählt und bestellt werden

kann. Nicht dabei sind Tiefkühlprodukte.

Eigens für die

ganz schnelle Einrichtung des

besonderen Services waren Projektleiter

Jannis Flaskamp und

mit ihm ein IT-Experte intensiv

über Nacht am Rechner aktiv

und konstruierten diese besondere

Bestellform. Adrian und

Rodenbeck freuen sich über

die zusätzlichen Aufgaben im

Ehrenamt, und hoffen auch auf

manches gute „Türgespräch

Bertwald Adrian und Anja Rodenbeck.

Und so funktioniert es: Die Helfer

kaufen die Waren im E center

ein und legen das Geld aus.

Der Mindestbestellwert beträgt

25 Euro. Wer bis 17 Uhr

online unter www.elli-markt.

de ordert, hat die Sachen am

nächsten Tag. Weil gerade ältere

Menschen aber nicht unbedingt

internetaffin sind, gibt es

auch eine tägliche Telefonhotline.

Von 10 bis 12 Uhr können

unter 05244/705150 die Warenbestellungen

durchgegeben

werden. Die Anrufer bezahlen

dann bei Bestellung direkt beim

Fahrer oder der Fahrerin. Unter

der Rufnummer können sich

auch Helfer melden, die die Aktion

als Einkäufer ehrenamtlich

unterstützen möchten.

Fotos: E-Center

Druckerei

Das Team der

wnscht Ihnen frohe Ostern.

Bleiben Sie gesund!

16


Lokales

Die Stadt verändert ihr Gesicht

Abriss und Neubau neben dem Südtor gestartet

Rietberg (pb). Im Nachbarstadtteil

Neuenkirchen läuft

der Prozess schon länger - an

markanten Stellen wurde und

wird demnächst auch weiter

abgerissen, verschwinden zunehmend

ältere Gebäude aus

dem Dorfbild, neue, moderne

Häuser mit Arztpraxen, Büroräumen

und Dachgeschosswohnungen

entstehen.

Nun also beginnt auch der

Kernort, sein Gesicht zu verändern.

Wie eine Art Startschuss

mutet an, was da gerade an der

Heinrich-Kuper-Straße läuft.

Denn: hier nahe des Südtores

wird in diesen Tage ein älteres,

markantes Wohnhaus abgetragen.

In der vergangenen Woche

wurden bereits alle Vorkehrungen

getroffen, damit nun

der Abrisbagger seine Arbeit

tun kann.

An die Stelle des privat genutzten

Wohnhauses mit seinen

eher schnörkeligen Formen tritt

ein Gebäude in der derzeit typisch

modernen Architektur

der geraden Linien. Errichtet

werden hier Büro- und Praxisräume,

Penthouse und unterirdisch

eine Tiefgarage. Nach

modernsten Enegiestandards

ausgelegt, soll ein großer Aufzug

die Geschosse verbinden.

Das Rietberger Stadtbild verändert sich jetzt nachhaltig, an der Heinrich-Kuper-Straße

wird neu gebaut.

Foto: P. Blöß

Das Gebäude wird mit Klimaanlagentechnik

ausgetattet.

Bauherren sind die Architekten

Meyer.

Sie errichten den Neubau dort,

wo sie vor wenigen Jahren

noch ein ganz anderes Objekt

in der Planung hatten. An diesem

Standort sollte ein mehrgeschossiges

Parkdeck entstehen.

Dieses wiederum im Zuge

der Ausbauten rund um die Altstadt

für die Einrichtung eines

City-Outlets. Gleich nebenan

waren neue Ladenzeilen angedacht

gewesen, das „Nein“

im Bürgervotum für ein solches

Projekt machte dann auch das

Parkdeck auf diesem Grundstück

an der Heinrich-Kuper-Straße

überflüssig.

Neben dem Südtor also haben

die Veränderungen schon begonnen,

am Nordtor wird sich

demnächst manches tun. Das

alte Wohnhaus auf der Emsinsel

schräg gegenüber des Eiscafés

La Luna soll ebenfalls abgerissen

werden, es gehört der

Familie Sari. Hier ist ein umgebungsangepasster

Neubau

geplant, in dessen Erdgeschoss

ein Café eingerichtet werden

soll.

Kein Fest

Kreis sagt ab

Kreis Gütersloh (ur). Das

für Freitag, 19. Juni, geplante

Sommerfest des Kreises

Gütersloh auf dem Reckenberg

in Wiedenbrück findet

nicht statt. Aufgrund der

aktuellen Entwicklung in

der Coronapandemie hat

sich Landrat Sven-Georg

Adenauer entschieden, die

Traditionsveranstaltung abzusagen.

Partnerkommune

wäre in diesem Jahr die

Stadt Rheda-Wiedenbrück

gewesen. Jetzt plant der

Kreis, dieses Fest zusammen

mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück

als Co-Gastgeber

im nächsten Jahr nachzuholen.

Buffet und Bühnenprogramm

kommen traditionell

immer aus der jeweiligen

Partnerkommune. Zu dem

Fest erscheinen stets über

400 geladene Gäste aus Politik,

Gesellschaft und Wirtschaft.

Imbiss W. Risse

Hallo zusammen,

aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns

entschieden, für euch einen Lieferservice ins Leben

zu rufen. Ihr bestellt telefonisch bei uns und wir

bringen es zu euch nach Hause.

Dieser Service gilt täglich von 17.00 bis 21.00 Uhr.

Der Mindestbestellwert beträgt 15 Euro.

Lieferung innerhalb von Rietberg ist frei Haus.

Ab einem Bestellwert von 25 Euro gibt es eine

Flasche Cola/Fanta/Sprite (1L) gratis dazu.

Des Weiteren gibt es ab sofort folgende Angebote:

Montags: Mantaplatte für 4,00 €

Mittwochs: Dönertasche für 3,90 €

Freitags: Lahmacun Spezial für 4,50 €

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Wir freuen uns auf euren Anruf.

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17


Lokales

Pfarrer Andreas Zander: „Ich vermisse Euch“

Tägliche Gottesdienste ohne jegliche Besucher auch zu Ostern

Pfarrer Andreas Zander „allein zu Haus“ - der Geistliche hält wie auch seine Amtsbrüder täglich Gottesdienste in der St. Johannes-Kirche ab, unter Ausschluss

der Öffentlichkeit. Verwaist bleiben die Stühle der Messdiener - und der Blick in den Raum macht tatsächlich einsam.

Fotos: P. Blöß

Rietberg (pb). Welcher Gläubige

kennt das nicht? Ein kleiner

Besuch im leeren Gotteshaus,

ein Gebet, eine Kerze anzünden,

kurz zur Ruhe kommen,

innehalten? Das ist gelebte Praxis

im Pastoralen Raum, dem

die sieben früheren Gemeinden

und Vikarien angehören, und

dabei ist die ganz besondere

Spiritualität eines leeren Gotteshauses

durchaus wichtig.

Indes, einer Messfeier beizuwohnen,

in der die Katholiken

nicht in Gemeinschaft beten

und singen, das hat etwas Seltsames,

Skurriles, ja Merkwürdiges.

Corona sorgt dafür, dass

Gläubige aller Konfessionen

sich in diesen Wochen nicht

versammeln können, nicht zu

Gedanken in der Fastenzeit,

nicht zu den ganz besonderen

Messfeierlichkeiten zu Ostern.

Zu viele Menschen auf engem

Raum, Kontaktverbot – Gottesdienste

gibt es dennoch, unter

Ausschluss jeglicher Öffentlichkeit.

Pfarrer Andreas Zander, Leiter

des Pastoralen Raums, machte

es möglich, „Unser Rietberg“

konnte sich Einblick verschaffen

wie das ist, einen kompletten

Gottesdienst zu begehen mit

Wandlung, Lesung, Fürbitten,

dem Vater unser, Orgelmusik

und einigen Gedanken zum

Tag – statt einer Predigt. Denn

da würde das Ganze endgültig

irgendwie surrealistisch.

Mit Verlaub, ein wenig verloren

wirkt der Geistliche da beim

Blick aus der letzten Bank auf

den mächtigen Altarraum von

St. Johannes Baptist. Organistin

Charlotte Kubasik ist an ihrem

Platz auf der Empore – ansonsten

fehlt alles, was sonst zur

Hl. Messe gehört. Messdiener

etwa, deren Stühle stehen verwaist

an den Seiten des Altare,

darauf jeweils ein Gotteslob,

so, als würden aus den Reihen

der mehreren hundert jungen

Kirchendiener im Rietberger

Land gleich einige Einzug halten

und ihrer gewohnten Aufgabe

nachgehen. Tun sie aber

nicht. Kein mehr oder minder

lautstarker, mehr oder minder

schiefer, stets aber von Frömmigkeit

getragener Gesang aus

zahlreichen Kehlen ist zu hören.

Die Szenerie hat etwas Unwirkliches.

Dennoch, Zander und

seine Amtsbrüder lassen sich

nicht beirren und feiern täglich

zentral in St. Johannes ab

19 Uhr die Messe, ergänzt auch

um Choralämter in der Klosterkirche

St. Marien in Varensell.

Einmal seit der Corona-Sperre

hat Andreas Zander, der nach

eigenem Bekunden mit der Situation

gut klarkommt, eine

Messe im Altenheim an der

Rügenstraße gehalten. Die dortige

Kapelle kann durch einen

gesonderten Zugang betreten

und wieder verlassen werden.

„Das war in der Tat irgendwie

18


Lokales

merkwürdig und surreal, dieser

leere Raum und das Wissen

darum, dass die betagten Menschen

jetzt nur auf ihren Stationen

über die hausinterne Übertragungsanlage

alles verfolgen

können.“

Übertragung, das ist ein Stichwort,

mit dem Zander öfters

konfrontiert wird. Warum nicht

die Gottesdienste live ins Internet

übertragen? Für den Rietberger

Geistlichen ist das kein

Thema. Es gebe Sendungen

aus den großen Domkirchen,

mit und ohne bewegte Bilder,

es gebe Fernsehgottesdienste,

die man sich anschauen könne.

„Aber für hier ist das einfach

nichts, wir haben das natürlich

auch diskutiert. Aber es

würde letztlich die Spiritualität

der Gottesdienste eher stören.

Wir sind Laien vor der Kamera,

da fällt es unter Beobachtung

durch die Technik schwer, sich

ganz auf die tiefe Bedeutung

der Messfeier einzulassen“, so

Zander.

„Und letztlich schaut man doch

immer wieder mal, wo bin ich

jetzt, wo ist die Kamera, man

fragt sich, wie muss ich schauen,

wie mich hinstellen, was

muss ich auf den Punkt genau

machen, damit die Übertragung

passt?“ Statt Visualisierung

setzen die Rietberger

Geistlichen auf ein inneres Miteinander

und das Wissen um

die Verbundenheit zwischen

und mit den Christen in allen

Stadtteilen.

Ein wenig zurück in Zeiten, in

denen Armbanduhren, Smartphone-Wecker

und Digitalisierung

Zukunftsvisionen gewesen

sein mögen, geht das tägliche

Procedere. Betagte Menschen

werden es noch wissen: einst

riefen Kirchenglocken zu bestimmten

Tagesabläufen, läuteten

mittags minutenlang und

jedes Kind wusste: zu Hause

gibt es Essen, also flott auf den

Weg machen. Sie läuteten, um

Gottedienste anzukündigen,

und ebenso, wenn jemand gestorben

war. Den Glocken galt

die Aufmerksamkeit aller.

Letztlich jahrzehntelang war

das Geläut aber dann nur noch

Beiwerk und gehörte halt zum

Tag dazu. Und tut das neuerdings

auch wieder. Denn seit

Corona ertönen die Glocken in

den sieben Rietberger katholischen

Kirchen und der evangelischen

Gemeinde jeden Abend

um 19 Uhr unüberhörbar als Signal

dafür, miteinander ins Gebet

und in Besinnung zu treten.

Montags bis samstags um 19

Uhr starten auch die Gottesdienste.

„Ich stelle mich dann

immer still vor den Tabernakel

und denke an alle Menschen,

die sonst hier in der Kirche dabei

sein können, ich denke an

alle, die im Laufe des Tages per

Telefon oder Mail ihre Anliegen,

ihre Sorgen und Bitten übermittelt

haben. Natürlich beziehen

wir jedes Ansinnen auch in der

Messfeier in die Fürbitten und

Gebete ein, ganz so wie sonst

auch.“ Die Feier der Eucharistie

gelte als die allzeit wichtigste

Verbindung und der tiefste Ausdruck

unserer Gemeinschaft.

Dass die ganze Situation nicht

normal ist und allen viel abverlangt,

weiß Zander und auch,

dass sich neue Wege auftun

in der Betrachtung des Alltags

und des Glaubens. Ein Beispiel

ist für ihn die Erkenntnis, die er

jüngst im Pfarrbrief so formulierte:

„Ich vermisse Euch, das

muss ich ganz deutlich sagen.“

Vielleicht allzu sehr ein Selbstverständnis

sei es gewesen,

immer vor einer gut gefüllten

Glaubensgemeinschaft das gewohnte

Zeremoniell abzuhalten.

Jetzt sei eine neue Tiefe entstanden.

„Wenn ich so allein

am Altar stehe und in den leeren

Raum schaue, dann denke

ich an die, die eigentlich dabei

wären, an die Gesichter auf den

Stammplätzen und die vielen

anderen, denen regelmäßige

Messen ein Herzensanliegen

sind. Besonders schwer ist es,

wenn Menschen hereinkommen

und man ihnen sagen

muss, dass sie die Kirche verlassen

sollen.“

An den Ostertagen werde sicherlich

noch einmal besonders

deutlich, wie sehr man einander

fehle. Tage, an denen ähnlich

wie Weihnachten, der Gottesdienstbesuch

mehr als nur

ein Wochenendritual sei. „Dass

wir einander vermissen, heißt

sicher auch, dass wir uns aufeinander

freuen, wenn einmal

die Sperren aufgehoben sind,

ich jedenfalls freue mich riesig

auf diese kommende Zeit.“

Zander und die weiteren Geistlichen

im Pastoralen Raum laden

rund um Ostern zu folgenden

Terminen zum Innehalten ein:

Gründonnerstag, 17.30 Uhr,

St. Marien, 20 Uhr St. Johannes

Baptist, Abendmahlfeier; Karfreitag,

jeweils 15 Uhr, St. Marien,

St. Johannes Baptist Karfreitagsliturgie;

Samstag, 11. April,

21 Uhr, St. Johannes Baptist,

Osternachtsfeier; Sonntag, 12.

April, 4.30 Uhr Osternachtsfeier

in der Abtei; 11 Uhr St. Johannes

Baptist Festhochamt.

Zudem halten die Verantwortlichen

Kontakt über neue Medien

wie bisher so noch nicht

praktiziert.

Täglich gibt es im Internet unter

www.pv-rietberg-sued.de Impulse

zum Glauben und speziell

für die Kommunionkinder und

deren Eltern ergänzende Tipps,

Anregungen und Nachdenkliches.

Wann die Erstkommunion

oder gar die Firmung möglich

sein werden im weiteren Jahreslauf,

, das steht nach wie vor

noch nicht fest.

19


Lokales

Die Bokeler Bürger lassen es wieder brummen

Pflanzaktion für Insekten hat begonnen - Landwirte mit Blühstreifen

So schön können Blühstreifen entlang der Felder aussehen - und dabei meganützlich sein! In Mecklenburg-Vorpommern, wo das Bild entstand, hat

solch eine Feldrandbegrünung bereits längere Tradition. Jetzt setzt sich das auch vermehrt im Rietberger Land durch.

Fotos: pb

Bokel (pb). Da waren die aufmerksamen

Bewohner von

Rietbergs sechstgrößtem Stadtteil

flotter als viele andere: sie

starteten ihre Aktion „Bokel

brummt“ schon, als andernorts

das Thema noch nicht wirklich

in die Schlagzeilen geraten

war. „Insektensterben? Mit uns

nicht“, sagten sich die Initiativler

mit Sprecherin Ute Sommer

schon vor zwei Jahren.

Und verteilten Tüten mit Samen

für allerlei blühfreudiges Zeug,

an dem Bienen und Co so recht

Geschmack zu wissen finden.

Manch bis dato ordentlich gepflegter

Garten mit englischem

Rasen hat seither Nischen und

Ecken für die Tierchen, und

auch an öffentlichen Wegen

und auf ebensolchen Rabatten,

wie etwa an der Brunnenstraße,

ist nutzloses Grün der

bunten Vielfalt gewichen. Virus

hin oder her, Insekten haben

Kohldampf und brauchen

lebensnotwendig den Nektar

blühender Pflanzen, insbesondere

solcher, die früher einmal

als Unkraut tituliert worden

sind. Natürlich, die große Dorfgemeinschaftsaktion

zum Frühlingsstart

ist ausgefallen, gemeinsam

buddeln, harken und

säen, das geht ja nicht – und

schon gar das gemütliche, verdiente

Grillfest danach.

Aber das solle niemanden hindern,

sich einzubringen, sagt

Ute Sommer im Dialog mit

„Unser Rietberg“. Marlies Küthe

und Bernd Junker vom örtlichen

Heimatverein haben es

bereits vorgemacht, sie setzten

ein Storchenschnabelfeld an der

Brunnenstraße an. „Wer Zeit

und Lust hat, kann jederzeit hier

an den Bienenstaudenparzellen

etwas tun“, so die Initiativler,

die auch mit den örtlichen

Landwirten in engem Kontakt

stehen. Die Gemeinschaft

für Natur- und Umweltschutz

(GNU) hat 70 Kilo Aussaat gespendet,

die nicht komplett für

die Beetgestaltungen benötigt

werden.

Hiervon geht ein Teil in die

Landwirtschaft, die außerdem

auch von anderer Stelle Unterstützung

für die Anlegung sogenannter

Blühstreifen erfährt.

Und wer in diesen Tagen nicht

zu Hause bleibt, sondern, natürlich

nur allein oder mit dem

Lebenspartner und Kindern die

Wirtschaftswege entlang radelt,

der sieht bereits: an den Feldern

in Bokel und drumherum sind

Bahnen gezogen, auf denen

demnächst lila und rot die vorherrschenden

Farben sein dürften.

Bienenweide und Co sollen

nicht nur den Insekten helfen,

sondern auch dem gesamten

Naturkreislauf, der durch das

Wegsterben der kleinen Summer

und Brummer in seinem

Gesamtbestand gefährdet ist.

„Und jeder kann auch in seinem

eigenen Garten, auf der

Terrasse in Kübeln und auf dem

Balkon in Kästen etwas tun“; so

Sommer. Entsprechende Saatmischungen

gibt es überall im

Fachhandel, „und die dann später

bis weit in den Herbst bunt

blühenden Pflanzen sind für uns

alle eine Augenweide.“

Damit aber nicht genug, in der

Landwirtschaft gibt es mittlerweile

überregionale Initiativen

von Nord bis Süd, von West

nach Ost, um die Natur zu unterstützen.

Sogenannte Streifen

entlang der Äcker sehen nicht

nur richtig toll aus, sondern

sind besonders sinnvoll auch für

Flügeltierchen, für Bodenbrüter,

für Mäuse, Feldhasen und

Co. Die Breite sollte mindestens

sechs Meter betragen, und an

stark befahrenen Straßen empfiehlt

sich der Verzicht.

Auch in diesem Jahr stellt die

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft

Landwirten im Rahmen

des Projektes „Blühendes

Band durch Bauernhand“

kostenloses Saatgut für Blühstreifen

zur Verfügung. Finanziell

unterstützt wird die Aktion

durch die Stiftung Westfälische

Landschaft.

Nachdem das Projekt 2018

ausschließlich im Münsterland

umgesetzt und gut aufgenommen

wurde, konnten sich

2019 Landwirte in ganz Westfalen-Lippe

beteiligen und Blühstreifen

anlegen.

Die Mischung ist einjährig und

setzt sich aus 16 Kulturarten zusammen.

Aussaatstärke beträgt

15kg pro ha. Für Bio-Betriebe

ist eine abweichende Mischung

auch als Bio-Saatgut erhältlich.

20


Lokales

Neue Rathaus-Hotline

Stadt steht telefonisch bereit

Rietberg (ur). Um die Ausbreitung

des Coronavirus zu

verlangsamen, ist das öffentliche

Leben momentan nahezu

stillgelegt und auch in Rietberg

bleibt das Rathaus grundsätzlich

geschlossen. Dennoch sind

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

erreichbar, bieten telefonische

Beratungen an und

koordinieren Hilfeersuchen und

Hilfsangebote. Zwei zentrale

Telefonnummern hat die Stadt

Rietberg jetzt speziell für Kleinunternehmer

sowie für ältere

Mitbürger eingerichtet.

Insbesondere für Soloselbstständige

und Kleinstunternehmen

hat der Bund ein Hilfsprogramm

für alle Unternehmen

bis 50 Mitarbeitern aufgelegt.

Je nach Betriebsgröße werden

unterschiedliche Summen als

einmaliger (nicht zurückzuzahlender)

Zuschuss bewilligt:

9000 Euro für Soloselbstständige

und Betriebe bis zu fünf

Mitarbeitern; 15.000 Euro für

Antragsberechtigte mit bis zu

zehn Mitarbeitern; und 25.000

Euro für Betriebe mit bis zu 50

Mitarbeitern. Der Antrag muss

bis spätestens 31. Mai gestellt

werden.

Wer Hilfe oder Beratung rund

um diese Anträge benötigt,

kann sich an die Stabsstelle

Wirtschaftsförderung der Stadt

Rietberg wenden. Unter folgenden

Telefonnummern sind

die Mitarbeiterinnen von montags

bis freitags in der Zeit von

9 bis 16 Uhr erreichbar: Telefon

(05244) 986-239 oder -240.

Auch die Industrie- und Handelskammer

Ostwestfalen zu

Bielefeld hat eine Hotline zum

Soforthilfefonds für Soloselbstständige

und Betriebe bis 50

Mitarbeiter eingerichtet: Telefon

(0521) 554-450, erreichbar

montags bis donnerstags von

8.30 bis 17 Uhr.

Die Abteilung Jugend, Soziales

& Wohnen der Stadt Rietberg

bietet unter einer zentralen

Rufnummer die Möglichkeit der

telefonischen Kontaktaufnahme

an. Unter der Telefonnummer

(05244) 986-306 erhalten

alle Rietberger Bürgerinnen

und Bürger Hilfestellungen, Rat

und Kontakt in den vielfältigen

sozialen Bereichen.

Die Beratung umfasst die leistungsorientierten

Bereiche der

Sozialverwaltung wie Grundsicherung,

Asylleistungen und

Wohngeld, aber auch Hinweise

bezüglich der Abgrenzung zu

anderen Leistungsträgern wie

dem Jobcenter oder der Agentur

für Arbeit.

Die Beratungsstelle richtet sich

aber auch an andere hilfsbedürftige

Personen, insbesondere

ältere Mitbürger, Personen

aus sogenannten Risikogruppen

oder Personenkreise mit

weniger sozialen Kontakten.

Hier können Unterstützungen

bei der Bewältigung von Altersproblemen

der unterschiedlichsten

Art vermittelt werden.

• Wer hilft mir, wenn ich nicht

mehr einkaufen kann?

• Wer hilft mir bei der Besorgung

von Medikamenten?

• Wie erreiche ich jetzt noch die

Behörden?

• Wer könnte meinen Hund

ausführen?

Selbstverständlich können sich

hier auch Personen melden, die

gerne in dieser für alle schwierigen

Situation Hilfe anbieten

möchten.

Das zentrale Beratungstelefon

(05244) 986-306 ist von Montag

bis Donnerstag von 8.30 bis

16 Uhr erreichbar.

Wichtiger Hinweis: Medizinische

Anfragen können hier

nicht beantwortet werden.

Abgesagt

kfd ohne Termin

Neuenkirchen (ur). Die

KFD-Neuenkirchen sagt

alle Treffen, Besichtigungen

und andere Termine

bis zunächst Ende Mai

ab. Das Leitungsteam

wünscht allen Mitgliedern

und deren Familien

ein schönes Osterfest.

Für die im Juni geplante

Fahrradtour gibt es demnächst

gesonderte Informationen.

21


Schützen

Wer wird denn Mitglied mit der Nummer 818?

Varenseller Schützen lassen sich ganz besondere Aktion einfallen

Varensell (pkb). Die St.-Benediktus-Schützenbruderschaft

Varensell wächst und wächst.

Mittlerweile haben sich schon

792 Mitglieder unter dem Dach

der Grünröcke im Klosterdorf

zusammengeschlossen. Und

es sollen natürlich noch mehr

werden. In der Generalversammlung

jüngst schwor Brudermeister

Manfred Habig die

Anwesenden darauf ein und

versprach, dass intensive Werbung

für weitere Beitritte auch

auf besondere Weise belohnt

werden soll. Die- oder derjenige,

der als 818. Mitglied der

Schützenbruderschaft beitritt

und die- oder derjenige, der

dieses neue Mitglied geworben

hat, erhalten jeweils als Prämie

ein 30 Liter Fass frisches Veltins.

„Das kann dann sicher gut eingesetzt

werden kann, um die

neue Mitgliedschaft gebührend

zu feiern.“

Wird es das in diesem Jahr geben? In Varensell stehen die Chancen noch gut. Fotos: pb

Die Vorfreude aufs Fest ist da - Ohrstöpsel sind es auch.

22

Neuer

Lieferdienst!

Sa.&So.

17-20 Uhr

Ab sofort beliefern wir euch samstags + sonntags

mit saftigen Burgern (alle auch als Double oder Tripple)

und Schnitzel. Zu jedem Gericht gibt es eine Auswahl an

Beilagen. Auch zum Abholen. Kontaktlose Zahlung möglich.

TEL: 05244 8844 · WhatsApp: 0171 6425182

Gasthof Bökamp, Brunnenstraße 1, Bokel

Zudem richtete der engagierte

Varenseller Schützenchef deutliche

Worte an alle: „Die rechte

Gewalt gegenüber Mitbürgern

mit Migrationshintergrund

nimmt zu. Politisch Verantwortliche

von der kommunalen bis

zur Bundesebene, die sich für

Migranten einsetzen und eine

klare Kante gegen rechts zeigen,

sehen sich insbesondere

in den sozialen Medien übelsten

Anfeindungen ausgesetzt.

Vor schwerer Gewalt wird

nicht mehr zurückgeschreckt,

das zeigen die jüngsten Ereignisse

in Hanau ebenso wie

der brutale Mord am Kasseler

Regierungspräsidenten Walter.

Fußballspiele werden zur

Nebensache, Einzelpersonen

werden zum Feindbild der Fußballfans

erklärt“, betonte Habig,

der auch Ortsvorsteher im

Klosterdorf ist. Er appellierte an

die Versammlung, den „Werteverfall

in unserer Gesellschaft

nicht weiter voran schreiten zu

lassen und dem Fremdenhass

und Rechtsradikalismus keine

Chance zu geben, sich zu verbreiten.“

Im Rahmen der Wahlen bestätigt

wurden Brudermeister

Manfred Habig, Adjutant Ludger

Ellendorff, stellvertretender

Schriftführer Gregor Frenz,

Kassierer Siegfried Kochtokrax,

der seit über 20 Jahren über

die Kasse wacht, sowie Schießmeister

Günter Altehülshorst,

der seit über 25 Jahren verantwortlich

zeichnet für das Vogelschießen.

Die besondere Auszeichnung

„Sportschütze des Jahres“ wurde

Klaus Schubert zuteil.

Für 25-jährige Mitgliedschaft

wurden ausgezeichnet: Johannes

Austermann, Roland Blomberg,

Franz Gieseker, Reinhard

Rehkemper, Michael Remmert,

Nico Runte, Marco Strunz, Hermann

Stüker, Dr. Horst Theiss,

Dr. Christoph Weeg.

Seit 50 Jahren Mitglied in der

Bruderschaft sind: Josef Feldotto,

Heinz Hemkentokrax, Hermann

Hesse, Norbert Laustroer

jun., Bernhard Merschbrock,

Hermann Merschbrock, Josef

Peitzmeier und ebenso auch

Peter Westerbarkei.

Die Auszeichnung für 60-jährige

Mitgliedschaft und damit

besondere Treue zur Bruderschaft

im Klosterdorf erhielten:

Ludwig Frenz, Stefan Walter

Gerling, Bernhard Kellner, Bernhard

Laukemper.


Kleinanzeigen / Impressum

kfd: „Harte Zeiten“

Alle Aktivitäten ruhen

Rietberg (ur). Um alle Mitarbeiterinnen

und die Mitglieder der kfd

Rietberg zu schützen, wird zur Zeit

auch die Vereinszeitschrift „Frau

und Mutter“ nicht verteilt werden

können. „Wir wissen, dass es für

alle eine harte Zeit ist. Wir wissen,

dass bestimmt nicht alle damit

einverstanden sein werden. Wir

haben uns die Entscheidung nicht

leicht gemacht und bitten um

Verständnis. Wir hoffen, dass wir

bald zum normalen Alltag zurückkehren

können. In diesem Sinne

wünschen wir allen ein gesegnetes

Osterfest mit einem Segen

Wer spendet für ein Waisenhaus

in Uganda Baby/Kinderkleidung

ab Größe 50,

Decken/Schlafsäcke? 0 52 44 /

7 72 67

Als Corona noch nicht da,

warf Inge, wir sagen hurra,

alle Neune gleich dreimal.

Es gratulieren die „lustigen

Kegelschwestern“ aus Neuenkirchen.

Rietberg

Unser

von Nelson Mandela „Der Friede

sei heute mit dir. Mögest du darauf

vertrauen, dass du genau dort

bist wo du sein sollst. Vergiss nicht

die unendlichen Möglichkeiten,

die in dir und anderen geschaffen

wurden. Mögest du die Gaben,

die du erhalten hast, nutzen und

die Liebe, die du bekommen hast,

weitergeben. Sei zufrieden mit dir

selbst, so wie du bist. Lass diese

Gewissheit tief in dich eindringen

und erlaube deiner Seele die Freiheit

zu singen, tanzen, lobpreisen

und lieben. Das gilt für jeden von

uns“, so der Vorstand.

Rüstiger Rentner (67) hat

Langeweile, Bürojob auf

450 Euro-Basis oder in Auftragsarbeit

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Bürokaufmann und

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Auch Homeoffice möglich!

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Endlich ist unser Hochq

Verkäufe

q Fahrzeugmarkt

q Kaufgesuche

Impressum

„Unser Rietberg“

Herausgeber und Herstellung:

Druckerei zum Stickling GmbH

Avenwedder Straße 72

33335 Gütersloh

www.zumStickling-druck.de

Redaktion (red. Beratung):

Petra Blöß

Tel. 05248/1898050

Mail d.r.redaktion@online.de

Anzeigenberatung:

Annekatrin Lücke,

Tel. 05241/9777-15

Ilka Kranzmann

Tel. 05241/9777-14

Mail satz@zumStickling-druck.de

Das Heft erscheint 14-tägig.

beet gebaut, wer hat Mutterboden

günstig abzugeben,

möglichst Raum Bokel!

0 52 48 / 1 89 80 50

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(selbstgenäht),

2 mal Erwachsene und 3

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Gesucht wird das Buch

Maximal 4 Zeilen für folgende Rubriken:

(bitte ankreuzen)

q Fundsachen

q Unterricht

q Verschiedenes

Redaktions- und Anzeigenschluss

für die nächste Ausgabe ist der

17. April 2020.

Titelfoto: Petra Blöß

Auflage: 9.500, verteilt durch

Auslage in Geschäften und teilweise

Haushaltsverteilung in

Bokel, Druffel, Mastholte, Neuenkirchen,

Rietberg, Varensel und

Westerwiehe.

Gültig ist die Anzeigenpreisliste

vom 01. April 2020.

Bei fehlerhaften Anzeigen wird

eine Haf tung nur in Höhe des

Anzeigenpreises übernommen.

Für unverlangt eingesandte Texte,

Bilder und Vorlagen wird keine

Haftung übernommen, die Redaktion

behält sich vor, Manuskripte

zu kürzen.

Werden uns Texte, Fotos oder

Logos zur Ver öffentlichung überlassen,

so haftet der Überlasser

allein, wenn durch die Veröffentlichung

Rechte, insbesondere

Urheberrechte Dritter verletzt

werden.

Der Überlasser der Fotos, Texte

und Logos hat die Druckerei zum

Stickling GmbH von allen Ansprüchen

Dritter freizustellen.

Alle Rechte vorbehalten.

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an dich, haben dich

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