Kreuzfahrt_Norwegen_08-2017

gerhard.hochl

03.08.2017 - 12.08.2017

KREUZFAHRT

COSTA MAGICA

© Bilder und Layout

gerhard.hochl@gmx.at

Der Flug von Graz nach Amsterdam mit KLM war angenehm, kurzweilig und pünktlich. Schon vor dem baggage

claim am Amsterdamer Flughafen trafen wir auf eine COSTA-Mitarbeiterin. Leider war Ihre Aussage und das Gespräch

mit weiteren 3 COSTA-Hostessen für uns nicht hilfreich. Es wurde uns zwar ein Transfer verweigert, da wir

nicht gebucht hatten, aber die Tatsache, dass die MAGICA außerhalb der Schleuse in Ljmuiden, ca. 60km

vom Stadtanleger entfernt liegt, wurde uns verschwiegen. Nach unserem Zug-Transfer

zum Centraal-Bahnhof war eine einstündige Taxifahrt die Folge. Auch

das Einchecken war für die Gäste eine Tortour. So etwas

waren wir von Costa nicht gewöhnt!

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Nach der obligatorischen Seenotrettungsübung legten wir

am Abend von Ljimuiden dem Außenhafen von Amsterdam

ab. Es ging durch die sehr bewegte Nordsee Richtung Norwegen.

Erholung auf See, stand auf dem Programm.

Unsere Kabine war eine große

Überraschung. Geräumig und stilvoll

eingerichtet mit großem Bad

inklusive Whirlwanne und Vorraum.

Den Champagner zur Begrüßung

und den täglichen Obstkorb

genossen wir sehr.

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Am 04.08.2017 wurde

am Abend zu einem

Gala-Abendessen eingeladen.

Vorher gab

es einen Cocktailempfang

mit dem Kapitän

Paolo Fusarini für

treue Costa-Gäste.

Am darauffolgenden

Morgen legten wir in

Stavanger an. Die

viertgrößte Stadt Norwegens

wurde 1125

gegründet und beherbergt

heute mehr als

130.000 Einwohner.

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Bei der Rundfahrt mit dem Hop On - Hop Off Bus

erfuhren wir alles Wissenswerte über die Stadt. Unser

1.Stopp war die Stavanger Kathedrale. Der Dom

wurde 1150 nach 50 Jahren Bauzeit fertiggestellt und

war lange Zeit Bischofssitz. Als Baumaterial dienten

Speckstein und grüner Schiefer.

Etwa 75% der Norweger bekennen sich zur evangelisch-lutherischen

Volkskirche deren Oberhaupt der

norwegische König ist.

Es gibt das Recht der freien Religionsausübung, aber

nur 1 - 3% geben eine andere Glaubenszugehörigkeit

an, bzw. 13% sind ohne Religionszugehörigkeit. Es gibt

keine Kirchensteuer, daher wird bei Besichtigungen Eintritt

verlangt.

Am alten Hafen gab es einen kleinen

Kunstmarkt. Herz was begehrt „Mann“

mehr? Schon auf der anderen Seite kam

der Ausgleich: Boote und Bars

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Handgemachte Schokolade hat Tradition.

Der Valbergturm (Valbergtårnet), 1850 erbaut,

liegt auf einem Hügel im Stadtzentrum. Er wurde

bis 1922 ausschließlich für die Brand-Beobachtung der aus Holz erbauten

Häuser genutzt. Die Nachtwächter lebten und wohnten in dem

Gebäude. Heute beherbergt es ein kleines Museum.

Ein Kinderspielplatz

aus alten Teilen der

Erdölförderung neben

dem Erdöl-Museum, in

dem die Offshore-Förderung

in der Nordsee

ausführlich dokumentiert

wird.

Die Costa Magica lag

neben dem modernen,

im Jahr 2012 eröffneten

Konzerthaus.

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Gegen Abend legte unser Kapitän in Richtung Geiranger Fjord ab. Durch

die nördliche Position begann die Dämmerung erst gegen 22:00 Uhr.

Die Entstehung der norwegischen Fjorde ist auf die letzte Eiszeit zurückzuführen, die vor ungefähr 12.000

Jahren endete. Riesige Gletscher, die ganze Täler ausfüllten, veränderten die Landschaft grundlegend. Große

Gesteinsbrocken schliffen die Felsen ab und es entstanden Trogtäler in einer U-Form die bis zu 1000m unter

dem Meeresspiegel tief sein können. Links und rechts der Fjorde ragen die Berghänge steil nach oben. Im

Mündungsbereich des Fjordes gibt es durch die Ablagerungen Untiefen, die für die Schifffahrt durchaus ein

Problem sein können. Aus diesem Grund kommen die Lotsen schon vor der Einfahrt in den Fjord auf die Kreuzfahrt-

und Frachtschiffe um die Navigation zu unterstützen.

Nachdem der Lotse an Bord

war, fuhren wir in den frühen

Morgenstunden in den

Geiranger Fjord ein.

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Die Einfahrt in

den Fjord ist

von zahlreichen

Wasserfällen

geprägt, die tosend

über hunderte

von Metern

in die Tiefe

stürzen.

Die erste größere Ortschaft, die wir passierten war Stranda, die Provinzhauptstadt. Ein Ort mit ca. 3000 Einwohnern,

einer Pizzafabrik und einer Fährverbindung zum Nordufer sowie nach Hellesylt und Geiranger.

Viele der alten

Bauernhäuser

wurden auf Initiative

der norwegischen

Königin

revitalisiert und

sind heute wieder

bewohnt und

bewirtschaftet.

Die Norweger planen

für die Zeit

nach dem Erdölreichtum.

Mit

Aquakulturen werden

jetzt schon 1,2

Millionen Tonnen

Lachs pro Jahr

produziert.

Am Ende des

Fjordes liegt das

Örtchen Geiranger

mit 250 Einwohnern.

Wenn

wie in unserem

Fall zwei Kreuzfahrtschiffe

anlegen,

dann erhöht

sich die Zahl der

Menschen hier

schlagartig auf

7.250 bis 9.250.

Aber die Bevölkerung

lebt ausschließlich

vom

Tourismus und

ist diesem Ansturm

durchaus

gewachsen.

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An Land kommt man vom Kreuzfahrtschiff nur mit dem Tenderboot. Es werden am Vorabend Zählkarten ausgegeben.

Für den Tenderverkehr sind 120 Passagiere zugelassen. In einem Notfall werden die Boote mit 150

Personen besetzt. Wir konnten mit einem der ersten Boote übersetzen und das erwies sich als sehr günstig.

Diese Wasserfälle werden die sieben Schwestern

genannt. Die letzten 200m bis zur Mündung ins

Meer zeigen die nächsten Bilder.

Als wir von unserer Hop

On Hop Off-Tour zurückkamen,

sah die Situation

aus, als wären wir in der

Fußgängerzone bzw. am

Parkplatz einer Großstadt.

Aber zum Glück

waren wir schon vorher

bei diesen Plätzen.

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Im Geiranger „Fjord

Centre“ erfuhren wir

Wissenswertes über die

Geschichte der Norweger

und deren Lebensumstände

in der Vergangenheit.

In einem Film

wurden die Bemühungen

für den Erhalt der

Kulturgüter dargestellt.

Auch heute findet man

noch Häuser deren Dächer

mit Torf und dann mit

Gras gedeckt sind.

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Die Norweger sind sehr sportlich und verbringen die Freizeit vornehmlich

in der Natur. Die Campingplätze sind voll und die Sportgeschäfte

boomen.

Leider vernebeln ältere Kreuzfahrtschiffe mit Ihren Abgasen die

saubere Luft. Die Costa Magica ist hier eine Ausnahme! Der Vergleich

gibt der Reederei recht, in sensiblen Zonen kein Schweröl

zu verwenden und Filter vorzuschalten.

Der Troll von Geiranger verabschiedete

uns in Richtung Hellesylt. Dort

nahmen wir die Ausflugsgruppe auf,

die mit dem Bus eine Rundreise gemacht

hatten.

Während der Ausfahrt aus dem

Geiranger Fjord bewunderten

wir die unzähligen Wasserfälle die von den vielen Gletschern gespeist, oft mehrere hundert Meter herunterstürzen.

Nahezu der gesamte Strombedarf Norwegens wird durch heimische Wasserkraftwerke erzeugt. In einer kleingliedrigen

Struktur wurden zahlreiche lokale Energieversorger geschaffen. Pumpspeicherkraftwerke sichern eine

kontinuierliche Versorgung. Kohle, Erdöl oder Erdgas wird in Norwegen nicht für die Stromerzeugung verwendet.

Atomkraft war nie ein Thema.

Am Montag, 07.08.2017 erreichten wir in der

Früh den Hafen von Andalsnes am Ende des

Romsdal-Fjordes. Der Ort hat ca. 2500 Einwohner

und ist die Endstation der Raumabahn die

durch das Romsdal führt.

Wir hatten schon vorher bei Costa einen Ausflug

mit Bus und Bahn gebucht. Pünktlich stand

der Bus vor dem Hafentor und eine deutschsprachige

Reiseführerin begleitete uns.

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Der Bus brachte uns durch das „Romsdalen“

weiter Richtung Bjorli. Der zweite Halt war

beim Wasserfall Slettafossen. Über eine Brücke

erreicht man zwei Shops in denen Kunstgewerbe,

Felle und Würste von Renntieren

angeboten werden.

Bei der Trollwand

gab es den ersten

Halt. Die bis zu

1000m senkrecht

aufragende Felswand,

gilt bei den Bergsteigern als ganz besondere Herausforderung.

Es führen mehrere Kletterrouten durch

die Wand und eine davon wird als die längste und eine

der schwierigsten Europas

bezeichnet. Die

Wand bildet einen bis

zu 50m überhängenden

Abschluss.

Durch den Tod von

vielen Base Jumpern

(Fallschirmspringer)

wurde diese Sportart

1986 hier verboten.

Neben dem Parkplatz

befindet sich das Trollveggen

Besucherzentrum

mit Informationen

über das spektakuläre

Bergmassiv und deren

Geschichte.

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Gegen Mittag erreichten wir den Bahnhof von Bjorli. Der

kleine Ort hat ein Schigebiet mit sechs Liftanlagen und

ca. 100 km Langlaufpiste. Die Wintersaison beginnt im

November und endet im Mai.

Wie in Schweden, Finnland, Island gibt es auch in Norwegen bei

Getränken mit mehr als 4,75% Alkoholanteil eine Verkaufsbeschränkung.

Vinmonopolet ist ein staatliches Unternehmen mit dem Monopol

des hochprozentigen Getränkeverkaufs. In Kommunen mit mehr

als 3000 Einwohnern wird jeweils ein Verkaufsladen errichtet. Daher

hat Andalsnes offiziell 3020 Einwohner und ein Vinmonopolet.

Entlang der Rauma ging

es Richtung Andalsnes.

Der Lachsfang im Fluss ist für ein

Monat im Jahr unter bestimmten

Auflagen möglich. Wildwasserkajak

für Könner ist in der kurzen

Sommersaison sehr beliebt.

Nach der Ankunft am Bahnhof

von Andalsnes blieb noch

reichlich Zeit für einen ausgedehnten

Stadtbummel.

Wieder an Bord hatten für uns die Nachwehen der Prohibition

keine Auswirkungen mehr. Mit unserem Getränkepaket konnten

wir alle Getränke ob mehr oder weniger als 4,75% Alkoholgehalt

ohne Einschränkungen genießen.

Um 18:00 Uhr legte Kapitän Paolo Fusarini ab. Wir verließen

den nördlichsten Punkt unserer Reise und peilten Olden an.

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An diesem Abend

gab es eine Show

der Restaurantmitarbeiter

im Anschluss

an das

Abendessen. Da

trafen wir wieder

unseren Freund

Carlos aus Costa

Rica. Es war bereits

die dritte Reise,

bei der wir sein

großes Talent als

Entertainer erleben

konnten.

Vor dem Abendessen gewährte uns

die deutschsprachige Costa Mitarbeiterin

Kathi im Theater in einer Power

Point Präsentation einen Blick hinter

die Kulissen der Costa MAGICA. 1000

Mitarbeiter aus 65 Ländern betreuen

die 3500 Gäste an Bord.

Die Mengen die während unserer 9-tägigen

Kreuzfahrt verbraucht werden

sind enorm. Es werden z.B. 24.000

Teller pro Tag abgewaschen, mehr

als 2000 kg Wäsche gewaschen und

getrocknet, 1000 Tonnen Süßwasser

erzeugt 5000 Baguettes und 7000 Gebäck

gebacken.

Die Show im Theater unter dem Motto „Magische Momente“ war eindrucksvoll, die Tänzer und Sänger waren sehr

gut. Es gab jeden Abend eine Vorstellung mit verschiedenen Themen und das Theater war jedes mal mehr als voll.

In den frühen Morgenstunden liefen wir in den Innvikfjord

ein. Diese Gegend wird vorwiegend landwirtschaftlich und

für die Viehzucht genutzt.

In der Bucht von Olden ging die Costa Magica vor Anker.

Mit einem Tenderboot fuhren wir zu dem kleinen Hafen.

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Mit dem ersten Shuttlebus fuhren wir die Talsohle,

entlang der Gletscherseen bis ans Ende zu einem

großen Busparkplatz. Von dort wanderten wir einenw

2,5km langen Weg entlang, der stetig bergauf

in Richtung der Briksdalsbreen-Gletscherzunge

führte. Ca. 45 Minuten haben wir dafür benötigt.

Der Gletscher Briksdalsbreen liegt am Ende des Oldentals ca.

20 km von Olden entfernt.

Von 1200m fällt die Gletscherwand steil bis zur Nebentalsohle

herunter, die einen kleinen Gletschersee bildet und auf 340m

liegt. Markierungen deuten auf die schwankende Größe des

Gletschers in den letzten Jahrzehnten hin. Während in den Jahren

1960 bis 1990 der Gletschersee mit Eis bedeckt war, zieht

sich der Gletscher ab 2000 wieder zurück und heute ist die Zunge

schon sehr weit vom kleinen See entfernt.

Beim Busparkplatz gab es mehrere Cafes und Restaurants

inkl. schöner Toilettenanlagen, übrigens gratis!

Kleine „Trollmobile“

würden den Aufstieg

erleichtern. An unserem

Vormittag waren

schon alle Fahrzeuge

ausgebucht.

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Am Abend wurden wir zu einer Weinverkostung, geleitet

vom Chefsommeliere der Costa Magica, eingeladen. Wir

konnten vier erlesene Weine und einen Prosecco verkosten.

Dort trafen wir auch unsere Bekannten aus dem Südburgenland.

Die Weingutbesitzer hatten natürlich einen wesentlich

fachlicheren Zugang zu den Kostproben als wir.

An Aquakulturen und Versorgungsschiffen

vorbei verließen wir die Ausläufer des Nordfjordes

um auf hoher See gegen 22 Uhr den

Sonnenuntergang zu erleben.

Nach einem letzten Blick auf den Briksdalsbreen-Gletscher und auf die alte

Kirche von Olden fuhren wir mit dem Tender zurück auf unser Schiff.

Anker auf um 17:00 Uhr mit Kurs auf Bergen, dem letzten Höhepunkt unserer

Reise in Norwegen.

Wie schon einmal

erwähnt sind die

meisten Norweger

sehr naturverbunden

und

outdoor orientiert.

Trotz der kühlen

und feuchten Bedingungen

sahen

wir immer wieder

unzählige, sehr

gut besuchte

Campingplätze.

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In den frühen Morgenstunden fuhren

wir in den Hafen von Bergen ein.

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Nach dem Festmachen buchten wir bei City-

SightSeeing Norway und stiegen gleich bei

der ersten Station aus. Mit den Floibanen, eine

Standseilbahn, ging es auf den 320 Meter hohen

Floyen.

Trolle werden in Norwegen

nicht nur als Märchenfiguren

angesehen. Viele Überlieferungen

behandeln Geschichten

um böse und gute,

junge und uralte Trolle.

Der Floyen ist einer der sieben Berge in der zweitgrößten

norwegischen Stadt. Daher kommt auch

der Name Bergen. Er wird durch die 850m lange

Bergbahn erschlossen und ist ein beliebtes Ausflugsziel

für die ganze Familie.

Durch die hohen Niederschlagsmengen das

ganze Jahr über, ist alles grün und mit üppiger

Vegetation bedeckt. Ein kleiner See lädt zu einer

Rundwanderung ein.

Als wir wieder im Tal

ankamen bemerkten

wir, wie richtig die Entscheidung

war, gleich in

der Früh zu fahren. Die

Menschenschlange war

mindestens 300 m lang.

Gemütlich schlenderten

wir zum Fischmarkt

im Herzen der Stadt

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Die Müllabfuhr

ist sehr elegant

gelöst. Nach der

Trennung kann

jedermann kleine

Abfälle einwerfen,

für die größere

Öffnung hat jeder

Hausbewohner

eine elektronische

Zugangsberechtigung.

Am Fischmarkt wird alles angeboten was im sauberen Meer vor Bergen

gefangen wird. Der ausgewählte Fisch oder die Meeresfrüchte werden

gleich am Grill zubereitet. Leider ist der Preis selbst für norwegische Verhältnisse

zu hoch. Trotzdem drängten sich die Touristen bei den vielen

Ständen und es gab fast keine freien Sitzplätze. Vernünftiger ist es in eines

der netten Restaurants einzukehren, die sind zwar kaum preiswerter aber

dafür gemütlicher und

gepflegter.

In der evangelisch-lutherischen

Johannes-Kirche

wurden wir mit einem

Konzert auf der zweitgrößten

Orgel von Norwegen

verwöhnt. Die

Kirche wurde 1893 eingeweiht

und ist im neugotischen

Stil gebaut.

Preisliste beim Fischmarkt.

Z.B.Gegrillter Lachs kostet

zwischen 25 und 30 Euro

Selbstverständlich gibt es

auch einen Mc-Donalds.

Die evangelisch-lutherischen Kirchen sind schlicht und

einfach gestaltet. Hier ziert ein Jesusgemälde den aus Holz

geschnitzten Altar.

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Ungefähr 3% der Norwweger

bekennen sich zur römisch

Katholischen Kirche. Aus diesem

Grund ist die Anzahl dieser

Kirchen eher bescheiden.

Die Pfarre der St. Pauls Kirche

mitten im Stadtzentrum betreut

auch eine angeschlossene

Schule. Die Pfarrgemeinde

wurde 1858 gegründet und die

Kirche 1870 fertiggestellt.

Das norwegische Grundgesetz

(Grunnloven) war zu seiner Zeit

die modernste Verfassung Europas.

Der Erlass des norwegischen

Grundgesetzes wird als Verfassungstag

am 17. Mai gefeiert und

entspricht einem Nationalfeiertag.

Nach den Regeln der Grunnloven

sollte die gesetzgebende Gewalt

vom Volk wahrgenommen werden.

• den Erlass und die Aufhebung von

Gesetzen, die Erhebung von Steuern,

Abgaben und Zöllen. die Vergabe von Staatsanleihen

• die Aufsicht über das staatliche Finanzwesen

• die Bewilligung der für die notwendigen Staatsausgaben erforderlichen Gelder

• die Bewilligung der Gelder für den königlichen Haushalt und die Apanage

• die Kenntnisnahme aller Protokolle des Staatsrates und öffentlicher Berichte und

Papiere mit Ausnahme militärischer Kommandosachen.

• Kenntnisnahme von Bündnissen und Verträgen, die der König mit ausländischen

Mächten schließt, mit Ausnahme von geheimen

Zusatzartikeln, die aber nicht im Gegensatz

zu den veröffentlichten stehen dürfen,

• die Vorladung einer jeden Person vor das

Storting mit Ausnahme des Königs

• Die Einbürgerung von Ausländern.

Bei der Reichsversammlung von

Eidsvoll wurde 1814 das Norwegische

Grundgesetz beschlossen.

Ludwig Baron

Holberg war

um 1700 ein

norwegischer

Dichter und

Naturwissenschaftler.

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Die Festung Bergenhus

stammt aus

dem 12. Jahrhundert.

Sie war lange

Zeit Königshof und

ist heute zum Teil

ein Veranstaltungszentrum

und zum

anderen Teil eine

militärische Anlage.

In der Haakonshalle

ist ein Museum

untergebracht.

Ein letzter Blick auf Bergen und nach dem

„Leinen los“ ging es durch den Bylfjord Richtung

Nordsee und dann wieder nach Süden

unserem Ausgangshafen entgegen.

König Haakon VII

wurde als 33-jähriger

zum König von Norwegen

gewählt. Er

übte das Amt bis zu

seinem Lebensende

1957 aus. Im zweiten

Weltkrieg zeichnete

er sich durch seine

Neutralitätspolitik und

symbolischen Widerstand

gegen das Naziregime

aus.

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