BIG_Magazin_2020-1

toeffhoeff

Ausgabe 1/2020 · Nr. 109 · ISSN 2195-6464

Wir stehen zusammen: Hilfen

im Veedel in Zeiten von Corona

KVB-Haltestelle in

„Rochusplatz“ umbenannt

Augenzeugin Ingeborg Rauh

erinnert sich an das Kriegsende

„Nachbarschaftliche Vertrautheit muss erhalten bleiben“

Das big Magazin im Gespräch mit dem Rapper und bekennenden Bickendorfer Mo-Torres

Unabhängiges Magazin der big für

Bickendorf, Ossendorf und Vogelsang


big editorial

Fragen

zum Erbrecht?

Wer ist Erbe geworden?

Was ist mit dem Pflichtteil?

Wie regele ich meinen Nachlass?

Sachkundiger Rat durch

Joseph Schnitzler aus Köln

Termine 2020

jeweils donnerstags

26. März | 23. April | 28. Mai | 25. Juni |

24. September | 29.Oktober | 26. November

Nähere Informationen in unserem Büro

0221 - 95 84 59 88 | info@ahlbach.com

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Für Sie ist diese Erstberatung kostenlos.

Eine Anmeldung wird telefonisch erbeten.

Joseph Schnitzler ist seit über 30 Jahren als

Rechtsanwalt in Köln-Bickendorf tätig. Er befasst

sich insbesondere auch mit Familien- und Erbrecht.

Venloer Straße 685 | 50827 Köln

Wir geben

wie immer alles,

aber heute

nicht die Hand.

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Tag und Nacht

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Wir finden, die Welt braucht mehr Zuversicht.

Erst recht in der aktuellen Situation. Wir sind

für Sie da. Egal ob über Telefon, E-Mail oder

WhatsApp. Gemeinsam schauen wir nach

vorne und sagen: Morgen kann kommen.

Wir machen den Weg frei.

Bilder: Peter Johann Kierzkowsk, Panther Media

impressum

Herausgeber:

big - Bickendorfer Interessengemeinschaft

e.V.

Redaktionsleitung:

Claudia Wingens, Ernst- Jürgen

Kröll (v.i.S.d.P. für das Land NRW

vom 24.5.1966)

Redaktion:

Peter Bruckmann,

Angelika Burauen,

Hans Johnen,

Peter Johann Kierzkowski (Fotos),

Ernst-Jürgen Kröll,

Kay Carolin Plaßmann,

Stephanie Terbrüggen,

Hans-Ulrich Voosen

Claudia Wingens

Anzeigenverwaltung:

Claudia Wingens

Tel.: 0221/32010434

wingens@bigmagazin.de

Anschrift des Herausgebers

und der Redaktion:

big - Bickendorfer Interessengemeinschaft

e.V.

Venloer Straße 666

50827 Köln

Tel.: 0221 - 986 56 10 50

Fax: 0221 - 986 56 10 330

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Realisation:

Pressebüro Wingens

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www.visions4you.de

Layout und Druck:

SOLO-Druck GmbH

Vogelsanger Str. 354, 50827 Köln

Tel.: 0221/584178

Wir danken für die Mitarbeit

an dieser Ausgabe:

Ruth Perk

Käthi Schneider

big Magazin 1/2020

Auflage: 10.000 Exemplare

Erscheinungsweise:

4 Ausgaben im Jahr

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die

Meinung der Redaktion wieder.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Leserbriefe sind wir

dankbar. Über Abdruck und evtl.

Kürzungen entscheidet die Redaktion.

Eine Verwertung der urheberrechtlich

geschützten Artikel,

Abbildungen, Anzeigen ect. – insbesondere

durch Vervielfältigungen,

Verbreitung, Digitalisierung und

Speicherung auf Datenbanksystemen

bzw. Inter- und Intranet – ist

unzulässig und strafbar, soweit sich

dem Urhebergesetz nach nichts

anders ergibt. Die Rechte für vorstehende

Nutzungen, auch für Wiederveröffentlichungen,

bietet die Bickendorfer

Interessengemeinschaft

e.V. hiermit an.

ISSN 2195-6464

big Titelbild:

Peter Johann Kierzkowski

Die Zuversicht behalten

In bewegten Zeiten den Optimismus

nicht verlieren. Als wir

mit den Recherchen und Interviews

für diese Ausgabe des

big Magazins begannen, war

von den Ausmaßen der Corona-Pandemie

noch nichts zu

ahnen. Nun hat sich die Welt

verändert – für jeden von uns.

Täglich ändern sich die Regeln

unseres Miteinanders und viele

Menschen bangen um ihre

Existenzen. Da wir nicht wie die

Kollegen von den Tagesmedien

unserer Chronistenpflicht nachkommen

können, weil unser

Magazin im vierteljährlichen

Rhythmus erscheint, haben

wir uns bewusst entschieden,

die ursprünglich vorgesehenen

„Geschichten aus dem Veedel“

für Sie zu erzählen. Ergänzend

haben wir aber auch die bei Redaktionsschluss

bekannten Informations-

und Hilfsangebote

big inhalt

big aktuell

zusammengestellt. Für die Zeit

nach der Krise haben wir schon

jetzt eine Jobbörse ins Leben

gerufen. Dafür möchten wir die

ansässigen Unternehmer aufrufen,

uns ihre freien Stellen

04 „Das Klima der nachbarschaftlichen Vertrautheit

muss erhalten bleiben“

08 Neueröffnung Büdchen am Rosenhof

10 Einheitlich und einprägsam

12 Neue Serie: Ein Blick, zwei Welten

13 Die Soldatin Mareen Budde engagiert sich

für Seniorinnen

Fachkräfte bereichern Firmen

14 Potenziale nutzen und in die Zukunft investieren

16 An die Zukunft in Zeiten von Corona denken

17 Neu: Jobbörse im big Magazin – Print und Online

27 Auf Augenhöhe begegnen

28 Verlässlich und unaufgeregt – Hans Jürgen Appelt

29 „Et Hätz schleiht em Veedel“

32 Neues aus der BV

34 Verschiedenes

Auch in diesen Krisenzeiten begeistert der Frühling mit seiner Blütenpracht

aller Art sowie Ausbildungs- und

Praktika-Plätze mitzuteilen –

für einen raschen Neustart in

allen Bereichen.

Bleiben Sie gesund!

Ihre big-Redaktion

big historie

30 „Ich war beim

Einmarsch der US-

Soldaten dabei!“

big 10 fragen

33 Bickendorfer Klaav

big kultur

24 Gedicht von Käthi

Schneider

25 Auf ein paar Worte...

Florian Seigerschmidt

big meine meinung

11 Eine einmalige

Gelegenheit wird

verpasst

big porträt

20 Junge Menschen

im Veedel

22 Mit Kompetenz

und Leidenschaft

24 Zum Wohlfühlen

beitragen

Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 3



sexuell“ keine Charaktereigenschaften,

und nur nach wirklichen

Charaktereigenschaften

beurteile ich Menschen auch.

Egal woher – nur das „wohin“

ist wichtig.

Das ist eine sehr lobenswerte

Einstellung, wenn man

bedenkt, dass gerade dieses

Thema durch das Erstarken

der AfD in Deutschland besonders

aktuell wird.

Ein etwas anderes Thema.

Wenn ich das richtig sehe,

hast Du mit dem Song „Liebe

Deine Stadt“ in Zusammenarbeit

mit „Cat Ballou“ und

Lukas Podolski deinen bisher

größten Erfolg erzielt. Wie

kam es zu dieser wunderbaren

Hommage an Deine

Stadt?

Mo-Torres: Ich habe Lukas Podolski

durch unseren gemeinsamen

Barbier kennengelernt. Lukas

hatte die Idee zu dem Song

„Liebe deine Stadt“ schon, ich

habe dann meine Strophen gebig

aktuell

Musik ist das Unsagbare.

Bedřich Smetana (1824 - 1884)

Bild: Basti Sevastos

„Das Klima der nachbarschaftlichen Vertrautheit muss erhalten bleiben“

Das big Magazin im Gespräch mit Mo-Torres, einem bekannten Rapper und bekennenden Bickendorfer

Wenn ich das richtig sehe, ist

Mo-Torres Dein Künstlername.

Wie kam es dazu?

Mo-Torres: Das hängt mit meiner

familiär bedingten Verbundenheit

zu Spanien und meiner

Liebe zu Andalusien zusammen.

Schon seit meiner Kindheit

verbringe ich die Ferien dort.

Und mir gefällt die spanische

Lebensweise ebenso wie die

Sprache. Und Torre bedeutet

Turm. Da ich damals groß und

schlaksig war, nannten mich

die Kinder dort „Torre“ und in

Kombination mit meinem Vornamen

entstand Mo-Torres.

Erzähl mir bitte ein wenig

über Deinen persönlichen

Werdegang.

Mo-Torres: Einen Großteil meiner

Kindheit und Jugend oder

besser gesagt, mein gesamtes

bisheriges Leben, habe ich im

Grunde in Bickendorf und Ehrenfeld

verbracht. Es ist für mich

ein Stück Heimat, der ich treu

geblieben bin und ich möchte

auch gerne in Zukunft hierbleiben.

Schließlich bin ich in

Bickendorf in den Kindergarten

(Schmierfinke), in die Grundschule

und aufs Gymnasium

gegangen. Hier habe ich eine

wunderbare Kindheit und Jugend

verbracht und fühle mich

diesem Viertel sehr verbunden.

Du bist heute ein über die

Stadt hinaus bekannter Rapper.

War das von Anfang an

Dein Ziel?

Mo-Torres: Meine berufliche

Situation und meine Ausbildung

haben tatsächlich wenig mit mir

heute als Rapper zu tun. Nach

dem Abitur und einer kaufmännischen

Ausbildung habe ich

zunächst als Projektmanager

gearbeitet und dann noch ein

Studium im Medienmanagement

abgeschlossen. Allerdings

war das alles nie mein Ding. Um

das Jahr 2008 habe ich bereits

meine ersten Texte geschrieben

und hatte Lust darauf, zu rappen.

Es waren die Musik, das

Texten und Performen, was mir

Spaß gemacht hat.

Der Bickendorfer Rapper Mo-Torres

füllt die Konzerthallen in der Region

Wenn man Deine Songs liest

und hört sind es vielfach Themen

aus Deiner Umgebung,

dem Milieu, und Deinem Leben.

Gibt es einen Schwerpunkt

in der Thematik, der

Dich persönlich besonders

bewegt und für den Du Dich

besonders einsetzt?

Mo-Torres: Ich denke, dass ich

eigentlich nicht sonderlich politisch

bin. Ich bin gegen Rassismus

und Ausgrenzung, aber das

hat für mich nichts mit Politik

zu tun, viel mehr mit grundlegenden

Werten, die ich seit

Kindesbeinen an gelernt habe.

In meinen Texten setze ich mich

definitiv auch mit Sozialkritik

auseinander, oftmals mit dem

Stilmittel des Humors – weiterhin

spielen meine Erfahrungen

hier in Köln auch eine große

Rolle und finden sich in meinen

Texten wieder. Toleranz und

eine offene, pluralistische Gesellschaft,

gelungene Integration

von Zuwanderern und Migranten

sind für mich Werte, die

ebenfalls Platz in meinen Songs

finden. Mir bedeutet eine Nationalität

beziehungsweise das

Wort Nationalität ganz wenig.

Nur der Mensch als solcher ist

für mich wichtig; zumal er für

seine Herkunft und seinen Geburtsort

selbst ja in keiner Weise

verantwortlich ist. Ich werde nie

jemanden verstehen, der sagt,

er sei stolz, Deutscher zu sein.

Wie kann man auf etwas stolz

sein, wofür man nichts kann?

Wir sind uns kürzlich auf

einer Schulveranstaltung begegnet,

bei welcher Du Dich

intensiv für die Schule ohne

Rassismus eingesetzt hast.

Was bedeutet dieses Thema

für Dich?

Mo-Torres: Dieses Thema ist

für mich so wichtig, weil es

früher in meiner Schulzeit nicht

wirklich eins war. Woher man

kam, welcher Religion man angehörte

oder wen man geliebt

hat, war völlig irrelevant. Das

es nun wieder so akut ist, sollte

bei jedem die Alarmglocken

klingeln lassen. Ich gehe letztendlich

nur in die Schulen und

big aktuell

erzähle von meinen eigenen

Erfahrungen – wie ich von meinen

persischen Freunden Gastfreundschaft

erlernt habe, von

meinen türkischen Freunden

Anstand, Höflichkeit und Respekt

in höchstem Maße gelernt

habe, oder was es heißt, von

einem bosnischen Freund die

volle Loyalität zu erfahren. All

diese Erlebnisse machen mich

zu dem Menschen, der ich heute

bin, 40 Prozent der heute in

mir wohnenden Werte habe ich

von meinen Freunden jeglicher

Kulturen erlernt und dafür bin

ich den Jungs und Mädels auf

ewig dankbar! Wie zuvor schon

gesagt, sollte sich jeder zunächst

selbst ein Bild von dem

Menschen machen, der vor ihm

steht, anstatt ihn aufgrund seiner

Hautfarbe, seiner Religion

oder sexuellen Orientierung

zu beurteilen, denn das macht

einen Menschen nicht zu einem

anderen Menschen. Für mich

sind „religiös“ oder „homo-

Joseph

Schnitzler,

Rechtsanwalt.

Tätigkeitsschwerpunkte:

Baurecht

Familienrecht

Subbelrather Straße 543a

50827 Köln-Bickendorf

Telefon 02 21-5 30 40 76

Telefax 02 21-5 30 67 01

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Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 5



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Bild: Peter Johann Kierzkowski

schrieben, das Instrumental kam

von meinem Produzenten „Sytros“.

Dann haben wir die Jungs

von Cat Ballou gefragt, ob sie

Bock hätten, den Refrain zu singen

und fertig war die Nummer.

Der Kontakt zu den Katzen besteht

auch heute noch, so dass

ich immer mal wieder mit dieser

Band bei Konzerten auftrete.

Deine neue EP trägt den Titel

„Rochuspark“ – Was fällt Dir

spontan zu diesem Stadtteil

und dem Park ein?

Mo-Torres: Wie schon gesagt,

ich bin hier in Bickendorf aufgewachsen,

groß geworden,

habe viele Freunde gewonnen.

Da ist es für mich immer wieder

ein wunderbares Gefühl, im Park

spazieren zu gehen, auf einer

Bank zu sitzen und einfach mal

ein bisschen Zeit dort zu verbringen

oder durchs Viertel zu

spazieren, mir die Häuser anzuschauen

und die Veränderungen

aufzunehmen.

Gibt es etwas hier im Veedel,

was Dir Sorgen bereitet oder

Dich nachdenklich macht?

Mo-Torres: Was mich freut ist,

dass in Bickendorf die Gentrifizierung,

wie wir sie derzeit in

Ehrenfeld oder der Südstadt, in

Sülz oder Nippes erleben, noch

nicht so extrem stattgefunden

hat. Allerdings befürchte ich,

dass sich das durchaus in den

nächsten Jahren stark ändern

könnte. Wenn ich mir die vielen

Neubauten in Bickendorf anschaue,

frage ich mich, wohin

mit all den Leuten, wer kommt

da alles? Werden die alten Bickendorfer

verdrängt, steigen

auch hier die Mieten ins – für

den Normalverdiener – Unbezahlbare?

Wie wird sich das

Viertel verändern? Bleibt uns

hier das überschaubare, familiäre

Zusammenleben erhalten?

Daher hoffe ich, dass viele junge

Familien herkommen und

dieses wunderbare Klima der

nachbarschaftlichen Vertrautheit

erhalten bleibt. Für mich ist

es schwer vorstellbar, dass sich

die Anonymität der Großstadt

irgendwann auch in Bickendorf

niederschlägt.

Wie kann unser Veedel lebenswerter

gestaltet werden?

Mo-Torres: Notwendig ist ganz

sicher, noch viel mehr Freiraum

für Kinder zum Spielen

zu schaffen. Dazu sollte der

Verkehr beruhigt werden und

eine autofreie Zone in Bickendorf

entstehen. Denn aktuell

hat Bickendorf, ausgenommen

der Rochuspark, viel zu wenige

Spielplätze und Freiflächen zu

bieten, die vorhandenen sind zu

klein und für Kinder keineswegs

spannend und attraktiv.

Was wünscht Du Dir für Deine

eigene Zukunft und für die

Menschen im Veedel?

Mo-Torres: Für mich selbst wünsche

ich mir, dass ich gesund bleibe

und eventuell mit meiner Musik

und meinen Songs noch viele

Jahre mein Publikum erreiche.

Darüber hinaus wäre es toll, wenn

eines Tages meine Titel auch über

das Rheinland hinaus, vielleicht

sogar deutschlandweit, gehört

werden. Für meine Umgebung

und unsere Kinder wünsche ich

mir, dass wir es schaffen, unser Klima

zu schützen und dass die AfD

wieder von der Bildfläche verschwindet.

Ach so, da fällt mir noch etwas

ganz anderes ein: Es ist nämlich

jetzt das zweite Mal, dass

in der big über mich berichtet

Mo-Torres zeigt sich nachdenklich im Gespräch mit dem big Magazin

wird. Das erste Mal liegt schon

21 Jahre zurück. Damals hatte

ich als kleiner Steppke Unterschriften

gesammelt, weil ich

wollte, dass der Weißdornweg

zur Spielstraße wird. Tatsächlich

wurde dieser Wunsch dann

aufgrund des Artikels in der big,

auch wirklich ein oder zwei Jahre

später erfüllt. Daher sage ich

heute noch mal: Dankeschön an

das big Magazin!

■ Ernst-Jürgen Kröll

Büro: 0221 130 560 30

mail@schamong.de

kaffeeroester@schamong.com

Onlineshop unter

www.kaffeeroester.de

Nachwuchs für das

Redaktionsteam gesucht!

Ganz nah dran! Ob die Stars aus der

Nachbarschaft, die bewegenden Entwicklungen

in Politik, Kultur und Wirtschaft

im Stadtteil oder die „menschelnden“

Geschichten aus dem Veedel, im big

Magazin werden die unterschiedlichsten

Themen aufgegriffen. Wer Lust hat,

sich ehrenamtlich einzubringen, kann

sich melden bei Claudia Wingens unter

wingens@bigmagazin.de

Pia Doppelgatz

PHYSIOTHERAPIE

Takustraße 1

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6 www.bickendorf.info Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 7



big aktuell

big partner aktuell

Regelmäßige Angebote

(Diese starten nach der Corona-Krise wieder)

Lilly Liebig „op jöck“ - die Seniorenvertreterin für Ehrenfeld

nimmt die Interessen der Generation 60+ ernst und steht im

Büdchen als Ansprechpartnerin zur Verfügung – jeden zweiten

Donnerstag im Monat von 12:00-14:00 Uhr

Neueröffnung Büdchen am Rosenhof

Beratungsstelle und Begegnungsort in Bickendorf für ältere Nachbarinnen und Nachbarn

Im September 2019 eröffnete

die AWO Köln e.V. in Zusammenarbeit

mit der GAG Immobilien

AG in Bickendorf das

Büdchen am Rosenhof (BüRo)

als wohnortnahe Beratungsund

Begegnungsstelle für die

Generation 60+, Nachbarn

und interessierte Menschen. Im

Büdchen finden Senioren aus

Bickendorf eine Anlaufstelle,

bei der sie Informationen erhalten,

die ein selbstständiges und

aktives Leben im Alter in den

eigenen vier Wänden – auch

mit eventuellen Einschränkungen

– möglich machen.

Die Menschen im Veedel finden

dort nicht nur einen Begegnungsort,

an dem sie Kontakte

knüpfen oder weiter ausbauen

können. Sie können auch an

verschiedensten Angeboten

teilnehmen, sie mitgestalten

oder eigenständig anbieten.

Mit den Koordinatoren der

„niedrigschwelligen Dienste

für Seniorinnen und Senioren“

der AWO Köln e.V. ist ein

kompetentes Team vor Ort.

Die Dienste „Präventive Hausbesuche“,

„Baustein – häusliche

Unterstützung für Menschen

mit Demenz“, „Veedel

für Alle – türkischsprachige

Beratung für Senioren“, und

„Quartiersarbeit – Neu-Ehrenfeld“

gehören seit mehr als

zehn Jahren zu einem festen

Bestandteil im Kölner Versorgungsnetz

für Menschen ab

sechzig Jahren. Sie ermöglichen

es, unkomplizierte Hilfen

zur Entlastung im Betreuungs-

Mitten im Veedel ist das „Büdchen“ ein neuer Treffpunkt

und Pflegealltag zu erhalten.

Das Büdchen-Team begrüßt an

fünf Tagen in der Woche alle

ratsuchenden und interessierten

Menschen, die

• sich über nachbarschaftliche

Angebote und Aktivitäten

informieren oder

• sich im Quartier für ihre

Nachbarn engagieren

möchten.

• Informationen über die

ambulante (pflegerische)

Versorgung benötigen oder

praktische Hilfen im häuslichen

Umfeld suchen.

• sich in Form von Vorträgen

und Kursen in ihrer Tätigkeit

als pflegende Angehörige

oder als Ehrenamtliche

schulen lassen möchten.

• durch niedrigschwellige

Betreuungsangebote

Entlastung im Pflegealltag

suchen.

■ Ruth Perk

Bild: Peter Johann Kierzkowski

Das Biografie-Café – Gesprächskreis und Erinnerungswerkstatt

findet jeden ersten Mittwoch im Monat von 15:00- 17:00

Uhr statt.

Das Info-Café findet jeden letzten Mittwoch im Monat von

10:00-11:30 Uhr zu alltagsrelevanten Themen, wie z.B. Kriminalprävention,

Demenz, Pflegeversicherung, Schwerbehindertenausweis

statt.

„Fit für 100“– bringt Senioren in Schwung - ab Frühjahr 2020

mit zertifizierter Trainerin. Zweimal wöchentlich Dienstag- und

Freitagnachmittags.

Weitere Angebote und Termine werden im Büdchen

ausgehängt!

Darüber hinaus sucht das Büdchen-Team immer engagierte

Menschen im Veedel, die sich vorstellen können,

Angebote mit zu gestalten oder praktische Hilfen im

häuslichen Umfeld zu leisten.

Büdchen am Rosenhof

BüRo der Vielfalt –

niedrigschwellige Dienste im Quartier

Platanenweg 14a | 50827 Köln

0221 / 27 64 57 66

buedchen@awo-koeln.de

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Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 9



big aktuell

big meine meinung

Bilder: Peter Johann Kierzkowski

big meine meinung

Einheitlich und einprägsam

Die Haltestelle „Äußere-Kanal-Straße/Venloer Straße“ wurde in „Rochusplatz“ umbenannt

Schon vor dreißig Jahren hatte

die Bickendorfer Interessengemeinschaft

(big) die Idee,

die Haltestelle „Äußere-Kanal-

Straße/Venloer Straße“ umzubenennen.

Der damals selbst erstellte

Aufkleber „Rochusplatz“

über dem U-Bahn-Schild der

KVB fand allerdings nicht die

Zustimmung der Ordnungsbehörden

und musste wieder entsorgt

werden.

Jetzt nach mehr als drei Jahrzehnten

wurde nun die damalige,

etwas provokante Vorgehensweise

der big offiziell

seitens der Stadt und der KVB

übernommen. Seit dem Fahrplanwechsel

auf den Winterbetrieb

2020 wurde die Haltestelle

in „Rochusplatz“ umbenannt.

Nach Meinung von Ernst-Jürgen

Kröll, Ehrenvorsitzender der big,

war dies auch mehr als nötig.

Denn durch den Bürgerantrag

der big war bereits die Platzfläche

vor dem Westcenter und den

aktuell dort entstehenden Neubauten

der GAG offiziell auf den

Namen „Rochusplatz“ getauft

worden. Auch dort war es die

big, die seit deren Gründung im

Jahr 1989 der dortigen Brachfläche

diesen Namen gab. Schon

Die Umbenennung war seit Jahrzehnten ein Anliegen der Bickendorfer Interessengemeinschaft

seit Beginn des U-Bahn-Baus in

den späten 1980er-Jahren, war

es die big, die sich immer wieder

für eine positive Gestaltung und

Bebauung dieser wenig ansehnlichen,

aber riesengroßen Betonfläche

am Ortseingang von

Bickendorf einsetzte.

Auch wenn die verbleibende Fläche

nur noch ein „Rochusplätzchen“

ist, wie Ernst-Jürgen Kröll,

der langjährige Vorsitzende der

Bickendorfer Interessengemeinschaft

vermerkt, „ist es dennoch

ein ganz wichtiger Meilenstein

in der weiteren Entwicklung des

Stadtteils zu einem urbanen und

liebenswerten Viertel.“ Für die

weitere Entwicklung des Rochusplatzes

und der Umgebung

wünscht sich nun die big, dass

sich der positive Trend in dem

Bereich fortsetzt – insbesondere

bei der Vermietung der dort

entstehenden Gewerbeflächen

seitens der GAG für einen guten

und perspektivisch stabilen Mix

aus Einzelhandel, Gastronomie,

Dienstleistern und Kreativnutzung.

„Das wäre ein gutes und

starkes Signal für den Start in das

nächste Jahrzehnt und die weitere

Entwicklung unseres Stadtteils“,

so Ernst-Jürgen Kröll. ■

Eine einmalige Gelegenheit wird verpasst

Wie in dieser Ausgabe zu lesen ist, erhielt

die Platzfläche um die Rochuskapelle

nun auch einen angemessenen und

den von vielen Bickendorfern auch so gewünschten

Namen.

In der Tat ist es ein erfreuliches Ergebnis,

dass nach ungefähr dreißig Jahren die

Bemühungen der big um die Namensgebung

diese Platzfläche nun endlich auch

einen angemessenen Namen bekam. Was

zudem kaum noch für möglich gehalten

wurde: Nicht nur diese Fläche erhielt den

Namen Rochusplatz, sondern auch die

U-Bahn-Haltestelle wurde entsprechend

umbenannt. So wurde der bisherige, wenig

präzise und kaum merkbare Name „Äußere-Kanal-Straße

– Venloer Straße“ endlich

durch „Rochusplatz“ ersetzt.

Trotz dieses durchaus erfreulichen Ergebnisses,

welches sich ausschließlich die big

auf die Fahne schreiben kann, bleibt dennoch

auch ein kleines Unbehagen und der

berühmte Wermutstropfen im Glas übrig.

Die big hatte nämlich nach Absprache mit

den Eigentümern des Westcenters und

auch der GAG als weitere bedeutende Anlieger

am Rochusplatz angeregt, auch die

postalische Anschrift des Westcenters zu

ändern und den Neubauten der GAG dort

diesen einprägsamen Namen zu geben.

Damit wäre die leider etwas holprige und

mit vielen negativen Schlagzeilen belegte

Adresse Venloer Str. 601-607 durch die

geniale Anschrift Rochusplatz 1-7 oder

ähnliches, ersetzt worden. Die Neubauten

der GAG hätten dann die weiteren fortlaufenden

Nummern erhalten. Das ging den

Bezirksvertretern dann aber offensichtlich

doch zu weit und so ließen sie diese gute

Gelegenheit leider verstreichen, das enorme

Investment der Eigentümer in die Renovierung

des Westcenters mit der neuen

Adresse Wert zu schätzen. Eigentlich schade,

denn diese Chance kommt so schnell

ganz sicher nicht wieder. ■ Ernst-Jürgen Kröll

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big aktuell

big aktuell

Neue Serie: Ein Blick, zwei Welten

Bickendorfer Ansichten von „Anno dazumal“ und heute

Zu Beginn der neuen Serie

im big Magazin stehen zwei

Bilder, die in der Rochusstraße

aufgenommen wurden. Die Rochusstraße

ist die älteste Straße

Bickendorfs und schlängelt

sich seit Jahrhunderten in einer

langgezogenen S-Kurve durch

den alten Ortskern zwischen

Venloer und Subbelrather Straße.

Bis 1900 hieß sie „Bickendorfer

Dorfweg“. Dann wurde

sie nach dem Pestheiligen Rochus

benannt. Als zwischen

1845 und 1880 die Einwohnerzahl

Bickendorfs anstieg,

entstanden dort zahlreiche

eingeschossige Backsteinhäuschen,

die von Handwerkern,

Land- und Industriearbeitern

bewohnt wurden. Von diesen

eher ländlich geprägten Bauten

sind noch einige erhalten, meist

unter Putz oder Baumarktfliesen

verborgen. Die dafür erforderlichen

Ziegelsteine wurden

in einer Bickendorfer Ziegelei

oder im Ziegelfeld, dem heutigen

Ehrenfeld, gebrannt.

Nach der Eingemeindung Bickendorfs

nach Köln im Jahre

1888 setzte eine rege Bautätigkeit

ein, von der noch

heute einzelne stuckverzierte

Vorstadthäuser an der Rochusstraße,

Feltenstraße und der

Nagelschmiedgasse künden.

Die Gebäudeschäden durch

den 2. Weltkrieg waren in der

Bild 1: Fototermin in der Rochusstraße um 1910

Rochusstraße relativ gering.

Folgenreicher für das alte Ortsbild

war der Bauboom seit den

1960er-Jahren, als zahlreiche

alte Häuschen abgerissen wurden,

um sie durch mehrstöckige

Neubauten zu ersetzen. Die

Wirtschaftlichkeit des neu geschaffenen

Wohnraums stand

dabei im Vordergrund. Die heutige

Rochusstraße ist das Ergebnis

der letzten 150 Jahre Bickendorfer

Siedlungsgeschichte.

Sie ist ein Konglomerat von

Häusern mit unterschiedlicher

Geschosshöhe, verschiedenartigem

Baustil und Alter. Um

die verbliebene Bausubstanz

vor dem baldigen Abriss zu bewahren,

wurde im Jahr 2018

der Kulturpfad Bickendorf gegründet.

Fototermin in der Rochusstraße

um 1910 (Bild 1): Im

Bildvordergrund haben sich

zwei Personengruppen versammelt

und schauen in die Kamera

des Fotografen. Fahrzeuge sind

keine zu sehen. Auf der rechten

Bildhälfte sind drei Landarbeiterhäuser

zu erkennen, die quer

zur Straße stehen. Hinter den

Mauerpfosten rechts befindet

sich ein

Bild 2: Derselbe Blickwinkel aus dem Jahr 2020

kleiner Garten. Die linke Bildhälfte

wird von drei mehrstöckigen

Vororthäusern beherrscht.

Hinter dem Bauernhaus in der

Bildmitte ragt ein Schornstein

empor. Zu welcher Fabrik er gehörte,

ließ sich nicht feststellen.

Zwei Straßenlaternen sind identifizierbar.

Das Foto zeigt anhand

der Gebäude die Gleichzeitigkeit

von Land- und Industriewirtschaft

in Bickendorf am Anfang

des 20. Jahrhunderts.

Das Foto von 2020 (Bild 2)

macht die Dominanz des Autos

im heutigen Straßenbild deutlich.

Das große Parkplatzproblem

macht auch vor der Rochusstraße

nicht Halt. Um den

Verkehr auf der schmalen Fahrbahn

überhaupt bewältigen

zu können, ist die Straße seit

langem nur in eine Richtung

befahrbar. Die drei Häuschen

auf der rechten Seite haben

noch ihre ursprüngliche Grundsubstanz.

Die Pfeiler der Gartenmauer

existieren auch noch.

Dagegen sind auf der linken

Seite die Vorstadthäuser von

1910 verschwunden und durch

mehrgeschossige Wohnhäuser

mit integrierten Garageneinfahrten

ersetzt worden. Das alte

Kopfsteinpflaster musste einer

asphaltierten Fahrbahndecke

weichen. Vielleicht schlummert

es auch nur unter der dicken

Teerschicht. ■ Hans-Ulrich Voosen

Bilder: privat, Uli Voosen

Bilder: Peter Johann Kierzkowski

Ehrenamt verbindet

Die Soldatin Mareen Budde engagiert sich für Seniorinnen

Das CMS Pflegewohnstift Bickendorf sucht Ehrenamtler zur Bereicherung des Alltags ihrer Bewohner

Mit dem Slogan „Ehrenamtler gesucht –

dann sind Sie bei uns richtig!“ sucht

der CMS Pflegewohnstift Bickendorf in

der aktuellen Ausgabe seiner Hauszeitung

„Bickendorfer Verzällcher“ nach Unterstützung.

Die CMS Unternehmungsgruppe, zu der

der Pflegewohnstift in Bickendorf gehört,

ist seit dem Jahr 1990 in Köln als Dienstleister

im Gesundheitswesen ansässig und

bietet mit ihren Wohn-, Pflege- und Freizeitangeboten

ein sicheres Umfeld für ein

zufriedenes Leben im Alter. Im Mittelpunkt

stehen die Bedürfnisse der Bewohner nach

Sicherheit, Gesundheit und Lebensfreude.

Denn der Wechsel aus der gewohnten

Umgebung stellt für viele ältere Menschen

eine große, einschneidende Veränderung

dar. Deshalb werden Ehrenamtler als Unterstützung

dringend gesucht. Denn bürgerschaftliches

Engagement im Pflegestift ist

Ausdruck gemeinsamer Verantwortung für

hilfsbedürftige Menschen. So bereichern

Ehrenamtler den Alltag der Bewohner, vermitteln

ihnen das Gefühl von Geborgenheit

und menschlicher Wärme und lassen sie am

gesellschaftlichen Leben teilhaben. Dabei

sind die Möglichkeiten vielfältig, wie Ehrenamtler

sich selbst mit ihren eigenen Erfahrungen

und Interessen einbringen können.

Eine dieser Ehrenamtlerinnen ist die Soldatin

Mareen Budde, die sich im Pflegestift

ehrenamtlich mit Kopf, Herz und Hand

für die Bewohnerinnen Ingrid Kirsten und

Christa Langen engagiert. Regelmäßig und

Sie verbringen gerne Zeit miteinander (v.l.): Ehrenamtlerin Mareen Budde, Ingrid Kirsten und Christa Langen

zuverlässig besucht sie die beiden Bewohnerinnen,

begleitet sie bei Ausflügen und zu

kulturellen Veranstaltungen oder spielt mit

ihnen „Mensch ärgere dich nicht“. So wird

sie liebevoll „ming Enkelchen“ von Christa

Langen genannt, die mit ihrem Rollator

geschickt die Tische umkreist. Oft sitzen sie

alle im Bistro bei Kaffee oder auch gern bei

einem Gläschen Wein und lachen laut über

„dummes Zeug“, wie Ingrid Kirsten es beschreibt.

Häufig sitzt sie dort einfach im Rollstuhl,

beobachtet lächelnd die Mitbewohner

an den Nachbartischen und wartet auf ihren

Mann, der sie jeden Tag besucht. Auch er

wird bald eine Wohnung im CMS beziehen.

Wichtig für die Senioren ist vor allem das

Erzählen von Geschichten von früher oder

aus dem Alltag und auch das Vorlesen aus

Zeitungen. Bei jedem Ehrenamtler im CMS

ist spürbar, dass die eigene Zeit gerne geschenkt

wird und Freude am Umgang mit

älteren Menschen vorhanden ist. Ebenso

wird die Lebensweise, die Fähigkeiten, das

Selbstbestimmungsrecht und die Würde der

Bewohner verantwortungsbewusst respektiert.

Dafür bekommt man als Ehrenamtler

einen festen Ansprechpartner, einen Unfallschutz

und eine Ehrenamtsurkunde.

Für Mareen Budde sind die regelmäßigen

Besuche im CMS eine Herzensangelegenheit.

In Mecklenburg-Vorpommern geboren,

ist sie nach der Schule nach Hamburg

gezogen und absolvierte eine Ausbildung in

einem Notariat. Anschließend hat sie sich

bei der Bundeswehr beworben und arbeitet

nun als Hauptfeldwebel beim Bundesamt

für Personalmanagement in Köln. Sie mag

ihre Arbeit und ergänzt sie nun seit dem

Jahr 2018 in ihrer Freizeit mit dem Ehrenamt

im CMS Pflegestift Bickendorf. Dafür

könnte sie für die Ehrenamtskarte mit ihren

zahlreichen Vergünstigungen vorgeschlagen

werden, die von der Stadt Köln im Juli

2017 eingeführt wurde.

■ Angelika Burauen

Ausflüge stehen regelmäßig auf dem Programm

12 www.bickendorf.info

Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 13



big aktuell

big aktuell

Potenziale nutzen und in die Zukunft investieren

Die Qualifizierungsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt vor allem kleine und mittelständische Unternehmen

Immer mehr Kölner Betriebe

sind von Fachkräftemangel

betroffen, sie finden trotz intensiver

Suche keine passend

qualifizierten Bewerber. Die Herausforderungen

sind groß: Bei

Mit einem qualifizierten Mitarbeiter-Team eröffnen sich neue Perspektiven für Unternehmen

der Personalsuche wird es für

Unternehmen immer wichtiger,

die Zielgruppe im Blick zu haben

und vor allem für Jugendliche

attraktiver zu werden.

„Viele Betriebe suchen nach

Bild: Panther Media

Wegen, um gut ausgebildete

Mitarbeiter zu finden, an das

Unternehmen zu binden und

für zukünftige Herausforderungen

wie die Digitalisierung

zu qualifizieren“ sagt Stefanie

Pörschke, Beraterin für

Arbeitgeber bei der Agentur

für Arbeit. „Wir zeigen Möglichkeiten

auf und unterstützen

bei der Umsetzung und

Finanzierung von Aus- und

Weiterbildung im Betrieb.“

Die Agentur für Arbeit unterstützt

vor allem kleine und mittelständische

Unternehmen.

Dabei begleiten die Qualifizierungsberater

die Betriebe auf

dem Weg vom diffusen Bauchgefühl,

das in der Erkenntnis

gipfelt „irgendwie braucht

meine Belegschaft neue Fachkenntnisse“,

hin zu einer nachhaltigen

Personalplanung.

Betriebe profitieren dabei

auch von den finanziellen Zuschüssen,

die gezahlt werden,

wenn sie in die Weiterbildung

ihrer Mitarbeiter investieren

und diese etwa eine fachliche

Fortbildung besuchen, einen

Kurs im Vertrieb oder einen

berufsbezogenen Sprachkurs

absolvieren oder einen Berufsabschluss

nachholen. Mit dem

neuen Qualifizierungschancengesetz

wurden die finanziellen

Zuschüsse für Weiterbildung

noch erhöht.

„Kleine Betriebe mit unter

zehn Vollzeitstellen profitieren

besonders“, erklärt Stefanie

Pörschke. „Sie bekommen die

Weiterbildungskosten für sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte

vollständig erstattet.“

Voraussetzung ist, dass

der gewünschte Kurs mehr

als 160 Stunden umfasst und

zertifiziert ist. Weiterbildungsbedingter

Arbeitsausfall wird

durch Gehaltszuschüsse mitgetragen.

Die Bandbreite der förderfähigen

Fortbildungen ist groß: Mit

dem Programm „#Qualifizierungsoffensive

Weiter.Bildung“

werden zum Beispiel der Erwerb

eines LKW-Führerscheins

im Bereich Handel und Auslieferung

ebenso wie in der mobilen

Pflege der Berufsabschluss

„Pflegefachfrau/-mann“ für Beschäftigte

finanziert, die bisher

als ungelernte Helfer gearbeitet

haben. „Wir beraten die Betriebe

vor Kursbeginn zum passenden

Förderprogramm und

unterstützen bei Bedarf auch

bei der Umsetzung von Qualifizierung

im Tagesgeschäft“, so

Stefanie Pörschke.

Wettbewerbsstärkung durch Qualifizierung

An einem konkreten Beispiel

eines big-Mitgliedsunternehmens

lässt sich anschaulich

zeigen, wie ein Förderprogramm

den Bestand des Betriebes

nachhaltig gesichert

hat. Um die Existenz des ambulanten

Pflegedienst Jung & Alt

GmbH, der von Dagrun Schäfer

Ulriksen im Jahr 1996 gegründet

wurde, zu garantieren, entschloss

sich die Tochter Isabelle

Arblaster den Betrieb zu übernehmen.

Diese Verantwortung

wollte sie jedoch nur nach dem

Abschluss einer kompletten

Ausbildung zur examinierten

Fachkraft übernehmen. Dank

des Förderprogramms der

Arbeitsagentur konnte sie die

dreijährige Ausbildung in dem

Betrieb ihrer Mutter absolvieren.

Die Förderung ermöglichte

Isabelle Arblaster, ihr bisheriges

Gehalt trotz Ausbildung weiter

zu beziehen „Ohne Förderung

wäre die Ausbildung mit einem

regulärem Ausbildungsgehalt

unvorstellbar gewesen“, sagt

Isabelle Arblaster. Ein weiterer

Mitarbeiter wurde bei der Weiterbildung

zum Praxisanleiter

unterstützt. Für den Kleinbetrieb

war dies eine sehr große

Erleichterung. „Wir haben sehr

gute Erfahrung mit der Qualifizierungsberatung

der Agentur

für Arbeit gemacht“, betont

Isabelle Arblaster. Bei jeder

Beantragung führte eine Beraterin

der Agentur für Arbeit

ein intensives Gespräch mit

dem Betrieb. Besonders beim

Ausfüllen der Anträge wurden

gezielt Fragen und Antworten

herausgefiltert und bearbeitet.

„Unser Kleinbetrieb hat sich

durch die Förderungen der

Weiterbildungsmaßnahmen

neu strukturiert und organisiert“,

so Isabelle Arblaster, die

mittlerweile Geschäftsführerin

und ab dem 1. April PDL des

Pflegedienstes Jung & Alt ist.

„Somit konnte die Existenz unseres

Unternehmens gesichert

werden.“

Die Qualifizierungsberater stehen

Kölner Betrieben gerne für

ein persönliches Gespräch zur

Verfügung. Die Beratung ist

kostenfrei und vertraulich.

Terminvereinbarung unter:

Agentur für Arbeit Köln,

Arbeitgeber-Service

Qualifizierungsberatung

0221 9429-5555

Koeln.Arbeitgeberberatung@

arbeitsagentur.de

www.arbeitsagentur.de/koeln

■ Claudia Wingens

Sehbegleiter

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Kontaktlinsen-Begleitung

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Der Fokus der Beratung liegt auf: Entwicklung des vorhandenen Personals, Mitarbeiterbindung und Wissenstransfer vor dem

Hintergrund des technologischen Wandels.

Die Leistungen der Qualifizierungsberatung im Überblick

Beratung zu den Themen:

• Personalentwicklung

Analyse der Personalstruktur

• Förderung von Potenzialen

Potenzialanalyse, Soll-/ Ist-Analyse

• Bildungsplanung

Umsetzung von Qualifizierung im Tagesgeschäft

• Mitarbeiterbindung

attraktive Arbeitsbedingungen

• Finanzierung

Förderung von Aus- und Weiterbildung

Eine Qualifizierungsberatung bietet:

• Überblick über Informationsquellen, Ansprechpartner, Netzwerke

zu Personalentwicklung, Unternehmensführung

• Erkennen und Nutzung nachhaltiger Strategien zur Personalentwicklung,

Mitarbeiterbindung

• Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit, Verbesserung des

Betriebsklimas

• Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Die Qualifizierungsberatung arbeitet vernetzt mit Kammern,

Berufsverbänden, Beratern von „UnternehmensWert Mensch“,

Potentialberatung für KMU und vielen anderen Akteuren des

Arbeitsmarkts.

14 www.bickendorf.info Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 15



big aktuell

Angesichts der momentan schwierigen

Zeiten in allen Bereichen, möchte das

big Magazin die Unternehmen und Menschen

perspektivisch auch für die Zeit nach

der Krise stärken. Daher schafft das big-

Team eine neue Jobbörse - in der Printausgabe

des big Magazins und natürlich auch

im Internet unter www.bickendorf.info

big aktuell

Neu: Jobbörse im big Magazin – Print und Online

Wer weitere Jobangebote hat, melde

sich bitte bei Claudia Wingens, der Chefredakteurin

des big Magazins, unter

wingens@bigmagazin.de. ■

An die Zukunft in Zeiten von Corona denken

Unternehmen sollten Jugendlichen mit Praktika-Angeboten eine Berufsorientierung ermöglichen

Letztes Jahr haben wir von

der „Speeddating“-Veranstaltung

für junge Menschen,

die einen Ausbildungsplatz

suchen, berichtet. Diese wird

jedes Jahr von der Handwerkskammer

und von der IHK im

RheinEnergie-Stadion ausgerichtet.

Dort präsentieren sich

dann in der Regel mehr als einhundert

Unternehmen und die

knapp 1000 Bewerber haben

die Chance, Einblick in die Vielfalt

der Berufswelt zu bekom-

In Zeiten von Corona kein ungewöhnlicher Anblick: Veranstaltungen werden abgesagt, um potentielle Teilnehmer zu schützen

men. Diese Veranstaltungen

sind für die Orientierung der

Jugend von herausragender

Bedeutung.

Das Speeddating, welches für

den März vorgesehen war, wird

dieses Jahr nicht stattfinden.

Schuld daran ist das Coronavirus.

Eine Absage war zweifellos

notwendig. Eine Zusammenkunft

von so vielen Menschen

hätte die Zahl der Infizierten

noch einmal sprunghaft steigen

lassen. Über die wirtschaftlichen

Folgen, der zu Recht ergriffenen

Maßnahmen, wird am meisten

über die Einbrüche bei den Börsenkursen

berichtet. Was aber

bedeutet der „Lockdown“ für

die jungen Menschen in unserem

Land?

Zurzeit laufen verschiedene

Prüfungen: Abitur, aber auch

Zwischenprüfungen in den Berufsschulen

und Endprüfungen

in der Berufsausbildung. Alles

ist abgesagt oder verschoben.

Keiner weiß, wie lange die

Sperrungen dauern. Unsere

Kinder, unsere Auszubildenden

sind maximal verunsichert. Wie

sollen sie lernen und sich vorbereiten?

Die Absage des „Speeddating“

ist aber von besonderer Bedeutung.

Wir haben bei dem Besuch

in den vergangenen Jahren

immer wieder erfahren, dass

das „Speeddating“ für viele

Jugendliche eine hervorragende

Veranstaltung ist, um sich

zu orientieren. Bei diesem Veranstaltungsformat

werden eine

Vielzahl von Gesprächen geführt,

die den jungen Menschen

neue Perspektiven eröffnen.

Diese Chance haben sie jetzt

nicht mehr. Sie werden sich jetzt

bewerben, ohne die Vielzahl der

Berufsmöglichkeiten zu kennen

und vielleicht die nächstbeste

Gelegenheit ergreifen.

Die Unternehmen im Stadtteil

sind daher nun mehr denn je in

der Verantwortung. Ich fordere

alle unsere Mitglieder auf, so

viele Gespräche wie möglich

zu führen und den Wünschen

nach Praktika nachzukommen.

Nur so können wir jungen Menschen

die Vielfalt der Berufe in

unserem Stadtteil nahebringen

und wertvolle Mitarbeiter für

unsere Zukunft zu gewinnen.

Wir werden in den nächsten

Tagen die Internetseite der big

zu diesem Thema anpassen

und versuchen, so viele Unternehmen

wie möglich für Praktika-Stellen

zu gewinnen.

■ Peter Bruckmann, Vorsitzender

Bickendorfer Interessengemeinschaft

Bild: Peter Johann Kierzkowski

Ausbildung

„Pflegefachmann/

Pflegefachfrau“

Wo: CMS Pflegewohnstift Bickendorf

Wann: ab sofort

Beschäftigung: Vollzeit

Ihre Aufgaben:

• Einführung in den Pflegeberuf

• Verstärkung bei der Versorgung

der Bewohner in der Einrichtung

• Organisation des täglichen

Pflegebetriebs

• Einblick in die Struktur unserer

Einrichtung.

Ihr Profil:

• Hauptschulabschluss (10A), mittlere

Reife, fachgebundene oder allgemeine

Hochschulreife

• Verständnis und Einfühlungsvermögen

für ältere und pflegebedürftige

Menschen

• Lern- und Leistungsbereitschaft

• Verantwortungsbewusstsein

• offene und engagierte Persönlichkeit.

Wir bieten:

• ein interessantes abwechslungsreiches

Aufgabengebiet

• Arbeiten in einem kollegialen Team

und einem dynamischen Arbeitsumfeld

• eine solide Berufsausbildung mit

Zukunftsperspektiven.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann freuen wir uns über Ihre aussagefähige

Bewerbung.

Ansprechpartner

CMS Pflegewohnstift Bickendorf

Wilhelm-Mauser-Straße 17

50827 Köln-Bickendorf

Tel.: 0221 / 170 90-0

cms-bickendorf@cms-verbund.de

Ausbildung

„Augenoptiker/in“

Wo: Sehbegleiter - Bruckmann Augenoptik

Wann: Juli 2020

Beschäftigung: Vollzeit

Ihre Aufgaben:

• Brillen bestellen & fertigen

• Instandsetzung von Brillen

• Maschinenpflege

• Einstellen von Brillen

• Hilfe beim Brilleneinkauf

• Vorbereitende Messungen

• Kundenbetreuung

Ihr Profil:

• freundliche und engagierte

Persönlichkeit

• vertrauliche und verantwortungsbewusste

Arbeitseinstellung

• handwerkliches Geschick

• Interesse an Mode

• grundlegendes mathematisches

Verständnis

• mindestens Hauptschulabschluss

Wir bieten:

• Arbeiten in einem familiär und

kollegial geführten Betrieb

• abwechslungsreiches Arbeitsumfeld

(Handwerk mit Mode kombiniert)

• solide Berufsausbildung mit

Zukunftsperspektive

• gute Übernahmechancen

Sollten wir Dein Interesse geweckt

haben? Dann freuen wir uns über eine

aussagekräftige Bewerbung oder ein Probepraktikum

bei uns im Betrieb. Dabei

lernt man sich am besten kennen und hat

einen Einblick, ob das der Beruf für die

Zukunft sein kann.

Ansprechpartner

Oliver Zillger, Venloer Straße 666,

50827 Köln - Bickendorf,

Tel. 0221 9532050, zillger@sehbegleiter.de

Talent für Näharbeiten:

Schneider/Schneiderin

für unsere Puppenwerkstatt gesucht

Wo:Terbrüggen Show-Produktion GmbH

www.terbrueggen-show.de

Wann: ab sofort

Beschäftigung: Teilzeit (Mo., Di.)

Terbrüggen ist eine Kölner Agentur für

Veranstaltungen und Shows speziell in

der Kinder- und Familienunterhaltung.

Wir sind die Experten für Großpuppenspiel

für TV und Werbung mit bekannten

Charakteren wie „Die Maus“ vom WDR,

dem DFB-Maskottchen „PAULE“ und

„Biene Maja & Willi“ von Studio 100.

Wir bieten:

• Teamarbeit in einer kollegialen

Atmosphäre

• abwechslungsreiche Tätigkeit

• spannende Herausforderungen an

unterschiedlichen Kostümen

• Gleitzeit mit Kaffee und Tee

Ihre Aufgaben:

• Kostüm-Kontrolle

• Textil-Reinigungsarbeiten

• Kostüm-Instandsetzung

Ihr Profil:

• Spaß und Freude an Kostümen und

Requisite aus Show und Event

• Talent für Näharbeit & handwerkliches

Geschick

• kreative und selbstständige

Arbeitsweise

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann werden Sie Teil unserer Erfolgsgeschichte

und melden Sie sich bei uns!

Ansprechpartnerin

Stephanie Terbrüggen

Venloer Straße 725A

50827 Köln - Bickendorf

Tel. 0221 99 22 29 12

st.terbrueggen@terbrueggen-show.de

16 www.bickendorf.info Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 17



big partner

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Wir sind für Sie da

Wir sind für Sie da

Auto

B&B Reifendienst

Marcus Breuer

Venloer Str. 895, 50827 Köln

Fon 581500, Fax 585156

info@bubreifen.de

Itting GmbH Karosserie-Mechanik

Autolackier-Fachbetrieb

Wilhelm-Mauser-Str. 35, 50827 Köln

Fon 581160, Fax 5801586

madler@itting.com

Nolden Car-Service-GmbH

Wilhelm-Mauser Str. 39, 50827 Köln

Fon 581046

info@nolden-car-service.de

www.nolden-car-service.de

tac-Lackier- und

Karosseriezentrum

Michael Thull

Oskar-Jäger-Straße 147, 50827 Köln

Fon 541605, Fax 5461368

tac-lackierzentrum.thull@t-online.de

Bauen

Ralf Cremer GmbH -

Heizung - Sanitär

Nagelschmiedgasse 4, 50827 Köln

Fon 5304078 / 79, Fax 5306167

info-ralfcremer@koeln.de

www.ralfcremer.de

F. Becker GmbH & Co. KG

Innovative Haustechnik

Sanitär Solar Heizung

Rochusstr.109, 50827 Köln

Fon 168 124 07

info@shk-fbecker.de

www.shk-fbecker.de

Josef Frings Bedachungen GmbH

Heinrich-Rohlmann-Str.20,

50829 Köln

Fon 97999920, Fax 97999929

www.josef-frings.de

Josef Frings OHG

Sanitär - Heizung - Energietechnik

Häuschensweg 28-30, 50827 Köln

Fon 9532990

mail@josef-frings.com

www.josef-frings.com

Guett Dern GmbH

Fachbetrieb für Sicherheit

Venloer Str. 897, 50827 Köln

Fon 58880, Fax 5888199

info@guett-dern.de

Wolfgang Glaser –

Sanitär-Heizung

Maarweg 143, Gewerbehof,

4. Gewerbe links, 50825 Köln

Fon 556016

info@badeente.com

Herling Baubeschlag GmbH

Die Baubeschlagspezialisten

Heinrich-Rohlmann-Str. 15,

50829 Köln

Fon 5399570, Fax 53995757

info@herling.de

Holzhandlung Begall-Winterhoff

Wilhelm-Mauser-Str. 50, 50827 Köln

Fon 558800, Fax 5505208

begall@online.de

www.Holz-Winterhoff.de

Dirk Meyer - Elektro

Grüner Brunnenweg 156, 50827 Köln

Fon 9589290, Fax 9589291

info@dirk-meyer-elektro.de

www.dirk-meyer-elektro.de

Remmel und Peters

GmbH & Co. KG

Metallbau – Automatische Türen

Mathias-Brüggen-Str. 7, 50827 Köln

Fon 956519-0, Fax 956519-9

rp-k@remmelundpeters.de

RAFA GmbH

Mathias-Brüggen-Str. 70,

50827 Köln

Fon 597860, Fax 5978676

www.rafa.de

Schwan –

Sanitär & Heizungstechnik

Akazienweg 93, 50827 Köln

Fon 2859795, Fax 2859796

schwan-koeln@netcologne.de

Friedrich Wassermann

GmbH & Co.KG

Bauunternehmung - Hoch + Tiefbauten

Eupener Str. 74, 50933 Köln

Fon 49876

Franz Werner & Sohn

GmbH & Co.KG

Malermeisterbetrieb seit 1895

Wilhelm-Mauser Str. 49 n – p,

50827 Köln

Fon 582879, Fax 5802279

kontakt@franz-werner.de

Dienstleistung

Ahlbach Bestattungen GmbH

Venloer Str. 685, 50827 Köln

Fon 9584590

ahlbach@koelner-bestatter.de

www.koelner-bestatter.de

Alexianer Werkstätten Köln

Mathias-Brüggen-Str. 16

50827 Köln - Bickendorf

Fon 7090030

www.alexianer-werkstaetten.de

Alträucher GmbH

Grüner Brunnenweg 172-174

50827 Köln

Fon 512246

www.altraeucher.de

Appelt Personalentwicklung

Grüner Brunnenweg 92, 50827 Köln

Fon 5302609, Fax 9535480

hjappelt@appeltpe.de

AWB

Abfallwirtschaftsbetriebe Köln

Maarweg 271, 50825 Köln

Fon 9222224, Fax 9222225

kundenberatung@awbkoeln.de

BHE-Music Köln - Björn Heuser

Rochusstraße 60, 50827 Köln

Fon 27848285

kontakt@heuser-koeln.de

D @ D Unternehmergesellschaft

Feltenstr. 83, 50827 Köln

Fon 5305320

quick@daten-dienstleister.de

www.quick-data-design.de

Fotostudio PJK Atelier

Peter J. Kierzkowski

Rochusstr. 22, 50827 Köln

Fon 16871015

mail@pjk-atelier.de

Gebäudeservice Fisicaro

Gabriele und Melino Fisicaro

Am Rosengarten 81, 50827 Köln

Mob 0177 4642698,

ihrefelder@web.de

www.gebaeudeservice-fisicaro.de

Großküchentechnik

Michael Pelzer

Rochusstr. 116, 50827 Köln

Fon 5304097, Fax 5304098

pelzer@koeln.de

RJ Studio Robert Juretzki

Tonstudio

Grüner Brunnenweg 166, 50827 Köln

Fon 5397610

rjstudio@aol.com

Pressebüro Wingens

Germanenstraße 1, 50996 Köln

Fon 01739601427

Mail: claudia@cwingens.de

www.visions4you.de

RE/MAX Immoprojekte

Kay Carolin Plaßmann

Hermann-Heinrich-Gossen-Str. 3

50858 Köln

Fon 02234 964 9114

kay.plassmann@remax.de

www.immoprojekte-koeln.de

Roswitha Steinbock Dipl. Ing.

Architektin AKNW Sachverständige

Unter Kirschen 32, 50827 Köln

Fon 616633

rsteinbock@web.de

Steinbrecher GmbH & Co. KG

Venloer Str. 1049, 50827 Köln

Fon 502745, Fax 5003111

steinbrecher-koeln@t-online.de

Stein-Kunst-Kaiser

Silcherstraße 25, 50827 Köln

Fon 51 85 51

www.stein-kunst-kaiser.de

Terbrüggen

Show-Produktion GmbH

Venloer Str. 725A, 50827 Köln

Fon 992229-12

st.terbrueggen@terbrueggen-show.de

www.terbrueggen-show.de

Werbung &

Druck

Leasing Contact

Werbeartikel jeder Art

Fon 5305820, Fax 5301743

www.leasingcontact.de

Schlottag Lichtwerbung

GmbH & Co KG

Wilhelm-Mauser-Str. 47

Fon 5879022, Fax 5879023

www.schlottag.com

Solo Druck Offsetdruckerei GmbH

Vogelsanger Str. 354, 50827 Köln

Fon 584178, Fax 584165

info@solo-druck.de

www.solo-druck.de

EDV/ Internet/

Telekommunikation

Andreas Nieswandt

EDV-Systeme und EDV-Service

Venloer Str. 685, 50827 Köln

Fon 50055133

Computerzeit oHG

Subbelrather Str. 576, 50827 Köln

Fon 95322323, Fax 95322324

kontakt@computerzeit.de

www.computerzeit.de

Essen & Trinken

Altes Poststadion Heinz Klöckner

Freimersdorfer Weg 4, 50829 Köln

Fon 5007817

webmaster@altespoststadion.de

Bäckerei Kuhl GmbH & Co. KG

S. Balamohan

Masiusstraße 1, 50827 Köln

Fon 591721, www.baeckerei-kuhl.de

Café St. Mocca

Am Rosengarten 2 / Ecke Sandweg

50827 Köln

Fon 16919020

cafe@sankt-mocca.de

Feuersteins

Westcenter, Venloer Str. 601

50827 Köln

Fon 995 580 39

www.feuersteins-burger.de

Gaststätte/Vereinsheim

„Zur Laube“

Frohnhofstr. 194, 50827 Köln

Fon 594366

Kaffeerösterei Schamong

Am Rosengarten 2, 50827 Köln

Fon 13056030, Fax 130560350

kaffeeroester@schamong.com

Fleischer-Fachgeschäft Sobolta

Sandweg 6, 50827 Köln

Fon 53015 71, Fax 5302702

Weinhandel Südhang -

Dirk Palicki

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18 www.bickendorf.info Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 19



big porträt

big porträt

Interview mit Maik Deutsch,

19 Jahre, Auszubildender im

1. Lehrjahr

Ausbildung zum Fachpraktiker im Verkauf bei

Johnen GmbH, Venloer Straße 654

Bilder: Peter Johann Kierzkowski

Wie bist du auf den Ausbildungsberuf

aufmerksam geworden?

Maik Deutsch: Nach meinem

Hauptschulabschluss auf der

LVR Förderschule Belvedere

habe ich eine Berufsvorbereitung

und -orientierung beim

internationalen Bund (IB) im

Bereich Lager und Verkauf abgeschlossen.

Leider war ich

schriftlich nicht so gut für eine

Ausbildung als Lagerist, deshalb

habe ich den Weg in Richtung

„Verkauf“ eingeschlagen.

Warum hast Du die Ausbildung

bei der Firma Johnen

begonnen?

Deutsch: Ich lebe schon seit 15

Jahren in Bickendorf und natürlich

war mir die Firma Johnen

schon von Anfang an bekannt.

Deshalb habe ich einfach angerufen

und wurde auch gleich

zum persönlichen Gespräch eingeladen.

Danach habe ich die

Ausbildungsstelle bekommen.

Was magst du besonders an

Deiner Ausbildung?

Deutsch: Die Arbeit wird niemals

langweilig, weil immer

jede Menge Leute ins Geschäft

kommen und man mit

ihnen spricht. Auch kann ich

jede Menge lernen, denn die

verschiedenen Bereiche in der

Firma Johnen reichen von der

Concertkasse und der Post über

den Verkauf von Zeitschriften

bis hin zu Buchungen im Reisebüro.

So sind auch meine Aufgaben

sehr abwechslungsreich.

Haben sich Deine Erwartungen

an die Ausbildung erfüllt?

Deutsch: Das kann ich noch

nicht sagen, denn ich mache

zwar schon seit Oktober vergangenen

Jahres meine Ausbildung,

aber ich bin nur an zwei

Tagen in der Woche im Betrieb,

so dass ich aktuell noch in der

Einarbeitungsphase bin. So bin

ich an zwei Tage in der Woche

in der Firma, zwei Tage in der

Schule und einen Tag in einer

Maßnahme im ISBB. Dies ist

eine zusätzliche Unterstützung

bei meiner Ausbildung.

Was war bisher das schönste

Erlebnis in Deiner Ausbildung?

FERAS ASAAD

Staatl. gepr. Physiotherapeut • Heilpraktiker für Physiotherapie

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und nach Vereinbarung

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Maik Deutsch im Gespräch mit dem big Magazin

Deutsch: Mein Chef Hans Johnen

hat mich bei den Vorbe-

Ausbildung zum Fachpraktiker

Deutsch: Wenn mit meiner

reitungen für den Ehrenfelder alles klappt, würde ich gern ein

Karnevalszug helfen lassen. Das Jahr weiter machen und die Verkäuferausbildung

schaffen. Das

war für mich sehr spannend.

Wie sehen Deine Pläne und ist mein großer Wunsch!

Wünsche für die Zukunft aus?

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Begleitet in den Beruf

Fachpraktiker/in im Verkauf: ein Ausbildungsberuf für Menschen mit Behinderung

Die zweijährige Ausbildung zum „Fachpraktiker/in

im Verkauf“ richtet sich an

Menschen mit Behinderung und wird

im Handel oder in Einrichtungen der

beruflichen Rehabilitation durchgeführt.

Die Ausbildung orientiert sich am anerkannten

Ausbildungsberuf „Verkäufer/

in“. Je nach zuständiger Kammer können

zum Beispiel die Dauer der Ausbildung

und die Abschlussbezeichnungen unterschiedlich

sein.

Die Beschreibung des Ausbildungsberufs

Das Friseurteam für die ganze Familie.

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oder nach Vereinbarung

Die Aufgaben in der Ausbildung zum Fachpraktier sind für Maik Deutsch abwechslungreich und spannend

„Fachpraktiker/in im Verkauf“ erfolgt auf

Grundlage der entsprechenden Empfehlung

des Bundesinstituts für Berufsbildung

(BIBB). Nach dem erfolgreichen Abschluss

sind Fachpraktiker im Verkauf darin geschult,

Waren bei der Lieferung anzunehmen,

sie zu kontrollieren, die Produkte zu

sortieren und in die Regale einzuräumen.

Sie gestalten auch Verkaufsflächen und

achten dabei darauf, dass die Waren ansprechend

präsentiert werden. Oft beraten

sie auch Kunden oder arbeiten an der

Mitglied der

Steinmetz- und

Bildhauerinnung

Köln

Kasse. Diese Ausbildung kann auch ohne

Schulabschluss begonnen werden. Der

Weg bietet sich besonders für Jugendliche

an, die sich während der Ausbildung noch

intensivere Begleitung und Unterstützung

wünschen. Weitere Ausbildungen im Handel

sind die zweijährige Ausbildung zur

„Verkäufer/in“ oder die dreijährige Ausbildung

als Einzelhandelskaufleute. Bei der

Frage, für wen, welche Ausbildungsart am

besten geeignet ist, hilft die Agentur für

Arbeit. www.berufenet.arbeitsagentur.de

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Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 21



big porträt

big porträt

Mit Kompetenz und Leidenschaft

Das tac-Lackier- und Karosseriezentrum engagiert sich für liebgewonnene Schätze

Seidig schimmert der Lack im

Sonnenlicht. Nun ist es wieder

soweit, dass sie allerorten

auf der Straße die Blicke auf

sich ziehen: die Oldtimer. Michael

Thull ist der Spezialist, um

diesen alten Schätzen wieder zu

neuem Glanz zu verhelfen.

Denn sein tac-Lackier- und Karosseriezentrum

hat sich neben

der klassischen Instandsetzung

von Autos und Motorrädern

nach Unfällen oder Hagel- und

Steinschlagschäden besonders

der Hege und Pflege von historischen

Fahrzeugen verschrieben.

„Einem Auto, das womöglich

doppelt so alt als man

selbst ist, wieder zu seinem

alten Glanz zu verhelfen, ist ein

wunderbares Gefühl“, meint

Inhaber Michael Thull. Der gebürtige

Bickendorfer, der bis

heute im Veedel lebt, gründete

seinen Meisterbetrieb 1997 und

machte damit sein Hobby zum

Beruf. Denn schon von Kindesbeinen

an schraubte und baute

der bekennende Autoliebhaber

an Dingen herum und war fasziniert

von Formen und Farben.

„In meinem Job sehe ich sofort

das Ergebnis und kann umgehend

reagieren, wenn es meinem

hohen Qualitätsanspruch

nicht genügt“, betont Michael

Thull, der mit seinem Betrieb an

der Oskar-Jäger-Straße 147 zu

finden ist.

Als Experte in Sachen Karosserie

und Lack wird er sowohl von

großen Auto- und Motorradhändlern

als auch von Privatkunden

engagiert, um Schäden

an Zwei- und Vierrädern zu beseitigen.

So wurde sein Unternehmen

für die Instandsetzung

von historischen Fahrzeugen

Michael Thull ist für die Instandsetzung von Oldtimern zertifiziert

durch den Zentralverband Karosserie-

und Fahrzeugtechnik

(ZKF) zertifiziert. Tac ist mit allen

notwendigen Spezialmaschinen

ausgestattet, um beispielsweise

Karosserieteile oder auch ganze

Autos nachzubauen. „Wir treiben

die Bleche ‚nach alter Väter

Sitte‘ mit einem so genannten

Eckold bis sie den historischen

Formen für das Fahrzeug entsprechen“,

erklärt der gelernte

KFZ-Mechaniker. Wenn das Metall

einmal in Form gebracht ist,

kann es mit jeder gewünschten

Lackierung, die in der betriebs-

Bilder: Peter Johann Kierzkowski

eigenen Farbmischanlage hergestellt

wird, versehen werden.

Damit das speziell angefertigte

Karosserieteil auch zum

übrigen Fahrzeug passt, verfügt

der Meisterbetrieb über

ein Farbtonmessgerät, das die

Lackfärbung exakt bestimmt.

So erstrahlen auch die alten

„Schätzchen“ wieder im richtigen

Glanz.

Schon bald möchte Michael

Thull seinen Service erheblich

erweitern, denn er hat

schon vor einigen Jahren ein

weitläufiges Gelände an der

Biesterfeldstraße gekauft.

Dort möchte er auf dem 2700

Quadratmeter großen Gelände

eine mindestens 500 Quadratmeter

große neue Werkstatt

bauen. „Damit möchten wir in

die Zukunft – auch des Veedels

– investieren und in verkehrsgünstiger

Lage in Köln einen

neuen Firmensitz mit erweitertem

Konzept bauen“, betont

Michael Thull. „Nach unseren

Plänen möchten wir nicht nur

eine neue Werkstatthalle mit

Büro und Sozialräumen errichten,

sondern auch der Liebe zu

Oldtimern viel Raum geben.“

Denn nach dem heutigen Stand

der Planung ist eine zusätzliche

weitere separate Halle mit einer

großen Anzahl Garagen für

Oldtimer vorgesehen. Die Boxen

werden eine Größe von circa

3,50 x 5,50 Metern haben,

so dass auch große Limousinen

der Luxusklasse ausreichend

Platz finden werden. Kleinere

Arbeiten können dort problemlos

selbst durchgeführt werden.

„Diese Planung ist schön und

praktisch zugleich, denn die

Oldtimer sind dann in unmittelbarer

Nähe der Werkstatt

untergebracht, so dass wir auf

Wunsch jederzeit mit Rat und

Tat zur Verfügung stehen können“,

so Michael Thull. Die 25

überbreiten Boxen, die auf zwei

Ebenen untergebracht werden

sollen, verfügen dann über eine

speziell entwickelte Elektronik,

die selbständig die Wärme und

Luftfeuchtigkeit steuert, damit

die hochwertigen, historischen

Fahrzeuge umfassend vor Korrosion,

Rost, Oxidation und

Schimmelbildung geschützt

werden. Damit gehört die Rostbildung,

die bereits bei 50 Prozent

Luftfeuchtigkeit beginnt,

bei den dort untergebrachten

„Schätzchen“ der Vergangenheit

an. Zugänglich soll diese

Halle über einen ausgeklügelten

Zugangsmechanismus

nur den privaten Eigentümern

der dort eingestellten Fahrzeuge

sein. Alarmsicherung

gegen Diebstahl und Feuer

sind ebenfalls in der Planung

berücksichtigt. Damit sich die

Eigentümer der Oldtimer austauschen

können, ist auch eine

Vinothek mit ausgewählten

edlen Tropfen vorgesehen. „Als

Weinliebhaber glaube ich, dass

Modern ausgestattet: das tac-Lackier- und Karosseriezentrum

es für Gespräche über Oldtimer

und die anderen schönen Dinge

des Lebens keinen besseren

Treffpunkt geben kann“, betont

Michael Thull. „Deshalb möchte

ich den ganzen Bereich rund

um die exklusiven Boxen als

eine Art Wohlfühl-Oase gestalten.“

Wer sich schon heute die

optimale Unterbringung seines

Oldtimers von morgen sichern

möchte, kann bei tac eine Garage

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jetzt reservieren.

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22 www.bickendorf.info Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 23



big porträt

big kultur

Zum Wohlfühlen beitragen

Das Team von Physiotherapie Asaad engagiert sich in neuer Praxis für das Veedel

Ankommen und sich in einem

angenehmen Ambiente

erholen. In der Praxis von Feras

Asaad ist das kompetente

Physiotherapie-Team darauf

spezialisiert, Patienten nach

Operationen zu mobilisieren,

nach Schlaganfällen wieder aufzubauen

oder auch bei Bandscheibenproblemen

durch Krankengymnastik

zu stabilisieren.

„Unser Schwerpunkt liegt zwar

auf der Orthopädie, Chirurgie

und Neurologie, aber wir möchten

durch unsere medizinischen

Wellness-Massagen auch zur

allgemeinen Entspannung unserer

Klienten beitragen“, erklärt

Inhaber Feras Asaad.

Der in Damaskus geborene Palästinenser

kam nach seinem

Abitur bereits im Jahr 1988

nach Deutschland, um eine Ausbildung

zum Physiotherapeuten

an der medizinischen Akademie

in Dresden zu absolvieren. Im

Jahr 1992 zog es ihn nach Köln,

wo er zunächst in Vingst und

danach in einer Gemeinschaftspraxis

in Dellbrück arbeitete.

Fang den Frühling ein

Feras Asaad bietet vielfältige Therapien an, um das Wohlbefinden seiner Patienten zu steigern

Schließlich wagte er den Sprung

in die Selbständigkeit und eröffnete

im Jahr 2006 seine eigene

Praxis am Bickendorfer Sandweg.

Als ein Ladenlokal an der

Einkaufsmeile von Bickendorf

frei wurde, wechselte er im vergangenen

Oktober in die neuen

Räumlichkeiten an der Venloer

Straße. Dort bietet der staatlich

geprüfte Physiotherapeut

und Heilpraktiker für Physiotherapie

neben Krankengymnastik,

manuelle Therapie und

Lymphdrainage, Atemtherapie,

Rückenschule, Kinesio-Taping

und Massage mit Heißluft, Fango

sowie Eistherapie. Wer eine

kleine Auszeit vom Alltag sucht,

kann sich vom Team mit medizinischen

Wellnessmassagen

mit Schokolade, Kerzen, Honig

oder Kräuterstempel verwöhnen

lassen. ■

Praxis für Physiotherapie

Feras Asaad

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50827 Köln

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Frühling

Silberglockenklang

Zart das rote Blütenblatt

Sacht weht dein Duft in mein Herz

Lila Blüten an den Bäumen

in unserem Veedel

eine ganze Straße entlang

fange die Schönheit ein

Frühling du bist rote Nelken,

Goldregen, Maßliebchen und Flieder

Dein größtes Geschenk jedoch ist,

Du kommst wieder in jedem Jahr

Tanze lachend durchs hohe Gras

Mein rotes Kleid tanzt mit

Dort steht mein Schatz

und schaut mir zu

Die Welt im Frühling

finde ich besonders schön

Tanze lachend durchs hohe Gras

mein rotes Kleid tanzt mit

©Käthi Schneider

Bilder: Claudia Wingens, Peter Johann Kierzkowski

Auf ein paar Worte

… Florian Seigerschmidt

(Sprecher und Schauspieler)

Der Bickendorfer Buchhändler Ulrich

Klinger unterhält sich mit Künstlern aus

dem Veedel

Er ist entspannt, wirkt gelassen, zufrieden,

wie er so neben mir sitzt. Nippt an seinem

Glas Wasser und beginnt zu erzählen. Von

der Kunst, der Schauspielerei, den Zwängen,

der Realität. Erzählt von der Zeit, als auch er

noch den großen Traum hatte, erfolgreiche

Engagements unter anderem am Theater

Aachen, in Oberhausen, der Comedia Colonia,

Theater im Bauturm. Doch dann kam

die große Spar-Orgie über die freie Theaterlandschaft,

wurden Gagen gekürzt, Ensembles

verkleinert. Die Schauspielerei lohnte

sich nicht mehr. Und seine Familie vergrößerte

sich, seine Tochter wurde geboren.

Er hängte den Beruf an den Nagel, wurde

Hausmann, kümmerte sich um die Familie.

Dies war möglich, da seine Frau als beamtete

Lehrerin arbeitete, die Entscheidung war

trotzdem schwer. Dies alles ergab sich so

vor etwa zehn Jahren.

Aber aufgeben ist nicht sein Ding, Seigerschmidt

wollte weiterhin künstlerisch arbeiten,

und konzentrierte sich auf die Arbeit am

Mikrofon. Er ist in zahlreichen erfolgreichen

Hörspielen, Hörbüchern und beim WDR 3

und 5, im Deutschlandfunk mit Features sowie

in TV-Produktionen bei Dokumentationen

und Serien zu hören. Zusätzlich kommt

Werbung hinzu. Eine Familie kostet Geld!

Dieser Erfolg kam nicht von alleine, sondern

musste auch hart erarbeitet werden.

Und auch hier findet der künstlerische Anspruch

seinen Widerhall. „Es gibt manchmal

nicht so gelungene Texte. Und sie dann

trotzdem so klingen zu lassen, dass es sich

lohnt, sie zu hören, ist die nicht zu unterschätzende

Aufgabe eines Sprechers“.

Doch auch hier findet ein Wandel statt. Der

Kostendruck nimmt zu. Der WDR leistete

sich freie, künstlerisch versierte Sprecher

wie ihn regelmäßig für Feature, Hörspiel

und Literatursendungen – bis 2012. Dann

war Schluss. Sorgfältig produzierte Hörspiele

und -bücher auf Tonträgern sind ein Auslaufmodell.

Die Zukunft liegt im Streaming.

Beim Hörer mit der Audio-App, wie beim

Sprecher, der dank hoher Übertragungsrate

auch kostengünstig von zu Hause aus arbeiten

kann. Eine Technik, die für die heutigen

Kids absolut normal, für deren Eltern zumindest

noch gewöhnungsbedürftig und für die

heutige ältere Generation weitestgehend

fremd ist.

Und auch hier stelle sich die Frage: Wo

bleibt die Qualität? Es gibt sie zum Glück

noch, die meist kleinen, engagierten Verlage,

die sich zum Beispiel noch eigene,

gute Lektorate leisten. Denen Sorgfalt, eine

gediegene Auswahl wichtig ist. Oder eben

Freelancer, Dienstleister mit künstlerischem

Anspruch auf der Suche nach dem „guten

Ton“. Dabei zählt vor allem das persönliche

Engagement, genauso wie bei seinem

Einsatz für das Herzhäuschen an der Ecke

Ahorn-/Häuschensweg. Einst bewohnt von

der jüdischen Familie Herz, bis zu ihrer Deportation

und Ermordung 1942 ins Vernichtungslager

Kulmhof im heutigen Polen.

Die „Künstler für Bickendorf“ hatten sich

für den Erhalt des historischen Gebäudes

eingesetzt. Der Abriss konnte nicht verhindert

werden, allerdings wurde erreicht,

dass die GAG einen Neubau errichtet, der

an das alte Gebäude zu erinnern mag.

Auch die „Stolpersteine“ wurden gesichert

und werden wieder neueingesetzt.

Nun gilt es, die zukünftige Nutzung für

die Baugenossenschaft und die Menschen

im Veedel zu gestalten. Und hier kommt

auch Florian Seigerschmidt ins Spiel. Zusammen

mit ein paar Nachbarn will er ein

Nachbarschaftscafé initiieren. Der Mietvertrag

mit der GAG steht kurz vor dem Abschluss.

Gedacht ist an eine gepflegte Bewirtschaftung,

auch im Außenbereich, um

die Mietkosten zu decken. Kulturell stehen

Lesungen, Film-, Kabarett- und Musikveranstaltungen

auf der Wunschliste. „Alles,

was die Leute im ´real life´ zusammenbringt“,

wünscht sich Seigerschmidt. Dass

dabei die Erinnerungskultur eine besondere

Rolle spielt, „läge auf der Hand“. Eine

interessante Bereicherung Bickendorfs. Ein

Engagement für unseren Stadtteil, das sich

positiv auswirken wird. Weitere Infos unter

www.florian-seigerschmidt.de ■ Uli Klinger

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Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 25



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Auf Augenhöhe begegnen

Karla Müller leitet mit einem engagierten Team

das CMS Pflegewohnstift Bickendorf

Mit einem gewinnenden

Lächeln begrüßt sie jeden,

der ihr begegnet: Karla

Müller, die neue Leiterin des

CMS Pflegewohnstift Bickendorf.

Mit frischen Ideen möchte

sie nun das Team des Hauses

stärken und die Pflegequalität

noch weiter steigern.

Als Krankenschwester kam

Karla Müller vor 25 Jahren von

Tschechien nach Deutschland

und bildete sich konsequent

weiter. Schließlich absolvierte

sie noch ein Studium zum

„Fachwirt Sozial- und Gesundheitswesen“.

Ein Werdegang,

der sie auf alles vorbereitet hat.

„Ich weiß, was es heißt, am

Bett zu stehen“, betont Karla

Müller mit Nachdruck. Daher

liegt ihr auch das Wohlergehen

und die Aus- und Weiterbildung

ihres Mitarbeiter-Teams am

Herzen. „Pflege ist stressig, der

Verdienst ist nicht üppig, aber

das Lächeln, das man zurückbekommt,

ist wie ein 13. Gehalt.“

Daher möchte sie auch weiterhin

Menschen für eine Ausbildung

gewinnen. Diese verändert

sich gerade. Denn zum

1.April wird die Ausbildung in

der Gesundheits- und Krankenpflege

sowie der Altenpflege

zusammengelegt. So werden

die ersten beiden Ausbildungsjahre

künftig gemeinsam absolviert

und danach Schwerpunkte

gesetzt. Damit bekommen die

Auszubildenden mehr Freiheiten

und Perspektiven für ihren

späteren Berufsweg.

Seit Karla Müller die Leitung

im CMS Pflegewohnstift Bickendorf

übernommen hat,

brachte sie einige Neuerungen

in der Pflege und den organisatorischen

Prozessen auf den

Weg. „Veränderungen, wie

die Einführung einer weißen

Dienstkleidung in der Pflege,

sind nicht immer leicht“, erklärt

die engagierte Leiterin.

„Aber die Umstrukturierung

zeigt bereits Erfolge und die

Mitarbeiter sind zufrieden.“

Dabei hilft sicher, dass bei ihr

beziehungsweise im gesamten

Haus stets eine Kultur der „Offenen

Tür“ gepflegt wird. So

können sich die Mitarbeiter auf

Transparenz, kurze Kommunikationswege

und einen offenen

Austausch auf Augenhöhe

verlassen. „Bei uns teilen wir

alle Emotionen und gemeinsamen

Momente. Das macht uns

aus“, sagt Karla Müller. Dazu

zählen auch die jährlich wiederkehrenden

Aktivitäten wie

der Karneval, der im CMS immer

mit Tanzgruppen und einer

Karnevalssitzung groß gefeiert

wird. Solche Traditionen

und auch Kooperationen, wie

zum Beispiel mit den Brunnenkindern,

sollen weiterhin gepflegt

werden. Möglichst bald

möchte Karla Müller weitere

neue Ideen umsetzen, neue

Ehrenamtler willkommen heißen

und einen neuen Chor

ins Leben rufen, der auch

Gästen von außerhalb offenstehen

soll. Wie entspannt sich

eigentlich eine solch umtriebige

Frau? Darauf antwortet sie

mit einem Lächeln und erzählt

von ihrer großen Leidenschaft,

dem Fallschirmspringen. Beim

Hobby wie im Leben, Karla

Müller zeigt sich als eine Frau

ohne Furcht vor dem Sprung

ins Unbekannte.

■ Claudia Wingens & Kay Plaßmann

Bild: Peter Johann Kierzkowski

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Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 27



big aktuell

big partner aktuell

Verlässlich und unaufgeregt

Hans Jürgen Appelt verabschiedet sich aus dem big-Redaktionsteam

Hans Jürgen Appelt hat sich

über viele Jahre um das big

Magazin verdient gemacht. Er

war für die big in dieser Zeit

ständiger Besucher und Gast

bei den Sitzungen der Bezirksvertretung

Ehrenfeld. Er

hat uns damit außerordentlich

unterstützt. So waren wir

ihm stets dankbar dafür, dass

er uns die notwendigen Informationen

lieferte, um damit

unsere Serie „Neues aus der

BV“ mit Daten, Fakten und

interessanten Ergebnissen zu

füllen. Seine Informationen

und seine vorbereitenden Texte

boten uns somit die Grundlage

für die zahllosen Artikel zu dieser

Rubrik.

Wenn er sich nun aus der Redaktionsarbeit

verabschiedet,

müssen wir dies selbstverständlich,

aber mit großem

Bedauern, akzeptieren. Wir haben

sehr gerne mit ihm zusammengearbeitet,

weil gerade

seine völlig unaufgeregte und

unaufdringliche Art ein wohltuender

Ruhepol im manchmal

hektischen Alltag bedeutete.

Deshalb bedauern wir es alle

sehr, dass er nun aus Altersgründen

diesen Platz in der

big-Redaktion räumt.

Wir wünschen unserem Freund

Hans Jürgen für seinen Ruhestand

beste Gesundheit und

noch ganz viele glückliche

Jahre.

■ Ernst-Jürgen Kröll,

Ehrenvorsitzender der big

Bilder: Peter Johann Kierzkowski, Stephanie Terbrüggen

„Et Hätz schleiht em Veedel“

Uli Voosen war Veedelsvertreter für Bickendorf im Rosenmontagszug 2020

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Blick für das Wesentliche!

Anfang Januar konnte sich Uli Voosen freuen

– aus vielen Vorschlägen wählte ihn das

Festkomitee Kölner Karneval als Vertreter von

Bickendorf für den Rosenmontagszug aus.

Holger Kirsch, der Zugleiter des Rosenmontagszuges,

hatte sich passend zum Motto „Et Hätz

schleiht em Veedel“ etwas einfallen lassen: Aus

jedem der 86 Kölner Veedel sollte es einem ehrenamtlich

Engagierten ermöglicht werden, am

Rosenmontagszug teilzunehmen. Die Kosten für

das bunte Kostüm und das süße Wurfmaterial

wurden vom Festkomitee übernommen.

Die Redaktion der big hatte im Dezember vom

Aufruf im Kölner Stadtanzeiger erfahren und Uli

Voosen als Veedelsvertreter vorgeschlagen. Der

pensionierte Lehrer für Deutsch und Geschichte

ist seit dem Jahr 2004 festes Redaktionsmitglied

des big Magazins und schreibt regelmäßig über

historische und gesellschaftliche Themen im Veedel.

Uli Voosen, der seit mehr als vierzig Jahren in

Bickendorf lebt, ist seit Jahren auch als Stadtteilführer

unterwegs. Man kann ihn bei seinen Führungen

durch sein geliebtes Veedel voller Leidenschaft

erleben. Er engagiert sich gegen das

Vergessen und für die Stolpersteine in unserem

Stadtteil, um die Erinnerung an das Schicksal der

jüdischen Mitbürger wach zu halten.

Für den Erhalt von alter Bausubstanz setzt er

sich zusammen mit den Künstlern für Bickendorf

ein. Ihrem Engagement ist der Wiederaufbau

des Herzhäuschens am Häuschensweg zu

verdanken. Der Neubau wird nun an der alten

markanten Stelle platziert. Das größte Projekt,

das er gemeinsam mit dem gleichfalls leidenschaftlichen

Altbaurestaurator Michael Schmitz

initiiert hat, ist der Kulturpfad Bickendorf. Eine

Broschüre liegt bereits vor und einige Infotafeln

wurden bereits installiert.

www.kulturpfad-bickendorf.koeln

Als Anerkennung für sein vielfältiges Engagement

ging Uli Voosen daher beim diesjährigen

Rosenmontagszug mit. Nach dem kilometerlangen

Weg durch ganz Köln berichtete er begeistert

von seiner Teilnahme in der Fußgruppe

38: „In der Severinsstraße ging mir das Herz

auf. Man war so nah auf Tuchfühlung mit dem

Publikum … ein unbeschreibliches Gefühl!“

■ Stephanie Terbrüggen

28 www.bickendorf.info Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 29



big partner historie

big historie partner

Ingeborg Rauh vor ihrem früheren Wohnhaus am Akazienweg 68

Ingeborg Rauh, Jahrgang 1935

Als begeisterte und vor allem erfolgreiche Sportlerin wurde

Ingeborg Rauh im Gehörlosensport bekannt. Sie wurde im Jahr

1952 Deutsche Meisterin im Handball und erhielt zahlreiche

Sportauszeichnungen im Volley-, Fuß- und Handball. Ihr Weltrekord

in der 4 x 100-Meter-Staffel besteht noch heute. Im Jahr

1961 lernte sie ihren späteren Mann Jürgen Rauh, der ebenfalls

gehörlos ist, bei einer Gehörlosen-Fußballmeisterschaft in

Belgien kennen. Das Paar hat zwei Töchter und fünf Enkel.

Ingeborg Rauh lebt seit 85 Jahren in Bickendorf.

(Quelle: Hermann Rheindorf „1945 – Kriegsende in Köln.

Die komplette Fotoedition“ Regionalia Verlag 2014)

„Ich war beim Einmarsch

der US-Soldaten dabei!“

Die Augenzeugin Ingeborg Rauh erinnert sich an das

Kriegsende vor 75 Jahren in Bickendorf

Im vergangenen Jahr stießen

Bauarbeiter in Bickendorf

gleich zweimal auf gefährliche

Hinterlassenschaften aus dem

2. Weltkrieg. Das erforderte bei

einigen Betroffenen ein kurzes

Innehalten in ihrem Alltag.

So klingelten am 6. Mai 2019

Mitarbeiter des Ordnungsamtes

und der Polizei an viele Haustüren

in Bickendorf und forderten

die Bewohner auf, ihre Häuser

wegen einer Bombenentschärfung

binnen dreißig Minuten

zu verlassen. Bei Bodenarbeiten

für eine Baustelle am Erlenweg

waren Bauarbeiter auf eine

amerikanische 5-Zentner-Bombe

gestoßen, die nach dem Aufprall

nicht explodiert war. 4900

Menschen waren von der Evakuierungsmaßnahme

betroffen.

Nach mehreren Stunden hieß

es, die Bombe sei entschärft

und alle könnten in ihre Wohnungen

zurück. Wochen später,

am 8. Juli 2019, wurde erneut

eine 5-Zentner-Bombe gefunden.

Dieses Mal waren 1750

Personen im Umkreis von 300

Metern betroffen. Ordnungsamt

und Polizei machten zwei Klingeldurchgänge.

Danach wurden

die Straßen gesperrt, bis gegen

21 Uhr die Bombe entschärft

war. Und wieder ging der Alltag

danach normal weiter. Doch

woher rühren diese Bombenfunde?

Die Bomben stammen aus den

letzten Tagen des 2. Weltkrieges,

bevor die Amerikaner am

5. März 1945 in Bickendorf

einmarschierten. Es gibt nur

noch wenige Augenzeugen, die

das Kriegsende in Bickendorf

hautnah miterlebt haben. Dazu

zählt die Zeitzeugin Ingeborg

Rauh, Jahrgang 1935. Heute ist

sie 85 Jahre alt und immer noch

erstaunlich rüstig. Sie erinnert

sich genau an jenen Tag, der

so einschneidend für ihr Leben

war. In Höhe des Westfriedhofs

erreichte die 3. US-Panzerdivision

Bickendorf. Nach kurzer

Gegenwehr kapitulierte die

deutsche Flak am Butzweiler

Hof. Um 12.30 Uhr standen die

amerikanischen Panzer vor der

Eisenbahnbrücke in Bickendorf.

Dort versperrten ihnen quergestellte

Straßenbahnwaggons

den Weg. Schnell wurden die

Hindernisse zur Seite geschoben,

und die Panzer rollten weiter

in das fast menschenleere

Bickendorf. Nur wenige Bewohner

hielten sich noch in ihren

Wohnungen auf. Die meisten

waren in vermeintlich sichere

Gebiete des Deutschen Reiches

evakuiert worden. Ingeborg

Rauh war mit ihrer Familie jedoch

geblieben.

Sie hat den Einmarsch der

US-Soldaten in Bickendorf aus

nächster Nähe erlebt. Sie befand

sich mit ihrem Tretroller

auf dem Akazienweg, als sie

die Vibrationen der nahenden

Panzer bemerkte. Hören konnte

sie die Kettenfahrzeuge nicht,

da sie nach einer Pockenschutzimpfung

im Alter von

zwei Jahren ihr Gehör verlor.

Als sie die Panzer sah, erstarrte

sie vor Angst. Bevor die Soldaten

mit ihren Panzern in den

Akazienweg einbogen, gaben

sie mehrere Gewehr- und Granatensalven

ab, um mögliche

Heckenschützen abzuschrecken.

„Dabei wurde vor meinen

Augen ein Nachbarmädchen

von einem Querschläger tödlich

getroffen“, erzählt Ingeborg

Rauh in Gebärdensprache.

„Ihr konnte keiner mehr helfen.

Das Mädchen verblutete auf

der Straße.“ Geistesgegenwärtig

rannte sie in den Keller

des Hauses Akazienweg 68,

wo ihre Mutter sie in die Arme

schloss. Ihr Vater war erst kurz

zuvor aus dem Krieg heimgekehrt

und hatte im Ofen seine

Uniform eilig verbrannt, um

einer sofortigen Verhaftung als

Uniformträger zu entgehen. Ein

Soldat befahl allen Bewohnern

auf Deutsch, auf die Balkone zu

Bilder: Mit freundlicher Genehmigung von Hermann Rheindorf aus dem Buch „1945 –Kriegsende in Köln“, Uli Voosen

kommen. Dann teilte er ihnen

mit, dass sie ihre Wohnungen

zu räumen hätten. Die Familie

von Ingeborg Rauh suchte zunächst

Unterschlupf im nahen

Röhrenbunker unter dem Rondell,

wo sich damals die Wendeschleife

der Linie 4 befand. Erst

Tage später bekam die Familie

eine leerstehende Wohnung in

der Nähe zugewiesen.

Im Haus am Akazienweg 68

richteten die Soldaten ihr Regimentshauptquartier

ein. Nach

Abzug der US-Army konnten

die Rauhs in ihre alte Wohnung

zurück. Sie fanden die Wohnung

verwüstet vor. Viele ihrer Habseligkeiten

lagen verstreut im

Innenhof. Ingeborg Rauh hat

diese Zeit nie vergessen.

Die Folgen des Krieges

Bickendorf ist vom Bombenkrieg

weitgehend verschont

geblieben. Dennoch gab es in

allen drei Siedlungen punktuell

starke Zerstörungen und viele

Tote zu beklagen. Zu großflächigen

Verwüstungen kam es

an der Venloer Straße in Höhe

der Rochusstraße. Im gesamten

Stadtteil gingen fast alle Fensterscheiben

zu Bruch, und die

Dächer wurden abgedeckt. Wie

vor dem Hochbunker am Sandweg,

so wehte überall in Bickendorf

die weiße Fahne als Zeichen

der Kapitulation. 20.000

Kölnerinnen und Kölner waren

im Bombenkrieg getötet worden,

viele an Körper und Seele

verletzt. Hunderttausende hatten

ihr Zuhause verloren. Für die

Nazigegner bedeutete der Einmarsch

der Amerikaner in Köln

eine Befreiung nach zwölf Jahren

der Verfolgung und des Freiheitsentzugs

durch die Geheime

Staatspolizei und fanatische Anhänger

des NS-Regimes. Über

15.000 jüdische Kölner Bürger

waren ermordet oder vertrieben

worden. Kommunisten, Sozialdemokraten

und christliche Regimegegner

waren zum Schweigen

gebracht worden. Wer sich

mit den Nazi-Schergen anlegte,

wie die Ehrenfelder Edelweißpiraten,

untergetauchte KZ-Häftlinge

oder Kriegsgefangene,

bekam die ganze Brutalität

und Menschenverachtung der

Gestapo zu spüren. Vor dem

Einmarsch der US-Armee ermordete

die Gestapo noch zahlreiche

Häftlinge im EL-DE-Haus,

Klingelpütz und Gefängnis

Brauweiler. Die letzten Häftlinge

wurden auf die rechte Rheinseite

gebracht und ermordet. Nach

dem Krieg kamen circa 100

überlebende Sinti und Roma

in das ehemalige Sammellager

auf dem Schwarz-Weiß-Platz in

Bickendorf zurück. Die meisten

der im Mai 1940 deportierten

Sinti und Roma fanden in den

Vernichtungslagern im Osten

den Tod. Heute erinnert eine

Infotafel neben der Brücke an

das ehemalige „Zigeunerlager“.

■ Uli Voosen

big meine Meinung

Vielen ist es heute lästig geworden, an das dunkelste Kapitel

der deutschen Geschichte erinnert zu werden. Der AfD-Vorsitzende

verharmlost die Naziherrschaft als „Vogelschiss in der

deutschen Geschichte“. AfD und Pegida hetzen gegen die Aufnahme

von Kriegsflüchtlingen und gewinnen mit ihren hasserfüllten

Parolen viele Wählerstimmen. Gleichzeitig stecken CDU,

FDP und SPD in einer Krise. Vor 75 Jahren hieß es: „Nie wieder

Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Heute haben Judenhetze und

Hass auf Migranten und Flüchtlinge in der Bevölkerung zugenommen.

Hitlerbilder und Nazisymbole tauchen bei Schülern im

Chat auf. Neonazi-Sticker und Schmierereien gibt es auch in Bickendorf.

Erst die rassistisch motivierten Morde von Halle und

Hanau haben den verantwortlichen Politikern klargemacht, dass

Verfassungsschutz und Polizei bei der Verfolgung von rechten

Gewalttaten auf einem Auge blind waren beziehungsweise noch

sind. Es bleibt zu hoffen, dass sich alle Demokraten der Gefährdung

ihrer Freiheit durch rechte Demagogen bewusst werden,

damit sich Geschichte nicht wiederholt.

■ Uli Voosen

Ingeborg Rauh mit Mutter und Bruder auf ihrem Balkon

Amerikanische Panzer rücken über die Venloer Straße vor

Beim Einstieg in den Bunker unter dem Rondell

US-Soldaten nehmen in Bickendorf Quartier

30 www.bickendorf.info Ausgabe 1/2020 | Nr. 109 31



big aktuell

10 Fragen

an Bickendorfer Lück

big big 10 partner fragen

Hans Johnen im Bickendorfer Klaav

mit Dirk Knopf

Bild: Hans Johnen

Drei Wörter zu Bickendorf:

Was fällt Ihnen dazu ein?

Klein, beschaulich und ruhig.

Hundeklo genutzt werden. Das

ist mir wirklich ein Herzensanliegen.

Neues aus der BV

An dieser Stelle berichtet die big über interessante Entscheidungen aus der Bezirksvertretung (BV) Ehrenfeld

Markt am Butzweilerhof

Im Bereich des Butzweilerhofs

sind in den letzten Jahren zahlreiche

neue Wohnungen entstanden.

Was die Infrastruktur

dort anbelangt, so gibt es neben

fehlenden Sozial-Einrichtungen

auch noch deutlichen

Nachholbedarf in der Nahversorgung

und dem Einzelhandel.

Dies ist der Grund, dass sich die

Bezirksvertreter der CDU dort

die Einrichtung eines Wochenmarktes

wünschen. So wurde

durch den BV-Beschluss die

Stadt Köln, insbesondere das

Marktamt gebeten zu prüfen,

unter welchen Voraussetzungen

auf dem Außengelände

des ehemaligen Flughafens

Butzweiler Hof kurzfristig ein

Wochenmarkt als Bauern- und

Biomarkt eingerichtet werden

kann. Um zu klären, welche

Flächen dafür in Frage kommen

könnten, soll kurzfristig mit den

Eigentümern der dafür als geeignet

erscheinenden Flächen

am Butzweilerhof Ossendorf

Kontakt aufgenommen und

über die Nutzung der möglichen

Fläche verhandelt werden.

Sicherheit und Verkehrsberuhigung

auf

dem Goldammerweg

Für diesen Bereich gab es gleich

zwei Anträge der FDP-Fraktion.

Beide Anträge haben eins gemeinsam,

die Sicherheit für

Kinder auf deren Schulweg und

Fußgänger in dem Bereich zu

erhöhen und den Verkehr zu

verlangsamen.

Als Erstes soll nach den Vorstellungen

der BV ein Fußgängerüberweg

in Höhe der Einkaufspassage

am Goldammerweg

in Köln-Vogelsang das Überqueren

dieser stark befahrenen

Straße erleichtern. Zum Zweiten

sollten die dort immer wieder

festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen

durch

eine weitere seitens der FDP

geforderten Maßnahme reduziert

oder unterbunden werden.

Dem entsprechend wurde durch

einen einstimmigen Beschluss

der BV die Verwaltung beauftragt,

auf dem Goldammerweg

in Köln-Vogelsang regelmäßig

Geschwindigkeitsmessungen

mit mobilen Messanlagen

durchzuführen.

Der Wochenmarkt

in Bickendorf auf

dem Rochusplatz

Was schon seit Beginn der Planung

über die künftige Nutzung

der Platzfläche am Rochusplatz

für den Wochenmarkt befürchtet

wurde, zeichnet sich jetzt,

wo die Bebauung weit fortgeschritten

ist, sehr deutlich ab.

Die verbleibende Platzfläche

scheint kaum geeignet, einem

vielfältigen Wochenmarkt den

notwendigen Platz zu bieten.

Dies sieht auch die CDU-Fraktion

in der BV so. Von daher stellte

sie den Antrag an die Verwaltung

der Stadt Köln, zu prüfen,

unter welchen Voraussetzungen

der dort zweimal wöchentlich

stattfindende Wochenmarkt

durch Einbeziehung benachbarter

Straßen, z. B. der Vitalisstraße,

Venloer Straße und

Wilhelm-Mauser-Straße wieder

seine alte Größe als attraktiver

Wochenmarkt erhalten kann.

Erhalt einer Süßkirsche in

Bickendorfer Kleingarten

Ein Pächterwechsel brachte es

an den Tag: Ein 50 Jahre alter

Süßkirschbaum darf dort nicht

stehen. Das Grünflächenamt

der Stadt Köln hatte diesen

Baum zur Fällung freigegeben.

Der Süßkirschenbaum in

der Kleingartenanlage an der

Frohnhofstraße entspricht nicht

der Satzung über die Gestaltung

von Kleingartenanlagen,

weil er zu groß und zu mächtig

geworden ist. Aufgrund der

Bestimmungen in der Kölner

Gartenordnung müsste dieser

entfernt werden. Dies wollten

aber die neuen Pächter nicht

einsehen und wandten sich an

die Politik, die sich nun mit dem

Thema befasste. Da die Stadt

keine Ausnahme zulasse, stellte

die Grünen-Fraktion in der

Bezirksvertretung Ehrenfeld

einen Antrag, um den Baum

zu erhalten. Die Ehrenfelder

Politiker wollen nicht einsehen,

dass dies im Sinne einer klimaorientierten

Stadtplanung vollzogen

werden soll. So wurde

dann auch die Stadtverwaltung

einstimmig aufgefordert, von

ihrem Recht Gebrauch zu machen,

eine Ausnahmegenehmigung

zu erteilen

Kreisverkehr Kreuzung

Militärring/Venloer Straße

Als einer der gefährlichsten

und meistbefahrenen Knotenpunkte

im Bezirk gilt sicherlich

der Kreuzungsbereich Militärring/Venloer

Straße. Nicht

nur zu Hauptverkehrszeiten

kommt es dort regelmäßig zu

langen Staus und gefährlichen

Situationen. Grund genug, an

dieser Stelle für eine gänzlich

andere und sicherere Verkehrsführung

und Regelung einzutreten.

Jetzt wurde auf Antrag

der CDU-Fraktion nahezu einstimmig

beschlossen, dass die

Stadt Köln prüfen möge, unter

welchen Voraussetzungen die

Kreuzung Militärring/Venloer

Straße in einen mehrspurigen

Kreisverkehr, mit Fahrradführung,

verändert werden kann.

■ Ernst-Jürgen Kröll

Bild: Peter Johann Kierzkowski

Was schätzen sie am Leben

in Bickendorf?

Hier trifft man viele sehr nette

Menschen und ein Schwätzchen

ist immer möglich, oft auch sogar

bei der zufälligen Begegnung

auf der Straße.

Was läuft schief im Veedel

– was vermissen Sie am

meisten?

In Bickendorf fehlen vor allem

ausreichend Parkplätze. Darüber

hinaus vermisse ich besonders

ein schönes altes Café.

Welche Projekte oder Initiativen

finden Sie gelungen?

Der Büdchenlauf ist so eine gelungene

Aktion für das Veedel.

Dort trifft sich alles von Alt bis

Jung und man versteht sich. Das

ist doch sehr schön.

Sie haben drei Wünsche frei:

Was liegt Ihnen am Herzen?

Die kleinen Grünanlagen sollten

weder als Fahrradparkplatz

noch als Mülltonne oder

Worüber freuen Sie sich

gerade?

Mich freut, dass die Natur nach

der kalten Jahreszeit nun Vollgas

gibt und in allen Farben

erblüht.

Sie haben einen Nachmittag

frei. Wie verbringen Sie die

Zeit in Bickendorf?

Dann nehme ich mein Fahrrad

und erkunde immer wieder die

kleinen Straßen und Gassen. Da

gibt’s auch für mich noch Neues

zu entdecken.

Was findet man in Bickendorf

und nirgendwo anders?

Ein Blickfang ist zum Beispiel

das Rochuskapellchen. Aber

auch der Park am Sandweg ist

außergewöhnlich.

Haben Sie einen Lieblingsplatz?

Mich zieht es im Sommer in den

Park. Es ist so schön, an einem

Sonntagnachmittag dort durch

die Natur zu schlendern.

„Bickendorf: klein, beschaulich und ruhig“

Welchen Geheimtipp haben

Sie für Besucher von Bickendorf?

Keinen, sonst wäre es ja nicht

mehr geheim!

■ Hans Johnen

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big aktuell

Stand: 1.4.2020

Hilfe, Rat und Unterstützung

In Zeiten der Corona-Krise zeigt sich der Zusammenhalt im Veedel

Einkaufen gehen für alleinstehende Senioren, unkomplizierte eine Gemeinschaft ist. Das big Magazin hat eine Auswahl zum

Hilfen unter Nachbarn oder einfach da sein, wenn jemand Thema „Hilfe, Rat und Unterstützung im Veedel“ zusammengestellt.

gebraucht wird. In schwierigen Zeiten zeigt sich, wie solidarisch

Aktion Nachbarschaft e.V.

Der Verein Aktion Nachbarschaft e.V.

bietet in Kooperation mit der katholischen

Kirchengemeinde Hilfsdienste für

Menschen in Notsituationen oder Risikogruppen

in den Stadtteilen Bickendorf

und Ossendorf an.

Telefonbereitschaft für

- Hilfe bei Einkauf und Alltag für Risikogruppen

- Vermittlung von Informationen

- Ein offenes Ohr

montags - freitags 10 - 15 Uhr

Tel.: 0172 2669192 oder per Mail

hallo@aktion-nachbarschaft.de

www.aktion-nachbarschaft.de

SeniorenNetzwerk Ossendorf

Das SeniorenNetzwerk Ossendorf bietet

einen Telefonkontakt für einsame, ältere

Menschen in Ossendorf an:

montags - freitags 10 -12 Uhr

Tel: 0221 - 95154049

Evangelische Kirche

Die evangelische Kirche bietet Hilfe

beim Einkaufen für Senioren ab

70 Jahren, Telefonpaten, Sorgentelefon

und sonntags um 10.45

Uhr einen Live-Gottesdienst über

www.gemeinde-bickendorf.de

dienstags - freitags 10 -12 Uhr

Tel.: 0221 - 888 779 44

SKM Köln

Der SKM Köln hat im parsevalTREFF

telefonische Sprechzeiten bei Beratungsanfragen

und für Hilfen im Quartier eingerichtet

und entsprechende Aushänge

angebracht.

montags - donnerstags

10 Uhr - 12 Uhr

Tel.: 0151 50721902

(Ausnahme in der Woche vom 06.04.20

bis 10.04.20)

SKM Familienhaus Ossendorfpark

Beim Wunsch nach Beratung oder Versorgungsanfragen

im Notfall für die Senioren

der Gruppen aus dem Familienhaus

gibt es eine Telefonbereitschaft

dienstags & donnerstags

10 Uhr - 12 Uhr

Tel.: 0151 59175423

(Ausnahme in der Woche vom 06.04.20

bis 10.04.20)

Aktuelle Informationen

und Hilfsangebote

für das Veedel im Netz

Informationen und nachbarschaftliche

Hilfen aus dem Veedel finden sich

auch im Internet bei der Sozialraumkoordination

Bickendorf/Ossendorf unter

www.bickendorf-ossendorf.

sozialraumkoordination.koeln oder unter

www.nebenan.de

big Unternehmen sind auch in der Krise für das Veedel da

Neben dem Lebensmittel-Handel,

Bäckereien, per Mail entgegennimmt und Probleme mit seinem Com-

den Anrufbeantworter oder in Zeiten des Home-Office

Metzgereien und der Post

bieten auch andere Unternehmen

weiterhin ihre Produkte

und Dienstleistungen an.

Das Team der Concertkasse

den Lesestoff kostenlos liefert.

Das Café St. Mocca ist

vorübergehend zum „Bickendorfer

Büdchen“ geworden.

Dort können auch Bücher und

puter hat, kann ihn auch in

Corona-Zeiten zur Computerzeit

bringen. Das Geschäft ist

zwar geschlossen, aber über

ein Service-Fenster steht das

Johnen bietet weiterhin Filme getauscht werden, damit

Team mit Rat und Tat bereit.

alles von der Post bis hin zu

Zeitschriften an. Bei Sobolta

könnnen Essenswünsche telefonisch

zu Hause keine Langewei-

le aufkommt. Alles von Heißgetränken

über Kaffee und

Dies sind nur einige Bei-

übermittelt werden. Kuchen oder Suppen wird nun

Das Team von Feuerstein’s „to go“ – zum Mitnehmen –

im Westcenter liefert seine angeboten. Dazu steht das

Gerichte auch nach Hause. Team auch für Seelsorgegespräche

per E-Mail und Tele-

Wer Kaffee von Schamong

genießen möchte, kann am

besten über den Onlineshop

ordern. Ebenso wie die Buchhandlung

Klinger, die weiterhin

Buchbestellungen über

fon oder für Notfall-Einkäufe

für Gäste bereit. „Die Welt

geht in Deckung - wir bleiben

stehen“, betont Geschäftsführer

Markus K. Losse. Wer

Rund um die Gesundheit:

Bei Unsicherheit oder Nichterreichbarkeit

des Hausarztes steht der

kassenärztliche Notdienst zur Verfügung.

Dieser ist rund um die Uhr

erreichbar unter Tel: 116 117

Aktuelle Informationen vom

Robert-Koch-Institut (RIK) unter

www.rki.de

Informationen zum aktuellen Stand in

Köln unter www.stadt-koeln.de

spiele. In den gelben Seiten

in der Mitte dieser Ausgabe

sind alle big-Mitgliedsunternehmen

verzeichnet, die

sich über einen Anruf oder

eine Mail freuen. Bitte unterstützen

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