Papa Roach Konzertbericht München/Backstage 09.10.2006

chris.cunz

Konzertbericht vom 09.10.2006 - Papa Roach in München mit Special Guest: The Bangkok Five. Das war mein allererstes Konzert. Mittlerweile kann ich meine besuchten Konzerte schon nicht mehr zählen. Es werden aber noch viele dazu kommen.

Viel Spaß beim lesen!

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Der Beginn einer neuen Liebe – die Konzertliebe

Montag – 09.10.2006 – München – Backstage – Papa Roach – Special Guest: The Bangkok Five

Der Montagmorgen fing an, wie eigentlich jeder andere auch.

Doch diesmal war etwas anderes.

Ich war in der Erwartung Abends mein erstes Konzert zu erleben und was für eins!

Doch erst einmal machte ich mich für die Berufsschule fertig und wartete darauf abgeholt zu werden.

Erstaunlich gut gelaunt, hatte ich das Klassenzimmer mit meinem Rollstuhl befahren und hatte immer wieder

auf die Uhr gesehen und mir gedacht Wann ist es endlich soweit und ich kann gehen!

Die Schulstunden vergingen und ich wurde immer nervöser und aufgeregter.

Rechnungswesen und Projektarbeit wollten nicht vergehen, doch dann war der Zeitpunkt gekommen.

Ich wurde zu meinem wichtigen Facharzt Termin abgeholt. (Dr. Jacoby Shaddix versteht sich :D)

Der Fahrdienst sammelte mich ein und lies mich an der Bus und Straßenbahnhaltestelle raus und ich fuhr zu

meinem Kumpel.

Dort angekommen bereiteten wir uns gemeinsam auf ein unvergessliches Konzert vor.

Bis wir los fuhren vergingen allerdings noch ca. 1,5 Stunden – doch dann ging es los.

Wir fuhren nach München zum Papa Roach Konzert.

Im Auto gab es natürlich Papa Roach auf die Ohren – was denn auch sonst ?

Unsere MP3 Player liefen heiß. (ja damals hatte man sowas noch - in USB Stick Form)

Die Fahrt verging wie im Flug und dann waren wir auch schon in München am Backstage angekommen.

Bis zum Einlass dauerte es noch eine Weile.

Wir vertrieben uns ein wenig die Zeit bis die Türen öffneten.

Nach ca. 1 Stunde wurde die Halle aufgemacht und wir sprinteten in voller Vorfreude in die heiligen Hallen

und versuchten uns einen guten Platz zu ergattern.

Nichts ahnend was an diesem Abend passiert – platzierten wir uns direkt in der ersten Reihe – ich genau

neben der größten Box, die es in der Halle zu finden gab :D

Hier nochmal ein großes Dankeschön an die Security – die keinen Aufstand machten und uns vor gelassen

haben. (was nicht immer der Fall ist – wie ich später – in meinen weiteren Konzerten erfahren werde)

Nun warteten wir gespannt auf die Vorband The Bangkok Five.

Wir kannten diese beide nicht – was bei der Vorband ja oft der Fall ist :)

Plötzlich wurde es dunkel in der Halle und die Menschenmenge jubelte und dann ging es los –

The Bangkok Five betraten die Bühne und legten ordentlich los.

Ich kann mich leider nicht mehr genau an die Musikrichtung erinnern

aber es ging ordentlich nach vorne.

Der Sänger (ich weis leider seinen Namen nicht mehr) holte alles aus

sich raus und sprang über die Bühne als gäbe es kein Morgen danach

mehr.

Nach ein paar Liedern stand dieser wie aus dem Nichts genau vor

meinem Kumpel und mir und brüllte direkt vor unserer Nase ins Micro.

Er war so nah, dass das Kabel vom Micro sich hinter meinem Hals

gelegt hat und als er wieder von uns auf die Bühne ging – ich beinahe

mit auf die Bühne gezogen wurde – schade eigentlich dass nur

beinahe :D

nach ein paar Songs zückten wir unsere 5 MP Digitalkameras (damals

gab es nichts besseres) um die Vorband wenigstens mit ein paar

Bildern festhalten zu können.

TB5 lieferten eine gute Show ab und heizten das Publikum ordentlich

ein.

Ich stand immer noch genau neben der Box und wusste nun was laut ist.

Nach ca. 40 Minuten verlies die Vorband unter Applaus die Bühne und das Licht in der Halle ging wieder an

und es schallte sehr komische Musik – für ein Rockkonzert – aus den Lautsprechern des Backstage.

Nun war Umbaupause.

Konzertbild I: Der Sänger von TB5 steht mit

dem Micro in der Hand und ausgestreckten

Armen vor dem Publikum


Mein Kumpel und ich unterhielten uns ein wenig über die Vorband und kamen beide zu dem Entschluss, gut aber

Papa Roach wird bestimmt noch besser.

Auf der Bühne herrschte ein reges Treiben und alle Instrumente wurden perfekt für Papa Roach abgestimmt.

Das Crew Mitglied, welches das Schlagzeug testete – hämmerte dermaßen drauf rum, dass mit fast das

Trommelfell wegflog.

Nun war es endlich soweit – das Licht ging aus und Papa Roach betraten einzeln die Bühne.

Erst David Buckner (Schlagzeug) dann Jerry Horton (Gitarre) sowie Tobin Esperance (Bass)

Die Klänge der Instrumente ließen mich schon erahnen welcher Song nun kam.

Dann stand er auf der Bühne – Jacoby Shaddix und schmetterte die ersten Töne von To

Be Loved auf die Stage.

Mein Kumpel und ich eskalierten völlig und sangen und schrien, natürlich textsicher,

lauthals mit.

Die Halle tobte und explodierte förmlich.

Konzertbild II: Tobin Esperance

steht auf der Bühne und spielt

den Bass. im Hintergrund

leuchten viele Scheinwerfer

Es folgte ein Klassiker Getting Away With Murder und

Songs wie Alive (N Out of Control) und Crash.

Dann wurde es emotional und Jacoby stimmte einer

meiner absoluten Lieblingssongs an – auch heute noch.

Als ich die ersten Zeilen von Forever hörte war es um

mich geschehen – eine neue Liebe – die Konzertliebe

war entstanden und ich wusste schon damals – das war

nicht mein letztes Konzert.

Konzertbild III: Jacoby Shaddix steht auf der Bühne und wird von einem

Scheinwerfer angestrahlt. im Vordergrund ein Security. ein Fan hält eine

Digitalkamera hoch

Als ob das nicht schon Highlight genug gewesen sein sollte – erlebten wir den absoluten Höhepunkt dieses Abends

unserer bis dato jungen Konzertreihe. Als 6. Song wurde wieder ein älterer gespielt. Dead Cell.

Coby sprang auf der Bühne rum wie ein Verrückter und animierte immer wieder das Publikum mitzumachen und

dann passierte es:

Shaddix kletterte von der Bühne und ich sagte noch zu meinem Kumpel: Der kommt in unsere Richtung!!

Dann stand er vor uns – wir wussten beide nicht was da gerade passiert. Viel Zeit drüber nachzudenken hatten wir

allerdings nicht. Der Sänger von Papa Roach hielt das Micro zwischen uns 3 und wir gingen gemeinsam zum

Refrain von Dead Cell ab!! (Dies sollte sich in der Show im Z-Bau in Nürnberg – einige Jahre später – wiederholen

– dazu aber in einem anderen Konzertbericht mehr)

Leider gibt es hier kein Foto von aber die Erinnerungen sind doch am schönsten, oder ? :)

Noch völlig geflasht von dem was da gerade passiert war – verfolgten wir weiter das Konzert und stellten

wiederholt fest : Das war nicht unser letztes Konzert.

Es folgten weitere Klassiker wie Not Listening, Broken Home oder Blood Brothers.

Es sollte noch ein weiterer Gänsehaut Moment kommen.

Als die Melodie von Scars – als 10. Song – erklang, bekam ich sofort Gänsehaut.

Immer wieder ein Highlight diesen Song live zu hören.

Achso – ich hab was vergessen – zwischen Song 1 und eben dem 10. Song Scars ist es übrigens passiert: die

Masse drückte, drückten immer weiter und wir erlebten beide unseren ersten Konzertsturz und flogen beide mit

unseren Rollstühlen nach hinten um. Da hatten die Securitys wohl doch Schiss bekommen und haben uns ein

wenig weiter nach hinten verfrachtet. Unser Highlight hatten wir da allerdings schon erlebt und deshalb fanden wir

das nicht allzu schlimm.

Das letzte Highlight des Abends war wohl der bekannteste Song von Papa Roach und dieser sollte als letztes

folgen. Das Publikum wusste genau welcher Song jetzt kommt und Coby sang in sein Micro : Cut my life ….. und

die Menge: into pieces, this is my last Resort! und ein letztes mal wurde das Backstage auseinander

genommen.


Das war es – mein erstes Konzert und ich bin froh, dass es dieses Konzert war!

Völlig erschöpft, aber glücklich und zufrieden, versuchte ich die Eindrücke dieses Abends Revue passieren zu

lassen und mein Gehör wieder zu finden. Es war dann doch sehr laut die Zeit direkt neben der Box. Das mache ich

heute noch gerne – mich direkt daneben zu stellen.

Nach einem kurzen Stopp am Merchandise machten wir uns auf den Heimweg zurück nach Nürnberg.

Geschrieben von : konzertundfestivalgestoert