Wirtschaftsforum
MIT Wirtschaftsforum - Stimme des Mittelstandes in Baden-Württemberg Magazin von Unternehmern für Unternehmer der Mittelstandsunion Baden-Württemberg
MIT Wirtschaftsforum - Stimme des Mittelstandes in Baden-Württemberg
Magazin von Unternehmern für Unternehmer der Mittelstandsunion Baden-Württemberg
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Nr. 4 | Juli/August/September 2026 42. Jahrgang | E 5529
MITTELSTANDS- UND
WIRTSCHAFTSUNION
BADEN-WÜRTTEMBERG
Stimme des Mittelstandes in Baden-Württemberg
„Wir müssen
wieder lernen,
anzupacken!“
BADEN-
WÜRTTEMBERG
international
Dr.-Ing.
Martin Herrenknecht
Herrenknecht AG / Philipp von Ditfurth
Schwerpunkt – Seite 6
Baden-Württemberg erfolgreich halten
Schwerpunkt – Seite 16
Deutschland braucht mehr Lust auf Leistung
MIT Kreise und Bezirke – Seite 18
MIT Wü-Ho stellt Weichen neu
Financial Wellbeing – Seite 40
Klarheit über private Finanzen
Inhalt
Aus den Kreisen & Bezirken
18 Aktuelles aus Baden-Württemberg
MIT Land
33 „Ich bin neu in der MIT, weil …
34 Ihre Ideen. Ihre Themen. Ihre MIT.
35 MIT Baden-Württemberg kritisiert Gebäudemodernisierungsgesetz:
Vermieter werden zu Zahlmeistern politischer Fehler
MIT konkret
36 EU-Handelsabkommen und Lieferkettenpflichten –
Chancen und Zielkonflikte
10
Maschinenbau unter Druck – Baden-Württemberg im
globalen Wettbewerb
Warum Exportmärkte, Standortbedingungen und Zukunftstechnologien
jetzt entscheidend sind
Wirtschaft
38 Was Unternehmen vom Cracker-Barrel-Debakel
lernen können
40 Financial Wellbeing: Klarheit über private Finanzen
42 Messen sind Marktplätze für Menschen
3 Vorwort
Schwerpunkt
4 Wir müssen wieder lernen, anzupacken
6 Baden-Württemberg international erfolgreich halten
8 Baden-Württemberg im globalen Wettbewerb
10 Maschinenbau unter Druck –
Baden-Württemberg im globalen Wettbewerb
12 Deutschland braucht wieder mehr Lust auf Leistung
14 Baden-Württembergs Wirtschaftsvertretung in der Welt
17 Es reicht nicht mehr, den Mittelstand nur zu loben
MIT Land
20
Starke Wirtschaft, sichere Zukunft
Christina Stumpp zu Gast beim 46. Kurpfälzer Frühschoppen
auf dem Mannheimer Maimarkt
„Ich bin neu in der MIT, weil …
… die MIT mich tatkräftig im
Kampf gegen eine existenzbedrohende
Vergnügungssteuer für
mein Unternehmen unterstützt
hat.“
… weil Wirtschaft, Unternehmertum
und gesellschaftliche
Verantwortung für mich untrennbar
zusammengehören.“
…ich der Meinung bin, dass
der Mittelstand der Motor von
Deutschland ist und gestärkt
werden muss.“
45 Inserentenverzeichnis / Marktplatz
46 MIT vor Ort / Impressum
47 Mitglied werden
33
Stefan Martin Bauer
Dipl.-Kfm., Geschäftsführer
Game-Line-Automaten GmbH
MIT Sigmaringen
Jessica Göthel
Geschäftsführende Gesellschafterin
MIT Esslingen
„Ich bin neu in der MIT, weil …
Stefan Martin Bauer wurde am 22.07.1970 Jessica Göthel verbindet Erfahrung aus
in Ulm geboren und hat nach dem Abitur der internationalen Automobil- und Eventbranche
mit ihrer Leidenschaft für Gastro-
und der Bundeswehr in Tübingen Betriebswirtschaftslehre
studiert.
nomie und Gastgeberkultur.
Bereits studienbegleitend war er in der Nach dem Studium der Medienwirtschaft
Unterhaltungsautomatenbranche selb-
und des Innovationsmanagements war sie
ständig tätig und hat nach Zwischenstationen
in der Halbleiterbranche und Nr. 4 | 2 2026
viele Jahre bei Mercedes-Benz im Sportmarketing,
Motorsport und Eventbereich
der Arbeitnehmerüberlassung seine tätig und verantwortete internationale Projekte
sowie exklusive Veranstaltungen.
Leidenschaft wieder der Unterhaltungsautomatenbranche
gewidmet. Zuerst bei
Frank Sommerfeld
Geschäftsführer
MIT Göppingen
Frank Sommerfeld stieg 1993 in den Bereich
der Telekommunikation ein und arbeitet 10
Jahre als Kundendienstingenieur und Projektleiter
für die Firma Alcatel.
Im Zuge dessen hat er in Ländern wie Kambodscha
und Laos das „Internet“ mit aufgebaut
und in Betrieb genommen. Ähnlich gelagerte
Aufgaben folgten danach in Asien, Afrika,
dem mittleren Osten und Südamerika, sowie
komplett Europa.
2018 gründete er die Netcom-Tec Gmbh in
Dürnau, um mit marktführenden Herstellern
Vorwort
Liebe Mitglieder,
liebe Leser,
Dr. Bastian Atzger
Landesvorsitzender der MIT Baden-Württemberg
Sie halten gerade ein Magazin in Händen,
das nicht nur parteiintern, sondern
auch öffentlich große Aufmerksamkeit
erfährt. So zeigt nicht zuletzt die neuerliche
mediale Welle, die bundesweit wahrgenommen
wurde, dass die MIT gehört,
wahrgenommen und trotz oder vielleicht
auch gerade wegen ihrer offenen internen
Diskussionskultur ernst genommen wird.
Auch haben wir bewiesen, dass wir für
Klarheit, für Fakten und für wirtschaftliche
Vernunft stehen und damit zu Recht
eine relevante und lautstarke politische
Stimme des Mittelstands sind. Genau
dieses Profil müssen wir jetzt weiter
schärfen. Der Landesvorstand hat dazu
auf seiner Sitzung in Rottenburg am Neckar
zentrale wirtschaftspolitische Stoßrichtungen
definiert. Diese werden wir in
den kommenden Wochen mit Nachdruck
in die politische Debatte einbringen.
Dabei gilt wie immer: Wir setzen auf die
Stärke unserer Basis. Denn eines ist unübersehbar:
Dem Mittelstand geht es
nicht gut. Täglich erleben wir, wie Betriebe
aufgeben, Investitionen verschoben oder
ganz gestrichen werden und Fachkräfte
Deutschland den Rücken kehren. Bürokratie,
Steuern und Abgaben sowie politische
Unzuverlässigkeit sind der Bremsklotz
für Wachstum und Innovation. Wer
heute mit Unternehmern spricht, hört
sehr klare Erwartungen an die Politik, die
auch meist sehr deutlich formuliert sind.
Genau hier setzt dieses Heft an. Unter dem
Titel „Baden-Württemberg international“
werfen wir diesmal den Blick bewusst über
die Landesgrenzen hinaus. Denn Internationalität
bedeutet heute weit mehr als
Absatzmärkte oder Fachkräftegewinnung.
Es geht um Partnerschaften, um technologische
Kooperationen, um geopolitische
Rahmenbedingungen und um die Frage,
wie sich ein starker Industriestandort wie
Baden-Württemberg in einer zunehmend
fragmentierten Welt behauptet.
Unser Mittelstand ist das Rückgrat dieser
Stärke. Seine Exportorientierung, seine
Innovationskraft, seine Unternehmerpersönlichkeiten
und seine internationale
Vernetzung waren und sind die Grundlage
unseres Wohlstands. Doch genau diese
Stärke steht zunehmend unter Druck,
nicht zuletzt weil sowohl auf Bundes- als
auch auf europäischer Ebene politische
Rahmenbedingungen geschaffen wurden,
die häufig jene belasten, die leisten, und
jene begünstigen, die ohnehin bereits von
staatlichen Systemen profitieren.
Auch die aktuelle Diskussion um die
Gesundheitsreform geht in diese Richtung.
Im Mittelpunkt stehen nahezu ausschließlich
zusätzliche Belastungen für
Beitragszahler sowie Einschnitte bei Kliniken
und Ärzten. Zu selten wird hingegen
offen benannt, wer von diesem System
profitiert, ohne im gleichen Maße Verantwortung
zu tragen. Nachbesserungen
an dieser Stelle werden mittlerweile von
vielen Seiten gefordert.
Es lässt sich also sagen: International
erfolgreich ist am Ende nur, wer auch
national auf stabile und verlässliche
Rahmenbedingungen bauen kann. Ein
wettbewerbsfähiger Standort benötigt
hierzu jedoch ökonomische Kompetenz,
politische Vernunft und Verlässlichkeit
sowie den Rückhalt eines Staates, der
versteht, wie Wertschöpfung entsteht.
Genau hier ist die CDU jetzt gefordert,
endlich das umzusetzen, was sie in ihren
Wahlprogrammen versprochen hat.
Wenn es unserer Partei nicht gelingt, verlorenes
Vertrauen zurückzugewinnen,
könnte uns nach der wirtschaftlichen
Realität ab Herbst auch die politische einholen.
Es soll niemand sagen, wir hätten
nicht gewarnt.
Lassen Sie uns daher unser Momentum
nutzen. Jetzt ist die Zeit, klar und laut Position
zu beziehen und an allen Stellen eine
Wirtschaftspolitik einzufordern, die den
Mittelstand nicht nur in Sonntagsreden erwähnt,
sondern ihn spürbar entlastet und
langfristig befreit. Diesen Mut gegenüber
den politisch Handelnden sind wir unseren
Mitgliedern und jedem einzelnen Mittelständler
in Baden-Württemberg schuldig.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Bastian Atzger
Nr. 4 | 2026
3
Wir müssen wieder
lernen, anzupacken
Martin Herrenknecht über Tempo, Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich
Herrenknecht AG / Philipp von Ditfurth
Herrenknecht AG / Philipp von Ditfurth
Baden-Württemberg ist erfolgreich
– noch
Baden-Württemberg ist weltweit erfolgreich
– noch. Denn wer international
unterwegs ist, sieht: Andere werden
schneller, entschlossener und effizienter.
Unternehmer Martin Herrenknecht
fordert: Wir müssen wieder lernen, anzupacken
– sonst verlieren wir wirtschaftlich
dauerhaft an Boden.
Seit mehr als 50 Jahren bin ich Unternehmer.
Krisen und Herausforderungen
habe ich schon viele erlebt. Aber die aktuelle
wirtschaftliche Entwicklung bereitet
mir ernsthafte Sorgen. Mit unseren Tunnelbohrmaschinen
gibt es im Berg immer nur
eine Richtung: vorwärts. Genau diesen
Drang nach vorn müssen wir wiederfinden –
Dr. Martin Herrenknecht
sonst droht Deutschlands Wirtschaft der
Abstieg in die zweite oder dritte Liga.
Egal, wo ich in der Welt unterwegs bin – in
Indien, in China, in den USA oder in Australien:
Überall wird mir vorgeführt, wie
schnell Entscheidungen getroffen und
Projekte umgesetzt werden. Im indischen
Chennai dauerte die Genehmigung für
unsere neue Produktionshalle drei Monate.
Zuhause in Baden-Württemberg haben
wir dreieinhalb Jahre gewartet, bis wir mit
dem Bau eines Logistikzentrums loslegen
durften. Überbordende Bürokratie kostet
uns Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze
– besonders im Mittelstand, dem
Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Viele
Unternehmerinnen und Unternehmer, mit
denen ich spreche, wollen investieren, fühlen
sich aber durch langwierige Verfahren
und unflexible Vorgaben ausgebremst.
Reformen anschieben, nicht
aufschieben
Gerade angesichts zahlreicher Krisen und
geopolitischer Spannungen müssen wir
jetzt bei Strukturreformen aufs Gaspedal
treten. Sonst überrunden uns andere auf
dem Highway der Weltwirtschaft, während
wir uns im Klein-Klein endloser Debatten
verlieren.
4 Nr. 4 | 2026
Besonders nachdenklich gemacht hat mich
jüngst die Frage des Verkehrsministers
von Oman: „Könnt ihr überhaupt noch
Maschinen liefern – bei 4-Tage-Woche und
Homeoffice?“ Unfassbar, wie ramponiert
Deutschlands Ruf inzwischen in Teilen ist!
Ja, wir können noch Maschinen liefern –
aber es wird nicht einfacher.
Wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen,
müssen wir alle wieder länger und
härter arbeiten. Wir müssen zurück auf 40
Stunden Regelarbeitszeit. Außerdem sollten
die ersten fünf Überstunden je Woche
steuerlich begünstigt und sozialabgabenfrei
sein. Das würde uns helfen – gerade
den Menschen mit geringeren Löhnen.
Für die unteren Lohngruppen muss netto
wieder deutlich mehr herauskommen. Ich
wäre auch bereit, mehr Steuern zu zahlen,
wenn ich wüsste: Das kommt bei den Egon
und Fritz an, die morgens um sechs Uhr bei
mir im Werk anfangen.
Wettbewerb ja – aber fair
Als Unternehmer ist es für mich selbstverständlich,
dass wir uns dem Wettbewerb
stellen. Nur: Wie viele andere deutsche und
europäische Unternehmen stehen auch wir
einer zunehmend verzerrten Wettbewerbssituation
gegenüber. Internationale Wettbewerber
– insbesondere aus China – treten
mit deutlich niedrigeren Kosten und
staatlicher Unterstützung auf.
Hier ist vor allem die EU gefordert, den
Zugang zum europäischen Markt so zu
gestalten, dass wieder faire Bedingungen
entstehen. Dann können wir unsere
Stärken in Technologie und Innovation
in die Waagschale werfen. Andernfalls
drohen Verdrängungsprozesse, an deren
Ende Abhängigkeiten und monopolartige
Strukturen stehen – verbunden mit
einem massiven Verlust an Wertschöpfung
in Europa: Know-how, Arbeitsplätze und
Steuereinnahmen.
Süddeutschland stellen uns vor unüberwindbare
Herausforderungen?
Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz der
Bundesregierung muss schnell in Kraft
treten und vor allem mit Tempo umgesetzt
werden, damit es nicht zu einem
Infrastruktur-Vergangenheitsgesetz verkümmert.
Was dem absolut zuwiderläuft,
sind die exorbitanten Steigerungen des
Sozialetats aus dem Arbeitsministerium
von Frau Bas. Auch mit der neuen Grundsicherung
und ineffektiven Sprachkursen
für arbeitslose Migranten werden weiterhin
Gelder gebunden, die wir viel dringender
für Zukunftsinvestitionen benötigen.
Deutschland muss sich der Welt
anpassen
Deutschland hat nach wie vor enorme
Stärken. Unsere Ingenieure, Facharbeiter
und mittelständischen Unternehmen – all
das ist weltweit einzigartig. Darauf können
wir aufbauen. Aber diese Stärken entfalten
wir nur, wenn die Rahmenbedingungen
stimmen. Dazu gehört, dass wir uns auch
unbequemen Fragen stellen und bereit
sind, uns an die Veränderungen der Welt
anzupassen.
Wir haben uns mit reduzierten Wochenarbeitszeiten,
vorgezogenen Renteneintrittsaltern
und einem unflexiblen
Kündigungsschutz in Strukturen eingerichtet,
die uns im Wettbewerb mit
aufstrebenden und hungrigen Volkswirtschaften
zunehmend ins Hintertreffen
bringen. Wenn wir so weitermachen, werden
wir nicht mehr Gestalter von Wachstum
sein, sondern Zuschauer.
Deshalb gilt: Wir müssen wieder lernen,
anzupacken – schneller, entschlossener
und mit höherer Leistungsbereitschaft.
Nur so sichern wir unseren Wohlstand
auch für die Zukunft.
Dr. Martin Herrenknecht
herrenknecht.com
Herrenknecht AG / Philipp von Ditfurth
Anzeige
Infrastruktur mit Tempo umsetzen
Ebenso dringend müssen wir die
Leistungsfähigkeit unserer deutschen
und europäischen Infrastruktur erhöhen.
Es kann nicht sein, dass die Schweiz seit
Jahren den Gotthard-Basistunnel betreibt,
während bei uns zentrale Projekte
im Rheintal oder am Brenner-Zulauf
nur schleppend vorankommen. Den
harten Fels der Alpen können wir bezwingen,
aber die Flachlandstrecken in
Kolumbusstr. 13 · 71063 Sindelfingen
Telefon: 07031 81 70 8 - 0
info@derichsweiler.com
www.derichsweiler.com
Nr. 4 | 2026
5
Baden-Württemberg international
erfolgreich halten
Wie Mittelstand, Hightech und starke Rahmenbedingungen
unseren Standort sichern
Foto: Katja Bartolec
Baden-Württemberg ist eine der erfolgreichsten
Wirtschaftsregionen Europas
– doch diese Stärke ist kein Selbstläufer.
Damit unser Land auch künftig
international wettbewerbsfähig bleibt,
braucht es einen starken Mittelstand,
eine ambitionierte Hightech-Strategie
und politische Rahmenbedingungen,
die Investitionen, Innovationen und
Wachstum ermöglichen.
Mittelstand als Fundament unseres
Erfolgs
Baden-Württemberg gehört zu den erfolgreichsten
Wirtschaftsregionen Europas.
Unsere Unternehmen entwickeln Spitzentechnologien,
erschließen internationale
Anzeige
QUALITÄT UND PRÄZISION
vom Kleinsten
Märkte und schaffen Wohlstand weit über
die Landesgrenzen hinaus. Die Grundlage
dieses Erfolgs ist unser Mittelstand. Er
steht für Innovationskraft, Unternehmergeist
und Verantwortung.
Mit mehr als 99 Prozent aller Unternehmen,
rund zwei Dritteln der sozialversicherungspflichtigen
Arbeitsplätze
und einem Jahresumsatz von nahezu
600 Milliarden Euro ist der Mittelstand
das Rückgrat unserer Wirtschaft und das
Fundament unseres Wohlstands.
Präzisionsdrehteile von ø 0,1 bis
12,0 mm, aus hochwertigen
Werkstoffen in absoluter
Genauigkeit und erstklassiger
Verarbeitung in Klein-, Mittel- und
Großserien.
Artur Farr GmbH + Co. KG
info@farr-feinmechanik.de
www.farr-feinmechanik.de
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL, ist seit Mai
2016 Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus
Baden-Württemberg
Wettbewerbsfähigkeit in unruhigen
Zeiten
Gerade in einer Zeit tiefgreifender geopolitischer
und wirtschaftlicher Veränderungen
zeigt sich, wie wichtig ein
starker Wirtschaftsstandort ist. Die vergangenen
Jahre waren geprägt von Pandemie,
Energiekrise, gestörten Lieferketten
und internationalen Konflikten.
Dennoch haben viele Unternehmen in
Baden-Württemberg ihre Wettbewerbsfähigkeit
behauptet. Sie haben investiert,
neue Märkte erschlossen, ihre
Produktion modernisiert und digitale
Geschäftsmodelle aufgebaut. Diese Anpassungsfähigkeit
ist eine besondere
Stärke unseres Landes.
Exportregion unter globalem Druck
Baden-Württemberg ist traditionell eine
Exportregion. Unsere Unternehmen sind
weltweit erfolgreich, viele von ihnen als
Weltmarktführer in ihren jeweiligen
Nischen. Doch der internationale Wettbewerb
wird härter.
Staaten investieren massiv in Zukunftstechnologien,
sichern strategische
Wertschöpfungsketten und schaffen attraktive
Rahmenbedingungen für Innovationen.
Wenn Deutschland und Europa
6 Nr. 4 | 2026
im globalen Wettbewerb bestehen wollen,
müssen wir entschlossener handeln.
Hightech als Schlüssel zur Zukunft
Deshalb setzen wir in Baden-Württemberg
auf eine aktive Wirtschafts- und
Innovationspolitik. Ein zentraler Baustein
ist unsere Hightech-Strategie. Sie
verfolgt das Ziel, Baden-Württemberg
als führenden Innovationsstandort Europas
weiter auszubauen.
Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien,
Mikroelektronik, Robotik, nachhaltige
Mobilität, Luft- und Raumfahrt,
Cybersicherheit sowie Gesundheits- und
Biotechnologien werden entscheidend
für die künftige Wettbewerbsfähigkeit
sein. In all diesen Bereichen verfügt Baden-Württemberg
über herausragende
Forschungseinrichtungen, innovative
Unternehmen und hochqualifizierte
Fachkräfte.
Innovation braucht passende
Rahmenbedingungen
Mit Programmen wie Invest BW fördern
wir Innovationen und Technologietransfer
gezielt. Gleichzeitig stärken wir mit
Start-up BW die Gründungskultur und
unterstützen mit Nachfolge BW die Sicherung
bestehender Unternehmen.
Denn wirtschaftliche Dynamik entsteht
dort, wo neue Ideen wachsen können und
erfolgreiche Betriebe auch in der nächsten
Generation fortgeführt werden.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen
entscheidet sich nicht allein
in den Betrieben. Sie hängt
maßgeblich von den politischen
Rahmenbedingungen ab. Deshalb brauchen
wir einen entschlossenen Kurswechsel
in der Wirtschafts- und Standortpolitik.
Unternehmen benötigen
verlässliche Energiepreise, schnellere
Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie
und eine Regulierung, die Innovation
ermöglicht statt verhindert. Wer
Investitionen in Deutschland will, muss
Investitionen einfacher machen.
Bürokratie bremst den Mittelstand
Besonders der Mittelstand leidet unter
einer immer größeren Regulierungsdichte.
Viele Unternehmerinnen und
Unternehmer verbringen inzwischen zu
viel Zeit mit Dokumentations- und Berichtspflichten
und zu wenig Zeit mit Innovationen
und Kunden.
Deshalb setzen wir uns für einen konsequenten
Bürokratieabbau ein. Die Entlastungsallianz
Baden-Württemberg hat
hierfür wichtige Impulse gesetzt. Die
neue Landesregierung geht diesen Weg
konsequent weiter. Bund und Europäische
Union müssen ebenso entschlossen
handeln.
Neue Märkte, neue Geschäftsmodelle
Gleichzeitig verändert sich die Weltwirtschaft
grundlegend. Neben dem
klassischen Warenhandel gewinnen
Dienstleistungen und digitale Geschäftsmodelle
zunehmend an Bedeutung.
Softwarelösungen, Ingenieurleistungen,
Entwicklungsdienstleistungen und
datenbasierte Angebote werden künftig
einen immer größeren Anteil der internationalen
Wertschöpfung ausmachen.
Baden-Württemberg verfügt bereits
heute über zahlreiche erfolgreiche Unternehmen
in diesen Bereichen. Unser Ziel
muss sein, diese Stärken weiter auszubauen
und neue Wachstumspotenziale
zu erschließen.
Außenwirtschaftsförderung gezielt
stärken
Dazu gehört auch eine starke Außenwirtschaftsförderung.
Gerade kleine
und mittlere Unternehmen benötigen
Unterstützung beim Zugang zu internationalen
Märkten. Unsere Wirtschaftsrepräsentanzen
im Ausland, Delegationsreisen
und Messeprogramme leisten
hierzu einen wichtigen Beitrag und helfen
Unternehmen, Chancen in strategisch
wichtigen Märkten zu nutzen.
Den Wandel aktiv gestalten
Der Erfolg Baden-Württembergs war nie
selbstverständlich. Er ist das Ergebnis
von Innovationskraft, Fleiß und unternehmerischem
Mut. Damit das auch
künftig so bleibt, müssen wir die Wettbewerbsfähigkeit
unseres Standorts konsequent
in den Mittelpunkt stellen.
Mit einem starken Mittelstand, einer
ambitionierten Hightech-Strategie und
verlässlichen wirtschaftspolitischen
Rah men bedingungen hat Baden-Württemberg
beste Voraussetzungen, auch in
Zukunft international erfolgreich zu
sein. Unser Anspruch muss sein, den
Wandel aktiv zu gestalten – als führender
Innovations- und Wirtschaftsstandort
im Herzen Europas.
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL
Nicole.Hoffmeister-Kraut@cdu.landtag-bw.de
hoffmeister-kraut.de
Anzeige
Nr. 4 | 2026
7
Baden-Württemberg im globalen
Wettbewerb
Aus wenig sehr viel gemacht – und jetzt vor
neuen internationalen Herausforderungen
Anzeige
Stefan Buhmann
Mitglied MIT-Landesvorstand und MIT-Kreisvorsitzender Zollernalb
Im Herzen Europas gelegen, mit wenigen Rohstoffen, kargen
Böden, schwieriger Topografie und Landesteilen, die nicht immer
selbstverständlich zusammenpassten: Herzlich willkommen zur
Erfolgsgeschichte Baden-Württembergs.
breinlinger.de
Foto: Nikolai Benner
Foto: 365° freiraum + umwelt Foto: Haffa
Ein Team.
Mit Leidenschaft.
Bauen.
Kanalstraße 1-4 - 78532 Tuttlingen - office@breinlinger.de
Vom armen Landstrich zum Industriestandort
Wäre unser Bundesland eine Insel, wären wir mit Sicherheit weniger
erfolgreich. Doch als Zentrum Europas und als Knotenpunkt
für Verkehr, Handel und Menschen ist unser Land aufgeblüht.
Aus kargen Böden und Schafweiden entstanden Weltkonzerne
des Maschinenbaus. Fehlende Rohstoffe wurden durch Innovation
und Erfindungsreichtum ausgeglichen, und die Globalisierung
wurde mit einem erfreulichen Umsatzplus angenommen.
Weltkonzerne und Hidden Champions finden sich hier in einer
beispiellosen Dichte.
Doch wie lange wird dieses Erfolgsmodell noch tragen?
Wenn Standortstärke zur Verwundbarkeit wird
Was früher eine Stärke war, wird zunehmend zur Gefahr. Die
Randlage droht zum Abwanderungsmagneten zu werden. Wenn
im Hochlohnland Schweiz Kettensägen günstiger produziert werden
können als hier, dann sollten bei uns die Alarmglocken läuten.
Auch zahlreiche Ideen der grünen Regierungspartner verursachen
erhebliche Kosten. Der Kampf gegen das Auto wurde
8 Nr. 4 | 2026
zwar nie offen ausgerufen, seine Auswirkungen sind jedoch spürbar.
Man kann dabei leicht mit dem Finger nach Berlin zeigen,
doch auch ein ehemaliger Verkehrsminister des Landes hat nie
wirklich ein Herz für unsere Schlüsselindustrie erkennen lassen.
Neue Abhängigkeiten, neue Konkurrenz
Ebenso zeigt das Beispiel der seltenen Erden und Schwermetalle,
wie abhängig wir geworden sind. Ganze Industriezweige ächzen
derzeit unter chinesischen Exportbeschränkungen, während
die heimische Industrie in China gezielt unterstützt
wird. Allzu bereitwillig wurden in der Vergangenheit Bau- und
Konstruktionspläne für den Zugang zu Märkten weitergegeben.
Heute laufen wir Gefahr, bestenfalls noch Juniorpartner zu sein.
So richtig haben wir unseren Platz in der neuen Weltwirtschaft
noch nicht gefunden. Die wichtigen Initiativen des Wirtschaftsministeriums
in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Luft- und
Raumfahrt sowie Zukunftstechnologien sind ein guter und
notwendiger Ansatz. Doch mit wirtschafts- und fortschrittsskeptischen
Partnern in der Regierung bleiben selbst diese Projekte
oft harte Kämpfe für „The Länd“.
Innovation braucht wieder Begeisterung
Die kommenden Monate und Jahre werden anspruchsvoll. Die
wirtschaftlichen Herausforderungen rücken näher, die Anforderungen
wachsen, und manchmal entsteht der Eindruck, für
viele junge Menschen führe der einzige sichere Weg in staatliche
Beschäftigungsverhältnisse. Doch solche Situationen haben wir
nicht zum ersten Mal erlebt.
Es muss uns wieder gelingen, die klügsten Köpfe für Ingenieur-,
Naturwissenschafts- und Wirtschaftsstudiengänge zu begeistern.
Innovation muss wieder als das verstanden werden,
was sie ist: ein Motor für Wohlstand und Fortschritt für Land
und Menschen. Zu lange wurden Verbote als nahezu einziges
politisches Instrument betrachtet.
Chancen im Herzen Europas nutzen
Es gilt, den Blick wieder auf die Chancen zu richten, die sich aus
unserer Lage im Herzen Europas ergeben. Als Mittelpunkt eines
der größten Binnenmärkte der Welt verfügt Baden-Württemberg
über enorme Potenziale. Noch ist nichts verloren. Patente fühlen
sich zwischen Mannheim und Konstanz nach wie vor besonders
wohl, ebenso wie viele talentierte Menschen aus aller Welt.
Die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg waren selten
besser als heute. Wir müssen lediglich mit Zuversicht aus der
Selbstverzwergung ausbrechen und selbstbewusst unseren Platz
behaupten.
Freiräume statt Kleinstaaterei
Das gelingt jedoch nur, wenn man Unternehmern Freiräume lässt
und die Rahmenbedingungen verbessert. Mit Sorge beobachten
wir, wenn Ministerpräsidenten aus dem Norden mit wenig durchdachten
Vorschlägen zu Energiezonen und ähnlichen Konzepten
vor allem die eigenen Standortvorteile ausbauen wollen.
Kleinstaaterei in einem vereinten Europa oder Wirtschaftspolitik
nach dem Prinzip „jeder für sich“ dürfen nicht die Antwort sein.
Hier müssen wir als MIT und Union selbstbewusst Position beziehen
und die Interessen unseres Landes vertreten.
Aufbruch für den Industriestandort
Damit Baden-Württemberg auch künftig Industriestandort
bleibt, braucht es jetzt einen klaren Aufbruch – mit verlässlichen
Rahmenbedingungen und Investitionen in die Zukunft:
• Investitionen in moderne Infrastruktur – von
leistungsfähigen Verkehrswegen bis zu schnellen
Genehmigungsverfahren.
• Konsequenter Glasfaserausbau, damit digitale Geschäftsmodelle,
Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz auch in der
Fläche möglich werden.
• Strategische Rohstoffallianzen, um Abhängigkeiten zu reduzieren
und industrielle Wertschöpfung in Europa zu sichern.
• Mehr Investitionen in Forschung und Bildung, damit aus
Ideen schneller marktfähige Innovationen werden.
• Ein klares Bekenntnis zu Industrie und Mittelstand – politisch,
gesellschaftlich und wirtschaftlich.
Baden-Württemberg hat aus wenig schon einmal sehr viel gemacht.
Jetzt kommt es darauf an, diese Stärke mit Mut, Tempo
und Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit in die Zukunft zu
führen.
Stefan Buhmann
stefan.buhmann@gmx.de
mit-zollernalb.de
AZ_MOTIV_01_90x130_farb.qxd 09.08.2007 13:46 Uhr Seite 1
Z . B .
WIR FAHREN
MIT UM
PLATZ 1
Dichtungen
für höchste
Anforderungen
und extreme
Betriebsbedingungen
F O R M E L 1
GFD · Gesellschaft für Dichtungstechnik mbH
Hofwiesenstr. 7 · D-74336 Brackenheim
Telefon (0 71 35) 95 11-0 · Fax 95 11-11
info@gfd-dichtungen.de · www.gfd-dichtungen.de
Anzeige
© wab.Bruder
Nr. 4 | 2026
9
Maschinenbau unter Druck –
Baden-Württemberg im
globalen Wettbewerb
Warum Exportmärkte, Standortbedingungen und
Zukunftstechnologien jetzt entscheidend sind
Industrielle Stärke mit internationaler
Reichweite
Baden-Württemberg gilt als eine der
weltweit führenden Industrieregionen
und weist mit knapp 35 Prozent einen
außergewöhnlich hohen Anteil des
Produzierenden Gewerbes auf. Der
Südwesten steht für Erfindergeist,
unternehmerischen Mut und eine
starke mittelständische Struktur mit
zahlreichen „Hidden Champions“, die
mit ihren Produkten weltweit Spitzenpositionen
einnehmen. Der Erfolg dieses
Modells basiert nicht zuletzt auf klassischen
Tugenden wie Verlässlichkeit,
Fleiß und Innovationskraft.
Für diese Stärken steht auch der Maschinen-
und Anlagenbau als eine der
industriellen Leitbranchen des Landes.
Mit über 323.000 Beschäftigten ist er
der größte industrielle Arbeitgeber in
Dr. Dietrich Birk
Geschäftsführer VDMA Baden-Württemberg
Baden-Württemberg und erwirtschaftet
mit 83,1 Milliarden Euro rund ein Fünftel
des Industrieumsatzes. Gleichzeitig
zeichnet sich die Branche durch eine
hohe technologische Breite über viele
Fachzweige hinweg aus.
Anzeige
Bau-Reinigung
Schwimmbad-
Reinigung
Meisterbetrieb seit 1947
Fassaden-Reinigung
Kehrwochen-
Reinigung
Glas-Reinigung
So ist der nominale Umsatz der Branche
zuletzt zwei Jahre in Folge gesunken. Das
macht sich auch am Arbeitsmarkt be-
Teppichboden-
Reinigung
Unterhalts-Reinigung
Winterdienste /
Parkflächenreinigung
SAUBER
geht‘s
besser!
Jalousien-Reinigung
Reinigung Photovoltaikund
Solaranlagen
Claus Gebäudereinigung GmbH & Co. KG · Vaihinger Str. 31 · 71063 Sindelfingen
Tel.: 07031-814792 · info@claus-gebaeudereinigung.de · www.claus-gebaeudereinigung.de
Krisenjahre hinterlassen Spuren
Die vergangenen Krisenjahre haben
jedoch deutliche Spuren hinterlassen.
Nicht nur die schwächelnde Konjunktur,
sondern auch geopolitische Konflikte,
protektionistische Tendenzen im globalen
Handel und gestörte Lieferketten
belasten die Entwicklung. Hinzu kommen
strukturelle Standortprobleme wie
Überregulierung, zu hohe Kostenbelastungen
und ein massiver Investitionsstau
bei der Infrastruktur.
10 Nr. 4 | 2026
Anzeige
merkbar: Allein 2025 gingen rund 10.000
Arbeitsplätze verloren, und diese Entwicklung
dürfte sich weiter fortsetzen.
Exportmärkte im Wandel
Als exportorientierte Branche ist der
Maschinenbau besonders von globalen
Entwicklungen abhängig. Das Exportvolumen
ist aufgrund der schwierigen
Rahmenbedingungen spürbar zurückgegangen,
besonders in die USA als
wichtigsten Absatzmarkt mit einem Anteil
von rund 15 Prozent der Maschinenausfuhren.
Die Unsicherheiten infolge
der unberechenbaren Zollpolitik der
Trump-Administration haben dem transatlantischen
Handel massiv geschadet.
Dennoch eröffnet die dort eingeleitete
Reindustrialisierung weiterhin Chancen,
da viele Industrien vor Ort auf hochwertige
Investitionsgüter aus Europa
angewiesen sind, weil sie ihre Nachfrage
in vielen Bereichen nur unzureichend
selbst decken können.
China, Abhängigkeiten und neue
Perspektiven
Auch nach China, dem bisher zweitwichtigsten
Markt, sind die Ausfuhren
gesunken. Ursache ist unter anderem
ein unfairer Wettbewerb durch staatlich
geförderte Überkapazitäten in zentralen
Industriezweigen. Diese Wettbewerbsverzerrungen
wirken zunehmend auch in
Drittstaaten und erhöhen den Preisdruck
auf international tätige Unternehmen.
Die Entwicklung in den beiden wichtigsten
Absatzmärkten zeigt, wie risikobehaftet
einseitige Abhängigkeiten sind.
Umso wichtiger ist eine strategische
Diversifizierung. Freihandelsabkommen,
etwa mit Indien und den Mercosur-
Staaten, eröffnen durch den Abbau von
Handelshemmnissen neue Wachstumsperspektiven.
Gerade Indien entwickelt
sich dynamisch zu einem verlässlichen
Markt mit großem Potenzial.
Reformbedarf am Standort
Deutschland
Die Standortbedingungen in Deutschland
haben sich im internationalen
Vergleich spürbar verschlechtert. Ein
nachhaltiger Aufschwung kann nur mit
strukturellen Reformen gelingen. Der
Abbau bürokratischer Berichtspflichten
sowie eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren
sind längst überfällig.
Dies gilt auch für eine Senkung der
Unternehmensbesteuerung.
Auf Bundesebene bleiben viele Ankündigungen
bislang ohne ausreichende
Umsetzung. Notwendig sind insbesondere
Reformen bei Arbeitszeit und
Sozialabgaben, um die Wettbewerbsfähigkeit
zu verbessern. Auf Landesebene
setzt der neue Koalitionsvertrag
wichtige Impulse, etwa beim Bürokratieabbau
und bei der Förderung von
Zukunftstechnologien. Entscheidend ist
jedoch die konsequente Umsetzung.
Zukunftstechnologien als Chance
Neben der Politik sind auch die Unternehmen
selbst gefordert. Effiziente
Prozesse, resiliente Lieferketten und
eine strategische Weiterentwicklung
der Geschäftsmodelle gewinnen weiter
an Bedeutung. Digitalisierung, der
Einsatz von Künstlicher Intelligenz und
kontinuierliche Innovation sind zentrale
Voraussetzungen, um im internationalen
Wettbewerb erfolgreich zu bleiben.
Gleichzeitig ist es wichtig, neue Zukunftsmärkte
frühzeitig zu erschließen.
Große Chancen bietet beispielsweise
die humanoide Robotik. Der Maschinen-
und Anlagenbau kann hier entlang
der gesamten Wertschöpfungskette –
von Antrieben über Sensorik bis hin zu
Software und Integration – eine zentrale
Rolle spielen und so neue industrielle
Wertschöpfung, hochwertige Arbeitsplätze
und technologische Souveränität
sichern.
Gemeinsamer Kraftakt für die
Zukunft
Mit einem gemeinsamen Kraftakt von
Wirtschaft und Politik wird der Maschinen-
und Anlagenbau in Baden-Württemberg
seiner Rolle als Innovationsmotor
gerecht bleiben und seine starke
Position im globalen Wettbewerb weiter
ausbauen. Entscheidend wird sein, das
vorhandene Potenzial konsequent zu
nutzen.
Dr. Dietrich Birk
dietrich.birk@vdma.eu
vdma.eu/baden-wuerttemberg
Nr. 4 | 2026
SystemTechnologie
• Feinmechanische
Präzisionsteile
- CNC Fräsen
- CNC Drehen
• komplexe Baugruppenund
Gerätefertigung
Leidenschaft
für Präzision
GENTHNER SystemTechnologie begleitet
seine Kunden vom Prototypen
über die Großserie bis hin
zum Ersatzteil und ist Systemlieferant
von Spitzenherstellern im
gehobenen Marktsegment der
Medizintechnik.
Profitieren Sie von unseren hochwertigen
Fertigungseinrichtungen,
umfangreicher Qualitätstechnik sowie
unserer langjährigen Erfahrung.
GENTHNER SystemTechnologie GmbH
Gewerbestraße 40
75217 Birkenfeld-Gräfenhausen
Tel. +49 7082 79182-0 · info@genthner.com
www.genthner.com
11
Deutschland braucht wieder
mehr Lust auf Leistung
Roland Mack über Unternehmergeist, Verantwortung und
die internationale Stärke Baden-Württembergs
Baden-Württemberg steht weltweit für
Tüftlergeist, Familienunternehmen und
Qualität. Doch Wettbewerbsfähigkeit
entsteht nicht von selbst: Sie braucht
Leistungsbereitschaft, Vertrauen in
Unternehmer und politische Rahmenbedingungen,
die Gestaltung ermöglichen
statt Fortschritt auszubremsen.
Anzeige
Ein Land der Tüftler und Familienbe
triebe
Baden-Württemberg ist seit Jahrzehnten
ein Land der Tüftler, Unternehmer und
Familienbetriebe. Ein Land, das durch
Ideen, Fleiß, Präzision und den Mut, Dinge
besser machen zu wollen als andere, besticht.
Genau diese Haltung hat unser
Land stark gemacht – und sie ist bis heute
die Grundlage unseres Wohlstands.
Auch der Europa-Park ist aus diesem
Geist entstanden. Mein Vater war Wagenbauer,
wir kommen aus einem klassischen
Handwerksbetrieb. Niemand hätte in den
1970er-Jahren geglaubt, dass aus einer
Idee in Rust einmal eines der erfolgreichsten
Tourismusunternehmen Europas
werden könnte. Aber wir hatten den
Mut, Verantwortung zu übernehmen, Risiken
einzugehen und jeden Tag mit Leidenschaft
an einer Vision zu arbeiten.
Deshalb empfinde ich große Dankbarkeit
gegenüber diesem Land und insbesondere
gegenüber Baden-Württemberg. Gleichzeitig
sehe ich es als Pflicht an, offen über
Entwicklungen zu sprechen, die mir Sorgen
machen. Zuspitzungen wie „Abstieg
eines Stars“ nehme ich sehr bewusst wahr
– nicht, weil ich Deutschland schlechtreden
will. Im Gegenteil: Ich habe diesem
Land unglaublich viel zu verdanken. Aber
gerade deshalb dürfen wir Probleme nicht
verdrängen.
WE MAKE
SURFACE
INNOVATION
WORK
WWW.BIX.GMBH | MESSKIRCH
Roland Mack
Gründer des Europa-Park
Erfolg braucht Verantwortung
Deutschland hat über Jahrzehnte von Tugenden
gelebt, die uns weltweit Respekt
eingebracht haben: Verlässlichkeit, Qualität,
Innovationskraft und vor allem eine
enorme Leistungsbereitschaft. Wir waren
erfolgreich, weil Menschen bereit waren,
Verantwortung zu übernehmen und
mehr zu leisten als andere. Weil Unternehmer
investiert haben, obwohl Risiken
da waren. Weil Familienunternehmen
langfristig gedacht haben – nicht bis zum
nächsten Quartal, sondern oft über Generationen
hinweg.
Ich habe manchmal den Eindruck, dass
wir genau diese Eigenschaften ein Stück
weit verlieren. Wenn ich heute viele Diskussionen
verfolge, geht es oft um Begrenzung,
um Absicherung und darum,
Risiken möglichst zu vermeiden. Natürlich
braucht ein sozialer Rechtsstaat Sicherheit
und Stabilität. Aber ein Land kann
nicht erfolgreich bleiben, wenn es nur
noch verwaltet statt gestaltet.
Gerade wir Familienunternehmer wissen
doch: Fortschritt entsteht niemals in der
Komfortzone. Fortschritt entsteht durch
12 Nr. 4 | 2026
Mut, durch Einsatz und durch Menschen,
die bereit sind, Verantwortung zu tragen.
Familienunternehmen denken in
Generationen
Im Europa-Park investieren wir seit Jahrzehnten
jeden erwirtschafteten Euro
wieder in die Zukunft. Wir denken nicht
in kurzfristigen Renditen, sondern in Generationen.
Genau das ist die Stärke vieler
mittelständischer Unternehmen in Baden-
Württemberg. Familienunternehmen handeln
oft nachhaltiger, näher an den Menschen
und mit größerer Verantwortung
für Mitarbeiter und Region.
Aber genau diese Unternehmen geraten
zunehmend unter Druck. Die Bürokratie
wächst in einem Ausmaß, das
viele Unternehmer inzwischen lähmt.
Entscheidungen dauern zu lange, Genehmigungen
ziehen sich über Jahre, und
immer neue Regelungen erschweren Investitionen.
Ich erlebe das in vielen Gesprächen
mit Unternehmerinnen und
Unternehmern im ganzen Land.
Wir brauchen deshalb dringend wieder
mehr Vertrauen in unternehmerische Verantwortung
und vor allem mehr Tempo
im Handeln. Deutschland war einmal
bekannt für Effizienz und Pragmatismus.
Heute verlieren wir uns zu oft in Verfahren,
Zuständigkeiten und endlosen
Debatten.
nie als Angriff verstanden, sondern als
Zeichen von Respekt. Wer jemanden fordert,
traut ihm etwas zu.
Arbeit kann Sinn stiften
Deshalb halte ich auch die Diskussion über
Arbeit oft für falsch geführt. Arbeit ist weit
mehr als bloße Pflichterfüllung. Arbeit kann
Sinn stiften, Identität geben und Freude
machen. Wer mit Leidenschaft arbeitet,
Verantwortung übernimmt und sich wirklich
einbringt, hat heute größere Chancen
denn je – gerade weil viele diesen Einsatz
nicht mehr selbstverständlich leisten.
Ich will das ausdrücklich nicht pauschalisieren.
Es gibt in Deutschland unglaublich
viele engagierte, kreative und
fleißige Menschen. Gerade junge Unternehmerinnen
und Unternehmer beeindrucken
mich immer wieder mit ihrer
Energie und ihren Ideen. Aber wir dürfen
uns als Gesellschaft nicht in einer
Komfortzone einrichten. Wir müssen wieder
den Anspruch haben, besser zu sein.
Nicht der Größte, sondern der Beste.
Wettbewerbsfähigkeit muss täglich
erarbeitet werden
Dazu gehört auch, wieder stärker an die
eigene Stärke zu glauben. Deutschland
hat hervorragende Ingenieure, starke
Familienunternehmen, innovative Mittelständler
und eine hohe internationale
Reputation. Baden-Württemberg steht
weltweit für Qualität und Verlässlichkeit.
Darauf können wir stolz sein.
Aber Wettbewerbsfähigkeit entsteht
nicht automatisch. Sie muss jeden Tag
neu erarbeitet werden. In einer Welt
voller geopolitischer Krisen, wachsender
internationaler Konkurrenz und technologischer
Umbrüche können wir uns Stillstand
nicht leisten.
Wir brauchen deshalb mehr Unternehmergeist,
mehr Offenheit für Innovation
und mehr Vertrauen in diejenigen, die
Verantwortung übernehmen. Vor allem
aber brauchen wir wieder mehr Lust auf
Leistung.
Mehr Leistung wagen
Für mich ist die zentrale Botschaft deshalb
ganz einfach: Mehr Leistung wagen.
Mehr Verantwortung übernehmen. Mehr
Diskussion zulassen. Und vor allem nicht
auf andere warten.
Jeder Einzelne kann etwas bewegen – im
Kleinen wie im Großen.
Deutschland ist ein Land, das sich entscheiden
muss, ob es wieder mit Selbstvertrauen,
Mut und Leistungswillen auf
die große Bühne zurückkehren will.
Roland Mack
europapark.de
Leistung entsteht aus innerer
Motivation
Dabei geht es nicht nur um wirtschaftliche
Kennzahlen. Was mich fast noch
mehr beschäftigt, ist die Haltung dahinter.
Erfolg entsteht nicht durch Druck von
außen, sondern durch eine innere Motivation
– durch Freude an Leistung. Ich habe
früh gelernt: Wenn man jung ist und die
Energie hat, dann muss man sie nutzen.
Niemand kommt von allein und bringt
dich nach vorne. Du musst selbst gehen,
selbst arbeiten, selbst besser werden.
Mein Vater Franz hat immer gesagt: „Du
musch net schwätze, sondern mache.“
Dieser Satz begleitet mich bis heute.
Ich sehe aber auch, dass sich unsere Gesellschaft
verändert hat. Viele suchen
heute eher Bestätigung als echte Weiterentwicklung.
Dabei entsteht Fortschritt
immer durch Reibung – durch Menschen,
die einem sagen: Das war noch nicht gut
genug. Ich habe Kritik in meinem Leben
www.prinzing-elektro.de
Anzeige
Nr. 4 | 2026
13
Baden-Württembergs
Wirtschaftsvertretung
in der Welt
Foto: Tobias Koch
Warum Außenwirtschaftsförderung,
Diversifizierung und starke Netzwerke
für unseren Standort entscheidend sind
Anzeige
Thomas Bareiß MdB
Parlamentarischer Staatssekretär a.D.
Baden-Württemberg lebt von internationalem Handel. Gerade
für den Mittelstand sind offene Märkte, verlässliche Partner
und professionelle Unterstützung vor Ort entscheidend,
um neue Chancen zu nutzen und Risiken in einer unsicheren
Weltwirtschaft zu begrenzen.
Ihr kompetenter Partner für
Kunststoffspritzguss und Formenbau
§ Planen
§ Konstruieren
§ Fertigen
§ Feinguss
§ MIM
§ Kunststoff
Herbert Kaut GmbH & Co. KG
Winterlinger Str. 16
72488 Sigmaringen
Tel.: 07571/18201-0
info@kaut.info
www.kaut-kunststofftechnik.de
Außenwirtschaft als Standortfaktor
Baden-Württemberg ist eine der exportstärksten Regionen Europas.
Wohlstand, Innovationskraft und hunderttausende Arbeitsplätze
hängen unmittelbar von erfolgreichen internationalen
Wirtschaftsbeziehungen ab. Jeder zweite Euro wird in unserem
Land im Export erwirtschaftet. Für viele Unternehmen – vom
global agierenden Industriekonzern bis zum familiengeführten
Mittelständler – sind internationale Märkte unverzichtbar.
Deshalb kommt der Außenwirtschaftspolitik und der internationalen
Wirtschaftsvertretung Deutschlands eine zentrale
Bedeutung zu. Wer die Interessen unseres Landes erfolgreich
vertreten will, muss dort präsent sein, wo die Märkte der Zukunft
entstehen. Gerade die dynamischen Wachstumsregionen Asiens
gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Instrumente, die Unternehmen konkret helfen
Im Deutschen Bundestag beraten wir regelmäßig über Instrumente
der Außenwirtschaftspolitik im Haushalt des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Energie. Dazu gehören die Fi-
14 Nr. 4 | 2026
Anzeige
nanzierung der deutschen Auslandshandelskammern, die Arbeit
von Germany Trade & Invest, Programme zur Exportförderung,
Unternehmensdelegationen sowie Maßnahmen zur Unterstützung
deutscher Unternehmen auf internationalen Märkten.
Diese Mittel sind keine abstrakten Haushaltspositionen. Sie
schaffen konkreten Mehrwert für unsere Unternehmen. Gerade
kleine und mittelständische Betriebe profitieren von Unterstützung
beim Markteintritt, bei Investitionsentscheidungen und
bei der Erschließung neuer Absatzmärkte. Internationale Wettbewerbsfähigkeit
beginnt häufig mit genau diesen Instrumenten
der Außenwirtschaftsförderung.
Südostasien im Fokus
Wie diese Arbeit vor Ort ankommt, habe ich mir Ende April
im Rahmen einer Reise nach Singapur und Indonesien als zuständiger
Hauptberichterstatter im Haushaltsausschuss angeschaut.
Ziel war es, die wirtschaftlichen und geopolitischen
Entwicklungen in Südostasien besser zu verstehen, bestehende
Partnerschaften zu vertiefen und neue Impulse für die Zusammenarbeit
mit dieser dynamischen Region zu setzen.
Bereits in Singapur wurde deutlich, welche strategische Bedeutung
der Stadtstaat in einer zunehmend multipolaren Weltordnung
einnimmt. In Gesprächen mit Vertretern von Enterprise
Singapore, der Deutschen Botschaft und der Auslandshandelskammer
stand insbesondere die Positionierung Singapurs zwischen
den wirtschaftlichen Interessen der USA und Chinas im
Mittelpunkt. Stabilität, Innovationsfähigkeit und offene Handelsbeziehungen
sind dort keine Schlagworte, sondern Grundlage
wirtschaftlichen Erfolgs.
Halbleiter, Logistik und Mittelstand
Besonders eindrucksvoll waren die Unternehmensbesuche bei
deutschen Firmen vor Ort. Bei Infineon Technologies wurde
sichtbar, welche zentrale Rolle moderne Halbleitertechnologien
für globale Lieferketten, Digitalisierung und technologische
Souveränität spielen. Gerade für Baden-Württemberg mit seiner
starken Automobil-, Maschinenbau- und Elektronikindustrie sind
resiliente Halbleiterlieferketten von entscheidender Bedeutung.
Auch der Besuch bei Jungheinrich zeigte, wie erfolgreich deutsche
Unternehmen in Logistik, Automatisierung und Industrie
4.0 auf internationalen Märkten agieren. Viele dieser Technologien
werden in Baden-Württemberg entwickelt oder eingesetzt
und bilden die Grundlage unserer industriellen Wettbewerbsfähigkeit.
Für den Mittelstand sind dabei verlässliche Ansprechpartner
vor Ort besonders wichtig. Die Arbeit der Auslandshandelskammern,
von Germany Trade & Invest und des German
Center Singapore wurde in zahlreichen Gesprächen als unverzichtbarer
Baustein erfolgreicher Internationalisierung bestätigt.
Hoher Designanspruch, frei geplante Grundrisse, ein großes Netzwerk
aus örtlichen Architekten und die Ausführung 100% made
in Germany: Wir bauen nicht einfach ein Haus. Sondern verwirklichen
Ihren ganz persönlichen Lebenstraum. Familie Renz hat sich
den Wunsch vom individuellen Architekten-Haus schon erfüllt.
Wann sprechen wir über Ihre Träume?
Indonesien als Wachstumsmarkt
Anschließend führte die Reise nach Jakarta. Mit mehr als 280 Millionen
Einwohnern entwickelt sich Indonesien zu einem der bedeutendsten
Wachstumsmärkte der Welt. Das Land verfügt über
Rohstoffvorkommen, eine junge Bevölkerung und einen steigenden
Investitionsbedarf in nahezu allen Wirtschaftsbereichen.
In Gesprächen mit Investitionsminister Rosan Roeslani standen
Investitionen, industrielle Wertschöpfung, Rohstoffpartner-
Nr. 4 | 2026
15
schaften und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Gerade für die exportorientierte Wirtschaft Baden-Württembergs
ergeben sich hier langfristige Chancen. Auch bei Gesprächen
mit Unternehmen wie BASF, thyssenkrupp, GEA oder
Giesecke+Devrient wurde deutlich, welches Potenzial Südostasien
für deutsche Unternehmen bietet. Energieversorgung,
Gesundheitswirtschaft, Digitalisierung, Infrastruktur und Rohstoffverarbeitung
werden die Zusammenarbeit in den kommenden
Jahren prägen.
China bleibt wichtig – aber nicht allein
Neben Südostasien bleibt auch China für die deutsche und
insbesondere die baden-württembergische Wirtschaft von
herausragender Bedeutung. Trotz geopolitischer Spannungen,
wachsender Wettbewerbsintensität und notwendiger Diversifizierungsstrategien
ist China weiterhin einer der wichtigsten
Absatz-, Beschaffungs- und Innovationsmärkte der Welt. Für
exportorientierte Unternehmen aus Baden-Württemberg ist
Präsenz vor Ort häufig ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.
Die Gespräche mit deutschen Mittelständlern in China haben gezeigt,
dass das Land nicht nur Absatzmarkt, sondern zunehmend
auch Innovationsstandort ist. Entwicklungen in Künstlicher Intelligenz,
Batterietechnologie, autonomem Fahren, Robotik
und moderner Fertigung setzen weltweit Maßstäbe. Für unsere
Unternehmen bedeutet dies Herausforderung und Chance
zugleich.
Diversifizierung statt Rückzug
Die Beispiele aus Südostasien und China verdeutlichen die Notwendigkeit
einer ausgewogenen wirtschaftspolitischen Strategie.
Deutschland muss seine wirtschaftlichen Beziehungen zu China
weiterhin aktiv gestalten und gleichzeitig neue Partnerschaften in
Wachstumsregionen wie Südostasien aufbauen. Resiliente Lieferketten
entstehen nicht durch Rückzug aus internationalen Märkten,
sondern durch breitere Aufstellung und stärkere Diversifizierung.
Für Baden-Württemberg mit seiner starken Automobilindustrie,
seinem Maschinenbau, seiner Chemieindustrie und seinen zahlreichen
Weltmarktführern im Mittelstand gilt dies in besonderem
Maße. Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes wird auch künftig
davon abhängen, wie erfolgreich unsere Unternehmen auf
internationalen Märkten präsent sind und wie gut wir wirtschaftliche
Chancen weltweit nutzen.
Starke Vertretung in der Welt
Die Reise nach Singapur, Indonesien und China hat eindrucksvoll
bestätigt: Investitionen in Außenwirtschaftsförderung sind
Investitionen in Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand in
Deutschland. Unsere Unternehmen sind Botschafter unseres
Landes in aller Welt. Aufgabe der Politik ist es, ihnen die bestmöglichen
Rahmenbedingungen zu bieten.
Baden-Württembergs wirtschaftlicher Erfolg wird auch künftig
maßgeblich davon abhängen, wie gut wir auf den Weltmärkten vertreten
sind. Deshalb bleibt eine starke Wirtschaftsvertretung in der
Welt ein zentraler Baustein für die Zukunft unseres Landes.
Thomas Bareiß MdB
thomas.bareiss@bundestag.de
thomas-bareiss.de
Anzeige
Wir arbeiten mit folgenden Materialsystemen
PUR-Hartschaum
PUR-Integral-Hartschaum
PUR-Kompaktduromer
PUR-RRIM / RRIM / HS-RRIM(High-Speed) / HT-RRIM
PUR-SRIM
Erwin Friedmann Kunststoffwerk GmbH
77656 Offenburg, Industriestraße 9
Tel. 07 81 / 9 69 34 – 0 Fax 07 81 / 9 69 34 - 99
vertrieb@friedmann-formteile.de
16 Nr. 4 | 2026
Es reicht nicht
mehr, den
Mittelstand
nur zu loben
www.sixt-gmbh.de
Pressteile
Presswerkzeuge
Ihr Partner… von der
Entwicklung bis zur Serie.
Sixt GmbH Rudolf-Diesel-Str. 1 · 71106 Magstadt
Anzeige
Warum jetzt wirtschaftspolitische
Klarheit gefragt ist
Marcel Bonnet
Landesgeschäftsführer der MIT Baden-Württemberg
Seit einigen Monaten darf ich als Landesgeschäftsführer der MIT
Baden-Württemberg arbeiten. Es ist eine Aufgabe, die mir große
Freude macht – aber sie macht mir auch jeden Tag deutlicher, wie
ernst die Lage für viele Betriebe in unserem Land geworden ist.
Denn wer mit Unternehmerinnen und Unternehmern spricht,
hört derzeit selten Klagen aus Gewohnheit. Man hört Sorge.
Man hört Frust. Und man hört immer öfter die Frage, ob sich
Leistung, Risiko und Verantwortung in Deutschland überhaupt
noch lohnen.
Der Mittelstand wird in Sonntagsreden gerne als Rückgrat der
Wirtschaft bezeichnet. Das klingt gut, ist aber inzwischen zu
wenig. Ein Rückgrat muss man stärken – nicht zusätzlich belasten.
Wer Betriebe mit Bürokratie, hohen Energiekosten, immer
neuen Nachweispflichten und politischen Unsicherheiten überzieht,
darf sich nicht wundern, wenn Investitionen ausbleiben,
Nachfolger fehlen und Arbeitsplätze unter Druck geraten.
M001_Image_4c_91x62mm_de.indd 1 29.04.2016 15:37:05
Baden-Württemberg lebt von Menschen, die anpacken. Von
Familienunternehmen, Handwerksbetrieben, Dienstleistern,
Händlern, Freiberuflern und industriellen Weltmarktführern. Sie
alle schaffen Wohlstand nicht durch politische Programme, sondern
durch Arbeit, Mut und unternehmerische Verantwortung.
Genau diese Haltung hat unser Land stark gemacht.
Doch wir sind dabei, diese Stärke zu verspielen. Nicht, weil es an
Ideen fehlt. Nicht, weil unsere Betriebe nicht wettbewerbsfähig
sein wollen. Sondern weil Politik zu oft bremst, statt zu ermöglichen.
Weil Genehmigungen zu lange dauern. Weil Infrastrukturprojekte
verschleppt werden. Weil Leistung zu hoch belastet und
Risiko zu wenig honoriert wird.
Wer Baden-Württemberg international erfolgreich halten will,
muss zu Hause anfangen. Wir brauchen leistungsfähige Straßen
und Schienen, schnellen Glasfaserausbau, bezahlbare Energie,
sichere Rohstoffzugänge und eine Bildungspolitik, die junge
Menschen wieder für Technik, Handwerk, Unternehmertum und
Leistung begeistert. Vor allem aber brauchen wir ein klares Bekenntnis
zu Industrie und Mittelstand.
Die MIT Baden-Württemberg wird genau dafür stehen: für klare
Worte, für wirtschaftliche Vernunft und für eine Politik, die denjenigen
den Rücken stärkt, die unser Land jeden Tag am Laufen
halten. Wir werden unbequem sein, wenn es sein muss. Denn
unsere Aufgabe ist nicht, politische Beschlüsse schönzureden.
Unsere Aufgabe ist es, die Realität des Mittelstands in die politische
Debatte zu tragen.
Baden-Württemberg kann Zukunft. Aber Zukunft entsteht
nicht durch Verwaltung. Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung
übernehmen, investieren, ausbilden und etwas
wagen.
Deshalb reicht es nicht mehr, den Mittelstand nur zu loben. Jetzt
muss Politik endlich beweisen, dass sie ihn verstanden hat.
Marcel Bonnet
bonnet@mit-bw.de
mit-bw.de
Nr. 4 | 2026
17
Aus den Kreisen & Bezirken
MIT Württemberg-Hohenzollern stellt
Weichen für die kommenden Jahre
Bezirksmittelstandstag in Reutlingen bestätigt Joachim Fauser im Amt und diskutiert
Reformen, Wirtschaft und Zukunft der Union
Der Bezirksmittelstandstag der MIT
Württemberg-Hohenzollern stand im
Zeichen von Kontinuität, wirtschaftspolitischem
Profil und offener Diskussion.
Rund 25 stimmberechtigte Mitglieder
kamen in Reutlingen zusammen,
bestätigten Joachim Fauser als Bezirksvorsitzenden
und machten deutlich: Der
Mittelstand braucht eine starke Stimme
– gerade in Zeiten wirtschaftlicher und
gesellschaftlicher Herausforderungen.
Kontinuität und klare mittelständische
Stimme
Der Bezirksmittelstandstag der Mittelstands-
und Wirtschaftsunion (MIT)
Württemberg-Hohenzollern stand in diesem
Jahr ganz im Zeichen von Kontinuität,
politischem Austausch und dem klaren
Bekenntnis zu einer starken Stimme des
Mittelstands. Rund 25 stimmberechtigte
Mitglieder kamen am 8. Juni in Reutlingen
zusammen, um die Weichen für die kommenden
Jahre zu stellen.
Bereits zur Eröffnung machte der Bezirksvorsitzende
Joachim Fauser deutlich,
welche Bedeutung der Mittelstand für die
Region besitzt. Er bezeichnete die mittelständischen
Unternehmen als „Rückgrat
unserer Wirtschaft“ und dankte den Mitgliedern
für ihr ehrenamtliches Engagement
innerhalb der MIT.
Reformen tun weh – sind aber
notwendig
In den anschließenden politischen Grußworten
standen die aktuellen Herausforderungen
für Wirtschaft und Gesellschaft
im Mittelpunkt. Dr. Max Menton
MdL, weiterhin als Arzt an der Universitätsfrauenklinik
Tübingen tätig
und selbst aus einem mittelständischen
Familienbetrieb stammend, betonte
die besondere Rolle der MIT innerhalb
der CDU. Die Vereinigung müsse die
Anliegen der Unternehmerinnen und
Unternehmer weiterhin mit Nachdruck
vertreten und auch unbequeme Themen
offen ansprechen.
Aus seiner Tätigkeit als praktizierender Arzt
berichtete Menton von Fehlentwicklungen
und einem aus seiner Sicht stark gestiegenen
Anspruchsdenken. Es könne nicht
der Normalfall sein, sich wegen einer Grippe
am Wochenende per Rettungswagen in die
Notaufnahme fahren zu lassen, um Taxikosten
zu sparen oder weil sonntags kein
Hausarzt verfügbar sei. Dadurch würden
Mittel gebunden, die andernorts sinnvoller
eingesetzt werden könnten.
18 Nr. 4 | 2026
Eine qualitativ hochwertige Versorgung
könne langfristig nur durch eine mutige,
aber ausgewogene Gesundheitsreform
gesichert werden, die allen Beteiligten
auf der einen oder anderen Seite Opfer
abverlange. Ein funktionierendes Gesundheitssystem
könne nicht Versorgung der
allerbesten Güteklasse bieten, ohne dass
hierfür auch entsprechende Beiträge geleistet
werden.
Mittelstand im Mittelpunkt der
politischen Debatte
Manuel Hailfinger MdL hob in seinem
Grußwort die Bedeutung des Mittelstands
als tragende Säule der deutschen Wirtschaft
hervor. Nach den abgeschlossenen
politischen Weichenstellungen gelte es
nun, die parlamentarische Sacharbeit in
den Mittelpunkt zu rücken. Trotz aller
Herausforderungen sprach er von einer
spürbaren Aufbruchsstimmung und zeigte
sich optimistisch für die kommenden
Monate.
Die anschließende Fragerunde nutzten die
Mitglieder für einen offenen Austausch
mit den anwesenden Abgeordneten. Diskutiert
wurden unter anderem die Auswirkungen
geplanter Gesetzesvorhaben,
Erwartungen an die politische Verlässlichkeit
der Union sowie die Frage, wie
wirtschaftspolitische Themen künftig
noch stärker in den Fokus rücken können.
Einigkeit bestand darüber, dass die Politik
die Realität in den Unternehmen stärker
berücksichtigen müsse.
Wirtschaftspolitik bleibt Kernthema
In seiner kurzen Ansprache an die anwesenden
Mittelständler berichtete der
kürzlich in den Bundestag nachgerückte
Abgeordnete Christoph Naser über seine
ersten Erfahrungen in Berlin und warb
für die Bereitschaft zu notwendigen Reformen.
Entscheidend sei ein klares Zukunftsbild:
ein wirtschaftlich handlungsfähiger
Staat, verbunden mit einem
verantwortungsvollen Sozialstaat.
Auch in der abschließenden Aussprache
wurde deutlich, dass die wirtschaftspolitische
Ausrichtung eine zentrale Aufgabe
der Regierungen im Land und im
Bund werden muss. Die Mitglieder waren
sich einig, den Dialog mit Nachdruck zu
führen und die Anliegen des Mittelstands
noch entschlossener in politische Entscheidungsprozesse
einzubringen.
Vorstand einstimmig entlastet
Im Rahmen der Rechenschaftsberichte
zog Joachim Fauser eine positive Bilanz
der vergangenen beiden Jahre. Neben
zwei Klausurtagungen und sieben Vorstandssitzungen
verwies er auf zahlreiche
Veranstaltungen in den Kreisverbänden,
die den direkten Austausch mit
Mitgliedern und Unternehmen ermöglicht
hätten.
Schatzmeister Andreas Hintz stellte die
Finanzentwicklung der Jahre 2024 und
2025 vor. Die Kassenprüfung bestätigte
eine ordnungsgemäße Buchführung. Im
Anschluss wurde die gesamte Vorstandschaft
einstimmig entlastet.
Joachim Fauser im Amt bestätigt
Bei den turnusgemäßen Wahlen erhielt
Joachim Fauser erneut das Vertrauen der
Delegierten und wurde mit großer Mehrheit
als Bezirksvorsitzender bestätigt.
Zu seinen Stellvertretern wurden Stefan
Buhmann, Dr. Gerd Gaiser und
Achim Rieger gewählt. Andreas Benz
übernimmt künftig das Amt des Schatzmeisters,
von dem sich Andreas Hintz
nach langjähriger Tätigkeit nun trennt.
Komplettiert wird der Vorstand durch
weitere Funktionsträger und Beisitzer,
die die Arbeit der MIT in den kommenden
Jahren mitgestalten werden. Darüber
hinaus wählte die Versammlung
ihre Delegierten für den Landes- und
Bundesmittelstandstag.
Besondere Ehrung für langjähriges
Engagement
Einen emotionalen Höhepunkt erlebte die
Versammlung zum Abschluss: Auf Vorschlag
von Joachim Fauser wurde Andreas
Hintz in Anerkennung seines langjährigen
und engagierten Wirkens einstimmig zum
Ehrenmitglied der MIT Württemberg-
Hohenzollern ernannt. Die Delegierten
würdigten diese Entscheidung mit langanhaltendem
Applaus.
Geschlossenheit und klares Profil
Mit dem Bezirksmittelstandstag sendete
die MIT Württemberg-Hohenzollern ein
deutliches Signal: Der Mittelstand braucht
eine starke politische Stimme. Die MIT
muss diese Rolle weiterhin engagiert,
konstruktiv und mit klarem wirtschaftspolitischem
Profil einfordern.
Janina Rieger (Pressesprecherin)
janina.rieger@mit-sigmaringen.de
mit-wueho.de
Anzeige
Nr. 4 | 2026
19
Starke Wirtschaft,
sichere Zukunft
Christina Stumpp zu Gast beim 46. Kurpfälzer Frühschoppen auf dem Mannheimer Maimarkt
Volles Festzelt auf dem
Mannheimer Maimarkt
Der 46. Kurpfälzer Frühschoppen des
Mittelstandes brachte rund 1.000
Gäste auf dem Mannheimer Maimarkt
zusammen. Im Mittelpunkt standen die
Festrede von Christina Stumpp, klare
wirtschaftspolitische Forderungen und
ein starkes Signal für Mittelstand, Handwerk
und Landwirtschaft in der Region.
Erste Festrednerin beim Kurpfälzer
Frühschoppen
„Was Sie geschafft haben, hat noch nicht
einmal Mutti Merkel geschafft“, begrüßte
der Mannheimer MIT-Kreisvorsitzende
und Stadtrat Alexander Fleck die diesjährige
Festrednerin im mit 1.000 Gästen
sehr gut besuchten Festzelt auf dem
Mannheimer Maimarkt. „Sie sind die erste
Frau, die hier bei uns die Festrede hält.“
Der Kurpfälzer Frühschoppen des Mittelstandes
wird von der MIT Mannheim
organisiert und vom BDS, der MIT Bergstraße,
der Kreishandwerkskammer und
dem Kreisbauernverband mitgetragen.
Mittelstand im Zeichen globaler
Herausforderungen
Neben der Begrüßung zahlreicher Ehrengäste
aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft
– unter ihnen die beiden CDU-
Oberbürgermeister der Schwesterstädte
Mannheim und Ludwigshafen, Christian
Specht und Prof. Dr. Klaus Blettner, sowie
Fußball-Legende Klaus Schlappner alias
Schlappi – ging Fleck auf einige Punkte
der aktuellen Wirtschaftslage ein.
Spritztour mit dem Benz Patent-Motorwagen
Nummer 1
20 Nr. 4 | 2026
Bürokratieabbau, Reformen und mehr
Netto vom Brutto
Beim Thema Entlastungsprämie wies
Stumpp darauf hin, dass sie diese ebenfalls
nicht überzeugt habe. In einer Koalition
müsse man aber manchmal Kompromisse
eingehen.
Auch bekannte Forderungen wie Bürokratieabbau
und Reformen, Technologieoffenheit
statt Verbrenner-Aus, eine
Absage an das Heizungsgesetz sowie Änderungen
beim Bürgergeldbezug trafen
den Nerv der Anwesenden. Auch die Forderung
nach einer Erhöhung der Ehrenamtspauschale
und einer Steuerreform
im Sinne von „mehr Netto vom Brutto“
sorgte für Zustimmung.
Angesichts der Gesamtsituation der
Wirtschaft forderte Stumpp zudem mehr
Tempo und Mut. Die Gäste zollten ihrer
Rede stehenden Beifall.
Stumpp mit dem Mannheimer MIT-Kreisvorstand
Spargelkorb, Badenerlied und
Einladung für 2027
Traditionell erhält die Festrednerin am
Ende der Veranstaltung einen Korb mit
frisch gestochenem Mannheimer Spargel,
ehe die Nationalhymne sowie das
Badenerlied erklingen.
Fleck lud bereits jetzt zum 47. Frühschoppen
am 2. Mai 2027 ein, bevor Christina
Stumpp gemeinsam mit den Gastgebern
zu einem ausführlichen Rundgang
durch die Hallen des Maimarktes aufbrach.
Alexander Fleck beschwört den Mittelstand
So thematisierte er die Fragmentierung
des Welthandels und die geopolitischen
Spannungen, die den Zugang zu Rohstoffen
und Absatzmärkten gefährden.
Auch den völkerrechtswidrigen Krieg
der USA gegen den Iran und die damit
verbundene Sperrung der Straße von
Hormus sparte Fleck nicht aus. Zudem
prangerte er die derzeitige Neiddebatte
an, die Deutschland spalte und damit
schwäche.
Als Fleck der MIT zum 70. Geburtstag gratulierte,
stimmten Kapelle und Gäste ein
Geburtstagsständchen an.
Ein Prost auf den Kurpfälzer Mittelstand
Alexander Fleck (Kreisvorsitzender)
alexander-fleck@t-online.de
mit-mannheim.de
Anzeige
Mehr Mannheim für Deutschland
Danach folgte die mit Spannung erwartete
Festrede von Christina Stumpp,
der stellvertretenden Generalsekretärin
der CDU Deutschlands. Sie zeigte sich begeistert
vom Mannheimer Maimarkt, den
sie zuvor noch nie besucht hatte.
Mannheim sei eine Stadt der Innovationen
und Ideen. Als Stumpp vor diesem
Hintergrund ausrief, dass man in Deutschland
mehr Mannheim brauche, waren die
Gäste des Festzeltes begeistert und quittierten
dies mit lautem Applaus.
IHR PROFI FÜR KRANDIENSTLEISTUNGEN,
SCHWERTRANSPORTE UND INDUSTRIEMONTAGEN.
Autokrane · Schwertransporte · Montagen · Spezialfahrzeuge
www.wiesbauer-krane.de
Bietigheim-Bissingen · Stuttgart · Neckarsulm · Schwaikheim · Mannheim · Weinstadt
Nr. 4 | 2026
21
MIT Hohenlohe
stellt sich neu auf
Kreismittelstandstag bestätigt Roland Rüdinger und ehrt Meinhard von Eyb für 30 Jahre Engagement
Vorstand mit Beirat: v.l.n.r. Knogl, Pawlak-Uhlemann, Frank, Rüdinger, Weibler, Häring, Kufner, von Eyb, Volk, Graser
Beim Kreismittelstandstag der MIT
Hohenlohe standen Vorstandswahlen,
ein Rückblick auf ein aktives Jahr und
eine besondere Ehrung im Mittelpunkt.
Roland Rüdinger bleibt Vorsitzender,
während Meinhard von Eyb nach drei
Jahrzehnten als Schatzmeister gewürdigt
wurde.
Anzeige
PRODUKTDESIGN: VOLKER EYSING
GRUENEMAY-ABT.DE
VINTAGE IS5
WELTNEUHEIT
Rückblick auf ein aktives Jahr
Am 8. Juni 2026 lud die MIT Hohenlohe
zu ihrem Kreismittelstandstag ein. Vor 21
Mitgliedern und drei Gästen blickte der
Vorsitzende Roland Rüdinger auf ein bewegtes
Jahr mit zahlreichen Betriebsbesichtigungen
und hochkarätigen Gästen
zurück – darunter Wirtschaftsministerin
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.
Auch das kommende Programm verspricht
spannende Begegnungen: Mit Steffen Bilger
MdB und Prof. Dr. Andrea Wechsler
MdEP sind bereits weitere prominente
Gäste angedacht. Geplant sind zudem
weitere Betriebsbesichtigungen sowie
ein Besuch beim ehemaligen Hohenloher
Landrat und heutigen Sparkassenpräsidenten
in Stuttgart, verbunden mit
einer Führung durch den Landtag.
30 Jahre Schatzmeister – Meinhard von
Eyb verabschiedet sich
Nach 30 Jahren im Amt legte Meinhard
von Eyb zum letzten Mal seinen Bericht
als Schatzmeister vor. Kassenprüfer Stefan
Häring bestätigte, dass die MIT Hohenlohe
wirtschaftlich hervorragend aufgestellt und
voll leistungsfähig sei. Er dankte ausdrücklich
für die korrekte Kassenführung und die
übersichtliche Darstellung der Zahlen über
drei Jahrzehnte – eine Leistung, die höchste
Anerkennung verdiene.
Ebenfalls wurde der bisherige Pressereferent
Werner Koch für sein fünfjähriges
Engagement gewürdigt.
Der ehemalige Landtagsabgeordnete
Arnulf von Eyb, frisch im politischen
Ruhestand, regte an, einen Teil des Über-
22 Nr. 4 | 2026
Ehrung Schatzmeister Meinhard von Eyb (Mitte). V.l.n.r. Roland Rüdinger, Meinhard von Eyb, Konrad Weibler
schusses gezielt für hochkarätige Fachveranstaltungen
einzusetzen. Da im Laufe
des Abends auch die Debatte um die
Brandmauer zur AfD aufkam, könnte eine
Podiumsdiskussion mit Befürwortern und
Kritikern eine lohnende Investition sein.
Vorstandswahlen: Kontinuität und
frische Kräfte
Nach der Entlastung des bisherigen Vorstands
und der Ehrung von Meinhard von
Eyb für sein 30-jähriges Engagement leitete
MIT-Landesgeschäftsführer Marcel
Bonnet die Neuwahlen.
Roland Rüdinger bleibt Vorsitzender, Konrad
Weibler sein Stellvertreter – beide
wurden einstimmig im Amt bestätigt.
Neuer Schatzmeister ist Stefan Häring,
Schriftführer und Pressereferent Alexander
F. Kufner.
Bericht aus Stuttgart
Im Anschluss berichtete der neu gewählte
Landtagsabgeordnete Dr. Tim Breitkreuz
aus den Koalitionsverhandlungen, von
der Wahl der Minister und seiner Arbeit
in Stuttgart. Zunächst dankte er für
die Unterstützung und das Vertrauen.
Sein starkes Mandat – 38,8 Prozent der
Erststimmen und 32 Prozent der Zweitstimmen
– verstehe er nicht als persönlichen
Erfolg, sondern als gemeinsame
Leistung, als „unser Wahlergebnis“.
Sein Bericht über die mit den Grünen
vereinbarten Vorhaben machte den Mitgliedern
Mut: Zumindest auf Landesebene
werde künftig weniger im Weg
stehen, was Wirtschaft, Landwirtschaft
und Handwerk spürbar entlasten könne.
Die Umsetzung, so Breitkreuz, werde in
den nächsten fünf Jahren allerdings ein
„täglicher Kampf“.
Austausch und Ausblick
Im offenen Austausch nahm Dr. Tim Breitkreuz
zahlreiche Anregungen aus den
Reihen der MIT mit. Der Vorstand zeigte
sich dankbar, mit einem starken Team und
einem engagierten Landtagsabgeordneten,
der ein offenes Ohr für die Wirtschaft hat,
in die kommenden Jahre zu gehen.
Veranstaltungstipp
Arnulf von Eyb lädt am 22. Juli zu einer Veranstaltung
der Konrad-Adenauer-Stiftung
nach Dörzbach ein. Ein General wird unter
anderem über die Auswirkungen eines etwaigen
Bündnisfalles auf die Personallage
in Unternehmen sprechen.
Alexander F. Kufner (Pressesprecher)
info@mit-hohenlohe.de
mit-hohenlohe.de
Dr. Tim Breitkreuz bei seinem Bericht
Anzeige
Wir setzen Ihre Maschine auf den Punkt.
Arnulf von Eyb
Kierdorf & Söhne GmbH
76676 Graben-Neudorf
>> kierdorf-soehne.de
Nr. 4 | 2026
23
MIT Heilbronn
diskutiert globale
Machtverschiebungen
Michael Georg Link spricht
bei der ZEAG über Handel,
Geopolitik und Folgen für den
Mittelstand
Die MIT Heilbronn hat bei einer wirtschafts-
und geopolitischen Veranstaltung
in den Räumen der ZEAG
zentrale Fragen der internationalen
Ordnung diskutiert. Im Mittelpunkt
standen die Folgen globaler Handelskonflikte,
protektionistischer Politik
und wachsender Unsicherheiten für
Europa und den deutschen Mittelstand.
Christiane Paroch und Staatsminister a.D. Michael Georg Link
Internationale Handelskonflikte im
Fokus
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion
(MIT) Kreisverband Heilbronn begrüßte
zahlreiche Gäste zu einer hochaktuellen
wirtschafts- und geopolitischen Veranstaltung
in den Räumen der ZEAG
Heilbronn. Im Mittelpunkt des Abends
stand der Vortrag von Staatsminister
a. D. Michael Georg Link zum Thema
internationaler Handelskonflikte, geopolitischer
Machtverschiebungen und
deren Auswirkungen auf Europa und den
deutschen Mittelstand.
24 Nr. 4 | 2026
Orientierung für Unternehmerinnen
und Unternehmer
Die Vorsitzende der MIT Heilbronn,
Christiane Paroch, zog im Anschluss ein
positives Fazit der Veranstaltung: „Der
große Zuspruch zeigt, wie sehr unsere
Unternehmerinnen und Unternehmer
die aktuellen geopolitischen Entwicklungen
beschäftigen. Gerade der
Mittelstand braucht Orientierung, offene
Diskussionen und verlässliche wirtschaftspolitische
Rahmenbedingungen.
Mit Veranstaltungen wie dieser wollen
wir den Austausch fördern und
wichtige Zukunftsfragen gemeinsam
diskutieren.“
Die Veranstaltung griff zentrale Entwicklungen
der internationalen Politik auf:
die zunehmenden Spannungen zwischen
den USA und China, die Auswirkungen
protektionistischer Handelspolitik, geopolitische
Unsicherheiten sowie die Frage
nach der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit
Europas. Besonders intensiv diskutiert
wurden die Folgen der aktuellen
US-Zollpolitik für exportorientierte
Unternehmen und Lieferketten.
Europa muss handlungsfähiger werden
Michael Georg Link machte deutlich, dass
Europa künftig stärker eigene wirtschaftliche
und strategische Handlungsfähigkeit
entwickeln müsse. Gleichzeitig warnte er
davor, transatlantische Partnerschaften
vorschnell infrage zu stellen.
Europa müsse seine wirtschaftliche Stärke
ausbauen, internationale Partnerschaften
vertiefen und den Binnenmarkt konsequent
stärken.
Wirtschaftliche Souveränität als
Zukunftsfrage
Die MIT Heilbronn sieht in der Debatte
um wirtschaftliche Souveränität Europas,
resiliente Lieferketten und internationale
Wettbewerbsfähigkeit eine der zentralen
Herausforderungen der kommenden
Jahre. Gleichzeitig biete die aktuelle Situation
auch Chancen für neue Partnerschaften,
Innovationen und eine stärkere
europäische Zusammenarbeit.
Mit der Veranstaltung setzte die MIT Heilbronn
ihre Reihe wirtschaftspolitischer
Dialogformate fort und bot Unternehmerinnen
und Unternehmern aus der
Region erneut eine Plattform für Austausch
und Vernetzung.
MIT Heilbronn
info@mit-heilbronn.de
mit-heilbronn.de
Anzeige
Nr. 4 | 2026
25
Heilbronn zwischen
Boomtown und
Innenstadtwandel
MIT Heilbronn diskutiert Zukunft von Handel, Aufenthaltsqualität und lebendiger Innenstadt
Mit der Veranstaltung „Heilbronn:
Boomtown oder Einzelhandelswüste?“
hat die MIT Heilbronn einen wichtigen
Impuls zur Zukunft der Innenstadt gesetzt.
Im Mittelpunkt standen die Frage,
wie Heilbronn den Wandel zur Wissensund
Technologiestadt gestaltet, und
welche Rolle Handel, Gastronomie,
Kultur und Aufenthaltsqualität künftig
spielen.
Impuls zur Zukunft der Innenstadt
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion
(MIT) Heilbronn hat mit ihrer Veranstaltung
„Heilbronn: Boomtown oder
Einzelhandelswüste?“ einen wichtigen
Impuls zur Zukunft der Heilbronner
Innenstadt gesetzt. Zahlreiche Gäste aus
Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft
und Bürgerschaft kamen im ZE-
AG-Gebäude zusammen, um über die
Herausforderungen und Chancen der
Innenstadtentwicklung zu diskutieren.
Nach der Begrüßung durch die MIT-Kreisvorsitzende
Christiane Paroch führte Moderator
Matthias Leers durch den Abend.
Den Auftakt bildete ein Zukunftsimpuls
von Thomas Anderer, TomorrowCoach
und Experte für Transformation, Stadtentwicklung
und Zukunftsstrategien. Dabei
stellte er insbesondere den von ihm be-
26 Nr. 4 | 2026
Kreisvorsitzende Christiane Paroch mit den Gästen
schriebenen „Reality Gap“ zwischen ambitionierten
Zukunftsvisionen und der
tatsächlichen Wahrnehmung vieler Bürgerinnen
und Bürger in den Mittelpunkt.
Breit besetztes Podium
Im anschließenden Podiumsgespräch diskutierten
Amos Heuss, Leiter Kompetenzzentrum
Innenstadt Heilbronn, Christoph
Troßbach, Stadtrat (CDU), Gottfried Friz,
Stadtrat (FDP) und Unternehmer, Ergjan
Terzici von der Stadtinitiative Heilbronn,
Nathalie Alischer vom Fraunhofer IAO /
Urban Innovation Hub sowie Lorenz Kopp,
Gründer von „Heilbronn lebt!“.
Im Fokus der Diskussion standen unter
anderem die Wahrnehmung der Heilbronner
Innenstadt, die Wirkung bereits
angestoßener Maßnahmen, Sicherheitsund
Aufenthaltsfragen, die Rolle von
Handel, Gastronomie und Kultur, die Bedeutung
von Multifunktionalität sowie
neue Konzepte für eine lebendige Innenstadt
der Zukunft.
Innenstadt im tiefgreifenden Wandel
Die Diskussion machte deutlich, dass
Heilbronn sich in einem tiefgreifenden
Wandel befindet. Einerseits entwickelt
sich die Stadt mit Innovationscampus, KI-
Kompetenz und wachsender Hochschullandschaft
zunehmend zur Wissens- und
Technologiestadt. Andererseits bestehen
weiterhin Herausforderungen hinsichtlich
Aufenthaltsqualität, Handelsstruktur
und öffentlicher Wahrnehmung der
Innenstadt.
Ein zentrales Ergebnis des Abends war die
Erkenntnis, dass die Innenstadt der Zukunft
weit über klassischen Einzelhandel
hinausgedacht werden muss. Erfolgreiche
Innenstädte entstehen dort, wo Handel,
Gastronomie, Wohnen, Kultur, Bildung und
Erlebnisangebote intelligent miteinander
verbunden werden. Die reine „Verkaufslogik“
müsse durch eine multifunktionale
Innenstadtstrategie ergänzt werden.
Gemeinschaftsaufgabe für Stadt und
Wirtschaft
Die MIT Heilbronn sieht die Veranstaltung
als wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen
Dialog über die Zukunft
Perfekt gefalzt -
seit Generationen.
GUK-Falzmaschinen GmbH & Co. KG
Bahnhofstr. 4 DE-78669 Wellendingen
*
der Stadt. „Die Transformation unserer
Innenstadt ist eine Gemeinschaftsaufgabe.
Entscheidend wird sein, dass Politik,
Verwaltung, Handel, Wissenschaft
und Bürgerschaft gemeinsam an Lösungen
arbeiten und den Wandel sichtbar
machen“, betonte die MIT Heilbronn im
Anschluss an die Veranstaltung.
Besonders positiv bewertet wurde der
offene Austausch mit dem Publikum, das
sich aktiv mit Fragen, Anregungen und
Kritik in die Diskussion einbrachte. Beim
anschließenden Get-together wurden die
Gespräche in persönlicher Atmosphäre
fortgeführt.
Die MIT Heilbronn kündigte an, den begonnenen
Dialog auch künftig fortsetzen
zu wollen, um konstruktive Impulse für
eine starke und lebenswerte Innenstadt
zu setzen.
Christiane Paroch (Kreisvorsitzende)
info@mit-heilbronn.de
mit-heilbronn.de
"Zu Risiken und Nebenwirkungen
lesen Sie die Packungsbeilage...."
Schon gewusst, dass mindestens
95 % aller Packungsbeilagen
weltweit auf einer Falzmaschine
*
von GUK gefaltet werden?
Nicht gewusst? Jetzt schon.
Weltmarktführer.
Tel. 07426 / 7031
info@guk-falzmaschinen.de
Anzeige
Nr. 4 | 2026
27
Vom 3-Mann-Betrieb
zum Global Player
MIT Main-Tauber besucht die Systemair GmbH in Boxberg-Windischbuch
Aus einer 80-Quadratmeter-Wohnung
mit drei Mitarbeitern ist ein international
erfolgreiches Unternehmen
mit mehr als 500 Beschäftigten geworden.
Beim Besuch der Systemair
GmbH erhielt die MIT Main-Tauber Einblicke
in eine mittelständische Erfolgsstory
mit globaler Ausrichtung.
Einblicke in eine beeindruckende
Entwicklung
Von drei Mitarbeitern in einer
80-Quadratmeter-Wohnung zu einem
weltweit erfolgreichen Unternehmen mit
mehr als 500 Beschäftigten: Von dieser
beeindruckenden Entwicklung konnten
sich die Vertreter der MIT Main-Tauber
bei einem Betriebsbesuch der Systemair
GmbH in Boxberg-Windischbuch persönlich
überzeugen.
Produktcompliance-Direktor Harald Rudelgass
und Betriebsleiter Peter Dörzbacher
begrüßten die Gäste um den
MIT-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart
sowie weitere Mitglieder der Mittelstands-
und Wirtschaftsunion. In einem
kurzweiligen Rückblick zeichneten sie
die Entwicklung des Unternehmens in
den vergangenen Jahrzehnten nach und
stellten die breite Produktpalette sowie
die vielfältigen Einsatzbereiche der in
Boxberg gefertigten Produkte vor.
28 Nr. 4 | 2026
Internationale Expansion aus
Boxberg-Windischbuch
Das Unternehmen, das 1994 als „LTi
Lüftungstechnik“ gegründet wurde, beschäftigte
bereits im zweiten Jahr seines
Bestehens rund 20 Mitarbeiter und verlegte
1996 seinen Standort von Ingelfingen
im Kochertal auf das heutige,
mittlerweile über 20.000 Quadratmeter
umfassende Firmengelände im Boxberger
Gewerbegebiet „Seehof“.
Mit der Eingliederung in die schwedische
Systemair-Gruppe im Jahr 1998 wurde der
Grundstein für die weitere internationale
Expansion gelegt.
Spezialtechnik für weltweite
Anwendungen
Aktuell umfasst das Betriebsportfolio
ein hochspezialisiertes Spektrum an Lüftungs-,
Klima- und Entrauchungssystemen.
Die Anlagen kommen unter anderem
in U-Bahn- und Autobahntunneln,
Großparkhäusern sowie modernen Wohnund
Bürogebäudekomplexen zum Einsatz.
Insbesondere im Bereich der energieeffizienten
Wohnraumlüftung sieht das
Unternehmen auch vor dem Hintergrund
des Klimawandels und steigender Anforderungen
an nachhaltiges Bauen erhebliche
Zukunftspotenziale.
Wirtschaftspolitischer Impuls
Im Rahmen eines wirtschaftspolitischen
Impulses ging der stellvertretende MIT-
Kreisvorsitzende Dominik Martin auf
die aktuellen Konjunkturprognosen ein.
Zugleich verwies er auf die anhaltenden
Herausforderungen für die deutsche
Wirtschaft.
Vor allem der im Land heimische und fest
verwurzelte Maschinenbau sowie die
Automobilindustrie sähen sich weiterhin
erheblichen Unsicherheiten gegenüber –
nicht zuletzt aufgrund der veränderten
US-Zollpolitik.
Produktion mit globaler Reichweite
Beim anschließenden Rundgang durch
die Produktionsstätten erhielten die Besucher
einen umfassenden Einblick in die
verschiedenen Fertigungsbereiche. Betriebsleiter
Peter Dörzbacher erläuterte
deren Bedeutung für den internationalen
Markt und verdeutlichte die globale Ausrichtung
des Unternehmens.
Besonders eindrucksvoll zeigte sich dies
in der Verpackungshalle, wo die Versandetiketten
Lieferziele auf allen fünf Kontinenten
rund um den Globus dokumentierten.
Ein besonderes Augenmerk galt
zudem dem firmeneigenen Prüfzentrum,
das zu den größten lufttechnischen Testlaboren
in ganz Europa zählt.
Mittelstand als Wachstumsmotor der
Region
Kreisvorsitzender Wolfgang Reinhart, der
bereits im Jahr 2024 beim 30-jährigen
Firmenjubiläum sowie bei der Einweihung
der neuen Produktionshalle als Festredner
zu Gast war, würdigte den Werdegang
des Unternehmens als „mittelständische
Erfolgsstory par excellence“.
„Mit Ihrer dreißigjährigen Basis der
strategisch klugen Unternehmensentwicklung
und Expansion haben Sie allen
Grund dazu, auch in wirtschaftlich herausfordernden
und weltpolitisch unsicheren
Zeiten der Zukunft mit Mut und Zuversicht
entgegenzusehen. Systemair ist
zugleich aber auch ein mustergültiger
Repräsentant dafür, dass unsere ländliche
Heimat dank unseres Mittelstands
keine abgehängte Provinz, sondern eine
Region der Weltmarktführer und damit im
Grunde ein wirtschaftliches Kraftzentrum
und Wachstumsmotor ist“, resümierte
Reinhart.
Abschließend bedankte er sich stellvertretend
bei Harald Rudelgass und Peter
Dörzbacher für die Standorttreue zu
Windischbuch und die damit verbundenen
mehr als 500 Arbeitsplätze im heimischen
Main-Tauber-Kreis.
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL
(Kreisvorsitzender)
Anzeige
Nr. 4 | 2026
29
MIT Sigmaringen
hat neu gewählt
Kreismittelstandstag wählt neuen Vorstand und würdigt Margarethe Reiser
Der neue Vorstand der MIT-Sigmaringen
Die MIT Sigmaringen hat bei ihrer
Jahreshauptversammlung in Inzigkofen
die Weichen für die kommenden
Jahre gestellt. Achim Rieger wurde einstimmig
zum neuen Kreisvorsitzenden
gewählt, während die bisherige Vorsitzende
Margarethe Reiser für ihr langjähriges
Engagement geehrt wurde.
Rückblick und Dank an die bisherige
Vorsitzende
Sigmaringen/Inzigkofen. Bei der Jahreshauptversammlung
der Mittelstandsunion
im Kreisverband Sigmaringen ist
Achim Rieger einstimmig zum neuen
Kreisvorsitzenden gewählt worden. Die
Mitglieder blickten auf die Arbeit der
vergangenen Jahre zurück, wählten einen
neuen Vorstand und würdigten das langjährige
Engagement der bisherigen Vorsitzenden
Margarethe Reiser.
Zur Versammlung kamen insgesamt
13 Mitglieder und Gäste zusammen, darunter
Marcel Bonnet, Geschäftsführer
der MIT Baden-Württemberg, und Thomas
Hummel, stellvertretender Kreisvorsitzender
der CDU. Margarethe Reiser
eröffnete die Sitzung und begrüßte die
Anwesenden herzlich. Im Anschluss gedachten
die Teilnehmer in einer Schweigeminute
der verstorbenen Mitglieder.
Solide Finanzen und klare
Mittelstandsperspektive
In ihrem Bericht ließ Reiser die vergangenen
beiden Jahre Revue passieren.
Sie gab einen Überblick über Termine und
Veranstaltungen, an denen Vertreter des
Kreisverbandes auf Bezirks-, Landes- und
Bundesebene teilgenommen hatten.
Kassier Patrick Braun stellte anschließend
die finanzielle Situation des Kreisver-
30 Nr. 4 | 2026
Neuer Vorstand gewählt
Nach der Wahl von Marcel Bonnet zum
Versammlungsleiter wurde die fristgerechte
Einladung festgestellt. Die Vorstandschaft
wurde einstimmig entlastet.
Bei den anschließenden Vorstandswahlen
wurde Achim Rieger zum neuen Kreisvorsitzenden
gewählt.
Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden
Matthias Bohner, Margarethe Reiser
und Frederic Betremieux gewählt. Patrick
Braun wurde erneut als Schatzmeister bestätigt.
Janina Rieger übernimmt künftig
sowohl das Amt der Schriftführerin als
auch die Aufgabe der Pressereferentin.
Als Beisitzer gehören dem neuen Vorstand
Petra Schlageter, Stefan Bauer,
Adolf Knoll, Sarjoscha Marquart, Dr. Stefanie
Ullrich-Colaiacomo und Dietmar
Graf an.
Nach der anstrengenden Sitzung im Gespräch
bandes dar. Die Kassenprüfer Dr. Helmut
Stiegler und Bernd Single bestätigten
eine tadellose Kassenführung ohne
Beanstandungen.
Dr. Helmut Stiegler nutzte seinen Bericht
auch für grundsätzliche Anmerkungen zur
Lage des Mittelstands. Er kritisierte eine
aus seiner Sicht zunehmende Belastung
durch politische Vorgaben und regte an,
kleinere Unternehmen, Einzelunternehmer
und Betriebe mit wenigen Beschäftigten
stärker in den Blick zu nehmen.
Bericht aus dem CDU-Kreisverband
Thomas Hummel, stellvertretender Kreisvorsitzender
der CDU, berichtete in Vertretung
von Ilona Boos über aktuelle
Entwicklungen im CDU-Kreisverband
und die politische Arbeit auf Kreisebene.
Zudem informierte er über die Tätigkeit
von Ilona Boos als neu gewählte Landtagsabgeordnete
und verwies auf eine
Online-Informationsveranstaltung zum
neuen Koalitionsvertrag.
Hummel dankte Margarethe Reiser ausdrücklich
für ihre langjährige Arbeit als
MIT-Kreisvorsitzende.
Austausch mit den Nachbarkreisen
stärken
In seinem Schlusswort gab der neue Kreisvorsitzende
Achim Rieger einen Ausblick
auf kommende Veranstaltungen. Geplant
ist unter anderem eine Betriebsbesichtigung
mit anschließendem Grillfest
in Zusammenarbeit mit der MIT Zollernalbkreis
sowie ein Abend mit der MIT
Bodenseekreis.
Ziel soll es sein, sich mit den umliegenden
Kreisen auszutauschen und sich besser
kennenzulernen. Rieger bedankte sich bei
allen Anwesenden für das Vertrauen und
die Unterstützung.
Ehrenvorsitz für Margarethe Reiser
Zum Abschluss stellte Achim Rieger den
Antrag, Margarethe Reiser zur Ehrenvorsitzenden
des Kreisverbandes zu ernennen.
Die Versammlung stimmte diesem
Vorschlag einstimmig per Hand-
zeichen zu und setzte damit ein Zeichen
der Anerkennung für ihre langjährige und
engagierte Arbeit.
Janina Rieger (Pressesprecherin)
janina.rieger@mit-sigmaringen.de
mit-sigmaringen.de
Anzeige
Wir schließen Kreisläufe
und schützen Ressourcen.
Mit unseren Lösungen schaffen wir Mehrwert
in Produktschutz und Nachhaltigkeit
Hier finden Sie weitere
Informationen über unsere
Verpackungslösungen
Nr. 4 | 2026
31
Immer einen Schritt voraus
Der neue WhatsApp-Newsletter der MIT Baden-Württemberg
Informationen sind heute nur dann ein echter Mehrwert, wenn
sie relevant, verlässlich und zur richtigen Zeit verfügbar sind.
Genau hier setzt unser neuer WhatsApp-Newsletter an: direkt,
kompakt und ohne Umwege.
Mit diesem neuen Kanal schaffen wir für unsere Mitglieder
einen schnellen und modernen Zugang zu wichtigen Informationen
aus der Arbeit der MIT Baden-Württemberg. Politische
Einordnungen, aktuelle Entwicklungen, Termine, Kampagnen,
Anzeige
WIR VEREDELN
Eloxal-, Harteloxal und
Chromatschichten
auf Aluminium.
interne Hinweise oder ausgewählte Social-Media-Impulse – alles
Wesentliche kommt künftig gebündelt dort an, wo viele von uns
täglich unterwegs sind: auf dem Smartphone.
Der WhatsApp-Newsletter ist bewusst als klar strukturierter
Informationskanal konzipiert. Keine Diskussionen, keine Werbung,
keine themenfremden Inhalte. Stattdessen erhalten Sie kuratierte
Informationen aus erster Hand – exklusiv für Mitglieder
und Funktionsträger der Mittelstands- und Wirtschaftsunion
Baden-Württemberg. Kurz, präzise und auf den Punkt.
Gerade in politisch dynamischen Zeiten ist es entscheidend, Entwicklungen
frühzeitig einordnen zu können und informiert zu
bleiben. Unser Ziel ist es, Ihnen genau diesen Informationsvorsprung
zu bieten – verlässlich, aktuell und ohne Informationsflut.
Ihre Vorteile auf einen Blick
• Offizielle Informationen der MIT Baden-Württemberg
• Politische Einordnungen und aktuelle Termine
• Kampagnen & Social-Media-Impulse zur Weiterverbreitung
• Reiner Informationskanal – jederzeit kündbar
Jetzt anmelden – schnell & einfach
Scannen Sie den abgedruckten QR-Code oder melden Sie sich
direkt über mit-bw.de/newsletter an.
Wir heben Ihr
Produkt hervor!
Oberflächenveredelung
von Aluminiumteilen
durch Eloxierung und
Chromatierung.
Eloxalbetrieb GmbH & Co. KG
Junkerstraße 39
78056 VS-Schwenningen
Telefon 0 77 20 / 95 64 02
Telefax 0 77 20 / 95 64 03
info@dienerrapp.de
www.dienerrapp.de
Die Anmeldung ist freiwillig, rechtskonform und in wenigen
Sekunden erledigt.
32 Nr. 4 | 2026
MIT Land
„Ich bin neu in der MIT, weil …
… die MIT mich tatkräftig im
Kampf gegen eine existenzbedrohende
Vergnügungssteuer für
mein Unternehmen unterstützt
hat.“
… weil Wirtschaft, Unternehmertum
und gesellschaftliche
Verantwortung für mich untrennbar
zusammengehören.“
…ich der Meinung bin, dass
der Mittelstand der Motor von
Deutschland ist und gestärkt
werden muss.“
Stefan Martin Bauer
Dipl.-Kfm., Geschäftsführer
Game-Line-Automaten GmbH
MIT Sigmaringen
Jessica Göthel
Geschäftsführende Gesellschafterin
MIT Esslingen
Frank Sommerfeld
Geschäftsführer
MIT Göppingen
Stefan Martin Bauer wurde am 22.07.1970
in Ulm geboren und hat nach dem Abitur
und der Bundeswehr in Tübingen Betriebswirtschaftslehre
studiert.
Bereits studienbegleitend war er in der
Unterhaltungsautomatenbranche selbständig
tätig und hat nach Zwischenstationen
in der Halbleiterbranche und
der Arbeitnehmerüberlassung seine
Leidenschaft wieder der Unterhaltungsautomatenbranche
gewidmet. Zuerst bei
der deutschen Gauselmann AG und dann
bei der österreichischen Novomatic AG.
Seit 2022 ist er selbständig und geschäftsführender
Gesellschafter.
Seine Freizeit verbringt er mit seiner Familie,
treibt sehr gerne Sport und ist
jederzeit für einen gastronomischen Genuss
zu haben.
Jessica Göthel verbindet Erfahrung aus
der internationalen Automobil- und Eventbranche
mit ihrer Leidenschaft für Gastronomie
und Gastgeberkultur.
Nach dem Studium der Medienwirtschaft
und des Innovationsmanagements war sie
viele Jahre bei Mercedes-Benz im Sportmarketing,
Motorsport und Eventbereich
tätig und verantwortete internationale Projekte
sowie exklusive Veranstaltungen.
Seit fünf Jahren ist sie geschäftsführende
Gesellschafterin der Event- und Gastronomielocations
Schmellbachtal und Mäulesmühle
in Leinfelden-Echterdingen sowie
Betreiberin eines Kletterparks mit rund 60
Mitarbeitenden.
Politisch engagiert sie sich als stellvertretende
Vorsitzende des CDU-Stadtverbands
sowie als Beisitzerin im Kreisvorstand
Esslingen.
Frank Sommerfeld stieg 1993 in den Bereich
der Telekommunikation ein und arbeitet 10
Jahre als Kundendienstingenieur und Projektleiter
für die Firma Alcatel.
Im Zuge dessen hat er in Ländern wie Kambodscha
und Laos das „Internet“ mit aufgebaut
und in Betrieb genommen. Ähnlich gelagerte
Aufgaben folgten danach in Asien, Afrika,
dem mittleren Osten und Südamerika, sowie
komplett Europa.
2018 gründete er die Netcom-Tec Gmbh in
Dürnau, um mit marktführenden Herstellern
den Glasfaserausbau weiter voranzutreiben.
Mit einem rasanten Wachstum und mittlerweile
27 Angestellten stärkt die Netcom-Tec
GmbH den Wirtschaftsstandort Göppingen
und stellt maßgeblichen Netzausrüstern,
Stadtwerken und Generalunternehmern das
Material bei, um die Glasfaseranschlüsse
bundesweit ins Feld zu bringen. Für einen
tiefergreifenden Einblick empfiehlt sich folgendes
Video auf der Homepage:
Netcom-Tec | Über uns.
Stefan Martin Bauer
game-line-automaten@gmx.de
Jessica Göthel
event@schmellbachtal.info
schmellbachtal.info
mäulesmühle.com
Frank Sommerfeld
frank.sommerfeld@netcom-tec.de
netcom-tec.de
Nr. 4 | 2026
33
Ihre Ideen.
Ihre Themen.
Ihre MIT.
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion
Baden-Württemberg lebt von den Erfahrungen,
Ideen und Impulsen ihrer Mitglieder.
Wer täglich unternehmerische
Verantwortung trägt, kennt die Herausforderungen
des Mittelstands oft besser
als jede politische Analyse. Genau deshalb
möchten wir Ihre Vorschläge hören.
Sie haben ein inhaltliches Thema, das
Sie gerne voranbringen möchten? Einen
konkreten Vorschlag, den die MIT Baden-
Württemberg diskutieren und politisch
vertreten sollte? Dann nutzen Sie unsere
Beteiligungsplattform und bringen Sie
Ihre Ideen direkt in die Arbeit der MIT ein.
Alle eingehenden Vorschläge, Anträge
und Themen werden gesammelt und dem
Landesvorstand regelmäßig zur Beratung
vorgelegt. Finden die Anregungen dort
Zustimmung, werden sie in die politische
Arbeit der MIT eingebracht und an die
zuständigen Gremien und Entscheidungsträger
weitergeleitet.
Damit schaffen wir einen direkten Weg
von der betrieblichen Praxis in die politische
Diskussion. Denn eine starke
Interessenvertretung lebt nicht nur von
Positionen auf dem Papier, sondern von
den Erfahrungen der Menschen, die tagtäglich
Verantwortung übernehmen,
Arbeitsplätze schaffen und wirtschaftlichen
Erfolg ermöglichen.
Ob Bürokratieabbau, Steuerpolitik, Energieversorgung,
Fachkräftesicherung oder neue
Ideen für einen starken Wirtschaftsstandort
Baden-Württemberg – Ihre Perspektive
ist wichtig. Nutzen Sie die Möglichkeit, die
inhaltliche Arbeit der MIT Baden-Württemberg
aktiv mitzugestalten und Impulse für
zukünftige politische Forderungen zu setzen.
Die Plattform dient dabei als direkter
Kanal für Anregungen aus der Praxis.
MITgemacht – MITgedacht
Jetzt Vorschlag einreichen:
Anzeige
www.autenrieth-kunststofftechnik.de
Technischer Spritzguss
Reverse Engineering
Baugruppenmontage
Botschafter für
Kunststoff.
Übernahme Bestandswerkzeuge
Problemlöser
Entwicklung
3D-Druck
Gewerbestraße 8
72535 Heroldstatt
Oder direkt online unter:
mit-bw.de/mitarbeit
Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre
Unterstützung für einen starken Mittelstand
in Baden-Württemberg.
34 Nr. 4 | 2026
MIT Baden-Württemberg kritisiert
Gebäudemodernisierungsgesetz:
Vermieter werden zu Zahlmeistern
politischer Fehler
Rottenburg am Neckar – Der Landesvorstand
der Mittelstands- und Wirtschaftsunion
(MIT) Baden-Württemberg
hat sich im Rahmen einer Vorstandssitzung
in Rottenburg am Neckar intensiv
mit aktuellen wirtschaftspolitischen Entwicklungen
befasst und dabei unter anderem
eine klare Position zum geplanten
Gebäudemodernisierungsgesetz bezogen.
Die MIT begrüßt ausdrücklich, dass in
der Neufassung die Technologieoffenheit
bei der Wahl von Heizsystemen wieder
gestärkt wird und ideologisch geprägte
Vorgaben zurückgenommen werden.
Gleichzeitig sieht der Landesvorstand
die geplante pauschale Aufteilung von
Kostenbestandteilen zwischen Vermietern
und Mietern mit großer Sorge.
Die vorgesehene Regelung würde dazu
führen, dass Vermieter Kosten tragen müssen,
deren Entstehung und Höhe sie weder
verursachen noch beeinflussen können.
Damit wird das bewährte Verursacherprinzip
aufgeweicht und wirtschaftliche
Verantwortung von denen entkoppelt, die
sie tatsächlich steuern können. Besonders
betroffen sind dabei private Vermieter
und mittelständisch geprägte Eigentümerstrukturen,
die einen wesentlichen Teil des
Wohnungsangebots in Deutschland sichern.
Gerade sie geraten zunehmend in eine Situation,
in der Investitionen in Modernisierung
und Bestandserhalt an Attraktivität
verlieren, weil politische Eingriffe die
wirtschaftliche Kalkulierbarkeit zunehmend
einschränken.
Der Landesvorsitzende der MIT Baden-
Württemberg, Bastian Atzger, erklärte
dazu: „Wenn Verbrauchskosten politisch
umverteilt werden, ohne dass Einflussmöglichkeiten
bestehen, entsteht ein
dauerhaftes Risiko für Investitionen. Das
trifft nicht große Konzerne, sondern vor
allem den mittelständischen Eigentümer,
der Wohnraum schafft und erhält. Wer
hier falsch steuert, gefährdet am Ende das
gesamte System von Angebot, Investition
und Modernisierung.“
Vor diesem Hintergrund fordert die
MIT Baden-Württemberg, die geplante
Kostenregelung im parlamentarischen
Verfahren grundlegend zu überarbeiten
und sicherzustellen, dass wirtschaftliche
Verantwortung und Entscheidungsbefugnis
wieder in Einklang gebracht werden.
Nur so kann gewährleistet werden, dass
Investitionen in den Wohnungsbestand
nicht weiter zurückgehen und dringend
notwendige Modernisierungen nicht aus
wirtschaftlichen Gründen unterbleiben.
Am Rande der Sitzung befasste sich der
Landesvorstand auch mit der medialen Diskussion
um die Wahlkampfanalyse Atzgers.
Dabei trug das Gremium die inhaltlichen
Punkte der Analyse mit, während persönliche
über die Medien geäußerte Kritik
keine Unterstützung fand. Daher wird die
von einzelnen Kreisverbänden angestoßene
Initiative, daraus personelle Konsequenzen
abzuleiten, nicht weiterverfolgt. In ähnlicher
Weise hatten sich bereits zuvor mehrere
Bezirksverbände positioniert.
Bastian Atzger erklärte dazu: „Der Mittelstand
steht massiv unter Druck – Betriebe
machen zu, Investitionen bleiben aus und
immer mehr dringend benötigte Fachkräfte
verlassen das Land. Hier liegt unsere
gemeinsame Verantwortung und dafür
werden wir nun noch geschlossener, noch
klarer und vor allem noch inhaltlich fokussierter
kämpfen.“
Dr. Madline Gund (Pressesprecherin)
info@mit-bw.de
mit-bw.de
Nr. 4 | 2026
35
MIT konkret
EU-Handelsabkommen und
Lieferkettenpflichten –
Chancen und Zielkonflikte
Warum neue Märkte Wachstum bringen,
aber die Regulierung den Mittelstand überfordert
Anzeige
Energie ist zu teuer
für schlechte Lüftung.
Rainer Eschbach
Schatzmeister MIT Baden-Württemberg und Kreisvorsitzender MIT Waldshut
Neue Handelsabkommen in unsicheren Zeiten
Die selbstbewusst auftretende Volksrepublik China und die
zunehmend aggressive und schwer kalkulierbare Zollpolitik
der USA setzen die europäische Exportwirtschaft unter Druck.
Die bekannten Rahmenbedingungen der Vergangenheit gelten
nicht mehr.
Jetzt Heizkosten
um bis zu 35 %
senken.
Zusätzlich führen geopolitische Verschiebungen – etwa der
Ukrainekrieg und jüngste Konflikte im Nahen Osten – zu weiterer
Unsicherheit und steigenden Belastungen. Vor diesem Hintergrund
ist die Suche nach neuen, verlässlichen Handelspartnern
für Europa zwingend notwendig.
Unsere innovativen Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung
stehen seit Jahrzehnten für Qualität und Effizienz – entwickelt für
Industrieunternehmen, die auf nachhaltige Technik und klare
Wirtschaftlichkeit setzen.
heliosventilatoren.de
EU baut globale Partnerschaften aus
Die Europäische Union hat in kurzer Zeit mehrere neue Freihandelsabkommen
abgeschlossen. Ende 2025 wurde das Abkommen
mit dem Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay
und Uruguay) besiegelt, das zum 1. Mai 2026 in Kraft tritt.
Kurz darauf folgten Vereinbarungen mit Indien sowie im März
2026 ein weiteres Abkommen mit Australien. Für Letzteres wird
in den kommenden zehn Jahren ein Anstieg des bilateralen Handels
um rund ein Drittel erwartet.
Helios_AIR1_MIT-2025_85x125.indd 1 24.06.2025 14:30:15
36 Nr. 4 | 2026
Zugleich verbessert sich der Zugang zu strategisch wichtigen
Rohstoffen wie seltenen Erden und Lithium. Weitere Abkommen
mit Malaysia, den Philippinen und Thailand befinden sich in Vorbereitung,
während das Abkommen mit Mexiko kurz vor der Ratifizierung
steht.
Die Kehrseite: steigende Anforderungen in der Lieferkette
Diese positive Entwicklung bringt für Unternehmen jedoch
erhebliche Herausforderungen mit sich. Insbesondere die Einhaltung
der Vorgaben entlang der Lieferketten wird zunehmend
komplex.
Unternehmen – vor allem mittelständische Betriebe – stoßen
bei der Umsetzung der Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
sowie der Corporate Sustainability Due
Diligence Directive (CSDDD) an ihre Grenzen.
Überforderung des Mittelstands
Die umfassende Prüfung von Menschenrechten, Sozial- und
Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette – vom Rohstoff
bis zum fertigen Produkt – ist für viele Unternehmen organisatorisch
und wirtschaftlich kaum leistbar.
Nur Waren, die diese Anforderungen erfüllen, sollten Zugang
zum europäischen Binnenmarkt erhalten. Unternehmen könnten
sich dann darauf beschränken, ausschließlich entsprechend geprüfte
Produkte zu verwenden.
Klare Regeln statt Überforderung
Ein solches System würde die Verantwortung neu verteilen und
den Mittelstand deutlich entlasten. Gleichzeitig würde es die
Durchsetzung europäischer Standards effektiver und glaubwürdiger
machen.
Ziel muss es sein, Handelspolitik und Regulierung so auszubalancieren,
dass neue Marktchancen genutzt werden können,
ohne Unternehmen durch übermäßige Bürokratie zu überfordern.
Rainer Eschbach
Rainer.eschbach@restb.de
Die Verantwortung wird derzeit weitgehend auf die Unternehmen
übertragen, obwohl diese häufig keinen direkten Einfluss
auf vorgelagerte Produktionsstufen haben.
Verantwortung der EU neu denken
Vor diesem Hintergrund wird eine grundlegende Neuordnung
gefordert: Die Europäische Union sollte nicht nur Handelsabkommen
abschließen, sondern auch die Einhaltung der von
ihr festgelegten Standards selbst kontrollieren und überwachen.
Anzeige
Die MIT Baden-Württemberg hat bereits 2025 über den MIT-
Bundesvorstand die Bundesregierung und den Bundestag aufgefordert,
die CSDDD als EU-Verordnung auszugestalten und die
Kontrolle als hoheitliche Gemeinschaftsaufgabe zu definieren.
Kontrolle an den Außengrenzen
Ein zentraler Ansatzpunkt liegt an den Außengrenzen der EU. Die
Einhaltung von Menschenrechts-, Sozial- und Umweltstandards
sollte direkt bei der Einfuhr – etwa an See- und Flughäfen – überprüft
werden.
Nr. 4 | 2026
37
Wirtschaft
Was Unternehmen vom
Cracker-Barrel-Debakel
lernen können
Warum Markenführung im digitalen Kulturkampf
krisenfester werden muss
Das gescheiterte Rebranding von
Cracker Barrel zeigt, wie schnell Marken
im digitalen Raum die Kontrolle über ihr
eigenes Narrativ verlieren können. Für
Unternehmen und politische Akteure
wird strategisches Risikomanagement
damit zu einer zentralen Voraussetzung
moderner Kommunikation.
Das Ende des klassischen
Branding-Lehrbuchs?
Es klang nach einem klassischen Marken-
Transformationsprojekt: Die US-amerikanische
Restaurant- und Souvenirladenkette
Cracker Barrel Old Country
Store, Inc., bekannt für ihr rustikales Südstaaten-Erlebnis-Ambiente,
kämpfte mit
stagnierenden Zahlen und einer alternden
Kundschaft. Um die Marke ins digitale
Zeitalter zu führen, holte das Management
die global agierende PR- und
Wachstumsberatung Prophet an Bord.
Das Ergebnis der Zusammenarbeit in den
Jahren 2024 und 2025 war eine optische
Radikalkur. Das detailreiche, nostalgische
Dr. Bastian Atzger
Landesvorsitzender der MIT Baden-Württemberg
Logo rund um die Gründerfigur „Uncle
Herschel“, Schaukelstuhl und Holzfass
wurde durch einen minimalistischen, flachen
Schriftzug auf abstrahiertem gelbem
Hintergrund ersetzt. Modern, funktional,
digital optimiert – so erschien es zumindest
auf dem Papier. Doch was dann
folgte, war kein erfolgreiches Rebranding,
sondern ein beispielloser, politisch aufgeladener
Rückschlag.
Wenn Algorithmen und Aktivisten das
Narrativ kapern
Das Rebranding basierte auf umfangreichen
Marktstudien, intensiven Befragungen
der Kernzielgruppe sowie
einer PR-Kampagne. Doch das klassische
Marketing-Lehrbuch versagte in der Praxis
offenbar vollständig. Kurz nach der Veröffentlichung
des neuen Designs wurde
die optische Modernisierung von Influencern
und Bot-Netzwerken gekapert.
Der Vorwurf aus der digitalisierten und
kulturkampferprobten Ecke war eindeutig:
Die Marke verleugne ihre traditionellen,
ländlichen US-Wurzeln zugunsten eines
seelenlosen, globalisierten Mainstreams.
38 Nr. 4 | 2026
Aus der rein ästhetischen Diskussion um
ein Logo wurde innerhalb weniger Tage
eine existenzbedrohende Boykottwelle.
Die geschäftlichen Konsequenzen ließen
nicht lange auf sich warten. Um den Schaden
zu begrenzen, zog das Management
von Cracker Barrel die Notbremse, stoppte
die Modernisierungspläne und kehrte
zum alten Markenauftritt und Image
zurück.
Der Vorfall hinterließ jedoch tiefe Spuren
in der Bilanz: Angesichts des strategischen
Zickzackkurses und des Vertrauensverlusts
am Markt geriet der Aktienkurs
(NASDAQ: CBRL) massiv unter Druck.
Schließlich trennte sich das Unternehmen
von der betreuenden Beratungsfirma.
Neue Maximen moderner
Markenführung
Aus diesem Desaster lassen sich für
Unternehmen mit ähnlichen Ambitionen
drei fundamentale Lehren für das Risikomanagement
im Marketing ableiten,
die weit über die Restaurantbranche
hinausgehen. Die American Marketing
Association (AMA) fasst diese wie folgt
zusammen:
Den „360-Grad-Konsumenten“
antizipieren
Es reicht im Jahr 2026 nicht mehr aus, nur
die Präferenzen und das Kaufverhalten
der eigenen Kunden zu analysieren.
Unternehmen müssen im Vorfeld systematisch
prüfen, wie Strategie- und
Markenänderungen von gesellschaftlichen
Randgruppen oder politischen Akteuren
absichtlich missverstanden, verzerrt
oder gezielt als ideologische Waffe
instrumentalisiert werden können.
Narrative proaktiv und angriffsfest
schützen
Marken haben nicht mehr den Luxus, ihre
Geschichte im eigenen Tempo zu erzählen.
Das Internet verändert Narrative in
Echtzeit. Wer eine Transformation plant,
muss die strategischen Argumente und
die Markenerzählung vorab intern wie
extern so präzise testen und absichern,
dass externen Störfeuern von Beginn an
die Angriffsfläche genommen wird.
Führung als krisenfeste Stimme der
Marke
Der CEO, CMO beziehungsweise Geschäftsführer
ist in Zeiten digitaler
Polarisierung das ultimative Gesicht der
Marke. Die Chefetage darf bei einem Relaunch
nicht nur die finanzielle Brille aufhaben.
Das Führungsteam muss die kulturelle
und strategische Dimension der
Veränderung perfekt beherrschen, um in
einem unvorhergesehenen Krisenszenario
standhaft argumentieren zu können, statt
panisch einzubrechen.
Das Phänomen ist übertragbar
Stillstand ist im modernen Wettbewerb
um Wahrnehmung und Relevanz längst
keine Option mehr. Doch wer den Weg
zu einer neuen und starken Marke sucht,
muss das strategische Risikomanagement
radikal neu denken – egal in welcher
Branche. Die Mechanismen, die Cracker
Barrel zum Verhängnis wurden, gelten
längst nicht nur für Restaurants oder
Konsumgüter.
Sie lassen sich auch eins zu eins auf die
politische Arena übertragen. Wer heute
eine politische Kampagne konzipiert, muss
die psychologische Beschaffenheit seiner
Wählerbasis bis ins Detail durchdringen.
In einem hochgradig polarisierten Umfeld
reicht es nicht mehr, nur Inhalte zu kommunizieren.
Die Kernnarrative müssen im
Vorfeld wie eine Festung gegen gezielte
Desinformation und digitale Kaperungsversuche
abgesichert werden.
Schließlich zeigt jedes Branding-Desaster
vor allem eines: Wenn Marken – egal ob
generische oder Personenmarken – im
Kreuzfeuer der Kritik nicht absolut krisenfest
und authentisch ihre strategische
Identität vertreten und bei Gegenwind ins
Schwanken geraten, ist der fundamentale
Vertrauensverlust beim Kunden kaum
noch aufzuhalten.
Dr. Bastian Atzger
atzger@mit-lvbw.de
mit-bw.de
Anzeige
Als einer der großen Komplettanbieter in Süddeutschland
entwickeln wir Superkräfte rundum Neubau, Sanierung
und Wartung Ihrer Gebäudehülle. Mehr dazu im Internet:
www.gebrueder-rueckert.de
FLACHDACH. FASSADE.
PHOTOVOLTAIK. FANTASTISCH.
Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG ▪ 78559 Gosheim
Nr. 4 | 2026
39
Financial Wellbeing:
Klarheit über private
Finanzen
Finanzbildung als Corporate Benefit für Beschäftigte
Private Finanzsorgen belasten viele
Beschäftigte – oft auch während der
Arbeitszeit. Financial Wellbeing setzt
genau hier an: Mit einer neutralen,
normbasierten Finanzanalyse können
Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden
Orientierung bieten und zugleich
Produktivität, Resilienz und Bindung
stärken.
Anzeige
Dr. Klaus Möller
Vorstand DEFINO Institut für Finanznorm AG
Finanzsorgen wirken bis in den
Arbeitsalltag
Studien belegen, dass Arbeitnehmer
durchschnittlich acht Stunden pro Woche
an ihre Finanzen denken, davon vier
Stunden am Arbeitsplatz. Bei Menschen
mit geringer Finanzkompetenz steigt die
Zeit auf zwölf Stunden pro Woche, davon
sieben Stunden am Arbeitsplatz. Bei höherer
Finanzbildung und einem klaren
Blick auf die eigene finanzielle Situation
sinkt sie auf vier Stunden pro Woche und
eine Stunde am Arbeitsplatz.
Schwingungstechnik - Eine gute Verbindung
Primär- & Sekundärfedersysteme und Gummi-Metall-Elemente
zur Schwingungs- und Schallreduzierung
Liechtersmatten 5 · D -77815 Bühl · Tel. +49 72 23 804-0 · www.gmt-gmbh.de
DEUTSCHLAND · CHINA · ENGLAND · FRANKREICH · INDIEN · IRLAND · MALAYSIA · SCHWEIZ · USA
Private Finanzen sind komplex
Sich Klarheit über die eigenen privaten
Finanzen zu verschaffen, ist allerdings
alles andere als trivial. Dazu gehört,
die regelmäßigen und unregelmäßigen
Ausgaben vollständig im Blick zu haben
und korrekt den Einnahmen gegenüberzustellen.
Ebenso wichtig ist es, in einer
Vermögensbilanz ungeschönt Soll und
Haben aufzurechnen – vieles, was wir
besitzen, etwa Kleidung oder Hausrat,
zählt nicht als Vermögen. Hinzu kommt,
finanzielle Risiken aus der individuellen
Lebensführung klar zu erkennen und die
notwendige Vorsorge für die Zukunft zu
treffen.
Die meisten Menschen sind allein damit
überfordert, kein Absicherungs-, Vor-
Anzeige_MIT_119x92.indd 1 18.01.2016 15:48:02
40 Nr. 4 | 2026
Beschäftigten zur Verfügung gestellt
werden, weil sie mit Förderung des
Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz
entwickelt wurde. Sie
ist frei von Vertriebsinteressen, und ihre
Nutzbarmachung stellt keinen Aufwand
für Arbeitgeber dar.
sorge- oder Vermögensbildungsthema
zu übersehen und die relevanten Themen
richtig zu priorisieren. Die Hilfe, die es
bei Banken, Versicherungen und Finanzvertrieben
gibt, genießt allerdings wenig
Vertrauen – und das mit gutem Grund:
Das „finanzielle Blutbild“ sieht, in der
Medizin unvorstellbar, für dieselbe Person
je nach Anbieter häufig ganz unterschiedlich
aus. Das verunsichert die
Menschen.
Applikation „Fin-Twin – Dein digitaler
Zwilling“, mit deren Hilfe jede Frau und
jeder Mann sich leicht nach Norm Klarheit
über die eigene finanzielle Situation
verschaffen kann.
Kostenloser Corporate Benefit für
Arbeitgeber
Diese mit Workshopangeboten flankierte
Plattform kann Arbeitgebern
kostenlos als Corporate Benefit für ihre
Mehr Resilienz und Bindung
Nach Erfahrungen aus den USA, wo Financial-Wellbeing-Angebote
gängige
Praxis sind, profitieren Arbeitgeber durch
bessere „Mental Health“, durch das „financially
de-stressed“-Sein ihrer Beschäftigten,
durch geringere Fehlzeiten,
höhere Produktivität und am Ende durch
eine gesteigerte Mitarbeiterbindung. Financial
Wellbeing macht Mitarbeitende
krisenfester und resilienter gegen extreme
politische Positionen – ein echter
Mehrwert, gerade in Zeiten wirtschaftlicher
und politischer Unsicherheit.
Financial Wellbeing ist damit weit mehr
als „nur“ ein zusätzlicher Benefit. Bei Interesse
und Fragen stehen wir gerne zur
Verfügung.
Dr. Klaus Möller
k.moeller@defino.de
defino.de
DIN-Norm schafft Verlässlichkeit
Deshalb haben vor rund fünf Jahren
Vertreter der größten Banken, Versicherungen,
Vertriebe und Verbände
gemeinsam mit Verbraucherschützern
und Wissenschaftlern im Hause DIN im
Konsens die DIN-Norm 77230 für die
Erstellung objektiver, neutraler und vertrauenswürdiger
„Finanzanalysen für
Privathaushalte“ erarbeitet. Eine Analyse
nach Norm ist verlässlich und individuell
– für eine Person aber immer gleich, unabhängig
davon, wer sie erstellt.
Fin-Twin als digitaler Zugang
Aus dieser Norm hat ein vom Heidelberger
DEFINO Institut angeführtes
Expertenkonsortium eine Finanzbildungsplattform
erarbeitet: „Financial
Wellbeing – Finanzbildung von Arbeitgebern
für Arbeitnehmer auf Grundlage
der DIN 77230“. Im Zentrum steht
die bunte und spielerisch handhabbare
Unabhängige
und inspirierende
Finanzbildung auf
Basis der DIN
77230
Finanzbildung als
Corporate Benefit für
Ihre Beschäftigten
+ Für geregelte Finanzen und einen klaren Kopf
+ Verbessert die Produktivität Ihrer Beschäftigten
+ Macht Mitarbeitende krisenfest
+ Führt zu gesteigerter Mitarbeiterbindung
Deutsche
Gesellschaft für
Neugierig? Jetzt informieren auf:
financial-wellbeing.eu/arbeitgeber
info@financial-wellbeing.eu
Gefördert durch:
Anzeige
Nr. 4 | 2026
41
Messen sind Marktplätze
Foto: Messe Freiburg, fwtm, Bender
für Menschen
Baden-Württembergs Messegesellschaften
setzen auf Begegnung, neue Themen und
regionale Wertschöpfung
Viel Kultur, Jobbörsen oder moderne Energiekonzepte
in der Messe Freiburg.
Ob Stuttgart, Karlsruhe, Friedrichshafen
oder Freiburg: Messen sind für
Baden-Württemberg weit mehr als
Ausstellungsflächen. Sie verbinden
Menschen, Branchen und Regionen,
schaffen wirtschaftliche Impulse und
bleiben trotz digitaler Alternativen
wichtige Orte für Austausch, Innovation
und Geschäft.
Begegnung als Kerngeschäft
Die Landesmesse Stuttgart konzentriere
sich auf ihr Kerngeschäft, betonte Messechef
Roland Bleinroth im Januar beim
Neujahrsempfang (NJE) der Landesmesse
in Stuttgart. Für ihn sei das vor allem die
Begegnung von Menschen. In den Stuttgarter
Messehallen auf den Fildern sind
sowohl Publikumsmessen wie die CMT
im Januar als auch Industriemessen wie
die LogiMAT im März 2026 erfolgreich
und gut gebucht. Bei der CMT waren in
diesem Jahr wieder alle Hallen und möglichen
Flächen ausgebucht.
Aufschwung und neue Themenfelder
Stuttgarts Messe-Co-Chef Stefan Lohnert
machte deutlich, dass auch Mut und neue
Ideen gefragt seien. In Themenfeldern wie
Bildung, Gesundheit und Verteidigung
sähen er und das Messeteam neue Chancen.
Dabei stünden eher Unterstützungsdienste
als militärische Rüstungsgüter im
Vordergrund. Möglicherweise sei bereits
ab diesem Sommer Neues zu erwarten.
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut
teilte diesen positiven Ausblick
beim NJE und gab ihrer Freude Ausdruck,
die CMT-Eröffnung als persönliches
Highlight zu erleben. Nach dem dritten
Jahr mit Rezession und Stagnation auch
in Baden-Württemberg sehe sie trotz
herausfordernder Zeiten Zeichen der
Besserung. Bürokratieabbau sei wichtig,
und der Schwerpunkt Künstliche Intelligenz
im Land werde eine Wende zum
Positiven bewirken, machte sie deutlich.
Beim Spatenstich zum neuen KI-Campus
in Heilbronn sei ihr dies nochmals sehr
bewusst geworden. Auch der Erfolg der
42 Nr. 4 | 2026
Foto: AERO Friedrichshafen
Die jährlich stattfindende Messe AERO in Friedrichshafen profitiert von der direkten Nachbarschaft des Flughafens und des Messegeländes direkt am Bodensee.
jährlichen Fachmesse Quantum Effects im
Herbst und der zweite Quantencomputer
von IBM in Ehningen seien Zeichen dieser
Aufbruchsstimmung im Land.
Messen als Wirtschaftsfaktor
Im Dezember 2025 hatte die Messe Karlsruhe
eine Studie vorgelegt, wonach sie
ihre gesamtwirtschaftliche und regionalwirtschaftliche
Bedeutung in den vergangenen
Jahren deutlich steigern konnte.
Sie sei damit ein wichtiger wirtschaftlicher
Motor für Stadt und Region, hieß
es dazu in einer Pressemitteilung. Für
das Jahr 2024 wurden die gesamt- und
regionalökonomischen Ausgabenimpulse
sowie die daraus resultierenden Wertschöpfungs-
und Arbeitsplatzeffekte ermittelt
und mit einer Datenerhebung aus
dem Jahr 2015 verglichen. Ergebnis: 28
Prozent höhere Impulse für die Wirtschaft
und 18 Prozent mehr messebezogene
Arbeitsplätze.
Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe
Karlsruhe, betont: „Messen und Kongresse
entfalten bedeutende Strahlkraft aus
und für die gesamte Region – inhaltlich,
wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich.
Dass wir solche Effekte erzielen,
verdanken wir dem Engagement unserer
Gesellschafterin Stadt Karlsruhe, unseren
Kunden aus der ganzen Welt sowie den
Menschen hinter den Kulissen der Messe
Karlsruhe: einem engagierten Team, das
mit hoher Fachkompetenz, Leidenschaft
und Teamgeist Tag für Tag Außergewöhnliches
leistet.“
Ähnliche Effekte dürften auch im Umfeld
der anderen drei Messegesellschaften
entstehen, wobei die Größe der Landesmesse
Stuttgart und die Zahl der Veranstaltungen
dort einen besonders großen
Effekt haben könnten.
Friedrichshafen zwischen AERO und
Eurobike
Auch die Messe Friedrichshafen hatte im
Sommer 2025 ein positives Jahresergebnis
für ihr Geschäftsjahr 2024 verkündet.
Der Umsatz lag bei 22 Millionen Euro,
nach 20,4 Millionen Euro im Jahr 2023.
Die Luftfahrtmesse AERO war auch 2025
ein Erfolg in Friedrichshafen.
Die vom Bodensee nach Frankfurt umgezogene
Eurobike ist inzwischen, wie
TRESORE FÜR PRIVAT UND GEWERBE
DIREKT VOM HERSTELLER
Kärcher Tresorbau GmbH + Co. KG
Gmünder Str. 8, 75181 Pforzheim
Tel. (07231) 96 39 90 - 0
www.Kaercher-Tresorbau.de
Anzeige
Nr. 4 | 2026
43
Foto: Frank Eppler/Messe Stuttgart
Beim Neujahrsempfang der Messe Stuttgart v.l.n.r. die beiden Geschäftsführer des Messebetriebs Stefan Lohnert und Roland Bleinroth, Wirtschaftsministerin
Nicole Hoffmeister-Kraut und Unternehmenssprecherin Stefanie Kromer als Moderatorin.
Unterstützt wird die Plattform von der
AOK Südlicher Oberrhein, der Arbeitsagentur
Freiburg, BZ.medien, der Handwerkskammer
Freiburg, der Industrie- und
Handelskammer Südlicher Oberrhein
und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher
Breisgau.
Karlsruhes Messechefin Britta Wirtz freut sich über deutliche Zuwächse: 28 Prozent höhere Impulse für die
Wirtschaft und 18 Prozent mehr messebezogene Arbeitsplätze von 2015 bis 2024, wie eine Studie ergab.
auch die AERO, eine Veranstaltung der
Fairnamic, an der die Messe Friedrichshafen
und die Messe Frankfurt beteiligt
sind. Im November 2025 haben zwei
große Branchenverbände ihre Zusammenarbeit
mit der Eurobike beendet, nachdem
die Messe im vergangenen Sommer 30
Prozent weniger Besucher als im Vorjahr
verzeichnet hatte. Pressesprecher Frank
Gauß erklärte auf Nachfrage, dass es
weiter Gespräche gebe und keine eigene
Foto: Messe Karlsruhe, Andrea Fabry
Messe der Verbände in Konkurrenz zur
Eurobike geplant sei.
Freiburg setzt auf Publikumsmessen
Bei der Messe Freiburg dominieren die
Publikumsmessen. Ende Januar beginnt
das Messejahr dort traditionell mit der
dreitägigen Internationalen Kulturbörse.
Anfang Februar riefen die Job-Start-Börse
sowie die Jobmesse Gesundheit & Pflege
wieder in die Freiburger Messehallen.
Die Jobmesse Gesundheit & Pflege wird
von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt,
die Schirmherrschaft hat die Fachkräfteallianz
Südlicher Oberrhein. Ende
Februar fand wieder die Messe Gebäude
Energie Technik (GETEC) in Freiburg
statt; 2025 kamen dazu 7.500 Besucher
zu rund 140 Ausstellern in die Freiburger
Messehallen.
Hallen, Tagungen und neue Formate
Alle vier Messegesellschaften bieten ihre
Hallen und Räumlichkeiten auch für Veranstaltungen
an. Ob Aktionärsversammlung,
Hausmesse, Neuheitenpräsentation,
Jubiläum oder Konferenz: Sie
bieten Platz dafür und freuen sich über
entsprechende Anfragen.
Gundo Sanders
gsanders@mm-sanders.de
mm-sanders.com
messe-stuttgart.de
messe-karlsruhe.de
messe-friedrichshafen.de
messe.freiburg.de
44 Nr. 4 | 2026
Inserentenverzeichnis
Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge
1A Autenrieth GmbH & Co. KG
autenrieth-kunststofftechnik.de
Breinlinger Ingenieure Hoch- und Tiefbau
GmbH
breinlinger.de
Lothar Bix GmbH
bix-lackierungen.de
Burger Karl Maschinenbau GmbH & Co.
burger-maschinenbau.de
Claus Gebäudereinigung GmbH & Co. KG
claus-gebaeudereinigung.de
DEFINO Institut für Finanznorm AG
defino.de
Derichsweiler Umzüge Lagerung Service
GmbH & Co. KG
derichsweiler.com
DIENER & RAPP GmbH & Co. KG
Eloxalbetrieb
dienerrapp.de
Artur Farr GmbH & Co. KG
farr-feinmechanik.de
Martin Fink GmbH & Co. KG
fink-plexiglas.de
Erwin Friedmann Kunststoffwerk GmbH
friedmann-formteile.de
Genthner GmbH System Technologie
genthner.com
GFD Gesellschaft für Dichtungstechnik GmbH
gfd-dichtungen.de
GMT Gummi-Metall-Technik GmbH
gmt-gmbh.de
Grünemay & Abt KG
gruenemay-abt.de
GUK-Falzmaschinen GmbH & Co. KG
guk-falzmaschinen.de
Heim Infrastrukturbau GmbH
heim-live.de
Helios Ventilatoren GmbH + Co KG
heliosventilatoren.de
Kammerer Gewindetechnik GmbH
kammerer-gewinde.com
Kärcher Tresorbau GmbH + Co. KG
kaercher-tresorbau.de
Herbert Kaut GmbH & Co.KG
kaut.info
Kierdorf & Söhne GmbH
kierdorf-soehne.de
Prinzing Elektrotechnik GmbH
prinzing-elektro.de
Probst - Speditions GmbH
spedition-probst.de
Gebrüder Rückert GmbH & Co. KG
gebrueder-rueckert.de
SchwörerHaus KG
schwoererhaus.de
Sixt GmbH Werkzeugbau u. Stanzerei
sixt-gmbh.de
Südpack Verpackungen SE & Co. KG
suedpack.com
Ueberschär GmbH & Co. KG
bueromoebel.de
Wiesbauer GmbH & Co. KG
wiesbauer.de
Gebr. Zimmermann GmbH
felswerk.de
Anzeige
Anzeige
Termin- und Direktverkehre
von und nach Bayern.
www.spedition-probst.de
Nr. 4 | 2026
45
MIT vor Ort / Impressum
MIT vor Ort
MIT Alb-Donau/Ulm
www.mit-alb-donau-ulm.de
MIT Baden-Baden/Rastatt
www.mittelstand-bad-ra.de
MIT Biberach
www.mit-bc.de
MIT Böblingen
www.mit-boeblingen.de
MIT Bodenseekreis
www.mit-bodenseekreis.de
MIT Breisgau-Hochschwarzwald
www.mit-breisgau-hochschwarzwald.de
MIT Calw/Freudenstadt
www.mit-cw-fds.de
MIT Emmendingen
www.mit-emmendingen.de
MIT Esslingen
www.mit-esslingen.de
MIT Freiburg
www.mit-freiburg.de
MIT Göppingen
www.mit-gp.de
MIT Heidelberg
www.mit-heidelberg.de
MIT Heidenheim
MIT Heilbronn
www.mit-heilbronn.de
MIT Hohenlohe
www.mit-hohenlohe.de
MIT Karlsruhe
www.mit-karlsruhe.de
MIT Karlsruhe Land
www.mit-karlsruhe-land.de
MIT Konstanz
www.mit-konstanz.de
MIT Lörrach
MIT Ludwigsburg
www.mit-ludwigsburg.de
MIT Main-Tauber-Kreis
www.mit-main-tauber.de
MIT Mannheim
www.mit-mannheim.de
MIT Neckar-Odenwald
www.mit-neckar-odenwald.de
MIT Ortenau
www.mit-ortenau.de
MIT Ostalb
www.mit-ostalb.de
MIT Pforzheim
www.mit-pforzheim.de
MIT Ravensburg
www.mit-ravensburg.de
MIT Rems-Murr
www.mit-remsmurr.de
MIT Reutlingen
www.cdu-kreis-reutlingen.de/vereinigungen
MIT Rhein-Neckar
www.mit-rhein-neckar.de
MIT Rottweil
www.mit-rottweil.de
MIT Schwarzwald-Baar
www.mitsbk.de
MIT Schwäbisch Hall
MIT Sigmaringen
www.mit-sigmaringen.de
MIT Stuttgart
www.mit-stuttgart.de
MIT Tübingen
MIT Tuttlingen
MIT Waldshut
MIT Zollernalb
www.mit-zollernalb.de
MIT Nordbaden
www.mit-nordbaden.de
MIT Nordwürttemberg
www.mit-nordwuerttemberg.de
MIT Südbaden
www.mit-suedbaden.de
MIT Württemberg-Hohenzollern
www.mit-wueho.de
MIT Baden-Württemberg
www.mit-bw.de
MIT Bund
www.mit-bund.de
Impressum
Wirtschaftsforum – das Magazin der Mittelstandsund
Wirtschaftsunion Baden-Württemberg erscheint
zehnmal im Jahr im Rahmen der Mitgliedschaft.
Ist der Verlag durch höhere Gewalt, Streik
und dergleichen an seiner Leistung verhindert, so
be steht keine Ersatzpflicht für das Wirtschaftsforum.
Herausgegeben von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion
Baden-Württemberg in Zusammenarbeit
mit der Kaan Verlag GmbH.
Mittelstands- und Wirtschaftsunion
Baden-Württemberg (MIT)
Stammheimer Straße 10, 70806 Kornwestheim
Telefon 07154 8025 140,
wifo@mit-lvbw.de,
www.mit-bw.de
Auflage: 5.000 Exemplare für Mitglieder und
Interessenten
Landesgeschäftsführung:
Marcel Bonnet
bonnet@mit-bw.de
07154 8025 140
Redaktion Wirtschaftsforum:
verantwortlich im Sinne des Presserechts
Dr. Bastian Atzger (MIT BW)
wifo@mit-lvbw.de
Verantwortlicher Redakteur:
Achim Rieger (Kaan Verlag GmbH)
Verlag und Vertrieb:
Kaan Verlag GmbH
Klosterstraße 12, 72514 Inzigkofen
Telefon 07571 7404 0
wifo@kaanmedia.de,
www.kaanmedia.de
Bildnachweise:
Diese Ausgabe verwendet Bilder von Pixabay,
Shutterstock, Adobe Stock und MIT Bund.
Mitglieder- und Officemanagement:
Martina Kuttner
kuttner@mit-bw.de
07154 8025 144
Marketing und Administration:
Carolin Göggelmann
goeggelmann@mit-bw.de
07154 8025 145
Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit:
Dieter Becker
becker@mit-bw.de
07256 944645 • 0172 7161020
Andreas Hanker-Latzko
hanker-latzko@mit-bw.de
0163 8633908
Manfred Nagel
nagel@mit-lvbw.de
0711 3412726 • 0170 3369229
Gundo Sanders
sanders@mit-lvbw.de
07244 5598172 • 170 2031759
46 Nr. 4 | 2026
Mitglied werden
Aufnahmeantrag
Hiermit bitte ich um die Aufnahme in die Mittelstands- und Wirtschaftsunion.
Die grau hinterlegten Felder werden von der MIT ausgefüllt.
Mitgliedsnummer LV/KV Kriterium
Name, Vorname
Geburtsdatum
Straße, Hausnummer
PLZ, Ort
E-Mail-Adresse
Telefon
Beruf
Firma
Branche
Eintrittsdatum
Selbstständig
Nicht selbstständig
CDU-Mitglied
Parteilos
Um unsere Beziehung zu Ihnen auf Sicherheit, Vertrauen und Nachhaltigkeit aufzubauen, bitten wir Sie,
uns nachfolgendes Einverständnis zu geben:
Ich bin mit der Erhebung, Speicherung und Nutzung der vorstehenden personenbezogenen Daten sowie der
besonderen Arten personenbezogener Daten (§ 3 Abs. 9 BDSG, z.B. politische Meinungen) einverstanden. Die
Daten werden von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Baden-Württemberg, ihren Gliederungen für die
Übersendung von Einladungen, Newsletter, Informationsmaterial und des Mitgliedermagazins – auch per E-Mail – genutzt. Eine sonstige
Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Die E-Mail-Adresse kann auch für den Versand von Einladungen zu satzungsgemäßen Versammlungen
und Einladungen genutzt werden. Der Versand der Einladungen auf elektronischem Wege steht in diesem Fall dem Postweg gleich.
Ihre persönlichen Daten werden nach Beendigung Ihrer Mitgliedschaft gemäß der gesetzlichen Bestimmungen gelöscht.
Ich bestätige, kein Mitglied einer anderen Partei als der CDU/CSU zu sein.
Unterschrift des Neumitglieds
Geworben von
Unterschrift des MIT-Kreisvorsitzenden
Einzugsermächtigung
Hiermit ermächtige ich die MIT, bis auf Widerruf meinen Jahresbeitrag und die einmalige Aufnahmespende
von folgendem Konto abzubuchen:
Name, Vorname des Kontoinhabers
Gläubiger-ID
BIC
Geldinstitut
IBAN
Die Aufnahmespende für meinen
Kreisverband Landesverband Bundesverband
beträgt einmalig €
Mein Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich €
(Mindestbeitrag 120 €/Jahr. Der Mitgliedsbeitrag wird als Jahresbeitrag durch
eine SEPA-Lastschrift eingezogen.)
Unterschrift Kontoinhaber
Jetzt Mitglied werden!
Mittelstands- und Wirtschaftsunion Baden-Württemberg
Stammheimer Str. 10, 70806 Kornwestheim
Telefon: 07154 8025-140
info@mit-bw.de
www.mit-bw.de
Nr. 4 | 2026
MITTELSTANDS- UND
WIRTSCHAFTSUNION
BADEN-WÜRTTEMBERG
47