SILENTMAG #1 - Das MAGazin aus der Autostadt

jakub384

Die erste Ausgabe des Graffiti Magazine "SilentMAG" aus Wolfsburg.
Das Magazin ist 2019 entstanden. Es enthält mehrer Themenbereich wie Graffitis auf Zügen oder Gütern. Sowie einen Oldschool Teil in dem die Anfänge dokumentiert werden. Dies ist die erste Produktion von Silentcap. Eine zweite Ausgabe ist für Mitte 2020 geplant.

VORWORT.

Moin Moin, seid gegrüßt ihr Sprüher*Innen,

Bandarbeiter*Innen, Bahner*Innen,

Kontrolleur*Innen, Zecken, Ultras und

anderen Interessierten an Graffiti in

Deutschlands Lieblings-Werk-Stadt.

Wolfsburg ist nicht gerade bekannt für

seine künstlerische Ausgestaltung urbaner

Landschaften und Personennahverkehrsmittel,

aber erhält stetigen Zuwachs an

motivierten Straßenkunst-affinen Personenkreisen,

die sich an der Mitgestaltung

der uns bekannten trist-grauen Ödlandschaft

Mordors ääh Wolfsburgs sehr interessieren.Gerade,

weil sie diese Gegend so

lieben und sie in einer vielschichtig bunten

Farbenpracht erstrahlen lassen wollen.

Aber diese Reinkarnation einer Graffiti-Szene

in unserer überschaubaren Industriegegend

war nicht immer so selbstverständlich,

wie sie es jetzt ist.Nach der

großen Chromflut Anfang der 90er Jahre

bis in die Anfänge des 21. Jahrhunderts,

erreichte die Stadt einen Tiefpunkt an

engagierten Jugendlichen, welcher durch

verschiedene Ursachen bedingt ist, wie das

erstarken einer äääääääh Polizeipräsenz,

der Problematik von Anonymität - wiederum

bedingt durch die stark verurteilte

Verteufelung und damit Kriminalisierung

der Sache - und vieler weiterer Gründe, die

wir ein anderes mal erläutern wollen.

Back 2 the end of 2000erz begannen sich

nun Jugendliche, abseits von Erfahrenen,

die eine Mentorrolle hätten einnehmen

können, für Sprühlackbüchsen und Urbane

Landschaftsgestaltung zu interessieren.Die

„Anfänge“ von denen ich, der

nostalgische Opi, nun spreche, bestritten

zunächst Crews wie FBN, FSK, die

Wolfsburger Ultrà-Szene und vereinzelte

Sprüher (meistens ja leider keinen „innen“)

wie Sigk und Ten, die das Stadtbild

am stärksten prägten. Trotz der städtischen

Bemühen so gut wie jeden geilen

Spot vertrottelt überstreichen zu lassen,

findet man auch heute noch vereinzelte

Bilder, die stabil stehen bleiben -

Toyfel sei’s gedankt.

Über die Jahre entwickelte sich, nicht

zuletzt auch durch eine entsprechende

Jugendförderung, eine Ansammlung von

Untergrund-Athleten (immer noch zu

wenig Athletinnen), die sich teils kollektiviert,

teils zerstritten haben oder einfach

nebeneinander hermullen und betrachtet

man das Potenzial, ist da auch noch Raum

nach oben.Seit einigen Jahren und nach

der großen Trauer um die abziehenden

Stahler und die S-Bahn =(, ist besonders

der Hi-Club ins Blickfeld von Saurons Auge

alias dem VW-Tower geraten, indem nicht

nur das hiesige Privatbahnunternehmen

gelackt werden konnte, nein, es wurden

auch auf der Straße verhältnismäßig die

meisten Meter gemacht.

Also freut euch auf eine qualitative Auswahl

von Wolfsburgs letztem Jahrzehnt

Graffiti-Geschichte!

Ähnliche Magazine