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Rund 30 % der Erwachsenen leiden unter

Schlaflosigkeit – mal mehr, mal weniger.

Bei den über 60-Jährigen sind es sogar

über 40 %. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Organische und psychische Erkrankungen

können Schlafprobleme verursachen,

ebenso wie Konfliktsituationen oder

Umwelteinflüsse. Der Griff zur Tablette

sollte allerdings möglichst vermieden

werden. Zuerst sollte man vielleicht einen

genaueren Blick auf sein Schlafverhalten

werfen. In unserer hektischen Zeit sind

wir von morgens bis abends den unterschiedlichsten

Reizen ausgesetzt. Radio,

Fernsehen, Internet – teils sogar gleichzeitig.

Wir werden immer schneller, immer

lauter und erwarten von uns und

unseren Mitmenschen quasi eine Erreichbarkeit

rund um die Uhr. Und diese Betriebsamkeit

nehmen wir dann nahtlos

mit ins Schlafzimmer. Wie sollen wir

sanft und entspannt in Morpheus’ Arme

sinken, wenn wir innerlich noch unter

Volldampf stehen?

Nicht selten sind aber einfach unsere Erwartungshaltungen

völlig falsch. Jeder

Mensch braucht acht Stunden Schlaf?

Fehlanzeige! Im Durchschnitt schlafen

zwei Drittel der Erwachsenen 7,5 Stunden

pro Nacht. Gut 15 % benötigen sogar

mehr als 8,5 Stunden, um wirklich ausgeruht

und fit für den nächsten Tag zu sein.

Wiederum andere 15 % kommen hingegen

mit weniger als 6 Stunden aus. Im Alter

nimmt zudem die Schlafdauer und

auch die Schlaftiefe ab. Vielleicht sollten

Sie einfach mal schauen, ob Sie nicht zu

der letzten Gruppierung gehören, statt

Stunde um Stunde vergebens um Schlummer

zu ringen. Ein gesunder Schlaf ist

nicht von einer vorgegebenen Zeitspanne

abhängig. Viel aussagekräftiger ist, dass

Sie sich tagsüber wohl fühlen und mit frischer

Kraft aktiv sein können.

Stellen Sie allerdings an sich Symptome

fest wie Tagesmüdigkeit mit Leistungsund

Konzentrationsschwächen, Stimmungsschwankungen

und verschiedene

Praxis für Physiotherapie

Carola Fischer

Stockumerstr. 19 · 58454 Witten

Tel. 0 23 02 - 70 76 809

Mobil 0151-17 74 95 58

www.fischerphysio.com

Öffnungszeiten:

Mo bis Do 8–18 Uhr, Fr 8–15 Uhr

Zulassung für alle Kassen

vegetative Beschwerden wie Kopfschmerzen,

Frösteln oder Kreislaufprobleme,

sollten Sie Ihre Schlafprobleme nicht auf

die leichte Schulter nehmen. Wer zu wenig

schläft, kann auf Dauer ernsthaft erkranken.

Sprechen Sie also mit Ihrem

Arzt, vielleicht empfiehlt er Ihnen auch

den Besuch eines Schlaflabors, wo Ihrem

Schlafverhalten auf den Grund gegangen

wird und auch ernstzunehmende Schlafstörungen

wie das Schlafapnoe-Syndrom

(Atemaussetzer während des Schlafs) diagnostiziert

werden können.

Tipps

Kein größerer Dieb als der Schlaf:

er raubt uns das halbe Leben.

Sprichwort aus Deutschland

• Feste Rituale wie das berühmte Glas

Milch, die Tasse Tee oder ein kurzer

Spaziergang helfen, den Körper auf Ruheposition

zu bringen. Auch Lesen und

Fernsehen erleichtern es, abzuschalten.

Allerdings sollten Sie bei der Auswahl

der Lektüre oder des Films behutsam

vorgehen, emotional aufwühlende Melodramen

und nervenaufreibende Thriller

sind hier eher kontraproduktiv. Vor allem

lautet der Rat vieler Fachleute, im

Bett selbst auf Buch und Flimmerkiste

möglichst zu verzichten.

• Bewegung macht müde, allerdings regt

sie auch den Kreislauf an. Geben Sie

sich die nötige Zeit, wieder einen Gang

runterzukommen.

• Schäfchen zählen ist übrigens in der

Tat eine wirksame Methode. Der monotone

Vorgang lenkt von Problemen ab

und kann eine einschläfernde Wirkung

haben. Es müssen übrigens nicht zwingend

Schafe sein. Stellen Sie sich einfach

eine Sommerwiese vor und zählen

die Gänseblümchen. Doch Achtung:

Wer sich beim Zählen zu sehr unter

Stress setzt, schläft garantiert erst

recht nicht ein.

Wir bieten qualifizierte Behandlungen

in den Bereichen

Krankengymnastik

Bobath Therapie

Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Therapie

Atemtherapie

Wirbelsäulentherapie

Rückenschule

Kinder Rückenschule

Beckenbodengymnastik

Fußreflexzonenmassage

Klassische Massage

K-Taping

Gerätetraining

Fango/

Heißluftbehandlung

Kältetherapie

Hot-Stone Massagen

Aromaöl Massagen

Hausbesuche

Leben im Alter · Gesundheit

Das berühmte Glas Milch enthält Forschern zufolge

das Hormon Melatonin, das den Tag-Nacht-

Rhythmus regelt. Andere Wissenschaftler schätzen

den in der Milch enthaltenen Wirkstoff Trytophan,

aus dem der Körper im Gehirn das Glückshormon

Serotonin herstellt, das auch auf den Schlaf eine

positive Wirkung haben soll. Dritte wiederum meinen,

es sei allein das feste Ritual, das uns beim

Einschlummern hilft. Wie dem auch sei – die Milch

macht’s! (Bild Lupo_pixelio.de)

• Auch wenn das Glas Bier oder Wein

durchaus ein rascheres Einschlafen bewirken

kann, ist Alkohol prinzipiell keine

gute Wahl. Mediziner warnen eindrücklich,

dass der regelmäßige Alkoholkonsum

die Schlaftiefe und -kontinuität

nachhaltig beeinträchtigt.

• Ab in die Wanne? Warum nicht! Manchen

Menschen hilft die wohlige Wärme

dabei, zu relaxen. Überhaupt ist Temperatur

ein wichtiges Kriterium. Nicht

zu kalt, nicht zu warm – als Durchschnittstemperatur

wird von Experten

eine Raumtemperatur von ca. 18 Grad

empfohlen.

• Locker bleiben! Versuchen Sie aus der

Situation das Beste zu machen. Im Normalfall

holen Sie den Schlafverlust einer

einzigen Nacht in der nachfolgenden

schnell wieder auf.

Wer schlafen kann, darf glücklich sein.

Erich Kästner (1899–1974),

deutscher Schriftsteller

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