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Rudern aus Leidenschaft

– der RC Witten

»Als ich erstmal mit dem Rudern angefangen

hatte, konnte ich nicht mehr loslassen«,

beschreibt Maik Swienty seinen

Einstieg beim Ruderclub Witten (RCW)

während seiner Schulzeit. Heute ist der

41-Jährige Erster Vorsitzender des Vereins

und fährt im Achter des RCW in der

Zweiten Ruderbundesliga der Männer

mit, die der Wittener Ruderclub diese Saison

als Elfter auf einem Mittelfeldplatz

abschließen konnte. In der Ruder-Bundesliga

werden die Platzierungen der einzelnen

Teams an sechs Renntagen in Ausscheidungsrennen

über die Sprintdistanz

von 350 m bestimmt. Die Kommandos im

Achter des RCW gibt Steuerfrau Janina

Schulz. »Sie sorgt dafür, dass alle gleichmäßig

im Takt ziehen und das Boot Kurs

hält«, erklärt Bundesligatrainer Henning

Sandmann. Die 20-Jährige rudert selbst

seit 2002 beim RCW und wurde 2006

Volle Kraftanstrengung beim Achter des RCW beim

Renntag 2011 in Hannover.

Zweite bei den deutschen U17-Juniorenmeisterschaften.

Team-Kapitän ist Jan

Landgraf, der auch eine Reihe von Erfolgen

über die olympische Distanz von

2.000 m vorzuweisen hat. So holte er

1998 bei der U23-WM die Bronzemedaille.

»Ich bin durch meinen Vater zum Rudern

gekommen und aus Schleswig-Holstein

zum Olympiastützpunkt nach Dortmund

gezogen«, erzählt der heute 33-Jährige.

Dort wurde er von Volker Grabow zum

RCW geholt, der für den größten Vereinserfolg

mitverantwortlich ist. Während in

der Ruder-Bundesliga über die kürzere

Distanz vor allem die Kraft im Vorder-

Das Team des Achters des RC Witten vertritt die

Ruhrstadt in der Zweiten Ruder-Bundesliga.

Sport

Christoph Schroeder und Peter Zeller gehen konzentriert

beim Rennen in Hannover an den Start.

grund steht, kommt es über die

Langstrecke auch auf die Ausdauer an.

Um in diesem Leistungssportbereich erfolgreich

zu sein, legt der RCW großen

Wert auf seine Nachwuchsarbeit. So gibt

es eine langjährige Kooperation mit dem

Ruhr-Gymnasium, eine Zusammenarbeit

mit weiteren Wittener Schulen ist geplant.

»Das ideale Alter, um mit dem Rudern

zu beginnen, liegt bei 12 bis 14 Jahren«,

erklärt Henning Sandmann. Das

Training ist mit 14 Einheiten pro Woche

sehr intensiv, doch die Arbeit zahlt sich

aus. So holten die RCW-Ruderinnen Julia

Eichholz und Anne Viedenz in einer

Renngemeinschaft mit Maike Ehmer aus

Waltrop und Mia Meier aus Hamburg die

Goldmedaille im Leichtgewichts-Doppelvierer

bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft

auf dem Brandenburger Beetzsee

in der Alterklasse U19.

Neben dem Leistungs- legt der RCW zudem

einen Schwerpunkt auf den Breitensport.

»Es kann jeder zu uns kommen,

der etwas für seine allgemeine Fitness

tun möchte«, beschreibt Henning Sandmann

das Angebot des Clubs. So kann in

offenen Holz-Wanderbooten gefahren

werden, mit denen der RCW auch organisierte

Wanderfahrten anbietet. »Dabei reservieren

wir vorher die Unterkünfte,

und es gibt einen Startpunkt, an dem die

Boote eingesetzt werden, so dass man mit

der Strömung fahren kann«, erklärt der

Erste Vorsitzende Maik Swienty. In diesem

Jahr brachen im Juni 19 Vereinsmitglieder

zu einer Familienwanderfahrt auf

der Weser auf und die Junioren erkundeten

das Seengebiet um Berlin. dp

Fotos: Ruder-Bundesliga

Der RCW wurde 1892 gegründet und hat heute

ca. 400 Mitglieder. Damit zählt er zu den ältesten

und größten Mitgliedern des Deutschen Ruderverbandes.

Für den größten Erfolg in der Geschichte des Vereins

sorgten 1988 bei den Olympischen Sommerspielen

in Seoul die Brüder Volker und Guido

Grabow sowie Jörg Putlitz und Norbert Keßlau:

Sie erruderten mit ihrem ›Ruhrvierer‹ eine Bronzemedaille.

Ruder-Club Witten e.V

Wetterstraße 30a · 58453 Witten

www.ruderclub-witten.de

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