gesamt-verlegeanleitung - Anker Teppichboden

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gesamt-verlegeanleitung - Anker Teppichboden

GESAMT-VERLEGEANLEITUNG

für ANKER-Teppichböden

Stand Juni 2008 1/23


INHALT

1.0 Vorbemerkung………………………………………………………………. 3

1.1 Sonderanfertigung………………………………………………….. 3

1.2 Maßtoleranzen……………………………………………………… 3

1.3 Untergrund-Vorbereitung………………………………………….. 4

1.4 Ebenheits-Toleranzen……………………………………………… 5

1.5 Klimatische Bedingungen.……………………………………….... 6

2.0 Verlegearten…………………………………………………………………. 6

2.1 Loses Auslegen…………………………………………………….. 6

2.2 Anti-Rutsch-Beschichtung (ARB)…………………………………. 7

2.3 Trockenkleben – Verlegen auf Haftgitter oder Haftvlies……….. 7

2.4 Smoothedge-Verspannen…………………………………………. 7

2.4.1 Konfektionieren……………………………………………………... 8

2.5 Ganzflächiges Fixieren…………………………………………….. 8

2.6 Ganzflächiges Verkleben………………………………………….. 8

2.7 Ableitfähiges Verlegen…………………………………………….. 9

3.0 Verlegen von Teppichboden……………………………………………… 10

3.1 Legen und Schneiden……………………………………………… 10

4.0 Warentypische Eigenschaften…………………………………………… 11

4.1 Reißverschluss-Effekt…………………………………..…………. 12

4.2 Rapport-Differenzen……………………………………………….. 13

4.3 Kopfnähte…………………………………………………………… 13

4.4 Treppeneignung……………………………………………………. 13

5.0 Verlegen von TX-Beschichtung………………………………………….. 14

5.1 Verlege-Vorbereitung……………………………………………… 14

5.2 Verlegung…………………………………………………………… 14

5.2.1 Anti-Rutsch-Beschichtung…………………………………………. 14

5.2.2 Ganzflächiges Verkleben………………………………………….. 15

5.2.3 Verspannen…………………………………………………………. 16

6.0 Verlegen von schwerbeschichteten Element-Fliesen……………….. 16

6.1 Verlege-Vorbereitung………………………………………………. 16

6.2 Verlegung………………………………………………………….... 16

6.3 Verlegung auf bauseits montierten Doppelboden-Elementen… 18

6.3.1 Verlegung auf Klimaboden………………………………………… 18

6.3.2 Verlegung von magnetischen Element-Fliesen…………………. 18

7.0 Verlegung von SL-Bahnen………………………………………………... 19

7.1 Funktion……………………………………………………………... 19

7.2 Verlege-Vorbereitung………………………………………………. 19

7.3 Verlegung……………………………………………………………. 19

8.0 Verlegen von Terrano (Nadelvlies)……………………………………… 20

8.1 Verlege-Vorbereitung………………………………………………. 20

8.2 Verlegung…………………………………………………………… 20

9.0 Verlegen von 195 cm breiter Druckware……………………………….. 21

9.1 Verlege-Vorbereitung….…………………………………………... 21

9.2 Verlegung.…………………………………………………………... 21

10.0 Empfehlungen………………………………………………………………. 21

10.1 Werkzeug……………………………………………………………. 21

10.2 Klebstoff……………………………………………………………… 22

10.3 Abdeckfolie………………………………………………………….. 22

11.0 Bezugsquellen………………………………………………………………. 22

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1.0 Vorbemerkungen

Völlig zu Recht lautet ein alter Bodenlegerspruch: "Richtig ausmessen ist schon

halb verlegt!" Hierbei sollte man sich nicht auf die Pläne und Maße des Kunden

verlassen, sondern die Räume unbedingt selbst ausgemessen!

In den überprüften Grundrissplan oder in die selbst angelegte, möglichst maßstabgerechte

Skizze werden nun die Teppichbodenbahnen unter Berücksichtigung des

Rapportes eingezeichnet. So kann für die zu belegende Fläche das Aufmaß sowie

der dadurch anfallenden Verschnitt ermittelt werden. Die Anzahl der Rapporte

errechnet man bei fortlaufenden Mustern mit Hilfe der Formel "Raumlänge geteilt

durch Rapportlänge". Bleibt bei dieser Rechnung ein Rest, so rundet man stets auf

den nächsten Rapport auf. Das Ergebnis multipliziert mit der Rapportlänge ist das

erforderliche Bahnenmaß.

Formel : Raumlänge : Rapportlänge = Rapportanzahl

Beispiel : 4,05 m : 0,90 m = 4,5

(4,5 Rapporte werden nun auf 5 Rapporte aufgerundet)

5 x 0,90 m = 4,50 m Bahnenmaß

Gemäß den Erläuterungen zur VOB, Teil C, DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten,

Abschnitt 3.4.5 (Auflage 2004) bleibt die Verlegerichtung des Bodenbelages dem

Auftragnehmer überlassen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass ein großes

Beanstandungspotenzial und Unzufriedenheit von Kunden im Vorfeld beseitigt

werden können, wenn die jeweilige Verlegerichtung, die Nähte, sowie die

anfallenden Verschnitte mit dem Auftraggeber vor der Verlegung abgesprochen

werden.

1.1 Sonderanfertigung

Es ist technisch nicht möglich, Sonderfarben oder -muster mengenmäßig im Fixmaß

auszuliefern. Dafür wirken bei der Herstellung schon von Anfang an zu viele

unterschiedliche Einflüsse auf die Ware ein. Bereits bei der Spulenherstellung,

dem Garnbäumen, dem Färben, dem Beschichten, der Trocknung bis hin zur Witterung

und zum Transport hat der Hersteller immer wieder sowohl mit den üblichen

Toleranzen als auch mit Temperatur- und Feuchtigkeitsveränderungen zu tun.

Auch auf eventuelle Fehler während der Herstellung muss die Produktion reagieren

können und benötigt darum ein Mengenpolster.

Bei Sonderbestellungen muss daher aus Sicherheitsgründen eine Mehrmenge von

max. 5 % kalkuliert werden: Bestellung 100 m², Lieferung max. 105 m².

Diese Mehrmenge kann sich auf mehrere Rollen verteilen und bezieht sich bei

gemusterten Artikeln auf die Rapportmaße.

1.2 Maßtoleranzen

Technisch ist es nur annähernd möglich, die angegebenen Herstellungsmaße zu

fertigen. Aus diesem Grund ist nach DIN 66 095, Teil 1, bei Teppichböden eine

Maßtoleranz in der Warenlänge von ± 0,5 % und in der Warenbreite von bis zu

± 1 %, maximal jedoch ± 3 cm, erlaubt.

So ist es erlaubt, dass eine mit „400 cm Breite“ deklarierte Ware tatsächlich in der

Breite von 397 cm und eine mit „200 cm Breite“ deklarierte Ware tatsächlich in der

Breite von 198 cm beanstandungsfrei geliefert werden darf:

deklariert tatsächlich geliefert (ohne Beanstandungs-Grundlage)

ca. 400 cm breit zwischen 397 cm und 403 cm breit

ca. 200 cm breit zwischen 198 cm und 202 cm breit

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Bei Teppichbodenfliesen hingegen ist in der Kantenlänge nur eine Maßtoleranz

von max. ± 0,2 % erlaubt. Demnach darf eine Fliese mit einer deklarierten

Kantenlänge von 50 cm eine 1,0 mm große Maßdifferenz aufweisen.

1.3 Untergrund-Vorbereitung

Bevor man mit der Verlegung beginnt, sollte Folgendes über den Untergrund

bedacht werden:

► Für eine einwandfreie Verlegung ist ein trockener, ebener, staub- und

schmutzfreier Unterboden unbedingt erforderlich (Erläuterungen zur VOB,

Teil C, DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten (Auflage 2004).

► Nutzböden wie Parkett, PVC, Linoleum und Kacheln müssen von Reinigungs-

und Pflegemittel-Rückständen befreit werden.

► Vor jeder Verlegung empfiehlt es sich, Feuchtigkeitsprüfungen durchzuführen

und über die Prüfstelle und die Werte ein Protokoll anzufertigen.

► Es empfiehlt sich ferner, den Estrich probehalber mit einem Hammer auf Hohl-

stellen zu überprüfen, mit einer Stahlbürste anzubürsten und zusätzlich eine

sog. Gitterritzprüfung mit dem Untergrund-Härteprüfer zu kratzen. Bedenken

sollte der Bodenleger schriftlich anmelden; denn wenn er einmal angefangen

hat zu verlegen, hat er im rechtlichen Sinne den Estrich abgenommen und für

gut befunden.

► In Zweifelsfällen empfehlen sich Probeverklebungen und Reißproben, die

meistens aussagekräftiger sind als stundenlange Streitereien mit gelegentlich

uneinsichtigen Estrichlegern oder Bauleitern.

► Der Auftragnehmer hat bei seiner Prüfung Bedenken insbesondere geltend zu

machen bei:

• größeren Unebenheiten,

• Rissen im Untergrund,

• nicht genügend fester Oberfläche des Untergrundes,

• nicht genügend trockenem Untergrund,

• zu poröser und zu rauer Oberfläche des Untergrundes,

• verunreinigter Oberfläche des Untergrundes , z.B. durch Öl, Wachs,

Lack, Farbreste,

• gefordertem kraftschlüssigem Schließen von Bewegungsfugen im

Untergrund,

• unrichtiger Höhenlage der Oberfläche des Untergrundes im Verhältnis

zur Höhenlage anschließender Bauteile,

• ungeeigneter Temperatur des Untergrundes,

• ungeeigneten Temperatur- und Luftverhältnissen im Raum,

• fehlendem Überstand des Randdämmstreifens,

• fehlendem Aufheizprotokoll bei beheizten Fußbodenkonstruktionen.

• fehlender Markierung von Messstellen bei beheizten Fußbodenkonstruk-

tionen.

► Vorhandene textile Bodenbeläge und Klebstoffreste müssen entfernt werden.

► Fugen und Löcher im Estrich müssen mit Füll- und Spachtelmasse egalisiert

werden.

► Unter Umständen müssen eine Haftbrücke (Vorstrich / Grundierung) und eine

Spachtelung aufgetragen werden.

► Vorstriche sind kein Luxus, sondern in gewisser Weise Klebstoffe, die Unter-

grund und Spachtelmasse miteinander verbinden. Sie binden Staub, verfestigen

die Estrich-Oberfläche und verhindern, dass das Wasser der Spachtelmasse

schlagartig nach unten in den Estrich wegsackt. Ein zu schnelles Entwässern

der Spachtelmassen hat deren Instabilität zur Folge.

► Kein Vorstrich der Welt ist in der Lage, einen mürben, staubigen, nicht

angeschliffenen oder nicht abgesaugten Estrich zu sanieren. Grundierungen

bilden dann eine “Haut” die leicht wieder abgezogen werden kann.

Vorstriche als Tiefengrund zu bezeichnen ist sehr kühn, da sie kaum tiefer als

1–2 mm eindringen.

► Vorgeschriebene Wassermengen für die Spachtelmassen beachten; sie sind

genauso wichtig für das Verkleben wie richtige Zahnungen!

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► Kaltes Wasser verwenden. Bei Temperaturen über 25°C (Aufheizen im Fahr-

zeug-Innenraum) kann die Verarbeitung problematisch werden.

1.4 Ebenheits-Toleranzen

Der Zentralverband Deutscher Berufssachverständiger (ZDB) und die Deutsche

Bauindustrie äußern in ihrem gemeinsamen Merkblatt „Toleranzen im Hochbau

nach 18201 und DIN 18202“ vom August 2000 „Bauteile, deren Maßabweichungen

die technischen Funktionen oder die optische Gestaltung des Bauwerks nicht

beeinträchtigen, sollen kein Anlass für Auseinandersetzungen sein, nur weil die

Genauigkeit nicht ganz der Norm entspricht.“

Die Beurteilung der Toleranzen erfolgt durch Inaugenscheinnahme. Im Zweifel sind

stichprobenartige Prüfungen nach DIN 18202 durchzuführen. Dabei dürfen die

Ebenheitsabweichungen der Oberfläche nach DIN 18202 der Tabelle 3, Zeile 3,

entsprechen (Anmerkung: die DIN 18201 wurde inzwischen in die DIN 18202

übernommen). Die Durchführung einer derartigen Messung ist Ausgabe des

Auftragnehmers.

Wie bekannt, sind auch beispielsweise Estriche Bauteile, die auf einem tragenden

Untergrund (z.B. Betonrohdecke) eingebracht werden und als Fußboden genutzt

werden können oder zur Aufnahme von Bodenbelägen jeglicher Art geeignet sind.

Speziell in Ihrem Fall kommt es immer wieder zu erheblichen Auseinandersetzungen

zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

Tabelle 3 zu Ebenheitstoleranzen

Spalte 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Zeile Bezug Stichmaße als Grenzwert in mm bei Messpunktabständen in m

0,1 0,6 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 6,0 8,0 10,0 15,0

3 Flächenfertige

Böden, z.B. Estriche

als Nutzestriche,

Estriche zur

Aufnahme von

Bodenbelägen,

Bodenbeläge,

Fliesenbeläge,

gespachtelte und

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 11 12 15

geklebte Beläge

4 Flächenfertige Böden

mit erhöhten

Anforderungen, z.B.

selbst verlaufende

Spachtelmassen

1

2

3

Auszug aus der Tabelle „Ebenheitstoleranzen“ (nach DIN 18202 erweiterte Tabelle 3)

Für die fett gedruckten Messpunktabstände sind Werte in Tabelle 3 von DIN 18202 enthalten. Die

Werte für andere Abstände sind interpoliert.

Laut dieser Tabelle, Zeile 3, darf eine Fläche, auf der die Messpunkte 1 m voneinander

entfernt sind, Ebenheitsabweichungen von max. 4 mm aufweisen. Liegen

die Messpunkte beispielsweise 4 m auseinander darf diese Ebenheitsdifferenz

max. 10 mm betragen. Bestehen hingegen erhöhte Anforderungen (Tabelle, Zeile

4), so dürfen im o.g. Beispiel bei gleichen Messabständen die Höhenunterschiede

nur max. 3 bzw. max. 9 mm betragen.

Gemessen wird, indem eine Messlatte auf mindestens zwei Unterbodenspitzen

(Berg) aufgelegt wird. In den dadurch entstehenden freien Räumen (Tal) unterhalb

der Messlatte (Brücke) darf die Messung erfolgen. Ausragenden Enden können

zwar orientierend wirken, unter ihnen darf aber keine Messung erfolgen.

Diese Toleranzwerte geben die handwerkliche Minimalleistung an und sollten

möglichst unterboten werden. Vor allem bei niedrigflorigen Teppichböden und bei

Streiflicht sind solche Werte inakzeptabel, da sie sehr gut gesehen werden und auf

diese Weise die optische Wirkung eines verlegten Bodenbelages negativ beein-

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4

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flussen. Aus diesem Grund sollte vom Auftragnehmer frühzeitig geklärt werden,

welche Unterbodenarbeiten für eine optimale Verlegung nötig sind. Kellenschläge

in einer gespachtelten Fläche stellen eher eine handwerkliche Fehlleistung dar als

den Ebenheitstoleranzwerten zu unterliegen.

1.5 Klimatische Bedingungen

Will man Schäden vermeiden, muss der Teppichboden vor der Verlegung

unbedingt dem entsprechenden Raumklima angepasst werden. Dazu wird er

mindestens 12 Stunden unbearbeitet im Raum ausgelegt. Auch beim Einsatz stark

wasserhaltiger Dispersions-Klebstoffe sind enge Parameter an die klimatischen

Verhältnisse bei der Teppichboden-Verklebung unbedingt einzuhalten.

Zur Reaktion und damit zur nötigen Festigkeit des Klebers muss das vorhandene

Wasser unbedingt gleichmäßig aus der Klebersubstanz entweichen. Saugfähige

Untergründe sind nur zum Teil in der Lage dieses Wasser aufzunehmen. Der

übrige Anteil muss demnach von der ihn umgebenden Raumluft aufgenommen

werden. Warme trockene Luft kann diese Aufgabe erheblich schneller und besser

lösen als kalte. Vor allem dann, wenn diese zudem noch einen hohen Feuchtigkeitsgehalt

aufweist.

Daher ist von primärer Bedeutung, dass die Verlegearbeiten im Rahmen der VOB,

Teil C, DIN 18365, Abschnitt 3.1.1 durchgeführt werden: ”…Der Auftraggeber hat

bei seiner Prüfung Bedenken insbesondere geltend zu machen bei: Ungeeigneter

Temperatur und Luftverhältnissen im Raum…”.

Entsprechend dieser Regeln sowie nach dem Merkblatt “Beurteilen und Vorbereiten

von Untergründen” des “Bundesverbandes Estrich und Belag” (Stand

Februar 2002) und den Erläuterungen zur VOB, Teil C, DIN 18365 (Auflage 2004),

ist dringend davon abzuraten, eine Verarbeitung von Hilfsmitteln (z.B. Spachtelmassen,

Klebstoffe) bei unter 18°C Raumtemperatur und unter 15°C Bodentemperatur

sowie über 75 % relativer Luftfeuchtigkeit durchzuführen.

Achtung: Zu niedrige Luftfeuchtigkeitswerte können eine ordnungsgemäße,

fachgerechte Verarbeitung von Bauhilfsstoffen (Spachtelmassen und Klebstoffe

etc.) ebenfalls äußerst problematisch bis unmöglich machen. Zu trockene Luft

nimmt das in den Baustoffen vorhandene Wasser zu schnell auf. So wird eine

Verbindung der Einzelkomponenten unterbunden bzw. die nötigen chemischen

Abläufe innerhalb der Produkte zu früh abgeschlossen. Spachtelmassen

verbrennen regelrecht auf diese Weise und bauen keine Festigkeit auf. Klebstoffe

binden innerhalb nur ganz weniger Minuten ab und sind somit nicht mehr in der

Lage zu kleben.

2.0 Verlegearten

2.1 Loses Auslegen

Der Teppichboden wird hierbei nur auf dem Untergrund aufgelegt, nicht aber mit

ihm verbunden. Das lose Auslegen ist für die meisten Teppichböden und

Verwendungsbereiche nicht geeignet, denn durch raumklimatische

Wechselwirkungen, durch die Beanspruchung mit Stuhlrollen und durch

Nassreinigungen, können Schrump-fungen sowie Blasen- und Beulenbildungen

auftreten. Zudem ist der Verschleiß des Teppichbodens höher als bei einer festen

Verlegung.

Die gleichen Nachteile können beim losen Verlegen auf doppelseitigem Klebeband

auftreten. Hierbei wird der Teppichboden lose im Raum ausgelegt und nur an den

Rändern mit einem beidseitig klebenden Band befestigt.

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2.2 Anti-Rutsch-Beschichtung (ARB)

Eine Anti-Rutsch-Beschichtung bezweckt, dass die Scherkräfte (horizontale Kräfte)

aufgefangen werden, ohne dass Schälkräfte (vertikale Kräfte) entstehen. Daher ist

sie in der Lage, unter normalen Umständen das seitliche Verschieben eines

entsprechenden Belages zu verhindern. Die wässrigen Dispersionen, die im

Regelfalle mit der Rolle aufgetragen werden, eignen sich dafür, den Teppichboden

jederzeit wieder problemlos aufzunehmen, ohne den Unterboden zu beschädigen.

So hat man, durch Zurückschlagen des Teppichbodens z.B. Zugriff auf eine

vorhandene Doppelbodenkonstruktion. Um die Wirkung der ARB zu optimieren,

wird auf den Untergrund vorher eine Grundierung aufgetragen.

2.3 Trockenkleben – Verlegen auf Haftgitter oder Haftvlies

Der Teppichboden wird unter Verwendung eines beidseitig mit Haftkleber

versehenen Gitters oder Vlieses ganzflächig auf einem Glatt- oder Textil-

Untergrund befestigt. Überwiegend wird bei gewebten Belägen sowie bei grob

strukturierten Rücken, wie Textil-Rücken, keine ausreichende Haftung erreicht, um

den Bewegungsdrang des Teppichbodens ausreichend einzuschränken.

Beanspruchung durch Stuhlrollen sowie Nassreinigungen können hier

gegebenenfalls ebenfalls zu Problemen führen.

2.4 Smoothedge-Verspannen

Das Verspannen, die klassische und zugleich handwerklich anspruchvollste Art,

gewebte Teppichböden und solche mit geeignetem textilem Rücken elastisch zu

verlegen, ist heute aktueller denn je. Diese Methode bietet eine Fülle von Vorteilen:

► Einfaches Legen des Belages ohne Vorbehandlung des Unterbodens wie Ent-

fernen von Klebstoffrückständen, Schleifen, Grundieren und Spachteln.

► Eine bis zur Hälfte längere Lebensdauer als bei einem verklebten Bodenbelag.

► Hohe Schall-, Trittschall- und Wärmedämmung.

► Mehr Gehkomfort durch Verwendung eines Unterlegmaterials.

► Wirkungsvollere Unterhaltsreinigung.

► Einfaches Auswechseln des Belages ohne erneute Vorbehandlung des Unter-

bodens wie Entfernen von Klebstoffrückständen, Schleifen, Grundieren,

Spachteln und Kleben.

Beim Verspannen wird eine Eigenschaft ausgenutzt, die alle textilen Bodenbeläge

gemein haben: Die Elastizität.

Als erstes werden Smoothedge-Nagelleisten ca. 3 mm von der Wand entfernt

befestigt – je nach Unterboden geklebt, gedübelt, geschraubt oder genagelt. Der

übrige Untergrund wird mit einem geeigneten Unterlegmaterial ausgelegt.

Bei Räumen bis zu 16 m² Größe, ist das Spannen und Einhängen in die Nagelleisten

mit einem Kniespanner möglich. Mit den Krallen, und bei Bedarf auch mit

den Nägeln des Spannkopfes, greift dieses Gerät von oben in den Teppichboden.

Durch Kniestöße gegen das Polster des Kniespanners wird der Teppichboden in

Richtung der Leiste gezogen und in die Nagelspitzen eingehängt.

Zuerst spannt man in Bahnenlängsrichtung. Man fängt immer in der Mitte der

Bahnenbreite an zu Spannen. Dort wird der Kniespanner auf den Belag gelegt, mit

einigen Zentimetern Abstand zur Nagelleiste. Die eine Hand drückt auf das Rohr

hinter dem Spannkopf, die andere ruht mit den Fingern auf dem Teppichboden

neben dem Kopf über der Leiste. Dann folgt der Kniestoß. Das Bein soll sich beim

Strecken in einer geraden Linie mit dem Kniespanner befinden; nur auf diese

Weise spannt man sicher und zweckmäßig.

Der Teppichboden wird beim Kniestoß mit dem Spannkopf in die Nagelspitzen eingehängt

und mit den Fingerspitzen gehalten. Entfernt man nun den Spanner, so

wirkt die Elastizität, durch die der Belag in den Nagelleisten gehalten wird.

Je mehr man jetzt von der Mitte zum Wandbereich spannt, desto schräger wird der

Kniespanner gestellt. So findet in diesem Teilbereich bereits eine Seitenspannung

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statt, die nachher bei seitlicher Verspannung auf die komplette Längsseite gegeben

und somit egalisiert wird.

Sind die Längen bearbeitet, werden die Seiten verspannt. Ist der Belag fest in den

Nagelleisten befestigt, wird er an der Wand entlang passend abgeschnitten.

Unabhängig von der Größe und dem Zuschnitt des Raumes bleibt die Arbeitstechnik

beim Spannen grundsätzlich immer die gleiche. Sollte der Raum jedoch größer

als 16 m² sein, ist eine Verlegung in der Verspannmethode ausschließlich mit dem

Kniespanner nicht mehr möglich. Dann sollte ein größeres, kraftschonenderes

Spanngerät zum Einsatz kommen; der Naht- bzw. Doppelkopfspanner. Dieses

Gerät zieht sich zur Leiste statt sich, wie der altbekannte Hebelspanner, von der

Wand abzudrücken. Spätestens für die Verlegung in großen Räumen, in denen der

Rohr- bzw. Hebelspanner mangels Halt an Wänden oder Säulen nur sehr schwer

oder gar nicht einzusetzen ist, bietet sich die ausschließliche Anwendung des

Doppelkopfspanners an.

Allerdings muss hierbei alle 2,5–3,0 m das gespannte Material mit Stahlnägeln

abgenagelt werden – dafür fällt allerdings ein Nach-spannen, wie es beim Einsatz

eines Hebelspanners des Öfteren durchgeführt werden muss, nicht an. Dabei setzt

man die letzte Nagelreihe etwa einen Meter von der Wand entfernt. Nun wird

dieser eine Meter Teppichboden von der Nagel-leiste aufgenommen und glatt

gelegt. Nur dieser noch nicht verlegte eine Meter Ware wird nun mittels

Kniespanner in die Nagelleisten eingehängt. Nachdem der Teppichboden

zugeschnitten ist, werden die Nägel selbstverständlich wieder entfernt.

2.4.1 Konfektionieren

Um mehrere Teppichbodenbahnen verspannen zu können, müssen sie erst miteinander

verbunden (konfektioniert) werden. Diese Arbeit sollte mit größter Sorgfalt

durchgeführt werden. Der auf einem Konfektionsband vorhandene Schmelzkleber

wird mit einem Konfektionsgerät auf bis zu ca. 180°C erhitzt. In den bei dieser

Temperatur geschmolzenen Kleber wird nun der Teppichboden-Rücken eingedrückt.

Ein auf diese Naht gelegtes, ca. 80–100 cm langes Brett, auf das sich der

Verleger kniet, wird auf diese Art mit dessen Körpergewicht beschwert. Dadurch

wird der Belag in der Abkühlphase so fixiert, dass er sich nicht ungünstig verformen

kann.

Die Temperatureinstellung ist abhängig von der Beschaffenheit des Konfektionsbandes,

der Teppichbodenart und der Routine des Bodenlegers (Richtwert:

ca. 1 m/min.).

Dringend zu beachten ist beim Konfektionieren, dass das Konfektionsgerät

ausschließlich in Florrichtung bewegt wird. Ansonsten würde der durch die relativ

hohe Temperatur kurzzeitig instabil gewordene Flor durch die Bewegung des

darauf liegenden Brettes in die falsche Richtung verformt. Nach der Abkühlphase

wäre durch die veränderte Florlage ein entsprechend breiter Streifen deutlich

sichtbar (siehe auch Abschnitt 3.1 – Legen + Schneiden).

2.5 Ganzflächiges Fixieren

Fixierungen entwickeln zwar nicht die Klebkraft eines Klebstoffs, erlauben aber

einen ganzflächigen Verbund zwischen Teppichboden und Nutzboden. Die

cremigen Dispersionen, die üblicher Weise sowohl mit einer Rolle als auch mit

einem feinen Zahnspachtel aufgetragen werden können, sind im Regelfall mit

entspanntem Wasser (Wasser unter Zusatz von Spülmittel) löslich. Aus diesem

Grund eignen sie sich dafür, den Teppichboden wieder aufzunehmen, ohne den

Unterboden zu beschädigen. Allerdings wird dabei der Teppichboden zerstört.

2.6 Ganzflächiges Verkleben

Durch die Verwendung von Klebstoffen soll eine feste und dauerhafte Verbindung

zwischen den zu verlegenden Teppichböden und den jeweiligen Untergründen

hergestellt werden. Ebenso wie bei den textilen Bodenbelägen gibt es auch bei

den Klebstoffen eine Vielzahl unterschiedlicher Arten. Je nach Einsatzgebiet sind

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sie u.a. stuhlrollengeeignet, leitfähig, geeignet für Fußbodenheizung sowie für die

Verarbeitung im Out-Door-Bereich.

Die Auswahl eines geeigneten Klebstoffes sollte deshalb gewissenhaft erfolgen.

Sie ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, des zu verlegenden

textilen Belages und der späteren Beanspruchung des hergestellten Verbundes.

Wir empfehlen:

Hersteller

Typ

Bezeichnung

Zahnung

Auftragsmenge

Bostik Kleber Power Elastic B1 ca. 350 g / m²

Erfurt Kleber Green Star 605 B1 ca. 350 g / m²

Mapei Kleber Ultrabond Eco 185 B1 ca. 300 g / m²

Schönox Kleber Tex-Objekt B1 ca. 450 g / m²

Thomsit Kleber T 410 B1 ca. 350 g / m²

Thomsit Fixierung TK 199 B1 ca. 350 g / m²

Uzin Utz Kleber UZ 88 B1 ca. 350 g / m²

Wakol Kleber D 3309 B1 ca. 400 g / m²

Wulff Kleber Multi Coll B1 ca. 350 g / m²

2.7 Ableitfähiges Verlegen

Teppichboden-Bahnenware, die aufgrund ihrer Konstruktion bereits eine gute

Flächenleitfähigkeit besitzt, benötigt zum Erreichen eines niedrigen Ableitwiderstandes

keine besonderen Verlegemaßnahmen, weder bei der Vorbereitung des

Untergrundes noch beim Kleben, wenn sie in Raumgröße (≥ 8 m²) verarbeitet wird.

Ob der Oberflächenwiderstand und der Erdableitwiderstand ausreichend sind,

kann den entsprechenden Produktbeschreibungen entnommen werden.

Leitfähiges Kleben von Bahnenware ist daher nur erforderlich, wenn der Verteilungseffekt

infolge zu kleiner Auslegeflächen – z.B. in schmalen Fluren oder

kleinen Räumen – nicht wirksam wird, oder wenn es sich um Bodenbelagskonstruktionen

mit niedriger Querleitfähigkeit handelt (einige Webartikel und

Nadelvlieskonstruktionen).

Forderungen bezüglich des Erdableitwiderstandes sind nur dann sinnvoll, wenn es

darum geht, Fremdladungen – also statische Aufladungen die nicht durch Berührungen

mit dem Teppichboden entstehen – abzuleiten. Forschungsergebnisse des

TFI haben gezeigt, dass der Leitfähigkeit des Schuhwerks zur Ableitung solcher

Fremdladungen eine ausschlaggebende Rolle zukommt. Sollte der Nutzer also

übliches Schuhwerk tragen, ist eine Ableitung der aufgebauten Spannung an den

Bodenbelag nicht möglich und eine ableitfähige Verlegung somit wirkungslos.

Bei einem Ableitwiderstand von z.B. 10⁸ Ohm wird die Körperspannung begehender

Personen auf einem Teppichboden innerhalb einer 1/10 Sekunde auf 0 reduziert

– vorausgesetzt, die Ableitung zum Teppichboden kann erfolgen. Dabei

verhält sich ein nicht ableitfähig verlegter, antistatischer Teppichboden mit einem

Oberflächenwiderstand von 10⁸ Ohm genau so, wie ein ableitfähig verlegter mit

dem gleichen Ableitwiderstand. Erst bei geringeren Widerstandswerten als

10⁸ Ohm ist die Ableitung an die Umgebung langsamer als an die Erdleitung

(Potentialausgleich).

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Beim Verkleben des leitfähigen Teppichbodens auf den wie üblich vorbereiteten

Untergrund, wird der ebenfalls leitfähige Kleber mit dem üblicherweise mitgelieferten

Zahnspachtel gleichmäßig bogenförmig auf den Untergrund aufgetragen

(siehe auch Abschnitt 2.5 – Ganzflächiges Verkleben).

Allerdings müssen ableitfähige Teppichböden keineswegs in jedem Fall ableitfähig

verlegt werden.

Wenn ein Teppichboden ableitfähig verlegt wird, legt man in das Kleberbett pro

angefangener 30 m² ein ca. 100 cm langes Kupferband ein, das allerdings nicht

weiter als 10 m von der jeweils äußersten Belagskante entfernt sein darf. Dieses

muss nach VDE-Vorschriften an einer ausschließlich dafür montierten Erdleitung

angeschlossen werden. Somit ist eine Ableitung über das leitfähige Polmaterial, die

leitfähige Rückenausrüstung und den leitfähigen Klebstoff zum Erdpotential

gegeben. In jedem Falle sind die Vorschriften des Kleberherstellers zu beachten.

Bei nicht leitfähig verklebten Belägen ist im Objekt bei Flächen ab 6–10 m² ein

Ableitwiderstand zu erwarten, der im Bereich des Oberflächenwiderstandes,

gemessen nach DIN VDE 0303-83, liegt. Da elektronische Geräte im Hinblick auf

die Elektrostatik mit einem Schutz von mindestens 5.000 Volt gegen statische

Aufladung abgeschirmt sein müssen, kann jede antistatische und auch ableitfähige

Teppichboden-Qualität ohne weiteres eingesetzt werden. Sicherheitshalber sind

die Vorschriften des Geräteherstellers zu erfragen, damit der geeignete Teppichboden

gewählt wird.

Bei der Verwendung der derzeit angebotenen gut leitfähigen Klebstoffe, sind

zusätzliche, weiterreichende Maßnahmen wie leitfähige Vorbereitung des

Untergrundes und die Verwendung geerdeter Kupferbänder bei der Verlegung von

Teppichboden nicht erforderlich.

Um bei Teppichfliesen einen niedrigen Erdableitwiderstand zu erreichen, muss

gegebenenfalls eine leitfähig machende Vorbehandlung des Untergrundes, unter

Verwendung der hierzu mit angebotenen Systemhilfsmittel erfolgen. Hier kann

wegen der Vielzahl der verschiedenen Systeme keine allgemeingültige

Empfehlung gegeben werden.

3.0 Verlegen von Teppichboden

3.1 Legen und Schneiden

► Es dürfen nur Teppichbodenbahnen derselben Charge aneinander gelegt

werden.

► Um Schwierigkeiten bezüglich eines eventuellen Farbabfalls vorzubeugen,

sollten Teppichböden grundsätzlich nur mit den jeweils beschnittenen

Außenkanten aneinander gelegt werden. Dies wird vor allem erreicht, wenn

fortlaufend verlegt wird, also ohne weitestgehend darauf zu achten, wo im

Raum die fälligen Nähte zu liegen kommen – allerdings unter Berücksichtigung

der VOB, Teil C, DIN 18365, Abschnitt 3.4.6.

Bei allen gewebten und bei fast allen getufteten ANKER-Teppichböden ist darauf

zu achten, dass die vorhandenen Warenkanten einzeln in der Florgasse abgeschnitten

werden müssen – bei gemusterten Belägen selbstverständlich ohne den

Breitenrapport zu beschädigen (siehe dazu Abschnitt 9.0 – Verlegen von 195 cm

breiter Druckware).

Um dies zu vereinfachen, empfiehlt sich der Mittag-Nahtschneider. Dieses Werkzeug

wird mit leichtem Druck gegen den zu beschneidenden Teppichboden durch

die Gasse geschoben. Dabei sollte der Schnitt etwa 2–3 cm von der Kantenaußenseite

entfernt – bei jacquard-gemusterten schaftgewebten Teppichböden zwischen

der gefüllten Schutzkante und der eigentlichen Ware – erfolgen. Nur bei sehr

dichten Tufting-Velours-Qualitäten, bei denen keine Gasse sichtbar gemacht

werden kann, muss zwangsläufig ein überlappender Schnitt (Doppelschnitt),

ebenfalls mit dem Mttag-Nahtschneider, durchgeführt werden.

Stand Juni 2008 10/23


Grundsätzlich werden daraufhin die abgeschnittenen Bahnen auf dem verlegereifen

Untergrund ausgelegt. Dabei muss noch einmal die Fertigungsrichtung geprüft

werden. Um die Laufrichtung leichter feststellen zu können, werden Strich- bzw.

Florrichtung mit der Hammerstiel-, der Zollstock- oder der Papier- bzw. Bleistiftmethode

geprüft:

► Bei der Hammerstielmethode stellt man das Metallgewicht des Hammers so

auf den Teppichboden, dass sein Stiel in die Luft zeigt. Der Stiel wird nun quer

zur Bahnenlänge umgestoßen. Die Richtung in die sich der Hammerstiel bei

seinem Aufprall bewegt, ist die Florrichtung.

► Nachdem man bei der Zollstockmethode ein solches Messgerät erst in Lauf-

richtung auf den Teppichboden gelegt hat, hebt man ihn zur Hälfte an und lässt

ihn auf den Teppichboden fallen. Die Richtung in die der Zollstock springt, ist

die Florrichtung.

► Bei der Papier- bzw. Bleistiftmethode legt man ein Blatt Papier auf den

Teppichboden und rollt darauf einen Bleistift hin und her. Die Richtung in die

sich das Papier bewegt, ist die Florrichtung.

Auch auf den gleichmäßigen Warenausfall und die richtige Reihenfolge der

Bahnen ist zu achten. Bei Bedarf werden an Mauervorsprüngen, Nischen usw. die

entsprechenden Bahnen grob eingeschnitten, damit der Teppichboden möglichst

plan liegt.

Die Verlegung erfolgt grundsätzlich nach der Klappmethode. Hierbei wird der

Teppichboden an den Längsseiten über die Breite zurückgeschlagen, um den

Kleber auf den Unterboden aufbringen zu können.

Die Belagsbahn, von der man arbeitet (Bahn 1) wird zu ca. 2/3 zurückgeschlagen,

und die Bahn, zu der hin gearbeitet wird (Bahn 2), klappt man zu 1/3 zurück. Dabei

stellt man sich auf die entsprechende Belagsbahn, so dass diese nicht verrutschen

kann.

Mit einem gezahnten Spachtel wird nun der Klebstoff gleichmäßig bogenförmig auf

den Unterboden aufgetragen. Bei der Verarbeitung eines mit textilem Geweberücken

ausgerüsteten ANkER-Teppichbodens, werden die Bahnen unbedingt

sofort ins frische Klebebett eingelegt (innerhalb von ca. 10-12 Minuten). Dabei auf

den Nahtschluss achten! Ein Auseinanderklaffen der Bahnen lässt sich durch

Gegendrücken mit dem Kniespanner beseitigen. Besser noch wäre alllerdings der

Einsatz eines Nahtspanners. Durch Zusammenziehen kann man diese Situation

bereinigen.

Ohne ein solches Werkzeug ist beim Einlegen der Ware ins Kleberbett ein Überlappen

der Ware um etwa eine Noppenreihe günstiger, weil das “überschüssige”

Material im Klebebett weggedrückt werden kann.

Bahn 2 wird nun bis zum aufgebrachten Klebstoffauftrag und Bahn 3 wiederum

ca. 1/3 der Bahnenbreite zurückgeschlagen. Jetzt den Klebstoff aufbringen, die

Bahnen einlegen, zuerst Bahn 2 und dann Bahn 3 – wie vorher beschrieben –

andrücken und anreiben. Anschließend wird der Rest von Bahn 3 geklebt usw.

Gutes Anreiben bzw. Anrollen des Teppichbodens mit einer 50 kg schweren

Gelenkrolle ist sehr wichtig.

4.0 Warentypische Eigenschaften

Als “warentypische Eigenschaften” werden bei Materialien Veränderungen des

Aussehens bezeichnet, die beim Gebrauch entstehen. Sie sind vorgegeben durch:

► Die nicht beeinflussbaren Eigenschaften des Grundmaterials (z.B. Fasern) bzw.

der Materialkombination.

► Die Warenkonstruktion.

► Die Herstellungstechnik.

Stand Juni 2008 11/23


Auf Initiative des „Bundesverbandes der Sachverständigen des Raumausstatterhandwerks

und tätigkeitsgleicher Berufe e.V.“ wurde zusammen mit anderen

Verbänden, z.B. denen der Heimtextilien-Industrie und der Polstermöbelindustrie,

als erster Ansatz ein Katalog entwickelt, in dem warentypische Eigenschaften

verschiedener Materialien aufgelistet sind.

Solche warentypischen Eigenschaften sind beispielsweise bei textilen Stoffen die

Maßveränderung durch das Waschen. Bei Velours-Teppichboden gilt das

Changieren (Schreiben) ebenso als warentypische Eigenschaft wie die mögliche

Bildung von Shading (permanente Florverlagerung) und das deutlich sichtbare

Nahtbild bei kleingemusterten Teppichböden (Reißverschlusseffekt).

Dieses Gebrauchsverhalten ist kein Mangel der Ware. Dennoch können Ersatzansprüche

von Kunden auf den Verkäufer / Verleger zukommen, wenn der Kunde

nicht vor seiner Kaufentscheidung über das Gebrauchsverhalten des Materials

aufgeklärt wurde.

Es gilt dann der Grundsatz, dass der Kunde andere Erwartungen an das Material

hatte; er empfindet die eingetretene Veränderung als Mangel. Bei Kenntnis dieser

spezifischen und warentypischen Eigenschaft, hätte er die Möglichkeit gehabt, sich

für eine andere Ware zu entscheiden.

Für den Verkäufer / Verarbeiter ist es deshalb bedeutsam, sich so umfassend wie

möglich über die warentypischen Eigenschaften von Materialien, die er verkauft

oder verarbeitet, zu informieren. Dazu sollte er alle Informationsquellen nutzen, die

ihm über die warentypischen Eigenschaften von Materialien Aufschluss geben. In

den Produkt-Informationen der Lieferanten sind oft entsprechende Hinweise enthalten.

Neue Erkenntnisse zu diesem Thema veröffentlicht auch die Fachpresse.

Mit diesem Wissen kann er seine Kunden im Verkaufsgespräch detailliert beraten

und aufklären. Die Praxis zeigt, dass Kunden die Information über die Gebrauchseigenschaften

von Materialien nicht als Abschreckung empfinden, sondern

dankbar dafür sind, weil dadurch spätere Enttäuschungen und Beanstandungen

vermieden werden.

Der Verkäufer / Verarbeiter schützt sich durch die nachweisbare Aufklärung vor

Auseinandersetzungen mit seinen Kunden. Sollte es dennoch zu einem

Rechtsstreit kommen, und kann er dann die rechtzeitige Aufklärung nachweisen,

bewahrt ihn das vor Ersatzansprüchen.

Die Sammlung von Gerichtsurteilen zu Streitfällen um warentypische Eigenschaften

zeigt: Bei nicht erfolgter bzw. nicht nachweisbarer Aufklärung, wird der

Verkäufer / Verarbeiter regelmäßig zum Schadensersatz verurteilt. Je nach Art und

Umfang der Lieferung erreichen diese Ersatzansprüche beträchtliche Summen.

4.1 Reißverschluss-Effekt

Beim Reißverschluss-Effekt handelt es sich um eine warentypische Eigenschaft.

Die Praxis hat gezeigt, dass es bei kleingemusterten Teppichböden selbst bei

äußerster Anstrengung und perfekter Technik unmöglich ist, Musterungen im

Nahtbereich anzupassen (siehe auch Abschnitt 4.0 – Warentypische Eigenschaften).

Sowohl in Fachkreisen als auch gemäß VOB Teil C, DIN 18365,

Abschnitt 3.4.6, sind solche Rapportunstimmigkeiten im Nahtbereich Stand der

Technik und müssen deshalb vom Auftraggeber toleriert werden.

Der beschriebene Effekt hängt allerdings vor allem von der Größe des Musterrapportes

ab. Das heißt, je kleiner der Rapport, desto weniger muss bzw. kann er

berücksichtigt werden. Ist der Musterrapport kleiner als 10 mm, darf er sogar völlig

unberücksichtigt bleiben.

Die Sichtbarkeit des so genannten Reißverschluss-Effektes hängt überdies stark

vom Muster und der Farbstellung ab. Kontraststarke Teppichboden-Oberflächen

werden optisch immer stärkere Differenzen erkennen lassen, als kontrastarme

Ton-in-Ton-Kombinationen (siehe auch Abschnitt 3.1 – Legen + Schneiden).

Stand Juni 2008 12/23


4.2 Rapport-Differenzen

Eine Verlegung von Rapportware ist nur mit entsprechenden Spanngeräten

möglich.

Da Teppichböden als flexible Flächengebilde wegen ihrer besonderen Beschaffenheit

Verzüge aufweisen können, ist dringend empfehlenswert, dass zwischen

Auftraggeber und Auftragnehmer hierüber eine Vereinbarung im Rahmen der

nachfolgenden Werte getroffen wird:

Welche Verzüge man als Bodenleger bei der Lieferung einer Rapportware akzeptieren

muss, wird in den Erläuterungen zur VOB, Teil C, DIN 18 365, Abschnitt

3.4.5, Bodenbelagsarbeiten, aufgeführt. Danach dürfen Rapportverschiebungen

sowohl bei Webware als auch bei Tuftingware 0,35 % nicht überschreiten.

Das heißt, dass vor der Verlegung z.B. innerhalb einer Bahn von 10 m Länge eine

Rapportdifferenz von 3,5 cm vorhanden sein darf:

“... Jedem geschulten und erfahrenen Bodenleger ist zuzumuten, eine Teppichbodenbahn

von der Bahnenmitte aus, halbseitig, jeweils 1,75 cm auszuspannen.

Sind die Differenzen größer, hat der Bodenleger die Arbeiten einzustellen und den

Teppichbodenhersteller einzuschalten ...”

“... Keinesfalls kann sich der Bodenleger nach erfolgter Verlegung darauf berufen,

dass er verzogene, im Rapport unstimmige Ware bekommen hat ...”

Nach der VOB, Teil C, DIN 18365, Abschnitt 3.4.5, sind “Bahnen mit Rapport

mustergleich” zu verlegen, und mustergleich heißt, dass die Rapporte absolut

übereinstimmen müssen.

4.3 Kopfnähte

Kopfnähte sind quer zur Herstellungsrichtung verlaufende Nähte, mit denen

Belagsbahnen zusammengeführt werden sollen. Sie sind grundsätzlich zu

vermeiden und stellen somit eher die Ausnahme dar. Wenn sie jedoch hergestellt

werden, sind sie nur bei Bahnenlängen über 500 cm zulässig, wobei sowohl nach

den Regeln des Fachs als auch nach der VOB, Teil C, DIN 18365, Abschnitt 3.4.4,

Absatz „Kopfnähte“, die Länge der angelegten Restbahn 100 cm nicht unterschreiten

darf.

Eine Stückelung von Bodenbelagsbahnen ist nicht zulässig. Demnach ist es auch

nicht zulässig, hintereinander mehrere Kopfnähte im Abstand von 5 m und weniger

auszuführen. Zudem hat sich gezeigt, dass ein großes Beanstandungspotenzial

und Unzufriedenheit von Kunden im Vorfeld beseitigt werden können, wenn die

jeweilige Verlegerichtung, die Nähte, sowie die anfallenden Verschnitte mit dem

Auftraggeber vor der Verlegung abgesprochen werden.

Kopfnähte im Tür- und Säulenbereich sind selbstverständlich erlaubt.

Um bei Bouclé-Oberflächen ein Aufspringen der Noppen zu verhindern, sollte man

unmittelbar nach erfolgtem Schnitt auf die Schnittkanten einen Kantenverfestiger

aufbringen. Eine gute Alternative dazu ist, eine Kaltschweißpaste von oben in die

Nahtstelle einträufeln zu lassen.

4.4 Treppeneignung

Voraussetzung für eine Teppichboden-Verlegung auf der Treppe ist, dass die

Kanten der Stufen nicht scharfkantig, sondern abgerundet sind. Dabei sollte der

Radius der Rundungen etwa dem eines 2-Euro-Stücks (Radius ca. 1,3 cm)

entsprechen – und auf keinen Fall 1,0 cm unterschreiten.

Abgesehen von der längeren Nutzungsdauer erleichtert diese Rundung die Verarbeitung

und Verklebung des Belages, da er sich viel leichter um die Rundung

biegen lässt als um eine scharfe Kante. Sollte eine scharfe Kante nicht abzurunden

sein (z.B. Stahl, Beton), empfiehlt sich die vorherige Verlegung eines Unterlegmaterials

zum Schutze des Teppichbodens. Es ist in der Lage, den Druck abzufedern

und so den Verschleiß des Belages zu verzögern.

Stand Juni 2008 13/23


Bei Teppichboden-Verlegungen auf Treppen, bei denen der Belag um die Treppenkante

herumgezogen wird, sollte die Florrichtung nach unten zeigen. Schließlich

wird beim Abwärtsgehen (über die Kanten rutschen) die vordere Kante besonders

stark beansprucht. Der ohnehin nach vorne und unten weisende Flor wird

demnach nur zusammengedrückt.

Anders sieht es aus, wenn der Flor nach oben weist. Dann werden die aufwärts

stehenden Fasern an der Treppenkante beim Abwärtsgehen nach unten gedrückt,

der Flor öffnet sich und die Fasern werden geknickt. Der Teppichboden verschleißt

an der vorderen Treppenkante sehr viel schneller.

Bei einer Verlegung mit Treppenschutzkanten aus Kunststoff oder Metall, wie man

dies bei stark strapazierten Treppen, z.B. in öffentlichen Gebäuden und Warenhäusern

sieht, kann die Florrichtung nach oben verlaufen. Hier findet die Hauptbelastung

beim Abwärtsgehen auf den Kantenprofilen statt.

Der beschriebene Sachverhalt entspricht den Regeln des Fachs. In der für Bodenbelagsarbeiten

geltenden VOB, Teil C, DIN 18365, Abschnitt 3.4.4, wird die Wichtigkeit

der Florrichtung eines Teppichbodens auf Treppen erklärt.

Bei der Verlegung wird der Teppichboden im Winkel von 90° auf der Treppe

verlegt. So kommt beispielsweise der Schussfaden gewebter Teppichböden

(Querfadensystem) immer in den Bereich der Treppenkante. Dem gegenüber

verlaufen die Kettfäden bzw. die Noppengasse senkrecht zur Treppenkante.

Zur Befestigung wird die Treppe – Stufe für Stufe – von oben nach unten dünn mit

Kontaktkleber eingestrichen. Der Belagsrücken erhält ebenfalls eine solche dünne

Kontaktkleberschicht. Wenn beide Kleberschichten handtrocken sind, wird die

Treppe – Stufe für Stufe – von unten nach oben verlegt.

5.0 Verlegung von TX-Beschichtung

5.1 Verlege-Vorbereitung

► Bei der Verlegung muss das vorgeschriebene Raumklima vorherrschen

(siehe dazu Abschnitt 1.5 – Klimatische Bedingungen) und unbedingt

bestimmte Handlungsweisen erfolgen (siehe dazu Abschnitt 3.1 – Legen und

Schneiden).

► Die Teppichböden werden in gleicher Richtung verlegt – die Florrichtung ist auf

der Rückseite durch Pfeilmarkierung gekennzeichnet.

► Bitte darauf achten, dass nur Teppichböden derselben Charge aneinander

gelegt werden dürfen.

5.2 Verlegung

5.2.1 Anti-Rutsch-Beschichtung (ARB) – nur für Flächen bis ca. 20 m²

Mit dem Einsatz einer Anti-Rutsch-Beschichtung (ARB) wird bezweckt, dass die

Scherkräfte (horizontale Kräfte) aufgefangen werden, ohne dass Schälkräfte

(vertikale Kräfte) entstehen. Daher ist sie in der Lage, unter normalen Umständen

das seitliche Verschieben eines entsprechenden Belages wie ANKER-Teppichböden

mit TX-Rücken zu verhindern. So hat man, nur durch Zurückschlagen des

Teppichbodens z.B. Zugriff in eine vorhandene Doppelbodenkonstruktion. Um die

Wirkung der ARB zu optimieren, wird auf den Untergrund vorher eine Grundierung

aufgetragen.

Die Verlegung erfolgt grundsätzlich nach der Klappmethode. Hierbei wird der

ANKER-Teppichboden an den Längsseiten zurückgeschlagen um die ARB

aufbringen zu können.

Die Belagsbahn, von der man arbeitet (Bahn 1) wird zu ca. 2/3 zurückgeschlagen,

und die Bahn, zu der hin gearbeitet wird (Bahn 2), klappt man zu 1/3 zurück. Dabei

Stand Juni 2008 14/23


stellt man sich auf die entsprechende Belagsbahn, so dass diese nicht verrutschen

kann. Nun wird die ARB aufgebracht.

Wir empfehlen:

oder

Klebesubstanz: Uzin U 2.100

Auftragsmenge: ca. 100–120 g/m²

Auftrag durch: Lammfellrolle

Ablüftzeit: ≥ 60 min.

Klebesubstanz: Thomsit T 425

Auftragsmenge: ca. 100–120 g/m²

Auftrag durch: Lammfellrolle

Ablüftzeit: ≥ 60 min.

Selbstverständlich können Sie – auf Ihre Verantwortung – auch ein gleichwertiges

Produkt zum Einsatz bringen. Nach dem Auftrag der ARB – unter Einhaltung der

notwendigen Ablüftzeit – wird die erste Bahnenhälfte eingelegt und im Anschluss

daran entsprechend mit der anderen Hälfte verfahren. Vorteil bei dieser

Vorgehensweise ist, dass die Bahnen sicher und leicht eingelegt werden können,

wobei beispielsweise ein Flur ständig begehbar bleibt.

Dabei auf den Nahtschluss achten! Ein Auseinanderklaffen der Bahnen lässt sich

am besten durch ein Überlappen der Ware um etwa eine Noppenreihe vermeiden,

weil das “überschüssige” Material im ARB-Bett weggedrückt werden kann. Bahn 2

wird nun bis zum aufgebrachten ARB-Auftrag und Bahn 3 wiederum ca. 1/3 der

Bahnenbreite zurückgeschlagen. Jetzt die Anti-Rutsch-Beschichtung aufbringen,

die Bahnen einlegen, zuerst Bahn 2 und dann Bahn 3 – wie vorher beschrieben –

andrücken und anreiben. Anschließend wird der Rest von Bahn 3 geklebt usw.

Gutes Anreiben bzw. Anrollen des Teppichbodens mit einer 50 kg schweren

Gelenkrolle ist sehr wichtig.

Bei kleineren Flächen kann man auf die komplette Verlegefläche eine Anti-Rutsch-

Beschichtung auftragen und ablüften lassen. Um den Raum im folgenden

Arbeitsgang problemlos verlegen zu können, legt man nach dem abtrocknen der

ARB, den Raum mit einer dicken, stabilen Kunststofffolie aus. Darauf wird der

Belag ausgelegt und dann wie oben beschrieben verlegt. Dabei muss

selbstverständlich die Folie schrittweise entsprechend entfernt werden.

Jedes Mal, wenn eine Teppichbodenbahn angehoben wird, gelangt zwangsläufig

Staub auf die klebende Schicht. Dabei bildet der Staub eine Trennschicht und die

ARB verliert mit der Zeit ihre Wirksamkeit. Speziell in der Bauphase ist dieser

Umstand zu beachten. Um die Nutzungseigenschaften des Belages zu

gewährleisten, muss dann ein Neuauftrag desselben ARB-Typs erfolgen. Er kann

genauso vorgenommen werden wie der erste, wobei Rückstände der alten ARB

nicht entfernt werden müssen.

5.2.2 Ganzflächiges Verkleben

Selbstverständlich sind alle Klebesubstanzen, die oberhalb einer Anti-Rutsch-

Beschichtung (ARB) einzuordnen sind, problemlos in der Lage den TX-Rücken zu

halten. Bei einer Fixierung oder Verklebung eines TX-Rückens ist die verbrauchte

Klebstoffmenge höher, als es sich aufgrund der relativ glatten Rückenkonstruktion

vermuten ließe (siehe dazu Abschnitt 2.6 – Ganzflächiges Verkleben).

Die Verlegung erfolgt ebenfalls grundsätzlich nach der Klappmethode. Hierbei wird

der Teppichboden an den Längsseiten zurückgeschlagen um den EC 1 – Dispersionsklebstoff

aufbringen zu können.

Die Belagsbahn, von der man arbeitet (Bahn 1) wird zu ca. 2/3 zurückgeschlagen,

und die Bahn, zu der hin gearbeitet wird (Bahn 2), klappt man zu 1/3 zurück. Dabei

stellt man sich auf die entsprechende Belagsbahn, so dass diese nicht verrutschen

kann. Nun wird der Kleber aufgebracht.

Stand Juni 2008 15/23


Nach dem Auftrag des Klebstoffs wird die erste Bahnenhälfte eingelegt und im

Anschluss daran entsprechend mit der anderen Hälfte verfahren. Vorteil bei dieser

Vorgehensweise ist, dass die Bahnen sicher und leicht eingelegt werden können,

wobei beispielsweise ein Flur ständig begehbar bleibt.

Dabei auf den Nahtschluss achten! Ein Auseinanderklaffen der Bahnen lässt sich

am besten durch ein Überlappen der Ware um etwa eine Noppenreihe vermeiden,

weil das “überschüssige” Material im Kleber-Bett weggedrückt werden kann. Bahn

2 wird nun bis zum aufgebrachten Klebstoff-Auftrag und Bahn 3 wiederum ca. 1/3

der Bahnenbreite zurückgeschlagen. Jetzt den Klebstoff aufbringen, die Bahnen

einlegen, zuerst Bahn 2 und dann Bahn 3 – wie vorher beschrieben – andrücken

und anreiben. Anschließend wird der Rest von Bahn 3 geklebt usw. Gutes

Anreiben bzw. Anrollen des Teppichbodens mit einer 50 kg schweren Gelenkrolle

ist sehr wichtig.

5.2.3 Verspannen

Aufgrund seiner warentypischen Flexibilität, ist der TX-Rücken für die Verspannmethode

nicht geeignet.

6.0 Verlegen von schwerbeschichteten Element-Fliesen

mit PVC-, Bitumen- und EVA-Beschichtung

6.1 Verlege-Vorbereitung

► Für eine einwandfreie Verlegung ist ein trockener, ebener, staub- und

schmutzfreier Unterboden unbedingt erforderlich (VOB, Teil C, DIN 18 365).

► Vorhandene textile Bodenbeläge und Klebstoffreste müssen entfernt werden.

► Vor der Verlegung müssen die Elementfliesen mindestens 12 Stunden unter

Verarbeitungsbedingungen unverpackt ausgelegt werden.

► Bei der Verlegung muss das vorgeschriebene Raumklima vorherrschen

(siehe dazu Abschnitt 1.5 – Klimatische Bedingungen).

► Die Elementfliesen werden – bis auf wenige Ausnahmen – in gleicher Richtung

verlegt – die Florrichtung ist auf der Rückseite durch Pfeilmarkierung

gekennzeichnet (Abb. 3).

► Bitte darauf achten, dass nur Elementfliesen derselben Charge aneinander

gelegt werden dürfen.

6.2 Verlegung

Üblicherweise wird die Raumaufteilung von der Türe aus vorgenommen.

Beginnend mit einer parallel zur Hauptwand liegenden Linie A (Abb. 1). Der

Abstand zur Wand sollte ein Mehrfaches einer Fliesenlänge betragen und ist an

den Wandaußenstellen B + C (Abb. 1 + 2) zu messen. Bei Bedarf lassen sich

Stand Juni 2008 16/23


durch Versetzen der Linie A an beiden Parallelwänden gleichgroße Randfliesen

erzielen.

Danach wird von der Türlinie aus mit jeweils einer Fliesenlänge etwa bis zur

Raummitte der Ausgangspunkt für das Auslegen bestimmt. Zur Arbeitserleichterung

markiert man hierfür eine Hilfslinie im rechten Winkel zur Linie A.

Um ein seitliches Verrutschen während der späteren Nutzung zu verhindern,

erfolgt die Verlegung der Elementfliesen auf dem vollflächigen Auftrag einer Anti-

Rutsch-Beschichtung (ARB).

Wir empfehlen bei Element-PVC:

Klebesubstanz: Uzin U 1.000

Auftragsmenge: ca. 100–120 g/m²

Auftrag durch: Lammfellrolle

Ablüftzeit: ≥ 60 min.

Wir empfehlen bei Element-EVA, Element-Bitumen, Element-TechTex und

Element-Kompakt:

Klebesubstanz: Uzin U 2.100

Auftragsmenge: ca. 100–120 g/m²

Auftrag durch: Lammfellrolle

Ablüftzeit: ≥ 60 min.

Selbstverständlich können Sie – auf Ihre Verantwortung – auch ein gleichwertiges

Produkt zum Einsatz bringen. Um die Wirkung der ARB zu optimieren, wird auf den

Untergrund vorher eine Grundierung aufgetragen.

Nach dem Auftrag der Anti-Rutsch-Beschichtung – unter Einhaltung der

notwendigen Ablüftzeit – wird die erste Fliese in den von Linien gebildeten Winkel

gelegt und arretiert. An dieser Linie werden jetzt die weiteren Fliesen stufenförmig

und fugendicht angelegt.

In kleinen Räumen von ca. 25 m² genügt im Allgemeinen die Befestigung der

Randfliesen mit geeignetem doppelseitigem Klebeband.

Der Zuschnitt der Randfliesen kann nach folgenden Methoden vorgenommen

werden (Abb. 4 + 5):

► Die entsprechenden Maße werden auf die für den Zuschnitt anzupassende

Fliese übertragen. Der Schnitt wird mit dem Messer an einer Schiene entlang

ausgeführt.

► Es ist aber auch möglich, die vermeintlich anzupassende Fliese auf die zuletzt

ausgelegte komplette Elementfliese so aufzulegen, dass sie genau an die

Wand stößt. Jetzt wird die unten liegende Fliese an der Kante der darauf

liegenden Elementfliese mittels Messer und Schiene durchgeschnitten. Danach

werden die Positionen der beiden Fliesen getauscht.

Stand Juni 2008 17/23


6.3 Verlegung auf bauseits montierten Doppelboden-Elementen

Damit sich eventuelle Höhendifferenzen und Maßtoleranzen des Unterbodens

möglichst schwach oder besser überhaupt nicht abzeichnen, sollten die

Elementfliesen auf keinen Fall deckungsgleich mit den Doppelboden-Elementen

auf diesen verlegt werden. Im Idealfall liegt die Elementfliese mittig auf dem

Kreuzpunkt von vier Doppelboden-Platten (Abb. 6).

6.3.1 Verlegung auf Klimaboden

Bei einem Klima-Doppelboden ist zusätzlich darauf zu achten, dass die luft-

führenden Löcher oder Schlitze möglichst wenig mit der Anti-Rutsch-Beschichtung

gefüllt oder gar geschlossen werden. Selbstverständlich kann niemand verlangen,

dass nach dem ganzflächigen Aufbringen der Klebesubstanz die Lüftungs-Löcher

bzw. Schlitze völlig frei von der ARB sind.

6.3.2. Verlegen von magnetischen Element-Fliesen

Zu beachten ist bei dieser Warenart lediglich, dass eine metallisierte Unterbodenkonstruktion

vorliegt, damit die magnetische Ausführung auch als solche funktionieren

kann. Ansonsten sind die Vorgaben für die Element-Fliesen-Verlegung –

unter Abschnitt 6.1 und 6.2 – einzuhalten.

Um ein Verrutschen angeschnittener nicht magnetisierter Element-Stücke, bzw. zu

kleiner und somit unzureichend magnetischer Fliesenstücke – beispielsweise im

Randbereich – während der späteren Nutzung zu verhindern, erfolgt die Verlegung

dieser nicht kompletten Elementfliesen auf dem vollflächigen Auftrag einer Anti-

Rutsch-Beschichtung (siehe auch Abschnitt 2.2. – Anti-Rutsch-Beschichtung).

Wir empfehlen bei Element-PVC:

Klebesubstanz: Uzin U 1.000

Auftragsmenge: ca. 100–120 g/m²

Auftrag durch: Lammfellrolle

Ablüftzeit: ≥ 60 min.

Wir empfehlen bei Element-EVA:

Klebesubstanz: Uzin U 2.100

Auftragsmenge: ca. 100–120 g/m²

Auftrag durch: Lammfellrolle

Ablüftzeit: ≥ 60 min.

Selbstverständlich können Sie – auf Ihre Verantwortung – auch ein gleichwertiges

Produkt zum Einsatz bringen.

Stand Juni 2008 18/23


7.0 Verlegung von SL-Bahnen

7.1 Funktion

Bahnenware mit speziellen Rückenbeschichtungen werden als Funktionsboden

eingesetzt, bei:

a) Fluren mit Doppelbodentrasse.

b) Büroräumen mit einseitiger, wandnaher Doppelbodentrasse.

zu a)

Um die Funktion des Doppelbodens in Fluren uneingeschränkt zu gewährleisten,

werden die ihrem Einsatz entsprechend beschichteten Teppichboden-Bahnen quer

zur Flurrichtung von Wand zu Wand verlegt. Die Ware wird lediglich durch Auftrag

einer geringen Menge Anti-Rutsch-Beschichtung (ARB) auf dem Doppelboden

gegen Verschiebung oder Aufwalken gesichert.

Um an den Doppelboden zu gelangen, werden die einzelnen selbstliegenden (SL)

Bahnen etwa 20 cm von der Wand entfernt angehoben (möglichst mit einer

Doppelboden-Kralle), unter der Sockelleiste herausgezogen und anschließend zur

gegenüberliegenden Wandseite hin aufgeschlagen.

Die Sockelleisten – gleich welchen Materials – sollten etwa 1 mm über dem

Teppichboden montiert werden, damit sich die Bahnen leicht herausziehen lassen.

Das Zurückklappen der Ware reicht aus, um den Doppelboden-Kanal an der

jeweiligen Büroseite völlig freizulegen. Nur in Ausnahmefällen sollten Bahnen

komplett aufgenommen werden.

Nach der Beendigung der Arbeiten im Bereich der Bodenkanäle werden die

Bahnen wieder zurückgeklappt und unter die Sockelleiste geschoben – dabei ist

auf sorgfältiges Einlegen der Nahtkanten zu achten.

zu b)

Bei einer Raumsituation, bei der die Doppelbodentrasse an einer Raumseite

verläuft, erfolgt die Verlegung im Doppelbodenbereich anlog zu a).

Die Arretierung muss dabei soweit in den Estrichbereich hinein erfolgen, dass ein

problemloses Umklappen der Teppichbodenbahn erfolgen kann. Auf der übrigen

Estrichfläche wird der Teppichboden vollflächig verklebt.

7.2 Verlege-Vorbereitung

► Vor der Verlegung müssen die neuen SL-Bahnen mindestens 12 Stunden unter

Verarbeitungsbedingungen ausgelegt werden.

► Bei der Verlegung muss das vorgeschriebene Raumklima vorherrschen

(siehe dazu Abschnitt 1.5 – Klimatische Bedingungen).

7.3 Verlegung

Die SL-Bahnen werden vor dem Auftragen der Anti-Rutsch-Beschichtung (ARB)

komplett in einem Flur ausgelegt und passend zugeschnitten (dabei auf saubere

Nähte achten). Anschließend wird zunächst jeweils eine Hälfte der Bahnenlänge

zurückgeklappt und die ARB auf den Unterboden aufgetragen.

Wir empfehlen bei SL-Bahn-PVC:

Klebesubstanz: Uzin U 1.000

Auftragsmenge: ca. 100–120 g/m²

Auftrag durch: Lammfellrolle

Ablüftzeit: ≥ 60 min.

Stand Juni 2008 19/23


Bei SL-Bahn-EVA und SL-Bahn Kompakt empfehlen wir:

Klebesubstanz: Uzin U 2.100

Auftragsmenge: ca.100–120 g/m²

Auftrag durch: Lammfellrolle

Ablüftzeit: ≥ 60 min.

Selbstverständlich können Sie – auf Ihre Verantwortung – auch ein gleichwertiges

Produkt zum Einsatz bringen. Um die Wirkung der ARB zu optimieren, wird auf den

Untergrund vorher eine Grundierung aufgetragen.

Nach dem Auftrag der Anti-Rutsch-Beschichtung – unter Einhaltung der notwendigen

Ablüftzeit – wird die erste Bahnenhälfte eingelegt und im Anschluss daran

entsprechend mit der anderen Hälfte verfahren.

Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass die Bahnen sicher und leicht eingelegt

werden können, wobei der Flur ständig begehbar bleibt.

Jedes Mal, wenn eine SL-Bahn angehoben wird, gelangt zwangsläufig Staub auf

die klebrige Schicht. Dabei bildet der Staub eine Trennschicht und die ARB verliert

mit der Zeit ihre Wirksamkeit. Speziell in der Bauphase ist dieser Umstand zu

beachten. Um die Nutzungseigenschaften des Belages zu gewährleisten, muss

dann ein Neuauftrag desselben ARB-Typs stattfinden.

Er kann genauso vorgenommen werden wie der erste, wobei Rückstände der alten

Anti-Rutsch-Beschichtung nicht entfernt werden müssen.

Hinweis: Bei Türleisten bieten sich unterschiedliche Lösungen an. Ideal ist die so

genannte Auflaufschiene, die auf dem Boden aufgeschraubt wird und beide Kanten

des Teppichbodens optimal abdeckt. Bei der Montage dieser Schienen sollte man

darauf achten, dass der lose liegende Teppichboden nicht mit festgedübelt /geschraubt

wird – so reicht später nur ein Lockern (nicht Herausdrehen) der

Schrauben, um den Belag aufnehmen zu können. Die einfachste Lösung ist der

Einsatz einer Schlüter-Schiene, z.B. der A 45 bei der Verlegung der Qualität

ANKER-Perlon-Rips.

8.0 Verlegung von Terrano (Nadelvlies)

8.1 Verlege-Vorbereitung

► Vor der Verlegung müssen die neuen Terrano-Bahnen mindestens 12 Stunden

unter Verarbeitungsbedingungen ausgelegt werden.

► Bei der Verlegung muss das vorgeschriebene Raumklima vorherrschen

(siehe dazu Abschnitt 1.5 – Klimatische Bedingungen).

► Es dürfen nur Nadelvlies-Bahnen derselben Charge aneinander gelegt werden.

► Um Schwierigkeiten vorzubeugen, sollten textile Beläge grundsätzlich nur mit

jeweils ursprünglicher Außenkante an Außenkante aneinander gelegt werden.

Dies wird vor allem erreicht, wenn fortlaufend verlegt wird, also ohne weitest-

gehend darauf zu achten, wo im Raum die fälligen Nähte zu liegen kommen –

allerdings unter Berücksichtigung der VOB, Teil C, DIN 18365 (Auflage 2004).

8.2 Verlegung

Bei genadelten Belägen wie ANKER-Terrano ist darauf zu achten, dass die

vorhandenen Kanten überlappend geschnitten werden. In einem Arbeitsgang

werden beide Belagsbahnen an einer Metallschiene vorbei mit einer großen

Hakenklinge oder Trapezklinge gleichzeitig durchgeschnitten. Auch mit einem

Mittag-Nahtschneider lässt sich ein überlappender Schnitt risikolos durchführen.

Dieses Werkzeug wird mit leichtem Druck gegen den zu beschneidenden Nadelvlies

geschoben. Dabei sollte der Schnitt etwa 2–3 cm von der Kantenaußenseite

entfernt durchgeführt werden.

Zunächst werden grundsätzlich die abgeschnittenen Bahnen auf dem verlegereifen

Untergrund ausgelegt. Dabei muss noch einmal die Fertigungsrichtung geprüft

werden.

Stand Juni 2008 20/23


Auch auf den gleichmäßigen Warenausfall und die richtige Reihenfolge der

Bahnen ist zu achten. Bei Mauervorsprüngen, Nischen usw. werden die entsprechenden

Bahnen grob eingeschnitten, damit der Belag überall möglichst plan

aufliegt (siehe dazu Abschnitt 2.5 – Ganzflächiges Verkleben).

9.0 Verlegung von 195 cm breiter Druckware

9.1 Verlege-Vorbereitung

► Vor der Verlegung müssen die neuen Bahnen mindestens 12 Stunden

unter Verarbeitungsbedingungen ausgelegt werden.

► Bei der Verlegung muss das vorgeschriebene Raumklima vorherrschen

(siehe dazu Abschnitt 1.5 – Klimatische Bedingungen).

► Es dürfen nur Tppichboden-Bahnen derselben Charge aneinander gelegt

werden.

► Die Belags-Kanten aller 195 cm breiten Druck-Qualitäten werden maschinell

beschnitten und mit Kantenschutz geliefert. Darum werden vor der Verlegung

die Kanten des Teppichbodens grundsätzlich nicht beschnitten.

► Der Teppichboden wird unter Berücksichtigung der VOB Teil C, DIN 18365

Abschnitt 3.4.6.in fortlaufender Reihenfolge verlegt. Das heißt, dass ausschließ-

lich die jeweiligen Außenkanten aneinandergelegt werden. Dies gilt auch bei

der Verlegung von Streifen bzw. schmaleren Bahnen.

Die anfallenden Belagstücke werden im jeweils nächsten Raum ebenfalls nach

dieser Vorgabe verarbeitet.

► Vor dem Zuschneiden muss der tatsächliche Längenrapport festgestellt

werden. Sicherheitshalber sollten die Bahnen nebeneinander gelegt werden,

um den Rapport überprüfen zu können.

► Eventuell vorhandene geringfügige Unterschiede sind auf Temperatur- und

Luftfeuchtigkeits-Schwankungen zurückzuführen. Diese kleinen Differenzen

müssen im Objekt mittels Spanngeräten vom Verleger selbst ausgeglichen

werden. Dies gilt sowohl für übliche als auch versetzte Rapporte.

► Danach wird der Teppichboden den Raummaßen grob angepasst.

9.2 Verlegung

Grundsätzlich werden daraufhin die abgeschnittenen Bahnen auf dem verlegereifen

Untergrund ausgelegt. Dabei muss noch einmal die Fertigungsrichtung

geprüft werden. Um die Laufrichtung leichter feststellen zu können, werden Strich-

bzw. Florrichtung mit der Papier- bzw. Bleistiftmethode geprüft, bei der man ein

Blatt Papier auf den Teppichboden legt und darauf einen Bleistift hin und her rollt.

Die Richtung in die sich das Papier bewegt, ist die Florrichtung.

Auch auf den gleichmäßigen Warenausfall und die richtige Reihenfolge der

Bahnen ist zu achten. Bei Bedarf werden an Mauervorsprüngen, Nischen usw. die

entsprechenden Bahnen grob eingeschnitten, damit der Teppichboden möglichst

plan liegt (siehe dazu Abschnitt 2.5 – Ganzflächiges Verkleben).

10.0 Empfehlungen

10.1 Werkzeug

Für eine professionelle Verlegung empfehlen wir folgende Mindestausrüstung:

Ahle Kopfnahtlineal

Andrückwalze 50 kg Kuhfuß

Anreibhammer Laser-Messgerät

Anreibekorken / Anreibebrett * Leistenschere

Carbid-Ampullen Mutterspachtel

CM-Feuchtigkeits-Messgerät Nahtschneider

Doppelkopfspanner / Nahtspanner

Rabittzange

Stand Juni 2008 21/23


Entlüftungswalze Rakel

Feuchtigkeits-Prüfgerät Schlosserhammer (200-300 g)

Florschere Stahlnägel (mit geschliffener Spitze)

Gummihammer (weiß) Streifenschneider

Handschaber Thermometer

* Hefthammer Treppenschmiege

Spezialhammer Universalschere

Kniespanner Untergrund-Härteprüfer

* Konfektionsband Werkzeugkoffer / Werkzeugtasche

* Konfektionseisen Zahnleisten

Die mit * gekennzeichneten Gegenstände sind ausschließlich für die Verspann-Verlegemethode

notwendig!

10.2 Klebstoff

Ein frisch verlegter Teppichboden weist in Verbindung mit dem Klebstoff einen

typischen Neugeruch auf. Bei ausreichender Belüftung und Beheizung des

Raumes verschwindet dieser Geruch innerhalb von wenigen Tagen.

10.3 Abdeckfolie

Nach erfolgter Verlegung werden Abdeckfolien als Schutz auf den Teppichboden

gelegt. So verhindern sie die Verschmutzung des neuen Belages durch Fremdgewerke.

Abdeckfolien zu verwenden gilt als besondere Leistung. Solche Leistungen

müssen vom Auftraggeber besonders angefordert und gesondert vergütet

werden. Aus Unwissenheit wird in den meisten Fällen auf einen derartigen Schutz

verzichtet. Ärger wegen nicht entfernbarer Verschmutzungen und hohe

Folgekosten durch nötig gewordene Reinigungen sind dadurch nahezu

unausweichlich.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Auftraggeber dankbar sind für diese

Informationen und durchaus bereit, solche Schutzfolien – gegen entsprechendes

Entgelt – einbringen zu lassen. Dadurch sparen sie zum Teil viel Zeit (z.B. kein

Nutzungsausfall) und Geld (z.B. keine Reinigungskosten).

11.0 Bezugsquellen

Unterlegmaterial

Nydegger AG

Weieracherstrasse 9 / PF 58

8184 Bachenbülach

Tel. : 044 872 76 66

Fax : 044 872 76 60

E-mail: info@nydegger-ag.ch

Haftklebevliese

Sifloor AG

Allmendstr 26

CH 6210 Sursee

Tel. : 041 922 21 06

Fax : 041 922 21 22

www.sifloor.ch

Qualitätswerkzeug

Profloor GmbH

Wermatswilerstrasse 8

8610 Uster

Tel. : 044 994 40 70

Fax : 044 994 40 78

Schienen und Leisten

Profloor GmbH

Wermatswilerstrasse 8

8610 Uster

Tel. : 044 994 40 70

Fax : 044 994 40 78

Klebestoff

Uzin Tyro AG

Ennetbürgerstrasse 47

6374 Buochs

Tel. : 041 624 48 88

Fax : 041 624 48 89

E-mail: info@uzin-tyro.ch

Klebestoff

Uzin Tyro AG

Route de Denges 28G

1027 Lonay

Tel. : 021 635 99 09

Fax : 021 635 35 70

E-mail: info@uzin-tyro.ch

Stand Juni 2008 22/23


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Sollten danach noch Fragen offen sein, rufen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne:

Anker Teppichboden Büchi

Kempttalstrasse 111

CH- 8308 Illnau

Telefon: 052 347 30 20

Fax: 052 347 30 25

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Stand Juni 2008 23/23

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