DorfStadt 06-2020

markuskrohn

Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld. Wir sind Elbvororte.

Bild: Bibi Gündisch

Rissen · Sülldorf · Iserbrook · Blankenese · Othmarschen

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Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 05/20 · vom 2. April 2020 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

Alle drei Wochen

kostenlos ins Haus

NICHT ERHALTEN? Anrufen: 87 08 01 60

ELBVORORTE: S.2

Brandherd westliche

Elbvororte?

NATUR: S.9

Letzte Störche

reisen an

ELBVORORTE: S.5

Wer macht mit?

Alltagsmasken-

Wettbewerb!

Rissen-ART:

Jubiläum wird

verschoben

Passenderweise ist das Thema

des Rissen-Art Jubiläums „Lichtund

Schattenimpressionen“.

Denn seit 20 Jahren gibt es einmal

im Jahr Kunst in den

Rissener Schaufenstern. In diesem

Jahr erstmals nicht im

Frühjahr, sondern erst im Sep -

tember! Die Organisatorin und

Künstlerin Bibi Gündisch hat

die Feierlichkeiten für das 20.

Jubiläum schweren Herzens in

den Herbst verschoben, in der

Hoffnung, dass es dann wieder

möglich sein wird, eine ordentliche

Vernissage zu feiern.

Und natürlich werden die

Kunstwerke dann wieder in den

Schaufenstern im Dorf zu sehen

sein. In diesem Jahr erstmals

vom 15. bis zum 29. September

2020. Dann soll gefeiert werden

und die Künstler stellen Bilder,

Fotos und Skulpturen aus. „Wir

finden, dass für uns die Kunst

die ART zu leben ist“, sagt Bibi

Gündisch und freut sich auf ein

Wiedersehen mit ihren Künst -

ler-Kolleginnen und Kollegen

und den Austausch mit interessierten

Rissenern.

www.dorfstadt.de

Große Probleme haben derzeit Menschen, die ohnehin seelisch leiden. Andere sehnen sich nach

ihren Angehörigen, können aber übers Telefon Kontakt halten.

Foto: Sid10, pololia/AdobeStock

Verletzliche Persönlich kei -

ten sind in Zeiten der Co -

rona-Krise besonders ge -

fähr det. Dazu gehören

neben Senioren auch Men -

schen mit Behinderung

oder Obdachlose. Viele Ein -

richtungen, in denen viele

Men schen betreut werden,

haben sich schon vor dem 13.

März auf die besondere Situ -

ation eingerichtet. So berichtet

Christopher von Bar, Ge -

schäftsführer der Lebens- und

Arbeitsgemeinschaft Franzis -

kus e.V. in Sülldorf, von der

Schließung der Werkstätten

und der Intensivierung der

Hygienemaßnahmen. Zudem

wurden für die Betreuung der

Menschen mit Assistenzbedarf

doppelte Teams gebildet, die

sich im Falle einer Infektion ab -

lösen können. „Mit viel Phan -

tasie und Flexibilität versorgen

unsere Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter unsere Bewoh ner mit

allem Nötigsten und mensc h licher

Wärme, die die Ange hö -

rigen derzeit nicht geben dürfen“.

Spricht man mit Pflegerinnen

oder Verantwortlichen von

Seniorenheimen, beschreiben

diese die Situation ein wenig

wie die Ruhe vor dem Sturm.

„Gott sei Dank, haben wir hier

noch keinen Covid-19-Fall“

seufzt beispielsweise Ilka

Bressem vom Schilling-Stift in

Iserbrook. Dann müssten alle

Pflegerinnen zusätzlich zu den

Atemschutzmasken und Hand -

schuhen mit Schutzanzügen

ausgerüstet werden. Woher die

kommen sollen, weiss derzeit

niemand.

ELBVORORTE

Wie einsam sind

unsere Alten?

Besuche derzeit nicht möglich. Was Familien tun können | Markus Krohn

Kontaktfenster statt

Kontaktsperre:

Dennoch meistert man die

Situation im Schilling-Stift mit

viel Phantasie: Im Erdgeschoss

wurde eine neue Tür mit einem

Plexiglasfenster eingebaut.

Besucher können sich anmelden.

Zu ihrem Termin dürfen

Sie zwar nicht ins Haus, aber

ein Treffen mit ihrem Ange -

hörigen ist am Fenster möglich.

Sie können miteinander sprechen

und sich auch sehen. Eine

neue Tradition ist durch die

Terrassenkonzerte im Innenhof

des Schilling-Stiftes entstanden.

Mittwochsnachmittags

brin gen die Musiker den Be -

wohnerinnen und Bewohnern

so über den Balkon gute Laune

aufs Zimmer.

Barbara Reuß, die Ehren vor -

sitzende der Seniorenwohn -

anlage Else Voss Stiftung in

Rissen war ebenfalls kreativ:

Bei einer kleinen Schneiderei in

Nienstedten hat sie 100 bunte

Baumwollmasken fertigen lassen.

Und ihre drei Enkel in

Berlin hat sie dazu ermuntert,

mit Zeichnungen den Appell

„Maske nicht vergessen!“ zu

veranschaulichen. Das Ganze

hat sie am 17. April Herbert

Schaffner und seiner Frau

Nicole überreicht, beide

Vorstände der Else Voss

Stiftung. So werden damit die

Senioren mit dem noch knappen

Gut „Maske“ bei ihrem

Gang zu Einkaufen nach Rissen

besser geschützt sein.

„Aktuell geht es uns gut im

Haus“, erzählt auch Verena

Brecht, Sprecherin der Dia ko -

nie Tabea. Bisher sind auch hier

keine Coronafälle aufgetreten.

„Natürlich ist die Zeit nicht

einfach, doch unser diakonischer

Gedanke trägt uns jetzt:

Dienst am Nächsten. Unsere

Mitarbeiter kümmern sich um

die Pflege und das Wohl der

Bewohner und stützen sich

gegenseitig!“

Auch Katharina Blume, Vor sit -

zende des Sozialausschusses

der Bezirksversammlung Al -

tona, macht sich für Senio rin -

nen und Senioren stark: „Es

kann nicht sein, dass wir

Angehörige dauerhaft aussperren“.

Sie fordert von den

Ämtern und der Hamburger

Sozialsenatorin ein Konzept,

mit dem eine Brücke in die

Einrichtungen möglich wird.

„Ich könnte mir vorstellen, dass

Menschen, die bereits mit dem

Coronavirus infiziert waren und

jetzt immun sind, Nachrichten

der Angehörigen persönlich

überbringen und Gesellschaft

leisten können. Dadurch wäre

auch das Pflegepersonal entlastet“,

regt sie an. Senioren ge -

hörten zu unserer Gesellschaft,

gibt die FDP-Bezirkspolitikerin

zu bedenken. Die Vorstellung,

sie bis zur Freigabe eines Impf -

stoffes in zwei Jahren vollständig

zu isolieren, bereitet ihr

große Sorge.

Blume bietet eine kommunalpolitische

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Bürger an. Unter (01 78) 1 32

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2 • DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020

Nachhaltigkeit in

Zeiten von Corona

Um ein Thema kommt man

momentan und in kommender Zeit

nicht herum: das Coronavirus.

Doch neben allen negativen

Nachrichten und Auswirkungen,

gibt es durchaus auch Aspekte

und Möglichkeiten für einen

zukunftsfähigen Perspektivwechsel

zu mehr nachhaltigen Lebens -

weisen und mehr Verständnis für Nachhaltigkeit. Vorher

selbstverständliche Tätigkeiten, wie das Bummeln in

Geschäften oder Essen gehen im Restaurant sind vorerst

nicht möglich, öffentliche Einrichtungen und vielleicht auch

der eigene Arbeitsplatz sind geschlossen und im Supermarkt

ist nicht mehr alles zu jeder Tag- und Nachtzeit vorhanden.

Ungewohnt und bis vor Kurzem sogar unvorstellbar. Es zeigt

jedoch, wie sehr der Mensch abhängig von seiner Umwelt ist

und wie stark vorangeschritten die Globalisierung tatsächlich

ist. Wir alle sind miteinander verbunden, stehen in ständiger

Wechselwirkung und Abhängigkeit zueinander. Dieser Punkt

ist das Fundament dafür Nachhaltigkeit zu verstehen. Was

Gleich zwei Brände innerhalb

von wenigen Tagen –

ist trockenes Wetter schuld?

Die Freiwilligen Feuerwehr -

leute aus Blankenese hatten

sich schon auf ein Osterfest

im Kreise ihrer Familie

gefreut. Doch daraus wurde

nichts: Im Treppenviertel

brannte ein Einfamilien -

haus lichterloh. Und das war

nur der Auftakt mehrerer Brän -

de in den westlichen Elbvor or -

ten. Neben etlichen kleineren

Waldbränden traf es eines der

letzten Reetdachhäuser im

Ortskern von Rissen. Ursächlich

Elbvororte

Brandherd westliche Elbvororte?

Zwei Brände halten die Freiwilligen Wehren der Elbvororte in Atem | Markus Krohn

RISSEN/BLANKENESE

Also wurden weitere Einsatz -

kräfte der Freiwilligen Feuer -

wehr Nienstedten angefordert,

die zusätzliche Standrohre in

der Blankeneser Landstraße

installierten. Insgesamt kamen

bei diesem Einsatz acht Stand -

rohre zum Einsatz!

Nicht nur die Wasserver sor -

gung war eine Herausforderung

für die Feuerwehrleute. Auch

die Hanglage bereitete den

Rettungskräften Probleme. Das

dreistöckige Einfamilienhaus

ist seitlich in einen Hang ge -

baut, die Drehleiter der Feuer -

wehr erreichte nicht jeden

musste die Polizei Hamburg

drei Personen vorläufig in

Gewahrsam nehmen. Ein Mann,

der bereits am Anfang an der

Einsatzstelle lautstark schrie,

wurde abgeführt. Eine knappe

Stunde später kam eine weibliche

Person mit ihrem Mann zur

Einsatzstelle. Nach eigener

Aussage brannte deren Eltern -

haus. Beim „nur mal gucken“

störte die Frau aber die Ein -

satzkräfte. Polizisten mussten

erst die Frau in Handschellen

abführen, ihr Mann wurde

ebenfalls wenig später in

Handschellen abgeführt.

Freiwilligen Feuerwehr Rissen

die Einsatzstelle erreichten, war

der gesamte Straßenzug bereits

stark verraucht. Die Anwohner

wurden deshalb gebeten, Türen

und Fenster geschlossen zu

halten.

Glücklicherweise konnten sich

die Bewohner des brennenden

Hauses unverletzt retten, weil

sie ein Passant warnte. Bis

dahin hatten sie von dem

Brand noch nichts bemerkt.

Für die Feuerwehrleute bestand

die Herausforderung darin, das

daneben stehende kleinere

wir hier und jetzt tun, schlägt Wellen, hat Auswirkungen bis

ans andere Ende der Welt auf jeden von uns – immer. Jetzt

wird uns das bewusst, denn das Virus macht es quasi sichtbar.

Doch bei Umweltverschmutzung, unserem Konsum -

verhalten und Lebensstilen war das bereits immer schon der

Fall.

Vielleicht, ist nun auch Zeit sich darum Gedanken zu machen.

Wie sehr hat sich mein Konsumverhalten verändert? Brauche

ich tatsächlich so viel oder reicht weniger aus? Schätze ich

Lebensmittel und andere Konsumgüter nun mehr, seitdem

diese nicht mehr problemlos zugänglich sind? Auch Werte

wie Solidarität, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit sind in

diesen Zeiten wichtiger denn je, sie waren beim Thema

Nachhaltigkeit schon immer von Bedeutung. Denn nur

gemeinsam können wir die großen Probleme lösen. Kollektive

Verantwortung, bewusst handeln und konsumieren – wir alle

können unseren Beitrag leisten und das jeden Tag. Manchmal

muss man keine riesigen weltverändernden Ideen haben,

sondern der größte Beitrag kann es sein, eine Handlung

nicht zu vollziehen und einen negativen Einfluss dadurch

zu vermeiden, so wie wir zum Beispiel gerade alle soziale

Kontakte einschränken um gegen das Coronavirus und seine

Verbreitung anzukämpfen, können wir auch weniger unnachhaltige

Alltagshandlungen vollziehen um eine nachhaltigere

Welt zu schaffen - auch in der Zeit nach der Coronakrise.

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten zur

Nachhaltigkeitsförderung finden Sie unter www.zerowastegermany.com.

Bei Interesse an unseren Vorträgen oder

Workshops schreiben Sie gerne eine E-Mail an:

info@zerowaste-germany.com. Liza Shirin & Marlena Rose

redaktion@dorfstadt.de

Tel.: 87 08 01 60

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei Wochen donnerstags

in den Elbvororten bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de, termine@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren: Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de), Wolf A.

Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de) Herausgeber/V.i.S.d.P.:

Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte und PR-Berichte werden

nicht zurückgesandt und nicht vergütet. Wir behalten uns vor,

die Texte und Bilder nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: Boyens MediaPRINT, Heide

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 14. Mai, Redaktionsschluss: 6. Mai 2020

Foto: Zero Waste Germany

Von dem Haus im Treppenviertel blieb am Ende nicht viel übrig.

Das Nachbarhaus wurde nicht beschädigt.

Foto: Joto

ist vermutlich das stabile

Hochdruckwetter. Brandstif -

tung war wohl nicht die

Ursache. Fachleute bestätigen,

dass Brände solchen Ausmaßes

normalerweise sehr selten vorkommen.

Im April geschah dies

zweimal innerhalb von nur

einer Woche!

Brand eins ereignete sich am

Abend des Ostersonnabends in

der Straße Kiekeberg/Ecke Kahl -

kamp, direkt hinter der Bu -

genhagenschule im Hessepark.

Nachbarn riefen um 19:20 Uhr

die Feuerwehr, da aus dem

Nachbarhaus dichter Rauch auf

die Straße drang. Die Berufs -

feuerwehr und die Freiwillige

Feuerwehr Blankenese war mit

ihren Einsatzkräften innerhalb

von Minuten vor Ort. Aller -

dings stellte sich heraus, dass

die Löschwasserversorgung vor

Ort schwierig ist, weil der

Wasserdruck nicht ausreichend

sichergestellt werden kann.

Winkel des Daches. Die Flam -

men schlugen meterhoch in

den schwarzen Nachthimmel.

Zudem war das Untergeschoss

voller Gerümpel, das sich als

hervorragendes Brennmaterial

entpuppte. Die normalerweise

vermutlich wunderschöne Holz -

balkendecke bot weiteres

Brennmaterial.

Die Löscharbeiten dauerten

auch noch zwei Stunden nach

dem Notruf an. Erst um vier

Uhr nachts kamen die Feuer -

wehrleute von ihrem Einsatz

zurück. Kameraden lösten sie

ab und bewachten die letzten

Glutnester noch bis 11 Uhr am

Ostersonntag.

Die in dem Haus wohnende

Frau wurde von der Feuerwehr

gerettet. Sie wurde rettungsdienstlich

versorgt und notärztlich

gesichtet bevor sie mit

ihrer Rauchgasvergiftung in ein

Krankenhaus befördert wurde.

Während der Löscharbeiten

Am Dienstag nach Ostern meldeten

um 12:30 Uhr gleich

mehrere Anrufer ein Feuer bei

der Rettungsleitstelle der Feu -

er wehr im Raalandsweg in Ris -

sen, direkt neben des Johan -

neskirche. Die Freiwillige Feu -

erwehr Rissen, die ihr Feuer -

wehrhaus in Sichtnähe des

Feuers hat, konnte wegen des

starken Rauches kaum zum

Einsatzort kommen, denn es

brannte eines der letzten

Reetdachhäuser Rissens, mit 12

x 20 Metern eine nicht gerade

kleine Fläche. Das Haus war

erst vor kurzem aufwendig

saniert worden. Augen zeugen

die kurz nach Ausbruch des

Feuers vor der Kirche standen,

berichten von einer Feuerspur,

die sich rasend schnell über das

gesamte Dach ausbreitete. Die

Flammen schlugen bereits kurz

nach dem ersten Alarm bis zu 7

Meter hoch aus dem Dach. Als

die ersten Einsatzkräfte der

Reet dachhaus vor einem Über -

griff der Flammen zu bewahren,

denn sie wissen: Reetdach -

häuser sind kaum zu retten, vor

allem, wenn die Flammen von

innen nach außen schlagen.

Das Löschwasser dringt einfach

nicht durch die Reetdeckung

hindurch und raucht dazu sehr

stark.

Schon am 24. März waren drei

Löschzüge mit bis zu 10 erwarteten

Verletzten in einer Senio -

renwohnanlage ausgerückt.

Zahlreiche kleinere Waldbrände

z.B. im Klövensteen und in der

Feldmark schlossen sich an. Es

ist nicht auszuschließen, dass

aufgrund des derzeitigen sehr

trockenen Wetters weitere

Brän de folgen werden. Dem

tatkräftigen Einsatz der Feuer -

wehrleute ist es zu verdanken,

dass es bislang keine größeren

Personenschäden gab.

Kiesgrube Rissen: Was für’n Müll!

Müll illegal abgeladen. Spaziergänger durchwühlen Kamera-Berg | Konrad Matzen

RISSEN

Die Kiesgrube in Rissen ist

nicht nur bei Sonnenschein

im Frühjahr ein beliebtes

Ausflugsziel. Auch wenn

der große Spielplatz wegen der

Corona-Kontaktsperre von der

Polizei gesperrt wurde, sind im

Waldpark Marienhöhe rund um

den Spielplatz viele Spazier -

gän ger und Jogger unterwegs.

Während des Spaziergangs entdeckten

vor ein paar Tagen

Leser der DorfStadt-Zeitung

Müllberge am Parkplatz der

Kiesgrube: Kameras, Zeit schrif -

ten, Bücherkisten, Elektronik -

müll – einfach so weggeworfen.

Aus dem Auto direkt vom

Parkplatz in die Kiesgrube hinter

den Wall gekippt. Mitten in

die Natur, die Familien und

Jogger gerade jetzt zur Erho -

lung brauchen. Der Müll ist

kein schöner Anblick.

Die Polizei muss den Müll nun

von der Stadtreinigung aufwendig

entsorgen lassen, weil

der Müllberg auch noch mehrmals

von Passanten nach

Brauchbarem durchwühlt worden

ist. Dadurch verteilt sich

der Müll zusätzlich und die

gesamte Umgebung muss von

den Müllwerkern nach Resten

durchsucht werden.

Kurz vor dem Eintreffen der Feuerwehr: Der Brand in Rissen vernichtete

ein frisch saniertes Reetdachhaus

Foto: Kurmies

Illegale Abfallbeseitigung ist

die häufigste Umweltstraftat in

Deutschland und kommt auch

in den Feldern und Wäldern der

Elbvororte leider immer wieder

vor. Warum das immer wieder

Spaziergänger durchwühlt illegal abgekippten Müll am Parkplatz

der Kiesgrube Rissen

Foto: Matzen

passiert, obwohl Hamburger in -

nen und Hamburger ihren

Sperrmüll kostenlos in einem

der naheliegenden Recycling -

hö fen abgeben können, bleibt

wohl ein Rätsel. Möglicher -

weise wurde der Müll letzte

Wo che hier entsorgt, weil der

Andrang bei der kostenlosen

Entsorgung derzeit höher er -

scheint, denn auch auf den

Recyclinghöfen müssen die

Hygiene vor schriften eingehalten

werden.

Wer Müll illegal am Stra ßen -

rand, auf Parkflächen oder im

Wald entsorgt, muss sich allerdings

meist nicht wegen einer

Straftat verantworten, sondern

begeht in der Regel eine Ord -

nungswidrigkeit, die mit einer

Geldbuße bis zu 100.000 Euro

geahndet wird. Privatpersonen

werden meist aber nur mit

einem Bußgeld in dreistelliger

Höhe belangt. Die Kosten für

die Entsorgung des Mülls wird

dem Verursacher dann zusätzlich

in Rechnung gestellt.


Foto: Alliance/AdobeStock

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4 • DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020

AH

I, Hamburg!

Neues aus der Schifffahrt | Wolf Achim Wiegand

Elbvororte

Abschied mit Abstand – und Würde

Was den Menschen in Zeiten von Corona bei Bestattungen wichtig ist | Monika Rulfs

Dirk Abts und Daniel

Klandt, Friedhofs beauf -

trag te der beiden Ham bur -

ger Kirchenkreise, haben

stellvertretend für die über

50 kirchlichen Friedhöfe in

Hamburg und Umgebung

aktuelle Fragen beantwortet.

ELBVORORTE

Corona verändert unser Leben

in allen Bereichen. Ist unter den

gegebenen Umständen überhaupt

eine Bestattung möglich?

DorfStadt-Redakteur Wolf-Achim Wiegand

Foto: Küster

Moin, liebe Leser,

die neue Lungenkrankheit CO -

VID-19 macht auch die

Seefahrt krank. Kein Wunder,

werden doch über 90 Prozent

im Welthandel über Schiffe

abgewickelt. Wenn die Liefer -

ketten zusammenbrechen, weil

Fabriken schließen, wenn kranke

Hafenarbeiter nicht mehr

zum Dienst erscheinen und

wenn die Containerabfertigung

zum Bürokratiewettlauf wird,

dann haben Reedereien und

Logistiker ein Problem. Lesen

Sie selbst…

Seeleute

London - Die prekäre Lage von

Besatzungsmitgliedern findet

relativ selten Eingang in Be -

richte über die Coronakrise.

Dabei gehören sie zu der am

meisten gekniffenen Berufs -

gruppe. Wichtige Destinationen

wie China, Singapur oder die

USA verbieten den Matrosen

und Offizieren aus Furcht vor

dem Virus den Landgang. Da -

durch sind keine Crewwechsel

mehr möglich, zumal es weltweit

kaum noch Flugver bin -

dun gen für die Ablösen gibt.

Die Internationale Schifffahrt -

kam mer (ICS) in London

schätzt, dass rund 100.000

Crew mitglieder aus aller Herren

Länder zum Quasi-Dauerdienst

verdammt sind. Und zwar 24

Stunden täglich an sieben

Tagen der Woche. Es gibt Fälle,

wo Seeleute seit einem Drei -

vier teljahr nicht

mehr heimgekommen

sind. „Das

sind die stillen

Hel den der Coro -

na krise,“ sagt ICS-

Chef Guy Platten.

Und fordert zu -

gleich: „Das Wohl -

er ge hen unserer

Seeleute darf nicht aufs Spiel

gesetzt werden!“

Frachtschiffe

Hamburg – Für die Fracht -

schiff fahrt ist die Coronakrise

ein heftiger Schlag ins Reeder -

kontor. Vor allem die deutschen

Eigner und Betreiber hatten

sich gerade aus einem seit zehn

Jahren andauernden Loch hinausgearbeitet.

Ausgerechnet da

traf sie der Coronaschlag. So

bedeutet die nachgelassene

Nach frage in China weniger

Ladung und hat die Fracht -

preise so sehr in die Tiefe gezogen,

dass viele Liniendienste

gestrichen werden mussten. In

Hamburg stapeln sich ähnlich

wie in anderen Häfen tausende

leere Container, die niemand

abholen will.

Besonders prekär sieht es bei

den Capesize-Massengut frach -

tern aus. Sie bringen Eisenerz

und Kohle nach China. Am

Marktplatz für Schiffsmakler

und Reeder, der Baltic Ex -

change in London, verdienen

diese Spezialtransporter derzeit

weniger als 2600 Dollar pro

Tag – weit weniger, als die

Besat zungen kosten. Super tan -

ker verzeichnen den Angaben

zu folge einen zeitweisen Ein -

bruch der Preise um unglaubliche

95 Prozent. Fährbetreiber,

etwa auf der Nord- und Ostsee,

haben den Betrieb teilweise

vollständig an die Kette gelegt.

Kreuzfahrer

Miami – Die Passagier schiff -

fahrt ist weltweit quasi hundertprozentig

zum Erliegen

gekommen. Das mit 104 Schif -

fen weltgrößte Kreuzfahrt un -

ter nehmen, Carnival Corp.

(Miami), zu dem auch AIDA

und Costa gehören, gibt zwar

für sich an, bis zum Ende des

Jahres liquide zu sein. Für kleinere

Unternehmen gilt das

nicht unbedingt. Auch ist

unklar, wie sich der Stillstand

auf die Reisebereitschaft auswirken

wird: kommt es zum

wirtschaftlichen Abschwung,

hoher Arbeitslosigkeit und sinkenden

Einkommen werden

sich weniger Menschen einen

Urlaub auf See leisten wollen

und können.

Unterdessen laufen die Kosten

der Lustschiffreedereien weiter.

Die meisten stillgelegten Schif -

fe werden im Hafen oder auf

Reede liegend im sogenannten

„warm lay up“ betrieben. Dabei

ist die seemännische und technische

Crew damit beschäftigt

alle Systeme bis zum Tag X

funktionsfähig zu halten, so

auch auf der „AIDAcara“ und

der „AIDAaura“, die in Ham -

burg-Steinwerder auf bessere

Zeiten warten. Der „laufende

Stillstand“ kann schon mal

zwei bis drei Millionen Dollar

monatlich kosten. Auch der

Schiffbau sieht sich in Nöten:

Die Meyer Werft (Oldenburg)

glaubt, es könne bis 2030 dauern,

bis wieder ordentlich

Schif fe geordert werden.

Foto: Wiegand

Dirk Abts: Ja, natürlich. Die

allgemeinen Auflagen gelten

zwar auch hier, aber wir versuchen,

den Hinterbliebenen darüber

hinaus so weit wie möglich

entgegenzukommen und

eine würdevolle Bestattung zu

gewährleisten.

Welche Auflagen sind das?

Dirk Abts: Am einschneidendsten

ist wohl die Begrenzung

der Anzahl der Trauergäste auf

das unbedingt notwendige Maß.

Auch das Abstandsgebot von

zwei Metern für alle nicht in

einem Haushalt lebenden Per -

sonen sollte eingehalten werden.

Wie gehen die Hinterblie be -

nen damit um?

Daniel Klandt: Eine seelsorgerliche

Begleitung und das Ge -

spräch mit Pastorinnen oder

Pastoren vor und nach den

Trauerfeierlichkeiten sind jetzt

besonders wichtig und werden

wertgeschätzt. Auch die Zere -

monie am Grab mit Ansprache,

Gebet und Blumenschmuck

gehört dazu. Da wir uns nicht

in der Kapelle, sondern nur

draußen aufhalten dürfen,

schaffen gemeinsames Singen

oder instrumentale Begleitung

besinnliche Momente.

Wie können Hinterbliebene in

Gemeinschaft trauern?

Dirk Abts: Tatsächlich soll die

Zahl der Trauernden am Grab

möglichst klein gehalten werden.

Es kann sinnvoll sein, eine

Trauerfeier zu verschieben.

Andere Wege des gemeinsamen

Trauerns müssen gesucht werden:

zum Beispiel Telefon- oder

Videozusammenkünfte, digitale

Gästebücher, Fotoalben oder

auch virtuelle Besuche digitalisierter

Gräber. Auch eine Zu -

sammenkunft der Familie zu

einem späteren Zeitpunkt oder

an einem Gedenktag ist möglich.

Das öffentliche Leben ist stark

eingeschränkt. Wie organisieren

Sie das alles?

Daniel Klandt: Wir sind dankbar,

dass bei Bestattungen Aus -

nahmen möglich sind und die

Betroffenen weiterhin alles

rund um die Beisetzung eines

geliebten Menschen organisieren

können. Friedhofsver wal -

tungen, Bestatter, Steinmetze,

Blumengeschäfte und Gärtner -

eien sind alle erreichbar und

handlungsfähig. Manchen

Men schen ist es gerade jetzt

besonders wichtig, dass die

Gräber ihrer verstorbenen An -

ge hörigen weiter gepflegt und

gegossen werden.

Viele Friedhöfe im städtischen

Raum verzeichnen neuerdings

eine sehr hohe Besucherzahl.

Was gegen Einsamkeit hilft

Ein Blick in die Einrichtungen für Senioren, Behinderte und Obdachlose | Markus Krohn

ELBVORORTE

– Fortsetzung von Seite 1 –

Auch die Obdachlosen der

Stadt trifft die Coronakrise

hart: In den Elbvororten

merken dies Kunden besonders

daran, dass die Hinz &

Kunzt-Verkäufer aus dem Stra -

ßenbild verschwunden sind.

Normalerweise sind die Hinz&

Künztler und ihre Printausgabe

unzertrennlich. Schließlich ist

das Straßenmagazin nicht nur

eine soziale Stimme in der

Stadt und nicht nur eine

Einnahmequelle für Obdachlose

und ehemals Obdachlose – es

ist auch der Inbegriff von

Kontakt, von gegenseitigem

Interesse, von Solidarität. Aber

das Coronavirus hat den

Verkäufern allen einen Strich

durch die Rechnung gemacht.

Seit Mitte März hat das Stra -

ßen magazin den Verkauf eingestellt,

weil die meisten Ver -

käufer selbst zur Risikogruppe

gehören. Die Aprilausgabe gibt

es jetzt als Download auf der

Website ( hinzundkunzt.de).

Die Friedhöfe bieten sich für einen ausgedehnten Spaziergang an – wenn die Ruhe der Toten und

der Angehörigen nicht verletzt wird.

Foto: Friedhof Nienstedten

Familie Reuß spendet Atemschutzmasken für die Bewohner der

Else Voss Stiftung in Rissen

Foto: privat

Die Macher und die Verkäufer

hoffen auf Spenden, damit sie

die Corona-Zeit gut überstehen

können. Zahlreiche Leser haben

bereits gespendet, sodass viele

Verkäufer derzeit in Hotels

übernachten können, die ja

bekannt derzeit leer stehen.

„Nicht alle, die allein sind,

fühlen sich einsam und man

kann auch in Gesellschaft einsam

sein und sich ausgegrenzt

fühlen“, gibt Pastorin Lucia v.

Treuenfels von der Kirchen -

gemeinde Sülldorf-Iserbrook zu

bedenken. Das gelte aber ge -

nauso für junge Menschen. Sie

kümmert sich in der Gemeinde

vor allem um ältere Mitglieder.

Viele von ihnen suchen jetzt

den Kontakt untereinander –

vor allem über das Telefon,

aber auch via E-Mail oder

Smartphone. Wer sich dennoch

einsam fühlt, dem empfiehlt v.

Daniel Klandt: Ja, in Zeiten

von Corona haben viele Men -

schen unsere kirchlichen Fried -

höfe entdeckt, als Rückzugsort

oder um spazieren gehen zu

können. Alle Besucher und

Besucherinnen sind willkommen!

Wir bitten lediglich

darum, die Friedhöfe als besonderen

Ort wahrzunehmen und

die jeweils geltenden Bestim -

mungen zu beachten.

Was unterscheidet kirchliche

Friedhöfe von anderen?

Dirk Abts: Die kirchlichen

Friedhöfe lagen ursprünglich in

der Nähe oder direkt bei den

Kirchen. Bei vielen Friedhöfen

ist das immer noch so. Heute

befinden sie sich meist wohnortnah

an über 50 Orten im

Großraum Hamburg. Wer auf

einem kirchlichen Friedhof

bestattet wird, muss jedoch

nicht christlichen Glaubens

sein. Unabhängig von einer

Religionszugehörigkeit stehen

die kirchlichen Friedhöfe allen

Personen offen. Die Nähe zu

den Menschen und eine achtsame

Beratung stehen für uns im

Mittelpunkt unseres Handelns.

kirchliche-friedhoefe.de

Treuenfels möglichst wenig zu

grübeln, sondern sich zu fragen,

was einem gut helfen

könne. „Ein gutes Essen oder

einfache Tätigkeiten wie Put -

zen, Fegen, Nähen oder Spazie -

rengehen können den trüben

Gedanken entgegenwirken“,

sagt die Pastorin. „Wichtig ist,

die Einsamkeit möglichst nicht

zu bewerten“, gibt sie zu bedenken.

„Einsamkeit ist weder

etwas Gutes noch etwas

Schlech tes – man nimmt sie

wahr und überlegt, was einem

selber jetzt gut tun kann und

möglicherweise dabei hilft, eine

schwierige Zeit durchzustehen“.

Wer den Kontakt braucht, kann

sich vielleicht selber ein Herz

fassen und zum Telefonhörer

greifen, anstatt darauf zu warten,

dass irgend jemand aus der

Ferne erahnt, wie es um einen

steht.

Hilfsangebote gibt es in den

Kirchengemeinden, bei der

Stadt und weitere Hinweise auf

www.dorfstadt.de.


Elbvororte DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020 • 5

HAMBURGER

CORONA SOFORTHILFE

Die Corona-Krise stellt Hamburger Unternehmen und Selbständige gegenwärtig vor existenzielle Herausforderungen.

Die Freie und Hansestadt Hamburg bietet deshalb über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)

unbürokratische Hilfe für Corona-betroffene Selbständige, Unternehmen und Institutionen an. Dabei ist es gelungen,

die Fördermittel von Bund und Land in einem wirksamen Förderprogramm zu integrieren.

Durch die Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) erhalten betroffene Solo-Selbständige, Freiberufler sowie kleine

und mittlere Betriebe in Hamburg Zuschüsse zwischen 2.500 Euro und 30.000 Euro. Die Beantragung der Förderung

erfolgt vollständig digital über die Internetseite der IFB Hamburg. Es konnten bereits in kurzer Zeit sehr viele Zusagen

erteilt und ausgezahlt werden.

Antragstellungen sind bis zum 31. Mai 2020 unter www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs möglich.

www.ifbhh.de

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6 • DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020 Elbvororte

BI Prellbock will »Stuttgart21« in Hamburg noch verhindern

Klimafreundlichere Verkehrspolitik soll Fernbanhof Diebsteich überholen · Bahn AG will schon dieses Jahr mit Vorbereitungen beginnen | Konrad Matzen

Ist der Umzug des Fern -

bahnhofes von Altona nach

Diebsteich besiegelt? Nach

monatelangen Verhand lun -

gen zwischen der Stadt, der

DB AG und dem Verkehrs -

club Deutschland (VCD

Nord), der gegen das Projekt

geklagt hatte, gab es eine Bei -

legung des Konflikts vor dem

Oberlandesgericht.

ELBVORORTE

In ihrer letzten Sitzung vor der

Wahl hatte die Bürgerschaft

dem Einigungspaket am 12.

Februar bereits einstimmig

zugestimmt. Am 30. März hat

auch die neu konstituierte

Bürgerschaft zur Einigung ja

gesagt. Somit scheint der Weg

für das 360-Millionen-Euro-

Projekt frei. Mit den bauvorbereitenden

Maßnahmen der

Verlegung soll noch in diesem

Jahr begonnen werden.

Die Pläne der Deutschen Bahn

sehen vor, dass die Fern- und

Regionalzüge in Zukunft nicht

mehr in Altona, sondern in

dem etwa zwei Kilometer nördlich

gelegenen ausgebauten S-

Bahnhof Diebsteich halten. Der

Kopfbahnhof Altona soll Platz

machen für weitere Wohnun -

gen und einen Park. Der S-

Bahnhof soll erhalten bleiben,

oberirdisch ist ein neuer und

leistungsfähigerer Busbahnhof

geplant.

Die Bürgerinitiative Prellbock

will weiter gegen die Um sied -

lung des Fernbahnhofes von

Altona nach Diebsteich vorgehen.

Seit Jahren kämpft sie

gegen das Projekt, zuletzt

gemeinsam mit dem VCD. Die

Aktiven wollen die Corona-

Krise nutzen, um mit neuen

Aktionen und Argumenten

gegen das ihrer Meinung nach

unvollkommene Projekt vorzugehen.

„Corona hält uns alle in

Wettbewerbsergebnis für den neuen Fernbahnhof Diebsteich

Atem und verändert zur Zeit

alles, was wir gewohnt waren,

was uns wichtig war. Prellbock

versucht trotzdem, sich in das

Geschehen einzumischen und

kämpft weiterhin für den Fernund

Regionalbahnhof Altona“

heisst es selbstbewusst in einem

Schreiben an die Mitglieder der

Bürgerinitiative.

Vor allem will man dort eine

Ver än de rung im Bewusstsein

der Bevölkerung zu klima -

freundlicherem Verhalten ausgemacht

haben: Mehr Rad -

verkehr, intensivere Nutzung

des öffentlichen Nahverkehrs

sagen sie voraus. Spätestens

dann wäre die Leistungs fähig -

keit des neuen Bahnhofes nicht

mehr gegeben, ist ihr Argu -

ment.

Der Bahnhof Altona könne 45

Züge pro Stunde an 8 Bahn stei -

gen abfertigen, meinten die

Prellbock-Aktiven schon vor

dem Vergleich. Diebsteich neh -

me höchstens 31 Züge an 6

Bahnsteigen auf. Sollte der

Bedarf an Bahnreisen in den

nächsten Jahren nach Corona

weiter steigen, hätte der neue

Bahnhof gleich zur Eröffnung

ein Kapazitätsproblem.

Weitere Nachteile sieht die

Bürgerinitiative durch die

Schließung des Fernbahnhofs

Altona, denn dadurch entstünde

ein weiterer Fahrtweg für

Menschen aus den Elbvororten,

die zudem in Altona zusätzlich

umsteigen müssten, um zum

Fernbahnhof nach Diebsteich

zu kommen. Der Wohnungsbau

auf dem Gelände des Bahn -

hofes sei nicht gefährdet, betonen

die Vertreter der Bürger ini -

tiative. Dafür müsste nur das

Gleisvorfeld neu organisiert

werden und die Eingleisbrücke

nach Westen verlegt werden.

Die Bürgerinitiave befürchtet,

die DB AG betreibe die Bahn -

hofs schließung, weil sie die fällige

Erneuerung von Brücken,

Gleisen, Weichen und Signal -

an lagen im bestehenden Bahn -

hof weitgehend aus eigenen

Mitteln hätte zahlen müssen,

während sie für Verlagerung

und Neubau des Bahnhofs

nahezu vollständig auf Bundes-

(=Steuerzahler-) Mittel in Höhe

von mindestens EUR 360 Mio.

zugreifen kann. Die Stadt kauft

nicht nur die Grundstücke von

der Bahn, sondern übernimmt

auch noch die Kosten für den

Abb.: C.F. Møller Architects

Abriss der alten Bahnanlagen

und die Dekontaminierung des

Bodens. Zusätzlich hat die

Stadt die Kosten für die verkehrsmäßige

Erschließung des

neuen Bahnhofsstandortes zu

tragen. Somit kämen außer den

Kosten für den Neubau in

Diebsteich noch zusätzliche

Kosten für den Rückbau des

bisherigen Bahngeländes hinzu.

„Wir befürchten, dass nach den

Erfahrungen von Stuttgart 21,

sich die Gesamtkosten inklusive

der zu erwartenden Kostenstei -

gerungen und durch Zeit ver -

zögerungen auf bis zu 1 Mrd.

EUR belaufen können.“

Noch schlimmer: In einem un -

ab hängigen Gutachten schreiben

die Züricher Berater von

SMA und Partner AG: „Der

Bahn hof Hamburg Hbf. und die

Verbindungsbahn sind aktuell

als überlastet erklärte Schie -

nenwege. Der Entfall des Halts

in Dammtor bei vielen Linien

ist zweckmäßig, um überhaupt

eine Belastung von 31 Zügen in

Altona modellieren zu können“.

Im Klartext heißt das, dass zu -

künftig Züge, die über Diebs -

teich fahren, nicht mehr in

Dammtor halten werden. Dazu

Michael Jung, Sprecher der

Bür gerinitiative Prellbock Alto -

na: „Eine bessere Bestätigung

unserer Kritik an dem Diebs -

teich-Projekt kann es gar nicht

geben. Der Senat opfert hiermit

den Messe- und Kongress bahn -

hof Dammtor – obwohl er gerade

für hunderte von Millionen

Euro hat das CCH modernisieren

lassen -, nur um ein sinn -

entleertes Prestigeprojekt Diebs -

teich im Interesse von Immo bi -

lienspekulanten durchzusetzen.

Die Interessen von Fahrgästen

und Bürgern der betroffenen

Stadtteile bleiben auf der

Strecke. Diebsteich ist ein Bei -

trag dazu, die Verkehrswende

zu verhindern.“

Gründonnerstag veröffentlichte

Michael Jung ein Eckpunkte -

papier, in dem er im Sinne der

Prellbock-Aktivisten die Ham -

burger Politiker auffordert, die

„Corona-Krise als Chance für

eine echte Verkehrswende zu

nutzen und sich von unrealistischen

Verkehrsprojekten zu

verabschieden.“ Dazu gehört

für Jung auch der Verzicht auf

„unfinanzierbare Großprojekte

mit langen Bauzeiten und

geringem Fahrgastnutzen…“

sowie die Abtrennung einer

Fahrspur auf den großen Ver -

kehrsachsen nur für den Rad -

verkehr sowie ein 365-Euro-

Ticket für den Öffentlichen

Nahverkehr im Hamburger

Stadt gebiet. Klimaschützer

dürf te das freuen.

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Es gibt ein paar Leser, die wissen immer schon am

Donner stag, was die Wo che über in ihrer Nachbarschaft

ge schah, denn sie ha ben den Leser-Brief abonniert.

Jeden Donnerstag/Freitag in formiere ich kurz und knapp

über aktuelle Themen aus dem Hamburger Westen und

den Elbvororten per E-Mail. Außerdem gibts am Ende

des Newsletters regelmäßig Tipps fürs Wochenende –

Veranstaltungshighlights in den Elbvor orten oder in der

näheren Umgebung.

Ihr Vorteil: In unregelmäßigen Abständen verlose ich

exklusiv an meine Leser-Brief Abonnenten Eintrittskarten

für groß artige Theaterabende, Kino- oder Restaurant-

Gutscheine.

Ich würde mich freuen, auch Sie zu meinen Lesern zählen

zu dürfen. Melden Sie sich einfach auf der Internetseite

www.dorfstadt.de an (am unteren Bildschirm rand im

Käst chen). Ich freue mich auf Sie!

Ihr Markus Krohn (Herausgeber)


Gemeinde spendet für

Mundschutz nach Tansania

Das Corona Virus breitet

sich weltweit immer weiter

aus, besonders besorgniserregend

ist die Situation in

Krisengebieten und in sehr

armen Regionen, wie z.B. in

den Partnergemeinden der

Ev. Kirchengemeinde Süll -

dorf-Iserbrook in Tansania.

Dort fehlen schon jetzt sauberes

Wasser und Seife,

geschweige denn Masken zum

Schutze der Mitmenschen. Es

ist nur eine Frage der Zeit, bis

das Virus auch die Ukinga

erreichen wird.

Als Sofort-Maßnahmen der

Hilfe hat die Kirchengemeinde

ihre Partner beim Kauf von Seife

unterstützt, da im Mo ment grö -

ßere Mengen gebraucht werden.

Da Utanziwa wie auch Lupalilo

ausgebildete Schneider im Dorf

haben, können dort Atem -

schutz masken hergestellt werden:

Paulo Kijombo und Phil -

ippo Sanga werden zusammen

mit den Gemeindegliedern

diese Masken herstellen, damit

sich die Menschen in der Ukin -

ga gegenseitig schützen können.

Zudem gibt es im Nach -

bardorf eine Behinderten werk -

statt, die ebenfalls Mund -

schutz masken herstellen wird.

Seifen wie auch Schutz masken

werden über das kleine Kran -

ken haus in Utanziwa verteilt.

SÜLLDORF/ISERBROOK

ANZEIGEN

Der Eintritt in den Ru he -

stand ist für viele Senioren

ein besonderer Moment,

denn nun beginnt der Ab -

schnitt, in dem endlich ausreichend

Zeit für die schönen

Dinge des Lebens ist.

Unabhängig davon, ob man

sich den Traum vom eigenen

Swimming-Pool im Garten er -

fül len oder eine Designer-Kü -

che kaufen möchte: Für Immo -

bilien-Eigentümer ist der Ruhe -

stand der perfekte Zeitpunkt,

einen Teil des eigenen Immo bi -

li en-Vermögens in liquide Mit tel

umzuwandeln. Möglich macht

dies das neuartige Kon zept des

Immobilien-Teilverkaufs der

wertfaktor Immobilien GmbH.

Dabei entscheidet der Verkäufer

zunächst, wieviel Geld er aus

seiner Immobilie herauslösen

möchte. Ein unabhängiger und

zertifizierter Gutachter ermittelt

daraufhin den aktuellen Ver -

kehrs wert. Aus diesem ergibt

sich der prozentuelle Anteil der

Immobilie, den wertfaktor aufkauft.

Maximal sind das 50

Prozent. Das Besondere ist, dass

der Verkäufer durch einen Teil -

Für den Kauf von Stoffen für

die Masken, wie auch den Kauf

von Seife wird aber noch dringend

Geld benötigt.

Wer die Familien in den Part -

nergemeinden in Tansania

während der Corona-Krise un -

ter stützen möchte, kann unter

dem Stichwort: „Hilfe für die

Ukinga“ auf das Konto der Ge -

meinde spenden. IBAN: DE08

2005 0550 1149 2101 04

Für weitere Auskünfte steht

Diakon Thomas Jeschonowski

unter Telefon 607 74 82 19 zur

Verfügung.

verkauf nicht nur weiterhin an

der Wertsteigerung seiner Im -

mo bilie beteiligt ist, sondern

auch ein im Grundbuch eingetragenes

lebenslanges Nieß -

brauch recht erhält. Somit kann

er nicht nur im Eigenheim verbleiben,

sondern auch weiterhin

allein darüber entscheiden.

Für den Eigentumsanteil, den

Elbvororte

Zur finanziellen Freiheit mit dem Immobilien-Teilverkauf

ELBVORORTE

Der Tansanische Diakon Joshua

mit einer farbenfrohen

Atemschutzmaske Foto: privat

So helfen Sie Ihrem

Lieblingskino

Stadtteilkinos sind im

Bereich der Stadtteilkultur

nicht mehr wegzudenken.

Nicht nur, dass die Fa mi -

lienbetriebe Kinophanta -

sten sind, die ihren Beruf

lieben und daher besondere

Kinoprogramme speziell für die

Kinoliebhaber in ihrem direkten

Umfeld gestalten, sondern

in besonderem Maße die

Atmosphäre des Kinos prägen:

Der erste Filmgenuss auf der

großen Kinoleinwand im dunklen

Raum, ein geselliger

Ausflug mit Freunden, der erste

Kuss... Denken Sie nicht auch

zu gerne an die Zeit zurück, in

der Sie allein ohne Eltern be -

gleitung ins Kino durften? Oder

den ersten Psychothriller erlebt

haben? Und das zu einem

unschlagbar günstigen Preis…

Bis die Kinos wieder öffnen

dürfen, kann es noch dauern.

Auch die staatlichen Hilfen, die

den Kulturschaffenden versprochen

worden sind, lassen auf

sich warten. Und trotzdem können

Sie jetzt das Blankeneser

oder das Elbe-Theater unterstützen,

die in den vergangenen

Jahren mehrfach mit Prei -

sen für beste Programme ausgezeichnet

wurden. Sie können

helfen, diese Institution über

die Corona-Zeit zu bringen.

Beispielsweise, in dem Sie jetzt

ELBVORORTE

Wertfaktor-Gründer Dr. Alexander Ey und Christoph Neuhaus

wertfaktor als „stiller“ Mit ei -

gen tümer nicht nutzt, wird ein

monatliches Nutzungsentgelt

fällig, welches derzeit pro Jahr

2,9 % des Auszahlungsbetrags

beträgt.

Fragen beantwortet das Team

von wertfaktor Immobilien

GmbH gern unter der Tel.: (040)

180 245 486.

Gutscheine für eine spätere

Vorstellung kauft. „Jeder Euro

hilft, unsere Liquidität zu

sichern für Löhne, Mieten und

sonstige weiterhin laufende

Kosten“, erklärt Hans-Peter

Jansen, der gemeinsam mit seiner

Frau und seinen beiden

erwachsenen Kindern die beiden

Stadt teilkinos in Blanke -

nese und Osdorf betreibt.

Gutschein-Be stellungen sind

via E-Mail oder über die jeweilige

Website möglich. Geben

Sie Ihre Anschrift sowie den

gewünschten Gutscheinwert

an. Die Gutscheine kommen

dann per Post, versandkostenfrei

ab 10 Euro Gutscheinwert

und sie sind drei Jahre einlösbar

für Tickets, Getränke und

Süßwaren.

Eine andere Möglichkeit ist, auf

der Website „Hilf deinem Kino“

Werbeclips zu schauen oder

Spenden an das Kino um die

Ecke zu leisten. Je mehr Werbe -

clips man anschaut, desto

höher der Betrag, der von den

Betreibern an die Kinos überwiesen

wird.

info@blankeneserkino.de

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8 • DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020 Wirtschaft

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Hilfe bei Turnaround für Unternehmer

Corona-Beratung mit 100%-Zuschuss. Wie Sie als Unternehmer gestärkt aus der Krise kommen | Michael Wörle

Die Krise ist ein Stresstest

für die Geschäftsmodelle

vieler Unternehmer. Nach

Schätzungen des Verbands

der Familienunternehmer

könnten 20% der Unter -

neh men pleite gehen. Da

nützt auch die in der Krise be -

fristet eingeführte Aussetzung

der Insolvenzantragspflicht

wenig. Denn wenn einem Un -

ternehmer die Luft ausgeht,

geht die Firma kaputt. So oder

so. Denn die juristische Erleich -

terung (Aussetzung der Insol -

venzantragspflicht für Ge -

schäfts führer bis 30.9.2020) gilt

nur, wenn Aussicht auf Besei -

tigung der eingetretenen Zah -

lungsunfähigkeit besteht, teilte

die Kanzlei Buchalik Brömme -

kamp mit. Außerdem muss die

Insolvenz auf Corona rückführbar

sein. Das dürfte bei Firmen,

die schon vorher auf wackeligen

Beinen standen, nicht gelten.

Das allerdings wäre zu prüfen.

Und hier hilft der Staat,

indem er 100% der Beratungs -

kosten übernimmt. Das Unter -

nehmen darf nur noch nicht im

Insolvenzverfahren sein.

Allerdings nutzen auch viele

Unternehmer die Krise als

Chance. Plötzlich ist Zeit, das

Geschäftsmodell insgesamt zu

überdenken. So werden einige

meiner Mandanten aktiv. So

kauft beispielsweise ein Ham -

burger Architekt ausgerechnet

jetzt in diesen Zeiten ein anderes

Architektenbüro. Eine Ge -

sundheits unterneh merin, die

unter der Schließung der Mö -

belhäuser leidet, nutzt die Zeit

und baut ein Franchisesystem

auf. Sie bietet Ihr Geschäfts -

modell als Kopiervorlage für

Kollegen aus ihrer Branche an.

Denn sie hat ihr Unternehmen

mustergültig - fast vollautomatisch

und digital - durchstrukturiert

und davon können kleinere

Mitbewerber profitieren.

Diese zahlen dann dafür, dass

sie ein erfolgserprobtes Modell

kopieren können. Natürlich

sind hierfür viele Fragen zu

prüfen, bevor das umgesetzt

werden kann: Preismodell,

Rechtsform, Verträge, Organi -

sation, Marketing und vieles

andere mehr. Aber beide

Unternehmer nutzen die Krise

als eine Chance. „Und Frau

Merkel zahlt“, meinte ein

Handwerker lapidar. Ja, Frau

Merkel zahlt.

Bis Jahresende gibt es die

Beratung hierfür zum Nulltarif.

Über das Bundesamt für Wirt -

schaft und Ausfuhrkontrolle

ELBVORORTE

werden befristet 100% der

Beratungskosten von 4.000€

erstattet. Ist das gut? Ich denke

schon. Gerade in Hamburg und

Schleswig-Holstein, traditionell

gewissermaßen eine Förder -

wüste Deutschlands (verglichen

mit Niedersachsen, Bayern oder

NRW), ist das eine wirklich einzigartige

Möglichkeit, aus dem

Stresstest gestärkt hervorzugehen.

Der Bund macht es wieder

möglich. Die Krise als Chance.

Und das ist dringend notwendig:

Während momentan die

Wieder-Öffnung der (kleineren)

Geschäfte bis 800 qm diskutiert

wird, hat die Pandemie tiefe

Bremsspuren in den Unterneh -

mensbilanzen hinterlassen. Na -

türlich ist klar: Die Bilanz wird

(natürlich) erst nach dem 31.12.

im Jahr 2021 erstellt. Aber Un -

ternehmer mit einem guten

Controlling sehen die Soll-Ist-

Abweichung schon heute in

ihren Zahlen.

Es wird wie in jeder Krise

Gewinner und Verlierer geben.

Zu den Gewinnern gehört vermutlich

der Lebensmittel han -

del, zu den Verlierern gehören

Coaches, Trainer, Friseure,

Messebauer, vermutlich auch

Autohäuser. Während Auto -

händler möglicherweise nach

der Krise in einer aufholenden

Entwicklung noch fleißig Autos

ausliefern können, werden Fri -

seure und Trainer nach der

Aufhebung der Corona-Be -

schränkungen nicht mehr

Haare schneiden, Trainer kaum

mehr Seminare abhalten können,

Messebauer die abgesagten

Messen kaum nachholen

können. Auch Kirchenmusiker

werden die Gottesdienste nicht

nachholen können, wohl aber

vielleicht nachgelagert Hoch -

zeiten und Beerdigungsfeiern

spielen können. Wer Reserven

hat, wird diese aufbrauchen,

wer keine Reserven hat, wird

pleitegehen. Nicht jeder wird

sein Geschäftsmodell so einfach

digitalisieren können.

Die Politik hat aber beeindruckend

schnell und unbürokratisch

reagiert. Sie hat

Zuschuss- und Kreditpro gram -

me aufgelegt. 80% der Ham -

burger Zuschussanträge waren

zum Zeitpunkt des Redak tions -

schlusses bereits bearbeitet. Die

Zuschüsse in Höhe von maximal

9.000 € bis 15.000 € vom

Bund zuzüglich der Mittel des

Landes (nur in Hamburg!)

haben bei vielen Selbst stän -

digen die größte Verzweiflung

lindern können, aber halten

natürlich nicht lange vor. Das

alles ändert nichts daran, dass

vie le Geschäftsmodelle einen

Unser Gast-Autor:

Dipl.-Volkswirt Michael Wörle ist

Geschäftsführer der MW Unter neh -

mensentwicklung GmbH in Schenefeld

und wohnt in Alt-Osdorf. Er verfügt

über eine weit gefächerte Bran chen -

erfahrung und betreut seit vielen

Jahren Unternehmen u.a. in der

Beschleunigung, Neu ausrichtung und

Optimie rung von Prozessen. Seine

weiteren Schwerpunkte liegen in

der Organisation des Control lings,

in Wirtschaftlich keits fragen und ebenso in der praktischen

Begleitung von Mitar beitern bei der digitalen Trans formation.

Daneben ist er als Verbandsgeschäftsführer, u.a. beim

Verband für Unterneh mens nachfolge, Wirtschafts mediator

und Fachbuchautor tätig.

Ditch bekommen haben und

Unternehmen in Schwie rigkeiten

gebracht wurden. Vor allem diejenigen,

deren Eigen kapital nicht

ausreichend hoch war.

Und es gab auch Missbrauch -

wie immer: Hamburg und

Nordrhein-Westfalen haben

kurzzeitig die Bewilligung von

Corona-Zuschüssen ausgesetzt,

nachdem über Fake-Home pa -

ges Betrugsversuche aufgefallen

sind. Hamburg hat hier sehr

schnell reagiert, das Landes -

kriminalamt konnte die tschechische

Seite vom Netz nehmen

lassen. Positiv ist, dass der

Missbrauch offenbar auch vom

Senat nicht dafür genutzt wird,

Selbstständige insgesamt als

Betrüger zu markieren, sondern

den Missbrauch als Schädigung

notleidender Selbstständiger zu

sehen (was es ja auch ist). So

wird der Vorfall kommentiert:

„Kriminelle haben Solo-Selbst -

ständige und kleine Unterneh -

mer, die in der aktuellen wirtschaftlichen

Notsituation dringend

Bundes- und Landesmittel

benötigen, gezielt auf eine

gefälschte Internet-Seite geleitet,

um in deren Namen, aber

mit eigenen Bankverbindungen

öffentliche Hilfen zu kassieren,

sogenanntes Phishing. Auf -

grund der Vorfälle in Nord -

rhein-Westfalen waren die Mit -

arbeiter der Förderbank IFB

bereits sensibilisiert und hatten

notwendige Vorkehrungen ge -

troffen. Nach Entdeckung der

gefälschten Webseite wurde

über das Landeskriminalamt

unverzüglich Strafanzeige

wegen Betruges gestellt. Die

Ermittlungen laufen. Die identifizierte

Fake-Seite hinter den

Anträgen auf einem Server in

Tschechien konnte das Landes -

kriminalamt bereits zwei Stun -

den nach Entdeckung vom Netz

nehmen lassen."

Kriminelle Auswüchse werden

eingedämmt, wer überleben

will, modernisiert und digitalisiert.

Der Staat hilft auch hier

befristet mit seinem Corona-

Zuschuss von 100%. Unterneh -

mer, die das nicht alleine

machen wollen, dürfen sich

Hilfe holen.

Und so geht’s:

Sie müssen vor Beginn der

Beratung einen Förderantrag

stellen. Mit Ihrem Berater erarbeiten

Sie ein Konzept. Er analysiert

die Schwachstellen Ihrer

Firma und definiert mit Ihnen

Maßnahmen, wie Sie gestärkt

aus der Krise herauskommen

können. Sie zahlen nur die

Mehrwertsteuer, die Sie als

Vorsteuer vom Finanzamt zu -

rück bekommen. Das Netto -

honorar fließt ohne Umwege

nach (!) Abschluss der Beratung

aufs Konto Ihres Beraters. Ihr

Berater muss hierfür vom

Bundesamt zugelassen sein und

finanziell in Vorleistung gehen.

Und hier geht’s zum Antrag:

fms.bafa.de/BafaFrame/

unternehmensberatung

P.S.: Wenn Sie sich vom Autor

persönlich beraten lassen wollen,

dann sprechen Sie mit ihm

oder geben seine Berater num -

mer ein. Diese ist 133583.

MW Unternehmensentwicklung

GmbH

Lindenallee 3, Schenefeld

Tel.: 84 87 64

m.woerle@mwunternehmensentwicklung.de


NIENSTEDTEN

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ALTONA

Wirtschaft DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020 • 9

Kauft wieder ein!

Blankenese IG verteilt Desinfektionsmittel in der Einkaufstraße | Konrad Matzen

Kleine Familienbetriebe und

Händler trifft die Corona-

Krise heftig. Es wird nicht

mehr lange dauern, bis

Läden dauerhaft geschlossen

werden müssen. Die

Händler-Zusammen schlüs -

se in Blanke ne se und Groß

Flottbek (Waitz straße) tun ihr

Möglichstes, um ihre Mitglieder

nach der Wiederöffnung nach

der coronabedingten Schlie -

ßung zu unterstützen. Oliver

Diezmann, Vorsitzender der

Blankenese IG ließ es sich beispielsweise

nicht nehmen, ge -

mein sam mit der neuen Quar -

tiersmanagerin Sabine Juch -

heim die Geschäftsleute in

Blan kenese am Montag mit Des -

infektionsmittel zu versorgen.

„Jetzt fehlen nur noch die

Kunden“, sagt Diezmann, der

ein eher zurückhaltendes In ter -

esse der Kunden registrierte.

„Jeder Kunde ist in diesen

Tagen wichtig, um die Ge -

BLANKENESE

schäfte zu unterstützen, die

jetzt mehrere Wochen ohne

jeden Umsatz auskommen muss

ten. Bitte kommen Sie jetzt in

die Geschäfte, die Inhaber sind

auf Sie angewiesen“, appeliert

Diezmann an die Kunden.

Die Unternehmer selbst sorgen

mit Atemschutzmasken, Des -

inf ektionsmittel und Infor -

mation derweil dafür, dass sich

auch ängstliche Kunden wohl

fühlen. „Wir haben das Lager

voll und würden uns über ein

großes Interesse sehr freuen“,

sagte eine Unternehmerin. Mit

Sonderangeboten und weiterhin

auch Lieferservices locken

die Unternehmer obendrein.

blankenese-ig.de

waitzstrasse-hamburg.de

Abi mit Atemschutzmaske?

Gymnasium Blankenese stellt Masken zur Verfügung | Konrad Matzen

Immer mehr Menschen

schützen sich und andere in

ihrer Umgebung mit einer

Atemschutzmaske. Auch

wenn in Hamburg noch

keine Maskenschutzpflicht

gilt: Manche fühlen sich

einfach sicherer, wenn sie sich

zusätzlich schützen können.

ELBVORORTE

Am Gymnasium Blankenese

werden die Abiturienten, die in

diesen Tagen ihrer schriftlichen

Prüfungen ablegen, nicht nur

zwei Meter weit auseinander

sitzen, sondern auch angehalten,

eine Maske zu tragen. Die

Schulleitung um Joachim

Hagner hat dafür gesorgt, dass

jeder Abiturient auf seinem

Tisch eine Atemschutzmaske

findet.

Der Elternrat am Gymnasium

Blankenese freut sich über die

Initiative der Schulleitung am

Gymnasium Blankenese: „Wir

halten es für sehr fürsorglich,

dass die Schule in eigener Ini -

tiative für jeden Abiturienten

eine Schutzmaske bereitlegen

wird. Die Gesundheitsbehörde

schreibt Masken nicht als Vor -

aussetzung für eine sichere

Durchführung der Prüfung vor“,

so Martin A. Voss zur Dorf

Stadt-Zeitung.

Allerdings gibt es auch Be den -

ken aus der Schülerschaft, da

die Prüfung für viele Schüler

ohnehin eine ungewöhnliche

Situation darstellt. Ihnen fehlt

der letzten Schultag, die Tref -

fen mit den Freunden. Auch

letzte Wiederholungen des

Schulstoffs unter Anleitung der

Lehrer blieb ihnen verwehrt.

Sie kehren an ihre Schule nach

8 Wochen zurück in eine ungewöhnliche

Prüfungssituation

mit vielen juristischen Regeln

und zusätzlichen Hygiene re -

geln. Jetzt sollen sie auch noch

fünf Stunden lang Mundschutz

tragen, trotz großem Abstand

untereinander? Für die meisten

ist es ein Glück, dass es keine

Pflicht zum Tragen des Schut -

zes gibt. Für andere eine zu -

sätz liche Sicherheit.

Auch die Kinder in den Kitas im

Kirchenkreis Hamburg-West/

Südholstein werden demnächst

Mundschutzmasken tragen

dür fen. Ziel der Maßnahme ist

es, den Kindern das Fremd -

heits gefühl zu nehmen und sie

pädagogisch an dem Umgang

mit einem bunt und fröhlich

gestalteten Mundschutz heranzuführen.

Seit drei Wochen

sind bereits sieben kleinere Ma -

nufakturen in Deutschland

dabei, insgesamt 3.000 Mund -

schutzmasken zu fertigen, die

vor allem den Pädagoginnen,

aber auch den Kindern zur Ver -

fügung gestellt werden sollen.

Damit fördert der Kirchenkreis

zudem die heimische Wirt -

schaft in schwierigen Zeiten.

Sabine Möller mit Janine Eller in Nienstedten

Bäcker Körner – jetzt auch

in Nienstedten erhältlich

Die Stadtbäckerei am Gän -

semarkt wird im Herbst die

Backstube schließen.

Der Standort am Niensted -

tener Marktplatz 28 bleibt

jedoch erhalten – und auch

das Verkaufs-Team rund

um Janine Eller wird weiterhin

ihre Kunden mit leckeren

Hand werks-Backwaren versorgen.

In einem fließenden Über -

gang wird die Blankeneser

Traditions-Bäckerei Körner die

Belieferung vornehmen.

Bereits jetzt sind schon viele

Artikel ins Sortiment vom

PESA Wohngestaltung bietet viel Stoff für Ihre Wohnung

Ein einfaches Stilmittel, um

einem Raum einen Aus -

druck von klassischer Ele -

ganz zu verleihen, sind bo -

denlange Vorhänge. Ganz

gleich, auf welchen Farbton

die Wahl fällt: Die Optik ist

immer edel und vornehm!

Nichts ist beständiger als ein

klassischer Look – denn er ist

zeitlos und damit immer mo -

dern! Wer sich mit bewährten

Konzepten wohler fühlt als mit

wechselnden Moden, findet bei

Pesa genau das Passende. Ele -

gant, dezent, unaufdringlich

und trotzdem prägnant setzen

gediegene Materialien und zu -

rückhaltende Farbtöne ein klassisches

Wohnambiente besonders

stimmungsvoll in Szene.

Die wirklich perfekte Optik

ergibt sich erst aus der optimalen

Kombination von Stoff und

Aufhängung. „Wir wissen, wie

es geht!“ sagt Dirk Pretzel,

ISERBROOK

Foto: PR

„Back-Herz Nienstedten“ – so

die neue Firmierung – aufgenommen

worden. Selbstver -

ständlich können die Kunden

auf Bestellung auch alle anderen

Artikel aus dem Sortiment

von Bäcker Körner erhalten.

Frau Eller und Bäckermeisterin

Sabine Möller freuen sich über

die Zusammenarbeit und wünschen

sich viele zufriedene

Kunden.

Back-Herz Nienstedten

Nienstedtener Marktplatz 28

Tel.: 82 05 74

Inhaber von Pesa Wohnge -

staltung in Iserbrook. Der Ser -

vice des Pesa-Teams umfasst

Aufmaß und Beratung beim

Dirk Pretzel inmitten seiner Ausstellung

Kunden vor Ort, Nähen, Deko -

rieren und Montage in der

Wohnung des Kunden und

Reinigung der Vorhänge.

Taxis ab sofort Ozon-gereinigt

Blankeneser Taxi-Unternehmer legen größten Wert auf Hygiene – auch für Privat | Markus Krohn

Viren übertragen sich nicht

nur durch Körperkontakt,

sondern können auch über

Gegenstände übertragen

werden. Daher empfehlen

Regierung und Experten,

sich beispielsweise regelmäßig

die Hände zu waschen.

Besondere Hygienemaßnahmen

ergreift nun auch die Taxi zen -

trale Blankenese: Neben der

regelmäßigen Desinfektion des

Innenraumes und der Abtren -

nung von Fahrer- und Rücksitz

durch Folien setzen die Blan -

keneser Taxifahrer nun auch

auf Ozon-Desinfektion. Beson -

ders Risikopatienten, die die

Dienste des Taxenanruf Blan ke -

nese regelmäßig nutzen, freuen

sich über diesen besonderen

Service!

Seit kurzem setzen die Taxi fah rer

ein Gerät der Firma Oxytec ein,

das mögliche Viren und Bak te -

rien im Taxi mit Ozon bekämpft.

Ozon hat den Vorteil, in alle

Hohlräume einzudringen und

Wer sich für das Frühjahr oder

den Sommer vor den Blicken

neugieriger Nachbarn oder

Sonneneinstrahlung schützen

Foto: Krohn

will, sollte sich jetzt über neue

Flächenvorhänge, Raffrollos

oder Plissees Gedanken ma -

chen. Eine ihrer großen Stär -

auch alle unzugänglichen Stel -

len sowie die Belüftungsgänge

der Klimaanlage gleichmäßig

zu erreichen. Die Wirkung ge -

gen das neue Coronavirus

COVID-19 wurde noch nicht

ken: Sie sorgen immer für eine

einheitliche Linie – und zwar

unabhängig vom Dessin. Das

können puristische Weißtöne

sein, aber auch extrovertierte

großformatige und bunte Mu -

ster, die gerade besonders aktuell

sind: Die glatten Stoffbah -

nen der Flächenvorhänge bieten

beispielsweise stets eine

klare, minimalistische Optik –

selbst dann, wenn das Dessin

eher verspielt ist. Übrigens:

Flächenvorhänge eignen sich

nicht nur fürs Fenster, sondern

können auch hervorragend als

Raumteiler eingesetzt werden!

Ab sofort haben wir wieder

montags bis freitags von 9–17

Uhr und Sonnabends von 10–

12 Uhr geöffnet.

Pesa Wohngestaltung

Sülldorfer Landstraße 2

Tel.: 80 16 33

pesa-wohngestaltung.de

bestätigt. Jedoch ist bekannt,

dass die Anwendung im Fall

des SARS-Virus von 2002 zu

Erfolgen geführt hat.

Ozon bildet sich überall dort,

wo durch Energiezufuhr der

normale Sauerstoff der Luft

(O2) in einzelne Atome (O) zerlegt

wird, die sich dann mit

jeweils einem Molekül des Luft-

Sauerstoffs zu einem Ozon-

Molekül (O3) verbinden können.

Es hat nicht lange Be -

stand, sondern zerfällt schon in

Antonia Zugna-Bley präsentiert den Ozon-Generator

Foto: Krohn

kurzer Zeit wieder zu normalem

Sauerstoff. Diese Unbestän dig -

keit ist die Folge der besonderen

Reaktionsfreudigkeit und

Aggressivität, mit der das Ozon

Verbindungen mit anderen

Stoffen eingeht.

Die Reaktionsfreudigkeit nutzt

der Ozongenerator in den

Taxis, um Gerüche, Bakterien

und Viren zu zerstören, bevor

es wieder zu normalem Sauer -

stoff zerfällt. Und zwar innerhalb

von einer Viertelstunde.

Der stechende Geruch direkt

nach der Behandlung rührt von

den Zerfallsprodukten her, verfliegt

aber nach wenigen

Minuten, sodass der Fahrgast in

ein Taxi steigt, das im besten

Fall nach einem neuen

Fahrzeug riecht und nicht nach

Desinfek tions mitteln.

Übrigens: Wer sein Privat fahr -

zeug mit dem Ozonge ne rator

desinfizieren will, kann sich

beim Taxenanruf Blankenese

nach einem Termin dafür er -

kundigen. Auch das Autohaus

Elbgemeinden in Schenefeld

bietet diesen Ser vice an.

Taxenanruf Blankenese e.V.

Erik-Blumenfeld-Platz 5

Tel.: 86 06 02

www.taxiblankenese.de

Altona: Entbindungen

ohne Infektionsrisiko

Infoabende für werdende

Eltern sind aufgrund der

aktuellen COVID-19-Si tu -

ation derzeit nicht möglich.

Chefarzt Prof. Dr. Volker

Ragosch hat daher ein

kurzes Video als Al -

ternative für den El -

terninfor ma tionsabend

erstellt, das

interessierte Eltern

auf der Website des

Peri na tal zentrums der

Asklepios Klinik Alto -

na anschauen können.

„Werdende Mütter haben gerade

in der aktuellen Situation das

Bedürfnis, sich genau zu informieren.

Dem wollen wir mit

unserem Angebot Rech nung

tragen“, sagt Prof. Dr. Volker

Ra gosch. Viele Schwan gere

sind durch die Corona-Krise

verunsichert und fürchten, sich

bei der Entbindung womöglich

anzustecken. Verständlich aber

zu Unrecht, findet Prof. Ra -

gosch: „Geburtshilfliche Klini -

ken achten grund -

sätzlich auf einen

Infektionsschutz.

Bei uns in Altona

haben wir zusätzlich

den Vorteil,

dass unser Perina -

tal zentrum in einem

ganz anderen Geb -

äu de liegt als die

übrige Klinik, so kann es gar

nicht zu einem Kontakt mit in -

fizierten Patienten kommen.“

Asklepios Klinik Altona

Paul-Ehrlich-Straße 1

Tel.: 18 18 81 - 17 11

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10 • DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020 Wirtschaft

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Der eigene Garten: das

private Naherholungsgebiet

Für Erholung und Ent span -

nung ist momentan nichts

naheliegender als der eigene

Garten bzw. die eigene

Terrasse. Doch die verdichtete

Bauweise und der Trend zu

immer größeren Fenstern stellen

heutzutage neue Heraus for -

derungen an Architektur und

Gartengestaltung.

Ein Sichtschutz kann hierfür

die optimale Lösung darstellen:

Er ist höher angelegt, schmückt

als architektonisches Design -

element, dient gleichzeitig als

Wind- und Lärmschutz und

lässt seine Besitzer behaglich

die Privatsphäre genießen.

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sprechende und langlebige

Sicht schutz-Lösungen mit

durch dachtem Zusatznutzen

sowie besonderen Materialien.

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auch ein Sichtschutz das eigene

Grundstück funktional und

ästhetisch auf. Für die individuelle

Note rund um Haus und

Garten gibt es abwechslungsreiche

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tungsmöglichkeiten bis zur

fachgerechten Montage mit

Zäunen und Toren. Vereinbaren

Sie direkt Ihren unverbindlichen

Beratungstermin. Sie er -

halten einen ersten Überblick

über das Sortiment auf der

Website oder telefonisch. Eine

persönliche Beratung „über den

Gartenzaun“ oder bei Ihnen vor

Ort ist ab sofort auch wieder

möglich. Wir freuen uns auf

Ihren Anruf!

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Wedeler Landstraße 81

Tel.: 81 97 65 17

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Familienbildung

jetzt auch online!

Die Evangelische Familien -

bildung hat wie geplant

ihre neuen Räume im Müh -

lenberger Weg bezogen und

richten sich trotz Coro -

nakrise ein…

Als Ersatzprogramm startet

die Familienbildung jetzt nach

Ostern Online-Kurse. Dies wird

nach und nach folgende Be -

reiche umfassen:

Yoga (Schwangerenyoga, Rück -

bildungsyoga und Yoga für alle)

Babymassage, Gesprächskreise

mit Vortragsinput mit einer

Babylab-Expertin/(Gründer

Jesper Juul) und Babygruppen

mit Spielan ge bo ten, Liedern,

Infos und Aus tausch zum je -

weiligen Ent wick lungsstand

(an die DELFI-Gruppen angelehnt)

Außerdem plant die „FaBi’ die

Möglichkeit einer kostenlosen

telefonischen Beratung mit der

Eltern-Kind-Leitung.

Näheres, auch zum Anmelde -

ver fahren, erfahren Interes sier -

te unter fbs-blankenese.de/

programm.

Blankenese

Kunstmeile

geht weiter

Die Kunstmeile ist trotz

Corona-Beschränkungen,

für die Geschäftsinhaber,

Kunden und Besucher eine

Bereicherung und lenkt

zumindest für einige Zeit

von den Sorgen und

Ängsten ab. Für die Künstler ist

die Kunst meile ein Segen, weil

alle aktuellen und zukünftigen

Ausstel lungen abgesagt oder

ausgesetzt wurden. Viele Kunst -

liebhaber haben sich bereits

ihre auserwählten Kunst werke

gesichert und un terstützen die

Künstler damit nicht nur finanziell,

sondern auch mit viel Lob

und Moti vation.

Aufgrund der Sondersituation

und der wunderbaren Resonanz

werden fast alle Geschäfts in ha -

ber und Künstler die Blan ke -

neser Kunstmeile bis zum 24.

Mai verlängern.

Einfach zum Wohlfühlen

Terrassendächer von Nelson Park jetzt ohne Montagekosten | PR

„Wir haben einen wunderschönen

Garten, hatten

aber viel zu selten die

Gelegenheit, ihn auf der

Terrasse sitzend zu genießen“,

erzählt Frau Stein -

metz, die in einem kleinen

Dorf in Ostholstein lebt. „Ent-

weder regnet es oder es ist windig.

Auch abends kann man

hier selten draußen sein.“ Das

ist jetzt anders: „Der Ent -

schluss, unsere Terrasse überdachen

zu lassen, war eine der

besten Ideen der letzten Jahre“,

freut sie sich.

Die Firma Nelson Park Terras -

sendächer wurde beauftragt,

ein Terrassendach mit Ganz -

glas schiebeelementen zu bau -

en. Das moderne, schlichte De -

sign und die großen Glasele -

mente sorgen für einen unverbauten

Blick in den Garten. Je

nach Wetterlage können die

Glaselemente auf- und zugeschoben

werden.

Problemlos könnte sich die

Überdachung zu einem Kalt -

wintergarten erweitern lassen,

der eine interessante und preisgünstige

Alternative zum

Warm wintergarten ist. Anders

als dieser ist er weder beheizt

noch isoliert. Vor allem bei

südlich gelegenen Kaltwinter -

gärten kann aber die natürliche

Sonneneinstrahlung optimal

genutzt werden. Er ist ein idealer

Aufenthaltsort für Pflanzen,

Es geht wieder los! Schön,

dass auch Friseure demnächst

wieder schneiden

dürfen, denn manch‘ einer

hat vielleicht schon

Schwierigkeiten unter der

Haar pracht hindurch zu sehen...

Das Wuschelkopf-Team um Fri -

seurmeister Frank Steffens

nimmt ab sofort Terminan -

fragen an und ab Montag, dem

4. Mai stehen auch Anja Will,

Teresa Brandt und Liane

Hartwigsen für Ihre Wünsche

rund um Ihre Frisur bereit.

Der Friseur mit dem ungewöhnlichen

Namen feierte im

Oktober 2019 sein 30-jähriges

Jubiläum. Vor dreieinhalb Jah -

ren eröffnete der Salon in

Rissen, zuvor war Wuschelkopf

27 Jahre am Bäckerplatz in

Sülldorf.

Wer sich jetzt einen Termin

sichern möchte, schreibe seinen

Wunschtermin mit Angabe der

eigenen Telefonnummer und

die den Winter im Norden nicht

überleben würden.

Eine Markise bietet bei zu

großer Sonneneinstrahlung ausreichend

Schatten. Die in die

Profile eingebauten LED-Licht -

leisten beleuchten die Terrasse

in den Abendstunden mit

einem angenehmen und in der

Helligkeit abstufbaren Licht.

„Seit wir unser Terrassendach

haben, ist der Raum für Er ho -

lung und gemütliches Beisam -

mensein unsere Terrasse. Vom

Frühjahr bis in den Herbst verbringen

wir hier unzählige

Stunden“, verrät die begeisterte

Ostholsteinerin. „Mit viel Er -

fahrung und Expertenwissen

haben die Mitarbeiter von

Nelson Park Terrassendächer

die Planung, Gestaltung und

den Bau ausgeführt.“

Seit Montag steht Ihnen unser

Showroom wieder wie gewohnt

zur Verfügung. Wir freuen uns

über Ihren Besuch. In unserem

Showroom im Osterbrooksweg

finden Sie aktuelle Neuwagen

und eine große Auswahl an

Jahreswagen und Gebrauchten.

Schauen Sie sich gern um. Wir

beraten Sie ab sofort gerne

wieder persönlich!

Eine stabile Gesundheit steht

bei uns nach wie vor an erster

Stelle. Selbstverständlich halten

wir uns daher an die geltenden

Hygieneregeln und bitten

Sie, diese ebenfalls zu

beherzigen.

Wir kommen Ihnen auch weiterhin

gerne entgegen: So bringen

wir Ihnen Ihr Wunsch -

fahrzeug zum Probefahren gern

vorbei und holen das Fahrzeug

auch wieder ab. Eine kontaktlose

Abwicklung Ihres Autokaufs

ist ebenfalls möglich. Sprechen

Sie uns an!

Auch die Renault Werkstatt

und der Service für Honda und

Dacia steht Ihnen wie gewohnt

Langhaarzeit ist vorbei!

Jetzt wieder Friseur-Termine vereinbaren | PR

beim wem Sie den Termin

gerne haben möchten per E-

Mail an info@wuschelkopfhamburg.de,

oder rufen Sie an.

Sie erhalten dann prompt eine

Rückmeldung zu Ihrem

Wunsch.

Bitte beachten Sie, dass es

durch Vorgaben der Behörden

zu Einschränkungen bei der

Ein besonderer Vorteil einer

Überdachung ist, dass die

Terrasse immer fertig ist:

Polsterauflagen, Tischdecken,

Kerzen und andere Dekora -

tionen können einfach bleiben

wo sie sind. Selbst im Winter

muss nichts weggeräumt und

verstaut werden. Die Glas kon -

struktion sorgt dafür, dass die

sich an die Terrasse an- schlie -

ßenden Räume nicht verdunkelt

werden.

Interessiert? In einer Frühlings -

aktion berechnet Nelson Park

Terrassendächer zur Zeit keine

Montagekosten.

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Willkommen im Showroom

Autohaus Elbgemeinden öffnet nach Zwangspause wieder | PR

zur Verfügung. So können Sie

ganz beruhigt Ihren Reifen -

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maanlage an. Ozon beseitigt

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Oserbrooksweg 89

Tel.: 83 93 98-0

autohaus-elbgemeinden.de

Frank Steffens, Teresa Brandt, Liane Hartwigsen und Anja Will

freuen sich auf frische Frisuren

Foto: PR

Terminvergabe und bei der

Behandlung kommen kann.

Wir bitten schon jetzt um

Verständnis.

Friseur Wuschelkopf

Wedeler Landstraße 48

Tel.: 87 43 40/

(01 72) 5 45 03 96

wuschelkopf-hamburg.de


Termine DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020 • 11

Ausgewählte Termine der Elbvororte – weitere aktuell auf www.dorfstadt.de/elbvororte-events

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Ein kurzes Vergnügen...

Elbmarschenhaus präsentiert Artikelreihe zur Schachbrettblume | PR

Jedes Jahr im April findet

auf den Wiesen in Het lin -

gen vor dem Sommerdeich

das Schachblumenfest statt.

100.000 Blüten erwarten

die Gäste mit einem pinkfarbenen

romantischen Blüten -

meer. Das Fest wird ausgerichtet

von der Arbeits gemein -

schaft Umweltschutz Haseldor -

fer Marsch e.V. (ARGE) in Zu -

sammenarbeit mit der Inte -

grierten Station Unterelbe im

Elbmarschenhaus in Haseldorf.

In diesem Jahr muss es leider

ausfallen, aber wir möchten Sie

mit einer Artikelreihe über die

Schachblume entschädigen:

HETLINGEN

Teil 1: Die Schachblume

(Fritilaria meleagris) –

Diva mit vielen Namen

Im April haben wir im Prinzip

keine andere Wahl, als uns mit

dem Perlhuhnfleckigen Wür fel -

becher zu befassen. Im englischsprachigen

Raum wird

diese Art auch als Schlan gen -

kopf (snake’s head) oder Lepra-

Lilie (leper lily) bezeichnet.

Noch vor 60 Jahren kam sie

millionenfach auf den feuchten

und extensiv genutzten Wiesen

der Elbmarschen vor. Sie wurde

damals körbeweise gepflückt

und in Hamburg auf Märkten

verkauft. Heutzutage ist die

Reettulpe - unsere Pflanze hat

viele Namen - vom Aussterben

bedroht und darf nicht ge -

pflückt werden.

Grund ist in erster Linie die

Ver änderung ihres Lebens rau -

mes durch Ausbleiben des

Hoch wassers, zu frühe Mahd,

zu starke Beweidung und in tensive

Düngung. Denn das Kie bitz -

ei ist eine empfindliche Diva!

Sie können sich wahrscheinlich

denken, dass es hier um die

Schachblume, auch Schach -

brett blume genannt, geht. Die

Schachblume fasziniert uns mit

dem leichten und grazilen

Auftreten ihrer wunderschönen

Blüten. Dieses Schauspiel ist

uns nur ca. zwei Wochen im

Jahr vergönnt. Einen Großteil

ihres Lebens verbringt unser

Star, der zur Pflanzenfamilie der

Liliengewächse gehört, näm lich

als Zwiebel im Erd reich.

Ihre Zwiebel ruht ca. 8 Monate

in der Erde. Im zweiten Jahr

wächst ein einziges Blatt

empor. Von dieser Anstrengung

muss sich unsere Diva erst einmal

weitere 8 Monate erholen,

um im dritten Jahr wieder nur

Stängel und Blätter zu bilden.

Doch dieses komplizierte, oft

sogar nicht einmal vorhersagbare

Verhalten verzeihen wir

ihr vollständig, wenn sie uns

im vierten Jahr mit ihren

glockenförmigen pink-karierten

Blüten überrascht. Dann

liegen wir ihr zu Füßen!

Ca. 1 bis 30 Prozent der Blüten

der Schachblume sind nicht

rötlich - sondern weiß. Die

Gründe dafür sind unbekannt.

Das Liliengewächs kann bis zu

25 Jahre alt werden und verhält

sich nicht immer lehrbuchgerecht.

Mal blüht sie, mal blüht

sie nicht.

Auf den feuchten Wiesen, die

die ARGE gepachtet hat und die

durch einen örtlichen Landwirt

extensiv genutzt werden,

wächst die Reettulpe in großer

Zahl. Unsere vielnamige Diva

hat bisher aber noch nicht verraten,

wann sie in diesem Jahr

ihren fulminanten Auftritt hinlegen

wird. Meist ist es Mitte/

Ende April soweit. Das wissen

wir aber erst 14 Tage vorher. In

dieser Artikelreihe erfahren Sie,

wann es soweit ist...

Hier lesen Sie weiter:

www.dorfstadt.de

www.elbmarschenhaus.de

Foto: LLUR

Die letzten Störche reisen an

Besenderte Störche können jetzt live im Internet verfolgt werden | PR

Weißstörche sind echte

Früh lingsboten und ihre

Ankunft in Norddeutsch -

land wird jedes Jahr von

vielen Hamburgern freudig

erwartet. Während in diesem

Jahr die ersten Störche

schon im Februar in ihren Ne -

stern gelandet sind und bereits

mit dem Brutgeschäft begonnen

haben, befinden sich andere

noch auf dem Rückflug aus

ihrem Winterquartier in Afrika.

Die lange Reise dieser späten

Heimkehrer können Storchen -

fans live im Internet unter

NABU-Hamburg.de/stoerche

mitverfolgen. Möglich macht

ELBVORORTE

dies das neue Besende rungs -

projekt des NABU Hamburg.

Dabei wurden im vergangenen

Jahr sechs Hamburger Weiß -

störche mit Sendern versehen,

um mehr über ihre Zugrouten,

Lebensräume und bevorzugten

Nahrungsflächen zu erfahren.

Die Störche „Jürgen“ und „Om -

be ni“ überfliegen gerade Osteu -

ropa und werden in den nächsten

Tagen Hamburg erreichen.

Dort angekommen, lässt sich

auch verfolgen, wo sie brüten

und in welchen Gebieten sie

ihre Nahrung suchen. Übrigens:

Für drei der besenderten

Störche werden noch Namen

Foto: NABU/Scharping

gesucht. Vorschläge nimmt der

NABU an die E-Mailadresse

info@NABU-Hamburg.de entgegen.

Und wer zudem einen Blick in

ein Storchennest werfen und

die Aufzucht der Jungtiere mitverfolgen

möchte, kann dies

unter NABU-Hamburg.de/

storchen-webcam tun. Beide

Internetangebote des NABU

Hamburg bieten tolle Natur -

beobachtungen, die auch ge -

mütlich vom Wohnzimmer aus

möglich sind und in Zeiten von

Corona ein wenig Abwechslung

versprechen.

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12 • DorfStadt-Zeitung 06/2020 • 23.04.2020

Im Gespräch

Kaum Platz auf Hamburgs schönstem Spazierweg

Elbufer: Grüne fordern Trennung von Rad- und Fußgängerverkehr – auch die Beleuchtung soll besser werden | Piet Kornberger

In diesen Tagen lädt das

schöne Wetter geradezu

dazu ein, am Elbufer spazieren

zu gehen. Doch die

Corona-Pandemie macht

den Hamburgern zurzeit

einen Strich durch die

Rechnung. Es ist zu hoffen,

dass sich die Situation in den

nächsten Wochen bessert - und

dann dürfte man wieder scharenweise

Radler, Jogger und

Spa ziergänger treffen, die sich

am Elbufer zwischen Oevel gön -

ne und Blan kenese tummeln.

Im Zusammenhang mit der

geplanten Sanierung der Elb -

chaussee fordern die Altonaer

Grü nen jetzt, auch den Elbufer -

weg zwischen Teufelsbrück und

Nienstedten auszubauen und

den Fahrrad- vom Fußgän ger -

verkehr zu trennen. Holger

Sülberg, Altonaer Grünen-

Abgeordneter und Verkehrs -

experte, beruft sich dabei auf

das Bürgerbeteili gungs -

ver fah ren zur Elbchaussee.

„Die Leute wollen, dass

nicht nur die Straße, sondern

auch das Elb ufer radtechnisch

ausgebaut wird“,

sagt er. Für den entsprechenden

Abschnitt (ungefähr vom

Jenisch- bis zum Hirsch park)

fordern die Grünen eine Wege -

trennung mittels „taktiler Leit -

ele mente“ (erhabene Boden -

mar kierungen), damit Radler

künftig nicht nur auf der Elb -

chaussee, sondern auch entlang

ELBVORORTE

der Strecke am Wasser zügig

vorankommen.

Der Elbuferweg ist Teil des

Internationalen Radwander -

wegs D10, der als eine der

beliebtesten Fahrradstrecken

Deutschlands und Europas gilt.

Für solche sogenannten Rad -

fern wege empfiehlt der Allge -

meine Deutsche Fahrradclub

(ADFC) eine Mindestbreite von

zwei Metern sowie eine „durchgängige

und einheitliche Weg -

wei sung in beiden Richtungen“.

Davon ist am Elbufer wenig zu

sehen: An vielen Stellen ist der

Weg gar nicht befestigt und

von Wurzelwerk durchzogen,

an anderen haben sich Pfützen

gebildet, Bäume stehen im

Weg. Auf der gesamten Strecke

müssen sich Radler und Fuß -

gän ger den spärlichen Platz teilen.

Zwar existieren auch

einige

gut ausgebaute

Abschnitte - wie etwa

westlich von Teufels brück, wo

teilweise auf sieben Metern

Breite asphaltiert wurde - doch

dies ist die

Ausnahme.

Radweg -

weiser

muss man ebenfalls

mit der Lupe suchen.

Peter Haider, Seniorchef des

Restaurants „Dill sin Döns“ am

Elbuferweg, erlebt den Ansturm

der Massen jedes Jahr aufs

Neue: „Sobald es etwas wärmer

Oben: moderne Laternen zwischen Neumühlen

und dem Hirschpark. Links: Zwar breit genug -

aber bei Regenwetter schlecht zu beradeln: der

Elbuferweg bei Nienstedten.

Fotos: Kornberger

wird, ist dieser Weg schwarz

von Menschen, insbesondere

abends und am Wochenende“,

sagt er. Ein großes Problem

seien Kinder und Hunde, die oft

kreuz und quer durch die

Gegend liefen. „Das ist manchmal

ganz schön chaotisch“, sagt

Haider. „Für eine räumliche

Trennung ist meiner Meinung

nach zu wenig Platz. Wenn die

Leute ein bisschen Rück sicht

aufeinander nehmen, dann

funktioniert das hier auch!“

Ein weiteres Thema, dass der

Politik unter den Nägeln

brennt, ist die vielerorts immer

noch fehlende Beleuchtung: So

gibt es etwa zwischen Elb -

schloß straße (Nienstedten) und

dem Jollenhafen Mühlenberg

(Hirschpark) keine Laternen.

Auch westlich des Leuchtturms

Wittenbergen (bis Landes grenze)

fehlen sie. „Der Elb ufer wan der -

weg von Hamburg bis weit über

Wedel hinaus bietet nicht nur

den Berufstätigen oder den

Sportlern eine tolle Strecke am

Wasser“, sagt Johann-Heinrich

Riekers, Ortsvorsitzender der

CDU Blankenese und selbst

begeisterter Jogger. Gerade im

Frühjahr oder im Herbst werde

es schnell dunkel. „Als Rad fah -

rer, Jogger oder als Spazier -

gänger fühlt man sich unwohl

und läuft Gefahr, über Wurzeln

zu stolpern“, so Riekers. Bereits

2008 habe die Bezirksver -

samm lung beschlossen, die

Beleuchtung am Elbufer zu verbessern

- dies sei jedoch aus

Geldmangel nur teilweise um -

gesetzt worden.

Nach Auskunft des Bezirksamts

Altona wurden zuletzt im Jahr

2013 knapp 50 neue Leuchten

„mit rotationssymmetrischen

Be leuchtungsköpfen und LED-

Technik“ aufgestellt. Diese be -

finden sich zwischen Neumüh -

len/Oevelgönne und dem

Hirschpark. Inklusive einiger

Zuwege, die ebenfalls elektrifiziert

wurden, hat die Verwal -

tung dafür 430.000 Euro aus-

CDU-Politiker Riekers

gegeben. Nun soll es damit

weitergehen: „Im nächsten

Bauabschnitt werden aus EU-

Mitteln im April/Mai 2020

zwischen Elbschloßstraße und

Jakobstreppe einschließlich der

Erneuerung der Beleuchtung

des Elbschloßtunnels voraussichtlich

insgesamt 200.000

Euro umgesetzt“, sagt Bezirks -

amts sprecherin Sabine Nolte.

Zuzüglich der Tunnelbe leuch -

tung würden insgesamt 15

neue Leuchten aufgestellt werden.

„Mittelfristig ist vorbehaltlich

zur Verfügung stehender

Haushaltsmittel vorgesehen,

auch die dann noch verbleibenden

Abschnitte von der Ja kobs -

treppe bis Mühlenberg/Blanke -

nese und den Abschnitt westlich

von Wittenbergen, soweit dies im

Einklang mit naturschutzrechtlichen

Anforder un gen möglich ist,

zu beleuchten", so Nolte.

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