23.04.2020 Aufrufe

Unser Land - Unsere Energie 2010

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

MAGAZ I N

FÜR DIE EUROPA R E G ION TIROL

Nr. 8 - September 2010

Poste Italiane S.P.A. - Spedizione

A.P. - 70% - CNS Bolzano

Einzelnummer 2¤

Unzustellbare Exemplare bitte an den

Absender retournieren. Der Absender

verpflichtet sich, die Portospesen für

die Rücksendung zu tragen.

www.mediaradius.it

Unser Land

Unsere Energie

Grün & umweltfreundlich

Wasser, Sonne, Holz, Geothermie, Wind

Energieträger Wasserstoff

Wasserkraft in Südtirol

Grüne Energie und Politik

Klimaenergy in Bozen


www.greenenergy.bz.it

Grüner Strom

aus Südtirol für Südtirol.

Der Apfel als Energieträger?

Was noch nicht ist, kann ja noch werden! Aber für bestehende

erneuerbare Energiesysteme, wie Wasser-, Solar-, Wind-,

sowie Erdwärme-, Biogas- und Biomasse Anlagen bieten wir

All Risks Versicherungen inklusive der Betriebsunterbrechung.

Grüne Energie. Der Strom der SEL.

Mit dem RECS-Zertifi kat garantiert die SEL

Strom aus reiner Südtiroler Wasserkraft.

blauhaus.it

BOZEN – MILANO – INNSBRUCK

www.sel.bz.it

Bozen - Bolzano

Esperantostr. 1 Via Esperanto

Tel. +39 0471 06 99 00

Fax +39 0471 06 99 11

info@assiconsult.com

office Milano

Via Soperga 2

Tel. +39 02 67 49 33 13

Fax +39 02 67 19 93 56

info.milano@assiconsult.com

office innSBRUcK

Boznerplatz 1

Tel. +43 512 58 26 95

Fax +43 512 58 34 77

info.innsbruck@assiconsult.com

W W W. A S S I C O N S U LT. C O M


Absende retournieren. Der Absender

verpflichtet sich, die Portospesen für

die Rücksendung zu tragen.

www.mediaradius.it

M AG AZ IN FÜR DIE EUROPAREGION TIROL

Nr. 8 - September 2010

Poste Italiane S.P.A. - Spedizione

A.P. - 70% - CNS Bolzano

Einzelnummer 2¤

Unzuste lbare Exemplare bitte an den

Editorial

Unser Land

Unsere Energie

Grün & umweltfreundlich

Wasser, Sonne, Holz, Geothermie, Wind

Impressum

Wasserkraft in Südtirol

Grüne Energie und Politik

Energieträger Wasserstoff Klimaenergy in Bozen

Herausgeber: Athesiadruck GmbH,

Bozen, Eintrag. LG Bozen Nr. 26/01,

am 27.11.2001

Verantwortlicher Schriftleiter:

Armin Mair

Verantwortlicher Projektleiter:

Franz Wimmer

Produktion/Redaktion:

Barbara Weissensteiner

Redaktion: Claudia Schwarze,

Nicole D. Steiner, Claire Schöne,

Eva Kaufmann

Anzeigenverkauf: Gerti Morandell

Verwaltung: Kapuzinergasse 5, 39100

Bozen, Tel. 0471 977 824

Fotos: Dolomiten Archiv, Helmuth Rier,

LPA, En-Co, Foto Lücker, Hertha Hurnaus,

Geoliving Energie, MgM Energie,

ETH-Studio Monte Rosa/Tonatiuh Ambrosetti,

verschiedene Privat- und Online-

Archive sowie Verkaufsunterlagen.

Konzept und Abwicklung:

King Laurin GmbH, Eppan

Grafik-Layout:

Georg Hochkofler

Lektorat:

Ulrike Schwarz

Übersetzung:

Protext, www.protext.bz.it

Produktion:

Athesiadruck Bozen

Vertrieb: Als „Dolomiten“ –Beilage

und im Postversand

Durchschnittliche Auflage:

30.000 St.

Preis: Einzelpreis 2 Euro,

A+D: 2,50 Euro

Die Redaktion übernimmt

keinerlei Haftung für die Inhalte

der Werbeseiten, PR-Seiten und

der angeführten Webseiten.

14

Energie im Verbund

Noch ist es eine Vision: Die Neuorganisation

der Stromverteilung in Südtirol durch

Übernahme der 80.000 ENEL-Zählerstellen

und die Bürger als Mitinhaber

der Wertschöpfungskette aus der

Energieproduktion.

A k t uell

06 Energie in Südtirol

08 Der lange Weg

10 Südtirols Klima – Strategie

14 Energie im Verbund

32 Energie-Unabhängigkeit

durch Biogas

34 Energiequelle Sonne

44 Bekenntnis zum Solarstrom

47 Die Roadmap

„Erneuerbare Energien“

66 Biomasse als Energieträger

67 Geothermie in Südtirol

80 Richtig heizen mit Pellets

84 Wasserstoff und E – Mobilität

Alternative Antriebe

Im folgenden Artikel der auto motor und

sport Sonderausgabe Eco drive zeichnet

Bernd Ostmann ein interessantes Bild der

derzeitigen Situation von alternativen

Antrieben bei Kraftfahrzeugen und wiegt

Vor- und Nachteile dieser ab.

32 44

67

Unabhängigkeit durch Biogas

Würde man das Biogaspotential Südtirols

voll ausschöpfen, könnte man damit den

Energiebedarf der gesamten öffentlichen

Beleuchtung Südtirols decken, was

zwei Prozent des gesamten Südtiroler

Stromverbrauchs entspricht.

Projek te

20 TEW - Sand in Taufers

22 Pumpspeicherwerk in Südtirol

24 Das E-Werk, Mühlbach

26 Kraftwerk Planeil, Mals

28 E-Werk Eisack Nord, Gossensass

60 Energiewirtschaft in Prad

61 Energiebündel Sand in Taufers

64 Energieautarke Gemeinde, Mals

R ubriken

83 Mobilität: Alternative Antriebe

87 Portrait: Georg Wunderer

88 Bunte Meldungen

83

Bekenntnis zum Solarstrom

Laut Greenpeace hat Photovoltaik das

Zeug zur Energiequelle Nummer eins. Vor

drei Jahren hatten Greenpeace und der

Europäische Rat für Erneuerbare Energien

erstmals ein globales Energiekonzept

vorgelegt. Insbesondere den Ausbau der

Photovoltaik hält Greenpeace dabei für

das Mittel der Wahl.

Service

13 Klima Energy Messe, Bozen

22 South Tyrol Energy, Bozen

24 Eisackwerk, Bozen

27 En–co, Ratschings

31 Turbinenbau Troyer, Sterzing

38 Laimer & Co., Bozen

40 Ing. Studio Blasbichler, Feldthurns

41 Plan Team, Bozen

42 Elpo, Bruneck

48 Leitner Solar, Bruneck

50 Energy.dis, Bruneck

52 Salewa – Oberalp, Bozen

54 Würth, Neumarkt

Hans Huber

des Huber Johann

Bruneck · Dietenheimer Straße 21

Mobil 335/206207 · Fax 0474/553433

hans@huber.bz

Geothermie in Südtirol

Und das schon seit über 100 Jahren. Klingt

im ersten Moment etwas überraschend für

den Stiefelstaat, in diesem Falle ist es jedoch

so. Wovon die Rede ist? Von Geothermie

oder einfach Erdwärme. Eine alte Dame

unter den Energielieferanten.

55 Ebner Solartechnik, Eppan

56 Ralos Northern Italy, Meran

58 Helx Energy, Klausen

70 Geoliving, Bozen

71 Erdbau, Meran-Sinich

72 enpro, Grödig

73 EOS, Bozen

74 Gostnerdach, Brixen

75 Baufritz, Meran

76 Holz & Ko, Deutschnofen

77 Gufler Metall, Moos in Passeier

78 Kammerer Tankbau, Kiens

82 Assiconsult, Bozen

Energie ist ein

komplexes Thema

und das gilt

besonders auch

für Südtirol. Zum

einen geht es um

die Produktion Franz Wimmer

in vielfältiger Art

und Weise, zum anderen um die Verteilung.

Wirtschaftspolitische Interessen

gelten für beide Bereiche.

Was die Produktion betrifft, gibt es im

Land mittlerweile eine nie gekannte

Vielfalt. In Sachen „grüne Energie“ ist

Südtirol eine wahre Musterregion in

Europa, wahrscheinlich sogar weltweit:

Energie aus Wasserkraft, Strom

aus Sonnenenergie, Biogas- und Biomasse,

Holzwirtschaft, Windkraft,

Geothermie und nicht zu vergessen

das gesamte Wasserstoff-Projekt.

Kein Wunder, dass der zuständige

Landesrat Michl Laimer Begriffe wie

„Green Korridor“ und „Klimaland-

Südtirol“ mit einem gewissen Stolz

und auch mit Recht in den Mund

nimmt. Und wenn es um das Sparen

geht, kommt ein sehr erfolgreicher

Begriff ebenfalls aus Südtirol - das

KlimaHaus. Das zusammen bringt die

Kompetenz in Bozen, mit der „Klimaenergy“

von 23. bis 25. September,

eine höchst erfolgreiche Messe zu veranstalten.

Ein Besuch lohnt sich auf

alle Fälle!

Franz Wimmer

- ist ein selbstständiges Kalkschutzsystem - er schützt Rohrleitungen,

Wasserinstallationen und Haushaltsgeräte vor Verkalkung und Rost.

- sorgt dafür, dass vorhandene Verkalkungen in Rohrleitungen und Wasserinstallationen aufgelöst werden.

- sorgt für das Verschwinden der Braunfärbung bei eisenhaltigen Wasser.

Ablagerungen in den Wasserleitungen werden gelöst.

- belebt und revitalisiert das biologische zumeist stark geschädigte Leitungswasser

und gibt diesem eine natürliche Magnetisierung zurück.

Er leistet damit einen Beitrag für Ihre Gesundheit und für den Pflanzenwuchs im Haus.

- arbeitet mit starken Permanentmagneten - er verursacht also keine zusätzlichen Energiekosten.

- wird einfach auf die Wasserleitung geschraubt ( kein Werkzeug nötig) -

eine Verkeimung des Wassers ist somit von Anfang an ausgeschlossen.

- vermindert stark den Chlorgeruch in Hallenbäder.


a k t u e l l

a k t u e l l

Art Silicon Valley der erneuerbaren

Energie geworden. Am entgegengesetzten

Ende Südtirols, im Eisack- und

im Pustertal befinden sich die anderen

fünf energieunabhängigen Gemeinden:

Sterzing, Bruneck, Ratschings,

Toblach und Niederdorf. In Kürze werden

weitere dazu kommen.

Fernheizwerk Vöran

Ideale geo-klimatische

Voraussetzungen

Sauber und lokal:

Unsere Energie

„I have a dream“, sagte Martin

Luther King und fast 40 Jahre

sollten vergehen, bis mit

Barack Obama ein Farbiger zum

Präsidenten der USA gewählt

wurde. Auch Südtirol hat einen

Traum.

Einen Traum, der schon in einem

Jahrzehnt Realität sein wird: die

völlige Unabhängigkeit von fossilen

Energiequellen und die dezentralisierte

Energieversorgung und -produktion.

Von den großen Speicherkraftwerken

bis hin zum kleinsten Energieproduzenten,

alle tragen dazu bei, dass Südtirol

als Musterbeispiel in ganz Europa

gilt. Schlagwörter wie Klimaland-Südtirol

und Green Korridor sind längst

keine leeren Slogans mehr!

Die Autonome Provinz Südtirol verfolgt

einen ehrgeizigen Plan, wie Umweltlandesrat

Michl Laimer erklärt: „Bis

2015 werden wir 75 Prozent unseres

Energiebedarfs nachhaltig decken,

im Jahr 2020 werden wir zu hundert

Prozent unabhängig von fossilen Energieträgern

sein.“ Europa gibt sich da

wesentlich bescheidener: bis 2020

zwanzig Prozent der Produktion aus

nachhaltigen Rohstoffen und zwanzig

Prozent Reduzierung der Emissionen.

Solarkraft, Fotovoltaik, Fernwärme,

Wasserkraft, Windkraft, Erdwärme,

Biogas – Südtirol ist nicht nur in Italien,

sondern auch in Europa federführend,

was die Produktion nachhaltiger Energie

betrifft. Schon heute werden 56 Prozent

des Energiebedarfs aus nachhaltigen

Quellen gedeckt. Zehn Südtiroler

Gemeinden sind bereits energieautark.

Autonome und nachhaltige Energie

Prad, Schluderns, Glurns, Mals und

Stilfs befinden sich in unmittelbarer

Nähe des Naturparks Stilfser Joch im

Vinschgau. Aber sie haben noch mehr

gemein: Allesamt decken sie ihren

Energiebedarf zu hundert Prozent aus

eigener dezentralisierter und nachhaltiger

Produktion. Der Strom, den die

Bewohner dieser Gemeinden aus der

Steckdose holen und die Wärme für

die Heizung von Betrieben und Wohnungen

sind vor Ort hergestellt und

entstammen zu hundert Prozent aus

erneuerbaren Quellen.

Modernste Techniken machen sich

Wasserkraft, Sonne, Fernwärme, Biogas,

Windenergie, Hackschnitzel und

Erdwärme zunutze. Das Südtiroler Tal

im Osten von Meran ist damit zu einer

Die Chancen für das Gelingen stehen

gut. Südtirol ist aufgrund seiner geologischen

und klimatischen Verhältnisse

das Eldorado des Do-It-Yourself

in Sachen Energie. Bis zu dreihundert

Sonnentage im Jahr, unzählige Wasserquellen,

landwirtschaftliche Betriebe,

die Viehwirtschaft und Obstanbau

betreiben, ein gesunder, reicher Waldbestand.

Immerhin 42 % der Fläche

sind mit Wald bedeckt. Und nicht zu

vergessen: eine Bevölkerung und ihre

politischen Vertreter, die sich dem

Umweltschutz verschrieben haben

und ein gesundes Umweltbewusstsein

fördern und leben.

Hinzu kommen ein trotz aller Einsparungen

stattlicher Landeshaushalt,

Voraussetzung für zukunftsträchtige

Investitionen und eine gesunde Wirtschaft,

die zum Teil innovativ und in

Leaderposition in eben diesem Bereich

in vielversprechenden Nischenmärkten

tätig ist und Südtirol auch als

Versuchsort für die Anwendung neuer

Techniken benutzt, wie etwa die Leitner

AG, die im Vinschgau die neueste

Generation der von ihr entwickelten

Windräder testete.

Viele kleine Aktionen führen zum Ziel

Dass es nicht gleich die völlige Autarkie

sein muss, die zielführend ist

und wie verzweigt das Umweltengagement

in Südtirol ist, zeigen weitere

Beispiele. Taufers im Ahrntal verfolgt

seit Oktober 2009 das ehrgeizige Ziel,

erste Gemeinde Italiens zu werden, in

der kein Kohlendioxyd mehr ausgestoßen

wird.

Die Landeshauptstadt Bozen will den

vorbildlichen Gemeinden nicht nachstehen

und verfolgt in Zusammenarbeit

mit der EURAC ein weiteres vorbildliches

Projekt: erste Hauptstadt

im Alpenraum mit einer neutralen

Abgasbilanz zu werden. Das heißt,

in Zukunft darf in Bozen nur so viel

Ausstoß an Kohlendioxyd anfallen,

wie das umliegende Territorium auf

natürlichem Weg binden kann.

Wie funktioniert´s?

In dieser Ausgabe des Radius werden

wir nicht nur einige dieser zukunftsträchtigen

Projekte, bzw. Betriebe

und ihre Produkte vorstellen, die im

Energiesektor tätig sind. Wir werden

auch erklären, was es mit den einzelnen

Energieproduktionsarten auf sich

hat und wie es funktioniert. Wussten

Sie zum Beispiel, dass zur Produktion

von Biogas der verwendete Mist und

die Jauche wieder an den Bauern zurückerstattet

werden, der damit wie

eh und je seine Felder damit düngt?

Mit einem großen Vorteil allerdings:

Sie stinken nicht mehr!

6 08/2010

08/2010 7


a k t u e l l

Der lange Weg der

Südtiroler Wasserkraft

Auf keinen anderen Bereich der

Südtiroler Volkswirtschaft trifft

die Aussage „Nichts ist mehr wie

früher“ so präzise zu wie auf die

Südtiroler Wasserkraft.

Im Verlauf von wenigen Jahren haben

sich die Besitzverhältnisse tiefgreifend

geändert. Aus einem Monopoleigentum

in den Händen der zwei

italienischen Großkonzerne Edison

und Enel ist ein Mehrheitseigentum

in den Händen Südtirols geworden.

Das lässt sich am besten mit Zahlen

belegen. Vor dem 11. April 2008 befand

sich die Produktion von Energie

aus Südtiroler Wasserkraft zu

• 47 Prozent in Händen der Enel AG

• 17 Prozent in Händen der Edison AG

• 11 Prozent in Händen der SELE-

DISON AG (davon 42 Prozent Beteiligung

Edison)

• 10 Prozent in Händen von Südtiroler

Konzessionären mit Werken

von 220 bis 3000 kW Leistung

• 7 Prozent in Händen der

Etschwerke AG

• 5 Prozent in Händen von Südtiroler

Konzessionären mit Werken

von mehr als 3000 kW Leistung

• 3 Prozent in Händen von Südtiroler

Konzessionären mit Werken

von weniger als 220 kW Leistung.

Bevor im Jahr 2000 Südtiroler Institutionen

(SEL, SELFIN, Vinschgauer Gemeinden,

Etschwerke) 58 Prozent der

Edison-Kraftwerke Glurns und Kastelbell

als „SELEDISON“ übernahmen,

besaßen Enel und Edison also rund

75 Prozent der Energieproduktion aus

Südtiroler Wasserkraft.

Neue Mehrheiten

Heute, im Herbst 2010, ist die Situation

eine völlig andere: An den zwölf

Großwasserkraftwerken des Enel

(ausgenommen vorerst St. Florian/

Neumarkt) und an den sieben Großwasserkraftwerken

der Edison sowie

an den sieben kleinen Enel-Kraftwerken

besitzt die SEL über ihre Tochtergesellschaften

Hydros GmbH und SE

Hydropower GmbH 60 Prozent der

Anteile, also die klare Mehrheit, weiters

an den vormaligen zwei Großwasserkraftwerken

der Edison von Glurns

und Kastelbell 27 Prozent, während

SELFIN 15, die Etschwerke acht und

die Vinschgauer Gemeinden acht Prozent

besitzen, Edison 42 Prozent.

Das stellt unter dem Gesichtspunkt

der Eigentumsverhältnisse, aber noch

mehr unter jenem der Wertschöpfung

eine tiefgreifende Änderung gegenüber

dem Vorherigen dar. Solange Edison

und Enel die Kraftwerke allein besaßen,

flossen sämtliche Steuern und Erträge

außerhalb unseres Landes, weil die

beiden Unternehmen ihre Steuer- und

Rechtssitze in Rom (Enel) bzw. in Mailand

(Edison) haben. Milliarden Euro

sind auf diese Weise in den vergangenen

Jahrzehnten aus Südtirols Naturressourcen

für Südtirols Volkswirtschaft

unwiederbringlich verloren gegangen.

Zehn Jahre Verhandlungen

Zehn Jahre lang hat die SEL AG sich

bemüht, die Südtiroler Wasserkraft

für unser Land zurückzugewinnen.

Ein erster erfolgreicher Schritt wurde

2000 mit der Gründung der SELEDI-

SON AG gesetzt, wodurch letztlich 58

Prozent der beiden Vinschgauer Edison-Kraftwerke

Glurns und Kastelbell

mehrheitlich in Südtiroler Führung

übergegangen sind.

Dann folgten Jahre der langen Verhandlungen

mit Edison. Verhandelt

wurde in Bozen, in Mailand, in Rom, in

Paris (mit dem Edison-Miteigentümer

EDF (Electricitè de France). In unzähligen

Sitzungen mit den Fachleuten

und Beratern beider Seiten wurden

Verträge von größter finanzieller und

wirtschaftlicher Tragweite ausgearbeitet.

So der Vertrag mit den Teilhabern

der Edison, um über die Gesellschaft

DELMI einen Anteil an diesem Konzern

(rund drei Prozent) zu erwerben

und sich auf diese Weise auch Zugang

zu den höchsten Entscheidungsgremien

und den innersten Kreisen der

Edison zu verschaffen. Das war eine

der wichtigsten Voraussetzungen, um

überhaupt mit Edison ins Gespräch

kommen zu können und die konkrete

Übernahme der Kraftwerke in Südtirol

zu erreichen. Der entsprechende

Vertrag wurde am 11. April 2008 geschlossen.

Damit sicherte sich die SEL

AG 60 Prozent des zukünftigen Eigentums

an den Edison-Kraftwerken, die

inzwischen in die Hydros GmbH eingebracht

wurden.

Eine ähnliche Entwicklung nahmen

die mehrjährigen Verhandlungen mit

dem Energieriesen Enel. Dabei wurde

für die Zeit nach Erteilung der

Konzessionen seitens der Landesregierung

mit diesem Konzern eine

Zusammenarbeit in Aussicht gestellt.

Die SEL hat effektiv zehn der zwölf

Enel-Konzessionen sowie jene für das

Hydros-Kraftwerk von Laas-Martell

gewonnen. Eine Konzession ging an

einen privaten Bewerber; die Konzession

für das große Kraftwerk St. Florian/Neumarkt

ist noch zu vergeben,

aber es ist anzunehmen, dass auch sie

in Südtirol bleiben wird.

Steuern und Gewinne im Land

Nach der Umsetzung dieser Vereinbarung

ergibt sich für Südtirol eine

deutliche Anteilsmehrheit an der im

Land erzeugten Energie aus einheimischer

Wasserkraft. Eine zusätzliche

Folge dieser Operation ist, dass

die Steuern im Land bleiben, denn

die beiden großen Gesellschaften

Hydros GmbH und SE Hydropower

GmbH, die zu 60 Prozent der SEL

gehören, haben ihren Steuersitz in

Südtirol (Bozen). Auch die Erträge,

die von diesen beiden Unternehmen

erwirtschaftet werden, bleiben zu

(mindestens) 60 Prozent in Südtirol.

Das ist eine Entwicklung, die sich noch

vor zehn Jahren niemand auch nur im

Traum vorzustellen gewagt hatte. Es

ist eine phänomenale Verhandlungsleistung

und ein wirtschaftspolitischer

Riesenerfolg.

Was dieser Erfolg in Zahlen wert ist,

hat eine „due diligence“, also eine

Schätzung des Marktwertes der SEL

AG, ergeben. Der Wert des gesamten

SEL-Vermögens im Bereich der Wasserkraft,

des Handels und der Verteilung

von Gas, des Stromhandels, der

Erzeugung von Fernwärme in den eigenen

fünf Werken ist auf etwa 1,3 bis

1,5 Milliarden Euro geschätzt worden.

Das ist, gemessen am Gesellschaftskapital

von 286 Millionen Euro, ungefähr

eine Verfünffachung.

Noch nicht gänzlich abgeschlossen

sind die Verhandlungen über das

Enel-Verteilernetz, welches mit Beginn

2011 zur Gänze von der SEL

übernommen wird.

Vier große Verträge

Es sind also vier große Verträge, welche

die SEL in den letzten Jahren

ausgehandelt und zum positiven Abschluss

gebracht hat:

• der Vertrag DELMI (die SEL erwirbt

zehn Prozent Anteil an

diesem Unternehmen, das zusammen

mit der französischen

EdF die Mehrheit der gesamten

Edison besitzt)

• der Vertrag mit Edison zwecks

mehrheitlicher Übernahme der

sieben großen Wasserkraftwerke

der Edison

• die Abrede mit Enel zwecks

gemeinsamer Führung der zukünftigen

Konzessionen für die

Enel-Kraftwerke in Südtirol mit

SEL-Mehrheit

• der noch zu perfektionierende Vertragsabschluss

mit Enel Distribuzione

zwecks Übernahme des gesamten

Verteilernetzes in Südtirol.

Korrekt und transparent

Hier muss, der Korrektheit halber und

um hintergründigen Polemiken den

Wind aus den Segeln zu nehmen, auch

gesagt werden, dass der Abschluss dieser

Verträge, welche für Südtirol von

enormer wirtschaftlicher und weittragender

energiepolitischer Bedeutung

sind, korrekt und transparent erfolgt

ist. Die Verträge wurden mit der Hilfe,

dem Rat und der ständigen Mitarbeit

von ausgewiesenen Fachleuten in diesem

Bereich und im Vertragswesen

unter Gewährleistung aller Sicherheitsgarantien

abgeschlossen. Auch

was die Beraterkosten anbelangt, sind

alle Vorgaben gemäß Tarifordnung

eingehalten worden. Daher sind Anspielungen

und Vermutungen in diese

Richtung strikt und absolut zurückzuweisen;

sie stellen einen Angriff auf

die berufliche, politische und menschliche

Integrität all jener dar, die sich

seit Jahren dafür einsetzen, dass Südtirol

jene Ressourcen zurückgewinnt,

die ihm moralisch immer gehörten

und die für seine wirtschaftliche Zukunft

strategisch und ökonomisch unentbehrlich

sind: die Energie aus der

einheimischen Wasserkraft.

INFO

SEL AG

Kanonikus-Michael-Gamper-Str. 9

39100 Bozen

Tel. 0471 060 700 - Fax 0471 060 703

info@sel.bz.it - www.sel.bz.it

8 08/2010

08/2010 9


p a g i n i e r u n g

Das Fernheizwerk in Latsch:

Biomasse und Photovoltaik

a k t u e l l

Erdwärme birgt

großes Potenzial

Versorgung sichern ...

... und fossile Energieträger

in Südtirols Energiepolitik

zunehmend ersetzen. Der

Energieverbrauch steigt weltweit

rapide an. Südtirol setzt

indes alles daran, um in Sachen

Energie Unabhängigkeit und

Sicherheit zu garantieren.

Mittlerweile kommen rund 56 %

der in Südtirol produzierten

Energie (ohne Verkehr wohlgemerkt)

aus erneuerbaren Energieträgern,

vornehmlich Wasserkraft, aber auch

Biomasse, Biogas, Solarenergie, Geothermie

und Wind. 44 % werden derzeit

noch aus fossilen Energieträgern

(Erdöl, Erdgas) gewonnen - mit radikal

abnehmender Tendenz.

Unser Ziel in Südtirol ist, die Abhängigkeit

von den fossilen Brennstoffen

nach und nach zu reduzieren und

durch erneuerbare Energieträger zu

ersetzen“, erklärt Landesrat Michl Laimer.

Das Ziel: für Südtirol Unabhängigkeit

und Versorgungssicherheit im

Energiebereich zu garantieren. Gleichermaßen

wichtig sei es, Energie wo

immer möglich einzusparen, sprich

Die Windanlage auf

der Malser Heide

intelligent zu nutzen sowie die Energieeffizienz,

etwa für Maschinen und

Elektrogeräte, deutlich zu verbessern.

An übergeordneter Stelle steht laut

Landesrat Michl Laimer aber der

Umweltfaktor, besonders auch im

Hinblick auf die Wasserkraftwerke.

Südtirols Strom wird zu 100 % aus

Wasserkraft gewonnen und kann sich

deshalb mit Fug und Recht als „grüne

Energie“ bezeichnen. „Wasserkraft ist

nicht nur eine enorme Ressource für

erneuerbare Energie, sondern auch

ein entscheidender Wirtschaftsfaktor,

der dem gesamten Wirtschaftsraum

Südtirol zugute kommt“, so Landesrat

Laimer. „Zum einen geht es darum, die

Wertschöpfung im Lande zu behalten,

zum anderen wollen wir gewährleisten,

dass bei allen neuen Projekten die

Umweltauflagen zu 100 Prozent respektiert

werden.“

Ausbau der Alternativenergie

Der Ausbau und die gegenseitige Vernetzung

der Alternativenergie sind also

oberstes Gebot für die Südtiroler Landesregierung.

In diesem Kontext nehmen

die Fernheizwerke eine besondere Bedeutung

ein, wenn man von nachwachsenden

Energieformen spricht. Biomasse

als Brennstoff hat mehrere Vorteile.

Zum einen als nachwachsender Rohstoff

die lokale Verfügbarkeit, sowie kurze

Transportwege und damit die Stärkung

der heimischen Wirtschaft. Zum anderen

ergibt sich eine komfortable Feuerung in

automatisch beschickten Anlagen. Und

schließlich ist Biomasse in der Tat ungemein

umweltverträglich, da CO 2

-neutral

und vom Preis her günstig im Vergleich

zu herkömmlichen, fossilen Energieträgern.

Die Wertschöpfung bleibt zu 100

% im Land und als Zusatznutzen ergibt

sich ein interessanter Nebenerwerb für

die Landwirtschaft.

Der große Unterschied zur traditionellen

Energieerzeugung ist zum einen

auf der ökologischen Seite zu suchen,

sprich weniger CO 2

-Ausstoß neben einem

hohen Wirkungsgrad, sowie auf

der wirtschaftlichen Seite, da dem

Abnehmer bedeutend weniger Kosten

entstehen.

Größte Fernheizkraftwerke Europas

Südtirol spielt hier eine Vorreiterrolle,

nicht zuletzt deshalb, da durch den

Anschluss von Innichen an das bestehende

Werk in Toblach und das Fernheizwerk

in Bruneck gleich zwei der

größten Fernheizkraftwerke in Europa

entstanden sind. Sämtliche Anlagen in

Südtirol – mittlerweile sind es rund 67

– zeigen, dass Fernwärme äußerst interessant

sein kann, sowohl aus energetischer

wie auch aus wirtschaftlicher

Sicht. Derzeit entspricht die Energieerzeugung

aus nachwachsender Biomasse

rund 19 %, Tendenz steigend.

In der Nähe von bestehenden Gasleitungen

kann der Bau von kombinierten

Hackschnitzel-Methangas-Anlagen

erstrebenswert sein, so wie es die Gemeinde

Bruneck mit ihrem 75-Mega-

Watt-Fernheizwerk vorgemacht hat.

Die sogenannte Alternativenergie wird

in Südtirol bereits sehr ernst genommen,

den Rest übernimmt der zunehmende

Druck auf den Geldbeutel. Es ist keine

Übertreibung zu sagen, dass Südtirol

bereits heute Vorreiter bei der Nutzung

erneuerbarer Energien ist. So hat unser

Land auch im Bereich Sonnenenergie

mit einer Kollektorfläche von 0,38 m²

pro Einwohner einen der höchsten

Durchschnittswerte europaweit. Im nationalen

Vergleich wurde auf den Dächern

Südtirols – gemessen an den Bewohnern

– 14-mal mehr Sonnenkollektorfläche

installiert als in ganz Italien, dank vor

allem einer weitsichtigen Förderungspolitik

in den letzten Jahrzehnten.

Energieeffiziente Altbausanierung

Energie-Südtirol-2050“: Die

Klima-Strategie Südtirols, ausgearbeitet

vom Landesressorts

für Raumordnung, Umwelt und

Energie, wird in Kürze veröffentlicht.

Landesrat Michl Laimer gibt

Antworten auf folgende Fragen.

Wie kann Südtirol seiner Bevölkerung

und Wirtschaft Energie in

nachhaltiger Form bereitstellen? Wie

können Bevölkerung und Wirtschaft

intelligent Energie sparen? Wie kommen

wir am besten weg von der fossilen

Energiequelle Erdöl und hin zu umweltfreundlichen

und möglichst erneuerbaren

Energieformen? Welchen Beitrag

kann das Land zum Klimaschutz

leisten? Wie kann die Energiekrise für

die kulturelle und wirtschaftliche Erneuerung

genutzt werden?

LR Michl Laimer antwortet:

Im Gebäudebereich gibt es sehr viel

zu verbessern. Die Dämmung ist hier

das Um und Auf, die Heizmethode ergibt

sich dann von selbst. Deshalb ist

es – und war es schon immer – ein

Tätigkeitsschwerpunkt des Landesumweltressorts,

die optimale Wärmedämmung

der Gebäude zu forcieren.

„Bei Neubauten sind wir mit unserer

Klimahaus-Initiative bereits bei einem

sehr guten Punkt angelangt, wenn man

bedenkt, dass seit Jänner 2005 per Landesgesetz

der Mindestenergiestandard

eines KlimaHauses C in Südtirol zwingend

vorgeschrieben ist und demnächst

auf KlimaHaus B erhöht wird. Was wir

jetzt noch vehement umsetzen müssen,

ist die energetische Sanierung bei bestehenden

Gebäuden in unserem Land,

welche einen Großteil des gesamten

Hausbestandes ausmachen und teilweise

bis zum Zehnfachen der Energie eines

Klimahauses verbrauchen. Deshalb

haben wir die energieeffiziente Altbausanierung

zu einem Schwerpunktthema

unserer Arbeit gemacht. Derzeit

ist der Zeitpunkt äußerst günstig, energetische

Sanierungen vorzunehmen, da

die Förderanreize äußerst hoch sind:

Zum einen gibt es noch bis Ende dieses

Energie ist eine der wichtigsten Schlüsselfragen

für die Landesentwicklung. Ihre

Verfügbarkeit prägt den Alltag und die

wirtschaftliche Entwicklung. Das Gleichgewicht

zu halten zwischen effizienter

Nutzung naturräumlicher Ressourcen

und notwendiger Schonung der Naturgüter

ist eine große Herausforderung.

Wie wir mit Energie umgehen, hat aber

nicht nur lokale Auswirkungen. Der Klimawandel

zeigt, dass unser Verhalten

globale Wechselwirkungen hat.

Wollen wir die Energieproduktion,

-verteilung und -nutzung nachhaltig gestalten,

ist eine vorausschauende Strategie

notwendig. Dabei ist es besser,

nicht nur auf Zufälle bauen zu wollen.

Denn damit würde man sich der Gefahr

aussetzen, nicht optimale oder gar falsche

Ziele zu verfolgen. Südtirol würde

riskieren, wichtige Entwicklungschancen

für Gesellschaft und Wirtschaft zu

verpassen. Gleichsam würden wir den

künftigen Generationen eine hohe Hypothek

im Bereich Umwelt und Klimaschutz

hinterlassen.

Die nachhaltige Bereitstellung, das

Sparen und die intelligente Nutzung

von Energie sind eine Chance für das

Land. Dabei ist Nachhaltigkeit als eine

ständige Suche zu verstehen, die Ressourcenproduktivität

zu erhöhen und

den Energiebereich zu optimieren.

Dies verlangt aber die Bereitschaft zur

laufenden Innovation. Darin liegt letztlich

die große Chance für unser Land.

Unsere Klimastrategie „Energie-Südtirol-2050“

zeichnet einen gangbaren

Jahres die staatliche Steuerabschreibung

von 55 % auf fünf Jahre, zum anderen

gibt es die Landesbeiträge und

den Kubaturbonus.

Wir wollen Südtirol über die Grenzen

hinaus zu einem Musterland in Sachen

nachhaltiger Energieerzeugung und

technologischem Know-how machen

und so viele Synergien wie möglich

erzeugen, indem wir die lokale Wertschöpfung

steigern und neue, qualifizierte

Arbeitsplätze schaffen.“

Südtirol auf dem Weg zum KlimaLand

Michl Laimer

Weg vor, wie diese Herausforderungen

angenommen werden können. Sie

zeigt auf, wie Südtirol einen Beitrag

zum internationalen Klimaschutz leisten

kann. Und sie beschreibt, wie eine

nachhaltige energetische Zukunft im

Land umgesetzt und für gesellschaftliche,

wirtschaftliche und administrative

Innovationen genutzt werden kann.

Liebe Leser und Leserinnen, seien Sie

gespannt und lassen sich überraschen

von diesem in die Zukunft gerichteten

Leitfaden für die Energiepolitik Südtirols

der nächsten Jahrzehnte!“

10 08/2010

08/2010 11


a k t u e l l

s e r v i c e

Vertrauen ist gut,

Kontrolle ist besser!

Unter den zahlreichen

Komponenten der Gebäudehülle

stellt das Fenster das schwächste

Element dar, sei es im Winter

wegen der Wärmeverluste,

sei es im Sommer wegen der

Überhitzung der Innenräume.

Wer diese Energieverschwendung

vermeiden und die Fenster

austauschen will, kennt auch die

Schwierigkeiten, das für ihn geeignete

Produkt zu finden. Das neue Gütesiegel

„KlimaHaus QualitätsFenster“

schützt die Interessen des Kunden.

An wen soll man sich wenden? Unterschiedliche

Materialien, Farben und

Design reichen als Kriterium nicht aus.

Der Konsument sieht sich mit technischen

und nicht immer verständlichen

Problemen konfrontiert. Zum Beispiel:

Für welche der verschiedensten Typologien

beim Glas soll er sich entscheiden?

Wie soll er sich in diesem Labyrinth

zurechtfinden? Die Suche wird

zudem dadurch erschwert, dass auf

dem Markt sehr viele und leider auch

Produkte zweifelhafter Qualität angeboten

werden. Für ein Produkt wie

das Fenster, das lange halten sollte,

bei dem aber Mängel oder Fehler auftauchen,

bedeutet dies nicht nur einen

ökonomischen Schaden.

Korrekte und vergleichbare Informationen

müssen folglich den Endkunden

erreichen, bevor er sich für ein Produkt

entscheidet und es erwirbt.

Verständliche Informationen

Konsumenten und Endkunden erhalten

von jeher seitens der KlimaHaus-

Agentur klare und leicht verständliche

Informationen, um leichter Entscheidungen

bei komplexen Sachverhalten

wie der Energieeffizienz und dem

Wohnkomfort treffen zu können. Genauso

wie für das Gebäude die Klima-

Haus-Plakette, so wird mit dem neuen

Gütesiegel die Qualität des Fensters

bescheinigt. Es ist eine Hilfe für Kon-

Grundschule Lajen Ried

KlimaHaus Gold

sumenten, aus den verschiedenen Angeboten

und zahllosen Werbungen jene

Produkte auszuwählen, welche für

Effizienz und Qualität stehen.

Eine Garantie für die Konsumenten

Als Entscheidungshilfe hat KlimaHaus

ein Gütesiegel entwickelt, das die Qualität

eines Fensters auf einfache Weise

erklärt. Das Gütesiegel „KlimaHaus

QualitätsFenster“ stellt eine Garantie

für die Konsumenten dar, da es von

der KlimaHaus-Agentur, einer unabhängigen

Stelle, verliehen wird, die

weder projektiert, noch produziert,

noch verkauft.

Das Neue an diesem Gütesiegel für

Fenster ist, dass europaweit zum ersten

Mal neben den hohen technischen

Eigenschaften (Schlagregendichtheit,

Widerstandsfähigkeit gegen Windlast,

Luftdurchlässigkeit, Wärmedurchgangskoeffizient,

Tragfähigkeit von

Sicherheitsvorrichtungen usw.) auch

Mindestanforderungen an das Isolierglas

und den Blindstock gefordert

sind, sowie die fachgerechte Montage

berücksichtigt wird. Der Einbau der

Fenster ist nämlich mitentscheidend

für die Gesamtqualität der Gebäudehülle.

Für sechs unterschiedliche

Wandaufbauten sind Montagelösungen

aufzuzeigen sowie die Problematiken

eines Rollokastens, die Jalousiemontage

oder die Montage bei einer

Innendämmung zu lösen.

Verschiedene Standards

Wie bereits bei den Gebäuden kann

der Bürger auch bei der KlimaHaus-

Produktzertifizierung zwischen verschiedenen

Standards wählen. Die

Produkte erhalten das Qualitätslabel

A, B oder Gold. Das KlimaHaus-Gütesiegel

stellt für Fenster einen Qualitätsstandard

dar, der wesentlich

höher ist als die staatlichen Gesetze

und Vorgaben: in Zusammenhang

mit dem Gütesiegel „KlimaHaus QualitätsFenster“

darüber hinaus eine

doppelt so lange Garantie gewährt

als gesetzlich vorgeschrieben – vier

Jahre anstatt zwei.

Das KlimaHaus-Gütesiegel erhält nur,

wer verschiedene Prüfungen bestanden

hat, die nicht nur das Produkt,

sondern auch die Montage betreffen.

Mithilfe des Labels „KlimaHaus QualitätsFenster“,

das für Komfort, Energieeffizienz

und Klimaschutz steht,

schaffen sich Betriebe am Markt einen

Wettbewerbsvorteil.

Geballte Energie in Bozen

Mit der „Klimaenergy“ wird die

Messe Bozen zur Hochburg der

erneuerbaren Energien.

Vom 23. bis 25. September ist diese

Fachmesse die Kommunikationsplattform

für die wichtigsten Energieakteure

Italiens und versammelt

Entscheidungsträger aus Politik, Verbänden,

Ämtern und Unternehmen.

180 Aussteller aus dem In- und Ausland

präsentieren auf 9000 Quadratmetern

Ausstellungsfläche ihre innovativen

Technologien und Dienstleistungen.

Abgerundet wird das Messeangebot

von Kongressen, Tagungen,

Seminaren und Besichtigungsfahrten,

die allesamt darauf abzielen, Europas

Vorgaben zu erfüllen, nämlich

bis zum Jahr 2020 zwanzig Prozent

des Energiebedarfs mit erneuerbaren

Energien zu decken.

Dank kompetenter Partner wie dem

Ressort für Raumordnung, Umwelt

KLIMAENERGY

23. - 25. September 2010 | Bozen, Italien

3. Internationale Fachmesse für erneuerbare Energien

zur gewerblichen und öffentlichen Nutzung

Do-Fr: 9.00-18.00 | Sa: 9.00-16.00

SPONSOR

PARTNER

2010

www.klima-energy.it

MEDIA

PARTNER

und Energie der Autonomen Provinz

Bozen, dem Institut für erneuerbare

Energien der Europäischen Akademie,

dem Bereich Umwelt&Energie im TIS

innovation park, dem Ökoinstitut Südtirol,

dem Raiffeisen Energieverband

und Legambiente präsentiert Messe

Bozen mit „Klimaenergy“ eine Kombination

aus Ausstellung und Informationsplattform.

Südtirol ist eine der führenden

Regionen Europas im Bereich

der erneuerbaren Energien. Aufgrund

seiner Nähe zum Norden Europas und

der sprachlichen Verwandtschaft zum

Weltmarktführer Deutschland nimmt

der Messestandort Bozen im Bereich

der erneuerbaren Energien eine Brückenfunktion

ein. Messe Bozen, vom

23.-25. September 2010, weitere Infos

unter: www.klima-energy.it

plus

180 Aussteller

Internationaler

Fachkongress

FÜR FACHLEUTE, UNTERNEHMER

UND FUNKTIONÄRE DER ÖFFEN-

TLICHEN HAND

Enertour ®

BESICHTIGUNGSFAHRTEN

ZU LOKALEN ANLAGEN

Klimaenergy

Award

FÜR GEMEINDEN UND

PROVINZEN ITALIENS

Covenant of Mayors

& Climate Alliance

FACHTAGUNG

Online Ticket -50%

12

08/2010

KLE10-22609116-195x142-de.indd 1 10/08/10 10:40


a k t u e l l

a k t u e l l

ein zentrales Projektmanagement bereit

und gewährleistet eine transparente

Projektsteuerung und -kontrolle.

Beispiele für diese Tätigkeit sind der

gemeinsame Einkauf von Zählersystemen,

die Verteilerkonzessionen, das

Erstellen von Energiekonzepten oder

Wirtschaftlichkeitsberechnungen.

143 Mitglieder: Produzenten,

Verteiler, Verkäufer

Raiffeisen Energieverband (REV):

Energie im Verbund

Wie Geschäftsführer Rienzner erklärt,

ist Strom ein äußerst komplexes

Thema. „In Südtirol gibt es derzeit

die Hauptakteure Etschwerke,

SEL, Stadtwerke Brixen und Stadtwerke

Bruneck. Wir betreuen praktisch

alles, was darunter liegt. 143

Produzenten, Verteiler und Verkäufer.

Unser Ziel ist es, den kleinen Betrieben

zu helfen, sich im Dschungel

des Stromsektors zu orientieren.“

Wie komplex der Sektor ist, zeigt

ein Beispiel: Nur 2009 traten knapp

300 neue gesetzliche Regelungen,

die den Energiesektor betreffen, in

Kraft. „Wir veranstalten regelmäßige

Veranstaltungen, auf denen wir

unsere Mitglieder über die wichtigsten

Neuerungen informieren. Es

handelt sich um einen stark geförderten

Markt, der ständigen Anpassungen

unterliegt.“

Strom dort verbrauchen, wo er

produziert wird

Mitglied kann werden, wer erst ein

Projekt verwirklichen will und Hilfe bei

Ansuchen für Konzession oder Wasserableitungen

braucht – aber auch, wer

bereits eine Fotovoltaikanlage gebaut

hat – wer nur Strom für den Eigenbedarf

produzieren oder aber ins Verteilernetz

einleiten möchte.

Der Arbeit des Raiffeisen Energieverbands

liegt das Credo an dezentrale

Wertschöpfungsketten zugrunde.

Der Strom soll dort verbraucht

werden, wo er produziert wird. Oder

umgekehrt. Wo sonst, wenn nicht in

Südtirol!

Noch ist es eine Vision:

Die Neuorganisation der

Stromverteilung in Südtirol

durch Übernahme der 80.000

ENEL-Zählerstellen und die

Bürger als Mitinhaber der

Wertschöpfungskette aus der

Energieproduktion.

Aber vielleicht nicht mehr lange.

Die im genossenschaftlichen

Raiffeisen Energieverband organisierten

Stromproduzenten und -verteiler

decken immerhin schon 25 %

des Südtiroler Energiebedarfs.

Je ein Drittel der 143 Mitglieder des

REV sind Genossenschaften, Private

oder Kapitalbetriebe. Die Größeren darunter

betreiben 4000 Zählerstellen, die

Kleinsten versorgen nur sich selbst, z. B.

über ein privates Wasserkraftwerk oder

eine Fotovoltaikanlage. Geschäftsführer

der Service orientierten Organisation ist

Rudi Rienzner, Obmann ist Georg Wunderer

und das Kompetenzzentrum wird

von Karin Ladurner geleitet.

Leistungen auf drei Ebenen

Die Leistungen sind an den Bedürfnissen

der Mitgliedsbetriebe ausgerichtet

und umfassen ein weites Spektrum.

Unsere Tätigkeit bewegt sich auf drei

Ebenen, damit jedes Mitglied – egal ob

Produzent, Verteiler oder Verkäufer – je

nach seinen persönlichen Anforderungen

davon profitieren kann“, erklärt

Rudi Rienzner. Im Grundservice sind

Kompetenzzentrum, Interessenvertretung,

Informationsdienst, normative

Beratung, Versammlungen und Mitgliederbetreuung

enthalten. Der zweite Bereich

besteht aus maßgeschneiderten

Dienstleistungspaketen wie z. B. der

Verkauf der Stromproduktion, der Einkauf

von Integrationsstrom, Ansuchen

und Verkauf von Grünen Zertifikaten,

Produktionsmeldungen, Verrechnungen

oder Statistiken u. a. m. Die dafür

verrechneten Kosten sind, wie es sich

für einen genossenschaftlich organisierten

Verband gehört, marktkonform,

transparent und vergleichbar.

v.l. Rudi Rienzner und Georg Wunderer

Mit der Raiffeisen-Bank einen starken

Partner im Rücken

Die dritte Säule der Tätigkeit läuft

unter dem Namen Sonderprojekte.

Hier unterstützt der REV die Mitgliedsbetriebe

bei der Planung und

der finanziellen Abwicklung größerer

Gemeinschaftsprojekte, die sich auch

als Verbund an Kraftwerksprojekten

beteiligen können. „Dies ist nicht zuletzt

deshalb möglich“, erklärt Rienzner,

„weil wir mit Raiffeisen eine Bank

im Rücken haben.“ Der Verband stellt

14

08/2010


a k t u e l l

a k t u e l l

NEU

16

Grüne Zertifikate

08/2010

Sie werden von Tradern, an der

Börse oder auch privat gehandelt.

Wer Energie aus erneuerbaren

Energiequellen produziert,

darf sie ausstellen. Wer

hingegen fossile Quellen nutzt,

muss sie erwerben. Die Rede ist

von den Grünen Zertifikaten.

Aber was ist das eigentlich?

Grüne Zertifikate sind eine Förderungsmaßnahme

für die nachhaltige

Produktion von Energie, d. h. die

Energieherstellung aus alternativen

Quellen wie Sonne, Wind, Wasser

oder Biomasse und gleichzeitig ein

Anreiz, aus der fossilen Energieproduktion

auszusteigen. Wer in Italien

Energie nachhaltig herstellt, darf für

je 1000 kWh ins Netz eingespeister

Energie ein Grünes Zertifikat ausstellen.

Der Wert für diese Zertifikate

unterliegt Kursschwankungen und

liegt derzeit bei knapp über 80 Euro.

Ein Zertifikat pro 1000 kWh

eingespeister Energie

Wer nicht nachhaltig Energie produziert,

ist vom Gesetzgeber verpflichtet,

einen bestimmten Prozentsatz Grüner

Zertifikate aufzukaufen. Da mittlerweile

auch diese Produzenten zunehmend in

nachhaltige Energie investieren, sinkt

die Nachfrage nach den Grünen Zertifikaten.

Nicht auf dem freien Markt

abgesetzte Zertifikate werden von der

staatlichen Behörde GSE (Gestore Servizi

Energetici) aufgekauft. Die Regierung

in Rom hat allerdings eine Neuregelung

dieses Systems angekündigt.

Die im Raiffeisen Energieverband

Kompetenz um 360 Grad

Sie ist der erste Ansprechpartner

im Raiffeisen Energieverband

und ist sich dieser

Verantwortung auch bewusst.

Karin Ladurner, verantwortlich

für das Kompetenzzentrum.

Freundlich.

Mit der Materie bewandt. Bemüht,

Antworten auf alle Fragen zu finden.

Und das so schnell wie möglich.

Mitglieder, die ein Problem haben.

Welcher Art auch immer. Praktischer,

finanzieller oder technischer Natur,

rechtliche Fragen, bürokratische Fragen,

Fragen aus EDV und Rechnungswesen.

Anlagenbauer bzw. -betreiber,

solche, die es werden wollen, Nichtund

Noch-Nicht-Mitglieder. Fragen

zum Verkauf der Stromproduktion

bzw. zum Einkauf von Integrationsstrom.

Jeder, wohlgemerkt jeder, der

REV zusammengeschlossenen Stromproduzenten

haben eine durchschnittliche

Produktion von 300.000 bis 20

Millionen kWh. Für sie ist der Handel

mit Grünen Zertifikaten eine wichtige

Einnahmequelle. Grüne Zertifikate ausstellen

kann nur, wer seine produzierte

Energie ins Netz einspeist. Wer nur für

den Eigenbedarf produziert, unterliegt

anderen Förderungsformen.

in Südtirol nachhaltige Energie produziert,

verteilt oder verkauft, ist im

Kompetenzzentrum des REV im Raiffeisengebäude

in Bozen an der richtigen

Adresse.

Mitgliederbetreuung und

Interessensvertretung

Im Kompetenzzentrum

laufen die Verbandstätigkeiten

und

die Dienstleistungen

des REV zusammen.

Zum einen die

direkte Mitgliederbetreuung

und Interessensvertretung,

Grundberatung und

Karin Ladurner

Informationsdienst,

zum anderen konkrete

Hilfeleistungen bei Produktion

und Verteilung von Energie.

Karin Ladurner: „Wir versuchen alle

Fragen innerhalb kürzester Zeit,

das heißt innerhalb eines Tages

zu beantworten.“ Ausführlich und

verständlich. Gerade bei bürokratischen

Problemen setzt sich das

Kompetenzzentrum oft direkt mit den entsprechenden

Behörden in Kontakt, um direkt eine Lösung zu finden.

Information direkt oder über das Forum: www.rev.bz.it

Alle Neuigkeiten im Energiebereich werden in ein Forum

gestellt, zu dem über die Web-Seite vom Raiffeisen Energieverband

jeder Zugriff hat. Es ist aufgeteilt in die Bereiche

Produzenten, Verteiler und Verkäufer. Da diese drei

Bereiche streng getrennt sind, findet jeder die ihn betreffenden

Informationen auf den ersten Blick, ohne unnötig

Zeit zu verlieren.

Karin Ladurner langweilt sich in ihrem Job nie. Der Energiesektor

ist in ständigem Wandel begriffen. Fast täglich gibt

es neue Verordnungen, neue Informationen. Da gilt es am

Ball zu bleiben und sich kontinuierlich auf dem Laufenden

zu halten. Die Informationen für die Beratungstätigkeit werden

entweder direkt beim Gesetzgeber eingeholt, beim GSE

(Gestore Servizi Energetici) oder aus einem Netzwerk von

Experten bezogen, in das der Raiffeisen Energieverband

eingebunden ist. Diesem Netzwerk gehören technische Berater,

der Ingenieur Marco Pascoli aus Trient, die Firma Infosyn,

Raiffeisen und Raiffeisen-Versicherungsverband, die

Firma Syneco, diverse Anlagenhersteller u. a. m. an.

Auf den ersten Blick wirkt der Energiesektor wie ein undurchdringbarer

Dschungel. Es braucht Zeit und Geduld,

um in die Materie hineinzuwachsen. „Für mich ist dieser

ständige Wandel das Faszinierendste an meiner Tätigkeit“,

betont Karin Ladurner. „Immer wieder gibt es Neuerungen,

immer wieder wird, was gestern noch galt, über den Haufen

geworfen.“

Persönlicher Kontakt

Besonderen Wert legt sie bei ihrer Beratungstätigkeit auf

den persönlichen Kontakt. „Die meisten Anlagen unserer

Mitglieder stehen in den Tälern, in der Peripherie. Das ist

ein besonderer Menschenschlag, dem ein herzliches Verhältnis

noch mehr gilt, als vielleicht in der Stadt.“ Hier

treten auch der kooperative Grundgedanke und das Ideal

des Raiffeisenverbandes zutage. „Was dem einzelnen nicht

möglich ist, das vermögen viele“, (Friedrich Wilhelm Raiffeisen,

1818–1888).

Mitglieder: Tendenz steigend

Das Kompetenzzentrum berät die Mitglieder auch über den

richtigen Zeitpunkt zum Verkauf der Grünen Zertifikate und

wickelt über Trader den Verkauf ab für diejenigen, die das

nicht selbst besorgen. Ab 2011 plant das REV auch selbst

als Trader tätig zu werden. Wohlgemerkt: Die Mitglieder

sind nicht verpflichtet, sich an die Empfehlungen des REV

zu halten, bzw. ihre Zertifikate, die ständigen Kursschwankungen

unterliegen, an das REV zu verkaufen. Zur Zeit, so

Ladurner, werden in Südtirol zwischen 20.000 und 30.000

Zertifikate im Jahr abgesetzt.

Die Mitgliederentwicklung seit Gründung des Raiffeisen

Energieverband zeigt, dass der Einsatz sich lohnt. Zum 31.

Dezember 2006 zählte der REV 49 Mitglieder, im Sommer

2010 waren es bereits 143 – Tendenz steigend.

FENSTER FÜR MODERNSTE ANSPRÜCHE.

FENSTER- UND TÜRENSYSTEM TOP 90.

Die perfekte Symbiose aus Wärmedämmung, Technik und Design:

Das Fenster- und Türensystem Top 90 kombiniert hochwertige

Ästhetik mit innovativer Technologie. Große Glasflächen und

minimale Rahmenansichten schaffen schlichte Eleganz, während

energieoptimierte Detaillösungen ausgezeichnete thermische

Werte garantieren.

TOP 90 Nova-line KAB

Kunststoff-Aluminium

Moderne Fensteroptik durch außenseitig kaum sichtbares Flügelprofil

mit großem Glasanteil und hohem Licht- und Energieeinfall

Neue Kunststoff-Profilfarbe Weiß mit satinierter Oberfläche

90 mm Blendrahmenbautiefe mit 6 Wärmedämmkammern

für sehr guten Rahmendämmwert Uf 0,92 W/m 2 K

Mitteldichtungs-Profilsystem mit besten Klassen für Luftund

Schlagregendichtigkeit und geschützten Beschlagsteilen

Ausgezeichnete Wärmedämmung des Fensters

Uw 0,79 W/m 2 K mit serienmäßig 40 mm

Dreifachglas Ug 0,6 W/m 2 K

Optionale außenseitige Aluminiumverblendung

des Blendrahmens für eine umfangreiche Auswahl

in der Farb- und Oberflächengestaltung

FINSTRAL AG: GASTERERWEG 1 . I-39054 UNTERINN AM

RITTEN (BZ) BOZEN . TEL.: 0471 296 611 . FAX: 0471 359 086

E-MAIL: FINSTRAL@FINSTRAL.COM . WWW.FINSTRAL.COM

Uw 0,79

W/m 2 K


p a g i n i e r u n g

a k t u e l l

unterstützen und ihre Eigenständigkeit

zu gewährleisten. Aber nicht, in

dem jeder als Einzelkämpfer agiert,

sondern nach dem Prinzip von Friedrich

Wilhelm Raiffeisen: „Was dem

einzelnen (allein) nicht möglich ist,

das vermögen viele.“ Hier liegt unsere

Stärke. Darauf ist unser gesamtes

Dienstleistungssystem aufgebaut.

Radius: Und das Ziel?

R. Rienzner: Unser Verband möchte

die Interessen und Entwicklungsinitiativen

aller Energieproduzenten und

Energieverteiler in Südtirol bündeln.

Immerhin deckt unsere Zielgruppe

im Strombereich bereits an die 25

% des Energiebedarfs in Südtirol. Irgendwann

wird das energie-autarke

Prad nicht mehr die Ausnahme, sondern

die Regel sein.

INFO

Raiffeisen Energieverband

Raiffeisenstr. 2 - 39100 Bozen

Tel. 0471 064 400 - Fax 0471 064 409

info@rev.bz.it - www.rev.bz.it

Klein und autark

in die Zukunft

Rudi Rienzner

18

Eine interessante Materie.

Im ständigen Wandel begriffen.

Zukunftsweisend. Die

soziale, genossenschaftliche

Ausrichtung. Der menschliche

Kontakt. Diese Aspekte

sind es, die Rudi Rienzner,

Geschäftsführer des Raiffeisen

Energieverbands, an seiner

Tätigkeit faszinieren.

Radius: Wie sehen Sie die Zukunft des

Energiesektors in Europa?

Rudi Rienzner: Für mich liegt die eigentliche

Entwicklung nicht nur in der zunehmenden

Konzentration auf erneuerbare

Energien und die gleichzeitige

Reduzierung von Emissionen. Es geht

noch weiter. Für mich liegt die Zukunft

in der Schaffung von eigenständigen,

dezentralen und autarken Systemen.

Radius: Das heißt weg von den riesigen,

zentralen Produktionsanlagen und hin

zu kleinen Produzenten, die lokal Energie

herstellen für den lokalen Bedarf.

08/2010

R. Rienzner: Ja. Und genau hier liegt

unsere Chance. Diese lokale Organisation

ist die Basis für Südtirols erfolgreiche

Energiewirtschaft. Europa

hat sich als Ziel 20|20|20 gesteckt:

das heißt bis 2020 20 % des Energiebedarfs

aus erneuerbaren Quellen

decken und die Emissionen um 20 %

reduzieren. Südtirol geht weit darüber

hinaus ...

Radius: ... weil Südtirol klein und überschaubar

ist? Und zudem über die entsprechenden

Ressourcen verfügt?

R. Rienzner: Eben. Wir sind federführend,

weil wir kleine, geschlossene

Systeme aufbauen können, ideale

geologische und klimatische Voraussetzungen

haben und von Natur

aus schon so strukturiert sind. Nur

in kleinen, geschlossenen Betrieben

vor Ort kann heutzutage der lokal erzeugte

Strom auch lokal verbraucht

werden. In Zukunft wird sich das

ausweiten. Auch der Gesetzgeber hat

das erkannt und fördert in Italien in

gesondertem Maße und bewusst genau

diejenigen Betriebe, die weniger

als ein Mega W Leistung haben.

Radius: Der REV ist genossenschaftlich

organisiert. Ist das Genossenschaftswesen

heute noch aktuell?

R. Rienzner: Vielleicht aktueller denn je,

auf jeden Fall mindestens noch genau

so aktuell wie vor hundert Jahren. Das

Genossenschaftswesen ist zwar einer

Neuregelung unterzogen worden, aber

im Prinzip wurde das System als solches

absolut bestätigt.

Radius: Ein altes Modell also, aber

hochaktuell?

R. Rienzner: Und wie. Zudem ist es die

einzige Realität, die Vielfältigkeit fördert.

Wo wirklich jedes Mitglied die

Möglichkeit hat, seinen Strom zu produzieren,

einzuspeisen und zu verbrauchen.

Wir als Raiffeisen Energieverband

sehen uns als Akteur in

dieser Richtung. Unser primäres Ziel

ist es, die kleinen Betriebe vor Ort zu

Photovoltaikanlagen der Superlative!

Leistungsstarke Anlagen

Erstklassige Komponenten

Pünktliche Ausführung

900 kWp – CIMA S.p.A., Bologna 1.700 kWp – OG Kaiser Alexander, Leifers

408 kWp – OG Texel, Partschins 998 kWp – Fonte Rosa, Apulien

Ihr Spezialist für Großanlagen!

Ralos Northern Italy GmbH - Tel. +39 0473 490388 - E-Mail: info@ralos.it

Fix-Preis Garantie

Statisch geprüfte Montage

Kompetente Wartung

www.ralos.it


p a g i n i e r u n g

Das moderne Krafthaus links,

rechts die ursprüngliche

Anlage am Tobl

p a g i n i e r u n g

Das E-Werk Sand in Taufers

Ein Segen für die

Gemeinde. „Mit rund 60

Millionen Kilowattstunden

Arbeitsvermögen im Regeljahr“

– so drückt es der Fachmann aus

– gehört das Kraftwerk in Sand

in Taufers zu den großen und

modernen Wasserkraftanlagen

in unserem Land.

In der Tat macht diese 2008 feierlich

in Betrieb genommene Anlage die

wirtschaftlich hoch entwickelte Gemeinde

Sand in Taufers zu einer der

wenigen Großgemeinden in unserem

Lande, die über mehr selbst erzeugte

Energie verfügen, als volkswirtschaftlich

verbraucht wird.

Dieser Energieüberschuss, der zu 51

Prozent in die Gemeindekassen fließt,

versetzt Sand in Taufers in die Lage,

nachhaltige Investitionen im Gemeindegebiet,

im Großen, aber auch im

Kleinen, vorzunehmen – und dies auf

lange Sicht. Das Wasser des Reinbaches,

welches das Kraftwerk speist, ist

ein Segen für die Gemeinde und ihre

Bevölkerung.

Zusammenarbeit Gemeinde-Land

Diese Kraftwerksanlage ist ein Musterbeispiel

für einen gelungenen Kompromiss

zwischen Gemeinde und Land.

Sand in Taufers ist mit 51 Prozent Anteilen

Mehrheitseigner, die SEL AG mit

Die Wasserfassung

am Reinbach

49 Prozent Juniorpartner. Es brauchte

geraume Zeit, um dieses Besitzverhältnis

auf einen gemeinsamen Nenner zu

bringen. Die langen Bemühungen sind

inzwischen Geschichte, und im Vordergrund

steht der gemeinschaftliche Erfolg,

der sich sechsfach belegen lässt:

• Das Kraftwerk erzeugt saubere

Energie.

• Die Vorarbeit der Gemeinde für

die Realisierung des Werkes

kommt dem Land zugute.

• Das Werk ist landschafts- und

naturschonend verwirklicht worden;

die Reinbachfälle bleiben

unberührt.

• Das Werk stellt eine wesentliche

Einkommensquelle für die Gemeinde

dar.

• Mit diesem Werk wird die Abhängigkeit

von anderen Energiequellen

deutlich verringert.

• Modernste technische Erkenntnisse

haben hier die Umsetzung

in die Tat erfahren.

INFO

SEL AG

Kanonikus Michael Gamper Str. 9

39100 Bozen

Tel. 0471 060 700 – Fax 0471 060 703

info@sel.bz.it – www.sel.bz.it

TEW-Präsident

Toni Innerhofer

Wirtschaftliche und

soziale Dimension

Toni Innerhofer, viele Jahre

Bürgermeister von Sand in

Taufers, steht der Tauferer

Elektrowerk Konsortial GmbH

als Präsident vor. Er hat das

Vorhaben von Beginn an

mitentschieden; in seiner

Bürgermeisterzeit konnten die

vielen offenen Fragen, die bei einem

solch wichtigen Projekt unvermeidlich

sind, geklärt werden.

Wie sieht er heute sein Werk?

Radius: Wie hat sich

Ihr Kind entwickelt?

Toni Innerhofer: Das

Werk ist ein Segen

für unsere Bevölkerung.

Die Erträge

aus der Stromerzeugung

machen es der

Gemeinde möglich,

große und kleine

Vorhaben zu verwirklichen,

und dies

auf lange, lange Zeit.

Radius: Sie setzen sich besonders für

eine gute Verwendung der Wertschöpfung

ein.

T. Innerhofer: Ich war immer der Überzeugung

und bleibe dabei, dass ein

solches Werk für die gesamte Bevölkerung

da sein muss. Die Menschen

müssen fühlen und sehen, dass dieses

Kraftwerk letztlich ihr Kraftwerk ist.

Mir gehen die großen Vorhaben der

Gemeinde gut, ich betrachte den wirtschaftlichen

Fortschritt für uns alle als

sehr wichtig. Ich halte aber auch die

soziale Dimension dieser Wertschöpfung

für gleich wichtig.

Radius: Was verstehen Sie darunter?

T. Innerhofer: Die Förderung sozialer

Belange muss Breitenwirkung

haben. Zum Beispiel in erhöhten

Beitragsleistungen an Vereine und

Verbände, besonders an jene mit

vorrangigen sozialen und kulturellen

Leistungen, für Kinder, Familien,

Jugendliche. Gemeindegebühren

können reduziert werden. Das hilft

Pelton-Turbine

Das Werk in Zahlen

Genutzes Gewässer

Genutztes Einzugsgebiet

Kote Wasserfassung

Kote Krafthaus

Kote Wasserrückgabe

Bruttofallhöhe

Ausbauwassermenge

Nettofallhöhe Ausbaudurchfluss

Maximale Leistung

Installierte Leistung

Arbeitsvermögen Regeljahr

Mittlere Abgeleitete Wassermenge

Konzessionsleistung

Gesamtkosten

Reinbach

91 km2

1523,50 m ü.d.M.

1088,30 m ü.d.M.

1084,70 m ü.d.M.

435 m

4,80 m3/s

416,5 m

18.000 kW

2 x 12.000 kVA

ca. 60 Millionen kWh

2.074 l/s

8.841,96 kW

ca. 20 Mio. € + MWSt.

den Menschen. Es ist wichtig, dass

gemeinschaftliche Mittel für gemeinschaftliche

Zwecke eingesetzt werden.

Auf diese Weise nimmt auch die

Akzeptanz einer Wasserkraftanlage

bei der Bevölkerung zu. Das gilt nicht

nur im begrenzten Rahmen einer Gemeinde,

sondern landesweit.

20

08/2010

08/2010 21


s e r v i c e

s e r v i c e

Pumpspeicherwerk für Südtirol

South Tyrol Energy GmbH plant

in Leifers ein Werk zur Sicherung

erneuerbarer Energie. Es ist ein

Projekt für eine zukunftsweisende

Energiebewirtschaftung.

Mit Pumpspeicherwerken

kann die schwankende und

nur begrenzt vorhersehbare

regenerative Energiegewinnung

Wind und Sonne in eine stabile

und sichere Stromversorgung

geführt werden.

Christian Masten, Präsident der

South Tyrol Energy GmbH, will

mit seinem Projektteam ein innovatives

Pumpspeicherwerk (PSW)

für Südtirol in Leifers realisieren.

„Dadurch können wir einen wichtigen

Beitrag leisten für ein Europa,

das seinen Strombedarf zunehmend

aus regenerativen Energieträgern

deckt“, sagt Initiator Masten.

Im Sinne der EU

Ein weiterer Vorteil: Südtirol kann

seine Energieproduktion im überregionalen

Netzwerk stärken – mit positiven

Auswirkungen auf den Strompreis.

„Und da die EU die Förderung

erneuerbarer Energie verlangt,

könnte Südtirol mit dieser CO 2

-freien

Lösung für bedarfsgerechte Energiebewirtschaftung

seine Hausaufgaben

machen“, so Masten. Besonders

wichtig ist ihm die umfassende Aufklärung

der Bürger und Bürgerinnen

in Leifers. Sie sollen alle energietechnischen

und wirtschaftlichen Vorteile

nachvollziehen können, wie etwa das

Angebot einer finanziellen Beteiligung

Pumpspeicherwerk: Querschnitt und Funktion

der Bürger oder die Ausgleichszahlungen

an die Gemeinde für die gesamte

Lebensdauer des Werkes.

Idealer Standort Leifers

Der Standort Leifers

gilt nach umfassenden

Analysen als ideal.

Der Bau ist im Berginneren

nördlich von

Leifers vorgesehen.

Das Werk besteht aus

zwei, durch Stollen

miteinander verbundene

unterirdische

Liliana Di Fede

Seen. Sichtbar sind

nur zwei Stollenportale, weit entfernt

von besiedelten Gebieten. Eingriffe in

die Natur sind gering. Laut der Bürgermeisterin

von Leifers, Liliana Di Fede,

ist die Gemeinde dabei, das Projekt zu

bewerten. „Das Projekt weist sicherlich

einige Aspekte auf, die für uns von

großem Interesse sind: Es handelt sich

um ein Wasserkraftwerk, das eine regulierende

Funktion im allgemeinen

Energiesystem ausüben kann. Es kann

eine signifikante Einnahmequelle für

die Gemeinde werden. Andere Aspekte

sind mit großer Aufmerksamkeit zu

überprüfen: die Auswirkung auf die

Umwelt sowie auf das hydro-geologische

Gleichgewicht und auf den Straßenverkehr

während der Bauzeit. Das

Projekt soll in jeder Hinsicht nachhaltig

sein, das ist das grundsätzliche Ziel.

Deswegen möchten wir uns von zwei

Fachleuten im technischen und im juristischen

Bereich begleiten lassen, sowie

die verschiedenen Thematiken mit

den politischen Vertreter/Innen und mit

den Bürger/Innen besprechen.“

Pumpspeicherwerke als Bereicherung

Dazu Landesrat Michl Laimer: „Pumpspeicherwerke

bilden eine Grundlage

für den Ausbau der Alternativenergie.

Sie speichern überschüssigen Strom

aus alternativen Quellen wie der Windkraft

und produzieren Strom, wenn zu

wenig vorhanden ist. Sie haben sozusagen

eine ausgleichende Wirkung

und dienen nicht der Mehrproduktion.

In Südtirol haben wir ein Potential für

insgesamt 2–3 solcher Werke – das

einzige Bestehende gibt es im Ultental.

PSW im Alpenraum bringen Versorgungssicherheit,

lokale Wertschöpfung

und somit Vorteile für die betroffenen

Gemeinden und deren Bevölkerung.“

So funktioniert ein Pumpspeicherwerk

Christian Masten zu

seinem PWS-Projekt und

zur Stimmung in Leifers.

Radius: Weshalb benötigt Südtirol ein

Pumpspeicherwerk? Ist die Energieversorgung

in Südtirol nicht schon optimal

organisiert?

Christian Masten: Pumpspeicherwerke

sind die Voraussetzung für die Entwicklung

erneuerbarer Energie wie

Wind und Sonne weltweit. Daher

trägt Südtirol mit diesem Werk bei,

eine CO 2

-freie Umwelt zu schaffen.

Das PSW ist eine grüne Batterie, die

bereitsteht, wenn die Sonne mal nicht

scheint und der Wind nicht stark

weht. Abgesehen vom Umweltbeitrag,

wird damit notwendiger Regelstrom

geliefert, der das Energiepotential

bestärkt und sich für die Konsumenten

in ausgewogeneren Strompreisen

niederschlägt.

Ein Pumpspeicherwerk (PSW) ist kein

Kraftwerk im herkömmlichen Sinn,

sondern eine Art indirekter Stromspeicher.

Es nutzt überschüssigen Nachtstrom,

um Wasser in einem geschlossenen

Kreislauf von einer Unter- in

eine Oberwasserkammer zu pumpen.

Wasser wird nur zur Erstbefüllung

der Anlage benötigt, dann zirkuliert es

zwischen den Kammern. Bei großem

Strombedarf wird Energie aus dem PSW

in das öffentliche Netz geliefert. In der

Schweiz, in Österreich und Deutschland

sind PSW seit Jahrzehnten wichtige

Elemente der Energieversorgung.

Radius: Ein früheres PSW-Projekt am

Ritten wurde nicht realisiert, zu groß

war der Widerstand in der Bevölkerung.

C. Masten: Ja, Ritten ist an der unzulänglichen

Information der Bevölkerung

durch den Betreiber gescheitert.

In Leifers machen wir gezielte Informationsarbeit,

damit die Bevölkerung

nachvollziehen kann, dass es sich um

ein technisch durchdachtes und geologisch

gesichertes Projekt handelt.

Radius: Wie schätzen Sie die Stimmung

der Bevölkerung in Leifers für Ihr Projekt

ein?

C. Masten: Durch die gezielte Kommunikation

der letzten Monate, Infoabende

und Veranstaltungen, sind die Treffen

mit den Sozialpartnern und Verbänden

gut angelaufen. Wir erleben

eine positive Aufnahme und großes

Interesse. Die Bürger verstehen mehrheitlich

die wirtschaftlichen Vorteile,

Offener Dialog mit der Bevölkerung

Alle Informationen sind unter

www.southtyrol-energy.com abrufbar.

Weitere Infoabende

8.9. Consulta und Umwelt,

13.9. Feuerwehr,14.9. Soziales,

15.9. Wirtschaft,

26.9. Bürgerversammlung,

21.9. Besichtigung Ausland

INFO

„Es ist wie eine grüne Batterie …“

South Tyrol Energy GmbH

Südtirolerstr. 49 - 39100 Bozen

info@southtyrol-energy.com

www.southtyrol-energy.com

Christian

Masten

die durch das

PSW entstehen

und vor allem

den entscheidenden

Beitrag am Ausbau erneuerbarer

Energie wie Wind und Sonne.

Radius: Kritische Stimmen behaupten,

von einem PSW würde nur der Betreiber

profitieren …

C. Masten: Dem kann ich entgegenhalten:

1. Profitiert die Umwelt, 2. Die

Gemeinde Leifers bekommt auf Lebzeiten,

sprich für immer und ewig, ca.

zwei Mio. Euro pro Jahr und 3. Wir erreichen

die Verstärkung des Südtiroler

Stromhandels gegenüber Dritten.

22 08/2010

08/2010 23


S e r v i c e

s e r v i c e

„Bevölkerung profitiert“

Die Eisackwerk GmbH erhielt im

vorigen Jahr die Konzession für

das E-Werk Mühlbach: Mit ihrem

Projekt gewann das private

Unternehmen den Wettbewerb

gegen öffentliche Stromriesen.

Darüber freuen darf sich auch

die Bevölkerung der Gemeinden

Mühlbach und Vintl.

Ein politischer Paukenschlag ließ

am 16. November des vorigen

Jahres ganz Südtirol aufhorchen: Die

Landesregierung vergab die Konzession

für das E-Werk Mühlbach an die

Eisackwerk GmbH. Es ist dies somit

die erste Konzession, die für 30 Jahre

an ein privates Unternehmen vergeben

wurde.

50 Prozent Ermäßigung für Familien

„Die Ressource Wasser gehört uns

allen, und nun möchten wir als privates

Unternehmen beweisen, dass

wir diese Ressource nicht für unsere

Zwecke ausnutzen, sondern dass

die Bevölkerung von uns als privaten

Konzessionsinhaber profitiert“,

erläutert Hellmuth Frasnelli von der

Eisackwerk GmbH. Das Zeichen, das

die Eisackwerk GmbH dabei setzen

will, hat es in sich: „Das Wasser für

das Kraftwerk stammt von den Gemeinden

Mühlbach und Vintl – und

der Bevölkerung dieser beiden Gemeinden

wollen wir auch etwas zurückgeben:

Sobald das neue Werk gebaut

ist (2012) und die Rekurse gegen

die Vergabe der Konzession an die Eisackwerk

abgeschlossen sind, wollen

wir allen Familien in Mühlbach und

Vintl, die über einen Stromanschluss

bis zu 3,3 Kilowatt verfügen, die Hälfte

des Strombedarfes kostenlos ab

Werk für die gesamte Dauer der Konzession

(31/12/2040) zur Verfügung

stellen“, stellt Hellmuth Frasnelli in

Aussicht. Die Eisackwerk investiert

aber nicht nur in die Familien, sondern

auch in die Umwelt: Neben dieser

Ermäßigung von 50 Prozent wird

das Unternehmen zusätzlich rund elf

Millionen Euro für Umweltmaßnahmen

ausgeben.

Die Druckrohrleitungen in Mühlbach sollen unterirdisch verlegt werden,

die bestehenden Leitungen werden rückgebaut.

„Die Bevölkerung soll profitieren“

50 Prozent Gratisstrom – ein Betrag,

der in der Familienkasse durchaus

verspürt werden wird und die Mühlbacher

und Vintler Familien sicher

gerne in Anspruch nehmen. Doch verführt

dieser Gratisstrom nicht auch

dazu, gedankenlos Strom zu verbrauchen

und somit die Umwelt vermehrt

zu belasten? „Diese Gefahr ist klarerweise

gegeben. Deshalb werden wir

als Grundlage für den Gratisstrom

jenen Strombedarf hernehmen, den

jede einzelne Familie im Durchschnitt

in den letzten zwei Jahren verbrauchte.

Von diesem Verbrauch werden wir

dann die Hälfte errechnen“, erläutert

Frasnelli. Diese Form des Gratisstroms

für jede einzelne Familie wurde von

der Eisackwerk GmbH juridisch bereits

abgeklärt – und müsste möglich

sein. „Falls unerwartet doch rechtliche

Schwierigkeiten auftauchen sollten,

stehen wir aber zu unserem Versprechen,

dass die Bevölkerung profitieren

soll“, bekräftigt Hellmut Frasnelli. Sollte

die Bereitstellung des Gratisstroms

für jede Familie verhindert werden,

so will die Eisackwerk GmbH das Geld

anderweitig der Bevölkerung zukommen

lassen: „Wir übergeben dann die

Summe, die sich aus dem Gratisstrom

ergibt, der Gemeinde. Diese kann das

Geld dann für Projekte zugunsten der

Bevölkerung verwenden“, erläutert

Frasnelli.

Innovationen und

Umweltmaßnahmen

Neben diesem Bonus wird die Eisackwerk

GmbH der Bevölkerung

im Einzugsgebiet noch weitere Vorteile

verschaffen: „Wir werden die

Druckrohrleitungen unterirdisch

Hellmuth Frasnelli, Eisackwerk GmbH

verlegen – dies ist eine große Stärke

unseres Projekts“, erläutert Hellmuth

Frasnelli. Die Druckleitung

entfernt sich somit vom Mühlbacher

Ortskern, „denn dies gewährt mehr

Sicherheit.“ Die Idee hierzu stammt

von Karl Pichler, Wirtschaftsberater

Wasser = Energie = Autonomie

und Projektmanager der Eisackwerk

GmbH. „Bei den bestehenden

E-Werken gibt es ein enormes Verbesserungspotential,

das wir mit unserem

Projekt in Mühlbach auszuschöpfen

versuchen“, so Pichler. „Bei

den bestehenden Kraftwerken hat es

mich manchmal schon gewundert,

welch große Potentiale hier nicht

genutzt werden.“ Durch technische

Innovationen erzielt die Eisackwerk

GmbH in Mühlbach gegenüber den

anderen Bewerbern mit Abstand den

höchsten Wirkungsgrad: „Das heißt,

dass wir bei der gleichen Restwassermenge

den meisten Strom produzieren

werden“, gibt Hellmuth

Frasnelli Auskunft. „Wir belassen es

nämlich nicht bei der alten Struktur,

sondern investieren in die Turbinen,

Generatoren, Transformatoren und

Druckleitungen der letzten Generation.“

Insgesamt wird die Eisackwerk

GmbH dafür rund 30 Millionen Euro

bereitstellen, wobei über elf Millionen

Euro auf das Umweltprogramm

entfallen. Und der Gratisstrom für

die Familien in Mühlbach und Vintl

kommt auch noch hinzu.

www.eisackwerk.it

24

08/2010


p apgr i on ji e kr tu en

g

s e r v i c e

10 Jahre voller Energie

Armin Kager

Im Frühjahr ans Netz

Noch sind die Bauarbeiten am

Kraftwerk Planeil/Mals in vollem

Gange. Doch das Projekt

der Puni Energie GmbH nimmt

Formen an. Rund 11,5 Millionen

Kilowattstunden Energie wird es

ab dem nächsten Jahr jährlich

produzieren.

Ende des vergangenen

Jahres wurden

die Aufträge erteilt,

im Juni dieses

Jahres der erste Spatenstich

getan. Am

Punibach oberhalb

von Planeil wird seit

Wochen im Akkord

gearbeitet. In weniger

als einem Jahr

Bauzeit soll das Kraftwerk fertiggestellt

und in Betrieb genommen werden.

Doch dies ist in dieser Höhenlage

nicht allein von den hier arbeitenden,

ausschließlich Südtiroler – vor

allem Vinschger – Firmen abhängig.

Die Witterung bestimmt über den

Arbeitsverlauf und der Winter naht.

„Es wird vom Sonnenaufgang bis

abends gearbeitet, die Kooperation

ist optimal. Mit vereinten Kräften

werden wir das Kraftwerk in Rekordzeit

fertigstellen“, ist sich Bauleiter

Ingenieur Armin Kager von

der SEL GmbH sicher. Die Landesenergiegesellschaft

SEL ist neben

der Gemeinde Mals und der Fraktion

Planeil an der Puni Energie GmbH

beteiligt, der Walter Gostner als Präsident

vorsteht.

Perfekte Koordination –

klare Lösungen

Im Moment wird an allen Baulosen

gleichzeitig gearbeitet. An der Wasserfassung,

die als Sohlentnahme mittels

Tiroler Wehr in 1981 m.ü.M. konzipiert

wurde, arbeiten zeitweise zwölf

Arbeiter. Die 4,1 km lange, erdverlegte

Druckrohrleitung führt teilweise

durch sehr steiles Gelände auf der

orthographisch linken Seite des Baches.

Sie endet am Krafthaus, das sich

kurz oberhalb der SEL-Edison-Wasserfassung

befindet. „Vor allem beim

Krafthaus haben wir großen Wert auf

die Architektur gelegt, die sich harmonisch

in die Umgebung einpassen soll.

Die Maschinensätze wurden bereits in

Auftrag gegeben, da Lieferzeiten von

13 Monaten bestehen“, erklärt der

Bauleiter. Die architektonische Gestaltung

wurde vom Bozner Architekten

Juri Pobitzer übernommen.

Die im Krafthaus gewonnene Energie

wird über ein erdverlegtes 20 kV-Kabel

zum nächstgelegenen Anschlusspunkt

ans öffentliche Netz oberhalb

von Mals transportiert und dort eingespeist,

das abgeleitete Wasser unmittelbar

unterhalb des Krafthauses

direkt in die Wasserfassung des bestehenden

SEL-Edison-Wasserkraftwerkes

Glurns eingeleitet.

Vor zehn Jahren gründeten

Robert Steindl und Klaus Rainer

die Firma EN-CO (Energy-

Control). Damit ging für beide

ein langjähriger Traum in

Erfüllung. Die Firma machte sich

die Steuerung, Überwachung

und Fernwartung von

Kraftwerken und Verteilernetzen

zur Aufgabe.

Es galt, bei Produktion und Verbrauch

von Energie das Optimum

herauszuholen. Die engagierten

Techniker arbeiteten das erste Jahr

nur zu zweit. Die Auftragsbücher

füllten sich immer mehr und die Größe

des Teams wuchs Jahr für Jahr.

Heute arbeiten 20 Mitarbeiter im Betrieb.

Mit der steigenden Anzahl von

Mitarbeitern stieg auch der Platzbedarf.

Bald schon erwies sich das erste

Betriebsgebäude als zu klein. So

erbaute man 2002 ein neues, größeres

Gebäude in Gasteig.

Das junge dynamische Team arbeitet

sehr organisiert, gewissenhaft und

zielstrebig, was Voraussetzung für die

im April dieses Jahres erhaltene ISO-

Zertifizierung war. Das von der Internationalen

Organisation für Normung

ausgestellte Zertifikat garantiert dem

Kunden ein Qualitätsmanagement-

System höchster Klasse. Zu den Kunden

der Firma EN-CO zählen Unternehmen,

die in den Branchen Stromund

Wärmeverteilung sowie Stromerzeugung

tätig sind. Dabei beschränkt

sich ihr Kundenkreis nicht nur auf

Südtirol, sondern auf die gesamte Europäische

Union.

Highlights der Firma

Einige Highlights, die die Firma bekannt

gemacht haben, sind: die Kraftwerksteuerung

über SMS, iPhone und

andere Mediengeräte. Diese Tools machen

die Steuerung der Kraftwerke

unkomplizierter und bequemer. Eine

weitere Neuerung sind die elektrisch

angesteuerten Linearaktuatoren zur

Turbinenregelung. Diese Systeme ersetzen

immer öfter die traditionellen

Lösungen für die Turbinenregler

und schicken

sich an, klassischen Ölzylindern

den Rang abzulaufen.

Hierfür gibt es eine Reihe

guter Gründe. Sie bieten

nicht nur mehr Funktionen

als ihre bis dato bekannten

Artgenossen, sondern versprechen

bei ganzheitlicher

Firmengebäude in Ratschings

Betrachtung auch nicht zu verachtende

Kosteneinsparungen bei gleichzeitig

besserem Regelverhalten. Mit diesem

auch patentierten Regelsystem hat

die Firma EN-CO neue Maßstäbe in der

Turbinenregelung gesetzt.

Unser kompetentes Team bringt

langjährige Erfahrung mit und ist

neuen, komplexen Herausforderungen

durchaus gewachsen“, so Robert

Steindl. www.energy-control.it

26 08/2010

08/2010 27


p a g i n i e r u n g

p r o j e k t e

Aus vier mach eins

Ein modernes Wasserkraftwerk

anstatt vier kleine, dazu doppelt

so viel Strom wie aus den

alten Anlagen zuvor : Das neue

Gossensasser E-Werk Eisack Nord

liefert seit Juni Strom ins Netz.

Bereits vor 90 Jahren begann man,

die Wasserkraft des Eisack zu nutzen.

Vier alte Kleinkraftwerke waren

dafür bis vor kurzem in Betrieb. Doch

der Zahn der Zeit nagte an ihnen. Aus

ökologischen und technischen Gründen

wurde deshalb der Beschluss

gefasst, ein modernes Energieversorgungsunternehmen

zu errichten.

Projektabwicklung mit

Schwierigkeiten

„Von der Idee zum fertigen Kraftwerk

war es ein langer Weg. Schon vor Baubeginn

waren unzählige Behördengänge

nötig, denn die Druckrohrleitung

musste unter die Eisenbahntrasse

verlegt werden. Dies war mit einem

enormen bürokratischen Aufwand

verbunden“, berichtet der Geschäftsführer

und Hauptgesellschafter der

Kraftwerksgesellschaft Eisack Nord,

Ekkehard Gröbner. Diese Arbeiten

mussten bereits im Jahr 2007 realisiert

werden, da im angrenzenden

Terrain gebaut wurde. Im Herbst 2009

wurde mit dem Bau der Wasserfassung

am Brennerpass begonnen, im

Oktober mit den Bauarbeiten am Maschinenhaus.

Der hohe Grundwasserstand

erschwerte die Arbeiten, sodass

im Winter unter einem beheizbaren

Zelt weitergebaut wurde.

Gute Partner in Krisensituationen

Die gesamte elektro-maschinelle Ausrüstung

des neuen Kraftwerkes, das

bedeutet Turbinen, Generatoren, die

Mittelspannungsanlage sowie die

Steuerung und Automatisierung wurden

von der Firma en-co aus Ratschings

geliefert. Durch ihre langjährige

Erfahrung konnte das Team um

en-co-Projektleiter Christian Huebser

auch in der schwierigen Situation helfen,

als mitten in der Bauphase ein

Wechsel der Bauleitung nötig wurde.

Sie fanden gemeinsam mit dem Bauherrn

schnell Entscheidungen, wenn

komplizierte Fragen im Projekt auftauchten.

Im Mai konnten bereits die

Maschinen installiert und in Betrieb

gesetzt werden. Die maschinelle Basis

der Anlage bilden zwei Peltonturbinen.

Sie wurden bei einer Fallhöhe

von 220 m und einem Nenndurchfluss

von je 675 l/s auf je 1318 kW ausgelegt.

Von besonderer Bedeutung war

im Projekt, dass Gossensass im Falle

eines überregionalen Netzausfalls mit

dem neuen Kraftwerk im Inselbetrieb

autonom versorgt werden kann.

Modernste Technik

Um eine präzise und schnelle Regelung

für den Turbinenbetrieb zu

garantieren, wurden Servomotoren

installiert. Die Anlage wird von einer

Leitwarte aus gesteuert. Allerdings

ist die Kontrolle und Steuerung der

Anlage auch mit Hilfe des „Log-mein“

von jedem beliebigen Standort

aus möglich. Eine Kamera überwacht

zusätzlich permanent die Wasserfassung

nahe des Brennerpasses. Der

produzierte Strom wird ins eigene

Netz eingespeist, das auf die 120

kV-Ebene ausgebaut wurde. Theoretisch

kann sich Gossensass mit dem

Ertrag fast selbst versorgen. Engpässe

bestehen nur in den wasserarmen

Wintermonaten.

2 Fragen an Eugen Psaier von

der Firma Energy.dis Brixen:

Radius: Das Kraftwerk ist

nun fertig gestellt. Welche

verwaltungsmäßigen Aufgaben

sind notwendig?

E. Psaier: Nachdem das

Werk über eine mittlere Leistung

von 1000 kW verfügt, greift das

Fördersystem der Grünzertifikate.

Diese müssen allerdings zuerst über

einen Zertifizierungsweg gesichert

und dann jährlich gemäß der Produktionsmenge

vom GSE beantragt

werden. Zudem ist eine Vielzahl von

gesetzlichen Meldungen vorgeschrieben:

von der UTF des Zollamtes bis

zu Meldungen an die Regulierungsbehörde.

Radius: In welchen Bereichen unterstützt

Energy.dis das E-Werk?

E. Psaier: Wir unterstützen das Werk

in allen wesentlichen administrativen

Aufgaben, Meldungen und Abrechnungen

und sichern die Erlöse aus

Stromverkauf und Handel der Grünzertifikate

ab.

E-WErk

Eisack Nord

Danke. Für das Vertrauen, das in uns gesetzt

wurde, als wir mit der Ausführung dieses anspruchsvollen

Projektes beauftragt wurden.

Auf das Ergebnis kann man stolz sein.

WIPPTALER BAU AG

I-39049 Sterzing · Brennerstraße 40

Tel. 0472 764463 · www.wipptlerbau.com

28 08/2010

08/2010 29


p a g i n i e r u n g

s e r v i c e

ternehmens abgelesen werden: Im

Jahre 2001 fand der Umzug in den

neuen Firmensitz in der Industriezone

Unterackern statt, und es waren

55 Mitarbeiter daran beteiligt. Heute,

nur neun Jahre später, beschäftigt

Turbinenbau Troyer bereits 101 Mitarbeiter.

Nicht zuletzt deshalb, aber

auch durch die Fertigung von immer

größeren Maschinen, ist über die

Jahre natürlich eine gewisse Platznot

entstanden, der es entgegen zu

treten galt.

Fertigstellung der Werkhalle

Kapazität verdoppelt

Die Wasserkraft boomt. Als

saubere Energiequelle liegt sie

derzeit voll im Trend, wenn auch

die öffentliche Meinung auf

die vermeintlich rücksichtslose

Ausbeutung der Gewässer sehr

empfindlich reagiert.

Dass es hingegen sehr wohl möglich

ist, die Wasserkraft auch

auf schonende Art und Weise zu

nutzen, müsste eigentlich hinlänglich

bekannt sein und wurde

gerade in unseren Breiten vielfach

bewiesen. Außerdem ist die

Wasserkraft eine tragende Säule

sämtlicher Strategien, welche die

Abwendung von fossilen Energiequellen

hin zu erneuerbaren Energieformen

verfolgen.

Mit unterschiedlicher Ausrichtung

haben in den letzten Jahren unzählige

Organisationen von Greenpeace

bis zur Internationalen Energie-

Agentur (IEA) verschiedenste Studien

vorgelegt, wie sich die weltweite

Energie- und insbesondere die

Stromversorgung in halbwegs umweltverträglicher

Form darstellen

könnten.

Wasserkraft noch stärker ausgebaut

Zwei wesentliche Eckpfeiler sind jedoch

allen Studien gemeinsam: Einerseits

muss der Pro-Kopf-Energiekonsum

drastisch eingeschränkt werden,

da ansonsten die Versorgung durch

die bisherigen Infrastrukturen nicht

mehr gewährleistet werden kann. Vor

allem aber müssen die erneuerbaren

Energiequellen, Wasserkraft natürlich

eingeschlossen, noch stärker als bisher

ausgebaut werden, wenn wir eine

Chance haben wollen, Umweltverschmutzung

und Klimawandel einigermaßen

in den Griff zu bekommen.

Europa versucht, auf diesem Gebiet eine

Vorreiterrolle einzunehmen, weshalb

die Europäische Union im Jahre 2009

die so genannte 20-20-20-Richtlinie

verabschiedet hat. Im Rahmen dieser

Ziele soll bis 2020 ein Energiesparziel

von 20 % umgesetzt werden, die Treibhausgasemissionen

um 20 % reduziert

werden und mindestens 20 % Anteil an

erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch

erreicht werden.

Auf diesen Trend, der seit der Verabschiedung

des Kyoto-Protokolls

im Jahre 1997 enorm an Fahrt gewonnen

hat, setzt das Sterzinger

Traditionsunternehmen Turbinenbau

Troyer. Seit 1934 im Bereich der

Ausrüstung von Wasserkraftwerken

tätig, kann die rasante Entwicklung

des Wasserkraftmarktes weltweit an

den Beschäftigungszahlen des Un-

Nach einer zweijährigen Planungsphase

konnte zum Jahreswechsel die

neue Werkshalle bezogen werden, die

beinahe unmittelbar an das bestehende

Werksgelände anschließt und damit

glücklicher Weise fast als Zubau

gelten kann. Dadurch wurde die Gesamtfläche

der Produktionsstätten auf

ca. 7000 m² verdoppelt.

Die neue Halle bietet viel Platz für

Vormontage, Schlosserei, Lackiererei,

Sandstrahlerei und Großteilelager.

Vor allem die Schlosser, die bisher

auf einer Fläche von 24 x 8 m zusammengepfercht

waren, profitieren von

den deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen.

In der Schlosserei wurde

nicht nur die Arbeitsfläche vergrößert,

es wurden auch in Bezug auf

die Luftqualität große Anstrengungen

unternommen, um den Mitarbeitern

in einem notorisch staubigen und

rauchigen Umfeld einen angenehmen

Arbeitsplatz zu bieten. Neben den

traditionellen Absaugarmen wurden

neue Schweißpistolen angeschafft,

welche den Schweißrauch direkt absaugen

und dadurch eine deutliche

Reduzierung der Rauchentwicklung

erwirken. Darüber hinaus wurde ein

energiesparendes Umluftsystem mit

einer aufwändigen, selbstreinigenden

Filteranlage installiert, sodass

die Staub- und Rauchgaswerte in den

neuen Räumen den strengsten Richtlinien

entsprechen.

Die frei gewordenen Flächen in der

erst 2001 bezogenen Halle wurden

sofort von anderen Bereichen in Beschlag

genommen. Vor allem die

technischen Büros und die Fertigung

von Schaltschränken litten zuletzt arg

unter Platznot, welche in nächster

Zukunft durch einen entsprechenden

Ausbau gelindert werden soll.

Durch diese bedeutende Investition

von ca. 4,5 Mio. Euro ist das Familienunternehmen

nun für die kommenden

Herausforderungen gerüstet.

INFO

Turbinenbau Troyer GmbH

Karl-von-Etzel-Str. 2 - 39049 Sterzing

Tel. 0472 765 195 - Fax 0472 766 356

info@troyer.it - www.troyer.it

30

08/2010

XX/20XX 31


a k t u e l l

a k t u e l l

Energie-Unabhängigkeit durch Biogas

Biogasanlage Lana

halb die Anlage ausgebaut werden, die

in der Lage ist, Biogas aus Biomüll zu

gewinnen. In den kommenden Jahren

soll dies zu einer Steigerung der Biogaserzeugung

führen. Gleichzeitig wird

ein Großteil des Biomülls der Südtiroler

Städte sinnvoll wiederverwertet.

„Die vom Bereich ‚Energie & Umwelt‘

des TIS durchgeführte Studie ist Teil

der aktuellen politischen Stoßrichtung,

die darauf abzielt, das Potential der

erneuerbaren Energien voll und ganz

auszuschöpfen“, sagt Stefano Dal Savio,

Manager des Bereichs „Energie &

Umwelt“ im TIS, und ergänzt: „Im Biogassektor

steckt großes Potential. Wird

es voll ausgeschöpft, könnte es einen

wichtigen Beitrag zu mehr Energieunabhängigkeit

und zu mehr Nachhaltigkeit

leisten.“

Die Studie ist Teil des nationalen Projektes

„PROBIO“.

INFO

TIS innovation park

Siemensstr. 19 – 39100 Bozen

Tel. 0471 068 306 – Fax 0471 068 100

info@tis.bz.it – www.tis.bz.it

Enertour: Südtirol – Energie zum Entdecken

Würde man das Biogaspotential

Südtirols voll ausschöpfen,

könnte man damit den

Energiebedarf der gesamten

öffentlichen Beleuchtung

Südtirols decken, was zwei

Prozent des gesamten Südtiroler

Stromverbrauchs entspricht.

Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse

einer Studie, die vom Bereich „Energie

& Umwelt“ des TIS innovation

park im Auftrag der Abteilung Landwirtschaft

der Provinz Bozen durchgeführt

wurde. Im Rahmen dieser Studie

wurde berechnet, wie stark Südtirol

bereits auf die Erzeugung von Biogas

setzt, gleichzeitig wurde die tatsächlich

in Südtirol vorhandene Biomasse aus

Abfällen beziffert und das Wachstumspotential

des Biogassektors ermittelt.

Die Studie wurde am Dienstag, 22. Juni,

im Zuge einer Pressekonferenz der

Öffentlichkeit präsentiert.

Abfälle als hochwertige Biomasse

Im Jahre 2008 wurden in der Provinz

Bozen 16 Millionen Kubikmeter Biogas

zur Strom- und Wärmeproduktion

erzeugt. Würde man das gesamte Biogaspotential

aus organischen Abfällen

der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie

voll nutzen, ließe sich die Biogaserzeugung

verdreifachen. Mit dem

gewonnenen Strom weiterer 35 Millionen

Kubikmeter Biogas könnte man

den gesamten Jahresbedarf der öffentlichen

Beleuchtungsanlagen Südtirols

decken oder rund 20.000 Haushalte

ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Mehr Biogas könnte erzeugt werden,

indem mehr organische Abfälle aus

der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie

genutzt werden. Laut Studie ist das

Potential aus diesem Sektor nicht voll

ausgeschöpft: Würde man das gesamte

vorhandene Potential ausnutzen,

könnte man achtmal soviel Biogas

erzeugen wie bisher. Mist und Jauche

sind nur ein Teil der in Südtirol vorhandenen

Biomasse, mit der Energie

erzeugt werden könnte. Daneben können

auch Abfälle aus Agrar- und Nahrungsmittelindustrie,

für die oft keine

sinnvolle Art der Wiederverwertung

gefunden wird, eingesetzt werden.

Diese Abfälle stellen „hochwertige“

Biomasse dar, da sie eine hohe Erzeugbarkeit

aufweisen.

„Biogas ist auch abseits des reinen

Energiewertes sehr attraktiv“, so Landesrat

Hans Berger, „da bei sinnvoll

geplanten Anlagen und Kreisläufen

viele positive Effekte für Klima, Umwelt

und Gesellschaft erreicht werden

können.“ Franz Schöpf, Direktor der

Abteilung Innovation, Forschung und

Entwicklung, ergänzt: „Die Produktion

von Biogas ist nicht nur wegen der steigenden

Energieunabhängigkeit von

Südtirol wichtig, sondern bietet immer

öfter mehreren Südtiroler Unternehmen

einen interessanten Nischenmarkt,

der sich nicht nur auf Südtirol

begrenzt, sondern inzwischen auch

für den italienischen Markt sehr interessant

ist. Mehrere Forschungsprojekte

zur Optimierung der Biogasanlagen

und zur besseren Nutzung von

Biomüll unterstreichen diesen Trend.“

Das Potential voll ausschöpfen

Was versteht man eigentlich unter Biogas?

Biogas besteht hauptsächlich aus

Methan und CO 2

und entsteht durch

Mikroorganismen in Mist, Jauche

oder organischen Haushaltsabfällen.

In Südtirol besteht die Biomasse zur

Biogaserzeugung zu über 50 Prozent

aus Abfällen aus der Viehzucht, zu 40

Prozent aus Schlamm aus Kläranlagen

und lediglich zu acht Prozent aus organischen

Haushaltsabfällen, dem so

genannten „Biomüll“. In Lana soll des-

Die „enertour“, das sind

Besichtigungstouren zu energieeffizienten

Gebäuden und

ökologisch nachhaltigen

Energieanlagen. Erdacht wurde

die enertour 2006 vom Bereich

Energie & Umwelt“ des TIS innovation

park. Gefördert wird

die enertour von der Stiftung

Südtiroler Sparkasse.

Das Projekt enertour führt mittlerweile

Besucher aus ganz Europa

zu Anlagen, die erneuerbare Energieträger

nutzen, zu energieeffizienten

Gebäuden, sprich KlimaHäusern, sowie

zu Gemeinden, die verstärkt auf

energetische Nachhaltigkeit setzen.

Die „enertouristen“ können dabei aus

über 150 enertour-Besichtigungszielen

auswählen. Grundgedanke der

enertour ist es, praktisches Wissen

im Energiesektor zu verbreiten – eine

Art Wissens- & Technologietransfer

zu generieren – und gleichzeitig das

Know-how der Südtiroler Unternehmen

zu präsentieren. Im Rahmen der

enertour haben die Teilnehmer die

Möglichkeit, neue Technologien und

deren Funktionsweise unter die Lupe

zu nehmen und gleichzeitig Informationen

von Planern und Betreibern

von Anlagen zu erhalten, die persönlich

die Besichtigungen leiten.

Auf praktische Art und Weise wird

aufgezeigt, wie innovative Technologien

im Energie- und Bausektor eingesetzt

werden können, und es wird

veranschaulicht, welche finanziellen

und umwelttechnischen Vorteile

diese bieten.

Der Erfolg der enertour kann sich sehen

lassen: Allein im Jahr 2009 wurden

insgesamt 56 enertouren veranstaltet,

an denen 1535 Besucher teilnahmen.

Das ist eine Steigerung von

50 Prozent gegnüber dem Vorjahr. Davon

war die Mehrheit Techniker und

Fachmänner aus dem Energiesektor

sowie Unternehmer und Mitarbeiter

der öffentlichen Verwaltung. Daneben

zählten aber auch Universitätsstudenten,

Schüler, Privatpersonen und

Journalisten zum enertour-Publikum.

Dieses stammte großteils aus Nordund

Mittelitalien, einige Besucher

kamen jedoch auch aus dem europäischen

Ausland. Im Rahmen der enertouren

haben eine Vielzahl von Südtiroler

Unternehmen und Institutionen

kooperiert.

32 08/2010

08/2010 33


p a g i n i e r u n g

a k t u e l l

Energiequelle Sonne

Die Solarthermie hat in Südtirol in den

1970-er Jahren Fuß gefasst. Sie wird

in den meisten Fällen zur Erwärmung

des Brauchwassers zum Duschen,

Kochen und Waschen verwendet. Die

Photovoltaikanlagen wurden im vergangenen

Jahrhundert primär in der

Weltraumforschung verwendet bzw.

an solchen Orten, wo eine normale

Stromversorgung nicht möglich war.

„Dazu zählen u.a. Berghütten und

Sendestationen. Wirtschaftlich geworden

ist die Photovoltaik in Südtirol erst

durch das so genannte conto energia.

Die weitgehende Nutzung hat deshalb

erst im Jahr 2005 begonnen.“

Photovoltaik hat durch die Existenz

eines nationalen Stromnetzes den Vorteil,

dass sie relativ flexibel gehandhabt

werden kann. Solarthermische Kollektoren

können nur dort eingesetzt werden,

wo die Wärme vor Ort gebraucht

wird. Sie müssen auch derart dimensioniert

werden, damit die richtige Menchen

pro 1000 Einwohnern. Das

ist im europäischen Vergleich ein

sehr hoher Wert. Im Photovoltaikbereich

liegt Südtirol bei installierten

38 Megawatt. Dazu kommen einige

größere Anlagen, die derzeit

errichtet werden. Zu den jüngsten

Gebäuden mit in der Fassade integrierten

Photovoltaikanlagen zählen

u.a. der neue Sitz der Handelskammer

und der Sitz von Umweltlandesrat

Michl Laimer. Am Sitz der

Europäischen Akademie wird die

Solarthermie im Sommer zur Kühlung

verwendet.

Der Unterschied zwischen Solarthermie

und Photovoltaik ist aber noch

nicht allen klar. „Thermische Solarkollektoren

erzeugen Wärme. Man

verwendet sie, um Wasser zu erwärmen

oder mit dieser Wärme über

thermische Kältemaschinen Kälte zu

Produzieren. Je nach Kollektortyp

erreichen sie im Normalfall bei den

Die Sonne ist die Energie der

Zukunft. Sie kann in mehrfacher

Hinsicht genutzt werden:

Sonnenkollektoren erzeugen

Wärme (Solarthermie),

Solarzellen erzeugen

elektrischen Gleichstrom

(Photovoltaik).

Südtirol liegt bei den solarthermischen

Anlagen bereits bei über

300 Quadratmetern Kollektorflävon

uns verwendeten

Kollektoren eine Temperatur

zwischen 70

und 120 Grad. Es gibt

aber auch Kollektoren,

die eine Temperatur

bis zu 500 Grad

erreichen können“,

erklärt Wolfram Sparber,

Leiter des Insti-

Wolfram Sparber

tuts für Erneuerbare

Energien an der EURAC. Photovoltaik

hingegen erzeugt Strom.

Heizung oder Strom

ge an Wärme produziert wird, die

auch gebraucht wird. „Außer,

man schließt sich an ein

Fernwärmenetz an.

Das ist aber in Südtirol

derzeit noch

kaum der Fall.“

Geschäft mit

dem Strom

Photovoltaikanlagen

hingegen

hängen im Normalfall

am Netz,

das den Strom laufend

abnimmt. „Ich

kann so viel Strom produzieren,

wie ich im Gebäude

verbrauche, ich kann weniger,

aber auch wesentlich mehr Strom produzieren.

Damit kann ich mich primär

auf die Fläche konzentrieren, die mir

zur Verfügung steht und die Anlage

einfach der Fläche nach ausrichten.

Bei solarthermischen Kollektoren hingegen

muss ich immer darauf achten,

welche Nutzung dieser Wärme ich in

dieser Infrastruktur haben kann.“

In Südtirol eignen sich sowohl die

Solarthermie als auch die Photovoltaik.

„Aufgrund der Modulstruktur

und der Art und Weise, wie die einzelnen

Solarzellen im Modul verbunden

sind, ist die Photovoltaik sensibler

auf Schattenwürfe. Während

z.B. ein solarthermischer Kollektor

trotz kleiner Verschattung noch sehr

gute Leistungen bringt, kann bei einem

Photovoltaik-Modul eine kleine

Verschattung bereits zu einem Leistungseinbruch

im Bereich von 70

oder 80 Prozent führen.

Schattenfreier Horizont

Bei Photovoltaikanlagen muss man

darauf achten, dass der Horizont möglichst

schattenfrei ist, es dürfen keine

Bäume vor dem Haus stehen und das

Nachbarhaus sollte eine bestimmte Distanz

haben. Man sollte also nur jenen

Teil des Daches nutzen, von dem man

weiß, dass er den größten Teil des Ta-

S o f t w a r e , C o n s u l t i n g & S t r a t e g y

Für manche Prozesse benötigt

man auch weiterhin Papier.

DIESE FLÄCHE EINER PHOTOVOLTAIK-ANLAGE PRODUZIERT AM TAG BIS ZU 0,93 KW/H STROM

“Email Compliance”

Rechtssichere Email Archivierung

“Archiviazione Sostitutiva”

Gemäß DPR 445/20 0 0

Für alle anderen nicht.

Wieviele m 2 hat Ihr Dach?

Von der Beratung, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Planung, Installation bis zur Nachbetreuung.

Elektro Gostner liefert Ihnen die ideale Photovoltaik-Anlage für Ihr Dach.

E.-Fermi-Str. 20b | 39100 Bozen | Tel. 0471 98 29 83

alpin gmbh srl lanciastr. 8b 39100 bozen

info@elektrogostner.it | www.elektrogostner.it

tel 0471 056000 info@alpin.it www.alpin.it

Dokumentenmanagement · Rechtssichere Archivierung

34 08/2010

08/2010 35

Elektro Gostner. Qualität und Zuverlässigkeit seit über 40 Jahren.

byou.it | mediapool.it


a k t u e l l

jung.it

ges schattenfrei ist.“ In Südtirol gibt es

viele Berge, daher muss auch beachtet

werden, ob der gegenüberliegende

Berg oder Hang starke Schatten wirft.

Der Idealwinkel für Photovoltaikanlagen

ist nach Süden ausgerichtet 30

Grad. Die Sonne bewegt sich am Himmel,

daher muss man diese 30 Grad

nicht unbedingt einhalten. „Je nachdem,

wie weit ich mich von der Idealposition

entferne, desto stärker sind die

Abstriche.“ Es gibt laut Sparber in Südtirol

aber auch schon viele Anlagen, die

sowohl von der thermischen als auch

von der Photovoltaik-Seite auf Fassaden

angebracht werden bzw. auf West- oder

Ostdächern liegen. Teilweise wurden

Photovoltaikanlagen bei sehr flachen

Winkeln auch schon auf Norddächern

größerer Hallen angebracht. „Die bringen

durchaus gute Leistungen.“

Lohnende Investition

Bei einem Einfamilienhaus mit einem

Stromanschluss von 3 kw kostet eine

Photovoltaikanlage im Ausmaß von ca.

25 m² und einer Stromproduktion von

rund 3000 kw/h (Stromverbrauch einer

dreiköpfigen Familie) rund 10.000 €.

Kleinere Anlagen kosten pro kWp

Leistung etwas mehr, größere Anlagen

sind etwas billiger. Eine solarthermische

Anlage für eine vierköpfige Familie

(vier Quadratmeter Kollektoren) bekommt

man bereits für rund 4000 €.

Photovoltaik amortisiert sich aufgrund

der relativ starken Förderung in einem

Zeitraum von acht bis zwölf Jahren,

Solarthermie hingegen amortisiert

sich im Zeitraum zwischen 10 und 14

Jahren. „Das hängt aber davon ab,

woraus die Anlage besteht, was damit

gemacht und wie sie genutzt wird. Bei

der Solarthermie kann man die Förderung

des Landes (30 Prozent der Investitionskosten)

nutzen, während es im

Photovoltaikbereich die Förderung des

Staates auf den produzierten Strom

gibt. Der Staat vergütet den Strom für

20 Jahre zu einem fixen Preis.“

Solar- und Kühlanlage

Sonnige Sommertage

sind etwas Schönes.

Doch mitunter wird ein

heißer Tag in Gebäuden

ganz schön anstrengend.

Die Sommersonne,

welche die Gebäude

aufheizt, kann aber auch

die Energie für deren

Kühlung liefern und zwar

durch die thermische

Nutzung der Sonnenenergie.

Die Tage, an denen

der größte Bedarf an

Kühlung anfällt, decken

sich mit jenen, an denen

die maximalen solaren

Energiegewinne möglich

sind.

Soll Sonnenenergie

Gebäude kühlen, wird

für die Verdampfung des

Kältemittels in einer Absorptionskältemaschine

Solarwärme genutzt.

Diese steht besonders in

den Monaten mit hohen

Kühllasten auch ausreichend

zur Verfügung.

Rotho Blaas GmbH in Kurtatsch

Solar- und Kühlanlage

“vom Klein- bis Schwertransport EIN Partner !”

100

95

75

25

5

0

100

95

Umgekehrt kann die

Solarwärme in den sonnigen

Wintermonaten

einen Teil des Wärmebedarfs

decken.

Dieses System, das in der

Firma Rotho Blaas GmbH

in Kurtatsch eingesetzt

wird, stellt daher eine

optimale Nutzung der Solarenergie

dar. Dem Planungsbüro

Johann Mayr

ist es beispielgebend

gelungen, eine Solargroßanlage

gleichzeitig für

Warmwasserbereitung,

Heizung und Kühlung

einzusetzen.

75

www.gassersrl.it

25

5

0

Architektonische Planung:

Arch. Lukas Burgauner - Bozen

Planung & Bauleitung:

p.i. Johann Mayr - Deutschnofen

Einbau:

Tomasi Raimund OHG - Völs

Bozen . S. Altmann Strasse 7 . Tel. 0471 910 697 . Fax 0471 910 031 . www.eggergmbh.it


s e r v i c e

s e r v i c e

Entkeimtes Wasser durch UV-Licht

Seit sieben Jahrzehnten arbeitet

die Firma Laimer im Bereich der

Strom- und Wassertechnik. Die

Problemlösung für die Kunden

und die Verpflichtung zu einer

ökologischen Denkweise hat

die Auswahl der Produktpalette

mitbestimmt.

Trinkwasser ist unser wichtigstes

Lebensmittel – es kann durch

nichts ersetzt werden. Nur ein Prozent

des Wassers der Erde ist für

den menschlichen Gebrauch verwendbar.

Elf Millionen Menschen

sterben jährlich an Krankheiten,

die aus dem Wasser kommen!

Denn Mikroorganismen

wie

Viren, Bakterien,

Pilze

oder Parasiten

können sich zu

gefährlichen

Krankheitserregern

entwickeln

und eine

Petra Laimer

große Infektionsgefahr

darstellen

– gerade

bei immunschwachen oder älteren

Menschen und Kindern.

Ökonomisch denken und

ökologisch handeln

Der Transport zum Verbraucher erfolgt

zumeist durch ein Wasserverteilungssystem,

bestehend aus Pumpen,

Leitungen und Behältern. Nur

in den seltensten Fällen kann das

Wasser unbehandelt für die Trinkwasserversorgung

verwendet werden.

Somit ist die Produktion von

Trinkwasser ein notwendiger Verfahrensschritt,

damit Wasser vom

Menschen mehrfach genutzt werden

kann. Aus der Verpflichtung zu

einer ökologischen Umgangsweise

wurden effektive und kostengünstige

Trink-, Brauch- und Abwassersysteme

entwickelt.

Chlor-Desinfektion war viele Jahrzehnte

die Methode der Wahl. Wissenschaftliche

Untersuchungen haben aber gezeigt,

wie folgenschwer die Rückstände und

Nebenprodukte des chlordesinfizierten

Wassers sind und die menschliche Gesundheit

belasten. Einige von ihnen verursachen

schwere Erkrankungen, nicht

zuletzt Krebs. Verschiedene Krankheitserreger

(z.B. Legionella pneumophila)

haben bereits eine Chlorresistenz entwickelt,

sodass der Desinfektionserfolg

nur mit einer immer höheren Chlormenge

erreicht werden kann.

Die Sonne als Vorbild

Nach langjähriger, systematischer

Forschungsarbeit steht eine bessere

Alternative zur Verfügung. Wasser

wird mit ultraviolettem Licht desinfiziert,

eine Methode, die der natürlichen

Wirkungsweise des Sonnenlichtes

nachempfunden ist: Das UV-Licht

beschädigt in Sekundenschnelle die

DNA (Erbinformationsträger) der

krankheitserregenden Mikroorganismen.

Die Kohlenstoffbindungen in den

Molekülen werden aufgebrochen, die zur Inaktivierung der

Mikroorganismen und deren Zelltod führen. Ohne schädliche

Nebenwirkungen und absolut zuverlässig!

Dieses System eignet sich infolge der blitzschnellen Reaktion

der ultravioletten Strahlung bestens für die Behandlung

von Wasser, Luft sowie Oberflächen. Selbst in Klimakanälen

kann es optimal eingesetzt werden. Interessant ist auch der

Einsatz in Reinräumen von Krankenhäusern, da sich bei

der UV-Desinfektion keine mutationsbedingten Resistenzen

entwickeln können.

Spezielle Anwendungen

Da weder Geruch noch Geschmack sowie der pH-Wert des

Wassers verändert werden, ist diese Entkeimungsmethode

für die Trinkwasserversorgung bestens geeignet. Nicht nur

die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung ist Nutznießer

dieser Methode, sie findet auch Anwendung in vielen anderen

Bereichen:

• Desinfektion von Schwimmbadwasser

• Entkeimung von Brauchwasser in der Lebensmittelindustrie

(Reinigungswasser)

• Entkeimung von anderen Flüssigkeiten wie zB. Sirup

• Luftbefeuchtung von Klimaanlagen, Desinfektion von

Flüssigkeiten in offenen Kühlsystemen

• Aufbereitung des Wassers für die Schneekanonen

• Desinfektion von Wasser in Fischzuchten

• Reinigen von medizinischen Geräten

• Abwasserdesinfektion in Kläranlagen als Abschluss

der biologischen Klärstufe

• In der Pharma- oder Halbleiterindustrie werden durch

den kombinierten Einsatz von UV-Desinfektion Kohlenstoffverbindungen

im Wasser reduziert und somit

das notwendige Reinstwasser produziert.

• In abgelegenen Gebieten kommen die UV-Geräte sogar

mit eigener solarer Energieversorgung zum Einsatz.

Kombinationsprozesse

Anhand von UV-Desinfektionsanlagen in Zusammenwirkung

mit dem starken gasförmigen Oxidationsmittel

Ozon lassen sich bislang nicht abbaubare Schadstoffe im

Wasser unschädlich machen. Das aus drei Sauerstoff-

Atomen bestehende Ozon, das vor Ort aus technischem

Sauerstoff oder der Luft erzeugt wird – weil nicht lagerfähig

und unstabil – wird durch den Reaktionsprozess der

Oxidation vollständig verbraucht oder wieder in Sauerstoff

zerlegt und bringt somit keine schädlichen Nebenprodukte

mit sich.

Ozonanlagen werden vor allem im Abwasserbereich genutzt,

wo herkömmliche Aufbereitungsverfahren wie Flockung,

Filtration und Adsorption nicht mehr ausreichen.

blauhaus.it

Strom- und

WaSSertechnik

- Kreisel- und Tauchpumpen für

sämtliche Bewässerungssysteme

- Hochdruckpumpen für

Beschneiungsanlagen

- Schmutz- und Abwasserpumpen

für Kläranlagen und Baustellen

- Pumpen für die Lebensmittelindustrie

- Pumpen für den Zivilschutz

- UV-Desinfektionsanlagen für die

Wasserentkeimung von Trink- und

1/2

Abwasser sowie für Schwimmbäder

- Stromgeneratoren für die flexible

Stromversorgung

- Hochdruckreiniger

- Kompetente Beratung

- Reparaturdienst und Serviceeinsätze

Laimer

Info

LAIMER & Co. KG

Zwölfmalgreinerstr. privat 8 - 39100 Bozen

Tel. 0471 977 000 - Fax 0471 971 221

info@laimer.biz

LAIMER

S T R O M - U N D W A S S E R T E C H N I K

T E C N O L O G I E I D R O - E L E T T R I C H E

38

08/2010

Bozen, Zwölfmalgreiner-Str. privat 8

Tel. 0471 977000, info@laimer.biz


s e r v i c e

p a g i n i e r u n g

Rundum-Kundenservice

Seit fünf Jahren ist das Brixner

Ingenieurstudio ing.studio

Blasbichler GmbH kompetenter

Ansprechpartner

für alle Stromproduzenten

und Stromverteiler. Von der

Beratung über die Planung bis

zum Service bietet es umfassende

Hilfestellungen.

„Es ist unsere Aufgabe, den Kunden

von der „Idee weg“ zu betreuen. Das

bedeutet, wir beraten den Kunden in

wirtschaftlich-technischen Fragen im

Anfangsstadium einer Projektidee,

führen die Planung von elektrischen

Produktions- und Verteilungsanlagen

durch, übernehmen entscheidende

bürokratische Aufgaben während der

Vorphase, beim Bau und der Inbetriebnahme

der Anlagen. Auch nach

Produktionsbeginn stehen wir unseren

Kunden weiter unterstützend

zur Seite“, erklärt Albin Blasbichler,

verantwortlicher Techniker und Geschäftsführer.

Konkret bedeutet das,

dass er und seine Mitarbeiter die aufwendigen

Genehmigungsverfahren

abwickeln, Anträge stellen und im

Dschungel der gesetzlichen Vorschriften

den Überblick behalten. Ziel ist es,

für jeden Kunden individuell die beste

technische und wirtschaftliche Lösung

unter Berücksichtigung der Gewährung

von staatlicher Förderung für die

Erzeugung erneuerbarer elektrischer

Energie zu finden.

Optimale Erlöse

Das Spektrum der sich jährlich ändernden

gesetzlichen Vorschriften und

Pflichten ist breit und verlangt von den

Mitarbeitern des Ingenieurbüros eine

stetige Vervollkommnung ihrer Kenntnisse

zu Bestimmungen, Abwicklung

der Anträge, Verträge und Dokumentationen

im Bereich erneuerbarer

Energien. Den Betreibern verschiedenster

Energiewerken und -anlagen

werden aufwändige Behördengänge

und umfangreiche Meldungen und

Ansuchen abgenommen. Durch ständige

Verfolgung der Märkte können

optimale Erlöse für die Vermarktung

der elektrischen Energie und der sogenannten

Grünen Zertifikate erzielt

werden. Die Produzenten legen so den

enorm hohen Verwaltungsaufwand

komplett in kompetente Hände.

Für Anlagen, die bereits in Betrieb

sind, kümmert sich die ing.studio

Blasbichler GmbH unter anderem um

die Qualifizierung beim GSE zum Erhalt

der staatlichen Förderungen, um

periodisch zu stellende Anträge auf

Genehmigung der Grünen Zertifikate

und um die optimale Vermarktung der

produzierten elektrischen Energie;

aber auch um die periodische Verrechnung

des Energieverkaufes oder

des Energietausches an den GSE, die

jährliche Erneuerung der Lizenzen

und Durchführung der Jahresmeldung

bei der Zollagentur.

Sowohl die größten Obstgenossenschaften

des Landes (wie z.B. MIVO-

ORTLER, GEOS usw.) als auch Industriebetriebe

wie Südtirol Fenster GmbH

und kleinere Kunden wie Handwerksbetriebe,

Kondominien und Privatpersonen

fühlen sich von den Fachleuten

optimal betreut.

Energieeffizientes Bauen

beginnt bei der Planung

Das Plan Team wurde von der

„E-Werk-Breien Konsortial

GmbH“ mit der Planung und der

Bauleitung zur Errichtung des

E-Werkes Breien beauftragt.

Hierfür wurde der Tierser Bach

unterhalb der Ortschaft Breien

gefasst, wobei größte Aufmerksamkeit

darauf gelegt wurde, dass das

Landschaftsbild so wenig wie möglich

verändert wird. So wurde z.B.

die Bachsohle durch Steinblöcke

und dazwischen liegenden Tümpeln,

ähnlich der natürlichen Bachstrecke,

wieder hergestellt, sodass auch auf

die Errichtung einer Fischleiter verzichtet

werden konnte.

Ein dem Einlaufbauwerk nachgeschalteter

Entsander verhindert großen

Verschleiß oder gar Schäden an den

Turbinen, wobei sowohl der Entsander,

als auch das damit gekoppelte

Ausgleichsbecken aus landschaftsökologischen

Gründen unterirdisch

geplant wurden.

Architektonisch

minimalistisch geplant

Das Krafthaus, welches anstelle eines

aufgelassenen und baufälligen Wohnund

Gewerbebaus errichtet wurde,

beinhaltet neben der Maschinenhalle

auch Räume für die Steuerung und

die Überwachung für die Mittelspannungs-Schaltzellen

und Transformatoren.

Ebenso sind im Kraftwerk Sanitäranlagen

sowie ein Lager und eine

kleine Werkstatt untergebracht.

Das Krafthaus soll ganz bewusst einen

Industriecharakter ausstrahlen,

sodass es architektonisch sehr minimalistisch

geplant wurde.

Um für technisch Interessierte den

freien Blick auf die Maschine zu gewährleisten,

wurde der Maschinenraum

mit Fensteröffnungen versehen,

welche auch für eine natürliche Belichtung

dienen.

Hydraulische Daten

Restwasser

Konzessionierte

Höchstwassermenge

Durchschnittliche

Wassermenge

Bruttofallhöhe

Länge Druckrohrleitung

Durchmesser

Druckrohrleitung

Engpassleistung

Mittlere Nennleistung

Installierte Leistung

(Generator)

Mittlere Jahresproduktion

30 % + 150 l/s

1050 l/s

621 l/s

354,23 m

4803 m

900 mm

(unverändert)

3.010 kW

2.160 kW

2x2.400 kVA

14.730 GWh

„Denn energieeffizientes Bauen beginnt bei der Planung!“

40

XX/20XX

Plan Team GmbH - Schlachthofstraße 59 - 39100 Bozen - Tel. 0471 543 200

Fax 0471 543 230 - info@planteam.it - www.pps-group.it

08/2010 41


s e r v i c e

Fermenter 1

der Biogasanlage

in Bondeno

Photovoltaik

Multitalent Biogas

Erneuerbare Energien haben

es der Firma Elpo GmbH aus

Bruneck besonders angetan.

Kein Wunder also, dass man

sich neben dem Schwerpunkt

Photovoltaik intensiv mit dem

Thema Biogas beschäftigt.

Biogas wird von Mikroorganismen

gebildet, wenn sie Pflanzen,

Mist oder Gülle zersetzen. Bei

der Biogasherstellung entsteht nur

so viel Kohlendioxid, wie die Energiepflanzen

bei ihrem Wachstum

aufgenommen haben oder bei der

Verrottung von Abfällen ohnehin

entweichen würde. Also sind Strom

und Wärme aus Biogasanlagen

besonders klimaverträglich. Ein

weiterer Vorteil ist die Speicherfähigkeit.

Schwankungen anderer

erneuerbarer Energien wie Wind-

Prozessvisualisierung einer Biogasanlage

oder Sonnenenergie können ausgeglichen

werden.

Vielseitig und nahezu universell

Die Firma Elpo beschäftigt sich seit

Jahren mit erneuerbaren Energien.

Bisher stand die Photovoltaik im Fokus.

Bereits seit drei Jahren befasst

man sich aktiv auch mit dem Thema

Biogas von Seiten der elektrischen

Installation und der automatischen

Systemsteuerung. In diesem Jahr

wurden bereits vier Biogasanlagen

im norditalienischen Raum schlüsselfertig

ans Netz gebracht. Weitere

sieben Anlagen befinden sich in der

Ausführungs- und Realisierungsphase.

Alle verwenden ausschließlich

organische Reststoffe, Gülle und heimische

nachwachsende Rohstoffe zur

Biogas-Produktion.

Geschäftsführer Robert Pohlin ist fasziniert

von dem Energieträger: „Biogas

ist vielseitig und nahezu universell

einsetzbar und unser Engagement

ist die konsequente Weiterentwicklung

aus den bereits seit Jahren bestehenden

Kompetenzen: Wir bieten

die komplette elektrische Planung,

Installationstechnik, Niederspannungsschalttechnik,

Mittelspannung

und Hauptverteiler, Schaltschränke,

Schutzsysteme, Messtechnik bis hin

zur kompletten elektronischen Überwachung

und Steuerung. Wir decken

somit den gesamten elektrischen Prozess

der Biogasproduktion ab.“

Modernste Technik

Für die Systemsteuerung, Visualisierung

und externe Überwachung des reibungslosen

Ablaufs der Anlagen sind bei

Elpo neun Programmierer verantwortlich.

Durch den Einsatz von modernster

Technik wird eine Jahresverfügbarkeit

von 98 % erreicht. Zudem verfügt man

über zwei Biogas-Montageteams, um

die optimale Verfügbarkeit der Anlagen

zu garantieren. Neue Mitarbeiter

werden bereits geschult und Pohlin ist

zuversichtlich für die weitere Entwicklung:

„In Italien wird derzeit Biogas fast

nur zur Stromerzeugung eingesetzt. Zur

optimalen energetischen Nutzung sollte

das Biogas in Blockheizkraftwerken in

Strom und Wärme umgewandelt werden.

So wird die Energie doppelt und

besonders effizient genutzt. In Deutschland

– dem Vorreiterland – soll bis 2020

Biogas sechs Prozent des Erdgasverbrauchs

ersetzen.“

Energie Gewinn

Photovoltaik. Innovative Technologie im Einklang mit der Natur. Modernste Anlagen bieten heute eine Investition mit einer

sicheren Rendite und Gewinn für unsere Umwelt. Entscheidend ist die richtige Planung und Auswahl – auf Ihre persönlichen

Bedürfnisse zugeschnitten. Diese Kunden stehen für unsere Arbeit: MILKON Bruneck | OG EOFRUT Tramin | Hotel Olympia Reischach | OG Terlan | Messe

Bozen | Moessmer AG Bruneck | OG KURMARK-UNIFRUT Magreid | Etschwerke AG Bozen | E-AG Mals | Wolf Fenster AG Schabs | Harrasserhof Reischach | ...

Elpo GmbH | J.-G.-Mahl-Straße 19 | I-39031 Bruneck (BZ)

Tel. +39 0474 57 07 00 | Fax +39 0474 57 07 77 | info@elpo.it | www.elpo.it

sell well

42

08/2010

Planung | Elektroinstallation | Photovoltaik | Automatisierung


a k t u e l l

a k t u e l l

Bekenntnis zum Solarstrom

voltaik begründet der Greenpeace-

Autor nicht mehr mit Daten eines

Branchenverbandes, sondern mit den

jüngsten Prognosen der Klimaforscher:

Diese machten eine drastischere

Reduktion der Kohlendioxidemissionen

unumgänglich. Entsprechend

seien die politischen Parameter in der

Studie zugunsten drastischerer Klimaschutzmaßnahmen

verändert worden.

„Wir haben dieses Mal zwei Szenarien

entwickelt“, sagt Teske, „vor allem das

weitergehende „Advanced“-Szenario

setzt dabei auf den massiven Ausbau

der Photovoltaik.“ Dieses fortgeschrittene

Szenario messe insbesondere der

Elektromobilität eine höhere Bedeutung

zu und habe deshalb kaum Vorbehalte

hinsichtlich der Speicherbarkeit

des Solarstroms mit einberechnet.

Weiter sieht das Szenario weltweite

Einspeisetarife nach deutschem Vorbild

vor, die 20 Jahre lang gezahlt werden

sollen. Dabei sollen Ausgleichszahlungen

aus den Industrieländern

die Belastungen für Stromverbraucher

aus ärmeren Ländern möglichst gering

halten. So kommt das „Advanced“-

Szenario zu einer deutlich mutigeren

Zubauprognose: Bei Photovoltaikanlagen

kommt es

für das Jahr 2020 auf eine

mehr als doppelt

so hohe installierte

Leistung als die erste

Studie. Aus den

höheren Produktionszahlen

leitet

sie konsequenterweise

niedrigere

Kosten zur

Produktion von

Solarstrom ab:

Hier geht sie nunmehr

bereits für das

Jahr 2025 von vier bis

acht Cent je Kilowattstunde

aus. Die Vorgängerstudie hingegen

hatte selbst für 2030 erst eine

Kostensenkung auf fünf bis neun Cent

prognostiziert.

Die Greenpeace-Schätzungen

Im Grunde sind aber auch die aktuellen

Greenpeace-Schätzungen als

konservativ zu bewerten: So gehen

sie schon für 2007 von einer weltweit

installierten Gesamtleistung

von sechs Gigawatt aus.

PHOTON-Erhebungen für dasselbe

Jahr haben einen mehr als doppelt so

hohen Wert ergeben.

An anderer Stelle erscheinen die

Greenpeace genannten Werte wiederum

sehr hoch gegriffen: So prognostiziert

das Szenario für 2025 bei 1000

Gigawatt weltweit installierter Solar-

Laut Greenpeace hat

Photovoltaik das Zeug zur

Energiequelle Nummer eins. Vor

drei Jahren hatten Greenpeace

und der Europäische Rat für

Erneuerbare Energien erstmals

ein globales Energiekonzept

vorgelegt. Nun gibt es eine

Nachfolgestudie mit deutlich

ehrgeizigeren Zielen hinsichtlich

der CO 2

-Reduktion und des

Ausbaus regenerativer Energien.

Insbesondere den Ausbau der

Photovoltaik hält Greenpeace

dabei für das Mittel der Wahl.

Auf den ersten Blick hat sich nicht

viel verändert, seitdem Greenpeace

und der Europäische Rat für Erneuerbare

Energien (European Renewable

Energy Council, Erec) vor etwas

mehr als drei Jahren das erste Mal

eine Studie mit dem Titel „Energie(r)

evolution“ veröffentlicht haben. Die

Urversion entwirft wie das vor wenigen

Wochen vorgestellte 2010er Update

mehrere Szenarien einer wachsenden

Weltwirtschaft bei sinkendem

CO 2

-Ausstoß. Beide Werke sind ansprechend,

wenn auch etwas unübersichtlich

gestaltet. Beide beruhen sie

auf Annahmen der Internationalen

Energieagentur (International Energy

Agency, IEA), was Wirtschafts- und

Bevölkerungsentwicklung betrifft.

Und beide wecken die Hoffnung auf einen

grundlegenden Wandel. Doch bei

genauerem Hinsehen zeigt sich: Die in

diesem Juni veröffentlichte Untersuchung

tut deutlich mehr als die erste

Studie aus dem Jahr 2007, um diese

Hoffnung auch auf den folgenden 260

Seiten noch am Leben zu erhalten.

So kommt sie zu dem Schluss, dass die

erneuerbaren Energien Mitte des Jahrhunderts

95 Prozent der weltweiten

Stromerzeugung ausmachen können –

die erste Greenpeace-Studie hatte ihnen

nur einen Anteil von 70 Prozent zugetraut.

Folglich könnte der globale CO 2

-

Ausstoß nach dem aktuellen Szenario

zu diesem Zeitpunkt auf 3,3 Milliarden

Tonnen zurückgehen, wohingegen in

der Prognose von vor drei Jahren noch

11,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in

Kauf genommen wurden.

Zuversicht in Sachen Photovoltaik

Vor allem aber: Greenpeace bewertet

das Potenzial der Photovoltaik inzwischen

weitaus höher. 33 Prozent der

Elektrizitätserzeugung soll im Jahr

2050 auf Solaranlagen entfallen –

mehr als auf Wind, Wasser und jede

andere Energiequelle. Die alte Studie

hatte der Photovoltaik bis zur Jahrhundertmitte

höchstens einen Anteil

von elf Prozent zugetraut. Sie hatte auf

Daten des Verbands der europäischen

Photovoltaikindustrie (European Photovoltaic

Industry Association, Epia)

basiert, der in der Vergangenheit stets

äußerst niedrige Produktionszahlen

an die Öffentlichkeit gegeben hatte. In

der zweiten Studie 2008, die bereits

auf optimistischeren Epia-Daten beruht,

sah Greenpeace Windkraft und

Photovoltaik schon gleichauf. „Bisher

wurden unsere Prognosen immer von

der tatsächlichen Entwicklung überholt“,

räumt Sven Teske ein. „Ich bin

mal gespannt, wann dies nicht mehr

so sein wird.“ Vielleicht diesmal? Seine

neue Zuversicht in Sachen Photo-

44

08/2010


Forum Brixen

a k t u e l l

Gemeinsame Agenda

für Forschung und Innovation“. Dieser

enthält Strategien, um die bestehenden

Forschungseinrichtungen im Zeitraum

von fünf bis zehn Jahren zu stärken.

Dabei soll nicht nur die Koordination

unter diesen Einrichtungen verstärkt,

sondern auch die Abstimmung mit anderen

Akteuren gefördert werden.

Orientierung bieten

kraftwerke eine Produktion von 1400

Terawattstunden elektrischer Energie.

Daraus ergibt sich ein Ertrag von 1400

Kilowattstunden pro Kilowatt Leistung,

was aufmerken lässt: Solche hohen

Werte lassen sich nur in sonnenreichen

Ländern erreichen. „Tatsächlich

sind wir davon ausgegangen, dass die

meisten Solaranlagen in Ländern mit

hoher Einstrahlung gebaut werden“,

begründet das Teske. So sieht die Studie

für Europa im Jahr 2050 eine installierte

Leistung von 510 Gigawatt

vor, während sie für Nordamerika annähernd

das Doppelte prognostiziert.

Quelle: Photon – Das Solarstrom Magazin,

Seite 18, Ausgabe 7/Juli 2010

Sternstunde der Sonnenenergie

Ein energie-autarkes Land dank Photovoltaik,

so sieht der Zukunftsforscher

Christian Hehenberger Südtirol

im Jahr 2020. Herr und Frau Südtiroler

bewohnen ein Plus Energiehaus

und fahren Elektroauto. Und auf unseren

Bergen stehen dann vielleicht

sogar schon Schutzhütten, deren Sonnenkollektoren

vollkommene energetische

Unabhängigkeit gewähren. Eine

Vision und ein Ausflug in die Schweiz.

Südtirol ist sonnenverwöhnt; ebenso

wie seine Bewohner. Wie sehr fällt

es auf, wenn es ausnahmsweise drei

Tage am Stück regnet. Der Südtiroler

reagiert verstimmt. Mit 300 Sonnentagen

im Jahr ist das kein Wunder.

Sonnige Aussichten

Der österreichische Zukunftsforscher

Hehenberger prophezeite Südtirol

bahnbrechende Innovationen dank

einer noch intensiveren Nutzung von

Sonnenenergie. Jeder Südtiroler fahre

künftig mit einem Hybridwagen

und „tanke“ die Energie dafür, in der

eigenen, Sonnenkolektor-bedeckten

Garage.

Seit einiger Zeit schon steht die systematische

Umwandlung von Sonnenenergie

in elektrische hoch im Kurs.

Photovoltaik genannt, und vielfach

finanziell gefördert, findet sie Anwendung

auf Dächern, in Taschenrechnern,

bei Parkscheinautomaten, auf

Freiflächen und auf Schutzhütten.

Ein fast autarker Bergkristall

Die Eidgenossen im Oberwallis machen

es uns vor. Mit der Neuen Monte

Rosa Schutzhütte (2883m) haben unsere

alpenländischen Nachbarn ein

exemplarisches und nachhaltiges Gebäude

fertiggestellt; Energiedeckungsgrad

90 %. Dies soll dank einer in die

Südfassade integrierten Photovoltaikanlage

sowie thermischen Solarkollektoren,

als ehrgeiziges Ziel seiner

Projektanten, gelingen.

Das Vorzeige-Schutzhaus ist Resultat

eines Gemeinschaftsprojekts der Sektion

Monte Rosa des Schweizer Alpen-

Clubs und der Eidgenössischen Technischen

Hochschule Zürich. Mit seiner

speziellen Form und der silbernen

Aluminiumhülle erinnert es, in spektakuläre

Landschaft zwischen Gorner-,

Grenz- und Monte Rosa-Gletscher eingebettet,

an einen Bergkristall.

Im Frühling 2010, bei erstmaliger Inbetriebnahme,

schaffte es die Neue

Monte Rosa Hütte ca. 70 % des Energiebedarfs

zu decken. Übers Jahr soll

nun der angestrebte Selbstversorgungsgrad

erreicht werden.

Eine Vision

Vielleicht kann das Projekt der Monte

Rosa Hütte ja richtungsweisend beflügeln

und uns dazu motivieren, die besonders

günstigen Einstrahlungsverhältnisse

im Hochgebirge vermehrt zu

nutzen. Die Einweihung vonSüdtirols

erster energie-autarken Schutzhütte

wäre auf jeden Fall eine Sternstunde,

die wir anstreben sollten.

Das Land Südtirol will die

Kooperation zwischen den

Forschungseinrichtungen

und den Akteuren im Bereich

der erneuerbaren Energien

stärken. Eine gemeinsame

Agenda soll künftige

Entwicklungsmöglichkeiten

aufzeigen und die beteiligten

Akteure inspirieren, neue Wege

zu gehen.

Die Landesabteilung Bildungsförderung,

Universität und Forschung

hat im vergangenen Herbst

ein Roadmapping initiiert. Es handelt

sich dabei um eine Methode zur

Planung von Aktionsprogrammen

für Forschung und Entwicklung. Im

Vordergrund steht dabei das aktive

Planen der Zukunft.

Der Bereich der erneuerbaren Energien

wurde für die erste Roadmap auf

Landesebene gewählt, da es in diesem

Bereich bereits zahlreiche Einzelaktionen

gibt. Darauf aufbauend können

nun eine Standortbestimmung vorgenommen

und gemeinsame Perspektiven

entwickelt werden.

Die Roadmap „Erneuerbare Energien“

wurde von einer Arbeitsgruppe bestehend

aus rund dreißig lokalen Akteuren

erarbeitet. Hintergrund der Roadmap

ist der „Mehrjährige Landesplan

„Insbesondere die

Kooperationsbereitschaft

der beteiligten

Personen zeugt vom

Wunsch, gemeinsam

etwas zu bewegen“,

unterstreicht

die Landesrätin für

Forschung Sabina

Kasslatter Mur. Die Sabina Kasslatter Mur

Roadmap könne Orientierung

bieten und als Grundlage

für künftige Aktivitäten und Kooperationen

im Forschungsbereich dienen.

„Die Roadmap ist Ausdruck einer

gemeinsamen Vision und eines

gemeinsamen Verständnisses von

Problemen und Lösungswegen“, so

die Landesrätin.

Die Schwerpunkte der Roadmap liegen

in den Bereichen Biomasse, Gebäude,

Wasserkraft und Wasserstoff sowie in

der Einsparung und im Umgang von

Energie bei Produktionsprozessen. Der

Austausch von Wissen und Technologie

soll gefördert und die Qualität der

Aus- und Weiterbildung durch qualifizierte

Fachkräfte verbessert werden.

Die Arbeitsgruppe der Roadmap wird

sich ein- bis zweimal jährlich treffen,

um über den Stand des Projektes zu

diskutieren und – wenn nötig – die

Strategien den jeweils geänderten

Rahmenbedingungen anzupassen.

Für Informationen können Sie sich

an das Landesamt für Hochschulförderung,

Universität und Forschung

(Daniela Ferraro, Tel. 0471 412955,

hochschulfoerderung@provinz.bz.it)

wenden.

Die Roadmap steht unter

www.provinz.bz.it/bildungsfoerderung/forschung/1376.asp

zum

Download bereit.

46 08/2010

08/2010 47


s e r v i c e

ABD Airport Bozen

p a g i n i e r u n g

Energiegewinnung in Italien …

„Mit Engagement und Liebe zur Sache …“

Einfamilienhaus in Bruneck

… eine Politik mit vielen

Möglichkeiten: Photovoltaik

und die erneuerbare Gewinnung

von elektrischer Energie ist

mittlerweile in aller Munde. Das

neue staatliche Dekret – der sogenannte

dritte „conto energia“

– welches die Fördertarife ab

2011 regelt, ließ lange auf sich

warten und wurde jüngst veröffentlicht.

Daraus kann man klar feststellen,

dass Investitionen in Photovoltaikanlagen

weiterhin wirtschaftlich

sehr interessant bleiben.

Seit Inkrafttreten der ersten Auflage

des „conto energia“ vor etwa fünf

Jahren hat sich in der Bevölkerung

eine sehr positive Einstellung zur

alternativen Energiegewinnung entwickelt.

Die Möglichkeit, elektrische

Energie unabhängig zu produzieren

und diese selbst zu verbrauchen oder

zu verkaufen, wurde und wird vom

privaten Haushalt, von Industrie und

Gewerbe sowie von Investoren immer

häufiger genutzt.

Ein hoher Qualitätsfortschritt

Stahlbau Pichler

Betrachtet man die Photovoltaik aus

dem Blickwinkel des Technologielebenszyklus

kann man sagen, dass

diese Form der Umwandlung von

Licht in elektrische Energie an einen

sehr hohen Punkt angelangt ist. Es

gibt keinen Grund, sich aus Skepsis

gegenüber Funktionalität, Anwendbarkeit,

Effizienz oder Lebensdauer,

sich nicht für diese Technologie

zu entscheiden. Die Produktion von

Zellen, Modulen und weiterer zugehöriger

Komponenten wurde in den

vergangenen Jahren weitgehend

standardisiert und industrialisiert.

Dieser Fortschritt macht sich vor

allem durch die Erfüllung höchster

Qualitätsansprüche bei Material und

Verarbeitung bemerkbar.

INFO

Leitner Solar AG

Rienzfeldstr. 47 - 39031 Bruneck

Tel. 0474 571 110

info@leitnersolar.it - www.leitnersolar.it

Ein Interview mit

Hubert Leitner über sein

Engagement in Sachen

Solarenergie.

Radius: Hubert Leitner,

Sie in Ihrer Funktion

als Geschäftsführer

der Leitner Solar

AG konnten sich als

Pionier in der Solarbranche

bis zum

heutigen Tage an der

Spitze in Italien behaupten.

Welches ist

Hubert Leitner

Ihr Erfolgsgeheimnis?

H. Leitner: Pioniere werden ja bekanntlich

überholt oder sterben aus,

das weiß man aus der Geschichte,

insofern werde ich nicht sehr gerne

mit diesem Begriff in Verbindung gebracht.

Doch Scherz beiseite. Ich war

schon sehr früh von der Möglichkeit

der Energiegewinnung durch Photovoltaik

fasziniert und stehe deshalb

auch mit voller Überzeugung und

Begeisterung hinter der Sache. Vielleicht

ist dieses das vermeintliche

Geheimnis: Engagement, Liebe zur

Sache und Mut für die Idee.

Radius: Viel Freude am Tun und Handeln

haben Sie schon seit eh und je

unter Beweis gestellt, ziehen Sie die

grüne Linie auch persönlich kompromisslos

durch?

H. Leitner: Ich wäre unglaubwürdig

und letztendlich mit meinen Unternehmen

nicht so erfolgreich, würde

ich meine Überzeugung nicht auch

persönlich durchziehen. So habe ich

selbstverständlich mein Privathaus

mit einer integrierten Photovoltaikanlage

ausgestattet und auch der Firmensitz

nutzt den sauberen Strom einer

eigenen Anlage. Weiters betreibe

ich eine eigene Anlage auf einem angemieteten

Stadeldach und halte Beteiligungen

an mehreren Solarparks

in Sardinien und in Mittelitalien. Weitere

Investitionen in den kommenden

Jahren sind geplant.

Radius: Wie man aus den verschiedenen

Medien entnimmt, kann sich die

Branche momentan vor Aufträgen

kaum retten. Wo sehen Sie die Photovoltaik

in der Zukunft, vielleicht in fünf

Jahren?

H. Leitner: Photovoltaik ist mitunter

eine der zukunftsträchtigsten Technologien

überhaupt und wird sich

langfristig durchsetzen. Zumal sie

unerschöpflich ist, doch vor allem

sauberer und umweltfreundlicher

als die konventionelle Energieerzeugung,

auch als Kernenergie. Mehrere

Studien belegen, dass Energie aus

Photovoltaik in nicht allzu weiter Ferne

billiger angeboten werden kann,

als konventionell produzierte Energie.

Diese meiner Meinung nach in

weniger als fünf Jahren eintretende

Netzparität wird eine unaufhaltsame

Entwicklung der Photovoltaik bringen

– und dies ohne staatliche oder andere

Förderungen.

Radius: Welche besonderen Entwicklungen

erwarten Sie?

H. Leitner: Es wird neue Technologien,

neue Materialien geben und die

Effizienz wird weiterhin steigen.

Photovoltaikanlagen werden immer

stärker in die Gebäude integriert

werden und die Energie wird auch

dazu genutzt, beispielsweise Wärmepumpen

zu betreiben und die

Elektrofahrzeuge aufzuladen.

Radius: Wo wird die Reise für die Leitner

Solar AG noch hinführen?

H. Leitner: Wir wollen weiterhin ein

Anbieter im oberen Qualitätssegment

bleiben, den jeweils aktuellen Stand

der Technik anbieten und unsere

Kunden mit bestem Service betreuen.

Diese Säulen werden gewährleistet,

weiterhin Wachstum zu haben, zu den

besten Anbietern in Südtirol und italienweit

zu gehören, sowie international

tätig zu werden.

48

08/2010

08/2010 49


p a g i n i e r u n g

s e r v i c e

diesem lukrativen Sektor. Der Staat

reagiert mit Überprüfungen, welche

aufgrund der Komplexität der Materie

oft formale Aspekte in den Vordergrund

stellen. So wurden allein im

Jahr 2009 Strafen in Höhe von über

€ 50,5 Mio. ausgestellt.

Neue Photovoltaikförderung

Im Gespräch mit DDr.

Ing. Eugen Psaier von

Energy.dis zum Thema

Photovoltaikförderungen.

Welche Faktoren gilt es zu berücksichtigen?

Was müssen

Investoren beachten?

Radius: Photovoltaik ist ein derzeit

heiß diskutiertes Thema. Viele Investoren

kommen momentan arg ins

Schwitzen, da die Photovoltaikanlagen

nicht mehr bis Ende des Jahres abgeschlossen

werden können. Wie sieht

es mit den neuen Förderungen für das

Jahr 2011 aus?

E. Psaier: Sicher, die derzeitige Photovoltaikförderung

ist für Investoren ziemlich

großzügig. Diese läuft allerdings

im Jahr 2011 nicht aus, sondern wird

durch ein neues Dekret* verlängert.

Festzuhalten gilt, dass die Fördertarife

für neue Anlagen ab dem Jahr 2011

gekürzt werden, um den sinkenden Investitionskosten

Rechnung zu tragen.

Positiv ist, dass die Kürzungen geringer

ausgefallen sind als ursprünglich

befürchtet (siehe Tarifvergleich).

Neu eingeführt wurde, dass die Tarife

für das Jahr 2011 jedes Quadrimester

je nach Anlagengröße um weitere 3–7 %

gesenkt werden und ab dem Jahr 2012

eine weitere jährliche Senkung von je

6 % vorgesehen ist. Photovoltaikinvestoren

sollten also durchaus auf die Tube

drücken, wenn sie die derzeit noch vorhandenen

Gewinne abschöpfen wollen.

Radius: Gibt es weitere Neuigkeiten im

Dekret?

E. Psaier: Ja, der Gesetzgeber führt

leider nie die bestehende Regelungen

fort bzw. begnügt sich mit einer

Tarifanpassung. Dies führt dazu, dass

für Neuanlagen ab dem Jahr 2011 die

Wirtschaftspläne komplett zu überarbeiten

sind. Neben dem erwähnten

neuen Stufenkonzept nach Anlagengröße

ist vor allem die rückwirkende

Änderung von Teilen des vorhergehenden

Dekretes hervorzuheben. Für

eine genaue Abklärung ist es ratsam,

sich mit einem Berater seines Vertrauens

in Verbindung zu setzen.

Radius: Diese rückwirkenden Änderungen

sind in Italien ja immer wieder

ein Schreckgespenst!

E. Psaier: Man sollte den Teufel nicht

gleich an die Wand malen. Bei den

erwähnten Änderungen geht es im

Wesentlichen um Interpretation und

Auslegung des bestehenden Dekretes.

Die Fördertarife bleiben auch durch

einen privatrechtlichen Vertrag mit

dem GSE gesichert. Allerdings war

im letzten Finanzgesetz (manovra)

* Das Ministerialdekret zur

Neuregelung der Photovoltaikförderung

vom 6. August 2010 wurde im

Gesetzesanzeiger Nr.197 am

24-08-2010 veröffentlicht.

eine einschneidende Maßnahme für

die sogenannten Grünen Zertifikate

zum Nachteil der Produzenten vorgesehen.

Diese konnte glücklicherweise,

auch mit Unterstützung der

hiesigen Parlamentarier, abgewendet

werden. Beunruhigend ist die Zunahme

an Kontrollen und Strafen, welche

bei Unregelmäßigkeiten bis zur Aberkennung

des Fördertarifs bzw. auch

zum Entzug der Genehmigungen führen

können. Zurückzuführen ist dies

auf die steigende Anzahl von offenen

bzw. versteckten Schwindeleien in

Eugen Psaier

Er hat in München

Energietechnik, in

den USA und in

Innsbruck Wirtschaft

studiert und

ist Geschäftsführer

und Teilhaber eines

Beratungsunternehmens

im Energiesektor, welches vor

neun Jahren gegründet wurde, 16

Mitarbeiter beschäftigt und eine Vielzahl

an Kunden im In- und Ausland

berät. Im Jahr 2008 gründete er mit

Dr. Ing. Martin Unterberger zusätzlich

das spezialisierte Beratungsstudio

Psaier & Unterberger. Zudem besteht

eine enge Zusammenarbeit in

Steuerfragen mit der Steuerkanzlei

Psaier & Partner.

Radius: Wie kann sich der Produzent

gegen obige „Gefahren“ schützen?

E. Psaier: Vielfach werden durch die guten

Investitionsförderungen formale Aspekte

eher als Bremse abgetan. Besser

ist es diese von Beginn an zu berücksichtigen.

Eine ordnungsgemäße Dokumentation

hilft die Zertifizierungsverfahren

zu beschleunigen und potentielle

Fehler frühzeitig zu erklären. So wie in

allen anderen Wirtschaftssektoren ist es

auch bei Investitionen im Energiesektor

bedeutend, ein gesichertes Wirtschafts-

Konzept auszuarbeiten, das auch mögliche

Gesetzesänderungen in Form von

Risikoschlüsseln versucht zu antizipieren.

Dies wird übrigens auch bei den

Banken in Bezug auf die Finanzierung

immer wichtiger.

Im laufenden Betrieb sind die Auflagen

und normativen Bestimmungen einzuhalten,

was aufgrund der Vielzahl von

Vorgaben zugegebenermaßen nicht

immer leicht ist. Ein Experte kann hier

die notwendige Unterstützung liefern.

Radius: Bei der Abrechnung haben

einige Photovoltaikproduzenten ihr

„Blaues Wunder“ erlebt, da die Förderabrechnung

nicht mit der tatsächlichen

Produktion übereinstimmt und

der GSE die Gelder in einigen Fällen

nicht ausbezahlt.

E. Psaier: Aufgrund der Vielzahl von gesetzlichen

Bestimmungen sind bei allen

Investitionsarten von der Photovoltaik

bis zum Wasserkraftwerk periodische

Stufen nach

Anlagengröße

kWp

Nicht

integriert

Fördertarif

bis 31/12/2010

Teils

integriert

gesetzliche Meldungen durchzuführen.

Werden diese nicht gemacht, kann es

bei der Abrechnung Probleme geben.

Zusätzliche Zeit sollte für die Absprache

mit der Vielzahl von Behörden,

welche immer wieder Informationen

in unterschiedlicher Form benötigen,

eingeplant werden. Ratsam ist es, einen

Mitarbeiter für diese Verwaltungstätigkeit

heranzubilden, welcher die

ständigen Änderungen nachvollzieht

oder diese Tätigkeit an ein eigens spezialisiertes

Unternehmen auszulagern.

Radius: Welche Voraussetzungen

sollte ein Dienstleistungsunternehmen

erfüllen?

E. Psaier: Das beauftragte Beratungsunternehmen

sollte auf eine längjährige

Tätigkeit und auf überprüfbare

Referenzen in diesem Sektor zurückgreifen

können. Ein fachkundiger und

gewissenhafter Mitarbeiterstab kann

auch in Ausnahmefällen die Einhaltung

der notwendigen Meldungen,

insbesondere der gesetzlichen Fristen,

garantieren. Im Voraus gilt es abzuklären,

welche Garantien der Dienstleister

bietet und wie eventuelle Strafen

gehandhabt werden.

Fördertarif ab

01/01/2011

1. Quadrimester

Art der Anlage

Fördertarif

bis

31/12/2010

Fördertarif ab

01/01/2011

1. Quadrimester

Auf Gebäuden

realisierte Anlagen Integriert Integriert*

kWp €/kWh €/kWh €/kWh €/kWh €/kWh

1


s e r v i c e

s e r v i c e

Schaubild: Salewa Neubau

sollen in einer out-door-Firma wie

Salewa die Mitarbeiter im Gebäude

auch Sommer und Winter spüren. Es

muss nicht jedes System 120%ig abgesichert

sein, sondern es können auch

70 % sein; wo es notwendig ist, kann

nachgerüstet werden. Für uns Planer

eine nicht alltägliche Aussage und eine

umso interessantere Aufgabe.“

520.000 Kilowatt-Stunden pro Jahr

Herzstück des Energiekonzeptes ist

die große Photovoltaikanlage auf den

Dächern der Magazine. Diese Anlage

erzeugt jährlich 520.000 kWh elektrische

Energie und vermeidet 335 Tonnen

C0 2

Emissionen im Jahr.

Der Verbrauch an elektrischer Energie

wird durch ein Beleuchtungskonzept

reduziert, das ein sinnvolles Maß

an Lichtintensität bringt. Eine geringe

Lichtverschmutzung gehört zum

energetischen Gesamtkonzept. Ein

wichtiger Faktor für ein produktives

Raumklima ist auch eine ausreichende

Frischluftzufuhr. In allen Bürobereichen

sorgt eine Hygienelüftung

Salewa-Chef Heiner Oberrauch

für ein angenehmes Raumklima. Der

Bezug zu Klima und Natur ist allgegenwärtig,

er gehört zur Firmenphilosophie

und wird auch entsprechend

gelebt. Für die Familie Oberrauch mit

ein Grund mit der Salewa-Europazentrale

in Südtirol zu bleiben, denn

zum Image von Salewa gehört auch

der Firmensitz. „Einen besseren Platz

als Bozen, dem Tor zu den Dolomiten

und in Sichtweite zu den Alpen, kann

es für Salewa eben nicht geben“, ist

Heiner Oberrauch überzeugt.

Info

Salewa- Oberalp AG

39100 Bozen

Tel. 0471 242 600

www.salewa.com

Die neue Monte Rosa Hütte

Saubere Energie am Berg

Die Effizienz der Solaranlagen ist

in erster Linie abhängig von der

Sonneneinstrahlung und nicht

von der Höhenlage. Zwei interessante

Projekt, die über das

Thema Berg auch gut zusammenpassen:

Der neue Salewa-

Firmensitz im Bozner Talkessel

und die höchst gelegene „Solar-

Schutzhütte“ in den Schweizer

Alpen auf 2900 Metern.

Direkt an der Autobahnausfahrt Bozen-Süd

entsteht ein äußerst innovativer

Firmensitz. Für Salewa, weltweit

ein führendes Unternehmen im

Bergsport, soll es zum einen besonders

umweltfreundlich und zweitens

auch architektonisch etwas Besonderes

sein – und das erkennt man schon

jetzt am Rohbau. Nicht umsonst ist

dieser Bau für die Architekturbiennale,

die weltgrößte Architekturveranstaltung

dieser Art, nominiert worden.

Dazu Firmenchef Heiner Oberrauch.

„Für die Architekturbiennale

sind wir nicht nur aufgrund der Architektur

nominiert worden, sondern

wegen dem Zusammenspiel Mensch –

Wohlfühlen, und dazu gehört auch die

Energieeffizienz. Unser Thema ist die

CO 2

Nullemission, das heißt wir produzieren

auf unseren Dächern mehr

Strom als wir selbst verbrauchen.

Aber genauso bahnbrechend ist die

besondere Bauweise, die hinterlüftete

Fassade, der Klimahaus-Standard

und die sanfte Klimaanlage und Heizung,

sowie die Kernaktivierung im

neuen Heizungssystem.“

Das Energiekonzept

Ein nachhaltiges Energiekonzept beginnt

bei der Bedarfserhebung. Der

Verbrauch von Energie kann durch

bauliche Maßnahmen, optimale Bauformen,

eine gute Wärmedämmung

und durch die Nutzung der Sonnenenergie

gesenkt werden. Im Sommer

beispielsweise schützt eine effiziente

Verschattung und Sonnenschutzgläser

vor Überhitzung und hohem Kühlbedarf.

Eine konsequente Umsetzung

der KlimaHaus-Philosophie schafft

die Voraussetzung für geringen Verbrauch.

Dazu Georg Felderer von der

Planungsfirma Energytech: „Schon am

Beginn der Planung hat Bauherr Heiner

Oberrauch mit einer interessanten

Aussage aufhorchen lassen. Demnach

In Sichtweite zum Matterhorn thront

in den Schweizer Alpen eine weitgehend

energieautarke Schutzhütte

mit zackigen Konturen und eingelassenen

Sunpower Solarzellen. Ein

Beweis dafür, dass Photovoltaik auf

2900 Meter eine lohnenswerte Sache

ist. Jedes Detail dieses eigenwilligen

Bauwerkes dient einem Zweck:

möglichst viel hochalpine Sonnenstrahlung

für die Eigenversorgung

nutzbar machen.

30.900 Kilowattstunden Strom

Diese Menge benötigt das Schutzhaus

im Jahresverlauf und etwa 90 %

davon soll selbst erzeugt werden. Dafür

ist in der Südfassade der Hütte

eine 16-Kilowatt-Photovoltaikanlage

integriert. Installiert wurden monokristalline

Solarzellen der amerikanischen

Sunpower Corp. Von der

Gefriertruhe bis zum Kreditkarten-

Lesegerät wird alles versorgt. Bei

Photovoltaikanlage auf 2900m

einer Überproduktion kann der Wirt

sogar zwei Induktionskochplatten in

der Küche in Betrieb setzen, ansonsten

wird mit Gas gekocht.

Ein aufwändiges Bauwerk

Das diese „Hütte“ – besser gesagt

wäre Berghotel – überhaupt entstehen

konnte, geht auf das 150-jährige

Jubiläum der Technischen Hochschule

in Zürich zurück Für dieses

Jubiläum stand einiges Geld für besonders

prestigeträchtige Bauwerke

zur Verfügung. Das ganze Projekt

hat dem Schweizer Alpinclub, der

ETH-Zürich und den Sponsoren etwa

4,6 Millionen Euro gekostet. An

der Realisierung beteiligten sich im

Laufe der Planungs- und Bauphase

mehr als 100 Wissenschaftler, Planer

und Konstrukteure, sowie zahlreiche

Produktionsunternehmen,

Handwerker und Bauarbeiter. Weiter

Infos unter:

www.neuemonterosahuette.ch

52 08/2010

08/2010 53


p a g i n i e r u n g

s e r v i c e

Ebner Solartechnik

Würth Zebra Solar

Bei der Installation einer

Photovoltaik-Anlage werden

moderne und hochwertige

Module an den verschiedensten

Arten von Dachkonstruktionen

befestigt. Einwirkende Kräfte

wie vor allem Wind und Schnee

werden durch die Module direkt

an das sich darunter befindliche

Befestigungssystem weitergeleitet.

Genau deshalb sollten Sie eine besondere

Aufmerksamkeit auch auf

die Befestigung werfen, denn diese ist

für die Stabilität und Abrutschsicherheit

Ihrer Anlage über Jahrzehnte

verantwortlich, obwohl sie nur einen

Bruchteil der Kosten einer gesamten

Anlage ausmachen.

Aufsetzen der

Mittelklemme und

aufdrücken.

Montage fertig!

Würth bietet ein sicheres,

innovatives und

vor allem einfaches und

zeitsparendes Befestigungssystem,

bestehend

aus korrosionsbeständigem,

hochwertigem Aluminium

und Edelstahl.

Durch die Klick-Technologie und

einem sehr hohen Grad an Vormontage

ermöglicht es eine maximale Reduzierung

der Montagezeit.

Die „Zebra Solar Profile“ werden

mittels einer einfachen Drehung der

vormontierten Hammerkopfschraube

seitlich am höhenverstellbaren Dachhaken

befestigt.

Photovoltaikmodul auflegen, Modulklemmen

aufklipsen und anziehen.

Fertig!

Egal ob für Schräg- oder Flachdach,

Ziegel-, Trapez- oder Wellblechdach,

ja sogar Freilandanlagen, Würth

verfügt über ein komplettes Befestigungssystem,

das vor allem durch die

einfache, sichere und schnelle Montage

glänzt.

Dank der Riffelung am Bügel und an

den Profilen ist ein optimaler Formund

Kraftschluss gegeben.

Unser technisches Büro, bestehend

aus Ingenieuren und Technikern, unterstützt

Sie gerne bei der Beratung,

Planung und Berechnung Ihrer individuellen

PV-Anlage.

INFO

Maximale Anpassbarkeit durch

horizontale und vertikale Regulierung

Würth der Montageprofi

Bahnhofstr. 51 - 39044 Neumarkt

Tel. 0471 828 111

zebrasolar@wuerth.it - www.wuerth.it

Das Unternehmen Ebner

Solartechnik aus Eppan widmet

sich seit 30 Jahren der

Erforschung und Nutzung

von Solarressourcen zur

Energieerzeugung.

Ebner zeichnet sich dabei durch die

Fähigkeit aus, mit effizienten und

wenig intrusiven Lösungen auf die

Anforderungen einer immer heterogeneren

Kundschaft zu reagieren.

Ebner Solartechnik entwickelt sich

ständig weiter und verwirklicht neue

fortschrittliche Produkte wie das Thermosolarpaneel

AS3000, das unter

Umweltschutzaspekten geplant und

gebaut wird. Das AS3000 zeichnet

sich durch große Eintrittskapazität,

geringe Abmessungen und niedriges

Gewicht aus und verfügt über eine

sehr hohe Wirksamkeit.

Um Toplösungen installieren zu können,

plant und verwirklicht das Ebner-

Team Maßnahmen, die geeignet sind,

die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren

Energien drastisch zu verringern.

Jede Installation wird mit Rücksicht

und nach Untersuchung der örtlichen

Gegebenheiten geplant.

Ebner Solartechnik

bietet die Sicherheit eines

effizienten Rundum-Services,

der von der Beratung über die

Produktion (Solarkollektoren und

Akkumulatoren für Warm- und Sanitärwasser)

bis zu Lieferung und Installation

reicht. Das Unternehmen verfügt

zudem über Zertifizierungen, die

den neuesten europäischen Standards

entsprechen.

Info

Ebner Solartechnik GmbH

Kreuzweg 39 - 39057 Eppan

Tel. 0471 661 611 - Fax 0471 661 021

info@solartechnik.it - www.solartechnik.it

54

08/2010


Die größte Anlage in Norditalien:

900 kWpauf den Dächern der CIMA S.p.A.,

einem Getriebehersteller für Ferrari.

p a g i n i e r u n g

s e r v i c e

Zukunftstechnologie Photovoltaik?

56

Im Sonnenlicht

In nur drei Jahren ist Ralos

Northern Italy zu einem der

führenden Photovoltaik-

Anlagenbauer Norditaliens

geworden. Im Gründungsjahr

2008 knapp 2500 kWp, dieses

Jahr über 12.000 kWp: So viele

Photovoltaikmodule hat Ralos

Northern Italy GmbH verbaut.

Das entspricht einem Wachstum

von über 480 % in nur zwei

Jahren.

Ralos ist ausgewiesener Spezialist

für Großanlagen. Die größte entsteht

derzeit auf den Dächern der OG

Kaiser Alexander in Leifers, mit 1700

kWp Leistung. Dieses Kraftwerk

wird jährlich so viel Strom produzieren

wie ca. 2200 Menschen, ein ganzes

Dorf, verbrauchen.

Sitz des Unternehmens ist in Meran.

Von dort werden die Projekte, von Planung

über Einkauf, Logistik und Bau,

direkt und mit eigenem Personal abgewickelt.

Unser Team ist klein, aber

extrem motiviert und schlagkräftig“,

stellt Christoph Drewes, Geschäftsführer

von Ralos, fest. Nur bei der Montage

auf Dach bezieht Ralos ausgewählte

externe Partnerfirmen mit ein. Der

Von Ralos mit der Südtiroler Volksbank entwickelt,

gebaut und mitfinanziert: die 998 kWp Freilandanlage

Fonte Rosa, eine von vier Anlagen in Apulien.

08/2010

Umsatz wird dieses Jahr bei über 30

Millionen Euro liegen.

Unser erster Kunde war die OG Juval

in Kastelbell mit einer 560-kWp-

Anlage“, erinnert sich Hans Karl

Pichler, der zweite Geschäftsführer.

„Man schenkte uns viel Vertrauen, wir

standen damals ganz am Anfang.“ Inzwischen

hat Ralos Northern Italy für

die OG Juval bereits eine zweite PV-

Anlage gebaut.

Höchste Qualitätsstandards

Ralos setzt höchste Qualitätsstandards,

nicht nur bei der Wahl der Module

und Wechselrichter, sondern vor

allem in der Wahl des Montagesystems

und der elektrischen Auslegung der

Anlagen. „Eine Anlage soll mindestens

20 Jahre sauberen Strom produzieren.

Da muss die elektrische Auslegung,

die Befestigung und vor allem

die Statik gleich am Anfang stimmen“,

unterstreicht Drewes, der für die Technik

verantwortlich ist.

Komplexe Operationen

Die Expansion Richtung Süden hat

bereits 2008 begonnen, auch in Form

Nahtlos ins Dach eingefasst: die

408 kWp große, vollintegrierte Anlage

der OG Texel in Partschins.

einer Joint-Venture mit VobaInvest, einer

Beteiligungsgesellschaft der Südtiroler

Volksbank. Daraus ist die Ralos

Sun Fields GmbH entstanden, welche

in Apulien und Latium Photovoltaikanlagen

entwickelt, finanziert und baut.

Bis heute sind bereits drei Kraftwerke

zu je einem MW fertig gestellt worden

und ein viertes ist im Bau.

Die größte Anlage in Norditalien hat

900 kWp und ist auf den Dächern der

CIMA S.p.A., einem Zulieferer von Getrieben

und Zahnrädern für die Formel

1, vor allem Ferrari.

2011 soll das Wachstum weitergehen.

„Durch die hohen Renditen der Anlagen

in diesem Jahr hat der Markt erst jetzt

richtig Feuer gefangen“, stellt Hans

Karl Pichler fest. Für beide Geschäftsführer

ist Photovoltaik jedoch nicht nur

ein „Business“: „Es ist ein gutes Gefühl

zur Lösung eines der Kernprobleme unserer

Zeit, der sauberen Energieversorgung,

beizutragen.“

INFO

Steuern das Wachstum der Ralos:

die Geschäftsführer Christoph Drewes (l.)

und Hans Karl Pichler (r.)

Ralos Northern Italy GmbH

Brunnenplatz 12 - 39012 Meran

Tel. 0473 490 388 – Fax 0473 490 389

info@ralos.it – www.ralos.it

Werbeinformation. Die Konditionen und Informationsblätter liegen zur Einsicht bei unseren Beratern und in allen unseren Filialen auf bzw. sind unter www.volksbank.it abrufbar.

Christoph Drewes,

Geschäftsführer der Ralos

Northern Italy, beantwortet

einige „hartnäckige“ Fragen.

Radius: Ab 1.1.2011 gehen die Förderungen

für Photovoltaik zurück. Lohnt

sich da die Investition immer noch?

Christoph Drewes: 2010 sind die Investitionen

in die Photovoltaik aufgrund

der gefallenen Modulpreise extrem

rentabel. 2011 wird zu einer Normalisierung

führen, mit Renditen wie 2008

von 10–12 %. Das ist immer noch extrem

viel für eine sichere Investition.

Radius: Konsumentenschützer beginnen

gegen die Fördertarife für Photovoltaik,

die ja von allen Stromverbrauchern

finanziert werden, zu protestieren.

Hat die Photovoltaik langfristig

Zukunft oder ist sie zu teuer?

C. Drewes: Italien hat so viel Sonne!

Sie nicht für die Energiegewinnung

zu nutzen, wäre ein Frevel angesichts

der Probleme mit Öl, Kohle und Atomstrom.

Bei den derzeitigen Preisen

rechnen sich Photovoltaikanlagen in

Sizilien, wo die Sonneneinstrahlung

extrem hoch ist, schon heute ohne

Fördertarife. Bald werden wir auf diese

ganz verzichten können.

Radius: Und wenn der Staat sich die

Förderung nicht mehr leisten kann?

C. Drewes: Die Förderungen werden ja

nicht aus dem Haushaltsbudget, der

Finanziaria, bezahlt, sondern über

eine Abgabe, die Teil der Stromrechnung

ist. Und da die Gewinne aus

Photovoltaikanlagen zu versteuern

sind, hat die Regierung nicht weniger,

sondern mehr Finanzmittel zur

Verfügung. Zudem werden zahlreiche

Arbeitsplätze geschaffen.

Radius: Solarstrom stellt nur einen

Bruchteil der benötigten elektrischen

Energie dar. Macht das die Photovoltaik

nicht zu einer Nadel im Heuhaufen?

C. Drewes: Zugegeben, heute ist der

Anteil des Solarstroms am Gesamt-

Sonne nützen

U m w e l t

s c h ü t z e n

Energiemarkt noch klein, aber dieser

Prozentsatz wird stark wachsen. Als

Beispiel: Um den gesamten privaten

Strombedarf Italiens zu decken,

reicht eine Photovoltaikanlage mit einer

Fläche von nur 30 x 50 km. Wenn

man bedenkt, wie viele Quadratkilometer

Dachflächen allein der Industriegürtel

entlang der Autobahn von

Turin nach Venedig zu bieten hat, ist

das nicht viel.

Radius: Es gibt Experten, die behaupten,

dass Photovoltaik eine negative

Energiebilanz hat: d.h. dass die

Herstellung der Komponenten mehr

Energie verbraucht als diese in deren

Lebenszyklus produzieren.

C. Drewes: Leider gibt es immer Leute,

die positive Entwicklungen schlecht

machen müssen. Energetisch amortisiert

sich eine Anlage nach zwei bis vier

Jahren, das belegen viele renommierte

Studien und ihre Lebenserwartung beträgt

mehr als 30 Jahre. Wenn das keine

positive Bilanz ist, was dann!

Energie produzieren +

Kosten senken +

Umwelt schonen = ?

Maßgeschneiderte

VOLKSBANK-Finanzierungen

für Photovoltaikanlagen,

abgestimmt auf die

Förderung »Conto Energia«

laut Min.-Dekr. 19/02/07.

Wer die Umwelt schützt,

wird unterstützt!


s e r v i c e

s e r v i c e

ATON – das innovative

Photovoltaiksystem

Technische Daten ATON-22/-26

Installierte Leistung 4-5 kwp / 5-7kwp

Anzahl Module

22/26 Stück

benötigte Fläche bis. 90 m²

Drehwinkel max. 210°

Gewicht

800 kg/1200kg

(inkl.Module)

Steuerung vollautomatisch

Aufbau

verzinkte

Stahlkonstruktion

Helmuth Aster

Als größte alternative

Energiequelle liefert die Sonne

pro Jahr eine Energiemenge

auf die Erdoberfläche, die

dem 10.000-fachen des

Weltprimärbedarfs entspricht.

Dieses enorme Potenzial wird

mit Hilfe von Sonnenkollektoren

teilweise genutzt. Die Klausner

Firma Helex Energy installiert

Anlagen, die nicht nur besonders

effektiv sind, sondern

auch höchsten ästhetischen

Ansprüchen genügen.

Das junge Unternehmen hat sich

im Besonderen auf die Entwicklung

von innovativen Photovoltaiksystemen

und das Management von

Photovoltaik-Großprojekten spezialisiert.

Die wichtigste Entwicklung

ist das System ATON, ein innovatives

Nachführsystem für Industriedächer

und Freiland, das neue

Maßstäbe setzt. Eine

revolutionäre

Technik ermöglicht

ein komplett neues

Konstruktionskonzept,

das auf schwere

und windanfällige

Schweißkonstruktionen

verzichtet. Die

Bauweise ist kompakt

und robust sowie

optisch kaum

beeinträchtigend, da nur eine maximale

Bauhöhe von 1,2 m erreicht

werden kann. Die Antriebseinheit

entspricht den höchsten Industriestandards

und ist für extreme Belastungen

ausgelegt. Die elektronische

Steuerung wird für den optimalen

Ertrag für jedes Objekt maßgeschneidert

angepasst.

Immer der Sonne nach

„Die Solarmodule liefern maximale

Energie, wenn die Sonnenstrahlen

in einem Winkel von 90 Grad auf die

Solarzellen auftreffen. Eine optimale

Ausnutzung der einfallenden Strahlung

ist dann möglich, wenn die Modulflächen

kontinuierlich dem Stand

der Sonne folgen. Dies wird durch

die Ausrichtung der Solarmodule mit

Hilfe eines intelligenten Steuerungssystems

möglich“, erklärt Geschäftsführer

Helmuth Aster.

Das bedeutet, die Module drehen sich

auf einer großen Scheibe immer der

Sonne zu. Dabei hat das System mehrere

Vorteile: Bis zu 40 Prozent steigert

sich der Energiegewinn gegenüber

starr montierten Anlagen und durch

die geringe Höhe wird die Umwelt optisch

kaum beeinträchtigt, was auch

bei den Baugenehmigungsverfahren

von Vorteil ist. Zudem wird durch

vormontierte, kleinteilige Module im

Baukastensystem eine zeit- und kostengünstige

Montage ermöglicht. Die

hochwertige Verarbeitung garantiert

eine lange Lebensdauer ohne Ausfälle

und einen geringen Wartungs- und

Pflegeaufwand. Bereits nach drei bis

vier Jahren haben sich die Anlagen

amortisiert. Die Montagefläche beträgt

max. 44 m² und ist somit auch

für Freiflächen in Südtirol geeignet.

Sprungbrett für den Weltmarkt

„Ende des Jahres ist ATON reif für den

europäischen Markt. Das Patent wurde

beim europäischen Patentamt eingereicht

und ist in der Prüfungsphase“,

betont Helmuth Aster. 84 Stück

ATON wurden bereits installiert und

sind in Betrieb.

Die ersten großen Erfolge hat das

Newcomer-Unternehmen aber bereits

zu verzeichnen. Hierbei zeichnet

sich das Unternehmen hingegen

für die Projektierung und Installation

konventioneller Photovoltaik-Anlagen

auf Dächern verantwortlich. In

der Provinz Cremona entsteht eine

Zusammenarbeit mit einem internationalen

Investor, einem chinesischen

Modulhersteller mit Firmensitz

in Deutschland, wobei die Helex

Energy GmbH als Generalunternehmen

fungiert. Über 5,5 Megawatt Gesamtleistung

wird die Großanlage in

Zukunft erzeugen.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung hat sich

Helex Energy auf die Fahne geschrieben.

Unterstützt durch Fördermittel

aus dem europäischen Fond für regionale

Entwicklung wurde gemeinsam

mit weiteren Partnern an einem Projekt

zur Nutzung von Nachführsystemen

im alpinen Freiland geforscht.

„Wir haben auch an einem sogenannten

Bauernhof-Aton experimentiert.

Bis zum Jahresende werden wir die

Studien abschließen und die Pilotan-

lage präsentieren“, verrät uns Aster.

Für den Klausner Unternehmer wird

diese Arbeit eine zukunftsweisende

Richtung aufzeigen. Die Nutzung der

in enormen Mengen zur Verfügung

stehenden Sonnenenergie durch Photovoltaik,

wird in den kommenden

Jahrzehnten durch die schwindenden

Ressourcen an fossilen Brennstoffen

von immer größerer Bedeutung

sein. Deshalb wird es in Zukunft immer

wichtiger sein, diese kostenlose

Energie optimal zu nutzen. Innovative

Idee, wie das System ATON, bilden die

Basis dafür.

info

HELEX Energy GmbH

Färbergasse 7 - 39043 Klausen

Mobil 349 612 6039 - Fax 0472 841 474

h.aster@helex-energy.it

www.helex-energy.it

58 08/2010

08/2010 59


p r o j e k t e

p r o j e k t e

Energie von daheim

Autark, nachhaltig und sozialverträglich

– das ist

die Energieversorgung der

Gemeinde Prad am Stilfserjoch.

Im Mai 2010 wurde Prad dafür

im französischen Dunkerque

von der RES Champions League

mit Gold ausgezeichnet.

Prad liegt im Nationalpark Stilfser

Joch. Das sonnige Dorf zählt

3.359 Einwohner und lebt zum Großteil

von Handwerk und Kleinindustrie,

von Handel und Dienstleistungen

sowie Landwirtschaft. Die Erwerbsstruktur

teilt sich wie folgt auf:

knapp 13 % Landwirtschaft, 38 %

Industrie und Handwerk und 49 %

Dienstleistungsbereich.

Die Hälfte des Stroms bleibt im Dorf,

die andere geht ins nationale Netz

Vier Wasserkraftwerke (17 Mio. kWh),

zwei Windkraftanlagen (4,4 Mio. kWh),

fünf KWK-Module (4,9 Mio. kWh Strom

+ 4,1 Mio. kWh Wärme), eine Biogasanlage

(2,6 Mio. kWh Primärenergie),

zwei Hackgutöfen (9,1 Mio. kWh Wärme),

zwei Wärmepumpen (0,7 Mio.

kWh Wärme), 53 Fotovoltaikanlagen

(3,2 Mio. kWh Strom) wandeln zusammen

erneuerbare Energiequellen (Wasserkraft,

Wind, Sonne, Biomasse, Biogas,

Strahlungswärme) in 38,42 Mio.

kWh Nutzenergie pro Jahr um, davon

sind 24,45 Mio. kWh Strom und 13,97

Mio. kWh Wärme. Die Hälfte des Stromes

(12, 5 Mio. kWh) wird von den Pradern,

vorwiegend Mitgliedern der Genossenschaft

(90 % der Stromkunden)

Energie Werk Prad Genossenschaft, Wasserkraftwerk

am Trafoibach, Miteigentumsgemeinschaft

Fernwärmezentrale 2

konsumiert, die andere Hälfte fließt ins

das nationale Verteilernetz.

Gut 75 Prozent der Gebäude in Prad

werden über ein 21 km langes Netz

mit Fernwärme versorgt. Eine Biogasanlage

vergärt größtenteils Gülle und

Mist von 55 Höfen in der Gemeinde

Prad sowie ca. 2500 Tonnen Abfälle

aus dem Obstanbau und Substrate von

Nahrungsmittelherstellern. Allein mit

der Stromproduktion der Fotovoltaikanlagen,

die eine Pro-Kopferzeugung

von knapp 1000 kWh im Jahr erreicht,

kann fast ein Viertel des Strombedarfs

von Prad gedeckt werden.

Autark, nachhaltig und

sozialverträglich

Prad ist nicht nur autark in der Energieversorgung.

Das Besondere ist der

soziale Ansatz der Energieversorgung

von Prad, die genossenschaftlich

organisiert ist: 90 % der Familien

und Betriebe des Dorfes sowie die

Gemeinde selbst sind Mitglieder der

Genossenschaft. Als solche zahlen sie

für ihren lokal hergestellten Strom um

rund 30 % weniger als auf dem herkömmlichen

Markt.

Das Credo der Energiegenossenschaft,

die nach den Prinzipien des Klimaschutzes,

der Energieeinsparung und

Energieeffizienz arbeitet, lautet denn

auch wie folgt:

Energie muss dem Menschen und

nicht dem Kapital dienen.

• Die Energie soll nachhaltig, dezentral,

effizient und sozialverträglich

möglichst weitgehend unter Nutzung

der lokal zur Verfügung stehenden

erneuerbaren Energiequellen

(Sonne, Wind, Wasser, Biomasse,

Biogas und Strahlungswärme)

gewonnen und verteilt werden.

• Selbsthilfe, Eigenständigkeit

und lokale Wertschöpfung helfen

die soziale und wirtschaftliche

Entwicklung der Gemeinde

zu stabilisieren.

• Mitglieder und Kunden sollen

mit bezahlbarer Energie beliefert

werden.

Gold Champion für erneuerbare

Energien in der Klasse bis 5000 Einwohner.

Prad ist eine der ersten Energie autarken

Gemeinden in Italien und wurde

bereits 2009 vom italienischen Umweltbund

„Legambiente“ für ihr besonderes

nachhaltiges Energiekonzept

als Vorbildgemeinde prämiert. Im Mai

dieses Jahres erfolgte in Dunkerque

(Dünkirchen - Frankreich) die Auszeichnung

als Gold Champion in der

Klasse bis zu 5000 Einwohnern auf

europäischem Niveau. Über 1500 Bürgermeister,

Regierungsvertreter, Fachleute

und EU-Verwalter waren vom

19. bis 21. Mai in Dunkerque an der

französischen Atlantikküste zur 6. Konferenz

zukunftsbeständiger Städte und

Gemeinden zusammengekommen.

Energiebündel“ Sand in Taufers

Die Gemeinde Sand in

Taufers im Ahrntal macht

von sich reden. Demnächst

am 24. September, wenn

sie als Austragungsort zur

Verleihung des Europäischen

Dorferneuerungspreises 2010

zahlreiche europäische Gäste

empfängt.

In Sand in Taufers ist man stolz.

Nicht nur weil man 2008 selbst Gewinner

des Europäischen Dorferneuerungspreises

war und nun Schauplatz

der diesjährigen Verleihung ist.

Nein, die engagierte Marktgemeinde

und ihr ambitionierter Bürgermeister

Helmuth Innerbichler haben sich

beachtliche Ziele gesteckt. Eines davon

lautet: Erste „Energie Gemeinde

Südtirols“ zu werden. Ein CO 2

-neutrales

Dorf.

Dazu wurde eine Umweltberatungsstelle

namens „ZENIT“ gegründet. Sie

soll über Energieeinsparung, Regenwassernutzung,

Wasser- und Wärmerückgewinnung,

effiziente Mülltrennung

und ökologisches Bauen beraten.

Energiegemeinde

Ein Maßnahmen- und

Projektkatalog gibt

über den beeindruckenden

Umfang der

Vorhaben in Sand

Auskunft. Über den

günstigen „Gebäude

Energie Check“, die Helmuth Innerbichler

Anstrengung eines

Klimahaus Standards A bei allen öffentlichen

Neubauten, Standard B bei

allen Sanierungsvorhaben, der Plan zur

60

08/2010


p r o j e k t e

p r o j e k t e

Projekt Cascade

Schaffung einer Karbonisierungsanlage,

die Biomüll in Braunkohle wandelt,

die Produktion von Wärme dank Solarthermie

und Erdwärme, eine Photovoltaikanlage

auf dem Dach der Tennishalle

und eine autonome Stromproduktion

dank Wasserkraftwerk Tobl, das der

Gemeinde zusätzlich Einnahmen aus

der Überproduktion verschafft. Dazu

gehört auch die Nutzung von Fernwärme-Energie

dank des Methangasnetzes

und Windenergie aus Rein. Das Unternehmen

Energy.dis aus Brixen führte

für die Gemeinde eine Netzanalyse und

den Netzanschluss bei TERNA durch

und erstellte unter anderem das Genossenschaftskonzept.

Die Liste mag kein Ende nehmen. Fixer

Bestandteil der „enertouren“ des TIS –

als Vorzeigebeispiel einer energieeffizienten

Gemeinde – ist Sand in Taufers

bereits. Ebenso wie Sieger beim Klimaenergy

Award 2009. Kein Wunder!

Global denken – lokal handeln

Erste „Agenda 21“-Gemeinde ist Sand

in Taufers schon seit 2008. Dabei

handelt es sich um ein entwicklungsund

umweltpolitisches Aktionsprogramm,

das sich an Nachhaltigkeit

orientiert und 1992 auf der Konferenz

für Umwelt und Entwicklung

der Vereinten Nationen beschlossen

wurde. Das Papier spricht alle wesentlichen

Politikbereiche einer umweltverträglichen

Entwicklung an.

In der Folgezeit wurde die „Agenda

21“ vielerorts zur Leitlinie öffentlichen

Handelns. So auch in Sand.

Rücksichtsvolles Verhalten der Natur

gegenüber im Allgemeinen, die Wertschätzung

und der Erhalt des Tauferer

Bodens, der Ahr und des Naturpark

Rieserferner-Ahrn im Speziellen sind

wichtige Grundlagen dafür.

Nachhaltigkeit in Wort und Tat

Das Grundsatzprogramm der Gemeinde

Sand in Taufers für die nächsten

fünf Jahre erhebt den Anspruch, die

individuelle Entwicklung des Einzelnen

als auch den sozial Schwächeren

gleichermaßen zu beachten und zu

fördern. Bürgermeister Innerbichler

hat es im Juni dieses Jahres ausgearbeitet

und formuliert.

Ein umfassendes Denken ist ihm

wichtig, die Vernetzung der einzelnen

Maßnahmen innerhalb ihrer

Vielfältigkeit maßgebend. So bedient

sich die Fernwärmeproduktion

beispielsweise einheimischer

Hackschnitzel, die Karbonisierungsanlage

verwertet den Biomüll der

Gemeinde und so fort.

Von einer verbesserten Abwasserentsorgung

und Abfallbewirtschaftung

über Sensibilisierungskampagnen

an Schulen beinhaltet das Papier eine

ganze Reihe ehrgeiziger Projekte.

Übergeordnet bleibt der Umweltgedanke;

auch dank Energieversorgung

mit erneuerbaren Ressourcen.

Schule machen

Einen Energiestandort mit Vorzeigecharakter

wollen die Tauferer abgeben.

Die Vorhaben Innerbichlers sind

hoch gesteckt und dennoch umsetzbar.

Das ist sein Erfolgsrezept. Viel hat

er schon erreichen können und einiges

noch vor. „Es wäre mein Wunsch,

dass in Sand in Taufers ein Beispiel

erarbeitet wird, das Schule macht und

über die Landesgrenzen hinaus bekannt

wird“, meint Innerbichler. Und

er meint es ernst.

Normalerweise ziehen die

Reinbachfälle in Rein in

Taufers mit ihren tosenden

Wassermassen Scharen von

Touristen an. Neuerdings zeichnen

sie sich als Namensgeber

für das ambitionierte

Bäderprojekt CASCADE des

Tauferer Bürgermeisters

Innerbichler verantwortlich.

Sechs Innenbecken, ein Sportbecken,

ein Erlebnisbecken, ein Babybecken,

ein Panoramabecken sowie

ein Sole- und Taucherbecken im

Saunabereich wird es geben. Kaskadenähnlich

schweben diese in der

Landschaft des Ahrntals, so steht es

auf der gut gepflegten Website der

Gemeinde Sand in Taufers zu lesen.

Bereits die unterschiedlichen Becken

zeigen die Vielfalt des Bades, das bewusst

sein Alleinstellungsmerkmal

verfolgt. Dem Entschleunigungstrend

folgend, soll es einer entspannten Badekultur

Raum bieten. Doch nicht nur.

Genuss mit hochwertiger Bewirtung

Ein wichtiger Aspekt der CASCADE

ist dabei ebenso die Genusskultur, die

in den geplanten Restaurants, Bars

und Buffets Niederschlag findet. Nicht

durch Extravaganz, sondern durch

hochwertige Bewirtung, die moderne

Gastlichkeit mit Südtiroler Tradition

verbinden soll.

Unter www.cascade-suedtirol.com

findet man einen übersichtlich gestalteten

Webauftritt, der umfangreiche

Informationen zu dem Projekt

liefert. Er gibt Auskunft über den

Freundeskreis CASCADE, über den

eigens komponierten Song und gibt

Einblick mittels aufwändiger 3D-Animation

zum Bauprojekt.

Sport im Mittelpunkt

Das Bad soll sowohl einen neuen Treffals

auch Ausgangspunkt für Sport im

Außen- und Innenbereich darstellen.

Bäderprojekt CASCADE:

Fertigstellung 2010

Es wertet den Standort des „Sport Centers“

auf und bildet das neue Zentrum

durch sein großzügig geplantes Foyer.

Wassersport, Ladungsangebot, Massage,

Fitness, Beauty, Tennis, Fußball,

Klettern, Buldern, Eisklettern, Kegeln,

Sportschießen und Yoseikan Budo werden

geboten. Innerbichler blickt auf das

wohl wichtigste Projekt seiner Amtszeit

mit freudiger Erwartung. Und das nicht

ohne Grund. Der Projektverlauf des

Zwölf-Millionen-Euro-Vorhabens erfolgte

bisher planmäßig und kostendeckend.

Seit Ende August steht der Rohbau. Die

feierliche Eröffnung der CASCADE ist für

2011 geplant. Taufers und die Nachbargemeinden

dürfen sich freuen!


p r o j e k t e

p r o j e k t e

Gemeinde Mals auf dem Weg zur Energieautarkie

Sichere Energie für die

Zukunft, Unabhängigkeit von

immer knapper werdenden

Ressourcen fossiler Brennstoffe

und in die Höhe schnellenden

Weltmarktpreisen; angesichts

dieser Entwicklungen hat sich

die Marktgemeinde Mals zu

einem entscheidenden Schritt

entschlossen. Sie will in Zukunft

ihren Energiebedarf ausschließlich

aus regenerativen

Energieformen decken.

Denn durch den enormen Reichtum

und Vorrat erneuerbarer Energien

in Südtirol und den voranschreitenden

Stand der Technik eröffnen sich

immer größere Möglichkeiten, den eigenen

Energiebedarf selbständig abzudecken.

Die Gemeinde Mals hat sich

deshalb zum Ziel gesetzt, innerhalb

der nächsten Jahre die Energieautarkie

zu erreichen. Als erster Schritt in

diese Richtung wurde ein Energieleitplan

ausgearbeitet und den Bürgern

in Form einer Broschüre vermittelt.

Der Energieleitplan der Gemeinde Mals

Energie 360°

SYNECO energy begleitet Gemeinden und Unternehmen…

Als Grundlage für das neue Energiekonzept,

das von der Gemeinde in Zusammenarbeit

mit Fachleuten der Firma

SYNECO und des Raiffeisen Energieverbandes

ausgearbeitet wurde,

dienten die heutige Energie-Situation

im Gemeindegebiet Mals und das vorhandene

Entwicklungspotential von

der Energieeinsparung über die Energieerzeugung

bis hin zur Idee einer

Energie-Genossenschaft. „Der Energieleitplan

ist ein Instrument, das es

uns ermöglicht, unsere Visionen und

Ziele im Bereich der Energie erfolgreich

und nachhaltig umzusetzen“, so

Bürgermeister Ulrich Veith.

Rund 21 Millionen kWh Strom werden

derzeit in Mals pro Jahr verbraucht.

Im Gemeindegebiet werden

in den Wasserkraftwerken Seledison,

Planeil und Schlinig durch die Windkraftanlage

Marein und über Photovoltaikanlagen

14,5 Millionen kWh/

Jahr erzeugt. Bei der Stromgewinnung

liegen die größten Zukunftspotentiale.

Geschätzt wird, dass jährlich

mindestens weitere 43 Millionen

kWh/Jahr durch die verstärkte Nutzung

der Wasserkraft, des Windes

und der Photovoltaik produziert werden

könnten. Damit kann mehr als

das Doppelte des derzeitigen Stromverbrauchs

eigenständig produziert

werden. Weitere 60 Millionen kWh

Energiesituation Gemeinde Mals

Stand 2010

Stromverbrauch 20,64 Mio. kWh/Jahr

Wärmeverbrauch 60,00 Mio. kWh/Jahr

Produktion

Wasserkraft

11,00 Mio. kWh/Jahr

Windkraft

1,15 Mio. kWh/Jahr

Photovoltaik-Anlagen 2,35 Mio. kWh/Jahr

Biomasse

13,70 Mio. kWh/Jahr

Potential

Wasserkraft

30,55 Mio. kWh/Jahr

Windkraft

10,00 Mio. kWh/Jahr

Photovoltaik 5,40 Mio. kWh/Jahr

werden jährlich „verheizt“ und zur

Warmwassserbereitung benötigt.

Bereits jetzt werden dafür 13,7 Millionen

kWh im Ort gewonnen. Theoretisch

wäre ein Ausbau auf 26,3 Millionen

kWh möglich. Um dieses Ziel

zu erreichen, ist es aber nötig, dass

die gesamte Bevölkerung von Mals

geschlossen dahinter steht. Vor allem

in den Bereichen Energieeinsparung

und Mobilität sowie der Energieproduktion

kann jeder seinen Teil beitragen.

Um die Zusammenarbeit mit

dem Bürger konsequent umzusetzen,

soll eine eigene Energie-Genossenschaft

gegründet werden. Denn hier

gilt ganz besonders, dass das Prinzip

der Bürgerbeteiligung eine wichtige

Grundlage für den Erfolg des Energieleitplans

ist.

Die Gemeinde als Vorbild

Energie stellt einen Wert dar. Aus Gründen

der sozialen, wirtschaftlichen und

ökologischen Verantwortung möchten

wir mit diesem Wert sorgsam umgehen.“

Diese zentrale Aussage von BM Ulrich

Veith gilt als Richtlinie für die gesamte

Energiepolitik der Marktgemeinde Mals.

Wasser, Wind, Photovoltaik und Biomasse

sind in ausreichender Qualität

und Quantität in Mals vorhanden, um

mehr als den Eigenbedarf zu decken.

Im Hauptort Mals und in den Fraktionen

Laatsch, Schlinig, Burgeis und

Matsch werden schon jetzt die meisten

öffentlichen Gebäude und großen

Gebäude mit Fernwärme versorgt. Die

Nutzung der Wasser- und Windkraft

ist weiter im Ausbau.

Drei von 32 möglichen Photovoltaik-

Anlagen auf gemeindeeigenen Dächern

der Mittelschule, des Hallenbads

und der Tennishalle erzeugen

bereits Strom. Private und gewerbliche

Photovoltaik-Anlagen produzieren

jährlich weitere 2,1 Mio. kWh.

Auch beim Thema Energiesparen geht

die Gemeinde mit gutem Beispiel voran:

Die öffentlichen Neubauten werden

in Zukunft dem Klimahausstandard A

entsprechen. Im Zuge von Sanierungen

sollen zusätzlich zwei bestehende,

öffentliche Gebäude pro Jahr auf

den Standard Klimahaus B gebracht

werden. Auch private Neubauten sollen

zukünftig dem Klimahausstandard

B entsprechen. Mit dieser Kombination

aus Energiesparmaßnahmen und

Energiegewinnung aus regenerativen

Energieträgern wird Mals seine Energieautarkie

innerhalb der nächsten

Jahre erreichen.

www.syneco-consulting.it

Wir bieten Ihnen umfassende Dienstleistung,

technisch-wirtschaftliche Beratung, Projektmanagement

und -entwicklung in den Bereichen:

Energiekonzepte und -management, Anlagen zur Nutzung

erneuerbarer Energien, Verwertung von Biomassen und Reststoffen.


a k t u e l l

a k t u e l l

Eine saubere Sache

Italien hat die Nase vorn

Biomasse ist neben Sonnenund

Windkraft ein wichtiger

Energieträger und von großer

Bedeutung für die nachhaltige

Erzeugung von Energie und

damit auch für die Reduzierung

von schädlichen Emissionen. Ein

Begriff, den viele verwenden.

Aber – was hat es eigentlich damit

auf sich?

In Südtirol kommt der Biomasse als

Rohstoff eine immer größere Bedeutung

zu. Biomasse ist alles, was

durch Lebewesen – Menschen, Tiere,

Mikro-Organismen, Pflanzen – an

organischer Substanz erzeugt wird.

Wohlgemerkt: Kohle, Erdöl und Erdgas,

die vor Jahrmillionen ebenfalls

aus Biomasse entstandenen fossilen

Energieträger werden nicht zur Biomasse

gezählt.

Biomasse dient dabei nicht nur der

nachhaltigen Energieherstellung, sondern

wird auch als Grundstoff für die

Herstellung von Fasern, Plastik, Treibstoff

oder Nahrung immer wichtiger.

Biomasse ist nämlich ein nachwachsender

Rohstoff. Die Verarbeitung von

Biomasse erzeugt keine schädlichen

Emissionen, bzw. ist CO 2

-neutral. Das

heißt, es wird z. B. bei der Verbrennung

von Holz nur so viel CO 2

an die

Atmosphäre abgegeben, wie ihr für

das Wachstum entzogen wurde. Ein

gesunder Kreislauf also.

Biomasse – ein heimischer und

nachwachsender Rohstoff

Biomasse ist eine heimische Energiequelle,

sie ist unabhängig von Jahreszeit

und Wetter ständig verfügbar.

Südtirol ist von Natur aus reich an Biomasse:

Holz, bzw. Abfälle aus der Holzwirtschaft

– immerhin 42 % der Landesfläche

ist mit Wald bedeckt, Kot oder

Gülle aus der Tierhaltung und Abfälle

aus der Obstwirtschaft. In Südtirol sind

derzeit 44 Fernheizwerke in Betrieb,

die Betreiber sind im Südtiroler Fernheizverband

zusammengeschlossen.

Zahlreiche Haushalte und Betriebe

in Südtiroler Gemeinden werden mit

im Fernheizwerk erzeugter Wärme

versorgt. Kleine Gemeinden, allen

voran das energie-autarke Prad, Ritten,

Deutschnofen, Stern, aber auch

Städte wie Bruneck oder Brixen und

Großgemeinden wie Sarnthein oder

Schlanders. Die im Fernheizkraftwerk

erzeugte Wärme dient dabei nicht nur

der Heizung, sondern auch der Stromerzeugung.

Die Wärme dient als Antrieb

für stromgenerierende Turbinen.

Längst nicht ausgenutztes Energie-

Potential Biomüll

Die Biomasse zur Biogaserzeugung

besteht in Südtirol zu über 50 Prozent

aus Abfällen aus dem Obstanbau und

der Viehzucht, Mist und Jauche, zu 40

Prozent aus Schlamm aus Kläranlagen

und lediglich zu acht 8 Prozent aus organischen

Haushaltsabfällen, dem so

genannten „Biomüll“.

In der Biogasanlage werden diese

Abfälle zu Biogas, das zum Großteil

aus Methan und CO 2

besteht, vergoren.

Biogas kann u.a. direkt für Heizzwecke

oder mittels eines Blockheizkraftwerks

(BHKW) zur gekoppelten

Produktion von Strom und Wärme genutzt

werden. In Südtirol gibt es über

30 solcher Anlagen.

Die Verwendung des Biomülls stellt ein

enormes Potential für die Zukunft dar.

Studien haben gezeigt, dass bei optimaler

Nutzung dieses Abfallprodukts

immerhin zwei Prozent des Südtiroler

Gesamt-Energiebedarfs gestillt werden

könnte. Das entspräche z. B. der

landesweiten Straßenbeleuchtung.

Interessanter und ausbaufähiger

Nischenmarkt

Aber auch indirekt stellt Biogas einen

interessanten Wirtschaftsfaktor dar.

Immer mehr Südtiroler Firmen sind

erfolgreich in diesem Nischenmarkt

tätig und arbeiten an der Entwicklung

und Verbesserung von Biogasanlagen.

Für den Bauern, der seinen Mist und

seine Jauche in Biogas umwandelt,

ergibt sich auch ein doppelter Vorteil.

Nach der erfolgreichen Vergärung

sind diese Stallabfälle auch weiterhin

wertvoller Dünger für die Wiesen. Geruchslos!

Und das schon seit über 100

Jahren. Klingt im ersten Moment

etwas überraschend für den

Stiefelstaat, in diesem Falle ist

es jedoch so. Wovon die Rede

ist? Von Geothermie oder einfach

Erdwärme. Eine alte Dame

unter den Energielieferanten.

Es war im Jahre 1987, als sich die

italienische Bevölkerung bei einer

Volksabstimmung mehrheitlich gegen

den Bau von Atomkraftwerken

ausgesprochen hatte. Man besann

sich auf die heißen, unterirdischen

Quellen der Toskana und hatte damit

unbewusst eine nachhaltige Methode

der Energiegewinnung wiederbelebt.

Etwas früher noch, man schrieb das

Jahr 1904, schaffte es Fürst Ginori

Conti als erster mit einem thermisch

angetriebenen Motor, Strom zu gewinnen.

Einige Versuche und neun Jahre

später, nahm das erste Wärmekraftwerk

mit einer 250 Kilowatt-Turbine

in Larderello (TO) seinen Betrieb auf.

Es war das weltweit erste geothermische

Kraftwerk. Die Dame, die noch

ein junges Mädchen war, trat ihren

Dienst an. Bis heute.

Dank Laune der Natur zum „Erfinder“

Verantwortlich zeichnet sich, damals

wie heute, das außergewöhnliche

Thermalfeld namens „Larderello“. Es

reicht in seiner Nord-Südausdehnung

von Pisa bis unter Rom. Die „geothermische

Anomalie“ hier ist vor allem

der hohen plattentektonischen Aktivität

und dem rezenten Vulkanismus

zuzuschreiben. Der Wärmefluss ist dadurch

um ein Vielfaches größer. Italien

wurde Dank dieses Thermalfelds zum

„Erfinder“ der Geothermie.

Geothermie per Definition

Unter Geothermie ist einerseits die ingenieurtechnische

Beschäftigung mit

Erdwärme und ihrer Nutzung, aber

auch die wissenschaftliche Untersuchung

der thermischen Situation der

Erde zu verstehen.

Erdwärme ist jene Wärme, die in der

Erdkruste unseres Planeten gespeichert

ist. In Mitteleuropa nimmt sie

alle 100 m um drei Grad Celsius zu.

Abweichungen werden als Wärme-

Anomalien bezeichnet. Interessant

sind besonders Gebiete mit deutlich

höheren Temperaturen. Hier können

schon in geringer Tiefe mehrere

100 Grad gemessen

werden.

Attraktive Energiequelle

Erdwärme ist teils Restwärme aus

der Zeit der Entstehung der Erde und

wird beim Erstarren des geschmolzenen

Erdgesteins frei. Teils entsteht sie

durch den natürlichen Zerfall radioaktiver

Elemente. Ein Energiestrom,

der theoretisch noch Milliarden Jahre

anhalten wird. Nutzbar ist er so

gut wie überall und daher wohl einer

der ergiebigsten uns bekannten. Eine

reizvolle Besonderheit: Geothermie

steht, unabhängig von der Witterung,

zu jeder Tages- und Nachtzeit immer

bedarfsgerecht zur Verfügung.

Allerdings ist nur ein kleiner Teil dieser

Energie technisch nutzbar und die

Auswirkungen auf die Erdkruste bei

umfangreichem Wärmeabbau sind

noch unklar.

Erdwärme in Südtirol

Bei der Nutzung von Geothermie

wird zwischen „direkter

Nutzung“, also der

Nutzung der Wärme

66 08/2010

08/2010 67


a k t u e l l

a k t u e l l

Energiekonzept

Winecenter Kaltern

selbst, und „indirekter Nutzung“,

also nach Umwandlung in Strom

in einem Geothermiekraftwerk, unterschieden.

In Südtirol gibt es kein

geothermisch betriebenes Kraftwerk

zur Stromgewinnung.

Im Moment fällt dem Markt der

Erdwärme in Südtirol eine noch bescheidene

Rolle zu. Auch wenn lokale

Spezialisten positiv in die Zukunft

blicken, bleiben der Einsatz von

Erdwärmesonden oder Erdwärme-

Kollektoren die Ausnahme. So beschränkt

sich die Nutzung im Bereich

der Oberflächen-Geothermie auf die

Beheizung und Kühlung von Wohnoder

Industriegebäuden.

Die Wärmepumpe

Wenn von „Wärme“ die Rede ist,

denkt man an wohlige Temperaturen.

Nicht so der Physiker: Für ihn

ist alles Wärme, was über dem absoluten

Nullpunkt liegt. Wenn man

also eine bestimmte Menge Gas mit

einem bestimmten Wärmegehalt hat,

braucht man nur das Volumen dieser

Gasmenge zu reduzieren – das heißt

das Gas unter Druck zu setzen, um

eine höhere Temperatur zu erzielen.

Umgekehrt, beim Entspannen des

Gases, lässt sich eine Kühlleistung erzielen.

Nach diesem Prinzip funktioniert

die Wärmepumpe. Mit ihr ist es

nun möglich, die auf einem niedrigen

Temperaturniveau gewonnene Wärme

auf ein für Heizzwecke nutzbares

Niveau anzuheben.

Ein Energiesystem, das sich dem

Prinzip der Wärmepumpe bedient,

ist beispielsweise das Winecenter der

Neuen Weinkellerei Kaltern. Unter

dem Center befinden sich 16 Sonden,

alle knapp 100 m lang. Um die Wärme

aus dem Untergrund gewinnen zu

können, wird ein „Transportmedium“

benötigt. Dies kann z.B. Wasserdampf

sein. Im Heizraum wird dieser mittels

Wärmepumpe und strombetriebenem

Kompressor in Heizenergie umgewandelt.

1 KW Strom liefert somit 3–4 KW

Erdwärme. Der so gewonnene Strom

wird auch „Öko Watt“ genannt.

Pro und Contra

Erdwärme und somit den Energielieferanten

direkt unter dem eigenen Haus

zu haben ist verlockend. Den Anlagen

wird hohe Lebensdauer zugesprochen;

außerdem werden sie subventioniert.

Ihre finanzielle Amortisierung

erfolgt jedoch erst nach Jahren, was

maßgeblich vom Strompreis abhängt.

Die Sondengrabung ist außerdem nur

unter bestimmten geologischen Voraussetzungen

sinnvoll. Die Erstellung

eines geologischen Gutachtens ist daher

unabdingbar.

Eine zweite Form der Nutzung von

Oberflächen-Erdwärme ist das Vergraben

von horizontalen Erdwärme-

Kollektoren. Es ist als verlege man

jene schwarzen, gewundenen Warmwasser-Kollektoren,

die man von Häuserdächern

kennt, in 1 m Tiefe und befördere

somit ebenfalls mit Hilfe einer

Wärmepumpe Erdwärme.

Die Verlegung von horizontalen Erdkollektoren

kann an mangelnder

Grundstücksfläche, felsigem Boden

oder an vorhandener Bepflanzung

scheitern.

Eine zu nutzende Nasenlänge

und Fragezeichen

Solange also Stromkosten und ungünstiger

Untergrund eine Amortisierung

der Investitionsspesen

einer geothermisch betriebenen

Mit unseren Ideen

Energie sparen

Energie.sparen

Winecenter Kaltern,

Innenraumaufnahme

Energieanlage behindern, werden

wohl Solarenergie und Wasserkraft

in unseren Breiten weiterhin bevorzugte

Energiequellen bleiben. Zukunftsvision

für Südtirol könnte eine

mögliche Nutzung von Geothermie

aus Tunneln (Brenner Basistunnel?)

sein. Doch hier stehen noch viele

Mit unseren Netzwerk-Partnern bieten wir Ihnen ein umfassendes Beratungs- und Serviceangebot im

Bereich Energiesparen und Energieproduktion. Informieren Sie sich bei Ihrem Raiffeisen-Berater!

Fragezeichen offen. Und auch wenn

mittlerweile fast alle Staatsbahnen

in Italien mit „Geo-Strom“ fahren,

liegt die Nutzung der Geothermiereserven

weit unter ihrem Ressourcenpotential.

Eine Nasenlänge

Vorsprung, die noch besser genutzt

gehörte. Eigentlich.

1

2

3

4

wir sind Ihr Ansprechpartner

für den

Gebäude-Energiecheck

wir unterstützen Sie in

Fragen zu erneuerbaren

Energien

wir erstellen Ihr persönliches

Finanzierungskonzept für Investitionen

in Energiesparmaßnahmen

und Energieproduktion

wir informieren über öffentliche

Fördermittel und steuerliche

Vorteile und beraten Sie zur

Absicherung möglicher Risiken

Werbemitteilung

68

08/2010

www.raiffeisen.it

Meine Bank


p a g i n i e r u n g

s e r v i c e

Ökonomisch Heizen

Erdbau verlegt 220.000 Volt

Als Geothermie bezeichnet man

die in der Erde gespeicherte

Energie. Wird sie mittels technischer

Anlagen entzogen, kann

diese Erdwärme zur Beheizung

und zum Kühlen von Gebäuden

genutzt werden. Die Bozner

Firma Geoliving realisiert seit

Jahren erfolgreich schlüsselfertige

Anlagen zur Heizung und

Kühlung aller Gebäudetypen in

Südtirol.

Die Heizung in unseren Breitengraden,

aber auch die Kühlung,

verbraucht in den Haushalten den

Hauptanteil des Energiebedarfs. Dabei

werden Ressourcen an fossilen

Brennstoffen verbraucht, die immer

knapper werden. Als eine der langfristig

nutzbaren Alternativen bietet

sich die Geothermie an. Mit den in

den oberen drei Kilometern der Erdkruste

gespeicherten Energievorräten

könnte der derzeitige, weltweite

Heizenergiebedarf für über 100.000

Jahre gedeckt werden.

Erdwärme-Nutzung auf über

1000 Höhenmetern

Auf dem Ritten werden seit dem

Jahr 2008 16 Wohneinheiten des

Kondominiums „Alter Mühlweg“

ausschließlich mit Erdwärme beheizt.

Das widerspricht der allgemeinen

Vorstellung, dass diese Anlagen

nur in Tallagen effektiv sind.

Für die Oberflächenthermie werden

nur relativ niedrige Temperaturen

benötigt. In Südtirol wird für die

Nutzung bis maximal 300 Meter

Tiefe gebohrt. Zwölf bis 13 Grad

Bodentemperatur garantieren einen

beständigen Energiefluss, bei dem

sich die Erdwärme kontinuierlich

regenerieren kann.

Mittels eines Wärmetauschers, ein ins

Erdreich führendes Rohrsystem, wird

die gewonnene Wärme ins Gebäude

transportiert, in der Wärmepumpe

auf 60 Grad erhöht und an das Heizsystem

und die Warmwasseraufbereitung

abgegeben. Nur ein Viertel

der nutzbaren Heizenergie muss als

Strom zum Betrieb der Anlage dem

Netz entnommen werden, der Rest

kommt gratis aus der Erde.

Ökonomisch, umweltfreundlich

und gefördert

Noch steckt die Geothermie in Südtiol

in den „Kinderschuhen“, doch das Interesse

wächst. Bei unseren Nachbarn,

in der Schweiz, wird in 80 Prozent

aller Neubauten Erdwärme genutzt.

20.000 Anlagen pro Jahr werden dort

installiert, in Deutschland sogar 62.000

Stück. Vorreiter ist jedoch Schweden,

wo man die günstige Art des Heizens

seit über 30 Jahren nutzt und 90 Prozent

der Gebäude mit Geothermie beheizt

werden. „Die wichtigsten Vorteile

sind der geringe Energieaufwand, die

gleichzeitige Nutzung als Kühlanlage,

der geringe Wartungsaufwand und der

emissionsfreie Betrieb. Die Unterhaltskosten

der Anlagen liegen um rund die

Hälfte geringer als bei herkömmlichen

Anlagen“, erklärt Ingenieur Wolfgang

Holzfeind. In sieben bis acht Jahren

haben sich die Anschaffungskosten der

Anlage amortisiert. Von Land und Staat

sind Förderungen vorgesehen.

Wir bewegen Erde und werfen

nichts weg. Mit diesem Slogan

liegt das Meraner Tiefbau- und

Recycling-Unternehmen Erdbau

voll im Trend und ist auch entsprechend

bekannt.

Spektakuläre Abbrucharbeiten und

Recycling an Ort und Stelle für die

Wiederverwertung gehören seit Jahren

zu den bevorzugten Tätigkeiten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die

Baustellen und Objekte mitten in den

Städten, Ortszentren oder im alpinen

Bereich sind!

Die Elektroleitung zur MEMC

Erdbau hat über die MEMC in Sinich einen

ganz besonderen Auftrag erhalten.

Die Grabungen für eine Elektroleitung

samt dem Verlegen wären an und für

sich nichts Besonderes. Es sei denn, es

handelt sich um den Auftrag eine fünf

Kilometer lange 220 Kilovolt Leitung

für die Stromversorgung der MEMC von

Lana nach Sinich zu verlegen. Galt es

doch, im Umfeld der Falschauermündung

die Falschauer selbst, die MeBo,

die Etsch und die Bahnstrecke zu kreuzen

bzw. zu untergraben. Die Leitung

musste, was Magnetfelder und Strahlung

betrifft, bestmöglich abgeschirmt

werde. Deshalb wurden die Kabel in

einer Tiefe von 1.60 m mit einem Betonmantel

umhüllt und zusätzlich mit

speziellen Platten verlegt. Schon die

Planung der Leitung in Zusammenarbeit

mit der Gemeinde Lana und dem

SEL Engineering-Team war eine höchst

komplexe Angelegenheit.

Ingesamt beanspruchte die Realisierung

dieses Werks von der Planung

bis zur Fertigstellung einen Zeitraum

von drei Jahren. Am Sonntag, dem 1.

August, war es dann soweit; von den

Technikern der SEL konnte der Spannungstest

vorgenommen werden. Das

Ergebnis war höchst befriedigend – die

220 kV-Leitung arbeitet einwandfrei.

Damit steht der Inbetriebnahme der

neuen Abteilung für Siliziumproduktion

der MEMC, für welche diese Leitung

gedacht ist, unter dem Gesichtspunkt

der Energieversorgung nichts mehr im

Wege. Die rund fünf Kilometer lange

Leitung kostete samt Umspannwerk

rund 20 Millionen Euro.

Spezialbohrung unter der Etsch

Die Untergrabung der Etsch, etwa

acht Meter unter dem Wasserspiegel

war aufwändiger als ursprünglich

angenommen und benötigte mehrere

Versuche. Dazu Erdbauchef

Albrecht Auer: „Diese Arbeit war

alles andere als einfach, da wir im

Bereich der Falschauer beim Bohren

u.a. alten Müll in vielen Varianten

sowie Stahlbetonteile aus Abbrüchen

aus vergangenen Zeiten angetroffen

haben.

Der Laie kann sich dabei eine Art Fräse

mit 80 cm Durchmesser vorstellen,

welche sich von Außen gesteuert

wie ein Maulwurf tief unter die Etsch

durchfrisst. Verständlich ist deshalb

auch die Schwierigkeit eines solchen

Projektes, wenn sich die Gegebenheiten

ändern! Gemeinsam mit einer

hoch spezialisierten Firma, haben wir

diese große Herausforderung nun erfolgreich

abgeschlossen !

Starkstromleitungen unter die Erde zu

verlegen wird in Zukunft ein immer interessanteres

Thema werden, davon

ist Albrecht Auer überzeugt.

INFO

Infos

Geoliving GmbH

Kopernikusstr. 13 a - 39100 Bozen

Tel. 0471 052 828 - Fax 0471 052 829

info@geoliving.it - www.geoliving.it

Erdbau GmbH

Montecatinistr. - 39012 Meran-Sinich

Tel. 0473 499 500 - Fax 0473 499 599

info@erdbau.it - www.erdbau.it

70 08/2010

08/2010 71


s e r v i c e

s e r v i c e

Wenn es um Fernwärme und

Biomasseheizwerke geht, ist die

Firma „enpro Energie Projekt

GmbH“ aus Grödig (A) der

richtige Ansprechpartner für

die Planung, die Realisierung

und die Führung der Anlage.

Das Unternehmen konzipiert

Energieversorgungsanlagen

ab Insellagen bis zur

Stadtversorgung.

Neben der Planungstätigkeit arbeitet

die Firma mit vielen Partnern

in Fragen der Betriebsbetreuung, Optimierung

von Heizwerken und Informationsaustausch

über neue Techniken

und Betriebserfahrungen zusammen.

Das enpro-Team hat lange

Projekterfahrung auf dem Gebiet der

energetischen Biomassenutzung und

setzt sich mit vollem Einsatz für die

Interessen der Betreiber ein und steht

dem Betreiberteam von der Idee bis

zur Fertigstellung bei allen Fragen zur

Seite, damit das Projekt erfolgreich realisiert

werden kann. Gemeinsam mit

dem Bauherrn der Projekte will die

Firma aktiv zur Verbesserung der Umwelt

beitragen. Zu den Leistungen von

enpro zählt neben der Planung und

Ausführung auch die Unterstützung in

der Betriebsführung nach der Fertigstellung

des Projektes. Der Mitarbeiterstab

von enpro steht in der gesamten

Zeit von der Idee bis hin zur Fertigstellung

in ständigem Kontakt mit

dem Kunden sowie mit den erforderlichen

Behörden, Förderungsstellen und

Lieferanten. Er liefert schlüsselfertige,

einsatzbereite Projekte, die alle Anforderungen

des Bauherrn erfüllen.

In Südtirol koordiniert enpro gemeinsam

mit Partnern bereits die Biomasseheizwerke

Toblach-Innichen,

Ahrntal und Schlanders, Sexten und

in Mittelitalien Arta Terme. Weiters

werden Energieprojekte in Salzburg,

Tirol, Bayern, Liechtenstein, Italien

und Bosnien verwirklicht.

Funktion der Fernwärme

Ökonomisch & ökologisch

Gute Märkte für Energieeffizienz

Die notwendige Wärme wird im Heizwerk

mit modernsten und umweltfreundlichsten

Kesseln bei bestem

Wirkungsgrad erzeugt. Als Brennstoff

wird Biomasse verwendet. Die erzeugte

Wärme in Form von Warmwasser

wird mit Hilfe des Fernwärmenetzes

zu den einzelnen Fernwärmekunden

transportiert.

Öko-Stromanlagen

Durch Öko-Stromanlagen wird nicht

nur Wärme, sondern auch Energie

erzeugt. Um die Energie zu optimieren,

nutzt enpro neuartige Technologien.

Es kommt eine sogenannte

Thermoölkesselanlage mit nachgeschalteter

ORC-Anlage zur Verwendung.

Die Anlage dient dazu, aus der

Verbrennung von Holzhackschnitzeln

eine kombinierte Wärme- und Stromerzeugung

zu regeln. Durch den Einsatz

einer Kondensationsanlage wird

der Energiegewinn aus dem verfeuerten

Brennstoff zusätzlich gesteigert.

Aus dem Rauchgas wird die Restwärme

entzogen und dem Fernwärmenetz

zugefügt. Es wurde dadurch

eine spezielle Holzlogistik entwickelt,

um den Brennstoffeinsatz weiter zu

optimieren. Bei einer extrem ungleichmäßigen

Auslastung kann die

Anlage nicht mehr optimal betrieben

werden. Um dieses Problem zu lösen,

konzipierte die Fa. enpro eine spezielle

Brennstofftrocknung. Bei geringer

Auslastung wird diese Energie

zur Reduktion des Wassergehalts für

die gelagerten Hackschnitzel verwendet.

Dadurch kann die Anlage rund

um die Uhr optimal betrieben und der

Brennstoffbedarf verringert werden.

Es wird kontinuierlich daran gearbeitet,

die Fernwärmeversorgungsanlagen

immer weiter zu verbessern,

damit der Energieeinsatz optimiert

und die Umwelt entlastet wird.

Wärmerückgewinnung im Heizwerk

enpro forscht aktuell an einer Erhöhung

der Effizienz der Rauchgaskondensation

durch den Einsatz von Wärmepumpen,

welche zwischen Netzrücklauf

und Rauchgaskondensationsanlage

zwischengeschalten werden.

Unser Energieprojekt – gemeinsamer

Beitrag für die Umwelt!“

INFO

enpro-Energie Projekt GmbH

Oberfeldstrasse 22 - 5082 Grödig

Tel. +43 624 690 300 0

Fax +43 624 690 300 21

Mobil: +43 664 425 1841

info@enpro.at - www.enpro.at

Südtirol hat sich für energieeffizientes

Bauen einen Namen gemacht:

Architekten, Ingenieure,

Zimmereien, Baufirmen und

Handwerker haben über die

Jahre Kompetenzen aufgebaut

und sind teilweise führend in

der Branche.

In Südtirol ist der Bedarf noch

nicht ganz gedeckt – die beste Zeit

also, um sich nach neuen Märkten

umzusehen.

Vor allem für Kleinbetriebe ist Italien

zurzeit der Markt. Mittel- und Süditalien

entdecken immer mehr die Vorzüge

eines Klimahauses, welches nicht nur

effizienten Schutz vor Kälte, sondern

auch vor Hitze bietet. In Umbrien hat

sich die Klimahouse Italien, eine Wandermesse

der Messe Bozen, einen Namen

gemacht, während sich die Messe

Solarexpo in Verona als die wichtigste

Messe italienweit im Bereich erneuerbare

Energien etabliert hat.

Ihr Export-Manager

auf Zeit.

www.eos-export.org

Messen in Italien und

Großbritannien

Auch England weist

einen großen Nachholbedarf

im energieeffizienten

Bauen und dem

Einsatz erneuerbarer

Energien auf. Die große

Nachfrage nach Behausung

und der Bedarf

an Sanierung bestehender

Wohnbauten,

gekoppelt mit den

Förderprogrammen

der Regierung, generiert

Möglichkeiten für

Unternehmen. Die Messe

Ecobuild/Futurebuild in London ist die

wichtigste Veranstaltung im Sektor und

hat das Potenzial, sich zu einer führenden

Messe mit Kongress zu entwickeln.

Die EOS organisiert auf diesen Messen

im Auftrag des Landes Gemeinschaftsstände

für Südtiroler Unternehmen.

Mit dem Export-Coach bekommen Sie für Ihr Unternehmen für mindestens

1 Jahr (max. 2 Jahre) einen erfahrenen Export-Manager auf Zeit, der Ihre

Internationalisierungsaktivitäten professionell und nachhaltig aufbaut.

Details zu Charakteristik, Förderung und Ablauf unter

Tel. 0471 945 750 oder www.eos-export.org/coach.athx

Italien, als der Markt mit der größten Nachfrage nach effizientem Bauen

INFO

EOS – Export Organisation Südtirol

der Handelskammer Bozen

Tel. 0471 945 769

www.eos-export.org - Menüpunkt

Messeprogramm

72

08/2010

In Zusammenarbeit mit

Export Organisation Südtirol

der Handelskammer Bozen


p a g i n i e r u n g

p a g i n i e r u n g

Ein Up-to-date-Bungalow

„Genial einfach!“

Die Firma gostnerdach aus

Brixen ist der einzige Spezialist

in Österreich und Italien, der das

patentierte Dachhebesystem

„Dino“ anwenden kann. Stephan

Gostner erläutert im Gespräch

die Vorteile dieser Technologie.

Radius: Herr Gostner, Sie heben Dächer?

Stephan Gostner: In der Tat, das ist meine

Leidenschaft und auch der Grund,

warum wir uns mit der jungen gostnerdach

GmbH wieder stärker auf

diese Kernkompetenz konzentrieren.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten

haben wir an die 200 Dächer angehoben.

Es ist immer wieder ein erhebendes

Gefühl, wenn sich das Dach

eines Gebäudes langsam in die Höhe

bewegt.

Radius: Warum werden Dächer angehoben?

S. Gostner: Es kommt häufig vor, dass

ein Hauseigentümer eine zusätzliche

Etage bauen will, das Dach aber

eigentlich zu schade für eine Erneuerung

ist. Mit dem hydraulischen

Dachhebesystem „Dino“ können wir

in kürzester Zeit und entsprechend

kostengünstig ein Dach anheben, der

Maurer zieht anschließend die Mauern

bis zum erhöhten Dach hoch – fertig!

Diese Technologie ist für kleinere

oder größere Privathäuser genauso

geeignet wie für Gewerbebauten oder

auch Industriehallen.

Radius: Der größte Vorteil scheint zu

sein, dass man keine neue Dachkonstruktion

bauen muss …

S. Gostner: Natürlich, aber daneben

gibt es eine ganze Reihe von weiteren

Vorteilen, die auf der Hand liegen. Da

das Dach für den Bau des zusätzlichen

Stockwerkes nicht entfernt werden

muss, bleibt es während des gesamten

Aufbaus schützend über dem Gebäude.

Es gibt keine Entsorgungskosten

und keine Notabdichtung. Da der Witterungsschutz

bestehen bleibt, müssen

die unteren Stockwerke gar nicht

erst ausgeräumt werden. Und schließlich

geht es um den Faktor Zeit: Die

gesamte Operation dauert nur wenige

Tage. Diese Technologie ist nämlich

genial einfach …

Radius: … und offensichtlich einfach

genial! Ist sie aber auch sicher?

S. Gostner: Absolut. Bei den von uns

bisher angehobenen Dächern gab es

keinen einzigen Zwischenfall. Allerdings

braucht auch diese Technologie

erfahrene Mitarbeiter: Unser Team ist

seit vielen Jahren unverändert und in

diesem Sinn unschlagbar.

Radius: Welche Dimension hatte das

größte Dach, das Sie je angehoben

haben?

S. Gostner: Das war

vor einigen Jahren im

Vinschgau, als wir ein

11.000 Quadratmeter

großes Dach einer

Stephan Gostner

Lagerhalle angehoben

hatten. Außergewöhnlich war

aber auch eine 2000 Quadratmeter

große Dachkonstruktion des Gebäudes

der Barmherzigen Schwestern

in Innsbruck, die trotz schwierigen

Grundrisses angehoben wurde. Wir

benötigten 96 Zylinder; am Ende der

Arbeiten war das Dach um 1,10 Meter

höher. Die höchste Anhebung erfolgte

übrigens in Oberbozen: Ein 250 Quadratmeter

großes Dach wurde um 4,30

Meter angehoben.

Radius: Gibt es auch Dächer, die aufgrund

einer komplizierten Konstruktion

aus technischer Sicht nicht angehoben

werden können?

S. Gostner: Eigentlich nicht. Das von

uns angewendete Dachhebesystem

ist auch für besonders schwierige

Fälle geeignet – zum Beispiel auch,

wenn ein Dach einseitig gehoben

werden soll.

INFO

gostnerdach GmbH

Julius-Durst-Straße 44/b - 39042 Brixen

Tel. 0472 250 981

info@gostnerdach.it - www.gostnerdach.it

Besuchen Sie uns

KLIMAHOUSE

UMBRIA 2010

08.-10. Oktober

Stand D05

SAIE BOLOGNA 2010

27.-30. Oktober

Halle 16 Stand D16

Bungalows leiden oft unter

lieb- bis einfallslos behandelten

Baukörpern. Dieser Baufritz-

Bungalow bietet dazu einen

sehenswerten Kontrast: klare

Linien, filigrane Holzfassade,

moderne Details, zeitgemäßes

Flachdach; zur Straße hin geschlossen,

zur Seeseite (rechts)

transparent.

Auch der Gemeinschaftsteil – Koch-,

Wohn-, Essbereich, Terrasse und

Garten – einladend offen. Die anderen

Räume liegen so, dass ein separater

Bereich für die Familie entsteht. Baubiologisch

trägt der Bungalow durch die

natürliche Holzbauweise mit einer Reduktion

von 40 Tonnen CO 2

– unter Berücksichtigung

des gesamten Herstellungsprozesses

– zum Klimaschutz bei.

Kaum ein Unternehmen hat in Baubiologie

so erwiesene Kompetenz wie

Baufritz. Zu tun hat das damit, wie

die 112-jährige Familienfirma geführt

wird: mit einem Streben nach

Häusern, die technisch, energetisch

und baubiologisch erste Wahl und ästhetisch

erste Sahne sind – zwei neue

Entwürfe zeigen es hier.

Die von den Energiepreisen angeheizte

Unruhe schärft das Kostenbewusstsein,

ÖKO TEST

Magazin für Gesundheit und Umwelt

VOLL-WERT-HAUS

E m p f e h l e n s w e r t

aber nicht automatisch den Blick. Oft

wird unterschätzt, dass zu einem lebenswerten

Haus mehr gehört als dichte

Fenster, intakte Heizung und gut gedämmte

Wände – das Haus muss auch

gefallen. Der Erkheimer Firmensitz zieht

mit aufsehenerregender Bescheidenheit

seine Bahnen der Nachhaltigkeit und

Schönheit. Wissend und praktizierend,

dass Nachhaltigkeit, insbesondere im

privaten Hausbau, wo Leben und Familie,

Freizeit und Genuss stattfinden,

ein lustvolles und genießerisches Element

haben muss: Wer will von einem

hässlichen Gebäude noch wissen, dass

es nachhaltig ist?

In jahrzehntelanger Forschung haben

wir ein ganzheitliches Konzept

für gesundes Wohnen entwickelt,

das weit mehr umfasst als schadstoffgeprüfte

Materialien: wirkungsvollen

Schutz vor Belastungen durch

Elektrosmog dank der einzigartigen

Xund-E-Schutzebene oder auch ein

ausgeglichenes Raumklima aufgrund

von atmungsaktiven Außenwänden.

Lassen Sie sich von unserer Stilwelten-Kollektion

inspirieren. Und

von den Baufritz-Gesundheitsexperten

beraten. Telefon +39

0473258871, baufritz@meran.it,

www.baufritz.it

74

08/2010

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2009


s e r v i c e

Volle Energieeffizienz

Als kompetentes Südtiroler

Unternehmen im Bereich

Holzhausbau ist die Fa. holz&ko

aus Deutschnofen seit Jahren erfolgreich

auf dem italienischen

Markt tätig. Nicht nur aus diesem

Grund ein Vorzeigebetrieb,

der sich sehen lassen kann.

Dank der Sensibilisierung der Bevölkerung

für gesundes und energieeffizientes

Wohnen erfreut sich

der Holzhausbau immer größerer Beliebtheit.

1994 von erfahrenen Zimmerleuten

gegründet, gehört die Firma

holz&ko zu einem der Vorreiterbetriebe

im Südtiroler Holzhausbau.

Mit mittlerweile rund 40 fest angestellten

Mitarbeitern zählt holz&ko

zu den ersten Betrieben in Südtirol,

der sich auf die Produktion und Montage

von individuellen Holzhäusern

spezialisiert hat.

Warum Holzhausbau?

Holz – zahlt sich aus! Neben vielen bereits

bekannten Argumenten sprechen

auch ökonomische Vorteile für die Investition

in ein Holzhaus und holz&ko

macht es möglich.

Fachgerecht errichtete Holzhäuser

sind aufgrund der langen Lebensdauer

sehr wertstabil. Die Gesamtnutzungsdauer

ist vergleichbar mit jener

von massiv gebauten Häusern.

Die individuellen Holzhäuser von

holz&ko werden vom Unternehmen

durch einschlägiges Fachpersonal

witterungsunabhängig in einer modernen

Produktionshalle vorgefertigt.

Dies garantiert kurze Bauzeiten und

ermöglicht einen schnellen Bezug des

Hauses. Sie „bauen trocken“ und ziehen

in ein trockenes Haus ein.

Fernheizwerk holz&ko

Produktionsabfälle ca. 3950 SRM Holz/Jahr

Produzierte Wärme ca. 1520 MWh/Jahr

Eigenverbrauch ca. 650 MWh/Jahr

Verkaufte Wärme ca. 870 MWh/Jahr

Gesamtlänge

ca. 1 km

Leistungsnetz

Firmengebäude holz&ko

Zudem weisen Holzhäuser aufgrund

ihrer guten Dämmeigenschaften einen

überdurchschnittlichen Wärmeschutz

auf. Dabei sind gut gedämmte Holzhäuser

sowohl für den winterlichen

Kälte- als auch für den sommerlichen

Wärmeschutz ideal. Die Wandaufbauten

im Holzbau sind dabei schlanker

als im Massivbau, zusätzlich können

dadurch Wohnflächengewinne bis zu

4 % erzielt werden.

Fernheizwerk und neue

Photovoltaikanlage

Die Firma holz&ko überzeugt aber

nicht nur durch ihr Produkt in Sachen

Energieeffizienz. Sämtliche

Produktionsreste aus Holz werden

nämlich vom Unternehmen sinnvoll

genutzt, indem es ein eigenes kleines

Fernheizwerk betreibt und damit den

Wärme- und Warmwasserbedarf von

rund 13 umliegenden Abnehmern

deckt, darunter ein großes Hotel, der

Bauhof der Gemeinde Deutschnofen

sowie Betriebe der umliegenden Gewerbezone.

Die Produktionsabfälle

der Firma betragen ca. 3950 SRM

(Schüttraummeter) und reichen so in

einem durchschnittlichen Jahr aus,

um das Fernheizwerk zu speisen.

Vor kurzem hat holz&ko außerdem

auf einer der eigenen Produktionshallen

eine neue Photovoltaikanlage

errichtet. Die Anlage mit einer Leistung

von ca. 105 kwp geht im Herbst

ans Netz und wird dann ca. 121.000

kWh jährlich produzieren. Auf einer

Fläche von ca. 750 m² wurden 456

hochwertige Photovoltaikmodule

installiert, welche je Modul 230 W-

Leistung produzieren. Stellt man den

eigenen jährlichen Stromverbrauch

von ca. 370.000 kWh der Jahresproduktion

der neuen Photovoltaikanlage

gegenüber, wird ersichtlich, dass

dadurch knapp 1/3 des firmeneigenen

jährlichen Strombedarfs abgedeckt

werden kann.

holz&ko, ein umweltfreundlicher Spitzenbetrieb,

auf dem Weg zum energieautarken

Unternehmen.

INFO

holz&ko GmbH

Breitenkofl 17 - 39050 Deutschnofen

Tel. 0471 616 445 - Fax 0471 616 150

info@holzko.it - www.holzko.it

Die Südtiroler Experten für

den Stahlwasserbau

Seit 1991 ist der Name

Gufler für alle Fachleute

des Stahlwasserbaus für

Wasserkraftwerke ein Begriff.

Fast jede neue Südtiroler

Anlage ist mit den technischen

Bauteilen des Passeirer

Unternehmens ausgerüstet.

Die Produktionsbereiche der Spezialfirma

umfassen den Stahlwasserbau,

das Schweißen von Druckrohrleitungen

und den allgemeinen

Stahlbau sowie Schmiede- und

Schlosserarbeiten, die die Tätigkeitsbasis

des ursprünglichen Unternehmens

bildeten. Das Unternehmen

geht aus der 1991 gegründeten Firma

Gufler Gothard hervor. Die neue

Gesellschaft der Brüder Gothard und

Alfred Gufler wurde im Jahr 2008

gegründet und ist mit seinen zwölf

Mitarbeitern inzwischen eine fixe

Größe im Bereich Stahlwasserbau

für Wasserkraftwerke in Südtirol. Im

selben Jahr zog das Unternehmen in

das neue Betriebsgebäude mit 800 m²

Produktionsfläche, einem Lager von

700 m² sowie zusätzlichen Lagerflächen

im Freien um.

Spezialist in vielen Bereichen

Stahlwasserbau,

Schweißen von Druckrohrleitungen,

Stahlbau - Schlosserarbeiten,

Inox- Arbeiten

Die Referenzliste der ausgeführten Arbeiten

ist lang. An nahezu allen Bauvorhaben

großer Wasserkraftwerke, die in

den letzten Jahren in Südtirol entstanden

sind, war die Gufler Metall KG beteiligt.

Der Fachbetrieb hat sich auf den

Bereich Stahlwasserbau und im Schweißen

von Druckrohrleitungen für Laufund

Pumpspeicherwerke spezialisiert.

Gufler-Druckrohrleitungen sind unter

anderem im Kraftwerk „Enerpass“ in

St. Leonard, in den Kraftwerken „Bergkristall

Stieber“ in Moos, „Lurx“ bei

Stahlwasserbau,

Stahlwasserbau,

Schweißen von Druckrohrleitungen,

Schweißen von Druckrohrleitungen,

Stahlbau - Schlosserarbeiten,

Stahlbau - Schlosserarbeiten,

Inox-

Inox-

Arbeiten

Arbeiten

Sterzing, Rein in Taufers, Welsberg und

am Kraftwerk Eisack Nord zu finden.

Die Stahlwasserbauarbeiten umfassen

je nach Projekt unter anderen die

Lieferung und Montage der Schleusen,

Tiroler Wehre, COANDA-Rechen oder

Stauklappe, der Rohrbrucheinrichtung

sowie den Feinrechen. Zudem werden

alle notwendigen Schlosserarbeiten an

den Wasserfassungen, Entsandern und

am Krafthaus übernommen.

Aber auch in anderen Bereichen ist

das Unternehmen präsent. Schlosserarbeiten

wurden und werden unter

anderem in der Feuerwehrhalle Rabenstein

und Dorf Tirol, im Brennerbasistunnel,

im Bunkermuseum Moos,

in der Tiefgarage der Kellerei Algund

Gufler und der Pumpstation Metall KG Brenner sowie

am Handwerkerzone Begegnungsbecken Nr. 2in Villanders

39013

ausgeführt.

Moos

Das

in Passeier

Unternehmen übernimmt

auch die komplette Ausstattung

Tel. 0473 643861

Fax 0473 648656

von Trinkwasserbecken.

Info@guflermetall.it

Gufler Metall KG

Gufler Metall KG

Handwerkerzone Nr. 2

39013 Handwerkerzone Moos in Passeier Nr. 2

39013 Tel. Moos 0473in 643861 Passeier

Tel. Fax 0473643861

648656

Info@guflermetall.it

Fax 0473 648656

Info@guflermetall.it

76

08/2010


s e r v i c e p a g i n i e r u n g Reservieren Sie jetzt

schon Ihre Werbefläche!

„Wir speichern Energie …“

Die Top 100

Fernheizwerk

Niederdorf- Welsberg

Kammerer Tankbau in Kiens

besteht seit über 40 Jahren. Die

Anforderungen haben sich stark

verändert, aber was immer in

den Tanks gespeichert wird,

meist ist es pure Energie!

Begonnen hat der erfolgreiche Aufstieg

des Familienunternehmens

mit der Produktion von Heizöltanks

von 1000 bis 5000 Liter für Heizanlagen

in den Privathäusern. Bis vor etwa

sieben Jahren hatten diese Tanks einen

Auftragsanteil von 90 %! Das hat

sich seit 2003 aber radikal geändert.

„Dieser Markt ist innerhalb von fünf

Jahren beinahe auf Null gesunken“,

berichtet Dr. Ing. Günther Kammerer.

„Das war in dieser Form nicht abzusehen

und wir mussten in kürzester Zeit

neue Kunden und Märkte erschließen.“

Kammerer-Firmensitz in Kiens

oder andere Energieversorger, die bestellten Speichertanks

gehen bis zu einer Größe von 250.000 Liter. Dazu Kammerer:

„Für diese Pufferspeicher gelten wesentlich höhere

Standards als bei den anderen Tanks. Qualitativ hochwertiges

Stahlblech garantiert eine höhere Festigkeit und auch

eine Beständigkeit, was die Temperatur bis zu 120 Grad

betrifft.“ Alle diese Pufferspeicher werden von externen

Prüfern mit Röntgen- und Ultraschalltechnik auf Herz und

Nieren geprüft. Kammerer produziert sozusagen nur das

Innenleben dieser Pufferspeicher. Die Fertigstellung mit

Isolierung und Aluminiummantel wird von anderen, dafür

spezialisierten Firmen, übernommen.

Diese aktuelle Radius-Ausgabe

erscheint am 21. Oktober.

Tanks für Tankstellen

Wassertank und Rohrleitungen

78

08/2010

Dank der Erfahrung, Flexibilität und

vor allen Dingen der Qualität konnten

immer mehr Mineralölgesellschaften

wie Agip, Shell, Total usw. als Kunden

gewonnen werden. Diese Tanks gehen

natürlich in ganz andere Dimensionen.

Von 3000 Liter bis zu 250.000 Liter –

zum Teil auch unterteilt in verschiedene

Kammern – fassen die Tanks. Aus

Sicherheitsgründen sind alle diese Behälter

doppelwandig und praktisch ist

jeder Tank ein Unikat, was Kammern,

Trennwände und Anschlüsse betrifft.

Die sprichwörtliche Qualität aus Kiens

war auch ausschlaggebend dafür, dass

mit einigen der ganz großen Mineralölgesellschaften

Rahmenverträge über

mehrere Jahre abgeschlossen werden

konnten. Geliefert wird in erster Linie

an Kunden in Österreich, Deutschland

und der Schweiz.

Pufferspeicher für die Fernwärme

Mit der Wandlung in der Energieversorgung

durch Fernwärme hat sich

für Kammerer vor einigen Jahren ein

neuer interessanter Markt aufgetan.

Große Pufferspeicher sind für die Effizienz

und Rentabilität enorm wichtig.

Ob Stadtwerke, Genossenschaften

Ein weiteres Segment in der Produktion betreffen auch Wassertanks

für Quellfassungen aus Edelstahl. Auch für die Tanks

von Biodiesel muss Edelstahl verwendet werden. Hin und

wieder kommen auch Aufträge für Druckrohrleitungen. Da

geht es dann oft auch um hohen Betriebsdruck von bis zu

25 Bar und einem Rohrdurchmesser von 1,5 m bis zu 3,8 m.

Das Kienser Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 50 Mitarbeiter.

„An Aufträgen fehlt es uns Gott sei Dank nicht“,

stellt Günther Kammerer abschließend fest, „schon eher an

qualifizierten Facharbeitern!“

Info

Kammerer Tankbau GmbH

Pustertaler Stra. 15 - 39030 Kiens

Tel. 0474 565 317 - Fax 0474 565 061

info@kammerer.it - www.kammerer.it

Fernheizwerk Milland

Wer gehört zu den Top 100 Unternehmen

in Südtirol? Die entsprechende Radius-

Ausgabe mit Zahlen, Daten und Fakten

wird jedes Jahr heiß diskutiert. Die Kombination

aus Umsatz, Anzahl der Mitarbeiter

und Wertschöpfung ergibt einen aussagekräftigen

Überblick. Dazu kommen die

Top 10-Betriebe aus 24 verschiedenen

Branchen (von A wie Aufstiegsanlagen bis

Z wie Zwischenhandel).

Redaktion Radius: Tel. 0471 977 824 - Fax 0471 301 226

franz.wimmer@mediaradius.it - www.mediaradius.it


a k t u e l l

p a g i n i e r u n g

Richtig heizen –

aber wie?

Der weltweite Energieverbrauch

hat sich seit 1970 verdoppelt

und wird sich bis 2030 voraussichtlich

verdreifachen. Die

Folge: Die fossilen Brennstoffe

Öl und Gas schwinden und die

Heizpreise steigen.

Eine echte Alternative dazu bietet

das Heizen mit Holzpellets und

dies nicht allein wegen des preislichen

Vorteils. Was macht Holzpellets

zum potentiellen Wärmelieferant der

Zukunft?

Zum einen bieten Holzpellets den Vorteil,

dass sie aus einem nachwachsenden

Rohstoff gefertigt werden und

zudem quasi ein Nebenprodukt in Sägewerken

sind. Das heißt, es werden

prinzipiell keine Bäume gefällt, nur um

daraus Pellets zu fertigen. Das wäre

für Unternehmen nicht rentabel, von

daher kann man Holzpellets gerade

im Vergleich mit Gas oder Öl wohl als

die Ressourcen-schonendste Heizvariante

bezeichnen. Des Weiteren bieten

Holzpellets den Vorteil, dass sie direkt

im Sägewerk gefertigt werden. Es

fallen keine Transportwege zu einem

weiteren Unternehmen an und kaum

Lieferwege zu den Produktionsstätten

selbst, was sowohl die Umweltbilanz

der Holzpellets positiv beeinflusst als

auch den Termin für eine Lieferung

mit Pellets oft wesentlich kurzfristiger

und spontaner ermöglicht als es bei

Brennstoffen wie Öl der Fall ist.

Der Platzbedarf

Als Nachteil der Holzpellets erscheint

zunächst der im Vergleich zu Öl erhöhte

Platzbedarf. Es ist zwar richtig, dass

man durch die geringere Brenndichte

der Holzpellets mehr Lagerplatz benötigt,

allerdings ist es so, dass sich die

Pellets dennoch in der Regel auf derselben

Grundfläche lagern lassen, auf welcher

man vorher zum Beispiel den Tank

für die Ölheizung stehen hatte. Außerdem

kommt hier zum Tragen, dass man

die Holzpellets beliebig hoch aufschütten

kann und nicht wie bei einem Öltank

auf gewisse Kapazitäten achten muss.

Zudem entfallen hier auch die regelmäßige

Wartung und Prüfung auf

Lecks, wie es bei einem Öltank notwendig

ist. Dadurch spart man sich

nicht nur Zeit, sondern auch weitere

Kosten ein.

Farb-Touchscreen kinderleichte

Bedienung des Kessels und der

witterungsgeführten Regelung

Mit dem 5,7“-Touchscreen haben Sie alles

im Griff. Info und Befehlseingabe oder

einfach nur „wärmer“ oder „kälter“ mit einem

Fingertipp.

Von nun an halten Sie ihr Heizsystem

immer in Ihrer Hand.

Demnächst möglich dank ETA-App für

Iphone.

BAUTECHNIK GMBH

Fachhandel für Heizung, Hoch- und Tiefbau

08/2010 81


s e r v i c e

p a g Mi no ibe irl ui tn äg

t

„Wir versichern Energie …“

Energie und vor allem die sogenannte

Grüne Energie ist ein

höchst aktuelles Thema. Die

Energieerzeuger tätigen hohe

Investitionen, haben entsprechende

Lieferverträge und sichern

sich natürlich auch ab.

Energie zu versichern ist ein komplexes

Thema. In Südtirol betrifft

das in erster Linie die Wasserkraftanlagen,

die Biogas-, Biomasse- und

Photovoltaik-Anlagen.

Diese Anlagen haben ganz unterschiedliche

Bedürfnisse, dazu Bernhard

D’Incau, geschäftsführendes

Vorstandsmitglied der Assiconsult

G.m.b.H.

„Wasserkraft“

Grundsätzlich ist eine Deckung für

diese Anlagen auf mehrere Phasen

aufgeteilt.

Man beginnt in der Bauphase mit einer

CAR-Deckung

„Contractor All Risks“

oder auch „EAR-

Montage-Deckung“,

welche einerseits die

Sachschäden für die

im Bau befindlichen

Anlagen deckt und

anderseits die Haftpflicht

gegen Dritte

Bernhard D’Incau versichert. Letztere

als Zusatz zu den

bestehenden Verträgen aller am Bau

mitschaffenden Unternehmen, einschließlich

der Bauherrenhaftpflicht

mit besonderem Hinblick auf die Gesetzesdekrete

81/2008: Der Bauherr

haftet bei Arbeitsunfällen solidarisch

mit den Baufirmen.

Bei Inbetriebnahme des Werks wird

eine Allgefahrendeckung – einschließlich

Maschinenbruch – abgeschlossen;

dies auch dann, wenn

die Garantieleistung des Herstellers

aufrecht ist. So kann ein eventueller

Produktionsausfall abgesichert werden.

Mehrere Schadensereignisse

können hier abgedeckt werden, wie

z.B. die Reparaturkosten der Maschinen

oder Naturereignisse wie Stein-

schlag, Lawinen, Überschwemmungen

und dergleichen.

Jede Polizze muss aber auf die einzelne

Anlage zugeschnitten sein, da jedes

Risiko diverse Bedürfnisse hat: z.B. diverse

Anzahl an Turbinen, liegen die

Druckrohrleitungen ober- oder unterirdisch,

usw.

„Sonne und Biomasse“

Bei diesen verhält es sich, was die

Bauphase betrifft, ähnlich wie bei

den Wasserkraftanlagen. Völlig anders

hingegen ist dann die Deckung

nach Inbetriebnahme gestaltet. Bei

den Biomasseanlagen ist es von größter

Wichtigkeit abzuchecken, wie der

Wartungsvertrag mit dem Hersteller

gestaltet ist, bzw. ob dieser eine

24-Stunden-Überwachung garantiert

oder nicht. Hier, abgesehen von den

restlichen Gefahren wie Feuer und

Explosionen, ist eine Maschinenbruchversicherung

mit Betriebsunterbrechung

unumgänglich, da das Schadenspotential

vom Kolbenfresser des

Motors bis zu eingefrorenen Ventilen

oder Überdruck reicht.

Bei den Photovoltaik-Anlagen sind

sowohl während der Zeit der Montage,

sowie nach Inbetriebnahme vor

allem die Unwetterschäden (Hagel,

Sturm) und der Diebstahl das große

Thema. Letzteres ist inzwischen

gerade bei Bodenanlagen ein sehr

großes Problem der Besitzer geworden.

In Bayern zum Beispiel gibt es

seit Jahren eine SOKO Photovoltaik,

da es immer wieder vorkommt, dass

ganze Anlagen von Dieben abmontiert

werden.

Die Versicherungsgesellschaften legen

ganz besonderen Wert darauf,

dass die Paneele zertifiziert sind.

Nicht zertifizierte Anlagen können

beim ersten Hagelschlag einen Totalschaden

erleiden.

„Unterschiedliche Betreiber“

Abgesehen von der unterschiedlichen

Art der Anlage, betreffend Technik

und Leistung, sind auch die Betreiber

der Anlagen höchst verschieden. Die

Palette der Betreiber reicht hier von

der Energiegesellschaft, Stadtwerke,

über große und kleine Genossenschaften

bis zum privaten Betreiber. Genauso

unterschiedlich sind demnach

auch die Erfordernisse bezüglich den

Versicherungsdeckungen. Zudem stellen

die finanzierenden Institute und

Banken ebenfalls ihre Anforderungen,

welche natürlich auch immer zu berücksichtigen

sind.

Bernhard D`Incau: „Es gibt praktisch

keine Polizze, die identisch ist zu einer

anderen. Zu unterschiedlich sind die

Gegebenheiten und Anforderungen

einer jeden zu versichernden Anlage.

Assiconsult hat sich als einer der wenigen

Versicherungsbroker auf gesamtstaatlicher

Ebene darauf spezialisiert,

professionelle und kompakte Energie-

Versicherungspakete maßgeschneidert

für jeden Betreiber anzubieten.

Für die professionelle Risikoanalyse,

Angebotserstellung und Verwaltung

der „Energie-Verträge“ hat Assiconsult

ein Inhouse-Team gegründet. Die

Schadensabwicklung erfolgt ebenfalls

direkt in unserem Büro.“

Info

Assiconsult International Insurance Broker

Esperantostr. 1 - 39100 Bozen

Tel. 0471 069 900

info@assiconsult.com - www.assiconsult.com

Automobilindustrie

im Umbruch

Im folgenden Artikel der auto

motor und sport Sonderausgabe

Eco drive zeichnet Bernd

Ostmann ein interessantes

Bild der derzeitigen Situation

von alternativen Antrieben bei

Kraftfahrzeugen und wiegt Vorund

Nachteile dieser ab.

Alternative Antriebe heißt das Zauberwort.

Weltweit wird mit Hochdruck

an der Weiterentwicklung des

Elektro-, des Hybrid- und Wasserstoffantriebs

gearbeitet.

Fest steht allerdings auch: Wir

werden noch viele Jahre mit herkömmlichen

Verbrennungsmotoren

unterwegs sein. Und seit die

CO 2

-Diskussion vor vier Jahren so

richtig losgetreten wurde, sind mit

der Start-Stopp-Automatik, Direkteinspritzung,

Turboaufladung und

Downsizing erstaunliche Fortschritte

gemacht worden: Vergleicht man

den Minimalverbrauch eines VW Polo

1.9 TDI aus dem Jahr 2008 (4,4

Liter/100 km) auf der auto motor

und sport-Normrunde mit dem des

aktuellen Polo 1.6 TDI Blue Motion,

dann liegt da ein Liter dazwischen.

Die Spritpreise werden weiter steigen.

Alternativen müssen also her.

Doch welche werden sich am Ende

durchsetzen? Das Elektroauto probt

seine Serienführung in diversen

Großversuchen. Doch noch stehen

viele Fragezeichen hinter den Stromern.

Die Batterien sind noch viel

zu teuer. Da wundert es nicht, dass

man die E-Fahrzeuge nicht mehr als

reine City-Mobile sieht. In den Großstädten

werden viel zu wenig Kilometer

gefahren, als dass sich das

teure Elektroauto rechnen würde.

Die Pendler sind jetzt im Visier der

E-Fraktion.

Die Umweltbilanz

Betrachtet man die Umweltbilanz,

so sieht es für das E-Auto nicht

richtig gut aus. Legt man den heimischen

Kraftwerksmix zugrunde,

muss sich der Stromer bei der CO 2

-

Bilanz hinter den kleinen Spardieseln

anstellen. Was muss bei ihm

also passieren? Die Batteriekosten

müssen runter, es bedarf staatlicher

Subventionen und die elektrische

Energie muss sauber werden.

Die Brennstoffzelle produziert den

Strom aus Wasserstoff. Ihr Vorteil ist

die große Reichweite. Mercedes will

sie mit der B-Klasse nach früheren

Ankündigungen zwar 2015 in Serie

bringen, doch bevor sie auf nennenswerte

Stückzahlen kommt, müssen

zunächst die Kosten für die Technik

weiter gesenkt werden. Und es ist nötig,

ein Wasserstoff-Tankstellennetz

aufzubauen.

Bleibt das Hybridmodell. Toyota und

Honda haben es seit mehr als einem

Jahrzehnt im Handel, und nun kommen

auch die Deutschen. BMW mit

dem Siebener und X6. Mecedes mit

der S-Klasse und dem GL. Volkswagen,

Audi und Porsche bringen Touareg,

Q5 und Cayenne als Hybrid-Version.

Während VW künftig vor allem auf

den Elektroantrieb setzt, sieht Toyota,

der Hybrid-Pionier, die Zukunft im

Plug-in-Hybrid. Sein Vorteil: Er kann

eine begrenzte Strecke rein elektrisch

fahren und besitzt eine große Reichweite.

Ist also kein Zweit-Fahrzeug

wie das reine E-Mobil, sondern auch

langstreckentauglich.

Quelle: auto motor und sport ECO

drive – Das Magazin für umweltbewusste

Mobilität, Bernd Ostmann, Seite

5, Das Alternativ-Programm, Ausgabe

1/2010

82

08/2010

Das Assiconsult-Team

08/2010 83


p a g i n i e r u n g

a k t u e l l

Wasserstoff & E-Mobilität

Wasserstoff ist einer der wichtigsten

und viel versprechendsten

Energieträger der Zukunft

– in Form als Energiespeicher,

speziell als Treibstoff. Ein

Beitrag von Dr. Walter Huber.

Treibstoffe der Zukunft müssen erneuerbar

sein, sie müssen mit erneuerbaren

Energien hergestellt und

möglichst aus lokaler Produktion

stammen, das bedeutet kurze Transportwege

von der Erzeugung bis zum

Verbrauch.

Das Institut für Innovative Technologien

IIT in Bozen hat die Aufgabe, die Wasserstofftechnologie

in seiner Gesamtheit

in Südtirol einzuführen, die Produktion

aus lokalen erneuerbaren Energien

aufzubauen, die Verteilung des Wasserstoffs

in strategischen Standorten vorzubereiten,

die Nutzungen des Wasserstoffs

in die Wege zu leiten, die Bevölkerung

und die Wirtschaft für die neue

Technologie zu sensibilisieren, entsprechende

Forschung und Entwicklung zu

koordinieren – ein komplexer und vielfältiger

Themenbereich.

Unterschiedliche Reichweite

Die viel zitierte Elektromobilität bedeutet

einerseits Batteriebetrieb für

kurze Strecken von 60 bis 80 km

Grundsteinlegung in Bozen-Süd

Reichweite, ihr Ziel ist deshalb vor allem

der Stadtbetrieb.

Andererseits ist Elektroantrieb mit

Brennstoffzelle und Wasserstoff ein

Elektroauto mit großer Reichweite.

Die Brennstoffzelle wandelt den Wasserstoff

direkt in elektrische Energie

um, ist wie eine Batterie, die ständig

mit Wasserstoff aufgeladen wird; Endprodukt

ist reines Wasser.

Varianten mit Wasserstoff im herkömmlichen

Verbrennungsmotor

sind als längerfristige Übergangslösungen

zu sehen und haben diesbezüglich

auch ihre Bedeutung. Insbesondere

sind es die Mischungen von

Wasserstoff mit Erdgas, die besonderes

Interesse wecken und die deshalb

von uns auch entsprechend positiv

gesehen werden.

Ein Tankstellennetz von

München bis Modena

Vorrangiges Ziel des IIT und seiner

Gesellschafter ist es, die Versorgung

mit Wasserstoff alle 100 km entlang

der Autobahn von München bis Modena

aufzubauen. Dies ist ein Korridor,

ein grüner Korridor, in einem

wirtschaftlich gut entwickelten Gebiet,

entlang der wichtigsten Verbindungsachse

zwischen Mitteleuropa

und Südeuropa. Die Brennerautobahn

als Gesellschafter des IIT setzt

damit bedeutende Zeichen für die Zukunft.

Der Bau der Gebäude für die

erste Produktionsstätte von Wasserstoff

in Südtirol durch die A22 hat bereits

begonnen und wird mit Beginn

2012 in Betrieb gehen.

Die nächsten Produktionen und Verteilungen

entlang der Autobahn sind

in Projektierung. Alle Tankstellen

werden von der Autobahn wie vor

allem auch von außerhalb der Autobahn

zugänglich sein, was vor allem

am Anfang besonders wichtig ist.

Zum Bildtext: Unterschrift zur Grundsteinlegung. u.R.v.l.: Walter Huber (IIT), LH Luis Durnwalder,

Paolo Duiella, h.R.v.l.: Carlo Costa, LR Thomas Widmann, LR Michl Laimer

Gleichzeitig wird am Plan gearbeitet,

alle 20 km in Südtirol eine Versorgungsstelle

aufzubauen.

Serienfahrzeuge ab 2015

Die entsprechenden Fahrzeuge sollen

ab 2015 in Serienproduktion gehen, so

haben es die europäischen Autohersteller

in Brüssel unterschrieben. In

Bozen werden die öffentlichen Autobusse

die ersten Anwender des neuen

Treibstoffes sein.

Wasserstoff wird aber nicht nur als Ersatz

für die fossilen Treibstoffe gesehen,

er hat auch die Funktion als Zwischenspeicher

für elektrische Energie

und kann bei Bedarf wiederum in

Strom zurückverwandelt werden.

Südtirol sieht es als wichtig an, entsprechend

notwendige Infrastrukturen

zu errichten und dadurch Unabhängigkeit

von den fossilen Treibstoffen

zu erreichen, lokale Wertschöpfung

zu schaffen und mit Forschung

und Entwicklung vorne mit dabei zu

sein. Vermeidung von Emissionen an

Schadstoffen und dem Treibhausgas

CO 2

sind für die Menschen und die

sensible Alpenlandschaft von größter

Bedeutung und ein Beitrag zum

Klimaschutz.

84 08/2010

08/2010 85


p a g i n i e r u n g

p o r t r a i t

Der Energie-Guru

Elektroautos: Die e-miglia 2010

Diesen Sommer machte sich die e-

miglia, die neue Rallye für elektrisch

angetriebene Fahrzeuge, bereit für

ihre erste große Fahrt, „Der Welt zu

zeigen wie leistungsfähig & attraktiv

E-Mobilität ist.“, das war die Devise.

Mit Elektroantrieb unterwegs: In

wenigen Jahren soll dies zu konkurrenzfähigen

Preisen möglich

sein. Nordtirol und Südtirol arbeiten

am „Leuchtturmprojekt

E-Mobilität“.

Wie Fortbewegung mit Strom

funktionieren kann, erarbeitet

das „Leuchtturmprojekt E-Mobilität“,

das nun auch auf die Unterstützung

der Länder Nord- und Südtirol

zählen kann. Das Hauptaugenmerk

liegt auf einem Akku-Wechselsystem,

das als Prototyp entwickelt und

getestet werden soll, und zwar in

Zusammenarbeit mit 30 Unternehmen

und Universitäten. Im Klartext:

„Man lädt seine Batterie nicht auf,

sondern tauscht sie aus und fährt

Als Berater der Organisation mit dabei

war Walter Huber, dessen Einsatz

seit Jahren der Elektro-Mobilität gilt.

Die e-miglia verbindet Stil und Mythos

klassischer Rallye-Veranstaltungen

mit der Technologie der Zukunft.

Schon vor 101 Jahren verlangten

Straßenrallyes wie die Targa Florio,

die Mille Miglia oder die Rallye Monte

Carlo Mensch und Maschine alles ab.

Seitdem ist in der Automobilindustrie

viel Entwicklungs- und Pionierarbeit

geleistet worden.

Die neue, grüne Mobilität ist nicht nur

gesünder für unseren Lebensraum,

sondern macht vor allem auch Spaß,

ist aufregend und dynamisch.

Zu konkurrenzfähigen Preisen ...

sofort weiter“, so Umweltlandesrat

Michl Laimer.

„Wir möchten emissionsfreie Mobilität

zwischen Bregenz, Wien, München

und Verona ermöglichen zu konkurrenzfähigen

Kosten, die bei jenen eines

VW Golf Diesel liegen“, berichtet

Verkehrslandesrat Thomas Widmann.

Daraus entstünden innovative Arbeitsplätze

und nachhaltige Tourismuskonzepte,

bei denen Landschaft

für die Gäste z.B. über den Verleih

von E-Fahrrädern erschlossen wird.

Dieses Konzept teilt auch die Tiroler

Wirtschaftslandesrätin Zoller. Immerhin

seien 98 Prozent der in Österreich

zurückgelegten Fahrten kürzer als 100

Kilometer und über 80 Prozent kürzer

als 20 Kilometer. „Also bestens geeignet

für Elektro-Mobilität.“

Insgesamt 560 km waren bei der e-

miglia 2010 zu bewältigen, mit Tagesreichweiten

bis zu 170 km mit

anspruchsvollen Streckenabschnitten

wie Bergetappen und täglichen

Sonderprüfungen. Sie führte vom

3. bis 6. August 2010 von München

über Garmisch, Innsbruck, Brenner

und dem Jaufenpass bis nach Rovereto.

Es gibt Wertungskategorien

für elektrische Fahrzeuge mit 2, 3

oder 4 Rädern. Neben vielen Ehrenpreisen

zu den verschiedenen

Wertungen gab es für die Gesamtsieger,

dem Duo Tim Ruhoff/Steven

Hoffmann, ein Preisgeld in Höhe von

10.000 Euro.

LR Michl Laimer, Nordtiroler LR Patrizia

Zoller-Frischauf und LR Thomas Widmann (v.l.)

Energie ist sein Ding.

Umweltschutz und soziales

Engagement ebenso. Sein

Leben hat er bis auf die

Studienzeit in Prad verbracht

und dieser Gemeinde gilt

sein ganzer Einsatz.

Georg Wunderer ist als Obmann

des E-Werks Prad auch Ideator

der genossenschaftlich organisierten

autarken, nachhaltigen und sozial

verträglichen Energieversorgung der

Gemeinde am Stilfserjoch und derzeit

Obmann des Südtiroler Raiffeisen-Energieverbands.

Eigentlich hätte Georg Wunderer gar

nichts anderes werden können. Nachhaltig

produzierte Energie und der Gedanke

der Selbstversorgung sind ihm

sozusagen in die Wiege gelegt. Sein

Großvater Alois war 1925 Mitbegründer

des ersten Wasserkraftwerks am

Tschrinbach, das damals für den Wert

von 300 Kühen von fünf Männern gebaut

wurde und immerhin 200.000

kWh im Jahr produzierte. Sein Vater

Hermann war 1974–1980 Obmann

der Energiegenossenschaft Prad.

Das Thema Energie in die Wiege gelegt

Georg Wunderer wurde 1980 als Vizeobmann

in den Vorstand der E-Genossenschaft

gewählt und zwar in der

gleichen Vollversammlung, in der sein

Vater als Obmann zurücktrat. 1983

wurde er dann zum Obmann bestellt, eine

Funktion, die er immer noch ausübt.

„Das waren allerdings schwierige Zeiten“,

erinnert sich Georg Wunderer.

„Das Kraftwerk war damals alt und

unrentabel. Entweder man machte etwas

Neues oder man gab auf.“ Schon

1980 gab es Projekte und Konzepte für

den Ausbau des bestehenden Mühlbergkraftwerkes

mit dem Ziel, auf lokaler

Ebene erneuerbare Energiequellen

zielführend zu nutzen.

Nicht am Ast sägen, auf dem wir sitzen

Georg Wunderer hat Wirtschaftsgeographie

und im Eigenstudium Elektrizitätswirtschaft

studiert. „Energie, das

war ein Thema, das mich von Kind auf

fasziniert hat.“ Energie als Grundrecht

des Menschen. Als Grundlage für das

Überleben. Energie aber auch als Gefahr.

„Ohne Energie geht nichts. Das ist

klar. Aber wir müssen in der Lage sein,

eine menschliche, anständige Energieversorgung

zu gewährleisten, ohne am

Ast zu sägen, auf dem wir sitzen.“

Der Vater von zwei mittlerweile erwachsenen

Kindern, der in seiner

Freizeit Radfahren und Bergsteigen

liebt, war in seiner Jugend auch als

Fußballer in seiner Heimatgemeinde

aktiv. Auch politisch hat er sich im Gemeindeausschuss

für Umweltschutz

und Sport in Prad eingesetzt.

Umwelt und sozialer Aspekt

Dass die Tage der fossilen Energieversorgung

gezählt waren, war dem jungen

Georg Wunderer schon klar. Er

wollte aber mehr. „Energie darf kein

Spekulationsobjekt sein, von dem nur

einige profitieren. In Südtirol herrschte

in den vergangenen Jahren eine Art

Goldgräberstimmung.“

Für Georg Wunderer ist Geschäftemacherei

mit einem Grundversorgungsgut

moralisch nicht vertretbar.

„Ich bin strikt gegen dieses gewinnorientierte

Denken. Das Land will den

Energiesektor als weitere Geldquelle.

Die Gemeinden idem und die Privaten

wollen sich einfach nur eine goldene

Nase verdienen.“ In einem Land, das

wie Südtirol über ausreichend wertvolle

Ressourcen verfügt, sollte der

Strom dezentralisiert, d. h. vor Ort,

produziert sowie effizient und sozialverträglich

genutzt werden.

Gegen reines Profitdenken

Die Herstellung von Strom kostet den

Produzenten vielleicht sechs Cent. Wunderer:

„Bis dieser Strom über das Verteilernetz

und verschiedene Wiederverkäufer,

Trader etc. beim Konsumenten landet,

zahlt der Endverbraucher 18 Cent.

Ich finde dieses System fragwürdig.“

In seiner Heimatgemeinde Prad hat

Wunderer seinen Traum von der genossenschaftlich

organisierten Energieversorgung

auf lokaler Ebene, an

dem fast alle Familien, die Unternehmen

und die Gemeinde selbst beteiligt

sind, verwirklicht. Prad ist heute mehr

oder weniger energieautark und das

fast gänzlich ohne fossile Energieträger

zu nutzen (siehe Seite 60).

... und er denkt weiter

Im Energie-Werk Prad Genossenschaft

werden über das genossenschaftliche

Strom- und Fernwärmenetz auch private

Erzeuger eingebunden. Die Energieversorgung

steht dabei auf mehreren

Beinen und nutzt alle modernen

nachhaltigen Methoden der Energiegewinnung:

Wasserkraft, Windkraft,

Solarenergie, Erdwärme, Biomasse,

Hackschnitzel und Strahlungswärme.

Es funktioniert nicht nur, sondern hat

der kleinen Vorbild-Gemeinde auch

schon Preise auf italienischer und europäischer

Ebene eingebracht.

Aber Georg Wunderer, dem Energie-

Guru von Prad, reicht das noch nicht.

Er, den das Thema Energie wie er selbst

sagt, ganz ausfüllt, denkt schon längst

weiter: an die Nutzung von Strom für

die Mobilität zum Beispiel ...

86 08/2010

08/2010 87


Zadar & Terenten!

DOC.bz

Die drei besten K: Kroatien – Korcula – Korkyra

Mit über 2600 Sonnenstunden

ist Vale Luka ganz im

Westen der Insel Korcula der

sonnenreichste Ort der Insel.

Die Insel Corcula und

Vale Luka sind keine überlaufenen,

touristischen

Hochburgen. Zahlreiche

Weinberge und Olivenhaine

zeugen von traditioneller

Landwirtschaft und

intakten Infrastrukturen.

Das Hotel Korkyra befindet

sich in Hafennähe und

beeindruckt mit einer neu

gestalteten und einladenden

Fassade. Zum Angebot

gehören ein Wellness-Bereich,

58 Designerzimmer,

ein Restaurant für 120

Personen im Innenbereich

und 140 Plätzen in Außenbereich.

Das Hotel Korkyra

ist ganzjährig geöffnet und

ist seit Jahren das bedeutendste

Hotel im Ort und

verbindet Livestyle mit

individueller Betreuung.

Den schönsten Strand Kroatiens

auf der Insel Proizd

erreicht man ebenfalls von

Vale Luka aus. Es gibt keine

Fahrzeuge, die Insel ist

mit Booten zu erreichen,

die regelmäßig hin und zurück

fahren. Mit der traumhaften

Vegetation und den

herrlichen Stränden gehört

diese kleine Insel, laut New

York Times, zu den zwölf

schönsten der Welt. Das

einzige Restaurant auf der

Insel gehört zum Hotel Korkyra.

Weitere Infos unter

www.hotel-korkyra.com

Georg Unterkircher

Das neue Familienhotel Diadora

der Falkensteiner Gruppe

in Kroatien bietet Familienurlaub

bei dem man auf

nichts verzichten muss. Die

großzügige Anlage nördlich

von Zadar ist eine hochwertige

Mischung aus guter Gastronomie,

breitem Sportangebot

und Top-Entertainment.

Das Sagen hat ein Pusterer,

Georg Unterkicher aus Terenten,

der in einem noch von

der „Balkanmentalität“ geprägten

Land (Kroatien) für

ein Südtiroler Unternehmen

die Stellung hält!

Air Show Sand in Taufers

Musikantenstadl in Bozen

Nach dem letzten Stadl im

Jahr 2005 ist es nun soweit:

Die Eurovisionssendung

„Musikantenstadl“ geht zum

ersten Mal mit dem neuen

Moderator Andy Borg in

Bozen über die Bühne. Live

aus der Messe Bozen heißt

es im ARD, ORF und SF am

Samstag, den 18. September

2010 um 20.15 Uhr: „Stadlzeit

– Es ist soweit!“ Bereits

am Vortag gibt es die Generalprobe,

die ebenfalls

um 20.15 Uhr beginnt. Die

ersten Künstler sind bereits

bekannt und so stehen für

Bozen mit Hansi Hinterseer,

Semino Rossi und den

Kastelruther Spatzen schon

drei Top-Interpreten auf der

Liste der Gäste von „Mr. Musikantenstadl“

Andy Borg.

Weiters sind mit dabei: Rudi

Giovannini, Sonja Weissensteiner,

Markus Lanz, Säntis

Feger, Heissmann&Rassau,

das MDR Fernsehballett und

Wolfgang Jr. & Die jungen

Stadlmusikanten.

Vom 17. bis 19. September

gibt es in Sand in Taufers

ein besonderes Spektakel

zu sehen. Der „Falken Club

Ahrntal“, einer der ersten

Drachenfliegerclubs in Europa

und auch einer der

bekanntesten und traditionsreichsten,

feiert heuer sein

35-jähriges Bestehen. Alle

fünf Jahre wird das Jubiläum

mit einem großen Flugfest

verbunden mit einem

anspruchsvollen Musikfest

gefeiert. Dazu Karlheinz Außerhofer,

Mitbegründer und

Ehrenmitglied des „Falken

Club Ahrntal“: „Flügel der

Welt heißen wir im Unterti-

tel unser Flugprogramm und

tatsächlich wollen wir den

zahlreichen Zuschauern und

Flugbegeisterten alles zeigen,

was fliegt. Die weltbesten

Drachenflieger werden zeigen,

wie sich unsere Sportart

von den Pionierzeiten bis

heute entwickelt hat. Die besten

Gleitschirmpiloten ihrerseits

sind da. Kunstflugstaffel

und Flug-Akrobatikpiloten in

Motor- und Segelflugzeugen,

Hubschrauber, Ultra Light

Flugzeuge jeder Bauart, eine

Verkehrsmaschine sowie

historische Doppeldecker

werden bei uns zu bewundern

sein.“

hol‘ dir Innovation

dein Unternehmen bekommt

durch den TIS innovation park

internationales Know-how!

Ruf jetzt an!

T +39 0471 068000 F +39 0471 068100

wt@tis.bz.it www.tis.bz.it

88

08/2010


u n t e m e l d u n g e n

b u n t e m e l d u n g e n

20-jähriges „Sekt-Jubiläum“

Rubner Türen im

„Schwalbennest“

Auf engstem Raum hat

Schreiner Yvo Fux aus Zermatt

mit seinem Planer und

Freund Arch. Arno Perren

ein Chalet der Sonderklasse

geschaffen.

Yvo Fux ist auch ein Spezialist

für den Ausbau mit

Altholz. Seine Liebe zu

diesem Material ist auch

dem „Schwalbennest“ auf

den ersten Blick anzusehen.

Überaus reizvoll hat

er dazu auch die Türen von

RUBNER kombiniert, die in

deckendem Rot einen erfrischenden

Kontrast setzen.

Bei RUBNER schätzt er dabei

die individuelle Fertigung

auf Maß und die zertifizierte

Produktpalette, mit

der er bereits diverse Hotels

und Privatbauten rund um

Zermatt ausgestattet hat.

Mit Recht ist Yvo Fux stolz

auf die erhaltenen Auszeichnungen

für das Chalet, bei

dem sich das „Schwalbennest“

neben Objekten von

Top Architekten und Designern

behaupten konnte. Sogar

die Tageszeitung „Bild“

hat schon über das Schwalbennest

berichtet.

Bei der Mitgliederversammlung

der Vereinigung Südtiroler

Sekterzeuger nach

dem klassischen Verfahren

wurde ein neuer Verwaltungs-

und Aufsichtsrat gewählt.

Josef Reiterer, Besitzer der

Sektkellerei Arunda-Vivaldi,

wird für weitere drei

Jahre als Präsident die Geschicke

der Südtiroler Sektvereinigung

lenken. Lorenz

Martini, Kellermeister im

Weingut J. Niedermayr und

seines Zeichens Sektproduzent

von Comitissa wird

Reiterer als Vizepräsident

unterstützen. Weiters mit

im Verwaltungsrat vertreten

ist Wolfgang Tratter,

Kellermeister der Kellerei

St. Pauls. Die Aufgabe der

Rechnungsrevisoren übernehmen

Luis Ochsenreiter

vom Weingut Haderburg

in Salurn, Josef Romen von

Kettmeir und Hannes Kleon

von der Wein- und Sektkellerei

Von Braunbach.

Verwandlungskünstler

Wer aus Alt Neu macht, denkt an Morgen.

KlimaHaus: weniger Heizkosten, mehr Wohnkomfort und Klimaschutz.

Die 3.000.000ste Besucherin

90

Plattform für aktive Freizeit

Sentres – der digitale Reiseführer

für Südtirol wird am

22. Oktober online geschaltet.

Wer sich für Südtirol interessiert,

kann in Kürze auf

eine besonders umfangreiche

Internet-Plattform

zurückgreifen – ab 22. Oktober

findet man online

unter www.sentres.com

alles über 2000 Touren, Sehenswürdigkeiten,

Hotels,

Geschäfte und vieles mehr.

Die Outdoor- und Freizeit-

Plattform wird in der Start-

08/2010

phase nicht weniger als

2000 Tourenvorschläge für

Wanderer, Radsportler, Alpinisten

und Wintersportler

im Web präsentieren.

Zusätzlich kann man die Internet-Software

auch als digitalen

Reiseführer für unterwegs

verwenden: Noch

innerhalb September steht

nämlich die sentres-iPhone-

App im iTunes Store kostenlos

zur Verfügung. Die Anwendung

für das IPad ist für

November geplant.

Der Landeshauptmann und

gleichzeitig Präsident der

Gärten von Schloss Trauttmansdorff

gratulierte der

Besucherin mit Fanfaren

und Zukunftsmusik.

Monika Di Cola aus Avezzano

in der Provinz Aquila hat

nicht schlecht gestaunt, als

Garten-Direktor Klaus Platter

ihr beim Kauf des Tickets

plötzlich persönlich gratulierte.

Sie ist die 3.000.000ste

Besucherin der Gärten von

Schloss Trauttmansdorff und

besuchte mit ihrem Mann

Alessandro D’O und Sohn

Luca Maria zum ersten Mal

die Gärten. „Der Zeitraum

und die derzeitige Besucherzusammensetzung

machten

es sehr wahrscheinlich,

dass der/die 3.000.000ste

Besucher/in eine italienische

Urlauberin werden würde.“

Landeshauptmann Luis

Durnwalder überreichte –

wie könnte auch anders sein

– einen sommerlichen Blumenstrauß

sowie einen Geschenkkorb

voller Köstlichkeiten

der „Laimburg“.

Direktor Klaus Plattner und LH Durnwalder mit den „Jubiläums-Besuchern“

KlimaHaus Agentur

Handwerkerstr. 31, Bozen

Tel.: 0471 062 140

info@klimahausagentur.it

www.klimahausagentur.it

AUTONOME

PROVINZ

BOZEN

SÜDTIROL

PROVINCIA

AUTONOMA

DI BOLZANO

ALTO ADIGE

08/2010 91

helios.bz

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!