Ländle kompakt | Corona-Alltag

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LAbg, Kultursprecher und Bludenzer Stadtrat Christoph Thoma gibt einen kleinen Einblick in seinen "Corona-Alltag". Wie viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger merkt auch er, dass die Ausgangsbeschränkungen auch ihre guten Seiten haben und dass ihm einige Änderungen im Alltag richtig gut tun.

Ländle

kompakt

Weil’s um Vorarlberg geht.

CORONA IM ALLTAG MIT

LABG. CHRISTOPH THOMA

LAbg, Kultursprecher und Bludenzer Stadtrat Christoph Thoma gibt einen kleinen Einblick in seinen "Corona-Alltag". Wie viele

Vorarlbergerinnen und Vorarlberger merkt auch er, dass die Ausgangsbeschränkungen auch ihre guten Seiten haben und dass ihm einige

Änderungen im Alltag richtig gut tun.

Über Bludenz:

Ich ziehe den Hut vor der Disziplin der Bludenzerinnen und Bludenzer und ich bin sehr froh, dass

durch die etwas gelockerten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus das Leben schrittweise zurück

in die Alpenstadt kehren kann. Wir haben als Stadt nahezu täglich alles das möglich gemacht, was

in unserem Verantwortungsbereich steht. Aber eines ist auch klar: Wir müssen zusammenrücken

und uns Gedanken über die Zukunft machen, wie wir das Zusammenleben gestalten werden,

unmittelbar und in dieser neuen Realität, vermutlich auch etwas entschleunigt. Ich vertraue

dabei auf den Zusammenhalt unserer Bürgerinnen und Bürger, wir werden das schaffen, denn

#bludazhebtzemma!

Über den Corona-Alltag:

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich seit August mit der

Landtagswahl und der nun verschobenen Gemeinderatswahl

quasi am 13. März nach einigen Monaten von 100 auf 0

heruntergefahren wurde. Aber was mir seither wirklich

guttut: Mein tägliche Walking-Runde in den Wäldern

oberhalb von Bludenz sowie abends ein paar Seiten in dem

einen oder anderen Krimi. Soviel zum Lesen, wie im Moment,

komme ich normalerweise nur im Sommerurlaub! Ich bin

auch sehr dankbar, dass ich Zeit für die Kinder finde, sei das

im Garten, im Trampolin, und insbesondere bei der Home-

School. Das ist eine gewaltige Herausforderung, vor allem

wenn nebenbei das Handy läutet, eingekauft und gekocht

wird, Videokonferenzen stattfinden oder schlichtweg

Aktenstudium stattfindet. Aber so kann ich auch meine Frau

entlasten, die aktuell als Steuerberaterin voll gefordert ist.

Über die kulturellen Herausforderungen:

Wir müssen die Kraft finden, uns neu zu erfinden. Wir brauchen

Mut, aber auch Geduld und Flexibilität mit dieser Situation umzugehen.

Auch im Wissen, dass das kulturelle Angebot wohl noch eine

Zeit lang eingeschränkt sein wird. Was mich zuversichtlich stimmt

ist diese spürbare Lust an der Wahrnehmung von Kunst, sprich Kulturelles

zu erfahren, wieder live zu erleben. Klar diskutieren wir jetzt

über Geld, über fehlende Einnahmen, zum Teil übers pure Überleben

von Kulturakteuren. Aber im Grunde brauchen wir mehr denn

je einen kulturpolitischen Diskurs über die Bedeutung von Kunst,

Kultur und Kreativität für das Individuum, für die Gesellschaft, aber

auch den Wirtschaftsstandort. Das lehrt mich persönlich diese Krise.

Und wer mich kennt, kann sich darauf verlassen, dass ich als Kultursprecher

die eine oder andere Diskussion dazu im Landtag anzetteln

werde.

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