Offene Kirche Elisabethen - Die Kirche für alle

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Die Offene Kirche Elisabethen in Basel ist die Kirche für alle. Alle Menschen guten Glaubens, die Lebenssinn suchen, jede Lebensweise und Orientierung, dürfen ankommen und zuhause sein. Die ist ein Bericht über unsee Are im 2019.

Projekt FRAU-SEIN/DA-SEIN

Projekt FRAU-SEIN/DA-SEIN

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DA-SEIN & FRAU-SEIN

Ein Jahr des Umbruchs

TANZEN VERBINDET MENSCHEN UNTERSCHIEDLICHER KULTUREN

DAS JAHR 2019 WAR EIN JAHR DES UMBRUCHS. DAS PROJEKT GING INS FÜNFTE JAHR MIT

DER ZWEITEN PROJEKTMANAGERIN: NACH NICOLE SCHWARZ, DER FRAU DER ERSTEN STUNDE,

FOLGTE ILS VAN LOOVEREN, DIE NACH DER VERTRETUNG VON NICOLE SCHWARZ IM PROJEKT

DA-SEIN (NEUNMONATIGE ABWESENHEIT AUFGRUND VON A.O. FERIEN) AB APRIL DAS PROJEKT

JUNG-SEIN BIS UND MIT ENDE 2018 GEMANAGT HAT.

Da Nicole Schwarz das Management nach drei Jahren auf Ende 2017 weitergab und

wir Ils Van Looveren als Managerin für beide Projekte gewinnen konnten, war eine

Fortführung des Projekts DA-SEIN gewährleistet. Nach den zahlenmässig sehr

intensiven Jahren 2015 bis 2017 folgte in den Jahren 2018 bis 2019 eine Reduktion

der Zahl der Geflüchteten nach Europa und in die Schweiz. Dies schlug sich auch

in der Zahl der Besucher*innen nieder. Die Zahl der Gäste pendelte sich im Jahr 2019

bei ca. 25–30 pro Tag ein. Das Projekt verwandelte sich mehr und mehr dank intensivem

Einsatz der Freiwilligen von einem Willkommensprojekt zu einem sozialen

Integrationsprojekt.

Leider mussten wir uns Ende September von der Projektmanagerin Ils Van Looveren

verabschieden. Die finanzielle Lage des Projekts liess und lässt es nicht mehr zu, dass

wir uns diese Stelle leisten können. Ziel ist es, das Projekt DA-SEIN mit vermehrtem

Einsatz der Leitung und den Freiwilligen des Projekts aufrechtzuerhalten.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass dies

gelingen wird.

Zivis

Ab 2016 übernahm ein Zivi die Tagesverantwortung im

Projekt DA-SEIN. Später kam ein zweiter Zivi fürs Projekt

JUNG-SEIN dazu (ab April 2017) und für kurze Zeit war

sogar ein dritter Zivi in den Projekten engagiert. 2019 waren

folgende Zivis bei uns: 13.8.18–5.2.19 Marvin Silva

Kühne, 2.7.18–22.2.19 Damian Derungs; 20.8.–17.5. Sven

Schuman; 21.1.–19.7.19 Jonas Gutmans; 6.5.–1.11.19

Simon Hasler; 12.8.–31.1.20 Subeer Ismail. Bis und mit

30. Oktober waren für das Projekt DA-SEIN sowie die Koordinationsstelle

Freiwillige für Flüchtlinge (KoFfF) zwei

Zivis im Einsatz. Ab dem 1.11.2019 nur noch ein Zivi.

Programm

Wie in den Jahren davor gab es im Projekt viele Inputs (und

auch mehrere Erzählcafés) zu: 50-Jahr-Jubiläum der Allgemeinen

Menschenrechte, Aids-Hilfe Schweiz, Erste Hilfe,

Arbeitsintegration, Ramadan und Fastenbrechen, Auffahrt

und Pfingsten, Frauenstreik, Mentale Gesundheit (Mach

dich stark vom Gesundheitsdepartement), Totengedenken

an Allerheiligen, sexuelle Gesundheit bei Frauen, sexuelle

Gesundheit bei Männern usw.

Im Projekt selbst konnten wir auch im Jahr 2019 einige

Projekte und Persönlichkeiten begrüssen: junge Erwachsene,

die mit unseren Gästen mit Ton plastizierten, Freiwillige,

die unsere Gäste mitnahmen zum Joggen, Madlen

Portmann von 4seasons, die uns zeigte, wie man über

dem Feuer kocht, eine Gruppe von Angestellten der Firma

Fossil, die in regelmässigem Abstand Spielnachmittage im

DA-SEIN organisieren, die sehr beliebt sind, eine Lehrerin

und eine Klasse von K5 und auch die liberale Politikerin

Patrizia von Falkenstein, die sich über das Projekt kundig

gemacht hat und mit Geflüchteten Ping-Pong gespielt hat.

Ausflüge und drei Jahreszeitenfeste

Auf dem Programm der Projekte FRAU-SEIN und DA-

SEIN standen u.a. die Museumsnacht, die Basler Fasnacht,

Ausflüge auf die Chrischona, ans Dreiländereck und zum

Siloturm Hafenareal Basel, ans «Em Bebby sym Jazz», zum

Jugendkulturfestival, zum Lauf gegen Grenzen, in den

Zolli, ins Kunstmuseum und in andere Museen.

Am 16. Februar 2019 fand das Fest in der Kirche statt,

wo uns die Nationalrätin der Grünen Sibel Arslan ein

Grusswort überbrachte. Es gab zahlreiche Spielmöglichkeiten

in der Kirche, feines Essen und die Möglichkeit

zum Tanzen zu Worldmusik. Am 4. Mai im Rahmen des

25-jährigen Jubiläums feierten wir zuerst im Pfarrhaus

und anschliessend in der Kirche ein schönes Fest beim

Tanzen an der Jubiläumsdisco. Am 28. September fand

neben der Kirche das Food-Festival GASTFREUND-

SCHAFT OHNE GRENZEN statt, gemeinsam mit dem

Hotel Radisson und vielen zugewandten Orten des Hotels

aus Österreich, Italien und der Schweiz. Die Geflüchteten

hatten die einmalige Gelegenheit, in der Hotelküche die

Speisen aus ihren Heimatländern zu kochen und den Interessierten

und Mitfeiernden zu servieren. Das Grusswort

von Samira Marti, SP-Nationalrätin BL, die nach der

Klimademo in Bern direkt vom Bahnhof SBB zur Kirche

kam, rundete das Fest würdig ab.

Plastifizieren/Arbeiten mit Ton mit Matyas Borek,

Miara Denicola, Maila und Melissa Mendoza Suarez

am 13.12.2019

3,5 Jahre Ausbildung bis Juni 2020, 1-mal mtl. frei am

Freitag. Kleines Projekt ist schön. Kontakt mit der Erde.

Raum geben, etwas entstehen lassen, was man noch nicht

kennt. Angebot im Projekt kommt von Herzen. Ich-Raum

schenken. Am liebsten regelmässig, allen Menschen tut

Ton- Arbeit gut. Beziehung zum Material ist wichtig.

Würdigung von Projektmanagerin Ils Van Looveren

Ils wurde ab Januar 2016 von den Geflüchteten und den

Freiwilligen ins Herz geschlossen. Mit grossem Elan und

Enthusiasmus managte sie zunächst das Projekt JUNG-

SEIN und anschliessend beide Projekte, JUNG-SEIN und

DA-SEIN. Ils leitete die Zivis an und hatte den grossen

«Haushalt» DA-SEIN in allen Belangen im Griff. Ils Van

Looveren ist es zu verdanken, dass zwei grosse Tanzprojekte

mit Tänzer*innen – unter ihnen viele Geflüchtete aus

dem Projekt DA-SEIN – durchgeführt werden konnten:

Public Affairs 2016 und Figures Anfang 2020. Die Zusammenarbeit

mit der Choreografin Mirjam Gurtner und

dem Tanzprojektleiter Pascal Moor waren sehr erspriesslich.

Aus finanziellen Gründen war die Leitung der Offenen

Kirche Elisabethen gezwungen, Ils Van Looveren auf

Ende September zu kündigen. Wir bedauern diesen Schritt

aus serordentlich. Mit dem Projektmanagement von Ils Van

Looveren hat das Projekt, nachdem es von Nicole Schwarz

aus der Taufe gehoben und professionell aufgegleist worden

war, sein Profil erhalten. Seit Ende 2019 nimmt das Projekt

ohne Management eine neue Kurve. Wir sind zuversichtlich,

dass es den Geflüchteten weiterhin zugute kommt.

Offene Kirche Elisabethen – 2019 Offene Kirche Elisabethen – 2019

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