Offene Kirche Elisabethen - Die Kirche für alle

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Die Offene Kirche Elisabethen in Basel ist die Kirche für alle. Alle Menschen guten Glaubens, die Lebenssinn suchen, jede Lebensweise und Orientierung, dürfen ankommen und zuhause sein. Die ist ein Bericht über unsee Are im 2019.

Projekt Ko FfF

Projekt Ko FfF

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der römisch-katholischen Kirche (Sarah Biotti, RKK) organisiert.

Am 16. Mai hatten wir dazu unter dem Thema

«Grenzen» eingeladen. Am 22. November hat die KoFfF,

auf Wunsch der Organisationen, einen Besuch im neuen

Bundesasylzentrum (BAZ) organisiert. Der Leiter des

BAZ, Roger Lang, hat das neue Asylverfahren, welches seit

1. März 2019 in Kraft ist, vorgestellt. Am 15. Juni am regionalen

Flüchtlingstag sowie am 14. September am Lauf

gegen Grenzen war die KoFfF zusammen mit den Flüchtlingsprojekten

der OKE, DA-SEIN und FRAU-SEIN, an

Stand aktionen beteiligt.

Drei Zivildienstleistende haben bei den KoFfF-Aufgaben

über das ganze Jahr mitgearbeitet. Es waren dies: Damian

Derungs (bis Februar), Jonas Gutmans (bis Juli) und Subeer

Ismail (bis Dezember).

Abschied von der KoFfF und Danksagung

Nach fast zwei Jahren als Projektmanagerin bei der KoFfF

verabschiede ich mich von Ihnen/euch. Die Arbeit hat mir

viel Freude bereitet, habe ich doch immer wieder erlebt,

wie sich zwei Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen

aufeinander einlassen möchten und von einander

lernen können und wollen. Nun sage ich Auf Wiedersehen

und möchte herzlichst allen Freiwilligen für ihr grosses

Engagement für Geflüchtete sowie den Sozialarbeitenden

der Sozialhilfe Basel für die gute Zusammenarbeit und Ihr

Vertrauen danken.

Regine Fricker, Projektmanagerin der KoFfF bis 31.12.2019,

mit dem Zivildienstleistenden Subeer Ismail

DAS LETZTE TEAM DER KOFFF: PROJEKTMANAGERIN REGINE FRICKER UND ZIVI SUBEER ISMAIL

Koordinationsstelle Freiwillige

für Flüchtlinge (KoFfF)

DIE KERNAUFGABEN DER KOFFF BLIEBEN 2019 UNVERÄNDERT: DAS ZUSAMMEN-

FÜHREN VON FREIWILLIGEN UND GEFLÜCHTETEN UND DIE VERNETZUNGSARBEIT

AUF DEM ASYLPLATZ BASEL.

Über das ganze Jahr haben sich 46 neue Freiwillige bei der

KoFfF registriert. Insgesamt enthält die KoFfF-Datenbank

321 Freiwillige. Davon sind 125 in einem Engagement aktiv,

35 sind verfügbar und 161 sind inaktiv. Da die Nachfrage

an Begleitungen respektive die Anfragen durch die Sozialhilfe

sehr hoch waren, konnten wir die neuen Freiwilligen

sehr rasch vermitteln und in ein Engagement bringen. Es

kamen 81 neue Tandems zustande. Davon war vorwiegend

Deutschkonversation durch die Geflüchteten erwünscht

(total 62 Tandems). Bei den anderen Begleitungen handelte

es sich um Untestützung bei der Wohnungssuche, Nachhilfe

für SchülerInnen, Lehrstellensuche, Kinderbetreuung

oder administrative Hilfen.

Wir haben den Freiwilligen fünf Weiterbildungen, in Zusammenarbeit

mit der GGG Benevol und dem Roten Kreuz

Basel, angeboten. Im August hatte die Projektmanagerin

Regine Fricker die Möglichkeit, das Projekt in der Abteilungssitzung

Migration der Sozialhilfe Basel-Stadt den

Sozialarbeitenden nochmals vorzustellen.

Für die Partnerorganisationen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich

hat die KoFfF 2019 elf Netzwerktreffen organisiert.

Sie fanden an unterschiedlichen Orten (in Projekten)

und an abwechselnden Tagen immer zur Lunchzeit

statt und dienten als Austausch- und Informationsplattform.

Diese Treffen haben wir in Kooperation mit der evangelisch-reformierten

Kirche (Davide Maniscalco, ERK) und

NEUER DIENSTLEISTER: DIE KOFFF ZIEHT UM ZUM ROTEN KREUZ BASEL

Per 1.1.2020 übernahm das Rote Kreuz die KoFfF von

der OKE. Ein Rückblick und ein Abschied.

Die KoFfF wurde im Frühjahr/Sommer 2015 von Frank

Lorenz von der Offenen Kirche Elisabethen (OKE),

Renata Gäumann, Asylkoordinatorin BS, Walter Brack,

Merianstiftung, und Andreas Raess, Abt. Integration und

Diversität des Präsidialdepartements BS, erdacht und ins

Leben gerufen. Die vier Fachleute und Organisationen

antworteten mit dieser Idee auf den grossen zivilgesellschaftlichen

Hilfswillen zugunsten von Menschen, die in

Basel Schutz suchten und suchen. Im Oktober wurde die

KoFfF operativ und hat sich seitdem einen starken Stand

in der Basler Asyllandschaft erarbeitet. Sowohl im Namen

als auch im Konzept wurde sie Vorbild für andere Projekte

in der Region und auf dem Land.

Drei Projektmanagerinnen arbeiteten seitdem unter Projektleiter

Frank Lorenz zugunsten der Geflüchteten für

die Freiwilligen und Sozialarbeitenden: Simone Skelton

machte am Start-up mit, Sonja Schrago etablierte und

professionalisierte und Regine Fricker führte es zur Reife.

Das thematisch-personelle «Dreieck» Freiwillige-Sozialarbeitende-Geflüchtete

wurde zum festen Koordinatensystem,

in dem die KoFfF bis heute erfolgreich agiert.

Die Datenbank, die Freiwillige selbstständig mit ihren

Daten füllen, die Bedürfnisse, die Geflüchtete gemeinsam

mit ihren Sozialarbeitenden bestimmen und mit den Angeboten

der Freiwilligen matchen, sind ein einfaches und

effizientes Mittel, rasch und effektiv zu stützen und zu

helfen. Eine externe Evaluation der KoFfF im Jahr 2018

hat so fast durchwegs gute bis sehr gute «Noten» an die

OKE und «ihre» KoFfF vergeben, was uns sehr freute und

auch ein wenig stolz machte.

Die Situation rund um Flüchtlinge hat sich jedoch geändert:

Nicht nur die «Grosswetterlage», folgend die Zahlen

von Neuankommenden, sondern auch die Bedürfnisse

der Neuankömmlinge haben sich – besonders – in

Richtung Integration verschoben. Das macht auf der

Organisationsseite notwendig, dass ein Projekt, das auf

die Not der Zeit antwortete und darum bei einer Kirche

gut angesiedelt war, nun einer in der Freiwilligenarbeit

– noch – erfahreneren Organisation weitergegeben wird.

Synergien sind das Schlagwort der Stunde!

So hat der Kanton Basel-Stadt im letzten September entschieden,

die KoFfF dem Roten Kreuz Basel als neuem

Anbieter zu übertragen. Dieser Entscheid hat auch personelle

Änderungen zur Folge. Ab 1.1.2020 hat es eine

neue Koordinatorin und Ansprechperson für die KoFfF-

Freiwilligen gegeben.

Offene Kirche Elisabethen – 2019 Offene Kirche Elisabethen – 2019

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