Offene Kirche Elisabethen - Die Kirche für alle

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Die Offene Kirche Elisabethen in Basel ist die Kirche für alle. Alle Menschen guten Glaubens, die Lebenssinn suchen, jede Lebensweise und Orientierung, dürfen ankommen und zuhause sein. Die ist ein Bericht über unsee Are im 2019.

Gastfreundschaft ohne Grenzen

Gastfreundschaft ohne Grenzen

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Unser Fest GASTFREUND-

SCHAFT OHNE GRENZEN

MANCHMAL BEGINNEN GUTE SACHEN UNSCHEINBAR, GROSSE DINGE MIT EINER

KLEINEN IDEE. SO WAR ES AUCH MIT DER FREUNDSCHAFT ZWISCHEN UNS

UND DEM RADISSON BLU, AN DER STEINEOTRSTRASSE, BEI UNS «UM DIE ECKE»:

Als im Anfang 2018 Nicolas Grupp, der neue Direktor des

Hotels, mit seiner jungen Familie aus Köln nach Basel kam,

begrüssten unsere beiden Leitenden den jungen Direktor

und boten ein gemeinsames Kaffeetrinken an. Aus dem

Kaffeetrinken wurden dann kleine Mittagessen und gegenseitiges

Interesse. Schon lange war die Catering-Abteilung

des Radisson eine gern gesehene Partnerin während und

für Vermietungen und Kunden: Durch Esther Müller, die

Leiterin des Catering, bestand eine hochwertige und vertrauensvolle

Zusammenarbeit.

Der junge Direktor jedoch brachte aus Köln nicht nur seinen

Schwung, seine Gastfreundschaft, seine Professionalität

und seine Familie mit, sondern auch ein gehöriges Interesse

an sozialen Themen, was sicher auch aus seiner sehr

positiven Erfahrung einer evangelischen Kirchengemeinde

in Köln herrührte. Als Nic vom Angebot der Flüchtlingsprojekte

bei uns hörte, bot er spontan an, hin und wieder

ein Abendessen zu sponsern. Das waren dann jeweils herzhafte

Eintöpfe oder lecker gefüllte Sandwiches. Abgeholt

wurde dies von den Zivildienstleistenden und von den

Geflüchteten wurde das Essen mit grossem Appetit und

viel Dankbarkeit verspeist. Umgekehrt feierten die Mitarbeitenden

des Radisson Blu jeweils ihre Sommerfeste im

lauschigen Gartenpärklein der Geschäftsstelle vor dem

Pfarrhaus.

Die Menschen und die Verantwortlichen der beiden Häuser

lernten sich gut und besser kennen, und es war nur noch

ein kleiner Schritt bis zu einem grösseren Projekt. Da das

Radisson im Rahmen seines Corporate Social Responsibility

Programms bereits mit den SOS-Kinderdörfer eine

internationale Partnerschaft hat, die regionalen Häuser jedoch

ermutigt wurden, auch regionale Partnerschaften mit

sozialen Projekten einzugehen, kam bald die Idee auf, mit

der Radisson Blu Region Schweiz-Österreich-Italien einen

sozialen Tag zu Gunsten von Geflüchteten zu machen. Die

ebenso frisch dazugestossene Regionalverantwortliche am

Platz Basel, Sonia Jennsen, die auch Event-Sales- und

Room- Divison-Managerin des lokalen Hauses ist, kannte

aus ihrer eigenen Biografie sehr gut die Sehnsucht nach

Heimat und hatte auch sonst das Herz am rechten Fleck.

Der nächste Glückfall war dann der sozial sehr aktive und

bewusste Küchenchef des Radissons, Michael Holz.

Diese sechs Menschen waren das Kernteam, das dann einen

wundervollen Event entwickelte: Ein Spätsommertag, bei

dem Geflüchtete in der professionellen Küche des Radisson

Blu Gerichte aus ihrer Heimat und solche, die der Küchenchef

das Radisson Blu zusammengestellt hatte, gemeinsam

kochten. Die Service- und Hotelleriemitarbeitenden der

Häuser aus Basel, Zürich, St. Gallen, Wien, Salzburg und

Mailand bauten Marktstände (gesponsert von der Agentur

Zeisch) und Festbankgarnituren neben der Elisabethenkirche

auf und deckten die Tische wunderschön ein. Es entstand

eine offene Tafel für die Menschen Basels, die nach

anfänglichem Zögern, dann immer mutiger, sich an den

Ständen bei dem wunderbaren Essen und Getränken bedienten

und gemeinsam mit den Geflüchteten einen Nachmittag

voller «Gastfreundschaft ohne Grenzen» verbrachten.

TEAM RADISSON: SARAH BÖHNER-SCHMIDLIN (RESERVIERUNSLEITUNG), REMO KÜHNI

(CHIEF ENGINEER), ESTHER MÜLLER, MICHAEL HOLZ, SONIA JENNSEN,

NIC GRUPP UND ANNE DUMONT (STELLVERTRETENDE EMPFANGSLEITUNG).

Irgendwann mischten sich alle miteinander und schliesslich

sprach auch noch die Nationalrätin Samira Marti ein

Grusswort. Schliesslich lud Sharif Hasrat aus Afghanistan

zu einer Multi-Kulti-Disco, und bis in die späten Abend

Stunden wurde getanzt, gelacht, gespeist und geredet.

Natürlich war ein solcher Event einmalig und wird in

diesem Umfang nicht wiederholt werden können. Jedoch

die Partnerschaft zwischen den beiden Häusern und den

Menschen bleibt bestehen: Vielleicht ergeben sich Stellenangebote

für Geflüchtete, die bereits die Arbeitsbewilligung

haben. Sicher geht das Sponsoring von Abendessen weiter.

Vielleicht entsteht auch noch mal ein kleineres Fest. Auf

jeden Fall aber sind Freundschaften entstanden. Denn beide

Häuser verbindet eines: der Wille zu einer professionellen

und auf die Menschen ausgerichteten Gastfreundschaft,

die wohltut und Heimat gibt, fernab der Heimat.

Offene Kirche Elisabethen – 2019 Offene Kirche Elisabethen – 2019

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