Offene Kirche Elisabethen - Die Kirche für alle

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Die Offene Kirche Elisabethen in Basel ist die Kirche für alle. Alle Menschen guten Glaubens, die Lebenssinn suchen, jede Lebensweise und Orientierung, dürfen ankommen und zuhause sein. Die ist ein Bericht über unsee Are im 2019.

Tagebucheinträge der Leitung

Tagebucheinträge der Leitung

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EINE INTERKULTURELLE GRUPPE VON FRAUEN AM FRAUENSTREIKTAG;

DIE CHRISTLICH- STÄMMIGEN TRAGEN SELBST GEMACHTE MITREN, UM IHRE GLEICHRANGIGKEIT

MIT DEN WÜRDENTRÄGERN ZU BEKUNDEN.

22./22.03.2019 Ilias!

F: In der Nacht des 22. auf den 23. März erreichten mich

einige Telefonate, die mich sehr wach machten: Die Familie

des getöteten Schulbubens, die albanische Community und

die Stadt brauchten mich. Siehe weiter hinten im Heft.

6.–12.04.2019 Das Haus des Körpers neu

bewohnen – Fastenkurs

M: Wir waren zu neunt, die wieder und wie seit Jahren in

der Fastenzeit fasten, d.h. vorgängig den Darm entleeren

und dann eine Woche nur Bouillon, Tee, Wasser und verdünnten

Gemüse- oder Obstsaft trinken. Das Schönste

sind die gemeinsamen Momente der Stille in der Kapelle

und der Austausch untereinander. Eine wunderbare Bereicherung

im Hinblick auf die Karwoche und Ostern, den

Beginn neuen Lebens.

28.04.–4.05.2019 25-Jahre-OKE-Jubiläum

M: Eine stressige, aber wunderbare Woche. Wir waren

nachher alle «uff de Wegge», aber sehr zufrieden!

Siehe weiter hinten!

4.05.2019 Geburtstags-Ü30-Party – Benefizkonzert

F: Für einmal nur geniessen: tanzen, bis die Socke kocht...

;-)

12.05.2019 Biker-BACA-Segen: Segnungsfeier

für Biker

F: Es werden jedes Jahr mehr BikerInnen, die mit ihren

schweren Maschinen auf den Platz neben die Kirche

donnern.

14.05.2019 Lesung: «Wo bleibt die Rechtsgleichheit?»,

Dora Rittmeyer-Iselin

M: Eine wahre Entdeckung: Dora Rittmeyer-Iselin. Ich

kannte diese engagierte und streitbare Baslerin, die sich u.a.

für jüdische Flüchtlingskinder eingesetzt hatte, bisher

nicht. Das Buch von Marianne Jehle «Wo bleibt die Rechtsgleichheit?»

habe ich in einem Zug gelesen. Dass neben der

Einführung von Marianne Jehle auch Roswita Schilling die

Lesung der Texte von Rittmeyer-Iselin gestaltet und Maya

Graf eine Grussbotschaft von AllianceF überbracht hat,

war sehr schön und eindrücklich!

13.02./22.05.2019 Öffentliche Führung

durch Kirche und Krypta

F: Ein tolles Team, der André Salvisberg und ich. Wobei

man sich ja nicht selber loben soll. Aber merken kann man

es, wenn’s stimmt: Wir nennen uns scherzhaft «Waldorf und

Stettler» der Elisabethenkirche, da wir als eingespieltes «altes

Ehepaar» uns ergänzen, gegenseitig ins Wort fallen und

auch immer wieder frozzeln. Die meisten Leute finden’s

gut, einige unangemessen. Was soll’s: Jedem Menschen

rechtgetan ist eine Kunst...

14.06.2019 Frauenstreik/Frauen-Kirchenstreik

M: Ein Tag, den ich nicht vergessen werde! Treffen in der

Tituskirche zum Morgengebet, gemeinsamer Marsch zum

Zwinglihaus, wo es ein Zmittag gibt, danach Pilgerinnensegen

in der Heiliggeistkirche und dann Fahrt zum Garten

neben der OKE. An jeder Station reihen sich mehr Frauen

ein, bis der Garten neben dem Pfarrhaus voller Frauen ist.

Gemeinsam gehen wir mit Mitras, Plakaten, Transparenten...

zum Theaterplatz. Auch unsere Flüchtlingsfrauen

und einige Männer sind an der Kundgebung!

21.06.2019 Feierabendmahl – Agapefeier

M: Das erste Mal feiere ich mit Sarah Biotti das Feier-

AbendMahl. Sie ist die Leiterin der Spezialseelsorgenden

in der röm.kath. Kirche BS und Diakoniebeauftragte. Sie

wohnt seit eineinhalb Jahren auf dem Land. Wir sprechen

über unsere Liebe zur Natur und vor allem zum Garten.

Ich bin beeindruckt über ihre Worte: «Ich habe gelernt, der

Natur etwas zurückzugeben, wenn ich von ihr nehme. Ich

singe etwas, ich lege Nüsse oder Körner dahin, wo ich eine

Wurzel ausgegraben habe...»

27.06.2019 Bibel teilen in 7 Schritten

M: Seit 20 Jahren biete ich das so genannte Bibel teilen an.

Eine offene Gruppe von 6–12 Personen liest einen Abschnitt

aus der Bibel, lässt ihn still wirken, wiederholt

wichtige Worte und diskutiert dann: Was «schmeckt mir»

an diesem Text, was missfällt mir, was verstehe ich nicht,

was sehe ich plötzlich neu, was ist mir nie aufgefallen...?

EIN GLÜCKSFALL: DIANA KRASNODEMBSKA UND MARCIN

WARSZAWSKI KAMEN, HALFEN UND BLIEBEN.

Vor den Sommerferien und vor Weihnachten feiern wir.

Alle bringen etwas mit und wir teilen Brot, Wein, Käse und

anderes. Wir stellen uns in die Tradition der Christ*innen,

die miteinander Mahl gehalten und sich an Jesus erinnert

haben.

Juli Sommerreinigung

F: Für unsere Sommerreinigung steigen der Allrounder

Marcin Warszawski und seine Frau Diana Krasnodembska

ein. Einfach so. Ohne Fragen. Weil jemand anders überraschend

gegangen ist. Zwar sind Marcin und Diana seit

Langem im Putz- und Aushilfsbereich für uns tätig. Aber

noch nie und in diesem Umfang. Am Anfang holpert es –

und tut das noch immer hie und da –, aber unsere gemeinsame

«bumpy road», eine holprige Strasse (wie das der

feinsinnige Urban aus unserem Vermietungstechnikteam

treffend nennt), wird immer befahrbarer, Hindernisse werden

ausgeräumt und Löcher geflickt. Inzwischen gehören

Marcin und Diana «zur Familie» und machen vieles möglich,

was lange und immer wieder vergessen wurde, nicht

erledigt wurde oder schlicht «nicht geschah». Wow!

Juli 2019 Ausstellung «Verschaffe mir Recht»

im Juli! (22.07.2019 Vernissage)

F: Es ist eine Schande, kriminell und unchristlich im höchsten

Mass, wie mit LGBTQI-Menschen durch die Kirchen

verfahren wird, dort, wo wir es wenig sehen, in den Ländern

des Südens. Die Ausstellung hat diese Situation in den

Fokus gerückt. Mir wurde richtiggehend übel, wenn ich die

Geschichten las.

Offene Kirche Elisabethen – 2019 Offene Kirche Elisabethen – 2019

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