Offene Kirche Elisabethen - Die Kirche für alle

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Die Offene Kirche Elisabethen in Basel ist die Kirche für alle. Alle Menschen guten Glaubens, die Lebenssinn suchen, jede Lebensweise und Orientierung, dürfen ankommen und zuhause sein. Die ist ein Bericht über unsee Are im 2019.

Tagebucheinträge der Leitung

Tagebucheinträge der Leitung

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24.08.2019 Freiwilligenausflug Wallbach,

Müllmuseum

F: Christl hat das wieder wunderbar organisiert, etwas Besonderes

und etwas, das zu uns passt: das Müllmuseum

unter der rührigen Leitung und Kuration des uralten,

weisen, liebevollen Herrn Thomann. Er hat vor 50 Jahren

ein paar traurig blickende Teddys von der Müllhalde gerettet

und das war der Anfang seines Museums. Danach

genossen wir ein reichhaltiges Zvieri und inspirierten uns

gegenseitig mit unseren Geschichten aus dem zurückliegenden

Jahr.

30./31.08.2019 Fangnetzmontage

F: Um den Kragen des Turms unseres altehrwürdigen

Hauses wird ein Netz montiert, das allfällig herabfallende

Mauerteile auffangen soll. Nicht, dass etwas bereits herabgefallen

wäre, aber einfach als Sicherheit. Ja, grosse Ereignisse

werfen nicht nur Schatten voraus. PS: Schon 1867,

drei Jahre nach der Einweihung, waren mehrere Zierelemente

wie Fialen und Kreuzblumen auf den Kirchplatz

hinuntergestürzt. Gerade der beim Bau verwendete Luzerner

Sandstein erwies sich als verhängnisvoll; er war nur

beschränkt witterungsbeständig und musste bereits 30

Jahre später grossenteils ersetzt werden.

Im September

TEAMFOTO DER FREIWILLIGEN VOR DEM MUSEUM WALLBACH

F und M: Traurig: Die Projektmanagerin Ils van Loveren

hat ihre letzten Arbeitstage, nachdem sie bereits das ganze

erste Semester an den Folgen eines Berufsunfalls litt. Wir

mussten – aufgrund der Mittelkürzung – die Stelle abbauen

und als Leitung selber ins operative Tagesgeschäft. Die Zivis

unterstützten uns dabei nach Kräften und natürlich die

Freiwilligen. Das DA-SEIN muss noch mehr auf ihre Kraft

bauen. Und: Sie sind da! Ein Kernteam aus vier Personen,

in dem auch ein Geflüchteter mittut, unterstützt Monika

in der Leitung. Wie schön!

28.09.2019 Gastfreundschaft ohne Grenzen

– Flüchtlingsfest

M: Das war so toll, dass wir im Jahresbericht einen Extra-

Beitrag gemacht haben, gell Frank?

20.–23.10.2019 Internationale Citykirchenkonferenz

in Hamburg

F: Monika und ich freuen uns sehr, den Kolleginnen und

Kollegen der internationalen Citykirchen wieder zu begegnen

und uns inspirieren zu lassen von ihren Aktivitäten.

Zwar sind wir die einzige wirtschaftlich und institutionell

selbstständige Citykirche, aber in der Arbeit mit vielen verwandt,

verbunden und ähnlich engagiert. Wie immer eine

grosse Freude: «Unseren» Gründerpfarrer, Hansruedi Felix,

wiederzutreffen, der inzwischen in St.Gallen wirkt.

BaZ, BZ und andere Medien

F: Sonderseiten! Die Zeitungen stürzten sich drauf: Unser

renovationsbedürftiges Haus und die finanziellen Folgen

daraus. Unsere Mutterkirche, die ERK BS, agierte in der

ersten Phase kommunikativ nicht sehr geschickt: Man

sprach über das Gebäude, aber verunsicherte die Nutzer

und stellte unsere Arbeit infrage, obwohl diese gar nicht

CITYKIRCHENKONFERENZ: GRUPPENBILD MIT MONIKA, FRANK

UND FELIX (RECHTS OBEN AN DER SCHEIBE, DOPPELT IN DER

SPIEGELUNG)

gemeint war und ist: «Wir brauchen diese Kirche nicht»,

sagte man an der Rittergasse. Die Regierung weigert sich

bis anhin, etwas Wesentliches an die Renovation zu zahlen.

«Die Kirche» habe ja Geld, meinen sie mit Verweis auf die

Erträge der Bau- und Vermögensverwaltung. Monika, ich

und die vielen Freiwilligen sind nun gefordert und erleben

Erstaunliches: Hunderte von Menschen nehmen teil an

unserer Support-Fotoaktion «Ich stand zur Elisabethe».

Näheres hinten im Blatt!

4.11.2019 Längere Präsenzdienst-Sitzung

M: Es ist so eindrücklich, den gemeinsamen Haushalt der

Offenen Kirche Elisabethen mit den Freiwilligen des Präsenzdienstes

zu stemmen. Was könnten wir bei den Abläufen

verbessern? Worauf wollen wir wieder vermehrt

achten? Wer ist bereit, eine Sonderaufgabe zu übernehmen?

Der Grundtenor ist sehr gut, dafür sind Frank und ich sehr

dankbar!

5.11.2019 Abgeordnetenversammlung (AV)

des Schweizerischen Evangelischen

Kirchenbundes (SEK)

F: Die AV des SEK hat sich für die Öffnung der Ehe für

gleichgeschlechtliche Partnerschaften entschieden.

Mit vier wunderbaren KollegInnen (Michi Wiesmann,

Sybille Fohrer, Renato Pfeffer und Nadja Boeck) durfte

ich am Manifest «DIE LIEBE HAT DEN LANGEN

ATEM» (445 Unterzeichnende, die sich mit ihrem Namen

hinter die Erklärung gestellt haben!) mitformulieren und

-arbeiten und erleben, wie weit und visionär und liebevoll

die Schweizer ProtestantInnen sind. Danke auch an Godi

Locher und Sabine Brändlin vom Rat des SEK, der ab

2020 «Evangelische Kirche Schweiz» heisst.

Happy birthday, church!

6.11.2019 Interreligiöses Gespräch

zu Schöpfung und Ökologie

M: Die Kapelle ist voll. Der Weg dahin immer etwas mühsam.

Trotzdem kommen die Leute. Dieses Jahr stellen wir

eine Reihe von Kerzen auf als Wegweiser. Sibylle Ehrhart

vom Forum für Zeitfragen führt das interreligiöse feministisch-theologische

Gespräch mit Amira Hafner-Al Jabaji,

Valérie Rhein und Doris Strahm über die Haltung gegenüber

der Schöpfung im Judentum, im Islam und im Christentum.

Ich habe alles vorbereitet. Ich bin beeindruckt,

weiss vieles nicht und lausche dem angeregten Gespräch.

Ein wichtiger Hinweis dazu: «Unsere Erde – Gottes Erde?

Eine interreligiöse Betrachtung zu Schöpfung und Ökologie

aus der Sicht von Judentum, Christentum und Islam»

– noch vor dem Auftreten von Greta Thunberg im Herbst

2018 erschienen!

November–Dezember Übergabe KoFfF

an das Rote Kreuz Basel

F: Die «Koordinationsstelle Freiwillige für Flüchtlinge»

(KoFfF) wurde bei uns entwickelt und mit dem Kanton

und der CMS aus der Taufe gehoben. Seit Oktober 2015

leistete die KoFfF – mit inzwischen drei Projektmanager-

Innen – unter meiner Leitung vorbildliche und richtungsweisende

Abeit im Aufgabenfeld zwischen Freiwilligen,

Geflüchteten und Sozialarbeitenden. Nun wird die KoFfF

an das Rote Kreuz übergeben. Erste Meetings, strategisch,

technisch und Ende Dezember dann endgültig. Natürlich

mussten wir auch hier eine Entlassung aussprechen: Regine

Fricker. Dass es damit eine Mittfünzigerin traf, hat mich als

Altersgenosse von Regine besonders betroffen gemacht.

Und wie oben schon ein kleines Wunder: Sie fand eine Anschlussstelle

in einem verwandten Feld auch wieder bei

einer kirchlichen Organisation, dem HEKS, der Flüchtlingsrechtsberatung.

Toll!

Offene Kirche Elisabethen – 2019 Offene Kirche Elisabethen – 2019

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