2020-05-03 Bayreuther Sonntagszeitung

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Bayreuther Sonntagszeitung

Aktuell 3. Mai 2020 3

Es fehlt die Perspektive

Hotels geschlossen –Termin für eine Wiedereröffnung noch ungewiss

BAYREUTH. Veranstaltungen abgesagt,

Reisen und Buchungen

für Hotels storniert, Neubuchungen

bleiben aus. Auch in Bayreuth

Stadt und Land ist die Corona-

Krise inder Hotelbranche deutlich

spürbar:

Der Manager des Hotel

Rheingold in Bayreuth, Achim

Porsch, erzählt: „Derzeit logieren

zirka 10bis 20 Geschäftsreisende

pro Tag bei uns. Vorher

verzeichneten wir eine kontinuierliche

Auslastung vonbis zu 80

Prozent.Die wenigen Geschäftsreisenden,

die nun ein Hotelbett

benötigen, sind dankbar, bei uns

eine Schlafmöglichkeit zu erhalten.

Unser Frühstücksangebot

mussten wir allerdings aufgrund

der derzeitigen Hygienemaßnahmen

einstellen, das Anliefern

eines Frühstücks oder anderen

Speisen lohnt sich bei den wenigen

Gästenauch nicht. Sämtliche

Speisenangebote des Hotels

sind bis auf Weiteres eingestellt.

Wir sind gezwungen, laufenden

Kosten so weit wie möglich zu

reduzieren. Ohne Gäste sparen

wir an Strom, Heizung, Reinigung

und Lebensmittel. Die Situation

trifft uns hart. Unsere Mitarbeiter

sind in Kurzarbeit. Lebensmittel

mit einer kurzen Haltbarkeitsdauer

haben wir an das Restaurant

Poseidon in Bayreuth gespendet.

Die Aktion von Niko Kalianidis,

Bayreuther Helden dieser Tage

–Ärzte, Schwestern, Pflegepersonal

–für ihren aufopferungsvollen

Einsatz zudanken, indem

er kostenlos Essenzur Verfügung

stellte, fanden wir toll. Weitere

Lebensmittelhaben wir an unsere

Mitarbeiter ausgegeben, die sich

sehr gefreut haben“.

Lebensmittel mit langer Haltbarkeit

hofft der Hotelmanager

verwenden zu können, wenn der

Hotelbetrieb wieder startet. Was

Achim Porsch besonders belastet,

ist die Ungewissheit, wie

lange die komplette Schließung

seines Betriebes noch andauern

wird. „Wie das Reise- und

Buchungsverhalten nach dem

Shotdown anlaufen wird, kann

auch niemand einschätzen“, sagt

er. „Aufgrund der geringen Belegung,

istesmöglich, das Zimmer,

nach Abreise eines Gastes, zunächstvier

Tage lang leer stehen

zu lassen. Damit reduziert sich die

Gefahr für meine Angestellten,

sich mit dem Virus beim Betreten

des Zimmers zu infizieren. Die

Reinigung erfolgt erstnach dieser

Ruhezeit“, erklärt Achim Porsch.

Diese Regelung wird auch

beibehalten, wenn der Hotelbetrieb

wieder langsam anläuft

und die Auslastung es zulässt.

Zusätzlich wird über spezielle

Desinfektionsmaßnahmen nachgedacht.

„Aktuell nutzen wir die Zeit für

Arbeiten, die während des Hotel-

betriebes schwierig umzusetzen

sind. Beispielsweise für das Einbauen

einer neuen Lebensmittelkühlung,

die Verlegung neuer

Bodenbeläge oder sonstige Reparaturen“,

so der Hotelmanager.

Beauftragt werden, soweit möglich,

örtliche Handwerker. „Uns

waresschon immer wichtig, jetzt

in dieser Krisenoch viel mehr regionale

Firmen zu unterstützen.

Auch wenn unsereBeschäftigten

nichtarbeiten, halten wir Kontakt,

um sie auf dem Laufenden zu haltenund

hoffen, bald mit unserem

Teams wieder durchstarten zu

können“, so Achim Porsch zuversichtlich.

jm

Achim Porsch Foto: red Kurzarbeit anberaumt

Stadtwerkereagieren auf Corona-Krise

BAYREUTH. Seit Mitte März

sind Lohengrin Therme und das

Stadtbad wegen Corona geschlossen

–die Saisonvorbereitungsarbeiten

im Kreuzsteinbad

und im Freiluftbad laufen daher

buchstäblich auf Sparflamme.

Die Stadtwerke Bayreuth,

Betreiberin von insgesamt vier

Bädern, beantragen nun Kurzarbeit

für die Mitarbeiter.

Wo keine Kunden sind, gibt

es auch keinen Umsatz. So ernüchternd

fällt die Rechnung

der Stadtwerke Bayreuth aus.

Auch in dieser Branche wirderst

einmal instandgesetzt und ge-

putzt.„Wir haben bislang Arbeitenerledigt,für

die im laufenden

Betrieb keine Zeit bleibt“, sagt

Stadtwerke-Geschäftsführer

Jürgen Bayer. Viele Mitarbeiter

haben die Zeit überbrückt,

indem Urlaub genommen und

Überstunden eingebracht wurde.„Jetzt

sind wir aber an einem

Punkt, an dem wir in unserem

Bäderbereich auf das Mittelder

Kurzarbeit zurückgreifen müssen,

um unsereArbeitsplätzezu

sichern.“

Von der Kurzarbeit betroffenbetroffen

sind knapp 50 Mitarbeiter.

jm

Medikamente liefern lassen

Gerade in Zeiten von Corona kümmert sich

die Apotheke um die direkte Lieferung der

Medikamente an die Haustür. „Wir hatten

schon immer Lieferservice“ erklärt Apothekerin

Kerstin Bauer von der Ring Apotheke,

„Aktuell ist dieser deutlich ausgeweitet und

gefragt, zur Zeit haben wir zwei Touren proTag“.

Lieferung zeitnah am selben

oder nächsten Tag.

Bestellen können die Kunden per Telefon,

Fax oder über den Shop unserer Homepage.

Bezahlt wirdbeim Fahrer bar oder vorab über

Paypal. Dies funktioniert reibungslos. Eine

Besonderheit ist die 24 Stunden-„Abholbox“

der Ring Apotheke. Die Kunden bekommen

einen individuellen Zahlencode, mit dem

sie selbst, ohne Betreten der Apotheke, die

Medikamente aus der Box außerhalb der

Apotheke abholen.

Ring Apotheke

Tel.: 0921 68870

Fax: 0921 56312

E-Mail: aporing@t-online.de

Paypal: aporing@t-online.de oder

paypal.me/ringapotheke

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