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sortimenterbrief Mai 2020

Das österreichische Branchenmagazin für Buchmarkt, Buchverkauf und Buchwerbung. Ausgabe Mai 2020.

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<strong>sortimenterbrief</strong><br />

fACHINfORMATIONEN ZU bUCHMARKT, -VERKAUf UND -wERbUNG IN öSTERREICH<br />

40. JAHRGANG | 1. MAI <strong>2020</strong><br />

5/<strong>2020</strong><br />

36<br />

Fühl dich<br />

Löwenzahn<br />

S<br />

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Z<br />

C<br />

A<br />

E<br />

H<br />

R<br />

R<br />

„österreichische Post AG” „MZ 02Z031374 M”<br />

Verlagsbüro Karl Schwarzer GmbH, Dionysius-Andrassy-Straße 1/Top 2, 1190 wien,<br />

Tel. +43 (0) 1/548 13 15, fax +43 (0) 1/548 13 15-39, E-<strong>Mai</strong>l verlagsbuero@schwarzer.at, website www.schwarzer.at


Im Winterhochbeet<br />

knistert’s gewaltig!<br />

7 spannende Themenbeete<br />

sorgen für Inspiration und<br />

eine knallfrische Ernte –<br />

den ganzen Winter!<br />

ca. 100 Seiten,<br />

fest gebunden<br />

ca. € 17,95<br />

978-3-7066-2674-3<br />

15. September <strong>2020</strong><br />

Backspaß für<br />

die ganze Familie<br />

und Abenteuer<br />

am Bauernhof!<br />

Eier aufschlagen, Teig stibitzen<br />

und allerhand über das Leben<br />

am Bauernhof erfahren.<br />

ca. 184 Seiten,<br />

fest gebunden<br />

ca. € 25,90<br />

978-3-7066-2679-8<br />

1. Juli <strong>2020</strong><br />

Grünkraft tanken statt<br />

Betongrau anstarren!<br />

Abenteuerinspiration, Eintauchen in den<br />

Wald, Ausprobieren von Survival-Skills und<br />

Wissen über die Heilkraft von Pflanzen und<br />

Bäumen. Wald absolut – innen und außen.<br />

ca. 192 Seiten,<br />

fest gebunden<br />

ca. € 24,90<br />

978-3-7066-2678-1<br />

4. August <strong>2020</strong>


Pilzjagd Pilzjagd – –<br />

das ganze das ganze Jahr! Jahr!<br />

30 fantastische 30 fantastische Pilzfreunde Pilzfreunde warten warten<br />

darauf, darauf, von dir von erbeutet dir erbeutet zu werden! zu werden!<br />

Mit herausnehmbarem Mit herausnehmbarem Bestimmungs- Bestimmungs-<br />

Booklet. Booklet.<br />

ca. 176 Seiten,<br />

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fest gebunden<br />

fest gebunden<br />

ca. € 24,90<br />

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978-3-7066-2672-9<br />

978-3-7066-2672-9<br />

15. Juli <strong>2020</strong><br />

15. Juli <strong>2020</strong><br />

Supergutes Supergutes Essen, Essen,<br />

jeden jeden Tag! Tag!<br />

Die besten<br />

Die besten Rezepte<br />

Rezepte schreibt<br />

schreibt der Hunger:<br />

der Hunger:<br />

Deshalb<br />

Deshalb kommt<br />

kommt in über<br />

in 100<br />

über Rezepten<br />

100 Rezepten alles<br />

alles<br />

auf den<br />

auf Teller,<br />

den was<br />

Teller, die<br />

was Jahreszeiten<br />

die Jahreszeiten<br />

hergeben<br />

hergeben – bunt<br />

– und<br />

bunt knackfrisch!<br />

und knackfrisch!<br />

ca. 250 Seiten,<br />

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fest gebunden<br />

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ca. € 26,90<br />

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978-3-7066-2668-2<br />

978-3-7066-2668-2<br />

20. August <strong>2020</strong><br />

20. August <strong>2020</strong><br />

Diese Bücher werden klimapositiv<br />

hergestellt, cradle-to-cradle gedruckt<br />

und bleiben plastikfrei unverpackt.<br />

Diese Bücher werden klimapositiv<br />

hergestellt, cradle-to-cradle gedruckt<br />

und bleiben plastikfrei unverpackt.<br />

Eine Eine Müllerin Müllerin backt backt aus! aus!<br />

Und zwar: sagenhaft knusprige Brote<br />

Und zwar: sagenhaft knusprige Brote<br />

und gut gehütete Mühlengeheimnisse.<br />

und gut gehütete Mühlengeheimnisse.<br />

50 abwechslungsreiche Rezepte<br />

50 abwechslungsreiche Rezepte<br />

aus 15 verschiedenen Körnern<br />

aus 15 verschiedenen Körnern<br />

und 7 verschiedene Sauerteige<br />

und 7 verschiedene Sauerteige<br />

ca. 144 Seiten,<br />

fest gebunden<br />

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ca. € 24,90<br />

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978-3-7066-2669-9<br />

ca. € 24,90<br />

1. September<br />

978-3-7066-2669-9<br />

<strong>2020</strong><br />

1. September <strong>2020</strong>


<strong>sortimenterbrief</strong> 5/<strong>2020</strong><br />

Pflanz Wintergemüse,<br />

erkunde die Freiheit<br />

im Wald, werde zum<br />

Pilzkopf, iss dich durch<br />

Feld, Beet und Baum,<br />

back Brot, bis der<br />

Ofen glüht!<br />

Melanie Zechmeister<br />

Rupert Pessl<br />

Rupert Pessl<br />

Melanie Zechmeister<br />

Sonja Priller<br />

Katharina Gruber<br />

www.loewenzahn.at<br />

Wolfgang Palme


<strong>sortimenterbrief</strong> 5/<strong>2020</strong><br />

<strong>sortimenterbrief</strong><br />

fACHINfORMATIONEN ZU bUCHMARKT, -VERKAUf UND -wERbUNG IN öSTERREICH<br />

40. JAHRGANG | 1. MAI <strong>2020</strong><br />

Natur, Natur, Natur!<br />

5/<strong>2020</strong><br />

Fühl dich<br />

Löwenzahn<br />

Christian Heugl<br />

Rauf auf den Untersberg!<br />

Verzauberte Wege, verborgene Orte<br />

ISBN 978-3-7025-0970-5<br />

€ 22,–<br />

Thomas Neuhold, Andreas Praher<br />

Widerstand,<br />

Verfolgung, Befreiung<br />

Zeitgeschichtliche Wanderungen<br />

ISBN 978-3-7025-0963-7 € 24,–<br />

Alois Pötz, Johann Dormann<br />

Gehmütliche Obersteiermark<br />

Wandern, entdecken, genießen<br />

ISBN 978-3-7025-0967-5<br />

€ 22,–<br />

Nina Stögmüller, Robert Versic<br />

Märchenhafte Kraftplätze<br />

Wandern im Waldviertel<br />

ISBN 978-3-7025-0972-9<br />

€ 24,90<br />

Josef Leitner<br />

Oberösterreich erleben<br />

Kuriose Plätze und<br />

besondere Ausflugsziele<br />

ISBN 978-3-7025-0966-8 € 24,–<br />

2. Auflage<br />

Roland Stadler<br />

Pilgerwege in Österreich<br />

Inklusive Pilgerkarte zum Entnehmen!<br />

ISBN 978-3-7025-0924-8<br />

€ 24,–<br />

Mehr Wanderbücher finden Sie unter www.pustet.at<br />

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„österreichische Post AG” „MZ 02Z031374 M”<br />

Verlagsbüro Karl Schwarzer GmbH, Dionysius-Andrassy-Straße Lesen 1/Top Sie 2, 1190 uns wien, kennen.<br />

Tel. +43 (0) 1/548 13 15, fax +43 (0) 1/548 13 15-39, E-<strong>Mai</strong>l verlagsbuero@schwarzer.at, website www.schwarzer.at


Verlag Anton Pustet – Vorschau<br />

Lesen Sie uns kennen.<br />

www.pustet.at


<strong>sortimenterbrief</strong> 5/<strong>2020</strong><br />

36<br />

fACHINfORMATIONEN ZU bUCHMARKT, -VERKAUf UND -wERbUNG IN öSTERREICH<br />

40. JAHRGANG | 1. <strong>Mai</strong> <strong>2020</strong> | „österreichische Post AG” „MZ 02Z031374 M”<br />

Verlagsbüro Karl Schwarzer GmbH, Dionysius-Andrassy-Straße 1/Top 2, 1190 wien, Tel. +43 (0) 1/548 13 15, fax +43 (0) 1/548 13 15-39<br />

© Tobias de St. Julien<br />

Sollte es Ihnen, liebe Buchhändlerinnen<br />

und Buchhändler, noch<br />

niemand gesagt haben: „Sie sind<br />

großartig!“<br />

Allen Unkenrufen in Richtung einer verstaubten<br />

Branche trotzend, haben Sie<br />

in höchster Not gezeigt, was Sie können,<br />

wie flexibel Sie sind, wenn es darum geht,<br />

über Nacht einen Versandhandel aufzuziehen,<br />

wie zielorientiert manche sind,<br />

die sich persönlich aufs Rad schwangen<br />

und die Bücher noch am selben Tag zustellten,<br />

wie jung und dynamisch – ja<br />

sogar höchst humoristisch – manche<br />

sind, die durch Live-Auftritte täglich zum<br />

Ich verneige mich aufrichtig<br />

EnormE FlExibilität im buchhandEl<br />

vor Ihrer Leistung während der letzten Wochen!<br />

Facebook-Entertainment beitrugen, wie<br />

technisch versiert Sie sind, wenn Sie von<br />

null auf hundert begannen, Videos<br />

zu drehen, die Sie dann auch<br />

noch in den Social-Media-<br />

Kanälen platzierten. Ja,<br />

Sie können so einiges.<br />

Aber Achtung: Jetzt<br />

wo alle Welt weiß, was<br />

Sie alles können, wird<br />

man von Ihnen erwarten,<br />

dass Sie es auch weiterhin<br />

glühen lassen ... das<br />

Licht der Inspiriertheit und<br />

Innovation.<br />

Apropos Video, auch wir haben uns in<br />

den Bewegtbild-Bereich begeben, den<br />

YouTube-Kanal „BücherChecker Studio“<br />

eröffnet und begonnen, Social-Media-<br />

Aktivitäten zu lancieren. Das ist erst der<br />

Anfang. Das „BücherChecker Studio“<br />

wird zwei Schienen fahren. Einerseits<br />

werden es publikumswirksame Buchvorstellungen<br />

sein, die Sie in Ihren Buchhandelskanälen<br />

nutzen können – Infos dazu<br />

folgen. Andererseits werden dort auch<br />

in Kürze so manche Interviews aus<br />

dem <strong>sortimenterbrief</strong> in Videoform<br />

zu konsumieren sein.<br />

Corona hat es uns sehr<br />

schwer gemacht. Nach einer<br />

Phase der Verzweiflung<br />

wurden viele Initiativen<br />

geboren. Wenn aus<br />

einer weltweiten Pandemie<br />

so viel Kreativität hervorgehen<br />

kann, ist vieles möglich!<br />

Auch den Verlagen sei an dieser<br />

Stelle gedankt, die mit viel Ideenreichtum<br />

und Einfühlungsvermögen<br />

Unternehmungen starteten, um Sie zu<br />

unterstützen. Und einen Punkt dürfen wir<br />

nicht vergessen: ein besonderes Dankeschön<br />

an unsere Auslieferungen.<br />

Bleibt’s xund, Euer<br />

Ossi Hejlek<br />

Großer Sonderteil in der Juni-Ausgabe des <strong>sortimenterbrief</strong>s<br />

+ Publikumsinitiativen<br />

#urlaubdaheim<br />

Anzeigenschluss: 22. <strong>Mai</strong><br />

reise, Garten, outdoor, Sport, hobby, Freizeit, Kinderbuch, lernhilfen, belletristik, Krimi ...


Komm herein - kauf bei uns ein.<br />

Danke<br />

Hier kaufen<br />

hilft der Region.<br />

In unserem Geschäft fi ndest du Liebenswertes von Oups.<br />

Wir freuen uns über deinen Einkauf!<br />

© Copyright by werteArt Verlag


anchen interview<br />

Ossi Hejlek im Gespräch<br />

mit werteART-Verleger<br />

Kurt Hörtenhuber<br />

Alle Abbildungen: © Copyright by werteART Verlag<br />

»Oups lässt den Buchhandel nicht im Regen stehen –<br />

wir unterstützen jetzt die Händler mit Sonderkonditionen!«<br />

Für die Aktionspakete gilt: 52 % Rabatt, 90 Tage Zahlungsziel, RR und versandkostenfreie Lieferung – bei Direktbestellungen<br />

im Verlag. Für allgemeine Bestellungen über die Auslieferung Mohr Morawa wurde der Rabatt auf<br />

werteART-Titel bis 30. September <strong>2020</strong> auf 45 % angehoben.<br />

Advertorial<br />

Was war ausschlaggebend für diese<br />

besondere Aktion?<br />

Hörtenhuber: Wir möchten bewusst<br />

ein Zeichen für die vielen kleinen Buchhändler<br />

setzen, die normalerweise<br />

durch geringere Einkaufsmengen nicht<br />

in den Genuss von höheren Rabatten<br />

kommen. Die Sonderkonditionen<br />

gelten klarerweise für alle. Natürlich<br />

ist es für uns als Verlag nicht leicht,<br />

diese Konditionen zu kalkulieren.<br />

Wir sind uns aber der Wichtigkeit<br />

und unserer Verantwortung bewusst,<br />

beim flächendeckenden Erhalt des<br />

Buchhandels unseren Teil beizutragen.<br />

Denn wie wertvoll menschlicher<br />

Austausch und persönliche Beratung<br />

sind, ist uns jetzt, in Zeiten von „Social<br />

Distancing“, verstärkt klar geworden.<br />

Umso mehr ist es uns ein Anliegen, den<br />

lokalen Buchhandel zu unterstützen.<br />

Nicht nur, weil das Kulturgut Buch dort<br />

in besten Händen ist, sondern auch, weil<br />

es wichtig ist, lebendige Innenstädte<br />

zu erhalten. Wer direkt im lokalen<br />

Buchhandel kauft, sorgt dafür, dass<br />

Umsatz und Steuereinnahmen in der<br />

jeweiligen Region bleiben. Miteinander<br />

aus der Krise. Geht's dem Buchhandel<br />

besser, so geht es auch uns besser.<br />

Abgesehen davon stellen die Produkte<br />

und Botschaften von Oups ja auch einen<br />

Kontrapunkt zu den angstmachenden<br />

Krisenbotschaften dar ...<br />

Hörtenhuber: Angst und Verunsicherung<br />

schwächen uns und lähmen<br />

unsere Kreativität. Liebevolle, positive<br />

Gedanken sind jetzt also wichtiger<br />

denn je. Gedanken, die uns optimistisch<br />

und zuversichtlich in die Zukunft<br />

blicken lassen. Die Geschichten und<br />

Herzensbotschaften von Oups können<br />

dabei helfen. Besonders auch dann,<br />

wenn es darum geht, nicht<br />

wieder in die „alte Normalität“<br />

zurückzukehren,<br />

sondern<br />

eine liebenswertere Welt zu<br />

erschaffen.<br />

Sie haben für diese<br />

Sonder-Aktion drei Pakete<br />

geschnürt?<br />

Hörtenhuber: Ja,<br />

unsere<br />

verkaufsstärksten<br />

Produkte<br />

in unterschiedlichen Größenordnungen<br />

werden durch Zugaben wie die beliebten<br />

Baumwolltaschen im Oups-Design<br />

oder einen Regenschirm ergänzt.<br />

Egal, für welche Paketgröße man sich<br />

entscheidet, jedes Paket enthält unser<br />

eigens kreiertes „Hier kaufen hilft der<br />

Region“-Plakat, das dazu dienen soll,<br />

die Konsumenten auf die nachhaltige<br />

Wirkung durch ihren lokalen Einkauf<br />

hinzuweisen. Wer wenig Platz hat, kann<br />

auch die Seite aus dem <strong>sortimenterbrief</strong><br />

heraustrennen und an die Eingangstüre<br />

hängen. Ich denke, wir können alle<br />

nicht genug auf den Einkauf im<br />

heimischen Buchhandel hinweisen –<br />

auf die stationären<br />

Geschäfte<br />

GRATIS-Zugaben<br />

zu den Paketen<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

05


anchen interview<br />

und auf die Webshops der Buchhandlungen.<br />

Corona hat ja gezeigt, wie gut das<br />

funktionieren kann. Das ist eine Chance<br />

für die Zukunft – auch für die Kleinen!<br />

Und die Produkte selbst in den Paketen?<br />

Hörtenhuber: Je nachdem, für welches<br />

Paket man sich entscheidet, sind es<br />

Displays mit unseren großen Topseller-<br />

Büchern (9 Titel à 2 Expl.), mit den<br />

Minibüchern (11 Titel à 2 Expl.), mit<br />

den Naturkräuter-Duftkissen – mit<br />

Kräutern aus biologischem Anbau,<br />

in sozialen Werkstätten hergestellt –<br />

sowie eines mit Zirbenkissen, die auch<br />

immer gut als Geschenk im Buchhandel<br />

funktionieren. Ergänzt wird der Reigen<br />

durch Tischaufsteller, die jeweils aus 52<br />

abtrennbaren Postkarten bestehen – mit<br />

liebenswerten Gedanken und Sprüchen.<br />

Gibt es auch seitens des Verlages eine<br />

werbliche Unterstützung der Aktion?<br />

Hörtenhuber: Wir werden die Initiative<br />

sehr stark online promoten – insbesondere<br />

auf den Social-Media-Kanälen,<br />

wo wir gut unterwegs sind. Auf<br />

Facebook (www.facebook.com/oupsig)<br />

haben wir mehr als 170.000 Abonnenten.<br />

Alleine dort erreichten wir in den ersten<br />

drei Wochen der Krise rund<br />

2,6 Millionen<br />

Menschen mit unseren Postings. Auf<br />

Instagram hat Oups 25.000 Follower, wir<br />

haben 35.000 Newsletter-Abonnenten<br />

und freuen uns über 38.000 Website-<br />

Besucher jeden Monat. Die Zahlen<br />

steigen und steigen ... Da können wir<br />

schon einiges bewegen! Dort wird es<br />

auch entsprechende Postings geben, um<br />

die Konsumenten auf den Kauf beim<br />

Buchhändler aufmerksam zu machen.<br />

Es ist auch eine Oups-Händlersuche für<br />

Ihre Website in Arbeit?<br />

Hörtenhuber: Ja, dank der kontinuierlich<br />

wachsenden Oups-Fangemeinde<br />

erhalten wir immer mehr Anfragen, in<br />

welchen Geschäften unsere Produkte<br />

erhältlich sind. Mit einer neuen „Händler-Suche“<br />

auf unserer Website wollen<br />

wir den Oups-Freunden das Auffinden<br />

unserer lokalen Handelspartner in ihrer<br />

Nähe erleichtern. So können alle Oups-<br />

Händler nach PLZ, Ort oder Namen<br />

rasch gefunden werden. Mit dieser<br />

Suchfunktion möchten wir die Part-<br />

nerschaft zu unseren<br />

treuen<br />

Händlern verstärken und ihnen verkaufsfördernd<br />

unter die Arme greifen.<br />

Die Suchfunktion wird regelmäßig<br />

auf unseren beliebten Social-Media-<br />

Plattformen beworben. Eine gewisse<br />

Auswahl ist den Kunden dabei wichtig.<br />

Also Stärkung der Buchhändler mit all<br />

Ihren Möglichkeiten?<br />

Hörtenhuber: Der Buchhandel ist unser<br />

Schaufenster – das gilt es zu pflegen, zu<br />

unterstützen und zu erhalten!<br />

Danke für das Gespräch!<br />

Bestellkontakt und Rückfragen:<br />

werteART Verlag GmbH<br />

Thomas Hörtenhuber<br />

Volksfeststraße 16/EG<br />

4910 Ried im Innkreis<br />

+43 (0) 7752 82966-0<br />

office@werteart.com<br />

www.oups.com<br />

Angeboten werden drei Aktions-Pakete mit:<br />

52 % Rabatt, 90 Tage ZZ, RR, versandkostenfreie Lieferung + Zugaben<br />

Aktions-Paket groß: VK-Wert € 700,– / EK € 296,–<br />

Aktions-Paket mittel: VK-Wert € 477,– / EK € 206,–<br />

Aktions-Paket klein: VK-Wert € 269,– / EK € 115,–<br />

06<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Solothurner Literaturpreis<br />

an Monika Helfer<br />

Der mit ca. 14.000 € dotierte Solothurner<br />

Literaturpreis wird heuer der Vorarlberger<br />

Autorin Monika Helfer zuerkannt.<br />

Die Preisübergabe<br />

wird voraussichtlich<br />

erst im<br />

nächsten Jahr<br />

stattfinden. Ihr<br />

Werk umfasst<br />

Romane und<br />

Erzählungen, aber<br />

auch Theaterstücke<br />

und Kinderbücher. „Mit ihrem neuen<br />

Roman Die Bagage aus dem Hanser Verlag<br />

gelingt ihr ein Neuanfang des bislang<br />

belächelten Genres des Heimatromans,<br />

dem sie jede Romantik nimmt und ihm<br />

Härte und Klarheit gibt!“, so die Jury.<br />

© Isolde Ohlbaum<br />

Benevento schickt Lese-Pakete an<br />

Salzburger Krankenhäuser<br />

Am Welttag des Buches beschickte die<br />

Verlagsgruppe Benevento Publishing<br />

zehn Salzburger Krankenhäuser mit<br />

Lese-Paketen. Ein bunter Bücher-Mix<br />

versorgt die Bibliotheken der einzelnen<br />

Stationen mit aktuellen Sachbüchern<br />

und Kriminalromanen.<br />

© Benevento Publishing<br />

newsticker<br />

einem kurzen Video mit ihren Lesern. So<br />

vielfältig ihre Bücher und Geschichten<br />

sind, so unterschiedlich waren auch die<br />

Videos: online unter www.youtube.com/<br />

watch?v=leZxgsqnPIw&feature=youtu.be.<br />

Deutscher Cartoonpreis <strong>2020</strong><br />

Zusammen mit der Frankfurter Buchmesse<br />

lädt der Lappan Verlag alle Cartoonisten<br />

ein, bis 4. September ihre besten<br />

seit November 2019 entstandenen<br />

Zeichnungen für den Wettbewerb um<br />

den Deutschen Cartoonpreis <strong>2020</strong> einzureichen.<br />

Die fünfköpfige Jury wählt unter<br />

allen Einsendungen drei Gewinner aus,<br />

die während der Frankfurter Buchmesse<br />

gewürdigt werden.<br />

Neue Initiative zur Stärkung<br />

des heimischen Buchmarktes<br />

Auf www.buchhandel.at können Bücher-<br />

und Leseinteressierte heimische<br />

Buchhandlungen und Verlage übersichtlich<br />

gesammelt finden und kennenlernen.<br />

Im Zentrum der neuen Video-<br />

Interview-reihe „Ausnahmegespräche“<br />

stehen verschiedene Autoren und ihre<br />

Neuerscheinungen. Und mit den Büchergutscheinen<br />

„Bücherschecks“, die man<br />

online bestellen und bezahlen kann, ist<br />

es möglich, Bücher im stationären Buchhandel<br />

zu kaufen. Der Hauptverband des<br />

Österreichischen Buchhandels launchte<br />

die Webseite, die den Zugang zur heimischen<br />

Literatur- und Bücherwelt erleichtern<br />

und die Buchwirtschaft insgesamt<br />

stärken soll, mit Unterstützung des<br />

Bundesministeriums für Kunst, Kultur,<br />

öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS)<br />

und der Literar Mechana.<br />

SHUTDOWN<br />

ANNO<br />

1665:<br />

DANIEL DEFOE<br />

Die Pest<br />

in London<br />

NOCH NICHT ANGEBOTEN!<br />

»Ein Klassiker der<br />

Seuchenliteratur.«<br />

Sigrid Löffler<br />

© Verlagsgruppe Random House<br />

Gedanken zum Welttag des Buches<br />

31 Autoren der Verlagsgruppe Random<br />

House teilten ihre Gedanken zum Welttag<br />

des Buches, gerade in dieser Zeit, in<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

Dorling-Kindersley-Vorschauen<br />

erscheinen ausschließlich digital<br />

Der DK Verlag hat seine Ressourcen seit<br />

Beginn der Coronakrise auf digitale Inhalte<br />

konzentriert, begonnen mit digitalem<br />

Content, mit dem der Buchhandel<br />

seine Web- und Social-Media-Auftritte<br />

attraktiv gestalten konnte. Nun hat sich<br />

der Verlag dazu entschieden, auf die gedruckte<br />

Vorschau zu verzichten und die<br />

Herbstnovitäten ausschließlich in digitaler<br />

Form zu präsentieren.<br />

07<br />

400 Seiten, € 25,–, ET: 29.5.<strong>2020</strong><br />

9783990272497, MohrMorawa


Wissen Sie, wo Ihre Bücher rezensiert werden?<br />

newsticker<br />

Friedrich-Glauser-Preise verliehen<br />

Das SyNDIKAT, der Verein für deutschsprachige<br />

Kriminalromane, hat in einer<br />

online übertragenen Gala die diesjährigen<br />

Krimipreise in folgenden sechs<br />

Kategorien verliehen: Roman: • Jürgen<br />

Heimbach/Die Rote Hand/weissbooks.w,<br />

Debüt: • Lioba Werrelmann/Hinterhaus/Bastei<br />

Lübbe, Kurzkrimi: • Sunil<br />

Mann/Der Watschenmann aus Blutige<br />

Lippe 3/Ventura, Jugendkrimi: • Wulf<br />

Dor/21 Dunkle Begleiter/cbj und Kinderkrimi:<br />

• Charlotte Habersack/Bitte<br />

nicht öffnen: Feurig/Carlsen. Mit dem<br />

Ehren-GLAUSER wurde die Bestseller-<br />

Autorin Nina George ausgezeichnet. Die<br />

GLAUSER-Krimipreise des SyNDIKATs<br />

sind die mit insgesamt 12.000 € höchstdotierten<br />

Autorenpreise im deutschsprachigen<br />

Raum.<br />

Lieblingsbuch des<br />

Deutschschweizer<br />

Buchhandels<br />

Zum dritten Mal waren<br />

Buchhändler der<br />

Deutschschweiz aufgerufen,<br />

ihr aktuelles<br />

Lieblingsbuch zu wählen.<br />

Aus der Shortlist mit fünf Titeln erhielt<br />

das Buch der US-amerikanischen<br />

Schriftstellerin und Zoologin Delia<br />

Owens Der Gesang der Flusskrebse<br />

(hanserblau) die meisten Stimmen. Die<br />

Lieblingsbuch-Aktion ist eine Initiative<br />

des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbands<br />

SBVV, die vom Bücherblog<br />

www.lesefieber.ch und dem Schweizer<br />

Bücherbon unterstützt wird.<br />

Emons-Podcast<br />

Drei Bücher treten im Podcast zur Kult-<br />

Reihe 111 Orte, die man gesehen haben<br />

muss gegeneinander an. In jeder Folge<br />

laden sich die Architektin Steffi Knebel<br />

und der Journalist Matz Kastning einen<br />

Autor ein. Jeder versucht, mit skurrilen,<br />

ungewöhnlichen oder auch auf den ersten<br />

Blick ganz banalen Orten die anderen<br />

zu übertrumpfen. Nur einer kann mit<br />

seinem Buch als Sieger hervorgehen. In<br />

Folge #2 konnte man nachhören, warum<br />

Falco gar nicht tot sein kann. Der Podcast<br />

erscheint alle 14 Tage und kann über<br />

Spotifiy, Apple Podcast, Deezer oder Podigee<br />

abonniert werden.<br />

dtv versendet<br />

Mund-Nasenschutz<br />

Ganz im Sinne des<br />

Titels ihres nächsten<br />

Buches Heimat muss<br />

man selber machen.<br />

Wie wir gemeinsam<br />

eine lebenswerte Gesellschaft<br />

schaffen,<br />

das am 18. September<br />

bei dtv erscheint,<br />

krempeln Sina Trinkwalder und die<br />

Mitarbeiter in ihrer Firma manomama<br />

die Ärmel hoch und nähen seit Wochen<br />

im Schichtbetrieb rund um die Uhr Gesichtsmasken<br />

und Mundschutz. Nun ist<br />

es dtv gelungen, von der Autorin 5.000<br />

modische Mundschutzschals aus Bio-<br />

Baumwolle zu erhalten, die der Verlag<br />

seinen Buchhandelskunden schenken<br />

möchte. Seit mehreren Wochen unterstützt<br />

dtv mit den Aktionen #daslesengehtweiter<br />

und #supportyourlocalbookstore<br />

Buchhandel, Autoren und Leser auf<br />

unterschiedlichsten Wegen.<br />

Neues Verlagslabel mankau.fiktion<br />

Der Mankau Verlag wagt sich auf neues<br />

Terrain. Unter dem Namen mankau.<br />

fiktion sollen nun auch Bücher aus den<br />

Genres Fantasy und Science-Fiction<br />

veröffentlicht werden. Unter der Jury-<br />

Leitung des 17-jährigen Julius Mankau<br />

und des 15-jährigen Oskar Mankau wird<br />

angestrebt, im Jahr 2021 ein erstes Buch<br />

zu veröffentlichen. Autoren aller Altersklassen<br />

können ab sofort Exposés, Leseproben<br />

oder Manuskripte einsenden, aus<br />

denen eine mehrköpfige Jury aus Jugendlichen<br />

und jungen Erwachsenen das beste<br />

Projekt ermittelt.<br />

08 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Lesefutter für den Sommer<br />

Oliver Schlick<br />

DAS CRIME-ZERTIFIKAT<br />

Verbrechen mit Qualität<br />

978-3-8000-9000-6<br />

EUR [A] / [D] 14,00<br />

ET 10.06.<strong>2020</strong><br />

Pius Nordberg führt ein entspanntes Ganovendasein als Geldeintreiber für<br />

Gangsterboss Papa Ambros. Die Beschaulichkeit endet jäh, als dieser zu Tode kommt. Unfall oder<br />

Mord? Die Frage lässt Pius nicht zur Ruhe kommen. Gleichzeitig muss er grundlegende<br />

Änderungen in seinem Arbeitsalltag verkraften: Papa Ambros’ Sohn<br />

übernimmt das kriminelle Geschäft und führt Controlling-Maßnahmen ein. Das neue<br />

Qualitätsmanagement und dann auch noch ein zweiter mysteriöser Todesfall – Pius findet<br />

sich in einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel wieder ...<br />

Tatort Eisenbahn<br />

Kriminell, skrupellos,<br />

weiblich<br />

Spur in die dunkle<br />

Vergangenheit<br />

Ermittlerin mit Biss<br />

und Witz<br />

Hiess/Lunzer<br />

BLUT AUF DEN SCHIENEN<br />

978-3-8000-7744-1<br />

EUR [A] / [D] 17,00<br />

Hasmann/ Wolfgang<br />

DIE WILDE WANDA …<br />

978-3-8000-7743-4<br />

EUR [A] / [D] 18,00<br />

Andreas Pittler<br />

SCHATTEN AUS STEIN<br />

978-3-8000-8002-1<br />

EUR [A] / [D] 15,00<br />

Constanze Dennig<br />

VERKAUFT<br />

978-3-8000-8001-4<br />

EUR [A] / [D] 15,00<br />

Bestellungen: Mohr Morawa Buchvertrieb GmbH, +43 1 68 014 – 0, bestellung@mohrmorawa.at<br />

Carl Ueberreuter Verlag, www.ueberreuter-sachbuch.at


newsticker<br />

© Suhrkamp Verlag<br />

Schöffling & Co. startet Lyrikblog<br />

Unter dem Motto „Im Mittelpunkt die<br />

Autoren“ hat Schöffling & Co. den neuen<br />

Verlagsblog Quarantänelyrik online gestellt.<br />

Täglich wird hier ein Gedicht der<br />

Hausautoren gepostet. Zum Teil werden<br />

bisher unveröffentlichte Texte gebloggt,<br />

aber auch Videoperformances und bereits<br />

publizierte Lyrik sollen präsentiert<br />

werden. Die Isolation und das Anschreiben<br />

gegen den Quarantänekoller bilden<br />

den thematischen Schwerpunkt. Beteiligen<br />

werden sich u. a. Mirko Bonné, Carolin<br />

Callies, Mara-Daria Cojocaru, Lars<br />

Reyer, Ulrike Almut Sandig, Julia Trompeter,<br />

Jan Wilm und Ron Winkler.<br />

Thomas-Mann-Preis an Nora Bossong<br />

Die deutsche Schriftstellerin Nora Bossong<br />

wird mit dem Thomas-Mann-Preis<br />

der Hansestadt Lübeck ausgezeichnet.<br />

Dieser ist mit 25.000 € dotiert und wird<br />

gemeinsam mit der Bayerischen<br />

Akademie<br />

der schönen<br />

Künste an Personen<br />

verliehen,<br />

„die sich durch<br />

ihr literarisches<br />

Wirken ausgezeichnet<br />

haben im Geiste der<br />

Humanität, die das Werk von Thomas<br />

Mann prägte“. Die Verleihung soll am 12.<br />

November im Theater Lübeck stattfinden.<br />

Zuletzt ist von der in Berlin lebenden<br />

Autorin Schutzzone im Suhrkamp<br />

Verlag erschienen.<br />

Asterix-Sensation<br />

Am 21. Oktober erscheint<br />

bei Egmont<br />

Ehapa mit dem Sonderalbum<br />

Der Goldene<br />

Hinkelstein ein<br />

verschollener Schatz<br />

aus der Feder von<br />

René Goscinny und mit Zeichnungen<br />

von Albert Uderzo. Ende 2019 wurden<br />

die Zeichnungen, die Albert Uderzo<br />

1967 anfertigte, von seinen treuesten<br />

Mitarbeitern und noch unter Aufsicht<br />

des im März verstorbenen Maestros<br />

höchstselbst restauriert. Das einzigartige<br />

Abenteuer wurde 1967 in Frankreich<br />

als Schallplatte mit Begleitheft veröffentlicht,<br />

jedoch niemals als Album<br />

und noch nie in deutscher Sprache.<br />

KNV Zeitfracht verlegt<br />

Unternehmenssitz nach Erfurt<br />

KNV Zeitfracht baut die Präsenz am<br />

Standort Erfurt aus. Mit dem hochmodernen<br />

Logistikzentrum in Thüringen<br />

ist bereits das Herzstück des Buchlogistik-Dienstleisters<br />

dort beheimatet. Das<br />

Unternehmen verlegt nun auch den handelsrechtlichen<br />

Unternehmenssitz nach<br />

Erfurt. Stuttgart bleibt nach wie vor Verwaltungsstandort<br />

der KNV Zeitfracht.<br />

Per Olov Enquist<br />

verstorben<br />

Der Carl Hanser<br />

Verlag trauert um<br />

Per Olov Enquist,<br />

der am 25. April<br />

nach langer Krankheit<br />

gestorben ist.<br />

„Per Olov Enquist war für uns als Lesende<br />

ebenso essentiell wie für unser<br />

Selbstverständnis als Verlagshaus. Er<br />

war einer der Autoren, aus denen der<br />

Hanser Verlag gemacht ist. Sein Werk<br />

steht für das Versprechen der Literatur<br />

– für Schönheit und Kraft und Aufrichtigkeit“,<br />

so Verleger Jo Lendle. Zuletzt ist<br />

Das Buch der Gleichnisse erschienen.<br />

© Peter-Andreas Hassiepen<br />

ELTERN und DK Verlag kooperieren<br />

In Zusammenarbeit mit dem DK Verlag<br />

wird die Kompetenz der vor über 50<br />

Jahren gegründeten Marke ELTERN aus<br />

dem Gruner + Jahr Verlag ab Herbst in<br />

der neuen Buchreihe ELTERN-Ratgeber<br />

gebündelt. Die Reihe beschäftigt sich mit<br />

den Themen, die junge Eltern umtreiben.<br />

Erfahrene Autoren des Magazins<br />

ELTERN widmen sich ausführlich den<br />

Fragen und Problemen, die vor, während<br />

und nach der Geburt eines Kindes auftauchen<br />

können. Nah am Lebensalltag<br />

der Eltern werden alle Bereiche beleuchtet<br />

und durch Experteninterviews und<br />

Erfahrungsberichte erläutert. Die ersten<br />

beiden Titel, Mein Weg zur selbstbestimmten<br />

Geburt und Schlaf, mein Baby,<br />

schlaf, erscheinen Ende August. Für das<br />

Frühjahr 2021 sind weitere Titel geplant.<br />

© Brandstätter Verlag/Alexander Tuma<br />

Wolfgang Maderthaner, Hannes Androsch, Barbara Tóth,<br />

Heinz Fischer und Michael Ludwig<br />

Brandstätter lud zur<br />

Live-Stream-Buchpräsentation<br />

Präsentiert wurde das Buch Vorwärts,<br />

erschienen im Brandstätter Verlag, mit<br />

den Herausgebern Hannes Androsch,<br />

Heinz Fischer und Wolfgang Maderthaner<br />

sowie Wiens Bürgermeister Michael<br />

Ludwig live via Web-Talk. Barbara Tóth<br />

führte durch das Gespräch über die historischen<br />

Errungenschaften der SPÖ<br />

und die aktuelle Situation der Partei.<br />

Jonathan Coe, Tessa Szyszkowitz<br />

Brexit-Roman von Jonathan Coe<br />

wurde in Wien präsentiert<br />

Noch vor dem Lockdown stellte Jonathan<br />

Coe im Bruno Kreisky Forum seinen viel<br />

besprochenen und hochgelobten Roman<br />

Middle England aus dem Folio Verlag<br />

vor. Über hundert Zuhörer verfolgten gespannt<br />

die Lesung und Diskussion, die<br />

von Tessa Szyszkowitz moderiert wurde.<br />

Der britische Autor zeichnet in seinem<br />

klugen, ironischen Gesellschafts- und<br />

Familienroman nach, wie der Brexit<br />

nicht nur die britische Gesellschaft, sondern<br />

auch ganz Europa spaltet und wie<br />

es dazu kommen konnte.<br />

10 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


UNSERE TOPSELLER<br />

IN CORONA-ZEITEN<br />

Folgen Sie unserer<br />

Autorenkampagne<br />

auf Social Media!<br />

€ 8,20 (A) I ISBN 978-3-86374-178-5<br />

€ 10,30 (A) I ISBN 978-3-86374-323-9<br />

€ 17,50 (A) I ISBN 978-3-86374-224-9<br />

€ 15,40 (A)<br />

ISBN 978-3-86374-541-7<br />

Bücher, die<br />

Ihr Immunsystem<br />

stärken<br />

€ 9,20 (A) I ISBN 978-3-86374-474-8<br />

€ 18,50 (A) I ISBN 978-3-86374-240-9<br />

Leseproben, Autorenporträts und Leserforum auf:<br />

www.mankau-verlag.de


story.one life is a story<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

story.one Betreiber<br />

Dr. Hannes Steiner<br />

2 Millionen Besucher im März.<br />

Bald 20.000 Geschichten auf der<br />

Plattform. Und ein Buch-Bestseller!<br />

Advertorial<br />

Wie kann man sich ca. 14 Monate nach<br />

Onlinegang der Plattform story.one<br />

die momentane Größenordnung vorstellen?<br />

Steiner: Wir stehen bei rund 2.000<br />

Autoren, die in etwa 17.000 Geschichten<br />

auf story.one publiziert haben. Diese<br />

Zahlen alleine sind schon spannend.<br />

Die Dynamik wird aber besonders<br />

deutlich, wenn man weiß, dass wir erst<br />

Ende Februar des heurigen Jahres die<br />

10.000ste Geschichte feierten. Und so,<br />

wie es aussieht, haben wir in drei Wochen<br />

schon die 20.000er Marke überschritten.<br />

Die Entwicklung hat sich in der letzten<br />

Zeit ordentlich beschleunigt – auch die<br />

Zahl der Autoren. Registrierte User gibt<br />

es mittlerweile 7.000 – und den absoluten<br />

Besucher-Hype konnten wir im März<br />

mit zwei Millionen verzeichnen.<br />

Kann man sagen, dass sich hier auch<br />

Corona niedergeschlagen hat – aber<br />

in einer sehr „angenehmen“ Form? Ist<br />

ein klarer Zusammenhang zwischen<br />

#stayathome und dem Anstieg der<br />

Zahlen zu sehen?<br />

Steiner: Wir spüren das deutlich. Es<br />

treffen einige Faktoren zusammen, die<br />

das Schreiben auf unserer Plattform<br />

sehr begünstigen. Einerseits haben die<br />

Menschen mehr Zeit. Sie lesen mehr<br />

und sie schreiben auch mehr Texte.<br />

Andererseits denke ich, dass auch die<br />

Endlichkeit des menschlichen Lebens<br />

eine gewisse Rolle spielt und den<br />

Menschen sehr präsent ist. Hieraus<br />

erwächst bei vielen der Wunsch, ihr<br />

Leben, ihr Erlebtes, ihre Geschichten<br />

niederzuschreiben – und ein Buch<br />

daraus zu machen. Geschichten und<br />

Bücher bleiben. Der Wunsch danach ist<br />

tief in uns verwurzelt. Im März waren<br />

wir noch bei 30–40 Geschichten am Tag.<br />

Im Moment sind es im Schnitt über 150.<br />

Eine Geschichte startete im März ja<br />

komplett durch – mit über 1,7 Millionen<br />

Views?<br />

Steiner: Wenn heutzutage etwas den<br />

Nerv der Menschen trifft, geht es ab.<br />

Der Hebel wurde durch die Onlinewelt<br />

stärker. Wenn uns etwas im Herzen<br />

trifft, sind wir bereit, das Erlebnis mit<br />

anderen zu teilen. Sonja Schiff, die<br />

Autorin der Geschichte, schreibt bei<br />

unterschiedlichen Verlagen Bücher –<br />

machte auch bei story.one ihr Buch.<br />

Sie hat eine Geschichte darüber<br />

geschrieben, wie die Welt nach Corona<br />

aussehen kann, und hat dabei komplett<br />

die Gefühlswelt der Leser abgeholt –<br />

ohne, dass es geplant war. Sie war die<br />

Erste, die über die schwimmenden<br />

Delfine im Hafen von Triest eine<br />

Geschichte geschrieben hat. Sie hat<br />

ihre Geschichte hochgeladen – ging<br />

danach einige Zeit in den Garten –, als<br />

sie wieder reinkam, hatte sie 50.000<br />

Aufrufe zu verzeichnen. Genau zu<br />

dieser Zeit arbeiteten Martin Blank und<br />

ich auf der Plattform und merkten, dass<br />

sie plötzlich langsamer wurde – wir<br />

wussten im ersten Moment gar nicht,<br />

warum ... Dann setzte ein unheimlicher<br />

Schneeballeffekt ein, bei dem wir<br />

natürlich darauf achten mussten, dass<br />

die Systeme stabil bleiben. Interessant<br />

war, dass 70 % der Zugriffe aus<br />

Deutschland kamen. Es entstand eine<br />

unheimliche Viralität – diese hatte den<br />

Ausgang durch ein Facebook-Posting<br />

der Autorin in ihrem Blog. Letztendlich<br />

wurde der Beitrag über 5.000 Mal geteilt.<br />

Drei Wochen danach gab es dann schon<br />

das gleichnamige Buch dazu, Corona –<br />

Nichts wird mehr sein wie es war. Für<br />

normale Branchenverhältnisse ist das<br />

ja eine irre kurze Zeitspanne!<br />

Steiner: Das sieht nach außen enorm<br />

schnell aus – ich kenne die bekannten<br />

Verlagsstrukturen ja aus meiner eigenen<br />

Vergangenheit als klassischer Verleger.<br />

Heute ein Buch in der Crowd in diesem<br />

Tempo zu machen – das ist gar nichts<br />

12<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Besonderes. Ein Thema entsteht,<br />

Menschen schreiben dazu Geschichten,<br />

man nimmt die besten und macht<br />

ein Buch daraus – das ist auch schnell<br />

lektoriert und korrigiert sowie in<br />

unserem fixen Layout eingebaut. 24<br />

Stunden später kann es in Druck gehen.<br />

Wie zufrieden sind Sie mit dem Erfolg<br />

des Buches?<br />

Steiner: Es war für uns völlig überraschend,<br />

wie gut es vom Start weg<br />

lief. Es war natürlich schon eine<br />

unserer Überlegungen, da und dort<br />

mit spannenden Geschichten und<br />

somit interessanten Büchern auch<br />

Erfolge im Buchhandel zu feiern. Wir<br />

sprechen auch mit einigen Autoren – es<br />

schreiben ja auch einige sehr namhafte<br />

auf der Plattform. Zuletzt kam Dietrich<br />

Grönemeyer dazu, allen bekannt durch<br />

seinen Bestseller Der kleine Medicus. Die<br />

Besonderheit für mich ist, dass es eine<br />

Anthologie ist, die in die Bestsellerlisten<br />

kam. Wie oft passiert das? Ich kann<br />

mich gar nicht an etwas Vergleichbares<br />

erinnern. Die Herausgeberin ist<br />

Sonja Schiff, es gibt zwei<br />

prominentere Geschichten<br />

von Matthias Strolz und<br />

Uwe Böschemeyer – sonst<br />

sind es 14 Texte von Autoren,<br />

die man weitläufig als<br />

Hobbyautoren bezeichnen<br />

mag. Bei Media Control<br />

stiegen wir auf Platz fünf ein,<br />

bei der Bestsellerliste der<br />

Presse waren wir sogar auf<br />

Platz eins. Es wird uns auch<br />

noch länger beschäftigen, ob<br />

solche Erfolge reproduzierbar<br />

sind. Unsere Community<br />

spielt dabei eine wichtige<br />

Rolle.<br />

Die Autoren von story.<br />

one können sich aus ihren<br />

Geschichten selbst ein Buch<br />

zusammenstellen und dieses<br />

drucken lassen. Andererseits<br />

hat story.one auch einen<br />

eigenen Verlag, wo Sie aus<br />

ausgewählten Geschichten Bücher<br />

verlegen?<br />

Steiner: Ja, es gibt beide Schienen. Wir<br />

haben zwei Verlagslabel. Eines heißt<br />

story.one publishing – ein klassischer<br />

Selfpublishing Verlag, bei dem Autoren<br />

sich ihre Bücher selbst machen, eine<br />

ISBN bekommen und das Buch auf den<br />

Markt bringen. Darunter sind mitunter<br />

auch erfolgreiche Instagrammer. Zum<br />

Beispiel erscheint im <strong>Mai</strong> das Buch der<br />

Bloggerin mamawahnsinnhochvier,<br />

die 33.000 Abonnenten auf Instagram<br />

hat. Unter diesem Label machen wir als<br />

klassischer Verlag auch Anthologien.<br />

Da fungieren wir als Verlag und als<br />

Herausgeber. Es gibt daneben die<br />

zweite Schiene – die story.one library<br />

of life. Hier kommen wir auf Menschen<br />

zu, regen sie an, ihre Geschichten zu<br />

erzählen, und machen daraus ein<br />

Buch. Das System ist das gleiche. Diese<br />

Bücher werden zusätzlich auch über<br />

Mohr Morawa ausgeliefert und sind zu<br />

Reisekonditionen zu bestellen. Über<br />

die Barsortimente sind alle Bücher<br />

erhältlich.<br />

story.one life is a story<br />

In der story.one library of life kommt<br />

Anfang <strong>Mai</strong> das neue Buch von<br />

Matthias Strolz heraus?<br />

Steiner: Es trägt den Titel Kraft &<br />

Inspiration für diese Zeiten und ist ab<br />

7. <strong>Mai</strong> erhältlich.<br />

Ein positives Buch, das Mut macht?<br />

Steiner: Absolut. Es ist gerade eine Zeit,<br />

die für viele Schwierigkeiten bringt. Es<br />

ist aber auch eine Zeit, die vielen von<br />

uns Chancen bietet, die auch ergriffen<br />

werden. Es ist ja unglaublich, was in<br />

den letzten Wochen – neben dem zerstörerischen<br />

Effekt – weltweit an Kreativität<br />

entstanden ist. Für all jene, die<br />

das Glas halbvoll sehen und darüber<br />

nachdenken, was die Zukunft für sie<br />

bringt – genau für die ist das Buch ein<br />

Ratgeber in Form von Reflexionen<br />

eines Menschen, der sich immer wieder<br />

neu erfunden hat. Er hat eine Partei<br />

gegründet, ist Entrepreneur, macht jetzt<br />

Fernsehsendungen ... Matthias Strolz<br />

hat für viele eine Vorreiterrolle. Viele<br />

Menschen brauchen Inspiration und<br />

müssen Kraft schöpfen –<br />

beides finden sie in dem<br />

Buch. Dazu kann Matthias<br />

Strolz viel erzählen.<br />

Wie geht es weiter?<br />

Steiner: Wir haben ein<br />

exponentielles Wachstum.<br />

Zurzeit läuft zu story.one<br />

auch eine Case-Study an<br />

der Boston University, wo<br />

man sich mit der Frage<br />

beschäftigt, wie wir 100<br />

Millionen Leser bekommen.<br />

Wir begleiten bedacht<br />

und zugleich ambitioniert<br />

die Entwicklung.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

Matthias Strolz, Kraft &<br />

Inspiration für diese Zeiten<br />

80 Seiten, 8 Abb., Hardcover<br />

978-3-903715-00-4, € 14,–<br />

story.one – the library of life<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

13


story.one Sonderthema-Krimis library & Thrillerof life<br />

Wenn Thomas Vitzthum zu Hause oder in seinem<br />

Korneuburger Lokal Cooktown die Decke auf den<br />

Kopf fällt, beginnt er zu schreiben. Er schreibt an seinen<br />

Buchmanuskripten – und mit Entzücken gerne<br />

auf der Geschichtenplattform story.one:<br />

Geschichten, die das Leben<br />

schreibt ...<br />

Earitation<br />

„Stört Sie das nicht im Alltag?“, fragte<br />

mich der HNO-Arzt ungläubig beim<br />

Betrachten meines Audiogramms. Seine<br />

in tiefe Runzeln gefaltete Stirn hob<br />

die Kopflampe in meine Richtung und<br />

blendete mich, wie bei einem Polizeiverhör.<br />

„Naja“, gestand ich nach kurzem Zögern,<br />

„meine Umwelt mehr als mich“,<br />

versuchte ich meiner offensichtlichen<br />

Schwerhörigkeit mit Humor entgegenzuwirken.<br />

Der Arzt klappte den Stirnreflektor – begleitet<br />

durch ungläubiges Kopfschütteln<br />

– hoch, schaltete routiniert die Lampe<br />

aus und füllte mit nahezu aggressiven<br />

Handbewegungen eine Verordnung für<br />

einen Hörbehelf aus. Ich bedankte mich<br />

– ein wenig verunsichert – und schlich<br />

aus der Praxis.<br />

Zu Hause angekommen, heftete ich<br />

unter Jubelgeschrei meiner Familie die<br />

Verordnung auf die Kühlschranktür.<br />

Tatsächlich war die Kommunikation mit<br />

mir nicht immer ganz einfach. Unsere<br />

befreundeten Nachbarn, die mich<br />

als sympathischen und hilfsbereiten<br />

»Mir gefällt an story.one, dass man sich konzentrieren muss, weil<br />

einem nur 2.500 Zeichen zur Verfügung stehen – dadurch ufert<br />

man nicht aus und die Geschichte bleibt spannend. Man sieht, wie<br />

viele Menschen eine Geschichte gelesen haben, wem sie gefällt,<br />

kann interagieren, sich austauschen. Im Moment habe ich zwölf<br />

Geschichten eingestellt. Meine jüngste nimmt Bezug auf die letzten<br />

Wochen der Krise, „Corona Alpha Omega“.« Thomas Vitzthum<br />

Zeitgenossen schätzen, wunderten sich<br />

garantiert, dass mit mir so oft geschrien<br />

wurde. Telefonate endeten meist damit,<br />

dass ich mich während des einseitigen<br />

Gespräches freundlich verabschiedete<br />

und wunderte, dass mich Leute anriefen<br />

und mir dann nichts zu sagen hatten.<br />

Täglich betrachtete ich den Verordnungsschein<br />

und versprach ihm hoch und<br />

heilig, dass ich ihm bald Gehör schenken<br />

würde. Meine Familienmitglieder schienen<br />

auch einigermaßen beruhigt zu<br />

sein. Schon bald zog aber der Sommer in<br />

seiner gewohnten Stille ins Land.<br />

Die Verordnung verlor im Laufe der<br />

Zeit einige Positionen im streng hierarchischen<br />

Ranking auf der Kühlschranktür<br />

und verschwand allmählich<br />

unter dem Kalender der Müllabfuhr.<br />

Kurz vor Schulbeginn nahm ich dann<br />

all meinen Mut zusammen und betrat<br />

das vor kurzem eröffnete Tonstudio.<br />

Ich schob einer Angestellten wortkarg<br />

den ausgebleichten Zettel über den<br />

stylischen Tresen und fand mich wenige<br />

Augenblicke später zu einem weiteren<br />

Hörtest in einem Nebenraum wieder.<br />

„Ihre Verordnung ist leider schon über<br />

ein Jahr alt, daher müssen wir den<br />

Test wiederholen“, lächelte sie mir zu.<br />

Nach intensivem Beratungsgespräch,<br />

Ausfüllen von Dutzenden Formularen<br />

und Abnahme von Ohrabdrücken<br />

entschied ich mich für ein jugendliches,<br />

unauffälliges Bluetooth-System ohne<br />

Batterien.<br />

Bereits zwei Wochen später wurde ich<br />

zur Anprobe geladen. Etwas unbeholfen<br />

drückte ich mir meine Hightechgeräte<br />

in die Ohrmuscheln und schreckte<br />

zusammen. Der Umgebungslärm fegte<br />

wie ein Tropensturm in mein Mittelohr<br />

und ließ meine Trommelfelle mit 300<br />

bpm vibrieren. Meine Krallen fuhren<br />

aus und ich hechtete mit drei Sätzen<br />

auf die Straße. Ein geistesgegenwärtiger<br />

Autofahrer sprang in seine Bremspedale<br />

und rettete mir so eines meiner sieben<br />

Leben. Ich stellte meine Nackenhaare<br />

auf, fauchte durch die Windschutzscheibe<br />

und flüchtete über sein heißes<br />

Blechdach in die Nacht.<br />

© Thomas Vitzthum<br />

Kontakt zu Thomas Vitzthum:<br />

hrundivbakshi@gmx.net<br />

14 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


uchhandel in coronazeiten<br />

Zach: Das ist höchst spannend. Bei<br />

Belletristik, Krimis, Taschenbuch<br />

oder Lebenshilfe hatten wir sogar<br />

Zuwächse zum Normalgeschäft zu<br />

verzeichnen. Dafür haben sich unsere<br />

zwei starken Standbeine in Form von<br />

Kinderbuch und Theologie halbiert. Die<br />

Institutionen geben uns hier im Alltag<br />

ein hohes Maß an Sicherheit, brechen<br />

sie weg, spürt man es umso stärker. Aus<br />

dem Homeoffice wird nicht bestellt.<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Mag. Gerhard Zach<br />

Buchhandlung Herder, Wien<br />

» Online alleine kann<br />

geschlossene Institutionen<br />

nicht aufwiegen«<br />

Wie waren die ersten Eindrücke, als der<br />

Lockdown ausgerufen wurde?<br />

Zach: Die Online-Bestellungen sind<br />

sofort bei uns eingegangen, aber das<br />

war ein schwacher Ersatz dafür, dass<br />

alle Institutionen weggebrochen sind:<br />

Bibliotheken, Kindergärten, Schulen,<br />

Pfarren ... Wir versuchten, mit vielen<br />

kleinen Sendungen die fehlenden<br />

Großbestellungen zu minimieren.<br />

Die Menschen nutzten aber den Weg der<br />

Online-Bestellungen umfangreich?<br />

Zach: Wir hätten zwar mit Mitte April<br />

wieder aufsperren dürfen, entschieden<br />

uns aber dafür, den Welttag des Buches<br />

als Termin wahrzunehmen. Gestern<br />

war ein sehr guter Tag im Geschäft,<br />

heute ist Stillstand. Die Frequenz<br />

in der Wollzeile ist durch die noch<br />

geschlossenen Gastronomie-Flächen<br />

sehr beeinträchtigt.<br />

Haben Sie bei den Online-Bestellungen<br />

gewisse Genre-Präferenzen festgestellt?<br />

Auf Facebook war Herder besonders<br />

im Kinderbuchbereich noch aktiver als<br />

sonst ...<br />

Zach: Das stimmt. Wir hatten regelmäßig<br />

Vorlesestunden unter dem<br />

Titel „Magda & Lena lesen“. Magda<br />

Hassan ist auf Social Media immer<br />

sehr aktiv. Einmal haben sogar mein<br />

Bruder und ich gemeinsam aus<br />

dem Kinderbuchklassiker Du hast<br />

angefangen! Nein du! gelesen. Das hat<br />

richtig Spaß gemacht!<br />

Ihre sonstigen Erlebnisse?<br />

Zach: Wir haben die Zeit genutzt, um im<br />

Geschäft einige Adaptierungen durchzuführen.<br />

Andererseits habe ich in dieser<br />

Zeit enorm viel gelernt. Von der<br />

Bestellbearbeitung über Post-Tracking<br />

bis zur Versandorganisation. Spannend<br />

war die Unterschiedlichkeit bei den<br />

Kunden. Die Älteren waren gemächlich<br />

und froh, dass wir offen hatten, die<br />

Jüngeren hingegen konnten die Ware<br />

nicht schnell genug bekommen (lacht).<br />

Danke für das Gespräch!<br />

Zach: Interessant war, dass etwa jeder<br />

zweite Kunde ein Neukunde war. Die<br />

Postbeamten waren an den Tagen vor<br />

Ostern auch ganz schön überfordert mit<br />

der Abholung der Paketmengen. Am<br />

Spitzentag vor Ostern waren es einmal<br />

150 Pakete.<br />

Seit wann haben Sie wieder geöffnet?<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

15


verlage Sonderthema-Krimis in coronazeiten<br />

& Thriller<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit Brandstätter-Verleger<br />

Nikolaus Brandstätter<br />

»Wir finden es sehr spannend,<br />

Veranstaltungen auch einmal anders<br />

zu denken. Das Café Brandstätter ist das<br />

Resultat daraus«<br />

© Brandstätter<br />

© Brandstätter / Gianmaria Gava<br />

Wie läuft es bei Brandstätter?<br />

Brandstätter: Bis auf mich und zwei aus<br />

unserem Team sind alle im Homeoffice.<br />

Online ist im Moment viel zu tun, in<br />

anderen Bereichen etwas weniger.<br />

Erfreulich ist, dass die Buchhandlungen<br />

bis 400 m² schon länger wieder geöffnet<br />

haben. Ein erster Lichtblick. Aber in<br />

den letzten Wochen hat natürlich die<br />

Schubkraft der großen Betriebe gefehlt.<br />

Ein echtes Einkaufserlebnis wird es<br />

für Kunden unter den derzeitigen<br />

Bedingungen noch länger nicht sein,<br />

fürchte ich.<br />

Was veranlasste Sie, das Café Brandstätter<br />

ins Leben zu rufen, und was ist<br />

das genau?<br />

Brandstätter: Es handelt sich dabei um<br />

ein neues Talkformat, das im Livestream<br />

übertragen wird. Wir wollten gleich zu<br />

Beginn der Krise für unsere Leser da<br />

sein – und sichtbar bleiben. Gestartet<br />

sind wir damit am ersten Sonntag nach<br />

dem Shutdown, zu Beginn unter dem<br />

Motto „Zuversicht ist auch ansteckend“.<br />

Es war uns wichtig, in diesen für uns<br />

alle herausfordernden Tagen eine<br />

optimistische Botschaft zu senden. Der<br />

große Erfolg hat uns sehr gefreut. Das<br />

Café wird ein dauerhaftes Format im<br />

Brandstätter-Portfolio bleiben.<br />

Ihre Autoren lesen aus ihren Büchern<br />

und stellen sie vor?<br />

Brandstätter: Es wird nicht gelesen,<br />

sondern diskutiert. Das virtuelle Kaffeehaus<br />

öffnet jeden zweiten Sonntag seine<br />

Türen und lädt Mutmacher wie Adele<br />

Neuhauser, Haya Molcho oder Tarek<br />

Leitner zum Gedankenaustausch. Vor<br />

allem darüber, wie wir die Welt nach<br />

Corona alle gemeinsam zu einem<br />

besseren, solidarischeren Platz machen<br />

können. Dafür werden wir mit unseren<br />

Autoren weiterkämpfen und lassen uns<br />

auch von keinem Virus aufhalten (lacht).<br />

Wo senden Sie die Livestreams?<br />

Brandstätter: Den Talk strahlen wir<br />

über unsere Website und Facebook<br />

aus, auf YouTube gibt es den Mitschnitt.<br />

Durchschnittlich verfolgen rund 6.000<br />

Menschen die Ausstrahlung. Bei der<br />

stärksten Folge waren es 15.000. Auch<br />

in Krisenzeiten gibt es neue Chancen<br />

und Möglichkeiten. Wir haben<br />

das neue Format intern sehr rasch<br />

umgesetzt – Not macht bekanntlich<br />

erfinderisch. Ich freue mich auch sehr,<br />

dass unsere Autoren sofort bereit waren,<br />

mitzumachen. Wir finden es sehr<br />

spannend, Veranstaltungen auch anders<br />

zu denken.<br />

© Brandstätter Verlag/Alexander Tuma<br />

Buchpräsentation live via Web-Talk: Hannes Androsch,<br />

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig.Heinz Fischer und<br />

Wolfgang Maderthaner<br />

Was ist der nächste Schritt?<br />

Brandstätter: Den sind wir bereits<br />

gegangen. Bisher waren die Diskussionsteilnehmer<br />

von unterschiedlichen Orten<br />

zugeschaltet. Nun gehen wir dazu<br />

über, alle an einem Ort zu versammeln<br />

und von dort aus zu übertragen.<br />

Hoffentlich geht das auch bald wieder<br />

mit Publikum. Auftakt war ein Gespräch<br />

zur Geschichte und Zukunft der<br />

Sozialdemokratie mit Hannes Androsch,<br />

Heinz Fischer, Michael Ludwig und<br />

Wolfgang Maderthaner – natürlich mit<br />

entsprechendem Sicherheitsabstand.<br />

In der nächsten Phase werden wir<br />

verstärkt Buchhandlungen einbinden.<br />

Der Vorteil: Wir bieten einem kleinen<br />

Kreis das besondere Erlebnis und haben<br />

gemeinsam über den Stream eine<br />

größere Reichweite.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

www.brandstaetterverlag.com/<br />

cafebrandstaetter<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


uchhandel in coronazeiten<br />

Riedesser: Wir erhielten auch viele<br />

Bestellungen von Kunden, die noch<br />

nie über unseren Webshop bestellt<br />

haben, die auch nicht zu unseren<br />

Stammkunden zählen. Interessant wird<br />

sein, wie gut es uns gelingen wird, die<br />

Neukunden zu behalten.<br />

Wird das ein schwieriges Unterfangen?<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Rotraut Schöberl und Erwin Riedesser<br />

Buchhandlung Leporello, Wien<br />

»Wir haben viele Neukunden,<br />

die wollen wir jetzt behalten«<br />

Wie hat Leporello die Wochen der<br />

Schließung überstanden?<br />

Riedesser: Wir mussten ordentlich<br />

anpacken und vor allem auch einpacken.<br />

Die Online-Bestellungen hielten uns<br />

ganz schön auf Trapp. Jetzt weiß ich<br />

endlich, wie man schöne Packerl macht.<br />

Schöberl: Insbesondere die Loyalität<br />

unserer Stammkunden, aber auch<br />

deren wiederkehrende Aussagen, dass<br />

sie uns kleine Buchhandlung in dieser<br />

schwierigen Zeit unterstützen wollen,<br />

waren schon großartig! Wir konnten in<br />

den letzten Wochen sehr viele Gespräche<br />

mit unseren Stammkunden führen.<br />

Viele haben sich auch dafür bedankt,<br />

dass wir über unseren Shop, via E-<strong>Mai</strong>l<br />

und auch telefonisch erreichbar waren.<br />

deutlich höher. Etwaige Ängstlichkeit<br />

in puncto Ansteckungsgefahr ist nicht<br />

vordergründig – die Kunden kommen,<br />

stellen sich ans Regal, stöbern und<br />

schmökern –, aber man merkt doch<br />

ein gewisses vorsichtiges Verhalten. Es<br />

ist nach wie vor eine etwas seltsame<br />

Situation. Trotzdem sind die Menschen<br />

bereit, im Geschäft einzukaufen.<br />

Wie sahen die Bestellungen während<br />

der Schließung aus? Waren es in erster<br />

Linie Ihre Stammkunden, die über<br />

Ihren Webshop bestellten?<br />

Schöberl: Das ist schwer einzuschätzen.<br />

Bei Neukunden kommt es stets<br />

darauf an, welches Gefühl sie beim Kauf<br />

hatten – stationär und auch online. Hat<br />

alles gepasst, fühlen sie sich wohl dabei<br />

– dann werden sie wiederkommen.<br />

Ich kann mir vorstellen, dass es uns<br />

gelingen wird, viele von den Neukunden<br />

auch länger zu begleiten.<br />

Haben Sie auch untereinander mit<br />

Masken agiert?<br />

Riedesser: Nein (lacht). Wir verstehen<br />

uns alle als Familienmitglieder. Die<br />

gemeinsame Zeit hat das noch intensiviert.<br />

Waren Sie in Onlinemedien verstärkt<br />

aktiv – in den Sozialen Netzwerken?<br />

Schöberl: Wir haben regelmäßig Neuigkeiten,<br />

Buchtipps – z. B. unsere Quarantänepakete<br />

– und buchhändlerische<br />

Alltagserlebnisse über Facebook und<br />

Instagram transportiert. Lesungen<br />

im Onlinebereich haben wir nur am<br />

Welttag des Buches inszeniert.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

Wie lief es nach der Wiedereröffnung ab<br />

Mitte April?<br />

Schöberl: Eigentlich sehr gut. Die<br />

Kunden kommen wieder – zwar weniger,<br />

aber der Umsatz pro Kunde ist<br />

v. l.: Roswitha Stubenschrott, Marleen Wimmer und Katharina Payerits / alle Fotos: © Buchhandlung Leporello<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

17


handel in coronazeiten<br />

»Die Konsumenten haben sich nur<br />

temporär angepasst, nicht verändert«<br />

Ossi Hejlek im Gespräch<br />

mit Handelsexpertin<br />

Mag. Hania Bomba<br />

Be Retail GmbH<br />

Wie sehr ist der Blick in die Zukunft ein<br />

Blick in die Kristallkugel?<br />

Bomba: Es geht nicht darum, in die<br />

Kristallkugel zu blicken, sondern welche<br />

Parameter man für Prognosen heranzieht,<br />

wie man sie verknüpft und interpretiert.<br />

Ich habe für den ORF Prognosen<br />

abgegeben, bevor es Geschäftsöffnungen<br />

gab und auch danach, die alle<br />

gestimmt haben, weil es logisch war.<br />

War es für Sie eine Überraschung, dass<br />

Anfang <strong>Mai</strong> die Shoppingcenter nicht<br />

gestürmt wurden?<br />

Bomba: Gar nicht. Das war zu erwarten.<br />

Genauso, dass es bei IKEA sehr wohl<br />

einen Run gab. Dafür gibt es klare<br />

Gründe. Dort hat man es mit einer der<br />

weltweit stärksten Handelsmarken zu<br />

tun. Wenn Menschen ängstlich sind und<br />

viel Zeit zu Hause verbringen, denken<br />

sie viel über ihr Zuhause nach, möchten<br />

es sich schön machen – da kommt der<br />

Cocooning-Effekt zum Tragen. Auch<br />

unter der Vorausschau, dass heuer<br />

viele ihren Urlaub im trauten Heim<br />

verbringen werden. Darüber hinaus ist<br />

IKEA leistbar, und man weiß, wie die<br />

Möbel sind, kennt sie. Einen Pax-Schrank<br />

muss man nicht erklärt bekommen,<br />

den muss man nicht begutachten.<br />

Man fährt hin, kauft ihn und das war’s.<br />

Natürlich hätte auch die Angst der<br />

Menschen vor Ansteckung überwiegen<br />

können. Die Wahrscheinlichkeit von<br />

Menschenschlagen vor IKEA war jedoch<br />

deutlich höher – wegen der Marke.<br />

Es sind jetzt auch die Einkaufszentren<br />

wieder offen. Was ist zu erwarten?<br />

Bomba: In Österreich gibt es weit gefasst<br />

150 bis 200 Einkaufszentren, von denen<br />

nur ein Bruchteil seine Hausaufgaben<br />

perfekt gemacht hat, wo der Mietermix<br />

passt – die Mischung aus Gastronomie,<br />

Entertainment und Handel –, die<br />

Flächen nett gemacht sind, dadurch die<br />

Verweildauer der Konsumenten eine<br />

höhere ist, wo vor allem auch Standort,<br />

Funktion und Größe zusammenpassen.<br />

Die Menschen gehen lieber in eine<br />

Einkaufsstraße oder Innenstädte als in<br />

synthetisch kreierte Shoppingtempel.<br />

Die Menschen haben auch in den<br />

vergangenen Wochen erkannt, dass sie<br />

ohne den gigantischen Konsum gut<br />

zurechtkommen, dass sie manches<br />

gar nicht brauchen, sie dadurch Geld<br />

sparen können. Natürlich spielen auch<br />

Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit eine<br />

gewisse Rolle. Außerdem weiß man<br />

heute noch nicht, wie viele Unternehmen<br />

in den kommenden Wochen noch<br />

in die Knie gehen. Daher achten die<br />

Konsumenten auf ihr Geld. Das wäre ein<br />

wichtiger Grund, warum Frequenzen in<br />

Einkaufszentren auf einem niedrigen<br />

Niveau bleiben könnten. Die Menschen<br />

werden natürlich kommen, es wird aber<br />

kein Ansturm werden, warum auch?<br />

Es waren nicht die Weihnachtstage,<br />

sondern es war eine Pandemie, die uns<br />

zu Hause blieben ließ. Zum Shoppen<br />

ist die passende Stimmung wichtig.<br />

Vorsicht und Angst gehören nicht dazu.<br />

Glauben Sie, dass die Coronazeit – wie<br />

lange sie auch dauern mag – die Menschen<br />

verändert hat, noch verändern<br />

wird? Gibt es eine Langzeitwirkung in<br />

puncto Einkaufsverhalten?<br />

Bomba: Der Großteil der Bevölkerung<br />

wird sich genauso verhalten wie früher.<br />

Es gibt aber auch einige Prozent am<br />

Rande, die durchaus ihr Verhalten<br />

verändern. Der Grund für diese<br />

Annahme liegt darin, dass einige<br />

Wochen eine zu kurze Zeitspanne sind,<br />

um eine Veränderung zu bedingen.<br />

Wenn es noch länger andauert, kann<br />

es natürlich anders aussehen. In<br />

einigen Wochen passt man sich an, da<br />

findet keine Veränderung statt. Aus<br />

der Psychotherapie weiß man, dass<br />

es für Veränderung einerseits größere<br />

Zeiträume braucht und andererseits<br />

ein ganz bewusster Entschluss der<br />

Veränderung zugrunde liegen muss.<br />

Was in den letzten Wochen passierte,<br />

war unbewusst, nicht gewollt. Sicher hat<br />

»Die Menschen haben in der Quarantäne erkannt, dass sie<br />

auch ohne den gigantischen Konsum auskommen.«<br />

die Zeit bei manchen einen bewussten<br />

Beschluss zu einer Veränderung ausgelöst.<br />

Das Gros wird nach Beendigung<br />

sehr wahrscheinlich wieder zu alten Ritualen<br />

zurückkehren – privat, geschäftlich<br />

und in puncto Einkaufsverhalten.<br />

Während des Lockdowns liefen bedingt<br />

durch die Schließungen der stationären<br />

Flächen viele Umsätze zwangsläufig in<br />

die Onlinewelt. Kann es da in Richtung<br />

Zukunft zu Verschiebungen kommen?<br />

Bomba: Diese Frage kann man nur dann<br />

beantworten, wenn man die Kunden, die<br />

online bestellt haben, befragt – wie sie<br />

18<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


»Nach Corona zur alten<br />

Verhaltensweise zurückzukehren,<br />

– stellt auch alte<br />

Verhältnisse wieder her.«<br />

es künftig handhaben werden, warum<br />

sie beispielsweise im Webshop eines<br />

regionalen Händlers eingekauft haben,<br />

wo sie sonst online bestellen ... Aber wie<br />

bereits erwähnt – aus meiner Sicht hat<br />

keine Veränderung bei den Menschen<br />

stattgefunden, wenngleich sich das<br />

Anpassungsverhalten als Chance für<br />

manche stationären Händler darstellen<br />

kann. Will man daraus profitieren, muss<br />

man sich anders aufstellen als vor Corona<br />

– oder das eigene Verhalten, das unter<br />

Umständen Menschen zum Bestellen<br />

gebracht hat, beibehalten. Zur alten<br />

Vorgangsweise zurückzukehren, wird<br />

auch alte Verhältnisse wiederherstellen.<br />

Es gilt, jetzt Hausaufgaben zu erledigen<br />

– für diejenigen, die während Corona<br />

eingebrochen sind, genauso wie für<br />

diejenigen, die in dieser Zeit reüssierten.<br />

Im Buchhandel bedingten neue Online-<br />

Aktivitäten und -Initiativen Zulauf und<br />

neue Kunden ...<br />

Bomba: Wenn ich mir mein physisches<br />

Einzugsgebiet ansehe, in dem ich einen<br />

gewissen Marktanteil habe, kann ich<br />

diesen bestenfalls halten – in der Regel<br />

verliert man aber sukzessive, da die<br />

Konsumenten ins Onlinegeschäft abwandern.<br />

Darauf kann man in zwei<br />

Formen reagieren. Entweder verändere<br />

ich meine Stärke auf der stationären<br />

Fläche durch gezielte Maßnahmen und<br />

Veränderungen, oder ich vergrößere<br />

»Durch Social Media<br />

vergrößert man enorm<br />

sein Einzugsgebiet.«<br />

mein Einzugsgebiet – beispielsweise<br />

durch Social-Media-Maßnahmen und<br />

-Präsenz. Dann ist mein potenzielles<br />

Einzugsgebiet die ganze Welt. Das<br />

erfordert aber einen wahnsinnigen<br />

Einsatz. Das ist ein 24-Stunden-Job.<br />

Wer während Corona dort aktiv war<br />

und danach zurückrudert, wird in<br />

wenigen Wochen merken, was passiert.<br />

Andererseits darf man nicht 1:1<br />

weitermachen, auch wenn es gegriffen<br />

hat. Wir hatten Ausnahmezustand,<br />

die Menschen waren zu Hause im<br />

Homeoffice. Wenn sie ins normale<br />

Leben zurückkehren, wird sich auch<br />

deren Verhalten wieder ändern –<br />

insbesondere was deren Onlinezeiten<br />

betrifft. Der Erfolg bei Social Media liegt<br />

darin, seine möglichen Zielgruppen unentwegt<br />

zu bespielen. Auch wenn das<br />

eigene stationäre Alltagsgeschäft wieder<br />

zu handeln ist.<br />

Wer hatte es schwieriger in den letzten<br />

Wochen – die Großen oder die Kleinen?<br />

Bomba: Erfolgreich in den vergangenen<br />

Wochen waren diejenigen, die ganz<br />

schnell ihre Kosten zurückfahren<br />

konnten, im Eiltempo in den Onlinekanal<br />

wechselten und dann auch noch<br />

die Logistik stemmten. Es spielte nicht<br />

die Größe eines Unternehmens die<br />

Hauptrolle, sondern dessen Flexibilität.<br />

»Stationäre Flächen könnten<br />

mehr als inspirierende<br />

Räume genutzt werden,<br />

die man „mitnehmen“ kann.«<br />

Wohin geht die Zukunft des stationären<br />

Handels?<br />

Bomba: Ich glaube, dass Experience<br />

eine Rolle spielen wird. Nicht im<br />

Sinne von Entertainment, denn das<br />

kennen wir schon alle. Wenn ich in ein<br />

Geschäft komme, muss ich es spüren<br />

können. Vielleicht gehe ich in eine<br />

Buchhandlung, finde mich in einer<br />

ansprechenden Leseecke und kann die<br />

Möbel auch gleich kaufen – den Stuhl,<br />

die Lampe, das Regal –, oder ich trinke<br />

dort einen Kaffee aus einer stylischen<br />

handel in coronazeiten<br />

Tasse und kann mir diese, wenn sie<br />

mir gefällt, gleich einpacken lassen,<br />

esse dann vielleicht einen Kuchen oder<br />

Kekse und bekomme auf Wunsch das<br />

Rezept ausgehändigt. Das könnte ein<br />

Trend werden – dadurch hole ich die<br />

Menschen emotional noch mehr ab<br />

und bringe sie in meine Geschäfte.<br />

Das bringt mir Individualität. Jede<br />

Idee, die ich als Händler im Geschäft<br />

umsetze, jeder kreative Gedanke, der<br />

in meinem Geschäft sprießt, kann von<br />

den Kunden mit nach Hause genommen<br />

werden. Dieser Trend steckt noch in den<br />

Kinderschuhen. Wenn Produkt und<br />

Preis sich nicht unterscheiden, muss<br />

ich mich als Händler unterscheiden.<br />

Ich glaube, dass viele Händler mit<br />

Großflächen noch überdenken werden,<br />

ob sie nicht auch mit kleineren Flächen<br />

das gleiche Ergebnis erzielen. Da wird<br />

sich noch einiges ändern. Ich glaube<br />

auch, dass sich durch die aktuellen<br />

Erfahrungen Verschiebungen in Richtung<br />

Homeoffice abzeichnen werden.<br />

Viele scheuten sich bislang vor diesem<br />

Schritt – jetzt sah man, dass es vielerorts<br />

gut funktionieren kann.<br />

»Der Tourismus als Umsatzfaktor<br />

für den Handel<br />

wird zu wenig beleuchtet.«<br />

Wo sehen Sie Probleme für die nächsten<br />

Monate?<br />

Bomba: Ich denke, dass der Faktor<br />

Tourismus zu wenig beleuchtet wird.<br />

Nicht nur das Gastgewerbe oder die<br />

Hotellerie – die natürlich in erster<br />

Linie –, sondern auch der Handel lebt<br />

in vielen Regionen vom Tourismus.<br />

Die Menschen fehlen und werden<br />

auch noch einige Zeit ausbleiben – in<br />

Innenstädten wie auch in unzähligen<br />

Tourismusregionen. Diese Umsätze<br />

fehlen, sind schwer zu ersetzen. Das<br />

kann für viele Unternehmer kriegsentscheidend<br />

werden.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

19


uchhandel in coronazeiten<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Markus Renk<br />

Wagner’sche Universitätsbuchhandlung, Innsbruck<br />

»Wir müssen unsere<br />

potenziellen Kunden dort<br />

erreichen, wo sie sind –<br />

auch in der Zeit nach<br />

Corona!«<br />

© alle Bilder: Wagner’sche Universitätsbuchhandlung<br />

Wie geht es denn der Wagner’schen?<br />

Renk: Erstaunlicherweise gut. Hätten<br />

wir uns vor Corona vorgestellt, dass wir<br />

einige Wochen zusperren müssen, wären<br />

wir verzweifelt gewesen. Wir haben<br />

während der gesamten Schließungszeit<br />

sehr kreativ und proaktiv agiert und<br />

konnten uns auf die ungewohnte<br />

Situation der geschlossenen Ladenfläche<br />

gut einstellen.<br />

Gingen in den vergangenen Wochen die<br />

Onlineumsätze deutlich in die Höhe?<br />

Renk: Man muss dabei immer die<br />

Ausgangssituation betrachten. Vor Corona<br />

lagen die Onlineumsätze gemessen<br />

am Gesamtumsatz bei vielleicht<br />

einmal 5 %. In den letzten Wochen<br />

sind sie ums Vielfache gestiegen. Das<br />

ist schön – passiert aber nicht von<br />

selbst. Abgesehen davon muss man<br />

dabei auch die höheren Ausgaben in<br />

puncto Versandmaterial oder Porto<br />

betrachten. Wir hatten in den Wochen<br />

sicher Portoausgaben von ein paar<br />

zehntausend Euro und zusätzlich noch<br />

die Kosten für Verpackungen.<br />

Wie schätzen Sie die Zukunft Ihres<br />

Onlineumsatzes ein?<br />

Renk: Es wird wieder eine Umschichtung<br />

in Richtung stationär geben. Wir<br />

glauben aber, dass wir uns online bei<br />

einem Umsatzanteil von etwa 15 %<br />

einpendeln werden. Es haben viele<br />

Menschen während der Quarantäne<br />

bei uns bestellt, die vorher noch nie<br />

bestellt hatten. Das ist in Richtung<br />

Zukunft eine Chance – nämlich aus<br />

der höchst schwierigen Zeit das Gute<br />

mitzunehmen, um daraus zu profitieren.<br />

Corona als Investition in die Zukunft?<br />

Renk: Einerseits halfen die Onlinebestellungen,<br />

um zu überleben. Andererseits<br />

waren die Investitionen, um<br />

überhaupt dorthin zu kommen, sicher<br />

eine Investition in die Zukunft. Aus<br />

heutiger Sicht war das zunächst einmal<br />

das Einzige, was wir machen konnten –<br />

in Richtung Zukunft wird man sehen, wie<br />

gut es uns gelingt, die Kunden zu halten.<br />

Also haben Sie eine Chance bekommen?<br />

Renk: Ich denke, dass die Buchhandlungen<br />

zwar eine schwere Zeit hinter sich<br />

gebracht haben – gleichzeitig aber eine<br />

Chance für ihre Webshops bekommen<br />

haben. Wie die Konsumenten agieren<br />

werden, wenn der internationale Versandhandel<br />

wieder das Buch forciert,<br />

wird man sehen. Aber ja – wir haben<br />

20<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


uchhandel in coronazeiten<br />

eine Chance bekommen. Jetzt gilt es,<br />

etwas daraus zu machen. Ich glaube,<br />

dass Regionalität künftig eine wichtige<br />

Rolle in der Bevölkerung spielen wird,<br />

der Buy-local-Gedanke sich endlich<br />

durch Corona manifestiert hat. Ich setze<br />

mich ja schon seit vielen Jahren für diese<br />

Thematik ein.<br />

Wie schätzen Sie die Zeit nach der<br />

Wiedereröffnung ein?<br />

Renk: Wir werden in der ersten Phase<br />

sicher weniger Umsatz machen als<br />

vor Corona. Aber obwohl es schwierig<br />

werden wird, bin ich zuversichtlich, da<br />

wir zuvor auf einem sehr guten Weg<br />

waren. Außerdem denke ich, dass wir<br />

eventuelle Rückgänge auf der Fläche<br />

online auffangen werden können.<br />

Der Onlineumsatz kam ja nicht von<br />

selbst ...?<br />

Renk: Zuerst verfielen wir in eine Art<br />

Schockstarre, beschlossen aber rasch,<br />

uns neu aufzustellen. Und es war<br />

fantastisch, wie unser Team in neue<br />

Rollen schlüpfte und Verantwortung für<br />

neue Bereiche übernahm.<br />

Wie gut funktionierte die von Ihnen<br />

eingerichtete Abholstation?<br />

Renk: Das war die richtige Entscheidung.<br />

Wir haben große Sympathiepunkte<br />

von unseren Kunden dafür bekommen.<br />

Außerdem wurde es gut angenommen,<br />

dass wir mit einem Fahrraddienst<br />

zusammenarbeiten, der in Innsbruck<br />

innerhalb von drei Stunden zustellt. Wir<br />

versenden ja portofrei. Natürlich kostet<br />

das alles Geld – aber das Kundenservice<br />

ist uns wichtig, der Fahrraddienst<br />

ist auch eine extrem gute Werbung.<br />

Außerdem ist diese Form der Zustellung<br />

verlässlicher als Paketdienste – wir<br />

haben kaum Reklamationen, das ist mir<br />

jeden Cent wert.<br />

Wie sah es mit den Werbeaktivitäten<br />

online aus? Die Wagner’sche ist ja in<br />

den Sozialen Netzwerken sehr aktiv.<br />

Renk: Wir mussten viel Geld in die<br />

Hand nehmen. Spannend war, dass<br />

wir im Zustand der Schockstarre von<br />

unserer Innsbrucker Straßenzeitung<br />

20er einen Hilferuf erhielten. Denen<br />

brach durch die Quarantäne der<br />

komplette Vertrieb auf den Straßen weg.<br />

Sie hatten gerade das Layout komplett<br />

relauncht und saßen auf der kompletten<br />

Auflage der neuen Nummer, wussten<br />

nicht, was sie tun sollten. Wir machten<br />

dann online bei unseren Kunden<br />

einen Aufruf, dass wir allen Paketen<br />

die Zeitung beilegen. Und wer dafür<br />

spenden möchte, möge das bitte tun. Wir<br />

überwiesen dann die Spenden 1:1 an die<br />

Zeitungsherausgeber. Diese Nachricht<br />

erreichte letztendlich rund 40.000<br />

Menschen über Social Media. Das war<br />

eigentlich der zündende Moment, wo<br />

mir klar wurde, da geht mehr – wir<br />

müssen das proaktiv angehen. Wir beschlossen<br />

daraufhin, ein paar tausend<br />

Euro Werbegeld zu investieren. Einerseits<br />

machten wir regional in Printmedien<br />

Werbung. Wir schalteten auch auf<br />

Google, Facebook und Instagram laufend<br />

Werbung. Das Ziel bei allen<br />

Schaltungen war, die Menschen auf<br />

unsere Website zu bringen.<br />

Bei den Werbeschaltungen stand nicht<br />

nur direkte Buchwerbung im Vordergrund,<br />

es wurden auch Botschaften<br />

transportiert ...<br />

Renk: Auch Bücher transportieren Botschaften,<br />

da lag es nahe, dass wir uns für<br />

diesen Weg entschieden. Wir schnürten<br />

auch Pakete für unsere Kunden und<br />

boten sie an. Wir versuchten, sehr kreativ<br />

und innovativ mit der Geschichte umzugehen.<br />

Wir müssen die Leute dort<br />

erreichen, wo sie sind – wenn sie nicht<br />

zu uns kommen!<br />

Es gab aber auch Buchtipps Ihrer<br />

Buchhändler in Videoform ...<br />

Renk: Auch das kam gut an – bei unseren<br />

Kunden und auch extrem gut intern. Wir<br />

hatten viel zu lachen. Das schweißte<br />

unser ohnehin schon großartiges Team<br />

noch mehr zusammen. Auch anlässlich<br />

der Auszeichnung „Buchhandlung des<br />

Jahres“ drehten wir ein schönes Video.<br />

Wir haben vor, diesen Reigen der Aktivitäten<br />

nach Corona beizubehalten.<br />

Jüngst gaben Sie auch bekannt, dass<br />

Gerlinde Tammerl Sie ab <strong>Mai</strong> in der<br />

Geschäftsleitung unterstützen wird ...<br />

Renk: Ich kenne sie schon lange, aus<br />

ihrer Zeit bei Haymon, dann bei der<br />

Tiroler Tageszeitung. Ich freue mich sehr<br />

darüber.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

21


uchhandel in coronazeiten<br />

© Reinhard Öhner<br />

Im Gespräch mit<br />

Mohr Morawa Geschäftsführer<br />

Rainer Fritthum<br />

»Es ist uns gelungen, eine fünftägige Belieferung<br />

pro Woche aufrecht zu halten«<br />

Wie gut konnte sich Mohr Morawa auf<br />

die Corona-Gegebenheiten einstellen?<br />

Fritthum: Wir haben sofort reagiert. Ich<br />

danke meiner gesamten Mannschaft<br />

für das wirklich großartige Engagement<br />

in diesen Wochen. Für Mohr Morawa<br />

waren zwei Dinge relevant. Einerseits<br />

mussten wir für die Mitarbeiter rasch<br />

ideale Bedingungen schaffen. Ein<br />

Teil der Mitarbeiter wechselte ins<br />

Homeoffice, manche in Kurzarbeit –<br />

wieder andere hielten den Betrieb vor<br />

Ort aufrecht. Wir konnten dadurch<br />

auch die beste Basis schaffen, um alle<br />

Arbeitsplätze zu erhalten. Andererseits<br />

war uns aber auch die Wichtigkeit<br />

unserer Funktion als Auslieferung bewusst.<br />

Darum wollten und mussten<br />

wir auch weiterhin für den Buchhandel<br />

eine fünftägige Belieferung pro Woche<br />

bieten. Beides ist uns letztendlich sehr<br />

gut gelungen. So wie manche Verlage<br />

die Erscheinungstermine einiger Frühjahresnovitäten<br />

verschoben, boten wir<br />

den Buchhändlern an, bestellte Novitätenzustellungen<br />

temporär bei uns<br />

zu parken. Eine Maßnahme, die sicher<br />

geholfen hat. Natürlich versuchten wir<br />

auch, das Lieferservice bestmöglich<br />

an die höchst unterschiedlichen Öffnungszeiten<br />

und individuellen Notwendigkeiten<br />

der Händler anzupassen.<br />

Das war eine Herausforderung.<br />

Wie schwierig war die Kommunikation?<br />

Fritthum: Wir blieben über die ganze<br />

Zeit nicht nur ein verlässlicher, sondern<br />

auch ein erreichbarer Ansprechpartner<br />

für die Branche. Die Kommunikation<br />

mit den Verlagen, Buchhandlungen<br />

und Vertretern funktionierte gut. Das<br />

meiste lief telefonisch oder über Online-<br />

Meetings. Anders als sonst – aber es geht<br />

auch so, zumindest für einige Zeit ...<br />

Danke für das Gespräch!<br />

»Zu Beginn war es ganz schön schwierig,<br />

dann begann der Online-Shop zu laufen«<br />

Wie haben Sie sich durch die letzten<br />

Wochen gekämpft?<br />

Besold: Wir starteten sehr schlecht. Die<br />

erste Woche war ganz schön schwierig.<br />

Dann begann aber der Online-Shop<br />

sehr gut zu laufen – insbesondere mit<br />

Büchern, aber auch mit Spielwaren. Ein<br />

Stiefkind blieb der Papierbereich, da ich<br />

diesen nicht im Shop abgebildet habe.<br />

Ich stellte jeden Nachmittag<br />

die Pakete<br />

innerhalb<br />

von<br />

St. Veit mit dem<br />

© Besold privat<br />

Im Gespräch mit<br />

Rad zu – später, als diese immer mehr<br />

wurden, stieg ich aufs Mofa um (lacht).<br />

Auch bei den Lieferungen war man sich<br />

der derzeitigen Situation bewusst. Beide<br />

Seiten achteten stets auf Distanz. Das<br />

klappte gut. Alle waren sehr zufrieden,<br />

schnell ihre Bücher zu bekommen. Ich<br />

musste dann sogar teilweise Mitarbeiter<br />

aus der Kurzarbeit zurückholen.<br />

Wie machte sich Ostern bemerkbar?<br />

Besold: Das war deutlich zu spüren.<br />

Wahrscheinlich kam uns hier auch<br />

Mag. Andreas Besold<br />

Besold Buch – Papier, St. Veit/Glan<br />

die Quarantäne zugute. Kinderbücher<br />

wurden gut bestellt, da die Kinder auch<br />

zu Hause beschäftigt werden mussten.<br />

Die saisonalen Papierartikel verkauften<br />

sich kaum bis gar nicht. Wir versuchten<br />

auch, Lernhilfen anzubieten.<br />

Und wie reagierten die Kunden nach<br />

der Wiedereröffnung?<br />

Besold: Ein riesiger Run war es nicht.<br />

Nach Ostern ist bei uns immer eine<br />

ruhigere Zeit. Aber ja, die Leute kommen<br />

wieder ins Geschäft.<br />

Sie waren täglich auf Facebook aktiv.<br />

Wird das so bleiben?<br />

Besold: Wir wollen weiter in den<br />

Sozialen Netzwerken unsere Zeichen<br />

setzen. Ob es in der gleichen Intensität<br />

realisierbar sein wird, werden wir sehen.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


© www.hannerphotography.at<br />

buchhandel in coronazeiten<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

den Inhabern der Seeseiten Buchhandlung<br />

Bettina Wagner und Johannes Kößler<br />

»Das Live-Literaquarium<br />

hat uns ordentlich geholfen«<br />

Wie haben Sie die letzten Wochen<br />

überstanden?<br />

Wagner: Als bekannt wurde, dass die<br />

Geschäfte zusperren müssen, hatten<br />

wir Mitte März an den letzten beiden<br />

Öffnungstagen einen extremen Peak<br />

nach oben – stärker als an den besten<br />

Dezembertagen. Alle wollten sich<br />

noch für die Quarantäne mit Büchern<br />

eindecken, wir wurden regelrecht<br />

leer geräumt. Wir vermuteten, dass es<br />

damit für die nächsten Wochen nun<br />

komplett vorbei wäre, aber ab dem<br />

Montag darauf ging es dann sofort mit<br />

Onlinebestellungen weiter.<br />

Kößler: Um den Kunden ein entsprechendes<br />

Service – auch bei der<br />

Geschwindigkeit in puncto Zustellung<br />

– bieten zu können, begannen wir,<br />

in unserem Einzugsgebiet mit dem<br />

Fahrrad zu liefern. Wir übernahmen<br />

die Fahrradtouren selbst, legten pro<br />

Tag 10 bis 30 km zurück. Alles streng<br />

nach Vorschriften. Wir waren dabei<br />

sehr verunsichert, ob wir alles richtig<br />

machten, wollten uns akribisch an die<br />

Vorgaben halten, nichts übersehen ...<br />

Ein Punkt, den wir unbedingt erwähnen<br />

möchten: Ohne die heimischen Auslieferer,<br />

die einen super Job gemacht<br />

haben, wäre das nicht möglich gewesen.<br />

Ihnen gilt unser spezieller Dank!<br />

Und irgendwann hatte jemand die Idee<br />

des Literaquariums?<br />

Wagner: Das war die Idee von Johannes.<br />

Wir starteten gleich in der ersten<br />

Quarantänewoche am Dienstag mit täglichen<br />

Facebook-Livevideos: dem Buchtalk<br />

um 12.15 Uhr und am Nachmittag<br />

mit dem Mini-Literaquarium für die<br />

Kinder, bei dem wir ihnen vorlasen.<br />

Kößler: Wir wollten damit vor allem<br />

bewirken, dass die Buchhandlung als<br />

Raum präsent bleibt. Wir sind einerseits<br />

ein spontanes und flexibles Team, das<br />

machte es überhaupt erst möglich.<br />

Andererseits hatten wir das Glück, dass<br />

die technischen Materialien, die wir<br />

sonst für die Veranstaltungen nützen,<br />

für die Live-Übertragungen vorhanden<br />

waren. Dann legten wir den Schalter<br />

um, gingen live online ... und los ging’s<br />

(lacht).<br />

Es lebt ja von der Spontaneität. Die<br />

Menschen lieben es, Euch zu sehen,<br />

wenn Ihr bei dem, was Ihr macht, Spaß<br />

habt ... Wurden eigentlich die Bücher,<br />

die Ihr vorgestellt habt und aus denen<br />

gelesen wurde, auch verstärkt bestellt?<br />

Wagner: Ja, eindeutig. Obwohl alles<br />

sehr spontan wirkte, steckt natürlich<br />

ein großer Arbeitsaufwand dahinter.<br />

Wenn dieser dann belohnt wird, indem<br />

die Bücher auch bestellt werden, ist das<br />

großartig.<br />

Kößler: Beim Mini-Literaquarium<br />

haben wir auch immer bei den Verlagen<br />

angefragt, ob wir das dürfen. Interessant<br />

dabei war, dass es bei den heimischen<br />

Verlagen und auch bei den kleinen aus<br />

Deutschland und der Schweiz nie ein<br />

Problem gab. Aber je größer der Verlag,<br />

desto komplizierter wurde es.<br />

Konnten die Livestreams auch Kunden<br />

außerhalb Ihres Einzugsgebiets anlocken?<br />

Wagner: Wir hatten viele Onlinekunden,<br />

die noch nie bei uns bestellt haben.<br />

Spannend wird sein, was passiert, wenn<br />

im internationalen Versandgeschäft Normalität<br />

einkehrt, wer dann die Kunden<br />

mit verstärkter Onlinekauf-Affinität<br />

abholt. Interessant war, dass wir durch<br />

die Facebook-Präsenz Bestellungen aus<br />

ganz Österreich bekamen.<br />

Was passierte, als die Buchhandlung<br />

Mitte April wieder aufsperren durfte?<br />

Wagner: Wir eröffneten natürlich sofort,<br />

zu ganz normalen Öffnungszeiten – und<br />

die Kunden kamen wieder. Die während<br />

der Quarantäne geschaffenen neuen<br />

Vertriebskanäle behalten wir aber bei.<br />

Wird Seeseiten auch in Zukunft mit den<br />

Livestreams weitermachen?<br />

Kößler: Das wollen wir, aber nicht mehr<br />

täglich, sondern einmal in der Woche:<br />

am Mittwochabend mit dem Buchtalk<br />

und am Samstagvormittag mit dem<br />

Mini-Literaquarium. Alle Überlebens-<br />

Aufwendungen waren so zeitintensiv,<br />

das ist im normalen Tagesgeschäft nicht<br />

in gleichem Ausmaß möglich.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

23


uchhandel in coronazeiten<br />

© Thalia<br />

sagte selbst, man hätte auch mit den<br />

Unternehmen, deren Namen mit<br />

A–K beginnen, anfangen können. Als<br />

Händler muss ich klar sagen, dass diese<br />

Flächengrenzen nicht nachvollziehbar<br />

und auch nicht argumentierbar sind.<br />

Nur sechs von 38 Filialen aufsperren<br />

zu dürfen ... Außerdem bin ich der<br />

Meinung, dass man problemlos größere<br />

Standorte auf 400 m² verkleinern<br />

hätte können. Aber auch das war nicht<br />

gestattet. Unverständlich für mich<br />

und sachlich nicht nachvollziehbar.<br />

Ab 1. <strong>Mai</strong> ist die Zwischenregelung<br />

ohnedies Geschichte. Es wäre auch die<br />

Regel einer grundsätzlichen Ausnahme<br />

des Buchhandels – durch die Tatsache<br />

der Versorgung mit geistiger Nahrung –<br />

einen Gedanken wert gewesen.<br />

Und was passierte nach der Öffnung<br />

der sechs Standorte seit Mitte April?<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit Thalia-Geschäftsführer<br />

Mag. Thomas Zehetner<br />

»Eine Aufgabe nach Corona wird sein,<br />

die Kunden noch besser zu kennen,<br />

um sie direkt ansprechen zu können«<br />

Sechs Thalia-Filialen konnten Mitte<br />

April wieder aufsperren – wie lief es?<br />

Zehetner: Das war sehr kompliziert,<br />

wie vieles andere auch im Moment, da<br />

wir noch bis wenige Tage zuvor nicht<br />

wussten, wie alles genau ablaufen<br />

darf bzw. soll. Welche Bedingungen<br />

gibt es, was wird als Einkaufszentrum<br />

angesehen, wer darf aufsperren ...?<br />

Das war beispielsweise in St. Johann<br />

im Pongau ein großes Thema. Die<br />

schriftlichen Verordnungen kamen erst<br />

drei Tage vor Öffnung, manches erst am<br />

Wochenende. Das ist eine Zumutung<br />

– insbesondere für die Mitarbeiter.<br />

Trotz allem Verständnis für Politik<br />

und Behörden, für die auch alles zum<br />

ersten Mal passierte, führte das zu einer<br />

enormen Komplexität und verlangte<br />

extrem hohes Flexibilitätsvermögen<br />

seitens des Handels.<br />

In einer Pressemeldung erklärten Sie,<br />

dass Sie den Buchhandel in puncto<br />

Flächenbegrenzung gerne ausgenommen<br />

gesehen hätten?<br />

Zehetner: Es war mir – und vielen<br />

anderen – nicht klar, warum man die<br />

400-m²-Linie eingezogen hat. Das war<br />

eine willkürliche Grenze. Die Politik<br />

Zehetner: Interessanterweise haben<br />

wir dort mittlerweile Umsätze, die<br />

vergleichbar mit dem Vorjahr sind.<br />

Meine Einschätzung dazu liegt darin,<br />

dass die meisten unserer kleinen Flächen<br />

verstärkt in einer Geschäftsumgebung<br />

von anderen kleinen Geschäften eingebettet<br />

sind – somit eine gegenseitige<br />

Frequenzbefruchtung stattfindet. Bedeutet:<br />

Wenn ich als Kunde schon<br />

einkaufen gehe, dann dorthin, wo<br />

mehrere Geschäfte offen haben. Das half<br />

uns wahrscheinlich. Vielleicht ist das nur<br />

eine These, die ich in einigen Wochen<br />

adaptieren muss – aber im Moment<br />

sieht es für mich so aus. Trotzdem sind<br />

es weniger Kunden, aber diejenigen, die<br />

kommen, kaufen mehr.<br />

Wie lief es für den Onlineshop thalia.at<br />

in den Wochen der Sperre?<br />

Zehetner: Wir versuchten, wie alle<br />

Kollegen, das Beste daraus zu machen,<br />

richteten ein Telefonservice ein und<br />

unterstützten den Onlineshop durch<br />

Newsletter und Online-Kampagnen,<br />

teilweise im Nonbookbereich – bei Spielen<br />

–, mit Aktionen. An manchen Tagen<br />

wurde online das Drei- bis Fünffache<br />

24<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


uchhandel in coronazeiten<br />

der normalen Onlinebestellungen verzeichnet.<br />

Das war schon eine große<br />

Herausforderung für die Mitarbeiter.<br />

Sie haben es großartig gemeistert.<br />

Wir haben durch die Bank die starke<br />

Loyalität unserer Mitarbeiter gespürt.<br />

Die Zeit schweißte uns noch mehr<br />

zusammen. Dafür möchte ich mich bei<br />

allen bedanken!<br />

Also half der Shop deutlich über die<br />

fehlenden Filialumsätze hinweg?<br />

Zehetner: Wir hatten davor bereits einen<br />

hohen Onlineanteil von etwa 17–18 %.<br />

Da fehlt auf 100 % doch einiges, selbst<br />

bei Verdopplung oder Verdreifachung.<br />

Man kann alles nicht ausschließlich mit<br />

Online kompensieren. Das liegt auch<br />

daran, dass wir bei Thalia Standorte<br />

haben, die aufgrund ihrer Toplagen sehr<br />

von der Laufkundschaft leben. Diese<br />

liebt es zwar, bei Thalia einzukaufen –<br />

es fehlt aber beispielsweise in Einkaufszentren<br />

die unmittelbare Bindung,<br />

wie sie vielleicht kleine unternehmergeführte<br />

Geschäfte stärker haben. Die<br />

Stammkunden kann man ansprechen –<br />

Laufkundschaft nur sehr schwer.<br />

Was passiert nun auf den Großflächen?<br />

Zehetner: Wir haben uns gut vorbereitet,<br />

werden hygienetechnisch viele<br />

Maßnahmen in die Wege leiten. Beispielsweise<br />

nehmen wir die Sitzgelegenheiten<br />

heraus, sperren die Kaffeebereiche,<br />

haben an den Eingängen der<br />

großen Geschäfte Einkaufskörbe, um<br />

die Anzahl der Kunden im Geschäft zu<br />

überblicken. Wir denken, dass die 10 m²-<br />

Regel pro Kunde gut funktionieren wird.<br />

Allein aufgrund der zu erwartenden<br />

schwächeren Frequenz wird sie wohl<br />

nicht überschritten werden.<br />

Wie schätzen Sie die Situation in Richtung<br />

Zukunft ein?<br />

Zehetner: Thalia hat ja gemeinsam<br />

mit der Mayerschen und Osiander die<br />

Shopdaheim-Plattform für Deutschland<br />

und Österreich aufgebaut und freigeschaltet.<br />

Eine Plattform, auf der sich alle<br />

stationären Händler mit ihren Standorten<br />

eintragen können – branchenübergeifend.<br />

Diese Plattform schafft Sichtbarkeit<br />

in der digitalen Welt und dient<br />

der Auffindbarkeit von stationären<br />

Geschäften. In Deutschland sind bereits<br />

über 14.000 Händler eingetragen, in Österreich<br />

sind auf www.shopdaheim.at<br />

etwa 1.000 Händler. Die Einträge sind<br />

für alle Händler kostenlos. Es gibt keinen<br />

zentralen Shop – einkaufen können<br />

Konsumenten in den Shops der einzelnen<br />

Händler bzw. in den Geschäften.<br />

Und abgesehen von der Plattform?<br />

Zehetner: Wir denken, dass die Kunden<br />

gerade in der Coronazeit gelernt<br />

haben – auch diejenigen, die es vorher<br />

nicht taten –, mit Onlinebestellungen<br />

umzugehen. Viele werden froh sein,<br />

danach wieder persönlich ins Geschäft<br />

zu gehen. Trotzdem gehen wir davon<br />

aus, dass mittelfristig das Verhältnis<br />

von Onlineumsatz zu stationärem<br />

aus der Zeit von vor Corona nicht<br />

mehr wiederhergestellt werden kann.<br />

Es wird ein nachhaltiger Bruch, eine<br />

Verschiebung stattfinden – in puncto<br />

Frequenz und somit parallel auch in<br />

puncto Umsatzverteilung.<br />

Wird die stationäre Fläche ausschließlich<br />

zum Showroom?<br />

Zehetner: Nein, ganz im Gegenteil<br />

– aber die Tiefe und Breite hat man<br />

online. Auf der Fläche inszeniert<br />

man spezielle Produkte und kann<br />

besondere Themen bespielen. Der<br />

strategische Schwerpunkt für uns ist es,<br />

eine Kombination zu finden, die eine<br />

möglichst hohe Aufenthaltsqualität<br />

in einem angenehmen Ambiente mit<br />

einer breiten Auswahl ermöglicht.<br />

Gleichzeitig wollen wir dem Kunden<br />

ein optimales Service bieten, damit er<br />

möglichst schnell zu den gewünschten<br />

Produkten kommt. Wir wollen dadurch<br />

auch eine extrem schnelle Abholstation<br />

sein, denn Click & Collect hat sich in den<br />

vergangenen Jahren stark entwickelt.<br />

Grundsätzlich lagen wir bei Thalia<br />

vor Corona in Summe bei 3–4 % im<br />

Plus gegenüber dem Zeitraum des<br />

vorangegangenen Geschäftsjahres. Ein<br />

Drittel des Umsatzwachstums kam über<br />

Click & Collect.<br />

Werden die gestiegenen Onlineumsätze<br />

lang fristig bei den Händlern bleiben?<br />

Zehetner: Ich befürchte, dass auf<br />

längere Sicht hin der internationale<br />

Versandhandel mehr davon profitieren<br />

wird. Die Chance, die wir Buchhändler<br />

haben – egal wer und egal wo –, ist der<br />

persönliche Kontakt zum Kunden.<br />

Diesen immensen Hebel können und<br />

müssen wir nutzen. Wir müssen alle<br />

unsere Kunden kennen, um mit ihnen<br />

auch schnell und direkt in Kontakt<br />

treten zu können.<br />

Wie läuft es mit digitalen Produkten?<br />

Zehetner: Auch die E-Books wurden<br />

während Corona verstärkt bezogen –<br />

aber nicht überproportional. Der<br />

E-Book-Anteil am Onlineumsatz<br />

bewegt sich etwa bei einem Drittel – am<br />

Gesamtumsatz bei rund 7 %. Extrem im<br />

Kommen ist aber das digitale Hörbuch<br />

– die Downloads. Das Niveau ist noch<br />

nieder, die Wachstumsraten sind aber<br />

enorm. Wir sind dabei, Angebots-Modelle<br />

zu entwickeln. Es wird auch eine<br />

Aufgabe für die Zukunft sein, durch<br />

Produktkombinationen einen höheren<br />

Deckungsbeitrag zu erzielen.<br />

Die Herbstreise steht vor der Türe ...<br />

Zehetner: Corona lehrte uns noch<br />

mehr Flexibilität. Vieles muss kurzfristig<br />

entschieden werden. Wir haben für den<br />

Moment die Devise ausgegeben, sich<br />

in den nächsten Wochen auf virtuelle<br />

Meetings zu beschränken und den<br />

physischen Kontakt auf ein Minimum<br />

zu reduzieren.<br />

Danke für das Gespräch!<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

25


uchhandel online<br />

Sonderthema-Krimis & Thriller<br />

Kennen Sie Pöring?<br />

Kennen Sie Pöring? Nein? Dann wissen<br />

Sie auch nicht, dass es Pöring Ost und<br />

Pöring West gibt. Niemand weiß das.<br />

Pöring ist ein Dorf zwischen Gampern,<br />

Timelkam und Neukirchen/Vöckla – ein<br />

zunehmend beliebtes Siedlungsgebiet<br />

für junge Familien. Ein Haus nach dem<br />

anderen wächst dort aus dem Boden.<br />

Aber noch liegt zwischen Pöring Ost und<br />

Pöring West ein Kilometer Grünland.<br />

Warum ich Ihnen das erzähle? Weil<br />

ich jüngst abends ein Buchpaket an die<br />

Adresse Pöring 31 zustellen sollte – nichts<br />

ahnend von East Side und West Side. Und<br />

weil die Hausnummern nach Entstehung<br />

der Häuser vergeben werden, kurvte ich<br />

in wachsender Verzweiflung durch die<br />

Siedlungsstraßen von Pöring Ost, fand<br />

Nummer 30, 32, 33 und 34 – aber keine<br />

Spur von Nr. 31. Google Maps versuchte,<br />

mich immer wieder zu Haus Nr. 21<br />

zu locken. Dann endlich der rettende<br />

Hinweis eines netten Ehepaars: „Es gibt<br />

ein zweites Pöring – Pöring West. Dort<br />

könnte es sein!“ Und richtig: Nach einem<br />

Kilometer Fahrt und kurzem Suchen:<br />

Pöring 31. Hurra!<br />

Für einen Buchhändler, der jahraus,<br />

jahrein in seinem Laden steht, sind<br />

Erlebnisse wie diese schon kleine Abenteuer.<br />

Und deren gab es etliche in den<br />

vorigen Wochen. Ich könnte Ihnen<br />

© Foto: Kovacs<br />

Michael Neudorfer<br />

betreibt seine Buchhandlung in Vöcklabruck und hatte seinen<br />

Newsletter-Empfängern ... und jetzt auch Ihnen ... einiges über die<br />

Corona-Zeit zu erzählen. www.die-buchhandlung.at<br />

berichten von den Irrgärten unserer Region:<br />

von der Rosenstraße in Attnang etwa<br />

(über die ich den Mantel des<br />

Schweigens breite) oder dem Straßengewirr<br />

in der Lixlau, in der jede Gasse<br />

nach einer anderen Baumart benannt<br />

ist. Ursprünglich wohl in alphabetischer<br />

Reihenfolge, aber irgendwann hat man<br />

es bleiben lassen. Suchen Sie dort einmal<br />

den Haselweg – oder fragen Sie danach:<br />

Niemand in der Siedlung kennt den. Wen’s<br />

interessiert: Der Haselweg verbindet ab<br />

dem Kastanienweg den Akazienweg mit<br />

der Lindenstraße.<br />

Fazit: Ich hab jetzt größte Hochachtung<br />

vor den Paketdienst-Fahrern und empfinde<br />

das genaue Gegenteil für jene<br />

Gemeindestuben, in denen fantasievolle<br />

Geister derartige Aberwitzigkeiten ersinnen.<br />

Und eines weiß ich jetzt auch: dass<br />

am Land noch jeder jeden kennt, ist ein<br />

Ammenmärchen.<br />

Seit rund einer Woche haben wir wieder<br />

zu normalen Zeiten geöffnet. Hinter<br />

uns liegt eine spannende, anstrengende,<br />

turbulente Zeit mit vielen Herausforderungen<br />

und neuen Erfahrungen.<br />

Unsere Buchhandlung musste sich in<br />

kürzester Zeit in einen Versand- und<br />

Lieferterminal verwandeln; Bestellungen<br />

aus ganz Österreich sollten bearbeitet,<br />

weitergeleitet, zugeordnet, verpackt<br />

und ausgeliefert werden. Wir<br />

haben mit verminderter Belegschaft<br />

(Hygienevorschriften!) versucht, diese<br />

ungewohnten Anforderungen zu meistern;<br />

dies ist uns einmal besser, einmal<br />

weniger gut gelungen. Es ist uns bewusst:<br />

Wir haben dabei mehr Fehler gemacht<br />

als sonst bei der Arbeit. Aber wir haben<br />

uns stets bemüht, unser Bestes zu geben,<br />

damit alle Wünsche unserer vielen<br />

treuen und neuen Kunden rechtzeitig<br />

erfüllt werden. Und wir sind immer ruhig<br />

und gelassen geblieben. Sogar als uns<br />

eine Frau in Wien mit einem Geschenk<br />

für ihre in Vöcklabruck lebende Mutter<br />

stundenlang durch die Stadt irren ließ<br />

und erst tags darauf zugab, eine falsche<br />

Adresse angegeben zu haben. Lediglich<br />

als uns ein Herr in Wien eine „sehr<br />

traurige Performance“ attestierte, nur<br />

weil wir es nicht geschafft hatten, seiner<br />

Vöcklabrucker Nichte quasi über Nacht<br />

die gewünschten Geburtstagsgeschenke<br />

zukommen zu lassen, war ich kurz davor,<br />

die Contenance zu verlieren.<br />

Kurz und gut: Wir sind recht passabel<br />

durch die vierwöchige Betriebssperre<br />

gekommen – ohne Kurzarbeit und ohne<br />

existenzbedrohende Umsatzeinbrüche.<br />

Jetzt freuen wir uns schon sehr auf Sie.<br />

Bitte beachten Sie, dass Sie die Buchhandlung<br />

nicht ohne Mundschutz betreten<br />

dürfen und nur dann, wenn sich nicht<br />

schon fünf Kunden im Geschäft befinden.<br />

Bitte halten Sie auch einen vernünftigen<br />

Mindestabstand ein. Bitte haben Sie<br />

Verständnis, wenn Bestellungen noch<br />

immer etwas länger dauern als üblich;<br />

unsere Lieferanten arbeiten derzeit auch<br />

mit weniger Beschäftigten als sonst. (...)<br />

Jetzt aber zum eigentlichen Zweck<br />

dieses Newsletters, dem Empfehlen von<br />

lesenswerten Büchern. Neuerscheinungen<br />

haben es ohnedies schwer, denn<br />

es fehlen Corona-bedingt publikumswirksame<br />

Präsentationsmöglichkeiten.<br />

Bitte geben Sie diesen sechs Novitäten<br />

eine Chance! Lesen Sie eines oder<br />

mehrere davon, Sie werden es nicht bereuen.<br />

Wir freuen uns schon riesig auf<br />

den Tag, an dem wir Ihnen wieder ohne<br />

Maske gegenüberstehen dürfen und Ihnen<br />

durch eine Buchempfehlung oder eine<br />

nette Bemerkung ein sichtbares Lächeln<br />

entlocken können. Dass dies schon bald<br />

geschehen möge, wünschen sich<br />

Michael Neudorfer und sein Team<br />

26 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


news&informationen<br />

© Max Zerrahn/Suhrkamp Verlag<br />

Live-Talk-Format von Brandstätter<br />

Das „Café Brandstätter“ findet vorerst<br />

virtuell statt und wird online gestreamt.<br />

In Zukunft soll auch ein „reales“ Kaffeehaus<br />

eingerichtet werden – sei es in<br />

Buchhandlungen, auf Buchmessen oder<br />

an anderen Veranstaltungsorten. Es soll<br />

ein Ort der Begegnung werden und über<br />

den Brandstätter Verlag hinaus Autoren<br />

mit Buchhändlern, Journalisten und Lesern<br />

in Kontakt bringen. Das erste „Café<br />

Brandstätter“ fand als Facebook-Live-<br />

Talk zum Thema „Zuversicht ist auch<br />

ansteckend“ mit Ingrid Brodnig, Tarek<br />

Leitner, Corinna Milborn, Adele Neuhauser<br />

und Matthias Strolz statt. Neben aktuellen<br />

Themen wie Freiheit, Solidarität<br />

und digitale Beschleunigung verrieten<br />

die Gäste ihre Lesetipps sowie wichtige<br />

persönliche Projekte in dieser Zeit.<br />

Kleist-Preis an Clemens J. Setz<br />

Der in Graz geborene Schriftsteller und<br />

Übersetzer Clemens J. Setz wird mit dem<br />

Kleist-Preis des Jahres <strong>2020</strong> ausgezeichnet.<br />

Das hat die österreichische<br />

Literaturwissenschaftlerin<br />

und Kritikerin<br />

Daniela Strigl<br />

als von der Jury<br />

der Heinrich-von-<br />

Kleist-Gesellschaft<br />

gewählte Vertrauensperson<br />

bestimmt. Die Verleihung soll am<br />

22. November während einer Matinée<br />

im Deutschen Theater erfolgen. Zuletzt<br />

ist im Suhrkamp Verlag Der Trost runder<br />

Dinge erschienen.<br />

Deutscher Buchpreis<br />

120 deutschsprachige Verlage schickten<br />

insgesamt 187 Titel ins Rennen um den<br />

Roman des Jahres. Das sind 13 Titel und<br />

10 Verlage mehr als in den vorherigen Rekordjahren.<br />

82 Verlage sitzen in Deutschland,<br />

20 in der Schweiz und 18 in Österreich.<br />

Am 18. August erscheint die 20<br />

Titel umfassende Longlist. Daraus wählen<br />

die Juroren sechs Titel für die Shortlist,<br />

die am 15. September veröffentlicht<br />

wird. Erst am 12. Oktober, dem Abend<br />

der Preisverleihung, erfahren die sechs<br />

Autoren, wer von ihnen den Deutschen<br />

Buchpreis gewonnen hat. Der Preis wird<br />

von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung<br />

des Börsenvereins des Deutschen<br />

Buchhandels vergeben.<br />

LeseLenz an Michael Stavaric ˇ<br />

Der österreichische Schriftsteller Michael<br />

Stavaric erhält ˇ den LeseLenz-Preis für<br />

Junge Literatur der<br />

Gerhard-Thumm-<br />

Stiftung. Die Auszeichnung<br />

ist mit<br />

5.000 € dotiert<br />

und wird für ein<br />

Gesamtwerk vergeben,<br />

das sich an<br />

ein junges Lesepublikum<br />

richtet und Kindern, Jugendlichen<br />

und jungen Erwachsenen einen literarischen<br />

Ort geschaffen hat. Die Preisverleihung<br />

soll am 3. Juli im Rahmen der<br />

Eröffnung des 23. Hausacher LeseLenzes<br />

stattfinden. Zuletzt ist bei Luchterhand<br />

Fremdes Licht erschienen.<br />

Sachbuchpreis der wbg<br />

Zum zweiten Mal zeichnet die Wissenschaftliche<br />

Buchgesellschaft (wbg) 2021<br />

das beste deutschsprachige Sachbuch<br />

aus. Der Preis ist mit insgesamt 60.000 €<br />

Preisgeld der höchstdotierte deutsche<br />

Sachbuchpreis. 40.000 € entfallen auf<br />

den Hauptpreis „Wissen! Sachbuchpreis<br />

für Geisteswissenschaften“ und 20.000 €<br />

auf die neu geschaffene Nachwuchs-Auszeichnung<br />

„WISSEN! Academic“. Eine<br />

unabhängige Jury kürt den Preisträger in<br />

einem mehrstufigen Auswahlverfahren.<br />

Die Longlist wird am 2. Juni bekannt gegeben.<br />

Danach werden Buchhändler und<br />

wbg-Mitglieder um ihr Votum gebeten.<br />

Die Verleihung soll am 21. Januar 2021 in<br />

der Katholischen Akademie in München<br />

stattfinden.<br />

© Yves Noir<br />

Auslieferungs<br />

WECHSEL<br />

zum<br />

1. Juni <strong>2020</strong><br />

Aus steuerrechtlichen und organisatorischen<br />

Gründen haben wir uns entschlossen,<br />

die Auslieferung unseres<br />

Verlagsprogramms ab 1. Juni <strong>2020</strong><br />

im deutschsprachigen Raum bei<br />

Brockhaus Brocom in Deutschland<br />

zu bündeln. Das Unternehmen betreut<br />

bereits mehr als 550 österreichische<br />

Buchhandlungen per Bücherwagen<br />

über Booxpress oder KNV, sodass<br />

eine Belieferung in Österreich ohne<br />

Zeitverlust gewährleistet ist.<br />

Remissionen senden Sie bitte<br />

bis zum 30. August <strong>2020</strong> an<br />

Mohr Morawa.<br />

Wir möchten uns an dieser Stelle für<br />

die gute Zusammenarbeit mit Mohr<br />

Morawa bedanken.<br />

Für weitere Fragen und Anregungen<br />

stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.<br />

Wir freuen uns auf eine gute und<br />

erfolgreiche Zusammenarbeit.<br />

Ihre Ansprechpartner<br />

▸ Martina Patzner<br />

T +49 7154 1327 - 21<br />

F +49 7154 1327-13<br />

m.patzner@brocom.de<br />

Athesia-Tappeiner Verlag<br />

▸ Elke Wasmund<br />

T +39 0473 081067<br />

F +39 0471 081079<br />

elke.wasmund@athesia.it<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

27<br />

Infos & Leseproben<br />

www.athesia-tappeiner.com


estsellerlisten april<br />

Die SCHWARZER-BEStSEllERliStEN basieren auf einer Umfrage bei einem repräsentativen Panel österreichischer Sortiments-Buchhandlungen. Reihung nach Punkten und Gewichtung<br />

der Buchhandlungen. Die Auswertung basiert auf der Zuordnung der Verlage im VLB. Ziffern in Klammern = Platzierung im Vormonat. Für die Erhebung ist das Verlagsbüro<br />

Schwarzer verantwortlich: Tel. 01/548 13 15-0, E-<strong>Mai</strong>l verlagsbuero@schwarzer.at. © by Verlagsbüro Schwarzer<br />

Belletristik<br />

Sachbuch<br />

Taschenbuch<br />

1<br />

Monika Helfer<br />

Die Bagage<br />

HanSER (1)<br />

1<br />

Johannes Huber u .a.<br />

Die Anti-Aging Revolution<br />

EDiTion a (–)<br />

1<br />

Herbert Dutzler<br />

Letzter Jodler<br />

Haymon (–)<br />

2<br />

Thomas Stipsits<br />

Kopftuchmafia<br />

UEBERREUTER (2)<br />

2<br />

Michael Lehofer<br />

Alter ist eine Illusion<br />

GRÄFE UnD UnZER (1)<br />

2<br />

Andrea Nagele<br />

Grado im Mondschein<br />

EmonS (5)<br />

3<br />

David Safier<br />

Aufgetaut<br />

KinDLER (–)<br />

3<br />

Marcus Wadsak<br />

Klimawandel<br />

BRaUmüLLER (–)<br />

3<br />

Beate Maxian<br />

Der Tote im Fiaker<br />

GoLDmann (–)<br />

4<br />

Pascal Mercier<br />

Das Gewicht der Worte<br />

HanSER (4)<br />

4<br />

Christoph Leitl<br />

China am Ziel!<br />

Europa am Ende?<br />

EcoWin (–)<br />

4<br />

Sebastian Fitzek<br />

Der Insasse<br />

KnaUR (1)<br />

5<br />

Claudia Rossbacher<br />

Steirerstern<br />

GmEinER (3)<br />

5<br />

Christina Bauer<br />

Brot backen mit Christina<br />

LÖWEnZaHn (–)<br />

5<br />

Lucinda Riley<br />

Die Mondschwester<br />

GoLDmann (–)<br />

6<br />

André Heller<br />

Zum Weinen schön,<br />

zum Lachen bitter<br />

ZSoLnay (6)<br />

6<br />

Christina Bauer<br />

Backen mit Christina<br />

LÖWEnZaHn (–)<br />

6<br />

Caroline Criado-Perez<br />

Unsichtbare Frauen<br />

BTB (2)<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Ursula Poznanski<br />

VANITAS. Grau wie Asche<br />

KnaUR (–)<br />

John Grisham<br />

Die Wächter<br />

HEynE (–)<br />

Lisa Taddeo<br />

Three Women. Drei Frauen<br />

PiPER (8)<br />

Valerie Fritsch<br />

Herzklappen von Johnson<br />

& Johnson<br />

SUHRKamP (10)<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Christoph Kotanko<br />

Kult-Kanzler Kreisky<br />

UEBERREUTER (–)<br />

Pamela Reif<br />

You Deserve This<br />

commUniTy EDiTionS (–)<br />

Jamie Oliver<br />

Veggies<br />

DoRLinG KinDERSLEy (–)<br />

Silke-Andrea Mallmann<br />

Goldfäden zwischen<br />

Himmel und Erde<br />

HERDER (–)<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Andrea Camilleri<br />

Eine Stimme in der Nacht<br />

BaSTEi LüBBE (–)<br />

Elizabeth George<br />

Wer Strafe verdient<br />

GoLDmann (8)<br />

Jojo Moyes<br />

Der Klang des Herzens<br />

RoWoHLT PoLaRiS (–)<br />

Hera Lind<br />

Vergib uns unsere Schuld<br />

Diana (–)<br />

Zum Download als vierfarbiges Poster für den Buchhandel auf www.schwarzer.at<br />

28<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


© <strong>2020</strong> LES EDITIONS ALBERT RENE<br />

Albert Uderzo<br />

verstorben<br />

Ohne ihn hätte es<br />

die weltberühmten<br />

Comic-Helden Asterix<br />

und Obelix<br />

nicht gegeben. Albert<br />

Uderzo ist am<br />

24. März im hohen Alter von 92 Jahren<br />

im Kreis seiner Familie an einem Herzinfarkt<br />

verstorben. Bereits mit 18 Jahren<br />

zeichnete er seine eigenen Comic-Strips.<br />

Gemeinsam mit dem begnadeten Geschichtenerzähler<br />

René Goscinny erschuf<br />

er das Asterix-Universum, welches<br />

seit Generationen für Jung und Alt ein<br />

weltweiter gallischer Dauerrenner ist.<br />

Literaturwettbewerb Ohrenschmaus<br />

Bereits zum 14. Mal sucht der Literaturpreis<br />

Ohrenschmaus gemeinsam mit<br />

einer prominenten Jury rund um Autor<br />

Felix Mitterer Literatur von Autoren mit<br />

Lernbehinderung und Schreibtalent.<br />

Einreichungen sind bis zum 26. August<br />

möglich. Der Preis ist mit insgesamt<br />

3.000 € dotiert und wird am 30. November<br />

im Studio 44 der Österreichischen<br />

Lotterien verliehen.<br />

Österreichische<br />

Literaturpreise<br />

Der slowenische<br />

Romancier, Erzähler<br />

und Essayist<br />

Drago Jancar (li)<br />

wird mit dem Österreichischen<br />

Staatspreis<br />

für europäische Literatur ausgezeichnet.<br />

Der Preis wird jährlich für das<br />

literarische Gesamtwerk eines europäischen<br />

Autors verliehen, das international<br />

besondere Beachtung gefunden<br />

hat und ist mit 25.000 € dotiert. Der<br />

Outstanding Artist Award für Literatur<br />

geht an Gertraud Klemm. Der Österreichische<br />

Kunstpreis für Literatur wird<br />

Kathrin Röggla zuerkannt. Der Outstanding<br />

Artist Award für Kinder- und Jugendliteratur<br />

geht an die Illustratorin Leonora<br />

Leitl. Die Autorin Renate Habinger<br />

erhält den Österreichischen Kunstpreis<br />

für Kinder- und Jugendliteratur. Der Österreichische<br />

Staatspreis für Kulturpublizistik<br />

wird an Thomas Macho vergeben.<br />

Ein Termin für die Preisverleihung steht<br />

noch nicht fest.<br />

Christian Strasser kündigt Rückkauf<br />

der Europa Verlage GmbH an<br />

Nach erfolgreicher Neustrukturierung<br />

der beiden verbundenen Unternehmen<br />

Scorpio Verlag und Europa Verlag kündigt<br />

Christian Strasser, der Gründer der<br />

Verlagsgruppe, den Rückkauf des nach<br />

der Insolvenz entstandenen Unternehmens<br />

an. Die neu gegründete Europa<br />

Verlage GmbH vereint die Marken Europa,<br />

Scorpio und Golkonda unter einem<br />

Dach. Die Geschäftsführerin und Mehrheitsgesellschafterin<br />

der Europa Verlage<br />

GmbH, Anne Petersen, hat an Christian<br />

Strasser übergeben. Die inhaltliche Ausrichtung<br />

bleibt unverändert.<br />

© Stefan Joham<br />

news&informationen<br />

© Stefan Joham<br />

www.antiumverlag.ch<br />

Diesen Monat neu:<br />

Gefeiert als ein «neuer Arto Paasilinna» –<br />

bei uns erstmals in deutscher Sprache.<br />

Jetzt bestellen!<br />

Mikko-Pekka Heikkinen: Rentiermafia<br />

472 S., € 20.50<br />

ISBN 978-3-907132-11-1<br />

Weitere Titel im Frühjahr:<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

© Jože Suhadolnik/Delo<br />

Österreichischer Vorlesetag<br />

Ein Video-Sammelsystem machte es<br />

möglich, dass die Vorlesungen heuer<br />

in virtueller Form stattfanden und alle<br />

Vorlesebegeisterten diese auf Abruf über<br />

die Website www.vorlesetag.eu verfolgen<br />

konnten. So erreichte der Österreichische<br />

Vorlesetag noch mehr Zuhörer und aktiv<br />

Teilnehmende, diesmal im und vom<br />

Wohnzimmer aus. Über 100.000 Seitenaufrufe<br />

von über 30.000 Besuchern und<br />

1.310 Stunden „Schauzeit“ setzten ein<br />

deutliches Zeichen für das (Vor)Lesen.<br />

Zu den prominenten Vorlesern zählten<br />

u. a. Chris Lohner, Eva Rossmann, Uschi<br />

Fellner-Pöttler, Zeynep Buyrac, Günter<br />

Zäuner, Christoph Mauz, Michael Schottenberg,<br />

Stefan Slupetzky (re), Erich<br />

Schleyer, Robert Steiner, Heinz Sichrovsky,<br />

Robert Sommer, Michael Ludwig (li),<br />

Jürgen Czernohorsky und viele weitere.<br />

29<br />

Der Bücherspagat zwischen Nord und Süd.


geburts- und todestage im juni<br />

2. Juni: 100. Geburtstag von Marcel Reich-Ranicki<br />

Marcel reich-ranicki<br />

Der DOppelTe BODen<br />

256 Seiten, HC mit SU<br />

€ 25,70 | KAMpA | A: MM<br />

978-3-311-14018-4<br />

In den Gesprächen, die der Literaturwissenschaftler<br />

Peter von Matt in den<br />

Jahren 1986 bis 1991 mit Marcel Reich-<br />

Ranicki geführt hat, geht es um Fragen<br />

wie diese: Welche Aufgaben, welche<br />

Bedeutung hat Literaturkritik? Wie ist<br />

es um das Verhältnis zwischen Literaturwissenschaft und<br />

Literaturkritik bestellt? Die Werke welcher Autoren sollten wir<br />

lesen und warum? Der Nachlassverwalter Thomas Anz hat den<br />

Interviews vier spätere Essays von Peter von Matt über Reich-<br />

Ranicki hinzugefügt und sie mit einem Vorwort versehen.<br />

9. Juni: 150. Todestag von Charles Dickens<br />

Charles Dickens<br />

Oliver TwisT<br />

448 Seiten, Hardcover<br />

€ 9,20 | UeBerreUTer | A: MM<br />

978-3-7641-7118-6<br />

Ab 12 Jahren!<br />

ET: 18. <strong>Mai</strong><br />

Der Waisenjunge Oliver Twist wächst in<br />

einem Armenhaus auf, dessen Vorsteher<br />

der harte Mr. Bumble ist. Oliver flieht vor<br />

ihm nach London, wo er in eine Bande<br />

von Taschendieben gerät, die ihn zum Stehlen zwingen will.<br />

Doch er trifft auch auf Menschen, die es gut mit ihm meinen,<br />

und eines Tages lüftet sich das Geheimnis seiner Herkunft. Mit<br />

dieser jugendgerecht gekürzten Ausgabe lässt sich Weltliteratur<br />

entdecken.<br />

9. Juni: 20. Todestag von Ernst Jandl<br />

ernst Jandl,<br />

norman Junge<br />

fünfTer sein<br />

35 Seiten, vierfarbig<br />

illustriert, Softcover<br />

€ 6,70<br />

BelTz & GelBerG | A: MM<br />

978-3-407-76005-0<br />

Ab 5 Jahren!<br />

tür auf – einer raus – selber rein – tagherrdoktor<br />

Fünf ramponierte Gestalten sitzen in einem dunklen Raum<br />

vor verschlossener Tür. Durch den Türspalt dringt nur ein klein<br />

wenig Licht. Und dann: Einer nach dem anderen verschwindet<br />

hinter der Tür, um anschließend vollständig und repariert wieder<br />

herauszukommen.<br />

12. Juni: 55. Geburtstag von Wolfgang Herrndorf<br />

wolfgang Herrndorf<br />

sTiMMen<br />

192 Seiten, Hardcover<br />

€ 18,50 | rOwOHlT Berlin | A: HGV<br />

978-3-7371-0057-1<br />

Der vorliegende Band präsentiert Texte,<br />

die mal an In Plüschgewittern erinnern,<br />

mal an Tschick, mal an die magischen<br />

Erinnerungsfragmente aus Arbeit und<br />

Struktur. Nichts findet sich hier, das nur<br />

Dokument oder Autorenreliquie wäre;<br />

alles ist Literatur, auch das unvollendet Gebliebene, wo es<br />

vom Autor selbst in die Tradition des romantischen Fragments<br />

gestellt wird. In einer Mischung aus Autobiografie und Fiktion<br />

sind es kleine, feinst geschliffene Prosastücke – manchmal tieftraurig,<br />

manchmal urkomisch, aber immer brillant.<br />

18. Juni: 80. Geburtstag von Mirjam Pressler<br />

Mirjam pressler<br />

wenn DAs GlüCK KOMMT, MUss<br />

MAn iHM einen sTUHl HinsTellen<br />

211 Seiten, Softcover<br />

€ 8,20 | GUlliver | A: MM<br />

978-3-407-78293-9<br />

Ab 12 Jahren!<br />

Das Glück kam bisher nur selten zu<br />

Halinka. Sie ist zwölf und lebt seit<br />

Jahren im Heim. Was vor dieser Zeit<br />

war, erzählt sie nicht. Halinka hat keine<br />

Freundin und will auch keine. Am liebsten ist sie allein in ihrem<br />

wunderbaren Versteck auf dem Speicher. Dann hat Fräulein<br />

Urban, die Heimleiterin, die verrückte Idee, alle Mädchen für<br />

das Müttergenesungswerk sammeln zu lassen. Halinka möchte<br />

unbedingt Sammelkönigin werden ...<br />

29. Juni: 120. Geburtstag von Antoine de Saint-Exupéry<br />

Antoine de saint-exupéry<br />

Der Kleine prinz<br />

120 Seiten, Original-Illustrationen,<br />

Hardcover<br />

€ 5,10 | rAUCH | A: MM<br />

978-3-7920-0024-3<br />

Der Kleine Prinz lebt zusammen mit<br />

seiner Rose auf dem Planeten Asteroid<br />

B 612 und besucht die Erde. Hier lernt<br />

er neben dem Erzähler, der mit seinem<br />

Flugzeug in der Wüste notlandete,<br />

unter anderem den Fuchs kennen, der ihm das Vertraut-Machen<br />

erklärt: „Du bist zeitlebens dafür verantwortlich für das, was<br />

Du Dir vertraut gemacht hast“. Ein weltbekanntes Buch voller<br />

Weisheiten und mit vielen geläufigen Zitaten wie „Man sieht nur<br />

mit dem Herzen gut“ oder „Das Eigentliche ist unsichtbar“.<br />

30<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Neue Krimireihe von Simon Beckett<br />

Im Sommer 2021 wird Simon Beckett<br />

den Auftakt einer neuen Krimireihe bei<br />

Wunderlich veröffentlichen. Nach sechs<br />

Thrillern mit dem forensischen Anthropologen<br />

David Hunter möchte der Autor<br />

sein Figurenrepertoire erweitern, um mit<br />

einem anderen Protagonisten neue Geschichten<br />

erzählen zu können. Im Mittelpunkt<br />

von The Lost steht Jonah Colley,<br />

Mitglied einer Spezialeinheit der Londoner<br />

Polizei, der seit der Entführung<br />

seines Sohnes vor zehn Jahren beruflich<br />

und privat in der Krise steckt. Mit David<br />

Hunter wird es natürlich weitergehen.<br />

iF DESIGN AWARD<br />

an Delius Klasing<br />

Für The Porsche Art<br />

Book und die Videoserie<br />

„Fahrstunde mit<br />

Walter Röhrl“ wird der<br />

Delius Klasing Verlag<br />

in diesem Jahr gleich<br />

zweimal mit dem iF DESIGN AWARD<br />

ausgezeichnet. Der renommierte Designpreis<br />

wird seit fast sechs Jahrzehnten von<br />

der weltweit ältesten und unabhängigen<br />

Designinstitution verliehen.<br />

Deutscher Sachbuchpreis<br />

Aufgrund der unklaren Entwicklungen<br />

in Hinblick auf das Coronavirus wird der<br />

Preis in diesem Jahr nicht vergeben. Das<br />

hat der Vorstand der Stiftung Buchkultur<br />

und Leseförderung des Börsenvereins<br />

des Deutschen Buchhandels nach Beratung<br />

mit dem Vorstand des Börsenvereins<br />

entschieden. Der Deutsche Sachbuchpreis<br />

wird somit mit dem Preisjahr<br />

2021 das erste Mal verliehen werden.<br />

Wachsende Verantwortung<br />

bei Ackermann<br />

Der Ackermann Kalenderverlag pflanzt<br />

ab sofort für jeden Baum, der für die Produktion<br />

des Kalenderpapiers benötigt<br />

wird, einen Baum nach. Im Rahmen der<br />

Initiative „Project Togo“ in Westafrika<br />

entstehen so schon im ersten Jahr 3,5<br />

Hektar „Ackermann-Wald“, der mit jeder<br />

Edition weiter wachsen wird. Schon seit<br />

2012 bezieht der Ackermann Verlag das<br />

kurzmeldungen<br />

gesamte Papier für die Kalenderproduktion<br />

aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft<br />

(FSC-zertifiziert) und produziert<br />

bereits seit 2013 alle Kalender klimaneutral<br />

– und das seit jeher ausschließlich in<br />

Deutschland.<br />

Christopher Paolini<br />

ist zurück<br />

Mit Infinitum. Die Ewigkeit<br />

der Sterne hat Christopher<br />

Paolini eine<br />

neue fantastische Welt<br />

entworfen, die am 15.<br />

September bei Knaur<br />

erscheint. Mit diesem bildgewaltigen<br />

Epos entführt der Autor in unbekannte<br />

Welten und zu dem, was in der Weite des<br />

Weltalls zwischen den Sternen auf uns<br />

wartet. „Das Buch verbindet auf geniale<br />

Weise die Stärken der Eragon-Romane<br />

mit einer neuen fantastischen Welt und<br />

den faszinierenden Möglichkeiten der<br />

Zukunft“, so Verlegerin Doris Janhsen.<br />

Otto Schenk<br />

zum 90er<br />

Otto Schenk feiert am<br />

12. Juni seinen 90. Geburtstag.<br />

In Schenk. Das<br />

Buch aus dem Molden<br />

Verlag von Michael Horowitz<br />

und Otto Schenk erzählt der Publikumsliebling<br />

aus nächster Nähe und<br />

zeigt zuvor noch nie veröffentlichte Fotos<br />

aus seinem Familienalbum. Mit Beiträgen<br />

von Rudolf Buchbinder, Hilde Dalik,<br />

Heinz Marecek, Marianne Nentwich, Michael<br />

Niavarani und Erwin Steinhauer.<br />

Kommissar<br />

Emmerich ermittelt<br />

Am 25. <strong>Mai</strong> erscheint<br />

mit Das schwarze Band<br />

Alex Beers vierter Fall<br />

für August Emmerich<br />

und seinen Assistenten<br />

Ferdinand Winter im<br />

Limes Verlag. Dieses Mal muss Winter<br />

ohne seinen Vorgesetzten einen Mord an<br />

zwei Tänzerinnen aufklären, während<br />

Emmerich versucht, einen Komplott gegen<br />

die Regierung zu verhindern.<br />

UNSER GEHEIMTIPP<br />

32 Seiten, Hardcover, 24 x 29 cm<br />

ISBN 978-3-03876-157-0, € 18.70 (A)<br />

WITZIG UND FRECH<br />

32 Seiten, Hardcover, 22 x 28 cm<br />

ISBN 978-3-03876-166-2, € 15.70 (A)<br />

MIDAS<br />

NOVITÄTEN MAI <strong>2020</strong><br />

EINE REISE UM DIE WELT<br />

96 Seiten, Hardcover, 28 x 38 cm<br />

ISBN 978-3-03876-165-5, € 25.70 (A)<br />

Leseproben: www.midas.ch<br />

DIE KRAFT DER BÜCHER<br />

32 Seiten, Hardcover, 22 x 28 cm<br />

ISBN 978-3-03876-167-9, € 15.70 (A)<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

31<br />

Midas<br />

Collection


Lesestoff<br />

im<br />

Juni<br />

<strong>sortimenterbrief</strong><br />

Jeden Monat aktuelle Branchennews,<br />

Highlights, Interviews und<br />

Informationen.<br />

Die Sonderthemen im<br />

JUNI<br />

Belletristik<br />

Krimi & Thriller<br />

Herbst-Novitäten<br />

buchimpressionen<br />

aus Schweden<br />

Papercut<br />

in Stockholm<br />

Papercut wurde 2008 gegründet, schon<br />

damals mit einer großen Auswahl an<br />

Büchern und Magazinen. Das Geschäft<br />

befindet sich in Stockholm<br />

in der Krukmakargatan, umgeben<br />

von Boutiquen, Bars und Cafés.<br />

Papercut ist ein unabhängiges<br />

Einzelhandelsgeschäft, das eine<br />

handverlesene und nahezu einzigartige<br />

Auswahl an Zeitschriften und<br />

Magazinen sowie Büchern, Schreibwaren<br />

und Filmen anbietet. Vor allem die Platzierung<br />

der Magazine im Geschäft sticht sofort<br />

ins Auge und ermöglicht es vielen unabhängigen<br />

Verlagen, bei Papercut mit ihren Produkten prominent<br />

vertreten zu sein. Ziel von Papercut ist es, für<br />

Menschen, die Mode, Kunst, Design sowie Musik<br />

und Film als ihr Lebenselixier betrachten, genau<br />

der richtige Ansprechpartner zu sein. Wer auf der<br />

Suche nach Inspiration oder einem außergewöhnlichen<br />

Geschenk ist, der<br />

ist hier genau richtig.<br />

Silke und Christian Grinke<br />

bibliophile Reisende<br />

Öffnungszeiten:<br />

Montag–Freitag 11–18.30 Uhr<br />

Samstag 11–17 Uhr<br />

Sonntag 12–16 Uhr<br />

Papercut<br />

Krukmakargatan 24-26<br />

118 51 Stockholm<br />

Tel. 0046/8/133574<br />

E-<strong>Mai</strong>l: info@papercutshop.se<br />

www.papercutshop.se<br />

#urlaubdaheim<br />

Special<br />

Erscheinungstermin: 5. 6. <strong>2020</strong><br />

Buchungsschluss: 22. 5. <strong>2020</strong><br />

Silvia Kudrna<br />

Redaktionsleiterin<br />

Tel.: 0043/1/548 13 15-34<br />

silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

www.schwarzer.at<br />

Alle Fotos: © Papercut<br />

32<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Danke<br />

für Ihr<br />

Vertrauen und<br />

bleiben Sie<br />

gesund!


GEMEINSAM<br />

DIE SCHWÄCHSTEN<br />

GEGEN COVID-19<br />

SCHÜTZEN<br />

Jetzt helfen!<br />

In Indien, Myanmar und auch<br />

in Bangladesch ist das<br />

Coronavirus mit voller Wucht<br />

angekommen und gefährdet<br />

das Leben der dort lebenden<br />

Menschen massiv.<br />

Die Österreichische<br />

Hilfsorganisation SONNE-<br />

International kämpft vor Ort<br />

mit Notfallmaßnahmen gegen<br />

die Verbreitung der Krankheit<br />

und benötigt dafür ihre<br />

finanzielle Unterstützung.<br />

Spendenkonto von SONNE-International<br />

BAWAG PSK<br />

IBAN: AT79 6000 0005 1006 1977<br />

Betreff: Druck gegen Corona<br />

www.sonne-international.org


Piper Digital ergänzt um Wundervoll<br />

Das Programm von Piper Digital wurde<br />

um das Imprint Piper Wundervoll erweitert.<br />

Damit umfasst das Piper-Digital-<br />

Programm die Labels Piper Gefühlvoll,<br />

Piper Humorvoll, Piper Schicksalsvoll<br />

und Piper Spannungsvoll. Grund für ein<br />

weiteres Label ist das große Interesse an<br />

romantischer Fantasy. Im Programm von<br />

Piper Digital erscheinen Titel als E-Book<br />

und Print on Demand. Jeden Monat werden<br />

unter dem neuen Label ein bis zwei<br />

Novitäten für Leser ab 15 Jahren herauskommen,<br />

die von übersinnlichen Wesen,<br />

großen Gefühlen, Magie und fernen<br />

Welten handeln. Die ersten Titel – darunter<br />

auch Aquarius von Marina Neumeier,<br />

der Gewinnertitel des #newpipertalent-<br />

Wettbewerbs – sind bereits erhältlich.<br />

Auszeichnungen<br />

für Paardiologie<br />

Der Spotify Original<br />

Podcast Paardiologie<br />

von Charlotte Roche<br />

und Martin Keß-Roche<br />

ist beim Deutschen<br />

Podcast Preis doppelt<br />

ausgezeichnet worden. Das Ehepaar<br />

setzte sich als bestes Talk-Team und in<br />

der Kategorie Newcomer durch. Der<br />

Deutsche Podcast Preis wurde zum ersten<br />

Mal vergeben und prämiert die besten<br />

Formate der deutschen Podcast-<br />

Landschaft. Initiatoren sind führende<br />

Akteure der Audiobranche, Schirmherr<br />

des Publikum-Votings ist der Podcastverein.<br />

Das Buch zum Erfolgspodcast,<br />

Paardiologie. Das Beziehungs-Buch, ist<br />

bei Piper erhältlich.<br />

Eine Welt in Auflösung und Anarchie,<br />

der Kampf um Freiheit und Identität<br />

Im <strong>Mai</strong> jährt sich das Ende des Zweiten<br />

Weltkrieges zum 75. Mal. Dem Hörspiel-<br />

Chefdramaturgen des SWR, Manfred<br />

Hess, ist für ein Themenspezial zum<br />

Jahrestag ein besonderer<br />

Coup gelungen: Thomas<br />

Pynchon hat sein Einverständnis<br />

gegeben, dass<br />

zu diesem Anlass sein<br />

Kult-Roman Die Enden<br />

hoerbuch | e-book<br />

der Parabel als Hörspiel produziert und<br />

ausgestrahlt werden darf. Ein Coup, da<br />

Pynchon jegliche Bearbeitung seiner<br />

Romane bisher strikt ablehnte. Als Sprecher<br />

sind hochkarätige Schauspieler<br />

wie Franz Pätzold, Golo Euler, Bibiana<br />

Beglau, Corinna Harfouch, Jens Harzer,<br />

Manfred Zapatka und viele mehr beteiligt.<br />

Das Hörspiel als Hörbuchbox mit<br />

umfangreichem Booklet ist bei Hörbuch<br />

Hamburg erschienen.<br />

Lotta-Leben, Band 16<br />

Ab 22. <strong>Mai</strong> ist das<br />

Hörbuch Mein Lotta-<br />

Leben. Das letzte Eichhorn<br />

von Alice Pantermüller<br />

– gesprochen<br />

von Katinka Kultscher – bei JUMBO<br />

erhältlich. Erst startet Mama Petermann<br />

mit einer eigenen Fernsehsendung als<br />

Produkttesterin, dann bekommen Lotta<br />

und Cheyenne einen neuen Klassenlehrer.<br />

Als erste Hausaufgabe sollen sie einen<br />

Videokanal im Internet gründen. Leider<br />

bekommt dieser nicht so viele Klicks, wie<br />

sie gedacht haben. Egal, dann werden sie<br />

halt nicht Influencerinnen, sondern demonstrieren<br />

für den Tierschutz ...<br />

Podcast<br />

aus dem Hörverlag<br />

Unter dem im vergangenen<br />

Sommer<br />

gelaunchten Label<br />

Hörverlag Serials<br />

startete der Hörverlag den Podcast Desperate<br />

Houselives. Die Idee ist so simpel<br />

wie genial: kein Konzept, keine Regie.<br />

In zunächst acht Folgen sorgen Melanie<br />

Raabe, Eckart von Hirschhausen, Sebastian<br />

Stuertz, Shenja Lacher, Julia<br />

Engelmann, Florian Schröder, Andreas<br />

Fröhlich und Anna Carlsson sowie Felix<br />

Zeltner und Christina Horsten für Ablenkung,<br />

Inspiration und Unterhaltung.<br />

Hörbuch des Monats <strong>Mai</strong><br />

der Deutschen Akademie<br />

für Kinder- und Jugendliteratur:<br />

• Rieke Patwardhan/Forschungsgruppe<br />

Erbsensuppe .../Oetinger Audio.<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

7<br />

8<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

1<br />

2<br />

3<br />

1<br />

2<br />

3<br />

1<br />

2<br />

3<br />

nachbezugsspiegel<br />

Hörbuch<br />

april<br />

Mohr Morawa<br />

Greitzke: Die Eiskönigin 2/DEr HÖrVErlaG<br />

Heller: zum Weinen schön, zum lachen<br />

bitter/lÜBBE aUDIO<br />

Mercier: Das Gewicht der Worte/HÖrBUcH<br />

HaMBUrG<br />

Helfer: Die Bagage/DEr HÖrVErlaG<br />

camilleri: Das Bild der Pyramide/lÜBBE<br />

aUDIO<br />

Grisham: Die Wächter/ranDOM HOUSE<br />

aUDIO<br />

alizadeh: Starkes weiches Herz/aUDIO<br />

VErlaG MÜncHEn<br />

Siegner: Der kleine Drache Kokosnuss bei<br />

den römern/cBJ aUDIO<br />

Medienlogistik<br />

Simsa: Beethoven für Kinder/JUMBO<br />

Weinhold: Wir entdecken Insekten/JUMBO<br />

Siegmund: Meine ersten Ostergeschichten/JUMBO<br />

Erne, Windecker: Die Erde/JUMBO<br />

<strong>Mai</strong>: Meine ersten Minutengeschichten<br />

von kleinen und großen Tieren/JUMBO<br />

Oetinger<br />

Ohrwürmchen. Ostern!/OETInGEr MEDIa<br />

Die schönsten traditionellen Kinderlieder/<br />

IGEl rEcOrDS<br />

lindgren: Die schönsten Geschichten von<br />

Pippi langstrumpf/OETInGEr MEDIa<br />

Film<br />

Toplist<br />

Hier werden interessante DVDs bzw.<br />

Blu-rays für den Buchhandel – nach<br />

Auslieferungen geordnet – vorgestellt.<br />

Hoanzl<br />

Walking On Sunshine. Staffel 2/<br />

OrF EDITIOn – HOanzl<br />

alex Kristan: Best of Kabarett Set/HOanzl<br />

reinhold Bilgeri Set: Der atem des<br />

Himmels und Erik & Erika/HOanzl<br />

KNV ZEITFRACHT<br />

Die Eiskönigin 2/WalT DISnEy<br />

STUDIOS HOME EnTErTaInMEnT<br />

Parasite. Finde den Eindringling!/<br />

KOcH FIlMS<br />

Joker/WarnEr BrOS. EnTErTaInMEnT<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

35


Wie werden Verlage und Buchhandlungen<br />

aus der Corona-Krise hervorkommen?<br />

Vorschläge und Forderungen der Buch- und Medienwirtschaft an die Politik der Republik Österreich.<br />

Text: Ernst Wachernig<br />

Er machte sich erst Sorgen um seine<br />

Freunde und um seine Familie. Unmittelbar<br />

danach wurden ihm die horrenden<br />

Auswirkungen gewahr. Das gab Hu Fayun<br />

in Interviews zu Protokoll. Der seit Jahren<br />

in Wien ansässige chinesische Autor hat<br />

früher in Wuhan gelebt, jener Großstadt<br />

in der Volksrepublik China, von der aus<br />

Covid-19 seine mörderische Tour rund<br />

um den Globus aufgenommen hat.<br />

Eine Tour des Schreckens, die ganze Staaten<br />

in Schockstarre versetzt, die Volkswirtschaften<br />

lähmt, die Produktionsketten<br />

zerreißt, die Unternehmen an den Rand<br />

des Ruins, bisweilen weiter, führt und die<br />

den Verlagen und dem Buchhandel in Österreich<br />

jene Fundamente wegzuspülen<br />

droht, die mit großen Mühen aufgebaut<br />

worden sind.<br />

In diesem Zusammenhang ist festzuhalten,<br />

dass über einen Virus wie Covid-19<br />

nicht triumphiert werden kann. Maximal<br />

kann man versuchen, ihn einzudämmen –<br />

mit medizinischer Expertise, einer akribischen<br />

Suche nach Impfstoffen und mit Geduld.<br />

Gepaart mit Quarantäne, Isolation,<br />

kommerziellem Verzicht für die Menschen.<br />

Alles von der Politik in der gebotenen Eile<br />

vorgegeben.<br />

Apropos kommerzieller Verzicht<br />

Wie lange werden Bücher als gebundene<br />

Dokumentationen von Regionen, der<br />

Geschichte, des Wissens, des Denkens,<br />

der freien Erzählung noch verlegt werden<br />

können? Wie lange werden diese Druckwerke<br />

wichtige Träger der österreichischen<br />

Identität sein?<br />

© rororo | Fotomontage TORDREI<br />

Corona – die Pest der Gegenwart.<br />

Durch diese Pandemie entstehen harte<br />

Risse im sozialen und wirtschaftlichen Gefüge.<br />

36 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


© kk<br />

Die Buchpreisbindung mit den geregelten<br />

Mindestpreisen, der genehmigte Satz bei<br />

der Umsatzsteuer, die Schulbuchaktion<br />

mit ihren Voraussetzungen für die Marktteilnehmer<br />

und die Literaturförderung<br />

sind dabei wesentliche Stützen, die einer<br />

Branche bisher das Überleben möglich<br />

gemacht haben. Ob diese Maßnahmen<br />

genügen in Hinblick auf den Druck der<br />

Digitalisierung und die Vervielfachung<br />

dieses Drucks durch den Menschenlebenund<br />

Wirtschaftskiller Covid-19, ist aktuell<br />

nicht einzuschätzen.<br />

Wahrscheinlicher wird es sein, dass diese<br />

über die vergangenen Jahrzehnte in beständiger<br />

Aufbauarbeit erreichten Grundbedingungen<br />

für die Buchbranche nicht<br />

ausreichen werden, um jene Vielfalt zu erhalten,<br />

die diese Branche als wesentlichen<br />

Kulturträger unserer Republik und Europas<br />

ausmacht.<br />

Rund 1.530 betroffene Verlage in Österreich<br />

sind meist Klein- und Kleinstbetriebe,<br />

die ohne eine entsprechende Vielfalt<br />

im Vertrieb kaum Rahmenbedingungen<br />

zum Publizieren vorfinden. Die enge Verzahnung<br />

zwischen Produktion und Vertrieb<br />

ist ein Spezifikum, um den Anspruch<br />

der Vielfalt (10.000 Neuerscheinungen pro<br />

Jahr) zu gewährleisten, sodass Autoren in<br />

der Folge überhaupt zu Wort kommen<br />

können.<br />

„Lesezirkel“ auf dem Weg ins Off<br />

Das gänzliche Einbrechen des Lesezirkels<br />

ist ebenfalls ein markantes Beispiel in<br />

Hinblick auf den „Markt der Leserinnen<br />

und Leser“. Hunderte xen haben dieses Ser-<br />

Arztpraeinzuschränken.<br />

Kaffeehäuser,<br />

Konditoreien und<br />

sonstige Dienstleister mit<br />

Wartebereichen, etwa Friseuvice<br />

abbestellt, um<br />

die virale Übertragung<br />

im Warteraum<br />

re, haben durch die angeordneten<br />

Betriebsschließungen auch<br />

keinen Bedarf an Lesezirkeln. Und dann?<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

„Erste Hilfe“ für die Buchbranche<br />

Nach dem Lockdown am 16. März dürfen<br />

Buchhandlungen bis 400 m 2 seit 14. April<br />

bzw. alle anderen seit 2. <strong>Mai</strong> wieder geöffnet<br />

sein. Seither versucht man nach Kräften,<br />

stationäre Umsätze zu erzielen. Die<br />

Online-Verkäufe während des Lockdown<br />

haben die Verluste im österreichischen<br />

Buchhandel in keiner Weise kompensieren<br />

können. Vielmehr haben geringer<br />

Warenwert sowie hohe Logistik- und<br />

Portokosten das Verhältnis von Aufwand<br />

zu Erlös eingetrübt. Ein Grund, für den<br />

Buchhandel beim Corona-Hilfsfond andere<br />

Kriterien zu fordern. Die umsatzrelevante<br />

40 %-Regel ist durch eine 40 %-Regel<br />

im Bereich Erträge zu ersetzen.<br />

Zur Möglichkeit, die Buchläden wieder<br />

zu öffnen, ist die 20-m 2 -Regelung gekommen:<br />

ein Kunde pro 20 m 2 . Die Halbierung<br />

dieser Flächenbeschränkung auf 10 m 2 pro<br />

Person wurde vom Fachverband mit Blick<br />

auf deutsche Bundesländer vorgeschlagen<br />

und kurz darauf von der Bundesregierung<br />

auch umgesetzt.<br />

Zusätzlich wird man weitere und rele-<br />

vante Förderungen benötigen, um<br />

Verlage und Buchhandlungen<br />

und damit das Kulturgut<br />

Buch zu erhalten. Denn<br />

kommt eine solche „Erste<br />

Hilfe“ nicht, werden viele<br />

der wertvollen Titel kleiner<br />

Verlage in Österreich nicht<br />

mehr produziert. Zur Erin-<br />

nerung: Alleine dabei geht es<br />

um rund 10.000 Neuerscheinungen<br />

pro Jahr! ><br />

© kk<br />

37<br />

bezahlte Einschaltung<br />

Gesund mit den Kindern<br />

gemeinsam kochen<br />

Angelika Kirchmaier<br />

Xund und kinderleicht<br />

Das Kochbuch für Groß und Klein<br />

Einfach gute Kochrezepte, die Kindern gelingen<br />

und der ganzen Familie schmecken.<br />

durchgehend farbig illustriert, gebunden<br />

ISBN 978-3-7022-3849-0<br />

160 Seiten, € 19.95<br />

Süße Köstlichkeiten<br />

perfekt in Szene gesetzt<br />

Marian Moschen<br />

Mann backt Heimat<br />

Österreichische Klassiker neu interpretiert.<br />

Erweiterte Neuauflage<br />

Die außergewöhnlichsten Rezepte der österreichischen<br />

Mehlspeisenkultur hat Kultblogger<br />

Marian Moschen in diesem Buch festgehalten.<br />

176 farb. Abb., gebunden<br />

ISBN 978-3-7022-3774-5<br />

224 Seiten, € 24.95<br />

Bestellen Sie zu Reisekonditionen bei:<br />

Mohr Morawa Buchvertrieb | A-1230 Wien<br />

Tel. +43 (0) 1 680 14 -5 | Fax: +43 (0) 1 688-71 -30<br />

bestellung@mohrmorawa.at<br />

www.tyrolia-verlag.at<br />

NEU<br />

NEU


Dazu noch eine Beigabe: Ein Großteil<br />

der Verlage und Buchhandlungen sind<br />

in der Situation, dass sie seit Jahrzehnten<br />

auf Events, Lesungen und Buchpräsentationen<br />

in den Abendstunden angewiesen<br />

sind, um direkt an die Kunden heranzutreten.<br />

All diese Veranstaltungen fallen (nahezu<br />

gänzlich) weg, gesundheitspolitisch<br />

durchaus verständlich. Nichtsdestotrotz<br />

ökonomisch nicht erträglich.<br />

Schulbuch und E-Book<br />

finanziell besser ausstatten<br />

Für viele Buchhandlungen ist die Schulbuchaktion<br />

schon bisher die existenzsichernde<br />

Haupteinnahmequelle. Die zuletzt<br />

von allen Schulpartnern geförderten<br />

Limit-Erhöhungen sind nach zehn Jahren<br />

fehlender Inflationsanpassungen mittlerweile<br />

ein familienpolitisches Muss. Die<br />

Eltern, Lehrergewerkschaften und Schülervertretungen<br />

haben sich bereits im Oktober<br />

2019 deutlich zu Wort gemeldet. Der<br />

sozial-, familien- und bildungspolitische<br />

Effekt würde als erfreuliche Nebenwirkung<br />

auch der Buchbranche spürbare<br />

Umsatzsteigerungen bescheren.<br />

DIGI4SCHOOL ist die wichtigste Online-<br />

Plattform für approbierte Bildungsmedien.<br />

Zugriffe in Millionenhöhe sind ein<br />

Beleg dafür und sichern vielen Schülerinnen<br />

und Schülern und Eltern den Zugang<br />

zu Bildung. Seit Langem gibt es seitens<br />

der Buchbranche nach internationalen<br />

Erfahrungswerten für E-Book Plus (= approbierte<br />

E-Books mit multifunktionalen<br />

Übungen) die Preisforderungen von € 7,50<br />

pro Exemplar.<br />

Es handelt sich dabei um finanzielle Mittel,<br />

die für die flächendeckende Versorgung<br />

mit hybriden Bildungsmedien (Print<br />

und Digital) und die permanente Weiterentwicklung<br />

von optimalen Unterrichtsmitteln<br />

in der Schulbuchaktion zum Einsatz<br />

kommen würden.<br />

Verleger kämpfen seit Jahren um die Kostenwahrheit<br />

bei den digitalen Schulmedien.<br />

Vom Staat gewährte Pauschalzahlungen<br />

sind bestenfalls einer Unterstützung für<br />

entstehende Kosten gleichzusetzen. Dazu<br />

ein Exkurs: Im Zuge der Covid-19-Schulschließungen<br />

haben Österreichs Bildungsverleger<br />

alle Inhalte von DIGI4SCHOOL<br />

für die Dauer der Schulschließungen<br />

freigeschaltet, zusätzlich wurden die einzelnen<br />

Server der Bildungsverlage aufgemacht<br />

und somit freie Zugänge zu Inhalten<br />

gesichert. Eine Serviceleistung!<br />

Verlagsförderung ausbauen<br />

und auf mehrere verteilen<br />

Die bestehende Verlagsförderung ist ein<br />

Teil der Kunstförderung im Bundesministerium<br />

für Kunst, Kultur, öffentlicher<br />

Dienst und Sport (BMKÖS), mit dem Ziel,<br />

die Produktion von qualitativ hochwertigen<br />

Programmen österreichischer Belletristik-<br />

und Sachbuchverlage sowie deren<br />

Verbreitung und den Vertrieb dieser Bücher<br />

zu sichern.<br />

Diese Verlagsförderung ist finanziell aufzustocken,<br />

wie vom zuständigen Ressort<br />

bereits angekündigt. Allerdings sind derzeit<br />

viele Verlage durch die engen Kriterien<br />

von der Verlagsförderung ausgeschlossen.<br />

Will man also die Vielfalt der Verlage in<br />

Österreich erhalten, müsste eine größere<br />

Zahl der Verlage Unterstützung finden.<br />

Inhaltliche Details, um diese breitere Förderung<br />

zu erreichen, können zum Beispiel<br />

der Wegfall der dreijährigen Erfüllungsfrist,<br />

eine Lockerung der Programmvorschriften<br />

und die Förderdeckelung der<br />

Höhe nach sein. Oder etwa auch langfristig<br />

die Besinnung auf österreichische Eigentümerverhältnisse.<br />

Vertriebsförderung in Zukunft<br />

eigens betrachten<br />

Die Vertriebsförderung im BMKÖS ist von<br />

der Verlagsförderung zu lösen! Warum?<br />

Aktuell bekommt man keine Vertriebsförderung,<br />

wenn man keine Verlagsförderung<br />

erhält. Gerade Covid-19 zeigt auf, wie<br />

maßgeblich eine Vertriebs- und Werbeför-<br />

38 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Das Mohr Morawa<br />

Team gratuliert<br />

den Preisträgern des<br />

Österreichischen<br />

Buchhandelspreises<br />

„Die besten Buchhandlungen<br />

<strong>2020</strong>“<br />

© kk<br />

Im Fernsehen und Radio, in Print- und Onlinemedien wurde über das Buch national ausführlich berichtet.<br />

derung wäre, da die Verlage über verschiedenste<br />

Kanäle an die Kunden gelangen.<br />

Die separate Vertriebsförderung bedeutet<br />

für Verlage, sich offensive Möglichkeiten<br />

für effiziente Öffentlichkeitsarbeit leisten<br />

zu können.<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

Wirtschaftsförderung für<br />

Verlage „außerhalb der Kunst“<br />

Vielen Verlagen ist aufgrund ihres Verlagsprogrammes<br />

durch die aktuelle Förderpraxis<br />

jegliche Chance genommen,<br />

eine Unterstützung von öffentlicher Seite<br />

zu bekommen. Es erscheint daher im Lichte<br />

von Covid-19 als sachlich gerechtfertigt,<br />

dass außerhalb der kunst- und kulturpolitischen<br />

Anforderungen für Förderungen<br />

im BMKÖS auch Fördermöglichkeiten im<br />

Bundesministerium für Digitalisierung<br />

und Wirtschaftsstandort (BMDW) für<br />

Verlage geschaffen werden. Diese Förderungen<br />

würden Neuerscheinungen in allen<br />

Buchgattungen (z. B. bei Sachbuch und<br />

Kinderbuch) unterstützen.<br />

Wirtschaftsförderung künftig<br />

auch für Buchhandlungen<br />

Die Digitalisierung des Vertriebs hat im<br />

Buchhandel besondere Konsequenzen. Die<br />

Investitionen dafür haben, wegen der Onlinekostenstruktur,<br />

eine sehr hohe Amortisationszeit,<br />

die bestenfalls im Verdrängungswettbewerb<br />

messbare Vorteile für den<br />

einzelnen Betrieb sichtbar machen können.<br />

Den Buchhandlungen sind im Zuge der<br />

Corona-Krise zusätzliche Kosten entstanden<br />

(Internet und Social Media, Vertriebskosten<br />

und Portogebühren). Der<br />

Vorschlag lautet, diese Kosten als jährlich<br />

wiederkehrende Wirtschaftsförderung<br />

den Buchhandlungen zu ersetzen. ><br />

39<br />

bezahlte Einschaltung<br />

• Bücherstube<br />

Horn<br />

• Buchhandlung Lerchenfeld<br />

Wien<br />

• Buchhandlung Löwenherz<br />

Wien<br />

• Buchhandlung Wirthmiller<br />

Saalfelden<br />

• Wagner‘sche Universitätsbuchhandlung<br />

Medici<br />

Innsbruck<br />

Wir stehen als verlässlicher<br />

Partner in der Buchlogistik<br />

mit Innovation und Tradition<br />

stets an Ihrer Seite.


Apropos Portogebühren: Die früheren Regeln<br />

bei der Zustellung von Büchern haben<br />

berücksichtigt, dass der Versand von<br />

„Wissen, Bildung und Kultur“ günstiger ist<br />

als die Zustellung sonstiger Pakete. Durch<br />

die Privatisierung der Post AG ist diese<br />

Sonderkondition entfallen. Hingegen ist<br />

die Akzeptanz der europäischen – und<br />

auch der österreichischen – Politik bezüglich<br />

der steuerlich enormen Freiräume für<br />

Online-Riesen nach wie vor gegeben. Eine<br />

Klärung beider Situationen ist vonnöten.<br />

„Wissen, Bildung und Kultur“ soll wieder<br />

günstiger versendet werden dürfen und<br />

die Steuerprivilegien der Online-Riesen<br />

sind aufzuheben.<br />

Öffentliche Räumlichkeiten<br />

für Buchpräsentationen<br />

Die Republik, die Länder, diverse Körperschaften<br />

und die Gemeinden betreiben<br />

zahlreiche Räumlichkeiten, die für kleinere<br />

und mittlere Veranstaltungen geeignet<br />

sind. Diese könnten nach dem Wegfall des<br />

Verbots von Zusammenkünften kostenlos<br />

bzw. günstig für Buchpräsentationen zur<br />

Verfügung gestellt werden.<br />

Famose Berichterstattung quer<br />

durch die Medienlandschaft<br />

Wohl aus großer Sorge, dass das Buch als<br />

„ein Stück Österreich“ künftig verschwinden<br />

könnte, ist die Berichterstattung über<br />

Autoren, Verlage und den Buchhandel von<br />

den Redaktionen offensiv aufbereitet worden.<br />

Wie zuvor noch nicht wurde diesen<br />

Branchen im dunklen Licht der Corona-<br />

Krise große Aufmerksamkeit zuteil. Grandios<br />

zu beobachten war auch, wie komplex<br />

berichtet wurde: ZIB 1, ZIB 2, ORF-Kulturmagazine<br />

und private TV-Sender, Radio,<br />

Print und Online-Kanäle widmeten<br />

sich dem Buch. Der Dank der Buch- und<br />

Medienwirtschaft dafür gilt allen PR-Abteilungen,<br />

die den Medien Informationen<br />

geliefert haben. Der Dank gilt vor allem<br />

aber den Journalistinnen und Journalisten<br />

für ihre Arbeit.<br />

Comeback aus der Corona-Krise<br />

oder Ende auf dem Totenbett?<br />

Die Buchbranche, die als erste mit Online-Riesen<br />

konfrontiert worden ist und<br />

die sich mit guten Argumenten und Offenheit<br />

mit der Digitalisierung auseinandersetzt,<br />

darf nicht das Zeitliche segnen.<br />

Noch weniger Buchhandlungen außerhalb<br />

der Ballungsräume, damit auch<br />

keine Beratung zum Thema Buch und<br />

rapide sinkende Lesefreudigkeit wären<br />

fatal. Und stirbt die Vielfalt im Handel,<br />

so bilden sich Monopole im Vertrieb, die<br />

ihre marktbeherrschende Stellung für die<br />

Erzielung von niedrigen Einkaufspreisen<br />

einsetzen. Dem folgt das Sterben jener<br />

kleinen Verlage, die heute noch individuelle<br />

Titel publizieren und damit jenen<br />

Autorinnen und Autoren Publizität verschaffen,<br />

um die sich keiner der internationalen<br />

Großverlage kümmert. •<br />

© Wirtschaftskammer Steiermark<br />

Komm.-Rat Friedrich Hinterschweiger,<br />

Obmann des Fachverbandes<br />

Diesem Text mit Forderungen<br />

und Vorschlägen der Buchund<br />

Medienwirtschaft Österreichs<br />

liegt ein Gespräch mit<br />

dem Obmann des Fachverbandes,<br />

Komm.-Rat Friedrich<br />

Hinterschweiger, zugrunde.<br />

Hinterschweiger bringt darin<br />

seine Sorge um das Kulturland<br />

Österreich sowie um<br />

die Vielfalt von Literatur zum<br />

Ausdruck. Dabei skizziert und<br />

propagiert der Funktionär<br />

und Unternehmer ein für die<br />

Praxis adaptiertes Fördersystem.<br />

AnFAnG MäRz:<br />

662.000<br />

Zugriffe pro Tag<br />

IM zUGE DER<br />

SCHULSCHLIESSUnGEn:<br />

3,600.000<br />

Zugriffe pro Tag<br />

DIGI4SCHOOL<br />

boomt als<br />

Wissensplattform<br />

Die Corona-Krise. Eine Dimension,<br />

deren (Folge-)Wirkungen nicht umfassend<br />

einschätzbar sind.<br />

Als am 11. März im Ministerium für Bildung,<br />

Wissenschaft und Forschung Lösungen<br />

erarbeitet wurden, wie der Unterricht<br />

für die nächsten Monate online zu<br />

organisieren sein würde, rückte die Bildungsplattform<br />

DIGI4SCHOOL ins Zentrum<br />

der Überlegungen. Jene Plattform,<br />

die seit 2016 von Österreichs Bildungsverlegern<br />

zur Verfügung gestellt wird und<br />

auf der sich die approbierten Lehrmittel<br />

als E-Book und E-Book Plus finden.<br />

Von den Verlegern wurden die Inhalte<br />

dieser Plattform nach einem signifikanten<br />

Anstieg der Zugriffe freigeschaltet<br />

– bis dahin gab es individuelle Zugriffscodes,<br />

jedoch schafften die Server die<br />

hohen Seitenaufrufe nicht. In der Folge<br />

„explodierte“ der Zugriff auf alle E-<br />

Books. Dazu zwei harte Fakten: Waren<br />

es Anfang März 662.000 Zugriffe, so<br />

stieg die Zahl im Zuge der Covid-19-<br />

Schulschließungen auf über 3,6 Millionen<br />

Bildungswillige auf der Plattform<br />

DIGI4SCHOOL. Damit hat sich eine<br />

freiwillige Leistung von Österreichs Bildungsverlegern<br />

zum Corona-Bildungs-<br />

Schlüsselservice gemausert. •<br />

© Wachernig PR | Tordrei<br />

40 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Prix<br />

Prato<br />

Preisträger<br />

<strong>2020</strong><br />

Hörerscheine und deren Anwendung<br />

während der Covid-19-zeit<br />

Themenkochbuch<br />

Rechtsanwalt Bernhard Tonninger hat<br />

nach Anfrage der Verlage Manz und<br />

LexisNexis den ermäßigten Verkauf von<br />

Büchern durch Studentinnen und Studenten<br />

mit Hörerschein einer Prüfung unterzogen.<br />

Dies deshalb, da durch die Schließung<br />

der Universitäten der Hörerschein nicht mit<br />

dem Namen des Hörers versehen und vom<br />

Vortragenden unterschrieben sein kann.<br />

Um den Kauf von Büchern mittels Hörerschein<br />

dennoch auch in dieser Zeit möglich<br />

zu machen, einigte man sich auf folgende<br />

praktikable Lösung:<br />

1. Es darf das ausgefüllte und vom<br />

Vortragenden zu unterschreibende<br />

Hörerscheinformular vorübergehend<br />

durch eine elektronische Bestätigung<br />

des Vortragenden (E-<strong>Mai</strong>l) an Studierende<br />

ersetzt werden, dass er/sie an<br />

einer Lehrveranstaltung teilnimmt,<br />

für welche bestimmte in dieser Bestätigung<br />

anzuführende Bücher als Literatur<br />

empfohlen werden.<br />

2. Ist für die betreffenden Bücher ein<br />

Hörerscheinpreis festgelegt, so reicht<br />

es aus, dass eine solche Bestätigung vorgelegt<br />

oder elektronisch übermittelt<br />

wird und sich Studierende (physisch<br />

oder elektronisch durch Übermittlung<br />

eines Scans) mit ihrem Studierendenausweis<br />

zudem ausweisen.<br />

Mit dieser Vorgangsweise sollen Direktverkäufe<br />

der Verlage zu Lasten von Buchhandlungen<br />

nicht gefördert werden, vielmehr haben<br />

Verlage bei der Umsetzung besonderen<br />

Bedacht darauf zu legen, dass Buchhandlungen<br />

entsprechend informiert werden.<br />

Die vorgeschlagene Vorgangsweise versteht<br />

sich ausdrücklich als Alternativvariante<br />

während der Covid-19-Zeit, weshalb die<br />

vom Gesetzgeber ursprünglich vorgesehene<br />

Variante, wo möglich, weiterhin erlaubt ist<br />

und die Möglichkeit der Berufung auf diese<br />

Alternativvariante endet, wenn bei den Universitäten<br />

wieder Normalbetrieb einkehrt.<br />

Die sonstigen Regeln der Buchpreisbindung<br />

zur Aufrechterhaltung einer Vielfalt im<br />

Buchvertrieb gelten unverändert. Aus Sicht<br />

der Branchenvertretung ist die Einhaltung<br />

des Buchpreisbindungsgesetzes auch in<br />

schweren Zeiten eine Notwendigkeit. Der<br />

Markt wird beobachtet, Verstöße werden<br />

geahndet! •<br />

Regionale Küche<br />

Koch-Autoren Kochbuch<br />

Kulinarikfotografie<br />

Kulinarikjournalismus (Web)<br />

www.kochenundkueche.com/<br />

video/klassische-nusstorte<br />

Kulinarikjournalismus (Print)<br />

News in aller Kürze<br />

Prix Epikur<br />

Ennstaler gewinnen<br />

Veritas-Fotobewerb<br />

Steiermark. Es galt eine dynamische<br />

Fotografie einzusenden, die Schülerinnen<br />

und Schüler in sportlicher<br />

Haltung und mit „MEHR-fach Schulbüchern“<br />

zeigt. Bei diesem vom Bildungsverlag<br />

Veritas an Österreichs<br />

Neue Mittelschulen ausgeschriebenen<br />

Fotowettbewerb haben die Schülerinnen<br />

und Schüler der NMS Weißenbach<br />

im Ennstal den ersten Platz belegt.<br />

•<br />

Breiter Alarm wegen<br />

Schulbuchlimits<br />

Wien. Die Schulbuchaktion wird pro<br />

Jahr mit 110 Millionen Euro aus dem<br />

Familienlastenausgleichsfonds (FLAF)<br />

finanziert. Da diese Förderung trotz<br />

steigender Produktionskosten seit Jahren<br />

nicht angeglichen wird, schlagen<br />

Eltern und Lehrer Alarm. Sie fordern<br />

eine Anpassung der Schulbuchlimits,<br />

um nicht Kosten auf die Haushaltsbudgets<br />

der Eltern umzulenken. •<br />

Gerne werden hier aktuelle Branchenmeldungen publiziert. Infos an post@wachernig.at<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

41<br />

bezahlte Einschaltung<br />

Prix Culinaire<br />

Prix Prato Traudi<br />

www.prixprato.at


Das aktuelle Buch<br />

im Internet<br />

nachbezugsspiegel april<br />

Der Nachbezugsspiegel soll als Dispositionshilfe bei Nachbezügen dienen. Er erfasst die nachbezugsstärksten<br />

Titel des Monats. Reihung nach Auslieferer- bzw. Verlagsangaben.<br />

Auf unserer Website www.schwarzer.at<br />

wird jeweils für zwei Wochen das aktuelle Buch<br />

des Monats präsentiert:<br />

1.–15. <strong>Mai</strong><br />

Shaun Usher<br />

Mütter. BeMerkenSwerte Briefe<br />

Eine Sammlung der 30 schönsten Briefe<br />

rund um das Thema „Mutter“, die auf<br />

der sensationell populären Website<br />

www.lettersofnote.com basiert, einer Art<br />

Online-Museum des Schriftverkehrs, das<br />

bereits von über 70 Millionen Menschen<br />

besucht wurde.<br />

272 Seiten, 25 s/w Abb., Paperback<br />

€ 12,40 | 978-3-453-27247-7<br />

HeYne HArDCOre | A: MM<br />

16.–31. <strong>Mai</strong><br />

wAnDerAtlAS Atl<br />

AS wienerwAlD<br />

Die Jubiläumsausgabe gibt einen<br />

umfassenden Überblick über die Region<br />

Wienerwald, seine naturräumlichen und<br />

kulturellen Besonderheiten und seine<br />

historische Entwicklung. Der übersichtliche<br />

Kartenteil bietet einen perfekten<br />

Überblick über das größte geschlossene<br />

Waldgebiet Mitteleuropas.<br />

112 Seiten, Paperback<br />

€ 12,90 | 978-3-7079-1860-1,<br />

freYtAg-BernDt | A: FB<br />

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Belletristik & Sachbuch<br />

Auslieferung Mohr Morawa<br />

Huber: Die Anti-Aging Revolution/EDITION A<br />

Helfer: Die Bagage/HANSER<br />

Stipsits: Kopftuchmafia/UEBERREUTER<br />

Wiesinger, Thies: Machtkampf im Ministerium/EDITION QVV<br />

Dutzler: Letzter Jodler/HAYMON<br />

Rossbacher: Steirerstern/GMEINER<br />

Heller: Zum Weinen schön, zum Lachen bitter/ZSOLNAY<br />

Loewit: 7 Milliarden für nichts/EDITION A<br />

Likar: Im kranken Haus/UEBERREUTER<br />

Mercier: Das Gewicht der Worte/HANSER<br />

Poznanski: VANITAS. Grau wie Asche/KNAUR<br />

Lehofer: Alter ist eine Illusion/GRÄFE UND UNZER<br />

Leitl: China am Ziel! Europa am Ende?/ECOWIN<br />

Handke: Das zweite Schwert/SUHRKAMP<br />

Molden: Asterix Mundart Wienerisch. Es Brojeggd/EGMONT COMIC COLLECTION<br />

Noll: In Liebe Dein Karl/DIOGENES<br />

Kotanko: Kult-Kanzler Kreisky/UEBERREUTER<br />

Camilleri: Das Bild der Pyramide/LÜBBE<br />

Huber: Die Anatomie des Schicksals/EDITION A<br />

Nunez: Der Freund/AUFBAU<br />

Auslieferung Medienlogistik<br />

Wadsak: Klimawandel/BRAUMÜLLER<br />

Ploberger: Genau so geht Bio-Garten!/AVBUCH<br />

Jungwirth: Meine Mutter, das Alter und ich/KREMAYR & SCHERIAU<br />

Leitner: Berlin – Linz/BRANDSTÄTTER<br />

Straubinger u. a.: Der Jungbrunnen-Effekt/KNEIPP<br />

Filzmaier: Atemlos/BRANDSTÄTTER<br />

Macedonia: Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke/BRANDSTÄTTER<br />

Hirn: Wer braucht Superhelden/MOLDEN<br />

Straubinger u. a.: Der Jungbrunnen-Effekt. Mein Praxisbuch/KNEIPP<br />

Straubinger u. a.: Der Jungbrunnen-Effekt mit CD/KNEIPP<br />

Spitzenreiter nach Verlagsangaben<br />

Haslinger: Mein Fall/S. FISCHER<br />

Colombani: Das Haus der Frauen/ S. FISCHER<br />

Kaiser: Rückwärtswalzer/KIEPENHEUER & WITSCH<br />

Meyerhoff: Alle Toten fliegen hoch/KIWI<br />

Kaiser: Makarionissi oder Die Insel der Seligen/KIWI<br />

Camus: Die Pest/RORORO<br />

Beckett: Die ewigen Toten/RORORO<br />

Stokowski: Untenrum frei/RORORO<br />

Prentner: Heilpflanzen für Nerven, Psyche und Schlaf/SPRINGER<br />

Roossinck: Viren!/SPRINGER<br />

Hinrichsen: Ludwig van Beethoven. Musik für eine neue Zeit/SPRINGER<br />

Weitere Infos unter www.schwarzer.at<br />

oder von Silvia Kudrna<br />

Telefon 01/548 13 15-34 oder<br />

silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

42 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Langenscheidt<br />

„Sprachkalender –<br />

täglich 5-Minuten<br />

Lernspaß!“<br />

Der perfekte Mix aus Sprachtraining,<br />

Information und Unterhaltung.<br />

Bestellen Sie jetzt:<br />

E-<strong>Mai</strong>l: mlo@medien-logistik.at<br />

Telefon: +43 (0) 2236 63535-290


Spirituell<br />

durch’s Jahr<br />

Anselm Grün<br />

Momente des Glücks 2021<br />

Weisheiten für jeden Tag<br />

384 Blatt | Tisch- oder Wandkalender<br />

zweifarbig | ISBN 978-3-7365-0311-3<br />

A€ 15,00<br />

10,8 x 15 cm<br />

schwerpunktthema kalender<br />

Musiklegenden<br />

Der argentinische Illustrator Pablo Lobato<br />

porträtiert die Legenden der Musikgeschichte<br />

in seinem ganz eigenen Stil,<br />

minimalistisch und farbstark, pointiert<br />

beobachtet und voller Respekt vor den<br />

Künstlern. Es gelingt ihm, mit wenigen<br />

Elementen und stringenter Linienführung<br />

ein Maximum an Mimik und<br />

Charakter herauszuarbeiten. Bob Dylan<br />

und Bob Marley, Janis Joplin und John<br />

Lennon, Stevie Wonder und Freddie<br />

Mercury – dieser Kalender zeigt die ganz<br />

Großen der Pop- und<br />

Rockmusik im dekorativen<br />

Posterformat.<br />

Freeriden ist<br />

mittlerweile Kult<br />

Freeriden ist Mountainbiken mit Tricks,<br />

waghalsigen Stunts und der Extraportion<br />

Adrenalin. An dieser extremen Form<br />

des Radsports erfreuen sich immer mehr<br />

Fahrrad-Verrückte. Die besten Action-<br />

Fotografen der Welt zeigen in diesem<br />

Kalender atemberaubende Aufnahmen<br />

der spektakulärsten Form des Mountainbikens<br />

– flüchtige Momente, grandios für<br />

die Ewigkeit eingefangen.<br />

13 Seiten, Spiralbindung<br />

978-3-667-11772-4<br />

€ 24,90 (UVP) | dELiUS KLASiNg<br />

ca. 14 Seiten,<br />

Spiralbindung,<br />

978-3-8384-2163-6<br />

€ 36,– (UVP)<br />

ACKERMANN<br />

ET: 15. <strong>Mai</strong><br />

14,8 x 21 cm<br />

978-3-12-563435-0<br />

978-3-12-563434-3<br />

Woche für Woche<br />

neue Rätsel<br />

Anselm Grün<br />

Neu beginnen 2021<br />

128 Seiten | Taschenkalender<br />

mit Spiralbindung | 52 Farbfotografien<br />

ISBN 978-3-7365-0312-0 | A€ 15,00<br />

Der kleine Mönch 2021<br />

144 Seiten | Taschenkalender<br />

mit Gummiband zum Verschließen<br />

und zahlreichen Illustrationen<br />

ISBN 978-3-7365-0310-6 | A€ 14,00<br />

13,5 x 18,5 cm<br />

978-3-12-563433-6<br />

Jeden Tag sprachlich<br />

am Ball bleiben<br />

Der perfekte Mix aus Information, Unterhaltung<br />

und Sprachtraining; Übungen<br />

zu Wortschatz, Rätsel und Grammatik;<br />

Dialoge, Zitate und Witze; Wissenswertes<br />

zu Land, Leuten und internationaler<br />

Business-Etikette; die „Grammatik<br />

des Monats“ und der „Wortschatz des<br />

Monats“ mit passenden Übungen; täglich<br />

fünf bis zehn Minuten Lernspaß!<br />

jeweils ca. 640 Seiten, Tagesabreißkalender,<br />

€ 10,– | LANgENSChEidT | ET: 8. Juni<br />

978-3-12-563431-2<br />

Fast überall auf der Erde ist Bedeutendes<br />

geschehen. Mit diesem Wochenkalender<br />

spürt man großen Ereignissen an zentralen<br />

Schauplätzen der Geschichte nach.<br />

Mit ausführlichen, hochinformativen<br />

Texten lädt Stefan Heine Woche für Woche<br />

dazu ein, in Gedanken bedeutende<br />

Städte und Landschaften zu besuchen<br />

oder legendäre Routen über die sieben<br />

Weltmeere zu besegeln. Sieben Tage hat<br />

man dann jeweils Zeit, herauszufinden,<br />

wo man gerade ist. Im Zweifelsfall helfen<br />

natürlich die Auflösungen der Rätsel<br />

weiter – und am Ende dieser kleinen<br />

Reise rund um den<br />

Globus hat man ganz<br />

bestimmt sehr viel<br />

Neues gelernt.<br />

ca. 112 Seiten,<br />

Spiralbindung,<br />

EAN: 4002725972712<br />

€ 19,99 (UVP)<br />

TENEUES | ET: 1. Juli<br />

www.vier-tuerme-verlag.de<br />

44 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Unsere GreenLine Kalender vereinen<br />

trendige Motive mit Nachhaltigkeit.<br />

Floral<br />

(27,9 x 10,5 cm)<br />

4002725979889<br />

8,99 €<br />

WEITERE<br />

DESIGNS<br />

VERFÜGBAR<br />

Floral<br />

Floral<br />

Floral<br />

Floral<br />

Floral<br />

(22 x 45 cm)<br />

(30 x 30 cm | offen 30 x 60 cm)<br />

(17,5 x 17,5 cm | offen 17,5 x 35 cm)<br />

(16 x 22 cm)<br />

(10 x 15 cm)<br />

4002725979629<br />

9,99 €<br />

4002725979476<br />

14,99 €<br />

4002725979407<br />

7,99 €<br />

4002725979575<br />

15,99 €<br />

4002725979520<br />

12,99 €<br />

NEU<br />

NEU<br />

NEU<br />

NEU<br />

NEU<br />

Fabulous World<br />

of PABUKU<br />

Fabulous World<br />

of PABUKU<br />

Fabulous World<br />

of PABUKU<br />

Fabulous World<br />

of PABUKU<br />

Fabulous World<br />

of PABUKU<br />

(22 x 45 cm)<br />

(30 x 30 cm | offen 30 x 60 cm)<br />

(17,5 x 17,5 cm | offen 17,5 x 35 cm)<br />

(16 x 22 cm)<br />

(10 x 15 cm)<br />

4002725979667<br />

9,99 €<br />

4002725979513<br />

14,99 €<br />

4002725979469<br />

7,99 €<br />

4002725979612<br />

15,99 €<br />

4002725979568<br />

12,99 €<br />

©2019 PABUKU Licensed by Iris<br />

Ein Unternehmen der | A member of<br />

teNeues Calendars & Stationery GmbH & Co. KG, Bronkhorster Weg 11, 47929 Grefrath<br />

www.teneues-kalender.de<br />

Vertretung: Marlene Pobegen & Günther Staudinger, office@buchnetzwerk.at<br />

Auslieferung: Mohr Morawa


schwerpunktthema kalender<br />

G’sund bleiben<br />

Mit Rezepten für Hausmittel passend zur<br />

Jahreszeit und vielen Tipps für ein rundum<br />

gesundes 2021!<br />

Mit Oups durchs Jahr<br />

Der Oups-Wandkalender<br />

mit liebenswerten<br />

Lebensweisheiten<br />

in Wort und<br />

Bild vom kleinen<br />

Herzensbotschafter.<br />

Jede Woche neue<br />

Antworten –<br />

verständlich erklärt<br />

Unsere Welt wird immer komplizierter.<br />

Doch wo unsere Kinder Tausende Fragen<br />

stellen, trauen wir Erwachsenen uns<br />

häufig nicht mehr, der Sache wirklich<br />

auf den Grund zu gehen – schließlich<br />

müssten wir alles längst verstanden haben.<br />

Dabei sind die brisanten Themen<br />

unserer Zeit oft gar nicht so einfach zu<br />

verstehen. Dieser Kalender bietet all den<br />

Wissensdurstigen, die sich nicht damit<br />

abfinden wollen, etwas nicht zu verstehen,<br />

nachvollziehbare und verständlich<br />

erklärte Antworten – damit in unserer<br />

modernen Welt niemand mehr im Dunkeln<br />

tappen muss.<br />

ca. 56 S., Spiralbindung, 978-3-7423-1311-9<br />

€ 14,99 (UVP) RIVA | ET: 16. Juni<br />

Das sanfte Licht<br />

der Berge<br />

Der Innsbrucker Bischof Reinhold Stecher<br />

aquarelliert in leuchtenden Farben<br />

stimmungsvolle Landschaften – Berge,<br />

Sonne und Wasser sind dabei seine bevorzugten<br />

Motive. Auf den Kalenderblättern<br />

deuten hintergründige Gedanken<br />

aus Literatur und Spiritualität die Bilder<br />

und führen den Betrachter weiter. So<br />

ist dieser Kalender ein<br />

ansprechend-besinnlicher<br />

Wegbegleiter<br />

durch das ganze Jahr.<br />

15 Seiten,<br />

Spiralbindung<br />

978-3-7022-3854-4<br />

€ 22,95 | TYROLIA<br />

ET: Juli<br />

ca. 14 S., Spiralbindung, 978-3-7104-0262-3<br />

€ 13,– (UVP) SERVUS | ET: 24. September<br />

Tigerentenkalender<br />

Der Klassiker unter<br />

den Kinderkalendern<br />

– mit Dezemberblatt<br />

als Adventkalender.<br />

Seit 1988<br />

ist der Tigerentenkalender<br />

von Janosch aus den Kinderzimmern<br />

nicht mehr wegzudenken ...<br />

12 Blatt, Abreißkalender, 978-3-95878-036-1<br />

€ 16,– (UVP) LITTLE TIgER | ET: August<br />

Faszination<br />

auf der Schiene<br />

Beeindruckende Impressionen aus dem<br />

Bereich der Züge und Lokomotiven. Eine<br />

Reise quer durch die vier Jahreszeiten in<br />

der vielseitigen Welt des Schienenverkehrs<br />

mit Dampf-, Diesel- und Elektrofahrzeugen,<br />

für jeden Monat des Jahres.<br />

ca. 14 Seiten, 978-3-613-71600-1<br />

€ 19,95 (UVP) TRANSPRESS | ET: 29. August<br />

13 Seiten, Spiralbindung, 978-3-903175-23-5<br />

€ 13,99 (UVP) wERTEART | ET: August<br />

Ein praktischer<br />

Kalender für die<br />

ganze Familie. Bis<br />

zu sechs Personen<br />

können die Termine<br />

in den vorgesehenen<br />

Spalten<br />

eintragen – somit<br />

ist alles auf einen<br />

Blick parat. Mit<br />

den liebenswerten<br />

Sprüchen vom kleinen Herzensbotschafter<br />

werden die Herzen aller Familienmitglieder<br />

erwärmt. Die auf die jeweilige<br />

Jahreszeit abgestimmten Farben machen<br />

den Familienplaner zu einem liebevoll<br />

gestalteten Wand-Accessoire.<br />

12 Seiten, Spiralbindung, 978-3-903175-24-2<br />

€ 12,99 (UVP) wERTEART | ET: August<br />

Luftbildkalender<br />

Dolomiten<br />

Atemberaubende Luftbildaufnahmen<br />

des sagenumwobenen Bergmassivs der<br />

Dolomiten – Weltnaturerbe. Bilder des<br />

Fotografen Christjan Ladurner.<br />

14 Seiten, Spiralbindung, 978-88-7073-942-8<br />

€ 30,– (UVP) AThESIA-TAPPEINER<br />

46 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


2021<br />

WIRD<br />

BILD SCHÖN<br />

€ 34,90 [D] / [A]<br />

ISBN 978-3-667-11799-1<br />

2021<br />

€ 24,90 [D] / [A]<br />

ISBN 978-3-667-11956-8<br />

€ 19,90 [D] / [A]<br />

978-3-667-12000-7<br />

€ 19,90[D] / [A]<br />

ISBN 978-3-667-11722-9<br />

€ 34,90 [D] / [A]<br />

ISBN 978-3-667-11765-6<br />

€ 78,- [D] / [A]<br />

ISBN 978-3-667-11798-4<br />

Ihr Vertreter berät Sie gern.<br />

www.delius-klasing.de • bestellung@hgv-online.de • Tel. 040 | 84 00 08 88


Der Wochenkalender<br />

mit der Extraportion<br />

Sprache!<br />

Bestellen Sie jetzt:<br />

E-<strong>Mai</strong>l: mlo@medien-logistik.at<br />

Telefon: +43 (0) 2236 63535-290<br />

©gettyimages/_ultraforma_


Daniele Ganser: IMpERIUM USA<br />

Die skrupellose Weltmacht<br />

384 Seiten, gebunden<br />

978-3-280-05708-7, € 25,70 | Orell Füssli<br />

Inhalt<br />

• Die USA sind die größte Gefahr<br />

für den Weltfrieden<br />

• Die USA sind eine Oligarchie<br />

• Die Indianerkriege<br />

• Die Ausbeutung der Sklaven<br />

• Nordamerika ist nicht genug<br />

• Die USA und der Erste Weltkrieg<br />

• Die USA und der Zweite Weltkrieg<br />

• Verdeckte Kriegsführung<br />

• Die Ermordung von Präsident<br />

Kennedy<br />

• Der Vietnamkrieg<br />

• Die Iran-Contra-Affäre<br />

• Die Anschläge vom 11. September<br />

• Der sogenannte „Krieg gegen den<br />

Terror“<br />

• Das digitale Imperium<br />

• Der Kampf um Eurasien<br />

leseprobe<br />

Die USA sind die größte Gefahr für<br />

den Weltfrieden<br />

Die USA sind seit 1945 das Imperium.<br />

Als Imperium bezeichnet man das<br />

militärisch, wirtschaftlich und politisch<br />

mächtigste Land einer gegebenen<br />

Zeit. Die USA drucken den Dollar, die<br />

derzeit wichtigste Weltreservewährung.<br />

Sie sind eine Atommacht, haben die<br />

höchsten Militärausgaben, die größten<br />

Rüstungskonzerne und die meisten<br />

Militärstützpunkte in fremden Ländern.<br />

Die USA sind Vetomacht im UNO-<br />

Daniele Ganser über<br />

die skrupellose Weltmacht<br />

Sicherheitsrat und können dadurch<br />

verhindern, dass sie durch den UNO-<br />

Sicherheitsrat verurteilt werden, wenn<br />

sie andere Länder illegal bombardieren<br />

und das UNO-Gewaltverbot verletzen.<br />

Zudem dominieren die USA die<br />

NATO, das größte Militärbündnis der<br />

Welt mit derzeit 29 europäischen und<br />

nordamerikanischen Mitgliedsstaaten.<br />

Wer sich für internationale Politik,<br />

Geschichte und Frieden interessiert,<br />

darf das Imperium nicht ignorieren,<br />

denn die USA hatten direkt oder indirekt<br />

Einfluss auf fast alle großen Konflikte<br />

der letzten 100 Jahre und prägen die<br />

Kriege der Gegenwart. Ein Imperium<br />

ist leicht zu erkennen, man muss nur die<br />

Flugzeugträger zählen. Die USA haben<br />

elf atomar angetriebene Flugzeugträger,<br />

mehr als jedes andere Land der Welt.<br />

Auf dem Titelbild dieses Buches ist die<br />

USS George Washington abgebildet,<br />

ein Symbol für die militärische<br />

Vorherrschaft der USA. Der neueste US-<br />

Flugzeugträger, die USS Gerald Ford,<br />

wurde von US-Präsident Donald Trump<br />

2017 eingeweiht und kann dank Antrieb<br />

mit Atomkraft jahrzehntelang auf See<br />

bleiben, ohne Brennstoff nachladen<br />

zu müssen. Die USS Gerald Ford ist<br />

mit 13 Milliarden Dollar das teuerste<br />

Kriegsschiff aller Zeiten. China hingegen<br />

hat derzeit erst zwei Flugzeugträger.<br />

Frankreich, Großbritannien und<br />

Russland nur je einen.<br />

Imperien steigen auf und zerfallen<br />

wieder. Imperien sind nicht von Dauer.<br />

sonderthema sachbuch<br />

Viele betrachten die USA als die größte Gefahr für den Weltfrieden. Woran liegt<br />

das? Imperium USA zeigt die Hintergründe, Motive und Mittel der Weltmacht USA.<br />

Keine andere Nation hat seit 1945 so viele andere Länder bombardiert und so viele<br />

Regierungen gestürzt wie die USA. Sie unterhalten die meisten Militärstützpunkte,<br />

exportieren die meisten Waffen und haben den höchsten Rüstungsetat der Welt. Sie<br />

betreiben Weltmachtpolitik, in der Einschüchterung, Manipulation und Gewalt eine<br />

entscheidende Rolle spielen.<br />

Das römische Imperium, das spanische<br />

Imperium, das osmanische Imperium,<br />

das französische Imperium und das<br />

britische Imperium waren einst groß<br />

und furchteinflößend. Doch heute<br />

existieren sie nicht mehr. Auch das US-<br />

Imperium wird eines Tages zerfallen<br />

und von einer anderen Machtstruktur<br />

abgelöst werden. Wann und wie das<br />

geschehen wird, ist derzeit unbekannt.<br />

Wenn Nationen zu viel für Rüstung<br />

ausgeben, »dann überanstrengen<br />

sie sich wahrscheinlich«, warnt der<br />

britische Historiker Paul Kennedy. »Eine<br />

Nation ist dann wie ein alter Mann, der<br />

eine Arbeit verrichten will, die seine<br />

Kraft übersteigt.«<br />

© Dirk Waechter<br />

Dr. phil. Daniele Ganser<br />

ist Historiker und Friedensforscher, der sich auf<br />

Zeitgeschichte seit 1945 und internationale Politik<br />

spezialisiert hat. Seine Forschungsschwerpunkte<br />

sind Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe<br />

und Wirtschaftspolitik. Daniele Ganser ist<br />

Gründer und Leiter des Swiss Institute for Peace and<br />

Energy Research (SIPER) in Basel – www.siper.ch.<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20 49


Best of<br />

Social Media –<br />

Arbeiten in und mit<br />

sozialen Netzen<br />

Soziale Plattformen und Collaboration<br />

Tools als transformative<br />

Kraft: • Ideen • Tools • Methoden<br />

• Fallstudien<br />

Soziale Business-Netzwerke sind<br />

die nächste Stufe der Zusammenarbeit.<br />

„Social Collaboration“ und<br />

„Working out loud“ heißen die Zauberformeln<br />

in einer immer schneller<br />

und digitaler werdenden Welt.<br />

15 internationale Autoren zeigen,<br />

wie Social Media, Apps und Tools<br />

erfolgreich in die Unternehmenskultur<br />

integriert und mit vernetztem<br />

Arbeiten Produktivität und Mitarbeitermotivation<br />

gesteigert werden.<br />

Jeder Mitarbeiter wird zu einem<br />

starken Knotenpunkt im Erfolgsnetz<br />

des Unternehmens. Verständlich<br />

und praxisorientiert geben die Autoren<br />

Arbeitsmethoden an die Hand<br />

und erklären das Warum, Was und<br />

Wie: Welche Arbeitsmethoden kommen<br />

in Frage? Welche Tools sind die<br />

richtigen? Und wie überzeugen Sie<br />

Kritiker im Unternehmen?<br />

Isabel De Clercq<br />

#VernetztArbeiten<br />

Soziale netzwerke in Unternehmen<br />

208 Seiten, Hardcover<br />

978-3-96251-024-4<br />

€ 25,70<br />

FRAnKFURTER ALLGEMEInE BUCH<br />

buchtipps sachbuch<br />

Ein Aufklärungsbuch<br />

für die ganze Familie<br />

Was hat Brokkoli mit Sex zu tun? Erst<br />

einmal gar nichts, aber über Gemüse<br />

redet man in der Familie ganz unbefangen,<br />

über Sexualität nicht – dabei wäre<br />

genau das richtig. Die große Befangenheit<br />

hat eine Ursache: Viele von uns wissen<br />

zu wenig. Darf ich als Vater meine<br />

Tochter auf den Mund küssen? Wie erkläre<br />

ich meinem Kind, woher die Babys<br />

kommen? Was tun, wenn der Teenager<br />

Pornos schaut? Sexualtherapeut und<br />

-pädagoge Carsten Müller erklärt, wie wir<br />

unsere Scheu überwinden können, und<br />

gibt ganz praktische Handlungsanweisungen,<br />

sodass man am Ende über Sex<br />

genauso unverkrampft<br />

sprechen kann wie über<br />

Brokkoli.<br />

Carsten Müller<br />

Sex ist wie Brokkoli,<br />

nur anders<br />

288 S., Paperback<br />

978-3-96093-744-9<br />

€ 17,50 | EMF<br />

Weisheitsgeschichten<br />

Das Leben scheint uns gelegentlich auf<br />

einen Weg zu führen, der nicht Teil unseres<br />

Plans ist, doch dieser Weg ist der,<br />

nach dem sich unser Herz sehnt. Für<br />

den Kopf ist das zunächst nicht nachvollziehbar,<br />

aber für unser Herz durchaus.<br />

Koreas Bestsellerautor erinnert daran,<br />

dass nichts auf der Welt ausschließlich<br />

schlecht sein kann und wir lernen können,<br />

das Gute im vermeintlich Schlechten<br />

zu erkennen. Er gewährt uns mit<br />

seiner wunderbar poetischen Sprache<br />

Eintritt in eine Welt voller Weisheit und<br />

Schönheit des Lebens.<br />

Shiva Ryu<br />

Setze keinen Punkt an<br />

die Stelle, an die Gott ein<br />

Komma gesetzt hat<br />

256 Seiten, Farb-Illustr.,<br />

Klappenbroschur mit<br />

Lesebändchen<br />

978-3-95803-315-3<br />

18,50 | SCORPIO<br />

Eine spannende Reise<br />

durch die Jahrhunderte<br />

Als erste Gebirgsbahn stellt die 1854 eröffnete<br />

Strecke über den Semmering ein<br />

technisches und ästhetisches Monument<br />

von Weltrang dar. Ein entlegenes Gebiet<br />

wurde zur Bühne effektvoller Landschaftsinszenierungen,<br />

der Semmering<br />

zur Elitemarke des mitteleuropäischen<br />

Tourismus. Der Glanzzeit um 1900<br />

folgten zahlreiche Krisen und Comebacks.<br />

Heute stellt sich die Frage nach<br />

Zukunftschancen jenseits der Nostalgie.<br />

Der Kulturhistoriker Wolfgang Kos<br />

erzählt die konfliktreiche Geschichte<br />

einer exzentrischen Landschaft, die Reichenau<br />

an der Rax ebenso umfasst wie<br />

Mürzzuschlag.<br />

Wolfgang Kos<br />

Der Semmering<br />

256 Seiten, zahlr. Abb.,<br />

Hardcover mit SU<br />

978-3-7017-3507-5<br />

€ 28,– | RESIDEnz<br />

ET: 25. August<br />

Adolf Hitlers<br />

Kindheit und Jugend<br />

Die Autoren schließen eine Lücke der<br />

Geschichtsforschung: Jenseits psychologischer<br />

Spekulationen stellen sie Hitlers<br />

Familie, Kindheit und Jugend im sozialen<br />

und kulturellen Kontext dar. Sie konzentrieren<br />

sich auf Hitlers Zeit in Braunau bis<br />

zu den Erfahrungen in Wien und lassen<br />

dabei charakterliche und weltanschauliche<br />

Prägungen erkennbar werden. Sie<br />

untersuchen Hitlers Werdegang sowie<br />

sein gesellschaftliches Umfeld und zeigen<br />

Hitlers Kindheit<br />

und Jugend in neuem<br />

Licht.<br />

Hannes Leidinger,<br />

Christian Rapp<br />

Hitler – prägende Jahre<br />

256 Seiten, Hardcover<br />

mit Schutzumschlag<br />

978-3-7017-3500-6<br />

€ 24,– | RESIDEnz<br />

Auslieferung: Mohr Morawa<br />

50 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


© Ria Mishaal<br />

sonderthema sachbuch<br />

Meeresbiologin Helen Scales<br />

entführt in die faszinierende<br />

unterwasserwelt<br />

eine Liebeserklärung an Fische als viduelle, intelligente wesen mit einer<br />

Fülle erstaunlicher Fähigkeiten, die es<br />

zu schützen<br />

indi-<br />

gilt.<br />

Alle Illustrationen: © Aaron John Gregory<br />

Über die Autorin:<br />

Helen Scales ist eine passionierte<br />

Taucherin und Autorin zahlreicher<br />

Dokumentarsendungen für die BBC.<br />

Ihr Buch Spirals in Time wurde von den<br />

Zeitungen „Guardian“, „The Economist“<br />

und „Times“ zum Buch des Jahres<br />

gewählt. Helen Scales lehrt und lebt in<br />

Cambridge.<br />

Inhalt:<br />

Fische beherrschen die Meere und Süßgewässer<br />

und damit sieben Zehntel der<br />

Erdoberfläche. Seit Millionen Jahren<br />

bevölkern sie in vielfältigsten Formen<br />

ein gigantisches Wasserreich. Vom<br />

20 Meter langen Walhai bis zum millimeterkleinen<br />

Winzling, würfel- oder<br />

ballonförmig, in allen Farben schillernd<br />

oder reglos als Blatt getarnt haben Fische<br />

einzigartige Lebensstrategien entwickelt<br />

– und sind den meisten von uns doch<br />

fremd geblieben. Als leidenschaftliche<br />

Meeresbiologin nimmt Helen Scales<br />

den Leser mit auf ihre Tauchgänge,<br />

erzählt unter anderem von elektrischen,<br />

phosphoreszierenden und giftigen<br />

Fischen und erklärt, wie sie Botschaften<br />

senden, Klänge hören, ozeanweite<br />

Wanderwege bewältigen und im<br />

Schwarm funktionieren.<br />

Leseprobe:<br />

Fisch-Kuriositäten<br />

Bis vor wenigen Jahren hatte ich<br />

mir eigentlich wenig Gedanken<br />

darüber gemacht, ob es so etwas wie<br />

Fische überhaupt gibt. Ich war einfach<br />

davon ausgegangen, schließlich hatte<br />

ich sie lange genug beobachtet, verfolgt<br />

und studiert. Doch dann hat mich die<br />

Frage kalt erwischt.<br />

„Stimmt es, dass es so etwas<br />

wie Fische eigentlich gar nicht gibt?“<br />

Es wurde unangenehm still,<br />

die Zeit wollte nicht vergehen, ich<br />

suchte nach einer Antwort. Das Live-<br />

Mikrofon machte die Sache nicht besser,<br />

ebenso wenig, dass mich 300 Leute<br />

erwartungsvoll anguckten und auf eine<br />

kompetente oder gar witzige Antwort<br />

warteten.<br />

Man hatte mich als Gast zu<br />

„The Museum of Curiosity“ – Das<br />

Kuriositätenkabinett – eingeladen,<br />

einer Comedy-Talkshow im BBC-<br />

Radio. In jeder Sendung präsentiert<br />

der Museumskurator John Lloyd drei<br />

Diskussionsteilnehmer: erstens eine<br />

echte Berühmtheit – einmal war der<br />

Astronaut Buzz Aldrin da –, zweitens<br />

einen Comedian und drittens einen<br />

Akademiker oder jemand anders mit<br />

Nerd-Qualitäten. Das war ich.<br />

Die Studiogäste müssen dem<br />

riesigen imaginären Kuriositätenkabinett<br />

etwas schenken und dem<br />

Publikum erklären, warum sie genau<br />

das ausgewählt haben. Manche<br />

Schenkungen sind purer Quatsch,<br />

andere regen zum Nachdenken an.<br />

Als ich mitmachte, gab es im Museum<br />

schon einen Yeti (von Schauspieler Brian<br />

Blessed), den Urknall (von Kosmologe<br />

Marcus Chown), den isländischen<br />

Vulkan Grimsvötn (von Musik produzent<br />

Brian Eno) und das „verlockende<br />

Verhängnis“ (von Comedian Tim<br />

Minchin). Für meine Schenkung sollte<br />

das Museum ein großes Aquarium<br />

mit Seepferdchen aufstellen, darunter<br />

einige 29 schwangere Männchen. Doch<br />

trotz der Seepferdchen, die zumindest<br />

in meiner Vorstellung zweifellos Fische<br />

sind, fiel mir keine halbwegs intelligente<br />

Antwort auf Johns Frage ein.<br />

Beim Anblick des Studiopublikums,<br />

das mich wie ein aufmerksamer<br />

Fischschwarm anschaute,<br />

war ich wie erstarrt und konnte weder<br />

sinnvoll, geschweige denn interessant<br />

erklären, wie berechtigt die Bezeichnung<br />

Fisch tatsächlich ist ...<br />

Helen Scales: Im Auge des schwArms<br />

Von Fischen, dem Meer und dem Leben<br />

Aus dem Englischen von Christine Ammann<br />

357 Seiten, zahlr. Illustr., geb. mit Schutzumschlag<br />

978-3-85256-806-5, € 25,– | Folio<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

51


uchrezension<br />

www.barbara-brunner.at<br />

Der aktuelle Lesetipp von Dr. Barbara Brunner<br />

Kochen ohne Kompromisse ...<br />

... gesund und lecker<br />

Liebe Leute,<br />

meine Wiener Schwiegermutter, Gott hab<br />

sie selig, war eine fantastische Köchin, ihr<br />

Erdäpfelsalat, Liptauer, Schweinsbraten<br />

oder ihre Rindsschnitzerl, aber auch<br />

ihre Kuchen oder ihr Topfenauflauf im<br />

Reindl – ein Gedicht. Dabei hatte sie<br />

erstaunlich wenige Gewürze in ihrer<br />

Küche, eigentlich nur die sogenannte<br />

Grundausstattung (Salz, Pfeffer, Kümmel,<br />

Majoran, Paprika ... aber sicher<br />

nichts Exotisches, das wär ihr nicht ins<br />

Küchenkastl gekommen, „neumodisches<br />

Zeug“, hätte sie gesagt). Ich erinnere mich<br />

auch mit einer gewissen Rührung an die<br />

Momente, wenn mein Schwiegervater<br />

zum Beispiel vom Fleischhauer kam und<br />

das Schweinskarree ausgepackt hat und<br />

es dann gemeinsam bestaunt wurde,<br />

wie sich die beiden alten Leute gefreut<br />

haben, dass wieder so ein schönes Stück<br />

daliegt, und mit welcher Vorfreude dann<br />

gekocht wurde.<br />

An all das muss ich denken, wenn ich<br />

das großartige Buch von Franz Keller<br />

lese, der ja immerhin bei Paul Bocuse<br />

und anderen Großen der Zunft gelernt,<br />

selbst Sterne erkocht und in seiner Adler<br />

Wirtschaft in Hattenheim schon Angela<br />

Merkel und Wladimir Putin bewirtet<br />

hat. Er sagt, die wohl wichtigste Lektion<br />

für angehende Köche lautet, dass nicht<br />

komplizierte, aus Unmengen von Zutaten<br />

komponierte Gerichte eine gute Küche<br />

ausmachen, sondern Produkte von<br />

guter Qualität, die mit zwei, drei Zutaten<br />

und viel Sorgfalt zubereitet werden.<br />

Neugierde, Lust, Experimentierfreude<br />

und Improvisation beim Kochen<br />

entschleunigen, machen zufrieden und<br />

fördern unsere Kreativität.<br />

Keller hat sich vom Sternezirkus in der<br />

Gastronomie verabschiedet und züchtet<br />

seit einigen Jahren auf seinem Falkenhof<br />

Tiere in artgerechter Haltung, Produkte,<br />

die dann in seiner Adler Wirtschaft beste<br />

Qualität garantieren. Sein erstes Buch<br />

Vom Einfachen das Beste war auch gleich<br />

ein Spiegel-Bestseller, das zweite Buch,<br />

das eben im Westend Verlag erschienen<br />

ist, heißt schlicht und einfach Ab in die<br />

Küche!. Es ist ein Manifest, das für das<br />

Einfache, aber das Beste bei unseren<br />

Nahrungsmitteln eine Lanze bricht, das<br />

sich für einen verantwortungsvollen<br />

Umgang mit unserer Natur einsetzt<br />

und das anregt, über Anstand,<br />

Wahrhaftigkeit, Verantwortung, Freude<br />

und Genuss nachzudenken. „Die besten<br />

Lebensmittel haben keine Zutatenliste“,<br />

sagt er und verrät gleichzeitig eine<br />

ganze Reihe von äußerst praktischen<br />

Grundrezepten, die Lust machen, darauf<br />

aufbauend gleich weiterzukochen.<br />

A propos Rezepte: „Ein gutes Rezept<br />

ist ein besonderer Schatz, der behütet<br />

werden will, jedoch keinen Wert besitzt,<br />

wenn es mit ins Grab genommen wird.“<br />

– das sagt ein Bruder im Geiste von<br />

Franz Keller, der legendäre ehemalige<br />

Wirt des Weiserhofs in Salzburg,<br />

Roland Essl. Auch er hat bei Gerer<br />

& Co. gelernt, beherrscht bravourös<br />

die Klaviatur der Haute Cuisine, um<br />

sich mit umso größerer Leidenschaft<br />

mit dem Einfachen, Bodenständigen<br />

und Traditionellen unserer Küche zu<br />

beschäftigen.<br />

Schon sein ganzes Leben ist er auf der<br />

Suche nach den besonderen Gerichten<br />

unserer alpinen Heimat. Gerne spricht<br />

er mit alten Menschen über ihr Leben<br />

und die Gerichte ihrer Kindheit. Immer<br />

konnte er beobachten, dass gerade in<br />

Zeiten der Entbehrung die kreativsten<br />

Gerichte entstanden sind. Über die<br />

Jahre hat er für seine Mitarbeiter<br />

seine Rezepte penibel aufgeschrieben<br />

und so aufbereitet, dass sie perfekt<br />

funktionieren. 300 dieser Rezepte sind<br />

nun in seinem neuen Buch versammelt<br />

– gegliedert in „Das Schnelle“, „Das<br />

Bodenständige“ und „Das Feine“, wobei<br />

jeweils köstlich-einfache und vor<br />

allem überraschende Anleitungen für<br />

Vorspeisen, Snacks, Suppen, Fleisch,<br />

Fisch, Innereien, Würste, Gemüse,<br />

Nudeln, Risotto, Knödel und Nockerl,<br />

Krapfen und Strudel und, und, und ...<br />

zu finden sind. Beide Bücher verzichten<br />

übrigens bewusst auf Hochglanzfotos.<br />

Liebe Leute, ich lege Ihnen diese Bücher<br />

ans Herz, oder nein, lieber auf den<br />

Küchentisch. Es sind Bücher, die einfach<br />

Freude bereiten, und ja, die unser Leben<br />

ein Stück besser machen.<br />

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen bei<br />

Roland Essls Geschmackssache aus dem<br />

Verlag Anton Pustet – und jetzt: Ab in die<br />

Küche!<br />

Herzlich<br />

Barbara Brunner<br />

240 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-86489-266-0<br />

€ 24,70 | Westend<br />

256 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-7025-0980-4<br />

€ 24,– | Verlag Anton Pustet<br />

52 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Die Toptitel von<br />

Daniele Ganser<br />

384 Seiten, gebunden, € 25,70 (A) | 978-3-280-05708-7<br />

374 Seiten, Broschur<br />

€ 25.70 (A) | 978-3-280-05631-8<br />

Warum wir oftmals gegen unsere<br />

Vernunft handeln<br />

480 Seiten, gebunden<br />

€ 28,80 (A) | 978-3-280-05722-3<br />

Schneller, höher, weiter:<br />

Wie Doping den Sport vergiftet<br />

224 Seiten, gebunden<br />

€ 18,50 (A) | 978-3-280-05719-3<br />

Eine eindrückliche Spurensuche<br />

zu den Ursprüngen des heutigen<br />

Rechtspopulismus<br />

224 Seiten, gebunden<br />

€ 18, 50 (A) | 978-3-280-05055-2<br />

Alle unsere Titel erhalten Sie auch als E-Book.<br />

www.ofv.ch<br />

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novitäten interview<br />

Advertorial<br />

Ossi Hejlek im Gespräch mit<br />

Prof. Bernhard Ludwig<br />

Die neue Fastensensation:<br />

»Die Zaubersubstanz Spermidin<br />

ist ein Super-Booster für die Zellen«<br />

Das Buch heißt Wundermüsli. Es ist<br />

aber kein Frühstücks-Ratgeber. Es<br />

behandelt Wirkung und Verwendung<br />

des Wirkstoffes Spermidin in Kombination<br />

mit Fasten.<br />

Ludwig: Das Spermidin kennt man<br />

schon seit vielen, vielen Jahren. Seine<br />

umfangreichen Wirkungs- und Einsatzmöglichkeiten<br />

wurden erst in den<br />

letzten zehn Jahren durch die Arbeiten<br />

des an der Karl-Franzens-Universität<br />

Graz tätigen Molekularbiologen Francesco<br />

Madeo bekannt. Es ist eine wahre<br />

Zaubersubstanz.<br />

Und Spermidin löst, genauso wie das<br />

Fasten, einen Zellreinigungs-Prozess<br />

aus?<br />

Ludwig: Die besten Ergebnisse erzielt<br />

man durch eine Kombination von beidem<br />

– Fasten und die parallele Einnahme von<br />

Spermidin. Wie viel für einen selbst gut<br />

ist, muss jeder für sich selbst feststellen<br />

und definieren – auch welche Fastenform<br />

die ideale ist. Wir gingen vom Einnahme-<br />

Minimum aus, bei dem ein Resultat im<br />

Blut nachweisbar ist.<br />

Worin ist Spermidin enthalten?<br />

v. l.: Prof. Bernhard Ludwig, Dr. Med. Ronny Tekal / Fotos: © Lukas Beck<br />

Ludwig: Es gibt rund 30 Lebensmittel<br />

mit relevantem Spermidingehalt.<br />

Daraus kann jeder seine persönlichen<br />

Favoriten wählen bzw. bei<br />

Unverträglichkeiten entsprechend weglassen.<br />

Die Lebensmittel haben einen<br />

unterschiedlichen Spermidingehalt. So<br />

kann man die für einen selbst passende<br />

Menge dosieren. Der Körper weiß am<br />

besten, wie viel er braucht. Das Minimum<br />

sollte man haben. Zu den Lebensmitteln<br />

gehören beispielsweise Weizenkeime,<br />

fermentierte oder getrocknete Sojabohnen,<br />

gereifter Cheddar, Kürbiskerne,<br />

Pilze, Hühnerleber, Erbsen ...<br />

Die ideale Form ist also irgendeine<br />

Art des intermittierenden Fastens,<br />

gepaart mit der Einnahme von spermidinhaltigen<br />

Substanzen?<br />

Ludwig: Darum geht es – und zwar<br />

dosiert. Ob man das Frühstück oder<br />

das Abendessen beim Fasten weglässt<br />

oder überhaupt nur einmal am Tag isst,<br />

54<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


ist unbedeutend. So wie Autophagie<br />

einen Nobelpreis bekam, so wird auch<br />

Spermidin in den kommenden zehn<br />

Jahren einen erhalten – das ist meine<br />

Vorhersage. Ich bin der Nobelpreis-Flüsterer<br />

(lacht).<br />

Wie ist die Studienlage dazu?<br />

Ludwig: Ich habe bereits vor 50 Jahren<br />

bei 80 Menschen Erfolge gehabt,<br />

wusste damals aber nicht, dass es den<br />

Wirkstoff Spermidin gibt bzw. er für die<br />

positiven Ergebnisse relevant war. Erst<br />

heute verstehe ich die Ergebnisse von<br />

damals. Für meine Dissertation habe<br />

ich mit meinem Vater, der Arzt war, eine<br />

Versuchsreihe gemacht, bei der wir den<br />

Menschen Vollweizengel verabreicht<br />

haben, in dem Spermidin hochgradig<br />

enthalten ist – wie wir heute wissen. Die<br />

Ergebnisse waren sensationell!<br />

Sie haben das Buch gemeinsam mit<br />

Ronny Tekal verfasst ...<br />

Ludwig: Er ist Allgemeinmediziner,<br />

moderiert auf Ö1 beim Radiodoktor<br />

und macht gemeinsam mit mir Medizinkabarett.<br />

Wir haben zusammen<br />

die Inhalte bei Tausenden Menschen<br />

überprüft – auch in Deutschland und<br />

in Frankreich. Wir haben das auch mit<br />

Tausenden Ärzten im Konzerthaus<br />

gemacht. Man weiß, dass es nicht nur<br />

Kabarett ist, sondern ein sehr relevantes<br />

Thema.<br />

Was hat es mit dem titelgebenden Wundermüsli<br />

auf sich?<br />

Ludwig: Das Wundermüsli darf sich<br />

jeder selbst zusamenstellen.<br />

Was<br />

hineingehört, haben wir im Buch<br />

beschrieben. Jeder kann variieren. Es<br />

gibt aber auch noch weitere Spermidin-<br />

Rezepte im Buch. Wundermüsli ist auch<br />

der Name des Kabarettprogramms,<br />

das ich gemeinsam mit Ronny Tekal<br />

mache. Er spricht dabei über die<br />

wissenschaftlichen Hintergründe und<br />

interviewt mich dazu.<br />

Spermidin kam auch besonders in den<br />

vergangenen Wochen in die Medien ...<br />

Ludwig: Die Charité in Berlin beschäftigt<br />

sich sehr intensiv mit Studien dazu. Man<br />

erkannte in Versuchen, dass Spermidin<br />

den SARS-CoV-2-Virus hemmen kann.<br />

Das konnte man in den Nachrichten<br />

verfolgen.<br />

Wogegen hilft Spermidin – neben der<br />

Zellverjüngung?<br />

Ludwig: Grundsätzlich hilft die Kombination<br />

von Autophagie und Spermidin,<br />

den Bauchumfang zu verringern, den<br />

Blutdruck zu senken, bei Diabetes,<br />

sie wirkt Entzündungen im Körper<br />

entgegen ... alles Risikofaktoren bei<br />

Corona. Bis zu einer Impfung dauert es<br />

noch eine Zeit. In der Zwischenzeit kann<br />

man mit Autophagie und Spermidin<br />

risikosenkend agieren. Ronny Tekal ist<br />

im Buch umfangreich auf die derzeitigen<br />

Studien zu Spermidin eingegangen.<br />

Woher stammt der Name?<br />

Ludwig: Spermidin ist in kleinen<br />

Kristallen auch in der Samenflüssigkeit<br />

vorhanden. Von<br />

novitäten interview<br />

Bernhard Ludwig, Ronny Tekal<br />

Das Wundermüsli<br />

Länger jung bleiben mit der Anti-Aging-Power<br />

von Keimen, Kernen und Co.<br />

96 Seiten, durchgehend Farbabb.,<br />

Softcover mit Klappen<br />

978-3-8338-7539-7, € 13,40<br />

GRÄFE UND UNZER Verlag<br />

dort kommt die Bezeichnung. Spermidine<br />

gibt es auch in Tablettenform.<br />

Die Substanz hilft auch, den altersabhängigen<br />

Rückgang der Erinnerungsfähigkeit<br />

zu stoppen – sie wirkt sich somit<br />

deutlich auf die Gedächtnisfähigkeiten<br />

aus. Ebenso sind mittlerweile positive<br />

Auswirkungen auf die Haut bekannt.<br />

Also am besten gleich das Buch lesen,<br />

einkaufen gehen und ...<br />

Ludwig: ... los geht’s (lacht)!<br />

Danke für das Gespräch!


uchrezension<br />

www.mottingers-meinung.at<br />

Mottingers Meinung<br />

Ein Waisenbub begleitet drei Bayern durch Indien<br />

„Sie sahen aus wie drei Versionen<br />

desselben Mannes. Der jüngste von ihnen<br />

trug einen Hut mit breiter Krempe und<br />

hatte abstehende, spitze Ohren wie eine<br />

Fledermaus. Er war nicht viel älter als<br />

ich. Seinen Blick kann ich nicht anders<br />

beschreiben als nach innen gekehrt.<br />

Seine etwas reifere Ausführung, der<br />

mittlere Mann, ließ den Blick dagegen<br />

lustig umherstreifen und blähte seine<br />

fetten Backen beim Atmen. Der älteste<br />

wiederum kultivierte ein Haarbüschel<br />

auf seiner Oberlippe, das wie ein nervöses<br />

Tierchen zappelte, wenn er redete. Und er<br />

redete viel!“ Mit diesen Worten beschreibt<br />

das Waisenkind Bartholomäus die<br />

Brüder Robert, Adolph und Hermann<br />

Schlagintweit beim ersten Ansehen.<br />

Bartholomäus ist „mindestens zwölf<br />

Jahre alt“ und spricht beinah ebenso viele<br />

Sprachen. Es ist Bombay im Jahr 1854,<br />

der Bub, der Protagonist von Christopher<br />

Kloebles Roman Das Museum der Welt,<br />

und das titelgebende Museum, seine<br />

Sammlung „bemerkenswerter Objekte“<br />

– blasenfreies Eis, der Geschmack der<br />

Nacktheit, die Bildermaschine, heißt:<br />

das Heft, in dem er all die fest- oder nicht<br />

festzumachenden Dinge festhält, die ihm<br />

auf seiner Reise durch Indien begegnen.<br />

Denn Bartholomäus wird die bayerischen<br />

Forscher auf ihrer Expedition durch den<br />

Subkontinent begleiten. Als Dolmetscher,<br />

das haben die Jesuiten, in deren Obhut<br />

er bis jetzt war, so beschlossen. Vater<br />

Fuchs, ebenfalls aus Bayern, hat den Deal<br />

mit seinen Landsmännern eingefädelt,<br />

doch nun ist Bartholomäus’ Deutschlehrer,<br />

sein einziger Vertrauter, wie vom<br />

Erdboden verschluckt. Vater Holbein,<br />

sadistischer Spezialist für Stockhiebe,<br />

hat das Sagen im „Glashaus“, wie die<br />

Bombayiten Sankt Helena wegen der<br />

vielen Fenster nennen, also ist dessen<br />

bevorzugter Prügelknabe nicht böse, das<br />

Weite suchen zu können ...<br />

Von 1854 bis 1857, kurz vor Ausbruch des<br />

ersten indischen Unabhängigkeitskrieges,<br />

reisten die Schlagintweits, und<br />

Kloeble hat sich beim Schreiben eng an<br />

ihrer tatsächlichen Tour orientiert, durch<br />

Indien und Hochasien. Auf Empfehlung<br />

von Alexander von Humboldt beauftragte<br />

die britische East India Company die<br />

Brüder mit der umfassenden Kartierung<br />

und Dokumentierung ihres Hoheitsgebiets<br />

– denn der sogar Gesetze<br />

erlassende, eine eigene Soldateska<br />

unterhaltende Konzern herrschte über<br />

weite Teile des Subkontinents wie eine<br />

Staatsmacht –, ein Auftrag, dem die<br />

Schlagintweits mit einer breiten Palette<br />

an Untersuchungen nachkamen.<br />

Sie drangen in bis dahin unentdeckte<br />

Gebiete vor, den Himalaya, das<br />

Karakorum, das Kuenluen, sammelten an<br />

die 40.000 Objekte, von Pflanzensamen<br />

und Tierhäuten bis Gebetsfahnen und<br />

tibetischen Drucken. Sie verfassten<br />

Tausende Seiten von Notizen, fertigten<br />

hunderte Skizzen, Aquarelle und<br />

Platinotypien an – viele davon heute im<br />

Bestand der Bayerischen Staatsbibliothek<br />

und des Deutschen Alpenvereins –, und<br />

zudem nach Art der Toten- (von allerdings<br />

lebenden „Eingeborenen“ abgenommene)<br />

Gesichtsmasken, die sie nach den damals<br />

gängigen Rassentheorien der „People of<br />

India“ in vier Hauttönen bemalten.<br />

Mitten im „Great Game“, Rudyard<br />

Kiplings Begriff für die zentralasiatischen<br />

Konflikte an der Demarkationslinie<br />

des chinesischen, russischen und<br />

britischen Reichs, sollen sie nicht nur<br />

als Wissenschaftler, sondern auch als<br />

Spione geforscht haben. Adolph, der im<br />

Gegensatz zu den die Schiffspassage<br />

wählenden Hermann und Robert die<br />

Heimreise per Landweg durch diesen<br />

politischen Brandherd antrat, wurde<br />

in die revolutionären Umwälzungen<br />

in der Grenzregion verwickelt und in<br />

Kashgar wegen dieser Spionagevorwürfe<br />

enthauptet. Eine Hinrichtung, bei der<br />

auch Bartholomäus gegen Ende des<br />

Buches zugegen ist.<br />

Kloeble, überzeugt davon, dass sein<br />

Ich-Erzähler so fiktiv nicht sein kann,<br />

nützt die Figur für einen Kunstkniff.<br />

Er lässt den Bediensteten der Forscher<br />

die Spielregeln umdrehen, indem er<br />

die Herren Wissenschaftler zu seinen<br />

Untersuchungsgegenständen macht. Er<br />

beobachtet sie, analysiert sie, hinterfragt<br />

ihr Handeln und ihre Absichten.<br />

„Bartholomäus lässt uns erleben, wie<br />

es gewesen sein muss, wenn fremde<br />

weiße Männer plötzlich in dein Leben<br />

platzen, dich zum Sprechen ihrer<br />

Sprache zwingen, alles in deiner Heimat<br />

so benennen, wie es ihnen beliebt, und<br />

all das immer mit der Haltung, dass du<br />

ihnen in jeder Hinsicht unterlegen bist<br />

und sie die Spitze der Evolution sind“, sagt<br />

Kloeble im Interview.<br />

Diese hochaktuelle, da bis in die<br />

Gegenwart Nachwehen zeitigende<br />

Kritik am Aufblühen Europas durch die<br />

Unterwerfung und Plünderung seiner<br />

Kolonien führt als roter Faden durch Das<br />

Museum der Welt. „Die Vickys“, so nennt<br />

Bartholomäus die Briten, es ist seine<br />

Abkürzung für viktorianisch, „hatten<br />

das Land vernachlässigt, um Profit zu<br />

machen, und so mordete der Hunger<br />

Abertausende Indier.“<br />

Auszug aus der Online-Kulturzeitschrift<br />

Mottingers-Meinung.at<br />

528 Seiten, Hardcover<br />

ISBN 978-3-423-28218-5<br />

€ 24,70 | dtv<br />

56<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


DER TOP-SELLER ANFANG JUNI <strong>2020</strong> IN NEUAUFLAGE:<br />

Kurt Schall<br />

KLETTERSTEIG-<br />

ATLAS ÖSTERREICH<br />

Alle lohnenden Klettersteige - von leicht bis<br />

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komplett aktualisiert - jetzt ca. 470 Klettersteige u.<br />

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800 (!) Seiten, ca. 3.000 Fotos u. Abblidungen, Ringbuch-<br />

Mappe mit stabilem 4-Loch-System, inkl. Schutzhülle<br />

ISBN: 978-3-900533-89-2 VK-Preis EUR 49,95<br />

Anfang Juni ist es endlich wieder soweit: Dann erscheint die neueste Ausgabe des überaus beliebten<br />

Klettersteigführers, welcher von namhaften Experten und Fachleuten empfohlen wird.<br />

Damit gibt es wieder ein professionelles und aktuelles Standardwerk, welches den neuesten Stand der<br />

Klettersteige in Österreich optimal und umfassend dokumentiert!<br />

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Tour (inkl. einer stabilen Schutzhülle zum Einlegen der Tourenblätter).<br />

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Klettersteigführern nicht beschrieben werden.<br />

.Mit modernen, präzisen, plastischen und aussagekräftigen Farbtopos, welche<br />

in Bezug auf Genauigkeit, Übersichtlichkeit u. grafischer Gestaltung unerreicht sind!<br />

.Dazu präzise Anforderungsprofile und umfangreiche Detail informationen,<br />

sowie viele Wand- und Aktionsfotos, wo bei der Führer auch optisch und grafisch sehr<br />

aufwändig gestaltet ist.<br />

.Mit einem ausführlichen Einleitungsteil über Technik und Taktik auf Klettersteigen<br />

der Alpenverein-Akademie.<br />

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(im verlagsneuen Zustand) bis Ende September <strong>2020</strong> inkl. Versandkostenanteil.<br />

Bestellungen in Österreich: Medienlogistik Pichler, www.medien-logistik.at, E-<strong>Mai</strong>l: mlo@medien-logistik.at<br />

Bestellungen in Deutschland: KNV-Zeitfracht (www.knv-zeitfracht.de) od. Umbreit (www.umbreit.de)<br />

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3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

1<br />

1<br />

2<br />

3<br />

1<br />

2<br />

3<br />

Nachbezugsspiegel<br />

Kinder- & Jugendbuch<br />

April<br />

Auslieferung Mohr Morawa<br />

Kling: Das NEINhorn/CARLSEN<br />

Brezina: Fritz Fantom. Der Schrecken<br />

der Schule/G&G<br />

Scheffler, Donaldson: Der Grüffelo/<br />

BELTZ & GELBERG<br />

Paluten: Schlamassel im Weltall/<br />

COMMUNITy EDITIONS<br />

yamada: Vielleicht/ADRIAN<br />

Myst: Das kleine Böse Buch/<br />

UEBERREUTER<br />

Read: Emily und die geheime Nachtpost/CARLSEN<br />

Russell: DORK Diaries. Nikkis (nicht<br />

ganz so) beste Freundin für immer/<br />

EGMONT SCHNEIDERBUCH<br />

Brandis: Seawalkers. Rettung für Shari/<br />

ARENA<br />

Moser: Billi, die Baummaus/BELTZ &<br />

GELBERG<br />

Auslieferung Medienlogistik<br />

Lobe: Das kleine Ich bin ich/<br />

JUNGBRUNNEN<br />

Lobe, Opgenoorth: Valerie und die<br />

Gute-Nacht-Schaukel/JUNGBRUNNEN<br />

Lobe, Weigel: Die Omama im Apfelbaum/JUNGBRUNNEN<br />

Lobe, Weigel: Die Geggis/<br />

JUNGBRUNNEN<br />

Isern, Bonilla: Das große starke Buch/<br />

JUMBO<br />

Spitzenreiter<br />

nach Verlagsangaben<br />

Fischer<br />

McBratney: Weißt du eigentlich, wie<br />

lieb ich dich hab?/FISCHER<br />

SAUERLäNDER<br />

Oetinger<br />

Nöstlinger: Konrad oder das Kind<br />

aus der Konservenbüchse/OETINGER<br />

TASCHENBUCH<br />

Nöstlinger: Die besten Geschichten<br />

vom Franz/OETINGER<br />

Carter: Animox 1. Das Heulen der<br />

Wölfe/OETINGER<br />

Ravensburger<br />

Cuno, Cüppers: Sachen suchen:<br />

Frohe Ostern<br />

Nahrgang: Zähne putzen, Pipi machen<br />

Neudert, Schuld: tiptoi®<br />

Meine schönsten Kinderlieder<br />

kinder-| jugendbuch<br />

Ein Hasenkind<br />

begeistert<br />

das Sortiment<br />

Plötzlich war der<br />

Lockdown da und<br />

alle Buchhandlungen<br />

wurden geschlossen. Der Moritz<br />

Verlag sowie Illustrator und Hasenkindvater<br />

Jörg Mühle verschafften dem Sortiment<br />

mit einer pfiffigen Bildidee Aufmerksamkeit.<br />

Das Motiv wurde allen<br />

Buchhandlungen kostenfrei zur Verfügung<br />

gestellt, damit diese auf ihren Lieferservice<br />

hinweisen konnten. Eingehüllt<br />

in einen Schutzanzug und eine große<br />

Schutzbrille vor den Augen hält das Hasenkind<br />

mit ausgestrecktem Arm eine<br />

Greifzange in der Hand: An deren Ende<br />

klemmt ein Buch! „Der Buchhandel<br />

bringt’s!“ steht darüber.<br />

Sortiments-Info<br />

Mehr denn je haben wir in<br />

den letzten Wochen unsere<br />

Hände gewaschen und<br />

vielleicht auch umso mehr<br />

sauberes Trinkwasser zu<br />

schätzen gelernt. Mit dem<br />

Sachbuch Ohne Wasser<br />

geht nichts! Alles über den<br />

wichtigsten Stoff der Welt<br />

ist dem Beltz & Gelberg Verlag (<strong>2020</strong>) wieder<br />

ein bildstarkes Sachbuch gelungen, das Schritt<br />

für Schritt alle Themenbereiche des Wassers<br />

kindgerecht beleuchtet. Wo kommt das Wasser<br />

her, wie ist es aufgebaut und warum ist Wasser<br />

so besonders? Was macht all das Wasser in<br />

unserem Körper? Welche Berufe haben mit Wasser<br />

zu tun? Was bedeutet Wasserprivatisierung?<br />

Und warum sollten wir sorgsam und sparsam mit<br />

Wasser umgehen? Christina Steinlein gibt in leicht<br />

verständlicher Sprache Antworten auf diese und<br />

weitere Fragen und schafft es, den Bogen von den<br />

theoretischen Erklärungen zum Lebensalltag der<br />

Kinder zu spannen. Auch die anschaulichen Illustrationen<br />

Mieke Scheiers zeigen, wie wir unsere<br />

wichtigste Ressource bewahren, damit die Zukunft<br />

des Elements Wasser gesichert bleibt.<br />

Die Buchklub-Redaktion empfiehlt<br />

www.buchklub.at<br />

Kreativideen von Gerstenberg<br />

Für die kindergarten- und schulfreie Zeit<br />

bot der Gerstenberg Verlag unter dem<br />

Motto #wirbleibenzuhause viele Kreativideen<br />

an. Die Anregungen<br />

unter www.<br />

gerstenberg-verlag.de/<br />

index.php?id=268 luden<br />

zum Basteln, Spielen,<br />

Lernen, Kochen,<br />

Lesen und Werkeln<br />

ein und konnten von<br />

den Buchhandlungen Insektenhotel<br />

auch für deren Websites genutzt werden,<br />

um Kinderbücher weiterhin mit ständig<br />

wechselnden Zusatzangeboten zumindest<br />

digital ins Gespräch zu bringen.<br />

Neues von Paluten<br />

Der meistgeklickte<br />

YouTuber Deutschlands<br />

hat bei Community<br />

Editions<br />

mit Schlamassel im<br />

Weltall seinen dritten<br />

Roman aus der<br />

Welt von Minecraft Freedom herausgebracht.<br />

Diesmal verschlägt es ihn und<br />

seine Freunde in den Weltraum.<br />

Agnes Ofners Nicht so das<br />

Bilderbuchmädchen (Jungbrunnen<br />

Verlag 2019) ist ein<br />

berührender Jugendroman,<br />

der sich in einfühlsamer<br />

Sprache mit den Themen<br />

Erwachsenwerden und Identitätsfindung<br />

auseinandersetzt.<br />

Mit „Hallo ich bin Zara“<br />

auf drei Zetteln im Fenster beginnt ein vorsichtiger<br />

Kontakt zwischen Zara und dem Jungen, dessen<br />

Zimmer genau gegenüber liegt. Schon seit einiger<br />

Zeit beobachtet sie, wie er immer wieder weint, und<br />

Zara hofft, ihm helfen zu können. Es entwickelt sich<br />

eine besondere Art der Kommunikation – stichwortartig,<br />

mit Gesten und Plakaten über die Straße<br />

hinweg. Trotz oder gerade wegen dieser Distanz<br />

lernen sich Zara und Sam immer besser kennen,<br />

teilen Freud und Leid ihres Alltags. Die Perspektiven<br />

der beiden Jugendlichen wechseln einander ab, der<br />

unterschiedliche Tonfall lässt mitfühlen, was Sam<br />

und Zara erleben und empfinden: Liebeskummer,<br />

Angst, Probleme mit besten Freundinnen und mobbenden<br />

Schulkollegen, Trost der Eltern, Identitätskrisen<br />

... Ein sehr empfehlenswertes Buch mit einer<br />

recht überraschenden Wendung zum Schluss!<br />

58 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


Raus in die Natur<br />

Mariella Gittler und Florian Ryba präsentierten<br />

im Q19 den zweiten Band<br />

Wiesentricks. Entdecke die Natur auf<br />

lustige Weise! Dabei führten sie live das<br />

Blümchen-Schauspiel vor. Das Naturentdeckerbuch<br />

zeigt aber noch viele weitere<br />

Spiele, die mit den Dingen, die draußen<br />

vorkommen, gespielt werden können,<br />

z. B. Wind-Kompass, Krabbeltiere-Versteck,<br />

Löwenzahn-Wasserleitung, Grillen<br />

kitzeln, <strong>Mai</strong>pfeifferl, Eschen-Fliegerstaffel,<br />

Huflattich-Paragleiter, Tierspuren-<br />

Gipsabdruck oder Fruchtfliegen-Horst.<br />

Florian Ryba sieht seine Bücher als Umweltprojekt,<br />

da sie die Kinder in die Natur<br />

führen. Auslieferung: www.bubo.at.<br />

kinder-| jugendbuch<br />

Kinder-Tanz-DVD mit Teddy Eddy<br />

Ingrid Hofer hat in der edition v die<br />

Tanz-DVD Teddy Eddy. Achtung! Fertig!<br />

Los! herausgebracht. Sie enthält 17 Kinderlieder<br />

rund um den<br />

beliebten Bären Teddy<br />

Eddy und seine freche<br />

Freundin Kim, die Kindern<br />

ab zwei Jahren<br />

zeigen, wie spannend<br />

der Alltag sein kann: ob<br />

im Schwimmbad oder<br />

beim Essen, ob es um Jonglierkünste<br />

oder das Haareschneiden geht ... die erfrischenden<br />

Ohrwürmer spiegeln den Alltag<br />

wider und motivieren zum Mitsingen<br />

und Mittanzen. Sämtliche 17 Tanzvideos<br />

können mit oder ohne Gebärdensprache<br />

abgespielt werden.<br />

Buch des Monats <strong>Mai</strong><br />

der Deutschen Akademie für Kinderund<br />

Jugendliteratur: • Jugendbuch:<br />

Sarah Jäger/Nach vorn, nach Süden/Rowohlt<br />

rotfuchs, • Kinderbuch: Marianne<br />

Kaurin/Irgendwo ist immer Süden/<br />

WooW Books und • Bilderbuch: Michael<br />

Stavaric/Die ˇ Menschenscheuche/Kunstanstifter<br />

Verlag und der österreichischen<br />

AG Kinder- und Jugendliteratur: • Åsa<br />

Lind/Zackarina und der Sandwolf/Beltz<br />

& Gelberg, Zauberhafter<br />

• Leo Timmers/Wo steckt der<br />

Drache?/Aracari und • Sally Gardner/Mr<br />

Reihenstart im Frühjahr 6<br />

Tiger, Betsy und das magische Wunscheis/<br />

Reihe Hanser/dtv.<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

Bestseller April<br />

Kinder- & Jugendbuch<br />

Jeff Kinney<br />

Gregs Tagebuch 14<br />

Voll daneben!<br />

BAUMHAUS (3)<br />

Ursula Poznanski<br />

Erebos 2<br />

LOEWE (–)<br />

Magnus Myst<br />

Das kleine Böse Buch<br />

UEBERREUTER (10)<br />

Thomas Brezina<br />

Fritz Fantom. Der<br />

Schrecken der Schule<br />

G&G (–)<br />

Anna Ruhe | Die Duftapotheke.<br />

Das Turnier<br />

der tausend Talente<br />

ARENA (–)<br />

Benjamin Read | Mitternachtsstunde.<br />

Emily und<br />

die geheime Nachtpost<br />

CARLSEN (–)<br />

7<br />

Karen M. McMagnus<br />

One of us is lying<br />

CBJ (–)<br />

NEU – Band 6 der<br />

erfolgreichen Reihe!<br />

• Für Mädchen ab 8 Jahren<br />

• Sehnsuchtsort Wald<br />

• Magie & Tiere<br />

• Autorin Usch Luhn<br />

Band 1<br />

Band 2<br />

ISBN 978-3-473-40350-9 ISBN 978-3-473-40351-6<br />

Band 3 Band 4<br />

ISBN 978-3-473-40352-3 ISBN 978-3-473-40353-0<br />

ISBN 978-3-473-40355-4<br />

Cover mit<br />

Silberfolie<br />

Je 5 [A] 10,30<br />

Band 5<br />

ISBN 978-3-473-40354-7<br />

www.ravensburger.de<br />

Illustrationen: Lisa Brenner<br />

8<br />

9<br />

10<br />

Karolin Leszinski u. a.<br />

Das große Buch<br />

für Pferdefreunde<br />

COPPENRATH (–)<br />

Onjali Q. Raúf<br />

Der Junge aus der<br />

letzten Reihe<br />

ATRIUM (–)<br />

Christelle Dabos<br />

Die Spiegelreisende. Das<br />

Gedächtnis von Babel<br />

INSEL (–)<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

Sortimenter-Brief <strong>2020</strong>.indd 4 20.03.20 14:30<br />

59<br />

• Ziffer in Klammern =<br />

Platzierung im Vormonat


kinder-| jugendbuch<br />

© privat<br />

Wilde Kerle bei 360 Grad<br />

18 Jahre nach dem Start der Kinderbuchreihe<br />

Die Wilden Kerle im Jahr 2002 haben<br />

der Autor und Filmemacher Joachim<br />

Masannek und der Illustrator Jan Birck<br />

die ersten drei Bände der Bestsellerserie<br />

im 360 Grad Verlag neu veröffentlicht.<br />

Band 4 und 5 folgen im September.<br />

Zeitgemäß mit modernem Coverdesign<br />

ausgestattet, das bei Zielgruppentests<br />

mit Mädchen und Jungen besonders gut<br />

ankam, erscheinen die Bücher erstmals<br />

komplett mit farbigen Innenillustrationen.<br />

Der Start-Trailer, in dem Joachim<br />

Masannek explizit auch über Buchhandlungen<br />

spricht, steht zum freien Download<br />

und als Verkaufsförderung für alle<br />

Buchhändler und deren Webseiten auf<br />

www.diewildenkerle.de bereit. Außerdem<br />

stellt der Verlag ein A2-Poster sowie<br />

Aufkleber zur Verfügung. Zu bestellen<br />

unter aktion@360grad-verlag.de.<br />

Info-Broschüre Viren<br />

Die aktuelle Situation<br />

rund um die Corona-Pandemie<br />

wirft viele Fragen<br />

auf und sorgt häufig für<br />

Verunsicherung – auch<br />

und vor allem bei Kindern.<br />

Verlässliche Informationen<br />

helfen, das Thema Viruserkrankungen,<br />

insbesondere Covid-19,<br />

besser zu verstehen. Der Tessloff Verlag<br />

hat deswegen die Broschüre WAS IST<br />

WAS Viren. Den Krankheitserregern<br />

auf der Spur entwickelt und stellt diese<br />

in einem ersten Schritt digital zur Verfügung.<br />

Das 20-seitige Heft kann auf<br />

den Verlagsseiten www.wasistwas.de<br />

und www.tessloff.com unentgeltlich<br />

heruntergeladen werden, außerdem<br />

ist es als kostenloses E-Book erhältlich<br />

und wird zusammen mit dem Partner<br />

Bookwire über E-Book-Shops vertrieben.<br />

Nachdem die bekannte Reihe aus<br />

dem Tessloff Verlag seit nahezu sechzig<br />

Jahren für erstklassig aufbereitetes<br />

Sachwissen für Kinder steht und diese<br />

hohe Qualität einen angemessenen<br />

Preis haben soll, erhöht Tessloff den österreichischen<br />

Ladenpreis aller WAS IST<br />

WAS-Bände mit 1. Juni auf 13,40 €. Jeder<br />

Titel wird von Experten entwickelt, sorgfältig<br />

und opulent bebildert und ausschließlich<br />

in Deutschland produziert.<br />

Corona-Thema<br />

sensibel umgesetzt<br />

Karin Waldl will mit<br />

ihrem Buch Ich mag<br />

Corona nicht! aus<br />

dem Papierfresserchens<br />

MTM-Verlag<br />

in der Corona-Krise<br />

Fragen beantworten und Mut machen.<br />

Als Lehrerin im oberösterreichischen<br />

Rüstorf hat sie schnell erkannt, dass Kinder<br />

und Jugendliche von einem Tag zum<br />

anderen viele Veränderungen bewältigen<br />

mussten. Vom ersten Kapitel „Das<br />

Leben ist schön“ bis zum letzten „Das<br />

Leben beginnt von vorne“ betrachtet sie<br />

alle Aspekte, die für ihre jungen Leser<br />

wichtig sind. Wie kann geholfen werden?<br />

Was ist gegen die Einsamkeit zu tun?<br />

HarperCollins erweitert Kinderbuch<br />

HarperCollins Publishers will Egmont<br />

Books UK Ltd. sowie das Buchgeschäft<br />

von Egmont in Polen und Schneiderbuch<br />

Deutschland übernehmen. Das<br />

Zeitschriftenverlagsgeschäft von Egmont<br />

ist nicht Teil der Transaktion und<br />

wird von Egmont Publishing übernommen.<br />

Egmont Publishing steht hinter<br />

einer breiten Palette von populären<br />

Zeitschriftentiteln und Büchern in mehr<br />

als 20 Ländern sowie hinter globalen<br />

Lizenzpartnerschaften mit einer Reihe<br />

von Markeninhabern wie Disney, Mattel,<br />

Hasbro, Mojang und Roblox. In Deutschland<br />

wird Schneiderbuch in die Kinderund<br />

Jugendbuchsparte von HarperCollins<br />

Deutschland unter der Leitung von<br />

Carina Mathern, Programmleitung Kinder-<br />

und Jugendbuch, integriert.<br />

Astrid-Lindgren-Preis<br />

Die südkoreanische<br />

Illustratorin Baek Hee<br />

Na wird für ihr außerordentliches<br />

Gefühl<br />

für Materialien, Gesichtsausdrücke<br />

und<br />

Gestiken, mit denen<br />

sie Geschichten über die Einsamkeit,<br />

Begegnungen und Gemeinschaft von<br />

Kindern in Szene setze, mit dem Astrid-<br />

Lindgren-Gedächtnispreis im Wert von<br />

450.000 € prämiert. 2019 ist bei mixtvision<br />

Wolkenbrot erschienen. Unter<br />

den 240 Nominierten für den höchstdotierten<br />

Kinder- und Jugendliteraturpreis<br />

befand sich auch der deutsche Autor und<br />

Illustrator Janosch.<br />

Corona-<br />

Informationsbuch<br />

Die Masse an Nachrichten<br />

und Informationen<br />

über Coronaviren<br />

und Covid19-Erkrankungen<br />

kann nicht<br />

nur für Erwachsene belastend sein. Vor<br />

allem Kinder verstehen vieles nicht, was<br />

Experten in den Medien berichten. Als<br />

Unterstützung für Eltern ist Coronavirus.<br />

Ein Buch für Kinder herausgekommen.<br />

Es wurde vom englischen Verlag<br />

Nosy Crow entwickelt und von Grüffelo-<br />

Schöpfer Axel Scheffler illustriert. Beltz<br />

& Gelberg stellt das Buch zum kostenfreien<br />

Download zur Verfügung.<br />

Klassik für Kinder<br />

Soundbücher von<br />

Ullmann Medien<br />

sind der ideale Einstieg<br />

in die Welt der<br />

klassischen Musik<br />

für kleine Musikfans<br />

ab zwei Jahren. Neben<br />

So klingt Tschaikowsky<br />

und – speziell<br />

im Beethovenjahr<br />

– So klingt Beethoven<br />

sind auch Bände über<br />

Händel, Verdi, Vivaldi,<br />

Mozart, Bach und<br />

Chopin lieferbar.<br />

60<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


sortimentsnews<br />

© Wagnersche<br />

Wagner’sche schnürte<br />

Gute-Laune-Pakete<br />

Da es in den letzten Wochen schwierig<br />

war, sich selbst und auch die Kinder<br />

bei Laune zu halten und zu beschäftigen,<br />

hat die Wagner’sche Universitätsbuchhandlung<br />

„Gute-Laune-Pakete“<br />

geschnürt. Diese standen für Abenteuerlustige,<br />

Hexen und Zauberer, Experimentierfreudige,<br />

kreative Köpfe, Krimifans,<br />

Naturliebende, Küchenstars,<br />

Weltraumbegeisterte und Wissbegierige<br />

zur Verfügung. Natürlich gab es jedes Paket<br />

für die verschiedensten Altersstufen<br />

und auch für Erwachsene. Eine individuelle<br />

Anpassung war ebenso möglich.<br />

Umsatzbonus für Buchhändler<br />

von Haymon und Löwenzahn<br />

Die beiden Verlage Haymon und Löwenzahn<br />

haben sich mit einer außergewöhnlichen<br />

Aktion an den Buchhandel<br />

gewandt: Durch einen Umsatzbonus für<br />

Buchhandlungen in der Höhe von 5 % auf<br />

alle getätigten Löwenzahn- & Haymon-<br />

Umsätze im April und <strong>Mai</strong> wollen sie ein<br />

klares Zeichen in Richtung Zukunft setzen<br />

und den Handel unterstützen.<br />

Gerlinde Tamerl<br />

kehrt in die Buchbranche<br />

zurück<br />

Mag. Gerlinde Tamerl<br />

verstärkt Markus<br />

Renk in der<br />

Geschäftsführung<br />

der Wagner’schen<br />

Buchhandlung in Innsbruck. Die promovierte<br />

Kunsthistorikerin und Jurorin der<br />

ORF-Bestenliste war bereits fünfzehn<br />

Jahre lang als Pressesprecherin im Haymon<br />

Verlag tätig. In den vergangenen<br />

zwei Jahren arbeitete sie als Kulturredakteurin<br />

bei der Tiroler Tageszeitung.<br />

Einkaufsinitiative „Shop daheim“<br />

Die Buchhandlungen Thalia, Mayersche<br />

und Osiander haben diese neue Initiative<br />

gegründet, um die Vertriebskanäle<br />

online und stationär miteinander zu vernetzen.<br />

Die Gründungspartner bringen<br />

auch Investitionen in Marketing und<br />

Infrastruktur mit ein. Die Einkaufsplattform<br />

www.shopdaheim.at steht allen<br />

Händlern offen, die sowohl stationär wie<br />

auch digital aktiv sind. Sie können sich<br />

unter partner@shopdaheim.de melden,<br />

um Teil des nationalen Netzwerks zu<br />

werden. Innerhalb kürzester Zeit haben<br />

sich in Österreich Morawa, buchmedia,<br />

KNV Zeitfracht sowie Libri angeschlossen.<br />

Aktuell sind es rund 15.000 Geschäfte<br />

– davon 1.000 in Österreich –, die<br />

für die Menschen vor Ort da sind.<br />

Die besten Buchhandlungen <strong>2020</strong><br />

Der Österreichische Buchhandlungspreis<br />

wird vom Bundesministerium für<br />

Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und<br />

Sport (BMKÖS) und dem Hauptverband<br />

des Österreichischen Buchhandels<br />

(HVB) gemeinsam vergeben und zeichnet<br />

fünf heimische Buchhandlungen<br />

aus, die mit ihrem Konzept im stationären<br />

Handel überzeugen konnten. Die<br />

Preisträger <strong>2020</strong> sind: • Bücherstube in<br />

Horn, • Buchhandlung Lerchenfeld in<br />

Wien, • Buchhandlung Löwenherz in<br />

Wien, • Buchhandlung Wirthmiller in<br />

Saalfelden und • Wagner’sche Universitätsbuchhandlung<br />

Medici in Innsbruck.<br />

Der Preis ist mit insgesamt 50.000 € dotiert<br />

und wird in Verbindung mit einem<br />

Gütesiegel zum Zwecke erhöhter Aufmerksamkeit<br />

und Außendarstellung an<br />

die jeweiligen Buchhandelsunternehmen<br />

verliehen. Die unabhängige Fachjury,<br />

die heuer die Entscheidung über<br />

die Auszeichnungen getroffen hat, setzte<br />

sich aus den Verlagsvertretern Horst<br />

Bayer und Anna Güll, der Autorin Vea<br />

Kaiser, dem Luftschacht-Verleger Jürgen<br />

Lagger und dem Kurier-Journalisten<br />

Georg Leyrer zusammen.<br />

Alles Gute<br />

zum Geburtstag<br />

16. 5. ING. FRANZ KOINER<br />

Stocker, Graz<br />

18. 5. LAURA KOCH<br />

Koch, Gmunden<br />

18. 5. TINO UHLEMANN<br />

Neumann-Wolff-Gruppe<br />

Kiel<br />

20. 5. NIKOLAUS BRANDSTÄTTER<br />

Brandstätter, Wien<br />

20. 5. MAG. FRIEDERIKE HARR<br />

Brandstätter, Wien<br />

20. 5. URSULA KOHLER<br />

Oesch, Zürich<br />

25. 5. HUBERT KRENN<br />

Krenn, Wien<br />

25. 5. MARTIN SCHLIEBER<br />

Verlagsvertreter, Wien<br />

27. 5. RENÉ BUSSE<br />

Orell Füssli, Zürich<br />

28. 5. WILHELM PLATZER<br />

Verlagsagentur Neuhold, Graz<br />

28. 5. GISA WÖRLEIN<br />

Herder, München<br />

29. 5. RENATE FLADISCHER<br />

Verlagsvertreterin, Wien<br />

29. 5. ASTRID IFFLAND<br />

Groh, Germering<br />

29. 5. ALOIS RIEGLER<br />

Riegler, Bruck/Leitha<br />

29. 5. EMIL STEINEDER<br />

Steineder, Graz-Stattegg<br />

30. 5. REINHARD ATZL<br />

Tyrolia, St. Johann<br />

30. 5. WOLFGANG PANZENBÖCK<br />

Verlagsvertreter, Wien<br />

30. 5. MARTIN TREML<br />

Kager & Treml, Wien<br />

31. 5. GERTRUD HASLWANTER<br />

Verlagsvertreterin, Innsbruck<br />

31. 5. RUDOLF WILDZEISZ<br />

Großgraben<br />

Weitere Geburtstage auf Seite 62<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

61<br />

Happy Birthday!


verlagsnews<br />

Alles Gute<br />

zum Geburtstag<br />

langjähriger Geschäftsführer des zum<br />

dtv-Gesellschafterkreis gehörenden Carl<br />

Hanser Verlags, wurde zum Interims-<br />

Geschäftsführer berufen.<br />

Weitere Geburtstage auf Seite 61<br />

1. 6. BRIGITTE MUHR<br />

Mohr Morawa, Wien<br />

1. 6. MAG. SUSANNE SANDLER<br />

Sydy’s, St. Pölten<br />

3. 6. DR. CHRISTIAN HALBWACHS<br />

Freytag-Berndt, Wien<br />

4. 6. ANDREAS VON BLEICHERT<br />

Bruckmann, München<br />

4. 6. FREDERICK BÜCHLER<br />

Verlagsvertreter, Maria Enzersdorf<br />

4. 6. BERNHARD SPIESSBERGER<br />

Verlagsvertreter, Wien<br />

6. 6. IRENE ALEXOWSKY<br />

Alexowsky, Groß-Enzersdorf<br />

6. 6. HEDWIG SCHELLER<br />

Scheller, Jenbach<br />

6. 6. WOLFGANG WEISS<br />

Weiss, Mödling<br />

8. 6. JUDITH STOLPP<br />

Egmont, Berlin<br />

9. 6. MAG. WOLFGANG DVORAK-<br />

STOCKER, Stocker, Graz<br />

9. 6. PROF. LOJZE WIESER<br />

Wieser, Klagenfurt<br />

10. 6. FRITZ DUDA<br />

facultas, Mistelbach<br />

10. 6. BETTINA SCHUH<br />

Knotzer, Mattersburg<br />

14. 6. GABRIELA GEISSLER<br />

Tyrolia, Innsbruck<br />

14. 6. PETER KARGL<br />

Mohr Morawa, Wien<br />

14. 6. CLAUDIA MAGAUER<br />

Ellmauer, Zell/See<br />

14. 6. KARL SCHWEIGER<br />

Verlagsvertreter, Amstetten<br />

15. 6. GERHARD RÖDLACH<br />

Tyrolia, Innsbruck<br />

15. 6. ELISABETH STRINI<br />

Strini, Schwechat<br />

Informationen bitte an<br />

Silvia Kudrna<br />

Telefon 01/548 13 15-34<br />

Fax 01/548 13 15-39<br />

silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

Personelle Veränderungen<br />

im Coppenrath Verlag<br />

Manuel Knemöller (li) übernimmt am<br />

1. Juli die Vertriebsleitung von Hubert<br />

Bergmoser, der Leiter des Vertreter-<br />

Teams Nordrhein-Westfalen wird. Manuel<br />

Knemöller ist derzeit bei Cornelsen<br />

als Vertriebsleiter Fachverlage tätig und<br />

arbeitete lange Jahre für die Verlagsgruppe<br />

Random House sowie die Verlagsgruppe<br />

Lübbe. Christina Grams-Huth (re)<br />

unterstützt Manuel Knemöller als stellvertretende<br />

Vertriebsleiterin. Ihre derzeitigen<br />

Aufgaben als Key-Account-Managerin<br />

wird sie weiterhin wahrnehmen.<br />

Neu im Vertrieb<br />

bei Folio<br />

Alice Nieduzak<br />

verstärkt das Team<br />

des Folio Verlags<br />

am Standort Bozen.<br />

Nach zwei Jahren<br />

als freie Videojournalistin<br />

für eine Nachrichtenagentur und<br />

fast drei Jahren als Buchhändlerin in einer<br />

Frankfurter Hugendubel-Filiale hat<br />

sie die Vertriebsstelle von Daniela Appel-<br />

Eichner übernommen.<br />

© Heike Bogenberger<br />

Claudia Baumhöver verlässt dtv<br />

Sie hat 20 Jahre den renommierten Hörverlag<br />

geleitet, bevor sie 2016 Verlegerin<br />

der dtv Verlagsgesellschaft wurde.<br />

Nun verlässt Claudia Baumhöver den<br />

dtv auf eigenen Wunsch, um sich neuen<br />

Aufgaben zuzuwenden. Stephan Joß,<br />

© privat<br />

Neue Leitung<br />

Presse bei<br />

HarperCollins<br />

Laura Hage hat die<br />

Leitung der Abteilungen<br />

Presse- und<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

sowie Veranstaltungen<br />

bei HarperCollinsGermany<br />

in Hamburg übernommen. Sie folgt auf<br />

Jasmin Strauß, die sich neuen beruflichen<br />

Aufgaben widmet. Zuletzt ist Laura<br />

Hage für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit<br />

im Hoffmann und Campe Verlag<br />

verantwortlich gewesen, wohin sie 2014<br />

von den Berliner Ullstein Buchverlagen<br />

gewechselt war.<br />

Penguin<br />

Blanvalet mit<br />

neuer Leitung<br />

Britta Egetemeier,<br />

die seit 2009 für<br />

die Verlagsgruppe<br />

Random House tätig<br />

ist, hat die Leitung<br />

des neuformierten Verlegerbereichs<br />

Penguin Blanvalet übernommen. Sie tritt<br />

damit die Nachfolge von Nicola Bartels<br />

als verlegerische Geschäftsführung und<br />

Mitglied des Management Boards der<br />

Verlagsgruppe Random House an.<br />

© privat<br />

Beltz verstärkt<br />

Werbung Kinderund<br />

Jugendbuch<br />

Charlotte Neuhauss<br />

ist in der<br />

Werbeabteilung der<br />

Weinheimer Verlagsgruppe<br />

Beltz<br />

vorrangig für die Bewerbung des Kinder-<br />

und Jugendbuchprogramms Beltz<br />

& Gelberg zuständig. Sie kommt vom<br />

Klett-Cotta Verlag, wo sie ein Volontariat<br />

im Bereich Marketing und Presse absolvierte.<br />

Während ihres Studiums arbeitete<br />

sie bei der Stiftung Lesen in <strong>Mai</strong>nz.<br />

© privat<br />

© privat<br />

Happy Birthday! 62 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


auslieferer- & vertreterinfo<br />

Klaus Hackländer<br />

ER ist dA. der Wolf kehrt zurück<br />

ca. 240 seiten, Hardcover<br />

mit schutzumschlag, € 24,–<br />

isBN 978-3-7110-0258-7<br />

ECOWiN | Et: 20. <strong>Mai</strong><br />

Der Wildbiologe Klaus Hackländer<br />

kennt alle Fakten zum Thema Wolf und<br />

weiß, dass in Zukunft mehr Tiere die<br />

Wanderung aufnehmen werden. Was<br />

das bedeutet, worüber wirklich geredet<br />

werden muss und welche Optionen es für<br />

den Umgang mit dem Wolf gibt, hat er in<br />

diesem Buch niedergeschrieben.<br />

Wolfgang schüssel<br />

WAs. Mut. MACHt.<br />

Bemerkungen und Bemerkenswertes<br />

ca. 300 seiten, Hardcover<br />

mit Lesebändchen, € 26,–<br />

isBN 978-3-7110-0270-9<br />

ECOWiN | Et: 5. Juni<br />

Wer Wolfgang Schüssel nur als Politiker<br />

kennt, wird in diesem Buch einen neuen<br />

Menschen kennenlernen. Hier sehen wir<br />

das einzigartige Lebenspanorama eines<br />

Politikers und eines Menschen, der seine<br />

Einsichten und Ansichten erzählerisch<br />

und bildnerisch zu vermitteln vermag.<br />

Informationen bitte an Silvia Kudrna, Tel. 01/548 13 15-34,<br />

Fax 01/548 13 15-39, E-<strong>Mai</strong>l silvia.kudrna@schwarzer.at<br />

MM:<br />

ab 1. Juni:<br />

Elster & Salis Verlag, 978-3-906903, 978-3-906195<br />

Vertreter: Michael Orou (Ost) und Michael Hipp (West)<br />

Falkemedia, 978-3-96417<br />

Vertreter der Habenschuss-Gruppe<br />

ab 1. Juni:<br />

Manga Cult, 978-3-96433<br />

Vertreter: Thomas Lasnik (Ost) und Edwin Mayr (West)<br />

Random House Gruppe, Penguin Junior, 978-3-328<br />

Vertreter: Dagmar Niesner und Gertrude Rupp<br />

story.one publishing, 978-3-99087-141-6<br />

Schiff (Hg.)/Corona – Nichts wird mehr sein wie es war<br />

MM:<br />

Neue Verlage in der Auslieferung<br />

streichungen Verlage<br />

Edition Musze, Ute Gruenberger, 978-3-9502842<br />

Maurice Hamilton<br />

NiKi LAudA – diE BiOGRAfiE<br />

»Es ist nicht einfach, perfekt zu sein«<br />

ca. 400 seiten, Hardcover, € 25,70<br />

isBN 978-3-8419-0725-7<br />

EdEL BOOKs | lieferbar<br />

Zum ersten Todestag am 20. <strong>Mai</strong>!<br />

Der Österreicher Niki Lauda prägte die<br />

Formel 1 über Jahrzehnte wie kein<br />

Zweiter – als erfolgreicher Fahrer, aber<br />

auch als Manager und Macher hinter<br />

den Kulissen. Seine einmalige Lebensgeschichte<br />

umfasst sportliche Meilensteine<br />

wie zwei Weltmeistertitel mit<br />

Ferrari und die weltberühmte Rivalität<br />

mit James Hunt in den 70er-Jahren<br />

(verfilmt im Kinofilm Rush), aber auch<br />

dramatische Wendepunkte wie den fast<br />

tödlichen Unfall auf dem Nürburgring,<br />

den Rücktritt und den Beginn der Unternehmerkarriere<br />

sowie die langjährige,<br />

erfolgreiche Arbeit als Manager, Medienexperte<br />

und Berater in der Formel 1.<br />

Der preisgekrönte Autor und Journalist<br />

Maurice Hamilton, der Niki Lauda mehr<br />

als vierzig Jahre lang begleitete, führte<br />

für die erste umfassende Biografie<br />

zahlreiche Gespräche mit der Familie,<br />

Freunden, Wegbegleitern und Mitstreitern.<br />

Entstanden ist ein einmaliges,<br />

tiefgehendes Porträt dieser großen<br />

Sport- und Unternehmerpersönlichkeit.<br />

Auslieferung<br />

MOHR M ORAWA<br />

Buchvertrieb GesmbH<br />

A 1230 Wien, Sulzengasse 2<br />

Tel.: 01/680 14-0, Fax: 01/689 68 00<br />

E-mail: bestellung@mohrmorawa.at<br />

<strong>sortimenterbrief</strong> 5/20<br />

63<br />

Auslieferung<br />

MOHR M ORAWA<br />

Buchvertrieb GesmbH<br />

A 1230 Wien, Sulzengasse 2<br />

Tel.: 01/680 14-0, Fax: 01/689 68 00<br />

E-mail: bestellung@mohrmorawa.at


inserentenverzeichnis/impressum<br />

Guten Appetit ...<br />

An manchen Tagen retten uns nicht einmal To-do-Listen, Terminplaner und beste<br />

Vorbereitung – wir haben einfach keine Zeit. Doch anstatt dann in die Fast-Food-<br />

Falle zu tappen, sollte man sich lieber schnell und kreativ eine gesunde Mahlzeit<br />

kochen. Donna Hay zeigt in ihrem neuen Buch Week Light, wie aus wenigen Zutaten<br />

im Handumdrehen etwas Köstliches entsteht. Ihre Erbsen-Spinat-Fritter mit<br />

Chia und Minze passen zu vielen Gelegenheiten und sind ein Gaumenschmaus,<br />

den man sich nicht entgehen lassen sollte!<br />

ERBsEN-spiNAt-fRittER<br />

Mit CHiA uNd MiNzE<br />

Ergibt 8 Portionen<br />

120 g tiefgekühlte Erbsen, aufgetaut<br />

250 g tiefgekühlter Spinat, aufgetaut<br />

½ Bund Minze, gehackt<br />

½ Bund Dill, gehackt<br />

240 g Ricotta<br />

2 Eier<br />

50 g Chiasamen<br />

Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der<br />

Mühle<br />

Olivenöl extra vergine zum Braten<br />

Zitronenhälften zum Servieren<br />

Rucola zum Servieren<br />

fertig gekauftes Tzatziki zum Servieren<br />

zerzupfte Minzeblätter zum Servieren<br />

Die Erbsen in einer großen<br />

Schüssel mit einer Gabel<br />

teilweise zerdrücken, beiseitestellen.<br />

Den Spinat in<br />

ein Sieb geben und überschüssiges<br />

Wasser ausdrücken.<br />

Dann zwischen<br />

zwei Lagen Küchenpapier<br />

legen und die verbliebene<br />

Flüssigkeit ausdrücken.<br />

Den Spinat grob hacken,<br />

zu den Erbsen geben und<br />

vermischen.<br />

Minze, Dill, Ricotta, Eier,<br />

Chiasamen, Salz und<br />

Pfeffer unter die Erbsenmischung<br />

rühren und zehn Minuten stehen lassen.<br />

Eine große beschichtete Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen<br />

und etwas Öl hineingeben. Mit feuchten Händen jeweils eine Handvoll der<br />

Erbsenmischung zu flachen Küchlein formen. Portionsweise von jeder Seite<br />

drei Minuten goldbraun braten; falls nötig noch Öl nachgeben. Die fertig<br />

gebackenen Küchlein warm halten.<br />

Die Fritter zusammen mit den Zitronenhälften, dem Rucola und dem Tzatziki<br />

auf Teller verteilen. Vor dem Servieren mit Minze bestreuen.<br />

Foto: © Con Poulos, AT Verlag/www.at-verlag.ch<br />

Mit freundlicher Genehmigung des AT Verlags aus: Week Light von Donna Hay | ISBN 978-3-03902-055-3<br />

inserentenverzeichnis<br />

Antium 29 Schall-Verlag 57<br />

ars vivendi 66 Scorpio 65<br />

Athesia Tappeiner 27 storyone 12–13<br />

Delius Klasing 47 teNeues 45<br />

Fachverband 36–41 Tyrolia 37<br />

Frankfurter Allgemeine Buch 50 Ueberreuter 9<br />

Paul Gerin 33–34 Vier-Türme-Verlag 44<br />

Gräfe und Unzer 54–55 werteART 4–6<br />

Jung und Jung 7<br />

Langenscheidt 43 UMSCHLAGFOLDER<br />

Mankau 11 Haymon<br />

Midas 31<br />

Mohr Morawa 39, 63 BEILAGE<br />

Observer 8 ÖGB Verlag<br />

Orell Füssli 53<br />

Pons 48<br />

Verlag Anton Pustet 1–2<br />

Ravensburger 59<br />

S<br />

W<br />

Z<br />

C<br />

A<br />

E<br />

H<br />

R<br />

R<br />

impressum<br />

ARGE Welttag des Buches.<br />

MEdiENiNHABER uNd VERLAG<br />

Verlagsbüro Karl Schwarzer<br />

Ges.m.b.H., Buchwerbung,<br />

Verlag, Buchhandlung, Werbemittlung,<br />

ARGE Buchliebling,<br />

Herausgeber, Chefredakteur und Eigentümer:<br />

Oskar Hejlek<br />

Redaktionsleitung: Silvia Kudrna<br />

VERLAGsANsCHRift<br />

Dionysius-Andrassy-Straße 1/Top 2,<br />

A 1190 Wien<br />

Telefon 01/548 13 15-0, Fax 01/548 13 15-39,<br />

E-<strong>Mai</strong>l: verlagsbuero@schwarzer.at<br />

Website: www.schwarzer.at<br />

Erscheinungsort: 1190 Wien<br />

Verlagspostamt: 1190 Wien<br />

druck: Paul Gerin, 2120 Wolkersdorf<br />

Erscheinungstermin: Anfang des Monats<br />

Redaktions- und Anzeigenschluss:<br />

15. des Vormonats<br />

Auflage gesamt: 1.600 Exemplare<br />

Jahres-Abo: Inland: € 55,– inkl. MwSt. und<br />

Postversand, Ausland: € 65,– inkl. Postversand<br />

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im<br />

redaktionellen Teil auf die gleichzeitige Verwendung<br />

weiblicher und männlicher Personenbegriffe<br />

verzichtet. Gemeint und angesprochen<br />

sind natürlich immer beide Geschlechter. Alle<br />

im redaktionellen Teil angeführten Buch-Preise<br />

sind – nach Verlags- bzw. Auslieferer-Angaben –<br />

österreichische €-Preise. Für die Inhalte der<br />

Anzeigen sind die Auftraggeber verantwortlich.<br />

Der <strong>sortimenterbrief</strong> – Fachinformation zu<br />

Buchmarkt, -verkauf und -werbung in Österreich<br />

– veröffentlicht Fachhandels-Informationen für<br />

die österreichische Buchbranche.<br />

64 <strong>sortimenterbrief</strong> 5/20


WIR HABEN AUSGELIEFERT!<br />

Weisheitsgeschichten eines großen Poeten,<br />

die unser Herz berühren<br />

Der<br />

Bestsellerautor<br />

aus Korea<br />

256 Seiten, Klappenbroschur ISBN 978-3-95803-315-3, 18,00 € (D) / 18,50 € (A)<br />

Bestellen Sie über MOHR MORAWA Buchvertrieb Gesellschaft mbH, Wien (A)<br />

bestellung@mohrmorawa.at · 01-68014-0


KOMMISSAR GLÜCK ERMITTELT<br />

ISBN 978-3-86913-631-8<br />

250 Seiten<br />

ISBN 978-3-86913-883-1<br />

250 Seiten<br />

ISBN 978-3-7472-0113-8<br />

264 Seiten<br />

ISBN 978-3-86913-997-5<br />

250 Seiten<br />

Für 14,90 € im praktischen Taschenbuchformat mit Farbschnitt<br />

oder als eBook erhältlich<br />

www.arsvivendi.com

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