zusammenarbeit mit lindenhof sa - Allgemeine Zeitung

az.com.na

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IN ZUSAMMENARBEIT MIT LINDENHOF SA-

FARIS UND HOTEL THULE.

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Lindenhof Safaris bietet schon seit 1990 Jagd- und

Bogenjagd-Safaris in Namibia an und lockt damit

Gäste aus aller Welt nach Namibia. Mit einem Team aus

erfahrenen Jagd- und Bogenjagdführern bekommen Besucher

die Gelegenheit, auf Hegegebieten sowie auch auf

Freiland in ganz Namibia zu jagen.

Der Hauptsitz auf der Lindenhof-Ranch bietet Unterkunft

und Jagd-Safaris auf dem eingezäunten Hegegebiet

an. Mit voll ausgestatteten Jagdfahrzeugen und einem

Team bestehend aus Jagdführern, Spurenlesern und Enthäutern

haben die Gäste eine Auswahl von 20 Tierarten,

darunter auch einige große Trophäen.

Jede Jagdsafari wird auf die individuellen Bedürfnisse

der Gäste zugeschnitten. Dabei werden sie vom Mana-

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der professionelle Jagdführer und sie sorgt dafür,

dass die Waage trotz einiger Fußmärsche beim

Abschied ein paar Pfunde mehr aufweist. Auf

der Speisekarte stehen ein reichhaltiges Angebot

an Wildfleisch, was auch gern auf offenem

Feuer gegrillt werden kann.

Auch für Familienangehörige, die nicht jagen,

gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit

vielen Aktivitäten.

Wer einmal das Jägerleben auf Lindenhof genossen

hat, kommt gern zurück.

Lindenhof Safaris ermöglicht alles, um Ihren Aufenthalt

unvergesslich zu machen.

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montieren die Trophäen lebensecht

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Der Jäger hat die Auswahl zwischen

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Fortschritte und Fertigstellung auf dem

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vom größten Büffel bis hin zu dem

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Dezember 2009 • Nr. 178

Jagen

in Namibia

Foto: Joachim Gross


Zambesi • Caprivi

• Namibia

Namibia

stoppt

Abchuss

Löwen jagen Antilopen, Raubvögel jagen Mäuse und Menschen

jagen Tiere. Anders als beim Löwen oder Raubvögel dient das

allerdings in der Regel nicht mehr der Nahrungsbeschaffung,

sondern hat sich zu einer Art Sport entwickelt, der immer wieder

in Frage gestellt wird. Solange allerdings die gesetzlichen

Bestimmungen bei der Jagd eingehalten werden und eine faire

weidmännische Jagd gesichert ist, kann man diesem Sport

durchaus zustimmen. Nicht zuletzt sollte man im Auge behalten,

dass dadurch Arbeitsplätze vor allem im Tourismus gesichert

und sogar geschaffen werden. Es ist die Aufgabe des jeweiligen

Landes, dafür zu sorgen, dass die Tiere nicht wahllos

abgeschossen werden, sondern kontrollierte Maßnahmen den

Bestand schützen.

Mitte dieses Jahres setzte das Ministerium für Umwelt und Tourismus

ein Zeichen und stoppte die Jagd auf Leoparden und Geparden,

weil die Exportquote für 2009 nach dem Artenschutzabkommen

(CITES) bereits überschritten worden war. Auch die

Mitglieder des Namibischen Verbandes der Berufsjäger und

Jagdführer (NAPHA) unterstützten diese Maßnahme, um die Zukunft

der Jagdbranche sowie den Ruf Namibias als ein Land der

fairen Jagd und der selektiven Trophäenjagd zu sichern. Zunehmende

Meldungen über nicht registrierte „Jäger“ und skrupellose,

unethische sowie illegale Jagden auf Geparden und Leoparden

hatte die NAPHA bei einer Sondersitzung des Verbands zu

drastischen Beschlüssen motiviert und diese als Anträge an das

Ministerium gestellt: Die Leopardenjagd mit Hunden soll vorerst

eingestellt und für 2010 sollen weder für Leoparden noch für

Geparden Genehmigungen zur Trophäenjagd ausgestellt werden,

so dass in dem Jahr noch weitere wirksame Kontrollmaßnahmen

eingeführt werden können. Die Napha ging sogar noch

einen Schritt weiter und ernannte ein Raubtierkomitee, das die

erforderlichen Maßnahmen der Jagdkontrolle aufstellen sollen.

Der Verband ermahnt außerdem jeden ausländischen Trophäenjäger

darauf zu achten, dass sein Jagdführer oder Berufsjäger

vor Antritt der Jagd über einen gültigen, nicht übertragbaren

Jagdschein verfügt. Ohne diesen gilt die Jagd als illegal und ist

damit strafbar. Zusätzlich wird die Jagdtrophäe beschlagnahmt.

Namibia hat eingegriffen und finanziellen Verlust in Kauf genommen,

denn durch den Stopp auf die Jagd von Geparden und Leoparden

musste bereits gebuchten Jagdkunden kurzfristig abgesagt

werden. Wie es im kommenden Jahr mit den gefleckten

Raubkatzen weitergeht, steht noch nicht fest, aber es gibt

nicht mehr viele von ihnen. Laut Forschungsergebnissen von

Flip Stander sollen noch 8000 freilebende Leoparden in Namibia

existieren. Ihren und den Bestand anderer Tiere zu schützen

und eine weidgerechte Jagd zu sichern, wird weiterhin eine Herausforderung

für die Zuständigen sein. Jeder ausländische Jäger

kann jedoch dazu beitragen, in dem er sich genau über die Vorschriften

informiert und mit wem er auf die Jagd geht.

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2 Dezember 2009

news

AZ Kalender 2010 jetzt kaufen

Wenige Wochen nach Verkaufsstart des AZ-Wandkalenders Namibia 2010 erfreut sich

dieser großer Beliebtheit im In- und Ausland. 13 Fotos zeigen erneut die faszinierenden

Landschaften und einzigartige Tierwelt Namibias in hochwertiger Foto- und Druckqualität.

Mit der 10. Ausgabe in Folge bietet der Kalender 2010 eine absolute Neuheit, da auch die

Rückseite der Monatsblätter bedruckt ist. Dort findet man nicht nur Informationen über

Flora, Geologie, Klima, Bevölkerung und Vogelwelt, sondern auch eine zeitlose Monatsübersicht,

in die beispielsweise Geburtstage eingetragen werden können. Somit hat der

AZ-Kalender einen Nutzen, der über das Jahr 2010 hinaus geht – und ist natürlich ein

ideales Weihnachtsgeschenk für alle Namibia-Freunde. Der Kalender ist in den AZ-Büros

sowie ausgewählten Buchhandlungen und Geschäften erhältlich, Interessierte außerhalb

Namibias können ihn per E-Mail (azinfo@az.com.na) bestellen. • Foto: Wiebke Schmidt

Umkehrstrategie erfolgreich

Fünf Jahre nach Einführung der Umkehrstrategie

kann das Hotel Windhoek Country Club

Resort and Casino (WCCR) wieder deutliche

Erfolge vorweisen. So sei der Betriebsgewinn

von 600000 N$ (2003) auf 22 Mio. N$ (April

2009) gestiegen, teilte WCCR-Aufsichtsratsvorsitzender

Sven Thieme mit. Trotzdem

habe das Hotel noch 227 Mio. N$ Schulden

an den Hauptteilhaber, die namibische Regierung,

zu zahlen. Dazu habe diese weitere

Anteile erhalten, die nun von der Einrichtung

auf jährlicher Basis zurückgekauft würden,

bis die Schulden beglichen seien.

Flugsicherheit diskutiert

Über die Flugsicherheit haben Luftfahrtunternehmen

sowie Piloten vor kurzem bei einem

Seminar zum Thema Fliegen und Sicherheit

der Firma Immenhof Air Safaris diskutiert.

Dabei wurde auf die Notwendigkeit

und den Nachholbedarf bei der Ausbildung

in der zivilen Luftfahrt Namibias hingewiesen.

Überdies gab es einen Bericht über den

Zwischenstand der Installation eines neuen

Radarsystems, das die Luftraumüberwachung

deutlich verbessern soll. Nach Angaben

der Luftfahrtbehörde soll das System

im Mai 2010 in Betrieb gehen.

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Jagd- und Gästefarm

Im Nordwesten Namibias, zwischen Swakopmund und der Etoscha Pfanne,

liegt in 1 300 Meter Höhe die Farm ETENDERO, 36 km von Omaruru

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Von Marc Springer

Wenn Diethelm Metzger über seine Arbeit als

Präsident des namibischen Berufsjagdverbands

(NAPHA) informiert, scheint er seine

Zuhörer instinktiv in zwei Gruppen einteilen zu wollen:

Gegner und Befürworter der Trophäenjagd.

Die unbewusste Einordnung in eine dieser beiden

Kategorien ist verständlich.

Schließlich gehört die Trophäenjagd

zu einem jener

emotionsgeladenen Reizthemen,

bei denen weder eine

neutrale Haltung noch eine Annäherung

zwischen Verfechtern

entgegengesetzter Standpunkte

möglich scheint. Menschen

lehnen die Jagd entweder

aus Prinzip ab, oder rechtfertigen

sie grundsätzlich als

legitime Nutzung natürlicher

Ressourcen.

Metzger gehört quasi qua Amt

zur zweiten dieser beiden Fraktionen.

„Die Jagd trägt wesentlich

zum Tierschutz und zur

Bestandserhaltung bei“, sagt er

und lässt das scheinbar paradoxe

Argument eine Weile wirken.

Dann versucht er den augenscheinlichen

Widerspruch

seines Einleitungssatzes wie

folgt aufzulösen: „Ohne die

Trophäenjagd hätte das Wild

in Namibia nicht denselben

ökonomischen Wert und

gäbe es folglich auch weniger

Anreiz es zu schützen.“

Die Beweisführung mag zunächst

abwegig erscheinen,

enthält aber eine einfache

Logik, die Metzger anhand

eines Beispiels verdeutlicht.

„Wenn ein Landbesitzer

einen altersschwachen Kudu-Bullen auf seinem

Grund und Boden bemerkt, der nicht mehr zur Erhaltung

der Art beiträgt, hat der Farmer zwei Möglichkeiten:

Er kann das altersschwache Tier im Busch

verenden oder von einem Jagdgast gegen Bezahlung

erlegen lassen.“

Damit betont Metzger den wirtschaftlichen Wert der

Jagd, der ihm und der NAPHA gleichzeitig als Argument

dafür dient, warum der selektive Abschuss einzelner

Tiere dem Schutz der Flora in Namibia dient. Schließlich

sei das Wild nicht nur auf kommerziellen Farmen,

sondern auch in kommunalem Gebiet ein Nahrungskonkurrent

für Nutztiere wie Rinder und Schafe. Für

Landwirte und Viehzüchter bestehe folglich nur dann

Veranlassung, dieses Wild zu schützen, wenn sie finanziell

von ihm profitieren könnten.

Statistiken des Ministeriums für Umwelt und Tourismus

scheinen Metzger in dieser Auffassung Recht

zu geben. So hat sich das Wild auf kommerziellem

Farmland und in kommunalen Gebieten deutlich

vermehrt, seit es durch die Trophäen- oder Fleischjagd

einen Wert erhalten hat, der es schützenswert

macht. Mehr noch: Die Trophäenjagd ist zwischen

1996 und 2006 mit rund zwölf Prozent gewachsen

und trägt mit jährlich über N$ 300 Millionen zu den

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Deviseneinnahmen Namibias bei.

Der Jagd-Sektor ist damit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor

geworden, was nicht zuletzt an der kontinuierlich

steigenden Summe erlegter Tiere deutlich

wird. So hat sich nach Angaben des Umweltministeriums

die Menge zur Strecke gebrachter Springböcke

von 692 (im Jahre 1994) auf 3282 (2006) erhöht, bei

Oryx in demselben Zeitraum von 1312 auf 4943 und

bei Kudus von 985 auf 3237.

Abgesehen von der steigenden Anzahl registrierter

NAPHA: Seit 38 Jahren der

Jagdführer und Berufsjäger in Namibia zeichnet sich

der Aufwärtstrend auch an der wachsenden Anzahl

ausländischer Jagdgäste ab, von denen nach Angaben

des Umweltministeriums allein im Jahre 2006 über

1900 (etwa 30 Prozent) aus Deutschland und über

1500 (rund 24 Prozent) aus den USA stammten. Zwar

räumt Metzger ein, dass die Zahlen aufgrund der globalen

Finanzkrise zuletzt leicht rückläufig waren. Er ist

jedoch zuversichtlich, dass bereits die Trendwende geschafft

ist und sich die Zahlen ab 2010 wieder stabilisieren

werden.

Angesichts dieser Statistiken wird deutlich, dass die

Jagdindustrie im Lande inzwischen eine wichtige

Rolle spielt, die die NAPHA unbedingt behaupten

will. „Wir genießen international einen besonders

guten Ruf, den wir ständig verteidigen müssen“, sagt

Metzger. Die NAPHA ist in diesem Zusammenhang

zuletzt durch Berichte über die illegale Jagd auf Leoparden

und Geparden in Erklärungsnot geraten und

hat sich zu einem offensiven Umgang mit den daraus

entstehenden Vorwürfen entschieden.

„Wir haben sofort eine Untersuchung veranlasst und

die angeblich beteiligten Mitglieder zu einer Anhörung

vorgeladen, die disziplinarische Folgen haben

wird“, versichert Metzger. Außerdem habe sich die

3 Dezember 2009

NAPHA „pro aktiv“ an das Ministerium für Umwelt

und Tourismus gewandt und unter anderem ein befristetes

Moratorium auf die Jagd nach diesen Raubtieren

empfohlen.

„Namibia ist deshalb ein beliebtes Ziel für Berufsjäger,

weil hier faire, ethische und waidgerechte Jagdprinzipien

eingehalten werden und wir uns durch die NAPHA

seit 38 Jahren einer nachhaltige Wildnutzung verpflichten“,

hebt Metzger hervor. Diesen Ruf habe sich das

Land schwer erarbeitet und müsse unbedingt verhindern,

dass das mühsam

erworbene Anse-

Garant für waidgerechte Jagd

hen durch Fehlverhalten

einzelner NAPHA-

Mitglieder gefährdet

werde.

Um dies zu gewährleisten,

hat die Organisation

unter anderem den

Posten eines Ombudsmanns

geschaffen. An

diese Kontrollinstanz

können sich Jagdgäste

wenden, wenn sie sich

über die Dienstleistungen

eines Jagdanbieters

beklagen, oder

hierzulande gemachte

Erfahrungen mit illegalen

und unethischen

Jagdpraktiken melden

wollen. Damit will

die Vereinigung mehr

Transparenz schaffen

und ihre über 400 Mitglieder

der möglichen

Beurteilung ihrer Gäste

unterwerfen.

Außerdem soll dieser

Überwachungs-

Mechanismus sicherstellen,

dass sämtliche

Jagdvorschriften in

Namibia eingehalten

werden und keiner der

NAPHA- Mitglieder aus

Bequemlichkeit oder Gründen der Profitmaximierung

gegen die relevanten Auflagen verstößt. Für den Gast

wiederum ergibt sich aus dieser Qualitätskontrolle die

Gewähr, dass er seinen Jagdaufenthalt bei einem seriösen

Anbieter verbringt, der abgesehen von der Aufsicht

durch die NAPHA auch der Überprüfung durch

das Umweltministerium unterliegt.

Dazu gehört auch das von der NAPHA eingeführte

Medaillensystem, mit dem Jäger belohnt werden,

die ein Tier erlegt haben, das entweder besonders

alt war oder eine ungewöhnlich große Trophäe hatte.

Dadurch will die NAPHA einerseits verhindern,

dass junge Tiere zur Strecke gebracht werden, deren

Geweih nicht dem Mindestmaßsystem entspricht.

Andererseits soll dieser Anreiz dazu beitragen, dass

Trophäen-Träger über ihrem Lebens-Zenit erlegt

werden, um eine gute Erbmasse zu fördern.

„Als Interessenverband der Jagdindustrie haben wir

großen Einfluss und werden von dem zuständigen

Ministerium auch ernst genommen“, sagt Metzger,

der sich der damit einhergehenden Verantwortung

bewusst ist: „Die Jagdindustrie in Namibia wird nur

gedeihen, wenn wir weiterhin strenge ethische Maßstäbe

einhalten und die NAPHA wird sich auch in Zukunft

dafür einsetzen, dass genau dies geschieht.“n

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Nur wenige Leute können sich vorstellen,

wie aufwändig und zeitraubend

die Tierpräparation ist“, sagt Manfred

orn. Seine Zuhörer, eine Gruppe Touristen,

ie sich zur Firmenführung bei dem Unterehmen

„Trophäendienste“ außerhalb von

indhoek eingefunden haben, hängen dem

ründer und Geschäftsführer des Betriebs geannt

an den Lippen. Hin und wieder lässt eier

der Besucher seinen Blick durch die groe

Lagerhalle schweifen von deren Wänden

opf- und Schultermontagen verschiedener

räparierter Tiere auf die Gäste herabblicken.

m seinem Publikum ein besseres Verständis

für die Kunst der Taxidermie zu ermöglihen,

fängt Gorn ganz am Anfang mit dem

rsten Kundenkontakt an und führt die Grupe

zum Empfangsbüro seiner Firma. Hier geen

seine Auftraggeber die Trophäe(n) ab, die

ie präpariert haben wollen. Sofern es sich

abei um eine Vollmontage handelt, liegen

ft Fotos oder Skizzen bei. Darauf ist dargetellt,

welche Pose das Tier einnehmen soll,

enn es von den Präparatoren äußerlich wieer

zum Leben erweckt wurde.

Die angelieferte Trophäe wird zunächst mit

iner reißfesten Markierung aus Kunststoff

ersehen, die während des gesamten Vorangs

der Präparation haften bleibt und die

uordnung zum Auftraggeber ermöglicht“,

rklärt Gorn. Dann lotst er die interessierten

eilnehmer des Rundgangs einige Meter weier

über den Innenhof des Werksgeländes zu

inem Unterstand, in dem sich zahlreiche Beonbecken

befinden.

ier beginnt die „Auferstehung“ des zuvor eregten

Tieres. Dessen Schädel, der bei der Abieferung

zumeist nur notdürftig gereinigt ist,

ird in eines der Wasserbecken verbracht,

n dem sich keinerlei Chemikalien befinden.

Die Schädelknochen werden durch einen

atürlichen Prozess der Fäulnis von Fleisch

nd Fettresten befreit, wobei Bakterien die

och vorhandenen Gewebepartikel zerseten“,

erläutert Gorn. Dieser als „Mazerati-

Präparationen:

on“

Eine Kunst, die viel Fingerfertigkeit

und Phantasie erfordert

4

Dezember 2009

Von Marc Springer

Manfred Gorn posiert vor einigen fertigen Tierpräparaten. • Foto: Marc Springer

bekannte Vorgang dauert je nach Temperatur

des Wassers zwischen vier und acht

Tage. Weil sich der Prozess im Winter deutlich

verzögert, da die Bakterien im kalten Wasser

weniger aktiv sind, hat Gorn ein kleines Gewächshaus

errichtet und dort weitere Wasserbecken

installiert, um die Mazeration im warmen

Innenraum der kleinen Plexiglas-Hütte

zu beschleunigen.

Sobald sich sämtliche Hautpartikel und Fettreste

bei der erstaunlich geruchsneutralen

Auslaugung von dem Tierschädel gelöst haben,

wird dieser in eine mit Wasser gefüllte

Stahlwanne gelegt und dort für einen weiteren

Tag gekocht, um verbleibende Keime abzutöten.

Sofern möglich, werden die Hörner

der Trophäe vorher abgezogen, zusammengebunden

und markiert, damit sie später

leichter dem anschließend ausgekochten

Tierschädel zugeordnet werden können.

Nach dem Abkochen und der Behandlung

mit Wasserstoffperoxyd ist eine Mindestanforderung

der Europäischen Union erfüllt,

deren Veterinärvorschriften genau definiert,

in welchem Zustand eine Jagdtrophäe in die

Staatengemeinschaft importiert werden darf.

„Etwa 50 Prozent unserer Kunden, von denen

die meisten ausländische Jagdgäste sind,

genügt die Bleichung, bei der die Trophäe

von sämtlichen Geweberückständen befreit

und damit keimfrei wird“, klärt Gorn auf. Diese

Kunden ließen sich den gereinigten Schädel

der Trophäe in ihr Heimatland exportieren

und dort bei Bedarf vor Ort zu einer Kopfoder

Schultermontage weiterverarbeiten.

Wer diese Arbeit in Namibia verrichten lassen

will, ist bei der Firma Trophäendienste in guten

Händen. „Wir haben hier schon alle erdenklichen

Tierarten präpariert“, sagt Gorn

und ergänzt: „Am häufigsten sind Kudus,

Oryx und Springböcke – wir haben aber

auch schon Büffel, Giraffen und selbst Elefanten

präpariert. Bei manchen Tierarten ist dieser

Prozess etwas arbeitsaufwändiger, aber

im Prinzip immer derselbe.“

Für eine Schulter- oder Vollmontage heißt

dies, dass zunächst das Fell des Tieres gegerbt


yan Smith formt den Schädel für die Schultermontage

ines Oryx.

werden muss. Das geschieht in der hauseigeen

Gerberei, wo die so genannte Decke des

ieres von Fleisch - und Geweberesten befreit

ird. Bei diesem Prozess kommt nur Salz in

eringen Mengen zum Einsatz. Insgesamt ist

ie Taxidermie ein für den Laien erstaunlich

auberer Vorgang, bei dem nur wenige giftie

Substanzen verwendet werden. „Wir beutzen

hier kaum Chemikalien“, betont Gorn

icht ohne Stolz. „Die meisten Abfälle sind

iologisch abbaubar und wir müssen nichts

uf dem Sondermüll entsorgen.“

obald sämtliche Fleischreste von dem Fell

bgetragen und dieses fertig gegerbt wurde,

ommen die Präparatoren zum Einsatz. Ihre

ufgabe ist es, aus Bauschaum eine naturetreue

Nachbildung des jeweiligen Tieres

nzufertigen und mit dem vorher gegerbten

Der leitende Tierpräparator von Trophäendienste, Louw Nel, formt

das Schaumstoff-Modell für die Vollmontage eines Geparden.

Fell zu beziehen.

Der Bauschaum wird dabei mit Feilen und

Sägen solange modelliert, bis jede Muskelfaser

sichtbar wird. Der leitende Tierpräparator

von Trophäendienste, Louw Nel, vergleicht

seine Arbeit mit der eines Bildhauers, der aus

einem Steinblock eine Skulptur formt. Vor allem

am Kopf der Trophäe ist dabei viel Geschick

gefordert, damit die Gesichtszüge des

präparierten Tieres später authentisch wirken.

Ähnlich wie Maskenbilder verwenden die Präparatoren,

von denen einige früher als Schnitzer

gearbeitet haben, eine Knetmasse, aus der

sie das Muskelspiel auf Körper und Gesicht der

Plastik formen, die später mit dem Fell überzogen

wird. Dabei orientieren sie sich an Fotos

oder Skizzen der Kunden, die genau zeigen,

welche Körperhaltung das Tier in der fer-

tigen Vollmontage einnehmen soll. Gerade bei

Raubtieren ist diese Pose meist spannungsgeladen

- sei es ein Gepard, der zum Sprung ansetzt,

oder ein Löwe, der zu einem Prankenhieb

ausholt.

Sobald das Schaumstoff-Modell fertig ist, wird

das Fell des Tieres auf den Kunstkörper geleimt

und bis zum Trocknen mit Deko-Nadeln

fixiert. Anschließend werden Glasaugen und

Kunstgebiss eingesetzt und kleine Makel an

dem Präparat mit Farbe retuschiert. Nun muss

das Präparat nur noch verpackt werden und

ist dann versandfertig. Etwa 50 Prozent aller

angefertigten Trophäen werden für Jäger aus

Deutschland erschaffen und machen somit

den Großteil aller verschickten Präparate aus.

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5 Dezember 2009

Lux Malgas gibt einigen Trophäen den letzten Schliff.

• Fotos: Marc Springer

den damit viel Arbeit ab“, erläutert Gorn. Insgesamt

hält sich der Aufwand für ausländische

Klienten stark in Grenzen. Die meisten von ihnen

sind Gäste namibischer Jagdfarmen, deren

Eigentümer schon lange mit Gorn zusammenarbeiten

und die Präparation der erlegten

Tiere direkt mit ihm regeln. Deshalb kann sich

der Eigentümer von Trophäendienste über einen

ständigen Strom an Kundschaft freuen

und muss kaum Werbung machen oder auf

ausländischen Messen um Auftraggeber buhlen.

Nachdem Gorn die Reisegruppe freundlich verabschiedet

hat, gönnt er sich eine kurze Pause

an der Kaffeebar, die im angrenzenden Souvenirladen

auch für die Öffentlichkeit zugänglich

ist. Dort lässt er seinen Blick über die, hauptsächlich

mit Jagdliteratur gefüllten, Bücherregale

schweifen und sagt: „Wir haben

hier gemeinsam viel erreicht.“

Das Werksgelände, das Gorn im Jahre

1986 erworben hat, ist der sichtbare

Beweis dafür. Die gesamte Infrastruktur

auf der ehemaligen Kleinsiedlung,

darunter diverse Hallen und Büroräume

haben Gorn und seine Mitarbeiter

selbst errichtet. Aus den bescheidenen

Anfängen, als der ehemalige

Lanschaftsgärtner und passionierte

Jäger Gorn zu Hause mit der Präparation

von Jagdtrophäen experimentiert

hat, ist ein Unternehmen mit über

70 Mitarbeitern gewachsen. Während

der Gründer der Firma früher in seiner

Freizeit einige wenige Trophäen fertig

gestellt hat, sind es inzwischen über

3 000 Kopf-, Schulter- und Vollmontagen

im Jahr.

Abgesehen davon, dass er mit seiner

Firma zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen

hat, freut den Unternehmer vor allem

eins: „Unsere Arbeit trägt dazu

bei, dem Wild in Namibia einen Wert

zu geben und es somit schützenswert

zu machen“, sagt er. n

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6

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Ombu is situated 300km northwest

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Erongo mountain range. The farm

covers 11 600 hectares.

We also offer:

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Guns & Ammunition

Sven Ahrens und seine Mitarbeiter

– Wolfi, Rainer, Bianca und Selma

bedanken sich für die gute Unterstützung

und hoffen auf ein ebenso

erfolgreiches neues Jahr wie das zu

Ende gehende. Wir wünschen Euch

frohe Weihnachten und einen guten

Rutsch ins Neue Jahr. Wir hoffen

sie bald in unserem neuen Laden,

der Anfang nächsten Jahres fertig

sein wird, bei einer Tasse Kaffee

begrüssen zu dürfen.

Sollten sie irgendwelche Fragen

haben stehen wir Ihnen gerne zur

Verfügung. – Vom 17. Dezember bis

11. Januar werden wir geschlossen

haben.

Sven Ahrens


natur

NAPHA unterstützt Jagdpause für Geparden und Leoparden

Zunehmende Meldungen über „skrupellose, unethische und illegale

Jagden“ auf Geparden und Leoparden hat den Namibischen

Verband der Berufsjäger und Jagdführer (NAPHA) bei einer Sondersitzung

des Verbands zu drastischen Beschlüssen motiviert. Der Berufsjagdverband

verfügt über Informationen und Beweise, dass sich

„nicht registrierte, unbefugte Personen“ (des Öfteren Ausländer) als Berufsjäger

ausgeben. Deshalb drängt der Verband auf drastische Maßnahmen,

so dass die „faire und waidmännische Jagd“ gesichert werde.

NAPHA-Mitglieder hatten sich Ende Juli zur Sondersitzung eingefunden,

um dringend die Krise - der Verband spricht von „Herausforderungen“

- der Trophäenjagd auf Leoparden und Geparden zu besprechen.

Der Sitzung war im April und Juni dieses Jahres schon das Moratorium

des Ministeriums für Umwelt und Tourismus vorausgegangen,

wonach bis auf Weiteres keine Jagdscheine (Permits) für die Bejagung

der zwei Raubtierarten mehr ausgegeben werden, weil die Exportquote

nach dem Artenschutzabkommen (CITES) schon überschritten

worden war (AZ berichtete). „Der Beschluss des Umweltministeriums

wurde vom Verband und seinen Mitgliedern unterstützt, obwohl einige

Berufsjäger ihren Jagdkunden dadurch kurzfristig eine Absage ertei-

len mussten“, heißt es in der NAPHA-Erklärung nach der Sondersitzung.

Der Verband sieht seine Unterstützung der staatlichen Maßnahme als

dringend an, um „die Zukunft der Jagdbranche sowie den Ruf Namibias

als ein Land der fairen Jagd und der selektiven Trophäenjagd zu sichern“.

Während der sechs Stunden dauernden Sondersitzung war auch die

umstrittene Leopardenjagd mit Hunden ein Thema. Die Versammlung

hat laut Abschlusserklärung folgende Anträge ans Ministerium gestellt:

- die Leopardenjagd mit Hunden soll vorerst eingestellt werden

- für 2010 sollen weder für Leoparden noch für Geparden Genehmigungen

zur Trophäenjagd ausgestellt werden, so dass das Jahr

dazu gebraucht wird, wirksame Kontrollmaßnahmen einzuführen.

Die NAPHA-Sondersitzung hat ein Raubtierjagd-Komitee (Predator Hunting

Committee) ernannt, das die erforderlichen Maßnahmen zur effektiveren

Jagdkontrolle aufsetzen soll. Es besteht aus folgenden Mitgliedern:

Karl Stumpfe, Danie van Ellewee, Zane Cooper, André Swanepoel und

Johan Kotze. Mitglieder der NAPHA-Exekutive gehören auch zum Ausschuss.

Der Verband mahnt ferner, dass jeder Trophäenjäger, der von

auswärts nach Namibia kommt, darauf zu achten hat, dass sein Jagdführer

oder Berufsjäger vor Antritt der Jagd über einen gültigen, nicht über-

7 Dezember 2009

Von Eberhard Hoffmann

tragbaren Jagdschein verfügt, ohne den die Jagd

als illegal und strafbar gilt und die Jagdtrophäe

beschlagnahmt wird. Die AZ bemüht sich um

eine aktuelle Statistik der Leoparden- und Gepardenpopulation.

n

TrophäEnjagd

auf Eckberg


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reizeiterlebnis für die ganze Familie

Seit September 2009 sind Daniela und

Cornelius Kemp die neuen Verwalter und

Partner der Gäste- und Jagdfarm Okomitundu.

„Ich arbeite gern mit Menschen zusammen

und freue mich, meine Gäste verwöhnen

zu können. Außerdem war man Mann

schon viele Jahre als Tourguide tätig und fast

nie zu Hause“, erzählt die vierfache Mutter.

Die 18000 Hektar große Farm liegt zirka zwei

Stunden von Windhoek entfernt in westlicher

Richtung inmitten eines weitläufigen Savannengeländes

mit vereinzelten Granitkuppen.

Das Gelände ist durchzogen von mehreren

Rivieren. Der höchste Berg auf der Farm ist

mit 1660 m über dem Meeresspiegel die Kudukuppe,

die sich etwa 400 m über die umgebende

Fläche erhebt.

In dem 18000 Hektar umfassenden Jagdgebiet

erwarten den Besucher zahlreiche Tiere

u.a. Bergzebras, Giraffen, Gnus, Kudus, Oryx-

Antilope, Wasserbock, Impala, Steinbock,

Dik-Dik, Klipspringer, Wartzenschwein, Eland

und Kuhantilopen. Von Zeit zu Zeit sieht man

auch Raubkatzen wie Leopard, Gepard, Karakal

und Afrikanische Wildkatze. Spezialist

auf dem Gebiet der Jagd ist Cornelius Kemp,

der ausgebildeter Jagd- und Bogenjagdführer

ist. Auf dem Farmgelände gibt es mehrere

gut gelegene und stabil konstruierte An- und

Hochsitze, die die Jäger nutzen können. Während

diese sich auf die Jagd nach kapitalen

Trophäen begeben, kann die Familie oder die

Begleitpersonen auf Okomitundu das breit

gefächerte Aktivitätenangebot nutzen.

Für Kinder bietet die Farm einen großen

Spielplatz, einen Streichelzoo und zwei beheizte

Schwimmbäder. Erst vor kurzen konnte

Farmer Cornelius die Sternwarte reparieren

und nimmt sich jetzt gern die Zeit mit

seinen Gästen den Abendhimmel zu beob-

8

achten. Ebenso werden Reitbegeisterte auf

ihre Kosten kommen. Bei den mehrtägigen

Camping-Reitsafaris auf dem Farmgelände

kann man die weite und abwechslungsreiche

Landschaft kennenlernen. Das Angebot

auf Okomitundu scheint unerschöpflich:

Wildrundfahrten, Orientierungsläufe im Veld,

Klettern, Mountainbike fahren und Wandern

sind weitere Aktivitäten, die die Besucher auf

der Farm nutzen können. Außerdem plant

das Ehepaar in Kürze Paragliding anzubieten.

„Es gibt hier einige schöne Berge“, erzählt

Daniela begeistert, deren Mann in Südafrika

eine Abenteuerschule leitete. Des Weiteren

können Firmen auf Okomitundu kleinere

Konferenzen und Teambuilding-Seminare

abhalten. Dazu steht ein speziell dafür ausgestatteter

Raum zur Verfügung.

Neben den fünf Farmhunden und zwei Katzen

leben auf Okomitundu noch zirka 100

Dezember 2009

Von Sybille Schott

Papageien, die teilweise mit der Hand aufgezogen

wurden. Aras, Macaws, Kakadus,

Graupapageien und Rüppelpapageien sind

nur einige der Arten, die Daniela und Cornelius

Kemp beheimaten. Doch damit nicht genug:

Auf Okomitundu tummeln sich außerdem

exotische Enten und Gänse sowie ein

Miniaturhängebauchschwein mit dem Namen

Piglett.

Dem Besucher stehen zur Übernachtung

zehn Zimmer (8 Doppel- und 2 Einzelzimmer)

zur Verfügung, die unterschiedlich ausgestattet

sind und sich in Standard, Economy

und Luxus unterteilen. Alle Räume sind

geräumig und komfortabel eingerichtet mit

Bad/Dusche, WC und eigener Veranda. Ab

Ende Januar wird es außerdem einen Campingplatz

geben. Die besonders gute afrikanisch

inspirierte Küche sorgt für das leibliche

Wohl. Zu den Spezialitäten gehören neben le-


Goldschmiede Horst Knop, Kaiserkrone ,

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ckeren Wildgerichten selbst gebackenes

Brot, selbst eingemachte Marmeladen,

geräuchertes Wildfleisch und natürlich

die vielen selbstgemachten Milchprodukte.

Ein weiteres Highlight der Farm

ist die eigene Käserei, die Daniela seit

einigen Jahren betreibt. Vor allem Lodges

sind bereits auf den Geschmack der

42 Käsesorten gekommen, die sie aus

Kuh- und Ziegenmilch hergestellt. 54

eigene Rinder sowie etliche Milchziegen

sorgen für den Nachschub. „Wir haben

hier allerdings Alpine- und Toggenberg-

Ziegen, weil sich diese besser melken

lassen, als die hiesigen Tiere“, so Daniela.

Täglich verarbeitet die gebürtige

Deutsche acht Liter Milch zu Camem-

T 80-5-7

bert, Brie, Blauschimmelkäse sowie Hart- und

Weichkäse. Auch in Windhoek und Swakopmund

können Feinschmecker ihren Käse kaufen,

der mit einem Kurier landesweit verschickt

wird. Wer an der Produktion des Käses interessiert

ist, kann Daniela beim Herstellungsprozess

gern über die Schulter schauen und sich vom

Geschmack überzeugen lassen.

Auf Okomitundu können Sie mit Ihrer Familie

auf Entdeckungsjagd gehen oder sich einfach in

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9 Dezember 2009

einem einladenden Ambiente entspannen. Außerdem

ist die Farm der ideale Ausgangspunkt

für Fahrten und Flüge zu den vielfältigen Sehenswürdigkeiten

Namibias.

Wie gut das Serviceangebot auf der Gästeund

Jagdfarm ist, zeigt die kürzliche Auszeichnung

vom Trade Leaders Club in Madrid, Spanien.

Von diesem wurde Okomitundu der „Golden

Award for Tourist, Hotel and Catering Industry

2010“ verliehen. n

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1


Freizeit

in Angeltag

n Namibia

Es war noch früh. Der Nebel lag über der Bucht vor Swakopmund.

Ich stand frierend auf der Mole und schaute

erstaunt auf die Gruppe von Badenden, die sich unterhalend,

zu einer in der Bucht verankerten Holzinsel schwammen.

mmerhin hatte ich im Vorbeigehen gesehen, dass die Wasseremperatur

nur 15° C betrug. Da kam aber schon der Toyota

it dem Bootsanhänger, der die „Merrylin“ zu Wasser ließ. Ich

tieg ein und die tosende Fahrt weit ins Meer hinaus begann.

Wochen waren wir nun schon in Namibia und ich hatte mir eientlich

vorgestellt, dass ich öfter angeln könnte, denn Namibis

Küste ist berühmt für ihren Fischreichtum. Durch den kalten

enguelastrom, der große Mengen Plankton mit sich führt, gibt

s eine große Vielfalt an Fischarten. Ich habe z.B. noch nie so

iele Kormorane auf einmal gesehen wie hier. Das Meer schien

chwarz davon. Meine Bootsbesatzung schätzte sie auf über 1

illion. Auf Anraten meines Freundes Udo Bodenhausen hate

ich aber meine Angelgeräte zu Hause gelassen, obwohl diese

on Air Namibia, wie die Waffen der Jäger, kostenlos befördert

erden. Er meinte, man könne sich Angelgeräte in Swakopund

ohne Schwierigkeiten leihen, denn man benötige ja auch

ine Lizenz zum Fischen. Der Angelschein wird durch das Miistry

of Fisheries and Marine Resources in Windhoek, Swakopund

oder Walvis Bay für wenige N$ ausgestellt. Doch durch

ie Reisen in den Etosha-Nationalpark, zum Waterberg und das

rongo-Gebirge, wo es unendlich viel zu sehen gab, waren die

age viel zu schnell vergangen.

urch die freundliche Vermittlung von Gerhard Link ( gerd@

sh-for-fun.in.na )konnte ich nun, zwei Tage vor der Heimreise,

och noch Hochseeangeln. Wir waren zu viert: Karl, der 73-jähige

Schwiegervater des Bootseigners, der Holländer Franz, ich

nd der junge Bootsführer. Letzterer suchte ununterbrochen die

asseroberfläche ab bis er das Boot immer wieder anhielt und

arl und ich, Rücken an Rücken auf 2 großen Transportkisten

itzend, die mit Fischfetzen bestückten kurzen Hochsee-Ruten

ber Bord halten konnten. Leider stets ohne Erfolg!

s war schon Mittag, als wir uns wieder dem Strand und dem

avor gestrandeten Schiff näherten. Ich hatte dieses Schiff und

inige Strandangler bereits einige Tage vorher auf dem Weg nach

alvis Bay gesehen. Nun kamen wir von der Wasserseite. Das

eer war hier nur 2 bis 3 Meter tief, undurchsichtig und von

rünlicher Farbe. Plötzlich spürte ich einen Ruck an der Angel.

s war meine erste Westküsten Streifenbrasse. Die Angelschnur

ar so stark, dass ich die zwischen 3 und 6 kg schweren Fische

hne Kescher oder Gaff, frei ins Boot heben konnte. Mir gelang

s, noch etwa 12 Stück dieser schönen Fische zu fangen, als geau

so plötzlich eine Flaute folgt. Keiner fing mehr etwas!

ir setzten das Boot wieder etwas ins tiefere Wasser zurück.

Was dann folgte, werde ich mein Leben lang nicht wieder vergessen.

Ich spüre noch heute die Schmerzen in den Armen, wenn ich daran

zurückdenke. Es war ein Afrikanischer Adlerfisch, der meinen Köder

genommen hatte. Ich habe noch nie einen so starken Kämpfer

an der Angel gehabt. Die Rollenbremse war meines Erachtens viel zu

stark eingestellt, denn der Fisch konnte nur wenig Schnur abziehen.

Dabei galt es, ihn so schnell wie möglich nach oben zu bringen, wo

schon der Bootsführer mit dem Gaff wartete. Immer wieder versuchte

der Fisch unter das Boot zu kommen. Immer wieder kostete es meine

ganze Kraft, die Rute vom Bootsrand zu halten, denn ich fürchtete,

sie würde daran zerbrechen. Endlich zeigte er sich, silbrig glänzend,

über 1 Meter lang und über 14 kg schwer. Der Bootsführer fackelte

nicht lange und beförderte ihn in die Transportkiste

auf der ich saß. Auch mein Mitstreiter Karl fing einige

dieser Fische, die er Kabeljau nannte. Er war 40

Jahre zur See gefahren. Für ihn war alles Routine.

Es war schon früher Nachmittag, als ich den ersten

Hai sah. Es war mir bekannt, dass man hier verschiedene

Haiarten, wie den bis zu 190 kg schweren

Kupferhai, den Grauhai, Glatthai, Tüpfelhai

oder Hundshai fangen kann. Ich meine es war

ein Tüpfelhai, den ich haken konnte. Auch er war

ein starker Kämpfer, obwohl er mit etwas über einem

Meter Länge noch zu den Kleinen gehörte. Er

wurde, wie auch die anderen „kleinen Beifänge“

10

Dezember 2009

„Ich konnte meine Arme nicht mehr heben, so

müde war ich nach diesem Angeltag“.

• Fotos: Klaus Hirschfeld

nach dem Motto „catch and release“, d.h. „fangen

und freilassen“, wieder ins Meer zurückgesetzt. Unser

Bootsführer wollte wohl einen der Großen fangen,

denn er befestigte mehrmals ganze Heringe an

denn beiden Haken. Zweimal verlor er alle Vorfächer,

weil er dem Fisch keine Schnur gab.

Gegen 16.00 Uhr fuhren wir nach Swakopmund zurück,

wo der Fang von zwei Helfern in Empfang genommen

und für die Tiefkühltruhe verarbeitet wurde.

Ein weiterer erlebnisreicher Tag in Namibia ging

zu Ende. n

Klaus Hirschfeld, Deutschland


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AZ-Jahresrückblick 2009 AZ-Jahresrückblick 2009 AZ-Jahresrückblick 2009 AZ-Jahresrückblick 2009

21 22 23 AZ-Ratgeber 24

Beruf & Karriere

25 26

1. Weihnachtsfeiertag 2. Weihnachtsfeiertag

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Bauen & Leben

14 15 Nicht vergessen: 16 AZ-Ratgeber

17 18 19 20

7 8 9 AZ-Ratgeber

10 Tag der namibischen Frau 11 12 13

AZ-Sonderthema

Auto & Verkehr

Gesundheit & Wellness

Sicherheit

1 AZ-Ratgeber

2

AZ-Ratgeber

Mensch & Tier

AZ-Beilage

Weihnachten & Ferien 2009

3 Tourismus-Journal 4 5

6

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Dezember 2009


glosse

Der erste Gang für viele Küstenbesucher

galt schon früher und gilt aber auch heutzutage

bei Ankunft in Swakopmund wieder

der inzwischen renovierten Landungsbrücke

Jetty. Da wird erst einmal die frische Seeluft

in die Lungen gesogen und der Fang der Angler

inspiziert. Der Urlaub kann beginnen. Und so

wie einem die frische Brise um die Nase weht,

steigt der Hunger nach frischem Fisch.

In Swakopmund gibt es inzwischen mehrere

Restaurants, in denen der Chefkoch behauptet,

„hier wird der Fisch am leckersten zubereitet“.

Beim Blick in die Speisekarte trifft einen dann

der Schlag. Was? 87 Namibia-Dollar für einen

Kabeljou? Ganz schön happig für so einen Happen!

Wer dann auch noch seine vierköpfige Familie

an jenem Abend zum Essen ausführen

möchte, ist schnell - nur für die Mahlzeit - 348

N$ los.

Warum also nicht selbst für die Nahrungsbeschaffung

sorgen. Idealerweise kann an Namibias

Küste diese Form von „Beköstigung“ mit

einer tollen Freizeit-Sportart verbunden werden:

dem Angeln.

Wer allerdings noch kein Angelzubehör besitzt,

kommt nicht drum herum, sich alles Nötige anzuschaffen.

Der Weg zum neuen Freizeitvergnügen

führt erst ins Tide Out Fishing cc, dem

Angelgeschäft von Paul Ferreira. Er ist Profi auf

dem Gebiet und stellt jedem Anfänger ruck

zuck die erste Ausrüstung zusammen: Angelrute

(700 N$), Angelrolle (650 N$), Schnurr (2

x 40 N$), Haken für den kleinen Fisch 6 N$, einem

pfannengerechten Kabeljou 8 N$ und für

das ganz große Glück nimmt man einen Haken

für 11 N$. Dazu fünf Senker zu je 5 N$, Gummigarn

(2 N$), Messer plus Schneidebrett (zusammen

27 N$) und ein Angelrutenhalter für

12 N$. Wie wär es mit einem Angelstuhl? „Ein

richtiger Angler sitzt nicht“, betont Ferreira. Dafür

stellt er seinem Neukunden einen Eimer für

den Fang (24 N$) und natürlich einen Karton

Köder (43 N$) zum Angelgeschirr dazu. Macht

Ganz schön happig für

so einen Happen

• Foto: Klaus Hirschfeld

summasumarium 1588 Namibia-Dollar.

Nun gut, jeder sportliche Neuanfang hat mit

Ausgaben zu tun - eine neue Golfausrüstung

kostet bestimmt mehr, doch diese Sportart

bringt kein Essen auf den Tisch. Zudem spornen

die jährlich stattfindenden Angelwettbewerbe

zum Mittmachen an, das Preisgeld wird

dann mit der Ausgabe verrechnet.

Es kann also losgehen, doch halt: „Vergessen

Sie den Angelschein nicht“, erinnert Ferreira.

„Kein Angeln ohne gültigen Angelschein.“ Dieser

wird, einschließlich der Regeln, beim Ministerium

für Fischerei und Marineressourcen in

Walvis Bay oder neben dem Aquarium in Swa-

OMARURU GAME LODGE

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Den afrikanischen Busch hautnah erleben

Unsere Lodge befi ndet sich 15 km

von Omaruru, mitten im grünen

Herzen Namibias. Aufgrund der

zentralen Lage Omarurus können

viele bekannte Sehenswürdigkeiten

in 2-3 Stunden Autofahrt in einem

Umkreis von 150 km erreicht werden.

kopmund zu 14 Namibia Dollar pro Schein und

Monat ausgestellt.

An der Küste funktioniert die Mundpropaganda

immer noch am Besten. Schnell spricht sich herum,

wo der Fisch beißen soll. Doch wie kommt

der hochgestimmte Brandungsangler zu diesen

heißbegehrten Plätzen. Der kleine Personenwagen

wird die Fahrt durch den Strandsand nicht

schaffen. Es fehlt also ein Allradwagen.

Keine halben Sachen, schließlich geht auch ein

Tennisspieler nicht mit Schlappen aufs Spielfeld.

Der nächste Schritt führt zum Autohändler.

Die Auswahl liegt zwischen einem 2003er

Toyota Landcuizer für 269000 Namibia-Dollar,

11 Dezember 2009

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einem 1999er Nissan Patrol für 155000 N$

oder einem 1997er Toyota Prado für 135000

Namibia-Dollar. Der Zündschlüssel im Prado

lässt den Motor aufheulen und das neue Anglerherz

gleich höher schlagen.

Jetzt noch tanken und für das leibliche Wohl

der Familie sorgen. Nachdem die Angelausrüstung,

Strandutensilien, eine Kühltasche mit

Getränken, gegen den kalten Wind am Abend

einen Old Brown Sherry, ein Rost, Holz und

ein Paket Braaifleisch, dazu ein Knoblauchbrot

und einen frischen Salat problemlos ins

neue Gefährt verstaut und dieser Kassenbon

zerknüddelt in die Hosentasche gewandert

ist, kann es dann endlich mit einem Petri

Heil losgehen. Und weil der neue Wagen,

wie vom Händler versprochen, ganz hervorragend

durch den Sand fährt, wird der Angelspot

ohne Steckenbleiben erreicht.

Nach mehreren Wurfversuchen, vertüddelter

Angelschnurr, abgerissenen Senkern, meldet

sich der erste Muskelkater in den Armen. Doch

dann der Biss: Die Angel biegt sich, der Angler

schlägt an, die Angelspitze zittert, jetzt heißt es

mit Gefühl um den Fang kämpfen. Der Angler

gibt nach, holt wieder ein, läuft dem Biss hinterher

am Strand entlang, die erste Welle umspült

die Füße und dann endlich zeigt sich im

seichten Wasser zappelnd der Fisch. So wie

der Angler ihn stetig über den Sand zu sich heranzieht,

so breitet sich stolz ein Grinsen übers

Gesicht aus. Die Nahrungsbeschaffung hat geklappt.

Nach einem Blick ins Regelbuch steht fest, es

muss sich um einen Afrikanischen Adlerfisch

(Kabeljau) handeln, genau die Sorte, die im

Restaurant auf der Speisekarte steht. Zudem

hat der Fisch seine Mindestgröße von 30 Zentimetern

erreicht, der Angler darf ihn also behalten.

Doch langsam dämmert es: Während

im Restaurant 87 Namibia-Dollar hingeblättert

wurden, hat dieser Eigenfang weit über einhundertsechsundreißigtausendsechshundertundzwei

Namibia-Dollar gekostet. Ganz schön

happig für so einen kleinen Happen. n

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land &leute

Von Melanie Kräuter

Ein Mann, eine Kamera, unzählige Tiere

Nicht viele können von sich behaupten,

ein halbes Jahrhundert Film-, Fernseh-

und Fotogeschichte geschrieben zu haben.

Des Bartlett konnte es. Er bereiste sechs

von sieben Kontinenten, filmte alle Kreaturen

von Insekten bis zu Walen. Am 12. September

ist der Tierfilmer im Alter von 82 Jahren nach

kurzer Krankheit gestorben.

Filmen war seine große Leidenschaft. Vor allem

Tiere, egal ob groß oder klein, hatten es dem

Wildlife-Filmer Des Bartlett angetan. Die meisten

Jahre seines Lebens verbrachte der gebürtige

Australier in Afrika. Während sich der Kontinent

und seine politischen Systeme veränderten,

Staaten unabhängig wurden, filmte Des

Bartlett immer zu die Tierwelt, die für ihn unverändert

schön und faszinierend blieb. Gemeinsam

mit seiner Frau, die er von Anfang für

die Fotografie und Filmerei begeisterte, entstanden

mehr als 200 Filme, mehrere Bücher und

seitenlange Storys in Magazinen wie National

Geographic.

„Er war ein großartiger Mensch”, sagt Hu Berry

über Des Bartlett. „Er hat sehr viel für Namibia

getan.“ Berry erinnert sich noch genau: „Oft

saß er viele Stunden da, beobachtete nur und

fotografierte.“ Berry arbeitete lange für die Na-

turschutzbehörde im Etoscha-Nationalpark und

hatte dadurch viel mit Des und seiner Frau Jen

zu tun. Die Löwen kannten die Bartletts. Und sie

kannten ihren Volkswagen Kombi. Davon profitierte

auch Berry, der die Löwen für Forschungszwecke

betäuben musste. Denn wenn er mit in

den Volkswagen kletterte, kam er den Löwen

ebenso nah. „Es war ein absolutes Vergnügen

mit den beiden zu arbeiten“, sagt Berry.

Norman Desmond Bartlett wurde am 2. April

1927 Canungra im Südosten von Queensland

(Australien) geboren. Schon als Kind liebte

er die Natur, erkundete in Tamborine Mountain,

wo er aufwuchs, stundenlang den Regenwald.

Als Junge wollte er Pilot werden, später

dann Flugzeugdesigner. Mit dem Entwurf seines

„Bartlett Bullet“ schaffte er es als 17-Jähriger

sogar in das „Wings Magazine“.

Als 16-Jähriger verschlug es Bartlett in die Stadt,

nach Brisbane, um dort in einer Bank zu arbeiten.

„Wie ein eingesperrter Löwe“, beschrieb er

später das Gefühl in der Stadt und drinnen zu

arbeiten. „Er hat oft gesagt, dass der Blick aus

dem Fenster in die Sonne, ihn dazu bewegt hat,

Fotograf zu werden“, erinnert sich seine Frau

Jen. Und obwohl er die Arbeit in der Bank nicht

mochte, kam er durch sie zu seinem Traum-

Besuchen Sie unsere faszinierende, historische Lodge

mitten in der Skelettküste!

Cape Cross Lodge

12

Des Bartlett begab sich beim Filmen auf die

Höhe der Tiere. So scheute er sich auch nicht

davor, ins Wasser zu steigen und von dort aus

zu filmen.

Dezember 2009

Des Bartlett filmt Hu Berry im

Etoscha-Nationalpark, als er einer

Löwin einen Betäubungspfeil entfernt.

• Fotos: Jen Bartlett

beruf. Denn das Buch „I married adventure“

von Osa Johnson, das seine Leidenschaft für

Wildlife-Fotografie entfachte, lieh er in der Bücherei

der Bank aus. Von nun an las er alle Bücher

über Fotografie, die er in die Hände bekam

und kaufte sich die Kameraausrüstung. Im

April 1945, 18 Jahre alt, verließ er die Bank und

ging zur Airforce, um ein Kampfpilot zu werden.

Doch nur wenige Zeit später war der Zweite

Weltkrieg vorbei.

Seine ersten Motive, die er nach dieser Zeit fotografierte,

waren Babies. Zusammen mit einem

Freund, der die Kinder als Zauberer zum

Lachen brachte, freuten sich die Eltern später

über die glücklichen Gesichter. Nach verschiedenen

Jobs als Fotograf, arbeitete Des fünf Jahre

in Melbourne in einem Entwicklungslabor.

In dieser Zeit lernte er den Unterwasserfilmer

Noel Monkmann kennen. Als dieser vor einem

geplanten Dreh krank wurde, empfahl Monkmann

Des an Armand Denis weiter. Die beiden

drehten Filme in Australien. Der Grundstein für

eine lange intensive Zusammenarbeit war gelegt.

Durch ihren Bruder lernte er 1953 seine spätere

Frau Jen kennen. Der hatte Des bei seinen

Reisen durch Australien kennengelernt und ihn

Tagesbesucher sind herzlich willkommen!

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ihr in Sydney vorgestellt. Als 26-Jähriger ging

Des für fünf Monate alleine nach Neuguinea

und drehte dort seinen ersten Film. Er genoss

es, den Dschungel zu durchqueren und fernab

der Zivilisation zu sein. 1954 flog er nach Kenia.

„Wir hatten nicht viel Zeit zusammen“, erinnert

sich Jen. Doch für sie sei es fast Liebe auf den

ersten Blick gewesen. Über zwei Jahre hielten

sie deshalb Kontakt. Gemeinsam mit Armand

und Michaela Denis drehte Des in Kenia eine

Serie von Dokumentarfilmen für die BBC. „Ostafrika

war ein traumhaftes Ziel für alle, die sich

für Naturgeschichte interessieren. Wir kamen

dort voll jugendlichem Enthusiasmus an und

waren überwältigt von der Vielfalt der wilden

Tiere – von den Elefanten bis zum Reichtum an

Insekten“, sagte er später über diese Zeit.

1956 heiratete er seine Frau in London. Er

brachte ihr alles über Fotografie und Filmen bei.

Im Nu wurden die beiden ein unzertrennliches,

perfekt eingespieltes Team. Des filmte, Jen fotografierte.

Nach der Geburt ihrer Tochter Julie

1957 kehrten sie zurück nach Kenia – und verbrachten

dort zehn Jahre. So wurde ihre Tochter

von klein auf ans Reisen und Fotografieren

gewöhnt. „Bis sie zwölf Jahre alt war, ist sie

überall mit uns herumgereist“, erzählt Jen. Auf

diesen ersten Reisen kristallisierte sich schnell

Des’ Filmstil heraus: „Die ersten Filme drehten

sich um die Jagd. Später konzentrierten wir uns

mehr auf das Familienleben der Tiere und die

Wunder der Natur.“

1964 reiste das Paar in die USA. Und wurde

dort durch einige neue und einzigartige Herangehensweisen

bekannt. Für ihre einstündige

Dokumentation „The World of the Beaver“

filmten die Bartletts unter Wasser und unter der

Eisschicht, um einen noch nie zuvor dagewesenen

Blick auf das Familienleben der Biber zu

bekommen.

1973 wurde dem Ehepaar der erste ihrer beiden

Emmys für den Film „The incredible flight

of the snow geese“ verliehen. Diesen Film hatten

sie für die britische Produktionsfirma Survival

Anglia gemacht. Des war innovativ und

dachte sich immer wieder neue Möglichkeiten

aus, die Tiere anzulocken und zu filmen. Über

die Zeit, die sie filmten, wurden die Bartletts

wie Eltern für die Tiere. Anstrengend sei das gewesen,

erinnert sich Jen. „Bei Übernachtungen

mussten wir uns erst um die Gänse kümmern,

bevor wir uns entspannen konnten.“

Auch die Wale, die sie in Patagonien aufnahmen,

hatten es dem Filmer-Ehepaar angetan.

An Tagen, wenn das Meer ruhig war, nutzten

sie ein aufblasbares Boot. „Wir hatten zum Teil

unglaubliche Erfahrungen mit diesen sanften Giganten“,

erinnerte sich Des einmal. Einige von

ihnen seinen neugierig gewesen und sehr nah

an das Boot geschwommen. „Aber wir haben

uns nie bedroht gefühlt, wenn ein 40-Tonnen-

Wal 30 Meter von uns entfernt auftauchte.“

Man sah Des sehr selten vor der Kamera, er

fühlte sich am wohlsten hinter der Kamera. „Er

war unglaublich großzügig, er teilte gerne sein

Wissen. Viele junge Fotografen haben von ihm

gelernt“, weiß Jen.

„Heimat ist dort, wo man gerade ist“, war Des’

Motto. So verweilten die beiden

oft länger an einem Ort als geplant.

Jen: „Je länger man bleibt,

desto mehr findet man zum Filmen.“

In ihre letzte Heimat Namibia ging

es 1978. Im Etoscha-Nationalpark

wollten sie Löwen auf Zelluloid

bannen. Sechs Jahre lebten sie

im Park, zelteten oder schliefen in

Unterkünften des Personals. Aus

den geplanten sechs Monaten in

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Des und Jen

Bartlett bei der

100-Jahrfeier des

Etoscha-Nationalparks

im Jahr

2007.

• Foto:

Dirk Heinrich

Namibia wurde der Rest ihres Lebens. Über 20

Filme entstanden hier, die berühmtesten sind

„Lions of Etoscha“ und „Survivors of the Skeleton

Coast“ für National Geographic Television.

An der Skelettküste und in der Namib Wüste

konnte Des auch seinen Traum wahr machen

und aus einem Leichtflugzeug (Microlight) filmen.

Einmal jedoch hatte er einen schweren Unfall

mit dem Leichtflugzeug. Jen kann sich noch

an jedes Detail erinnern. „Mein Herz hörte fast

auf zu schlagen, als ich Des‘ Leichtflugzeug

500 Fuß unter mir sah, wie es einen Sturzflug

in die Wüste machte.“ Trotzdem reagierte sie

geistesgegenwärtig und landete ihr Flugzeug

300 Meter neben dem von Des. Als sie merkte,

dass sie ihren bewusstlosen Ehemann

nicht bewegen konnte, flog sie 30 Kilometer

nach Möwe Bay um Hilfe zu rufen. Während

das Rettungsteam 550 Kilometer aus Windhoek

zur Unfallstelle flog, fuhr Jen zurück zu

Des und war rechtzeitig da, um den Helikopter

mit einem Feuer an die richtige Stelle zu

lotsen. Doch auch dieser Unfall hielt Des nicht

vom Filmen ab. Sobald er sich erholt hatte,

griff er wieder zur Kamera.

Das Ehepaar Bartlett

nimmt im Jahr 1973 die

Geräusche eines männlichen

See-Elefanten auf

und fotografiert ihn dabei.

13 Dezember 2009

„Er wusste unheimlich viel über die Tiere“, erzählt

Rod Braby, der Des Bartlett seit 1983

kannte. Braby war Naturschutzbeamter im

Skelettküstenpark. Bei Bartletts Arbeiten dort

lernte er dessen Arbeitsweise kennen: „Er war

sehr geduldig mit den Tieren. Er ist demütig

auf sie zugegangen und war nicht aggressiv

wie andere Tierfotografen.“ Auch Tochter Julie

war oft bei den Aufnahmen dabei, erinnert

sich Braby. „Wir waren wie eine Familie.“

130 Filme für Film und Fernsehen, 100 Kurzfilme

für Kinder, mehrere Bücher und Artikel

in Magazinen – Des Bartlett hat seinen Beruf

gelebt und geliebt. Er sagte oft zu Freunden.

„Ich habe mein Traumleben gelebt – ich habe

genau das getan, was ich wollte, wo ich wollte

und habe das alles noch mit der Person geteilt,

die mir am nächsten steht – Jen.“ In den

90er Jahren zog das Ehepaar nach Swakopmund.

Bis ins hohe Alter drehte Des Filme,

erst vor wenigen Jahren ging er in den Ruhestand

und schrieb wieder Bücher. Eines fing

er noch an – über sich selbst und sein aufregendes

Leben. Jen: „Diese Biografie wollen

meine Tochter und ich auf jeden Fall noch fertig

machen.“ n

BU Berry:

BU Leichtflugzeug: Mit einem speziell für sie

entworfenen Leichtflugzeug filmten die beiden

an Namibias Skelettküste und in der Wüste.

BU unten:

BU Seelöwe:

BU Waterlevel:


südafrika

Mit dem Schaftranspor-

er durchs Namaqualand

Afrika bietet die unterschiedlichsten

Möglichkeiten zu reisen an, mehr oder

weniger bequeme, aber natürlich auch

usgefallene. Etliche davon habe ich im Laue

der Jahre schon ausprobiert: Auf dem Kael

gings durch die Wüste von Marokko, mit

inem umgebauten Lastwagen an den Turana-See

im unbewohnten Norden Kenyas,

it einem Einbaum-Boot zu den Pygmäen in

ie Mangrovewälder von Kamerun und neurdings

auch mal mit einem Schaftransporter

urch Südafrikas Nordkap-Provinz....

m Norden begrenzt durch das mächtige

lussbett des Oranje, im Westen durch die

auhe Atlantik-Küste erstreckt sich das Naaqualand

von dem kleinen Ort Garies im

üden bis zum Wüstenstädtchen Pofadder im

sten. Seinen Namen hat es von den Ureinohnern:

den Nama und den San, uns beser

als Buschmänner bekannt. Seit dem 17.

ahrhundert, als die Expeditionen Simon van

er Stels damit begannen, ihre Spaten tief in

ie reiche, kupferhaltige Erde zu graben, ist

ieses Land stolz auf seine Minenbau-Traditin.

Für den Tourismus entdeckt wurde es vor

llem durch sein unvergleichliches Farbenchauspiel

der Frühlingsblumen. Da werden

iese sonst trockenen, wüstenartigen Gebiete

it leuchtenden, in der Sonne flirrenden Faren

bedeckt: orange, gelb, pink und lila blüende

Daisies bilden einen endlosen Teppich

is zum Horizont.

ch möchte einer alten Schulfreundin, die das

rste Mal Afrika besucht, die Weite dieses

andes zeigen und habe uns auf einer Schafarm

von Freunden angemeldet. 12.000 ha

roß ist diese und liegt ziemlich genau in der

itte zwischen Springbok und Pofadder, 150

m von der nächsten Ortschaft entfernt.

ie Kleinen-Kupferberge, die Springbok umeben,

leuchten bereits rotgolden in der unergehenden

Sonne, als wir uns in Richtung

arm auf den Weg machen. Was uns dort erartet,

hätten wir in dieser Einsamkeit so gar

icht angenommen: Die Gästezimmer sind

Crossroads 4x4 Hire

Swakopmund

Von Eva Dölitzsch-Tatzreither

romantisch, jedes in einer anderen Farbe,

mit viel Rüschen und altem Mobiliar liebevoll

eingerichtet. Monika, die Hausfrau, kümmert

sich um unser leibliches Wohl und an der großen

Tafel essen wir gemeinsam mit der Familie.

Werner, Schaffarmer in der 3. Generation,

unterhält uns an der riedgedeckten Hausbar

bei einigen Drinks.

Wir sind genau zur rechten Zeit gekommen:

Schafe sollen verkauft werden. Und so werden

wir Zeuge, wie das echte Leben und Arbeiten

auf einer Schaffarm vor sich geht. Werner und

Tochter Marie versorgen und verarzten die

Tiere ganz allein. Auch das Impfen und Markieren

der jüngeren Schafe wird in Eigenregie

durchgeführt. Marie will später einmal die

Farm übernehmen. Die 17Jährige macht sich

nicht viel aus Diskotheken und ist viel lieber

hier bei ihren Tieren auf der Farm. Sie hat ein

Fernlernstudium begonnen und konnte bereits

mit 11 Jahren alleine Autofahren! Hier in

der Einsamkeit ist sowas eine absolute Notwendigkeit.

Falls einmal etwas mit den Eltern

passiert, muss sie schnell handeln können.

Früher trieb man die Schafherden mit Schäferhunden

und Pferden, heutzutage macht

man das mit dem Auto. Aber die wachsamen

Hunde sind immer noch mit dabei. Wegen ihrer

Intelligenz werden vor allem Border-Collies

verwendet, überaus treue und zuverlässige

Hunde.

Wir sind auch mit dabei, als die Schafe ausgesucht

und für den Transport nach Springbok

verladen werden. Stück für

Stück werden sie einzeln und

mit „hau-ruck“ auf den Transporter

gehieft. 147 sollen diesmal

verkauft werden. Mein

Sohn Christopher hilft auch dabei

mit und stellt fest, dass es

ganz schön harte Arbeit ist.

Morgen Früh soll es schon ganz

zeitig losgehen.

Am späteren Abend unternehmen

wir aber noch eine nächt-

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14

liche Farmrundfahrt über das Anwesen. Um

besser sehen und die kühle Nachtluft genießen

zu können, setzen wir uns auf die offenen

Fensterrahmen von Werners Bakkie. Mit

dem Scheinwerfer leuchten wir die Gegend

ab und entdecken so einige nachtaktive Wesen:

Ein Springhase nimmt vor uns reiß-aus,

Steinböcke, ein Erdwolf und ein paar Eulen

Dezember 2009

werden aufgestöbert. Und

dann entdecken wir sogar

noch ein scheues Erdferkel,

wie es versucht, sich

vor unserem Scheinwerfer

zu verstecken. Meist findet

man untertags nur ihre

Bauten, tiefe Löcher in der

Erde. Dieses hier ist das allererste,

das wir in natura

erleben...

Am nächsten Morgen aufstehen

um 5 Uhr früh, anschließend

nur ein schneller

Kaffee und dann gleich

Abfahrt Richtung Springbok,

gemeinsam mit den

147 Schafen an Bord und

fünf erwachsenen Personen

zusammengequetscht im

Führerhaus des Transporters.

Aber auch das macht

Spaß. So rumpeln wir,

manchmal mit über 100

km/h, eingehüllt in eine riesige

Staubwolke, durch das

morgendliche Namaqualand

Richtung Springbok.

Man merkt schon: Werner

kennt seine Strecke und jedes

Loch auf der Schotterpiste

ist ihm vertraut – aber

die Schafe tun uns leid, da

hinten auf dem Anhänger.

Die machen sich auf ihre

Art Luft und erleichtern

sich…

Als wir am Zielort ankommen,

umgibt uns „der Duft der großen, weiten

Welt “ und auch wir selbst haben inzwischen

einen etwas strengen Geruch angenommen.

Zuerst werden die Schafe abgeliefert,

anschließend gehen wir auf ein stärkendes

Frühstück und dann in die Badewanne,

die zum Glück nicht weit ist, denn Monika


hat hier vor wenigen Monaten ein Gästehaus

übernommen und es genauso gemütlich eingerichtet

wie ihr Farmhaus. Hier bleiben wir,

nicht nur um den Staub loszuwerden, sondern

auch um ein wenig auszuruhen.

Springbok, das ursprünglich Springbokfontein

hieß, verdankt seine Existenz den ergiebigen

Kupferfunden, die seit 1850 ausgebeutet

wurden und einem reichen Wasservorkommen.

Das britische Fort, auf einem Hügel

erbaut, wurde während des Anglo-Buren

Krieges durch eine Ladung Dynamit zerstört,

die von einem Kommando unter General Jan

Smuts gelegt worden war. Den historischen

Hügel kann man noch heute in der Ortsmitte

besichtigen, wo ein Kreisverkehr um ihn herumführt.

Das Goegap-Natur Reservat (Goegap ist ein

Nama-Wort und bedeutet Wasserloch), das

wir noch besuchen wollen, liegt ca. 15 km

südöstlich von Springbok. 1960 spendete

die Okiep-Kupfer-Company 4.600 ha.Land

an die die Verwaltung der Kapprovinz, um

ein Wildblumenreservat daraus zu erschaffen.

Bekannt wurde es dann einige Jahre später

unter dem Namen Hester Malan Wildflower

Garden (zu Ehren der Gattin des damaligen

Administrators am Kap Dr. Nico Malan).

Durch den Zukauf von Farmland wurde

es vergrößert und 1990 wurde das gesamte,

inzwischen 15 000 ha große Gebiet zum

„Goegap Nature Reservat“ proklamiert. Es

zeigt die typischen Granit-„koppies” (Hügel)

und sandigen Ebenen einer Halbwüste und

die typische Namaqualand-Vegetation, die

hauptsächlich aus Pflanzen von kurzer Lebensdauer

besteht. Diese Arten verwandeln

das „Veld” jedes Jahr für wenige Wochen in

einen farbenprächtigen Blütenteppich.

Im Informations-zentrum bei der Einfahrt findet

man einen wunderschön angelegten Sukkulenten-

und Steingarten, der durch Multimedia-Shows

eingehend erläutert. Es gibt

die Möglichkeit, Samen dieser hier heimi-

schen Pflanzen zu kaufen. Natürlich sind hier

auch Tiere zu sehen: Mit etwas Glück findet

man Oryx, Spring- und Steinböcke aber auch

das Hartmann Berg-Zebra ist hier zu Hause.

Über den Felsen kreisen Schwarzadler, vermutlich

brüten sie auf einem Nest. Auch verschiedene

Eulen-Arten soll es geben. Selbst

diese ariden Trockengebiete mit einer Niederschlagsmenge

von maximal 80 –160mm

im Jahr bieten so vielen Arten einen Lebensbereich.

Auf der N 14 fahren wir noch weiter Richtung

Osten durch ein weit überschaubares

Wüstengebiet in allen nur möglichen Schattierungen

von Gelb, Ocker und Brauntönen.

Pella heißt unser nächstes Ziel: eine malerische,

beinahe arabisch anmutende Oase mit

einer Missionsstation mit riesigen Dattelpalmen

und einer europäischen Kirche vor der

Kulisse hoher, sonnenverbrannter Berge. Benannt

wurde sie nach einem Dorf in Mazedonien,

das einst in biblischen Zeiten den Chris-

Okahandja

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ten dort zum schützenden Refugium wurde.

1814 von der Londoner Missions-Society

gegründet, bildete Pella im Namaqualand einen

Zufluchtsort für die Khoisan, Buschleu-

MW20081584

15 Dezember 2009

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te, die von Namibia aus nach Südafrika kamen.

Nach einer großen Dürre mussten aber

alle die Missionsstation verlassen und erst

1878 öffnete die Römisch-Katholische Kirche

wieder ihre Pforten. Die alte, hier so fremd

anmutende Kathedrale, liegt umgeben von

einem großen Dattelpalmenhain. Eine Quelle

versorgt das umliegende Dorf mit Wasser

und auch die Gärten, wo Feigen, Trauben

und Granatäpfel heranreifen. Pellas Datteln

werden von den riesigen Palmen geerntet, in

Holz-Schachteln verpackt und als Spezialität

per Post in alle Teile Südafrikas verschickt.

Wie uns die freundlichen, farbigen Klosterschwestern

erkläen, wurde diese Kirche von

zwei Missionaren in siebenjähriger Bauzeit

errichtet. Als Vorlage dafür diente.....eine Encyclopädie.

Wir können es kaum glauben,

aber doch lassen sich deutlich Details erkennen,

die von der Architektur europäischen

Kirchen dieser Zeit beeinflußt sind – Eine Enzyklopädie

als Bauanleitung für eine Kirche,

das ist wohl wirklich eine Rarität.

Das Namaqualand hat doch immer wieder

neue Überraschungen zu bieten und ist eine

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Bäume an Rastplätzen und Fernstraßen

Der Baumtraubenbaum oder Omundjimune (Lannea discolor) Familie Anacardiaceae

Dieser schöne Baumtraubenbaum steht

nördlich der B8, wenige Kilometer westlich

von Kombat. In der trockenen Jahreszeit

fällt er durch die ziemlich steil aufwärts

gerichteten, ungewöhnlich dicken und stumpf

endenden Zweige auf. Die grob gefiederten

Blätter sind in der Form ziemlich variabel; junge

Blätter sind weich behaart und rosa, ältere

auf der Oberseite glatt und dunkelgrün, unterseits

mit filzigen Sternhaaren besetzt. Wenn der

Wind sie bewegt, schimmern sie silberweiß und

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lenken dadurch die Blicke auf den Baum. Im

Herbst wird das Laub leuchtend rotbraun.

Der Baumtraubenbaum kommt in drei weit

voneinander entfernten Bereichen vor, nämlich

im Karstveld nordostwärts von Otavi, am

östlichen Kavango und in Ost-Caprivi. An der

B8 nahe Uchab findet man diesen Baum ebenfalls

und besonders schöne Exemplare stehen

an der landschaftlich sehr reizvollen D2820, die

südlich der B8 von Otavi nach Kombat führt.

Dieser bis 15 m hohe Baum hat in der Regel ei-

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Dieser Baumtraubenbaum (Lannea

discolor), auch als Omundjimune oder

Omunyamuna bekannt, steht an der

B8 wenige Kilometer westlich von

Kombat. Ein deutliches Merkmal sind

die aufwärtsstrebenden Äste.

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16

Der botanische Artname discolor, d.h. ‚zweifarbig’

bezieht sich auf die oberseits dunkelgrünen

und unterseits weißlich schimmernden

Blätter.

nen geraden Stamm mit glatter grauer bis rötlich

grauer Rinde, der sich relativ weit unten

zum ersten Mal verzweigt, während sich das

Laub jedoch meist recht hoch über dem Boden

befindet.

Die grünlichgelben, duftenden Blüten erscheinen

vor den Blättern im September/Oktober in

gedrängten Trauben an kurzen, dicht behaarten

Zweigenden. Männliche und weibliche Blüten

wachsen an verschiedenen Bäumen. Die

Früchte erinnern an kleine Marulas (A. Name),

sind aber nur etwa 10 mm lang und werden in

der Reife rötlich bis weinrot. Das dünne, den

Kern umschließende Fruchtfleisch schmeckt

ähnlich wie Weintrauben (daher E. „tree grape“

oder ‚Baumtraube‘). Die Schale sollte

man nicht mitessen. Blüten und Früchte

befinden sich meist hoch oben im

oberen Teil der Krone und sind deshalb

schwer zu erreichen.

Namen: E. live-long; A. Dikbas, klein

maroela; H. omunyamuna, omundjimune

Dezember 2009


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Der Gattungsname Lannea ist von dem lateinischen

Wort „lana“ für ‚Wolle‘ abgeleitet und bezieht

sich auf die wollige Behaarung der jungen

Triebe und der Blattstiele. Der Artname „discolor“

deutet auf die zweifarbigen Blätter, die

oberseits dunkel grün und unterseits mit weißfilzigen

Sternhaaren besetzt sind.

Nutzen: Das weiche und leichte Holz platzt nicht

leicht. Es eignet sich als Schwimmer für Fischnetze

und zur Herstellung von Schalen und Getreidemörsern

(A. „bakhout“, d.h. ‚Schüsselholz‘).

Früher wurden daraus auch Bremsklötze

für Ochsenwagen angefertigt. Wenn man die

Rinde an einem jungen Zweig vorsichtig klopft,

kann man sie unversehrt vom Zweig abstreifen

und als Pusterohr verwenden. Die Rinde

und die Wurzeln werden, besonders bei Kindern,

gegen verschiedene Erkrankungen von

Fieber bis Verstopfung verwendet. Die Wurzeln

dienen auch als Heilmittel für Unfruchtbarkeit,

Geschlechtskrankheiten und Krämpfe. Die Rindenfasern

lassen sich zu Schnur verarbeiten.

Vermehrung: Den englischen Namen „livelong“

oder ‚langlebig‘ verdankt dieser Baum

der Tatsache, dass Zaunpfähle aus seinem Holz

leicht ausschlagen. Er lässt sich also leicht durch

Stecklinge vermehren. Da er nicht so groß wird

wie zum Beispiel der Marulabaum (Sclerocarya

birrea), eignet er sich für kleinere Gärten und

zum Bepflanzen von Straßen, wo sein Laub,

dass sich im Verlauf der Jahreszeiten wandelt,

für Abwechslung sorgt. Der Baumtraubenbaum

ist ein geschützter Baum! n

Luise Hoffmann

SLH-T2344


astronomie

Zum Astronomiejahr 2009

Planeten, Kometen und Sterne

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Erst im ausgehenden 17. Jahrhundert

begannen die europäischen

Fürstenhöfe, die astronomische

Forschung zu fördern. Dabei entstanden

die ersten Nationalobservatorien. Das

französische Observatorium in Paris öffnete

im Jahre 1666 unter König Ludwig

XIV seine Türen. In England gründete

Charles II 1675 das „Royal Greenwich

Observatory“ und in Deutschland nahm

die „Berliner Sternwarte“ 1687 ihren Betrieb

voll auf. Der umfangreichste Sternenkatalog

jener Zeit entstand aus der

Arbeit von John Flamsteed, dem ersten

königlichen Astronomen von England.

Er katalogisierte die Daten von mehr

als 2800 Sternen und ersann ein Nummernsystem

zu ihrer systematischen

Benennung. Diese Zuordnung von Zahlen

zu den einzelnen Objekten wird heute

noch verwendet. Er entdeckte 1690

als Erster den Planeten Uranus, den er

allerdings für einen Stern hielt. Er nahm

ihn unter der Bezeichnung „34 Tauri“ in

seinen Sternenkatalog auf. Als Flamsteed

im Jahre 1719 starb, führte Edmond

Halley dessen Arbeit fort und wies

unter anderem die Eigenbewegung der

Fixsterne nach. Internationale Anerkennung

erhielt er aber vor allem für seine

Kometenforschung und die Berechnung

der Wiederkehr des nach ihm benannten

Kometen Halley. Demnach umläuft

der Halleysche Komet, den der Forscher

1682 gesichtet hatte, innerhalb von 76

Jahren seine Bahn. Anlässlich seiner Wiederkehr

im Jahre 1910 versetzte der Komet

viele Menschen in Angst und Schrecken.

Kurz bevor die Erde den Schweif

des Kometen am 19. Mai durchquerte,

hatten Astronomen darin das giftige

Gas Dicyan entdeckt. Das nutzten Negativisten

aus und setzten das Gerücht

in die Welt, dass mit dem Erscheinen

d e s K o m e t e n d i e We l t u n t e r g e h e n w i r d .

Eine astronomische Zeitung von damals

schrieb dann später, dass das Volk besonders

in den Städten das Ereignis in

seiner Weise gefeiert hat, und zwar mit

Trinken, Raufen und mit Skandalen. Die

Alkoholexzesse seien derart angestiegen,

dass die Obrigkeit schon an den Einsatz

von Militär dachte. Die Menschen sahen

wohl ihr Ende herannahen und haben

wohl deshalb so getrunken. Auch ist

ganz interessant, dass neun Monate

später in Berlin nachweislich 20 % mehr

Geburten zu verzeichnen waren. Vor

der letzten Erdnähe des Kometen 1986

wurden einige Raumsonden gestartet,

um einmal einen Kometenkern aus der

Nähe zu beobachten. Dieser ist aus Eis,

Gestein und Staub zusammengesetzt

und stammt noch aus den Anfängen unseres

Sonnensystems.

Das letzte Mal wurde also der Komet im

Jahre 1986 von der Erde aus gesehen. Er

wird im Jahr 2061 wieder in das innere

Sonnensystem zurückkehren. n

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natur

urikaten -

Haustiere“

ider Willen

Von Sybille Schott

it ihren Knopfaugen, ihrer Neugierde,

der teilweise aufrechten Haltung

und ihrem ausgeprägten Sozialveralten

finden Menschen Surikaten einfach

niedlich“. Nicht selten werden diese kleien

Raubtiere deshalb in Häusern oder Wohungen

als Haustiere gehalten, bis sie irgendann

aggressiv und lästig werden.

rdmännchen oder auch Surikate genannt,

ind Bewohner der Trockensteppen, wie die

es Kaokovelds. Sie sind sehr gesellige Gechöpfe,

die in Kolonien von 20 bis 30 Tieren

eben, wobei jedes seine „Aufgabe“ hat. Mit

hren langen, spitzen Krallen graben sie ihre

nterirdischen Bauten, auf denen sie dann

n der typisch männchenhaften Weise aufecht

sitzend Wache halten, was ihnen ihren

amen „Erdmännchen“ einbrachte. Manchal

stellen sie sich sogar auf die Hinterbeie.

Sie sind ausschließlich tagaktiv. Sonnenadend

kann man sie oft in größerer Zahl vor

hrem Unterschlupf beobachten. Die Laute,

ie sie von sich geben, ähneln einer Vielzahl

immernder, bellender oder zwitschernder

öne. Die Erdmännchen stehen untereinaner

durch ständiges Rufen immer im Stimmontakt.

Die Feinde der Surikate sind vor alem

Raubvögel.

a Erdmännchen sehr soziale Tiere sind,

kann man sie leicht zähmen. Aus diesem

Grund werden sie nicht selten als Haustiere

gehalten.

Und hier beginnt die Arbeit von Sonja Sagells.

Während ihrer Tätigkeit im Swakopmunder

Tierschutzverein hat sie immer wieder erlebt,

dass Surikaten abgegeben wurden, weil

ihre Besitzer sie nicht mehr bändigen konnten.

Außerdem sind die Tiere aufgrund von

Unwissenheit oft mangelhaft ernährt und ha-

18

ben dadurch sehr empfindliche Knochen.

Als kleine Raubtiere fressen sie vorwiegend

Insekten, Tausendfüßler, Larven und Spinnen.

Vögel und deren Eier, Reptilien, Nagetiere,

Schnecken, aber auch Wurzelknollen dienen

in geringerem Maße als Nahrungsquelle.

Menschen, die sich ein solches Tier anschaffen,

vergessen, dass Surikaten zum einen

Raubtiere sind, zum anderen aber auch dass

sie, aufgrund ihres ausgeprägten Sozialver-

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Dezember 2009

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halten eben auch nur in einer Gruppe unter

ihresgleichen langfristig leben können.

„Anfangs süß und verschmust beginnnen die

Tiere mit Eintreten der Geschlechtsreife den

Menschen als ihre Gruppe zu beschützen.

Auch wenn Surikaten mit 25 bis 35 Zentimentern

recht klein sind, so haben sie scharfe

Zähne mit denen sie andere Menschen, die

sie als Eindringlinge sehen, attakieren kön-

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nen“, berichtet Sonja. Wohin also mit den Tieen,

die es nicht gelernt haben, in der freien

atur zu überleben?

onja begann, Kontakt mit verschiedenen

rojekten weltweit aufzunehmen, die sich

it der Auswilderung von Surikaten beschäfigen.

Dadurch konnte sie ihr Wissen über die

iere so weit aufbauen, dass sie den Versuch

tartete, einzelne Surikaten wieder als eine

ruppe zusammenzuführen. „Das ist am Anang

sehr schwierig, weil die Tiere keine Einringlinge,

sprich andere Surikaten, mögen.

s dauert sehr lange und erfordert viel Geuld

bis mehrere solcher Raubtiere wieder als

ruppe funktionieren und damit ihre Aufgaen

wahrnehmen, deren Erfüllung ihr Leben

ichert. In einer Kolonie herrscht eine genaue

ufgabenteilung. Während einige im Bau graen,

suchen andere Nahrung und wieder anere

bewachen sitzend den Unterschlupf. Es

enügt ein schriller Ruf und alle Erdmännhen

verschwinden blitzschnell in den unterrdischen

Gängen.

ei der Auswilderung kommen die Tiere zuächst

in einen Käfig, aus dem sie sich nicht

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ausgraben können. Hier lernen sie,

andere Artgenossen zu akzeptieren

und eine Gruppe zu bilden. „Man

muss sehr darauf achten, wie die

Tiere miteinander umgehen. Es passiert

nicht selten, dass sie einen Außenseiter

verletzen.“ Nach mehreren

Wochen sind die Surikaten meist soweit,

dass sie auf Gefahren reagieren

und einen Zusammenhalt bilden.

Dann dürfen die Tiere in ein Gehege,

in dem sie schon bald beginnen,

sich auszugraben, d.h. die Surikaten

verlassen den sicheren Unterschlupf,

um die Umgebung zu erkunden und

Nahrung zu suchen, kommen aber

immer wieder zurück. Mit der Zeit

werden diese Ausflüge immer länger,

bis die Tiere irgendwann ganz

wegbleiben und wieder in der Natur

ohne die Hilfe des Menschen leben

können. Zur Zeit hat Sonja vier

weibliche Surikaten in ihrem Gehege

auf Mount Etjo. Hier arbeitet die

junge Frau tagsüber – in ihrer Freizeit

kümmert sie sich um die kleinen

Raubtiere und ist dabei auf Spenden

angewiesen. „Mir fehlt im Moment

noch ein Männchen, denn sonst können

sich die Tiere nicht fortpflanzen

und werden als Gruppe nicht überleben“.

Die Tragzeit beträgt nur etwa

elf Wochen. Danach werden zwei bis

vier kleine Erdmännchen geboren.

Bisher konnte Sonja mehrere Gruppen

erfolgreich auswildern. Die vier

Weibchen müssen sich allerdings

noch etwas gedulden, bis sie wieder

in die Natur entlassen werden

können. Es bleibt zu hoffen, dass

sie nicht irgendjemand wieder niedlich

findet und sie in ein Haus unter

Menschen bringt, wo sie in den seltensten

Fällen ein artgerechtes Leben

führen können. n

19 Dezember 2009

Impressum

Verlag:

Tourismus Namibia erscheint als Beilage der Allgemeinen

Zeitung, einer Abteilung von Democratic Media Holdings

(Pty) Ltd., Postfach 86695, Windhoek, Namibia, General

Murtala Muhammed Avenue 11, Chefredakteur: Stefan

Fischer (fis)

Die Redaktion übernimmt keine Haftung für unverlangt

eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen. Nachdruck

ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages

gestattet. Dieses gilt auch für die Aufnahme in elektronische

Datenbanken und Vervielfältigungen auf CD-ROM. Adresse:

Postanschrift: Tourismus Namibia c/o Allgemeine Zeitung,

P.O. Box 86695, Windhoek, Namibia

Straßenadresse: Democratic Media Holdings,

General Murtala Muhammed Avenue 11, Eros, Windhoek

Redaktion: Tel.: +264-61-22 58 22, Fax: +264-61-220225

Dirk Heinrich (dh): Tel. +264-81-1270254, dheinrich@az.com.na

Sybille Schott (sy): Tel. 081-1296301, sschott@az.com.na

Freie Mitarbeiter

Astronomie: Victor Brandl (brandlv@mweb.com.na)

Branche: Marc Springer (marc@nawa-namibia.com)

Flora: Luise Hoffmann (luisehof@iway.na)

Küste: Heinz Krikkis (krikkis@iway.na)

Südafrika: Eva Dölitzsch-Tatzreither (eva-d-t@deunet.co.za)

Anzeigen: Tel.: +264-61-22 58 22, Fax: +264-61-245200

Bahati Traut: Tel. +264-81-127 1603, bahati@az.com.na

Design: Uwe Schwesinger (uwe@az.com.na)

Sybille Schott (sschott@az.com.na)

Online:

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Druck: Newsprint Namibia, Windhoek

Vertrieb:

Tourismus Namibia ist eine monatliche Sonderpublikation

der Allgemeinen Zeitung (AZ) in Namibia mit einer

Druckauflage von etwa 10 000 Exemplaren. Sie erscheint

12 Mal im Jahr, jeweils am ersten Donnerstag im Monat,

und wird der Tageszeitung beigelegt.

Darüber hinaus ist sie in Lodges, Hotels, Pensionen,

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Reisebüros in Deutschland sowie der Schweiz erhältlich.

Die Auslandsbüros des Namibischen Tourismusrates (NTB)

in London, Frankfurt, Johannesburg und Kapstadt erhalten

weitere Exemplare, ebenso der Tourismusrat in Kapstadt

(Cape Town Tourism) und etwa 100 Abonnenten in Europa.

Im Abo für Europa kostet die Publikation 60 Euro pro Jahr

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Tucke, Okomitundu und dem Namibischen Tourismusrat

(NTB), ist Tourismus Namibia auf Reisemessen in folgenden

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Titelseite:

Foto: Joachim Gross

Gestaltung: Uwe Schwesinger

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Wir nehmen Sie mit

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natur

Schon beim Frühstück herrschte erwartungsvolle,

leicht nervöse Aufbruchstimmung.

Nach fast vierzehn Tagen

Rundfahrt durch die scheinbar endlosen Weiten

Namibias mit sehr viel Landschaft, sehr

viel Sonne und sehr vielen Eindrücken sollten

heute auch diejenigen auf ihre Kosten

kommen, die sich bereits die ganze Zeit über

auf Afrikas Tierwelt gefreut hatten – und das

waren ausnahmslos alle Teilnehmer unserer

15-köpfigen Gruppe. Natürlich hatten wir bereits

das eine oder andere Tier gesehen, einige

Strauße und Springböcke ebenso wie

das Wappentier Namibias, die Oryx-Antilope.

Aber das war schließlich nur ein kleiner Teil

dessen, was sich der interessierte Afrika-Reisende

an afrikanischer Tiervielfalt erhofft.

Heute nun stand der Etoscha-Nationalpark im

Norden Namibias, mit 22.270 qkm etwa halb

so groß wie die Schweiz, auf dem Programm.

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Jagdszene im Etoscha-Nationalpark

Gespannt wie Flitzebogen starrten wir durch

die Fensterscheiben unseres Busses, der in

gewohnt souveräner Art die Schotterpisten

unter seine Reifen nahm.

Unvermittelt tauchte im gelben Savannengras

linker Hand eine Tüpfelhyäne auf, dann noch

eine zweite, dritte und vierte. Mit einem leichten

Schauder betrachtete ich die Tiere, die

mit ihrem getüpfelten Fell, den großen, runden

Ohren und schräg abfallender Rückenlinie

durch das trockene Gras strichen. Hyänen

gelten gemeinhin als hässliche Tiere, und diese

Vorstellung stellte sich bei mir prompt ein.

Andererseits, bei genauerer Betrachtung, frei

von Vorurteilen, einfach erfüllt von der Freude

darüber, Hyänen in freier Wildbahn beobachten

zu können, musste ich mir eingestehen,

dass die Natur mit Sicherheit Abstoßenderes

zu bieten hat. Aber ehe ich meinen

Gefühlshaushalt daraufhin überprüfen konn-

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20

te, ob Hyänen vielleicht doch so etwas wie

Sympathie verdienen, hatten einige aus unserer

Gruppe rechter Hand der Piste ein einzelnes

Zebra bemerkt. Natürlich waren wir

im Bus sitzenden Touristen nicht die einzigen,

die das Zebra entdeckt hatten, möglicherweise

waren ihm die vier Räuber schon

länger auf der Spur. Jedenfalls nahmen die

Hyänen die Verfolgung auf, während das Zebra

auf eine Buschgruppe zulief. Die vier Jäger

hetzten hinter ihrem Opfer her, umsprangen

es und schnappten mit ihren mörderisch

starken Kiefern nach ihm. Die Hetzjagd wurde

durch die mittlerweile recht große Entfernung

ein wenig erträglicher. Natürlich wollten

wir Tiere in freier Wildbahn erleben und beobachten.

Aber ein solches sich anbahnendes

Schauspiel mitzuerleben war doch etwas

anderes.

Plötzlich, als es die Buschgruppe fast erreicht

Dezember 2009

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hatte, machte das Zebra einen 90°-Schwenk

nach rechts und lief direkt auf unseren Bus

zu, die Hyänen noch immer hinter sich. Unmittelbar

neben dem Bus blieb es stehen,

drehte sich – scheinbar resignierend – seinen

Verfolgern zu. Nun würde es, so befürchteten

wir, die wir mittlerweile „in der ersten Reihe“

saßen, aus nächster Nähe zum entscheidenden

„Showdown“ kommen. Mehrmals umrundete

das Zebra den Bus, immer von einer

Seite den Schutz des Fahrzeugs suchend

und sich somit den Rücken freihaltend, dabei

jedoch ständig von den vier Angreifern

durch wütendes Schnappen attackiert. Mit

einem Mal zogen sich die Hyänen, unwillig

knurrend, zurück, als hätten sie den Spaß an

einem Spiel verloren. Erschöpft und deutlich

gezeichnet stand das Zebra mit bebenden

Flanken vor unserem Bus auf der Schotterpiste.

Der Schwanz war bis auf einen Stummel

abgerissen, der linke Hinterlauf wies eine

tiefe Verletzung auf. Innerlich aufgewühlt sahen

wir zu, wie das Zebra auf drei Beinen

schließlich nach links in das gelbe Savannengras

humpelte. Dann fuhren auch wir weiter,

wobei wir uns fragten, ob das Zebra überleben

würde oder ob es nur ein kurzer Aufschub

gewesen war.

Der Tag im Etoscha-Nationalpark ging mehr

als ergiebig zu Ende. Wir hatten nicht nur große

Zebra- und Elefantenherden, Gnus, Giraffen

und Kuhantilopen, die allgegenwärtigen

Springböcke und Impalas, Trappen, Tokos

und Sekretäre, sondern auch Löffelhunde,

einen Leoparden, Löwen bei der Paarung

sowie ein Spitzmaulnashorn gesehen. Am

nachhaltigsten ist – nicht nur mir – allerdings

die „Jagdszene“ in Erinnerung geblieben. Hier

bekamen wir hautnah vor Augen geführt,

dass Tiere in freier Wildbahn eben nicht wie

in einem großen Zoo leben, wo alles friedlich

und wohlgeordnet für den menschlichen

Betrachter abläuft, sondern dass die Freiheit

durch täglichen Überlebenskampf erkauft

wird, trotz der vordergründigen Idylle.

Norbert Wiegelmann, Deutschland

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