Jahresbericht ERF Medien 2019

erf4medien

Hoffnungsvoll in die Zukunft
ERF Medien kommunizieren als Hoffnungsträger die gute Nachricht von der Liebe Gottes allen Menschen.
Das ist der rote Faden, der sich durch die gesamte Dauer des unterdessen 47-jährigen Wirkens in der Schweiz zieht. Zudem ist es der gleiche Auftrag, der uns mit unseren ERF Medien Partnern in Deutschland, Österreich und Italien sowie mit unserem internationalen Partner TWR verbindet.

2019

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT

Immer wieder

Grund zur

Hoffnung


Hanspeter Hugentobler – Geschäftsführer/CEO

Immer wieder Grund zur Hoffnung

Hoffnungsvoll

in die Zukunft

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

2

ERF Medien kommunizieren als Hoffnungsträger

die gute Nachricht von der Liebe Gottes allen

Menschen. Das ist der rote Faden, der sich durch

die gesamte Dauer des unterdessen 47-jährigen

Wirkens in der Schweiz zieht. Zudem ist es

der gleiche Auftrag, der uns mit unseren ERF

Medien Partnern in Deutschland, Österreich

und Italien sowie mit unserem internationalen

Partner TWR verbindet.

Was hat sich seit der Gründung 1973 geändert,

was bleibt?

Das Evangelium ist die DNA von ERF Medien. Der

Auftrag, allen Menschen die gute Nachricht von der

Liebe Gottes zu kommunizieren, steht seit den Anfängen

und wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Umso

rasanter verändert haben sich dafür die technischen

Möglichkeiten: Kannte man ERF Medien in der Anfangszeit

von Sendungen über Mittel- oder Kurzwelle

in stets unterschiedlicher «Knatterradio-Qualität»,

erreichen wir die Menschen heute über unzählige

Radio-, TV und Online-Kanäle direkt in den Häusern,

ja sogar direkt auf ihren persönlichen Smartphones.

Wer hätte in der Anfangszeit, als kaum Sendeplätze für

die christliche Botschaft verfügbar waren, davon

geträumt, dass ERF Medien einmal regelmässig Fernsehsendungen

auf dem nationalen Schweizer Fernsehen

ausstrahlen und über ein eigenes 24-Stunden-

Radioprogramm verfügen würden, das über DAB ohne

Kabel ganz einfach durch die Luft verfügbar sein

würde? Und dass unser Publikum mit den neuen

Internet-Möglichkeiten rund um die Uhr und überall

unsere Beiträge genau zu denjenigen Themen würde

abrufen können, die im Leben des einzelnen Menschen

jeweils aktuell sind? Es ist nicht übertrieben zu sagen,

dass wir noch nie in der Geschichte von ERF Medien so

viele mediale Wege zu den Menschen hatten.

Das ERF Medien Leitbild hält fest: «Wir wollen

Programme gestalten, durch die Menschen den

christlichen Glauben entdecken und ihr Leben

gestalten können.»

Was konkret trägt ERF Medien dazu bei,

dass dies bei den Menschen passieren kann?

Die Corona-Krise zeigt uns allen den grossen Stellenwert

der Medien. In Zeiten, in denen man nicht mehr

aus dem Haus gehen kann und «Social Distancing»

praktizieren muss, sind die Medien präsent. Auch wir

als ERF Medien sind in jedem Haus über Radio, TV,

Online präsent – da wo die Menschen sind. Wir sind da

für unser Publikum, für alle Menschen, die in diesen

Zeiten verunsichert und zu Hause blockiert sind und

viel mehr Medien konsumieren. Wir begleiten unser

Stammpublikum, aber wir erreichen in diesen Zeiten

Publikum weit darüber hinaus. Wir stärken die Hoffnung,

machen Mut zum Vertrauen auf Gott. Dazu haben

wir verschiedene entsprechende Beiträge aus dem

Archiv neu zur Verfügung gestellt und neue Sendungen

produziert. Nie wollen wir dabei als billige Profiteure

eine Krise ausnützen, aber wir dürfen fröhlich darüber

berichten, was wir tun und dass wir bei den Menschen

sind. Wir dürfen auch dazu auffordern, dass man seine

Mitmenschen gerne auf unser «mediales Mutmacher-

Angebot» aufmerksam machen darf.

Nach welchen Kriterien werden denn bei

ERF Medien Programme gestaltet?

In unserem Schaffen sind wir der Aufgabe verpflichtet,

die gute Nachricht der Liebe Gottes zu allen Menschen

zu kommunizieren. Dabei geht es uns nicht um Werbung

für einzelne Kirchen oder theologische Spezialitäten:

Wir arbeiten überkonfessionell und berichten mit

Hanspeter Hugentobler bei einem Spenden-Anlass im November 2019


Unsere Sendungen und Beiträge

sollen begleiten, Hoffnung

machen sowie «Salz und Pfeffer»

fürs Leben sein.

dem breiten Blickwinkel auf christliches Engagement in

unserer Gesellschaft aller Schattierungen. Ein gutes Miteinander

in unserem Team und mit Partnerorganisationen sind

uns wichtig. Wir kommunizieren sehr bewusst nicht mit einer

theologischen Fachsprache, sondern wir üben uns täglich

darin, unsere Inhalte allgemein verständlich, informativ,

relevant und am Puls der Zeit nahe an den Menschen zu

bringen. Immer wieder fragen wir uns in unserem Schaffen:

Ist das ein Thema, das die Menschen bewegt – trifft das die

Sorgen, Bedürfnisse und Fragen unseres Publikums? Und wir

bemühen uns, die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens

kreativ, überraschend und motivierend zu thematisieren.

Unsere Sendungen und Beiträge sollen begleiten, Hoffnung

machen sowie «Salz und Pfeffer» fürs Leben sein.

Apropos «Hoffnung machen»: Ganz wichtig ist uns, den Fokus

auf positive Nachrichten zu richten. Negative Botschaften,

furchteinflössende Entwicklungen und Angstmacher gibt es

auf dieser Welt mehr als genug. Deshalb wollen wir mit der

«Guten Nachricht», dem Evangelium von Jesus Christus, auch

vermehrt gute Nachrichten fürs Leben produzieren. Schon der

bekannte Apostel Paulus ermahnte dazu, sich im Leben auf

das Positive, Mutmachende, Gute zu fokussieren – und seine

Lebensweisheit ist heute aktueller denn je. Negative Botschaften

ziehen in den Abgrund – positive Kommunikation macht

Mut zum Leben. Deshalb sind wir überzeugt davon, dass es

etwas vom Wichtigsten ist, auch in den Medien Hoffnung zu

verbreiten und zum Vertrauen auf Gott zu ermutigen.

Wie werden ERF Medien in der Zukunft die Hoffnung

verbreiten? Was wird der Fokus sein?

Es ist unser Ziel, immer die besten medialen Möglichkeiten

für die Kommunikation des Evangeliums zu nutzen. Die Kanäle,

Apps und sogenannten «sozialen Medien» werden in ein

paar Jahren bereits wieder andere sein als heute. Deshalb

sind wir laufend daran, unsere Strategie zu überprüfen, auf

welchen Kanälen wir am besten und am meisten Menschen

erreichen. Dazu gehört auch, dass wir in unserem Team

immer multimedialer arbeiten und unsere Inhalte in verschiedenste

Medienprodukte «verpacken» werden. Doch auch in

Zukunft wird unsere Kernkompetenz darin liegen, dass wir als

Fachredaktion im Bereich Glaube und Gesellschaft die gute

Nachricht von Jesus Christus öffentlich thematisieren. Das ist

und bleibt unser Auftrag.

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Mathias Fontana – Leiter Marketing / Fundraising

Hoffnungsvolle Inhalte verbreiten

Menschen

erreichen

mit Hoffnung

Unsere Spenderinnen und

Spender vertrauen uns.

Das ehrt uns sehr und

erfüllt uns mit tiefer

Dankbarkeit.

Der Bereich Marketing berichtet von den guten

Medienprodukten, um immer mehr Menschen

mit hoffnungsvollen Inhalten zu begegnen. Dies

wird erreicht durch Werbung, PR und das Bekanntmachen

der Sendungen und Programme

auf den sozialen Medien und bei Events. Das

Fundraising gehört als zentraler Bereich ebenso

zum Marketing wie das Service-Center als erste

Anlaufstelle für Anfragen und Rückmeldungen.

Was ist das mittel- und langfristige Marketingziel

bei ERF Medien?

Wir wollen mit den Menschen in Berührung kommen,

die uns noch nicht kennen. Unser Ziel ist, die ermutigenden

und hoffnungsvollen Inhalte unserer Sendungen

und Programme mit diesen Leuten zu teilen. Wir

möchten Inspirationen geben, die für diese Zeit und die

Situationen, in denen sich die Menschen befinden,

relevant sind. Eine grosse Veränderung über die letzten

Jahre ist die Erreichbarkeit der Menschen, ebenso wie

die neuen Möglichkeiten, über die sie erreicht werden

können. Soziale Medien erfreuen sich immer grösserer

Beliebtheit. Mittlerweile sind es Millionen Nutzer allein

schweizweit. Unser Ziel ist auch, unsere Spenderinnen

und Spender sowie Zuschauer und Hörerinnen besser

kennenzulernen. Wir wollen nah an unseren Kunden

und Unterstützern sein, um ihnen relevante Inhalte

bringen zu können.

Das Life Channel Magazin ist einer dieser Kanäle,

die Hintergründe beleuchtet. Es schenkt mit

spannenden Themen und ermutigenden Artikeln

Hoffnung. Wer sind die Leserinnen und

Leser und was schätzen sie an diesem Magazin?

Wir haben eine breite Leserschaft aus verschiedensten

Landes- und Freikirchen von jung bis alt. Leserinnen

und Leser schätzen unsere Artikel, die zuweilen auch

als Inspiration für Gottesdienste oder Inputs dienen.

Für das Life Channel Magazin planen wir bereits weit

im Voraus Themen, die gesellschaftlich wichtig sind,

und zu denen es aus christlicher Sicht etwas zu sagen

gibt. Uns erreichen immer wieder Rückmeldungen zu

einzelnen Artikeln, die Hoffnung gegeben haben.

Manchmal waren sie sogar lebensverändernd oder

richtungsweisend für jemanden in einer bestimmten

Situation.

Seit 47 Jahren unterstützen Spenderinnen und

Spender die Vision und Mission des Unternehmens.

Ohne sie könnten ERF Medien nicht

existieren. Für was schlägt ihr Herz?

Etwas, das alle unsere Spenderinnen und Spender

vereint, ist ein gemeinsamer Wunsch: Sie wollen, dass

es ERF Medien gibt und dass via elektronische Medien

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Worin machen «relevante Inhalte» den Unterschied

zum multioptionalen «Lärm der Welt»?

Immer mehr Menschen empfinden «Push-Nachrichten»

auf ihren Bildschirmen als lästig und schalten sie

ab. Sie nutzen anstelle dessen vermehrt Inhalte, die sie

inspirieren und ihnen nützliche Informationen zu einem

Thema liefern. Ich glaube, wenn wir es schaffen, authentische,

relevante Inhalte und Geschichten zu

produzieren, erreichen wir die Aufmerksamkeit der

Menschen.

Mirjam Knöpfli, Kundenberaterin Werbung/Sponsoring | Fundraising Managerin


die Gute Nachricht in der Schweiz verbreitet wird. Sie vertrauen

uns. Das ehrt uns sehr und erfüllt uns mit grosser Dankbarkeit.

Circa 11 000 bis 12 000 Menschen vertrauen uns

jährlich ihr Geld an. Nur dank ihnen ist es überhaupt möglich,

dass wir Hoffnung in die Herzen der Menschen senden können.

Viele unserer Unterstützer beten auch für uns und für die

Verbreitung der Guten Nachricht.

Wir freuen uns über jeden Kontakt, den wir mit unseren

spendenden Freunden haben. Uns erreichen viele Briefe,

E-Mails sowie Telefonanrufe. Bei unseren Medienhaus-Führungen

lernen wir unsere Besucherinnen und Besucher sogar

persönlich kennen. Wir freuen uns über jede Gruppe, Familie

und Gemeinde, bedanken uns gerne persönlich bei unseren

Gästen und zeigen ihnen, wie wir arbeiten.

Auch bei unseren gemeinsamen Reisen treffen wir immer

wieder Leute, die seit Jahren mit uns verbunden sind. Diese

Zeiten des gegenseitigen Kennenlernens sind sehr wertvoll.

Natürlich ist es schwierig, mit all den 12 000 Spenderinnen

und Spendern im Gespräch zu sein. Aber wo immer es möglich

ist, geniessen wir den Kontakt. Wir hören gerne, was

unsere Sendungen bei ihnen bewirken und was sie uns wünschen.

Die Frage nach der Hoffnung stellt sich zuerst im

eigenen Herzen. Was erleichtert speziell auch in

Bezug auf die finanziellen Mittel immer wieder den

Blick in die Zukunft?

Wir leben und arbeiten in einer Kombination von Gottvertrauen

und Professionalität: Dankbar blicken wir auf viele Jahre

zurück, in denen Gott für uns gesorgt hat. Seit 47 Jahren

erleben wir Gottes Versorgung und dass er zur richtigen Zeit

das Richtige bringt. Gleichzeitig setzen wir uns mit Herzblut,

Verstand und allen unseren Möglichkeiten dafür ein, herauszufinden,

was das Richtige ist. Wir vertrauen darauf, dass

unsere Spenderinnen und Spender unsere Vision teilen und

bedanken uns herzlich dafür. Denn nur gemeinsam können

wir vielen Menschen die Gute Nachricht bringen und Hoffnung

schenken.

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Rouven Waser – Leiter TV

FENSTER ZUM SONNTAG – Geschichten voller Hoffnung

Gute Geschichten

kommen nicht

aus der Mode

«Ehrlich. Aufbauend. Erhellend. Tröstend»,

schreibt eine Zuschauerin. Eine weitere: «Ihre

Sendungen sind Gedanken anregend, Glauben

aufbauend und sehr wertvoll!» Der FENSTER

ZUM SONNTAG-Talk erzählt seit bald einem

Vierteljahrhundert Geschichten, welche die

Herzen der Menschen berühren. Viele bleiben

irgendwann einmal bei einem FENSTER ZUM

SONNTAG-Talk «hängen» und erhalten Impulse

für ihre jeweilige Lebenssituation.

Welches sind rückblickend besonders hoffnungsvolle

Momente der letzten Jahre?

Wir porträtieren Menschen. Dabei erleben wir oft, dass

die ganz einfachen Geschichten vielen Menschen

Hoffnung schenken. Es sind die Alltagsgeschichten, die

Geschichten aus dem Leben, die viel Positives bewirken.

Nicht nur in den Herzen unserer Zuschauerinnen

und Zuschauer. Ich bin oft tief bewegt über das, was die

Menschen erleben und durch was sie gehen müssen.

Es fällt mir schwer, eine Geschichte hervorzuheben,

doch eine Sendung ist mir besonders in Erinnerung

geblieben:

nun glücklich mit Jesus auf der Wiese spielte und drei

Blumen pflückte für seine Eltern. Als Dani am nächsten

Tag vor die Tür trat, lagen dort physisch drei Blumen!

Was hat es auf sich mit dem «Magic Moment»,

den Ihr häufig bei einem Dreh erlebt?

Magic Moments sind Momente, die verzaubern und

fesseln. Sie machen die Emotionen der Gesprächspartner

offenbar und übertragen sich auf die Zuschauer.

Das kann ein Schlüsselwort sein, ein Satz, ein Lachen,

vielleicht sogar eine Zeit des Schweigens und des

Ringens nach Worten. Oft sind es die Höhepunkte einer

Sendung, um die wir den Spannungsbogen bauen.

Manchmal passieren diese auch vor einer Sendung, wie

zum Beispiel beim Set mit Adolf Ogi in Kandersteg. Wir

beten jeweils vor dem Dreh. Adolf Ogi war anfangs

irritiert deswegen, schätzte dann aber die Ruhe, die er

vor und während des Talks spürte. Er sprach daraufhin

ganz offen über den Verlust seines Sohnes und über die

nicht immer einfachen Schlüsselmomente in seinem

Leben und seiner Karriere.

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Die Begegnung mit Daniel Bürgi beim FENSTER ZUM

SONNTAG-Talk «Leben im Himalaya» bereitete mir

schon beim Vorgespräch eine Gänsehaut. In Nepal

baute er ein Hilfswerk für Strassenkinder auf und

berichtete in dieser Sendung über die Kinder, die

verloren auf den Strassen unter widrigsten Umständen

überleben müssen. Ebenso erzählte er über den Tod

seines eigenen Sohnes und ein Erlebnis mit Gott, dass

ihm in diesem unerträglichen Schmerz zu einem

Hoffnungsschimmer wurde. Seine Schwester schrieb

ihm von einem Traum, in dem sie sah, dass dieser Sohn

Feier anlässlich der Jubiläumssendung von Ruedi Josuran im August 2019


Magic Moments sind Momente, die

verzaubern und fesseln. Sie machen

die Emotionen der Gesprächspartner

offenbar und übertragen

sich auf die Zuschauer.

Was waren die Herausforderungen im Jahr 2019?

Im letzten Jahr beschäftigte uns die gesundheitliche Situation

von Ruedi Josuran. Ein paar Wochen vor dem 10-Jahre-

Jubiläum von Ruedi drehten wir die Sendung «Höhenflüge und

Abstürze» auf dem Pilatus mit Evelyne Binsack als Gast. Auf

dem Rückweg mussten wir uns wegen eines herannahenden

Regens beim Aufstieg beeilen. Ruedi kam deswegen ungewöhnlicherweise

in Atemnot. Er liess sich daraufhin vom Arzt

untersuchen, und die Blutwerte zeigten, dass etwas mit der

Niere nicht stimmte. Es stellte sich heraus, dass er einen

Nierentumor hatte, welcher dann vor Weihnachten operativ

entfernt wurde. Der «Blick» machte eine grosse Story daraus,

noch bevor wir Resultate hatten. Die schlimmen Headlines

trafen aber Gott sei Dank nicht ein. Im Gegenteil: Es war fast

schon ein Wunder, dass durch dieses Erlebnis der Tumor so

früh erkannt und entfernt werden konnte. Es waren keine

weiteren Behandlungen nötig. Ein Talk bei Roger Schawinski

zum Jahresende zeigte besonders in dieser Zeit, wie sehr

Ruedi als Moderator in der Medienlandschaft Schweiz geschätzt

wird. Auch auf dem Dreh wird Ruedi immer wieder

angesprochen und erhält von vielen Menschen ermutigende

Feedbacks.

Wie sieht Euer TV-Alltag aus, wenn Ihr nicht gerade

an einem Drehort seid?

Im letzten Jahr haben wir neben der Hauptarbeit zum FENS-

TER ZUM SONNTAG-Talk einige neue Crossmedia-Formate

entwickelt und ausprobiert. Entstanden sind Sendungen wie

«Schlag und Frag», der «Sextipp» mit Veronika Schmid und

die «Musicloft». Es sind Formate, wie wir online, über Radio,

im Life Channel Magazin sowie auf verschiedenen Social

Media-Kanälen senden können. Beim FENSTER ZUM SONN-

TAG-Talk ist zudem die Recherche vor jeder Sendung ist eine

zeitintensiveund nicht immer ganz einfache Arbeit der Redaktoren.Während

dieser Recherchephase passieren immer

wieder Änderungen oder Absagen. Dann müssen wir um- und

neugestalten, wobei uns eine frühe Planung sehr hilft. Durch

das grosse Netzwerk aller Teammitglieder kennen wir viele

Leute mit guten Geschichten. Vier Mal im Jahr tragen wir

diese zusammen und prüfen, welche Geschichten passen

könnten. Immer wieder überrascht das Team mit neuen Ideen

und grossem Know-how. Gute Geschichten kommen nicht aus

der Mode. Ebenso wenig wie die Hoffnung selbst. Ich erkenne

in den vielen Sendungen Gott, der mit den Menschen unterwegs

sein, sie trösten und ermutigen möchte. Das gibt auch

mir jeden Tag neue Hoffnung.

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Hansjörg Keller – Leiter Radio Life Channel

Hoffnung für den Alltag

«Radio fürs Läbä»

Radio Life Channel sendet täglich positive

Musik, News und Infos, ermutigende Beiträge,

Talks und Sendungen in die Schweiz. Als ein

konstanter Begleiter ist das Team von Radio Life

Channel für die Hörerinnen und Hörer da und

bringt Hoffnung in den Alltag und das Leben

vieler Menschen. In guten und in schlechten

Zeiten.

Was steht über dem Senden aller Programme,

Beiträge und Musik?

Radio Life Channel will die Menschen im Alltag und in

ihren jeweiligen Situationen erreichen und sie mit

positiver Musik und relevanten Themen inspirieren.

Über und hinter all unseren Beiträgen steht der christliche

Glaube und die Motivation, für Menschen da zu

sein. Wir wollen mit Menschen unterwegs sein und

bilden deshalb die verschiedensten Lebensgeschichten

ab. In einer funktionierenden Gesellschaft, in der wir

meinen «alles im Griff» zu haben, fällt die Gute Nachricht

leider selten auf fruchtbaren Boden. Häufig

suchen Menschen darum eher in Krisenzeiten Ermutigung

und Hoffnung in den Programmen von Radio Life

Channel.

Wer sind die Radio Life Channel-Hörerinnen

und -Hörer, und was sind ihre Rückmeldungen?

Ein grosser Werbevermarkter veröffentlicht regelmässig

Auswertungen darüber, wer über welches Radio

erreicht wird. Nach seinen Angaben ist unser Hauptpublikum

rund 40 Jahre alt. Das deckt sich mit der Altersgruppe,

die wir für uns definiert haben. Die meisten

unserer Hörerinnen und Hörer gehören der Generation

an, die mitten im Leben steht. Themen wie Familie,

Karriere, Versorgung sowie der Umgang mit einschneidenden

Erlebnissen und dem Älterwerden haben wir

somit bei unserer redaktionellen Arbeit im Fokus. Wir

beleuchten diese Themen unbeschwert aus christlicher

Sicht. Uns erreichen immer wieder Nachrichten, dass

unsere Beiträge die Menschen in bestimmten Situationen

angesprochen haben. Dass ihnen geholfen wurde

durch den einen oder anderen Beitrag. Ganz sicher ist

es auch die Musik, deren Inhalte lebensverändernde

Inspiration liefern. Für uns sind solche Feedbacks eine

Bestätigung, dass wir mit der Programmausrichtung

auf dem richtigen Weg sind.

Wie sieht bei Euch ein typischer Radio-Alltag

aus?

Im Radio-Team geht es kreativ und lebendig zu und

her: News, Musik, Beiträge, Talks – alles muss organisiert,

koordiniert, aufgenommen und verarbeitet werden,

bis es dann gesendet wird. Das Planen vom Tagesprogramm

und aktuellen Inhalten setzt einen täglichen

Austausch im Team voraus. Dazu kommen die langfristig

geplanten Sendungen. Hinweise auf Gäste oder

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Georg Hoffmann im Interview mit mit Gayane Sahakyan, Journalistin aus Armenien.


Uns erreichen immer wieder Nachrichten,

dass wir mit unseren Beiträgen die

Menschen in ihren Situationen abholen.

Oft sind es auch Musikstücke, deren

Inhalte lebensverändernde Inspiration liefern.

Fachpersonen finden sich nicht selten durch einen kurzen

Austausch mit Kollegen oder im grossen Netzwerk des Teams.

Bei den Talks, den längeren Gesprächssendungen, geben wir

unseren Gesprächspartnern viel Raum für ihre Geschichten

und ihre Erkenntnisse. Aber nicht alle Storys haben ein Happy

End. Viele der Erzählenden stehen noch mitten im Sturm. Alle

Geschichten vereint jedoch, dass sie authentisch sind. Sie sind

wahr, ehrlichen Herzens erzählt, nicht schöngeredet oder

unnötig dramatisiert. Die Menschen stehen zu dem, was sie

erlebt haben, und das hat Strahlkraft.

Wie können mehr und mehr Menschen erreicht werden

mit Radio Life Channel?

Unsere Hörerinnen und Hörer sind unsere beste und verlässlichste

Werbung. Mund-zu-Mund-Propaganda trägt sicher

dazu bei, dass wir immer mehr Publikum erhalten. Dafür

möchte ich herzlich danken an dieser Stelle, denn nichts ist so

werbend, wie ein lobendes Wort. Auch Medienpartnerschaften

helfen uns, dass wir zusätzlich Menschen erreichen, die uns

noch nicht kennen. Um die Bekanntheit zu fördern, nutzen wir

die sozialen Medien, Spotify, Downloads, Events oder Festivals.

Ein wichtiger Teil ist die Musik, die vom christlichen Glauben

inspiriert und geprägt ist. Unser Anspruch ist zu klingen wie

ein zeitgemässer Radiosender: eingängig, angenehm und mit

klarem Profil. Zudem bieten unsere «Music Loft», «Spotify-

Playlisten», «Music News» und «Album der Woche» Schweizer

Musikschaffenden eine Plattform. Auch das trägt zur

Vielfalt und zur Mund-zu-Mund-Propaganda bei. Eine leitende

Mitarbeiterin eines anderen Radios sagte: «Ich schalte gerne

zu Euch um. Eure Musik klingt modern, hat aber eine andere

Ausstrahlung und Wirkung.» Ich glaube, Hörerinnen und

Hörer spüren diesen kleinen Unterschied, den Frieden, den

diese Musik mit sich bringt. Wir freuen uns über jede und

jeden, der sich durch unsere Musik und Beiträge verändern

lässt.

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Mario Dall’Oglio – Leiter Online

Hoffnung finden im Netz

Hoffnung im Meer

der Informationen

lifechannel.ch stellt täglich neue hoffnungs- und

wertevolle Inhalte ins Internet. Aktuelle und

relevante Beiträge und Sendungen aus den

Radio- und TV-Redaktionen sowie die Artikel

vom Life Channel Magazin bringen per Mausklick

inspirierende Geschichten und Hoffnung in

den Alltag vieler Menschen.

Unterdessen stehen über 15 000 ermutigende

Beiträge auf lifechannel.ch. Woher kommen all

die Themen, Inhalte und Geschichten?

95 Prozent des Contents sind Themensendungen und

Kurzbeiträge von Radio Life Channel zum Thema

Glaube und Gesellschaft. In Form von anregenden

Audio- und Video-Sendungen werden diese thematisch

geordnet hochgeladen, sodass Besucherinnen und

Besucher sie einfach finden können. Am meisten

gesucht und geliebt werden die Geschichten von Frauen

und Männern, die ehrlich und authentisch über die

Stürme ihres Lebens berichten.

Das Internet entwickelt sich bezüglich Technik

und Möglichkeiten rasend schnell. Welches ist

speziell für lifechannel.ch die grösste Veränderung

im Blick auf die letzten Jahre?

Eine der grossen Veränderungen ist, dass mehr als die

Hälfte der Besucher unterdessen über Mobile und

Tablet kommen. Die 15 000 bestehenden Beiträge

wollen wir darum zunehmend auf dem mobile-freundlichen

Format 5 × 12 cm zeigen. Neben vielen technischen

Veränderungen, die wir als Medienunternehmen

neugierig beobachten und für uns prüfen, hat sich bei

uns aber vor allem auch die Struktur verändert. Was

früher noch eher zufällig hochgeladen wurde, wird

heute mehr themenbezogen platziert. Unsere Besucher

finden so einfach Informationen zu ausgesuchten

Themen und zu dem, was sie gerade beschäftigt. Ein

Beispiel dafür ist die Weihnachtsgeschichte: Unter dem

Thema Weihnachten haben wir 2019 unsere Inhalte

gebündelt und konnten so circa 50 000 Aufrufe auf

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Wie viele Personen wurden 2019 online mit

diesen hoffnungsvollen Inhalten erreicht?

Unsere Statistik zeigt, dass letztes Jahr jeden Tag 1000

Besucherinnen und Besucher auf unserer Seite waren.

Das macht 365 000 Besucher pro Jahr. Eine spannende

Zahl! Diese Besucher waren mehrmals auf unseren

Seiten; somit hatten wir insgesamt 900 000 Besuche im

Jahr 2019. Ein Teil davon sind Menschen, die uns schon

kennen, ein Teil davon stösst neu auf unsere Seite. Wir

hoffen, dass immer mehr Menschen unser «Licht» im

Internet-Dschungel sehen.

Aufnahme «Sextipp» mit Veronika Schmid im Multimedia-Studio


In dem einen Fall waren wir ein Leuchtturm,

an dem sich viele orientieren

konnten, und im anderen eher

ein Glühwürmchen, das aber

genauso dieses Licht in

das Dunkel eines Lebens

gebracht hat.

diese Seiten kanalisieren. Es wurden neben der jeweils gesuchten

Geschichte auch weitere Inhalte hochgeladen, die

zum Thema passen. Unser Ziel ist, viele weitere Berichte

thematisch anzubieten.

Wie können ERF Medien ein Leuchtturm sein und mit

Hoffnung strahlen im Meer der Informationen im

Netz?

Das gelingt uns mit authentischen, relevanten Beiträgen, die

niemals annähernd «Fake-News» sind. Menschen haben ein

gutes Gespür für Wahrheit. Uns geht es nicht um die Anzahl

Klicks. Wir wollen Personen vorstellen und aufzeigen, wie sie

mit ihren grossen und kleinen Sorgen umgehen, um damit

vielen weiteren wirklich helfen zu können. Wir freuen uns,

wenn Menschen anknüpfen können an die Geschichten von

Männern und Frauen, die über ihre Erlebnisse berichten.

Wenn sie eine Ahnung bekommen, wie Gott in ihrem Leben, in

den eigenen Sorgen und Herausforderungen wirken kann.

So sind wir ein Leuchtturm, wenn Zehntausende zur Weihnachtszeit

Gedanken, Inputs und ermutigende Geschichten

suchen. Dann gibt es aber auch Programme, die nur 25 Personen

angeklickt haben. Vielleicht war aber ein Besucher darunter,

für den genau dieser Beitrag lebensverändernd war!

Dieser eine macht uns dann genauso glücklich wie die 50 000

anderen, die unsere Weihnachtsgeschichten angeklickt,

gelesen, sich angehört oder sogar heruntergeladen haben. In

dem einen Fall waren wir ein Leuchtturm, an dem sich viele

orientieren konnten, und im anderen eher ein Glühwürmchen,

das aber genauso dieses Licht in das Dunkel eines Lebens

gebracht hat.

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Simon Leemann – Leiter Verwaltung/Technik und Stv. Geschäftsführer

Die Verantwortung wahrnehmen

Sparmassnahmen

nach finanziellen

Verlusten

ERF Medien schliessen das Jahr 2019 mit einem

finanziellen Verlust ab, wie schon im Jahr 2018.

Der Verlust ist mit CHF 43 267 nicht allzu hoch

und darum verkraftbar, aber er sendet ein klares

Signal aus: ERF Medien müssen die Kosten

senken, um in den nächsten Jahren nicht weitere

finanzielle Verluste ausweisen zu müssen.

Auf den ersten Blick erscheint der Verlust von rund

43 000 Franken relativ klein. Doch wenn man die einzelnen

Zahlen analysiert, wird schnell klar, dass nicht

einfach zur Tagesordnung übergegangen werden kann.

Gesunde und vernünftige Sparmassnahmen sind

angezeigt. Die Leitung von ERF Medien nimmt diese

Verantwortung wahr und hat bereits erste Massnahmen

umgesetzt.

Die für ein Spendenwerk wichtigste Zahl in einer

Jahresrechnung sind die Spendeneinnahmen. Diese

haben 2019 das anvisierte Ziel um rund 587 000 Franken

verfehlt. Der Fehlbetrag ist fast gleich hoch wie im

Jahr 2018 mit 575 000 Franken. Das ist viel Geld, zu viel

Geld.

Einnahmeseite

• Im Jahr 2019 haben ERF Medien CHF 483 666 aus

Erbschaften erhalten. Das sind rund 333 000 Franken

mehr, als in einem normalen Jahr zu erwarten sind.

Das ist äusserst erfreulich und hat massgeblich dazu

beigetragen, dass der Jahresverlust relativ klein

gehalten werden konnte.

Es ist das erklärte Ziel, Erbschaften direkt in neue

Projekte oder in Investitionen einfliessen zu lassen,

die die Zukunft von ERF Medien sichern. Die Medienwelt

entwickelt sich momentan rasant, ERF Medien

müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten, dafür

sind Investitionen nötig. Das aus Erbschaften erhaltene

Geld musste leider für die laufenden Kosten des

Jahres 2019 verwendet werden, statt dieses für

zukünftige Investitionen zurückzuhalten.

• Das Bundesamt für Kommunikation subventioniert

die DAB-Verbreitung von Radio Life Channel. Aus

dem Jahr 2018 erhielten ERF Medien eine Nachzahlung

von rund CHF 76 000, die so nicht budgetiert

war.

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Doch warum ist der Jahresverlust viel kleiner als das

Spendendefizit? Dafür gibt es mehrere Gründe, die vier

wichtigsten werden hier beschrieben:

Aufwandseite

• Schon Anfang 2019 wurden wegen des Defizits im

Jahr 2018 Sparmassnahmen eingeleitet, und somit

konnten die Kosten bereits im Rechnungsjahr 2019

gesenkt werden. Jedoch haben die Einsparungen

nicht dazu geführt, den Verlust von 2018 wieder zu

kompensieren, dafür wäre ein Jahresgewinn nötig

gewesen. Aber die Sparmassnahmen haben geholfen,

den Verlust 2019 zu verringern.

• Einige vakante Arbeitsstellen konnten nicht sofort

besetzt werden, dies hatte geringere Personalkosten

zur Folge.

Die Einnahmen bei einem Spendenwerk lassen sich nur

bedingt direkt beeinflussen. ERF Medien betreiben ein

professionelles Fundraising und dürfen auf die Unterstützung

von Tausenden von Spendern zählen – und

Lisa Hediger macht die dreijährige KV-Ausbildung bei ERF Medien


Gesunde und vernünftige Sparmassnahmen

sind angezeigt. Die Leitung von ERF Medien

nimmt diese Verantwortung wahr und hat

bereits erste Massnahmen umgesetzt.

das Jahr für Jahr. Sicher kann auch das Fundraising noch

verbessert werden, können neue Personengruppen für unsere

Arbeit begeistert werden und so zu Spendern werden. Nach

einer gründlichen Analyse der Spendendaten und der Entwicklung

der Werbeeinnahmen der vergangenen Jahre setzt

sich die Geschäftsleitung von ERF Medien zum Ziel, den

Betriebsaufwand ab dem Jahr 2021 um einige Hunderttausend

Franken zu senken. Damit soll die finanzielle Grundlage

gesichert bleiben, dass ERF Medien auch in Zukunft ihren

Auftrag erfüllen können.

Welche Folgen die Sparmassnahmen auf das Angebot von ERF

Medien haben werden, ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht

klar. ERF Medien werden aber auch in den nächsten Jahren

die gute Nachricht von Jesus Christus über die besten elektronischen

Medienkanäle verbreiten.

Der Verlust 2019 konnte über den Spendenschwankungsfonds,

der Gewinne von früheren Jahren enthielt, ausgeglichen

werden. Doch dieser Spendenschwankungsfonds ist nun leider

fast aufgebraucht, auf diese Reserve kann zukünftig nicht

mehr zugegriffen werden. Weitere Verluste müssten über die

Verminderung des Eigenkapitals gebucht werden.

Auf den nächsten Seiten sind die wichtigsten Informationen

zum Jahresabschluss 2019 von ERF Medien zu finden. Die

vollständige Jahresrechnung mit ausführlicher Bilanz, Erfolgsrechnung,

Mittelflussrechnung, Rechnung über die

Veränderung des Kapitals (Fondsrechnung) sowie der komplette

Anhang zur Jahresrechnung können als PDF auf unserer

Firmenwebsite www.erf-medien.ch heruntergeladen

werden.

Erläuterungen zu der Bilanz und der Betriebsrechnung sind

nach Ziffern geordnet im Kommentar auf den Seiten 14 – 15 zu

finden. Die Rechnungslegung der ERF Medien Schweiz erfolgt

nach der Fachempfehlung zur Rechnungslegung (Swiss GAAP

FER 21) und entspricht dem schweizerischen Obligationenrecht,

den Vorschriften des unabhängigen Gütesiegels der

Stiftung Ehrenkodex sowie den Bestimmungen der Statuten.

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

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Bilanz ERF Medien

per 31. 12.2019 in CHF

in CHF 2019 2018

Flüssige Mittel 3 782 870 3 651 024 1

Forderungen 87 029 113 471

Vorräte 17 429 20 468

Aktive Rechnungsabgrenzung 16 303 286 789 2

Finanzanlagen 935 948 834 384

Mobile Sachanlagen 220 244 222 114

AKTIVEN 5 059 823 5 128 250

Kurzfristige Verbindlichkeiten 214 007 227 874

Passive Rechnungsabgrenzung 33 182 29 476

Langfristige Darlehensverbindlichkeiten 1 211 800 1 226 800 3

Zweckgebundene Fonds 20 437 50 844 4

Erarbeitetes freies Kapital (Vereinsvermögen) 737 438 737 438

Freie Fonds (vor Fondsverbuchung) 2 855 819 2987 936 5

Jahresergebnis (vor Fondsverbuchung freie Fonds) -12 860 -132 118

PASSIVEN 5 059 823 5 128 250

19 %

«FENSTER ZUM SONNTAG»-Talk

Multimedia-Studio

16 %

Spendenweiterleitungen

Internationale Zusammenarbeit

11 %

Onlinedienste

Produkte

und ihre

Kosten

8 %

«Life Channel

Magazin»

2 %

Übrige

44 %

«Radio Life Channel»

«Radio ERF Plus»

Kommentar zur Bilanz

und Betriebsrechnung

1 Flüssige Mittel

Die Spendeneinnahmen in den Monaten November und

Dezember bewegen sich über dem Durchschnitt. Dies begründet

die relativ hohen flüssigen Mittel am Jahresende.

2 Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung beinhaltet vorausbezahlte

Aufwände des Folgejahres und noch nicht erhaltene Erträge

des Rechnungsjahres. Im Jahr 2018 handelte es sich um

Fördergelder des BAKOM für die Verbreitung von Radio Life

Channel über DAB+, die das Jahr 2018 betrafen, aber erst im

Jahr 2019 überwiesen wurden. Im Jahr 2019 betrifft die Aktive

Rechnungsabgrenzung ein Guthaben bei der Pensionskasse

von ERF Medien.

3 Langfristige Darlehensverbindlichkeiten

Diese Position beinhaltet zinslose Darlehen bei Dritten.

4 Zweckgebundene Fonds

Es handelt sich bei dieser Position um Fonds, welche aus

Zuwendungen entstehen, deren Verwendungszweck von den

Spendenden eingeschränkt wird (Spenden mit Zweckbestimmung).

Die Verwendung dieser Mittel unterliegt der vorgegebenen

Zweckbestimmung. Der Fonds «Trans World Radio

allgemein» hat im Jahr 2019 um CHF 30 407 abgenommen. Ein

grosser Teil der Abnahme betrifft eine Spezialspende für das

TWR Projekt «Women of Hope» von CHF 25 000, die über diesen

Fonds bezahlt wurde. Der Schlusssaldo von CHF 20 437 kann in

zukünftigen Jahren für neue Projekte von TWR verwendet

werden. Details über Veränderungen der zweckgebundenen

Fonds sind in der «Rechnung über die Veränderung des

Kapitals» zu finden.

5 Freie Fonds

Die Position «Freie Fonds» beinhaltet einen «Fonds für

Notlagen» und einen «Fonds für Spendenschwankungen». Im

Jahr 2019 konnte dem «Fonds für Notlagen» aufgrund des

negativen Betriebsergebnisses kein Betrag zugewiesen

werden. Dem «Fonds für Spendenschwankungen» mussten

CHF 12 860 entnommen werden, um eine ausgeglichene

Jahresrechnung präsentieren zu können. Details über Veränderungen

der «Freien Fonds» sind ebenfalls in der «Rechnung

über die Veränderung des Kapitals» zu finden.

2 %

Spenden (Abos

«Life Channel Magazin»)

7 %

Legate

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

Aufteilung

Betriebsertrag

10 %

Spenden zur

direkten Weiterleitung

13 %

Ertrag aus

Leistungserbringung

68 %

Spenden ordentlich

14


Betriebsrechnung ERF Medien

1. 1.–31. 12.2019 in CHF

in CHF 2019 2018

Spenden ordentlich 4 947 021 4 938 304

Spenden (Abos Life Channel Magazin) 170 457 200 293

Spenden zur direkten Weiterleitung 726 446 715 232

Legate 483 666 273 104

Ertrag aus Leistungserbringung 920 800 990 466

TOTAL BETRIEBS-ERTRAG 7 248 389 7 117 399

Aufwand Radio Life Channel/ERF Plus 2 734 242 2 768 346

Aufwand FENSTER ZUM SONNTAG-Talk/Multimedia-Studio 1 186 927 1 125 912

Aufwand Life Channel Magazin 495 356 512 661

Aufwand Onlinedienste 647 197 643 081

Spendenweiterleitungen 751 446 715 232

Aufwand internationale Zusammenarbeit 263 645 255 704

Aufwand Übrige (Lebensberatung, ERF Reisen, Verk.produkte) 140 655 146 260

Total direkter Projektaufwand 6 219 469 6 167 196

Aufwand Marketing 173 953 180 140

Total Projektbegleitaufwand 173 953 180 140

Aufwand Mittelbeschaffung 547 806 494 716

Aufwand Verwaltung/GL 404 910 398 793

Total administrativer Aufwand 952 716 893 509

TOTAL AUFWAND 7 346 138 7 240 844

BETRIEBSERGEBNIS -97 749 -123 446

6

6

7

Kommentar zur Bilanz

und Betriebsrechnung

6 Spenden zur direkten Weiterleitung

Diese Position enthält alle direkten Spendenweiterleitungen

an Trans World Radio und sonstige internationale

Partner. Der Betrag entspricht den Einnahmen von

Spenden zur direkten Weiterleitung. Im Jahr 2019

wurden CHF 25 000 zusätzlich zu den eingegangenen

Spenden für das Projekt «Women of Hope» an TWR

weitergeleitet. In den Jahren 2019 und 2018 enthielt

diese Position je eine ausserordentliche Projektspende

von rund CHF 600 000, die direkt an Trans World Radio

weitergeleitet wurde.

7 Direkte Projektaufwände

Die direkten Projektaufwände zeigen alle Aufwände inkl.

Personalaufwände und Nebenkosten der einzelnen

Produkte von ERF Medien. Weitere Details dazu sind

ebenfalls in der Jahresrechnung auf unserem Medienportal

zu finden. Wie die Projektaufwände des Jahres

2019 sich im Verhältnis zum administrativen Aufwand

verhalten, zeigt das nachfolgende Diagramm.

Finanzerfolg 54 482 996

Ausserordentlicher Erfolg 0 0

ERGEBNIS vor Fondsbewegungen -43 267 -122 450

Zuweisung zweckgeb. Fonds (-)/Entnahme zweckgeb. Fonds (+) 30 406 -9 668

ERGEBNIS nach zweckgebundenen Fondsbewegungen -12 860 -132 118

Zuweisung in freie Fonds (-)/Entnahme von freien Fonds (+) 12 860 132 118

ERGEBNIS nach Zuweisung/Entnahme Organisationskapital 0 0

85 %

Direkter Projektaufwand

13 %

Administrativer Aufwand

2 %

Projektbegleitaufwand

Aufwand

nach Projekten und

Administration

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

15


Leistungsbericht

Zweck der Organisation

Der Verein ERF Medien dient der Förderung

des kulturellen und geistlichen Lebens sowie

diakonischer und sozialer Belange. ERF

Medien nutzen dazu vorwiegend Radio, Fernsehen

und weitere elektronische Medien und

gestalten ethische, soziale und erzieherische

Programme, die sich an biblischen Prinzipien

orientieren. Durch die Programme soll dem

Publikum zudem bei der Bewältigung von

Lebens- und Glaubensproblemen in der

heutigen Welt Hilfe geleistet werden.

ERF Medien arbeiten nicht gewinnorientiert,

sondern gemeinnützig und karitativ.

Leitungsorgane

Die Leitungsorgane von ERF Medien sind

nebenan im Impressum aufgeführt

(Geschäftsleitung, Vorstand, Verein)

16

Kooperationen

Grenzüberschreitende, internationale Aufgaben

werden in Zusammenarbeit mit den ERF

Vereinen anderer Länder gelöst. Mit diesen

ERF Vereinen kann der Vorstand Kooperationsverträge

abschliessen.

ERF Medien unterstützen die internationale

Partnerorganisation TWR in ihrer weltweiten

Medienarbeit in mehr als 230 Sprachen.

Revisionsstelle

D + J Treuhand AG, Lenzburg

Rechnungsabnahme

Die Jahresrechnung hat der Verein von ERF

Medien am 14. April 2020 auf schriftlichem

Weg abgenommen (keine Sitzung vor Ort

aufgrund der Corona-Epidemie). Der Finanzbericht

entspricht den gesetzlichen Vorgaben

und den Richtlinien des unabhängigen Gütesiegels

der Stiftung Ehrenkodex.

• Gütesiegel für umfassende Qualität in der christlichen Nonprofit-Arbeit •

Impressum

Herausgeberin

ERF Medien

Witzbergstrasse. 23

8330 Pfäffikon ZH

Tel. 044 953 35 35

E-Mail erf@erf.ch

www.erf-medien.ch

Redaktion

Mathias Fontana

Marnie Hux-Ebermann

Geschäftsleitung ERF Medien

Hanspeter Hugentobler

(Geschäftsführer/CEO)

Mario Dall'Oglio (Leiter Online)

Mathias Fontana

(Leiter Marketing / Fundraising)

Hansjörg Keller

(Leiter Radio Life Channel)

Simon Leemann (Leiter Verwaltung/

Technik / Stv. Geschäftsführer)

Rouven Waser (Leiter TV)

Vorstand ERF Medien

Markus Schaaf (Präsident), Matthias

Ziehli (Vizepräsident), Elisabeth

Augstburger, Hansjörg Leutwyler,

Andreas Manig, Hanna Maurer, Samuel

Röthlisberger, Ingrid Rubli-Locher

Verein ERF Medien

Ruth Bai-Pfeifer, Markus Baumgartner,

Ulrike Bohni-Leutert, Beatrix Böni,

Walter Donzé, Markus Erne, Daniel

Eschbach-Steudler, Brigitte Gerber,

Markus Giger, Philipp Hadorn, Annette

Haslebacher, Peter Henning, Jonas

Hottiger, Marc Jost, Thomas Lamprecht,

Marcel Mettler, Georges Morand,

Sabrina Müller, Jürgen Neidhart, Stefan

Reichenbach, Daniel Reuter, Matthias

Schöni, Christoph Schwarz, Philipp

Steiner, Marianne Streiff-Feller, Heiner

Studer, Benedikt Walker, René Winkler

Spendenkonti

ERF Medien Postkonto

IBAN CH96 0900 0000 8400 0183 1

TWR-Postkonto

IBAN CH85 0900 0000 8764 9294 4

Layout, Grafik

PS Werbung AG, Bachenbülach

Druck

Stämpfli AG, Bern

Auflage

24 000 Exemplare

Bildnachweise

Titelseite Lordn7 (dreamstime)

Seiten 2 – 16 ERF Medien

ERF MEDIEN JAHRESBERICHT 2019

16

Die TV-Reihe FENSTER ZUM SONNTAG

wird gemeinsam von ALPHAVISION

und der Partnerorganisation ERF

Medien produziert. Das Magazin wird

redaktionell von der ALPHAVISION, der

Talk von ERF Medien verantwortet.

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