16.05.2020 Lindauer Bürgerzeitung

achja23

LINDAUER

Bürgerzeitung

mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B)

16. Mai 2020 · Ausgabe KW 20/20 · an alle Haushalte

ANSICHTEN

Peter Maierhofer,

Vogtsburg-

Oberbergen

(Kaiserstuhl)

Vor 40 Jahren habe ich aus

beruflichen Gründen und

schweren Herzens meine

Heimatstadt Lindau verlassen

müssen. Sesshaft geworden

bin ich mit meiner

Familie im Kaiserstuhl nahe

der Universitätsstadt Freiburg

im Breisgau. Mit meinen drei

noch in Lindau wohnhaften

Geschwistern habe ich sehr

guten Kontakt und verweile

(wenn uns nicht gerade Corona

einen Strich durch die

Rechnung macht) noch sehr

oft gemeinsam mit meiner

Frau im schönen Lindau.

Dann nehme ich bei meinen

Angehörigen immer die aufbewahrten

Bürgerzeitungen

in Empfang, die mich über

die Geschehnisse in meiner

Heimatstadt auf dem Laufenden

halten.

Heute gesehen war es wie ein

„Sechser im Lotto“, dass wir

für eines meiner Geschwister

einen Platz im Maria-Martha-

Stift auf der Lindauer Insel

gefunden haben. Bei unseren

Besuchen vor Corona fiel

uns die tolle familiäre Atmosphäre,

gepaart mit sehr hoher

geriatrischer Kompetenz und

einer spürbaren großen Freundlichkeit

auf. Selbst jetzt in dieser

schwierigen Zeit, in der das

Personal neben dem pflegerischen

Dienst noch einer sehr

hohen psychischen Belastung

ausgesetzt ist, hat die Arbeit

dort ihre hervorragende Qualität

beibehalten. Als kleines

„Dankeschön“ hat meine Frau

dem Personal mittlerweile

knapp 100 schicke selbstgenähte

Schutzmasken zur

Verfügung gestellt.

Meine Familie und ich

möchten sich für die tolle

Leistung bei den Heldinnen

und Helden des Maria-Martha

Stifts bedanken. Wir freuen

uns schon heute darauf,

wenn wir wieder im sonst gewohnten

Besuchsrhythmus

dort vorstellig werden dürfen

und auch mal mit einem

Händedruck „Dankeschön“

sagen können.

Ich persönlich freue mich

auf jeden Tag in meiner

schönen Heimatstadt und

plane mit viel Freude, nach

den vielen Jahren der Abwesenheit

als „Rentner“ mittelfristig

wieder zu meinen

Wurzeln an den Bodensee

zurückzukehren.

„Ich spüre eine große Offenheit“

OB Claudia Alfons über den Amtsantritt in einer Krise

Alles neu macht der Mai. Das

gilt auch in Lindau: Erstmals

seit 64 Jahren fallen der Amtsantritt

einer Oberbürgermeisterin

und eines neu gewählten

Stadtrats wieder zusammen.

Im Interview mit Pressesprecher

Jürgen Widmer äußert

sich OB Dr. Claudia Alfons

unter anderem zu ihren ersten

Arbeitstagen, der Finanzsituation

der Stadt und dem

Bahnhof in Reutin.

Amtsantritt in der Corona-

Krise. Wie turbulent waren

die ersten Tage im Amt?

Natürlich sehr vollgepackt

und aufregend. Aber es war

kein völliger Kaltstart. Ich habe

die Zeit seit der Stichwahl

zu vielen Gesprächen genutzt,

die jetzt sehr hilfreich sind.

Der Montag war ein aufregender

Tag. Am ersten Tag im Amt

gleich die konstituierende Sitzung.

Mit der historischen Situation,

das erstmals wieder

der Amtsantritt des Oberbürgermeisters

und des neuen

Stadtrats zusammenfallen. Es

war ein intensiver Einstieg,

aber auch ein guter Auftakt.

Und ihr Empfang in der Verwaltung?

Am Montag haben mich

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

mit Blumen empfangen.

Der herzliche Empfang

hat mich sehr gefreut. Am

Dienstag begann die Tagesarbeit

mit vielen Terminen. Ich

spüre bei allen eine große Offenheit.

Ich bringe diese auch

mit und will mit der Verwaltung

zusammen gute Arbeit für die

Stadt leisten. Ich kann nach

den ersten Tagen sagen: Die

Freude über das Amt ist jetzt

größer als am Wahlabend

selbst. Da konnte ich mich

nur sehr gedämpft freuen.

Diese gedämpfte Freude lag

auch an der Corona- Pandemie.

Wie stellt sich die Situation

für Sie da?

Wir stehen vor großen Herausforderungen.

Ich habe

mich allein mit Kämmerer

Felix Eisenbach vier Stunden

beraten. Aber alle Gespräche

Erscheinungstermine

Ihre nächsten BZ erscheinen

Samstag, 30.05.2020

Samstag, 13.06.2020

An ihrem ersten Arbeitstag hat Oberbürgermeisterin Dr. Claudia

Alfons bei der konstituierenden Stadtratssitzung ihren Amtseid

abgelegt und zum ersten Mal die Lindauer Amtskette getragen.

sind sehr konstruktiv. Ich

denke, wir haben gute Voraussetzungen,

die Krise zu

meistern. Natürlich gibt es

für diese einmalige Situation

keine Blaupause. Das heißt,

wir alle lernen täglich dazu

und entwickeln kreative Lösungen.

Ich spüre überall eine

große Kooperationsbereitschaft.

Wir als Verwaltung

sehen uns da als Ermöglicher.

▶ Wer malt sie an?

Dem Phänomen der

vielen schneeweißen

Steine am Bodenseeufer

auf der Spur S. 16

BZ-Foto: Herpich

Bei der IHK scheint dieses Signal

angekommen zu sein...

Ja, ich sehe die IHK als unseren

Ansprechpartner für

die Belange aller Unternehmer

in dieser Stadt. Dies war

mir bereits vor meinem Amtsantritt

klar. Bereits in den ersten

Gesprächen hat sich eine

zielgerichtete Dynamik entwickelt,

so dass wir bereits gemeinsam

an Lösungen für die

Gastronomen, Hoteliers und

Einzelhändler arbeiten.

Wie schwierig sind Lösungen

angesichts knapper Finanzen?

Wir müssen genau schauen,

was möglich ist. Wir können

uns sicher nicht alles leisten,

was wir uns in stabileren

Zeiten leisten konnten. Da

muss ich mich noch durchwühlen.

Wir werden aktiv nach Förder-

und Konjunkturprogrammen

Ausschau halten.

Wir müssen sparen, sollen aber

nicht jegliche Investition einstellen.

Hier brauchen wir die

goldene Mitte.

Zum Jahresende soll der

neue Bahnhof in Reutin eröffnet

werden. Wie sehen Ihre

Vorstellungen aus? Gibt es

ein Bahnhofs gebäude?

Ja, dafür stehe ich ein. Ein

Bahnhof ohne Gebäude ist

für mich nicht denkbar und

dies ist auch die Erwartung

unserer Bürgerinnen und

Bürger.

Der Bahnhof in Reutin ist

das erste, was die Gäste von

Lindau sehen. Deshalb ist

dort ein modernes Bahnhofsgebäude

wichtig. Ohnehin

sehe ich am Berliner Platz die

Möglichkeit, hochwertigen,

modernen Städtebau zu realisieren,

ohne Altes zu verdrängen

– auch als Kontrast zu unserer

historischen Insel.

Am Berliner Platz ist die Bürgerbeteiligung

bereits angelaufen.

Wie sieht es damit in

Zukunft aus?

Ich stehe zur Bürgerbeteiligung.

Leider beschränkt Corona

da derzeit unsere Möglichkeiten.

Sonst hätte ich

auch schnell eine Bürgerversammlung

oder Stadtteilgespräche

angeboten. Aber wir

müssen sehen, welche Lösungen

wir finden, auch auf digitalem

Weg. Ab Mittwoch, 20.

Mai, biete ich Bürgersprechstunden

an.

Die goldene Mitte braucht es

vermutlich auch beim Weg

aus der Krise?

Ja. Hier könnten wir dem

Motto der LTK für Lindau folgen:

Sinnlichkeit erleben.

Wir sollten besonnen genießen.

Jetzt kommen die

schönen Monate. Hier müssen

wir einen Weg finden, der

alle das besondere Lindauer

Flair genießen lässt und

gleichzeitig ausreichend

Schutz bietet, so dass wir keine

zweite Welle durch den Virus

bekommen.

Jürgen Widmer

▶ Rückkehr zum Normalbetrieb

In der Asklepios Klinik Lindau

dürfen ab sofort auch wieder

geplante OPs und Behandlungen

durchgeführt werden S. 14


2 16. Mai 2020 • BZ Ausgabe KW 20/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Kunstmuseum Lindau eröffnet Sonderausstellung

„Paula & Otto - Kunst und Liebe im Aufbruch“ ab Freitag, 15. Mai 2020

Das Warten hat ein Ende. Nachdem

die bayerische Staatsregierung

die Öffnung der Museen

erlaubt hat, startete das Kunstmuseum

Lindau am Freitag, 15.

Mai, mit seiner Sonderausstellung

„Paula & Otto – Kunst und

Liebe im Aufbruch“.

„Wir freuen uns sehr, dass wir

nun endlich öffnen dürfen. Als

die Museen wegen der Corona

Krise schließen mussten, sind

wir zuversichtlich geblieben

und haben kontinuierlich an

unserer Sonderausstellung weitergearbeitet.

Wir haben sie fertig

gestellt, ohne zu wissen, ob

wir die Werke von Paula Modersohn-Becker

und Otto Modersohn

jemals zeigen dürfen. Umso

mehr freuen wir uns jetzt,

dass unser Optimismus belohnt

wird und dass wir unsere Museumstüren

endlich öffnen dürfen“,

kommentiert Kulturamtsleiter

Alexander Warmbrunn die

Eröffnung.

Mit rund 50 Originalwerken

von Paula Modersohn-Becker

(1876-1907) und Otto Modersohn

(1865-1943) präsentiert das

Kunstmuseum Lindau das bedeutendste

deutsche Künstlerpaar

des frühen 20. Jahrhunderts

und führt das faszinierende

Thema von Liebe und Kunst

im Aufbruch zur Moderne vor

Augen.

Die Ausstellung, die von der

Kuratorin des Kunstmuseums,

Dr. Sylvia Wölfle zusammengestellt

wurde, beleuchtet, wie außergewöhnlich

modern diese

Künstlerbeziehung für die Zeit

um 1900 war, wie Otto und Paula

vor ein- und demselben Motiv

zu ähnlichen oder sehr individuellen

Bildlösungen fanden,

wie sie voneinander lernten, die

Werke des anderen kritisch in

den Blick nahmen oder ganz eigenständige

Wege gingen. So illustriert

die Schau eindrucksvoll,

wie es beiden in der Kunst

und im Leben immer wieder gelang,

die unvermeidlichen, den

Umständen der Zeit geschuldeten

Herausforderungen mutig zu

begegnen, bevor Paula 1907 im

Alter von nur 31 Jahren auf dem

Höhepunkt ihrer jungen Schaffensjahre

frühzeitig verstarb.

Natürlich muss sich das Lindauer

Kunstmuseum, wie alle

anderen Einrichtungen auch, an

die Auflagen bezüglich der Corona

Krise halten. Dazu gehört,

dass sowohl die Mitarbeiter des

Museums, als auch die Besucher

Masken tragen, dass Mindestabstände

gewahrt werden und dass

die Besucher-Anzahl beschränkt

wird. Zudem ist auch für die

Möglichkeit der Hand-Desinfektion

gesorgt und im Kassenbereich

wurden Glaswände eingebaut.

Die Audio-Guides werden

regelmäßig desinfiziert und mit

Einweg-Kopfhörern ausgerüstet.

Führungen und Workshops wird

es zunächst nicht geben.

Bernhard-Lentz

INFO:

Geöffnet:

15. Mai bis 27. September 2020

Montag bis Sonntag

10 bis 18 Uhr

Kunstmuseum am Inselbahnhof,

Maximilianstraße 52,

www.kultur-lindau.de

Paula Modersohn-Becker,

Mädchenbildnis mit gespreizter

Hand vor der Brust, Leinwand,

um 1905

©

Von der Heydt-Museum, Wuppertal/Foto:

Antje Zeis-Loi, Medien-zentrum Wuppertal

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Satzung zur Regelung von Fragen des

örtlichen Gemeindeverfassungsrechts

vom 13. Mai 2020

Die Stadt Lindau (Bodensee) erlässt auf Grund der Art. 20 a, 23, 32, 33, 34, 35, 40, 41, 95

und 103 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern in der Fassung der Bekanntmachung vom

22.08.1998 (GVBl. S. 796, BayRS 2020-1-1-l), zuletzt geändert durch Gesetz vom 24.07.2012

(GVBl. S. 366) folgende Satzung:

§ 1 Zusammensetzung des Stadtrates

Der Stadtrat besteht aus

der Oberbürgermeisterin und

30 ehrenamtlichen Mitgliedern.

§ 2 Ausschüsse

(1) Der Stadtrat bestellt zur Mitwirkung bei der Erledigung seiner Aufgaben folgende ständige

Ausschüsse.

a) Hauptausschuss

b) Finanzausschuss

c) Bau- und Umweltausschuss

d) Werkausschuss Bäderbetriebe

e) Werkausschuss Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau

f) Werkausschuss Immobilienmanagement Lindau

g) Kulturausschuss

h) Projektausschuss Cavazzen

i) Rechnungsprüfungsausschuss

(2) Die Ausschüsse in Abs. 1 Buchstaben a) bis einschl. g) bestehen aus der Vorsitzenden

und 12 Stadtratsmitgliedern. Der Projektausschuss Cavazzen (Buchst. h) besteht aus der

Vorsitzenden und 7 Mitgliedern. Der Rechnungsprüfungsausschuss (Buchst. i) besteht aus

7 Stadtratsmitgliedern, wobei der Vorsitzende aus der Mitte des Ausschusses kommt und

vom Stadtrat bestimmt wird.

(3) Der Rechnungsprüfungsausschuss ist vorberatend tätig. Die übrigen Ausschüsse sind vorberatend

tätig, soweit der Stadtrat selbst zur Entscheidung zuständig ist (siehe § 2 der

Geschäftsordnung). Im Übrigen beschließen sie anstelle des Stadtrates (beschließende

Ausschüsse).

(4) Das Aufgabengebiet der Ausschüsse im Einzelnen ergibt sich aus der Geschäftsordnung (§

8 Abs. 1), soweit es nicht durch gesetzliche Bestimmungen festgelegt ist.

§ 3 Tätigkeit der ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder

(1) Die Tätigkeit der ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder erstreckt sich auf die Mitwirkung

bei den Beratungen und Entscheidungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse.

(2) Der Stadtrat kann Mitglieder als Pfleger für städtische Einrichtungen, Verwaltungszweige

und Betriebe bestellen.

§ 4 Oberbürgermeisterin

Die Oberbürgermeisterin ist Beamtin auf Zeit.

§ 5 Weitere Bürgermeister

(1) Der zweite und dritte Bürgermeister sind Ehrenbeamte.

(2) Die monatliche Aufwandsentschädigung wird zusätzlich zur Entschädigung als Stadtratsmitglied

wie folgt festgesetzt:

a) für den 2. Bürgermeister 1.100,00 Euro und

b) für den 3. Bürgermeister 900,00 Euro.

(3) Die Aufwandsentschädigungen werden entsprechend den Erhöhungen der Besoldungsordnung

A des Bayerischen Besoldungsgesetzes angepasst.

§ 6 Entschädigungen der ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder

(1) Die ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit

a) eine Aufwandsentschädigung

als Fraktionsvorsitzende(r) von monatlich 350,00 Euro oder

als Stadtratsmitglied

von monatlich 210,00 Euro

und zusätzlich als Pfleger

von monatlich 52,00 Euro

b) zusätzlich ein Sitzungsgeld von 35,00 Euro für jede notwendige Teilnahme an Sitzungen

des Stadtrates, eines Ausschusses oder eines anderen städtischen Gremiums.

c) zusätzlich für auswärtige Tätigkeit Reisekostenvergütung nach den für die Beamten des

Freistaates Bayern geltenden Rechtsvorschriften der Reisekostenstufe B,

d) Stadtratsmitglieder, die Arbeitnehmer sind, haben außerdem Anspruch auf Ersatz des

nachgewiesenen Verdienstausfalls. Selbstständig Tätige erhalten als Pauschalentschädigung

die Stundenvergütung nach Entgeltgruppe 15 TVöD je angefangene Stunde

für den Verdienstausfall, der durch die Zeitversäumnis in ihrer beruflichen Tätigkeit

entstanden ist. Sonstige Stadtratsmitglieder, denen im beruflichen oder häuslichen

Bereich ein Nachteil entsteht, der in der Regel nur durch das Nachholen versäumter

Arbeit oder die Inanspruchnahme einer Hilfskraft ausgeglichen werden kann, erhalten

als Pauschalentschädigung die Hälfte der in Satz 2 festgelegten Vergütung. Die Pauschalentschädigung

wird für höchstens fünf Stunden je Sitzungstag und nur für die Zeit

bis 19 Uhr gewährt. Die Ersatzleistungen nach diesem Absatz werden nur auf Antrag

gewährt.

(2) Eine monatliche Telefonkostenpauschale von 30,00 Euro erhalten

a) die Fraktionsvorsitzenden

b) die Sprecher von Parteien und Wählergruppen, die in den Ausschüssen vertreten sind,

aber keinen Fraktionsstatus besitzen,

c) die Beauftragten des Stadtrates (§ 3 Abs. 3 der Geschäftsordnung).

(3) Stadtratsmitglieder, die auf die Zustellung der Sitzungsunterlagen verzichten und am

elektronischen Ratsinformationssystem teilnehmen (§ 21 der Geschäftsordnung), erhalten

eine zusätzliche monatliche Technikkostenpauschale in Höhe von 25,00 Euro, beginnend

ab dem 1. Monat der Teilnahme.

(4) Die Aufwandsentschädigung, die Telefonkostenpauschale sowie die Technikkostenpauschale

werden bei Krankheit oder Urlaub weiter gewährt, jedoch nicht länger als sechs

Monate.

(5) Die Aufwandsentschädigungen werden entsprechend den Erhöhungen der Besoldungsordnung

A des Bayerischen Besoldungsgesetzes angepasst.

(6) Stadtratsmitglieder erhalten für die Stadtrats- und Ausschusssitzungen auf Anfrage ein

kostenloses Ausfahrtticket für das Parkhaus Inselhalle.

§ 7 Stadtwappen, Stadtfahne, Amtszeichen

(1) Die Stadt Lindau (Bodensee) führt ein Stadtwappen. Es stellt in Silber einen bewurzelten

grünen Lindenbaum in heraldischer Stilisierung dar.

(2) Die Stadtfahne zeigt die Farben grün und weiß.

(3) Die Oberbürgermeisterin trägt bei feierlichen Anlässen die Amtskette.

§ 8 Inkrafttreten

(1) Diese Satzung tritt am Tage nach der Veröffentlichung in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts

vom 06. Mai 2014 in der Fassung der ersten Änderungssatzung vom 28. November

2014, sowie der zweiten Änderungsatzung vom 21. März 2018 außer Kraft.

Lindau (B), den 13.05.2020

Stadt Lindau (Bodensee)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin


AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B) 16. Mai 2020 • BZ Ausgabe KW 20/20

Erste Bürgersprechstunde

OB Claudia Alfons lädt am 20. Mai ein

Lindaus neue Oberbürgermeisterin

Claudia Alfons bietet

eine wöchentliche Bürgersprechstunde

an.

Jeweils am Mittwoch steht sie

Bürgerinnen und Bürgern zwischen

8 und 9 Uhr für deren

Anliegen zur Verfügung. Erster

Termin für die Bürgersprechstunde

ist am Mittwoch, 20.

Mai. „Mir ist der persönliche

Austausch mit den Lindauerinnen

und Lindauern wichtig.

Hotz und Dorfmüller sind Bürgermeister

Lindau hat zwei neue Bürgermeister: In der konstituierenden

Sitzung haben die Stadträte Mathias Hotz (JA) zum zweiten

Bürgermeister und Katrin Dorfmüller zur dritten Bürgermeisterin

gewählt. Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons nahm als erste

Amtshandlung ihren beiden Stellvertretern den Amtseid ab.

Mathias Hotz tritt damit in die Fußstapfen von Karl Schober (CSU),

der seit dem Sommer 2004 als ständiger Vertreter des Oberbürgermeisters

im Amt war. Dr. Uwe Birk (SPD) war 30 Jahre lang

dritter Bürgermeister. Beide haben in diesem Jahr die Ehrenbürgerwürde

der Stadt Lindau erhalten. Text/Foto: Patricia Herpich

Stadt Lindau

(Bodensee)

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Ich möchte mir einen eigenen

Eindruck machen, welche Probleme

und Anliegen die Menschen

in unserer Stadt bewegen“,

sagt sie.

Alfons weist darauf hin, dass

wegen der Corona-Pandemie

Warteschlangen vermieden

werden müssen und daher eine

Anmeldung zur Bürgersprechstunde

notwendig ist. Dies

kann bis zum Vortag unter Telefon

0 83 82 / 9 18-1 01 oder

per E-Mail unter sprechstunde@lindau.de

geschehen.

„Ich freue mich, wenn die

Sprechstunde auch dazu beiträgt,

die Arbeit von Verwaltung

und Stadtrat besser zu vermitteln

und das Vertrauen der

Bürgerinnen und Bürger zu

stärken“, erklärt Alfons weiter.

Zudem kündigt Alfons an,

auch die Formate der Bürgerbeteiligung

fortführen zu wollen,

sobald dies ohne Corona-Beschränkungen

wieder möglich

ist.

Bob

Stadt Lindau

(Bodensee)

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88131 Lindau (B),

Tel. 0 83 82/9 18-1 08

Wer auf den Wochenmärkten

einkaufen möchte, muss künftig

eine Mund-Nasen-Bedeckung

tragen.

Darauf weist Dieter Winklmeier

vom Marktamt in Lindau

hin. Auch die Händler

sind von dieser Maßnahme,

die das Bayerische Staatsministerium

für Gesundheit und

Ausbildung bei der Stadt Lindau (B)

zum Verwaltungsfachangestellten (m/w/d)

zum 01.09.2021

zum Kaufmann für Büromanagement (m/w/d)

zum 01.09.2020

zum Gärtner mit Fachrichtung Zierpflanzenbau (m/w/d)

zum 01.09.2020 oder 01.09.2021

Du möchtest erleben wie eine Stadt funktioniert und welche Aufgaben sie übernimmt. Oder wie die Stadtgärtnerei

das Stadtbild mitgestaltet. Dann komm zur Stadt Lindau (B). Wir bieten dir eine abwechslungsreiche Ausbildung, in

der du die unterschiedlichen Abteilungen oder die Stadtgärtnerei kennenlernst.

Kontakt und Informationen:

Für Rückfragen steht dir das Team der Personalabteilung,Tel.: 0 83 82/9 18-1 08 gerne zur Verfügung.

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www.stadtlindau.de.

Stadt Lindau (B), Personal- und Organisationsabteilung,

Bregenzer Str. 6, 88131 Lindau (B), Tel. 0 83 82/9 18-1 08

GRUSS AUS DER TOSKANA

Liebe Lindauerinnen und Lindauer,

die Corona-Pandemie

zwingt uns in vielerlei Hinsicht

neue Wege zu gehen.

Wir tragen Mundschutz beim

Einkaufen, halten zwischen

einander einen Mindestabstand

ein und müssen nach

wie vor auf Vieles verzichten,

was uns wichtig und lieb ist.

Den Einen fehlt die gemütliche

Biergartenrunde mit

Freunden, den Anderen der

Ausflug nach Bregenz oder auf

den Pfänder und die Absage

des Kinderfestes trifft uns besonders

ins Herz.

Schritt für Schritt werden nun

die Einschränkungen gelokkert

und wir alle versuchen zu

einer Art Normalität zu finden.

Ich arbeite mit meinem

gesamten Team aus Stadtverwaltung

und städtischen Betrieben

an Lösungen, um Lindau trotz

der Krise lebenswert zu halten -

gerade im Sommer, auf den wir

alle uns ganz besonders freuen.

Für den Ausstieg aus den Beschränkungen

gibt es genauso

wenig eine Blaupause, wie für

den Kampf gegen den Corona-

Virus. Jetzt kommt es darauf an,

flexibel zu sein und dazuzulernen.

Tag für Tag wissen wir etwas

mehr, Tag für Tag müssen

wir aber auch alte Gewissheiten

in Frage stellen. All dies verlangt

Geduld, Zuversicht und viel

Kreativität. Aber wenn es uns gelingt,

als Stadt zu einem „lernenden

System“ zu werden, dann

sind wir für jede Zukunft gut

aufgestellt.

Deshalb zwei Bitten: Sehen Sie

uns auch gelegentliche Fehler

nach. Mancher Lösungsansatz

bewährt sich in der Praxis nicht

so wie gedacht. Und bringen Sie

sich mit Ihrem Wissen ein: in

Ihrem Umfeld, im Verein, in der

Stadt. Dann werden wir auch

diese Krise bewältigen.

Ihre Oberbürgermeisterin für

Lindau Dr. Claudia Alfons

Mundschutzpflicht

Anordnung gilt auch auf dem Markt

Stadt Lindau

(Bodensee)

3

Pflege am 5. Mai veröffentlicht

hat, betroffen. Natürlich

gelten auch weiterhin die bekannten

Regeln: Kundinnen

und Kunden sollten sich möglichst

kurz auf dem Markt aufhalten.

Sie sollten auf das Händeschütteln

verzichten und

möglichst 1,5 bis zwei Meter

Abstand zu anderen Menschen

halten.

Bob


4 16. Mai 2020 • BZ Ausgabe KW 20/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Satzung der Stadt Lindau (B) zur Herstellung von

Stellplätzen für Kraftfahrzeuge und für Fahrräder

(Stellplatzsatzung - StS)

vom 05. Mai 2020

Die Stadt Lindau (B) erlässt aufgrund von Art. 23 der Gemeindeordnung für den Freistaat

Bayern (GO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22.08.1998 (GVBl. S. 796, BayRS 2020-

1-1-I), zuletzt geändert durch § 5 Abs. 2 des Gesetzes vom 23.12.2019 (GVBl. S. 737) und Art.

81 Abs. 1 Nr. 1 und 4 der Bayerischen Bauordnung (BayBO) in der Fassung der Bekanntmachung

vom 14.08.2007 (GVBl. S. 588, BayRS 2132-1-B), zuletzt geändert durch Gesetz vom

24.07.2019 (GVBl. S. 408), folgende

Satzung:

§ 1

Anwendungsbereich

Diese Satzung gilt im gesamten Stadtgebiet Lindau für die Herstellung und den Nachweis von

notwendigen Stellplätzen für Kraftfahrzeuge (Kfz) und Fahrräder.

§ 2

Begriffsbestimmung

Stellplätze für Kfz im Sinne der Satzung sind Garagen, Carports und sonstige Stellplatzflächen

außerhalb der öffentlichen Verkehrsflächen.

§ 3

Herstellungspflicht für Stellplätze

(1) Werden bauliche Anlagen sowie andere Anlagen, bei denen ein Zu- und Abfahrtsverkehr

zu erwarten ist, errichtet, sind Stellplätze für Kfz und Fahrräder in ausreichender Zahl und

Größe sowie in geeigneter Beschaffenheit herzustellen.

(2) Bei Änderungen oder Nutzungsänderungen von Anlagen sind Stellplätze für Kfz und Fahrräder

in solcher Zahl und Größe herzustellen, dass die Stellplätze die durch die Änderung

zusätzlich zu erwartenden Kfz und Fahrräder aufnehmen können.

§ 4

Anzahl der Stellplätze

(1) Ergibt sich im Rahmen eines baurechtlichen Verfahrens gem. Art. 47 Abs.1 und 2 BayBO

die Notwendigkeit, Stellplätze nachzuweisen, ist deren Anzahl anhand der beigefügten

Richtzahlenliste (Anlage 1) zu ermitteln.

(2) Dabei ist die erforderliche Stellplatzzahl auf zwei Stellen hinter dem Komma zu berechnen

und anschließend nach möglicher Ermäßigung oder Erhöhung entsprechend § 5 durch

arithmetische Auf- bzw. Abrundung als ganze Zahl festzusetzen.

(3) Bei Anlagen mit verschiedenartiger Nutzung ist der Stellplatzbedarf für die jeweiligen

Nutzungseinheiten getrennt zu ermitteln; dies gilt nicht, wenn sich innerhalb desselben

Gebäudes die verschiedenen Nutzungsarten aus den betrieblichen Erfordernissen ergeben

und die untergeordnete Fläche nicht mehr als 10 v. H. der übergeordneten Fläche

beträgt.

(4) Für bauliche Anlagen oder Nutzungen, die in der Richtzahlenliste nicht erfasst sind, ist

der Stellplatzbedarf nach den besonderen Verhältnissen des Einzelfalles unter sinngemäßer

Berücksichtigung der Richtzahlen für Verkehrsquellen mit vergleichbarem Stellplatzbedarf

zu ermitteln.

(5) Bei der Ermittlung der Zahl der notwendigen Kfz-Stellplätze ist regelmäßig vom Einstellbedarf

für Pkws auszugehen. Für bauliche Anlagen, die regelmäßig von Krafträdern, Lkws

oder Bussen angefahren werden, können zusätzlich Stellplätze für diese Fahrzeugarten

verlangt werden.

(6) Die Inanspruchnahme derselben Stellplätze durch zwei oder mehrere Nutzer mit unterschiedlichen

Betriebs-, Geschäfts- oder Öffnungszeiten (Stellplatz-, Doppel- oder

Wechselnutzung) kann zugelassen werden, wenn sichergestellt ist, dass keine oder nur

geringfügige Überschneidungen der Stellplatzbenutzung auftreten und keine negativen

Auswirkungen auf die Verkehrsverhältnisse in der Umgebung zu befürchten sind.

§ 5

Ermäßigung der Anzahl erforderlicher Stellplätze

(1) Die nach § 4 ermittelte Anzahl erforderlicher Stellplätze für Kfz kann auf Antrag ermäßigt

werden, wenn ein deutliches Missverhältnis zwischen dem aus den Richtzahlen rechnerisch

ermittelten und dem tatsächlich zu erwartenden Bedarf besteht.

(2) Im „Altstadtbereich“ (Anlage 2) kann wegen der dort anzunehmenden guten Erreichbarkeit

mit öffentlichen Verkehrsmitteln der aus den Richtzahlen errechnete Kfz Stellplatzbedarf

um bis zu 40 % verringert werden.

(3) Werden im übrigen Stadtgebiet bauliche Anlagen innerhalb geschlossen Ortsteilen mit

Stadtbuserschließung errichtet, kann der aus den Richtzahlen errechnete Kfz-Stellplatzbedarf

um 20 % verringert werden. Bei neuen Baugebieten sind dort geplante Buslinien

bereits bei einer etwaigen Verringerung des Stellplatzbedarfs zu berücksichtigen, wenn

deren Umsetzung hinreichend sicher ist.

(4) Der aus den Richtzahlen errechnete Kfz-Stellplatzbedarf kann für den öffentlich geförderten

Wohnungsbau um bis zu 40 % verringert werden. Dies gilt nicht für öffentlich geförderte

Wohnungen die von Personen in der Einkommensstufe III (vgl. Art. 11 Bayerisches

Wohnraumförderungsgesetz und Nr. 19 der Wohnraumförderungsbestimmungen, in der

jeweiligen Fassung) belegt werden. Bei Erweiterung bestehender geförderter Objekte ist

das Gesamtobjekt Bezugsgröße für den nach Satz 1 verringerten Stellplatzbedarf.

(5) Die Reduzierung des Stellplatzschlüssels für Kfz nach § 5 Absätzen 2 bis 4 ist bis zu einer

Reduzierung von insgesamt 40 % des errechneten Stellplatzbedarfs möglich. Die Anzahl

der ermittelten Fahrradstellplätze bleiben davon unberührt, eine Reduzierung des errechneten

Fahrradstellplatzbedarfs ist nicht möglich.

(6) Die weitere Reduzierung von Kfz-Stellplätzen im Wohnungsbau kann nach Vorlage eines

fundierten Mobilitätskonzepts im Einzelfall erlaubt werden. Voraussetzung ist unter anderem

eine gute ÖPNV-Anbindung und Nahversorgung sowie das Angebot alternativer Mobilitätsangebote

(Sharing-Angebote wie Fahrräder und Lastenräder sowie Car-Sharing).

Sämtliche Mobilitätsangebote sind leicht zugänglich und einfach in der Handhabung zu

gestalten. Das Mobilitätskonzept ist im Vorfeld des Bauantrags mit der Stadt abzustimmen.

§ 6

Herstellung von Stellplätzen auf einem geeigneten Grundstück in der Nähe

(1) Die Herstellung von Stellplätzen für Kfz auf einem Grundstück in der Nähe des Baugrundstücks

(in einem Radius von nicht mehr als 500 m) kann zugelassen werden, wenn das

Grundstück dafür geeignet ist und seine Benutzung für diesen Zweck gegenüber der Stadt

Lindau rechtlich gesichert ist.

(2) Die Fahrradabstellplätze sind auf dem Baugrundstück herzustellen. Es kann gestattet werden,

sie in unmittelbarer Nähe des Baugrundstücks herzustellen, wenn ein geeignetes

Grundstück zur Verfügung steht und seine Benutzung für diesen Zweck rechtlich gesichert

ist.

(3) Als Herstellung auf einem anderen Grundstück ist auch die Beteiligung an einer vorhandenen

Anlage zu verstehen, wenn diese die in Absatz 1 genannten Voraussetzungen

erfüllt.

§ 7

Ablösung der Stellplatzpflicht

(1) Eine Ablösung der Stellplatzpflicht für Kfz ist aufgrund von Art.47 Abs.3 BayBO mit Ablösungsvertrag

möglich, hierfür gilt die Richtlinie der Stadt Lindau (B) zur Ablösung der

Stellplätze in der jeweils gültigen Fassung.

(2) Eine Ablösung für Fahrradstellplätze ist nicht zulässig.

§ 8

Gestaltung der Stellplätze

(1) Stellplätze für Kfz müssen so groß und so ausgebildet sein, dass sie ihren Zweck erfüllen.

Im Einzelnen gilt die Verordnung über den Bau und Betrieb von Garagen sowie über die

Zahl der notwendigen Stellplätze (GaStellV) in ihrer jeweils gültigen Fassung, soweit sich

durch andere Vorschriften nichts Abweichendes ergibt.

(2) Bei der Herstellung oberirdischer Stellplätze sollen weitestgehend ökologisch verträgliche,

wasserdurchlässige Befestigungsarten verwendet werden, soweit sich durch andere

Vorschriften nichts Abweichendes ergibt.

(3) Die Fassaden von mehrgeschossigen Garagenanlagen sind zu begrünen, wenn nicht im

Einzelfall Belange des Straßen-, Orts- und Landschaftsbildes sowie des Denkmalschutzes

entgegenstehen.

(4) Stellplätze für Fahrräder müssen so groß und so ausgebildet sein, dass sie ihren Zweck erfüllen.

Jeder Stellplatz muss von einer ausreichenden Bewegungsfläche direkt zugänglich

sein. Die Fläche eines Stellplatzes für Fahrräder soll mindestens 1,5 qm (2,00 x 0,75) pro

Fahrrad betragen. Diese Fläche kann bei Aufstellung von Ordnungssystemen unterschritten

werden, wenn eine benutzergerechte Handhabung der Fahrräder nachgewiesen wird.

Fahrradabstellplätze sollen mit Fahrradständern ausgerüstet werden, die ein Anschließen

des Fahrradrahmens ermöglichen.

(5) Der Aufstellort von Fahrradabstellplätzen soll von der öffentlichen Verkehrsfläche aus

ebenerdig oder über Rampen bzw. über Treppen mit Schieberampen leicht erreichbar und

gut zugänglich sein; er soll in unmittelbarer Nähe des Eingangsbereichs des Vorhabens

angeordnet werden. Fahrradabstellplätze für die Nutzung „Wohnen“ sollen mehrheitlich

über einen Wetterschutz verfügen.

(6) Bei der Raumaufteilung sollten alle zeitgemäßen Fahrradtypen und ein Anteil von 10 %

der Fahrradabstellplätze für Lastenräder und Anhänger bei Radbügelplatzierung und

Fahrgassendimensionierung berücksichtigt werden.

(7) Es sind 30 % der Stellplätze für Kfz so vorzubereiten, dass sie später ohne größere Eingriffe

in die Bausubstanz mit einer Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ausgerüstet werden

können. Diese dürfen in geringerer Abmessung (3,5 m Länge und 2,20 m Breite) für spezielle

Stadtautos (z. B. Smart) hergestellt werden.

§ 9

Kfz-Stellplätze für Behinderte

(1) Für je 50 notwendige Kfz-Stellplätze eines Vorhabens ist 1 Stellplatz für Behinderte, mindestens

jedoch 1 Stellplatz, auf dem Grundstück nachzuweisen.

(2) Diese Anforderung gilt nicht, wenn in Rechtsverordnungen nach Art. 80 Abs. 1 Satz 1 Nr.

3 und 4 BayBO (Sonderbauverordnungen) entsprechende Regelungen getroffen werden.

§ 10

„Gefangene“ Stellplätze

Sind Stellplätze für Kfz nur über einen davor liegenden Kfz-Stellplatz von der öffentlichen

Verkehrsfläche aus zu erreichen (sog. gefangene Stellplätze), können diese ausnahmsweise

dann zugelassen werden, wenn es sich um ein Einfamilienhaus (auch in Form eines Doppeloder

Reihenhauses) handelt und diese Stellplätze nicht auf andere Weise hergestellt werden

können.

§ 11

Abweichungen

Die Stadt Lindau kann unter den Voraussetzungen des Art. 63 BayBO Abweichungen zulassen.

§ 12

Inkrafttreten, Übergangsregelung

(1) Diese Satzung tritt am Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der Großen Kreisstadt

Lindau (B) in Kraft.

(2) Diese Satzung findet keine Anwendung auf Bauvorhaben, für die der Bauantrag bereits

vor Inkrafttreten dieser Satzung gestellt worden ist. Entsprechendes gilt bei Genehmigungsfreistellungsverfahren

mit dem Zeitpunkt der Einreichung der erforderlichen Unterlagen.

Auf verfahrensfreie Bauvorhaben ist diese Satzung nicht anzuwenden, soweit mit

deren Bau im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Satzung bereits begonnen wurde.

Lindau (B), den 05.05.2020

Stadt Lindau (Bodensee)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin


AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B) 16. Mai 2020 • BZ Ausgabe KW 20/20

5

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Fortsetzung Bekanntmachung:

Anlage 1: Tabelle zur Berechnung der Anzahl der notwendigen Stellplätze für Kraftfahrzeuge

und Abstellplätze für Fahrräder

Erläuterungen:

Besucherstellplätze sind extra zu kennzeichnen und dauerhaft für Besucher bereitzustellen

Gastraumfläche (GRF): Nutzfläche aller Gasträume, einschließlich der dem Gast zugänglichen

Thekenbereiche

Grundstücksfläche (GF)

Nutzfläche (NF): Nutzfläche nach DIN 277-2

Sportfläche (SpF): Nutzfläche aller dem reinen Sportbetrieb dienenden Räume

Verkaufsnutzfläche (VNF): Nutzfläche

Wohnfläche (WF): Berechnung der Fläche entsprechend der Wohnflächenverordnung (WoFIV)

aller dem Kundenverkehr dienenden Räume

Lindau (B), den 05.05.2020

Stadt Lindau (Bodensee)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

Anlage 2: Geltungsbereich und Altstadtbereich

Lindau (B), den 05.05.2020

Stadt Lindau (Bodensee)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

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www.stadtlindau.de


6 16. Mai 2020 • BZ Ausgabe KW 20/20

AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B)

Bekanntmachung Vorhabenbezogener

Bebauungsplan Nr. 124

„4-Linden-Quartier“

– Öffentliche Auslegung nach § 3 (2)

BauGB –

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat am 29.04.2020 in seiner

öffentlichen Sitzung den Entwurf vom 02.03.2020 des vorhabenbezogenen

Bebauungsplanes Nr. 124 „4-Linden-Quartier“

gebilligt. Zugleich wurde vom Stadtrat der Stadt Lindau (B)

die öffentliche Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB und parallel

dazu die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher

Belange gemäß § 4 (2) BauGB beschlossen.

Ziel und Zweck der Planung

Aufgrund der Verlagerung des Produktionsbetriebes der Cofely

Refrigeration GmbH steht das rund 3,73 ha große Gelände

einer baulichen Entwicklung zur Verfügung.

Da in Lindau seit Jahren ein großer Bedarf an Wohnraum besteht,

der derzeit nicht ausreichend gedeckt werden kann,

beabsichtigt die Centra Projektentwicklungs GmbH das ehemalige

Cofely Betriebsareal zu einem Großteil einer wohnbaulichen

Nutzung sowie in Teilen einer gemischten Nutzung

zuzuführen.

Zudem ist die Stadt Lindau auch stets bestrebt, bei der Entwicklung

neuer Bauflächen die Vorgaben des § 1a Abs. 2

BauGB zu berücksichtigen und bei Neubauprojekten geeignete

Innenbereichsflächen vorrangig zu entwickeln. Mit der

geplanten Entwicklung des 4-Linden-Quartier kann dem Leitgedanken

des Gesetzgebers, mit Grund und Boden schonend

und flächensparend umzugehen, Rechnung getragen werden.

Für das Plangebiet wurde im Jahr 2016 von der Centra Projektentwicklungs

GmbH ein Realisierungswettbewerb ausgelobt.

Ziel des Wettbewerbs war die Ausarbeitung einer

genehmigungsfähigen Planung unter den vom Auslober und

der Stadt Lindau geforderten Rahmenbedingungen. Aufgabe

war es, ein nachhaltiges städtebauliches und architektonisch

hochwertiges Konzept, das sich auch durch eine ressourcenschonende

Bauweise auszeichnet, zu erarbeiten. Dabei hat

die ARGE Hammer Pfeiffer Architekten, Gerhard Feuerstein

mit HinnenthalSchaar Landschaftsarchitekten GbR den ersten

Platz belegt.

Das städtebauliche Konzept bildet die Grundlage des vorhabenbezogenen

Bebauungsplans. Durch die geplante Bebauung

entsteht ein städtebaulich klar gegliedertes und im

Inneren ruhiges und qualitätsvolles Wohnquartier mit hochwertigen

Aufenthalts- und Kommunikationsbereichen in Form

von kleineren und größeren Quartiersplätzen, Wohnhöfen und

Grünflächen.

Mit Ausnahme des Überlagerungsbereiches des Lindauparks

(Teilflurstück Nr. 553/13) besteht für den Geltungsbereich

derzeit kein rechtskräftiger Bebauungsplan.

Der Bebauungsplan wird gemäß § 13 a BauGB als Bebauungsplan

der Innenentwicklung aufgestellt.

Das Vorhaben unterliegt nicht der Pflicht zur Durchführung

einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz.

Schutzgüter i.A.d. § 1 Abs. 6 Nr.

7 b BauGB (Natura 2000-Gebiete) werden nicht beeinträchtigt

und Pflichten zur Vermeidung schwerer Unfälle i.S.d. § 50

BImSchG sind bei der Planung nicht zu beachten.

Gemäß § 13 a Abs. 2 BauGB i.V.m. § 13 Abs. 3 BauGB kann

u.a. auf die Umweltprüfung i.S.d. § 2 Abs. 4 BauGB und den

Umweltbericht i.S.d. § 2a BauGB verzichtet werden.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Das Plangebiet befindet sich in der Gemarkung Reutin im Bereich

östlich der Kemptener Straße, nördlich des Lindauparks.

Das Plangebiet umfasst die Flurstücke bzw. Teilflurstücke*

Nr. 178/3*, 553/1, 553/8, 553/13*, 553/15, 553/24, 553/25,

554, 555/1 und 555/2 der Gemarkung Reutin und weist eine

Größe von ca. 3,73 ha auf.

Geltungsbereich zum Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans

Nr. 124 „4-Linden-Quartier“ und verkleinerte

Darstellung des Entwurfes, unmaßstäblich

Umweltbezogene Stellungnahmen und Informationen

Es werden zusätzlich folgende bisher verfügbaren umweltbezogenen

Informationen mit ausgelegt:

Informelle Umweltprüfung mit Untersuchungen zu

– dem Schutzgut Boden mit Aussagen zum Bodengefüge, zu

Altlasten und Altlastensanierung

– dem Schutzgut Wasser Aussagen zum Grundwasserspiegel,

zu den Altlasten und Altlastensanierung

– dem Schutzgut Klima/Luft mit Darstellung und Aussagen zur

Lufthygiene.

– den Schutzgütern Biotope/Pflanzen/Tiere mit Darstellung

und Aussagen der Habitatstrukturen und Vermeidungsmaßnahmen

– dem Schutzgut Landschaftsbild mit Lagedarstellung des

Vorhabens im Landschaftsraum sowie die Ein- und Durchgrünung

des Vorhabenstandortes

– dem Schutzgut Mensch und die Auswirkungen der zu erwartenden

verkehrlichen und lärmbedingten Auswirkungen

sowie der Vorbelastung durch die Immissionen aus den

umliegenden Betrieben sowie des Verkehrs

– den Kultur- und Sachgütern im Hinblick auf Denkmale

Schalltechnischer Untersuchungsbericht Nr. 0304-18-30-II

(Stand 23.12.2019) und Schalltechnisches Gutachten Nr.

0304-18-II des Büros pm Akustik (Stand 24.02.2020) mit

Aussagen

– zu den künftig vorhandenen Schallquellen sowie den

schalltechnischen Auswirkungen des Vorhabens auf die

umliegende Bebauung

Artenschutzrechtliche Einschätzung des Büros Umweltkonzept,

Dipl. Biologin Tanja Irg (Stand Oktober 2018, ergänzt

03. September 2019) mit Aussagen zu

– artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen und Vermeidungsmaßnahmen

Verkehrsgutachten des Büros Besch und Partner Nr. 4040-

191206-br_03 (Stand Dezember 2019) mit Aussagen

– zu möglichen Erschließungsvarianten des Vorhabenstandortes

sowie den zu erwartenden Verkehrsmengen

Wohnungsnot bei Mauersegler und Co.

Landschaftspflegeverband berät Hausbesitzer

Bald werden Mauersegler unser

Leben wieder begleiten, wenn

sie ihren schönen schrillen Rufen

durch die Luft sausen. Jetzt

ab Ende April kehren sie aus

den weit entfernten Überwinterungsgebieten

im südlichen Afrika

zurück, um hier bei uns für

Nachwuchs zu sorgen.

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

Luftschadstoffgutachten der Müller-BBM GmbH Nr.

M152901/01 (Stand 02.01.2020) mit Aussagen

– zur Lufthygiene, Luftschadstoffe und Vermeidungsmaßnahmen.

Bodengutachten ZIM IN GEO Consult (Stand 17.12.2018) mit

Aussagen

– zu den Untergrundverhältnissen, der Altlastenbelastung

sowie der Bodensanierung

Umweltinformationen aus verfügbaren Stellungnahmen der

Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange mit

Informationen

– zum Immissionsschutz im Hinblick auf den Umgang mit den

betrieblichen und verkehrlichen Schallauswirkungen sowie

zu Luftschadstoffen

– zum Umgang bzw. der Beseitigung des anfallenden Niederschlagswassers,

des Grundwasserschutzes sowie der

Altlasten und Bodenschutz

– zur Ein- und Durchgrünung sowie zur Verbesserung des

Stadtklimas

Öffentliche Auslegung nach § 3 (2) BauGB

Der Bebauungsplanentwurf in der Fassung vom 02.03.2020

liegt mit seiner Begründung in der Zeit von Montag, den

25.05.2020 bis einschließlich Freitag, den 03.07.2020 im Foyer

des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße

8, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten

sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30

Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr

sowie nach Vereinbarung. Auf Wunsch wird die Planung erläutert.

Stellungnahmen können während dieser Frist schriftlich

oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben

werden.

Die Planunterlagen können auch im Internet, auf der Homepage

der Stadt Lindau (B) (unter Bürger, Politik & Verwaltung

– Planen & Bauen – Öffentliche Auslegungen) eingesehen

werden.

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung

werden vom Stadtbauamt überprüft und anschließend

dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entschließt

hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung

oder Ergänzung des Bebauungsplanes führt.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplanes können

Sie sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Selina

Schöller-Mann, unter der Telefonnummer 0 83 82 / 91 86 14

oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse

senden:

Stadtbauamt Lindau (B)

Abt. Stadtplanung und Bauordnung

Bregenzer Straße 8, 88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an: stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der

Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i. V. mit

§ 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme

ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung

über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen

entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche

Informationspflichten im Bauleitplanverfahren“ das ebenfalls

öffentlich ausliegt.

Lindau (B), den 05.05.2020

STADT LINDAU (BODENSEE)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

Mag sich das Leben dieser Flugkünstler

die meiste Zeit des Jahres

in der Luft abspielen, zum

Brüten benötigen sie festen Untergrund.

Mauersegler gehören zu den

sogenannten Gebäudebrütern,

denn gebrütet wird in Spalten,

Nischen und Höhlen von Gebäuden,

die einen freien Anflug

in mindestens 5 m Höhe bieten.

Der Nesteingang findet sich

meist unmittelbar unter dem

Dach. Wenn sie einmal einen

Brutplatz gefunden haben,

kommen sie ein Leben lang jedes

Jahr dorthin zurück. Doch

haben Mauersegler bei uns zunehmend

Probleme geeignete

Unterkunft für ihr Brutgeschäft

zu finden. Wird ein angestammter

Nistplatz durch eine Sanierung

verschlossen, herrscht

plötzlich Wohnungsnot.

Nicht nur dem Mauersegler,

sondern auch anderen Gebäudebrütern,

wie der Rauch- und

Mehlschwalbe sowie dem Haussperling,

besser bekannt als

„Spatz“ ergeht so: Nistplätze

werden immer rarer, denn die

moderne Architektur bietet

kaum mehr Nistmöglichkeiten

und bei Renovierungsarbeiten

an älteren Gebäuden gehen

Brutmöglichkeiten für Gebäude-


AMTSBLATT DER STADT LINDAU (B) 16. Mai 2020 • BZ Ausgabe KW 20/20

7

Bekanntmachung:

Vorhabenbezogener Bebauungsplan

Nr. 105 neu „Gewerbegebiet

Heuriedweg”, 1. Änderung „Kaufland“

– erneute öffentliche Auslegung

nach § 4a (3) BauGB –

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat in seiner öffentlichen

Sitzung am 29.04.2020 den überarbeiteten Entwurf des Vorhabenbezogenen

Bebauungsplanes Nr. 105 neu „Gewerbegebiet

Heuriedweg“, 1. Änderung „Kaufland“ in der Fassung vom

06.03.2020 gebilligt. Zugleich wurde vom Stadtrat der Stadt

Lindau (B) die erneute Öffentlichkeitsbeteiligung und die erneute

Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher

Belange gemäß § 4a Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen.

Die erneute Auslegung ist aufgrund von erforderlichen Änderungen

des Bebauungsplanentwurfs hinsichtlich vorgebrachter

Stellungnahmen im Rahmen der öffentlichen Auslegung sowie

aufgrund von sich im Laufe des Planungsprozesses ergebenden

Planänderungen erforderlich.

Ziel und Zweck der Planung

Die Kaufland Dienstleistungs Süd-Ost GmbH & Co KG plant auf

dem Grundstück der ehemaligen Edeka-Filiale am Heuriedweg,

das inzwischen leerstehende Gebäude abzubrechen und das

Grundstück neu zu bebauen. Auf dem Grundstück soll eine Kaufland-Filiale

mit einer Verkaufsfläche von 3.000 m² entstehen.

Vorhabenträgerin ist die Kaufland Dienstleistung Süd-Ost GmbH

& Co. KG Neckarsulm.

Der Vorhabenstandort befindet sich innerhalb des rechtskräftigen

Bebauungsplanes Nr. 105 neu „Gewerbegebiet Heuriedweg“

und Änderung des Bebauungsplanes Nr. 95 „Feuerwache Ost“.

Da der Bebauungsplan Einzelhandelsbetriebe bisher ausschließt

und die geplante Verkaufsfläche, die in Gewerbegebieten maximal

zulässige Verkaufsfläche übersteigt, ist die Änderung des

Bebauungsplanes erforderlich. Die bisher bestehenden Einzelhandelsbetriebe

genießen Bestandsschutz, Erweiterungen sind

jedoch nicht möglich.

Da der Planbereich mit Ausnahme der nördlichen Randeingrünung

und des privatgärtnerisch genutzten Grundstücksteils

bereits vollständig bebaut ist und sich der Vorhabenstandort

in einem bereits vollständig aufgesiedelten, innerstädtischen

Umfeld befindet, wird der Bebauungsplan gemäß § 13a Abs. 1

BauGB „…für die Wiedernutzbarmachung von Flächen, für die

Nachverdichtung oder andere Maßnahmen der Innenentwicklung“

als Bebauungsplan der Innenentwicklung aufgestellt.

Die geplante Kaufland-Filiale weist eine Verkaufsfläche von

3.000 m² auf. Aus diesem Grund ist gemäß UVPG eine allgemeine

Vorprüfung des Einzelfalles erforderlich. Die Prüfung der

durch das Vorhaben auslösenden Umweltbeeinträchtigungen

wird im Rahmen eines Umweltberichtes gemäß § 2a BauGB analysiert

und bewertet.

Ziel der Bebauungsplanänderung ist die planungsrechtliche Sicherung

der geplanten Ansiedlung der Kaufland-Filiale im Gewerbegebiet

Heuriedweg.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Das Plangebiet befindet sich im Stadtteil Reutin. Das Plangebiet

wird wie folgend begrenzt:

– im Süden und Westen grenzt die gewerbliche Bebauung des

Gewerbegebietes Heuriedweg sowie die Straße Heuriedweg an

den Planumgriff an,

– im Osten schließt eine Wohnbebauung an den Vorhabenstandort

an und

– im Norden befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Der Geltungsbereich der Bebauungsplanänderung umfasst die

Grundstücke Fl.-Nrn. 514, 515 und 515/3 der Gemarkung Reutin

und weist eine Größe von rund 12.359 m² auf.

Geltungsbereich zum geänderten Entwurf des vorhabenbezogenen

Bebauungsplans Nr. 105 neu „Gewerbegebiet Heuriedweg“

1. Änderung „Kaufland“ und verkleinerte Darstellung des Entwurfes,

unmaßstäblich

Angabe verfügbaren Arten umweltbezogener Informationen

Es werden zusätzlich folgende bisher verfügbaren umweltbezogenen

Informationen mit ausgelegt:

Umweltbericht (Bestandteil der Planunterlagen) mit Untersuchungen

zu

– dem Schutzgut Boden mit Aussagen zur Versiegelung des

Bodens und zu Altlasten

– dem Schutzgut Wasser mit Darstellung der Auswirkungen der

Planung auf den Grundwasserspiegel, Aussagen zu Altlasten

und Bodensanierung

– dem Schutzgut Klima/Luft mit Darstellung der Auswirkungen

des Vorhabens auf lokalklimatische Funktionen, Kaltluftentstehung

und Lufthygiene

– den Schutzgütern Biotope/Pflanzen/Tiere mit Darstellung der

Aussagen zu Biotop und Naturschutzgebieten sowie zu artenschutzrechtlichen

Verbotstatbeständen

– dem Schutzgut Landschaftsbild mit Lagedarstellung des Vorhabens

im Landschaftsraum sowie die Ein- und Durchgrünung

des Vorhabenstandortes

– dem Schutzgut Mensch und die Auswirkungen der zu erwartenden

verkehrlichen und lärmbedingten Auswirkungen sowie

der Vorbelastung durch die Immissionen aus den umliegenden

Betrieben

– den Kultur- und Sachgütern im Hinblick auf Denkmale

Schalltechnische Untersuchung des Büros pm Akustik (Stand

06.11.2018, 03.06.2019, 08.01.2020) mit Aussagen

– zu den künftig vorhandenen Schallquellen sowie den schalltechnischen

Auswirkungen des Vorhabens auf die geplante

und umliegende Bebauung

Artenschutzrechtliche Einschätzung des Büros Umweltkonzept,

Dipl. Biologin Tanja Irg (Stand Februar 2017, ergänzt

16.05.2018) mit Aussagen zu

– artenschutzrechtlichen Verbotstatbeständen

Verkehrsgutachten des Büros Besch und Partner (Stand Januar

2019) mit Aussagen

– zu möglichen Erschließungsvarianten des Vorhabenstandortes

sowie den zu erwartenden Verkehrsmengen

Einzelhandelsgutachten der CIMA Beratung + Management

Amtsblatt Stadt Lindau

(Bodensee)

GmbH (Stand 19.03.2018) mit Aussagen

– zu möglichen Auswirkungen auf den ortsansässigen Einzelhandel

Bodengutachten Institut für Geotechnik Dr. Jochen Zirfas GmbH

& Co. KG (Stand 31.10.2018) mit Aussagen

– zu den Untergrundverhältnissen und Altlastenbelastung

Umweltinformationen aus verfügbaren Stellungnahmen der

Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange mit

Informationen

– zum Immissionsschutz im Hinblick auf den Umgang mit den

betrieblichen Schallauswirkungen

– zum Umgang bzw. der Beseitigung des anfallenden Niederschlagswassers,

des Grundwasserschutzes sowie der

Altlasten und Bodenschutz

– zum Artenschutz und den Vermeidungsmaßnahmen

– zur Ein- und Durchgrünung

Öffentliche Auslegung nach § 4a (3) BauGB

Der Bebauungsplanentwurf in der Fassung vom 06.03.2020 liegt

mit seiner Begründung in der Zeit von Montag, 25.05.2020 bis

einschließlich Dienstag, 09.06.2020 im Foyer des Stadtbauamtes

der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, während der Öffnungszeiten

öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind von Montag

bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Mittwoch

von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können

während dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden

zur Niederschrift abgegeben werden.

Die Planunterlagen können auch im Internet, auf der Homepage

der Stadt Lindau (B) (unter Bürger, Politik & Verwaltung – Planen

& Bauen – Öffentliche Auslegungen) eingesehen werden.

Stellungnahmen können nur zu den geänderten und ergänzten

Teilen abgegeben werden. Stellungnahmen, die nicht rechtzeitig

abgegeben worden sind, können bei der Beschlussfassung über

den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 105 neu „Gewerbegebiet

Heuriedweg”, 1. Änderung „Kaufland“ unberücksichtigt

bleiben, sofern die Stadt Lindau deren Inhalt nicht kannte und

nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit

des Bebauungsplans nicht von Bedeutung ist (§ 3 Abs. 2

Satz 2 BauGB, § 4a Abs. 6 BauGB).

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung

werden vom Stadtbauamt überprüft und anschließend dem

Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entschließt

hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung

des Bebauungsplanes führt.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Vorhabenbezogenen

Bebauungsplanes können Sie sich an das Stadtbauamt Lindau,

Stadtplanung, Annette Holzlöhner, unter der Telefonnummer

08382/ 918 620 oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse

senden:

Stadtbauamt Lindau (B), Abt. Stadtplanung und Bauordnung

Bregenzer Straße 8, 88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an: stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der

Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i. V. mit § 3

BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben

abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das

Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte

dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informationspflichten

im Bauleitplanverfahren“ das ebenfalls öffentlich ausliegt.

Lindau (B), den 06.05.2020

STADT LINDAU (BODENSEE)

gez. Dr. Claudia Alfons

Oberbürgermeisterin

... Fortsetzung von Seite 6

brüter oft unbemerkt und unbeabsichtigt

verloren.

Doch stehen die Fortpflanzungs-

oder Ruhestätten dieser

Vogelarten unter gesetzlichem

Schutz und dürfen nicht beschädigt

oder zerstört werden.

Das verpflichtet uns, Nistplätze

zu erhalten oder bei unumgänglichem

Verlust zu ersetzen.

Zudem können wir durch die

Bereit-stellung von Nisthilfen

diese Arten unterstützen.

Aber es genügt nicht, für Nistplätze

zu sorgen. Die Bestände

dieser Vogelarten nehmen zum

Teil dramatisch ab, was auch an

der Verschlechterung der Qualität

ihrer Lebensräume liegt. So

herrscht je nach Art oft auch

Mangel an Nahrung, Nistmaterial

und sicheren Verstecken.

Damit wir noch lange das bunte

Treiben von Mauersegler, Spatz

und Co. in unseren Siedlungsräumen

erleben dürfen, können

wir sie durch naturnahe und

vielfältig gestaltete Gärten und

Grünflächen, durch die Begrünung

von Hausfassaden oder

den Verzicht den Einsatz von Pestiziden

unterstützen.

Steht bei Ihnen eine Gebäudesanierung

an? Wollen Sie diese

Vogelarten mit Nisthilfen unterstützen?

Bei Fragen rund um

die Gebäudebrüter wenden Sie

sich bitte an den Landschaftspflegeverband

Lindau-Westallgäu

e. V. unter Telefon 0 83 82/

2 70-3 81.“ BOB Der Haussperling ist besser als „Spatz“ bekannt. Foto: M. Berghofer


8 16. Mai 2020 · BZ Ausgabe KW 20/20

ENERGIE, VERKEHR UND KOMMUNIKATION

– Anzeige –

Seit 25 Jahren der „Hüter des Wassers“

Seewasserwerk Nonnenhorn Laborant Rupert Sutter überwacht das Trinkwasser für die Kunden der Stadtwerke

Ein Kollege, den die Stadtwerke-

Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter

in der Auenstraße nur ganz selten

zu Gesicht bekommen, ist Rupert

Sutter. Der Laborant ist der „Hüter

des Wassers“ im Seewasserwerk

in Nonnenhorn: Seit 25 Jahren sind

der Bodensee, Reagenzgläser und

das Labor, in dem er akribisch darauf

achtet, dass bestes Trinkwasser

bei den Kunden der Stadtwerke Lindau

ankommt, seine Welt. Manu

Schlichtling hat mit ihrem Stadtwerke-Kollegen

Rupert Sutter

über die Kontrollorganisationen,

über Labortests, die Qualität unseres

Trinkwassers und natürlich

über Corona gesprochen.

Immer wieder hört man, dass der

Bodensee eines der am besten

untersuchten und überwachten

Gewässer überhaupt sei. Welche

Behörden, Organisationen und

Vorschriften sind für die Untersuchungen

wichtig?

Rupert Sutter: Basis für die

Überwachung der Trinkwasserqualität

sind vor allem die Anforderungen

der Trinkwasserverordnung

(TrinkwV), aber

auch Vorgaben vom Umweltbundesamt,

die DVGW-Regelwerke

(der Deutsche Verein des

Gas- und Wasserfaches e.V.) und

DIN EN Normen (European

Norm-Standardisierungen).

Die Überwachung beginnt

schon beim Einzugsgebiet unserer

Trinkwasserquelle „Bodensee“.

Zu unserem Glück beschäftigen

sich damit gleich

mehrere Institutionen, wie die

IGKB (die Internationale Gewässerschutzkommission

Bodensee),

das Institut für Seenforschung

in Langenargen, das

Umweltinstitut des Landes Vorarlberg,

das schweizerische Bundesamt

für Umwelt, das limnologische

Institut der Uni Konstanz

und die AWBR (Arbeitsgemeinschaft

Wasserwerke Bodensee

Rhein), bei der wir auch selbst

mitarbeiten und Untersuchungen

beisteuern.

Natürlich werden mit den

immer weiter verbesserten Untersuchungsverfahren

auch die

Einflüsse der menschlichen Zivilisation

messbar. Da das Einzugsgebiet

des Bodensees überwiegend

alpin geprägt ist und

zur Hälfte über 1.500 Meter

über dem Meeresspiegel liegt,

ist dieser Einfluss noch sehr gering.

Nach bisherigen Erkenntnissen

liegen keine Hinweise

vor, die auf eine Gefährdung

Er trägt seit 25 Jahren Verantwortung für unser Trinkwasser: Rupert Sutter.

der menschlichen Gesundheit

durch anthropogene organische

Spurenstoffe im Trinkwasser

hindeuten.

Anthropogene organische

Spurenstoffe sind Elemente und

chemische Verbindungen, die

vom Menschen hergestellt, verursacht

oder beeinflusst sind.

Dazu zählen in der Regel organische

Verbindungen, wie Pharmaka,

kosmetische Inhaltsstoffe,

Pestizide oder Biozide.

Die gesetzlich festgelegten

Beurteilungskriterien und die

behördlichen Empfehlungen

werden in unserem Trinkwasser

aus dem Bodensee weit unterschritten.

Wie und wo testest du das Trinkwasser,

das vom Seewasserwerk

aus in das Versorgungsgebiet gepumpt

wird?

Rupert Sutter: Meine Untersuchungen

beginnen beim

Alpenrhein, dem Hauptzufluss.

Dort in Fußach entnehme ich

monatlich Proben. Weiter geht’s

dann zu unserem Seewasserwerk

in Nonnenhorn an den

Steg und dann zu unserem sogenannten

„Rohwasser“. Das ist

das Wasser in 60 Metern Tiefe,

bevor es zur Aufbereitung in

unser Wasserwerk gepumpt wird.

Das Rohwasser wird auch

kontinuierlich mit diversen Sonden

überwacht und die Werte

werden an die zentrale Datenbank

„Bodensee-Online“ weitergeleitet.

Mit dem Bodensee-

Online Modell können z.B. die

Strömungsverhältnisse und Stofftransporte

im Bodensee vorausberechnet

werden.

Weiter geht die Überwachung

bei den einzelnen Aufbereitungsschritten

– den Filtrationen – der

Ozonung – der Eisendosierung

und der UV-Bestrahlung. Für das

„fertige“ Trinkwasser werden mit

dem Gesundheitsamt abgestimmte

Probenahmepläne für das gesamte

Versorgungsgebiet erstellt. Das

bedeutet, dass in den mit unserem

Trinkwasser versorgten Gebieten

gemäß TrinkwV jährlich rund

50 sogenannte Gruppe A-Untersuchungen

mit jeweils 14 Parametern

und acht Gruppe B-Untersuchungen

mit teilweise weit

über 100 Parametern durchgeführt

werden.

Die Gruppe A-Untersuchungen

kann ich überwiegend selbst in

unserem Labor durchführen.

Die Gruppe B-Untersuchungen

werden – vor allem wegen der dafür

notwendigen teuren Analysetechnik

– in unserem Partnerlabor

der Bodenseewasserversorgung

in Sipplingen durchgeführt.

Sogenannte Freigabeuntersuchungen

bei Wartungsund

Reparaturarbeiten sowie

bei Neuverlegungen kann ich

wieder selbst in unserem Labor

durchführen.

Für alle Untersuchungen gemäß

TrinkwV ist übrigens eine

Akkreditierung nach DIN 17025

erforderlich. Das bedeutet, dass

die Kompetenz z.B. mit Vergleichsproben

und Qualitätssicherungsmaßnahmen

nachgewiesen

werden muss und

dass eine lückenlose Dokumentation

aller Laborarbeiten zu erfolgen

hat. Dies wird alle zwei

Jahre überprüft und erst nach

erfolgreichem Audit wird die

Akkreditierungsurkunde ausgestellt.

Zum Schluss noch die Frage nach

Corona. Kann das Coronavirus

SARS-CoV-2 unserem Trinkwasser

gefährlich werden?

Rupert Sutter: Da mache ich

mir gar keine Sorgen. Der DVGW

(der Deutsche Verein des Gas- und

Wasserfaches e.V.) schreibt beispielsweise,

dass nach aktuellem

wissenschaftlichen Kennt-

nisstand eine Verbreitung des

Coronavirus über die Trinkwasserversorgung

ausgeschlossen

werden kann. Dieser Einschätzung

schließen sich auch

die Experten und das Bundesumweltamt

an. Insofern können

wir da alle ganz beruhigt sein.

Die Stadtwerke Lindau gratulieren

ihrem Kollegen ganz

herzlich zum 25. Jubiläum an

seinem „schönsten Arbeitsplatz

der Welt“. „Dieses Jubiläum ist

natürlich ein Grund zum Feiern.

Und das holen wir auch

nach, sobald das wieder möglich

ist“, verspricht Stadtwerke-

Geschäftsführer Hannes Rösch.

Bei den Stadtwerken Lindau

sind Sie gut aufgehoben –

bei allen Fragen rund um Trinkwasser,

Energie, Verkehr und

Telekommunikation.

Alle Informationen rund um

Ihre Versorgung finden Sie auf:

@ www.sw-lindau.de

BZ-Fotos: SWLi


GESCHÄFTSLEBEN 16. Mai 2020 · BZ Ausgabe KW 20/20

Wenn die richtigen Partner zusammenfinden...

Synergien geschaffen bpm integriert fachplanerisches Know-how des Ingenieurbüros Integral ins eigene Team

„Wenn die richtigen Partner zusammenfinden,

kann Großes entstehen“.

Davon ist man bei der

bpm Gesellschaft für Bauprojektmanagement

mbH überzeugt.

Und das ist Anspruch bei jedem

neuen Projekt, das die Bau-Projektmanager

aus Lindau realisieren.

Mit dem Know-how von bpm

können sich Bauherren sicher

sein, dass ihr Bauprojekt von

der Entwicklung über die Ausführung

bis zur Nachbetreuung

ein Erfolg wird. Ein Versprechen,

dass die bpm auch in Zukunft

halten will. Denn seit kurzem

hat sie auch den Bereich „Fachplanung“

in ihr Geschäftsfeld integriert

und unter einem Dach

zusammengefasst.

Immobilien müssen heutzutage

einer Vielzahl von behördlichen

Anforderungen Rechnung tragen.

Das beinhaltet statische,

brandschutztechnische und bauphysikalische

Vorgaben, aber auch

die Integration eines hohen

Technikanteils in das Objekt.

Das alles muss mit den Architektenplänen

in Einklang gebracht

werden. Gleichzeitig sollte

man von Anfang an die Kosten

genau berechnen, um bei Problemen

frühzeitig agieren zu

können und nicht reagieren zu

müssen. Eine passende Finanzierung

finden, die Terminplanung

im Griff behalten, die

einzelnen Gewerke auf der Baustelle

koordinieren und keine

Abstriche bei der Qualität zulassen:

„Das geht nur mit einer

klaren Struktur und einer frühen

und vorausschauenden

Planung“, weiß Patrick Meier.

Mit seinem Team von zehn

Mitarbeitern bietet er Bauherren

ein breites Leistungsspektrum

und vielfältige Dienstleistungen

an, um ihre Immobilien erfolgreich

auf den Weg zu bringen

und zu realisieren.

„Sich in den Bauherrn hineinzuversetzen

und mit ihm

die beste Idee für sein Grundstück

zu entwickeln, das steht

am Anfang eines jeden Projekts.

Unsere Projektentwickler

legen den größten Wert auf

eine gute Vorbereitung und

eine genaue Grundlagenanalyse,

bevor sie solide und ausgereifte

Pläne vorlegen. Denn

in genau dieser frühen Phase

der Projektentwicklung kann

der größte Einfluss auf die

Kosten genommen werden“, so

Patrick Meier. Je fortgeschrittener

das Bauprojekt, desto

weniger lässt sich der Kostenrahmen

steuern, wenn man

keine Einbußen bei Qualität

und Umfang hinnehmen möchte.

„Wir hoffen nicht auf den Erfolg.

Wir errechnen den Erfolg

einer Immobilie“, versichert

Patrick Meier.

Ein zentrales Geschäftsfeld

im Planungsprozess ist die Fachplanung.

Sie erfolgt in einer

der wichtigsten Phasen der

Projektentwicklung: in der Entwurfsplanung.

Deshalb hat die

bpm die Möglichkeit genutzt,

das Ingenieurbüro Integral zu

übernehmen.

Die Firma Integral wurde

2003 von Peter Fechner gegründet.

Das Ingenieurbüro war in

allen Bereichen der Versorgungsund

Gebäudetechnik von der

Beratung über die Planung bis

zur Bauüberwachung tätig. Das

Team kombinierte die Fachkompetenz

eines Ingenieurbüros

mit soliden, langjährigen

Erfahrungen aus der Handwerkspraxis

und bot seinen Kunden

eine gesamtheitliche Beratung

an. Auf Wunsch konnten sogar

die Vorstellungen und Vorgaben

des Kunden mit den objektspezifischen

Möglichkeiten in

einer Entscheidungsmatrix zusammengefasst

und den einzelnen

Punkten Prioritäten zugeordnet

werden, die die Kunden

während der Planung bei

ihren Entscheidungen unterstützte.

Eine sehr genaue und

praxisbezogene Leistungsbeschreibung

für die einzelnen

Gewerke gab den Kunden von

Integral schließlich eine kostensichere

Planung an die Hand.

Peter Fechner von Integral

und Patrick Meier von bpm

kennen sich schon von verschiedenen

Projekten. Man

schätzt sich und weiß um die

Kompetenzen des anderen. Als

sich im Zuge einer geschäftlichen

Neuorientierung von Peter

Fechner für bpm die Möglichkeit

ergab, von ihm den Bereich

Die bpm von Patrick Meier (li.) verstärkt ihre Kompetenz. Sie übernimmt

die Fachplanung im Bereich Sanitärtechnik, regenerative Wärmeversorgung

und Lüftungstechnik vom Ingenieurbüro Intergal, das Peter

Fechner (re.) gegründet und geführt hat.

BZ-Fotos: bpm; Fechner

„Fachplanung“ zu übernehmen,

waren sich beide Partner

schnell einig: Die bpm hat drei

Mitarbeiter von Integral übernommen

– zwei Fachplanungsexperten

(ausgebildete Ingenieure

mit langjähriger Erfahrung)

sowie eine versierte Projektassistentin.

Sie sind verantwortlich

für die Fachplanung

für Sanitärtechnik, regenerative

Wärmeversorgung

über Solaranlagen, Wärmepumpen

bzw. Lüftungstechnik

mit Wärmerückgewinnung etc.

Im April sind die neuen Kollegen

ins Schloss Moos umgezogen

und arbeiten dort unter

einem Dach mit den Experten

9

von bpm. Im Team entwickeln,

planen und realisieren sie anspruchsvolle

Bauprojekte im

Landkreis Lindau und darüber

hinaus. HGF

bpm Gesellschaft für

Bauprojektmanagement mbH

Schloss Moos

Anheggerstraße 53

88131 Lindau (B)

Telefon: 0 83 82/5 04 93 00

E-Mail: info@b-pm.de

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10 16. Mai 2020 · BZ Ausgabe KW 20/20

WISSENSWERTES

Mit Sahne oder Camembert

Erdbeeren sind ein echtes Superfood und haben jetzt Saison

Knapp die Hälfte (48,5 Prozent)

der Deutschen kann sich eine warme

Jahreszeit ohne knackige, rote

Beeren nicht vorstellen. Besonders

für Frauen (56,4 Prozent) gehören

Erdbeeren zum Sommer dazu,

besagt eine Umfrage der Gesellschaft

für Konsumforschung. Rund

3,4 Kilogramm Erdbeeren verspeisen

die Deutschen pro Kopf in einem

Jahr, damit sind die leckeren

Beeren hierzulande neben Äpfeln

das beliebteste Obst.

„Weltweit gibt es bei Erdbeeren

eine breite Geschmacks-,

Farb- und Größenvielfalt. Ungefähr

tausend verschiedene

Sorten sind derzeit bekannt.

Allen gemeinsam ist, dass sie

gute Vitamin- und Mineralstofflieferanten

sind“, erklärt

Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin

im Nestlé

Ernährungsstudio. Seit 150 Jahren

werden Erdbeeren in

Deutschland angebaut und in

der Regel von Ende April bis

Mitte Juli verkauft. Je nach

Sorte sind sie aber durchaus

noch bis in den September

hinein verfügbar.

Die Erdbeere besteht zwar

zu 90 Prozent aus Wasser. Sie

schmeckt aber alles andere als

wässrig. Verantwortlich dafür

sind die in ihr enthaltenen

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Erdbeeren

BZ-Foto: moonrise - Fotolia/Nestlé

Fruchtsäuren, Aromastoffe und

der Fruchtzucker. „Erdbeeren

liefern darüber hinaus eine

Menge Vitamine und Mineralstoffe,

vor allem Vitamin C“,

sagt Dr. Annette Neubert. Die

empfohlene Tageszufuhr ist

schon mit einer Portion von

etwa 180 Gramm gedeckt. „Vitamin

C, auch Ascorbinsäure

genannt, unterstützt die normale

Funktion des Nervensystems,

des Energiestoffwechsels

und des Immunsystems“, so

die Ernährungswissenschaftlerin

weiter. Zudem schützt es

Zellen vor oxidativem Stress.

Neben dem Vitamin C machen

Kalium, Magnesium und das

B-Vitamin Folsäure die Sommerbeere

zu einem echten Superfood.

Am besten ist es, Erdbeeren

frisch gepflückt vom Feld zu

kaufen oder selbst zu pflücken.

Die Früchte sollten durchgehend

rot, trocken und fest

sein. Gerade bei dieser leicht

verderblichen Frucht ist es besonders

wichtig, auf gute Qualität

zu achten. Aber da können

Liebhaber der leckeren

Früchtchen hierzulande ja aus

den Vollen schöpfen. Es gibt

viele Anbieter auf den Wochenmärkten,

die Hofläden in der

Umgebung und zahlreiche

Selbstvermarkter mit kleinen

Verkaufsständen, wo man qualitativ

beste Erdbeeren erntefrisch

kaufen kann.

Erdbeeren sollten nicht länger

als ein bis zwei Tage kühl

und trocken gelagert werden.

Dafür sind der Kühlschrank

oder ein kühler Keller ideal geeignet.

Lagern die Beeren übereinander

oder bekommen Druckstellen,

werden sie schnell

matschig.

„Erdbeeren bleiben längere

Zeit haltbar, wenn sie ungeputzt

und ungewaschen eingefroren

werden. Nach dem Auftauen

sind sie dann noch schön

fest“, verrät Dr. Annette Neubert.

Werden die Beeren gewaschen,

müssen sie vor dem Einfrieren

gut trocknen. Für unterwegs

lassen sich Erdbeeren in einer

flachen Kunststoffdose transportieren.

Am besten schmecken Erdbeeren

erntefrisch. Pur eignen

sie sich als Dessert mit Joghurt,

Quark und Pudding. Sie schmecken

als Kuchenbelag und – in

Scheiben geschnitten – auf

einem mit Camembert belegten

Brötchen. Mit Sahne lassen

sie sich verfeinern. Raffiniert

schmecken sie mit schwarzem

Pfeffer und Balsamico Essig

oder mit Eisbergsalat. BZ

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Vatertag - Wandertag - Erbseneintopf

Die Lindauer müssen in diesem

Jahr coronabedingt zwar leider

auf ihren Lindauer Wandertag

an Christi Himmelfahrt verzichten,

nicht aber auf ihren

geliebten „Wandertags-Erbseneintopf“!

Der kommt 2020

nicht wie gewohnt aus der

Feldküche vom THW, wie im

Foto. „Aber wir bieten an

diesem Ausnahme-Vatertag

den beliebten Wandertags-

Erbseneintopf mit Lindauer

Schübling an“, sagt Ralf Hörger

vom Kochfest. Egal ob für

Leute, die den Tag zu Hause

verbringen oder für die, die

vielleicht trotzdem wandern

gehen - eben nur in Familie.

„Außerdem gibt‘s bei uns auch

noch Haxe vom oberschwäbischen

Landschwein“, plant

Ralf Hörger und empfiehlt:

„Bestellt Euren Eintopf oder

Haxe bis Dienstag, 19. Mai

2020, bis spätestens 17 Uhr

über info@kochfest-lindau.de

oder per WhatsApp an die

Nummer: 01 73/2 73 40 08

mit Angabe des Namens und

der gewünschten Anzahl Portionen.“

Abholen kann man dann

seinen Eintopf oder die Haxe

am Vatertag - Donnerstag,

21. Mai 2020 - zwischen 11 und

14 Uhr bei Hörgers Kochfest im

Motzacherweg 22 in Lindau.

Bezahlt wird bei Abholung. Auf

dem Parkplatz und im kleinen

Biergarten platzieren Hörgers

Stehtische, an denen man den

Eintopf mit vorgeschriebenem

Abstand zu den übrigen Gästen

auch gern vor Ort genießen

kann. Ein feines Lindauer Bier

oder alkoholfreie Getränke

gibt‘s natürlich auch. Es gilt

Selbstbedienung! „Bitte denkt

an den Abstand und die Maskenpflicht“,

sagt Ralf Hörger und

freut sich schon mit seiner Familie

auf viele hungrige Mäuler,

die sich auch den 2020er „Eintopf

mit Abstand“ schmecken

lassen und den Vatertag genießen

möchten. BZ-Foto: Archiv/WV

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Wir freuen uns auf Sie!

Di. - So. 11:00 - 16:00 Uhr


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ab 18. Mai

ist unser

Biergarten

wieder geöffnet

ab 25. Mai auch innen

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Liebe Gäste,

wir bedanken uns herzlich

für Ihre tolle Unterstützung

in den letzten Wochen.

Ab 20.5. öffnen wir

unseren Biergarten,

ab 27.5. unser Restaurant.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Familie Ziegler und Mitarbeiter

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WISSENSWERTES 16. Mai 2020 · BZ Ausgabe KW 20/20

11

Nachbarn sagen Danke!

Danke sagen die Nachbarn

der Schneehalde

an Ursula und Walter

Gumpelmayr.

Während der Zeit der

coronabedingten Ausgangsbeschränkungen

haben die beiden jeden

Sonntag um 18 Uhr mit

der Drehorgel vor ihrer

Haustüre in der

Schneehalde ein kleines

Drehorgelkonzert

gegeben. Fast alle

Nachbarn haben der

fröhlichen Musik gelauscht

und sich von

den Fenstern, den

Balkonen und auf der

Straße zugewunken.

„Eine wunderschöne

Idee von der Familie

Gumpelmayr, für die

sich die Nachbarn

herzlich bedanken“,

schreibt Ursula Ippen

aus der Schneehalde

an die Lindauer Bürgerzeitung.

BZ-Foto: UI

Berufsinfomesse auf 2021 verschoben

Die aktuelle Corona-Lage und

die damit verbundenen Vorgaben

des Landes lassen der IHK

Schwaben keine andere Wahl:

Die Berufsinfomesse, die am

27. Juni 2020 in Lindenberg

geplant war, wird in diesem Jahr

ausfallen. Der Freistaat Bayern

verbietet Großveranstaltungen

mit mehr als 1.000 Besuchern

bis einschließlich 31.08.2020.

„Zuversichtlich und positiv

schauen wir nach vorne und

haben bereits den Termin für

2021 festgelegt. Die Berufsinfomesse

wird am Samstag, 24.

April 2021, im Schulzentrum

Lindenberg in der Sonnenhalde

stattfinden“, informiert Markus

Anselment, Stv. Hauptgeschäftsführer,

von der IHK Regionalgeschäftsstelle

Lindau. BZ

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Endspurt bis Inbetriebnahme

Bahnhof Reutin erhält 15 Meter lange Personenüberführung

In der Nacht vom 16. auf den 17.

Mai bietet die Bahnhofs-Baustelle

in Reutin ein Highlight. Am Stahlseil

eines Kranes schwebt die Personenüberführung

ein. Sie ermöglicht

künftig den barrierefreien

Zugang zu den Bahnsteigen und

Zügen. Der Bahnverkehr ist dort

in dieser Nacht unterbrochen,

weil auch aufwändige Arbeiten im

Gleisbereich notwendig sind.

EXPERTEN

TIPP

Bis zu 300.000 Haushalte

in Deutschland beschäftigen

in der häuslichen Betreuung

24-Stunden-Kräfte.

Viele von ihnen kommen

aus Polen und Rumänien.

Allerdings arbeiten vermutlich

90 Prozent der Betreuerinnen

schwarz, schätzen

Pflegeexperten. Viele von

ihnen sind Hals über Kopf

abgereist und können

nicht ersetzt werden. Ohne

Arbeitspapiere dürfen sie

nach Angaben der Bundespolizei

nicht mehr einreisen.

Illegale Beschäftigung

rächt sich also auch in der

Coronavirus und häusliche Betreuung

Corona-Krise!

Die legalen Betreuungspersonen,

vermittelt und begleitet durch

die Pflegeagenturen vor Ort,

durften und dürfen weiterhin

ganz legal ein- und ausreisen.

Inzwischen gibt es für diese

Personen in Polen auch keine

Quarantänepflicht mehr.

Können sie bei der Einreise nach

Deutschland diverse Papiere,

Ralf Petzold

Geschäftsinhaber

Landrat Elmar Stegmann ist neuer Vorsitzender

Der Bezirksverband Schwaben

im Bayerischen Landkreistag

hat sich bei seiner Arbeitstagung

in Dillingen a.d. Donau

neu aufgestellt. Der Lindauer

Landrat Elmar Stegmann wurde

einstimmig zum Vorsitzenden

und damit zum Sprecher

der schwäbischen Landräte

gewählt. Elmar Stegmann folgt

damit auf Hubert Hafner aus

Günzburg. Zu Stegmanns Stellvertreter

wurde der Neu-Ulmer

Landrat Thorsten Freudenberger

gewählt.

Elmar Stegmann (CSU) ist seit

dem 1. Mai 2008 Landrat des

Landkreises Lindau (Bodensee).

Das 15 Meter lange Bauwerk

wurde in mehreren Einzelteilen

auf die Baustelle gebracht.

Die Bahn-Bautrupps wollen

bis Pfingsten alle Montagearbeiten

an der Überführung

erledigen.

Anschließend folgt der Ausbau

der Bahnsteige mit Überdachung,

zwei Wetterschutzhäusern,

Aufzügen, Beleuchtung

und Fahrgastinformationsanlagen.

Die DB will den

neuen Bahnhof in Reutin

nach 17 Monaten Bauzeit im

Dezember planmäßig eröffnen,

heißt es in einer Pressemitteilung

der Deutschen Bahn AG.

„Als neuer Fernverkehrsbahnhof

wird er dann die Verkehrsdrehscheibe

für die Züge

aus München und dem Allgäu

nach Österreich und in die

Schweiz darstellen. Die neue

Verkehrsstation liegt verkehrsgünstig

an der Hauptverkehrslinie

in Lindau und fügt sich mit

jedem Bauabschnitt in das

moderne Stadtbild am Berliner

Platz. Mit vier Gleisen auf

jeweils 360 Meter Länge finden

Reisende dort eine neue barrierefreie

Verkehrsstation vor“, betont

Franz Lindemair, Sprecher

DB Großprojekte Bayern.

Anfang Mai stellte die Deutsche

Bahn bereits die Treppenhäuser

mit Aufzugschächten

fertig. Diese stellen die Verbindung

zur eigentlichen Personenüberführung

her.

Im Bereich Reutin führt die

DB auch noch weitere Oberleitungsarbeiten

durch. Dazu werden

als Teil der Elektrifizierung

der Strecke München - Lindau

rund 3,5 km Oberleitungen erneuert.

Zudem nimmt die Deutsche

Bahn im Bahnhofsbereich

Gleisbauarbeiten vor, um Höhenunterschiede

im Gleisbett auszugleichen

und das Ein- und

Aussteigen komfortabel zu gestalten.

BZ

wie fester Arbeitsplatz, Abschluss

einer Corona-Vereinbarung,

A1-Bescheinigung usw.

nachweisen, so gibt es auch in

Deutschland keine Quarantänepflicht.

RP

Pflege Hilfe Plus

Bodensee, Allgäu, Oberschwaben

Mitglied im Bundesverband

häusliche SeniorenBetreuung e.V.

Zum Jägerweiher 20, Neukirch

Tel.: 0 75 28/9 21 81 78

E-Mail: kontakt@pflegehilfeplus.de

@ www.pflegehilfeplus.de

Der 48-jährige Diplom-Verwaltungswissenschaftler

(univ.)

stammt aus Vöhringen (Landkreis

Neu-Ulm) und war von

2002 bis zu seiner Wahl zum

Landrat des Landkreis Lindau

Oberbürgermeister der Großen

Kreisstadt Leutkirch im Allgäu.

BZ


Friedrichshafener Str. 1

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Realschule im Dreiländereck

Staatliche Realschule Lindau

Anmeldung

für Mädchen und Jungen

zum Schuljahr 2020/21

Montag, 18. Mai bis Freitag, 22. Mai 2020

Mo + Di: 8 – 12 Uhr und 13 – 16 Uhr

Mi: 8 – 12 Uhr und 13 – 18 Uhr

Do: - Feiertag -

Fr: 8 – 13 Uhr


12 16. Mai 2020 · BZ Ausgabe KW 20/20

WISSENSWERTES

Die Sänger am See proben auch in Krisenzeiten

Chor Cantilago Mitglieder würden sich über weitere sangesfreudige Verstärkung freuen

Bereits vor über einem Jahr gründete sich

aus dem Wunsch, gemeinsam zu singen,

in der evangelischen Versöhnerkirche in

Zech ein neuer Chor. Anfangs im kleinen

Kreis mit nur sechs Sängern, wuchs die

Anzahl der Teilnehmer schnell an. Heute

hat der Chor über 30 Teilnehmer, angeleitet

von dem Kirchenmusiker Sven Dartsch.

Chor, das bedeutet, gemeinsam zu singen.

Aber wie kann man dies in Zeiten,

in denen man sich nicht versammeln

darf, umsetzen? Dabei gehen Chöre

verschiedene Wege, das Internet macht

es möglich. „Da unsere Sänger in einem

sehr breiten Alterspektrum verteilt

sind, zwischen Mitte 30 und bis

über 70 Jahre, habe ich versucht, einen

Weg zu finden, bei dem alle Generationen

erreicht werden können. Ich

nehme zusammen mit meiner Frau die

einzelnen Stimmen auf. Der Chor bekommt

dann einen Gesamtsatz und

jeweils jeder Sänger seine Stimme, die

leise von den anderen Stimmen begleitet

wird. Die Audio-Dateien verteile ich

über einen eigens eingerichteten Cloud-

TAG UND NACHT

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Dienst. So sind die Sänger nicht von

unterschiedlichen Programmen abhängig

und jeder kann mit seinem bereits

vertrauten Browser agieren“, berichtet

Sven Dartsch.

Sobald sich die aktuelle Situation entspannt,

Versammlungen wieder möglich

sind, wird Cantilago auch wieder

gemeinsam proben. „Die Sänger können

es kaum erwarten, wieder zusammenzutreffen.

Sie haben schon angekündigt,

dass sie während der ersten

Probe das Wiedersehen feiern werden.“

Marionettenoper online

Die Lindauer Marionettenoper ist auch in der

Corona-Krise nicht untätig. Bereits im April

wurde den Zuschauern die Märchenoper

„Hänsel & Gretel“ online zur Verfügung

gestellt – als kleines Schmankerl für schwierige

Zeiten. Nun möchten sich die Spielerinnen

und Spieler ganz herzlich bei allen für

die große Spendenbereitschaft bedanken!

Als weiteres Highlight gibt es bis 22. Mai die

Operette „Im weissen Rössl“ zu sehen, am

besten über den YouTube Kanal der Lindauer

Marionettenoper: https://m.youtube.com/

user/marionettenoper1

„Da wir nicht wissen, wann sich der Vorhang

für unsere Puppen wieder heben darf, sind

wir auf die Unterstützung unseres Publikums

und Spenden angewiesen“, so Bernhard und

Patrick Leismüller. BZ-Foto: Marionettenoper/CF

Vor über einem Jahr gründete sich in der evangelischen Versöhnerkirche in Zech der

Chor Cantilago. Die 30 Mitglieder, die derzeit online proben, freuen sich darauf, sich

hoffentlich bald wieder zu Proben treffen zu dürfen.

BZ-Foto: Cantilago

„Cantilago“ ist ein Kunstwort aus

dem Lateinischen „Cantor“, was Sänger

bedeutet, und dem italienischen „Lago“

für See.

Cantilago probt, sobald es wieder erlaubt

ist, dienstags von 19.30 bis 21 Uhr

im Gemeindehaus der Versöhnerkirche

im Max-Halbe-Weg. „Wir freuen uns

Wir haben für Sie geöffnet:

Mo. – Fr. von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr

Sa. von 10 bis 14 Uhr

Bleiben Sie gesund!

Ihr OptikHaus Strohm Team

auf weitere Sänger, die Lust haben, bei

uns mitzusingen. Unser Repertoire umfasst

Lieder unterschiedlicher Stile, die

wir als gemischter Chor mehrstimmig

erarbeiten“, ist vom Chorleiter weiter

zu erfahren. Interessenten erreichen

ihn unter Tel.: 01 76/34 32 09 16 oder

per E-Mail an: sven.dartsch@elkb.de BZ

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14 16. Mai 2020 · BZ Ausgabe KW 20/20

WISSENSWERTES

Schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb

Asklepios Klinik Lindau Jetzt sind auch längerfristig geplante Operationen und Behandlungen wieder möglich

Die Krankenhäuser in Bayern

dürfen laut der Allgemeinverfügung

vom Bayerischen Staatsministerium

für Gesundheit und

Pflege schrittweise in einen Regelbetrieb

zurückkehren und neben

dringenden, nicht aufschiebbaren

Eingriffen nun auch wieder

Operationen und Behandlungen

durchführen, die längerfristig geplant

wurden. Die Patienten der

Asklepios Klinik Lindau profitieren

damit wieder von der gesamten

Bandbreite des ambulanten

und stationären Behandlungsspektrums.

Durch eine strikte Trennung

der Bereiche zur Versorgung von

Covid-Fällen besteht kein erhöhtes

Ansteckungsrisiko für andere

Patienten.

„Vermehrt ist den Medien zu

entnehmen, dass Patienten Krankheiten

verschleppen und es

deshalb zu einem schlechteren

Verlauf kommt bzw. dies die

Heilung verlängert oder erschwert.

Bei allen Maßnahmen

zur Vorbeugung der Verbreitung

des SARS-CoV-2-Virus

dürfen die Folgen dessen nicht

außer Acht gelassen werden.

In der Asklepios Klinik Lindau dürfen nun auch wieder Operationen und Behandlungen durchgeführt

werden, die bereits längerfristig geplant waren. In den letzten Wochen konnten aufgrund staatlich

verordneter Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Infektionen nur dringende, nicht aufschiebbare Eingriffe

vorgenommen werden. Jetzt kehrt man zum Regelbetrieb zurück.

BZ-Fotos: Asklepios

Wir sind froh, dass wir wieder

planbare Eingriffe durchführen

können und den Bedürfnissen

unser Patientinnen und

Patienten gerecht werden“, so

der Ärztliche Direktor der Asklepios

Klinik Lindau, Dr. med.

Fabian Heuser.

Die Asklepios Klinik Lindau

bietet damit im Einklang mit

den Vorgaben des Bayerischen

Gesundheitsministeriums ihr

gesamtes Behandlungsspektrum

an und setzt dabei neben High-

Tech Medizin auch weiterhin

auf patientenorientiertes Handeln.

Auch Sprechstundentermine

können wieder regulär

vereinbart werden.

Ungeachtet der schrittweisen

Rückkehr zum Normalbetrieb

ist das Lindauer Krankenhaus

auch weiterhin gut auf die Versorgung

von Covid-19 Patienten

vorbereitet. Es mussten bisher

nur vereinzelte Covid-19

Patienten versorgt werden. Für

einen möglichen Wiederanstieg

von Corona-Fällen ist die

Klinik gewappnet. Die Zahl der

Beatmungsplätze auf der Intensivstation

kann im Bedarfsfall

erhöht werden und die

Kapazitäten für die Versorgung

von Covid-Patienten werden

auch weiterhin vorgehalten. Die

Behandlung erfolgt auf einer

eigens dafür abgetrennten Station

und im Bedarfsfall auf der

Intensivstation.

„Höchste Priorität hat der

Schutz unserer Patienten, Besucher

und Beschäftigten. Diesem

Anspruch werden wir mit

Hilfe des bestehenden und stetig

auf die neue Lage angepassten

Hygienekonzepts gerecht.

Es ist eine außergewöhnliche

Zeit, in der wir auf die Expertise

und Erfahrung unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

setzen und vertrauen können.

Dank unserer erfahrenen Teams

sind wir bestmöglich auf die

sich stetig verändernde Situation

vorbereitet. Wir sind voll

und ganz für die medizinischen

Belange der Menschen vor Ort

da und werfen alles in den

Ring, was wir an Know-how,

Erfahrung und Einsatz aufbringen

können,“ betont Geschäftsführer

Boris Ebenthal.

Die Asklepios Klinik Lindau

stellt mit den Abteilungen Allgemein-

und Viszeral-Chirurgie

mit Urologie, Orthopädie

und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenerkrankungen,

Innere Medizin

mit Akutgeriatrie, Gynäkologie

und Geburtshilfe, Intensivmedizin

sowie einer Belegabteilung

für Hals-Nasen-

Ohrenheilkunde die wohnortnahe

Krankenhausversorgung

für die Bevölkerung des Landkreis

Lindau sicher. Jährlich

behandelt die Klinik rund

17.000 Patienten. BZ

Asklepios Klinik Lindau

Friedrichshafener Str. 82

88131 Lindau (B)

Tel.: 0 83 82/27 60

E-Mail: info@asklepios.com

@ www.asklepios.com/lindau

Auch wenn man in der Asklepios Klinik schrittweise zum Normalbetrieb

zurückkehrt und geplante OPs und Spezialsprechstunden wieder durchführt

und Patientenbesuche möglich macht, bleibt das Krankenhaus

weiterhin gut auf die Versorgung von Covid-19 Patienten vorbereitet.

Optik

Spezialist für scharfes

Sehen

Ludwig-Kick-Str. / Ecke ZUP - eigener Kundenparkplatz

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Unterstützung für

Lindauer Tafel

Die Corona Pandemie hat dazu

geführt, dass auch viele Tafeln

in Deutschland aus Sicherheitsgründen

ihre Läden schließen

mussten. Die Situation vieler

Bedürftiger, die auf den günstigen

Einkauf von Lebensmitteln

angewiesen sind, hat sich so

nochmals dramatisch verschlechtert.

Auch die von der Caritas

betriebene Lindauer Tafel ist

seit dem 17. März wegen des

erhöhten Ansteckungsrisikos

für die ehrenamtlichen Helfer

geschlossen, da doch viele

Ehrenamtliche der Risikogruppe

65+ angehören.

Glücklicherweise ist es aber

den Mitarbeitern der Lindauer

Tafel gelungen, mit den drei

hauptamtlichen Mitarbeitern

und einem kleinen Team

ehrenamtlicher Helfer eine

Notversorgung zu organisieren.

Einmal pro Woche werden nun

Lebensmittelpakete an Bedürftige

ausgegeben. Um dieses

Angebot in der aktuellen Krise

aufrechterhalten zu können, ist

die Tafel dringend auf Spenden

angewiesen.

Als die Clubleitung des Lions

Clubs Lindau von den Problemen

der Tafel erfuhr, richtete

sie umgehend einen Spendenaufruf

an ihre Mitglieder und

konnte bereits nach wenigen

Tagen eine Sofortspende in

Höhe von 4.000 Euro an die

Tafel überweisen. Zudem wurde

die Spende des örtlichen Lions

Clubs noch vom deutschen

Dachverband der Lions um weitere

1.000 Euro aufgestockt,

sodass Dr. Achim Mellinghoff

als Vertreter der Clubleitung

ein symbolisches Lebensmittelpaket

im Wert von 5.000 Euro

an Harald Thomas, den Chef

der Lindauer Tafel, übergeben

konnte. Der Lions Club Lindau

gehört bereits seit vielen

Jahren zu den Unterstützern

der Lindauer Tafel und hatte

erst vor wenigen Wochen einen

größeren Geldbetrag aus dem

Adventskalenderverkauf an die

Tafel übergeben. BZ-Foto: LCL


SERVICE 16. Mai 2020 • BZ Ausgabe KW 20/20

15

FAMILIENNACHRICHTEN

GEBURTEN

20.03.2020: Jose Daniel Ozoria

Ureña, Jazmín Ureña Álvarez und

Jose Alejandro Ozoria Robles,

Lindenberg i. A.

06.04.2020: Emil Vincent Max

Bernecker, Anette Bernecker, geb.

Schwarz und Roland Bernecker,

Wangen i. A.

07.04.2020: Eva Sassi,

Maria Loacker und Benjamin Sassi,

Hohenems, Österreich

STERBEFÄLLE

17.04.2020: Theresia Lachetta,

geb. Wildmoser, Lindau (B)

19.04.2020: Sigrid Ingeborg

Frieda Ganshorn, geb. Härtel,

Lindau (B)

20.04. – 03.05.2020

09.04.2020: Leo Charlie Lisson,

Anja Theresa Hüttel und

Daniel Dieter Lisson, Lindau (B)

10.04.2020: Fineas Ivaniuc,

Simona-Daniela Ivaniuc,

geb. Cortuşan und

Lucian-Emanuel Ivaniuc, Lindau (B)

19.04.2020: Hanna Schirmer,

Katharina Schirmer, geb. Rehm

und Alessandro Schirmer,

Hergensweiler

23.04.2020: Thomas Johann Merz,

Lindau (B)

26.04.2020: Ilse Ursula Werab,

Lindau (B)

27.04.2020: Alfred Ludwig Schmid

Lindau (B)

Neuer Online-Service

Energieberatung Vor-Ort-Checks wieder möglich

Das Energie- und Umweltzentrum

Allgäu (eza!) und die Verbraucherzentrale

Bayern bauen ihr gemeinsames

Energieberatungsangebot

wieder aus, nachdem die Corona-

Schutzmaßnahmen auch hier für

Einschränkungen gesorgt hatten.

Nach mehrwöchiger Pause sind

nun wieder Energie-Checks in

Form von Vor-Ort-Beratungen möglich.

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Die Energie-Checks erfolgen

nach Absprache mit dem Ratsuchenden

und unter Einhaltung

sämtlicher Schutzvorkehrungen.

Angeboten werden

sechs verschiedene Energie-

Checks, bei denen der Energieberater

auf Wunsch zum Kunden

kommt und nach seiner

Analyse Tipps gibt, wie Strom

und Heizenergie eingespart

oder erneuerbare Energien genutzt

werden können.

Gleichzeitig startet ein neuer

Service: Ab sofort bieten „eza!“

und Verbraucherzentrale Online-Beratungen

via Videokonferenz

an. Nach Terminabsprache

beantworten Energieberater

am Bildschirm die Fragen von

angehenden Bauherren oder

Hausbesitzern zum energieeffizienten

Bauen und Sanieren

oder zum Einsatz erneuerbarer

Energien (telef. Terminvereinbarung:

08 31/9 60 28 60).

Die persönliche Energieberatung

im „eza!-Haus“ und in

den Außenstellen ruht weiterhin.

Als zusätzliche Alternative

werden telefonische Energieberatungen

angeboten (Terminvereinbarung:

08 31/9 60 28 60).

BZ

„Wir denken an Euch!“

Die Junioren der Spielvereinigung

(SpVgg) haben folgende

Aktion gestartet:

Unter dem Motto „Wir denken

an Euch!“ haben vor allem die

kleineren Spieler/-innen Bilder

gemalt, die als Gruß an Seniorenheime

in Lindau verteilt

wurden.

Es waren ca. 30 Bilder, die alle

farbig kopiert wurden, so dass

jedes Seniorenheim in Lindau

einen kompletten Bilder-Satz

erhalten hat (beispielhaft auf

Verlag: Lindauer Bürgerzeitung

Verlags-GmbH & Co. KG

Herbergsweg 4, 88131 Lindau (B)

www.bz-lindau.de

Geschäftsführung (V.i.S.d.P.):

Hans-Jörg Apfelbacher (APF)

Oliver Eschbaumer (OE)

E-Mail: verlag@bz-lindau.de

Telefon: 0 83 82 /5 04 10-41

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

LINDAUER

Bürgerzeitung

Verantwortlich für die Seiten 1 und

Amtsblatt der Stadt Lindau (B):

Presseamt Stadt Lindau (B)

Jürgen Widmer (JW),

Patricia Herpich (PAT), Birgit Russ (BR),

ausgenommen „Ansichten“ u. Inhaltsverz.

Anzeigen:

Hermann J. Kreitmeir

E-Mail: hk-lindau@t-online.de

Telefon: 0 83 82 / 2 33-30, Fax: -14

Mobil: 01 71-5 46 04 58

Gisela Hentrich

E-Mail: giselahentrich@gmx.de

Telefon: 0 83 82 / 7 50 90-37, Fax: -38

Mobil: 01 62-2 39 52 37

Bleicheweg 13 88131 Lindau (B) www.bestattungen-schwitzer.de

bestattungsinstitut-schwitzer@web.de TAG & NACHT 0 83 82 97 52 40

dem Foto oben: Marian Dlugosch

(li.) und Josef Wiedemann

(re.) von der SpVgg bei

der Übergabe an den stellv.

Leiter des Evangelischen Heilig-

Geist-Hospitals auf der Insel,

Peter Murgowski).

Die Junioren wollten mit dieser

Aktion zeigen, dass sie in

dieser schwierigen Zeit nicht

nur an ihre eigenen Großeltern

denken, sondern an alle Senioren

in Lindau.

BZ-Foto: SpVgg

Anzeigenservice:

E-Mail: anzeigen@bz-lindau.de

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

Redaktion:

Heike Grützmann-Förste (HGF)

E-Mail: redaktion@bz-lindau.de

Telefon: 0 83 82 /5 04 10-42

Telefax: 0 83 82 /5 04 10-49

Hans-Jörg Apfelbacher (APF)

Herstellung: Druckhaus Ulm Oberschwaben

Siemensstraße 10, 89079 Ulm

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 22

vom 01.03.2020. Es gelten die allgemeinen

Geschäfts bedingungen des Verlages.

Auflage: 16.500 Exemplare

Erscheinungsweise: 14-täglich samstags

Bezug in Lindau/B:

Kostenlos an alle Haushalte

Bezug in PLZ-Region 88:

Abonnement 29,90 e/Jahr

Bezug deutschlandweit:

Abonnement 50,– e/Jahr

Impressum

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GRABMALE

Heribert Lau

Steinmetzmeister

Hundweilerstraße 16

88131 Lindau (B)

Telefon (08382) 6894

Telefax (08382) 26870

lau.martin@web.de

AUSSTELLUNG

beim Friedhof

Lindau-Aeschach

Rennerle 14

Beratung und Verkauf

Mittwoch und Freitag

von 14 bis 18 Uhr

und nach Vereinbarung

APOTHEKEN

Vorwahl Lindau: 0 83 82 /...

Sa., 16. Mai 2020:

Insel-Apotheke, Zeppelinstr. 1,

Insel, Tel.: 0 83 82 /44 41

So., 17. Mai 2020:

Löwen-Apotheke, Friedrichshafener

Str. 1,

Aeschach, Tel.: 0 83 82 /59 51

Mo., 18. Mai 2020:

Montfort-Apotheke,

Marktplatz 12, Langenargen,

Tel.: 0 75 43/23 57

Di., 19. Mai 2020:

Jakobus-Apotheke, Seehalde 5,

Nonnenhorn, Tel.: 0 83 82 /84 51

Mi., 20. Mai 2020:

Steig-Apotheke, Schulstr. 34,

Reutin, Tel.: 0 83 82 /7 39 62

Do., 21. Mai 2020:

See-Apotheke, Untere Steig 2,

Bodolz-Enzisweiler im Einkaufszentrum,

Tel.: 0 83 82 /2 68 66

Fr., 22. Mai 2020:

Hirsch-Apotheke, Cramergasse 17,

Insel, Tel.: 0 83 82 /58 14

Sa., 23. Mai 2020:

St.-Georgs-Apotheke,

Bahnhofstr. 7, Wasserburg,

Tel.: 0 83 82 /88 76 50

So., 24. Mai 2020:

Christophorus-Apotheke,

Hauptstr. 9, Sigmarszell,

Tel.: 0 83 89/9 81 12

Mo., 25. Mai 2020:

Rosen-Apotheke, Friedrichshafener

Str. 2A,

Aeschach, Tel.: 0 83 82 /2 21 21

Di., 26. Mai 2020:

Sonnen-Apotheke, Hauptstr. 48,

Kressbronn, Tel.: 0 75 43/5 49 83

Mi., 27. Mai 2020:

Bahnhof-Apotheke, Bregenzer Str.

51, Lindau, Tel. 0 83 82 /58 21

Do., 28. Mai 2020:

Möven-Apotheke, Hemigkofener

Str. 10, Kressbronn,

Tel.: 0 75 43/86 41

Fr., 29. Mai 2020:

Insel-Apotheke, Zeppelinstr. 1,

Insel, Tel.: 0 83 82 /44 41

IM NOTFALL

Rettungsdienst 112

Notaufnahme

KASSENÄRZTL.

BEREITSCHAFT

Kassenärztl. Bereitschaftspraxis

Friedrichshafener Str. 80A (Li)

Auskunft unter Tel.: 116 117

Mi., Fr.: 16-21 Uhr,

Sa., So., Feiertage: 9-21 Uhr

ZAHNÄRZTL.

BEREITSCHAFT

An Wochenenden und

Feiertagen im unteren Kreis

Lindau: 01 80/5 05 99 91

Sie werden automatisch mit dem

diensthabenden Zahnarzt verbunden.

(Gesprächsgebühren 14 Cent aus dem

Festnetz, aus Mobilfunk netzen können abweichende

Kosten entstehen.)

Praxiszeiten: 10-12/18-19 Uhr.

Liste im Internet:

www.zahnaerzte-lindau.de


· GEWINNSPIEL

16 16. Mai 2020 · BZ Ausgabe KW 20/20

WISSENSWERTES

·

GEWINNSPIEL

LINDAUER

· GEWINNSPIEL

Welches Phänomen steckt dahinter?

Weiße Steine am See sind ein echtes Naturschauspiel

Naturerlebnis und Weingenuss beim Picknick

Momentan darf man ja leider

noch nicht wieder den guten

Wein vom Bodensee in feuchtfröhlicher

und geselliger

Runde direkt im Rädle oder in

der Vinothek beim Erzeuger

genießen. Weinliebhaber,

die gern mal zu Hause raus

möchten und nichts dagegen

haben, ein Naturerlebnis mit

kulinarischem Genuss zu krönen,

für die hat das Weingut

Haug – naja, das Picknick

nicht neu erfunden – aber ein

verlockendes neues Angebot

für ein Picknick entwickelt:

„Lasst Euch von uns verwöhnen

und genießt bei einem

Picknick die Natur, unseren

guten Wein und regionale

Leckereien. Der gemietete

Rucksack, den wir für Euch

packen, beinhaltet Geschirr,

Gläser, Besteck, Decke, Essen

und Wein für Euch“, erklären

Janine und Claudius Haug ihre

Idee. Und verraten auch gleich

noch ihre Lieblingsplätze für

ein Picknick – alle in nur zehn

Minuten vom Weingut in

Schönau aus zu erreichen:

Entenberg, Hoyerberg und

Ringoldsberg.

Man kann zwischen drei

verschiedenen Picknick-

Angeboten wählen: Klassisch,
















www.lindinger-immobilien.de

Vegetarisch, Family.

Überall sind Brot, eine Käseauswahl,

Gemüse der Saison,

Wasser und natürlich Wein

vom Weingut Haug dabei.

Je nach Wahl wird der Picknickrucksack

außerdem mit Wurst,

Tomatenbutter, Antipasti,

Couscoussalat, Obst, Nachtisch

und Apfelsaft komplettiert.

Abholen kann man den fertig

gepackten Picknickrucksack

donnerstags und freitags

zwischen 16 und 19 Uhr,

samstags von 9 bis 12 Uhr und

sonntags von 10 bis 11 Uhr.

Bestellung bitte mindestens

einen Tag vor Abholung per

E-Mail: info@weingut-haug.de

oder Telefon: 0 83 82/54 66

Rückgabe des Rucksacks im

Weingut bis spätestens am

Folgetag 9 Uhr. BZ-Foto: Hari Pulko

Die BZ verlost mit freundlicher

Unterstützung des Weingutes

Haug zwei gefüllte Picknickrucksäcke

für je zwei Personen,

die sich gern die edlen Tröpfchen

vom Bodensee und regionale

Leckereien schmecken

lassen wollen. Wer am Gewinnspiel

teilnehmen möchte, schreibt

bitte unter dem Betreff „Picknick“

bis spätestens 23. Mai 2020

eine E-Mail an:

redaktion@bz-lindau.de

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Gebietsbetreuerin Isolde Miller war den weiß leuchtenden Steinen am Seeufer auf der Spur.

Bei dem niedrigen Wasserstand

ist es vielleicht manchem aufgefallen,

dass die Steine am Ufer des

Bodensees richtig weiß leuchten.

Gebietsbetreuerin Isolde Miller

vom Bund Naturschutz wollte das

Phänomen ergründen. Kompetenter

Ansprechpartner war dabei die

internationale Gewässerschutzkommission

für den Bodensee (IGKB).

Isolde Miller war aufgefallen,

dass die trockengefallenen Steinen

am Bodensee weiß leuchten.

Die Steine im Übergangsbereich

aber sind von einer dicken,

schmierigen, bräunlichen

Schicht belegt. Im tieferen Wasser

sind die bräunlichen Überzüge

fadenbüschelartig und länger.

Deshalb fragte sie bei der

Wir kaufen Wohnmobile

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Tel.: 03944-36160

www.wm-aw.de Fa.

Dank der Hilfe des Instituts für Seenforschung (ISF) in Langenargen

kann sie das Phänomen, wie hier in Nonnenhorn, erklären. BZ-Fotos: Miller

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Lindau

83/

www.unterberger.cc

IGKB nach. „Die Antwort von

dort ließ nicht lange auf sich

warten und brachte wieder die

Zusammenhänge, die in der

Natur herrschen, ans Licht“,

schreibt Isolde Miller an die BZ.

Frau Dr. Teiber-Siessegger vom

Institut für Seenforschung (ISF)

in Langenargen hat sich die

Steine vor Ort angeschaut und

ein paar Steine im Labor genauer

begutachtet. Sie kam zu

folgenden Ergebnissen, die wir

weitgehend zitieren:

Die bräunlichen Überzüge bestehen

überwiegend aus Kieselalgen,

die teilweise Ketten bilden

(Diatoma) oder mit Schleimstielen

am Untergrund festgeheftet

sind (Gomphonema),

dazwischen wuselt es von Cryptomonaden,

vereinzelt sind Blaualgenfäden

vorhanden – ein

echtes kleines Biotop. Dazwischen

hängen noch jede Menge

Pollen, da es ja derzeit überall

blüht. Mit zurückgehendem Wasser

„verbacken“ die bräunlichen

Kieselalgenbüschel mit Detritus

(grob erklärt: organisches Material)

und Sandpartikeln, so dass

diese schmierige Schicht entsteht.

Wenn dann das Ganze

trocken fällt, dann findet man

auf den Steinen ganz viele, kleine

Nadeln aus Silikat (nämlich

die Überreste der Kieselalgen),

dazwischen auch kleine Kalkablagerungen.

Sicherlich kam es

in den letzten Wochen bei dem

schönen Wetter auch zu biogener

Entkalkung. Diese trat ein,

weil es im Wasser am Ufer warm

war, die Sonne schien und die

Photosynthese der Kieselalgen

auf Hochtouren lief. Dadurch

kann es zu Kalkausfällungen

kommen. Im polarisierten Licht

sieht man zumindest viele

mineralische Bestandteile zwischen

den Kieselalgen. Der weiße

Überzug ist also eine Kombi aus

vielen, vielen kleinen Silikatnadeln

(nichts anderes sind die

Kieselalgenschalen) mit dazwischen

befindlichen mineralischen

Bestandteilen, die vermutlich

überwiegend biogen

erzeugt wurden. Durch entsprechende

Lichtbrechung sieht

das Ganze schneeweiß aus.

Die Bilder aus dem Labor, die

das Seenforschungsinstitut an

die Gebietsbetreuerin übermittelt

hat, zeigen die Vielfältigkeit

der Ursache für die weißen Steine

am Bodensee. „So sind es der

niedrige Wasserstand im Frühjahr,

das Wachstum der Algen

und auch das schöne Wetter,

die die Pflanzen zum Wachstum

anregen“, fasst Isolde Miller

zusammen.

Sie bedankt sich für die ausführliche

Auskunft und die Ergebnisse

aus dem Labor. Wer

mehr über die IGKB erfahren

will, kann sich auf der Internetseite

www.igkb.org informieren.

Bei weiteren fachlichen

Fragen zu dem Phänomen kann

Frau Dr. Teiber-Siessegger vom

Institut für Seeforschung Auskunft

geben.

HGF

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