2020-05-17 Bayreuther Sonntagszeitung

inbayreuth

Bayreuther Sonntagszeitung

Ratgeber Gesundheit 17. Mai 2020 7

Dr.Pflaum:

Sprechstunde am Sonntag

Radiologische Diagnostik bei COVID-19

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Die Corona-Pandemie hält die

Welt im wahrsten Sinne des

Wortes in Atem bzw. kann weltweit

unter anderem das Atmen

auch schwermachen.

BeiSymptomen,dieaufeine

Lungenerkrankung hinweisen,

sollten Sie sich zunächstandie

bekannten Anlaufstellen wenden.

Der primäre Test für die

DiagnoseeinerCorona-Erkrankung

ist ein labormedizinischer

Test, bei dem ein Abstrich aus

der Schleimhaut des Nasen-

Mund-Rachenraums analysiert

wird, um den Verursacher, das

Corona-Virus SARS-CoV-2

nachzuweisen.

Sollte dann eine Untersuchung

notwendig sein, weil

beispielsweise ein Kontakt mit

Coronaerkrankten vorgelegen

hat, dann gilt stets das Prinzip:

So wenig Kontakte wie möglich.

Bitte weisen Sie uns bei Terminvergabe

bereits darauf hin.

Sie werden am Praxiseingang

dann von einer Mitarbeiterin

abgeholt, die sich entsprechend

schützt und das Weitere organisiert.

Eine Röntgenuntersuchung

des Thorax (Brustkorbs) kann

die ersten Hinweise auf eine

Infektion liefern.

Durch die Schnittbilddiagnostik

kann dann das

Ausmaß im Detail dargestellt

werden. Wir haben an unseremComputertomographen(CT)

die Möglichkeit, durch neuartige

Filtertechniken eine besonders

dosissparende Aufnahme

in Hochauflösung und ohne

Kontrastmittel durchzuführen

(HRCT mit Zinnfilter). Die Strahlendosis

entspricht anunserem

neuen CT annähernd der einer

Röntgenuntersuchung, das Ergebnisist

jedoch wesentlich aussagekräftiger.

Diese Untersuchungstechnik

kann bei einer Virusinfektion

hilfreich sein, insbesondere zur

Einschätzung des Schweregrades

der Erkrankung bzw. zur Verlaufskontrolle

in schwerenFällen.

Eventuelle Begleiterkrankungen

im Bereich des Brustkorbes, die

insbesondere inder vielzitierten

„Risikogruppe“ den Verlauf der

Viruserkrankung mit beeinflussen,

können dabei mit diagnostiziert

werden.

In den beispielhaften Aufnahmen

sind typische Zeichen

einer Viruserkrankung im CT

eindrucksvoll zu sehen: sog.

Milchglastrübungen, d.h. flaue

Verschattungen im Lungengewebe

als helle flächige Veränderungen,

die sich meistens

in beiden Lungenflügeln darstellen

und am Rand befinden.

Im späteren Verlauf kann sich

ein pflastersteinartiges Muster

entwickeln. DieseVeränderung

weist auf eine Virusinfektion

hin, ist jedoch nicht spezifisch

für Corona-Viren, sondern kann

auch bei anderen virusbedingten

Lungenentzündungen vorliegen.

Abschließend unser Hinweis,

dass die Brustkrebsfrüherkennung

(Mammographie-Screening)

nach

mehrwöchiger Unterbrechung

wieder aufgenommen wurde.

Die übrige radiologische Versorgung

stehtwie gewohntzur

Verfügung. Entsprechend der

allgemeinen Anforderungen an

die Hygiene haben wir unsere

Abläufe angepasst, um eine

Josef Liebisch, Facharzt für

Radiologie

Friedrich-Ebert-Straße 21

95448 Bayreuth

Telefon0921/7877780

www.radiologie-bayreuth.de

Gefährdung von Personal und

Patientenzuvermeiden.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Praxisteam im Dürerhof

Behandlungen trotzCorona nichtaufschieben

Im AugenOperationsCentrum Bayreuth läuftder Betrieb auch während Corona unterstrengstenSchutzmaßnahmen

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Viele Menschen scheuen derzeit den Gang zum

Arzt. Aber wenn es um das eigene Augenlicht geht,

fällt die Entscheidung schwer, einen Termin zu verschieben.

Dr.med. RegineKrehn erklärt,mit welchen

Augenerkrankungenein Besuch absolut notwendig

ist.

Die altersabhängige Makuladegeneration

(AMD) betrifft vor allem Menschen im Seniorenalter.

Damit gehören viele AMD-Patienten

zu der Gruppe von Menschen, die sich

aufgrund möglicher schwerwiegender Verläufe

der durch das Coronavirus verursachten

Lungenerkrankung Covid-19 besonders gut vor

einer Infektion schützen sollten.

Augenärztin Dr. med. Regine Krehn sagt dazu:

„Unabhängig von Corona führen wir bereits seit

vielen Jahren ein strenges Hygienekonzept und

entwickeln dieses mit unserem hochqualifizierten

Personal sowie externen Experten stetig weiter.Unsere

Einrichtung istdeshalb auchnach DIN EN ISO

9001 und MAAS-BGW zertifiziert und wird injährlichen

Überwachungsaudits überprüft. Zum Schutz

unserer Patienten und unserer Mitarbeiter haben

wir die Schutzmaßnahmen entsprechend der Empfehlungen

unserer Berufsverbände angepasst. UnserPersonalerkundigtsichbeijedemPatientennach

seinem Gesundheitszustand.Bei Besuchen unserer

Räumlichkeiten ist das Tragen eines Mund-Nasen-

Schutzes Pflicht. Desinfektionsmittel stehen für unsere

Patientinnen und Patienten inausreichender

Menge zur Verfügung sowie bildliche Anleitungen

überdie korrekte Anwendung.Aufgrundder Ansteckungsgefahr

achten wir aktuell gezielt auf die EinhaltungderSicherheitsabstände.ÜberflüssigeStühle

haben wir vorübergehend aus den Praxisräumen

entfernt. Begleitpersonen werden gebeten, draußen

zu warten. Unser Personal ist mit FFP2 und FFP3

Schutzmaskenausgerüstetund wirdander Anmeldung

durch Plexiglas geschützt. Untersuchungsgeräte,

Sitze, Türklinken, Anmeldung etc. werden

nach jedem Patientenkontaktwischdesinfiziert.Das

gleiche Hygienekonzept kommt auch an unseren

beiden anderen Standorten in Bayreuth und Pegnitz

zum Einsatz.“

Für den Erhalt Ihres Sehvermögens ist eswichtig,den

Therapieplan bei zum Beispiel feuchterAMD

(fAMD), diabetischem Makulaödem (DMÖ) oder

Makulaödemen nach Gefäßverschlüssen einzuhalten.

Ausdiesem Grundempfiehlt dieDeutsche Ophthalmologische

Gesellschaft (DOG), die Termine

der Spritzenbehandlungen (IVOM) wahrzunehmen.

Wenn bei Ihnen in den nächsten Wochen Injektionstermine

geplant sind, setzen Sie sich vorher mit

Ihrem Augenarzt in Verbindung, ob die Injektion wie

geplantstattfindet.

„Wir können unseren Patientinnen und Patienten

einen sicheren Verlauf ihrer notwendigen

Behandlung in unseren Räumlichkeiten

SchonvorderCorona-PandemiewurdeimAugenCentrumBayreuthnach

einem strengen Hygienekonzeptgearbeitet.

Foto: red

garantieren und empfehlen, im Zweifel

Rücksprache mit uns zu halten.

Kein Patient sollte aus Angst vor

Corona wichtige Behandlungen

nicht wahrnehmen, da die möglichen

Schäden am Auge unumkehrbar

sind.Auch beiakutenBeschwerden

wie bei Schmerzen oder einer

Sehverschlechterung können,

sollen, ja müssen Patienten zum

Augenarzt gehen“, betont Frau Dr.

Krehn.

WeitereInformationen

Augenärztin

Dr.med. Regine Krehn

zu AMD und anderen Augenkrankheiten finden Sie auf

unserer Website: www.augencentrum-bayreuth.de

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