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Nr. 4 / 2020

KRAFTVOLLES PINK | VITALPILZE | NATÜRLICHE EISENQUELLE | STUMPFE VERLETZUNGEN | HOMÖOPATHIE BEI ÜBERGEWICHT | KRAFTSPENDER HAFERFLOCKEN | VENENBESCHWERDEN | POSITIV, NEGATIV, INTERESSANT: AUSWIRKUNGEN DES CORONA-VIRUS | HOMÖOPATHISCHER ZECKENSCHUTZ | RHEUMA UND GELENKSCHMERZEN | FÜR STARKE NERVEN | DARMENTGIFTUNG | AROMATHERAPIE, ÄTHERISCHE ÖLE | SCHONZEIT FÜR HAUT UND HAAR | KOMFORTSCHUHE | ROTBUCHE | FRISCHE SOMMERPFLEGE | RAUCHSTOPP | TÄGLICHER UV-SCHUTZ | MUSKELKRÄMPFE ERKENNEN UND BEHEBEN | ERNÄHRUNGS- UND STOFFWECHSELTHERAPIE | TRÄNEN – STARKER AUSDRUCK | SCHÜSSLER SALZE IM SPORT | WAS DIE SICHT TRÜBEN KANN | TROCKENE AUGEN – WAS HILFT? | UV-DESINFEKTION | DER HORMONISCHE MANN | INHALIERHILFE FÜR KLEINKINDER | GEDULD BEI DER NARBENPFLEGE | REFORMHAUS-PODCAST | FARBE MANIPULIERT DEN GESCHMACK | GLASTRINKFLASCHEN | PUTZEN MIT RÜCKSICHT AUF DIE UMWELT | FAHRDIENST DES ROTEN KREUZES | GEISTIG FIT – IN JEDEM ALTER | VON CORONA LERNEN | IM TEAM ODER ALLEINE? | WORTWEISE | IDEALE ZWISCHENVERPFLEGUNG | MIKRONÄHRSTOFFE | VERDAUUNGSSTÖRUNGEN

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Nr. 4 Juni/Juli 2020

92. Jahrgang

PINK

PINK

PINK


Vitalpilze:

Faszinierende Organismen mit

viel Potential für Ihre Gesundheit

Regelmässige Qualitätsprüfung durch Benjamin Hawlik.

Neben den Pflanzen und Tieren

bilden Pilze ein eigenes Reich mit

geschätzten fünf Millionen Arten,

von denen die meisten noch unerforscht

sind. Unter anderem stellen

Pilze auch das älteste und grösste

bekannte Lebewesen auf unserem

Planeten: Einen Dunklen Hallimasch,

der sich unterirdisch über

eine Fläche von neun Qua-dratkilometern

erstreckt und ein Gewicht

von 600 Tonnen bei einem

geschätzten Alter von 2500 Jahren

hat.

Pilze spielen eine zentrale Rolle in

der Natur, indem sie das Alte, Abgestorbene

abbauen und gleichzeitig

neue, wertvolle und einzigartige

Nährstoffe produzieren. Sie

versorgen vor allem Pflanzen mit lebensnotwendigen

Nährstoffen, aber

auch Tiere und Menschen. Sie sind

wesentlich an den Erneuerungsprozessen

in der Natur beteiligt. Sie

nähren die Laubbäume im Winter

und sind massgeblich an der Kommunikation

der Pflanzen untereinander

beteiligt. Pilze haben grundlegende

Funktionen im Ökosystem.

Allen Pilzen gemeinsam sind ihre

hochspezifischen und vielfältigen

Überlebensstrategien. Sie bilden

effektive antibakterielle, antivirale

und antimykotische Substanzen

aus, die sie gegen dieselben

Erreger schützen, die auch uns

Menschen und Tiere befallen. Ein

Beispiel dafür ist das Antibiotikum

Penicillin. Pilze sind wahre Füllhör-

ner an wertvollen und gesundheitsfördernden

Inhaltsstoffen.

Anwendung von Vitalpilzen

So geht die Geschichte der Mykotherapie,

der Kunst, die Gesundheit

durch bewussten Einsatz von

bestimmten Pilzen zu unterstützen,

rund 4000 Jahre zurück. Bereits

der legendäre «Ötzi» trug vor

5300 Jahren einen Birkenporling

als Laxans und Anti-Wurmmittel

gegen seine Darmparasiten, sowie

einen Zunderschwamm zur

Blutungsstillung bei Verletzungen

bei sich. Die Benediktinermönche

im Mittelalter nutzten das Wissen

um Extraktionsverfahren, Dosierung

und Einnahmezeiten von

bestimmten Pilzen. Sie wussten,

dass man mit den durch Extraktion

gewonnenen gesundheitsfördernden

Inhaltsstoffen der Pilze die

Lebensqualität der Menschen oft

tiefgreifend verbessern kann. Dieses

Wissen ist im Verlaufe der Industrialisierung

und mit dem Aufkommen

der Schulmedizin in

Europa jedoch weitgehend verloren

gegangen. In der Traditionellen

Chinesischen Medizin (TCM) hingegen

wurde dieses Wissen über

die letzten Jahrhunderte detailliert

überliefert und steht uns auch heute

noch zur Verfügung.

Fazit

Die vielseitigen Inhaltsstoffe der Pilze

sind äusserst komplex und wegen

ihrer grossen Zahl bis heute wissenschaftlich

erst ansatzweise erforscht,

obwohl es bereits unzählige

Studien zur Anwendung der sogenannten

Vital-, Medizinal- oder Heilpilze

gibt. Die Ergebnisse bestätigen

und untermauern die Einsatzmöglichkeiten,

welche in der TCM bereits

seit Jahrhunderten bewusst genutzt

werden. Vitalpilze sind in ihrer Komposition,

molekularen Strukturvariabilität

und in ihren Synergieeffekten

nicht nachahmbar. Dazu gehören

pilzspezifische Polysaccharide,

welche in höchster Konzentration

im voll ausgereiften Fruchtkörper

gebildet werden und vorzugsweise

als vollwertige Extrakte bzw. Extrakt-Pulvermischungen

eingenommen

werden. Vitalpilze können somit

sehr wertvoll für die Gesundheit

sein und sehr effizient klassische

Behandlungsmethoden der Schulund

Komplementärmedizin ergänzen

und unterstützen.

Der Name Hawlik steht für Qualität,

Innovation und Sicherheit!

Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel

können generell nur

entstehen, wenn der verarbeitete

Rohstoff, also in diesem Fall der

Pilz, von höchster Qualität ist. Beim

Pilzanbau entscheiden folgende

Punkte über die Qualität der Vitalpilze:

Der Anbauort und damit die

Güte der Böden, das Anzuchtmaterial,

die Reifezeit. Diese sind für

die Reinheit und die Qualität ausschlaggebend!

Alle Produkte der

Firma Hawlik stammen aus streng

kontrolliertem Anbau nach biologischen

Richtlinien. Produktesicherheit

hat für uns höchste Priorität.

Nutrexin AG

Albisriederstrasse 5

8003 Zürich

Tel: 044 496 10 30

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2

Schweizer Hausapotheke 4-2020


PINK –

VON KOPF BIS FUSS

«Es ist heilsam, sich mit farbigen Dingen zu umgeben. Was das Auge freut, erfrischt

den Geist, und was den Geist erfrischt, erfrischt den Körper.» Dieses Zitat des Amerikaners

Prentice Mulford, der im 19. Jahrhundert als Journalist, Erzieher, Goldgräber

und Warenhausbesitzer wirkte, bringt die Kraft und die Wirkung von Farben auf den

Punkt.

Absolut erfrischend ist auch meine Interview-Partnerin dieser Ausgabe: Cordelia

Hagi. Die Berner Unternehmerin denkt pink, fühlt pink und ist pink – und das immer

zu hundert Prozent. Ihr Leben war nicht immer pink. Aber seit Pink bei ihr im Mittelpunkt

steht, gewinnt sie aus dieser Farbe Kraft und Energie. Seit rund 35 Jahren

hat die Bernerin schon viele Ideen kreiert und noch mehr realisiert: Zum Beispiel als

Repro- und Fotolithografin, Druckerin, Geschäftsführerin, Künstlerin, Autorin, Modedesignerin,

Consulterin, Querdenkerin und Visionärin. Alle ihre Tätigkeiten fasst sie

heute in drei Attributen zusammen: pink, pragmatisch und kreativ. So viel Leben, so

viel Kreativität und so viel Pink. Das bringt sogar Cordelia Hagi zum Staunen. Sie ist

immer in Bewegung, kann fast nicht stillsitzen und sprudelt vor Ideen und Lebensfreude.

Mit ihrem Team hat sie schon über 150 Workshops mit mehr als 100 Unternehmen

aus 20 verschiedenen Branchen und mehr als 1800 Teilnehmenden durchgeführt –

und viel Erfahrungen gesammelt. Daraus resultiert unter anderem die Erkenntnis,

dass Spielen und Kreativität verbinden.

Verspieltheit und Spielen hat für die erfahrene Unternehmerin ganz viel mit Arbeit

und Erfolg zu tun. Das Spiel öffnet Türen, schafft neue Wege und bringt Unternehmungen

wieder auf Kurs.

Bei ihrer Arbeit setzt sie sich immer zum Ziel, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht

zu zaubern. Dass sie das schafft, davon bin ich überzeugt. Sie wirkt echt, offen und

versteht ihr Handwerk zu hundert Prozent.

Leider konnte ich Cordelia Hagi wegen der Corona-Krise nicht in ihrer Agentur besuchen.

So musste ich mich mit der elektronischen Begegnung begnügen. Zum Glück

bietet sich heute diese Möglichkeit; denn am Telefon wäre es schwierig gewesen.

Cordelia Hagi musste ich sehen und erleben, um die ganze Kraft, die sie aus ihrem

pinken Alltag gewinnt, spüren zu können.

Ich denke, es ist mir gelungen.

Lesen Sie das pinke Interview mit dieser interessanten Querdenkerin ab Seite 6.

Sylvia Felber

Schweizer Hausapotheke 4-2020 3


Anhaltende Müdigkeit, Energiemangel, Muskelschwäche:

und wenn es Eisenmangel ist?

Entdecken Sie SPIRUL-1, eine natürliche

Eisenquelle.

Eisen ist ein Mineralstoff, der für

eine gute Gesundheit nicht wegzudenken

ist.

In der Schweiz leidet eine von vier

Frauen unter Eisenmangel, auch

andere Personen haben einen erhöhten

Bedarf:

• Kinder und Jugendliche während

des Wachstums

• Ältere Personen durch eine

schlechtere Aufnahme von Nährstoffen

• Sportler, zur Förderung der Regeneration

• Vegetarier, um gewisse Mängel

zu kompensieren

• Schwangere, vor allem im letzten

Trimester

Eisen spielt eine wesentliche Rolle

im Organismus. Es trägt vor allem

zum Transport des Sauerstoffs

durch die roten Blutkörperchen bei

und ist wesentlich an einer guten

Funktion des Immunsystems und

vieler Zellenzyme beteiligt.

Die Aufnahme des Eisens aus der

Nahrung spielt sich vor allem im

Zwölffinger- und Dünndarm ab. An

der Aufnahme ist unter anderem

die Magensäure beteiligt, welche

das dreiwertige Eisen (Fe 3 +) in zweiwertiges

Eisen (Fe 2 +) umwandelt,

um die Aufnahme zu verbessern.

Die Nährstoffaufnahme-Referenzwerte

pro Tag sind für Frauen 14 mg,

(27 mg für schwangere Frauen),

10 mg für Männer und 12 mg für

Jugendliche.

Ein Eisenmangel geht oft mit

Müdigkeit (physisch oder intellektuell)

bis zur vollständigen

Erschöpfung einher. Auch Immunschwäche,

Konzentrationsschwierigkeiten

und körperliche

Auswirkungen wie brüchige Haare

und Nägel können darauf hinweisen.

Die Erforschung einer

natürlichen und wirksamen

«low dose» Lösung

Spirulina, eine Mikroalge, die reich

an Eisen ist, aber auch essentielle

Mikronährstoffe sowie Vitamine,

Oligoelemente, Fettsäuren und

essentielle Aminosäuren enthält,

hat das Interesse von Pharmalp

geweckt.

Mehrere Jahre Forschung in der

Schweiz waren nötig, um eine spezifische

Art der Spirulinaalge zu

selektionieren. Dieses mineralische

Eisen aus dem Kulturmilieu

wird an einen Eiweisskomplex gebunden,

der von unserem Organismus

gut aufgenommen wird.

Das Ziel von Pharmalp war, eine

Spirulinaalge zu entwickeln, die

sehr reich an gut bioverfügbarem

Eisen in einer physiologischen Dosis

(Low Dose) ist.

SPIRUL-1: Eine einzige Tablette

pro Tag mit 12 mg bioverfügbarem

Eisen

Eine Tablette von SPIRUL-1 enthält

12 mg bioverfügbares Eisen in zwei

Formen (freies Fe 2 + und Fe 2 + an

Peptide gebunden), die auf zwei

verschiedenen Wegen in unsere

Darmzellen gelangen, was die natürliche

Aufnahme durch unseren

Körper fördert.

Mit SPIRUL-1 wird so eine physiologische

Menge Eisen zugeführt, die

zu keiner Sättigung der Absorption

noch zu Nebenwirkungen führt.

1 Tablette deckt den Tagesbedarf

an Eisen, mit nachgewiesener Wirkung:

• + 85 % Ferritin bei Frauen nach

drei Monaten

• Zwei- bis dreimal weniger Nebenwirkungen

gegenüber Eisenbisglycinat

Ebenso ist SPIRUL-1 für schwangere

Frauen und Kinder über 6 Jahren

geeignet. SPIRUL-1 ist eine Alternative

gegenüber chemischem Eisen.

Es ist natürlich, wirksam und ohne

Nebenwirkungen.

Qualität und Umweltbewusstsein

von SPIRUL-1:

• Unsere Spirulinaalge wird in einer

kleinen Schweizer Unternehmung

in Ecuador gezüchtet.

• Optimale Bedingungen in der Produktionsanlage,

für eine möglichst

natürliche Herstellung ohne

Bioreaktoren und ohne Heizung:

grosse Zuchtbecken auf 2500 Metern

über Meer, mit natürlicher

Erwärmung und Besonnung. Der

Produktionsbetrieb ist mit dem Label

Ecocert zertifiziert. Das Kulturmilieu

ist ohne Schwermetalle

und Verunreinigungen.

• Herstellung in der Schweiz, entsprechend

der «guten Herstellungspraxis»

GMP.

Nahrungsergänzung ohne Gluten

und Laktose, vegan zertifiziert.

Ersetzt weder eine gesunde Ernährung

noch eine gesunde Lebensweise.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien,

Packungsgrössen zu 30 und

90 Tabletten

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Schweizer Hausapotheke 4-2020


INHALT

34 Narben

Optimale Pflege

36 Ernährung

Das Auge isst mit

38 Haushalt

Umweltschonend putzen

43 Arbeit

Im Team oder alleine?

45 Wortweise

Reinschriftleben

46 Ernährung

Ideale Zwischenverpflegung

06 Blickpunkt

Kraftvolles Pink

10 Haferflocken

Vielseitiger Kraftspender

12 Alltagsszene

Gedanken zum Covid-19

18 Haut und Haar

Schonzeit

18 Impressum

20 Gemmotherapie

Die Rotbuche

24 Magnesiummangel

Erkennen und beheben

26 Tränen

Starker Ausdruck

28 Augenleiden

Trübe Sicht

31 Andropause

Männer und Hormone

Gedruckt in der Schweiz – auf chlorfreiem

Papier aus Schweizer Produktion.

Sun-Snack: Trockenfrüchte

Die natürlichsten Kraftspender

Schweizer Hausapotheke 4-2020 5


KRAFTVOLLES

PINK

Dass Farben energiespendend sind und unterschiedlich wirken,

ist bekannt. Cordelia Hagi lebt mit und auch durch die Farbe

Pink. Als ich ihr «elektronisch» gegenübersitze, spüre ich eine

faszinierende Energie. Diese Kraft ist unmittelbar und füllt direkt

auch meine eigenen Reserven auf.

Cordelia Hagi lebt seit vielen Jahren aus einer

inneren Überzeugung heraus von Kopf bis

Fuss in einer pinken Welt. In einer oft grauen

Welt verkörpert sie für mich etwas ganz Besonderes:

Sie macht es nicht, um aufzufallen,

sondern vielmehr, weil ihr diese Farbe Kraft

spendet. Diese gewonnene Energie setzt sie in

ihrem Alltag sinnvoll und kreativ ein.

Ich habe Cordelia Hagi Fragen rund um ihren

farbigen Alltag gestellt und falle direkt mit der

Tür ins Haus, mit der Frage aller Fragen:

Cordelia, du denkst, du fühlst und du

bist pink; war das schon immer so?

Laut meiner Mutter habe ich schon als Kind

gerne rosarote Kleider getragen. Damals gab

es ja die Farbe Pink noch nicht. Als ich 19

Jahre alt war, kamen die Farben pink-orange

in Mode. Diese gewagte Farbkombination

faszinierte mich extrem – das war für mich

der eigentliche Startschuss. Da ich auf dem

Land aufgewachsen bin, fiel ich mit meinem

Outfit extrem auf. Ich kleidete mich immer

eher exotisch und hatte auch immer verrückte

Frisuren.

Am Anfang waren es einzelne Accessoires und

nur zu Hause trug ich viel Pink.

Mit 30 hatte ich die Idee, die grosse, weite

Welt zu erobern und entschloss mich, von

Neuenegg nach Bern zu ziehen (lacht). Andere

zieht es nach New York und ich machte mich

auf den Weg in die Hauptstadt. Dort wurde

ich dann stetig pinker. Einfach war es nicht

immer; denn ich wurde wegen meines eher

«ungewöhnlichen» Äusseren viel belächelt,

das muss ich

schon sagen.

Doch inzwischen

sind 25 Jahre

vergangen. Ich

habe viel gelernt aus den unterschiedlichen

Reaktionen und fühle mich sehr wohl.

Du strahlst viel Kraft aus. Was ist dein

Motor im Alltag?

Menschen, die mich kennen wissen, dass

ich sehr viel in meinem Leben gemacht

habe. Dass ich so viel erreicht habe, war nur

möglich, weil ich eigentlich faul bin. Das tönt

vielleicht paradox, aber es ist so. Ich bin sehr

pragmatisch unterwegs.

Ich arbeite viel, mein Job ist meine grosse

Leidenschaft und auch mein Hobby. Als Ausgleich

gehe ich nicht joggen oder praktiziere

Yoga; meine Kraft und meine Energie beziehe

ich wirklich aus der Farbe Pink. Sie gibt mir

Energie rund um die Uhr – ohne viel Aufwand

betreiben zu müssen. Ich brauche keinen

Sport und auch keine sieben Stunden Schlaf,

vier reichen mir. Das ist für mich persönlich

eine mentale Einstellung, die trainierbar ist.

Wie erklärst du dir diese Kraft?

Die Farbe Pink existiert ja noch nicht so lange.

«ICH HABE DIE KINDLICHE

FREUDE AM SPIELEN NIE

VERLOREN.»

Gehen wir zurück ins 14. oder 15. Jahrhundert:

Dort wird auf unzähligen Ölgemälden das Jesuskind

auf einem rosa oder purpurfarbenen

Leintuch abgebildet. Purpur ist seit jeher die

Farbe der Könige

und der Kardinäle.

Sie war früher den

reichen und mächtigen

Menschen

vorbehalten und ist eigentlich eine männliche

Farbe. Früher war Rosarot die Farbe für Buben

und Blau die Farbe für Mädchen. Erst um 1920

wurde diese Tradition geändert. Der Grund war

damals die Einführung der Arbeitskleidung

für Männer, die dann nicht rosarot, sondern

eben blau war. Pink ist eine kraftvolle Farbe.

Ich habe diese Farbe eigentlich unbewusst für

mich gewählt. Das Spannende daran ist, dass

es eine Männerfarbe ist. Ich reflektiere heute

also quasi die Farbe der Männer.

Bist du nie müde oder ausgepumpt?

Sowas kommt auch bei mir vor, vor allem,

wenn ich mit Menschen zusammen bin, die

sehr negativ eingestellt sind. Mit der Zeit habe

ich aber gelernt, mich vor Energiefressern

zu schützen. Ich höre immer wieder, dass ich

Energie an mein Umfeld abgebe. Ja, ich würde

mich als Energiebündel bezeichnen.

Gehst du gerne in die Ferien?

Ich brauche keine Ferien. Ich fühle mich

wohl in meinem Alltag und habe absolut kein


Cordelia Hagi und ihr Team tanken an ihrem Arbeitsplatz täglich pinke Kraft.

Bedürfnis, die ganze Welt zu bereisen. Das

wirkt sicher sehr ungewöhnlich, weil für viele

Menschen Ferien die absoluten Highlights des

Jahres sind.

Ich gebe mich im Alltag voll einer Sache hin,

vertiefe mich, vergesse alles um mich herum –

und dann kommt es vor, dass mir eine Stunde

wie ein halbes Jahr erscheint. Dass ich kein

Zeitgefühl habe, ist für mein Umfeld nicht

immer einfach. Heute sind diese Eigenschaften

für mich selbst sehr wertvoll. Ich bin zum

Beispiel nie müde – auch nach vierzehn oder

fünfzehn Stunden Arbeit fühle ich mich fit

Der Kreativität sind

keine Grenzen

gesetzt.

© zvg

Prellungen,

Lindert

Verstauchungen

und

Quetschungen.

Original DR. ANDRES Wallwurz Salbe

Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Dr. Andres Pharma AG

Schweizer Hausapotheke 4-2020 7


und erfüllt. Das erklärt auch, dass ich keine Ferien

zum Ausruhen brauche. Natürlich gönne

ich mir ab und zu ein verlängertes Wochenende,

um die Seele baumeln zu lassen.

Gibt es besondere Highlights in

deinem Leben?

Die gibt es ganz sicher. Da ist dann aber wieder

mein Problem mit dem Zeitgefühl. Somit ist

Vergangenes bei mir nicht mehr sehr präsent.

Eine schöne Geschichte ist sicher der vier

Meter hohe «SeptiPus», eine Kunstfigur mit

mehreren Rutsch- und Klettermöglichkeiten

für Gross und Klein, die ich für den Tierpark

Dählhölzli realisieren durfte. Sie stellt einen

Oktopus mit sieben Armen dar. Der Gedanke

dahinter ist, dass die sieben Arme jedem

Kind auf dieser Welt täglich eine Umarmung

schenken sollen. Ein weiteres Highlight ist

die Gründung meiner neuen AG «Brain2Go»,

die sich hauptsächlich auf «Playful Work»

konzentriert. Ich möchte mit dieser neuen

Unternehmung mein Wissen und Knowhow in

die Gesellschaft tragen. Es stecken zwölf Jahre

Arbeit und Entwicklung dahinter. Dass ich dieses

Projekt jetzt zusammen mit einem Partner

realisieren kann, macht mich stolz.

Gibt es Reaktionen auf dein Äusseres?

Früher hatte ich mit komischen oder abschätzigen

Reaktionen extrem Mühe. Ich konnte

nicht verstehen, warum man aufgrund von

Äusserlichkeiten schubladisiert wird. Das war

für mich aber jeweils auch ein Ansporn. Die

meisten Menschen in meinem Umfeld sehen

dieses Pink gar nicht mehr; sie nehmen mich

ausschliesslich als Frau wahr. Heute sind

mir abfällige Reaktionen oder Kommentare

meistens egal. Dies ist schon eher ein schweizerisches

Problem. Im Ausland sind die Leute

offener und toleranter. Vielleicht ist es auch

eine Form von Neid, weil man selber den Mut

nicht hat, zu sich zu stehen oder eben anders

zu sein als die grosse Masse. Ich denke schon,

dass es mutig war und ist so zu sein, aber ich

habe mir das eigentlich nie überlegt. Manchmal

habe ich gelitten, zum Beispiel wenn ich

von Gesellschaften ausgeschlossen wurde.

Positive Reaktionen bekomme ich oft von älteren

Frauen, die schon sehr viel Weisheit und

Erfahrung haben und sagen, sie hätten auch

gerne einmal auf die Pauke gehauen, durften

oder konnten es aber nie.

Und wie reagieren Kinder?

Kleine Kinder finden mich cool und mögen

mich in der Regel. Für Pubertierende bin ich

eher peinlich.

Was ist für dich das Wichtigste?

Sicher steht Gesundheit bei mir an oberster

«WENN ALLE STRICKE REISSEN, DANN

VERSUCHE ES DOCH EINFACH MIT SPIELEN UND

KREATIVEM DENKEN.»

Stelle. Natürlich gehören auch Liebe und Glück

dazu.

Spielen und Kreativität sind dir sehr wichtig.

Weshalb?

Als ich vor vielen Jahren eine Druckerei leitete,

hatte ich zu 95 Prozent mit Männern zu tun.

Wenn ich ihnen aus meiner Sichtweise etwas

erklären wollte, haben mich die Männer oft

nicht verstanden. Ich musste mir deshalb

etwas einfallen lassen.

Die meisten Menschen befinden sich in einer

Excel-Tabelle. Es ist eine Art Musterdenken,

die stur verfolgt wird. Wenn ich mit meinen

Ideen diese Muster spielerisch durchbrechen

kann, ist viel erreicht. Neues Denken, andere

Ideen verursachen Ängste – auch vor dem

Scheitern. Diese bestehen aber oft grundlos.

Wenn wir Kinder beobachten, die spielerisch,

clever und ungezwungen etwas angehen oder

kreieren, sind sie noch geschützt auf ihrer

grünen Wiese. Es besteht keine Fehlerkultur.

Deshalb bezeichne ich es lieber als Spielkultur.

Aus dem Spiel kann viel gelernt und entwickelt

werden, und Fehler sind explizit zugelassen.

Das Spielen bringt uns wieder zurück in unsere

Kindheit. Durch dieses einst erlebte und meist

positive Gefühl kann auch das längst vergessene

kreative Denken wieder geweckt werden.

Kinder kommen kreativ auf die Welt. Im Laufe

der Zeit wird diese Fähigkeit leider durch

äussere Faktoren oft überdeckt. Wichtig ist es,

dieses kreative Denken wieder zu aktivieren

ZUR PERSON

Nach Abschluss der Lehre zur Repro- und Fotolithografin

führte sie die Druckerei ihres Vaters «Hagi Druck»

in Bern, 1999 gründet sie das Unternehmen «p.i.n.k.elefant».

Neben unzähligen Tätigkeiten wie der Gründung

von «XChanGe», «pink.akademie», «querdenk.lab»,

«PINKTANK», der Entwicklung der XINIX®-Methode und

des Brain2Go® Tools, ist sie Autorin von drei Büchern:

«SchmetterFantbuch», «KREApinkTIV» und «Vom ich

zum ICH». Ein weiteres Buch erscheint 2021. Daneben

hat Cordelia Hagi viele Projekte realisiert und einen

Geschenkshop geführt. Heute führt sie ein Beratungsunternehmen

für Unternehmenskommunikation in

Bern und arbeitet unter anderem auch als Coach

für Geschäftsleitungen.

Weitere Informationen zur Unternehmerin Cordelia

Hagi finden Sie unter: cordelia.pink oder

pinktank.ch

und daraus Kraft zu schöpfen.

Ich mache nichts anderes, als Menschen

wieder in dieses gute Gefühl zurückzuführen.

Wenn sie dort sind, werden sie kreativ und

kommen aus ihrer Nein-Haltung heraus.

Hast du ein Beispiel?

Wenn ich früher in meiner Agentur etwas

Neues vorgeschlagen hatte, kamen oft Kommentare

wie: Das geht nicht, das hatten wir

schon und es ist sowieso zu teuer. Was wollte

man da entgegnen. Heute hole ich meine

Kund*innen, aber auch meine Mitarbeitenden,

über das Spielen respektive mit Playful Work

ab. Während eines Spielprozesses kommen

sie selbst zu einem genialen Ergebnis, mit dem

sie früher nicht einverstanden gewesen wären.

Das heisst, ich führe sie über das Spiel zu einem

kreativen Resultat. Der Prozess ist absolut

genial, aber auch sehr anstrengend. Diese

Arbeitsweise ist eigentlich mein Geheimnis.

Wie muss ich mir das vorstellen,

wenn du mit Managern spielst?

Es ist sehr verbreitet, dass sich grosse Unternehmen

gerne mit hochkomplexen Wörtern

selbst beschreiben, am besten so, dass es niemand

versteht. Es geht hier um einfache und

pragmatische Lösungen, die es in der heutigen

Zeit wieder braucht. Den Mitarbeitenden

eines IT-Unternehmens sage ich dann gerne,

sie sollen ihre Botschaft, die auf der Webseite

steht, einem Kindergartenkind erklären. Weil

8

Schweizer Hausapotheke 4-2020


ein sechsjähriges Kind diese Sprache nicht

versteht, müssen sie ihre Philosophie in einfachen

Worten umschreiben. Das löst ganz viel

aus und bringt neue, pragmatische Ideen.

Hattest du auch Niederlagen in

deinem Leben?

Natürlich, da gab es viele. Ich hatte Projekte,

die nie zum Fliegen kamen. Nach zehn bis

fünfzehn Jahren analysiere ich, was ich damals

falsch gemacht habe. Jede Niederlage

hat mich auch angespornt, andere Lösungen

zu finden und Neues zu kreieren. Niederlagen

sind im ersten Moment kein tolles Gefühl –

auch für mich nicht. Aber es nützt nichts, im

Elend zu verharren. Nach dem Lockdown zum

Beispiel hatte ich nach 24 Stunden schon

wieder neue Ideen, die nun darauf warten,

umgesetzt zu werden. Ich bin ein Freigeist

und mache aus neuen und auch schwierigen

Situationen immer das Beste. Aus Niederlagen

können wir alle auch Stärke gewinnen.

Wie bleibst du geistig und körperlich fit?

Geistig gibt mir offensichtlich Pink viel Kraft.

Für körperliche Betätigungen bin ich zu bequem.

Ich habe das Glück, dass ich schlank

bin und essen kann, was ich will. Ab und zu

gehe ich spazieren oder mache einen Ausflug

mit dem Velo, aber das ist schon alles. Trotzdem

bin ich fit wie ein Turnschuh. Das ist ein

grosses Glück für mich.

Zum Schluss frage ich Cordelia Hagi, was

sie abschliessend noch sagen möchte. Ihre

Antwort war: «Ich bin überzeugt, wenn die

Menschen mehr Grund zum Lachen hätten,

wäre unsere Gesellschaft gesünder. Mehr

Lebensfreude zu spüren, kann zum Beispiel

auch übers Spielen erreicht werden. Mein Ziel

ist es, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht

zu zaubern. Das schaffe ich über meine Farbe

Pink und mit Playful Work. Wenn der Mensch

vis-à-vis lächelt, dann habe ich meine Arbeit

gut gemacht.»

Das ist ein wunderbares Schlusswort. Cordelia

spricht mir aus dem Herzen; und ihr Lachen ist

übrigens ansteckend!

Nach diesem Gespräch war ich nicht müde,

sondern wach, beeindruckt und motiviert für

weitere Aufgaben. Es war eine pinke und wunderbare

Begegnung, die nachhaltig in meinem

Herzen bleiben wird.

Spielen und kreatives Denken in einer

farbenfrohen Umgebung.

Sylvia Felber ist Redaktionsleiterin der

Schweizer Hausapotheke seit 1991, Heimweh-Baslerin

und FCB-Fan.

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Schweizer Hausapotheke 4-2020 9


Vielseitiger Kraftspender

Haferflocken sind gewalzte

Getreidekörner, die sehr

bekömmlich sind.

Während Jahrtausenden gehörte der Hafer

(Avena sativa) aus der Familie der Gräser

(Poacea) zu den wichtigsten Feldfrüchten

in Europa. Das Süssgras wurde bereits viele

tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung in

der Region um das Schwarzmeer genutzt.

Auch die Pfahlbauer kultivierten ihn, und bis

ins Mittelalter war er als Grundnahrungsmittel

täglich Teil der Mahlzeiten. Teilweise benutzte

man den Hafer sogar zur Herstellung

von nahrhaftem Bier.

Hafer wird oft in Form von Flocken verwendet.

Mit Wasser oder Milch zu einem Brei

verkocht oder als Suppenbeilage. Haferbrei

war zu Beginn der Industrialisierung billige

und stärkende Nahrung für die Fabrikarbeiter,

die teilweise bis zu 18 Stunden am Tag

harte Arbeit leisten mussten. Für Fleisch, ja

sogar für Brot und Kartoffeln verdienten die

Industriesklaven zu wenig. Da war der Hafer

eine günstige Alternative für ein kräftiges

Frühstück, das über Stunden den Hunger

bannte. Auch für ältere Menschen war der

Haferbrei früher wichtig. Zu Zeiten, als es

noch keine Zahnbehandlungen gab, zog man

faule Zähne, um die Schmerzen zu lindern.

Doch ohne Zahnprothesen konnte hartes

Brot nicht gekaut werden. Haferbrei ersetzte

dann andere Sättigungsbeilagen. Das heute

beliebte Müesli, vom Schweizer Arzt Maximilian

Oskar Bircher-Brenner entwickelt, wird

deshalb meist als Birchermüsli bezeichnet.

Heilmittel

Haferflocken enthalten wie alle Getreidearten

10 Schweizer Hausapotheke 4-2020

Zucker, ungesättigte Fettsäuren und sind

reich an Eiweissen. Besonders reich sind die

beliebten Flocken jedoch an Schleimstoffen

wie dem Lechenin. Dieses Glucan kommt

auch im isländisch Moos vor, welches deshalb

als Heilmittel gegen Husten und Appetitlosigkeit

verwendet wird. Dieser Schleimstoffe

wegen ist die Haferschleimsuppe bis

heute ein Heilmittel gegen Magen-Darm-

Beschwerden. Haferschleim lässt sich leicht

selbst herstellen. Die Haferflocken werden

gekocht und der Schleim wird abgeschöpft

und getrunken. Dieser Schleim enthält viel

Eisen, Magnesium und Vitamin B. Sehr bekömmlich

ist er für die ganz Kleinen, wenn

sie Bauchweh haben. Er kann leicht unter

jede Babynahrung gemischt werden.

Die Inhaltsstoffe sollen den Cholesterinspiegel

senken; und viel Hafer zu essen ist eine

effektive Prophylaxe gegen Herz-Kreislauf-

Erkrankungen. Ausserdem harmonisiert

Hafer den Blutzuckerspiegel und ist für

Diabetiker aus diesem Grund gut geeignet.

Kraftspender

Es gibt unterschiedliche Arten von Haferflocken.

Die einen sind eher kernige grosse

Flocken. Sie entstehen durch das Walzen

der Körner. Sie bleiben bissfest. Werden die

Getreidekörner zuerst zerkleinert, nennt

man dies Grütze. Gewalzte Grütze ergibt

mittelgrosse Flocken. Die ganz feinen Flocken

quellen sehr schnell auf. Sie werden

mit einem speziellen Verfahren aus Hafermehl

hergestellt. Die Flocken sind heute

ausserordentlich beliebt als Müesli für das

Frühstück.

Auch gut als Zwischenmahlzeit geeignet

Inzwischen kann man fast überall fertig

zubereitete Müesli kaufen, um sie bequem

am Arbeitsplatz oder auf der Reise zu geniessen.

Müesli gibt es in allen möglichen

Varianten. Mit frischen oder getrockneten

Früchten schmecken sie gut, oder mit Nüssen

und Honig. Die Haferflocken können mit

anderen Flocken, zum Beispiel von Soja-,

Dinkel- oder Reisflocken gemischt verwendet

werden. Der Kreativität sind hier kaum

Grenzen gesetzt. Auf diese Weise zubereitet

sind Müesli richtige Kraftspender. Deshalb

gehören sie bei jedem Sportler zum festen

Bestandteil des Frühstücks.

Da Haferflocken aus ganzen Körnern hergestellt

werden, enthalten sie viele Ballaststoffe,

die gut gegen eine träge Verdauung

helfen. Man kann die Flocken auch salzig, in

Form von vegetarischen Burgern, essen.

Judith Dominguez ist Diplom-Biologin,

Pflegefachfrau HF und diplomierte

interdisziplinäre Gerontologin.


Venenbeschwerden?

Zusätzlich zur innerlichen, kurweisen

Anwendung empfiehlt sich die

unterstützende äusserliche Anwendung

mit dem intensiv kühlenden

Gel, der leicht kühlenden

und pflegenden Lotion oder dem

erfrischenden Spray von Pinus

Pygenol.

Pinus Pygenol ist als Tabletten

(zugelassenes Arzneimittel), kühlendes

Gel, pflegende Lotion oder

erfrischender Spray (kosmetische

Produkte) rezeptfrei in Apotheken

und Drogerien erhältlich.

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Zulassungsinhaberin:

Kräuterpfarrer Künzle AG

4452 Itingen

Pinus ® Pygenol ® enthält als Wirkstoff

Pinienrindenextrakt, der

aus der Rinde der französischen

Strandpinie (Pinus Pinaster) gewonnen

wird.

Pinus Pygenol Tabletten stärken

und schützen die Blutgefässe, lindern

Venenbeschwerden wie venöse

Stauungen und Krampfadern

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Schweizer Hausapotheke 4-2020 11


Positiv, negativ

oder einfach nur

interessant?

ALLTAGSS ZENE

Seit Tagen gibt es fast nur noch ein Thema: Das Corona-Virus. Die Auswirkungen sind gigantisch – und wie es

weitergeht, weiss auch niemand. Ist das gut oder schlecht? Oder beides?

Tausende Flugzeuge stehen am Boden, hunderte

von Kreuzfahrtschiffen sind verankert.

Strassen und Autobahnen sind halbleer,

Busse und Züge nur minimal besetzt. Kein

Eishockey und kein Fussball am Fernsehen,

dafür unzählige Sendungen zum Thema

«Corona». Fakten und Zahlen, Reportagen,

Hintergrundsendungen, Einschätzungen,

mögliche Auswirkungen, Diskussionen, Kommentare

bis fast zur Bewusstlosigkeit. Kaum

jemand kommt am Thema vorbei, kaum jemand,

der im Alltag nicht davon betroffen ist.

Und so sitze auch ich zu Hause und mache

mir meine Gedanken. Sicher ist für mich vorerst

nur etwas: Ich bin weder Virologe noch

Immunologe, ich kann also die Gefährlichkeit

dieses Käfers nicht einordnen. Und so halte

ich mich bei Diskussionen auch zurück mit

Einschätzungen über den Ernst der Lage,

oder auch über einen weiteren möglichen

Verlauf. Und ich bin nicht Ökonom. Somit

kann ich auch nicht wirklich abschätzen,

welche wirtschaftlichen Folgen der Ausbruch

dieses Virus hat. Dazu kommt ja noch – das

habe ich jetzt mehrfach bemerkt – dass sich

selbst Fachleute (also Virologen und auch

Ökonomen) nicht einig sind, was jetzt wirklich

los ist. Die einen beschwichtigen, andere

warnen, die einen sehen es weniger tragisch,

andere befürchten das Schlimmste. So bleibt

mir also noch eines: Ich kann mir Gedanken

dazu machen, was diese Situation für mich

bedeutet und wie ich mich nun verhalten soll.

Bescheidenheit

Ich sitze auf dem Sofa, den Fernseher habe

ich ausgeschaltet, ich mag diese endlosen

Informationen zum Thema kaum mehr verarbeiten.

Stattdessen betrachte ich meine ganz

persönliche Situation: Also meine Wohnung

ist geheizt, ich habe warm genug. Der Kühlschrank

ist voll und es gibt ja noch immer die

Möglichkeit zum Einkaufen. Die Stromversorgung

klappt, ebenfalls verfüge ich über

genügend fliessendes Wasser. Sogar die Internetverbindung

klappt, mit dem Natel habe

ich Verbindung zur Aussenwelt, auch das

12 Schweizer Hausapotheke 4-2020

Telefon funktioniert. Meine Grundbedürfnisse

sind also gedeckt. Auch wenn viele Leute

die momentane Situation als «schrecklich»

beschreiben, ich empfinde das nicht ganz so.

Wenn ich daran denke, wie im letzten Krieg

tausende von Menschen erfroren oder verhungert

sind, wie Hunderttausende auf der

Flucht waren, mit nichts, ohne Perspektiven,

voller Angst, viele auch noch krank … also

dann muss ich doch sagen, dass ich mich im

Moment noch immer in einer komfortablen

Lage befinde.

Was mir in den letzten Tagen auch noch aufgefallen

ist: Je mehr die Menschen besitzen,

desto grösser ist ihre Angst vor diesem Virus

und dessen Auswirkungen. Wer viel hat, der

kann bekanntlich ja auch viel verlieren. Da

mich beispielsweise Kreuzfahrten niemals

interessiert haben, schmerzt es mich jetzt

auch nicht extrem, wenn all diese Schiffe

stillstehen. Da ich keine Häuser besitze,

muss ich mir keine Sorgen machen, dass

vielleicht schon bald die Mieten nicht mehr

bezahlt werden. Da ich meine Ferien meist

in der Schweiz verbringe, macht es mir auch

keine Sorgen, wenn jetzt Badeferien auf den

Malediven oder in der Karibik nicht mehr

möglich sind. Und dass jetzt alle Kleiderläden

geschlossen sind, kratzt mich auch nicht

wirklich, ich mache ja grundsätzlich keine

Käufe aus lauter Frust. Seit Jahren schon

lebe ich ganz bewusst bescheiden. Nicht

spartanisch, aber doch bescheiden. Und jetzt

merke ich, dass mir diese Art zu leben im

Moment sehr zugutekommt. Ich habe kaum

etwas zu verlieren.

Positiv, negativ oder neutral

Nein, verharmlosen will ich die Sache nicht,

das liegt mir fern. Und wie bereits eingangs

erwähnt: Ich verstehe ja auch nichts davon.

Was ich aber gerne möchte: die Sichtweise

auf die Situation erweitern.

Vor vielen Jahren habe ich eine Weiterbildung

zum Thema «Kreativität» besucht. Dabei

wurde uns gesagt, dass kreative Menschen

sich in der Regel mit schnellen Urteilen zurückhalten

und stattdessen versuchen, aus

jeder Situation das Bestmögliche zu machen.

Wir neigen ja bekanntlich dazu, eine neue Situation

reflexartig zu bewerten: «Das ist gut»

oder «das ist nicht gut». Kreative Menschen

tun das nicht. Sie schauen eine neue Situation

an und stellen sich dann folgende Frage:

Was ist daran positiv, was ist daran negativ

und was ist dabei einfach nur interessant?

Diese Methode nennt sich «PNI».

Wenn ich jetzt also diese Corona-Krise

betrachte und sie mit der PNI-Methode

«behandle», so komme ich zu folgendem

Zwischenergebnis (ein definitives Ergebnis

ist jetzt noch nicht möglich, da die Sache ja

noch nicht überstanden ist):

Gerne beginne ich mit zwei positiven Aspekten:

Bis zum Ausbruch der Krise lebten wir

bekanntlich in einer schier masslosen Spassund

Konsumgesellschaft. Spass haben, sich

vergnügen und konsumieren hatten offenbar

oberste Priorität. Nun sind alle Restaurants,

Vergnügungspark, Feriendestinationen,

Kinos, Casinos, Theater- und Konzertsäle

geschlossen. Ebenso sind jetzt sämtliche

Kleider- und Schuhläden, Schmuckgeschäfte,

Baumärkte, Warenhäuser, Fussballstadien

und Boutiquen geschlossen. Fertig lustig mit

«Lädele» und mit masslosem Konsum. Auch

wenn das viele schmerzlich vermissen, ich

persönlich bewerte diesen Umstand als positiv.

Die Tatsache, dass das alles jetzt nicht

mehr möglich ist, hilft uns vielleicht dabei

herauszufinden, was im Leben wirklich wesentlich

ist. Schränke voller Kleider, stets das

neueste Smartphone und neue, noch bessere

Autos gehören sicher nicht dazu. Und vielleicht

hilft es auch, dass wir uns vermehrt

mit uns selbst beschäftigen. Mit den kleinen,

einfachen und unscheinbaren Dingen, die

das Leben ja auch zu bieten hat!

Ein weiterer positiver Aspekt ist für mich die

Umwelt. Was Greta Thunberg und die Aktion

«Friday for future» nicht geschafft haben,

hat dieser Käfer nun im Eilzugstempo vollbracht:

90 Prozent aller Flugzeuge weltweit

stehen am Boden, der Autoverkehr hat sich


in vielen Städten um mehr als 50 Prozent

reduziert. Lärmgeplagte Anwohner von stark

befahrenen Strassen oder an Flughäfen

können vorerst wieder tief durchatmen, der

Smog, der über vielen Grossstädten hängt,

kann sich auflösen, auch die Fische im Meer

(zum Beispiel in Venedig) haben dank weniger

Schiffsverkehr wieder Ruhe, Platz und zunehmend

sauberes Wasser. Die Welt ist ruhiger

geworden! Weniger lärmig, weniger hektisch,

weniger schnell, weniger dreckig. Und das

allmorgendliche Gedränge an den Bahnhöfen

hat sich auch fast gänzlich in Luft aufgelöst.

Jetzt gibt es an den Bahnhöfen genug Platz

für alle Anwesenden!

Klar ist: Diese Krise hat auch ihre negativen

Seiten. Hier auch zwei Beispiele: Ganz sicher

ist es so, dass nun viele Unternehmen in

grössere finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Das ist hart für die Betroffenen – und ich mag

das niemandem gönnen. Ich weiss von einigen

Geschäftsleuten, die noch keine Ahnung

haben, wie sie die nächsten Wochen und

Monate überstehen sollen. Negativ ist ausserdem

auch, dass viele zwischenmenschliche

Kontakte im Moment nicht möglich sind (oder

halt nur über das Telefon). Das trifft auch

mich persönlich: Gemütliche Jassabende mit

Freunden, das Musizieren in einer Gruppe

oder auch der Besuch bei meinen Kindern

und Enkelinnen ist im Moment leider nicht

möglich.

Schliesslich wären noch die interessanten

Aspekte, von denen es auch viele gibt: Interessant

für mich ist zum Beispiel die Frage,

ob nun irgendwann das weit verbreitete egoistische

Denken und Handeln ein Ende hat und

die Solidarität in unserer Gesellschaft mehr

Platz erhält. Werden vielleicht die hochbezahlten

CEOs, Banker, Spekulanten, Börsianer

oder Fussballspieler von ihren Millionen etwas

denjenigen abgeben, die jetzt finanziell in Not

geraten und vielleicht schon bald ums nackte

Überleben kämpfen? Wie lange kann der

Staat die Mittellosen unterstützen? Wie lange

dauert es, bis eine Impfung oder wirksame

Medikamente entwickelt sind? Werden wir

nach der Krise möglichst sofort unsere alte

und gewohnte Lebensart wieder aufnehmen,

oder wird sich in den Köpfen der Menschen

etwas ändern? Vielleicht sogar zum Positiven?

Wie wird unsere Gesellschaft, unser

Zusammenleben oder auch unsere Wirtschaft

aussehen, wenn dereinst das Virus besiegt

sein wird? Und was werden wir tun, falls irgendwann

ein neues Virus auf uns zukommt?

Also: Falls Sie die Sache nur negativ sehen:

Denken Sie doch auch an die positiven Seiten.

Falls Sie ein unerschütterlicher Optimist

sind und immer alles schönreden, so beachten

Sie doch auch die negativen Seiten. Es

gibt von beiden genug. Und irgendwie habe

ich eine leise Ahnung, dass sich in dieser Krise

das Positive und das Negative letztlich die

Waage halten. Dann wäre die Sache einfach

nur interessant gewesen, so wie das schon oft

der Fall war …

Anmerkung der Redaktion:

Dieser Artikel wurde vor der Lockerung der

Massnahmen im Zusammenhang mit

Covid-19 verfasst.

Albin Rohrer ist Berater, Coach, Autor, Kurs-

und Seminar leiter sowie Musiklehrer.

Schützen Sie Hund und Katze

vor Zecken!

Tierärzte, Apotheken und Drogerien

haben die zuverlässige homöopathische Lösung!

Schweizer Hausapotheke 4-2020 13


Bei Rheuma hilft die Natur

Biologisch angebaute

Wallwurzpflanze in der Schweiz.

Die Original Dr. Andres Wallwurzsalbe

wirkt gut, zieht rasch ein

und stinkt nicht. Das sind überzeugende

Argumente. Wir geben

Ihnen noch eines: Der Wallwurz

stammt ausschliesslich aus zertifiziertem

biologisch Anbau aus

der Schweiz.

Bei rheumatischen Schmerzen,

Gelenk- und Muskelschmerzen,

Sportverletzungen und Venenent-

zündungen zählt in erster Linie die

zuverlässige Wirkung. Schmerz

und Schwellung müssen weg –

und zwar rasch. Darauf können

Sie sich bei Original Dr. Andres

Wallwurzsalbe verlassen. Es gibt

noch einen weiteren Grund, warum

die Salbe so begehrt ist:

Sie ist anwenderfreundlich wie

sonst keine. Kaum hat man das

fettfreie Gel aufgetragen, ist sie

auch schon ins schmerzende

Gewebe eingezogen und beginnt

zu wirken. Man kann sofort wieder

Kleider tragen, es gibt keine

Flecken, keine Ribeli, und nach

Erkältungsbad stinken tut man

auch nicht.

So schweizerisch wie

Appenzeller Biberli

Immer mehr Konsumentinnen und

Konsumenten wollen aber noch

mehr wissen. Woher kommen die

Inhaltsstoffe? Handelt es sich

um ein Schweizer Produkt? Wer

ist der Hersteller? Bei Original

Dr. Andres Wallwurzsalbe können

Sie sicher sein, das Produkt ist so

schweizerisch wie Appenzeller

Biberli, Emmentaler Käse und

Zweifel Kartoffelchips zusammen.

Die Wallwurz Wurzeln stammen

vom Hof der Familie Marti in Oberburg

im Kanton Bern. Seit 1988

sind die Martis spezialisiert auf

den biologischen Anbau von Heilpflanzen.

Bio-suisse-zertifiziert,

garantiert die Familie für optimale

Pflege ihrer Kulturen, mit grosser

Erfahrung im Heilpflanzenanbau,

viel Handarbeit und der nötigen

Intuition. Die Familie Marti garantiert

auch, dass die Wallwurz

zum richtigen Zeitpunkt geerntet

wird. Die wertvollen biologischen

Inhaltsstoffe sollen ja erhalten

bleiben und mit ihrer vollen, natürlichen

Wirksamkeit in die Salbe

gelangen.

Produktionsstandort Schweiz

Produktionsstandort ist ebenfalls

die Schweiz. Dr. Ruedi Andres

höchstpersönlich überwacht die

Verarbeitung der Wallwurz vom

Moment an, wenn die frischen

Wurzeln in seinem Labor angeliefert

werden. Ab jetzt erfolgt jeder

Schritt nach exaktem Fahrplan.

Die Herstellung des Wallwurzextrakts

erfordert viel Know-how

und Fingerspitzengefühl. Es ist

wie beim Wein: Ob Trauben oder

Wallwurz, Naturprodukte widerspiegeln

die Bedingungen, unter

denen sie gewachsen sind. Deshalb

ist die Art des Anbaus so

wichtig. Nach der Ernte besteht

die Kunst von Winzer und Apotheker

darin, aus der jährlichen Ernte

das Optimum herauszuholen. In

den vergangenen Jahrzehnten

perfektionierte Dr. Rudolf Andres

die Wallwurzsalbe zum heutigen

Schweizer Qualitätsprodukt aus

biologischem Anbau.

Sie werden spüren, wie rasch das

fettfreie, geruchlose Gel rasch den

Schmerz und die Schwellung lindert

und die Entzündung hemmt.

Spätestens nach der ersten

Probe sind auch Sie überzeugt,

eine Tube Original Dr. Andres

Wallwurzsalbe gehört griffbereit

in die Hausapotheke!

Dr. Andres Wallwurzsalbe ist ein fettfreies,

konzentriertes Wallwurzextraktgel

auf der Basis von frischen Wallwurzeln.

Bei rheumatischen Beschwerden

wie Gelenk- und Muskelschmerzen,

Arthrose und nach Unfall- und Sportverletzungen

wie Prellungen, Verstauchungen,

Zerrungen, usw.

Dies ist ein registriertes Arzneimittel.

Lesen Sie die Packungsbeilage.

Verlangen Sie ein Muster

Bei allen guten Argumenten ist

Reden und Schreiben Silber. Gold

wert ist die Erfahrung am eigenen

Leib. Verlangen Sie in Ihrer Apotheke

oder Drogerie ein Muster

und probieren Sie die Original

Dr. Andres Wallwurzsalbe aus.

14 Schweizer Hausapotheke 4-2020


In der Krise starke Nerven

und Ruhe bewahren

Ein Schweizer Hersteller für pflanzliche

Rezepturen erforscht traditionelles

Pflanzenwissen und findet

die Antwort darauf, wie man

in Ausnahmesituationen sowie bei

Stress und Hektik die Gelassenheit

bewahrt. PADMA NERVOBEN

basiert auf einer uralten Rezeptur

aus zehn wertvollen Pflanzen und

Magnesium, die zu einer normalen

Funktion des Nervensystems beiträgt.

Es wird in der Schweiz hergestellt

und ist ab sofort in Apotheken

und Drogerien erhältlich.

Die Ausnahmesituation, in der sich

gegenwärtig alle befinden, verstärkt

den Stress auf vielen Ebenen

und zehrt an den Nerven. Die

Unsicherheit und die Sorgen belasten

die Psyche, es fällt schwer,

einzuschlafen. Zudem ist die Bewegung

sehr eingeschränkt und die

Doppelbelastung von Homeoffice

und Kinderbetreuung erzeugt zusätzlichen

Druck. Um das Wohlbefinden

zu erhalten, ist es wichtig,

trotz der schwierigen Situation den

Stress auszugleichen.

Stress-Sensoren in

ständiger Alarmbereitschaft

Körper und Geist erhalten laufend

Informationen, die rund um die Uhr

eine Reaktion erfordern. Das Gehirn

benötigt Zeit, um alles zu verarbeiten

und einzuordnen. Gelingt

dies nicht, machen sich Nervosität,

kreisende Gedanken, Gereiztheit

und Stress breit. Durch die enorme

Belastung fühlen sich viele emotional

erschöpft, was folglich auch die

Leistung beeinträchtigt. Dies wiederum

hat Einfluss auf die Konzentration

und die innere Ruhe, da der

Druck wächst. Eine Spirale nimmt

ihren Lauf.

Sicht der Tibetischen

Energielehre

Stressige Zeiten sind von einem

Übermass an Wind-Energie geprägt.

Die Eigenschaften von Wind

machen sich im Körper auf die gleiche

Weise bemerkbar wie in der Natur.

Der Wind wirbelt vieles auf, die

Gedanken kreisen, die Emotionen

schwanken und eine innere Unruhe

macht sich breit. Es fällt schwer,

den Körper und den Geist zu entspannen.

Man fühlt sich mental und

psychisch buchstäblich «durch

den Wind».

Durch den Wind-Überschuss fehlt

die nötige Erdung, der Geist verliert

die mentale Stabilität, ist sehr beeinflussbar

und leicht abzulenken.

Was vor Jahrhunderten half,

hilft heute auch

Bereits vor 1000 Jahren wurden

Pflanzen und Kräuter genutzt,

welche die Nerven stärken

und den Wind beruhigen.

PADMA NERVOBEN basiert auf einer

traditionellen Muskatnuss-Rezeptur,

die damals schon angewendet

wurde, um Körper und Geist zu erden.

Sie vermindert Wind, fördert

die mentale Gelassenheit und stabilisiert

den Kanal der Lebensenergie

– was gemäss der heutigen Anatomie

als Nervensystem aufgefasst

werden kann.

Die wärmenden und balsamischen

Pflanzen erden und hüllen das gesamte

Nervenkostüm ein. Dies ermöglicht

es, den hektischen Alltag

besser zu meistern, sich zu konzentrieren

und auch in dieser Ausnahmesituation

ruhig zu bleiben. Durch

die innere Balance fällt es leichter,

abends zur Ruhe zu kommen und

morgens ausgeruht den neuen Tag

in Angriff zu nehmen.

PADMA NERVOBEN ist ein Nahrungsergänzungsmittel,

das in der

Schweiz hergestellt wird.

Tipps für mehr Gelassenheit

und innere Ruhe

Primär sollte in stressigen Situationen

die nervöse Wind-Energie

durch das Verhalten und die Ernährung

beruhigt werden.

Im Schlaf kann sich der Körper am

besten erholen. Um trotz Ängsten

und Stress einen bestmöglichen

Schlaf zu bekommen, ist es wichtig,

eine Tagesstruktur und die Schlafenszeit

beizubehalten. Homeoffice

oder andere berufliche Tätigkeiten

sollten auf keinen Fall im Schlafzimmer

stattfinden. Besonders

abends vor dem Schlafengehen

sollten Handy, Tablet und Fernseher

weniger genutzt werden.

Zudem ist die Ernährung entscheidend,

um den Körper zu entlasten.

Wärme ist dabei sehr wichtig, da

der Wind kühlt und an den Kräften

zehrt. Zu empfehlen sind wärmende

Speisen, die leicht verdaulich

und nahrhaft sind. Weiter soll

bewusst Zeit für sich selbst eingeplant

werden. Diese kann man

für warme Bäder oder Atempausen

zur Entspannung nutzen. Um

die Energien wieder fliessen zu

lassen, tut Bewegung gut: Körperübungen,

tanzen oder rumtollen

mit den Kindern, kann man gut zu

Hause machen.

PADMA AG ist europaweit das

einzige Unternehmen, das pflanzliche

Rezepturen aus der Traditionellen

Tibetischen Konstitutionslehre

nach international gültigen

Qualitätsrichtlinien herstellt. Seit

der Gründung 1969 werden alle

Rezepturen ausschliesslich in der

Schweiz hergestellt. Aktuell werden

zehn Pflanzenkompositionen

basierend auf der tibetischen Tradition

produziert.

www.padma.ch

Schweizer Hausapotheke 4-2020 15


Panaceo Basic-Detox PLUS

Desinfizieren Sie nicht nur Ihre

Hände, sondern reinigen Sie sich

auch von innen! Stärken Sie so Ihr

Immunsystem mit der bewährten

Darmentgiftung PANACEO BA-

SIC-DETOX PLUS.

«Meister der Entgiftung» – so darf

sich PANACEO BASIC-DETOX PLUS

nennen. Und genau diese Darmentgiftung

kann in Zeiten von COVID-19

auch ihren Beitrag leisten.

Eine geschwächte Darmwand

neigt zur Durchlässigkeit und führt

dazu, dass Schadstoffe vermehrt

in den Organismus gelangen. Wir

sind anfälliger für Infekte, können

uns müde und antriebslos fühlen

und an Konzentrations- und

Schlafstörungen leiden.

Der Darm ist das Zentrum unseres

Immunsystems – und hier wirkt das

Vulkanmineral PMA-Zeolith: Es

stärkt die Darmwand und bindet

gleichzeitig krank machende Giftstoffe

im Magen-Darm-Trakt. Davon

profitiert nicht nur der Organismus,

sondern auch das für die

Erreger-Abwehr verantwortliche

Immunsystem.

Unabhängige Plattformen wie die

APA-Science berichten, dass die

Verbreitung von COVID-19 auch

über den Verdauungstrakt möglich

ist.

Darüber hinaus zeigt eine vorklinische

Untersuchung (2004), dass

Zeolith antivirale Kapazitäten aufweist

(explizite Testung gegenüber

COVID-19 wurde nicht durchgeführt).

Diese Tatsachen machen

das Naturmineral zu einem empfehlenswerten

Begleiter im aktuellen

Alltag.

Auch der Zeolith-Spezialist Professor

Karl Hecht meldet sich in

dieser Zeit zu Wort. Er empfiehlt

das Natur-Mineral, aufgrund der

unspezifischen antiviralen Wirkung,

als ideales Prophylaktikum

vor viralen Belastungen. Einerseits

zweimal täglich oral eingenommen,

um im Magen-Darm-

Trakt zu wirken. Andererseits

mehrmals täglich als Mundspülung.

PANACEO BASIC-DETOX PLUS –

Ihre bewährte Darmentgiftung.

Einfach und natürlich.

Maca – ein Plus an Wohlbefinden

Das Pulver der südamerikanischen

Maca-Wurzel pusht die Abwehrkräfte,

körperlicher und seelischer

Stress sind leichter zu ertragen.

Zudem gilt Maca als bewährtes

Mittel zur Förderung der Lust sowie

zur Produktion von Fruchtbarkeitshormonen.

Nicht nur in Südamerika ist Maca

sowohl als Nahrungs- wie auch

als Heilmittel eine feste Grösse;

heute wird die widerstandsfähige

Pflanze aufgrund ihrer vielfältigen

positiven Eigenschaften in

der Erhöhung von Vitalität und

Ausdauer weltweit geschätzt.

Zur Herstellung von MacaPro XP

Purple, einem flüssigen Maca-Extrakt,

werden lediglich voll ausgereifte,

hochwertige Maca-Wurzeln

aus dem peruanischen Junin

verwendet. Dank einer äusserst

schonenden Verarbeitung bleibt

die grösstmögliche Konzentration

aller Wirkstoffe erhalten.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Die getrockneten Wurzeln enthalten

15 Prozent Proteine, wobei

besonders die Aminosäuren

Arginin und Tryptophan hervorzuheben

sind. Maca ist zudem reich

an Omega-3-Fettsäuren, vielen

Antioxidantien sowie an den Mineralstoffen

Kalzium, Zink, Jod,

Eisen, Kupfer und Mangan, B-Vitaminen

und Sterolen. Diese fördern

die Durchblutung, die Bildung

von männlichen Hormonen und

Östrogenen. Zudem senken sie

den Cholesterinspiegel.

Vielfältige Wirkung

Maca hat die Eigenschaft, Blut

besonders gut mit Sauerstoff zu

versorgen. Dies fördert sowohl Atmung

wie Ausdauer in grossen Höhen,

der Körper passt sich den herausfordernden

Umweltbedingungen

besser an. Maca unterstützt

auch die allgemeine Abwehr –

Müdigkeit, Erschöpfung und Verstimmung

wird so erfolgreich entgegengewirkt.

Nicht zuletzt wird

Maca auch eine bedeutende

Wirkung auf den Sexualhormonspiegel

nachgesagt: Maca fördert

sowohl die Lust wie auch die Produktion

von Fruchtbarkeitshormonen.

Dadurch verbessert sich bei

Männern die Spermienqualität

und bei Frauen die Östrogenproduktion,

was Symptome in den

Wechseljahren mildern kann.

16 Schweizer Hausapotheke 4-2020


Rückzug in die Aromaküche

Dienstag, 17. März 2020 in Düdingen.

Auch für mich gilt: Praxis vorübergehend

schliessen. Verspannungen

lösen, Unwohlsein oder gar

Schmerzen lindern füllen meinen

geliebten Berufsalltag gewöhnlich

aus.

Seit dem Jahre 2005 führe ich mit

viel Freude und stetigem Dranbleiben

meine eigene Gesundheitspraxis.

Die Methoden Fussreflexzonentherapie,

Wirbelsäulentherapie

Dorn und Breuss sowie die klassische

Massage bedingen, der Patientin

oder dem Patienten nah zu

sein. Die Aromatherapie, welche ich

seit bald sieben Jahren erfolgreich

in meine Behandlungen einfliessen

lasse, erlaubt es mir nun, kreativ

zu bleiben.

Ein neues Virus hält uns

auf Trab, was nun?

Für mich ist klar, ich halte mich so

gut ich kann an die vorgegebenen,

strengen Massnahmen. Doch Stillhalten

kann ich nicht. Einmal mehr

bin ich sicher, dass die Natur viele

Antworten geben kann.

In der Fachliteratur über Aromatherapie

und aus den eigenen Erfahrungen

finde ich Bestätigung.

Unzählige wertvolle und positive

Wirkungen, erzeugt durch gezielte

Anwendung der ätherischen Öle,

können in der Aromatherapie verzeichnet

werden.

Wie schützt sich eine Pflanze oder

ein Baum vor Krankheiten? Ätherische

Öle sind Stoffwechselprodukte,

die von Pflanzen gebildet

werden. Mit diesem Duft lockt die

Pflanze zum Beispiel Insekten an

oder hält sie fern. So kann sie sich

vor Krankheiten schützen.

Es existieren zahlreiche Studien, die

aufzeigen, dass ätherische Öle eine

wichtige Rolle spielen hinsichtlich

der Immunstärkung sowie Vorbeugung

und Begleitbehandlung von

Infektionserkrankungen.

Es ist wissenschaftlich gut belegt,

dass viele ätherische Öle einen viruziden

Effekt ausüben können. Es

lohnt sich ätherische Öle mit antiviralen

Eigenschaften gezielt einzusetzen.

Ich erachte es als sehr

sinnvoll, auch die keimreduzierende

Eigenschaft der ätherischen Öle zu

nutzen und sie vor allem als Raumreinigung

für Wohn- und Arbeitsräume

einzusetzen.

Ich darf mich glücklich schätzen;

denn in meiner Aromaküche gibt

es einen sehr grossen Schatz an

ätherischen Ölen und diesen möchte

ich teilen. Ich suche mir besonders

abwehrstarke Öle heraus und

mache mich ans Mischen. Schnell

zeigt sich, dass es auch in meiner

Umgebung Menschen gibt, die sich

mit Erkältungssymptomen herumplagen.

Es entsteht Unsicherheit –

leider von Angst und Sorge begleitet.

Wirkungskriterien wie abwehrstark,

desinfizierend, keimreduzierend,

angstlösend, beruhigend,

stimmungsaufhellend und — sehr

wichtig — auswurffördernd sind mir

beim Mischen in der Aromaküche

wichtig.

Die ätherischen Öle Teebaum, Thymian

linalool, Ravintsara, Weihrauch,

Tanne weiss, Eukalyptus radiata,

Palmarosa, Melisse, Niaouli,

Cajeput, Fichtennadel sibirisch,

Arve, Zitrone, Linaloeholz, Atlas Zeder

und Bergamotte sind für mich

aktuell wertvolle Helfer.

Zudem möchte ich darauf hinweisen,

dass die etwas in Vergessenheit

geratenen Hydrolate, besser

bekannt als Pflanzenwasser, mit

einem minimen Gehalt an ätherischen

Ölen eine geniale Wirkung

haben. Sie können direkt, ohne Verdünnung,

angewendet werden. Sie

beruhigen und befeuchten Schleimhäute,

nehmen Einfluss auf unsere

Stimmung und wirken je nach

Pflanze unter anderem desinfizierend

und lindernd. Mein Favorit ist

das Rosenblütenwasser.

Ätherische Öle sind in Drogerien

und Apotheken und auch online erhältlich.

Kreative Rezepte als Beispiel

wie jeder sich selber gut rüsten

könnte:

Abwehrstarkes Nasenöl

oder Salbe

3 Tropfen Thymian linalool, 3 Tropfen

Ravintsara und 2 Tropfen Atlas

Zeder in einen Aromaroller mit

10 ml Mandelöl oder in 10 ml Salbe

mischen. Mehrmals täglich auf

saubere Finger geben und gut unter

und um die Nase verteilend einstreichen.

Brustöl

Mischung: 10 Tropfen Ravintsara,

7 Tropfen Thymian linalool, 9 Tropfen

Eukalyptus radiata, 10 Tropfen

Tanne weiss mit 75 ml Johanniskrautöl

vermischen, damit zweibis

dreimal täglich grosszügig

die Brust und den oberen Rücken

einreiben.

Abwehrstarker Raumspray

Mischung: 15 Tropfen Ravintsara,

5 Tropfen Eukalyptus, 5 Tropfen Tanne

weiss, 15 Tropfen Zitrone und 5

Tropfen Lavendel fein in 100 ml

hochprozentigen Alkohol.

Rezepte für Aromaroller, Riechstifte

und Aromavernebler oder Duftlampen

findet man zahlreich in Fachliteratur

für Aromatherapie.

Ich wünsche viel Spass beim aromatischen

Mischen und bliibet gsund!

Gabrielle Neururer

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Sonne, Wind und Wasser strapazieren; Haut und Haar müssen zum

Auftakt des Sommers sorgfältig geschützt werden. Durch besonders

aufmerksame Pflege wird die Haut geschmeidig, die Haare behalten

ihren Glanz.

Jetzt ist intensive Pflege von Kopf bis Fuss

angesagt, besonders anfällige Partien

erhalten sogar eine Extraportion, und bald

fühlt sich jedermann rundum gepflegt und

stürzt sich mit Begeisterung in die Sommersaison

plus Garderobe.

Eine reine, strahlende Haut und volles,

glänzendes Haar gelten als Attribute der

Schönheit und zeugen von Gesundheit.

Für die richtige Pflege von Haut und Haaren

sind viele Menschen bereit, grössere

Summen Geld auszugeben.

Doch nicht alle Therapien halten, was

sie versprechen, und nicht jedes Produkt

eignet sich für jeden Typ. Um die richtige

Pflegeserie zu finden, sollte zunächst

darauf geachtet werden, ob man eher fettende

oder brüchige Haare hat, die Haut eher

schuppt oder zu Akne neigt. Vor allem, wenn

Haut und Haare Probleme bereiten, denen

mit herkömmlichen Shampoos und Cremes

nicht beizukommen ist, werden gute Produkte

benötigt. Denn ausgelaugte Haut mit Trockenheitsfältchen

und ausgebleichtes, stumpfes

Haar sind die negativen Auswirkungen trockener

Wintertage.

Sonne, Strand und Meer oder Badi sind der

Inbegriff für Sommer, Spass, Freiheit und das

pralle Leben. Ob diesem Hochgefühl vergessen

manche, dass die Sonne beziehungsweise

deren Strahlung auch sehr gefährlich sein

kann. Das UV-Licht besteht aus unsichtbaren

*Verträglichkeit und Wirkung durch

moderne analytische Methoden

wissenschaftlich bestätigt.

Impressum Schweizer Hausapotheke

Verlag und Anzeigen Perpress Medien AG, Könizstrasse 25, 3008 Bern, Tel. 031 740 97 10, Fax 031 740 97 28,

info@schweizerhausapotheke.ch • Geschäftsleitung Dr. Christoph Tschan, 031 740 97 15,

ch.tschan@schweizerhausapotheke.ch • Administration & Buchhaltung Carolyn Scheid egger,

031 740 97 10, c.scheidegger@schweizerhausapotheke.ch • Backoffice Ursula Etter • Redaktions- und

Produktions leitung Sylvia Felber, 031 740 97 20, s.felber@schweizerhausapotheke.ch •

Ann-Brita Dähler, Verantwortliche Digital, 031 740 97 18, a.daehler@schweizerhausapotheke.ch •

Leiter Marketing & Kommunikation Mischa Felber, 031 740 97 12, m.felber@schweizerhausapotheke.ch •

Gestaltung Sinem Seçkin • Auflage (deutsch + französisch) 222580 (beglaubigt WEMF 2019)

Abonnement Fr. 24.– Erscheinung achtmal jährlich • Abonnentendienst Industriestrasse 37, 3178

Bösingen, 031 740 97 62, abo@schweizerhausapotheke.ch

18 Schweizer Hausapotheke 4-2020


und nicht spürbaren Strahlen. Heikel sind UV-A- und UV-B-Strahlen,

weil sie vorzeitige Hautalterung verursachen sowie die Entstehung

von Hautkrebs fördern. Ärzte und vor allem Dermatologen bedienen

sich aufgrund ihres Fachwissens natürlich tiefergehender und

demzufolge wirksamerer Methoden. Sie klassifizieren die Haut

im Übrigen nicht nach dieser kosmetischen Sichtweise (normal,

trocken, sensibel, fettig, Mischhaut), sondern diagnostizieren ein

jeweiliges Hautproblem beziehungsweise einen Hautzustand. Hier

kommt es sicherlich zu einigen Überschneidungen; denn trockene

Haut ist genauso ein Hautproblem wie auch ein Hauttyp. Allerdings

kann trockene Haut auch unrein sein und braucht dann auf jeden

Fall ein anderes Reinigungs- und Pflegeregime als trockene Haut,

die nur aus ihrer Feuchtigkeitsbalance geraten ist. Hinzu kommt die

Betrachtung des jeweiligen Alters auf der Haut, wie erste Trockenheitsfältchen,

später dann Linien und tiefere Falten, Pigmentstörungen

und so weiter. Dabei ist nicht von der Hand zu weisen, dass

viel Negatives passiert. Sich stundenlang der Sonne auszusetzen

oder ständig Diätkuren zu machen, verursacht Hautschädigungen,

die wahrscheinlich nie mehr ganz behoben werden können; gegen

die aber mit konsequenter Pflege, nicht zuletzt dank der teilweise

revolutionären Entdeckungen der Kosmetikindustrie, einiges ausgerichtet

werden kann.

Pam-Spark

Gesundes Haar ...

... hat einen glatten, geschlossenen Haarschaft, der das Licht

reflektieren kann. Bei strapaziertem Haar ist der Haarschaft aufgeraut

– unter dem Mikroskop sieht er dann wie ein Tannzapfen –,

aus wirkt das Haar ausgeblichen, weil es weniger Farbpigmente

halten kann, oder es ist strohig, weil es keinen schützenden Fettmantel

mehr aufweist. Falsche Behandlung, zum Beispiel durch

chemische Einflüsse wie Dauerwellen oder Colorationen, aber auch

übermässige Sonnenbestrahlung oder andere ungünstige Umweltbedingungen

sind Eingriffe in die normale Haarstruktur und schwächen

sie mehr oder weniger, machen das Haar anfällig für Spliss

und Brüchigkeit. Regelmässige Pflege mit dem Riesenangebot an

spezifischen Produkten kann einen grossen Teil dieser Behandlung

ausgleichen. Nur eine gesunde, gut durchblutete Kopfhaut ist der

geeignete Nährboden für gesundes, glänzendes Haar. Pflegespülungen

schützen den äusseren Haarmantel, Kurpackungen

lagern ein Pflegedepot im Haarschaft ein. Angesagt ist immer ein

liebevoller Umgang mit der kostbaren Pracht. Tipp: Keinem Trugbild

nachrennen, sondern bedenken, dass die Frisur zwar wichtig ist,

aber nicht den Menschen ausmacht!

Haut und Haare

Von aussen zu pflegen ist das eine – sich in einem gesunden Umfeld

zu bewegen das andere. Was damit gemeint ist: Gesunde oder

zumindest vielseitige Ernährung mit ausreichend Vitaminzufuhr

und Ballaststoffen, viel trinken, Bewegung, frische Luft — und den

Alltagsstress nicht die Überhand gewinnen lassen.

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GEMMOTHERAPIE

Fagus sylvatica

Die Rotbuche

Ein Spaziergang in einem Buchenwald ist etwas Besonderes: Die hochgewachsenen Bäume

mit ihren silbergrauen Stämmen sind ehrfurchtgebietend, sie scheinen alt und weise. Neben

ihnen fühlt man sich klein und doch geborgen.

Am schönsten ist der Buchenwald im Frühling,

wenn die Sonne durch die jungen Blätter

scheint und sie in einem goldenen Grün erstrahlen

lässt. Dieses lichte Grün – die Farbe

des Herzchakras – öffnet einem das Herz.

Dr. Edward Bach erkannte denn auch in der

Blütenessenz der Rotbuche das Mittel für

mehr Toleranz, Mitgefühl und Nächstenliebe.

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist unser häufigster

Laubbaum. Mit Eiche und Edelkastanie

bildet sie die Familie der Buchengewächse.

Sie kann bis 40 Meter hoch und rund 300

Jahre alt werden. Am liebsten mag sie es ausgeglichen:

nicht zu heiss, nicht zu frostig und

vor allem nicht zu trocken. Ein Buchenwald

bietet seinen Bewohnern ein angenehmes

Klima, verdunstet doch eine ausgewachsene

Rotbuche an einem Sommertag bis zu 200

Liter Wasser und produziert dabei 7000 Liter

Sauerstoff. Dazu ist es sehr schattig, nur ein

Prozent des Sonnenlichts dringt durch das

Blätterdach der Buchen bis zum Boden. So

schützen die Bäume ihren empfindlichen

Stamm vor starker Sonneneinstrahlung; denn

ihre glatte Rinde bleibt zeitlebens dünn. Bodennahe

Kräuter müssen deshalb im Frühling

blitzschnell grünen und blühen, bevor die

Buchenblätter sie beschatten.

Ihr rötliches Holz verhalf der Rotbuche zu

ihrem Namen. Es ist hart, aber wenig elastisch

und wird für Möbel und Parkettböden,

aber auch als Brennholz mit hohem Heizwert

verwendet. Wird das Holz unter Luftabschluss

erhitzt, erhält man Buchenteer (Kreosotum).

Dieser wurde zu Salben verarbeitet

und bei Hautkrankheiten sowie Rheuma

20 Schweizer Hausapotheke 4-2020

eingesetzt. Heute gilt er als krebserregend

und wird nur noch in homöopathischer Potenzierung

verwendet.

Aus der Holzasche wurde früher Lauge zum

Waschen angesetzt. Ausserdem war sie für

die Glasproduktion wichtig; das sogenannte

grüne Waldglas entstand aus Buchenasche

und Sand. Für die Glasherstellung wurden

denn auch ganze Wälder abgeholzt: Um die

Orangerie Friedrich des Grossen zu verglasen,

mussten 50 Hektaren Buchenwald zu

Pottasche verarbeitet werden!

Dünnhäutige Riesen

Obschon sich nur wenige Mythen um die

Buche ranken, war sie den Menschen stets

wichtig. Davon zeugen auch all die Orts- und

Flurnamen, die sich auf Buchen beziehen.

«Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du

suchen», rät eine Bauernregel bei Gewitter.

Das ist zwar kein verlässlicher Schutz, enthält

aber doch ein Körnchen Wahrheit: Der

Blitz schlägt weniger oft in Buchen ein, weil

diese – im Gegensatz zu den Eichen – kaum

auf Wasseradern stehen.

Der wissenschaftliche Name Fagus sylvatica

bedeutet eigentlich «Essen aus dem Wald».

Junge Buchenblätter eignen sich gut für

Frühlingssalate und können auch zu einem

Likör verarbeitet werden. Die Buchnüsschen,

Buchecker genannt, enthalten viel Eiweiss

und wertvolles Öl. In grösseren Mengen

verzehrt, können sie bei empfindlichen Menschen

Übelkeit und Erbrechen auslösen. Geröstet

sind sie aber eine gesunde Knabberei,

und auch zu Mehl gemahlen lassen sie sich

vielseitig verwenden. Getrocknetes Buchenlaub

galt früher als gutes und milchförderndes

Winterfutter für das Vieh.

Kühlend und antiallergisch

Buchenblätter wurden stets auch medizinisch

eingesetzt, sie sind kühlend bei Schwellungen

und Entzündungen und wurden

zudem auf hitzige Geschwüre aufgelegt. Das

Kauen der Blätter half bei Verletzungen und

Infektionen der Mundschleimhaut. Wohltuend

ist das Auflegen von frischen Buchenblättern

auf die von der Bildschirmarbeit gereizten

Augen. In den Blättern findet man Vitamin C,

Flavonolglykoside, Kaffeesäure, Triterpensaponine,

Leukocyanidin, Aminosäuren, in der

Rinde Gerbstoffe, Suberin, Glucovanillin. Der

Rindenaufguss wurde in der Volksheilkunde

bei Durchfall und bei Atemwegserkrankungen

eingesetzt. Zudem galt er als fiebersenkend

und diente bei Malaria als Ersatz für Chinarinde.

Von den nierenförmigen Keimblättern

der Buchen lasen die Menschen eine weitere

Wirkung ab: Buchenblättertee regt tatsächlich

die Nieren an.

Die Winterknospen der Buche fallen durch

ihre spitze, wehrhafte Form auf, die zweifellos

Frassfeinde entmutigt. Im Frühling

öffnen sie sich und lassen die zartflaumigen,

lichtgrünen Blättchen entrollen. Aus diesen

Frühlingsknospen wird die Gemmoessenz

der Rotbuche gewonnen. Sie stärkt die Niere,

regt die Harnproduktion an und wird bei

verminderter Nierenleistung und der Neigung

zu Nierengriess eingesetzt. Die Rotbuche

hilft ausserdem allergiegeplagten Menschen.

Durch ihre Antihistaminwirkung ergänzt sie

sich gut mit der Essenz der Schwarzen

Johannisbeere bei Heuschnupfen und anderen

Allergien. Sind die Nasennebenhöhlen

stark betroffen, nimmt man zusätzlich die Essenz

der Weissbuche. Es sind meist sensible

Menschen, die zu Allergien neigen. Die Rotbuche,

die so stark erscheint, aber dünnhäutig

und verwundbar ist, verhilft ihnen zu einer

besseren Abgrenzung.

Ursula Glauser-Spahni ist Biologin. Seit mehr

als 30 Jahren sammelt sie Schweizer Bachblüten

für die Firma Phytomed AG. Sie verfasste

2008 das Buch «Kaninchenapotheke».


Die grauen Monate sind um, die

Sonne scheint und es ist Zeit für frische

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Rauchstopp

Dauerhafter Tabakkonsum schadet der Gesundheit. Mit jedem Zug werden dem Körper dutzende

krebserregende und andere gesundheitsschädigende Stoffe, die im Tabak enthalten sind oder bei

der Verbrennung entstehen, zugeführt.

Manch ein Raucher wünscht sich, er könnte

von heute auf morgen mit dem Rauchen aufhören.

Tatsächlich lässt sich die Nikotinabhängigkeit

in wenigen Wochen überwinden.

Viel stärker als das körperliche Verlangen ist

jedoch die Macht der Gewohnheit. Für viele

Raucher ist die Zigarette fester Bestandteil

des Alltags. Die beliebte Zigarette zum Kaffee

am Morgen oder beim gemütlichen Apéro mit

Freunden. Wenn im sozialen Umfeld ebenfalls

geraucht wird, ist das Aufhören besonders

schwierig.

Tipps für die Raucherentwöhnung

Verwenden Sie ein Nikotinersatzprodukt: Die

Produkte dienen als vorübergehende Unterstützung

zur Tabakentwöhnung und sind

rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Lenken Sie sich ab: Befassen Sie sich mit

Dingen und Aufgaben, die Sie ablenken, beispielsweise

mit einem Spaziergang. Essen

Sie eine Frucht, kauen Sie einen Kaugummi

oder greifen Sie auf ein zuckerfreies Bonbon

zurück.

Medbase Apotheke

Die Medbase Gruppe betreibt als führende

ambulante Gesundheitsdienstleisterin

schweizweit über 100 Standorte mit Apotheken

und medizinischen Zentren. Insgesamt

betreuen rund 1700 Mitarbeitende Kunden

und Patienten ganzheitlich von der Prävention

über die Akutmedizin bis zur Rehabilitation.

Gegen 300 Haus- und Spezialärzte/-

innen, über 360 Therapeuten/-innen sowie

140 Apotheker/-innen arbeiten Hand in Hand

unter einem Dach zusammen.

Ein Rauchstopp lohnt sich

Doch es lohnt sich jederzeit, lieber spät als

nie. Das Herzinfarktrisiko ist bereits nach

einem rauchfreien Jahr um 50 Prozent reduziert;

nach 15 Jahren sind das Herzinfarktund

Lungenkrebsrisiko nicht mehr höher

als bei einem Nichtraucher. Nicht nur für die

Gesundheit ist ein Rauchstopp lohnenswert.

Ohne dauerhaften Tabakkonsum wird die

körperliche Leistungsfähigkeit erhöht, das

Husten wird weniger und man kann besser

durchatmen. Auch hat das Essen wieder

einen besseren Geschmack, und der Körper,

die Haare, die Kleidung sowie die Wohnung

verlieren den unangenehmen Geruch nach

Zigarettenrauch.

Beschäftigen Sie Ihre Hände: Um Stress und

Nervosität abzubauen, helfen Antistressbälle

oder Handarbeiten.

Tief durchatmen: Atmen Sie durch die Nase,

halten Sie den Atem drei Sekunden lang an

und lassen Sie die Luft langsam wieder ausströmen.

Wiederholen Sie die Übung, bis die

Lust aufs Rauchen vergeht.

Wasser trinken: Trinken Sie in kleinen Schlucken

Wasser. Behalten Sie das Wasser etwa

drei Sekunden im Mund, bevor Sie es schlucken.

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22 Schweizer Hausapotheke 4-2020


Täglicher UV-Schutz

ohne kritische Inhaltsstoffe

Es ist wichtig, dass wir das

Sonnenlicht ganzheitlich anschauen,

um den Einfluss der

Strahlen auf unsere Haut genau

zu verstehen. Sonnenstrahlung

ist elektromagnetische Strahlung

von unterschiedlichen Wellenlängen

und geht von den kurzwelligen

UV-Strahlen bis hin zu den

langwelligen Infrarotstrahlen. Die

Wellenlänge gibt uns direkt Auskunft

über die Energie der Strahlung.

Je kurzwelliger die Strahlen,

desto energiereicher sind sie.

UV-Strahlen sind klassifiziert als

«komplettes Karzinogen», da sie

die Möglichkeit haben, sowohl eine

Tumorbildung auszulösen, wie sie

auch zu verstärken. Während die

kurzwelligen und hochenergetischen

UVB-B-Strahlen vor allem

die obere Hautschicht (Epidermis)

schädigen, dringen bereits die etwas

längerwelligen UVA-A-Strahlen

tiefer in die Haut bis in die Dermis

ein. Eine Überdosis an UVB-B

kann direkte DNA-Mutationen

(Photodimere) provozieren und löst

zudem eine Kaskade von Entzündungsreaktionen

aus (sichtbar

im Sonnenbrand), die zum Zelltod

führen können. UVA-A ist weniger

aktiv in den oben genannten

Mechanismen, jedoch stark verantwortlich

für die Schädigung

der DNA oder anderen relevanten

Zellbestandteile durch die Bildung

freier Radikale.

Ist die tägliche Anwendung von

chemischen UV-Schutzfiltern

unbedenklich?

Es gibt gewisse chemische Sonnenschutzfilter,

die zwar legal sind,

aber endokrine Disruptoren oder

irritierend (z. B. Octocrylene) sein

können.

Nebenbei sind einige noch nicht

photostabil und zerfallen unter

UV-Strahlung in Radikale, welche

die Haut schädigen können. Ultrasun

verwendet sehr konsequent keinen

dieser kritisch diskutierten chemischen

Filter.

Gleichzeitig verwendet Ultrasun in

der Linie für die sensible Haut einen

Mix aus nicht kritisierten, chemischen

und mineralischen Filtern.

Die tägliche Verwendung von

Ultrasun-Produkten fürs Gesicht ist

zusätzlich unproblematisch, da in

allen Formeln kein Parfum, keine

Mineralöle, keine PEG-/PPG-Emulgatoren,

keine Konservierungsmittel,

keine Aluminiumverbindungen

und keine Silikone enthalten sind.

Besonders umweltschonend

Ultrasun – die Schweizer Sonnenschutzmarke

– wird mit dem

EcoSun Pass als besonders umweltschonender

Sonnenschutz

ausgezeichnet.

Online und offline konnte man es

lesen: Auf Hawaii und Palau werden

die folgenden Sonnenschutzfilter

verboten:

• Octinoxat (auch Ethylhexyl

Methoxycinnamate)

• Octocrylene

• Butyl Methoxydibenzoylmethane

• Oxybenzone (auch

Benzophenone-3)

• 4-Methylbenzylidene

Camphor (4MBC)

Mit dem Verbot dieser chemischen

UV-Filter auf Hawaii und

Palau wurde bei Verbrauchern die

Sensibilität gegenüber der Umweltschädlichkeit

von Sonnenschutzprodukten

geweckt. Andererseits

entwickelte sich aber auch eine

ziemliche Willkür an umweltfreundlichen

Auslobungen bei vielen

Sonnencrememarken.

Welchen «ocean friendly»

Auslobungen kann man jetzt

Glauben schenken?

Der deutsche Sonnenschutzfilter-

Hersteller BASF setzt mit dem

EcoSun Pass ein Zeichen für mehr

Umweltbewusstsein und entwickelt

eine neue wissenschaftliche Methodik

zur Bewertung der Umweltverträglichkeit

von UV-Filtersystemen

in Sonnenschutzprodukten.

Der EcoSun Pass bewertet Produkte

transparent auf Basis von international

anerkannten Kriterien,

wobei insbesondere folgende

Hauptfragen beantwortet werden

betreffend Sonnenschutzfilter:

• Biologische Abbaubarkeit — Wielange

bleibt ein Filter in unserem

Öko-System erhalten, bis er sich

abbaut? Baut sich ein Filter überhaupt

ab?

• Aquatische Toxizität — Wie giftig

ist ein Filter, wenn er ins Wasser

gelangt? Wie giftig ist ein Filter,

wenn er im Boden bleibt?

• Bio-Akkumulierung mit Potenzial

für endokrine Wirkung — Sammelt

sich ein Filter in Organismen an

und besteht Verdacht auf eine

hormonelle Wirkung?

Die Menge der verwendeten Filter

hat auch einen Umwelteinfluss (je

mehr, desto schlechter). Die Linie

für die sensible Haut der Schweizer

Sonnenschutzmarke Ultrasun

wurde ebenfalls geprüft und jetzt

weltweit als eine der wenigen Marken

mit dem EcoSun Pass Label

ausgezeichnet. Die hohen Anforderungen

des EcoSun Pass werden

keine Flut von ausgezeichneten

Produkten bringen, sondern eine

echte Auszeichnung für besonders

umweltschonenden Sonnenschutz

darstellen.

Weitere Informationen unter

ultrasun.com

Schweizer Hausapotheke 4-2020 23


Erkennen und beheben

Viele wissen: Gegen Muskelkrämpfe – vor allem die unangenehmen, nächtlichen Krämpfe in den

Waden – hilft Magnesium. Weniger bekannt ist, dass sich ein Mangel des Minerals auch in

anderen Symptomen zeigt.

Magnesium (Mg) erfüllt im Organismus,

ebenso wie die anderen Mineralstoffe, eine

Vielzahl an wichtigen Aufgaben. So ist es

beispielsweise als Gegenspieler von Calcium

an unterschiedlichsten Stoffwechselprozessen

beteiligt. Insbesondere stabilisieren

die beiden Elektrolyte die Erregbarkeit von

Muskel- und Nervenzellen. Calcium sorgt für

die Muskelanspannung, Magnesium für die

Muskelentspannung. Gesunde Knochen und

Zähne sowie alle Zellen, Gewebe und Organe

benötigen eine ausreichende Konzentration

an Magnesium. Etwa 350 Milligramm

benötigen Männer über 25 Jahren täglich,

Frauen 300 Milligramm. Das Mineral kann

der Körper allerdings nicht selbst herstellen.

Daher muss der gesamte Tagesbedarf über

die Nahrung aufgenommen werden.

Vielfältige Mangelsymptome

So vielfältig wie die Funktionen des Magnesiums

im Organismus sind die möglichen

Symptome von Magnesiummangel: weithin

bekannt sind Muskelverspannungen und

Muskelkrämpfe, wie nächtliche Wadenkrämpfe

oder Lidzucken. Dank intensiver

Werbung für Magnesiumpräparate greifen

viele Menschen schon beim kleinsten Muskelzucken

zu Brausetabletten und Pülverchen.

Tatsächlich können diese Symptome

in der Muskulatur aber auch gänzlich

andere Ursachen haben. Viel häufiger als

Magnesiummangel sind das beispielsweise

Fehlhaltungen, Fehlbelastungen und Überanstrengungen.

Magnesiummangel macht sich häufig durch

ganz unspezifische Symptome bemerkbar:

Auf der körperlichen Seite sind dies Müdigkeit,

Schwäche und Magen-Darm-Beschwerden

mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall

und Krämpfen sowie Kopfschmerzen und

Schwindel. Manchmal kommt es aber

zunächst auch nur zu psychischen Symptomen

wie Unruhe, erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen,

Interessensverlust

und Teilnahmslosigkeit oder Nervosität. Anhaltender,

ausgeprägter Magnesiummangel

kann schwere Folgen haben.

Bei älteren Menschen typisch sind Herzrhythmusstörungen,

Herzmuskelinsuffizienz

und ein beschleunigter Herzschlag. Weitere

klassische Magnesiummangel-Symptome

24 Schweizer Hausapotheke 4-2020

sind starker Gewichtsabfall ohne erkennbare

Ursache, Bewusstseinsstörungen, vermehrte

Schläfrigkeit und verlangsamtes

Denkvermögen. Ist die Erregbarkeit der Zellen

durch anhaltenden Magnesiummangel

stark gestört, sind Muskelkrämpfe, Muskelzuckungen,

anhaltendes Muskelzittern, Gefühlsstörungen

oder Bewegungsstörungen

die Folge.

Medikamente und Stress als Auslöser

Nicht selten begünstigt die Einnahme von

Medikamenten das Entstehen eines Magnesiummangels.

So nimmt der Magnesiumbedarf

beispielsweise bei Medikamenten zur

Krebsbehandlung (Chemotherapeutika), bei

Glukokortikoiden wie Kortison oder bei der

Pille zur Schwangerschaftsverhütung zu.

Auch Stress kann erheblich zu einem Mangel

an Magnesium beitragen; der Mangel

wiederum senkt die Stressresistenz. Dieser

Kreislauf kann nur durch die Gabe von Magnesium

durchbrochen werden.

Bei Verdacht auf Magnesiummangel ist es

ratsam, zunächst mit einem Arzt zu sprechen.

Er kann andere Ursachen für nächtliche

Wadenkrämpfe, Schwindel oder Müdigkeit

gezielt ausschliessen und wird dann

die geeignete Therapie einleiten, um den

Magnesiummangel zu behandeln.

Achten Sie auf die Ernährung

In der Regel kann ein Magnesiummangel

selbst behandelt werden. Die beste Selbsthilfe

und Vorbeugung ist eine gesunde und

abwechslungsreiche, frische Ernährung. An

Getränken sollten magnesiumreiche Mineralwasser

vorgezogen und Softdrinks wie

Cola gemieden werden.

Besonders viel Magnesium ist in folgenden

Lebensmitteln enthalten: Nüsse (vor allem

Wal-, Erd- und Cashewnüsse), Schokolade,

Sonnenblumenkerne, Sesam, Weizenkeime,

Bananen, Beerenobst und Trockenfrüchte.

Und so kann ein Menüplan aussehen,

welcher den täglichen Bedarf deckt: Ein

Frühstück aus Joghurt und Banane, ein

Mittagessen aus Kartoffeln, Spinat und

Hähnchenbrust, ein Snack aus einer Handvoll

Cashew-Nüssen und zwei Scheiben

Vollkornbrot am Abend.

Urs Tiefenauer ist Texter, Werbe- und PR-

Fachmann. Seit 2001 arbeitet er selbst-

ständig im Bereich Gesundheit und

Gesellschaft.


Aktive Massnahmen gegen

chronische Erkrankungen und zur

Stärkung des Immunsystems

Sie möchten Ihre Gesundheit stärken und bis ins hohe Alter erhalten? Mit gezielter Ernährungs- und

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Ein gut funktionierender Stoffwechsel ist die

Grundlage für körperliches und seelisches

Wohlbefinden. Umgekehrt gilt: Jede Krankheit

hat ihre Ursache in einer Störung des Stoffwechsels.

Im Problemfall werden Substanzen

nicht mehr abgebaut und ausgeschieden.

Wenn sie sich anreichern, können

sie den Körper sogar vergiften. Die Symptome

sind vielfältig: ein nicht funktionierendes

Immunsystem, Schlafstörungen, zu

hohe Zucker-, Fett- und Leberwerte, Verdauungsprobleme,

Müdigkeit, Erschöpfung oder

rheumatische Beschwerden. Im Fachkurhaus

Seeblick nehmen wir uns daher viel Zeit für Sie

und Ihre offenen Fragen.

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stellen sich täglich neuen Herausforderungen.

Ohne das körpereigene Abwehrsystem hätte

der Mensch keine Überlebenschance. Immunsystem

und Ernährung stehen miteinander in

enger Wechselbeziehung. Deshalb sind eine

gesunde Ernährung und ausreichende Mikronährstoffzufuhr

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SH 4/2020


Starker Ausdruck

Menschen und höher entwickelte Tiere können weinen.

Kinder weinen trotzig, wenn sie mit Nachdruck

ihren Willen gegen denjenigen der Erziehungspersonen

durchsetzen möchten. Erwachsene weinen als

Ausdruck tiefer Trauer, aus Wut oder vergiessen

Freudentränen.

Die Tränen sind ein Zeichen von tiefen Gefühlen

und diese Augensprache versteht

man auf der ganzen Welt. Ganz unabhängig

von der Kultur, wissen wir Tränen als Symbol

zu interpretieren und dieses weckt in uns

das Bedürfnis, den anderen Menschen zu

trösten. Das Weinen ist eine international

verständliche Sprache des Schmerzes. Aber

es gibt da auch noch die Krokodilstränen.

Tränen, die Gefühle vortäuschen. Die Trauer,

Betroffenheit oder Mitleid bloss vortäuschen.

Tatsächlich sondern Krokodile bei besonders

leckerer Beute Tränenflüssigkeit ab. Und

als man über diese gefährlichen Tiere noch

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26 Schweizer Hausapotheke 4-2020

nicht so gut Bescheid wusste, glaubte

man, sie täuschen der Beute Mitleid vor,

um ihnen die Furcht zu nehmen und sie an

der Flucht zu hindern. Inzwischen weiss man

aber, dass Krokodile nicht heimtückischer

sind als andere Jäger. Weil sie zum Fressen

das Maul sehr weit aufsperren müssen,

drückt dies auf die Tränendrüse. Menschen

können sich ganz bewusst so trügerisch

verhalten. Sie heucheln, um Aufmerksamkeit

oder Mitleid zu erhalten.

Neben diesen psychologischen Aspekten

sind Tränen eine Ausscheidung des Auges,

welche körperliche Funktionen hat.

Tränenflüssigkeit

Wie viel Tränenflüssigkeit Menschen täglich

produzieren, ist nicht eindeutig bestimmt.

Die Tränen verdunsten rasch und es gibt

kein gutes Verfahren, die Menge zu messen.

Deshalb sind wir auf Schätzungen, die so

bis zu einem halben Liter pro Tag gehen, angewiesen.

Allerdings ändert sich die Menge

der Produktion unter bestimmten Umständen

stark. Wir alle kennen die tränenden

Augen, wenn ein eisig kalter Wind bläst und

unsere Augen reizt. Oder wenn ein winziger

Fremdkörper, ein kleines Insekt vielleicht

oder ein Staubkorn, uns ins Auge geflogen

ist. Sogleich versucht der Körper mit Hilfe

der Flüssigkeit, diesen aus dem Auge hinaus

zu schwemmen. Dafür würde Wasser wohl

ausreichen, doch Tränen enthalten wichtige

Inhaltsstoffe. Deshalb nennen Experten

die Tränen in ihrer Fachsprache nicht etwa

Augenwasser, sondern Lacrima. Diese Flüssigkeit

ist leicht salzig und süss, weil sie sowohl

Kochsalz als auch Glukose enthält. Von

besonderer Bedeutung sind die Proteine:

Lysozym und Lipocalin. Lipocaline sind kleine

Eiweisse, die wie ein Trichter oder Kelch

aussehen. Sie nehmen in diesem Trichter

wasserunlösliche Substanzen auf. Sie

fangen sozusagen Fremdkörper dank ihrer

Forma ein, schliessen dann den Deckel, damit

der Eindringling nicht wieder entweichen

kann, und entfernen auf diesem genialen

Weg alles, was nicht in ein Auge gehört.

Tränendrüsen

Die Tränen werden in der Glandula lacrimalis,

der Tränendrüse, gebildet. Sie liegt

am oberen äusseren Rand der Augenhöhle.

Auch auf den Augenlidern sitzen Drüsen,

die an der Tränenproduktion beteiligt sind.

Man nennt sie die Meibom- und Molldrüsen.

Zusammen sind diese Drüsen für den Augenfilm

verantwortlich. Er besteht aus drei

Schichten und schützt das empfindliche

Sehorgan vor allen widrigen Einflüssen aus

der Aussenwelt.

Über der Hornhaut liegt eine Schleimschicht,

die Mucosa, die dafür sorgt, dass die Flüssigkeit

haften bleibt und das Auge nicht

überläuft. Der Augapfel muss immer gut

feucht sein, damit die Augenlider nicht an

ihm reiben und ihn reizen. Der flüssige Film

hat wegen seinen Inhaltsstoffen reinigende

und keimtötende Eigenschaften. Die Tränenflüssigkeit

verbessert zudem das Sehen.

Durch den regelmässigen Lidschlag wird die

Tränenflüssigkeit stets gleichmässig auf der

Oberfläche der Hornhaut verteilt. Nicht mehr

benötigte Tränen fliessen über den Tränenkanal

auf der inneren Seite des Auges ab.

Das verbrauchte, überschüssige Wasser wird

in den Tränensäcken aufgefangen und von

dort zur Nasenhöhle weitergeleitet. Das ist

auch der Grund, weshalb uns die Nase läuft,

wenn wir weinen oder wenn wir versuchen,

aufsteigende Tränen zu unterdrücken.

Es kann vorkommen, dass die Drüsen zu

viel Flüssigkeit produzieren oder die Tränen

nicht richtig ablaufen. Dann tränen die

Augen, sie laufen einfach so über. Bei Babys

und Kleinkindern kommt eine Stenose, eine

Verengung des Tränenkanals, häufig vor.

Ältere Menschen fühlen sich vielleicht durch

ein triefendes Auge gestört. Das ist nicht nur

ein ästhetisches Problem, sondern beeinträchtigt

die Sehfunktion teilweise erheblich.

Tränenkanäle können vom Augenarzt mit


einem kleinen Eingriff erweitert werden und

somit wird der Abfluss erleichtert.

Tränensäcke

Das Zwischenlager von Tränenflüssigkeit hat

eine wichtige Funktion, ist aber besonders

bei älteren Menschen nicht beliebt. Genau

genommen haben diese beiden Dinge nichts

miteinander zu tun. Wir sprechen nämlich

von Tränensäcken und meinen damit eine

Schwellung am Unterlid. Das ist eher ein kosmetisches

Problem und eine gute Geldquelle

für Anti-Aging-Produkte. Bei übernächtigten

jüngeren Menschen handelt es sich um ein

Ödem, eine Wasseransammlung im Gewebe

des Unterlids. Im Alter wird Bindegewebe, wo

auch immer am Körper, schlaffer. Es verliert

seine Elastizität und Straffheit. Deshalb ist

die Haut nicht mehr satt, sondern beginnt zu

hängen. Und genau das geschieht auch mit

dem Gewebe im Unterlid. Das ist völlig harmlos,

und wer zum Altersprozess stehen kann,

hat damit keine Probleme.

Ganz anders verhält es sich, wenn die richtigen

Tränensäcke nicht funktionieren, wie sie

sollten. Alles andere als harmlos sind Entzündungen.

Der Augenarzt spricht dann von

einer Dakryozystis. Ursache ist meist eine

Verstopfung des Tränenkanals, sodass das

Augenwasser im Tränensack liegen bleibt

und nicht mehr abfliessen kann. Das Gewebe

rund um den Tränensack schwillt durch

das viele Wasser auf und Bakterien oder

Pilze, die feuchte und warme Orte lieben,

nisten sich dort ein. Wird die Entzündung

nicht rechtzeitig behandelt, breitet sie sich

aus und befällt die gesamte Augenhöhle.

Deshalb ist eine ärztliche Behandlung unumgänglich.

Man kann das Auge spülen und

Antibiotika in Tropfenform verabreichen.

Künstliche Tränen

Sind die Augen zu trocken, fühlt sich das

an, wie wenn sich Sandkörner ins Auge

geschlichen hätten. Es beisst und reizt. Die

Ursachen können ganz harmlose äussere

Faktoren sein: Rauch zum Beispiel oder sehr

trockener Wind überfordert die Tränendrüsen,

in kurzer Zeit genug Flüssigkeit auszuscheiden.

Sobald der äussere Reiz aufhört,

erholt sich das Auge.

Im höheren Alter ist die Ursache jedoch

meist ein Produktionsmangel. Wie alle Organe

des menschlichen Körpers altern auch

die Tränendrüsen und verlieren an Funktionstüchtigkeit.

Dagegen gibt es einfache

Behandlungsmöglichkeiten. Es gibt Ersatzprodukte

für die fehlende Tränenflüssigkeit

in Tropfenform. Das sind künstliche Tränen,

die ein chemisches Benetzungsmittel wie

Dexpanthenol enthalten und das Auge über

längere Zeit feucht halten.

Menschen, die noch voll im Arbeitsleben

stehen und stundenlang vor dem Bildschirm

sitzen müssen, leiden häufig ebenfalls unter

trockenen, gereizten Augen. Das deshalb,

weil der starre Blick auf den Bildschirm

das automatische Blinzeln vermindert. Der

regelmässige Lidschlag ist jedoch für die

Verteilung der Tränenflüssigkeit auf dem

Auge notwendig. Wer deswegen trockene

Augen hat, kann sich bewusstes Blinzeln

angewöhnen und sich damit vielleicht schon

ausreichend Linderung verschaffen.

Allen mit trockenen Augen besonders zu

empfehlen ist ein ganz einfaches Hausmittelchen:

Zuerst trinkt man zur Stärkung

einen Schwarztee, lässt den benutzten

Teebeutel etwas abkühlen und legt ihn sich

während zehn Minuten auf die Augen. Der

Schwarztee wirkt beruhigend, hilft gegen die

Reizung und der nasse Beutel befeuchtet

das trockene Auge.

Judith Dominguez

Schüssler Salze – im Sport unverzichtbar

Viele nehmen ganz generell schon

durch die Art ihrer Ernährung zu

wenig Vitamine und Mineralstoffe

zu sich. Sportliche Aktivitäten

bilden eine zusätzliche Belastung

des Vitamin- und Mineralstoffhaushalts

– in dieser Situation können

Schüssler Salze wirkungsvoll

unterstützen.

Eigentlich wissen wir schon seit

Jahrhunderten, welche positive Wirkung

körperliche Aktivitäten auf Gesundheit

und Wohlbefinden haben.

Zudem ist uns nicht fremd, dass der

menschliche Körper für Bewegung

vorgesehen ist und die wichtigen

Systeme wie Knochen, Muskeln,

Stoffwechsel, Kreislauf, Verdauung

und Hormone nur dann richtig funktionieren,

wenn sie durch körperliche

Aktivitäten stimuliert werden.

Von dieser Stimulation geht sowohl

eine präventive wie auch eine therapeutische

Wirkung in Bezug auf

viele Erkrankungen und Gesundheitszustände

aus.

Bewegung ist wichtig

Auf vielfältige Weise trägt körperliche

Bewegung zu einer hohen Lebensqualität

bei. Eine sportliche Tätigkeit

kurbelt den Kreislauf an und

sorgt für eine gute Durchblutung

im ganzen Körper. Der Sauerstofftransport

wird angeregt, Organe wie

Herz, Hirn und Lunge bleiben leistungsfähiger,

das Risiko für Gefässerkrankungen

sinkt. Zudem werden

die Muskeln gestärkt – Bänder, Gelenke

und Wirbelsäule werden dadurch

stabilisiert und gleichzeitig

entlastet.

Folgenreiche Nährstoffdefizite

Neben Kalorien verbraucht der Körper

durch Bewegung aber auch Mineralstoffe

und Vitamine. Eine unzureichende

Versorgung dieser

Nährstoffe führt dazu, dass der

Nährstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht

gerät. Der Körper sendet

sichtbare, spürbare und unter

Umständen schmerzhafte Signale:

brüchige Fingernägel, irritierte

Haut; Müdigkeit, Antriebslosigkeit,

Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten;

Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen.

Wirkungsvolle Schüssler Salze

Hier können speziell die Schüssler

Salze Nr. 3, 5 und 7 helfen: Sie unterstützen

den Körper bei der Aufnahme

und Verteilung von Mineralstoffen

aus der Nahrung und optimieren

so die körperliche und geistige

Leistungsfähigkeit. Während die Nr.

3 die Sauerstoffzufuhr verbessert

und Muskelkater vorbeugt, hat sich

die Nr. 5 als Nerven- und Energiemittel

bewährt, die Nr. 7 wirkt entspannend

und krampflösend und unterstützt

die Muskelkontraktion. Diese

drei Schüssler Salze sind auch als

fertige Sport-Mischung Nr. 7 plus

erhältlich – zur Förderung der körperlichen

und geistigen Leistungsfähigkeit

sowie zur Verkürzung der

Erholungszeit nach dem Sport und

grossen Belastungen.

Produktetipp:

Jenny Wyss ist Drogistin und

arbeitet als Stv. Filialleiterin im

Egli Biofachgeschäft an der

Löwenstrasse in Zürich.

Schweizer Hausapotheke 4-2020 27


Makuladegeneration

Bei dieser Erkrankung sterben allmählich die

lichtempfindlichen Zäpfchen auf der Netzhaut

ab. Rund zwanzig Prozent der älteren

Menschen sind davon betroffen. Eine Makuladegeneration

schreitet langsam voran und

kann bereits ab einem Alter von 50 Jahren

beginnen. Rund der Hälfte aller Erblindungen

liegt eine Makuladegeneration zugrunde.

Eine Heilung ist bis jetzt noch schwierig, doch

das Fortschreiten der Netzhautschädigung

kann durch verschiedene Therapieansätze

verlangsamt werden. Wichtigste Massnahme

zur Vorbeugung ist das Tragen einer guten

Sonnenbrille an hellen Tagen; denn dies bietet

wirksamen Schutz vor Sonnenlicht.

Was die Sicht

trüben kann

Die Augen sind für uns Menschen wohl eines der wichtigsten Sinnesorgane.

Mit ihnen können wir vieles um uns herum wahrnehmen. Manche

Augenerkrankungen sind einfach nur lästig, andere hingegen können

das Augenlicht gefährden.

Grauer Star

Hier handelt es sich um eine Augenerkrankung,

die eine allmähliche Verdickung und

Trübung der Linse nach sich zieht. Sie tritt

mit zunehmendem Alter immer häufiger

auf und kann das korrekte Sehen stark einschränken.

Der Betroffene sieht verschwommen

und die Helligkeit und Leuchtkraft der

Farben nimmt ab, während die Blendeempfindlichkeit

erhöht ist. Bei dieser Erkrankung

kann man leider weder vorbeugen noch

medikamentös behandeln. Durch eine relativ

gefahrlose Operation lässt sich jedoch

die geschädigte Linse ersetzen, wodurch

meistens eine deutliche Verbesserung des

Sehvermögens erreicht wird.

Es gibt eine ganze Reihe krankhafter Veränderungen,

die unseren Augen schaden können.

Manche werden bisweilen erst (zu) spät

erkannt und können den Augen auf Dauer

Schaden zufügen. Einige der häufigsten Augenerkrankungen

sollen hier kurz vorgestellt

werden.

Trockene Augen

Wenn das Auge nicht mehr genügend Tränenflüssigkeit

produziert oder der Tränenfilm

das Auge nicht mehr ganzflächig benetzen

kann, haben Krankheitserreger oder Fremdkörper

leichtes Spiel: sie können sich leichter

ausbreiten und Infektionen oder Allergien

auslösen. Die Symptome reichen von Augenrötungen

über Fremdkörpergefühl, Juckreiz,

Brennen, Lichtempfindlichkeit und geschwollene

Augenlider bis hin zu müden Augen.

Vorbeugend sollten staubige oder verrauchte

Orte gemieden werden. In trockenen Räumen

helfen Raumbefeuchter. Kontaktlinsen

sollten nicht zu lange im Auge belassen und

regelmässig gut nachbenetzt werden. Wer

viel am Bildschirm sitzt, sollte zwischendurch

immer mal wieder die Augen schliessen,

28 Schweizer Hausapotheke 4-2020

um ihnen eine kleine Pause zu gönnen. Zur

Behandlung von trockenen Augen empfehlen

sich verschiedene Tränenersatzprodukte

sowie eine gute Lidrandhygiene.

Bindehautentzündung

Das sind die Symptome: Die Augen sind rot,

brennen und jucken. Oft sind morgens die

Lider verklebt, und tagsüber hat man das

Gefühl, Sand im Auge zu haben. Zu den Auslösern

gehören beispielsweise Pollen, Kosmetika,

starkes Licht, Rauch, Fremdkörper

(Kontaktlinsen). Auch Infektionen mit Viren

oder Bakterien führen oft zu einer Bindehautentzündung.

Je nach Ursache wird eine Bindehautentzündung

anders behandelt. Bei einer Allergie

helfen antiallergische Augentropfen – und

natürlich nach Möglichkeit das Meiden

der Auslöser. Bei bakteriellen Infekten wird

der Arzt wahrscheinlich antibiotikahaltige

Augentropfen verschreiben. Wenn es sich

um leichtere Reizungen des Auges handelt,

stehen in der Apotheke verschiedene

Medikamente, auch homöopathische, zur

Verfügung.

Grüner Star

Beim Grünen Star wird der Sehnerv meist

durch einen erhöhten Augeninnendruck geschädigt.

Neben der Makuladegeneration ist

dies eine der Hauptursachen für Erblindung.

Eine frühzeitige Erkennung hilft, Augenlicht

zu retten! Folgende Personengruppen haben

ein erhöhtes Risiko, an einem grünen Star

zu erkranken und sollten deshalb ein jährliche

augenärztliche Kontrolle durchführen

lassen: Menschen ab 40 Jahren, wenn enge

Verwandte ein Glaukom haben oder hatten,

bei Kurzsichtigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-

Erkrankungen, Herzinsuffizienz, erhöhtem

Blutdruck und Durchblutungsstörungen.

Bei einem positiven Befund kann durch die

regelmässige Anwendung von speziellen,

verschreibungspflichtigen

Augentropfen ein erhöhter

Augeninnendruck

zuverlässig gesenkt

werden.

Christiane Schittny ist Apothekerin und

Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie

als Fachjour nalistin für diverse Printmedien.


Trockene Augen – was hilft?

Hinter trockenen Augen steckt

eine Funktionsstörung des Tränenfilms.

Verschiedene Ursachen

können zu den Beschwerden führen,

die sich mit unterschiedlichen

Symptomen bemerkbar machen.

Trockene Augen sind häufig gerötet,

müde oder reagieren empfindlich

auf Licht, Luftzug oder

Rauch. Manche Betroffenen klagen

aber auch über vermehrtes

Tränen, Schmerzen, ein Fremdkörpergefühl

oder verschwommenes

Sehen. Viele vertragen keine

Kontaktlinsen. Für trockene Augen

kann eine verminderte Tränenproduktion,

die vermehrte Verdunstung

des Tränenfilms oder eine ungenügende

Haftung dieses Films

auf der Augenoberfläche verantwortlich

sein. Damit der Tränenfilm

die Augen optimal vor äusseren

Einflüssen schützen kann, besteht

er aus drei Schichten: Eine

schleimhaltige Schicht, die von

der Bindehaut gebildet wird, sorgt

dafür, dass die wässrige Schicht,

die von den Tränendrüsen produziert

wird, gut auf der Augenoberfläche

haften kann. Diese wässrige

Schicht versorgt die Hornhaut

mit Nährstoffen, Sauerstoff

und Abwehrstoffen gegen Bakterien

und Viren. Eine fetthaltige

Schicht, die von Drüsen an den

Lidrändern abgegeben wird, verhindert

das Verdunsten des Tränenfilms.

Ohne intakten Tränenfilm

droht der Hornhaut eine Schädigung.

Zudem steigt das Risiko

für Entzündungen, weil Bakterien

und Viren nicht mehr abgewehrt

werden können. Der Lidschlag verteilt

den Tränenfilm optimal auf der

exponierten Augenoberfläche.

Die Ursachen

Zu trockenen Augen können hormonelle

Veränderungen während

der Schwangerschaft, Stillzeit

oder den Wechseljahren führen.

Ältere Menschen sind häufiger von

diesem Problem betroffen als jüngere.

Trockene Raumluft und Klimaanlagen

und häufiges Arbeiten

am Computer fördern die Beschwerden

ebenfalls. Oft leiden

Kontaktlinsenträger darunter.

Bei manchen Menschen führen

Autoimmunerkrankungen und bestimmte

Arzneimittel zu trockenen

Augen. Aber auch die Operation

des Grauen Stars sowie Laserbehandlungen

der Augen erhöhen

das Risiko für das Problem.

Hilfe im Alltag

Bei trockenen Augen hilft Feuchtigkeit

sowohl von innen als auch

von aussen. Ausreichend trinken,

der regelmässige Konsum von

Nahrungsmitteln mit viel Omega-3-Fettsäure,

wie zum Beispiel

Walnüsse oder Lachs, und ein

gutes Raumklima durch regelmässiges

Lüften oder einen Luftbefeuchter

können die Symp-tome

lindern. Wer häufig am

Computer arbeitet, richtet den

Arbeitsplatz am besten so ein,

dass der Blick leicht nach unten

auf den Bildschirm gerichtet ist. So

schützen die Lider einen möglichst

grossen Teil der Augenoberfläche

vor Umwelteinflüssen. Kontaktlinsenträger

gönnen ihren

Augen täglich eine Auszeit und

tragen während einiger Stunden

eine Brille. Wichtig ist auch, trockene

Augen vor starker Sonneneinstrahlung

und im Auto, beim

Ski- oder Velofahren zusätzlich

vor Zugluft zu bewahren.

Die Augenpflege

Wer zu trockenen Augen neigt,

spart beim Auftragen von Hautcremes,

Sonnencremes oder

Make-up die Augenlider aus und

verwendet ausschliesslich Kosmetika

für empfindliche Augen.

Zusätzlich zum regelmässigen

Abschminken sollten Betroffene

täglich ihre Lider in drei Schritten

reinigen: Das Auflegen eines

warm-feuchten Waschlappens auf

die geschlossenen Lider während

fünf bis zehn Minuten fördert die

Abgabe von Talg durch die Drüsen

an den Lidrändern. Die sanfte

Massage des Ober- und Unterlids

in Richtung der Lidränder

unterstützt diesen Prozess. Abschliessend

reinigt man die

Lider mit einer

speziellen Reinigungslotion

oder einem Lidreinigungstüchlein.

Tropfen helfen

Bei trockenen Augen bewährt sich

die Anwendung künstlicher Tränenflüssigkeit.

Ideal sind Augentropfen,

die frei von Konservierungsmitteln

und Phosphat sind.

Erstere können eine allergische

Reaktion auslösen und die Hornhaut

schädigen, letztere Kalkablagerungen

auf der vorgeschädigten

Hornhaut verursachen. Dank des

patentierten Tropfsystems ABAK®

kommt Thealoz® Duo ohne diese

Stoffe aus, ebenso Thealoz® Duo

Gel (für die Nacht) in Unidosen.

Beide Produkte enthalten die na-

«Trehalose kommt unter

anderem in der Rose von

Jericho vor.»

Rose von Jericho

nach Kontakt mit Wasser

türlichen Inhaltsstoffe Hyaluronsäure,

die das Auge wohltuend befeuchtet,

und

die Trehalose,

die die Augenoberfläche

effektiv

vor Schäden bewahrt. Trehalose,

eine natürliche Substanz,

kommt unter anderem in der Rose

von Jericho vor, einer Wüstenblume

die sich selbst nach jahrelanger

Trockenheit durch den Kontakt

mit Wasser von einer leblos

wirkenden Knolle in eine attraktive

grüne Pflanze verwandelt.

Lassen die Beschwerden trotz Anwendung

eines Tränenersatzmittels

nicht nach, sollten Betroffene

einen Augenarzt aufsuchen.

Susanna Steimer Miller

Rose von

Jericho in

trockenem

Zustand

Schweizer Hausapotheke 4-2020 29


Verstopfung, was tun?

Unsere Verdauung funktioniert

dann am besten, wenn sich das

System im Gleichgewicht befindet.

Dabei geht es unter anderem

um die Menge an Flüssigkeit, die

dem Nahrungsbrei im Darmtrakt

entzogen wird. Ist es zu wenig,

dann entsteht Durchfall. Ist es zu

viel, kommt es zu einer sogenannten

Verstopfung. Claudia Schiely,

Drogistin HF, erklärt, wie einer

Verstopfung auf natürliche Weise

begegnet und vorgebeugt werden

kann.

Frau Schiely, wann spricht man

von einer Verstopfung?

Grundsätzlich ist eine Stuhlfrequenz

von dreimal täglich bis

zu einmal alle drei Tage normal.

Bleibt der Stuhlgang länger aus,

dann spricht man von einer Verstopfung.

Kurzfristiges Ausbleiben

kann etwa auf gewisse Medi-

kamente wie Schmerzmittel, Blutdrucksenker,

Antidepressiva oder

situative emotionale Belas tungen

zurückgeführt werden. Der Verdauungstrakt

ist besonders empfindlich

für Anspannung oder Stress.

Dauert die Verstopfung länger an,

ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

Gibt es noch andere Gründe

für eine Verstopfung?

Vielfach kommt es etwa auf Reisen

in ferne Länder zu einer Art «Toiletten-Angst».

Dabei wird der Reflex

zur Darmentleerung unterdrückt.

Aber nicht nur die Psyche, auch

das eigene Verhalten beeinflusst

das Funktionieren des Verdauungssystems:

Wenig Bewegung,

ungesunde und einseitige Ernährung

sowie mangelnde Aufnahme

von Flüssigkeit können zu Verstopfung

führen. Grundsätzlich ist die

Verdauung eine hoch individuelle

Angelegenheit und von Mensch

zu Mensch verschieden. Genügend

Bewegung und Flüssigkeit braucht

der Körper aber in jedem Fall.

Welche Mittel aus der

Natur können helfen?

Die Sennapflanze ist ein altbewährtes

Mittel aus der Natur und

wird von Menschen seit jeher insbesondere

bei akuter Verstopfung

verwendet. Wirksamkeit und Verträglichkeit

wurden auch wissenschaftlich

nachgewiesen. Sie regt

in erster Linie die Darmwand zu verstärkter

Bewegung an und fördert

die Flüssigkeitsaufnahme in den

Darm. Damit wird der Stuhl weicher

und die Entleerung vereinfacht. Vor

der Einnahme sollte eine Fachperson

konsultiert oder die Packungsbeilage

gelesen werden.

Claudia Schiely

Drogistin HF

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Der

hormonische

Mann

Sie merken es nicht, interpretieren es anders oder

haben ein müdes Lächeln dafür übrig: Doch auch

Männer kommen in die Wechseljahre, in die

Andropause. Ein paar Dinge sind ähnlich wie bei

Frauen – aber nicht alles ist gleich.

Wellen von Hitze, die den Körper

erfassen: Frauen, welche die

Wechseljahre erfahren oder sie

hinter sich haben, kennen dies

bestens. Dieses Phänomen kann

auch Männern widerfahren.

«Solche Hitzewellen», offenbart

ein betroffener Mann im Internet,

«die gibt es. Hab ich am eigenen

Leib erfahren. War nicht schön.»

Meist sind es nicht gleich Wallungen,

die darauf hinweisen,

dass sich auch beim Mann der

Hormonhaushalt verändert – er

in den Wechseljahren ist, in der

Andropause. Dieser Name ist

zum einen abgeleitet von andro

(Mann) und pausis (Ende), zum

anderen von den Androgenen:

Den Geschlechtshormonen, die

an der Entwicklung männlicher

Geschlechtsmerkmale beteiligt

sind. Das Phänomen hat weitere

Namen wie Klimakterium virile,

Aging Male Syndrom.

Die Symptome lassen sich in

drei Kategorien einteilen: Körper,

Psyche, Sexualität. Körperlich

kann es sein, dass man mehr

schwitzt, die Muskulatur und die

Kräfte abnehmen, die Müdigkeit

zunimmt, der Bauch runder

wird, Knochen und Gelenke

schmerzen. Auf der psychischen

Ebene können sich depressive

Verstimmungen einschleichen,

Schlafprobleme einnisten und

sich eine generelle Nervosität

breitmachen. Auch bei der Sexualität

kann sich dies zeigen:

Mit der Erektion klappt es nicht

wie gewünscht, die Lust auf Sex

schwindet.

Vom ersten Tag zum letzten

Wie bei Frauen haben die Wechseljahre

des Mannes mit den

Hormonen zu tun: Der Körper

produziert weniger Testosteron.

Ab etwa Mitte dreissig nimmt

das männliche Sexualhormon

pro Jahr um rund ein Prozent ab.

Darum werden die männlichen

Wechseljahre auch Testosteron-

Mangel-Syndrom TMS genannt.

Die Veränderungen betreffen jedoch

nicht alleine das Testosteron,

wie Christine Rosa Thanner

vom Zentrum für Vitalität und

Hormon-Power weiss. So variiere

zum Beispiel auch das Hormon

Progesteron (siehe Kasten S.32)

oder das Cortisol, das in engem

Zusammenhang mit der Regulierung

von Stress steht. «Zu tiefe

Hormonwerte treten bei Männern

zum Teil bereits ab dreissig auf.

Die Symptome und Beschwerden

der Andropause hängen meist

mit den körpereigenen Hormonen

zusammen. Sie steuern, beeinflussen

alles: Zellen, Organe,

körperliche Funktionen, Psyche,

Gehirnfunktionen – bei Frauen

wie bei Männern. Vom ersten

Erdentag an bis zum letzten.»

Der Hormonhaushalt der Männer

verändert sich schleichend.

Meist merken sie dies nicht oder

interpretieren die Symptome

anders, da diese auf vielerlei

hindeuten können. Bemerkbar

macht sich der hormonelle

Wechsel meist zwischen dem

fünfzigsten und sechzigsten

Lebensjahr; dauern kann er bis

etwa fünfundsiebzig.

Für mehr Gelassenheit

Verspannungen oder krampfartige

Schmerzen können zu gesundheitlichen

Störungen führen, deren Folgen schwer

zu erkennen sind. Unsere Lebensqualität

wird eingeschränkt, wir verlieren unsere

Gelassenheit, auf Probleme zu reagieren,

sind nicht mehr wie früher belastbar und

werden zunehmend reizbar.

CRAMPEX — homöopathisch und nebenwirkungsfrei,

kann helfen.

CRAMPEX vereinigt acht bewährte und

aufeinander abgestimmte homöopathische

Wirkstoffe in niedrigen Potenzen wie

Ambra, Belladonna, Calcium, Kalium,

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Mehr als ein Ammenmärchen

Die Andropause ist umstritten.

So existiert sie gemäss Sandra

Fatio nicht, leitende Ärztin

Endokrinologie am Spitalzentrum

Biel. Sie stört sich an der

Bezeichnung. «Der Begriff ist

erfunden worden als Pendant

zur Menopause der Frau. Aber

die zwei Situationen sind nicht

vergleichbar: Der Verlust der

Sexualhormone und der Fruchtbarkeit

geschieht bei Frauen

innerhalb von zwei Jahren. Zwar

sinken die Sexualhormone auch

bei den Männern, doch dies dauert

über längere Zeit – ohne dass

sie die Fruchtbarkeit verlieren

und ohne dass gleich das Niveau

Null erreicht wird wie bei den

Frauen.»

Für Christine Rosa Thanner

vom Zentrum für Vitalität und

Hormon-Power sind die Wech-

Schweizer Hausapotheke 4-2020 31


seljahre des Mannes mehr als ein Ammenmärchen.

Sie fasst die Definition weiter: «Als

Andropause bezeichnet man den Lebensabschnitt

des Mannes, der von nachlassender

Hormonproduktion gekennzeichnet ist. Der

Zeitraum für deren Auftreten liegt zwischen

dem 45. und 65. Lebensjahr.»

Um die erwähnten Symptome zu lindern,

reicht es manchmal, den Lebensstil anzupassen:

Sich gesund ernähren, nicht

rauchen, sich mit Alkohol mässigen und ein

Leben führen, in dem man nicht dauernd

unter Druck ist, sich Zeiten des Erholens

gönnt und beim Sex das Geniessen und Zelebrieren

zum Zug kommen lässt. All dies regt

den Hormonhaushalt an, insbesondere das

Testosteron.

An die Ursachen gelangen

So muss man bei Beschwerden nicht gleich

zu Hormonen greifen, wovon auch Sandra

Fatio vom Spitalzentrum Biel tendenziell

abrät: «Eine Hormonbehandlung mit Testosteron

ist nur bei einer Erkrankung der Hypophyse

im Gehirn oder der Hoden angezeigt.

Und nur dann, wenn der Hormongehalt in

Bezug aufs Alter deutlich zu niedrig ist. Um

der Diagnose sicher zu sein, sind mehrere

Analysen nötig.»

Auch wegen möglicher Nebenwirkungen:

Solche Hormonersatz-Therapien können zu

Brustschmerzen führen und erhöhen zudem

das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

sowie Prostatakrebs.

Dass es solche Hormon-Grenzwerte gibt, auf

denen eine entsprechende Therapie basiert,

ist umstritten. Denn jeder Hormonhaushalt

ist so individuell wie ein Fingerabdruck.

Zudem sind die Symptome der Andropause

diffus: Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Stimmungstief

sind persönliche Einschätzungen.

Andere Erkrankungen, die Lebensumstände

und der klassische Alterungsprozess können

solche gesundheitlichen Probleme auslösen.

Eine Krise in der Lebensmitte, die Midlife-

Crisis, ist nicht durch den Testosteronmangel

bedingt; sondern psychologisch durch

Lebensumbrüche, die Männer in diesem

Alter vermehrt bewältigen müssen. Dann ist

es angezeigt, die Ursachen psychotherapeutisch

anzugehen – und nicht, indem man

ein Hormon abgibt. «Es ist ratsam, an die

Ursachen zu gelangen», bestätigt Hormon-

Expertin Christine Rosa Thanner. Sind die

Hormonwerte allgemein – nicht nur des

Testosterons – ermittelt, bietet sie ein natürliches

und ganzheitliches Coaching an. «Mit

Empfehlungen für Pflanzen und Nahrung

sowie weiteren Möglichkeiten, abgestimmt

auf Hormondefizite.»

Naturheilmittel und Bewegung

So gibt es einige Pflanzen, denen nachgesagt

wird, dass sie die Symptome der

Wechseljahrbeschwerden abschwächen

können. Dazu gehört die Brennnessel: Als

Tee getrunken, beugt sie der Vergrösserung

der Prostata vor und hält den Stoffwechsel

aktiv. Bei Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen

wirkt Johanniskraut lindernd.

Zu erholsamer Nachtruhe können Melisse,

Hopfen und Baldrian beitragen.

Ergänzend dazu hilft Bewegung: sei es Joggen,

Walken, Wandern oder Spazieren, Yoga,

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Rudern, Boxen, Thai Chi, Pilates: All dies

tut nicht nur dem Körper gut und lüftet den

Kopf – sondern trägt dazu bei, den Hormonhaushalt

zu harmonisieren. Christine Rosa

Thanner: «Jene Bewegungsform, welche

individuell zum Mann passt: zu seinen Vorlieben,

seiner individuellen Situation und auch

seinen Hormonwerten. Das können auch

Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht

sein oder Übungen im Wald.»

Hormon-Lexikon

Östrogen

Beeinflusst Lust, Laune und Fruchtbarkeit,

Knochen, Haut, Schlaf, Bindegewebe, Blutgerinnung.

Testosteron

Fördert Muskel- und Knochenaufbau, Libido

und Haarwuchs. Mit Sport lässt sich der Wert

deutlich steigern.

Progesteron

Wirkt auf Brust, Knochen, Gefässe und Haut,

löst Ängste, schützt Nervenzellen. In Karotten

und Spargel enthalten.

Wachstumshormone

Wichtig für Muskelaufbau und Abbau von Fett

sowie für Zellreparaturen.

Schilddrüsenhormone

Sie beeinflussen Körpertemperatur, Herzschlag,

Stimmung, Knochenstärke, Verdauung

und Gewicht.

Melatonin

Regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus. Dunkelheit

im Schlafzimmer fördert es.

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Marcel Friedli (www.friedlitexte.ch) hat in Fribourg

und Padova Geschichte sowie Journalistik

und Kommunikationswissenschaften studiert. Er

arbeitet als Journalist und Yogalehrer.

32 Schweizer Hausapotheke 4-2020


Die neue VORTEX® – damit auch die Kleinsten die richtige Hilfe beim Inhalieren haben

Bei vielen Erkrankungen der Atemwege

— wie zum Beispiel Asthma

oder Bronchitis — bekommen kleine

Patienten vom Arzt ein Spray

zum Inhalieren verordnet, mit

dem das Medikament überall und

schnell verabreicht werden kann.

Doch diese kleinen Dosier aerosole

sind gar nicht so leicht anzuwenden.

Das einfach erscheinende

«Draufdrücken und gleichzeitig

Ein atmen» erfordert eine Koordination,

die besonders Kinder

noch nicht aufbringen können. Oft

verbleibt darum zu viel Spray im

Mund-Rachen-Raum, sodass das

Medikament letztlich geschluckt

statt inhaliert wird, was den Behandlungserfolg

beeinträchtigen

und zu unerwünschten Nebenwirkungen

führen kann.

Eine Inhalierhilfe wie die neue

Vortex trägt dazu bei, diesen Nachteil

von Medikamentensprays zu

überwinden. Sie wird einfach vor

das Dosieraerosol gesteckt; beim

Auslösen gelangt das Medikament

in die Kammer und kann in aller

Ruhe von den kleinen Patienten

abgeatmet werden.

Die Vortex bietet dabei gleich mehrere

Vorteile: Sie ist klein, leicht

und handlich und kann mit dem

Spray zusammen überall hin mitgenommen

werden. Ihr universeller

Adapter erlaubt die Anwendung mit

allen gängigen Sprays. Die antistatische

Metallkammer sorgt für

eine zuverlässige Dosierung. Die

Vortex ist auskochbar und dadurch

hygienisch sicher — und jetzt auch

spülmaschinengeeignet.

Und damit auch den Kleinsten

das Inhalieren gelingt und Spass

macht, gibt es fröhliche Masken in

zwei Grössen. Diese werden einfach

auf das Mundstück der Vortex

aufgesteckt, sodass die Vortex individuell

angepasst werden kann

und einfach mitwächst.

Die neue Vortex sowie die passenden

Kindermasken erhalten Sie bei Ihrem

Arzt oder in der Apotheke.

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Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Angaben auf der Packung.

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Schweizer Hausapotheke 4-2020 33


Mit viel Geduld

behandeln

Wenn tiefere Hautschichten verletzt werden, lassen sich Narben oft

nicht verhindern. Mit der richtigen Narbenpflege kann aber deren

Erscheinungsbild positiv beeinflusst werden, ganz besonders in der

frühen Phase der Heilung.

Schnell ist es passiert: Ein Sturz beim Velofahren,

eine Operationswunde oder ein Hundebiss.

Das alles hinterlässt Narben, die je

nach Verletzungsursache mehr oder weniger

schön verheilen. Nach einer grösseren Verletzung

verschliesst der Körper die Wunde möglichst

schnell mit neuem Bindegewebe, um

sich vor Infektionen zu schützen. Dieses neue

Gewebe ist aber anders aufgebaut, als die

normale Haut. Es enthält keine Pigmentzellen,

Haarfollikel, Talg- oder Schweissdrüsen und

unterscheidet sich daher schon rein optisch

vom umliegenden Hautgewebe.

Wie die Wundheilung funktioniert

Wunden, bei denen lediglich die obersten

Hautschichten geschädigt sind, heilen in der

Regel schnell und ohne Narbenbildung ab.

Das ist zum Beispiel bei leichteren Schürfwunden

oder Verbrennungen der Fall. Der

Körper ist hier in der Lage, neue, reguläre

Hautzellen zu bilden. Diese verschliessen und

heilen die Wunden, sodass später keine Spuren

der Verletzung mehr sichtbar sind. Wenn

jedoch auch tiefere Hautschichten betroffen

sind, verläuft die Wundheilung anders. Zur

Behebung des Defekts wird ein Ersatzgewebe

gebildet, das sich in seiner Struktur von

derjenigen der normalen Haut unterscheidet.

Es ist weniger elastisch, meist heller als die

gesunde Haut und bleibt als sichtbare Narbe

bestehen.

Warum Narben lästig sind

Eine frische Narbe ist meist rötlich und erhaben.

Im Laufe der Zeit verblasst das Gewebe

und wird flacher. Diese Entwicklung kann bis

zu zwei Jahre andauern, und im Verlauf dieser

Zeit können Verhärtungen und Verwachsungen

entstehen. Das wiederum kann zu Juckreiz,

Spannungsgefühl, Schmerzen oder – je

nach Lage der Narbe – auch zu Bewegungseinschränkungen

führen. Frische Narben

reagieren sehr empfindlich auf Sonnenlicht.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen

Narbentypen: Hypertrophe Narben sind rot

und wulstig. Sie kommen durch längerdauernde

Entzündungsreaktionen zustande, die

zu einer Überproduktion von Bindegewebe

und Kollagen führen. Atrophische Narben

entstehen beispielsweise durch Akne und

zeigen sich als kraterartige Vertiefungen auf

der Hautoberfläche. Sklerotische Narben sind

typisch für Verbrennungen. Ihr Gewebe ist

meist hart und unelastisch. Keloide Narben

schliesslich wachsen grösserflächig über die

Begrenzung der ursprünglichen Verletzung

hinaus und sind dunkel gefärbt.

Was die Narbenbildung beeinflusst

Viele Faktoren bestimmen über das spätere

Erscheinungsbild einer Narbe. Dazu gehören:

• Die Art der Verletzung: Glatte und gleichmässige

Wundränder ergeben schönere

Narben.

• Die Schwere der Verletzung: Je stärker die

Verletzung, desto grösser oft die Narbe.

• Das Alter der betroffenen Person: Bei

älteren Menschen verheilt die Haut meist

schlechter als bei jüngeren Personen.

• Der Ort der Verletzung: Oft entsteht an Brust

und Schulter unschöneres Narbengewebe.

• Die Behandlung der Wunde: Eine übertriebene

Wunddesinfektion ist nicht zuträglich

für eine schöne Narbenbildung, adäquate

Narbenpflege hingegen schon.

• Die genetische Veranlagung und der

Hauttyp: Je dunkelhäutiger, desto höher in

der Regel das Risiko für die Entstehung von

keloiden Narben.

• Zu viel Sonnenbestrahlung: Das neue Gewebe

ist sehr sonnenempfindlich und

braucht mindestens ein Jahr lang guten

Sonnenschutz, damit es später schön aussieht.

Wie Narben schön verheilen

Es dauert im Schnitt etwa zwei Wochen, bis

eine Narbe soweit verheilt ist, dass mit der

Narbenpflege begonnen werden kann. Narben

lassen sich optisch mithilfe von speziellen

Narbenprodukten verschönern. Die Salben

oder Gele werden ein- bis mehrmals täglich

über einen längeren Zeitraum (mehrere

Monate bis zu zwei Jahre, je nach Grösse und

Beschaffenheit der Narbe) vorsichtig, aber

gründlich einmassiert. Dabei sollte das vernarbte

Gewebe mit den Fingern sanft in alle

Richtungen gegenüber dem Hautuntergrund

bewegt und massiert werden. Aber aufgepasst:

Die Narbenränder dürfen dabei nicht

auseinandergezogen werden.

Narbensalben auf Basis von Allantoin, Dexpanthenol,

Heparin oder Kollagen besitzen

eine glättende und entzündungshemmende

Wirkung und verhindern ein zu starkes, unschönes

Zellwachstum. Auch Gele mit Silikon

leisten gute Dienste. Sie enthalten meist

wichtige, feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe

und schützen die Oberfläche des neu

gebildeten Narbengewebes effektiv.

Christiane Schittny ist Apothekerin und

Betriebsleiterin. Seit 15 Jahren arbeitet sie

als Fachjour nalistin für diverse Printmedien.

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34 Schweizer Hausapotheke 4-2020


Ein Satz gesunde Ohren?

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Farbe manipuliert den

Geschmack

Farben beeinflussen unser Essverhalten nachhaltig. Sie wecken Erwartungen und warnen vor dem

Verzehr schlechter Produkte. Auch die Lebensmittelindustrie weiss die Macht der Farben zu nutzen.

Wir Menschen sind visuelle Wesen. Wir

mögen schöne Dinge. Insbesondere Farben

wirken auf unsere Sinne und beeinflussen

uns positiv oder negativ. So erscheint uns

ein sattroter Apfel um einiges begehrlicher

als ein blassgelber schrumpeliger. Auch

naschen wir lieber von bunten Süssigkeiten

als farblich sortierten, wie eine US-Studie

unlängst belegte. Doch nicht alle Farbvariationen

vermögen zu begeistern. Grüner

Kartoffelstock an rosa Sauce wird lediglich

von Kindern geliebt. Sie lutschen auch gerne

an bunten Lollis oder kaufen blaue Glace,

während Erwachsene natürliche Farben

bevorzugen. Sie wissen, dass knallige Farben

so in der Natur nicht vorkommen und

verknüpfen diese eher mit künstlichen Farbstoffen,

die sie so nicht essen mögen. Bereits

unsere Vorfahren orientierten sich bei der

Nahrungssuche an den Farben der Natur;

und lernten so, welche Produkte geniessbar

sind und welche man meiden sollte. Bei

Kindern ist diese Fähigkeit noch nicht ausgeprägt,

da sie noch wenig Erfahrungen gesammelt

haben. Sie sind ohnehin offen und

mögen Buntes und Verspieltes. «Während

ihrer Entwicklung gehen sie durch intensive

Farbphasen», ergänzt Nicole Heuberger,

ernährungspsychologische Beraterin und

Präsidentin des Schweizer Berufsverbands

epb-schweiz. «Gerichte mit ausgefallenen

Farbkombinationen finden sie cool.»

36 Schweizer Hausapotheke 4-2020

Farben wecken Geschmackserwartungen

Was früher dem Überleben geschuldet war,

beeinflusst unser Essverhalten noch heute.

«Gefallen uns Farben und Aussehen eines

Nahrungsmittels, macht das Lust auf mehr»,

sagt Nicole Heuberger. Doch der visuelle Eindruck

erweckt nicht nur Begehrlichkeiten,

sondern auch Geschmackserwartungen.

Grundsätzlich suggerieren gutaussehende

Produkte Qualität, ein satter Farbton verspricht

Frische und Geschmack. «Warme

Farben wie Rot, Orange, Gelb oder Braun

regen den Appetit an», ergänzt Nicole Heuberger.

Grossverteiler oder amerikanische

Fast-Food-Ketten wissen diese Erkenntnis

gewinnbringend zu nutzen und verwenden

diese Farben nicht nur für das Firmenlogo.

«Produkte in Blau, Schwarz oder Violett lehnen

wir hingegen eher ab.» Bereits unsere

Vorfahren sollen einen Bogen um Sachen

in diesen Farben gemacht haben, sind sich

Lebensmittelforscher einig. Sie weisen auf

Fäulnis oder gar Gift hin.

Farbassoziationen bilden sich beim Menschen

früh aus. «Von klein auf lernen wir,

anhand der Farbe auf Reife und Zustand

eines Nahrungsmittels zu schliessen», sagt

Nicole Heuberger. Welche Speisen und

Getränke wir letztlich mögen, ist auch der

Familie und dem Kulturkreis geschuldet, in

denen wir aufwachsen.

Menschen lieben Süsses

Geschmack ist die Summe eines Prozesses,

der unsere Sinneseindrücke miteinander in

Beziehung setzt. Fachleute sprechen von

der cross-modalen Wahrnehmung. «Der

Sehsinn dominiert in der Regel unsere

Wahrnehmung», ergänzt die ernährungspsychologische

Beraterin Michaela Picker-

Bailer. Da Schmecken und Riechen keinen

eindeutigen Schluss auf ein Nahrungsmittel

zulassen, helfen die Augen, das Produkt auf

seinen Zustand hin zu überprüfen und als

gut oder schlecht zu identifizieren. «Unser

Gehirn verknüpft in der Folge die Sinneseindrücke

miteinander. Daraus entsteht die

eigentliche Geschmackswahrnehmung.» So

bildet sich, basierend auf den individuellen

Erfahrungen, der Zusammenhang zwischen

Farbe und Geschmack aus.

Es gibt auch Wahrnehmungen, die uns

gemein sind. So haben wir Menschen eine

genetische Vorliebe für Süsses und eine

angeborene Abneigung gegen Bitteres.

Michaela Picker-Bailer sagt Folgendes dazu:

«Von Geburt an lernen wir, dass Muttermilch

süsslich schmeckt. Dieses sinnliche

Erleben bleibt haften und formt nach und

nach unser Essverhalten.» Im Laufe unserer

Entwicklung erfahren wir, dass eine süsse

und reife Banane gelb ist. Und sie sauer

schmeckt, wenn sie noch grün ist. Diese Erwartungen

führen dazu, dass wir Farben mit

dem erlernten Geschmack assoziieren. So

verbindet man in unseren Breitengraden Rot

oft mit Süsse und Beeren, während helles

Grün eher an säurehaltige Lebensmittel wie

Limetten erinnert.

Farbe macht Aroma

Geschmackserwartungen lassen sich mit

den «richtigen» Farben durchaus manipulieren.

Nicole Heuberger erzählt von

einem Experiment, bei dem die Probanden

geschmacksneutralen Naturjoghurt testen

sollten. Eine Portion wurde mit roter Lebensmittelfarbe

eingefärbt, die zweite blieb

naturbelassen. «Es zeigte sich, dass die

Probanden den rotgefärbten Joghurt im Gegensatz

zum weissen als fruchtig und süss

empfanden, obwohl er geschmacklich gleich

war.» Geschmeckt wurde also ein nicht vorhandenes

Aroma, das durch die Farbe sug-


geriert worden war. Fakt ist, dass die Farben

Rot und Dunkel-Orange Lebensmittel süsser

erscheinen lassen, als sie tatsächlich sind.

Mit der passenden Farbwahl kann sogar der

Zuckerzusatz kompensiert werden.

Bei der Vermarktung ihrer Produkte setzt die

Lebensmittelindustrie gezielt auf die «passende»

Farbe, um dem Konsumenten mehr

Aroma vorzugaukeln. Auch die optische Präsentation

von Nahrungsmitteln geht einher

mit Farbe oder farbiger Beleuchtung, welche

die Lebensmittel ins rechte Licht rücken. An

der Fleischtheke wird beispielsweise Rotlicht

eingesetzt, damit das Produkt frischer und

saftiger wirkt. Dunkle Kaffeeverpackungen

wiederum lassen den Inhalt schwerer und

stärker erscheinen. Und fade Lebensmittel

wie Reis oder Teigwaren werden gerne in

roter, gelber oder oranger Verpackung präsentiert,

was den Kaufanreiz erhöhen soll.

Food- und Ernährungstrends können Farbpräferenzen

aber auch verrücken. «Kürzlich

lagen violette Gemüse und Kartoffeln im

Trend», ergänzt Nicole Heuberger. «Nachweislich

beinhalten violette Naturprodukte

einen hohen Anteil an Anthocyanen. Diese

sekundären Pflanzenstoffe gelten als

gesund, was viele Konsumenten ihre Abneigung

gegen dunkelfarbene Erzeugnisse

offenbar überwinden liess.»

Signalfarbe Rot

Auch wo wir essen und welche Lichtverhältnisse

dort herrschen, wirken auf unsere Geschmacksempfinden

ein. Studien belegen,

dass uns beispielsweise starkes Blaulicht

das Essen madig machen kann. Vor allem

Fleisch will man blau ausgeleuchtet nicht

wirklich essen, da es vergammelt wirkt. Warmes

Licht hingegen verbessert das Ambiente

und beeinflusst das Geschmackserlebnis

positiv. Taucht man Kantine, Speisesaal oder

Esszimmer in Rot, Orange, Gelb oder Braun,

wirkt das entspannend und beruhigend.

Auch die Farbe des Geschirrs beeinflusst unser

Essverhalten. Studien weisen nach, dass

beispielsweise blaue Teller den Appetit eher

hemmen. Man isst langsam von Geschirr in

dieser Farbe und wird folglich schneller satt.

Im Rahmen einer Studie fanden Forscher

der Universität Oxford überdies heraus, dass

auch rote Teller den Hunger eher schmälern.

Die Probanden assen von Tellern in dieser

Farbe eher weniger als beispielsweise von

weissem Gedeck. Rot sei eine der schlechtesten

Farben für Geschirr, wenn Menschen

aus gesundheitlichen Gründen zunehmen

sollten, präzisieren die Wissenschaftler.

Fakt ist aber, dass die Farbe Rot in vielen

Kulturkreisen als Signalfarbe verwendet wird

und uns vor Ungemach warnen soll. Folglich

ist es also auch möglich, dass uns rote Teller

einfach nur abschrecken.

Angela Bernetta

Ein nachhaltiger Wegbegleiter

Viel trinken ist gesund. Dieses Wissen

hat sich inzwischen glücklicherweise

stark verbreitet. Auf

dem Weg zur Schule oder ins Büro

greifen Kinder wie Erwachsene

daher gern zum mobilen Durstlöscher.

Emil – die Flasche bietet hierfür

treue Weggefährten aus Glas.

Schon vor knapp 30 Jahren störte

sich Agnes Weiß, Gründerin von

Emil – die Flasche, an den Müllbergen

auf dem Schulhof ihrer Kinder.

Sie suchte eine Alternative

zu Einweggetränkeverpackungen

und entwickelte Emil: Eine hygienische

Glastrinkflasche, die durch

einen stabilen Thermobecher und

einen schicken Flaschenbeutel geschützt

wird.

Bunte Begleiter durchs Leben

Seit Generationen begleitet Emil

Kinder durch ihre Schulzeit und

darüber hinaus: Dank der Vielzahl

verschiedener Designs wächst die

Glasflasche im pflegeleichten Flaschenbeutel

quasi mit dem eigenen

Geschmack mit, vom Feuerwehrfahrzeug

oder Dino über die Pferdephase

bis zu farbenfrohen Mustern

oder zur schlichten, eleganten

Optik. Der Überzug aus Oeko-Tex

beziehungsweise Bio-Baumwolle

lässt sich jederzeit abnehmen, waschen

und gegen ein neues Design

austauschen.

Umweltverträglichkeit zählt

Besonderen Fokus legt das Emil-

Team seit jeher auf den Einsatz unbedenklicher

Materialien und die

Umweltverträglichkeit der Produkte,

was auch die BIO-Linie mit zwölf

verschiedenen Designs beweist.

Die Flaschenbeutel sind zu 100

Prozent aus BIO-Baumwolle gefertigt,

die im Ursprung GOTS-zertifiziert

ist. Außerdem legt das bayerische

Familienunternehmen, das

inzwischen in zweiter Generation

von Andreas Weiß geführt wird,

Emil - die Flasche ist der perfekte nachhaltige Begleiter für unterwegs.

besonders grossen Wert auf eine

möglichst lokale Produktion und

kurze Lieferwege.

Das komplette Sortiment ist auf

www.emil-die-flasche.ch erhältlich.

© Foto: Emil – die Flasche

Emil Glastrinkflaschen

in verschiedenen Designs

© Foto: Emil – die Flasche/jackfrog_fotolia

Schweizer Hausapotheke 4-2020 37


Putzen mit Rücksicht

auf die Umwelt

Laut Expertenschätzung gelangen in der Schweiz pro Jahr rund 150 000 Tonnen Wasch-

und Reinigungsmittel ins Abwasser. Viele Inhaltsstoffe sind nur schwer abbaubar.

Glaubt man der Werbung, braucht es für die

Küche, die Badezimmerkacheln, die Toiletten,

die Böden und die Fenster eine ganze Auswahl

an Reinigungsmitteln. Wirklich erforderlich

sind sie kaum, es gibt Alternativen: Ein umweltfreundlicher

Allzweckreiniger sorgt in der

Regel für gleich viel Sauberkeit. Mittlerweile

wurden Wasch- und Putzmittel mit Ökolabel

in der Qualität erheblich verbessert. Das

Vorurteil, dass sie weniger wirksam sind, ist

überholt. Viele von ihnen sind zudem zu über

90 Prozent biologisch abbaubar. Mit einem

Allzweckreiniger spart man im meistens prall

gefüllten Putzschrank Platz und man hat weniger

Auslagen. Zudem werden die Plastikabfälle

durch die leeren Gebinde reduziert.

Rückstände in der Nahrungskette

Ein blitzblanker Küchenboden sowie strahlende

Chromarmaturen können sich negativ

auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirken. Herkömmliche

Reinigungsmittel ohne ökologische

Optimierung enthalten zum Teil erhebliche

Mengen an problematischen Inhaltsstoffen wie

etwa Duft- und Farbsubstanzen sowie chlorierte

Kohlenwasserstoffe. Ein Teil von ihnen übersteht

alle Reinigungsstufen in den Kläranlagen

und gelangt schliesslich in die Umwelt. Dort

können sie über Pflanzen und Tiere schliesslich

in die Nahrungskette des Menschen gelangen.

Weil sie nur schwer löslich sind, können

sie sich etwa in der Leber von Mensch und Tier

anreichern. Zum Teil stören sie auch die Fortpflanzung

von Wassertieren. Im Weiteren sind

auch waschaktive Substanzen, sogenannte

Tenside, nur schwer abbaubar. Phosphate

ihrerseits überdüngen die Gewässer, als

Folge davon wachsen die Algen übermässig,

damit steht Wassertieren weniger Sauerstoff

zur Verfügung. Die ökologische Balance im

Gewässer wird gestört, die Artenvielfalt reduziert

sich. Einige Reinigungsmittel enthalten

zusätzlich konservierende und desinfizierende

Inhaltsstoffe. Bei den Putzenden können sie

bei häufiger Verwendung zu Ekzemen und

zu Ausschlägen führen, weil die aggressiven

Inhaltsstoffe den natürlichen Schutzfilm der

Haut schädigen. Laut Experten sind desinfizierende

Produkte höchstens in Haushalten, in

denen Menschen mit einer krankheitsbedingten

Abwehrschwäche leben, angebracht. Für

alle anderen Personen inklusive Kleinkinder ist

die übliche Haushalthygiene ausreichend, ihr

Immunsystem beseitigt schädliche Mikroben.

Die allermeisten Keime in den Wohn- und

Büroräumen sind ohnehin harmlos.

Beträchtliches Speichervermögen

Mikrofasertücher sind neben Ökoreinigern

eine zweckmässige Alternative zu Reinigungsprodukten

mit umweltbelastenden Inhaltsstoffen.

Sie bestehen aus Polyester, Polyamid

oder Polyacryl. Durch ihre extrem feine Faserstruktur

nehmen Mikrofasertücher Schmutz

leicht auf und geben ihn rasch wieder ab. In

Baumwolltüchern bleibt er dagegen lange

haften. Mikrofasertücher haben ein sehr grosses

Speichervermögen. Sie werden mit wenig

Wasser eingesetzt, weil die Flüssigkeit ihre

Aufnahmekapazität für Schmutz reduziert. Einige

sind sogar gegen Fettflecken und gegen

Kalkspuren wirksam. Sie brauchen zum Teil

etwas mehr Kraftaufwand beim Reinigen, aber

sie sind in der Wirkung chemischen Produkten

ebenbürtig. Auch für die Fensterreinigung

eignen sich Mikrofasertücher. Wichtig: Sie

dürfen beim Waschen nicht mit Weichspüler

nachbehandelt werden, andernfalls verkleben

ihre Fasern. Aus hygienischen Gründen sollten

für Bad, Toilette und Küche unterschiedliche

Tücher verwendet werden. Tipp: Wer grossen

Wert auf natürliche Materialien legt, kann sich

nach Reinigungstüchern aus Bambusfasern

umsehen.

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Zweithaar und Haarersatz in riesiger Auswahl

Seit rund 25 Jahren sind die Zweithaarspezialisten

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Ein Chauffeur mit Herz

Fahrdienst des Roten Kreuzes

Marcel Brunner, Freiwilliger beim

Rotkreuz-Fahrdienst Aargau, fährt

Vania Biondi regelmässig zur Ärztin.

Sie leidet an Multipler Sklerose

und ist auf den Rollstuhl angewiesen.

Als wäre das nicht schon genug:

Ihr Mann liegt immer wieder

krank im Spital und ohne Marcel

Brunner könnte sie ihn nicht besuchen.

Als sie jung war, hat sich Vania

Biondi Kinder gewünscht. Eine Familie

zu haben, das wäre schön gewesen.

Heute ist sie 48 Jahre alt

und das Leben hatte andere Pläne:

Mit 24 Jahren erhielt sie die Diagnose

Multiple Sklerose. Ihr Ehemann,

51, leidet an Cystischer Fibrose und

ist gesundheitlich auch sehr angeschlagen.

Seit sechs Jahren ist

Vania Biondi nun mit dem Rollstuhl

unterwegs. Der Weg in die Therapiestunden

wird eine grosse Herausforderung,

welche die 48-Jährige

nicht mehr alleine bewältigen

kann. Wenn ihr Mann im Spital liegt,

ist sie auf fremde Hilfe angewiesen.

Vania Biondi kannte den Fahrdienst

des Schweizerischen

Roten Kreuzes (SRK) bereits. Das

Rote Kreuz hat ihr umgehend Hilfe

angeboten. «Ich bin sehr froh

und dankbar, dass Freiwillige vom

Rotkreuz-Fahrdienst mich auch

zu meinem Mann ins Spital Basel

fahren oder zum Einkaufen begleiten.

Denn meine Behinderung hört

nicht einfach in der Arztpraxis auf.»

Mit dem Fahrdienst SRK kann sie

zwischendurch auch ihre Patenkinder

oder eine Freundin besuchen.

Das ist Vania Biondi sehr wichtig.

Denn dank diesen regelmässigen

Treffen schafft sie es, zuversichtlich

zu bleiben.

Mehr als ein Chauffeur

Marcel Brunner ist einer von vielen

freiwilligen Fahrern. Der 65-Jährige

engagiert sich bereits seit sieben

Jahren für das Rote Kreuz Aargau –

seit sechs Jahren fährt er Vania

Biondi. «Ihr Schicksal macht mich

betroffen», erzählt Marcel Brunner.

Vor Jahren hat er bereits ihre

krebskranke Mutter zur Chemotherapie

gefahren. Er merkt schnell,

wenn Vania Biondi etwas belastet.

Als ihre Mutter starb, sprachen sie

auf den gemeinsamen Fahrten darüber.

«Sonst reden wir über Gott

und die Welt und unsere politischen

Ansichten», sagt der ehemalige Militär-Instruktor.

Dieser Austausch

ist Marcel Brunner wichtig.

Etwas Freiheit

Eigentlich gäbe es in Rheinfelden

eine S-Bahn, mit der Vania Biondi

nach Basel fahren könnte. Aber das

nützt ihr wenig, denn die Rampe,

die zum Bahnsteig führt, ist nicht

behindertenfreundlich. «Um die

Rampe hochzufahren, brauche ich

eine Begleitung.» Ohne den Rotkreuz-Fahrdienst

käme sie noch

viel weniger aus der Wohnung.

«Und wenn mein Mann krank ist,

wüsste ich nicht, wie ich die zahlreichen

Arzt- und Rehatermine wahrnehmen

sollte. Der Fahrdienst gibt

mir etwas Freiheit und Selbstständigkeit

zurück», so Vania Biondi.

«Dafür bin ich sehr dankbar.» «Und

ich», ergänzt Marcel Brunner, «bin

stolz, ihr ein Stück dieser Freiheit

zu ermöglichen.»

Eine Mutter für schwierige Zeiten

Die beiden Patenkinder sind Vania

Biondi eine grosse Stütze. Wöchentlich

kommen sie auf Besuch.

Auch die Teenager schätzen ihre

Patin sehr. Besonders seit der Pubertät

suchen die beiden oft das

Gespräch mit ihr und ihrem Mann.

Sie fühle sich manchmal wie eine

«Mutter für schwierige Zeiten», erzählt

die 48-Jährige schmunzelnd.

«Ich habe zwar keine eigenen Kin

der, aber diese beiden bedeuten

mir viel und sie tragen mich in meine

Zukunft.»

Mehr Infos zum Rotkreuz-Fahrdienst:

www.redcross.ch/fahrdienst

Anmerkung: Ende März ist Vania

Biondis Ehemann verstorben. Er

erlag seiner schweren Krankheit.

Coronavirus

In Folge der aktuellen Entwicklung

rund um das Coronavirus müssen

wir unsere Dienstleistungen und

Angebote laufend anpassen. Sie

finden die wichtigsten Informationen

beim Roten Kreuz in Ihrer Region

und unter www.redcross.ch/

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Finanzielle Unterstützung durch

Allianz Suisse

Allianz Suisse unterstützt den Rotkreuz-Fahrdienst,

indem das Unternehmen

Fahrtrainings für die freiwilligen

Fahrerinnen und Fahrer

finanziert.

Marcel Brunner vom Rotkreuz-Fahrdienst fährt Vania Biondi sicher zur Ärztin und zu

ihrem Mann ins Spital.

Dank dem Rotkreuz-Fahrdienst bleibt

Vania Biondi mobil.

Schweizer Hausapotheke 4-2020 39


Geistig fit – in jedem Alter

Der Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit

ist der Schlüsselfaktor

für eine hohe Lebensqualität in jedem

Alter. Bereits ab mittleren Jahren

kann die geistige Leistungsfähigkeit

abnehmen.

Dies äussert sich in Vergesslichkeit,

Konzentrationsmangel, Überforderung,

rascher Ermüdung und

endet oft in sozialer Isolation. Nicht

in jedem Fall sind Medikamente angebracht.

Für den Erhalt der geistigen

Leistungsfähigkeit sind Hirntraining,

körperliche und geistige

Anstrengungen, soziale Aktivitäten

aber auch Schlüsselsubstanzen

für den Hirnstoffwechsel uner-lässlich.

Das Nahrungsergänzungsmittel

IQ-Memory enthält pflanzliches

Phosphatidylserin, Lecithin

sowie die Omega-3-Fettsäure

DHA. Diese natürlichen Sub-stanzen

sind elementare Bausteine

der Gehirn- und Nervenzellen.

Phosphatidylserin spielt eine wichtige

Rolle bei der Signalübermittlung

sowie beim Speichern und

Abrufen von Informationen. Eine

Untersuchung aus dem Jahr 2010

hat gezeigt, dass DHA die Zellalterung

der Nervenzellen hemmt und

damit Funktionsverlusten während

des normalen biologischen

Alterns entgegenwirkt. Ein Mangel

an DHA führt zu Gedächtnisverlust

sowie zu einer Verschlechterung

der Lern-, Erinnerungs-,

Denk- und Konzentrationsfähigkeit.

Lecithin ist ein wichtiger

Bestandteil der Zellmembranen,

unter anderem von Gehirn und Nervenzellen.

Die moderne, natürliche

Nahrungsergänzung IQ-Memory,

in der Schweiz hergestellt von

Alpinamed, vereint drei hirnaktive

Schlüsselsubstanzen in einer Kapsel.

IQ-Memory dient dem Erhalt der

geistigen Leistungsfähigkeit und

fördert Gedächtnis, Konzentration

und Lernvermögen.

Erhältlich In Apotheken und Drogerien.

Bleiben Sie aktiv: körperlich,

geistig und sozial

Eine gewisse Vergesslichkeit gilt als

normal. Allerdings muss es nicht

zwangsläufig zu einem Abfall der

geistigen Fähigkeiten und des Gedächtnisses

kommen. Wichtig ist,

unseren Denkapparat regelmässig

vor Herausforderungen zu stellen,

damit sich neue Verknüpfungen

zwischen den Nervenzellen bilden.

Fordern und fördern Sie Ihr Gehirn,

indem Sie ständig Neues dazulernen!

Dies könnten beispielsweise

das Erlernen einer Fremdsprache

oder eines Instruments sein, aber

auch Erlebnisse während einer Reise.

Kreuzworträtsel sind ein beliebtes

Mittel, um die grauen Zellen zu

trainieren. Sudoku ist noch effektiver:

Das Zahlenrätsel trainiert

auch Fähigkeiten wie logisches

Kombinationsvermögen. Um geistig

fit zu bleiben, sollte man sich

auf mehrere Arten anregen lassen.

So werden viele Bereiche des Gehirns

beansprucht. Was auch immer

Sie für ein gutes Gedächtnis

tun: Suchen Sie etwas, das Ihnen

Freude bereitet.

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Von Corona lernen

Heute, in der Vorosterwoche, beim Schreiben dieses NVS-Beitrages für die Schweizer Hausapotheke, weiss

ich nicht, wo die Coronawelle bei deren Erscheinen stehen wird. Dennoch mache ich mir vor dem Hintergrund

persönlicher Erlebnisse einige grundsätzliche Überlegungen dazu.

Eine Frage treibt mich seit Tagen um: Wo ist

dieses Jahr die übliche Grippewelle mit ihren

jeweils zahlreichen Todesfällen geblieben? Es

ist zehn Jahre her, seit mein Vater, der an Parkinson

litt und immer schwächer geworden

war, zwei Monate vor seinem 86. Geburtstag in

der Grippesaison an einer Lungenentzündung

verstarb. Meine Mutter hatte in seinem Sinn

entschieden, dass er nicht ins Spital transportiert

und mit Antibiotika therapiert, sondern im

Pflegeheim palliativ behandelt werden soll. Wir

Geschwister unterstützten sie darin, und gemeinsam

begleiteten wir unseren Vater zusammen

mit unserer Mutter im Sterbeprozess. Das

war sehr eindrücklich; denn in die Trauer und

Tränen mischte sich etwas Hoffnungsvoll-Feierliches.

In diesem Jahr wäre mein Vater wohl

nicht an einer Lungenentzündung, sondern an

Covid-19 gestorben und entsprechend in die

Statistik eingegangen.

In den vergangenen drei Wochen machte ich

nun selber meine eigene mit Covid-19 assoziierte

Erfahrung. Als sich die ersten Symptome

zeigten, begab ich mich sogleich in Selbstquarantäne.

Dort erlebte ich auf mich allein gestellt

einen relativ milden, aber hartnäckigen Verlauf

der Erkrankung. Dabei war es eindrücklich,

den Geschmacks- und Geruchssinn zeitweise

völlig zu verlieren. Das Frühstücksbrot mit der

Erdbeerkonfitüre schmeckte nach gar nichts,

und beim Einfeuern der Holzheizung konnte

ich durch die Rauchschwaden hindurchgehen,

ohne das Geringste zu riechen.

Wie gewohnt achtete ich darauf, viel frisches

Gemüse, Salat und Früchte zu essen, die liebe

Freunde für mich eingekauft und an der

Türe abgegeben hatten. Zudem gönnte ich mir

vertrauensvoll viel Ruhe, sowie ab und zu vor

dem Haus etwas Sonne und frische Luft. Ansonsten

ging ich jedoch meinen vielfältigen

Beschäftigungen nach und freute mich am

Festnetztelefon über die zahlreichen Anrufe

zu meinem 63. Geburtstag.

Die Gesundheit auf sanfte Weise stärken

Meine Corona-Erfahrung machte mir erneut

bewusst, wie wichtig es ist, die eigene Gesundheit

und damit im Zusammenhang das Immunsystem

zu pflegen und zu stärken. Erstaunt

bin ich umgekehrt darüber, dass das in den

Covid-19-Verhaltensempfehlungen des Bundes

nicht vorkommt. Viel Vitamine und sekundäre

Pflanzenstoffe zu sich zu nehmen, sich nicht

stressen lassen und in der eigenen Zentrierung

bleiben oder gepulste Mikrowellenstrahlung so

weit als möglich zu meiden, weil sie erwiesenermassen

die Gesundheit beeinträchtigt, wären

doch ebenfalls eine Empfehlung wert gewesen.

Verwundert bin ich zudem darüber, dass komplementär-

und alternativmedizinische Therapeutinnen

und Therapeuten mit wenigen Ausnahmen

nicht arbeiten dürfen, obwohl auch

sie eidgenössisch anerkannt sind. Man hatte

wohl auf Seiten der Behörden das Gefühl, sie

würden keine überlebenswichtigen Tätigkeiten

ausüben. Das jedoch kommt einem gedanklichen

Kurzschluss gleich; denn es gibt ja in

Corona-Zeiten nach wie vor viele andere, auch

schwerwiegende Gesundheitsbeschwerden wie

zum Beispiel starke Rückenschmerzen; aber

auch Begleitsymptome bei milderen Covid-19-

Fällen, die sehr gut mit naturheilkundlichen

Behandlungen unterstützt werden können.

Gleiches gilt für die Ängste bis hin zur Panik,

von denen heute manche betroffen sind, und

die sich besonders negativ auf das Immunsystem

auswirken. Nebst Heilpraktikerinnen

sind auch Komplementärtherapeuten speziell

darin geschult, Menschen Zuversicht und den

Glauben an die eigenen Selbstheilungskräfte

zu vermitteln. Ist das nicht weit sinnvoller,

als dass ihnen beim Arzt Psychopharmaka

verschrieben werden? Voraussetzung ist

natürlich, dass die vom Bund erlassenen Hygienebestimmungen

eingehalten werden – abgesehen

von der Abstandsregel, die in der Praxis

durch das Tragen einer Gesichtsmaske ersetzt

werden kann. Genauso, wie es Ärztinnen und

Ärzte eben auch praktizieren.

Ich hoffe sehr, dass wir alle und auch die Behörden

viel aus der Corona-Erfahrung gelernt

haben, wenn, wie absehbar, die nächste Covid-

Welle eintreffen wird, bei der es aus rein zeitlichen

Gründen noch keine zuverlässig getestete

Impfung geben kann.

Weitere Artikel zum Thema Gesundheit finden Sie

im Übrigen auf www.nvs.swiss.

Dr. oec. Hans-Peter Studer ist

Mitwelt- und Gesundheitsökonom,

Erwachsenenbildner und Buchautor.

Die NVS (Naturärzte Vereinigung der Schweiz) in Herisau als grösster Verband der Komplementär-

und Alternativmedizin vertritt nicht nur einzelne Methoden oder Fachrichtungen, sondern sämtliche

Praktizierende der Naturheilkunde und Komplementärtherapie. Um NVS-A-Mitglied zu werden,

müssen die Praktizierenden die hohen SPAK-Anforderungen (Qualitätslabel der NVS) erfüllen.

Die NVS-Mitglieder unterstellen sich den vom Verband formulierten Ethikrichtlinien. Die NVS-A-

Naturheilpraktiker/innen und -Komplementärtherapeut/innen sind auf www.nvs.swiss aufgeführt.

42 Schweizer Hausapotheke 4-2020


Im Team

oder

alleine?

Die einen arbeiten lieber alleine, andere bevorzugen die

Arbeit in einem Team. Beides ist okay, beides hat aber seine Tücken!

«Arbeiten Sie lieber in einem Team oder arbeiten

Sie lieber alleine?» Diese Frage kommt

wohl bei jedem Vorstellungsgespräch: Wer

diese Frage nicht ehrlich beantwortet, der

könnte später mit grösseren Problemen konfrontiert

werden. Grundsätzlich ist ja beides

okay, doch je nach Job ist entweder das eine

oder das andere gefragt. So sind beispielsweise

Aussendienstmitarbeiter praktisch immer

alleine unterwegs. Wem das selbstständige

Arbeiten nicht behagt, der wäre als Aussendienstmitarbeiter

entsprechend weniger

geeignet. Diese müssen nämlich ihren Tagesablauf

selber organisieren, sie müssen sich

selber strukturieren und motivieren — und sie

müssen ganz viele Entscheidungen alleine

treffen.

Ganz anders sieht es beispielsweise auf einer

Baustelle aus. Hier geht vieles nicht alleine,

mehrere Tätigkeiten können nur in einem

Team bewältigt werden. Eigenbrötler sind

in solchen Situationen eher hinderlich und

werden entsprechend auch nicht so gerne

gesehen.

Menschen, die fahren alleine mit dem Fahrrad

von der Schweiz bis nach Indien. Monatelang

sind sie mutterseelenalleine unterwegs und

gänzlich auf sich selbst und auf die eigenen

Fähigkeiten angewiesen. Und sie geniessen

das. Solche Abenteuer sind nicht jedermanns

Sache, viele Menschen verbringen ihre Freizeit

lieber zusammen mit anderen. In einem

Musikverein, einer Sportmannschaft, mit

Freunden oder mit der Familie. Nur zusammen

mit anderen fühlen sie sich wohl und sicher.

Ob jemand eher als Teammensch oder eher

als Einzelgänger sein Leben lebt, ist sehr gut Doch so absolut klar ist es auch nicht

auch an den Hobbys ersichtlich. Midro_93x129_d_Midro_93x129_d So gibt es immer, ob jemand 24.09.13 ein 16:22 ausgesprochener Seite 1

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beraten und lesen Sie die Packungsbeilage.

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Schweizer Hausapotheke 4-2020 43


Teammensch oder ein Einzelgänger ist. Viele

Menschen mögen beides: Sie sind manchmal

gerne alleine und tun irgendetwas für sich,

ebenso schätzen sie es, hin und wieder zusammen

mit anderen etwas zu unternehmen.

Doch auch diese Menschen haben grundsätzlich

eine Vorliebe für die eine oder die andere

Form.

Beides hat seine Tücken

Sowohl Einzelgänger als auch Teammenschen

haben gelegentlich mit Problemen zu

kämpfen. Allerdings sind die Probleme ziemlich

unterschiedlicher Art:

Ein Aussendienstmitarbeiter ist seit zwei

Stunden mit dem Auto unterwegs. Er hat

Hunger und stellt dann mit Schrecken fest,

dass er seinen Portemonnaie zu Hause liegen

gelassen hat. Was nun? Wäre er zusammen

mit einem Kollegen unterwegs, wäre das

Problem schnell gelöst («kannst du mir 30

Franken leihen»?). Doch jetzt ist niemand

da. Gefragt ist nun eine kreative Lösung. Mit

einem freundlichen Lächeln in einem Restaurant

fragen, ob er hier essen und man ihm

dann eine Rechnung schicken könnte? Oder

auf einer Bank versuchen, ohne Karte Geld zu

beziehen? Einzelgänger können in der Regel

mit solchen Schwierigkeiten gut umgehen:

Sie wissen sich zu helfen, sie verfügen über

die notwendige Selbstsicherheit und über die

Fähigkeit, ein Problem alleine zu lösen. Doch

diese Fähigkeiten haben nicht alle.

Ganz anders sehen die Probleme bei Teammenschen

aus: Zusammen mit zwei Kollegen

Sie müssen

nicht immer

müssen!

zum kalt oder

warm Trinken

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44 Schweizer Hausapotheke 4-2020

muss ein Bauarbeiter eine komplizierte Reparatur

vornehmen. Es herrscht Uneinigkeit.

Einer sieht das Problem hier und möchte es

auf seine Weise lösen, der andere sieht das

Problem da und schlägt eine andere Lösung

vor. Was nun? Jetzt muss diskutiert und

abgewogen und schliesslich gemeinsam eine

Lösung gefunden werden. Das ist nicht immer

einfach. Vielleicht wäre die eine Lösung

tatsächlich besser als die andere, vielleicht

aber auch nicht; und wer arbeitet denn schon

gerne an einer Lösung mit, an der er selbst

massiv zweifelt?

Beziehungen

Es liegt auf der Hand, dass es Einzelgängern

schwerer fällt, sich gänzlich in eine Liebesbeziehung

einzugeben, weil in einer Beziehung

ganz besonders Fähigkeiten gefragt sind, die

Einzelgängern oft etwas fehlen. Alleingänge

sind für jede Beziehung tödlich. Um eine

wirklich gute Beziehung zu führen, braucht es

einige Fähigkeiten: So zum Beispiel Toleranz.

Ebenso muss man in einer Beziehung gut

zuhören und andere akzeptieren können. Man

muss zu den eigenen Fehlern und Schwächen

stehen können. Man muss «Nein» sagen

können, getroffene Entscheide akzeptieren,

sich an Abmachungen halten, den Mut haben,

die eigene Meinung zu vertreten, auf Kritik

angemessen reagieren können; mit anderen

reden können, sich verständlich ausdrücken

können, Einfühlungsvermögen haben, Probleme

ansprechen können; sich selbst nicht

in den Mittelpunkt stellen wollen, anderen

etwas gönnen können oder auch zu gemeinsam

getroffenen Entscheidungen stehen und

deren Ergebnisse mittragen können.

«Zoon politicon»

Schon der griechische Philosoph Aristoteles

bezeichnete den Menschen als «zoon politicon»,

als gesellschaftliches Wesen. Uns allen

liegt nämlich das Bedürfnis nach Gemeinschaft

zugrunde. Das hat wirtschaftliche und

somit existentielle, aber auch emotionale

Ursachen: Austausch, Kommunikation, Miteinander,

Füreinander. Aus soziologischer

wie aus psychologischer Sicht liegt es auf

der Hand: Der Mensch wird nur am Du zum

Ich. Also in einer Gruppe. Die Situation in

einem Team ist vergleichbar mit einer Wand

voller Spiegel. Jedes Mitglied eines Teams

stellt für die anderen einen Spiegel dar. Jeder

sieht sich dann selbst in den verschiedenen

Spiegeln durch die Gruppe und entdeckt so

allmählich die eigene Identität. Rückmeldungen

der Gruppe ermöglichen dem Einzelnen,

Zugang zu sich selbst zu erhalten. Dies

geschieht allerdings nur dann, wenn die Bereitschaft

vorhanden ist, sich durch ein Team

mit sich selbst zu beschäftigen. Bekanntlich

ist dies leider nicht immer der Fall. Man kann

die Augen ja auch schliessen, wenn man vor

einem Spiegel steht ...

Konflikte in der Gruppe

Konflikte entstehen in jeder Gruppe und sie

sind auch keineswegs negativ. Die Frage ist

nicht, ob eine Gruppe Konflikte hat; die Frage

ist vielmehr, in welcher Weise eine Gruppe

einen Konflikt bewältigt. Es gibt verschiedene

Arten von Konflikten in einer Gruppe, am

schlimmsten sind jedoch die unausgesprochenen,

die so genannt «latenten» Konflikte.

Ein häufiges Symptom von unterschwelligen

Konflikten ist Aggression oder Gereiztheit: Der

geschluckte Ärger kommt bei einer anderen

(unpassenden) Gelegenheit zum Ausdruck.

Intrigen, Gerüchte, Sturheit, Unnachsichtigkeit

sind weitere Symptome, die auf ungelöste

Konflikte in einer Gruppe hinweisen.

Eine Gruppe, die ein Ziel erreichen will, ist

dauernd damit beschäftigt, Entscheidungen

zu treffen: Wichtige und weniger wichtige

Entscheidungen, leichte und schwere Entscheidungen.

Und es liegt auf der Hand, dass

Gruppen immer wieder richtige, oft aber auch

falsche Entscheidungen treffen. Ebenso wichtig

wie die Richtigkeit einer Entscheidung ist

auch die Art und Weise, wie eine Gruppe eine

Entscheidung trifft. Darin zeigt sich nämlich

die «wahre Kultur» einer Gruppe. Und darin

zeigt sich auch, wie teamfähig die einzelnen

Mitglieder sind. Nehmen sich einzelne das

Recht, im Namen der gesamten Gruppe alleine

zu entscheiden? Treffen ein paar wenige

eine Entscheidung (Cliquenbildung)? Drücken

sich einzelne vor einer Entscheidung? Wird

gegenseitig Druck ausgeübt? Herrscht eine

scheinbare Einstimmigkeit? Wird vom Thema

abgewichen und werden Entscheidungen

vermieden, nur weil Angst vor den Folgen

herrscht? In all diesen Fällen hat die Gruppe

als Ganzes ein Problem. Im Idealfall wird eine

Entscheidung durch einen Konsens getroffen,

wobei jedes einzelne Mitglied diesen Entscheid

als Entscheid der Gruppe mitträgt.

Ganz anders sieht es bei den Einzelgängern

aus: Diese Probleme haben sie nicht, ihr

Problem ist dafür, dass sie für alles ganz

alleine verantwortlich sind und dass sie dann

niemandem die Schuld geben können, falls

etwas daneben geht.

Albin Rohrer


Reinschriftleben

«Jeder möge sein eigener Geschichtsschreiber sein, dann wird er sorgfältiger und anspruchsvoller leben.»

Welch inspirierender Gedanke von Bertold

Brecht! Jeder schreibt seine eigene Geschichte

auf, für alle anderen Menschen zugänglich

und lesbar. Tatsächlich würde ich mir dann

zweimal überlegen, was ich tue und was ich

lasse.

Ich stelle mir mit Schrecken vor, wie in meiner

Biografie steht: «Jahr 2020: Am 10. Januar

drängelte sich Karin in der Warteschlange

vor. Am 12. Februar lehnte sie einen tollen

Auslandsjob ab, weil sie die Ungewissheit

und die Veränderungen fürchtete. Am 2. März

schaute sie weg, als ein betrunkener Vater

seinen kleinen Jungen schlug. Aus Angst vor

Liebesentzug beugte sie sich am 14. April der

emotionalen Erpressung ihres Partners.»

Solche Fakten möchte niemand aus seiner

Biografie veröffentlicht sehen.

Wir sollten tatsächlich, wie einer meiner

Psychologie-Professoren in einer Vorlesung

sagte, «unser Leben in Reinschrift leben».

Also nicht so, als könnten wir wie damals

in der Schule eine Seite einfach nochmals

abschreiben, wenn beim ersten Versuch ein

Tintenklecks darauf fällt oder die Buchstaben

liederlich hingekritzelt sind. Sondern immer

so, als hätten wir ein einziges Blatt zur Verfügung;

und als wollten wir ein Meisterwerk der

Kalligrafie vollbringen.

Wie es im Leben ja tatsächlich ist. Ich kann

zwar eine Seite meines Lebensbuchs umblättern,

verschwinden wird sie deshalb nicht. Ich

kann den Text nicht nochmals abschreiben,

ins Reine, und die hässliche Seite herausreissen

und wegwerfen. Was im Lebensbuch

geschrieben steht, ist unvergänglich. Und

selbst, wenn niemand es je lesen wird – ich

kenne es. Es wäre doch schön, stünden darin

vor allem Schilderungen wie: «Obwohl sie

Angst hatte, traute sie sich einzugreifen, als

Jugendliche eine Frau anpöbelten. Sie liess

sich auf eine Herausforderung mit ungewissem

Ausgang ein. Trotz ein paar Kilos zu viel

fand sie sich schön und gönnte sich ein Eis.»

Karin Jundt ist Autorin und Verlegerin von

Fachbüchern über Selbstliebe, Karma Yoga

und Spiritualität.

selbstliebe.ch

Bei Schmerzen

und Entzündungen

Schmids Sportcreme kann angewendet werden bei Schmerzen

und Entzündungen von Gelenken, Muskeln, Bändern, Sehnen,

bei stumpfen Verletzungen oder als unterstützende Massnahme

bei Rheuma, Arth ritis, Arthrose und Gicht.

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Ideale Zwischenverpflegung

Die Angebotsvielfalt ist riesig: Dörrfrüchte und Nüsse, fast soweit das Auge reicht. Aber warum

getrocknete, wenn es frische Früchte gibt? Was können die einen besser als die anderen? Oder sind

die Trockenfrüchte einfach nur «gesunde» Kalorienfallen?

Im letzten Artikel zum Thema «Gesunde Kalorienfallen?»

hatten wir sie nur kurz gestreift;

heute stehen sie im Mittelpunkt: Steffi Moser,

Drogistin und Ernährungsberaterin, nimmt

mich mit auf einen Rundgang durch die Welt

der Dörrfrüchte und Nüsse.

«Wir haben ein sehr breites Sortiment»,

legt sie denn auch gleich los, «bei den

Nüssen nicht nur in ganzer Form, sondern

auch gemahlen, gewürzt oder geröstet, für

unterschiedliche Geschmäcker und Geschmackserlebnisse.

Auch Samen wie Chia

oder Sesam und Kerne bieten wir an; und

natürlich diverse Mischungen, zum Beispiel

eine Salatkernmischung oder Nüsse und

Dörrfrüchte – also das klassische ‘Studentenfutter’

– in verschiedensten Kombinationen:

nur Dörrfrüchte, Dörrfrüchte und Nüsse oder

verschiedene Nüsse, teilweise auch gewürzt,

etwa einen Apéro-Mix.»

Von einheimisch bis exotisch

Bei den Dörrfrüchten gibt es so gut wie alles,

erklärt mir Steffi Moser: «Von Aronia-, Gojioder

Maulbeeren über Bananenchips, Datteln

und Feigen bis zu Ananas, Mango oder Ingwer;

aber auch Birnen und Äpfel, Apfelringli

mit und ohne Schale. Es gibt kaum je einen

Kunden, der nicht findet, was er sucht –

egal, ob Exoten, trendige Superfoods oder

einheimische Früchte. Und für unterschiedliche

Bedürfnisse in verschiedenen Packungsgrössen,

etwa für die tägliche Handvoll

Nüsse.»

Geliebt von Klein und Gross

«Der absolute Renner sind die nicht kandierten

Ingwerstücke, die haben eingeschlagen

wie eine Bombe: Ingwer ist gut fürs Immunsystem,

bei einem sich ankündenden Infekt,

hilft gegen (Reise-)Übelkeit, unterstützt die

Verdauung ... er ist zwar scharf in dieser

Form, aber wirksam. Sehr beliebt sind die

Mangostreifen: Noch leicht feucht und mit

vollem Geschmack. Immer gefragt sind

Datteln und Feigen: Datteln sind süss, aber

auch sehr gesund, weil sie viele Mineralien

enthalten. Feigen haben sich einen Spitzenplatz

erobert als Zutat im Müesli, Snack für

zwischendurch oder auch zur Anregung der

Verdauung; in grösseren Mengen können sie

allerdings – gleich wie Pflaumen – abführend

wirken.

Absoluter Liebling der Kinder sind Apfelringli

ohne Schale: Sie sehen lustig aus, passen

gut in kleine Hände – und man kann ganz

wunderbar darauf herumkauen.»

Praktische Begleiter, schnelle

Energiespender

Wichtig ist Steffi Moser, dass Dörrfrüchte

keinesfalls ein Ersatz, aber eine wunderbare

Ergänzung sind zu frischen Früchten:

«Sie eignen sich bestens als Proviant für

unterwegs, weil sie ‘robust’ und gut haltbar

sind, nicht saften und weniger ‘gewichten’

im Rucksack als die reifen Früchte. Als

schneller Energiespender sind sie etwa beim

Wandern oder beim Sport ideal, weil sie nicht

schwer aufliegen. Auch bei der Arbeit sind

sie praktisch und geben – insbesondere in

Kombination mit Nüssen – als ‘Brainfood’

einen neuen Kick für die Denkarbeit und

vertreiben mit gesunden Inhaltsstoffen (wie

Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren)

den kleinen Hunger zwischendurch. Und das

Müesli bereichern sie mit einer Prise Exotik

oder Superfood.»

Genuss mit Mass und ohne Reue

Durch den Wasserentzug bei der Trocknung

haben Dörrfrüchte einen vergleichsweise

hohen Anteil an Fruchtzucker und viele

Kalorien: «Insbesondere für Diabetiker und

bei einer Fructoseintoleranz ist also Vorsicht

geboten – und ganz allgemein ein gesundes

Mass.

Wir setzen fast ausschliesslich auf Bioqualität,

das heisst, die Früchte sind nicht geschwefelt.

Das hat zwar bei der Optik kleine

Einbussen zur Folge – Aprikosen etwa sind

eher braun als leuchtend orange –, aber der

Schwefel führt bei vielen Menschen zu Unverträglichkeiten

wie Bauchschmerzen.

Das ganze Sortiment an Dörrfrüchten und

Nüssen unserer Eigenmarke ‘Naturkraft’

wird von der Firma Sun Snack für uns in der

Schweiz produziert und abgefüllt; so können

wir immer sicher sein, dass die Qualität

stimmt.»

Ann-Brita Dähler

Steffi Moser ist Drogistin HF.

Sie arbeitet seit 2011 als Filialleiterin

in der Drogerie Haas in

Frauenfeld.

46 Schweizer Hausapotheke 4-2020


Älter werden und sich dabei jung und vital fühlen!

Eine körperliche aktive Lebensweise

und ausgewählte Vitalstoffe helfen,

sich in seiner Haut wohl und

leistungsfähig zu fühlen.

«Anti-Aging»-Vitalstoffe für

Beauty und Energie: Kollagen-

Hydrolysat und Astaxanthin

Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein

unserer Körpergewebe

(Haut, Knochen, Sehnen, Knorpel

u.a.). 10 g Kollagen-Hydrolysat

während 12 Wochen eingenommen

konnte in Studien eine deutliche

Verbesserung der Struktur

und der Elastizität der Haut aufzeigen,

Falten wurden um 26 bis

30 Prozent deutlich reduziert, die

Hautfeuchtigkeit signifikant angehoben!

Glucosaminsulfat und Kollagen-Hydrolysat

unterstützen

den gesamten Bewegungsapparat

und damit das Kollagengerüst.

Die Anti-Aging-Eigenschaften von

Astaxanthin und Lycopin, beides

natürliche Carotinoide, wirken in

erster Linie auf die Haut und das

Immunsystem und verbessern die

Vitalität. Der «Anti-Aging»-Arzt Dr.

med. Nicolas Perricone sagte dazu:

«Die Einnahme von Astaxanthin

hat den Effekt wie ein natürliches

Facelifting». Gerade in Kombination

mit Coenzym Q10 kann man

eine deutliche Leistungssteigerung

und mehr Energie erwarten. Coenzym

Q10 aktiviert 95 Prozent der

gesamten Energiegewinnung und

hilft gegen Müdigkeit.

Vitalstoffe für Gedächtnis

und Konzentration: EPA & DHA,

Phospholipide und Astaxanthin

Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA

helfen dem Gehirn, bei trockenen

Augen und dem Herz-Kreislaufsystem.

Für eine bessere Konzentration

und Gedächtnisleistung ist

die Kombination von natürlichen

Phospholipiden und den Omega-

3-Fettsäuren EPA, DHA und Astaxanthin

ideal. Sogar Stimmungsschwankungen

verschwinden vielfach

bei der Einnahme von EPA &

DHA. Zudem besitzen EPA und DHA

in Kombination mit Astaxanthin

entzündungshemmende Eigenschaften.

Wichtig ist dabei eine

kurmässige Einnahme.

Vitalstoffe für die Augen &

Sehkraft: Lutein, Zeaxanthin

und Astaxanthin

Die Augengesundheit ist gerade

im Alter sehr wichtig. Es existieren

Vitalstoffe, die Ihren müden

oder gestressten Augen helfen.

Gross angelegte Studien zeigen,

dass die natürlichen Carotinoide

Lutein, Zeaxanthin und Astaxanthin

die Entstehung einer altersbedingten

Makuladegeneration und

eines Grauen Stars reduzieren oder

sogar verhindern können und die

Sehschärfe verbessern.

Vitalstoffe für die Psyche,

das Nervensystem, Antistress

und Antimüdigkeit: Curcuma,

Astaxanthin, Q10, L-Carnitin,

B-Vitamine, Magnesium und Zink

Diese Wirkstoffkombination verhilft

zu einer starken Psyche und

zu einem resistenten Nervensystem.

Unzählige Studien belegen

die einerseits die neuroprotektive

Wirkung von Curcuma und Astaxanthin

und anderseits die guten

Eigenschaften gegen Müdigkeit

und Zellstress von Q10 und L-Carnitin.

Damit helfen Sie einerseits

der Psyche und anderseits sind

Sie weniger müde und gestresst.

Vitalstoffe für die Gelenke und

den gesamten Bewegungsapparat:

Curcuma, Astaxanthin,

Chondroitin- und Glucosaminsulfat

und Kollagen-Hydrolysat

Diese Wirkstoffkombination verhilft

zu mehr Beweglichkeit und wirkt

gegen abgenützte Gelenke. Nach

einer 3 monatigen Kur nehmen Gelenkbeschwerden

deutlich ab und

die Lebensqualität deutlich zu. Probieren

Sie es aus.

Schweizer Hausapotheke 4-2020 47


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