Kolping aktuell 2020_01_

hartwiglenasophia1991

frühjahr 2020

Kolping aktuell

mitgliederzeitschrift der kolpingfamilie schrobenhausen

Kolpinggedenktag 2019

Wohnzimmerkonzert 2020

Traurige Nachricht aus Velká Bíteš


Vorwort

» online – oder doch dabei

Liebe Leserinnen und Leser von Kolping aktuell,

liebe Mitglieder der Kolpingfamilie,

am 2. Adventssonntag 2019 wurde ich offiziell in den Kolpingverband aufgenommen und durch den Kolpingdiözesanvorsitzenden

Robert Hitzelberger als Präses eingeführt; das Foto zeigt die Verlesung der Urkunde beim Gottesdienst

am 8. Dezember. Jetzt bin ich sozusagen „richtig dabei“! Eine aufmunternde Predigt hielt dabei Diakon Michael Popfinger,

der in seinen Worten genau darauf abzielte: ich sitze als Präses im Bus der Kolpingfamilie nicht am Steuer,

sondern mitten drin! Ganz leicht wird das nicht sein. Denn bisher nehmen die Aufgaben in der ganzen Pfarreiengemeinschaft

Schrobenhausen sehr viel Raum ein. Ich kann bei Veranstaltungen der Kolpingfamilie gar nicht so oft dabei

sein, wie ich möchte… Trotzdem bin ich nicht nur digital „zugeschaltet“ oder per Video dabei.

Gerade das geht aber in der momentanen Corona-Krise

in vielen Bereichen gar nicht mehr anders: Homeoffice,

Video- und Telefonkonferenzen, möglichst wenige körperliche

Kontakte, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Leider gilt das auch für die Gottesdienste: seit

16. März dürfen keine öffentlichen Gottesdienste mehr

stattfinden. Die Priester dürfen zwar die hl. Messe feiern,

aber leider ohne anwesende Gläubige. Ich tu das

jetzt seit 20. März täglich in Heilig Geist in Mühlried.

Doch das ist auch für mich – um’s englisch zu sagen –

„very strange“! Alle Gebete muss ich allein sprechen,

alle Texte selber lesen, bei den Rufen mir selbst die Antworten

geben, die sonst von der Gemeinde kommen.

Doch ich nehme immer bewusst alle Anliegen der Gläubigen

der ganzen Pfarreiengemeinschaft mit ihren vier

Pfarreien in die heiligen Messen mit hinein, gerne auch

die unserer Kolpingfamilie. Einen besonderen Platz haben

dabei in den Fürbitten die Sorgen, Nöte, Wünsche,

die die Kirchenbesucher seit kurzem ins Sorgenbuch

schreiben können. So ein Sorgenbuch liegt aus in unserer

Stadtpfarrkirche St. Jakob Schrobenhausen und in

der Pfarrkirche Heilig Geist Mühlried. In Schrobenhausen

baut Kaplan Isaac diese Anliegen in die Messe mit

ein, in Mühlried mach ich das. So sind mit diesen Bitten

auch die Menschen dieser Pfarreiengemeinschaft und

weit darüber hinaus mit dabei.

Ein andere Möglichkeit, bei Gottesdiensten doch dabei

zu sein, ohne körperlich anwesend zu sein, sind Online-

Gottesdienste. Natürlich sind sie nicht dasselbe wie

Gottesdienste, bei denen wir mit anderen gemeinsam

in der Kirchenbank stehen, sitzen, knien. Aber sie sind

doch eine gute Gelegenheit, sich mit vielen Menschen zu

verbinden, die den gleichen Gottesdienst im Fernsehen

oder im Internet anschauen. Das Gebet überwindet ja

grundsätzlich alle Grenzen von Raum und Zeit. Und das

wird auch hier spürbar. Ein guter Ersatz für das, was grad

anders nicht möglich ist. Domkapitular Harald Heinrich,

der Ständige Vertreter unseres designierten Bischofs von

Augsburg, Dr. Bertram Meier, schreibt in den Anordnungen

zur Heiligen Woche am 31. März 2020: „Zur Mitfeier

der Gläubigen kann auch auf Live-Übertragungen von

Gottesdiensten verwiesen werden – dabei insbesondere

auch auf die Übertragung der Gottesdienste mit unserem

ernannten Bischof Bertram, die deutlich machen, dass

das medial zugesprochene Wort Gottes, das Gebet, der

Lobpreis sowie der Schutz und die Hilfe Gottes auch über

die Grenzen der physisch versammelten Gemeinschaft

hinaus wirksam sind.“

Auch eine weitere Möglichkeit dürfen wir hier vor Ort durch das Angebot des Chefredakteurs der Schrobenhausener

Zeitung, Herr Mathias Petry, nutzen. Er bot uns Geistlichen in der PG Schrobenhausen an, geistliche Impulse auf Video

aufzuzeichnen und auf der Homepage des Donaukuriers und auf YouTube zu veröffentlichen. Das haben wir gerne angenommen

und zu den Ostertagen wahrgenommen. Es gibt also vielfältige Chancen, an Gottesdiensten teilzunehmen,

auch wenn wir nicht persönlich dabei sein können. Online – und doch dabei!

Ich lade Sie alle ein, diese Chancen zu nutzen, und wünsche allen eine gesegnete Zeit! Bleiben Sie alle gesund!

Ihr und Euer Georg Leonhard Bühler

Präses und Stadtpfarrer


Jubilarefeier 2019

"Anfangen ist oft das Schwerste,

aber treu bleiben das Beste."

(Adolph Kolping)

Eine liebgewordene Tradition, mit der wir zusammen mit unseren Jubilaren des Vorjahres in gemütlicher Runde das neue

Jahr beginnen. Das Schönste an diesem Tag ist, dass wir immer wieder Kolpingbrüder und -schwestern begrüßen dürfen,

die nicht mehr so oft den Weg ins Kolpinghaus finden, aber dennoch uns Kolpinger zu dem machen, was wir sind – zu

einer starken Gemeinschaft, zu einer Familie!

Am Kolpinggedenktag war sie leider verhindert; doch in diesem kleineren, aber nicht minder

würdigen Rahmen konnten wir Centa Ottillinger nachträglich die Auszeichnung des Kolpingwerks

für 40 Jahre Treue zu Adolph Kolping und unserer Kolpingfamilie verleihen.

Leider konnte Alfons Wäckerle seine Auszeichnung für 70

Jahre treuer Mitgliedschaft nicht mehr in Empfang nehmen.

Umso mehr war es uns ein Bedürfnis, seiner Witwe unseren

Dank auszudrücken und wir hoffen, sie weiterhin als Gast im

Kolpinghaus begrüßen zu dürfen.

(Stefan Mayer)


Kolpinggedenktag 2019

Als uns Stadtpfarrer Josef Beyrer im September 2018 in Richtung

Pfaffenhausen verließ, hinterließ er auch eine Lücke in unserer

Kolpingfamilie. Neu-Stadtpfarrer Georg Leonhard Bühler

nahm den Stab auf und wurde offiziell in sein Amt eingeführt.

Robert Hitzelberger, Vorsitzender des DV Augsburg, übernahm

die offizielle Amtseinführung unseres neuen Präses, überreichte

die Ernennungsurkunde und übermittelte die besten Grüße des

gesamten Diözesanverbands und des ebenfalls neu gewählten

Diözesanpräses Walter Kretschmer.

Aber erstmals seit vielen Jahren durften wir gleich zwei neue

Mitglieder begrüßen: Herbert Werner, der sich seit einigen Jahren

beim Männerabend aktiv zeichnet, trat ebenfalls unserer

Kolpingfamilie bei.

Der erste Teil des Familiennachmittags stand im Zeichen der Ehrung langjähriger Mitglieder.

Barbara Fieger und Angelika Hartwig vom Leitungsteam dankten allen für ihren Einsatz das ganze Jahr hindurch. Langfristiges

Engagement sei heute nicht mehr selbstverständlich.

Unsere Neuen:

Präses Stdtpfr. Georg L. Bühler, Herbert Werner

25 Jahre:

Ernst Lutz

40 Jahre:

Gerlinde Bichler, Hans Schinagl

50 Jahre:

Sophie Neugschwendner

65 Jahre:

Willi Studener, Anton Stichlmair sen., Erwin Moser


Der voll besetzte Pfarrsaal Tombola Hauptgewinn

„Krippenspiel –

eine Geschichte, von der man noch in zweitausend Jahren sprechen wird“

Zwei Engel beschließen aus Langeweile, etwas Verrücktes zu unternehmen.

Der Engel Gabriela verkündet der Jungfrau Maria, dass sie ein Kind erwartet, welches der Sohn Gottes sei.

Damit fängt der Schlamassel aber erst an. Woher sollen sie jetzt das Kind bekommen?

Mit allerlei Verkündigungen, durchgeknallten Sterndeutern, trinkfesten Hirten und vielem mehr

entsteht eine ganz besondere Geschichte. Eine Geschichte, die so oder ähnlich auch noch über

2000 Jahre später erzählt werden wird….

Langeweile über den Wolken

Verkündigung mal anders...

Na Sauber... ... und wo kriegen wir jetzt ein Kind her? Voila!

Ein herzliches "Dankeschön"

an die phantastische Theatertruppe!

Super Auftritt...


Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi

Höchster, allmächtiger, guter Herr,

dein sind das Lob, die Herrlichkeit

und Ehre und jeglicher Segen.

Dir allein, Höchster, gebühren sie,

und kein Mensch ist würdig,

dich zu nennen.

Gelobt seist du, mein Herr,

mit allen deinen Geschöpfen,

zumal dem Herrn Bruder Sonne,

welcher der Tag ist

und durch den du uns leuchtest.

Und schön ist er und strahlend

mit großem Glanz:

Von dir, Höchster, ein Sinnbild.

Gelobt seist du, mein Herr,

durch Schwester Wasser,

gar nützlich ist es und demütig

und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr,

durch Schwester Mond und die Sterne;

am Himmel hast du sie gebildet,

klar und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr,

durch Bruder Wind

und durch Luft und Wolken

und heiteres und jegliches Wetter,

durch das du deinen Geschöpfen

Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr,

durch Bruder Feuer,

durch das du die Nacht erleuchtest;

und schön ist es und fröhlich

und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr,

durch unsere Schwester, Mutter Erde,

die uns erhält und lenkt

und vielfältige Früchte hervorbringt

und bunte Blumen und Kräuter.


Der Sonnengesang ist ein Gebet, das Franz von Assisi verfasste.

Es preist die Schönheit der Schöpfung und dankt

Gott dafür. Der Sonnengesang ist sein bekanntester Text

und zählt aufgrund seiner dichterischen Gestalt und seines

Inhalts zu Weltliteratur. Franziskus dichtete seinen

Gesang auf die Schöpfung am Ende seines Lebens. Er entstand

in altitalienischer Sprache im Winter 1224/25, als

Franziskus schwer krank in San Damiano bei Assisi lag.

Gelobt seist du, mein Herr,

durch jene, die verzeihen

um deiner Liebe willen

und Krankheit ertragen und Drangsal.

Selig jene, die solches ertragen in Frieden,

denn von dir, Höchster,

werden sie gekrönt.

Er betete viel. In seiner hoffnungsvollen Erwartung auf die

ewige Freude des Himmelreichs dichtete er ein Lied: den

Cantico delle Creature (Loblied der Geschöpfe), im deutschen

Sprachraum Sonnengesang genannt. Franziskus

lobt Gott als den Schöpfer, wobei die Schönheit der Natur

den geeigneten Inhalt und Rahmen bietet. Er bringt sich

hier ganz persönlich ein. Seine Naturliebe führt ihn zu einem

familiären Umgang mit allem, was Gott geschaffen

hat. Hieraus erklärt sich, warum Franziskus gerne die Anrede

Bruder, Schwester und Mutter verwendet.

Die Strophe über „Bruder Tod“ verfasste er kurz vor seinem

Tod. Das Gebet ist nicht nur eine Hymne auf Gottes

gute Schöpfung, sondern fordert uns auch heraus in unserem

Verhalten zur Welt und in der Annahme von Krankheit

und Sterben.

(Zusammengestellt von Margot Kneißl und Maria Neumair)

Gelobt seist du, mein Herr,

durch unsere Schwester,

den leiblichen Tod;

ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.

Wehe jenen,

die in tödlicher Sünde sterben.

Selig jene, die er findet

in deinem heiligsten Willen,

denn der zweite Tod

wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn

und dankt ihm

und dient ihm mit großer Demut.

Aus: Franziskus-Quellen, Butzon und Bercker 2009


offener Frauentreff

Im Februar wollten wir einen Anstoß zum Verzicht zu

geben: Nicht auf Süßes oder Alkohol, sondern zum

Wohle der Umwelt. Dass Verzicht nicht immer

einfach ist, ist klar, aber wenn es um Plastik

geht, ist eine „Fastenkur“ dringend angebracht.

Pia Winterholler vom Forum Plastikfreies Augsburg nahm die

30 Teilnehmer*innen mit in die Geschichte des Kunststoffes.

Zunächst Segen, entwickelte sich dieser künstlich produzierte

Stoff zum Fluch, ist er doch aus unserem Alltag nicht

mehr wegzudenken. Oder vielleicht doch?

Seit der Erfindung der Kunststoffe wurden weltweit ca.

8,3 Milliarden Tonnen hergestellt, davon aber nur rund

600 Millionen Tonnen recycelt und 800 Millionen Tonnen

verbrannt - Zahlen, die aufmerken lassen. „Die

restlichen Kunststoffe befinden sich irgendwo in der

Umwelt, auf dem Meeresgrund, in unseren Flüssen, in unseren Böden und somit in unserer Nahrungskette“,

rechnete Winterholler vor. „Jeder Deutsche produziert jährlich etwa 220 Kilogramm

Verpackungsmüll aus Kunststoffen. Hier sollten wir ansetzen, hier können wir gegensteuern“, so Winterholler weiter. „Dazu

müssen wir aber unser Einkaufsverhalten analysieren und uns klare Ziele setzen!“ Und diese Ziele in kleinen Schritten umsetzen,

sonst kommt ziemlich schnell der Frust auf und der Rückfall in alte Gewohnheiten.

Es sollte nicht bei einem Vortragsabend belassen; für den 26. März war ein begleitender Austauschabend im Kolpinghaus

geplant, bei dem sich alle Interessierten zu dem Thema in lockerer Runde hätten untereinander austauschen können und ihre

Erfahrungen einbringen können. Schließlich fastet es sich in der Gruppe leichter. Doch der Termin fiel, wie so vieles, Corona

zum Opfer.

(Angelika Hartwig)

Im März trafen sich wieder eifrige Bastlerinnen im Kolpinghaus, um wie jedes Jahr Osterkerzen zu gestalten.

Leider musste der zweite Basteltermin aufgrund der aktuellen Situation abgesagt werden, so

dass ca. 90 Kerzen fertig gestellt wurden.

Da keine Ostergottesdienste stattfanden, erfolgte dieses Jahr leider kein persönlicher Verkauf

durch die Kolpingfamilie; die Kerzen wurden in Absprache mit dem Pfarrbüro der Pfarrei zur Verfügung

gestellt. Aufgrund vielfacher Anfragen im Pfarrbüro wurden die Kerzen den Gläubigen in

der Stadtpfarrkirche und in St. Salvator angeboten.

Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder in gewohnter

Weise durchstarten können.

(Marina Moser)


Am 27. März 2020 mussten wir Abschied nehmen von Walter Hiller, treuem Kolpingsohn

seit 1953 und treusorgendem Familienvater.

Er übernahm 1968 Verantwortung in der Vorstandschaft und

war von 1969 bis 1973 deren Altsenior.

Wie sein Kolpingmitbruder und Amtsvorgänger

Hans Heisele war Walter Hiller lange Jahre

Mesner in St. Jakob.

Seit den ersten Kontakten zu unserer Partner-Kolpingfamilie

nach Velká Bíteš waren er und seine Frau Marlene ständige Begleiter

bei den Treffen hier und in Velká Bíteš.

„Vážená rodina Kolpingu, přijměte prosím upřímnou soustrast.

Pamatujeme si s ním mnoho úžasných okamžiků a jsme vděční

za jeho loajalitu k České republice a za naše partnerství.“

(Ladja Koubek, Kolpingova rodina Velká Bíteš)

Was er tat, tat er mit Überzeugung und mit Freude und

bereicherte auf seine ihm eigene Art das Leben der

Kolpingfamilie. Wollen wir ihn in unserer Mitte unvergessen

halten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

„Die Zeit an sich betrachtet, ist völlig wertlos;

sie erhält den Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr.“

Adolph Kolping


" Pura Vida “ auf bayerisch

Samstagabend, 19:30 Uhr. Ein kleines Podest,

mit rotem Teppich eingeschlagen, ist vom

warmweißen Licht einiger Deckenspots eingehüllt,

und nur wenige der 60 Plätze sind leer. Es

ist wieder Zeit für ein Wohnzimmerkonzert.

Wer spuit? Moni, mit bürgerlichem Namen Monika

Wagner aus Tödtenried, Singer-/Songwriterin der bairischen

Mundart. „A bisserl nervös“ sei sie schon, gibt

die 28jährige zu, weil es ihr erstes Konzert nach längerer

Zeit wieder sei. Und so gibt Moni im Laufe des Abends

viele Einblicke in ihre Gefühlswelt, erzählt zwischen ihren

selbstgeschriebenen Songs immer wieder kleine

Geschichten aus ihrem Leben. So z. B. wie sie den Entschluss

gefasst hat, den gelernten Beruf der Erzieherin

zu Gunsten der Musik aufzugeben. Anekdoten wechseln

sich mit Ernstem, oft auch Nachdenklichem ab. „Ich

glaub dran, dass immer ois guad wird!“ Sie vermittelt

ihren Zuhörern ihre Sicht auf die Dinge und man merkt

schnell, die Frau dort vorne ist authentisch.

Moni nimmt ihr Publikum mit („Wenn ihr Fragen habt´s,

fragt´s einfach“), holt sich für „Gin Tonic“ einen Mitsänger

auf die Bühne („a Bier für´n Hans“), bietet sich augenzwinkernd

als Hochzeitssängerin an („Ich hab da a

Hochzeitslied geschrieben. Des spui i dann nur für dich“)

und schafft es immer wieder, dass der ganze Saal ihre

Refrains mitsingt. In der Pause ist sie mittendrin, signiert

CDs und Baseballcaps und steht gutgelaunt für Fotos

zur Verfügung.

Seit sie mache, was sie wolle, braucht sie nichts Materielles

mehr um glücklich zu sein. Das drückt sie in „Pura

Vida“ aus, einem Song, der in Costa Rica beim Blick aufs

Meer entstand: „I denk nur an des, was zählt: Abenteuer,

guade Leut“. Bei „Immer wieder hoam“ stöpselt sie

die Gitarre ab, mischt sich unter ihr Publikum und singt

leise und unplugged im Halbdunkel davon, wie schön es

ist, immer wieder heimzukommen, egal wie weit und

wie lang man von dahoam entfernt war: „Der Duft vom

Apfelstrudl im Rohr, am Besten is hoid einfach dahoam.

Egal, wos zwischen uns war, wenn´s drauf o kimt, samma

alle wieder do.“

Am Ende steht dann noch eine der schönsten bairischen

Freundschaftsbekundungen: „I hoi di ab, ganz egal wo.

I hoi di ab, ob am Tag oder mitten in da Nacht!“ Dieses

Konzert wirkt nach, denn sie lebt das, was sie singt, und

wie singt sie so treffend: „Es wird ois guad“.

(Stefan Mayer, Fotos: Manfred Schalk)


Unsere Recken am Altpapiercontainer, die Sonne und Hitze trotzen und jeden ersten

Samstag im Monat vier Stunden ihrer Zeit opfern, um für uns Altpapier, Altkleider

und Lebensmittelspenden entgegennehmen.

Nov. 19:

Martin Nieser, Yannik, Franz Mayer jun.

Dez. 19:

Fredy Zach, Leon, Yannik, Martin Nieser,

Jonas Zach

Jan. 20:

Norbert Moser, Yannik, Leon, Martin Nieser

Feb. 20:

Leon, Helmut Mahl, Yannik, Martin Nieser,

Hans Schinagl

Mrz. 20:

Mike Stichlmair, Yannik, Martin Nieser

April 20:

unbesetzt wegen Corona

Und was mit dir? Werde auch du ein Recke (oder eine Reckin) und melde dich.

Der Job ist nicht schwer, macht sogar richtig Spaß!

DU bist kein Muhagl, einem Ratsch nicht abgeneigt… ein nettes Lächeln fällt dir

nicht schwer? Mehr braucht´s nicht, dann kommen auch ein Lächeln und ein

herzlicher Dank zurück!

Und die Getränke an diesem Tag sind auch frei!

Ich bin bei Kolping weil... Kolping für mich Heimat bedeutet. Eine schwarz-orange-bunte

Heimat, die sich nicht auf einen Ort beschränkt, sondern mittlerweile deutschland- bzw. weltweit

existiert. Überall trifft man auf Gleichgesinnte mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die für

die gleichen Werte eintreten, für alle da sind und sich aktiv für eine gerechte Gesellschaft

einsetzen, indem die Nöte der Zeit erkannt werden und der Gedanke von Adolph Kolping

weitergetragen wird. Eine einzigartige Gemeinschaft, aus der sich Freundschaften fürs Leben

entwickeln und zusammen die Welt ein kleines Stück besser macht.

Daniela Dörfler, Kolpingmitglied seit 2005


Zdravím z Velké Bíteše

Liebe Freunde aus der Kolpingfamilie Schrobenhausen,

Vážení přátelé z Kolpingovy rodiny Schrobenhausen,

ich grüβe Euch alle aus Velká Bíteš und möchte kurz auf die letzten paar Monate in unserer Kolpingfamilie zurückblicken.

srdečně Vás zdravím z Velké Bíteše a přináším krátké ohlédnutí za posledními několika měsíci v naší Kolpingově rodině.

Im Dezember vorigen Jahres hatten wir die Jahresversammlung

unserer Mitglieder, wobei der neue Vorstand

unserer Kolpingfamilie gewählt wurde. Ich freue

mich sehr, dass an diesem Tag 14 neue Mitglieder unserer

KF beigetreten sind. Somit sind wir jetzt mehr

als 50 Mitglieder. Einige der neuen Mitglieder arbeiten

bereits seit längerer Zeit mit uns zusammen, z. B. Alois

Koukola, der mit uns jedesmal in Schrobenhausen war.

Ich glaube fast, dass auch die anderen mitmachen, da

unsere Partnerschaft bei uns einen sehr guten Ruf hat.

Miriam Ševčíková ist die neue geistliche Leitung unserer

Kolpingfamilie.

Na konci uplynulého roku jsme pořádali výroční členské

shromáždění, kde jsme zvolili nové představenstvo Kolpingovy

rodiny. Mám velkou radost, že ten den do naší

Kolpingovy rodiny Velká Bíteš vstoupilo 14 nových členů.

Je nás tak nyní více než padesát. Někteří z nových členů

s námi již dlouho úzce spolupracují, například Alois Koukola,

který je stálým hostem ve Schrobenhausenu. A

věřím, že další se také zapojí, protože partnerství obou

Kolpingových rodin má u nás velmi dobrý zvuk. Novým

duchovním správcem naší Kolpingovy rodiny se stala Miriam

Ševčíková.

So wie jedes Jahr in den Wintermonaten haben wir wieder

die Biteser Akademie organisiert. Es handelt sich um

Vorträge und Diskussionen mit interessanten Gastreferenten.

Die Veranstaltungen genießen großes öffentliches

Interesse. Besonders ist hier der Vortrag vom 17.

November zu erwähnen, dem Tag, an dem wir 30 Jahre

Samtene Revolution („die Wende“) und den Sturz des

Kommunismus in der Tschechoslowakei gefeiert haben.

Der Gast, Jan Kasal, gehörte die ganzen 20 Jahre nach

der Wende zu den wichtigsten tschechischen Politikern.

Seine Erzählungen über den Hintergrund der Schlüsselmomente

unserer modernen Geschichte waren atemberaubend.

V průběhu zimní sezony jsme tradičně pořádali každý

měsíc Bítešskou akademii. Jedná se o besedy se zajímavými

hosty, které se těší velkému zájmu veřejnosti. Zmíním

mimořádnou přednášku, která se konala 17. listopadu,

v den 30. výročí Sametové revoluce a pádu komunismu

v Československu. Hostem byl Jan Kasal, který po celých

20 let po pádu komunismu patřil ke klíčovým českým

politikům. Jeho povídání ze zákulisí klíčových momentů

naší novodobé historie bylo strhující.

Ende Januar haben wir ein kurzes Winterferienlager

für die Kinder veranstaltet. Er war im Geiste des Filmes

Charlie und die Schokoladenfabrik und alle Beteiligten

haben ihn sehr genossen. Die Kinder freuen sich bereits

auf das Sommerferienlager und den Familienurlaub,

welche von unserer Kolpingfamilie organisiert werden

und die eine hervorragende Resonanz haben.

Na přelomu ledna a února si naše děti užily krátký zimní

tábor. Nesl se v duchu filmu Karlík a továrna na čokoládu

a všichni si jej ohromně užili. Děti se už těší na letní tábory

a dovolené rodin, které naše Kolpingova rodina

pořádá a mají mezi nimi výborný ohlas.

Jetzt stehen das Osterfest und der Osterjahrmarkt (eine

Wohltätigkeitsveranstaltung der Kinder) vor der Tür und

dann warten alle auf die Walpurgisnacht mit Hexenbrennen.

In unserem Pfarrgarten treffen sich Familien mit

Kindern, um an diesem Abend zusammen zu sein und

zu feiern.

Nyní jsou před námi Velikonoce a velikonoční jarmark a

pak už všichni netrpělivě čekají na Filipojakubskou noc. Ta

se nese v duchu pálení čarodějnic a na naší farní zahradě

se setkají rodiny s dětmi, aby tento svátek náležitě oslavily.

Ich wünsche Euch allen gesegnete Frühlingstage, und

wir freuen uns auf euch.

Přeji Vám požehnané jarní dny a těšíme se na setkání.

Ladislav Koubek

Vorsitzender der Kolpingfamilie Velká Bíteš

Předseda Kolpingovy rodiny Velká Bíteš


Und dann kam die traurige Nachricht - Dostali jsme smutné zprávy

Tomáš Lajkep, Gründungsvorsitzender der

Kolpingfamilie Velká Bíteš ist verstorben

Im Jahre 2005 gaben ihm die Ärzte die Chance von 10 Prozent, dass er ein

Jahr überlebt. Aus einem Jahr wurden 15 Jahre. Am 18. März 2020 starb

Tomaš Lajkep in der Anwesenheit seiner Ehefrau Eva zu Hause. Er war Arzt,

Psychiater, Chefarzt, Gründungsvorsitzender der Kolpingfamilie Velká Bíteš,

Amateurschauspieler, Maler. Sein Sinn für Humor, für analytisches Denken

sowie seine klaren Lebenswerte wurden für viele von uns zur Inspiration.

Aufgrund seiner Krankheit verbrachte er mehrere Jahre in Brüssel, seine Frau

Eva arbeitet dort als Übersetzerin beim Rat der EU. Als er nach der Besserung

seines Gesundheitszustandes von Brüssel nach Velká Bíteš zurückkam und

Chefarzt des Psychiatrischen Krankenhauses für Kinder wurde, fragte ich ihn,

worauf er sich in Velká Bíteš am meisten freut. Er antwortete: „Am meisten

freue ich mich darauf, dass ich einfach wieder in Velká Bíteš sein werde.“

Er war ein Mensch, der sich mit Ethik, Philosophie und Politik beschäftigte;

er war mehrfach Abgeordnetenkandidat und immer nah an den einfachen

Menschen. Die Leute in Velká Bíteš mochten ihn.

In den letzten Monaten verschlechterte sich sein Gesundheitszustand erheblich und er benötigte die ganztägige hingebungsvolle

Betreuung seiner Frau Eva. Sie erzählte, dass sie den herrlichen letzten Tag seines Lebens gemeinsam verbrachten:

„Die letzten Tage schlief er fast immer. An diesem letzten Tag hatte er aber mehr Energie Ich spielte mit ihm sogar Schach,

obwohl wir sonst nie zusammen spielten. Am früheren Abend gingen wir zu unserer Kapelle, beteten und segneten einander.

Ich sagte noch, welch ein schöner Tag! Es sah keinesfalls danach aus, dass es der letzte Tag sein würde. Als wir ins Haus zurückkehrten,

sagte er, er sei sehr müde. Er legte sich ins Bett, fing er an zu stöhnen und zu röcheln; Minuten später war er tot.“

Tomáš Lajkep war sehr stark künstlerisch begabt. In Velká Bíteš gründete er eine Schauspieltruppe, die leider nach seiner Abreise

nach Brüssel auseinanderging. Tomáš war aber auch leidenschaftlicher Maler. Da er ahnte, dass sich das Ende nähert,

hatte er den Wunsch, eine Ausstellung seiner Bilder in Schrobenhausen zu veranstalten. Diese bereiteten wir für den Mai

vor, mussten sie jedoch wegen Corona verschieben. Tomáš erlebt sie nicht mehr.

Tomáš, vielen Dank für alles und dafür, dass du mit uns warst.

Ladislav Koubek


Miteinander - Füreinander

Im Januar starteten wir beim

Pflegetreff mit einem gemütlichen

Abend und feinem

Essen ins neue Jahr. An

diesem Abend hatte Ute

Natzer eingeladen und

ein herrliches Menü

serviert: Pfannkuchensuppe,

Kalbsbraten mit

Nudeln und Kraut, Salat

und Orangen-Pannacotta

zum Dessert. Alle Teilnehmerinnen

genossen die

Gemeinschaft am wunderschönen gedeckten Tisch in Natzers Ess-Ecke und freuten sich, die

Erlebnisse von Weihnachten und Neujahr erzählen zu können. Das war ein schöner und wohltuender

Auftakt, alle freuten sich auf die weiteren Treffen, die jedoch bisher ausblieben.

Für den Februar war eigentlich der Loch-Sepp (bürgerlich Josef Nieser, seines Zeichens Hochzeitslader) angekündigt,

der allerdings sehr kurzfristig absagen musste. Stattdessen wurde der Abend zum „Ratschabend“ in sehr kleiner Runde.

Dafür sollte er im März kommen. Doch da mussten wir ihn wegen Corona absagen.

Nun ist es ja etwas schwierig, weiter zu planen, da wir alle erst mal schauen müssen, wie was wann in welcher Form

wieder stattfinden kann. Grundsätzlich haben wir aber wieder einiges Spannendes im Programm.

So soll sich im Mai alles um Hildegard von Bingen drehen und darum, wie ihre Lehre im Pflegealltag helfen kann. Außerdem

sind Informationsabende zu verschiedensten Themen geplant, im Juli das traditionelle Gartenfest und den Herbst

wollen wir nach Möglichkeit mit dem Demenz-Parcours einleiten, bei dem man an verschiedenen Stationen Informationen

zur Demenz bekommt und noch dazu die Welt aus der Sicht eines Demenz-Kranken kennenlernen und erleben

kann. Eine sehr spannende Geschichte.

(Brigitte Behrendt, Ute Natzer)

Nachdem sich bei den Kommunalwahlen 2020 so viele Kolpingbrüder und -schwestern wie seit langem nicht mehr

in den verschiedensten Parteien zur Wahl stellten, hatten diese im Kolpinghaus die Möglichkeit, sich, ihr persönliches

Engagement und ihr Parteiprogramm vorzustellen. Horst Knopf moderierte den Abend souverän und im

Anschluss an die offizielle Vorstellung hatten die Besucher viel Zeit, auch mit den anwesenden Parteikolleg*innen

(u. a. auch Bürgermeister Dr. Stephan) in die Diskussion einzusteigen.



Ausgabe: Frühjahr 2020

Auflage: 250 Stück

Redaktion/ViSdP: Stefan Mayer

Layout: Angelika Hartwig

Druck: print24.de

Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich im Dezember 2020.

Redaktionsschluss: Samstag, 31. Oktober 2020 (fix)

Einen herzlichen Dank an alle Autor*innen und Freiwilligen, die immer wieder mithelfen, dieses

Blatt zu realisieren und so das Bild der Kolpingfamilie Schrobenhausen nach außen zu tragen.

Einen ebensolchen herzlichen Dank an die Austräger*innen, die im Einsatz sind, damit auch

diese Ausgabe zeitnah allen Mitgliedern zugeht.

Kolpingfamilie Schrobenhausen

Sie finden uns auch im Internet:

Gerolsbacher Straße 11

www.kolpingfamilie.de

86529 Schrobenhausen e-mail: kolpingfamilie@gmx.de

kolpingfamilie schrobenhausen & kolpingjugend schrobenhausen

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